Orienauer Bote. Verkündigungs-Blatt für die Amtsbezirke Vffenburg -vberkirch Achern, Rheinbischofsheim, Stork, Gengenbach, Haslach und Wolsach. M 74. Offenburg, den 19. September 1856 Am 20. Iextember 1850 gm® , Friedrich Dir!" tönt's wie aus Einem Munde Vom Neckar bis zum seebespülten Strand, Und freudestrahlend jauchzt das Vaterland Glückwünsche zu — dem hohen Fürsten - Bunde. Die in der Schönheit engelgleichem Bilde — Ein segensvoller Genius — zu schau'n: Heil Dir Louise, Heil! In unsre Gau'n Trägst Du den Palmzweig hehrer Milde! t Wie En're Herzen liebend sich verbünden, Reicht Euer Volk zu opferwill'gen Thaten Die Bruderhand sich — feierlich und wahr; Und tausend Zungen mögen es verkünden: „Fest steh' der muth'ge Greif vom Lande Baden „Zu Preußens ruhmgekröntem Königsaar!" 586 Programm der Festlichkeiten, welche zur Feier der Vermählung Ihrer Königlichen Hoheiten des Durchlauchtigsten GroßhMogs Friedrich und der Durchlauchtigsten Prinzessin Louise von Preußen am 20. und 21. September d. I. in Achern stattfinden werden. Am Samstag dm 20. September, Abends 6 Uhr, verkünden Glockengeläuts und Böllerschüsse der bereits mit Fahnen und Laubgewinden geschmückten Stadt den Beginn des Festes. Um halb 7 Uhr zieht das hiesige Pompiercorps von seinem gewöhnlichen Sammelplatz aus mit Fackeln nach seiner Uebungsstätte, und wird dort, unter bengalischer Beleuchtung und Abbrennen eines Feuerwerks, verschiedene Steigübungen und dergleichen vornehmen. Damit schließt die Feier des ersten Tages. Am Sonntag den 21. September verkünden mit Tagesanbruch abermalige Böllerschüsse und Tagesreveille die Feier des Festes. Um halb 10 Uhr versammeln sich die Schuljugend und die Sonntaasschüler und Schülerinnen in festlichem Kleide und mit Blumen geschmückt, deßgleichen der Gemeinderath, Stistungsvorstand und Bürgerausschuß, sowie die Zünfte mit ihren Fahnen, bei dem hiesigen Schulhause und setzen sich von dort, unter Vorantritt der städtischen Mutzk, in festlichen Zug, und zwar durch die Rosengafle, die Haupt- sttaße entlang, bis zum Amtsgebäude. Hier finden sich bereits die fämmtlichen Großherzoglichen Herren Staatsbeamten und Honoratioren der Stadt versammelt, welche sich nunmehr dem Zuge anreihen, welcher von der Gendarmerie und dem Steueraussichtspersonale geschlossen wird, und der sich in der angegebenen Ordnung nach der Stadtkirche bewegt. — In der letzteren nehmen die Theilnehmer des Zugs dieselben Plätze ein, wie dies bei der Feier des Frohnleichnamsfestes üblich ist. Um 10 Uhr beginnt das feierliche Hochamt, welches mit dem „Großer Gott, wir loben Dich" schließt. Nach Beendigung des Gottesdienstes bewegt sich der Zug in der nämlichen Ordnung, wie vor dem Eintritte, bis zum Monumente des Höchstseligen Großherzogs Leopold und löst sich dort langsam auf, während die Musik an jener Stelle das „Heil unserm Großherzog" anstimmt. Um halb 5 Uhr Abends findet in der festlich geschmückten Huber'schen Halle ein Festcon- cert statt, wobei von den vereinten musikalischen Kräften der diesigen Stadt und der Großherzoglichen Anstalt Jllenau die Cantate „Schillers Lied von der Glocke, von Bernhard Romberg," zur Aufführung kommt. Mit einbrechender Dunkelheit wird die ganze Hauptstraße der Stadt und insbesondere das Monument des Höchstseligen Großherzogs Leopold festlich beleuchtet werden, während die städtische Musik die Straßen durchzieht. Um halb 9 Uhr beginnt der Festball im Gasthofe zum Adler dahier, welcher mit einem damit verbundenen Festmahle die Feier des Tages schließt. Bekanntmachungen. Osfenburg. (Schuldenliquidation.) No. 19121. Die ledige Blandina Siefert von Zunsweier beabsichtigt, nach Amerika auszuwandern. Zur Schuldenliquidation haben wir Tagfahrt auf Samstag den 20. September d. I«, Morgens 9 Uhr, anberaumt, in welcher etwaige Anforderungen an dieselbe geltend zu machen sind, ansonst ihnen von hier aus nicht mehr dazu verholfen werden könnte. Ossenburg, den 13. September 1856. Grobherzogliches Oberamt. v. Faber. Offenburg. (Schuldenliquidation.) No. 19268. Die ledige Katharina Meier von Diersburg beabsichtigt, nach Amerika auszuwandern. Zur Schuldenliquidation haben wir Tagsahrt auf Dienstag den 23. September, Morgens 9 Uhr, anberaumt, in welcher etwaige Anforderungen an dieselbe geltend zu machen sind, ansonst ihnen von hier aus nicht mehr dazu verholfen werden könnte. Ossenburg, den 16. September 1656. Großherzogliches Oberamt. v. Faber. Osfenburg. (Entmündigung.) No. 19297. Die ledige Magdalena Maier von Ebersweier wurde wegen Blödsinns entmündigt und derselben der Bürger Martin Wörner von da, als Vormund bestellt, ohne dessen. Mitwirkung Erstere kein Rechtsgeschäft gültig abschiießen kann; was hiermit veröffentlicht wird. Ossenburg, den 16. September 1656. Großherzogliches Oberamt. v. Faber. W o l f a ch. (Die Ausstellung der Jagdpäffe betreffend.) Nro. 12828. Nachgenannte Amtsangehörige erhielten für das Jahr 1856 Jagdkarten ausgestellt: Von B e r g z e l l: Mathäus Haberer u. Ant. Lehmann. Von Einbach: Mathias Klausmann, Ludwig Uhl, Georg Winterer, Kaspar Winterer, Severin Winterer, Lorenz Gutmann und Joseph Decker. Von Kaltbrunn: Franz Hauer u. Andreas Gruber. Bon K i n z i g t h a l: Johann Haas, Johann Dieterle, Gregor Heitzmann und Markus Stehle, Beiförster Fürst. Von Lehengericht: Georg Friedrich Häberle, Joh. Georg Wölber, Christian Bühler, Johann Martin Bühler, Johann Georg Bühler und Johann Wölber ledig. Von Oberwolfach: Albert Leicht» Augustin Heitzmann, Johann Armbruster lZecher), Michael Spinner, Roman Groß und Karl Armbruster. Von Rippoldsau: Athanasius Armbruster, Förster Ganter, Badeigenthümer Göringer, Karl Jehle, Alois Schmidt, Severin Schmidt und Badarzt Feyerlin. Von S ch a p b a ch: Johann Schmidt, Michael Künstle, Markus Dieterle, Euseb Armbruster, Ludwig Börsig, Simon Armbruster, Johann Roth von Petersthal, Jagdaufseher, Wendelin Schmidt und Capitain Lewell. Von Schenkenzell: Joseph Armbruster und Mich. Armbruster. Von S ch i l t a ch: Tobias Sauter u. Bernh. Jak. Joos. Von Wolsach: Marttn Oberle, Cölestin Armbruster» Theodor Armbruster, Engelbert Armbruster u. Math. Firner. Wolfach, den 13. Sept. 1856. Großhcrzogliches Bezirksamt. Mallebrein. Osfenburg. (Die Aufstellung der Gemeindeumlagenregister pro 1857 betreffend.) Nro. 5683. An sämmtliche Gemeinderäthe des Oberamtsbezirks: Die Großh. Regierung des Mittelrheinkreises hat mittelst Erlasses vom 2. September 1856 Nro. 19233 anher erösset: Durch die Verordnung Großh. Finanzministeriums vom 5. Mai d. I. (Reg. Blatt Nro. 18) ist die Besteuerung der durch die Zehntablösung erwirkten Zehntfreiheit für jene Grundstücke angevrdnet, bei welchen der Zehnthezug bereits 16 Jahre eingestellt ist. Nach § 10 derselben Verordnung soll damit bereits mit dem diesjährigen Ab- und Zuschreiben für 1857 begonnen werden. Das Großh. Ministerium des Innern hat nun mit Erlaß vom 21. August d. I. Nro. 10337 verfügt, daß, wenn in solchen Gemeinden, in welchen diese Verordnung zur Anwendung kommt, der neue Gemeindekataster erst nach Aufstellung und Genehmigung des Voranschlags für 1857, jedoch noch vor Beginn des neuen Rechnungsjahrs, fertig und es sich dabei zeigen würde, daß in Folge der erhöhten Besteuerung der ehntfreien Grundstücke eine bedeutende Aenderung der Steuer- apitalien für 1857 im Vergleich zu jenen von 1856 eintteten werde, die Gemeindeumlage alsdann nach dem neuen Stand der Steuerkapitalien nochmals zu berechnen sei. Wenn übrigens zur Zeit der Aufstellung der Gemeindevoranschläge für 1857 der neue Gemeindekataster schon fertig wäre, so muß dieser natürlich auch der Berechnung der Umlage für 1857 zu Gmnde gelegt werden. Die bettessenden Gemeinden haben übrigens darauf hinzuwirken, daß die Ausstellung des neuen Gemeindekatasters noch im Laufe dieses Jahrs vollendet wird. Auch künftig ist in ähnlicher Weise zu verfahren, wenn umfassende Aenderungen des Standes der Steuerkapitalien eintteten. 587 Von vorstehenden Bestimmungen werden die Gemeinde- rätheAdes diesseitigen Bezirks in Kenntniß gesetzt, mit der Aufforderung, sich nach derselben bei Aufstellung der Umlagenregister pro 1857 und künftig genau zu achten. Offenburg, den 13. September 1856. Großherzogliches Amtsrevisorat. Beyer, D. V. Osfenburg. (Bachabschlag.) Ein- getretener Hindernisse wegen wird der Abschlag des Offenburger Mühl- und Floß-Canals erst am 22. d. M. beginnen und am 11. October enden, was hiedurch bekannt gemacht wird. Offenburg, den 16. Scpt. 1856. Großh. Wasser- und Straßenbau-Jnspection. Föhrenbach. Osfenburg. (Retour-Briefes Die Aufgeber nachstehender dahier zur Post gegebenen Briefe, die als unbestellbar zurückgekommen sind, werden zu deren Rückempfang, gegen Entrichtung der daraus haftenden Taxen rc., hiermit aufgefordert. Leconne in Weißenburg. Benedict Semsort in Plymouth. Dr. Wilhelm in Straßburg. H. Scheffner in Eschau. Leopold Hock in Karlsruhe. Fahrpoststück: Ein Paket mit 16 fl. an Bauer, Sonnenwirth in Sand. Offenburg, den 15. Septbr. 1856. Großh. Post- und Eisenbahnamt. Versteigerung alte» Schwellenholzes. Samstag den 20. d. M. wird das an der Bahnlinie an dm verschiedenen Stationen von Appenweier bis Friesenheim gelagerte alte abgängige Schwellenholz loosweise in öffentlicher Steigerung verwertbet, wozu die Steigerungslustigen eingeladen werden. Die Steigerung beginnt Morgens 8 Uhr auf dem Stationsplatze zu Appenweier, auf der Station Windschläg um 9 Uhr, Osfenburg um 10 Uhr, Niederschopfheim um 11 Uhr u. Friesenheim um 12Uhr. Offenburg, den 16. Sept. 1856. Großh. Post- und Eisenbahnamt. I. A. d. V. Bischofs. [2] Osfenburg. (Versteigerung von Pfriemen und Farrenkraut.) Am Mittwoch den 24. d. M., Morgens 9 Uhr, werden in der Forstdomaine Ärandeck beiläufig 30 Loose Pfriemen, Farrenkraut und Weichbolz gegen Baarzahlung versteigert. — Zusammenkunft in der Laube in Zell. Offenburg, den 12. Sept. 1856. Großherzogliche Bezirksforstei. v. Böcklin. Wolfach. (Langholz-Verkauf.) In Fürst!. Fürstenb. Domainenwaldungen wird folgendes Stammholz auf dem Stocke per Kubikfuß an den Meistbietenden öffentlich verkauft, und zwar: am Mittwoch den 24. September 18 56, im District Ellergrund bei Haslach, mit Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr bei Waldhüter Borho im Weiler: 187 Stämme starkes Bau- und Sägholz; — am Donnerstag den 25. September 1856, >m District Frauenwald bei Wolfach, Morgens 9 Uhr: 40 Stämme tan- nenes Bau- und Sägholz (starkes); — nachher im District Herrlinsbach bei Wolfach: 60 Stämme fohrcnes Bau- u. Sägholz; — sodann am gleichen Tage Nachmittags halb 3 Uhr im District Kreuzberg bei Hausach, mit Zusammenkunft bei dortiger Kapelle: 35 Stämme tannenes Bau- und Sägholz.— Die Hölzer werden an den bezeichneten Tagfahrten im Walde vorgewiesen; im klebrigen sind die F. Waldhüter Borho zu Weiler, E ch l e zu Hausach und H a a s zu Wolfach beauftragt, dieselben aus Verlangen auch schon vorher an Ort und Stelle vorzureigen. Wolfach, den 15. Sept. 1856. Fürstl. Fürstenb. Forstei. Bogenschütz. Hofweier. (Katastervermeffung.) Die Grundeigen- thümer der Gemarkung Hofweier werden hiermit benachrichtigt, daß die Grundstückspläne und das Güterverzeichniß dieser Gemarkung vom Freitag den 26. d. M. an, sechs Wochen lang zur Einsicht aller Betheiligten auf dem Rathhaus in Hofweier aufgelegt sind. An dem genannten Tage werden von Morgens 7 Uhr an auch die Güterzettel an die Grund- eigenthümer ausgetheilt und dieselben zur Empfangnahme auf dem Rathhaus in Hofweier eingeladen. Bogenschütz, Revisionsgeometer. [1] Gengenbach. (Jagdverpachtung.) Am r £/J 8&*<4 Donnerstag den 25. September, des Nachmittags Uhr, wird auf dem hiesigen Rathhause die Aus- WWWSWübung des Jagdrechtes auf hiesiger Gemarkung, so wie in dem dazu gehörenden Strohbachwald, in 2 Abthei- lungen in Pacht versteigert, wozu die Jagdliebhaber eingeladen werden. Auswärtige Steigerer haben sich mit Zeug- niffen zu versehen, wornach sie zur Ausübung des Jagdrechts befugt sind. Gengenbach, den 16- Sept. 1856. Das Bürgermeisteramt. Stein. Osfenburg. lSandversteigerung.) Montag den 22. d. M-, Nachmittags 2 Uhr, wird auf dem untern Angel zunächst der Bleiche, eine Parthie feiner Mauer - Sand gegen Baarzahlung vor der Abfuhr versteigert; dieser Sand eignet sich besonders auch zur Verbefferung schwerbödiger Gärten. Offenburg, am 18. September 1856. Das Bürgermeisteramt. Wiedemer. vät. Huber. Offenburg. (Liegenschaftsversteigerung.) Die Kinder der verstorbenen Baurath Johann Christian Fischer's Eheleute von Carlsruhe und die Bezirksförster Rupert Huttenberger's Wittwe, Sophie geb. Lihl, dahier, lassen am Dienstag den 30. d. M., Nachmittags 2 Uhr, in der Bürgermeisteramtskanzlei dahier, nachstehend beschriebene, in der Gemarkung Offenburg gelegene Realitäten gegen terminweise Zahlung — fünf Iahrestermine — öffentlich zu Eigenthum versteigern: 1) Eine Zeuch Acker hinter der ehemaligen Glashütte dahier, zehntfrei, einerseits Joseph Battiany «eu. von hier, anderseits Johann Adam Huber von da, oben und unten ein Fahrweg; 2) Eine halbe Zeuch Acker am Kähner- bach, zehntfrei, einerseits Joseph Pfitzmayer von hier, anderseits Georg Pfähler so», von da; 3) Eine Viertels-Jeuch Acker auf den zehn Jeuchen, zehntfrei, einerseits Georg Sutterer von hier, anderseits Balthasar Loh- rer von da, oben und unten ein Weg. Hiezu werden die Steigerungsliebhaber mit dem Anfügen eingeladen, daß die Steigerungs-Bedingungen zu deren beliebigen Einsicht im Geschäftszimmer des unterzeich- 588 neten Rathsschreibers aufliegen und am Steigerungstage unmittelbar vor der Versteigerung werden veröffentlicht werden. Offenburg, den 17. Sept. 1856. Das Bürgermeisteramt. Wiedemer. vcit. Rathsschreiber Gütle. _ Oberkirch. (Zwangsversteigerung.) Das .löiläur Gantmasse des hies. Bürgers und Malers _SJoseph Walz gehörige Wohnhaus, wie solches in Nro. 61 und 63 d. Blattes beschrieben ist, wird in Folge richterlicher Versügung einer nochmaligen Steigerung ausgesetzt am _ Mittwoch den 24. d> M., Nachmittags 2 Uhr, aus dem hiesigen Rathhause. Der endgültige Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis v. 6000 fl. auch nicht erreicht wird. Oberkirch, den 6. Sept. 1856. Der Vollstreckungsbeamte: Klehe, Notar. [2] Oppenau. (Stammholzversteigerung.) Montag den 22. September d. I., läßt die Stadtgemeinde Oppenau aus ihrem Gemeindewalde, District Kniebis, ca. 1700 zu Boden liegende, entrindete Nadelholzstämme schöner Qualität in schicklichen Loosabtheilungen versteigern, wobei jeweils die Kubikmasse jeden Looses dem Anschlag zu Grunde gelegt ist. Die Zusammenkunst ist im Gasthause zum Kranz in Oppenau , Vormittags 9 Uhr. Oppenau, den 6. Sept. 1856. Das Bürgermeisteramt. Andre. Gasthausversteigerung. Das Gasthaus mit der Realwirthschafts- Gerechtigkeit zum Ritter in Durbach, nebst besonders stehendem Tanzsaal, Scheuer und Stallung, Back- und Waschhaus, sammt circa '/ 2 Morgen Hausplatz und Hofraithe und Va Morgen Garten, mit einer Sommerwirthschaft und einem Bade-Cabinet, neben dem Pfarrhause und Joseph Sie- bert, vornen die Straße, hinten Maria Anna Stemmer, wird Montag den 29. d. M., Nachmittags 2 Uhr, im Rathhause zu Durbach auf richterliche Verfügung im Zwangswege öffentlich versteigert und endgültig zugeschlagen, wenn die Summe der gerichtlichen Schätzung von 9000 fl. oder mehr geboten wird. , , OK „ Appenweier, den 2. September 1856. Der Gr. Vollstreckungsbeamte: Notar Katzenberger. Ebersweier. (Rebenversteigerung.) Aus der Ver- laffenschaftsmaffe der Maria Anna Huber, gewesenen Wittwe des Mathäus Birk von Windschläg, werden am Montag den 29. September 1856, Nachmittags 2 Uhr, folgende Grundstücke im Gemeindehause dahier als ein Eigenthum öffentlich versteigert,^a^s^^ Reben am Fuchsbuckcl, einers. Johann Burkert, ands. Gallus Schaub, angeschlagen zu 50 fl. 2) Ein Haufen Reben am Hundsrücken, einers. Joseph Braun, anders. Kath. Huber, angeschlagen zu 70 fl. Ebersweier, den 11. Sept. 1856. Das Bürgermeisteramt. A. A. Rathsschreiber Basler. [2] Einbach, Amts Wolfach. (Kapitalien auszuleihen.) Bei der Unterzeichneten Verwaltung liegen 1682 fl. 20 kr. gegen erste gesetzliche Versicherung zu 5 pCt. parat. Die Bewerber haben die nähere Bedingung bei derselben einzuholen. Einbach, den 10. Sept. 1856. Bürgermeister Schmider. Gemeinderechner Armbrust er. Gutversteigerung. In Folge richterlicher Versügung werden die Liegenschaften des Karl Albert Doll in Sassachwalden, der s. g. Schelz- berg, Montag den 22. d.M. auf dem Platze letztmals öffentlich versteigert, und zwar: 1) Vormittags 9 Uhr: das geräumige steinerne Wohnhaus nebst Oekonomiegebäuden, wobei zwei Brunnen, Fischweiher und 3 Viertel Hosraum, sowie etwa 2 Viertel Gärten nebst Rebhälden, 16 Morgen 1 Viertel Aecker, 6 Morgen Wiesen und 4 Morgen 1 Vrtl. Reben, Alles zunächst den Gebäulichkeiten gelegen, arrondirt u. gerichtl. gesch. zu 39,425 fl. 2) Vormittags 10 Uhr: in Parzellen, nachstehende, an dem Gut Schelzberg angrenzende Grundstücke, nämlich: acht Morgen 3 Viertel Ackerfeld, 10 Morgen 1 Viertel Wiesen, l l / 2 Morgen Reben u. 2 Ärg. Tannenwald, gesch. zu 13,225 fl. Sämmtliche Liegenschaften 1) und 2), welche ebenfalls ein geschloffenes Gut bilden, werden hierauf Nachmittags 3 Uhr zusammen zur Steigerung ausgesetzt, und erfolgt dabei der endgültige Zuschlag, wenn der Schätzungspreis auch nicht erreicht wird. Das Gut liegt eine Stunde von der Stadt Achern, nur eine Viertelstunde vom Erlenbad, am Fuße der Hornisgründe, in einer der schönsten Gegenden Badens; das auf einem Hügel gelegene Wohnhaus bietet nebst dem angrenzenden Weinberg , deffen ausgezeichnete Lage noch besonders hervorgehoben werden muß, eine reizende Aussicht über die umliegende Gegend, die viel verschlungenen Thäler und über die Rheinebene. Es eignet sich daher nicht weniger zu einem Vergnügens- Aufenthalt, wie zum vortheilhasten Betrieb der Landwirth- schaft. Das Besitzthum kann auch noch vor der Versteigerung vom Eigenthümer theilweise oder im Ganzen aus der Hand verkauft werden, an welchen sich deßhalb mit etwaigen Anträgen gewendet werden wolle. Kappelrodeck, den 5. Sept. 1856. Heckmann, Notar. Offenburg. (Bersteigerung.) Am nächste» Samstag den 20, d. M, Morgens 9 Uhr, wird in dem Gymnafinmsgarten dahier eine große Anzahl von Blumen, Gesträuchen, Gartengewächsen und Welschkorn einer Versteigerung ausgeseHt. Die Liebhaber dazu werden anmit höflich eingeladen. Hohnhurst, Amts Kork. lZimmerhandwerkszeug- und Kleider-Versteigerung.) Im Hause des verstorbenen Johann heißt wird am Donnerstag den 25. d. M., Nachmittags 2 Uhr, folgendes Werkzeug öffentlich versteigert: 2 Spaltsägen, 2 Bundsägen, 1 Hobelbank sammt Zuge- hörde und allerlei Höbel, 2 Breitbeile, 2 Buntäxte, eine Heblade sammt Zugehörde, 2 Zimmeräxte und verschiedene Bohrer, verschiedene Lochbeutel u. Stemmeisen und sonst allerlei Zimmerwerkzeug; sodann des Verstorbenen Kleider. Hohnhurst, den 16. Sept. 1856. M. Spengler, Pfleger. Wein verkauf. Reingehaltener iilli Kaiserstühler Wein, die Maas ü 12 , und 18 kr., jedoch nicht unter 25 Maas, bei W. Flüge in Lahr. Ofsenburg. (Wohnungsvermiethung.) In der Metz- gergaffe Nro. 248 ist eine Wohnung sogleich oder auf Michaeli zu vermiethen. Rindvieh feil. Eine schöne grvßträchtige Kalbin von sehr guter Art und zwei vier Monate alte Mutterkälber sind zu verkaufen — wo? sagt die Redaction dieses Blattes. 589 Offenburg. (Danksagung.) Der zahlreichen verchrl. Leichenbegleitung bei Beerdigung unserer geliebten Schwester und Base Elisabetha Trenkle sprechen wir hiemit unfern tiefgefühlten Dank aus. Offenburg, den 15. Sept. 1856. Wittwe Castell. Geschwister Castell. Flügel - Verkauf. Ein gut erhaltener Flügel zu verkaufen , im Salmenwirthshaus in Achern. [1] Osfenburg. (Garten-Vermiethung oder Verkauf.) Wittwe Rubi hat einen dem Waisenhause gegenüber liegenden Garten zu vermiethen oder zu verlausen. Anzeige. Die Lebensversicherungs-Gesellschaft L'Imperiale wünscht einm Vertreter für das Oberamt Offen burg zu erhalten. Der jährliche Gehalt ist Frcs. 1060, nebst einer Vergütung bei jedem Geschäftsabschluß. Schriftliche Offerten erbittet man franco unter der Adresse des Hrn. Inspektor befömperiafe in das Hotel der Fortuna in Offenburg. . Zahnärztliche Anzeige. 5 Unterzeichneter ist nunmehr in Offenburg angekommen und bis zum 22. d. M. im Gasthof zur Fortuna zu sprechen. Schöninger, Zahnarzt aus Freiburg. Oskenburg. (Wohnungsvermiethung.) Unterzeichneter hat eine' kleine Wohnung in seinem Hause in der Gerbergaffe zu ebener Erde billig zu vermiethen. Balthasar Lohrer. Oelmühle-Berkauf. Es ist eine neu eingerichtete Oelmühle mit zwei Schlagpreffen zu verkaufen. Näheres zu erfahren auf dem Comptoir dieses Blattes. Offen bürg. (Wohnungsvermiethung.) Thierarzt Bell hat eine Wohnung von 5 Zimmern, besonderem Keller und Speicher, ganz oder abgetheilt, sogleich oder erst bis Weihnachten beziehbar, zu vermiethen. Mial-Depot des Kieftrnadet-Decocts. Unter Bezugnahme auf das Inserat der Herren I. Krausbeck & Comp, in Wolfach — das Kiefernadeldecoct betteffend — zeige ich den Herren Aerzten, sowie dem Publikum hiermit an, daß dieses Decoct, so wie auch die Essenz von nun an bei mir in beliebigen Quantitäten zu haben ist. /erb. Höhlin jnii. in Offenburg. Offenburg. (Geld auszuleihen.) 200 bis 800 fl. liegen zum Ausleihen parat — bei wem? ist im Comptoir d. Bl. zu erfragen. Offenburg. (Gefchäftsanzeige.) Unterzeichnete hat die Ehre, ihr neu errichtetes gefchäft in Damenhüten, Hauben, Coisturen, vorräthigen Klumen, Dandern, Dall-Gnirlanden, Schleiern «. f. w. der gefälligen Keriickstchtigung zu empfehlen. Ihre Wohnung ist in der Steinstraße bei Herrn F. S. Jachmann Uro. 228. Ostenburg, den 18. Sept. 1856. Elise Kölblin» «Modistin. [1] Bühl bei Offenburg. (Geld auszuleihen.) Vom hiesigen Kirchen- und Äaulastensond können 800 bis 900 fl. zu 5 pCt. gegen vorschriftsmäßige Pfandversicherung dargeliehen werden. Verrechner Seigel. Osfenburg. (Kapitalien auszuleihen,) Bei Un- terzeichnetem liegen Kapitalpysten von 100 fl., 200 fl., 500 fl. und 2000 bis 8000 fl. im Ganzen oder theil- weise, sowohl an Privaten als Gemeinden, in Commission zum Ausleihen bereit, und mögen ihm gute Verlagscheine übergeben werden. Ludwig Kili, Buchdruckerei-Gehülfe. [1] Offenburg. (Anzeige.) Bei Maurer Joseph Haug sind immer Suffelheimer Backofen-Platten zu haben. Beschäftigungs - Antrag. Vom Besitzer eines großen Guts bin ich beauftragt, eine Anzahl fleißige, handfeste Bauernknechte, die pflügen können, zu en- gagiren. Lufttragende können sich auf meinem Comproir einschreiben lassen, wo ihnen die näheren Bedingungen mitgetheilt werden. Offenburg, den 27. Aug. 1856. F. S. Zachmann. [1] Weier. (Geld auszuleihen.) Vom hiesigen Armen- sond können 200 fl. zu 5 pCt. gegen vorschriftsmäßige Pfand- verstcherung dargeliehen werden. Verrechner Anton Schmidt. [1] Zell a. H. (Geld auszuleihen.) Joseph Herr in Zell a. H. hat 1380 fl. Pflegschastsgeld, welches mehrere Jahre lang stehen bleiben kann, da die Pflegkinder noch jung sind, gegen gesetzliche Pfandversicherung zu 4'/, pCt. auszuleihen. Altenheim. (Geld auszuleihen.) Die hiesige Zunst- kaffe hat 500 fl. gegen Obligation auszuleihen. Zunstrechner Mild. Offenburg. (Geld auszuleihen.) 150 fl. — 120 fl. Pflegschaftsgeld sind auszuleihen. Näheres bei dem Herausgeber d. Bl. [2] Oberharmersbach, Amts Gengenbach. (Kapital auszuleihen.) Der Vormund Richard Armbruster, Bierwirth in Oberharmersbach, hat aus der Vermögensverwaltung der Louise Lehmann daselbst 1200 fl. Kapital zu 4y 2 bis 4 pCt. gegen hinlängliches Unterpfand auszuleihen. [2] Altenheim. (Geld auszuleihen.) Konrad Schneider in Altenheim hat auf Martini 800 fl. Pflegschastsgeld gegen Obligation auszuleihen. Tagesgeschichtliche Mittheilungen. Baden. Das Großh. Oberceremonienmeisteramt hat folgendes Programm über den feierlichen Einzug Ihrer Kön. Hoheiten des durchlauchtigsten Großherzogs und der durchlauchtigsten Großherzogin in die R-siben/Karlsruhe veröffentlicht: „Samstag, den 27. September, Nachmittags, werden Ihre König!. Hoheiten der Eroßherzog und die Großherzogin mit einem Extrazug auf dem Bahnhof in Karlsruhe eintreffen. Die Stunde wird noch bekannt gegeben werden. Vor der Ankunft der allerhöchsten Herrschaften versammeln sich in Gala zu dem feierlichen Empfang auf dem Bahnhof: 1) Die Mitglieder des Großh. Staatsministeriums. 2) Der Garnisonskommandant. 3) Die Generale und Stabsosficiere, welche bei der Truppenausstellung nicht verwendet sind. 4) Die Hoschargen vom Dienst. 5) Der Stadtdirector. 6) Der Oberbürgermeister. 7) Eine Deputation des Gemeinderaths und engern Bürgerausschuffes. Auf dem Bahnhofe wird eine Ehrenwache mit Fahne und Musik ausgestellt sein. Längs des Bahnhofs, auf der Seite gegen die Stadt zu, halten die 590 für den Einzug bereit stehenden Wagen in der Reihenfolge, welche die Zugordnung bestimmt. Zunächst denselben, an die Kriegsstraße stoßend, sind zwei Schwadronen Reiter ausgestellt, welche die Spitze und den Schluß des Zugs formtreu sollen. Hinter denselben halten Abtheilungen berittener Bürger der Residenz. In der mit Kränzen und Fahnen geschmückten Stadt bilden die Bürger in der Karl-Friedrich- straße Spaliere, die vom Ettlinger Thor über den Marktplatz bis an den großen Zirkel sich erstrecken. Aus dem Schloßplatz vom Zirkel bis zum Schloß blldet die Garnison Spaliere, die Reiterei im inner« Schloßplatz an die Schloßwachegebäude rechts und links sich anlehnend. Das Herannahen der hohen Neuvermählten gegen den Bahnhof wird durch das Geläute aller Glocken und durch Lösung von 101 Kanonenschüssen verkündet. Wenn nach erfolgtem Eintreffen der Eintritt in die Residenz beginnen soll, so wird der Viceoberceremonienmeister das Zeichen hierzu geben, worauf der Zug in folgender Ordnung sich in Bewegung setzt: eine Schwadron Reiterei. Zwei Bereiter. Die Flügeladjutanten in einem offenen vierspännigen Wagen. Der Viceoberceremonienmeister und der Hofmarschall m einem offenen vierspännigen Wagen. Eine Abtheilung berittener Bürger. Zwei Stallmeister. Ohre Rön. Hoheiten der Hroßherzog und die ßroßherzogin in einem offenen sechsspännigen Galawagen. Zur Seite rechts, etwas rückwärts des Wagenschlages: der Garnisonskommandant zu Pferd: in ähnlicher Weise links der Reisestallmeister. Hinter dem Galawagen: eine Abtheilung berittener Bürger. Sodann die Prinzen, welche in Begleitung der hohen Neuvermählten auf der Eisenbahn mit emgetroffen sind, in offenem vierspännigem Wagen. Die Oberhofmeisterin und die Hofdamen der Großherzogin in offenem vierspännigem Wagen. Der übrige Hofstaat des Großherzogs und der Großherzogin in offenem vierspännigem Wagen. Der Hofstaat der im Zug besindlichcn Prinzen in offenem vierspännigem Wagen. Zwei Bereiter. Eine Schwadron Reiterei. Der Zug bewegt sich vom Bahnhof durch das Ettlinger Tbor und die Karl-Friedrichstraße in das Großh. Schloß. Die Großh. Hoschargen und die Flügeladjutanten, welche vor den allerhöchsten Herrschaften daselbst eingetroffen sind, treten, Elftere Ihren Kön. t oheiten voran, und geleiten Sie in Höchstihre Appartements; etztere schließen sich dem Hofstaat an, der das Gefolge bildet. Die Mitglieder der Großh. Familie sind im Schlöffe versammelt, um beim Eintreten der hohen Neuvermählten Aller- höchstdieselben zu empfangen. Am folgenden Tag, Sonntag, den 28. September, um 10 Uhr: feierlicher Kirchengang in die Schloßkapelle. Um 12 Uhr: Cour für das diplomatische Korps bei den hohen Neuvermählten. Um 2 Uhr: Cour für alle am Großh. Hofe vorgestellten einheimischen und fremden Herren und Damen, sowie für das Großh. Officierkorps. Die Herren in Gala, die Damen im Hofkleide (Manteau). Um 4 Uhr: Familientafel der höchsten Herrschaften im Großh. Schloß. Abends 7 Uhr: Galaoper. Montag, den 29. September, um 4 Uhr: Galatafel bei Ihren Großh. Hoheiten dem Herrn Markgrafen und der Frau Markgräfin Wilhelm. Abends 8 Uhr: Hofball im Großh. Schloß. Die Herren in Gala. Mittwoch, den 1. Oktober, um 4 Uhr: Galatasel im Großh. Schloß". Karlsruhe, 16. Sept. (K.Z.) Der Großherzog Ludwig hat den Wunsch ausgesprochen, durch eine Luftveränderung und einen Aufenthalt in dem Großh. Schlosse zu Baden eine Linderung für seinen leidenden Zustand zu finden. Seine König!. Hoheit sind daher heute dahin abgereist, umgeben von allen durch das Befinden des hohen Kranken bedingten Anordnungen der aufmerksamsten Sorgfalt und begleitet von den aufrichtigsten Wünschen für die volle Erreichung des durch die Reise beabsichtigten Zweckes. — Dem Vernehmen nach wird noch im Lause dieses Herbstes eine Truppenzusammen- ziehung zu Uebungen in größeren Abtheilungen stattfinden. Es sollen dazu das 3. Infanterieregiment von Mannheim, das Jägerbataillon von Freiburg, und das 2. Dragoner- regiment von Bruchsal in die Nähe der Residenz gezogen, und am 30. d. M. eine große Parade über diese mit der Garnison dahier vereinten Truppen abgehalten werden. Die darauf folgenden Tage werden Brigadeübungen der Infanterie — theilweise unter Beizug des 2. Infanterieregiments von Rastatt — sowie der Reiterei mit Artillerie, sodann ein Corpsmanöver, und endlich ein Feldmanöver zwischen Rastatt und hier stattfinden. Von der Oos, 12. Sept. (K.Z.) Die Bohrversuche auf ' Steinkohlen werden in unserer Gegend auf's Eifrigste betrieben. Bei Oos hat man eine Tiefe von 500 Fuß, bei Müllenbach von 390 Fuß, und bei Steinbacb (unweit dem „Stern") eine solche von 70 Fuß erreicht. Es ist an dem erstgenannten Orte, wo man bereits auf drei Kohlenlagerungen gestoßen ist, wovon die eine ungefähr 15 Fuß mächtig ist, während die beiden anderen eine nur geringe Mächtigkeit zeigten. Sie liegen etwa je 40 Fuß weit aus-, beziehungsweise übereinander. Jndeffen sind die Untersuchungen noch nicht so weit gediehen, um jetzt schon etwas Sicheres über den Werth des Fundes sagen zu können. □ Kork, 17. Sept. In unserer Gegend geht ein Gerücht, welches von Einigen als ein Puff, von Andern als wahr bezeichnet wird. Es soll nämlich unlängst ein französischer Grenzausseher ein großes Krokodil am Rheinufer angetroffen haben, und, davonlaufend, sodann bei seiner Ankunft zu Haus vor Schrecken erkrankt sein. Bei Honau sollen einige Fischer im Rhein ein vermeintliches langes Stück Holz gesehen, und, darauf lossteuernd, um es an's Land zu schaffen, statt dessen das Krokodil angetroffen haben. Auch diese hätten sogleich das Weite gesucht. Einige sagen, es sei dieses Ungeheuer durch die französischen Kanäle in den Rhein gekommen; Andere sagen, es sei einer Menagerie, welche es am Rhein baden wollte, in diesen entsprungen. Jedenfalls wird die Folge zeigen, was Wahres oder Unwahres an dem Gerüchte ist. Aus dem Oberlande, 15. Septemb. (K.Z.) Durch Generale des Großh. Oberraths der Israeliten vom 8. d. M. an sämmtliche Bezirkssynagogen des Landes ist zur Feier des Vermählungsfestes Seiner Königl. Hoheit des Großherzogs Friedrich mit Ihrer Königl. Hoheit der Prinzessin Luise ein feierlicher Gottesdienst in allen Synagogen des Landes an- geordnel. Derselbe hat künftigen Samstag, den 20. d. M., Abends 6 Uhr, zur Stunde der Trauung des hohen Brautpaares, stattzufinden, und ist hiebei außer den bezeichneten Gebeten ein noch besonders für diese Feier von der israeliti- schcn Oberkirchenbehörde ausgegebenes Bittgebet um den göttlichen Segen für das erhabene Herrscherpaar vor geöffneter hl. Lade nach der Predigt abzuhalten. Württemberg. Oberkirchberg, 9. Sept. Unsere Mittheilung vom 6. d. über die gräßliche That des Schusters Anton Seiz von hier hat sich vollkommen bestätigt. Nur sind die Einzelheiten viel grauenhafter, als wir sie in unserem ersten Berichte vor näherer Erhebung des Sachverhalts zu geben im Stande waren. Die gerichtliche Untersuchung ist, wie wir hören, in der Hauptsache bereits geschloffen. Seiz besteht selbst darauf, daß er bei der Ermordung seiner Kinder mit kalter Ueberlcgung gehandelt habe; dagegen versichert er, daß er, wenn auch das Kind in Äeutelreusch, welchem seine jüngere Tochter als Kindsmädchen zugegeben war, tödtlich verwundet sei, hier beim Ausholen nach seiner Tochter fehl- geschlagen bade. Dieser Mann, dem selten ein rechtes Wort aus dem Munde gegangen, scheint Zeitlebens nie eine Regung des Gemüths gekannt zu haben; arm, aber doch hochsahrend, lüstern nach einer befferen Lage, aber doch zu verwahrlost, sich aufzurafsen, war und iit er mit Gott und der Welt zerfallen. Der Gmnd, warum er seine Kinder hingeschlachtet, ist nach seiner Angabe der: sie der Schande und den Hirtenhäusern, denen sie seiner Ueberzeugung nach bei ihrer Armuth unfehlbar verfallen gewesen, zu entreißen; er sei auch, fügte er bei, entschlossen gewesen, sich gleich nach der That bei dem Oberamtsgericht Laupheim zu stellen. Allein diese Erklärungsweise dünkt denjenigen noch zu schön, die Gelegenheit hatten, ihn am zweiten Tage nach seinem unerhörten Verbrechen hier zu sehen. Der Zuspruch seines Seelsorgers, die Eröffnung, daß wegen seiner Greuelthat hier eine allgemeine Betstunde gehalten worden fei, vermochten ihn kaum aus seiner Verbissenheit herauszubringen; und selbst, als die Mutter des mit dem Tode ringenden Kindes von Beutelreusch ihm die Hand drückte mit der flehentlichen Bitte: sie wolle ihm Alles I verzeihen, wenn er nur Buße thue und sich bekehre, war es ihm nahezu zu viel, zu bekennen, daß er nur in der Schuld der Menschen stehe. Sein Inneres sei voll, aber Reue und Leid Machen könne er noch nicht; dieß ist seine wörtliche Aeußerung. Welch' ein Gegensatz zwischen diesem vertigerten Vater und dieser ties in ihrem Glauben lebenden Mutter, die, von diesem Unmenschen so schwer verletzt, noch beim Scheiden desselben sich damit tröstete: „vielleicht seie er doch näher bei unserem Herrgott, als wir Alle," und es sich nicht nehmen ließ, die Leiche der Tochter des Mörders ihres eigenen Kindes auf ihre Kosten zur Erde bestatten zu lassen und deren Todtenbahre mit den schönsten Blumen zu schmücken. Bayer«. München, 14. Sept. (Schw.M.) Durch eine König!. Verordnung sind nunmehr die ländlichen Kirchweih-Tanzmusiken an den in jedem Dorfe altherkömmlichen Tagen wieder gestattet, und somit dem am vorigen Landtag in der Zweiten Kammer eingebrachten Anträge auch in dieser Beziehung entgcgengekommen, während zugleich fortan einem in ökonomischer wie sittlicher Hinsicht nachtheiligen Ueber- maaße der Wirthshaus-Tanzbelustigungen nicht nur aus dem Lande, sondern, wie schon neulich erwähnt, insbesondere auch in den größeren Städten durch angemessene Beschränkung vorgebeugt wird. Hessen. Mainz. Welch' hohen Preis gegenwärtig der Wein erreicht hat, ersieht man aus zwei Versteigerungen, die am 9. und 10. September von der Herzoglich Nassauischen Domäne in Rüdesheim abgehalten wurden. Auf der erstem wurde */» Stück 1855er zu 1430 fl. zugeschlagen. Aus der zweiten erlöste man für 301'/- Maas vom gleichen Jahrgang 1680 fl.» was per Maas 5 fl. 34 kr. und per Schoppen 1 fl. 23 kr. macht. England. London, 6. Sept. Gestern früh ist das amerikanische Schiff Ocean Home mit deutschen Auswanderern von Rotterdam im Kanal, 25 Meilen südlich vom Lizard Leuchtthurm, von einer großen New-Iorker Barke angesegelt und so beschädigt worden, daß es in 20 Minuten unterging. Von den 105 Seelen an Bord (17 Bemannung und 88 Passagiere) sind nur 10 Matrosen und 10 Passagiere durch ein Lootsenboot gerettet worden. Oesterreich. Wien, 5. Sept. (S. M.) Die Mittheilung von der bevorstehenden Vermehrung der französischen Besatzung in Rom tritt gegenwärtig in sehr bestimmter Form aus und wird auch von Paris aus von verschiedenen Seiten bestätiget. Außerdem vernimmt man, daß durch den Frhm. v. Bourqueney vor Kurzem eine aus diese Angelegenheit Bezug habende Rote des französischen Kabinets in Wien übergeben worden sei, in welcher die Gründe auseinandergesetzt sind, durch die Frankreich sich zur Verstärkung des Observationskorps bewogen gefühlt hat. Daß unter diesen Umständen auch die in den Legationen stationirten österreich. Truppen keine Verminderung erfahren werden, liegt auf der Hand. Es gewinnt überhaupt immer mehr den Anschein, daß man in Paris die politische Weltlage nicht vom optimistischen Standpunkt beurtheilt; denn wenn sich auch die Nachricht von einer neuen französischen Anleihe nicht bestätiget, so ist es doch Ö , und man hat hier in dieser Beziehung die sichersten ichten, daß die französische Regierung nicht daran denkt, den noch immer 600,000 Mann betragenden Effektivstand der Armee zu vermindern; im Gegentheile werden die militärischen Rüstungen sehr eifrig betrieben und soll namentlich in allen Seearsenalen eme sehr rege Thätigkeit zu bemerken sein. Türkei. Aus Sarajewo meldet vom 24. Juli der „Serbski Dnewnik": Vor zwei Wecken trug sich hier folgendes schreckliche Ereigniß zu. Eine Christi« hatte ihren Mann verlassen, und lebte mit einem Türken. Zwei Monate lang hatte dieses Zusammenleben bereits gewährt, ohne daß irgend Etwas die Eintracht gestört hätte, als der Türke plötzlich, durch Eifersucht verblendet, sich hintergangen wähnte, und eines Abends sie mit dem Aatagan niederstteß, gleich darauf aber seinem Leben durch einen Pistolenschuß ein Ende machte. Belgien. In dem Brüsseler Rathhause wurde dieser Tage eine Ehe vollzogen, wobei nicht allein das Paar, sondern der Vater des Bräutigams und die beiden Zeugen taubstumm warm. Räthsel-Kranz. XIV. Sylben-Räthsel. Es zogen drei Bursche wohl über den Rhein, Nachdem sie entstiegen den ersten Zwei'n. Bei einer Frau Wirthin, da kehrten sie ein. Und fragten, sich setzend, nach allen Drei'n. Frau Wirthin, die freundlich, freundlich spricht: „Meine Herren! Das Ganze Hab' ich nicht, „Doch Hab' ich das Dritte klar und frisch „Und wenn es beliebt, gebackene Fisch'." — Backsischelein war den Burschen schon recht; Sie haben gekneipt und wacker gezecht, Sie scherzten und zechten bis Zwölfe vorbei, Da suchten sie trunken die ersten Zwei. — Und wie sie des andern Tages erwacht, Hat jeder der Burschen bei sich gedacht: Wie bin ich so froh, heidideldumdei! Daß uiisere Wirthin statt Eins, Zwei, Drei, Nur einfach Dreie uns mäßig gereicht. Wie ist jetzt der Schädel so licht und so leicht! — Und während die Burschen noch einen gepfezt, Hab' ich hier zum Schluß noch ein Verslein gesetzt: „3ch lobe das Ganze hier diesseits am Rhein, Laß' einfach das Dritte den'Burschen allein, Und weil mir das Ganze so trefflich behagt, Hab' ich Ihm zu Ehren dies Räthsel gemacht! Oberkirch, 10. August 1956. ?* MiScelleu. Gegossene Steine kommen in England mehr und mehr in Gebrauch, seit es einem Herrn Adcock gelungen ist, eine Basalt- maffe in jede beliebige Form zu gießen, dieselbe wie flüssiges Eisen zu behandeln und damit alle möglichen Ornamente herzustellen, die sonst nur der Meißel des Steinmetzen hervorbrachte. Er bringt den Basalt durch Feuer in Fluß, und dieser gibt eine Art von schwarzer Glasmasse, die sehr hübsch ist. Es kam aber darauf an, sie wieder in Stein zu verwandeln. Das ist gelungen, und Herr Adcock bereitet nun gegossenes Mauerwerk, er gießt ganze Häuserfronten. Diese Erfindung ist für die Vervielfältigung von Kunstwerken sehr wichtig, aber sie ist auch für das tägliche Leben von Belang. Dieser Äasaltguß wird verwandt zu Pflaster, GaS- und Wafferröhren, Bedachung für Häuser und Bahnhöfe; denn das „schwarze Glas" läßt sich walzen und rollen. Es ist geädert wie Malachit oder Marmor, kostet nur ein Sechstel des gewöhnlichen Materials und Wind und Wetter haben darauf gar keinen Einfluß. Ein Gutsbesitzer in der Tilsiter Niederung benutzt eine kleine Mühle, die gleich einem Uhrwerke durch Pendel und Gewicht in Bewegung gesetzt wird. Dieses kleine Werk vermag täglich 6 Scheffel Schrot- oder 4 Scheffel Sichtmehl zu liefern. Der Verfertiger ist ein einfacher Landmann, der solche Werke billig Herstellen möchte, wenn er nicht befürchten müßte, gegen das neue Gewerbegesetz zu verstoßen. Ueber die Kolumbacser Mücken schreibt mau dem Pesther Lloyd aus Boros-Sebes: „Hier wurden die KolumbacSer Mücken durch einen 5 Tage anhaltenden Regen unschädlich gemacht. Es war aber auch die höchste Zeit, denn das gefährliche Gezüchte hatte einer genaueren amtlichen Erhebung zufolge in einem einzigen Stuhlrichterbezirk 9 Pferde, 59 Ochsen, 100 Kühe, 4 Büffel, 6 Ziegen und 174 Schweine, im Ganzen also 352 Stücke Vieh getödtet. Außerdem brannten 7 Häuser und 16 Stallungen ab, in welchen bei der zur Vertreibung der Mücken versuchten Räucherung Feuer entstanden war." 592 Wer in Amerika in den Congreß oder in das Parlament gewählt wird, kauft sich zuerst eine vielläufige Pistole oder einen Dolch, denn es ist in Washington ländlich sittlich und höchst noth- wendig, daß kein Volksvertreter ohne Pistol oder Dolch in die Sitzung geht. Ein Senator Sumner, freilich ein alter Mann, besuchte die Sitzung unbewaffnet, bekam Streit mit einem Collegen und wurde von ihm mit dem Stocke fast todtgeschlagen; er liegt fast hoffnungslos darnieder. Der Todtschläger saus den Sclaven- staaten) erhielt von seinen Wählern als Anerkennung einen goldbeschlagenen Rohrstock mit der Inschrift: üit lüm again , d. h. hau' ihn noch ein Mal. Am Grabe des hochw. Hm. Stadtpfarrers Joseph Scheidegg v.Zell a.H. (Gestorben den 14., begraben den 17. Sext.) Klage Muse, daß der Mann der Sense Dieses edle Leben abgeknickt. Daß den Hirten er, zwar nicht im Lenze, Doch zu früh schon seiner Heerd' entrückt'. Sonst, wenn hoch vom Thurm' die Glocken läuten, Jst's ein Feierklang stets sür mein Ohr, Weiß ich doch, welch' hohes Amt sie deuten, Deß der Priester warten soll im Chor. Frucht - Mittelpreise. Ein Malter Oberkirch Il.Septbr. Achern lö.Septbr. Gengenbach 11. Septbr. fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen. 19 30 19 41 20 27 Kernen . 18 30 17 30 19 30 Halbwaizen .... 14 15 — — 12 18 Fees. — — 7 7 — — Korn. 11 30 11 24 11 — Gerste. 8 30 7 40 8 6 Welschkorn. — — — — — — Haber. 5 42 4 56 5 48 Brodtaxe für den Oberamtsbezirk Offenburg. Für die 2. Hälfte des Monats Septbr. 1856. Weißbrod: der 2 kr. Weck 8 Loth. Halbweißbrod : 2g in langer Form 11 kr., 2 ff in runder Form 10', 2 kr., 4 ff m runder Form 21 kr. Schwarzbrot,: 4 ff in runder Form I6-/2 kr. Brodtaxe für den Amtsbezirk Rheinbischofsheim. Weißbrod: der 2 kr. Weck 8 Loth. Weißbrod zu 6 kr. 25 Loth. Halbweißbrod: 2 ff IO-/- kr., 4 ff 20'/- kr. Schwarzbrod: 2 ff 8V2 kr., 4 ff 16 kr., 6 ff 24 kr. Diesmal tönt mir's — ach! wie Sensenklang, Und ich ahnt' alsbald den — Grabgesang Dieser emsten, dumpfen Glockenschläge, Bruder, Dir auf Deinem — letzten Wege. Selig hast im Herrn vollendet, Warst als Mensch, als Priester gut; In den Himmel bist gesendet, Du erlöst durch Christi Blut. Lebe wohl in lichtem Auen! Denke Deiner Freunde hier, Bis sie Dich einst wiederschauen In dem Himmel sür und für. Zell a.H., 17. Sept. 1856. Müller. Vffenburgrr Frnchthalie. Markt vom 16. September 1856. Frucht- Gattung. Ein- gefübrte: Aufgestellt vom letzten Markt: Verkauft : Mittelpreis per Malter. Bleiben ausgestellt. Malter. Malter. Malter. I * kr. Malter. Waizen. . . 373 ! 21 390 ; 20 — 4 Kernen . . . 11 11 22 18 — _ Halbwaizen. 57 6 49 13 40 14 Korn .... 80 3 61 12 20 22 Haber . . . 4 15 19 4 17 — Gerste . . . 136 16 118 10 — 34 Welschkorn . 1 — 1 13 45 — 662 72 660 74 Das Marktgericht. Brodtaxe für den Amtsbezirk Kork für die 2. Hälfte des Monats September 1856. I. Halbweißbrod: (V- Gries und V- Boll): 3ff in langer Form 16-/2 kr-, 3 ff in runder Form 16 kr. kl. Schwarzbrod: ( l h Boll und V2 Schwarz): 3 ff in runder Form 14 kr., 6 ff in runder Form 27-/2 kr. 111. Weißbrod: der 2 kr. Weck 7,8 Loth. Brodtaxe für den Amtsbezirk Gengenbach. Für die 2. Hälfte des Monats Septbr. 1856. Weißbrod: der 1 kr. Weck 4 Loth, 2 kr. Weck 8 Loth. Halbweißbrod: 2 ff 11 kr., 4 ff 21 kr. Schwarzbrod: 2 ff 8 kr., 4 ff 16 kr. Brodtaxe für den Amtsbezirk Haslach. Vom 15. bis 30. Septbr. 1856. Weißbrod: der 2 kr. Weck muß wiegen 8 Loth. Halbweißbrod: 2 ff kosten 10-/2 kr, 4 ff 21 kr. Schwarzbrod: 2 ff kosten 7-/2 kr., 4 ff 15 kr. Fleischtaxe für den Amtsbezirk Achern. Vom 16. bis 30. Septbr. 1856. Das Pfd. Ochsenfleisch 14 kr., Kuh- und Rindfleisch 12 kr., Kalbfleisch 11 kr., Hammelfleisch 12 kr., Schweinefleisch 15 kr., geräuchertes Fleisch 28 kr. Fleischtaxe für den Amtsbezirk Kork. Für die 2. Hälfte des Monats September. Das Pfund Ochsenfleisch 15 kr., Schweinefleisch 16 kr., Kalbfleisch 11 kr., Hammelfleisch 12 kr-, Rindfleisch 12 kr. Frankfurter Curs vom 16. September. Pistolen . . . 9 fl. 37-38 ditto Preuß. 9 fl. 51-52 Holl. 10 fl.Stücke 9 fl. 46-47 Ducaten . . . 5 fl. 34-35 20-Frankenstückc 9 fl. 18-19 Engl.Sovrgns. 11 ff. 40-44 Preuß. Thaler 1 fl. 45 5-Frankenthaler 2 fl. 20V 4 - 3 /4 S reuß.Caff.-Sch. 1 fl. 44 3 / 8 - s / 8 iv. Caff.-Anw. 1 fl. 43-4 Tanzkärtchen (Lallordnung zum nächsten -festkals) sind im Comptoir dieses Blattes zu haben. Verantwortlicher Rcdacteur: I. Otteni. Druck und Verlag der Buchdruckerei von I. Otteni * Sohn.