i ' BADENER ErtehHnt mittwochs und samstags — Bezugspreis: Monatlich . 12b RM durch die Post 1.44 RM durch Streifband 2 R M Geschäftsstelle Bühl'Bd.: Hauptstraße SO. Telefon 7S2 TAGBLATT dnschrift: Baden-Baden. Stefanienstrade S — Femruj Verlag 15 SS Schrlftlettung 27 Sb Postscheck Karlsruhe 14 132 Geschäftsstelle in Acheru'Bd.: Hauptstraße. 112 Mt. 10 , 3. JAHRGANG St BADEN-BADEN, MITlfOÜI. DEN 5. FEBRUAR- 19+7 PK EIS 15 MENNIG Traman wünscht nene Dreier-Konferenz WASHINGTON — Präsident Truman erklärte am Sonnabendnachmittag auf einer Pressekonferenz, er würde „sehr erfreut sein“, Clement Attice, den britischen Premierminister, und Mar- tchall Stalin zu einem neuen Treffen der Großen Drei in Washington begrüßen zu können. Truman betonte aber, er beabsichtige nicht, die Vereinigten Staaten zu verlassen, um an einer solchen Konferenz zwischen den leitenden Staatsmännern der Vereinigten Staaten, Großbritannien und der Sowjetunion teilzunehmen. Truman bezog sich dabei auf die Erklärung Stalins in dessen Unterredung mit Elliot Roosevelt, in der Stalin geäußert hatte, er erhoffe nicht nur ein, sondern mehrere Treffen der Großen Drei in der nächsten Zukunft. Crumbach für anglo-französiscb- sowjetischen Pakt BUDAPEST — Salomon Crumbach, Vorsitzender des auswärtigen Ausschusses des französischen Rats der Republik, schlug hier auf einem Treffen der ungarischen Sozialdemokraten ein anglo-fran- zösisch-sowjetisches Bündnis vor, um den Frieden in Europa zu erhalten. Blums letzte Reise nach London, erklärte Grtimbqch, würde erst mit dem Abschluß eines Dreierpaktes — London, Paris, Moskau — ihre volle Bedeutung erhalten. Ein solcher Pakt würde kejn anderes Volk bedrohen, aber ein dauerndes Einvernehmen zwischen den drei europäischen Großmächten sicherstellen. Rene republikanische spanische Regierung PARIS — Der der republikanischen Linken an- gehörende ehemalige Ministerpräsident und Außenminister August» Barcia ist von Martinez Barrio mit der Bildung der neuen spanischen Regierung beauftragt worden, die auf Wunsch des Präsidenten auf einer weitgehenden Konzentration zur Verteidigung der republikanischen Institutionen gutgebaut sein soll. Einen ähnlichen Auftrag hatte er übrigens Such Giral schon gegeben. Barcia wird' voraussichtlich nicht verfehlen, an den der konservativen Partei angehörenden. Fortela Valladares heranzutreten, sowie den bisherigen Ministerpräsidenten Dr. Giral zur Mitarbeit aufzufordern. Dr. Schumacher fordert deutsche Berater für Moskau HAMBURG — Die Zulassung deutscher Sachverständiger als Berater auf der Moskauer Konferenz forderte der Vorsitzende der SPD der West- zörien, Dr. Schumacher vor zweitausend SPD- Funktionären in Hamburg. Von einer Hinzuziehung der Ministerpräsidenten der deutschen Länder oder Vertreter der Parteien zu den Moskauer Besprechungen, so erklärte er, halte er nicht viel. Die Forderungen an Deutschland, die von verschiedenen Siegermächten für die Moskauer Konferenz angemeldet worden sind, bezeichnet Dr. Schumacher als äußerst hart. Das Handelsabkommen iwfscben Holland und der französischen Zone BADEN-BADEN — In Ergänzung unserer vorangegangenen Meldung erklärt man, daß das zwischen einer Delegation der Militärregierung und einer holländischen Delegation abgeschlossene Abkommen das erste amtliche Dokument bildet in dem die Wiederaufnahme der Wirtschaftsbeziehungen zwischen der holländischen Regierung und dem Nachkricgsdeutschland festgestellt wird. Nach den Bestimmungen dieses Abkommens wird die französische Zone den Niederlanden das für ihren Wiederaufbau nötige Material, vor altem Holz, Landwirtschaftsmaschinen, Erzeugnisse der mechanischen Industrie, Ersatzteile sowie verschiedene, für Niederländisch-Indien bestimmte Waren Befera- Die Niederlande werden der französischen Zone dafür landwirtschaftliche Erzeugnisse und Fische, gewisse aus Niederländisch-Indien stammende Rohstoffe, insbesondere Gummi liefern und außerdem Di enstleistungen in Hafen- und Flußverkehr übernehmen. Der Gesamtbetrag des Warenaustauschs kann auf beiden Seiten für das erste Halbjahr 1947 auf etwa 2 Millionen Dollar beziffert werden. Elf Todesnrleile Im Ravensbrück-Proseß HAMBURG — Die fünfzehn Angeklagten im Ra- V“nsbrück-Prozeß sind vom Hamburger Internationalen Gerichtshof für schuldig befunden «i jrdsn. Elf der Angeklagten wurden zum Tode durch den Strang verurteilt. Gegen vier Angeklagte wurden Gefängnisstrafen von zehn bis fünfzehn Jahren vvhängt. Frankreich und das Ruhrgebiet PARIS — Im Laufe des Samstags wurde den Pariser Botschaften der UdSSR, Großbritannien und der USA ein französisches Memorandum über das künftige wirtschaftliche Regime des Ruhrgebiets überreicht. Es handelt sich hierbei um das dritte der von Frankreich im Hinblick auf ■ die Moskauer Konferenz vorbereiteten Memoranden. Ein technisches, kein politisches Dokument Das Dokument trägt rein technischen Charakter. Der politische Standpunkt Frankreichs diesem Problem gegenüber ist bereits am 13. 9. 45 von Georges Bidault vor der Londoner Konferenz.' in einer Reihe von Zusatzmemoranden, die von Couve de Murville und Alpband in London, Washington und Moskau übermittelt worden sind, sowie in einer Erklärung Bldaulls vom 10 7. 46 vor dem Rat der Außenminister definiert worden. An diesem Standpunkt hält Frankreich unverändert fest. Das nunmehr überreichte dritte Memorandum enthält also keinerlei Steliungsnahme bezüglich des politischen Regimes für das Ruhrgebiet. Frankreich fordert Sicherheit gegen Aggression Vor allem ist die französische Regierung der Auffassung, daß alles getan werden muß, um zu verhindern, daß das Ruhrgebjet und sein unermeßlicher. Reichtum erneut als industrielle Grundlage für eine Aggression benutzt werden könnten. Bestimmend für die französische Regierung ist hierbei der Gedanke an die Sicherheit, der einem traditionellen Grundsatz der Politik Frankreichs entspricht. Zum andern wünscht die französische Regierung, daß die Energiequellen des Ruhrgebiets zum gemeinsamen Nutzen der friedliebenden Nationen ■ ausgeschöpft werden sollen. Dieser Teil des Plans stellt seine pos-itive Seite dar. Spezialregime über Energiequellen Die Energiequellen des Ruhrgebietes sind in der Tat sehr beträchtlich, vor allem wenn man die territorialen Verluste Deutschlands im Osten und die so gut wie sicher bevorstehende Abtrennung de^ Saargebiels berücksichtigt Nach Abzug der in diesen Gebieten vorhandenen Kapazität entfallen auf das Ruhrgebiet allein 90 Prozent des Gesamtkohlenvorkommens Deutschlands,. 52 Prozent der Verhüttungsindustrie usw. Infolgedessen ist ein Spezialregime erforderlich. das unabhängig ist von der Kontrolle, die voraussichtlich" über verschiedene Industrien Deutschlands in ihrer Gesamtheit ausgeübt werden kann. Mit diesem Regime müssen vor allem zwei Ziele erreicht werden: I Die Kohlenprodufction des Ruhrgebiets mutz auf einen Höchststand gebracht werden. Die Verteilung dieser Produktion ist in Übereinstimmung mit dem jeweiligen Bedarf der einzelnen europäischen Länder zu gewährleisten. 2. Die Deutschland genehmigte industrielle -Produktion muß auf das Niveau beschränkt werden, das in dem künftigen Friedensvertrag vorgeschrieben wird. Das Ruhrgebiet ist also als gemeinsames Eigentum der friedliebenden Nationen zu betrachten. Diese müssen über eine Metallindustrie verfügen können, deren Kapazität über der Durchschnittskapazität der deutschen Metallindustrie liegt Außerdem stellt der französische Plan aber auch ein wichtiges Element des allgemeinen Plans für den Wiederaufbau und die Modernisierung Frankreichs dar. Die bisherigen deutschen Besitzer der Bergwerke und der Industriewerke müssen enteignet werden. Es muß deshalb eine neue juristische Grundlage gefunden werden, die es ermöglicht, die Produktion des Ruhrgebiets internationalen Zwecken zuzuführen. Kohle, Eisen und Stahl Der Besitz an diesen Industrien soll nach dem französischen Memorandum ungeteilt den Vereinten Nationen zur Verfügung gestellt werden, die einen Friedensvertrag unterzeichnen. Die Leitung der Verwaltung ist den besonders interessierten Mitgliedern der Organisation der vereinten Nationen zu übertragen. Während die industrielle Produktion den fried^ liebenden Nationen zugute kommen soll, wird der Produktiohsgewinn den örtlichen Behörden zur Verfügung gestellt. Die leitenden Persönlichkeiten der neuaufzubauenden Verwaltung sowie der Generaldirektor müssen, wie das Memorandum ausführt, den alliierten Nationen angehören. Mechanische und diemische Industrie Für diese Industriezweige ist keine direkte Verwaltung durch die Alliierten beabsichtigt. Hier hält der französische Plan eine Kontrolle für aus-' reichend. Um dieses Ruhrstatut lebensfähig und wirksam zu machen, sind gewisse politische Voraussetzungen erforderlich. Das Statut muß in den Friedensvertrag mit Deutschland aufgenommen werden. Es muß andererseits auch von der Organisation der Vereinten Nationen garantiert werden und sicht die Ernennung eines von denjenigen Vereinten Nationen, die an der Verwaltung der Ruhrbergwerke beteiligt sind, ausgewählten Kommissars vor. ' Alphand weist abschließend auf die Tatsache hin. daß dieses System keineswegs dazu führen würde, "70 Millionen Deutsche in einem Zustand des Elends zu halten, aer nur Unsicherheit zur Foige haben müßte. Um dem vorzubeugen, soll der Gewinn den örtlichen Behörden zur Verfügung gestellt werden. Die -Schlußworte Alphands lauteten: „Frankreich leistet einen positiven Beitrag zum Wiederaufstieg Europas durch eine vernünftige Nutzbarmachung der Hilfsquellen des Ruhrgebiets.“ Das dritte Kabinett de Gasperi ROM — Nach mühseligen Verhandlungen von 10 Tagen Dauer hat de Gasperi, der Vorsitzende der CmristUch-demokratischen Partei in Italien, nunmehr sein drittes Kabinett gebildet. Es ist, wie die beiden vorhergehenden Kabinette eine 3 Parteienregierung, der außer den christlichen Demokraten wieder die Sozialisten und Kommunisten die Grundlage geben. Anstelle ‘der beiden Republikaner der letzten Regierung sind zwei Unabhängige getreten. Für die große Politik wichtig ist die Besetzung des Außenministeriums durch den Grafen Sforza, einen der ältesten international erfahrenen Politiker des demokratischen Italiens. Sforza hat kürzlich in einer Kammerrede erklärt daß Italien auf außenpolitischem Gebiet eine unabhängige Politik verfolgen müsse und sein Schicksal weder an den westen noch an den Osten ketten dürfe. Die wesentlichsten Ministerien haben folgende Besetzung erhalten: Ministerpräsident: Alcide de Gasperi (christl. Demokrat); Inneres: Mario S o e 1 a (christl. Demokrat); Äußeres: Carlo Sforza (Unabhängiger); Justiz: Faust» G u 11 o (Kommunist); Landesverteidigung: Luigi Gasparotto (Unabhängiger); Finanzen u. Schatzamt: Pietro Canpini (christl. Demokrat); Öffentliche Arbeiten: Emilio Seren! (Kommunist); Industrie und Handel: Rodolfo Morandi (Sozialist); Außenhandel: Enzio V a n n o n i (christl. Demokrat). Die Regierungserklärung wird am Donnerstag in der konstituierenden Versammlung verlesen werden, um eine Entscheidung bezüglich der Unterzeichnung des Friedensvertrags zu treffen. Es wird allgemein angenommen, daß die Regierung sich bejahend aussprechen und es dem Parlament als letzter Instanz überlassen wird, über die Ratifizierung oder Nichtratifizierung des Vertrags zu entscheiden. Vertrauensvotum für griechische Regierung ATHEN — Die Regierung hat mit 252 gegen 36 Stimmen ein Vertrauensvotum erhalten. Die übrigen 66 Stimmen entfielen auf abwesende Abgeordnete oder auf solche, die sich der Stimmabgabe enthalten haben. Das gestern von der Regierurte erzielte Vertrauensvotum wird von der der Regierung nahestehenden Presse als ein Beweis für die Geschlossenheit und die Einigkeit aller parlamentarischen Parteien und für die Isolierung der Liberalen betrachtet. G. FERNER: Die Mintfener Gespräche Die beiden stellvertretenden' MUitärgouverneure der vereinigten Zonen und die sechs Ministerpräsidenten kamen nach abschließenden Besprechungen auf Villa Hügel Ende der vergangenen Woche nach Minden/Westfalen, um am Sitz des bizonalen Wirtschaftsrates in Gesprächen untereinander und mit den leitenden Beamten der Zweizonenbehörde der neuerlichen Probleme Herr zu werden, die die Verschmelzung aufgeworfen hat. Der Wirtschaftsrat der beiden Zonen, zwar seit einigen Monaten schon konstituiert, kann noch nicht als eingespielte Behörde betrachtet werden. Die Neubildung der Regierungen in Süddeutschland auf parlamentarischer Grundlage hatte dazu geführt, daß alle Wirtschaftsminister der sechs Länder (aus denen sich der Wirtschaftsrat zusammensetzt) Sozialdemokraten sind. Ihre erste Amtshandlung war das Mißtrauensvotum für dei^ bisherigen Leiter Dr Rudolf Müller und die Wahl von Dr. Viktor Agartz zum Leiter des Zweizonenrats. Die schwerste Sorge ist, wie überall, auch in der Zonenverschmelzung der Kohlen- m a n g e L Die Vereinigung sollte beiden Zonen zunächst einen wirtschaftlichen Auftrieb geben, um sie wieder lebensfähig zu machen. In zwei scharfen Kälteperioden ist indessen die Kohlennot auf ihren Höhepunkt gestiegen, in Nord- und Süddeutschland ist die Wirtschaft weiter Gebiete vorübergehend völlig zum Erliegen gekommen. Die daraus erwachsenden augenblicklichen Schäden, so hart und fühlbar sie sind, werden bei einem weiteren Anhalten der Krise von jenen langfristiger Natur noch überwogen werden. Sc ist es sachlich durchaus richtig, daß den Mim dener Gesprächen solche auf Villa Hügel vorangegangen sind, sie mußten erst die Kohle sichern deren die Verschmelzung der Zonen bedarf. Wie Hitlers Leibarzt im Zengenstand NÜRNBERG — Im Nürnberger Ärzteprozeß riet der Verteidiger des Angeklagten Karl Brandt, Dr. Robert Servatius, seinen Mandanten am Montag in den Zeugenstand. Karl Brandt, der zunächst ausführlich über seine persönliche Laufbahn berichtete, gab an, im Jahrd 1932 der NSDAP beigetreten zu sein. Durch seine frühere Tätigkeit im Ruhrgebiet, wo er Not, Elend und Uneinigkeit erlebt habe, sei ihm eine Betonung des „sozialistischen“ als besonders wichtig erschienen und, da das „nationale“ eine Selbstverständlichkeit füi ihn sei. habe er sich zum Eintritt in die Parier entschlossen. Mit Hitler kam er zum ersten Maie im Jahre 1933 zusammen, als dessen damaliger Adjutant Wilhelm Brückner durch einen Auto- Unfall in Bochum schwere Verletzungen erlitt und er (Brandt) die erste Hilfe erteilte. 1934 habe seine eigentliche Tätigkeit als Begleitarzt Hitlers begonnen, der wünschte, daß er auf seiner Venedig-Reise zum ersten Treffen mit Mussolini ständig von einem Arzt begleitet werde. Wie Brandt weiter aussagte, ist er 1933 der SA beigetreten und später ohne sein Zutun in die SS überführt worden, da die gesamte Begleitung Hitlers SS-Uniform trug. Brandt war außerdem, wie er weiter angab. Saniläts-Offizier der Reserve im Heer und ist, obwohl er 1940 „aus formalen Gründen“ zur Waffen-SS übernommen wurde, 1943 zum Generalarzt befördert worden. wir hören Ist ln Aussicht genommen, der amerikanischen Zone ab Februar etwa 100 000 t Kohle mehr und damit wieder das Kontingent vom Oktober vergangenen Jahres zuzuteilen. Dieser Entschluß scheint in Anbetracht der Tatsache, gefaßt worden zu sein, daß die Kohlenzuteilung für die US-Zone in der zweiten Hälfte des letzten Jahres um 43 reduizert worden ist, während jene der britischen Zone in dieser Zeit nur um 7 */• zurüek- ging. Es wäre aber ein Fehler, das Kohlenproblem einseitig von der amerikanischen Zone aus zu sehen. Infolge des Kohlenmangels ist in der britischen Zone der Ausstoß von Walzwerkerzeug- nissen im Dezember um 20—25 % geringer ge- Niedersächsische Landespartei gegen Dr. Schumacher 21 Todesurteile in Rastatt RASTATT — Am 1. Februar verkündete das Hohe Gericht in Rastatt das Urteil im Natzweiler Kriegsverbrecherprozeß. Nach einer kurzen Erklärung des Präsidenten Jean Ausset, der festsfeilte,, daß die 49 Angeklagten. die am Vortage für schuldig befunden worden sind, nach dem Gesetz vom 10. 12. 45 Art. 2 su bestrafen sind, verkündete das Gericht folgende Urteile: Zum Tode wurden verurteilt: Die Angeklagten Schwartz, Harttenstein, Seite, Gleich, Busch, Storz, öhler, TelsChow. Winterbauer, Becker, Sczypaniak, Pillotin, Theiß, Do- binsky, Poßler. Burtel, Dahlmann, Lorentz, Dor- nauer, Busch, Braunwarte. Zu lebenslänglicher Zwangsarbeit wurden verurteilt: Die Angeklagten Riefflin, Hermann, Loges, Schenkel, Markus, Ott. 20 Jahre Zwangsarbeit erhielten die Angeklagten Marek. Schimdetzky, Nagorsen, Weber. Opitz, Eck. Zu 10 Jahren Zwangsarbeit wurden verurteilt: Die Angeklagten Keil l ng er, Geisel, ~ Stach, Danneck, Pfefferkorn, PotaUa, Link, Bauer. Die Angeklagten Jetzelberger, Dittmar. Schlies- striem, Deßhur, Leiding wurden zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte Vollring erhielt 3 Jahre Gefängnis und die Angeklagten Olesch und Kirschstein je 1 Jahr Gefängnis. Der Angeklagte Dold wurde freigesprochen. Die Untersuchungshaft wird angerechnet. Die Angeklagten haben innerhalb 10 Tagen die Möglichkeit, gegen das Urteil Revision ein^ulegen. , Das Hohe Gericht in Rastatt wird eine Ver- handiungspause bis zum 10. Februar einlegen. An diesem Tage wird ein kleinerer Prozeß gegen die Angehörigen und Leiter des Gefängnisses Rottenburg b. Tübingen beginnen. Den Angeklagten werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Am 24. Februar soll dann der Prozeß gegen die Lagerführer und Wachmannschaften der Kz’s Haslach, Gaggenau und Niederbühl stattfinden. LÜNEBURG — Die niedersächsische Landespartei führte in Lüneburg eine Kundgebung durch, die einen außergewöhnlich stürm! schen Verlaut nahm, als der erste Vorsitzende der NLP, Landrat Heinrich Hellwege im Verlaufe seiner Ausführungen Dr. Schumacher, den Vorsitzenden der SPD in den Westzonen, und dessen Englandreise angriff. Hellwege zeichnete eingangs ein eindringliches Bild der verzweifelten Lage in Deutschland. Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen wandte rieh der Partei-Vorsitzende der NLP den Problemen der gegenwärtigen deutschen Politik zu. Ginge es in Deutschland nicht nach Ideologien, sondern nach dem gesunden Menschenverstand, dann sähe heute schon manches anders aus. So aber komme über dem Sozial:sierungs-Programm der Aufbau zu kurz. Das Prämien-System im Bergbau, das die NLP bereits im Frühjahr 1946 auf dem Parteitag in Gelle gefordert habe, sei erst jetzt eingeführt worden, da man anders nicht weiter komme. Ais sich Landrat Hellwege mit der Englandreise von Dr. Schumacher beschäftigte, setzten minutenlange Zwischenrufe ein, die der Leiter der Versammlung erst nach geraumer Zeit beschwichtigen konnte. HeUwege erklärte, daß Dr. Schumacher in , London die Anhänger der nicht-marxistischen Parteien in Deutschland verdächtigt habe, einem versteckten Faschismus zu huldigen. Der Vorsitzende der NLP wies auch darauf hin, daß seine Partei bis jetzt keine eigene Zeitung besitze, wogegen er die SPD als „eine Partei mit Hilfsstellung“ bezeichnet«. Hellwege lehnte namens seiner Partei jede Sozialisier u n g grundsätzlich a b, weil sie erneut der Anfang einer „Macht-vor-Recht-Politik“ sei. Er trat ausdrücklich für die Privat-Initiative ein und. erklärte- „Die Zauberkraft des freien Spieles von Angebot und Nachfrage“ könne eine sozialistische Wirtschaft nie erreichen. Die Sozialisierungsexperimente der Besatzungsmacht entbehrten wie Hellwege sagte, jeder rechtlichen Grundlage. Der Redner befaßte sich dann mit dem Bodenreform-Gesetz. das der schleswig-holsteinische Landtag eingebracht und das die Militärregierung noch nicht gebilligt habe. Nach diesem Gesetz ginge der „geraubte Boden“ nicht in die Hände von Bauern, sondern an Siedlungs- genossenschaften über. Die NLP wolle der Gerechtigkeit und der einfachen Vernunft zum Siege verhelfen. Deswegen kämpfe sie gegen die Not im deutschen Volk. Sie mache sich seine Sorgen zu eigen und trete füi die Mlldoiung der Wohnraumnot ein. Sie kämpfe vor allem für die Erhaltung des deutschen Waldes, der in größter Gefahr sei. Sie gehe in ihren Eingaben gegen Unvernunft auf landwirtschaftlichem Gebiet vor. Polen übernimmt Kontrolle über Stettiner Hafen LONDON — Polen wird in wenigen Wochen den Hafen von Stettin formell übernehmen. Der polnische Minister für Schiffahrt soll sich zur Zeit in Stettin befinden, um mit Vertretern der sowjetischen Militärbehörden Besprechungen zur Übernahme der Kontrolle des Hafens zu führen. Mittwoch, den 5. Februar 1947 Kr. 18 BADENER TAGBLATT Neues Bombenattentat in Nürnberg wesen als im November. Für Januar muß mit •einer weiterer. Verringerung der Stahlproduktion gerechnet werden. Solche Alarmsignale gelten für die US-Zone ebenso wie für die britische, hat man sich doch hier daran gewöhnt, von der Zcinenvcrschmelzung nicht nur eine Verbesserung dar Kohlen Versorgung, sondern auch eine höhere Zufuhr an Eisen und Stahl zu erwarten. Gerade an der Lage der Schwerindustrie ist besonders deutlich abzulesen, wie sehr die Zonert- versc’-mslzung eine Zusammenlegung der Defizite bleiben muß, wenn die beiden jtonen nicht rasch neue starke Bande auf Weiter irtschaft knüpfen können. Die Verarbeitung der deutschen Erze erfordert bei breitem höhere Anstrengungen technischer und wirtschaftlicher Natur als beispielsweise die Verhüttung von Schwedenerzen. Die eisenschaffende Industrie verkauft ihre Produkte augenblicklich izur Hälfte der Gestehungskosten. Eine Preis» •• -Steigerung um etwa 50 wird als dringend bezeichnet und nicht mehr bis zur Währungsreform aufschiebbar. Sie muß schwerwiegende Folgen für das. ganze deutsche Preisgefüge haben. Inzwischen iebt die Schwerindustrie von Krediten e’nes Unter Führung der Reichsbank stehenden , Konsortiums, die man Wahrscheinlich besser als Subventionen, bezeichnet, die jedenfalls eine eventuelle Sozialisierung der Schwerindustrie zu einer Nationalisierung der Verluste stempeln wird, dar Übernahme einer Konkursmasse ähnlich. Der britisclü-ätnerikanische Import-Exportplan stellt einen Rahmen für die nächsten drei Jahre auf, untefgeteilt ir die Kategorie A iNahrvngsimporte) und die Kategorie B (Industrielle Importe). In Minden ist man dabei, den Plan für die dringendsten Importe der Kategorie B aufzustellen, er soll in einem Monat etwa den Besatzungsmächten zur Genehmigung vofgeltgt werden. Der Zweizonenrat hat dabei erkannt, daß die Importe, sollen sie einen mehr als oberflächlichen Einfluß auf die Zweizonenwirtschaft ausühen. nicht auf rasch zu verarbeitende und wieder zu exportierende Rohstoffe beschränkt bleiben dürfen, daß es also nicht genügen Würde, wollte man der deutschen Industrie vorwiegend solche Materialien zuführen, die am Weltmarkt augenblicklich zwar leicht greifbar und auch M» Deutschland rasch zu Fertigfabrikaten verarbeitet werden können, sondern daß es nötig ist, den deutschen Grundstoffindustrien wieder jene Rohstoffe zufUhren, die dann in Deutschland viele Stufen bis zum Fertigfabrikat durchlaufen und so den gesamten Wirtschaftskörper zu befruchten vermögen. Die Schwedenerze beispielsweise, deren wir so dringend bedürfen, sollen nicht als Walzwerkerzeugnisse oder Roheisen wieder allsgeführt werden, sondern erst als Maschinen, Uhren, ärztliche Instrumente, Wenn Sie also von den Hochöfen de4 Industriegebiets bis zu den feinmechanischen . Industrien Süddeutschlands eine hohe Leiter der Verfeinerung erklommen haben und im Verkaufspreis neben einem möglichst geringen Anteil an Rohstoffkoste« vor allem Arbeitslöhne und deutsches FachkönAen enthalten. Ähnlich müssen ih der chemischen, der Text 11- acier der Holzindustrie vor allem die Basisbetriebe mit Einfuhren bedacht werden und das bedeutet, daß die Kredite der Besatzung**- m' ’hte eine lange Umlaufszeit in Deutschland ha- l.ii-n werden, ehe sie wieder als Exporterlöse *u- rückgezahlt werden können. NÜRNBERG — Am Samstagabend erfolgte ein Bombenattentat auf das Verwaltungsgebäude der Nürnberger SPD. In dem fünfstöckigen Gebäude befinden sich außer der SPD-Verwaltung die Oberstaataanwaltgchaft des Landgerichts Erlangen und die Räume des Präsidenten Camtll Sachs, der die Spruchkammerverhandlung gegen Franz von Papen führt. Durch den Explosionsdruck der Bombe, die einer der schwersten der bei den bisherigen Attentaten Verwandten Sprengkörper war, wurden sämtliche Fenster des Gebäudes und zum größten Tot die Glasfüllungen der Türen eingedrückt. Die Fahndungsaktionen der Nürnberger Polizei, die steh über das gesamte Stadtgebiet erstrecken, führten in der Nacht zum Sonntag zur Verhaftung einer Reihe verdächtiger Personen. Die Schuldigen konnte« bisher jedoch noch nicht ermittelt werden. Dagegen ' hat sich ergeben, daß die Bombe mit nationalsozialistischen Flugblättern verpackt war. Aua der Herkunft der Flugblätter Wird geschlossen, daß die Täter ortsansässig waren. CssstliAsfUMl Deklamiert Generalstreik Der allgemeine deutsch* Gewerkschaftsbund Nürnberg veröffentlichte am Sonntag folgendes Aufruf: Verbrecherische Hände versuchen durch Terrorakte unser Volk nicht zur Ruhe kommen zu laschen, sondern versuchen, das Sieh wieder anbah- ner.de Vertrauen zu untergraben. Die große Masse des deutschen Volkes hielt Abscheu vor diesen Methoden der Reaktion. Schon einmal wurden durch solche Taten nicht nur Sachwerte zerstört, sondern auch das Leben wertvoller Menschen vernichtet. Wir erinnern an die Morde von Erzberger, Rathenau, Liebknecht und Rosa Luxemburg. Von Bombenwürfen zu solchen. Morden ist nur Cin Schritt. .Der allgemeine Gewerkschaftsbund Nürnberg, als Organisation aller Schaffenden, fordert im Namen der demokratischen Bevölkerung, von der bayerischen Staatsregierung den Einsatz aller Mittel zur raschesten Ergreifung der Täter., Von der Beaatzungsmarht erhoffen wir uns weitgehende Unterstützung bei Aufklärung dieser Verbrechen. Wir- fordern die freiheitsliebende Bevölkerung auf, mitzuhelfen bei der Ergreifung der Täter. Wir sind bereit, denjenigen Personen die nähere Angaben machen können, die zur Festnahme dar Täter führen, eine Belohnung von SO 000 Mark zu geben. Wir brauchen nicht nur Friede mit der Weil, sondern auch Ruhe im eigenen Lande, um den notwendigen Aufbau unserer Zerstörten Heimat durchzuführen und unseren Verpflichtungen gegenüber der Welt nachzukommen. Um •irssTW« Willen sichtbaren Ausdruck zu verleihen, fordern wir die gesamten Arbeiter, Angestellten und Beamtenschaft in Nürnberg auf, •am Montag, den 3. Februar 1947 von 12 Uhr bis 18 Uhr in den Generalstreik tu treten. Schärfster Kampf gegen Reaktion und Terror, äs lebe die Demokratie! 700CÖ Streikende haben protestiert Ih allen Nürnberger Großbetrieben, in der Stadtverwaltung, den Postbehörden und allen öffentlichen Betrieben würde der Aufforderung des allgemeinen freien Gewerkschaftsbundes, die Arbeit ■NiuiiiMi "von 12 bis 16 UhP niederzulegen restlos Folge geleistet. / Die Zahl der Streikenden In Nürnberg wird auf 90 bis 70 000 geschätzt. Ferner haben auch die Arbeiter und Angestellten der Stadt Fürth, sowie in Schwabach, einer Aufforderung des allgemeinen freien Gewerkschaftsbundes Folge geleistet und Sind am Montag um 12 Uhr in den Streik getreten. Kongreß der „Gallup-Institute“ PARIS — An dem Kongreß der nach dem Muster der ..Gallup-Institute“ aufgezogenen Organisationen für die Erforschung der öffentlichen Meinung, der in Paris tagte, nahmen die Delegierten Belgiens, der Republik Spanien, Frankreichs, -Griechenlands, Ungarns, Italiens, Hollands, der Schweiz, der Tschechoslowakei, der französischen und amerikanischen Besatzüngszone in Deutschland teil. Es wurden zahlreiche Beschlüsse gefaßt und in erster Linie wird beabsichtigt, in den genannten Ländern gleichzeitig Sondierungen durchführen zu lassen. Der Teilnahme Ungarns und der Tschechoslowakei an diesem Kongreß, sowie der Anwesenheit des Delegierten der amerikanischen Besatzungszone in Deutschland, Williams, wird besondere Bedeutung zugemessen. Letzterer wird in Zukunft das Ergebnis der in seinem Sektor 'durchgeführten Untersuchungen persönlich bekanhtgeben. Stand* echt In Palontiaa ad ge kündigt JERUSALEM — Die palästinensische Regierung hat an die jüdische Agentur ein Ultimatum gerichtet, das am kommenden Montag abläuft, und in dam die jüdische Agentur aufgjefordert wird, mit allen Mitteln und ohne jede Einschränkung zur Unterbindung des Terrorunwesens beizutragen. Widrigenfalls wird das Standrecht verhängt NÜRNBERG — Hans Fritzsche wurde von der Nürnberger Spruchkammer in die Gruppe der Hauptschuldigen eingereiht und auf die Dauer von 9 Jahren ln ein Arbeitslager eingewiesen, um Wiedergutmachung*- und Aufbauarbeiten zu verrichten. Die Haftzeit seit 8. Mai 1945 wird angerechnet. Sein Vermögen ist als Beitrag zur Wiedergutmachung einzuziehen, es wird nur der Betrag gelassen, der unter Berücksichtigung der Familien» Verhältnisse und der Erwerbsfähigkeit zu notdürftigem Lebensunterhalt erforderlich ist. Er unterliegt laufenden Sonderauflagen zu einem Wiedergutmachungsfond, soweit er Einkommen bezieht Auf das Ersuchen des Vorsitzenden, das dieser sofort nach Verlesung des Spruches und der Begründung an Fritzsche stellte, sich bezüglich der Annahme oder Ablehnung des Spruches zu äußern, antwortete Fritzsche: „Ich werde gegen diesen Spruch und insbesondere gegen einen Punkt in Ihrer 'Begründung alle die Rechtsmittel verwenden, die mir das Gesetz zur Verfügung stellt.“ Fritzsche erklärte, daß es sich bei diesem einen Punkt unj die Behauptung handele, er habe das Meldungen vom Tage FRANKFURT — Auf Anordnung der amerikanischen Militärregierung für Deutschland werden die normalen Lebensmittelrationen für verschleppte Personen, die aus politischen oder rassischen Gründen nicht mehr in ihre Heimatländer zurückkehren können, von täglich 2 240 aüf 2 044 Kalorien herabgesetzt. KÖLN — 450 stark unterernährte Kinder sollen >n Kürze für drei Monate ln die Schweiz versch ckt werden. Die Vorbereitungen vom Schweizer Hilfswerk sind abgeschlossen. Die Auswahl wird von , Schweizer Ärzten getroffen, die demnächst nach Köln kommen werden. BERLIN — In der sowjetischen Besatzungszone soll Jetzt eine Jugend-Amnestie erlassen werden. Sie Wird alte Jugendlichen erfassen, die nach dem t. Januar IS'9 geboren wurden und nominelle Mitglieder der Hitler-Jugend waren ' und automatisch In die Partei überführt worden sind. Der brandenburgtsene Landtag hat die Amnestie bereits zur Anwendung gebracht. OSLO — Der melstgehaßte Mann Norwegens nach Quisling, der Chef der.norwegischen Gestapo, Heinrich Rinnen, Ist hingerichtet worden. Rinnen war im September 194S zum Tode verurteilt worden, wett er SO Patrioten hatte erschießen oder zu Tode foltern lassen. Außerdem hatte er die Verhaftung von über 1090 Angehörigen der Widerstandsbewegung verfügt PARIS — Ab 5. Februar Ist In ganz Frankreich dt« elektrische Beleuchtung der Schaufenster von Geschäften. Kaffeehäusern, Restaurants und Vergnügungsstätten untersagt, bis neue Bestimmungen vom Ministerium für industrielle Produktion erlassen werden. , OSLO — Auf Betreiben des sozialistischen Frauenbundes hoben verschiedene sozialistische Abgeordnete Frau F.leanor Roosevelt und Frau Alexandra Kollontay als Kandidaten für den Friedens-Nobel; preis 1047 vorgeschlagcn. deutsche Volk zur totalen Krtegsführung aufgo» fordert und Propaganda für die NS-Cewalihwr- schaft getrieben. * MÜNCHEN — Heinrich Hoffmänn, der frühere „Reichsbildbcrichterstatter“ und persönliche Photograph Hitlers, wurde im Münchener Justizpalnsi nach fünfstündiger Verhandlung von der Spruchkammer mit 10 Jahren Arbeitslager und Einziehung des gesamten Vermögens in die Gruppe der Hauptschuldigen eingereiht. Das gesamte Vermögen Hoffmanns, bis auf 3 008 Mark, die ihm zum Unterhalt seiner Familie belassen werden, wird eingezogen. Der Betroffene bezifferte sein Gesa ml vermögen bei Kriegsende selbst mit S Millionen Mark. Hoffmnnn, der big zur Verhandlung in der Strafanstalt Neudeck inhaftiert war, wird nach dem Entscheid der Spruchkammer wieder dorthin überführt werden. Heinrich Hoffmann hat den Entscheid nicht angenommen .und wird Berufung einlcgcn. Redaktion: L. Zaeschmar — Wirtschaft- Dr H F Geiler. Anzeigenteil: Anni Gari'ng. - Bühler Geschäftsstelle: Hauptstr. 80. Achertser Geschäftsstelle: Hsuptstr HO. llllIHMIIIIimMlIHtHMIHMNHHHtNNIHHHIHIfMHniMtllltmiHMMHMItHUIHHHHniMNHIH Fritzsche und Hoffmann als Hauptschuldige eiugereiht Nenn Jahre Arbeitslager für Fritzsche Wirtschaft Nur unser eigenes Fett 1 HAMBURG - Ein Sprecher der britisch eh Militärregierung erklärte vor der Hamburger Prass«: „Deutschland wird künftig in seiner F«tterz*ugung ausschließlich auf eigene Mittel zurüskgreifen müssen“. Zu dieser bemerkenswerten Feststellung erhalten wir aus Hamburg folgenden Bericht: Mgb. — Auch 1947 kann mit einer nennensWbrtfeh Erhöhung der Fettration im britisch besetzten Gebiet nicht gerechnet werden. Auf die Fettversor- güng hat sich vor allem die letztjährige Mißernte an Ölsaaten ufigünstig ausgewiikt Anstatt der auf Grund der Anbauflächen erwarteten SO 000 t dürften die Ernteerträge nur bei 20 000 t lVgen. Die hieraus produzierte Margarine reicht etwa bis Anfang Februar. Die ölsaatenüber- schüsse aus den Vorjahren dürften inzwischen aufgebraucht sein. Erschwerend kommt hinzu, daß di« außergewöhnlich regenreiche und stürmische Witterung besonders in den ersten Herbstwochen die Erträge des Weidevieh« in den Küsterigegen- den ungünstig beeinflußt hat. Daneben haben die durch Düngermangel verursachten Rüqkgänge der Grünfuttererträge einen verminderten Milchanlall gebracht, der ebenao wie die Buttererzeugung im britisch besetzten Gebiet um etwa 9 vH niedriger ist als im Vorjahr. Erschwerend Wirkt sich natürlich auch die Viehumlage aus, di* die Milch- kahbestände um 10 vH verringert. Die Aussichten einer Verringerung der deutschen Fettunterbilanz mit Hilfe ausländischer Zufuhren sind ungünstig. Weder von den USA noch von Argentinien, Neu-Seeland oder sonstigen Überschußgebieten konnten nennenswert gesteigerte Abgaben an Schmalz, Butter und anderen tierischen Veredelungserzeugnissen ln Aussicht gestellt werden. Auch der Fettanfal! aus dam Walfang darf in diesem Jahr noch nicht veranschlagt werden, wenn such gegen das Vorjahr, das infolge ungünstiger Wetterlage nur ein Ergebnis von 20 0001 gegen 5—600 000 t vor dem Krieg brachte, ein besserer Ertrag erwartet wird. Auch die Welterzeugung von pflantllehfn Ölen und Fetten ist noch weit von ihrem Vorkriegsumfang entfernt, ln Ölsaalen ist mit einem Weltertrag von 38,4 MilL t für das laufende Wirtschaftsjahr zu rechnen, wovon auf die USA 9,93 Mill. t, Indien 6,75 MM. t China (einschL Mandschurei) 4.1i Mill. t und Sowjetunion 4.39 MUL t entfallen. Von der Gesamternte wäre ein ölaufen von 7,7 6 Mill. t gegen 11.9 Mül. t 19373* zu erwarten. Weder in Cstasien noch in Afrika haben sich die Erzeugungsbedingungen grundlegend gebessert, und es werden wahrscheinlich noch Jahr» vergehen, ehe dort wieder Normalerträge zu erwarten sind. War vor dam Krieg die Mandschu- r e i für Deutschland der Hauptlieferant für Sojabohnen, so müssen heute die USA Sojabohnen und Sojabohnenprodukte nach China exportieren, was ein grelles Schlaglicht auf dis unzulängliche Eigenerzeugung Ostasiena wirft. Angesichte dar Gesamtentwicklung fällt as nicht wesentlich ins Gewicht, daß die argenUniache Ölsaatenernte mit 1.5 Mill. t 0,8 Mill. t mehr als im Vorjahr bringen soll, und daß aus Trinidad und den Philippinen eine Steigerung der Kopraerträge gemeldet wird. Von amerikanischen Faehkre'sen wird daher mit einem Andauern der Ol- und Fettknappheit bis Ende 1947 und Arbeit Fioakteicfas StähHa^slrh eihoht die Kapaittfil None Hochöfen und Walzwerke BARIS — Der Präsident das Ausschusses für die Erneuerung der französischen Eisen- und Stahlindustrie Eugene Roy hat als Studie zum Monis e l p 1 a n interessante Angaben gemacht. Die Stahlerzeugung hat vor dem Kriege betragen: 1870 100 000 t, 1900 l.S Mill. t, 1914 4,5 Mül. t, 1929 9.8 Mill. t, 1938 6 MUI. t. Heute besitzt Frankreich 177 Stahlwerke mit 196 Hochöfen. Von welchen zur Zeit nur 69 im Gang sind 90 Thomasöfen, 123 Siemens-Martin-Öfen, 186 Lichtbogen- Öfen imd 28 Induktionsöfen. Die künftige Stahlproduktion rtnfß dem Mangel an Kohle, Arbeitskräften und Geld Rechnung tragen. Der Plan Monnets zur Modernisierung der französischen Stahlindustrie Sieht Investierungen von 100 Milliarden Franken vor. Während das Jetzige Produktionstempo nur eine Jfahraserzeugüng von 5,5 Mill. t ermöglicht, will inan noch dieses Jahr auf 7 MUL t kommen. In den drei folgenden Jahren sollen 12 MUL t erreicht werden. Anschließend will man sogar 15 Mill. t Stahl und 3 MUL t Gußeisen jährlich erzeugen. Die Hauptschwierigkeit liegt bei der Kohle. 1938 hatte die Stahlindustrie 9.3 MUL t Brennstoff verbraucht, davon 7 MUL t Koka. Von dieser Menge stemmten nur 37 vH aus französischer Produktion, 1829 sogar nur 35 vH. Ein Drittel des Brennstoffbedarfs der französischen Stahlindustrie kam aus dein Ruhrrevier. Daraus erklärt sich dar französische Wunsch, auch künftig einen entsprechenden Anteil an der Ruhrfärderung gesichert zu wissen. Die Neuausrüstung der Industrie wird auch 9 zusätzliche Kokswerke umfassen, deren jedes täglich 1 500 t Kohle verarbeiten soll. Ferner sollen 24 moderne Hochöfen errichtet werden sowie zwei Thoma*-Stahlanlacen im Wert von zusammen 13 Milliarden Frs. Zur Herstellung der Feinbleche sieht der Plan die Anlage von zwei Heißwalzwerkstraßen mit einer Jahresleistung von je 600 000 t und zwei Walz- werkaaggregaten mit einer aolehen von Je 200 0001 vor. Fempr werden 10000 Arbeiterwohnungen geplant von denan die Hälfte sofort fertiggestellt werden sollen. Traufe* Kehle gegen Kriegggefangene ? Ca deutscher Vorschlag DÜSSELDORF — Der Wirtschaftsminister der Regierung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf, Prof. N ö 111 n g, machte Frankreich den Vorschlag, Ruhrkohle gegen deutsche Kriegsgefangene in Frankreich auzzutauschen. Er schlug vor, zusätzlich abenaovlel Kohle aus dem Ruhrgabiet zu liefern. wie die 45 000 deutschen Kriegsgefangenen, die gegenwärtig in den französischen Gruben arbeiten, fördern. Dadurch würde Frankreich seine Kohlenreserven sparen und Deutschland würde seine eigenen Bergleute im Ruhrgebiet einsetzen können, wo sie zu einer höheren Gesamtleistung beitragen würden. Vom Sender Paris wurde übrigens dieser Tage die Zahl der gegenwärtig in den französischen Bergwerken beschäftigten deutschen Gefangenen mit 56000 angegeben. Gegen die Demontage von Elektroweike» Duisburger Arbeiter demonstrieren HAMBURG — Etwa 2000 Eisen- und Stahlarbeiter in Duisburg demonstrierten gegen die beabsichtigte Demontage von 13 Fabriken für elektrische Ausrüstung. Die Streikenden machten geltend, daß durch die Demontage die Existenz von Tausenden von Arbeiterfamilien bedroht würde. Das ' Werk, in dem die Demonstration stattfand, ist bereits von aer Zufuhr von Kohle und elektrischem Strom abgesehnitten. Aus diesem Anlaß wies ein Vertreter der britischen Militärregierung in Hamburg darauf hin, daß auch die V e d d e 1 - W e r k e, eine Fabrik für elektrische Ausrüstung, die zuletzt in den Werftanjagen von Biohm und Voß in Hamburg untergebracht war, als Reparationsleistung zum Abtransport in die Sowjetunion bereitgestellt sei. Das Eintreffen der sowjetischen Übernahmekömmission werde täglich erwartet Die Versorgung der Stadt Hamburg werde durch die Demontage dieses Werkes stark beeinträchtigt. Es sei jedoch Vorsorge getroffen worden, andere Fabriken für Reparaturen und Ersatzlieferungen heranzuziehen. um einen vollständigen Zusammenbruch der städtischen Elektrizitätsversorgung zu vermeiden. Walter# Demontagen and Fabtiksprengangen In Sachsen bn. DRESDEN — Zu Demontagezwecken sind in Chemnitz über hundert Arbeiter zur Abmontierung des Maschinenparks der Teppich- und Mokettefa- brik Camman &t Co. in Chemnitz-Furth angefordert worden. Der Betrieb ist schon früher zum großen Teil demontiert worden, so daß jetzt auch noch die restlich verbliebenen Maschinen abgeholt werden. Weiter wird gemeldet, daß eine Reihe bereits vollständig demontierter Werke, die sich mit Erlaubnis der sowjetischen Militärregierung einen neuen Maschinenpark aufgebaut und mit der Produktion wieder begonnen hatten, vollständig stillgelegt und gesprengt werden sollen. Von diesen Maßnahmen werden das D K W - Werk Scharf enstein Im Erzgebirge und das Zweigwerk dar, vormaligen Autounion jetzt Sächsische Aufbauwerke in Siegmar-Schönau betroffen werden. Die Landesregierung Sachsen versucht, die Besatzungsbehörden zur Rückgängigmachung ihrer Anordnung zu bewegen. Ans der Industrie-Arbeit Nut 20 v. H. Produktion bei Canail-Speyer Der Betrieb von Gebrüder C a n a 1 i. Maschinenfabrik und Hammerwerk, Speyer a. Rh (Maschinen für Holzbearbeitung) wurde von Oberbach- Neckar 1938 nach Speyer verlegt. Die normale Pro- ( duktion von monatlich 150 bis 180 t bei einer Belegschaft von 150 Personen wurde 1944 erreicht. Von Kriegseinwirkungen blieb das Werk verschont, doch beträgt die heutige Produktion nur noch ein Fünftel. Die Abteilung Maschinenbau kann nur noch Reparaturen an Holzbearbeitungsmaschinen durchführen, ausgesprochener Maschinenbau ist nicht möglich. Auch Aufträge für Werkzeuge, wie Hämmer jeder Art, Äxte können nicht mehr ausgeführt werden. Rohstoffmäßig könnte der Betrieb. infolge günstiger Vorratswirtschaft einigermaßen durchhaiten Die Energieversorgung ist durch eigene Kraftstromanlage mit Ferngasversorgung gekichert Klöckner-Werke, Stahlwerk’Osnabrück gi. — Das Stahlwerk Osnabrück der Klötfcner» werke beschäftigt 1000 Arbeitskräfte. 1946 wurden 5231 t Radreifen, 985 t Schmiedestücke. 226 t Mahlkörper, 1198 t Weichen. 3462 I bearbeitetes Material, 755 t Radsätze. 63 878 Milchkannen und 17 000 Melkeimer hergestellt. Die Reichsbahn der britisches Zone hängt zum großen Teil von der Fabrikation dieses Werkes an Weichen, Rädern und anderen Erzeugnissen ab. Stahlbau Rheinhausen baut Rheinbrücken gi. — Das Unternehmen Stahlbau Rheinhausen beschäftigt 3800 Arbeitskräfte und arbeitet an T Rheinbrücken von Mainz bis zur holländischen Grenze. Außerdem baut es Straßen-, Autobahiv- und Kanalbrücken aui. Für Januar mußte die wöchentliche Kohlenzuteilung auf 14 t herabgesetzt worden, während die benötigte Mindcslmenge 80 t wöchentlich beträgt Die weitere Beschäftigung hängt ganz von der Kohlcnzuteilung ab. , 75 Jahre Francbe-Weike, Bremen BREMEN — Die Francke Werke AG, Bremen, blickt auf eine 75-jährige Tätigkeit zurück. Aua dem kleinen InstaUationsunternehmcn, das der Begründer Karl Francke 1872 eröffnete. entwickelt« sieh die leistungsfähige Fabrik für Apparate- und Behälterbau und Kesselschmiede, die einen besonderen Ruf im Bau von Gaswerken. Wasserwerken und Kanaiisationsaniagen im in- und Ausland genießt. Die Werke haben bisher 350 vollständig» Gaswerke. 250 vollständige Wasserwerke und 100 Kanglisationsaniagcn mit Abwasserbeseitigung mit den Rohrnetzen geliefert. Sie hnben über 1200 Behälter für die Lagerung von öi und Benzin und viele Apparate für die Mineralöl-Raffination hergestellt. Zahlreiche Dreh- und Hafenkrane und große Verladebrücken wurden geliefert. Für die Speisefett-Industrien wurden Raffinations- und Ölhärtungsanlagen mit Wasserstofferzeu«tungsanla- gen erbaut, zuletzt 1938 39 für Britisch-Indien. Don letzten Krieg hat des Werk ohne wesentlich* Beschädigungen überstanden und arbeite* heute wieder mit einer Belegschaft von 900 Mann. In»' vorigen Jahr wurde auch die Stahlmontage der über die Weser führenden ..Truman-Brüeko" in Bremen von den Francke!-Werken ausgeführt. Für das laufende Jahr ist das- Werk ausreichend beschäftigt. „Dan Anlo* erscheint / Motorrad mit nur 55 kg Lew «Li g. Als erste Motorzeltschrift nach dem Krieg, die sich allen Gebieten des Krafifahrzcug- verkehrs. zu Land, zu Wasser und in der Luft widmet, erscheint jetzt allmonatlich ..Das Auto“ (Verlag: Freiburg Br., Engesserstraße is> Hauptschriftleiter der reich- und gut bebilderten Zeitschrift. deren erstes Heit vorliegt, ist Obering©» nieur F A. E. M a i.t i n. Den sportlichen Teil betreuen Paul Pietsch und Emst Troeltseh. während für den unterhaltenden Teil Lo Franke sorgt, Das bunt aufgemachte Heft bringt u. a. interessante Aufsätze und Bilder von den neuesten ausländischen Kraflfahrzeugmodellen und ihren neuen Konstruktionsmerkmaien, spannend geschrieben« Rennbeiichte. einen Aufsatz über d e Verwendung der Atomenergie als Kraftstoff und neueste Nachrichten aus der Auto-Industrie ferner einen Rückblick auf die internationalen Molor- sport-Ereignisse 1946. Ein Fachbeitrag schildert anschaulich die Vorgänge im Generator. Das „Vcspa“-K!einmoiorrad mit nur 55 ka Gewicht, wird rin Wort und Bild .beschrieben. Es vermag eine Höchstgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometer zu erreichen. Ein ..Kraltfahr-Delmetscher“ bringt die kraflfahrlichn^chen und wirtschaftlichen Fachausdrücke in deutsch-Ir anyrit;srJ i-r.n o . lisch. Kr. 10 BADENER TAGBLATT Mittwoch, den ». repniar 1947 BADEN» BADE Telefonieren - eine Qual Klosterbrunnen in Lichtentai Von Helene N a u c k. In tiefer Ruhe liegt der weite Raum Des Klosterhofes. Und ich schritt versonnen Durchs Mittagsschweigen. Reglos Blatt und Baum. Nur leise rauscht der alte Klosterbronnen. Vier Rohre strömen ihre kühle Flut In eine breite, steingehaune Schale. Wie festgefügt das weite Becken ruht! Wie sprüht der Quell im Mittagssonnenstrahl*] ®r dringt zum Licht aus dunklem Erdengrund. Wer denkt der tiefen Quellen, die ihn nähren, Von all den Wandrern, die mit durslgem Mudd Von seinem Wasser frischen Trank begehren? So läßt der alte Brunnen gleichnishaft Mich alles Lebens letzten Sinn bedenken. Es strömt aus Gottes Tiefen seine Kraft, Um sich Im Dienst dem Bruder zu verschenken. Wir gratulieren. Am 5. Februar begeht Frau Mina Kah, langjährige Pächterin des ,,Geroldsauer Wasserfall“ in geistiger und körperlicher Frische ihren 80. Geburtstag. Theaternachrichten. Am kommenden Samstag, den 8. Februar, wird Bernard Shaws viel- gospielte Komödie „Der Arzt am Scheideweg“ in den Spielplan aufgenommen. Das Sonntagsprogramm: 15 00 Uhr: „Amphitryon“ von Heinrich v. Kleist, 20.00 Uhr „Der Arzt am Scheideweg“ (beide Vorstellungen außer Miete.) luliiigt Franz Xaver Ketterer zum GedScbtnls Mit Justizrat Franz Xaver Ketterer ist eine markante Persönlichkeit des öffentlichen Lebens von uns geschieden. Wohl gelang es der Last des Patriarchenalters, den stolzen Rücken zu beugen- Aber aus Wort und Blick blitzte noch immer'der ewigjunge Kämpfergeist, der bei den politischen Auseinandersetzungen der Vergangenheit so oft ln wohlgesetzter Rede den Gegner entwaffnet« und, sich den Sieg errang. D e schneüebige Zeit verg ßt gern und leicht, was war, und kein Redner der jetzigen Stadtverwaltung oder der heutigen Parteien ergänzte die warmempfundenen Abschiedsworte, die Stadtpfarrer Heiler dem vorbildlichen Katholiken seiner Gemeinde widmete, um der vielen Verdienste zu gedenken, die dar Heimgegangene als Stadiverordnetenobmann und Mitglied zahlreicher Kommissionen und Delegationen sich um das Wohl der Allgemeinheit erworben hat. Umso fester steht der Altar der Dankbarkeit in den Herzen der vielen, denen sein reiches juristisches Wissen Rat und Beistand hot, denen se ne opferbereite und gebefreudige Hand Hilfe und Rettung in Stunden seelischer und körperlicher Not zu schenken verstand. Wer dann nach einem vielstündigen Arbeitstag Zeuge seines sprudelnden Humors, seine? nie verletzenden aber schlagfertigen Witzes in froher Abendgesellschaft sein durfte, der bedauert besonders stark, daß unserer heutigen lichtarmen Zeit diese sonnige und frohsinnsprühende Natur genommen wurde, die, mit reichem Können und starkem Wollen begabt, allen Widrigkeiten zum Trotz sieb das Schicksal zu meistern wußte. K. M. Nene Bäckermeister Vor der Meisterprüfungskommission der Handwerkskammer Fretburg Br. haben im Bäcker-Handwerk die Meisterprüfung bestanden: Bleich. Fritz, Baden-Baden; Rieger, Willi, Baden-Baden; Stürch- Je, Konrad. Baden-Baden; Veilh Josef, Baden- Baden; Walther, Karl, Baden-Baden; Weingärtnar, Adolf, Baden-Oos; Reichert, Willi, Baden-Oos. Verfehlangen einer Angestellten des Ernährungsamles Baden-Baden Der Ernährungsausschuß der Stadt Baden-Baden gibt gemeinsam mit der Leitung des Ernälirungs- emtes bekannt, daß es der Kriminalpolizei gelungen ist. Verfehlungen einer'Angestellten des Ernäh- rungsamls, die in der karlcnuusgabe beschäftigt war, feslzuslellen. In der Wohnung dieser Angestellten wurden bei einer Haussuchung Lebensmittel in einer Menge feslgestellt, die unmöglich auf die Karten des Normalverbrauchers bezogen worden sein konnten. Die betreffende Angestellte war sofort In vollem Umfange geständig. Sie hat seit Oktober letzten Jahres Markenabschnitte an sich genommen, die zur Entwertung bestimmt waren, um die Ernährung ihrer kfanken Mutter und ihres kränklichen Mannes $u verbessern. Die Erhebungen der Krirn.- Pol. und eine umfassende Nachprüfung durch den Leiter des Ernährungsamtes haben ergeben, .daß die Verfehlungen sich nur auf diese Angestellte beschränkten. Aufgrund des Vorfalles würde vonseiten de* Ernährungsamtes angeordnet, daß künftighin solch* Markenabschnitte noch in Gegenwart des Karten« vnpfängers sofort entwertet werden. ZfUmdtiamiUcfa JiacA\ic&ttn Geburten : Walter Reiß, Haueneberstein, Waldstraße 252; Axel Unger, Ottenau, WUh. Buschstraße 7; Wolf-Dieter Beck, Baden-Baden, Sehloß- bergstraße 4; Brigitte Mayer, Weinbergstraße 62; Margarete Degler, Gunzenbachstraße 30; Hans Deg- ler, Gunzenbachstraßa 30; Walter Glaß Maximl- Jianstraße 40; Margot Huck. Sinzheim-Müllhofen, Haus 10. Heiraten: Joseph Albert Frank und Anna Maria Förg. Baden-Baden. Kl. Dollenstr. 6-, 30. 1.; Maurice Paul Decobert und Johanna Eleonora Holzschuh, Bismarckstraße 10, 1. 2. Sterbefälle: Elisabeth Rieß, geb. ReSch (48 Jahre), Rastatt, Münchfeldstraße 87; Heinrich Schön (70), Baden-Baden, Baumackerstraße 7; Frieda Späth, gb. Fischer (69), Schußbachgasse 5; Christian Hermann Siglinger (87), Beuerner Straße 79; Anna Maria Martha Galli (94), Karlstraße 17; Melanie v. Regner (89), Bezirksspital Schafberg; Marie Stängls (73). Bezirksspital Schafberg; Ida Müller (62), Elchesheim, Hauptstraße 81; Franz Xaver Herrraann (70), Baden-Baden, Rastatier Straße 8; Lilll Seile, geb. Schenk (69), Sofenstraße 13; Wilhelm Hurle (80), Annabergstraße 2; Alois Wilmes (49), Kaiser Wilhelm-Straße 1; Franz Karl Wunsch (gefallen) (23), Beuerner Straße 53; Franz Albert Roloff (77), Kreuzstraße 3; Anna Maria Schreiber, geb. Greuter (67), Hauptstaße 29; Franz Xaver Ketterer (86), Kreutzerslraße 5; Robert Bender (67), Schwarzwald- atraße 75. Aas Lichtentai Fahrkarten (Wochen- und Monatskarten) für die Stüdt. Straßenbahn sind bei dem Bäckermeister Otto Jörg er, Lichtentai, Hauptstraße 83 erhält- Lu*. J. F. Ich bin ein geduldiger Mensch. Nicht nur das: Uth will auch, selbst auf die Gefahr, daß es mir schwer gemacht wird, geduldig bleiben. Tatsache und Absicht sind seit , einiger Zeit nicht mehr als Unwidersprochene Realitäten anzusehen. Daran ist das Telefon schuld. Ich habe nicht die Absicht, zu übertreiben, um die Sache für den Leser anregender zu machen. Bleiben wir also bei einem praktischen Beispiel. Aus beruflichen Gründen bin ich des öfteren gezwungen, mit Leuten zu sprechen, die mich persönlich nichts angehen, deren Telefon-Nummer mir also völlig unbekannt ist. Gesetzt nun den Fall, ich muß, um eine Arbeit zu erledigen, mit irgendeiner für die Sache wichtigen Person einige Worte wechseln. Da die Schuhsohlen in der Regel ramponiert und der Schuhmacher für eine Reparatur so viel Zeit beansprucht, wie man früher für eine ordnungsgemäße Weltreise benötigte, die Straßenbahn, wenn sie überhaupt kommt, mit „Trauben“ behängt ist, versuchte ich gestern wieder einmal das verheißungsvolle Telefon zu benutzen. Weich eine verwegene Idee! Ich habe heute noch kalte Füße und einen Riß im Herzen davon Das kam so: Ich nahm bei Bekannten im kühlen Gang, wo das Apparätchen an der Wand hängt, den Hörer ab und wartete — zunächst in völliger Ruhe und Geduld, weil ich aus Erfahrung weiß, daß es da drinnen im Amt mit der Zeit hapert, weil zu wenig und vielleicht teilweise auch nicht völlig durchgcschuii.es Personal mit den Strippen wirtschaftet. Ich wartete also, und da ich neugierig und außerdem empfindlich gegen Kälte bin, betrachtete und verfolgte ich während der Wartezeit meine getreue Armbanduhr, deren Zuverlässigkeit hoch zu leben ist. Nach >3"» Minuten kribbelte es erwartungsvoll in der Hörmuschel, ich öffnete den Mund, dann war es aus. Kalte Nacht starrte meinem linken Ohr entgegen (das ist kein Unsinn,' weil ich es in vollem Bewußtsein schreibe). Nach einigem Hin- und Hertreten (in der Kälte), gluckste es wieder einmal im Aparat, ich wollte gerade „bitte!“ sagen, da war es zum zweiten Mai aus. Aber dann nach drei Minuten und 58 Sekunden kam eine gemütliche Mädchen stimme an mein geduldig wartendes Ohr und verlangte nach meinem Begehr. Ich bat kleinlaut um die Nummer des Herrn . . , „Bitte die Nummer!“ kam es als Gegenantwort zu mit hergezischt. „Die habe ich nicht, es gibt ja in Baden-Baden kein noch so primitives Verzeichnis der Fernsprechteilnehmer“. — „Ieh verbinde Sie mit der Auskunft“ Ich war dar glücklichste Mensch von dar Welt, denn schließlich mußte'ja die Auskunft wissen, welche Nummer usw. Ich wartete, den Hörer in der Hand und am Ohr, geduldig, bis sich die Auskunft meldete. Bevor sie kam- brozzeite es einige Male verheißungsvoll in der Muschel, später, nach etwa zwanzigmaligem Drücken der Aufhängevorrichtung meldete sich die Auskunft. Langsam ging meine sonst so beherrschte Wesensart verloren und in mir drängte, brodelte und schäumte es fürchterlich, ufovon ich mir aber beileibe nichts merken ließ. Es waren auf jeden Fall weitere 4 Minuten und 18 Sekunden verstrichen. Nach weiteren 12 ' Sekunden kam die .NumCr rund und voll breit und gewaltig, und ich konnte damit rechnen, daß jetzt dag Glücksfall eintreten wird und mir die unbekannte Stimme eines mir zwar fremden Herrn gewisse dringliche Auskünfte werde bekannt geben. Vollkommen falsch gewahrscheinlieht (!). Niemand Ham. Es blieb eisdunkel und totenstill in der Muschel. Ich hob und senkte inzwischen di- Aufhängevorrichtung, weil langsam der letzte Rest von Geduld dahinschmolz. Gerade als ich die Strippe abreißen und den Hörer durch das verschlossene Fon- Ster auf den Hof werfen wollte, kam der zirpende Wohllaut einer verführerisch sommerlich und warm klingenden Stimme an mein Ohr: „Die Nummer gibt keine Antwort!“ Womit mein Bedarf für diesen Tag wieder einmal gedeckt war. Das nächste Mal gehe ich zu Fuß. ich brauche etwas weniger Zeit, bin dafür aber in der frischen Luft gewesen und kann mit Sicherheit behaupten, daß niemand zu Hause war. Niemand' behaupte, das Telefön wäre zu nicht* nütze. Es verhütt uns zu erstaunlichen Einsichten, die uns sonst kaum zugänglich wären. F. R. Sitzung der Beratenden Landesversammlung FREIBURG — pie Beratende Landesversammlung für Südbadan war für Dienstag nachmittag zu einer außerordentlichen Sitzung Ginberufen worden. Als einziger Punkt stand auf der Tagesordnung die Beratung der Landasverardnung über den vorläufigen Aufbau der Verwaltungsgerichtsbarkeil Abg. Kurier (BGSV) erstattete Bericht über die Behandlung der Vorlage im Verfassung*- und Rechtspflegeausschuß und gab die Änderungsanträge bekannt, die von den einzelnen Parteien im Ausschuß zu der Verordnung eingebracht worden waren. Verwaltungsgerichte sollen in Singen. Baden-Baden und Freiburg errichtet werden. Der ursprüngliche Plan, ein Verwaltungsgericht nach Konstanz zu legen, wurde wieder fallen gelassen^' da Konstanz verkehrstechnisch zu ungünstig liegt. Anstelle von Konstanz wurde dann S'ngen als Sitz eines der drei südbadischen Verwaltungsgerichte gewählt. Abg. Dr. Fecht (BGSV) sah die Bedeutung der Vorlage darin, daß die Rechtsform wieder neu belebt werden solle. Die Verwaltungsgerichte sollen im Interesse einer volksnahen Justiz wieder mit Laienrichtern besetzt sein, lediglich der Vorsitzende solle ein Jurist sein. Abg. Dr- Haas 'Soz.l unterstrich die fundamentale Bedeutung, die der Verwaltungsgerichtsbarkeit zukomme. Sie schütze den Staatsbürger vor VerWal- tungsakten, dar Bürger könne sieh wieder an ein Unabhängiges Gericht wenden. Das fortschrittliche Baden habe bereits im Jahre 1862. als erstes deutsches Land, ein solches Gesetz erlassen, dem Naziregime blieb es allerdings Vorbehalten, dieses Gesetz fast völlig auszuschalten. Der demokratische Abg. Dr. Vertiseh begrüßte die Verordnung, da sie einen weiteren Schritt auf dam Wege zur Einführung rechtmäßiger Zustände in unserem Lande bedeute. Auch er trat für die Berücksichtigung des Laienelements in erster Instanz ein. Abg. Büche (K) stimmte der Verordnung ebenfalls im großen und ganzen zu. Er wies jedoch darauf hin, daß die Tätigkeit der Verwaltungsge- richte nicht darauf gerichtet sein dürfe, Verwaltungsmaßnahmen zu verhindern. Staatssekretär des Innern, Nordmann, sicherte eine eingehende Prüfung dar gemachten Änderungsvorschläge zu. Er stellte fest, daß es darauf ankomme. wieder zum Rechtsstaat zurückzukehren, zum wahren Volksstaat. Die Vorlage wurde schließlich mit allen Stimmen bei vier Enthaltungen der kommunistischen Abgeordneten gutgeheißen. Rftgiieii- oder Menschenkunde Vortrag uon Professor Dr, Falkenburger ‘ Vor einem, besonders von der Ärzteschaft zahlreich besuchten Zuhörcikreise sprach Dr. Falkenburger, Prof. an der Joharvnes-Gutenbarg- Unlversilät Mainz, über das Thema: Rassen- öder Menschenkunde Im Kleinen Bühnensaal , Er bot damit gewissermaßen ein „Hers d’oeuvre“ aus dem Gebiet der Anthropologie vom Standpunkt des modernen Europäers aus, indem er zunächst einen historischen Überblick gab und sich auf Lin- nö, Blumenthai u. a. berief. Er stellte fest, daß die Begriffe Volk. Rasse, Sprachgemeinschaft miteinander nioht identisch sind. Rasse oder Menschentyp kann nur von körperlichen Eigenschaften bestimmt werden. Zu allen Zeiten kristallisierte sich das Bestreben heraus, daß ein Volk sich vor dem anderen hervortun wollte. Dar Redner bewies dies an historischen Beispielen aus der altägypüschen, griechischen bi* in die Geschichte der letzten Jahrhunderte, deren Mentalität zu jeder Epoche eine andere war. Immer wieder tauchten atavistische Ideengänge auf. Besonder« interessant gestaltete sich hier seine Beurteilung Uber den Franzosen Gobincau und sein Welk über Ungleichheit der Rasse, in welchem dieser bewußt an nicht sehr geschickten Beispielen den Gegensatz der Idee der Superiorilät bestimmter Rassen vertritt, die Prof. Falkenburger ebenso geschickt widerlegte, um sich dann sehr interessant Über Chamberlains Werk „Grundlagen das 19. Jahrhunderts“ zu verbreiten. Am Schluß seine* Vortrag* erwähnte der Redner als Satyrspiel di* nationalsozialistische Schrift Darräs. in welcher dieser dan Nachweis erbringt, daß iha Norden „das Schwein" kultiviert wird. Ebenso geistvoll glossierte er auch andere Schriften, u. a Gogols witziges Buch „Tote Seelen“, vor hundert Jahren geschrieben,, um dann mit Claude Bernhardt Ausspruch „daß man sich nur an die Tatsachen halten dürfe“ und Pasteurs richtunggebende Frage zu schließen: „Was soll der Begriff der Rassentheorie: Blut und Eisen oder Befreiung des Menschen?“ In den mit bewundernswerter Konzentration zusammengafaßten lichtvollen Ausführungen kam der Redner zu dem Ergebnis daß niemals der Fortschritt der Menschheit sich in gerader Linie vollzog, und, daß gleich den olympischen Fakelträ- gern das Ziel nur durch gemeinsames Zusammenwirken erreicht werden kann — Die Zuhörer spendeten Prof. Falkenburger lebhaften Beifall L K- Die verlorene Frau (la femme perdae) Man verstehe dies „verlo.en“ nicht etwa im Sinne des „traviata“ als „vom Wege abgekommen, entgleist“. Vielmehr ging sie ihrem Verlobten durch eine niedrig denkende Rivalin verloren, die seine Briefe aus den fernen Häfen, wo sein Schiff anlief, unterschlug. Während er als Steuermann ferne Weltmeere kreuzt, verläßt sie ihre Mutter und ihre hartherzige Tante, das Pfand ihrer Liebe unterm Herzen, verzweifelt, daß von Jean keine Briefe an sie gelangen. Im Elend nimmt sich Pierre ihrer seiht dem Kinde an, heiratet sie Aus dem zweiten Weltkriege bringt er zwei Kameraden mit heim: einen Pfarrer und — Jean, der Pierre in der Schlacht das Leben gercHet hatte. Dieser erleidet sein Enoch-Ardcn-Schicksal mit der filnvseh sehr wirkungsvoll gestalteten Variable, die bei Tennysön noch nicht angedeutet ist: Marie hat zwischen dem Vater ihres Kindes und ihrem . Gatten zu wählen, wie Henrik Ibsens ;Frau vom Meer“. Doch erleichtert ihr dies Jean, gestärkt durch den Pfarrer, dadurch, daß er wieder zur See geht.' Renäe Sa!nt-Cyr fand wie beide Partner (Jean Murat, Galland) das feine, filmisch unaufdringliche Spiel, das ans Herz appelliert und uns die tragische Lösung der Drei nahebringt. Der Spielleiter Jean Choux zeigt die Stille des vornehmen Hauses mit der gütigen Mutter Pienes ebenso sicher, wie die Hafenkneipe des Beginns mit ihren Seemanrvs'.ypen. Dem Drehbuch liegt der Roman von Alfred Ma- chard zugrunde. Auch die Musik von Vincent Spotto unterstützt mit der vornehmen Bildkunst dan breiten Erfolg des Filmes, wo er auch auftaucht. zumal auch Roger Duchesne und Margue- nte Pierry mitwirken. Fer. Polt»e*ber?cbt für die Zelt vom 20. bis 26. Januar 1947 Schutzpolizei: Festgenommen wurden: t Personen wegen unbarocht'g en Aufenthalts in Baden- Baden, 2 Peisonon wegen Diebstahls. — V o r | e: führt wurden: 4 Personen an ihre Arbeitsstelle. — Angezeigt wurden: I Person wegen Gefährdung des S.rnjenverkehri, 9 Personen weg.-n Unterlassung der Gehweg- und straßcnretn'gung. — Ger bührenpfllchtlg verwarnt wurden: 99 Personen wegen Badfahrens ohne Licht bei Dunkelheit, Nebeneinanderfahrens mit Fahrrädern, Befahren» von Einbahnstraßen in verbotener Richtung, Auf- und Abspringens bei fahrenden Straßenbahnen, Badfahren* Ohne Nummernschild bezw. Fahrrad-Laissez-passer. Kriminalpolizei: Festgenommen wurden: * Personen wegen Diebstahls. — Angezeigt wurden: r Personen wegen Untorschl-gung, 9 Personen wegen Diebstahls Ferner gingen 9 Anzeigen wegen Diebstahls und 1 Anzeige wegen Elnbruehsdlebstahls ein. Gewerbepolizei: An gezeigt wurden: 4 Geschäftsinhaber wegen Prelsiibei schreihing beim Verkauf von Fisehwaren i Geschäftsinhaber wegen Pretsüberschrei- tung be m Verkauf von Haushaltungsartikeln, t Handelsvertreter weg n Prelsübarsehreitun* beim Verkauf von Spielwaren. I Person weg-n Prclsüberachroltunf beim Verkauf von gebrauchten Waren. Riyimdlseihisiy) otmi iL^uni<§) |]KI) Nachdem die Oberkircher Begegnung den Platzverhältnissen zum Opfer fiel, .standen noch 3 Spiele, auf dem Programm. Dabei ist bcmei kenswert, daß sämtliche Platzvoretne erwartungsgemäß zu Erfolgen kamen. — Zunächst behielten die Sportfreunde Lahr mit 3:2 recht, knapp über die Freiburger Gäste des asv die Oberhand. Dieser sieg brachte Ihnen den 3. Tabellenplatz. — Ohne besondere Höhepunkte verlief das Treffen bei den Freiburger Blau-Weißen, die dem VfR Riegel mit 2:1 das Nachsehen gaben. Schließlich setzte sich der SC B.-Baden über seinen hartnäckigen Widersacher Ottenau 4:2 hinweg, nachdem bei Halbzeit schon eine fast sichere 3:0- Führung erzielt war. — Der. 7. Spielsonntag änderte das, Tabellenblld wie folgt: SCj( B-Baden 7 8 0 8 *4:10 10:4 SV Ottenau 8 4 1 1 15:0 0:2 Sportfreunde Lahr 8 4 X X 12:7 0:2 Fortuna Freiburg 8 4 8 X 23:0 2:2 Bl au-Weiß Frei bürg 7 S 8 » 13:19 8:2 •ASV Freiburg 8 8 i 8 13:13 5:7 SV Emmendingen 5 1 1 8 9:12 2:7 SV Obbrklrch 4 8 8 4 3:22 0:8 VfR Riegel 4 9 9 4 Gruppe Ost: Alle Spiele ausgefallen. 2:12 Gruppe Süd: Isteln — Tum ringen 1 :l; Zell — Wyh- len 0:3; Wehr — Weil 1:2 Waldshut — Schopfheim : Fahrnau — ausgefallen. Rheiufelden und Eindrucksvoller Erfolg des SC B.-Bad«a SC B.-Baden — SV Ottenau 4L (3:01 Es ist kein Zweifel mehr, der SC B.-Baden macht eine Aufwärtsentwicklung durch, die ln diesem Spiel wieder klar zu erkennen war. Wenn man von dem noch ungenauen Aufbauspiel der Außenläufer absieht, gab es auch heuer wieder keinen schwachen Punkt in der Badener Elf. Ganz vorteilhaft wirkte sich die Gruppierung Hcnn — Müller K. — Lay der Drilt-Verteldtgung aus, die ein schwer zu überwindendes Bollwerk darstellt. Mitzel ln der Drahtvilla wird. zusehends besser, aber die Außenläufer müssen noch mehr auf genaues Zuspiel achten, wenngleich sie lm Zerstören unermüdlich scheinen. Erfreulich ist die Homogenität des Sturmes, wo Immer mehr Verständnis untereinander zutage tritt. Die meisterliche Technik Hopps sichert diesem' Spieler eine Sonderstellung, von der seine Nebenleute nur profitieren können. Überhaupt fiel die ganze Fünferreihe durch Elnfallsreichtum und prächtigen Einsatz auf. Ohne Frage gab Ottenau einen gefährlichen Gegner ab, der Schnelligkeit und gesunde Schußkraft vorteilhaft verbindet. Einige ausgezeichnete Einzelkönner erhöhen nur den guten Eindruck, den die Elf bisher Unterließ. Die vorbildlich faire Spielweise beider Teams erleichterte Schiedsrichter Link- Frelburg sichtlich sein. Amt, das er übrigens unauffällig oder energisch verwaltete, wie es das Spielgeschehen eben mit sieh brachte. — Fast 2000 Zuschauer umsäumten den Gutenbergplatz und brauchten keine 3 Minuten zu warten, ehe Fischer einem Elan vollen Angriff mit forschem Weitschuß abscbtßß: 1:0! Ein selten gesehenes Parade- stück ergab kurz darauf den 2. Treffer. Am Boden liegend köpft Hepp eine feine Vorlage Pfeifers von der Strafraumgrenze ln die lange Ecke. Einige Male Ist nur noch Ottenaus Querlatte Retter ln höchster Not, dann knallt Hepp aus vollem Lauf Fischers genauen Paß als 20 Meterbombe ln die Maschen. Die 2. Halbzeit sieht B.-Baden gleich wieder am Zuge. Ilcpps Vorlage bringt Weißhaupt gut zur Mitte, wo Fischer abermals kurz entschlossen Ina Schwarze trifft. Dann flaut das Tempo des Spiel* merklich ab und der SC vernachlässigt sichtlich die Deckung. Aus zwei kleinen Schnitzern sind urplötzlich zwei Ottenauer Tore geworden, ein Erfolg, der d'e Gäste zu weiteren Anstrengungen anspomt. Ihre Üh'^ieg^nheH h’eibt ohne Zähler, de Mi*zel — nun lm Frennnunkt der Frrt(*nl?e“ — m't tol'en Paraden 1eden Treffer verhütet So*u»r ist es sein Gegenüber, dessen r.ei-tnneen aef ntr^ner s--»ne he- kte*seht werden. ve«h zwei f etrensehüsse ver- zeiehn"n d'e Pnt Weinen, d-ei viere Chrneen werden eiiseriq«een. denn p-b)-i T< e V d'eren enennenden. t-T-aa-nlrt —, Wei+i-nf wn dir Wghellen- führung ab: B.-Bad»n !i~et wieder ln Front! BerlrfcsMesse Leiberstung — Flenghelm 1 .ft Ift-O) Ttling»n _ Ki*nnenhp'»n *:3 (2:3) Söllingen — Aebn-n ft 4. Au a. Rh. — Iffezhe>m ausgefallen. Krti'tbne Staffel I ftn ebnest — Liebten an ansgefaNen: s-her-hrtm — Hügelshelm 3:2; Vimbuch — Sinzheim 1:4 Staffel TI Obernehem — S asb ach 7-2: 7 auf — Fautenbach 3:2; Varnhalt — Bühlertal ausgefallen. Staffel m. Durmersheim — Ottersdorf 3:1: Flehesbelm — Plittersdorf 3:1; Würmersheim — Steinmauern 2:1. Staffel IV Waldnreehtswelör — Rotenfels *:*: Gernsbach — Muggensturm 2:1; Bischweier — Michelbach 9dl. Rastatt führt jetzt —Ribe- SV Restart f 2 1 0 4rl •n SV Schwenningen 3 2 0 1 12:4 4:8 PV Offcnburg 4 1 2 1 7:7 4:4 VfL Friedrichshafen 2 1 1 0 8 8 8:1 VfL Konstanz 2 1 1 1 5:8 8:8 SV Reutlingen 4 1 1 2 14:7 8 8 VfL Freiburg 2 * 2 1 8:11 2:4 Sp.V. Bieberach 2 0 0 2 8:18 8 4 AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN Vorerhebung zur Bodenbenutzangsaufnahme 1947 Zur zuverlässigen , Feststellung der Betriebsflächen Ist vor der eigentlichen Bodenbenutzungserhebung, die im Mal 1947 durehzuführen ist. im Februar 1947 eine Vorerhebung durehzuführen. B»zu Ist es nötig, die landwirtschaftlichen Meiriche, Forst-, Weinbau- und Gartenbaubetriebe zu ermitteln und Ihre selbsth^wirt- Schafteten Gesamtflächen festzustellen. S 1397 Zu diesem Zweck erhält Jeder Betrieb mit einer GesamtwirtsehaftsfläChe von o 50 und mehr ha — Erwerbsgartenbaubetriebe auch unter 0.50 ha — in den nächsten Tagen eine blaue Betriebskarte zugestellt. Diese Betriebskarte ist sorgfältig äuszufüllen, sie wird bis spätestens 12. Februar 1947 von Beauftragten der Stadt abgeholt. Bei der Ausfüllung der Betriebskarte ist besonders darauf zu achten, daß unter n auch die selbstbewirtschafteten Betriebsflächen eingetragen werden, die außerhalb der Gemarkung Baden-Baden liegen. Die Betriebsinhaber oder deren Vertreter sind nach der Verordnung über die Auskunftspflieht vom 13. Juli 19*3 (RGBl. I,Seite 723) gesetzlich verpflichtet, die erforderlichen Angaben zu machen. Betriebsinhaber, die am 19. Februar 1947 die Vordrucke noch nicht erhalten haben, müssen sie beim Städtischen Vermessungsamt, Sophienstraße 1 (Palais Hamilton) Zimmer 7, sofort abholen. Alle an der Erhebung beteiligten Personen sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Die Angaben werden zu volkswirtschaftlichen und statistischen Zwecken benutzt. Die amtliche Landwirtschaftsstatistik bildet die Grundlage für alle Maßnahmen zur Sicherung der Volksemährung. Es wird deshalb erwartet, daß alle Beteiligten ihre Betriebskarten wahrheitsgemäß und sorgfältig ausfüllen und pünktlich zur Abholung bereithalten. Der Oberbürgermeister — städt Vermessungsamt Schwerarbeiterzulage. Die Zusatzkarten für den Monat Februar 1947 werden nur in der Zeit von Donnerstag, den s 2. 1947 bis einschließlich Samstag, den 8. 2. 41 beim Ernährungsamt, Zimmer 4, ausgegeben. Die Abschnitte 77 der laufenden Lebensmittelkarte sind vorzulegen. . S 1463 Donnerstag und Samstag nur vormittags geöffnet. Baden-Baden, den 4. Februar 1947. Der Oberbürgermeister — Eraihrungsamt Vereine Im Stadtkreis Baden-Baden Mir. Auf Anordnung der Militärregierung haben sämtliche Vereine und Vereinigungen, Zweigvereine und Ortsgruppen von Vereinen, die in Baden-Baden ihre Tätigkeit ausüben, bis spätestens 11. Februar 1947 folgende Angaben dem Oberbürgermeister der Stadt Baden- Baden einzureichen: Name des Vereins, Ziel des Vereins, Sitz des Vereins. Behörde, die die Vereinsgründung genehmigt hat und Tag der Genehmigung. Mitglieder des Vorstandes (Name, Vorname, Beruf. Adresse), Anzahl der Mitglieder. 8 1437 Der Oberbürgermeister Berichtigung der Steaerkarten für das bei der französischen Besatzungsbehörde beschäftigte deutsche Personal. S 1371 Zwecks Eintragung von Steuerermäßigungen und Veränderungen im Familienstand für das Jahr 1947 sind die Lohnsteuerkarten sofort der Steuerabteilung Zimmer 101 des Rathauses bezw. dem Finanzamt zur Berichtigung vorzulegen. StädL RequlsiLionsamt — Lohnbüro Die Landes Versicherungsanstalt Baden ln Karlsruhe läüt durch einen Beamten nochmals einen Sprechtag für die freiwillig Versicherten der Invaliden- und Angestell ton Versicherung abhalten. Es ist Gelegenheit zur Nachentrichtung von Beiträgen geboten. Sämtliche Aufrechnungsbescheinigungen für die Vorkarten, sowie die laufende Invaliden- bzw. Ange- atelltenversieherungskarten sind zum Termin mitzubringen. Beitragsrückstände können bei der Kontrolle ln bar bezahlt werden. Sprechtage finden statt: vom Montag, den 10. 2. bis Donnerstag, den 12. 2. 1947 Jeweils vorm, von 9—71.39 und naehm. 13.30—15.90 Uhr lm Rathaus, Eingang Gemsbaeherstr., Zimmer Nr. 42. Baden-Baden, den 30 Januar 1047. 8 1230 Der Oberbürgermeister Ausgabestelle d. Invaliden- u. Angestelltenversicherung Steuerkalender für den Monat Fäbraar 1947 Es sind fällig am 10. Februar: Die Lohnsteuer von den Arbeitgebern, die im Monat Januar 100.— RM und mehr Lohnsteuer einbehalten haben; dazu die ein- behaltcne Kirchensteuer. SB 1317 Die Umsatzsteuer derjenigen Pflichtigen, deren Umsatzsteuer für den abgelaufenen Monat Januar 50.— RM und mehr beträgt. Die Gewerbesteuervorauszahlungen für das 1. Viertel 1047 nach dem zuletzt zugestellten Steuerbescheid. Am 15. Februar: Die Tilgungsraten für Ehestandsdarlehen ln Höhe eines Dreimonatsbetrages. An den lm Steuerbescheid bezeichneten Terminen: Die Abschlußzahlungen, die auf Grund der bis St. Januar 1947 zugegangenen Steuerbescheide im Monat Februar zu leisten sind. Die Vorauszahlungen auf die Vermögensteuer 1946 soweit auf Grund der abgegebenen Erklärungen Vor- auszahlungsbescheide ergangen sind. Diese Erinnerung gilt als Mahnung, eine besondere Mahnung ergeht nicht. Nach Ablauf des Fälligkeitstages ist ein Säumniszuschlag .in Höhe von 5 vH des rückständigen Betrages verwirkt und ist mit dem Steuerbetrag zu entrichten. Beträge, die bis zum Fälligkeitstag nicht eingehen. müssen beigetrieben werden und verursachen weitere Kosten. Bargeldlose Zahlung erspart längeres Warten bei Barzahlung in der Finanzkasse. Baden-Baden, den l. Februar 1947 Die Finanzämter Baden-Baden, Achem und Bühl Uber den Nachlaß der am 3. Dezember 1944 ln Baden-Baden verstorbenen ledigen Oberin 1. R. Emilie Luise Krumm, ist gemäß § 1981. Abs. 2, BGB. die Nachlaßverwaltung angeordnet. S 1275 Zum NachlaßvotWalter ist Rechtsbeistand Ferdinand Herr in Baden-Baden. Maria Viktoria-Straße Nr. 9. bestellt Baden-Baden, den 27. Januar 1947. Bad. Notariat I — Nachlaßgericht Die Ausgabe von Tabakwaren erfolgt am Mittwoch, den 5. 2. 1947 In den einschlägigen Geschäften und zwar: Männerkarte: Januar 40 g Tabakwaren In Form von: 20 Zigaretten und 5 Stumpen oder 20 Zigaretten und 10 Zigarillos. Solange Vorrat beim Einzelhandel, kann noch Tabak ausgegeben werden. Frauenkarte: Januar 20 Zigaretten. Eintragungen ln die Kundenlisten waren nicht erforderlich. Die Kleinverteuer werden angewiesen, bis 10. Februar die Abrechnungen mit dem Wirtschaftsamt vorzunehmen. , S 140* Der Oberbürgermeister — Wirtschaftsamt BADEN-BADEN — Die Militärregierung teilt mit: Die Direktion der Production Industrielle setzt sämtliche deutschen Industriellen und Kaufleute, die gegebenenfalls folgende 'Freigabescheine besitzen könnten: Nr. 49101 bis 49 ISO (inbegriffen) und Nr. 49 251 bis 49 295 (inbegriffen), davon in Kenntnis, daß diese Scheine sofort bei der zuständigen Militärregierung anzumelden sind und rede Zuwiderhandlung strafrechtlich verfolgt wird -Der zuständigen Militärregierung müssen betreff» dieser Freigabescheinc die genauesten Auskünfte gegeben werden. Die Militärregierung ist beauftragt, die Direktion der Production Industrielle zu verständigen. Die Bevölkerung wird nochmals daran erinnert, daß anläßlich der Beschlagnahme von Wohnungen, Gebäuden oder Lokalen zu Gunsten französischer Dienststellen oder sonstiger französischer Besatzungsangehöriger unbedingt eine Bestandsaufnahme de* Mobiliars und der beweglichen Gegenstände gemacht werden muß. , ln Jedem Fall wird die Bestandsaufnahme von einem Beauftragten des französischen Wohnungsamtes ln Gegenwart eines Vertreters der deutschen Gemeindebehörde durchgeführt. Die deutschen Eigentümer sind verpflichtet, der Bestandsaufnahme beizuwohnen und müssen, eil) Exemplar von der Bestandsaufnahme der beschlagnahmten Möbel und Gegenstände behalten. Dieses Schriftstück, das das Datum vom Tage der Bestandsaufnahme tragen muß. ist vom französischen Nutznießer und dem deutschen Eigentümer zu unterzeichnen. Gouvernement Mllltalre en Allemagne Delegation du District de Baden-Baden. Bekanntmachung für Staatenlose In Übereinstimmung mit der Direktion für verschleppte Personen macht das zwischenstaatliche Komitee für Flüchtlinge alle Staatenlosen darauf aufmerksam, daß es als einzige Institution von der Organisation der Vereinten Nationen mit dem Schutz der Staatenlosen offiziell beauftragt ist, und daß es unter Ausschluß Jeder anderen Organisation bei den Besatzungsbehörden der französischen Besatzungszone in Deutschland zu diesem Zweck akkreditiert ist. Der Beauftragte des zwischenstaatlichen Komitees für Flüchtlinge ln der französischen Besatzungszone Deutschlands warnt die Staatenlosen vor den Organisationen, die behaupten ihre Interessen wahrzunehmen, und die hierzu weder geeignet noch beauftragt sind, sondern in Wirklichkeit nur rein kommerzielle Unternehmen darstellen, die eigene Geschäftsinteressen verfolgen. GOTTESDIENSTE Evangelische Landeskirche. Donnerstag, 6. Febr. Altstadt: 20.00 Uhr Bibclstunde Im Gemeindehaus (geheizt). Weststadt: 19.30 Uhr Bibelstunde im Gemeindehaus (geheizt). Ihre Vermählung geben bekannt: HANS S1EGL TILLA SIEGL geb. Heiler Baden-Baden, 5. Februar 1947 Sofienstraße 2 S 1313 t Julius Trück, Seniorchef der Firma Leipheimer und Monde, Karlsruhe, geb. ' 29. 7. 73. t 28. 1. 47. Im Namen der Familie: Maria Stuffer. geb. Trück. Bertha Trück. Seelenamt: Dienstag, 11. Februar. 8’/» Uhr, Stiftskirche. 8 1393 Wilhelm Ilurle, Glasermeister 1. R., geb. 12. 5. 66. t 28. 1. 47. Für die trauernden Hinterbliebenen: Dr. Fritz Hurle, Spohn- heimstr. 1. Seelenamt 6. 3. 47, 8V* Uhr. 8 1400 Josef Dietrich, Oberpöstschaff- ner a. D. geb. 21. 3. 68, t 1. 3. 47. ln tiefer Trauer: Anna Dietrich, geb. Pflüger, Berta Seiler und Angehörige. S 1387 Georg Heyn, 72 Jahre, ln stiller Trauer: Adele Borchard, geb. Heyn. Constantin Edgar Heyn. Pflegeanstalt Hub - Ottersweier. St 1849 VEBSICHERUNGEN , Kinderschwester x. 1. Mal gesucht. I Angebote unter S 1270 an das BT. Für erwiesen» Anteilnahme danken Helene Dürr, geb. Jörger, Marie Spieß, geb, Jörger, Hildegard Ke- mec, geb. Jörger. S 1277 Frau Irmgard Haunß. geb. Dietrich, Kind und Angehörige. _1304 Frau Emilie Herr, geb. Völker, Sohn Adolf Herr, z. Zt. Gefangenschaft, und Frau, Köln, und alle Angehörigen. -Baden-Baden. Lich- tentaler Str. 85._SJ372 Emma Bender, geb. Huber. Baden- Oos, Schwarzwaldstr.- 75, sowie Kinder und Verwandte. S 1403 Frau Emilie Roloff, geb. Holtz u. Angehörige. Kreuzstr. 3. S1373 Albert Baue* und Angehörige. B.-Lichtental. Hauptstr. 61. S 1402 Durch unsere Zeitgemäße 5jährige ■ TodesfallVersicherung mit geringen Beiträgen Und Eriebensfallver- gütung ist es jetzt Jedem möglich gemacht, auch heute seine Familie zu sichern. Wenden Sie sich an uns. Wir erteilen unverbindlich Auskunft „Westdeutschland“, Zweigniederlassung der Vereinigten Lebensversicherungsanstalt a. G. für Handwerk, Handel und Gewerbe in Hamburg, Dortmund. Verwaltungsstelle Offenbare, Hauptstr. 10. 1172 Sekretärin mit französischen Spfach- kenntnlssen für pharmazeutisches Verkaufsbüro gesucht Aufstiegsmöglichkeiten gegeben. „Bayer" Fharma-Büro B^den-Baden, Lichtentaler Allee 11. S 1283 Chemisch-pharmazeutisches Verkaufsbüro sucht per sofort Putzfrau. Bayer" Pharma-Büro Baden-Baden, Lichtentaler Allee ll. S 1282 Bäckerei sucht für sofort oder später ehrliche, zuverlässige Hausge- WOHNUNGSMARKT Zu erfragen unter S 1296 an das BT, Für unsere Dolmetscherin in Baden- Baden suchen wir 1 möbl. Zimmer in gutem Hause f. Daueraufenthalt. Daimler - Benz, Aktiengesellschaft, Baden-Baden, Kreuzstr. 7 Fernspr.: 2185. S 1434 Schlosser oder Heizungsfaehmann z. Wartung von Hochdruckkessel und Zentralheizung bei voller Beschäftigung gesucht von kath. Anstalt. Bewerbungen mit Referenzen an das BT. unter S 1301. Ein leeres oder möbliertes Zimmer dringend zu mieten gesucht. Angebote unter S 1333 an das BT. Sekretärin mit guten franz. 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' IMMOBILIEN Gutgehendes Ladengeschäft zu ver- Kaufmännischer Lebrting^(we*bUch) kaufen. Angebote sind zu richten 1 swm alsbaldigen Eintritt gesucht, an die Ucsch. des BT. unter L1390. Angebote unter S 1328 an das BT. HEIRAT Durchaus zuverlässige Frau oder Mädchen für alle im Haushalt vorkommenden Arbeiten gesucht Vorstellung zwischen 9 und 4 Uhr bei Capitain Monnery, Fremersbergstraße 19. 81343 Akademiker, 70. Witwer, sucht Neigungs-Heirat mit Gutsbesitzerin. Zuschriften unter S 1262 an das BT. 1. Stenotypistin, französisch sprechend und schreibend, Stenotypistin, für deutsche Korrespondenz, Reglstra- tor(in) von bekanntem Industriewerk zum baldigen Eintritt gesucht. Bewerbungen mit Angaben über seitherige Tätigkeit, Gehaltswünsche und frühesten Eintrittstermin erbeten unter S 1433 an das BT. , Obst- und Gemüseverwertung stellt laufend ein: Arbeiter und Hilfsar- belter(innen). Jul. Peter, B.-Baden, Balzenbergstr. 62. Tel. 2105. 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S 1298 Armbanduhr am I. 2. 47 vom Krankenhaus Baden-Baden zur Gönnerän- lage verloren. Der Finder wird gebeten, sie gegen Belohnung, bei Schrepp, Bismarckstraße l. abzugeben. S 1396 _Auskunft erbeten fibei_ Leutnant Arthur Fuchs, ‘ Feldp -Nr. 24517, letzte Nachricht 18 8. 44 bei Kischinew Schöch, Baden-Baden. Postfach 41. 1263 Gefreiter Paul Steinmetz (Infanterie), geboren am 10 Aug. 1925 'n Straßburg. Letzte, Adresse Feldpost-Nr. 22235 D. oder 33335 B. Wurde seit 24. Oktober 1944 als vermißt erklärt bei Waldonie (Lettland). Auskunft erbeten an Herrn Emile Steinmetz. 5 Kolbengasse 5, Straßburg i. EI=sß (France). _1303 Derjenige Herr, der am Montag, den 20. Januar 1947. am- Bahnhof in Baden-Oos ein-n großen rotbraunen Hund in seinem Wagen mitnahm, wird gebeten, Nachricht zu geben über den Verbleib des Hundes an Ratsehreiber Ksffl Müller in Neusatz Baden. 436 Ogefr. Otto Höß, letzte FPNr. -2 732. Wer weiß seine Gefangenenanschrift oder Aufenthalt — Gefr. Alfons Schreiber. FPNr. 28 676 a. Nachricht erbittet M. Thuroufe, Hitzhusen- Bram stedt, Holstein 1413 Nettes anständiges Mädchen, 28 Jahre alt, wünscht ebenso!* hen Herrn bis zu 35 Jahren kennen zu lernen. I Zuschriften mit Lichtbild unter S 1338 an das BT. i STELLEN-ANGEBOTE Zum sofortigen Eintritt werden für leichtere angenehme Arbeit junge Arbeiterinnen aus Bühl oder der näheren Umgebung gesucht. Cosme- tique Sans Soueis Friedmann & Co., Betrieb * Bühl/Baden. Stein- Straße. 434 Junge, weibliche Bfirohllfskraft mit Schreibmaschinenkenntnissen f. ein hiesiges Personalbüro zum baldigen Eintritt gesucht Bewerbungen sind zu richten unter S1465 a. d. BT Stnndenhilfe gesucht. Br. Meier, Lich- ! tentalerstr. 27III. S 1333 Franz, sprechende Dame t Vertrauensposten sofort gesucht. Angebote unter S 1380 an das BT. AN und VERKAUFE TIERMARKT Gebr. Konservationslex'kon sowie Goethe und Schiller zu kaufen gesucht. Lederfabrik Gerb. Kuen, Bühl Baden, Tel. 578. 439 Französ. 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