für den Kreis Offenburg, sowie für die Bezirksämter und Amtsgerichte Offenbur g und Gengenbach. Erscheint täglich mit Ausnahme MsniagS, und kostet vierteljiihrlich in OffenSurg 1 ff., fiir den Landpostbezirk 1 ff. 2 kr., ftir dir übrige» Postbestrkr 1 fl. 7 kr. EinrückungSgebühr: di« gespaltene Garmondzeile oder deren Raum 3 kr. Nro. 155. Offenburg, Mittwoch den 5. Juli 1871. Amtliches Aerbundigungsblatt Heute vor einem Jahr! Paris, 5. Juli, Abends. In der heutigen Sitzung des gesetzgebenden Körpers legten der Deputirte Cochery und Genossen eine Interpellation über die Eventualität einer etwaigen Besteigung des spanischen Thrones durch den Prinzen von Hohen;ollern auf den Bureaus des Hauses nieder. Politische Rundschau. Lade», 2. Juli. Seine Maj. der Kaiser von Rußland wird nächsten Mittwoch mit einem Gefolge von 60 Personen hier eintreffen und im englischen Hofe sein Absteigquartier nehmen, wo die nöthigen Zimmer bereits bestellt find. Se. Maj. wird nur einen oder zwei Tage hier bleiben, und sich dann mit kleinem Gefolge zu I. Maj. der Kaiserin nach Petersihal begeben, während das übrige Gefolge hier verbleiben wird. (B.Ldz.) München, 1. Juli. Der Fall, daß die Sterbsakramente oder das kirchliche Begräbniß verweigert wurden, ist leider in Baiern nicht vereinzelt, allein es handelt sich meistens um Persönlichkeiten, die nur einem kleinen Kreise nahestanden. Der Tod des Prof. Zenger an der hiesigen Hochschule ist der erste Fall, durch welchen die Jnteresien oder wenigstens die Gefühle einer großen Menge verletzt werden, und in der That ist München seit gestern in tiefer Aufregung. Da der zuständige Pfarrer die Sterbsakramente verweigert hatte, so wurden schon diese von Professor Friedrich gereicht, eben derselbe wird auch die Beerdigung vornehmen, die am Sonntag Nachmittag stattfindet. Da sich unter diesen Umständen ein ungeheurer Zulauf von Menschen und höchstwahrscheinlich Unruhen erwarten lasten, so hat die Polizei bereits alle Vorbereitungen getroffen, und die Gendarmerie in beträchtlicher Anzahl aufgeboten. Ueber den Verlauf der nicht ungefährlichen Stunde werden Sie näheren Bericht erhalten. Leipzig, 30. Juni. Graf Moltke ist gestern Abend auf der Durchreise nach Karlsbad hier eingetroffen und wurde von dem Vizebürgermeister Stephani im Namen der Stadt bewillkommt. Das zahlreich versammelte Publikum begrüßte den Feldmarschall herzlich. Hannover, 1. Juli, 9 Uhr Morgens. Soeben hielt der Kronprinz- an der Spitze des 10. Armeekorps seinen Ginzug. Stadtsyndikus Al- brecht richtete eine Ansprache an den Kronprinzen, die derselbe dankend erwiederte. lim 10 Uhr ist Parade auf dem Waterlooplatz. Der Men- schenzudrang ist riesig, das Wettee prächtig. Die Abreise des Kronprinzen erfolgt Mittags. Bei dem gestrigen Festbankete erwiederte der Kronprinz einen Toast des Grafen Münster auf den Kaiser mit einer längeren Ansprache. Bei Tafel lief ein Drahtbrief des Kaisers ein, worin derselbe den Ständen seinen Dank und sein Bedauern aussprach, daß er nicht selber habe kommen können. Wie«, 2. Juli. Fast sämmtliche Blätter heben den großen Erfolg der vom Reichskanzler Grafen Beust in der gestrigen Sitzung der österreichischen Delegation gehaltenen Rede hervor, sowie die nahezu einhellige Zustimmung zu dessen Politik. Die Organe der Verfaffungspartei heben hervor, daß die Verfaffungspartei durch Herbst ihre Anerkennung der auswärtigen Politik des Reichskanzlers, besonders in Betreff Deutschlands und Italiens, offen kundgab, die in der unveränderten Annahme des Haushalts des auswärtigen Ministeriums ihren Ausdruck gefunden habe. Rom, 2. Juli. Der König Viktor Emanuel ist heute Hierselbst eingetroffen und von der Bevölkerung begeistert empfangen worden. Bei seiner Ankunft wurde der König vom Prinzen Humbert, dem Bürgermeister, den Ministern, den Gesandten und den Kammerpräsidenten begrüßt. Die Truppen, die Nationalgarden und zahlreiche Abordnungen mit Fahnen und Musik bildeten in den Straßen, durch die der König kam, Spalier. Derselbe erschien mehrmals auf dem Balkon des Quirinals und empfing die Abordnung von 100 Gemeinden. Wetter an-! haltend regnerisch. Ans Frankreich. Der Prinz Napoleon kam letzten Sonntag aus England in Calais an. Bei seiner Landung wurde er aber von einem Polizeikommiffär empfangen, der ihn bat, für den Augenblick seinen Aufenthalt nicht in Frankreich zu nehmen. In Folge dessen kehrte der Prinz nach England zurück. Paris, 30. Juni. Der Kaiser von Brasilien ist am 28. Juni in Rouen angekommen. Er unterhielt sich in herablassender Weise mit dem französischen Präfekten. Später stellte sich dem Kaiser der preuß. Kommandant vor und sagte: „Ich stehe zu Ihren Befehlen". Der Kaiser antwortete ihm kalt: „Ich habe Ihnen keine Befehle zu geben". Der Kaiser von Brasilien ist über Calais nach England gereist und wird später nach Paris kommen. — Die Zeitungen veröffentlichen zahlreiche Einzelheiten über die schlechte Behandlung, welche die Preußen den franz. Gefangenen angedeihen ließen. Paris, 30. Juni. Die Regierungsblätter sprechen ihr Erstaunen aus über die Sprache der Nordd. Allg. Ztg., welche Thiers vorwerfe, daß er die Ausgaben für Heer und Marine nicht vermindern wolle. Die Fragen hingen doch mit der inneren Reorganisation zusammen. Versailles, 30. Juni. (Nationalversammlung.) Präsident Grevy sagt: „Wir haben gestern das herrliche Heer, welches die Herrschaft des Gesetzes wiederhergestellt und die Zivilisation gerettet hat, in edler Haltung mit der ihm eigenen Mannszucht vorbeiziehen gesehen." Auf den Erfolg der Anleihe anspielend fügt der Präsident hinzu: „Solche Hilfsquellen beweisen, daß Frankreich noch immer die a oße Nation ist. Durch Unglücksfälle gebeugt, u cht niedergeworfen, wird Frankreich sofort den ihm gebührenden hervorragenden Platz einnehmen." Die Bera- thung über die Gesetzentwürfe, betreffend die Wechselverfallfristen, wird auf Dienstag vertagt. Aus dem stenographischen Bericht über die . am 21. Mai 1871 in München abgehaltene Katholiken-Bers ammluna. (Schluß.) Weiter hat man uns vorgeworfen, daß wir keine Freunde der Freiheit seien, indem wir die Kirche der Staatsgewalt unterwerfen wollen. Aber — wir wollen die Kirche nicht der Staatsgewalt unterwerfen, sondern wir wollen nur. Spanien. (Fort. st. Schl.) Allgemeiner Ai rühr, Lärm zum Taubwerden, der Abgeordm Navarro Rodrigo schwingt seinen Stock, um Nur gegen die Karlisten zu vertheidigen, die Mi glieder erheben sich wie ein Mann, oder vi, mehr wie zwei Männer, die sich ans Leben wl len. Der Minister-Präsident Serrano wirst si zwischen die kämpfenden Parteien. Olozaga, d den Vorsitz führt, hat zwar Geistesgegenwa genug, das Haupt zu bedecken; aber dieses Z« ch-n zur Aufhebung der Sitzung findet u glücklicherweise nicht so großen Gehorsam, n lerner Zeit im gesitteten preußischen Landta «r berühmte Hut des Hrn. v. Bockum-Dolff Aber es reichte hin, um die Räumung der Freu zu bewirken, so daß der weitere Ve häuslichen Krieges wenigstens in d »-/b- Fama erzählte von bösen Dinge L"^?^ns-ien, nachdem der Herr Pr sident, seine Machtlosigkeit erkennend, in jar mernder Flucht das Hasenpanier ergriffen hat' Die kämmenden Haufen drängten sich unter gege^ stttigen Stock-und Faustschlägen und verworren^ Schimpfduetten aus dem Kongreßsaale insSprech- zimmer, wo irgend ein Freund der Ruhe, der vor starken Mitteln nicht zurückschrak, sie durch einen Guß kalten Wassers von oben her zur Besinnung gebracht haben soll. Später wurde eine geheime Sitzung angesagt, um Friedensunterhandlungen anzuknüpfen. Man glaubte, daß als Sühnopfer jedenfalls die Ausstoßung des Grafen Arguelles verlangt würde. Die Sache ging jedoch gelinder ab. Als die Sitzung sich wieder in eine öffentliche verwandelte, erhob sich der abgekühlte Graf und sprach sein Bedauern über den Antheil aus, den er an der Ruhestörung genommen, erklärte, daß er sich nicht erinnere, böse Worte ausgestoßen zu haben, und daß, wenn er dieses doch gethan, er keinerlei Absicht dabei gehabt habe. Nunez de Arce seiner Seils erklärte, sich nicht mehr zu erinnern, daß der Graf ihn geschimpft und Hand an ihn gelegt habe; der Minister-Präsident sprach die Hoffnung aus, daß der Kongreß stets mit würdigen und edlen Waffen kämpfen werde; die Abgeordneten klatschten Beifall, ein paar Dutzend Duelle waren umgangen und der ursprüngliche Antrag, den Papst zu beglückwünschen, kam zur Abstimmung, wobei er mit 93 gegen 37 Stimmen durchfiel. (Schluß folgt.) Straßburg, 29. Juni. Seit einiger Zeit ist man mit dem Abtragen des Schuttes beschäftigt, der von der Einäscherung der Neukirche und der Stadtbibliothek herrührt, welche beide Bauwesen mit einander zusammenhingen. Bei dieser Gelegenheit fand man, gänzlich unerwartet, noch das unversehrte Grabmal des im Jahr 1361 verstorbenen Dominikanermönchs Johann Tauler, der bekanntlich zu den berühmtesten deutschen Mystikern und Kanzelrednern des Mittelalters zählt; ebenso noch ziemlich gut erhaltene Bruchstücke eines Todtentanzes in Fresco aus dem 14. Jahrhundert. — Glauben denn die Kölner, den alten Moltke erst in guten Geruch bringen zu müssen? Sie schenkten ihm ein Stückfaß vom besten Kölner Waffer, 7000 Flaschen enthaltend. Er könnte die halbe Armee mit Kölner Waffer taufen. 6 22 daß bet Staat gegen eine Kirche, die von ihrer Idee abznfallen droht, sich sichert. Wir wollen die Freiheit des Bekenntnisses im Staat, wir wollen aber auch innerhalb der Kirche selbst Freiheit, wir wollen, daß die Bischöfe ihre al- . ten Rechte behalten, daß der Klerus eine rechtlich gesicherte Stellung habe und auch den Laien Einfluß auf die Kirchenangelegenheiten gegeben werde. (Bravo!) Was wir bekämpfen, ist ja gerade dieser päpstliche. curialistische, jesuitische Absolutismus, der die Kirche vollständig beherrschen und durch die Kirche den Staat und das gesammte Kulturleben sich unterwerfen will. Ich begreife nicht, wie man uns den Vorwurf, Feinde der Freiheit zu sein, machen konnte. Und endlich, meine Herren, hat man uns der Halbheit bezüchtigt und uns zu einem unhisto- rischen Radikalismus, der nicht einmal im Stande ist das Schlimme auszurotten, viel weniger etwas besseres Neues zu bilden, aufgefordert. Man hat gesagt: Warum bekämpft ihr so sehr das Dogma der Unfehlbarkeit und nicht auch andere Dogmen? Warum wir das Dogma der Unfehlbarkeit so sehr bekämpfen, dürfte bereits aus dem Vortrage des Professor Michelis vollständig klar geworden sein. Ich möchte demselben aber nur noch Einiges beifügen: Durch das Dogma der Unfehlbarkeit wird die Wissenschaft aus der katholischen Kirche ausgeschlossen; denn die unfehlbaren Dekrete des Papstes und die Resultate der Wissenschaft werden sich wohl niemals versöhnen. — Durch die Unfehlbarkeit des Papstes wird der Klerus von der Bildung des Jahrhunderts ausgeschlossen und dieser Klerus hat die Massen sittlich und religiös zu führen! Die Wissenschaft allein ist es, meine Herren, welche manche Verdunkelung in der Kirchenlehre hinwegnehmen und uns eine Reform sichern kann; nur sie allein vermag die Gegensätze in den religiösen Bekenntnissen in Deutschland allmählich zu überwinden. Wir wollen keine Nivellirung der kirchlichen Gegensätze, aber indem wir die Kraft der Wissenschaft in unserer Kirche erhalten, haben wir die Hoffnung, daß dereinst im Laufe der Zeiten, dse Confesstonen sich wieder verständigen können und endlich auch die religiöse Einheit in Deutschland gewonnen werde. (Bravo!) Von diesem Gesichtspunkte aus betrachtet birgt das Unfehlbarkeitsdogma eine nationale Gefahr in sich. Die religiöse Trennung hat Deutschland politisch so sehr herabgebracht; Sie wissen, daß seit der Zeit, wo Deutschland religiös zerrissen war, Frankreich Theile vom Körper des Reiches abreißen und endlich seine Herrschaft selbst im Herzen des Reiches aufrichten konnte. Darum ist es kein Zufall, baß mit der Herstellung der nationalen Einheit zugleich mächtig in allen Gemüthern das Bestreben erwacht, auch die geistige Einheit zu sichern. Meine Herren!. Wenn dem Norden Deutschlands die Ehre gebührt, für die politische Einheit Deutschlands das Meiste gethan zu haben, wenn dem Norden mit dem Süden zusammen die Ehre gebührt, die hohe Machtstellung des Reichs wieder aufgerichtet, und die entrissenen Provinzen zurückgebracht zu haben, so wollen wir uns im Süden die Ehre nicht rauben lassen, die Grundlagen der geistigen Einheit zu retten. (Bravo!) So also, meine Herren, kämpfen Sie für die Religion, für die Freiheit, für die Kultur und für die nationale Sache! Es sind etwas mehr als 500 Jahre, daß von München aus eine ähnliche Bewegung durch die Welt ging, wie gegenwärtig. Damals unter Kaiser Ludwig dem Baiern galt es die Unabhängigkeit des deutschen Reiches und des deutschen Königsthums vom Papste zu erfechten. Auch damals wurde nach Emancipation des Staates von der hierarchischen Bevormundung und nach kirchlicher Reform gestrebt. Meine Herren! Die Augen von ganz Deutschland sind auf München gerichtet, von allen Seiten her sympathistrt man mit uns. Stehen Sie daher fest, unerschütterlich fest. Die Wahrheit und Gerechtigkeit unserer Sache verheißt uns den Sieg, aber nur Ausdauer, Muth und That- kraft können ihn uns auch sichern. (Bravo!) Vermischte Vachrichte«. — Karlsruhe. Seine Königliche Hoheit der Großherzog hat geruht. dem Hofrath und Professor Dr. Kußmaul in Freiburg den Charakter als Geh. Hofrath zu verleihen; den Vorstand des Realgymnasiums in Mannheim, Professor Schröder, und den Vorstand am Pädagogium und Realgymnasiumin Pforzheim, Professor Provence, zu Direktoren zu ernennen; endlich den Professor Dr. Neuber am Lyceum in Werlheim auf sein Ansuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen, treuen und guten Dienste mit Ablauf des Schuljahrs in den Ruhestand zu versetzen und demselben gleichzeitig den Charakter als Hofrath zu verleihen. (Karlr. Ztg.) * Offenburg, 26.Juni. (Schwurgericht.) sForts.) In Verbindung mit dem Nachfolgenden liegt die Vermuthung nahe, daß Ihle damals schon zur That zu schreiten gesonnen war. aber Zeit und Umstände nicht für geeignet fand oder daß ihm der Muth, das schwere Verbrechen zu verüben, fehlte. Ihle bestellte nunmehr den Rheinschmidt neuerdings auf Abends 6% Uhr an dieselbe Stelle, angeblich um nach Füchsen zu graben. Beide trafen um diese Zeit dort zusammen, begaben sich nach einem harmlosen Gespräche weiter in den Wald hinein auf den sog. Battert, kamen zunächst auf einen Fußweg und sodann von diesem ab auf eine Waldblöße im Durchmesser von 36 Schritten, welche Stelle ganz abgelegen und rings von dichtem Gebüsch und Gehölz umgeben und nur mit fußhohen Tännchen besäet war. Dort setzten sie sich nieder, verkehrten über gleichgiltige Dinge und saßen ‘/* bis y a Stunde ruhig beisammen. Nun erhob sich Rheinschmidt mit dem Bemerken: mit den Füchsen sei es doch nichts mehr, sie wollten jetzt heimgehen. Ihle erwiderte ruhig: „ja, ja", kaum war aber Rheinschmidt einige Schritte vorwärts gegangen, so erhielt er von hinten einen Schuß in die linke Hüfte. Er drehte sich rasch um und sah noch, wie Ihle sich abwendend mit seinem Gewehr die Flucht ergriff. Bezeichnend mögen die Worte Rheinschmidts fein: „Ihle, was schaffst? Ihle, was Hab' ich Dir gelhan?" Der Angeklagte läugnete anfänglich jede Betheiligung und gab vor, er sei von Morgens 9 Uhr ab nicht mehr mit Rheinschmidt zusammen gekommen. Aus den Aussagen der Zeugen war jedoch zu entnehmen, daß Stefanie Schlotter und Martina Brautnagel Beide bereits Nachmittags 2*/, Uhr beisammen gesehen hatten. Johann Bender hatte von Rheinschmidt bereits Nachmittags 1 Uhr in der Fortuna in Baden vernommen, daß Ihle ihn auf 2 Uhr in den Wald bestellt hatte und Anton Walter, sowie Alois Rost, welche den Rheinschmidt Abends 6 Uhr auf dem Schloß getroffen und zum gemeinsamen Heimgehen aufgefordert hatten, vernahmen von ihm die Entschuldigung, er könne nicht witgehen, er sei von Ihle auf 6 % Uhr in den Battert bestellt. Walter fügte bei, Rheinschmidt habe gesagt, er sei schon zum dritten Mal bestellt. Nach Angabe anderer Zeugen w»r der Angeklagte erst Abends 8 Uhr nach Hause zurückgekehrt, konnte also die That füglich verübt haben. Es kam aber ein weiterer Umstand hinzu, der in Ermangelung einer Beeidigung Nheinschmidt's keinen Zweifel über die Thäter- schaft Jhles übrig ließ. Rheinschmidt hatte nämlich den Ort der That im Allgemeinen beschrieben und insbesondere beigefügt, daß man seine pfeife und sein Tabakspäckchen noch dort finden müsse. Dieser Beschreibung folgend fand Polizeidiener Setzler und Gemeinderath Fritz am 4. Juni Morgens jene Gegenstände, daneben eine Blutlache und einen Papierpfropf, worauf sie diese Gegenstände der sichern Aufbewahrung halber unter Zweige verdeckten. Dieser Propfen wurde auf Anordnung des Untersuchungsrichters zu Gerichtshanden gebracht. Die Fetzen, aus Druckpapier bestehend, enthielten u. A. die Worte: „Stalldünger", „Knochenmehl", „Rastatter Markt", „Hinkenden". Bei der vorgeuommenen Haussuchung fand man nun die Vermuthung, es möge» diese Fetzen aus einem Rastatter Kalender herausgerisseu worden sein, bestätigt. Man fand nämlich in der Stube Jhles drei solcher Kalender: alle waren unversehrt mit Ausnahme zweier Blätter des Kalenders für 1869, welche, den Spuren nach zu schließen, frisch herausgerissen waren; Wort für Wort paßten die herausgerissenen Fetze«, d. h. die Fetzen des Papierpropsens, zu den unversehrt gebliebenen Stellen des Kalenders. (Schl f.) □ Gengenbach. Wie verlautet, ist hier die Anregung gegeben worden, den in diesem Kriege zum Opfer gefallenen 3 Soldaten des hiesigen Kirchspiels einen Denkstein zu setzen. Wir können dies nur mit Freuden begrüßen, denn es ist eine heilige Pflicht auch derjenigen zu gedenken die ihr junges Leben der Rettung des Vaterlandes geopfert haben. Den gesund zurückgekehrten Soldaten konnten wir unsere dankbare Anerkennung ihrer Verdienste durch festliche Feier und in Worten ausdrücken. Sie sind so glücklich den Ruhm und den Segen des durch blutigen Kampf errungenen Friedens zu genießen, diejenigen aber, welche ihren Wunden und den außerordentlichen Strapazen erlagen, konnten nicht theilnehmen an dem Ruhme und der Freude ihrer Kameraden. Ihre Anverwandten konnten nur mit Thränen in den Augen den Siegesjubel und die Feier des Friedens begrüßen, und wir können den Gefallenen höchstens ein ehrendes Denkmal setzen und müssen es Gott überlassen ihnen ihre Treue und Hingebung zu lohnen. Sollte ein Aufruf zur Beisteuer ergehen, so hoffen wir, daß die Bewohner des hiesigen Kirchspiels mit Freuden geben werden und Keiner sich ausschließt, daß für hiesigen Friedhof eine schöne Zierde geschaffen werde, den gefallenen Soldaten zum ehrenden Andenken, dennoch lebenden Kriegern als ein Erinnerungszeichen wie dankbar das Volk ihre Thaten anerkennt, den Anverwandten aber eine Stätte der Andacht. Petersthal, 30. Juni. Die Kaiserin von Rußland weilt mit der Großfürstin Marie und mit den beiden Großfürsten Sergius und Paul seit dem 27. d. M. hier. In ihrem Gefolge befinden sich die Prinzen Alexander von Hessen, der Fürst Wittgenstein und eine Anzahl zum Hofstaate gehöriger Persönlichkeiten. Die Badräumlichkeiten sind prachtvoll hergerichtet worden und soll sich die Kaiserin sehr zufrieden darüber geäußert haben, wie ihr überhaupt der Aufenthalt in Peiersthal recht gut gefalle. Gestern hatten wir das Kirchenpatroziniumsfest, bei welcher Feier die hiesige Bürgerwehr in ihrem Nationalkostüme mitwirkte. Dieselbe hatte am Nachmittage die Ehre, unter ziemlich großem Menschenzudrange vor der Kaiserin und den hohen Herrschaften zu paradiren, und wurde ihr die höchste Anerkennung ausgesprochen. Das leutselige und herablassende Auftreten der Kaiserin gefällt sehr. Ihre Kaiserliche Hoheit die Prinzessin Wilhelm hat gestern der kaiserlichen Familie Besuch abgestattet und nächsten Dienstag wird Seine Maj. der russische Kaiser hier eintreffen. Auch Fürst Bismarck soll im Monat Juli hier seinen Aufenthalt nehmen. Und so werden wir Gelegenheit haben, manche berühmte Persönlichkeiten im Laufe der Badzeit hier zu sehen. Was bezüglich der Absperrung der Badquellen, der Bäder rc. nach außen gedrungen ist, beruht auf Unrichtigkeit. Jedermann hat wie immerzu den Quellen zu jeder Zeit freien Zutritt, und eine genügende Anzahl Bäder stehen dem Publikum stets offen. Auch sind noch immer Wohnungen in Gast- und Privathäusern zu finden. — Nach dem Münchner „Volksboten" hat kürzlich die Verehelichung eines Unterzeichners der Museumsadresse in Babenhausen stattgefunden, und zwar blos unter passiver Assistenz des Pfarrers, vor dem die Brautleute in Gegenwart zweier Zeugen erklärte«, daß sie sich ehelichen. Zur kirchlichen Trauung verstand sich der Pfarrer nicht. 623 Amtliche Verkündigungen. Die Gewährung vo« Beihilfe für die aus Frankreich ausgewiesenen Deutsche» hetr. Durch das Reichsgesetz vom 14. Juni d. I. ist zur Gewährung von Beihilfe an die aus Frankreich ausgewiesene» Deutschen außer der für diesen Zweck in Frankreich erhobenen Contribution eine Summe von zwei Millionen Thaler bestimmt. Nach Beschluß des Bundesraths vom 23. d. M. werden diese Mittel unter die einzelnen Deutschen Regierungen mach dem Verhältniß der Kopszahl der jedem einzelnen Staate angehörigen Ausgewiesenen zur Gesammtzahl aller Ausgewiesenen verthcilt. Es ergeht daher an diejenigen Badener, welche ihre Entschädigungsansprüche noch bei keiner inländischen Behörde angemeldet haben, die Aufforderung, diese Ansprüche bei Vermeidung des Verlustes bis längstens den 15. Juli bei einem Großh. Bezirksamt schriftlich oder mündlich, oder bei der Unterzeichneten Stelle schriftlich zu begründen und dabei insbesondere die mitausgewiesenen Familienglieder einzeln zu bezeichnen. Zugleich werden diejenigen Badener, welche ihre Ansprüche zwar schon bei einer inländischen Behörde angeweldet, aber die Angabe der mitausgewiesenen Familienglieder unterlassen haben, aufgefordert, ihre frühere Anmeldung durch Bezeichnung der einzelnen Familienglieder bis zum 15. Juli bei Vermeidung der ihnen durch die Unterlassung zugehende» Nachtheile bei einem Bezirksamt oder der Unterzeichneten Stelle zu ergänzen. Karlsruhe, den 30. Juni 1871. Großherzogliches Ministerium der Innern. Jolly. vät.Blattner. Die schriftlichen Anmeldungen müssen enthalten: Vor- und Zunamen des Ausgewiesenen (nebst Namen der Fa- milienglieder) — Heimathsort — Wohnort in Frankreich — kurze Angabe der Beschädigung — Werth der Beschädigung — Beweismittel. Dies bringen wir hiemit zur öffentlichen Kenntniß. Offenburg, den 3. Juli 1871. Großherzogliches Bezirksamt. Fri ed eri ch. Die Rinderpest betreffend. Offenburg. Nro. 6892. Durch Erlaß Großh. Ministeriums des Innern vom 1. d. M. Nro. 9360 wurde mit Rücksicht auf die zunehmende Verbreitung der Rinderpest in der Umgegend von Straßburg angeordnet, daß die Maßregeln der Ziff. XIII. der Instruction vom 22. Mai 1867 zur Verordnung von jenem Tage (C.-V.-BI. Nro. X.) für die Gemeinden des Amtsbezirks Offenburg westlich der Schütter, also für Marlen, Alkenheim und Müllen, wieder in Wirksamkeit zu treten haben. Wir machen dies mit dem Anfügen bekannt, daß jene Maßregeln bereits in Vollzug gesetzt sind. Das Abhalten von Viehmärkten in den Ortschaften des Amtsbezirks ist bei Vermeidung der in § 30 des P.-St.-Ges. angedrohten Strafen bis auf Weiteres verboten. Offenburg, den 3. Juli 1871. Großherzogliches Bezirksamt. ■Friederich. Bekanntmachungen. Bekanntmachung Nro. 3606. Mit Erlaß Großh. Justizministeriums vom 5. Juni d. I. Nro. 4610 wurde Gendarm Wilhelm Anna zum Gerichtsvollzieher in Gengenbach ernannt und wird derselbe seinen Dienst am 7. d. M. antreten. Gengenbach, den 1.. Juli 1871. Gr. Amtsgericht. Neumann. _ 2217. Offenburg. Nro. 8277. Die Wittwe des Heinrich Münchenbach, Louise geb. Heitzmann von Ortenberg, hat nach Verzicht des nächsten Erben um Einweisung in Besitz und Gewähr der Verlassenschaft ihres verstorbenen Ehemanns gebeten. Dies wird gemäß L.R.S. 770 bekannt gemacht. Offenburg, den 19. Juni 1871. Großh. Amtsgericht. __ Junghanns. 2145.3,2. O ff enburg. Nro. 8783. Die Wittwe des Landwirths Andreas Hug von Urloffen, Viktoria geborene Fischer, hat um Einweisung in Besitz und Gewähr des Nachlaffes ihres verstorbenen Ehemannes gebeten. Diesem Gesuche wird stattgegeben werden, wenn binnen 4 Wochen keine Einsprache dagegen erhoben wird. Offenburg, den 23. Juni 1871. Großh. Amtsgericht. Ried. 2146.3.3. Aufforderung. . 2098.2.2. Zur Fortführung des Güterver- zeuhniffes und Ergänzung der Grundstückspläne ,n der Gemarkung Urloffen wird hiemit Tag- sahrt auf Mittwoch den 12. Juli, das dortige Ralhhaus anberaumt. Dle Grundeigenthümer dieser Gemarkung werden h>evon m Kenntniß gesetzt und aufgefordert, über dre seit 1. April 1870 vorgekommenen Veränderungen Handrisse und Meßurkunden noch vor der Tagfahrt an den Gemeinderath in Urloffen abzugeben, indem solche sonst auf Kosten der betr. Grundeigenthümer beigeschafft werden. Offenburg, den 23. Juni 1871. Der Bezirksgeometer: _ Seusert. Aufforderung. 2099.2.2. Zur Fortführung des Lagerbuches und Ergänzung der Grundstückspläne in der Gemarkung Schutterwald wird hiemit Tagfahrt auf Donnerstag den 13. Juli, Morgens 8 Uhr, auf das dortige Rathhaus anberaumt. Die Grundeigenthümer dieser Gemarkung werden hievon in Kenntniß gesetzt und aufgefordert, über die seit 1. Juli 1870 vorgekommenen Veränderungen Handrisse und Meßurkunden noch vor der Tagfahrt an den Gemeinderath in Schutterwald abzugeben, indem solche sonst auf Kosten der betr. Grundeigenthümer beigeschafft werden. Offenburg, den 23. Juni 1871. Der Bezirksgeometer: _ Seufert. Offenburq. Hansverfteigerrrng. 2216.2.1. Der hiesige Bürger und Gürtler Otto Rintersknecht läßt wegen Geschäftsveränderung und Wegzugs am Samstag den 15. d. M., Vorm. 11 Uhr, im hiesigen Rathhause gegen terminweise Zahlung zu Eigenthum versteigern: Ein zweistöckiges Wohnhaus mit Balkenkeller, Stallanbau, Schweinstallung und allen übrigen liegenschaftlichen Zugehörden dieser Realitäten in der Steinstraße dahier, Haus-Nro. 247, Grdst.-Nro. 425/2, im Maßgchalte von 18,8 Ruthen Hofraithe, neben Simon Anselment und Dominik Slaudinger von hier. Dieses Haus, auf der Sommerseite und in einer frequenten Straße hiesiger Stadt, bereits n deren Mitte, gelegen, eignet sich vermöge einer Räumlichkeiten und guten Lage zu jcg- ichem Geschäftsbetriebe. Die Steigerungs-Liebhaber werden hiezu mit dem Bemerken eingeladen, daß in Abwesenheit des Eigenthümers deffen Vater, Bureaudiener Josef Rintersknecht von hier, inzwischen etwa gewünscht werdende Auskunft ertheilt. Offenburg, den 3. Juli 1871. Rathsschreiberei: _ Gütle. __ Steigerungs-Ankündigung 2073.2.2. In Folge richterlicher Verfügung werden dem Mathias Braun von Zell am Montag den 10. Juli 1871 in der Laube in Zell versteigert: Grdst.-Nro. 1058: 47,6 Reben im Rosberg, neben Johann Rendler und Felix Dieser, taxirt zu. 150 fl. Grdst.-Nro. 2405/2: 47.2 Reben im Lotterstgrund, neben Johann Rendler und Christian Humpert, tax. zu 120 fl. Grdst.-Nro. 2529: 264.2 Haus- und Hofraithe, nebst Ackerland und Weinberg, Wiesen, mit der darauf stehenden Behausung, Scheuer und Stallung und besonders stehendem Backofen am Waldbach, einers. der Thalweg, anders. Samuel Durlacher, taxirt zu .... 750 fl. Offenburg, den 6. Juni 1871. Der Großh. Notar __ Serger. _ Offenburg. Fruchteversteigerung auf dem Halm. 2225.3.1. Dienstag den 11. ds., Vormittags 10 Uhr, versteigere ich in meiner Wirtschaft das Erträgniß von 3 Viertel Gerste beim Bahnhof, 3 Viertel Warzen hinterm Bahnhof, 1 Viertel Gerste im Blöchle, 2 Viertel Korn bei der Ziegelhütte mit Borgfrist bis Martini. _ Ed Nerlinger Bekanntmachung. 2219. Ein sehr gut erhaltenes älteres Cla- vier ist um sehr billigen Preis wegen Umzug zu verkaufen. Preis und Adresse sind bei der Exped. d. B l. zu erfragen. _ _ Offen bürg. 2222.2.1. Jb. Burg Wwe. in der Kinzigvorstadt hat 2 Zimmer und Küche nebst Zugehörde oder auch nur ein möblirtes Zimmer au einen ledigen Herrn zu vermielhen. 624 SC3s* Hiemit die ergebenste Anzeige, daß während der Reparatur meines Ladens der Verkauf im 2ten Stock meines Hauses fortgesetzt wird. 2--4 Zoh. Tonoli in Offenburg. |)fltciit-inttcrfi1)nfiöinal'd)inni ( Kuvbel-Futtevschneidmafchinen. 1024.3-8. Letztere mit neuen Verbesserungen. Jährlicher Absatz nahezu 4000 Exemplare, wodurch billigste Preise ermöglicht sind und Garantie für beste Construction gegeben ist. Heinrich Lanz in Mannheim« Alle Postanstalten nehmen Besteilangen an auf das demnächst beginnende Vierteljahr des in Strassburg erscheinenden Niederrheinischen Kurier (Courrier (ln Bas-Rhin) 84. Jahrgang. größte und verbreitetste Zeitung in Etsaß-Lottzringen. Erscheint wöchentlich 12 mal in deutscher und französischer Sprache. Die Morgen- Ausgabe hat vom 1. Juli an den doppelten Umfang wie seither. Der „Kurier“ wird von den Bewohnern von Elass-Lothringen zur Besprechung der Landesangelegenheiten, die noch lange Zeit von grösstem Interesse sein werden, fast ausschliesslich benutzt. Regelmässige Berichte aus allen Landestheilen geben dem Blatt eine hervorragende Bedeutung. Der „N i e d e r r h e i n i s c h e Kurier“ ist das einzige Organ, welches Inserate in ganz Elsass-Lothringen in ausgiebigster Weise zur Kenntniss des Publikums bringt. Von der Pariser und überhaupt der französischen Industrie stark benützt, dürfte es unter den gegenwärtigen Verhältnissen den deutschen Produzenten ein Leichtes sein, durch fleissiges Inseriren ihren Waaren Eingang und dauernden Absatz zu sichern. Als beste Empfehlung wird die Mittheilung dienen, dass die durchschnittliche Auflage der letzten Jahre bereits überschritten wird und die Annoncen sich verdreifacht haben. Probenummern werden von allen Postanstalten geliefert. 1 - Preis der Inserate 3 0 C e n t. die Zeile. Bei Annoncen-Abonnements entsprechender Rabatt. Geschäfts-Empfehlung. 2218. Unterzeichneter empfiehlt sich einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum in allen in die Zimmermalerei gehörenden Arbeiten, ferner im Lackieren von Wagen, Möbeln und Blech, sowie im Bemalen aller Arten Schriften und verschiedene Hölzer, als Eichen-, Ahorn-, Nußbaum-, Magahoni-, Palisander- und Kirschbaumholz. Gute und billige Arbeit wird zugeflchert. Zell a.H., den 2. Juli 1871. L. List, Zimmermaler und Lackier. Geschäfts-Eröffnung und Empfehlung. 2285.2.2. Der Unterzeichnete zeigt hiermit einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum ergebenst an, daß er sich als Schreiner hier niedergelassen hat. Indem derselbe schöne, solide und billige Arbeit und schnelle Bedienung zustchert, sieht er zahlreichem Zuspruche entgegen. Offenburg, den 30. Juni 1871. Carl Wilhelm Friederich, Schreinermeister, Dorfgasse. Wohnungen z« vermiethen. 22282.1. Mehrere kleine Wohnungen, nebst Zugehör sind sogleich im Hintergebäude der früheren Glasfabrik hier zu vermiethen. O s f e n b u r g. 2221. 2.1. Glasmacher Maier hat 2 Mansardenzimmer und Küche auf den 29. Septbr. zu vermiethen. Für Lazarethe und Spitäler ist Loeflund’s Malz-Extract aufs wärmste zu empfehlen. 2 bis 3 Eßlöffel voll täglich den Kranken und Verwundeten gereicht, befördert ihre Kräftigung und Wiedergenesung wesentlich. Auch Malz- Extract mit Eisen wird neuerdings nach starkem Blutverlust in den genannten Gaben mit großem Erfolg angewendet. Diese Extracte sind aus den meisten Apotheken sowie direct aus der Fabrik von Ed. Loeflund in Stuttgart zu beziehen. Lazarethe und Hospitäler genießen Vorzugspreise. 3542.21.Z. Weinanerbieten. 2190.3.3. Reingehaltene Kaiserstühler Weine zu 12, 15 u. 18 kr. ver Maas und höher sind täglich in bester Qualität von 15 Maas an zu haben bei F. Frank in Lahr. Chinabitter von C. Stigler in Offenbnrg. 1197. Z. 11. Als vorzüglich bewährtes Hausmittel gegen Erkältungen, Blähungen, Anfstosten, Magens äure,Stuhlzwang rc. vorräthig in % und y 8 Flaschen bringen in empfehlende Erinnerung: A. Reiff, Ferd. Hölzli» jr., in Qffenburg. N.B. Allen Biertrinkern aufs angelegentlichste zu empfehlen. O f f e n b u r g. 2229.2.1. Wegen Geschäftsveränderung verkaufe ich gut geräucherte» Winterspeck,, bei Abnahme von wenigstens 10 Md. zu billigstem Preise. _ Louis Schmidt 2226.2.1. ES wird gegen gute Bezahlung zu kaufen gesucht: Eine Hobelbank und ein Drehstuhl für einen Wagner, sowie zwei bis drei in gutem Zustande befindliche mittlere Rad- bohrer. Näheres bei der Exped. d. Bl. Ingwer-Pastillen (gebackener Ingwer) 980.8.8. Den gebackenen Ingwer, das beste und erfolgreichst wirkende Mittel gegen die vielen Beschwerden des Magens aus Haus und Familie zu verdrängen, ist keinem Fabrikat der Neuzeit, trotz allen Anpreisungen, und Benennungen gelungen. Zahlreiche Zeugniffe.und täglich sich mehrende Aufträge sprechen für den Vorzug dieser Pastillen. Um Täuschungen zu entgehen, bittet man genau auf die Fabrikmarke zu achten und sind diese ächten Ingwer-Pastillen in eleganten Schachteln ä 12 kr. nur in den errichteten Niederlagen, den meisten Apotheken und Ma- terialwaaren - Handlungen Deutschlands, der Schweiz, sowie im Elsaß und Lothringen zu haben: In Offenburg bei Apotheker S ax, „ „ „ Franz Meier, „ Zell a. H. bei Eh. Marx, „ Haslach bei X. Gotterbarm, „ Gengenbach bei I. N. Schöndienst, „ Oberharmersbach bei Stephan Haas er, „ Oppenau bei Apotheker Junghanns, „ Renchen bei Hermann Buhl, „ Lahr bei Carl Haas. _,_ 2215.2.1. Ein Dachshund verlaufen. Gegen Belohnung abzugeben bei Wilh. Schell in Offenburg. _ Kutschergesuch. 2200.2.2. Ein gewandter, zuverlässiger Kutscher wird zu sofortigem Eintritt gesucht im Gasthof zur Post in K eh l. _ 2227.2.1. Arbeiter, einen tüchtigen zuver-- lässigen, suchen Kalliwoda & Cre _ in Ortenberg. _ Lehrlingsgesuch. 2198.3.2. Auf ein hiesiges Comptoir kann ein Lehrling mit guten Schulkenntnissen Auf- nahme finden — wo? sagt die Exped. d. Bl. ' Offenbare 2139.3.3. Ein schön möblirtes Zimmer ist im zweiten Stock Nro. 391 Langestraße, zu vermiethen. _ Offenburg. 2207.3.2. Bahnhofstraße Nr. 84 find zwei freundliche Zimmer zu vermiethen. Geld auszulerhen. 2214.2.2. Bei dem Unterzeichneten Vormund, der Joh. Nep. Jülgs Kinder von Waldulm (Amts Achern) liegen 2500 fl. Pflegschaftsgeld zu 4Vr pCt. gegen gesetzliche Versicherung zum Ausleihen bereit. Josef Doll, Weber. Feuerwehr! Am Montag de» 1«. d. M., Abends 6 Uhr, Hauptprobe, wobei sämtliche Abtheilungen (in leinener Uniform) zu erscheinen habm. Offenburg, den 4. Juli 1871. Das Commando: Für di« Redacüon verantwortlich A. Reiff.— Druck und Verlag vo« A. Reiff und Comp.