* Amtliches BerküMgungsblatt für den Kreis Offentmrg ssowie für die Bezirksämter und Amtsgerichte Offenbur g Md Gengenbach. Erscheint täglich mit Ausnahme Montags, und kostet vierteljährlich in Offenburg 1 st., für den Landpostbezirk 1 st. 2 kr., für die übrigen Postbezirke 1 fl. 7 kr. EinrückungSgebühr: die gespaltene Garmonbzeile oder deren Raum 3 kr. Nro. 263. Offenburg, Donnerstag den 10. November 1870. Politische Rundschau. Offenburg, 9. Novbr. Mit dem Waffenstillstand ists nichts; die Franzosen sind noch nicht bekehrt; jetzt, wie nie, gilts ganze Arbeit. — lieber Thiers' verunglückte Mission schreibt man aus dem Hauptquartier Versailles den 2. Nov. Herr Thiers ist am 31. Oct. Abends IO*/* Uhr wiederum hierher zurüügekehrt und im Hotel des Reservoirs abgestiegen. Gestern Vormittag hatte er mit Graf Bismarck eine Unterredung, die von 12»/. Uhr Mittags bis gegen 2% Uhr Nachm, währte, also beinahe 3 Stunden. Das Resultat dieser Konferenz soll ein einer baldigen Waffenruhe keineswegs günstiges sein. Ich sah Thiers das Hotel des Bundeskanzlers verlassen und fand auf seinem Antlitze Spuren von tiefstem Schmerze und Niedergeschlagenheit. In der Thal soll Thiers, der mit mehreren Abgeordneten der Linken und einigen Anhängern der Prinzen von Orleans an der Spitze der Friedens- Partei in Frankreich steht, nicht nur mit seinen Vorschlägen in Paris totales Fiasko gemacht, sondern auch noch Spott und Hohn sich zugezogen haben. Seit der Abreise Thiers' aus Paris donnern unaufhörlich die Kanonen vom Fort Valerien oder Fort Jssy als Antwort auf die Vorschläge wegen einer Waffenruhe. — Nachrichten aus Paris vom 4. Nov. Dem Rappel zufolge hat Rochefort wegen Meinungsverschiedenheit mit seinen Kollegen über die Gemeindewahlen seine Entlassung als Mitglied der Regierung eingereicht. — Ein Schreiben Ferry's widerspricht energisch die Nachricht, daß er mit dem Anführer der Aufrührer am 31. Oct. unterhandelt habe, das Vorgehen derselben sei durchaus abenteuerlich gewesen. — Der Frkf. Presse schreibt man aus Versailles: Wenn man dieses fortwährende Feuern seit einiger Zeit hört, sollte man denken, es würde der Pariser Artillerie täglich Gelegenheit geboten, sich Versuchen entgegenzusetzen, die etwa von unserer Seite-gemacht wurden, um Batterieen zu errichten. Dem ist aber nicht überall so. Die Forts haben andere Zielscheiben. Unser Belagerungsgeschütz ssteht, gewisse verborgene Punkte ausgenommen, noch in Parks aufgefahren, und „müßig ruht der Einiges über die Fixsterne nach Or. I. H. Mädler. (Fortsetzung.) Da wir nun die Zeit in Zähren und nach großen Maßen ausdrücken können, so haben wir einen Maßstab genommen, der uns selbst da, wo Millionen von Erdweiten, ja Billionen von Erdhalbmessern auszudrücken sind, auf faßliche und bequeme Zahlen führt: wir bestimmen die Zahl derZahre, welche derLichtstrahl braucht, um von einem gegebenen Stern zu unserem Auge zu gelangen. Man hat gefunden, daß es keinen Unterschied macht, ob derLichtstrahl von einem mit erborgtem oder eigenem, schwächerem oder stärkerem Lichte leuchtenden Körper zu uns gelangt. Wir erhalten deßhalb auf diese Art nicht blos eine bequeme Bestimmung für die Entfernung selbst, sondern wir werden auch belehrt, daß das, was wir erblicken, sich auf einen Zeitpunkt bezieht, der so und so viele Jahre hinter uns liegt, daß folglich der betreffende Körper in der angegebenen i Spaten in der Halle". Das feindliche Geschütz spielt nicht gegen 25pfünder-Bomben Kanonen, die zum Theil erst noch kommen sollen, um aus größerer Entfernung die Forts zu beschäftigen, damit inzwischen in größerer Nähe die Batterien schnell errichtet werden, noch gegen 24pfünder, die ebenfalls zum Theil noch erwartet werden, um damit die künftigen Batterieen zu spicken. Es spielt, um zu spielen, um den Parisern einen Ohrenschmaus zu geben und uns grauseln zu machen; es spielt auch zur Hebung, und man darf es daher von den Belagerten nicht unbegreiflich finden, wenn sie die einzelnen Posten unserer Feldwachen aufs Korn nehmen. — Die Wes.-Z. vom 5. Nov. erfährt aus zuverlässiger Quelle über den Gang der Verhandlungen in Betreff der Vereinigung der süddeutschen Staaten mit dem Norbd. Bunde Folgendes: Mit Württemberg sowohl wie mit Baden hat die Verständigung sehr leicht erreicht werden können. Die betr. Verhandlungen mit den Ministern der beiden Staaten hat Delbrück geführt. Es ist dabei ausgemacht, daß die Bier- und Brandweinsteuer in ihrer Gemeinsamkeit auf die Südstaaten nicht ausgedehnt wird. Für das Post- und Telegraphenwesen werden von Württenberg, wie es scheint, einige Ausnahmen erstrebt, die aber nicht erheblich sind; in den Hauptpunkten ist Württemberg auf die Linie Badens getreten. Mit Hessen finden eigentliche Verhandlungen nicht statt, da sich sein Beitritt von selbst versteht. Die einzige Schwierigkeit wird von Baiern geschaffen, das noch immer mit eigenthümlicher Hartnäckigkeit in Bezug auf Militär und auswärtige Politik an Ansprüchen festhält, die ihm, ohne die deutsche Zukunft ernstlich zu gefährden, nicht gewährt werden können und daher auch nicht werden gewährt werden. Wenn es kürzlich irgendwo hieß, die Bayern seien in Versailles die Herren der Lage, so kann das doch nur in sehr uneigentlichem Sinne gesagt werden. Allerdings hemmen sie die wünschenswerthe Entwickelung, bewirken, daß der Abschluß der deutschen Frage in sehr bedauerlicher Weise verzögert wird. Sie können das aber nur so lange, als die Langmuth des Grafen Bismarck ihnen Zeit gönnt. Selbstverständlich wünscht man in Vorzeit wirklich, und zwar so wie wir ihn jetzt erblicken, bereits existierte. Lernen wir nun auch durch diese Schlußfolge ebensowenig als durch die herausgebrachten Umlaufszeiten das Alter der Welt kennen, so gelangen wir doch in jedem bestimmbaren Falle zum mindesten zur Kenntniß der Dauer eines Abschnittes der Zeit, während welcher sie bereits existieren muß. Unsere Erde nimmt von 6 zu 6 Monaten im Weltenraum Oerter ein, welche um den Durchmesser ihrer Bahn (41% Millionen geographischer Meilen) auseinanderliegen. Dies ist also die größte Verschiedenheit des Standpunktes, welche wir zur Messung anderer Entfernungen in Anwendung bringen können. An jedem zu bestimmenden entfernten Punkte werden diese Oerter einen von der Entfernung selbst abhängenden Winkel einschließen, und dieser Winkel des Dreiecks ist es, welchen wir zu bestimmen haben. Er wird Einfluß auf den scheinbaren Ort des Sternes haben, in der Weise daß dieser von dem Orte aus, den er, von der Sonne gesehen, einnehmen würde, stets nach derjenigen Seite hin abweicht, welche dem auf die Sonne bezogenen aller Freundschaft mit Bayern zum Ziele zu kommen. Sobald aber der Widerspruch seiner Minister ein wichtiges Jntereffe zu gefährden droht, werden sie die Erfahrung machen, daß sie durchaus nicht Herren der Lage sind. Ohne Zweifel stehen sie schon jetzt dem bairischen Interesse im Lichte, und sie würden es tief verletzen, wenn sie es dahin kommen ließen, daß der ohne Bayern erfolgende Zusammenschluß aller übrigen Staaten jenes in eine Zwangslage versetzte. So viel steht fest, daß die Stellung der übrigen Südstaaten heute nicht mehr von Bayern abhängt. Die politische Lage Bayerns ha.t seit 5 Wochen eine beträchtiche Verschlechterung erfahren. — Aus Madrid, 3. Nov. Sitzung der Cortes. Prim bedauert die Folgen der Hohenzollern'- schen Kandidatur und schlägt den Herzog von Aosta als Thronkandidaten vor. Castelar beantragt, der Regierung eine Rüge zu ertheilen, weil selbe ohne Ermächtigung der Cortes einen Kandidaten gesucht habe. Er begreift nicht, wie es nach dem Kriege noch Monarchisten geben könne. Der Antrag Castelars wurde mit 122 gegen 44 Stimmen verworfen. Rosas, Tapete, Figueras und Vinader verlangen eine Erörterung über die bezüglichen diplomatischen Aktenstücke. Das Haus beschloß mit 101 gegen 55 Stimmen den Schluß der Debatte. Der Präsident setzt die Königswahl auf den 16. Nov. fest. Genua, 5. Nov. Wegen in Marseille und Algier befürchteter Unruhen hat die Regierung nach Marseille die Dampfkorvette Guiscardo und einen Dampfer nach Algier zum Schutze der Italiener abgesandt. In Marseille wurde die schwarze Fahne aufgepflanzf. Die Schiffe bringen von dort täglich Werthsachen und Maaren. (A. Z.) New-York, 3. Nov. Gestern rückten mit dem Steuerinipektor Butscher 2000 Mann Infanterie aus und zerstörten mehrere gesetzwidrige Branntweinbrennereien in Brooklyn. Der Pöbel warf mit Steinen nach den Truppen, doch machten diese von ihren Waffen keinen Gebrauch. — Die Timeskorrespondent aus Philadelphia erwähnt ein Gerücht, demzufolge die proviso- Orte der Erde entgegengesetzt ist, und die Be» mühungen der Astronomen waren schon frühe daraus gerichtet diesen Winkel zu finden. Für die Richtigkeit des Kopernikanischen Systems hatten jene Bemühungen noch eine besondere Bedeutung. Die Auffindung der Fixsternparallaxen (des eben besprochenen Winkels) hätte es gleichsam wie mit einem Schlage bewiesen; wurde aber der Nachweis geführt, daß den Fixsternen keine Parallaxe zukomme, so war es auch mit der Bewegung der Erde um die Sonne nichts. Kopernikus selbst erkanUte sehr wohl das Gewicht dieses Einwurfs; denn zu seiner Zeit war allerdings noch keine Spur einer Parallaxe aufzufinden. Er konnte sich selbst keine andere Antwort geben, als daß die Fixsterne zu weit entfernt seien, um eine merkliche Abweichung von dem mittleren Orte in den Beobachtungen zu veralhen. Tycho brachte bald nach Kopernikus eine wohl sechsmal so große Genauigkeit in die Beobachtungskunst. (Fortsetzung folgt.) 1046 rische Regierung von Frankreich den Vereinigten Staaten Martinique und die gesammten französischen Besitzungen in Westindien zum Kauf angeboten hätte. Die geforderte Kaufsumme wird auf 7 —10,000,000 Dollar angegeben. Vom Kriegsschauplatz. Karlsruhe, 8. Nov. Die Verbindung mit dem 14 Armeekorps geht wieder seit dem 5. d. M. über Epinal auf Vesoul mit regelmäßige Post. Das Hauptquartier der Großh. Division war am genannten Tage noch in Dijon. Altbreisach, 4. Nov., Abends halb 7 Uhr. Kolossaler Brand auf der Nordwestseite von Neubreisach. 25pfündige Haubitzengeschosse bis hieher ohne Schaden zu thun. Keine Verwundeten. — 5. Nov., 9 Uhr 30 Min. Vorm. Heute Nacht wurden das Münster und mehrere Häuser stark beschädigt von Neubreisach aus. (Karlsr. Z.) Altbrrisach, 7. Nov. Der Schaden, der durch die Beschießung vom jenseitigen Rheinufer in hiesiger Stadt angerichtet wurde, ist gottlob gering. Uebrigens ist noch nicht alle Gefahr vorbei. Da man sich jedoch sofort im Fort Mor- tier eingerichtet hat, um von dort aus die Belagerungsoperationen gegen Neubreisach zu unterstützen. so wird hoffentlich Altbreisach von jetzt an aus dem Spiel bleiben. Auf dem Fort weht die deutsche Fahne. (Karlsr. Z.) — Aus Brrsaillrs, 1. Nov., geht der „Köln. Ztg." Folgendes zur Veröffentlichung zu: Dank. Es sind mir bei Gelegenheit meines 71. Geburtstages so viele Beweise wohlwollender und ehrender Theilnabme zugegangen, daß ich bei dem Drange der dienstlichen Geschäfte nur einen Theil derselben persönlich beantworten konnte. Es bleibt mir daher nichts Anderes übrig, als auf diesem Wege allen Denen freudig bewegten Dank auszusprechen, welche einen solchen nicht besonders auf ihre geehrten Zuschriften erhalten haben. — Graf von Moltke, General der Infanterie und Cher des Generalstabes der ganzen Armee. — In dem Gefecht bei Le Bourget ist der Chef des Königin Augusla-Regimentes, Graf Waldersee, Bruder des früheren preuß. Mili- tärbevollmächtigten und jetzigen Flügeladjutan- ten des Königs, gefallen. Es ist dies derselbe tapfere Offizier, der schon bei Gravelotte am 18. Aug. schwer verwundet worden und erst vor kurzem, kaum geheilt, schon wieder zu seinem Regiment zurückaekehrt war. (Pr. Bl.) — Aus Versailles, 3. Nov., schreibt man der „Köln. Ztg.: Hr. Thiers kam 24 Stunden früher aus Paris wieder hier an, als er selbst glaubte. Montag Abend war er schon wieder nach Versailles zurückgekehrt. Dienstag srüh wurde er sofort vom Grafen Bismarck empfangen und blieb mit dem Bundeskanzler in mehrstündiger Konferenz, nach deren Beendigung sich der Letztere sofort zum Könige begab, um ihm Vortrag zu halten. In der Folge und im Anschlüsse hieran berief König Wilhelm gestern, Mittwoch früh, eine Art militärischen Conseils zu sich nach dem Präfekturgebäude. Graf Bismarck wohnte dieser Conseils-Sitzung ebenfalls bei, in welcher namentlich der Kronprinz, Graf Moltke und Kriegsminister v. Roon anwesend waren. Nachmittags von 2 bis halb 5 Uhr erschien Hr. Thiers nochmals im Bundeskanzleramte zu längerer Besprechung mit Graf Bismarck, während welcher er, wie ich höre, die inzwischen aus Metz eingetroffene Originalurkunde der Kapitulation Bazaine's in Augenschein nehmen konnte. In Paris, scheint es, hatte man der einfachen Miltheilung des „nationalen Geschichtschreibers", daß Metz gefallen sei, den starrsten und hohn- vollsten, fast beleidigendsten Unglauben enlgegen- gestellt. Thiers kam deßhalb sehr gebeugt zurück und seine reizbare Natur war um so erregter und er selbst sprach sich um so bitterer über die Zustände aus, die in Paris herrschen, je tiefer die Wunden gewesen, die mau in der belagerten Stadt seiner persönlichen und staats- männischen Eitelkeit geschlagen. Das einfachste Mittel, die Pariser von der Realität der Kapitulation zu überzeugen, ist, ihnen zu gestatten, einen Offizier dorthin abzusenden, damit er sich selbst von dem Vorgefallrnen durch den Augenschein überzeugen könne. Ich müßte mich sehr täuschen, oder dieser Vorschlag ist bereits in ernsteste Erwägung gezogen. Vrrsaillks, 7. Nov., Nachmittags 1 Uhr 41 Min. In den fünftägigen Verhandlungen mit Hrn. Thiers ist demselben ein Waffenstillstand auf der Grundlage des militärischen Statusquo von jeder Dauer bis zu 28 Tagen behufs Vornahme der Wahlen unter Gestattung derselben in den okkupirten Theilen Frankreichs wiederholt angeboren worden. Er war auch nach der erneuten Besprechnung mit der Pariser Regierung nicht ermächtigt, das Eine oder das Andere anzunehmen, und verlangte vor Allem die Vrrproviantirung von Paris, ohne einen militärischen Ersatz bieten zu können. Da diese Forderung den Deutschen militärisch unannehmbar war, erhielt Thiers gestern aus Paris die Weisung, die Verhandlungen abzubrechen. Der Gemeinderath in Lyon hat folgende Verordnung erlassen: Der Gemeinderath, von der Nothwendigkeit überzeugt, verordnet: Die Stadt wird sich eher bis zu ihrer vollständigen Vernichtung verthei- digen, als daß sie die Schmach einer Uebergabe annimmt. Die Greise, die Kinder u. die Frauen können allein den Platz verlassen. Die Feigen vor dem Feinde werden als Deserteure behandelt. Ihre Namen werden der Infamie Preis gegeben werden. — Die Italiener in Garibaldi's Umgebung scheinen von ihren Erfahrungen in Frankreich sehr wenig erbaut zu fein. So enthält die „Gazz. d'Jtalia" folgenden Brief aus den Vogesen vom 18. Oct. Welcher Betrug! Was hat uns die französ. Regierung nicht alles versprochen! Und statt dessen überläßt sie uns unserm Schicksal. Wir haben keine Lebensmittel, keine Kleidung, steine Schuhe, uns fehlt Alles. Viele von uns müssen barfuß gehen. Es ist infam. Dazu schickt man uns unter eine offenbar feindselige Bevölkerung, unter Klerikale und Imperialisten, denn das sind sie Alle, von den obersten Beamten an bis zu den niedrigsten Bettlern. Sie halten uns für höllische Brandstifter, vor denen nichts sicher ist. Und zu unserer Verstärkung schicken sie uns einen Schwarm von Freischützen, meuterische Burschen ohne alle Disziplin, Raufbolde, die fortwährend einander in den Haaren liegen, Garibaldi nicht gehorchen wollen. Viele von ihnen verstehen nicht einmal, wie der Chassepot angefaßt werden muß. Es ist die Quintessenz der Koiisuston. Glauben Sie es ja nicht, wenn die Leute von Enthusiasmus, Krieg bis aufs Messer, Kämpfen mit Zähnen und Nägeln rc. reden. Das Gegentheil ist wahr. Die Vogesen könnten 80,000 robuste Burschen stellen, aber nur ein Paar Tausend sind gekommen und von diesen suchen die Meisten sobald wie möglich wieder fort zu kommen und reißen aus, wie neulich die unter Cambriels, welche die Flinten wegwarfen und Fersengeld gaben. Diese schamlose Flucht vermehrte natürlich die Panik, welche die ganze Bevölkerung ergriffen hat. Telegraphische Nachrichten. Altbrrisach. 8 Nov., Nachm, halb 5 Uhr. Die Butterten bei Wolfganzen und Biesheim unterhalten gegen Neubreisach ein wohlgezieltes Feuer. Zwei Stellen in der Nähe des Straßburger Thors sind in Brand. Hamburg, 8. Nov. Offiziell. Eine Rekognos- zirungsfuhrl unserer Elb-Flottille bestätigt die gestrig« Anwesenheit der französischen Schiffe in der Umgegend von Helgoland. Man sah 7 Panzerschiffe und- 4 Holzkoroctten nördlich von Helgoland kreuzen. Berlin, 8. Nov. Offiziell. General Treskow meldet aus Les Errues vor Belfort vom 6. d., daß di« Division zwischen Kolmar und Belfort in mehreren kleinen Gefechten Franktireurs vertrieben hat. Am 2. d. fanden Gefechte gegen Mobilgarden bet Les Errues, Rougemonl und Petit Magny statt. In letzterem ließ der Feind allein 5 Offiziere und 103 Mann todt zurück. Am 3. d. wurde Belfort cernirt und die Verbindung mit General Werder hergestellt. Versailles, 7. Nov., Abends. In Folge d« mit zwei Ballons erbeuteten Korrespondenz aus Paris ist von Seiten des deutschen Oberkommandos das allgemeine Verbot ergangen, irgend eine Person aus Paris oder nach Paris hinein zu lassen. Die fünf in den Ballons gefangenen Personen sind vor das Kriegsgericht gestellt. — Nach Privatmittheilungen aus Paris find I. Favre und die Mehrzahl seiner Kollegen für die Wahlen und für den durch Thiers vermittelten Waffenstillstand gewesen, Trochu aber, dagegen agitirend, hat seine Ansicht durchgesetzt. Versailles, 7. Nov., 10 Uhr 20 M. Abends. Nachoem die französische Regierung durch Hrn. Thiers erklärt hatte, das deutsche Angebot eines Waffenstillstandes von beliebiger Dauer auf der Basis des militärischen Statusquo nicht annehmen zu können, schlug Graf Bismarck der Regierung von Paris und Tours vor, sie möge die Wahlen nach Belieben ausschreiben und den Termin mittheilen; die deutschen Heere versprechen, auch ohne Waffenstillstand die Wahlen in allen okkupirten Theilen Frankreichs zuzulassen, zu fördern und ihre Freiheit zu achten. Thiers hatte darauf eine Besprechung an der Vorpostenlinie mit I. Favre und Trochu, war aber, nach Versailles zurückgekehrt, nicht ermächtigt, den deutschen Vorschlag anzunehmen; er hatte vielmehr den Befehl abzubrechen. Tours, 7. Nov. Eine Depesche der Negierung aus Vendome vom 6. d. Abends meldet, daß nach Baüonnachrichten aus Paris die Regierung den Waffenstillstand einstimmig zurückwies, da Preußen die Verproviantirung von Paris verweigerte und die Betheiligung des Elsaffes und Lothringens an dem Votum der Nationalversammlung nur unter gewissen Reserven zugestand. Das „Journ. osficiel" vom 6. Morgens meldet die Bildung dreier Armeen in Paris, deren eine aus der Nationalgarde besteht. Tours, 7. Nov. Das Gesammtresultat des Pariser Plebiszit beträgt 557,976 Ja und 62,638 Nein. Die Mehrzahl der neugewählten Maires sind Republikaner. Prag, 7. Nov. Die verfassungstreuen Landvereine fassen Resolutionen für direkte Reichsrathswahlen und eine Allianz mit dem neu konstituirten Deutschland. Prag, 8. Nov. Bei der gestrigen Wahl der Großgrundbesitzer zum Reichsrath wurden 7 den Listen der Regierungs- und Verfassungstreuen gemeinsame Kandidaten gewählt und 8 Feudale. Das Gesammtresultat der Reichsraths-Wahlen zu Brünn ist: 24 Verfassungstreue, 30 Deklaranten und Feudale. Haag, 7. Nov. Der Finanzminister theilte in der Ersten Kammer mit, daß die Minister des Aeußern, der Kolonien (dieser aus Gesundheitsrücksichten), der Justiz und des Krieges ihre Entlassung eingercicht haben. Die übrigen Minister haben ihre Portefeuilles zur Verfügung des Königs gestellt und führen die Geschäfte bis zurtzköniglichen Entscheidung fort. Florenz, 8. Nov. Die „Opinione" meldet, daß der König gemäß Beschluß des Minister- ralhs am 30. d. nach Rom gehen wird. Telegramm. UWagner's telegr. Correspo«denz-Burean.) (Osficiell.) C h a r n y, 8. November. Verdun hat kapitulirt. von Gayl. Vermischte Nachrichten. — Karlsruhe, 8. Nov. 1000 Man« Gefangene, größtentheils der sranz. Garde angehörend, von Metz kommend, wurden gestern früh nach Rastatt weiter befördert. (B.CHr.) Die Gräben um Paris herum, Die füllt Ihr mit Prtroleum, Und wenn es nun an Gas gebricht, So habt Ihr auch kein Brennöl nicht, D'rum spart das Oel und seid doch klug Ihr habt ja wahrlich Pech genug! (D. Lat.) 1047 Die Wächter des Deutschthums im Elsaß. (Schluß.) August Stöber, geb. 1808 zu Straßburg, Professor am Colleg zu Mühshausen, gab mit seinem Bruder heraus: die Zeitschrift Erwina, 1838 und 39; sodann „Alsabilder", Gedichte, Straßburg 1842; „Elsäßisches Volksbüchlein," Kinder- und Volksliedchen, Spielreime, Sprüche «yd Märchen, Straßburg 1842; und „Elsäßisches Sagenbuch," Straßburg, Schüler, 1842; Der Dichter Lenz und Friederike von Sesen- heim," Basel 1842, und seit 1843 die schon erwähnten „Elsäßischen Neujahrsblätter," Jahrgang 1843 enthält eine Schilderung Pseffels, 1844 eine solche Arnolds, 1847 eine Abhandlung Wilh. Wackernagels über den ältesten deutschen Dichter des Elsaßes, Otfried von Weißenburg. Ebenfalls 1843 erschien zu Straßburg seine Geschichte der schönen Literatur der Deutschen. 1850 gab er zu Mühlhausen (I. P. Rißler) heraus: „Neujahrsstollen," Geschichte, Sage, Sprüchwörter und Denkreime des Elsaßes enthaltend. Sein Bruder, Ludw. Adolf Stöber, geb. 1810 zu Straßburg, Pfarrer zu Mühlhausen, hat 1836 zu Straßburg „Vaterländische Sagen und Geschichten" und 1845 zu Hannover „Gedichte" herausgegeben. Georg Daniel Arnold, ein Zeitgenosse Ehrenfried Stöbers, geb. zu Straßburg 1780, ch daselbst 1829 als Dekan und Prof, der Rechtsfakuliät, ist der bekannteste aus diesem Kreise, da Gölhe sein Hauptwerk, das 1815 abgefaßte Lokallustspiel, „Der Pfingstmontag," ausführlich und anerkennend beur- theilt hat. Weiter sind die Profefforen der theologischen Fakultät zu nennen, welche zu den evangelischen Fakultäten deutscher Hochschulen zahlreiche Beziehungen haben. Professor Karl Schmidt hat des elsäßischen Theo- sophen Tauler Leben geschrieben und seine Werke neu herausgegeben (Hamburg 1841); der Gym- nasialprofessor Adam Walther (Strobel eine „Vaterländische Geschichte des Elsaßes" geschrieben , welche von Prof. L. Heinrich Engelhardt, dem Herausgeber des Gedichts „Herrad von Landsberg", mit dem sechsten Bande (1849) zu Ende geführt worden ist und bis 1815 reicht. Prof. Strobel hat auch die elsäßischen Satyriker Sebastian Brand und Thomas Murner erneuert. Bon den Aerzten . haben wir den noch lebenden Dr. Gustav Mühl, geb. 1819 zu Straßburg, als Dichter und Sammler, Mitarbeiter der Zeitschriften der Brüder Stöber, zu nennen. Aber die Betheiligung an deutscher Literatur geht über die gelehrten Stände hinaus. Dem Haudelsstande gehörten Georg Zetter, genannt Friedrich Otte, an, geb. zu Mühlhausen und daselbst in einem Fabrikhause thätig, und Theodor Klein, geb. um 1820 zu Straßburg, Kaufmann in Paris, beide Mitarbeiter an den Stöber'schen Unternehmungen ; und dem Handwerksstande der Drechslermeister Daniel Hirtz und der Korbmacher Joh. Ehr. Hakenschmidt, geb. 1809 zu Straßburg. Dieser schrieb Gedichte und vaterländische Erzählungen. Hirtz, geb. 1804, hat einige Gymnasialbildung in seiner Vaterstadt Straßburg genossen; seine Gedichte erschienen 1838 und 1846 mit einer Vorrede von Prof, theol. Eduard Reuß. _ (Schw.M.) Amtliche Verkündigungen. 4012. Offenburg. Nro. 14,564. In das Firmenregister wurde heute eingetragen: Firma Theodor Wörter in Offenburg; Inhaber derselben ist Kaufmann Theodor Wörter von hier. Eheoertrag desselben vom 6. v. M. mit Fanny Mansch von hier, wornach jeder Theil 100 fl. in die Gemeinschaft einwirft, alle übrige gegenwärtige und künftige Fahrniß von derselben ausgeschlossen wird. Offenburg, den 5. November 1870. Grobherzogliches Amtsgericht. Ried. Bekanntmachungen. O r t e n b e r g. Das Befahre« der Kinzigbrücke betreffend. 4013. Bei dem jüngst eingetretenen Hoch- avasser wurde die hiesige Kinzigbrücke stark beschädigt ; dieselbe konnte bis daher wegen hohem Wasserstand nur so wieder hergestellt werden, daß sie nur mit leichten Fuhren befahren werden kann, was man hiemit zur öffentlichen Kenntniß bringt. Orlenberg, den 6. Novbr. 1870. Das Bürgermeisteramt. _ Herp. _ Versteigerung. 4018.2.1. Nächsten Dienstag Den 15. Novbr., Vormittags 10 Uhr, werden auf dem Lagerplätze beim Steinbruch an der Paulischanze unterhalb Schönberg 87 alte unbrauchbare Dienstbahnschienen mit ca. 90 Ctr. Gewicht, 5 Kippwagen, 1 Schmiedblasbalg, 1 steinerner Trog , 1 Ofen mit Rohr und ca. 12 Klafter alte Dienstbahnschwellen nebst verschiedenen Ge- räthschaften auf dem Platze versteigert. Offenburg, den 9. Novbr. 1870. Großh. Wasser- und Straßenbau-Jnspection. Strohmayer. Holz - Versteigerung. 4014 3.1. Aus den Gemeindewaldungen der Stadt Waldkirch werden am Dienstag den 22. Novbr. d. I., Nachm. Vj 2 Uhr anfangend, im Gasthaus zum Adler dahier nachstehende Holzgatlungen öffentlich an den Meistbietenden versteigert: 38 tannene Sägstämme, 33 tannene Sägklötze, 242 tannene Baustämme, 4 eichene Stämme, 5 Stück Gerüststangen. Sämmtliches Holz befindet sich an guten Abfuhrwegen. Gegen Bürgschaftsleistung wird eine halbjährige Borgfrist gestartet. Steigerer, die keine Bürgen stellen, haben y 5 tel baar bei der Steigerung und den Rest vor der Holzabfuhr zu bezahlen. Waldkirch, den 7. Novbr. 1870. Der Gemeinderath. Weiß. rät. Högerich. Holzversteigerung. 4009.2.1. Die Gemeinde Nordrach läßt am Mittwoch den 16. Novbr. d. I., Vorm. 9 Uhr beginnend, auf der Gemeindekanzlei nachoerzeich- nete Holzgattungen aus dem Gemeindewalde in schicklichen Loosabtheilungen — zahlbar vor der Abfuhr — an den Meistbietenden öffentlich versteigern : a) 1776 tannene Stämme, welche sich zu Bau- und Sägholz eignen; d) 4 buchene Klötze; v) 648 Gerüststangen; ck) 17 Klftr. buchenes Scheitholz; «) 83 Klftr. tannenes Scheitholz; f) 2% Klftr. tannenes Scheitholz; g) 3 Klftr. buchene Prügel; h) 23 Klftr. tannene Prügel; i) 1107 Stück Bengelwellen; k) 709 Stück tannene Rindenwellen. Nordrach, den 24. Oclbr. 1870. Das Bürgermeisteramt. Spitzmüller. Steigerungs-Ankündigung. 4016.3.1. Aus der Gantmasse der Gebrüder Schmidt hier werden am Dienstag den 29. Novbr. 1870, früh 10 Uhr, öffentlich versteigert: 1. Grdst.-Nro. 148.2: 261 Ruthen: Ein dreistöckiges Wohnhaus mit gewölbtem Keller, Magazin, Hofraum und allen liegenschaftlichen Zugehörden in der Hauptstraße, Haus-Nro. 1, mit dem daranstoßenden sog. Burgerhof, nebst Zugehörde, 261 Ruthen Flächenmaß, begrenzt von dem Garten, Karl Hessel, städt. Eigenthum und der Hauptstraße, Brandkassenanschlag 18,300 fl., taxirt zu 16,000 fl. 2 . Grdst.-Nro. 152: 40,5 Ruthen Gemüsegarten beim Haus, ehemaligen Kinzigthore an der Hauptstraße, Gewann^ Ortsetter, an der Hauptstraße der Stadtmauer und Xaver Stöckle's Relikten, taxirt zu 800 fl. Der Zuschlag erfolgt, wenn der Anschlag oder mehr erlöst wird. Offenburg, den 5. Novbr. 1870. Großh. Notar S e r g e r. Dung- und Weideuverfteigernng. 3998.3.3. Die Gemeinde Griesheim läßt am Freitag de» 11. d. M., Nachm. 1 Uhr , einen Haufen Dung bei der Stierstallung öffentlich versteigern. Nach beendigter Dungversteigeruug wird das Weidenerlrägniß vom Fohlengarten aus dem Platz versteigert. Griesheim, den 7. Novbr. 1870. Das Bürgermeisteramt. S i e g r i st. Ortenberg. Stierverfteigerung. 4002.2.2. Die Gemeinde Ortenberg versteigert am Samstag den 12. d. M., Nachmittags 2 Uhr, bei der Stierstallung einen fetten Wucherstier, wozu Liebhaber eingeladen werden. Ortenberg, den 7. Novbr. 1870. Der Gemeinderath. _ Herp. _ Stierverfteigerung. 4008.21. Die Gemeinde Renchen läßt nächsten Montag den 14. d. M., Vorm. 11 Uhr, bei ihren Stierstallungen einen Faselstier von seltener Schwere versteigern. Renchen, den 7. Novbr. 1870. Das Bürgermeisteramt. B e h r l e. Strohlieferung. 3988.3.2. Die Lieferung des Bedarfs von 2600 Bund Winteritroh für die Stanfenberger Rebhöfe wird Montag den 14. Novbr. d. I., Vormittags 10 Uhr, im Gasthaus zum Adler in Appenweier öffentlich versteigert werden, wozu Uebernahms- lustige eingeladen sind. Tie Staufenberger Gutsverwaltung Seiner Großherzoglichen Hoheit des Prinzen Wilhelm von Baden. Offenburg. Cooks-Verkauf. 4015. Ja Folge der fortwährend steigenden Kohlenpreise kosten Coaks gegen baar, auf dem Platze genommen, 1 Ctr. » fl. 1. Gaswerk. O f f e n b u r g. 600 fl. gegen genügende liegenschaftliche Versicherung und 5 pCt. Zinsen sind auszuleihen. 4011. Saif. O f f e n b u r g. 4001.2.2. Eine Zeuch weiße Rüben hat zu verkaufen Ed. Stigler, Glasermeister. 1048 International-Lehrinstitut. 3444.6.5. Die Anstalt umfasst; 1) Handelsschule (deutsch, französisch, englisch, Buchhaltung etc.); 2) Vorbereitungs - Anstalt zum Examen für den einjährigen Militärdie ns t (von 75 (Kandidaten sind 66 bestanden), Porteepeefahnriche, Polytechnikum, Post; 3) Pensionat mit strenger Disciplin: 10 Professoren (5 deutsche und 5 fremde) wohnen in der Anstalt. — Näheres bei der Direction in Bruchsal. — Lehrplan fco. Verkäufe uu- Verpachtungen von Gütern, Grundstücken, Fabriken, Gasthäusern etc. Licitationen, Gesuche und Offerten jeder Art, Familien-Nachrichte-I, Engagements etc. betreffende Ankündigungen werden ohne Provision oder Porto-Anrechnung in die für die verschiedenen Zwecke bestgeeigneten erfolgreichsten Zeuungen prompt und exact befördert durch Rudolf Mosse, t Ännoncen-Erpedition, 45 Zeit, Frankfurt a. M., Zeil 45, gegenüber der Post. Berlin, Hamburg, München, Nürnberg, Bremen. Original Preis Mourant und Anschläge gratis und franco. Meine Provision beziehe ich als officirller Agent von den betreffenden Zeitungen. Alleinige Jnseraten-Pacht: „Fliegende Blätter," „Kladderadatsch", „Figaro." Offenburg. 3986.2.2. Es wird in der Hauptstraße der Stadt ein Ladenlocal zu ebener Erde gesucht. Die Räumlichkeiten dürfen nicht groß, wohl aber zur Anbringung eines Auslagfensters geeignet sein. Anmeldungen nimmt die Exped. d. Bl. entgegen. Ulmer Dombau - Loose zu 35 Kreuzer mit fl. 70,000 Geldgewinnsten ä fl. 20,000., fl. 12,000., fl. 10,000., rc. rc. i bei der Generalagentur Gebrüder Schmitt in Nürnberg. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Loose auch bei Rudolf Laubner in.Offenburg, Otto Rieckerin Pforzheim. Ferner: Mailänder Loose zu fl. 4.40. pr. St. — 16 Stück zus. für fl. 44. — Gewinne Fcs. 16. bis Fcs. 166,666. Rückkauf der Loose nach Ziehung zu fl. 4. pr. St. Ziehung am IS. Dezbr. 3846.5.2. © *6:S «H» *o Chinabitter von-K. Stigler in Offenburg. 125. ZiÄ. Als vorzüglich bewährtes Hausmittel gegen Erkältungen, Blähungen, Ausstößen, Mage»säure,Stnhlzwangrc. vorräthig in % und % Flaschen bringen in empfehlende Erinnerung: Offenburg, den 6. Januar 1870. A. Reiff, Ferd. Hölzli» jr, A. Hoch. HL. Alle» Jnngbiertrinker» aufs angelegentlichste zu empfehlen. Offenburg. Milch zu haben bei Bierbrauer Kopf. 3993.3.2 Milch zu haben bei Bierbrauer Buscher hier. 4004.2.2. Offenbu rg. Wohnungsvermiethung. 4017.2.1. Den zweiten Stock mit 4 Zimmern, Küche, Speicher und Keller hat bis 6. Februar zu vermiethen Landolin Kern. Wahlvorfchlag. Zu der heute von 8—10 Uhr stattfindenden Wahl in den evangel. Ortsschulrath werden vorgeschlagen: 1) Herr Hehdweiller, Kreisgerichtsrath, 2) „ Boeckh, Buchbinder, 3) „ Ried, Oberamtsrichter, 4) „ Nnfibanm, Direktor. Kriegsnummern der Gartenlaube. Nr. 44. Inhalt: Aus eigener Kraft. Von W. v. Hillern, geb. Birch. (Fortsetzung.) — Zuflucht unter der Erde. Aus einem Briefe unseres Feldmalers F. W. Heine. Mit Abbildung: In der Bauernhöhle bei Annet. Nach der Natur ausgenommen von unserem Feldmaler F. W. Heine. — Im Hauptquartier des Prinzen Friedrich Karl. Von unserem Berichterstatter Georg Horn. Fünfter Brief. Im Schlosse von Corny. (Schluß.) — In den Parallelen einer belagerten Festung. Von Fr. Gerstäcker. Mit drei Abbildungen: Gezogene Riesenmörser vor Straßburg. Nach der Natur ausgenommen am 28. Septbr. von R. Heck; — Die Lünetten 52 und 53 vor Straßburg. Nach der Natur vom Thurm des Münsters aus ausgenommen von N. Heck; — Das Steinthor in Straßburg, am Tage der Uebergabe. Nach der Natur ausgenommen fvou R. Heck. — Blätter und Blü- then: Am Ziel. Von Robert Heck. — Bitte eines Todten. — Die Waisen des Kriegs. — Neueste Helenamedaille. — Zwei Preisfragen. — Für die Verwundeten und die Frauen und Kinder unserer unbemittelten Wehrleute. Offenburg. 4010. Man erlaubt sich in Erinnerung zu bringen, daß heute, Donnerstag den 10. Novbr. von 8—10 Uhr Vormittags die Wahl in den evangelischen Ortsschulrath dahier stattfindet und um zahlreiche Betheiligung zn bitten. Vorschuß-Verein. Generalversammlung. 4006.2.2. Nachdem das badische Genossenschaftsgesetz vom 11. Febr. 1870 seit 1. Juni l. I. in Wirksamkeit getreten, erscheint es für die Genossenschaften von äußerster Wichtigkeit, durch ihre Verfassung und privatrechtliche Stellung diejenigen Garantien im vollsten Maße zu bieten, welche den Creditgeber über Geltendmachung seiner Ansprüche und über die Möglichkeit einer prompten Rechtsversolgung beruhigen. Zur Erreichung dieses Zweckes ist die Unterstellung des Vereins unter das Ge» nossenschaftsgesetz und eine darauf bafirte Umänderung unserer Vereinssatzungen nöthig, und hat hicfür der Ausschuß auf Sonntag den 20. Novbr d. I., Nachmittags 3 Uhr, im Saale des Gasthauses zur neuen Pfalz eine Generalversammlung anberaumt, wozu fämmt- liche Mitglieder eingeladen werden. Da zur Beschlußfassung ein Viertel aller Mitglieder vorhanden sein soll und % der Anwesenden für die Umänderung stimmen müssen, so ergeht an alle Mitglieder das dringende Ansuchen, die Generalversammlung zu besuchen. Offenburg, den 8. Novbr. 1870. Der Vorstand und Ausschuß: I. Nonn, Sig. Eisiuger, K. Geck, Vorsitzender. Kassier. Schriftführer. M. Armbruster. Frz. Behrle. Jos. Hackersen. Ferd. Hölzlin. W.Schell. G. Schmidt. Frankfurter Cars vom 8. Nov. 1870. Gold und Silber. Preußische Cassenscheine.fl. 1 44%—45 Preußische Friedrichsd'or Pistolen. „ doppelte . . Holländer 10 fl. Stücke > Rand-Ducaten . . . . „ al marco 20 Franks-Stücke . . . Englische Sovereigns Russische Imperiales . . 5 Francs'Thaler . . . Dollare in Gold Badische Staatspapiere. Badische 5% Obligationen , 4-/,°/» do. i. Thl. , 4% do. i. Thl. „ 3«/,% do. 42« , 4°/, Pr. Thl. 1004*. „ fl. 35-Loose . . fl. fl. fl. fl. 9 59-10 9 - 9 45- 9 54—56 fl. 5 36-38 fl. 5 35-37 9 33-34 fl. 11 54-58 fl. 9 46-48 fl. - fl. 2 26'/,-27»/, fl. 98°/. 91 % 86 V, 82V. 105»/, 58'/. P. G. Abgang der Eiseubahnzüge vom 17. Oktober 187« an. Landaufwärts: 4 11.» 9 N. 12 U. 50 6 U. 4 U. ^ Morg. Vorm. Nachm. Abds. Abds. Landabwärts: 5U. 8U." UU.«f 1U. 30 7h. 5 10h. 50 . Morg. Vorm. Vorm. Nachm. Abds. AbdS. Jn's Kinzigthal: 5" Morg. 9" Vorm. I 30 Nachm. 7 10 Abds. 1 Schnellzug. Bei der heutigen Wahl in den kathol. Ortsschulrath erhielten die meisten Stimmen: 1) Herr Friedrich Burg, Kaufmann, 2) „ Jntlekofer, Director, 3) „ Beyer, Gerichtsnotar, 4) „ Qnintns Kuß, Fabrikant. Offenburg, den'9. Novbr. 1870. Für die Redaction »«antwortlich A. R e i sf. — Druck und Verlag von A. Reiff und Comp.