Der HrtenauerWole. Amtliches Aerkündigungsblatt für den Kreis Offenburg, sowie für die Bezirksämter und Amtsgerichte Offendur g und Gengendach. Erschaut täglich mit Suinahme Montag», und kostet vierteljährlich in Offenburg 1 st., für den Landpostb^irk 1 st. 2 kr., für die übrige« Poüberirk» 1 ff. 7 kr. TinrückungSgebühr: die gespaltene Garmond,«!« oder deren Raum 3 kr. ^ro. 174. Offenb «rg, Donnerstag den S7. Zuli 1871. Bestellungen des Ort. Boten auf die Monate August u. Sept. werden bei allen Postanstalten und Postboten angenommen. Heute vor einem Jahr! Berti«, 27. Juli. Am 26. Juli fand ein kleines Gefecht an der Brücke von Rheinheim zwischen preußischen Ulanen, Pionieren, bairischen Jägern und französischer Infanterie statt; letztere wurde zurückgeworfen und ließ einen Tobten zurück, diesseits wurden zwei Pioniere verwundet. Am 26. Juli fand durch den württembergi- schen Generalstabsoffizier Grafen Zeppelin mit drei badischen Offizieren nebst vier Dragonern eine Necognoscirung der Gegend um Hagenau statt. Der Zweck des Unternehmens wurde vollständig erreicht, jedoch stieß die Patrouille bei Niederbronn (Frankreich, Bas-Rhin, Arrond. Weißenburg) aus ein französisches Husarenregiment, von welchem sie zersprengt wurde. Bis jetzt ist nur Hauptmann Graf Zeppelin zurückgekehrt. Nach französischen Nachrichten ist von den begleitenden Offizieren einer getödtet, die beiden ander» sind zu Gefangenen gemacht. Politische Rundschau. Osfeuturg. 26. Juli. Aus München immer noch Einzelheiten über das leutselige Wesen des Kronprinzen; so soll er, als ihn beim Vorüberfahren vor einem Bierhans Bauern erkannten und begeistert zuriefen, angehalten und mit ihnen aus einem Kruge Gesundheit getrunken haben; in einer Schwimmschule ließ er sich Badhosen geben und tummelte stch mit den andern Anwesenden herum, die Badhosen werden jetzt hoch in Ehren gehalten. — Die Bedeutung des Ein- gehenlassenS der kath. Abtheilung im preuß. Cultusministerium wird mehr und mehr bekannt; sie bestand nur aus drei Räthen, die aber der Richtung des kath. Centrums angehörten und deßhalb die Jnteresien des Staates gegenüber den Neugläubigen nicht wohl zu wahren vermochten. — In Frankreich war jüngst großer Lärm, daß die Deutschen nicht sogleich, bevor noch die erste überlieferte halbe Milliarde in Münzen und Scheinen nachgezählt war, die bedungenen drei Departemente räumten, was dann auf Befehl des Kaisers doch geschah. — „Temps" hat eine interessante Ansicht des bekannten Oberst Stoffel bezüglich der sranz. Heercsneubildung veröffentlicht. Der Mann, schon berühmt durch seine in den Tuilerien unerbrochen ausgefundenen Papiere über das preußisch-deutsche und französische Militärwesen, meint ganz kurz, so lange die ganze sranz. Nation nicht anders gezogen sei, werde es mit der neuen Militärzucht nicht viel sein. — Die römische Frage ist endlich in Versailles zur Verhandlung gekommen; die Worte Thiers' dürften kurz so zu deuten sein, daß Frankreich auch unter seiner gegenwärtigen Regierung die weltliche Herrschaft des Papstes gern gehalten hätte, aber eben — nicht könne. Die italienische und deutsche Einheit macht ihm immer noch viel Schmerzen und uns um so mehr Vergnügen.— Der Kaiser von Rußland hat auch den Kronprinzen von Sachsen zum russischen Feldmarschall ernannt und muß an den deutschen Feld- marschällen ein ganz besonderes Vergnügen haben; manche Leute glauben, das geschehe, weil er die staatliche Ordnung des neu gefestigten Deutschlands besonders hoch schätze. — In Bangkok in Hinterindie« ist die Ankündigung der Thronbesteigung des deutschen Kaisers bei beiden Königen sehr feierlich gehalten worden. — Dem Fürsten Bismarck wollen die vielen Schmarotzer mit ihren zudringlichen Briefen auch auf seinem Landsitze Varzin keine Ruhe laffen, so daß er gar keine Privatschreiben mehr annehmen will, ausser von guten Freunden und Bekannten. — Marschall Bazaine^ sonst für so reich gehalten, besonders durch seine Frau, eine Mexikanerin, soll Thiers um den ihm zustehenden Halbsold gebeten und ihn auch erhalten haben; Leboeuf soll nichts kriegen! — Karlsruhe, 25. Juli. (Warte.) Wie von mehren Seiten verlautet, ist unser bisheriger Gesandter in München, Geheimerath Dr. v. M o h l, zum Vorstand der Oberrechnungskammer ernannt worden. (B.Ldz.) Mönche«, 21. Juli. Den Ultramontanen mögen die Augen doch bedenklich aufgegangen sein, wenn sie den Zudrang und die Haltung des altbairischen Landvolkes an den letzten Tagen sahen. Der Augenschein hat jene Zeugen widerlegt, die bisher behaupten wollten, daß die Stimmung des Landvolkes gegen die nationale Entwickelung gerichtet sei, und Diejenigen, die so manches schöne Stück Baierland als ihre Domäne betrachtet haben, werden sich daran gewöhnen müssen, daß von jetzt ab vernünftigere Ideen dort gebieten. Für die Klerikalen war dieser Tag des Triumphs ein Tag der Niederlage, und hoffentlich wird auch die Regierung in ihren nächsten Maßregeln an diese Thatsache anknüpsen, die so offenkundig hervortrat. DaS Volk ist, wie ein Leitartikel der Allg. Ztg. vom 17. Juni ausspricht, „in Thaten mächtig geworden, und es fordert Thate.r von Denen, die es leiten". Und wenn es auch nicht Thaten sind, so soll es doch zum wenigsten eine Thätigkeit sein, zu der es an Stoff leider nicht gebricht; den» die Umtriebe der Klerikalen sind an der Grenze des Möglichen angekommen. Man erwartet einen Streich gegen dieselben mit jedem Tage entschiedener. (B.Ldz.) — Von der französischen Kriegskostenentschädigung sind bereits 1 Million Thaler in Silber, 1 Million Thaler in Banknoten und eine bedeutende Summe in Wechseln in München angekommen. Baargeld und Banknoten wurden der Zentralstaatskafle dahier die Wechsel der königl. Bank in Nürnberg ül rgeben. — Die freiwillige Feuerwehr Münchens hat vor einigen Tagen durch Beschluß der Generalversammlung in Folge händelsüchtiger Bestrebungen von Sozialdemokraten diese letzteren aus ihrem Korps auszuschließen stch veranlaßt gesehen. — Se. Maj. der König von Baiern hat dem Kronprinzen des deutschen Reichs vor dessen Abreise von München das 1. bairische Ulanmre- giment verliehen. (A. Z.) München, 22. Juli. (A. Z.) Der bisherige badische Gesandte am Münchener Hose, Robert v. Mohl, ist von seinem Posten abberufm und mit einer einstußreichen Verwaltungsstelle in Karlsruhe betraut worden. Der Gesandtschasts- Miffionsreifen und Forschungen in Süd-Afrika von Dr. David Lioingstone. (Fortsetzung.) Arzt: Aber es ist uns in den Worten unsers Erichers deutlich gesagt, daß wir von Gott nur dann Erhörnng erwarten können, wenn wir in seinem Kamen allein beten, und nicht mittelst Arzneien. Regendoctor: Allerdings! Aber Gott hat es unS anders gelehrt. Er schuf die schwarzen Menschen und liebte uns nicht so wie die weißen Men- (^"-^.Euch schuf er schön und schentte Euch Klci- JS' ^wehre. Schießpulver, Pferde, Wagen, und am.. , an “ c J c Dinge, von denen wir nichts wissen, dagegen hatte er kein Herz. Er gab uns Afsegai (Wurfspeer), Vieh und die rt„'5 e ® en 511 machen; und auch solche Herzen wie « 4 m«^ "^uns nickt. Wir lieben einander u7«k t:i Tttcve Stämme setzen Arzneien um un- !« 4 eI^!s 1,m den Regen zu verhindern, da- '& un 3 ev zerstreut werden und zu ihnen 1 m U °dre Macht zu vermehren. Wir S Jaubcr durch unsere Arzneien Idttu uud zerstören. Gott hat uns ein einziges unbedeutendes -tnng gegeben, wovon Ihr nichts wißt — er gab uns näinlich die Kunde gewisser Arzneien, durch welche wir Regen machen können. Wir unsrerseits schätzen diejenigen Dinge nicht gering, die Ihr besitzt, obschou wir nichts von ihnen verstehen. Wir verstehen zwar Eure Bücher nicht, aber dennoch verachten wir sie nicht. Ihr solltet daher unsere geringe Kenntniß auch nicht verachten, obsckon Ihr nichts davon wißt! Arzt: Ich verachte dasjenige, was ich nicht kenne, durchaus nicht, ich bin nur der Ansicht. Ihr seid im Jrrthum, wenn Ihr Arzneien zu haben vergebt, die auf den Regen überhaupt cinwirken können. Regendoctor: Das ist ganz die Art und Weise, wie Leute von einem Gegenstände reden, von welchem sic keine Kenntniß haben. Als wir zuerst unsere Augen öffneten, sahen wir uitfcrc Vorväter Regen machen und wir svlgen nur in ihren Fnßstapsen. Ihr, die Ihr Euch Korn von Kuruman kommen laßt, und Euren Garten bewässert, könnt vielleicht den Regen entbehren; wir bringen cs nicht so weit. Hätten wir keine» Regen, so würde das Vieh keine Weide finden, die Kühe würden keine Milch geben, unsere Kinder würden abmagern und sterben/ unsere Weiber davonlausen zu andern Stämmen, welche Regen machen und Getteide haben, und der ganze Stamm würde zerstreut werden und zu Grunde gehen; unser Feuer würde verlöschen. Arzt: Ich bin über den Werth des Regens ganz mit ttiich einverstanden; allein Ihr könnt durch Arzneien keinen Zauber auf die Wolken ausuben. Ihr wartet bis Ihr die Wolken kommen seht, dann wendet Ihr Eure Arzneien an und schreibt Euch das Verdienst zll, welches Gott allein gebührt. Regendoctor: Ich wende meine, Arzneien an und Ihr bedrent Euch der Eurigen; wir sind beide Doc- toren, und Doctoren sind keine Betrüger. Ihr gebt einem Kranken Arznei. Zuweilen beliebt es Gott» ihn mittelst Eurer Arznei zu heilen; bisweilen aber — stirbt der Kranke auch. Wenn er geheilt wird» schreibt Ihr Euch das Verdienst dessen zu, was Gott thut. Ich ihue daffelbe. Bisweilen verleiht uns Gott stiegen, bisweilen aber.auch nicht. Wenn er ihn uns gibt, so legen wir dem Zauber das Verdienst bei. Wenn Euch ein Kranker stirbt, io gebt Ihr darum das Vertrauen in Eure Medicin nicht auf; wir thun es eben so wenig, wenn der Regen aüsbleibt. Wenn Ihr wollt, daß ich meine Arzneien ansgebe, warum behaltet Ihr die Eurigen noch bei? Arzt: Ick reiche meine Arzneien lebenden Erschöpfen im Bereiche meiner Macht und kann ihre Wirkungen wahrnehnien, auch wenn keine Heilung erfolgt; Ihr dagegen vermeßt Euch, die Wolken zu bezaubern, welche so hoch über uns sind, daß Eure Arzneien sie nie erreichen können. Die Wolken liegen gewöhnlich in der einen Richtung, und Euer Rauch geht in einer andern davon. Gott allein kann diesen Wolken gebieten. Versucht cs nur und 608 Posten in München soll nicht wieder besetzt werden. — Die Mittheilung, der Kronprinz von Deutschland habe während seines jüngsten Aufenthaltes in München dem Exkönig von Neapel im Bairischen Hof einen Besuch gemacht, ist unbegründet; der Kronprinz war zwar im Bairischen Hof, aber sein Besuch galt nicht dem Exkönig Franz, sondern dem General v. Hart- mann, der ebenfalls in dem Gasthof abgestiegen war. — Für die Vorversammlung, welche zu Heidelberg am 5. August in Betreff des auf Ende Septembers angesetzten Altkatholikenkongreffes stattfinden wird, sind vom hiesigen Aktionsausschuß die Herren Prof. Dr. I. Huber, Staatsanwalt Streng und Dr. Zirngiebel abgeordnet. Auch werden sich Stiftsprobst von Döllinger und Profeffor Cornelius dorthin begeben. Breslau, 23. Juli. Der „Schles. Z." ging aus Neu-Berun folgendes Telegramm zu: Durch Regierungsverfügung ist heute dem Priester Kaminski in Kattowitz die Nothkirche übergeben worden. Morgen findet in derselben der erste Gottesdienst statt. TönniugkU. 22. Juli. Bei der Wahl eines Abgeordneten zum Reichstage erhielt Profeffor Forchhammer in Kiel im Ganzen 2158, Th. Reincke in Altona 1067, Hasenclever 167 und Jacoby 69 Stimmen. Berlin, 23. Juli. Am Mittwoch haben hier sämmtliche Hufnagelschmiede die Arbeit eingestellt. Dieselbe» beanspruchen ca. 25 Prozent Lohnerhöhung, da der frühere Lohnsatz für einen ;uten Arbeiter ungefähr 4 Thlr. betrug. Die Tischlergesellen wollten gestern berathen, ob und wann ein Strike in Szene gesetzt werden soll. Genf. (Grenzpost.) Die hiesige Polizei hat dem Nüssen Bakunin in wirksamer Weise zu verstehen gegeben, er möge seine sogenannten demokratischen Versuche anderswo als in Genf anstelle». Prag, 23. Juli. (Pr.) In den Harrach'schen Glashütten zu Böhmisch-Brod sind bedenkliche Arbeiterunruhen ausgebrochen. Die Gendarmerie ist dahin abgerückt. Pefth. 22. Juli. Im gestrigen Ministerralh wurde die Vereinigung von Pesth und Ofen zu einer Hauptstadt beschlossen. Paris, 20. Juli. (A. Z.) Vor den Schwurgerichten in den Departements erscheinen seit kurzem mehrere Deutsche, welche hinter und neben den deutschen Truppen sich so Manches zu Schulden kommen ließen, was auf Rechnung der letzteren geschrieben wird. Geschworene und Richter üben gegen dieselben eine sonst unerhörte Strenge; so wurde ein junger Taugenichts, der eine Kuh aus dem Stalle gestohlen hatte, u zehnjähriger Zwangsarbeit verurtheilt, was eine Deportation nach Cayenne zur Folge hatte. Paris, 24. Juli. Außer 24 gewählten Bewerbern der konservativ-republikanischen Partei erlangten 23 andere derselben Richtung eine relative Mehrheit und werden wahrscheinlich bei den engeren Wahlen siegen. — In Joinville le Pont kam es vorgestern zu Reibereien zwischen wartet geduldig; Gott wird uns schon Regen geben ohne Eure Arzneien. Regendoctor: Mahala-ma-kapa-a-a! Ci ei! ich glaubte bis heute Morgen immer, die weißen Männer seren klug. Wem fiel es je ein, einen Versuch im Verhungern zu machen! Ist denn der Tod etwas Angenehmes? Arzt: Könnt Ihr bewirken, daß es an dem einen Orte regne und an dem andern nicht? Regendoctor: Ich denke gar nicht daran. Ich sehe gern das Land grün und alle Leute fröhlich; ich freue mrch, wenn die Weiber in die Hände klatschen und mrr vor Dankbarbeit ihre Zierathcn geben und vor Freuden jauchzen. Arzt: Mich dünkt, Ihr hintergeht Beide, sie und Euch selbst. Regendoctor: Run, dann sind wir ein Paar (d. h. wir find beide Schelme.) Vorstehendes ist nur ein Beispiel von der Art und Weise, wie sie räsonnircn; wenn man ihrer Sprache recht mäckttg ist, so bemerkt man deutlich, daß sie hicriii besonders scharfsinnig und spitzfindig sind. Jene Beweisgründe sind allgemein bekannt, und es gelang mir niemals auch nur ein einziges Individuum von ihrer Trüglichkeit zu überzeugen, obschon ich cs auf jede mögliche und erdenkliche Weife zu thun versuchte. Ihr Vertrauen auf Arzneien als Zauber- mittcl ist unbegrenzt. Ihre ganze Beweisführung der Bevölkerung und der deutschen Besatzung, wobei angeblich mehrere Verwundungen vorkamen. Paris, 24. Juli. (Grenzpost.) Favre erklärte, die gestrige Abstimmung, welcher zufolge die Bitteingabe der Bischöfe dem Ministerium des Acu- ßern zugewiesen worden, habe seinen Rücktritt zur Folge. Bereits wird der Herzog von Bro- glie als sein Nachfolger bezeichnet. — Napoleon hat heute England verlassen. Er geht nach Genf, wo er im Hotel Metropole absteigt. Kaiserin und Sohn begleiten ihn. In Genf bleibt er 48 Stunden, uw sofort nach Arenenberg zu reisen, wo alles zu seinem Empfange bereit ist. Rouher und Jerome David werde» daselbst erwartet. Fleury, Perstgny und die Familie Con- neau sollen ihren beständigen Aufenthalt bei dem Kaiser nehmen. Telegraphische Nachrichten. München, 25. Juli. Staatsrath Daxenberger wurde mit der provisorischen Leitung des Ministeriums des Auswärtigen und des Königlichen Hauses beauftragt. Der Redakteur des „Volksboten" ist wegen Amtsehrenbeleidigung des Polizeidirektors und des Justizministers vom oberbairischen Schwurgericht zu einmonatlicher Gefängnißstrafe verur- theilt worden. Berlin, 24. Juli. Der Reichsanzeiger veröffentlicht einen Brief des Kultusministers an den Bischof von Ermeland, als Antwort auf dessen Schreiben vom 29. Juni. Der Minister betont, die Staatsregieruug werde sich streng innerhalb der Grenzen des Rechtes halten. Dies sei auch im Betreff Wollmann's geschehen, die über denselben verfügten Kirchenstrafen enthielten keinen selbständigen Grund für, ein disziplinarisches Einschreiten Seitens des Staates. Die Exkommunikation Wollmann's ändere hieran nichts, da gemäß den Bestimmungen des Landrechts derselbe nach wie vor der Exkommunikation für den Staat Mitglied der katholischen Kirche sei. Die Gerechtigkeit fordere, Möllmann nicht schutzlos zu lasten, und den Frieden zu halten liege nicht in der Hand des Staates allein. Wien, 24. Juli. Hiesige Blätter verzeichnen das Gerücht, daß sich der Handelsminister mit dem Projekte beschäftige, Wien zur reichsunmittelbaren Stadt zu erheben. — Der Kaiser ist gestern nach Ischl abgereist. Paris, 24. Juli. Man versichert, daß Jules Favre in Folge des Kammerbeschluffes, welcher die Bittschriften der Bischöfe an den Minister des Aeußern verweist, darauf beharre sein Amt niederzulegen. Marseille, 22. Juli. Hier sind vom Kriegsgericht Gefängnißstrasen von 20, 10, 6, 5, 2 u. 1 Jahren in 9 Fällen und die Schuldlostgkeits- erklärung einer Frau ausgesprochen worden. London, 24. Juli. Der Kronprinz des deutschen Reiches ist in Osborne eingetroffen. — Der Times zufolge sind in Scutari unbedeutende Unruhen ausgebrochen. zielt dahin, den Eindruck hervorzubringen, daß dem Gegner an dem Regen gar nichts gelten sei; und es ist durchaus nicht ratbsam, den Gedanken auf- kommen zu lassen, man nehme kein aufrichtiges und warmes Interesse an ihrer Wohlfahrt. Ern heftiger Widersacher des Regenmachens in einem Stamme würde ungefähr auf dieselbe Weise angesehen werden, wie einige griechische Kaufleute in England während des russischen Krieges. (Fortsetzung folgt.) «äthsel. Ich komme mit Scham, Ich gehe, kommt Gram, Ich komme mit Freud', Ich gehe, kommt Neid. So lang' ich mag stehn, Lust, Leben, wie schön! Wenn ganz ich vergeh', Glück, Jugend, ade! Auslösung des Nathfel» in Uro. 172: L i ch t p u tz e. ^ Ber«ychte Nachrichten. ^ Wo soll das Denkmal für den Obersten Tulla am Rhein aufgestellt werden? Der Oberst Tulla, erster Direktor des Waffer-und Straßenbaues in Baden, hat sich durch den gemäken Entwurf zur Rektifikation des wilden Rheinstromes einen ruhmvollen, unsterblichen Namen erworben, und sein Andenken lebt auch noch besonders in dem Amtsbezirks Offenbnrg, indem im Jahr 1814 unter seiner Leitung die Brücke über den Rhein zwischen Altenheim und Marlen zum Uebergang der verbündeten Truppen gegen Frankreich ausgeführt wurde. Nach der Karlsruher Ztg. Nr. 179 vom 21. d. M. sind von verschiedenen Seiten Wünsche über den Ort aufgetaucht, wo ein Denkmal für diesen verdienstvollen Mann aufgestellt werden soll. Es werden deßhalb die Rheingemeinden und die Privaten, welche sich mit Beiträgen für dieses Denkmal bekheiligt haben, veranlaßt sich über den Ort und die Stelle, wohin das Denkmal nach ihrer Ansicht kommen sollte, zu erklären. — — Baden, 21. Ein Unbekannter hat aus Karlsbad dem Bürgermeister Hrn. Gaus 14 Friedrichsd'or (140 fl.) mit der Bestimmung zugeschickt, diesen Betrag zur Unterstützung durch Verwundung arbeitsunfähig gewoldener Badener zu verwenden. Das Schreiben ist unterzeichnet: „Ein dankbares Herz für empfangene Wohlthaten während desWinters1870/71 inBaden. — Degerfelden, 2l. Juli. (Oberrh K.) Heute Nachmittag wurde der hiesige Lehrer Lauer wegen Verführung eines ihm zur Lehre anvertrauten 10 Jahre alten Mädchens durch die beiden Gendarmen in Wiehlen, welche die abscheuliche That, die derselbe schon längere Zeit hindurch verübte, heute entdeckt haben, verhaftet und nach Lörrach ins Amtsgefängniß transportirt. — N e w y o r k, 23. Juli. Zu Washington flog im Arsenal ein Pulvermagazin in die Luft. Der Schaden beträgt eine Million. Menschen- vrrlust ist nicht zu beklagen. Unsere Voraussage hinsichtlich des künstlerischen Werthes der von dem Bankgeschäft Paul Alto ater in Frankfurt am Main, versandten Prämien-Bilder hat sich glänzend bewährt. „Christus erscheint der Magdalena als Gärtner" ist mit das Beste, was bisher in dieser Art auf religiösem Gebiet geleistet wurde; «Die Bewerbung" ist höchst ansprechend, in dem Kampf, den hier die Liebe mit dem Reichtham führt; aber „Nach der Schlacht bei Wörth" ist sicher das Reizendste, was bis jetztin bildlichen Schilderungen von Episoden aus dem jüngsten Krieg geliefert wurde. „Die Schlacht bei Sedan" und „Der Sieg über die Bourbakische Armee bei Belfort" sind unfehlbar in Schlachtenbildern das Beste was wir bisher gesehen. Man merkt den Bildern sofort an, daß sie von einem Schlachtmaler ao Ort und Stelle anfgenommen sind, da solche nicht so naturgetreu und humoristisch ausgefallen wären. Wir verweisen auf die jene 5 Bilder betreffende heutige Annonce. 2400. v. R. Am Grabe der Lliss Rehm. Der trauenden Mutter gewidmet. „Wie Blumen sproßt der Mensch empor und schwindet", So steh'ts im Buch der Weisheit uns geschrieben — Bestätigung der Wahrheit hier Ihr findet Am frühen Grab des Kind's — des theuern, lieben! So holde Frühlingsblumen sich erschließen. Wir freuen uns des süßen Duftes wegen; Es sehnt das Aug den Anblick zu genießen — Ein einz'ger Frost — und fort ist aller Segen! Das hast auch Du, o Mutter, nun empfunden, Wie schmerzlich mag Dein armes Herze schlagen O, könnte eS durch Mitleid doch gesunden! Wer sollt' ,olch Mißgeschick nicht milbeklagen? Allvater hat das Kind versetzt zum Glücke Das tröste Dich und es wird auferstehen — Ist doch der Tod die schaurlich-dunkle Brücke Zum frohen, heitern HimmcISiviedersehen! 699 Amtliche Verkündigungen. Karlsruhe. In Folge eines von dem Reichskanzleramte hierher mitgetheilten Berichtes des Kaiserlichen Geschäftsträgers zu Paris ergeht folgende ^ ... Veroffentlrchung: Nach dem französischen Gesetz vom 21. April d. I. (Loi sur les loyers) sind in jedem Arrondissement Schiedsgerichte unter dem Vorsitze des Friedensrichters eingesetzt, welche über die Frage wegen Zahlung des Miethzinses zu entscheiden haben. Es wird dabei zwischen Miethen bis ... «fr) Frcs. jährlich und Miethen über 600 Frcs. jährlich unterschieden. ® Bei Miethen über 600 Frcs. jährlich muß der Miether bis zum 1. Juli d. I. bei dem Friedensrichter seine Absicht erklären, von der Wohlthat des Gesetzes Gebrauch machen zu wollen. Alsdann kann das Schiedsgericht für die 3 Termine vom October 1870, 1. Januar und 1. April 1871 eilten Erlaß oder einen Aufschub bewilligen. Gewöhnliche Privatleute erhalten einen Erlaß nur, wenn sie ganz oder theilweise des Gebrauchs der Wohnung materiell (d. h. wohl durch einen in der Sache, nicht in ihrer Person sich ereignenden Zufall) entsetzt worden sind, Handel- und Ge- aterbtreibende schon bei einer in Folge der Belagerung eingetretenen Beeinträchtigung ihres Geschäftsbetriebs. Bei Miethen bis zu 600 Frcs. jährlich wird dem Vermiether einer der drei rückständigen Termine von der Stadt bezahlt, wenn er auf die beiden andern freiwillig verzichtet. Erklärt der Vermiether nicht bis zum 1. Juli d. I. ausvrücklich vor dem Schiedsrichter, daß er sich diesem Arrangement nicht unterwerfe, so wird angenommen, daß er sich dasielbe gefallen läßt. Nach Alinea 1 des Art. 10 scheint es indesien, als ob auch in diesem Falle der Miether ausdrücklich bis zum 1. Juli d. I. erklärt haben muß. auf die Wohlthat des Gesetzes Anspruch machen zu wollen, widrigenfalls er gehalten ist, sämtliche Termine zu bezahlen. Hat der Vermiether die Erklärung abgegeben, daß er sich dem gedachten Arrangement nicht unterwerfen wolle, so tritt der Spruch des Schiedsgerichts ein. Die Großh. Bezirksämter werden aufgefordert, diese Bekanntmachung zur Kenntniß der in ihrem Bezirk sich aufhaltenden, aus Frankreich ausgewiesenen badischen Staatsangehörigen zu bringen. Karlsruhe, den 17. Juli 1871. Großh. Ministerium des Innern. A. A. d. M. L. Cron. Bekanntmachungen. Freie Lehrereonfereuz Offenburg Donnerstag den 27. Juli d. I.. Nachm. 2 Uhr, im Schulhause zu Appenweier. Tagesordnung: Gesang; das Weitere bekannt. Zu zahlreicher Theilnahme ladet die Herren Col- legen freundlich ein: Offenburg, den 14. Juli 1871. Der Vorsitzende. Güterverpachtung. 2469. Vormünder Andreas Jockerst läßt den minderjährigen Kindern Rosalia, Walburga und Marianna Eggs am Donnerstag den 10. August, Nachm. 1 Uhr, auf dem Rathhaus in Bühl nachstehende Liegenschaften auf weitere 6 Jahre in Pacht versteigern: 290 Ruthen Matten in der Steckecht, Gemarkung Greisheim, neben Lorenz Dierli und Johann Armbruster; 238 Ruthen Acker in der Spieri, Gemarkung Bohlsbach, neben Lorenz Dierli und Josef Schneider; 178% 0 Ruthen Acker im Bühlerfeld, neben Marx Wacker und Andreas Jockerst; 154%,, Ruthen Acker in der Weierbühnd, Gemarkung Bohlsbach, neben Wendelin Wacker und Barbara Eggs; 197% o Ruthen Matten im Schwabweg, Gemarkung Bohlsbach, neben Jos. Weißkopf und Anstößer; 219% 0 Ruthen Acker in der Spieri, Gemarkung Bohlsbach, neben Bartholomä Jockerst und Lorenz Dierli; 251%, Ruthen Acker im Kleinfeld, Gemarkung Bohlsbach, neben Josef Bahr und Barbara Eggs; 222%, Ruthen Acker in der Spieri, Gemarkung Bohlsbach, neben Karl Bahr und Max Knapp; 244 Ruthen Matten im Freienwinkel, Gemarkung Bohlsbach, neben Theodor Lienert und Aufstößer; 149%, Ruthen Hofplatz und Baumgarten im Dorf Bohlsbach, neben Karl Bahr und Mathias Siebert. Offenburg. 2. Die Fahrnißversteigerung in, neuen Pfalz dahier wird am Samstag de« SS. d. M., Morgens 8 Uhr anfangend, fortgesetzt. gute, noch fast neue Dresch- ExM"d Bl^g ^""kaufen — wo? sagt die O ffcnl&urfl ***” (Witter mit 2 Flügeln^ ®ätÄ. ' ,0 '“ ,,n 6 °' d'-l-wi"! Gebrüder Mach in Osstnlmg empfehlen in sehr großer Auswahl: Hausmacher- und Bielefelder Leinwand, 1^—3 Ellen breit, Lederleinwand, zu Hemden und Bettwäsche sehr geeignet, zu 13 und 14 kr. per Elle, Shir- tings, Madapolame, Doppeltuch, Servietten, Handtuch- und Tischtuch-Gebild. Ganze Stücke zu Fabrikpreisen. 2482.3.1. 2478.2.1. Ich zeige hiermit an, daß ich mit dem Verkaufe meiner ungarischen Mehle und Brauergerste für den Rayon Karlsruhe-Freiburg Herrn M. Kahn in Offenburg und für den Rayon Freiburg-Basel Herrn W. Schubert in Basel beauftragt habe. Zahlungen sind direct an mich zu machen. F. W. Steine« in Straßburg im Elsaß. Offenbur g. Neue Holläuder-Häriage in Bischof's Victualienhandlung. 2484. Chinabitter von C. Stigler in Offenbnrg. 1197. Z. 14. Als vorzüglich bewährtes Hausmittel gegen Erkältungen, Blähungen, Aufstoßen,Magensäure,Stuhlzwang rc. vorräthig in % und % Flaschen dringen in empfehlende Erinnerung: A. Reiff, Ferd. Hölzlin jr., in Offenburg. N.B. Allen Biertrinkern aufs angelegentlichste zu empfehlen. Offenburg. Weiu-Berkanf. 2241. Z. 7. Wegen Aufgabe meines Patentkellers verkaufe ich reingehaltene Weine zu 15, 16, 18, 20 und 22 kr. per Maas, jedoch nicht unter 15 Maas. Bei größerer Abnahme billiger. I. Roth, Schuhmacher. Verkauf. 2481. Eine in sehr gutem Zustande erhaltene Feuerspritze auf einem Wagen mit 4 Rädern mit ca. 90 Fuß Schlauch (für eine Landgemeinde eignend) ist zu verkaufen — bei wem? sagt die Exped. d. Bl. Futterknechtgesuch. 2474.3.2. Es wird ein fleißiger zuverlässiger Futterknecht auf das Schloß Ortenberg gegen guten Lohn gesucht, und könnte sogleich ein- treten. Lehrlingsgesuch. 2485.2.1. Ein Schreinerlehrling wird unter günstigen Bedingungen sogleich gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. j Nähmaschine» in mehreren anerkannt bewährten Systemen billigst bei Gebrüder Haberer 2477.3.1. in Offenbnrg. Ziehung am 1. August. Augsburger-Pappenheimer-Loose z« fl. 8. Rückkauf nach der Ziehung zu fl. 7 mit nicht verlierbarem Einsatz für alle Ziehungen giltig und mit Gewinne von: ft S«,S«V, fl. 12,000, fl 10,000 ic. rc. bis herab zu ft. 7 , welch letzteren Preis jedes Loos im Verlauf der Ziehungen mindestens aewinnen muß, bei Gebrüder Schmitt in Nürnberg, Bank- u. Wechselgeschäft. Ausführliche Prospekte gratis, auch ohne gleichzeitige Bestellung. Mmer Dombau-Loose S« kr. Gewinne fl. 20,000, fl. 10,000 rc. rc. 2465.2.2. Emfer Pastille«, seit einer Reihe von Jahren unter Leitung der königlichen Brunnenverwaltung aus den Salzen des Emser Mineralwassers bereitet, bekannt durch ihre vorzüglichen Wirkungen gegen Hals- & Brufllriden, wie gegen Magenschwächt sind stets vorräthig in Offenburg bei Herrn Alexander Reiff. Die Pastillen werden nur in etiquettirten Schachteln versandt. König!. Brunnenverwaltung zu Bad Ems. 700 Offenburg. 2456.2.2. Donnerstag den 27. Juli 1871 im Salmensaale Conrcrt, gegeben von dem Violoncello-Virtuosen Hrn. Josef D i e m und dem Hosopernsänger Hrn. Ad. Siegmund aus Stuttgart, unter gütiger Mitwirkung des Musikdirector Hrn. Ad. Pfeiffer. Anfang Abends 8 Uhr. Eintrittskarten ü 30 kr. sind in den Buch- und Musikalienhandlungen der Herren Aftmann und Trübe, sowie Abends an der Kasse zu haben. Das Nähere besagen die Programme. i »L'SPrachwolle Bilder,^'.8° u u e SS rr u ür 8 v K 8 «> 8 ’S 5 ' 8 ff «» 8 «8 a-C HST ‘B Sa AS js tr«? N S 8 e o c jOO ?oo fco mit welchen man Theil nimmt an Prämien, bestehend 1) In Original-Oelgemälden berühmter alter Meister im Werth von fl. 12,000, fl. 1000, fl. 800, fl. «00, fl. 500, fl. 500. 2) In baarern Gelbe, eventuell fl. 100,000, fl 50,000, fl 25,000, fl. 10,000, fl 7500, fl. 6000, fl. 5000, 2mal fl. 2500, 4mal fl. 2000, fl. IOOO, welche durch Theilnahme an 14 halben Loosen der Frankfurter 161. Lotterie ohne weitere Vergütung gewonnen werden können, sind in der altrenommirten I. B. Klein's Kunsthandlung in Leipzig erschienen und werden im Auftrag derselben von dem Unterzeichnete« versandt. Die Bilder haben den reellen Werth von 1 Thaler. Eine so günstige Gelegenheit für seine Auslage den vollen Werth zu erhalten und trotzdem noch an so großartigen Prämien Theil zu nehmen, wurde noch niemals geboten. Die Sujets der Bilder sind: 1) „Christus erscheint der Magdalena als Gärtner", Photolithographischer Abdruck des berühmten Originalbildes von Gärard See- gers in Antwerpen, gemalt 1648. 2) „Die Bewerbung", Farbendruck nach dem Original von Conr. von Hartem. 3) „Nach der Schlacht bei Wörth", Farbendruck nach dem Original von Junker. 4) „Die Schlacht bei Sedan", Farbendruck nach demselben. 5) „Sieg über die Bourbakische Armee bei Belfort durch die deutschen Truppen unter General von Werder", Farbendruck nach demselben. Die Namen der alten Meister bürgen lfür den künstlerischen Werth der Bilder 1 u. 2, daher jedes Lob überflüssig erscheint. „Nach der Schlacht bei Wörth", Nr. 3, stellt den Moment dar, wie Mac Mahon mit seinen reizenden aber in fürchterlicher Angst schwebenden Damen die Flucht ergreift, im Hintergründe die deutschen Truppen, preußische, bayrische, württcmbergische Corps rc., auf das französische Lager einstürmend. Die Auffaffung des Malers ist so treffend, die Darstellung so pikant und humoristisch, dabei so geschichtlich wahr gehalten, daß dieses Bild in jedem Haus angebracht werden sollte. Die Schlachtenbilder 4 und 5 sind an Ort und Stelle von dem speciell dazu autorisirten Schlachtenmaler zur Zeit des Krieges ausgenommen. Jedes Bild ist mit einem detaillirten Plan der zu gewinnenden Prämien und mit einer Nummer versehen. Die Ziehung der Prämien erfolgt baldigst durch die Frankfurter Stadr- Lotterie. Die Bekanntmachung des Ziehungsrefultates erfolgt in vielen Blättern, außerdem muß jedem Inhaber eines P r ämi e n b i l d e s eine gedruckte Ziehungsliste auf Verlangen franco übersandt werden. Der Versandt der Bilder erfolgt gegen Zusendung deren Betrags an den Unterzeichneten, oder gegen Nachnahme. Bestellungen zu richten an: Panl Altvater, Wiederverkäufer erhalten hohen Rabatt. Bankgeschäft in Frankfurt a. M. Offenburg. 2460.2.2. Philipp Bolz hat 2 Mansardenzimmer, sogleich beziehbar, zu vermiethen. O f f e n b u r g. 2483.2.1. Eine Wohnung in der Langenstraße zu ebener Erde mit 3—4 Zimmern nebst Zu- gehörde, sowie 2 möblirte Zimmer sind sogleich oder auf Michaeli zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bl. 2480. Es hat sich ein gewisser Herr aus dem Gebirge auf dem Weg nach Bohlsbach verlaufen , welcher nach Schutterwald gehören soll und bis heute noch nicht aufgefuuden worden ist. Der redliche Finder erhält eine angemessene Belohnung. Gefunden und auf dem Polizeibnreau hier deponirt: Etwas Geld. Besondere Abdrücke der in Nro. 141 und 147 dieses Blattes beigelegten : Erläuterungen über das neue Maß «nd Gewicht sind geheftet und mit Umschlag für 6 kr. per Stück bei größerer Abnahme billiger zu haben in der Bnchdruckerei von I. Meiff *f* Cie. in Cffen&mrg. 2476 Houau, den 20. Juli. Kurz nach dem schauerlichm Hagelwetter, das auf dieser Gemarkung nicht nur sämtliche Feld» und Gartengewächse gänzlich zernichtete, sondern auch an Gebäuden ebenfalls bedeutenden Schadm anrichtete , begaben sich mehrere Bürger von hier auswärts, Tabaks- und Dickrübenpflanzen zu suchen, um ihre verwüsteten Felder wieder mit etwas anpflanzen zu können. Auf diesem Gange kamen dieselben u. a. auch nach Marlen, in der Hoffnung das Gesuchte, wenn auch nicht unentgeldlich, so doch für mäßige Bezahlung zu erhalten. Aber welche Täuschung! Für die gebotenen Pflanzen wurde ein solcher Preis gefordert, wie in der Zeit, wo dieselben in der gewöhnlichen Setzzeit ein recht gesuchter Artikel sind, und es hatte fast den Anschein, als wollte man das große Honauer Unglück für sich zum besonder« Vortheile aus- beuten. Wie ganz anders dagegen in Altenheim. Nebst unentgeldlicher Abgabe von Pflanzen wurde auch unentgeldliche Hülfe an Saatfrüchten bereitwilligst zugesagt. Wo ist hier die werkthätige Nächstenliebe? Ehre, wem Ehre gebührt! O ffenburg. 2391.3.3. Gründlichen Clavier-, Bio- lin-, Zither- und Guitarre-Unterricht ertheilt Fridolin Korneli, Kinzigvorstadt. Ein Centn er Achern. 18. Juli. ^ Achern. 25. Juli. Gengenbach 20. Juli. fl. kr. fl. kr. fl. ; kr. Waizen . . . 8 42 8 15 Kernen . . . _ _ — - j - Halbwaizen. Korn .... 5 48 c> 15 6 | 15 Fees .... 6 24 6 18 - - V ; Haber.... Ü 12 — — _ I _ Gerste.... — — — — - ) - Welschkorn . — — — — - \ - Frucht - Mittelpreife. Frankfurter CnrS dom 25. Juli Gold «nd Silber. Preußische Eassenscheine Preußische Friedrichsd'or Pistolen ..... „ doppelte . . Holländer 10 fl. Stücke Rand-Ducaren . . . „ al marco 20 Franks-Stücke . . . Englische Sovereigns Russische Imperiales . 5 Francs-Thaler . . Dollare in Gold . - . fl. . fl. . fl. . fl. . fl. . fl. . fl. fl. . fl. . fl. . fl. . fl. 1871. 45-45% 58- 59 40-42 44—46 55-57 34- 36 35- 37 20 %— 21 % 51—53 40-42 2 24%—25% Badische Staatstzapiere. Badische 5"/» Obligationen . „ 4%% do. i. Thl. . 4% do. i. Thl. . 3%% do. 42et „ 4% Pr. Thl. 100*8. „ fl. 35-Loose . . 101% 97-/. 90% 85 108 64 Abgang der Eiseilbahnziige vom 23. Juli 1871 4M. Landaufwärts: 5 N. 9 U. " 1 U. 30 4 U. «f Morqens. Nachm. 4 U. " 8 U. 18 Nachm. Abds. Landabwärts: 112U. 10 6 U. 28 Vorm. Nachm. Abds. 911." 11 11. 55 Abds. In's Kinzigthal: 5 U. 30 9 ll. 20 2 U. » 4 U. « 8 U. Morg. Nachm. Abds. -j- Schnellzug. 2 U. oU. 7 U. Morgens ss Für du iHebacnou Le llriiworriich L. *i und ä'ciiiu vS* A. Reift und 80 mp.