DerHrlemuerHote Amtliches Verkundigungslitatt für den Kreis Offen sowie für die Bezirksämter und Amtsgerichte Offenbur g und Gengenbach. Erscheint täglich mit Ausnahme Montags, und kostet vierteljährlich in Offenburg 1 fl., für den Landpostbezirk 1 st. 2 kr., für die übrigen Postbezirke 1 fl. 7 kr. EinrückungSgebühr: die gefpaltme Garrnsndzeile oder deren Raum 3 kr. Nro. 264. Offenburg, Freitag den 12. November 1869. Politische Rundschau. Karlsruhe, 7. Nov. Bericht des Abgeordneten Kirsner. (Schluß.) IV. Eisenbahnschuldentilgungskasie. Am Ende des Jahres 1868 betrug die reine Schuld dieser Kasse 107,560,330 fl. Eine äußerst ungünstige Beurtheilung erfährt das im Septbr. 1867 mit den Unternehmern M. A. Rothschild und Söhne in Frankfurt, Discontogesellschaft in Berlin und Ladenburg u. Söhne in Mannheim abgeschlossene Prämienanleihen im Betrage von 21 Mill., wovon % innerhalb 16 Monaten einzubezahlen waren, den Unternehmern aber auch ganz freigestellt war, Einzahlung zu 91"/, auch früher zu leisten. Letzteres haben die Unternehmer benützt, ebenso die Offenhaltung der Annahme des 3. Drittels zu 9% %, wenn die Annahme vor 1. April 1868 erfolgt, wozu sich die Unternehmer gleichfalls vor dem Eintritt dieser Zeit aus nahe liegenden Gründen sehr gerne bereit erklärten, weil dieses Anlehen damals aus 98"/, stand. Es erscheint deßhalb dieses Anleihen als das theuerste in der Bad. Finanzgeschichte, lediglich dadurch hervorgerufen, daß man den Unternehmern äußerst vortheil- hafte Bedingungen zugestand. An der Sache ist jetzt freilich nichts mehr zu ändern, da der Finanzminister an die Vergebung des Anlehens auf dem Soumissionswege gesetzlich nicht gebunden war, aber es läßt sich hieraus die That- sache ableiten, welche Folgen eintreten können, wenn man dem Chef des Finanzministeriums zu großen Spielraum gewährt. Wenn wir nicht rrren, hat der jetzige Präsident dieses Ministeriums keine untergeordnete Thätigkeit bei dem Abschlüsse dieses Anlehens entfaltet, und wenn sich dieses so verhält, so mag er aus den eingetretenen Folgen seiner früheren Thätigkeit entnehmen, wie angenehm es auch für einen Finanzminister sein kann, wenn seine Verantwortlichkeit einen Rückhalt in den Kammern findet. Selbst bei der größten Gewissenhaftigkeit können unangenehme Erscheinungen eintreten und sie sind in dem vorliegenden Falle um so beklagens- werther, als durch die den Unternehmern gewährten äußerst günstigen Bedingungen dem , Staate ein großer Zinsenverlust und ein weit größerer Verlust durch die festgesetzte Rabattbewilligung erwachsen ist. Im Uebrigen zeigt der Bericht trotz der seit 1866 eingetretenen Vermehrung der Ausgaben immerhin eine erfreuliche Lage unserer Staatsfinanzen, die indesien doch auch gebieterisch auf Erzielung von Ersparnissen hinweist, wenn nicht allmälig die frühere glänzende Lage unserer Finanzen getrübt werden soll. Karlsruhe, 11. Nov. Zweite Kammer. Die Vorlage des Eisenbahnbauvoranschlags und der Nachweisungen über den Fortgang der Eisenbahnbauten, Voranschlag des Haudelsministe- riums bildeten den Gegenstand der Berathung. Die Ertheilung kunstgewerblichen Unterrichtes rief längere Debatte hervor. Einerseits wurde Errichtung einer besonderen Kunstschule, andererseits Anstellung eines tüchtigen Zeichenlehrers am Polytechnikum für zweckmäßig befunden. Die Entscheidung über diese Frage wurde bis zur Berathung des Haushalts des Ministeriums des Innern vertagt. Nächste Sitzung Samstag. Dresden , 10. Nov. Abgeordnetenkammer. Der Abrüstungsantrag der Fortschrittspartei wurde mit großer Mehrheit angenommen. Der Zusatz der Nationalliberalen, betr. Rücksichtnahme auf die Machtstellung und Sicherheit Deutschlands, wurde abgelehnt. Fulda, 8. Nov. (Frkf. Z.) Der Zug 9 ist mit dem Güterzuge bei Neukirchen zusammengestoßen. Zwei Maschinen, zwei Waggons zertrümmert, einige Reisende verwundet. Königsberg, 9. Nov. Der heftige Orkan der letzten Nacht hat bedeutenden Schaden angerichtet. Ein großer Theil der niederen Stadt ist überschwemmt, die Wiesen vor der Stadt sind meilenweit unter Wasser gesetzt und der Verkehr nach dem Lande zu bedeutend gehemmt. Catlaro, 8. Nov. In der Zupa dauern die Gefechte fort. Der Mainote Boretta wurde wegen Betheiligung am Verrath des Forts Stanjevich in Budua gehenkt. Das Urtheil über den Popen Tannovic, gleichfalls Mainote, ist spruchreif. Budua, 8. Nov. (N. Fr. Pr.) Nach sechstägigen Gefechten hat der Statthalter F.M.L. Wagner die Zupa unterworfen, Dub, Sisic, Pobori, Maina eingenommen und Braich beschossen. Das Fort Stanjevich wurde von den Insurgenten niedergebrannt. Vom Volke werden fortwährend Waffen eingelicfert. Die Verluste sind gering; die Truppen bewährten eine ungemeine Ausdauer. General Auersperg, welcher den Befehl in den aufständischen Bezirken übernimmt, ist hier eingetroffen. Der Statthalter ist aus politischen Rücksichten nach Zara abgereist. Paris, 10. Nov. Ein Bericht des Finanzministers Magne, der die kaiserl. Genehmigung erhalten hat, schläft, in Ergänzung zu der über die Münzfrage eingeleiteten Untersuchung, die Prägung einer Goldmünze von 25 Franken vor. — Der „Reveil" veröffentlicht einen Brief von Ledru-Rollin, der sehr radikal lautet und auch den Parlamentarismus bekämpft, der sich nunmehr an die Stelle des Kaiserreichs setzen wolle. Madrid, 8. Nov. Das Entlaffungsgesuch des Marineministers Topete ist angenommen. Prim ist einstweilen mit der Leitung des Marineministeriums betraut. Eine karlistische Erhebung, der jedoch keine Bedeutung beizulegen ist, wird aus Labastida, Provinz Alava, gemeldet. Brüssel, 9. Nov. Heute fand die Eröffnung der Kammer durch den Alterspräsidenten statt. In der Repräsententenkammer kündigte Dumor- tier eine Anfrage wegen Wegfalls der Thronrede an, in der er zugleich über die Einzelheiten des mit Frankreich abgeschlossenen Eiscnbahnver- trags Auskunft verlangt. San Rossork, 9. Nov., Abends. Bei sehr leichtem Fieber ist die Befferung im Zustande des Königs eine fortschreitende. Trebigne, 8. Nov. Achmet Pascha, der Kommandant der regulären Truppen, verlangte noch drei Bataillone Verstärkung, da sich eine erhebliche Anzahl Montenegriner den dalmatinischen Aufständischen anzuschließen beabsichtigte. Vermischte Nachrichten. § Offenburg, 11. Nov. Erlauben Sie gefälligst, in Bezug auf die letzte Versammlung Der Spion. Von D. /, Obl. fl. 92y. G. , 4"/o . fl. 85-/. P. » 3v,o/a „ von 1842 fl. 81 P Bad. fl. 35 Loose fl. 56y 2 P. „ 4% . 1037, G. Ganterkenntniffe. ^Zockers, Jak., von Willstätt, A. Kork, Tgs. 19. Nov., V. 9 U, Schweizer, Ludw., Pflästerermeister von Karlsruhe, Tgf. 26. Nov., V. 10 U. Teufel, Alois, Bierbrauer von Radolfzell, Tgf. 23. Nov., V. 8 U. Hiezu eine lit. Beilage der A. Bielefeloschen Hofbuchhandlung in Offenburg. Für die Redatt-on ve^cmrrrrrlich A. Reiff. — Truck und Verlag von A. Reiff und Comp. Der ÄrtenauerMote L. 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(jvuujiutu IUD «1|U)UUII 11w.11 «u[)immn I MUCiU||Iltt ua «;unuiuuvic, uuo vrnlc, daß zwei »ffener ^reimuthigmt erzählte, welche einfache l das Köpfchen auf den Busen sinken, erhob dann I Stunden Frist mein Leben retten können." 1869. lNt wor- l die Deich unter , für die : Maina wovicchio Bei der ufs Ver- «it den t Baron kann geil Mann en. Vom rwundet. >peration r-Jnsur- S terp :r Kampf urgenten en alles n auf 2 traf die widerlegt dämmern > von ei- 3% Uhr >rt. Der Er hat -ieber ist Iesandte, ne lange Hotel des stoßenden i, ist zehner eine 200,000 sachen im zehrt hat. in einem ;t, da sie n wollte. ü 1062 Die Mechanische Flachs-, Kant- SL Abwerg - Spinnerei F empfie beträgj wird z 3316.l werden Fhi J.L 3684 Heizbar, Wittwk finden für bei Copi gemäld, und, v Kunst Bei Iraits., und P mat w Leistun bekannt 370C bach, i das Bc Exped. 368k lumme: ^agt di Äh.