er Ortemuer Hole. Berkündtgungs-Blatt für die Amts- und Amtsgerichts-SezirKe Wssenburg, Vberkirch, Achern, Slhembischofs- heim, Äork, Gengenbach, Haslach und Wolfach. M 75. Offenburg, den 19. September 1862 Amtliche Generalverfügungen. Achern. (Die Aufstellung der Gemeiudevoranschläge betreffend.) Nr. 8311. Da wir bei Prüfung der Voranschläge pro 1863 wahrgenommen haben, daß überall, wo Gemeindewaldungen find, die Cultur- und Wirthschaftspläne der Großh. BezirkSforstcien fehlen, so werden die Gemeinderäthe zur künftigen genauen Befolgung der deßfalls bestehenden Verordnung Großh. Ministeriums des Innern vom 19. Juli 1861 (Centr.-Verordbl. Nro. 10, Seite 43) hiemit angewiesen. Achern, den 12. September 1862. Großherzo^ttches Bezirksamt. Kork. (Die Kaminfeger-Ordnung, hier die Bestimmung des Lohnes für das Reinigen der Kamine betr.) Nr. 6941. An die Bürgermeisterämter des Amtsbszirks: In der diesseitigen Bekanntmachung vom 20. August 1862 (Amtsverkündungsblatt vom 2. September, Nr. 70) ist insofern ein Jrrthum unterlaufen, als bei den dort bekannt gemachten Gebühren von 5 kr., 8 kr, 11 kr. und 14 kr. für das Reinigen der Kamine beizusetzen unterlassen wurde, daß diese Gebühren nur für das Reinigen der sog. russischen Kamine erhoben werden dürfen. Für das Reinigen der gewöhnlichen Kamine ist als Lohn festgesetzt: 1) Für ein Kamin, welches durch ein Stockwerk, einschließlich des Dachraumes, reicht, . . 4 kr. 2) Für ein Kamin, welches durch zwei Stockwerke, einschließlich des Dachraumes, reicht . . 6 kr. 3) Für ein Kamin, welches durch drei Stockwerke, einschließlich des Dachraumes, reicht, . . 8 kr. 4) Für ein Kamin, welches durch vier Stockwerke, einschließlich des Dachraumes, reicht, . . .10 kr. Dieß ist in geeigneter Weise in der Gemeinde zu verkünden. Kork, den 12. September 1862. Großherzogliches Bezirksamt. ' Frech. Bekanntmachungen. Wolfach. (Erkenntniß.) Nro. 9188. Da Wilhelm Maier von Steinach der diesseitigen Aufforderung vom 14. Juni d. I. bis fetzt keine Folge geleistet hat, so wird derselbe des Staats- und Ortsbürgerrechtes für verlustig erklärt und in die gesetzliche Vermögensbuße, nämlich 4"/, des ihm von Leopold Äaier's Wrttwe in Steinach anerfallenen Vermögens ad 137 ff. 59 kr., sowie zur Tragung der Kosten verurtheilt. Wolfach, den 14. September 1862. Großherzxgliches Bezirksamt. @iui. vdt. Kaspar. Gengenbach. (Bestätigung eines Agenten betreffend.) Nr. 5862. Schuhmachermeister Joseph Uhl von Unterentersbach wird als Bezirksagent für die Dresdener Feuerverficherungs- gesellschaft bestätigt. Gengcubach, den 16. September 1862. Großhcrzogliches Bezirksamt. Betz. Kork. (Oeffentliche Vorladung.) Nro. 3198. Die Großh. Militärbaucommisfion in Kehl hat dahier klagend vorgetragen: N i k o l ä u s F r e i ß von Stadt Kehl habe am 31. Juli v.J. mit ihr einen Vertrag abgeschlossen, wornach derselbe die Asphaltirung der fortifikatorischen Bauten in Kehl mit gutem Material übernahm. Nach den Accordbe- dingungen sei der Beklagte für alle und jede Mängel des Materials und der Arbeit ein Jahr von der Uebergabe derselben an haftbar. In Folge schlechter Arbeit und mangelhafte« Materials hätten 156,26 Quadratmeter weggeriffen und neu hergestellt werden müssen, und da die Klägerin für den Quadratmeter 7 Francs bezahlen mußte, sei ihr ein Schaden von 510 fl. 29 kr. erwachsen. Der Beklagte habe fich flüchtig gemacht und sein Aufenthaltsort sei unbekannt, er hätte daher nicht persönlich zur Verbesserung des Schadens angehalten werden können. Daher werde das Gesuch gestellt, den Beklagten zum Ersatz des der Klägerin verursachten Schadens im Betrag von 510 fl. 29 kr. anzuhaltcn und die Klägerin zum Zugriff auf dessen zurückgelaffene Caution von 62 fl. 10 kr. zu ermächtigen. Beschluß. Zur mündlichen Verhandlung auf diese Klage wird Tagfahrt anberaumt auf Mittwoch den l. October, früh 10 Uhr, und Beklagter Nikolaus Freiß unter Androhung des Rechtsnachtheils dazu vorgeladen, daß für den Fall seines Ausbleibens auf Anrufen die Thatsachen der Klage für zugestanden und etwaige Einreden für versäumt erklärt würden. Zugleich wird demselben aufgegeben, längstens bis zur Tagfahrt einen am Gerichtsfitz wohnenden Gewalthaber für den Empfang aller Einhändigungen, welche nach rem Gesetz der Partei selbst oder in ihrem Wohnsitz geschehen sollen, anher namhaft zu machen, indem sonst alle weitern Verfügungen oder Erkenntnisse mit der gleichen Wirkung, wie wenn fie dem Beklagten eröffnet oder eingehändigt wären, nur an dem Sitzungsort des Gerichts angeschlagen würden. Kork, den 6. September 1862. Großherzogliches Amtsgericht. Küßwieder. Litterst. Offenburg. (Zurückgekommene Briefe.) Die Aufgeber nachstehender, dahier zur Post gegebenen Briefe, die als unbestellbar zurückgekommen sind, werden zu deren Rückempfana, gegen Entrichtung der darauf haftenden Taren re., hiermit aufgefordert. Ramsberger in Freiburg. — Burger in Pfohren. — Schmid m Genchstetten. — Bürgermeisteramt in Steinach. 720 Retoux-Fahrpoffstück: Herrmann in Paris. Offenburg, den 17. September 1862. Großh. Post- und Eisenbahnamt. Steuer-Ab- und Zuschreiben betreffend. Das Ab- und Zuschreiben der directen Steuern für das Stellerjahr 1863 wird in nachstehend verzeichneten Steuer- districtcn, und zwar in: 1) Diersburg. Montag den 22. d. M., Vormittags von 8 bis 12 Uhr; 2) Elgersweier, Dienstag den 23. d. M., Nachmittags von 2 bis 6 Uhr; 3) Windschläg, Mittwoch den 84. d. M., Vormittags von 8 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr; 4) Zunsweier, Donnerstag den 25. d. M., Vor- mittags von 8 bis »2 Uhr und Nachmittags von 2 bis 6 Uhr, in den betreffenden Gemeindehäusern vorgenommen werden; was anmit zur Kenntniß der Steuerpflichtigen gebracht wird. Insbesondere werden die Bürgermeisterämter der Ausmärker veranlaßt, die Geschästsvornahme in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Zell, den 16. September 1862. GroßherWliche Steuerperäquatur. Postweiler. Kataftervermesfung betr. Zur Schlußverhandlung über die Eröffnung und Anerkennung der Vermeffunaswerke von der Gemarkung Memprechtshofen und von der Gemarkung Maiwald ist Tagfahrt auf Dienstag den 23. September l. I., von Morgens 8 Uhr an, auf dem Rathhaufe in Memprechtshofen anbcraumt worden. Dieses wird mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß Erinnerungen wegen der Vermessung in der Tagfahrt dem anwesenden Vermeffungs- Jnspector vorgetragen werden können, und daß Güterzettel, welche nicht wieder zurückgegeben werden, gemäß § 93 dritter Absatz der Vermeffungsanweisung Großh. Ministeriums der Finanzen vom 22. Juni 1855 auf Kosten der betreffenden Grundeigenthümer neu ausgcfcrtigt werden müssen. Karlsruhe, den 6. September 1862. Der Großh. Vermeffungs-Jnspector. Aufforderung. Zur Fortführung der Grundstücks- Pläne der Gemarkungen Diersycim, Honau und LeuteShcim wird für D i e r s h e i m Freitag den 26. d. M., „ Honau Montag den 29. d. M., „ LeuteSheim Mittwoch den 1. Oktober Tagfahrt auf den betreffenden Rathhäuscrn anberaumt. Die Grundeigenthümer werden aufgefordert, die Handrisse und Meßurkunden über die seit 1. December 1859 im Grund- eigenthum vorgekommenen Veränderungen nach $ 5 der Verordnung Großh. Finanzministeriums vom 3. December 1858 (Regierungsblatt Seite 507) noch vor der Tagfahrt an die Gemeinderäthe daselbst adzugeben, da sonst dieselben auf Kosten der Eigcnthümcr angefertigt würden. Urloffen, am 16. September 1862. 'Maier, Bezirksgeomcter. Offenburg. (Aufforderung.) Wer kn acht Tagen noch mit Umlagen, HeugraS- und Holz- geli im Rückstand ist, hat Betreibung zu gewärtigen. Offenburg, den 17. September 1862. Der Gemeinderath. «Gchaible. Offenburg. (Versteigerungsgenehmigung.)Nr. 1457. Die von der städtischen Bezirksforstei am 5. d. M. abgehaltene Holz- und Streugrasversteigerung wurde durch heutigen Beschluß des Gemeinderaths und engern Ausschusses genehmigt. Offenburg, den 17. September 1862. Der Gemeinderath. S ch a i b l e. Bühler. fl) Obersasbach, Bezirksamts Achern. 'Jagdverpachtung.) Nachdem die Ausübung des Jagdrechts auf der Gemarkung Obersasbach bis 2. Februar 1863 umlaufen ist, so wird dieselbe am Mittwoch den 24. September d. I., Nachmittags 2 Uhr, im Erlenbad auf weitere sechs Jahre verpachtet: wozu man einladet. Obersasbach, den 14. September 1862. DaS Bürgermeisteramt. Huber. vüt. Roth, Rthschr. s Sasbach, Amts Achern. (Jagdverpachtung.) J/ Donnerstag den 25. September d. I., Nach- —2 Uhr, wird im Rösselwirthshause dahier GKUoHbte Ausübung des Jagdrechtes auf hiesiger Gemarkung mit den Windeck- und Markwaldungen, da solche bis 2. Februar 1863 ausgelaufen ist, auf weitere sechs Jahre in Pacht versteigert; wozu die Steiglustigen eingeladen werden. Sasbach, den 16. September 1862. Das Bürgermeisteramt. K e t t e r e r. vst. Roth, Rathsschreiber. Appenweier. iMaurerarbeitversteigerung.) Am nächsten Montag den 22 d. M., Vormittags 9 Uhr, wird die Herstellung der beiden Usermauern am Dorfbach dahier, im Kostenüberschlag von 2979 fl, an den Wenigstnehmenden im Rathhause dahier versteigert, wozu die betreffenden Bauhandwcrker eingeladen werden. Plan und Kostenberechnung können inzwischen sowie am Tag der Steigerung selbst im Rathhause eingesehen werden. Appenweier, den 15. September 1862. Der Gemeinderath. H o d a p p. Appenweier. (Dungversteigerung.) Montag den 22. d. M., Vormittags 6 Uhr, wird ein Hausen Dung km Gemeindehof dahier versteigert. Appenweier, den 16. September 1862. Der Gemeinderath. Hodapp. Diersburg. (Fichtcnpffanzenverkauf.) Die Gemeinde Diersburg, Oberamts Offenburg, verkauft aus Saat- schulcn in ihren Waldungen auf GebirgShöhen 300,000 Stück dreijährige vorzüglich schöne Fichtcnpflanzen, das 1000 zu 1 fl. 24 kr., frei an den Offenburger Bahnhof geliefert. Bestellungen unter 10,000 Stück werden keine angc- nommen. Diersburg, den 13. September 1862. Der Gemeinderath. Bgstr. Kemps. vdt. Kopp. Sasbach, Amts Achern. (Nutzholzversteigerung.) Die Gemeinde Sasbach läßt am Donnerstag den 25. Sep- tember d. I, Vormittags 9 Uhr anfangend, im Rösselwirths- hause dahier, die in ihrem Gemeindewald Windeck, Distrikt Rauhalde, liegenden und an fahrbaren Weg verbrachten 1200 Stück tannene Sägklötze und 200 Stück Baustämme in schicklichen Loosabtheilungen öffentlich versteigern; wozu man einladet. Sasbach, den 16. September 1862. Das Bürgermeisteramt. Ketterer. vdt. Roth, Rathsschreiber. Renchen. (Liegenschafts-Versteigerung.) In Folge richterlicher Verfügung wird dem Friedrich Behrle, Bürger und Lindenwirth in Renchen, das nachstehende Liegenschafts- Vermögen am Montag den 2 9. September 1862, Vormittags 9 Uhr, im Rathszimmer zu Renchen im Voll- streckungswege versteigert, wobei der endliche Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis oder darüber geboten wird; als: 1) Eine zweistöckige Behausung mit der darauf ruhenden Realwirthschaftsgerechtigkeit zur Linde, nebst Tanzsaal, eingerichteter Bierbrauerei mit besonderem Malz-, Gähr- und Jungbier-Keller, besonders stehender Scheuer, Nebenräumen, Stallung, Brennhaus und Kegelbahn, geräumiger Hofraithe und Gemüsegarten, wozu gehören: ungefähr 24 Rutheu Schwall und Ackerfeld am Hochgarten, neben Joachim Boschert und Audrea« Schütt'S Erden, mit Lagerbier- und SiS-Keller, und 721 drei Viertel Acker, an die Gebäulichkeiten anstoßend, neben Jakob Behrle und vr. Battlehner. Die Mrthschastsgebäulichkeiten mit Zugehör liegen an der Landstraße und an der Straße nach Oberkirch, und es ist ihr Gesammtanschlag . . 13,350 fl. 2) Etwa vierzehn Viertel Ackerfeld, an 8 Orten gelegen, angeschlagen zu ... 3830 fl. 3) Etwa sechs Viertel Wiesea, an 3 Orten gelegen, tarirt zu. 1340 fl. 4) Ein Stoß Hanfrötze beim Weierstecg, ge- wcrthet zu. 10 fl. Alles zusammen für 78,530 fl. Acheru, den 17. Juli 1862. Der Vollstreckungsbeamte: Bracken heim er, Notar. O f f e n b u r g. (Acker- «ftV Weidenvcrpachtung, dann Versteigerung von WafferabzugSgräben-Arbeiten betreffend.) Vom unterfertigten Amte werden I. am Donnerstag den 25. dies Monats, früh 8 Uhr, ohnweit des herrschaftlichen Rittene- oder Marienhofs beim sogenannten Heideschlag auf dem Platze a) circa Vs Morgen Acker beim Stockfeld an der obern Herrschaftsbühnd an den Meistbietenden öffentlich verpachtet, sodann d) die Aushebung und Reinigung des circa 260 Ruthen langen sogenannten Enzelbaches an den Weuigstneh» menden in Accord gegeben; ferners werden II. am nämlichen Tage Nachmittags 2 Uhr auf den herrschaftlichen Unterwässerwiesen beim Dunden- heimer Sträßle ohnweit der Schutterbrücke a) von den auf etwa 100 Morgen Wiesen stehenden Weidenßämmcheu die zahmen Band» und Korbweiden an den Meistbietenden, sodann d) die auf 200 st. veranschlagten Graben-RegulirungS- Arbeiten am kleinen Schütterle, nebst der Schlitzgrä» ben-Erneuerung und Erdenverführung an den Wenigstnehmenden öffentlich versteigert «H6hirW»Girichslustig^ mit ■ dem Bemerken eiugestidrn, off-bÄ-MnfKssgE Regenlwrtter die Zusammenkunft und Vorzeigung der Strichsobjecte zwar auf dem Platze stattfindet - der »Verstrich selbst aber dann im Ochsenwirthshause zu Schutterwald vorgenommen wird. Offenburg, am 16. September 1862, Freiherrlich zu Franckensteiy'sches Rentamt. R alle n fie i n. B o h l s b a ch. (Liegenschaftsversteigerung.) Andreas Stebert von Bohlsbach läßt Nächsten Donnerstag den 25. d M., Nachmittags 2 Uhr,-im Sonnenwirthshause daselbst folgende Grundstücke öffentlich ru Eigenthum versteigern: 1) 84,7 Ruthen Acker am Wildersweirer Brüunle, einers. Mathias Sicbert, anders. Kaü Link. 2) l 12,2 Ruthen Acker im Heiligenandte, einers. Wendelin Lurk, anders. Lorenz Küderle. 3) 89 Ruthen Acker in den Matten, einers. Michael Ockenfuß, anders. Joseph-Bahr von Griesheim. 4) Vr Haufen Rebvlatz hinter dem Wald, einers. Lorenz Burgert, anderst Anton Schmidt. 5) 161 Ruthen Acker im Wolfenthal, Windschläger Bann, einers. Georg Hauri, anders, unbekannt. Die Bedingungen werden am .Steigerungstage bekannt gemacht werden. Oberkirch (Bibliothek-Versteigerung) Die Bibliothek des verstorbenen Pfarrers und Dekans Schoner von Kappelwindeck, bestehend in circa 1000 Bänden aus fast allen Zweigen der Wissenschaft, wird im Pfarrhause zu Oberkirch am 23. d. M. , Morgens 10 Uhr, versteigert; wozu die Liebhaber einladet: Wein gärtner. Ein Schlichter, der auf schottischer Maschine geübt ist, und 6 — 8 geübte Calico-Weberinnen werden für dauernde Beschäftigung gesucht. Näheres <4. 7 Nr. 2 in Mannheim Offen bürg. (Heulieferung.) Die Spianerei und Weberei Offcnburg bedarf 100 Centner gutes Heu. LiefrrungS- Angebote sind innerhalb 14 Tagen auf dem Comptoir dieses Blattes einzureichen. Offenburg, den 16. September 1862. Preiskegeln. Nächsten Sonntag den 21. o. M. und die darauffolgenden 2 Sonntage wird das Preiskegcln in Käfersberg mit den Fässern fortgesetzt; wozu höflich einladet: Güriug, Küfcrmeister und Sonneuwirth. um Offenburg, mn Strickwolle in schönster Auswahl zu billigen festen Preisen, sowie Nockwolle empfiehlt: Max Wenk. Offenburg. (Hausvermiethung.) Simon Ansel- mcnt hat sein Haus in der Steingasie Nro 220 zu ver- miethen. Seifenfieder-Lehrlingsgesuch. Ein junger Mensch von rechtschaffenen Eltern kann sogleich in die Lehre treten — bei wem? sagt die Redaction dieses Blattes. Säger- Gesuch. Mehrere geübte und fleißige Säger finden beständige Arbeit gegen gehörigen Lohn auf der mechanischen Sägmühle in Geügciibach bei Albert T a u b e r t. Zwei tüchtige Drehergefellen finden Arbeit bei Jakob Fa ist auf dem Kniebis. Lagerfäffer zu verkaufe«: Zehn Stück von 12 — 16 Ohm, weingrnn und solid gebaut, bei Küfermeister Kiehck in Oberkirch. Kehl. (Anzeige und Empfehlung.) unter. zeichneter empfiehlt seine stets vorräthigen blechernen Coaks- Oefen, die sich durch billige Hebung, sowie Reinlichkeit beim Fegern auszeichnen; auch in allen Sorten fertigen Ofenrohren- Ebenso empfehle ich mein Läger in Moderateur- lanrpen, Leuchtern, Kaffeemaschine«, Vogelkäfigen, sowie sonstigen lackirten und blanken Maaren; auch im An» fertigen von allen in mein Fach einschlagenden Arbeiten, und sichere die schnellste und billigste Bedienung zu. K- Pflanzer, Blechner, gegenüber der Apotheke. Niederlage von Sächsischem Putzpulver. Ich beehre mich, die Anzeige zu machen, daß ich eine Niederlage des berühmten Sächsischen Putzpulvers hier errichtet habe, welches ich hiermit auf das Angelengtlichsie empfehle. Man kann damit angelaufene und schwarz gewordene Metalle aller Art, als: Gold, Silber, Kupfer, Messing, Zinn u. s. w., sogleich wieder hellglänzend Herstellen, daß die Gegenstände vollständig wie neu und ungebraucht aus» sehen, weßhalb dieses ausgezeichnete Putzpulver allen Gafl» wirthschaften, Resiaurationen, Bierbrauern zum Reinigen der Kupferkeffel, den Herren Pompiers, kurz einer jeden Haushaltung mit gutem Gewissen angeprtefen werden kann. Proben stehen gerne zu Diensten. Kehl, den 4. September 1862. Louis Müller, Messerschmied. Offenburg.. (Hauskncchtgesuch.) In ein hiestges Gasthaus wird ein braver Bursche als Hausknecht auf Michaeli gesucht. Zu erfragen bei der Redaktion. 722 Anzeige. Auf Anrathen des Hrn. Physikus Dr. Stell in Kork habe ich meiner seitherigen Niederlage aller möglichen chirurgischen Instrumente auch noch folgende höchst prattische Gegenstände beigegeben, welche, wie auch die elfteren, stetsfort in vorzüglicher Güte und mit billigsten Preisen bei mir zu haben sind: 1. Kautschukkappen über Kindermemmen. 2. Eisbeutel, 1 3. Mutterkränze, i 4. Milchpumpen, I 5. Ohrenspritzen, f 6. Klistierspritzen, \ von Kautschuk. 7. Warzenzieher, 8. Zapfen auf Kindermemmen, 9. Tampons, 10. Warzendeckel, 11. Hystrophvre nach Schilling. 12. Ohrenspritzen von Glas. Die Herren Aerzte der Umgegend bitte ich, diese Gegenstände bei mir zu besichtigen, ihren höchst praktischen Werth, zum Theil, besonders bei Wöchnerinnen, für Hebammen zu würdigen, und deren Ankauf zu empfehlen. Kehl, den 17. September 1862. Louis Müller, Messerschmied und chirurgischer Instrumentenmacher, wohnhaft der Apotheke gegenüber. Zu obiger Bekanntmachung des Hrn. Müller bezeuge ich gerne, daß die zum Theil neue Art der Fertigung obiger Gegenstände in ihren Wirkungen höchst ausgezeichnet und überraschend ist. Wer dieselben gesehen und geprüft hat, wird sich hievon leicht überzeugen. Die Milchpumpen, Warzenzieher, Tampons und Warzendeckel sind wahre Wohlthaten für Wöchnerinnen, die gar nicht hoch genug anzuschlagen sind. Es sind daher letztere Gegenstände jeder Hebamme in Ausübung ihres Berufes ebenso nöthig, wie deren übrige Geräthschaften, und haben deßhalb auch die Gemeindekassen die Kosten der Anschaffung derselben ebensogut wie für jene zu tragen. Kork, den 18. September 1862. Der Großh. Amtsarzt: Stoll. Offenburg. (Fässerversteigerung .) Samstag Morgens werden nach der Versteigerung der 11 Stück Fässer auf dem Lindenplatz 15—20 Stück Führlinge von 300 bis 400 Maas daselbst gegen Baarzahlung versteigert. [1] Offen bürg. (Sieben * Versteigerung.) Nächsten Dienstag den 23. d. M., Nachmittags 2 Uhr, werden im hiesigen Rathhause 5 Hausen Reben im Heldenrecht beim «Lrünnle, neben Werkmeister Meisburger und unbekannt — fammt dem Herbsterträgniffe — gegen terminwcise Zahlung öffentlich zu Eigenthum versteigert werden. J us* Oberschopfheim. (Fäffer-Versteigerung.) fl Aus Auftrag versteigert Unterzeichneter nächsten MDienstag den 23. d. M., Nachmittags 2 Uhr. im «^hiesigen Gemeindekeller 15 Stück gut erhaltene Wein- *' fässer — von 10 bis 20 Ohm — gegen Baarzahlung. Oberschopfheim, den 17. September 1862. Bürgermeister Logier. Einladung. Am Sonntag den 28. September d. I. stndet daö Fest der Fahnenweihe des Musik- und Gefang-VereinS in Oppenau statt, wozu alle Freunde der Musik und des Gesangs freundlichst eingcladen werden. DaS Festcomitee. Offenburg. (Kleeverkauf.) Oelmüller £. Henco hat zwei Zeuch Stoppelklee zu verkaufen. Offenburg. (Verlorene Uhr.) Ein armer Dienstknecht hat den Hauptbestaudtheil feines Vermögens — eine silberne Uhr mit römischen Zahlen, mittlerer Größe — auf der Bahnhvfstraße vom Bahnhofe bis zum Ochsen ver- loren. Der redliche Finder wird um Rückgabe gebeten vermittelst Herrn Bureaudiener Müller am Bahnhofe oder der Erpeditio» dieses Blattes. Offenburg. (WohnungSvermiethung.) Im Haufe Nr. 43 bei der Pfarrkirche ist der obere Stock, bestehend in 6 ineinander gehenden Zimmern nebst Küche, sowie « auf dem Speicher und im Keller, auf 10. December hbar, zu vermiethen. Näheres zu erfragen bei Eduard S t i g l e r, Glaser. Offenburg. (WohnungSvermiethung.) In der Steingasse Nro. 219 im Hinterhause ist eine Wohnung mit 3 Zimmern und Küche auf den 1. November zu ver- micthen. Offenburg. (WohnungSvermiethung.) Balthasar L o h r c r hat den ganzen untern Stock seines Hauses in der Gerbergasse, auf Weihnachten beziehbar, zu vermiethen. Auch kann auf Verlangen eine Scheuer abgegeben werden. [11 Offenburg. (Zimmervermiethung.) An der Bahnhofstraße ist im zweiten Stock ein schönes möblirtcs Zimmer sogleich zu vermiethen. Näheres beim Herausgeber dieses Blattes. Kais. König!. Oesterreich. Giferrbahn-Anleheir, vom Jahre 1858, - von 48 Will. Gulden österr.Währ. Die Hauptpreise des Anlehens find 21mal 250,000, 71mal 200,000, 103mal 150,000, SOmal 40,000, 105mal 30,000, SOmal 20,000, 105mal 15,000, 370mal 5000, 20mal 4000, 76tnat 3000, 54mal 2500, 264mal2000, 503mal 1500, 733mal 1000 Gulden re. Der geringste Gewinn ist st. 135. Nächste Ziehung am 1. October 1862. Loose hierzu find gegen Einsendung von fl. 5 per Stück, 11 Stück ä fl. 50. von dem Unterzeichneten zu beziehen. Der Betrag der Loose kann auch per Postvorschuß erhoben werden. Kein anderes Anlehen bietet so viele und große Gewinne. Der BcrloosungSplan und die Ziehungslisten werden gratis zugesandt, sowie auch gerne weitere Auskunft ertheilt durch Fran) Fabricius, Staats-Effecten-Handlung in Frankfurt a. M. Offenburg. (Kapitalgesuch.) Gegen gute Ver- ficherung in Gütern werden 11,000 fl. zu 4 pCt. gesucht. Näheres bei der Redaktion dieses Blattes. Offenburg. (Dungvcrkauf.) Oelmüller Geiger hat einen Haufen Dung zu verkaufen. Kappelrodeck. (Geld auszuleihen.) Gegen gesetzliche Unterpfänder können dargelichen werden: Aus dem hiesigen Hciligenfond.100 fl. , „ „ Caplaneifond ..... 100 fl. * „ „ Schularmenfond . . . 200 fl. » „ „ Bausond ...... 200 st. Rechner L. Kcningcr. 723 Kapttal-A «erbiete». Zu OberwolfaL sind bei der Verrechnung: a. des Baufvnds 700 fl. b. des Armenfonds 100 fl. c. des Kapellcnfonds 100 fl. zu 4‘/i% gegen doppeltes Unterpfand in Liegenschaften üuszuleihen. Biber ach. (Geld auszuleihcn.) Bis 1. October d. I. könnm bei dem hiesigen Kirchenfond 500 fl. gegen gerichtliche Versicherung zu 4‘A Procent ausgenommen werden. Rechner Heizmann. Hofweier. (Geld auszuleihen.) Vom hiesigen Annenfond können 800 fl. zu 4Procent auf gesetzliches Unterpfand dargeliehen werden. Rechner Ott. Gengenbach. (Geld auszuleihcn.) AuS dem Spital- fond hier könne» sogleich 1000 fl. und bis Mitte December weitere 3000 fl. gegen gesetzliche Versicherung ausgeliehen werden. Rechner USländer. Offenburg. (VerloreneUhr.) Montag den 8. über das Schützenfest ist eine alte silberne Cylinderuhr mit silbernem Zifferblatt und gelbem Kettchen auf hiesigem Schützenplatze oder durch die Stadt auf dem Wege nach Bühl verloren gegangen, vor deren Ankauf gewarnt wird. Der redliche Finder wird gebeten, dieselbe auf dem Comptoir dieses Blattes gegen 2 Kronenthaler Belohnung abzugeben. Offenburg. (Klreverkauf.) V* Zeuch Stoppelklee ist z« verkaufe«: Hauptstraße Rr. 121. Saateichel«, keimfähige, liefert zu billigem Preise Karl Fischer in Sinsheim bei Langenbrücken. Rath und Hülfe für Diejenige«, welche an Gesichtsschwäche leiden und namentlich durch angestrengtes Stndiren und angreifende Arbeit den Augen geschadet haben. Seit meinen Jugendjahren hatte ich die leidige Gewohnheit, die Stille der Nacht wissenschaftlichen Arbeiten zu widme«. Sowohl hierdurch als durch viele angreifende, optische und feine mathematische Ausführungen war meine Sehkraft so sehr geschwächt, daß ich um so mehr den völligen Verlust derselben befürchten mußte, da fich eine fortwährend entzündliche Disposition eingestellt hatte, welche mehrjährigen Verordnungen der geschicktesten Aerzte nicht weichen wollte. Unter diesen betrübenden Umstanden gelang es mir, ein Mittel zu finden, welches ich nun schon seit 40 Zähren mit dem ausgezeichnetsten Erfolge gebrauche. Es hat nicht allein jene fortdauernde Entzündung völlig beseitigt, sondern auch meinen Augen die volle Schärfe und Kraft gegeben, so daß ich jetzt, wo ich das Toste Lebensjahr antrete, ohne Brille die feinste Schrift lese und mich wie in meiner Jugend noch der vollkommensten Sehkraft erfreue. Dieselbe günstige Erfahrung habe ich auch bei Andern gemacht, unter welchen fich Mehrere befinden, welche früher, selbst mit den schärfsten Brillen bewaffnet, ihren Geschäften kaum noch vorzustehen vermochten. Sie haben bei beharrlichem Gebrauche dieses Mittels die Brille hinweggeworfen und die frühere natürliche Schärfe ihres Gesichts wieder erlangt. Dieses Waschmittel ist eine wohlriechende Essenz, deren Bestand- theil die Fenchelpstanzc ist, von welchem G a b l ö n s k y in seinem „Allg. Lexikon der Künste und Wissenschaften" (S. 201 rc.) sagt, daß schon die altern Naturkundigen bemerkt haben wollen, daß die Schlangen, welche oft an Blindheit leiden, dieses Fenchelkraut fteffen und dadurch die Sehkraft wieder erlangen. Diesem fei nun, wie ihm wolle — ick erkenne mit Dankbarkeit an, daß uns der gütige Schöpfer dieses Kraut gegeben hat. Die Bereitung der Essenz erfordert indessen eine verwickelte chemische Behandlung und ich bemerke daher, daß ich dieselbe seit längerer Zeit in vorzüglicher Güte von dem hiesigen Chemiker, Herrn Apotheker Geiß, beziehe; derselbe liefert die Flasche für einen Thaler und ist gern erbötig, dieselbe nebst Gebrauchsanweisung nach Auswärts zu versenden. Ich rathe daher den Leidenden, die Essenz von hier zu beziehen, indem eine solche Flasche auf lange Zeit zum Gebrauche zureicht, da nur etwas Weniges, mit Flußwasser gemischt, eine milchartige Flüsstgkeit bildet, womit Morgens und Abends, wie auch nach angreifende» Arbeiten, die Umgebung des Auges befeuchtet wird. Die Wirkung ist höchst wohlthatig und erquickend, und erhält und befördert zugleich die Frische der Hautfarbe. Es wird mich freuen, wenn vorzüglich denen dadurch geholfen wird, welche bei dem rastlosen Strebe» nach dem Lichte der Wahrheit oft das eigene Licht ihrer Augen gefährden und einbüßen müssen. Vielleicht kann durch den Gebrauch dieses Mittels, das leider bei der jungen Welt so sehr zu Mode gekommene, entstellende Brtllentragen vermindert werden, da dieses in den meisten Fällen die Augen mehr verdirbt als verbessert. Brillen können nur einer fehlerhaften Organisation des Auges zu Hülse kommen, aber nie gesunde oder geschwächte Augen stärken und verbessern. Aken ft. d. Elbe. Dr. Romcrshausen. Erklärung. Joh. Bapt. Hupfcr von Haslach hatte am letzten Jahrmarkt in der Krone in Lahr einen Mantel mitgenommen. Es wird demselben hiermit bezeugt, daß es in keiner boshaften oder diebischen Absicht geschehen ist. Lahr, den 13. September 1862. Benedikt E b l e. Berzeichuiß der Preisträger der für das i. Kreisschießen Unterbadens eingelauf. Ehrengaben. Auf Feldstich-Scheibe „Kinzig": 1. Preis. Hr. Herbster von Lörrach: 1 filberner Pocal mit 12 Flasch. Wein — Ehreng. der Stadt Offendurg. 2. „ Hr. Seiler Friedr. von Freiburg: 1 Ordonnanzstutzen — Ehreng. der Schützengesellsch. Heidelberg. 3. „ Hr. Franzmann Louis von Pforzheim: 1 ditto — Ehreng. der Schützengesellsch. Mannheim. 4. „ Hr. Konrad H. von Neckargemünd: 10rdonnanzstutzen — Ehreng. der Handelsleute v. Offenburg. 5. „ Hr. Faller F. von Lenzkirch: 1 Maltheserkreuz mit 45 fl. Geld — Ehreng. der Schützengesellschaft Schopfheim, Müllheim und Waldshut. 6. „ Hr. Weißgerber von Kehl: 1 silberner Pocal — Ehreng. der Schützengesellsch. Karlsruhe. 7. „ Hr. Ludwig W. von Mannheim: 1 ditto — Ehrengabe der Bierbrauer von Offenburg. 8. „ Hr. Stein Salomon: 1 silberner Becher — Ehrengabe der Schützengesellsch. Baden. 9. „ Hr. Hölzlin Ferd. jun. von Offenburg: 1 silberner Borleglöffel — Ehrengabe der Schüßenge- fellschaft Lahr. ^ , 10. , Hr. Roth Karl von Lörrach: 1 Punsch-Bowle — Ehreng. der Schützengesellsch. Eppingen. 11. „ Hr. Schrieder von Heidelberg: 50 Franken — Ehrengabe von Hrn. Bertheau aus Rappcrs- wyl, Schweiz. 12. „ Hr. Maier Jos. von Colmarsreuthe: 1 Kaffee- Service von Porcellaine — Ehreng. der Schützengesellschaft Zell a. H. 13. „ Hr. Müller I. C. von Freiburg: 1 filberner Becher — Ehrengabe der Schützengesellschast Schwetzingen. 14. „ Hr. Bucherer C. von Gernsbach: 1 ditto — Ehrengabe der Schützengesellschaft Breiten. 724 » 15. Preis. Hr. Sutter W. von Schopfheim: 1 Jagdtasche, Pulverhorn und Schrotbeutel — Ehreng. der combinirten Schmiedzunst Offenburg. 16. „ Hr. Gemple Fz. von Freiburg: 1 Etui mit V- Dutzend silbernen Kaffeelöffeln — Ehreng. der Schützengesellschaft Durlach. 17. „ Hr. Behrle, Badischhofwirth von Offenburg: 1 Verre d'eau-Service — Ehreng. von Hrn. D. Löffler, Glashändler in Offenburg. 18. „ Hr.Enders von Kehl: 1 Spiegel in Goldrahme — Ehreng. von 2 Freiburger Schützenfreunden. 19. „ Hr. Lother W. von Eppingen: 1 Kistchen mit 12 Flaschen Kirschenwaffer — Ehrengabe der Schützengesellsch. Haslach. 20. „ Hr. Schückart K. von Gernsbach: 1 silbernes Servicttenband — Ehreng. von Hrn. Fabrikant Amand Goegg in Offenburg. 21. .. Hr. Schaller K. von Lahr: 15 Pfd. feinst ge» K ien Hanf — Ehreng. von den HH. Ge- r Stein in Diersburg. 22. „ Hr. Roth Berich, von Kappel: 1 krystallener Jagd- pocal — Ehreng. von Hrn.A.Henco in Offenburg. 23. „ Hr. Schmidt Anton von Freiburg: 1 englisches Pulverhorn — Ehreng. von Hrn. I. W. Frey m Mannheim. 24. „ Hr. Mittenmaier Fz. von Heidelberg: 1 Paar versilberte Leuchter — Ehreng. von Hrn. Bürger» meister B. Schaible in Offenburg. 25. „ Hr. Kern Leonh. von Lörrach: 1 Jagdschlupser — Ehreng. von Hrn. Sattler Lehmann in Offenburg. Auf Standstichscheibe „Vaterland" Freihand: 1. Preis. Hr. Werßgerberhon Kehl: 1 Ordonnanzstutzen — Ehreng. der Schützengesellsch. Offenburg. 2. „ Hr. M. Armbruster von Offenburg: 1 Etui mit - 25 Thalern — Ehreng. der Schützengesellschaft Pforzheim. 4. „ Hr. Herbster von Lörrach: 1 Etui mit Besteck — Ehreng. der Bäckermeister von Offenburg. 5. „ Hr. Nefflin vön Efrmgen: Portrait von Herzog Ernst — Ehrengabe der Schützengesellschaft Emmendingen. 6. „ Hr. Kern L. von Lörrach: eine V* Repet. Uhr — Ehreng. der Schützengesellsch. Gernsbach. 7. „ Hr. Seiler von Freibnrg: lEtui mit */, Dßd. silbernen Kaffeelöffeln — Ehrengc der Schützengesellschaft Kehl. 8. „ Hr. Gemple von Freibürg: 1 Etui mit Besteck und silb.'Löffeln — Ehreng. von den Metzgern der Stadt Offenburg. 9. - „ Hr. Herbster von Lörrach: 1 Dtzd. Bestecke mit Elfenbeinheft -- Ehreng. von der altern Schützengesellschaft Neckargemünd. 18, , Hr. Vetter von Schopfheim: 1 Etui mit Tranchir- Besteck — Ehreng. von Hrn. Ernst -Glükber in Kehl. 20. „ Hr. Kreglinger von Emmendingen: 1 Truthahn — Ehrengabe von Hrn. I. Bühler, Kronenwirth in Offenburg. 25. „ Hr. Ludwig von Mannheim:• 1 Jagdmesser — Ehrengabe von Hrn. Rud. Rerlinger, Messerschmied in Offenburg.- 28. „ Hr. Stöcker von Unzwyl: 1 Ordonnanztasche — Ehreng. von Hrn.Hofapoth. Schmidt v. Freiburg. Auf Standstichscheibe „Ortenau" aufgelegt: 1. Preis. Hr. Jos. Anderer von Oedsbach: 1 silb. Uhr — Ehrengabe von der obern Schützengesellschaft Neckargemünd. 2. „ Hr. F. Seiler in Freiburg: 1 Paar Reitstiefel — Ehreng. von Hrn. Franz Fischer in Offenburg. 3. „ Hr. I. Krausbeck von Oberwolfach: 3 Kistchen Cigarren — Ehreng. von Hrn. A. Föhrenbach, Fabrikant in Offenburg. 4. „ Hr. P. Stöcker von Unzwyl: 1 krystall. Trinkservice — Ebreng. v. dem Turnverein Offenburg. 5. „ Hr. Rom. Groß von Oberwolfach: 1 Tischtuch mit Servietten — Ehreng. von Hrn. F. X. Lurk in Offenburg. 7. Preis. Hr. Amand Bruder von Ohlsbach: 1 silbernes Serviettenband — Ehrengabe von Hrn. Oberschützenmeister Schrickel in Karlsruhe. 9. „ Hr. P. Stöcker von Unzwyl: 1 Coupon Jagdtuch — Ehreng. v. Hrn. Maier Stein in Diersbg. 10. „ Derselbe: lSchweizerhaus iNachtlicht)—Ehreng. v.Hrn. Gasunternehmer Nußbaum in Offenburg. 13. „ Hr. Krämer, Adlerwirth von Offenburg: Portrait Sr. K.Hoh. des Großherzogs (Basrelief) — Ehrengabe von Hrn. Stadtrechner Eiflnger in Offenburg. 14. „ Hr. I. Roth von Offenburg: die Portraits der HH. Minister Lamey und Stabet — Ehrengabe von Hrn. Stigler, Blumenwirth von Gengenbach. Auf Standkehr Freihand: Ertra-Preis für einen Rund- und Zweckschuß. Hr. Sacher aus Zutzgen (Schweiz): 1 silberner Becher — Ehrengabe von Frhrn. Fr. Christoph v. Röder in Freiburg. 1. Preis. Hr. L. Faller von Lenzktrch: baar 30 fl. — Ehrengabe aus der Schützenkaffe dahier. 2. „ Hr. Stöcker Peter von Unzwyl, Cant. Luzern: 1 Etui mit V 2 Dtzd. Bestecken — Ehrengabe der Schützengesellschaft Bruchsal—und 2 Obligationen von Freiburg und Reuchatel — Ehrengabe von F. X. Fischer in Offenburg. 3. „ Hr. F. Knuti von Basel: 1 eiselirte Service- f latte und .1 Schützenhut, derorirt, letztere hrengabe der Hütmacher der Schwelß'fchen Hutfabrik Offenburg. 4, -. Hr. Mich. Enders von Kehl: 25 Flaschen Mark- gräfler — Ehrengabe der Schützen von Staufen. 5, „ Friede Knuti von Bffcl: Portrait Sr. K. Hoh. des Großherzogs — Ehrengabe der combinirten Schmiedzunst von Offenburg. 6» „ Derselbe: Germania in Goldrahme — Ehrengabe von Hrn. Ernst Kaufmann in Lahr, Auf Standkehr aufgelegt: 2. Preis. Hr. G..Wüller, Pstügwirth v. Löcherberg: 1 silb. Becher — Ehrengabe der Schützengesellschaft Cftingen.. Die Ehren-Prämie der Schützengesellschaft Höhgau in Singen, .bestehend .in Frcs. 50 baar, errang sich Hr- W. Ludwig in Mannheim, welcher in 6 Stichschüfferrö Krefferkchoß Tagesgeschichltiche Mittheilrmgen. Baden. Karlsruhe/16. Seht. (Karlsr. Z ). Seine Königliche Hoheit der Großherzog sind heute Nachmittags von hier nach Mainau abgereist. Höchstoieselben gedenken in einigen Tagen wieder in die Rofidenz zurückzukehren. R a st a t t, 13. Sept. (K. Z.) Gin fremder Arbeiter, der in einem hiesigen Gasthofe übernachtete, ging Nachts auf den Abtritt, wo er wahrscheinlich einschlief. /Seine Kleider fingen Feuer und er lief. Hülfe rufend,, in vollen Flam» men auf die Straße. Die aus dem Schlafe aufgeschreckten herbeieilenden Leute konnten ihn leider nicht mehr retten. Er starb gestern Mittag unter großen Schmerzen. Der Unglückliche hinterläßt eine Familie. — Die Vertreter der badischen Gesangvereine Haben die vom schwäbischen Sängerbünde entworfenen Statuten für den „deutschen Sängerbund" gutgeheißen und die Statuten für den „badischen Sängerbund" angenommen. Es wurde der Haupt-, sowie der Mufikausschuß gewählt. Bezüglich des allgemeinen badischen Gesangfestes von 1863 hat sich noch keine stadt anerboten, dasselbe anzunehmen. Wenn keine dazu vermocht werden kaum so wird die Abhaltung auf 1864 verschoben. Zu den deßfallsigen Kosten soll jedes Vereinsmitglied einen Gulden bezahlen. Vom Neckar, 12. Seht. (Karlsr.Z.) Die Sammlungen für das Weffenberg-Denkmal nehmen einen erfreulichen Fortgang. Fast in allen Städten unseres Landes haben sich zu diesem Zweck Comitee's gebildet, an deren ^Spitze in der Regel der Bürgermeister mit der Gemeindebehörde steht. Es ehrt ein Volk, das seine großen Todten zu ehren weiß. 725 sowie es zu allen Zeiten als ein Ausdruck niedriger Gesinnung galt, aus Parteileidenschaft wahrhaft Edles absichtlich zu entstellen und in einen selbstgeschaffene» Kreis des Gemeinen herabzuzichcn. Es ist darum ein erfreuliches Zeichen der geistigen Mündigkeit unseres Volkes, seines nationalen Strebens, wie seines erleuchteten kirchlichen Sinnes, daß es sich in allen seinen Schichten offen für die Anerkennung des eben so wahrhaft christlichen als deutsch-patriotischen Wirkens und Strebens jenes Mannes ausspricht, dessen edle, selbst von achtungswerthen Gegnern stets anerkannte Persönlichkeit jedes bessere Herz mit dauernder Verehrung stillt. Auch außerhalb Badens fließen in neuerer Zeit die Beiträge reichlich; an dem Zustandekommen des Unternehmens ist schon jetzt nicht mehr zu zweifeln. Wie wir hören, soll das Denkmal in einem Standbild von Erz bestehen, zu dessen Modellirung eine anerkannte, ausgezeichnete künstlerische Kraft zur Verfügung steht. □ LegelShurst, 16. September. Der vergangene Donnerstag war für die hiesige Gemeinde ein erfreulicher Tag. Es wurde nämlich hier im Saale des Rathhauses die Diozesanspnode abgehalten und in der darin vorgenommenen Wahl eines Dekans unser langjähriger und allvcrehrtcr Dekan und Pfarrer Häusser mit Stimmenmehrheit wieder zum Dekan gewählt. Die Theilnahme der Gemeinde zeigte sich bei diesem freudigen Ereigniß in schönster Weise. Gleich, als das Ergebniß der Wahl bekannt wurde, erdröhnten Böllerschüsse vor dem Rathhausc und vor dem „Löwen", und beim Heraustreten aus dem Gebäude nach beendigter Synode wurde der Gewählte abermals durch eine Böllcrsalve begrüßt. Nach eingebrochener Dunkelheit bewegte sich der hiesige Gesangverein, dem sich noch mehrere andere angesehene Bürger «»schloffen, unter Fackelschein in den Pfarrhof, woselbst sie dem Gefeierten ein Ständchen brachten. Auf die Beglück- wünschungsworte des Vorstandes des Vereins, des Herrn Hauptlehrcrs R e u t h e r, sprach Herr Dekan Häusser in warmen und bewegten Worten seinen innigen Dank aus für diesen so schönen Beweis herzlicher Theilnahme. Verflossenen Sonntag nun begaben sich nach beendigtem Gottesdienste sämmtliche kirchl. und weltl. Gemeinderäthe in's Pfarrhaus, um dem Wiedergewählten ihre Glückwünsche darzubringen. Gewiß ein Beweis, daß die hiesige Gemeinde ihren würdigen Seelsorger zu schätzen weiß! F r e i b u r g, 15. Sept Gestern hielten die Feuerwehren des Oberlandes hier eine Versammlung. Es mögen mit den hiesigen 1000 Mann beisammen gewesen sein. Die Hauptmomente des Festes waren: Einzug in die Stadt, Begrüßung der Versammlung in der Festhalte durch den Bürgermetster v. Theobald, Uebungen an dem Steiggerüst und an der städtischen Kaserne, und schließlich Banket in der Festhalle. Koburg» 1t. Sept. Zum ersten deutschen Sängcrtag, der hier am 21. und 22. d. M. stattsindet, haben bis jetzt 34 Verbindungen, darunter auch der deutsche Sängerbund in Rußland, Abgeordnete angemeldet. Bayern. Degendors (Pfalz). Seit einem Jahre glaubte man, ein Kind, das seitdem vermißt wurde, sei entführt worden; allein sein Gerippe wurde dieser Tage bei einer Jagd tief im Walde gefunden. Wahrscheinlich hatte es sich verirrt und ist so dem Hungertode verfallen. Italien. Inmitten der politischen Wirren hat in Neapel eine Emeute eigner Art stattgcfundcn. Die Reinigung der Straßen und die Wegschaffung des Unraths war bisher der Privatindustrie der Bauern auS der Umgegend überlasse» worden; der Maire hatte dies nun durch einen Kontrakt vergeben und dieser war in den letzten Tagen schlecht vollzogen worden. Ganze Stadttheile waren mit Koth überfüllt. Da riß den Frauen die Geduld, sie drangen in Massen in's Stadthaus, die Schürzen mit Koth gefüllt, den sie den Beamten in'S Gesicht warfen und womit sie die Zimmer bestreute»; während dieser Zeit verbrannte der PRwl die Karren der Uebernehmcr und der Tumult legte sich erst als der Maire «»zeigen ließ» der Kontrakt sei aufgehoben und eS könne jeder wieder selbst durch die Bauern den Unrach wegschaffen lassen. — Unter der Ueberschklft „Rom als militärische Position" sagt ein Brief an den Herausgeber der „Times": Die Wichtigkeit des päpstlichen Gebietes als militärischer pieck ü terre wird in der Regel zu wenig erwogen und man de- trachtet den Besitz der ewigen Stadt als eine Sache des bloßen Ruhmes oder Gefühles. Ich war viel in Italien, verbrachte den letzten Winter wieder dort, habe den von den ftanzösischen Truppen besetzten Landstrich von Neuem genau besichtigt und sage ohne Bedenken, daß, so lange diese Be. 'setzung dauert, nicht der König Italiens, sondern der Kaiser der Franzosen Herr des Landes ist. Die Front des besetzten Gebietes, die bei Terracina beginnt und an der Bergstraße von Perugia herumgcht, bildet eine sehr starke Linie, zu deren Behauptung keine große Streitmacht erforderlich ist und die sich wieder auf Positionen in größerer Nähe Roms, wie Albano, stützt, woselbst jetzt starke französische Besatzungen stehen. Civita - Bccchia ist stets zugänglich und in jedem Augenblick könnten dort 100,000 Mann in Schnelligkeit gelandet und nach Rom und den anderen einer Verstärkung bedürftigen Punkten vorgeschoben werden. Der Kaiser der Franzosen und der König von Italien kennen beide das Gewicht dieser Thatsachen und beider Wunsch nach Roms Besitz ist gleich stark, obwohl nicht ausgesprochen. Der Wunsch de« Ersteren, den Papst zu schützen, ist ein bloßer Vorwand. Ich glaube nicht, daß die geringste Aussicht vorhanden ist, daß Napoleon auf die Besetzung verzichten wird, und bis dahin bleibt die Unabhängigkeit Italiens ein leerer Schall, von was für Monarchen auch immer sie anerkannt sein möge. Turin, 14. Sept. Die „Offizielle Ztg." enthält heute einen Artikel, wornach die Regierung sich dahin entschieden hat, der Gerechtigkeit? ihren Lauf zu lassen und Garibaldi und Genossen vor das Schwurgerrtcht zu stellen. Die straf- baren Handlungen hätten in verschiedenen Provinzen stattgefunden, so daß nunmehr festgestellt werden müsse, unter Bezugnahme auf die Gründe der öffentlichen Sicherheit, welcher Assisenhof zur Aburtheilung kompetent sei. Miscellen. (Verschwörung gegen die Krinoline.) Ein Feuilletonist der Wiener Presse schreibt, daß sich mitten im ruhigen Lande Oesterreich, in Zschl, eine geheime Verschwörung unter Frauen der feinen Gesellschaft gebildet habe, und zum Herbste solle der große Streich geführt werden. Er gelte dem eisernen Reis der Krinoline, deren Herrschaft bereits so universell geworden sei, daß einzelne Frauen ohne Krinoline nur Aussehen, j» sogar Sport erregten. Man wolle daher au einem Tage in allen Straßen, auf allen Plätzen, in allen Salons zugleich auftretcn; die ersten Künstlerinnen der dortigen Theater sollen mitverschworcn sein. Man rechne auf eine allgemciiie Erhebung — auf eine siztlianische Vesper gegen die Ungeheuer, welche die Frauen und Jnngfrauen in wandelnde Glocken »erwandclt habe, gezwungen, bei jedem Schritte, bei jedem Versuch, auf ei» Fauteuil oder durch eine Barrierstock-Reihe zu gelangen, mit Todesangst sich nach allen Seiten zu drehen, um nicht rohen Blicken ein pikantes Schauspiel zu geben. Rieder mit den Dämonen, ruft der Feutlletonist, welche wie der Moloch tausend Opfer in Flammen aufgchen ließen, nieder mit den Nachkommen der Reifröcke, welche das herrlichste Werk der Schöpfung, den Frauenleib, in einen Kürbis, in eine Pagode umgestaltet haben! Nieder mit dem Gcldfrcffer, der den verzweifelten Ehegatten, der sonst mit 8, 10 Ellen davon kam, jetzt zum Ankauf von 20 bis 25 Ellen Stoff zwingt, die Kosten für die Anzüge der Frauen um die Hälfte verteuernd! Nieder mit der Mode, die alle Theater, alle Ballsälc, alle Kirchen auf den halben Platz vermindert hat, zum Schrecken der Unternehmer! Nieder mit dieser Ohrfeige, die den guten Geschmack, den Anstand, die Sitte seit Jahren ins Gesicht schlägt! — Wir hoffen, daß die Jschler Verschwörung, wenn sie zum Ausbruche kommt, Taufende und abermals Tausende von Freiwilligen findet, di- bereit sind, für ihre Idee zwar nicht dar Leben, aber die Krinoline hinzugcben. In Paris find mit einer neuen Erfindung Versuche gemacht worden, welche die Leuchtkraft des Gases verzehnfachen und auf eine unglaubliche Entfernung wirssam machen soll. Dieselbe besteht in der einfachen Vorrichtung, auf beiden' Seiten einer in der Straße brenncnocn Gasflamme kannelirte Gaszylinder aufzu- stcllen. In den hicmit beleuchteten Straßen herrsche ein beinabe taghelles Licht. 726 Zn dm Pampas von Südamerika wächst eine Distel, welche stachlig, weitästig und 12—14 Fuß hoch, also ein wahrer Baum, aufschicßt. Sie streut eine solche Menge Samen aus, daß ihre Verbreitung ebenso fabelhaft schnell und in dem begünstigenden Klima noch schneller al« die unsrer Distel ist. Der Schaden aber, den sie anrichter, müffen wir bei ihrer Große und ihrem Umfange ungemein hoch anschlagcn. Da nun sehr häufig der Pampero (der Sturm, der über die Pampas her in die breite Mulde strömt, welche die Mündung des La Plata bildet, wird so genannt) gegen Buenos Ayres braust, so kann es nicht fehlen, daß der Samen der Ricsendiestel von ihm fortgctragcn und abgcsetzt wird. Man hat das in früheren Zeiten wenig beobachtet, daß die Ricsendiestel der Pampas immer weiter vorrückte, bis das einen Maaßbab angenommen, der diese ungeheure Pfianze schon zu einer unerträglichen Landplage macht. Früher dachte man, sich die Indianer durch sie vom Leibe zu halten; nun aber ist der Beschützer, wenn nicht ein schlimmerer Feind geworden, als die Indianer, und cs that ein Vertilgungskrieg Roth, wie ihn der Dictator Rosas gegen die Indianer geführt, wenn nicht alle Bvdcnerzeugniffe vernichtet werden sollten. Wie groß der Klcideraufwand in früheren Zeiten gewesen, crgiht sich daraus, daß im Jahre 1498 der Reichstag zu Freiburg im Breisgau es als eine unabweisbare Rothwendigkcit erkannte, eine Kleiderordnung für alle Stände im deutschen Reiche fcstzu- sktzen. Leider hing dabei gar zu viel vom guten Willen der einzelnen Landeshcrrschaften und Fürsten ab, und das Gesetz von Kaiser und Reich blieb meist erfolglos. Da nahm der Reichstag von Augsburg im Jahre 1500 diese Sache wieder auf. Nun wurde den Kurfürsten, Fürsten und andern Obrigkeiten, weß Standes und Würden sie seien, bei Vermeidung kaiserlicher Ungnade und Strafe aufgcgeben, daß sic die Reichstagbcschlüffe in Betreff der Ueberfiüssigkcit der Kleider in ihren Landen in Ausführung zu bringen hätten und zwar bis z»m Sonntag Lätarc des Jahres 150t. Eine churpfälzischc Verordnung aus dieser Zeit besagt: .daß Knechte und Mägde ntt füllen güldene noch silberne Spangen tragen noch Kleider aus Sammet und Side." Das gibt den Beleg dazu, wie nothwendig jene Verordnungen waren, die aber leider meist erfolglos blieben, weil das Uebel zu allgemein war und die Obrigkeiten am Ende selbst einsahen, daß cs unmöglich war, Alle zu strafen, weil das ganze Volk dem Uebel anhcimgefallcn war und nicht bloß einzelne Stände. * Schönhllth's badischr Aurgeu, Klöster etc. Von diesem bei I. H. Geiger in Lahr erscheinenden, sehr interessanten und werthvollen, mit hübschen Illustrationen ausgeschmückten Werke find bereits 12 Lieferungen erschienen, die zusammen einen Band bilden. Das Ganze soll, wie vorläufig berechnet, drei solcher Bände umfassen. Selbst außerbadische Tagesblätter rühmen den bis jetzt erschienenen Inhalt. So finden wir in dem Magazin für Literatur eine Stelle, die wir zur Empfehlung des löblichen Unternehmens hier gerne mittheilen. Das Blatt sagt u. A.: „So viel wir sehen, nimmt neben der trockeneren Geschichte, die fich vornehmlich mit den Adelsgeschlechtern des Mittelalters, ihren Grabsteinen und sonstigen Denkmalen befaßt, die mehr novellistisch behandelte Sage einen bedeutenden Raum ein. Die Darstellung ist ansprechend, und schlägt in den sagenhaften Stücken jenen Ton an, der zwischen Novelle und Ritterroman etwa die Mitte hält — also im Geschmack jener gemüthlichen Harmlosigkeit, die zum Glücke immer noch zahlreiche Vertreter hat". Bekanntmachungen. Zell. sLiegenschaftsversteigerung.) Der Bevollmächtigte des Iakob Falk in Amerika läßt die von seiner Mutter Johann Falk's Wwe. in Weierbach ererbten Grundstücke am Donnerstag den 23. Septbr., Nachmittags 2 Uhr, gegen terminweise Bezahlung öffentlich im Gasthause zur Laube versteigern, als: 1) 200 Ruthen Acker am Katzensteg, Bohlsbacher Gemarkung , neben Jos. Leitermann und vr. Geiger'» Erben. 2) 100 Ruthen Acker am Schambach, RammerSweiercr Gemarkung, neben Bernhard Basler und Joh. Falk. 3) 50 Ruthen Wald in der Dornhald, Zeller Gemarkung, neben Philipp Falk und Sylvester Geiler. Ferner folgende Rebstücke sammt dem Herbst- erträgniffe: 4) 46 Ruthen Reben und Feld am Hmigerberg, Zeller Gemarkung, neben Anselm Egle und Anton Broß. 5) 30 Ruthen Reben in der Halb, RammerSweierer Gemarkung, neben Benjamin Hurst und Balerian Herb. 6) 30 Ruthen Reben im Schultert, Feffenbacher Gemarkung, neben Luitgarde Falk und Math. Herm's Erben. 7) 25 Ruthen Reben in der hintern Halb, Zeller Gemarkung, neben Valentin Falk und Gregor Hauser, 8) 20 Ruthe» Reben im Sternenberg, Zeller Gemarkung, neben Jos. Braun und Ferdinand Dieser. Zell, den 17. September 1862. Das Bürgermeisteramt. Zell. lHcrbsterträgnißverstekgerung.^ Am Donnerstag den 25. Septbr., Rach- .mittags 2 Uhr, wird das Herbstcrträgniß von nachstehenden Reben des Wilhelm __LS ischer mit Borgfrist bis Weihnachten im Gasthaus zur Laube in Zell versteigert, und zwar von 1) 9 Haufen Reben an der Saugaß, neben Kaufmann Glück's Wwe. und Math. EckenselS. 2) 3 Hausen Reben im Heldenrecht beim Brünnle, neben Kaufmann Battiany und dem Fußweg. 3) 2 Haufen bei der Laubenlinde, neben Andr. End uup Kaufmann Fischer, oben Adlerwirth Weber von Elgersweier. 4) 1 % Haufen bei der Laubcnlinde, »eben Blechner Pfitzmaier, Adlerwirth Weber und andern mehr. Offenburg, am 17. September 1Ä2. Der Vormund: F. L. Fischer. Frucht - Mittelpreise. Gin Centner Oberkirch 11. Sept. Achern 16. Sept. Gengenbach. 11. Sept. fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen .... 6 42 7 37 7 36 Kernen. 7 24 7 15 Halbwaizen . . 5 32 5 12 Ütmx . 4 30 4 24 Gerste. 4 18 — — Welschkorn. . . — — — — — — Haber. 4 12 3 36 4 30 Die Brodtaxe für dev Amtsbezirk Achern wird bis auf Weiteres dahin festgesetzt: Der 1 kr. Weck 4% Loth, 2 kr. Weck 9 Loth. Weißbrod: 13 Loth 3 kr., 26 Loth 6 kr. Halbweißbrod CU Gries- und V- Bollmehl) 2 ff in runder Form — kr., 4 ff in runder Form 17 kr. Schwarzbrot, CU Voll-, V* Kernenschwarz- und 7« Kornmehl): 4 ff in runder Form 14 kr. Fleischtaxe für dev Amtsbezirk Acher«. Für die 2. Hälfte des Monats Sepr. Das Pfund Mastochsenfleisch 16 kr., Mastkuhfleisch 13 kr., Kalbfleisch 12 kr., Schweinefl. 16 kr. Hammelfleisch 12 kr, Für den bedürftigen Schullehrer (s. O. B. Nr. 73) find bereits cingegangen: Von L. W. 1 fl., von B. M. 30 kr. Zusammen 1 fl. 30 kr. Weitere Spenden nimmt gerne in Empfang: Die Expedition des Ortenauer Boten. Verantwortlicher Redacteur: I. O t t e n i. — Druck und Verlag der Buchdruckerci von I. O t t e n i u. Sohn.