DerArtmauerHote. Amtliches Verlründitzungslitatt für kit Kreis Ojfenlmrg, sowie für die Bezirksämter und Amtsgerrchte Offenburg und Gengenbach. Erscheint täglich mit Ausnahme Montags, und kostet vierteljährlich in Offenburg 1 fl., für den Landpostbezirk 1 fl. 2 kr., für die übrigen Postbezirke 1 fl. 7 kr. Einrückungsgebühr: die gespaltene Garmondzeile oder deren Rau m o kr. __ Nro. 258. Osfenburg, Freitag den 3. November _ 1871. §eute vor einem Jahr. (2. November 1870.) Preußen. Die Exkaiserin Eugenie verläßt Wilhelmshöhe, und begibt sich nach England zurück. Frankreich. Weitere Verhandlungen zwischen Thiers und Bismarck; der letztere bietet einen fünfundzwanzigtägigen Waffenstillstand — auf Grund des militärischen Status quo am Tage der Unterzeichnung. In Paris finden in Folge der Vorgänge vom 31. Oktober zahlreiche Verhaftungen statt. Fortdauer der Unruhen in vielen Städten, namentlich in Marseille, wo man eine „revolutionäre Commune" (Gemeinderath) eingesetzt, wo eine radikale garde civique (Bürgergarde) und die Nationalgarde einander gegenüberstehen, und Cluseret sich zum Oberbefehlshaber der ersteren hat ernennen laffen. Prinz Friedrich Karl verlegt sein Hauptquartier von Corny nach Pont-ä-Mousson. Beginn der regelmäßigen Beschießung von Neu-Breisach und Fort Mortier durch die Deutschen. Gefecht bei Les Errnes, Rongemont und Le Petit-Magny (General Treskow), im östlichen Frankreich. (3. November 1870). Oldenburg. Der Großherzog begibt sich nach Versailles. Baden. Der Großherzog begibt sich nach Versailles. Oesterreich-Ungarn. Direkte Reichstagswahlen in Böhmen. Die tschechischen Bezirke wählen Deklaranten, die Deutschen wählen Verfassungstreue. Frankreich. In Paris, Abstimmung über die Beibehaltung der gegenwärtigen Regierung. Mit Ja stimmen 557,976, mit Nein 62,638. An Stelle von Tamisier wird Clement Thomas zum Oberbefehlshaber der Pariser Nationalgarde ernannt. (Diesen Posten versah er schon nach der Revolution von 1848.) An Stelle von Esquiros ist Gent zum Präsidenten von Marseille ernannt worden, auf welchen ein Mordversuch ftattfindet. Indessen gelingt es der Nationalgarde die garde civique zu entwaffnen. Cluseret flüchtet. Die Festung Belfort von den Deutschen umzingelt. Spanien. Cortes. Der Ministerpräsident Prim schlägt den italienischen Prinzen Amadeo Herzog von Aosta zum König vor. Castelar's Antrag: der Regierung eine Rüge zu ertheilen weil sie ohne Ermächtigung der Cortes einen Thronbewerber gesucht habe, wird mit 122 gegen 44 "Stimmen verworfen. Rußland u. Polen. Ein kaiserlicher Ukas führt die allgemeine Wehrpflicht ein. Osfenburg , 31. Okt. Der Unfehlbare hat wieder einmal seine Donnerkeile vom Vatican aus geschleudert gegen „die Verworfenheit und gottlose Kühnheit Derer die sein höchstes Rich- teramt und unfehlbares Lehramt leugnen und die Autorität des Concils angreisen, als enthielten seine Dekrete eine Neuerung und eine Gefahr für die Staaten". Der Unfehlbare könnte eben so gut behaupten, weiß sei schwarz, und gegen Diejenigen losziehen welche es nicht glauben. — Die Antwort des Königs auf die Klagen der Preußischen Bischöfe gegen die „Eingriffe der Regierung in die Rechte der Kirche" anläßlich des Streites über den Religionsunterricht am Braunsberger Gymnasium weiSt deren Sprache, wie man sie in gewissen Blättern führe, zurück; die Aenderungen der Kirche verlangen eine verfassungsmäßige Aenderung der Gesetzgebung; und wenn auch die feindlichen Elemente mit Errichtung des deutschen Reiches nicht geschwunden, so hofft der König doch fortdauernde Treue seiner kath. Unterthanen, wie er ihnen stets gewogen bleibe. Dieser Schluß ist ein ganz richtiger und feiner: er unterscheidet wohlweislich zwischen den vernünftigen kath. Staatsbürgern und den Bischöfen, welche glauben machen möchten, als sei mit der neuen Lehre keine Veränderung in die Kirche gekommen, während diese dadurch doch eine ganz andere geworden. — In Frankreich dauern die sauberen Enthüllungen der Napoleonischen Politik und ihrer Helfershelfer fort; in Oestreich Sturz des Ministeriums Hohenwart-Schäffle, aber noch keine Entscheidung bezüglich des Weiteren. Der Schwabe Schaffte soll nun bei den Tschechen in Prag eine neue Heimath suchen, welche ihren Zorn über die neue Wendung der Dinge nicht stark genug ausdrücken können — u. A. kündigten sie mit großen Buchstaben eine literarische Neuigkeit an: der König — ein Jammerbild, über Ludwig XV. von Frankreich geschrieben und auf den Kaiser von Oestreich als Böhmenköniq gemünzt. — In Serbien Umgestaltung des Unterrichtswesens, in Rumänien Kammereröffnung. — Aus Amerika fortwährend noch Schreckensschilderungen über den großen Brand in Chicago; ausserdem Verfolgung der Mormonen und ihrer Vielweiberei sowie weitere Enthüllungen über die in die Millionen gehenden Betrügereien der Newyorker Stadtverwaltung. — München, 30. Okt. (N.N.) Die zwei Exkommunikationen, welche der Erzbischof Scherr auf einmal vorgenommen, betreffen Pfarrer Bernard von Kiefersfelden und Pfarrer Hosemann von Tuntenhausen. Sie erfolgten, weil die Genannten sich weigerten, von dem alten katholischen Glauben abzufallen und zu der neuen Sekte der Menschenvergötterer überzugehen. Beide haben feierlichst Protest eingelegt, beide werden als deutsche Männer und katholische Pfarrer ihre Pflicht thun. Herr Hosemann ist nicht gewillt, den Anmaßungen eines Hohenpriesters der neuen Sekte sich zu fügen, und fest entschossen, nach wie vor seine pfarrlichen Rechte und kirchlichen Verrichtungen auszuüben. In Kiefersfelden ge- rieth die ihrem Pfarrer treu anhängende Gemeinde in solche Aufregung, daß es der Erzbischof für gerathen fand, seinen Aufenthalt möglichst abzukürzen. Berlin, 30. Okt. (Reichstag: Erste Berath- ung des Haushaltsgesctzes für 1872.) Greil findet, daß der Militärhaushalt zu hoch sei und spricht sich gegen Errichtung eines Betriebsfonds aus. Lasker erklärt sich gegen Greils Ausführungen; derselbe begrüßt die Selbstständig« kcit des Reichshaushalts,'spricht jedoch sein Bedenken gegen die anwachsenden Ausgaben für Missionsreisen und Forschungen in Süd-Afrika von Ol. David Livmgflone. (Fortsetzung.) 17. December. — Libonta. Wir wurden mehrere Tage lang aufgehalten, um nach Sekeletu's Befehl Fett und Lutter einzunehmen, das als Geschenk für die Balonda-Häuptlinge bestimmt war. Es hm schien Fieber und Augenentzündungen, wie gewöhnlich vor Eintritt der Regenzeit. Meine eigenen Begleiter und die Leute in Libonta wünschten meine Hülfe. Ein Löwe hatte hier viel Unheil angerichtet, uno als die Leute ihn angegriffen, wurden zwei Mann verwundet; dem einen war das Schenkelbein ganz zerbrochen, woraus man die ungeheure Kraft der Klauen dieses Thieres erkennen kann. Die Entzündungen, welche den Verwundungen durch die Zähne des Löwen folgten, führten den Tod des einen herbei. Libonta ist die letzte Stadt der Makoiolo; als wir sie verließen, trafen wir daher nur noch einige Viehstationen und einsam liegende Weiler; dann kam ein unbewachsenes Stück Land, bis wir endlich Londa oder Lunda erreichten. Das Kochen geschieht gewöhnlich nach Sitte der Eingeborenen, und da sie jedesmal Tisch und Teller und die Hände waschen, ehe sie die Speisen angreifen, so braucht man sich nicht zu ekeln. Manchmal folgten sie auch meinem Rathe, und dann glaubten sie, sie könnten ganz wie die weißen Männer kochen. Der Koch bekommt stets, was im Topfe bleibt, daher will jeder gern der Koch sein. Ich zeigte ihnen, wie man Hemden wäscht, und sie machten es recht gut, obwohl ich selbst es nie gelernt hatte. Ich wechselte die Wäsche sehr oft und legte die Decke in die Sonne, und das bekam mir besser, als ich gedacht hatte. Die Lehren der Reinlichkeit, die mir meine Mutter in der Kindheit gegeben, tru- en viel dazu bei, die Achtung zu erhalten, welche ie Eingeborenen von den Sitten der Europäer haben. Es ist sehr fraglich, ob man in den Augen der Wilden gewinnen würde, wenn man sich in Sitten und Gebräuchen zu ihnen herabließe. Als wir die bewohnten Gegenden hinter uns hatten, fanden wir das Land reich an Thieren aller Art. Am Fluffe selbst entdeckten wir mehr als dreißig Species Vögel. Die Ibis religiös» kommt zu Hunderten, wenn das Wasser steigt, mit dem Leeambhe herunter, wie dies auch auf oem Nil der Fall ist; ferner große weiße Pelikane in Heerden von dreihundert Stück auf einmal, welche in langen Reihen einander folgen, und beim Fliegen zu gleicher Zeit sich erheben und fallen; Schaaren schwarzer Conchy- lten fressender Vögel, Linongolo genannt (Anastomns lamelligems); ferner unzählige Regenpfeifer, Schnepfen, Brechvöqel und Reiher. Außer den gemeinen gibt es hier auch eine Reihe merkwürdiger Varietäten. Man sieht lange Züge des schönen weißen Ardetta, die sich den Büffeln auf den Rücken setzen und, wenn sie laufen, ihnen nachfliegen. Der Kala (Textor erythrorhynchus) dagegen ist ein besserer Reiter, denn er bleibt auf dem Büffel sitzen, felhst wenn er im vollsten Laufe ist. Ferner gibt es hier Lösielgänse in Menge, mit fast ganz weißem Gefieder; den schönen, stattlichen Flamingo; den numidischen Kranich oder die Jungfrau, von denen wir in der Wohnung des Gouverneurs in der Kapstadt einige gezähmt sahen, die als an- muthiger Schmuck eines nobeln Hauses jedem gefielen, wenn sie auf der Säule, saßen. Es gibt hier noch zwei Kranicharten, die eine hellblau, die andere ebenfalls hellblau, aber mit weißem Halse; ferner Möven (Procellaria) von verschiedenen Größen. (Fortsetzung folgt.) » äthfe 1. Mich trifft der kecke Schiffer auch, Lieg' ich in Meeres Gründen — Trifft mich von dir ein sanfter Hauch, Versöhnt' ich einst die — Sünden! Auflösung des Räthsets in VLxo. 257: „Verschieden." 1054 Militärzwecke aus. — Staatsminister Delbrück antwortet auf verschiedene Beschwerden Lasters. Bezüglich der Ruhegehalte der Invaliden seien die Regierungen noch nicht schlüssig, er könne deßhalb keine Auskunft geben. Betreffs die Gehaltserhöhung der Beamten theilt Staatsminister Delbrück mit, daß dieselbe auch auf Unter- beamte ausgedehnt werde. Die einzelnen Vorschläge sollten nächste Woche vorgelegt werden. Gegenüber einigen Bemerkungen Lasters erklärt Kriegsminister v. Roon: Essei richtig, daß an den nächsten Militärhaushalt erhöhte Anforderungen gemacht werden sollen, für erhöhte Kriegsbereitschaft.könne die Nation auch in erhöhtem Maße in Anspruch genommen werden. — E. Richter erklärt: Er und seine Parteigenoffen würden Abstriche am Pauschquantum machen. Auf eine Aeußerung Richter's, das Oberkommando der Marine sei während des Krieges verschwunden, erklärt Kriegsminister v. Roon, das Oberkommando der Marine habe während des Krieges in geordneter Weise bestanden. Hiemit ist die erste Berathung geschlossen. Die zweite Berathung findet in pleno statt. Nächste Sitzung morgen. Berlin, 30. Okt. (Reichstag.) Morgen findet eine Versammlung von Delegirten aller Fraktionen statt, um den von konservativer Seite gestellten Antrag, den Kreisen die von denselben zur Unterstützung der Reserven und Landwehr verwendeten Gelder aus dem Reichsfond zu ersetzen, zu berathen. Wien, 31. Okt. Die Amtsztg. enthält ein kaiserliches Handschreiben an Hohenwart, welches die erbetene Amtsenthebung ertheilt u. den Ministern Habietineck, Schäffle, Jiricek den kaiserlichen Dank für mühevolle Ausdauer und Hingebung ausspricht. Dem Handschreiben an Hohenwart sind Handschreiben an Habietineck, Schäffle, Jiricek beigeschloffen, wodurch die Genannten ihrer Ministerposten enthoben werden. Ein weiteres Handschreiben überträgt an Holzgethan unter Belastung in seiner Stellung als Finanzminister bis zur Neubildung des Kabinets vorläufig den Vorsitz im Ministerrath. Mit einstweiliger Leitung des Ministeriums des Innern ist Wehli, des Kultus Fiedler, der Justiz Miltis, des Handels Wiedenfeld ».des Ackerbaues Possingerbeauftragt. Pesth, 28. Okt. Im Unterhause befragt Helfy (äußerste Linke) den Ministerpräsidenten Grafen Andrassy, ob es wahr sei. daß er seinen Einfluß dazu geltend mache, um die Bewilligung der Forderungen des böhmischen Landtages zu verhindern, und womit er dieses mit den Interessen und Gesetzen Ungarns unvereinbarliche Vorgehen begründe. Prag, 28. Okt. (Pr.) Zn Prag werden für Jirecek und Schäffle Wohnungen gesucht. Von Prag ging die Parole an die Landstädte, die zurücktretenden Minister, Holzgethan ausgenommen, zu Ehrenbürgern zu ernennen. Luzern, 30. Okt. Die Stadt Luzern genehmigte außer dem früheren Beitrag noch 250,000 Franken als Beitrag für den Bau der Gotthardbahn. Damit sind die 20 Millionen Franken, welche die Schweiz aufzubringen hat, gedeckt. Paris, 30. Okt. Bei dem zweiten Wahlgange der Marseiller Munizipalwahlen enthielten sich von 28,523 Wählern 23,802 der Abstimmung. Nur^eine ultraradikale Liste ist aufgestellt. Versailles, 30. Okt. Die Genehmigung der Zollübereinkunft ist aus Berlin eingetroffen. Der Austausch erfolgt morgen. Telegraphische Nachrichten. Berlin, 30. Okt. Bei der heute ftattgehabten Enthüllungsfeier des Denkmals für die Gefallenen des Garde-Schützenbataillons hielt Se. Maj. der Kaiser eine Ansprache. Berlin, 1. Nov. Die „Prov.-Kor." sagt: Noch im Verlauf dieser Woche geht dem Reichstage vorausstchtlich die Münzreform-Vorlage zu. Man darf annehmen, daß die Reichstags-Session nicht über die dritte November-Woche dauert und noch im Laufe des Monats der preußische Landtag einberufen werden kann, um den Staatshaushalt pro 1872 noch vor Jahresablauf festzn stellen. Berlin, 1. Nov. Die Kreuzzeitung bestätigt, daß das kaiserliche Antwortschreiben an die Bischöfe zunächst an den Erzbischof von Köln gerichtet sei. Eine authentische Veröffentlichung Seitens der Regierung sei nicht erfolgt, weil auch die Adresse der Bischöfe nicht veröffentlicht worden. Wien, 1. Nov. Die Neue Freie Presie meldet, Baron Kellersberg sei auf Grundlage der Rückkehr zur Verfassung mit Bildung des neuen Kabinets beauftragt. Bern, 30. Okt. Heute erfolgte zwischen dem Bundesprästdenten und dem Gesandten Deutschlands und Italiens der Austausch der Genehmigungen, betr. den Beitritt Deutschlands zum schweizerisch-italienischen Gotthardbahnvertrag. Paris, 31. Okt. Die Genehmigung der Ue- bereinkunft, betreffend die Veränderungen an der französtsch-deutschen Grenze und die elsässisch- lothringische Zollangelegenheit sind heute ausgetauscht worden. — Die Verhandlungen über den neuen französtsch-deutschen Postvertrag wurden von Hrn. v. Remusat und dem Grafen Arnim fortgeführt. Madrid, 31. Okt. Das Journal Argus zeigt die Entdeckung einer allgemeinen Verschwörung in Barcellona an; man soll drei Feuerbomben gesunden haben. Vermischte Nachrichten. — Karlsruhe, 1. Nov. (Kr. Z.) S. K. Hoheit der Großherzog haben den Obergüterverwalter Kommerzienrath Sigmund Battleh- n e r und den Postinspektor Hugo Schneider bei der Direktion der großh. Verkehrsanstalten zu Räthen und den Bahnverwalter Karl Fe- senbeckh in Kehl zum Assessor bei genannter Direktion ernannt. — Hr. Bahningenieur Tobias Wolf in Offenburg hat das Eiserne Kreuz 2. Klaffe erhalten. X Offenburg. Heiliger Anzeiger, du merkwürdiger Augenverdreher! In einem Schand- artikel deiner heutigen Nummer hast du — nicht deinen Dummköpfen, wohl aber Menschen von Verstand — wieder einmal gezeigt was für ein edles Früchtlein du bist. Ich habe heute keine Zeit mehr und der Ortenauer hat keinen Raum mehr, dir die Heuchlermaske vom Gesicht zu reissen, nächstens soll's aber um so gründlicher geschehen. So viel einstweilen mit Gruß und Hochachtung nach Verdienst. — Gengenbach, 1. Nov. In Ihrem heutigen Blatte ist bei der Rubrik der Strafkammerverhandlung die Sache so dargestellt, als sei der zweite Fall des Josef Jörger von hier auf gleiche Weise beigelegt wie der erstere. Das ist aber durchaus nicht richtig, da der Angeklagte bei letzterem dre Kosten zu tragen hat und die Ankläger auf weitere Bestrafung desselben verzichteten. Interessant war bei diesen Verhandlungen, wie ein in der Wolle ächt gefärbter Schwarzer auf die Frage des Präsidenten, welcher Partei er angehöre, sagte, um solche Sachen kümmere er sich nicht. Das heißt muthig für seine Ueber- zeugung eintreten! — Aus dem Wahlbezirk Kork. Am vergangenen Sonntag berieth sich eine große Zahl von Wahlmännern unseres Bezirks über die nach Ablehnung des Herrn Staatsministers Jolly zu bestimmende Bewerbung, und man vereinigte sich einstimmig auf Hrn. Apotheker Schoch von Lichtenau. (B.Ldz.) — Villingen, 30. Okt. Soeben verkünden Böllerschüffe und das Läuten der großen Glocke, daß Hr. Altbürgermeister Wittum dahier aus der Wahlurne als Abgeordneter zur zweiten Kammer hervorgegangen ist. Er erhielt 103 Stimmen, 10 fielen auf Dekan Schmitt in Hornberg, 1 auf Anwalt Oehl und 1 auf Anwalt v. Wänker in Freiburg. Herr Wittum besitzt als früherer Anwalt und langjähriger Bürgermeister Villingens alle Eigenschaften zur würdigen Vertretung unseres Bezirkes. Seiner politischen Gesinnung nach gehört er der natio- nalliberalen Partei an. — Freiburg, 31. Okt. Die hiesige Hochschule wählte zu ihrem Abgeordneten in die 1. Kammer Hrn. Prof. Dr. Degenkolb und nahm derselbe die Wahl an. (B.Ldz.) — Heidelberg, 30 Okt. Gestern wurde dahier die Generalversammlung des badischen Sängerbundes abgehalten, in welcher der Eintritt desselben in den deutschen Sängerbund be- schloffen worden. (L.Ldz.) — Walldürn. 31. Okt. Zum Abgeordneten wurde an Stelle des Bürgermeisters Kiefer, welcher die Wahl oblehnte, gewählt Pfarrer Hof mann von Hemsbach. (B. L.) — Mosbach, 26. Okt. (B. L.) Aus den Verhandlungen unserer Kreisversammlung erhellt, daß im Jahre 1871 in unserm Kreise 589 Kinder der öffentlichen Armenpflege mit einem Aufwand von 18,463 fl. 20 kr. anheimgesallen sind und sich deren Zahl voraussichtlich im nächsten Jahre auf 800 steigern wird. — Furtwangen, 22. Okt. In diesen Tagen fand dahier die zweite Ausstellung von Stroh und Strohgeflechten statt, wobei von gr. Handelsministerium Preise im Betrage von 400 fl. vertheilt wurden. — Jtzstein, A. Lörrach, 25. Okt. Das Ergebnitz unserer Weinlese ist nach Menge und Güte befriedigend. Es wird von hier aus viel Wein nach dem Elsaß verkauft. Preis 19 bis 21 fl. die Ohm. (B. 8.) — Stuttgart, 27. Okt. Das hiesige Ak- tionskomite der Altkatholiken steht mit den Professoren Huber, Friedrich und Michelis im Briefwechsel, um sie zur Leitung einer giößeren, im Monat November hier abzuhaltenden Versammlung von Gesinnungsgenossen einzuladen. — Nürnberg, 29. Okt. (Frkf. I.) In einer Maffenversammlung der Arbeiter der größten Geschäfte wurde beschlossen: lOstündige Arbeitszeit, 25prozentige Lohnerhöhung und totale Abschaffung der Ueberstunden zu verlangen. — Zabern (Elsaß), 23. Okt. Hier hat sich ein Kasino gebildet, in welches außer den deutschen Beamten auch ein großer Theil der Bürgerschaft eingetreten ist. — K o b l e n z, 27. Okt. (Fr. I.) In ver- floffener Nacht hatten wir auf den höher gelegenen Bergen 2—3" R. Kälte. Das Laub der Weinberge, sowie ein großer Theil der Trauben ist erfroren und an eine vollständige Reife der letzteren nun nicht mehr zu denken; auch die Aussichten auf einen einigermaßen günstigen Herbst sind geschwunden. — Köln, 23. Okt. (Köln. Ztg.) Der Ele- phant unseres zoologischen Gartens ist gestern Morgen, nachdem er zuletzt ganz kraftlos und ruhig am Boden gelegen, verendet. Seinen riesigen Leichnam hat das anatomische Kabinet der Universität Heidelberg für die Summe von 300 Thlrn. angekauft. — Der Bremer Senat hat für die Nsth- leidenden in Chicago 1000 Thaler aus seinem Fond bewilligt. — Braunsberg, 25. Okt. Am letzten Sonntag wurde in der katholischen Pfarrkirche zu Braunsberg die über den Prof. Michelis verhängte große Exkommunikation von der Kanzel publizirt. — Brüss el 28. Okt. Nach einem der Liberte, dem Organ der Sozialisten, zngeqangenen Telegramm aus Gent, ist die Ärbeitseinstellung der dortigen Maschinenarbeiter eine allgemeine geworden; die Zahl der feiernden Arbeiter beträgt etwa 3000. Chicago, 26. Okt. Der Bürgermeister der Stadt hat, wie die hiesigen Blätter melden, nach Berlin folgendes Telegramm an den amerikanischen Konsul Kreismann gerichtet: „Ich erhalte so eben Ihre Depesche über die Absendung weiterer 10,000 Doll, für unsere Stadt. Der Himmel möge den Kaiser, den Kronprinzen und Berlin segnen; das ist das innige Gebet unserer schwer hetmgesuchten Bevölkerung". Briefkasten. Hrn. N. in G. Die U-bernahme der Verantwortlichkeit für das Gedicht müßte uns erst von Seiten Eines der Bezeichnten ausgespro- chen werden. Berichtigung. In Nr. 257 d. Bi. Seile 1050, Zeile 11 von unten soll es convento statt cenvento heißen. 1055 Bekanntmachungen. Die landwirthschastliche Kreis-Wmterschule Offenburg wird ihr diesjähriges Schuljahr am Montag den « November beginnen. Der Zweck dieses volkssaßlichen Unterrichts ist, jungen Leuten jeden Alters von 15 Jahren an, während 5 Monaten, Gelegenheit zu verschaffen die zu einem verbesserten Betriebe ihres Gewerbes erforderlichen ^"^Gegenständ?des Unterrichts sind: Die verschiedenen Zweige des Ackerbaues'und der Thierzucht. Leichtfaßliche Thierheilkunde, Naturgeschichte, Rechnen, Grschäftsaufsätze, Plan-Zeichnen. Buchhaltung, Geometrie, sowie praktische Demonstrationen. r ^ . ,. L !t Anmeldungen zur Aufnahme werden von Landwirthschaftslehrer Burghard entgegengenommen, welcher auch bereit x|t, weitere Auskunft zu ertheilen und wenn es gewünscht wird hinsichtlich des Unterkommens der Schüler rathend thätig sein wird. Unbemittelten kann auch dieses Jahr wieder Erlasiung des Schulgeldes in Aussicht gestellt werden. o MM9 . 9 Offenburg, den 17. Octbr. 1871. Der Aufsrchtsrath. 3663.3.3. Offen bürg. Zahlungs-Aufforderung. 3795.3.2. Nachoem der Mahnung in Nr. 188 und 189 v. Bl. nur geringe Folge gegeben worden ist, werden Diejenigen, welche ihre bereits verfallenen Schuldigkeiten zur Stadt-, Gewerbschul-, Pfarrzehnt- und Sparkaffe nicht bezahlt haben, zu deren Berichtigung mit dem Anfügen aufgefordert, daß die Säumigen nach Ablauf des 15. Novbr. d. I. ohne alles weitere gerichtlich belangt werden. Offenburg, den 28. Octbr. 1871. Der Bürgermeister: Der Rechner: fgez.^ Schaible. fgez.^ Eisinger. Gemeinde Dorf Kehl. Gewann- und Loossteinlieferung 3821.2.1. Am Montag den 6. Novbr.. Nachmittags 4 Uhr, versteigert die Gemeinde Dorf Kehl auf dem Rathhaus daselbst die Lieferung von 15Ö Stück Gewann- und 1100 Stück Loossteinen. Hiezu werden Steigerungsliebhaber eingeladcn. Dorf Kehl, den 30. Octbr. 1871. Das Bürgermeisteramt. D u r a i n. Kellerverpachtung. 3833.2.1. Die Unterzeichnete Verwaltung läßt Montag den 6. Novbr. d. I., Vorm. 10 Uhr, auf ihrer Kanzlei dahier den unterm Gymna- stumsgebäude hier befindlichen großen gewölbten Keller vom 1. Octbr. l. I. an auf weitere 6 .Jahre pachtweise versteigern. Offenburg, den 28. Octbr. 1871. Gr. Gymnastumsfondsverwaltung. P e z o l d. Holz-Berfteigerrmg. 3826.2.1. Die Gemeinde Einbach läßt aus ihrem Gemeindewald am Donnerstag den 9. u. Freitag den 10. d. M., jeweils Vorm. 9 Uhr anfangend, nachstehende Holzsorten gegen baare Zahlung vor der Abfuhr an den Meistbietenden öffentlich versteigern, als: 230 Tannenstämme, 217 tannene Klötze, 26 .buchene Klötze, zus. 13,831 sodann 13% Klftr. Tannen- und 28 Klftr. Buchenscheiterholz, 15% Klftr. Tannen- und 21% Klftr. Buchenprügelholz. Hiebei wird bemerkt, daß die Steigerung am ersten Tag im Wald vorgenommen wird, und ist die Zusammenkunft auf der sog. Mößern bei der obern Pflanzenschule; am zweiten Tag wird die Steigerung im Rathhaus fortgesetzt werden. Die Bedingungen werden vor der Steigerung verlesen, und ladet man die Liebhaber hiezu höflich ein. Einbach, den 31. Octbr. 1871. Das Bürgermeisteramt. A r m b r u st e r. Durbach. «Holz - Versteigerung. 3822.3.1. Die Mooswaldgenoffenschaft Dnr- bach versteigert am Donnerstag den 9. Novbr., Morgens 9 Uhr anfangend, im Straußwirthshause im Gebirg dahier: 74% Klftr. buchenes Scheit- und Prügelholz, 15 buchene Klötze u. 5 tannene Stämme und Klötze, 600 buchene Wellen und mehrere Loose Schlagraum. Die Hölzer befinden sich an fahrbarem Wege im hiesigen Mooswalde und werden Liebhaber hiezu eingeladen. Durbach, den 30. Octbr. 1871. Das Bürgermeisteramt. Geiler. Offenburg. Hausplatzversteigerung. 3777.2.2. Hr. Fabrikant Otto Vittali von hier läßt am Dienstag den 7. d. M., Vorm. 11 Uhr, im hiesigen Rathhause gegen terminweise Zahlung und unter sonst günstigen Bedingungen für die Kaufliebhaber zu Eigenthum versteigern: Den Platz von seinem kürzlich abgebrannten Hause in hiesiger Ritterstraße, Haus-Nro. 275, Grdst.-Nro. 439/2., im Maßgehalte von 22,5 Ruthen Hofraithe, mit dem darauf befindlichen Bau-Material und Keller, einers. Hr. Gas- director I. A. Nußbaum von hier, anders. Hr. Wurster Alexander Geck von da, hinten Hr. Kaufmann Karl Fink, vornen die Ritterstraße. Die bereits ermittelte Brandkaffen-Entschä- digung von 7000 fl. wird dem Käufer auf Verlangen zum Einzuge während des aufzuführenden Neubaues überlassen. Hiezu werden die Steigerungs-Liebhaber mit dem Bemerken eingeladen, daß Hr. Vittali inzwischen etwa gewünscht werdende Auskunft ertheilt. Offenburg, den 27. Octbr. 1871. Rathsschreiberei: Gütle. Liegenschaftsversteigerung. 3812.2.2. Mit obervormundschaftlicher Genehmigung werden die Liegenschaften der Wilhelm Haas Kinder und mit denselben jene der Wilhelm Haas Wwe. am Montag den 15. Novbr., früh 9 Uhr, in der Blume zu Rammersweier öffentlich versteigert, wobei der Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis oder mehr erreicht wird. Die Steigerungs-Bedingungen werden am Steigerungstage bekannt gemacht. Beschreibung der Liegenschaften, a) Liegenschaften zwischen der Wittwe und den Kindern gemeinschaftlich: ' 1 . 1 Viertel 34 Ruthen Haus- und Hofraithe im untern Dorf Rammersweier, neben Anton Harter und Wendelin Lurk mit darauf stehendem einstöckigen Wohnhaus mit Stallung, Scheuer, Keller. Anschlag . . 1300 fl. b) Eigenthum der Wilhelm Haas Kinder: 2 . Grdst.-Nr. 900: 65,2 Ruthen Acker auf der Riedhald, neben Georg Mai und Johann Dieser. Anschlag 120 fl. Grdst.-Nr. 2679: 27,1 Rth. Acker im Schellenberg, neben Josef Busam und Mathias Klein Wwe. Anschlag 40 fl. 4. Grdst.-Nr. 443: 69,4 Rth. Acker in der Sommerhald, -neben Georg Mai und Ferdinand Hermann. Anschlag .. 200 fl. 5. Grdst.-Nr. 2743 : 37,1 Rth. Reben im Schellenberg, neben St. Andreas- Hospital und Math. Hauser Erben. Anschlag . . . o - • . ?5 fl. Grdst.-Nr. 3602 : 26' Rth. Neben auf der Langeck, neben Valentin Lit- terst und Wendelin Lurk. Anschlag 30 fl. 7. Grdst.-Nr. 3878: 15,7 Rth. Reben auf der Kreuz ebene, neben Nikolaus Hauser. Anschlag . . . . 35 fl. Grdst.-Nr. 3871: 53,6 Rth. Reben auf der Kreuzebene, neben Michael Vogt und Andreas Basler, taxirt zu 150 fl. o) Eigenthum der Wwe. Haas: Grdst.-Nr. 2165: 43,9 Rth. Acker im Hasensprung, neben Josef Erhard. Anschlag.40 ft. 10 . Grdst.-Nr. 494 : 98 Rth. Reben und Vorgeländ in der untern Hald, neben Wendelin Lurk und Bernhard Göppert. Anschlag . . . 300 fl. 11 . Grdst.-Nr. 3083 : 42,6 Rth. Reben im Heibenacker, neben Valentin Näger und Gemeindeweg. Anschlag . . 60 fl. 12. Grdst.-Nr. 3629: 25 Rth. Reben auf der Langeck. neben Karl Litterst. Anschlag.70 fl. 13. Grdst.-Nr. 3942 : 47,6 Rth. Reben und Matten auf der Kreuzebene, neben Joses Busam. Anschlag . . 90 fl. 14. Grdst.-Nr. 3683: 27,7 Rth. Reben auf der Langeck, neben Lorenz und Magdalena Litterst. Anschlag. . 60 fl. 15. Grdst.-Nr. 2166: 43.2 Rth. Acker im Hasensprung, neben Mich. Kiefer. Anschlag. 40 ff- Gesamt-Werthanschlag 2610 st. Offenburg, den 24. Octbr. 1871. Der Großh. Notar S erg er. Liegenschaftsversteigerung. 3738.3.1. In Folge richterlicher Verfügung wird nachbenannte, zur Gantmasse des Metzgers Wilhelm Schnetzer von Ortenberg gehörige Liegenschaft am Dienstag den 14. Novbr. d. I., Nachm. 2 Uhr, im Gemeindehaus zu Ortenberg öffentlich zu Eigenthum versteigert: Grdst.-Nro. 1213/14: 38,2 Ruthen Hofraithe und Gemüsegarten mit einem neu erbauten Wohnhaus, Scheuer und Stall mitten im Dorf Ortenberg an der Landstraße, neben Josef Frey und dem Dors- bach, taxirt zu .... 1800 fl. Der Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis oder darüber geboten wird. Offenburg, den 21. Octbr. 1871. Der Vollstreckungsbeamte: Großh. Notar Ed. Dillinger. 1056 Für die -effbekannte mechanische Spinnerei Bäumenheim nimmt Flachs, Hanf und Abwerg fortwährend zum Lohnverspinnen und Weben an: Kaufmann Fr. Knpferer, vormals I. Fischer, in Appenweier. Das Garn kommt in 4 Wochen retour. 3539.6.3. «Im. Münster-Sau-Lotterie mit Baar-Gcwinnen von: fl. 2«,«««, fl. 10,000, fl. 5000, 2 ä ft. 1000, 10 4 fl. 500, 40 4 fl. 250, 50 4 fl. 100, 100 4 ft. 25, 1000 4 fl. 5, 1400 Münsterthaler 4 3% fl. und viele Kunstgegenstände im Werthe von 3100 fl. Die Ziehung erfolgt unwiderruflich am Mittwoch den 15. Novbr. d. I. Loose 4 35 kr. sind zu beziehen durch die Annoncen-Expedition von Rud. Moffe in Straßburg i. E. und zu haben bei Alex. Reiff in Offenburg und in der Erped. dieses Bl. 3677.5.5. Offenburg. 3810.2.2. Einen größeren Posten der neuesten Dessins feiner Niederländer französischer Buckskins, Double, Ratine etc. etc. habe soeben erhalten und empfehle solche zu äußerst billigen Preisen. G. Stahlin, I. I. Castell's Nachfolger. Steigerungs-Ankündigung. 3835.2.1. Die Erben des verstorbenen Herrn Anton Klumpp, Großh. Domänenverwalter a. D. hier, lassen am Mittwoch den 8. Novbr. 1871, früh 9 Uhr beginnend, in dem Sterbhause die Fahrnisse, bestehend aus Hausrath aller Art, Möbeln, Bildern und Küchengeschirr mit eisernem Herde, gegen Baarzahlung öffentlich versteigern. Offenburg, den 1. Nov. 1871. S erg er, Notar. Steigerungs-Ankündigung. 3767.2.2. Der Unterzeichnete versteigert am Samstag den 4. Novbr., Mittags 2 Uhr, 860 Stück Hopfenstangen, zu Reb- und Baumpfählcn sich eignend, in mehreren Loosabtheilungen, dieselben lagern an der Schuhgasse und im Heldenrecht, an ersterm Ort wird mit der Versteigerung auf dem Platze selbst begonnen. Nach dieser Versteigerung wird der Hopfenacker im Heldenrecht mit 942 Stöcken auf die Dauer von 6 Jahren, und zwar von Martini d. I. an, verpachtet; wozu Liebhaber einladet. Jos. Schuemacher in Offenburg. F. W. Steiner in Stratzburg hat mit dem Verkaufe von Mehl, Wai- zen und Gerste untenstehende Herren beauftragt: Für das Großherzogthum Bade«: Herrn M. Kahn in Offenburg, „ Ch. Bertinet in Millstatt, „ W. Schubert in Freiburg, „ Schmidt - Wechselberger in Basel. Für den Elsaß und Lothringen: Herrn Mt. Haas in Straßburg, „ Gge. Grieß in Colmar, „ Ch. Federmann in Mühlhausen, „ Fc. Thiria in Meß. Für Frankreich: Herrn Ch. Federphiel in Nancy, „ Mt. Vertier in Chalons, „ A. Prevost in Paris, Herren L. Maget Lt Cie. in Lyon. 3823.2.1. Geld auszuleihen. 3818.3.2. Karl Burger, Particulier in Offenburg, hat 1200 fl. Pflegschaftsgeld auf gerichtliche Versicherung auszuleihen. Offenburg. 3829.2.1. % Zeuch große weiße Rüben hat zu verkaufen T. Wagner, Zimmermeister. 3828.12.1. Die allgemein beliebten ächten Honig-Brust-Bonbons und die mit vielem Erfolg gekrönten Ingwer-Pastille« für Magenleidende von Carl Haas in Lahr sind in Schachteln 4 12 kr. allein zu haben bei Apotheker Sax in Offenburg, Franz Maier in Offenburg, I. N. S ch ö n d i e n st in Gengenbach, X. Gotterbarm in Haslach, F. Marquardt in Willstätl, Ch. Marx in Zell a. H., E. Durain in Kehl, Apotheker Junghanns in Oppenau, I. Spitzmüller in Marlen, Seeg er zur Restauration in Appenweier. 3814.3.2. Medicinalrath Barth hat die Trester von seinem diesjährigen Herbsterträgniß hier und in Durbach zu verkaufen. _ Offenburg. 3834.2.1. Bäcker Fritz Dold hat ein Quantum Futtermehl um billigen Preis zu verkaufen. 13.Z.9. ©Te ' heftigsten Zahnschmerzen beseitigen augenblicklich unfehlbar die bewährten Toot-Ache-Drops. Verkauf in Originalgläsern, 4 18 kr., nur ächt in Offenburg bei C. Fink. r~^ Aehnliche Anzeigen beruhen auf Anmaßung und Fälschung. Einser Pastillen, seit einer Reihe von Jahren unter Leitung der königlichen Brunnenverwaltung aus den Salzen des Emser Mineralwassers bereitet, bekannt durch ihre vorzüglichen Wirkungen gegen Hals- & Brustleiden, wie gegen Magenschwäche sind stets vorräthig in Offen bürg bei Herrn Alexander Reiff. Die Pastillen werden nur in etiquettirten Schachteln versandt. Königl. Brunnenverwaltung zu Bad Ems. Ein braves, gesittetes Mädchen, das bürgerlich kochen kann, wird in eine kleine Haushaltung gesucht, und könnte sogleich eintreten. Näheres bei der Erp. d. Bl. Bitte. 3827. Der ev Franenvereitt wendet sich an alle Wohlthäter, welche bisher zur Weihnacht s b e s ch e r u n g für bedürftige Kinder der hiesigen ev. Gemeinde geholfen haben, und bittet auch für dieses Jahr um Unterstützung durch Gaben und durch Mitarbeit an den Bescherungsgegenständen. Bei Frau Baurath Sprenger, Bahnhofstraße Nro. 108, werden Gaben, welche gärigst recht bald cingehen sollten, in Empfang genommen, und werden Arbeiten von Montag den 6. d. M. an ausgetheilt werden. Das große Bedürfniß, sowie die bisher mit der Sache verbundene Freude und segensreiche Wirkung sind für die christliche Liebe wohl genügende Empfehlung unserer Bitte, so daß wir hoffen, unser Vertrauen werde sich reichlich bewähren. Der ev. Franenverei«. O f f e n b u r g. 3806.3.3. Bei Frau Metzger Sieferts Wwe. ist ein möblirtes Zimmer zu ebener Erde auf 1. Novbr. zu vermiethen. Offenbar g. 3836. I. Anna in der Webergaffe hat eine halbe Zeuch Rüben zu verkaufen. 3837.2.1. Ein Küchekasten mit Glasfenst er, gut erhalten, ist zu verkaufen. Das Nähere bei der Exped. d. Bl. 3832.2.1. Ein junger Mann mit guten Schulkenntnissen und schöner Handschrift findet unter sehr günstigen Bedingungen bei einem Notar eine Stelle — wo? sagt die Exp. d. Bl. Tanzunterricht? 3820. Samstag den 4. d. M. Beginn des 2. Curses. A. Bittler, Tanzlehrer, z Frankfurter Curs vom 1. .Nov 1871. Gold und Silber. Preußische Friedrichsd'or . . . fl. 9 58- 59 Pistolen.fl. 9 40—42 Holländer 10 fl. Stücke.ft 9 53—55 Rand-Ducaten.fl. 5 34—36 20 Franks-Stücke.fl. 9 16-17 Englische Sovereigns.fl. 11 46—48 Russische Imperiales.fl. 9 42-44 Dollars in Goü» . -.fl. 2 24 l J 2 —25 1 /* Reiff und Comp. Für die Redation verantwortliche: A. R e i f f. — Druck und Verlag von A.