T)or tsmirnrtitfr Amtliches VerkiindigMgsblM für den Kreis Ojfenbnrg, sowie für die Bezirksämter und Amtsgerichte Offenvur g und Gengendach. Erscheint täglich mit Ausnahme Montags, und kostet vierteljährlich in Offenburg 1 fl., für den Landpostbezirk 1 fl. 2 kr., für die übrigen Postbezirke 1 fl. 7 kr. EinrückungSgebühr: die gespaltene Garmondzeile oder deren Raum 3 kr. Nro. 271. Offenburg, Samstag den 18 . November 1871 . Heute vor eiuem Jahr. (18. November 1870.) Frankreich. Treffen beiChateauneuf (südlich von Dreux), die Franzosen geschlagen. Ewige Hunderte gefangen. Gefecht bei Ardelles und Digny (in derselben Gegend.) Politische Rundschau. Karlsruhe, 15. Nov. Jeder wahrhaft vaterländisch denkende Mann würde es mit Freude begrüßen, wenn die Nachricht sich bestätigen sollte, daß in den nächsten Tagen eine Novelle zum Strafgesetzbuches eingebracht werde, durch welche das Politisieren auf der Kanzel unter Strafe gestellt wird. Die Mehrheit für diesen Antrag sei im Reichstage und Bundesrathe ge- stchert; auch Bismarck stimme ihm zu. Bekanntlich hat der Reichstag schon in der Frühjahrstagung die Beeinflussung der Wahlen durch geistliche Kanzelreden als Grund für die Nichtigerklärung der Wahlen anerkannt. (B.L.) Freiburg, 15. Nov. Nachdem Frhr. v. Buol- Berenberg in Zizenhausen die Annahme der Wahl in die I. Kammer abgclehnt hatte, wurde heute von den Grundherren oberhalb der Murg eine neue Wahl unter Leitung des großh. Wahl- kommisfärs, Ministerialrath Winter, im großen Saale des vormaligen Regierungsgebäudes vorgenommen. Es ist hiebei Frhr. v. G a iling von hier mit allen 37 Stimmen gegen seine eigene gewählt worden, von welchen 12 Stimmen von anwesenden Grundherren und 26 Stimmen schriftlich oder durch Vollmacht abgegeben worden sind. Frhr. v. Gailing hat die auf ihn gefallene Wahl angenommen. München, 14. Nov. Das Ordinariat München hat jetzt über den Pfarrvikar Bernard zu Kiefersfelden die privativ beneücü (Enthebung von der Pfründe) verhängt. Eine bürgerlich rechtliche Wirkung wird die Regierung von ihrem einmal eingenommenen Standpunkt aus diesem Akt nicht zuerkennen können. ‘— Der katholische Pfarrer Her res zu Maikammer in der Pfalz weigerte kürzlich die Taufe eines Kindes, weil der Vater deflelben die Döllinger- Adresse unterschrieben habe. Die Taufhandlung wurde in Folge deffen vom protestantischen Pfarrer vollzogen. Von der Isar, Ans. Nov. Tuntenhausen, nicht weit von der München-Jnsbrucker Bahn, nördlich von Rosenheim gelegen, ist Wallfarhts- ort, und Wallfahrtsörter in Altbaiern sind — das weiß jeder Landeskundige — die Heim- u. Brutstätten des Aberglaubens. Gibt es doch, wie die Zeitungen melden, sogar Gegenden in Baiern, wo die Bauern, anstatt daß die Dorfjugend die Maikäfer in deren Heckzeit einfach todtschlägt, Messen, sogenannte „Engerling-Aem- ter" singen lassen, um das Ungezifer durch Gebet quitt zu werden. Der Pfarrer singt das Amt und steckt das Geld behaglich in die Tasche. In Tüntenhausen nun soll der vorige Pfarrer die Kraft besessen haben, allen Hagelschlag von der Dorsflur abzuwenden; da der neue, am letzten Samst. durch unsern Erzbischof in höchsteigener Person an Ort und Stelle excommunicirte Pfarrer Hosemann sich nicht die gleiche Fähigkeit zuschrieb, so wurde er von vornherein von den Bauernweibern scheel angesehen. (Rh.M.) Gebweiler, (Elsaß), 12. (Str.Z.) Die gestrige Eröffnung eines deutschen Kasinos am Schillertage war eine Feierlichkeit, wie sie in ihrer Art wohl zum ersten Male im südlichen Elsaß stattgefunden hat, und recht bezeichnend für die herzliche Eintracht in dem Verkehre der aus Nord und Süd versammelten Beamten. Aus verschiedenen Theilen des Elsasses hatten sich an hundert Offiziere und Zivilbeamten mit Frauen und Töchtern als Gäste zu der Feier eingefunden, und auch elsässische Frauen und Männer hatten dem herrschenden Vorurtheil zum Trotz es sich nicht nehmen lassen, eine deutsche Gesellschaft sich in nächster Nähe anzusehen. Wiesbaden, 13. Nov. (Fr. I.) In dem Kriminalfalle, betreffend die Zahlung der katholischen Kirchensteuer, hat sich das Gericht der Ansicht der Vertheidigung nicht angeschloffe», den Angeklagten vielmehr heute zu 10 Thalern Geldbuße verurtheilt. Berlin. (Reichstagssitzung vom 11. Novbr.) Abg. Dr. Gerstner stimmt in vielen Punkten mit Bamberger überein, doch kann er dessen günstige Auffassung der Vorlage nicht theilen. Er betrachte dieselbe nicht vom Standpunkt einer hohen Münzpolitik aus, sondern im Hinblick auf das Volksintereffe, und da müsse er gestehen, daß der Entwurf sehr lückenhaft sei, und daß er, falls der Finanzminister und der Vorredner ihn nicht 'besser motiviren könnten, vor der Kritik nicht bestehen könne. Wenn sein Verfaffer nicht die Absicht gehabt hätte, den Thalcrfuß zu konserviren, so sei er ganz unverständlich. Er beseitige durchaus nicht die Silber Währung; die Mark stehe ganz auf dem Boden des Thalersystems; wenn man glaube, daß die Mark den Thaler verdrängen werde, so unterschätze man die Macht der Gewohnheit; je weniger eine neue Münze von der alten sich unterscheide, um so mehr werde sie Schwierigkeiten haben, der alten den Rang streitig zu machen. Wenn auch keine neuen Silbermünzen geprägt werden sollten, so würden doch die noch bestehenden Silbermünzen den Thalerfuß retten. Auch in Süddeutschland werde die Thalerrechnung siegen, weil man dort schon gewohnt und geübt sei, nach Thalern zu rechnen. Auch die Rechnungsmethode der Vorlage sei durchaus nicht prinzipiell durchgeführt. Wenn, wie er glaube, der Thaler sich behaupte, so habe die Dezimaleintheilung selbstverständlich keine Bedeutung; siege aber die Mark, so sei sie auch dann nicht richtig; nach oben hin füge sich das Dreißigmarkenstück nicht in die Dezimaleintheilung, und nach unten hin sei sie in zwei Abstufungen durchgeführt, was eine ganz veraltete Anschauung sei. Als die erprobteste Rechnungsmethode betrachte man jetzt allgemein das Cente- simaisystem; mit demselben sei freilich der Groschen unverträglich, aber das sei durchaus nicht zu bedauern, da der Groschen stets die sicherste Stütze des Thalers bleiben würde. Bei dem österreichischen Gulden sei das Centesimalsystem durchgcführt, und deßhalb paffe der Vergleich desselben mit der Mark gar nicht. Diese Bedenken gegen die Vorlage entsprängen bei ihm nicht partikularistischen Neigungen; er sei gern bereit, den süddeutschen Guldenfuß zu opfern, um das Ideal einer deutschen Münzeinheit zu erreichen, aber die Vorlage entspreche diesem Ideal nicht, hauptsächlich auch deßhalb nicht, weil sie allzu ängstliche Rücksichten auf den Kostenpunkt nehme. Große Zwecke ließen sich nun einmal nicht anders als durch große Mittel erreichen. Was die Währungsfrage betreffe, so sei dieselbe.eine eminent internationale Frage; wenn man sich mit seinem Münzsystem eigensinnig von der allgemernen Verkehrssprache der Völker absondere, so werde das schlemme Folgen haben, denn ungestraft entziehe sich Niemand den Naturgesetzen des großen Weltverkehrs. Schließlich beantrage er: den Entwurf, welcher von so ungeheuerer Wichtigkeit für ein weites Verkehrs- gebiet sei, in eine Kommission zur Berathung zu überweisen. Das sei um so nothwendiger, als sich der kleinste Fehler in dem Gesetz aufs empfindlichste rächen würde. Der Bundesrath habe Wochen- und wonatlaug an der Vorlage gearbeitet; der Reichstag dürfe sie nicht in der eiliaen Plenarberathung erledigen. (Beifall links.) Berlin, 15. Nov. Reichstagssttzung. 3. Berathung über den Antrag Lasker, betreffend die Ausdehnung der Reichskompetenz auf das bürgerliche Recht. , . - Mg. Eckhard: Dre verfassungsmäßige Einigung Deutschlands war für uns in Baden eine bloße Form, da wir sie seit 1866 vorbereitet haben. Ganz ohne Bedenken war für uns die Annahme der Reichsverfasiung nicht. Das eine Bedenken betrifft die Preßgesetzgebuug, die bei uns eine freiheitliche und praktische ist. Wenn indessen die deutsche Reichsregierung das Gute nimmt, wo sie eS findet, können wir hoffen, daß das neue deutsche Preßgcsetz dem badischen einigermaßen ähnlich, sieht. Es gibt aber noch andere Dinge, die wir für uns behalten möchten, die Militär-Bürgerordnung, unsere freie kirchliche Verfassung, unser Obligationsrecht. Mit Rücksicht auf das Letztere ist der Antrag Lasker nicht nur für eine verfassungsmäßige, sondern auch für eine natürliche Entwickelung das beste Mittel. Die verpflichtende Zivilehe brauchen wir durch den Antrag, was Baden betrifft, nicht erst zu erwarten, denn wir haben dieses Gesetz schon. Vom Standpunkte der Reichsgesetzgebung ist mir'diese Frage übrigens noch eine offene. Das Volk mutz erst die Ueberzeugung haben, daß dieses Gesetz noth- wendig ist, und die Gesetzgebung muß erst den festen Willen haben, es durchzuführen. Aber eine deutsche Frage ist es unbedingt, und sie wird so lange an dieses Haus pochen, bis man ihr öffent. Nachdem die politische Freiheit errungen, gilt es, die geistige zu erlangen, und die Nation wird die Hand segnen, welche ihr diese bringt. Bei der Abstimmung erlangt der Antrag die große Mehrheit des Hauses. Dagegen stimmen die konservative und die Zentrums-Partei. — Wie der „N. Fr. Pr." von hier gemeldet wird, stellt der französische Exminister Rou her in Berlin das dringende Ansuchen, daß ihm : die während des Krieges aus seinem Schlosse Cercey mit Beschlag belegten diplomatischen Aktenstücke zurückerstattet werden möchten. Bern, 13. Noo. (W. D.) Zu Verwaltungs- räthen der Gotthardbahn ernannte der Bundesrath : Ständerath Weber (Bern), die National- räthe Fcer-Herzog (Aarau), Stehelin (Basel), Andcrwerth tFraucnftld), Oberst Stöcker (Luzern) und Nationalrath Kirrer (Summiswald). Rom, 13. Nov. Das dem Parlament zu unierbrertende Gesetz über die kirchlichen Genossenschaften wird auf ausdrücklichen, dem > Minister-Präsidenten gegenüber ausgesprochenen Wunsch des Königs der Kammer atsbald nach j ihrer Wiedereröffnung vorgelegt werden. Die 1168 Vorbereitungen für die Gründung einer k ath. Universität hier wurden, wie versichert wird, eingestellt. Paris, 13. Nov. (Pr.) Der apostolische Nuntius, Herr Chigi, macht große Anstrengungen, um Thiers uyd den Minister Remusat zu bewegen, ein halbamtliches Dementi der vielbesprochenen Unterredung des Grafen Harcourt mit dem Papste, die Favre unvorstchtigerweise veröffentlicht hat, zu veranlassen. Beide verweigern dies, obgleich Chigi im Namen des Kardinals Antonclli geradezu die Unmöglichkeit eines ferneren freundlichen Verkehrs zwischen dem Grafen Harcourt und dem hl. Stuhle iu Aussicht stellte. Der genannte Diplomat hat übrigens in Rom für seine Person die Verantwortlichkeit für die Veröffentlichung des Herrn Favre abaelehnt. Persaillks, .14. Nov. (Fr. I,) Der Herzog v. Aumale hat beschloffen, am 4. Dezember seinen Sitz in der Kammer einzunehmen; er wird den Winter in Paris zubringen. Madrid, 13. Nov. Cortes. Ein von Mitgliedern der demokratischen und progresststischen Partei etngebrachtes Mißtrauensvotum gegen die Regierung besagt: „Die Cortes sehen mit" Mißvergnügen die Fortdauer einer Rezi- rung, die weder eine größere Partei des Landes repräsentirt, noch auch den Bestrebungen der Kammer gerecht zu werden sucht." — Candau fordert das Haus auf, das Mißtrauensvotum in Erwägung zu ziehen, damit die Diskussion eine möglichst eingehende sein könne. Das Haus beschließt hierauf mit bedeutender Majorität, das beantragte Mißtrauensvotum in Erwägung zu ziehen. (K.Z.) Konstantinopel, 13. Nov. Der Sultan hat eine Verordnung erlassen, wonach die Flüsse u. Heerstraßen, namentlich diejenigen, welche das Innere des Landes mit den Eisenbahn-Netzen verbinden sollen, binnen kürzester Zeit für den öffentlichen Verkehr in Stand gesetzt werden sollen. — Die Cholera dauert noch fort, doch ist dieselbe gegenwärtig auf gewisse Stadtviertel beschränkt. Der Sanitätskordon um die Vorstadt Chaskoi ist aufgehoben. Telegraphische Nachrichten. Darmstadt, 15. Nov. Die hessischen Offiziere wurden heute aufgefordcrt, sich darüber auszusprechen, ob sie in den preuß. Militärverband eintreten oder Pensionirung beanspruchen wollen. Die Erklärung muß bis zum 19. Nov. in Berlin eingetroffen seim Berlin, 16. Nov. Der Reichstag setzte heute die 2. Berathung des Haushalt fort. Der Bun- deskommiffär Legationsrath Bülow erläutert den Haushalt des auswärtigen Amtes und hebt die Erhöhung der Gcsandtengehalte hervor. Bismarck betont gleichfalls die Nothwendigkeit, die Gesanbtengehalte zu erhöhen, insbesondere mit Rücksicht auf die gesteigerten Ansprüche auf eine würdige Vertretung des neuen Reiches. Die Vertretung des Deutschen Reiches müsse einen bedeutenden Eindruck machen, was insbesondere bei weniger zivilisirten Völkern von Wichtigkeit sei. Bezüglich der mehrseitig berührten Unterschiede zwischen Gesandten und Botschaftern erklärt, Bismarck, der Unterschied sei nicht bedeutend, insbesondere sei es unrichtig, was von einem Privilegium des Botschafters hinsichtlich des direkten Verkehrs mit dem Monarchen gesagt werde. Bezüglich der Frage: ob der Posten eines Gesandten beim Papst erhalten bleiben wird, erklärt Bismarck, in der Haushaltvebatte sei nicht der Platz, diese Frage zu beantworten. Der Gesandte bei dem König von Italien wird zugleich mit diesem nach Rom übersiedeln. Berlin, 16. Nov. Die Prov.-Korr. schreibt: Obwohl der Reichstag noch umfassende Aufgaben zu bewältigen habe, so hoffe man doch, daß er die dringendsten derselben und namentlich die, Münzvorlage und den Reichshaushalt bis 25. Nov. erledigt haben werde. Die Berufung des preußischen Landtages ist auf den 23. Nov. festgesetzt. Dieselbe konnte nicht weiter hinausge- schoben werden, wenn der Staatshaushalt vor dem Ablauf des Jahres festgesetzt werden soll. Berlin, 14. Nov. Die Münzreform ist nicht an eine Kommission gewiesen. Die Techniker werden es also zu keinem Gegen-Entwurf bringen. Der Reichstag wird mit einigen Abänderungen die Vorlage annehmen. Wie«, 15. Nov. Zn der heute publizirten Ernennung des Grafen Andraffy fällt ein Umstand auf: seine Ernennung zum Minister des Auswärtigen, aber nicht gleichzeitig, wie bisher alle auswärtigen Minister es waren, — auch Graf Neust .— zum Minister des kaiserl. Hauses. Ich kann zunächst nur die Thatsache konstatiren, nicht deuten. Daß die Reichskanzler-Würde, zunächst wenigstens, erlösche, wußte man, und am allerwenigsten hätte, dem protestirenden Ungarn gegenüber, ein Ungar ste annehmen können. Wien, 16. Nov. Andraffy hat vorgestern dem Großfürsten Michael einen Besuch gemacht und soll — dem „Wanderer" zufolge, gestern beim russischen Gesandten zum Thee geladen gewesen fein. Nach dem eben genannten Blatt wäre die Ausschreibung direkter Reichstagswahlen in Böh < men als beschlossen anzusehen. Wie», 17. Nov. Wie die Morgen-Blätter übereinstimmend melden, ist die Mission Keller- fperg bezüglich der Kabinetsbildung gescheitert. Ein Kaijerhandschreiben enthebt Lonyay von der Stelle des gemeinsamen Finanzministers. Paris, 15. Nov. Wie die Constitution erfährt, ist Clemenceau in einem gestern stattgehabten Zweikamps schwer verwundet worden. Clemen- ccau war Maire von Montmartre zur Zeit als der Kommuneputsch ausbrach. In dem Prozeß der Generale spielte er eine höchst klägliche Rolle. Es wurde ihm Unfähigkeit. Feigheit rc. nachgewiesen. Sein Zeugniß befand sich im geradesten Widerspruch mit dem einiger Offiziere. Vermischte Rachrichte«. O Offenburg, 17. Nov. Hier stürzte vor einigen Tagen das vierjährige einzige Kind dos Aufsehers einer Wascherei in einen Zuber voll heißen Wassers. Die bestürzten Eltern, welche des Geschäftes halber die Kleine einen Augenblick auffer Acht gelassen, fanden sie als Leiche. — Mannheim, 13. Nov. (Krlsr. Ztg.) Vorige Woche ist dahier die Pfälzer Bank mit einem Kapital von 10 Millionen Thalern gegründet worden, wovon vorläufig 4 Millionen ausgegeben werden sollen. Der Sitz der Bank ist in Mannheim, und es sollen Filiale in der bairischen Pfalz, vorzugsweise in Ludwigshafen, errichtet werden. — Freiburg, 14. Nov. Einem hiesigen reichen Bürger wurde gestern ein Brief mit der Aufforderung zugeschickt, bis Abends 7 Uhr die Summe von 300 fl. unter eine Bank beim Zähringer Thor zu legen, wenn er nicht etwas sehr Schlimmes gegenwärtigen wolle. Der überraschte Adressat machte von dieser' sonderbaren Art des Anpumpens alsbald Anzeige. Man legte dann wirklich das Geld an den bezeichneten Ort und beorderte zwei verkleidete Gendarmen in die Nähe. Gegen 9 Uhr kam wirklich ein Frauenzimmer auf die Bank zugeschritten, um das Geld zu holen. Doch die Gendarmen ergriffen sie, wobei sie ein entsetzliches Geschrei anstimmte u. behauptete, sie habe nur im Aufträge eines Hrn. gehandelt, der auf dem Karlsplatz warte. Man fand aber dort Niemand. Wahrscheinlich war das Geschrei das verabredete Zeichen zur Flucht für den Antraggeber. Nun muß eben dessen Gesponsin brummen. (B. L.) — Schriesheim, A. Ladenb., 14. Nov. Die Tabaksmaklcr beginnen, sich einzustcUen, und es scheint der Verkauf lebhaft werden zu wollen. Die Sandblätter wurden bereits zu den sehr guten Preisen von 15 bis 17 fl. angekauft. (B.Ldz.) — St. Blasien, 12. Nov. Hier ist vor kurzem ein L-bensmittelverein ins Leben gerufen worden. Von Lenzkirch erhalten wir die Mit- theilung, daß dort auch ein solcher gegründet werden soll, ebenso sogleich eigenes Viktualien- und Spezereigeschäft. (B. L.) — In Landau hat die kath. Bürger- und Einwohnerschaft kurzweg erklärt, daß ihr und nicht den Unfehlbaren die Kirchen, Fonds rc. gehören, denn sie und nicht diese Neumodischen seien die Kalholiken. — — Bonn, 11. Nov: (Köln. Ztg.) Die General-Oberin des Ordens der barmherzige» Schwestern, welche zu Nancy refidirt, hat durch eine Pe her gesandt« Nonne, dann persönlich die bisherige Oberin Fräulein von Lasaulx, einein den weitesten Kreisen hochgeachtete, geistvolle und Wtige Dame, welche bas hiesige Johannes- Spital 22 Jahre lang leitete, darüber verhört, ob sie an die Un fehlbarkeit des Papstes glaube, und auf die verneinende Antwort hm die Absetzung verfügt. In wie weit das Kuratorium des Spitals (Präsident desselben ist Geh. Rath Walter) bei der Entfernung der bisherigen und der Ernennung der neuen Oberin, einer bisher in Trier beschäftigten Ordensschwester (Fräulein von Biegeleben), betheilrgt, ist noch nicht bekannt. Der Fall erregt hier großes Aussehen. — Der Papst soll dem französischen Gesand- ten Harcourt gegenüber vor längerer Zeit erklärt haben, daß er auf seine weltliche Herrschaft keine großen Stücke gebe; ihm genüge ein Fleckchen Erde. Wie reimt sich das mit den deßhalb vom Vatikan aus geschleuderten Bannflüchen ? II Katholischest Wir setzen unser „Geschreibsel" noch fort, zunächst als Rechtfertigung unseres Auftretens gegen die neueste Kirchensatzung, sehen über vornehmes Absprechen der Gegner weg oder fertigen es kurz «V müssen aber, im Interesse der Wahrheit, begründete oder begründet scheinende Einwendungen berücksichtigen. Was zunächst den Titel „Katholisches" betrifft, muß dieser, wie jede Ueberschrift, durch den ganzen Inhalt gerechtfertigt erscheinen; darüber ist also erst am Schluffe zu urtheilen; wir werden in dieser Beziehung das in Nr. 263 einstweilen Angedeutete noch näher auszuführen Gelegenheit haben. Sodann die Frage: ob wir auf dem Tridentinum. stehen? — Es steht im Münchener Programm und auf diesem fußt, wir haben es schon gesagt,, unser Verein. Es fragt stch also allerdings, wie laffen stch mit der Annahme des Tridentinums, d. h. seiner Satzungen (Progr. I.) Reformen in der Kirche und der Gedanke einer allmäligen V e r ständig u n g mit den protestantischen und den bischöflichen — anglikanischen — Kirchen (Progr. III.) vereinigen? — Wir waren selbst begierig, ob etwa gemeint sein könnte, man beabsichtige bei der nächsten Synode oder auf dem nächst abzuhaltenden Concil zu beantragen, daß für die große Glocke vorsichtshalber überall ein dickeres Zugseil angeschafft, vielleicht noch der Beichtstuhl etwas bequemer gemacht oder der Piusverein künftig Borromäusverein und dieser Piusverein genannt werden müsse; — ob die Verständigung mit den Protestanten dahin gemeint sein könne, man wolle stch nach wie vor gegenseitig in die Hölle wünschen, aber es nur nicht mehr laut sagen, nur nicht mehr in künftigen nicht infallibilistischen Hirtenbriefen verkündigen oder durchblicken laffen. — Der Geist und die Ergebniffe der Münchener Versammlung laffen etwas mehr und Anderes erwarten. Das Tridentinnm und was daran hängt kennen Döllinger und Schulte inwendig und auswendig; ste werden also wissen, wie obige Dinge stch vereinigen laffen. Der ganze vom Jesuitismus durchdrungene und an gesteckte Geist der heutigen römischen Hierarchie wurde als ein Christus entfremdeter und der ganzen neuern freiheitlichen Weltentwicklung feindlicher und daher verkommener g eken n z ei ch n et und das traf mit unserer seit Jahren gehegten Anschauung zusammen. Für diese Auffassung steht der ganze Mün ch e ner Con- greß und auch unser Verein ein; für diese unsere Ausführungen zunächst nur der Ver- faffer, und sein „wir" ist nicht immer das Vereins- wir, das Gesammtverbind- lichkeits-wir, es ist öfter nur das übliche Bescheidenheits-wir, womit der Schreibende ftch lediglich als Organ einer allgemein verbreiteten Anschauung bezeichnet. Wir können den früher verlaffenen Faden nun unmittelbar anknüpfen. 1109 Vs» Froschweiler bis Seda«. (Nordd. A. Z.) (Fortsetzung.) 31. August. Wie alle Festungen im Norden, -ja alle unsere Festungen überhaupt, ist Sedan weder armitt, noch verproviautirt worden. Mac Mahon erfährt dies eben in einer Besprechung, die er mit dem Commandanten, einem Oberstlieutenant, hat. Er steigt wieder zu Pferde. Geht's dem Feinde entgegen? Jrrthum I Er führt uns statt in's Gefecht in das Gasthaus zum goldenen Kreuz und an den Frühstücks- tifch. Während dieser Mahlzeit, bei der mit sehr leiser stimme gesprochen wurde, während die Kanonen desto lauter donnerten, führten die Preußen wirklich ihre Umgehung aus, die uns alle Ausgänge verstopfen sollte. Lieutenant Uhrich, eben zum Kapitän ernannt, versucht es, die nothwendige Besetzung der Höhe von Ba- zeilles zu beweisen; man hört nicht einmal auf seine Worte. Unmittelbar darauf läßt der Commandant melden, die Preußen etabliren dort ihre Batterien. „Das sind unsere Batterien!" antwortet der Marschall, und frühstückt weiter. Ich benutze die Gelegenheit, da ich einen Befehl aus Sedan zu überbringen habe, unsere Stellung kennen zu lernen, und überzeuge mich, daß wir uns in der übelsten Lage befinden. Wir sind auf allen Punkten überflügelt und das Ende der ganzen Campagne ist nahe. Unsere Armee, tapfer, doch alt und schlecht geführt, steht einer Armee gegenüber, die vielleicht weniger glänzend an Muth, doch sehr viel jünger, bester commandirt und bewunderswürdig disci- plinirt ist. Man fühlt Mitleid, wenn man den Kaiser steht. Werden wir denn auch über Nacht in dieser> Mausefalle bleiben? Noch wäre es möglich ^ daraus zu entkommen. Gott, welche Unthätigkeit, welche Unfähigkeit! 1. Septbr. Ich erhalte den Befehl, schnell unsere Stellung abzureiten und dann Bericht zu erstatten. Wimpffen hat jetzt das Com- mando des 5. Corps übernommen, hat die ganze Nacht mit seinen Truppen bivouakirt und es verstanden, sie zu ermuthigen. Darum hört man überall, wo er erscheint, ^den Ruf: „Vivat unser General!" Ich will rapportiren. Da sagt man mir, Mac Mahon sei eben schwer verwundet in die Festung gebracht. Der Marschall hat eine klaffende, geristene Wunde auf dem linken Gesäß. Dr. Legouest sondirt nach der Kugel, sie sitzt sehr tief. Als sie nach einer langsamen Operation herausgeholt ist, zeigt sich eine dicke Bleikapsel, unregelmäßig gespalten und zerrissen, wie der Bleiverschluß von Mineralwasserkrügen. Der Marschall ertrug die Operation sehr standhaft. Abends. Die Stadt ist mit Fahrzeugen, Pferden und Soldaten aller Gattungen überfüllt. Viele suchen aus der Stadt herauszukommen. Das wäre vielleicht ein Mittel, durchzuschlüpfen! Doch nein! Man warte die Begebenheiten ab! Welch ein Tag! Ich bi» glücklich von Kugeln und Granaten verschont geblieben, habe sogar noch einen Zwieback und etwas Branntwein in meiner Feldflasche, bi» also- vom Schicksal noch ziemlich gut behandelt wurden. Also warten bis morgen! Welche furchtbare Niederlage! 2. September. Der arme Wimpffen bleibt von uns Allen der Mttthvollste, aber auch der Unglücklichste in dieser grauenvollen Lage. Kommt in höchster Eile aus Algier an, berufen, an die Stelle des unfähigen de Failly zu treten, schifft sich am 27. August in Marseille aus, conserirt am 28. in Paris mit dem Kriegsminister, verläßt am 29. früh Paris, kommt am 30. zur Armee, in demselben Augenblicke, wo sein 5. Corps nach allen Seiten auf der Flucht ist; es gelingt ihm, die Regimenter zu vereinigen, bivouakirt vor Sedan, ohne Zelt, ohne Schutz, verliert sein Pferd, seine ganze Bagage, erhält keine Mittheilungen über Stand und Plan, muß alle Fehler des Oberbefehlshabers als Nachfolger auf seine Schultern nehmen, ohne Zeit zu haben, die Jrrthümer seines ritterlichen, doch ungeschickten Vorgängers zu verbessern. Vor seiner letzten Expedition in Algier noch mit den schönsten Lorbeeren bedeckt, muß er gerade seinen Namen unter eine Kapitulation setzen, die ihm von allen oberflächlichen Leuten, und sie bilden die Mehrzahl, stets zum Vorwurf gemacht werden wird. (Schluß folgt.) 3999. jTic berühmteste« Sänger! wenden gegen Heiserkeit, Rauhheit und Trockenheit der Kehle die verschiedensten, meist hinsichtlich ihres Erfolges zweifelhaften und sonderbarsten Mittel an. Tichatschek raucht, Sontheim schnupft, Wachtel trinkt Selterwasser, Niemann bayerisches Bier. Rach- banr ißt trockene Pflaumen, Padilla harte Brotrinden, Carrion Obst, die Trebelli saugt Fruchtsaft, die Lueca nimmt einen Schluck Bayrisch, aber am praktischsten geht Frau Desirse-Artot zu Werke; sie soll sich seit einiger Zeit des bekannten L W. Egers'schen Fenchelhonig - Extracts, *) den sie lauwarm nimmt, mit immer gutem Erfolge bedienen. Dieses treffliche Mittel möchten wir überhaupt allen denen angelegentlichst empfehlen, welche ihr Sprachorgan in Ausübung ihres Berufes anzustrengen, und daher besonders zu konser vireu nöthig haben; es gibt für solche in der That kein vernünftigeres, angenehmeres und schneller wirkendes Spccificum. Ferner ist der L. W. Egers'sche Fenchelhonigextract allen denen zu empfehlen, welche an katarrhalischen Beschwerden, Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Kurzathmigkeit, Rauhheit und Kitzel im Halse leiden, besonders aber für Kinder bei katarrhalischen oder entzündlichen Zuständen des Halses oder der Brust, Krampf- und Keuchhusten. *) Derselbe ist zu haben bei Rud. Laubner in Offenburg. Bekanntmachungen. Steigerungs-Verlegung. 3997. Die in Nro. 262 d. Bl. auf den 30. Novbr. d. I., Nachm. 2 Uhr, in dem Rathhaus zu Oberkirch angekündigte Versteigerung der Liegenschaften des Schmieds Anton Vetter von Oberkirch findet erst am Donnerstag den 7 . Dezbr. d. I., Nachm. 2 Uhr, in dem Rathhaus zu Oberkirch statt. Oberkirch, den 15. Novbr. 1871. Der Großh. Vollstreckungsbeamte: ___ Herrmanm. _ Geld auszuleihen. 3970.3.2. Bei der Unterzeichneten Verrechnung können am 2. Zänner 1872 2—300 fl. und „ 12. Februar 1872 450-500 fl. gegen gesetzliches Unterpfand zu 4*/ 2 pCt. aus- geliehen werden. Zell a. H-, den 14. Novbr. 1871. Die Verrechnung des Spitalfonds. Bruder. Geld auszuleihe«. 3969.3.2. Bei der Unterzeichneten Verrechnung können am 20. Dezember 1871 500 fl. und „ 2. Februar 1872 600—800' fl. gegen gesetzliches Unterpfand zu 4*/a pCt. ausgeliehen werden. Zell a. H., den 14. Novbr. 1871. Die Verrechnung des St. Symphoriani- Pfarrkirchenfonds. _ Bruder. __ Geld auszuleihen 3971.3.2. Bei der Unterzeichneten Verrechnung können bis Mitte oder Ende Dezember 1871 700 fl. gegen gesetzliches Unterpfand zu 4% pCt. ausgeliehen werden. Zell a. H. den 14. Novbr. 1871. Die Verrechnung des Baufonds. Bruder. Kehl a. Rh. 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Einem hiesigen und auswärtigen Publikum erlaube ich mir hiermit die Anzeige zu machen, daß ich die seither von Herrn I. Hirth betriebene Wirthschaft zum Lamm pachtweise übernommen habe uno solche (verbunden mit einer Küferei) Sonntag den 19. November eröffnen werde. Es wird mein größtes Bestreben sein, mein; verehrlichen Gäste in jeder Hinsicht zu ihrer Zufriedenheit zu bedienen. Um geneigten Zuspruch bittet: _ Jakob Waffenschmidt. Kalte Pastete ist täglich zu haben bei C. Gabeldinger, Conditor 3903.3.3. in Offenbnrg. 3811.12.8. Reines gelbes Wachs kauft fortwährend und zahlt den höchsten Preis Franz Herrmann jr. in Offenburg. 1110 4013. Offen-urg. Rindfleisch. Schweinefleisch, verschiedene Sorten Würste immer zu haben bei Hermann Nerlinger, Wurster. Kehl a.Rh. Unterzeichneter empfiehlt sein Lager in Cigarren zu allen Preisen, Colonial- Waaren, Hülsenfrüchten und Branntweinen. Carl Schick 3994.4.1. beim Bahnhof. Offe nburg. 4012.2.1. Ich wohne nunmehr Langestraße Nr. 382, gegenüber dem Deutschen Kaiser. Zugleich bringe ich mein ungarisches Mehl von den feinsten bis zu den niedrigsten Sorten in empfehlende Erinnerung. M Kahn Warme und trockene Füße! Haarschäfte aus Kalbfellen, an denen das natürliche Haar kernfest verbunden ist. Der behaarte innere Theil mit gleicher Sohle bietet die angenehmste und normale Wärme und das Aeußere dieser Fußbekleidung zeigt sich vollkommen gleich derjenigen wie aus gewöhnlichem Kalbleder. Dieselben sind in jeder beliebigen Form und für jedes Alter und Geschlecht vor- räthig bei 3776.6.3. Franz Fischer in Offenburg. Zeugnisse. Von Hrn. Franz Fischer, Lederfabrikant in Offenburg, bezog ich letztes Spätjahr ein Paar Schäfte mit innerer Haarseite. Ich habe während der ganzen kalten Jahreszeit diese Stiefel getragen, bei trockener und nasser Witterung, und kann dieselben heute als die vorzüglichste Fußbekleidung für die Winterszeit bezeichnen. Das Leder ist gut gegerbt, haltbar, dabei sehr weich und elastisch, und läßt das Wasser nicht durchtreten; die Haare blieben vollständig erhalten. Ich halte diese Ledersorte von großer Bedeutung und Vortheil bei Gicht, Rheumatismen, Frostbeulen, und besonders bei Hühneraugen, wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Aufs angelegentlichste will ich dieselbe meinen Herren College«, die zur Winterszeit viel herumfahren oder reiten, empfehlen, indem die Füße bei der größten Kälte warm gehalten werden. Offenburg, den 23. Mai 1869. Fr Kuenzer, Arzt. Für Feinde von Hühneraugen und Freunde von warmen Füßen kann ich Stiefel von mit den Haaren gegerbtem Kalbsleber aus eigener mehrjähriger Erfahrung bestens empfehlen. Die Schäfte zu solchen Stiefeln von vorzüglicher Qualität fabricirt Hr. Gerbermeister Fischer in Offenburg. Freiburg, den 20. Febr. 1871. Pr of. Dr. Hecker. Seit mehreren Jahren beziehe ich Haarstiefel- schäste von Kalbleder aus der Gerbereid von Fr. Fischer in Offenburg. Dieselben übertreffen die gewöhnlichen Schäfte von Kalbleder, sowohl in Beziehung auf Dauer, als auch an Wasserdichtigkeit. Äehnliche Schäfte bezog ich früher von einer englischen und einer deutschen Firma, konnte aber meine Kunden wegen Härte und Brüchigkeit derselben nicht zufrieden stellen. Karlsruhe. H. Heim, Hofschuhmacher. Offenburg. 3996.3.1. Zwei geübte Möbelschreiner finden nebst gutem Lohn dauernde Beschäftigung bei Carl Wilh. Friedrich, Schreiner. Winter-Mäntel und Zacken zu auffallend billigen Preisen in großer Auswahl neu eingetroffen bei 4015.2.1. M. Stein in Offenburg. WZ GE Specialität für Mtterschneid - Maschinen, ea. 4000 Stück M M v**. ivw m : US werden jährlich von mir abgesetzt, wodurch billigste Preise ermöglicht und Garantie §fi M für beste Construction gegeben ist. M M Auf schriftliche Anfragen prompte Auskunft und illustrirtes Preisverzeichniß. m ü! Hßinrip.h TSWrtiVfuttPttfrtlmf iss SSS 7 V-VV.J UV uv NW gf 3973 . 3 . 1 . Heinrich Lanz, Maschinenfabrik Mannheim. Für die bestbekannte mechanische Spinnerei Bäumenheim nimmt Flachs, Hanf und Abwerg fortwährend zum Lohnverspinnen und Weben an: Kaufmann Fr. Kupferer, vormals I. Fischer, in Appenweier. Das Garn kommt in 4 Wochen retour. 3539.6.8. Eine große Partie ganz feine Madapolame von 12 kr. an, bei Abnahme von ganzen Stücken noch billiger empfiehlt 4014.2.1. M. Stein in Offenburg. Dr. Pattison’s Gichtwatte das bewährteste Heilmittel gegen Gicht und Rheumatismen aller Art, als: d Gesichts-, Brust-, Hals- und Zahnschmerzen, Kopf-, Hand- und Kniegicht, Gliederreißen, Rücken- und Lendenweh u. s. w. In Paketen zu 30 kr. und halben zu 16 kr. bei 3625.8.4. Ferd. Hölzlin jr. in Offenburg. Offenburg. Ausverkauf. 3917.3.3. Wegen Aufgabe meines Geschäftes verkaufe ich mein ganzes Lager, bestehend aus Tuchen, Buckskins, Hosenstoffen in Leinen und Halbwollen, Kleiderstoffen in allen Sorten, sowie noch viele andere in dieses Fach einschlagende Artikel, zu den herabgesetztesten Preisen. Carl Battimry, ' Klosterstraße. Rebflöckeverkauf. 4016 2.1. Blumenwirth Hausmann in Rammersweier hat mehrere hundert Kolmar-Reb- stöcke zu verkaufen. Wohnungsgesuch. 3948.2.2. Ein Logis von 3—4 Zimmern wird von einer kleinen Familie auf 1. Januar oder 1. Februar zu mielhen gesucht. Zn erfragen bei der Erped. d. Bl. 4009. Ein schwarzer Dachshund hat sich verlaufen. Der Besitzer wolle denselben gegen Belohnung an Franz Battiany in Offenburg abgeben. O f f e n b u r g. Verkauf. 3890.6.5. Ein schweres Zugpferd, fehlerfrei, 7 Jahre alt, franz. Race, hat wegen Ueber- zahl abzugeben ___L. Hildebraud. Offenburg. 3998.2.1. Ein Zimmer ist an eine stille Person zu vermielhen — wo? sagt die Exped. dies. Bl. _ Offenburg. 3915.3.3. Ein schön möblirtes Zimmer, sogleich beziehbar, ist zu vermielhen in der Metz- gerstraße Nr. 203. __ Offenburg. 4008.2.1. Langestraße Nr. 420 ist zu ebener Erde eine kleine Wohnung, auf Weihnachten be- ziehbar, zu vermiethen. _ Frankfurter CurS vom lS Nsv. 1871. Gold und Silber. Preußische Friedrichsd'or . . .fl. 9 58- 59 Pistolen.fl. 9 40—42 Holländer 10 fl. Stücke.fl. 9 53—55 Rand-Ducaten.fl. 5 34—36 20 Franks-Slücke.jL 9 18-19 Englische Sovereign?.fl. H 44—46 Russische Imperiale?.fl. 9 42—44 Dollars in Gold . -.fl. 2 24%—25-/2 Badische Staatspapiere. Badische 5°/» Obligationen ... 103 . 4'/,% do. i. Thl. . . 99-/2 . 4% do. i.Thl. . 95-/8 . 3-/,»/o do. 42er . . 90% . 4% Pr. Thl. 100=2. . . 111% „ fl. 35-Loose .... 70 Für die Redaction verantwortlich: A. R efi s,f. — Truck und Verlag von A. Reiff und Comp.