sowie für die Bezirksämter und Amtsgerichte Offenburg und Gengeubsch. Amtliches DerKünditzungsblatt für den Kreis Ojfenburg Erscheint täglich mit Ausnahme Montags, und kostet vierteljährlich in Ostenburg 1 st., für den Landpostbezirk 1 fl. 2 kr., für die übrigen Postbezirke 1 fl. 7 kr. EinrückungSgebühr: die gespaltene Garmondzeile oder deren Raum 3 kr. Nro. 259. Offenburg, Samstag den 5. November 1870. Politische Rundschau. Offenburg, 4. Nov. Die Kriegführung mit Frankreich, das muffen wir uns offen gestehen, wird wirklich immer ärger. Nicht blos der ewige Sturm und Regen, verbunden mit den ausserordentlichen Schwierigkeiten, das schwere Belagerungsgeschütz vor Paris zu bringen, mehr noch die wachsende Wulh des verblendeten Volkes und seiner Führer, die sich mehrenden und häufenden Ueberfälle einzelner und kleiner Abthei- ungen von Deutschen sowie die natürlich ent- gge» ergriffenen Maßregeln, endlich Krankheitei, Hunger und Elend in den betroffenen Thei- ln Frankreichs, der Mangel nicht nur für dieses, sondern auch für das folgende Jahr machen diesen Krieg wohl zu einem der furchtbarsten. So mußte neulich die badische Feldpost, von Freischützen bedroht, wieder umkehren; vor Paris, im Norden und Osten, überall schreckliche lleberfälle und Strafen. Metz zwang der Hunger zur Uebergabe, auch Paris wird er vielleicht zvingen; schon kommen die Armen heraus, um Kartoffeln zu suchen, und erklären, sich lieber ersäießen zu lassen, als zurückzukehren. Die Pferde werden von Freund und Feind weg- genomme», kein Feld bestellt. Trotzdem aber stachelt Gambetta das Volk zu neuer Wuth; die Uebergabe von Straßburg und Metz, alles ist Verrats. Frankreich hat den Krieg angefangen. Dir dürfen kaum zurückdenken, was uns geschehm. wäre, hätte es gesiegt; die Wegnahme der Rheinlande wäre allen Franzosen und selbst arch gewiffen liebenswürdigen Neutralen recht gewesen. Aber jetzt, da wir gesiegt haben, darf Frankreich kein Land herausgeben, nicht einmal das uns früher geraubte: das wäre Entehrung, Zernichtungl Was sckgen wir zu einer solchen Anmaßung und Einbildung? Gerade sie zeigt , »ns, mit was für einem Volke wir -es zu thunhaben, und so sehr die Leiden des Krieges auch unsere braven Söhne und deren kummererfüllte Familie« treffen: einem solchen Feinde dürfen wir nicht nachgeben, müssen wir ein für allemal den Meister zeigen. Die Franzosen mögen wissen, daß sie nicht das Vorrecht haben ungestraft ein anderes Volk in frecher Einiges über die Fixsterne nach Dr. 3. H. Mädter. (Fortsetzung.) Der hier erwähnt« Sternring fällt zwar für den Anblick mit unbewaffnetem Auge ziemlich mit der Milchstraße zusammen, da diese größere Häufigkeit, in der nördlichen Halbkugel wenigstens, die mit blosem Auge sichtbaren Sterne nur wenig trifft und alles Uebrige nur als vereinigter Schimmer gesehen wird. Aber schonein Mäßiges Fernrohr, ein Franeuhofer'scher Kometensucher z. B., zeigt die Sterne dieses Ringes mit hinreichender Deutlichkeit einzeln, während die weiter entfernte eigentliche Milchstraße nur in sehr lichtstarken Fernrohren auflöslich ist. Diese bestcht aus wenigstens zwei hinter einander liegenden nahezu koncentischen Ringen, mit einem durch brückenartige Verbindungsglieder unterbrochenen sternarmen Zwischenräume. Die Zahl der darin befindliche» und in Herschel's größtem Teloskop nach sichtbaren Sterne schätzte er auf 18 Millionen. Weise mit Krieg zu überziehen und zwar mit afrikanischen Horden. — Der Vorfall in dem benachbarten Bougival, der bisher sehr verschieden erzählt wurde, wird in der heutigen Nummer des Nouvelliste de Versailles offiziell folgendermaßen dargestellt: „Ein sehr trauriges Ereigniß hat sich in diesem sonst so freundlichen und heitern Dorfe zugetragen. Als während des Kampfes am 21. d. die preußischen Vorposten sich auf ihre Operationsbasts zurückzogen, ehe sie die Offensive ergriffen, haben dem Anschein nach mehrere Einwohner Bongivals geglaubt, die deutsche Armee befinde sich auf der Flucht, und alsbald mit Windbüchsen auf Soldaten vom 46. Regiment geschossen, welche die Fahne dieses Regiments umgaben. Die Truppen, über die Theilnahme von Bürgern am Kampfe erbittert, sind in die Häuser gestürzt, aus denen die Schüsse gefallen, und haben 19 Individuen verhaftet, die am Tage darnach vor ein zu diesem Ende gebildetes Kriegsgericht gestellt find. Dieses Gericht hat dieselben zum Tode verurtheilt und die Vollstreckung hat am 24. d. M. in Bougival stattgefunden. Die Gemeinde hat eine außerordentliche Kriegssteuer von 50,000 Fr. zu zahlen. Die Häuser, aus denen auf die deutschen Truppen geschaffen ist, werden in Brand gesteckt werden, und so haben einige Fanatiker eine ganze Ortschaft in tiefe Trauer versetzen können". — Pesth, 31. Oft. (Unterhaussitzung.) Berathung des Antrags von Si»' monyi: Das Haus möge seinen Sympathien für Frankreich Ausdruck geben. Der Ministerpräsident beruft sich auf die Darlegung, welche er dem Unterhaus vor und nach dem Kriegsausbruch über die auswärtige Politik der Regierung abgegeben. Er erklärt, daß die Regierung diese Politik, welche die Billigung des Hauses gefunden, bis heute befolgte. Strenge Neutralität schließe nicht die Ertheilung von Rathschlägen an einen der Kriegführenden aus, wohl aber fordert sie, daß sie mit gemäßigtem Wohlwollen für beide Kriegführenden gegeben seien und dies schließe den Simonytffchen Antrag aus. Sollte die Neutralität von anderer Seite gebrochen werden, wird auch Oesterreich- Ungarn seine ganze unversehrt bewahrte Macht Ob hinter diesen beiden Ringen, welche, wie oben bemerkt, auf der südlichen Halbkugel im Skorpion und dem südlichen Kreuz besonders glänzend erscheinen, und die auf % ihres Zuges (vom Schwan bis in die Nähe des Südpols) uns getrennt Vorkommen, noch mehrere ähnlicher Art sich hinzieheu, vermögen wir nicht zu erforschen. Die Lage unserer Sonne im Fixsternsystem scheint eine solche zu sein, daß ausser der erwähnten Theilung perspektivisch keine weitere möglich ist, und das was etwa noch jenseits des äussersten uns sichbaren Ringes in ähnlicher Weise existirt, mit diesem zusammensallen oder vielmehr von ihm verdeckt werden muß. Es scheint, daß ein unaufgelöster Lichtschimmer auch in den kräftigsten Instrumenten noch übrig bleibe, und solchergestalt das, was wir als einzelne Sternpunkte dort erblicken, keineswegs das Ganze sei. Kaum ist das anders zu erwarten, vollends wenn die soeben vorgetragene Muth- maßung von noch mehreren hinter einander liegenden und sich perspektivisch deckenden Ringen in der Natur begründet sein sollte. Wir gewahren in diesen Ringen Ungleichhei- gebrauchen. Die Neutralitätspolitik bewahrte das Land vor Kriegsschrecknissen, es liegt kein Grund vor, jetzt von ihr abzuweichen. (Beifall.) Das ganze Haus, ausgenommen die äußerste Linke, spricht sich gegen die Berathung von Si- monyi's Anträgen aus. Der Antrag Fiszas auf Errichtung eines unabhängigen ungarischen Heeres, der Jranyis wegen Einführung der Personalunion wurden nicht zur Berathung zuge- laffen. — Karlsruhe, 3. Nov. Seine Königliche Hoh. der Großherzog hat heute Abend Karlsruhe verlassen, um sich in das Hauptquartier Seiner Majestät des Königs von Preußen nach Versailles zu begeben: (Karlsr. Z.) München, 31. Oct. Eine von hier ausgehende Anregung, aus den von Frankreich zu erhebenden Kriegsentschädigungsgeldern die von Baiern im Jahre 1866 an Preußen bezahlten 30 Mill. in der Form eines Präzipuums, zur Ausgleichung der für den Fall eines Eintrittes in den Nordbund anfänglich etwa erhöhten Militärlast, zurückerstattet zu erhalten, soll im Hauptquartier nicht ohne Aussicht auf Berücksichtigung ausgenommen worden sein. Es ist nicht zu leugnen, daß eine solche Maßregel bei uns in den weitesten Kreisen von dem günstigsten Erfolge sein würde in Bezug auf die Stimmung der Bevölkerung, zumal auf dem Lande. Einer Belohnung in dem oben zurückgewiesenen Sinne wäre eine solche Zurückerstattung gewiß nicht .gleich zu achten, sondern nur eine Bestätigung des von nun an untrennbaren Bündnisses, ein Auslöschen aller Flecken, welche noch an vergangene Zww-^ tracht erinnerten und die schöne Harmonie der jetzigen und künftigen Eintracht irgendwie im geringsten stören könnten. (Wird wohl auch für Baden und Württemberg gelten!) Bom Kriegsschauplatz. EPinal, 2. Nov. Gioßherzog von Baden. Karlsruhe. Gray, 31. Okt., Nachmittags 5 Uhr. Dijon ist durch Generalleutnant von Beyer mit den Brigaden Prinz Wilhelm und Keller nach hef- tigeur Gefecht in Besitz genommen. Als am 29. höherer Weisung gemäß der Rückten, die keineswegs blos optische Erklärung zu- lassen. Einzelne Stellen sind breiter, glänzen stärker, zeigen anomale Ausbiegungm und Spaltungen und dergl. Die brückenartigen Zwischen- theile, durch welche sie unter einander verbunden sind, gewahrt man besonders in der glänz-' endsten Gegend des Zuges, dem Skorpion und südlichen Kreuze. Hier entstehen durch den Kontrast mit diesen Verbindungsgliedern dunkle Inseln, in denen Einige eine auffallende und abnorme Schwärze des Himmeksgrundes wahr- genommen haben. In der VoWsprache werden sie als Kohlensäcke bezeichnet. Wir erwarten noch bestimmteren Aufschluß darüber. (Fortsetzung folgt.) »äthsel. Der Erste that das Zweite schlau Und ward dabei ergriffen — Für's Ganze sitzt er nun im Bau — Trotz allen feinen Kniffen, Die listig er verwendet hat. Da er beging die — Missethat l 1030 marsch auf Vesoul bereits befohlen war, erfuhr ich durch Rekognoszirung, daß Dijon nicht besetzt sei. General v. Beyer erhielt deßhalb den Befehl, den Ort in Besitz zu nehmen. In der Nacht zum 30. war der Feind auf drei Bahnen wieder in Dijon eingerückt und setzte dem Anmarsch hartnäckigen Widerstand entgegen. Fünf Bataillone des Prinzen Wilhelm unterstützt von sechs Batterien nahmen die Höhen von St. Apollinaire *). Das Leib-Grenadierregiment nahm die Vorstädte von Dijon bis es Nacht wurde. Der Ort brannte stark. In der Nacht zog der Feind ab und heute früh kapitulirte die Munizipalität. Lieutenante v. Stengel, Bissinger, Neff, Hofheinz und Fähnrich Regenauer sind leicht verwundet. Das (1.) Leib-Grenadierregiment zählt zweihundert Mann, das (2.) Grenadierregiment König von Preußen fünfzig Mann tobt und verwundet. Der Feind verlor sehr bedeutend, das Nähere noch nicht bekannt. Das Bataillon Hoffmann vom (1.) Leib- Grenadierregiment machte am 27. bei Essertenne * 2 ) fünfhundert Gefangene, das Bataillon Wolff vom 2. Grenadierregiment König von Preußen bei St. Seine 3 ) fünfzig Gefangene; Beide in vortrefflich geführtem Gefechte. v. Werder, General der Infanterie. — Nach Aussagen in Bingen durchpasstren- der Offiziere von der deutschen Armee vor Metz sollte, wie die Frkf. Pr. berichtet, unmittelbar nach Uebergabe und Besetzung von Metz das 2. (pommer'sche) und das 3. (brandenburgische) Armeekorps zur Cernirungsarmee von Paris abrücken. Das 7. (westfälische), das 8. (rheinländische) und das 10. (hannoversche) Armeekorps würben der Vogesenarmee zugeiheilt, während das 9. (schleswig-holsteinische) Armeekorps mit der hessischen Division, das 1. (ostpreußische) Armeekorps und die Division Kummer zunächst zur Beaufsichtigung der Gefangenen bis zu deren gänzlichen Abführung nach Deutschland bei und in Metz stehen bleiben würden. — Aus Luxemburg wird gemeldet, daß ungefähr 6000 Mann Deutsche von Metz nach Longwy marschirt sind, um diese Stadt zu belagern. Berlin, 2. Nov. Nach aus dem Hauptquartier Versailles eingelangten Berichten vom 29. Okt. hat General Manteuffel das Kommando der ersten Armee erhalten. Aus Paris sind im Hauptquartier bestimmte Nachrichten eingegangen, daß der Fleischvorrath in der belagerten Hauptstadt nur noch zwölf Tage ausreicht. (Karlsr. Ztg.) Bras (vor Verdun), 22. Oct. Eine Mordgeschichte, die vielfach entstellt die Runde durch die Presse gemacht hat, ist vor einigen Tagen zum blutigen Abschluß gekommen. In Charny, ein Kilometer von hier entfernt, wurden nämlich 2 Dragoneroffiziere mit 4 Dragonern von den Einwohnern zum Frühstück eingeladen und während desselben überrumpelt und auf die infamste Weise niedergemetzelt. Das Dunkel, das über der Urheberschaft lagerte, wurde in etwas durch einen entkommenen Dragoner gelichtet, dessen Angaben einen Faden zur Aufklärung an die Hand gaben. Der ehemalige Notar Viola war es gewesen, der ein berüchtigtes Individuum veranlaßte, nach Verdun zu reiten, um dort Franctireurs zu holen, die dann zur Frmde des V. das Gemetzel vollführten. Gegen besagten Exnotar wurde die kriegsgerichtliche Untersuchung gerichtet, deren Ergebniß war, daß derselbe *) St. Apollinaire ist ein Dorf auf einer Anhöhe bei Dijon. Diese Änhöhe beherrscht die Stadt und konnte dieselbe also aus nächster Nähe beschossen werden. *) Effertenne ist ungefähr zwei Stunden von Gray entfernt und liegt an der Straße von Gray nach Dijon. 3 ) St. Seine ist westlich von Dijon an der oberen Seine gelegen und beherrscht die Straße von Troyes nach Dijon. von 18 Leuten des Landwehrbataillons Kreuznach unweit Bras kriegsrechtlich erschossen wurde. sKö.Z.) Versailles, 2. Nov. Gestern Mittag hatte Thiers eine dreistündige Besprechung mit dem Grafen Bismarck. Heute früh war militärische Berathung beim König, welcher der Bundeskanzler beiwohnte. Um 2 Uhr zweite Zusammenkunft des Letzteren mit Thiers. Brüssel, 2. Nov. Der Eintritt in Metz ist Fremden noch untersagt. „Echo du Luxembourg" und „Echo du Nord" berichten gerüchtweise, daß man sich am Sonntag in Metz geschlagen, da die Garnison die Kapitulation nicht habe anerkennen wollen. Brussel, 2. Nov. Ein aus Metz entwichener französischer Offizier, der hier angekommen ist, versichert, daß an jedem Ausfall der französischen Armee im Septbr. und October nie mehr als 15—20,000 Mann betheiligt gewesen seien, denen nie die nöthige Unterstützung geworden, um die errungenen Vortheile zu verfolgen. Seit einiger Zeit herrschte eine bittere Feindschaft gegen Ba- zaine im Heer und in der Einwohnerschaft der Stadt. Bazaine hatte zwei Mitrailleusen vor seiner Wohnung. Dem Muthe de L'Admiraults und Leboeufs läßt man Anerkennung widerfahren. Letzterer soll mehrere Mal seinen Tod gesucht haben. Telegraphische Nachrichten. Versailles, 3. November, Vormittags. In Folge gestriger Verhandlung hat Graf Bismarck dem Herrn Thiers zum Behuf der Vornahme allgemeiner Wahlen in Frankreich einen fünfundzwanzigtägigen Waffenstillstand auf der Basis des am Tage der Unterzeichnung bestehenden militärischen Status quo angeboten. Altbreisach, 3. Nov., Mittags 1 Uhr. Neubreisach ist heute noch an zwei Stellen in Brand. Das Fort Mortier schweigt seit 9*/« Uhr. Es ist von unserer Artillerie gründlich zugerichtet; sämmtliche Geschütze im Feuer. Zur Zeit Alles ohne Verwundete. Altbreisach, 3. Nov., y 2 6 Uhr Abends. Seit Va3 Uhr Kasernen brennend im Fort Mortier. Um y 2 5 Uhr Fall des Uhrenthürmchens aus dem Hauptgebäude. Altbreisach, 3. Nov. Das Bombardement, seit gestern Mittag eingestellt, hat diesen Morgen nach Aufstellung einer weiteren Batterie im Schloßgarten (von Altbreisach) wieder begonnen. Einige Bomben sind in die Stadt Altbreisach gefallen, ein Haus ist nicht unbedeutend beschädigt, aber noch kein Brand. Berlin, 3. Nov. Offizielle militärische Nachrichten. 1. Versailles, 2. Nov. General v.Werder meldet, daß General v. Beyer am 30. vor Dijon hartnäckigen Widerstand fand. Prinz Wilhelm von Baden nahm die Höhen von St. Apollinaire und die Vorstädte, worauf der Feind abzog; am 31. früh wurde die Stadt von der Mairie übergeben. Diesseits 5 Offiziere verwundet und 250 Mann todt und verwundet. Feindlicher Verlust sehr bedeutend. Vor Paris nichts Besonderes gemeldet. (gez.) v. Podbielsky. 2. K ü n h e i m, 2. Nov. Seit heute frühe Feuer auf Neubreisach aus 3 Batterien bei Bies- heim, resp. Wolfganzen, auf Fort Mortier bei Altbreisach eröffnet. (gez.) v. Schmeling. Berlin, 2. Nov. Die Prov.-Korr. schreibt: Von den bisher vor Metz verwandten Truppen wird das 7. Korps in Metz bleiben und zugleich zu weiteren Unternehmungen gegen Thionville verwandt werden. Die Division Kummer bringt die gefangenen Franzosen nach Deutschland und bleibt dann in der Heimath. Der größere Theil der Armee von Metz bleibt unter dem Oberbefehl des Prinzen Friedrich Karl, vermuthlich zu Unternehmungen gegen den Süden und die Mitte Frankreichs. Die von der früheren 1. Armee verfügbar gewordenen Korps werden voraussichtlich unsere Herrschaft im Norden ausbreiten und befestigen. Brüssel, 1. Nov. Die Regierung in Tours hat aus den Departements Adressen bestellt, welche trotz der Kapitulation von Metz zum äußersten Widerstandskämpfe aufforbern. Brüssel, 3. Novbr. Der „Constitutionnel" schreibt: Die von Thiers vorgcschlagenen Waffenstillstands-Bedingungen enthielten keine politischen Stipulationen, keine Klausel bezüglich der Einberufung der Constituante, da eine solche das Recht Preußens zur Einmischung in die inneren Angelegenheiten Frankreichs in sich schlössen. Durch stillschweigende Uebereinkunft wurde die Möglichkeit geboten, das Land zu konsultiren. — Der „Moniteur" schreibt: Fahren wir fort in der Vertheidigung der Integrität unseres Gebiets und unserer nationalen Unabhängigkeit! Verlustliste -er großh. bad. Frld-ivisian. 1. Leib-Dragonerregiment: Brunner, Felix, aus Gamshurst, A. Achern, l. v., (Sch. d. d. Wabe — Epinal). Feld-Artillerie-Reg. Gefecht bei Etival, 6. Okt..' Maier, Jos., Unteroff., aus Renchen, A. Achern, l. v. (Streifsch. a. d. Hand). Zusammenstellung der Verluste des 14. Armeekorps vom 1. bis 10. Okt. a. König!, preußische Truppen: Getödtet: 13 Mann; verwundet: 1 Stabsoffizier (Major v. Berkefeld vom 4. Rhein. Jnf.-Reg. Nr. 30), 3 Offiziere und 23 Mann; vermißt: 3 Mann. b. Großh. badische Truppen: Getödtet: 1 Offizier, 58 Mann; verwundet: 2 Stabsoffiziere (Oberst Müller, Oberst!, v. Khuon vom 3. Jnf.-Reg.), 20 Offiziere und 333 Mann; vermißt: 5 Mann (1 vom Leib-Grenad.-Reg. und 4 vom 3. Jnf.-Reg.) Summe: Getödtet 62, verwundet 382, vermißt 8, — insgesammt 452. Garibaldi. Schluß-Drama mit Vorspiel von 1870. Vorspiel. Heisa, lustig geht es her Im welschen Land seit kurzer Zeit; Garibaldi zieht einher In seiner ganzen Herrlichkeit, Vergöttert von der welschen Ehr, D'rum gute Nacht du deutsches Heer! Als kleiner rother böser Spitz Bellt er die Löwen Deutschlands an: Jetzt fort mit euch, verlaßt den Sitz, Ich bin der große Freiheits-Mann! Ich dulde keines Herrschers Reich — D'rum gute Nacht! Jetzt sputet euch! Jetzt sputet euch zum Land hinaus, Begreift, was Republik doch heißt; Sonst gibt es einen herben Strauß, Der euch den Weg aus Frankreich weist! Dann ist der Ruhm und Alles hin, D'rum gute Nacht zum heimwärtszieh'n! — Ihr seid zum Opfer auserwählt, Vernehmet meinen letzten Ruf, Und nicht euch gegen Gott verfehlt, Der mich zum Schutz der Freiheit schuf. Drum eilt und nehmet euch in Acht, Ihr seid verirrt — jetzt gute Nacht! Doch jetzt ein Murren eig'ner Art, Vernimmt man in dem deutschen Heer, Von Mitleid und von Stolz gepaart, Ob dieser falschen Freiheits-Wehr, Das Heer denkt mit Entschlossenheit: Kommt nur, wir sind für euch bereit. ^ So zieht heran der blinde Held, So murrt die brave deutsche Schaar; Und weiter fragt die ganze Welt: Ist dies' ein Märchen oder wahr, Daß Garibaldi so verkappt Am Ende noch gar überschnappt? Das führt den Kutschke hintenrum: Sind wir nicht Alle schrecklich dumm? Man muß ihn kloppen grad und kmmm, Ja, ja, der Pommer ist nicht ful: Gebt eins ihm up dat Mul! Da wallte fast zur vollen Wuth Der Muth in Deutschlands Heldenmacht; Ein jeder brennt in Fiebergluth, Bis ihm der Garaus ist gemacht — Dem Mann des Heils, der dies vollbracht: Drum, Garibaldi, gute Nacht! — Sch. 1031 Straßburg, 2. Nov. (Strßb. Ztg.) Die r Civilverrvaltung hat bei der Feststellung des Status der hiesigen französischen Regierungs- Hauptkasse die Thatsache konstatirt, daß sämmt- siche Depositen der Communen, der Sparkassen, tzrr frommen Stiftungen, des Frauenhauses (Dom- kafse), der Alterversorgungskassen u. s. w., deren Verwaltung nach dem französischen Reglement nicht jenen Korporationen, sondern dem „Tresor public" des Departements überwiesen war, von dem letzteren für Zwecke der französischen Staatsadministration verausgabt worden. Da die Eiviloerwaltung nicht in der Lage ist, aus eigenen Mitteln diese Fonds ihren Eigenlhümern zu ersetzen, so wird nichts übrig bleiben, als den französichen Staat beim Friedensschlüsse zum Ersätze jener Summen anzuhalten. Einem uns zugehenden Reisebrief aus Metz, Z9. Okt., entnehmen wir Folgendes: Punkt 12 Uhr öffneten sich die Thore der Stadt nach 7 Richtungen. Wir standen an der Porte Marcel, nach Plantieres zu; dort wurde durch die entwaffneten französischen Truppen längs der Chaussee Spalier gebildet, durch welche die deutschen Truppen passirten. Es war das 7. Armeekorps unter General v. Zastrow. Die mehr neugierigen als mürrischen Gesichter der wie Puppen ausgestellten französischen Grenadiere, Voltigeure von der Linien-Jnfanterie, Zager zu Fuß, leichte Infanterie, Carabiniere, Dragoner, Chasseurs d'Afrique, Spahis u. s. w. gegenüber der strammen Haltung und dem kräftigen Auftreten der preußischen Regimenter bildeten einen merkwürdigen Kontrast. Unter den Ersten beim Einzuge, die in die Stadt kamen, befanden sich zwei Mannheimer, die HH. Weiß und Bassermann, Mitglieder des Lazarethkomitee's in Mannheim, die wir später in dem Lazareth Polygon trafen, wo sie Liebesgaben offerirten. Es gelang denselben, mit einem Geleitsbriefe des Generals v. Gneisenau die Stadt schon vor vollendeter Uebergabe zu betreten und unter Mitwirkung des Maires ihr Liebeswerk zu beginnen. In wenigen Stunden wurden ihre Gaben in Courceües abgeholt und nach dem Polygoen gebracht. Drei Fässer mit Rothwein, Marsala und Rum, eine Kiste Chokolade, Schweizerkäse, Kleidungsstücke, darunter Pelzmäntel, Lazareth- gegenstände aller Art, waren um so willkommener, als an allen diesen Gegenständen, mit Ausnahme von Verbandzeug, großer Mangel in Metz herrschte. Wir speisten im „Europäischen Hofe" und es dürfte nicht uninteressant sein, den Speisezettel kennen zu lernen. Es war folgender: Wecksuppe aus Pferdefleisch, Pferdefleisch mit Gurken und Erbsenbrei, Lapinragout (von Stallhasen), Boeuf- steak aus Pferdefleisch, und Kleienbrod, Dessert — für Jeden eine Traube und ein Anisbrod. Alles dies schmeckte indeß vortrefflich, um so mehr, als eine Flasche Bordeaux und eine Flasche Epernay-Chandon das Mahl würzte. Nach Tisch begaben wir uns auf den Paradeplatz, auf dessen einer Seite das Rathhaus, auf der andern die Kathedrale steht. Dort steht auch die Statue Faber's noch umflort — den Blick gegen Himmel, die Hand am Schwerte — des Mannes der Freiheit, der lieber mit seiner Familie auf der Bresche fallen, al§_ Metz übergeben wollte. Den ganzen Tag über bis Abends 9 Uhr dauerte der Einzug der Deutschen. Ein Regiment nach dem andern, mit Siegesmärschen, in würdiger Haltung, im Selbstbewußtfein der Bekanntmachungen. Welschensteinach. Holz - Versteigerung. 3961. Die Gemeinde Welschensteinach läßt am Mittwoch den 16. Novbr. d. I., Vorm. 8 Uhr anfangend, in ihrem Gemeindewald öffentlich versteigern: *225 Stück tannenes Nutz- und Bauholz, wozu die Liebhaber mit dem Bemerken einge- laden werden, daß die Zusammenkunft im Tannenwald, District I., ist. Welschensteinach, den 31. Octbr. 1870. Das Bürgermeisteramt. Ambs. Uebermacht, das „Vive la France“ des Pöbels verachtend. Nach 9 Uhr Abends in der Stadt trat Ruhe ein. Im Rayon der Festungswerke, die durch anhaltende Regengüffe zum Theil unter Waffer sind, lagen die Gefangenen, und in ihrer nächsten Umgebung liegen krepirte Pferde, an denen die Hunde nagen. Die Stadt Metz selbst hat keine Beschädigung gelitten. Innerhalb der letzten 3 Wochen sind etwa 4000 Pferde verspeist worden. Marschall Bazaine ist heute Nachmittag 3 Uhr mit einer Begleitung von mehreren Offizieren abgereist, um sich über Pont ä Moufson, Ranzig, Weissenburg, Mannheim, Frankfurt nach Wilhelmshöhe zu begeben, wo er Morgen ein- treffen wird. Unter den eroberten Geschützen befinden sich auch die Artillerieparks, welche zur Belagerung von Mainz. Koblenz und Köln bestimmt waren. Die Transporte der Gefangenen und des Kriegsmaterials nehmen während der nächsten 8 Tage das Transportmaterial auf den mit Metz im Zusammenhang stehenden Eisenbahnen vollständig in Anspruch. (Krls. Ztg.) — Schluß des Feldbriefes aus C o r n y vom 26. Octbr. Als der General nicht kam, nahmen unsere Ordonnanzoffiziere eine Parlamentärflagge und gingen, von Hunderten unbewaffneter Feinde umschwärmt, bis zum französischen Verhau, wo die Wache sie mit Gewehr bei Fuß empfing. Als sie sagten, daß sie den General erwarteten, zeigte der Wachthabende auf einen eben sich heranbewegenden Wagen. Changarnier, ein Greis von etwa 80 Jahren, noch ziemlich rüstig, bat, so weit als möglich fahren zu dürfen, da er nicht lange gehen könne. Unsere Offiziere schickten nach ihrem Wagen und ließen denselben so nahe herankommen, daß der General nur über einen kleinen Graben zu klettern brauchte. Changarnier ist Republikaner, lebte seit dem Staatsstreich im Exil zu Brüssel, stellte sich nach der Schlacht bei Wörth dem Kaiser zur Disposition und befindet sich seit dem 8. August in Metz, wo er Adlatus von Bazaine ist, ohne ein eigenes Kommando zu haben. Die Augen wurden ihm verbunden, und hier angekommen, wurde er vom General v. Stiehle empfangen und zum Prinzen geführt. Die Konferenz dauerte 1 1 / 2 Stunde, worauf er wieder bis zum Wagen begleitet wurde. Der General Changarnier war gebrochen, und das Letzte, was er sagte, war: „Wir werden fallen, aber mit Ehren. Ich wünsche Ihnen, meine Herren, daß Sie und kein braver Soldat so etwas erleben mögen." Damit brach ein Strom von Thränen aus seinen Augen. Mit verbundenen Augen führte man ihn bis über die Vorposten zurück. Hier, nachdem ihm die Binde abgenommen, sah er die Kartoffelsucher und hielt eine Lobrede auf unsere Soldaten. Schließlich sagte er, daß er wünsche, die am Abend stattfindenden Unterhandlungen möchten zum Resultate führen. Das mit dem Prinzen Karl verabredete Rendezvous fand auf dem Schlosse Frescaty statt. Ein französischer Divisionsgeneral und General von Stiehle fanden sich dort ein. Wir stellten unsere Bedingungen auf Grundlage der Kapitulation von Sedan und Straßburg. Der Franzose soll darüber zuerst wüthend gewesen sein, schließlich nahm er die Bedingungen aber doch mit nach Metz. (Am Tage darauf erfolgte dann wirklich die Kapitulation.) Holz-Versteigerung. 3960. Die Stiftungscommisston in Berghaupten versteigert am Donnerstag den 10. Novbr. im badischen Hofe, Vormittags 9 Uhr anfangend, 54 tannene Stämme und 23 buchene Stämme. Berghaupten, den 4. Novbr. 1870. Kath. Stiftungscommission. D i s ch, Pfarrer. Oberndorf am Neckar (Württemberg). 3930.3.3. Der auf Freitag den 11. Novbr. fallende Die Wächter des Deutschthums im Elsaß. Wenn wir auf die deutsche politische Entwickelung des 19. Jahrh. zurückblicken, so finden wir, nachdem die nationale Bewegung mit den zwanziger Jahren zur Ruhe gebracht worden, seit 1830 einen Nachhall der ganz andere Ziele verfolgenden französischen Julirevolution, und erst seit der hannoverschen Verfassungsfrage von 1837, welche die Schwäche aller liberalen Bestrebungen in Kleinstaaten zeigte, noch deutlicher seit dem Regierungswechsel in Preußen mit seinen nationalen Anläufen (Arndt's Wiedereinsetzung, Bau der Amazone rc.) und seit dem Thiers'schen Rheinlärm ein Einlenken der öffentlichen Meinung in die nationalen Bahnen. Von da an widmete man auch den deutschen Bestrebungen in den vom Reich abgerissenen Landestheilen größere Aufmerksamkeit; die Grenzboten" wurden ursprünglich für diesen Zweck, zumal im Hinblick auf Belgien, gegründet und beachteten das, was im Elsaß geschehen war. Karl Gödecke wendete in seinem Werke: Deutschlands Dichter 1813—43 (Hannover 1844) die Aufmerksamkeit des deutschen Publikums auf die Träger der deutschen Literatur im Elsaß. Wir heben an dieser Stelle nur diejenigen heraus, welche, wenn auch theilweise der Gesinnung nach Franzosen , als Anhänger eines freien und starken Gemeinwesens, mit Bewußtsein daraus ausgingen, deutsche Sprache und Literatur zu fördern, auf die Zeit der deutschen Geschichte und Sage zurückzuweisen. Es konnte dabei ohne einen Widerspruch nicht abgehen, indem erst die Gesetzgebung des norddeutschen Bundes jene Schranken zwischen den einzelnen Staaten aufgehoben hat, welche früher in Deutschland gleichmäßig die materiellen Verhältnisse wie das Nationalgefühl beeinträchtigten. Diesem Zwiespalt ist auch der Altvater der deutschen Literatur im Elsaß, Ehrenfried Stöber nicht entgangen. Er war geboren in Straßburg 1779, studirte in Erlangen und starb als Advokat in seiner Vaterstadt 1835. Er ist in dreifacher Beziehung wichtig, erstens durch seine Gedichte in Straßburger Mundart, welche vielfach in den Volksmund übergingen, sodann durch seine Schulbücher für Verbreitung der deutschen Literatur und ihrer Geschichte in den höheren Schulen des Elsaßes, endlich drittens durch seine periodischen Unternehmungen, welche der deutschen Literatur im Elsaß einen Mittelpunkt schufen: Alsa 1806, Astatisches Taschenbuch 1806, 7, 8. Sein Leben befindet sich im Nekrolog der Deutschen für 1836 und ausführlicher (mit Bildniß) in den elsäßischen Neujahrsblättern für 1846, welche sein Sohn August Stöber mit Friedrich Otte in der Schweighauser'schen Buchhandlung zu Basel herausgab. Jenen Zwiespalt zwischen dem deutschen Herzen und dem französischen Verstand hat Ehrenfried Stöber in folgenden Versen ausgesprochen: Meine Leier ist deutsch, sie klinget von deutschen Gesängen; Liebend den gallischen Hahn, treu ist, französisch mein Schwert. Mag es über den Rhein und über den Wasgau ertönen: Elsaß heißet mein Land, Elsaß, dir pochet mein Herz. (Schluß folgt.) Vieh-Markt wird nicht abgehatten. Im übrigen bleibt es an diesem Tage beim gewöhnlichen Marktverkehr. Oberndorf, den 31. Octbr. 1870. ___Der Gemeinderath._ Ofsenburg. 3954.2.2. Weiße Rüben von einem halben Morgen Acker hat zu verkaufen _ Metzger Zer rer, Stierverkarrf. 3955.2.2. Kaufmann F. Scherwitz in Kork hat einen 1-/,jährigen sprungfähigen Zuchtstier zu verkaufen.^ 1032 Offenburg. Heden Tag verschie «bene Sorten frischer ^Würste, sowie von heute an gutes Kuhfleisch ä _ 14 kr. per Pfd., Sup penknochen ä 4 kr. per Pfund bei 3942.3.3. Wurster. 3949. Hotel oder Gasthof zu kaufe« oder pachten gesucht zum Frühjahr 1871 von einem gelernten Wirth mit Baarvermögen von 12,000 Gulden. Gefl. Francs-Offerten unter der Chiffre J S. 62 besorgt die Annoncen- Exvedition von Haasenftei« SS Vogler in Frankfurt a. M. Ich empfehle meine feine Knsfee*s zu 24 kr. per Pfd. und höher. Auch bringe mein Cigarren-Lager in empfehlende Erinnerung. Fz. Herrman« jr. 3962 3.1. in Offenburg. Spielkarten, Piquet und Taroc, empfiehlt M Spengler 3947.2.2. in Altenheim. FlMkll-HkMdkil in schönster Auswahl, sowie auch baumwollene Manns- und Frauen-Hemden, aus dem beliebten Stuhltuche gefertigt, zu sehr billigen Preisen bei Ferd. Holzlin jr . 3901.3.2. in Offenburg. Für Bierbrauer! 3903.2. 2. Unterzeichneter bringt in Erinnerung , daß von jetzt an wieder fortwährend S utes Malz zu haben ist und auch jederzeit Höne Gerste angekauft wird. Willi. Rittershof er, Malzsabrikant in Kehl. Apotheker Bergmann’» Kispommadey rühmlichst bekannt, die t aare zu kräuseln, sowie deren Ausfallen und rgrauen zu verhindern, empfiehlt ä Flacon 18, 27 und 36 kr. S. «eck. 84.Z.15. 3958.2.1. Große weiße Rüben zum Einhobeln hat zu verkaufen M. Kraft in Offenburg. kaufen bei 2 . 2 . Ortenberg. Znchtstierverkanf. 3927. Ein 1’/,jähriger sprung- »fähiger Zuchtstier ist zu ver- Karl GfaßchNinger. Eberverkauf. 3956.2.2. Einen IVrjährigen Zuchteber verkauft Oekonom I. S ch u ck in Fessenbach. Osfenbu rg. Wohnungsvermiethung. 3938.3.2. In Nro. 149 in der Hauptstraße ist der dritte Stock, bestehend in 5 Zimmern, Küche, einer oder mehreren Mansarden, Holzremise, nebst einemgxräum.igen, Keller, bis 1. Februar 1871 beziehbar, zu vermiethen. Damen- in großer Auswahl eingetroffen bei Gebrüder Blech 3966.3.1. in Offenburg. Empfehlung 3967.2.1. Ich empfehle hiermit einem geehrten Publikum in reichhaltiger Auswahl und zu billigen Preisen meine neu eingetroffenen Waaren, bestehend in Tuchen, Buckskins und allerlei Kleiderstoffen, großer Auswahl von Herrenkleidern, Damenjacken, sowie aller Art Holz- und Polstermöbeln. ( Um geneigten Zuspruch bittet hochachtungsvoll S. Blum in Gengenbach. NB. Große Auswahl in Damen Mänteln empfehle ich auf bevor- stehenden Jahrmarkt bestens._ Schwarzer Patentsammt in schönen Qualitäten empfehlen billigst Gebrüder Bloch 3965. in Offenburg. Anzeige. 33553 .ll. Ich zeige hiermit an, daß ich mich als Anwalt hier niedergelassen habe und in dem Gartenhause der Frau Pfähler Wwe., der Eisenbahn gegenüber, wohne. Offenburg, den 1. Septr. 1870. H. Feiedmgnrr, Rechtsanwalt. Gewerbe-u.Handelskammer Offenbnrg. Rübenverkauf. 3959.2.1. % Zeuch weiße Rüben hat zu verkaufen Bob, Schreiner dahier. Ofsenbu r g. 3963.3.1. Eine Wohnung, in zwei Zimmern, Küche, Keller und Speicher bestehend, ist an eine stille Familie zu vermiethen. Bloch und Hirsch, Gerberstraße. 3909.2.2. In der Klostergasse Nr. 199 dahier ist eine geräumige Mansardenwohnung mit 2 Zimmern und Küche sogleich oder auf Weihnachten zu vermiethen. O ffe n bur g. 3941.3.1. Ein Mädchen, welches bürgerlich kochen kann und auch die sonstigen häusliche» Arbeiten versteht, findet auf Weihnachten eine Stelle — wo? sagt die Exped. d. Bl. Offenburg. 3970. Ein Mädchen, welches im Kleidermachen, sowie im Zuschneider! jeder Art geübt, desgleichen auch im Wrißnähen, Bügejn und in jeder weiblichen Arbeit erfahren ist, wünscht als Zimmermädchen eine Stelle zu erhalten in oder außerhalb Offenburg's. Auskunft wird ertheilt bei Hieronimus Schirrmann, gegenüber dem Salmen. Berlorem 3968. Es ist von Ortenberg nach Gengenbach vor 8 Tagen ein neuer Regenschirm mit geschnitztem Griff verloren gegangen. Der redliche. Lüchex wich gebLheq.^. denselben gegen Belohming'oei des''Erpri). '^. Bl: "abzugeben. _3964. Bei Hrn. Wilh. Böckh liegen zur Benützung der Mitglieder auf: Jahresbericht der Handelskammer zu Wesel pro 1869. Jahresbericht der Handelskammer zu Harburg pro 1869. Jahresbericht der Handelskammer zu Cöln pro 1869. Jahresbericht der Handelskammer zu Stettin pro 1869. Katalog der Bibliothek der Landesgewerbhalle Karlsruhe. Der Vorstand Wilhelm Schell. Sämmtliche wichtigeren Versteigerungen iru Elsaß werden sofort im „Niederrheinischen Kurier mitgetheilt. Preis eines Abonnements für die Monate November «. Dezember , fl. 3. 54. Straßbnrg. Moritz Schauenburg^ 3951.2.2. G. Silbermann's Nachfolger. 3945.2.2. Bei meinem Wegzüge vön hier sage . ich...allen.meinen. Freunden und Bekannten und den Bewohnern Offenburg’s herzliches Lebewohl, jedoch ein einziges unverschämtes Jndividium ausgenommen. Offenburg. E. Bein, Restaurateur. Berichtigung. In dem Auszug aus den Standesbücheru in Nro. 258 d. Bl. soll cs heißen: Zeile 11 Erwin statt Erwina, und Zeile 38 Lemberg statt Lamberg. Tür die Redamon verantwortlich A. R e i, f. — Druck und Verlag von A. R e i f f und