Amtliches VerlmMgungsblatt für den Kreis Ojfenburg, sowie für die Bezirksämter imd Amtsgerichte Offenbur g «vd Gengenbach. Erscheint täglich mit Ausnahme Montags, und kostet vierteljährlich in Offenburg 1 st., für den Landpostbezirk 1 fl. 2 kr., für die übrigen Postbezirke 1 fl. 7 kr. EinrückungSgebühr: die gespaltene Garmondzeile oder deren Raum 3 kr. Nro. 125. Offenburg, Sonntag den 29. Mai 1870. Politische Rundschau. Karlsruhe, 27. Mai. Am 24. d. wurde in dem Ministerium des Auswärtigen zwischen dem Präsidenten des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten und des Großh. Hauses, Herrn v. Freydorf, und dem Gesandten des Königreichs Italien, Grafen Artom, die Ueberein- kunst zwischen dem Großherzogthum Baden und dem Königreich Italien wegen gegenseitigen Schutzes der Rechte an literarischen Erzeugnissen und Werken der Kunst abgeschlossen und unterzeichnet. Die Uebereinkunft ist gleichlautend mit dem zwischen dem Norddeutschen Bunde und Italien über denselben Gegenstand am 12. Mai 1869 abgeschlosienen Vertrage. (Krlsr.Z.) Berlin, 26. Mai, 1 Uhr Mittags. So eben wurde der Reichstag vom König persönlich mit folgender Thronrede geschlossen: „Geehrte Herren vom Reichstage des Norddeutschen Bundes! Dem ersten Reichstage des Bundes war die Aufgabe gestellt, die wesentlichsten Bestimmungen der Verfassungsurkunde in Gestalt organischer Gesetze in dem politischen und bürgerlichen Leben des Volkes zur Geltung zu bringen. Sie haben die Lösung dieser Aufgabe in vier arbeitsvollen Sessionen dergestalt gefördert, daß es Ihnen wie mir zur Genugthuung gereichen wird, am Schlüsse der Legislaturperiode einen Rückblick auf die Erfolge Ihrer hingebenden Thätig- keit zu werfen (was die Thronrede nun thut). Die erste Stelle in dieser Reihe wichtiger Gesetze nimmt aber das gestern von Ihnen und vom Bundesrath genehmigte Strafgesetzbuch ein. Die Vereinbarung dieses Gesetzes, durch welche uns das große Ziel deutscher Rechtseinheit so wesentlich genähert ist, konnte nur gelingen, wenn von Ihnen wie von den verbündeten Regierungen der Vollendung eines großen nationalen Werkes Opfer an Ueberzeugungen gebracht wurden, welche um so schwerer, aber auch um so fruchtbarer waren, je tiefer die Fragen, um deren Lösung es sich handelte, das Rechtsbewußtsein ergriffen. Ich danke Ihnen, daß Sie in der Bereitwilligkeit, diese Opfer zu bringen, Alexander von Hnmboldt's Reise «ach Südamerika. (Fortsetzung.) Humboldt vernahm, daß in Gewässern in nahen wüsten Gegenden der Stadt electrische Fische, Gymnoten, zu finden seien. Sie wurden für ihn ein neuer Gegenstand der Nachforschung. Indianer führten ihn nach einem schlammigen, von üppigen Gewächsen umgebenen Teich. Nun holten die Indianer eine Menge wilder Pferde und Maulthiere herbei, banden sie zusammen und trieben sie in den Teich. „Der durch das Stampfen der Pferde verursachte Lärm treibt die Fische aus dem Schlamm hervor und reizt sie zum Gefecht an. Diese großen, wie Wasserschlangen aussehenden, grün und gelben Aale schwimmen auf der Oberfläche des Wassers und drängen sich unter den Bauch der Pferde und Maulthiere. Ein Kampf zwischen Thieren so ganz verschiedener Bildung gewährt ein höchst malerisches Schauspiel. Die Indianer, mit Harpunen und langen und dünnen Bambusstäben den verbündeten Regierungen entgegengekommen sind. Die großen Erfolge, welche im Wege freier Verständigung der Negierungen und der Volksvertreter unter sich und miteinander in verhält- nißmäßig kurzer Zeit gewonnen wurden, geben dem deutschen Volke die Bürgschaft der Erfüllung der Hoffnungen, welche sich an die Schöpfung des Bundes knüpfen, denn sie beweisen, daß der deutsche Geist, ohne auf die freie Entwicklung zu verzichten, in der seine Kraft beruht, .die Einheit in der gemeinsamen Liebe Aller zum Vaterland« zu finden weiß. Dieselben Erfolge, gewonnen durch treue und angestrengte Arbeit auf dem Gebiete der Wohlfahrt und der Bildung, der Freiheit und der Ordnung im eigenen Lande, gewähren auch dem Auslände die Gewißheit, daß der Norddeutsche Bund in der Entwicklung seiner inneren Än- richtungen und seiner vertragsmäßigen nationalen Verbindung mit Süddeutschland die deutsche Volkskraft nicht zur Gefährdung, sondern zu einer starken Stütze des allgemeinen Friedens ausbildet, welcher die Achtung und das Vertrauen der Völker wie der Regierungen des Auslandes zu Seite stehen. Wenn wir der deutschen Nation mit Gottes Hilfe die Weltstellung gewinnen, zu der ihre geschichtliche Bedeutung, ihre Stärke und ihre friedfertige Gesittung sie berufen und befähigen, so wird Deutschland den An- theil nicht vergessen, den dieser Reichstag an dem Werke hat und für den ich Ihnen, geehrte Herren, wiederholt meinen Dank ausspreche. Haag, 25. Mai. Die Zweite Kammer verwarf in ihrer heutigen Sitzung den Art. 1 des Vertragsentwurfes, betreffend den Salmfischfang, mit 34 gegen 31 Stimmen, worauf die Regierung die Vorlage zurückzog. Rom, 24. Mai. Das Gerücht, daß die französische Regierung das Armeekorps verstärke, welches den Kirchenstaat beschützt, ist grundlos. Das Transportschiff „Jura" hat einfach gestern 190 Mann und 26 Pferde gebracht, um, wie üblich, die Lücken im Effektivbestand auszufüllen. Brüssel, 25. Mai. (Frkf.Ztg.) Zn dem Prozesse gegen den Herausgeber des „Cote libre", versehen, umzingeln den Sumpf; einige von ihnen steigen auf Bäume, deren Aeste sich wagrecht über die Wasserfläche ausdehnen. Durch ihr wildes Geschrei und mittelst ihrer langen Rohre hindern sie die Pferde, sich aus dem Wasser an's User zu retten. Die Zitteraale, vom Lärm betäubt, vertheidigen sich durch wiederholte Entladungen ihrer electrischen Batterien. Eine geraume Weile scheint es, als ob sie den Sieg davon tragen sollten. Viele Pferde erliegen unter der Stärke der unsichtbaren Schläge, die sie von allen Seiten her an den empfindlichsten Lebensorganen erleiden; durch die Stärke und Menge der Schläge betäubt, verschwinden sie unter dem Wasser. Mit gesträubter Mähne, schnaubend, mit wilder Angst im funkelnden Auge stehen andere wieder auf und suchen dem tobenden Ungcwitter zu entfliehen. Aber die Indianer treiben sie ins Waffer zurück: nur einzelne vermögen der wachsamen Aufsicht der Fischer zu entgehen; diese retten sich an's Ufer, straucheln mit jedem Schritt und dehnen sich, matt und erschöpft, auf dem Sand aus. Wir zweifelten kaum mehr, es werde der Fischfang Hrn. Armand Mandel, wegen der Schwindeleien des ultramontanen Langrand wurde der Angeklagte nach einer glänzenden Rede des Advokaten Janson vom Schwurgerichtshofe freigesprochen. Das zahlreich anwesende Publikum brachte Hrn. Mandel eine großartige Ovation. 86. „Ad recreandtun animum.“ Wie schön klingt es doch, wenn unsere frommen Blätter verkünden: „Pater Hölzl ist von seinem Ordensgeneral „ad recreandum animum“ nach Rom berufen!" Pater Hölzl hat neulich für seine schriftstellerische Thätigkeit das persönliche Lob des Königs von Bayern geerntet; er wird also etwas ganz Ausgezeichnetes geleistet haben. Dies vorausgeschickt, würde ohne Zweifel jeder anständige Quartaner eine ganz passable Urbersetzung zu liefern meinen, wenn er die Worte „ad reereandurn animum“ dahin auslegte, daß Hr. Hölzl „zur geistigen Erholung" von seinen literarischen Anstrengungen nach der ewigen Stadt gereist sei. Aber ach, du harmloser Quartaner! Deine „geistige Erholung" bedeutet in der heiligen Sprache der Kirche einen Cursus von Bußübungen, welcher dem armen Pater auferlegt wurde. Und warum? Weil er zu beweisen gesucht, daß Döllinger, der wider die Unfehlbarkeit geschrieben, kein Ketzer sei. Schonungsloser Absolutismus — das ist die Signatur der herannahenden Herrschaft der Unfehlbarkeit. Jede — auch die frömmste — Ansicht, welche dem in Rom allmächtigen Zesuiten- Regiment mißfällt, wird in brutalster Weise unterdrückt. Warum nur legte man den Vätern des Conzils das Dogma von der Unfehlbarkeit überhaupt zum Beschlüsse vor, wenn man es nicht der freien Diskussion der Kirche unterwerfen wollte? Daß eine solche Diskussion nicht geschehen darf, ist freilich vom Standpunkte der Urheber des Dogma's auch nicht schwer zu beweisen. Denn, wenn der Papst morgen für unfehlbar erklärt werden soll, muß er es dann faktisch nicht heute bereits sein? Und ist der Papst schon jetzt unfehlbar, wer bezweifelt dann noch, daß Alles, was von ihm dem Con- zil zur Beschlußfassung vorgelegt worden, das sich mit dem aufeinander folgenden Tod aller dafür gebrauchten Thiere endigen: aber nach und nach läßt die Wuth des ungleichen Kampfes nach; die ermüdeten Zitteraale zerstreuen sich. Sie bedürfen einer langen Ruhe und einer reichlichen Nahrung, um wieder zu sammeln, was sie an galvanischer Kraft verschwendet haben. Die Gymnoten näherten sich furchtsam am Ufer, wo sie durch kleine an langen Stricken befestigten Harpunen gefangen wurden. Zn wenigen Minuten besaßen wir fünf Zitteraale, die meist nur leicht verwundet waren." Nun folgten die genauesten Untersuchungen über den Bau dieser wunderbaren Thiere. Die wissenschaftliche Abhandlung darüber, wie viele Abhandlungen der verschiedensten Art, die in dem großen Reisewerk von Humboldt und ebenso auch in den Bearbeitungen von H. Kletke und I. Löwenberg enthalten sind, müssen wir hier übergehen. (Fortsetzung folgt.) — London, 24. Mai. Aus D enham, einem Dörfchen bei Uxbridge in Bucknighamshir^ einzige Richtige ist? wer bestreitet dann noch, daß die versammelten Väter nicht die Befugniß haben, die päpstlichen Schemata abzuändern oder gar abzulehnen, sondern daß sie zu unbedingter Annahme verpflichtet sind? Es ist bekannt, daß die herrschende Clique in der ganzen Leitung des Conzils von dieser Anschauung ausgegangen ist. Daher die ungeheuerliche Geschäftsordnung, die trotz allen Widerspruchs des bessern Theils der Bischöfe gehand- habt wird; daher der Terrorismus, mit welchem jeder Redner niedergedonnert wird, dessen humanere Anschauung sich nicht unbedingt gefangen nehmen läßt von dem Verfluchungsfanatismus der Jesuiten. Es ist der Cäsarismus aus den schlimmsten Zeiten der römischen Kaiserzeit, der sich hier unter den Fromen der christlichen Kirche zur Herrschaft aufwirft. Und derweil die gebildete Welt dies Schauspiel einer geistigen Schreckensherrschaft ohnegleichen mit bewunderndem Abscheu betrachtet, haben unsere Ultramontanen die Stirn, sich fort und fort als die einzigen Vorkämpfer der lauteren Freiheit zu geberden, immer von Neuem die wahrhaft demokratischen Institutionen der Kirche zu preisen! Ja wohl, es mag Demokratismus sein, wozu sie sich bekennen, aber jener Demokratismus, der die auf unabhängiger, selbstgewonnener Ueberzeugung beruhende Freiheit niederstimmt durch die Servilität und die Unwissenheit! Kein Verständiger hat je daran gezweifelt, daß der Ultramontanismus die Forderungen der äußersten Demokratie nur deßhalb auf die Fahne schrieb, weil er die große Maste des Volks glaubte in Unwistenheit erhalten und als willenloses Werkzeug für seine Zwecke gebrauchen zu können. Und wenn diese Einsicht bisher in manchen Kreisen vielleicht nicht zum vollen Bewußtsein gelangt war, wohl, man lasse die Unfehlbarkeit nur kommen: sie wird für die sorglos Träumenden der beste Hebel sein zur Aufklärung, zu Auferweckung des Geistes — ad recreandum animum! Aber nicht nur in Rom gibt es solche Leute sondern auch in — Berlin unter dem Kultusminister Mühler und den Orthodoxen, die unter ihm mahlen. Da stellte neulich der bekannte Prediger Knak in der Friedrichs-Werder'schen Kreissynode den Antrag, „die Synode solle beschließen, das Konsistorium möge an den Oberkirchenrath die Bitte richten, daß derselbe anordne, daß an diejenigen evangelischen Geistlichen, welche erklärter Maßen Mitglieder des Protestantenvereins seien, eine amtliche Aufforderung zum Austritt aus diesem Verein ergehe". Jnterestant ist dabei namentlich, wie Knak diesen seinen Antrag motivirt. Er sagt nämlich: Der sog. Protestantenverein habe sich notorisch zur Aufgabe gestellt, solche Lehren zu verbreiten, welche mit dem kirchlichen Bekenntniß in Widerspruch ständen und allen christlichen Glauben untergrüben. Weiter habe das brandenburgifchc Konsistorium selbst durch die Versagung der Kirchen an den Protestantenverein (im Herbst 1869) und deren Begründung sein Urtheil über denselben ausgesprochen und der Bescheid des Oberkirchenraths in dieser Sache lege ebenfalls von seiner Mißbilligung Zeugniß ab. Daher sei die Theilnahme von Geistlichen an diesem Verein mit seinen grundstürzenden Jrrthümern einer der schreiendsten Nothstände der evangelischen Kirche. Das Schicksal dieses Antrages war folgendes: Der einfache Ueb ergänz zur Tagesordnung wurde abgelehnt, dagegen wurde auf den Antrag Täuschers beschloffen, ohne alle Diskussion über den Knak'schen Antrag abzustimmen, und dieser wirklich mit 17 gegen 9 Stimmen angenommen, während 5 der Anwesenden der Äbstimmung sich enthielten. Vergleicht man, sagt die Wertheimer Zeitung, mit diesem Antrag die Ansprache des Protestanten- vereins-Ausschustcs an das deutsche Volk (vom 20. April), so muß Jedem ohne Weiteres klar sein, nicht nur wo in dieser Sache das Recht ist, sondern auch welcher der beiden Parteien die Zukunft gehört. Und der Protestantenverein hat wahrlich keinen Grund, diesen Eifer seiner Gegner zu beklagen oder gar zu fürchten. Eine Unfehlbarkeit, wie sie sich eben auch hier breit machen und auf den Thron setzen möchte, wird sich das deutsche Volk nimmermehr gefallen lassen. Knak und Consorten —-fte sind wahrlich, wenn sie es nicht schon längst waren, gerichtet! Vermischte Nachrichten. * Offenburg, 28. Mai. Nach den vielen Anfragen von auswärts in Betreff des am nächsten Mittwoch abzuhaltenden Pferde-, Rinder- und Farrenmarktes zu schließen, scheint derselbe einen äußerst lebhaften Verlauf nehmen zu wollen; ganz gewiß wird bei der guten Witterung der hiesige so günstig gelegene Marktplatz nächsten Mittwoch für Fremde und Einheimische ein interessantes Bild gewähren. Im Absatz der Loose ist in den letzten Tagen eben falls eine lebhaftere Rührigkeit eingetreten. Auch an Wetten über die Laune der Glücksgöttin fehlt es diesmal nicht, denn eine sogen. Gesellschaft F.will diesmal alle anderen Verbindungen aus den Schranken schlagen. Glück zu! — Karlsruhe, 27. Mai. Das heute erschienene Gesetzes- und Verordnungsblatt Nr. 38 enthält Verordnungen des Handelsministeriums: 1) die Behandlung unbestellbarer Sendungen und gefundener Sachen beim Post- und Eisenbahnbetrieb betreffend; 2) die Untersuchung der Flöße auf dem Rheine betreffend. — Langensalza, 22. Mai. Heute wurde hier ein Denkmal für die im Gefecht von Langensalza im Jahre 1866 gefallenen preußischen Landwehrmänner enthüllt. — VonderSchw eizer Grenre, 24. Mai. (Mnnh. I.) Josef Weißhaar'von Lottstet- ten, z. Z. Engelwirth daselbst und in der Bewegung von 1848 eine vielgenannte Persönlichkeit, alsdann politischer Flüchtling und Hirschen- wirth in St. Fiden bei St. Gallen, ist letzten Sonntag nach kurzer Krankheit in Zürich gestorben. — Luzern, 22. Mai. Nach Berichten eines Augenzeugen fielen die gestrigen Proben mit der Rigi-Locomotive sehr günstig aus. Auf einer Steigung von 25 Prozent zog sie zwei Wagen, mit Schwellen und über siebenzig Arbeitern beladen, ohne alle Schwierigkeit. Dabei fiel am meisten auf, wie der Zug auf jähem Anhänge plötzlich zum Stehen gebracht werden konnte, worin für den künftigen sicheren Betrieb, wie begreiflich, eine Hauptgarantie liegt. Herr Bundesrath Näff, die Regierungsräthe Weber, Zingg und Kopp von Luzern nebst vielen Anderen wohnten den Proben bei, welche die Herren Riggenbach und Näff leiteten. Allgemein war man der Ansicht, Herr Riggenbach habe sein Problem meisterhaft gelöst und der Rigi werde von nun an sicher und bequem mit der Locomotive bestiegen werden können. — Bern, 24. Mai. (Bund.) Mit der end- giltig gesicherten Suboentiönsquote Zürichs steigen die in der Schweiz bis jetzt verfügbaren Subsidien für das Gotthardt-Unternehmen auf die Summe von 19,450,000 Fr. Zuderim Berner Konferenzprotokoll der Schweiz übertragenen Subventionsquote von 20 Mill. fehlen noch 550.000 Fr.; dagegen sind mit ihren Sub- ventionsbeschlüffen noch im Rückstand: Thurgau, Schaffhausen und Laselland. Jegliche Unterstützung des großen Unternehmens verweigert hat bis jetzt nur Nidwalden. — Der thurgauische Große Rath hat beschlossen, eine Gotthardt-Subvention von 150.000 Fr. zu leisten und auf das Gesuch für Unterstützung der Splügenbahn vorderhand nicht einzugehen. — Der Provinzialrath von Mailand hat am 22. d. 2 Millionen für den Splügen, 1 Mill. für den Gotthard votirt. — Paris, 23. Mai. Vom 15. bis 21. Mai starben in Paris 195 Personen an den Blattern. Die Epidemie ist fortwährend in der Zunahme begriffen. — Pari s. (Köln. Z ) In der Fabrik Legrand zu Thann ist gestern ein großer Brand ausgebrochen. Die Baumwollenmagazine und die Spinnerei, mit Ausnahme der Dampfmaschine, brannten ab, ebenso 6 nahe liegende Häuser. Die Garnmagazine wurden gerettet. Der Schaden wird auf */, Mill. Fr. geschätzt. — Amerika. In einer Vorstadt von Que- beck wurden durch eine Feuersbrunst 6000 Menschen obdachlos. Eingesandt. Sepperl: Franzerl, hast du auch schon gelesen, was sie aus dir gemacht haben? — einen Michel, dem der Zopf nach hinten hängt! — Franzerl: Ja, bas haben sie aus mir zu machen gesucht; 's ist ihnen aber schlecht gelungen. Sepperl: Und wer sind denn die Leute? Franzerl: Wahrscheinlich die, welche aus Schweinshaaren Zöpfe von Roßhaaren machen, und meinen, die Schweinerei gehöre auch zum Fortschritt. — wird eine haarsträubende Gräuelthal gemeldet: eine Familie von sieben Personen ist ermordet worden. Folgendes ist in kurzen Umrissen der Thalbestand, so weit er zur Stunde vorliegt: Wohnung und Werkstatt des Wagenbauers Marshall blieben den ganzen Sonntag über und auch gestern geschloffen. Da aber die Schwester des Hausherrn heirathen sollte, glaubten die Nachbarn, die Familie sei mit der Braut irgendwo zum Besuch. Gegen 6 Uhr gestern Abend kam die Kleidermacherin mit dem Brautkleide, und da das Haus noch immer geschlossen war, und Verdacht anfing rege zu werden, ließen die Nachbarn die Hausthüre durch die Polizei öffnen. Da fand man denn Marshalls Frau, Mutter, Schwester und drei seiner Kinder — alle im Negligö — ermordet. Als man bei weiterem Nachsuchen in die Werkstatt vordrang, sah man die Leiche Marshalls in seinen Arbeitskleidern ermordel daliegen, und da in der Nähe seiner Leiche kein schweres Instrument vorgefunden wurde, wiewohl der Tod in allen Fällen durch ein solches hervorgebracht worden sein mußte — alle 7 Leichen hatten den Schädel zerschmettert — erwies sich der anfänglich gehegte Verdacht, er habe sich nach Ermordung seiner Familie selber das Leben. genommen, als durchaus grundlos. In einem Schranke fand man endlich einen Hammer und eine Axt, die mit Blut befleckt waren und mit denen das Verbrechen muthmaß- lich begangen wurde. Da die Leiche Marshalls in den Arbeitskleidern gefunden wurde und die Schuhe der drei Kinder — drei Mädchen von 9, 7 und 4 Jahren — für den Sonntag geputzt dastanden, ist der Mord wahrscheinlich am Samstag spät begangen worden. Ein Raubmord war es nicht, denn soweit sich zur Stunde feststellen läßt, ist nichts von Geld oder Geldes- werth aus dem Hause entfernt worden, und die Ringe an den Fingern der drei erwachsenen Frauenspersonen waren unberührt geblieben. Ein Sohn Marshalls entging dem traurigen Schicksal seiner Familie, indem er nach Uxbrioge geschickt worden war, um im elterlichen Hause Platz für die Braut zu machen. Marshall wird von seinen Nachbarn als ein solider, nüchterner Mann geschildert. Die ganze Umgegend schwebt, wie sich leicht denken läßt, in größter Aufregung, und die Polizei stellt um so eifrigere Nachforschungen an, als sie einen Anhaltspunkt zu besitzen glaubt. — 25. Mai. Die letzten Nachrichten, welche den gräulichen Mord in Denham an die Oeffent- tichkeit gedrungen sind, machen es wahrscheinlich, daß wir es mit einem ganz gemeinen Raubmord zu thun haben. Zwei Uhren und ein Anzug wurden in dem Unglückshause vermißt, während der Mörder seine eigenen Schuhe zu- rückließ. Und schon ist ein Bursche verhaftet worden, der der siebenfachen Mordthat dringend verdächtig ist, der — wenigstens einer Zeugenaussage gemäß — den Anzug des Ermordeten am Leibe und eine der vermißten Uhren zum Pfandleiher getragen hatte. Es ist dies ein schon mehrfach bestraftes Subjekt, welches erst seit wenigen Tagen aus einer mehrmonatlichen Haft entlasten worden war. Die Polizei ist der Ansicht, der Mörder habe den Familienvater zuerst umgebracht, und dann die übrigen Familienglieder, wie sie der Reihe nach aus ihren Betten auf die Hilferufe herbeieilten. (Karlsr. Z.) 497 Bekanntmachungen. Gant-E-iet Nro. 3325. Gegen Kaufmann Hubert Peter von Achern haben wir Gant erkannt, und «s wird nunmehr zum Richtigstellungs- und Vor- rugsverfahren Tagfahrt anberaumt auf Donnerstag den 23. Juni 1870, Vormittags 9 Uhr. Es werden alle Diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die Gantmasse machen wollen, aufgefordert, solche in der angesetzten Tagfahrt, bei Vermeidung -es Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder müiwlich, anzumelden, und zugleich ihre etwaigen Vorzugs- oder Unterpfandsrechte zu bezeichnen, sowie ihre Beweisurkunden vorzuleben oder den Beweis durch andere Beweismittel anzutreten. Zn derselben Tagfahrt wird ein Massepfleger und ein Gläubigerausschuß ernannt und ein Borg- oder Nachlaßvergleich versucht - werden, und es werden in Bezug auf Borgvergleiche And Ernennung des Massepflegers und Gläubigerausschusses die Nichterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Die im Auslande wohnenden Gläubiger haben längstens bis zu jener Tagfahrt einen dahier wohnenden Gewalthaber für den Empfang aller Einhändigungen zu bestellen, welche nach den Gesetzen der Partei selbst geschehen sollen, widrigenfalls alle weiteren Verfügungen und Erkenntnisse mit der gleichen Wirkung, wie wenn sie der Partei eröffnet wären, nur an dem Sitzungsortc des Gerichts angeschlagen, beziehungsweise denjenigen im Auslande wohnenden Gläubigern, deren Aufenthaltsort bekannt ist, durch die Post zugesendet würden. Achern, den 25. Mai 1870. Großh. Amts- gericht. Himmel.1750. Oberndorf am Neckar (Württemberg). Marktberichtigung. 1751. Der nächste hiesige Krämer- und Viehmarkt wird nicht, wie in einigen Kalendern ausgenommen ist, am Dienstag den 14., sonoern am Tage vorher, Montag den 13. Juni, abgehalten. Oberndorf, den 25. Mai 1870 . Stadtschultheißenamt. Aufforderung. 1777.2.1. Die Grundbesitzer in der Gemarkung Waltersweier werden aufgefordert, innerhalb 14 Tagen ihre Felder von Disteln zu reinigen, widrigenfalls die Säumigen mit Strafe belegt und die Felder auf ihre Kosten gereinigt werden. Waltersweier, den 28. Mai 1870. Das Bürgermeisteramt. __,_ Buchholz. __ Accordvergebuna. 1770.2.1. Die Gemeinde Zell (Amts Offen- Lurg) läßt am Donnerstag den 2. Juni d. I., Nachmittags 2 Uhr, auf dem Rathhause daselbst die Lieferung von ca. 200 LI Fuß steinernen Platten und die Herstellung von 7 □ Ruthen Rinnenpflaster an den Wenigstnehmenden öffentlich in Accord versteigern. Zell, den 27. Mai 1870. Das Bürgermeisteramt. _ Busam. __ Zell a. H. Liegenschaftsversteigerung. 1607.3.3. Die Erben des verdorbenen Schreiners Joseph Vetter von Zell a. H. lasten am Dienstag den 31. Mai d. I., Nachmittags 2 Uhr, im Badwirthshause dahier folgende Liegenschaften der Erbtheilung wegen, zu Eigenthum öffentlich versteigern: 1. Ein zweistöckiges, von Stein und Riegeln erbautes Wohnhaus mit besonderm Oekonomie- gebäude und Keller, nebst Schopf und Hofraithe, in der Unterstadt dahier gelegen, neben Badisch- hofwirth Jehle und dem städtischen Ablaufgraben, welches sich zu jedem Gewerbe eignet. Anschlag. 5500 fl. 2. 1 Morgen 257 Ruthen Mattfeld auf der Waagmatte, neben Baptist Siefert, Spitalfond und Gemeinde. Anschlag . . 1600 fl. 3. 296 Ruthen Ackerfeld in 4 Beeten in der Lohgasse, neben Spitalfond und Georg Hocken- jos von Lahr. Anschlag . . . 650 fl. 4. 164 Ruthen Gartenland im Bruch dahier, neben Bäcker Josef Lehmann und Symphorian Schülle's Erben. Anschlag . . 600 fl. Die Liebhaber zu diesen Liegenschaften werden mit dem Bemerken höflich eingeladen, daß der endgültige Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis oder darüber geboten wird. Zell a. H., den 12. Mai 1870. Das Bürgermeisteramt. _ Moßm ann._ Stierversteigerung. 1765. Die Gemeinde Durbach Heimburger- stab läßt am Freitag den 3. Juni d. I., Vormittags 11 Uhr, bei der Behausung des Andreas Wörner daselbst einen fetten Wucherstier öffentlich versteigern, wozu die Steigerungsliebhaber eingeladen sind. Durbach, den 25. Mai 1870. Das Bürgermeisteramt. Reichert. Dung- und Stierversteigerung. Die Gemeinde Urloffen läßt am Montag den 30. d. M., Vormittags 10 Uhr, bei ihrer Stierstallung einen fetten Wucherstier und einen Haufen Dung öffentlich versteigern. Urloffen, den 25. Mai 1870. Das Bürgermeisteramt. 1760._ Schneider. _ Fahrnistversteigerung. 1763. Dienstag den 31. Mai d. I., Vormittags 8 Uhr anfangend, werden aus dem Nachlaß der Anton Tritschler Wwe. in der Behausung des Hrn. Max Tritschler dahier versteigert : 2 Kästen, 1 Bettstatte, 1 Commode, Stühle, Tische, Betten, 1 Haarmatratze, verschiedenes Bett- und Weißzeug , Küchengeschirr, Brennholz und sonst verschiedener Hausrath. Offenburg, den 27. Mai 1870. W. Weber, Waisenrichter. Marlen. Liegenschaftsversteigerung. 1743.3.1. Mit obervormundschaftlicher Ermächtigung vom 23. d. M. Nr. 2431 werden am Freitag den 17. Juni d. I., Vormittags 8 Uhr, auf dem Nathbause in Goldscheuer aus dem Nachlasse des Xaver Guth von Marlen nachbeschriebene Liegenschaften, der Erbtheilung wegen, öffentlich zu Eigenthum versteigert und endgültig zugeschlagen, wenn die Schätzungspreise oder mehr erzielt werden. Beschreibung der Liegenschaften: ' I. Auf Gemarkung Marlen: 1. Grdst.-Nro. 2786: 1000,5 Ruthen Acker im Bühnel, neben Ludowika Kern und Franz Huf, taxirt zu 250 fl. 2. Grdst.-Nro. 1378: 141.2 Ruthen Acker auf den Zwanzigtauen, neben Josef Berl und Josef Bühler, taxirt zu ' . . . 250 fl. Grdst.-Nro. 2922:' 61,4 Ruthen Acker auf dem Heiligenstein, neben Franz Guth und Anton Berl, taxirt zu . . . 90 fl. 4, Grdst.-Nro. 1400: 52.2 Ruthen Acker auf den Zwanzigtauen, neben Fridolin Guth und Christian Schäfer, taxirt zu . 80 fl. 5. Grdst.-Nro. 2803: 103.4 Ruthen Matten im Eich- strumpf, neben Karl Hummel, tax. zu 100 fl. Grdst.-Nro. 604: ' 129,7 Ruthen Acker in der Pfingst- matt, neben Ludwig Kruß und Christian Schäfer, hievon die Hälfte, tax. zu . . . . . . . 175 fl. 7. Grdst.-Nro. 27: Ein Wohnhaus mit Stall, Scheuer, Schopf und Schweinställen, sammt 96,8 Ruthen Hofraithe und Garten in Marlen, neben Martin Oertel und Andreas Scheer, hievon die Hälfte, taxirt zu. 600 fl. II. Gemarkung Eckartsweier: 8. Grdst.-Nro. 2101: 490 Ruthen Ackerland u. Gewäffer im Hundsfeld, neben Fridolin und Anton Berl, sowie Andreas Scheer, hievon ein sechszehntel, taxirt zu . 50 fl. 9. Grdst.-Nro. 1173: 107.4 Ruthen Ackerland im Margarethenwald, neben Josef Fien und Bernhard Higel, hievon die Hälfte, taxirt zu. 75 fl. Summa 1670 fl. Offenburg, den 25. Mai 1870. Der Großh. Notar A. Leiber. Offenburg. «Heugras-Bersteisteruttg. Samstag den 4. Juni dies. Is., Vormittags 11 Uhr, im Gasthaus zur neuen Pfalz bei G. Schmidt dahier versteigere ich den diesjährigen Heugras- Erwachs von meinen Wiesen, mit Borgfrist bis Michaeli d. I., wie folgt: von 1*/, Morgen aus der Ritti in 3 Loosen, „ 5 Morgen auf der Gifiz am Kinzigdamm in 10 Loosen, „ l 4 / 2 Morgen im Seewinkel am hohen Rain in 3 Loosen, „ % Morgen auf den Bühlermatten in 1 Loos, „ 2 Morgen auf dem Gaswerkplatze in 2 Loosen und „ y 2 Morgen, Bürgerloos - Nro. 4, im Oberwald an der Schutterwäl- der Straße in 1 Loos. Hiezu lade ich die Herren Liebhaber hie mit ein. Die verehelichen Bürgermeisterämter Schutterwald , Hofweier, Zunsweier, Elgersweier, Ortenberg, Fessenbach, Zell und Rammersweier ersuche ich, obiges in ortsüblicher Weise durch die Schelle verkünden zu lassen und zur Berichtigung den Verkündigungs - Gebührenzettel mir zu Händen gehen zu lassen. Offenburg, den 27. Mai 1870. 1757.3.1. I. A. Nnßbanm. Kleeverkanf. 1768.2.1. Offenburg. Louis Schweiß hat den Klee von V* Morgen zu verkaufen. 1758.2.1. Kleeverkauf. Fr. Bährle sen. hier hat 2 Aecker sehr schönen Klee beim Bahnhof und am hohen Rain zu verkaufen. O f f e n b u r g. Wirthschaftsverkauf. 1545.3.3. Eine an einer sehr frequenten Landstraße — eine halbe Stunde von der Kreisstadt und Eisenbahn entfernt — gelegene Wirtschaft , nebst allen erforderlichen Gebäulichkeiten, bedeutender Hofraithe, Gemüse- und Grasgarten, zu einem Fabrikgeschäfte, insbesondere Bierbrauerei sehr geeignet, und wegen der Lage, Gebäulichkeiten und Rentabilität bestens zu empfehlen, hat zu verkaufen das zum Kaufabschluß beauftragte Oeffentliche Geschäfts-Bureau Berger. 498 Offenburg. Gartenwirthschaslseröffnung. 1772. Heute Nachuiiktags 3 Uhr eröffne ich meine Gartenwirthschaft im neuen Stadtviertel, gegenüber der Glasfabrik mit feinem Lagerbier und guten Speisen. An Werktagen ist die Wirtschaft von Abends 5 Uhr an geöffnet. Zu zahlreichem Besuche ladet ein Ed. Rerlinger ;utn kalten Loch. Offenburg. Empfehlung. 1774.3.1. Eine Musterkarte sehr schöner Tapeten ist mir von einem befreundeten Fabrikanten, dem vcrehrl. Publikum zur gefälligen Ansicht und Gebrauch empfohlen, übergeben worden, und kann solche hiezu jederzeit bei mir abverlangt werden. Zugleich möchte ich meine Uhren und feinmechanischen Arbeiten bestens empfohlen halten. Leopold Adam. Offenbur g. Geschäfts-Empfehlung. 1759.3.1. Der Unterzeichnete empftehlt sich im Anfertigen von Grabdenkmälern und Figuren in Marmor und Sandstein von den einfachsten bis zu den reichsten Dessins in jedem Style. Bei geschmackvoller Ausführung werden die billigsten Preise zugestchert. _ Sta uch , Bildh aue r, Gerbe rstraße 297. Völovipödes, 2rädrig, werden gegen entsprechende Taxe den Tag über ausgeliehen bei I. B. Battiany Soh« 1775. bei der Allee in O ffenburg. Hausverkauf. 1762.2.1. Ein l'/zstockiges Wohnhaus mit Keller, Scheuer und Stallung unter einem Dach, nebst 3 Sester Gemüsegarten, Alles geschlossen aneinanderliegend, für jeden Handwerker, besonders aber für einen Gärtner, passend, ist aus freier Hand zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bl. unter v. B. Nro. 92. Offenburg. Haus-Berkanf. 1756.2.2. Der Unterzeichnete bietet sein eigen- thümliches Wohnhaus mit Scheuer und großem Garten zum Verkaufe aus. Liebhaber wollen sich direct an ihn wenden. _ L. Bolack. Offenburg. 1748.2.2. Klee von V* Acker verkauft Franz Bühler, Bäcker. Amerikanischer Pferdezahnmais .ist zu haben bei Kaufman Scherwitz 1776.2.1. in Kork. Ratur-Minerml- Waffer — diesjährige Füllung. — Adelheider, Antogaster, Carlsbader, Creuz- uacher, Einser, Eger, Friedrichshaller, Pillnaer, Saidschützer und Kissinger Bitterwasser, Griesbacher, Hamburger, Krankenheiler, Kissinger- Rakoczy, Langenbrücker, Marienbader, Pyrmon- ter, Petersthaler, Rippoldsauer, Selterser, Schwalbacher, Soulzmatter, Vichy, Weilbacher und Wildunger, sowie Sodawasser und Limonad- gazeuse, Vichy-, Rippoldsaner- und Einser- Pastillen werden en groa & en detail abgegeben in der Mineralwasser-Handlung von Ferd. Hölzlin jr. 1548.2.2. in Offenburg. O f f e n b u r g. 1764. Zu vermiethen zwei möblirte Zimmer, sogleich beziehbar, Näheres bei Conditor Burg, Spitalstraße Nr. 288. Für Auswanderer ^regelmäßige Beförderungen zu den billigsten* _ _» P reisen mit allen rühmlichst bekannten Dampf--___ schiffslinien durch die im Jahre 1838 gegründete Generalagentur von August Ehr- mau«, 6 Nußbaumqaffe, in Straßburg, sowie sichere Besorgung von allen mit Amerika vorkommenden Geschäften, wie Vollmachten, Geldsendungen, Speditionen, Wechsel in Gold zahlbar u. s. w. Näheres bereitwilligst auf portofreie Briefe. 1254.35.7. Eröffnung des Schießhauses Sonntag den 29. Mai, Nachmittags 3 Uhr, durch ein Pro- bir- und Regulativschießen, wobei auch Nichtmitglieder sich betheiligen können, und wozu freundllchst einladet: Der Vorstand 1766. der Schützengesellschaft Offenburg. Kleebad Zell a. H. (Kinzigthal), 20 Minuten von der Eisenbahnstation Biberach. 1682.3.3. Hiedurch mache ich die ergebenste Anzeige, daß unterm 15ten Mai mein Mineral- Bad, in welchem sowohl warme als kalte Bäder abgegeben werden, eröffnet ist. Für billige Bedienung, gute Speisen und Getränke ist jederzeit bestens Sorge getragen und lade ich deßhalb zu gütigem Besuche ein. Zugleich lade ich auch zu meiner Hochzeit auf Montag den 30. Mai höflichst ein. Zell a. H., im Mai 1870. Joseph Better, Badinhaber. Offenburg. Geehrten Eltern, welche Knaben einen gründlichen Schwimmunterricht ertheilen lassen wollen, diene hiermit zur Anzeige, daß ich am 2. Juni d. I. einen Schwimmcurs eröffne. Auf solide Behandlung der mir übergebenen Zöglinge besonders bedacht, werde ich das Zutrauen verehrlicher Eltern zu rechtfertigen suchen und sehe deßhalb zahlreichen Anmeldungen entgegen. A. Mathis, Buchbinder, 1736.3.2. Steinstraße. Für Bauunternehmer. 1744.4.2. Durch vortheilhafte Einrichtung und Dampfbetrieb liefere, ich Mutterschrauben und Schlaudern, je nach Quantum und Größe, per Pfund, von 7 bis 9 kr. Zum Auskochen für Treppen- und Fensterholz habe ich einen Dampflasten zur billigen Benützung aufgestellt. K. Marti« beim Bahnhof in Offenburg. Feuerwehr! Montag Abends V Uhr: Marschübung. Die Mannschaft hat in kleiner (leinener) Uniform zu erscheinen. Offenburg, den 28. Mai 1870. Das^Commando. Offenburg. Rekrutenversammlung heute Sonntag den 29. d. M., Abends y 2 8 Uhr, in der Bierbrauerei Armbruster, wozu Alle höflich eingeladen werden. Mehrere Rekruten. Eine frische Sendung Llllsetten billigst eingetroffen bei B. Fäßler Wittwe 1729.3.3. in Offenburg. Nervöses Zahnweh wird augenblicklich gestillt durch Br. Gräfström's schwedische Lahntropfen L Flacon 6 Sgr., oder 21 kr. rhein., ächt zu haben in Offenburg bei 3855.Z.14. Rudolph Lauburr. Gefunden und auf dem Polizeibureau dahier deponirt: Ein weißes Taschentuch und eine Brieftasche. Der Ruhm der Lehrer. Die Lehrer das sind feine Leut, Im Fortschritt schnell voran; Sie lehren ihre Schüler gut Und bilden sie heran. Sie fahren immer fleißig fort Auf ihrer guten Bahn; Sie lehren Schüler Christenpflicht, Was ihnen wohl steht an. Christus, der erste Lehrer, gab Der Welt das Licht, die Kraft; Aber leider das Priesterthum Hat ihn aus der Welt geschafft. fisl Arbcitergesnch. 1761. Ein Maler oder ein Glasergehilfe, welcher gut mit Anstreichen umgehen kann, findet gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung. Zugleich kann bei mir ein braver jünger Mensch unter guten Bedingungen in die Lehre treten. Gengenbach, den 27. Mai 1870. Bernhard Fritsch, Maler, vis-ä-vis vom Salmen. Steinhallergesilch. 1769.2.1. Bei den Unterzeichneten finden sogleich 6 bis 8 tüchtige Steinhauer Arbeit an dem Neubau der Kirche in Thiergarten bei Oberkirch. Jsenmann & Abele, Bildhauer in Offenburg, Kirchgasse. Freie Lehrerconferenz in Offenbnrg Donnerstag den 2. Juni, Nachmittags 2 Uhr | Tagesordnung: i Das neue Maß- und Gewichtssyftem. Zu zahlreichem Erscheinen ladet die Herren College» freundlich ein: Offenburg, den 26. Mai 1870. Der Vorsitzende. Doch glücklich jetzt ist's andre Zeit! Ihr Lehrer, zaget nicht: Die Todesstraf ist abgeschafft Für freier Wahrheit Licht. Bald steht ihr gar in voller Kraft, Ihrer Lehrer: zum höchsten Ruhm Unfehlbar wird ja bald gemacht Der Höchste vom Priesterthum. Da könnt ihr guter Hoffnung sein. Daß alles gut wird gehn, Der Unfehlbare muß ja nun Allem Bösen allein widerstehn. Und diese Berschen sind gemacht Bon einem Lehrer-Freund, Der's Fach der Lehrer gerne sieht, Es gut mit ihnen meint. s 1773. Ansbach - Gnnzenhanfener fl. 7-Loose von 1838. Serien-Ziehung am 15. Mai d. I. Serien. Nro. 122, 181, 235, 693. 837, 980, 1037, 1098, 1324, 1519, 1550, 1689, 1716, 1755, 1784, 1818, 1882, 2208, 2257. 2502, 2815, 3627. 3659, 3884, 4032, 4084, 4369, 4492, 4887, 4955. Die Gewimizichnilg findet am 15. Juni d. I. statt. Für die Redaction verantwortlich A. R - r f f. — Druck und Verlag von % Reiff und So mp.