Amtliches Verkündigungsblatt für dm Kreis Osfenburg, sowie für die Bezirksämter und Amtsgerichte Offenburg und Gengenbach. Prschnm rialich mit Ausnahme MsutaaS, und kostet vi-rtchährttch in Off-nburg 1 L, für den Landpostbezirk Ist 2 kr., für die übrigen Postbezirke 1 fl. 7 kr. EinrückungSgebühr: die gespaltene Garmonbzeile oder deren Raum ö kr. Nro. 123. Offenburg, Freitag den 26. Mai 1871. Politische Rundschrm. Karlsruhe, 22. Mai. Durch Erlaß des Zivil- Generalgouverneurs von Algerien vom 26. April d. I. sind verschärfte Vorschriften über Zulassung und Aufenthalt von Fremden erlassen worden. Zeder, der eines bestimmten Berufs oder der Existenzmittel entbehrt, kann einfach zurückgeschickt werden. Der Ausländer wird zu diesem Zweck seinem Konsul zugewiesen. (B.L.) München, 22. Mai. Eine große Katholiken- »erjammlung wird an Pfingsten stattfinden, zu welcher auch Frauen eingeladen werden sollen. Professor Michelis, welcher heute nach Innsbruck und Graz abgereist ist, wird zu jener Versammlung hierher zurückkehren, stumpf von Koblenz und andere Theologen werden ebenfalls erwartet. (Karlsr. Z.) Berlin, 21. Mai. (Pr.) Der General-Intendant der Armee, v. stojch, reist heute nach Frankreich, um das Verpflegungswesen der deutschen Truppen genau zu untersuchen und. wo dies Noth thut, zrr verbessern. Berlin, 21. Mai. (Pr.) Der gestrigen Frankfurter Konferenz, welche von 1 bis 5 Uhr 20 Minuten Nachmittags dauerte, folgte heule eine fast ebenso lange, welcher morgen noch zwei Sitzungen folgen werden. Franzöfischer Seils wohnten den Berathungcn Favre, Pouyer-Quer- tier, die Sekretäre Fenelon und Bastard, deutscherseits Bismarck, Arnim und abwechselnd Bücher, Hatzfeld und Wartensleben bei. Ueber die Verhandlungen verlautet, daß Seitens der französischen Regierung die Zahlung von 1500 Millionen Franken gesichert sei, wofür deutscher Seits die Uebergabe der Nordostforts an die Parlamentstruppen sofort erfolge. Ass besondere Begünstigung deutscher Seits wird erwähnt, daß diese 1500 Millionen auf die Ablösungssumme für die elsaß-lothringischen Eisenbahnen (325 Millionen) einbezogen werden. Ferner soll deutscherseits das erbeutete französische Eisenbahnmaterial (an 300 Lokomotiven und mehr als 6000 Wagen) nach erfolgter Rückbeförderung der deutschen Truppen den betr. französischen Eisenbahnverwaltungen zurückgestellt werden. Weiterer Gegenstand der «Konferenz ist ein neuer Handelsvertrag, beziehungsweise nähere Bestimmungen des diesbezüglichen im Fried ens- traktat befindlichen Artikels, mit besonderer Rücksichtsnahme auf die Postverträge, für welche der Frankfurter Konferenz eine vollständige fertige Ausarbeitung vorliegt. Nach der Bestimmung Favre's erhält jeder französische Gefangene vom Tage der Friedensschluß-Unterzeichnung (10. Mai) an täglich 1 Fr. 50 Centimes. Favre hoffte, daß die Einnahme von Paris in längstens 8 Tagen stattfinden werde. — Auf ausdrücklichen Wunsch des Kaisers wird im Bundesraths Entwürfe über die Verwendung der Kriegskontribution auch eine Dotation für Bismarck im Betrage von einer Million ausgenommen. Moltke lehnte die Dotation im gleichen Betrage mit dem Bemerken ab, daß er sich durch die Erhebung in den Grafenstand, besonders da derselbe auch auf seinen Neffen übertragen wurde, reichlich genug belohnt finde, und die Bedürfnisse seines Alters durch seine Pension hinreichend gedeckt seien. Ueber die beabstchtigten Dotationen für W e r d e r, Maule n f f e l und T r e s k o w sind bestimmte Ansätze vorläufig nicht verlautbar. Berlin, 22. Mai. Die beiderseitigen Ratifikationen des Friedensvertrags sind am Samstag den 20. Mai, Nachmittags um 2 Uhr, in Frankfurt ausgetauscht worden. Wie verlautet, hat Se. Maj. der Kaiser und König bereits am 20. gegen Abend vom Fürsten Bismarck ein Telegramm erhalten, welches die erfolgte Vollziehung dieses wichtigen Aktes anzeigte. (K. Z) Bern, 22. Mai. Die „Grenzpost" meldet aus Fiznau vom gestrigen Tage, daß die Einweihung der Rigibahv ohne Zwischenfall stattgesunden hat. Die Bahn wird morgen dem allgemeinen Verkehr eröffnet. Ram, 16. Mai. (Köln. Z.) Wie die weitaus größere und unabhängige Zahl der Professoren der Sapienza eine Adresse an Döllin- ger erließ, so folgen nun die Studenten mit geringen Ausnahmen. In einer Zusammenkunft wurde beschlossen, dem Münchener Probst (den der „Osservalore Romano" gewöhnlich mit dem Beisatze „eretico“ (Ketzer) begleitet) für sein mu- thiges Auftreten wider den Gewiffenszwang der römischen Kirche zu danken und die Schulgenossen aller italienischen Universitäten aufzufordern, gleiches zu thun. Rom, 17. Mai. Unterm 15. d. richtete der Papst an den Kardinal Patrizi, Generalvikar von Rom, ein Schreiben, welches sich mit den Professoren und Studenten der römischen Hochschule befaßt, welche die Anerkennungsadresse an Döllinger unterzeichnet haben. Der Kardinal wird zunächst aufgesordert, von der stu- direnden Jugend „die ihr bereitete Gefahr des Untergangs", wenn es möglich ist, abzuwenden oder sie wenigstens zu vermindern. Daran reiht sich eine Klage gegen die Profefforen, welche „die jugendlichen Herzen mit schlechten Lehren verderben und durch verleumderische, hinterlistige und unverschämte Lügen gegen den Glauben, die Religion, die Kirche, die h. Riten und ihre Verwalter und gegen alles Heilige aufhetzen". Dann heißt es nach dem „Volksfreund" wörtlich: Eine unzweifelhafte Probe des gottlosen Sinnes und der verabscheuungswürdigen Lehraller dieser Männer hat man in dem von Irre thum, Lästerungen und Unglauben strotzenden Schreiben, das sie an Döllinger erlassen haben. Freilich, ehrwürdiger Bruder, wird das Unkraut nicht vollkommen von dem Weizen gesondert werden vor jenem großen'Täge, wo der Herr in der Fülle der Zeiten die Gerechtigkeit selbst richten wird. Aber es thut noth, daß Allen möglichst bald bekannt werde, wie Diejenigen, welche ihre Namen unter der f:. velhaften Adresse unterschrieben, aufgehört habe Katholiken zu sein, und darum von den Ka.holiken gemieden werden müssen (!). Wir aber beten auch für sie, damit sie in sich gehen und die finstere Lehre der Hölle verlassen (!) u. s. w. Paris, 21. Mai. In den Telegrammen der englischen Blätter liegen Einzelheiten vor: Paris, 20. Mai. Cluseret wird heute Nachmittag zum Verhör vor die Kommune gebracht werden. Die aus Versailles kommende Nachricht, oaß es die Absicht der Aufständischen sei, Notre Dame und die Invalides zu zerstören und die Ueberreste Napoleons I. nach allen Winden zu zerstreuen, ist unrichtig. Die Kommune beabsichtigt nur, selbe in Pulvermagazine Die Pariser Bendomesäule. (Schluß.) Es hielt sehr schwer, die Leute bei derjArbeit zu alten; nicht etwa des mangelnden Patriotismus oder er Gefahr wegen, sondern wegen der allgemeinen aulhcit, welche die lange Belagerung erzeugt hat. ne mußten mit Geld und Wein angcfeuert werden )ie Commune beabsichtigt, das Kupfer der Säule i halbe Frankenstücke umzuschmelzen, und das Gesuch ner Anzahl Bürger, welche anderthalb Millionen ranken boten, wenn die Säule erhalten bliebe, urde abgewiesen. Um sechs Uhr Nachmittags war as Zerstörungswerk noch nicht vollendet^ als ein Mitglied des Komitees der öffentlichen Sicherheit wangeritten kam und wegen der späten Stunde eine »erschiebung auf morgen anrieth. „Da es ein Akt 's Gerechtigkeit sei, solle man ihn da nicht besser nm Hellen Lichte des Tages ausführen?" Da die ierbereitungcn erst gegen 7 Uhr vollendet sein können, wurde schließlich der Sturz der Säule auf morgen kachmtttag 2 Uhr vertagt. Paris, 17. Drc „Feierlichkeit" der Nleder- gung der Vendome-Säule sollte gestern um 2 Uhr ot sich gehen; der Akt wurde aber durch das Rei- en eines Taues, bei welcher Gelegenheit auch, em Marine-Soldat verwundet wurde, um ewige Kunden verzögert. Eine große Menge von Neu- erigen bedeckte die Zugänge der Rue de la Paix und der Rue Castiglione und die Balkons dieser Straßen sowie des Vendome-Platzes. In den Straßen selbst hielt eine Abtheilung Kavallerie die Bahn frei; auf denr Platze waren andere Truppen zu Füßen der Säule im Halbrund aufgestellt; an den Fenstern des Platzkommandos und des Jmiiz- ministeriums bemerkte mau eine Anzahl von Mitgliedern der Commune. Roch um 3 Uhr kam man auf die Idee, eine dreifarbige Fahne auf dem Gipfel der Säule zu befestigen, damit gleichzeitig mit dem Denkmal auch die Slandan des Kaiserreiches zu Boden gestreckt werde. Ein Arbeiter ist kühn genug, die Treppe des in seinen Grundlagen schon durchsägten Monuments zu erklimmen; unter dem Jubel des Publikums wird er auf der Plattform sichbar, schwingt die Fahne und bindet sic dann dem eherenen Cäsar zwischen die Beine; die Musiken auf dem Platze stimmen die Marseillaise an. Endlich um 5 3 /4 Uhr sind die letzen Vorkehrungen getroffen; die Winden setzen sich in Bewegung, die Taue spannen sich, die Säule wankt einen Augenblick auf ihrer Grundlage, und während die Menge in angstvoller Erwartung den Athen: anhält, sinkt das Monument majestätisch von dem Predestal in nördlicher Richtung auf das Bett, welches man ihm bereitet hatte, nieder. Die Erschütterung des Bodens war eine viel geringere, als man allgemein erwartet hatte; das Geräusch, welches der Sturz verursachte, glich einem dumpfen, aus der Ferne hallenden Kanonenschlage. Die Menge kommt wieder zu sich und stürzt nun, die Spaliere der Rationalgarden durchbrechend, auf das verstümmelte Denkmal. Tausende von Bronzestücken sind von demselben abgesprungen und werden von dem Volk gierig aufgelesen; der Statue Napoleons ist das Haupt vom Rumpfe getrennt und ein Arm abgebrochen. ..Ehe man sich's versteht, ist der Platz durch die beutesüchtige Menge von allen Trümmern gesäubert und die rothe Fahne auf den: Picdestal des Denkmals aufgepflanzt, von welchem nun der General Bergeret eine Rede hält. Der Abend bricht herein, der Platz wird von Kavallerie gesäubert und ein Bataillon setzt sich mit seiner Musik an der Spitze in Bewegung, um dem Stadthause zu melden, daß die Feierlichkeit glücklich vorübergegangen. Hier richten mehrere Mitglieder der Commune, so namentlich Miot und Ranvier, Ansprachen au das Volk, worin sie demselben u. A. anzeigen, daß der Ven- dome-Platz von diesem Tage an den Namen „Place Internationale" führen ;oll. (Die aufgelesenen Sprengstückc wurden dem Publikum wieder abgenommen.) Auflösung de« Uäthselo in Nro. 119: O r r — W o r t. 490 zu verwandeln und so den Versaillern bei dem Bombardement die Verantwortlichkeit aufzubürden. — 7 Uhr Abends. Soeben komme ich vom Hotel de Ville. Um 6% Uhr traf dort in größter Eile eine Ordonnanz ein. Sie bringt die Nachricht, daß die Versailler durch das Thor la Muette eingezogen sind. Unter den Behörden sowohl wie unter der Bevölkerung sind die widersprechendsten Gerüchte im Schwange und allenthalben herrscht die wildeste Aufregung. Versailles, 21. Mai. Um 4 Uhr heute Nachmittag zogen die Truppen in Paris ein. Kapitän Treues, ein Marineoffizier, kroch heimlich aus dem Graben auf den Wall am Point du jour. Zu seinem Erstaunen fand er, daß die Aufständischen abgezogen waren. Sofort rief er 300 Matrosen hinzu und diese besetzten das Thor. Andere Truppen folgten nach, und ehe noch Jemand merkte, daß die Geschichte recht begonnen habe, war schon Alles vorüber. Kein Schuß wurde abgefeuert, kein Mann wurde verwundet, und Alles kam ganz unerwartet. In Auteil pflanzten die Aufständischen eine weiße Flagge auf. Eine andere Brigade zog durch die Porte Montrouge ein. Jetzt rücken auf beiden Seiten die Truppenmasfen nach. Versailles, 21. Mai, 7 Uhr45 M. Abds. Nie habe ich eine Szene größerer Aufregung gesehen, als heute bei der Einbringung Roche- forts nach Versailles. Zuerst kam eine Abtheilung Gendarmen, dann der Omnibus, in welchem der Gefangene saß, umgeben von Chasieurs d'Afrique, und den Schluß bildete eine Eskadron des nämlichen Korps. Rochefort, sein Sekretär Muriot und 4 Polizeiagenten in Zivilkleidern saßen im Omnibus, und oben auf demselben ein Gendarm in Uniform nebst einigen Sergeants de Ville in Zivil. Rochefort hatte sich vor seiner Flucht von Paris den Schnurbart ganz abrastrt, um sich unkenntlich zu machen; trotzdem aber war er unverkennbar. — Allenthalben, wo der Zug vorbeikam, wurde Rochefort mit den Rufen: „Nieder mit dem Mörder, dem Räuber! zum Tode mit ihm!" empfangen, und nur mit Schwierigkeit vermochte die Kavallerie das Volk davon abzuhalten, daß es ihn aus dem Omnibus schleppte und summarische Justiz übte, und wenn nicht die umfassendsten Vorsichtsmaßregeln angeordnet worden wären, hätte Rochefort das Gefängniß sicher nicht lebendig erreicht. Versailles, 22. Mai. In der Nationalversammlung berichtete Thiers über die Operationen der Armee. Er sagt: Dank unserem tapferem Heere siegt die Sache der Gerechtigkeit, der Ordnung und der Zivilisation. (Allseitiger Beifall.) Wir sind geneigt, zu glauben, daß Paris baldigst seinem rechtmäßigen Souverain, d. i. Frankreich, wieder zurückgegeben sein wird. In Bezug auf die Aufständischen sagt Thiers, die Gesetze würden mit Strenge zur Anwendung kommen. Mit dem Gesetze in der Hand werden wir gegen die Schurken Vorgehen, welche weder das Eigenthum noch die Denkmale achten. Versailles, 23. Mai. In der Nationalversammlung machte Jules Simon den Vorschlag, die Kapelle Louis Philipps XVI. und die Ven- domesäule wieder herzustellen. Das Standbild Frankreichs soll daraus gesetzt werden. Konstantinopel, 22. Mai. (F. I.) Die türkische Stadt Datum am Schwarzen Meme wird an Rußland gegen eine entsprechende Entschädigung abgetreten. — Der Zaar wird demnächst Konstantinopel besuchen. Später wird der Sultan seinen Gegenbesuch in Petersburg machen. — Der Aufstand in Albanien ist im beständigen Fortschreiten begriffen. Türkische Truppen werden dorthin abgesandt. _ Telegraphische Mchttchren. Berlin, 23. Mai. lieber die Heimkehr preußischer Truppen aus Frankreich ist die Weisung ergangen, daß nunmehr das 5. und 7. Armeekorps unverzüglich den Rückmarsch anzutreten haben. Auch die 17. Division (Mecklenburger, Hanseaten und Oldenburger) har Marschbefehl erhalten. Das preußische Gardekorps, sowie die Deputationen aller übrigen deutschen Truppen- körper, welche zur Theilnahme an dem hiesigen feierlichen Einzüge ausersehcn sind, werden mittelst Eisenbahntransportes nach Berlin, bezw. nach ihren Standquartieren befördert. Alle Anordnungen sind derart getroffen, daß die betheiligten Truppen um die Mitte des Monats Juni hier versammelt sein können. Wahrscheinlich wird der feierliche Einzug am 17. oder 18. Juni stattfinden. (K. Z.) Wie«, 23. Mai. Das Abgeordnetenhaus hat die Forterhebung der Steuern für den Monat Juni bewilligt. Ein Antrag des Abg. Groß, mit der Adreßdebatte morgen zu beginnen, wurde mit 72 gegen 59 Stimmen angenommen. Die Polen stimmten dagegen. Wie«, 23. Mai. Die „Wien. Abendpost" bemerkt bezüglich der Langrand'schen Enthüllungen, es sei allerdings wahr, daß Langrand den von ihm erbetenen Auftrag übernommen habe, in Rom die Nothwendigkeit der konfessionellen Gesetze zu schildern; alles übrige sei aber schlechthin unwahr. Versailles, 24. Mai, 10 Uhr Morg. Außer dem Louvre und den Tuilerien zündeten die Insurgenten das Palais der Ehrenlegion, das Staatsrathsgebäude und andere Feuersb:ünste an. Unsere Truppen sind vorgerückt mit dem linken Flügel bis hinter Belleville, mit dem Zentrum bis zum Louvre und den Hallen, mit dem rechten Flügel bis zum Observatorium. Die Feuersbrünste sind von den Insurgenten mit Petroleum angezündet; die Atmosphäre von Paris ist mit Petroleumgeruch geschwängert. St. Denis, 24. Mai. Die Barrikaden auf dem Vendome- und Konkordienplatz leisten noch verzweifelten Widerstand, werden aber von den Versaillern tapfer angegriffen. Letztere haben angeblich große Verluste. Es ist große Hoffnung vorhanden, daß der Aufstand bis Abends vollständig bewältigt fein wird. In der Rivoli- straße, im Madeleineviertel und in der Boissy- straße sind große Feuersbrünste entstanden. Brüssel, 23. Mai. Das Gerücht läuft in der Stadt um, daß Felix Pyat und Pascal Grous- fet Hierselbst angekommen seien. London, 23. Mai. Das Unterhaus nahm mit 208 gegen 169 St. den Hauptparagra- phen der Heeresreformbill an, welcher den Stellenankauf abschafft. London, 23. Mai. Im Oberhause machte Lord Granville die Mittheilung, daß die deutsche Regierung nach erfolgter Feststellung des Schadens für die bei Duclair versenkten englischen Schiffe 177.000 Franken gezahlt habe. Rio de Janeiro, 3. Mai. Eröffnung der Kammer. Die Thronrede schlägt auf dem Gebiete der Gesetzgebung und der Justiz Reformen vor, ebenso bezüglich der Wahlen der Nationalgarde und der militärischen Rekrutirung. In der Rede heißt es ferner, es sei Zeit, über die Sklavensrage eine Entscheidung zu treffen, die Regierung werde einen daraus bezüglichen Gesetzentwurf einbringen. Bernlischte Nachrichten. * Ohlsbach, bei Gen genbach, 25. April. Nächsten Dienstag 30. d. M. werden wir hier ein Fest begehen, um unfern heimgekehrten, braven Soldaten die gebührende Anerkennung für ihre Tapferkeit und treffliche Haltung im Feindesland zu Theil werden zu lassen uni, ! ihnen einen kleinen Ersatz zu leisten für die mitgemachten Strapazen. Wer einige fröhliche, gemüthliche Stunden verleben will, der komme nur am genannten Tage zu uns nach Ohlsbach! — — Fr ei bürg, 22. Mai. (Brsg. Z.) Auf der Freiburg-Breisacher Eisenbahn liegt der ! Schienenstrang bereits von Freiburg bis Gotten- ? heim und von Jhringen aus theilweise gegen! Breisach und theilweise gegen Gottenheim zu. ! ~ - Baden, 23. Mai. Das „Badeblatt" ! schreibt: Baden-Baden ist in diesem Jahreschon! so auffallend stark besucht, daß das Bedürfniß, ! eine Generalliste der hier anwesenden Fremden ! aufzustellen, sich früher als sonst herausgestcllt j hat. Briefkasten. Hrn. X. in H. Wir können unmöglich eine passende Form und Sprache finden, um dieses merkwürdige Ereigniß würdig e inzukleiden. . Einige Bemerkungen zur religiösen Bewegung der Gegenwart. Die Gottesidec, ver Gottcsglaube wird eine Weltmacht bleiben, weil die Welt und das Leben zu diesem Glauben hinführt. Der Mensch, in die Räthsel der Welt hineingestellt ohne sie aus sich lösen zu können, steht sich nach Aufschluß und Führung um; das Volk in den beengten Schranken seines Daseins, seines Thuns und Leidens, bedarf des Glaubens an einen Gott, den Herrn der Schöpfung, zu dem es beten, zu dem es „aus dem Staube" sich erheben kann. Dieses Bedürfniß gibt jeder Kirche mit der Aufgabe, es zu befriedigen, das stolze Bewußtsein ihrer Macht über die Herzen der Gläubigen. Es liegt in der allmäligcn Entwicklung des' Menschengeschlechtes, daß das Wesen Gottes sehr verschieden aufgefaßt wurde. Die Welt ist sichtbar und macht auf uns ganz bestimmte, gleichblcibende und darum ein sür allemal feststehende Eindrücke; Gott ist der Unsichtbare, er kann mit sterblichem Auge nicht geschaut, er kann nur vom Geiste begriffen und geahnt werden. Die menschliche Vorstellung schafft sich ein Bild von ihm und dieses Bild ist verschieden nach der Kraft und Höhe dieser Vorstellung. Der Wilde verehrt seinen Gott in einem rohen Steinklotz oder in anderen Dingen, der Aegypter in Gestalt von Thieren, der Perser im allbele- benden und alloerzehrenden Feuer, der Grieche und Römer in ihren Olympiern und der ganzen Schaar von Untergottheiten. Dem Volke Abrahams ist Jehova Nationalgott, der cs aus der Knechtschaft in's gelobte Land führte und der ihm durch Moses seine Gesetze gab. Zum zweiten und wiederholtenmal in Knechtschaft gerathen, in die Verbannung gestoßen, sehnte es sich nach einem Messias, einem Retter, einem Erlöser. Da stand Christus auf und lehrte, er sei der erwartete Messias, gekommen als Welt- Erlöser, als Verkünder nicht eines irdischen Welt-, sondern eines rein geistigen Gottes- rei ch es, in welchem alle Menschen Brüder seien. Die nationale Einseitigkeit, der jüdische Chauvinismus, der sich an 'Gott anlehnt und aus Gott stützt, der zunächst eine irdische Weltherrschaft von seinem Jehova erwartet nebst der gebührenden Rache an den Unterdrückern, ist durch die Christuslehre aufgehoben, deren mächtiger Fortschritt darin besteht, daß sie nicht nur alle Menschen, sondern daß sie auch den ganzen Menschen mit seinem tiefsten Sehnen und Trachten in die Verbindung und Gemeinschaft einladet und hineinzieht. Hierin liegt die welthistorische Bedeutung dieser Lehre, die im neuen Testamente und besonders in den vier Evangelien ausgezeichnet ist. Diese, lehrt die Kirche, sind durch göttliche Eingebung verfaßt und enthalten daher die ewige Wahrheit. Die Welt hat nun von Gott selbst die Gottesbotschaft empfangen und brauch! nicht mehr durch allerlei Vorstellungen sich ein unvollkommenes Bild von ihm zu machen. Allerdings ist die biblische Fassung und Darstellung der Art, daß man alles Mögliche heraus oder auch hinein deuten kann, und so haben wir nicht eine christliche Kirche, sondern mehrere, die iudeß in der Hauptsache vollkommen einig sind. Am Gebot der Liebe ist nicht zu deuten, das ist Allen verständlich, die reinen Herzens sind. Unter dem Gottesreich, über welches Anfangs nicht einmal die Jünger Christi klar waren, versteht man die^ durch Glauben und gute Werke zu erreichende Seligkeit im Jenseits.' Was christlicher Wandel sei, acp über sind sie ziemlich einig; nur über die Hilfsmittel zur Erreichung des Zieles haben sie abweichende Lehren und einen verschiedenen Kultus, eine andere Art der Gottesverehrung. Und es sieht fast aus, als habe Gott diese verschiedene Auffassung gewollt, um die freie Entwicklung, der Lehre nicht zu hemmen, um dieser Entwicklung freien Raum zu lassen, damit mehr als eine Straße zum Himmel führe; sonst wäre zu bedauern, daß der heilige Geist, als er die Evangelien diktirte, sich nicht deutlicher und bestimmter aussprach und jede andere Deutung unmöglich machte. Er wollte offenbar in Nebendingen Freiheit lassen. (Forts, f.) 491 Bekanntmachungen. Offenburg. Die Bürgermeisterwahl in Windschläg betr. Nro. 5599.^ Franz Wacker von Windschläg -wurde als Bürgermeister der Gemeinde Windschläg gewählt und heute verpflichtet. Offenburg, den 23. Mai 1871. Großh. Bezirksamt. 1709_ Montfort. Holz - Versteigerung. 1680.3.3. Aus den Großh. Domänenwalbungen des Forstbezirks Lahr werden nachver- zeichnete Hölzer Montag den 5. Juni bei Borgfrist bis 1. October d. I. öffentlich versteigert werden: District Hochwald. Abtheilungeu 2, 4, 9, 10 . 11 : 119 tamieneSäg-, 83 Baustämme, 31 Klötze; 7 Kl. buchenes, 12 Kl. tannenes Scheitholz; 9 Kl. buchenes, 48 Kl. tannenes Prügelholz; 300 Stück buchene, 2400 St. tannene Wellen; 2 Loos Schlagraum. Die Zusammenkunft ist Morgens 9 Uhr im -Wirthshaus zum Schwanen in Neichenbach. Windschläg. Liegenschaftsversteigernng. 1707. Mit obervormundfchastlicher -Ermächtigung vom 19. April d. I. Nro. 2057 lassen die Erben der ledig verstorbenen Kreszentia Ärmbruster von hier, der Erbtheilung wegen, nachgenannte Liegenschaften am Dienstag den 6. Juni d. I., Nachm. 1 Uhr, aus dem Rathhaus dahier für ein Eigenthum öffentlich versteigern: 1 . 206 Ruthen Acker im Unter-Roth, Grdst.- Nro. 667.2, neben Paul Ärmbruster und Maria Anna Kemps. Anschlag. . 180 fl. 2. 145 2 /io Ruthen Acker im Unter-Breitfeld, Grdst.-Nro. 1454.1, neben Mathias Hettig von Dnrbach und Anton Falk von Griesheim. Anschlag . . . . . 250 fl. 3. 151 Ruthen Wiesen in der Schncpf, Grdft.- Nro. 200.2, neben Franz Wacker und Bene- 4>ikt Ärmbruster. Anschlag . . 250 fl. 4. 105 3 / 10 Ruthen Acker im Ober-Wolfenthal, Grdst.-Nro. 988.3, neben Blasius Rus und Paul Ärmbruster. Anschlag . . 190 fl. 5. 133 2 / 10 Ruthen Acker im Heiligknacker, Grdst.- Nro. 2448.1, neben Blasius Ruf und Paul Ärmbruster. Anschlag . . . 150 fl. 6. 130^ig Ruthen Acker im Unter-Hofrath, Grdst.-Nro. 2350.1, neben Xaver Goos und Julius Ruf. Anschlag . . .125 ft. 7. 149 5 /io Ruthen Wiesen auf der Langmatt, Grdst.-Nro. 2513, neben Frhr. v. Neoeu und Paul Ärmbruster. Anschlag . . 135 fl. Der Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis oder mehr geboten wird. Windschläg, den 8. Mai 1871. Das Bürgermeisteramt. Kaufmann. vdt. Weist._ Liegenschaftsversteigernng. 1691.2.2. Aus dem Nachlasse der Maria Anna geb. Walter, Wittwe des Layischenhof- mirths Joseph Benz von Zunsweier, werden Mf Antrag der Erbbetheiligten ani Dienstag den 30. Mai d. I., .. Nachm. 2 Uhr, un ^aylschhofwirthshause in Zunsweier die nach- vezeichnetcu Liegenschaften, der Erbtheilung wegen, zu Eigenthum versteigert: Grdst.-Nro. 98: Ruthen Hofraithe, Gemüse- und Obst- garten, nebii einem zweistöckigen Wirthschafts- gebarwe^mit besonders stehender Scheuer, Stal- lintCt , llttb i rechtigkeit zum Layischen Hof im Uuterdorf, ! einers. Oswald Möschle, anders. Eduard Eh- ; müller, taxirt zu ... - 6000 fl. ! 2. Grdst.-Nro. 541: i 191,2 Ruthen Acker unter der Bühnd, einers. Spitalqut, anderst Wilhelm Ruf, taxirt zu - 380 fl. 3. Grdst.-Nro. 1106: ! 159,3 Ruthen Acker in der Krautbühnd, ! einers. Karl Lienhard, anders. Josef Scherer, taxirt zu. 400 fl. ! 4. Grdst.-Nro. 1839: 1 151 Ruthen Acker in der Wann, einers. der ! Weg, anders. Josef Möschle, taxirt zu 300 fl. ! Die Bedingungen werden vor der Verstei- > gerung verkündet werden. ! Das Gasthaus liegt mitten im Dorfe an j der Straße und die bisherigen Besitzer erfreuten ! sich fortwährend einer namhaften Frequenz, i Offenüurg, den 20. Mai 1871. Großh. Notar Ed. Di lling er. Liegenschaftsversteigerung. 1689.2.2. Aus der Verlassenschaft des Herrn Dekan Kaufmann in Opfingen werden die nachbeschriebenen, in der Gemarkung Hornberg befindlichen Liegenschaften Dienstag den 30. Mai, Nachm. 2 Uhr, ! in dem Rathhause in Hornberg einer öffent- ! lichen Versteigerung ausgcsetzt, wobei der Zu- ! schlag erfolgtwen» der Schätzungspreis oder : mehr geboten wird. 1 Beschreibung der Liegenschaften: ^ ' Anschlag 1) ein ztveistöckiges Wohnhaus in der Stadt Hörnberg am Bühl, von allen Seiten frei . . 3600 fl. 2) 8 Ruthen Garten ... 70 fl. ; 3) 124 Ruthen Acker . . . 225 fl. 4) 3 Viertel Wiesen . . - 900 fl. j 5) 15 Ruthen Wiesfeld . . 60 fl. Gesammtanschlag 4855 fl. , Hornberg, den 17. Mai 1871. > Großh. Notar. O f f e n b u r g. Grasversteigerung. 1687.3.2. Am Samstag den 27. Mai d. I., i Nachm. 2 Uhr. läßt Unterzeichnete den Gras- ! Erwachs von %. Tauen Wiesen im Hengäßle i auf dem Platze selbst öffentlich versteigern ' Färber Th. Plank Wwe. Wichtig für Landwirthe 1556.8.6. Palmkern-Kuchen, bestes und i billigstes Kraftfuttermittel, stets vorräthig bei ! Rabus £( Stoll in Mannheim. Portland- und Rormm- Cement, Affenburg. Zahlungsaufforderung- Alle Diejenigen, welche ihre bereits verfallenen Schuldigkeiten zur Stadt-, Gewerbschul-, Pfarrzehnt- und Sparkasse noch nicht bezahlt haben, werden zu deren Berichtigung mit dem Anfügen aufgefordert, daß die Verrechnung angewiesen ist, die Säumigen nach Ablauf von 14 Tagen ohne alles weitere gerichtlich zu belangen. Offenburg, den 23. Mai 1871. Der Gemeindevorstand: Der Rechner: Schaible. Eisinger. ! Ausverkauf ' von Lastingstiefeln für Erwachsene und Kinder ! mit und ohne Absätze, mit und ohne Gummi- I zügen zu herabgesetzten Preisen bei ! 1715.3.1. 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Brust- und Lungenleiden. Nacb dem Ausspruche der medicinifchen . Anlorttäieu heilt Liebig's Steppen- ! milch — genannt Kumys — rascher und sicherer als alle anderen in Deutschland bisher angewendeten Mittel: Magen- und Darmkatarrh, Tnberen- ! lose, Bronchialkatarrh, Anaemie (Blumiangel j in Folge anhaltender Krank- ^ heiten, Strapazen, vrotahirtem Mercu- , rial-Gebrnuch x. Seorbut, — Chlo ! rosis, — Hysterie und Körper- ^ schwäche — Pro Flacon 15 Sgr. (Vs Thlr.) ! nebst Gebrauchsanweisung. In Kisten ü 4—12 Flacons zu beziehen I durch das General-Depot st,nt Licbisss StrppkmnÜch (XuNI)8) Berlin, Gneifenaustrahe 7a. 492 -m«.-. Stahlbad Weierbach. ^7«°" vouchc, LieternadeltMer, Vraudencour. 1718. Der sehr kräftige Eisensäuerling hat vorzügliche Wirkung in Frauenkrankheiten (Bleichsucht, weißer Fluß, Unfruchtbarkeit), Nervenkrankheiten, besonders in Fällen, wo diesen Affectionen ein geschwächtes Nervensystem' zu Grunde liegt; rheumatischen Beschwerden; chron. Katarrhen der Lunge» des Magens, der Blase, Hautkrankheiten und besonders bei atonischen Fußgeschwüren. Weierbach kann sich in Bezug auf seine Wirksamkeit mit jedem andern Stahlbad messen. Die Restauration ist gut und billig, und es ist für Wohnungen ausreichende Sorge getragen. Es fährt Morgens und Abends ein bequemer Omnibus von Offenburg nach Weierbach. Die ärztliche Leitung hat prakt. Arzt Volk in Offenburg übernommen, der auch bereitwilligst weitere Auskunft ertheilt. C ^ ^ ^ Danksagung und Empfehlung. 1716.2.1. Allen meinen Freunden und Gönnern hiemit die Nachricht, daß meine Wirth- schaft, Gasthaus zum Ochsen hier, Herr S. Schmidt käuflich übernommen hat. Für das mir seit einer Reihe von Jahren geschenkte Wohlwollen dankend, bitte ich, dasselbe auch meinem Nachfolger-zukommen zu lassen. F. J. Stöckle. Auf Obiges Bezug nehmend, mache ich einem werthen Publikum bekannt, daß es mein Bestreben sein wird, das auf der Wirthschaft seither ruhende Renommee zu erhalten, und durch gutes Getränk und feine Küche dasselbe immer bestens bedienen werde. Auf zahlreichen Zuspruch rechnend, zeichnet achtungsvoll 8. Schmidt. Ifim Lebensversicherungsbank „Kosmos". 1713.2.1. Die Gesellschaft empfiehlt sich zum Abschlüsse von Versicherungen auf das menschliche Leben in jeder wünschbaren Form unter Gewährung vollständiger Sicherheit gegen feste billige Prämien. Zum Vertreter der Bank für den Amtsbezirk Kork ist Herr Sauer in Odelshofen bestellt, bei welchem man über alles Weitere bereitwilligst Auskunft erhält. Mannheim, den 17. Mai 1871. Die General-Agentur für Baden: Duffing & Bischofs Einladung. 17JO. Nächsten Pfingstmontag den 20. d. M. feiert die hiesige Gemeinde die Rückkehr ihrer im Felde gestandenen Krieger in der Art, daß Nachm. 1 Uhr ein Festumzug im Orte und nachher gesellige Unterhaltung mit Tanzmusik im Gasthause zur L i n d e stattfindet. Zur Theilnahme an dieser Feier, wozu der hiesige Bürgersohn Adolf Ehret in freigebiger Weise aus Amerika 50 fl. zugeschossen hat, lade ich hiemit mit dem Anfügen ergebenst ein, daß für gute Speisen und Getränke in vorzüglicher Wahl gesorgt ist. Niederschopfheim, den 25. Mai 1871. Karl Roth, zur Linde. O f f e n b u r g. 1705. Goldgaffe Nr. 475 ist eine kleine Wohnung auf Johanni zu vermiethen. 2.2. Festschrift für die deutsche Jugend zur Erinnerung an die 1871 abgehaltene Friedensseier, verfaßt von Herrn Hauptlehrer Hirz in Petersthal, ist im Contor d. Bl. für 12 Kreuzer zu haben. MoireSchikr&en in reicher Auswahl bei Johann Tonoli 1622.2.1. in Offenburg. 1695.3.2. Sechs geübte Steinhauer für Grabstein - Arbeiten, wie auch zwei Bildhauer finden dauernde Beschäftigung bei Bildhauer Bongard in Offenburg. Das Neue Blatt 1871 gibt allen Abonnenten monatlich eine große Extra-Mode-Beilage gratis umfassend 16 Seiten des Neuen Blatt Formats mit Farbigen Schnitt-Mustern auf der Rückseite der Mode-Beilage. Der Preis bleibt wie bisher: — 13V2 Sgr. — vierteljährlich pränumerando gleich: 45 Kr. Südd. Währst., oder 80 Nkr. Oest. W. oder 1 Franc 60 Centimes. Die soeben eingetioffene Nr. 21 enthält: „Bernhardine". Novelle. Von Hermann von Glassenapp. — „Ein Uebeisall". — „Louise Lateau", — „Wanderung durch den deutschen Reichstag." — „Der Ring des Nebelungen." Von Richard Wagner. — „Walpurgisnacht." — „Unterwegs." Von Karl Chop. „Allerlei:" Robert Heller, — „Korrespondenz." — An Illustrationen folgende: Der gewohnte Alpen- trunk. Portraits deutscher Reichstagsmitglieder. Das Neue Blatt ist zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Post-Anstalten. Eine große Partie Panama-Hüte ! werden, um schnell damit zu räumen^ ! zu den Fabrikpreisen verkauft bei I M. Stein j 1717. in Offenb urg. ! Fahnenweihe. ! 1708. Der Mililärverein Oppenau feiert ! Sonntag den 4. Juni d. I. bei günstiger Wit- j terung die Fahnenweihe, wozu man die Vereine ; sekundlichst einladet, j Oppenau, den 23. Mai 1871. ' Der Vorstand: j _ __ Hub er. | Berloosung von Oelgemälden und Photographien^ Stahlstichen re. im Werthe von 5000 fl., gegeben von Bewohnern Mannheims zum Besten ! der Invaliden, Wittwen und Waisen, j Loose zu 30 kr. sind bei A. Reiff in i Offenburg zu haben. __ ! e J> Offenburg. Mehrseitigem Wunsche : M "A entsprechend, eröffne ich hier Anfangs des - ÄMLnächsteu Monats einen Tanznnterrichts- j Curs und nehme noch Anmeldungen entgegen. Theodor Trittler, Tanzlehrer. Großes Militär-Conzert 1711. Bei günstiger Witterung wird am 1711. Bei günstiger Witterung wird am i Pfingst-Sonntag die ganze Kapelle (70 Mann) ' vom 25. Regiment aus Straßburg bei mir ein ' Concert geben. Anfang präcis 3 4 /2 Uhr Nachmittags. — ! Eintrittspreis 12 kr. | Programme find an der Kasse zu haben. Hiezu ladet Musikfreunde ergebenst ein: I. Weihgerber. Kehl, den 24. Mai 1871. Frankfurter Curs vom 23. Mai 1871. Gold und Silber. Preußische Cafsenscheine Preußische Friedrichsd'or Pistolen. „ doppelte . . Holländer 10 fl. Stücke Rand-Ducaren . . . „ al marco 20 Franks-Stücke . . . Englische Sovereigns Russische Imperiales . . 5 Francs-Thaler . . . Dollare in Gold Badische Staatspapiere. Badische 5"/, Obligationen . . 4»/ 2 % do. i. Thl. „ 4% do. i. Thl. . :W/„ do. 42er „ 4% Pr. Thl. 100=2. „ fl. 35-Loose . . fl. . fl. . ff. . fl. . fl. . fl. fl. fl. 9 58- 59 9 45—47 9 44—46 9 55—57 5 36 -38 5 37-39 9 251/--26-/2 fl. 11 55—57 fl. 9 44—46 fl. - fl. 2 27V2-287* iooy 2 94V* 89 84 107 62 b. G. B. G. b. G. Schwedische 10 Thlr -Loose von 1860. 22. Ziehung am 1. Mai. Auszahlung am 1. August. Nr. 106065 » Thlr. 8000. Nr. 139649 Thlr. 1000. Nr. 77046 » Thlr. 500. Nr. 20747 34550 79040 123722 -> Thlr. 150. Nr. 6812 24816 32061 80842 97361 130660 168662 188637 190100218402 »Thlr. 60. Nr.21843 24093 33153 42564 46601 59140 64411 65975 67540 118234 135578 146791 148992 157501 164060 836 170310 174803 175442 198018 » Thlr. 35. Ganterkenntniffe. Diehl Jak., ehemaliger Chorsänger und Buchhändler in Karlsruhe, Tgf. 6. Juni, V. 9 U. Kimmer, Dav., Kaufmann von Lcutcsheim, A. Kork, Tgf. 1. Juni, V. 8 U. Für die Redaktion verantwortlich A. Reiff. — Druck unb; Verla« vo» A. Reiff und (Somp.