BAIDENIER TAG BLATT Leitung für Poütik,Wirts ckaft und Kultur NR. 97 A, B 1, B 2, C FREITAG, 5 DEZEMBER 1947 B>*B« ©* W« 1—2« PREIS 20 PFENNIG Die Konferenz bei der Kernfrage Fragen des deutschen Friedensvertrags LONDON — Von den bisher angeschnittenen Konferenzprobleraen sind zwei für die deutsche Zukunft entscheidend: - 1. Die Frage der deutschen Ostgrenzen, die von dem sowjetischen Außenkommissar als endgültig angesehen werden. Der amerikanische Staatssekretär hingegen will die abschließende Regelung gemäß dem Potsdamer Abkommen der Friedenskonferenz Vorbehalten. Er will ferner, daß das oberschlesische Industriegebiet internationalisiert wird. 2. Die Frage einer deutschen Zentralregierung. Die Sowjetunion vertritt den Standpunkt, daß eine deutsche Regierung Voraussetzung für die Einberufung einer Friedenskonferenz sei. Frankreich weist darauf hin, daß beide Fragen in keinem inneren Zusammenhang stehen und getrennt zu behandeln seien. Dieser Auffassung schließen sich die Vereinigten Staaten im Wesentlichen an, während Großbritannien bemüht* ist, eine mittlere Linie zu finden Im Zusammenhang mit diesen Feststellungen spielt ferner die Struktur und die Art der Heranziehung einer deutschen Regierung zum Friedensvertrag mit. Der Beobachter der jüngsten Debatten der Konferenz der vier Außenminister fragt sich, mit welchem Ziele die Ausführungen der Minister gemacht werden. Vor allem taucht diese Frage nach der achten Sitzung auf, als bekannt wurde, daß Molotow den Vorschlag gemacht hatte, jede. der vier Regierungen möchte für sich einen Entwurf zu einem Friedensvertrag ausarbeiten und diesen Entwurf in zwei Monaten den vier Außenministern vorlegen. Handelt es sich bei diesem Vorschlag darum, Zeit zu gewinnen, und wenn ja, wozu? Es ist auf gef allen, daß bereits in den bisherigen Sitzungen Molotow die Worte gefunden hat, die am meisten den deutschen Leser und Hörer ansprechen, so z. B. als er darauf hinwies, daß die Aufnahme einer Klausel in den Friedensvertrag, die die deutsche Verfassung an den Friedensvertrag binden soll, als eine unerträgliche Demütigung Deutschlands und als ein Hindernis auf dem Weg zu einem demokratischen und friedliebenden Deutschland empfunden werden müsse. Aus der achten Sitzung geht aber auch eindeutig hervor, daß die Abkommen von Yalta und Potsdam kaum noch lebendig sind. Sowohl Marshall als auch Bevin erklärten, daß diese Abmachungen in den Augen der Russen etwas anderes darstellen als in ihren eigenen Augen. Bei der Prüfung des Berichtes der Stellvertreter über das Verfahren und vor allem über die Zusammensetzung der Friedenskonferenz äußerte Mar- iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiMiiuiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Aus einer Berliner Sackgasse BERLIN — Ein Korrespondent des Kosmos-Pressedienstes wurde von dem französischen Mili- tärgouvemeur in Berlin, General Ganeval empfangen. Bei dieser Gelegenheit äußerte sich der Militärgouverneur, von dem der Journalist eher den Eindruck eines hervorragenden Diplomaten als den eines Generals hat, über die Arbeit des Kontrollräte. Während vor der Moskauer Konferenz die vier Vertreter der Besatzungsmächte von ihren Regierungen aufgefördert worden waren, ein , Gutachten über alle einschlägigen Probleme auszuarbeiten, hätte man dieses Mal auf Grund der Erfahrungen, die man mit den Berichten gemacht habe,-erst gar nicht um ein Memorandum ersucht. Die Regierungen hätten von vornherein gewußt, daß der Kontrollrat sich nicht einigen könnte. In Berlin sei man, sowohl was den gesamten deutschen Fragenkomplex als auch die Berliner Stadtverwaltung betrifft, in eine richtige Sackgasse geraten. Manchmal seien die Diskussionen äußerst hitzig und mitunter fielen sogar Ausdrücke, die eigentlich einen Offizier veranlassen müßten, sich zu duellieren. Aber alle wüßten, daß diese Ausdrücke keine persönlichen Beleidigungen darstellten, sondern auf höheren Befehl angewandt würden. Würde dann die Sitzung unterbrochen, so gingen alle Beteiligten in schönstem Frieden in den Nachbarsalon zu einem Imbiß, wo holde Eintracht herrsche. Da seien sachliche Zwistigkeiten und persönliche Verunglimpfungen vergessen, da würden Jagdausflüge organisiert, Gala-Abende inszeniert, man spreche über Chopin, Scrabin und Richard Wagner, über moderne und klassische Malerei, über Literatur und Sport. Ertöne dann nach einer halben Friedensstunde die Glocke, die den Wiederbeginn der Sitzung anzeige, so seien allerdings auf höheres Geheiß alle privaten Sympathien und Verbindlichkeiten wieder aufgehoben und die äußerst scharfe Diskussion nehme ihren Fortgang. Der General äußerte ferner die Ansicht, daß B erlin weiterhin Sitz der gemeinsamen interalliierten Verwaltung bleiben wird, denn es sei für die Amerikaner ebenso wichtig wie für die Sowjets. Von hier aus würde einmal die Brücke gebaut werden, die zu einer Verständigung zwischen Ost und JVest führe. Auch wenn es in London zu keinem endgültigen Friedensschluß kommen sollte, habe man Harscht, die Londoner Konferenz als die Konferenz der letzten Chance zu bezeichnen. Man werde sicherlich nicht die Türen hinter sich zuschlagen und es werde zu keinem endgültigen Bruch kommen, da keiner ihn wolle. „Nach der Konferenz der letzten Chance gibt es sicherlich noch eine Konferenz der allerletzten Chance.“ iiimiiiiiimiiiiiiiiiiiiMiiiiNiiiiMiiiimiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiimiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiniHiiniiniinimiiiiiiiHiHimimmmimiimiiiiiiiiiiniiimiiiiiiiiiiiimmii „Diskussion im Kreise“ Bidanlt zu wichtigen Londoner Fragen PARIS — Der französische Außenminister Bi- dault hielt in London eine Pressekonferenz ab, bei der er zur Frage der Bildung einer deutschen Zentralregierung feststellte, man müsse in erster Linie wissen, wie eine derartige Regierung überhaupt aussehen solle, und ob das Saargebiet in den deutschen Rechtssprechungsbereich einzubeziehen sei oder nicht. Dabei erklärte Bidault: „Dies würde Frankreich niemals zulassen.“ Er fügte jedoch hinzu, die anderen Außenminister seien hinsichtlich der Einsetzung einer deutschen Zentralverwaltung keineswegs der gleichen Auffassung. Der französische Außenminister befaßte sich dann mit dem Problem des Ruhrgebietes und des Rheinlands. Er betonte, daß es für Frankreich in erster Linie um seine Sicherheit gehe. Frankreich lege der wirtschaftlichen Einheit Deutschlands kein Hindernis in den Weg, vorausgesetzt, daß für das Ruhrgebiet und das Rheinland ein Sonderstatut geschaffen würde. Bidault versicherte weiter, die französische Regierung werde nach wie vor die Lösung empfehlen, die sie auf der Moskauer Konferenz für eine internationale Kontrolle über diese Gebiete in Vorschlag gebracht hatte, zumindesten jedoch darauf bestehen, daß ein Regime eingeführt Der „Heilige Krieg“ im Heiligen Land proklamiert Araber revoltieren gegen Teilung Palästinas JERUSALEM — Die von der Generalversammlung der UN beschlossene Teilung Palästinas in einen arabischen und jüdischen Staat und die Schaffung einer internationalen Stadt Jerusalem hat in arabischen Kreisen heftige Empörung und Unruhe hervorgerufen, während der Beschluß der Vereinten Nationen bei den Juden im allgemeinen Zufriedenheit und Freude ausgelöst hat Nur die Extremgruppen der jüdischen Organisationen sind mit dieser Lösung noch nicht zufrieden. Das Hohe Arabische Komitee hat jeden Kontakt mit den Juden untersagt und als Verbrechen gestempelt. Ein dreitägiger Generalstreik wurde Verkündet, nach dessen Proklamation es zu Zwischenfällen kam. In Massenkundgebungen protestierten die Araber gegen den Beschluß der UN. Als Antwort auf die arabischen Drohungen haben die Führer der Juden die Mobilisation aller verfügbaren jüdischen Truppen beschlossen. Nach Rundfunkmeldungen haben sich bei Demonstrationen Araber und Juden mit Maschinengewehren und Handgranaten angegriffen. Für das Arabe^üertel in Jerusalem herrscht ab 17 Uhr Ausgangssperre. — Differenzen aber Potsdam and Yalta shall die Ansicht, daß alle alliierten Staaten an der Ausarbeitung in allen ihren Stadien teilnehmen müssen. Bidault gab darauf den französischen Standpunkt bekannt: i. Es ist wünschenswert, daß keine Macht daran gehindert wird, ihre Meinung bezüglich der Regelung der deutschen Frage kundzutun; 2. Immerhin haben die Staaten in verschiedener Weise am Kriege teilgenommen und sind von der deutschen Gefahr in verschieden starkem Maße bedroht Man muß daher Unterschiede machen, damit die von Deutschland entfernt liegenden Länder nicht die Mehrheit erhalten und ihren Willen einer Deutschland benachbarten Minderheit aufzwingen. Bevin erklärte sich mit dem von Bidault vertretenen Prinzip der Priorität gewisser Staaten einverstanden, und forderte ebenso wie der französische Außenminister, daß die anderen Staaten nicht ausgeschlossen werden sollten. Er schlug vor, den sowjetrussischen Vorschlag aus dem Bericht der SteU- — Die Auffassung der Pariser Presse werde, das ihm ermögliche, im Ruhrgebiet vertreten zu sein. Auf die Frage, welche Haltung Frankreich gegenüber dem Problem der deutschen Ostgrenze einnehme, erwiderte Bidault: „Für uns handelt es sich darum, das Problem der deutschen Grenzen in seiner Gesamtheit zu erwägen. Ich habe keineswegs die Absicht, die Interessen Polens irgendwie zu verletzen.“ Weiter wurde die Frage gestellt: „Sind Sie der Ansicht, daß eine Zusammenlegung der Westzogen unumgänglich ist?“ Bidault antwortete: „Es ist klar, daß die Fusion im Falle eines » Fehlschlags der Londoner Konferenz möglich sein würde. Alles hängt davon ab, auf welche Art und Weise diese Fusion vorgesehen ist, auf jeden Fall kann ich mich vor Ende dieser Konferenz nicht festlegen, die die letzte erwähnenswerte Chance für eine Verständigung zwischen den Vier ist“ In diesem Zusammenhang interessiert, daß die französische Presse die offensichtliche propagandistische Note und die in erster Linie auf eine Beeinflussung der öffentlichen Meinung in Deutschland gerichtete Haltung Sowjetrußlands scharf verurteilt Auch in Damaskus wurde der „Heilige Krieg“ von den revoltierenden Arabern proklamiert Die Fahnen Frankreichs und der USA, die beide für die Teilung Palästinas gestimmt hatten, wurden von den Gesandschaftsgebäuden heruntergeholt. Andere Demonstranten haben den Sitz der Kommunistischen Partei in Brand gesteckt. Der Großmufti von Jerusalem ist in Damaskus eingetroffen und hat den Präsidenten der Republik sowie Mitglieder des Hohen Arabischen Komitees empfangen. Das iranische Parlament wurde zu einer Sondersitzung einberufen. Auch in England, das sich bei der Abstimmung der Stimme enthielt, haben die Zwischenfälle Beunruhigung hervorgerufen. Nor noch 100000 Deutsche in Polen WARSCHAU — Die Zahl der noch in Polen lebenden Deutschen erreicht, offiziellen Schätzungen zufolge, einschließlich der 40 000 Kriegsgefangenen noch nicht 100 000. In Polen gibt es daher nach Ansicht der offiziellen Kreise kein deutsches Problem mehr. Die letzten Rückführungen werden den Möglichkeiten entsprechend durchgeführt werden. Vertreter über die Zusammensetzung der Konferenz (die vier Großen, China und 19 andere Staaten) zu übernehmen. Marshall jedoch ist damit nicht einverstanden. Er gab zu, daß den Staaten eine Sonderstellung gebührt, die die Hauptlast des Krieges zu tragen hatten, aber er vertrat die Ansicht, daß der Frieden umso dauerhafter und solider sei, je vollständiger die Alliierten sich an der Ausarbeitung des Vertrages beteiligten. Marshall bei Molotow LONDON — Obwohl Molotow die für Montag anberaumte Einladung Marshalls zu einem Frühstück abgelehnt hatte, mußte er aus Höflichkeitsgründen an Marshall eine Gegeneinladung richten. Sie erfolgte für Freitag. Marshall nahm diese Einladung an und wird sich in Begleitung seines politischen Beraters, Charles Bohlen, und des amerikanischen Botschafters in Moskau, BedeU Smith, auf die russische Botschaft begeben. Das russischamerikanische Frühstück gilt als Beweis dafür, daß Molotow sich bemüht, die Brücken zwischen Sowjetrußland und den Vereinigten Staaten nicht ab- zubtechen. Schweres Eisenbahnunglück durch Sabotage ABBAS — Durch einen Sabotageakt ereignete sich in der Nähe von Arras ein schweres Eisenbahnunglück. Neun Kilometer vor der Stadt waren die Schienen weggerissen worden, so daß der aus Paris kommende Abendschnelizug entgleiste. Bisher konnten 20 Tote geborgen werden. 40 Personen wurden verletzt. Die Zeitung „Figaro“ meldet weitere 8 Zugentgleisungen. Ludin zum Tode verurteilt BRATISLAVA — Der ehemalige deutsche Gesandte bei der slowakischen Regierung, Hans Ludin, und der Führer der ehemaligen deutschen Militärmission in der Slowakei, SS-General Hermann Hoefele, wurden, laut Ceteka, vom tschechoslowakischen Gerichtshof in Bratislava zum Tode durch den Strang verurteilt. ATHEN — Die sich überall verschärfende Spannung zwischen Ost und West bildet auch das Kennzeichen der politischen Entwicklung in Griechenland. Die Regierungsseite hat, nach der Verbindung der feindlichen Brüder Sophulis (Liberale Partei) und Tsaldaris (Volkspartei) in ein Koalitionskabinett, eine Festigung erfahren. Inzwischen wurde jedoch in Warschau die Kom- inform gebildet, wo auch eine griechische Abordnung vertreten war und gewiß auch Entscheidungen über das weitere Vorgehen in Griechenland gefallen sind. Manches darüber mag der kürzlich nach der offiziellen politisch-militärischen Tagung der griechischen Kommunisten veröffentlichte Aufruf von Sacharialis verraten, in dem er der Regierung und der anglo-amerikanischen „Besatzung“ den Kampf bis aufs Messer ansagt. Im angelsächsischen Lager ist man sich der Tragweite der griechischen Entscheidung bewußt. Der Sonderkorrespondent des Londoner „News Chro- nicle“, Stephan Barbar, schrieb dieser Tage von der Front des griechischen Bürgerkriegs: „Großbritannien und die Vereinigten Staaten stehen in Griechenland einer entscheidenden Niederlage gegenüber. Wir sind dabei, den „kalten Krieg“ zu verlieren und, was das schlimmste ist, wir sehen das klare Fehlschlagen der Vereinten Nationen.“ Die Vorbereitungen zum Entscheidungskampf werden in verstärktem Maße auf beiden Seiten getroffen. Die Regierung ist dabei, die ständige Stärke der Armee auf 150 000 Mann zu erhöhen und eine neue Rationalgarde (bis zu 50 000 Mann) zu schaffen. Die bisherigen militärischen Offensiven der Regierungstruppen waren ohne durchgreifenden Erfolg. Eine neue Winteroffensive steht bevor. Von Versuchsstation im Pazifik WASHINGTON — Der AtomausscbuB der Vereinig« ten Staaten teilte mit, daß die amerikanische Arme« auf dem Enlwetock-Atoll im Pazifik mit der Errichtung einer Spezialniederlassung begonnen habe, die zu einem ständigen Versuchsgelände für Atomwaffen ausgebaut werden soll. Der Verbindungsoffizier für die Forschungen des Heeres, der Marine und der Luftwaffe, General Hüll, leitet die Arbeiten. Ferner gab der Atomausschuß bekannt, das Atoll solle zur experimentellen Erprobung der Laboratoriumsergebnisse dienen. Diese Erprobung könne eventuell wichtige neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der Atomforschung ergeben. Der Atomausschuß wies außerdem daraufhin, daß das Versuchsgelände von Eniwetock durch eine Beihe von Sonderkonstruktionen auf den Hawai-Inseln Johnston und Wägelein ergänzt werden soll. Spionage-Prozeß in Warschau WARSCHAU — In Warschau begann vor einem Militärgericht der Prozeß gegen sieben Mitglieder einer Geheimorganisation, die für England und Amerika Spionagedienste geleistet haben sollen. Den Angeklagten, unter denen sich die ehemalig* Angestellte der englischen Botschaft in Warschau Frau Maria Marinowska, befindet, wird vorgewof- fen, den Botschaftern Englands und der USA bis zum letzten Frühjahr Geheiminformationen geliefert zu haben. Ein Flugzeug eine Woche lang vermißt PIRMASENS — Ein Verkehrsflugzeug vom Typ Dakota, das auf der Strecke Pisa—Frankfurt eingesetzt und seit Freitag vergangener Woche vermißt war, wurde jetzt nach tagelangen Suchaktionen, an denen sich annähernd 6000 deutsche Zivilisten, Gendarmen, Forstwachen, deutsche Polizisten, französische Gendarmerie und Sicherheitspolizei beteiligten, in der Nähe von Kusel aufgefunden. Nähere Einzelheiten über die Passagiere und Besatzungsmitglieder der Dakota sind bisher noch nicht bekannt. Kaiser häuft die Tscheulin-Werke an OAKLAND (Kalifornien) — Wie ein Sprecher der von Henry Kaiser gegründeten metallurgischen Gesellschaft ankündigt, hat die amerikanische Regierung diese Gesellschaft ermächtigt, die Tscheu- Un-Werke bei Freiburg, die die internationale Reparationsagentur in Brüssel den Vereinigten Staaten zugesprocheh hat, zu demontieren und anzukaufen. Sonntag’ als Arbeitstag ? BERLIN — Wie Ingenieur Esche von der Energie-Zentralverwaltung der Sowjetzone auf einer Sitzung der Industriekammer mitteilte, wurde der sowjetischen Militärregierung und den Länder-Re- gierungen der Sowjetzone von der Energie-Zentralverwaltung ein Vorschlag unterbreitet, in der Zone den „beweglichen Sonntag“ nach sowjetischem Muster einzuführen. Esche wies darauf hin, daß dieser Plan eine Folge der kritischen Treibstoffsituation in der sowjetischen Besatzungszone sei; später solle diese Regelung auf lange Sicht auf die gesamt« Industrie einschließlich der sowjetischen Aktiengesellschaften ausgedehnt werden. Mecklenburg hebt den § 218 auf BERLIN — Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, in dem die SED die absolute Mehrheit hat, beschloß in einer Sitzung gegen die Stimmen der CDU und LDP die Aufhebung des Paragraphen 218 des Strafgesetzbuches, der die Unterbrechung der Schwangerschaft als Verbrechen gegen das Leben mit Freiheitsstrafen bedroht. Ministerpräsident Sophulis stammt die Feststellung, daß die Kämpfe mit den kommunistischen Rebellen das Land mehr Opfer gekostet hätten als die deutsche Besetzung. Moskaus Vertrauensmann, der General , Markos, gilt als Spezialist des Kleinkriegs. Seine Truppe, die man auf etwa 20 000 Männer und Frauen schätzt, hat den 150 000 Soldaten und Gendarmen der Athener Regierung das Gesetz des Handelns entrissen. Inzwischen hat der Sender des „Demokratischen Heers“ in Biglista (Albanien) Aufrufe an das griechische Volk gerichtet, der Regierung nicht nur in den Bergen zum Kampf gegenüberzutreten, sondern die Rebellion bis in die Städte, bis auf die Plätze Athens zu tragen. Die Regierungstruppen werden gegen einen gutorganisierten Gegner anzutreten haben, über dessen Stärke allerdings die Meinungen geteilt sind. Daß zu den 20—25 000 Mann „regulärer“ Partisanen ständig neue aufgeboten werden können, macht den Kampf so schwer. Und hier ist wohl auch der Grund zu suchen, warum dieser Krieg von den zahlen- und ausrüstungsmäßig überlegenen Regierungstruppen nicht schon lange entschieden wurde Tito plant eine neue Stadt BELGRAD — Wie die offizielle jugoslawische Nachrichtenagentur Tanjug mitteilt, will die jugoslawische Regierung unmittelbar an der italienischen Grenze eine neue Stadt errichten, die 20 0t», Einwohner haben und den Namen Nova Goriza (Neu'-Goerz) erhalten soll. Jugoslawien will dam!' die Tatsache unterstreichen, daß es durch der, Friedensvertrag nur die slowenischen Außenbezirke von Goerz, nicht aber die Stadt selbst erhalten hat. Vor dem Entscheidtmgskampf in Griechenland Vorbereitungen beiderseits — Die Rebellion brandet an die Mauern Athens ( Nr. 97 BADENER TAGBLATT Treitag, den S. Dezember rs« Haiders Bestätigung Der Generalsiabschef als Zeuge für den deutschen Luftangriff auf Freiburg Ein Oelzweig Aus Mexiko-City, wo gegenwärtig die UNESCO, iie weltumspannende Organisation der Vereinten Nationen für Kultur- und Erziehungsfragen ihre zweite Jahresversammlung abhält, kommt eine verheißungsvolle Nachricht. Die Kommission für auswärtige Beziehungen der UNESCO hat eine Resolution angenommen, nach der die Tätigkeit dieser Weltorganisation, die sich heute in erster Linie auf den Wiederaufbau des Schulwesens und allgemeinen kulturellen Lebens in den von dem Krieg zerstörten Ländern erstreckt, die sofortige Aufnahme von Verhandlungen zwischen der UNESCO und den alliierten Kontrollbehörden für Deutschland vorsieht, um diesen Plan seiner Verwirklichung entgegen zu führen. Das von der Kommission ausgearbeitete Projekt, das demnächst der Generalversammlung der UNESCO zugeleitet werden wird, wurde mit IT gegen 1 Stimme bei einer Stimmenthaltung angenommen. Polen stimmte dagegen und die Tschechoslowakei enthielt sich der Stimme. Der polnische Delegierte Slonimsky erklärte, er sähe sehr wohl die Notwendigkeit einer Kampagne für eine neue Erziehung des deutschen Volkes ein, sei jedoch der Auffassung, daß die Wunden, die der Krieg seinem Lande geschlagen habe, noch zu frisch seien und infolgedessen eine Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen Polen und Deutschland noch als „verfrüht" erscheinen müßten. Der tschechoslowakische Delegierte meinte, die für Deutschland vorgesehenen Aufwendungen sollte man den Ländern gewähren, die verwüstet worden seien. Der Vorschlag, die Tätigkeit der UNESCO künftig auch auf Deutschland auszudehnen, ging von britischer Seite aus. Der britische Delegierte Cowell erklärte: Wenn man dem deutschen Volke einen Ölzweig darreichen wolle, so müsse dies irp» Zeichen der UNESCO geschehen. Mr. Cowell wurde bei der von ihm eingebrachten Resolution von dem holländischen Delegierten unterstützt, der erklärte: die beste Art, die deutsche Jugend mit den Sitten und Lebensgewohnheiten des Auslandes vertraut zu machen, sei die, einen lebendigen Kontakt mit der Umwelt herzustellen, entweder durch Gruppenreisen oder durch die Organisation von Jugendlagern. Der amerikanische Delegierte Kotschnig erinnerte an die großen Aufwendungen, die die Vereinigten Staaten bereits gemacht haben, um den durch den Krieg verwüsteten Ländern zu Hilfe zu kommen. Er sprach seine, Überzeugung aus, daß eine neue Erziehung der deutschen und der japanischen Jugend eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Herstellung eines wirklichen Friedenszustandes in der Welt sei. Statutenmäßig können der UNESCO nur solche .Länder angehören, die Mitglieder der Vereinten Nationen sind. Noch vor einem Jahr sind alle Versuche. guch Deutschland in den Kreis der von der UNESCO zu betreuenden Länder einzubeziehen, an einer starken Opposition gescheitert. Die jetzt angenommene Resolution ist ein hoffnungsvolles Zeichen dafür, daß man unter die Vergangenheit einen Strich ziehen will und daß man sich in den alliierten Ländern darauf besonnen hat, was ein kultureller und pädagogischer Wiederaufbau Deutschlands für die Herbeiführung eines wahren Friedens bedeutet. Nach der überwältigenden Mehrheit, die der britische Vorschlag in den Kommissionsberatungen gefunden hat, ist damit zu rechnen, daß auch die Generalversammlung dem Projekt zustimmen wird. Im deutschen Volke wird der Ölzweig der UNESCO-Entschließung, der den sorgenvoll nach London gerichteten Blicken wie das Flimmern eines Morgensterns einer sich anbahnenden geistigen Wandlung und einer Verständigung jenseits des Politischen und Wirtschaftlichen erscheint, dankbar begrüßt werden. Dieses Zeichen ermutigt nicht nur die aufrechten und entschlossenen Demokraten bei uns dadurch, daß ihr schweres und von nicht geringen Zweifeln begleitetes Werk eine kräftige Unterstützung von draußen erfährt, es beweist auch den allzu vielen Unbelehrbaren, daß es mit der demokratischen Umerziehung unseres Volkes Ernst wird, wenn erst die Welt, der man sich bei uns immer zu erschließen zögert, sich uns erschlossen hat. Die Jugend vor allem wird mit stürmischem Drängen erreichen, daß der schönen, symbolischen Gebärde von Mexiko-City bald die Tat. der geistige Brückenschlag zwischen den Völkern der Welt und unserem Volke folgen wird. Einstein als Reaktionär MOSKAU — Albert Einstein wurde in einem offenen Brief von vier sowjetischen Wissenschaftlern als Reaktionär bezeichnet, weil er sich für eine Weltregierung einsetzte, in der er das Nebeneinander von Kapitalismus und Sozialismus als gegeben annimmt. NEUSTADT bei Marburg — Der ehemalige Chef des deutschen Generalstabes, Generaloberst Haider, der sich z. St. mit über 200 Generalen und Generalstabsoffizieren in einem Zivilinternierungslager befindet, erklärte hier am Mittwoch, im Jahre 1941 von dem ehemaligen Leiter des deutschen Abwehrdienstes, Admiral Canaris, erfahren zu haben, daß die Bombardierung der Stadt Freiburg im Breisgau am 10. Mai 1940 von deutschen Flugzeugen durchgeführt wurde. Eine weitere indirekte Bestätigung der Mitteilung von Cararis erhielt Haider, wie er sagte, im Jahre 1943 durch einen Brief eines ehemaligen Kriegskameraden, in dem dieser mitteilte, in seiner Eigenschaft als Sachverständiger eines Luftzeugamtes bereits kur* nach dem Bombenangriff festgestellt zu haben, daß die in Freiburg aufgefundenen Bombensplitter deutscher Herkunft gewesen seien. Wiederholte Meldungen, die dieser Kriegskamerad seiner Vorgesetzten Dienststelle erstattet habe, seien trotz häufiger Anmahnungen unbeantwortet geblieben. Die Regierang bei Gouverneur Pfene FREIBURG — Auf eine Bitte des badischen Staatspräsidenten hat Gouverneur Pöne am 28. November den Staatspräsidenten, den Präsidenten des Landtages, den Minister für Vlirtschaft und Arbeit, die Vorsitzenden der politischen Parteien und die Vorsitzenden der Landtagsfraktionen empfangen. Über den Empfang teilt die badische Staatskanzlei mit: „Der Herr Gouverneur hat den Herren die Möglichkeit gegeben, ihren Standpunkt zum Problem der Demontage vorzutragen. Es wurde in ausdrücklichen Besprechungen die Frage der Demontage von Grund auf geprüft. Die Vertreter des Landes halten es für ihre Pflicht und haben es für ihre Pflicht gehalten, die schweren wirtschaftlichen Auswirkungen zu unterstreichen, welche NÜRNBERG — Brigadegeneral Taylor hat für das 12. und letzte Verfahren vor dem Militärgericht in Nürnberg die Anklageerhebung gegen dreizehn ehemalige deutsche Generäle und einen Admiral bekanntgegeben. Bei den Angeklagten handelt es sich um die Generalfeldmarschälle Wilhelm von Leeb, Oberbefehlshaber einer Heeresgruppe im Frankreichfeldzug und Willi von Küchler, Oberbefehlshaber der 18. Armee und später der Heeresgruppe Nord im Rußlandfeldzug, um die Generalobersten Johannes Blaskowitz, den Chef der deutschen Streitkräfte in den Niederlanden; Hermann Hoth, Oberbefehlshaber der 4. deutschen Panzerarmee in Rußland; Hans Reinhardt, Oberbefehlshaber der 3. Panzerarmee und später der Heeresgruppe Mitte in Rußland. Weiter sind angeklagt: General Hans von Salmuth, Kommandeur der 15. Armee im Frankreichfeldzug; Generaloberst Karl Hollidt, Oberbefehlshaber der 6. Armee in Südrußland; Generalleutnant Hermann Reinicke, Chef des Heeresamtes beim OKW; Generalleutnant Walter Warli- mont, 1936 Militärattache bei Franco und später » SAARBRÜCKEN — Die Saarwirtschaft befindet sich seit der am 20. November 1947 erfolgten Einführung des französischen' Francs auf dem Wege zu einer völligen Umgestaltung. Die auf den verschiedensten Gebieten erlassenen Verordnungen geben ein interessantes Bild von dem Umstellungsprozeß, den das Saargebiet durchmacht yorerst bleibt die Saarmark unter Zugrundelegung des Wechselkurses von 20 Francs = 1 Mark gesetzliches Zahlungsmittel neben dem immer stärker in Umlauf gesetzten französischen Francs. Die Gültigkeit dieser beiden Zahlungsmittel hat bisher keinerlei Schwierigkeiten ergeben. Das Publikum sowohl wie die Wirtschaftsunternehmen nehmen nach wie vor die Saarmark in Zahlung. Die saarländischen Postwertzeichen, sind mit einem Überdruck versehen worden, der den neuen Wert in Francs bezeichnet Die gesamten Post-, Telefon- und Telegraphengebühren sind bereits dem französischen Tarif angepaßt. Das Saargebiet gilt nunmehr als Bestandteil der fran- die Verwirklichung der beabsichtigten Demontage nach sich ziehen würde.“ Der Gouverneur hat von den Ausführungen der badischen Delegierten Kenntnis genommen und versprochen, den Fragenkomplex noch einmal überprüfen zu wollen. Er hat aber erneut die Herren darauf verwiesen, daß in letzter Stelle die endgültige Entscheidung in dieser Frage dem Kontrollrat Vorbehalten sei. Mindestens »wei Zentner Kartoffeln FREIBURG — Die Badische Staatskanzlei teilt mit: Die Landesregierung beschäftigte sich in ihrer 15. Sitzung am 25. November 1947 an erster Stelle wieder eingehend mit der Ernährungslage. Soweit vereinzelt die Kartoffeleinkellerung noch nicht voll durchgeführt ist, sollen alle Maßnahmen ergriffen werden, damit wenigstens 2 Ztr. zur Einkellerung kommen. Die Tabakwaren-Prämie für die Kartoffelablieferung kann an die Landwirte bis Weihnachten verteilt werden, soweit nicht jetzt noch Ablieferungsrückstände bestehen. Einen weiteren Beratungsgegenstand auf dem Ernährungssektor bildete wiederum die so i schwierig gewordene Fettversorgung. Ferner kam die Zuckerversorgung für das nächste Jahr zur Sprache und die Frage der Herstellung von Suppeneinlagen. Bezüglich der Demontage ließ sich die Landesregierung durch den Wirtschaftsminister über die Besprechungen mit Verbänden und der betroffenen Industrie unterrichten. Diese sollen fortgesetzt werden. Besuche der betroffenen Industrie durch den Wirtschaftsminister sind in Aussicht genommen. Es werden Maßnahmen erwogen, um den Arbeitnehmern, deren Betriebe durch die Demontage betroffen werden, eine neue Beschäftigung zu ermöglichen. Einem Gesetzentwurf über die Wiederherstellung der Schöffen- und Geschworenengerichte wurde zugestimmt. Chef der Operationsabteilung der Wehrmacht; Generalleutnant Otto Wöhler, Oberbefehlshaber einer Heeresgruppe in Südrußland; Generalleutnant Karl Roques, Kommandeur der Gruppe Roques in Südrußland, der spätere Führer der Heeresgruppe A im Kaukasus. Zu diesen kommen als Angeklagte aus der Luftwaffe Generalfeldmarschall Hugo Sperrle, Kommandeur der Legion Condor in Spanien und später Chef der Luftflotte 3, die England von französischen Landungsplätzen aus bombardierte und Admiral Otto Schniewind, Chef des Marine- Waffenamtes und später Kommandeur der deutschen Seestreitkräfte in der Nordsee, hinzu, der sowohl die Operationen der Seestreitkräfte für Raeder, als auch für Dönitz leitete. Den Angeklagten werden Verbrechen gegen den Frieden, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie gemeinsame Planung eines Angriffskrieges vorgeworfen. Zum ersten Mal werden in diesem Prozeß auch die Vorgänge m Spanien aufgerollt werden, in denen die Anklagevertretung eine Vorbereitung für den Krieg erblickt zösischen Postunion. Eine entsprechende generelle Umstellung ist auch bereits im Versicherungswesen erfolgt. Sämtliche Tarife der im Saargebiet arbeitenden Gesellschaften richten sich nunmehr einheitlich nach den in Frankreich, üblichen Prämien- Sätzen. Die saarländischen Versicherungsgesellschaften sind von ihren deutschen Stammgesellschaften gelöst und unter die verschiedenen Gruppen der französischen Versicherer aufgeteilt worden, die Deckungsgeber sind Sämtliche Waren unterliegen auf Grund spezieller Verordnungen neuen Preisfestsetzungen. Ein Teil der Lebensmittelpreise wie z. B. für Brot (IV» kg — 40,50 Fr.), Eier'(nach Größe 14,50—18,50 Fr. pro Stück) Eipulver, Kartoffeln (Ztr. 940—970 Fr.), usw. entspricht der vollen Höhe der französischen Preise. Für einen anderen Teil dagegen ist eine weit geringere Preisbasis vorgesehen, beispielsweise für Fleisch <1 kg 87—185 Fr.) und Wurstwaren (1 kg 72—216 Fr.) sowie Gemüse, Obst usw. Zur Angleichung der Löhne sind Spezial-Anordnungen für jeden einzelnen Beruf ergangen. Im allgemeinen liegen die Stundenlöhne zwischen 38 und 58 Franc*. Für Angestellte in den freien Berufeg gilt ein allgemeiner Umrechnungsschlüssel von .^> Francs je Mark. Hieraus ergibt sich, daß bei Löhnen der Umrechnungskurs weitaus höher liegt als bei Barvermögen und Bankguthaben, der durchweg auf 20 Francs beschränkt ist, während er bei den Löhnen bis zu 60 Francs je Saarmark ansteigt. Zu Gunsten der Rentenempfänger ist mit der Festsetzung eines Umrechnungswertes von 35 Francs ebenfalls eine Ausnahme gemacht worden. Auch das Steuerwesen befindet sich auf dem Wege einer grundsätzlichen Reform und Umstellung auf das französische System. Sämtliche deutschen Verbrauchssteuer-Gesetze sind außer Kraft getreten und eine Reihe französischer indirekter Steuern eingeführt worden. Das gleiche gilt von d4r französischen Produktionssteuer. Eine Maßnahme, die unerläßlich war, um den saarländischen Erzeugnissen die freie Ausfuhr nach Frankreich ohne steuerliche Schwierigkeiten zu ermöglichen. Die der französischen Verwaltung der indirekten Steuern übertragenen Befugnisse gehen automatisch auf die Saarländischen Steuerbehörden über. Entsprechend der französischen Vorschrift über die Erfassung von Gold, Silber und Platin müssen die bei den saarländischen Händlern und Fabrikanten befindlichen Werte angemeldet, können aber bis zum 1. Juli 1949 weiterhin frei verkauft werden. Der Warenverkehr zwischen Frankreich und dem Saargebiet ist in beiden Richtungen freigegeben worden. Er unterliegt nur noch an der Grenze einer formellen Zollerklärung, die statistischen Zwecken dient. Die saarländische Wirtschaft hat sich in Voraussicht der kommenden Dinge bereits eingehend mit französischen Lieferanten in Verbindung gesetzt und erhebliche Bestellungen in Frankreich getätigt. Es darf demnach in allernächster Zeit mit einem großen Zustrom von Waren gerechnet werden. Im Hinblick darauf sind im Saarland eine große Reihe von Warengattungen zum freien Verkauf zugelassen worden. Hierzu gehören außer den meisten Lebensmitteln, insbesondere Textilien und Schuhe, insoweit nicht für bestimmte Gattungen innerhalb einer Übergangsfrist noch eine Bezugsscheinpflicht angeordnet bleibt. Zum freien Verkauf gelangen können ab sofort: Hüte, Mützen, Regenschirme, Korsette, Büstenhalter, Gürtel, Hosenträger, Sockenhalter, Strumpfbänder, Wickelgamaschen, Handschuhe, Trauerbinden, Kleider aus Leder, Wachstuch, Gummiartikel, Spitzen, Tüll, Handarbeiten, Deckchen und Läufer (nur Handarbeit), Brusttücher, Bänder, Haarnetze, Lampenschirme, Spielzeuge, Puppenkleider, Windeln, Rucksäcke, Brottaschen, Vorratstaschen, Schlummerrollen und dergl. mehr. 100000 Arbeiter fordern Pechblende BERLIN — Die britische Zeitung für die deutsche Bevölkerung, „Die Welt“, schätzt die Zahl der Bergarbeiter, die in den Uran-Bergwerken des sächsischen Erzgebirges in der sowjetischen Zone arbeiten, auf 100 000. 12 000 Bergleute wurden m der Stadt Annaberg untergebracht. Neben der Beschlagnahme von Wohnungen wurden in dem ganzen Gebiet Baracken-Neubauten errichtet Dia sowjetischen Militärbehörden bemühen sich, sämtliche ehemaligen Schächte der Bergwerke des Erzgebirges aufzuschürfen, um Pechblende zu finden. Die ehemaligen Kurorte des Erzgebirges sind in Bergarheltersiediungen verwandelt worden. Dia an Radium besonders reiche radioaktive Thermalquelle von Nieder-Schlema, so betont die Zeitung, ist infolge der Explosionen versiegt Personen, eue ohne Genehmigung in die verbotene Zone, die sich mitten im Erzgebirge über eine Länge von 80 km erstreckt eindringen, laufen Gefahr, sofort als Zwangsarbeiter in die Bergwerke deportiert zu werden. Sonderdruck beschlagnahmt BERLIN — Die sowjetischen Behörden haben, wie die Nachrichtenkontrollabteilung der amerikanischen Militärregierung bekanntgab, in Leipzig 17 000 Exemplare eines Sonderdrucks der Rede des amerikanischen Außenministers Marshall, die dieser vor Beginn der Londoner Konferenz in Chikago hielt, beschlagnahmt und deren Verbreitung für die ganze sowjetische Besatzungszone verboten. D*e amerikanische Militärregierung betrachtet dieses Vorgehen als eine grobe Verletzung des Viermächife- Abkommens über den freien Nachrichten- und Zeitungsaustausch. Pf ölest gegen Dinter-Urteil BADEN-BADEN — Zu der Südens-Meldung über den Protest der jüdischen Gemeinden der Tschechoslowakei gegen das Dinter-Urteil ist zu bemerken, daß bei der Wiedergabe der Meldung versehentlich ein Hinweis darauf fehlte, daß es sich dabei nicht um ein Urteil der Spruchkammer sondern um die bekannte Verurteilung Dinters vor der Strafkammer Offenburg wegen Beleidigung der DND-Redaktlon handelt. Der letzte Prozess vor dem Nürnberger Militärgericht Anblageschiiften gegen 13 Generäle und einen Admiral bekanntgegeben Das Tor nach Frankreich öffnet sich Eine große Anzahl Verbrancbsguter im Saargebiet dem freien Verkauf überlassen WERNER EGK: ABRAX AS Zur Uraufführung im Sinfoniekonzert am 7. Dezember Archäologen, Juwelieren, Kabbalisten und Religionsphilosophen dürfte das merkwürdige Wort Abraxas einigermaßen geläufig sein, den meisten Konzert- oder Theaterbesuchern aber wird es wohl erst im Zusammenhang mit meinem Ballett Abraxas zum ersten Mal begegnen. Das Wort hat als Klang und als Schriftbild eine unmittelbare, fast magische Wirkung. Man wittert ein Geheimnis hinter dieser rätselhaften Kombination von Buchstaben, etwas kunstvoll Verborgenes und man empfindet eine bohrende Neugier nach dem Sinn dieser snagraromatisch anmutenden Formel. Fragt man den Archäologen oder den Juwelier, so wissen sie zu berichten, daß ihnen das Wort Abraxas im Zusammenhang mit spätantiken und mittelalterlichen Gemmen, den sogenannten Abraxas-Gemmen bekannt ist. Es sind dies Amulette, welche neben dem in griechischen Charakteren eingegrabenen Wort Abraxas eine Reihe von geheimnisvollen symbolischen Zeichen und Figuren aufweisen. Fragt man den Kabbalisten oder den Religionsphilosophen, so erfährt man, daß die Zahlenbedeutung der griechischen Buchstaben, welche das Wort Abraxas bilden, 365 ist und daß das Wort bei den Gnostikern des zweiten Jahrhunderts eine hohe Kraft bedeutete, welcher die 365 Geister- und Menschenreiche untertan sind. Das Wort Abraxas führt uns mitten in die tiefsten Irrgärten der Zahlenmystik, der schwarzen Magre, der Alchimie, der Astrologie, des Tarot und der Kabbala, deren Wurzeln in Persien, Ägypten und Afrika zu suchen sind. Die Adepten dieser Weisheitslehren bilden einen durch die Jal.-hunderte verschränkten und verzweigten Bund und denken die verschollenen Gedanken der Sonnenanbeter, der ägyptischen Priester, der Patriarchen und Erzväter weiter, um das Unsichtbare sichtbar, das Unzählbare zählbar, das Unlösbare lösbar und das Unerreichbare erreichbar zu machen. Warum ich über mein Ballett das Wort Abraxas gesetzt habe, wird ohne weiteres verständlich wenn ich die Figuren des Balletts vorstelle. Die zentrale Erscheinung ist Faust, der magus magnus der Sage. Er beschwört aus den Abgründen der Finsternis die Schlange, den Tiger, Bellastriga, die schöne Hexe, Archisposa, die große babylonische Hure und Erzbuhlin des Leibhaftigen, Helena, das Symbol antiker,Klarheit und Helle, und die Schatten Achills, Hektars, Europens und Jupiters herauf und flieht vor den Geistern, die er rief, in die süße Liebe Margaretes, umsonst freilich, da der Regisseur dieses Welttheaters der leibhaftige Gottseibeiuns ist, er selbst, Satanas Die traditionelle Erlösung verwandelt sich im Abraxas-Ballett in einen gnadenlosen Untergang von elementarer Endgültigkeit, in dem auch die schuldlose Margarete vernichtet wird. Die Musik der großen Suite, die am kommenden Sonntag in Baden-Baden uraufgeführt wird, enthält Im ersten Teil die wild anspringende Musik des Tigers, die ins Geschmeidige veränderte der Schlange und die ins listig-flink-charmante verzauberte der Bellastriga, der anziehenden Stellvertreterin des Mephisto. Die Musiken der Schlange und der Bellastriga sind, musikalisch gesehen, Variationen der Tiger-Musik. Es folgt die Musik Archi- sposas, der machtvollen Repräsentantin des weib- lich-Dämonischen, des Nächtlich-Bösen, der weltlichen Lust, Macht und Üppigkeit mit ihren glitzernden, klirrenden und rauschenden Klängen. Der zweite Teil der Suite bringt nach einer einleitenden Pavane die schemenhaft rasende Musik der Erscheinungen Hektars, Achills, Europens und Jupiters und ein großes klassisches Andante, das die erste erotische Begegnung Fausts und Archiposas begleitet Im dritten Teil ertönen di» serenen Klänge Helenas und ein aus dem heiter Beweglichen ins Drohende aufgetürmtes Allegro molto, das innerhalb der Balietthandlung zum Einbruch der als Bacchantin verkleideten Archiposa in die glücklichen Gefilde der Antike verklingt Der letzte, vierte Teil der Konzertsuite beginnt mit einem turbulenten Rondo, das sich auf einem alten Chansonthema aufbaut, setzt sich in einem Antante tran- quillo fort, das mit seinen süß ziehenden Melodiebögen der Liebe Fausts und Margaretes geweiht ist, und endet mit einem Allegro, das nach einer Reihe von Variationen eines alten Themas alle diese Variationen über einem Cantus firmus übereinander- schichtet. Diese Musik mit ihren sich stets steigernden, gewalttätig abschließenden Akzenten begleitet Fausts Untergang und endet die Tragödie. — Es ist eine jedem Tänzer bekannte Tatsache, daß die rhythmische Kontinuität eines Musikstücke* den Körper löst und die Schwünge frei und die Sprünge elastisch macht Im Gegensatz dazu hemmen das Rubato, der Tempowechsel und das Improvisatorische die sich frei entfaltende Bewegung. Das bedeutet in der Konsequenz, daß alles Untermalende psychologisch oder sonstwie außermusikalisch Bedingte beim Bau einer Ballettmusik ausschetden sollten und daß es den Tanz eher stört als unterstützt, wenn der Musiker sich von der eigentlich musikalischen Domäne entfernt, um dem Tänzer oder dem Zuschauer durch assoziative, illustrative Elemente zu „helfen“, Für einen Bühnenkomponisten gibt es wohl keine schönere Erkenntnis als die, daß die Reinheit der Form ein Gebot ist, dem auch er folgen darf. Die Musik zu „Abraxas“ ist unter bewußter Ausscheidung des Psychologischen und Assoz.ativen geschrieben und zeigt in ihrem formalen Bau deutliche Beziehungen zu den musikalischen Formen des achtzehnten Jahrhunderts, aiso zu den Formen einer Epoche, für die es noch kaum einen Gegensatz zwischen Ballettmusik und Sinfonie gegeben hat. — Um die szenische Aufführung des „Abraxas“ bewerben sieb eine Reihe der bedeutendsten Bühnen, und die Entscheidung über, Ort und Zeit der ersten szenischen Realisierung dürfte wohl bald fallen. Einer Voraufführung, das heißt, einer musikalischen Uraufführung in Baden-Baden, habe ich mit Freuden zugestimmt, da diese Stadt heute mehr als je zu einem musikalischen Zentrum erster Ordnung geworden ist Helmut Weiß Oberspielleiter in B.-Baden Der künstlerische Leiter der Theater der Stadt Baden-Baden, Schauspieldirektor Franz Eve.rth, verpflichtete ab I. Dezember 1947 Helmut Weiß als Oberspielleiter. Nr. #7 BADENER TAGBLATT Freitag» den 5. Dezember 1947 Baden-Baden Die Straßensänger Hört ihr wie die Straßensänger eingen . . . Ne singen nicht nur in Venedig. Bedauernswerte Hinterbliebene eines Krieges spielen auch in unteren Straßen. In größerem Maße als jetzt bevölkerten eie schon nach dem ersten Weltkrieg die Spaßen, saßen an belebten Ecken mit ihren Leierkästen und sangen sich recht und schlecht durch. Einarmige, Einbeinige, Bünde . . . Wir glaubten annehmen zu dürfen, daß solche Erscheinungen der Vergangenheit angehören. Wir hoffen immer noch, daß es einzelne bleiben, die jetzt auf diese Weise ein unerfülltes Dasein zu Ende schleppen müssen. Denn wenn jetzt auch noch das Geld rollt und es sich vielleicht so leben läßt, eines Tages werden sie wieder bangen müssen um Almosen, Brot und Nachtlager. Vielleicht ist es doch noch möglich, sie rechtzeitig hinzuführen zu einem Beruf und ihr Leben wieder lebenswert zu machen. F. Tagesgeschehen - kurz berichtet Ein Ortsverzeichnis der französischen Zone wurde vom deutschen Postzentralamt in der französischen Zone (Sitz Rastatt) herausgegeben. Das Verzeichnis enthält die Namen sämtlicher Postorte und Bahnhöfe der französischen Zone cinschl. Saargebiet sowie die Angabe der Kreise, Oberpostdirektionen und Postleitzahlen. Es wird «n allen Postschaltern der Zone vertrieben. Der Ansehriftenprüfdienet ist in der französischen Zone und im Verkehr mit den anderen Zonen wieder zugelassen worden- Ihren äQ- Geburtstag feiert Frau Karl Falk, Haimbachstraße, am S. 12, ihren 7S. Geburtstag Karollne Beile, Geroldsauerstraße 19, am 8. l?., Maria Steinei, Gunzenbachstraße IS, am 8. 12. ihren 70. Geburtstag, und Wilhelm Schulze und Frau Josef Manz, Weinbergstraße 43 feiern am 7. 12. den 60. Geburtstag. Baden - Badener Kriegsgefangene aus dem Lager Brest 114 grüßen durch das „BT“ ihre Heimatstadt, besonders ihre lieben Angehörigen. Gerhard Reich, Alois Steinei, Arthur Sailer und W. Schaubeck bringen auf ihrem Kartengruß »um Ausdruck, daß sie die stille Hoffnung haben, al* Weihnachtsgeschenk den Entlassungsschein zu bekommen. Für Kriegs -und Arbeitsopfer sind die Versammlungen von Wichtigkeit, die der Verband der Körperbeschädigten, Arbeitsinvaliden und Hinterbliebenen B -Baden veranstaltet. (Näheres siehe im heutigen Anzeigenteil). Dl* Ausstellung „Lettische Maler“ im Kurhaus -Wintergarten ist täglich von 10—17 Uhr bis einschließlich 14. Dezember geöffnet . Bezugsscheine und Punkte * b ”.S°T.‘,iu« Einzelheit*» gor Textilbeurirtschaftong im neuen Pnnktverfahren Egks neues Ballelt in Baden-Baden Vor acht Tagen traf Werner Egk ln Baden-Baden 4n, um das Sinfoniekonzert vorzubereiten, das unter seiner Leitung am Sonntagnachmittag im Bühnensaal des Kurhauses stattfinden wird. Außer Mozarts „Kleiner Nachtmusik“ enthält das Programm zwei neue Werke: das Konzert für Saxophon und Orchester von Vellones und die musikalische .Uraufführung von Egks Faust-Ballett „Abraxas“, die voll Spannung erwartet wird. Solist des Konzerts ist der weltberühmte Saxophonist Marcel Mule aus Paris. Zu der Veranstaltung haben zahlreiche Musikkritiker führender Tageszeitungen aus Stuttgart, München, Hamburg und Berlin ihr Erscheinen zugesagt Tilgung politischer Strafen Die Badische Landesstelle für die Betreuung der Opfer des Nationalsozialismus teilt mit: Alle betreuten Opfer des Nationalsozialismus haben das Recht, ihre politische Strafe aus dem Strafregister tilgen zu lassen. Der Antrag zur Tilgung muß bei der Staatsanwaltschaft, bei der die Verurteilung erfolgte, gestellt werden, und zwar muß der Antrag von dem damals Verurteilten selbst gestellt werden. Die Einreichungsfrist läuft mit dem 31. 12. 1947 ab. taisse? -Passer-Aut räge Um evtl. Mißverständnisse in der Auslegung des Wortlautes der im „Badener Tagblatt“ vom 11. November 1947 erschienenen Anordnung, die Ausgabe von Laissez-Passer und Interzonenpässen betreffend» zu vermeiden, weist das Commissariat der Süret* nochmals darauf hin, daß alle Anträge, gerichtet an alliierte Dienststellen, auch LaisSez-Pas- ser-Anträge, die von, Staatsangehörigen ehemals feindlich gesinnter Nationen gestellt werden (Achsenmächte etc.) zwangsläufig dem Visa der Deutschen Polizei-Direktion unterliegen. Angehörige jener Staaten, die sich nicht im Kriegszustand mit alliierten Mächten befanden, sind dagegen berechtigt, ihre Anträge unmittelbar beim Commissariat der Sürete, Werderstraße 6, Baden-Baden, einzureichen. Im Mittelpunkt des letzten Sinfoniekonzerts stand ein Werk von Hermann Reutter, der sich als Komponist, Pianist, Begleiter und Pädagoge eine« ausgezeichneten Rufes erfreut, Mit seinen Opern, Chorwerken, Liedzyklen und kammermusikalischen Arbeiten gehört er zu den zeitgenössischen deutschen Musikern, die zu den besten Hoffnungen berechtigen. Durch die Aufführung seiner Kompositionen auf international angesehenen Musikfesten hat sein Name auch im Ausland einen guten Klang. Mit seinem „Concertino für Klavier und Streichorchester“. op. 69, das am Sonntagnachmittag unter Leitung von Gotthold Ephraim .Lessing zu hören war, hat Reutter unsere Erwartungen weit übertroffen. Das dreisätzige Werk, dessen Uraufführung Anfang des Jahres in Hannover viel von sich reden gemacht hat, erwies sich als ein harmonisch interessantes, klanglich erfindungsreiches' und formal gut gearbeitetes, sehr konzentriertes Stück. Zwischen den schnellen Ecksätzsn. die rein auf Bewegung gestellt sind, steht ein langsamer Mittelteil, dessen Tonballungen sich in eine stimmungsvolle Apotheose auf!Ösen. Der Komponist, der als Solist mitwirkte und d?n Klavierpart mit dem für da« Werk erforderlichen harten, geradezu gläserne? Anschlag mustergültig spielte, wurde vom Publi- w Einem Artikel des Leiters des WlrtSChaftS- amtes Baden-Baden, Dir. E. A. Ihle, entnehmen wir nachstehende wissenswerte Einzelheiten über das neue Punktverfahren in der Textllbewirtachaltung, das am l. Dezember in Kraft trat. Vor zwei schwerwiegenden Irrtümern sei vor allem gewarnt: Die Umstellung »uf punkte bedeutet keineswegs Ausgabe einer sogenannten Kleiderkarte an jedermann. Sie stellt vielmehr, da zunächst nur Säuglinge, und zwar für das 1, Lebensjahr, eine „Karte“ erhalten, lediglich einen ersten Schritt zu einer solchen Entwicklung dar. Außerdem sagt die Wiederkehr des Punktsystems nichts aus über eine Veränderung in der Versorgungslage. Der schwer ringende Einzelhandel wird nach wie vor darauf angewiesen sein, die Ware mühevoll ln kleinen und kleinsten Posten zu erjagen bei einer Erzeugung, die weit entfernt ist von Freizügigkeit. Eine Erleichterung wird lediglich für die Mütter kleiner Kinder eintreten, da für Säuglinge, wie bereits erwähnt, Säuglingskarten zur Ausgabe kommen- Es werden zur Ausstattung für das 1. Kind 80, für das 2. Kind 40, für das 3. Kind SO Punkte gegeben. Die Mütter brauchen künftig also nicht mehr wegen jeder einzelnen Windel beim Wirtschaftsamt anstehen. Sie erhalten eine Säug- Ungskarte und können für die Punkte dieser Karte die auf dem Kartendeckel verzeiehneten Waren freizügig in jedem Geschäft des WA-Bezlrks einkaufen. Um diese Erleichterung offensichtlich werden zu lassen, hat das WA Baden-Baden ln den letzten Wochen einen Teil der eingegangenen Einzelanträge für zu erwartende Erdenbürger zurückgehalten, um statt ihrer nun die Punktkarte auszustellen. Es wäre verfehlt, allzu große Illusionen an diese Punktkarte zu knüpfen. Es wird auf sie nicht viel mehr bezogen werden können als das WA bisher bisher ausgegeben hat. Den zu unser aller Leidwesen durch die Bürokratie zweifellos über Gebühr in Anspruch genommenen älteren Verb r a u c he r werden die vielen Gänge zum WA auch künftig nicht erspart bleiben. Nach wie vor wird er bei der Antragsankum sehr freundlich und beifällig aufgenommen. Vor der Erstaufführung des Reutterschen Klavierkonzerts bot Lessing die Coriolan-Ouvertür« von Beethoven, der Glanz und Spannkraft fehlten. Überzeugender und erfolgreicher war jedenfalls seine Wiedergabe der Romantischen Sinfonie von Anton Bruckner, die stürmischen Beifall auslöste. Mit der für diese Aufführung benutzten Originalfassung nahm Lessing die günstige Gelegenheit wahr, alles falsche und übersteigerte Pathos zu vermeiden, mit dem das Werk im allgemeinen zelebriert wird. Von Lessing werden Bruckners Sinfonien nicht gebetet, sondern sozusagen ohne lieben Gott mit nüchternem Verstand musiziert Diese Bruckner-Auffassung, die vielleicht nicht ganz stilgerecht, aber überaus sympathisch wirkt, bietet die Möglichkeit, die Werke dramatisch zu gestalten, ihre klangliche Dichte aufzulockern und eine größere Beweglichkeit des Blechs zu erreichen. Bei solcher Interpretation besteht allerdings die Gefahr, daß die sonst mit Erhabenem und Monumentalem verdeckten Schwächen der Brucknerschen Sinfonien deutlicher hervortreten. Neben Lessing wurde das Große Orchester des Südwestfunks gefeiert, das, vor allem ln den Bläsfern, eine schön« Leistung vollbrachte. Gh. Bh. nähme seine Wünsche vortragen müssen, um in den Besitz von Bezugsrechten, zu gelangen. Der beim WA gestellt« Antrag wird vorerst auch noch den gleichen Genehmigungsweg gehen wie bisher, denn die Frage, ob man in den Städten ebenso wie in den kleinen Landgemeinden mit einigen hundert oder tausend Bürgern Verteilerkommissionen einsetzen kann, Ist bis jetzt nicht entschieden. Dem gestellten und genehmigten Antrag wird künftig lediglich statt des Einzelbezugsscheins die Punktmarke folgen, mit der der Einkauf vorgenommen werden kann. Die Punktmarke hat das Aussehen einer Briefmarke und erscheint in Stückelungen zu I, 2, 3, 5, 10 und 20 Punkten. Sie haben nur örtlich Gültigkeit. Der Baden-Badener Einzelhandel darf also nur Marken mit dem Eindruck „Baden-Baden“ beliefern. Bestrebungen, den Stadtkreis Baden-Baden und den Landkreis Rastatt zu einem Bewirtschaftungsbezirk zusammenzufassen, sind leider gescheitert Weiter ist wichtig, zu wissen, daß die Punktmarken artikelgebunden und nichtartikelgebunden im Verkehr erscheinen werden. Sind Leibwäsche, Unterwäsche, Kleinkinderartikel, Taschentücher, Strumpfwaren usw. beantragt worden; so erhält der Antragsteller Punktmarken in entsprechender Menge ohne besondere BezugsanWeisung. Mit diesen Punktmarken kann ihr Inhaber — was vom WA als Verfahrensschwäche betrachtet wird — praktisch kaufen, was ihm gut dünkt. So kann er z. B. statt der beantragten Taschentücher einen Hut oder statt einer Unterhose eine Garnitur Damenunterwäsche erstehen. Das Bewirtschaftungssystem hat in diesem Sektor also etwas an Starrheit verloren, allerdings wird das Wirtschaftsamt künftig seinen Kunden auch keine präzisen Auskünfte über den Lagerort des einen oder anderen Stückes mehr geben können. Arbeitskleidung und andere hochwertige Spinnstoffwaren, wie Mäntel, Oberbekleidung, Kostüme, Dekorationsstoffe, Bettwaren usw. sind nur gegen die erforderlichen Punktmarken in Verbindung mit einer Bezugsanweisung zu erhalten; die den Namen des Empfängers sowie Art und Menge der Ware enthält. Das WA hat Vorkehrungen getroffen, um dem unglücklich gewählten Umstellungstermin (1. Dezember) seine Nachteile zu nehmen. Die Antragsannahme wurde fortgesetzt, obwohl viele interne Vorbereitungen für die Umstellung erforderlich waren. Während der Handel in dieser Woche seine Bestandsaufnahme unter Berücksichtigung der neuen Punktwerte machte, Wurden vom WA bereits Berge von Anträgen verabschiedet, um die begehrten Punkte vor Weihnachten noch möglichst schnell in Umlauf zu setzen. Das neue Verfahren setzt die Wirtschaftsämter weiteren Belastungen aus. Fast möchte man sagen, der Bürokratismus habe noch einmal einen Sieg davon getragen. Denn, da zu den Punktmarken in zahllosen Fällen noch eine „Bezugsanweisung“ ausgestellt werden muß, sind wir um ein weiteres „Papier“ reicher geworden. Die „Lieferbestätigungen“ kommen für die Mehrzahl der Einkäufe mit Punktmarken in Wegfall. Käufer, Kaufmann und Wirtschaftsamt werden einige Wochen benötigen, um das neue „Spiel mit den Punkten“ beherrschen zu lernen. An seinem Start haben wir den einzigen kleinen Trost, daß es einen Schritt nach vorne darstellt auf dem Wege zu einem sinnvolleren Bezugssystem. Das Resultat Drei Randbemerkungen zum Resultat der großer: Ausstellungen „Die Meister französischer Malerei der Gegenwart“ in Freiburg und „Deutsche Kunst der Gegenwart“ in Baden-Baden beschäftigen sich mit einer Definition des „Ereignisses Picasso“, mit der Feststellung, welche der ausgestellten Arbeiten als die gültigsten Kunstwerke anzusehen seien und welcher Schluß aus beiden Ausstellungen auf das Verhältnis der deutschen Künstler und des deutschen Publikums zu der „abstrakten Kunst“ zu ziehen sei Picasso Picasso Ist ein Mann, ln dem das Naive um )«**» Preis über das Menschliche herrscht. D. h. dieser Mann verhält sich in Jedem Schaffensfalle, als sei er der Kolumbus seines jeweiligen Modells, und damit wie jedes Kind bei seiner ersten Begegnung mit Feuer. Die Feststellung des Publikums, daß sich Picasso dabei immer „die Finger verbrennt“, erfreut ihn nur; sie schließt gleichzeitig die dialogische Feststellung seiner allgemeinen Beachtbarkeit ein, Picasso scheint also über alle jene organischen Endentwicklungen unserer Menschennatur zu verfügen, die für eine Meisterung der Gegenwart und wahrscheinlich erst recht der kommenden Zeitalter unerläßlich sind: über jene Nerven, jenes Herz und jenen Verstand, die ihren Meister dazu befähigen, mit nackten Füßen durch offene Feuer zu spazieren, mit offenen Augen tagelang in die Sonne zu sehen, die blanke Faust in das Maul des unge- zähmten Tigers zu stecken und sich mit dem ganzen Körpergewicht in chinesisches Porzellan zu setzen. — Als der bis heute offenbarste Vertreter dieser modernen Naivität, deren Schemen der reife Grfethe erschüttert aufsteigen sah, stellt sich Picasso zunächst dar; als ein Man? nämlich, der das Nächste so ergreift, wie wenn es das Ganze wäre, und es dem Ganzen überläßt, sich ihm gegenüber überhaupt noch zu bestätigen. Dabei kann nicht übersehen werden, daß auch dieser naive Mann oder dieses männliche Kind ein volles Bewußtsein von der Bedeutung und Funktion der Oberfläche (Erscheinung) und' ihrer Erfassung (Begriffe) hat; daß er auch über das, was Geld ist, genügend aufgeklärt ist, und also insgesamt „weiß, was er tut“. Daß er es in jedem Falle kraftvoll tut, versöhnt; und daß er es in Westeuropa tut, sichert ihm seinen Erfolg. Die gültigsten Werke Als die gültigsten Ausstellungsstücke ln Freiburg müssen „die Arbeiten Rauaults angesehen werden. Sie standen, selbst nach Abzug ihrer „reaktionären" Elemente, durch ihre vollendete Reife und beglük- kende Wirklichkeit in einem unüberbrückbaren Abstand zu allen übrigen ausgestellten Arbeiten. Auch die Bilder Chagalls können ihnen nicht angenähert werden, da sie Traumbilder sind und innerhalb ihrer Rahmen keine Synthesen, sondern entschiedene Auseinander-Setzungen darstellen; sie gehörten zum Gros. Das heißt aber: Rouault gehörte nicht in die Ausstellung. — Als die bedeutendsten' Zeugnisse der Baden-Badener Ausstellung müssen zwei Arbeiten angesprochen werden, deren Plazierung bereits ihren zeitlosen Wert beweist: Hofers „Selbstbildnis“ aus dem Jahre 1937 und Scheibes kleine Bronze „Amazone“ Die lebendige Kirnst beider Arbeiten und ihre Bedeutung in jeder Hinsicht zu beschreiben, erforderte einen ! Schriftsteller und Menschen ersten Ranges und kann nicht der Gegenstand einer Zei- ♦ungsinforraation sein. „Abstrakte Kunst “ Schließlich wird die Summe aller Beobachtungen des Verhältnisses der deutschen Künstler und des deutschen Publikums zur „abstrakten Kunst“ zu der naheliegenden Erkenntnis führen, daß die „abstrakte Kunst“ in Deutschland „zu Tode geritten” werden wird- Welches andere Land wäre dazu auch imstande? Welches andere Land könnte sich auch die Verfolgung einer Einseitigkeit „ad absurdum" so rückhaltlos erlauben wie Deutschland? Das Ereignis ist nicht ungewohnt: der geschichtlichen Krise darf die kulturelle billig folgen: die Künstler vollziehen immer nur. So muß sich, wer auf Kunst hofft, auf das Leben, die Zukunft und sich selbst bescheiden und die Bereitschaft nähren, sich eines Tages vielleicht von etwas überraschen zu lassen, das sich heute scheinbar niemand mehr als Kunst vorstellen kann. , K. NEUE KUNSTZEITSCHRIFT (SJ) Der Richard Hermes Verlag in Hamburg bringt eine neue Monatsschrift „Delphin“ als Mitteilungsblatt norddeutscher Künstler und Kulturveibände heraus. /-7, 7 und V- 9; Dienstag und Freitag ty«8 Schüler- gottesdienst: Mittwoch um */*7 Rorate-Amt für die Kriegsgefangenen und Vermißten der Pfarrei, nachmittags >/-5 Bibelstunde d. Kath. Frauenbundes in der Kapelle des Vinzentiushauses; Samstag '/,7 Rorate-Slngmesse, abends 6 Salveandächt. Kloster vom Hl. Grab. Sonntag 8.30 Bet-Singm. mit Predigt; abends 6.30 Herz-J esu-And acht. Evangelische Landeskirche. Kollekte für das Theol. Studienhaus in Heidelberg. Sonntag, den 7. Dez. 1947, II. Advent. Altstadt: 8.30 Christen! im Gemeinde!!, Brandt; 9.30 Hauptgottesd. im Gemeinde!!, Brandl.; 11.00 Jugendgottesd. im Kindergarten; 17.00 Bibelgemeinschaft im Marthahaus; 20.00 Uhr Vortrag von Pfr. Ch. Berg im Gemeindehaus: „Kann die Kirche wirkt, helfen? - Lichtental: 9.30 Hauptgottesd., Gußmann 1. Kinderheim; 10.45 Jugendgottesd.; 16.30 Blbelgem. im Kindergarten - Weststadt: 10.00 Hauptgottesd., Pfr. D. Ziegler; 11.00 Jugendgottesd. — Oos: 11.00 Jugendgottesd. im Gemeindesaal; 14.30 Hauptgottesd., Boeckh. — Sinzheim: 15 00 Gottesd., Meythaler. — Montag, den 8. Dez. 1947, 20.00 Allianz m Gemeindehaus. Dienstag, den 9. Dez. 1947 Weststadt, 20.00 Männerkreis im Pfarrh. Mittwoch, dun 10. Dez. 1947, Altstadt, 17.00 Bibelst. im Gemeinde!! — Oos: 20.00 Männerabend im Gemeindesaal. Thema: Unsere Verantwortung ln Kirche und Gemeinde. Donnerstag, den 11. Dez. 1947: Weststadt: 20.00 Eibeist. im Gemeindesaal. Oos: 20.00 Bibelst. im Gemeindesaal. Ev. lutherische Gemeinde (im Pfarramt, Fremersbergstr. 41). Sonntag, den 7. Dezember, 9V« Advents-Andacht (Pfarren v. Oertzen); Mittwoch, den 10. Dezember, 15V« Bibelstifnde (Pfarrer v. Oertzen). Evang. Gemeinschaft, Lichtentaler Straße 64. Sonntag, den 7. Dez., abds. 7.30. Advents-Gottesdienst. Pred. K. Theurer. Dentsch-Evang. Frauenbund: Sonntag, den 7. Dez. 1947, 15.00 Adventsfeier im Gemeindeh. am Gausplatz. Christuskapelle (Missionskirche) Sonntag, 7. 12. 1947, 10.00 Adventsgottesdienst, Stadtmissionspfarrer Ippach; 11.00 Kindergottesdienst. Ait-kathoi. Kirche, Gemsbacher Straße. Sonntag, 17.00 Hl. Amt mit Predigt. Griechisch-rumänische Kapelle Stourdza. Sonntag Liturgie um 10 Uhr. Christi.-Wissenschaft! Vereinigung. Christian Science Albrecht Dürerstraße 4. Sonntag, 10 Uhr, Gottesdienst außerdem jeden zweiten und letzten Mittwoch Im Monat abends 8 Uhr. VERANSTALTUNGEN DtR BHOtR- UNO KURVERWAllUNG B.-Bflüfc« Montag, den 8. Dezember Theatre et culture bringt Das WUNDERTHEATER nach Cervantes — LE BAR — komische Pantomime. Kleines Theater (20.30—23Uhr: 2—8.— M) Dienstag, den 9. Dezember LOB DER HEIMAT — eine literarisch-musikalische' Feierstunde mit Farbphotos von Eduard von Pagenhardt. Mitwirkende: Hans Goguel, Rezitation - Maria Bergmann, Klavier - Dr. Herbert Schäfer, Violoncello. Kurhaus, Roter Saal (20.30—22.30 Uhr, 1 und 5.— M) TANZ- und LIEDERABEND mit Jania Wassiliewa, Anatol Joukow- sky, .drille Diewsky, Baß. Am Flügel: Nikolaus Gogotzky. Kleines Theater (20.30—22.30 Uhr; 1—8 M) Wir beginnen unseren gemeinsamen Lebensweg 12-190-S Willy Frank Margarete Frank geh. Mitzel Baden-Baden, 6. Dezember 1947. Merkurstraße 3. Als Vermählte grüßen Karl Schieb Ruth Schieb geh. Mößner Baden-Baden, 6. 12. 1947. 18-165-S Wir haben uns in Worms a. Rhein vermählt 10-176-S Karl Konietzko Lotte Konietzko geh. Lippold Baden-Baden/Worms, den 6. 12. 47. Rheinstraße 27. Statt eines frohen Wiedersehens erhielten wir die traurige Nachricht, daß unser lieber, guter Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Otto Schindler Kohlenhändler im Alter von 36 Jahren in den letzten Kriegslagen gefallen Ist. Für die trauernden Hin- s tterbllebenen: der Vater Eduard Schindler, Geschwister und Anverwandte. 18-166-S B-Baden, Welschensteinach, Kulmbach, den 2. Dez. 1947. Nach bangem Warten traf uns die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater Adolf Easger im April 1945 in Kgf. gestorben ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Hildegard Essger geb. Wild, Söhne und alle Anverwandten. Seelenamt am Dienstag, 9.12. V«9 Uhr Stlftsk. Baden-Baden, Dezember 1947. Nach langer schwerer Krankheit verschied unsere unvergeßliche liebe Tante u. Großtante Frau Marianne Keller geb. Berger Die trauernden Hinterbliebenen; Frau Hedwig Killius geb. Keller, Egon Keller u. Frau Erika, Lübeck, Helmut Killius, Inge Killius. Beisetzung hat stattgefund. Seelenamt: Samstag, 6. 12. 47 8V1 Uhr in der Stiftskirche. 10-178-S Baden-Baden, Dez. 1947. Unsere liebe Mutter Frau lina Leppert geb. Köhler verschied nach langem, schweren Leiden am 1. 12. 1947 mit den Tröstungen der hlg. kath. Kirche versehen. In tiefer Trauer; Hans Leppert, Robert Leppert, Fritz Leppert, Willi Leppert. 11-100-S Mudau, B -Baden, Lichtentaler- straße 3, Stockach, Frankfurt a. M., den 2. 12. 1947. KINO DES WESTENS) Wochentags 17, 19 und 21 Uhr Sonntags 15, 17, 19 und 21 Uhr Albrecht Schoenhals, Camilla Hora Fritz Genschow, Maria Andergast, Theodor Loos Roman eines Arztes Jugendfrei ab 16 Jahre! Intei nationale Bibelforscher-Vereinigung Gruppe Baden-Baden Jeden Sonntag 17.30 Uhr und Donnerstag 19.30 Uhr in der Mädchenschule, Zähringerstr. Thema Befreiung Verhetssen AN- und VERKAUFE VERSCHIEDENES Suche gut erhaltenen Herrenschirm unter der Rufnummer 80909 angeschlossen. - Bäckerei Rudolf Lerch, Baden-Baden, Rheinstraße 51. 11-96-8 Sport-Ciub B.-Baden Gutenberg-Platz Sonntag, den 7. Dezember 1947 10.30 Uhr ENGEN 13.15 Uhr Handball-Pokalspiel SC Baden-Baden—Ottenhöfen 14.30 RSV Oos—Schwarzach Samstag, 6 Dez. 47 - 19.30 Uhr Turnhalle an den Hardstaffeln Tischtennis-Landes!ga SC Baden-Baden—TTC Lörrach Advent-Gemeinde Baden-Baden, Lange Straße 55 Religiöser Vortrag Giftes Zulmfiflsoffenbarang Dienstag, 9. Dezember, um 20 Uhr Eintritt frei! Jedermann willkommen! gegen gute Vergütung. Offerten unter 7-127-S an die Gesch. des BT Baden-Baden. Gut erhaltenen Kindersportwagen sowie ovalen Ausziehtisch für 12-18 Personen, möglichst dunkel Eiche, zu kaufen gesucht gegen beste Vergütung. Offerten unter 1-58-S an die Gesch. des BT Baden-Baden. Lammfelldecke für Kinderwagen, neuwertig, 2 Metalltischlampen. Rollschuhe u. a. 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