©rtenmuT Note. Verkündigungs-Blatt für die Amts- und Amtsgerichts »Bezirke Offenburg, Oberkirch, Achern, Rhein- Bifchofsheim, Kork, Gengenbach, Haslach und Wolfach. Mg. Offenburg, den 19. Januar 8858. Oberkirch. (Pfandbuchs-Bereinigung zu Petersthal betreffend.) Nro. 2578. Die in nachstehendem Verzeichnisse enthaltenen Forderungen, wofür die angegebenen Pfandeinträgc erwirkt wurden, find nach Angabe der jetzigen Unterpfands-Befitzer getilgt; es können aber die betreffenden Gläubiger, und beziehungsweise deren Rechtsnachfolger nicht ermittelt werden, weßhalb diese hiemit öffentlich aufgefordert werden, ihre etwaigen Ansprüche binnen 6 Wochen dahier oder vor dem Pfandgericht in Pcters- thal geltend zu machen, widrigenfalls auf weiteren Antrag der jetzigen Unterpfands-Besitzer der Strich der fraglichen Pfandcin- träge diesseits verfügt würde. Oberkirch, den 7. Januar 1858. Großherzogliches Amtsgericht. Bo hm. DeS Schuldners Des Gläubigers ! Art ! des Pfand- !! rechts. Des Pfandbuchs . Des Eintrags Titel Betrag Namen des jetzige» Namen. ! Namen. . Wohnort. ® ßÄ CT « w | 1 A der Schuld. der Schuld. Unterpfand-Besitzer- und Antragstellers. Michael Hertig Magdalena Landherr Petcrsthal bedungen I 1 1 20 Mai 1813 Darleihen st. 150 kr. Anton Zeferer Anton Huber, Bäcker Peter Lormer „ „ 2 2 „ „ „ „ 700 Karl Kimmig, Badwirtt Georg Jlg Xaver Fischer Döttelbach „ 6 6 25 Sept. 1815 „ 400 Johann Huber, Seger Peter Huber e Mathias Müller Petcrsthal „ u 22 26 2 Fcbr 1824 „ 124 37 Joseph Gmeiner Lorenz Meier Maria Anna Schmieder Oppenau gesetzlich „ 48 60 10 ' „ 1832 Receß 148 Georg Meier Anton Müller ä Katharina Schabebcrle Baden bedungen „ 50b 64 10 April Darleihen 550 49 Anton Müller im Bächle Michael Keßler £ Handelsmann Braun Oberkirch richterlich „ 60 82 2 Sept. 1833 Waare 30 Schuldner ist gestorben, und hat keine Liegenschaften besessen. Derselbe Derselbe & Georg Jsenmann Handelsm Xav. Schrcmp Oppenau Oberkirch " " 62b 63 85 86 26 Deebr. " " 11 16 48 Derselbe Sonnenwirth Christ u ,, ,, Zehrung 11 Joseph Hoferer Maria Anna Roth Amerika gesetzlich „ 78 109 19 Sept. 1835 Vormund 29 Johann Börsig Lader Müller Michael Schmiederer Petcrsthal 78 110 „ „ „ 69 Xaver Müller Michael Meier Anton Schmiederer 78b 111 „ „ „ Michael Meier d. ä. Ignaz Linsenbach Badwirth Fischer Erben „ y „ 8 7 9 Jänner 1817 Kaufschill. 14550 Karl Kimmig, Badwirch. Derselbe Georg Huber, Bäcker Peter Lormer richterlich „ 10 9 25 „ „ Darleihen 153 31 Georg Börsig, Maurer Derselbe bedungen „ 11 11 12 Febr „ 100 Kirchenfondrech. Zeferer Joseph Börsig, Maurer Maria Anna Börsig „ richterlich „ 12 13 6 Mai „ „ 125 Mathias Bdaun Georg Huber, Bäcker Joseph Winter Oppenau „ „ 12b 14 21 „ „ „ 60 Karl Kimmig, Badwirth Jakob Siefermann Ignaz Braun, Gerber bedungen „ 19b 22 19 April 1820 „ 300 Michael Dieter, Accisbr Johann Müller, Weber Katharina Beschert Wb. Petcrsthal „ „ 20b 23 20 Juni „ „ 600 Peter Müller Ignaz Linsenbach Merian Kruder Basel richterlich ,, 22 25 12 März 1821 „ 18000 Karl Kimmig, Badwirth Johannes Hauser Jakob Gmeiner, Vogt Petcrsthal „ 29 „ 25 Juni 1822 Gleichstllg 400 20 Karl Junker Ignaz Linsenbach Jg Linsenbach Kndr.I.EHe gesetzlich „ 36 36 7 August 1825 4060 Karl Kimmig, Badwirth Derselbe Jg Linsenbach „ II.Ehe „ „ 37 37 12 „ „ Beibringen 6200 Derselbe Georg Müller, Wagner « Franziska Müller Nordrach „ ,, 42b 43 4 Febr. 1826 Gleichstllg. 100 51 Anton Huber, Weber Lorenz Börsig, X. S. Maria Anna Börsig „ „ 40b 39 20 Octbr. 1825 „ 423 Anton Spinner Ignaz. Linsenbach Meriän Kruder Basel richterlich „ 37b 38 30 Sept. Zinsen 1800 Karl. Kimmig, Badwirth Derselbe K Weinhändler Vogel Lahr „ ,, 46 47 14 Juni 1826 Maaren 1345 Derselbe Derselbe Merian Kruder Basel 51 9 Deebr. 1827 ZinS 900 39 Derselbe Math.Schmiedercr, Bäck. Anton Braun, Maurer Petcrsthal gesetzlich 53b 54 31 August Darleihen 1014 Schlüffelwirth Andr. Jlg Karl Kimmig, 'Badwirth FranzAnt. Huber, Müller Bartel SpriNgmann Wb. Anton Huber Jos.,Joh,Frzska,Karol., Schrambg richterlich gesetzlich " 89b 90 stl 10 März August 1834 Gleichstllg. 25 20 ?? Christian Huber und Georg Springmann Petersthal! „ 90 1 „ „ 96 Johann Doll d j. Johann Doll ! Nordrach ! „ II 8b 4 17 Deebr. 1835 tf 179 53 Roman Doll Andreas Hertig Michael, Maria, Anna und Gertrud Hertig Petersthal 80b 53 2 Juni 1838 119 3 Anton Zeferer Michael Keßler, ledig Schreiner Ludw. Schleich! Hornberg richterlich III 9 9 20 " 1839 Darleihen 25 Schuldner ist gestorben, und hat keine Ltegcnschaf- ten besessen. 42 DeS Schuldners Namen. Georg Keßler Anton Keßler Derselbe Mathias Braun Lorenz Meier Andreas Müller Mathias Vollmer Derselbe m Math. Schmieder Wb. Wendelin Börfig Wb. Philipp Müller Joseph Keßler Jos. Huber. Steinhauer Andreas Börfig Lorenz Neff Mathias Sicfcrmann Lorenz Reff Jos. Huber, Stelnhauer Jakob Siefermann Georg Zeferer Mathias Siefermann Joseph Börfig Christian Doll Joseph Börfig Jos. Beschert, Schreiner Joseph Bächle Wendelin Armbruster Georg Huber, Holderle Peter Keßler Js.Schmiedercr, Schmied Georg Gicringer d. ä. Ragdl.Börfig geb.Braun I »■ Des Gläubigers Namen. Bürgermeister Wilhelm schne-derAt.Schumacher Adolph Hirsch Ant. und Magd. Braun , Maria Anna Meier Nordrach. II Andreas Huber Lorenz Huber Andreas Wöhrle Theres, Maria, Anna, Joseph, Magdl., Frnziska und Karolina Schneider Magdl., Andreas, Joseph, Maria, Anna, Joh, Ga, Mich.,Ther.u.Ant.Börfig Dieselben Advocat Kusel Georg Braun Andreas Hoferer Fidel Birk, Glaser Landolin Schnurr Lader Neff Sales Bächle Landolin Schnurr Anton, Lorenz, Martin und Georg Braun Landolin Schnurr Georg Huber, Holderle Christian u. Theres Doll Joseph Huber Mathias Roman Helene Ochler Schmied Lorenz Huber Gertrud Hertig Frau Zutt Franziska Schmiederer Magdal. Gieringer Magdl., Franziska,Kath, Peter, Agatha, Therefia, Karolina Börfig Verzeichnet Pctersthal, den 12. N- erS Art des Pfandrechts. Des Pfandbuchs Des Eintrags Titel der Schuld. Betrag der Schuld. Wohnort. W SS 2 Zoll breite Zwischen-Querschwellen erforderlich. Ebenso ist man für die Unterhaltung der Telegra- phcnleitung einer Anzahl von weißtannenen, 25 Fuß langen Telegraphenstangen benöthigt. Lusttragende werden eingeladcn, die Bedingungen für die Lieferung dieser Hölzer bei der Verwaltung der Großh. Eisenbahnhauptwerkstätte und des Hauptmagazins in Karlsruhe. oder bei einem der Großh. Eisenbahn-, bezw. Post- nnd Eisenbahn-Aemter zu Mannheim, Heidelberg, Bruchsal, Karlsruhe, Baden, Kehl, Offenburg, Freiburg, Basel und Waldshut einzuseben und etwaige Angebote schriftlich his längstens am I. Februar d. I. bei unterfertigter Stelle einzureichen. Karlsruhe, den 13. Januar 1858. Direktion der Großh. Bad. Verkehrs-Anstalten. Zimmer. Adam. Offenburg. (Zurückgekommene Briefe.) Die Ausgeber nachstehender, dahier zur Post gegebenen Briese, die als unbestellbar zurückgekommen sind, werden zu deren Rückemvfang, gegen Entrichtung der darauf haftenden Taxen rc., hiermit ausgesordert. Math. Schäg in Bablingen. Georg Gieringer in Ober- kirch. Gust. Bühler in Altenheim. Metzger in Freißurg. Krammer in Heidelberg. Bürgermeisteramt in Oberkirch. Mathon Jean ä Conde. F. Peter in Straßburg. Tre- scher in Freiburg. Schreiner in Achern. Offenburg, den 15. Jänner 1858. Großh. Post- und Eisenbahnamt. Holzversteigerung. Im Domainenwald Ottenheimerwalv des Forstbezirks Ichenheim werden untenverzeichnete Holzsortimente öffentlich versteigert: a. am Mittwoch den 3. Februar d. I.: 12% Kstr. eichenes, 40 Kstr. buchenes, 6 Kstr. birkenes und 44 Kstr. er'.eneS Scheitholz: — . 1'/- Kstr. eichenes, 21% Kstr. buchenes und 21% Kstr. erlenes Prügelbolz; — sodann 575 Stück eichene, 4175 Stück buchene und 9375 Stück gemischte Wellen; b. am Donnerstag den 4. Februar d. I.: 25 Stück eichene, 10 Stück buchene, 2 Stück kirschbaumene und 9 Stück erlene Klötze, — 1 abornener und 1 iffener Klotz. Die Steigerung beginnt jeden Tag des Morgens 9 Uhr auf der Hiebsstelle in der Nähe von Allmannsweier. Dinglingen, am 16. Januar 1858. Großh. Bezirksforstei Ichenheim. K ä s s e r. Gengenbach. (Bekanntmachung.) Die am 4. und 5. d. M diesseits abgehaltene Holzversteigerung hat die vorbehaltene Genehmigung erhalten, wovon die Steigerer in Kenntniß gesetzt werden. Gengenbach, am 15. Jänner 1858. Das Bürgermeisteramt. Stein. Kaiser. Ossenburg. (Holzversteigerung ) Am Montag den 25. Januar d. I. und soweit nöthig an den unmittelbar darauf folgenden Tagen werden in dem hiesigen Stadtwald nachstehende Holzsortimente öffentlich versteigert: 18 Klafter eichenes Scheitholz, 29 „ birkenes do., 9 „ erlenes do., 13 V- ,, aspenes do., 251 „ eichenes Prügelholz, 97% „ birkenes do., 336 erlenes do., 63% „ aspenes do., . 9% „ ulmenes do., 2% „ eschenes do., 27925 Stück gemischte Wellen, 3400 „ birkene do., 232 Bund eichene Bobnenstecken, 3 eichene Nutzholznämme, 6 „ Baustämme, 16 birkene Nutzholzstämme, 1 Kirschbaumstamm, 2 buchene Nutzholzstangen» 148 eschene do., 39 eichene do., 14 birkene do., 9 erlene do. und 20 Loose Schlagraum. Die Zusammenkunft ist jeden Tag früh 9 Uhr im Schlag bei Hohnhurst. Zuerst wird das Klafterholz, dann die Wellen,' und hieraus daS Nutzholz versteigert. Offenburg, den 14. Januar 1858. Das Bürgermeisteramt. W jedem er >dt. Huber. 44 [2] Kork. lHolzversteigeruvg^) In dem Domainen- «alddistrict Willstätterwald, Schlag No. 16 diesseitigen Forstbezirks, werden ngchverzeichnete Holzsortimente öffentlich gegen Baarzahlung an den Meistbietenden versteigert, als: Dienstag und Mittwoch den 26. und 27. d. M.: 45 Kstr. eichenes, 6 Kitr. birkenes, 199 Kstr. erlenes, 17 Kstr. aspenes, V- Kstr. ulmenes Scheitholz, 96 Kstr. eichenes Prügel- und Klotzholz, und 11 Kstr. erleneS Prügelholz. Donnerstag und Freitag den 28. und 29. d. M.: 26000 Eichen-, Erlen- und Dornwellen mit vier Loosen Schlagraum. Samstag den 30. desselben: 52 Stämme Eichen, Holländer, Bau- und Wagnerholz, 13 Stämme Pappeln, 7 Stämme Erlen, 9y 4 Kstr. eichenes Nutzholz. Die Zusammenkunst ist jeden Tag Morgens 9 Uhr auf dem Schlag; wozu die Liebhaber eingeladen sind. Kork, den 12. Januar 1358. Grobherzogliche Bezirksforstei. Holzversteigerung zu Rastatt. Die Stadtgemeinde Rastatt läßt an den nachbenannten Tagen, die unten näher bezeichneten Holzsortimente aus dem Oberwaldschlage versteigern, als: Montag, DienStag und Mittwoch de« 23., 26. und 27. dieses Monats r 958 Klafter Brennholz, wovon: 540 Klafter Scheiter, und 418 „ Prügelholz: Kreitag nnd SamStag de» 29. und 30. d. M.: Die Zusammenkunst ist jeweils Morgens um 9 Uhr im Schlage selbst. Rastatt, den 13. Jänner 1858. Der Gemeinderath. Hammer. eckt. Leiner. Eckartsweier, Amts Kork. (Eichstämme- und Brennholz-Versteigerung.) Die hiesige Ge- meindc läßt Montag den 25 d. M-, von Morgens '9 bis 12 Uhr, circa 26 Kloster eichenes und erlenes Scheitholz, sowie circa 2300 Stück erlene und eichene Wellen, und dann von Nachmittags 2 bis 3 Uhr, 9 Stück zu Boden liegende Eichstämme, meistens zu Hollänberholz sich eignend, in dem Schlag Nro. 7 öffentlich gegen Baarzahlung vor der Abfuhr an den Meistbietenden versteigern. Eckartsweier, am >3. Januar 1858. DaS Bürgermeisteramt. Baaß. vckt. Oertel. Rathschr. Ulm, Amts Oberkirch. (Stammdolz-Verstei- "gerung.) Am Dienstag den 26. d. M., Vormittags 9 Ubr anfangend, werden im Gasthause zur Sonne dahier aus diesseitigem Eemeindewald Ulm- hard 274 Stück tannene Baustämme, worunter sich auch mehrere zu Sägklötzen eignen; ferner: 800 Stück Wagner- ftangcn schönster Qualität in schicklichen Loosabtheilungen öffentlich versteigert, wozu man die Liebhaber mit dem Be- niarten einladet, daß dieses Gehölz von Waldhüter Amann vor der Steigerung jeden Tag auf Verlangen wird vorgezeigt «erden. Die Bedingungen werden vor der Steigerung eröffnet werden. Ulm, H. Oberkirch, den 14. Jänner 1858. Das Bürgermeisteramt. Kirn. vckt. Bürchner, Rathschr. I 319 Stämme Eichen, C 95 Eschen, 23 Ruschen, Z 9 Erlen, : 3 8 n Weiden, 2 11 „ Hainbuchen, I E 5 Buchen und ! 1 Stamm Ahorn. Ilj Offen bürg. (Haus- und Wiesenversteigerung.) Mathäus Breitschmidt von bier läßt am DienStag den 26. d. M., Nachmittags 2 Uhr. in der Bürgermeisteramtskanzlei dahier nachstehend beschriebene Liegenschaften gegen terminweise Zahlung öffentlich zu Eigenthum versteigern: Ein zweistöckiges Wohnhaus mit Scheuer, Stallung, Keller und Hof in der Glasergaffe dahier, einerseits Handels- mann Johann Baptist Billet von hier, anderseits Laver Michl's Kinder von da. 2 . Dreiachtels-Tauen Wiesen aus der Nachtwaide, neben Dominik Pfitzmayer's Erben und Jakob Sec. Hiezu werden die Steigcrungsliebhaber eingeladen. Offenburg, den 14. Januar >858. Rathsschreiberei. G ü t l e. Renchen. lHausversteigerung.) Die Erben der ledig verstorbenen Scholastika Boschert von hier, womit auch Min- derjährige und Abwesende betheiligt sind, laffen mit obervormundschaftlicher Ermächtigung, der Erbtheilung wegen, eine zweistöckige Behausung mit Scheuer, Stallung und Garten bei der Langbrücke, neben dem Mühlbach und einem Weg, vornen Joseph Schnurr, hinten Augustin Ziegler Wittwe, am Samstag den 6. Februar d. I., Nachmittags 2 Uhr, im Gasthaus zur Linde hier zu Eigenthum versteigern; wozu die Liebhaber eingeladen werden. Die Bedingungen weroen vor der Versteigerung bekannt gemacht. Renchen, den 16. Jänner 1858. Das Bürgermeisteramt. Biox. D u r b a ch. (Fahrniß-Verstcigerung.) Nach erfolgter obervormundschaftlicher Genehmigung laffen die 'Erben des verstorbenen Ält-Adlerwirths Ignaz Werner von Appenweier nachstehende Fahrnisse, der Erbtheilung wegen, öffentlich versteigern: Am Montag den 25. Jänner d. I., Morgen- 9 Uhr, im Ritterwirlhshause dahier: Silberne Löffel, Manns- und Frauen-Kleider, Bettung, Weißzeug u. Getüch, verschiedenes Schreinerwerk, Küchen-, Feld- und Handgeschirr und verschiedener HauSrath. Am Dienstag den 26. d. M , Morgens 9 Uhr: verschiedene Getränke, als: 12 Ohm 1853er rother Wein, 12 H 1857er ditto, 20 „ 1857er Klingelberger, 12 „ 1857er Elbener, 41/2 „ 1857er Wein Hefe, nebst mehreren Maas Kirschen- und Zwetschgen- waffer, Trebern- und Heienbranntwein; 46 gutgehaltene Fässer von verschiedener Größe, 2 Kühe rc.; wozu die Steigerungsliebhaber eingeladen sind. Durbach, den 12. Januar 1858 Das Bürgermeisteramt. Reichert. Unternesselried, Amts Oberkirch. (Liegenschafts- Versteigerung.) Die Erben der verstorbenen Michael Diennert Wittwe laffen am Montag den 25. d. M., Nachmittags 2 Uhr, der Erbabtheilung wegen, ein anderthalbstöckiges Wohnhaus mit Keller, Scheuer, Stallung, Futtergang und Schöps. 28 Fuß breit, circa 70' lang, 7 Jahre alt, das Meiste von Eichenholz gebaut, nebst drei Schweinställen von Holz, in der Krone zu Oberneffelried unter annehmbaren Bedingungen zum Abbruch versteigern; wozu die Liebhaber mit dem Bemerken eingeladen werden, daß die Bedingungen vor der Steigerung bekannt gemacht werden. Unterneffelried, den 16. Jänner 1858. Das Bürgermeisteramt. G u m p p. Lautenbach. (Liegenschastsvcrsteigerung.) Auf Ableben des hiesigen Bürgers und Bäckermeisters Valentin Läufer wird, der Erbtheilung wegen, nachbenannte Liegenschaft am 45 Montag den 25. d. M., Morgen- 8 Uhr, auf dem hiesigen Rathhause öffentlich zu Eigenthum versteigert: 1 Morgen Ackerfeld, auf dem sog. Ochsenacker gelegen; wozu man die Liebhaber einladet. Lautenback, den 9. Januar 1858. Das Bürgermeisteramt. Spinner. vdt. Hör. OpPenau. (Verkauf einer Mahlmühle.) Die Besitzer der in der besten und angenehmsten Lage hiesiger Stadt befindlichen Mahlmühle neben der Kirche, mit zwei Mahl- und einem Schäl- gang, nebst daran stoßender Scheuer, Stallung und Hos- raithe, sowie einem schönen, an die Post- und Badstraßt sich erstreckenden Garten, welcher die Gebäulichkeiten von der Hinterseite umgrenzt, wollen diese Realitäten innerhalb vier Wochen aus freier Hand unter sehr annehmbaren Bedingungen verkaufen. Auf Verlangen können dem Käufer auch 20—30 Morgen Aecker und Wiesen in bester Lage und theils ganz in der Nähe der Wohnung dazu gegeben werden. Sollte sich innerhalb vier Wochen kein Kausliebhaber finden, so wird die Mahlmühle sammt dem Zubehör Samstag den 2t». Februar d. I., Nachmittags 2 Uhr, im Gasthaus zum Ochsen dahier, einer öffentlichen Versteigerung zu Eigenthum oder aus sechs Jahre in Pacht äusge- setzt, und werden die Kauf- und Pachtliebbaber mit dem An- sügen eingeladen, daß die näheren Bedingungen bei dem Unterzeichneten Miteigenthümer können eingesehen werden. O p p e n a u, den 8. Januar 1858. Anton Andre Sohn, Kausmann und Bürgermeister. Holzversteigerung. Holzhändler Christian Bucherer v. GernS- bach läßt nächsten Montag den 25. Januar 1858 zu Kehl eine große Parthie Bretter, Flecklinge und andere Sägwaaren versteigern. Die Liebhaber wollen sich Nachmittags 2 Uhr am Hafen zu Kehl einfinden. Schiffmann Andreas Rösch in Kehl wird auf Verlangen die Maare vorher vorzeigen. Stadt Kehl. (Hausverkauf) Unterzeichneter beabsichtigt, aus der Hand zu verkaufen: Ein einstöckiges, gut eingerichtetes Wohnhaus mit Oekonomiegebäude und Garten, zunächst dem neu zu erbauenden Bahnhof dahier. Die Äaufberängungen werden billig gestellt Stadt Kehl, den 14. Januar 1858. Catala. W i U st ä t t. (Schlofferwerkstäkte - Verkauf.) Peter In- willer von Willstätt ist gesonnen, seine einstöckige Schloffer- werkstätte sammt 3 Schraubstöcken, Ambos, Blasebalg und sonstigem Hanowerksgeschirr zu verkaufen. O s s e n b u r g. lKartoffeln zu verkaufen.) Bei Engel- wirth Armbruster können täglich — ausgenommen Samstag — auserlesene, vorzügliche Kartoffeln, der Sester zu 18 kr., abgegeben werden. Schutterwald. (Hausverkaus auf den Abbruch.) Andreas Junker von Schutterwald will sein einstöckiges Wohnhaus und einen besonders stehenden neugebauten, anderthalbstöckigen Stall aus den Abbruch verkaufen. Zunsweier. lBerkaus.) Es ist eia noch in ganz gutem Zustand stehendes Wohnhaus mit besonders stehender Scheuer, nebst Stallung und Schopf auf den Abhruch zu verkaufen. Auskunft ertheilt Leyischhoswirlh Benz. [1] Bermersbach, Amts Gengenbach. (Geld auszuleihen.) Paul Benz in Bermersbach hat 270 ft. Pfleggeld gegen Obligation zu 4H- pCt. zum Ausleihen parat. fl] Fußbach, Amts Gengenbach. /-pCt. gegen Obligation auszuleihen. Kirchenfondsrechner Hugle. Nußbach bei Oberkirch. (Geld auszuleihen.) AuS dem Kirchensond Nußbach können sogleich 800 fl. und bis Februar weitere 1000 fl. zu 4h- pCt. gegen Psandversicherung dargeliehen werden. Kirchensondsrechner Kirn. N u ß b a ch bei Oberkirch. (Geld auszuleihen.) AuS dem Armensond Nußbach find 220 fl. gegen gerichtliches Unterpfand zu 5° 0 darzuleihen. Ärmenfondsrechner Kasper. 13] Lichtenau. (Geld auszuleiben.) Bei Pfleger M. Schoch in Lichtenau find 200 fl. Pfleggeld gegen gerichtliche Versicherung sogleich auszuleihen. O f s e n b u r g. (Geld auszuleihenJ Der Unterzeichnete hat 600 fl. Pflegschaftsgeld gegeu Obligation auszuleihen. Th. Walter. Oberachern. (Geld auszuleihen.) Es liegen in der Schulzehntkaffe in Oberachern 388 fl. aus gerichtliches Unterpfand zum Ausleihen bereit. Oberachern, den 12. Januar 1858. Rechner Rüster. Rheinbischossheim. (Gelb auszuleihen.) Bei der Schulkaffe der Höheren Bürgerschule dahier liegen 100 fl. gegen gerichtliche Versicherung zum Ausleihen bereit. Der Verrechnet A. Schäfer. B o h l s b a ch. (Geld auszuleihen.) Aus dem Kirchensond in Bohlsbach sind 1200—1500 fl. theilweise oder im Ganzen zu 4'/- pCt. gegen Obligation auszuleihen. Rechner K ü d e r l r. Winterbach. (Geld auszuleihen) In der hiesigen Gemeindekaffe find 200 fl. gegen gesetzliche Verficherung zu 4V- pCt. auszuleihen. Gemcinderechner Huber. Offen bürg. (Geld auszuleihen.) Joseph Haha hat 100—150 fl. Pflegschastsgeld auszuleihen. U r l o s s e n. (Geld auszuleiben.) Die Psarrzedntkaffe- Verrechnung in Urioffen hat 1000 ft. zu 5% gegen gesetzliche Psandurkunde auszuleihen. Rench en. (Geld auszuleihen.» Im Kirchenfond Renchen liegen 1200 fl. zum Ausleihen zu 4(- pCt. bereit. Renchen, den 16. Januar 1858. Rechner I g. B e h k l e. O f f e n b u r g. (Gelb auszuleihen.) 80 fl. und 125 fl. Pflegschaftsgeld sind gegen vorschriftsmäßige Versicherung auszuleihen. Näheres bei dem Herausgeber dieses Plattes. H a S l a ch im Kinzigthal. (Geld auszuleihen.) Beim Spitalsond Haslach werden 600 fl. Kapital gegen gesetzliche Psandversicherung ausgeliehen. 46 Frauenverein Offenburg. Ausweis über die Einnahmen »nv Ausgaben des Vereins vom 1. Jänner bis mit 31. December 1857. a. Einnahme» r 1) Kasienrest vom vorigen Jahr 8. Die Frauen-Vereins-Commission. Runigunde fleiger. Uiolaria Höckmann. Th. König, als Secretär und Rechnungsführer. Offen bürg. (Von der Badslraße.1 Wie schon im Ortenauer Boten Nro. 3 angekündigt, so ist jede Woche am Samstag — von Morgens 8 Uhr bis Abends 5 Uhr — die Löffler'sche Badanstalt dahier dem Publikum zum Gebrauche von Winterbädern geöffnet. Die Einrichtung ist der Wintcrjahrszeit entsprechend und ganz comsortable; — die Badezimmer sind von innen geheizt, und ist ebenso noch ein besonderes geheiztes Zimmer parat, in welchem sich die Badegäste vor dem Baden, sowie nach demselben aushalten können, und somit in keiner Weise einer Erkältung ausgesetzt sind. Die Theilnahme an den beiden nunmehr verflosienen Badctagen, war jedoch noch nicht der Art, daß sie als eine das Unternehmen fördernde genannt werden kann, und stände somit nicht in Aussicht, baß dieses Bad-Etablisiement dem verebrlichen Publikum sür die nächste Winterszeit zum gleichen Gebrauche eröffnet würde, wenn die Frequenz für die Zukunst nicht bedeutender würde. Namentlich ist noch die gröbere Zahl der Vcranlaffer zu diesem Unternehmen bis jetzt passiv geblieben, und eriauben wir uns deßhalb, dieselben, sowie das übrige verehr!. Publikum — im Jnteresie der Erhaltung dieser für das leibliche Wohl so wohlthätigen Anstalt — zur künftigen zahlreichen Theilnahme höflichst aufzusorbern. Ein Badegast. Tagesgeschichtliche Mittheilungen. Baden. Karlsruhe, 14. Jan. (Achtes Bülletin über das Befinden Seiner König!. Hoheit des Großherzogs Ludwig.) Der gestern gemeldete, etwas günstigere Stand im Befinden Seiner Kön. Hoheit erhielt sich unter kleinen Schwankungen auch im Lause des Tages. Aus die kürzer dauernde, abendliche Steigerung des Fiebers folgte eine verhältnißmäßig ruhige Nacht. Nach einem mehrstündigen, ununterbrochenen Schlaf gegen Morgen zeigt sich jetzt das Befinden so befriedigend, als es bei dem noch nicht völlig gebobcnen Bruftleiden sein kann. Es werden deßhalb von jetzt an nicht mehr täglich Bülletins ausgegcben werden. Schrickel. Zandt. Karlsruhe, 16. Jan. Ueber das Befinden Seiner König!. Hoheit des Grobherzogs Ludwig erhalten wir die Nachricht, daß die früher gemeldeten Schwankungen, welche sich namentlich im Wechsel des Kräitezusiandes und in zeitweiser Steigerung des Fiebers bemertlich machen, immer noch anbauern,' daß aber der neulich mitgethcilte besiere Stand der Krankheit keine wesentliche Aenderung erfahren habe. — 16. Jan. Seine Großh. Hoheit der Prinz Wilhelm haben Sick rm Auftrag Sr. Königi. Hoheit des Grobherzogs nach Paris begeben, um die Glückwünsche Sr. Kön. Hoheit sür die glückliche Lebensrettung Seiner Majestät des Kaisers auszusprechen. — 16. Jan Se. König!. Hoheit der Grobherzog haben den Generalmajor Schüler nach Wien gesendet, welcher gestern Mittag von hier abgereist ist, um den Trauerseierlickkeiten zu Ehren des verstorbenen Feldmarschalls Radetzky heizuwöhnen. Landtag. 12. Jan. Sechste öffentliche Sitzung der Ersten Kammer. Durch das Präsidium werden Millheilungen der Zweiten Kammer angezeigt, wonach dieselbe den Gesetzentwurf über Besierstellung der Unterlebrer in veränderter Fassung angenommen, und zu dem provisorischen Gesetze über Abänderung verschiedener Bestimmungen im Vereins- Zolltarif, sowie £U den seit dem letzten Landtage verkündeten Handels- und vchiffsahrtsverträgen, so weit solche sür die letzteren erforderlich ist, ihre Zustimmung crtheilt hat. Das Secretariat zeigt das Ergebniß staltgehabter Commissionswahlen und den Einlauf zweier Petitionen wegen Besser- stellung der Unterlehrer an Generallieutenant v. Porbeck bittet, den so eben im Druck vollendeten Commissionsbericht über den Gesetzentwurfs wegen früherer Einberufung der Rekruten bei der Dringlichkeit der Sache sofort erstatten zu dürfen. Der Gegenstand wird nach ertheilter Genehmigung sofort in abgekürzter Form berathen / und dem Gesetzentwurf nach'Antrag der Commission die Zustimmung der Kammer ertheilt. Graf v Kägeneck äußert bei diesem Anlaß den Wunsch, es möchten zur Zeit der Heu- und Fruchtärnte im Jnteresie der Landwirtbschaft ausgiebige Beurlaubungen ersolgen. Kriegspräsident Generallieutenant Ludwig bemerkt, diese Beurlaubungen hätten bei den älteren Leuten von zweijähriger Präsenzzeit von je her stattgefunden, und würden auch fernerhin, so weit dies der Dienst gestatte, eintreten. In den ersten Jahren lasie die Einübung der Mannschaft eine Beurlaubung in der fraglichen Zeit nicht zu. Die Tagesordnung sührt zur Discussion des Berichts des Grasen v. Kägeneck über den Gesetzentwurf, die Rechtsverhältniffe der Gewerbschul-Hauptlehrer betreffend. Der Entwurf bezweckt die Gleichstellung derselben mit den Volksschullehrern in Beziehung auf Entlaßbarkeit, Anspruch aus Pension und Wittwen- und Waisenversorgung. Durch den Commissionsbericht wird unter Nackweisung des Standes der Gewerb- schulen im Lande und des Bedürfnisses, Männer sür dieselben zu gewinnen, die nach besonderer Vorbereitung sich ausschließlich diesem Lehrberufe widmen, und der Nothwendigkeit, diesen Männern Aussicht aus angemessene Versorgung zu eröffnen,' die Annahme des Entwurfs beantragt. Nack mehrfacher Discussion über die einzelnen Paragraphen nimmt die Kammer den Entwurf einstimmig an. Graf v. Kägeneck spricht vor Schluß der Discuision sich über die Wirksamkeit der Gesellenvcreine aus, welche neben der sittlichen und technischen Ausbildung der Handwerksgesellen bezwecken, ihnen das Leben in der Familie des Meisters, zu welchem sie sonst zugelasien waren, zu ersetzen, und empfiehlt sie dem Schutze der Regierung. In gleicher Richtung spricht Frhr. v. Stotz- ingen. Prälat Ullmann anerkennt die sociale Wichtigkeit derartiger Vereine; ihre Förderung scheine ihm indeß mehr Ausgabe der Privatwohlthätigkeit, als der Staatsregierung zu sein, welche ihr Einschreiten wohl nur auf Abwehr gegen etwaige Uebergriffe zu beschränken habe. Geh. Rath Frhr. 47 v. Stengel bemerkt hierauf, die Großh. Regierung habe bisher diesen letzttrn Grundsatz »erfolgt; er könne indeß den Gesellenvereinen das Zeugniß aussiellen, daß sie zu derartigen Einschreiten noch keinerlei Anlaß gegeben hätten. Schluß der Sitzung. — 14. Han. Siebenzehnte öffentliche Sitzung der Zweiten Kammer. DaS Secrelariat legt Petitionen vor, darunter eine aus Konstanz, die Errichtung eines Handelsgerichts betr., der Gemeinde Löirach, Straßenbau von Weil nach Lörrach betr., mehrerer Gemeinden des Amts Schwetzingen, Abnahme der Lasten zur Unterhaltung der Staatsstraßen betr., des Handelsstandes in Konstanz, Eisenbahnbau von Walds- hul nach Konstanz betr., mehrerer Gemeinden des Amts Krautheim, Berücksichtigung des Mineralbads Epplingen betr , der Bürstenmacher in Heidelberg, den Hausirhandel betr., der Schmalmetzger in Mannheim und Heidelberg, Abänderung der Fleijchaccrse betr. Nach Mittheilung des Präsidiums haben die Großh. Ministerien der Justiz' und des Auswärtigen die Nachweisungen über die Erledigung der vom letzten Landtage ihnen überwiesenen Petitionen übergeben; rem Großh. Kriegsministerium wurden keine über-' wiesen. Die Abgeordneten Steiner und Muth legen Berichte über den Gesetzentwurf, die Katastrirung des landwirthschastl. Geländes betr., vor, deren Druck bcschloffen wirb. Geh. Rath Frhr. v. Stengel legt vor: 1) die Rechnungen über die Kosten der Truppenverpflegung aus den Jahren 1848 und 1849; d) einen Nachtrag zum ordentlichen Budget, die Anstellung eines Astronomen für die Sternwarte in Mannheim betr.; 3) einen Nachtrag zum außerordentlichen Budget, die Ausgabe von 25,000 fl. zur Herstellung einer Straße von Pforzheim nach Brötzingen betr., welche von da dis Wildbad von Württemberg weiter gebaut wird. Die Straße soll jedoch nur zur Ausiuhrung kommen, wenn der Bau der Eisenbahn von Durlach über Pforzheim nach Mühlacker noch in der lausenden Budgetperiode in Angriff genommen werden wird, wie zu hoffen steht; 4j ein Nachttag zum außerordentlichen Budget, die Ausgabe von 36,000 fl. zur Herstellung der Straße zwischen Weil und der Straße in das Wiesenthal (Richen) betr., da nunmehr die bisherigen Hinderniffe des Baues durch das Zustandekommen eines Staatsvertrags mit der Schweiz beseitigt sind; 5) die Wahlakten des 3. Aemterwahlbezirks, welcher an die Stelle des abgetretenen Abg. v. Mastenbach den Oberamtmann Schwarzmann wählte. Der Präsident setzt die Sitzung aus, die Vorstände der Abtheilungen entsernen sich, um diese Wahlacte zu prüfen und nach Wiedereröffnung der Sitzung berichtet der Abg. Schaass über die Wahl Schwarzmann's und beantragt die Genehmigung derselben: Ter Antrag wird eingenommen und der hieraus eingetretene Abg. Schwarzmann beeidigt. Der Abg. Bissing stellt den Antrag, die intereffanten Vorträge des Abg. Artaria und die bezüglichen Erklärungen der Herren Regierungskowmiffäre in der vorletzten Sitzung der Zweiten Kammer, unsere VerkehrSverhältniffe betr., in den Prvlvcollen vollständig auszunchmen, statt ihrer nur aus- züglich zu erwähnen. Die Kammer stimmt dem- Anträge bei. Das Präsidium eröffnet hieraus die Diskussion über den vom Abgeordneten Bär v. K. erstatteten Bericht der Budgetkommission über die Nachweisungen der in den Jahren 1855 und 1856 cingegangenen Staatsgelder > nd deren Verwendung. 1. Äbtheilung Hauptstaatsrechnung. A. Umlaufender Betriebsjond. Dieser enthielt an Aktiven: 1) Geld- vorrath 1855: 1,378,540 fl. 15 kr., 1856: 2.123,715 fl. 19 kr.; 2) Naturalvorrath 1855 : 962,411 fl. 19 kr., 1856: 865,768 fl. 52 kr.: 3) Attioreste 1855 : 2,544,276 fl. 24 kr., 1856 : 2,459,570 fl. 17 kr., zusammen 1855: 4,885,227 fl. 58 kr, 1856: 5,449,054 fl. 28 kr., nach Abzug der Pastzv- refte 1855: 910.384 fl. 20 tr., 1856: 708,107 fl. 24 kr., Rest Activa 1855 : 3,974,843 fl. 38 kr., 1856; 4,740,947 fl. 4 kr. B. Etatrechnnng. Die Einnahmen des ordentlichen Etats beliefen sich 1855 auf 16.223,460 fl. 39 tr., 1856 auf 16,688,219 fl. 53 kr., die Ausgaben im ordentlichen Etat 1855 aus 16,037,689 fl. 7 kr., 1856 auf 15,607,672 fl. 39kr.; daher Ueberschuß im Jahre 1855: 165,771 fl. 32 kr., 1856: 1,080,547 fl. 14 kr. (Schluß folgt.) Rastatt, 7. Jan Gestern Abend gegen 9 Uhr sank ein Mädchen während des Tanzens aus einem Maskenball in dem Saale der hiesigen Fruchthalle leblos darnieder, und konnte trotz aller Versuche nicht mehr in's Leben zurückgo- rusen werden. Diesen letzten Fall mögen besonders Diejenigen zu Herzen nehmen, welche im Tanzen, eigentlich im Rasen, nicht genug bekommen können, oder oft noch ganz erhitzt Getränke zu sich nehmen, oder, um sich abzukühlen, an kältere Orte sich begeben. Umkirch, 4. Januar. (FZ.) Am letzten Samstag, den 2. d., sind die zwei für diesen Ort bestimmten ehrwürdigen Schwestern des heiligen Vinzenz von Paul in aller Stille hier angelangt, und haben die für sie mit bedeutenden Opfern hergerichtete Wohnung bezogen. Sie werden die Bildung und den Unterricht der Mädchen übernehmen, und von nun an die Werktags-, Sonntags- und Industrieschule besorgen. Ihre Kaiserliche Hoheit die Frau Großherzogin Stephanie hat aus Höchstihre Kosten sowohl die neue Schule, als auch die Wohnung für die Lehrerinnen Herrichten lasten, sowie Höchstsie auch, ohne alle Zuthat der Gemeinde, den Unterhalt derselben übernimmt. Zu den vielen Veranstaltungen für Hebung der hiesigen Gemeinde bat diese edle Wohl- thäterin mit dieser letztem noch die weitaus gesegnetste hinzu- gesugt, deren Folgen wohl nur Jene zu berechnen vermögen, welche den Werth der weiblichen Bildung zu schätzen im Stande sind. Frankreich. Paris, 15. Jan. (Neues Attentat auf den Kaiser Napoleon.) Der „Moniteur" berichtet Folgendes über das gestrige Attentat: Gestein Abend halb 9 Uhr, in dem Augenblick, als II. MM. der Kaiser und die Kaiserin an der Oper ankamen, ließ sich ein dreifacher, von Hvhlgeschoffen kommender Knall vernehmen. Eine ansehnliche Zahl von Personen, welche vor dem Theater standen, Soldaten der Escorte und der Garde von Paris, wurde verwundet, zwei tödtlich. Weder der Kaiser noch die Kaiserin wurden verletzt. Der Hut des Kaisers wurde von einem Sprengstück durchbohrt, und der General Roguet, Flügeladjutant des Kaisers, welcher sich aus dem Vordersitz des Wagens befand, wurde leicht im Nacken verwundet. Zwei Diener zu Fuß wurden verwundet. Ein Pferd von dem Wagen Sr. Maj. wurde getödtet und der Wagen durch die Projectile zertrümmert (brmes). Der Kaiser und die Kaiserin wurden bei ihrem Eintritt in den Saal des Theaters mit dem lebhaftesten Enthusiasmus begrüßt. Die Vorstellung wurde nicht unterbrochen. Auf die Kunde von diesem Ereigniß begaben sich der Prinz Jerome Napoleon und der Prinz Napoleon, die Prinzessin Mathilde, die Prinzen Murat, die Minister, mehrere Marschälle, der Marschall-Commandant der Armee von Paris, mehrere höhere Beamte, Mitglieder des diplomatischen Corps, die Präsecten der Seine und der Polizei, der Generalprocurator an dem Appellhofe von Paris, der kais. Procurator zu II. Majestäten. Die Untersuchung begann sofort und mehrere Verhaftungen fanden statt. II. Majestäten verließen die Oper um Mitternacht. Die Boulevards waren aus freien Stücken illuminirt und eine ansehnliche Menschenmenge begrüßte den Kaiser und die Kaiserin aus ihrer Fahrt mit den begeistertsten und rührendsten Ac- clamationen. Bei ihrer Ankunft in den Tuilerien fanden II. Majestäten eine große Anzahl von Personen, worunter sich der englische Botschafter, der Präsident des Senats, Mitglieder des diplomatischen Corps, und mehrere Senatorm befanden. Paris, 16. Jan. Der „Moniteur" theilt mit, daß die Regierung bereits seit Juni vergangenen Jahres von der Existenz einer, im Ausland weit verbreiteten Verschwörung Kenntniß gehabt habe. Ein Individuum, Namens Pierri, wurde verhaftet. Er war der Ueberbringer von Granaten und war von London und Brüstet aus bereits signalisirt, wo er Zusammenkünfte mit den Flüchtlingen hatte. — Vier Italiener sind als Urheber des Attentates gegen den Kaiser verhaftet. — Der Tabakverkauf nimmt in Frankreich so rasch zu, daß die kaiserlichen Manufakturen kaum den Bestellungen genügen können. Es wurde deßhalb eine neue Fabrik zu Chateauroux errichtet, wo, ttotzdem sie erst wenige 'Monate besteht, bereits 700 Arbeiter beschäftigt sind. 48 Retfedklber a«S der Schweiz. / 2 kr., 2 ff in runder Form 6 kr., 4 ff in runder Form 12'/ 2 kr. Schwarzbrot»: 4 ff in runder Form 10 kr. Brodtaxe für den Amtsbezirk Acher». Vom 17. bis 31. Januar 1858. Der 1 kr. Weck 5»/« Loth, 2 kr. Weck 10'/, Loth. Weißbrod: 16 Loth 3 kr., 32V* Loth 6 kr. Halbweißbrod (V, Gries- und V, Bvllmehl): 4 ff in tunte* Form 14'/, kr. Schwarzbrot» (',< Voll-, V« Kernenschwarz- und Vs Korn- mehl): 4 ff in runder Form 11 Er. * Im Amtsbezirk Obcrkirch bleibt die Brodtaxe für die zweite Hälfte des Monats Januar unverändert. Fleischtaxe für den Oberamtsbezirk Offenburg. Für die 2. Hälfte des Monats Jänner 1858. Das Pfund Mastochsenfleisch 14 kr., Kuhfleisch ll kr., Kalbfleisch 9 kr., Schweinefleisch 14 kr., Hammelfleisch 8 kr. Fleischtaxe füt den Amtsbezirk Achern. Vom 17 bis 3l. Januar. Das Pfd. Ochsenfleisch 14 kr., Kuh- u. Rindfleisch 11 kr., Kalbfleisch 9 kr., Hammelfleisch — kr., Schweinefleisch 14 kr. Theater in Gffenburg. Dienstag den l9. Januar: Das Gefängniß, oder: Er muß brummen. Original-Lustspiel in 4 Aufzügen von Roderich Benedir Freitag den 22. Januar lzum Bencficc für Amalie und Therese Gödelj: Der Alpenkönig und der Menschenfeind. Originalzauberspiel mit Gesang in 3 Aufzügen unv einem Zwischenspiel, genannt: Die äröhlerfcrmilie, v. Raimund. Verehrungswürdige! Ueberzcugt von dem Wohlwollen, welches Sie bei unsern Vorgängern bewiesen, hoffen auch wir keine Fehlbitte zu thu», indem wir Sic zu dieser unserer Beneficc-Vorstellung ergebenst cinladen. Mit Acktung: Amalie und Therese Gödel. Verantwortlicher Redacteur: I Ottcni. — Druck und Verlag rer Buchdnrckerei von I. Olteni k Sohn.