sowie für die Bezirksämter und Amtsgerichte Offenbur g und Gengendach. Erscheint täglich mit Ausnahme MontagS, und kostet vierteljährlich in Offenburg 1 fl., für den Landpostbezirk 1 fl. 2 kr., für die übrigen Postbezirke 1 fl. 7 kr. Einrückungsgebühr: die gespaltene Garmondzeile oder deren Raum 3 kr. Nro. 297. O ffenburg , Dienstag den 19. Dezember 1871. Heute vor einem Jahr. (18. Dezember 1870.) Norddeutscher Bund. Die Abordnung des Reichstag übergibt in Versailles dem König von Preußen die Adresse des Reichstags. Der König erklärt: er sei bereit die Würde des deutschen Kaisers anzunehmen, sobald die süddeutschen Kammern das Werk sanktionirt haben. Frankreich. Treffen bei Nuits, dieses erstürmt, der französische General Cremer mit 16,000 Mann von 7000 Deutschen geschlagen, Prinz Wilhelm von Baden verwundet. (vom 19. Dezember 1870.) Preußen. Uebergabe der Luxemburgischen Antwort auf die Note des Grasen Bismarck vom 3. Dez. Württemberg. Eröffnung der Kammer» mit einer Thronrede. Baden. Erste Kammer.Annahme derBun- desvertrüge mit allen Stimmen gegen zwei. Politische Rundschau. Karlsruhe, 15. Dez. Der Karlsr.Ztg. zufolge ist Slaatsrath Nüßlin, Präsident des ev. Oberkirchenraths, zu den kommissarischen Verhandlungen wegen der Militär-Kirchenordnung nach Berlin abgereist. Man darf einen alle Theile befriedigenden Abschluß auf der vom Oberkirchenrath vorgeschlagenen und vom preußischen Kriegsministerium angenommenen Grundlage um so mchd erwarten, als der Kaiser selbst auf eine Darlegung des Großherzogs hin mit persönlicher Theilnahme die Ordnung der Angelegenheit verfolgt. Straßburg, 15. Dez. (Str.Ztg.) Pedro II., Kaiser von Brasilien, welcher gestern Morgen 11 Uhr, aus Italien kommend, hier eingetroffen, ist heute früh 6 Uhr wieder von hier abgereist. Im Gasthof zur Stadt Paris hatte er Absteigequartier genommen. Seine Begleitung bestand etwa aus 30 Personen. Der gestrige Nachmittag wurde zur Besichtigung der Stadt verwendet. Die Weiterreise ging nach Paris. Einen Salonwagen, den die Bahnverwaltung für den hohen Reisenden in Bereitschaft hatte, nahm derselbe nicht an, sondern fuhr mit seiner Begleitung in gewöhnlichen Wagen 1. Klasse. Obschon der Kaiser am 2. Dez. 1825 geboren, mithin erst 46 Jahre alt, so ist sein Aussehen das eines Sechzigers. Kalmar, 13. Dez. (Als.) Der Herr Präsident der Handelskammer Kolmar hat in Folge von Schritten, welche die Kammer gethan, so eben die Nachricht erhalten, daß die Verwaltung der französischen Zölle in Belfort ein Bureau zur Annahme und Abfertigung von Waaren, die nach ihrem Werthe abgeschätzt und aus Elsaß- Lothringen nach Frankreich eingeführt werden, einrichten wird. Dieses Bureau wird nächstens seine Thätigkeit beginnen, und aller Wahrscheinlichkeit nach wird ein zweites Bureau zu St. Die oder Nancy zu demselben Zwecke errichtet werden. Aus Elsaß Lothringen, 13. Dez. Die Steuern, welche noch nach französischer Weise und auf Grund der französischen Steuerrollen erhoben werden, gehen, wie ich höre, vortrefflich ein. Die französische Veranschlagung und Besteuerung ist bekanntlich viel höher, als die in Deutschland bestehende. Es steht daher für die Provinz Elsaß-Lothringen demnächst schon die Einführung der deutschen Steuernormen und damit zugleich eine beträchtliche Herabsetzung der verschiedenen Auflagen zu erwarten, die sich namentlich auf dem Gebiete der Stempel- und Registri- rungsgebühren für Handel und Wandel in wohl- thätigster Weise fühlbar machen dürften. Berlin, 14. Dez. Die Frankfurter Zeitung vom 10. Dez. d. bringt eine auch in andere Zeitungen übergegangene Nachricht aus Metz, wonach daselbst am 6. Dez. ein preußischer Soldat auf seinem Dienstwege von einem Elsässer mittelst eines Meffers hinterrücks ermordet worden sein soll. Der Mörder sei entflohen, seine Persönlichkeit jedoch festgestellt und werde auf ihn gefahndet. Amtliche Ermittelungen an zuständiger Stelle haben ergeben, daß ein solcher Ueberfall in Metz nicht vorgekommen, und daher die Nachricht erfunden ist. Rom, 10. Dez. Wie man in Italien und speziell in Rom selbst über die Lage des Papstes denkt, davon kann man sich einen Begriff aus einer Korrespondenz der Gazzetta d'Jtalia machen. Diese Florentiner Zeitung erhält Berichte direkt aus dem Vatican, welche von einem Geistlichen nichtitalienischer Nationalität geschrieben werden. In einem Briefe dieses Gewähr- mannes vom 5. Dezember ist zu lesen: „Unmöglich ist es, den Entschluß vorherzusehen, den der^ Papst über seine Abreife fassen wird. Die Leute, welche eine solche Entscheidung als unmöglich betrachten, könnten leicht von denThat- sachen überrascht und enttäuscht werden. Man muß ein für allemal von dem Prinzip aus- gehen, daß der Papst nicht mehr Herr über seine Handlungen ist. Das Mißtrauen der Jesuiten gegen ihn wächst. Man sagt, der ehrwürdige Greis habe Leuten, die sein intimstes Vertrauen genießen, eingestanden, daß er fürchte sofort vergiftet zu werden, wenn er aus dem Vatican hinausgehe. Es sind wahrhaftig keine Schwätzereieu aus den Caffee's, die ich Ihnen schreibe, und ich kann Ihnen versichern, daß der Papst fürchtet, vergiftet zu werden. . . . Würde Pius in Rom sterben, so würde der größere Theil der Cardinäle keine Lust haben, nach Frankreich zu gehen, um dort den neuen Papst zu wählen, obgleich der Papst, wie behauptet wird, Thiers gebeten habe, daß das zukünftige Conclave sich auf französischem Gebiete versammeln dürfe". Rom, 11. Dez. Bezüglich der Unterredung des Kaisers von Brasilien mit dem Papste, von welcher sofort verlautet, daß sie sehr kühl verlaufen sei, theilt der „Fanfulla" Folgendes mit: „Als der Kaiser mit eindringlichen Worten und mit Ueberzeugung von der Nützlichkeit und Noth- wendigkeit einer Versöhnung der beiden Gewalten in Rom sprach, hörte der Papst mit großer Aufmerksamkeit zu. Als der Kaiser aber zu Ende war, erwiederte der Papst, den angeregten Gegenstand vollständig auf Seite lassend; „Ew. Majestät denkt also nicht lauge in Rom zu bleiben. Reisen-Sie glücklich! Ich wünsche Ew. Majestät alles Gute und er theile Ihnen den Segen, so wie Ihrer Familie und allen guten brasilianischen Katholiken" Und so war der Kaiser in Gnaden entlasten." Der „Fanfulla", welcher sehr gut unterrichtet sein kann, besteht auf der buchstäblichen Genauigkeit dieser Notiz. Misfiousreiseu «ud Forschungen in Süd-Afrika von vr. David Lioingstone. (Fortsetzung.) Achtzehntes Kapitel. 24. März. — Die Söhne Jonga Panza's erboten sich uns als Führer in das Land der Portugiesen zu begleiten, wenn ich ihnen die von Schinte bekommene Muschel zum Geschenk machte. Nachdem ich ihnen die Muschel gegeben, reisten wir West zum Norden nach dem Flusse Tschikapa, welcher hier (10° 22' südlicher Breite) vierzig bis fünfzig Ellen breit ist und jetzt tief war; etwa eine halbe Melle oberhalb unserer Furth stürzte er brausend über Felsen herab. Wir setzten in einem Kahne über, der nur aus einer Rinde bestand, die an den Enden zusammengenäht, und au einzelnen Stellen mit Stöcken, die als Rippen dienten, versehen war. Das Wort Tschikapa bedeutet Rinde oder Haut. Jetzt bedauerten wir den Verlust unseres Pontons; denn die Leute, denen der Kahn gehörte, verlangten Bezahlung, als die ersten einstiegen, eine zweite Bezahlung als die Hälfte übergesetzt war, und eine dritte, als nur Pitsane und ich noch geholt wurden. . Am nächsten Morgen gingen unsere Führer nur eme Meile; dann wollten sie wieder umkebren. Ich hatte dies erwartet, als ich auf Bitten der Makololo, die sehr wenig weltklug sind, sie im Voraus bezahlte. Ich machte sehr energische Gegenvorstellungen, aber sie entschlüpften einer nach dem andern in dem dich - ten Wald, den wir passirten, und es freute mich, als meine Gefährten zu dem Schluffe kamen, daß, da wir jetzt in einem Lande waren, das von Händlern besucht wurde, wir gar keine Führer brauchten, die die wir namentlich dcshals nöthig gehabt hatten, um rücksichtlich unserer Person bei den Eingeborenen der Dörfer allen Befürchtungen vorzubeugen. Das Land war wellenförmiger als seither, und in tiefen bewaldeten Thälern flössen schöne Bäche. Wir reisten westnordwestlich. Alle Flüßchen, die wir hier trafen, hatten nördliche Richtung, und fielen, wie man uns sagte, in den Kasai oder Loke; die meisten hatten schlammige Ufer. Doch wußte ich nicht, daß der Coanza bedeutend westlich von hier fließt und von seiner Quelle bis zum Meere nur einen verhältnißmäßig kurzen Lauf hat. 26. März. — Wir verbrachten den Sonntag an den Ufern des Quito lKweelo), der hier etwa zehn Ellen breit ist. Er fließt in einem tiefen Thale, dessen Seiten fast fünfhundert Ellen Abfall haben und felsig sind. Die Scenerie wäre ganz reizend gewesen; aber das Fieber verminderte mir die Freude gar sehr; es machte mich sehr schwach, und am liebsten lag ich. Das Land ist voll kleiner Dörfer. Nahrungsmittel sind in Menge vorhanden, und ihre Bebauung erfordert sehr wenig Arbeit; der Boden ist so fett, daß Düngung unnöthig ist; wenn ein Garten zu arm würde, um Mais. Hirse u. s. w. in hinreichender Menge zu gewähren, so zieht der Besitzer eine Strecke weiter in den Wald, macht Feuer an den Wurzeln der großen Bäume, damit sie sterben, fällt die kleineren, und so ist ein neues Land für die Saat gewonnen. Man kann die Charakterverschiedenheit der einzelnen Garten- und Gründstücksbesitzer recht gut be- urtheilen, wenn man bei ihnen vorüberrcist. Einige Dörfer sind wahre Muster von Reinlichkeit. Andere waren so mit Unkraut überwuchert, daß wenn wir „zu Qcbs" mitten in einem Dorfe waren, wir nur die Dächer der Hütten sehen konnten. Wenn wir Mittags in ein Dorf kamen, so traten die Eigen- thümer träge heran, mit der Pfeife in der Hand und rauchten gemächlich in träumerischer Gleichgiltigkeit. In manchen Dörfern läßt man,kein Unkraut wachsen; Baumwolle Tabak und verschiedene gern gegessene Pflanzen stehen rund um die Hütten; in Käfigen hält man Vögel, und die Gärten gewähren den angenehmen Anblick mehrerer Arten Getreide und Gemüse in verschiedenen Stadien ihres Wachsthums. Jedes Dorf wimmelt von Kindern, welche heraus- kommen, um den weißen Mann zu sehen, und mit allerhand Geschrei und Possen hin- und herrennen; einige klettern auf die Bäume, um besser zu sehen; in ganz Londa find die Kinder vortreffliche Kletterer. In befreundeten Dörfern sind sie manchmal meilenweit neben uns hergelaufen. Wir machten gewöhn- 1216 Versailles, 15. Dez. Nationalversammlung. Der Unterrichtsminister Jules Simon legt einen Gesetzvorschlag über die Organisation des Volks» nterrichts vor. Nach längerer Diskus- fion wird die von der Regierung gutgeheißene Tagesordnung angenommen und die Prüfung der einschlägigen Fragen einer Spezialkommission von 30 Mitgliedern überwiesen. Versailles, 16. Dez. In der gestrigen Sitzung der Jnitiatiokommis sion befürwortete Thiers die Rückkehr nach Paris. Dieselbe sei im Interesse der schleunigen Information und Thätigkeit für Regierung erforderlich; für die Versammlung bestehe in Paris keine Gefahr. Die Rückkehr werde die Stärke der Regierung in den Augen Europas erhöhen. Man dürfe nicht Berlin den Vorrang einnehmen lassen; Paris sei bereits erniedrigt, man dürfe seinen Verfall nicht beschleunigen. Dies wäre für Frankreich verhäng- nißvoll. Thiers betont die Unzukömmlichkeiten, welche aus der Theilung der Dienstzweige entständen, und bittet die Kommission, keinen Beschluß zu fassen, bevor sie ihn nicht nochmals gehört. Brüssel, 14. Dez. Prinz Napoleon u. Prinzessin Clotilde sind heute mit Gefolge hier eingetroffen und im Hotel de L>uede ab gestiegen. Dieselben werden morgen nach England zurückkehren. St. Petersburg, 14. Dez. Prinz Reuß überreichte heute dem Kaiser sein Beglaubigungsschreiben als Botschafter, worauf das gesammte Personal der deutschen Botschaft dem Kaiser und der Kaiserin vorgestellt wurde. Telegraphische Nachrichten. Karlsruhe, 16. Dez. Die Abgeordnetenkammer genehmigte mit allen gegen 10 Stimmen den Gesetzentwurf -betreffend den Vollzug der Einführung des deutschen Strafgesetzbuches in der Fassung der Kommissionsvorschläge, jedoch mit einigen bedeutenderen Aenderungen. Unter den 10 Abgeordneten, welche gegen den Gesetzentwurf stimmten, befanden sich 8 Ultramontane. Die erste Kammer genehmigte heute den Gesetzentwurf betreffend die Einführung der deutschen Gewerbeordnung. Wien, 15. Dez. Die Direktion der National- bank beschloß, die Dividende der Bankaktien für das zweite Semester 1871 auf 32y 2 Gulden festzusetzen. Das Gesammterträgniß für 1871 beziffert sich für die Aktie auf 57y 2 fl., 5 fl. mehr als im Vorjahr, und kommt einer fast 9V2 proz. Verzinsung des Nationalkapitals gleich. Die Nationalbank setzte den Zinsfuß in allen Geschäften um je ein halbes Prozent herunter. Wien, 17. Dez. Die heutige Wiener Zeitung veröffentlicht ein kaiserliches Reskript, welches den Reichsrath auf den 27. Februar nächsten Jahres einberuft. Ein anderes Reskript ernennt den Grafen Chotek zum Gesandten am spanischen Hofe. Bera, 16. Dez. Der Nationalrath beschloß, daß Mitglieder des Jesuitenordens in der Schweiz nicht ausgenommen werden sollen, und verbot die Lehr- und kirchliche Thätigkeit derselben. Der Nationalrath untersagte ferner die Errichtung neuer, sowie die Wiederherstellung alter Klöster. Paris, 16. Dez. Heute neue Zusammenkunft zwischen Hrn. Thiers und den Prinzen von Orleans, ebenso des Herzogs von Aumale mit den Abgeordneten der Rechten. — Gestern gab Präsident Thiers ein Mahl zur Ehre v. Arnim's und Gontaut-Birons. Lando», 16. Dez., 8 Uhr Morgens. Der Prinz von Wales verbrachte die letzte Nacht ruhig. Die Pefferung der Krankheitserscheinungen dauert fort. Washington, 15. Dez. (Durch Kabel.) Die anglo amerikanische Kommission entschied, die Vereinigten Staaten seien nicht zur Zahlung der Schulden der ehemaligen Rebelleustaalen verpflichtet. — Der Senat verwarf den Vorschlag Trumbull's, ein Komite zur sorgfältigsten Untersuchung aller Verwaltungszweige niederzusetzen, mit 35 gegen 24 Stimmen. Vermischte Nachrichten. — Karlsru he, 17. Dez. Seine Konigl. Hoheit der Großherzog hat geruht, nach Maßgabe des Artikels 50 der Reichsverfaffung nachstehende Postbeamte auf die am 1. Januar k. I. ins Leben tretenden Reichspost-Dienststellen zu ernennen, und zwar: Zu Oberpostdirektions-Sekretären: den Post- und Bahnverwalter Max K 0 ch in Hausach und den Postverwalter Herrman Jäger in Kehl. Zu Postamts-Vorstehern: den Eisenbahn-Inspektor Albert Dillinger in Schaffhausen zum Postdirektor in Offenburg, den Post- und Bahvverwalter Barth in Lahr zum Postdirektor daselbst und den Postverwalter Karl S ch m 0 l k in Baden zum Postdirektor in Kehl. Zum Postamts-Kassier: in Mannheim: den Postverwalter Karl Schick in Offenburg. Zu Expeditions-Vorstehern als Oberpostsekre- täre: den PostkontroleurFranz Donsbachin Offenburg beim Postamt daselbst und den Postkontroleur Friedrich D i e tz in Kehl beim Postamt Freiburg. Ferner folgenden Beamten die Vorsehung der Vorstehersstellen bei nachbenannten Postverwaltungen zu übertragen, und zwar unter Ernennung zu Oberpostsekretären: bei der Postverwaltung Achern: dem Revisor Andreas v. L a m e r z dahier, bei der Postverwaltung Bühl: dem Postkontroleur Christian H ä u ß e r in Bruchsal, bei der Postverwaltung Appenweier: dem Postkontroleur Karl Lederle dahier; unter Ernennung zu Postsekretären: bei der Postverwaltung Mosbach: dem Post- erpeditor Franz Grimm in Oberkirch und bei der Postverwaltung Hausach: dem Postexpeditor Johann Eberhard in Hornberg; zum Postsekretär zu ernennen: Postasststent Karl Gugelm eier. Ferner denOber-Postkommiffarius Winter in Darmstadt zum Oberpostdirektions-Sekretär bei der Oberpostdirektion Karlsruhe, den Ober-Postkommiffarius Schalla in Erfurt zum Oberpostdirektions-Sekretär bei der Oberpostdirektion Konstanz. den Ober-Postsekretär von Es p i n 0 l in Koblenz zum Expedikionsvorsteher beim Postamt Mannheim zu ernennen. /:/ O f f e n b u r g, 17. Dez. Dem Vernehmen nach ist Herr Pfarrer Stumpf von Rothenfels, früher lange Jahre als Prediger und Profeffor hier thätig nnd beliebt, dortselbst an den Blattern gestorben. ** Aus dem Rebge birg, 14. Dez. Leider haben wir zu berichten, daß die Kälte vom 8. Dez. (15—17 Grad) den Reben in tiefer und theilweise mittlerer Lage erheblich Schaden zugefügt hat; die Weinpreise ziehen unter solchen Verhältnissen ziemlich an, Feldwein 18 fl., Bergwein 22—30 fl., Rother 35 fl. Von letzterem ist sehr viel angekauft worden. — Engen 14. Dez. (B.L.) In dem Dorfe Hilzingen wird nächsten Sonntag, den 17. ds. M., eine landwirthschaftliche Besprechung stattfinden, zu welcher auch Frauen eingeladen sind. — (Großherzoglich hessischeGrundren- t e n s ch e i n e.) Die Frist, bis zu welcher dieselben eingclöst werden können, ist bis zum Ende Februar 1872 verlängert und die großh. Staatsschulbcntilgungs-Kaffe zu Darmstadt bis zu diesem Termin zur Auszahlung ermächtigt. — Berlin, 13. Dez. Bekanntlich wurden hier vor einiger Zeit gefälschte Darlehens- Kaffenscheine zu 25 Thaler entdeckt. Dem Vernehmen nach haben umfaffende Ermittlungen herausgestellt, daß die falschen Scheine in London fabrizirt sind. Zu der betreffenden Fälscherbande gehören drei Franzosen und ein Amerikaner. Die Scheine sind im Betrage von etwa 12,500 Thalern in Frankreich verausgabt worden und von dort etwa zur Hälfte nach Deutschland gelangt. Wie es scheint, besitzt die englische Regierung in ihrer Gesetzgebung keine Handhabe zum Einschreiten gegen die Fälscher, weil in England keine Verausgabung ihrer Fabrikate stattgefunden hat. Die französische Regierung aber hat es abgelehnt, bei der englischen auf die Auslieferung der Personen anzutragen, durch welche in Frankreich die Verausgabung der falschen Scheine erfolgt ist. (K. Z.) — (Für die Vögel.) In Leipziger Blättern findet sich folgende Aufforderung, deren Erfüllung wir auch unfern Bürgern an's Herz legen möchten: „Das Unterzeichnete Zentralkomite fordert energisch auf, sie bei solcher Kälte nicht im Stich zu lassen, damit sie nicht gezwungen sind, als Repreffalie im kommenden Frühjahre eine allgemeine Arbeitseinstellung im Vertilgen von Insekten und allerlei kleinem Gethier eintreten zu lassen. Das Zentralkomite der vereinigten Krähen, Sperrlinge, Haubenlerchen rc." lich einen Zaun um unsere Hütten; Schaaren von Weibern erschienen am Eingänge, ihre Kinder auf den Rücken und lange Pfeifen im Munde, um uns stundenlang, anzugafftn. Indem wir nach Westnordwest weiter reisten, trafen wir viele Gesellschaften eingeborener Händler, von denen jede Tuch, Salz und Perlen führte, um dagegen Bienenwachs einzutauschen. Sie sind sämmt- lich mit portugiesischen Flinten bewaffnet und haben Patronen mit eisernen Kugeln. Wenn wir uns be- f gnen, machen wir gewöhnlich auf einige Minuten alt. Sic bieten uns etwas Salz, nnd wir geben nen ein Stück Ochscnfell oder eine andere Kleinigkeit; dann scheiden wir mit den besten Wünschen von einander. Die Häute der Ochsen, die wir schlachteten, waren uns eine vortreffliche Quelle, denn wir fanden, daß sie im ganzen Lande in so hohem Werthe standen, um Gürtel daraus zu machen, daß wir jede Haut in ungefähr zwei Zoll breite Streifen zerschnitten und, sie für Mehl und Maniok Hingaben. Je näher wir Angola kanten, um so geringer war ihr Werth, da die Einwohner dort selbst Vieh haben. Wir waren jetzt dem Land der Baschinje nahe (von den Portugiesen Ehinge genannt), welche mit dem Banqala-Stamm vermischt sind, der mit den Babindcle oder Portugiesen Krieg geführt hat. Regen u. Fieber hinderten gewöhnlich unser Vorwärtskommen, bis uns ein gewisser Kamboela auf den Weg brachte, der von Cassange und Bibe nach Ma- tiamvo fübrt. Da wir jetzt allein waren und wußten, daß wir aus dem Wege nach civilistrten Gegenden uns befanden, so kamen wir schnell vorwärts. Am 30. März kamen wir an ein abschüssiges Land voll tiefer enger Thäler. Es ist so steil, daß man nur an einzelnen Punkten hinuntersteigen kann, und selbst da mußte ick absteigen, obwohl ich so schwach war, daß mich meine Leute führen mußten, um nicht kopfüber hinunterzustürzen. Unter uns lag das Thal des Quango. Es ist ungefähr hundert Meilen breit, mit dunklem Wald bekleidet, außer wo hellgrünes Gras die Wiesen am Quango bedeckt, der hier und da in seinem Laufe nach Norden in der Sonne glänzt. Die entgegengesetzte Seite des Thals erscheint wie eine Reihe hoher Berge; der Weg hinunter beträgt ungefähr eine Meile, perpendiculär ge- mesien tausend bis zwölfhundcrt Fuß. Als wir aus den dunkeln Wäldern von Londa kamen, war es uns bei diesem prächtigen Anblick, als wenn uns ein Schleier von den Augen entfernt würde. Hier fanden wir Bambus von der Stärke eines Mannesarmes, und viele neue Bäume. Sonntag 2. April. — Wir rasteten an einem kleinen Flusse, und da unser Hunger jetzt sehr bedeutend war, indem wir, seit wir Jonga Panza verlassen, nur von Maniok gelebt hatten, schlachteten wir einen der Ochsen, die uns noch geblieben waren. Die Leute hier schienen gleich großen Appetit nach Fleischkost zu haben, wie wir selbst, denn sie verwandten viel Mühe darauf, große weiße Larven aus dem feuchten Boden an den, Flüssen auZzugraben. und verzehrten sie als Leckerbissen. Sasawa, der Häuptling.. einer Abthellung der Baschinje. welcher das gewöhnliche Verlangen nach einem Mann, einem Ochsen oder einem Elephanten- zahn an uns gerichtet hatte, sprach sehr verächtlich über das wenige, was wir ihm bieten konnten. (Fortsetzung folgt.) « ä t h s e l. An Hosen, Bächen, Flüssen Find'st du die Erste gleich — Die Zweite wir begrüßen, Geseh'n am Pflanzenreich. Doch tödtet sie die Lieben, So haßt sie Jedermann — Um's Faß jedoch getrieben. Hält sie's im strengen Bann! Das Ganze lebt im Kreise Des Frohsinn's und der Kunst, Macht die Gedankenreise Pfeilschnell durch Erdendunst! 's ist eine schöne Würze Ob's ungelehrt, ob's neckt — Damit's die Zeit verkürze. Hat's ein Genie entdeckt! Auflösung des Näthsels in Xra. 295: „Trauerweide." 1217 Amtliche Verkündigungen. Die Holzversteigerungsprotokolle aus Gemeinde- und Körperschaftstvaldungeu betr. Offenburg. Nro. 12,445. An die Gemeinderäthe des Bezirks: ^ , r . _ Nach Mittheilung der Großh. Bezirksforstei dahier werden hie Vorschriften des § 15 der Verordnung über dre Bewirthschaftung der Ge- meindewaldunaen (Reg.-Bl. 1868 S. 457) von Gemeinden und Genossenschaften häufig nicht beobachtet, indem die Versteigerungsbedrngungen vor der Versteigerung der Bezirksforstei nicht mitgetheilt und die Versteigerungsprotokolle nicht in der bestimmten Frist vorgelegt werden Den Ge- meinderäthen werden obige Vorschriften mit dem Anfügen in Erinnerung gebracht, daß fortgesetzte Uebcrtretungen mit Strafe belegt werden müssen. Offenburg, den 14. Dezbr. 1871. Großherzogllches Bezirksamt. M o n t f o r t. Gengenbach. Nro. 7684. Auf Antrag der Bad. Ausstellungscommission wird bekannt gemacht, daß im Jahr 1873 in Wien eine internationale Ausstellung stattfinden wird, welche das Kulturleben der Gegenwart und das Gesammtgebiet der Dolkswirthschast darstellen und deren weitern Fortschritt fördern soll. Die Ausstellung wird im Prater am 1. Mai 1873 eröffnet und am 31. October 1873 geschloffen. Die Ausstellungsgegenstände werden in 26 Gruppen vertheilt, von denen für unfern Bezirk besonders hervorgehoben werden: Die Gruppen 2: Landforstwirthschaft und Gartenbau. Gruppe 8: Holzindustrie. Gruppest: Stein-, Thon-und Glasindustrie. Gruppe 11: Papierindustrie. Gruppe 19: das bürgerliche Wohnhaus, seine innere Einrichtung und Ausschmückung. ^ t t t Die Ausstellungscommission erwartet, daß sich die badische Industrie an dieser Ausstellung lebhaft betheiligen und dadurch namentlich das Absatzgebiet in den östlichen Ländern erweitern werde. . . Die durch die Brtheiligung entstehenden allgemeinen Unkosten werden auf die Staatskasse übernommen. Diejenigen, welche sich betherligen wollen, können das Programm beliebig hier einsehen und werden ersucht, ihr Vorhaben in Bälde und unter vorläufiger Bezerchnung des für ihre Ausstellungsgegenstände erforderlichen Wand-, Tisch- oder Bodenraumes hierher, oder bei der Commission anzumelden. Gengenbach, den 12. Dezember 1871. Großherzogliches Bezirksamt. Rieder. Gengenbäch. Nro. 7785. An die Gemeinderäthe des Bezirks: _ ^ t £ Unter Bezugnahme auf den Erlaß ®t. Mimst, d. Z. vom 11. März 1865 im 1865 S. 62 werden dre ©emernderäthe ausge fordert, die Gesuche um Unterstützung aus dem Lehrgelderfond mit Frist bis Ende Dezember anher einzureichen. Gengenbach, den 15. Dezember 1871. Großherzogliches Bezirksamt. Rieder. An die Gemeinderäthe des Kreises Offenburg. Die Erhebung der Beiträge zur Kreiskaffe Offenburg betreffend. 4365.3.1. Nach Beschluß der VH. ordentlichen Sitzung der Kreisversammlung sollen zur Deckung der Ausgaben für die Kreisverwaltung zwei Kreuzer vom 100 fl. Steuerkapital für das Jahr 1871/1872 erhoben werden. In der Sitzung des Kreisausschusses vom 24. v. M. wurde bestimmt, daß die erste Hälfte der Kreisumlage baldigst eingehoben und zur Kreiskasse, Herrn Kaufmann Reiff dahier, abgeliefert werden soll. Hiervon werden die Gemeinderäthe des Kreises mit dem Anfügen in Kenntniß gesetzt, daß in den nächsten Tagen die Forderungszettel für die erste Hälfte der Umlagen ausgegeben werden und muß es wünschenswerth erscheinen, daß die gegebene Zahlungsfrrst eingehalten wird, um den Verbindlichkeiten des Kreises rechtzeitig Nachkommen zu können. Offenburg, den 15. Dezember 1871. Der Kreisausschuß: Wilh. Schell. Die Bestreitung der Kosten der Wahlen zur Kreisversammlung betreffend. 4386.2.1. Die Herren Wahlcommissäre, Kreiswahlmänner und Vertreter der Gemeinden, welche für die jüngsten Wahlen mit Bezug auf die Verordnung Großh. Ministeriums des Innern vom 4. Novbr. 1865 — Reg.-Bl. Nro. 52 S. 655 — Vergütungen anzusprechen haben, werden hiermit veranlaßt, ihre Forderungszettel zur Zahlungsanweisung auf die Kreiskasie längstens innerhalb 8 Tagen anher einzusenden. Offenburg, den 16. Dezember 1871. Der Kreisausschuß: Wilh. Schell. _ Bekanntmachungen. Offenburg. Nro. 12,586. Die Generalagentur der Feuerversicherungsgesellschaft North British und Merkantile in Karlsruhe hat die dem Commissionär Saif dahier übertragene Unteragentur für den diesseitigen Amtsbezirk zurückgezogen, was hiemit öffentlich bekannt gemacht wird. Offenburg, den 15. Dezbr. 1871. Großh. Bezirksamt. 4371. Mo nt fort. Zahluugsairfforderirrrg 4374.2.1. Diejenigen Personen, welche mit aus Martini l. I. verfallenen Schuldigkeiten zu Unterzeichneter Verwaltung noch im Rückstand sind, werden aufgefordert, binnen 10 Tagen Zahlung zu leisten. Nach Ablauf dieses Termins beginnt die gerichtliche Betreibung. Offenburg, den 15. Dezbr. 1871. Evangel. Stiftungenverwaltung. Sprenger. Bekanntmachung. 4377. Wilhelm Küpferle, Kaufmann dahier, läßt am Donnerstag den 21. d. M., Vorm. 11 Uhr, in seiner Behausung gegen Baarzahlung öffentlich versteigern: 1) 400 Stück Garben Halbwaizen, 2) 6 Viertel Waizen, 3) 18 Stück Fruchtsäcke, 4) 1 Haufen Dung. Gengenbach, den 14. Dezbr. 1871. Das Bürgermeisteramt. Abel. Kaiser. Versteigerung von Eschenuntzholz. 4370. Die Gottswaldgenossenschaft versteigert im heurigen Holzschlaa am Hesselhurster Sträßle Freitag den 6. Januar 1872, Vormittags 11 Uhr anfangend: 114 Eschen, 3 Bauholz- und 1 Holländereiche, 6 Erlen und 1 Birke. Die Eschen sind meist starke und schöne Klötze bis zu 56 bad. Kubikfuß, worauf wir Wagensabriken und Zeughausverwaltungen besonders aufmerksam machen. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr in Weier im Gasthaus zur Schwane. Auswärtige Steigerer haben sich mit beglaubigten Vollmachten oder Vermögenszeugnissen zu versehen. Nähere Auskunft ertheilt auf frankirte Anfragen die Unterzeichnete Stelle und das Bürgermeisteramt Waltersweier. Offenburg, den 16. Dezember 1871. Großherzogliche Bezirksforstei. 2.1. Seybel. Liegerrschaftsversteigerurig. 4268.2.2. In Folge richterlicher Verfügung werden die nachverzeichneten, in der Gemarkung Feffenbach gelegenen Liegenschaften der Bernhard Humpert Wwe., Viktoria geh. Litterst, in Fessenbach im Traubenwirthshaus allda am Montag den 8. Januar 1872, Vorm. 9 Uhr, zu Eigenthum öffentlich versteigert, wobei der endgültige Zuschlag sogleich erfolgt, wenn der Schätzungspreis oder mehr erreicht wird. Beschreibung der Liegenschaften: 2 . Grdst.-Nr. 1004 : 201 Rth. Reben im Schackert, neben Ambros Hugle und Mathias Humpert Kinder . Grdst.-Nr. 1000: 22,6 Rth. Reben im Schackert, neben Jakob Leitermanu und Ambros Hugle . . . . 4. Grdst.-Nr. 113/ 25,2 Rth. Reben im Langenberg, neben Bartholomä Kiefer und Valentin Meyer " . 5. Grdst.-Nr. 181: 19 Rth. Neben in der Halde, neben Anton Basler und Rudolf Litterst. 6 . Grdst.-Nr. 1642/2.: 33,4 Rth. Reben in der Locheneiche, neben Valentin Hugle und Augustin Leible Grdst.-Nr. 1789: 38 Rth. Reben im Steckenwäldele, neben Cosmas End und Anstößer. 8 . Grdst.-Nr. 1784: 14,5 Rth. Reben allda, neben Jakob Schuck und Nepomuk Basler ...... 9. Grdst.-Nr. 1787: 65,1 Rth. Feld allda, neben Cosmas End und Severin Braun ... . . 10 . 1 . Grdst.-Nr. 1542:22,2 Ruthen Hausund Hofraithe im Ortsetter, neben Josef Berg und Valentin Wiegele, mit dem daraus stehenden einstöckigen Wohnhaus mit Keller und Stallung . Anschlag 500 fl. Grdst.-Nr. 1777 §.: 40 Rth. Reb- feld im hintern Sreckenwäldele, neben Josef Fischer und Maria Anna Litterst 11 . Grdst.-Nr. 1777 o.: 20,7 Rth. Reb- feld allda', neben dem Waldweg und ? Maria Anna Litterst 70 fl. 75 fl. 50 fl. 40 fl. 30 fl. 60 fl. 20 fl. 60 fl. 40 fl. 20 fl. 1218 FLanellhemden, Unterhosen, Unterjacken, Socken, Cachenez, Cravatten, Puls- und Knie- Wärmer re., Sammt-Gilets, Hemdeneinsätze, gestickt und glatt, leinene Kragen und Manschetten, Garnituren, Schlasröcke und Gummimäntel für Herren und Knaben bei Josef Köhler > 4353.2.2. _ in Offenburg. 12 . Grdst -Nr. 1777 b.; 20,3 Rrh. Reb- seld allda, neben selbst und Waldweg 10 fl. 13. Grdst.-Nr. 1803: 27 Rth. Reben im Steckenwäldele, neben Josef Rapp und Georg Leitermann . . 30 fl. 14. Grdst.-Nr. 1755 : 45.8 Rth. Reben mit Vorland in der Ritti, neben Josef Brehm und Josef Kern . . . 45 fl. 15. Grdst.-Nr. 1642: 44,2 Rth. Reben in der Locheneiche, neben Valentin Hugle und G. Leible . : . 30 fl. Gesammt-Werthanschlag 1080 fl. Offenburg, den 5. Dezbr. 1871. Der Vollstreckungsbeamte: S erg er. Vitaline, das seit vielen Jahren bewährte und anerkannte einzige Mittel zur Erhaltung, Verschönerung und Wachsthum der Haare von Neider's Erben in Leipzig, ist nebst Gebrauchsanweisung in Flacons ä 70 kr. und 1 fl. 45 kr. zu beziehen von 3558.8.5. G. A. Wühler in Kork. Frische Sendung Schlittschuhe und Eissporn soeben wieder eingetroffen bei Carl Falbisaner 4388 in Offenburg. Md Wiuterhmdschllhe in reicher Auswahl bei Joh. Tonoli 4306.2.1. in Offenburg. 4391. Ein Schaukelpferd ist zu verkaufen — wo? sagt die Erped. d. Bl. 4283.3.3. Durch Erfindung der Kautschuck- 4283.3.3. Durch Erfindung der Kautschuck- Copirblätter geschieht das Copiren einfacher, leichter und viel schneller als bei alle» bisherigen Methoden; man bedarf keiner Oel- und Löschblätter mehr, die Blätter in den Eopirbüchern bleiben trocken, können daher nicht mehr abreißen und die Copien werden stets deutlich und klar. Zu haben nebst Gebrauchsanweisung bei" W. Böckh in Offenburg. Theodor Franck’sche Atthee-Bonbons, Vaihingen a/Enz (Württemberg), ein noch nicht übertroffenes und bewahrtes Mittel gegen Husten, Brnstschmerzen, Heiserkeit, Halsbeschwerden rc, empfiehlt in Paquers ä 14 n'.'.d 7 kr. 4381.5.1. Frz. Stimmtet in Offenb urg. Offenburg. Wohnung. 4376.2.1. Auf Ostern 1872 ist bei dem Unterzeichneten im Hause Nro. 109 der dritte Steck nebst allen Zubehörden anderweitig zu vermiethen. A r m b r u st e r, Architcct. Gefunden: 4387. Offenburg. Stramin SS Wolle. Kann abgeholt werden gegen die Einrückungs- Gebühr in der langen Straße Nro. 410. 4390. Offenburg. Für den unterm 16. d. M. verstorbenen hochwürdigen Herrn Pfarrer Stumpf in Rothenfels — früher eine Reihe von Jahren Prediger und Professor dahier — findet am Mittwoch den 20. dieses, Morgens 8 Uhr, ein feierliches Requiem statt, wovon seine alten Freunde und Bekannten auf diesem Wege benachrichtigt werden. Das Neueste in seidenen und wollenen Fransen und BesaHartikeln in großer Auswahl zu den billigsten Preisen bei Joh. Tonoli 4299. in Offenburg. Offenburg. WeihnachtsausstellMg. 4384.2.1. Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum empfehle ich auf bevorstehende Weihnachten meine Ausstellung in Conditoreiwaaren und bitte um gefällige Abnahme. Conditor Wölb er' s Wwe., geb. Baumann, Frommgaffe Nro. 125. 4380.2.1. Offenburg. Zu Wkihllllchtsgefchellken bringe ich mein gut forrirtes Lager in Gold-, Silber- und Christofels-Waaren zu meinen bekannten billigen Preisen in empfehlende Erinnerung. Alles Gold und Silber werden im Kauf oder Tausch zum höchsten Werth angenommen. Wilh. Herbstrith, Gold- und Silberarbeiter. Ausverkauf meiner seither beigelegten Schwarz- und Tuble-Waaren zu sehr billigen Preisen. Mechanische Flachs-, Hanf- und Abwerg-Spinnerei von F. Kerler & Comp in Memmingen (Bayern) empfiehlt fich zum Spinnen von Flachs, Hanf und Abwerg im Lohn. Der Spiimlohn beträgt per Schneller 4 kr. Prompte Bedienung und vorzügliche Qualität der Garne wird zugestchert. Rohstoffe zur Besorgung übernimmt Färber Theodor Plank Wwe. 3871.3.3. in Offenburg. Musemils-Gesellschllst 4379 . 3.1 Affenburg. Die verehrt. Mitglieder werden zur General- Versammlung auf Freitag den 22. Dezember, Abends 8 Uhr, ergebenst eingeladen. Offenburg, den 15. Dezember 1871. Der Vorstand. _ Stempf._ Offenburg. Frisch gebrannter Kaffee in vorzüglicher Qualität ist bei mir fortwährend zu haben. 4320.3.2._ Franz Meier: Gefällige Weihnachtsgaben für den kathol Gesellenverein werden dankend angenommen in der Handlung von Hrn. Johann Tonoli, Carl Debold, im Locale des Vereins (Dreikönig) und von dem Präses Jos. H o l l i n g e r, Kaplan. 4265.2.2 4385.2.1. Ein braver Bursche, der sahre» kan», wird zum sofortigen Eintritt gesucht. Bon wem? sagt die Expedition dieses Blattes._ 4312.3.3. In der Unterzeichneten erschien soeben und ist vorräthig in der Fr. Braun'- schen Buchhandlung von Joh. Trübe in Offenburg: Tafeln zur Ermittelung des körperlichen Inhaltes der Baumstämme nach metrischem Maße. Amtliche Ausgabe. Preis 1 fl. 30 kr. Karlsruhe. G. Braun sche Hofbuchhandlung. Offenburger /ruchthalle. MarktvomIK. Dez. 1871. Frucht- Gattung. Cin- ge- führt. Aufgestellt v. letzten Markt. Verkauft. Mittelpreis per Stur. Bleiben aufge- stellt. Waizen .... Kernen. Halbwaizeu . . Korn. Haber. Gerste. Welschkorn. . . Ltnr. 808 113 96 12 80 «tat. «iwr. 308 113 98 12 80 6ll I' 5 5 5 kr. 9 24 30 15 6 Cnrr. 611 — — Für Bürgermeisterämter. Impressen für die Erlaubnißfcheine zur Beerdigung Formular Hl. sind zu haben bei A. Rei ff SS Cie., Buchdruckerei in Offenburg. Hiezu eine Beilage des Ort. Boten. Für die Redaktion verantwortlich: A. R e i r f. — Truck und Verlag von A. Reiff und Comp.