Amtliches Berlmndigungsbtatt für den Kreis Wenburz, , sowie für die Bezirksämter und Amtsgerichte Offeuburg und Gengendach. Erscheint täglich mit Ausnahme Montags, und kostet vierteljährlich in Oikenburg 1 st., für den Landpostbezirk 1 fl. 2 kr., für die übrigen Postbezirke 1 fl. 7 kr. Einrückungsgebühr: die gespaltene Garmondzeile oder deren Raum 3 kr. Nro. 186 Offenburg, Donnerstag den ll. August 1870 Politische RundjÄM. Karlsruhe, 7. Aug. Das Präsidium des Deutschen Zollvereins hat im Einverständniß mit den Ausschüssen des Zollbundesraths nachstehende Anordnung getroffen: „Da Frankreich aufgehört hat, die Erzeugnisse des Zollvereins gleich denjenigen des meistbegünstigten Landes zu behandeln, so ist zufolge der Bestimmung in § 1 Abth. V. Nr. 20 des g Vereinsgesetzes, die Abänderung des Vereins- tarifes vom 1. Juli 1865 betreffend, fran- her Wein, welcher nach dem 10. d. M. die Zollgrenze eingeht, zum Satze von 4 Thälern (sieben Gulden) vom Zentner zu verzollen^. Karlsruhe, 7. Aug. Eine herzerhebende Volksdemonstration hat gestern Abend in später Stunde vor dem großh. Restdenzschlotz dahier Mtgefunden. (Kärlsr. Z ) 'Karlsruhe,- 9. Aug. Die Bevölkerung von Mühlhausen und Umgegend (im Elsaß) wurde gestern von den kaiserl. Zivilbehördcn aufgefordert, sich einem etwa erfolgenden Einmarsch deutscher Truppen gegenüber friedlich zu verhalten. Es wurde viel bewegliches Eigenthum nach Basel geflüchtet. (K. Z.) Donaueschingen, 7. Aug. So eben wird Folgendes veröffentlicht: „Deutsche Mitbürger! Bewohner des Schwarzwaldes! Der Erbfeind bedroht Eure stillen Thäler. — Euch vor den Drangsalen feindlichen Einfalls zu schützen, bin ich mit meinen Truppen in Eure Mitte gesandt. Vaterländische Pflicht und Euer eigenes Interesse, verlangen von Euch, daß Ihr an den von mir besetzten oder sonst berührten Orten unter der Leitung Eurer Behörden oder in freiwilligen Vereinen die militärischen Bewegungen fördert. Bezeichnet mir also Häuser, wo meine Truppen bei Tag und bei Nacht Wegweiser, Boten, Kundschafter finden und erfragen können. Bringt mir und meinen Offizieren zuverlässige Nachrichten von dem Feinde. Sichert die Stellung von Wagen und Pferden zu rascher Beförderung, meiwer TrupgKN. Trefft Fürsorge für Unterbringung, Bettung und Verpflegung Kranker und Verwundeter. Und wer von Euch — in den Waffen geübt — das Vaterland und den eigenen Herd mitvertheidigen will, soll in meinen Reihen willkommen sein. Von dem einmüthi- gen Zusammenwirken mit Euch pflichtgetreuen Schwarzwaldbewohnern erhoffe ich die Lösung unserer gemeinsamen Aufgabe. Gott mit uns! Donaueschingen, den 31. Juli 1870. Der Kom- mandantdes Schwarzwald-Detachements: Oberst Seubert". München 5. Aug. (Frkf. Z.) Von den bei Weissenburg in Kriegsgefangenschaft gerathenen französischen Soldaten werden 346 Mann, meistens Turkos, bereits morgen in der Festung Ingolstadt eintreffen. Die königl. bairische Feldarmee besteht bekanntlich aus zwei Armeekorps. Das eine der letztem wird von dem General v. d. Tann, das andere von dem preußischen General v. Hartmann befehligt. Menburg, 1. Aug. Der Herzog hat gestern bei seiner Abreise in das Hauptquartier der zum Schutz der deutschen Küsten aufgestellten Armee eine Proklamation erlassen. Berlin, 31. Juli. (Köln.Ztg.) Eine in Paris lebende amerikanische Dame hat zur Linderung der Leiden der deutschen Soldaten in dem bevorstehenden Kriege der Königin 500 Thlr. überwiesen. Eine hochstehende Dame in London wird im Aufträge einer Anzahl englischer Damen große Mengen von Materialien, brauchbar zu Bandagen für die verwundeten Soldaten, senden. Auch in Asien findet die Sache der Deutschen einen kräftigen Wiederhall. Drahtberichte aus Kalkutta und Bombay zeugen von den dortigen Sympathieen. Aus Wien sind hier bereits 10 Zentner Scharpie, 2 Zentner Kompreffen und 2000 Binden für die Verwundeten angekommen. Berlin, 8. Aug. Die „Nordd. Allg, Ztg." sagt: „Während Süddeutschland den Drohungen und Schmeicheleien widerstand und sich als treuen Bundesgenoffen erwies, spricht die Volksstimme Norddeutschlands viel weniger davon, welche Vortheile Preußen aus dem Kriege erwachsen, als davon, wie Süddeutschland am besten für seine treue Aufopferung zu lohnen sei". Florenz, 4. Aug. (A. Z.) Im Senat oppo- nirte Cialdini heftig dem Ministerium wegen dessen innerer und äußerer Politik, verlangst Rücktritt des Ministeriums, insbesondere Go- vone's, welcher das Vertrauen der Armee nicht mehr besitze, und erklärte sich als ein Freund der Allianz mit Frankreich. Lanza und Sella protestirten gegen Cialdini's Rede. — Der pre# ßische Gesandte wird hier erwartet. — Viterbv ist von den Franzosen geräumt worden. Morgen wird der Rest der Division eingeschifft. Neapel, 4. Aug. (A. Z.) Der Cordon an den Grenzen des Kirchenstaates wird auf 40,000 Mann gebracht. Das 45. und 49. Infanterieregiment sind dort eingetroffen und die Mili- tärdiviflonen von Chieti und Neapel dorthist in Bewegung. Stockholm, 4. Aug. (A. Z.) Die Regierung hat vollständige Neutralität proklamirt, „deren Beibehaltung mit den Jntereffen und den Volkswünschen Schwedens und Norwegens übereinstimmt". Vom Kriegsschauplatz. Mainz, 6. August. Unter bayrischer Eskorte kamen heute früh 4 Uhr 16 Offiziere, darunter der Oberst, und 374, dabei ein Turcos, Manst des 74. sranz. Linien-Regiments als Gefangeite hier an. Bei ihnen befanden sich 2 Bauern «. 4 Weiber, letztere gebunden. Sie sollen auf die deutschen Truppen bei dem Eindringen in Weißenburg geschossen, die Eine siedendes Oel gegossen haben. Die Gefangenen wurden in der Citadelle internirt und setzten heute Nachmittag 1 Uhr in zwei Eolonnen ihre Fahrt nach Ingolstadt über Frankfurt rc. fort, mit Ausnahme der Weiber, die standrechtlicher Aburtheiluvg entgegensetzen. Die Soldaten stammten zum Theil aus dem Elsaß, sahen im Ganzen gut aus und waren gut equipirt. Die Offiziere unterhielten sich lebhaft und nahmen die darae- botenen Erfrischungen mit sichtlicher Ueberrasch- ung an. Das Casquet eines Jägers der bayr. Bedeckung zeigte nicht weniger als 12 Löcher von Kugeln, die alle über den Kopf des Man- nes hinweg gegangen waren.(F.J.) Gespräch zwischen dem alte» Fritz «. Marschall Vorwärts im Hrmmel. ^ Fritz. Hör' mal, du alter Junge, Was hat das zu bedeuten? Ich hör' mit kräft'gem Schwünge Die Sturmesglocken läuten! Mach' mal das Himmelsfenster los Und guck hinunter nach der vau8v. Blücher. Was, hör' ich recht? Potz Schwerebrett, Na, Majestät, ist das nicht nett? Hört nur, wie die Franzose« schrei'«: Wir wollen ihn, den deutschen Rhein! Fritz. Und was sagt Deutschland denn dazu? Liegt's noch in alter, süßer Ruh'? Hält sich's im Federbett versteckt, Bis an die Ohren zugedeckt? Blücher. Na, trügt mich nicht mein Perspectiv, Steht's für den Franzmann jetzt schon schief. Die Stämme «rt« Süd und Norden Sind schon ein einig Bott geworden. . Fritz. Dich alter Vorwärts, trügt der Schein. Ganz Deutschland sollte einig sein? Blücher. Die Einigkeit kommt zwar verteufelt spät; Allein verzeihen Euer Majestät: Sie ist da, ich sehe es deutlich und klar, Sie kam über Nacht ganz wunderbar. Die Baier», Sachsen, Preußen und Schwaben, Und die den Namen von Württemberg haben, Die Badener, Franke« und die Hessen, Keiner hat Ehre und Fahne vergessen. Die Hamburger traten als leuchtend Exempel Hinein in den deutschen Ruhmestempel, Und Alle jubeln : Zum Rhein, zum Rhein! Das ganze Deutschland soll es sein! Fritz. Aon Vien, dann werden sie wohl die Franzeu zwingen, Bald k la Roßbach nach Paris zu springen. Blücher. Sackerlot, wie liegts mir schwer im Sinn, Daß ich nicht mitten drunter bin. Wie wollt' ich die Ohnehose« bekatzbachen Und ihnen einen luftigen Kehraus machen. Ha, ich nehme Urlaub nach der Erden! Fritz. Was soll denn aus uns hier Himmel werden? I Hiergeblieben, du Franzosenfreffer! I Blücher. Na, Euer Majestät verstehen das besser. Bin freilich für die stramme« Zunge« zu alt» Hat auch der Krieg jetzt 'ne andere Gestalt: Mit Chassepots und französischen Kniffen, Mit Zundnadel und mit Panzerschiffe«. Wir zapfte« mit den Kolbe« Franzosenblut, Und meine Zunge« riesen: So flacht es:Z«t! Beim Ausreitzen sind die französischen Hallunke« Damals in der Katzbach fast alle ertrunken. Majestät, erlauben Sie's Sprachrohr? Fritz. Na, meinetwegen! Blücher (durch's Sprachrohr). Du, Deutschland, höre den Blücher'schen Segen: Ihr Jungen da unten, seid wacker und dreist! Der Blücher ist bei euch mit seinem Geist. Vorwärts zur Schlacht! Vorwärts zu« Sieg! Vorwärts mit Gott m den heilige« Krieg! Doch wenn ihr de« fränkischen Hochmuth zerschmettert U«d wie rinSturmwind nachFrankreich gewettert: Da«« hütet die bluüg errungene« Saaten Vor Federfuchser« «ud Diplomaten! Das ruft euch dom Himmel, ans Nummer Kcher, E«erFeldherrdonl3,der alteLlüottsr. (H.Z.) m - B-.i3 Gieße», 6. Aug. Gestern wurden auch hier 7 Knaben entdeckt, 4 von Berlin und 3 von Nordhausen, im Alter von 10 — 12 Jahren, welche sich in die Waggons eingeschmuggelt hatten, „um, wie sie sagten,' .den Krieg mitzumachen." Sie wurden von der Pokzei zu ihren Eltern zurückgefandt, waren übrigens nicht ohne Geld und äußerten sich, namentlich die Berliner, äus- serst heftig, daß man sie nicht mitmachen lasse. sFrkf. I.) Auf dem Schlachtfelde zu Wörth, 6. Aug., Abends. (Von unserem Spezialkorrespondenten.) So eben treffen unsere badischen Truppen auf dem Schlachtfelde ein, leider zu spät, um noch an der Schlacht theilnehmen zu können. Es wird bivouakirt; die Truppen sind ermüdet und hart mitgenommen von dem schlechten Lager der vorigen Nacht, dennoch aber voll Begeisterung. Die Schlacht war furchtbar. Man spricht von 10,000 Todten und Verwundeten. Mac- Mahon, welcher uns persönlich gegenüberstand, zieht sich ins Gebirg zurück. Die Zahl der Gefangenen ist sehr groß, darunter viele Offiziere, stattliche Männer, welche furchtbar deprimirt sind. Ein Kürassieroberst hat den Weinkramps; sein Regiment existirt nicht mehr. Die Spahis haben schrecklich gelitten. Auch die Preußen erlitten, dreimal zurückgeschlagen, ungeheure Verluste. Außer dem 5. und 11. preuß. Armeekorps (Posen und Schlesien) nahmen noch in vorderster Linie die bairischen Korps und ganz e noch die Württemberger an der Schlacht Die ganze Südarmee ist in diesem Augenblicke hier vereinigt. Man erwartet unmittelbaren Vormarsch durch die verschiedenen, die Vogesen durchsetzenden Thäler und hofft, daß die Badener hierbei in die Vorhut kommen. Wenn übrigens, wie es auch als möglich betrachtet wurde, der französische Vorstoß heute von Süden her, vom Hagenauer Wald aus, erfolgt wäre, so hätten unsere Truppen die Vorhut gebildet. (Karlsr. Ztg.) Zm Bivouak zu Oberdorf, 7. Aug., Morgens früh. (Von unserm Spezialkorrespondenten.) Heute ist Rasttag; unsere Truppen kommen wieder nicht in die Vorhut. Stimmung vortrefflich; Verpflegung hier ausgezeichnet. Wir hatten Wein, Ochsen-, Kuh- und Schweinefleisch, Milch, Eier, Kartoffeln, Honig, aber kein Brod. Es wird rücksichtslos requirirt, da die Bevölkerung sich hier in ganz abscheulicher Weise benommen hat. Auf Verwundete und auf das Sanitätskorps ist aus den Häusern geschossen worden; ja es wird versichert, daß in'einem Orte große Gräuel gegen Verwundete verübt worden seien. Thatsache ist, daß 26 Bauern kriegsrechtlich erschaffen worden sind, 18 auf einem Fleck. Aus einzelnen Ortschaften sind die Leute, selbst die Schulkinder, scharenweise weggeführt und geknebelt worden; sie befinden sich Noch unter Bewachung. In allen Ortschaften, welche passirt werden, wird von heute an der Kriegszustand verkündigt. Kein einzelner Mann darf die Ortschaften betreten. Bei jedem Maroden, welcher liegen bleibt, muß ein Posten stehen bleiben. — Einzelne Schüsse hört man noch fortwährend, doch ist es so gut wie sicher, daß der Feind nicht Stand halten wird. — Das Armeegepäck ist jetzt ebenfalls hier eingetroffen. DaS badische Armeekorps und das badische Hauptquartier befindet sich gegenwärtig in Oberdorf, zwei Stunden südlich von Wörth. (Karlsr. Z.) Z« Bivouae bei Oberdorf, 7. August. (Von unserm Spezialkorresponbenten.) Der erste Akt des furchtbaren Drama's ist vorüber. Er ist in einer Weise ausgegangen, daß wo möglich selbst der böhmische Feldzug, dessen großartige Kombinationen sich in allem Wesentlichen wiederholen zu sollen scheinen, dagegen zurückstehen muß. Am 4. d. rückt die Südarmee über die Lauter, schlägt die Franzosen bei Weiffenburg und besetzt Lauterburg, einen Punkt von ganz bedeutender Festigkeit, dessen Preisgebung allgemein überrascht, da er, wenn auch vielleicht für die Franzosen ohne strategische Wichtigkeit, doch von um so größerer ist für uns. Am 5. unbedeutendes Gefecht der Badener mit Franzosen bei Seltz; die letzteren halten nicht Stand, unsere Truppen gehen südwestlich 738 vor bis Aschbach, die Franzosen müffen sich auf Straßburg zurückgezogen haben. Von Weiffenburg aus rasches Vorrücken gegen Sulz, Verfolgung der Franzosen, welche zum Theil in völlige Auflösung gerathen zu sein scheinen und nirgendswo Stand hielten; Besetzung von Wörth und Vorschieben von Truppen bis in den Hagenauer Wald. Gestern allgemeine Rechtssthwen- kung der Armeen, Schlacht bei Wörth, Erstürmung der französischen Stellung, Forcirung des Einmarsches in die Vogesenpäffe. Die ganze Armee Mac Mahons, in einer Stärke von wenigstens 80,000 Mann, über deren wirkliche Stellung man bis dahin im Unklaren war, kam hierbei zum Vorschein. Damit ist die vorläufige Entscheidung gefallen, der Feldzugsplan geglückt. (K.Z. Sulz, 7. August. Der Sieg der Deutschen unter dem Kronprinzen von Preußen ist noch viel glänzender, als Anfangs gedacht. Gefangen etwa 10,000, 3. Zuavenregiment aufgerieben, erbeutete Geschütze 36, Adler 2 und 6 Mitrail- leusen. Mac Mahon verwundet, die Bagage Ducrots abgefangen. Der Verlust der Deutschen an Todten und Verwundeten ist leider auch sehr bedeutend. Näherer Bericht Ihres besonderen Korrespondenten folgt. Neben den Bayern und Preußen hielten sich die Württemberger (2., 5. Jnf.-Regiment urid 3. Jägerbataillon) glänzend. (B.Ldz.) Saarbrücken, 7. Aug., Abends. (Corti. Tel.) Gestrige Erfolge größer, als erwartet. Bagage, Zeltlager zweier Divisionen in unfern Händen. Forbach besetzt. Bei Weißen bürg kämpfte bekanntlich die Division unter General Abel Duay. Sie war die 2. der Mac-Mahon'schen Armee und bestand aus folgenden Truppen: 1. Brigade: General Montmarie: 10. Jägerbataillon, 50. und 78. Infanterieregiment; 2. Brigade: General Pell«: 1. Zuavenregiment und 1. Regiment der algerischen Tirail- leurs (Turkos), so daß Duay's gesammte Streitmacht sich auf vier Jnfanterieregimenter und ein Jägerbataillon (12,000 Mann beiläufig) beziffert. Homburg, 7. Aug. Um Mitternacht ist der Feind nach der gestrigen Schlacht von Wörth in größter Aufregung zurückgegangen. Bei Niederbronn versuchte die französische Artillerie sich zu halten; der Ort wuide jedoch von den Boy' ern genommen. Der Feind ging auf der Straße nach Bitsch zurück. Württembergische Artillerie nahm bei Reichshofen viele Vorr'äthe und vier Geschütze. Todte und Verwundete bedecken die Rückzugsstraße. Heute früh wurde das vom Feinde verlassene Hagenau besetzt. Saargemünd wurde gleichfalls von diesseitigen Truppen besetzt; ebenso Forbach nach einem leichten Gefecht. (K. Z.) Paris, 8. Aug. Das „Journ. du Soir" meldet, der Ministerrath beralhe darüber, ob ein Aufruf zur allgemeinen Bewaffnung erfolgen soll. Straßburg ist vertheidigungsmäßig durch intakte Divisionen besetzt (?). Die Moseldämme sind durchbrochen. Das Hauptquartier Mac-Mahons ist in Zabern. (Saverne.) Telegramme. (Wagner's telegr. Korrespondenz Bureau.) j« Sulz, 8. Aug. Französischer Verlust in der öchlacht bei Wörth wenigstens 5000 Todte und Verwundete, darunter Offiziere, 6000 Gefangene. Armee Mac Mahon floh, die ganze Bagage, viele Geschütze, 2 Proviant-Eisenbahnzüge zu- rücklaffend. Verfolgende Cavalerie traf viele 1000 Versprengte, welche die Waffen weggeworfen. Unser Verlust zwischen 3000 und 4000 Todten und Verwundeten. Telegramme der Basler Nachrichten. Paris, 8. August, früh. Ein im officiellen Blatte veröffentlichtes Dekret sagt, daß ein Gesetzentwurf vorgelegt werden wird, wonach alle Bürger unter 30 Jahren, die nicht schon jetzt in der Mobilgarde sind, in dieselbe eingereiht werden sollen. Ein anderes Dekret beruft Senat und Gesetzgebenden Körper auf Morgen Dienstag zu einer außerordentlichen Session ein. Ein weiteres Dekret verordnet, daß alle tauglichen Bürger von 30 bis 40 Jahren einen Theil der Nationalgarde bilden werden. Die Nationalgarde von Paris ist angewiesen zur Vertheidigung der Hauptstadt, um die Festungswerke in Vertheidigungszustand zu setzen. Metz, 8. Aug., 7 Uhr 50 M. Vormittag. Offiziell. Die Armee konzentrirt sich, um gegen die Vogesen zu marschiren und die Päße derselben zu vertheidigen. Die Nacht war ruhig, kein Gefecht. Die offiziellen Depeschen, welche die Niederlagen Froffards und Mac Mahons melden, sind in allen Departements angeschlagen worden. Eine Privatdepcsche aus Metz vom 7. um 1 Uhr Mittags sagt: Man hat die Schlappe Mac Mahons bekannt gemacht. Man organistrt die Nationalvertheidigung. Es geht das Gerücht, daß die Preußen in St. Avold seien. Die Stadt ist ruhig, zur Vertheidigung bereit, durchaus nicht entmuthigt und voller Vertrauen. Man spricht davon, das Hauptquartier nach Chalons zu verlegen. Die Corps Bazaine und Ladmirault sind noch unverletzt. Man erwartet auf morgen eine große Schlacht nicht weit von Metz. 7. Aug., Abends 9 % Uhr. Officiell. In der Schlacht bei Fröschwiller wurde General Calson, Generalstabschef des Corps, an der Seite Mac Mahons getödtct. General Raoult wird vermißt. Unsere Artillerie hat stark gelitten. Mac Mahon ist in Verbindung mit General Failly. Metz rüstet sich zu kräftiger Vertheidigung. Der Obercommandant des Platzes hat befohlen, daß die deutschen Ausländer sich mit Aufenthaltsbewilligungen versehen. Vermischte Nachrichten. — Karlsruhe, 8. Aug. Erhaltener Mittheilung zufolge werden von nun an Fahrpostsendungen an die Besatzungs- und Ersatztruppen im Lande, sowie von denselben mit und ohne Werthsdeklaration von den großh. Posten gegen Portozahlung befördert. Dagegen findet nach wie vor Annahme von Paketen an die Truppen der Felddivision nicht statt. (B.CHr.) — * Im Schiffwirthshaus zu Freistett, gab es die Gelegenheit, daß die 4 ältesten Bürger zusammenkämen. Michael Uibel, Georg Lasch, Fr. Hänß'.er, Ziegler Lasch, diese alle haben den Napvleonskrieg mitgemacht. Das aber haben sie noch nicht erlebt, daß Deutschland Gefangene gemacht hat wie in dieser kurzen Zeit. Sie freuen sich, wenn sie nur noch so lange leben bis es fertig ist. Die 4 zählen zusammen 350 Jahre, was selten vorkommt. An die deutschen Schützen. Jetzt gilts, ihr deutschen Schützen, Die Büchsen von der Wand, Die ihr so viel geschwefelt Von Freiheit, Vaterland. Die ihr so viel getrunken, Umarmt euch und geküßt, Jetzt zeigt, daß euer Treiben Kein leeres Spielwerk ist l Der Erbfeind nahet wieder; Da gibl's Feldscheiben gut, Wir wollen stait Holzsplitter Einmal Franzosenblut. Und könnt ihr dies nicht sehen. So bleibet hübsch zu Haas Mit euren Birkhahnfedern, Sonst lacht man euch nur aus. Und macht mit euren Büchsen Wie sonst nicht mehr Parad'; Werst sie in's alte Eisen, Es ist darum nicht schab. Doch seid ihr ächte Männer Und haltet euer Wort, Dann jubelt man entgegen Dem deutschen Schützenhort. C. Weiß. 739 — Jetzt, wenn je, ist die Zeit da, uns des Spruchs im „Frauzosenwind" zu erinnern, der Schilderung Derer, die unsere nationale Einigkeit und Einheit zu zerreißen gekommen sind Mit den scharfen Waffen und den matten Lügen: »Sind große Meister im Zungendreschen, Md Meister in groben und feinen Gewäschen; Sie lügen und lugen an allen vier Enden Um jegliches Unrecht in Recht zu wenden. Sie sprechen von Freundschaft und wollen den Streit, Sie sprechen von Frieden zum Kriege bereit, Wollen Alles beglücken, die Völker bestem; Frei Deutschland! mußt drum vorsichtig sein. Denn wenn die Franzosen die Völker beglücken. Bringen Joch sie u. Knechtschaft mit listigen Tücken." _tA. Z.) Kriegslied. Die Fahnen weh'n! Auf in's Gewehr, Den Säbel in die Faust! Das deutsche Volk — Ein großes Heer, Das von den Alpen bis zum Meer Ein zürnend Wetter braust. Es klopft an unsre Pforten an Des Fremdlings Uebermuth; Da opfert jeder deutsche Mann Mit Freuden Gut und Blut. Die Fahnen weh'n im Morgenwind, Gott, schenk' uns Schlachtenglück! Wir muffen siegen und geschwind, Dann kehren wir zu Weib und Kind, Zu Haus und Herd zurück. Die gold'ne Saat, sie wallt und blinkt In sommerlicher Pracht. Auf, Schnitter! Eure Ernte winkt Auf blut'gem Feld der Schlacht. Und von Boulogne der Adler höhnt In stolzem Kaiserflug! Doch der das Abenteuer krönt, Der Gott des Siegs, der euch verwöhnt, Er ruft: Es ist genug! Die Sonne selbst von Austerlitz Verbirgt ihr glorreich Licht! Euch leuchte unser Zornesblitz, Der aus dem Wetter bricht. Ihr habt den Brief der Schmach begehrt Mit frechem Uebermuth! Den Brief, der nimmer uns entehrt, Wir schreiben ihn mit unserm Schwert, Wir schreiben ihn mit Blut. Und Gott der Herr führt unsre Hand Und straft des Feindes Hohn — Und feurig flammt es an der Wand, Und nieder stürzt sein Thron. Die Wogen rollt der Vater Rhein Die Rebenhöh'n entlang! Und der hier wächst, der deutsche Wein,' Wird nie in eurer Kelter sein, Er trägt nicht fremden Zwang. Die Fahnen hoch und sturmesschnell In Feindesland hinein! Wir trinken aus dem frischen Quell Dort den Champagnerwein. Und naht der Tod — wir zagen nicht! Leb' wohl, du schöne Welt! Nacht decke unser Angesicht, Doch ringsum wird von freud'gem Licht Das deutsche Land erhellt, Und Süd und Nord verknüpft zum Bund Der Main, ein Silberband: Wir legen einen festen Grund Dem ein'gen Vaterland. Rudolf Gottschall. Amtliche Verkündigungen. Abschrift. Ministerium -es Innern. Karlsruhe, den 5. August 1870. Die Unterstützung der Familie« der Reservisten und Landwehrmänner betr. Nro. 9686. An die Großh. Bezirksämter: Das Großh. Handelsministerium hat mit Erlaß vom 3. d. M. Nro. 4684 genehmigt, daß bis auf Weiteres die in der rubricirten Angelegenheit zwischen den Kreisausschüssen einerseits und den Bezirksämtern, und den Gemeindebehörden anderseits sich ergebenden Correspondenzen und ebenso die Correspondenzen der Kreisausschüffe im Verkehr unter sich portofrei versendet werden, wenn auf der Adresse der Briefe die absendende Stelle angegeben und die Bezeichnung „Militärunterftützungssache" beigefügt wird. Von dieser Entschließung des Großh. Handelsministeriums werden die Großh. Bezirksämter und beziehungsweise die betreffenden Kreishauptmänner mit dem Auftrag in Kenntniß gesetzt, von solcher sowohl die Gemeindebehörden, als auch die einzelnen Kreisausschüffe zu verständigen. sgez.) Jolly. Beschlich. Nro. 4226. Vorstehende Abschrift wird den Bürgermeisterämtern zur Nachricht eröffnet. Gengenbach, den 8. August 1870. Großherzogliches Bezirksamt. Rieder. Die Kriegsleistnngen «nd deren Vergütung betr. Gengenbach. Nro. 4215. An die Gemeinderäthe des Bezirks: Großh. Ministerium des Innern hat uns mit Erlaß vom 2. d. M. Nro. 9566 zum Vollzug des provisorischen Gesetzes über die Kriegs- leistungen im Ges-, u. V.-Bl. 1870 S. 605—615 angewiesen, Fürsorge zu treffen, daß, wenn Land- und Fourage^ Lieferungen und Beköstigungen geleistet werden müssen, die Liquidationen ordnungsmäßig jeden Monat vollzogen werden können. Hiernach haben die Gemeinden Folgendes zu beobachten: a) Wenn es sich um Landlieferungen — § 4 bis 7 des Gesetzes — handelt, werden die Gemeinden von uns aus sogleich in Kenntniß gesetzt, welche Gegenstände, in welcher Zahl und in welche Magazine sie geliefert werden müssen. Der Vollzug muß ungesäumt geschehen, und die von den betreffenden Magazinen auszustellenden Quittungen sind monatlich an unfern Bevollmächtigten Herrn Amtsrevidenten Lindau abzugeben, worauf sie nach § 4 der Instruction behandelt werden, d) Hinsichtlich der Beköstigung und Fouragenlieferungen, § 8 u. 9 des Gesetzes, sind zu den monatlichen Liquidationen die Jmpreffen, Formular v., zu benützen und diese bei Hofbuchdrucker Müller in Karlsruhe, das Buch zu 24 kr., zu beziehen, v) Für die andern Kriegsleistungen, § 10—15, sind jeweils besondere Liquidationen aufzustellen, die im Gesetze bestimmten oder wo es daran fehlt, die ortsüblichen Preise (§ 11) beizusetzen und ebenfalls monatlich hier einzureichen. Gengenbach, den 8. August 1870. Großherzogliches Bezirksamt. Rieder. Gengenbach. Nro. 4233. An die Gemeinderäthe des Bezirks: Dieselben werden aufgefordert, darauf zu dringen, daß, wo es noch nicht geschehen ist, in jeder Gemeinde Unterstützungsvereine gebildet werden und daß diese besonders auch dahin wirken, die Familien der Reservisten, Landwehrmänner und der Soldaten mit Geld und Lebensmitteln, Brod, Mehl, Fleisch rc. zu versehen. Gengenbach, den 8. August 1870. Großherzogliches Bezirksamt. Rieder. Bekanntmachungen. Evangel. Volksschule. Der Unterricht an der evangel. Volks- und Fortbildungsschule beginnt wieder am 15. d. M. Offrnburg, den 10. August 1870. Der evangel. Ortsschulrath. Elgersweier. Fahrnistversteigerung. 3176.2.2. Am Dienstag den 16. d. M., Morgens 8 Uhr, werden aus der Verlaffenschaft des Lindenwirths Josef Männle dahier sämmtlichc Fahrnisse, dabei mehrere Betten, um gleich oaare Zahlung im Lindenwirthshause daselbst versteigert. Aufforderung. Der Frauenverein ersucht diejenigen Männer, welche sich eintretenden Falls dem Transporte von hier ankommenden Verwundeten und Kranken in das hiesige Lazareth unterziehen wollen, sich bei Herrn Medicinalrath Dr. Barth sofort anzumelden. Offenburg, den 8. August 1870. Das Comitä des Frauenvereins. Danksagung. Dem unbekannten Uebersender von 5 fl., die ich für Verwundete verwenden soll, herzlichen Dank und die Mittheilung, daß ich zum gewünschten Zwecke jene Liebesgabe dem hiesigen Frauenvereine einhändigte. E Barth. Anzeige. Bad Freyersbach im Rcnchthal. 3182.2.1. Obschon wegen Kriegsverhältniffe die Kurgäste alle schnell abgereist sind, so habe ich dennoch hiermit freundlich anzuzeigen , daß sich bei mir bereits täglich wieder Kurgäste einsind en, und können solche bei uns ruhig ihrer Gesundheit pflegen. Bad Freyersbach, den 8. August 1870. M. Mayer, Badeigenthümer. Gegen Zahnschmerz empfiehlt zum augenblicklichen Stillen Apotheker LsrgiLLiui'L Zahnwolle aus Paris ä Hülse 9 kr. SB. Reck 81.Z.16. 740 M i ' M. «•' i: ii.. ll^SL !•-• K.-SsÜ. Aufs or d e r u n g. Mehrere Zeitungen unseres Landes bringen heute folgenden Aufruf: An unsere lieben Mitbürger! Jenseits des Rheins fehlt es in Folge der großen, dort vereinigten Truppenmassen an Nahrungsmitteln aller Art, so daß die Bevölkerung, in manchen Gegenden dem Verhungern nahe ist. . Weiter werden heute und in den folgenden Tagen große Massen Verwundeter durch Karlsruhe tränsportirt werden; viele Hunderte liegen in den Lazarethen, für welche wir sorgen müssen. So reich auch die Opferwilligkeit unserer lieben Mitbürger in Stadt und Land uns mit frischungen bedacht hat — den plötzlich an uns herantretenden Ansprüchen sind unsere Vorräthe nicht gewachsen. _ Wir brauchen also Nahrungsmittel (Brod, Mehl, Reis und andere Suppenfrüchte, Kaffee, Fleisch, Kartoffeln u. s. w. und Erfrischunge« für Verwundete aller Art (Wein, Num, Sauerwasfer, Zucker, Citronen, Zwieback, Cigarren u. s. w.) Bringt uns, was Ihr von dem Eurigen entbehren könnet. Was davon etwa unseren feindlichen Nachbarn gespendet wird, kommt unserer heiligen Sache auch zu Gute! Ein Empfangscomitä an beiden Bahnhöfen der Stadt nimmt die Liebesgaben während des ganzen Tages an. Im Laufe des Tages gehen auch Handkarren zur Annahme von Gaben durch die Straßen. Karlsruhe, den 7. August 1870. ^ . Die vereinigten Comites des badischen Frauenvereins und des HännerliilfsTereins» Vierordt. Emmtnghaus. Dieser Aufruf bestätigt leider, daß in dem von unseren Truppen besetzten Elsaß bittere Noth herrscht. Von ausreichender Verproviantirung unserer Truppen im Feindeslande selbst kann unter diesen Umständen keine Rede sein; eine Bevölkerung, die selbst am Verhungern ist, kann nicht große Truppenmasfen erhalten. Bringen wir. also Beiden Hilfe — unfern wackeren Soldaten und der schwerheimgesuchten Bevölkerung unseres Nachbarlandes! Lassen wir die Nöth dort nicht auf das Höchste steigen! Der Krieg verbietet nicht, Nächstenliebe zu üben. Vor Allem aber sorgen wir für die armen Verwundeten und lassen wir nicht diejenigen Noth leiden, die ihr Leben und Me Gesundheit für | unsere gerechte Sache in die Schanze schlugen! Wir fordern unsere Mitbürger in Stadt und Land dringend auf, Vorröithe der oben bezerchneten Art uns einzuliefern und bezeichnen als Einlieferungsort das Waisenhaus und als Einliefernngszeit morgen Nachmittag. ; Es wird für den Empfang und für die richtige Ablieferung an den Bestimmungsort gesorgt werden. Wir werden nach vorheriger Rücksprache mit einflußreichen Männern auch die Betheiligung der Landbevölkerung unseres Bezirks in Betracht ziehen. Das morgige Blatt wird hierüber Näheres bringen. Diese Aufforderung gilt also zunächst den Bewohnern der Stadt Offenbnrg. Diejenigen, welche bereits in Folge der Aufforderung vom 4. d. M. Erfrischungen für durchziehende Truppen gespendet oder zugesagt haben, Jj werden gewiß gerne damit einverstanden sein, wenn wir ihre Gaben hier verwenden, wo die Noth am höchsten ist. Offenburg, den 10. August 1870. Der Reirath des -frauenvereins: Der Vorsitzende der Anlerflützungs-Lommifsion: E. Heydweiller. C. Eckhard. Empfehlung. Indem meine mechanische Hanfbrecherei auf das Vervollkommenste eingerichtet, die Waare dem Käufer wie dem Verkäufer entsprechend ist, und zu billigerm Preise gearbeitet wird, so lade ich alle Hanfpflanzer ergebenst ein, sich bei mir in Bälde melden zu wollen. Jb. Erhardt, Dampfmüller 3185.2.1. in Legelshurst. Geld auszuleihen. 3181.2.1. Die Armenfondsverrechnung hat bis 1. September d. I. 100 fl. gegen gesetzliche Pfandurkunde zu 4% pCt. auszuleihen. Urloffen, den 8. August 1870. Die Armenfondsverrechnung. I. Langeneckert. Wohnungsvermiethung. 3180.2.1. Ein freundliches Logis mit 3 kleineren Zimmern und Küche im zweiten Stock, 2 größeren Mansardenzimmern, Speicher und- Keller ist auf Michaeli zu vermiethen. Wo? ist zu erfragen bei der Exped. d. Bl. Amerikanischer Stärke-Glanz vop, P. I. Klotten, Ktzlm ertheilt als Zusatz zur Stärke der Wäsche eine schöne Weiße, Glätte und Glanz, und erleichtert das Plätten der Wäsche ungemein; die damit behandelte Wäsche erhält dadurch das Ansehen von ganz Neu und bewahrt die Wäsche vor Vergilben. Preis per Tütte^12 kr. (hinreichend als Mischung zu 4 Psd. Ltärke.) Alleinverkauf für Offenburg und Umgegend bei Hrn. A. Reiff. 1093.6.9. Fortsetzung der eingegangenen Gaben an Leinwand , Verbandzeug rc. beim Frauenverein in Offenburg: Frau Färber Wörter 1 Paket alte Leinen, Charpie. Frau Kornmaier 3 alte Betttücher, 1 Rocken Faden. Frau Kreisgerichtsrath Heydweiller 6 Hemden, 2 Frauenhemden. Frau Sprenger jg. 6 Hemden, 4 paar Unterhosen, 3 paar Socken, 1 paar wollene Unterhosen, 2 paar Jacken. Frau Frank 5 alte Hemden.- Frau Doktor Habich 2- Paket Kompressen, 2 Betttücher, Wollstoffreste, Charpie. Frau Kaufmann Hölzlin 6 paar Socken, 2 paar Unterhosen , 2 alte Betttücher, 3 Sacktücher, Leinwand. Frau Fischer 3 Tischtücher, 5 Kissen, Charpie. Frau Olinger 6 Frauenhemden. Frau Stein 1 Flanellhemd, 1 Betttuch. Frau Kaufmann Weil 2 Hemden, 2 paar Socken. Frau Kaufmann Bodenheimer 50 Stück Cigarren, Charpie. Frau Anwalt Bumüller 2 Herrenhemden. Frau Billet 3 Kissen, 18 Com- pressen. Frau Krämer 2 Leintücher, 3 Kissen. Frau Fäßler 1 Leintuch. Frau Küfer Kiefer 1 Leintuch. Frau Apotheker Stigler 4 Leintücher, 1 Paket Leinwand. Frau Pfarrer Bähr 1 Hemd, 2 Leibchen, 1 paar Schuhe, Binden, Charpie. Frau Kaufnann Bloch 5 paar Socken, Leinwand zu Binden, Charpie. Gemeinde Bühl Hemden, 393 Ueberzüge, 9 paar Socken, 14 Leintücher, 1 paar Hosen. Frau Ochsenwirth Ries 11 Kissen, 4 paar Socken, 3 Betttücher. Frau Kreisgerichtsrath Wedekind alte Leinwand. Frau Kaufmann Meier 3 Hemden, 8 Kistchen Cigarren. Frau Postmeister Geiger 12 Binden, 2 Leintücher, 1 Partie Comprcffen-, Stoff zu, Gypsverbänden, Charpie. Frau Fischer 1 Betttuch. Herr Görger 3 Flaschen Kirschenwaffer, 3 Flaschen Heidelbecrgeist, 6 Herrenhemden, 3 paar Unterhosen, 3 Kissenüberzüge, 2 wollene Jacken. Frau Bloch 3 paar Filzpantoffeln. Frau Ingenieur Meisburgec 3 Herrenhemden. Frau Kreisgerichtsrath Gerbel alte Leinwand. Frau Montfort alte Leinwand, 4 Kiffen, 1 paar Unterhosen, Flanell. Frau Präsident Stempf (Sammlung) 6 Handtücher, 1 Unterjacke, 1 kleiner Ueberzug, 6 paar Fußlappen, 3 Flanellbinden, 60 große und kleine Kompressen, einige Ellen Cattun, einige Ellen Baumwoll- zeug, einige Ellen Gaze, Charpie. Frau Kopf Charpie. Frl. Postweiler Gaze, alte Leinwand. Frau v. Seebach 7 Hemden, 2 Röcke, 1 Paar Pantoffeln. Frau Otteni alte Leinwand, Char- pie. Frau Wolfinger 2 Betttücher, alte Leinwand. Frau Küfer Pfitzmäyer 3 Hemden, Leinwand. Frau Norm Binden, Charpie,' Leinwand. Frau Hertzing alte Leinwand, Charpie. (Fortsetzung folgt.) Spedition von hier bis Karlsruhe, Lahr und Frei- burg per Fuhr besorgt Maoc WenU 31613.3. in Offenburg. Frankfurter Curs vom 8. August 1870. Gold «ud Silber. Preußische Cassenscheine , Preußische Friedrichsd'or Pistolen.. „ doppelte . . Holländer 10 fl. Stücke . Rand-Ducaten . . . . „ al marco 20 Franks-Stücke . . . Englische Sovereigns Russische Imperiales . . 5 Francs-Thaler . . . Dollare in Gold . - . 1 43‘/j—44V* 9 55-59 9 40 9 40 9 55 fl. 9 16-23 fl. 11 39 fl. 9 40 fl. - fl. 2 20-24 Badische Staatspapiere. Badische Obligationen L 105 fl. 84 P „ 4% „ fl. — - „ 3„ v. 1842 fl. 72 G „ ffi. 35 Laote fl: — — .. 4»/o P.-L. Thl. 100 st. 10lV 2 G Impressen zu Einquartierungs -Liste« sowie Emqmrticrllllgs-BMte sind zu beziehen in der Buchdruckerei von A. Reiff & Cie. in Offenburg. Für die Redaction verantwortlich A. R ei ff. — Druck und Verlag von A. Reiff und Eou>r>