Beilage zum Ortenauer Boten M 82 vom 14. Oktober 1862* Bekanntmachungen. Osfenburg. (Wohnungsvermiethung.) Das der Stadtgemeinde Offenburg zugehörige Wohnhaus sammt Scheuer, Stall, Hof und Garten bei der Ziegelscheuer, bis jetzt von Bannwart Bianzano bewohnt, wird Mittwoch den 15. d. M., Bormittags 9 Uhr, auf 6 Jahre, vom 1. December 1862 ab, in der Stadtverrechnungskanzlei anderweit vermiethet. Offenburg, den 3. October 1862. Der Gemeinderath. S ch a i b l e. Ci] Schütter« (Fahrniß-Dersteigerung.) Die Erben des f Erzpriesters Joseph Köhler, gewesenen Pfarrers in Schultern, lassen der Erbtheilung wegen durch den Unterzeichneten fämmtliche zu dieser Verlassenschaft gehörige Fahrnisse im Pfarrhause zu Schütter» gegen Baarzahlung öffentlich versteigern, und zwar: Am Donnerstag den 23. d. Mts.: Küchengeschirr von Eisen, Kupfer, Messing, Zinn, Glas, f orcellan, Steingut und Erde, worunter namentlich eiserne Herde, 2 eiserne Oefen, 1 Dörrofen, viele zinnerne Platten, Schüsseln , Teller rc., porcellanene Services, geschliffene u. ungeschliffene Flaschen, Gläser rc. Am Freitag den 24 . d. Mts.: Feld- und Handgeschirr, worunter 1 Schalt- und 1 Schub- Karren ; Schreinwerk, als: 3 Canapee'S, viele gepolsterte, Rohr-, Stroh- und Arm-Sessel (zum Rücklegen), Secretäre, Commoden, Kästen, Mange, Spiel-, Schreib- und andere Tische, Bettstatten u. s. w. Am Samstag den 25. d. Mts.: Weißzeug, als: Anzüge, Leintücher, Tafel- u. Tischtücher, Servietten und Handtücher rc. Am Montag den 27. d. MtS.: Bettwerk und Weißzeug, worunter Stahl- und roßhaarene Matrazen, Plumeaur, Ober- und Unterbetten, Pfulben, Kiffen, Couverten, wollene Decken, Strohsäcke, Bettdecken, Teppiche, Fruchtsäcke, Waschseile rc. Am Dienstag den 28. d. Mts.: Faß- und Bandgeschirr, worunter 16 schöne Fässer von 282 bis 1050 Maas haltend, 5 schöne Traubenschröte, Fuhrbütten, Waschzüber, Standen, Kübel und Faßlager; Gebäulichkeiten zum Abbruch, als: Scheuer, Stallung, Schweinställe, Bienenhaus rc; Vieh: 2 Kühe, 2 Läuferschweine und 9 Immen; Vorräthe, als: Honig, Branntwein, Wein, Heu, Stroh, Dielen, Brennholz, Dung, Kartoffeln und Zuckerrüben im Feld rc. Am Mittwoch den 29. d. Mts.: Gold u. Silber, worunter 1 Sackuhr, Löffel, Schnallen rc.; 1 Windbüchse, 1 Standrohr, 1 Vogelflinte, 1 Terzerol, 1 Pariser Stockuhr, mehrere Spiegel mit Goldrahmen; 1 Electrifirmaschine, I Flöte, 1 Perspectiv, 1 Tubus, 1 Telescop, 1 kleines Naturaliencabinet, beiläufig 100 Stück Oelgemälde von den berühmtesten Meistern, und verschiedener Hausrath. Hiezu werden die Steigerungsliebhaber mit dem Anfügen eingeladen, daß die Steigerung jeweils Vormittags 8 Uhr und Nachmittags 2 Uhr beginnt. Friesenheim, den 2. October 1862. H. L e m b k e, Notar. Gasthof-Empfehlung. Der Unterzeichnete erlaubt sich, seinen längst bekannten Gasthof zum schwarzen Bären in Straßburg unter Zusicherung prompter und billiger Bedienung in empfehlende Erinnerung zu bringen. C. F. Rieder. >71 Kehl. (Haus zu verkaufen.) Das HauS mit Nr. 27 an der Hauptstraße in Kehl gelegen, ist unter sehr vorthcilhasten Zahlungsbedingungen zu verkaufen. Dasselbe eignet sich durch seine Räumlichkeit, wobei Magazin, Scheuer, Stallung und Garten, auch durch seine vortheil- hafte Lage in der Nähe der Nheinbrückc zum Betriebe eines jeden Geschäftes. Nähere Auskunft erhält man in der Waisengasse Nr. 5 in Straßburg. Weinverkauf. Philipp Schappacher in Lautenbach bei Oberkirch besitzt circa 300 Ohm reingehaltene Weine, bestehend in Klingelberger, Klevner, Weißherbst, rochen und gemischten Weinen von den Jahren 1857, 1858, 1859, 1860 und 1861, und empfiehlt solche zu billigen Preisen. Niederlage von Sächsischem Putzpulver. Ich beehre mich, die Anzeige zu machen, daß ich eine Niederlage des berühmten Sächsischen Putzpulvers hier errichtet habe, welches ich hiermit auf das Angelegentlichste em- pfehle. Man kann damit angelaufene und schwarz gewor- dene Metalle aller Art, als: Gold, Silber, Kupfer, Messing, Zinn u. s. w., sogleich wieder hellglänzend Herstellen, daß die Gegenstände vollständig wie neu und ungebraucht aus- sehen, weßhalb dieses ausgezeichnete Pußpulver allen Gast- wirthschaften, Restaurationen, Bierbrauern zum Reinigen der Kupferkeffel, den Herren Pompiers, kurz einer jeden Haushaltung mit gutem Gewissen angepriesen werden kann. Proben stehen gerne zu Diensten. Kehl, den 4. September 1862. Louis Müller, Messerschmied. Kuechtgesuch. Ein Knecht, der das Feld- und Reb- geschäft versteht und Zeugnisse über gute Führung vorlegen kann, wird in Dienst gesucht. Näheres auf Schloß Orlenberg. Säger- Gesuch. Mehrere geübte und fleißige L-äger finden beständige Arbeit gegen gehörigen Lohn auf den mechanischen Sägmühlen in Gengenbach bei Albert T a u b c r t. So eben ist in der Unterzeichneten erschienen und in allen Buchhandlungen — in Offenburg bei Fr. Braun (Zutsch) — zu haben: für das Großherzoglhum Baden nebst Vollzugsvorschriften, Erläuterungen und Verweisungen auf die einschlagenden Gesetze und Verordnungeu. Im Anhang das Zesetz über Niederlassung und Aufenthalt, sowie »je §8 1 l — 13 der Nkühfenordnung. Nach amtlichen Quellen bearbeitet von L. Turban, Ministcrialrath tm Großh. Bad. Handelsministerium. Preis 30 kr. Wiedervcrkäufer erhalten entsprechenden Rabatt. Karlsruhe» 1. October 1862. V. Praan'sche Hofbllchhan-long. 788 Renten-, Lekens-, Aussteuer- und 33et(jeifigung der Versicherten mit Versorgungs-Versicherungen. -*■ Wmm ramfflfj 80 pCt. am gewinn der gesellschaft. Cnglische Lebensverffcherungs - Gesellschaft in London. Agentur für die Aemter Achern, Oberkirch, Offenburg und Kork: C. F. Lindauer in Rheinbischofshetm, Handlung und Wechselgeschäft. IS. November 1862 große Ziehung der Bayerischen Cisenbnhn-Loose. Jedes Loos muß im Laufe der Ziehungen sicher gewinnen. Preise des Lnlehens: "" » ©etotnnjie ...... L fl. Gewinnste.ä fl. 25000. 18000. 15000. 12000. 8000. 6000. 3000. 1000. n n % 200. Der gerrngste Um bei diesem vortheilhaften Unternehmen sind für die Ziehung am 15. November d. I. 1 Loos . . . 6 Loose . . . 14 do. 6 8 8 23 8 15 50 98 505 Treffer ist die Betheiligling J m Einsendung des Betrags oder Postnachnahme, durch unterzeichnetes Bankhaus zu beziehen, erhält jeder Theilnehmer Pläne und Gewinnliste franco. j. h. »au, Bank- und Staatspapieren-Geschäft in Frankfurt a. M. 20000 . 16000. 14000. 10000 . 7000 5000. 2000 . 500. 100 ür Jedermann zu ermöglichen, Wie allseitig veröffentlicht, beginnen schon am 19. November dieses Jahres die großen Stnntsgewinn - Berloofungen. Es finden sechs Ziehungen statt, nämlich: am 19. und 20. November, 17. December, 14. Januar, 4. Februar, 25. Februar und vom 25. März bis zum 20. April 1863, worin 14,811 Loose, 14,811 Gewinne und Prämien erlangen muffen. Hauptpreise: fl. 200,000, 100,000 , 50,000 , 30,000 , 25,000 , 20,000, 15,000, 12,000, 10,000 , 6000 , 5000 , 4000 , 3000 , 2000, 1000 re. re. Diese unter Aufsicht nab Garantie der obersten Behörde stehende Verloosung bittet man nicht dem sogenannten Promessenspiel oder ähnlichen Unternehmungen gleich zu stellen. Der Unterzeichnete erläßt die von der hiesigen Regierung ausgegebenen Original-Loose, welche in allen obigen Ziehungen mitspielen, direct den Theilnehmern, und zwar als erste Einzahlung, ganze Loose » 6 fl., Halbe ü 3 fl. und Viertel » 1 fl. 30 kr. gegen Franco-Baarsendung oder Postnachiurhme. Pläne werden gratis überschickt, ebenso amtliche Ziehungslisten gleich nach jeder Ziehung. Im Interesse der Abnehmer ersucht man, Bestellungen baldigst gelangen zu lassen an Isidor Botteiiwieser in Frankfurt am Main. Immortellen - Kränze, in verschiedenen Größen vorräthig, und empfiehlt auf das Fest Allerheiligen: W. Boeckh, Buchbinder in Offenburg. Offenburg. (Clavicrverkauf.) Ein gebrauchtes Clavier wird verkauft. Zu erfragen bei der Redaction dieses Blattes. Gewerbegesetz für das stroßherzogthum Raben. Zu haben bei W. Boeckh, Preis 30 kr. Buchbinder in Offenburg. 789 I Neueste große Geld-Verloosung, genehmigt und garantirt von der Herzoglich Braun- schweig-Lüneburaer Landesregierung, in welcher nur Gewinne zur Entscheidung kommen. Unter 17900 Gewinnen im Gesammt- betrage von 1 Million 73,200 Thaker befinden sich unter Anderen folgende Hauptreffer, alS: 10 0,000 Thal lntcil 60,000 Thaler. I 40,000 20,000 10,000 8000 6000 5000 4000 3000 0 0 n a 0 0 U. f- 4 2 1 85 5 105 5 130 w. oie r, Imal 2500 Thaler. 2000 1500 1200 1000 500 400 300 200 I Beginn der Ziehung am 11. u. 12. Decbr. 1802. Um der fortwährend sich steigernden Betheiligung an dieser so sehr vortheilhaft eingerichteten Berloosung entsprechen zu können, hat sich die Regierung veranlaßt gesehen, die Zahl der Loose zu vermehren, sowie das Kapital bedeutend zu vergrößern. Seit kurzer Zeit wurden uns unter unserer sehr beliebten Geschäftsdevise: „Jetzt blüht das Glück im Weinberge" die größeren Haupttreffer, als: 2mal 50,000 Thaler, 30,000 Thlr., 20,000 Thlr., 10,000 Thlr. und unzählige von 5000, 4000, 3000, 2500, 2000. 1000 Thaler:c. ic. zu Theil. Bezugnehmend hierauf empfehlen wir zur obigen Berloosung: */i Original-Loose » Pr. Thlr. 4. — V- dto. a „ „ 2. — Auswärtige Aufträge, mit Rimessen versehen, selbst nach den entferntesten Gegenden, werden von uns prompt uud verschwiegen effcrtuirt und amtliche Ziehungslisten sowie Gewinngelder sofort nach Entscheidung zugesandt. Gelder aller Länder werden zum Tages-Cours angenommen. Resp Aufträge erbitten wir baldigst,da wir vielleicht später nicht im Stande sein werden, dieselben noch auszuführen. Ij. S. Weinberg' & Co., Banquiers, Geldwechsel- und Staatspapier-Geschäft, Jncaffo, Wechsel- und Creditbriefe auf alle Handelsplätze, AuSzahlungs-Bureau aller Coupons. Hamburg. !SBSB«a »»v 11* X) >ie I so _ _ 1 Osfenburg. (Offene Lehrlingsstelle.) In ein hiesiges Ellcnwaarengeschäft kann ein gesitteter, intelligenter funger Mann, welcher mit den nöthigen Borkenntniffeu versehen sein müßte, sofort eintreten. — Auch finden einige gewandte Verkäufer, die sich über ihre Tüchtigkeit und Zuverlässigkeit genügend ausweisen können, Engagement für auswärtige Ellenwaarengeschäfte. Schriftliche Offerte wolle man an die Redaction dieses Blattes richten. B o h l ö b a ch. (Geld auszuleihen.) Vom hiesigen Kirchensond können 500 fl. gegen gesetzliches Unterpfand dargeliehen werden. Rechner K ü d e r l c. Offen bürg. lWohnungsvermiethung.) Jgn. Stöhr hat den untern Stock in dem vormals Friedinger'- schen Hause in der Gymnastumsgasie, sogleich beziehbar, zu vermiethen. Windschläg. (Geld auszuleihen.) Vom hiesigen Heiligenfond können 500 fl. zu 4%% auf gesetzliches Unterpfand dargeliehen werden. Rechner Kemps. Die falschen Brillanten. (Forts, und Schluß.) Herr Straßer hatte unter seinen Vorräthen ein Paar Ohrgehänge von einer Art foliirten Glasflusies, welcher dieselben wie Brillanten erglänzen machte; die Ringe spielten in allen Farben des Regenbogens und am Halse hing ein brillantenes Kreuz mit Steinen, als wären es Solitärs vom reinsten Wasser. So ausgeschmückt, begab sich die Familie auf den Ball. Gewährten schon die beiden niedlichen Töchter einen wohlthuenden Anblick, so machte die Pracht der Juwelen an der Persönlichkeit der Mutter ein wahrhaft pyramidales Aufsehen. Die jungen Herren aus der höheren Gesellschaft staunten über diese Etalage von Kleinodien höchsten Werthes, und als man erfuhr, es seien dieses kleine Leute aus der Vorstadt, wurde das Erstaunen nicht geringer. Ernstlicher wurde die Sache von der Behörde angesehen. Als das Aufsehen so groß wurde, daß die Familie Straßer den Saal verließ, erwartete sie unten ein Mann, der Herrn Straßer ankündigte, er sei sein Gefangener. Man ließ ihn Frau und Töchter nach Hause begleiten und begleitete ihn dann selbst nach dem Carcer, unter dem laut ausgesprochenen Verdachte, daß er nicht auf gesetzmäßige Art und Weise in den Besitz der Kostbarkeiten gekommen sein könne, um die seine Gemahlin selbst Kaiserinnen beneiden müßten. Man nahm seiner Frau auf höfliche Art die verdächtigen Juwelen ab und überließ sie ihrem Schmerze. Die Verzweiflung und Reue der Frau, sowie der schmucken Töchter, war selbstredend eine nicht geringe. Vergebens suchte sie an den gefangenen Gatten zu gelangen, vergebens bestürmte sie die Polizeibehörde um Nachricht über den Gang seines Prozesses. Im Bewußtsein ihrer Unschuld endlich begann sie sich Trost zu machen und in stiller Zurückgezogenheit zu Hause den Ausgang des unangenehmen Handels abzuwarten. Eben saß sie wieder mit ihren beiden Mädchen unfern vom Fenster und dachte über ihr Schicksal nach, als die ältere der beiden Blondinen ausrief: „Mutter, sichst du nicht, der Herr ist schon wieder da!" — „Also vorgestern, gestern und heute ist er gekommensagte die Mutter- unwillig; „der Mann wird uns noch in's Gerede bringen bei den Leuten. Zwei volle Stunden stand er gestern da und blickte durch die Scheiben dich an. O, ich habe cs gut gesehen!" — „Aber, liebe Mutter! merkst du denn nicht, daß er nicht mich ansteht, sondern den großen grünen Stein, der am Fenster liegt? Wirklich wäre es schwer zu entscheiden gewesen, ob die Aufmerksamkeit des jungen Mannes mehr dem hübschen Mädchen oder dem glänzenden grünen Glasflüsse galt, welcher am Fenster prangte. „Es mag sein wie es will!" sagte die erzürnte Mutter, „wenn der Herr sich noch länger aufhält, so werde ich das Fenster öffnen und ihm sagen, er möge seines Weges gehen." —„Er geht schon, liebe Mutter!" sagte die Kleine nicht ohne Aengstlichkeit, welche bei jedem andern nicht so gut und sittlich erzogenen Mädchen verdächtig gewesen 796 Schapbach, Amts Wolfach. (Lang- und Klafter- Holz - Versteigerung.) Am Montag den 20. October d. I., Vormittags II Uhr, versteigern wir aus hiesiger Geweinde- waldung, District Thalalmend, im Gasthause zum Ochsen dahier folgende Holzsorten: 1) Gemeinholz ... 42t Stämme, 2) Gefrümmtholz . . 76 „ 3) Holländerholz . . 67 „ 4) Sägholz .... 57 „ sodann 5) tannenes Scheitholz 89% Klafter, 6) „ Kloßholz . 29% „ 7) „ Prügelholz 4V» „ 8) „ Küblerholz 2V» wozu man hicmlt einladet. Schapbach, den 14. October 1862. Der Gemeinderath. A. A.: Rathsschreiber D i e t e r l e. B ib era ch. sHolz - Versteigerung.) Die hiesige Gemeinde läßt am Dienstag den 21. October d. I., Vormittags 8 Uhr, im Forstwald 100 Stämme Tannenholz, welche sich zu Säg- und Bauholz eignen, öffentlich versteigern. Die Zusammenkunft ist bei Karl Schilli in Fröschbach. Biberach, den 11 October 1862. Das Bürgermeisteramt. Gisler. Krug. Berghaupten. (Wucherstierversteigerung.) Die hiesige Gemeinde läßt . am Montag den 20. d. M., »Vormittags 10 Uhr, auf der Gemeindekanzlei einen fetten Wucherstier gegen Baarzahlung öffentlich versteigern; wozu man einladet. Berghaupten, am 13. October 1862. Das Bürgermeisteramt. Benz. vdt. Schulz. Offenburg. (Rebenversteigerung.) Herr vr. Wagenmann, Gr Amtsgerichtsarzt dahier, läßt die nachbenannten, theils ihm selbst, theils seinen Kindern, eigenthüm- lick zugehörigen Reben in der Gemarkung Offenburg am Freitag den 24. d. M-, Nachmittags 2 Uhr, im hiesigen Rathhause gegen terminweise Zahlung öffentlich zu Eigenthum versteigern: 1 . Anderthalb Haufen Reben auf der Rebmannshalde, neben Ignaz Schreiber und Theodor Walter's Wittwe. Drei Haufen Reben im Rindffcischgrund, neben Joseph Herp und Fr. Simon Zachmann. 'iVi Haufen Reben am Spitalberg, neben Michael Sic- fert, Theodor Walter's Wittwe und dem St. Andreas-Ho- svitalfond dahier. 4. Acht Haufen Reben im Blöchle, in zwei Hälften, neben Joh. Nev. Müller und Anton Kiefer. 5 y/ 2 Haufen Reben im Blöchle, neben Georg Schüffele's Wittwe und Martin Schwarz alt. 6 . 4 Haufen Reben auf der Rebmannshalde, in zwei Hälften, neben Sebastian Huschle und Wilhelm Weber. Hiezu werden die Steigerungsliebhaber eingeladen. Offcnburg, am 7. October 1862 Das Bürgermeisteramt. S ch a i b l e. vckt. Rathsschreiber Gütlc. Zell. (Licgenschafts - Versteigerung.) Der Großh. Amtsgerichtsarzt vr. K. August Wagenmann in Offenburg läßt für seinen Sohn Isidor Wagcnmann am Donnerstag den 23. October d. I., Nachmittags 2 Uhr, im Laubenwirthshause dahier nachbenannte Liegenschaften gegen terminweise Zahlung öffentlich zu Eigenthum versteigern: 4 Haufen Reben im Schwarzwäldele, einerseits Peter Herm's Wittib, anderseits Johann Hahn, — frisch gedüngt; 3% Haufen allda, einerseits Felix Dieser, anderseits Joseph Basler, — frisch gedüngt; 2 Haufen allda, einerseits Philipp Kornmaier, anderseits Simon Hahn. Zell, den 7. October 1862. Das Bürgermeisteramt. Falk. Zell. (Liegenschafts-Versteigerung.) Der Großh. Amtsgerichtsarzt vr. K. August Wagenmann in Offenburg läßt als Vormund seiner minderjährigen Stieftochter Theresia Walter mit obervormundschaftlicher Ermächtigung vom 10. Sept. 1858, Nr. 9029, am Donnerstag den 23. October d. I., Nachmittags 3 Uhr, im Laubenwirthshause dahier nachbenannte Liegenschaften gegen terminweise Zahlung öffentlich zu Eigenthum versteigern: 4% Haufen Reben im Schwarzwäldele, einers. Philipp Kornmaier, anders. Felix Dieser, — theilweist frisch gedüngt. Zell, den 7. October 1862. Das Bürgermeisteramt. Falk. Orte nb erg. (Liegenschafts-Versteigerung.) Der Großh. Amtsgerichtsarzt vr. K. August Wagen mann in Offenburg läßt als Vormund seiner Stieftochter Theresia Walter mit obervormundschaftlicher Ermächtigung vom 10. September 1858, Nr. 9029, am Dienstag den 21. October d. I, Nachmittags 3 Uhr, im Engelwirthshause dahier nachbenannte Liegenschaften gegen terminweise Zahlung öffentlich zu Eigenthum versteigern: 1 Haufen Reben im Pfeifer in der Dult, einers. Karl Mückle, anders. Richard Sachs; 3 Haufen Reben am Burgweg, einers. Herr von Berck- holtz, anders. Mathias Joggcrst. Ortenberg, den 7. October 1862. Das Bürgermeisteramt. Herp. O r t e n b e r g. (Liegenschafts - Versteigerung. > Der Großh. Amtsgerichtsarzt vr K. August Wagen mann in Offenburg läßt für seinen Sohn Isidor Wagenmann am Dienstag den 21. October d. I., Nachmittags 3 Uhr, im Engelwirthshause dahier nachbenannte Liegenschaften gegen terminweise Zahlung öffentlich zu Eigenthum versteigern: 1 Haufen Reben im Muhrfeld, einerseits Georg Kleinmann, anderseits Johann Wernet; I Haufen Reben allda, einerseits Geometer Nußbaum. anderseits Joseph Lcitermann; 5 Haufen Reben im Fuchsen, einerseits Anton Grem- mingcr, anderseits Stephan Harter. Ortenbcrg, den 7. October 1862. Das Bürgermeisteramt. Herp. A ch e r n. (Jagdverpachtung.) In Folge eines geschehenen Rachgebots laßt die Gemeinde Achcrn die Ausübung des Jagdrechts auf der Gemarkung Achern künftigen Dienstag den 21. October, Nachmittags 2 Uhr, im Gasthause zum Engel dahier einer nochmaligen und letzten Steigerung ausseßen. Achern, den 15. October 1862. Das Bürgermeisteramt. Roth. dreifach. (Fahrnißversteigeräug.) Im Herbst'- schen Rhembad werden versteigert: Mittwoch den 22. October, Vormittags 10 Uhr: zwei fehlerfreie ein- und zwcifpännig eingeführte Pferde, nämlich eine sehr schön gebaute, zur Nachzucht sich eignende Stute, und ein kräftiger Wallach (Braun), sammt Stallhalftcrn; 797 Mittwoch den 29. October, Vormittags 9 Uhr anfangcnd: Fuhr-, Hand- und Feldgeschirr aller Ärt mit sonstige» vielerlei Hausgeräthschasten; ein aufgerichtetes leichtes Bauernwägelchen mit eisernen Achsen; ein niederer Rollwagen; ein Schlitten; ein Schiebkarren; eine leichte vierfitzige Chaise; eine kleinere Droschke, Beide neu lackirt und ausgefüttert, ein- und zweispännig eingerichtet, mit Schraubenschlüssel; zwei sehr gut erhaltene zweispännige Pferdegeschirre; ein vollständiges Reitzeug mit Pistolenhalfter und Bärenpelz. Altbrcisach, den 13. October 1862. Oberzollinspector Ringer. Anzeige, -f. 3. Steinrudi in flcfjern unterhalt ein wohlaffortirtes Lager in Schloß- waaren, Hobeleisen, Stechbeuteln und Stemmeisen, messingenen und eisernen Tischbändern, Charnierbändern, Bund- und Handsägen, gußstählernen Mühlensägen, allen Sorten Ketten, Handgriffen und Sargverzierungen, sowie auch ein starkes Lager von schwarzen, verzinnten und lackirten Schnallen für Sattler, aller Arten Höbel für Schreiner, Küfer und Zimmerleute, Brennzeug für Schuhmacher und das übrige Handwerkszeug für dieselben. Alle diese bezeich- neten Artikel werden zu billigen Preisen verkauft. « [1] Haus ach. (Fässerverkauf.) Wittwe Roth zum Engel in Hausach verkauft wegen Mangel an Platz noch 3 gut gehaltene Lagerfässer, 14, 19 und 30 Ohm haltend, um billigen Preis. Offenburg. (Rübenverkauf.) Jos. Ronn hat circa 3'/» Morgen weiße Rüben zu verkaufen. Offen bürg. (Kirschen- und Zwetschgenwafser- verkauf.) Joseph Kornmaher dahier hat 400 Maas 1858er Durbacher Kirschen- und Zwetschgenwasser zu verkaufen. Kehl. (Empfehlung.) Mein reichhaltiges Lager Pariser Moderateur-Lampe« jeder Größe mit Garantie, messingene, blanke und lackirte Blechwaaren, verzinntes Geschirr, sowie einen großen Vorrath von Ofenrohren bringe ich nebst Zusicherung billigster Preise in empfehlende Erinnerung. _ Lours Rrttershofer, Blechner und Lampist. [1] Offenburg. (Pferdverkauf.) Eine trächtige fehlerfreie Stute ist zu verkaufen — bei wem? sagt der Herausgeber dieses Blattes. I. V Battiauy Sohn in Offenburg empfiehlt eine reiche Auswahl von Kleiderstoffen in Wolle, Halbwolle, Halbseide und Baumwolle, sowie Vorhangstvffe, Chules und Halstücher zu heruntergesetzten, sehr billigen Preisen für Stadt und Land. Das Freischieße« in Oppmau im Werth von fl. 609 — baar geht bei günstiger Witterung Dienstag den 21. d. M. zu Ende, und werden hiezu auch auswärtige Schützenfreunde eingeladen. Die letzten Tage dieses Endschießens sind festgesetzt aus den nächstkommenden Sonntag den 19. d. M t s. von Nachmittags 1 Uhr bis Abends und auf Montag und D i en s t ag d en 20. u n d 21. d. M ts., je von früh 8 Uhr bis Abends. Einlage per Schuß 6 kr. Oppenau, den 13. October 1862. Andr«. Tanzbeluftigung. O f f e n b u r g. Bei Unterzeichnetem findet am Sonntag des Kirchweihfestes Nachmittags Tanzmusik statt — wozu höflichst einladet: I. Buhler zur Krone. Tanzmusik nächsten Sonntag den 19. d. M in der Blume zu Rammersweier, wozu höflich einladet: Blumenwirth Hausmann. Tanzmusik und Preiskegeln in Käfersberg. Nächsten Sonntag den 19. d. M. wird ein Kirchweihtanz abgehalten, und das Preiskegelu fortgesetzt, wozu höflich cinladct: G ö r i n g, zur Sonne. Tanzmusik. Am Kirchweihsonntag findet Tanzmusik in B o h l s b a ch im K r e u z statt, wozu höflich eiuladetBurger, Krcuzwirth. K e hl. (Geschäftseröffnnng.) Der Unterzeichnete macht einem verehrlichen Publikum die ergebene Anzeige, daß er dahier sein Uhrmachercigeschäft eröffnet hat, und somit eine reiche Auswahl aller Arten goldener und silberner Taschenuhren , Standuhren, Automaten- und Nachtuhren, sowie Mufikuhren und Musikdosen stets vorräthig bei ihm zu haben sind. Auch nimmt er alle Arten Uhren zur Reparatur an,, und sichert reelle, prompte und billige Bedienung zu. Ferdinand Haas. Empfehlung für Flechten-Lerdende. Flechten werden durch ein altbewährtes unschädliches Mittel sicher, schnell und gefahrlos geheilt. Durch die überaus günstigen Heilerfolge ist dasselbe allen an Flechten Leidenden bestens anzuempfchlen. Aufträge werden pünktlich besorgt durch Briefe franco. A. Drach, Agent in Oberkirch. Offenburg. (Empfehlung.) Unterzeichnete empfiehlt sich im Haubenwaschen unter Zusicherung sehr billiger und schneller Bedienung. Anna Schweiß. wohnhaft in der Keffelgaffe Nr. 376. Neue Holländische Häringe in 1 / 4 , Vs und Vie Tonnen zu sehr billigen Preisen bei Max Wenk in Offenburg. Offenburg. (Kartoffeln- und Rübenverkauf.) Mctzgermeister Leo Sieterr hat auserlesene rothe und gelbe Kartoffeln?, ferner 2 Morgen weiße Rüben und Rüben zum Einhobeln zu verkaufen. [1J Zuchtstiereverkauf. Bei Johann R i n d e r s p a ch e r in Hugsweier sind frisch angekommene Schweizer Zuchtstiere zu haben.. Muh 798 Kehl. Gefchäftsanzeige und Empfehlung. Den verehrten Einwohnern der Stadt Kehl und Umgegend mache ich hiemit die ergebene Anzeige, daß ich, um Le» Anforderungen meines Geschäfts gehöriger und besser entsprechen zu können, mich mit einem Freunde von mir etablirt habe. Für das mir bisher geschenkte Zutrauen dankend, bitte ich ein verehrtes Publikum, dasselbe auch auf meine Etablirung übergehen zu lassen. Em. 81rohmeier, Goldarbeiter in Kehl. Unser etablirtes Geschäft in schöner Auswahl von Gold- und Silberwaaren, darunter solche im neuesten Geschmacke und sehr solider Arbeit, Oechsle'sche Weinwaagen, sowie auch optische Gegenstände aller Art, empfehlen wir nun auf's Reue zu reellen Preisen den verehrten Einwohnern der Stadt Kehl und deren Umgegend. Bestellungen, Reparaturen, Gravirungen von Petschaften und Schriften werden auf's Schnellste bestmöglich besorgt und ausgefübrt; auch wird altes Gold und Silber zu den besten Preisen angekauft. Wir bitten daher ein verehrtes Publikum um geneigtes Wohlwollen, und versichern, daß wir uns stets durch Reellität, billige Preise und den vorgeschriebenen gewissenhaften Gehalt unserer Gold- und Silberwaaren des Zutrauens würdig machen werden. Strohmeier St Lantenfchlager, Goldarbeiter und Graveure, neben dem Gasthause zur Stadt Karlsruhe in Kehl. 25,000 Thaler Haupttreffer des neuen Staats - Eisenbahn - Anlehens. Ziehung am 1. November l. I. Hauptgewinne des Anlehens find: 2 a R 25,000, 4 a R. 20,000, 3 ä 3t. 18,000, 3 a 1 6,000, 2 ä R. 1 5,000, 3 ä 31. 14,000, 8 ä 1 2,000, 22 ä R. 10,000, 3 ä R. 8000 rc. je. bis SR. 1 1 — Thlr. Pr.-Ct. Da bevorstehende Ziehung keine Serien- sondern eine Gewinn-Ziehung ist, so werden auch nur Gewinn- Nummern ausgegeben, und muß jedes Loos bevorstehender Ziehung zuverlässig eine» Treffer erhalten. Ein Loos für obige Ziehung kostet fl. 1. Eilf Loose „ „ „ kosten fl. 10. Gef. Aufträge werden durch unterzcichnetes Handlungshaus gegen Baarscndung oder Postnachnahme prompt auSgeführt. Auch werden Briefmarken in Zahlung angenommen. — Ziehungslisten erfolgen franco nach der Ziehung. Karl Hensier in Frankfurt am Main, Staats - Effecten - Handlung. Wie allseitig veröffentlicht, beginnen schon am 19, November dieses Jahres die großen Staatsgewinn - Berloofungen. Es finden sechs Ziehungen statt, nämlich: am 19. und 20. November, 17. December, 14. Januar, 4. Februar, 25. Februar und vom 25. März bis zum 20. April 1863, worin 14,811 Loose, 14,811 Gewinne und Prämien erlangen muffen. Hauptpreise: fl. 200 , 000 , 100 , 000 , 50 , 000 , 30 , 000 , 25,000, 20 , 000 , 15,000, 12,000, 10,000, 6000, 5000, 4000, 30O0 , 2000, 1000 rc. rc. Diese unter Aufsicht und Garantie der obersten Behörde stehende Verloosung bittet man nicht dem sogenannten Promessenspiel oder ähnlichen Unternehmungen gleich zu stellen. Der Unterzeichnete erläßt die von der hiesigen Regierung ausgegebenen Original-Loose, welche in allen obigen Ziehungen mitspielen, direct den Theilnehmern, und zwar als erste Einzahlung, ganze Loose ä 6 fl., Halbe ä 3 st. und Viertel ü 1 fl. 30 kr. gegen Franco-Baarsendung oder Postnachnahme. Pläne werden gratis überschickt, ebenso amtliche Ziehungslisten gleich nach jeder Ziehung. Im Interesse der Abnehmer.ersucht man, Bestellungen baldigst gelangen zu lasten an Isidor Botteirwieser in Frankfurt am Main. Empfehlung. Jos. Sonn in Offenburg hat für bevorstehenden Winter fein Lager mit allen Sorten Kohlen versehen, nnd hält dasselbe einem verehrlichen Publikum zur geneigten Abnahme bestens empfohlen. Jedes beliebige Quantum wird billigst in die Wohnungen, sowie größere Quantitäten nach auswärts mit billigster Frachtberechnung besorgt. FaKverkauf. Wo ein sehr gut erhaltenes Weinsaß, 20 Ohm haltend, zu kaufen ist, sagt die Redaction dieses Blattes. Osfenburg. (Zimmervermiethung.) Metzgermeister Michael S i e f e r t hat in seinem Hause in der Frommgasse zwei möblirte Zimmer im untern Stock aus 1. December zu vermiethen. Bestes englisches Jagd- und 8chel8enMlver, sowie ächte Mtent-8chrote von allen Nummeros, billigst zu haben bei F. I. Steinruck in Achern. Gesuch einer Eommiöstelle. Ein Commis, der in einem Colonial- und Specerei-Waaren-Geschäft lernte und schon einige Jahre conditionirte, wünscht anderweit placirt zu werde». Unter Vorlage der empfehlendsten Zeugnisse sieht derselbe mehr aus gute Behandlung als großes Salaire. Nähere Auskunft ertheilt auf portofreie Briefe: A. Drach, Agent in Oberkirch. Osfenburg. (Kartoffelnverkauf.) Gute Eßkar- toffeln sind zu verkaufen bei Pfalzwirth Hessel. 799 Anzeige» Von dem in diesen! Blatte schon mehrmals angepriesencm Sächsischen Putzpulver halte auch ich ein größercsLager und empfehle solches bestens. Offenburg. Alexander Reiff» Amerikanisches Leuchtgas — feinst rectificirtes Petroleum — übertrifft das Steinkohlengas an Leuchtkraft und Billigkeit, zeichnet sich vor anderen Mineralölen dadurch aus, daß es nicht unangenehm riecht, nicht schmutzt und nicht r u s t, und sich deßhalb zu jeder Beleuchtung als vorzüglich ver- eigenschaftet. Da solches in meinen Schistelampen ausgezeichnet brennt, und ich davon stets reiches Lager unterhalte, so empfehle ich meine Lampen angelegentlichst und garantire dabei für ihre vorzüglichen Dienstleistungen. Das Petroleum, — sowie auch Salon- und Brillant- Schistcöl ist auf's Billigste in Originalfäffern und auch im Anbruche von mir zu beziehen, — ebenso bestes Maschinenöl, welches ich Jedem Industriellen auf's Wärmste empfehlen kann. — Proben davon stehen zu Gebot. Ferd Hölzlin jun. in Offenburg. Offen bürg. (Ofenverkauf.) Ein schöner sogen. Bummerofen ist zu verkaufen — wo? zu erfragen bei der Redaction. Offenburg. (Zimmervermiethung.s Drei Zimmer an der Hauptstraße sind sogleich zu vermiethen — wo? zu erfragen bei der Redaction. O f f e n b u r g. (Bernerwägelchenverkauf.) Ein ganz neues Bernerwägelchcn hat aus Auftrag zu verkaufen Louis Schweiß zum grünen Baum. O f f e n b u r g. (Wohnungsvermiethung.) In der Glasergasse Nr. 130 ist der obere Stock mit zwei Zimmern und Küche nebst Speicher und Keller, auf Verlangen auch Scheuer und Stallung, auf Weihnachten zu vermiethen. Offen bürg. (Stehengebliebener Regenschirm.) In einem hiesigen Hause wurde ein Regenschirm zurück- gelasien, welcher bei der Expedition dieses Blattes abgegeben werden wolle. Saat-Eicheln. Kaufmann Wilhelm Burger in Zell a. H. hat sehr gute Dualität Saat-Eicheln ä 30 kr. per Sester zu verkaufen. Kunstdünger zu 3 fl. 18 kr., 3 fl. 48 kr., 5 fl. per Ctr., aus eigener Erfahrung sehr empfohlen, und in beliebigen Quantitäten zu haben bei Ferd. Hölzlin jr. in Offenburg. Anzeige. Für sichere und gänzliche Heilung der Hühneraugen befindet sich bei Kaufmann Steinruck in Achern von den Herren Gebrüder Lentner in Tyrol eine Niederlage von Pflästerchen, wovon das Stück zu 6 kr. nebst Gebrauchszettel abgegeben wird. Säger. Gesuch. Mehrere geübte und fleißige Säger finde» beständige Arbeit gegen gehörigen Lohn auf den mechanischen Sägmühlen in Gcngenbach bei Albert T a u b e r t. § Neue, bedeutend vermehrte, § \ große Geldverloosung | 6 von g 1 2 MM. 700,000 Mark, § § * in welcher nur Gewinne gezogen werden, » garantirt und beaufstchtigt von der B § Staats-Negierung. I 8 Unter 17,900 Gewinnen befinden sich Haupttreffer 8 i von Mark 250,000, 150,000, 100,000 , 50,000, 2mal I L 25,000, 2mal 20,000, 2mal 15,000, 2mal 12,500, 2mal L 6 10,000, Imal 7500, imal 6250, 4mal 5000, 6mal 3750, 8 * Imal 3000 , 85mal 2500 , 5mal 1250, 105mal 1000, I S 5mal 750, 130mal 500, 245mal 250 re. re. 8 D 1 ganzes Originalloos kostet 4 Thaler Pr, Crt. 8 I I halbes ditto „ 2 „ „ „ L 8 2 Biertel-Origlnalloose „ 2 „ „ „ 8 K Beginn der Ziehung den II. kommenden Monats, g 8 Nur um der verstärkten Nachfrage zu ge- 8 § nügen, ist neben Vergrößerung des Gewinn- I § Capitals die Loosenanzahl vermehrt, ohne den g § Preis derselben zu erhöhen. * Unter meiner allbekannten und beliebten Ge- 8 § schästS-Devise: * „Gottes Segen bei Cohn ! 44 § § 8 wurde am 2. Mai d. I. zum I7tenmale, am 25. Juli 8 d. I. zum 18tenmale das größte Loos, so wie D « neuerdings am 10. Sept. d. I. der größte Haupt- gt § s gewinn, bei mir gewonnen. » Auswärtige Aufträge mit Rimessen oder gegen 8 § Postvorschuß, selbst, nach den entferntesten Gegenden, 1 führe ich prompt und verschwiegen aus, und sende 8 (5 amtliche Ziehungslisten und Gewinngelder so- g § s fort nach Entscheidung zu. S La z. Sams. Cohn, | | Banquier in Hamburg. g Als ein höchst vortheilhastes und solides Unternehmen kann die am 19. November schon beginnende Gewinnziehung der von der hiesigen Regierung errichteten und ga- rantirten großen Staatsgewinn-Verloosung, in welcher unter 28000 Loosen 14800 — also über die Hälfte — mit Gewinnen von fl. 200,000, 100,000, 50,000, 30,000, 25,000, 20,000, 15,000, 12,000, 10,000 re. re. znm Vorschein kommen müssen, empfohlen werden. — Original-Loose hiezu (welche durchaus nicht mit den sogenannten verbotenen Pro- meffen zu verwechseln sind) kosten nur fl. 6 das ganze, fl. 3 das halbe, fl. 1. 30 das viertel, welche gegen Einsendung oder Nachnahme des Betrags durch unterzeichnetes Handlungshaus sofort zu beziehen sind. Die amtlichen Ziehungslisten erfolgen nach der Ziehung gratis, ebenso wie alle Aufträge portofrei ausgesührt werden. Wer daher nur die geringste Lust suhlt, dem Glücke auf eine wirklich solide Weise die Hand zu bieten, der beliebe geneigte Bestellungen baldigst einzureichen an das Bankhaus Rudolph Strauß in Frankfurt a. M. I*. 8. Wem die Einrichtung dieser Lotterie nicht gefällt, werde ich gegen Relournirung der Originalloosc, bis 3 Tage vor Ziehungsbeginn, die geleistete Einlage sofort wieder zurückvergüten; auf diese Weise hat Niemand bei Erthcilung eines Auftrags ein Bedenken zu tragen, und darf daher um so zahlreicheren Bestellungen entgegensetzen. 800 VAWWAV-V AWWWVWn Ziehung am 15. November 1862: der 5 Bayerischen Eisenbahn-Loose. Jedes Loos muß im Laufe der Ziehungen gewinnen, j Gewinne des Anlehens fl. 25,000. fl 20,000. fl. 18,000. f ff. 15,000. fl. 14,000. fl. 12,000. ff. 10,000. fl. 5000. fl. 3000. fl. 2000. fl. 1000. fl. 500 fl. 100 re. re. Der geringste Gewinn ist 8 Gulden. 1 Loos hierzu kostet nur fl. 1 6 Loose „ kosten „ „ 5 Gegen Einsendung des Betrags oder Postnachnahme j zu haben bei dem concessionirten Großhandlungshaus, B. Schottenfels in Frankfurt a. M. Die beliebten kleinen Nro. von 1 bis 500 sind vorräthig. Die Ziehungsliste wird gratis zugesandt. .V,WAV.ViV.W.V WLVWmWtfV Knechtgesnch. Ein Knecht, der das Feld- und Reb- geschäft versteht und Zeugnisse über gute Führung vorlegen kann, wird in Dienst gesucht. Näheres auf Schloß Ortenberg. O f f e n b u r g. (Offene Lehrlingsstekle.) In ein hiesiges Ellenwaarengeschäft kann ein gesitteter, intelligenter junger Mann, welcher mit den nöihigen Vorkenntnissen versehen sein müßte, sofort eintreten. — Auch finden einige gewandte Verkäufer, die sich über ihre Tüchtigkeit und Zuverlässigkeit genügend ausweisen können, Engagement für auswärtige Ellenwaarengeschäfte. Schriftliche Offerte wolle man an die Rcdaction dieses Blattes richten. Osfenburg. (Wohnungsvermiethung und Oefenver- kauf.) Schwanenwirth Henco hat im zweiten Stock vier große incinandergehende Zimmer, vornen auf die Straße gehend, und l dis 2 Mansardenzimmer sammt Küche, großem Speicher und Platz im Keller sogleich oder auf Weihnachten zu vermiethen. Auch hat derselbe einen großen und einen kleinen eisernen Ofen zu verkaufen. Offenburg. (Geld auszuleihen.) 500 fl. Privatgeld sind gegen gerichtliches Unterpfand im Ganzen oder theilweise auszuleihen — von wem? sagt der Herausgeber dieses Blattes. Weier. (Geld auszuleihen.) Beim hiesigen Kirchenbaufond liegen 1000 fl. im Ganzen oder theilweise zu 4'/» pCt. gegen gesetzliches Unterpfcmd zum Ausleihen parat. R e i ch e n b a ch, Amts Gengenbach. (Geld auszuleihen.) Müller Friedrich Eberhardt in Rcichenbach hat 1159 fl. Pflcgschaftsgeld zu 4% auszuleihen. Windschläg. (Geld auszuleihen.) Vom hiesigen Heiligenfond können 500 fl. zu 4V?/o auf gesetzliches Unterpfand dargeliehen werden. Rechner Kemp f. Rammersweier. (Geld auszuleihen.) Valerian Hurst in Rammersweier hat 200 fl. Pflegschaftsgeld auszuleihen. E r l a ch, Amts Oberkirch. (Gelb anszuleihen.) Im Kirchenfond Erlach liegen 840 fl. zu 4'h pCt. auf gerichtliche Versicherung in liegenden Gütern zum Ausleihen parat. KirchcnfondSrechuer K r ä ß i g. Weiler. (Geld auszuleihen.) Georg Schmid jung in Weiler bei Haslach hat 75 fl. Pflegschaftsgeld gegen gesetzliches Unterpfand auszuleihen. Berghaupten. (Geld auszuleihen.) Georg Armbruster hat 200 fl. Pflcggeld zu4V-°/o gegen gesetzliches Unterpfand auszuleihen. O f f e n b u r g. (Geld auszuleihen.) 1800 fl. Pfleg- sckaftsgeld liegen vom 11. November d. I. an zum Ausleihen bereit bei Alexander Reiff. Soeben ist bei Fr. Brandstetter in Leipzig erschienen und in der Fr. Braun'schen Buchhandlung in Osfenburg zu haben: Praktisches grammatikalisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Ein Rathgeber für Diejenigen, welche ohne Kenntniß der grammatikalischen Regeln richtig sprechen und schreiben wollen. Al i t besonderer Rücksicht auf den richtigen Gebrauch des Dativs und Accusativs, oder der Wörter: mir, mich, Ihne», Sie, dem, den rc. Un asphaßetifcher Ordnung durch Tausende von Beispielen aus dem Practischen Leben erläutert. Nach Adrlvug, Decker, Lampe Grimm, Heilisius, Aeyse o. A. bearbeitet von P. F. L. Hoffmann. Dritte verbesserte Auflage. 33 Bog. in Taschenformat mit scharfer Schrift auf Maschinenpapier gedruckt. Preis: geh. 12 Ngr., geb 15 Ngr. Tagesgeschichtliche Mittherlmlgeil. Baden. Nach einer Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern vom 1. d Mts. im Regierungsblatt Nro. 49 haben gestiftet: Freiherr Ferdinand von Röder- Diersburg ein Crucifix von Metall zur Aufstellung auf dem Altar der dortigen Kirche im Werthe von 100 fl.; der verstorbene Johann Adam Ehrmann von Muckenthal zur Erbauung einer Kapelle in dem Dorfe Muckenthal 500 fl.; die verstorbene Pfarrer Dell Wittwe von Ichenheim in die Waisen- und Rettungsanstalt für den Amtsbezirk Lahr 2000 fl.; der verstorbene pensionirte Wachtmeister Johann Springer in Ettlingen in das Armenpfcündner- und Gesindehospital daselbst 2809 fl. 31 kr. ; der Centralvorstand der Gustav- Adolph-Stiftung in Heidelberg 2498 fl., der badische Hauptverein der Gustav-Adolph-Stiftung 1400 ff., der hessische Verein dieser Stiftung 300 fl. in den evangelischen Kirchen- bausond zu Offenburg, also zusammen den Gesammtbetrag mit 4198 ff.; der verstorbene Pfarrer Mathias Arnold in Böhringen zur Gründung eines Armenfonds daselbst 300 fl.; der verstorbene Kaufmann Johann David Goll in Rastatt in die Meper-Margaretha-Waisen-Anstalt daselbst 2000 fl. * Osfenburg, 15. Oct. „Mit Worten läßt sich trefflich streiten, — Mit Worten ein System bereiten, — An Worte läßt sich trefflich glauben, — Bon einem Wort läßt sich kein Jota rauben" —'sagt Göthe in seinem „Faust", und wir fügen bei: Es geht halt nichts über die Dispu- tirkunst. Mit Hülfe dieser hat man es seiner Zeit weit — ja traurig weit gebracht. — Wir wollen nun nicht gerade auch den betr. Hrn. Corrcspondentcn der Landeszeitung als „Disputirkünstler" ansehen, aber aus seinem weitern Artikel vom 12. ds. erhellt doch, daß er zur Rechtfertigung seines Berichts über die nun bald allzu dünn und breit geschlagene Schutterncr Erbschaftssache sich des Mittels der Disputir- kunst, die bekanntlich mit den stereotypen Vorwürfen der Befangenheit, Albernheit, oft gar Unwissenheit gegen den Gegner so gerne bereit ist, just nicht erwehrte. Doch über sein Product des „freien und unbefangenen Denkens" brauchen wir kein Wort mehr weiter zu verlieren, dasselbe ist bereits fast allseitig recht und gerecht gerichtet. Nur zwei Punkte näher zu beleuchten, wenn uns auch das Helle Licht des betr. Hrn. Correspondenten dazu mangelt, sehen wir uns auf dessen jüngsten Artikel hin noch veranlaßt. In unserer Entgegnung vom 8. d. Mts. haben wir nämlich unter Andcrm 801 auch erklärt, daß der Ortenauer Bote als „Verkünd i- gungSblatt" sich am allerwenigsten als Mittel der „politischen Hetzerei" hergeben möchte. Diese Aeußerung haben wir nicht auf eine gewisse einzelne Partei bezogen, sondern ffe „generell" gemeint, und so wird demnach dieselbe so zu verstehen sein: Von welcher Partei auch jeweils „politische Hetzereien" ausgehen mögen, der Ortenauer Bote wird niemals dazu ßch gebrauchen lassen. Zweitens: Wenn wir einervonuussehrgeachtetenundgeschätzten Person nach der Meinung des betr. Hrn. Correspondenten „Weihrauch streuten", so müßten nur ganz „besondere Hellseher" annehmen können, daß wir damit auch zugleich einer ganzen Partei „Kratzfüße" machten oder machen wollten. *Offcnburg, 15. Oct. Die hiestge Handelskammer ist bei dem Münchener Handelstag, der gegenwärtig in Wirksamkeit, durch Hrn. Oberrechnungsrath Haager, Gerant der Fabrik Spinnerei und Weberei, vertreten. ** Offen bürg, >6. Oct. Mit der durch Einführung des neuen Gewerbegefttzes erfolgten Auflösung der alten Zunftverbände kommt nun der Beschluß über Verwendung der Zunftgelder auf die Tagesordnung. Wie steht es jetzt, wo sich hier vielleicht das Gesammtvermögen der Zünfte auf 10,000 fl. berechnet, mit dem früher vorgeschlagenen Projecte der Gründung einer Handwerker-Unter- stützungs-Kasse? B a d e n, 3. Oct. lSternz j Während derlctzten Anwesenheit des Königs von Preußen in diesem Kurort wurde aus dem Parterrezimmer, welches der Hofrath Borck im Hotel bewohnte, die königl. Rciseschatoulle zur Abendzeit gestohlen. Glücklicherweise kehrte der Diener des Hofrathes an jenem Abend von einem Ausgange früher als sonst in das Hotel zurück, und da er die Thüre zum Zimmer seines^Herrn abgeriegelt und eines der vorher sorgfältig verschlossenen Fenster offen fand, so machte er Lärm, und es eilten Portier, Kellner re. herbei. Als man die Thür gehörig besetzt hatte, stieg der Diener durch das offene Fenster in das Zimmer und vermißte hier sogleich die Schatoulle. Im Nn war die Nachricht von dem Diebstahle in dem ganzen Kurorte verbreitet, und man wußte sich schon zu erzählen, daß es dabei nur auf wichtige Papiere abgesehen gewesen sei, die zu dem Inhalt der Kassette gehören sollten. Im Hotel wurde sofort überall nach den Dieben geforscht, und da man sich überzeugt hielt, daß diese die Flucht nicht nach der Straße zu genommen hatten, endlich auch der Garten nach allen Richtungen mittelst Laternen durchsucht und hier auch richtig im dichten Gebüsch die Schatoulle vom Oberkellner aufgcsundcn. Au derselben verriethen verschiedene Spuren, daß man versucht hatte, sie gewaltsam aufzusprengen; doch ließen solche auch erkennen, daß sic nicht von Werkzeugen herrührten, wie sie unsere professionirten Diede^ jeverzeir zur Hand baben. Der Hofrath Borck' öffnete auf der Stelle die schatoulle und fand den vollen Inhalt, viele tausend Thaler, darin noch vor. Die badische Polizei nahm einige verdächtige Persönlichkeiten in's Verhör, doch vermochte sie keine derselben zum Äeständniß zu bringen, und es ist darum dieser Diebstahl, bei dem es sich um eine hohe Summe (man sagt 40,000 fl.) handelt, zur Stunde noch nicht aufgeklärt. Aus Baden, 8. Oct. (Sch. M.) Unsere feineren Weinsorten, namentlich Klingelderger, Zeller und Affenthaler Rothwein, haben sich einen neuen überseeischen Absatz gewonnen, der sehr vortheilhaft zu werden verspricht. Durch Vermittlung eines holländischen Handlungshauses sind Wein- sendungen nach Batavia bewerkstelligt werden, wo die genannten Weine großen Anklang finden. Bis jetzt war der Hauptabsatz für unsere besseren Weine Norddeutschland und Altbayern, insbesondere München, wo man namentlich in der Weiuhaudlung von Mittnacht zunächst dem Odeon alle unsere vorzüglicheren badischen Weiue in vortrefflicher Qualität und zu verhältnißmäßig billigen Preisen vorsindet. Denn der Eigenthümer hat, wie in neuester Zeit auch andere, namentlich Berliner Weinhändlcr, die lobcnswerthe Sitte, sich bei uns selbst einzustellcn und aus erster, unverfälschter Hand zu kaufen. Der von Preußen in Aussicht gestellte Wegfall der Ausgleichsteucr wird für den künftigen Absatz unserer feineren Weine, die sich ihrer Milde wegen im nördlichen Deutschland, namentlich aber in Berlin seit 1849, viele Freunde erworben haben, sicherlich von den günstigsten Folgen sein. Löffingen, 8. Oct. Gestern Abend hatten wir ein heftiges Gewitter mit starkem Hagelschlag. Ein Mädchen, welches auf einem Kartoffelacker beschäftigt war, ist vom Blitz getödtet worden. Bayern. München, 9. Octbr. Man schreibt der „Allgem. Ztg.": Die Referenten für die Frage „Erhaltung und bessere Organisation des Zollvereins", die HH. Hansemann und Hurtzig, haben dem bleibenden Ausschuß die Annahme von fünf Resolutionen als Vorlage für den deutschen Handelstag empfohlen. Dieselben gehen dahin: 1) die Auflösung des Zollvereins würde unheilvoll für sämmtliche ihm angehörige Staaten sein, und die Gefahr, daß ein so unglückliches Ereigniß eintreten könne, muß vollständig beseitigt werden. Zur Erreichung dieses Zweckes stnd die in den folgenden Resolutionen dezcichneten Maaßnahmen dringend nothwendig. 2 ) Die Regierungen der Zollvereins-Staaten werden ersucht, unverzüglich in Berathung zu treten, um sich über einen Vertrag zu einigen, der die dauernde Erhaltung des Zollvereins sichert und zu dem Ende eine bessere Organisation desselben errichtet 3) Die Zollvereins-Regierungen werden ferner gebeten, ebenfalls unverzüglich mit Oesterreich in Verhandlung zu treten, um im Sinn des Art. 6 der in der Anlage aufgestellten Grundlagen ein Zollbündniß adzu- schließen. Durch dasselbe ist ein gegenfcittg zollfreier Verkehr für fast alle Erzeugnisse des Bodens und der Industrie, und für dieselben ein gleichmäßiger Zolltarif zu vereinbare«. 4j Bei Festsetzung dieses gleichmäßigen Tarifs ist die durch den mit Frankreich vereinbarten Handelsvertrag angebahnte Tarisreform als Grundlage zu berücksichtigen, damit nicht nur die Segnungen des freien Verkehrs auf den mit Oesterreich ausgedehnt, sondern auch die Vortheile eines erweiterten WaarenaustauschcS mit fremden Staaten, insbesondere mit Frankreich, erlangt werden mögen. 5) Die betreffenden Regierungen werden ersucht, auf Grund der Tarifreform den definitiven Abschluß des Handelsvertrags mit Frankreich zu befördern, und sie werden um so gewisser dieses Resultat erlangen , als der Vertrag, wen» er zugleich den Zollverein und Oesterreich begreift, für Frankreich einen doppelten, einige wenigen Modifikationen reichlich kompensirenden Werth hat. Tie Anlagen enthalte» sodann einen Entwurf der Grundlagen zu einem Vertrag, welcher ein Dircctorinm des deutschen Zollvereins mit dem sitz in Berlin als dauernde collegiale Centralverwaltung und eine Rcpräsentaiivversammlung der zoll- vereinten Staaten vorschlägt, auf die das Recht der ständischen Zustimmung in den Einzelstaatcn zu Gesetzen über Zölle und Abgaben, Handelsverträge und sonstige Angelegenheiten des Zollvereins zu übertragen sein würde. Der Zollverein soll nicht mehr aus Zeit geschloffen werden, sondern dauernd sein, so daß Äuflösung und Austritt an im voraus festgesetzte Bedingungen geknüft wird. Die Repräsrntantenversammlung würde in erster Abtheilung bestehen aus Abgeordneten der Landtage, in zweiter Abtheilung aus Abgeordneten, welche aus eigens angeordneten Wahlen in den Zollvereins-Staaten hervorgingen. Hiuzugefügt ist eine Reihe erläuternder und motivirender Anmerkungen. Die meisten deutschen Regierungen, die ein besonderes Interesse an den auf dem Handelstag zu berathenden Fragen nehmen, werden Coinmissäre zum Handelstag schicken, um mit den Abgeordneten ihrer Staaten in beständiger Verbindung zu bleiben. München, 11. Oct. (Karlsr.Z.) Die Sitzungen des bleibenden Ausschusses des deutschen Handelstags sind gestern beendigt worden. Den letzten Gegenstand der Berathung in den letzten Sitzungen bildete der Handelsvertrag mit Frankreich. Das Ergebniß der Debatte waren zwei Anträge, welche beide der Plcnarversauunlung vorgelegt werden sollen. Der Antrag der Majorität lautet: 1) Der Handelsvertrag zwischen dem Zollverein und Frankreich ist im Allgemeinen vom commerziellen und volkswirthschastlichen Standpunkte höchst wünschenswerth, und die dadurch zu erzielende Erweiterung des Absatzfeldes und des erleichterten gegenseitigen Austausches der weiter» Entwicklung der Industrie Deutschlands nützlich. Jedoch ist es dringend nothwendig, daß der Artikel 31 dieses Vertrags so gefaßt oder declarirt werde, 802 daß derselbe kein Hinderniß für den Zollverein ist, mit andern zum Deutschen Bunde gehörigen Staaten in ein engeres Verkehrsverhaltniß zu treten. 2) Der deutsche Handelstag kann sich nicht verhehlen, daß mehrere Bestimmungen des französischen Handelsvertrags gerechte Bedenken gegen die Interessen des Zollvereins erwecken. Insbesondere a) Art. 8 bezüglich der dem Zollverein auferlegten Beschränkung in Bestimmung seiner innern Consumtionssteuern. b) Art. 15 in Bezug auf den hier dringend nöthigen Zusatz für Festsetzung einer präclusiven Frist von 3 Lagen zur Erklärung über das Frankreich zustehende Verkaufsrecht, o) Art. 16 und 17 wegen der Frankreich hier eingeräumten, dem deutschen Handel in hohem Grade nachtheiligen Befugniß des Schätzungsrechts und des damit verbundenen Verfahrens, d) Art. 25 wegen Mangels einer Bestimmung, durch welche unter Beobachtung der Gegenseitigkeit für die zollvereinsländischen Handelsgesellschaften, namentlich solche, welche nach den Bestimmungen des Handelsrechts das Recht juristischer Personen haben, das Recht festgestellt wird, Prozesse in Frankreich zu führen. 3) Der deutsche Handelstag spricht aus, daß die Tarife A und b manche Positionen enthalten, welche dem Interesse des Zollvereins schädlich sind, unter anderen: im Tarif A die zu hohen Schutzzölle auf alle feineren Erzeugnisse der Industrie, und die einzelnen Erhöhungen bisher bestandener Eingangszölle in Frankreich; im Tarif o die hie und da vorgekommene niedrigere Besteuerung der Ganzfabrikate im Vergleich zu den Halbfabrikaten, dann der für manche Artikel, und namentlich für die Eisen- und Baumwollen-Jndustrie zu schroffe, mit der natürlichen Entwicklung nicht im Einklang stehende Uebergang aus den jetzigen Zollsätzen zu den in dem Tarif in Aussicht genommenen Positionen. Für diesen Antrag stimmten Präsident Hansemann, Puscher (Nürnberg), Hurzig (Hannover), Hänle (München), Finckh (Reutlingen), Moll (Mannheim), We- fenfeld (Barmen), Wertheim (Wien), Oberleithner (Olmütz). Der Antrag der Minorität (Maier aus Bremen, Stahlberg aus Stettin, v. Spbel aus Dügeldorf, Weigel aus Breslau, Behrend aus Danzig, Jordan aus Deidesheim, Roß aus Hamburg) lautet: In Erwägung, daß nach den Bestimmungen des Art. 31 des Handelsvertrags vom 2. August d. I. eine Erhöhung einzelner Zollsätze in dem zwischen Oesterreich und dem Zollverein geltenden Tarif vom 19. Februar 1853 nach Ablauf des Jahres 1865 zu besorgen steht; in fernerer Erwägung, daß im Tarif A des Vertrags durch Einführung der Werthzölle verschiedene, bisher in Frankreich bestandene Eingangszölle erhöht werden; in Erwägung aber, daß selbst diese vorzugsweise hervorzuhebenden Uebelstände gegen den Vortheil nicht in's Gewicht fallen, welcher durch die mittelst des Handelsvertrags verwirklichte Reform des vereinsländischen Tarifs und gleichzeitig erzielte Erweiterung des diesseitigen Absatzgebiets für Handel und Industrie unsers Vaterlandes gesichert ist, erklärt der deutsche Handelstag: Es ist höchst wünschenswerth, die oben angedeuteten Nachtheile durch Verhandlungen der vertragschließenden Regierungen zu beseitigen; das schleunige Zustandekommen des Handelsvertrags aber darf nicht in Frage gestellt werden. Dieser Minderheitsantrag hätte wohl die Stimmenmehrzahl erhalten, wenn die weitern 3 Mitglieder des Ausschusses Classen-Kappelmann aus Köln, Dietrich aus Berlin und Schramm aus Dresden hier anwesend wären. Die Tagesordnung für das Plenum ist nun definitiv dahin festgesetzt, daß zuerst der Handelsvertrag, worüber für die Majorität Puscher, für die Minorität wahrscheinlich Weigel referiren wird, dann die Zolleinigung mit Oesterreich (Referent Hurzig), und zuletzt die Reform des Zollvereins (Referent v. Sybel) verhandelt wird. Auch für die zweite Frage wird dem Vernehmen nach ein Minoritätsreserent aufgestellt. Ein weiterer Beschluß ändert die Geschäftsordnung des Handelstags dahin ab, daß kein Redner länger als 15 Minuten sprechen darf. * München, 14. Octbr. Heute wurde dahier der deutsche Handelstag eröffnet. Derselbe zählt 163 Stimmberechtigte. Die wesentlichsten Posttionen der Tagesordnung find: Verhandlung über den Handelsvertrag mit FranK« reich; Zolleinigung mit Oesterreich; Erhaltung und bessere Ein-- richtung des Zollvereins; ferner, wenn der Handclstag es beschließt, Verhandlung über die Eisenbahn - Differenrial- frachtcn. — Nach einer Mitthcilnng der Kölner Zeitung vom 12. d. hätte der einige Tage vor Eröffnung des Handelstags behufs Vorberathungen zusaminengetretene Ausschuß desselben fast einstimmig anerkannt, daß der Eintritt Oesterreichs in den Zollverein unmöglich, der Fortbestand des Zollvereins und des Handelsvertrages unter Bcrkehrserlcichterung und einer Aufhebung der Zwischenzölle zwischen Oesterreich und dem Zollverein dagegen wünschenswerth wäre. Airs Süddcntschlaiid, 9. Octbr. Man schreibt dem „Nürnb. Corr.": „Wie von gewöhnlich gut unterrichteter Seite mitgetheilt wird, haben die bayerische und die würt- tembcrgische Regierung sich über ein gemeinsam einzuhaltendes Verfahren in Bezug auf die schwebenden handelspolitischen Fragen vollständig geeinigt. Es wird versichert, beide genannte Regierungen würden in Kurzem, und zwar gleichzeitig, eine alsbaldige Berufung einer außerordentlichen Zollvereins- Consercnz beantragen, zu dem Zwecke, daß dieselbe über gewisse für nothwendig erachtete Abänderungen der in dem französisch preußischen Handelsvertrags-Entwürfe enthaltenen. Tanfbestimmmigen, sowie über die Zolleinigungs- Vorschläge Oesterreichs in Bcrathung trete und diessällige Beschlüsse fasse. Die bayerische und die württembergische Regierung würben bei diesem Anlässe ihre Geneigtheit kundgeben, sich ihrer Seits selbst zu solchen Zugeständnissen zu entschließen, welche mit Opfern von Seiten der süddeul-chen Industrie verknüpft sein würden; sie würden diesen Preis nicht zu hoch halten, um den Fortbestand des Zollvereins zu sichern; aber es würde auch darauf gedrungen werden müssen, eine solche Lage zu schaffen, daß eine Zolleinigung mit Oesterreich nicht zu einer Unmöglichkeit gemacht würde." Vjfenburger Frnchthalle. Markt vom 11. Octbr. 1862. FruÄt- Gattung. Einge- sührt. Ausgestellt v. letzten Markt. Verkauft. Mittel- Preis per Centner Bleiben ausgestellt. Waizeu . . . Kernen . . . Halbwaizcu Korn .... Haber. . . . Gerste . . . Welschkoru. Centner 282 52 53 43 94 Centner 17 7 13 Centner 299 51 I 66 36 94 5 4 3 4 kr. 18 30 59 56 58 Centner 8 7 ~ 524 37 * 546 15 Das Marktgericht. Brodtaxe für deu Oberamtsbezirk Offenbar« Vom 15. October an bis auf Weiteres. Weißbrod: der 2 kr. Weck muß wiegen 9 Loth. Halbweißbrod: 2 S in langer Form 9'/- kr., 2 ff in runder Form 9 kr., 4 ff in runder Form 18 kr. Schwarzbrod: 4 ff in runder Form 13 kr. Im Amtsbezirk Kork bleibt die Brodtare bis auf Weiteres unverändert. Theater in -vffenbnrg. Freitag den 17. October: Kabale und Liebe. Bürgerliches Trauerspiel in 5 Aufzügen, von Friedr. v. Schiller. Verantwortlicher Redacteur: I. O t t e n i. — Druck und Verlag der Buchdruckerei von I. O t t e n i u. Sohn.