Der Ort eimuer Note. Verkündigungs-Blatt " für die Amts- und Amtsgerichts-Bezirke Offenburg, Oberkirch, Achern, Abein- Bischofsheim, Kork, Gengenbach, Haslach und Wolfach. M 75. Offenburg, den 24. September 1858 Bekavulmachunge». Die Einführung von Freicouverten bei der Großh. Postverwaltung zur Frankirung der Briese betr. Nro. 19358 Zn Folge höherer Ermächtigung hat man sich veranlaßt gesehen, neben den bestehenden Freimarken auch Freicouverten ansertigen zu lagen, welche wie die ersteren bei den Großh. Poststellen am Briefschalter gegen Baarzahlung angekauft und vom 1. October l. I. an zur Frankirung der Briefe benützt werden können. Die Freicouverten sind in einem größer« und in einem kleinern Format, sowie in verschiedenen Taxgattungen, nämlich zum Taxwerthe von 3,T>, 9, 12 und 18 kr., hergestellt, und tragen auf der obern linken Ecke der Adreßseite in einer ovalen Kranzverzierung das Bildniß Sr. Königlichen Hoheit des Grobherzogs und in der Kranzverzierung den treffenden Taxwerth oben mit Worten und unten mit Zahlen ausgedrückt. Beim Ankäufe von Freicouverten ist außer dem auf den Couverten angegebenen Taxwerthe noch weiter je 1 Kreuzer für 3 einzelne Stücke als «nfertigungspreis zu entrichten. Es können übrigens auch 2 Stücke oder nur 1 Stück Freicouverten angekauft werden, in welchen Fällen für diese 2 Qtüde oder für das eine Stück gleichfalls 1 Kreuzer als An- fertigungsprciS zu bezahlen ist. Da mittelst des Taxwerthes der Freicouverten die zur Frankirung der Briefe erforderlichen Portobcträge nicht immer vollständig gedeckt werden können, so dürfen neben den Frei- Couverten-Stempel noch die zur Vervollständigung des Portobetrags nöthigen Freimarken ausgeklebt werden. Nähere Auskunft ist an den Briesschaltern der Großh. Poststellen einzuholen. Karlsruhe, den 17. September 1858. Direction der Großherzoglich Badischen Verkehrs-Anstalten. I. A. d. D.: E b e r l i n. Keim. Wolfach. lDie Wahl der Geschworenen pro 1859 betr.) No 8785. Sämmtliche Bürgermeisterämter des diesseitigen Amtsbezirks werden angewiesen, die Urlisten der Ge- tchworcnen auszustellen und binnen längstens 14 Togen anher einzusenden (Reg. Blatt von 1851, No. 9, S. 205, 8 49—54). Wolfach, den 2l. September 1858. Grobherzogliches Bezirksamt, v. Krafft-Ebing. Offen bürg. lAusschluß-Erkenntniß.) No. 8311. In der Gant der Benedikt Feist Wittwe von Diersburg werden alle Diejenigen, welche in der Schuldenrichtigstellungs-Tagfahrt ihre Forderungen nicht angemeldet haben, damit von der vorhandenen Maffe ausgeschloffen. Offenburg, den 20. September 1858. Grvßherzogliches Amtsgericht, v. Zech. Oberkirch. sSchuldenliquidation.) No. 8348. Georg Wittenauer von Nußbach, welcher Mtte Juli l. I. heimlich nach Amerika ausgewandert ist, hat durch seiue zurückgelaflene Ehefrau nachträglich um Auswanderuugser- laubniß nachgesucht. Es wird deßhalb Tagfahrt zur Schuldenliquidation aus Montag den 11. October, Morgens 10 Uhr, angesetzt. Oberkirch, den 20. September 1858. Grvßherzogliches Bezirksamt. Saur. Offenburg. (Gläubiger - Aufforderung.) Alle Diejenigen, weiche an den Nachlaß des verstorbenen Michael Kern, Bürgers und Landwirths zu Waltersweier, eine Forderung zu haben glauben, werden anmit ausgesordert, dieselbe am Montag den 4. October d. I., Vormittags 9 Uhr, bei dem Liquibationscommiffär, Notar Warth, im Rathhausc zu Waltersweier um so gewiffer anzugeben und richtig zu stellen, als sie sonsten bei Fertigung der Vermögensverwei- fung nicht berücksichtiget werden können. Offenburg, den 22. September 1858. Grvßherzogliches Amtsrevisorat. Schmidt. Offenburg. sHolzversteigerung.) Am Mittwoch den 29. September, Morgens 8 Uhr ansangend, werden auf der Forstdomaine Brandeck, District UI, in Abtheilung 2». und 8 folgende Holzsortimente mit Zahlungsfrist bis 1. November d. I. öffentlich versteigert: In Abtheilung 2a , Schlag Nro. 4: 74 Kloster forlcnes Prügelholz und das Reis, in 12 Loose abgetheilt. In Abtheilung 8, Schlag Nro. 6: 42 l U Klafter forlenes Prügelholz, 775 Stück Wellen und 3 Loose Abfall und Reisig. Zusammenkunft in Zell in der Laube. Offenburg, den 21. September 1858. Grobherzogliche Bezirkssorstei. v Böcklin. [1] Petersthal (Holzversteigcrung ) Aus diesseitigen Domainenwaldungcn werden Dienstag den 28. d. M., Morgens 9 Uhr, aus der Post dahier nachstehende Nutz- und Brennbölzer versteigert: Aus Di st riet I „Griesbacher Wald", Abtheilung 1. 3. 4.: 1141 Sägklötze; a U Klafter buchenes und 50 Klafter tannenes Scheitholz; 4 3 /< Klafter tannenes Prügel holz und 15'/« Klafter tannenes Stockholz; 675 Stück tannene Wellen und der Schlagraum. Aus District U. „Holchen", Abtheilung 1.: 69 Sägklötze; 9 Klafter buchenes und l*/« Klafter tannenes Scheitholz; 175 Stück gemischte Wellen und der Schlagraum. Aus District Ul. „Hundskopf", Abtheilung 1.: 378 Sägklötze; 1 /* Klafter buchenes und 23 '/* Klafter tannenes Scheitholz; l 3 /* Klafter tannenes Prügelbolz und 604 63*/4 Klafter tannenes Stockholz: 375 Stück taanene Wellen und der Schlagraum. Petersthal, den 20. September 1858. Großherzogliche Bezirksforstei. Mathes. Liegenschafts- Versteigerung. Appenweier. Die dem Franz Disani von Appenweier gehörenden Liegenschaften, nämlich: 1) Ein anderthalbstöckiges Wohnhaus mit Scheuer und Stallung unter einem Dach mit 13 Ruthen Hofplatz und circa t Viertel und 14 Ruthen dabei liegendem Garten, neben Ignaz Sieb und Georg Feßler, taxirt zu. 900 fl. ä) Ein Viertel und 25 Ruthen Acker im hintern Heimersthal, neben Martin Flößer u. Heinrich Göring, taxirt zu .. 150 fl 3) Ein Viertel Acker am Hungerberg, neben Leonhard Hodapp und Joseph Volz, taxirt zu . 100 fl. 4) 190 Ruthen Acker in den Gründen, neben Franz Wiedemer und Andr. Heiß, taxirt zu 150 fl. 5) Ein Viertel-Jeuch Acker allda, neben Michael und Martin Stettenbenz; taxirt zu . . . 50 fl. 6) Ein Viertel Acker in der Wann, neben Frz. Huber und Anstößer, taxirt zu ... . 100 fl. Summa . . 1450 fl. werden Samstag den9. Octoberd. J.Rachmit- tags 3 Uhr, im Rathhause in Appenweier im Vollstreckungswege öffentlich versteigert und endgültig zugeschlagen, wenn der Schätzungspreis oder mehr geboten wird. Appenweier, den 11. Sept. 1858. Der Großh. Vollstreckungsbeamte: Katzenberger, Notar. O s f e n b u r g. (Rebenversteigerung.) Herr Cameral- Practicant Alexander Adam von hier läßt nachstehend beschriebene, in hiesiger Gemarkung gelegene Reben mit dem Herbsterträgnifle am Dienstag den 28. d. M>, Nachmittags drei Uhr, in hiesiger Bürgermeisteramtskanzlei gegen terminenweise Zahlung öffentlich zu Eigenthum versteigern: Vier Hausen Reben in der Tagmeffe, neben N. Walz von Gengenbach und mehreren Anstößern; 2 . Anderthalb Haufen Reben auf dem Nußbuckel, neben N. Walz von Gengcnbach und Johann Wild's Relicten von hier; — wozu man die Steigerungsliebhaber einladet. Offenburg, den 22. September 1858. Das Bürgermeisteramt. Wiedemer. rät. Rathschrbr. Gütle. | [21 Fessenbach. (Fässerversteigerung.) Am Montag den 27. d. M., Morgens 10 Uhr, werden in hiesigem Gemeindekeller vier in gutem Zustande befindliche Fäffer, nämlich 2 zu 15, t zu 12 und 1 zu 8 Ohm, sämmtlich in Eisen gebunden, um gleich baare Zahlung versteigert, wozu die Liebhaber eingeladen werden. Fessenbach, den 20. Sept. 1858. Der Gemeinderath. Bürgermeister H u g. Ortenderg. iRebenversteigerung.) Am Montag den 27. September d. I., Nachmittags 2 Uhr. werden im Kronen- wirthShause zu Ortenberg nachstehende, vormals der Seilermeister Klotz Wittib angehörige Rebstücke auf Ortenberger Gemarkung zugleich mit dem diesjährigen Herbsterträgnifle öffentlich zu Eigenthum versteigert werden, und zwar: 3 Haufen Neben im Nohl» neben Schwall und Wenzel Vollmer. 1 Hausen Reben allda, neben sich selbst und Georg Eremminger. Güter^erpachtirng. Unterzeichnete läßt, da bei der unterm 26. Aug. abgehaltenen Versteigerung kein günstiges Ergebniß erzielt wurde, die von hiesiger Stadtgemeinde gepachteten Güterstückc im Gottswaldfeld Montag den 27. September, Nachmittags 2 Uhr, im Hirschwirthshause in H e s s e l- hurst nochmals einer öffentlichen Versteigerung in dreijährigen Asterpacht aussetzen, wozu Steigerungs- liebhaber mit dem Bemerken eingeladen werden, daß die allenfallstge Genehmigung gleich nach der Versteigerung publicirt werden wird. Offenburg, den 18. Sept. 1858. Zuckerfabrik Offenburg. [2] Nußbach, Amts Obcrkirch. (Liegenschafts-Versteigerung.) Der Unterzeichnete ist willens, wegen Auswanderung nach llmerika, nachbenannte Liegenschaften aus Montag den 27. d. M., Nachmittags 3 Uhr, in der Linde dahier öffentlich unter annehmbaren Bedingungen für ein Eigenthum versteigern zu lasten, als: . 1) Eine anderthalbstöckige, von Riegeln erbaute Behausung mit Keller, Wohnung, Scheuer, Stallung, Schoppen, drei besonders stehenden Schweinställen, sammt Hosplatz, Krautgarten und einem hinter dem Hause liegenden Ackerfeld, circa eine Zeuch zwei Viertel groß, mit Obstbäumen besetzt, im Ort Nußbach, einerseits Ludwig Kirn, anderseits Sebastian Schwarz, nebst 4 Loosen Gemeindereben im Nußbacher Rebberg mit dem diesjährigen Herbsterwachs. 2) Dreiviertels-Tauen Wiesen auf der Eichmatte, einerseits Anton Kaspar, anderseits mehrere Anstößer. 3) Ein Viertels-Tauen Wiesen aus der Tausenmatte, einerseits der Weg, anderseits mehrere Anstößer. Fremde Steigerer haben sich vor der Steigerung mit legali- sirten Vermögens- und Leumundszeugniffen auszuweisen. Rußbach, den 18. September 1858. Joseph Hurst. Rebenversteigerung. Der Unterzeichnete läßt Montag den 27. d. M., Nachmittags 2 Uhr, im Sonnenwirthshause in Weierbach circa 30 Haufen Reben, in der hiesigen Gemarkung gelegen, gegen Zahlung in 4 Jahresterminen mitdemHerbsterträgnißzu Eigenthum versteigern, wobei bemerkt wird, daß sich darunter mehrere Stücke befinden, welche sich gemäß ihrer Lage zur Requisition für Landleute sehr gut eignen. Zell, den 19. September 1858. H. P o st w e i l e r. S Okfenburg. lFäfferversteigerung.) Nächsten Dienstag den 28 d. M., Vormittags 10 Uhr, werden in dem Hause Nro. 25 in der Gärtnergaste, dem Hause des Herrn Rentamtmanns Schuck gegenüber, folgende weingrüne Fäffer gegen baare Zahlung bei der Abholung versteigert werden: 1 ovales von 27 Ohm. 2 runde „ 9 „ 3 fco. „ 8 „ 4 do. „ 20 „ 5 do. » 18 „ 6 do. „15 „ 7 ovale „ 12 „ 2 Führlinge. Diersburg. (Haus- und Fässerversteigerung.) Montag den 27. d. M., Nachmittags 2 Uhr, lasten Lämle Stein'S Erben ein in Diersburg gelegenes anderthalbstöckiges Wohnhaus der Versteigerung aussetzen. Zugleich läßt Lämle Stein'S Wittwe etwa 100 Ohm weingrüne guterhaltene Fäffer von verschiedenem Maaßgehalt zu oben besagter Stunde in ihrer Wohnung versteigern. 607 Tagesgeschichtliche Mittheilungeu. Baden. Karlsruhe, 17. Sept. (K. Z.) Heute Morgen fand dahier eine erhebende Militärfeier statt, die Uedergabe einer Fahne an das im vorigen Herbst neu errichtete 3. Füsilierbataiilon burch Se. Könjgl. Hoheit den Großherzog. Auf dem großen Erercierplatz am Rande des Waldes war zu diesem Behuf ein Altar erbaut, welcher von einem goldenen Kreuz auf Silbergrund doch überragt wurde, zu den Seiten waren militärische Trophäen von Kanonen, Waffen und Ausrüstungsstücken aller Truppengattungen, als Grundpfeiler hoher, die badische Flagge tragender Masten erbaut, Laubgewinde, kleine Fahnen unv Waffen stellten die Verbindung dieser Trophäen mit dem Altar zu einem der Feier würdigen Ganzen her. Rechts des Altars stand unter Bedeckung eines Zuges vom Jägerbataillon die neue Fahne. Die Truppen der hiesigen Garnison und der Garnisonen Mannheim und Bruchsal, welche auf dem Durchmarsch zu den Herbgmanövern in der Umgegend cantonniren, waren in 3 Tressen dem Altar gegenüber zur Parade aufgestellt; im 1. Treffen das Cadettencorps, die Pionniercompagnte, das (1.) Leib-Grenadierregiment, das 2. Infanterieregiment, Prinz von Preußen, das 3. Füsilierbataillon, das Jägerbataillon; im 2. Trcsien die Reiterei, bestehend aus dem (1) Leib- Dragonerregiment, dem 2 . Dragonerregiment, Markgraf Maximilian, und dem 3. Dragonerregiment, und im 3. Treffen die 5 Feldbatterien des Artillerieregiments; das Ganze stand unter Befehl des Commandanten der 1. Infanterie- Brigade, Generalmajor Kuntz. Rach 10 Uhr erschienen Se. Königl. Hoheit der Grvßherzog und beritten, von einem glänzenden Stabe umgeben, die Front der Truppen; gleich darauf erschienen auch Ihre Königl. Hoheit die Grobherzogin Mit Gefolge zu Wagen, um diese Feier durch Ihre allerhöchste Anwesenheit für alle Theilnehmenden zu erhöhen. Nachdem Se. Königl. Hoheit die Parade abgenommen hatten, rückten die Truppen in geschloffenen Colonnen gegen den Altar vor, und bildeten ein gegen den Altar offenes Biereck, dessen rechte Seite die zwei Bataillone des (1.) Leib-Grena- dicrregunents, deffen linke die zwei Bataillone des 2. Infanterieregiments, Prinz von Preußen, bildeten; das 3. Fü- stlierbataillon stand dem Altar gegenüber, und rechts desselben das Cadettencorps und die Pionniere, links das Jäger- balaillon. Hinter dicseii die drei Dragoneriegimenler, und hinter der Infanterie der beiden Flanken zwei Batterien; die fünfte Batterie war zur Abgabe der Salven in einiger Entfernung ausgestellt. Rechts des Altars standen die nicht eingelhellten Officiere des Armeecorps, links die vereinigten Musiken. Se. Königl. Hoheit der Grvßherzog stellten sich, von Ihrem Stabe umgeben, in der Mitte des Quarret, dem Altar gegenüber, auf, und Ihre Königl. Hoheit die Großherzogin verließen den Wagen und nahmen links des Altares Platz. Nachdem burch die Tamboure bas Zeichen zum Gebete gegeben war, betrat der katholische Geistliche, Geistl. Rath und Stadtpfarrer Gaß, die Stufen des Altars und las eine Militärmeffe, und weihte nach einer Ansprache an die Truppen die neue Fabne, welche von einem Officier deS Jägerdataillons getragen wurde. Hierauf folgte der evangelische Garnisonsprebiger, Hof- unv Stadtdiakonus Cnefelius, welcher nach einer Rede ebenfalls der Fahne den Segen der Kirche erthcilte und mit einem Gebete die heilige Handlung schloß. Beide Redner hatten mit erhebenden und kräftigen Worten die hohe Bedeutung der Fahne, durch welche der Kriegsherr stets bei den Truppen weilt, auf welche der Eid der Treue geleistet wird, die ertheilte Weihe der Religion und deren Einfluß aus den Krieger geschildert und durch den Schlachtruf „Mit Gott, für Fürst und Vaterland!" in eindringlicher Weise den versammelten Truppen ihre christlichen unv militärischen Pflichten vor Augen geführt. Se. Königl. Hoheit der Grvßherzog traten nun mit der Fahne vor die Mitte des 3. Füsillerbataillons und hielten mit weithin tönender Stimme folgende Ansprache an das Bataillon (an die Füsiliere gerichtet): „Kameraden! Gleich den übrigen Regimentern und Bataillonen will ich Euch eine Fahne verleihen, und zu diesem feierlichen Act haben wir uns nun würdig vorbereitet. Ich hege das feste Vertrauen, daß Ihr die hohe Bedeutung dieses Ehrenzeichens vollkommen erkennt, und deß- halb verleihe ich Euch diese Fahne. Sie soll Euch stets auf der Bahn der Ehre und des Ruhmes leiten, und so oft Ihr sie erblickt, sollt Ihr des Schwures der Treue gedenken, die Ihr mir gelobt. Dieses Ehrendanner wird Euch stets vereinen, wenn die Pflicht Euch ruit zum Kamps gegen die Feinde des Friedens oder die Feinde der gesetzlichen Ordnung. Ihr werdet diese Probe ehrenvoll bestehen, wenn Ihr Euch selbst getreu bleibt, denn bas ist die Treue gegen Gott, zu dem Ihr schwört. Ich rufe Euch heute denselben Spruch zu, welchen ich Euren Kameraden an'S Herz legte, als ich auch Ihnen Fahnen anvertraute. Wenn auch immer die Stunde der Prüfung für Euch kommt, gedenkt stets dieser Worte: Alle für Einen! Einer für Alle! — und nun nehmt diese Fahne und bewahret sie in Ehren! — (An Alle gerichtet:) Ihr aber, Kameraden, stimmt mit mir ein in den Ruf: Hoch lebe unser Vaterland!" Ein vieltausendfaches Hoch erscholl aus den Reihen der Krieger und fand seinen Widerhall in den Herzen von eben so vielen Zuschauern, welche dieser seltenen Feier anwohnten. Se. Kön. Hoheit übergaben hierauf des Fahne dem Commanoanten des 3. Iüfllierbataillons, Oberstleutnant v. Laroche, welcher solche dem Bataillonsab- jutanten übergab, worauf dieselbe unter der Ehrenwache zweier Osficiere vor die Mitte des Bataillons gebracht wurde; unter der Abgabe der Fahnenbegrüßung von allen Truppen durch Präsentiren, Marfckschlageu und drei Artilleriesalven trat dieselbe in das Bataillon ein. Die Truppen stellten sich hieraus wieder in drei Linien in geschloffenen Bataillons- und Regimentscolonnen auf uiid formirten sich aus dieser Stellung zum Vorbeimarsch vor Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog und der links neben AUerhöchstvcnselben ausgestellten neuen Fahne; auch Ihre Königl. Hoheit die Großherzogin wohnten im Wagen dem Vorbeimarsch an, und hatten zur Freude aller Anwesenden den inzwischen ebenfalls cingetroffenen Erbgroßherzog zur Seite, auf deffen freundlichem Angesicht die kindliche Freude an den vorbeiziehenden Truppen ersichtlich war. Rach dem Vorbeimarsch formirten sich die Truppen nochmals in Colonne am Wald, um dort die nun dem Bataillon, als unzertrennlichem Bestandtheil desselben, wieder einzureihenre Fahne zu erwarten; Ihre Königl. Hoheiten der Grvßherzog, die Großherzogin und der Erbgroßherzog begaben sich nochmals zu den Truppen, von welchen Allerböchstdiejelben mit einem dreimaligen Hurrah begrübt wurden. Hier nit schloß diese erhebende militärische Feier, deren tiefer Eindruck mehr, als Worte geben können, an der würdigen, wahrhaft andächtigen Haltung von Tausenden von Zuschauern jeden Alters, Geschlechtes und Standes erkenntlich war, und Zeugniß gab, das ße ihre Wünsche mit dem Gebet der Geistlichen: „Gott erhalte den Großherzog und sein fürstliches Haus, Gott segne die Laufbahn der neuen Fahne bis in die spätesten Zeiten, Gott schütze das Vaterland !" aus dem Innersten ihres Herzens vereinigten. * O f f c n b u r g , 23. Sept. H.ute Morgen nach 9 Ubr sind Seine Königliche Hoheit der Grvßherzog in Begleitung Höchstihres Generalstabes dahier angekommen. und haben ohne Aufenthalt die Reise nach Wolsach fortgesetzt, wo Höchft- diefelben für heute daS Hauptquartier nehmen werden. — Vorgestern hat der größte Theit der Großh. Truppen aller Waffengattungen die hiesige Stadt pajsirt. Vom 3. Dragonerregiment war der Stab und zwei Schwadronen am 2t. und 22. d. hier cantonnirt, und sind heute früh 7 Uhr nach Hastach abgegangen. — Einer Mittheilung der Karlsr. Zeitung über die diesjährigen, ans dem Plateau bei Villingen unv Donaueschingen stattfindenden Herbstübungen des Großh. Armeecorps entnehmen wir Folgendes: Eine Abtheilung (das Westcorps) beginnt am 23 Sept seine Bewegung burch Vorrückung in's obere Kinzig- und Gutachthal Die andere Abtheilung (das Ostcorpsf hat sich am 23 Sept. bei Villingen versammelt. Der Commanvirende führt das Corps am 21. gegen die Benzebene und sommerau vor, in der Absicht, den Feind anzu- greisen, wo er ihn findet, um ihn an Ersteigung des Ichwarz- waid-Plateau's zu verhindern. Das Westcorps wirst jedoch beim Zusammentreffen mit dem Gegner diesen zurück (beide Corps bivouakiren in ihren Stellungen, bas Ostcorps bei Peterzell, das Westcorps bei St. Georgen und am Brägen), setzt am 25 . seine Offensive fort, vertreibt durch seine Ueber- 603 macht den Feind aus den Stellungen bei Villingen, und nimmt am 27. Donaueschingen ein. (Sonntag den 26. ist in concentrirten Quartieren Ruhetag.) In der Stellung auf dem Oberesch kommen dem Ostcorps (am 27.) die erwarteten Verstärkungen zu. Es schlägt hier den feindlichen Angriff ab, ergreift selbst die Offensive, nimmt Donaueschingen am selben Tage wieder, und nöthigt den Feind zum Rückzug auf die Straße nach Wolterdingen. Den 26. findet ein Corps» Manöver zwischen Hüfingen und Döggingen statt, bei welchem Se. König!. Hoheit der Großherzog das Cvmmando über das vereinigte ArmeecorpS Höchstselbst führen werden. Am 28. beginnt der Rückmarsch der Truppen in die verschiedenen Garnisonen, die Reiterei und Artillerie durch das Kinzigthal, die acht Jnsanteriebataillone und die Pionniercompagnie der Garnisonen Rastatt, Karlsruhe und Mannheim durch das Höllenthal nach Freiburg und auf der neuen Kilpenstraße nach Waldkirch, um am 1. Oct. mit acht Cxtrazügen mittelst der Eisenbahn in ihre Garnisonen zurückbefördert zu werden. Das 1. und 2. Füsilierbataillon geht aus der Höllenthal- Straße nach Freiburg, das IV. Infanterieregiment über Engen und Radolphzell nach Konstanz zurück. Die Truppen des Westcorps unter Cvmmando des Generalleutnants Ludwig, Kriegspräsident, die Infanterie unter Cvmmando des Generalmajors Kuntz, Commandant der I. Jnfanteriebrigade, die Reiterei unter Generalmajor Schüler, Commandant der Reiterei. bestehen aus einer Pivnnierabtheilung, dem (I.) Leib- Grenadierregiment, dem U. Infanterieregiment Prinz von Preußen, dem Ul. Infanterieregiment, dem 3. Füsilierbataillon, 2 Jägercompagnien, dem II. Dragvnerregiment Markgras Maximilian, dem III. Dragvnerregiment und 3 Fußbatterien. Das Oftcorps unter Cvmmando des Generalleutnants v. Por- beck, die Infanterie unter Generalmajor Drcyer, Commandant der 2. Jnfanteriebrigade, besteht aus einer Abtheilung Pionnicre, dem IV. Infanterieregiment Markgraf Wilhelm, dem 1. Füsilierbataillon, dem 2. Füsilierbataillon, 2 Compagnien Jäger, dem <1 j Leib-Dragvnerregiment, einer reitenden und einer Fußbatterie, und wirb verstärkt am 25. durch ein Bataillon des III. Infanterieregiments, am 27. durch ein weiteres Bataillon des III. Infanterieregiments, das III. Dra- gvnerregimcnt und eine Fußbatterie. Das Hauptquartier Sr. König!. Hoheit des Großherzogs wird sich am 23. d in Wolsach, am 24. in St. Georgen, am 25. und die folgenden Tage in Donaueschingen befinden: in dasselbe sind außer den Flügeladjutanten und Osficieren der Gencraladjutantur vom Kriegsminitterium Oberst v. Boeckh, vom Generalstab der Chef desselben, Oberstleutnant v. Renz, und der Commandant der Artillerie, Oberst v. Faber, befehligt. Oesterreich. Wien, 16. Septbr. (A. Z.) Ein Wiener Correspondent hat kürzlich bemerkt, es wäre interessant, die Summen, welche aus Anlaß der Geburt des Kronprinzen in der ganzen Monarchie theils zu vorübergehenden Wohl- thätigkeitsakten, theils zu bleibenden Stiftungen verwendet wurden, zusammenzurechnen. Ich habe mir diese Mühe genommen , und bin selbst über das Ergebniß erstaunt Die Summe betragt bis heute schon 580,000 fl, und noch immer werden neue Gaben bekannt. Wien. In der slavischen Ortschaft Bagpan fand am 23. August ein trauriger Unfall statt. Hr. Ludwig Holecy, evangelischer Pfarrer daselbst, ein junger, kräftiger, vollkommen gesunder Mann, verfügte sich gegen 6 Uhr Abends mit seinem zum Besuche anwesenden Schwager in den ganz nahe gelegenen Bienenstand, wo sich am selben Tage zahlreiche Hornisse gezeigt hatten. Um den Bienen wo möglich Ruhe zu verschaffen, machten hierauf die Schwäger gemeinschaftlich Jagd, wobei es ihnen gelang, an zehn Stück zu tödten. Weil aber die Bienen, theils durch die Gegenwart der unliebsamen Jnsecten, theils durch die stattgefundcne Jagd beunruhigt, in drohenden Haufen herum zu schwirren begannen, hielten cs die Herren für räthlich, in's Pfarrhaus zurückzukehren, was auch gleich geschah. Leider hatte aber Pfarrer Holecp eine erboste Biene in seiner Kleidung in's Zimmer, ohne es zu ahuen, mitgebracht: sic kroch hmauf, über den Rockkragen, zum Halse und versetzte daselbst dem auf seinem Kanapee sitzenden Pfarrer den tödtlichen Stich. Auf das plötzliche, ungewöhnliche Aufschreien des passionirten und in diesem Zweige der Landwirthschaft auch sehr glücklichen Bienenfreundes eilten die Familienmitglieder herbei und es gelang ihnen, den verderblichen Stachel zu finden und aus der Haut des Halses zu crfernen. Ties nützte aber nichts; den Verletzten ergriffen sogleich Beschwerden eines heftigen Brechreizes, in Folge dessen er das Zimmer verlassen wollte. Allein er wankte, nach einigen taumelnden Schritten, auf's Kanapee zurück; er versuchte noch einige halbverständliche Worte zu seiner um ihn versammelten Familie zu stammeln und — war eine Leiche. Zwischen Stich und Tob war keine Viertelstunde verflossen. Es entsteht nun die Frage, ob der Bienenstich nicht darum tödtlich gewirkt habe, weil die Bienen in Folge des voraugegangenen Kampfes mit den Hornissen auf das Aeußerstc gereizt waren? Mögen sich dies die Bienenfreundc zur Warnung dienen lassen. Dieser schreckliche Todesfall hat in der Umgebung große Bestürzung hervorgerufen. — Aus L e u t s ch a u wird von einem Unglücksfalle berichtet, wobei die C r i n o l i n e den Ausschlag gegeben. Die Frau Gräfin Es. und ein Gesellschafts-Fräulein aus Wien bc« suchten das Prakendorfer Eisenwerk bei Göllnitz. Während das harmlose Fräulein an dem mit dem übrigen Getriebe in Verbindung stehenden Schleifsteine ihr nettes Taschenmefferchen zu schleifen beabsichtigte und sich dabei etwas nach rückwärts bückte, wurde die Crinoline von dem Zahnrade ergriffen. In demselben Augenblicke packte ein Arbeiter das Fräulein und bot alle seine Kräfte auf, um dasselbe zu befreien. Allein die Drähte der Crinoline, die von dem Zahnrade festgehaltcn wurden, rissen nicht entzwei, die Unglückliche gerieth mit den Füßen zwischen das Räderwerk und war, als man dieses zum Stehen brachte, so schwer verletzt, daß in Kürze der Tod unter den heftigsten Schmerzen erfolgte. Frankreich. Paris, 14. Sept. Das Zellensystem hat in Frankreich jetzt auch für die Erziehung, unnützer Buben Anwendung gefunden. Bislang konnten die Eltern, welche ihren Knaben nicht zu bändigen vermochten, ihn in gewiffe Werk- oder Zuchthäuser schicken, wo die Jugend zur Arbeit angehalten wurde; hier aber wurden sie häufig nickt bester, und lernten nur noch schlimmere Streiche kennen. Der Di- rcctor der Strafkolonie von Mettray hat nun eine Anstalt gegründet, wo die jungen Taugenichtse in Zellen unterge- dracht sind, durchaus keinen Verkehr mit einander haben und sich selbst in der Kirche nicht einmal sehen können. Ihre Schularbeiten können sie fortsetzen und sich selbst mit ihren früheren Mitschülern um die Preise bewerben, indem die Lehrer dieser Strafanstalt die betreffenden Themata mittheilen. Es wird behauptet, daß auf diesem Wege in kürzester Zeit sehr glückliche Ergebnisie erzielt worden sind. Straßburg, 19. Sept. Allgemein spricht man im Augenblick von dem Plan unseres Präfekten, alle Kantonsstädte des Departementes mit der Ostbahn durch neue'Eisenwege zu verbinden, dessen Verwirklichung ihn verdientermaaßcn zum Abgott des Niederrheins machen wird. Der Vorschlag ist bereits vom Departementalrath genehmigt, aus allen Kräften unterstützt und ward Hrn. Migneret zugleich unbeschränkte Vollmacht ertheilt zu allen anderweitigen Verhandlungen. Das Werk wird unter der Bestimmung des Gesetzes über die Vizinalwege ausgeführt, wornach es dem Präfekten überlassen bleibt, die Kommunikationslinicn nach seiner Einsicht zu verordnen. Der Bau geschieht durch die Gemeinden mit einem Zuschuß der Betriebskosten von 40% durch das Departement. Nach Ankauf des Terrains und Herstellung der Wege wird entweder die Ostkompagnie oder eine neue Gesellschaft die Schienen legen und die Lieferung des Mobiliars und Personals zur Jnstandesetzung übernehmen. Die Belastung der Gemeinden ist aus 4,200,000 Fr., die des Departementes auf 2 , 100,000 Fr. berechnet und sollen dazu 10 Jahre verwendet werden. Nach einer ziemlich sichern Abschätzung muß die Betreibung dieser Wege einer Kompagnie 7—8 pCt. abwerfen. Angcfangen darf jedoch nichts werden, bevor der legislative Körper ein Gesetz über das Vorhaben erlassen, was erst in dessen nächster Setzung stattfinden kann. Türkei. B e i r u t h, 21. August. AuS Mekka ist die Nachricht angekommen, daß die Cholera schreckliche Verheerungen anrichtet, und daß 50,000 mahomedanische Pilgrime ein Opfer dieser Epidemie geworden seien. 605 | Alle neuen Musikaiit» treffen sofort nach Erscheinen ein. ■ w SV *C B » SS § 'S SS ! «*» cs SS .2 i s. o Die 4 . JBieiefeM’sche MuMMenliilmllnnI k ptiisiklttnÄnstalt in Karlsruhe empfiehlt sich den geehrten Musikfreunden unter Zusicherung prompter und billigster Bedienung, und erklärt sich zu Sendungen zur Ansicht und Auswahl mit Vergnügen bereit. Die Leihanstalt ist mit den besten clafsischen und modernen Compositionen so reichhaltig ausgestattet, daß sie sicher allen billigen Anforderungen der geehrten Abonnenten entsprechen wird; die Bedingungen nebst Katalog stehen auf Verlangen gerne zu Diensten. m A' « o «-1 SV c»‘ *■> SS 'S» pr SS s e & SS s SS «K 5f CSS IP-Wllgf AllMS» <«a KtzWfh fisvalSll^ chM Gaarlemer Blumenzwiebeln. Gefüllte und Einfache Hyazinthen in allen Farben, sowie Croeus, Ionauille», Ranunkeln, Tulpen, Narciffen, Anemonen, Duk von Tholl und Terzetten, flir deren Güte garantirt wird, sind in schöner Auswahl zu haben bei Freibura, den 17. September 1858. Bannwarth SU <£'*• Asphaltiere Pappendeckel, auch Steinpappe genannt, zum Eindecken von Dächern, deren Anwendung nun auch von der königlich bayerischen Regierung (Kreisamtsblatt für die Pfalz Nr. 46 vom 8. Juni l. I.) als zweckmäßig und vortheilhast anerkannt und empfohlen worden, fabricire ich in folgenden Dimensionen: 1) Tafeln von 86 Centimeter Länge und 76 Centimeter Breite; 2) Rollen von 2 Meter 20 Centimeter Länge und 73 Centimeter Breite; 3) ir h 4 n 38 ff ff » 73 h » 4) n u 7 bis 10 Meter Länge und 93 Centimeter Breite. Solche Dachbedeckungen übertreffen andere in vieler Beziehung; sie sind billiger herzustellen, und da sie leichter im Gewichte sind, gestatten sie eine sehr mäßige Neigung der Dachfläche. Wegen ihrer Dichtigkeit sind diese Pappendeckel ebenso geeignet zur Abhaltung von: 1) Ungeziefer, als Ratten und Mäusen. Diese fressen den Pappendeckel nicht an. 2) Frost aus Gruben im Felde, aus Treibhäusern und Mistbeeten. 3) Feuchtigkeit in Kellerwohnungen und in andern feuchten Zimmern. Gartenmauern werden durch Bedeckung von oben dauerhafter. Auf Verlangen weise ich erfahrene Arbeiter an Ort und Stelle an. Gefällige Aufträge mmmt entgegen, und nähere Auskunft ertheilt: Herr Philipp Jacob Egiinger in M attnh e i IN- Duisburg am Rhein, August 1851. Juli IIS Carstaitfeil. 606 Offenburg. Einladung zum Freischießen. Die Schützengesellschaft Offenburg wird vom 3. bis incl. den 7. Oktober l. I. ein Freischießen für Schützen des Badener Vaterlandes abhalten, in Geldgaben und Prämien im Werth von Siebenhundert Gulden. Das Nähere besagt der Schützenbrief, welcher den Schützen-Vereinen und den auswärtig Eingeladenen zugeschickt wird ; auch im Schützenhause angeheftet ist. Offenburg, im September 1858. Der Oberschützenmeister. A. A. I. Brehm. Anzeige. In der Gemüsesabrik Offenbutfl werden größere Parthien Obst — jedoch nicht unter 10 Sester — zum Trocknen angenommen. Näheres in der Fabrik zu erfragen. J ?*. Fäfserverkanf. Im Schlöffe zu Krotzingen 11 sind 24 Stück neu umgearbeitete Fässer, von 15 |jj^bi^22 Ohm haltend, aus freier Hand zu ver- Nachrickt. Auf dem Hosgute des Unterzeichneten können zu jeder Zeit gute Bau ft eine unentgeltlich gebrochen werden. 3- Ilgen in Diersburg. j3) La h i. (Schwarten- und AbfaUhölzer-Versteigerung.) Unterzeichneter läßt Samstags den 25. September, Nachmittags 2 Uhr, circa 4500 Stück Schwarten und Abfallhölzer in schicklichen Abtbcilungen aus seinem Zimmerplatze versteigern. Christian Blatt, Zimmermeister. Aepselverkaus. Von mehreren Bäumen versteigere ich Edelobst Samstag den 25. d. M., Nachmittags 2 Uhr, an der alten Straße meines Brennereignts. Ferd. Höhlin sen. O f f e n b u r g. (Klceverkauf.) 376 Ruthen schönen Stoppelklee hat zu verkaufen: Louis Schmidt, Metzger. G'.ittern und Branntweinfäßchen von 4 bis 14 Maas hat Kaufmann Müller in Appen- weier eine große Parthie zu verkaufen. Offen bürg. (Knechtgcsuch.) Ei» Hausknecht, der gute Zeugniffe aufzuweisen bat, wird aus Michaeli gesucht— von wem? sagt der Herausgeber dieses Blattes. [t] Bohlsbach. (Herbstbütte-Verkauf.) Es ist eine in gutem Zustande erhaltene Herbstbütte, 20 Oehmle haltend, zu verkaufen. — Auskunft hierüber gibt Bürgermeister Iackerst in Bohlsbach. Todesanzeige und Danksagung. Theilnehmenden Freunden und Bekannten widmen .wir die für uns so schmerzliche Trauerkunde, daß unser ^lieber und unvergeßlicher guter Vater, Schwiegervater und Großvater, der Alt - Gemeinderath Joseph _ lupserer, nach mehrwöchentlichem Krankenlager in einem Alter von 63 Jahren und 6 Monaten mit frommem und Gott ergebenem Sinne, wie auch sein Lebenswandel war, am 12. d. M. zu einem bester» Jenseits sanft in dem Herrn entschlafen ist. Zugleich fühlen wir uns aber auch verpflichtet, den ver- ehrlichen Herren Gemeinderäthen, welche seine irdische Hülle zu Grabe trugen, sowie allen Denjenigen, welche sein Leichen- begängniß so ehrend begleiteten, unser» innigsten Dank hiermit auszusprechen. Ulm bei Oberkirch, den 18 . September 1858. Die Hinterbliebenen. O s f e n b u r g. lKleeverkaus.j Eine halbe Zeuch schöner Stoppelrlee ist zu verkaufen — von wem? sagt der Herausgeber dieses Blattes. sssKehl. (Weinverkauf.) Kaufmann Rapp in Kehl hat circa 30 Oehmle rein gehaltenen 1834er Durbacher Wein in größer» und kleinern Parthien abzugeben. [2] Mühlenbach, Amts Wolfach. (Kapital auszuleihen.) Bei dem Bausond zu Mühlenbach können bis 18. October I. I. 3000 fl. gegen gesetzliche Versicherung zu 4 Procent ausgelieben werden. Bausondsverrechner Limberger. Geld auszuleihen. Gegen gutes Unterpfand sind 7000 bis 12000 st-, zu 4 pCt. verzinslich, auszuleiden — von wem? sagt der Verleger dieses Blattes. Berghaupten. (Geld auszuleihen.) Beim Heiligen- sond in Berghaupten liegen 1700 fl. zu 4 Prvcent gegen gesetzliches Unterpfand zum Ausleihen parat. Heiligenfondsverreckner Benz. [2] Oberharmersbach. (Kapitalien auszuleihen.) Beim hiesigen Kirchensond liegen 200 fl., mit 4 pCt. verzinslich, zum Ausleihen bereit: ebenso 400 fl. Psarrkapitalien. Der Verrechner. £2} Bohlsbach. (Geld auszuleihen.) Bei der hiesigen Psarrzchntkaffe liegen 400 fl. auf Obligation zum Ausleihen parat. Pfarrzehntrechner Link. Müllen, Oderamts Ossenburg. (Kapital auszuleihen.) In der hiesigen Pfarrzehntkaffe liegen 1600 fl. zum Ausleihen gegen normalmäßigc Pfandurkunden parat. Pfarrzehntrechner Jäger. Kehl. (Geld auszuleihen.) Bei der Joseph Reiser'- schen Stiftung in Stadt Kehl sind gegen Einlage einer gesetzlichen Obligation und landesübliche Verzinsung 933 fl. 20 kr. auszuleihen. £21 Bohlsbach. (Geld auszuleihen.) Der hiesige t eiligenfond hat 600 fl. zu 4V- pCt. gegen vorfchriftsmäßige fandversicherung auszuleihen. Verrechner Küderle. Ossenburg. iGeld auszuleihen.) Waisenrichter I o h. B e h r hat 700 fl. zu 4 V- pCt aus Obligation zum Ausleihen in Auftrag. £1] Lierbach, Amts Oberkirch. (Geld auszuleiden.) Helena Treyer in Lierbach hat 625 fl. zu 4>/- Proceot auszuleihen. Knechtgesuch. Einen tüchtigen, mit guten Zeugnissen versehenen A ck e r k n e ch t sucht aus M i ch a e l i zu engagiren: F. I l g e n in Diersburg. Durbach. (Geld auszuleihen.) Joseph Vollmer im Zinken Lautenbach, Gemeinde Durbach, hat 600, fl. .Pfleg- schastsgeld zu 5 Procent gegen Obligation auszulerhen. 609 Die JndustrieauSstellitug in Billinge«. 16. Scpt. ; 21. Sept. '• 16. Sept. . i! st- kr. r fl. kr. ii fl. kr. Walzen . . . . . . fi 10 30 !■; 10 48 :i 1t 2 Kernen . . . . -. ii 45 i; 11 — )! — Halbwaizen . Fees. ii 9 38 Korn. . - - 7 - ii 7 33 — Gerste .... — ; —. — ii 6 — Welschkorn. . — — — ;! — — Haber .... ... 6 - >. 5 30 ii 5 53 Auflösung der Charade in Nro. 73 r Wieland. Verantwortlicher Redacleu^: I. Olteni. — Druck und Verlag der Buchdruckern von I. Omni & Sohn.