er Orteimner Dote. Verkündigungs - Blatt für die Amts- und Rmlsgerichts-SezirKe Gffmburg, Vberkirch, Achern, Kheindischosv- heim, Kork, Gengenbach, Haslach und Wolfach. M 24 Offenburg, den 24. März L863. Amtliche Gcneralverfügungen. Gengenbach. (Die Aufsäuberung der Bäche und Gräben betr.) Rro. 1662. An sämmtliche Gemeinderäthe des Amtsbezirks. An verschiedenen Orten find die WasserleitungS- und Abzugsgräben verwachsen und versumpft. Sie werden angewiesen: a) soweit es sich um die Gräben handelt, welche die Gemeinde selbst zu unterhalten hat, binnen 6 Wochen dieselben auftäumen zu lassen; b) hinstchtlich der Gräben, welche von den Privateigenthümern zu unterhalten find, diesen Letzteren die Aufsäuberung binnen gleicher Frist aufzugeden. o) Nach 6 Wochen ist über den Vollzug von a und b anher Bericht zu erstatten, nachdem fich der Gemeinderath durch Nachschau davon überzeugt haben wird. Gengenbach, den 17. März 1863. Großherzogliches Bezirksamt. Betz. Gengenbach. (Die Unterstützungen aus dem allgemeinen Lehrgelderfond betr.) Nr. 1638. An sämmtliche Gemcinde- räthe und den Verwaltungsrath der Fabrik Rordrach: Aus dem obigen Fond find uns 6 fl. 18 kr. zur Verfügung gestellt. Die Gesuche um diese Unterstützung find binnen 4 Wochen unter Beobachtung der Verordnung vom 19. September 1828 (Anzeigeblatt Nr. 79 u 80) anher einzusenden. Gengenbach, den 18. März 1863. Großherzogliches Bezirksamt. Betz. Wolfach. Nr. 2798. In Steinach ist unter den Schafen die Räude ausgebrochen, was hiemit nach § 10 der Mini- sterial-Verordnung vom 16. Juli 1841 (Verordnungsblatt Seite 71) zur Warnung bekannt gemacht wird. Wolfach, den 20. März 1863. Großherzogliches Bezirksamt. S a u r. Bekanntmachungen. HaSlach. (Veröffentlichung aus dem Handelsregister.) Nr. 1098. (O.-Z. 12 .) Ehevertrag zwischen Kaufmann und Bürgermeister F. X. Wölfle in HaSlach und Albeptine geb. Meier von Wolfach, d. d. 14. Ortober 1847, wornach dre Gütergemeinschaft in ErrungenschastSweise bedungen ist. Haslach, den 17. März 1863. Großherzogliches Amtsgericht. Bodemüller. Haslach. (Veröffentlichung aus dem Handelsregister.) Nr. 1034. Kaufmann Jakob Hausmann betreibt in Hausach seit 1843 ein Handelsgeschäft unter gleicher Firma, eingetragen unter O.-Z. 9 des Firmenregisters. — Ehevertraa d u Vaslach, 18. Mai 1841, mit Theresia Dreyer von Hausach, wornach die gesetzliche Gütergemeinschaft mit der Ausnahme bedungen ist, daß 600 fl. von dem beiderseitigen Einbringen von der Gemeinschaft ausgeschlossen bleiben. HaSlach, den 14. März 1863. Großherzogliches Amtsgericht. Bodemüller. r * r n. (Straferkenntniß.) Nr. 2672. Da fich auf unsere Aufforderung vom 24. Decbr. v. I. die Rekruten Hermann Rrchter von Achern, Joseph Kahlhofer und Ludwig Krummholz von Renchen undJoh. Georg Straßburger von Gamshurst nicht gestellt haben, werden dieselben des Staatsburgerrechts für verlustig erklärt, in eine Vermögens- strafe von 800 fi-und in die Kosten verurtheilt. . Achern, den 20. Marz 1863. Großherzogliches Bezirksamt. Wetzel. Wolfach.- (Verbeiständung.) Rro. 2743. Severin Armbruster von Embach wurde heute als Beistand des ge- müthsschwachcn Joseph Benz von dort in Pflichten genommen, was mit dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß Benz ohne Mitwirkung dieses Verstandes die im L R S 499 be- zeichneten Rechtsgeschäfte „gültig nicht vornehmen kann. Wolfach, den 18. Marz 1863. Großherzogliches Bezirksamt. Saor. Achern. (Die Auswanderungs-Agentur des Gustav Wilhelm in Achern betr.) Nr. 2575. Kaufmann Gustav Wilhelm hier hat die Agentur für die Auswanderungs- Gesellschaft von I. M. Bielefeld in Mannheim heute nieder- t elcgt und um Rückgabe der Caution gebeten an I. M. lielefeld, der fie für ihn gestellt hatte. Etwaige Einwendungen dagegen find binnen 6 Monaten nach Vorschrift cinzurcichen, ansonsten dem Gesuch stattqe- geben wird. Achern, den 17. März 1863. Großherzogliches Bezirksamt. „Wetzel. Wolfach. (Entmündigung.) Rro. 2741. Marianna Schmidt, ledig, von Steinach, ist wegen Gemüthsschwäche entmündigt und unter die Vormundschaft des Georg Schwab von Steinach gestellt worden, was hiemit öffentlich bekannt gemacht wird. Wolfach, den 18. März 1863. Großherzogliches Bezirksamt. Saur. 242 randwirchschaftl. Bezrrksverein Oberkirch- Die Mitglieder des Vereins werden zu einer am Donnerstag den 28. März d. I., Nachmittags 2 Uhr, j im hiesigen Schulhause stattfindenden Generalversamm- j jung freundlichst eingeladen. Die Gegenstände der Ver- i Handlung sind: i 1) Geschäftsbericht und Rechnungsablage; 2) Prüfung des Voranschlags; ; 3) Verstärkung der Directlvn um 4 Mitglieder und • Wahl derselben. ! Oberkirch, den 14. Mär» 1863. | Der Vorstand: i Renck. Aufforderung. Die Fortführung der Grundstückspläne der Gemarkung LegelShurst wird Donnerstag den 26., jene der Gemarkung BoderSweier Montag den 30. d. M.» jeweils Morgens 8 Uhr, auf ven betreffenden Rathhäuseru vorgenommen werden. Die Grundeigenthümer werden ausgefordert, die Hand- rtffe und Meßurkundcn über die seit der Vermessung vorge- kowmenen Teränderungk» im Grundcigenthum nach § 5 der Verordnung Großh. Finanzministeriums vom 3. Decbr. 1858 (RegierUnMlalt Seite 507) an die betreffenden Gemeinde- ! räthe abzugeben, andernfalls dieselben auf ihre Kosten ange- ; fertigt würden. j Nrloffen, den 17. März 1863. Maier, Bezirksgeometer ! Renchen. (Holzversteigerung.) Montag den 30. d. j M. versteigern wir im Pfarrwald, nahe bei der Stadt Ren- i chen, gegen Bezahlung »or der Abfuhr nachbezeichnetc Holz- | sortfmente, Bau- und Nutzholz, bodenliegend: 9 Eichen, 3 ! Wagnereschen und eine schöne Roth'ouche. Brennholz, vor- ! zügliches Scheiterholz: 5 Klafter hagenbuchenes, 4'/r Klafter | eichenes, 4'/r Klafter gemischtes, 21V- Klafter erlenes und ! gemischtes Prügelholz, 1350 Stück gemischte Wellen und - etwas 'Schlagraum. - Man versammelt sich an oben bezeichnetem Tag Mor- ! aens 9 Uhr im Wald auf dem Schlag. Renchen, den 14. März 1863. Großherzogliche Bezirksforstei. Lindenmaier. Zunsweier. (Liegenschafisversteigerung.) Auf Antrag der Erben des Michael Lienhard von Zunsweier wird mit obervormundschaftlicher Ermächtigung vom 9. Febr. d. I. Nr. 1293, der Untheilbarkeit wegen, am Montag den >3. April d. I., Vormittags 9 Uhr, im Gemeindehause zu Zunsweier durch Notar Dillinger zu Eigenthum versteigert: Ein anderthalbstöckiges Wohuhaus mit Scheuer und Stallung, nebst Hosraithe, Kraut- und Grasgaiten, an ver Dorfstraße, neben Gabriel Möschlc und AthanaS Walter, im Anschläge zu. 2500 st. Die Bedingungen werden vor der Versteigerung verkündet werden. Offenburg, den 18. März 1863 Großherzogliches Amtsrevisorat. Schmidt. Waldinspection Freudenstadt. Fichtenrinden- Verkauf. Die pro 1663 anfallende, zu ca. 20 Klaftern (satt) geschätzte Fichtengerbrinde wird am Samstag den 28. März, Bormittags 11 Uhr, auf dem Rathhause dahier an den Meistbietenden verkauft. Freudenstadt, den 19. März 1863. Wald-Jnspection. Trips. . Griesheim. (Liegenschaftsversteigerung ) Nach ein- «holter obervormuudfchaftlicher Ermächtigung vom 14 d. M. Nr. 2381 lassen die Karl Stolzer's Kinder von hier ihre nachbeschriebenen cigenthümlichen gemeinschaftliche« Realitäten auf Griesheimer Gemarkung am Mittwoch den 8. April d. I., Nachmittags t U^, auf dem Rathhäns da- hier öffentlich zu Äigenthüm versteigern, als: " 1) Eine anderthalbstvckige Behausung sammt Scheuer, Stallung und Schopf, Alles unter Einem Dach, nebst 36 Ruthen Hosraithe, unten im Dorf, neben Michael Lurker und Jos. Menzer. Gericht!. Anschlag . 1000 fl. 2) 53 Ruthen Hausplatz (Gemüse- und Grasgarten), neben Valentin Gebhard und sich selbst. Gericht!. Anschlag. 300 fl. Die Bersteigerungsbedingungen werden am Steigerungstage bekannt gemacht. Griesheim, den 18. März 1863. Das Bürgermeisteramt. Siegrist. Fernach. (Liegenschafts- Versteigerung.) In Folge richterlicher Verfügung werden dem Kunstmüller Adolph Wäldin in Fernach am Mittwoch den 18. April 1863, Nachmittags 3 Uhr, in der Gemeindestube zu Fernach nachbeschriebene Liegenschaften im Wege der Vollstreckung öffentlich versteigert, wobei der Zuschlag erfolgt, wenn der Schäßungspreis auch nicht erreicht wird. Beschreibung der Liegenschaften:' Eine von Stein erbaute zweistöckige Behausung mit Mahlmühle nach neuester Einrichtung, nebst einem vo» Stein erbauten Oekonvmiegebäude, besonders stehende« Gebäude zu einer Sägmühle; 173 Ruthen Hofraiihe; 90 „ Gemüsegarten; 6 Morgen 325 Ruthen Wiesen und 117 Ruthen Bach, zu Fernach an der sehr frequenten Straße nach Appe«- weier gelegen, einerseits Joseph Fies und Georg Ho- dapp, anderseits die Landstraße. Anschlag . 24,100 fl. Oberkirch, den 18. März 1863. Der Vollstreckungsbeamte: F i n ck, Notar.» Prinzbach. (Versteigerung.) Nächsten Montag den 30. März, Vormittags 11 Uhr, wird in Priuzbach, O.-A. Lahr, der zur Pfarrei gehörige, cirta 6>/r Morgen enthaltende Hasclstaudenbusch in schicklichen Abtheilungen, insbesondere zu Reifen und Faschinen eignend, gegen gleich haare Zahlung versteigert. Zusammenkunft beim Wirths- haus zur Blume. Prinzbach, den 20. März 1863. Stiftungs-Commission. C. Gaßner, Pfr. D i e r s h e i m. ( Bauarbeiteuvcrsteigerung.) Die Erbauung eines neuen Oekonomiegebäudes mit Waschküche dahier soll im Wege öffentlicher Versteigerung am Montag den 30. d. M, Nachmittags 2 Uhr, im Nathhau«- saale dahier vergeben werden. Die einzelnen Arbeiten sinv veranschlagt: 1) Erd- und Maurerarbeit. 1622 fl. 2) Steinhauerarbcit.123 fl. 3) Zimmerarbeit.1165 ff. 4) Glaicrarbeit. 20 fl. 5) Schlogerardeir. 75 fl. Zusammen 3005 ß. Diersheim, den 20. März 1863. Das Bürgermeisteramt. Stephan Vitt, Grampp, Rathschr. Rippoldöau. (Liegenschafts - Verkauf) Andreas Schmid, Schmicdmeister dahier, verkauft am Montag den 30. d. Mts., Vormittags 10 Ubr, das an der Landstraße oberhalb dem hiesigen Bad gelegene Wohnhaus nedst einem Viertels-Morgen Garten und Ackerfeld, Alles in gutem baulichem Zustande Auch kann an gleichem Tage unter annehmbaren Bedingungen über die dem Andreas Schmid gehörige Schmiede, Schleife und Kohlscheuer ebenfalls ein Kauf abgeschlossen werden, und werde» die Kaufsliebhaber in die Wohnung selbst freundlichst eingeladen, allwv die Berkaufsobjecte «»- mim 243 »eschen und die weitern Bedingungen am Tage »er Stci- ung eröffnet werden. ßippoldSau, den 18. März 1863. A. A.: Geb eie, Bürgermeister. Gamshurst, Amts Achern. (Bau-- und Wagner» tzolzversteigerung.) Die Gemeinde Gamshurst läßt in ihrem Gemeindewald am Freitag den 27. März d. I., Bormittags 9 Uhr anfangend, etwa 330 Stück oder 154 Loose aufrechtstehende Eichstämme, worunter auch 5 starke Buchen u. 9 Stück starke gefällte Pappelstämme, am Maße daselbst öffentlich versteigern. Dabei wird bemerkt, daß die Eichen zum Schälen und die Rinden vorzüglich zu Gerberrinden sich eignen. Die Liebhaber ladet man hiezu mit dem Anfügen ein, daß 9tt Zusammenkunft im s. g. Lcderbosch ist. Gamshurst, den 14. März 1863. Das Bürgermeisteramt. Rummel. Allgeier, Rathschr. S a s d a ch bei Achern. (Gasthaus- Versteigerung.) Der Unterzeichnete läßt Dienstag den 31. März d. I., Nachmittags fr 2 Uhr, sein ihm eigentbümliches Gasthaus _ Rebstock mit dem Realrecht unter annehmbare» Bedingungen in seiner Behausung freiwillig zum Ligenthum versteigern. Das Haus ist zwei Stockwerke hoch, an der Landstraße mitten im Orte gelegen, hat ein geräumiges Wirthschaftslocal, mehrere Zimmer, einen Tanzsaal, zwei Balkenkeller, großen Hofraum, einen kleinen Gemüse- garten, sammt dabei befindlichen Oekonomicgcbäuden. Theodor Burger,' zum Rebstock. U r l o f f e n. (Fahrnißversteigerung.) Nächsten Freitag den 27. d. M., Vormittags 10 Uhr, läßt Unterzeichneter in seinem Hause 3 junge Zugpferde (Stuten), 3 gute Milchkühe , 2 ausgerüstete Wagen, ungefähr 30 Centner Heu, einen großen Haufen guten Dung gegen baare Zahlung versteigern. Gregor König, Fruchthändler. Rcnchen. iGasthaus-Versteigerung.j Wegen andauernder Kränklichkeit läßt Unterzeichnete am Dienstag den 7. i April d. I., Nachmittags 2 Uhr, im ^ Hause selbst unter sehr annehmbaren _ --- Bedingungen zu Eigenthum versteigern: Das Gasthaus mit der Schüdgerechtigkeit zum Kreuz dahier, mit angebautem Tanzsaal, neu erbauter Scheuer mit Stallung, Oekonomiegebäuden, großer Hofraithe und einem anstoßenden Garten, an der Landstraße mitten in hiestger Stadt gelegen. Anschlag 8000 fl. Mittlerweile kann dieses Anwesen auch aus der Hand »erkauft und Wirthschaftsgeräthe dazu gegeben werden. Wittwe Keppelmann, zum Kreuz. Viehversteigeruna. Auf dem )Zeroni' scheu Hofgut in Wmterbach bei Öberkirch werden Donnerstag den 26. März, Nachmittags 1 Uhr, der Versteigerung i-ausgesttzt: .. ä»m öprung sehr tauglicher, 1% Jahr alter, i$i»crer Wucherstier, feiner Appenzeller mit Schwvzer- Rare vermischt. lugendfam. . 8»nf gute Milchkühe, 1,2,3. und 4. Kalb, worunter eine acht Holländer, l. Kalb; ein ditto gemischt; 3 schön« Landkuhe. Eine großträchtige acht Holländer Kalbin. Drei Kaldumen von 3ch bringe hiemit zur öffentlichen Kennt- niß, daß das früher bestandene Gerberei- Geschäft „Gebrüder Saht" aufgelöst ist, und ich nunmehr die Gerberei für mich allein betreibe. Ich bin mit folgenden Ledersorten versehen, als: Sohlleder, Schmalleder, Kalbteder (schwarzes und brauneS), Pferdhäitte zu Verdecken und Spritzledern. I.» 'S. 0a{)l, Gerbermeister in Haslach i. K. Sinsheim. Gut. überwinterte Saateicheln und Rothbueheln empfiehlt zu billigem Preise: Carl - Fischer. Steinkohlengrnbe Berghaupten. (Arb eitergefuch.) Tüchtige Arbeiter finden hier dauernde Beschäftigung, sowie Gelegenheit, durch Accordarbeiten einen hohen Schichtlohn zu vervienen. Berghaupten, den 18. März 1863. Die Gruben-Verwaltung. Ofsenburg. (Anzeige.) Vorzügliche schwarze Tinte h 32 kr. per Maas, Anilin-Copirtinte i 36 kr. per Flasche, Blaue Tinte ä 15 kr. per Schoppen, Karminrothe Tinte » 36 kr. per Schoppen, in schönstem Farbenton und haltbar; ebenso Baumwachs empfiehlt: K. Stigler's Apotheke in Offenbürg, gegenüber der St. Andr. Spitalkirche. Anzeige. Der Unterzeichnete hat sich hier niedergelassen und wohnt bei Hrn. Gerber Schenkel. Willstätt, im März 1863. Carl Aebenius, prakt. Arzt. Offeuburg. (Lehrlingsaufnahme.) Bei Bäckermeister Johann Huber kann ern Lehrling Aufnahme finden. Offenburg. (LehrliugSavfllahlne.) Uhrenmacher L. Buß nimmt einen Lehrling an- Offenburg. Frühhafer zum Säen hat zu verkaufen : Metzger F u ch s in der Kinzigvorstadt. Anzeige« Der Unterzeichnete macht auf seinen, durch hohe Staatsbehörde , Herrn Bergrath W a l ch n e r, geprüften und als vorzüglich gefundenen hydraulischen Kalk (Schwarzkalk) aufmerksam. Etwaige Bestellungen find 8 bis 14 Tage vor dem G»- brauch zu machen. Ettenheim, den 21. März 1863. C. Jäger, Ziegler. Offenburg. (Kartoffelnverkauf.) Bierbrauer Wenk hat rothe und gelbe Saatkarloffeln billig zu verkaufen. Einstehergesuch. Zur Infanterie wird ein Einstther für die Restdienstzeit von 3 Jahren gesucht — von wem? sagt der Herausgeber dieses Blattes. Ein Bau- und Kistenschreiner wir» gesucht — wo? sagt die Erpebition dieses Blattes. »Sitte st. Herrn G. A. W. Mayer in Breslau. Münchengraetz in Böhmen, den 18. Sept. 1858. Da Ihr Brust-Syrup der Fräulein Tochter des Herrn Theater-Kassiers Stander« hier sehr wohl thut, so ersucht er Sie durch mich, ihm für beifolgende acht Gulden vier halbe Flascheu. baldigst zuseuden zu wolle». Ist. I. S e k.e r a „ Apotheker, Anzeige und Empfehlung. Unterzeichneter zeigt hiermit einem geehrten Publikum von Haslach und Wolfach, wie der Umgegend an, daß er mit einer großen Niederlage feines Kleider-Magazins Sonntag den 29. und Montag den 30. d. M. in Haslach im Gasthause zum Goldenen Kreuz, so« dann Dienstag den 31. d. M. und Mittwoch den 1. April im Gasthause zur Sonne in Wolfach sich aufhalten wird. Das Kleidermagazin besteht in schwarzen eleganten und Sommerbuckskin-Anzügen, Joppen, Hemden rc., ordinären Kleidungsstücken. Mit der Versicherung billiger Bedienung und solider Arbeit empfiehlt sich zu zahlreichem Besuch: E Weil aus Offenburg. Der i Offenburger Adreßkalender |§ für das Jahr 1863, j® mit einer Einleitung zur Geschichte der U 'Stadt Offenburg, I© Preis 30 kr., K ist im Selbstverlag des Verfassers | I. p. Dewerth erschienen, und kann bei demselben, sowie bei Buch- IG binder Boeckh in Offenburg bezogen werden, fg Da dieser Adreß-Kalender nicht nur für die Bewohner Eg hiesiger Stadt, sondern auch den Bewohnern der zum f© hiesigen Obcramtsbezirke gehörigen Landorte von In- E tereffe sein wird, so empfehle-ich denselben zur ge- g S 1 ® neigten Abnahme, s Offenburg, den 18. März 1863. I Das öffentliche Geschäftsbureau » I. P. Dewerth. „ üaafflsasaaoo QftifraooaoottQtMtttoofrSOPS'tK» Offenburg. (Zimmer- u. Ladenvermiethung.) Bei Maler A d a m an der Bahnhofstraße ist ein mödlirteS Zimmer nebst Laden auf April zu vermierhen. Auch find bei demselben Kartoffeln zu habin, der Sester zu 18 kr. O f f e n b u r g. (Dienstantrag.) Ein braver Bursche findet bis 1. April einen guten Platz — bei wem? sagt die Expedition dieses Blattes. O f s e n b u r g. (Verlorenes.) Dor einiger Zeit ging in hiesiger Stadr oder bis zum Bahnhof ein noch ganz neuer schwarzer langer Pelzkragen mit hochrothem Seidensutter verloren, welchen der redliche Finder gegen Belohnung an den Herausgeber dieses Blattes abgeben wolle. Ti« Rnr*r*hfi rrlfKräuter-Seife (äPäck- ur.ouitua.iai & chen 21 kr ) zur Ver _ schönerung und Verbesserung des Teints, erprobt gegen alle Hautunreinheiten und für Bäder, sowie |a„ c n i n ,1^ arom. Zahn-Pasta (ä MJL » kj Ulli uo Päckchen zu 21 und 42 kr,), das Beste zur Cultur und Conservation der Zähne und des Zahnfleisches, — empfehllh sich mit vollem Rechte als zwei der nützlichsten und auch wohlfeilen Cosmetiques von hervorragender, trotz der hundertfältigen Nachbildungen seither unübertroffener Qualität, und werden in Offenburg fortgesezt nur allein acht verkauft bei FercL Hölzlin jr. und in Kehl bei J. W. Sommer. Boutemard’s Offenburg. Zm große« Saale deS Hru. Schmidt: Mittwoch den 25. d. M. gibt der rühmlichst bekannte Physiker und Magier Louis Oehler auS Karlsruhe seine letzte Vorstellung. Anfang Abends y 2 8 Uhr. — Alles Nähere besagt das Programm. Einladung. Die Vorstände der Hanauischen Singvereine werden eingeladen, sich Mittwoch den 8. April, Nachmittags 3 Uhr, im Gasthause zum Schwanen in Kork zu einer Besprechung über ein im Lause dieses Sommers abzuhaltendes Hanauisches Sängcrsest einzufinden. Waguergesellen finden mehrere tüchtige für Bauern-Ardeit gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung bei Wagner Kunz in Malsch bei Rastatt. Offenburg. (Wohnungsvermiethung.) Alois Stöhr, Hutmacher in der Gymnasiumsgaffe, hat den zweiten Stock seines Hauses, auf Johanni beziehbar, zu vermiethen. Offenburg. (Anzeige.) Der Unterzeichnet« ist im Besitze eines einspännigen Fuhrwerkes, und empfiehlt sich anmit zur Besorgung von Fuhren aller Art, unter Zusicherung billiger Bedienung. Meine Wohnung ist bei Hrn. Schneidermeister Wcndelin Schwarz in der Gerbergaffe. Karl Bruder. j (Hauptpreis ff. 200,000.) Rur rrsssLik (Monatlich eine Ziehung.)i 30 kr. kosten '/» Loose, — fl. 3. — ‘/ 2 Loose, fl. 6. i/i Loose, zu der am 28. und 29. Mai stattfindenden, j | von der hiesigen Regierung geleiteten und garantirten ' i großen Staats-Gewinne-Verloosung, ' welche 14,800 Gewinne von fl. 200,000,100,000, 50 , 000 , i ; 30,000, 25,000, 20,000, 15,000, 12,000, 10,000, 6000, j >5000, 4000, 3000, 2000, 117mal 1000, 111 mal 300, i ! 6333mal 100 rc. enthält, die durch den Unterzeichneten! ' in Silberthalern sowohl hier ausbezahlt als nach jedem j Orte versandt werden. Die Planmäßigen Freiloose i i werden gleichfalls sofort nach der Ziehung ausgeh. ' und amtliche Pläne der Bestellung beigeschlossen. , Da unter solchen, für den Einleger höchst günstigen j j Bedingungen ohne Zweifel bas Verlangen nach obigen s ! Loosen außerordentlich stark werden wird, so ersucht. j man so bald als m ö gl i ch und zwar n u r d i r e 11 ] i Bestellungen machen zu wollen bei dem mit dem Ver- i kaufe beauftragten Obereinnehmer fääfT 21 . Grünebaum, Allerheiligenstraßc Nro. 69, in Frankfurt am Main. Der Betrag kann in Papiergeld eingesandt, i oder auch per Postvorschuß erhoben werden. Unterentersbach. (Geld auszuleihen.) Unterzeichneter hat 3000 fl. Pflegschaftsgeld gegen pfandschaftliche Versicherung und 4 % Verzinsung auSzuleihen. Symphorian Schwarz, Lachenbaucr. Rust. (Mastviehverstcigerung.) Am Dienstag den 31. März d. I., Vormittags 11 Uhr, werden .in den grundherrlichen Schloß- und Meierhof- »stallungen zu Rust 10 Stück ganz fette Ochsen, 46 „ „ „ Kühe und Kalbinnen, wovon einige trächtig sind, öffentlich versteigert. Ettenheim, den 20. März 1863. Die grundherrliche Gutsverwaltuug. ""'rep. äks Das Neueste in Frühlingsmcmteln, Paletots «ni» Talmas angekommen bei Albrecht Fischer in Offenburg. Anzeige. Ich Unterzeichneter mache hiermit die ergebene Anzeige, daß ich nebst den angefangenen Stickereien auch alle zu Stickarbeiten nöthige Artikel führe, als: Castor- und Terneaux-Wolle, Stick- und Strick- seiöe, Perlen sowie Stramine, und erlaube mir ein verehrliches Publikum darauf aufmerksam zu machen, daß sämmtliche Waaren von bester Qualität sind und zu billigen Preisen abgegeben werden. Leopold Ärmbruster. Steinstraße in Offen bürg. Parfümerie-Mederlage. Alle Sorten Haaröle, Seifen, Pomade, Cosmetique, Eau de Cologne, Reutlinger Wasser, Jod-Soda-Seife, doppelt Klettenwurzelöl, ächten Franzbranntwein und viele in dieses Fach einschlagende Artikel besitze in größter Auswahl und verkaufe billigst. Nlaf Menk in Offenburg. O f f e n b u r g. i Anzeige.) Verschiedene Häuser mit und ohne Geschäftseinrichtung, zu jedem Zwecke dienlich; Bauplätze, Scheunen, m hiesiger Stadt und der Umgegend, hat zu verkaufen der Unterzeichnete. Auch werden in die entferntesten Gegenden An- und Verkäufe besorgt durch H. Berger, Geschäftsmann. Feuerwehr Offenburg. Donnerstag den 26. d. M-, Abends halb 6 Uhr, Spccial- Ucbung der Löschmannschaft im Burgerhof. Das Commando. Offenburg. (Dickrübenverkauf.) Metzgermeister Joseph Schmidt hat Dickrüben zu verkaufen. 24 « Stockfische fl 10 kr. per Pfund, deutsche» Klecfame» (prima Qualität) empfiehlt: - Math. Wattkr in Offenburg. Offen bürg. (Dickrüben - Verkauf.) Pfslz- wirth Schmidt hat Dickrüben : » 20 kr. per Ctr. zu verkaufen. Offenburg. (Wohnungsvermielhung.) Eine Wohnung , bestehend in 3 Zimmer» nebst Hüche, ist sogleich in der Schulgaffe Nr. 302 zu vermiethcn. ' Offenburg. (Knechtgcsuch.) In ein hiesiges Privat- hauS wird ein mit guten Zeugnissen versehener Hausknecht gesucht — von wem? sagt der Herausgeber dieses Blattes. Gewöhnlichen Kleesame», Luzerner Kleesamen, Esparsette, Dick- und Gelbrübensamen verkauft billig v» gros und en detail: Mar Wenk in Offenburg. Offen bürg. (Empfehlung.) Der Unterzeichnete empfiehlt sich auf bevorstehende Festzeit mit einer reichen Auswahl von Gebetbüchern in allen Einbänden, sowie noch sonstigen Artikeln, besonders für Erstcvmmunicanten passend. Auch empfehle ich mich der Hochwürdigen Geistlichkeit mit einer Auswahl von Communion- Andeuken L. Äugufl 8toh(, Buchbinder, dem Bad. Hof gegenüber. Appenweier. >Geld auszulcihen.) Anton Wiede- «er in Appenweier hat 1000 fl. Pflegschaftsgold zu 4y 2 % im Ganzen oder thcilweise auszuleihen. Gold sch euer. (Geld auszuleihen.) Bei Vormund Ferdinand Renwald sind 700 st. zu 5 Procent auf gute Versicherung auszuleihen. Urloffen. (Geld auszuleihen.) Marlin.Stöckel in Urloffen, Pfleger über Helena Schelli in Amerika, hat 220 fl. Pflcgschaflsgetd zu 4-/- % auf gerichtliche- Versickerung auszuleihen. Offen bürg. (Geld auszulcihen) Bis Ende April I I können 4000 fl. Privatgew auf Obligation zu 4 1 / 2 %. dargeliehen werden — von wem? sagt der Herausgeber dieses Blattes. V®er : wejjoh seiner ittserördejitliclip)i^ h£& Giite wohlbekannte I^Jtwisse Brust Syrup ' derTabrik von Q . GA .WMayer B reslii u - yjgg||;- jsl acht zu Jialreti ^/r' ■. . IL Ä - -jJ bei Herrn Conrud Hei*«I I.) Die zur Berichterstattung über den Entwurf einer Civilproceßordnung j gewählte Commission hat gestern ihre Arbeiten beendet, j Neben einer Aenderung in Betreff des Contumaeialver- fahrenS bildet wohl den wichtigsten Theil unter den beantragten Aenderungen die von der Mehrheit gewünschte Beibehaltung der Liquiderkenntniffe. Der Entwurf will in seinen tztz 647 ff. sofort auf den s. g. bedingten Zahlungsbefehl , wenn die auf demselben gestellte Zahlungsfrist abgelaufen ist, ohne daß von dem Beklagten gerichtliche Verhandlung verlangt worden wäre, die von dem Gerichte angcdrohte Hülfsvollstreckung auf Anrufung des Klägers eintreten lassen. Nach dem bisherigen Rechte muß aber zuvor ein s. g. Liquiderkenntniß ergehen, welches alle Eigenschaften eines förmlichen Urtheils hat, ohne daß doch jemals förmliche Klage erhoben worden wäre. Mit der Abschaffung der Liquiderkenntniffe und folgcweise mit der Beseitigung der auf sie zu gründenden Pfandeinträge will der Entwurf insbesondere der Erschleichung rechlskräftiger Erkenntnisse und ihrer Folgen entgegentreten. Die Commission dagegen scheint namentlich vom praktischen Gesichtspunkte aus, wie dies auch zuvor z. B. die Anwälte in ihrer Begutachtung gethan hatten, für Beibehaltung der Liquiderkenntniffe sich entscheiden zu wollen. — Der Entwurf einer Strafproceß- ordnung ist heute ausgegeben worden. Derselbe bildet mit seiner Begründung einen förmlichen Band von sehr bedeutendem Umfange. Karlsruhe, l0. März. (S. M.) Der dem Land- i tage vorgelegtc Entwurf der Strafproceßordnung, welcher nunmehr im Druck erschienen ist, führt die durch die neue Gerichtsverfassung festgestellten Grundlagen des Strafverfahrens im Einzelnen durch, indem er dabei auf die Fortschritte in Wissenschaft und Gesetzgebung gebührende Rücksicht nimmt. Zunächst wird ausgesprochen, daß nach dem schon in der Gerichtsorganisation ststgestellten Anklagegrundsatz in allen Fällen, welche nicht der Privatanklage Vorbehalten sind, eine Strafverfolgung nur auf Antrag des Staatsanwaltes stattfindet. Die Stellung der Staatsanwaltschaft wird dahin erläutert, daß dieselbe nicht etwa als Partei dem Angeklagten gcgenübertritt, sondern als unparteiisches Organ j der Rechtspflege, dessen Aufgabe die Erforschung der ma- I teriellen Wahrheit ist. ^Die gerichtliche Voruntersuchung als j Vorbereitung für die öffentliche Hauptverhandlung wird als I eine durchaus nothwendige Einrichtung beibehalten, jedoch l ist man dabei, wie die Begründung des Entwurfs sich auS- drückt, keineswegs der Meinung, die vielgetadelten Mängel der bisherigen Art der Untersuchungsführung, unnöthige Weitschweifigkeit, dadurch bedingte Verzögerung mit allen ihren Beschwerden für den Angcschuldigten, sortbeftehen zu lasse». Man erwartet vielmehr, daß die Untersuchungsrichter sich immermehr von den angewöhnten Vorstellungen über die Aufgabe der Untersuchung losmachen und sich von dem Gedanken durchdringen lassen werden, daß künftig das Ur- theil nicht mehr auf geschriebene Acte», sondern auf die Er- i qebniffe der eigenen Anschauung in der mündlichen Ver- * Handlung gegründet werden soll. Einzelne dies, bezweckende 247 Vorschriften find insbesondere: daS Gebot einfacher Eröffnung der Anschuldigung an den Beschuldigten und Entgegen- nähme seiner Erklärung, statt der hergebrachten kunstreichen Verhöre; die Verschiebung der Zeugenbeeidigung und der Gegenüberstellung auf die Hauptverhandlung, Abkürzung der Protokolle u. s w. Eine Reihe anderer Vorschriften bezweckt die Vermehrung der Schutzmittel gegen grundlose strasge- richtliche Verfolgung, so namentlich gewisse, dem bisherigen Zustande gegenüber wesentliche Erweiterungen der Rechte der Bcrtheidigung: Zulassung eines Vertheidigers in der Voruntersuchung zur Ausführung von Beschwerden oder Anträgen, bedingte Gestattung der Acteneinficht und Zulassung des Vertheidigers zu einzelnen Untersuchungshandlungen, Gestattung freier Besprechung des Vertheidigers mit dem Angcschuldigten nach Eröffnung des Verweisungsbeschluffes, Recht direkter Fragestellung in der Hauptverhandlung u. s. w. Endlich führt der Entwurf die in der Gerichtsverfassung vorgeschriebene Oeffentlichkcit und Mündlichkeit in Bezug aus alle Stufen der Gerichtsbarkeit in der Werse durch, daß die mündliche Verhandlung nicht eine bloße Wiederholung der vorangegangenen ackenmäßigen Erhebungen, sondern eine wirkliche, den Schwerpunkt des ganzen Verfahrens enthaltende und die unmittelbare Grundlage des Endurthcils bildende Hauptverhandlung sein soll. Mannheim Rach dem Hamburger „Freischütz" hat Te. Äönigl. Hoheit der Großherzog abermals 200 Rthlr. für die deutsche Secmanusschulc beigesteucrt. Die Nachricht schließt mit dem Ausrufe: „Ein Hoch! diesem patriotischen Fürsten!" Mannheim, 15. März. (B.L.Z.) Die huldvolle Zusage länger dauernden Besuches, welche I. Kon. Hoheit die Großherzogin Luise bei Ihrer letzten Anwesenheit gemacht hatte, ist gestern Mittag aus'S Schönste in Erfüllung gegangen. Am Bahnhofe von den städtischen und Großh. Behörden der Verwaltung empfangen — andere Empfangsfeierlichkeiten waren abgelehnt worden — fuhr das Großh. Paar mft dem Erbgroßherzog, freundlichst die Begrüßung der aller- wärts zuströmenden Menschenmenge erwidernd, zum Schlosse. Noch vor der Tafel machte das Großh. Paar ohne alle Begleitung einen Rundgang durch die Stadt und die Schloßanlagen Zur Tafel waren die Großh. obersten Gerichtsund Verwaltungsbehörden und die beiden Bürgermeister geladen. Des Abends brachte das Männervoralquartett des Hoftheaters ein freundlichst angenommenes Ständchen; den Abend beschloß großer Zapfenstreich der Regimentsmußken. Deute früh nach dem Gottesdienste besuchte I. K. Hoheit die Großherzogin das Großh. Institut; Se. K. Hoheit der Groß- herzog nahm die Parade der Garnison ab. Rach der Tafel besuchten die höchsten Herrschaften das Theater, wo bei dicht- gefülltem Hause Gounods Faust gegeben wurde. Die nächste Woche ist fheils zu Ausflügen nach Heidelberg, Schwetzingen und Mosbach, theils zum Besuche der verschiedenen hiesigen Anstalten der Industrie, Kunst, Wissenschaft und Wohlthätig- kcit bestimmt. Ein Abend im Großh. Institut iDienstagSj und ein Aeademieronzcrt find an den Richttheatertagen vorgesehen; morgen wird Shakespearc's „Wies Euch gefällt" aufgeführt werden. Offenburg, 23. März. Der rühmlich bekannte Phv- fiker und Magier Hr. Louis O e h l e r aus Karlsruhe weilt feit einigen Tagen in unserer Stadt, und hat bereits zwei Vorstellungen gegeben, welche mit großem Beifall ausgenommen wurdeir, indem seine Leistungen wahrhafte Bewunderung erregten. Wie wir hören, wird er nächsten Mittwoch seine letzte Vorstellung hier geben. Es ist zu wünschen, daß dieselbe sich noch eines zahlreichen Besuches erfreuen möge, damit der ausgezeichnete Künstler die ihm gebührende Anerkennung finde. -I- Aus dem Hanauischen, 20. März. Durch den Großh. Amtsvorstand m Kork, Herrn Amtmaim Frech, ist eine schone Idee angeregt worden, welche vielseitigen An- klang gefunden hat: nämlich: daß fich die Singvereine Ha- oauischer Gemeinde» zu einem gemeinschaftlichen Hanauischen Sängerfeste vereinigen möchten; und man hofft, daß diese schöne Idee schon im Laufe dieses Jahres zur Auslührung komme. ' Bon der Kinzig, 10. Marz. (B.L.Z.) Mit höchsten» Interesse hat Schreiber Dieses die ebenso wichtigen, als ich». | reichen Verhandlungen des zum ersten Mal getagten landw. Ccntralausschuffes in Karlsruhe in Ihrem Blatte gelesen und dabei mit Freuden begrüßt, daß, als über die Budgetsrage verhandelt wurde, He,rr Steiner (Gengenbach) den Ai>- i trag zu Protocoll gab, man möchte für die Zukunft eine« f osten für Schweinezucht einführen. Denn daß dielet weig der Thierzucht sehr einträglich ist, möge folgender i Thatbestand beweisen: dem Bürger Michael Goos in Weier, j Obcramts Offenburg, warf sein 2 Jahre altes Mutterschwei» > (gewöhnlicher Landesrace) den 20. Januar 1862 >6 Junge, l wovon er für 15 Stücke nach 5 Wochen 88 fl. erlöste. Den ! 4. Juli warf genanntes Thier abermals 16 Junge; sie j wurden, 5 Wochen alt, für 87 fl. verkauft, und den 24. Jan. ' 1863 wurden 10 Stück vom dritten Wurf für 75 fi. vev- j kauft (das 11. Junge wurde von der Mutter erdrückt). So- i mit hat Goos in genau einem Jahr für junge Schweinchc» von einer Loos 250 fl. .erlöst, trotzdem er vom ersten Wurf i ein Mutterschweinchen zur Nachzucht behielt, welches im i Laufe des Sommers ebenfalls 5 Junge warf, die für 25 st. verkauft wurden Daß dieser Thatbestanv allerdings ei« j seltener Fall in der Schweinezucht ist, ergibt sich von selbst, ! aber immerhin ist diese Zucht wirklich ein wichtiges Geschäft des Landwirths. Zu bemerken ist noch, daß genannte Schweine fich ebenso mastungs- als zeugungsfähig bewiese« haben. Einsender, welcher sich besonders um diesen Fallin- teresfirt, hat von dem ersten Wurf ein Schwcinchcn gekauft, welches auf den Tag 9 Monate alt geschlachtet wurde und 196 Pfund wog, obschon die Fütterung eine magere war, hingegen Reinlichkeit und Pünktlichkeit bei derselben streng gehandhabt wurden. Zudem sind diese Thiere von ganz ruhiger Natur. Aus dem Amtsbezirke Triberg, 14 März. (B.L.Z.) Kaum mochte anderswo die neue Einrichtung der Gericht» und der Verwaltung eine Bewegung hcrvorgerufen haben, wie m diesseitigem Amtsbezirke, der die Amtsgerichtsbezirke § Triberg und Hornberg in sich schließt, welch beide aber da- : bsi für ihr Fortbestehen zu furchten scheinen. Seit nun auch noch ein Kreisgericht für den Schwarzwald in Aussicht steht, hat die Bewegung eine außerordentliche Höhe erreicht, indem jetzt noch mehr wie früher die Interessen und Wünsche der einzelnen Orte des Amtsbezirkes auseinander gehen, ja fich geradezu durchkreuzen. Denn während die hoch, sowie dis > südlich gelegenen, zum Theil bedeutenden Orte, als St. Georgen und Furtwangen, vermöge ihrer geographischen Lage un» natürlichen Verkehrs entschieden mit dem Schwarzwald übereinstimmen, glauben die niederer und die nördlich gelegenen Gemeinden aus denselben Gründen ihr Heil nur in einer Zutheilung zum Bezirke Offenburg zu finden. Bei dieser Sachlage kann daher auch nur eine Eintheilung nach de« natürlichsten Grenzen, nach Flußgebieten, zweckdienlich er- scheinen. Wenn die im Donaugediet gelegenen Orte dem Berwaltungs- u. Gerichtsbezirke Villingen und dem Schwarz- waldkreiS zugetheilt, die im Rheingebiete sich befindende» Orte dagegen, als Schönwald, Schonach, Nußbach, Triberg, Gremmelsbach, Niederwaffer, Hornberg, Gutach, Reichen- bach, Langenschiltach und die beiden Thennenbron», zu eine« Berwaltungs- und Gcrichtsbezirke vereinigt, mit dem Sitzt des Amtsgerichtes in Hornberg und dem der Verwaltung in Triberg, dem Kreise Offenburg einverleibt würden, wäre un- streitig allen Verhältnissen gedient, wäre man Allem gerecht. Pforzheim, 10 März. ,10 „4 Loose ist man für obige Ziehung detheiligt. Bestellungen gegen Einsendung des Betrags oder Postvorschuß find baldigst und nur direkt zu senden;| an das Bankhaus B. Schottenfels in Frankfurt am Main. Listen werden sofort nach der Ziehung jedem Theil- nehmer franco zugesandt. I Gffenburger Frvchthalle. Markt vom 21. März 1863. Frucht- Gattung. Eingeführt. Ausgestellt». letzten Markt. Verkauft. Mittelpreis per Centner Bleiben ausgestellt. Centner Centner Centner fl. kr. ! Centner Waizen . . . 284 34 318 6 41 ! — Kernen . . . — — — — — — valbwaizen 71 — j 71 4 56 — Korn .... 31 31 4 30 — Haber. . . . 47 7 ; 36 3 57 18 Gerste . . . 53 - 1 53 3 59 — Welschkorn. - 7 - I. 7 3 50 — 493 41 ' 516 18 Brodprersberechuung m Amtsbezirk Wolfach. 1 ) 9 Loth Weißbrod 2 kr. 2) 2 Pfund Halbweißbrod 8 kr. 3) 4 Pfund Schwarzbrod 13 kr. Wolfach. den 21. März 1863. Großherzogliches Bezirksamt. Verantwortlicher Redacteur: Z. Otteni. — Druck und Verlag der Buchdruckerei von I. L?tteni u. Soh u.