; -ll Amtliches VerkiiMgungslilatt für den Kreis Ojfenburg, sowie für die Bezirksämter und Amtsgerichte Offenbu rg und Gengenbach. Erscheint täglich mit Ausnahme Montags, und kostet vierteljährlich in Ostenburg 1 st., für den Landpostbezirk 1 fl. 2 kr., für die übrigen Postbczirke 1 fl. 7 kr. Einrückungsgebühr: die gespaltene Garmondzeile oder deren Raum 3 kr. Nro. 114 Offenburg, Sonntag den 15. Mai 1870. Politische Rundschau. Offenburg, 14. Mai. Im norddeutschen Reichstag hat anläßlich der Vorlage des Bundeshaushalts pro 1871 der bekannte alttestamentliche Bibelgelehrte Prof. Ewald von Göttingen eine förmliche Klagerede erhoben, daß die 77 y 2 Millionen beinahe ganz für Heer und Flotte aufgehen, daß der Reichstag noch nicht die Abrüstung beantragt habe, daß es seit 66 schrecklich sei in Deutschland, nicht den rechtlichen Fürsten und Verfassungen anhängen zu dürfen u. s. w. Gewiß ist es etwas Schönes um Treue und Charakter; wie aber Ewald, soviel wir wissen, einer der vielgenannten Göttinger 7, eine sonst gewiß ganz ehrenhafte Persönlichkeit, dahin kommen könne, ist uns rein unerklärlich. Gilt eine einzelne Dynastie, die selbst schon die Grundgesetze des Landes gebrochen und stets jede Gestaltung eines einigen deutschen Vaterlandes zu Hintertreiben gesucht hat, gilt eine solche Dynastie mehr als das ganze große Vaterland selbst? Die Treue gegen dieses und seine ewig unveräusserlichen Rechte, das ist für uns allein die ächte Treue, die wir von jedem Patrioten erwarten und verlangen, gehöre er sonst einer Partei an, welcher er wolle. — In derselben Sitzung des Reichstags wurde von Meklenbur- gern Klage geführt, daß der Bund die Verfassungsbeschwerden aus ihrem Lande nicht gehörig berücksichtigt und erledigt habe. Das stellte zwar der Regierungskommisiär in Abrede; jedoch ist von dem Bescheide, der ergangen sein soll, nichts Besonderes bekannt worden, und der Bund dürfte wohl gut daran thun, sich der Volksrechte ein bißchen anzunehmen und selbst ein wenig volksthümlich zu werden. — Ein eigenes Verfahren im Reichstag befolgt der Socialdemokrat Schweiger: alle Augenblicke verlangt er Auszählung des Hauses, um dessen Beschlußunfähigkeit darzuthun, obwohl er selbst mit seinen Gesinnungsgenossen am meisten fehlt. Freilich, sagt er, ist das so; aber wir sind auch gar nicht da, um zu Beschlüssen mitzuhelfen, sondern nur um zu zeigen, daß ein diätenloser Reichstag nichts zu Stande bringen kann. Aha! Jetzt sucht der Reichstag ein Mittel für die Geschäftsordnung, um diesem Treiben ein Ziel zu stecken — In Wien ist das schöne Stücklein passiert, daß sie den kaum ernannten Landesvertheidigungsminister für Cisleithanien — Baron Widmann — wieder entlassen wollen oder müssen, weil bekannt geworden, daß sich derselbe im Jahr 57 zu Graz in einer Konditorei als Lieutenant so ungebührlich aufgeführt hat, daß er, statt seine Schulden zu zahlen, den Wirth der Art schlug, daß er daran starb. Die „N. Fr. Presse" wundert sich nicht so sehr über jenen Vorfall als darüber, daß man ihn bei der Ministerernennug nicht kannte, was allerdings sehr zu verwundern. — Aus Rom bringt der neueste Concilsbrief der Augsb. „Allg. Z." wieder köstliche Enthüllungen. Darnach hat der Papst von je von der Theologie so viel verstanden als der Pontius vom Credo, und sucht nun diesen Mangel durch die Unfehlbarkeit zu ersetzen. Nicht übel! Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch den Verstand. — Derselbe Brief zeigt, welches Spiel man in Rom mit dem Concil von Anfang trieb, um es zur blosen Abstimmungsmaschine zu machen; wie man die Vorlagen geheim gehalten, um damit die Bischöfe zu überrumpeln; wie man die vorbereitende theol. Commission, von der nur der geistl. Rath Alzog in Freiburg dagegen gestimmt, zum Stillschweigen verpflichtete; wie man zuerst sagte, was einzelne Jesuiten wollten, sei noch lange nicht das Verlangen der Kirche und des Papstes, wie aber das alles jetzt durch eine jüngst gegen den Bischof Dupanloup in Rom erschienene Schrift schönstens enthüllt werde. Nun, da bekommt man allen Respekt vor der Wirkung des hl. Geistes! — In Frankreich haben nicht weniger als 40000 Stimmen des Militärs nein gesprochen. Die einen sagen, das gelte dem Kriegsminister, der nun durch einen andern ersetzt werden soll; die andern erklären es aus der Unzufriedenheit mit Napoleon, weil er keinen Krieg führe. Da haben wir's! — Ludwtgsburg. 11. Mai. (Sch. M.) Heute Abend fand unter sichtlicher Theilnahme der gelammten Einwohnerschaft und vieler Fremder von nah und fern das feierliche Leichenbegäng- niß des Prinzen Friedrich von Württemberg K. H. statt. Berlin, 11. Mai. In der vorgestern Abend stattgehabten Bundesrathssitzung erfolgte, wie wir nachträglich zu berichten haben, auch noch die Präsidialvorlage eines Gesetzentwurfes, betreffend die Verbindlichkeit zum Schadenersatz für die bei dem Betriebe von Eisenbahnen, Bergwerken rc. herbeigeführten Tödtungen und Körperverletzungen. Der Entwurf umfaßt 8 Paragraphen. — Die offiziöse „Prov.-Corr." enthält folgende Mittheilung: ' Die Vorstellungen, welche die französische Regierung vor kurzem bei dem Papst erhoben hat, um wo möglich die Annahme von Beschlüssen von Seiten des Konzils zu verhüten, welche mit den bürgerlichen Gesetzen der europäischen Staaten im Widerspruch stehen würden, sind auch von Seiten des Gesandten des Norddeutschen Bundes bei der päpstlichen Regierung unterstützt worden. Die Regierung unseres Königs hat, getreu der von ihr bisher bewahrten Stellung, keine Note, auch keine zur Mittheilung bestimmte Depesche nach Rom gerichtet, sondern den Gesandten beauftragt, die französischen Vorstellungen auch seinerseits dem römischen Hof zur Berücksichtigung zu empfehlen. Der Gesandte hat seine mündlichen Vorstellungen demnächst in einem vertraulichen Schreiben an den Kardinal Antonelli zusammengefaßt. Berlin, 13. Mai. Der Kaiser von Rußland ist heute Vormittag hier eingetroffen. Prag, 12. Mai. Kaiser Ferdinand ist unwohl. Der Rücktritt Koller's ist bestimmt. Der gesammte Klerus des Pardubitzer Vikariats hat, wie die „N. Fr. Pr." erfährt, dem Kardinalerzbischof Fürsten Schwarzenberg in Nom telegraphisch seinen Dank für dessen Haltung im Konzil kundgegeben. Laibach, 11. Mai. Am Sonntag waren hier zur Verabredung eines gemeinsamen Vorgehens der Slovenen Abgeordnete aus Triest, Istrien, Görz und Krain versammelt. Aus Kärnten und Steiermark find schriftliche Meinungsäußerungen eingelangt. Es wurde ein Einverständ- niß erzielt. — Das in der letzten Landtags- Session beschloffene Gesetz, betreffend die Ein- Alexander von Humboldts Reise «ach Südamerika. (Fortsetzung.) Studienjahre. Alexander war vierzehn Jahre geworden, ohne daß das Urtheil über seine Fähigkeiten sich geändert hatte; immer noch herrschte Zweifel darüber, ob er sich — nach dem Ausdrucke Heim's — „zum Stndiren eigne." Die nächste Zukunft, meinte man, werde darüber Licht geben. Nach sorgfältiger Berathung ward nun beschlossen, daß beide Brüder unter der Leitung des Hofmeisters in Berlin Vorbereitungs-Unterricht für die Universität empfangen sollten. Ein Gymnasium besuchten sie nicht, dagegen zog Kunth geeignete Kräfte für den Privatunterricht heran. Drei Jahre später bezogen sie die Universität Frankfurt a. O., zwei Jahre darauf Güttingen. Der Leser wird sich zunächst sagen, daß jener Zweifel über die Befähigung Alexander's wohl geschwunden sein muß, da man ihn ja nun entschieden der akademischen Laufbahn zugeführt hatte. Es sei ihm in der angehenden Jünglingszeit — so sagten Freunde des Hauses — „plötzlich Licht im Kopfe geworden." — Mancher mag später den Satz umgekehrt und gesagt haben: In dem Urtheil über Alexander sei den ihn Beurtheilenden endlich ein Licht aufgegangen. — Durch die Bekanntschaft und bald darauf erfolgende Befreundung mit dem Naturforscher Georg Förster, der den berühmten Capitän Cook auf seiner zweiten Reise um die Welt begleitet hatte, empfingen die Pläne Alexander von Humboldt's einen neuen Aufschwung. Eifriger noch lag er von jetzt ab den Studien ob. Seine Bestrebungen hatten vom Anfänge an den Stempel ächter Größe, und schon damals unterschied er sich von jenen Sammlern, denen es eben nur um das Aeußerlichste der Erscheinung zu thun ist, „die mit gieriger Hand nach Schätzen graben und froh sind, wenn sie Regenwürmer finden," die Dinge zu kennen meinen, wenn sie die Namen derselben anzuführen wissen. Ein Wort, das er nicht lange nach jener Zeit an Schiller, von dem er zur Mitarbeiterschaft an seiner Zeitschrift aufgefordert worden war, richtete, gibt Zeugniß davon, daß er sich nicht dem Scheindienst, sondern dem wahrhaftigen Dienste der Wissenschaften geweiht hatte. „Wie man die Naturgeschichte bisher trieb," schrieb er, „wo man nur an den Unterschieden der Form klebte, die Physionomik von Pflanzen und Thieren studirte, Lehre von den Kennzeichen, Erkennungslehre, mit der heiligen Wissenschaft selbst verwechselte, so lange konnte unsere Pflanzenkunde z. B. kaum ein Objekt des Nachdenkens specu- lativer Menschen sein. Aber Sie fühlen mit mir, daß etwas Höheres zu suchen, daß es wieder zu finden ist; denn Aristoteles und Plinius, die oen Sinn des Menschen und dessen Ausbildung in der Kunstliebe mit in die Naturbeschreibung zogen, diese Alten hatten gewiß weitere Gesichtspunkte als unsere elenden Registratoren der Natur. Die allgemeine Harmonie in der Form, das Problem, ob es eine ursprüngliche Pflanzen- sorm gibt, die sich in tausenderlei Abstufungen darstellt, die Vertheilung dieser Formen über den Erdboden, die verschiedenen Eindrücke der Fröhlichkeit und Melancholie, welche die Pflanzenwelt im sinnlichen Menschen hervorbringt, der Contrast zwischen der tobten, unbewegten Fels- 'ifi lll 452 führung b<2 Slovenischen im Amte, wurde nicht genehmigt. Flirr»). 13. Mai. Die „Opinione" meldet, daß sich bei Cecina (?) eine neue Bande von demselben politischen Charakter, wie jene in der Provinz Catanzaro, gebildet habe. Die Regierung, von der Bildung der Bande in Kenntniß gesetzt, verstärkte die Truppen in jener Gegend und hofft man, daß sich die Banden beim Heranrücken der Truppen aufiöse» werden. Rom, 5. Mai. Die „Unita Cattolica" veröffentlicht eine Dankadresse an den Papst für die Vorlage des Schema's von der Unfehlbarkeit. Die Namen der Unterzeichneten gibt die „Unita" nicht, sie sagt blos, die Adreffe sei von „den* Vätern des vatikanischen Konzils versaßt und unterschrieben. Paris, 10. Mai. Die Amtszeitung konstatirt heute über 40,000 Nein in dem Landheer und der Marine. Es ist dies gewissermaßen eine persönliche Niederlage des Kriegsministers, und man spricht von seiner Entlaffung und Ersetzung durch den General Fleury. — Der Telegraph meldet, daß am Sonntag in Elbenf eine gewaliige Feuersbrunst ausge brochen sei. Der Schaden wird auf 3 Milllo nen geschätzt — bis jetzt; denn das Feuer wü- thet auch heute noch. Paris, 11. Mai. Es heißt, zwei oder drei von den Ruhestörern seien gestern todt geblieben. Die Verwundungen sind zahlreich. Diesen Morgen um 2 Uhr war ein Theil des Fau- bourg du Temple noch von Truppen besetzt. In verdächtigen Häusern wurden Haussuchungen vorgenommen. Man versichert, mehrere hundert Verhaftungen seien vorgenommen worden. Die Truppen sind sehr aufgebracht gegen die Ruhestörer. Die radikalen Zeitungen, besonders die Marseillaise im Namen der ganzen Redaktion, verwerfen die Ruhestörungen. Man glaubt, daß diese sich heute Abend wiederholen werden. Die Behörde ist entschlossen energisch zu handeln. London, 13. Mai. Das Unterhaus hat die Frauenstimmrechts-Bill verworfen. Nach einem Telegramm der „Times" aus Washington erachtet die Vermesiungsexpedition die Anlegung eines Darien-Kanals für unausführbar. London, 13. Mai. Zn dem Unterhause erklärte Bruce, daß Lord Clarendon von der französischen Regierung keinerlei direkte oder indirekte Aufforderung zur Auslieferung eines Franzosen erhalten hat. Vermischte Nachrichten. X Offenburg. Wir leiden hier wie an so manchen andern Orten Mangel an kleinen gesunden Wohnungen, und steigert sich das Be- dürfniß dafür immer wehr. Schon in früheren Jahren bestimmte der Gemeinderath, in richtiger Würdigung der hiesigen Verhältnisse und im Interesse des hiesigen Platzes, die Summe von fl. 20,000 — zur Erbauung kleiner Häuser; allein das Jahr 1866 vereitelte die Ausführung der damaligen Beschlüsse, und es ruhte die Sache nun bis zur Stunde, da itt der Zwischenzeit die damals frsigesetzte Summe zum Baue des Schulhauses verwendet wurde. Es faßte nun vorgestern ein« Gesellschaft den Entschluß das Projekt wieder aufzunehmen, jedoch mit Privalmitteln auszuführen, und siehe da, es wurde von den Anwesenden sofort die schöne Summe von fl. 10000 — gezeichnet. Ein gewiß schönes Resultat, aber auch zugleich der Beweis, wie sehr die Versammelten von der Nothwendigkeit durchdrungen sind, daß dem bestehenden Uebelstande, wenn auch vorläufig nur mit einem kleinen Versuche, abgeholfen, resp. der Anfang mit der Herstellung geeigneter kleiner Wohnungen gemacht werde. Eine Kommission wurde sofort mit der Ermittelung eines geeigneten Bauplatzes, Ausarbeitung eines Bauprojektes, sowie eines Statu tenentwurfes beauftragt, so daß eine rasche Ausführung zu erwarten steht. Es wäre sehr erfreulich, wenn noch weitere Betheiligung an diesem Unternehmen von solchen Männern stattfinden würde, die gerne etwas beitragen zur Hebung der hiesigen Stadt, sowie zur Verbesserung der Lage der arbeitenden Klasse. Jedenfalls ist außer allem Zweifel, daß alle Anstrengungen zur Erleichterung und Verbesserung der städtischen Verhältnisse um so lebhafteren Verkehr Hervorrufen und durch günstige Rückwirkung auf alle Geschäfte sich lohnen werden. Auch mangelt es hierin nicht an Beispielen in andern Städten; diese wollen wir auch hier zu verwerthen suchen und nicht Zurückbleiben in gemeinnützigen guten Bestrebungen. Vorläufig diese kleine Notiz; von anderer Seite werden jedenfalls ausführliche Berichte und Auseinandersetzungen erfolgen. — Karlsruhe, 11. Mai. Das Gesetzesund Verordnungs Blatt Nr. 31 enthält 2 Bekanntmachungen und zwar von großh. Ministerium des Innern vom 30 v M. die Rekruten aushebnng aus der Altersklasse 1850 betreffend. (Es haben zu stellen die Landweh, bezirke Mosbach 509. Heidelberg 449. Bruchsal 507, Karls ruhe 479, Rastatt 475. Offenburg 499, Freiburg 468, Lörrach 424, Danaueschingen 480, Stöckach 410, zusammen 4700 Mann) und gr H ndelsministeriums vom 4. d. M., Aenderungen des Reglements zu den Postverträgen vom 20. November 1867 betr. - (BLzt.1 — Thiengen, 11. Mai. Diesen Nachmittag zwischen 3 und 4 Uhr fiel das 5jährige Mädchen des Zolleinnehmers Vorbach in Fahihaus in den Rhein. Glücklicher Weise bemerkte dies ein gerade anwesender Holzsuhrmann v. Schwarzwalde; er lief dem Kind eilends nach und es gelang ihm, dasselbe zu retten, in dem Augen- lick, als es am Unteisinken war. (B.EHr.) — (Eisenbahnunglück zu Dommeldingen.) Der am Samstag Abend (7. d.) 8 Uhr 46 Minuten von Luxemburg abgelassene Luxemburg-Diekir- cher Personenzug stand im Bahnhöfe zu Tommeldingen auf den Schienen und wartete auf eine Lokomotive, welche zu manöoriren hatte, maffe, selbst der unorganisch scheinenden Baumstämme und der belebten Pflanzendecke, die gleichsam das Gerippe mit milderndem Fleisch sanft bekleidet, Geschichte und Geographie der Pflanzen, oder historische Darstellung der allgemeinen Ausbreitung der Kräuter über den Erdboden, ein unbearbeiter Theil der „Allgemeinen Weltgeschichte," Aufsuchung der ältesten Vegetation in ihren Grabmälern (Versteinerungen.' Steinkohlen, Torf u. s. w.), allmälige Bewohnbarkeit des Erdbodens, Wanderungen und Züge der Pflanzen, der geselligen und isolirten, Karten darüber, welche Pflanzen gewissen Völkern gefolgt sind, allgemeine Geschichte des Ackerbaues, Vergleichung der cullivirten Pflanzen mit den Hausthieren, Ursprung beider, Ausartungen, welche Pflanzen fester, welche loser an das Gesetz gleichmäßiger Form, gebunden sind, Verwil- demng gezähmter Pflanzen (so amerikanische, Persiche Pflanzen, wild vom Tajo bis Oby), allgemeine Verwirrung der Pflanzengeographie durch Kolonisation — das scheinen mir Objekte, die des Nachdenkens werth unb fast noch ganz unberührt sind." (Forts, folgt.) Mailied. Sonne lacht — Um Hügel Fächele Zephyrflügel - Die Natur erwacht. Knospe springt, Um Rosen Wollen Bienlein kosen — Waldvögelein singt, Rebe säumt Zn blühen? Soll dein Sohn nicht glühen? Hast den Mai verträumt? Doch sie weint Am Berge — Schüret, munt're Zwerge, Daß ihr Licht erscheint. Daß die Kraft, Die hohe, Uns im Sohne lohe — Edler Feucrsast! UM einige auf der HaltstkKe entbehrlich gewordene Wagen deS Zuges cmSzuspannen. Ali die Lokomotive eben wieder an den Zug heranfuhr stürmt mit rasender Schnelligkeit ein Gütrrzug auf den Bahnhof los. Es war rin Zug. atu cher regelmäßig jeden Abend von Eich nach Dommeldingen geht, um der Dommeldinger Hütte Erze und KoakS znzuführen. Dieses Mal bestand der Zug aus 35 Wagen, von denen jeder mit 15,000 KiloS Erzen und Koaks beladen war. Das Gewicht von Lokomotive und Tender wird zu 75.000 Kilos angegeben. Bei der ungeheuren Wucht solcher Lasten war der Anprall gegen den noch nicht in Bewegung gesetzten Personenzug furchtbar. Dieser letztere wurde gänzlich zersplittert, die schweren Achsen wie Glas zerbrochen, die eisernen Tragbalken gleich dünnem Draht gebogen. Der Tender des Güterzuges, dessen Lokomotivführer sich durch einen kühnen Sprung glücklich gerettet, schlug um, und hiedurch kam der Zug zum Stehen. Im Augenblicke der höchsten Gefahr erschallte ein „Rette sich, wer kann!" und wirklich gelang es einer großen Zahl von Insassen des zertrümmerten Zuges, noch rechtzeitig hinaus und aus den Perron zu springen. Andere Reisende waren noch gar nicht eingestieqen. Dank diesen Umständen waren nur etwa 30 Personen in den Wagen; 13 derselben wurden getödtet. Einige von diesen scheinen den Tod im Nu erlitten zu haben. So wurde z. B. ein Leichnam gefunden, der gemüthlich noch die Tabakspfeife in der Hand hsilt. M-Hrere Leichen konnten erst nach Verlauf von Stunden aus dem Gewirre der Trümmer hervorgeholt werden, eine sogar erst am folgenden Morgen. Man hörte den Unglücklichen bis nach Mitternacht wimmern, ohne zu ihm gelangen zu können. Einer der Getödteten trug in seiner Tasche eine Anzahl Fünfgroschenslücke, die auf einen Klumpen geballt ihm in die Gebeine getrieben worden waren. Etwa 20 Reisende erlitten mehr oder weniger schwere Verletzungen. Die Leichen und die Verwundeten wurden im Wartsaal und i» benachbarten Privathäusern untergebracht. Daß mehrere Personen unversehrt davon gekommen, mag als ein Wunder betrachtet werden. Einer der Reisenden, welcher in dem Hinteren Wagen saß, der zuerst vom Stoße getroffen wurde, halte das Glück, 6 Meter weit von seinem Sitze hinausgeschleudert zu werden, ohne Schaden zu neh nen. Einstweilen ist, wie die L. Ztg. sagt, sotvohl das Personal des Güterzuges, wie jenes der Haltstelle Dommeldingen aus Anordnung der noch in derselben Nacht an Ort und Stell« eingetroffenen Gerichtsbehörde verhaftet worden. Am Sonntag begab sich auch der Prinz Heinrich der Niederlande nach Dommeldingen. Telegramm. X Kehl, 14. Mai. Fortschritt hat gesiegt. Glänzende Majorität für gemischte Schule. Stadt beflaggt, endloser Jubel. Sorgen sind Geflogen Fort am Himmelsbogen Mit dem Frühlingswind! Freude winkt! Die Zecker Füllen sich die Becher, Und der Kluge trinkt! Maientrank Erhoben!' Winter ist zerstoben — Alles ist voll Dank! Daß der Gast, Der fromme, Recht in's Herz uns komme, Fliehe fort, wer haßt! Maienlust — Die Liebe Läut're uns're Triebe, Fülle jede Brust! Amtliche Berkürrdigurrgeir. Die Vormhme der Hundemusterung für 1870 betr. Ofsruiurg. Nro. 4175. Zur Vornahme der Hundemusterung für 1870 durch Bezirksthierarzt Bell von hier »erden folgende Lage Gestimmt: " ' " ‘ Ortenberg den 20. Juni, früh 9 Uhr, Urloffen den 2. Juni, früh 8 Uhr, Appenweier den 3. Juni, früh 8 Uhr, Durbach den 8. Juni, früh 9 Uhr, Ebersweier den 9. Juni, früh 7 Uhr, Rammersweier den 9. Juni, Nachmittags 2 Uhr, Windschläg den 10. Juni, früh 7 Uhr, Bohlsbach den 10. Juni, Nachmittags 2 Uhr, Griesheim den 13. Juni, früh 9 Uhr, Bühl den 13. Juni, Nachmittags 12 Uhr, Offenburg den 15. Juni, früh 9 Uhr, Weier den 17. Juni^ früh 9 Uhr, Elgersweier den 20.^ Juni, Nachmittags 12 Uhr, Zunsweier den 22. Juni, früh 9 Uhr, Diersburg den 22. Juni, Nachmittags 1 Uhr, Hofweier den 23. Juni, früh 9 Uhr, Niederschopfheim den 23. Juni, Nachmittags 12 Uhr, Zell den 24 Juni, früh 9 Uhr. Fessenbach den 24. Juni, Nachmittags 12 Uhr, Altenheim den 27. Juni, früh 10 Uhr, Müllen den 27. Juni, Nachmittags 3 Uhr, Schutterwald den 28. Juni, trüb 10 Uhr, Marten den 30. Juni, früh 10 Uhr. Waltersweier den 17. Juni, Nachmittags 12 Uhr, November" 1867 (Req.-Bl. 1867 Seite 538/9) bekannt „ S?^iüC:rMiXl S J»n»" ä °°m 15. M 1868 »»-.«, 31, 37) a «n.u ,u b-°b°ch..°. 06,n Die Rekrutenaushebung aus der Altersklasse 1850 betr. Gengenbach. Nro. 2590. An die Bürgermeisterämter und das Stabhalleramt: Die Aushebung der Wehrpflichtigen der Altersklasse 1850, sowie der von oer Stellungspflicht nicht entbundenen, im Ausstand befindlichen Wehrpflichtigen von der Altersklasse 1847, 1818 und 1849 ist für den hiesigen Amt-beürk vom Gro>-H. Ministerium angeordnet auf „ Freitag den 3, und Samstag den 4. Juni d. I., jeweils Morgens 7 Uhr, im Gasthaus zum Salmen dahier. Hiezu werden die Stellungspflichtiqen unter der Androhung vorgeladen, daß die ohne genügende Entschuldigung Ausbleibenden neben Verwirkung einer Ordnungsstrafe bis zu 20 fl. oder bis zu 8 Tagen Gefängniß, des Rechtes, an der Loosung Theil zu nehmen beziehungsweise der aus der frühern Loosung erworbenen Berechtigung verlustig und als vorzugsweise Einzustellende behandelt werden, vorbehaltlich der Einleilung des gerichtlichen Strafverfahrens, wenn nach den erhobenen Erkundigungen gegen den Ausbieibenden der Verdacht begründet wird, daß er sich seiner Dienstpflicht zu entziehen suche. Den Wehrpflichtigen früherer Jahrgänge wird ausgegeben, ihre Stellungsscheine mitzubringen. Endlich werden diejenigen Pflichtigen, welche sich auf äußerlich nicht sichtbare Geb echen berufen, oder welche um Zurückstellung nach- fachen wollen, auf die §§ 19, 33 und 75 der Verordnung zum Wehrgesetz und auf die §§ 32—40 des Wehrgesetzes hingewiesen. Die Ortsvorgesetzten haben dafür zu sorgen daß diese Anordnung in der Gemeinde auf ortsübliche Weise bekannt gemacht wird und daß die Wehrpflichtigen »och besonders auf den an die Gemeinden mit der Post zukommenden Verzeichnisse vorgeiaden werden. Kann die Vorladung der Pflichtigen nicht persönlich eröffnet werden, so ist sie ihren Verwandten, Dienst-, Lehr- und Fabrikherrn rc. zu eröffnen. Die Eröffnung ist auf das Verzeichniß zu bescheinigen und das Verzeichniß dann anher einzusenden. Die Ortsvorgesetzten selber haben sich am 3. und 4. Juni jeweils pünktlich einzufinden. Gengenbach, den 11. Mai 1870. Großherzogliches Bezirksamt. R ieder. Bekanntmachungen. O f f e n b n r g. Die Aushebung pro 1870 betr. Gemäß Bekanntmachung Großh. Bezirksamts hier vom 10. d. M. Nro. 4147 ist zur Aushebung der Wehrpflichtigen des hiesigen Bezirks Taqfahrt aus den 11., 13. «nd 14. Juni d. I. in das Ga st Haus zur neuen Pfalz dahier angeordnet, was den hiesigen Pflichtigen mit dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß die ohne genügende Entschuldigung in der Tagfahrt Ausbleibenden neben Verwirkung einer Ordnungsstrafe bis zu 20 fl. oder bis zu 8 Tagen Gefängniß, des Rechts, an der Loosung Theil zu nehmen, bezw. der aus der früheren Loosung erworbenen Berechtigung verlustig und als vorzugsweise Einzustellende behandelt werden, vorbehaltlich der Einleitung des gerichtlichen Strafverfahrens, wenn nach den erhobenen Erkundigungen gegen die Ausbleibenden der Verdacht begründet wird, daß sie sich ihrer Dienstpflicht zu entziehen suchen. Die Rückständigen vom Jahr 1848 und 1849 haben ihre Stellungsscheine mitzubringen. Die Pflichtigen, welche sich aus äußerlich nicht sichtbare Gebrechen berufen, oder welche um Zurückstellung nachsuchen wollen, werden auf die §§ 19 , 33, 75 ff. der Vollzugsverordnung zum Wehrgeietze und die §§ 32—40 des Gesetzes hingewiesen. Am 11. Juni, früh 7 Uhr, haben sich die Rückständigen von den Jahren 1848 und 1849, am 13. Juni, früh 7 Uhr, die Pflichtigen vom laufenden Jahrgang zur Musterung und am 14. Juni, früh 7 Uhr, zur Loo- sung einzufinden. Offenburg, den 13. Mai 1870. Das Bürgermeisteramt. ______ Schaible. __ 1606. Offenburg. (Retour-Briefe.) Die Aufgeber nachstehender, dahier zur Post gegebenen Briefe, die als unbenellbar zurückgekommen sind, werden zu deren Rückempfang, gegen Entrichtung der darauf haftenden Taxen rc., hiermit aufgefordert. Gr. Amtsarzt in Offenburg. Jb. Sänger in Lahr. Fried. Waidle in Basel. I. Blum in Straßburg. Felix Dehner in Neustadt. Fägele, Werksührer in Haslach. Schintler in Kappelrodeck. Alicky Wwe. in Mainz. Sophia Vollmer in Lörrach. Pharmazeut Schert in Hamelburg. Philipp Faller in Karlsruhe. Karl Walter in Ottersweier. Jean Fraub in Stuttgart. Lindenwirlh in Pfaffenroth. Baltheisen in Bisperode. Ge nofeva Huber in Blopsheim. A. Thomas in Straßburg. Offenburg, den 14. Mai 1870. Großh. Post- und Eisenbahnamt. _ Bekanntmachung. 1611. Gemäß § 2 des Geietzes vom 21. Dezbr. 1869, die Beurkundung des bürgerlichen Standes und die Förmlichkeiten bei Schließung der Ehen betr., wird Hiemil Herr Gemeinde ^ rechner Xaver Jäger von hier als Stelloer treter zur Führung der bürgerlichen Standesbücher im Verhinderungsfälle des Ralhschreibers ernannt. Müllen, den 12. Mai 1870. Das Bürgermeisteramt. _____ _ Gebhard. _ Kiesbeifuhrversteigerulkg. 1618.2.1. Die Gemeinde Bohl-.bach läßt die Beisuhr von circa 200 Meß Rheinkies, sowie auch IM Meß Kinzigkies auf ihre Msinal- und Verbindungswege am Freitag den 20. d. M., Nachmittags 2 Uhr, auf dem Rathhaus an den Wenigstnehmenden öffentlich versteigern. Bohlsbach, den 14. Mai 1870. Das Bürgermeisteramt. _Iockerst._ Zell a. H. Liegenschastsdersteigernng. 1607.3.1. Die Erben des verdorbenen Schreiners Joseph Vetter von Zell a. H. lassen am Dienstag den 31. Mai d. I., Nachmittags 2 Uhr, im Badwirthshauje dahier folgende Liegenschaften, der Erbtheilung wegen, zu Eigenthum öffentlich versteigern: 1. Ein zweistöckiges, von Stein und Riegeln erbautes Wohnhaus mit besonderm Oekonomie- gebäude und Keller, nebst Schopf und Hofraithe, in der Unterstadt dahier gelegen, neben Badisch- hofwirth Jehle und dem städtischen Ablaufgraben, welches sich za jedem Gewerbe eignet. Anschlag. 5500 st. 2 . 1 Morgen 257 Ruthen Mattfeld auf der Waagmatre, neben Baptist Liefert, Spitalfond und Gemeinde. Anschlag . . 1600 fl. 3. 296 Ruthen Ackerfeld in 4 Beeten in der Lohgaffe, neben Spilalsond und Georg Hocken- jos von Lahr. Anschlag . . . 650 fl. 4. 164 Ruthen Gartenland im Bruch dahier, neben Bäcker Josef Lehmann und Symphorian Schülle's Erben. Anschlag . . 600 fl. Die Liebhab r zu diesen Liegenschaften werden mit dem Bemerken höflich eingeladen, daß der endgültige Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis oder darüber gebolen wiro. Zell a. H., den 12. Mai 1870. Das Bürgermeisteramt. Moßman n. Liegenfchaftsversteigerung. 1475.2.2. In Folge richterlicher Verfügung werden die nachstehenden, zur Gantwaffe der Gebrüoer Schott von Fabrik Nordrach gehörigen Liegenschaften in der Gemarkung Fabrik Nordrach am Mittwoch den 18. Mai d.J., Vormittags 8 Uhr, im Rathhause zu Nordrach einer zweiten Steigerung ausgesetzt, wobei der Zuschlag erfolgt, wenn der Anschlag auch nicht erlöst wird: 1. Ein zweistöckiges massiv von Stein erbautes Wohnhaus, worin 11 bewohnbare Zimmer, 454 an der Thalstraße, taxirt zu . . 2500 fl. 2. Ca. */, Morgen Hausplatz u. Hof- railhe, 4 Meßle Gemüsegarten vor dem Wohnhause und 2 Meßle Holzplatz unten am Hause, zusammen taxirt zu ... 500 fl. 3. Ein von Stein erbautes Laboratorium mit Reib- und Stampfmühle und Glasschopf, sammt Wasserrecht, taxirt zu. 1500 fl. 4. Ein Glasfabrikgebäude, worin ein Glasofen mit 6 Abiheilungen, und ca. % Morgen Holzplatz, neben dem Thalbach und dem Thalweg, taxirt zu. 1500 fl. Gefammtanschlag 7000 fl. Zell a. H., den 25. April 1870. Der Voll streckungsbeamte: __ K uenze r._ Legelshurst. Steinhauerarbeit-Versteigerung. 1608.2.1. Die Gemeinde Legelshurst läßt am Donnerstag den 10. Mai, Morgens 10 Uhr, auf dem Rathhaus dahier 1300 Fuß steinerne Wasserrinnenkanten zur Einfassung der Ortsstraße, sowie die Fertigung von 3 steineruen Dohlen an den Wenigstmhmenden öffentlich versteigern, wozu die Liebhaber eingeladen werden. Legelshurst, den 12. Mai 1^70. Das Bürgermeisteramt. __ Gugelmann._ Eber tu ei er. Pferdversteigeruug. 1612. In Folge richler.icher Vertilgung wird Dienstag den 17. d. M., Vormittags 10 Uhr, beim Nathhause in Ebersweier ein Pferd (Rapp- Stute) gegen Baarzahlung öffentlich versteigert. Offenburg, den 13. Mai 1870. _ Klett, Gerichtsvollzieher. Accordvergebung. 1592.2.2. Lahr. Herr Fabrikbesitzer G. Heimburger in Lahr beabsichtigt für kleinere Familien und Arbeiter 22 Wohnungen zu erbauen; die deßfallsigen Bauarbeiten sollen im Weg schriftlicher Soumiffion in Accord gegeben werden, und zwar: im Anschlag von Für Auswanderer 'regelmäßige Beförderungen zu den billigsten' »Preisen mit allen rühmlichst bekannten Dampf-Z __ jj schiffslinien durch die im Jahre 1838 gegründete Generalagentur von August Ehr- F mann, 6 Nußbaumgaffe, in Straßburg, sowie sichere Besorgung von allen mit K Amerika vor kommenden Geschäften, wie Vollmachten, Geldsendungen, Speditionen, j | Wechsel in Gold zahlbar u. s. w. Näheres bereitwilligst auf portofreie Briefe. 1254.35.5.' --- - u wi ■>. „ «»M' r >. i. " M . ». i .i I.I ^ .. ch, ^ Todes-Anzeige. 1617. Dem Allmächtigen hat es ge fallen, unseren innigst geliebten Bruder und Schwager Ignaz Eduard Trost, kath. Pfarrer in Untermettingen, Amts Waldshut, gebürtig von Offenburg, am Freitag den 6. d. M., Morgens 5 Uhr, ergeben in den Willen der Vorsehung, im 53. Lebensjahre an einem Schlaganfalle von dieser irdischen Lauf bahn in das bessere Jenseits abzurufen. Indem wir diesen Verlust unseren Verwandten und den Freunden des Verewigten zur Kenntniß bringen, empfehlen wir den theuren Verblichenen ihrem frommen Andenken. Lyon und Ofienburg, den 14. Mai 1870. Joseph Trost, Klara G ü t l e, geb. Trost Michael Gütle. Aquarium. 1616.2.1. Gengenbach. Ein größeres Aquarium mit Springbrunnen, geeignet für Zimmer- oder Gartenanlagen, ist wegen Wegzug zu verkaufen bei Gärtner Haas Wwe. im zweiten Stock; ebenso ein kleiner Herd. Auch wird daselbst ein gut erhaltenes Klavier zu kaufen gesucht. Bad Weierbach. 1595.2.2. Bad- und Wirthschafts- Eröffnung Sonntag den 15. Mai. 1) Maurer- und Erdarbeiten . 13.332 fl. 2) Steinhauerarbeiten . . 1529 fl. 3) Gypser arbeiten . . . 1760 fl. 4) Zimmermannsarbeiten . 8987 fl. 5) Schreiuerarbeiten . . 4059 fl 6) Schlosserarbeiten . . 2035 fl. 7) Blechnerarbeiten. . . 836 fl. 8) Glaserarbeiten . . . 1100 fl. 9) Oelfarbenanstrich . . 803 fl. 10) Oefen (irdene) . . . 495 fl. 11) Tapezierarbeiten . . 330 fl. Die Soumissionen, für die einzelnen Arbeiten getrennt oder für das ganze Geschäft zusammen aufgestellt, sind verschlossen und mit der Aufschrift versthen, längstens bis Donnerstag den IS. Mai l. I., Mittags 12 Uhr, auf dem Comptoir des Herrn Heimburger in Lahr abzugeben, woselbst die Eröffnung stattfindet. Pläne, Ueberschläge und Bedingungen sind inzwischen auf dem Geschäftszimmer des Nnter- zeichueten (in Offenburg) einzusehen. Bemerkt wird noch, daß diese Bauten noch vor Eintritt des Winters unter Dach gebracht und bis 1. Juni 1871 zum Beziehen hergestellt sein müssen. Offenburg, den 11. Mai 1870. _Armbruster, Architect. Widerruf. 1610. Jene Schmähung, welche ich am Ostermontag gegen Architect Weiß in Appenweier gcthan habe, ist boshaft und unwahr. Urloffen, am 13. Mai 1870. Lorenz Oser. ist eröffnet empfohlen. 1378.3.3. Die Staufener Bleiche und wird dieselbe hiermit bestens Niederlage bei I. A. Schaible in Offenburg, Lukas Egg in Niederschopfheim. Preiskegeln. 1620.2.1. Heute Sonntag den 15. Mai findet bei Karl O ck e n f u ß in Bühl ein Preiskegeln statt. Gaben sind cs folgende: 1 Doppelflinte, 1 Kinderwägele, 2 Doppelterzerolen, 1 Pflug und 2 Jagdhörner. Hiezu wird bemerkt, daß das Kegeln jeden Sonntag fortgesetzt wird. Wohnungsgesuch. 1565.3.2. Eine Wohnung mit 2—3 Zimmern wird sogleich zu miethen gesucht. Adressen nimmt die Erped. d. Bl. entgegen. 657 4.2. Einzig achtes persisches Insektenpulver in Originaldosen mit Garantie für Wirkung in in Offenburg zu haben bei.Ferd. Hölzlin jr. O f f e n b u r g. 1614.2.1. Eine kleinere Drehbank, gut erhalten , mit Uebersetzung und Supor ist billig zu verkaufen. Zu erfragen bei der Erp, d. Bl. 1605.2.1. Ein gebrauchtes Fuhrwerk wird zu kaufen gesucht — von wem? sagt die Exped. dieses Blattes. _ Äleeverkauf. 1604. Polizeidiener Krotz hat den Kleeerwachs von 1 Viertel Ackerfeld in der Kartonlach Nr. 25 aus freier Hand zu verkaufen._ 1613. Offenburg. Heute Sonntag Münchener Bockbier bei C Geiger, Restaurateur. Bohlsbach. Danksagung. 1615. In Anerkennung der starken Versicherungssumme, welche Agent Bahr dahier für die Aachener «. Münchener Fener- versicherungsgesellschast bei den hiesigen Einwohnern vermittelte, empfingen wir von derselben eine zweirädrige Druckfeuerspritze zum Geschenk, welche sich bei der abgehaltenen Probe über all unser Erwarten auszeichnete. Wir finden uns deßhalb veranlaßt, genannter Gesellschaft unfern verbindlichsten Dank auszusprechen, und glauben mit Recht, eine solche Gesellschaft nicht nur in Bezug des Geschenkes, sondern auch in Bezug der pünktlichen und schnellen Vergütungen bei Brandschaden empfehlen zu dürfen. Bohlsbach, den 12. Mai 1870. Der Gemeinderath: I o ck e r st, Brgmstr., Georg Bahr, Sebastian Lurk, Theodor L i e n e r t. Musik-Anzeige. 1586.2 2. Auf vielseitiges Verlangen wird die neu errichtete, aus 38 — 40 Mann bestehende Durbacher Blechmustkgesellschaft, unter Leitung ihres Lehrers H. B ü r ck aus Karlsruhe, am Sonntag den 15. Mai in der Gartenwirthschast des Bierwirths Wolf in Gengenbach, bei günstiger oder ungünstiger Witterung, eine musikalische Aufführung geben, wozu alle Musikfreunde freundlichst eingeladen sind. Anfang Nachmittags nach 2 Uhr. Enträe 6 kr. » Person. Für vorzügliches Lägerbier und gute Speisen wird bestens gesorgt sein. Gengenbach, den 12. Mai 1870. Franz Wolf, Bierwirth. Jäger. 1619. Die drei Es zogen drei Jäger wohl in den Wald, Den grünen Wald, ja, ja. Sie wollten erjagen die Reh' alsbald, Und Füchse auch, trara. Es waren drei gottesfürchtige Leut' Und hatten nicht unterlassen, Dem Bacchus und Gambrinus heut, Heil erflehend, die Knie zu umfassen. Und als sie nun im Waldes Rand, Da thaten sie sich verstecken. Ein jeder sich ein Plätzchen fand, Das Wild sollt' sie nicht schmecken. Es setzten sich zwei in das Eilengebüsch, Der dritte auf den Baum stieg, Er fühlte dort viel sicherer sich, Die mit Stiefeln hatten's nicht nöthig. Bald kam dasZWild durch das Dickicht, Von vielen Jungen getrieben, Warum schießen denn die Jäger nicht, Wo sind sie denn geblieben? Bei ihnen hat sich entspannen ein Streit, Noch ist er nicht entschieden. Bacchus, Gambrinus, Morpheus auf einer Seit, Der schwache Wille drüben. Gesteget hätten die mächtigen drei, "^§§ Hält nicht der droben im Wipfel, Folgsam den Gesetzen der Gravitation, Herab sich gestürzt durch die Gipfel! ^'""N Ob er's freiwillig oder im Schwanken gethan. Das kann ich nicht entscheiden. Das Wild sich zerstreut im buschigen Plan, Die Jäger die Augen reiben. Mit Hand und Wort geloben sie nun, Geheim's zu halten, ja, ja! Nichts nutz! Es sahen's die BäumeZherum, Erzählten mir's, trara. die Redaction verantwortlich A. Reiff. — Druck und Verlag von S. Reiff und Comp.