Per Orteimuer Bote. Verkündigungs-Blatt für die Amtsbezirke -vffenburg, -vberkirch, Aehern, AheinbifehofSheiw, Kork. Gengenbach, Haslach und Wolfach. M 97 Offenburg, den 4 December l8S7. Bekanutmachungeu. Kork. (Straßenpolizei betr.) Nro. 10106. Da nun die dringendsten Feldgeschäste beseitigt, und nach Anzeige des Dammmeisters Fuchs der niedrige Wafferstand des Rheines es zuläßt, Kies sür die Straßen herbeizusühren; so werden die Bürgermeister angewiesen, unverzüglich die Beifubren des nöthigen Kieses sür die Vicinal- und Ortswege anzuordnen. Nach 4 Wochen wird man Erkundigung einziehen, ob dieses geschehen, und die säumigen Bürgermeister zur Verantwortung und Strafe ziehen. Kork, den 28. November 1857. Großherzogliches Bezirksamt, v. Hunoltstein. Ossenburg. lAusforderung.) Nro. 20781. August Sinz Eheleute von Hosweier beabüchtigen, mit ibren Kindern nach Amerika auszuwandern; allenfallsige Gläubiger derselben werden ausgefvrdert, ihre Ansprüche in der aus Dienstag den 22. December d. I., Morgens 9 Uhr, angeordneten Tagfahrt geltend zu machen, ansonst die Erlaubniß zur Auswanderung ertheilt werden würde. Offenburg, den 28. November 1857. Grobherzogliches Oberamt. v. Faber. Oberkirch. < Aufforderung.) No. 3002. Anton Nock von Döttelbach will in der wilden Rench eine Sägmühle errichten. , . „ . Wer Einsprache hiergegen zu machen beabsichiiget, hat diese binnen 14 Tagen bei Ausschlußvermeiden dabier, wo die Pläne eingesehen werden können, geltend zu machen. Oberkirch, den 29. November 1857. Grobherzogliches Bezirksamt. Gaur. Oberkirch. (Gant-Edict.) Nro. 2049. Gegen den Nachlaß de? verstorb. Cameralassistenten Karl Mahler von Neustadt ist Gant erkannt, und Tagfahrt zum Richtigstellungs- und Vorzugs-Verfahren aus Montag den 14. December 1857, Vormittags 10 Uhr, auf diesseitiger Amtskanzlei festgesetzt, wo alle Diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die Maste zu machen gedenken, solche, bei Vermeidung des Ausschluffes von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen Vorzugs- oder Unterpfandsrechte, welche sie geltend machen wollen, zu bezeichnen haben, und zwar mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln. . „ Zugleich werden m der Tagfahrt ein Maffepfleger und ein Gläubiger-Ausschuß ernannt, Borg- und Nachlaßvergleiche versucht, und sollen in Bezug aus Borgvergleiche und Ernennung des Maffepflegers und Gläubiger-Ausschuffes die Nichterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. , ,_ Oberkirch, den 25. November 1857. Grobherzogliches Amtsgericht. Bvbm. Ossenburg. 0. December d. I. eingereicht sein, da an diesem Tage, Vormittags 9 Uhr, die Soumissionen eröffnet werden. Jllenau, den 24. November 1857. Direktion der Großh. Heil- und Pflegeanstalt. Roller. B r e t t l e. Marlen. lJagdverpacktung.) Am Samstag den 12. December. Vormittags it Uhr, wird an Marlen die ärarische Jagd auf dem Domainen- _gut „Spitalbos" von 270 Morgen Flächeninhalt sür die Dauer von 6 Jahren, vom l. Februar 1858 bis dahin <804, öffentlich in Pacht gegeben. Die Pachtliebhaber werden biemit dazu eingeladen. Dinglingen, am 27. November 1857. Großherzogliche Bezirksforstel Ichenheim. K ä s s e r. [2] Schweighausen. iFahrnißversteigerung.) Die volljährigen Erben des verstorbenen Hofbauers Johannes Fix von Schweighausen laffen aus dem Hose selbst nachbeschriebene Fabrniffe an den bezeichneten Tagen Hegen baare Zahlung, der Erbtheilung wegen, öffentlich versteigern: Samstags den 5. December d. I., früh 9 Uhr: Fuhr-, Bauerei-, Feld- und Handgeschirr. Mittwochs den 9. December d. I., früh 9 Uhr: verschiedenes Wagner- und Nutzholz, fohrlene, tanncne, kirschbaumene und birnbaumene Dielen und Flecklinge, 26 Klaster verschiedenes Holz und 200 buchene Wellen. Donnerstags den 10. December d. I., früh 9 Uhr: 350 Centner Heu und 200 Centner Oebmd; eine größere Quantität verschiedenes Stroh; mehrere Gattungen Früchte, als: Waizen. Korn, Halbwaizen, Haber, Wclschkorn. Hirse, Bobnen, Hanfsamen, Nüffe, 1300 Sester Erdäpfel, Kirscben- waffer. Freitags den 11 . December d. I., früh 9 Uhr: ° 17 Fässer in verschiedener Größe und alle in gutem Zustande; Züber, Standen, Krautstanden, allerlei Faß- und Bandgeschirr und sonstiger Hausrath. 762 SamstagS den 12. December d. I., früh 9 Uhr: allerlei Glas-, Porzellan-, Feld- und Handgeschirr, und jene Gegenstände, zu deren Veräußerung an den vorhergehenden Tagen keine Zeit übrig geblieben ist. Ettenheim, den 21. November 1857. Großherzogliches Amtsrevisorat. Lynker. Oberkirch. (Zweite Zwangsversteigerung unbeweglicher Güter.) In Folge richterlicher Versügung werden im Wege der Hülssvollstreckung am 17. December 1857, Nachmittags 2 Uhr, zu Oberkirch in dem Rathhause nachbezeich- nete, in der Gemarkung Oherkirch befindliche Liegenschaften des hiesigen Bürgers und Boten Georg Bohnert in öffentlicher Steigerung zum zweiten Male dem Verlause ausgesetzt: Eine zweistöckige Behausung mit Scheuer und Stallung, nebst Hausplatz, neben Max Schrempp's Kindern und Stadtmüller Walz Wittwe, oben Anton Ganter, unten die Fahrgafle, — taxirt zu . . 2050 fl. Der endliche Zuschlag erfolgt um das sich ergebende höchste Gebot, wenn solches auch unter dem Schätzungspreis bleibt. Oberkirch, den 28. November 1857. Der Vollstreckungsbeamte: Klehe, Notar. Wolsach. (Holzverkauf.) Aus dem Fürst!. Fürsten- bergischen Domainenwalde Distr. Waldstein auf Fischerbacher Gemarkung wird am Donnerstag den l0. December d. I., Vormittags bald 1t Uhr, im Engelwirthshause zu Weiler, folgendes Brennholz öffentlich versteigert: 6 Master schäleichene Prügel; — 42 Klafter buchene Scheiter; — 6 Klafter buchene Prügel; — 53 Klaster tannene Scheiter; — 19 Klaster tannene Prügel, 14 Klaster gemischtes Prügelholz; — zusammen 130 Klaster. Wolsach, den 30. November 1857. Fürst!. Fürstend. Forstei. B o g e n s ch ü tz. Marlen. (Jagdverpachtung.) Die hiesige Gemeinde läßt die Ausübung der Jagd auf hie- Miger Gemarkung, mit Ausnahme des ärarischen «»Jagdbezirks, am Samstag den 12. December, Nachmittags halb 2 Uhr, im Rathbauje zu Goldscheuer aus weitere 6 Jahre öffentlich versteigern; wozu die Steigliebhaber höslichst eingeladen werden. Marlen, den 26 November 1857. Das Bürgermeisteramt. Renwald. Oberachern. (Sägklötze-Versteigerung.» Die Gemeinde Oberachern läßt aus ihrem Gemeindewald am Freitag den 11. December, Vormittags 9 Ubr, 186 Stück Forlen und Tannen, meistentbeils starke Sägklötze, aus dem Platze im Wald versteigern. Die Zusammenkunft ist bei der Ziegel- Hütte. Sollte die Witterung ungünstig sein, so wird die Steigerung im Löwenwirthshause dahier abgehaltcn werden. Oberachern, den 2. December 1857. Das Bürgermeisteramt. Strubel. S e e b a ch, Amts Achern. (Holzversteigerung.) 'Die Waldgenosienschast Grimmerswald läßt am Samstag den 5. December d. I., Morgens halb ' 10 Uhr ansangend, im Hirschwirthshause in See- bach folgende Holzsortimente öffentlich versteigern, als: 1) 14t Stück tannene Sägklötze, 2) 34--/» Klaster buchenes Scheiterholz, 3) 14-/4 PrügelholZ, 4) 40 „ gemischtes Prugelholz, 5) 900 Stück gemischte Wellen, 6) 600 „ tannene dito, 7) 59 „ „ Hopfenstangen und 8) 200 „ ., Rebpfähle; wozu die Liebhaber eingeladen werden. Seebach, den 27 November 1857. A A. des Waldvorstandes: Schneider, Rathschreiber. Waltersweier. (Hausvcrsteigemng.) Der Heiligen- sond in Waltersweier läßt das von Andreas Kemps erworbene HauS am Samstag den 12. d. M., Nachmittag 1 Uhr, im Rathszimmer dahier für ein Eigenthum versteigern. Die Bedingnisse werden vor der Steigerung verkündet werden. Waltersweier , den 1. December 1857. Heiligensonds - Rechner Schmidt. Weierbach. (Accordversteigerung.) Der Unterzeichnete Pfleger der Ferdinand Kiefer's Kinder in Weierbach läßt die Herstellung emer Scheuer daselbst zur Wohnung -öffentlich am Montag den 7. d. M-, Nachmittags 2 Uhr, in der Sonne in Weierbach versteigern, wozu die übernahmslusttragenden Handwerksleute mit dem Beisatze eingeladen werden, daß Plan und Kostenüberschlag täglich beim Pfleger eingesehen werden können. Bernhard Kiefer. Bohlsbach. (Gasthaus-Versteigerung.) Künftigen Donnerstag -den 10. d.M., Nachmittags 1 Uhr, ___ -läßt Unterzeichneter sein Gasthaus mit Realschildgerechtigkeit zur Sonne, nebst geräumigem Oekonomiegebäude, großem Hofplatze, Gemüsegarten u. s. w. in seinem benannten Locale selbst einer freiwilligen öffentlichen Versteigerung zu Eigenthum aussetzen. Sollte in dieser Weise kein entsprechendes Resultat erzielt werden, so würde bei gleicher Gelegenheit ein Pachtversuch auf mehrere Jahre, ebenfalls durch Steigerung, stattfinden. Die Steigerungsliebhaber werden hierzu höslichst eingeladen, mit dem Bemerken, daß die Bedingungen an der Steigerungstagfahrt bekannt gemacht werden, und auch inzwischen vom Unterzeichneten selbst nähere Auskunft darüber ertheilt werden kann. Bohlsbach, den 3. December 1857. Johann Lurk. Altschweier, Amts Bühl. (Oelmühle- versteigerung.) Der Unterzeichnete läßt am Montag den 7. d. M., Nachmittags .2 Uhr, im Wein- bergwirthshause dabier, seine neu erbaute Oelmühle mit Gerstenrolle freiwillig zum zweiten Mal öffentlich auf achtjährige Zahlungstermine versteigern, und wenn ein annehmbares Gebot geschieht, sogleich zuschlagen. Altschweier, den 1. December 1857. Stanislaus Gipp, Müller. Spinnerei und Weberei Offenburg. Versteigerung von Erdarbeiten. Die Ausgrabungsarbeiten des neuen Mühl- und Floßbaches, welcher zum Gewerbskanal sür die zu errichtende Spinnerei und Weberei bestimmt ist, und über die städtischen Angelwiesen dabier unweit des Ochsensteges ziehen wird, werden am Montag den 7. December, Nachmittags 2 Uhr, auf dem Platze selbst in circa 20 Loosabtbeilungen und ungefähr im Voranschlag von 8000 fl. an die Wenigstnehmcn- den öffentlich vergeben werden. Die Steiglustigen werden eingeladen, sich zur oben be- zeichneten Zeit aus dem Platze selbst einzufinden, mit dem Anfügen, daß die Förderung des Aushub-Materials sämmt- lich mit Schiebkarren vor sich gehen kann. Die verehrlichen Bürgermeisterämter der Unigegend, Elgersweier, Berghaupten, Ohlsbach, Ortenberg, Festenbach, Zell, Rammersweier, Bohlsbach. Windschläg, Griesheim, Bühl, Weier, Waltersweier, Schutterwald, Hofweier und Zunsweier werden ersucht, Obiges in ihren Gemeinden durch die Schelle öffentlich verkünden zu lasten, und die beurkundeten Verkündigungsgebühren-Zettel anher einzusenden. Offenburg, den 26. November 1857. Technische Direction. K. Zinth. 763 Ortenberg. (Vieh-, Dung- und Rebsteckenversteige- rung, sowie Zelververpachtung.) Künftigen Samstag den 5. December d. I. werden aus dem v. Mollenbec'jchen Rebhosgut dahier einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden: a'» Um 2 Uhr — im Ausstrich und gegen Baarzahlung: 4 Stück Milchkühe — wovon eine großträchtig und die übrigen zum Zuge brauchbar sind — sowie eine Kalbin. b) Um halb 3 Uhr — im Abstrich: Die Lieferung von 80 Wagen Kuhdünger, sowie von 2000 Stück tannenen Rebstöcken. c0 Um 3 Uhr — einer Verpachtung aus sechs Jahre: 1/2 Morgen Ackerfeld — entlang der Ortenbergcr Straße gegen Gengenbach; ferner ca. 2 Morgen Ackerfeld — die s. g. Bühnd — in mehreren Loosabtheilungen und theilweise mit Früchten angepftanzt. Hiezu werden die Steig- und Pachtliebhaber eingeladen. Ortenberg. den 30. November 1857. Th. König. f2] Offen bürg. (Versteigerung.) Nächsten Samstag den 5. d. M-, Nachmittags 2 Ubr, wird auf hiesigem Marktplatze das beim landwirthschaftlichen Feste dahier ausgestellt gewesene Hühnerhaus öffentlich versteigert werden. [2] Ossenburg. lHaus- und Chaiseverkauf.) Unterzeichneter will das Haus Nr. 24 l in der Strohgaffe, sowie eine alte Chaise verkausen. Joseph Battiany sen. _ Zucht st ierverkaus. In der Nähe von A Appenweier steht ein schwarzscheckiger tadelfreier Zuchtstier zu verkaufen. Näheres bei Hrn. Ochsen- metzger Siefert in Ossenburg und bei Herrn Posthalter Werner in Appenweier. Kuhverkauf. Eine Milch- und Zugkuh ist zu verkaufen — bei wem? sagt der Herausgeber dieses Blattes. Ein Untergrundpfluq, ganz neu von der Hochburg, ist in Offenburg sehr billig zu verkaufen — von wem? sagt die Expedition d. Bl. Ossenburg. (Hausverkaus.) Ein zweistöckiges, gut beschaffenes Haus mit Garten ist zu verkausen. Näheres bei dem Herausgeber dieses Blattes. Danksagung. Für die innige Theilnahme ,bei der langen und schmerzlichen Krankheit und dem Leichenbegängniffe meiner guten Ehefrau sagt allen edlen Menschenfreunden den gesühl- -- testen Dank: Offenburg, den 30. November 1857, Anton Braun, Bäckermeister. [1] Ossenburg. (Hausverkaus oder Vermiethung.) Georg Krauß will sein vor wenigen Jahren neu erbautes, gut eingerichtetes Wohnhaus mit Garten, in der srequenten langen Straße gelegen, entweder verkausen oder vermiethen. [3] Ossenburg. (Wohnungsveränderungs-Anzeige.) Meinen verehrten hiesigen und auswärtigen Gönnern zeige ick hiermit an, daß ich meine bisherige Wohnung verlaflen, und nun in dem ehemals Kranzwirth Volk'schen Hause an der Hauptstraße, welches ich käustich an mich gebracht habe, wohne. . . . . Zugleich bitte ick, das mir bis daher in chirurgischen und zahnärztlichen Verrichtungen so sehr geschenkte Zutrauen mir weiter zukommen lasten zu wollen. Auch empfehle ich mich im Plombiren der Zähne mit Gold, Platina und Metallkitt. Ferner besitze ich eine reichliche Auswahl von französischen Mineral-, englischen Transparent- und amerikanischen Vollzäbnen, welche ich einzeln wie in Maschinchen zu sehr billigem Preise cinsetze. Gesunde und frische Blutegel sind immerwährend bei mir zu haben. „ Ossenburg, den *5. Nov. 1857. K. I. Seiler, Chirurg. Danksagung. i Ästen verehrten Anverwandten und Freunden, welche meiner innig geliebten Gattin Karolina geb. Fieß während ihrer langwierigen Krankheit so liebevolle und tröstliche Besuche , abstatteten, und ihre sterbliche Hülle zur Ruhestätte begleiteten, sage ich hiemit den herzlichsten Dank. Ossenburg, den 2. December 1857. Anton Huber, Polizeicvmmistär, nebst drei Kindern. [1] Offenburg. (Wohnungsvermiethung.) Oelmüller H e n c 0 hat in dem Haus Nro. 390 in der Gerbergaffe den obern Stock mit 4 heizbaren tapezirten Zimmern, Küche und 2 Kammern aus dem Speicher, nebst Platz im Keller und zum Holz, — ferner im untern Stock 2 Zimmer, Küche und Zugehördc, sogleich oder bis Weihnachten beziehbar, zu vermiethen. — Auf Verlangen kann bis 25. März k. I. das Haus im Ganzen vermiethet werden. Ossenburg. (Anzeige und Empfehlung.) Ich bringe empfehlend zur Anzeige, daß ich das Geschäft meines verstorbenen Vaters in Fertigung der Fettalanz-Wichse fortbetreibe, und bitte, das Zutrauen aus mich übergehen zu lasten. Babette Weber. Verlorener Ring. Ein goldener Ring mit goldenem Plättchen, aus dem die Buchstaben m. L. stehen, und aus deffen Innenseite die g ahreszahl 1848 angebracht ist, ging zwischen Bühl und ffenburg verloren. Der redliche Finder wird gebeten, denselben gegen eine gute Belohnung bei der Expedition dieses Blattes abliefern zu wollen. Für Werkbesitzer. Bei Unterzeichnetem befindet sich stets ein Vorrath von Guajac- und Eisenholz, welches er Werkbesitzern nach gemachter Probe für Lager statt des Metalls bestens empfehlen kann. Baumann, Mechanikus in Offenburg. (If Oberkirch. (Geld auszuleihen.) Es liegen bei Unterzeichneter Verwaltung 200 fl. zum Ausleihen parat gegen gesetzliche Versicherung. Oberkirch, den 2. December 1857. Grundherrlich v. Schauenburg'sche Verwaltung. Utilie. D u r b a ch. (Geld auszuleihen.) Auf Obligation können 140 fl. Pflegschastsgeld zu 5 PCt. ausgenommen werden bei Pfleger Joseph Geiler. ft) Offen bürg. (Geld auszuleihen.) Es liege» 2000 st. Privatgeld gegen gute Versicherung im Ganzen oder theilweise zum Ausleihen bereit — bei wem ? sagt der Herausgeber dieses Blattes. [1] Ulm, Bez. Amts Oberkirch. (Kapital auszuleihen.) Der Kirckcnfond Ulm hat 2500 fl. im Ganzen oder theilweise gegen gesetzliche Pfandverschreibung zu 4'/» pCt. auszuleihen. H. Christ, Kirchenfondsrechner. fl] Altenheim. (Geld auszuleihen.) Die hiesige Psarrzehntkaffe hat 600 fl. gegen vorschriftsmäßige Pfandverschreibung auszuleihen. [1] Url 0 ssen. (Geld auszuleihen.) Bei Xaver Schneider in Ucloffen liegen 550 fl. Pflegschastsgeld zum Ausleihen gegen Obligation bereit. [11 Urlossen. (Geld auszuleihen.) Martin Stöckel in Urloffen hat 200 fl Pflegschaftsgcid aus gesetzliche Psandversicherung auszuleihen. Ossenburg. (Geld auszuleihen.) 80 fl. und 125 fl. Pflegschastsgeld sind gegen vorschriftsmäßige Versicherung auszuleihen. Näheres bei dem Herausgeber dieses Blattes. 784 Winter-Artikel! Pferdteppiche, /ußbodeilteppiche am Stück, sowie auch abgepaßte Vortagen — Piqu6-Dettdecken, wottrne und baumwollene Leibchen, Unterhosen, Socken, Halo-, Kanch-, Knie- und Pulswärmer — Litzen-, Lilr- und Gefundheitsfchuhe — Petuche-Mützen — Watte, sowie Wucksbing- und andere Handschuhe empfiehlt: Ferd. Hülzliii jun. in Ofsenburg. Achern. (Geschästs-Empfehlung.) Ich erlaube mir, einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum ergebenst anzuzeigen» daß ick mich als Säckler und Kappenmacher hier etablirt bade. Alle in dieses Fach einschlagenden Artikel, als: Bruchbänder, Hosenträger rc.. sowie auch Pelzkragen, Muffe und sonstige Pelzartikel empfiehlt ergebenst mit der bescheidenen Bitte um geneigten Zuspruch und gütige Abnahme : Wilhelm Herrmann, Säckler und Kappenmacher. Offen bürg. (Clavierverkauf.) Ein noch gutes Clavier ist billig zu verkaufen — von wem? sagt der Herausgeber dieses Blattes. O f s e n b u r g. (Zugelaufener Hund.) Dem Mecha- nikus B a u m a n n dahier ist ein rother Hund zugelaufen, welchen der Eigenthümer gegen Ersatz der Fütterungs- und Einrückungskosten abholen mag. O f f e n b u r g. (Sitte.) Ein verheiratheter Mann, der durch Unglück diesen Winter hindurch das Zimmer hüten muß, sucht Beschäftigung, und bittet diejenigen Herren, die zum Abjchreiben haben, es demselben anzuvertrauen. Zu erfragen bei der Redaction diese» Blattes. [3] Bohlsbach. ((Selb auszulcihen.) Aus der Pfarr- zehntkaffe tonnen 729 fl. aus gesetzliches Unterpfand theilweise oder im Ganzen dargeliehen werden. Rechner Stolzer. l3) Nußbach, Amts Oberkirch. (Geld auszuleiben.) Aus dem diesigen Kirchspiels - Armenfond können 300 fl. zu 41/2 pCt. gegen gesetzliches Unterpfand bargelieben werden. Rechner Ri a n z I3s Fessenbach. (Gelb auszuleiben.) In diesiger Ar- mensondskaffc liegen 230 fl. gegen vorschriftsmäßige Pfandversicherung zum Ausleihen bereit. Rechner G ö r i n g. [2] Schutterwald. < Geld ouszuleihen.) Franz .unter in Schutterwald hat 60 fl. Pflegschastsgeld zu 4'/- lrocent gegen gerichtliche Versicherung zum Ausleihen. j3j Offen bürg. (Geld auszuleiben.) Joseph Hahn hat 100 fl Pflegschastsgeld zum Ausleihen parat. s2l Oedsbach, Amts Oberkirch. (Gelb auszuleihen.) Philipp Bitsch in Oedsbach hat 200 fl. Pflegschastsgeld zu 4'/- pEt. gegen gesetzliche Versicherung zum Ausleihen Varat Bescheidene Antwort zur Bierfrage. Aus bas ausgezeichnet gesegnete Jahr 1857. Der Johann bracht' uns gutes Heu, Der Jakob gutes Brod, Und ist der Michel auch dabei, Dann bat es keine Roth. Der Michel bracht' uns guten Wein, Darüber wir uns AU' ersreu'n; Allein — wer danket Gott? Auch gute Gersten haben wir, Das gibt ein recht famoses Bier: Aus Gersten wird erst Malz gemacht, Das bat noch Mancher nicht bedacht; Alsdann pros't, meine Herren und Gäste! Wir trinken Bier, das Beste. At. __ I- M. Ausruf. Das unvergleichlich schone und herrliche Jahr 1857, das bereits am Rande seines Grabes angelangt, und dessen Stunden nun gezählt find, hat unsre Scheunen mit reichen Garbeu und unsre Keller mit olympischem Nektar gefüllt, und die Sterb- lichen können jetzt wieder hoffnungsvoll und guten Muthes einer bessern Zukunft und frohern Tagen entgegen blicken. Nur so manche Thiere, die doch mit uns Staubgebornen dieselben sinnlichen Gefühle von Lust und Schmerz theilen, müssen noch immer trauern ob allzuharter und grausamer Behandlung von Seiten roher und unbarmherziger Menschen. Nicht davon zu reden, daß oft in den Tagen des wonnigen Lenzes, oder bei drückender Schwüle des Sommers, böse Buben die Brut der harmlosen Sänger, des Forstes und der Flur muth- williger Weise zerstören, daß da und dort ein Metzger nicht immer auf die schonendste und schnellste Art, wie es eben 'doch sein sollte, das dem Tode geweihte Thier schlachtet! Auch von so manchen Land- und Fuhrleuten wird in dieser Hinsicht viel und schwer gefrevelt. So muß z. B. in dieser Gegend das Zugvieh noch durchgehends unter der Marter des ganzen Joches ziehen und arbeiten; auch hat dasselbe in der Regel kein Kiffen auf seinem Kopfe, vielmehr wird ihm der schmale Riemen geradezu an die nackte Stirn gebunden, was gewiß, zumal aber bei schweren Fuhren, empfindsame Schmerzen verursachen muß. Oft kann man, nicht ohne die tiefste Indignation, wahrnehmen, wie nur zwei Pferde, und dazu manchmal noch obendrein so hungrig und abgemagert, wie die dürren ägyptischen Kühe in Pharao's Traum, an einem über Maaß und Gebühr mit Holz beladeneu Wagen ziehen. Ach! der mißhandelten und bekla- genswerthen Thiere; denn ihre schäumenden Mäuler, ihr keuchendes Gestöhn und ihr mühsam sich hinschleppender Gang trotz der großen Theils ebenen und wohlgebahnten Renchstraße verräth nur allzusehr die Wucht und Last von Schmerzen, worunter sie ächzen und leiden müssen Voriges Jahr sah ich in einem Städtchen des schönen Kinzigthales ein Pferd auf offener Straße im heftigsten Regenschauer am Wagen stehen, während der Fuhrmann ganz behaglich im nahen Wirthshause zechte, und erst, als ich dem Gefühllosen deßhalb eiuen drohenden Verweis gegeben, fand er sich veranlaßt, zu thun, was seines Amtes, und das arme Thier sofort in einem Stalle unterzubringen. Ihr braven und wackern Männer alle im Großherzogthum Baden umher, diesem Garten unter den deutschen Landen, Ihr rühmt Euch, und zwar mit gerechtem Stolze, Eurer Bildung und Humanität! Wohlan denn! so zeigt und bekundet sie denn auf eine eklatante Weise diesen armen Geschöpfen gegenüber, die, wie Ihr, aus Fleisch und Blut geformt, des Herrn Eigen sind, indem Ihr fürderhin schlechterdings in Eurer Mitte solche und ähnliche Mißhandlungen derselben nicht mehr duldet! Jehova der Heerschaaren, der Herr Gott Zebaoth und aller Kreatur Schöpfer und Meister, ohne dessen Wissen kein Sperling vom Dache fällt, und dessen allsehendes Vateraugc über Allem wacht, dem Er des Lebens Odem cingehaucht, und was er ins Dasein gerufen, 0 zweifelt nicht daran! der Allmächtige wird sicher einmal von dem Mensche» rücksichtlich feines Benehmens gegen die Thierwelt strenge Rechenschaft fordern. Wir wollen daher unter der schützenden Aegide unserer weisen, erleuchteten und alles wahrhaft Gute und Edle fördernden Negierung uach dem Vorgänge Bayerns, wo der jüngste Bruder Sr. Majestät des Königs Mar, und zwar Se. Kö». Hoh. der Prinz Adalbert, selber an der Spitze des Ver- eins steht, einen fömlichen „Badischen Landesverein gegen die Thicrquälerei" constituiren. „Humanität" sei fortan unser Panier, und „Wohlthun" unsre Flagge. Der ersten Männer des Landes einer, welche diese Sache zur ihrigen machen dürften , ist vielleicht der um die Lanvwtrthschaft so hochverdiente edle Freiherr von Babo in Weinheim. Zunächst und vor Allem wende ich mich jedoch an den intelligenter» Theil der Angehörigen des Bezirksamtes Oberkirch mit der Bitte, mir in fraglicher , hochwichtiger Angelegenheit geiälligft durch Rath und That behülfiich zur Seite stehen zu wollen. Zugleich ersuche ich höflichst die löblichen Redactionen kämmtlichcr inländischer Blätter, diesen wohlgemeinten Aufruf in die Spalten ihrer Zeitungen gütigst aufzunchmen. Uebrigens hoffe ich, unsre Stimme aus der Ortenau dürfte auch in den übrigen Gauen 765 deutscher Zunge und germanischer Sitte und Bildung ihr Echo finden, und zwar vom Fuße der Alpen und den malerischen Gestaden des schwäbischen Meeres bis zu den entgegengesetzten Marken des weiten, großen Vaterlandes, der fernen Eider und dem mitternächtlichen Belt, und so im tiefsten germanischen Norden noch verwandte Accorde Hervorrufen, ganz besonders aber in den Herzen unserer erlauchten deutschen Fürsten. Von Geschlecht zu Geschlecht,,von Jahrhundert zu Jahrhundert werben dann noch unsre spätesten Enkel davon zu erzählen wissen, wie einst mit dem königlichen Aernte- und Freudenjahr 1837 zugleich auch eine neue Aera für die Thiere begonnen, indem sie sich von da an einer bessern und gerechtern Behandlung von Seiten der Menschen zu erfreuen hätten. Nußbach bei Oberkirch, 1. Dec. 1837. Franz Joseph Müller, Benefiziat. Tagesgeschichttiche Mittheilungen. Baden. Landtag. 30. Novbr. Sechste öffentliche Sitzung der Zweiten Kammer. Nachdem zunächst der neu eingetretene Abg. Fingado den vorschriftsmäßigen Eid geleistet , macht der Präsident dem Hause die Eröffnung, daß die gewählte Deputation die Ehre gehabt habe, gestern Sr. König!. Hoheit dem Großherzog die Dankadresse in feierlicher Audienz zu übergeben. Der Wortlaut der Adresse, welche in geheimer Sitzung berathen worden war, ist solgender: „Durchlauchtigster Großherzog, gnädigster Fürst und Herr! Mit ehrfurchtsvollem Danke vernahmen die Abgeordneten der Zweiten Kammer die huldreichen Worte des Willkomms, welche Eure Königliche Hoheit auSzusprccben geruhten. Sie sind sich der innigsten Hingebung sür Fürst und Vaterland bewußt und werden dem Geiste der gesetzlichen Ordnung unverbrüchliche Treue bewahren. Die Hoffnungen und Wünsche der Badener bei der Verlobung Eurer Königlichen Hoheit sind im reichsten Maaße in Ersüllung gegangen. Alle Gauen des Landes sind von Liebe und Verehrung sür ihre Groß- herzogin durchdrungen und alle vereinigen sich im Danke gegen den Himmel, dessen reiche Gnade die wiederversammelten Stände zugleich die lheure Fürstin und einen Erben des Thrones begrüßen läßt. Der geliebte Prinz wird, wir sind Dessen gewiß, unter Leitung Eurer Königlichen Hoheit seiner hohen Ahnen würdig werden. Die Verbindung der durchlauchtigsten Prinzessin Eäcilie mit einem evcln Fürsten eines mächtigen Kaiserhauses hat im Lande die innigste Freude erweckt. In dem Gebrauche, den Eure Königliche Hoheit von dem stlechte zur Annahme der Großherzoglichen Würde zu machen geruhten, erblickt die Zweite Kammer Höchslihrer Stände eine neue Bethätigung weiser Fürsorge sür das Wohl ) des Landes. Die Abgeordneten der Zweiten Kammer erfahren s mit großer Befriedigung, daß die für die laufende Budget- perivde beschlossenen Erhöhungen der Steuern Wegfällen j rönnen und werden in reisliche Erwägung ziehen, wi« aus den sich ergebenden Mehreinnahmen, verbunden mit möglichster Vcreinsachung der Staatsverwaltung, die Lage der Beamten verbessert und gemeinnützige Zwecke besördert werden könne». Es ist erfreulich, daß die. von den Ständen längst angestrebte Trennung der Rechtspflege von der Verwaltung ohne erhebliche Störung vollzogen werden konnte. Tie Zweite Kämmer Badens erkennt mit tiesgesühltem Tank die Bestrebungen Eurer Königlichen Hoheit sür Pflege und Vermehrung der Beziehungen zu den übrigen deutschen Staaten und erblickt mit warmer Anerkennung ein Ergebniß dieser Pflege in dem Münzvertrag. Mit noch größerer Befriedigung siebt sie in den patriotischen Gesinnungen, welche Eure Königliche Hobelt vom Throne aussprachen, eine weitere Bürgschaft der zuversichtlichen Hoffnung, daß auch di» Zustände unserer nordischen Bruderstämme, von den ersten deutschen Mächten nun zur Entscheidung des Bundes gebracht, einem dem Rechte und der Ehre Deutschlands entsprechenden Ziele werden zugesübrt werden. Gerne geben wir uns der Hoffnung hin, daß die nahe Zukunst eine Vereinbarung mit dem Päpstlichen Stuhle, welche den Interessen des Staats wie der Kirche entspricht, dringen wird. Die Verkehrsmittel des Landes habm in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Sie bedürfen noch der Erweiterung. Die Kammer wird die daraus zielenden Vorlagen einer gründlichen Be- rathung unterziehen. Wir werden das Staatsbudget und die verheißenen weiteren Gesetzentwürfe mit strenger Gewissen- Hastigkeit prüfen. Das Wohl des theuern Vaterlandes, welches unter Eurer Königlichen Hoheit Regierung im erfreulichsten Aufblühen begriffen ist, wird der einzige Leitstern unserer Arbeiten sein." — Seine Königliche Hoheit haben die Adresse huldvollst entgegengenommen, und hierbei folgende Worte zu sprechen geruht: ..Ich sage Ihnen Meinen herzlichen Dank sür die theilnehmenden Gesinnungen, die Sie Mir und Meinem Hause auch heute wieder im Namen der Zweiten Kammer dardringen, und erkenne darin einen erneuten Beweis der fortdauernden Treue und Anhänglichkeit, die Sie Mir bisher stets bethätigten. Die vertrauensvollen Worte wahrhaft deutschen Nationalgesühls. welche die Zweite Kammer , im regen Mitgefühl der Theilnahme an dem Schicksale eines edlen, aber unglücklichen nordischen Bruderstammes, an Mich richtet, werde Ich Mich stets im vollsten Maaße zu rechtfertigen bestreben, da Mir Deutschlands Recht und Ehre eben so warm am Herzen liegen, als Meines eigenen Landes Wohl. Das zuversichtliche Vertrauen, mit dem Sie den Arbeiten dieses Landtages entgegengehen, erfüllt Mich mit inniger Freude, und Ich wünsche nur, daß bas ganze Land dereinst mit den Erfolgen befriedigt sein möge. Ich wünsche, Hr. Präsident, baß Sie der Zweiten Kammer diesen Meinen Dank sür ihre Adresse mittbeilen." — Begeistert durch diese huldvollen Worte Sr. König!. Hoheit, welche sich über die Verhältnisse unseres deutschen Vaterlandes in so hochherziger Weise aussprechen, erhebt sich die ganze Versammlung unter stürmischem dreimaligem Lebehoch. — Der Herr Präsident der Ministerien der Justiz und oes Innern, Geh. Rath Frbr. v. Stengel, macht hierauf der Kammer folgende Vorlagen: l) Einen Gesetzentwurf, die Abänderung des Konskriptionsgesetzes hinsichtlich der Zeit der Einberufung der Rekruten betreffend. Es haben sich nämlich bei der bisher üblichen Weise, die Rekruten aus den t. April einzuberufen, verschiedene Mlßstänbe herausgestellt, theils für die Pflichtigen dadurch, daß sie in der Zeit von der Aushebung bis zum 1. April meist ihren sonstigen Geschäften entzogen wurden, ungeachtet diese Zwischenzeit ihnen an der Dienstzeit nicht in Abrechnung kam, theils sür den Dienst, da die Zeit vom 1. April bis zum Herbst zur tüchtigen Einübung der jungen Mannschaft nicht hinreichte, überdies die Kürze der Zeit die Beschwerlichkeiten der Uebungcn im Sommer noch fühlharer machte. Um diese Uebelstänbe zu beseitigen, ist in dem Gesetzentwurf, jedoch nur als Versuch sür einige Jahre, die Einberusungszeit sür die Rekruten auf den 1. März festgesetzt. 2 ) Einen Gesetzentwurf, den Gehalt der Unterlebrer an den Volksschulen betreffend. Hiernach soll das Aversum von 90 fl., welche» die Unterlehrer in der 1 und 2 . Klasse, außer ihrem Gehalt von 45 fl., sür Wohnung, Kost, Lickt re. nach dem Bolksschulgefetz von 1835 beziehen, in Berücksichtigung der gestiegenen Preise aller Lebensbedürfnisse, um 30 ss., und verhältnißmäßig auch in den folgenden Klassen erhöbt werden. Feruer wir» in dem Gesetzentwurf als Regel festgesetzt , daß der Unterlehrer Kost, Wohnung, Licht rc. gegen die angegebene Vergütung bei dem Hauptlebrer erhalte. Der Präsident macht hierauf der Kammer die Mittheilung, daß die Erste Kämmer in ihrer Sitzung vom 27. d. M. dem Gesetzentwurf über die Forterhebung der direkten und indirekten Steuern ihre Zustimmung ertheilt habe. — Vom Sekretariat wird angezeigt eine Bitte der Bürger u>,o Einwohner der Pfarrei Todtmoos, sowie der Kirchspielsgeuwinden Häg und Zell, die Herstellung der Straße von St. Antoni bei Todtmoos dis zur Staatsstraße bei Mambach betreffend, übergeben von dem Abg. Rutschmann. — Das Großh. Regierungsblatt Nr. 58 enthält: j. Ein Gesetz, die Steuererhebung sür die Monate December 1857, Januar. Februar uud Marz 1858 betreffend. (Darnach sind die directeu und indirccten Steuern, welche in den Monaten December dieses Jahres und Januar, Februar und März künsligen Jahres zum Einzug kommen, nach dem seitherigen Umlagesuß, jedoch ausschließlich des sür die Jahre 1836 und 1857 festgesetzten außerordentlichen Steuerzuschlags im Betrage von zwei Kreuzern von je hundert Gulden des Steuerkapitals 766 der Krund- und Häusersteuer, sowie nach den bestehenden Gesetzen und Tarifen zu erheben, so weit nicht durch neue Gesetze Abänderungen versügt werden.) II. Eine Bekanntmachung des Großh. Ministeriums des Großh. Hauses und der auswärtigen Angelegenheiten, die Unisormirung der Cioil- staatsdiener betreffend, wornach seine König!. Hoheit der Großherzog mittelst höchster Entschließung aus Großh. Staaks- ministerium vom lO. v. M. Nr. 1370 gnädigst auszusprechen geruht haben: 1) daß außer den in die drei ersten Unisorms- klassen gehörenden Dienern, welchen bereits durch die Verordnung vom 25. Juli 1856 (Regierungsblatt Nro. XXX., Seite 265) die Verpflichtung zur Anschaffung der vorschrists- mäßigen Uniform auserlegt wurde, auch die zur vierten und fünften Unisormsklaffe gehörigen Mitglieder der sämmtlichen dem Ministerium des Innern unterstehenden Kollegien und die Vorstände der Verwaltungsämter verpflichtet seien, die durch die Verordnung vom 17. April 1838 vorgeschriebene Uniform mit den durch die Verordnung vom 25. Juli 1856 angeordneten Abänderungen sich anzuschaffen; ferner daß 2) die Vorstände der Verwaltungsämter, ihre Stellvertreter und die Polizeibeamten, so oft sie bei dienstlichen Anlässen öffentlich austretcn müffen, als Auszeichnung eine aus gelber und rother Seide gewirkte Schärpe zu tragen haben. Iil. Eme Bekanntmachung der Großh. Ministerien der Justiz und des Innern, die Bezirkseintheilung der Gemeinde Kirnbach bctr. (Hiernach haben Se. Königl. Hoheit der Großherzog durch höchste Entschließung aus Großh. Staatsministerium vom 10. v. M., Nr. 1350, die zur Zeit in Beziehung aus Justiz dem Amtsgerichte Hornberg und in Beziehung auf Administration dem Bezirksamts Triberg zugetheilte Gemeinde Kirnbach sür die Zukunft in beiden Beziehungen dem Amtsgerichte u. dem Bezirksamte Wolsach gnädigst zuzutheilen geruht.! — Die durch den Zurücktritt des im Alter vorgerückten und oftmals kränklichen Decans und Pfarrers Kuhn in Gamshurst erledigte Bezirksschulvisitatur Achern wurde dem Decan und Pfarrer Kürzel in Ottersweier, und die in Folge des durch Kränklichkeit veranlaßten Zurücktritts des Pfarrers Kurz in Haslach erledigte Bezirksschulvisitatur Haslach und Wolsach dem Psarrer Schmidt in Hausach übertragen. — Die Sitzungen des mittelrbcinischen Schwurgerichts zu Bruchsal sür das lausende Vierteljahr, welche am 17. d. M. ihren Anfang nehmen, werden sich mit folgenden 5 Fällen zu beschäftigen haben, nämlich: mit einer Brandstiftung, einem Mordversuche, einem Kindsmord und zwei groben Vergehen gegen die Sittlichkeit. Zur Aburtheilung dieser Stras- sälle, deren Verhandlung voraussichtlich fünf volle Arbeitstage in Anspruch nehmen wird, sind in öffentlicher Hosge- ricbtssitzung vom 24. v. M. die Geschwornen durch das Loos bestimmt worden; es besinden sich darunter: Ignaz Braun, Gemeinderatb in Oberkirch; Otto Dahmen, Bürgermeister in Sulzbach; Sebastian Peter, Kaufmann in Achern; Joh. Jak. Krapp, Kaufmann in Stadt Kehl. O Offenburg, 2. Dezember. Das gräßliche Unglück, das gleich einem Blitzstrahl aus entwölkter Höhe urplötzlich auf das sorglose Mainz herab fiel, hat in ganz Deutschland einen Wiederhall lebhaftesten und aufrichtigste» Mitgefühles hervorgerufen. Nicht nur hochherzige Fürsten — nein alle Schichten der Nation, vom hochstgestellten Beamten bis herab zum schlichten Bauern, beeilen sich auf werkthätige Weise den unglücklichen Einwohnern jener Stadt ihre Theilnahmc und Opferbereitheit zu bezeigen. Wenn die materiellen Früchte dieser allgemeinen Sympathie sicherlich geeignet sein werden, das unverschuldete Unglück der so schwer heimgesuchten Mainzer in Etwas zu mildern, so ist es nebenbei dem Vaterlands- freunde gestattet, sich auch über dieses Zeichen des mehr und mehr erwachenden deutschen Einheitssinnes — des Gefühles brüderlicher Zusammengehörigkeit — von ganzem Herzen zu freuen. Und von diesem Gesichtspunkte aus betrachtet muß rede, auch die bescheidenste Kundgebung der Theilnahmc, welche sich in diesem Augenblicke de» hart betroffenen Einwohnern der mächtigen Rerchsveste zuwendet, erwünscht und willkommen erscheinen! So wollen wir denn gleich von vorne httein unfern wärm- firn Dank auSsprechen dem geehrten Mannt, der durch die Veranstaltung des gestrigen Coneertes zum Besten der verunglückte» Mainzer den Bewohnern biefiger Stadt Gelegenheit gab, auch ihre Sympathien für dieselben auf eine so hocherfreuliche Weise darzuthun. Mit wahrem Vergnügen erklären wir aber auch, daß uns dieses C o n c e r t einen Kunst- genuß gewährt, wie er uns schon lange nicht mehr zu Theil geworden. Der Concertgeber, Herr I. Wolfram, früher erster Flötist am Großh. Hoftheater, hat sich in den drei von ihm gewählten so schwierigen Piecen wieder als sicherer Meister seines Instrumentes, wie als tief fühlender, ächter Künstler bewährt. Er wurde denn auch nach seinen Vorträgen, besonders nach den so anziehenden und originellen Variationen über die bekannte englische Volkshymne, in denen stch seine technische Vollendung auf's Glänzendste zeigte, jeweils mit dem reichsten Beifallsstürme belohnt. Wohlverdiente Anerkennung fanden auch die vortrefflichen Clavier - Productionen der beiden Damen, welche in edlem Wetteifer auf dem geweihten Pfade der Kunst voranzuschreiten scheinen und die nun am gestrigen Abend einen glänzenden Beweis der bereits erlangten Kunstfertigkeit an den Tag legten. Indem wir denselben mit großer Freude dieses öffentliche Zeugniß ausstellen, bemerken wir zugleich, daß die eine derselben die Tochter des Herrn Concertgebers ist, Fräulein Amalie Wolfram, die selbst schon als Musiklehrerin am hiesigen weiblichen Lehr- und Erziehungsinstitute eine ersprießliche Wirksamkeit entfaltet. Auch ein Mitglied der hiesigen Bühne, Fräulein Kirschbaum, hat sich durch den wohl gelungenen Vortrag zweier Arien rühmlich hervorgethan. Es ist hier nicht der Ort, die Leistungen dieser begabten Künstlerin näher zu besprechen; wir gedenken dies nächstens bei anderer Gelegenheit zu thun. Das aber wollen wir jetzt schon sagen, daß wir uns zu dieser, unsere gewohnten Bühnenverhältniffe bei Weitem übersteigenden und selbst für größere Provincialtheater noch sehr namhaften Kraft von Herzen gratuliren dürfen. Freundlichen Dank wollen wir noch dem geehrten Bari- tonisten erstatten, der ebenso sehr durch gefühl- und schwungvollen Vortrag wie durch eine schöne metallreiche Stimme den Beifall verdiente, der ihm so reichlich zu Theil geworden. Wie sehr er insbesondere durch sein letztes Lied zum Herzen gesprochen , mochten ihm die Thränen sagen, die in manchem schönen Auge glänzten! Ein beträchtlicher Anthcil an den Erfolgen des gestrigen Abends gebührt — wir dürfen dies nicht vergessen — dem Hrn. Oberlehrer Köhler, der durch sein sicheres Accompag- nement die verschiedenen Vorträge auf's Wirksamste unterstützte und erleichterte. Schließlich bemerken wir, daß auch der hiesige Männergesang-Verein durch den präcisen Vortrag mehrerer anerkannt gehaltvoller Lieder nicht unwesentlich zur Abrundung des Ganzen betgetragen hat. Ueberhaupt haben wir gestern wieder, wie schon öfters, die Bemerkung gemacht, daß unsere Stadt sich verhältnißmäßig ziemlich zahlreicher und namhafter musikalischer Kräfte erfreut und daß es nur von ihrem harmonischen Zusammenwirken abhängt, uns den Vorzug unserer größer», mit ständigen Kunstinstttuten geschmückten Schwesterstädte vergessen zu lassen. Möchte uns doch der laufende Winter noch recht viele Kunstgenüsse —dem gestrigen ähnlich — verschaffen, das Publi- kum aber auch immer so, wie gestern, durch zahlreiche Theil- nahme die Bestrebungen der Concertgeber ehren! HI Achern, den l. Decbr. Gleich wie in vielen andern Städten unseres Gr.oßherzogthums hat sich auch hier ein Gewcrbcverein gebildet, zu welchem sich schon über 50 Mitglieder angemeldet haben. In der kürzlich abgehaltenen Generalversammlung wurde befchloffen, daß der Perein stch dem Karlsruher-Mannheimer Gewerbe-Perein anschließe. Mit der Gründung einer Centralftelle für Handel und Gewerbe in Karlsruhe ist man sehr einverstanden. Wir haben hier jetzt schon einige schöne und nützliche Vereine; aber es besteht hier auch ein kjeiner, sehr zäher, nur drei Mitglieder zählender Verein: ich meine die Vereinigung der hiesigen Brauer im Schenkpreise; diese halten so fest an den 2*/ 2 Kreuzern, als wenn der halbe Kreuzer im mosaischen Gesetze eingetragen wäre. Ob man am Käh- nerbach beim Zwei-Kreuzer-Bier sitzt, oder in andern Städten O 767 die Zwei-Kreuzer-Schpppen mit freundlichen Augen ansieht, ist ihnen einerlei; denn Drei Seelen ein Gedanken, Drei Herzen e i n Schlag! Wer will mehr? — Wenn der Stoff aber nicht so ausgezeichnet wäre, fo würde der Entschuldigungsgrund nicht hinreichend sein, Laß zur Zeit, als das Maller Gerste ll fl. kostete, der ganze Bedarf zu Malz sür's Jahr eingekauft wurde. Jedoch wir freuen uns auf den Winter 1858; für dieses Jahr muß Achern auch einmal was Besonderes haben. X Z e l l a. H-, 30. Novbr. Seit gestern herrscht unter den hiesigen Biertrinkern eine fröhliche Stimmung deßhalb, weil unsere Herren Bierbrauer nach reiflicher Ueberlegung sich entschlossen haben, das Bier um 2 kr. abzugeben, ein Preis, den man hier seit einigen Jahren nicht mehr hatte. Daß bei dieser Gelegenheit drollige Austritte vorkamen, beweist unter Anderm Folgendes: Letzten Samstag, Abends halb 10 Uhr, saß ein hiesiger Brauer gemüthlich in seiner, diesen Abend sehr gut besetzten Bierstube, und dachte an nichts; auf einmal ging die Thüre auf und herein traten ungefähr 15 Gäste; die Frau Wtrthin im Schanke fragte recht freundlich: «Meine Herren! ist Ihnen Bier gefällig?" Die Befragten antworteten jedoch mit der Frage: „Was kostet es?" — «,,Heute Abend 2Va kr. und morgen 2 kr."" war die Antwort. Nun erschallte das Commando: „Ab! Vorwärts Marsch!" und fort ging in Reih und Glied die ganze Gesellschaft zu einem Brauer, welcher, laut eigenem Geständnisse, sich den Ulmer Kuhhirten als Beispiel genommen hatte und das Bier Samstag Abends schon um 2 kr. verzapste. F r e i b u r g, 26. Nvvbr. Bei Sexau bat sich ein be- klagenswerther Unglücksfall ereignet, der den Fuhrleuten zur Warnung bienen sollte, nicht neben schwer beladenen Wägen herzulaufen. Ein Endinger Bürger Namens Jos. Binder hatte in Sexau Holz geladen, und wollte dasselbe selbst nach Hause bringen. Sei es, daß der Wagen schief geladen war, oder sonst eine Ursache zu Grunde lag, genug, der Holzwagen fiel um, und beschädigte den Jos. Binder so sehr, daß alsbald dessen Tod ersolgte. Hesse«. Für Mainz ist allenthalben die Theilnahme erwacht. Die fürstlichen Gaben des Kaisers von Oesterreich im Betrage von 20,000 fl. K -M., die 10,000 Thaler und 1000 Thaler am Tage der Katastrophe des Prinzen von Preußen haben in allen Ständen, je nach Kräften, rühmliche Nachahmung gefunden. Die Kaiserin Elisabeth von Oesterreich schickte 2000 fl. K.-M., eine gleiche Summe der König von Württemberg. Vorerst sind nur in Oesterreich die Sammlungen amtlich organisirt; allein auch in Preußen hat der Prinz-Regent den Behörden bei Sammlungen Betheiligung anbesohlen. Auch in Bayern sind durch Entscheidung des Königs die Sammlungen für Mainz erlaubt. Der Erzbischof von Freiburg sandte 700 fl. Die Stadt Danzig gab 2000 Thlr. Unter den Sammlungen hat Frankfurt biS jetzt die höchste Zisser (13,000 fl.) erreicht. In Berlin hat sich ein Comite gebildet, mit den höchsten Spitzen der Regierung, des Militärs und der Kirche. Auch in Köln hat sich ein Comite gebildet. In der Stadt Bensheim an der Bergstraße wurden 1091 fl. 20 kr. gesammelt. (Im Jahre 1822 zerstörte ebenfalls in Bensheim eine Pulver- Explosion 14 Häuser.s Gießen sandte 500 fl., Heppenheim 179 fl. und Hanau 476 fl. DaS Comite der Mainzer Narren- gesellschast, die sich in Folge dieses traurigen Ereignisses aufgelöst hat, steuerte seine bisherigen Einnahmen im Betrage von 2000 fl. Der Großh. hessische Konsul schickte 500 fl., Fürst Metternich 100 fl. und Sectionschef Klaner von Engelshosen, alle in Wien, ebenfalls 100 fl. Die Mitglieder der badischen zweiten Kammer gaben 300 fl. Die Sammlung in Darmstadt bat außer einer Vorstellung des Don Juan im Hostheater bis jetzt 2300 fl. ergeben. Die Hoskapelle in München arrangirt ein großes Concert zu Gunsten der Mainzer; die „Neuesten Nachrichten" haben eine Sammlung eröffnet. Erzherzog Albrecht gab 1000 fl. und die Erzherzöge Karl Ferdinand, Wilhelm, Joseph, Leopold, v Ernst, Sigmund, Rainer und Heinrich je 500 si. Baron ^ von Sina in Wien sandte 3000 fl. und der niederländische Generalkonsul Hendriks daselbst 500 fl. Die Sammlung des Statthaltereipräsidiums in Wien ergab 1410 fl. Die vereinigten Sänger in Speyer geben am 3. December ein Concert. In Heidelberg hat sich ein Comite gebildet. In Bingen, Alzey, Worms und Osfenbach haben sich ebenfalls Comite's zur Einsammlung von Gaben gebildet. Se. Kön. Hoheit der Großherzog von Baden hat 500 fl. gespendet. In Hamburg hat sich ein Sammlungs-Comite gebildet. Der Berliner Magistrat steuerte 2000 Thaler. Die verwittwete Kaiserin Karoline Auguste von Oesterreich sandte 2000 fl. Der Erzherzog Franz Karl und die Erzherzogin Sophie haben 2000 fl., der Erzherzog Maximilian Este 500 fl., das Großhandlungshaus Arnstein und Eskeles 1000 fl., Fürst v. Bathyani 500 fl. rc. für die Mainzer gezeichnet. Wimpfen sandte 100 fl., Lauterbach und Eisenach 192 fl. Der Prinz Wasa, österr. Felb-M.L., hat 500fl.K.-M. für die Verunglückten angewiesen. Der Prinz Friedrich von Hessen hat den Verunglückten 200 fl., der päpstliche Nuntius in München, Fürst Chigi, 100 fl. eingesendet. Das Osficiercorps zu Wiesbaden hat für die armen Verunglückten in Mainz einen Tag Gage und ebenso die Mannschaft aus eigenem Antriebe einen Tag Sold beigesteuert. Der König von Bayern hat für die Verunglückten in Mainz 2000 fl. überwiesen. Der Oberstkämmerer Graf Lanskowonsky hat 700 fl., Obersthosmarschall Gras Kufstein 100 fl., Graf Festetics 100 fl., der englische Gesandte Sir Hamilton Seymour 100 fl., der Unterstaatssekretär Frhr. v. Werner 30 fl., der Ministerialrath Frhr. v. Brentano 100 fl. und der Hofrath Philipps 50 fl. gespendet. Frankfurt, 27. Nov. er Form 15 kr. Schwarzbrod (-/« Boll-, -/«Kernenschwarz- und Kornmehl) : 4 ff in runder Form 12 kr. Brodtaxe für den Amtsbezirk Oberkirch. Für die 1. Hälfte des Monats Dec. 1857. Weißbrod: der 1 kr. Weck 5 Loth, 2 kr. Weck 10-,., Loth. Halbweißbrod: 2 ff in runder Form 7 kr., 2 ff in langer ? orm 7 - 2 kr., 4 ff in runder Form 14 kr., ff in langer Form 14 kr. Schwarzbrod: 2 ff 5-/- kr., 4 ff 11 kr. Brodtaxe für den Amtsbezirk Gengenbach. Für die 1. Hälfte des Monats Decbr. 1857. Weißbrod: der 1 kr. Weck 5-/2 Loth, 2 kr. Weck l I Loth. Halbweißbrod: 2 ff 7 kr., 4 ff 13 kr. Schwarzbrod: 2 ff 6 kr., 4 ff 11 kr. Fleischtaxe für den Amtsbezirk Achern. Vom 1. bis 16. Decem ber. Das Pfd. Ochsenfleisch 13-/-kr., Kuh- u Rindfleisch 10 kr., Kalbfleisch 8 kr., Hammelfleisch — kr., Schweinefleisch 14 kr. Fleischtaxe für den Amtsbezirk Kork. Für den Monat December 1857. Das Psund Ochsenfleisch 13 kr., Schweinefleisch 14 kr., Rindfleisch 10 kr., Kalbfleisch 10 kr., Hammelfleisch 9 kr. Glsenbnrger /rnchthalle. Markt vom 1. December 185 7. Frucht-. Gattung. Eingeführt : Ausgestellt vom letzten Markt: Verlauft: Mittelpreis »er Matter. Bleibe» ausgestellt 1 M-lt-r. Malter. Maller. ». ft. 1 Malter. Waizen. . . 38 > — 38 12 20 — Kernen . . . — .- — - 1 — Halbwaizen. 6 — 6 10 50 — Korn .... Haber . . . 7 1 - 7 6 3i ! — Gerste , . . 34 l “ 34 7 30 — Welschkorn . 1 IS — 1 “86" — 86 - Da« Markig er i cht. Theater in Wffenbnrg. Freitag den 4. December (aus allgemeines Verlangen): Die Kinder de« Regiments» oder: Der Invalide deS Kaiserreichs. Vaudeville in 3 Acten von Blum, Musik von Kühner. Sonnrag den 6. December: Die Lichtensteiner, oder: Die Macht des Wahnes. Dramatisches Gemälde aus den Zeiten des dreißigjährigen Krieges in 5 Aufzügen, nebst einem Vorspiel: Der WeihnachtS-Abend in einem Aufzug, nach van der Veldens Erzählung: »Die Lichtensteiner" für die Bühne bearbeitet von Barth. Wegen des auf kütlstigen Dienstag fallenden Feiertages erscheint die nächste Nummer dieses Blattes schön am Montag, weßwegcn Einrückungen in dieselbe nur bis Samstag Abends angenommen werden können. öerantwortlicher Redacteur: I. Otteni. — Druck und Verlag der Buchdruckerei von ft Otteni * Sohn.