Der HrtemmerAote. Amtliches Uerlründigungsbtatt für den Kreis Ojfenlmrg, sowie für die Bezirksämter und Amtsgerichte Offenbur g und Gengenbach. Erscheint täglich mit SuSmchme Montags, und kostet vierteljährlich in Offenburg 1 ff., für den Landpostbqirk 1 ff. 2 !r., für die übrigen Poübezirke 1 fl. 7 kr. EinrückungSgebühr: die gespaltene Garmondzeile oder deren Raum 3 kr. Mro. 185. Offenburg, Mittwoch den 9. August 1871. Heute vor einem Jahr. (10. Augutt 1870.) Der preuß. Staatsanzeiger theilt zwei Schriftstücke mit, beide von Benebctti's eigener Hand. Der Staatssekretär von Thile theilt beide Schriftstücke den Gesandten an den neutralen Höfen durch ein Rundschreiben des Grafen Bismarck mit. In demselben ist bemerkt, daß der Ablehnung des franz. Vorschlags das Verlangen nach Luxemburg gefolgt sei, und „dem Mißlingen dieses Geschäfts" der größere, Belgien umfassende Vorschlag. Schließung des Parlauients in London. Unterzeichnung eines neuen Vertrags mit Preußen wegen Belgien. Der von Frankreich gesandte Herzog von Ca- dore verläßt Kopenhagen ohne eine Audienz beim König erhalten zu haben, und geht nach Schweden. Neues Ministerium in Paris: Cousin de Montauban Graf von Palikao. Gesetzgebender Körper. Dringliche Anträge: Alle Schuldforderuvgen vom 11. August an werden auf einen Monat vertagt. Alle bisher noch vom Dienst freien uvverheiratheten Soldaten von den Altersklassen 1858 bis 1863 werden rinberufen. Alle nicht verheiratheten Bürger von 25 bis 35 Jahren sollen in das Heer ein- treten. Die für die Familien der mobilen Na- tionalgarde bewilligten 4 Millionen werden auf 20 Millionen erhöht. Dem Heere wird der Dank des Vaterlandes gewährt, mit der Erklärung, daß es stch um das Vaterland verdient gemacht habe. — Einstimmige Annahme der Dringlichkeit all dieser Anträge. Der Konsul des Norddeutschen Bundes zu Lyon, Schlenker, wird verhaftet und die Behörden ordnen die Liquidation seines Vermögens an, obschon er zahlungsfähig ist. (Später freigegeben.) Die Festung Straßburg von deutschen Truppen umzingelt. General Beyer fordert sie (9. August) zur Uebergabe aus, jedoch wird dies zuruckgewiesen. Die deutsche Reiterei im Vormarsch. Große Vorräthe, zwei Brückenzüge, zahlreiche Eifenbahn- wagen mit Lokomotiven erbeutet. Der norddeutsche Gesandte von Arnim kehrt nach Rom zurück, wie es irrthümlich heißt, mit Zusage von Unterstützung gegen die Unternehmungen Italiens. Politische RuickschLu. Heidelberg, 7. Aug. (B.Loz.) Vorgestern und gestern fanden dahier Besprechungen einer Anzahl hervorragender Altkatholiken statt, wir nennen u. A. Professor Reinkens aus Breslau, Dr. Tangermann aus Bonn, Prosesior Knoodt und Prof. Reusch von da, Weltpriester Anton aus Wien, Reg.-Rath Keller aus Aargau, Alto- bcrrichter Krutter von Solothurn, Notar Brost von da, Professor Langer aus Münster, Pro- fesior Michelis aus Braunsberg, Professor Lutterbeck aus Gießen, Pfarrer Renftle aus Me- ring, Professor Dr. Johann Huber aus München, Dr. Zirngiebel und Fabrikant Schaumberger von dm Rektor Dillenburg aus Uerdingen, sodann Theilnehmer aus Karlsruhe, Stuttgart, Koblenz, Krefeld, aus der bair. und bad. Pfalz, selbstverständlich auch aus Heidelberg. Bei der ersten Besprechung am Samstag führte Geh. Rath Wind scheid von Heidelberg den Vorsitz. Das Protokoll führte Dr. Zirngiebel aus München. Zunächst brachte Prof. Huber Grüße von Pros. v. Döllinger und Prof. Dr. Friedrich in München. Beide sind verhindert, nach Heidelberg zu kommen. Ersterer weilt zur Zeit zu seiner Erholung in Tutzing (bair. Oberland), aber auch dort lassen ihm die vielen Besuchenden, namentlich Engländer, keine Ruhe. Döllinger ist mit der Abfassung eines Werkes beschäftigt, daS bestimmt ist, alle die gegen ihn gerichteten Angriffe mit einem Male abzufertigen, da er unmöglich auf jeden giftigen Zeitungsartikel oder jedes Pamphlet einzeln antworten kann. Sodann legt Prof. Huber einen vom Aktionskomite in München ausgearbeiteten Organisationsentwurf vor. Man beabsichtigt, auf Ende Septembers einen großen Katholikenkongreß einzuberufen u.zwar nach München, weil diese Stadt bequem gelegen ist, im Glaspalast die nöthigen Räumlichkeiten l darbietet und in ihrer Bevölkerung der Sache I I sehr zugethan ist. Diese Münchener Versammlung soll 3 Tage dauern und aus öffentlichen und berathenden Sitzungen bestehen. In der Schlußsitzung soll eine Erklärung über die Zwecke und Ziele der altkatholischen Bewegung abgefaßt und mit der Einladung zum Beitritt veröffentlicht werden. Ein Schreiben des Prof, v. Schulte aus Prag kündigt für die Münchener Versammlung einen Vortrag über die Unfehlbarkeit an, der Nachweisen wird, daß mit den Julidekreten vorigen Jahres die ganze Organisation der Kirche gebrochen worden ist. An diesen Vortrag soll sich eine Reihe anderer» theils religiösen, theils geschichtlichen Inhaltes anschließen. Auch soll es gestattet sein, Anträge einzubringen und Vorträge anzumelden, solche müssen aber 14 Tage vorher vom Ausschuß in München gesichtet und geprüft werden. Es soll Alles vermieden werden, was den Verdacht erregen könnte, als werden kirchliche Neuerungen beabsichtigt. Den berathenden Sitzungen wohnen an die Mitglieder der verschiedenen Aktionsausschüsse und die Eingeladenen. Berechtigt zu Einladungen, beziehw. zur Legitimation Eingeladener, sind die Ausschüffe von Bonn, München, Wien und der Schweiz. Theilnahme an der Münchener Versammlung ist jetzt schon gesichert aus Italien, der Schweiz, Ungarn und England. Die erwachsenen Kosten werden aus freiwilligen Beiträgen gedeckt. Für stenographische Berichterstattung und Drucklegung der Vorträge sorgt der Münchener Ausschuß. Wah- reng der Verhandlungen ist eine Erklärung von O ffe n b ur g eingekommen, wonach der dortige Altkatholikenausschuß die Theilnehmer der Heidelberger Besprechung begrüßt und die Mim» mung zu ihren Bestrebungen aüsorückk" Es wird beschlossen, diese Zuschrift zu beantworten. Gegen Ende der Berathung erschien Hofrath Dr. Friedreich, zweiter Vorsitzender des Heidelberger Altkatholikenverrins, um Namens desselben die Versammlung zu begrüßen. Damit wurde die Sitzung geschlossen. (Schluß folgt.) Straßbnrg, 5. Aug. Das Cioil-Commissariat macht bekannt, daß die Eröffnung des katholischen Lehrer-Seminars für Deutsch-Lothringen I in Metz am 4. October erfolgen wird. Die Misfionsreisen «ud Forschungen in Süd-Afrika von vr. David Livingstan«. (Fortsetzung.) Zu Majckue — wo wir eine nie verstechende Quelle fmchen Wassers in einer Sandsteinhöhle fanden — verließen wir den Weg nach den Bamanawato- Hügeln, und wandten uns nordwärts in dre Wüste. Nachdem wir unsere Zugochsen an dem Brunnen Lobotani, ungefähr nordwestlich von Bamangwato, getränkt hatten, reisten wir zunächst weiter nach Servtli, einer wirklichen Quelle in der Kalahari- Wüste. Die ganze Umgegend ist mit Gebüsch und Bäumen einer Leguminosenart mit lilafarbigen Blü- then bedeckt. Der Boden besteht aus weichem weißem Sande, der für die Ochsen sehr anstrengend ist, denn die Räder sinken bis über die Felgen ein und sind kaum vorwärts zu bringen. Zu Serotli fanden wir nur einige Löcher, denjenigen ähnlich, welche der Büffel und das Nashorn machen, wenn sie sich im Schlamme wälzen. In der Ecke eines solchen Loches entdeckten wir ein wenig Wasser, das unsere Hunde nn Nu aufgeleckt haben würden, wenn wir sie nicht hinweggetrieben hätten. Und doch war dies, wie es schien, der ganze Borrath für einige achtzig Ochsen, zwanzig Pferde und etwa ebensoviel Menschen. Unter Führer Ramotoai aber, wecher seine Jugend in der Wüste verlebt hatte, erklärte, es sei hier Wasser genug vorhanden, obschon es nicht darnach aussehe. Wir erwarteten nichts Gutes, doch holten wir schnell die Spaten herbei; allein unsere Führer verschmähten ein solch neumodisches Hülssmittel und begannen ohne Umstände den Sand mit ihren Händen heraus- zukratzen. Es war dies der einzige Ort, an dem wir für eine Strecke von siebzig Meilen, also bei unseren schwerfälligen Wagen für eine Reise von drei Tagen, noch Wasser zu finden hoffen konnten. Mit Finger und Spaten wurden zwei von diesen Löchern so weit ausgehöhlt, daß sie Gruben von etwa sechs Fuß Tiefe und ebensoviel Breite bildeten. Unsere Führer empfahlen uns besonders dringend, die harte Sandschicht am Boden nichtzu durchbrechen, weil sie wußten, „daß dann das Wasser davon- laufen würde." Sie haben ganz Recht, denn das Wasser scheint auf dem beginnenden Sandstein aufzuliegen. Der Werth diefes Rathschlags bewährte >>ch, als ein Engländer von nicht eben glänzenden Geistesgaben denselben nicht beachtete, und in den Brunnen von Mohotluani die sandige Schicht anr Boden durchstach; das Waffer verschwand sofort und der Brunnen wurde nutzlos. Als wir auf die erwähnte Schicht stießen, fanden wir, daß das Wasser dicht an der Linre, wo der weiche Sand mit ihr in Berührung kam, von allen Seiten hereinfloß. Wir ließen dieses Wasser sich ansammeln und hatten ge- chdten wir sie vier im, eisten -mg, um am Abend die Pferde zu tränken; da es »her für die Ochsen nickt hinre^^ frt —r- >iese nach Lobotani zuruck, wo Lage (96 Stunden) lang ge .... 'eichen Wasservorrath fanden. Die P vir bei uns, denn sie waren uns zur H.. wn Wildprer für den Unterhalt unsrer Reisegesellschaft unentbcMA). Am.qnd ariden wir, daß das Waffer MfwL ,( oar als anfangs, wie es in MseN B.e„ »er Fall ist, weil die Zugänge dürch dm ,i vnorlsp« behielten Obwohl das Waffer hier den Elms vollkommen unzugänglich war, sahen wir doch große Rudel.dieser schönen Thiere ringsum weidm, und diejenigen von ihnen, welche wir erlegtm, warm nicht allein sehr wohlgenährt, sondern es fand sich auch jetne ziemliche Menge Wasser in ihrem Magm. Ich untersuchte sorgfältig den ganzen Magendarmkanal, um zu sehen, ob sich hier nicht irgend erne Eigenthümlichkeit finde, aus welcher sich die Tdat- sache erklären ließe, daß dieses Thier Monate lang leben kann ohne zu trinken; allein ich fand Nichts. Auch andere Thiere, z. B. der Duiker lOsxdalopim morgens) oder Puti der Betschuanen, der Stemdock (Tragulra rupesiris) oder Puruhuru, der Gemsbock i Oryx capensis) oder Kukama, n. das Stachelschwein (Hystrix criatata) sind im Stande, mehrere Monate läng nach einander ohne Wasser znckebcn, indem sie 744 Unterrichtssprache wird das Französische sein. Saarburg. 3. Aug. (Strß. Z.) Aus einer Bekanntmachung des Kreisdirektors Knebel ersehen wir, daß die Absteckung der deutsch-französischen Grenze vom Norden her bis zur Mosel vorgeschritten ist und in nächster Zeit die Grenze des Kreises Saarburg berühren wird. Paris, 4. August. Im Bagnon zu Toulon sind gestern die 18 Soldaten angekommen, die sich bei den Unruhen in Narbonne weigerten, Feuer auf die Insurgenten zu geben. Sie sind zur Zwangsarbeit auf Lebenszeit verurtheilt und werden demnächst .nach einer Strafkolonie verurtheilt. — Die Verhaftungen in Paris belaufen sich täglich noch auf 80 bis 100. Bon den Verhafteten gehört ungefähr die Hälfte der „Commune" an. Die übrigen sind gemeine Verbrecher, von denen ein Theil von der „Commune" in Freiheit gesetzt worden war. — Das kleine Bad Enghien bei Paris wird heute von den Deutschen (es lagen dort zwei Kompagnien) völlig geräumt werden. General Manteuffel hat an den Abmarsch der Truppen nur die Bedingung geknüpft, daß die deutschen Offiziere den Ort besuchen dürfen und daß das deutsche Musikkorps, welches in der letzten Zeit Konzerte gab, damit sortfahren darf) Versailles, 5. Aug. Sitzung der Nationalversammlung, Forts, der gestrigen Berathuna. Thiers weist eine allgemeine Entschädigung zurück. Diese stehe im Widerspruch mit dem Staatsrecht und den Gesetzen; sie sei ungerecht, denn sie würde zwischen dem zu Grunde gerichteten Armen und dem Reichen, welcher ihrer nicht bedürftig ist, zur Vertheilung kommen. Thiers besteht darauf, eine baldige Erleichterung, den Staatsmitteln entsprechend, zu gewähren und beantragt, die Regierung und die Nationalversammlung möchten jede für sich eine schnell zu erledigende Untersuchung anstellen. Nach Vergleich der beiderseitigen Resultate werde man alsdann den Betrag der Beihülfe feststellen können. Die Diskussion wird auf Dienstag vertagt. Dublin, 6. Aug. Die Assoziation für die Fenteramnestie versuchte heute trotz eines Poli- zeioerbotes ein Meeting abzuhalten, wobei ein Zusammenstoß zwischen der Menge und der Polizei erfolgte. Ueber 100 Personen sind verwundet, darunter viele Polizisten. Die Ruhe ist wieder hergestellt. Konstantinopel. 4. August. (Pr.) Ein Noten- wechiel zwischen der Pforte und dem Berliner Kabinet über Rumänien ist im Zuge. Auflösung der Kammer in Bukarest ist wahrscheinlich. Fürst Carol bleibt, wie es heißt, bestimmt auf seinem Posten. Die Ankunft eines außerordentlichen Gesandten des Fürsten Carol wird hier erwartet. — In Albanien dürfte die Ruhe bald hergestellt sein. — Anfangs dieser Woche fand die Eröffnung der Pferdebahn statt. Die Minister und eine ungeheure Volksmenge wohnten der Feierlichkeit bei. nur Zwiebeln und Knollen verzehren, welche Feuchtigkeit enthalten. Ihre Hufe enden in scharfe Spitzen, welche zum Graben ganz besonders geeignet sind, und so ,st die Art und Weise ihrer Subsistenz leicht zu begreifen. Andere Thiere dagegen findet man ausschließlich in der Nähe des Wassers. Die Anwesenheit des Nashorns, des Büffels und Gnu (Catoblepas gnu), der Giraffe, des Zebra, des Pallah (Antilope melampusj ist immer ein sicheres Anzeichen, daß sich innerhalb einer Entfernung von sieben oder acht Meilen Wasser findet. Wenn man aber auch Hunderte von Elens (Boselaphus. oras) Gems- böcken, Tolo oder Kudu i Strepsiceros capensis), Springböcken (Gazella euchore) und Straußen sieht, so folgt daraus immer noch nicht, daß innerhalb 30 bis 40 < englischen) Meilen Wasser vorhanden ist. Selbst ein Eingeborener würde bei dem Anblick eines wohlgenährten Elens immer noch besürchten müssen, vor Durst zu sterben. Ich glaube indessen, daß diese Thiere nur dann eristiren können, wenn die ihnen zur Nahrung dienenden Pflanzen Feuchtigkeit enthalten, denn m einem Jahre ungewöhnlicher Dürre sahen wir Heerden von Elens nud Schaaren von Straußen von der Wüste her sich in die Nähe des Zouga begeben, und eine Menge der letzter» wurde an den Ufern des Flusses in Gruben gefangen. So lange die Weide noch irgend etwas Saft enthält, so bedürfen jene Thiere selten Wasser. Wenn dagegen ein Reisender die Spur eines Nashorns Bufstls oder Zebra fände, so könnte er ihr in der Telegraphische Nachrichten. Paris, 7. August. Der Anklageakt gegen die Häupter der Kommune ist erschienen, gibt eine Darstellung der Aufwiegelungen der Internationalen, wodurch die Empörung vorbereitet worden, erzählt den Verlauf des Ausstandes vom 18. März und die nachfolgenden Verbrechen. Affy ist angeklagt der Aufreizung zum Bürgerkriege und der Usurpation der Zivil- uud Militärgewalt. Derselbe habe ferner Erlasse beschlossen und ausführen lassen, welche Zerstörung, Niedermetzelung, Plünderung, Brandstiftung und Meuchelmord im Gefolge gehabt hätten. Courbet ist besonders der Mitschuld an der Zerstörung der Vendomesäule angeklagt. L'hullier ist beschuldigt, aufständische Truppen gesammelt und befehligt, so wie Staatsgebäude besetzt, auch Militärpersonen zum Ueberlaufen überredet zu haben. Weiter sind angeklagt Grousset der Aufforderung zum Ungehorsam gegen die Gesetze und der Beleidigung der Nationalversammlung, Verdun, Billioray und Ferre der willkürlichen Beschlagnahme, der absichtlichen Zerstörung von Privat- und öffentlichen Gebäuden, Jourde des Erbrechens des Staatskassen- siegels, der Verschleuderung öffentlicher Gelder, Ferat und Clement, die Waffen gegen Frankreich getragen zu haben. Toulouse. 5. August. Admiral Cosnier, ehemaliger Präfekt von Marseille, welcher gestern hier eingetroffen war, hat sich heute in einem Gasthaus entleibt. Vermischte Nachrichten. x Offenburg, 7. Aug. Das Komite des Altkatholikenvereins hat auf eine Begrüßung der Versammlung in Heidelberg einen telegraphischen Gruß von dort empfangen. — Heute zeigte uns Hr. Materialverwalter Gretsch vom Bahnhof die erste schön ausgewachsene blaue Traube aus seinem Garten. Die Fortdauer der wieder eingetretene» guten Witterung ist für Ernte und Weinstock sehr zu wünschen. ---Noch ein Wunsch. Wir arme Schlucker zählen zu den Annehmlichkeiten eines Stadtlebens auch den Genuß guten Trinkwaffers. Wer die Welt schon ein wenig durchreist hat, konnte sich davon überzeugen, wie andere Städte ungeheuere Summen darauf verwandten, um ihren Bewohnern gutes und gesundes Trinkwasser zu verschaffen, und man sollte nach der Lage hiesiger Stadt meinen, es wäre hier ein Ueberfluß von gutem Quellwasser, so daß die Schöpfbrunnen blos als Straßenzierde dastehn. Allein dem ist nicht so. Die Geschichte eines laufenden Brunnens in der Ritterstraße ist eine schon sehr lange, und viele Jahre nach seiner Herstellung ging's bei diesem so trocken her, daß man glauben konnte, es sei derselbe nichts Anderes als ein steinernes Postament für einen zweiten Drake. Endlich wurde derselbe beseitigt und ein anderer Brunnen hingesetzt. Siehe da. schön und klar ergießt sich das Quellwaffer heraus und auch der Brunnen selbst wäre so hübsch. Allein jetzt fehlt es an Wasser, denn unsere zuversichtlichen Erwartung folgen, bevor er noch viele Meilen weit gegangen wäre, Wasser zu finden. (Fortsetzung folgt.) — (Wieder die Seeschlange.) Da die Seeschlange für sich allein in Amerika nicht mehr zieht, so läßt man sie jetzt als Menschenfreundin in einem Kampf zwischen Dampfern und riesigen Alligatorenheerden dazwischen treten: Den ersten dieser Kämpfe bestand ein Dampfer bei Sackettspoint (Florida). Er sah sich plötzlich von einer furchtbar starken Heerde dieser Unthiere umringt, welche alsbald zum Sturm vorgingen und rasch den Dampfer zum Stillstand brachten. Die Reisenden versuchten die Bestien durch Schüsse zu verscheuchen, und die Mannschaft schlug mit Handspeichen auf dieselben los, aber vergebens. Die Lage wurde immer bedenklicher und Mannschaft wie Reisende immer mehr erschöpft, und die Zerstörung des Bootes schien unvermeidlich. Schon waren 3 farbige Matrosen von den Ungeheuer» zerrissen und mehrere verwundet, auch waren mehrere Planken vom Schifisrumpfe losgeriffen, da gerade kam Hilfe in Gestalt einer ungeheuer« Wasserschlange. Die Alligatoren verschwanden sofort und folgten der Schlange und nun begann ein schrecklicher Kampf mit dieser. Bald war das Wasser unterhalb von Blut geröthet und mir Alligatorleichen bedeckt. Ururgroßväter wußten damals nicht mehr'zu finden, und eben deßhalb versuchen es die jetzigen Väter halt auch nicht. Man greift nach einem Auskunftmittel, das Wasser muß gespart werden. Da nun dieses einer der jüngsten Brunnen ist, muß er herhalten, wie es so im Leben gewöhnlich geht; denn auch ein Stadtvater wohnt ja nicht in dieser Straße. Die ganze lange Woche bleibt der Arme trocken in der größten Sommerhitze, und wie schmerzlich ist's, so eine vertrocknete Quelle in heißer Jahreszeit zu sehen l Doch halt! ein Sonntagmorgen bricht nach den dürren Wochentagen an, und aufeinmal hört man es plätschern und es dünkt Einem mit gespitzten Ohren, als hätte des Moses Stab wieder eine Quelle geboren. Jetzt laufen sie dem Brunnen zu mit fröhlichen Gesichtern, und Gottlob! heißt's, unser „Gnadenbrünnle" geht heute wieder. Jetzt aber herzhaft darauflos Wasser geholt, denn Abends am 4 Uhr ist's wieder aus. So verherrlicht dies Brünnlein der Rittcr- straße die Sonntagsfeier, denn nachher ist man wieder auf des Spitalverwalters Schöpfbrunnen angewiesen, dessen Wasser aber ohne Zuguß von fleur d’orange gar nicht zum Trinken ist, selbst beim Händewaschen bleibt ein übler Beigeschmack zurück. Wie jedoch sonst unser Gnadenbrünnlein geschätzt wird, läßt sich daraus finden, daß dasselbe zur Feier der letzten Bürgermeisterswahl volle drei Tage lang ununterbrochen gelaufen ist, wie die Weiber damals bemerkt haben wollen, nnd die Freude darüber war sehr groß. Er wurde zum Festbrunnen Offenburgs erhoben, ganz i« ähnlicher Weise, wie jener Brunnen auf dem Römerplatze unsrer weiland schwesterlichen freien Reichsstadt Frankfurt bei den Kaiserkrönungen, nur mit dem Unterschiede, daß, wie dort Wein, hier Wasser heraus gelassen wurde. Wie schön wäre es doch, wenn die Väter der Stadt dafür jetzt sorgen würden, daß die Angehörigen der Ritterstraße nicht mehr nöthig hätten ihrem Brünnele das Wort „Gnaden" vorzusetzen, da sie doch die Lasten der Stadt in gleichen Theilen wie die andern Stadtkinder tragen helfen u. somit auch berechtigt sind, wenigstens ein gesundes und gutes Trinkwasser zu verlangen. Wir denken, diese Frage wird sich ja leichter lösen lassen, als jene der Stadterweiterung und anderer Gemeindeschwulitäten, die so viel Kopfzerbrechens hervorgerufen haben; man sorgt doch gewöhnlich zuerst für das Nöthigste. Einige Rittersträßler. — In Münster und Paderborn konnte Prof. Michelis kein Lokal für einen Vortrag finden und glaubt man absichtliche Aufhetzung der Neukatholikeu im Spiel. — Der Bischof von Münster soll, nach der „Germania", in Anklage versetzt sein, weil er den König von Jta- llen in einem Hirtenbriefe einen Räuber nannte. St. Wendel, 2. Aug. (F.J.) Letzte Nacht wurden hier die am 18.Juni gepflanzten Friedenseichen abgesägt, bezhw. abgehauen. Ueber die Gründe gibt ein beigehängter Zettel Aus» kunft, welcher lautet: „Schöne Empfehlung. So wie es diesen Bäumen ergangen hat, so er- geht's auch diesen Jungen, die sie gesetzt haben, die dem Satan dienen thun, werden zuerst ergriffen, namentlich die Blauen." Wer unter den „Jungen" und „Blauen" gemeint, ist hin allgemein bekannt: es sind die hier in der Stadt des hl. Wendelin kaum V* der Bevölkerung bildend „Evangelischen" oder „Preußen", welche beiden Ausdrücke als gleichbedeutend gelten Selten haben wohl Bilder solchen ungeheuren Erfolg gehabt, als die nun wohl allerwärts bekannten: „Christus erscheint der Magdalena als Gärtner" „Die Bewerbung" „Nach der Schlacht bei Wörth" „Die Schlacht bei Sedan" und „Sieg über die Bourbakische Armee bei Belfort durch die deutschen Truppen unter General von Werder". Da wegen der mit diesen Bildern verbundenen, großartigen Prämien nur. eine Auflage derselben und diese nur in mäßiger Zahl erscheint, so möchte unser Rath nicht überflüssig sein, daß wer noch keines dieser Bilder besitzt, sich solche sofort bestellen sollte, sonst möchte es bald zu spät sein. Wir verweisen deß- halb zum letzten Mal auf die heutige Annonce jene Bilder betreffend, v. R. 2401. 745 Amtliche Verkündigungen. Ministerium des Juueru. , t „ ar Karlsruhe, den 3. August 1871. Die Einführung der Erfatz-Justruetio« betr. Nro. 10,971. An die Großh. Bezirksämter: „ . r] , , , t ~ . In neuester Zeit laufen zahlreiche Gesuche um Entlastung von Soldaten vor beendigter Dienstzeit der dem General-Commando, dem SLnigl. preußischen Kriegsministerium und bei uns ein. Man steht sich deßhalb veranlaßt, den Bezirksämtern zu eröffnen, daß für diese Gesuche fortan die Vorschriften in den W 50, 51, 186 -ff. der Ersatzinstruction maßgebend sind. Hiernach sind solche Gesuche bei dem Gemelnderath -inrureichen, durch das Bezirksamt unter Beifügung eines Gutachtens des Landwehrbezirks-Commandeurs hi eh er vorzulegen und ist dabei das anaeschloffene Formular zu benützen. Da die allgemeinen Zurückstcllungsgründe bei der während des Krieges vorgenommenen Aushebung Nicht berücksichtigt werden konnten, so wird hinsichtlich solcher Ausgehobenen § 50 Zifs. 3 keine Anwendung stnden. Die Bittsteller sind daraus aus- merksam zu machen, daß Gesuche um B e u r l a u b u n g von den Militärbehörden nur auf Bewilligung eines kurzen Urlaubs bezogen werden, wer bleibend aus dem stehenden Heere ausscheiden will, hat um Entlastung zur Disposition der Ersatzbehörden zu bitten. I. A. d. M. (gez.) L. C r o n. Nro. 8266. Die Gemeinderäthe werden hievon zur Nachachtung mit dem Anfügen in Kenntniß gesetzt, daß Formulare zu solchen Gesuchen von der „Buchdruckerei von A. Reiff öl Cie. dahier" bezogen werden können. Offenburg, den 7. August 1871. Großherzogliches Bezirksamt. Montfort. Die Aufstellung uud Einsendung der Fohlenlisten pro 187« betr. Offen bürg. Nro. 8275. Die Bürgermeister des Amtsbezirks werden beauftragt, die nach § 10 der Verordnung vom 5. Jänner 18a4 (Landwirthschaftliches Centralblatt Nro. 1) aufzustellenden Verzeichniffe über die gefallenen Fohlen der von Hengsten des Landesgestüts bedeckten Stuten binnen 14 Tagen anher vorzulegen. Offenburg, den 7. August 1871. Großherzogliches Bezirksamt. Moutfort. ____'___ ^^Eanntmachrrnge«. Landwirthschastlicher Bezirksverein Offenburg. Directions-Sitzung Samstag den 12. d. M., Vorm. y 2 U Uhr, in der alten Pfalz (Hessel), wozu die betr. Mitglieder eingeladen sind. Tagesordnung: 1) Beschlußfaffung über eingegangene Vorlagen der Centralstelle. 2) Dekretirung von Rechnungen rc. 3) Festsetzung der Orte der nächsten abzuhaltenden landw. Besprechungen. Offenburg, den 7. August 1871. 2626. Der Borstand._ Renchen. Holz-Bersteigerung 2608.2.1. Die Gemeinoe Renchen läßt aus ihrem Allmendwald im sog. Rieseneck, jeweils Vormittags 9 Uhr beginnend, am nächsten Montag den 14. August d. I. am Platze im Allmendwald, sog. Rieseneck, 145 eichene Baustämme und 72 Hainbuchen, welche sich für Wagner eignen, versteigern. Zur Zahlung wird Frist bis Martini d. I. gegeben. Renchen, den 5. August 1871. Das Bürgermeisteramt. _ Stech e r. _ Stierversteigerung. 2607. Die Gemeinde Ryeinbijchofsheim läßt am künftigen Freitag den 11. d. M>, Abends 6 Uhr, einen abgängigen Wucherstier bei der Stierstallung öffentlich versteigern, wozu man die Liebhaber einladet. Rheinbischofsheim, den 5. August 1871. Der Gemeinderath. _ Pandel. _ Steigerungs-Ankündigung. 2618. In Folge richterlicher Beifügung werden aus der Gantmaffe der Albert Höß Wwe. von hier am Donnerstag den 10. u. Freitag den 11. d. M., jeweils Vorm. y a 9 Uhr und Nachm. V,2 Uhr anfangend, in deren Behausung verschiedene Ladenwaaren, nämlich: Kaffee, Reis, Pfeffer, Cigarren, Spielkarten, Nadeln. Faden, Seiden und Band, Schuhwichse, Streichfeuerzeug, Cichorie und Surogat, Holznägel, verschiedene Fäßle, Stippiche, Branntwein und Spiritus; am 11. d. M., Nachm. 3 Uhr, eine vollständige Ladeneinrichtung öffentlich gegen gleich baare Bezahlung ver- . steigert. Offenburg, den 6. August 1871. ,_ Steiger, Gerichtsvollzieher. Liegens chaftsverfteigeruug. 2617. Am Donnerstag den 3l. August d. I., 'Nachm. 2 Uhr, läßt Bierbrauer Ignaz Bühler dahier folgende Liegenschaften auf dem Rathhause zu Eigenthum versteigern: 1) Ein zweistöckiges Wohnhaus mit Bierbrauerei- und Wirthschafts-Einrichtung, Scheuer und Stallung, einers. und vornen die Straße, anders, die Gemeinde, hinten Bürgermeister Abel und der Stadtgraben. 2) Ca. einen halben Sester Garten unmittelbar am Hause, einers. Landstraße, anders. Franz Usländer, vornen sich selbst, hinten der Promenadeweg. 3) Einen Felsenkeller hinter dem Kloster am Fuße des Kastellbergs, deffen Eingang von allen Seiten an Gemeindegut stößt. Schließlich wird bemerkt, daß das Geschäft eine sehr günstige Lage hat und die Zahlungsbedingungen günstig gestellt sind. Gengenbach, den 4. August 1871. Das Bürgermeisteramt. _ Abel. _ Bettstattenverkauf 2209.2.2. Am Samstag den 12. August d. I., Vorm. 10 Uhr, werden im Hose des hiesigen Amtsgefängniffes 12 hölzerne Bettstatten, welche sich ihrer Beschaffenheit nach sehr gut zu Trögen für Landwirthe abändern laffen, gegen Baarzahlung versteigert, wozu Liebhaber einge- laden werden. Offenburg, den 5. August 1871. Großh. Amtskaffe. __ Maler. __ Verkauf von Walzeisen und Glockenmetall. 2605.2.2. Auf dem Bahnhof in Kehl lagert, von den zerstörten Hochbauten herrührend, noch eine Partie aus Winkel- und Flacheisen hergestellter Träger von verschiedener Länge und zusammen ca. 78 Zentner Gewicht, welche sich zu baulichen Zwecken noch verwenden laffen, sowie ca. 270 Pfund Glockenmetall. Dieselben sollen im Soumissionswege verkauft werden. Lusttragende laden wir hiermit ein, die Gegenstände zu besichtigen und ihre Angebote, auf den Zollzentner bzw. Pfund gestellt, schriftlich versiegelt und mit der Aufschrift „Angebot auf Metallwaaren" versehen, längstens bis zum 12. d. M. bei uns einzureichen. Nähere Auskunft ertheilt unsere Material- verwaltung. Kehl, den 3. August 1871. Großh. Post- und Eisenbahnamt. Der Vorstand: Der Bezirks-Ingenieur: Herrmann. Wolfs. _ Hechtsberg b. Hausach. Aeeordvergebuug. 2601.2.2. Die Arbeiten zum Wiederaufbau des abgebrannten Stallgebäudes auf dem Hofgut des Hrn. F. Reiß werden im Soumissionsweg in Accord gegeben, und zwar: im Anschlag von 1) die Maurer- u. Steinhauerarb. 2714 fl. 2) die Zimmermannsarbeiten . 3888 fl. 3) die Schreiner- ». Glaserarbeiten 225 fl. 4) die Schlofferarbeiten . . 220 fl. 5) die Blechnerarbeiten . . 115 fl. 6) der Anstrich .... 291 fl. Die Soumisstonen sind verschlossen und mit der Aufschrift versehen bis Freitag den 11. August, Mittags, bei Hrn. Gutsbesitzer Reiß abzugeben. Bis dahin können die Pläne und Ueberschläge auf dem Geschäftszimmer des Unterzeichneten und auch bei Hrn. Reiß auf Hechlsberg selbst eingesehen werden. Offenburg, den 5. August 1871. Der Architect: Armbruster. Durbach. Bauarbeitenvergebung. Zum Umbau des Schulhauses und Vergrößerung des Lehrzimmers sollen nachstehende Bauarbeilen vermittelst einer öffentlichen „A b - strichsverstcig erung" in Accord gegeben werden: 1) Maurerarbeiten 2) Steinhauerarbeiten . 3) Zimmermannsarbeiten 4) Schreinerarbeiten 5) Schlofferarbeiten 6) Glaserarbeiten 7) Blechnerarbeiten 8) Anstrich im Anschlag von . 1280 fl. . 284 fl. . 616 fl. . 358 fl. . 159 fl. . . 164 fl. 71 fl. . 104 fl. zuf 3036 fl. Die Versteigerung findet Samstag den 12. August l. Z., 746 Borm. 10 Uhr, im Rathhause zu Durbach statt, wozu die Liebhaber eingeladen werden. Der Plan und Kostenanschlag ist inzwischen auf dem Geschäftszimmer des Unterzeichneten und am Steigerungstage selbst zur Einsicht aufgelegt. Offenburg, den 5. August 1871. Der Architect: 2602.3.2. Armbruster. Nordrach. Brückenbauversteigerung 2631. Mehrere Privaten in Nordrach laffen Mittwoch den 16. d. M, Nachm. 1 Uhr, die Erbauung einer steinernen gewölbten Brücke über den Thalbach im Unterthal im Anschlag von 509 fl. 22 kr. öffentlich versteigern. Die Bedingungen werden am Steigerungstage bekannt Miacht; auch können solche bei dem Unterzeichneten ^>or dem Steigerungstage ein- gesehen werten. Die Steiglustigen werden zu dieser Steigerung hicmit eingeladen. Nordrach, den 5. August 1871. ^_ Josef Göhring. 2613.2.2. Benedikt Bruder von Reichenbach, JSL Gengenbach, läßt nächsten Donnerstag den 10. d., Vormittags 10 Uhr, in seiner Behausung ca. 13 große Ohm 70er Wein gegen gleich baare Bezahlung vor der Abfuhr öffentlich versteigern. 2614.2.2. Nach obiger Versteigerung läßt Josef Droffner von da auch ca. 12 Ohm 65er und 66er Wein gegen baare Bezahlung ösfent- lich versteigern. Osfenburg. 2610.2.2. Zwei gute Zugpferde, sowie eine noch gut erhaltene Chaise mit 6-Federn und einen dreisitzigen Wagen hat zu verkaufen _Th. Walter Wwe Anzeige. 2621. Freitag den 11. und Samstag, den 12. d. M. sind Ziegel und Steine, und Montag den 14. d. M. Weiß- und Schwarz - Kalk zu haben bei Jakob Hnck, Ziegler _ _ ■ in Willst ätt. _ Offenburg Empfehlung. 2625.2.1. Auf vielseitiges Verlangen empfehle ich Mich im Weißnähen und Couvertenmachen. Äuch können jederzeit Mädchen bei mir in die Lehre treten. Frau Ursula Schirrmann, _geb. Basler._ Ofsenburg. Wohnungsveränderung 2634. Unterzeichneter zeigt hiemit an, daß er von heute an bei Hrn. Westenselder, Kirchgasse Nr. 39, wohnt. Stöcker, Di enstmann. Dften6utg. Weiuyrrerbiete« 2010.3,16. Sehr gute Gestndeweine von 12 kr. per Maas 'Ln sind^no'ch 'ir?Mßrrm Quantum vorräthig und werden Fässer dazu geliehen bei ______ Heinrich Rickler Traubenzucker, 3ßtinta*&ital., in beliebigen Quantitäten bei Ferd. Holzlin jr. 2598.6.2. in Offenburg. _ Oberkirch. Weinverkauf 2570.6.5. Bei Unterzeichnetem ist fortwährend reiner 1870er Bergwein ä 13 kr. pr. Maas zu haben. Heinrich Schmidt zum Salmen. [«• u *5 SS 8 »m— Z >K 8 w 8 8 « S 8 . «8 St ‘8 . u iS S A i 4* 2 IS 8 8 ♦w © © © 8 « , 8 .CD [c o K Prachtvolle Bilder^L^Z^ mit welchen man Eheil nimmt an Prämien, bestehend 1) In Original-Oelgemälde» berühmter alter Meister im Werth von fl. 12,000, fl. 1000, fl. 800, fl «OO, fl 500, fl. 500. 2) In baarem Gelbe, eventuell fl. 100,000, fl 50,000. fl. 25,000, fl. 10,000, fl. 7500, fl. 6000, fl. 5000, 2mal fl. 2500, 4mal fl 2000, fl 1000, welche durch Theilnahme an 14 halben Loosen der Frankfurter 161. Lotterie ohne weitere Vergütung gewonnen werden können, sind in der altrenommirten I. B. Klein's Kunsthandlung in Leipzig erschienen und werden im Auftrag derselben von dem Unterzeichnete« versandt. Die Bilder haben den reellen Werth von 1 Thaler. Eine so günstige Gelegenheit für seine Auslage den vollen Werth zu erhalten und trotzdem noch an so großartigen Prämien Theil zu nehmen, wurde noch niemals geboten. Die Sujets der Bilder sind: 1) „Christus erscheint der Magdalena als Gärtner", Photolithographischer Abdruck des berühmten Originalbildes von Gürard See- gers in Antwerpen, gemalt 1648. 2) „Die Bewerbung", Farbendruck nach dem Original von Conr. von Harlem. 3) „Nach der Schlacht bei Wörth", Farbendruck nach dem Original von I u n k e r. 4) „Die Schlacht bei Sedan", Farbendruck nach demselben. 5) „Sieg über die Bonrbakische Armee bei Belfort durch die deutschen Truppen unter General vo« Werder", Farbendruck nach demselben. Die Namen der alten Meister bürgen für den künstlerischen Werth der Bilder 1 u. 2, daher jedes Lob überflüssig erscheint. „Nach der Schlacht bei Wörth", Nr. 3, stellt den Moment dar, wie Mac Mahon mit seinen reizenden aber in fürchterlicher Angst schwebenden Damett die Flucht ergreift, im Hintergründe die deutschen Truppen, preußische, bayrische, württembergische Corps rc., auf das französische Lager einstürmend. Die Auffassung des^Malers ist so treffend, die Darstellung so pikant und humoristisch, dabei so geschichtlich wahr gehalten, daß dieses Bild in jedem Haus angebracht werden sollte. Die Schlachtenbilder 4 und 5 sind an Ort und Stelle von dem speciell dazu autorisirten Schlachtenmaler zur Zeit des Krieges ausgenommen. Jedes Bild ist mit einem detaillirten Plan der zu gewinnenden Prämien und mit einer Nummer versehen. Die Ziehung der Prämien erfolgt baldigst durch die Frankfurter Stadt- Lotterie. Die Bekanntmachung des Ziehungsresultates erfolgt in vielen- Blättern, außerdem muß jedem Inhaber eines P rämienbildes eine gedruckte Ziehungsliste auf Verlangen franco übersandt werden. Der Versandt der Bilder erfolgt gegen Zusendung deren Betrags an den Unterzeichneten, oder gegen Nachnahme. Bestellungen zu richten an: Pani Altvater, Wiederverkäufer erhalten hohen Rabatt. Bankgeschäft in Frankfurt a.M. Straßburger Bote, Wochenblatt für Elsaß »nd Deutsch-Lothringen. 2585.3.2. Dieses Blatt setzt sich die Aufgabe, in deutsch-nationalem Sinne versöhnend und aufklärend zu wirken und das Volk über seine wirklichen Interessen zu belehren. Außer politischen Erörterungen und Uebersichten wird es volkswirthschastliche, historische unb feuilletoni- stische Artikel bringen, sowie auch seine Spalten allen denen öffnen, welche mit vorurtheilsfreier Kritik die Verhältnisse der Uebergangszeit besprechen wollen. Man abonnirt in Straßbura bei der Expedition (Buchdrucker« von F. Wolff), außerhalb der Stadt bei der nächsten Postanstalt. Preis des Abonnements in Straßburg: 2 Fr. jährlich, 1 Fr. halbjährlich, 50 Cts. vierteljährlich. Außerhalb der Stadt kommt der Post aufschlag hinzu. __ __ Wohnnngsveruriethung. 2623.2.1. Den Weiten Stock meines Wohn- hauses, bestehend in 5 Zimmern, 2 Kammern, Keller rc., nebst Antheil am Garten, habe ich auf 1. Januar 1872 zu vermiethen; die Wohnung kann wahrscheinlich früher bezogen werden. Offenburg. I. G ö r g e r. Offenburg. Reue Pfalz: Feinstes Mainzer Aktien- _ (nach Pilsener Art gebraut). 2633. Wohnnngsgesnch 2630. Eine Wohnung mit 4—5 Zimmern nebst Zugehörde wird sogleich zu miethen gesucht. Näheres bei de r Erped. d. Bl. _ Dienstantrag 2635. Auf nächstes Ziel wird in eine kleine Haushaltung von 2 Personen ein nicht zu junges Mädchen in Dienst gesucht. Dasselbe muß gut nähen, bürgerlich kochen und sonst allen Hausarbeiten vorstrhen können. Wo? sagt die Exped. d. Bl. ___ Osfenburg. 2616.2.2. D««g hat zu verkaufen Metzger, Thierarzt. K 1563.4.4. illionese entfernt i» 14 Tage« alle Unreinigkeiten u. Falte« der Haut, beseitigt Serophel«, Flechten und gelbe Flecke«. Garantirt!! Cui fidas vide I Zahnschmerz verschwindet nur durch Fejiem! In Offenburg allein bei Ferd. HSlzli« jun. Trau schau weml Für dr: Redaktion »erantworMch ».Reiff.- Druck und Verlag ««».Reiff und SvMp.