Erscheint Dienstag, Donnerstag und Samstag. Abonnementspreis vierteljährlich 1 &fi. 50 durch die Post bezogen 1 «H. 80 4. Der Landbote. Einrückungsgebühr die kleingespaltene Zeile oder deren Raum 10 Reklame» werden mit 30 ^ die Zeile berechnet. Briefe und Gelder frei AmtsvttKmdWWsblatt sid Aozkiger fär de« Amtsbezirk Sinsheim. M 13. Donnerstag den 30. Januar 1879. 49. Jahrgang. v 4 Bestellungen auf den „Landboten" für die Monate Februar und März können bei allen Postanstalten und Landpostboten, hier bei der Expedition dieses Blattes gemacht werden. )( Politische Wochenschau. Die parlamentarischen Verhandlungen in den deutschen Volksvertretungen waren verflossene Woche besonders in Preußen, Bayern und Baden von Interesse. In Preußen und Baiern zeigte sich das von mancherlei Gesichtspunkten aus unstatthafte Bestreben, Reichsangelegenheiten in Form von Anträgen auf Jnstrui- rung der resp. Bundesrathsmitglieder vor die Partikular-Volksvertretung zu ziehen. Wie un- thunlich dies besonders für Preußen ist, namentlich wenn diese Jnstruirung in einem den Reichs- kanzlerischen Anträgen gegentheiligen Sinne erfolgen soll, hat der Abg. Laster in der Sitzung des preußischen Abgeordnetenhauses vom 23. d. Mts. überzeugend nachgewiesen. Was die Verhandlungen des badischen Landtags betrifft, so müssen wir uns hier kurz fassen und auf die speziellen Berichte verweisen. Verschiedene Gegenden unseres Landes sind gegenwärtig in einer gewissen Aufregung wegen Aussicht auf Wiedergewinnung früher verlorener Amtsgerichlssitze, welche Aussicht für einzelne Orte (so Walldürn, Gernsbach und Kenzingen) durch das Nachtrags- erforderniß zum Budget des Großherzoglichen Justizministeriums in erhebliche Nähe gerückt wurde. Andere Orte scheinen dadurch für ihre Jntereffen besorgt geworden zu sein, während wieder andere meinen, was dem Einen gewährt werde, dem Andern nicht versagt werden dürfe. So hat sich nun eine Zeitungspolemik entspannen, welche auf eine ziemlich heftige Erhitzung der Gemüther in den betreffenden Bezirken und Orten schließen läßt und von der nur zu wünschen ist, daß sie Formen und Grenzen einhalte, welche eine dauernde gegenseitige Verbitterung ausschließen. Die württembergische Kammer beschäftigt sich gegenwärtig mit dem Etat des Kultusministeriums. Wie man hört, ist die Aufhebung der berühmten land- und sorstwirthschaftlichen Akademie Hohenheim oder deren organische Verbindung entweder mit dem Stuttgarter Polytechnikum oder mit der Universität Tübingen in Erwägung gezogen. Dem hessischen Landtag ist neben einer Fülle der wichtigsten organisatorischen Gesetzesentwürfe nunmehr auch der in finanzieller Beziehung bedeutsame Gesetzesentwurf bezüglich des Verkaufs des hessischen Antheils der Main Weser-Bahn an Preußen zugegangen. Der Kaufpreis soll 17% Millionen Mark betragen. In Hamburg haben die Verhandlungen des See-Amtes über den Zusammenstoß der Pom- merania mit einer englischen Barke begonnen. Die Aussagen der englischen Bemannung dieser Barke lauten sehr belastend für ihren Kapitän, der sich denn auch zum Verhör trotz ergangener Vorladung als Zeuge nicht gestellt halte. Oesterrreich - Ungarn: In Wien ist eine Konferenz zur Berathung von Maßregeln gegen die Ausbreitung der in Rußland auftre- lenden pestartigen Epidemie zusammengetreten. Diese Konferenz ist beschickt durch die Vertreter der deutschen und ungarischen Regierung, den Ministerien des Auswärtigen, des Innern, des Handels und der Finanzen und 3 Fachgelehrte. Der rumänischen Regierung ist die Betheiligung an den verabredeten Maßregeln in gewissem Umfange Vorbehalten. Das österreichische Abgeordnetenhaus hat den Handelsvertrag mit Frankreich angenommen und die Debatte über den Berliner Vertrag bis zum Schluß der Generaldebatte geführt. Frankreich: Inder Abgeordnetenkammer hat der der Linken angehörige Abg. Laipest den Antrag gestellt, die Militärdienstzeit auf 3 Jahre herabzusetzen. Die Kammer beschloß, den Antrag in Erwägung zu ziehen, derselbe wird also demnächst znr Diskussion gestellt, obschon man seine Annahme nicht für wahrscheinlich hält. Ein weiterer Antrag auf Verlegung der Kammersitzungen während der schlechten Jahreszeit von Versailles nach Paris ging von den Bonaparti- sten aus, wurde aber abgelehnt. Der Antrag bezweckt natürlich nur, die eonapartisten bei den Parisern wieder lieb Kind zu machen. Wie es heißt, beabsichtigen die Republikaner das Ministerium vom 16. Mai 1877 (Broglie u. Gen.) in Anklagestand zu versetzen. Auch für diesen Fall soll Mac Mahon gedroht haben, die Präsidentschaft niederzulegen. Es ist dies sehr glaublich, denn der 16. Mai ist des Marschalls eigenstes Werk. Luxemburg: Im Schloß Wolserdingen haben die Leichenfeierlichkeiten für den verstorbenen Prinzen Heinrich der Niederlande stattgefunden bezw. ist die Ueberführung von dessen Leiche nach Delft erfolgt. Seine Kgl. Hoheit der Groß- herzog von Baden war dabei durch besondere Abgesandte vertreten. Schweiz: Der Antrag auf Wiedereinführung der Todesstrafe wird voraussichtlich in eine von der größeren eidgenössischen Presse befürwortete gegen bisher strengere Bestrafung der schweren Verbrechen und den Strafvollzug in einer eidgenössischen Centralanstalt für lebenslänglich Verurtheilte auslaufen. Italien: Auf das Ministerium Depretis hat die ruhige und edle Sprache des Papstes Eindruck gemacht und die Hoffnung erregt, daß sie den Bischöfen als Richtschnur dienen werde. In Folge hiervon hofft man Herstellung eines Mod»8 vivendi zwischen der Regierung Hum- bert l. und dem Vatikan. Eine Rede, welche der italienische Justizminister jüngst im Senate gehalten hat, läßt ein solches Resultat der Verhandlungen erwarten. Ueber das orientalische Wirrniß nichts Neues von Belang. Der russisch-türkische Separatfriede harrt seines Abschlusses noch immer; begütigend wird berichtet, es handle sich nur noch um Fragen II. Ordnung, die sich auf die Kosten für den Unterhalt der Gefangenen beziehen. — Der Emir Schir Ali von Afghanistan wird, wie man offiziös aus Petersburg berichtet, nicht dahin kommen, sondern in Taschkend bleiben. Ueber den Fortgang der Okkupation Afghanistans durch die Engländer liegen keine Nachrichten von Wichtigkeit vor. Deutjcheo Reich. Sinsheim, 24. Jan. Wie man aus zuverlässiger Quelle vernimmt, wird die in öffentlichen Blättern besprochene Einverleibung des hiesigen Amtsgerichtsbezirks zum künftigen Landgerichte Mosbach nicht einlreten; der Sinsheimer Bezirk vielmehr, wie bisher, bei Mannheim verbleiben. Mit wenigen Ausnahmen herrscht hierüber in allen Orten des Bezirks freudige Stimmung; ist doch Jedem, den Prozesse und dergl. zu einer Reise nach Mannheim veranlassen, Gelegenheit geboten, damit andere Geschäfte in einer Gegend zu verbinden, in welche der Verkehr ihn ohnehin oft führt. f Sinsheim, 29. Jan. Seine Majestät der Kaiser und König haben bei Gelegenheit des Krönungs- und Ordensfestes gnädigst geruht u. A. auch dem hiesigen Bezirksfeldwebel Müller vom 1. Bataillon (Bruchsal) 3. Bad. Landwehr-Resiments Nr. 111 das „Allgemeine Ehrenzeichen" zu verleihen. München, 28. Jan. Wie das „Münchener Fremdenblatt" vernimmt, ist Professor von Pet- tenkofer gestern im Aufträge der bayrischen Regierung behufs Verabredung rascher und energischer Maßregeln gegen die Verbreitung der Pest nach Berlin abgereist. . München, 28. Jan. Die gegen die Münchener Simultanschulen gerichtete Beschwerde wurde in dem Ausschuß der Reichsrathskammer mit 7 gegen 2 Stimmen für unbegründet erklärt. Berlin, 26. Jan. Das Krönungs-und Ordens fest hat heute im Beisein des Kaisers, der Kaiserin und der Prinzen und Prinzessinnen des königlichen Hauses stattgefunden. Um 12 Uhr fand in der Schloßkapelle der feierliche Gottesdienst statt und um 1 Uhr große Tafel im Weißen Saale, der Bildergalerie und den anstoßenden Gemächern. Der Kaiser brachte den Toast auf die neueu Ritter aus. Die Kronprinzessin, die Prinzessin Friedrich Karl und die Prinzessin Luise Margarethe waren der Trauer halber nicht zugegen. Das Aussehen des Kaisers war frisch und rüstig. Morgen findet ein Capitel des Schwarzen Adler- Ordens statt, wobei zwei neue Ritter dieses Ordens, die Herren General von Boyen und der Botschafter Fürst Hohenlohe neu ausgenommen werden sollen. Berlin, 27. Jan. Aus guter Quelle verlautet, die Regierung beabsichtige, dem Landtag einen Gesetzentwurf wegen der definitiven Einziehung des Welfenfonds zu machen. Berlin, 27. Jan. Die „Nationalzeitung" erfährt von wohlunterrichteter Seite: Das Staats- minijterium sprach sich gegen das Tabakmonopol und für die Gewichtssteuer aus und überließ dem Finanzminister die Ausarbeitung der betreffenden Vorlage. Das im Reichsjustizamt ausgearbeitete Gesetz betreffend die rechtliche Sicherung der Prioritätenbesitzer respektive das Pfandrecht an Eisenbahnen ist dem Staatsministerium zugegangen. Die drei Reichsgesetze: betreffend den Eisenbahnrath und das Eisenbahnverwaltungsgericht sowie das Reichseisenbahngesetz, sind den übrigen betheiligten Bundesregierungen übermittelt. Dem Vernehmen nach ist der letzterwähnte Gesetzentwurf geeignet, dem Reichseisenbahnamte für die Zukunft einen umfassenden Wirkungskreis und eine möglichst einflußreiche Stellung gegenüber dem gesammten deutschen Eisenbahnwesen zu schaffen. Berlin, 28. Jan. Der „Reichsanzeiger" publizirt eine kaiserliche Verordnung, welche den Reichstag auf den zwölften Februar einberuft. Berlin, 28. Jan. Der Bundesrath tritt heute zur Beschlußfassung über ein sofort zu erlassendes Einfuhrverbot von Hadern, Fellen u. s. w. über die russische Grenze zusammen. Wegen der Abfindung einer internationalen Commission deutscher, österreichisch ungarischer Aerzte nach den von der Pest infizirten Gegenden schweben Verhandlungen mit Rußland. Fulda, 28. Jan. Der Papst beabsichtigt die gänzliche Auflösung der oberrheinischen Kirchenprovinz. Dortmund, 28. Jan. Das Criminalgericht verurtheilte Toelcke wegen Beleidigung von Reichstagsmitgliedern zu neun Monaten Gefängniß. Der Antrag des Staatsanwalts hatte auf ein Jahr Gefängniß gelautet. Hamburg, 28. Jan. Die Verhandlungen vor dem Seeamte in Sachen der „Pommera- nta" sind heute beendet. Der Capitän Prit- chard hatte vor dem deutschen Generalconsulate in London erklärt, er könne sein Schiff nicht verlassen und deshalb nicht als Zeuge in Hamburg erscheinen. Die Verhandlungen brachten sonst nichts wesentlich Neues. Schließlich beantragte der Commissär des Reiches, das Seeamt wolle erktären, Capitän und Officiere der „Pommerania" seien an dem Zusammenstoß schuldlos; daneben aber aussprechen, daß das Offenhalten leerer Kohlenbehälter ohne zwingende Nothwendigkeit in Zukunft zu vermeiden sei. — Die Publikation des Erkenntnisses wurde ausgesetzt. Ausland. Wien, 26. Jan. Für den allerdings heute noch sehr fraglichen Fall, daß die Ziehung eines militärischen Cordons gegen die Pest geboten sein sollte, eines Cordons, der sehr eng geschloffen sein und die allerschärfste Aufsicht zu üben haben wird, liegt die betreffende Mobilisirungsordre wie für den Kriegsfall bereits fertig. Wien, 27. Jan. Ein Telegramm des österreichischen Botschafters in Petersburg meldet, daß in Wetlianka am 8. und 9. Januar alten Stils (20. und 21. Jan.) je ein Todesfall stattgehabt und seitdem kein neuer Todesfall vorgekommen sei; auch in den anderen Lokalitäten hätten keine neuen Erkrankungen stattgefunden. Die Epidemie nehme entschieden an Intensität ab, der Cordon sei neuerdings verstört. Der österreichische Consul in Moskau widerlegt das Gerücht, daß in einem Orte des Gouvernements Moskau eine Epidemie ausgebrochen sei Paris, 26. Jan. Bei der heutigen Ziehung der Nationallotterie fielen auf die nachstehend genannten Nummern und Serien die dabei angegebenen Hauptgewinne: 978,599 Serie vier ein Silberservice im Werthe von 125,000 Fr., Nr. 167,257 Serie fünf ein Diamantenschmuck im Werthe von 100,000 Fr., Nr. 75,582 Serie elf eine Diamantenschnur im Werthe von 50,000 Fr., Nr. 24,613 Serie eins eine dergleichen im Werthe von 50,000 Fr., Nr. 955,089 Serie acht ein silbernes Tafelservice im Werthe von 24,000 Fr. Paris, 27. Jan. Die „AgenceHavas" meldet aus Pera vom 25. d.: der Sultan ist krank. Paris, 28. Jan. Die „Agence Havas" meldet: Wie versichert wird, hat der Marschall Mac Mahon in dem heute Morgen stattgefundenen Ministerrath erklärt, er werde in der Frage der militärischen Commandos nicht nachgeben, sondern eher seine Demission nehmen. Rom, 26. Jan. Die Deputirtenkammer hat den Handelsvertrag mit Oesterreich in geheimer Abstimmung mit 205 gegen 10 Stimmen angenommen. Madrid, 27. Jan. Bei der bevorstehenden Zusammenkunft der Könige von Spanien und Portugal in Elvas wird angeblich auch die Idee eines Ehebundes zwischen der Infantin Maria della Paz, Schwester des Königs von Spanien, und dem Prinzen August, Bruder des Königs von Portugal, zur Besprechung kommen. Bukarest, 26. Jan. Die Aerzte Kapfa und Felix begeben sich heute im Aufträge der Regierung nach Wien, um mit der österreichischen^ Regierung die von Deutschland, Oesterreich und Rumänien gemeinsam gegen die Weiterverbreitung der Pest zu ergreifenden Maßregeln zu vereinbaren. Ein Mitglied des Obersanitäts- rathes begibt sich in einigen Tagen nach Rußland, um die Seuche an Ort und Stelle zu studiren. Ragusa, 25. Jan. Da die türkischen Bewohner einsehen, daß die türkische Regierung entschlossen ist, den Berliner Vertrag zur Ausführung zu bringen, so wandert eine große Anzahl derselben aus Podgorizza, Spuz und anderen an Montenegro abzutretenden Orten aus, um in Skutari Zuflucht zu suchen. St. Petersburg, 28. Jan. Von dem in aus- ländischen Blättern verbreiteten Gerücht, Kara- theodory habe bei Lobanoff über das Auftreten Dondukoffs in Bulgarien Beschwerde geführt, sowie von Differenzen zwischen Dondukoff und Totleben ist in hiesigen amtlichen Kreisen nicht das Mindeste bekannt; die Unrichtigkeit der über Dondukoff zirkulirenden Nachrichten, wonach der Fürst unter Anderem den bevorstehenden Abzug der russischen Truppen aus Bulgarien in Abrede gestellt habe, charakterisirt sich schon dadurch, daß wie hier und in der Armee bekannt ist, bereits die Häfen zur Einschiffung der russischen Truppen designirt sind. Kalkutta, 27. Jan. Der afghanische Führer Mir Akhor, früherer Minister Schir Ali's, ist gestorben. Die afghanischen Truppen wurden, um der Desertion zu steuern, von Kabul nach Scheralf zurückgezogen. Verschiedenes. — Eppingen, 25. Jan. (Schweinemarkt.) Heute waren die Mittelpreise per Paar 13 Mark, höchster Preis 16 Mark, niedrigster 9 Mark. — Mosbach, 25. Jan. (B. N.) Wie bereits mitgetheilt, wird die schon öfter besprochene Suppenanstalt mit nächstem Montag in dem Wacht- lokal des Rathhauses in's Leben treten, und wir wünschen von Herzen, daß auch hier dieselbe ihren Zweck eben so wie in andern Orten erreichen werde. Für 10 Pf. wird eine Portion Suppe (Vt Liter) nebst einem Stück Fleisch abgegeben. — Durlach, 24. Jan. In hiesiger Stadt ist seit gestern eine Suppenanstalt errichtet worden. Die Portion kostet 10 Pf. — Im Friedrichsfelder Wald wurde die Leiche eines unbekannten Mannes gefnnden, der sich dort schon vor längerer Zeit erhängt hatte. Der Leichnam war bereits von den Vögeln im Gesicht und am Kopf angefresien. — Pforzheim, 26. Jan. Die Leiche des seit mehreren Wochen hier vermißten Dienstmädchens, über deffen Verschwinden so viel gesprochen wurde, ist in der Nähe des Dorfes Entingen in der Enz gefunden worden. Es scheint ein Unglücksfall vorzuliegen, da Spuren einer verübten Gewaltthat nicht zu entdecken waren. — Ueber die Ermor düng eines Jagdaufsehers in der Nähe unserer Stadt verlautet immer mehr Gravirendes. Die Thäter sollen dem Getödteten das bei ihm Vorgefundene Geld und die Uhr genommen und selbst zugestanden haben, daß sie, trotz deffen inständiger Bitten um Rückstchtsnahme auf seine Frau und unversorgten Kinder, denselben in der bereits berichteten Art und Weise umgebracht haben. Wenig hat gefehlt und es erforderte das energische Dazwischentreten des die Untersuchung führenden Richters, daß an einem der Thäter an Ort und Stelle der That wo derselbe hingeführt wurde, nicht Volksjustiz ausgeübt worden ist. — Vom Höhgau wird der „B. L." geschrieben : Verstoßene Woche fand vor dem Schöffengerichte des Großh. Amtsgerichts Engen eine Verhandlung statt, welche wohl einzig in ihrer Art in der badischen Schöffengerichtspraxis dastehen wird. Dieselbe nahm volle 2 Tage in Anspruch. Es handelte sich darum, über 240 Betrügereien zu urtheilen. Auf der Anklagebank befand sich ein edles Brüderpaar, Wolf und Ger- son Kahn von Gmünd (Württemberg). Zur Last wurde ihnen gelegt, daß sie gemeinschaftlich und in der Absicht, sich einen rechtswidrigen Vermögensvortheil zu verschaffen, durch betrügerische Vorspiegelungen in den Bezirken Engen, Donau- eschingen, Villingen, Bonndorf, Meßkirch, Pfullen- dorf, Stockach, Ueberlingen und Radolfzell 246 Personen dadurch geprellt und geschädigt hatten, daß sie ihnen um die theuersten Preise Betten verkauften, welche keine Bette waren, d. h. welche nur zum geringsten Theile Beltfedern, im Uebri- gen alle möglichen nicht in Betten gehörenden Gegenstände enthielten. Die Angeklagten saßen beide nicht zum ersten Male auf der Anklagebank, um sich zu verantworten. Wolf Kahn war schon wegen Diebstahls bestraft, stand früher bereits wegen Betrugs in Untersuchung, und steht gegenwärtig wieder beim königlich Württembergs schen Oberamtsgericht Gaildorf in Untersuchung, war auch schon einmal in Gant gerathen. Ger- son Kahn wurde gleichfalls schon wegen Funddiebstahls bestraft und wegen betrügerischen Ban- kerotts strafgerichtlich verfolgt. Nach der Anklage begingen die beiden Angeklagten die 246 Betrügereien dadurch, daß sie die Ueberzüge der Betten, statt mit Wachs, mit einem dicken Mehlbrei oder Aehnlichem bestrichen, und nicht mit gewöhnlichen neuen Bettfedern, sondern größtentheils mit Hühnerfedern und solchen Gans- und Entefedern anfüllten, welche aus alten Betten genommen worden waren. Diese Federn hatten noch folgende Gegenstände sich zugemischt erhalten: 1) Rebhühnerfedern; 2) Rabenfedern; 3) Pfauenfedern; 4) Hühnerfedern; 5) Hahnenfedern; 6) ganze und halbe Flügel von Hühnern, Tauben und Gänsen; 8) Vogelköpfe; 9) in Verwesung übergegangene Vogelfleischstücke u. daran hängende Knochen; 10) in Verwesung übergegangene und eingetrocknete ganze Vögel; 11) Gänsefüße und Schwungfedern von Gänsen; 12) Vogelkoth; 13) Besenreis; 14) Sand; 15) Korkpfropfen; 16) Holz; 17) Rindenstücke; 18) Papier; 19) Lumpen; 20) Seilstücke; 21) ganze Einbanddecken von Büchern; 22) Bindfaden; 23) Knochen; 24) Mehrrohrstücke; 25) Welschkornzapfen; 26) Pferdehaare; 27) Hobelspähne; 28) Lederstücke; 29) zerhacktes Stroh und Forlenzapfen; 30) Raubvögelklauen und Theile von Fischköpfen (Fischkiefer). Der Preis für ein derartig gefüll- tes „Bett" bewegte sich zwischen 40 und 48 Gulden. Die Angeklagten versuchten in höchst naiver Weise sich so hinzustellen, als ob sie gar nicht wüßten, wie die genannten Gegenstände in die von ihnen gekauften Betten gekommen seien. Auch sonst wußten sie noch Mancherlei vorzubringen, worauf des Nähern einzugehen, sich nicht der Mühe lohnt. Die Beweiserhebung ergab die Begründetheit der Anklage in ihrem vollen Umfange. Sie ergab, daß der Verkauf der Betten in geradezu raffinirter Weise bewerkstelligt wurde. Der den Verkauf allein besorgende Gerson Kahn reiste von Ort zu Ort, besragte sich bei Polizeidienern u. s. w., bot seine Betten als sehr gute und vorzügliche an, versprach, dieselben, im Falle sie nicht befriedigten, zurückzunehmen u. s. w., kurz, ruhte nicht eher, bis die Gimpel gefangen waren. Wurde er einmal abgewiesen, so kam er ganz gewiß wieder zur Hinterthüre herein. Nicht weniger als etwa 300 Zeugenaussagen kamen zur Verlesung. Etwa 25 Sachverständigen gaben ihre Gutachten ab. Trotz aller Ver- theidigungskünste wurde vom Schöffengerichte Engen die Schuldfrage bejaht. Das Urtheil lautete gegen jeden der beiden Angeklagten auf 1 Jahr und 5 Monate Gefängniß, sowie 500 Mark Geldstrafe, welche im Falle ihrer Unbei- bringlichkeit in weitere 15 Monate Gefängniß umzuwandeln sind. — Im Meßkircher Gemeindewald wurde kürzlich der Leichnam eines unbekannten Mannes erhängt aufgefunden. Der Kopf des Entseelten, der seines Fleisches fast schon gänzlich beraubt war, lag auf dem Boden, während der Körper noch an einem Aste hing. Die Vermuthung greift Platz, daß der Selbstmord schon vor mindestens einem % Jahre müsse begangen worden sein. — Wimpfen, 25. Jan. In unserm benachbarten H o h e n st a d t ereignete sich heute Vormittag ein recht bedauerlicher Unglücksfall, indem der im besten Mannesalter stehende Bürgersmann Jakob Straib vom Heuboden seiner Scheune herabfiel und sogleich eine Leiche war. Der Unglückliche hinterläßt Frau und einige Kinder. — Aus der bayrischen Rheinpfalz, 25. Jan. Es ist nunmehr sicher, daß das gemeinsame Schützenfest des pfälzischen, badischen und mittelrheinischen Schützenverbandes Heuer in Frankenthal stattfinden wird; der Aufforderung der Frankenthaler Schützengesellschaft an die Bürgerschaft von Frankenthal, durch Zeichnung von Garantiescheinen für ein etwaiges Defizit Vorsorge zu treffen, hat der durch die laut gewordenen Zweifel erregte Lokalpatriotismus in überraschender Weise entsprochen, so daß die geforderte Summe von 5000 M. mehr als doppelt gezeichnet wurde. — Der frühere Notar Sartorius, welcher wegen Betrugs, im Amte begangen, vor einiger Zeit vom Bezirksgericht Zweibrücken zu 4 Jahren Gefängniß verurtheilt, aber nach verkündetem Urtheil flüchtig gegangen war, wurde in der Schweiz verhaftet und vor einigen Tagen in Zweibrücken eingeliefert. — Von einem Rheingönheimer Fischer wurde vorige Woche im Rhein eine Lachsforelle gefangen, welche volle 21 Pfund wog. Das ist eine Rarität! — In dem Orte Hoof brannte dieser Tage eine Scheuer ab; unter den Trümmern fand man den ganz verkohlten Leichnam des Bruders der Besitzerin. Dieser, 60 Jahre alt, lebensmüde, hatte das Gebäude in Brand gesteckt und in dem Feuer den Tod gesucht. Vorher hatte er alle seine Habseligkeiten zerschlagen, zerriffen und zerfetzt. — (Goldene Hochzeitsstiftung.) Un ser Kaiser hat persönliche Geschenke zu seinem Hochzeitstage abgelehnt, in echt landesväterlicher Gesinnung dagegen prinzipiell seine Zustimmung zur Begründung von Stiftungen gegeben, welche durch Wohlthaten auf ewige Zeiten das Andenken daran erhalten, welche Liebe das deutsche Volk einst seinem Kaiser entgegengebracht hat. Eine Zersplitterung der Kräfte bei dieser Gele- genheit birgt die Gefahr in sich, daß nichts Würdiges zu Stande komme. Wir möchten deßhalb darauf aufmerksam machen, daß die Begründung einer Jubelstiftung schon im vollen Gange ist, eine Wittwenstiftung des großen, über ganz Deutschland verbreiteten Deutschen Kriegerbundes. Als der Vorstand des Bundes am 1. Januar 1877 zum 70jährigen Dienstjubiläum des Kaisers mit zahlreichen anderen Deputationen vor seinem Kaiser und Herrn erschien und ihm als Angebinde eine Wittwenstiftung für Wittwen verstorbener Bundes-Mitglieder überbrachte, da nahm der Kaiser dieselbe huldvoll an. Und der Kronprinz sagte der Deputation: „Sie haben das Richtige getroffen!" Es kommt ja so häufig vor, daß sich bei Kriegern erst nach Jahren die Folgen der Strapazen des Feldzuges einstellen; Andere haben blos den Anmeldetermin versäumt. Sie und ihre Wittwen stehen hilflos da. Für solche Fälle ist anderweitige Hilfe jnö- thig. Am 1. Januar d. I. wurden aus der Jubiläums-Wittwenstistung schon 44 Wittwen unterstützt. Aber die Hilferufe übertrafen das Dreifache dieser Zahl. Darum, wer den goldenen Hochzeitstag unseres Kaiserpaares durch irgend eine Gabe feiern will, der wende sie dieser Stiftung zu. Und wo Corporationen sich über Verwendung von Sammlungen schlüssig zu machen haben, nachdem der Kaiser Geschenke für seine Person abgelehnt hat, da schließe man sich diesem großen Zwecke, der große Mittel erfordert, und das Wohlwollen des Kaisers gefunden hat, an. Die Sammelstelle ifl beim Schatzmeister des Deutschen Kriegerbundes, dem König!. Kommissionsrath M. Schlessinger, Berlin 8. W., Kochstraße 60. — Leipzig, 83. Jan. In diesem Jahre werden es vierhundert Jahre, daß die Buchdrucker- kunst in Leipzig eingeführt ward. Dieses bedeutungsvolle Ereigniß in würdigster Weise zu begehen, wird der hiesige Buchdrucker- und Buchhändlerstand eine großartige Ausstellung veranstalten, bei welcher auf der einen Seite die modernen Leistungen aller Zweige der graphischen Künste, auf der andern aber auch die Leistungen früherer Jahrhunderte vertreten sein werden. — (Ein merkwürdiger Selbstmord.) Vor einigen Tagen erhängte sich in Laußig ein Mann im Armenhause unter Umständen, wie sie selten Vorkommen. Ein zweiter sah der Manipulation ganz ruhig zu. Als er befragt wurde, warum er den Mann nicht abgeschnitten, meinte er, daß ihm der neue Strick leid gethan habe. (Magdeb. Ztg.) — Beitrag zur Unfall - Statistik. Bei der Magdeburger Allgemeinen Versicherungs- Aktien-Gesellschaft — Abtheilung für Unfall- Versicherung — kamen im Monat Dezember 1878 zur Anzeige: 10 Unfälle, welche den Tod der Betroffenen zur Folge gehabt haben, 8 Unfälle, in Folge deren die Beschädigten noch in Lebensgefahr schweben, 25 Unfälle, welche für die Verletzten voraussichtlich lebenslängliche, theils totale, theils partielle Invalidität zur Folge haben werden, 480 Unfälle, mit voraussichtlich nur vorübergehender Erwerbsunfähigkeit. Sa. 523 Unfälle. — (Nutzen der Telegraphie.) Ein neuer Vorzug der Telegraphie vor dem brieflichen Verkehr ist gegenwäriig in Rußland zu Tage getreten. Aus den von der Pest heimgesuchten Orten werdeu, um die Ansteckungsgefahr zu vermeiden, Briefe und Packete nicht befördert. Zum Ersatz dafür ist dem dortigen Publikum für die Dauer der Sperre der Telegraph zu ermäßigtem Preise zugänglich; eine Verschleppung der Pest durch den electrischen Funken ist natürlich nicht denkbar. Maaren- und Produktcnberichte. Mannheim, 27. Jan. (Produktenbörse.) Folgende» sind die bezahlten Preise: (Per 100 Xe.) Preise in Mark und Pfennig. Weizen hiesiger 19. 50. bis 20. —. amerikanischer Weizen 21. 75. bis 22. 25. kalifornischer —. —. russischer 19.50.6i8 22.—, ungarisch. Weizen 20.50. bi» 21.50. Milwaukee I.Sorte 22.— bis —— 2.@otte21.75 bis —.—.Roggen neuer Pfälzer 14.50. bis 15. —. französischer 15.50. bi» 16- —. amerikanischer 13- 50- bis 14. 50. russischer 12. 75. bis 13. 75 ungarischer 16. 50 bis 17. —. G erste, hiesige 16.50. bis 17. —. Pfälzer 17. —. bi« 17. 50- ungarische 17. — bis 18-Hafer neuer 12. —. —. bis 12.75., alter 13. 50 bis 14. -., russischer 14.50- bi« —. —.Kernen iS- —bis 20 — Bohnen 20. —. bi» — —. Wicken 16- 50- bis—. —. Kohlreps, deutscher 29- 50. bi« —. —., Ungar. 29. 50. bis —. — Kleesamen 46.-., deutscher 2. Sorte 39—43. Luzern 44.-48., Esparsette 17. bis 18 —. Leinöl in Partien 23. 50. bis —. —. Faßweise 29- — bis —. —. R ü b ö l in Partien 32. —. bis —. —., Faßweise33. —. bis — —. Petro leum, in Wagenladungen 10. 75. bis — —, Faßweise 11. 25. bi» — Weizenmehl per 100 Ko. mit Sack: Nr. 0. 38- —. Nr. 1. 34. —. Nr 2. 32. -. Nr. 3. 28. —. -Nr. 4. 24. —. Rogg enmehl Nr. 0- 26. —. Nr. 1. 23. — frankfurter Vetdeonrs vom 27. Jan. 1879. Holländische fl. 10St. . . . 16 65 G. Dukaten. 20 Franken-Stücke . . . . 16 16—20 Engl. Sovereigns . . . . 20 35-40 Russische Imperial« . . 16 67-72 Dollars in Gold . . . . 4 17-20 Holländisches Silbergeld . . 168 — Sinsheim, 29.Jan. (Furtwanger Uhrenlot t e r i e.) Den Loosbesitzern gedachter Lotterie zur Nachricht, daß unter den von uns verkauften Loosen Nr. 19029 den 13. Gewinn erhalten hat. Die Ziehungsliste ist zur Ansicht der Betheiligten bei uns aufgelegt. Expedition des Landboten. Großh. Bezirksamt Sinsheim. Die Erndtestatistik betr. Nr 1719. Die Gemeinderäthe haben binnen 8 Tagen zu berichten: 1) ob in der Gemarkung im vorigen Jahr die Kartoffelkrankheit Schaden angerichtet hat und, bejahenden Falls, auf wie viele Prozente der Gesammtkartoffelerndte der Schaden sich belaufen mag; 2) ob in der Gemarkung Wiesen zur Viehweide nach der Heuet-, bezw. Oehmd-Erndte benützt werden, bejahenden Falls, auf wie viele Prozente des Heu- und Oehmdertrags der Werth der Viehweide geschätzt werden kann. Sinsheim, den 28. Januar 1879. Kapp. [168] Bräuning. Hoffenheim. Schäferei Verpachtung. Die hiesige Schäferei — Sommer und Winterwaide — welche auf 1. September d. I. pachtfrei wird, wird am Freitag den 7. Februar I. I. Nachmittags V 2 1 Uhr im hiesigen Rathhause auf weitere 6 Jahre verpachtet, wozu Liebhaber eingeladen werden. Hoffenheim, 27. Januar 1879. Bürgermeisteramt. Engelhardt. [166] Grimm. Qbergimpern. Holz Versteigerung. Im Gräflich von Msch'schen Distrikt Eichwald werden mit Borgfrist bis Martini 1879 versteigert: Montag den 3. Februar Vormittags 9 Uhr 300 Ster buchen, eichen und tannenes Scheitholz, worunter 24 Ster buchen Holz mit 4 Fuß Scheitlänge, 9000 Stück Wellen. Dienstag den 4. Februar Vormittags 9 Uhr 22 Eichen, zu Wagnerholz geeignet, 68 Tannen und 3 Forlen, 85 Ster buchen und eichen Scheitholz, 5150 Stück Wellen. Obergimpern, den 26. Januar 1879. Gräflich von Irsch'sches Rentamt. Schupp. [151] Wimpfen. Dienstag den 4. und Mittwoch den 5. Februar Vormittags 10 Uhr anfangend kommen im Forstwald bei Wollenberg zur Versteigerung : 666 Meter buchen Scheitholz, 483 „ „ und eichen Stockholz. Zusamnienkunft ist im Forsthaus. Wimpfen, den 27. Januar 1879. Gr. Heff. Bürgermeisterei. Ernst. (167] Hoffenheim. Holz Versteigerung. Am Freitag, den 31. d. Mts.. Vormittags 10 Uhr anfangend, werden in dem Freiherrlich von Gemmingen'schen Walddistrikt Eichet dahier öffentlich versteigert: 31 Eichen-, 5 Buchen-, 2 Birken-, 1 Linden- und 1 Forlen-Stamm; 9 birkene Stangen, zu Bau- und Nutzholz geeignet ; 70 Ster Buchen-, 32 Ster Eichen - Scheitholz, 7 Ster Eichen-Nutzholz, 9 Ster Stockholz und 7380 Stück gemischte Wellen. Hoffenheim, 25. Januar 1879. Freiherr!, v. Gemmingen Hornberg'sche Verwaltung. Grimm. [150] Am Montag den 3. Februar d. I. werden im August Dennig'schen Privatwald folgende Holzsorten mit Borgfrist öffentlich versteigert: | 1) 312 Ster buchen und eichen Scheit-, Prügel- und Stockholz, 2) 11050 Stück Wellen und 3) 17 Loos Stämme und Wagnerstangen. Zusammenkunft auf dem Buchenauerhof früh 9 Uhr. Waldangelloch, den 27. Januar 1879. A. Dennig'sche Verrechnung. Hoffman«. [165] 'MM 3S8K n G-ft-mvcl» Sp ielkar ten Neue gra^E hält stets auf Lager gewöhnliche feinste Auswahl Carl-Fischer. i WS stich ans Lager in der Vnchdrnckerei von G. Becker in Sinsheim. in großer Parthie, schöne und gute Waare, bedeutend unter dem Fabrikpreis, per Meter ä 60 Pfg. empfiehlt [157] _ 14. IM II III. I Eiserne Tragbalken I und gebrauchte Eisenbahnschienen zu Bauzwecken sind stets auf Lager uud billigst zu beziehen von der Wagonfabrik von M» Fuchs* Heidelberg. Sinsheim. Nächsten Sonntag den 2. Februar Äbends *48 Ühr im Vereinslocale „zum Löwen", wozu wir die Mitglieder hiermit einladen. Jungmann. [162] Stierte Impreffen zu Monatsauszügen aus dem Caffenbuch onnen bezogen werden von der Buchdruckerei G. Lecker in Sinsheim. Ein noch fast neues ___ iopha i mit 6 gepolsterten Sesseln i zu verkaufen. Wo? sagt die Expe- 1 " 1170] tion. 3n CH. Stahl s Verlag in Neu-Ulm ist soeben erschienen: Amalie Hohenester’s Arzneimittelschatz. Ausführliche Beschreibung der wirksamsten Heilmittel aus dem Iffanzen-, Thier- und Erdreiche, sowie genauer Angabe ihrer Verwendung in den verschiedensten menschlichen Krankheiten. 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TeXt-Ausgaöe mit kurzen Bemerkungen, Verweisungen und Bezeichnung der Zuständigkeit nach der deutschen Gerichts- verfaffung. v. Lerth. Traub, Großh. Staatsanwalt. Preis 1 Marli. Vorräthig bei G. Münzesheimer, Sinsheim. lllustrirte Frauenzeitung. Ausgabe der „Moden- weit“ m i tUn terhaltu ngsblatt. Gesammt-Auflage der deutschen Ausgaben 875,000. Jäh rlich 84 elegante Hefte. Vierteljährlich eM. 8.50. Jährlich: 84 Nummern mit Müden und Handarbeiten, gegen 8000 Abbildungen enthaltend. 18 Beilagen mit etwa 800 Schnittmustern für alle Gegenstände der Toilette und etwa 400 Musterzeichnungen für Weisstickerei, Soutache etc. 18 Grosse colorirte Modenkupfer. 24reichillustrirteUoterhaltungsnummern. 24 Umschläge mit je einem grossen Portrait etc. Grosse Ausgabe. Vierteljährlich &tL 4.25. jährlich, ausser Obigem: noch 24, im Gauzen also 3B colorirte Modenkupfer, und 24 Blätter mit historischen und Volks-Trachten. Die Modenwelt, Jährlich: 84 Nummern mit Moden und Handarbeiten, sowie 18 Schnittmuster- Beilagen (wie bei der Frauenzeitung), kostet vierteljährlich nur &fl. 1.85. Abonnements werden von allen Buchhandlungen und Postanstalten jederzeit angenommen >9481 Redaktion, Druck und Btrlag von 8- Licker in Sinsheim'