DerArtenauerAote Amtliches Verkunditzungsbtatt für dm Kreis Ojfenlmrg, sowie für dir Erscheint tSakch mit SuSnabme Montaa», und kostet vierteljährlich in Off-nburg 1 fl., für den Landpsstbezirk 1 fl. 2 kr., für die übrige« Boübsirke 1 fl. 7 kr. EinrüSungSgebühr: die gespaltene Garmandzeile oder deren Raum 3 fr. Nro. 200. Offenh urg, Samstag den 26. August 1871. Bestellungen des Ort. Boten auf den Monat September werden von allen Postanstalten und Postboten angenommen. Heute-vor einem Jahr. (26. August 1870.) Der Staatssekretär von Thile protestirt bei den neutralen Mächten gegen Verletzungen des Völkerrechts und der Parlamentärflagge durch die Franzosen. Gesetzgebender Körper. Guyot-Montpayroux stellt den Antrag, die Mobilgarde auszuheben, die Mannschaft derselben in die Linie einzureihen, und so hundert neue Regimenter zu bilden. Der Antrag wird als dringlich anerkannt. Die Deutschen besetzen Markolsheim (bei Kol- mar). Präsident von Kühlwetter wird deutscher Ci» vilkommisiär im Elsaß, Marquis von Villers in Lothringen. Politische Rundschau. Offenburg, 25. August. Johannes Scherr stellt in der „N. Fr. Pr." folgende Betrachtung über die Lage Europa's an: „Es ist eine traurige Gewißheit, daß die Geschicke Europa's noch lange von dem Vermögen oder Nichtvermögen der Franzosen, Deutschland abermals anzufallen, abhangen werden; aber es ist eine Gewißheit. Träumer allerdings mögen wähnen, die Republik werde in Frankreich Bestand haben und werde ihren Citoyens die Gloiresucht abgewöh- nen und dieselben vom Größenwahn und Prä- ponderanz-Schwindel kuriren. Kenner der Geschichte und der Völkerkaraktere jedoch rechnen nicht mit solchen Phantasmen, sondern mit Wirklichkeiten, und das Facit dieser Rechnung ist, daß die Franzosen all ihr Denken und Thun darauf konzentriren werden, möglichst bald wieder Krieg mit Deutschland anzufangen. Selbst das Unwahrscheinliche, das Unmögliche vorausgesetzt, daß Frankreich eine Republik bliebe. Denn bekanntlich haben die Franzosen von Republikanismus, Demokratie und Freiheit ganz eigene, d. h. ächt französische Begriffe. Demokratie ist ihnen die gewallthätige Willkürherr- schüft der Menge, Republik die erobernde Ex-' pansivkraft ihrer Nationalität, kraft welcher sie andere Völker „civilisiren", d. h. ausbeutenund unter die französische Schablone bringen möchten. Niemals werden die Franzosen die große Wahrheit verstehen und sich aneigven, welche einer unserer edelsten Zeitgenossen, ein fester und bester Deutscher, Anastasius Grün, am 4. Juli d. I. im österreichischen Reichsrathe ausgesprochen hat: „Freiheit ist nicht Genuß, sondern Arbeit, unausgesetzte Arbeit an den großen Cul- turausgabm des modernen Staates". Nein, die Franzosen werden nicht zur Erkenntniß kommen, sondern die altgewohnten Wege weiter wandeln, sobald ste wieder halbwegs fest auf den Beinen sind. Und ste werden ihren Gang auch nicht ohne Bundesgenoffen antreten, verlassen Sie Sich darauf, lieber Freund! Es brauchen ja nicht gerade Staaten ihre Alliirten zu sein. Parteien und Banden thun es auch. Alle Zeichen deuten darauf hin, daß Frankreich in seinem gegen Deutschland beabsichtigten Rachekrieg die schwarze und rothe Bande zu Mitstreitern haben werde. Franzosen, Jesuiten und Kommunisten werden sich zusammenstnden in dem ihnen allen gleich heiligen Zeichen der Schablone. Alle drei gehen ja aus auf die Schablonistrung der Gesellschaft, auf die Vernichtung des germanischen Individualismus, auf die Zerstörung der Entwickelung und Berechtigung freier Persönlichkeit«. Aus Baden, 18. August. In Krems hielt Professor Michelis aus Braunsberg einen Vortrag gegen die Unfehlbarkeit am gleichen Tage, an welchem der Bischof von St. Pölten, Dr. Feßler, nach Krems gekommen war, um sie zu firmen. Der Bischof ließ sich so weit Hinreißen, Michelis einen hergelaufenen Priester zu nennen, was Profeffor Michelis Veranlaffung gab, in seiner von Tausenden besuchten Versammlung zu sagen: „Nicht als ein hergelaufener Priester (Bravo! mtnutmlanger Beifall), sondern als ein rechtmäßig katholisch geweihter Priester, welcher seinem katholischen Glauben nicht untreu geworden, als ein Priester, der sein Leben lang in ruhiger seelsorgischer und wissenschaftlicher Thätigkeil der Ehre Gottes und dem Heile der Menschheit in seiner Kirche gewidmet hat, als ein Priester endlich, der jene jetzt zum Ausbruche in de. Kirche, gekommenen Jntrigueu der Jesuiten in ihrer Entstehung beobachtete und verfolgte, der schon im Jahre 1864 gegen die im Anzüge begiiffene Jnfallibilitäl öffentlich geschriebe n hat, als ein solcher siehe ich vor Ihnen, um dem Paulus, dem Petrus und den schwach gewordenen Bischöfen offen in's Angesicht zu sagen und zu beweisen, daß der Bischof von St. Pölten diesen Morgen in der Kirche den Jrrthum gepredigt hat". Unter nicht enden wollendem Beifall schloß Michelis seinen Vortrag. Am 14. d. ist der muthtge Mann in die Höhle des Löwen, nach 5t. Pölten, abgereist, wo er ebenfalls einen Vortrag halten wird. Der Bischof hat nun gg n Prof. Michelis einen förmlichen klerikalen Steckbrief erlassen. Der Klerus soll das Volk vor ihm warnen und in keinem Orte der Diözese solle ihm das Mcsse- lesen oder irgend eine andere priesterliche Funktion gestattet sein. — Weltpriester Alois Anton (bekannt von der Heidelberger Altkatholikenver- fammlung her) hat an den Kultusminister Jire- cek im Namen von 3000 katholischen Familien Wiens die Bitte um Ueberlaffung des St. Ste- phansdows behufs Feier der heiligen Messe und Predigt, so wie zur Vornahme aller übrigen katholischen Funktionen gerichtet. (B.Ldz.) Berlin, 22. August. Wie Feldmarschall von Steinmetz, so wurden auch die Generäle von Manteuffel und Voigts-Rhetz mit ihren^ Truppen zur Erinnerung der vorigjährigen Schlachten vom Kaiser telegr. begrüßt. Wien, 22. August. (Pr.) Die Polizeidirektion in Wien hat das Anschlägen der am St. Pöltener deutschen Parteitage vereinbarten Ansprache verboten. Dr. Jos. Kopp hat dagegen den Rekurs angemeldet. Wie«, 23. August. Das Vaterland enthält heute einen Artikel „über die Undurchsührbar- keit der Dezember-Verfaffung", der einen ganz neuen, wahrhaft schlagenden Grund gegen die Verfassung in den Kampf führt. Das Vaterland schreibt: Der heilige Vater, der oberste Misfiousreisen ««- Forschungen in Süd-Afrika von vr. David Llvmgstone. (Fortsetzung.) Die Gehöfte der Boers bestehen gewöhnlich i ctnetn kleinen Fleck angebauten Landes inmitten eim Werdegrundes von mehreren englischen Mecken. S sind also auf diese Weise weniger ein Ackerbau a em Viehzucht treibendes Volk. Jedes Gehöfte mi leine Quelle haben, und wo diese fehlt, da wird d cktegrerung ihre Ländereien auch nicht los. So i em einziger Acre Land in England im Allgemein« VAr werth, als eine ganze Quadratmeile in Afrik Allem das Land ist gesegnet und großer Vcrbess rung fähig. Der Flein der Boers stellt für die kün «3^ Herstellung von Dämmen und Teichen und fi wr'f* .Sne Zweiscl entstehende größere Fruch schönsten Hoffnungen in Aussicht. •?) n und Schafzucht haben die Col> Muck. Von Jahr zu Jahr werdi größere Mengen Wolle produckrt. von Jahr zu Jal LNESLeAh der Gehöfie in der Colonie, Allei Ehe wir an den Orange-Fluß kamen, sahen wir noch den Rest einer wandernden Springbockherde (Gazella euchore, oder Tsepe 1. Diese Sprinaböcke kommen aus der großen Kalahari-Wüste und sollen oft da, wo sie die Grenze der Colonie überschreiten, mehr als vierzigtausend Köpfe betragen. Ich kann sie nicht abschätzen, denn sie verbreiten sich stets über einen ungeheuren Landstrich und laufen hin und her, wenn sie weiden. Sie nähren sich vorzugsweise von Gras, und da sie ungefähr uin die Zeit, wo das Gras im Ueberfluß vorhanden ist, aus dem Norden herunterzichen, so kann ste unmöglich Futtermangel zu ihrer Wanderung treiben Auch Wassermangel kann nicht die Ursache davon sein, denn diese Antilope gehört in dieser Beziehung zu den enthaltsamsten. Ihre Natur drängt sie, sich zum Lieblingsstandorte flache Ebenen mit kurzem Gras zu wählen, wo sie die Annäherung eines Feindes zu beobachten im Stande sind. Die Bakalahari machen sich diesen Instinkt zu Nutze und brennen große Grasstrecken nieder,, sowohl, um durch das neu sprossende Gras das Wild herbeizulocken, als auch um offene Stellen zu bilden, auf denen sich die Springböcke am liebsten ausbrciten. Wir setzen über den Orange-Fluß und betreten ein unabhängiges, von Griquas und Betschuanen bewohntes Gebiet. Unter Griquas versteht man jede Miscklingsrace von Eingeborenen und Europäern. Die hier in Betracht kommenden stammten von Holländern einerseits und Hottentottinncn und Buschweibern andererseits ab. Mischlinge der ersten Generation halten sich für bester als die der zweiten, und Alle besitzen in gewissem Grade die charakteristischen Merkmale beider Eltern. Sie wurden viele Jahre durch einen freigewählten Häuptling, Namens Waterboer, regiert, welcher aus Grund eines Vertrags alljährlich von der Colonial-Regierung eine kleine Summe zur Unterhaltung von Schulen in seinem Gebiet erhielt, und sich als eine höchst wirksame Schutzwache unserer Nordwest-Grenze erwies. So lange dieser tüchtige Häupüing regierte, wußte man gar nichts von Viehdiebstahl, und er irieb that- sächlich ganz allein eine furchtbare Streitkraft von plündernden Matatees, welche in die Colonie einzufallen drohte, zurück. Ohne diesen tapfer»'Christen Waterboer würde der Nordwesten den Colonisten wahrscheinlich ebensoviel Mühe und Verlegenheiten bereitet haben, als die östliche Grenze; denn auch die ursprünglichen Griquas machten sich, ebensowenig ein Gewissen daraus, den Farmern ihr Vieh zu rauben, als die Käftern noch jetzt thun. Als Waterboer zur Häuptlingschaft gewählt wurde, erklärte er auf das bestimmteste,, daß kein Plündern gestattet sei. Da aber keiner dieser Stämme eine despotische Regierung hat, so plünderten trotz dieser Erklärung einige feiner angesehensten Leute Dörfer der Coran nas, die südlich vom Orange-Flusse wohnten. E ließ sogleich sechs von den Rädelsführern ergreifen, und obschon seine eigene Stellung dabei auf dem Spiele stand, berief er doch seinen Rath zusammen, 806 Richter der katholischen Welt, verurtheilte die Staatsgrnndgesetze als verwerflich, und demgemäß mußten alle treuen Katholiken schon aus kirchlichen Gründen dieser Verfassung ihre Anerkennung verweigern. Kostbar! Wie«, 23. August. (FI.) Den neuesten Anordnungen zufolge wird eine zweite Begegnung der Kaiser von Deutschland und Oesterreich am 7. oder 8. September im Beisein Beust's, An- drassy's und Bismarck's in Salzburg stattfinden. Paris, 21. August. Heute wurden die Föderalisten , welche im Kampfe zwischen Versailles und Paris verwundet worden waren, von den Hospitälern, wo sie geheilt wurden, nach der Polizeipräfektur gebracht. Viele derselben halten die Köpfe in Tücher gewickelt, andere trugen die Arme in Binden, einige gingen an Krücken und ein Theil (die noch nicht Hergestellken) fuhr auf Wagen. Kürassiere und Infanterie bildeten die Escorte. Sie sollen später nach Versailles gebracht werden. — Die Versailler Verurrheilten werden in zwei Kategorien eingelheilt werden: die eine (diejenige, deren Vergehen rein politischer Natur ist) wird nach Neu-Caledonien, die andere (die ehemaligen Sträflinge und die, welche wegen gewöhnlicher Verbrechen verurtheilt wurden) noch Cayenne gebracht. Paris, 22. August. Das Siccle sagt: In Südfrankreich laufen bereits mit Tausenden von Unterschriften bedeckte Bitteingaben an die Nationalversammlung folgenden Inhalts um: Die Unterzeichneten, das Mandat der Nationaloer- iammlung als erloschen betrachtend, verlangen ihre Auflösung". Unter den Unterschriften finden sich die Namen von Maires, Adjunkten und Munizipalräthen. Spanien Die Correspondencia vom 19. d schreibt: „Der Aufstand der Neger, die sich an den Unruhen der Aufständischen auf Kuba betheiligt, scheint sich zu bestätigen. Der Führer des Aufstandes ist der Neger Polycarp Rou- ston. Man sagt, die weißen Aufständischen seien von einem großen Schrecken erfaßt, denn die Neger tödten jeden, dessen sie habhaft werden können. Selbst Frauen werden nicht geschont. Eine andere Nachricht, welche die Epoca erhielt, zeigt an, daß Cepedes wie alle anderen Mitglieder des Aufstandes Schritte beim General- Hauptmann gethan hätten, sich zu unterwerfen. Die einzige Bedingung wäre, ihnen die Erlaub- niß zu geben, die Insel zu verlassen. Odessa . 20. August. (Pr.) In zahlreichen Städten fand man Zettel an den Mauern angeklebt, welche die Vernichtung aller russischen Städte durch Feuer verkündigen. Die weitgehendsten Maßregeln sind von Seite der Behörden wie der Einwohner ergriffen worden. Man nimmt diese Brandbriefe sehr ernst. Mexiko. El Monitor republicano de Mexico schreibl: Ein großes Ereigniß ist gestern aus dem Felde der Diplomatie vor sich gegangen: der spanische Bevollmächtigte wurde durch den Präsidenten Juarez empfangen. Die Zeremonie war feierlich. Juarez erwartete im Saale der hielt eine Untersuchung, verurtheilte sie und ließ alle sechs öffentlich hinrichten. Dies rief zwar eine Empörung hervor, und die Aufrührer griffen zweimal seine Hauptstadt, Griqua Town, an, in der Absicht ihn avzusetzen; allein er schlug tapfer beide Angriffe zurück, und seit jenem Tage zog während seiner langen dreißigjährigen Regierung keine einzige Plündernngs- Erpeoition mehr von fernem Gebiete aus. Da er die verderblichen Wirkungen der Einführung von starken geistigen Getränken unter seinem Volke wahr- f nommen hatte, so verordnete er mit charakteristr- >er Energie, daß jedem Boer oder.Griqua, der ranntwein in's Land hireinbräcktc, sein ganzer Vorrath weggenommen und ausgegoffen werden sollte. Die weiter ostwärts wohnenden Grrqua-Häuptlinge waren außer Stande, dieses Gesetz so gründlich durch- zusühren wre er; und daraus erklärt es sich, daß die Bocrs in dieser Gegend die Griquas so leicht bewegen konnten, ihnen ihre Ländereien abzutreten. Viele Hunderte von Griquas sowohl als Bet- schuanen sind durch den Unterricht englischer Missionäre zu Christen gemacht und theilweise civilisirt worden. Ich erkannte jedoch sofort, daß die Schilderungen von dem Erfolge des Evangeliums unter denselben mit zu lebhaften Farben gemacht worden waren. Ich erwartete einen höhern Grad von christlicher Einfalt und Reinheit, als bei ihnen und bei uns eristirt. Ich suchte keine tiefere Einsicht als Andere, Lug und Trug zu entdecken, aber ich erwar- Gesandten die spanische Gesandtschaft. Der Bevollmächtigte näherte sich dem Präsidenten und las ihm mit gerührter Stimme eine sehr wohl- ausgedachte Rede vor, in welcher er im Namen des spanischen Volkes die großartige und feierliche Versöhnung (sie) der zwei Völker besiegelte. Telegraphische Nachrichten. Straßburg, 23. August. Die Straßb. Ztg. macht darauf aufmerksam, daß diejenigen Bewohner des Elsasses, welche die französische Nationalität gewählt haben, ohne das Land wirklich zu verlassen, als Fremde anzusehen und nur geduldet sind. Frankfurt, 24. Aug. Der Frankfurter Presse wiro von Berlin geschrieben: Ein Tag für die Wiederaufnahme der in Frankfurt stattgehabten Verhandlungen zwischen den französischen und deutschen Bevollmächtigten ist noch nicht bestimmt, es ist überhaupt noch nicht sicher, ob die Fortsetzung der Verhandlungen in Frankfurt ftatt- haben wird, da man glaubt, an einem andern Orte schneller zum Ziel zu kommen. Paris, 23. August. In den Kriegsgerichts- sttzungen fährt Kommandant Gaveau fort, die Angeklagten zu verhören. Das Urtheil wird wahrscheinlich nicht vor Samstag gefällt werden. Im Gerichtssaal läuft eine gedruckte Ver- theidigungsschrift Ferre's um, welche die Regierung angreift und die Kommune vertheidigt. — Temps tadelt die radikalen Blätter, die Bittschriften um Auflösung der Nationalversammlung vorzubereiten suchen. vermischte Rachrichte». — B aden, 23. Äug. (B.L.) In der Nacht vom 21. auf den 22. d. wurde in der hiesigen russtchen Kapelle ein Einbruch beabsichtigt, aber glücklicher Weise dadurch vereitelt, daß der Pope ein Geräusch vernahm und den Aufseher weckte, welcher mit einem Gewehre sich an die Kirche begab. Die Diebe ergriffen die Flucht, und er konnte nur eines einzigen, dem er mit Erschießen drohte habhaft werden. Es soll ein Engländer und vielleicht einer der Genossenschaft sein, welche neulich in der katholischen Kirche den Diebstahl begangen haben; man hofft, durch diesen Fang über den früheren Aufklärung zu erhalten. — — Berlin, 21. Aug. Der deutsche Fischerei- Verein hat ein Circular an die Vereinsmitglieder gerichtet. Ein demselben beigefügtes Corre- spondenzblatt enthält eine Denkschrift an den Fürsten Bismarck in Betreff der deutschen Seefischerei mit der Bitte, daß zur Hebung derselben eine entsprechende Summe gewährt werden möge; ferner eine Denkschrift in Betreff der Salmfischerei, einen Bericht der Commission für Krebsfischerei und Krebszucht, einen Beitrag über die Seefischerei an den Küsten Norwegens im Jahre 1869, einen Bericht über die Regulirung der Auster- und Miesmuschelfischerei; Mittheilungen über die Fischzuchtanftalt zu Hüningen. , tete einen Charakter, wie ihn nach unserer Ansicht die ersten Jünger hatten — und ich ward enttäuscht. (Fortsetzung folgt.) « ä t h f e l. Wer kennt das Weib, Wer nennt das Weib, DaS braun? magre runzliche Weib, Das alt doch hat viel sützern Leib, Als da es ist gewesen Ein jung' rund' glattes Wesen? Wer kennt das Weib, Wer nennt das Weib, Das alt den Stock zu lassen mußt'. An dem es jung sich halten mußt'. Das alt hat Küchentugend, Hielt Schenke in der Jugend? Wer kennt das Weib, Wer nennt das Weib, Dem jung kein Mädchen-Name behagl, Alt ließ sich's taufen als christliche Magd V Ihr aber, schöne Damen, Verschmähtet, glaub' ich, den Namen. — Thun. Unterm 20. August wird dem Berner Bund gemeldet: „Letzten Sonntag hat sich beim Besteigen des Stockhorns ein schwerer Unglücksfall zugetragen. Samstag Abend um 7 Uhr machten sich die beiden in Thun in Kondition stehenden Pharmaceuten Franz Ver- vier aus Gmünden (Mittelfranken, Bayern) und F. Schwab (Großh. Baden, Renchen) auf den Weg, um die höchste Spitze des genannten Stockes zu erklimmen. Trotz vorher erhaltener Warnung unterließen sie es, einen Führer mit sich zu nehmen, und mußten ihre Kühnheit mit dem Leben bezahlen: Sonntag Morgens traf in Thun telegraphisch die Kunde ein, daß Beide als Leichen aufgefunden worben seien. Diese Nachricht hat sich leider bestätigt. Beide Verunglückten befinden sich erst Anfangs der 20er Jahre. Möge diese tragische Begebenheit eine neue Warnnng für die mit den Wegen nicht bekannten Touristen sein, die Gebirge nie ohne Führer zu betreten." — Laibach, 18. Aug. Ein Hirtenbrief des Görzer Erzbischofs verkündigt das Unfehlbar- keits-Dogma. Aus der Gesellschaft für Verbreitung der Volksbildung. Gegenüber den wüthenden Ausfällen gegen Deutschland, wodurch französische Blätter leider noch immer die Aufmerksamkeit ihrer Leser von den eigentlichen Ausgaben ihrer nationalen Wiedergeburt ablenken, ist es eine erfreuliche Erscheinung, wie edlere Elemente des französische» Volkes auf dem Gebiete der Bildung dem uns» rigen bereits wieder die Hand zu reichen beginnen. Ein schöner Beweis dafür ist der uns so eben zugehende Bericht der „ligue de l’ensei- gnement“, welche ihren Sitz in Paris hat. Nach einer aus Quellen geschöpften Darstellung von Einrichtungen, welche das freiwillige Bildungswesen in Deutschland bereits hervorgerufen hat, folgt eine vortreffliche Uebersetzung des im April d. I. von der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung ausgegangenen Aufrufs nebst den Namen der Unterzeichner. Der Verfasier deS französischen Berichts (Jean Mac6) knüpft an diesen Aufruf folgende Schlußbetrachtung: „Auch wir können wohl mit den Männern, welche in diesem Augenblicke jene deutsche Gesellschaft organistren. mit Recht sagen: Der wiedergewonnene Friede muß uns zur ernsten Selbstprüfung bereit finden und zu energischer Wiederaufnahme der Culturarbeiten, welche der Krieg gewaltsam und wider unsern Willen unterbrochen hat." Und wenn wir sehen, daß Männer, die sicherlich zu den wohlberufenen Richtern ihres Landes gehören, mit lauter Stimme erklären, daß der Unterricht der Massen in Deutschland ungenügend ist. daß die in den Volksschulen gegebene Unterweisung nur einen Werth als Vorbereitung besitzt und daß das freie Fortbildungswesen, d. h. die Weiterbildung der der Volksschule Entwachsenen, bei ihnen eine Frage des allgemeinen Wohles ist, was haben alsdann wir uns zu bekennen, wir Franzosen? „Mag man sich anderwärts verfluchen. Das letzteWort desBerichts soll einWill- komm ensgruß an die in Deutschland gegründete Gesellschaft sein, und möchte ihr Beispiel ein scharfer Stachel für unsern franz. Verein werden, welcher jetzt an die Wiederaufnahme seiner Aufgabe geht. Denken wir, daß es gilt unsere Stellung mit Anstand aufrecht zu erhalten in der großen Verbindung, welche sich vorbereitet im Schoße aller gesitteten Länder, unter allen Menschen, welche de» Kampf ausgenommen haben gegen den gemeinsamen Feind des Menschengeschlechts, die Unwissenheit." Wir haben diesem ehrenden Zeugnisse nichts . hinzuzufügen als den Wunsch, daß jeder aufgeklärte und bemittelte Mann, besonders die Herren Arbeitgeber eS für Ehrensache anseben mögen der bereits festbegrllndeten Gesellschaft (Vorsitzender: Schulze - DNtzsch. D. R. M. — Secretär Dr. Franz Leiving, Berlin Niederstr. 2 ) als Mitglied beizntkftrn, damit ihre Wirksamkeit nicht durch ihn M jetzt unzulänglichen Geldmittel behindert werde. 807 Amtliche Berkündigungen. Gengen b a ch. Nro. 4887. An die Bürgermeisterämter: . . Da die Heil- und Pflegeanstalten Jllenau und Pforzheim überfüllt sind, fo werden tue Ortsvorgesetzten auf Grund ernes Crrkulars der Heilanstalt Jllenau darauf aufmerksam gemacht, daß Seelengestörte nur dann ausgenommen werden, wenn die im § 9 der Statuten im Regierungsblatt 1865 S. 135 vorgeschriebenen Nachweisungen erhoben sind; in ganz dringenden Fällen muß wenigstens das m § 9 Zlff. 2 verlangte ärztliche und bezirksärztliche Zeugniß beigebracht werden. Gengenbach, den 18. August 1871. Großherzogliches Bezirksamt. Rieder. Bekanntmachungen. Bekanntm achung. Nro. 1395. Die Reinigung und Feuerung deS neuen Schulhauses ist aus 1. Octbr. d. I. anderweitig zu vergeben und wollen bezügliche Gesuche bis 15 September d. I. anher eingereicht werden. Offenburg, den 23. August 1871. Der Gemeinderath. S ch a i b l e. 2855. Bührer. Oehmtgrasverfteigerung. 2819. Von den in Selbstbewirthschaftung stehenden Wiesen des diesseitigen Bezirks wird der diesjährige Oehmtgraserwachs in nachstehender Ordnung versteigert: Montag den 4. Septbr. d. I., Vorm. 10 Uhr, ln der Sonne zu Niederschopfheim, von den Wiesen dieser Gemarkung. Dienstag den 5. Septbr, d. I., Vorm. 9 Uhr, in der Krone zu Nesselried, von den Wiedergrün- und Weilerhofwiesen der Gemarkungen Durbach, Nesselried und Nußbach.! Mittwoch den 6. Septbr. d. I., Vorm. 9 % Uhr, im ©atmen zu Gengenbach, von den Wiesen der Gemarkungen Gengenbach, Bermersbach, Reichenbach und der Bolachmatte zu Schwaibach. Donnerstag den 7. Septbr. d. I., Vorm. 9 Uhr, in der Kr-ne zu Berghaupten, von der Brunnen- und Hubmatte. Donnerstag den 7. Septbr. d. I., Nachm. 2 Uhr, im Wirthshause zu Einach, von den Hütters- bacher Wiesen der Gemarkung Schwaibach. Montag den 11. Septbr. d.I., Vorm. 10 Uhr, in der Sonne zu Biberach, von den Scher- linggrün-, Schmelzhöfle-, Hofgrünwiesen und der Watdmatte, Gemarkung Biberach. Zur Vorzeigung der einzelnen Loose sind die Güterausseher der betreffenden Gemarkungen angewiesen. Offenburg, den 24. August 1871. Großh. Domänenverwaltung. 2.1. Versteigerung. 2839.2.1. Aus hiesigem Forsibezirke versteigern wir Mittwoch den 30. August d. I., Vorm. 10 Uhr, im Stubenwirthshaus in Nordrach: das Oehmt- gras von 10 Morgen domänenärarischen Wiesen auf der Gemarkung Nordrach. Donnerstag den 31. August d.I., Vorm. 10 Uhr, im Gasthaus zur Sonne dahier: ' 1) das Oehmtgras von 14 Morgen domänenärarischen Wiesen auf der Gemarkung Reichenbach; 2) das diesjährige Obsterträgniß und die nutzbaren Korb- und Bandweiden im District Schnaitberg. Gengenbach, den 24. August 1871. Großh.. Bezirksforstei. Wezel. Zunsweier. moa £, ,e i bci M™«fteiacruna .2798.2.2. Die hiMe Gemeinde läßt i MoljtaLben 28. d. M., EG». 1 Uhr. m Rachhaus die Beifuhr i Meß Rheinkies an den Wenigstbietenden öffentlich versteigern. Zunsweier, am 22. August 1871. Das Bürgermeisteramt. Scherer. Kiesbeifuhrverfteigerung. 2847.2.1. Die Gemeinde Bohlsbach versteigert am nächsten Donnerstag den 31. d. M., Nachm. 1 Uhr, auf dem Rathhaus die Beifuhr von ca. 200 Meß Rheinkies und ca. 50 Meß Kinzigkies, wozu Steigerungsliebhaber eingeladen werden. Bohlsbach, den 25. August 1871. Das Bürgermeisteramt. Stolzer. Kiesbeifuhrverfteigerung. 2854.2.1. Die Genossenschaftsgottswald-G- meinden Waltersweier, Bühl, Griesheim und Weier lassen am Dienstag den 29. August d. I., Nachm. 2 Uhr, die Beifuhr von 150 Meß Rhein- und 200 Meß Kinzigkies auf dem Rathhaus in Waltersweier öffentlich versteigern. Ferner läßt dieselbe die Herstellung eines neuen Döhlens im Gottswald mitversteigern. Hiezu ladet man die Liebhaber höflich ein. Der Verwaltungsrath. Bürgermeister B u ch h o l z. Stierversteigerung. 2824.2.2. Die Gemeinde Zusenhofen versteigert am Montag den 28. d. M., Vormittags 10 Uhr, im Rathhaus einen fetten Wucherstier. Zusenhofen, den 22. August 1871. Der Gemeinderath. Huschle. Offenburg. Zwetschgenversteigerung. 2852. Montag den 28. d. M., Abends 7,5 Uhr, wird das diesjährige Erträgniß der Zwetschgenbäume von den Spitalwiesen auf der Stegermatt und in der Löwer auf dem Platze versteigert. Zusammenkunft beim Zähringer Hof. St. Andreas-Hospitalverwaltung. Th. König. 2853. Nach obiger Versteigerung versteigert Unterzeichneter die Zwetschgen von circa 23 Bäumen in seinem Garten ebenfalls auf dem Platze. König, Verwalter. Weinversteigernng 2832. Wegen Verkauf meines Gasthauses zum badischen Hof lasse ich am Dienstag den 29. d. M., Vorm. 10 Uhr, circa 180 Ohm reingehaltcnen Zeller Rothen, Durbacher Klevner, Weißherbst und weißen Bergwein von verschiedenen Jahrgängen öffentlich versteigern. Offenburg, den 24. August 1871. Franz Behrle Bäckereiverkaus. 2844. 3.1. In der Gegend von Offenburg ist eine eingerichtete Bäckerei unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. Ossendurg. Anzeige. 2831.32. Bei Ochienwlrlh F. Ries ist eine in gutem Zustand erhaltene Weinspindeltrotte samt Zugehörde zu kaufen. Oehmtgrasversteigernng. 2818. Dr. Wagenmann in Offendurg läßt das Oehmtgras am Mittwoch den 30. August d. I. Nachmittags nach Beendigung der städtische» Versteigerung mit Borgfrist bis Martini 1871 im Rathhaussaale öffentlich versteigern von 17r Morgen Wiesen am Waldbach, Offenburger Gemarkung, 7, Morgen zwischen dem Blöchle u. Frauenweg, allda, 2 Morgen 179 Ruthen in der Wörth, Waltersweirer Gemarkung, 7z Morgen auf dem Geigermättle, allda, 17, Viertel auf der neuen Matt, allda, 7s Morgen hinterm Berg, Ortenberger Gemarkung, 17, Viertel auf der Steine, allda, 84 Ruthen auf der untern Dorfmatt, allda. O ff enbu r g Oehmtgrasversteigernng. 2830.2.1. Das Oehmtgras der Schützen - wiese von ca. 5 Morgen wird Mittwoch den 30. August a. c., Vorm. 11 Uhr, (nach der städtischen Oehmtgrasversteigernng) auf dem Platze selbst in 10 Loosabtheilungen versteigert und wird bei guter Bürgschaft Borgfrist bis Martini l. I. gestattet. 2816.3.2.Offenburg. sOehmtgrasver- steigernng.) Nächsten Dienstag den 29. d. M., Vormittags 11 Uhr, im Gasthause zur neuen Pfalz bei G. Schmidt versteigere ich den diesjährigen Oehmtgraserwachs von meinen Wiesen wie folgt: 1) von 17 , Morgen auf der Ritti in 3 Loosen ä 7r Morgen; 2) von 5 Morgen auf der Gifiz in 5 Loosen ä 1 Morgen; 3) von 17r Morgen auf den Waldbachwiesen in 3 Loosen ä 7r Morgen; 4) von % Morgen auf den Bühlermatten in 1 Loos; 5) von 7» Morgen im Oberwald an der Schutterwälder Straße in 1 Loos; wozu Liebhaber hiemit eingeladen werden. Borgfrist bei Bürgschaftsleistung gestatte ich bis Martini d. I. Die verehrlichen Bürgermeisterämter Elgersweier, Zunsweier, Ortenberg, Fessenbach, Zell und Rammersweier ersuche ich hiemit, Obiges in ihren Gemeinden in ortsüblicher Weise durch die Schelle verkünden und mir die Verkündigungs- Gebührenzettel zur Berichtigung zu Händen gehen zu lasten. Offenburg, den 23. August 1871. _ 3 A Nußbaum Offendurg. Oehmtgrasversteigernng 2817.3.2. Der diesjährige Oehmtgraserwachs von 67s Morgen Wiesen auf der Gifiz, „ 1 „ „ auf der sogen. Ochsenmatt. „1 „ „im Blöchle wird nach beendigter Versteigerung des Oehmt- grases von Hrn. Nußbaum rn schicklichen Loos- abtheilungen mit Sorgfalt bis Martini 0 . I. im Gasthaus zur neuen Pfalz versteigert: wozu die Liebhaber eingeladea werden. Offendurg, den 23. August 1871. F» 3iies» Steinach. Ochmlgrasverfteigerung 2792.3.2. I. F. Schaaff läßt Montag den 28. August, Nachm. 2 Uhr, im Adler in Ster- nach den Oehmtgraserwachs von 30 Morgen. Kinzigwiesen, Martini d. I. zahlbar, versteigern. 808 Offenburg. Oehmtgrasverkaus 2834. Badischhoswirlh Behrle hat das Oehmt- gras von ca. 3 Morgen Wiesen zu verkaufen. Offen bürg. Oehmtgrasversteigerung. 2828.2.2. Samstag de» 28. d. M., Nachmittags 4 Uhr, läßt der Unterzeichnete den Oehmtgraserwachs von seinen Miesen bei der Sägmühle auf dem Platze selbst öffentlich versteigern. K Armbruster. Offenburg. Oehmtgrasverkaus 2856.3.1. Ich verkaufe das Oehmtgras von l /i Tauen auf dem untern Angel, V 2 „ an der Bühlerstraße, V, „ bei der Sägmühle. Adolph Schaible. Offenburg. 2800.2.1. Den Kleeerwachs von Vs Zeuch und das Oehmtgras von 2 Morgen verkauft Notar S e r g e r. Gengenbach. 2820.3.1. Bei Unterzeichneter sind 4 schöne blühende Oleanderbäume zu verkaufen. L. Usländer Wwe. Jagdpulver, Schrote und Patronen empfiehlt I. A. Schaible 2851.12.1. in Offenburg. Anzeige. 2800 3.2. Bei Ferdinand Karoli in Kehl ist eine große Partie geräucherter Speck um billigen Preis zu verkaufen. — Zwetschgen — ckauft 2849. FRANZ MEIER in Offenburg. asciit, die Maas zu 12 Kreuzer, von 15 Maas an, -verkauft Adolph Schaible 2855.3.1. in Offenburg. O f f e n b u r g. Weinanerbieten. 2010.Z.21. Sehr gute Gestndeweine von 12 kr. per Maas an sind noch in größerm Quantum vorräthig und werden Fässer dazu geliehen bei Heinrich Rickler 30—60 Maurer finden bei 1 fl. 24 kr. Taglohn oder 1 fl. 45 kr. bis 1 fl. 48 kr. im Accord nebst freier Wohnung und billiger Rost in Karlsruhe dauernde Beschäftigung. Zu erfragen an Arbeitstagen auf der Brandstätte neben der Synagoge in ^er Kronenstraße. 2845.12.1. A. A.: A. Textor. Lehrlingsgesuch. In ein größeres Waarengcjchäft in Mannheim wird ein Lehrling gesucht. Auskunft erlheilt 2848.2.1. FRANZ MEIER in Offenburg. Dienstmädchengesuch. 2850. Es wird auf Michaeli gegen guten Lohn ein Dienstmädchen gesucht, das kochen kan«. Näheres bei der Exped d Bl. _ Dienstantrag 2810.3.3. Auf kommenden Drenstwechsel wird eine ältere Person zu Kindern gesucht — wo? sagt die Expkd. d. L5 2841.2.1. O f f e n b u r g. Im Saale zum Deutschen Kaiser heute Samstag den 26. August: Große außerordentliche Vorstellung in dieser Art, daß hier die Malerei, Optik und Mechanik einen wahren Triumph feiern. Preise der Plätze: Sperrsitz 24 kr. — Erster Platz 12 kr. — Zweiter Platz 6 kr. — Kinder die Hälfte. Kasseeröffnung halb 8 Uhr. Anfang 8 Uhr. I. Driesch, Physiker und Mechaniker. Behörden, Verwaltungen, Aetien-Gefellfchaf- ten Industrielle und Private, welche geeignete Dekanntmachungen und Inserate im Deutschen Reichs-Anzeiger und Königl. Preuß. Staats-Anzeiger zu pnblieire» wünschen und welche die kostspielige Postnachnahme der Gebühren durch die Expedition des Blattes vermeiden wollen, werden ersuchtdeßfallsige Ordres an uns zu adressiren. Der Jnstrtions- preis beträgt 2% Sgr. pr. Spaltreile, laut Original Tarif, den wir beim „Reichs-u. Staats- Anzeiger" ebenso innehalten, wie bei allen anderen Zeitungen, für welche quäst. Ordre etwa gleichfalls lautet: Haasenftein & Vogler, Berlin mit Zweiggeschäften in: Hamburg, Lübeck, Hannover, Halle, Erfurt, Leipzig, Dresden, Chemnitz, Cöln, Frankfurt a/M, München, Nürnberg, Stuttgart, Breslau-, Prag, Wien, Bafel, St. Gallen, Chur, Genf Lausanne, Zürich. Offenburg. Frische Würste verschiedener Sorten sind immer zu haben bei Hermann Reelinger, 2837.3.2. Wurster. 2843. Ein tüchtiger Schmiedgeselle findet sogleich gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung. Ebenso kann ein Lehrling unter günstigen Bedingungen eintreten. Zell a. H., den 24. August 1871. Leonhard Neunzig, Schmiedmeister. Offenburg. 2673.2,1. In eine hiesige Bäckerei kann ein kräftiger junger Mensch unter sehr günstigen Bedingungen als Lehrling ausgenommen werden. Näheres bei der Exped. d. Bl. 2857. Ein Mädchen, das Lust zum Reisen hat, wird zum sofortigen Eintritt gesucht. Näheres bei der Exped. b. Bl. Ein Glasschleifer, auf einfache glatte Facetten eingeübt, findet sofort dauernde Beschäfiigung. Näheres durch die Exped. d. Bl. 2832.3.2. 2841. Für einen soliden jungen Mann wird auf 1. Seplbr. ein schön möblirtes Zimmer frei. Wo? sagt die Exped. d. Ll. 3827.2.2. Jos. Lener Wwe. hier hat ein Mansardenzimmer, womöglich an ein lediges Frauenzimmer, sogleich zu vcimielhen. Bestellungen auf Wahlzettel zur Wahl der Kreiswahlmänner nehmen an A. Reiff « Cie., Buchdrucker« in Offenburg. Der kvang. plllt. Gottesdienst beginnt an den nächste« S Sonntage«, am 27. d. M., am 3. und 10. Septbr., jeweils Morgens 8 Uhr. Offenburg, den 25. August 1871. 2853. Bähr.Pfr. Frankfurter Curs dam 24. Aug. 1871. Gold und Silber. Preußische Friedrichsd'or Pistolen. Holländer 10 fl. Stücke Rand-Ducaren . . . 20 Franks-Stücke . . Englische Sovereign? Russische Imperiales . Dollar« in Gold . - fl. 9 58- bst fl. 9 38-40 fl. 9 55-57 fl. 5 33-35 fl. 9 19-20 fl. 11 48-50 fl. 9 38—40 fl. 2 25-26 Badische Staatspichirrr. Badische 5% Obligationen . . . 102 1 /» . 4‘/j% do. i. Thl. . . 99 . 4»), do. i. Thl. . 92-/. , 3‘/ a % do. 42er . . 87-/. . 4«/» Pr. Thl. 100-L. . . 111 fl. 35-Loose .... 70 Abgang der Eisenbahuzüge vom 28. Juli 1871 UN. Landaufwarts: 2 U 55 5 1t. 9 U. 19 1 U. 30 4 U. 1# t Morgens. Nachm. 4 U. « 8 XL. 18 Nachm. Abds. Landabwärts: 5 11. 7 11. 55 11 11. 28 f 2 U. 10 6 U. 28 Moraens Vorm. Nachm. Abds. 9 U. 40 11 U. 56 Abds. In's Kinzigthal: 5 U. 39 9 11. 30 2 11. 16 4 11. 45 8 11. » Morg. __ Nachm. Abds. t Schnellzug. • .'.vicaoii o«Rj;in>etÜid) -Hein.— Druck icit Verlag sioj* ft. Ü e i ; f u:tS Wotrrp,