Der GrtemuerHote. Amtliches VerküMgungsblatt für den Kreis Ojfenburg, sowie für die Bezirksämter und Amtsgerichte Offenbur g und Gengenbach. Erscheint täglich mit Ausnahme Montags, und kostet vierteljährlich in Offenburg 1 fl., für den Landpostbezirk 1 fl. 2 kr., für die übrigen Postbezirke 1 fl. 7 kr. Einrückungsgebühr: die gespaltene Garmondzeile oder deren Raum 3 kr. Nro. 294. Offenburg, Freitag den 15. Dezember 1871. Heute vor einem Jahr. (15. Dezember 1870.) Frankreich. Ein Erlaß der Regierung zu Bordeaux errichtet daselbst eine Rechtsfakultät. Gefecht bei Vendome. Die Franzosen zurnck- geschlagen. _ Politische Rundschau. Karlsruhe, 12. Dez. 10. öffentl. Sitzung der 2. Kammer. Das Haus geht hierauf zum Gegenstand der Tagesordnung, der zweiten Berathung des Gesetzentwurfes, die Einführung der deutschen Gewerbeordnung im Großherzogthum betr., über. Bei der Hauptabstimmung wurde der Gesetzentwurf einstimmig angenommen. Es folgte hierauf der Bericht des Abg. Lang über die vergleichende Darstellung der Rechnung des großh. Finanzministeriums Tit. HI. — VII. für die Jahre 1868 und 1869. Der Berichterstatter stellt den Antrag, die Rechnung für unbeanstandet zu erklären, welcher Antrag ohne Widerspruch angenommen wurde. Abg. H u f f s ch m i d t erstattete Bericht über die Rechnung des großh. Ministeriums des Innern Tit. I.—VIII. Zum Titel „Unterrichtsanstalten" drückt Abg. Jntlekofer den Wunsch aus, daß der künftige Haushalt dringenden Bedürfnissen der Mittelschulen Rechnung tragen werde. Er wolle spezielle Anträge bis zu diesem Zeitpunkte aufschieben. München, 12. Dez. Wir freuen uns, einen Akt der Gerechtigkeit melden zu können. Bischof Senestrey von Regensburg, der leidenschaftlichste Beschützer der Jesuiten, der sich in seinem Glaubenseifer selbst am Frieden und an der Ehre der ihm Untergebenen vergreift, ist gestern eben wegen einer Ehrenkränkung veruxtheilt worden. Klosterbrüder und Betschwestern mögen ihn für einen Märtyrer ansehen, der sich der weltlichen Gewalt entgegenstemmt, unter gereiften u. deutschen Männern aber muß es eine tiefe Verstimmung erzeugen, wenn die zum Führer des Volkes Berufenen ein solches Beispiel geben. Schon früher war Hr. v. Senestrey in gerichtlicher Untersuchung, als er die bekannte Schwan- Misstortsreise« «üb Forschungen in Sü--Afttka von Dr. David Llvingston«. (Fortsetzung.) Nachdem wir das Dorf Njambi's, eines Tschibo- que-Häuptlings, erreicht hatten, beabsichtigten wir einen ruhigen Sonntag zu machen, und da unsere Vorräthe aufgezehrt waren, befahl ich einen abgetriebenen Reitochsen zu schlachten. Da wir mit aller Welt im guten Einvernehmen zu stehen wünschten, sandten wir Buckel und Rippen an Njambi nnt der Erklärung, es sei dies der gewöhnliche Tribut an den Häuptling im Lande, woher wir kämen, und Leute in seiner Stellung hätten wir stets geehrt. Er dankte und versprach uns Lebensmittel zu schicken. Am nächsten Morgen kam eine unverschämte Gesandtschaft mit einem unbedeutenden Speisevorrath; er verachtete das Fleisch, das wir geschickt hatten, u. verlangte einen Mann, einen Ochsen, eine Mute, Pulver, ein Kleid oder eine Muschel, und im Fall meiner Verweigerung werde er uns nicht weiter ziehen lasien. Wrr entgegncten, wir würden uns für närrisch gehalten haben, wenn wir sein kleines Geschenk verachtet und dafür etwas anderes verlangt hätten, und selbst verausgesetzt. wir hatten was er wünschte, so hätte doch kein schwarzer Mann das Recht, einen Tribut von Leuten zu verlangen, die dorfer Rede hielt, und wie oft die Verwaltungsbehörden mit ihm in Konflik geriethen, das entzieht sich aller Berechnung. Wir erinnern an die Marianischen Kongregationen, die unter dem Deckmantel der Gottesverehrung ein reines Angebereiwesen in Scene setzten, bis sie auf Befehl der Regierung unverzüglich geschloffen wurden. Wer hat sie geleitet, als die vom Bischof Senestrey beherbergten Jesuiten? Und wer hat in Rom während des Konzils den Interessen der Kurie am fanatischsten gedient von allen deutschen Bischöfen, als wieder Herr o. Senestrey? Das mochte in Rom so gehen, in Deutschland aber wird die Regierung Mittel und Wege finden, um die Gerechtigkeit vor jeder Hand zu schützen, die etwa Lust fühlt, sich daran zu vergreifen. (B.L.) Berlin, 10. Dez. (Köln.Z.) Der Reichskanzler hat sämmtlichen deutschen Missionen in Europa ein Zirkular zugesandt, deffen Anfang also lautet: Nachdem die französische Negierung die im Jahre 1866 getroffene Uebereinkunft wegen wechselseitiger Abschaffung der Vis «gebühren durch die am 15. April d. I. erfolgte allgemeine Wiedereinführung dieser Gebühren beseitigt und die seither bestandene Unentgeltlichkeit der Paßvisas zwischen Frankreich und Preußen, bezw. Deutschland, aufgehoben hat, ist auch diesseits die Wiedereinführung einer Visagebühr für die Pässe französischer Staatsangehörigen beschloflen worden. Berlin, 11. Dez. Die „Nordd. Allg. Ztg.« schreibt über die französischen Träume eines nahe bevorstehenden deutsch-russischen Kriegs: In Deutschland herrscht so wenig Furcht vor Rußland, wie im russischen Reiche vor uns Deutschen. Wir gelten einander Macht neben Macht. Ein Jntereffe, uns mit Krieg zu überziehen, hat Rußland nicht. Oder etwa das Jntereffe, für Frankreich ins Feuer zu gehen? Die Deutschen aber hat nie das Irrlicht der „Gloire" verlockt, gute Nachbaren zu überfallen. Uns genügt der Ruhm von Jahrhunderten. Und mit Rußland verbindet uns alte Waffenbrüderschaft. Die Armeen beider Völker thei- len große Erinnerungen an gemeinsame Helden- thaten. Rußland und wir, im Bunde mit keine Sclavenhändler wären. Die Diener, welche die Botschaft brachten, sagten, wenn sie zu den Mambari gekommen wären, hätten sie stets eine Partie Kleider für ihren Herrn bekommen, und erwarteten von mir dasselbe oder etwas, was dem gleichkomme. Wir hörten, wie die Tschiboque bemerkten: „Sie haben nur fünf Flinten," und gegen Mittag versammelte Njambi seine Leute und umzingelte unser Lager. Sie hatten die Absicht uns auszuplündcrn. Meine Leute griffen zu den Jagdfpießen und nahmen eine defensive Haltung an, während die jungen Tschiboque ihre «Schwerter zogen und wüthend damit in der Luft herumfochten. Einige richteten selbst ihre Flinten auf mich und winkten einander zu, als wollten sie sagen: „So müssen wir es mit ihm machen!" Ich setzte mich auf den Feldstuhl, die doppelläufige Flinte auf dem Knie, und lud den Häuptling ein, sich ebenfalls zu setzen. Als er und seine Rathgeber sich mir gegenüber auf die Erde gesetzt hatten, trug ich, was wir begangen hätten, daß sie bewaffnet zu uns gekommen seien. Er antwortete, einer meiner Leute, Pitsanc, habe, als 'er heute früh am Feuer saß, ausaespuckt und dabei sei etwas Speichel einem seiner Leute auf's Bein gekommen; diese Schuld müffe durch einen Mann, einen Ochsen oder eine Flinte gebüßt werden. Pitsane gestand es zu, und führte als Beweis des reinen Zufalls an, er hätte gerade, bevor ihm dies passirr, dem Mann Fleisch geschenkt, und ein Freustdschaftsband geschlos- Oesterreich und England, haben Europa von dem Fluche der französischen Oberherrschaft befreit. Als wir jüngst auf eigene Faust und ohne uns, ähnlich wie der übermüthige Angreifer, nach fremder Hilfe umzuschauen, mit Frankreich den neuen Strauß aussochten, da standen, wie die Welt weiß, die Sympathien Rußlands uns zur Seite. Unsere Beziehungen zu dem nordischen Reiche sind so wohlgefugt, daß kein Feind zwischen uns Zwietracht säen und jeder Frepnd unser Einverständniß nur stärken kann. In diesem Augenblicke wird zu Petersburg das Georgenfest gefeiert; ein Mitglied unseres Herrscherhauses und ruhmgekrönter Feldherr in Begleitung bedeutender Heerführer, die im Kriege gegen Frankreich Lorbeeren erworben, sind die willkommenen Gäste des Kaisers Alexander, zählen zu den gefeierten Rittern des militärischen hohen Ordens, dem dort die Ehre des Tages gilt. Sollten nicht vielleicht den Franzosen die Augen aufgehen? Ein letzter Rest von politischer Einsicht müßte genügen, um die öffentliche Meinung in Frankreich davon zu überzeugen, daß wir den Frieden in Europa wollen, und daß Friede sein wird, weil ihn Europa will. Das geringste Maß von Selbstachtung sollte hinreichen, die Franzosen daran * zu hindern, daß sie sich den Sieger, dem sie sich gebeugt haben, so vorstellen, als habe er Grund, eine Welt in Waffen zu fürchten. Paris, 11. Dez. Hr. Jules Favre gibt heute bei Plon einen neuen Band heraus: „Die Regierung der Nationalvertheidigung". Derselbe enthält schätzenswerthes Material über die Revolution vom 4. Sept., die Mission des Hrn. Thiers, die Unterredung von Ferneres, den Aufstand vom 31. Okt. rc. Paris, 11. Dez. Wir erfahren, daß der Herzog von Gramont nächste Woche vor der Kommission erscheinen wird, welche mit der Untersuchung der Handlungen der Regierung der nationalen Vertheidigung beauftragt ist. Man erwartet mit Spannung die Aussagen desselben, welche gewiffe ausländische Staatsmänner sehr zu fürchten scheinen. (K. Z.) Aus Versailles, 11. Dez., meldet man der „Jndep. Belge": Die Linke hat beschlossen, einen sen, auch ihn sofort abgvvischt, als er es bemerkt. Was den Mann betraf, den die Tschiboque verlgng- ten, so erklärte ich, wir würden lieber alle sterben, als einen Mann zum Sclaven hergeben; wir würden einer für den andern stehen, denn wip wären alle freie Männer. „Dann kannst du mir die Amte geben, mit welcher der Ochse erschossen wurde."- Da wir hörten, daß seine Leute immer wieder eqvähn? ten, wir hätten nur fünf Flinten, schlugest, wir es ab, weil sie die Absicht hatten, uns zu plündern, und eine Flinte mehr sie bei ihrem Vorhaben unterstützt haben würde. Die Tschiboque nahmen endlich die Sache in hie Hand und erklärten: „Ihr kommt auf eine ganz neue Art und Weise unter uns und sagt, ihr Freunde; wie können wir das wiffen, wenn ihr.uns nicht von eurer Speise gebt und von der unsrigen nehmt? Gebt ihr uns einen Ochsen, so geben wir euch alles, was ihr wünscht, und dann sind wir gute Freunde." ..Auf die Bitten meiner Leute gab rch einen Ochsen her, und als sie fragten, was. sch dafür haben wollte, antwortete ich Lebensmittel, da wir diese am nöthigsten brauchten. Am Abend sandte Njambi einen ganz kleinen, Korb mit Eßwaa- rcn und zwei bis drei Pfund Fleisch von unserm eigenen Ochsen, mit der Entschuldigung. .Geflügel habe er nicht, und andere Lebensrnittel nrcht viel. Es war unmöglich, über solchen Edelmuth nicht zu lachen. Und trotzdem dankte ick Gott, weil, obwohl fest entschlossen, lieber zu sterben, als einen von uns 1202 Gesetzentwurf einzubringen, wonach bei eoentuel- lem Ableben oder sonstiger Regierungsverhinderung des Hrn. Thiers die Prästdentschaft der Republik dem jeweiligen Kammerpräsidenten übertragen werde. Telegraphische Nachrichten. Berlin, 12. Dez. Se. Mas. der Kaiser und König ist in Folge einer Erkältung etwas unpäßlich. Derselbe leidet an Heiserkeit und sieht sich dadurch genöthigt, das Zimmer zu hüten. Doch haben die Vorträge und die regelmäßigen Erledigungen der Staatsgeschäfte keine Unterbrechung erfahren. Fürst Bismarck ist in seiner Wiedergenesung nunmehr so weit vorgeschritten, daß er heute Mittag bei dem sonnigen und verhältnißmäßig milden Wetter bereits eine kurze Promenade machen konnte. Auch gewinnt ferne Geschäftsthätigkeit bedeutend an Ausdehnung. Berlin, 12. Dez. (Abgeordnetenhaus.) Der Gesetzentwurf, betr. die Aufhebung des preußischen Staatsschatzes, wird mit einer unwesentlichen Aenderung in §. 5 einstimmig angenommen. Der Gesetzentwurf, betr. die Befreiungen von der Klassensteuer und die Aufhebung der Mahl- und Schlachtsteuer, wird einer Kommission von 21 Mitgliedern überwiesen. Die Kommission für den Gesetzentwurf, betr. die Ober- rechnungskawmer, hat sich unter dem Vorsitze Virchow's gebildet. Nach beendigter allgemeiner Berathung über den Staatshaushalt für 1872 wird der Haushalt des Herrenhauses und des Abgeordnetenhauses angenommen. Bei dem Haushalt des Staatsministeriums wird der Antrag der Kommission, die Regierung möge künftig einen Sonderhaushalt für den Reichs- und Staatsanzeiger hinzufügen, angenommen. Ferner wird ein Verfügungsfond für allgemeine politische Zwecke gegen die Stimmen der Fortschrittspartei bewilligt. Bei dem Satze „Landesverwaltung des Zahdegebietes" wird der Antrag der Kommisiarien, betr. die Aufhebung des Admiralitätskommissariats, angenommen. Finanzmini- ster Camphausen erklärt, die Frage unterliege der Beschlußfassung des Gesammtministeriums. Bei dem Haushalt des Finanzministeriums wird der Antrag der Kommission angenommen, die Regierung aufzufordern, daß sie noch in dieser Tagung ein Gesetz, betr. die Ruhegehalte der Zivilbeamten, vorlegen möge. Finanzminister Camphaufen erklärt, er habe dem Staatsministerium Vorschläge über eine Ruhegehaltsordnung gemacht, von deren Erfolg es abhängen werde, ob ein Gesetz noch in der gegenwärtigen Tagung eingebracht werden könne. Das Haupt- extraordinarium wird hierauf bewilligt. In der gestrigen Sitzung der Haushaltkommisston des Abgeordnetenhauses wurde die Vorlage, betr. das Konsolidationsgesetz, erheblich amendirt. In §. 1 wurde der Ausschlußtermin für den Umtausch auf den 15. Januar verlegt, mithin die Frist um 14 Tage abgekürzt. §. 2, welcher den Finanzminister ermächtigt, die nicht zum Umtausch geeigneten Stücke der konsolidirten l n die Sclaverei gehen zu lassen, wir doch es so weit gebracht hatten, ohne Menschenblut zu vergießen. Mitten in der Aufregung stahlen einige Tschibo- que uns Fleischstücke in den Hütten meiner Leute, und Mohorist, ein Makololo, ging kühn mitten unter sie und zagte ihnen einen Markknochen wieder ab. Meine Batoka erschracken und würden ausgerissen sein, wenn der Kampf wirklich begonnen hätte; aber im Ganzen benahmen sich meine Leute musterhaft. Sie beklagten es, daß sie ihre Schilde auf Sekeletu's Befehl zu Hause gelassen hätten, weil er befürchtet hatte, sie möchten sonst zu übermüthig gegen die Stämme sein, mit denen wir in Berührung kämen. 6. März. — Wir hatten erfahren, daß die Völker westlich von den Njambi-Tschiboque mit den Besuchen der «clavenhändlern bekannt wären, und die Führer von Kangenke waren der Ansicht, man würde mir so viele meiner Begleiter abverlangen, daß ich ganz allein die Westküste erreichen würde; daher entschloß ich mich, unsere Richtung zu ändern, und nach Nordnordost aufzubrechen, in der Hoffnung, daß ich an einem nördlicheren Punkte einen Weg zu den portugisischen Niederlassungen in Caffange finden würde. Zuerst gingen wir gerade nördlich, die Ka- sabi-Dörfer zu unserer Rechten, die Kasan-Dörfer zur Linken. Während der ersten zwanzig Meilen kamen wir über viele kleine, aber setzt angeschwollene Flüsse mit schlammigen Ufern, deren Wasser, wo es längere Zeit gestanden hatte, eisenfarbig aussah. Anleihe aufzukaufen, wurde mit 20 gegen 6 Stimmen verworfen. Der Regierungskommissär gab keine Erklärung darüber ab, ob die so amendirte Vorlage von der Regierung würde aufrecht erhalten werden. Berlin, 12. Dez. Wie die Kreuzzeitung meldet, ist der Regierungspräsident von Minden, von Bodelschwingh, zum Präsidenten der Provinz Hessen-Nassau ernannt. Paris, 12. Dez. Die Kommission für das Wahlgesetz hat folgende Beschlüsse gefaßt: Die Wahlfähigkeit tritt mit dem 25. Lebensjahre ein und hängt von einjährigem Wohnsitz ab. Militärpersonen sind wahlunfähig. Die Stimmabgabe ist obligatorisch. — Die Ergänzungswahlen zur Nationalversammlung sind auf den 7. Januar anberaumt. Versailles, 12. Dez. Die Nationalversammlung hat die Veräußerung des Mobiliars der Krone verworfen; Betreffs der Veräußerung der Kronjuwelen (von welcher die historischen ausgenommen werden) beschloß die Versammlung Verweisung an die Haushaltkommisston. London, 12. Dez. Dem neuesten Bulletin von 12 Uhr zufolge hat der Prinz von Wales den Vormittag unruhig zugebracht, und sind die Krankheitssymptome unverändert. Vermischte Rachrichte». — Karlsruhe, 14. Dez. Seine Königl. Hoheit der Großherzog hat geruht, deu Postverwalter Heinrich Sachs in Offen- burg auf sein unterthänigstes Ansuchen in den Ruhestand zu versetzen; ferner den Post- und Bahnverwalter Karl Schick in Bühl [aI3 Postverwalter nach Offenburg zu versetzen; den Postkontroleur Johann M a u ck zum Po stund Bahnverwalter in Bühl und den Postpraktikanten Adolf Kraft v. Wertheim zum Postkontroleur in Heidelberg zu ernennen. (K. Z.) — Karlsruhe, 13. Dez. Das Gesetzesund Verordnungsblatt Nr. 47 enthält 1) Bekanntmachung großh. Staatsministeriums vom 4. d., den Vollzug des Reichsgesehes über Einführung des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1868 bezüglich der Quartierleistung für die bewaffnete Macht während des Friedenszustandes in Baden und 2) Verordnung großh. Ministeriums des Innern vom 8. d., die Quartierleistung für die bewaffnete Macht während des Friedenszustan- bes betr. — Villingen, 9. Dez. (Heidelb. Z.) Trotz des strengen Winters werden die Felssprengungen im Gropperthale an der neuen Eisenbahnbau-Linie in der Richtung gegen die Sommerau eifrig fortgesetzt. Viele Arbeiter sind aber wegen des tiefen Schnee's außer Thatigkeit gesetzt, und da ist erklärlich, daß die Eigenthumsverbrechen zunehmen. So wurde kürzlich aus einem Gasthofe ein schwerer Koffer entwendet und aus der offenen Hausflur eines Handelsmannes verschwand eines Abends eine Kiste mit einem Inhalt von über 100 fl. Werth. — Bonudors, 12. Dez. Heutefrühwurde der seit 8. l. M. vermißte, dahier stationirte Gendarm Fertig in der Nähe von Blumegg erfroren auf dem Felde aufgefunden. Als Sergeant hat Fertig den letzten Feldzug glücklich bestanden und mußte nun dem harten Winter des Schwarzwaldes zum Opfer fallen! (B.CH.) Die deutsche Gewerbeordnung. (Bad. Corr.) Karlsruhe, 12. Dez. An der Hand des jetzt im Druck vorliegenden Berichtes des Abgeordneten Gerwig hebe» wir einige von der bisherigen Gesetzgebung abweichende aus dem mit dem 1. Januar 1872 in Baden in Kraft tretenden wirthschaftlichen Gesetze hervor: Jeder, der ein Gewerbe anfängt, hat davon der Polizeibehörde Anzeige zu machen, welche binnen 3 Tagen den Empfang der Anzeige bescheinigt. Zu einer Anzahl Gewerbsanlagen, welche für die Umgebung Nacht heile oder Gefahren herbeisühren können, ist förmliche Genehmigung erforderlich; der §16 der Gewerbeordnung führt diese Anlagen auf, besonders ist dabei die Feuergefährlichkeit in Betracht gezogen, so wie der Umstand, ob ein übler Geruch mit dem Gewerbe verbunden ist und Aehnliches. Buch- und Steindrucker, Buch- und Kunsthändler, Antiquare, Leihbibliothekare, Inhaber von Lesekabineten, Verkäufer von Druckschriften, Zeitungen und Bildern haben bei der Eröffnung ihres Gewerbebetriebes das Lokal desselben, sowie jeden späteren Wechsel des letzteren anzugeben. In Betreff des Gastwirthschafts- und Schankwesens wird vom 1. Jan. ab folgender Zustand eintreten: genannte Gewerbebetriebe sind zwar auch fernerhin an eine polizeiliche Erlaubniß gebunden, dieselbe darf aber nur dann versagt werden, wenn gegen den Nachsuchenden That- sachen vorliegen, welche die Annahme rechtfertigen, daß er das Gewerbe zur Förderung der Döllerei, des verbotenen Spiels oder der Unsttt- lichkeit mißbrauchen werde, oder wenn das zum Betriebe des Gewerbes bestimmte Lokal wegen seiner Beschaffenheit oder Lage den polizeilichen Anforderungen nicht genügt. Die Erlaubnißertheilung darf nur für das Ausschenken von Branntwein und für den Kleinhandel mit Branntwein oder Spiritus von dem Nachweise eines vorhandenen Bedürfnisses abhängig gemacht werden. Der Kleinhandel mit Wein ist völlig freigegeben. Die Concesstons- taxen für den Wirthschaftsbetrieb sollen in Baden n i ch t in Wegfall kommen. Das ärztliche Gewerbe ist freigegeben, nur darf der nicht als Arzt vom Staat Geprüfte, sich nicht den Titel als solcher zulegen; Apotheker und Aerzte, welche den Nachweis der Befähigung geliefert haben (approbirt sind), können ihren Beruf im ganzen Reichsgebiet ausüben. Nur die Errichtung und Verlegung von Apotheken ist beschränkt und fällt nicht unter die Gewerbeordnung. (Schluß f.) Wir sahen eine Nakong-Antilope, ein seltner Anblick in dieser Gegend, und viele neue schöne Blumen schmückten die Thäler. Wir konnten die Verschiedenheit in den Jahreszeiten bei unserer Reise nach Norden beurtheilen. In Kuruman war der Sommer jetzt fast vorüber, in Linyanti weit vorgerückt, und wir selbst standen jetzt in der Mitte desselben; Früchte, die wir am Leeambye bereits reif gegessen hatten, waren hier noch ganz grün; doch sollten wir noch in das Land kommen, wo die Einwohner mit zwei Regenzeiten und zwei Ernten gesegnet sind, nämlich wenn die Sonne südlich geht, und auf ihrem Wege nach Norden zurückkommt, wie es jetzt, der Fall war. Sonnabend 11. März. — Wir erreichten ein kleines Dorf an dem Ufer eines schmalen Flusses. Ich war zu unwohl, um mein Zelt zu verlassen, außer um eine Meuterei zu stillen, welche zwischen einigen Batoka und Ambonda in meiner Gesellschaft auszubrechen drohte. Sie murrten, wie sie es oft gegen ihre Häuptlinge zu thun Pflegen, wenn sie meinen, daß sie parteiisch bei ihren Geschenken sind, weil sie voraussetzten, daß ich bei Vertheilung der Perlen Parteilichkeit gezeigt hätte; aber die Perlen, die ich den Vornehmsten gegeben hatte, reichten blos hin um dürftige Lebensmittel zu kaufen, und ich war hierhergeellt, um einen abgetriebenen Ochsen zu schlackten und ihnen allen am Sonntag einen Fest- und Ruhetag zu gewähren, um sich auf die bevorstehende Reise zu erholen. Ich erklärte ihnen dies und glaubte, ihr Brummen würde wohl aufhorcn. Ich sank in Folge des Fiebers bald in eine Art Betäubung und merkte nichts von ihrem, Lärm berm Schlachten. Am Sonntag machten die Meuterer einen schrecklichen Lärm, indem sie eine Haut zubereiteten. Ich bat zweimal durch meine Diener, sie möchten still sein, da der Lärm mir Schmerz verursache; aber da dies nichts half, sah ich selbst heraus, und wiederholte meine Bitte, aber sie antworteten mir mit unverschämtem Gelächter. ,Da ich mußte, daß es mit der Disciplin vorüber sei, wenn ich diese Meuterei nicht unterdrückte, u. daß unser Leben von der Aufrechthaltung der Autorität abhmg, ergriff ich ein doppelläufiges Pistol, trat hinaus vor mem Zelt und sah sie so wild an, daß sie, schleunigst davon liefen. Denen, welche stehen blieben, sagte ich, ich müßte die Disciplin aufrecht erhalten und wäre es auf Kosten eines Menschenlebens; so lange wrr reisten, dürften sie nicht vergessen, daß ich der, Herr sei. Da wurden sie sofort gehorsam, gaben mir kernen Grund mehr zur Unruhe und ließen es sich nicht einfallen sich an meinem Eigenthum zu vergreifen. (Forts, folgt.) — Ein komisches Mißgeschick hat den Herausgeber des neuen mährisch-schlesischen Wanderer (Kalender für 1872) getroffen. Im Kalender steht zu lesen, daß diesbezüglich im künftigen Jahre wohl zrmr ersten Male seit Bestehen des gregorianischen Kalenders der Aschermittwoch auf einen Donnerstag fällt! 1203 Tagesordnung für die Schwurgerichtssitzung des IV. Quartals 1871. Montag den 18. Dezbr., Morgens 9 Uhr: Anklage gegen Anna Wagner von Rastatt wegen Kindsmords und gegen Ernst Wagner von Rastatt wegen Beihilfe zu diesem Ver- brechen und wegen Blutschande. Dienstag den 19. Dezb ., Morgens 9 Uhr: Anklage gegen Kaufmann Carl Riehl von Stadt Kehl wegen Erregung öffentlichen Aerger- nifses. _ Bekanntmachungen. 4327. Die Holzabfuhr aus dem Offenburger Stadtwalde betr. Den Steigerern vom 6. d. M. wird eröffnet, daß die Holzabfuhr bei dem nunmehr festgefrorenen Boden jeden Tag von früh 7 Uhr an geschehen kann und muß, widrigenfalls gegen die Säumigen Strafe erfolgt. Für die Beifuhr von hundert Bürger- wellen aus Schlag 11 hierher werden jetzt 2 fl. 24 kr. bezahlt und werden die Fuhrleute eingeladen, sich zahlreich einzufinden. Offenburg, den 13. Dezbr. 1871. Großh. Bezirksforftei. _ Seybel. _ Bruchsteinlieferung. 4313.2.1. Die im Jahre 1872 erforderlichen Bruchsteine zur Ausführung der Uferbauten an der Kinzig von der Schwaibacher Gemarkungsgrenze über Offenburg bis zur Ausmündung der Kinzig in den Rhein bei Auenheim mit ca. 3500 Cubikmetcr zu liefern, werden am Mittwoch den 20. d. M., Nachm. 1 Uhr, auf dem Bureau der Unterzeichneten Stelle öffentlich versteigert. Offenburg, den 13. Dezbr. 1871. Großh. Waffer- und Straßenbau - Jnspection. _ Strohmayer. _ ^hristbefcheerung im Waisenhause zu Offenburg. Wir beabsichtigen den Kindern im hiesigen Waifenhause auch dieses Jahr wieder durch eine kleine Bescheerung eine Freude zu bereiten, weshalb wir Gönner und Freunde der Waisenanstalt um gütige Spendung von Gaben, welche im Waisenhause entgegengenommen werden, bitten. Offenburg, den 13. Dezbr. 1871. 4325. Die Commission._ Kapitalien auszuleihen in verschiedenen Größen und aus vorschriftsmäßige Pfandurkunden bei der Stiftungenverwaltung in Offenburg. ___ Th. König 4326.Z.1. 4318.2.2. Aepfel , weinsaure, haltbare, werden verkauft — wo? sagt die Exped. d. Bl. Offenburg. Frisch gebrannter Kaffee in vorzüglicher Qualität ist bei mir fortwährend zu haben. 4320.3.1. _ Franz Meier. Für Oelfabrikaute«. 4121. Z. 15. Acht .Pressen und zwei Paar Steine sind zu verkaufen Moulinsstraße 12 in Straßburg. __ Osfenburg^ ~~ Geeichte Litermaße empfiehlt Max Tritschler, Blechner, 4328.3.1. _ gegenüber dem bad. Hof. Garderobe-, Handtuch- und Schlüssel-Halter inBronce und Holz in reicher Auswahl bei Joh. Tonoli 4297.2.2. in Offenburg. ~ 4330.2.1. Ofsenburg. Rohrstiefel, lackirte, ganz hohe, doppelsöhlig, 8 ditto, kalbl., für Herren und Knaben mit lackl. Stulpen, s Schneestiefel für Herren, 8 Filz- und Lederschuhe und Stiefel für Damen und Kinder, ö Pantoffeln in allen Sorten, sowie Gummigaloscheu, »ff zu Weihnachtsgeschenken geeignet, empfehle zu den billigsten Preisen. | I. Balfer. «r n r» r» «t Für die bestbekanute mechanische Flachs-, Hanf- und Wergspinnerei Bäumenheim, Post- und Bahnstation Wertiugen in Bayern, überuimmt Flachs, Häuf und Abwerg fortwährend zum Lohnverspinnen und Verweben der Agent Fr. Kupferer in Appenweier. Vortheile bei der mechanischen Lohnspinnerei Bäumenheim. Der Flachs oder der Hanf braucht blos gut gebrecht oder geschwungen und rein aus- geputzt zu fein. Das Aushecheln wird in der Fabrik gratis besorgt und der Flachs oder der Hanf oder das Abwerg zu bestem, egalen, haltbaren Faden versponnen. _ Wenn das Garn retour kommt so darf dasseibe nicht mehr gekocht, oder geklopft, oder gelaugt, oder gebauscht werden, sondern muß so wie es von der Spinnerei kommt, verwebt werden, da das Garn schon in^der Spinnerei die nöthige Vorbereitung zum Verwebe» erhalten hat. Beim Verweben gibt das Garn aus der Spinnerei Bäumenheim fast gar keinen Abgang, während Handgespinnst sowohl beim Kochen und Vorbereiten znm Weben, als auch beim Verweben großen Abgang ergibt. Hanf wird auch in der Fabrik gerieben. Die Rücklieferung der Garne erfolgt in 4 bis 6 Wochen. __ 42953.1. Offenburg. Empfehlung 4321.2.1. Ich habe wieder eine frische Sendung geschnitzter Holzwaaren in reicher Auswahl erhalten, welche ich zu Weihnachtsgeschenken bestens empfehle. Zugleich empfehle meine Stickereien in den neuesten Dessins zur gefälligen Abnahme. Friedrich Dieh, Tapezier. Offen^urg. Ausverkauf. 3013.6.6. In jeder Zeitung findet man Mittel gegen alle möglichen Leiden angezeigt, erfährt aber fast ebenso oft, daß Kranke getäuscht und um schweres Geld gebracht wurden. Jeder Leidende bedenke dietz und lese deshalb erst das Buch: „Dr. Werner's Wegweiser zur Hilfe für alle Kranke." Aus diesem wird man am besten erfahren, was zur raschen, sichern und woy^ feilen Beseitigung fast aller Krankheiten allein dienlich ist. Vorräthig in .Offenburg in der Bielefeld scheu Hofbuchhandlung sür nnr 21 kr. Die Adressen von 600 Personen, denen das Such Hilfe gebracht, sind beigedruckt. V erlange man nur die in G. PoeniiL'S Schulbuch- handlung in Leipzig erschienene Originalausgabe. 4260.3.3. Zu Weihnachtsgeschenken empfehle die noch auf Lager habenden seidenen Foulards, Taschentücher in Leinen und Baumwollen, Herren- Cravatten in schwarz und farbig, ferner Herren- und Damenkleiderstoffen, nebst alle in dieses Fach einschlagenden Artikel. Carl Battiany, Klosterstraße. Anzeige und Empfehlung. 4276.2.2. Ich zeige hiermit ergebenst an, daß ich die Hebammenkunst wieder wie früher in hiesiger Stadt ausübe. Indem ich um das mir früher geschenkte Zutrauen bitte, werde ich stets bemüht sein, demselben in jeder Beziehung zu entsprechen. Offenburg, den 12. Dezbr. 1871. Barbara Mayer, Hebamme, früher Frau Kiii, wohnhaft in den neuen Arbeiterwohnungen. 3828.12.4. Die allgemein beliebten ächten Honig-Brnst-Bonbons und die mit vietem Erfolg gekrönten Ingwer-Pastillen für Magenleidende von Carl Haas in Lahr sind in Schachteln ä 12 kr. allein zu haben bei Apotheker S a x in Offenburg, Franz Maier in Offenburg, I. N. Schön dien st in Gengenbach, X. Gotterbarm in Haslach, F. Marquardt in Willstätt, Eh. Marx in Zell a. H., E. Durain in Kehl, Apotheker Zunghanns in Oppenau, I. Spitzmüller in Marlen. Seeg er zur Restauration in Appenweier. Als vorzügliches Hausmittel verdienen alle Beachtung die so lieblich schmeckenden Xratl-örusl-kastilleii von Friedr. Jung jr. in Vaihingen a. E., laut oberamtsärztlichem Zeugnlß ausgezeichnetes Linderungsmittel bei Brust- und Husten-Leiden, das Päckchen nnr L «ud 6 kr., zu finden auf nachstehenden Plätzen bei 1 folgenden Herren: Offenburg: W. Bodenheimer, „ B. Feßler's Wwe., » „ I. A. Schaible, H Appenweier: E. Werner, Biberach: G. Spitzmüller, Gengenbach: I. Jsenmann, Haslach: I. C. Krämer, Hausach: R. Streit, Kehl: Fr. Haug's Wwe., Lantenbach: Xav. Höhr, Oberkirch: H. Schrempp, Oppenau: Fel. Jhling, Rheinbischofsheim: M. Kahnmann, Urloffen: M. Albert, f Zell a. H.: I. Bruder, i NB. An Orten, wo noch keine Rieder- D lagen sind, werden solche unter sehr annehmbaren Bedingungen gegründet. 3830.4.2. GSSSs»—-SkZSWWG: I l 1 I 4333.2.1. Ein möblirtes Zimmer sift in der Steinstraße zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bl. 1204 SüddeutscheBodencreditbankinMailchen 4329. Wir beehren uns hiermit bekannt zu geben, daß wir unsere Geschäftstätigkeit nunmehr auch im Großherzogthum Baden und zwar zunächst mit dem Darlehensgeschäft eröffnet haben. Wir gewähren baare Darlehen in beliebiger Größe gegen Verpfändung von Immobilien jeder Art. Die Wahl der Darlehensform ist dem Darlehensnehmer freigestellt. Wir geben kündbare Darlehen ohne jede Beschränkung der theilweisen Rückzahlung. Bei unkündbaren Darlehen kann die Rückzahlung in Raten oder Annuitäten erfolgen. An Zinsen berechnen wir 5°| 0 , wozu bei Annuitäten mäßige Zuschläge kommen. Zur Vereinfachung des badischen Geschäfts haben wir bei dem Bankhause Köster und Cie. in Mannheim und Heidelberg Zahlstellen errichtet und in dessen Loealitäten Büreaur eröffnet, wo die Darlehensgesuche entgegen genommen und alle näheren Aufschlüsse ertheilt werden. München, den 24. Rovbr. 1871. Die DireeLion. Mit Bezug auf obige Bekanntmachung bringe ich zur Kenntniß der Interessenten, daß ich beauftragt bin, Darlehensgesuche provisionsfrei zu vermitteln und alle näheren Auskünfte zu ertheilen. Offenburg, im Dezbr. 1871. Mbrecht Fischer. Cravatten, Krägen und Manschetten firr Herren und Damen in großer Auswahl bei Ioh. Tonoli 4300,2.1. in Offenburg. 3586.3.3. Zur Ablieferung in die bewährte Mechanische Spinnerei Emmendingen wird von jetzt afl wieder mit dem Einsammeln von Flachs, Hanf K Abwerg begonnen. Das fertige Garn kommt in circa 4 Wochen zurück und für billigste, sowie schönste Arbeit zeugt meine letztjährige große Kundschaft, die in jeder Beziehung mit den Leistungen dieses Etablissements zufrieden ist. Recht zahlreichen Ablieferungen sieht entgegen: Rerä. Ilölzlin jr. __in Offenburg._ Für Bierbrauer 43.4. I. Qualität Brauergerste ist billig zu haben bei Eduard Wolf _ in Bühl. 4332. Eine von Palissander und mit Perlmutter eingelegte ausgezeichnete Zither zu ver- kaufen. _ Cruchon. 4278. Ein Mann im kräftigsten Lebensalter mit hübscher Handschrift, und in schriftlichen Arbeiten jeder Art gewandt, sucht für seine gänzlich disponible Zeit Beschäftigung. Näheres bei der Erped. d. Bl. zu erfragen. 3.3. Rechnungsforrnulare in allen Größen mit Namen und Wohnort werden schnellstens und billigst augefertigl u. solche ohne Namenrc. sind in V 6 , V* ». y, Bogen stets vorrüthig bei A. Reiff Comp* in Offenburg. bei 4304.2.1. Filzschuhe Joh. Tonoli in Offenb urg._ Offen bürg. Wohuungsvermiethuug. 4322. Metzgerstraße Nr. 202 sind 3 Zimmer, Küche und Mansarde sogleich oder auf Weihnachten zu vermiethen. Erläuterungen über das neue Maß und Gewicht sind geheftet und mit Umschlag für 6 kr. per Stück wieder zu haben in der Buchdruckerei von I. Hei ff# Cie. in Offeuburg. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Osfenburg. Anzeige. Der Unterzeichnete bringt einem verehrten Publikum die ergebenste Anzeige, daß derselbe von dem Reallehrer Dr. Molitor verfaßte, durch die Kritik vielfach empfohlene Bücher in seinem Lager hat, und erlaubt sich die Herren Lehrer, Ortsschulräthe und Gewerbtreibenden hierauf aufmerksam zu machen. Es sind: 1) Rechenunterricht nach dem neuen Maß und Gewicht, Anleitung für den Lehrer, 4 Hefte . . . . 1 fl. 48 kr. 2) Aufgaben hiezu für die Hand der Schüler, Heft I. 9 kr., Heft II. 10 kr., Heft III. 6 kr., Heft IV. 9 kr. 3) Der Geschäftsmann nebst Anhang vom neuen Maß und Gewicht . 1 fl. 24 kr. 4) Geschäftsaufsätze, Heft I. und II. ä 6 kr. 5) Briefbüchlein, gedruckt . . 12 kr. 6) ditto geschrieben . . 16 kr. August Stöhr, Buchbinder. Mehrseitigem Wunsche gemäß, beehre ich (mich, anmit anzuzeigen, daß ich Anfangs _iJanuar wieder einen Tanzunterrichts- Curs eröffne, und nehme ich noch weitere Anmeldungen zu demselben entgegen. Th. Trittler, Tanzlehrer in Offenburg. Auch ertheile ich auf Wunsch Einzelnen Privatunterricht. Frankfurter CurS »am 13. Dez. 1871. G-ld und Silber. Preußische FriedrichSd'or . . . fl. 9 57 1 /*- 58Ve Pistolen . . ..st. 9 40-42 Holliircher 10 fi. Stücke.fl. 9 53—55 RandDueaten.fl. 5 33—35 20 Franks-Stücke.fl. 9 17—18 Englische Sovereigns.fl. 11 46—48 Russische Imperiales.fl. 9 41—43 Dollar« in Gold . -.fl. 2 24Va—25 1 /» BadffHe Staatstzatziere. Badische 5% Obligationen ... — . 4V/ 0 do. i. Thl. . . 99% 4% do. i.Thl. . 94«/. do. 42er . . 91% 4% Pr. Thl. 100-L. . . — fl. 35-Loose . . . 69Va Ganterkenntnifse. -jBuchheimer, Ignaz, Fabrikarbeiter und Schuhmacher in Wiechs, A. Schopfheim, Tgf. 21. Dez., B. 8% U. Friedmann, Adolf, Kaufmann von Heidelberg, Tgf. 21. Dez.. V. 8 U. J «I Ullmerich, Nikol., Schneider von Zell, Amts Schönau, Tgf. 23. Dez., V. 10 U. s stWehrle, Primus, Kronenwirth von Furt- wangen, A. Trsterg, Tgf. 27. Dez., B. 9 kl. FraeUferiefe (nach allen 3 Mustern) mit Namen und Wohnort des ^Absenders werden auf Wunsch schnellstens angefertigt in der Bnehdrnekerei von A. Reift & €?| Für die Redactton Arantivorrlich: A. R e i f f. — Druck und Verlag von A. Reiff und Comp.