Amtliches Aerkünditzungsbtatt für den Kreis Ojfenburg, sowie für die Bezirksämter und Amtsgerichte Offenburg und Gengenbach. Erscheint täglich mit Ausnahme Montags, und kostet vierteljährlich in Offenburg 1 fl., für den Landpostbezirk 1 fl. 2 kr., für die übrigen Postbezirke 1 fl. 7 kr. EinrückungSgebühr: die gespaltene Garmondzeile oder deren Raum 3 kr. Nro. 115. Offenburg, Mittwoch den 19. Mai 1869. Politische Rundschau. Offenburg, 18. Mai. Pfingsten, das Fest der Freude, ist theilweise verregnet worden. Ein Nordlicht, das neulich an verschiedenen Orten Deutschlands beobachtet wurde, bedeutet hoffentlich keinen „blutigen Nordlichtschein". — Aus Mannheim und Bruchsal werden ähnliche Erklärungen gegen das Vorgehen der Neukatholiken und Demokraten gemeldet wie neulich aus Baden-Baden. — Die „Bad. Landesztg." hat einen Aufruf „An die Katholiken Badens", worin „mehrere Katholiken" die Pläne der Jesuiten und Neukatholiken, die Kirche zu einer rein absolutistischen Gewaltherrschaft zu machen, geschichtlich verfolgen und darlegen und schließlich die Katholiken Badens auffordern, unver- weilt zu erklären, ob sie der seitherigen oder dieser neumodischen katholischen Kirche angehören wollen, damit nicht letztere, die kein Mittel scheue, auf einmal die erstere und besonders ihre reichen Mittel verschlinge. — In Bayern haben die Neukatholiken trotz der großen Siegesposaune der Herren Lukas und Bücher eine bedeutsame Niederlage erlitten; selbst der Volksbote ruft aus: „Die bayrischen Preußen haben gesiegt!" Mag nun auch dieser Sieg besonders hen Städten zuzuschreiben sein, mögen die Wahlen auf dem Lande noch eine bedeutende Aen- derung in die Zusammensetzung der bayrischen Kammer bringen — so viel ist sicher, daß die Stimmung des gebildeter» Theiles des bayri- rischen Volkes eine ganz andere ist als gewisse Leute sich einbildeten, und daß namentlich der deutsche Gedanke in Süddeutschland dadurch einen mächtigen Fortschritt macht. Die Zollparlamentswahlen scheinen in der Beziehung keine üble Rückwirkung gethan zu haben. — Die Berliner „Autogr. Korresp." klagt, daß durch die Steuervorlagen im Norddeutschen Reichstag, deren Ablehnung mit Sicherheit vorherzusehen sei, die Stimmung im Süden nichts weniger als verbessert werde, daß schon diese Vorlagen von Preußens Gegnern ausgebeutet werden. Wir glauben, daß diese Frage so wenig als manche andere Mißgriffe die deutsche Einigung aufhalten werde; im Uebrigen ist die Erörterung der Steuerfrage setzt nicht blos bei uns, sondern auch in Nordamerika zu Haus, und wünschten wir nur, daß die nordamerikanischen Steuerverhältnisse, wie wir sie neulich von einem Kenner schildern hörten, auch sonst bekannt würden, namentlich bei denen welche glauben, mit dem Namen Republik sei das Glück der Völker schon gemacht. — Der socialdemokratische Abgeordnete Mende soll in der neusten Zeit außerordentlich viel zur Erheiterung des norddeutschen Reichstags beigetragen haben. — In Oesterreich ist der westliche Reichstag geschlossen, der östliche eröffnet. Die letzten Jahre waren allerdings, wie der Kaiser in seiner Thronrede sagte, für Oesterreich von größter Bedeutung; möge nur auch eine aufrichtige that- sächliche Friedensliebe seine Entwickelung weiter begünstigen. Der bekannte FML. Gablenz hat in Agram gelegenheitlich der Verabschiedung des Prinzen Napoleon durch einen Sturz vom Pferde den Fuß gebrochen. — In Italien ist endlich das neue Ministerium gebildet. Möglich, daß die von den Jesuiten heraufbeschworene neuere Bewegung in der kath. Kirche den Italienern eher nützt als schadet. — In Paris werden die Wahlbewegungen immer gefährlicher; schon hat's blutige Köpfe gegeben, und die besten Blätter können nicht genug vor Ueberstürzung warnen. Von zwei auf die Wahlen berechneten Schilderungen des Kaisers und seiner Person macht ihn die eine zu einem ganz geheimnißvollen und geheimnißvoll wirkenden, die andere, von Uhlbach, sonderbarer Weise zu einem mehr weibischen Wesen. — In Spanien hat ein Maler die, Lage sehr gut dadurch gekennzeichnet, daß er einen König fertig malte bis auf — den Kops. Ein Priester wurde eingezogen, weil er Tod den Ketzern predigte. —' In Irland hat der mehrerwähnte Bürgermeister von Kork sich und der Regierung aus der Verlegenheit wegen seiner Absetzung dadurch geholfen, daß er's machte wie einmal ein anderer, aber kein Bürgermeister, in Ulm. — München, 13. Mai. Heute sind alle Blätter erfüllt von Berichten über die gestrigen Urwah- len, und glücklicherweise lauten sie in ihrer großen Mehrzahl günstig für die Liberalen. Wenn man auch in Betracht zieht, daß die Berichtenden in der Klassifikation mancher der Erwählten sich geirrt haben, so dürfen doch mindestens fünf Sechstheile aller derer, welche gemeldet sind, zu den beiden liberalen Parteien gerechnet werden; nur ein Sechstheil entfällt auf die Ultramontanen. Der ultramontane „Volksbote" ruft heute mit dicken Lettern seinen Lesern zu: „Die bayrischen Preußen haben gesiegt. Aber nehmt Euch (zu dem Landvolk redend) kein Beispiel an der hauptbettelpreußischen Stadt, sondern rettet Bayern, rettet unfern König!" Solcher Hilferuf ist charakteristisch. Aber freilich soll auch nicht verschrmegen werden, daß es vornehmlich die Stäote sind, aus denen Berichte bis jetzt vorliegen, und daß selbstverständlich die dunkleren Partien des Bildes aus den ländlichen Kreisen sich ergeben. (Sch.M.) München, 15. Mai. Die „Korresp. Hoffm." meldet, daß ein großes Lager unter dem Oberbefehl des Generals Hartmann vom 1. bis 17. Sept. bei Schweinfurt errichtet werde. Es wird aus 20 Infanterie-, 5 Jägerbataillonen, 4 Kavallerieregimentern und 8 Batterien gebildet werden. An den Herbstübungen der Landwehr werden 66 Mann per Kompagnie theilnehmen. Hamburg, 14. Mai. Wie die „Hamburger Börsenhalle" meldet, hat der Bundesrath beschlossen, den Entwurf der Börsensteuer dahin abzuändern, daß die jährliche Besteuerung der inländischen Werthpapiere mit % per Mille vom Werthe nicht auf die bisherigen Werlhpa- piere dieser Art Anwendung finden, sondern erst bei künftig auszugebenden eintreten soll. Berlin, 15. Mai. Vorgestern, Donnerstag den 12. Mai, wurde hier die Literar-Konven- tion zum Schutze des geistigen Eigenthums zwischen Italien und Norddeutschland unterzeichnet. Am 28. April wurde zu Dresden zwischen Italien und Sachsen eine Deklaration über gegenseitige Anerkennung der Anonymen- und Aklien- Gesellschaften unterzeichnet, ausgenommen wurden jedoch Versicherungs-Gesellschaften gegen Feuerschaden. Wir«, 15. Mai. Bei der Verlesung der Thronrede wurden mehrere Stellen, insbesondere diejenigen, welche sich auf die Erhaltung des Russisches Ceremoniell. Wie bekannt, darf es kein Mensch in Rußland wagen, den Kaiser aus öffentlicher Straße weder schriftlich noch mündlich anzureden. Das ist ein altes Gesetz, und wer es zu überschreiten wagt, der hat keine geringe Strafe zu erwarten. Mag der Kaiser fahren, gehen oder stehen, wo er will, die Polizeileute sind immer in seiner Nähe, theils sichtbar, theils unsichtbar. Selbst der Rußlands kundige muß manchmal erstaunen über das urplötzliche Erscheinen der Polizei, denn dieselbe weiß überall die Nähe des Kaisers zu errathen. Es traf sich einmal, daß ich sah, wie der Kaiser in einer einsamen Straße von Jemanden angeredet wurde, den er aber kurz abfertigte. Kaum war er darauf zehn bis zwölf Schritte weiter gegangen, so erschien auch schon die Polizei plötzlich, als wäre sie vom Himmel oder aus der Erde gestiegen, und schleppte den Verbrecher fort. Es trifft sich auch,, wenngleich seltener, daß der Kaiser selber Jemanden, der ihm entgegen kommt, anredet; aber auch solch' einer wird ohne Gnade von der Polizei fortge- schleppt, und vor allen Dingen wollen sie nun wissen, was der Kaiser gesagt hat. Ein solcher Fall fand nun kürzlich in Petersburg statt, der wegen seiner Originalität viel von sich reden macht. Der Kaiser redete auf der Straße einen Beamten an, der mit dem Orden des heiligen Wladimir IV. und der heiligen Anna III. Klasse geschmückt, aber ziemlich betrunken war und die Straße entlang schleuderte. „Wer sind Sie?" fragte ihn der Kaiser. Der Trunkenbold schien plötzlich nüchtern geworden, er verbeugte sich mit vieler Grazie vor dem Czaren und sagte: „Kaiserliche Majestät, wir haben heute das Namensfest eines tapferen Offiziers gefeiert, der sich das Großkreuz in der Krim verdiente, und ich habe mich bei dieser Feier ein wenig vergessen. Aber ich appellire an die Gnade Ew. Kaiserlichen Majestät." — „Sie begeben sich auf der Stelle nach Hause!" sagte der Kaiser und bemerkte noch etwas, was vorläufig unbekannt blieb. Der Czar ging seines Weges; er war kaum zwanzig Schritte weit gegangen, so hatten die Polizeileute den Beamten auch schon nach üblicher Weise in der Kur. „Was hat Se. Majestät der Kaiser zu Ihnen gesagt?" fragten sie ihn. — „Das geht Euch nichts an!" entgegnete dieser. — „So müssen Sie mit zum Polizemeister, der wird Sie schon zum Geständniß bringen." —; „Seht Ihr nicht, daß ich Beamter und Ritter bin, wie untersteht Ihr Euch, mich wie einen Bürgerlichen anzufallen? Ich bin der und der, und ich rathe Euch, mich ungehindert gehen zu lassen, sonst werde ich Euch das Gesetz lehren." Hierbei ist zu bemerken, daß die Polizei in Rußland gegen den Adel, zu welchem jeder ordentliche Beamte ohne Ausnahme gehört, keine Gewalt hat, es sei denn, daß er sich eines Diebstahls oder ähnlichen Verbrechens schuldig gemacht. Jeder Beamte ist an seinem Frack zu erkennen, und diese Staats-Uniform ist der Schild, der ihn gegen die dreiste Willkür der Polizei schützt. Doch erst nachdem der Beamte die Polizeileute auf seine hohe Stelle aufmerksam machte, ließen sie ihn ungehindert seines Weges gehen; sie aber begaben sich sogleich zum 464 Friedens, das Zustandekommen des Volksschulgesetzes, die Einigkeit und Zusammengehörigkeit aller österreichischer Völker beziehen, mit der lebhaftesten Zustimmung begrüßt. Paris, 15. Mai. Gestern Abend fanden verschiedene Versammlungen statt, die im Allgemeinen einen ruhigen Verlauf nahmen. Nach 11 Uhr wurden Volkshaufen, die sich auf verschiedenen Punkten der Alleen des Bastillen- Platzes und der Place royale angesammelt hatten , von Stadtsergeanten zerstreut. Später wurde die Ordnung nicht mehr gestört. Madrid, 15. Mai. Der Zusatzantrag der Linken, die Frage über die Form der Regierung und die Wahl der Person dem allgemeinen Stimmrecht zu überweisen, wurde mit 157 gegen 73 Stimmen verworfen. Die Berathung über die Artikel 33 und 34, welche die Form der Regierung und die Befugnisse der gesetzgebenden Versammlung betreffen, hat nun begonnen. St Petersburg, 12. Mai. Aus Teheran vom 23. v. Mts. wird gemeldet, daß daselbst zwischen zwei feindlichen religiösen Sekten ein blutiger Straßenkampf stattgefunden hat. Die Truppen schritten ein und stellten die Ruhe wieder her. Man zählte 300 Tobte und Verwundete. 500 Personen wurden verhastet. Washington, 14. Mai. Die Legislatur von Connecticul ratifiziite den 15. Verfassungs-Zusatz, welcher jede Kürzung oder Entziehung der Stimmberechtigung wegen Race, Farbe oder früherer Sklavenstellung verbietet._ Vermischte Nachrichten. /. Offenburg. Das von dem Gesangverein Concordia dahier am 14. d. gegebene C o n c e r t erfreute sich eines zahlreichen Besuches von Zuhörern und Musikfreunden in dem sehr geräumigen Salmensaale, den wir dem Vereine für die Sommerconcerte st e t s zur Benützung empfehlen möchten. — Durch die beiden mit Eleganz und Zartheit vorgetragenen Concertstücke für Harmonium und P i a n o fo r t e, welche Composttionen stets eine große Anziehung ausüben, wurde das Publikum sichtlich in eine angenehme Stimmung hingerissen. Alle Anerkennung müssen wir dem Vortrage der V a r i a t i o n e n iür Violine zollen, bei welchem sich eine große Kunstsertigung bemerkbar machte. Wir freuen uns über diese dem Vereine gewonnene, neue Kraft, und wünschen, daß solche auch bei künftigen Concerten ihm erhalten bleibe. e ie drei Männerchöre aus den „Gesellenfahrten", von Julius Otto, wurden mit Präcision und mit reiner Intonation ausgeführt. Das„8a1ve rsZiua" für gemischten Chor, gehalten im hohen, kuchlich mustcalischen Style, Machte durch den efstcivollen Vortrag einen er hebenden Eindruck. Die Hymne für Sopran-Solo und gemischten Chor, — eine je, er herrlichen Mendels- fohn'jchen Tonschöpfnngen, bewirkte einen glanz vollen Schluß dieses Concertes. Soli und Chöre wurden mit edelm Geschmack, weicher Abrundung und mit sicherer Reinheit im Tone ausgeführt, und zeugten von einem sorgfältigen Studium des Hrn. Direktors, der deßhalb auch s e l b st die Begleitung des Harmoniums übernehmen konnte. — Wir begrüßen das erste Auftreten der jugendlichen Solosängerin im öffentlichen C o n c e r t saale mit Freude, und hoffen auf ihre künftige, unverdrossene Wirksamkeit im Reiche der Töne. — Bei manchem Zuhörer mochten die drei Lieder aus den Gesellenfahrten im Rückblicke auf frühere Zeiten angenehme Erinnerungen und nebenbei den Wunsch hervorgerufen haben, daß der Verein im Laufe des Sommers einmal den ganzen Cyclus von 12 Liedern mit verbindender Declamation zum Vortrage bringen möchte. Ein solches Concert würde sicherlich auch viele Fremde anziehen, wenn solches, wie dies früher oftmals geschehen, Nachmittags abgehalten würde. — »Die Feinde sie droh'» und heben ihr Haupt«, habt Ihr gesungen. — Wohlan! Verscheucht dieses d üst e re Bild der Neuzeit durch Musik und Gesang! — — Zu der am 23. d. M. hier tagenden Versammlung der nationalliberalen Partei kommen als Abgg. der „Konst. Bürgerabendsgesellschaft" nach Beschluß vom 15. d. M. die Herren Mar- tignony, Stromeyer und Keppler. Hr. Seiz wäre ohne dies gekommen. Die Versammlung, in welcher dieser Beschluß gefaßt wurde, war nach der „Konst. Ztg." sehr zahlreich (von 200 der besten Bürger) besucht und wurde namentlich das e i n m ü t h i g e Zusammengehen der liberalen Partei betont. Am Pfingstmontag hielt der Verein eine Versammlung in Hegne. — — * Dieser Tage fand hier eine Versammlung der Kampfgenossen von 1849 statt, wobei einige lebhafte Erinnerungen vorgekommen sein sollen. — — In Freiburg wurde am 15. d. M. die Rückkehr des Hrn. Weihbischofs Kübel von seiner Firmungsreise im Unterland (nach Andern seine Freisprechung) durch einen Fackelzug gefeiert. Von ungefähr 380 Fackelträgern sollen nach der „Freib. Ztg." nur 40 — 50 dem Bürgerstand angehört haben. Die Rede des Gefeierten enthielt,sich jeder Anspielung. — (Die Stadt Charleroi droht zu versinken.) Der Charleroier Gemeinderath hat einen Bericht an den Minister der öffentlichen Arbeiten abge- schickt, worin er darauf dringt, daß man keine Ausbeutung von Kohlen unter dem Stadtgebiet mehr erlaube, oder doch solche an strenge Vorsichtsmaßregeln knüpfe. Schon im Jahre 1839 hat eine Kommission von zuständigen Ingenieuren die Thalsache festgestellt, daß die Aushöhlungen durch Kohlengruben unter der Stadt gefährlich seien. An den Kasernen in der Haute-Ville uckd den dort gelegenen Magazinen seuten die gerissenen Mauern auf die vorhandene Gefahr. — N e w - N o r k, 29. Apr. Die letzten Tage über herrschte hier große Aufregung über die beispiellos grausame Bchandlung der Reisenden auf dem Auswandererschifs „Richard Robinson". Sobald das Schiff im Hasen angekommen war, wußten der Eigenthümer und Kapitän William Robinson und der erste Steuermann Richard Hofmann ihre Flucht zu bewerkstelligen, nachdem die Mannschaft ihre Absicht kundgegeben hatte, gerichtliche Schritte zu thun. Am 2. Februar ging das Schiff von Liverpool in See. Der Kapitän und der erste Steuermann waren fast beständig betrunken, und das Schiff mußte in Folge der schlechten Führung nach Holyhead zurückkehren, um ausgebessert zu werden. Hier sprangen zwei Matrosen, welche bereits die grausamsten Mißhandlungen erlitten hatten, über Bord; einer derselben ertrank. Die Frau des Kapitäns, eine sehr entschlossene Person, soll mehrmals verhütet haben, daß die Mißhandlungen keinen tödtlichen Ausgang hatten. Dieselben waren wirklich fürchterlicher Natur. Die Leute wurden mit Eisenstangen geschlagen, mit Messern gestochen, und als sie in New-Aork landeten, waren sie über und über mit Narben und Beulen bedeckt. Die beiden Offiziere schienen diese Grausamkeiten zu ihrem Vergnügen zu verüben; so veranstalteten sie Boxerkämpfe zwischen den Leuten, welche sie dazu zwangen, indem sie sich hinter sie stellten und sie mit Nadeln stachen. Bisher ist es noch nicht gelungen, den Scheusalen auf die Spur zu kommen. (K. Z) — Die P a c i f i c - B a h n ist bekanntlich in der Hauptsache vollendet. Die Reise von New- Aork nach San Francisco wird 6 Tage 17'/, Stunden dauern, von England nach San Francisco 17 Tage, nach den Sandwich-Inseln 26 Tage, nach Japan 34 Tage, und nach Hongkong 40 Tage. Gerüchtweise spricht man bereits von einer Dampfschifffahrts Verbindung zwischen San Francisko und Australien via Tahiti und Honolulu, welche die Reise von England nach Australien auf 45 Tage verkürzen würde. So weit von den Lichtseiten der neuen Bahn. Sie hat aber auch ganz entschiedene Schattenseiten, zumal was die Fahrpreise anbetrifft. Während Auswandererbillete mit der Jsthmusroute früher 50 Doll, von New-Nork nach Kalifornien kosteten, gedenkt die Kompagnie für die Zukunft ungefähr den folgenden Tarif einzuführen: von New-Aork nach Chicago 960 Meilen 19 Doll.; Chicago nach Omaha 496 Meilen 17'/, Doll.; Omaha nach dem Salzsee 1070 Meilen 24 Doll.; Salzsee nach San Francisco 775 Meilen 77'/, Doll.; zusammen 3299 engl Meilen etwa 153 Doll. Nach dem 1. Juli indessen sollen die Preise niedriger gestellt werden, so daß ein Durchbillet etwa 115 Doll, kosten würde. Rechnet man hiezu noch die Ausgaben für Essen und Trinken unterwegs, die auch auf 15 Doll, zu veranschlagen sind, dann wird es klar, daß die Kompagnie nicht auf viele Vergnügungsreisende zu hoffen braucht. Sie hat denn auch bisher die Absicht, wöchentlich nur einen Auswandererzug fahl en zu lassen, und die Züge nach Bedürfniß zu vermehren. Ober-Polizeimeifter uno erzählten ihm den Vorfall. — „Aber was hat Se Majestät zu ihm gesagt?" fragte dieser. — „Ercellenz, e> will es nicht gestehen!" — „Glicht geflehei? Aus der Stelle einen schriftlichen Besthl gegeben und ihn hierher beschiedeu!" befahl der Polizei-Chef. Der Beainte gehorchte aber auch dieser Aufforderung nicht. (Schluß folgt.) — (Ein Käppchen voll Sterling.) Ein englischer Lord, wird erzählt, überreichte dem Papste bei der Audienz ein päpstliches Käppchen voll Sterling. Die Eichel dieses Käppchens! ist geschlossen mit einem großen und äußeist ^werth- vollen Diamanten. Nachdem der Engländer sein Geschenk überreicht hatte, fügte er mit englischer Ruhe bei: er gebe das Käppchen mir unter der Bedingung, daß der Papst ihm das seinige überlasse. Pius lächelte, läutete und ließ sich ein anderes Käppchen bringen. Er gab dasjenige, welches er eben trug, dem Lord, das dieser sofort in seine Tasche steckte mit den Worten: er sei in seinem Leben noch nie mit einem Handel so zufrieden gewesen. — Am 2. Mai sind in Deitingen (Schweiz) 28 Wohnhäuser und 8 Speicher abgebrannt, wodurch 38 Haushaltungen obdachlos wurden. Fast sämmlliche Habe wurde vom Feuer vernichtet. Glücklicherweise hatten 30 von den Betreffenden ihre Mobilien versichert. Zwei Mann erhielten bedeutende Brandwunden, von denen der eine, ein Familienvater, letzte Nacht leider seinen Wunden erlegen ist. 59 Feuerspritzen, wovon 27 aus dem Kanton Bern, waren auf der Brandstätte thätig. Die Hülfsmannschaft hat sich wacker gehalten; auch den vier ehrw. Kapuzinern, welche von Solothurn aus zu Fuß auf die Brandstätte eilten und dort unausgesetzt arbeiteten, gebührt-alle Anerkennung. (M.T) — (Ein Ausspruch über Vogts Lehre von der Abstammung des Menschen vom Affen.) Der bekannte Psorzheimer Schriftsteller Moritz Müller äussert sich in einer neuern Schrift „Gedankenmainlinien" (über Unsterblichkeit), alles was Vogt vom Affen gesagt, sei vorzüglich; was er aber über die Abstammung des Menschen vom Affen vorgebracht, sei unterm Aff. - — Für die jetzt wieder in Schwung gekommene Draisine, französisch Veloeipeäe, ist der deutfche Name „Reitrad" vorgeschlagen. Sonderbare Anzeigen. — (Aus nächster Nähe.) Wegen der heil. Psingstfeiertage erscheint die nächste Nummer dieses Blattes nicht. Suchstabenräthjel. 1—4 ist gar so tröstlich, Tröstlicher als Geld und Gut; 1—5 für Manchen köstlich, Köstlicher als Gut und Blut; 6—9 schaut hoch hernieder, Schwer erreicht, wie jene zwei; Doch das Ganze, deutsch und bieder, Ist ein Forscher, ernst und treu, Der des Lebens kleinste Sprossen Uns durch's Mikroskop erschlossen. Auflösung der Nechnungsaufgabe in Nr. 112: 465 Amtliche Verkündigungen. Die Schwurgerichtsfitzung bei Großh. Kreis- und Hofgericht Offenburg im zweiten Quartal laufenden Jahres beginnt Montag den 21. Juni. Zum Präsidenten des Schwurgerichtshofes ist der Großh. Kreisgerichtsrath O t t e n d o r f und zu dessen Stellvertreter der Großh. Kreisgerichts- ^rath G e r b e l ernannt. Offenburg, den 15. Mai 1869. Der Präsident des Großh. Kreis- und Hofgerichts Offenburg. B o h m. Schröder. Die Aushebung für 1869 betreffend. O ffenbu rg. Nro. 5834. Zur Aushebung der Wehrpflichtigen unseres Bezirks für 1869 ist Tagfahrt auf de« 11., 12. «nd 14. Juni dieses Jahres ^in das Gasthaus zur neuen Pfalz dahier angeordnet, was den Wehrpflichtigen mit dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß die ohne genügende Entschuldigung Ausbleibenden neben Verwirkung einer Ordnungsstrafe bis zu 20 fl. oder bis zu 8 Tagen Gefängniß des Rechts, an der öoosung Theil zu nehmen, bezw. der aus der früheren Loosung erworbenen Berechtigung verlustig und als vorzugsweise Einzustellende behandelt werden, vorbehaltlich der Einleitung des gerichtlichen Strafverfahrens, wenn nach den erhobenen Erkundigungen der Verdacht begründet würde, daß die Ausbleibenden isich Grar Dienstpflicht zu entziehen suchen. Die Rückständigen von den Jahren 1847 und 1848 haben ihre Stellungsscheine mitzubringen. Diejenigen Pflichtigen, welche sich auf äußerlich nicht sichtbare Gebrechen berufen oder welche um Zurückstellung nachsuchen wollen, werden auf die §§ 19, 33, 75 ff. der Vollzugsverordnung zum Wehrgesetze und die §§ 32—40 des Gesetzes hingewiesen. Am 11. Juni, frnh 7 Uhr, haben sich die Rückständigen von den Jahren 1847 und 1848; Vormittags 10 Uhr die Pflichtigen vom laufenden Jahrgang aus den Gemeinden Altenheim, Appenweier, Bohlsbach, Bühl, Diersburg, Durbach, Ebersweier und Elgersweier -einzufinden. Am 12. Juni, früh 7 Uhr, die Pflichtigen des lausenden Jahrganges von Fessenbach, Griesheim, Hofweier, Marlen, Müllen, Niederschopfheim, Offenburg, um 10 Uhr Vormittags jene von Ortenberg, Rammersweier, Schutterwald, Urloffen, Waltersweier, Weier, Windschläg, Zell, Zunsweier. Am 14. Juni, früh 7 Uhr, beginnt die Loosung der Pflichtigen vom Jahr 1849, wobei sich sämmtliche Loosberechtigte einzufinden haben. Sämmtliche Bürgermeister werden aufgefordert, am 11. Juni, früh 7 Uhr, zur Auskunftsertheilung bei Berichtigung der Listen zu -erscheinen, am zweiten Tag nur jene derjenigen Gemeinden, deren Angehörige die Musterung passiren. Diese Ladung ist in den einzelnen Gemeinden in ortsüblicher Weise ebenfalls bekannt zu machen und Bescheinigung darüber uns einzusenden. Offenburg, den 14. Mai 1869. Großherzogliches Bezirksamt. M o n t f o r t. Die Revision der Pferdelisten betreffend. Gengenbach. Nr. 2857. An die Bürgermeisterämter des Bezirks: Dieselben werden auf den von Großh. Bezirksamt Offenburg in Nro. 112 S. 451 des Ortenauer Boten verkündeten Erlaß Großh. Ministeriums des Innern vom 29 April Nro. 5160 zur pünktlichen Nachachtung hingewiesen. Gengenbach, den 14. Mai 1869. Großherzogliches Bezirksamt. Rieder. Fasst. Bekanntmachungen. Erbvorladung. 1668. Magdalena u. Barbara Lechleiter, Kinder des verstorbenen Maurers Friedrich Lechleiter von Appenweier, sind zur Erbschaft -ihrer j Großtante Katharina Sauer ledig von da gesetzlich mitberufen; da die Genannten sich seit Jahren in Nordamerika an unbekannten Orten aufhalten, so werden dieselben zu den vorsichgehenden Inventur- und Erbtheilungsver- handlüngen mit Frist von drei Monaten und mit dem Bedeuten hiemit vorgeladen, daß im Nichterscheinungsfalle ihre Erbantheile Jenen zugewiesen werden würden, welchen solche zukämen, wenn sie — die Vorgelavenen — zur Zeit der Erbschaftseröffnung nicht mehr gelebt Hätten. Offenburg, den 15. Mai 1869. Der Großh. Notar _C. F. Schulz._ Ottenburg. See- und Futtergrasverfteigerung. 1655.2.1. Aus ven ^pitalwaldungen aut oer Offenburger und Rammersweirer Gemarkung wird der diesjährige See- und Futtergraserwachs am Dienstag den 25. Mai d. I., Vormittags 10 Uhr, auf diesseitigem Geschäftszimmer öffentlich versteigert. Offenburg, den 15. Mai 1869. St. Andreas-Hospitalverwaltung. _T h. Köni g._ Versteigerung von Wegarbeiten. 1639.2.2. Die für 1869 zur Ausführung genehmigten größeren Wegarbeiten in den diesseitigen Domainenwaldungen werden versteigert wie folgt: Freitag den 21. Mai d. I. im Ankerwirthshause in Fabrik Nordrach: 1) Die Herstellung mehrerer Fahr- und Schleifmege im District Mooswald, Abtheilung Hiljeck, Klauserwand und Mitteleck, ca. 800 Ruthen; 2) die Verbreiterung und Verbesserung des sog. Harzwegs durch die Abth. _ Neuwelt Hilseck - Winrerseite auf eine Länge von 230 Ruthen; 3) die Lieferung von 150 Meß Ueberschot- terungsmaterial auf die Nordracher Thalstraße. s Samstag den 22. Mai d. I. im Geschäftszimmer der Bezirksforstei: 1) Die Verbreiterung und Correction des Hai- geracher Thalwegs auf 260 Ruthen; 2) die Lieferung von 100 Meß Ueberschot- terungsmaterial auf den Hüttersbacher Vicinalweg. Die Verhandlung beginnt jeweils Vormittags 10 Uhr. Gengenbach, den 14. Mai 1869. Großh. Bezirksforstei. _ Meze l._ Oberkirch. Fahrnistversteigerung. 1660.3.1. Donnerstag den 3. Juni d. I., Vormittags 10 Uhr anfangend, läßt der Unterzeichnete in seiner Behausung aller Arten Fahrnisse, darunter 2 Chaisen, Wägen, 2 Pferde sammt Geschirr, Pflug uno- Eggen rc. gegen Baarzahlung versteigern. Inzwischen können aber auch Gegenstände aus der Hand verkauft werden. _Fischer zum Pflug. 1664.2.1. Esikartoffeln , rothe, sehr gute auserlesene, verkauft: Josef Pfitzmayer _ in Offenburg. Durnipssetzlinge-Berkauf. 1605. ' In dem Btlle l'schen Garlen dahier werden Durnipssetzlinge, vorzüglicher Gattung, verkauft. _ 3.3. Verkaufs-Anzeige. 1669.2.1. Eine größere Parlee alter Kreuzstöcke, sowie ein Schienenherd ist zu verkaufen Metzgergaffe Nr. 203 dahier._ Bernerwägele, ein solid gebautes, verkauft Jos. Hacker alt in Offenburg. _ 1667 2.1. 1600.3.3. Bei der Sonne in Oberkcrch sind wieder angekommen: Loßburger Steinplatten und Rottenburger Schleifläufer._ 1311.5.5. Erntewei« , ä 12 und 15 kr. per Maas, bei der Weinhandlung von Adolf Huber in Achern. Empfehlung. 1661. 2. 1. Unterzeichnete empfiehlt sich im Waschen und Bügeln in und außer dem Hause bestens und sieht gefälligen Aufträgen entgegen. Offenburg, im Mai 1869 Walburga Berg, ___Goldgasse Nr. 480. H e i l b r o n n. Empfehlung von amtlich geprüftem kölnischem Wasser zum Waschen nach dem Baden und Stärkung der geschwächten Augen und Glieder. Beim Beginne der Badezeit empfehle ich mein selbst fabricirtes kölnisches Wasser, welches amtlich geprüft und untadelhast erfunden, und dessen Verkauf im Königreich Württemberg, Sachsen und Großherzogthum Baden genehmigt worden, auch deshalb wegen seiner erprobten anerkannten Güte und feinem Parfüm sehr zu empfahlen ist. Zur geneigten Abnahme empfiehlt sich bestens Joh. Chr. Fochtenberger an der Wemsbergerftraße Nro. 17. Alleinige Niederlage bei Ford. Hötzlin jr. 1663.2.1. _ in ^ ffenburg. _ DreWnrafchinen, bester Construction, unter Garantie sind vor- räthig: eine ganz eiserne 60" Lichtweite, eine, Gestell von Holz, 45" Lichtweite zu den billigsten Preisen bei Mechanikus 8. Baumann 1516.8.5._in Offenburg.__ Tüchtige Bauschreiner finden dauernde Beschäftigung bei Faller & Kuß 1908.2.2. _ in Offenburg. 1659.2.1. Einige gewandte Hafner werden in Arbeit gesucht von der Thonwaarenfabrik von B. Schaible u. Comp, in Zell am Hammersbach. ______ Wohnungsvermiethung. 1604. 2. 2. Die Wohnung im zweiten Stock der Sax'schen Apotheke dahier ist zu vermielhen und auf den 1. Juni zu beziehen. 466 Die SchüHengesell- schast Offenburg zeigt hiermit ihren Mitgliedern an, daß das Schießhaus zu den Schieß-Uebungen Sonntag den 23. Mai l> I. und zwar durch ein Ehrenschießen auf die von Herrn Salomon Stein gestiftete Jux-Scheibe wieder eröffnet wird. Indem wir einer recht lebhaften Betheiliqung an diesem Eröffnungs-Schießen entgegensehen, bemerken wir noch, daß für gute Restauration und Musik gesorgt ist. 1666. Der Vorstand. Kleebad Zell a. H. (Kinzigchat), *4 Stunde von der Eisenbahn. 1602. 3.3. Hiedurch mache ich die ergebenste Anzeige, daß ich unterm 1. d. M. mein Mineral- Bad, in welchem sowohl warme als kalte Bäder abgegeben werden, eröffnet habe. Für billige Bedienung, gute Speisen und Getränke ist jeder Zeit beilens Sorge getragen, und ladet deßhalb zum gütigen Besuche ein: Zell a. H., im Mai 1869. Joseph Wetter, Badinhaber. Feuerversicherungsbank für Deutschland in Gotha. 1627.3.1. Nach dem Rechnungsabschlüsse der Bank für 1868 beträgt die Erspärniß für das vergangene Jahr 63 Procent der eingezahlten Prämien. Jeder Banktheilnehmer empfängt diesen An- theil nebst einem Exemplar des Abschlusses von den Unterzeichneten, bei denen auch die ausführlichen Nachweisungen zum Rechnungsabschlüsse zu jedes Versicherten Einsicht offen liegen. Denjenigen, welche beabsichtigen, dieser gegenseitigen Feuerversicherungs - Gesellschaft beizutreten, geben die Unterzeichneten bereitwilligst desfallsige Auskunft und vermitteln die Versicherung. Im Mai 1869. Die Agenten der Feuerversicherungsbank für D. in Gotha: Albert H o e ß in Offenburg, Louis Schick in Haslach, A. R o st in Lahr, I. Dippel in Gengenbach, Alois Manz in Achern, Accisor Derwächter in Kehl, Georg Fehle r in Scherzheim, Max Scheid in Kippen- heim._ Weißen flüssigen Leim von Ed. Gaudin in Paris verkauft ä Flacon 14 kr. Alex Reiff in Offenburg. 1217.25.6. Offenburg. Dienstantrag. Ein braves und gesittetes Mädchen, das kochen kann und sich sonstigen häuslichen Arbeiten willig unterzieht, auch im Garten zu arbeiten versteht, wird in eine kleine Haushaltung auf nächstes Ziel gesucht — von wem? sagt die Erped. d. Bl. Epileptische Krämpfe heilt der Specialarzt für Epilepsie Dr. O. Killt sch in Berlin, jetzt Mittel st räße Nro. 6. — Auswärtige brieflich. Schon über Hunder^eheilt^^^^^^^^^89^27^^ Gegen Zahnschmerz empfiehlt zum augenblicklichen Stillen Apotheker LsrZwaiui's Zahnwolle aus Paris ä Hülse 9 kr. B. Reck 1045.Z.9. Offenburg. Donnerstag den 20. Mai: Freie Lehrerkonferenz, wozu die Herren Collegen sreundlichst einladet: senburg, den 17. Mai 1869. Der Vorsitzende. Feuerwehr! Specialproben für die Abtheilungen Arbeitsmannschaft, Spritzenmannschaft Nr. 2 und Spritzenmannschaft Nr. 3 am Mittwoch den iS. d. M., Abends 6 Uhr. Die Mannschaft hat in leinener Uniform, Gurt und Beil und Dienstmütze zu erscheinen. Offenburg, den 14. Mai 1869. Das Commando. 1635.2.2. Eine Partie leere Petrolenm- Fäffer sind zu kausen bei Jos. Battiany jr. Wwe. hier. _ Schreinerhandwerksgeschirr-Verkanf. 1649.2. 2. Christian Walde Wwe. in Diersburg hat sämmtliches Schreinerhandwerksgeschirr um einen billigen Preis zu verkaufen. 1643.3.2. Bäcker Fritz Dold in der langen Straße Nr. 419, vis-ä- vis dem Kaufmann Reck, setzt das hiesige und auswärtige Publikum in Kenntniß, daß bei ihm jeden Tag frisch gebackene Kaffeebrödchen 7 Stück zu 6 kr. zu haben sind. Offenburg, im Mai 1869. _ Fritz Dold. Geld auszuleihen. 1590.3.3. Mehrere 1Ö00 fl. auf vorschriftsmäßige Pfandurkunden bei der St. Andreas-Hospitalverwaltung Offenburg. T h. K ö nig. ==* Eine Erfindung von ungeheurer Wichtigkeit ist _ gemacht, das Naturgesetz des Haarswachsthums ergründet. Dr. Waker- son in London hat einen Haarbalsam erfunden, der Alles leistet, was bis jetzt unmöglich schien, er läßt das Ausfallen der Haare sofort aufhören, befördert das Wachsthum derselben auf unglaubliche Weise und erzeugt auf ganz kahlen Stellen neues, volles Haar, bei jungen Leuten von 17 Jahren an schon einen starken Bart. Das Publikum wird dringend ersucht, diese Erfindung mit den gewöhnlichen Marktschreiereien nicht zu verwechseln. Dr. Waker- son's Haarbalsam ist in Original-Metallbüchsen » 2 fl. ächt zu haben im Hauptdepüt von Th. Brugier in Karlsruhe, Kronenstraße 19, und in der Niederlage bei Herrn Rudolf Laub- ner in Offenburg. Versandt gegen vorherige Franco-Einsendung oder Nachnahme. Niederlagen werden vom Hauptdepüt aus errichtet. _ 710.12.11. Magaziugesuch. 1642.3.2. Es wird ein Magazin zu pachten gesucht — von wem? sagt die Exped. d. Bl. Dienstantrag. 1614. In eine hiesige Bierwirthschaft wird auf nächstes Ziel ein braves Kellermädchen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. 3.3. 1658. Ortenberg. Dem Einsender müssen wir offen erklären, daß er mit seinem verläum- derischen Artikel in Nr. 113 d. Bl., welchen er gegen unfern Director, Hrn. Kaplan Brüschle, ausgeführt hat, bei einem einsichtsvollen Menschen wenig Beifall fand. Seine Hoffnung, unfern Verein zu stürzen, kann derselbe aufgeben, denn wir werden, trotz allen feindlichen Angriffen, denselben um so muthiger fortführen. Es wäre zu wünschen, jeder Verein würde einen solchen Director besitzen, wenn er auch dem Stand angehört, welcher unserer kleinen Gegenpartei ein so großer Dorn im Auge ist. Der Gesangverein. O ffen bürg. Mittwoch den 19. Mai, Abends 77 a Uhr, Concert ä la Strauss, gegeben von der Lahrer Streichmusik bei Bierbrauer Buscher. 1670. Steinhauergestrchl 1662.3.1. Zehn geübte Sternhauer für Grabsteinarbeiten finden sofort gegen hohen Lohn dauernde Beschäftigung bei Bongard, Bildhauer _ in Offenburg. Vorschußverein ~~ Generalversammlung. 1569.3 2. Samstag den 22. dies. Mts. findet Abends 8 Uhr im Saale bei Hrn. Hessel zur alten Pfalz Generalversammlung statt. Aus der Tagesordnung stehen: 1 ) Bericht der Rechnungsprüfungscommission pro 1868; 2) Vorschlag des Ausschusses über die Belohnung der Beamten^ Die verehrlichen Mitglieder werden zu recht zahlreicher Betheiligung höflichst eingeladen. Offenburg, den 8. Mai 1869. Jos. Nonn. _ C. Geck. Victualien-Preise des Offenburger Wochenmarktes vom 15. Mai. 1 Pfund Butter 27 kr. bis 28 kr., 9 u. 10 Stück Eier 12 kr., 1 Sstr. Kartoffeln 21 kr., 1 Metzle Bohnen 7 — 8 kr., 1 Meßle Erbsen 8 — 9 kr., 1 Maas Milch 7 kr., 1 Pfd. geräucherter Speck 26—30 kr., 1 Paar junge Hühner 48—54 kr.. 1 Pfd. Hanf 33—36 kr., i Ctr. Heu 2 fl. 24 kr — 2 fl. 30 kr.. 1 Ctr. Stroh 1 fl. 36 kr.—1 fl. 42 kr. Offenburger Fruchthalle. MarktvomIS. Mail8«9. Frucht- Gattung. Cin- ge- führt. Ausgestellt v. letzten Markt. Verkauft. Mittel- Preis per Ctnr. Bleiben ausgestellt. Ctnr. Ctn. Ctnr. fl. kr. Waizen .... 163 — 163 5 48 _ Kernen. _ _ Halbwaizen . . 71 — 71 4 33 Korn. 30 _ 30 4 21 Haber. — — _ Gerste. — _ _ Welschkorn. . . 6 — 6 4 12 — 270 — 270 — Ankündigungen aus anderen Blättern. Kork. An Stelle des Hrn. Altbürgermeister Rohr von Freistett wird Hr. Kaufmann F. Bertsch von Lichtenau zum Mitglied des Be- zirksrathes ernannt. Dem Hrn. Bezirksrath Koch in Rheinbischofsheim wurden weiter zugewiesen die Gemeinden Freistett und Neufreistett und dem Hrn. Bezirksrath Bertsch die Gemeinden Lichtenau, Grauels- baum und Scherzheim. Auswanderer. Johann Ruf, Schreiner von Gutach, Bezirksamt Wolfach. Andreas Harter, Taglöhner von Schapbach. Bezirksamt Wolfach. Theresia Heizmann von Hausach, Bezirksamt Wolfach. Verabfolgung der Reisepässe durch Großh. Bezirksamt Wolfach am 22. Mai d. I. Blechncrarbeit-Wcrgebung. Von Großh. Bezirksbauinspeclion Achern wird die Herstellung von Dachkanälen für das kath. Schulhaus in Kehl im Anschlag von 72 fl. 15 kr. in Accord gegeben. Ganterkenntniffe. fEkert, Jak., von Strittmatt, A. Waldshut, Tgf. 24. Mai, V. 8 U. -Müller, Joh., Landwirth vor Bickensohl, A. Breisach, Tgf. 1. Juni, V. 8 U. Für die Rkdaction verantwortlich A. Reiff. E: Druck und Verlag von A. Reifs und Comp.