Berkündigungs - Blakt für die Amis- und Amlsgerichts-SezirKe Offenburg^ Oberkirch, Achern, Nhembischofs- heim, Äork, Gengenbach, Haslach und Wotfach. M 99. Offenburg, den 12. December 1862. Amtliche Generalverfügungen. Offen bürg. (Die Prüfung der Fahrniß-Versicherungs-Bücher pro 1862 betr.) Nro. 10,168. Die Bürgermeisterämter des Bezirks haben die Fahrnißversichcrungsbücher ihrer Gemeinden bezüglich der im Laufe dieses Jahres daselbst geschehenen Fahrnißverflcherungen zur Prüfung binnen 8 Tagen anher vorzulegen, oder im Fall keine Versicherungen vorgekommen, deßfaüs Anzeige zu erstatten. Offenburg, den 10. December 1862. Großherzogliches Oberamt. v. Fab er. Michael-. Gengenbach. (Die Unterhaltung der Bicinalstraßen betr.) Nr. 7407. An sämmtliche Bürgermeisterämter: Sie werden angewiesen, binnen 14 Tagen ein Verzeichniß aller Straßen und Wege, welche auf Gemeindskosten unterhalten werden, mii Angabe der Länge nach dem Zeitmaaße, einzusenden. Gengenbach, den 5. December 1862. Großherzogliches Bezirksamt. B e ß. Gengenbach. (Die Aufsicht über die Hunde betr.) Nr. 7520. An sämmtliche Bürgermeisterämter: Nachdem nun auch im Amte Wotkach ein wüthender Hund andere Hunde gebissen hat, werden Sic angewiesen, die Aufsicht über die Hunde, wie wir sie mit Verfügung vom 18. v. M. wegen des in Schutterthal entsprungenen wüthenden Hundes angeordnet haben, fortan handhabe» zu lassen. G-engcnbach, den 6. December 1862. Großherzogliches Bezirksamt. B e tz. Bekanntmachungen. Wolfach. (Bürgermeisterwahl betr.) Nro. 12,029. Der seitherige Bürgermeister Andreas Armbrnster von Dchapbach wurde unterm 15. v. Mts. als solcher wieder gewählt, von Großh. Kreisregierung bestätigt und heute amtlich verpflichtet. Wolfach, den 4. December 1862. Großherzogliches Bezirksamt. Elfner. Kork. (Die Setzung eines Eichpfahls betr.) Nr. 9327. Zur Regulirung des Wafferbezuges des Großh. Domänen- arars und der Müller Hornung's Wittwe in Sundheim fällt die Setzung eines Eichpfahles in der Schütter nothwcndig, wozu von der technischen Behörde Tagfahrt auf Donnerstag den 18. d. M., Vormittags 10 Uhr, an der Stelle anberaumt ist, wo das zur Bewässerung der Schutterwaldwiesen benützte Schutterwaffer wieder in die Schütter zurückgeleitet wirb. Dies wird mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß etwaige Jntcreffenteu ihre Einwendungen in der Tagfahrt geltend machen können. Kork, den 8. December 1862. Großherzogliches Bezirksamt. Frech. Offenburg. Nro. 9,745. Durch Erlaß der Großh. Kreisregierung vom 28. November 1862 Nr. 28,071 wurde die Verwaltung des erledigten I. Notariatsdistricts Offenburg , bis zu dessen Wiederbesetzung, dem Assistenten Karl B u ch e r e r dahier übertragen; was hiemit bekannt gemacht wird. Offenburg, den 10. December 1862. Großhcrzogliches AmtSrevisorat. Schmidt. Kork. (Aufforderung.) Rr. 9284. Am 11. v. M. wurde in der Vorhalle des Paßbureau's an der Rheinbrücke zu Kehl ein grüner baumwollener Regenschirm zurückgelassen. Der Eigenthümer wird aufgefordert, sich binnen 4 Wochen zur Empfangnahme des Schirmes hier zu melden. Kork, den 5. December 1862. Großherzoglichcs Bezirksamt. Frech. Offenburg. (Schuldenliquidation betr.) Nr. 10155. Beata und Mathilde Grieshaber von Schutterwald haben um Auswanderungserlaubniß mit ihren Kindern nachgesucht. Etwaige Forderungen an dieselben sind längstens dis Dienstag den 16. December d. I., Morgens 9 Uhr, dahier anzumelden, ansonst dem Gesuch entsprochen wird. Offenburg, den 9. December 1862. Großherzoglichcs Oberamt. v. Faber. Michael-. Oberkirch. (Die Bestätigung eines Agenten betr.) Nr..8065. An die Stelle des Kaufmanns Mar Schrempp jr. dahier wird Peter Mast von hier als Agent der preuß. Nationalvcrsicherungs - Gesellschaft in Stettin neben Karl Dimmlcr von Zell a. H. für den diesseitigen Bezirk bestätigt. Oberkirch, den 5. December 1862. Großherzogliches Bezirksamt, R e n ck. Oberkirch. (Die Bestätigung eines Agenten betr.) Nr. 8227. Kaufmann Mar Schrempp jr. von Oberkirch wird neben dem bisherigen Agenten Fr. Ed. Maper dahier als zweiter Agent der Versicherungsgesellschaft des „Deutschen Phönir" für den Amtsbezirk Oberkirch hiemit bestätigt. Oberkirch, den 5. December 1862. Großherzogliches Bezirksamt. Renck. 992 Schern. (Urthril.) Nro. 5893. In Sachen der Ehefrau des Christian Koch, Walburga geb. Jörger von Gamshurst, gegen ihren genannten Ehemann, Vermögensabsonderung dctr. Durch diesseitiges Urtheil vom Heutigen wurde in obiger Sache zu Recht erkannt: Die klägerische Ehefrau sei für berechtigt zu erklären, ihr Vermögen von dem ihres Ehemannes absondern zu lassen und in eigene Verwaltung zu nehmen, und habe der beklagte Ehemann die Kosten zu tragen. V. R. W. Achcrn, den 2. December 1862. Großhcrzogliches Amtsgericht. Wedekind. Oberkirch. (Aufforderung.) Nr. 8241. Franz Anton Maier von Ulm soll sich seit 1847 ohne Auswandcrungs- rrlaubniß in New-Iork niedergelassen haben; derselbe wird aufgefordert, sich binnen 8 Wochen hierüber zu verantworten, widrigens er des Staats- und Ortöbürgcrrechts für verlustig erklärt und in die gesetzliche Vermögensstrafe verfällt würde. Zugleich wird sein Vermögen mit Beschlag belegt. Oberkirch, den 5. December 1862 Großherzogliches Bezirksamt. Renck. Burgard. Kork. sVerlaffenschaftseinweisung) Nr. 4332. Nachdem auf die Aufforderung vom 20. Oktober l. I. Nr. 3748 keine Einsprache erfolgte, wird die Wittwe des Friedrich Scheidecker von Legelshurst, Katharina geb. Krieg, in Besitz und Gewähr der Verlaffenschaft ihres Ehemannes eingcwiesen. Kork, den 4. December 1862. Großherzogliches Amtsgericht. Küßwieder. Ossenburg. (Verschollenheits-Erklärung.) Nr. 10097. Da Paul Geist von Bühl auf die oberamtliche Aufforderung vom 22. Mär; v. I. Nr. 2820 keine Nachricht von sich ge- geben, so wird derselbe nunmehr für verschollen erklärt und reffen rückgclaffenes Vermögen seinen nächsten erbberechtigten Verwandten in fürsorglichen Besitz überwiesen. Ossenburg, den 6. December 1862. Großherzogliches Oberamt. v. Fader. Michaely. Kehl. (Vcrwerthung von Confiscaten und abgängigen Brückenmaterialicn betr. ) Nr. 4888. Von Unterzeichneter Stelle werden Donnerstag den l8. d. M., Vormittags 10 Uhr, öffentlich versteigert: 1 Parthie baumwollene Lampendochtc; 1 baumwollene Blouse; 1 Paar Wintcrschuhe; I Stück Flanell, 6 /io Pfund schwer; 5 Fläschchen seine Parfümerie; 1 Teller von Fayence; 1 Paar grobe Holzschuhe; 1 gußeisernes Kochgeschirr; 3 stücke Tafelglas; wollene und seidene Posamentierwaare, 3%o Pfund; wollene Strickwaare, i/ 10 Pfund; Wollengar», 2 /io Pfund; 60 Stück Brücken- vtclcn, 5 Stück Brückengeländer, sonstige Brückenhölzer und 98 Pfund alles Eisen. Kehl, den 7. December 1862. Großherzogliches Hauptzollamt. V a u m a n n. Wickler. H.-A.-Conir. fehlt. 3» Kork. (Jagdverpachtung.) Am Samstag den 20. December d I., Nachmittags 2 Uhr. (werden auf dem Rathhause dahier die mit dem _El. Februar 1863 pachtfällig werdenden Feldjagden auf den Gemarkungen Eckartsweier, Hesselhurst, Dorf Kehl mit Sundheim, Legelshurst und Willstätt durch öffentliche Steigerung auf weitere 6 Jahre wieder verpachtet; wozu die pachtfähigen Jagdliebhabcr eingeladen werden. Kork, den 5. December 1862. Großherzogliche Bezirksforstei. Eichhorn. Offenburg. (Scheuer-Versteigerung.) Äni Dienstag den 23. d. M., Nachmittag drei Uhr, läßt Kaufmann Franz Lader Stöckle's Wittwe, Ursula geb. Stigler von hier, im hiesigen Rathhause gegen terminweise Zahlung zu Eigenthum versteigern: Eine Scheuer mit allen Zugehörden derselben in der Spitalgaffe dahier, Ecke der Spital- und Strohgasse, einerseits Apotheker Karl Stigler, anderseits Fortunawirth Georg Pfähler. Die Versteigerungsbedingungen können inzwischen bei uns eingesehen werden. Hiezu ladet man die Liebhaber ein. Offenburg, am 10. December 1862. Rathsschreiberei. Gütle. _ 2* Erlach. (Jagdverpachtung.) Freitag den 19. d. M., Nachmittags 3 Uhr, wird auf dem «^L^^URathhause dahier die Jagd auf hiesiger Gemarkung WsW88Mmit Einschluß des Gemeindewalds Ulmhard und Rebbergs bei Haslach auf weitere 6 Jahre verpachtet. Erlach, der, 6. December 1862. Das Bürgermeisteramt. S p r a u l. Thiergarten, Amts Oberkirch. (Jagdverpachtung.) Die hiesige Gemeinde läßt am Donnerstag den 18. d. M-, Nachmittags 1 Uhr, im Gasthause zum Hirsch dahier die Ausübung der Jagd auf hiesiger Gemarkung auf weitere 6 Jahre, vom 1. Febr. 1863 anfangend, öffentlich versteigern; wozu man die Liebhaber einladet. Thiergarten, den 6. December 1862. Das Bürgermeisteramt. Simon. vdt. Lehmann, Raihschr. Hohnhurst, Amts Kork. (Stierversteigerung.) , Donnerstag den 18. d. M., Vormittag» 11 Uhr, läßt die hiesige Gemeinde einen fetten Wu- - cherstier gegen Baarzahlung öffentlich versteigern. Hohnhurst den 8. December 1862. Der Gemeinderath. I o ck e r st, Bürgermeister. Junker. Unterentersbach. (Jagdverpachtung) Die hiesige Gemeinde läßt am Samstag den 20. » d. M., Nachmittags 2 Uhr, im Pflugw'irthshause _SWdahier die Ausübung der Jagd auf hiesiger Gemarkung öffentlich verpachten; wozu die Liebhaber srrund- lichst eingeladen werden. Unterentersbach, den 6. December 1862. Das Bürgermerstcrami. I s e n m a u n. O f f e n b u r g. (Holzversteigerung ) äu»_ diesseitigen Stadtwaldungen werden nachstehende Hölzer össcnilich versteigert: Schlag 2, 3 und 25 „Untfvbantle" Donnerstag den 18 . December d. I: 24 Eichen, 4 Birken, l Kirsch bäum , 21 Lerchen, 3 Fichten- und 2 Forlen-Bau° und Nuxhoizstämme 12972 Klitr. birkenes, 15% Klftr. erlencs, 1 Klirr eichenes 7r Klftr. ulmenes und 72 Klftr forleiies Scheitholz; 1517+ Klftr. birkenes, 472 Klftr. erlenes, ! Klftr. eschenes, 2 Klftr. akazienes, 272 Klftr hainbuchenes, 2 Klitr. lerchencs und 72 Klftr. forleues Prügelhotz; 50 Klitr. gemischtes stockholz. Freitag den lS. December d. I: 32500 gemischte Wellen u»d 4 Loose schlagraum. Zusammenkunft jeweils Vormittags 9 Uhr im Holzschlag. Offeudurg, am 9. December 1862. Städtische Bezirksforstei. Steiglchncr. Berghaupten. (Wellenversteigerung.) Am Montag den 15. d. M., Nachmittags 1 Uhr, werden im Kronen- wirthshause dahier aus diesseitigem Heiligenwald 3400 Stück meist buchene Wellen öffentlich versteigert; wozu man ein- ladet. Berghaupten, den 9. December 1862. Der Stiftungsvorstand. H a u n ß, Psarrv. vcke Schulz. 903 Fe rn ach. Fahrnißversteigerung. In Folge richterlrchcr Verfügung werden dem Adolf Wäldin von Fernach in denen Behausung 2 Pferde, 1 Kuh, 2 Läuferschweine, 20 Hühner, 2 Wagen, 1 Bernerwägelchen mit Sitz, 2 Eggen, Pferdegeschirr, 1 Parthie Heu und Stroh, verschiedener Hausrath rc. Donnerstag den 18, December d, I-, früh 9 Uhr, an den Meistbietenden gegen baare Zahlung öffentlich versteigert. Oberkirch, den 8, December 1862. Der Gerichtsvollzieher Drach, O ffenburg. (Heu- und Strohverkauf.) Eduard Röder hat Heu- und Oehmt, sodann Wai- zen-, Halbwaizen-, Gersten- und Haberstroh nach dem Centner oder dem Hundert, ferner eine qroßträchtige und eine neumelkige Kuh in Commisston zu verkaufen. Verkäufe können jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag in der Bierbrauerei Dürr dahier abgeschlossen werden. Marlen, (Breunholzverkauf.; Schiffmann Ludwig S ch e e r in Marlen bat dürres buchenes und birkenes Brennholz in Commisfion zu den billigsten Preisen zu verkaufen. Dasselbe fitzt auf dem Holzplatze in Marlen und wirv in jedem beliebigen Quantum abgegeben. Offen bürg. (Fairruißversteigcrrmg.1 Dienstag den 16, December, Morgens 9 Uhr anfangend, läßt Wittwe H i ß m a i e r in ihrer Wohnung folgende Gegenstände versteigern: 1 Clavier, I Bücherschrank, 2 Aktenkästcn, 1 Chif- ionier, 1 Commodc, 1 Fauteuil, 1 Canavee, Tische, Stühle, Beitstatten, Betten, 1 neue Badwanne, l Faßlager, 3 Fäß- chen und sonst verschiedener Hausraih, Der deutsche Phönix ! (mit einem bedeutenden Grundkapital) ! versichert fortwährend gegen Feuerschaden zu den billigsten Bedingungen: Fahrnisse aller Art und Waaren, sowie das von der Großh. General- Brandkaste ausgeschiedene Gebäudefünftel. Zu prompter Vermittlung dieser Versicherungen und Ertheilung weiterer Auskunft empfehlen sich hiermit die Unterzeichneten Agenten für den Amtsbezirk Oberkirch. Oberkirch, den 6. December J.862. Fr. Ed. Mayer, Srportel-Ext., und M. Schrempp, Für Weihnachts-Geschenke empfiehlt I. V. Battiarry Sohn in Offenburg sein gut assortirtes Lager musikalischer Instrumente, besonders auch für Kinder: Violinen nebst Violiukastea und Notenpnlten, — Spieldosen von fl. 5 bis fl. 15. — — Accordions von fl. 1.6 bis fl. 16. — ZZ Mlllld-Harmomca's von 3 kr. bis fl. 1.48. Ferner bringe mein reichhaltiges Lager von seidenen Foulards, Fichus, Herren- und Damen-Binden, wollenen Kapuzen, Kiuder-Iacken und Gamaschen, Cachenez rc. in empfehlende Erinnerung. Offenburg. Weihnachts-Ausstellung. Der Unterzeichnete empfiehlt dem verehrlichen hiesigen und auswärtigen Publikum feine diesfährige, auf das Reichhaltigste ausgcstattete Weihnachts-Ausstellung zur gefälligen Ansicht, und sichert bei Abnahme nachverzeichneter Waaren die billigsten Preise zu, und zwar: Lederwaaren : Brieftaschen, Cigarrcn-Etuis, Mappen, Taschen, Albums, Necessaires, Damenkörbchen, Geldtaschen, Photographie-Albums, Portemonnaies, Notizbücher rc. rc. Pappwaaren: Handschuhschachteln, Toilettekästchen, Serviettenringe, Kofferchen, Bomboniers, Stammbücher, Stickschachteln mit Schloß in allen Größen rc. rc Broncewaare» : Uhrhalier, Thermometer, Feuerzeuge, Briefklammern, Schreibzeuge, Leuchter, Aschenbecher, Cigarrenständer, Handleuchter, Spiegel, Früchtekörbchen rc. rc. Bijouteriewaaren : Ringe, Boutons, Kreuzlcin, Stecknadeln, Brachen, Bracelettes, Medaillons, Schlößchen zu Haarbracelettcs, Hemdknöpfchen rc. rc. Spielwaaren für Kinder zur Belehrung und Unterhaltung in schöner und reicher Auswahl; das Neueste in diesem Artikel. Stereoskopen von 1 ff. bis zu 4 fl. mit entsprechenden Bildern. __ Gebetbücher in Prachteiuband und ordinäre. Meine sonstigen Buchbinderwaaren und Schreibmaterialien empfehle ich für bevorstehende Weihnachten ebenfalls zu Kindcrgeschenken. Sebastian Pezvld, Buchbinder und Galanterieardeiter. Offenburg. (Anzeige.) Coiffuren, Ballkränze, Putz- und Negligeehauben, Netze, Kragten, Aermel, Schleier, Bänder, Spitzen, Federn, gestickte Tüll und Mousse- line, Blumenkörbchen sind frisch an- gekommen und bei mir zu ganz herabgesetzten Preisen zu haben. Fanny Großenbach. Anzeige. Unterzeichneter besucht von nun an regelmäßig an Samstagen den Offcnburger Wochenmarkt mit einem ausgewählten Lager aller Arten L>chuh- und Stiefel- waaren für Herren, Damen und Kinder. Auch übernimmt derselbe fedcsmal am gleichen Tage schadhaft gewordene Schuhe und Stiefel zum Ausbeffern, und werden dieselben den darauf folgenden Samstag wieder am Stande abge- geben. Durch pünktliche Besorgung, billigste Berechnung und gute Arbeit der neuen Waare und der Ausbesserungen wird Unterzeichneter das Vertrauen seiner Abnehmer und Kunden zu verdienen suchen. Die Bude befindet sich stets oberhalb der Allee. I. Hüller, Schuhmachermeister aus Lahr. Die Eröffnung meiner Weihnachts - Ausstellung in angefangenen Stickereien, Wiener und Pariser Luxus-, GlaS- und Porcellan-Gegenständen, feinen Lederwaaren, sowie von feinen und ordinären Spielwaaren zeige ich hiermit an, und lade zu deren Besuch ergebenst ein. Alexander Henco in Offenburg. Gefchäftsanzeige. In Folge des durch die milde Witterung hervorgerufenen ungünstigen Wintergeschäfts bin ich fest ent> schloffen, mein gegenwärtiges Waarenlager in kürzester Frist so viel wie möglich zu reduciren, und habe ich zu diesem Zwecke noch billigere Preise als bisher gestellt. Besonders in baumwollenen und halbwollenen Artikeln, die ich st Z. noch zu den alten Preisen bezogen, bin ich im Stande, ohne Aufschlag zu verkaufen. Bei Posten von st. 25 und darüber gestatte ich von nun an fünf Procent Scontv gegen Baarzahlung. Offenburg, 10. December 1862. Idirii. Um Verwechslungen vorzubeugen, bitte ich zu beachten, daß sich mein Local gleich oben am Ochsen- Wirthshause befindet, und auf derselben Seite ein Eingang in meinen Laden führt. Offenburg Geschäfts-Eröffnung J5F. neben der Spitalkirche zeigt hieinit ergebenst an, daß er am Sonntag den 14. d. Tt. sein schon früher in Diersburg bestandenes Manufaktur-Geschäft hier eröffnen wird. Das Lager ist ganz neu affortirt und durch vortheilhafte Einkäufe in der Lage, sehr billige Preise zu stellen. — Dasselbe besteht: Für Herren: Tuche, Bouckskins, Doubles, halbleinene, halbwollene und baumwollene Hosenzeuge, Westen aller Art, Shlips, Finett und Finettleibchen. Für Damen: Cattune, Napolitains, Poile de clievre, Lustre, Gros Grains, Orleans, Paramadas, Flanell, Lamas, Seidenzeuge, Thibet, Woll-Atlas, sowie noch verschiedene halbwollene und ganz wollene Kleiderstoffe. Glatte und carrorirte Bieber in Baumwolle und Wolle, Moltong, Mohair, Rockläng, Baumwolltuch, Shirting, Matapolam, sonstige Futterzeuge, Sammt, Hausmacher- und Bielefelder Leinwand. Gestrickte Waaren: Herren- und Damcnhosen, Jacken, Kamisöler, Strümpfe und Handschuhe. Aechte leinene Herren-, Damen- und Kindertaschcntücher, Foulards in Seide und Baumwolle, Hausmachersacktücher, Umschlagtücher, gewirkte und sonstige Winter-Shawls in jeder Größe. Besonders empfehle ich zu Weihnachts-Geschenken eine Parthie acht seidene Foulards äst. 1. 24 kr. per Stück. zeigt hiemit ergebenst an, daß er am Sonntag den 14. d. M. sein schon früher in Diersburg bestandenes Manufaktur-Geschäft hier eröffnen wird. Das Lager ist ganz neu affortirt und durch vortheilhafte Einkäufe in der Lage, sehr billige Preise zu stellen. — Dasselbe besteht: Tuche, Bouckskins, Doubles, halbleinene, halbwollene und baumwollene Hosenzeuge, Westen aller Art, Shlips, Finett und Finettleibchen. Cattune, Napolitains, Poile de clievre, Lustre, Gros Grains, Orleans, Paramadas, Flanell, Lamas, Seidenzeuge, Thibet, Woll-Atlas, sowie noch verschiedene halbwollene und ganz wollene Kleiderstoffe. Glatte und carrorirte Bieber in Baumwolle und Wolle, Moltong, Mohair, Rockläng, Baumwolltuch, Shirting, Matapolam, sonstige Futterzeuge, Sammt, Hausmacher- und Bielefelder Leinwand. Aechte leinene Herren-, Damen- und Kindertaschcntücher, Foulards in Seide und Baumwolle, Hausmachersacktücher, Umschlagtücher, gewirkte und sonstige Winter-Shawls in jeder Größe. Besonders empfehle ich zu Weihnachts-Geschenken eine Parthie ächt seidene Fon- Zu Weihnachts-Geschenken empfiehlt der Unterzeichnete sein reichhaltiges Lager in allen Sorten von Damen-Kleiderstoffe», Shawls, Fichus; ächt seidenen Foulards und Knüpftüchlen, Pelzkrägen, Herren-Cravatten; wollenen und seidenen (auch Sammt-) Westenzeugen; weißen leinenen Taschentüchern; deßgleichen in leinenen Battisten. Ferner eine schöne Auswahl in Tischdecken, Bettdecken, feinen englischen Sopha- und Bettvorlagen i» Plüsch; schottischen ditto am Stück und abgepaßt, zu äußerst billigen Preisen. F. X. JTurK in Offenburg. 995 Eine neue Consignation von Damen-Mänteln, Paletots, Talmas ist soeben wieder bei mir «»gekommen, und kann ich solche der etwas vorgeschrittenen Saison wegen zu herabgesetzten Preisen verkaufen. F. X Lurk in Offenburg. Gvotze Ltaats - Gewinn - Verloosung. Es findet in jedem Monat eine Ziehung statt. Gewinne: fl. 200,000, ,00.000, 50,000, 30,000, 25,000, 20,000, 15,000, 12,000, >0,000, 5000, 4000 , 3000 , 2000, 1t7mal 1000, lllntal 300, 6333mal 100 rc. Es eriftircn hiebei nur 28,000 Loose, wovon 14,800 Loose Gewinne erhalten. Jedes Loos, welches in den ersten fünf Ziehungen herauskommt, erhält einen Gewinn und ein Freiloos. — Jedes Loos, welches bei der sechsten Ziehung ohne Gewinn herauskommt, erhält ein Freiloos zur nächsten Ziehung. Ein Viertel-Loos kostet 1 fl. 30 kr. Ein halbes LooS 3 fl Ein ganzes Loos 6 fl. Die Ziehungsliste» werden pünktlich überschickt, und da bei der Schlußzirhung alle Loose gezogen werden, so erhält jeder Theilnehmer diejenige Ziehungsliste, worin seine Nummer mit dem Resultate verzeichnet steht. — Die Gewinne werken sogleich nach jeder Ziehung ausbezahlt. Jedermann, welcher sich von den vortheilhasten Einrichtungen dieses Unternehmens überzeug:» will, beliebe seine Adresse dem Unterzeichneten anzugeben, worauf der Berloosungsplan und nähere Auskunft gratis und franco überschickt werden. Um einer reellen Bedienung und pünktlicher Lieferung der F r c i l o o s e versichert zu sein, beliebe man Aufträge direct zu wenden an das Loose-Haupt-Depot: Anton Horix in Frankfurt am Main. Briefmarken und Coupons werden an Zahlung genommen. Offen bürg. (Anzeige.! Die Dienstgesuche mehren sich bei dem Unterzeichneten Bureau in solcher Weise, daß «ine öffentliche Bekanntmachung jeder einzelnen Anmeldung nicht mehr thunlich ist. Es ergeht deßhalb an die verehelichen Dienstherrschaften das höflichste Ersuchen, im Falle sie einen Dienstboten einstellen wollen, mir solches gefälligst mitzutheilen, und wird es mein eifrigstes Bestreben sein, den Anforderungen möglichst zu entsprechen. Das öffentliche Geschäitsburcau I. P. Dewerth. O f s e n b u r g. Mannheimer Dürrfleisch, Grieben- und Leber- würfte, Frankfurter Bratwürste, immer frisch, sowie holländische Häringe, feine Lebkuchen, Soda, Seife, Lichter, ebenso gut abgelagerte Cigarren, sind eingetroffen und fortwährend zu haben bei M. Meyer, Mehl- und Victualienhandlung. Offenburg. (Zitherunterrickt.) Um mehrfachen Aufforderungen zu entsprechen, will ein Zitherlehrer hier Unterricht auf diesem Instrumente ertheiien. Die Expedition ist bereit, Adressen entgegen zu nehmen. Dienstgesuch. Ein junger Mann von 26 Jahren, der deutsch und französisch spricht, wünscht einen Platz zu erhalten, und könnte sogleich eintreten. Näheres bei der Expedition dieses Blattes. Offen bürg. (Anzeige.) Bei M. Stein neben der Spitalkirche ist eine Partie fein gehechelter Spinnhanf SS Bärtel zu haben. Offendurg. (Wohnungsvcrmiethung.) Unterzeichneter hat im obcrn Stock seines Hauses drei Zimmer mit Küche sammt Zugehörde zu vermiethen. M. Meyer, Mehl- u. Victualienhandlung. Schmidt zur neuen Pfalz in Offenburg empfiehlt sein Lager in französischem Champagner, deutschen Schaumweinen, sowohl korbweise als in ganzen und halben Flaschen; Madeira, Malaga, Xeres, Cognac (achter Franzbranntwein), Rum, Arac, Licjueuren, Punschessenz, Boonecamp, Kirschenwasser, Zwetschgenwasser. Ferner: feine Klingelberger, Klevner, Weissherbst, Zeller Rother, weisser Bordeaux, sowie andere billigere Sorten Weine, unter Versicherung der sorgfältigsten Bedienung. Offen bürg (Anzeige und Empfehlung.) Der Unterzeichnete macht einem verehrlichen Publikum die ergebene Anzeige, daß er neben seinem Sattlcrgeschätt auch die Wagnerei betreibt, und alle dahin einschlagenden Ar- beiten bestens besorgt. Auch hat er einen leichten einwänni- gen Schlitten zu verkaufen, sowie neue einspännige Cbaischen und Bernerwägelchcn fortwährend bei ihm zu haben sind. Mathias Link. Offen bürg. Gute Steinkohlen-Krrchen sind stets vorräthig bei efetb. Kiilzlin sen. Wolfach. Es werden bis >0. Jänner >863 beim Spitalfond dahier 800 fl. Kapital gegen gesetzliche Versicherung ausgeliehen. Rechner Feger. Gengenbach. (Geld auszuleihen.) Bei der Unterzeichneten Verrechnung können in circa 3 Wochen gegen gesetzliche Versicherung 1000 fl. ausgeliehen werden. St. Martinskirchenfonds-Verrechnung. I se n m a n n. Dörrohsl-Berkauf. Apfelschnitze von feinen säuern Aepfeln werden verkauft ä 12 kr. per Pfund; bei größerer Abnahme angemessenen Rabatt. Joseph Nonn in Offenburg. 996 Pferdedecken, Boden- und Bügclteppiche, Reisedeckeil, s. g. Kniewärmer in Auswahl bei Ferd. MM» ft. Offenburg. (Empfehlung.) Neben den in mein Geschäft cinschlagcnden Artikeln halte ich noch stets vorräthig: CanapecS, Fauteuils, Stühle, Pfcrdhacn- und Seegrasmatrazen, Herren- und Damcnkvffcr, Jagd- und Reiseartikel u. s. w., und empfehle dieselben geneigter Abnahme. 21 Lehmann, Sattler und Möbeltapezier. t Offenburg. (Danksagung.) Allen Denjenigen, welche meine Frau Anna Maria geborene Gl atz während ihrer langwierigen Krankheit besuchten, und ihr bei dem Leichen- begängniß die letzte Ehre erwiesen, sage ich hiermit meinen tiefgefühlten Dank. Der trauernde Gatte H einrich Stiefvater und dessen Kinder. Offen bürg. (Geld auszuleihen.) Salmenwirth Trautvetter hat 200 fl. Pflegschaftsgcld auSzuleihcn. Offenburg. (Geld ausznleihen.) Bureaudiener Müller dahier hat 200 fl. ausznleihen. Bühl bei Offenburg. (Geld auszuleihen.) Die Kirchen- und Baufondsverrechnung hat 500 fl. auf gesetzliches Unterpfand zu 4%% auszuleihe». Rechner Seigel. Ortenberg. (Geld auszuleihen.) Vom hiesigen Armcnfond können 200 fl. zu 4'/a"/o gegen Obligation dar- gelichen werden. Rechner Lorenz Münchenbach. Offenburg. (Geld auszuleihen.) Ochsenwirth Ries hat circa 4000 fl. Pflegschaftsgeld ganz oder theilweisc gegen gesetzliches Unterpfand auszuleihen. Bermersbach, Ä. Gengenbach. (Geld auszuleihen.) Joseph Harter in Bermersbach hat 900 fl. Pffegschaftsgeld gegen gesetzliche Versicherung auszuleihen. Offenburg. (Geld auszuleihen) 2000 fl. Privatgeld find auf Obligation oder gute Bürgschaft auszuleihen — von wem? sagt der Herausgeber dieses Blattes. Bühl bei Offenburg. (Geld auszuleihen.) Bon hiesiger Pfarrintercalarverrcchnung können 130 fl. Pfründekapital auf Obligation dargeliehen werden. Bühl bei Offcnburg. (Geld auszuleihen.) Der hiesige Armcnfond hat 130 fl. zu 4y 2 pCt. gegen Obligation auszuleihen. Rechner Herzog. Untcrentersbach. (Geld auszuleihen.) Johann Braun in Unterentersbach hat ungefähr 200 fl. Pflcgschafts- geld auf gerichtliche Versicherung zu 4% auszuleihen. Danksagung. Für die sehr zahlreiche Begleitung der irdischen Hülle meiner verstorbenen Ehefrau Ursula j geb. ©eitle zur Ruhestätte habe ich in meinem und meiner Familie Namen den verbindlichsten Dank auszudrücken die Ehre. Elgersweier, den 10. December 1862. Maurermeister und Lindenwirth Männle. Generalversammlung des Bitschi-Bat schr-Klub bs. Samstag den 13. December, Abends 8 Uhr, im Locale der Mutterkaffe. Im Auftrag des Präsidenten: Der generalsecretar für ffiimnz- u. SouMungsangelegenheiten Keep-it, Tagesgeschichtliche Mittheilungen. Baden. Das Großh. Regierungsblatt Nr. 60 enthält eine Verordnung des Großh. Ministeriums der Finanzen vom 2. d. M., die Besteuerung der Ausländer, welche im Großherzogthum, ohne eine ständige Niederlassung daselbst zu haben, Handel oder Gewerbe treiben, betreffend. — Ausländer, welche ein nicht zu den Hausirgewcrben (Gewerbegeseß, Art. 6) gehöriges Gewerbe im Größherzogthum betreiben wollen, haben — sofern sie eine ständige Niederlassung im Lande nicht besitzen — die nach dem Gesetz vom 23. März 1854 schuldige Gewerbsteuer vor Beginn ihres Handels- oder sonstigen Gewerbebetriebs zu entrichte». Ausländer, welche ein Hausir- gewerbe i Gewcrbegesetz, Art. 6j im Großherzogthum betreiben wollen, haben statt der Gewerbsteuer eine nach der Zeit ihres Gewerbebetriebs sich richtende Gewerbsteuertare zu bezahlen. Diese Taxe wird vorerst für jeden Monat der Dauer des Hausirausweises, den Monat zu 30 Tagen angenommen, auf 1 fl. 30 kr. festgesetzt. Thetle eines Monats sind für einen vollen Monat zu rechnen. Ausländische Geschäftsreisende, welche nicht blos bei Gcwerbtreibenden, sondern auch bei ! anderen Personen Bestellungen auf Muster suchen, oder welche Waarcn mit sich führen wollen, und deßwege» nach § 9 der Bollzugsverordnung zu dem Gewerbegeletz (Regierungsblatt 1862, Seite 419) dem Anmeldungsverfahren unterliegen, sind wie Hausirhändler zu besteuern. Die Gewerbsteuertare für diesen Hausirhandel kömmt neben der nach der Verordnung vom 26. November 1835 «Regierungsblatt Seite 427, eintretenden Falles zu entrichtenden Patenttare in Anwendung, j Bruchsal, 7. Dec. (Karlsr. Z) Die Tagesordnung ' des mittclrheinifchen Schwurgerichts für das 4. Quartal 1862 lautet folgendermaaßen: 1) Montag 15. Dec., Vormittags, Anklagesache gegen Isidor G i S l e r von Haslach, wegen versuchter Brandstiftung. 2) Dienstag 16. Dec., Vormittags, A.-S. gegen Gottlieb O t t m a n n von Wittenweier, wegen versuchter Brandstiftung 3) Dienstag 16. Dec., Nachmittags, A.-S. gegen Gottlieb Pflaum von Unteröwisheim, wegen Urkundenfälschung. 4) Mittwoch 17. Dec., Vormittags, A.-S. gegen Wilhelm Brenner von Durbach, wegen Vergehen gegen die Sittlichkeit. (Geheime Sitzung. ) 5) Donnerstag 18. Dec., Vormittags, A -S. gegen Stephan Rahner von Horden, wegen boshafter Zahlungsflüchtigkeit. 6) Freitag 19. Dec, Vormittags, A.-S. gegen Karl und Martin Sebastian von Oberöwisheim, wegen Tödtung. 7) Samstag 20. Dec., Vormittags, A.-S. gegen Heinrich Werthcimer von Bauerbach, wegen falschen Zeugnisses. Bruchsal, 7. Dec. (B.L.Z) So eben erfahren wir, daß der hiesige Stadtrcchner Japser mit einem Baarvorrath von etwa 11,000 fl. durchgegangen ist, und bereits aus London telegraphische Nachricht von sich gegeben haben soll. Man vermuthet, daß sich noch eine bedeutende Fehlsumme Herausstellen wird und behalten uns Näheres hierüher vor. S i n s h e i m , 6. Dec. (Karlsr. Z.) In der letzten Nacht brach ein Brand in Eschelbronn aus, wobei ein Haus abgebrannt und fünf Personen verbrannt sind. -I- Vom Rhein, 8. Dec. Berufen von Großhcrzog Ludwig, eröffncten zu Anfang des Jahres 1823 drei Männer — Kirchenrath K a tz, Professor Stern und Mu- flklehrer Joseph Gersbach — eine Anstalt, deren Segnungen sich nun weithin erflrecken —: ich meine hiemit das evang. Schullchrcr-Seminarium Karlsruhe. — Mit dem Beginn des Jahres 1863 besteht diese Anstalt vierzig 997 Jahre. Die Zahl Vierzig aber ist im beruflichen Leben gcwissermaaßen eine Abschlußzahl, und darum zugleich auch eine Festlichkeitszahl. Wie wäre es, wenn also die evang. Lehrer Badens dieser Zeit in festlicher Weile gedächten? Ich erlaube mir dabei vorzuschlagen: 1) die 40jährige Ge- dächtnißfeier findet entweder im Januar, oder bei der Se- minaristen-Prüfung an Ostern 1863 statt; 2) Hr. Seminar- vircctor Stern gibt in einer Gedenkschrift die Geschichte des Seminars, der noch der Ab- und Zugang der Lehrer, das Namensverzeichniß u. s. w. aller Zöglinge von 1823 bis 1863, sowie die bis jetzt erschienenen Biographien, Programme u. s. w., die auf das Seminar Bezug haben, bcigcgeben werden; 3) errichten die evang. Lehrer, wie auch die aus dieser Anstalt hervorgegangenen israel. Lehrer bei dieser Ge- dächtnißfeier eine Stiftung, deren Zinsen später armen, aber talentvollen Seminaristen zu gut kommen.. Freiburg, 3. Dec. (Frbgr.Z.) Nachdem das neue Gewerbegesetz bestimmt hat, daß künftig das Verhältniß zwischen den Handwerksmeistern und deren Gehülfen lediglich Gegenstand vertragsmäßigen Uebereinkommens sei und etwaige Streitigkeiten zwischen solchen vor den Richter gehören, ist es nothwendig geworden, die einzelnen Rechte und J lflichten des Arbcitgebenden und Arbeiters so genau festzu- ellen, daß Streitigkeiten einfach nach der getroffenen Ucbcr- einkunst entschieden werden können. Die Gemeindebehörde, in richtiger Würdigung der Tragweite dieser Vorschrift, hat nun eine Dienstordnung für Gewerbtreibende und deren Ge- hülfen unter Zuzug der Jnnungsvorstände entworfen, welche vorausfichtlich in den meisten Geschäften dahier wird eingeführt werden. Sie bestimmt kurz die Arbeitszeit, die Pflichten der Gehülfen, die Zahltage, Gründe zur Aufkündigung und zum Austritt, und einzelne Strafabzügc. Diese Ordnung ist in Form eines Formulars verfaßt, in das Jeder die näheren Bestimmungen selbst hincinseße» kann. Die Zweckmäßigkeit dieser Einrichtung ist schon in mehreren Städten des Landes ebenfalls erkannt worden und wird dieselbe bald allenthalben Nachahmung finden. Bernau, A. St. Blasien, 2. Dec. (BLZ.) Gestern Abend war die nahe hohe Wacht, die wegen ihrer Steilheit bekannte Verbindungsstraße des hintern Wiclenthals mit dem Albthal, der Schauplatz eines gräßlichen Unglücksfalls. Der ledige Leo Köpter von Bernau-Weierle, welcher eine Fuhre Dielen in's Wiescnthal hinunter führen wollte, sperrte, als er an die Stelle kam, wo es die Schlucht hinunter ging, seinen Wagen, dieser rutschte auf der hart gefrorenen, noch nicht mit Schnee bedeckten Straße aus, überfiel, und begrub de» (wahrscheinlich nebenher gelaufenen) Fuhrmann unter seiner Last und wurde dieser nach einiger Zeit, fürchterlich zerquetscht, todt aufgefunden. Kurheffen. Kassel, 2. Dec. (Fr.J.) Die wiederein- berufenen Stände hatten heute ihre erste Sitzung, Die Vorlage des Voranschlags der Staatseinnahmen und Ausgaben für die Jahre 1861 bis incl 1863 ist auch in der Thal erfolgt und noch weitere Vorlagen 1) zur Herstellung von 5 Obergcrichten (anstatt der seitherigen zwei), 2) zur Erledigung der Commcrzbank-Angelegenheit, 3) zur Erpropriation von Grundeigenlhum zu Eisenbahn-Zwecken, 4) zur Erbauung der Bebra-Fulda-Hanauer Eisenbahn, ja selbst Vorlagen in Betreff der provisorischen Gesetze find bestimmt zugesagt worden; die Gehalte der Staatsdiener sollen aufgebeffert werden; in gewerblicher Beziehung sollen neue Anordnungen getroffen, zu anderen Zwecken neue Bauten aufgeführt, und ohne Verzug überhaupt Alles gerhan werden, was für die nationale Wohlfahrt des Landes ersprießlich erscheint Dies die eine Seite der vom Landtags-Commiffär abgegebenen Erklärung über die Stellung des Ministeriums zu den schwebenden Fragen, von dem er außerdem noch mittheilte, daß es in seiner Eristenz wieder befestigt sei. Bayern. München, 25. Nov. Die Kreisregierungen veröffentlichen in ihren Amtsblättern wiederholt Artikel aus der in Stuttgart erscheinenden »Feuerwehrzeitung" mit der dringenden Aufforderung, allenthalben auf dem Lande Feuerwehren zu errichten. An die Hauptstadt München ist eine solche Aufforderung noch von keiner andern Seite, als von der des Publikums, von diesem aber sehr oft und sehr nachdrücklich, gerichtet worden, obwohl deren Löschwesen sehr im Argen liegt. Frankreich. Wie das „Echo de l'Oise" berichtet, hat am 22. Octobcr der 78jährige Schuhmacher Rebotte zu Vau- mair mit seiner ersten Jugendliebe Hochzeit gehalten. Alte Liebe rostet nicht. Die Braut, Scholastika Lefevre, zählt erst 82 Jahre, hat erst drei Männer begraben und ist noch so rüstig, daß fie den Ehecontract gewiß ohne alles Zittern unterzeichnet haben würde, wenn man fie in ihrer Jugend die edle Schreibkunst gelehrt hätte. Marseille, 3. Dec. Die Rhone hat die Quais von Avignon überschwemmt und verschiedene Punkte de» Bauclusc- Departements. Die Ueberschwemmungen haben auch viel Verwüstungen in der Gegend von Beaucaire, in verschiedenen Theilen der Provence, und auch in Marseille selbst hervorgebracht, wo sogar Einstürze stattgefunden. Heute ist daS Wetter besser. England. London, 1. Dec. (K.A) Der „Morn.- S crald" sagt: England kann nicht daran denken, die Krone riechenlands für den Prinzen Alfred anzunehmen, wenn es sich nicht bereit halten will, bei der Herstellung eines griechischen Kaiserreichs mit Konstantinopel als Hauptstadt mitzuhelfen, Frankreich und Rußland herauszufordern und eines Tages ein Heer und eine Flotte zur Vertreibung der Türken auszusenden. London, 2. Dec. (K.A.) Man liest in der „Morn.- Post": England hat zur diplomatischen Behandlung der griechischen Frage den Anstoß gegeben. Kaum war die Revolution in Athen vollendet, so suchte das Cabinet von Saint-James einen Weg zur vorläufigen Verständigung. Bevor noch irgend eine Kundgebung in Griechenland statt- efunden, schlug cs den beiden andern Schutzmächten vor, ch über eine gemeinsame Note als Grundlage ihres künftigen Verfahrens zu verständigen. Diese Note hätte die Glieder der regierenden Familien Englands, Frankreichs und Rußlands als vom griechischen Thron ausgeschlossen erklärt. England lud die beiden Mächte ein, das Protokoll von 1830 zu erneuern. Aber dieser Vorschlag ward gegen Englands Erwartung nicht angenommen. Frankreich und Rußland schienen das Protokoll als einen tobten Buchstaben zu betrachten. Namentlich betrachtete die russische Regierung die Beschränkung des Protokolls als verjährt, da es wahrscheinlich seinen Candidaten hatte. Seitdem haben populäre Kundgebungen zu Gunsten des Prinzen Alfred stattgefunden und Rußland hat seine Gesinnung geändert, es schlägt vor, was wir von Anfang an vorgeschlagen. Rußland hat in dieser Angelegenheit kein großes Geschick gezeigt. England hat niemals den Prinzen Alfred als Candidaten aufgestellt, es ist neutral geblieben. Wir werden den Vorschlag Rußlands annehmen, wenn der Herzog von Leuchtenberg für ein Mitglied der kaiserlich russischen Familie erklärt und auch vom Thron ausgeschlossen wird. Rußland. Petersburg, 2. Dec. Das „Journal de St. Petersbourg" beantwortet den Artikel der „Morn.- Post" vom 24. Rovbr. über die griechische Thronfölgesrage. „Unter andern Umständen," sagt das hiesige Blatt, „würde Rußland ohne Bedenken einen seiner Prinzen haben den hellenischen Thron besteigen lassen; allein es weiß, wie nothwendig es heute ist, alle jene beklagenswerthen Nebenbuhlerschaften zu beseitigen, welche die Entwickelung Griechenlands nur aufhalten würden. Die Candidatur des Prinzen Alfred kann indessen nicht ernstlich gemeint sein; die „Morn.-Post" macht sich auch nur über uns, über Europa und vor Allem über die Griechen selbst lustig." Griechenland. Athen, 5. Dec. Die allgemeine Ab- stimmung hat heute augefangen. 2500 Wähler haben ihr geschriebenes Votum niedergelcgt; alle ohne Ausnahme haben für Alfred gestimmt. Die Wahl dieses Prinzen wird für gesichert angesehen. Amerika. Im amerikanischen Kriege kommen eigen- thümliche Kampfarten vor. So schildert der Oberst Barton von der Bundesarmee eine von ihm unternommene Erpevi- tion, um einen Theil der Charleston- und Savanna-Eisenbabn zu zerstören, folgender Weise: „Ich ging mit 350 Mann den Coosahatchie-Fluß hinauf, landete in der Nähe der Stadt 998 dieses RamenS und nahm eine 12pfündige Haubitze mit. Ungefähr eine Meile von dem Ort hörte ich den Pfiff einer Lo- comotive. Wie der Zug näher kam, ließ ich mit Kartätschen und Musketen eine tüchtige Salve auf ihn geben. Dies Feuer war sehr mörderisch. Der Zug bestand aus 8 Wagen, 6 davon waren voll von Gemeinen und 2 voll von Officieren Es waren auch 2 leichte Kanonen an Bord. Viele der Feinde, darunter der Conducteur, fielen beim ersten Feuer, und 25 oder 30 sprangen vom Zug herab und wurden meist schwer verletzt oder gctödtet. Die übrigen flüchteten sich in das Gehölz und die Sümpfe aus der andern Seite der Bahn. Sogleich. wie der Zug vorüber war, ließ ich die Schienen auf- reißen und fuhr mit dieser Arbeit fort, bis zum Rückzug geblasen wurde." Hand, den Herr v. B. ihr vorlegte, warf bald ein schauerliches Licht in diesen schmerzlichen Traum. Aus beklagenS- werther Unachtsamkeit hatte sie die beiden Couverts verwechselt, und das für Herrn v. B. bestimmte Billet war an den unglücklichen Lord S. gelangt, welcher das an sich geriug- fügige Versehen mit fernem Leben bezahlt hatte. Es hielt nicht schwer, dem Andern klar zu machen, daß er zu früh triumphirt habe, allein das tragische Ereigniß, dessen unschuldige Ursache die Baronin gewesen, war nicht ungeschehen zu machen. Seit dieser Zeit ist die unglückliche Frau eine Beute namenlosen Schmerzes, und ihre Schönheit soll bereits derartig gelitten haben, daß sic nicht mehr zu erkennen ist. Eine verhängnißvolle Verwechselung. Die letzten Tage der Saison von Baden-Baden sind durch einen sonderbaren Unfall bezeichnet worden, der einer schönen Französin, einer der Königinnen der Eleganz in Paris und überall, begegnet ist. Die Frau Baronin *** ist Wittwe; ihre große Schönheit, die sich auf ein ansehnliches Vermögen und auf einen hocharistokratischen Kreis von Verwandten und Bekannten stützt, macht die Welt nachsichtig gegen einige Ercentricitäten, welche unter andern Verhältnissen den bösen Zungen Stoff zu allerhand üblen Nachreden dargeboten haben würden; übrigens ist sie gutherzig, liebenswürdig, nicht ohne Geist und bei all ihrem Leichtsinn von makelloser Tugendhaftigkeit. Als sie nach wenigen Monaten einer keineswegs glücklichen Ehe Wittwe geworben, hatte sie sich vorgenommen, sich nicht den dittern Erfahrungen einer zweiten Verbindung auszusetzen, sondern ihre Freiheit zu behalten; nachdem sie jedoch einige Zeit im Genüsse dieser Freiheit geschwelgt hatte, wurde sie derselben überdrüssig und fühlte sich stark versucht, sie in die Hände eines sclbstge- wählten Gatten niederzulegen. Sonderbarerweise erhält sie gerade an dem Abende des Tages, an welchem diese Sinnesänderung vorgegangen war, die schriftlichen Erklärungen zweier ihrer feurigsten Anbeter, eines Lord S. und eines Herrn v. V. Lord S. liebte die Baronin schon seit Jahren; er hatte warten wollen, bis sie ihre Freiheit wieder erlangt haben würde, um ihr dann vorzuschlagen, eine der vornehmsten Damen Englands zu werden; in Folge einer angeborenen Schüchternheit aber, die sich bei ihm mit einer wahrhaft gediegenen Bildung verband, hatte er das Bekenntniß seiner Liebe von einem Tag zum andern verschoben und sich erst zu sprechen entschlossen, als er bemerkte, daß die Bewerbungen des Hrn v. V. nicht ungünstig ausgenommen wurden. Die junge Frau schien zwischen ihren beiden Verehrern zu schwanken, und obgleich sie im Stillen sofort entschlossen gewesen war, dem gebildeten und liebenswürdigen Engländer vor dem faden Franzosen den Vorzug zu geben, so weidete sie sich doch mehrere Monate lang an den Qualen der beiden Verliebten, indem sie bald den einen, bald den andern ermuthigte, endlich Beiden befahl, in Paris ihre Entscheidung zu erwarten. Mit dem Feuer soll man nicht spielen: diese Erfahrung machte die Baronin sehr bald auf ihre Unkosten, denn die Erinnerung an Lord S. begann ihre Ruhe zu trüben. Es währte denn auck nicht lange, so gingeu die beiden Urtheile ab; für den Briten ein reizendes Brieschen voll beseligender Verheißungen, für den Andern vier äußerst kalte und ironische Worte, wie sie nur ein nichtliebcndes Weib einem verschmähten Anbeter in's Gesicht zu schleudern versteht. Acht Tage darauf verbreitete sich ein unglaubliches Gerücht: Lord S. sollte, nachdem er den Brief gelesen, der ihm sein Glück verkündete, sich in ein Cabinet der „Maison Doree" eingeschlossen , hier mehrere Gläser Sherry rasch hintcrcinandcr ausgetrunken und sich dann kaltblütig eine Kugel durch den Kopf gejagt haben. Währenddem reiste Herr v. B. schleunigst nach Baden-Baden, um außer sich vor Freude und Dankbarkeit der Geliebten seines Herzens zu Füßen zu fallen. Die Baronin glaubte zu träumen, aber der Brief von ihrer Bekanntmachungen. Offenburg. Guthaben an die Stadtgemeinde Osfenbnrg sind längstens bis 15. d. M. geltend zu machen. Später eingereichte Forderungszettel finden wegen des nahen Rechnungsabschlusses der Stadtvcrrechnung in diesem Jahre keine Berücksichtigung mehr. Offenburg, den 6. December 1862. Der Gemeinderath. S ch a i b l e. Zell a. H. (Stammholzversteigerung.) Am künftige« Montag den 15. und Dienstag den 16 December, jedesmal Morgens 8 Uhr anfangend, versteigert die hiesige Gemeinde in den Gemeindewaldungen ca. 93 tannene, 2 eichene und 8 buchene Nutzholzstämme von verschiedener Größe dis zu 90 Cubikfuß, welche sich ganz besonders zu Bau- und Sägholz eignen; wozu man die Liebhaber höflich einladet. Die Zusammenkunft findet jedesmal auf besagte Zeit beim Rathhause dahier statt, von wo aus man mit den Steigerern in den Wald geht. Zell a. H., den 9. December 1862 Das Bürgermeisteramt. Moßmann. Neuestes für Weihnaclits- Gfeschenke. G. W. 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