I sowie für die Bezirksämter urw Amtsgerichte Off enbur g und Gengenbach. Erscheint täglich mit msnabme MsntaaS, und kostet vierteljährlich in Offenburg 1 fl., für den Landpostbezirk 1 fl. 2 kr., für die übriges Postbezirke 1 fl. 7 kr. Nnrückungsgebühr: die gespaltene Garmondzeile oder deren Raum 3 kr. Nro. 125. Offenburg, Sonntag den 28. Mai 1871. Alle Postanstalten und Postboten nehmen Bestellungen des Ortenauer Boten für den Monat Juni an. U’f. Osfrnburg. 27. Mai. Bisher hielt man die Pariser Revolution von 1871 für sanfter als die von 1789; nach den neuesten Nachrichten ist das nicht mehr richtig: da wüthet Mord und Brand in der unglücklichen Stadt. Das Petroleum, womit die Franzosen den Schwarzwald anzuzünden drohten (es sollen wirklich bei einzelnen Fläschchen voll gefunden worden sein!), es diente setzt verhängnißooll zur Vernichtung der herrlichsten Kunst- und Baudenkmale der Weltstadt, welche der Wahnwitz der internationalen Sozialpolitiker und Kommunisten, in Wuth über das Mißlingen ihres ersten prakli- schen Versuches, zum Trümmerhaufen machte. Ja, die Weltgeschichte ist das Weltgericht. Paris, noch vor Jahresfrist so stolz, ist nicht mehr Paris. Wer wird noch dahin wallen, um die traurige Zerstörung zu sehen? Wer hat sich jetzt als die Barbaren erwiesen? Und eine solche Kommune wagt ein Bebel noch im deutschen Reichstag zu vertheidigen! Ja, man wird aufpassen müssen aus das Treiben dieser Leute. Wenn Belgien diese neuesten Ritter von der traurigsten Gestalt nicht als politische Flüchtlinge betrachten, will, hat cs ganz recht; sie sind nicht weniger Mörder als der alte Napoleon und dazu Brandstifter im größten Maßstab. — Die Kommission des Reichstags für Elsaß- Lothringen bekommt eine böse Aufgabe: nicht nur die weitgehenden Forderungen der Ultramontanen und Fortschrittspartei, auch die gemäßigten der Nationalliberalen weist Bismarck als ein Mißtrauensvotum zurück, und will nimmer mitthun, wenn die ursprüngliche Vorlage nicht wieder hergestellt wird. — Bei Gelegenheit der Schulfrage für Elsaß-Lothringen wagte der Domkapitular Moufang aus Mainz zu behaupten, die katholische Geistlichkeit habe dort das Deutsche erhalten, und machte zugleich auf Baden den bekannten Angriff, wurde aber vom Abg. Kiefer übel heimgeschickt. Es geht wirklich nichts über die Bescheidenheit dieser Leute! — Der Kaiser von Oesterreich wäre beim Durchfahren einer Straße beinahe von einem herabstürzenden Gerüstbalken getödtet worden. Straßburg. 24. Mai. Ein Erlaß des Reichskanzlers vom 16. Mai gestattet den Personen, welche in Elsaß-Lothringen gebürtig oder ansässig sind und während des Krieges durch eine Verfügung der deutschen Behörden ausgewiesen wurden, ungehinderte Rückkehr. Miiuchrn, 21. Mai. Wie der Baier. Kurier versichert, stände nicht von den baierischen Bischöfen allein, sondern von sämmtlichen deutschen Bischöfen ein gemeinsames Hirtenschreiben zu erwarten und laufe dasselbe bereits zur Unterzeichnung um; auch sei die Mittheilung einiger Blätter, als wollten die baierischen Bischöfe in einer Vorstellung an dir Krone um Aufhebung des Placet nachsuchen, ungenau, vielmehr beschäftige sich die bezügliche Denkschrift mit dem Nachweis, daß das Placet aus dogmatische Entscheidungen keine Anwendungen finden könne. Braunsberg, 18. Mai. (Elb. Anz.) Dr. Wollmann, der allen Anfechtungen gegenüber noch fest die Fahne der Ueüerzeugungstreue hochhält, erhielt dieser Tage durch die Stadtpost einen anonymen Drohbrief, worin er ein „Diener des Satans" genannt wird, für den „die erfte. beste Kugel oder der erste beste Dolch" bereit sei, weil er in der ruhigen Stadt „Mord und Jammer" anrichte. Zu dem Inhalte des Drohbriefs paßt denn auch prächtig der christliche Wunsch, welchen das kirchliche Organ für die Diözesen Ermeland und Kulm brachte: „Vielleicht bildet sich auch eine Seilerkompagnie, um für etwaige würdige Nachfolger des Jska- rioten (es sind damit katholische Geistliche gemeint, die ihrem alten Glauben treu geblieben sind) unentgeltlich den Strick zu liefern." Berlin, 24. Mai. In der heutigen Reichstagssitzung führten die Anträge der Abgeordneten Thomas, Köchly und Wehrpfennig, betreffend die Neugestaltung des Unterrichtswesens in Elsaß und Lothringen, zu einer mehrstündigen Verhandlung, bei welcher Domkapitular Moufang von Mainz seine Jungfernrede hielt und durch seine hervorragende rednerische Begabung die Aufmerksamkeit des Hauses zu fesseln wußte. Seine Rede strotzte übrigens von jesuitischen Trugschlüffen und Verdrehungen der thatsächlichen Verhältnisse, und er benützte diese Gelegenheit, um aus dem Elsaß die Aufmerksamkeit in das benachbarte Baden hinüberzuspielen und dessen Regierung und Schulgesetz, gebung in maßloser Weise anzugreifen. Der Abgeordnete Kiefer meldet sich zur Widerlegung Moufang's, und Präsident Simson hatte den guten Gedanken, ihn sofort auf die Tribüne zu berufen. In etwa halbstündiger, durchaus unvorbereiteter Rede widerlegte Kiefer seinen Vorredner in so glänzender, schlagender Weise, daß ihm alle liberalen Parteien des Hauses wiederholt ihren Beifall zollten und daß beim Herabsteigen von der Rednerbühne die hervorragendsten Männer des Reichstags sich um ihn drängten, um ihm die Hand zu drücken und ihre hohe Anerkennung und Zustimmung auszusprechen. Florenz, 24. Mai. (Preffe.) Die Mont-Cenis- bahn wird bestimmt am 1. August d. I. eröffnet. — In der Abgeordnetenkammer wurde eine Anfrage über die Haltung des französischen Ge- 1 sandten Grafen Harcourt in Rom gestellt. Ans Paris theilt die „N. A. Z." Folgendes mit: Am 20. Mai drangen Pariser Nationalgardisten in die Wohnung des nordamerikanischen Gesandten Herrn Washburne ein und erklärten, daß die Neutralität derselben und der diplomatische Charakter des Gesandten ferner nicht mehr respektirt werden sollte. Da der Vertreter der Vereinigten Staaten gegenwärtig zugleich die Interessen Deutschlands vertritt, so sind wir ihm Schutz schuldig, und in Folge dessen richtete General v. Fabrice am 21. früh eine Sommation an die Kommune, in welcher die Auslieferung der betreffenden Nationalgardisten binnen 24 Stunden gefordert wurde. Pascal Grouffet, der Deputirte der Kommune für die auswärtigen Angelegenheiten, antwortete, er habe, als er von dem Gewaltschritt am 20. Mittags gehört, ohne Verzug einen Beamten mit dem Befehl abgeschickt, man solle die Rechte der Gesandtschaft heilig halten und die Verletzer derselben vor ein Kriegsgericht bringen. Jn- deß hätten sich die schuldigen Nationalgardisten geflüchtet, ohne daß man vorher deren Persönlichkeit habe feststellen können. So sei ihm Ahndung des Geschehenen nicht möglich und nur übrig geblieben, Herrn Washburne brieflich sein tiefstes Bedauern und seine Entrüstung über das Vorgefallene auszusprechen, Empfindungen, deren Ausdruck er hiermit wiederholt haben wolle. Paris, 23. Mai. (W. Z) Die Katastrophe der Bendomesäule in Paris endete mit einer derben Schlägerei zwischen dem Pariser Volk, welches Broncestü cke zum Andenken fortschleppen wollte, und den Marinesoldaten, die es daran zu verhindern hatten. Einen Augenblick impo- nirte der krachende S turz des Monuments der Masse, alsbald folgte aber das wildeste Jubelgeschrei. Die Weiber zeichneten sich wieder aus; besonders schlecht fuhr bei ihnen das zerbrochene Kaiserbild. Sie trampelten auf ihm herum und spien es an. — Am Himmelfahrtstage gab es in einigen Kirchen wieder arge Szenen; die Priester mußten den Gottesdienst einstellen und die Gemeinde mußte hinaus. Im Kloster der barmherzigen Schwestern von St. Vincent de Paula wurden die Nonnen eiugesperrt, während die Rothen das Inventar ausnahmen; am folgenden Tage sollten sie ganz fortgejagt werden. Aus Versailles erfahren wir, daß die Anreger der Deu tschen Hetze, wüthend darüber, daß ihre Agitation in den Tagesblättern keine Wirkung mehr hat, entschlossen sind, durch das Theater den Deutschenhaß zu erwecken und zu nähren. Alexander Dumcs Sohn steht an der Spitze dieser „Ligue", die es allen Komödienschreibern zur Pflicht machen 'will, hinfür nur Deutsche und vorzugsweise Preußen als die Lumpen, Schufte und Diebe in ihren Theaterstücken figuriren zu lassen. Ebenso lächerlich als gemein. — Sind wir gut unterrichtet, so wird die Ernennung des Grafen v. Arnim zum deutschen Gesandten in Paris binnen kurzem erfolgen. — Nachdem die Bendomesäule gefallen. verlangte Felix Pyat, die Asche des „großen Mörders" Napoleon aus dem Jnva- lidendome herauszunehmen und in das Grab Traupmanns einzuscharren. BerfMks, 25. Mai. (F.J.) Die Dreifaltigkeitskirche und das Stadthaus mußten erstürmt werden. Das Ministerium des Auswärtigen ist heruntergebrannt. — 8 Uhr Morgens. Die Aufregung hier ist unbeschreiblich. Die ganze Bevölkerung von Versailles hat alle Höhepunkte besetzt, um das schreckliche Schauspiel, das Paris bietet, zu beobachten. Das Gemetzel in Paris dauerte die ganze Nacht hindurch. Von den Batterien der Buttes Chaumont werfen die Aufständischen mit Erdöl gefüllte Bomben in die unglückliche Stadt und auf die angreifenden Truppen und richten dadurch ungeheuere Verheerungen an. — Nachts. Das Palais Royal und die Conciergerie, sowie Theile des Louvre brennen noch immer. M ac Mahon befindet sich auf dem Vendomeplatz. Die Straßen waren während der ganzen Nacht taghell durch die Feuersbrünste erleuchtet. Lrüffel, 24. Mai. Die Jndep. Beige meldet: Die Einzelheiten der Pariser Straßenkämpfe sind seit Montag schaudererregend. Verfioffene Nacht verließen die Häupter des Aufstandes, Pafchal Grouffet, Felix Pyat, Ranc (wird jedenfalls der zum Wohlfahrtsausschuß gehörende Ranvier gemeint sein, da Ranc der Kommune längst den Rücken wandte) un Vesinier Paris mit dem Ballon. Die sEinwohner von Paris 498 schneiden die Hahnen der Gasleitungen ab, aus Furcht vor Explosionen. — Nachts. Berichte von Reisenden aus Paris erzählen noch schrecklichere Einzelheiten, als sie Thiers in der Versailler Versammlung miltheilte. Thiers und der größte Theil der Abgeordneten brach in Thrä- neu aus, als die Kunde von den Racheakten der Empörer eintraf. Das Finanzministerium ist gänzlich niedergebrannt; man kann die Folgen dieses Verlustes noch nicht abschätzen. Es heißt, die Generale hätten den Fehler begangen, in der Nacht vom Dienstag auf den Mittwoch eine Rast der Truppen anzuordnen, wodurch sie den Aufständischen Gelegenheit gaben, ihr Vernichtungswerk ungestört auszuführen. London, 25..Mai. Die Times sagt: Der Brand von Paris gleicht dem Brande von Moskau. Das Pantheon und Val de Groce wurden von General Cissy beschossen und theil- weise zerstört. Der Justizpakast und die Polizeipräfektur brennen. — Der Telegraph meldet: Die öffentlichen Gebäude werden, ehe sie die Ausständischen räumen, von denselben angesteckt. Delescluze ist Gefangener. Dombrowski wurde von den Preußen gefangen. — Die Gemälde- gallerie des Louvre ist gerettet. Der Kampf ist in dem Stadttheil St. Germain zu Ende. In Belleville und auf den Buttes Chaumont wird er fortgesetzt. Odessa, 23. Mai. (Pr.) Gerichtliche Erhebungen beziffern den durch die Judenunruhen verursachten Schaden auf eine Million Silberrubel, wovon 68,000 Rubel bereits als Entschädigung bezahlt wurden. Telegraphische Nachrichten. München, 25. Mai. Nächsten Samstag werden die kathol. Geistlichen und Professoren Rein- kens, Reusch und Lang, sowie Lord Acton aus England zur Katholikenversammlung hier ein- treffen. — Das hiesige erzbischöfliche Ordinariat ertheilt die Missio caiionica den kathol. Reli- gionslehrern an den höher» Schulen nur dann, wenn sie sich durch Unterschrift verpflichten, die Unfehlbarkeit zu lehren. — Auch hat es verfügt, daß die Unterschrift der Adresse gegen die Unfehlbarkeit den Verdacht der Häresie begründe. Den Betreffenden soll im Fall, daß eine Belehrung fruchtlos bleibt, die Spendung des Sakraments, insbesondere die Assistenz bei der Eheschließung und die Zulassung als Pathe versagt werden. Offenkundige Unterzeichner der Adresse müssen öffentlich oder vor kirchlichen Zeugen widerrufen, widrigenfalls dieselben gleich den notorischen Agitatoren gegen das Konzil als bewußte und hartnäckige Häretiker exkom- munizirt sind und für den Fall ihres Todes ein kirchl. Begräbniß nicht erhalten. Berlin, 26. Mai. Neuester Bestimmung zufolge findet der Einzug der Truppen am 16., am 18. (Jahrestag der Schlacht bei Waterloo) allgemeiner Dankgottesdienst statt. Versailles, 25. Mai, 9 Uhr Morgens. Unsere Truppen haben diese Nacht das Hotel de Dille genommen. Dieselben besetzten auch das Fort Montrouge. Die militärischen Operationen werden von drei Korps thätig und energisch verfolgt. Die amtliche Bestätigung der Nachricht, daß Delescluze, Cluseret, Pyat und Ranvier gefangen genommen seien, ist noch nicht erfolgt. Die Verwüstungen, welche verschiedene Viertel von Paris erlitten haben, sind beträchtlich. Viele Häuser sind arg beschädigt oder verbrannt. Man hofft, die Säulenhalle des Louvre noch zu retten. Feuerwehrmannschaften sind aus der Provinz telegraphisch nach Paris befehligt worden. St. Denis, 25. Mai, 11 Uhr 30 M. Vorip. Folgende Depesche Thiers' an die Unterpräfekten ist hier eingetroffen: Wir sind Herren von Paris, mit Ausnahme eines kleinen Theils. Die Tuilerien sind in Asche gelegt. Der Louvre ist gerettet. Das Finanzministerium, mehrere Paläste am Kai d'Orsai sind angezündet. Wir haben 12,000 Gefangene gemacht. Der Boden von Paris ist mit Blut und Leichen bedeckt. Dieses entsetzliche Schauspiel wird eine Lehre sein. Dank der Weisheit der Generale haben wir nur geringe Verluste. St. Denis, 27. Mai. Vergangene Nacht furchtbare Feuersbrünste in Paris sichtbar, gegenwärtig nimmt der Brand ab. Windstille günstig. ' Billette noch nicht genommen. Brüssel, 25. Mai. (Repräsentantenkammer.) Minister Anethan erklärt in Beantwortung einer Anfrage Dumortier's bezüglich der Ereignisse in Paris, die Regierung sei vollständig berechtigt, die elenden Anstifter der in Paris begangenen Gräuelthaten an der Grenze festnehmen zu lassen. Anethan fügt hinzu, er könne die Männer nicht als politische Flüchtlinge ansehen, welche sich mit Verbrechen besudelt hätten, welche Züchtigung verdienten. Die Regierung werde mit Festigkeit handeln. Athen, 23. Mai. Die Kammer beschloß mit 92 gegen 51 Stimmen, der Wittwe Lloyd's eine Entschädigung von 10,000 Pfd. St. zu zahlen. Washington, 25. Mai. (Durch Kabel.) Der Senat genehmigte gestern Abend den Vertrag mit England mit 50 gegen 12 Stimmen und lehnte alle Gegenanträge mit großer Mehrheit ab. — Vermischte Nachrichten. * Offen bürg, 27. Mai. Gestern wurde auf hiesigem Gottesacker bei Wiederherstellung eines älteren Grabes die Leiche eines neugeborenen Kindes in einer Schachtel ausgegraben. Näheres über den gerichtlichen Befund ist uns nicht bekannt. — Von gestern auf heute stellte sich sehr erwünschter sanfter Regen ein. — Baden, 24. Mai. Eine mit zahlreichen Unterschriften bedeckte Döllinger-Adresse wird demnächst von hier nach München abgehen. — Die Direktion der bad. Verkehrsanstalten macht in einem Inserat der Karlsr. Zeitung das Publikum aufmerksam, daß durch den während der Pfingstfeiertage ftattftndenden Rücktransport deutscher Truppen aus Frankreich cs der Verwaltung unmöglich sein wird, den gewöhnlich an diesen Tagen sehr gesteigerten Anforderungen des Personenverkehrs durch stärkere Ausrüstung der Kurszüge oder Einlegung von Extrazügen genügend zu entsprechen. — Müll heim, 25. Mai. Bei der am 25. d. M. zu Laufen, diesseitigen Amtes, vorgenommenen Pfarrwahl ist Pfarrer Weyermann in Sand einstimmig gewählt worden. — In Leipzig ist eine allgemeine Unfallversicherungsbank in der Bildung begriffen. — (Albrecht Dürer, geb. 21. Mai 1471.) An diesem Tage feierte die Stadt Nürnberg den vierhundertjährigen Geburtstag ihres großen Bürgers und unsterblichen Künstlers Al- brecht Dürer, von dem Philipp Melanchthon rühmte, daß die Kunst der Malerei gegen dessen übrige gute Eigenschaften noch das Wenigste gewesen sei. — Bern, 24. Mai. (Bund.) Am 19. d. hat sich hier der Verein zur materiellen und moralischen Unterstützung solcher katholischen Geistlichen, welche wegen ihrer Opposition gegen die Konzilsbeschlüsse von der Kurie und dem Ultramontanismus verfolgt werden, end- giltig konstituirt. Das bestellte Exekutivkomite wird demnächst einen Aufruf an das Publikum zur Betheiligung an dem humanen Liebeswerk erlassen. Nach dem Bericht des provisorischen Kassiers verfügte der Verein bei der endgiltigen Konstituirung bereits über mehr als 1000 Fr. Einige Bemerkungen zur religiösen Bewegung der Gegenwart. (Fortsetzung statt Schluß.) Als die in ihren ersten Forderungen vollberechtigte Reformation zur schließlichen Trennung, zur Scheidung der Protestanten und Katholiken führte, da konnte die römische Kirchenoberhoheit diese Machtschmälerung, diesen Verlust um so weniger verschmerzen, da die politische Anerkennung des „neuen Glaubens" die Autorität des alten schädigen oder bedrohen mußte. Die katholische Kirche soll die alleinige, alleinseligmachende und darum die allgemeine sein, das eben heißt ja „katholisch". Dazu muß sie noth- wendig die eine christliche sein und deßhalb verfolgt sie im Instinkt ihrer Selbsterhaltung das Ziel, alle Welt zu sich zu bekehren. Eine große Aufgabe, eine schwere Arbeit. Aber sie ist rührigen Händen übertragen, den Jesuiten die Führung. Vor diesem Problem, vor diesem Grundgedanken stehen wir; von da aus, nur von da, ist und wird Alles verständlich, was von Rom und andern kirchlichen Hochsitzen ausgegangen: Ausbreitung des Jesuitenordens, Missionen in alle Länoer (die Protestanten haben das tüchtig nachgemacht). Erhöhung des Marienkultus, bis zu den neuerlichen Anathemen gegen Alles, was die verweltlichte Vernunft und Wissenschaft dem bürgerlichen Leben Förderliches geboten, bis zum allerneuesten Unfehlbarkeitsdogma. Wo soll die Glaubenscinheit ihre Stütze, ihre Quelle finden, wenn selbst Bischöfe häretisch werden? Da hilft nur eine religiöse Universalmonarchie, nur ein unbeschränkter Geisterdespot. Aber —■ wenn das nicht überhaupt Utopien sind — wir Söhne des neunzehnten Jahrhunderts können nicht in's Mittelalter zurück und ich blinder Mensch sehe da keinen Ausweg. Die Papstmacht, diese Verquickung von geistlicher und weltlicher Herrschaft, ist rein mittelalterlich; die ersten Jahrhunderte des Christenlhums kannten sie nicht, der heutige Weltgeist ist ihr entgegen. Die Herzen der Völker haben aufgehört vor Rom zu zittern, sie haben aufgehört zunächst für Rom zu schlagen; die raschgehenden Lebenspulse des modernen Daseins haben eine andere Strömung. Rom hat die Zügel des politischen Lebens der christlichen Nationen aus den Händen gegeben; Rom hat sein Inquisitor- und Cen- soramt über die Wissenschaft aufgeben müssen; Rom beherrscht nicht mehr, wenn es je der Fall war, die christliche Welt. Ihr könnt das beklagen, ändern wohl nicht, und kein fügsames Konzil kann das Alles wieder Herstellen. Das Mittelalter ist gestorben; es hat sein Gutes gehabt, aber laßt es jetzt tobt sein und gebt nicht, was Verwesung und Moder ist, für neue Blüthe aus. Ich weiß, ihr streitet unserer Zeit den schönsten Ruhm ab, den der liefern Intelligenz und der größer» Sittlichkeit. Ich sehe da ganz anders, der Geist der ächten Sittlichkeit ist mir wesentlich freier Geist, der den mächtigen Drang der Lebensentwicklung nirgends unterdrückt, nur aus rechte Bahnen leitet. Ihr könnt der heutigen freibürgerlichen Menschheit nicht mehr den Klosterstempel ausdrücken. (Schluß folgt.) Literarisches. Di-. Otto Hiibnrr's statist. Tafel aller Länder der Erde. (Verlag der F. Bosseli'schen Buchhandlung in Frankfurt a. M.) Dieselbe enthält Größe, Negierungsform, Staatsoberhaupt, Bevölkerung, Ausgaben, Schulden, Papiergeld und Banknotenumlauf, stehendes Heer, Kriegs- und Handelsflotte, Ein- und Ausfuhr, Zolleinnahmen, Haupterzeugnisse, Münze und deren Silberwerth, Gewicht, Ellenmaß, Hohlmaß für Wein und Getreide, Eisenbahnen, Telegraphen, Hauptstädte und die wichtigsten Orte (mit Einwohnerzahl) aller Länder der Erde. Preis 5 Sgr. Diese muster- und meisterhafte Hübner'sche Tafel ist durch die gefällige Befürwortung der presse allgemein bekannt und anerkannt worden, und sie geht in zahllosen, theil- weise unberechtigten Uebersetzungen in russischer, schwedischer, holländischer, französischer, italienischer und englischer Sprache über die ganze ci- vilisirte Welt hin. — Die neue (20.) Auslage hat durch den Krieg 1870 und die Konstituirung und Vergrößerung eines Deutschen Reichs diesmal ganz bedeutende Veränderungen erfahren, so daß sie Jedermann zu empfehlen ist, der sich für wenige Groschen über die heutige materielle Kultur aller Völker schnell unterrichten will. Zwei lustige Soldatenlieder, illustrirt von Ludwig Löffler. Stuttgart bei Ed. Hallberger. Preis 12 kr.; der Reinertrag für die deutsche Jnvalidenstiftung bestimmt. In schöner Ausstattung, mit lustigen Figuren eingerahmt die beiden bereits weil bekannten Lieder: „Unser Königsohn von Preußen" rc. von Heinr. Dorn, und „König Wilhelm saß ganz heiter" rc., das erste mit beigedruckter Melodie, das zweite nach der Melodie „Prinz Eugen" rc. 499 Bekanntmachungen. Offenburg. Gant - Ediet. Nro. 7213. Gegen den Nachlaß des Bierbrauers Josef Heinrich von Elgersweier Haben wir Gant erkannt, und es wird nunmehr MM Richtigstellungs- und Vorzugsverfahren Tagfahrt anberaumt auf Freitag den 16. Juni 1871, Vorm. 9 Uhr. Es werden alle Diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die Gantmasse machen wollen, aufgefordert, solche in der angesetzten Tagfahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder- mündlich, auzumelden, und zugleich ihre etwaigen Vorzugs- oder Uuterpfandsrechte zu bezeichnen, sowie ihre Beweisurkuuden vor^u- ■legen oder den Beweis durch andere Beweis- mrttel anzutreten. In derselben Tagfahrt wird ein Massepfleger und ein Gläubigerausschuß ernannt und ein Borg- oder Nachlaßvergleich versucht werden, und es werden in Bezug aus Borgvergleiche und Ernennung des Massepflegers und Gläubigerausschusses die Nichterscheiuenden als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Die im Auslände wohnenden Gläubiger haben längstens bis ztl jener Tagfahrt einen dahier wohnenden Gewalthaber für den Empfang aller Einhändigungen zu bestellen, welche nach den Gesetzen der Partei selbst geschehen sollen, widrigenfalls alle weiteren Verfügungen und Erkenntnisse mit der gleichen Wirkung, wie wenn sie der Partei eröffnet wären, nur an dem Sitzungsorte des Gerichts angeschlagen, beziehungsweise denjenigen im Auslande wohnenden Gläubigern, deren Aufenthaltsort bekannt ist, durch die Post zugesendet würden. Offenburg, den 22. Mai 1871. Großh. Amtsgericht. Junghanns. A. Leiblein. Aufstellung des Steuerkatasters für 1872 betreffend. Nro. 293. Die Entgegennahme der Steuererklärungen und die Feststellung der Veränderungen der Grund-, Gebäude- und G e w e r b st c u e r, der Kapital- und Klassensteu er für das Jahr 1872 findet statt: Unterentersbach, Mittwoch den 7. Juni d. I., Vormittags; Oberentersbach, Mittwoch den 7. Juni d. I., Nachmittags; Oberharmersbach, Freitag den 9. Juni b. I.; Unterharmersbach, Wamstag den 10. Juni d. I. Dies wird anmit zur Kenntnis) der Steuerpflichtigen gebracht. Gengenbach, den 27. Mai 1871. G roßh. Steuerperäquatur. Bekanntmachung. j Das Ab- und Zuschreiben der directcn Steuern für das Steuerjahr 1872 findet in der Gemeinde Zell (Amts Offenburg) Mittwoch den 31. d. M., Vorm. 8—12 Uhr und Nachm. 2—5 Uhr, auf dem Rathhause daselbst statt, was hiermit zur Kenntniß der dabei belheiligten Steuer- j .pflichtigen gebracht wird. i Die Bürgermeisterämter Rammersweier, Fessenbach , Offenburg, Bühl, Griesheim, Bohls- bach. Weier und Windschläg werden ersucht,; die Geschäftsvornahme in ihren Gemeinden be-> lanut machen zu lassen und uns hierüber noch vor der Tagfahrt Bescheinigung zusenden. Zell, den 26. Mai 1871. i Das Bürgermeisteramt. Os er. 1753. 1639.4.3. Die Thonwaarenfabrik von C s in Freiburg i./B. empfiehlt zu bil- ' “9 en Preisen unter Garantie für Güte der Maaren: Falzziegel, Flachziegel, Preßsteine, Bauver-! -ftrungen jeder Art. , ! Preisliste und Musterbuch franco; Lieferung! sogleich. ; Bekanntmachung 1737. In den letzten zwei Tagen wurden am Einacher Wege drei schöne städtische Kirsch- Bäume abgehauen und Privat-Bäume beschädigt. Wer den Ausführer dieses Bubenstreiches zur Anzeige bringt und zu dessen Ueberführung beiträgt, erhält aus der Stadtkasse eine Belohnung von fünf und zwanzig Gulden. Gengenbach, den 26. Mai 1871. Der Gemeinderath. Abel. _ Brenn- und Rcb steckcnholzVersteigerung. 1706.2.2. Wir versteigern mit halbjährrger Borgfrist aus dem Domänenwald Fußberg bei Fessenbach, Abthlg. 1 u. 3, Dienstag den 30. d. M., Nachm. 3 Uhr, im Posthorn zu Fessenbach: 6 Klftr. schäleichenes Rebsteckenholz; I V» Klftr. schäleichene u. 1 Klftr. Nadelholz-Prügel; 1550 eichene und 100 forlene Wellen. Waldhüter Göring in Fessenbach zeigt auf Verlangen das Holz vor. Offenburg, den 24. Mai 1871. Großh. Bezirkssorstei. _ Windschläg. Liegenschaftsversteigernng. 1740. Mit obervormundschastlicher Ermächtigung vom 20. April 1871 Nro. 2061 lassen die Erben des verstorbenen hiesigen Bürgers und Landwirths Simon Birk, der Erbtheilung wegen, nachbenannte Liegenschaften am Dienstag den 6. Juni d. I., Nachm. 2 Uhr, auf dem Nathhaus dahier für ein Eigenthum öffentlich versteigern: Ein anderthalbstöckiges Wohnhaus mit Scheuer, Stallung und Schopf, nebst 76 Ruthen Hof- raithe, Grdst.-Nro. 41. in hiesigem Orte gelegen, neben Georg Hurst und Karl Beoß. Anschlag ...... 850 fl. — Achthundert fünfzig Gulden. — Der Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungs- - preis oder mehr geboten wird. Windschläg, den 8. Mai 1871. Das Bürgermeisteramt. A. A.: _ Weiß Rathsschreiber._ Altenh eint. Fahrnih-Bersteigernng 1750. Die Erben des verstorbenen hiesigen Bürgers Johann Jacob Bieckert lassen am nächsten Donnerstag den 1. Juni d. I., Morgens 8 Uhr, in ihrer Behausung folgende Fahrnisse, der Erbtheilung wegen, öffentlich um gleich baare Zahlung versteigern: 3 Pferde, 4 Kühe, 2 Kalbineit, 2 Mutterschweine, 2 Läuferschweine, 1 Haufen Dung, sodann Bücher, Manns- und Frauenkleider, Bettwerk und Getüch, Bettanzüge und Bett-! statten, 4 Kleiderkästen, 1 Commode, einige! Tische und Stühle, etwas Frucht, dann Fuhr-, j Feld- und Handgeschirr, 6 verschiedene Wägen, ! 2 Pflüge mit Eggen, 3 Baumwinden, ver- ' schiedene Ketten, Pferdgeschirr rc.; ferner Zinn-, : Kupfer-, Messing-, Eisen-, Blech-, Porzellan- und Glasgeschirr, Faß- und Baudgeschirr, ein : vollständiges Schmiedhandwerksgeschirr, ein j Metzgergeschirr, sowie verschiedener großer und j kleiner Hausrath. Altenheim, den 27. Mai 1811. Böttler, B ürge rmeister. Windschläg. Liegenschaftsversteigcrung. I 1752. Mit obervormundschastlicher Ermäch- ! tigung vom 20. April 1871 Nro. 2060 lassen! die Erben der ff Paul Karcher Ehefrau, Sofie geb. Armbruster, von hier nachgenannte Liegenschaften, der Erbtheilung wegen, am Montag den 19. Juni b. I., Nachm. 2 Uhr, auf dem Nathhaus dahier für ein Eigenthum öffentlich versteigern: 1. Ein anderthalbstöckiges Wohnhaus mit Scheuer, > Stallung, Schopf und SchweinstäUcn, nebst - 131 Ruthen Hofraithe, Gemüse- und Gras- garten, Grdst.-Nro. 68, neben Julius Wenkert i Wwe. und Ignaz Gütle. Anschlag . 850 fl.! 2 . 165 s / 10 Ruthen Acker auf dem Muhrberg, Grdst.-Nro. 761, neben Aufstößer und Kaspar Weiß. Anschlag .... 150 fl. Der Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungs- Preis oder mehr geboten wird. Windschläg, den 26. Mai 1871. Das Bürgermeisteramt. _Wacker._ Offenburg. Wohnung zu vermiethe«. Die hiesige Stadtgemeinde läßt am Donnerstag den 1. Juni l. I., Nachm. 3 Uhr, im Rathhaussaale dahier die am 25. Juli d. I. miethfrei werdende Wohnung im städtischen Antheil im Salzhause linker Hand vom Eingang auf unbestimmte Zeit öffentlich vermiethen. Offenburg, den 26. Mai 1871. Der Gemeinderath. _ Schaible. _ Geschäfts-Eröffnung. 1736.3.1. Der Unterzeichnete beehrt sich, hie- mit einem hiesigen und auswärtigen Publikum anzuzeigen, daß er sich in Offenburg als Feilen- hauer etablirt hat. Solide und gute Arbeit, sowie prompte Bedienung hat derselbe in der Ausübung seines Berufes als Hauptaufgabe gestellt und bittet daher um gefälligen Zuspruch. Leopold Rigg in Offenburg, Ritterstrage Nr. 281. __ Offenburg. 1728.3.1. Unser Lager in steirischen Sicheln und Sensen, für deren. Güte wir garantiren, bringen empfehlend in Erinnerung _ Lob Günzburg er Sö hne. Anzeige. 1733. 2.2. Ich zeige hiermit einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum ergebenst an, daß ich das von meinem verstorbenen Manne geführte Buchbindergeschäft sortbetreibe und bitte, das ihm seither geschenkte Vertrauen auch auf mich zu übertragen. Altenheim, den 25. Mai 1871. M Spengl ers Wwe. Spedition nach allen Theilen Amerika's, sowie Auszahlungen von Geldern besorgt unter Garantie Maao Wenh 1694.4.2. in Offenburg. Offenburg. 1742. Ein aufgerichtetes Bett mit französischer Bettlade, Feder- und Roßhaarmatratze, Cou- verte, Plumeanx tsnb 2 Kopfkissen ist um einen annehmbaren Preis zu verkaufen bei Friedrich Dietz, Tapezier. _ 1751.2.1. Frische Sendung Prinra- Cmmenthaler-, Limburger- und Nahm Käse wieder eingetroffen und zu haben bei I. Battiany Wwe. in Offe nburg, Langestraße. 1719.4.2. Wein die Maas zu 12,15,18 kr., von 15 Maas an, verkauft Sylyvester Brauu in Offenburg. _ Für Landwirthe Amerik. Welschkorn (Pferdezahnmais) ist zu haben bei Alexander Reiff 1460 in Offenburg. _ hat zu verkaufen 1721.2.2. Offenburg. Dung G r o m e r z. Engel. 500 Offenburg. Photographie. 802.j3.10. Aufnahmen jeden Tag von Morgens 9 bis Nachmittags 3 Uhr im Garten I des Herrn Scholder, Bahnhof-Hotel, gegmüber dem Bahnhof. Beste Ausführung wird | zugesichert. A. Demuth. Keine Sommersprossen, keinen Sonnenbrand, keine gelben Flecken, keine Falten mehr. Schönheit nnd Jugend wieder zu geben vermag nur das weltberühmte Lau de Lys de Lohse, Schönheits - Lilien - Milch, von der königl. Prcuß. Regierungs - Medicinalbe- /ßk Hörde geprüft, von dem könial. Bavr. Ministerium MP .M »>M des Innern genehmigt, von dem königl. Bayr. 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Mai,, wozu freundlichst einladet: Joseph Beiter - 1739. _ zum Kleebad. 1749. Pfingstmontag findet bei Unterzeichnetem Tanzmusik statt. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Auch aibts gebackene Fische. Th. Erbrich z. Traube in Fessenbach. _ Gengenbach. Sommerwirthschast von Alex. Kern. - ÄZANch e- Pfingst-Montag Nachmittags 3 Uhr Concert von der Kapelle * der Offenburger Feuerwehrmusik Gunter der Direktion des Kapell- 1730.2.2. findet nicht statt. Klecbad Zoll a. H. (Kinzigthal), 20 Minuten von der Eisenbahnstation Biberach. 1738.3.1. Hiedurch mache ich die ergebenste Anzeige, daß unterm löten Mai mein Mineral- Byd, in welchem sowohl warme als kalte Bäder abgegeben werden, eröffnet ist. Für billige Bedienung, gute Speisen und Getränke ist jederzeit bestens Sorge getragen und lade ich deßhalb zu gütigem Besuch ein. Zell a. H., im Mai 1871. Joseph Vetter, Badinhaber. 1723.2.2. Wer ein neues von Rauhstein erbautes Waschhaus, 14 Schuh breit und 22 Schuh lang, zum Abb ruch verkauft, sag t die Exp, d. Bl. Strllegesuch. 1725.2.2. Ein Mädchen aus guter Familie, das allen häuslichen Arbeiten vorstehen und gute Zeugnisse aufweisen kann, sucht bis Johanni eine Stelle. Näheres bei der Epped. dies. Bl. _ Kochjungfergefuch. 1743. Ein jüngeres Frauenzimmer, welches Luft hat, die Kochkunst zu erlernen, kann in einem Badeorte unter I ünstigen Bedingungen noch Aufnahme nden. Näheres bei der Erped. Offenburg. 1735. Otto Pfeffer Wwe. hat 1 Zimmer mit 2 Betten zu vermiethen. O f f e n b u r g. 1744.2.1. Im Hause Nr. 387 sind im zweiten Stock 3 Zimmer nebst Zugehör sogleich zu vermie then. _ Badhosen sind zu haben bei Alexander Reiff 1754. in Offenburg. Erklärung. 1748. Gegen Mathis Zögerst jung von Bühl habe ich am 21. d. M. im 'Schwanen in Weier ehrenkränkende Worte ausgesprochen. Ich nehme diese als unwahr zurück, um so mehr, da derselbe schon in französischen Militärdiensten gestanden und ein rechter Haushälter ist. Weier, den 27. Mai 1871. B. Werner. Offenburg. Mehrseitigem Wunsche s entsprechend, eröffne ich hier Anfangs des nächsten Monats einen Tanzunterrichts- Curs und nehme noch Anmeldungen entgegen. _ Theodor Trittler, Tanzlehrer. 1734.2.2. Pfingst-Montag findet Tanzmusik statt, wozu einladet Gör in g Wwe. z. Sonne N.B. Ge backene Fisch e.E in Käfersber g._ 1720.2.2. Pfingst-Montag Tanzmusik, wozu höflich einladet Knpserer zur Linde in Durbach . Offenburg. Pfingstmontag findet bei Unterzeichnetem Tanzmusik statt, wozu höflich einladet A Geck 1726.2.2. zum deutschen Kaiser. Fessenbach. Fische und gebackene Hühnchen über die Pfingst- Feiertage bei 1746. Goring z. Posthorn. meiftcr Gufr. Michl. 1746. Die auf Pfingst- ^Montag augezeigte Tanzmusik Glaser zur Laube in Zell.__ ' Bescheidene Anfrage. 1753. Berghaupten. Nach §. 13 der Gemeindeordnung leitet der Bürgermeister die Wahlen der Gemeinderäthe. Wenn aber ein solcher nicht befähigt ist eine Wahl nach den gesetzlichen Vorschriften zu leiten, und wenn durch dagewesene Mißstünde bei mehreren Wahlen das Vertrauen vieler Bürger verloren gegangen ist, was ist da zu machen und wie ist da zu Helsen ?' Offenburg. Bescheidene Anfrage. 1727. Seit wann hat Jemand, und wäre es ein Gemeinderathsmitglied, das Recht, über die städtischen Anlagen, welche doch nur für Spaziergänger sind, zu reiten? Mehrere Anlagenbesucher. Den verehr!, hiesigen Einwohnern, welche s. Z. zu den Weihnachtsgaben für die Offenburger Krieger beigesteuert haben, die Nachricht, daß nun Abrechnung gestellt ist, und diese zur Einsichtsnahme beim Bürgermeisteramts dahier aufliegt. Offenburger Fruchthalle. Frucht- Gattung. ! Waizen .. . | Kernen. . . . ; Halbwaizen . i Korn. ! Haber .... ! Gerste . . . . ! Welschkorn. . Eingeführt. Ausgestellt v. letzten Markt. Verkauft. Mittel - preis per Ctnr. Bleiben aufgestellt. Ltnr. Ltnr. Ltnr. «. fr. Cntr. 417 417 8 — 141 — 141 6 27 — 87 — 87 5 24 — — — — — — — — — — — — — — — — — — 645 — 645 — — Blattes nächsten Mittwoch. Der Pfingstfeiertage wegen erscheint die nächste Nummer des >ür die Redaction verantwortlich A. Reiff. — Druck und-Verlag von A. Reiff und Eomp.