Der Orlemuer Bote. Verkündigungs-Blatt für dir Amtsbezirke Offerrburg , Oberkirch, Achern, Rheinbischofsheim, Kork, Gengenbach, Haslach und Wolfach. jfg 91 . Offenburg, den 18 November 18S3 Bekanntmachungen. Die Nachtheile des Lotterie-Spiels, Pier die Anzeigegebühren betr. Nro. 29429—30. Das Großh. Ministerium des Innern hat sich veranlaßt gesehen, mittelst Erlasses vom tl. d. M. Nr». 13756- 57 auszusprechen: „Daß in Gemäßheit des § 2 der hochstlandesherrlichen Verordnung vom 17. September 1824 (Reg. Blatt No. 25) den Gendarmen, gleich wie jedem andern Anzeiger von Lotterie-Collecteuren, ein Drittel der erkannten Geldstrafe als «nzeigegcbühr zuzuweisen, und nur wenn jenes Drittel den Betrag von IO fl. nicht erreicht, oder wenn nicht eine Geld-, sondern eine Gefängnißstrafe erkannt wird, denselben eine Anzeigegebühr von 10 fl. zuzuerkennen sei. Ferner wurde bestimmt, daß auch den vom Staat an- gestellten Polizeidienern, ebenso wie den Gendarmen für Anzeigen von Lotterie-Collecteuren die im § 2 der Verordnung vom 17. Sept. 1824 (Regierungsblatt 1824 pag. 136) regulirten Gebühren zuerkannt werden sollen." Hievon werden die Großh. Aemrer des Kreises zur Nachachtung und weiteren Eröffnung in den Localblättern in Kenntniß gesetzt. Karlsruhe, den >8. Oktober 1853. Großh. Regierung des Mittelrheinkreises. Rettig. vdt. Maurer. Achern. Nrv. 28166. Vorstehendes wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Achern, den 14. November 1853. Großherzogliches Bezirksamt. Hipp mann. Das Tragen von Waffen betr. Nrv. 29138. Nach einer Bekanntmachung des Königlich Sächsischen Ministeriums des Innern vom 25. Juli d. Z. wurde die Anordnung getroffen, daß den aus den Eisenbahnen bewaffnet in das Königreich Sachsen kommenden Personen auf der ersten sächsischen Station, welche sie berühren, von der betreffenden Polizeibehörde oder deren Bufsichtsorganen die bei sich führenden Gewehre abgenommen und unter Vernehmung mit den betreffenden Bahnbeamten Veranstaltung getroffen werde, daß die fraglichen Reisenden diese Gewehre bis zum Austritt aus dem Königreich Sachsen nur als Paffagicrgut in den Transpvrtwagen miknehmen dürfen. Oie Großb. Aemter des Kreises werden hievon mit dem Aufträge benachrichtigt, diese Anordnung durch Einrücken in die Localblätter zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. Karlsruhe, den >8. Oktober 1853. Großh. Regierung des Mittelrheinkreises. Rettig. eät. Hinterfad. «chern. Nrv. 28164. Vorstehendes wird für den diesseitigen Amtsbezirk zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Achern, den 14. November 1853. Großherzogliches Bezirksamt. H i p p m a n n. Oie Vornahme der Feuerschau beer. Nrv. 29402. Bei Vornahme der Abschätzungen der Gebäude und des jährlich vorzunehmenden Umgangs haben die Bauschätzer, beziehungsweise die Bauschätzungs-Controleure, vielfache Gelegenheit, sich von der Einrichtung der Feuer ftellen und von der Beachtung der Vorschriften zur Verhütung von Feuerschaden und den Zustand der Feuerlöschanstalten überhaupt Kenntniß zu verschaffen. Das Großh. Ministerium des Innern hat sie daher durch Erlaß an den Großh. Derwaltungsrarb der General- Wittwen- und Brandkaffe vom 11. Oct. d. I. Nrv. 13804 anweisen lassen, allenthalben, wo sie bei ihren dienstlichen Verrichtungen wahrnehmen, daß die Gebäude und die Einrichtungen der Feuerstellen nicht in aller Hinsicht auf den bestehenden feuerpolizeilichen Vorschriften hergestellt sind, sogleich dem betreffenden Amte die Anzeige zu machen und überdies, im Falle Gefahr auf dem Verzüge steht, bei dem Bürgermeisteramte sogleich zur Beseitigung der wahrgenom- menen Mängel zu dringen und auch hiervon sogleich das betreffende «mt in Kenntniß zu fetzen. Zugleich sind die Bauschätzungs-Controleure aufgefordert worden, ebenso Fahrlässigkeiten oder Mißgriffe der Feuerschauer sogleich zur Kenntniß der betreffenden Aemter zu bringen. Dies wird zur allgemeinen Nachachtung bekannt gemacht und ist von den Großh. Aemtern des Kreises auch in dir Localblätter einrücken zu lassen. Karlsruhe, den 18. Oktober 1853. Großh. Regierung de» Mittelrheinkreises. Rettig. vst. Maurer. Achern. Nro. 28165. Vorstehendes wird zur Nachricht und Nachachtung für den diesseitigen Amtsbezirk bekannt gemacht. Achern, den 14. November 1853. Großherzogliches Bezirksamt. Hi pp mann. Den Umtausch der Königl. Preußischen Kassen Anweisungen vom 2. Jan. 1835 betr. Nro. 31304. Oie Königl. Preußische Regierung bat de» Umtausch der gegenwärtig im Umlauf befindlichen Königlich Preußischen Kaffen-Anweisungen vom 2. Jan". 1835 »1 Rkhlr., 5 Rthlr., 50 Rkhlr., 100 Rkhlr. und 500 Rthlr. gegen neue unter dem 2. November >851 angefertigte Kaffen-Anweisungen ä 1 Rthlr., 5 Rkhlr., 10 Rthlr., 50 Rthlr. und ,00 Rthlr. beschlossen. Oie Königliche Hauptverwaltung der Staatsschulden hat zu diesem Behufe unter dem 12. September l. I. an die Inhaber der Königl. Preußischen Kaffen-Anweisungen vom 2. Januar 1835 die Aufforderung erlassen, dieselben vom 1 . Ocwber l. I. an in Berlin bei der Controle der Staatspapiere, auswärts aber bei den Regierungshauptkaffen, sowie bei den von den Königl. Regierungen bezeichneten Kreisoder Specialkaffen zu präftntiren und dagegen neue Kaffen- Anweisungen vom 2. November 1851 voll gleichem Wertht- betrage in Empfang zu nehmen. 844 Cie Kaffen-Anweisüngen vom 2. Zam«>r 1835 behalten übrigens einstweilen bis zu dem nach Ablauf von neun Monaten bekannt gemacht werdenden Präclusivtermin ihre Gültigkeit, der Umtausch derselben wird nach Ablauf von 15 Monaten nicht mehr stattfinden. Diese Anordnung der König!. Preußischen Regierung wird zufolge Erlasses des Großh. Ministeriums des Innern vom 2. d. M. Nro. 14861 — 62 hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht und ist überdies sofort in sämmtliche Localverkündigungsblätter aufzunehmen. Karlsruhe, den 8. November 1853. Großh. Regierung des MittelrheinkreiseS. Rettig. v4. November 1853. Großhcrzvgliches Bezirksamt, v. Laroche. Haslach. (Schuldenliquidation.) Nro. 15292. Die ledige Magdalena Säckinger von Steinach ist gesonnen, nach Amerika auszuwandern. SchuldeniiquidativnS-Tagfahrt wird anberaumt auf Montag den 21. d. M-, Morgens 8 Uhr, wozu etwaige Gläubiger bei Verlust der Rechtshülfe vorgeladen werden. HaSlach, den 14. November 1853. Großhcrzvgliches Bezirksamt, v. Laroche. Wolsach. (Gläubiger-Aufforderung.) Nr. 20445. Die Wittwe Franziska Mäntcle und Helena Springmann von Kaltbrunn beabsichtigen, nach Amerika auszuwandern. Es werden alle Diejenigen, welche Ansprüche an dieselben zu machen haben, aufgesordert, solche in der aus Mittwoch den 23. d. M., Morgens 9 Uhr, anberaumten Tagfabrt geltend zu machen, «idrigens ihnen spater nicht mehrdazu verholsen werden könnte. Wolsach, den 9. November 1853. Großherzvgliches Bezirksamt. Mallebrein. Wolsach. (Gläubiger-Aufforderung.) Nr. 20202. Magdalena Haberer, Ehefrau des Sebastian Müller von Schenkenzell, beabsichtigt, nach Amerika auszuwandern. ES werden alle Diejenigen, welche Ansprüche an dieselbe zu machen baden, aufgesordert, solche in der auf Mittwoch den 23. d. M., Morgens g Uhr, anberaumten Tagfahrt geltend zu machen, widrigens ihnen später nicht mehr dazu verholsen werden könnte. Wolsach, den 2. November 1853. Großherzvgliches Bezirksamt. Mallebrein. Oberkirch. (OaS Brandkaffen-Ad- und Zuschreibge- schäsk pro 1853 berr.) Nro. 6617. Mit Hinweisung auf die Bekanntmachung des Großh. Amtsrevisorats Offenburg im Orrcnauer Boten vom 18. v. M. Nro. 82 werden diejenigen Gemeinderärhe, welche noch mit Einsendung fraglicher Arbeiten im Verzug sind, aufgesordert, solche jedenfalls im Laufe d. M. noch zu bewirken. Oberkirch, den 15. November 1853. Großherzogliches «mtsrevisorat. Link. Offenburg. (Retour-Briefe.) Die Aufgeber nachstehender dahier zur Post gegebenen Briefe, die als unbestellbar zurückgekvmmen sind, werden zu deren Rückempfang, gegen Entrichtung der darauf haftenden Taxen rc., hiermit aufgefordert. Schmidt in Straßburg. Vögle in Karlsruhe. Emmerich in Paris. Mündel in Theningen. Klug in Achern. Offenburg, den 15 . November 1853. Großherzogliches Post- und Eisenbahn-Amr. Kehl. (Retour - Briefe.) Die Aufgeber nachstehender, dahier zur Post gegebenen Briefe, die als unbestellbar zurückgekvmmen sind, werden zu deren Rückempfang, gegen Entrichtung der darauf hastenden Taxen, hiemit aufgefordert. Volker-Walker in Waüersteia. Kremer in Köln. Wid- maier in Stuttgart. Fisen in Müllheim. Braun in Beiertheim. Diesenbach in Wiesbaden. Pezenburg in München. Schäfer in Hprdt. Happel in München. Korn in Saarbrücken. Bürgermeister in Bartz a. Rh. Guggenhrim in Gailingen. Lanykoz in München. Bern- Heim in Rottweil. Brandstetter in Freiburg. Knittel in Mannheim. Walther in Oppau. Laugel in Köln. Bürgermeister in Oberkirch. Ries in Bühl, vunzinger in Achern. Guillaume in Waldshut. Riebel in Kehl. Geiler in Dorf Kehl. Müller in Stadt Kehl. Revel in Lyon. Piccard in Gemündt. Kchl, den 15. Nov. 1853. Großherzogliches Postamt. Becker. [2] Offenburg. (Stamm-, Klafter- und Wellenholz- Dersteigerung.) Am Mittwoch den 23. dieses Monats, Bormittags 9 Uhr, werden in der Forftdvmaine Fußberg 2 Eichstämme > in der Stärke von 16 bis 43 Cubik- 8 Tannenstämme f fuß, und 241/2 Klafter zu Weg gebrachtes Tannenscheitholz, sodann am Donnerstag den 24. dieses Monats, Morgens 9 Uhr, in der Forftbomaine Brandeck 9150 Stück dürre forlene Wellen gegen Baarzahlung versteigert. Am 23. Zusammenkunft in der Traube in Fessenbach. Am 24. in der Laube in Zell. Offenburg, den 14. November 1853. Großherzogliche Bezirksforstei. v. Böcklin. a Ottenhöfen. (Holz-Versteigerung.) Aus dem Dvmainen-Wald Eselsbrunn bei «llerdeili- gen werden Samstag den 26. November l. I. folgende Nutz- und Brennhölzer versteigert werden: 28 buchene Nutzholzklötze; 36 1/2 Klafter buchenes, 11 Klafter forlenes und 5 Klafter gemischtes Scheitholz; 13 Klafter buchene, 7 Klafter forlene und 14 Klafter gemischte Prügel und 1850 Stück gemischte Wellen. Oie Zusammenkunft ist Vormittags 11 Uhr im Forst- Hause zu Allerheiligen. Ottenhofen, den 15. November 1853. Großh. Bad. Bezirksfvrstei. Schabinger, O. V. Wolsach. (Holzverkauf.) Zn Fürstl. Fürstend, vo- maincnwaldungen werden folgende Hölzer im SteigerungS- wege verkauft, und zwar: Donnerstags den 24. November d. Z., im District Waldstein , mit Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr im Waldhüterhause daselbst: 110 Stück tannene Oop- pelklötze; — 264 Stück tannene einfache Klötze; — 25 Stück buchene Nutzholzklötze; - 50 Klafter buchenes Scheiterhvlz; — 100 Klafter tannenes Scheiter- und Prügelhvlz. Freitags den 25. November d. Z., im District Kost- wald, Gem. Fifcherbach, mit Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr, auf dem Kosthofe: 19 Stück buchene Nutzholzklötze; — 52 Klafter buchenes Scheiterhvlz; — 20 Klafter buchenes Prügelhvlz; — 1 175 Stück buchene Reiswellen. Wolsach, den 13. November 1853. Fürstl. Fürstend. Bezirksforstei. Bogenschütz. Ortenberg. (Steigerungs-Zurücknahme.) Die gegen Michael Frey von Käfersberg auf Samstag den 26. d. M. in Nro. 87 dieses Blattes angekündete Vollstreckungs-Versteigerung wird hierdurch mit Einwilligung der Gläubiger widerrufen. Ortenberg, den 16. November 1853. Der Vollstreckungsbeamte: Dillinger, Notar. 846 Offenburg. (Versteigerung.) Am nächsten Dienstag den 22. d. M-, Vormittags 10 Uhr, werden tm Burgerhof dahier mehrere alte Oefcn, altes Eisen und ca. 50 Hakfter- ketten gegen Baarzahlung öffentlich versteigert. Offenburg, den 15. Nov. 1853. Stadtverrechnung. Pezold. Offendurg. (Rheinkiesbeifuhr - Versteigerung.) Am DienStag den 22. d. M., Vormittag« 11 Uhr, wird auf diesseitiger Kanzlei die Beifuhr von 150 Meß Rbeinkie« an den Wenigstnehmenden versteigert; wozu die Liebhaber ein geladen sind. Offenburg, den 15. Nov. 1853. Stadtverrechnung. Pezold. Osfenburg. (Versteigerung.) Am nächsten DienStag den 22. d. M., Nachmittags 2 Uhr, wird da« Verführen und Planiren des auf Haufen liegenden Grundes im untern Angel in 17 Loosabtheilungen an die Wenigstnehmenden auf dem Platze selbst versteigert. Die Zusammenkunft ist bei der Kinzigdrücke. Offenburg, den 16. Nov. 1853. Stadtverrechnung. Pezold. [1] Gengenbach. (Holzversteigerung.) Am Montag den 28., Dienstag den 29. und Mitt- , «och den 30. d. Monats läßt die Skadtgemeinde Gengenbach folgende Hölzer an den Meistbietenden gegen Zahlung vor der Abfuhr versteigern: 1) 720 tannene Stämme, Holländer- und Floßstämme. 2) 12g Stück tannene Sägklötze. 3) 10 Stück Eichen, worunter eine mit 205 Kubikfuß. Die Versteigerung beginnt jedesmal Morgens 8 Uhr, und wird bei günstiger Witterung im Walde selbst, bei ungünstiger Witterung aber auf dem Rathhause abgehalten; die Steigerungslustigen wollen sich daher für diesen Fall vorher mit den Hölzern vertraut machen. Im ersten Fall ist die Zusammenkunft vor dem Rathhause. Dabei wird den Steigerungslustigen bemerkt, daß eine Versteigerung der Hölzer im Klumpen nicht stattsinden wird. Gengenbach, den 12. November 1853. Das Bürgermeisteramt. Stein. [1} Ortenberg. (Liegenschafts -Versteigerung.) Zum Behuf der Auswanderung des Michael Frey au« Käfersberg läßt derselbe nebel, den im Ortenauer Boten Nro. 87 schon an Haus, Aeckern, Matten, Reben und Waldung verzeich- neten Liegenschaften noch nachstehende Güter in der Gemarkung Ortenberg freiwillig öffentlich versteigern, als: IV- Hausen Reben am Langenacker. 2 .. „ .. Brunnenrain. i/„ .. im neuen Bann auf der Svmmerseire. 2 „ allda 1/2 " „ im Messerschmied. V» .. „ Vogtsberg. 1 „ „ Scheurer. 2 „ „ >> alten Berg. IV 2 Rebftld allda. 1 „ Reben im Eschbach. , , t .. Grasplatz, mit Obstbäumen besetzt, an der Judengaffe. Diese Versteigerung wird am Donnerstag den 24. d. M.». Nachmittags 1 Uhr, im Gasthause zur Krone in Ortenberg abgehalten, wozu man die Liebhaber mit dem Bemerken einladet, daß die Bedingungen vor der Versteigerung selbst bekannt gemacht werden. Käfersberg, den 17. November 1853. Michael Frey. Dienstantrag. Man sucht einen Schmied, welcher etwas Schlofferei und den Wagen- und Pferde-Beschlag versteht; desgleichen einen gesetzten Burschen, vertraut mit dem Umgang von Pferd und Kuh, und etwas Gartenbau und Oekonomie verstehend. Der Verleger d. Bl. sagt — wo r Offenburger Männergesang-Verein. Sonntag den 20. November, Abends 5 Uhr: Gesellige Zusammenkunft in der Pfähler'schen Restauration. Offenburg. (Anzeige.) Ausverkauf von grau wollenen Unterjacken, Cachenez, Damen- und Kinder - Spensern zu bedeutend herabgesetzten Preisen bet Adolph Schaible. Offenburg. (WohnungSvermiethung.) Unterzeichneter hat in seinem kleinen Hause in der Keffelgaffe eine Wohnung mit 2 Zimmern u.s. w. zu vermiethen. Z. Otteoi. Patent-Blaue zum Bläuen der Wäsche findet man ächt pr. Pfd. ä 30 kr., den Vierling ä 8 kr., bei Ferd. Hölzli« jun. in Offenbar*. Proben werden gratis abgegeben. (Eingesandt.) A n 4ch! wie öde ist die Welt mir Stach de« Abends «ugenglück! Trauer dann das Herz umschwellt mir, O zerrissenes Geschick! in der Liebe brünst'gem Sehnen «aht' ich gern dem Rosenmund; Lwig bleibt's ein bittres Wähnen, Tönet nie vom Thurm die Stund'. Tob umfange den Elenden, sh' ich mich von Ihnen trennten. Osfenburg. (Oungverkauf.) Ein Häufie Dung ist zu verkaufen — von wem? sagt der Herausgeber diese« Blattes. .förtffeäliäave. weiß und farbig, zum Verkauf aiau»der Lederfabrik in Oberachern. Unfchlitt, rciri) ^e-bst ln kau- Offenburg. (Wohnung«-Vermiethung.) Wagner meifter Karl Nerlinger alt hat den zweiten Stock leine« Hauses mit 4 Zimmern und Zugehörde sogleich oder auf Weihnachten zu vermiethen. [1] Offenburg. (Anzeige.) Eine schöne Auswahl feiner Bilder sowie verschiedene Sorten Goldleisten zu Bilderund Spiegelrahmen sind neu angekommen und billigst zu haben bei Ed. Stigler, Glasermeister. Offen bürg. (Pßastersteine-Verkauf.) Unttrzeichneter hat an der Kinzig von der langen Brücke an bis zum großen Teich 8000 Pflastersteine liegen, welche er im Ganzen oder theilweife verkauft. Nepomuk Kern. An R. in <0. Sonntags*) mit dem ersten Zuge Auf der Eisenbahn . Komm' in A. ich an. Merk' Dir'«, mein Freund! im Fluge Schirr' den Ar'ber an Und fahr' zur Eisenbahn, Um mich dort zu empfangen, Damit wir schnell gelangen, Nach O., und ftoher Weise Beim Wiederseh'n Den Tag begeh'n In Deiner Lieben Kreise! •*. *) Dm 20, Rov. 1853. 847 Tagesgeschichtliche Mittheilungen. Baden. Die frühere Absicht unserer Staatsregierung/ die Kammern noch in diesem Monat zusammentreten zu lassen, scheint nicht in Erfüllung zu gehen, und es iss mehr als wahrscheinlich, daß die Eröffnung des Landtags sich bis in den nächsten Monat hinauszieht. Die Veranlassung hiezu soll, wie versichert wird, in den von dem Finanzministerium anzufertigenden und noch nicht vollendeten Budgerarbeiten liegen. Da- übrigens wenige Gesetzesvorlagen an den Landtag gelangen werden, fo dürfte die diesjährige Sitzung bald beendigt sein, zumal da die gegenwärtigen Zeiten für Motionen ödere andere ausführliche Kammerverhandlungen wenig geeignet sind. Wie man vernimmt, werden folgende Gesetzesenkwürfe den Kammer» übergeben werden: 1) Ueber Beschränkung der allzugroßen Theilbarkeit der Liegenschaften, eine Vorlage, die bei unfern maaßlos zerstückelten Gütern und der daraus erwachsenen Calamität überall freudig begrüßt werden wird; 2) über die Beförsterung der Privatwaldungen, eine Vorlage, die der Verwüstung der Prival- waldungen entgegenwirken soll, und 3) über das Geschwor- nengericht. Wahrscheinlich wird der letztere Gesetzesentwurf bestimmt sein, die Zuständigkeit der Schwurgerichte zu beschränken und die Anzahl der Hauptgeschworenen zu vermindern; ob noch andere Punkte hinsichtlich des Verfahrens S ndert zu werden beabsichtigt sind, vermögen wir nicht zu aupten. (Schw. Merk.) — Für den 14. Aemter-Wahlbezirk (Amt Waldkirch und Landamt Freiburg) wurde Hr. Karl Kapferer, Kaufmann in Freiburg, als Abgeordneter in die Zweite Kammer gewählt. — Das Großh. Regierungsblatt Nro. 45 enthält eine vom Großh. Ministerium des Innern veröffentlichte „Ueber- sicht der Vertheilung der für das Jahr 1834 auszuhebenden Ergänzungsmannschaft." Nach derselben har zu stellen: der Conscriptionsbezirk Ackern, mit 168 Conscriptions- pflichtigen, 50Mann; der Conscr. Bez. Gengenbach, mit 149 Conscriptionspflichtigen, 44 Mann; der Conscr. Bez. Haslach, mit 95 Conscriptionspflichtigen, 28 Mann; der Conscr. Bez.Kork, mit 100 Conscriptionspflichtigen, 29 M.; der Conscr. Bez. Oberkirch, mit 187 Conscriptionspflich- tigen, 55 M.; der Conscr. Bez. Offenburg, mit 241 Conscriptionspflichtigen, 71 M.; der Conscr. Bez. Rheinbi- schofsheim, mit 107 Conscriptionspflichtigen, 32 M.; der Conscr. Bez. Wolsach mit 95Conscriptionspflichtigen, 28 Mann. §§ Vom Schwarzwald, 15. Nov. Beim nahen Zusammentritt unserer Stände wird auf's Neue die Ausführung der Kinzigthalbahn besprochen werden, die eine der schönsten und gewerbreichsten Gegenden des Landes vor gänzlicher Abgeschiedenheit schützen sollte. Wir wollen hoffen, baß unsere Volksvertreter ihr jene Aufmerksamkeit widmen, die sie verdient, und ängstliche Geldsorgen keineswegs ein Unternehmen hindern, das schon längst hätte ausgeführt werden sollen. Konstanz, 14. Novbr. Zm Seekreise kommt der seit Einführung der Schwurgerichte noch in keinem andern Kreise unseres Landes eingetretene Fall vor, daß im letzten Quartal dieses Jahres wegen Mangels an Stoff keine Schwurgerichtssitzung gehalten werden wird. Aus Konstanz, 11. Nov., schreibt man der Karlsr. Zeitung: ..Wie richtig es ist» daß der allzugroße Eifer der Käufer häufig die Preise der Lebensmittel erhöht, zeigt der Umstand, daß Kartoffeln und Kraut jetzt bedeutend billiger .sind, als vor einiger Zeit, weil eben damals das Publikum die zu Markt kommenden Vorräthe mit übertriebener Hast aufkaufte und sich gegenseitig steigerte. Die Preise aller andern Lebensmittel sind die gleichen geblieben, und es sind sogar Hoffnungen auf ein Sinken derselben vorhanden. Die von gestern an eingetrerene zollfreie Einfuhr von Reis wird sicherlich auch wohlthätig wirken. , Aus dem Amt Bonndorf. Auch bei uns greift die Auswanderung nach Amerika immer stärker um sich, namentlich suchen die Gemeinden durch Fortschaffung ihrer an Zahl stet» steigenden Armen sich einer Last zu entledigen, die bereits so drückend ist, daß sich jene nicht mehr zu Helsen wissen. So beförderte die Gemeinde Wellendingen 54 Köpft über den Ocean. Ihnen schloß sich noch eine große Anzahl aus benachbarten Gemeinden an. — Auch muß ich von einem Diebsneste erzählen, das von dem großen Sammelfieiße seiner Bewohner zeugt. Dieser Tage hielt nämlich unsere tbätige Bezirks-Gendarmerie von Uihlingen in Folge eines Verdachtes auf Felddiebstabl in einem Hause zu Jgelschla», einem Nebenorte von Birkendorf, während dreier Tage mit außerordentlicher Anstrengung Haussuchung, wobei sich herausstellte, daß das ganze Haus im wahren Sinne des Wortes mit einer unglaublichen Menge gestohlener Gegenstände vollgepfropft war. In den Betten, in den Wänden, unter dem Boden, kurz in jedem Winkel fanden sich die verschiedensten «ckerbaugeräthschasten, Holzwaaren, Feldfrüchte rc. in großer Anzahl vor. Jedermann weiß daher auch unserer Gendarmerie den wärmsten Dank dafür. Mannheim, 11. Nov. (K. Z.) Gestern gegen Abend wurden die Bewohner der ober» Stadt ganz unerwartet durch einen Pistolenschuß und die bald darauf vorgenommene Verhaftung eines anständig gekleideten jungen Menschen von dem Anschein nach nicht über 20 Jahren alarmirl. Derselbe ist seiner Angabe nach der Sohn einer wohlhabenden Tischlerfamilie aus Köln und hatte dort sein Herz an die Tochter einer Tüncherfamilie verloren, welch letztere übrigens dem Liebesverhältniß keineswegs geneigt gewesen sein soll. Das Mädchen kam vor etwa 3 Monaten als Putzmacherin in einen Laden der obern Stadt dahier in Condition und brach mit dem entfernten Geliebten. Dieser macht sich auf von Köln, kauft in Bonn eine Doppelterzerole und läßt diese gleichzeitig von dem dortigen Waffenschmied laden. Vorgestern langte er mit dem Dampfschiff hier an, ermittelt den Putzladen, in dem seine Geliebte conditionirt, tritt endlich, nachdem er mehrmals daran vorübergegangen, in denselben ein und feuert die eine Ladung, nach kurzem Zwiegespräch mit dem Gegenstand seiner Liebe, aus das Mädchen ab, ohne jedoch zu treffen. Die zweite Ladung versagte. Die Schußwaffe wurde in dem Keller eines nahe- gelegenen Hauses aufgefunden und von dem unglücklichen zungen Menschen, der keineswegs durch Wein erhitzt gewesen sein will und die feste Absicht gehabt zu haben behaupt«, die Treulose zu ködten, als die seinige erkannt. Die Untersuchung muß noch das Nähere ergeben; denn während er sich ganz gelaffen und vollkommen ruhig verhaften ließ, soll sein Benehmen während des vorläufigen Verhörs, sobald.es sich um das Mädchen seiner Liebe handelte, im höchsten Grade exaltirt gewesen sein. Württemberg. Stuttgart, 5. Nov. In letzt« Zeit ist hier von den Polizeibehörden ein Mann ausgewiesen worden, der sich Chevalier Henri, Ingenieur aus London, nennt und ganz eigenthümlicke Lcbensschickfale gehabt bat. Derselbe ist eigentlich aus Bretten im Badischen gebürtig, heißt Heinrich Maier und entlief als armer lüjähri ger Bursche seinen Eltern. Er kam nach England, wurde dort Kaufmann, und erwarb sich, vom Glücke begünstigt, ein kolossales Vermögen mit dem Tabakshandel, indem er in der Havanah und London die größten TabakshandekS- häuftr besitzt. Er leidet jedoch oft an momentaner Geistesstörung und läßt sich dann zu solchen Excentricitäten bin reißen, daß er lästig wird. Deßhalb ward er auch in München (wie es heißt, während der Anwesenheit des Kaisers von Oesterreich) und später von hier ausgewiesen. Er reist von hier nach Paris. Bayer«. München. Unsere Zeit ist reich an großartigen Erfindungen und an wohlthätigen Entdeckungen. Eine solche von unschätzbarem Werthe für die leidende Menschheit darf wohl die genannt werden, durch welche die schrecklichste chronische Krankheit, der Krebs, geheilt werden kann. Dem Generalstabsarzt Sr. Maj. des Königs beider Sizilien, Directvr des Hospitals und Universitäts-Professor in Neapel, Hrn. Dr. Landolfi, ist es gelungen, ein Mittel aufzusinden, welches dieses zu leisten vermag, wie er, von einer adeligen Dame nach München gerufen, durch die Herstellung derselben und durch mehrere andere vollkommen gelungene Heilungen ausgesprochener, durch mikroskopische Untersuch- 848 ung nachgewiesener und weitgediehener Arebsübel an den Brüsten und andern Körpertheilen in glänzender Werse ge- zeigr hat. Sein Heilmittel ist nscht das allbekannte Cosme'sche Mittel, überhaupt weder Arsenik noch Merkur enthaltend, sondern es besteht in einer Combinarion arzneilicher Kräfte, mit deren Hülfe er ohne Anwendung des Messers die Krebsknoten und krebshaft entarteten Gewebe im Zustande der Crudität, wie der bereits eingetretenen Ulceration, in der Tiefe wie auf der Haut oft schon in 2—3 Wochen, längstens in Zeit von 30-40 Tagen zum Absterben zu bringen und die schönste Heilung zu bewirken vermag. Die so Geheilten haben in kurzer Zeit ein frisches und gesundes Aussehen und die wohlthätjgste Veränderung in ihrem Gesammrbe- stnden gewonnen. In völlig vernachlässigten, im letzten Stadium stehenden Fällen wird freilich auch von dtesem Mittel kein Vernünftiger eine Rettung verlangen und erwarten. Ohne Zweifel wird Hr. Professor Landolfi, ein außerdem in jeder Hinsicht ausgezeichneter und gewandter Arzt, sein Heilmittel und sein Heilverfahren auch für das auswärtige Publikum in einer eigenen Schrift später öffentlich bekannt machen, nachdem dies bereits in Neapel in den Schriften des wissenschaftlichen Cvngresses von 1845 geschehen ist. Der treffliche Mann macht aus seiner Heilmethode nämlich durchaus kein Geheimniß, sondern theilk sie in collegialischer und freundlicher Weise Jedem mit, der Interesse an der Sache zeigt. München, 9. Novbr. Die Grundsteinlegung zu dem großartigen Gebäude für die deutsche Industrieausstellung wird am Geburtstag des Königs, am 28. d. M., stattsinden. — Aus der Schranne zu Erding sind die Fruchtpreise gefallen, und zwar der Waizen um 3 fl. 9 kr., Korn 50 kr. Von der bayerisch-französischen Grenze, 8. Nov. lPf. Z.) Seit langen Jahren war der Verkehr mit unfern französischen Nachbarn nicht so lebhaft, wie seil der Ermäßigung , beziehungsweise Aushebung der Eingangszölle auf Vieh und Lebensmittel von Seite der französischen Regierung. Es ist nichts Seltenes, mehrmals im Tage ganze Truppe von Ochsen, Kühen, jungen Stieren, Schafen, Schweinen über die Grenze wandern zu sehen; auch Alles, was nur an Lebensmitteln verkäuflich ist, wird angckauft und nach Frankreich gebracht. Bereits bemerkt man dahier wieder die französische Münze, welche bei uns seit Jahren gänzlich verschwpnden war, im Curse. Da der gegenwärtige Verkehr dem Schmuggelhandel mitunter günstige Gelegenheit zu seinem Gewerbe verschafft bat, so ist in dieser Hinsicht eine schärfere Aufsicht von den beiderseitigen Grenzwächtern bemerkbar geworden; namentlich soll cs diesseits fast nicht mehr gelingen wollen, den ftanzösischcn Rothen dcrüberzuschaffen. Preußen. Nach der.,Allg. 3." wird jetzt in Preußen, und zwar in der unmittelbaren Nähe Berlins, im Dorf Pichelsberg, diesseits Spandau, der Versuch der Errichtung einer Colonie für entlassene Verbrecher im Großen gemacht. Es wird dort, mit einem Zuschuß des Staats von 30,000 Thalern, eine Reihe von Gebäuden errichtet, theils Wohnhäuser, theils Fabrikgebäude, in welchen letzteren Draht- und Schnitzarbeiten verfertigt werden, die ein Berliner Haus bereits in Betrieb genommen; das Ganze wird mit einer hohen Mauer eingefriedigt, welche die Bewohner nur unter bestimmten Voraussetzungen und Bedingungen überschreiten dürfen. Die Colonie wird für 350 aus den Strafanstalten zu Spandau und Moabit entlassene Verbrecher angelegt, und dieselben übernehmen bei ihrem übrigens durchaus freiweiligen Eintritt die Verpflichtung, die Colonie erst nach 5 Jahren zu verlassen und sich während ihres dortigen Aufenthalts den bestehenden Reglements und Hausordnungen unbedingt zu unterwerfen. Die Erfolge diezcs jedenfalls interessanten Versuchs werden zu erwarten sein. Berlin. Der erste Fall, wo der von Preußen und mehreren andern deutschen Staaten mit den Vereinigten Staaken Nordamerika's abgeschlossene und rarificirre Vertrag über gegenseitige Auslieferung schwerer Verbrecher in Anwendung kommt, liegt den diesseitigen Gerichten vor. Am 7. d. M. hatte das Schwurgericht über den amerikanischen Bürger, Apotheker Peitmann aus New-Uork, ange- klagt der Fabrication preußischer Caffenanweisungen in großartigem Maßstab, ein Verdick zu sprechen. Derselbe wurde im vorigen Jahr durch den bekannten Polizeidirector Stieber auf dem amerikanischen- Dampfschiff „Washington" aus der Rhede von Bremerhaven in dem Augenblick verhaftet, als er mit einer großen Menge falscher preußischer Darlehens- Caffenscheine in Europa landen wollte. Auf die von diesseits an sie ergangene Requisition sind die nordamerikanischen Behörden bereitwilligsteingegangen und haben namentlich die betreffenden Platten, welche zur Fabricätivn derselben falschen Scheine dienten, in Beschlag genommen. Auch war in dieser Angelegenheit ein amerikanischer Polizeibeam- ter längere Zeit hier anwesend, und wurde als Zeuge eidlich vernommen. Berlin, 5. November. In diesen Tagen hat sich hier ein Unterofficier erschossen. Er spielte mit einigen Kameraden ein Viertel-LooS, verkaufte dasselbe aber gleich nach der ersten Ziehung, zog indessen von den übrigen Mitspielern regelmäßig die Beiträge ein. Jetzt ist nun diese Nummer mit einem Gewinn von 100,000 Thalern herausgekommen, und als die Kameraden ihren Gewinn-Antheil verlangten, entleibte er sich. — In Berlin stahl jüngst ein Bettler einem Dienstmädchen ihre Chatouille, worin unter Anderm auch ein Sparkaffebuch über 100 Thaler und ein Schuldschein über 40 Thaler lagen. Andern Tages aber kommt Buch und Schein zurück, mit dem Bemerken: „So grob ist es nicht gemeint gewesen; auch ist es gefährlich, sich mit solchen Dingen zu befassen!" Köln, 9. Nov. (Köln. Ztg.) Wie wir aus glaubwürdiger Quelle vernehmen, sind in den ersten 9 Monaten dieses Jahres über die Zollgrenze der Rhein - Provinz zwar 300,000 Scheffel Waizen, 140,000 Scheffel Gerste, Hafer und Buchwaizen und 80,000 Centner Kartoffeln mehr auS- als eingegangen, dagegen 890,000 Scheffel Roggen mehr ein- als ausgegangen, so daß der Eingang den Ausgang noch immer um 370,000 Scheffel Cerealien übersteigt. In der neuesten Zeit ist die Ausfuhr an den wichtigsten Punkten auf ein Minimum reducirt. Magdeburg, 8. Nov. (Fr. Z.) Der hiesige Handwerkermeister-Verein fordert im Namen einer großen Zahl von Familienvätern die vermögenden Mitbürger auf, den Handwerkern jetzt sofort den Lohn für ibre Arbeit zu zahlen; dadurch würde bei der vorhandenen Theuerung, die möglicher Weise in den bevorstehenden Wintermonaten noch wachseo könne, vielen bedrängten Familienvätern oft ausgeholfen werden. Es sei in solcher Zeit von doppeltem Werkhe, wenn die vollbrachte und überbrachte Arbeit sogleich oder sobald wie möglich bezahlt würde, und eine Pflicht und Wohlthar zugleich. — In den letzten Tagen haben die Getreidepreise auf hiesigem Platze einen wirklichen Rückgang erfahren. Namentlich ist dies mit dem Waizen der Fall, der seit etwa 8 Tagen um 3 Thaler per Wspl. wohlfeiler geworden ist. Sachsen. In Chemnitz har sich ein Actienverein für Brod- bäckerei gebildet, und um den Zutritt möglichst zu erleichtern, den Preis der Actie aufnur 2 Thaler in Einzahlungen von 7^,- Ngr. gestellt. — Ein anderer Actienverein har sich in Dresden zur Erbauung wohlfeiler Wohnungen, an denen dort großer Mangel, gebildet, und wird seine Thätigkeit nächstens beginnen. Man kann dies als kleine Bausteine zu dem Affvciativnswesen betrachten, von welchem Viele eine nachhaltige Besserung der materiellen Verhältnisse erwarten. In der preuß. Provinz Sachsen hat dasselbe noch weit größere Fortschritte gemacht. So bestehen in den Städten Halle, Eilenburg, Delitzsch, Bitterfeld die verschiedenartigsten Associationen, von den Kranken- und Vorschußkaffen angefangen bis zu den Vereinen zur Beschaffung aller möglichen Lebensmittel. Sie alle sind auf den kleinen GewerbS- stand berechnet. Die Schuhmacher, Tischler, Buchbinder und andere Gewerke sind ihrerseits wieder untereinander affvcirk zum Einkauf der zu ihrem Handwerk erforderlichen Rohmaterialien und die Leute besinden sich bei diesem System jedenfalls wohler als vorher. Oesterreich. Die Oesterreichische Correspondenz bringt einen Artikel über die Gctreidepreise, welchen sie mit fvl 849 -enden Worten einleitet: Aus mehreren hier bereits veröffentlichten Ausweisen über den Ertrag der heurigen Ge- rreideärnte innerhalb des Kaiftrstaares ergibt sich jetzt schon, ungeachtet die betreffenden Dciailnachweisungen erst nach- solgen dürsten, mit erfreulicher Bestimmtheit, daß dieses Jahr als kein Norhjahr bezeichnet werben darf, und daß, wenn auch das Ergebniß in den südlichen Theilen des Reiches Manches zu wünschen übrig ließ, gleichwohl, im Ganzen genommen kein Grund zu Besorgnissen vorhanden ist. — Nach einem Schreiben, das die Ostdeutsche Post aus Erlau in Ungarn erhalten, ist die Weinärnke dort so ergiebig, daß der Eimer Most 40 Kreuzer kostet. Weingartenbesitzer sind in Verlegenheit um Fässer und haben folgendes Mittel ersonnen, um sich des Mostes zu entledigen: um 3 Kreuzer kann jeder Gast eine Stunde lang so viel Most trinken, als ihm beliebt: ein Verfahren, das für die Gefundheir manches Mostliebhabers schwerlich von heilsamen Folgen sein dürste. — I» den Gemeinden Skrugar und Ober - Pian bei Hermannstadt in Siebenbürgen sind 22 Menschen und 32 stück Vieh von einem wüthenden Wolf gebissen worden. iS Menschen sind trotz der angewendeten ärztlichen Hülfe an der Wasserscheu gestorben und alles gebissene Vieh mußte getödtet werden. Schweiz. Aargau. Hier treiben Wiedertäufer Unfug. Im Lenzburger Wochenblatt erklärt ein Lenzburger Bürger, daß sich die sogenannten Taufgesinnten in sein Haus zu schleichen und seine einzige Tochter zum Abfälle der Kirchen- genvffenschast, in der sie erzogen worden, zu verleiten gewußt haben. Die Jrrgeleiteke hat gegen den elterlichen Willen das väterliche Haus verlassen. Basel. Vor einem Jahr ungefähr verbreitete sich in unserer Stadt die Nachricht, daß ein armer Fabrikarbeiter auf einmal 3'/ 2 Millionen geerbt habe. Diese Nachricht von einem so kolossalen Glücke schien ihren Grund zu haben'; der Fabrikarbeiter stellte seine Arbeit ein, schaffte sich eigene Equipage an, lebte sofort auf hohem Fuße, übte sich in der edlen Schützenkunst und soll an dem eidgenössischen Freischießen in Luzern mir seinen Freunden, deren er bald eine zahllose Menge hakte, einige Tausend Franken auf flotte Weife durchgejagt haben. Nun bat sich endlich perausgestellt , daß an der ganzen Erbschaft gar nichts ist, und der vermuthete Millionär das Geld, das er inzwischen verbraucht hat, mit Hülfe eines sedernkundigen Commis in der vorgeblichen Aussicht auf jene Erbschaft zusammengeschwindelt hat. Beide sind sestgenommen worden. Türkei. Der Pariser „Moniteur" enthält folgende Nachricht: „In dem von dem Flusse Argis, der Donau und dem Städtchen Olrenitza gebildeten Dreieck ist es am 4. d. M. zu einem mörderischen Treffen gekommen. Nichtmehr als 9000 Türken hielten die Quarantänegebäude und eine in der Ebene unfern der Donau und dem Städtchen gelegene alte Schanze besetzt. Von hier aus bestrichen sie mit Bomben und Kanonenkugeln die Ebene bis zu dem Dorfe, von welchem aus General ».Dannenberg seine Operationen leitete, mit großem Erfolg. Mit Einschluß des Generalstabs wird der Verlust russischer Seits auf 1200 Tobte und Verwundete angegeben. Fast alle BataillonSchcss und mehrere Obersten wurden verwundet. Die meisten Verwundungen geschahen durch Spitzkugeln. Fürst Gortschakoff hat sich nach Oltenitza begeben'. Cr soll beabsichtigen, heute ober morgen (4. oder 5. November) die Türken mit 24,000 Mann anzugreisen." — Die Türken stehen jetzt in der Walachei mit ungefähr 50,000 Mann, welche sich in folgender Weise vertdeilen: 16,000 bei Giurgewo, 18,000 bei Kalofat, 5000 bei Dschurd- schu und 6000 Mann bei Kalarasch. — Die Concentration der Truppen im südlichen Rußland und in den Donau- Michenthümern dauert fort. Die Stärke der dorr befindlichen ruff. Truppen wird nach den letzten Angaben auf 110,000 Mann geschätzt. Zugleich bat Gortschakoff die Anordnung getroffen, daß er auf den drei wichtigsten Punkten an der Donau je 40,000 Mann in wenigen Stunden entwickeln kann. — Ein Bericht auS Varna, 26. Oct., in der Trst.Ztg. sagt: „Gestern erhielten wir die Nachricht, daß die türkischeu Truppen bei Turtukai, 30,000 (4) Mann stark, dir Donau passtet und daselbst ein Scharmützel geliefert habe», in welchem sie 4 Kanonen erobert, mehrere Gefangene gemacht und 2 Tobte russischer Seils auf dem Platze geblieben, deren Ohren abgeschnilken und als Siegestrophäe» nach Konstantinopel gesendet wurden." — Es verbreitet sich das Gerücht, griechische Freischaaren hätten sich der Stadt Prevesa in Epirus (türkisch) bemächtigt. Es sollen Sulivten sein, 2- bis 3000 Mann stark, an deren Spitze sich der bekannte General Tzaveüas, vormals Adjutant des Königs Otto, befinde, der selbst Sulivte ist und unter seinen Landsleuten vielen Einfluß besitzt. Bei ihm soll ein Sohn des aus dem griechischen Befreiungskämpfe her bekannten Generals Karaiskaki sein. Die frei- schärlerischen Banden sollen sich nach Asta bewegen und dann auf Janina losmarschiren wollen, wohin sich die türkischen Behörden zurückgezogen Härten. Persien. Die Stadt Schiras in Persien wurde, laut Nachrichten aus Belgrad vom 30. Sept., abermals von einem Erdbeben heimgesucht, so daß nur noch Trümmer vorhanden sind. Die Ueberbleibscl der alten Stadt Perse- polis sollen ganz untergesunken sein. M i s c e l l e n. Wir machen das Publikuni aufmerksam, daß in Berlin falsche Kassenscheine circuliren, welche die Nr. 288,861, Serie 29, Lit. E. tragen. Bei dem schnellen Verkehr dürsten sich diese schlecht und unleserlich gedruckten Papiere auch hierher verirren. Wiener Blätter berichteten unlängst das Begräbniß eines 107jäh- rigen Mannes, dem ein fast ebenso alter zur Leiche gefolgt sei. Jetzt meldet sich Jemand, der beiden Akten den Rang abläust. Der Graf v. Beßborough hat einen Pachter Namens Nolan, der am 22. Juli 1742 geboren,. also jetzt in seinem 112. Jahre ist und unter der Regierung von fünf britischen Souveränen gelebt hat. Mr. Nolan ist der älteste blnterthan Ihrer Maj. der Königin Viktoria , ist noch munter und rüstig und wird von Lord und Lady Beßborough jedesmal besucht, wenn sie auf ihrem Gute in der Grafschaft Carlow verweilen. Nolan ist übrigens aus einer langlebigen Familie. Seine älteste Schwester, eine'Mistreß Byrne, lebte 104, eine zweite Schwester 85, ein Bruder 94 und ein zweiter Bruder 82 Jahre. ^ *** Aus dem „HHnhiirster Reuigkeitsbeutel" entnehmen wir folgendes Jagdabenteuer. Ein Jagdpächter begibt sich mit seines Schwiegersohnes Hund auf das Feld zwischen Odelshofen und der Kmzig. Der Hund steht, es geht ein Huhn auf, der Jäger feuert und das Huhn fällt, lebt aber noch ein wenig; dasselbe wird, ohne es zu knicken, in die Jagdtasche gesteckt, in welcher sich jedoch verschiedene Schlingen zum Aufhängen des Geflügels befanden. Kurz darauf sieht der Jätzer selbst einen Hasen im Lager, schlägt an und glücklich ist auch m Hase erlegt. Um den Hasen in die Jagdtasche zu legen, wird das Huhn vorher herausgenommen und der Kürze wegen auf den Boden geworfen. Das Huhn bekommt wieder Leben, rafft seine letzten Lebensgeister zusammen und streicht in den nahen Busch. Der erstaunte Schütze läßt den Hasen liegen, wirft die Flinte weg und eilt mit seinem getreuen Hund in das Gehölz, das Huhn zu suchen. Alles vergebens, sie finden das Huhn nicht auf. Plötzlich hört der Jäger mehrere Stimmen auf dem Feld, das er ebeq verlassen, es tauchen Befürchtungen in ihm auf wegen des in der Eile zurückgelaffenen Hasen und Gewehres, er springt auf das Feld zurück, sieht in der Ferne einige inuntere Hanauer Bauern, findet glücklich seine Flinte wieder, aber — der Hase war auch fort! Das war dem Jäger noch nie begegnet, einen Hasen und ein Huhn erlegt, und nichts nach Haus gebracht! Fatale Jagd!! — Glücklicher war eine Jagdgesellschaft in Hesselhurst: man hielt dort am letzten Samstag ein Treibjagen in einem herrschaftlichen District, dessen Pacht nächstens zu Ende geht. Mau er- jegte dort 25 Hafen, 3 Fasanen und — Drei Rehgeisen!!! Zwiegespräch im Zwischenakte eines Trauerspiels: 3t. „Sagen Sie mir, wie es kommt, daß bei Trauerspielen die Logen in der Regel sehr leer, bei Ballets aber gefüllt sind?" — K. „Dar will ich Ihnen sagen. Sehen Sie, die meisten Besucher dieser Logen, die Sie nicht sehen, haben vielleicht selber Trauerspiele bei sich zu Hause, aber keine Ballets, indem ihre Frauen nicht nach it«-. Pfeife tanzen wollen." 850 Prag soll im Laufe der nächsten Winiermonate der Schauplatz eines qroßen industriellen Wettkampfes werden, eines Kampfes zwischen Maschine »• Menschenhand, zwischen Nähmaschine u. Schneiber- ferligkeit. Der Prager Schneidermeister und Mode-Salon-Jnhaber, Hr. G. Lang, hat fich nämlich entschlossen, gegen welch' immer für eine Gattung von Nähmaschinen in die Schranken zu treten, und 300 st. K -M. zu wetten, daß die menschliche Hand und Geschicklichkeit für jetzt noch Meisterin des Kleiderfaches bleibt, und alle jetzigen Arten von Nähmaschinen wohl ein guter Anfang, aber noch lange nicht die vollkommene Lösung der Aufgabe, und ihre Anschaffung für die Kunst der Schneiderei mehr Sache des Humors, als des reellen Nutzens ist. — „Die Prager Schneider - Innung" — heißt es in dem von Hrn. Lang herausgegebenen Programm — „wird die Güte haben, und als Schiedsrichter, mit Zuh'ülfeziehung einiger anderer intelligenter Mitglieder, bei dieser Wettkampfange- legenheit fungiren, die 300 st. Wettgelder von beiden Seiten in Empfang nehmen, einen Eintrittspreis für den Besuch des Kampflokales szum Besten armer Zunstgeiioffen) bestimmen und alle Verhandlungen, sowie den Wettkampf, überwachen. Das Gewerbsturnier ssi in Prag abzuhalten. Zur Aufgabe dient die vollständige Anfertigung eines Herrenanzugcs»von Rock, Pantalons und Gilet. Wenn dabei die Zeit zur Herstellung für die menschliche Hand auf 80 Stunden anzunehmen wäre, so muß die Maschine in 10 Stunden ihre Leistung vollendet haben, was eine weit bedeutendere Zeit ist, als die der Anpreisungen, die von 18- und mehrmaliger Geschwindigkeit der Maschinenarbeit sprechen. Der Zeitraum für die Wettabhaltung bleibt bis 1. Januar 1854, und die dazu nothwcn- dige bebördliche Bewilligung wird sogleich angesucht werben, sobald sich ei» Wettaufnehmcr findet. Hiermit wird nun der fich zuerst meldende Maschinenritter, welcher seinen Wettpreis von 300 st. K.-M. beim Vorstande der Prager Schneiderzunst einlegt, aufs Theilneh- mendste unter dem Banner der gegenseitigen Achtung und im Namen des wahren Fortschrittes mit der Standarte der Gerechtigkeit begrüßt." Aus dem Haag wird der Jndependance belge berichtet: „Vor einiger Zeit fand eine Sklavin bei Bagagem in Brafilien einen sehr großen Diamanten. Nachdem fie'das Erbieten ihres Herrn, ihr 100,000 Gulden dafür zu geben, dbgelehnt hatte, kaufte der niederländische Gesandte zu Rio den Stein für 843,000 Gulden." Das Abraupen der Obstbäume im Herbste ist wirksamer, als da» Raupen isi^Frü^ahre. Die schon voll Mehreren angeführte Thatsache, daß das'Aäupen im Herbste dem Raupen im Frühjahre besonders aus dem^Grunde weit vorzuziehen sei, weil damit die Meisen und andere, klein«, Vögel genöthigt würden, sich länger in einer Gegend zu verweilen und die Raupen an den verborgensten und unzugänglichsten Orten aufzusuchen, verdient alle Aufmerksamkeit. Mit Hülfe dieser Vögel werden die im Winter »och übrig gebliebenen, mehr in den Schlupfwinkeln verborgenen Raupen völlig vertilgt. Diese Bemerkung ist von praktischer Wichtigkeit. Jeder wird diese praktische NutzbarkM zur Raupenvertilgung zugestehen. Denn bleiben im Herbste die Daupennester gefüllt und in die Augen fallend an den Bäumen hängen, so finden die Vögel sogleich überall reichliche Aetzung und > ziehen im schnellen Fluge durch die Gärten, indem fie aus den gefüllten, in die Augen fallenden Restern nur einige wenigen Raupen oberflächlich wegnehmen und von einem innern Triebe gedrängt^, unaufhaltsam weiter fortwandern. Sind aber die großen, in die^Augen fallenden Nester im Herbste weg, so nlüffen die Meisen länger in den Gärten verweilen und die Raupen emfiger und mühsamer atl den verborgenen Stellen aufsuchen. Aus alle Fälle werde» sie ichn genöthigt, diejenigen Raupen, welche nach dem Abrauven noch übrig geblieben find, zu fressen, und müssen sonach kräftigte zur Raupenvertilgung Mitwirken. Ein glücklicher Erfolg kann bei, dieser praktisch benutzten Beobachtung nicht ausbleiben. Theater in Offenbnrg. Sonntag den 20. Novbr.: Robert, genannt der Teufel, Sohn der Hölle und verbannter Fürste der Normandie, oder: .Vertrauen auf Gott und des Kreuzes Sieg. Romantisches großes Schauspiel in 4 Acren, von Cb. Birch- Pfciffrr. L. E o l l o t. Bekanntmachungen. Reichenbach, Amts Gengenbach. (Holzversteigerung.) Bis Mittwoch den 23. November d. I., Vormittags 9 Uhr, läßt die hiesige Gemeinde im District Winterwald 37 zu Boden liegende tannene Stämme, von 50 bis 120 Cubiksuß haltend, welche sich vorzüglich zu Stecken- und Flößholz eignen, gegen gleich baare Bezahlung nach dem erfolgten Zuschlag öffentlich versteigern. Die Zusammenkunft ist an obenbefagter Stunde beim Schulhause in Rcichendach. Reichenbach, den 17. November 1853. Das Bürgermeisteramt. B e j l e r. Fahrniß-Dersteigerung. Am Dienstag den 22. d. M., Vormittag« 9 Uhr ankangend, werden aus dem Nachlasse der verlebten Domainen Verwalter Walter's Wittwc dahier in deren Behau «^»lm»SWD—. sung, Langstraße Nro. 224, verschiedene Fahrnisse, als: Schreinerwerk, Küchengeschirr und sonstiger . allgattiger Hausrath, öffentlich gegen Baarzahlung versteigert, wozu die Liebhaber eingeladen werden. Offenburg, den 17. Nov. 1853. Waisenrichter Joh. Behr. Frucht-Mittelpreise. Ein Malter Offer 12.Nov. iburg 15-Nov. Oberkirch 10. Nov. 1 Achern l5.Nov. 1 Gengenb. 1 10. No». st. kr. st. kr. fl. kr. fl. kr. fl. kr Waizen. . 23 37 21 37 23 — 22 48 23 30 Kernen . . -- — — — 22 40 22 48 23 7 Halbwaizen 19 11 19 15 18 30 19 IS Fees . . . — -- 8 47 Korn . . . 16 15 — — 16 30 16 10 18 13 Gerste . . 13 45 13 40 13 30 13 — — Welschkorn 13 — 13 44 13 — 12 40 12 36 Hader . . 6 — 6 — 6 18 5 43 6 37 Brodtare für die H. Hälfte des Monats Nov. A. Im Oberamt Offenburg. Weißbrod: der 2 kr. Weck 7 Loch. Halbweißbrvd: 2 ff in langer Form 13 kr., 2 ff m runder Form 13 kr., 4 ff in runder Form 24 kr. Schwarzbrod: 4 ff in runder Form 2l kr. 8. Im Bezirksamt Oberkirch. Weißbrod: der 1 kr. Weck 3-/4 Loch, 2 kr. Weck 6',, Loch. Halbweißbrvd: 2 ff 13 kr., 4 ff 25 kr. Schwarzbrod: 2 ff 10-/2 kr., 4 ff 2OV2 kr. C. Im Bezirksamt Nheinbischsfsheim. Weißbrod: der 2 kr. Weck 6-/2 Loth. Weißbrödchen zu S kr. 20-/2 Loth. Halbweißbrod: 2 ff 13 kr., 4 ff 25-/2 kr. Schwarzbrod: 2 ff 11 kr., 4 ff 20-/2 kr., 6 ff 32 kr. v. Im Bezirksamt Gengenbach. Weißbrod: der 1 kr. Weck 3-/2 Loch, 2 kr. Weck 7 Loch. Halbweißbrod: 2 ff 12-/2 kr., 4 ff 24-- kr. Schwarzbrod: 2 ff 10-/2 kr., 4 ff 20-/2 kr. Fleischtaxe für den Oberamtsbezirk Offenburg für die zweite Hälfte des Monats November. Das Pfund Masivchsenfieisch 12 kr., Mastkuhfleisch 10 kr., Kalbfleisch 9 kr., Schweinefleisch 13 kr., Hammelfleisch 9 kr. Verantwortlicher Redacreur: Z. Oneni. — Druck und Verlag der Buchdruckrrei von I. Otkeni und Sohn. t '