Der HrtenauerAote. Amtliches BerlmMgungsblaü für den Kreis Offenburg, sowie für die Bezirksämter und Amtsgerichte Offenbmg und Gengenbach. Erscheint täglich mit «iSnlchme Montags, »nd kostet vierteljährlich in Offenburg 1 st-, für den Landpostbezirk I st. 2 kr., für die übrige« Postbezirke 1 fl. 7 kr. EinrückungSgebühr: die gespaltene Garmondzeile oder deren Raum 3 kr. Nro. liv. Offenburg, Donnerstag den 18. Mar 1871. Palitischc RundfchM. Offenburg, 15. Mai. Bei dem Mahle, welches zu lehren des Fürsten Bismarck der Oberbürgermeister vr. Mumm von Frankfurt gab, begrüßte dieser den großen Staatsmann als Friedensengel, wogegen der Reichskanzler, offenbar in bester Stimmung über das rasche Gelingen des „Frankfurter Friedens", in seiner Erwiederung betonte, daß dies hoffentlich auch der Friede für und mit Frankfurt sein werde, das er hochleben ließ. Nach den Acusserungen des Frkf. Journals und der Frkf. Ztg. dürfte dies noch nicht so schnell eintrelen; indeß läßt die Begrüßung des deutschen Staatsmanns durch das Volk bezweifeln, ob jene Blätter der Ausdruck der Volksmeinung. Aus der betr. Rede des Reichskanzlers ist noch zu erwähnen, daß Deutschland gerne die Grabplätze der deutschen Helden als Eigenthum erworben hätte, ste aber durch kein Angebot erlangen konnte. Vergleiche damit das Türennedenkmal bei Sasbach. — In Paris gehts mehr und mehr drunter und drüber, was auf ein baldiges Ende der Herrlichkeit hinzudeuten scheint. In Picpus, einem Frauenkloster daselbst, will min mehrere Barbara Ubiyks, Foltern u. dergl. entdeckt haben; indessen bezeugen die Klosterfrauen, jenes seien wirklich Blödsinnige, dies nur orthopädische Instrumente und Spielsachen gewesen. — In Versailles bereits Siegesaufzüge und Lobreden Thiers' auf die glorreiche, tapfere Armee, die „den hohen Ruf des franz. Namens und der Macht Frankreichs wieder hergestellt". Diese glorreiche Armee, verkündete Hr. Thiers, dürfe durch den „Frankfurter Frieden", „der ernste Verlegenheiten beseitigte", samt und sonders aus deutscher Gefangenschaft zurückkehren. Auch der Oberbefehlshaber Mac Mohon beglückwünscht die Armee zu ihren neuesten Siegen. — Die an den 5 Milliarden in Abzug kommende Summe für die Eisenbahnen in Elsaß-Lothringen beträgt nach einem Schreiben des franz. Finanzministers nach Rouen 325 Millionen. Bismarck äufferte hierüber in Frankfurt, man hätte an den anfänglich dafür geforderten 800 Millionen noch mehr herunterhandeln können, es aber unter der Würde gehalten. Begierig ist man, was Frankreich bezüglich des Austausches eines größeren Gebietes um Belfort gegen deutsche Dörfer um Diedenhofen thun werde, die demnach doch bei Aufstellung der Friedenspräliminarien scheints übersehen wurden. — Der Graf v. Chambord verkündigt sich neuerdings als Retter Frankreichs durch Wiederherstellung des alten Königthums und des päpstlichen Thrones; englische Blätter dagegen glauben, Napoleon, obwohl am tiefsten in Schmach versunken, werde am ersten zurückkehren. — In Wien hat der Verfassungsausschuß des Reichsraths bei Berathung der galizischen Vorlage so schöne Entdeckungen gemacht, daß er vor Schrecken die Sitzung vertagte. Die Polen und weiterhin auch die Tschechen, sobald sie nur wollen, bekämen von dem Ministerium Hohenwart eine selbständige innere Verwaltung, ließen stch diese aber vom Reiche bezahlen und würden _ noch über die Verwaltung der andern Reichsländer mitstimmen! Die Verfassungspartei will deß- halb eine Adresse an den Kaiser richten. — Die katholische Frage weckt in O e st r e i ch bedeutende Kundgebungen für die Sache der Vernunft und Freiheit. Kirchenrechtslehrer Prof. Schulte in Prag, ehedem von den Ultramontanen hochgefeiert, hat neuerdings offen dargelegt, wie er bei näherer Einsicht in das Treiben dieser Leute zuerst habe schweigen zu können geglaubt, jetzt aber laut reden müsse. — In München soll ein neues Ministerium ans Ruder kommen, nämlich Fürst Hohenlohe, der vor Beginn des Concils die Regierungen vergeblich auf dessen staatsgefährlichen Mißbrauch aufmerksam machte, und v. Hörmann, der seiner Zeit mit Hohenlohe den Ultramoutanen weichen mußte. Recht wärs; ob's aber wahr ist, können wir nicht verbürgen. — München, 13. Mai. Wie die A. Abdz. mittheilt, haben zwischen einflußreichen Beamten des Kultusministeriums und hervorragenden Mitgliedern des obersten Gerichtshofes dieser Tage mehrere vertrauliche Besprechungen stattgefunden, welche den Zweck hatten, zu untersuchen, ob die Staatsregierung vollständig auf gesetzlichem Boden stehe, wenn ste gegen den widerspenstigen Episkopat mit Maßregelungen vorgehe. Wie man hört, wurde die übereinstimmende Anschauung ausgesprochen, daß die Staatsregierung hiezu ein gesetzliches Recht habe, und laß der oberste Gerichtshof höchst wahrscheinlich in diesem Sinne entscheiden würde, wenn eine Partei sein Urtheil anriese. Berlin» 12. Mai. In einer heute vor der Plenarsitzung stattgehabten Besprechung des Dern- burgischen Nothgesetzes zum Militärpensionsgesetze hat die nationalliberale Fraktion diesen Antrag verworfen und sich für eine gründliche Durchberathung des Gesetzes entschieden, nachdem man in Erfahrung gebracht hatte, daß Fürst Bismarck mehrere in Folge des raschen Friedensschlusses nothwendig gewordene und einer schleunigen Erledigung bedürfende Gesetzentwürfe dem Reichstage vorzulegen beabsichtige, die Session also bis tief in den Juni und jedenfalls bis über Pfingsten hinaus dauern wird und Zeit für die Erledigung des Militär-Pensionsgesetzes bleibt. Berlin, 14. Mai. (Sch. M.) Der Fliedensvertrag enthält 17 Artikel und 3 Zusatzartikel. Die gekaperten Schiffe werden zurückgegeben, die schon verkauften ersetzt. Der Schifffahrlsver- trag von 1862 wird aufrecht erhalten, die andern Verträge, auch die mit den süddeutschen Staaten, also auch die Nachdruckskonventionen, werden aufgehoben (?). Elsaß-Lothringen behält Zollfreiheit gegen die französische Grenze auf 6 Monate vom 1. März d. I ab gerechnet. Berlin, 14. Mai. Die Rede des Fürsten Bismarck über die Verhandlungen in Frankfurt mag für diejenigen, die stch immer noch darin gefallen, das deutsche Parlament als einen von der kaiserlichen Regierung nicht als gleichberechtigt anerkannten, sondern nur geduldeten Faktor der Gesetzgebung zu verschreien, eine unangenehme Ueberraschung gewesen sein. Fürst Bismarck hat in Bestätigung des bereits Bekannten konstatirt, daß bis zum 1. Dez. d. I. drei halbe Milliarden an Kriegsentschädigung bezahlt werden müssen, während bekanntlich nach Inhalt des Präliminarfriedens bis Ende l. I. wenigstens 1 Milliarde fällig gewesen wäre. Die Höhe der für die Eisenbahnen in Elsaß-Lothringen zugestandenen Summe hat Paris. Ein deutscher Offizier, der in den letzten Tagen als Parlamentär nach Paris gesandt ward, weil Nationalgarden die zwischen den Forts und der Stadt liegenden Ortschaften bewaffnet heimgesucht, und beauftragt war, den Pariser Machthabern darüber Vorstellungen zu machen, schildert in einem von der „Weimar Z." veröffentlichten Briese in drastischer Weise das Aeußere der Pariser Truppen. Nachdem er zuerst sich in den heimgesuchten Ortschaften von dem Thatbestand unterrichtet, bei welcher Gelegenheit ihn die Bevölkerung sehr ruhig und höflich ausgenommen und lebhaft bedauert, daß sie keine deutsche Einquartirung hätten, ritt er mit seiner kleinen Eskorte an der Stadtmauer entlang bis zum Thore von Romainville. „Am Thore — hieß es in dem Briefe selbst — kam roit ein leidlich angezogener Offizier entgegen, den ich bat, mir Gelegenheit zu verschaffen, mit rttiem höheren Offizier, welcher sämmllichen Wachen vorgesetzt sei, sprechen zu können. Da rin solcher erst aus der innern Stadt geholt werden mußte, wurde ich gebeten, in zwei Stunden meder zu kommen. Bei meiner Rückkehr fand ich am Ufer die Besatzung, bestehend aus Kindern etwa im Alter von 12,14, 15 Jahren mit alten verbummelten Gesichtern und in den verschiedensten zerlumpten Anzügen. Es war ganz lächerlich zu sehen, wie diese Leutchen mit ihren Gewehren durch eine stramme Haltung und Honneurs imponiren wollten, davon aber keine Ahnung hatten. Unsere Straßenjungen hätten sie viel lehren können. Es empfingen mich zwei ländlich aussehende Offiziere und ein Garibaldianer, ein alter, verwegener Vagabund, welcher als Civildeputirter der Wache beigegeben war, um alle das Thor passtrenden Bewaffneten zu arretiren. Ich stieg vom Pferd und ging in ein winzig kleines Zimmerche», wenn man ein schwarzes enges Loch, ohne Fenster und blos durch die Thüre erhellt, auch nur so breit, wie dieselbe, so nennen kann, gefolgt von den Offizieren; bald aber drängte sich die halbe Wache, obgleich sie eigentlich unter Gewehr stand, mit hinein, von Neugierde geplagt. Keiner aber wollte zuerst anfangen zu sprechen. Der Garibaldianer verwies ihnen das und hatte nun selbst das Wort, was er denn auch benutzte, zu verfügen, daß jetzt kein Bewaffneter mehr durch das Thor gekommen wäre, ich also doch darüber keine Verhandlung ansangen solle. Er hatte sicher ein böses Gewissen und war wie alle anderen sehr betroffen, wie ich ihnen sagte, es sei trotzdem geschehen. Jetzt wurde die Wache wieder gerufen und der gewünschte Kriegsdelegirte, Oberst Matjurewski, kam in das Zimmer, hinter ihm gleich wieder all die Leutchen. Er machte nicht viele Worte und schickte sie alle hinaus, um mit mir allein zu sein. Nachdem ich die Sache auseinandergesetzt, wobei er sehr ruhig und anständig war, mir auch strenge Untersuchung und Bestrafung zusagte, verabschiedete ich mich; die Wache versuchte zu präsentiren und ich eilte durch die außerhalb versammelte Menschenmenge heim". Auflösung des Näthsets in Nro. 109: Knabenkraut. Richtig gelöst von I». V. in 0. 466 btt Reichskanzler nicht angegeben und auch sich nicht darüber ausgesprochen, ob diese Kaufsumme von 325 Millionen Frcs. von den ersten oder den später» Raten in Abzug gebracht werden sollen. In einigen officiösen Korrespondenzen wird angenommen, daß der Abzug von den im Laufe dieses Jahres zu leistenden Zahlungen gemacht werden solle. Ist das richtig, so wäre die Erhöhung der Summe pro 1871 von 1 auf 1«/, Milliarde nicht so bedeutend; es würde sich nur um ein Mehr von 175 Millionen Frcs. handeln. Die Aufklärung wird nicht lange auf sich warten lassen. (Frkf. Pr.) Straßburg. 12. Mai. Wie weit die Verbissenheit des hiesigen Straßenpöbels noch geht, davon statt vieler Beispiele hier nur eines. Ein früherer französischer Soldat, Elsässer, ist vor kurzem dem hier befindlichen 25. deutschen Infanterieregiment als Musiker beigetreten. Der Arme ist nun seither hier kaum seines Lebens mehr sicher. So mußten gestern 3 Individuen, die sich während der Parademustk auf dem Broglie an ihm zu vergreifen suchten, verhaftet werden und heute wieder hatte ihn die Polizei vor Beschimpfungen zu schützen. Man sollte sich weniger wundern, wenn nicht alle diese „Patrioten" zu denen gehörten, die samt ihren Frauen und Kindern täglich von der deutschen Regierung gespeist werden. (B.Ldz.) Hagenau, 13. Mai. Unser Maire, Herr Nessel, ist vom Fürsten Bismarck nach Berlin berufen worden, um den Berathungen über die zukünftige Organisation des Elsasses beizuwohnen und sein Gutachten abzugeben. Hr. Nessel, der sich schon bei seiner ersten Anwesenheit in Berlin, in der bekannten Handelskammerabordnung, einer ganz besonders guten Aufnahme Seitens des Fürsten Bismarck zu erfreuen hatte, reist heute Abend ab und wird bei seinem ver- muthlich mehrere Wochen oder gar Monate dauernden Aufenthalt in Berlin die ihm von seinen Landsleuten aus ganz Elsaß zugchendcn Wünsche an geeigneter Stelle zum Ausdruck bringen. (B.Ldz.) Paris, 13. Mai. Der Avenir national meldet, die Kommune habe gestern die unverzügliche Auszahlung von 10 Millionen bei der Bank verlangt. Die Aufregung ist groß. — General Changarnier hat, der Versailler Regierung gegenüber, die Annahme des Kreuzes der Ehrenlegion verweigert. — Vom 14. Mai, 7 Uhr Abends. Die Beschießung ist heute auf der ganzen Linie äußerst heftig, die Batterien der Buttes Montmartre haben ihr Feuer eröffnet. Bis nach Levallois fielen die Geschosse derselben und tödteten 30 Mann Nationalgarden, worauf dem Feuer sofort Einhalt gethan wurde. Die Bomben der Versailler fallen bis zur Mairie von Passy; Auteuil ist arg zerstört. Die Verhaftungen dauern heute noch auf den Straßen von Paris fort. Die Zerstörung der Vendome- säule ist offiziell auf morgen angekündigt; bei der Feierlichkeit werden 600 Plätze für die Kommune Vorbehalten. Das Haus des Herrn Tbiers ist schon fast ganz nicdergerissen. — Thiers' Haus ist ein Schutthaufen. — Fort Vanvres ist angeblich unter Zustimmung der Kommune verlassen worden. Die Besatzung hat sich nach Montrouge gerettet. Die Zersetzung im Stadlhause ist im Zunehmen begriffen. — Der Komponist Auber ist gestorben. Er wurde 89 Jahre alt. An der Bendome-Säule werden die Aushöhlungsarbeiten in dem Piedestal fortgesetzt. Es heißt jetzt, daß die Niederlegung der Säule künftigen Sonytag erfolgen werde. In den umliegenden Stadttheilen trifft man Vorkehrungen, um die Fensterscheiben gegen die Wirkungen der Erschütterungen zu verwahren, welche der Sturz des Denkmals Hervorbringen wird. Versailles, 13. Mai. (Fr. I.) Jules Favre gab heute in einem kleinen Kreise vertrauter Freunde den bestimmten Entschluß kund, nach der Genehmigung des Friedensvertrags zurück» zutreten. — Die deutsche Besatzung in Rouen wird in Kürze abziehen, dafür rückt, wie es heißt, das 10. französische Kürassierregiment als Besatzung dort ein. Rouen, 15. Mai. Der „Nouvelliste". Organ des Hrn Ponyer-Onertier, zeigt an, daß behufs - sofortiger Räumung der drei Departements Seine inferimre, Eure und Somme gemäß der Frankfurter Friedensvertrags-Klausel Pouyrr- Quertier schon in dieser Woche eine halbe Milliarde an Deutschland bezahlen wird. Telegraphische Nachrichten. Berli«, 15. Mai. Der Reichstag nahm in seiner heutigen Sitzung in dritter Berathung den Gesetzentwurf, betr. die Aufhebung der Kautionspflichligkeit der periodischen Druckschriften und die Entziehung der Befugniß zum Betriebe des Preßgewerbes, an. Es folgte die zweite Berathung des Gesetzentwurfes, betr. die Feststellung des Haushalts des deutschen Reiches für 1871. Das Haus nahm folgenden Kommissionsantrag an: „Die zufolge der Aufhebung der Elbzölle für Lauenburg geforderte Abfindungssumme von 8016 Thaler nicht zu bewilligen und diese Position zu streichen, im Uebrigen aber dem Nachtrag die Genehmigung zu ertheilen " — Hierauf zweite Berathung des Gesetzentwurfes, betr. die Jnhaberpapiere mit Prämien auf Grund des Kommisstonsberichts. Ueber den Abänderungsantrag Martins, welcher im Gesetzentwurf auch die Beseitigung der noch bestehenden regelmäßigen Lotterien bis zu Ende des Jahres 1873 ausgesprochen wissen will, wird mit großer Mehrheit zur Tagesordnung übergegangen. Für den Antrag Martin's sprach Lamey, gegen denselben Finanzminister Camphausen.'— In der heutigen Sitzung der Petitionskommisston erklärte der Regierangskommissär gelegentlich der Prüfung der Eingabe eines Schiffkapitäns, daß die Schiffe, welche im Augenblick der Genehmigung des Versailler Vorfriedens noch nicht gesetzlich verurlheilt waren, in natura zurückgegeben werden. Für die in jenem Zeitpunkte schon verurtheilten Schiffe werde eine Entschädigung geleistet und eine dahin gehende Gesetzesvorlage noch im Laufe dieses Reichstages gemacht werden. — Die baierischen, württemb. und badischen Bevollmächtigten bei den Friedensoerhandlungen sind aus Brüssel hier eingetroffen. Die Kaiserin wird heute Abend nach Koblenz abreisen. — Die Kaiserin von Rußland wird nächsten Samstag auf der Reise nach Ems hier erwartet. Paris, 15. Mai. Die Versailler stehen vor den Wällen' von Paris von der Porte Muette bis zum Thor von Jssy und wechseln Schüsse mit den Aufständischen. Die Föderirten haben die Schanze zwischen Vanvres und Jssy geräumt. In den Tuilerien und dem Tuilerien- garten sind Batterieen errichtet, um ein Flanken- fcuer gegen die Champs elyives zu unterhalten. Der Luxembourg ist geschlossen und von vier Bataillonen Nationalgarde besetzt. Die Kommune scheint einen Aufstand zu befürchten. Es herrscht die allgemeine Ueberzeugung, daß eine weitverzweigte Verschwörung gegen die Kommune besteht. — Die Arrondissements-Besehls- häber sind für die Vertheidigungsmaßregeln ihrer betreffenden Zonen verantwortlich gemacht. — Die Besitzer von Schwefel und Phosphor müssen binnen drei Tagen der Kommune ihre Vorräthe angeben. Paris, 15. Mai. Oberst Masson, der Stabschef des Kriegministeriums, wurde verhaftet. Das 144. Bataillon der sedentiären Nationalgarde, welches nach Jssy beordert wurde, verweigerte den Marsch. Pascal Grousset hat eine Proklamation erlassen, in welcher er die Hilfe der großen L>tädte anruft. „Paris", sagt er am Schluß, „wird bis zuletzt hinter Barrikaden von Haus zu Haus kämpfen." Das Feuer der Versailler verhindert die wirksamere Befestigung der Porte Dauphine (zwischen Porte Maillot und Porte la Muette). Der ganze Westen und Südwesten von Paris ist letzt unbewohnbar; Bomben und Kugeln regnen überall und verursachen großen Schaden. Die Zahl der Verwundeten und Getödteten ist groß. —.Fort Lan- vres wurde gestern von der Besatzung verlassen und von den Versaillern besetzt; doch weht die Tricolore noch nicht auf dem Fort. Der Fall von Montrouge ist bevorstehend. Versailles, 15. Mai, Abds. Die Enceinte von Paris hat mehrere Breschen. Die Porte d'Auteuil ist vollständig zerstört. Das Geschützfeuer dauert fort behufs der Erweiterung der Bresche. Vermischte Rachrichte». t Offenburg, 13. Mai. Bekanntlich haben die Ultramontanen die Gewohnheit, bei jedem Anlaß zu schimpfen und ihre Gegner zu ver- läumden, und so ist es wahrlich kein Wunder, wenn man die heutigen Gallergüsse über vr. Döllinger kaum einer Beachtung mehr werth hält; dennoch ist es interessant, aus Geschichtsbüchern zu erfahren, wie die Ultras bereits vor 300 Jahren schon so erfinderisch waren, wenn es galt ihren Gegner in Verachlung zu bringen. So liest man in „Wirths Deutscher Geschichte" folgende Erzählung, wie die Gegner Luthers verfahren sind: „Man verbreitete nämlich im Jahre 1545 (also noch zu Lebzeiten Luthers) von Rom aus eine Schrift in italienischer Sprache, worin berichtet wurde, daß vr. Martin Luther gestorben, und daß sein gottloser Leib vom Teufel geholt worden seie. «Durch dieses Ergebniß" hieß es ferner, hätten Viele ihr Leben gebessert und zur rechten Kirche sich zurückgewendet." Die Lust zu solchen teuflischen Erfindungen steckt zwar noch im Blut der Nachkommen jener Finsterlinge, allein es glaubt's ihnen doch Niemand mehr, und nur darum bescheiden sie sich lediglich Tagesglossen zu schreiben für — Kinder und Narren. Oder sind das keine Glossen, wenn der schwarze vr. Wühler oder sein Lahrer Helfershelfer den Allkatholiken Offenburgs die Beichtzettel oder s. g. Ostercoupons abverlangen? Wissen denn diese Herren nicht mehr aus der Kirchenordnung von sonst, daß die Beichtzettel alljährlich dem ordinirten Pfarrer in Begleitung von etwas Klingendem übergeben werden müssen? Schämt sich der „Anzeiger" nicht, solche Unwissenheit an den Tag zu legen und solche Glossen über einen so wichtigen Be- standtheil unserer kirchlichen Consumsteuer in die fromme Welt hinauszuschicken? Wenn uns übrigens der „Anzeiger" sagen wollte, in welcher „Bergpredigt" die Vorschriften der Beichtzettel- Anstalt den !ersten Christen empfohlen wurden, gingen die Altkatholiken Offenburgs vielleicht darauf aus, die 10jährigen Beichtzettel ihm zu überreichen; vielleicht kann ein bekannter „Leut- ner" damit aushelfen! — Das eiserne Kreuz und die silberne Civil- Verdienstmedaille am Bande der Karl-Fried- rich-Militär-Verdienstmedaille erhielt Sergeant Droll. (K. Z.) — Thorn in Pr., 9. Mai. (K.H.Z.) Ein kriegsgefangener Turko gerieth dieser Tage in Streit mit einem anderen preußischen Sträfling. zog plötzlich ein dolchartiges Messer und führte gegen Brust und Unterleib seines Gegners so gefährliche, blitzschnelle Stiche, daß der Unglückliche zusammensank. Vier herbeieilende Kameraden wurden ebenfalls von dem Turko mehr oder minder schwer verwundet, bis die Bewältigung des rasend gewordenen Mörders gelingen konnte. Zwei der preußischen Sträflinge sollen bereits tobt, vier andere in Besserung begriffen sein. Baierische 4°/° 100 Thlr-Loose von 1866. Hauptgewinne: Nr. 12027 fl. 175,000. Nr. 57575 fl! 28,000. Nr. 93631 fl. 10,500. Nr. 81681 fl. 2800. Nr. 15428 93646 104996 109156 » fl. 1400. Nr. 15450 33660 67408 68063 104987110877 121993 129369 ä fl. 700. Neuchateler 10 Fr.-Loose von 1857. Nr. 25652 Fr. 20.000. Nr. 61266 94834 ft Fr. 500. Nr. 13251 17177 63677 109551 k Fr. 100. Nr. 3111 16031 29659 31803 54285 78731 85389 91264 95407 118854 k Fr. 50. Nr. 5500 24324 48364 53107 61236 66746 72191 83267 118625 122385 ä Fr. 25. Oldenburgische 3% 40 Thlr.-Loose tum 1871. Nr. 44005 Thlr. 35,000. Nr. 110838 Thlr. 1000. Nr. 12461 62694 105270 a Thlr. 300. Nr. 56721 70566 72274 101176 ä Thlr. 150. Ausführliche Ziehungsliste kann im Contvr d. Bl. tingesehen werden. 467 Bekanntmachungen. Laudw. Bezirksverei« Offenburg. 1617.2.1. Unter Beiwohnung des Generalsecretärs Dr. Funk von Karlsruhe findet Sonntag den 21. d. M-, Nachmittags %3 Uhr , im Adler x« Müllen eine landw. Besprechung und Versammlung statt, wozu Landwirthe und Freunde der Landwirthschaft bestens eingeladen sind. ' ' Tagesordnung: 1. Vortrag über Futterbau. 2. „ „ das neu einzuführende Maß und Gewicht. 3. „ „ Rinderzucht speciell Aufzucht der Kälber. Ofienburg, den 16. Mai 1871. Der Vorstand. Rheinbischvfsheim. Seegrasversteigerung. 1615. Aus den diesseitigen Domänenwaldungen District I. Strieth, Schlag 18 bis 25, und District Hl. Münzwald, Schlag 14 bis 18, wird: Montag den 22. Mai l. I. der Seegraserwachs fürs laufende Jahr öffentlich versteigert, wozu die Liebhaber eingeladen werden. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr bei der Pflanzschule im Striethwald. Rheinbtschofsheim, den 14. Mai 1871. Großh. Bezirksforstei. Steiglehner. _ Steigerungs-Ankündigung. 1614. In Folge richterlicher Verfügung wird dem Isidor Kasper, Schreiner in Genaenbach, am Donnerstag den 15. Juni 1871, Mittags 2 Uhr, im Rathhause dahier folgende Liegenschaft öffentlich zu Eigenthum versteigert und endgültig zngefchlagen, wenn mindestens der Anschlag erreicht wird: Ein zweistöckiges Wohnhaus in der Hinter- gasie dahier Nr. 75, einers. Josef Schilli, anders. August Schätzle, hinten der Mersy'sche Hof, vornen die Gaffe. Anschlag . 1800 fl. Gengenbach, den 15. Mai 1871. Der Großh. Notar S ei tz. Verkauf eines Hofgutes. 1533.3.2. Mit Genehmigung der Obervor- mundschaft wird das zur Gemeinschaft gehörige Hofgut des verlebten Hofbauern Thomas Seitz von Obernesselried, Gemeinde Durbach, Montag den 5. Juni, Mittags 2 Uhr, im Gasthaus zur Krone in Nesselried einer .öffentlichen Steigerung ausgesetzt, wobei der Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis oder mehr geboten wird. Das Gut umfaßt: 202 Ruthen Hofraithe, 140 Ruthen Hausgarten, 5 Morgen 91 Ruthen Wiesen, 37 Morgen 306 Ruthen Ackerland. 43 Morgen 339 Ruthen zusammen, bildet ein geschlossenes Hofgut — den Weilerhof — mit gut erhaltenem Wohnhaus und Oekonomiegebäuden. sehr ertragsfähig, mit ca. 800 Obstbäumen bepflanzt, und liegt eine halbe Stunde von Appenweier entfernt. Der Anschlag beträgt . . 25.000 fl. Appenweier, den 8. Mai 1871. Der Großh. Notar. Karl Langer. Steigerungs-Ankündigung. 1589.3.1. In Folge richterlicher Verfügung werden die dem Josef Basler von Fessenbach gehörigen Liegenschaften, und zwar: Grdst.-Nro. 532: 50 Ruthen Hofraithe, 50,9 Ruthen Grasgarten 100,9 Ruthen in der Nachtwaide, neben Karl Hug und Andreas Wiegele, mit dem hieraufstehenden einstöckigen Wohnhaus mit Keller, Scheuer und Stallung, Band VI., Nro. 293, Se.te 478, tarirt zu . . . 1200 fl! ^^rdst -Nro. 608: 60,6 Ruthen Reben im Schalkert, neben Josef Hugle und Josef Wiegele, Band VI., Nro. 11, Seite 21, taptrt zu 100 ff. Grdst.-Nro. 715: 35.3 Ruthen Reben im Bühl, neben Johannes Litterst und Mathias Kern Wwe., Band VII., Nro. 298, Seite 646, taxirt zu 166 fl. Grdst.-Nro. 1399: 41,9 Ruthen Reben im Fesenäckerle, neben Wendelin Humpert und mehreren Anstößern, Band VI., Nro. 63, Seite 107, tarirt zu . . 170 fl. Grdst.-Nro. 1773: 57.4 Ruthen Reben im Vogelfang, neben Anton Leilermann und Nepomuk Basler, taxirt zu 250 fl. Grdst.-Nro. 2115: 17,7 Ruthen Reben im Hummel, neben Christian Kornmaier und Simon Dufner's Erben, Band VII., Nro. 298, Seite 646, taxirt zu . 25 fl. Grdst.-Nro. 2118: 84,1 Ruthen Wald im Herzenwald, neben Friedrich Busam und Josef Kern, Band VI., Nro. 366, Seite 663, taxirt zu. 30 fl. 1941 fl. am Freitag den 9. Juni d. I. in der Traube zu Fessenbach öffentlich versteigert, wobei der endgültige Zuschlag erfolgt, wenn das höchste Gebot den Schätzungswerth oder mehr erreicht. Die Versteigerungsbedingungen können inzwischen im Geschäftszimmer des Unterzeichneten eingesehen werden. Offenburg, den 7. Mai 1871. Der Großh. Notar _ Serger. __ Durbach. Holz- und Wellenversteigernug 1610.2.2. Auf den Hofgülern des Herrn von Bufsierre im Durbach Thal werden am Mittwoch den 24. d. M., Morgens 9 Uhr, gegen Baarzahlung vor der Abfuhr öffentlich versteigert : 4600 gemischte Wellen, 6 Klafter gemischtes Prügelholz, 1 Nußbauwstamm. Offenburg, den 16. M ai 1 871. __ Offenburq. Gras - Verkauf. 1616. 2.2. Unterzeichneter verkauft das Gras- Erträgniß von % Wiesen an der Schuhgasse, besonders zu Grünfutter geeignet, einers. Jos. Schuemacher, anders. Kornmayer's Erben. _Jos Pfitzmayer Weinversteigerung. 1551.3.2. Der Unterzeichnete läßt am Donnerstag den 25. d. M., Morgens 10% Uhr, in seiner Behausung in Offenburg 500 Ohm selbstgezogene Weine, bestehend aus 420 Ohm 1868er, 1869er und 1870er Fessenbacher, Zeller und Ortenberger Weißweine und Klevner und 80 Ohm 1868er und l 869er Zeller Rolh- weine, einer öffentlichen Steigerung aussetzen, wozu Liebhaber bestens eingeladen werden. Offenburg, den 10. Mai 1871. __ Oekonom Jos. Gottwald. Geld auszuleihen 1607.2.2. Der Kirchenbaufond Ohlsbach hat 1000 fl. auf gerichtliche Versicherung zum Ausleihen bereit. Rechner Klein. 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Mai 1871. A. Ohnhaus, Photograph, wohnhaft im vormaligen Stehwagen, der Kirche gegenüber. Anzeige. 1503.3.2. Zwölf Stück guterhaltene weingrüne Fässer, von 10 bis 22 Ohm haltend, hat um billigen Preis zu verkaufen: Ettlingen, den 7. Mai 1871. Gustav Speck, ___ Oberstadtmüller. 1612. Freitag den 19. und Wt Samstag den 20. d. M. werden «Ö*- bei dem Unterzeichneten Ziegel und Steine und Montag den 22. Weiß- und Schwarzkalk ausgekragen. Willstält, den 16. Mai 1871. _ Jakob Huck. Eine alle reichfundirte Feuerversicherungsge- sellschaft, die schon mehrere Jahre in Baden arbeitet, sucht für die Stadt Kehl und Um- gend einen soliden und tüchtigenÄgenten, der Aussicht hat, neue Geschäfte für die Gesellschaft abzuschließen. Franco - Offerten beliebe man unter Chiffre W, B. Nr. 2 an das Kontor d. 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Borräthig in Offenburg bei Herrn Apotheker Sax. 1600.9.1. Kölnische Hage l-Verfichern ngs - Gesellschaft. Grundkapital 3 Millionen Thaler, wovon Zwei und ein halbe Million beaeben. Die Reserven betragen 312,248 Thlr. 19 Sgr. 1627. Die so fundirte Gesellschaft versichert gegen Hagelschaden Boden-Erzeugniffe aller Art. sowie Fensterscheiben zu feste» Prämien, wobei Nachzahlungen nicht statt- flnden. Dieselbe hat, wie früher, so auch in dem vergangenen Jahre sämmtliche Schäden prompt und zur Zufriedenheit der Betroffenen regulirt und binnen längstens vier Wochen nach deren Feststellung die Entschädigungsbeträge voll ausgezahlt. Der Geschäftsstand der Gesellschaft gewährt die Garantie dafür, daß sie auch fernerhin ihre Verpflichtungen so prompt als vollständig erfüllen wird. Die Unterzeichneten geben auf Verlangen über die Gesellschaft weitere Auskunft und erbieten sich zur Ausnahme der Versicherungs-Anträge. Die Hauptagentur: Walther & v. Reckow in Mannheim, sowie deren Bezirksagenten: Wm. B ö ck h in Offenbnrg, Conr. Kern in Ebersweier, Lorenz B eis er in Gengenbach, Rathschreiber Braun in Kehl, Vinc. Köhler in Oberschopfheim, Fr. Ko pp in Ottenheim, Ferd. H ö l z l i n in Offenburg, V. Bilger in Durbach, Fr. Schäfer in Gengenbach, Accisor Roos in Kork, Fr,. Flach in Seelbach, Joh. Wich er t in Ichenheim. Am SN. Mal a. e. findet die Ziehung der Obligationen der Stadt Barletta statt. Prämien: Fres. 2,000,000, 1,000,000, 500,000, 400,000, 300,000, 200,000, 150,000, 100,000 « f. w. Jede Obligation muß mit mindestens Frcs. 100 zurückgezahlt werden. Die Rück,ah. lung mit Frcs. 100, sowie die Zahlung der Prämien erfolgt in effectivem Gold und stets ohne jeglichen Steuerabzug in Barletta, Paris, Florenz und Neapel. Nota. Die schon gezogenen Obligationen behalten das Anrecht auf alle späteren zur Verloosung kommenden Prämien und kann demnach ein und dieselbe Obligation mehrere- mal mit Prämien gezogen werden. Original-Obligationen von Frcs. 100 sind erhältlich zum Preise von Frcs. 55. =■--- Thlr. 14. 20 Sgr. Fl. 25. 40 kr. bei allen Bank- und Wechselhäusern des In- und Auslandes. 1616.6.6. Gengenbach. Sommerwirthschastseröff- nung. 1613.2.2. Donnerstag (Feiertag! wird die Sommerwirthschaft von Bierbrauer Kern eröff- net mit gutem Lagerbier._ _ Wichtig für Landwirthe 1556.8.3. Palmkern-Kuchen, bestes und billigstes Kraftfuttermittel, stets vorräthig bei Rabns & Sto ll in M annheim . __ Knechtgrsuch. 1630.2.1. Ein lüchliger Hausknecht wird gesucht in der Bahnhofrestauration in Offenburg. Der Eintritt kann auf 1. Juni erfolgen. Tapeten-Muster empfiehlt zur gefälligen Ansicht. Bei Bestellungen werden 10 Procent Provision bewilligt. L. Schneider, Buchbinder - 1578.2.2. in Offenburg. 1625.2.1. Steinhauer finden am Neubau des Mechanikers Marti» in Offenburg Arbeit. Offen bürg. 1629. Kirchgaffe Nr. 37 ist ein Zimmer mit Bett zu vermiethen. _ 1618.31. Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen — wo? sagt die Exped. d. Bl. Bad Sulzbach im Renchthale. 1249.7.5. Die laue Therme von Sulzbach (17° R.1, deren fixe Bestandtheile besonders reich sind an verschiedenen Salzen, Gas und insbesondere an auffallenden Natron-Gehalte, wird zur Badekur, in manchen Fällen auch zur Trinkkur verwendet. Ihre Heilkräfte, ähnlich einers. mit Schlangenbad , anders, mit Baden - Baden , wirken ganz vorzüglich bei allen Gliederkrankheiten, wie Gicht, chronische Rheumatismen, Gelenks- steifigkeit, chronische torbide Leiden der Schleimhäute und bei nervösen Unterleibsstockungen; endlich wirkt die Quelle noch ganz besonders auf die Haut und die Nieren, und ist überdies noch ein heilkräftiges Haulverschönerungs- mittel. Für ärztliche Hilfe ist hinreichend gesorgt. Verbindung mit der Renchthal-Post ist regelmäßig und werden auf Bestellung Extrafuhren geleistet. Nähere Auskunft ertheilt und empfiehlt sich ergebenst: Lonis Börsig, Badeigenthümer. Magenmorfeklen, bereitet von W. Stuppel in Alpirsbach. Dieselben sind nach ärztlichem Gulachken das beste wirkende Mittel in allen Fällen der verschiedenen Magenleiden. Sie wirken erfolgreich gegen Magenschmerz, Verschleimung, Blähungen, Unverdaulichkeit und Säure des Magens; gegen Schlaflosigkeit und Gähne» nach Tisch. Sie beleben den Appetit und in kurzer Zeit sind die hartnäckigsten Magenleiden gehoben. ' Vorräthig in Renchen bei Apotheker Schwab, Offenburg bei Ferd. Hölzlin jr., Gengenbach bei Apotheker Dürr, 179. Appenweier bei Apoth. Haselwander. Z.13. Offenburg. 1609.2.2. Der Unterzeichnete vermiethet den untern Stock seines Hauses mit Ladenlocal,. Scheuer und Stallung sogleich oder auf Johanni d. I. Derselbe hat auch ein kleines Quantum 69er und 70er Rothwein zu verkaufen. M Meyer. 1606.2.2. Ein Knabe, der aus der Schule entlassen, wird in eine hiesige Brauerei als Kegelaufsetzer gesucht. Nur solche, welche gute Schulzeugnisse aufzuweisen haben, können berücksichtigt werden. Nähere Auskunft ertheilt die Exped. d.Bl. Gesuch. 1526.3.3. Ein braves Zimmermädchen, das nähen und bügeln kann, wird für ein Privathaus auf nächstes Ziel gesucht.. Näheres bei der Exped. d. Bl. Offenburg. 1626.2.1. A. Stigler auf dem Lindenplatz hat 2 Zimmer nebst Küche auf Johanni und ein möblirtes Zimmer sogleich zu vermiethen. Frucht - Mittelpreise. Ein Centner Achern. 2. Mai. Achern. 16. Mai. Gengenbach. 11. Mai. fl. kr. fl. kr. fl. kr. Walzen .. . 8 3 8 9 7 50 Kernen . . . — — — — T Halbwaizen. — — *- -- 6 30 Korn .... 5 27 5 36 Fees .... Haber.... 6 18 6 5 6 30 — — Gerste.... Welschkorn . Des h. Feiertags wegen 'erscheint unser Blatt morgen nicht. Druck und. Verlag von A. Reiff und Comp. Für die Redacüon vvantwonüch A. Reiff.