BADEMER TAG BLATT Leitung für PoiMik,liHrtschaft und Kultur NR 108 A. B I, B 8, C DIENSTAG, 23. NOVEMBER 1948 B.-B. O. W. LE. PREIS 20 PFENN G Neue Chancen für direkte Besprechungen Amerikanische Gewerkschaften wünschen Verständigung mit den Sowjets — Sicherheitsrat vermutlich noch in dieser Woche mit der Berliner Frage befaßt PARIS — Auf den Fragebogen Bramuglias, mit dem der Präsident des Sicherheitsrates von den vier Großmächten gewisse „technische Auskünfte" über die geplante Einführung der Ostmark in ganz Berlin erbat, vor allem über die Form und Ausdehnung der Vier-Mächte-Kon- trolle der Berliner Währung sowie über ihr künftiges Wertverhältnis zur Westmark, hat Wyschinski als erster geantwortet. Die Experten der Westmächte haben sich etwas mehr Zeit gelassen. Sie haben über das Wochenende mehrere gemeinsame Sitzungen abgehalten und werden ihre Antwort wahrscheinlich Anfang der Woche dem Präsidenten des Sicherheitsrates zugehen lassen. Sobald Bramu- glia im Besitz aller Antworten sein wird, wird die neutrale Gruppe des Sicherheitsrates einen neuen Kompromißvorschlag zur Lösung der Berliner Frage ausarbeiten. Man glaubt, daß der Sicherheitsrat noch im Laufe dieser Woche erneut zusammentreten wird, um hierüber in einer Vollsitzung zu beraten bzw. Beschluß zu fassen. Die Chancen dieses neuen Vermittlungsversuches Bramuglias und der „Neutralen“ werden zur Zeit sehr verschieden beurteilt. Optimistische und pessimistische Stimmen halten sich die Waage. Die Optimisten verweisen auf die neuerdings etwas konziliantere Haltung der Vereinigten Staaten und versprechen sich vor allem viel von der Begegnung zwischen Präsident Truman und Staatssekretär Marshall. Insbesondere die amerikanischen Gewerkschaftskreise scheinen ihren ganzen Einfluß im Sinne einer Verständigung mit den Russen und einer Wiederaufnahme von direkten Besprechungen zwischen den vier Großen, nach dem Muster von Teheran und Potsdam aufzubieten. • Lebhafte Beachtung fanden in Paris auch die von Marschall Sokolowski in Berlin abgegebenen Erklärungen, in denen der russische Oberkommandierende die Schuld für das Scheitern der seinerzeitigen Besprechungen zwischen den T !i- litärgouvemeuren insbesondere der britischen Regierung zuschob. In einem amtlichen britischen Kommunique der britischen Kontrollkommission wurden die Erklärungen Sokoiowskis bereits als nicht der Wahrheit entsprechend bezeichnet. Immerhin glaubt man in dem Appell Sokoiowskis, Verständnis für die sowjetischen Schwierigkeiten zu haben, eine Verständigungsbereitschaft sehen zu können. Es fehlt jedoch auch nicht an pessimistischen Stimmen, die auf die bisher mit den Russen gemachten Erfahrungen und vor allem auf die in den letzten Tagen beobachtete weitere Verschärfung der Berliner Blockade hinweisen. Diese sei nicht gerade als ein Beweis dafür anzusehen, daß es den Russen ehrlich um eine Verständigung und eine Beilegung des Berliner Konfliktes zu tun sei. Lebhafte Beachtung fanden in Paris auch die von einigen Mitgliedern der Heereskommission des amerikanischen Kongresses, die unlängst eine Studienreise nach Berlin unternahmen, eben dort abgegebenen Erklärungen, die nicht gerade sehr schmeichelhaft für die Russen ausfielen und sich entschieden für ein energischeres Auftreten der Vereinigten Staaten in dem Berliner Streitfall einsetzten. Es bleibt abzuwarten, inwieweit der Bericht, den diese Studienkömmission demnächst dem amerikanischen Kongreß unterbreiten wird, die Haltung der Vereinigten Staaten beeinflussen wird. Eines darf jedoch schon heute gesagt werden: der Schwerpunkt der Diskussion über die Berliner Frage liegt augenblicklich nicht in Paris, sondern in Washington, wo man dem Ausgang der Besprechungen zwischen Präsident Truman und Staatssekretär Marshall mit größter Spannung entgegensieht. Italien schaltet sich ins politische Spiel ein De Gasperi führt Besprechungen in Paris und Brüssel PARIS — Der italienische Ministerpräsident de Gasperi hat bei einem Besuch in Brüssel vor der Presse u. a. erklärt, die Verteidigung des Friedens beruhe auf dem auch Deutschland einschließenden Bestreben, die Gefahr eines Vergeltungs- und Repressalienkrieges auszuschalten. Am Montag abend traf de Gasperi in Paris ein. Heute wird der italienische Ministerpräsident mit Ministerpräsident Queuille und Außenminister Schuman Besprechungen führen. ROM — Die Reise des italienischen Ministerpräsidenten nach Brüssel und Paris steht im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit. Obgleich diese Reise keinen amtlichen Charakter trägt, kommt dem doppelten Besuch besondere Bedeutung zu, da der Schwerpunkt der Weltdiplomatie zurzeit nach Paris verlagert ist. Der Besuch de Gasperis in Paris wird zeitlich mit der Wiederaufnahme der Verhandlungen in der Vollversammlung der UN über die Aufnahme Italiens in die Organisation der Vereinten Nationen zusammenfallen, wie auch mit den Beratungen der Vertreter der Signatarstaaten des Brüsseler Abkommens.' Hat sich Tito mit den USA verständigt? ZÜRICH — Von einem italienischen Kommentar zwischen Tito und amerikanischen Regierungsvertretern läßt sich die Zürcher „Tat“ von ihrem römischen Korrespondenten berichten. Die italienische Äußerung enthält u. a. folgende interessante Feststellungen: Die Besprechungen Titos mit den Vertretern Washingtons fanden bereits Ende September auf der Insel Brioni statt. Die ganze Gegend war von Geheimpolizei abgeriegelt. Dank der getroffenen Vorsichtsmaßregeln gelang es tatsächlich, die ganze Angelegenheit mehrere Wochen lang vor den Augen und Ohren Neugieriger zu verbergen. Selbst die Engländer wurden vom State Department nicht ins Vertrauen gezogen, weil ausdrücklich festgelegt worden war, daß London außerhalb‘des erneuerten Freundschaftsbundes bleiben sollte. Im einzelnen wurden folgende Punkte festgelegt: 1. Jugoslawien verpflichtet sich, unverzüglich alle Truppen und alles militärische Material aus den bisher von Jugoslawien noch besetzten Gebieten der Freizone Triest und Istriens zurückzuziehen. 2. Im Falle des Ausnahmezustandes wird das amerikanische Heer die gesamte Freizone Triest und den westlichen* Teil Istriens bis zur Wilson- Linie besetzen. Pisino verbleibt auf jeden Fall in jugoslawischer Hand. Außerdem verpflichten die Amerikaner sich, keinerlei Änderungen am administrativen und politischen Charakter der jugoslawischen Zone vorzunehmen. Eröffoanossitzang des Staats# er icbtshofes FREIBURG — Die erste Sitzung des Badischen Staatsgerichtshofes findet am Samstag, den 27. 11. um 10 Uhr im Schwurgerichtssaai des Landgerichts Freiburg statt Zur Verhandlung kommen drei Fälle, in denen die Gerichte die Gültigkeit von Rechtsanordnungen und ihre Vereinbarkeit mit der Badischen Verfassung angezweifelt und die Akten gemäß Art. 114 Abs. 2 der Badischen Verfassung dem Staatsgerichtshof zur Entscheidung vorgelegt haben. Im ersten Fall handelt es sich um die Gültigkeit der Anordnung des früheren Arbeitsministeriums über den Arbeitseinsatz vom 3. 8 46 (Amtsblatt 8. 57), im zweiten Fall um die Gültigkeit der Anordnung des Innenministeriums über herrenlose Kraftfahrzeuge usw. v. I. 6. 46 (Amtsblatt S. 26) und im dritten Falle um die Gültigkeit der kreispolizeilichen Anordnung des Landrats in Stockach v. 31. 5. 46 (nicht veröffentlicht) über die Bekämpfung des Borkenkäfers. Die Verhandlungen vor dem Staatsgerichtshof sind öffentlich. Freilassung von Heß beantragt NÜRNBERG — Einem Antrag an den alliierten Kontrollrat auf Freilassung des vom Internationalen Militärtribunal zu lebenslänglicher Fei'oeitsstrafe verurteilten Rudolf Heß, hat dessen Verteidiger Dr. Alfred Seidl gestellt. Der Antrag stützt sich u. a. auf die Behauptung, das Urteil des Internationalen Militärtribunals enthalte keinerlei ausreichende tatsächliche Feststellungen für die Teilnahme von Rudolf Heß am Angriffskrieg. 3. Im Falle des Ausnahmezustandes gewährt Jugoslawien den amerikanischen Truppen einen Verbindungskorridor zwischen Triest und Österreich. 4. Der Ausnahmezustand gilt dann als gegeben, wenn Jugoslawien das Opfer eines direkten Angriffs der Russen wird oder wenn es einen indirekten Angriff erleidet, d. h. wenn Rußland nach außen hin neutral bleibt und Jugoslawien durch einen seiner Satellitenstaaten (Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Albanien) angreifen läßt. 5. Im Falle eines gemeinsamen Krieges stellt Jugoslawien den amerikanischen Armeen einen breiten und günstig gelegenen Brückenkopf an der adriatischen Küste zur Verfügung. 6. Jugoslawien verzichtet auf jeden Anspruch bezüglich Kärntens. Die Abgesandten Washingtons haben nach hier vorliegenden Informationen ihrerseits bei den Besprechungen auf der Insel Brioni folgende Verpflichtungen übernommen: 1. Im Falle des Ausnahmezustandes übernehmen die Vereinigten Staaten gegenüber Jugoslawien die absolute Garantie seiner Westgrenzen. 2. Die Vereinigten Staaten werden Jugoslawien alle Industrieprodukte liefern, die es bisher aus der Tschechoslowakei erhielt. Die Vereinigten Staaten werden Jugoslawien ferner mit den bisher aus Ungarn gelieferten elektrischen Geräten und Maschinen sowie mit flüssigen Treibstoffen versorgen. Die Tatsache, daß Marschall Tito auch jetzt wieder eine Handelsdelegation nach Moskau geschickt hat, um noch einen letzten Versuch zu r Versöhnung mit Stalin zu machen, läßt es vielleicht angeraten erscheinen, trotz der Abmachungen von Brioni das Endurteil noch zurückzustellen. Anscheinend wird de Gasperi keine Abmachungen im Namen seines Landes treffen, aber politische Kreise sind der Ansicht, daß die Besprechungen in Brüssel und in Paris zur Klärung der großen internationalen Probleme beitragen werden. Man glaubt, daß der italienische Regierungschef die Frage der ehemaligen italienischen Kolonien und der Wiederangliederung Triests an Italien zur Sprache bringen wird. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Reise de Gasperis in den Rahmen der intensiven diplomatischen Betätigung fällt, die Italien seit einigen Wochen entfaltet und die zwei Ziele gleichzeitig verfolgt: Italien aus seiner isolierten Stellung herauszureißen und es in die Lage zu versetzen, auf dem Fuße der Gleichberechtigung mit den anderen beteiligten Nationen über die Schaffung einer europäischen Föderation frei zu verhandeln. Der italienische Geneiaistabschef in USA ROM — Der italienische Generalstabschef, Gene- * r«4 Marras, hält sich zur Zeit in Washington auf. „II Tempo“ schreibt dazu, verantwortliche Kreise hielten es für ausgeschlossen, daß General Marias Verpflichtungen irgendwelcher Art in den USA eingehen werde. Man nimmt vielmehr an, der General werde auf die schwierige Lage hinweisen, in die der Friedensvertrag die italienischen Streitkräfte gebracht habe, so daß sie im Falle einer Aggression schwerlich die Verteidigung des Landes gewährleisten könnten. Bevor man daher Hypothesen oder Wünsche hinsichtlich der Teilnahme Italiens an dem Atlantikpakt aussprechen dürfe, sei eine Revision bestimmter Klauseln des Friedensvertrags unbedingt notwendig. 85 Prozent MADRID — Etwa 6 Millionen wahlberechtigte Haushaltsvorstände wählten am Sonntag in Spanien ein Drittel der neuen Gemeinderäte in 9 233 Gemeinden und Städten. Die Wahl ging überall im Lande ohne Zwischenfälle vor sich. Die Wahlbeteiligung schwankte in ganz Spanien zwischen 56 und 70 ’/». Der spanische Rundfunk stellt hierzu fest: „Der Wahlsieg der dem Regime treuen Kandidaten umfaßt 85 '/« der abgegebenen Stimmen. Die offiziellen Kandidaturen, die in der Mehrzahl von regierungsfreundlichen Kreisen gestellt wurden, haben allenthalben gesiegt. Beschleunigter Demontagebefehl der US-Hilitärregierung FRANKFURT — Der Verwaltungsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebietes teilt in einer Mitteilung vom 20. November mit, daß die amerikanische Militärregierung die beschleunigte Demontage einiger Werke angeordnet hat, die gegenwärtig von einer Kommision von Sachverständigen überprüft werden, die vom Administrator des ERP, Paul Hoffman, eingesetzt wurde. Die Sachverständigen, so heißt es in der Stellungnahme des Verwaltungsrates, seien auf Vorschlag von Außenminister Marshall und Administrator Hoffman eingesetzt worden, um zu überprüfen, ob die auf die Demontageliste gestellten Werke zweckmäßigerweise in Deutschland verbleiben und hier im Zuge des Wiederaufbaues nach den Marshaii- plan-Richtlinien eingesetzt werden können. Diese Vereinbarungen seien am 27. Oktober 1848 von den Regierungen der USA, Großbritannien und Frankreich getroffen worden. Das Ergebnis der Untersuchung, wird von deutschen Stellen in zwei bis drei Wochen erwartet. Der Verwaltungsrat weist besonders darauf hin, daß General Koenig für die französische Besatzungszone einen Demontagestopp bis zum 15. Dezember 1948 angeordnet hat, und zwar für alle Werke in der französischen Zone, die von Sachverständigenkommissionen gegenwärtig überprüft werden. Durch die jetzt von der US-Militärregierung angeordnete beschleunigte Demontage sei zu befürchten, daß das Gutachten der Sachverständige* zu spät eintreffe. In der Öffentlichkeit könne daher der Eindruck entstehen, daß hier vollendete Tatsachen geschaffen werden sollen. 4,1 Millionen Dollar freigegeben WASHINGTON — Die ERP-Administration hat am 19. 11. 1948 für die französische Zone Deutschlands 4,1 Millionen Dollar freigegeben. Auch vereinfachtes Einfuhr-Verfahren FRANKFURT — Auf die Frage, inwieweit der deutsche Import mit einer Vereinfachung des Verfahrens rechnen könne, wurde von einem Sprecher der Jeia betont, daß die Jeia in Verbindung mit der Verwaltung für Wirtschaft Maßnahmen ausarbeite, die den gleichen Zweck verfolgen, wie er bereits in der Vereinfachung des Ausfuhr-Verfahren» zum Ausdruck gekommen sei. Wieder eine Regierung Spaak BRÜSSEL — Das neue Kabinett Spaak ist praktisch gebildet. Spaak hat seine Besprechungen an» Montag abgeschlossen und hofft heute oder morgen den beiden Kammern sein .Kabinett vorstellen zu können. Hilferuf Fiau Tschiang-kai-scheks SAN FRANZISKO — Am Sonntag abend richtete Frau Tschiang-kai-schek über den Rundfunk einen Hilferuf an die USA mit der Bitte um eine sofortige Unterstützung Chinas, dessen Situation sie als sehr kritisch bezeichnete. Die Frau des chinesischen Generalissimus erklärte in der Rundfunkansprache, der Marschall und sie selbst würden den Kampf gegen die kommunistischen Söldner Moskaus bis zum letzten Atemzuge fortsetzen. Frau Tschiang-kai-schek schloß ihre Ansprache mit der Behauptung, der Zusammenbruch Chinas sei gleichbedeutend mit dem ganz Asiens und die Bedeutung Asiens für den Weltfrieden sei sicherlich nicht geringer als diejenige Europas. Auch England entläßt alle Kriegsgefangenen HERFORD — Wie ein Kommunique der britischen Kontrollkommission in Deutschland mitteilt, werden alle deutschen Kriegsgefangenen in England bis zum Jahresende entlassen. Professor Erhards Besprechungen in London Inoffizielle Vorbesprechungen künftiger Handels- und Zahlungsvereinbarungen? LONDON — Das genaue Programm von Prof. Erhards London-Besuch steht nunmehr fest. Der Professor, geleitet von Herrn von Lupin, trifft heute im Flugzeug in London ein. Am B^ittwoch wird er Besprechungen im Handelsministerium mit dem Staatssekretär für Außenhandel Mr. Bottomley haben, der sieh vom 26. September bis 2. Oktober ds. Js. in Frankfurt aufgehalten hat. Die damals begonnene Fühlungnahme soll nunmehr fortgesetzt und ausgebaut werden. Kampf gegen gemeingefährliches Verhalten Die schiagaitige Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche in Baden, namentlich in den Kreisen Buhl und Rastatt FREIBURG — Die Maul- und Klauenseuche hat sich in Baden während der letzten Tage schlagartig verbreitet. Es sind bereits fünf Kreise ergriffen, in denen Gemeinden z. T. in größtem Ausmaße verseucht sind. Vor allem in den Kreisen Böhl und Rastatt droht die Seuche zu einer Katastrophe auszuarten. Der unerwartete Seucheneinbruch war nur dadurch möglich, daß eine große Zahl von Seuchenherden wochenlang in verantwortungsloser Weise verheimlicht wurden. Das Badische Ministerium der Landwirtschaft und Ernährung weist darauf hin, daß dieses gemeingefährliche Verhalten in der Geschichte der Tierseuchenbekämpfung beispiellos ist. Nicht nur die Landwirtschaft, auch die Ernährung sind schwer gefährdet. Es muß darum auf das dringlichste an die Disziplin der Bevölkerung, in erster Linie an Bauern und Tierbesitzer, appelliert werden, daß die angeordneten Bekämpfungsmaßnahmen auf das peinlichste befolgt werden, vor allem aber muß der geringste Verdacht von Maul- und Klauenseuche unverzüglich dem Bürgermeisteramt gemeldet werden. Es muß versucht werden, in letzter Minute mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln unermeßlichen Schaden zu verhüten. Die in verschiedenen Gegenden Badens geplanten Zuchtviehmärkte und Viehversteigerungen fallen wegen der Maul- und Klauenseuche vorläufig aus. Für Donnerstag wurde eine Aussprache Prof. Erhards mit dem Chef der Abteilung Deutschland des Handelsministeriums sowie des Commercial Relation and Treaties Department angesetzt Weiter wird Prof. Erhard am Donnerstag das Parlament besuchen und hier voraussichtlich Gelegenheit haben, vor einer Gruppe Abgeordneter seine Ansichten über die deutsche Wirtschaftspolitik darzulegen. Am Freitag veranstaltet der Staatssekretär im Foreign Office Lord Henderson ein offizielles Mittagessen, an dem eine Reihe von führenden Regierungsmitgliedern darunter wahrscheinlich auch der Handelsminister Wilson teilnehmen sollen. Freitagnachmittag wird Prof. Erhard von Schatzkanzler Sir Stafford Cripps empfangen. Für Montag ist eine Fortsetzung der Besprechungen im Schatzamt vorgesehen. Dienstag erfolgt die Rückkehr nach Deutschland. Dem Londoner Besuch Prof. Erhards unmittelbar vor der Wiederherstellung einer größeren Freiheit der deutschen Handelspolitik kommt große Bedeutung zu. Zu Jahresende laufen die gegenwärtigen Vereinbarungen ab, welche den englischen Handel mit der Bizone regeln. In den nächsten Wochen sollen Besprechungen über deren Ernennung und Erweiterung voraussichtlich in Frankfurt beginnen. Prof. Erhard ist der erste deutsche Wirtschaftspolitiker in führender Stellung, der nach dem Kriege London besucht und Gelegenheit hat, seine Auffassungen über die deutsche Wirtschaft und ihre Erfordernisse an maßgebender englischer Stelle vorzutragen. Nr. 10# BADENEH TAGBLATT Dienstag, den 23. November 1948 Bankrott durch Bürokratie? Emc ernte Warnung' Sir Brian Robertsons Ein Hamburger Blatt bat dl* Erklärungen, «Ns der britische Militärgouvemeur General Robertson in der Frankfurter Pressekonferenz zur Lage Westdeutschlands abgegeben hat, als eine „heftige Kritik“ bezeichnet. Wir finden diese Charakteristik nicht ganz zutreffend. Die Äußerungen des Militärgouverneurs sind tweifellos von unmißverständlicher Deutlichkeit. Ja, sie enthalten auch schonungslose Beanstandungen von einer sachlichen Schärfe, mit der bisher von der britischen Besatzungsmacht zu deutschen Dingen selten Stellung genommen worden ist Statt „Heftigkeit“ vermögen wir aber nur abgewogene Überlegung zu entdecken. Vieles, was der General gesagt hat, muß für den deutschen Leser peinlich sein, und dabei vor allem die Tatsache, daß der Chef einer der Besatzungsmächte das alles überhaupt aussprechen muß. Man könnt« dazu schweigen, in der stillen Hoffnung, daß diejenigen Kreise, die die Kritik angeht, sich bemühen werden, ihre Sache besser zu machen als bisher. Zu einer solchen Reaktion aber sind die von General Robertson berührten Probleme zu ernst, und überdies zwingt auch die wohlmeinende Art, in der er Sie behandelte, schon aus Gründen der Fairness zu einer offenen Aussprache. Der britische Militärgouvemeur sieht die Situation und die Aussichten Westdeutschlands keineswegs ungünstig an. Natürlich dürfen gerade wir uns nicht der Illusion hingeben, bereits von heut auf morgen wieder leben zu können, als hätte der zweite Weltkrieg überhaupt nicht stattgefunden. Aber die Zeichen eines gewissen Aufstiegs von der Basis der Geldreform aus sind auch für britische Augen unverkennbar. Da ist die gute Ernte; die Lieferungen aus dem Marshaliplan werden in den nächsten Monaten spürbar werden; die Produktion hat bereits 70 Prozent der Friedensleistung erreicht Diese drei Faktoren allein schon können uns wieder Mut geben, zumal auch die politischen Verhältnisse Westdeutschlands in einen wirkungsvolleren Rahmen gebracht werden sollen. Die Voraussetzung einer Besserung aber ist, daß die damit gegebenen Chancen vom deutschen Volk auch ausgenutzt und nicht Wege' beschritten werden, die den Aufbau hindern oder gar in dag Gegenteil verkehren. Und da zieht General Robertson gegen die Übelstände zu Felde, die eigentlich jeden denkenden Deutschen selbst aufs stärkste beunruhigen sollten. Das ist der unsaubere Egoismus, der sich in unserem Wirtschaftsleben breit macht, wobei der General den Groß- und den Einzelhandel mit dem Vorwurf bei Namen nennt, die Preise unnötig hochzutreiben und eine neue Hortung eingeleitet zu haben, aber auch die Landwirtschaft nicht ausgelassen wird, weil sie ihrer Ablieferungspflicht nicht gerecht wird; und die deutsche Bürokratie, die mit der Entwicklung nicht fertig wird und obendrein auf einem so großen Fuße lebt, daß bei manchen Ländern, um mit den Worten des Generals zu sprechen, „der Bankrott vor der Tür steht“. Es ließe sich gewiß manches sagen, um die Angegriffenen in etwa zu entschuldigen. Die Verheerungen, die die Hitlerzeit und der Krieg, aber (auch die Verhältnisse der ersten Nachkriegsjahre namentlich auf moralischem Gebiet angerichtet haben, sind nicht von einem Tage zum anderen wieder aus der Welt zu schaffen, und mit unserer Bürokratie schleppen wir ein Bleigewicht nach, das ebenfalls noch aus der Vergangenheit stammt, vielleicht ist die Mischung von vielfacher Unfähigkeit und Selbstherrlichkeit dieser Bürokratie sogar das schlimmste an dem unseligen Erbe, das die junge deutsche Demokratie übernehmen mußte. Früher galt Deutschland mit seiner unbestechlichen und Wer fragt nach dem Recht? NÜRNBERG — Im Prozeß gegen die Wilhelmstraße erklärte der Verteidiger Dr. Justus Koch, bei dem ersten großen Prozeß hätten die Richter und die Welt noch glauben können, das neue Recht, das man spreche, könne in der Welt Wirklichkeit werden. Daß diese Hoffnung sich nicht verwirklicht habe, sei nicht die Schuld des Gerichts, wohl aber die der Völker, die das neue Recht mißachtet hätten. „Wer will heute noch behaupten, daß der Angriffskrieg verboten ist? Wer fragt auch nur nach dem Angreifer in den Kriegen, die heute toben. In jedem dieser Kriege muß es einen Angreifer geben, aber niemand verlangt seine Bestrafung oder denkt auch nur daran!“ tüchtigen Verwaltung als Vorbild in der ganzen Welt. Wäre es heute noch so, so würde auch manches in der Wirtschaft anders aussehen. In diesem Sinne müssen wir den Warnungen des britischen Militärgouvemeurg aus voller Überzeugung zustimmen. Man kann nur wünschen, daß die deutsche Öffentlichkeit sie als ein Signal betrachtet, dem sie praktische Geltung zu schaffen hilft Wir verhehlen nicht, daß auch von seiten der Besatzung manches geschehen kann, was über Kritik und Warnung hinausgeht. Wir denken dabei zum Bei- M. BASEL (Eigenbericht) — Das sogenannte Washingtoner Abkommen vom 25. Mai 1946, wonach die in der Schweiz liegenden Vermögenswerte deutscher Staatsbürger liquidiert werden sollten und Sich die Schweiz und die Alliierten in den Erlös zu teilen hätten, ist immer wieder Gegenstand heftiger Diskussionen und publizistischer Angriffe, weil dieses Abkommen in gewissem Sinne das gesunde Rechtsempfinden des Schweizers gröblich verletzt; „Die von diesen Maßnahmen betroffenen Deutschen werden in deutscher Währung für den Gegenwert ihrer in der Schweiz liquidierten Werte entschädigt werden. In jedem dieser Fälle wird der gleiche Umrechnungskurs zur Anwendung gelangen.“ Der Bundesrat sieht sich nunmehr in eine überaus peinliche Lage versetzt, weil die Alliierten massiv und hartnäckig auf der Durchführung der Liquidation bestehen, während sich die oberste Landesbehörde der Schweiz zu einem so folgenschweren Schritt solange nicht entschließen kann, als für «Ne in Deutschland aufzurichtenden Entschädigungen nicht ein Umrechnungskurs festgesetzt und vereinbart ist. Die Alliierten waren aber nicht geneigt, dieser Forderung nachzugeben, sodaß sich der Bundesrat entschließen mußte; eine schiedsgerichtliche Erledigung vorzuschlagen. Seither hat man vom Washingtoner Abkommen nichts mehr gehört, jedoch bleiben die deutschen Vermögenswerte in der Schweiz gesperrt und die schweizerische Verrechnungsstelle wacht darüber, daß sie richtig verwaltet werden. Dieses schwierige Problem ist Gegenstand eines aufschlußreichen Artikels der „Basler Nachrichten“, in dem u. a. folgendes ausgeführt wird: „Wir wissen nicht, wie die Alliierten auf das schweizerische Angebot einer schiedsgerichtlichen Erledigung reagieren werden. Jedenfalls aber dürfte sich die Liquidation noch auf Jahre hinaus verzögern. Seit Jahren und auf weitere Jahre hinaus werden also die deutschen Staatsangehörigen, deren spiel an die Höhe der Besatzungskosten, an «He deutschen Bemühungen um ein Steuersystem, das die Schaffenskraft anregt, statt die Unehrlichkeit zu ermuntern. Viel auch wird von den Freiheiten abhängen, die das kommende Besatzungsstatut der deutschen Initiative einräumt. Aber es wäre völlig falsch, wollten wir diese Dinge, in denen wir Grund zu Klagen zu haben glauben, als Vorwand benutzen, um Verantwortungen abzuwälzen. Wenn wir wieder vorwärtskommen wollen, müssen wir selbst damit beginnen, unsere Mißstände abzustellen, und zwar auf Grund einer ernsten Selbstprüfung, die allein «ns davor bewahren kann, daß wir eines Tages vielleicht noch peinlichere Dinge zu hören bekommen, denen wir innerlich recht geben müßten. Vermögen beschlagnahmt wurde, sich mit einem theoretischen Anspruch auf Entschädigungen begnügen müssen. Wer kann leugnen, daß wir seit 3'/» Jahren allen deutschen Staatsangehörigen ihr Besitztum in der Schweiz weggenommen und damit alle bisherigen Grundsätze über den Schutz des Privateigentums über Bord geworfen haben? Wer kann leugnen, daß sehr viele dieser deutschen Staatsangehörigen wegsterben, bevor sie von der sagenhaften Entschädigung, die wir ihnen in Aussicht gestellt haben, auch nur einen Pfennig in die Hand bekommen? Es mag sein, daß der oder Jener sich sagt, die Deutschen hätten ja auch andere Länder überfallen und sich um fremdes Privateigentum wenig gekümmert Die Unmöglichkeit dieser Argumentation liegt auf der Hand: Auch das Vermögen des größten Nazigegners mußte nach dem Washingtoner Abkommen unter die Sperre fallen und zugunsten der Alliierten verwendet werden. Also auch Leute, die vielleicht zur Bekämpfung des Nazismus mehr geleistet haben als führende Staatsmänner der Alliierten, haben unter dem Washingtoner Abkommen genau so zu leiden, wie ihre belasteten Mitbürger. Es wurde bei der Sperre der deutschen Vermögenswerte in der Schweiz keinerlei Unterschied gemacht Eine Milderung des unerfreulichen Zustandes wäre dadurch zu erreichen, daß die Schweizerische Verrechnungsstelle ermächtigt würde, deutschen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Deutschland für ihren Lebensunterhalt aus dem in der Schweiz beschlagnahmten Vermögen Unterstützungen zukommen zu lassen, sofern sie dartun können, daß sie ohne solche Unterstützung in eine Notlage geraten. Freilich müßte auch bei einer derartigen Aktion der Umrechnungswert Schweizerfranken-Deutsche Mark festgesetzt werden. Allermindestens aber sollte es möglich sein, diesen Deutschen für Rechnung ihres uuuummiuiiumumuum luiunuHiiiiimiuuimiuiiiiiiiiiutiaiiuiiiiiiiiiuuuiiiiiiiiiiiiiiimiimiiHiiinimimiimumuuuiiuiiiiiiMmiiiiiuimimiiiiiii Zwischenfall in Unosien PARIS — Auf der Tagung der Vereinten Kationen geht et keineswegs so langweilig zu, wie ein Außenstehender vielleicht annehmen sollte. Zwei Monate sind immerhin eine lange Zeit. Debattiert wurde reichlich, und die Delegierten denken allmählich ans Kofferpacken. Die ganze Geschichte war nicht übertrieben interessant. Zuweilen gab es doch etwas zu lachen. Am Freitagnachmittag passierte in» Palais Chaillot eine besonders nette Geschichte. In der etwas mager besetzten Vollversammlung war man gerade dabei, über die Frage eines Protokolls für die Unterdrückung des Kandels mit Rauschgiften zu diskutieren. Der jugoslawische Delegierte hatte eben seinen Speach vom Stapel gelassen, als sich oben auf der Publikumstribüne ein kleiner, etwas rothaariger junger Mensch erhob und in den Saal hineinrief: „Im Namen der Bevölkerung der Welt, die hier nicht vertreten sind: ich unterbreche EuchI Wir, das Volk, wollen den Frieden, den einzig und allein eine Weltregierung sichern kann. Die souveränen Staaten, die Ihr vertretet, trennen uns und führen zum Abgrund des Krieges. Ich appeliere an Euch, daß Ihr Euch nicht länger von Illusionen nährt und unverzüglich ein konstituierendes Weltparlament einberuft, das die Aufgabe hat, alle Völker um sich zu scharen und eine einheitliche Weltregierung zu bilden." Der kleine Mann oben auf der Tribüne war Carry Davis, der „Citoyen du Monde", det Weltbürger, der schon öfter von sich reden gemacht hat, der Pazifist und Flieger aus dem zweiten Weltkrieg, der eines schönen Tages seine amerikanische Staatsangehörigkeit ablegte, um sich als Weltbürger in Unosien zu installieren. Diesmal hatte er einen beachtlichen Publikumserfolg. Er kam zwar mit seiner Rede nicht ganz zu Ende, wurde von zwei handfesten Polizisten etwas unsanft am Kragen gepackt und zum Saal hinausbefördert. Einer seiner Freunde verlas jedoch für ihn das Manifest, das Publikum applaudierte lebhaft, der Präsident schwang vergebens seinen Kammer und die Sitzung mußte unterbrochen werden, bis die Polizei sich einer Gruppe von „Ruhestörern" bemächtigt hatte, die offenbar die ganze Geschichte mit Garry Davis ausgekn obelt hatten, die aber schließlich im Grunde genommen nur für den Frieden manifestieren wollten. Das ist jedoch bei den Vereinten Nationen nicht zugelassen. Das Publikum hat sieh hübsch ruhig und sittsam zu betragen. Sehimpfworte dürfen sich nur die Delegierten an den Kopf werfen. Immerhin brachte dieser Zwischenfall doch etwas Abwechslung in die monotone Atmosphäre des Chaillot-Theaters. Einige Augenblicke lang hatte man den Eindruck, daß der Saal wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zurückgegeben war, und ein Stück von Pirandello zur Aufführung gelangte. Ein Stück, bei dem das Publikum mitzuspielen beginnt und nach und nach auf der Bühne erscheint. Die Sache endete jedoch nicht ganz so tragisch wie bei Pirandello, wo sich das Publikum zum Schluß hinter der Bühne erschießt. Die verhafteten Unruhestörer und der Held des Tages Garry Davis wurden schon am gleichen Abend wieder freigelassen. Ihre Freunde, darunter Albert Camus, der bekannte Autor eines vielgelesenen Romans und eines durchgefallenen Theaterstücks, und einige andere surrealistische Schriftsteller offeriereten ihnen zur Seelenstärkung (in einem der kleinen Cafis unweit des Trocadtro-Palais) einen ausgezeichneten Schnaps, „Havariertes Rechtsbewußtsein“ Prag löscht seine Um sich der offiziösen Sprache zu bedienen: In Prag ist eine neue Entdeutschungsaktion im Gange. Die Buchhandlungen und öffentlichen Büchereien werden nach deutschen Büchern durchsucht. Man stellt die bereits siebenundsiebenzigmal gesiebten Literaturbestände der Hochschulen, Universitäten und anderen Kulturinstitutionen erneut auf den Kopf, um das in ihnen etwa noch vorhandene „germanische Gift“ aufzuspüren und unschädlich zu machen. Während «He Kontrolleure des tschechischen Informationsministeriums den letzten Winkel der letzten Buchhandlung in der Prager Altstadt nach deutschen Veröffentlichungen durchstöbern, schreckt Hammer- und Meißelschlag den Frieden der Grabstätten der Moldaustadt auf, denn man ist dabei, von den Denkmälern und Kreuzen die deutschen Namen zu entfernen. Einige Monate vorher änderte man die letzten auch nur enifemt deutsch klingenden Straßennamen um, die die Stürme von 1945 überdauert hatten. Der Dichte^ singt: „Wir Toten sind doch größre Heere.“ Auch auf den Prager Friedhöfen hält ein unendliches Heer der Abgeschiedenen seine stumme Wache. Es sind nicht wenige Kreuze hier, auf denen deutsche Namen eingemeißelt sind. Denn wie man auf dem Hradschin auch das Blatt der Geschichte immer drehen und wenden will, Deutsche haben in Prag und in der Tscheche! gelebt und gearbeitet, und wahrhaftig nicht erst seit Hitler; sie haben hier gelebt und gearbeitet, und sie haben geirrt, wie Menschen irren, aber sie gaben dem Lande Unendliches. Es braucht hier nur der Name der Prager Karls-Universität genannt zu werden, Vergangenheit aus um anzudeuten, was die Menschen im Schatten des Prager Domes ihren deutschen Mitbürgern verdanken. Bilderstürmer hat es zu allen Zeiten gegeben. Und es ist das Schicksal dieses Landes zwischen den Ländern, daß seine Fahnen und Sinnzeichen jäher wechseln als in anderen — gemäßigteren — politischen Zonen. Aber die Toten hat man selbst hier, an der Wetterscheide zwischen Ost und West, bisher respektiert. Jetzt befand man es für richtig, auch den Frieden der Abgeschiedenen in den Lärm und Streit de* Tages zu ziehen. Wir glauben nicht, daß sich die Mehrheit des tschechischen Volkes dieser Tat später einmal rühmen wird. Vor dem stillen Bereich der Toten hat der Haß zu verstummen. F. v. B. Kultur-Nachrichten Der neue Nobelpreisträger für Physik, Prot. Blackett, Manchester, ist einer der bedeutendsten britischen Spezialisten in Atomfragen, Magnetismus und im Radarwesen. Vor kurzem erschien von ihm ein Werk über die politischen und militärischen Aspekte dieser Fragen. Der verstorbene Komponist Franz Lehar hat eine „Stiftung .für unverschuldet ln Not geratene Menschen" hlnterisssen, die auf seinen ausdrücklichen Wunsch jedoch nicht zur Förderung junger Talente zu verwenden ist, da sich nach seiner Auffassung wirklich talentierte Menschen früher oder später selbst durchsetzen. Universalerbin seines Vermögens Ist die Schwester des Künstlers. Fritz von Unruhs neues Bühne,«werk „Der Be- fre'or.gsmlnister" wurde von den Städtischen Bühnen Frankfurt zur Lriuffür 1 ung erworben Das Werk so,l im T .aufe des Winters ir. der Inszenierung von Schau- spieldir ektor Richard Weichert herauskommen (DENA). Thomas Mann will, wie aus Amerika verlautet, lm nächsten Jahre eine Vortragsreise nach Europa unternehmen, die der Propaganda für eine Weltregierung gewidmet sein soll. Auch einige westdeutsche Städte sind in den Reiseplan einbezogen. 'Universität Heidelberg ehrt Alfred Weber. In einer Morgenfeier ehrte die Universität Heidelberg den Nationalökonomen und Soziologen Alfred Weber, der diesen Sommer seinen 80. Geburtstag feierte. In dem 1948 erschienenen Buch „Abschied von der bisherigen Geschichte, Überwindung des Nihilismus", gab Weber eine umfassende Schau der Geschichte des Abendlandes, die sich stärker als in seinen Hauptwerken auf Geistesgeschichte und politische Geschichte ausdehnt. Der Rektor der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz gibt bekannt: Die wirtschaftliche Lage vieler Studenten gibt zu ernsten Besorgnissen über die Fortsetzung ihres Studiums Anlaß. Es wurde und wird von seiten der Universität alles Erdenkliche unternommen, um Hilfsmittel bereitzustellen. Es muß Jedoch darauf hingewiesen werden, daß diese Bereitstellung bei unserer lm Aufbau begriffenen Universität besonderen Schwierigkeiten begegnet. Nur wenige und nur solche Studierende können mit Stipendien unterstützt werden, die eine sehr gute Beurteilung aufzuweisen haben. Ein beachtlicher plan. Eine Studentengruppe der Stuttgarter Technischen Hochschule propagiert den Plan einer „internationalen Universitätsstadt“, die ISO 000 Studenten aller Länder zusammenfuhren soll. Die französische Militärregierung hat die Gründung der „Volksbühne f&ieinland-Pfalz e. V." genehmigt. Diese Organisation, die im ganzen Land Ortsgruppen gründen wird, hat sich zum Ziel gesetzt, den breiten Schichten der Bevölkerung auch außerhalb der Großstädte gute und verbilligte kulturelle Veranstaltungen jeglicher Art zu vermitteln. Faust-Ausstellung ln Marburg. Als Auftakt zum Goethejahr eröffnete Marburg eine Faust- Ausstellung, deren Material- Bücher, Bilder, Handschriften usw. der Sammlung des bekannten Goethe- Sammlers und früheren Insel-Verlegers Prof. Kippenberg entstammen, (gis) Die Lektion Die „Basler Nationalzeitung“ klärt ihre Leser anläßlich einer kantonalen Volksabstimmung über die Einführung des obligatorischen staatsbürgerlichen Unterrichts über die Notwendigkeit einer besseren staatsbürgerlichen Bildung auf und hält ihre Leser an, für die „Staatsbürger-Initiative“ ein Ja in die Urne zu legen. Gewöhnlich betrachtet man hierzulande die Schweiz als ein Schlaraffenland, in dem die fetten Gänse des demokratischen Lebens dem vom Glück nun einmal gesegneten Bürger des Landes in den Mund fliegen. Leicht werden die geographische Lage, die politische Situation, die wirtschaftlichen Zusammenhänge und ähnliche Faktoren herbeigeholt, um zu erklären, daß der Eidgenosse, von der Gunst des Schicksals verwöhnt, nur noch zuzubeißen brauche. Umso erstaunter mag mancher deutsche Leser dann aber hören, daß die Basler anläßlich der oben erwähnten Abstimmung in Hitze gekommen sind und sich mit einer, uns heute völlig abgehenden Vehemenz, auf diese Schulfrage gestürzt haben. So weist das zitierte Blatt mahnend darauf hin, daß die schweizer Jugend recht wenig vom Wesen und Charakter des Schweizer Staates wisse und daß die Notwendigkeit einer staatsbürgerlichen Ausbildung angesichts der katastrophalen Resultate, die die pädagogische Rekrutenprüfungen Jahr für Jahr ergeben, rieh als unbedingt notwendig erweise. Wenn eine schweizer Zeitung angesichts einer solchen verhältnismäßig unbedeutenden Frage so ernste Töne ansehlägt , läßt sich fragen, in welcher Tonart dann die deutschen Blätter über die bei uns in allen Altersschichten zu beobachtende völlige Abstinenz in allen Fragen der staatsbürgerlichen Erziehung zu berichten hätten. Ein Schweizer könnte nur ganz Verzweiflung und finsterer Pessimismus sein. Man mag bei uns darüber lächeln. Ganz zu Unrecht, denn hier erweist sich in eindringlicher Klarheit, auf welchem Fundament die Schweiz ihren Wohlstand aufgebaut hat und welches bei uns letztlich die Gründe für unsere heutige Misere sind. Freilich — angenommen in Deutschland würde tatsächlich sich ein Vermessener erheben und für die Jugend staatsbürgerlichen Unterricht an der Schule fordern — wer sollte denn diese Lektionen erteilen? pt. in der Schweiz beschlagnahmten Vermögens in einem gewissen Umlange Lebensmittel- und Kleidun gspakete zu senden. Mit einer solchen Notlösung könnten wir unser havariertes Recntsbe- wußtsein zwar nicht völlig wiederherstehen, aber doch an der gröbsten Stelle flicken.“ Le Service des Petsonnes deplacdes Rastatt (Baden) Schloß, bittet um Auskunft über das Schicksal oder die Jetzige Adresse der folgenden vermißten Personen französischer Nationalität: 1. Barth Antoine, am 12. 10. 1030 geh.; wurde ha» 14. 7. 1844 nach Sachsenhausen deportiert. Im August 1945 war er In einem Hospital am Bodensee. 2. Cerf Maurice, Napolton, am 20. I. 1905 In Paris geh.; wurde am 2. o. 1943 von Drancy nach Auschwitz deportiert. Wurde in der Gegend von Freiburg im geistesgestörten Zustand gesehen. 3. Barsky Luden »Pseudo: Barsi) am 10. 2. 1916 in Lhleret (Algerien) geh. Wurde im April 1944 nach Mauthausen deportiert von da ebenfalls in der Gegend von Freiburg im geistesgestörten Zustand gesehen. 4. Baeder Charles, wurde am 11. 6. 1940 aus dein Hospital in Vöhrenbach in die Schlageterkaserne, Freiburg, zur Röntgen-Aulnahme transportiert. 5. Al- bisser Marie, wurde zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert. Am Anfang des Jahres 1944 arbeitete sie bei der Familie Nikolaus Bois, Redetenbacherstraße 160 in Pforzheim. 6. Alcsouk Larbi, am 25. Mai 1009 in Lafayette geh.: war im Zivil-Gefängnis Veisout (wahrscheinlich Waldshut, Baden) inhaftiert. 7. Berthet Rene; am 6. 10. 1923 geb.; war im KZ Buchenwald und Harzungen, vermutlich nach Nordhausen transportiert. 8. Boulette Daniel Rene Jean: am 3 8. 1924 geb.; war im KZ Buchenwald und Harzungen, am 4. 4. 40 nach Magdeburg verbracht. 0. Bonnet Andre Marie; am 1. 4. 1967 in Bayonne gab.: am 15. 9. 1944 im Gefängnis von Chemnitz, KZ Flossenburg ln den Blocks 20 und »L Im Dezember 1944 ln Herbruch, Krgf. als Zivilarbeiter seit Mai 1944, latzte Adresse: Stalag IV F Betriebslager A.E.G. in Annaberg. 10. Bonnet Marcel; am 36. 7. 1893 In Pari» geb.; von Wernigerode am 9. 4. 40 wahrscheinlich in den Harz entflohen. 11. Bernier Maurice; am 8. 9. 1922 in Nizza geb.; am 25. 9. 1044 von der Gestapo verhaftet und nach Flossenburg deportiert; am 7. 12. 1944 nach Natzweiler verlegt. 12. Bertrant Jean Baptiste; am 8 . 0. 1911 geb; am 17 1. 1944 verhaftet, nach Mauthausen dep.: am 1. 6. 1945 In einem amerik. Spital in Mauthausen. 13. Bleriot Andr6; Kgf. seit 1940, Kdo. 539 Stalag VIII C, No Mle 42.187. 14. Berthome Georges; am 20. 8. 1920 In La Roche s/Yon geb.; war im KZ Buchenwald, Halberstadt, Wittenberg, vermißt seit 21. 4. 1943. 10. Boursin Pierre Francois; am 30. 9. 1881 geb.; war am 10. 4. 45 in Buchenwald. 18. Bouta- ville Robert; am 22. 10. 1933 geb.; war in Buchenwald und Bergen-Belsen. 17. Bonnet Jean, Marie; am IS. 2. 1898 in Puy Gutllaume geb.; war in Dachau. 18. Boyer Pierre; am SO. 12. 1911 geb.; war in Sachsenhausen. 19. Bloch Benjamin; am 20. 2. 1807 ln Souiz geb.; nach Drancy am 20. 4. 194« dep. Dann in unbekannter Richtung weitertransportiert. 20. Bloch Pierre; am 20. 11. 1921 in Moulhousa gab.; am 29. 4. 1344 von Drancy deportiert. 21. Bloch Dora geb Siehl; am 8. 12. 1908 in Diemerinche geb.; von Drancy am 29. 4. 1944 nach Auschwitz deportiert. Neue Freunde des Lesers Gerhard Pohl: Zwischen Gestern and Morgen. Geschichten aus zwei Jahrzehnten. Chro- nos vtrlag GmbH. Berlin. „Krail dich an die Heimat fest“, dieses Motto, das der Verfasser einst seinem Lebensbericht vorango- stellt hat, könnte auch als Leitwort über diese „Geschichten aus zwei Jahrzehnten“ stehen. Die kleinen Erzählungen zeigen wieder, wie eng verwurzelt der Dichter mit seiner schlesischen Heimat ist. Seine Gestalten finden immer wieder den Weg zurück zum alten Grund, dem sie entstammen. Mögen sie auch noch so weit hinausziehen in die Welt, mag es auch noch ao lange dauern, bis sie sich besinnen zur Umkehr — seelisch oder körperlich — sie kommen zurück. Hier wird die Innerlichkeit und Tiefe wieder an den Leser herangetragen, die so notwendig sind, um in der Härte des Alltags bestehen zu können. Dieses Buch wird nicht nur einmal gelesen werden. G. ft. Emil Ermatlnger: Deutsche Dichter, 1706 --1966 üniversltätsverlag Bonn. „Zwei Welten stehen sich bei der Betrachtung eines dichterischen Kunstwerkes gegenüber: Das Loben des Dichters und das Werk selbst“ Der Verfasser schildert uns in diesem ersten Teil seiner „Geistesgeschichte in Lebensbildern“, die von 1700—1900, vom Beginn der Aufklärung bis zu Goethes Tod reicht, das Leben der Dichter. Durch die Hervorhebung der Persönlichkeit werden die seelischen und geistigen Kräfte aufgeweckt, die die Entstehung der Werke bedingten. Auf die Werke selbst wird nicht weiter eingegangen, wir werden nur bis an die Entstehung der Werke herangeführt. A. St. Nr. 106 BADENER TAGBLATT Dienstag, den 23. November 194# Ein Sdttußli&t leuchtet auf Nach 9 Spielen gelang dem letzt jährigen Tabellenzweiten der Südzonenliga, Offenburger SV, der erste Sieg Die Serie der Überraschungen in der Zonenliga Süd riß auch am 10. Spieltag nicht ab. Der favorisierte VfL Konstanz, sowie Fortuna Freiburg wurden auf eigenem Gelände geschlagen. Schwenningen und Tübingen kamen trotz des Platzvorteils über ein Unentschieden nicht hinaus. Lediglich die bisher enttäuschende Gf- fenburger Spvgg. fühlte sich in der Rolle des Favoriten im Kampf gegen den VfL Freiburg wohl und kam zu einem beachtlichen 3:0-Erfolg. Offenburger SV—VfL Freiburg 3:0 Im Treffen Offenburger SV—VfL Freiburg, in dem der letztjährige Meisterschaftszweite zu seinem ersten Siege in dieser Runde kam waren Unsportlichkeiten Trumpf Beide Torhüter, Krepper (Freiburg) und Schil- li (Offenburg) waren die Opfer der übergroßen Harte dieses Kampfes und mußten vorzeitig das Feld verlassen. Daß dieses Treffen so stark ausarten konnte, geht in erster Linie auf Konto des schwachen Schiedsrichters Ullrich (Oggersheim), der es versäumte, energisch durchzugreifen und mit seinen zweifelhaften Entscheidungen öl ins Feuer goß. Zum Spiel selbst wäre wenig zu sagen. Es war ein typischer Punktekampf, den die Offenburger zwar nicht unverdient, aber glücklich für sich entscheiden konnten. SV Tübingen—SV Rastatt 0:0 Zu einem glücklichen Unentschieden kam der Meister SV Rastatt in Tübingen und enttäuschte einmal mehr durch mäßige spielerische Leistung. Das glückliche Unentschieden ist lediglich der glänzenden Leistung des Torhüters Ball zu verdanken, der die unzähligen Torchancen der Universitätsstädter zunichte machte. Die Tübinger Stürmer überboten sich gegenseitig am Vergeben klarster Torgelegenheiten. Selbst der Spielmacher Lauxmann stand seinen Mitspielern in dieser Beziehung nicht nach. Mit Ausnahme der letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit dominierten die Einheimischen eindeutig Auen die 2. Spielhälfte sah die Universitätsstädte! klar überlegen. In den letzten 30 Minuten verteidigte Rastatt mit 8 Mann das Unentschieden. Die Murgstädter hinterließen einen fairen Eindruck. Fortuna Freiburg—SSV Reutlingen 1:2 In der ersten Viertelstunde sah es keineswegs nach einem Sieg der Südwürttemberger aus. Die Kombinationen der Freiburger liefen so präzis wie im begeisternden Spiel gegen Rastatt, und der Ball kam kaum in die Hälfte der Freiburger die ihre Gäste zu diesem Zeitpunkt eindeutig ausspielten. In der 15. Minute führte ein überraschender Durchbruch der Reutlinger zur 1:0-Führung der Gäste Durch diesen unerwarteten Erfolg der Reutlinger deprimiert, verlor das anfänglich so begeisternde Spiel der Männer um Liechty an Präzision. Als nach einer weiteren Viertelstunde Richter nach einem schnellen Durchbruch auf 2:0 erhöhte, war die Überraschung fertig. Die nun zahlreich verteidigenden Südwürttemberger ließen lediglich einen Gegentreffer zu, trotz drückender Überlegenheit der Freiburger. VfL Schwenningen—Eintracht Singen 1:1 Der Tabellenzweite VfL Schwenningen kam gegen Eintracht Singen über ein Unentschieden nicht hinaus und hat damit die Gelegenheit, sich erneut an die Tabellenspitze zu setzen, verscherzt. Die Schwenningen hatten in diesem Treffen unverkennbare technische Vorteile. Wenn man berücksichtigt, daß Schwenningen durch den Ausfall des Mittelläufers Schmiedt, der bereits nach 15 Minuten infolge Schienbeinbruchs ohne Verschulden des Gegners das Spielfeld verlassen mußte, gehandicapt war, muß das Unentschieden der Sin- gener als glücklich bezeichnet werden. VfL Konstanz—SG Friedrichshafen 1:3 Der Formanstieg der SG. Friedrichshafen wurde durch den 3:1-Sieg gegen Konstanz bestätigt. Das klare 3:1 kam diesmal allerdings glücklich zustande. Verdient ist der Sieg der Zeppelinstädter aber auf alle Fälle, denn jeder Spieler kämpfte buchstäblich bis zum Umfallen. Wesentlich erleichtert wurde der Erfolg durch die unzulängliche Leistung der Konstanzen Hintermannschaft, die an sämtlichen Toren nicht schuldlos war. Einmal mehr ist der Hilflosigkeit der Konstanzen Stürmer der Verlust der beiden Punkte zuzuschreiben. Die Tabelle ASV Villingen 8 4 4 0 18: 6 12: 4 VfL Schwenningen 9 4 4 1 13: 6 12: 6 SV Tübingen 10 4 4 2 12:10 12: 8 Fortuna Freiburg 10 4 3 3 22:15 11: 9 SV Rastatt 9 4 2 3 20:21 10: 8 SG Friedrichshafen 9 4 2 3 15:17 10: 8 SSV Reutlingen 8 3 3 2 8:9 9:7 Eintracht Singen 8 2 4 2 10: 6 8: 8 VfL Freiburg 10 3 2 5 11:18 8:12 Spvgg. Offenburg 9 1 3 5 10:15 5:13 VfL Konstanz 6 1 2 3 8:13 4: 8 Spvgg. Biberach 8 0 3 5 8:19 3:13 Ten Hoff geht nach Amerika Einer DPD-Meldung zufolge ist der amerikanische Box-Manager Lew Burston, nachdem der Kampfvertrag zwischen dem deutschen Schwergewlchtsboxmei- ster Hein ten Hoff und amerikanischen Boxern zustande kam, nach Brüssel weitergeflogen. Das mit Hein ten Hoff getroffene Abkommen sieht einen Amerikastart des Titelhalters schon in den nächsten Wochen vor. Burston erklärte, daß bereits nach den ersten beiden Kämpfen die Verlängerung des Vertrages um weitere zwei Jahre m Aussicht stände. Ten Hoff sei der Typ des in Amerika gefragten Boxers. Burston hält es nicht für ausgeschlossen, daß ten Hoff bei günstiger Entwicklung seiner Kämpferlaufbahn sogar noch mit Weltmeister Joe Louis Zusammentreffen könnte. Punktsieger Kleinholdermann Im Hauptkampf der schlecht besuchten Passauer Berufboxveranstaltung blieb Kleinholdermann (Forch- heim) über Tiedtke (Stuttgart) nach Punkten siegreich. Kleinholdermanns Sieg war in keiner Phase des Kampfes gefährdet. Pepper knapper Punktsieger über Fanzlau Vor 8000 Zuschauern blieb der Dortmunder Rudi Pepper über seinen Landsmann Fanzlau in Berlin knapp nach Punkten siegreich. Peter Müller schlug Blumenthal k. o. Im Hauptkampf der Kölner Berufsboxveranstaltung schlug der Mittelgewichtler Peter Müller (Köln) vor 3000 Zuschauern den Hildesheimer Blumenthal in der 6. Runde k. o. Der Boxweltmeister im Mittelgewicht, Marcel Cer- dan (Frankreich), wird am 29. November in Portland, sowie am 6. Dezember im Cleveland Schaukämpfe austragen. — Cerdan beabsichtigt, im Juni 1949 seinen Weltmeistertitel zu verteidigen. Baden-Baden und Ottenau auf Punktejagd Knppenheim stoppt den Tabellenzweiten Rheinfelden SC Baden-Baden — ASV St. Georgen 5:1 (2:0) St. Georgen bewies erneut, daß es — trotz der hohen Niederlage — ein ernst zu nehmender Gegner ist. Die Mannschaft war auf allen Posten gut besetzt, zeigte ein gefälliges Feldspiel und war im Sturm durch Einsatz ihrer Flügel recht gefährlich. Sie hatte allerdings das Pech, auf eine Badener Elf zu treffen, die ihre Krise überwunden zu haben scheint und sich zu einer geschlossenen Mannschaftsleistung zusammenfand. Mit dem Anstoß kam Baden sofort gefährlich vor das Tor der St. Georgener, hatte dann aber einige bange Minuten zu überstehen. Die Gäste konnten zunächst ihr hohes Spiel aufdrängen, bis in der 9. Minute nach einer Flanke von rechts der erste Tref- für Baden-Baden durch Handspiel eines St. Georgener Verteidigers verhindert werden konnte. Seitz schoß den verhängten Elfmeter unhaltbar zum 1:0 ein. Beiderseits vorgetragene Angriffe wurden durch die ballsicheren Hintermannschaften zunichte gemacht. Gegen Mitte der ersten Hälfte war es Reiner, der auf 2:0 erhöhte. Nach der Pause drückte Baden auf Tempo, beherrschte eindeutig das Spielgeschehen, ohne aber zählbare Erfolge zu erzielen. In dieser Drangperiode war es der Schwarzwälder Rechtsaußen, der durch einen überlegten Schuß überraschend auf 2:1 verringerte. Im Gegenstoß nahm Seitz eine hohe Hereingabe Offenbadts WIdersadier beziehen Minuspunkte Die Spiele der Süddeutschen Oberliga Wie ein blitzhaftes Schiff treiben die Offenbacher Kickers immer wieder auf den hochgehenden Wogen der Süddeutschen Oberliga. Schon seit Wochen geht das so, daß aber gleich alle acht nachfolgende Mannschaften in Verlust- oder unentschiedenen Spielen Minuspunkte einstecken müsse, das ist e»ne ungewöhnliche Glückssträhne. So vergrößert sich der Vorsprung der Offenbacher Kickers immer mehr md es müßte schon eina anhaltende Niederlageserie folgen, wenn der große Punktvorsprung schwinden soll. Offenbach führt jetzt mit 19 1 Puktn vor VfR Mannheim 13:7. Die Offe’nbacher kamen vor 15 000 Zuschauern gegen die Stuttgarter Kickers zu einem klaren 3:0- Sieg. Es war ein wirklich gutes Spiel» in dem die Offenbacher durch ihr technisches Können und ihre große Schnelligkeit den Gang der Geschehnisse besti nmten. Die Stuttgarter Gäste mußten sich auf Vorstöße eines Dreimännersturmes beschränken, im übrigen aber um die Defensive besorgt sein. Mit einer guten Leistung wartete auch der VfB Stuttgart auf. der durch den erstmaligen Einsatz von Dr. Kraft wesentlich an Durchschlagskraft gewann, und den l FC Nürnberg vor 25 000 Zuschauern ein 3:2-Sieg abtrotze. Auch hier sahen die Zuschauer ein packendes Spiel, denn die Nürnberger strengten sich mächtig an, um in der Tabelle nicht weiter abzurutschen. fn den übrigen Spielen gab es wieder mal englische Ergebnisse, denn neben drei Unentschieden entschieden ln zwei Treffen nur ein einziges Tor über die Punkte, Nachdem Eintracht Frankfurt bereits am Samstag gegen den SV Waldhof durch ein Tor von Bardorf zu einem 1:0-Sieg gekommen war, gewann FSV Frankfurt den Münchenern Bayern vor 20 000 Zuschauern im 1:1 Spiel unerwartet einen Punkt ab. Die Rothosen waren diesmal nicht so in Fahrt wie im vorangegangenen Treffen und beim FSV machte sich der Einsatz des früheren Aschaffenburger Weinick sehr vorteilhaft bemerkbar. Ihm war im Verein mit Dehrn und Dietscb der Punkterfolg in erster Linie zu verdanken. Auch der bisher so wenig erfolgreiche FC Rödel hei m raffte sich zu einem Überrascnungs- schlag auf und am Brentanobad erzwangen die Frankfurter Vorstädter gegen 1850 München ein bemerkens- Bayerischer Fußball- To*o 12. Wettbewerb (Spieltage 27. 28. November) wertes 1:1, sodaß die hessischen Vereine als die Gewinner des Tages zu bezeichnen sind. Auch die beiden Augsburger Vereine kamen zu unerwarteten Erfolgen. So entführte Schwaben durch einen 1:0-Sieg beide Punkte aus Schweinfurt. Ein Kunststück, das in diesem Jahre noch keinem Verein glückte. Der B C Augsburg griff wieder auf seine gegen die Stuttgarter Kickers bewährte Regeldeckung zurück und sicherte sich durch einen l:0-Sieg gegen den VfB Mühlburg zwei wertvolle Punkte. Der Tabellenletzte U1 m 4 6 scheint sich endlich auf seine frühere Kampfkraft zu entsinnen. In einem torlosen Unentscnieden gegen den VfR Mannheim, dem bisherigen Tabellen- zweiten, wurde ein achtbarer Teilerfolg erzielt. in den Torraum auf und köpfte zum 3:1 ein. St. Georgen wurde nun förmlich in seine Hälfte gedrängt und kam nur noch vereinzelt vor das Tor der Badener. Pfeiffer markierte den vierten Treffer und kurz vor Schluß jagte Reiner einer Steilvorlage nach und schoß aus vollem Lauf zum fünften Erfolg für seine Mannschaft ein. H. SV Ottenau — VfR Stockich 4:2 (3:1) Die Ottenauer Mannschaft zeigte wieder einmal nach langer Zeit ein Spiel, das sich sehen lassen konnte. Während sich beide Partner in der ersten Hälfte ziemlich die Waage hielten, gewannen die Flatzbrsit- zer nachher noch und noch an Boden. Nacheinander erzielten die eifrig spielenden Gäste drei Ecken, die abgewehrt werden konnten, beziehungsweise im Aus landeten. Als Ottenaus Linksaußen, der bei diesem Spiel sehr schöne Flanken brachte, auf- und davonging, und den Ball vor die Füße des Mittelstürmers legte, brauchte dieser nur noch einzuschieben. Stok- kach nicht entmutigt, konnte das Spiel trotz dieses Vorsprunges der Platzbesitzer offen gestalten, bedrängte sogar zeitweise das gegnerische Tor. Ein Tor mehr hätten die Gäste bis zur Halbzeit unbedingt verdient. Die zweite Hälfte, die durchweg im Zeichen der Ottenauer stand, brachte diesen nach kurzer Spieldauer ein weiteres Tor ein, das jedoch wegen Abseits nicht gegeben wurde. Die Ottenauer Zuschauer wurden aber kurz darauf entschädigt, als der Halblinke Merkel sich frei spielte und zum vierten Tor einsenoß. Immer nach einem Tor drängten die Gäste wenige Minuten, konnten aber nur einige unplacierte Schüsse anbringen. Ein wegen Hände den Gästen zugesprochener Elfmeter landete neben dem Tor. Als endlich die Stockacher das längst verdiente zweite Tor schossen, erkannte es Schiedsrichter Schäfer (Ortenberg) wegen eines geringfügigen Fouls nicht an. Die Gäste ließen merklich nach. Ottenaus Mittelstürmer spielte sich Badens Turner rüsten sidi Das am Sonntag in Haueneberstein unter der Leitung des bekannten Turnlehrers Franz Bach (Wertheim) stattgefundene Schulungsturnen für die süd- und nordbadische Turnerelite, diente dem Zweck, die Badenriege für den am kommenden Sonntag in Flöhrsheim auszutragenden Länderkampf Baden—Hessen aufzustellen. Die überragenden Freiburger Turner Kopfmann und Hildenbrand dürfen auf Grund einer Verfügung der Militärregierung an diesem Länderkampf nicht teilnehmen, so daß nur Turner aus Nordbaden vertreten sein werden. In einem Schauturnen am Samstagabend stellten sämtliche Spitzenturner ihr vollendetes Können unter Beweis Die einzelnen Turnabteilungen des SV Haueneberstein trugen das Übrige zum Gelingen der Veranstaltung bei. Das nächste Schulungsturnen für die gesamtbadische Turnerelite findet am 15. Januar in Rastatt statt. Auch hier wird sich die Öffentlichkeit anläßlich eines Schauturnens von dem Leistungsstand des Turnens in Baden überzeugen können. — e— Handball Fußball-Toto in Rheinland-Pfalz In Mainz-Gonsenheim trafen sich am 20. November die Vertreter der Sport-Verbäode von Rheinland-Pfalz um über die Gründung einer Fußballtoto G.m b.H. zu verhandeln. Es wurde in harmonischer und kameradschaftlicher Aussprache Einigung über alle maßgeblichen Fragen erzielt und die Sporttoto G.m.b.H. notariell beurkundet. Alle Gewinne aus dem Betrieb des Sporttotos, fließen ausschließlich dem Sport zu. Die Funktionäre der Sportverbände üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus. Die Auswahl der Mitarbeiter und Wetteinnehmer erfolgt nach rein sozialen Gesichtspunkten, wobei der Sport- und der Kriegsbeschädigte sowie verdiente Sportler bevorzugte Berücksichtigung finden. In Kürze ist mit der Aufnahme des Toto-Betriebes zu rechnen. Eiserner Kuzorra Wie erst jetzt bekannt wird, zog sich Ernst Kuzorra im Spiel Schalke 04 gegen Preußen Münster (3:3) am vorvergangenen Sonntag einen doppelten Rippenbruch zu. Der 43jährige Kuzorra war 5 Minuten nach Spielbeginn verletzt worden und mußte vom Platz getragen werden. Er erschien bald wieder und wurde nach dem Kampf als bester Spieler auf dem Platz bezeichnet. * Das geplante Gastspiel des l. FC Nürnberg bei Young Fellows Zürich, das am 5. Dezember stattfinden sollte, wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Ebenso sind die Verhandlungen über die Städtespiele Zürich—Stuttgart und Basel—Karlsruhe noch nicht abgeschlossen. wieder einmal durch die Gästeverteidigung, hatte aber mit dem scharfen Schuß Pech. Kurz vor Schluß verhalt ein Eigentor den Gästen zum zweiten Erfolg. Die Stockacher waren anständige Verlierer. SV Rheinfelden—SV Knppenheim 0:0 Vor einer ungewöhnlich großen Zuschauermenge wickelte sich dieses Verbandsspiel ab. Von Anfang an sah man einen interessanten Kampf, der beide Mannschaften auf eine harte Probe ihres Könnens stellte. Bei beiden Gegnern überragten die Verteidigung und Läuferreihe. Sehr gut bei Kuppenheim war außerdem Mittelstürmer Weiler und Rechtsinnen Schindler, während die beiden Außenstürmer auf ungewohnten Posten sich nicht ganz einzusetzen verstanden. Wenn dies der Fall gewesen wäre, hätte Kuppenheim mit mindestens zwei Toren den Sieg sicherstellen müssen. In der ersten Halbzeit erreichten die Kuppenheimer ein Tor, das aber vom Schiedsrichter wegen Abseits nicht anerkannt wurde. Da beide Mannschaften spielerisch und technisch gleichwertig waren, dürfte das Unentschieden trotzdem der gerechte Spielausgang gewesen sein. Kl. Die Spiele im Sportbezirk Baden-Baden ÜUD 1 Uub Tiodfenst des „Badener Tagblatt** ■J OM rips 1.20 4 Tips OM 2.40 . I / 1860 München Eintr. Frankfurt Stuttg Kickers SV Waldhof VfB. Mühlburg Schweinfurt 05 FSV Frankfurt BC Angsbn-g Srbw. Augsburg FC Rödelheim TSG Ulm 1846 VfB Stuttgart TSV Braunschw, Hambg, Sportv. Schalke 04 Fort. Düsseldorf FC Röthenbach FC. Haidhof MTV Ingolstadt TSV Strauhing Frsatzsplele FC Bayern Hof VfL Ingolstadt 1. FC Bamberg TS Regensburg Sovee r anrt Möglichkeit, gegen unberechtigte Preise einzuschreiten, wird leider von der Bevölkerung nicht ausreichend Gebrauch gemacht. Infolgedessen ruft der Badische Gewerkschaftsbund erneut dazu auf, die von ihm getroffene Einrichtung zu benutzen, und auf diese Weise dazu beizutragen, zu erträglichen Zuständen auf dem Preisgebiet zu kommen. Es soll der Grundsatz gelten; „Prüfe Qualität und Preis, und kaufe nur was Du notwendig brauchst!“ Anordnungen zur Sicherung der Brotgetreideversorgung Freiburg — Die Ablieferung von Brotgetreide und Gerste aus der diesjährigen Ernte Ist bis jetzt vollkommen unbefriedigend, sodaß zur Vermeidung von Störungen ln der Brotversorgung der Normalverbraucher die beschleunigte Ablieferung größerer Brotgetreidemengen erforderlich ist. Dazu wird vom Badischen Ministerium angeordnet; Die Erzeuger sind verpflichtet, bis zum 20. November 40 >/> Brotgetreideumlage und 25 Vs der Gerstenumlage, bis zum 20. Dezember 70 */• der Brotgetreideumlage und 50 V, der Gerstenumlage, bis zum 20 . Januar nächsten Jahres 90 V« der Brotgetreideumlage und 75 V, der Gersteumlage, bis zum 28. Februar 100 V, der Brotgetreldeumlage und 100 •/• der Gerstenumlage zu erfüllen. Die Mahlkarten für die zweite Mahlkartenperlode erhalten nur diejenigen Erzeuger, die bis zum Ausgabetermin den Nachweis’ führen, daß sie der vorgeschriebenen Ablieferung von Brotgetreide und Gerste entsprochen haben. Weihnachtspakete bis zum t, Dezember aufgeben Frankfurt. Um die pünktliche Übermittlung von Weihnaehstpaketen zu gewährleisten, hält es die Verwaltung für das Post- Und Fern meide wes efl für ratsam, alle Paketsendungen zu Weihnachten und Neujahr vor dem 8. Dezember bei den Postanstalten aufzugeben. Ferner wird darauf hingewiesen, daß auf Paketen und Paketkarten die Angabe der Postleitzahl imbedingt erforderlich ist. In der Zeit zwischen dem 10. und 24. Dezember soll nach Möglichkeit von dringenden und Leersendungen Abstand genommen werden. Um den Welhnachts-Paketdlenst bewältigen zu können, sind nach Mitteilung der Hauptverwaltung Post- und Fernmeldewesen die Paketannahmestellen an den letzten beiden Sonntagen vor Weihnachten zu den üblichen Zelten geöffnet. Ehemalige Kriegsgefangene erhalten Ihr Eigentum zurück Frankfurt — Ehern. Wehrmachtsangehörige in amerik. Gefangenschaft, die persönliches Eigentum an Geld und Wertsachen bei der Gefangennahme abgeben mußten und dies durch Quittung Nachweisen können, sollen sich bei der für Ihren Wohnort zuständigen Dienststelle des Boten Kreuzes melden. Der Diebstahl von dreihundert Kirchenglocken Bavensburg, Im Zusammenhang mit den vor einiger Zeit gemeldeten umfangreichen Veruntreuungen von Klrehenglocken, die während des Krieges abgeliefert und im Lager Lünen (Westfalen) gesammelt worden waren, werden Einzelheiten bekannt. Aus den Hüttenwerken Kaiser in Lünen sind bekanntlich 200 bis 300 Glocken gestohlen und auf dem Kompensationswege und zu Überpreisen verkauft worden. Bisher wurden 16 Personen ln Untersuchungshaft genommen. Von den Glocken ist etwa die Hälfte württembergischer Herkunft. Um sie unkenntlich zu machen, wurden sie teilweise zerschlagen. Die letzten Ermittlungen haben ergeben, daß die dunklen Geschäfte mit den wertvollen Glocken von einer organisierten Bande ausgeführt worden sind. Die Zahl der durch die Veruntreuungen getroffenen württembergischen Gemeinden wird auf über einhundert geschätzt. Eine der verschobenen Glocken ist ln der Nähe von Montabaur (Westerwald) sichergestellt worden. Sie hing ursprünglich Im Turm des Münsters des Bischofssitzes Bottenburg. Eine Gemeinde gab den Dieben unter anderem zwei Zentner Speck als Gegenwert, andere Interessenten Eier und sonstige nützliche Gegenstände. Nach Äußerungen des evangelischen Pressedienstes zu den Glockendiebstählen bringt man ln Württemberg kein Verständnis dafür auf, daß es Menschen gibt, die, um Glocken für Ihre Kirchtürme zu beschaffen, andere Gemeinden um ihr rechtmäßiges Eigentum bestehlen. Kurse für landwirtschaftliche Buchführung Freiburg. Die betriebswirtschaftliche Abteilung des badischen Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung wird lm kommenden Winter in Orten mit Landwirtschaftsämtern od. Landwirtschaftsschulen eintägige Buchführungskurse abhalten Für größere Betriebe übernimmt die Abteilung selbst auf Wunsch die Buchführung und die Anfertigung aller Steuerklärungen auf Grund von Monatsberichten. Anmeldungen nehmen die Landwirtschaftsämter, die Landwirtschaftsschulen und das Ministerium bis zum 15. Dezember entgegen. an dieser Veranstaltung der „Christian Science" wird uns übrigens Veranlassung sein, im BT in nächster Zeit ausführlicher über die Bestrebungen dieser internationalen Gemeinschaft zu berichten. R-r. „Lob der Heimat“ Einsendefrist für die Vertonung verlängert Unter den als Postkarten erschienenen Gedichten des einheimischen Lyrikers Heinrich Filsingerist dem Gedicht „Lob der Heimat" (Schwarzwaldlob) ein Preisausschreiben für Komponisten angefügt. Diese erhalten auf Wunsch das Gedicht und die Bedingungen durch die Buchandlung Olga Vogel, Baden-Baden, zugesandt. Das vierstrophige Gedicht, das sich durch Formschönhet und Sprachkraft auszeichnet, kann als Lied oder Hymne vertont werden. Der Reinerlös geht zu Gunsten des Roten Kreuzes und des Preisträgers. Als neuer Zeitpunkt für die letzte Einsendung von Vertonungen gilt der 31. Dezember 1948. Programm mit scfaSnen alten Weisen Universalmensch Leonardo da Vinci /-T- “ä /", I Copyright by Prometheus- ll (I J ir\ f«« I Verlag Dr. Eichacker \\/ (J/lf fl I Gröbenzell bei München gehst Du, Sibylle? 22 Roman von Erna Margaretha Anders Aber hier fehlte das verbindende Glied in der Kette ihrer Erwägungen: Wenn sie es tatsächlich war, warum war sie aus Norddeutschland ausgerechnet hierher nach Freiburg gekommen und — war es denn überhaupt denkbar, daß sie Mann und Kind verlassen hatte? Das letzte schien Lotte so ausgeschlossen, daß eie über die bloße Vorstellung den Kopf schüttelte und energisch versuchte, das Ganze als Hirngespinst abzutun. Wie um den «letzten Rest einer unverstandenen, geheimen Bangigkeit zu verscheuchen, kaufte sie nun noch etwas ganz Besonderes für das geplante kleine Festmahl am Abend ein und spürte aufatmend, wie ihr wieder froher und leichter zumute wurde. Ja, sie ging sogar noch in eines der großen Blumengeschäfte und kaufte eine zartrosa Azalee, mit der sie Stephan am Abend überraschen wollte. Hildchen, die neunjährige Alteste, durfte sie vorsichtig tragen, und um die drei Kleinen, Tru- di, Dieter und Gerhard, nicht zu betrüben, erhielten auch sie jedes ein Päckchen der verschiedenen Einkäufe. Dann traten sie zufrieden den Rückweg an Daheim erhielten die Kinder sofort ihr Nachtessen und wurden von Lotte und dem freundlichen Lmchen, dem noch jungen Hausmädchen, ins Bett gebracht. Dann ging Lotte, während der Uhrzeiger für ihre freudige Ungeduld viel zu langsam vorrückte, daran, den festlichen Abendbrottisch zu dek- ken. Sie nahm das beste Silber, ihr feinstes Porzellan und stellte die rosa Azalee in die Mitte des mit einem schneeweißen Damasttuch gedeckten Tisches. Nun noch schnell ein besseres Kleid anziehen, das lavendelblaue liebte Stephan besonders, und nun mochte er kommen. Sie setzte sich an eines der kleinen Fenster und spähte durch die Dämmerung, ob sie nicht seine hohe Gestalt durch den Vorgarten kommen sah. Es ging schon auf halb acht, nun mußte er jeden Augenblick kommen und mit ihm die große Freude. Er würde sie wie damals an ihrem unvergeßlichen Hochzeitstag in die Arme schließen, über ihr Haar streicheln und mit einer Zärtlichkeit ohnegleichen „kleine Lotte“ zu ihr sagen. Er würde — immer lieblichere und holdere Bilder malte ihr die Phantasie aus, und das Herz klopfte ungestüm. Jeder Augenblick konnte ihn bringen. Wie schön, daß er jetzt seinen eigenen Wagen besaß. Da schrillte die Telephonklingel! Lieber Gott, flehte sie, laß ihn nur jetzt nicht absagen! Ihre Hände waren gan*. kalt geworden, als sie den Hörer abnahm. „Lotte, bist du am Apparat? Bitte, entschuldige mich — ich kann heute abend nicht zu Tisch kommen. Wann? — Nein — nein, das kann ich noch nicht sagen! Warte keinesfalls auf mich. Auf Wiedersehen!“ Sie stand wie erstarrt. Mechanisch legte sie den Hörer auf die Telephongabel zurück und sank auf den nächsten Stuhl. Er kam nicht! Ihre liebevollen, kleinen Mühen, ihre große Freude den ganzen Tag über waren umsonst, alles war umsonst! Ihre Augen füllten sich langsam mit Tränen; sie achtete nicht darauf, daß sie auf ihre kalten, ineinander verkrampften Hände und auf das festliche Kleid hemiedertropften. Und mit immer größer werdender Bangigkeit fragte sie sich: Warum macht mich seine Absage gerade heute so traurig? Wie oft habe ich ihn schon vergebens erwartet und war doch niemals so grenzenlos enttäuscht. Als Arztfrau lernt man doch das vergebliche Warten. Ist es nur, weil er unseren Hochzeitstag so ganz vergessen hat? Ach — warum ist mir so bange zumute, warum quäle ich mich so? Ist denn da irgend etwas, was ich nicht weiß, was ich nicht fassen kann, und das doch immer näher auf mich zukommt? Sie schlug die Hände vors Gesicht und begann haltlos zu weinen. Aber soviel sie auch grübelte, sie fand keine Antwort auf die quälende Frage. Müde und innerlich fröstelnd stand sie schließlich auf, ließ Linchen die unberührten Speisen abtragen und stellte die rosa Azalee als Willkommsgruß auf den Tisch der kleinen Diele. Dann ging sie traurig die Treppe nach oben und legte sich schlafen. Aber sie fand keine Ruhe und starrte mit feuchten Augen in die Dunkelheit. Stephan, warum bist du nicht gekommen, warum? — Zur gleichen Stunde saß Stephan Roller in einer der ersten Parkettreihen des „Großen Hauses“ und folgte den Vorgängen auf der Bühne mit einer inneren Spannung, wie er sie seit Jahren nicht mehr kannte. Denn dort oben, ihre Mitspieler mit sich fortreißend, die Zuschauer von der ersten Szene an in ihren Bann zwingend, stand, königlich in Spiel und Haltung, eine Frau, die ihm allein gehörte: seine Sibyll! Sie war es wirklich, die durch ihr meisterhaft beseeltes Spiel, durch eine mitreißende, sprachliche Ausdruckskraft alle Anwesenden das Schicksal jener unglücklichen schottischen Königin nahezu vergessen ließ und ihnen eine Frau vor Augen stellte, die scheinbar nur das Recht ihrer Krone verteidigend, im letzten Grunde dennoch ein leidenschaftliches Weib war, das seine Liebe unerwidert sah und sein enttäuschtes Herz durch herrische Machtgelüste zu entschädigen und zu betäuben versuchte. Stephan Roller erlebte das alles wie im Traum. Der von Aufzug zu Aufzug sich steigernde Beifall eines begeisterten Publikums, ja selbst ein Applaus auf offener Szene vermochte nicht die Empfindung in ihm zu wecken, daß er dies alles’ mit wirklichen Augen sah. Diese große Künstlerin — war sie wirklich seine Sibyll, sie, die er bislang nur als liebende Frau kannte? Eine leise Bewegung um ihn her ließ ihn aufschauen. Frauen begannen zu weinen. Maria Stuarts Haupt fiel von Henkershand. Englands stolze Königin, wie erstarrt, daß das Urteil schon vollstreckt wurde, muß erleben, daß einer ihrer Getreuen nach dem andern sich nunmehr von ihr wendet. Sie steht allein, gemieden und verlassen. In diesen Sekunden richteten sich Sibylles Augen mit einem unbeschreiblichen Ausdruck dorthin, wo sie Stephan wußte. Es war ihm nicht möglich, dem zwingenden Blick dieser Augen auszuweichen, die sich in fassungslosem Entsetzen weiteten, als sähen sie allein etwas Furchtbares, das der Umwelt verborgen war. (Fortsetzung folgt) Nr. 108 BADENER TAGBLATT Dienstag, den 23. November 1948 „Io Gefilden ewiger Große" Brnckners Fünfte unter Rosband im SWF-Sjnfoniekonzert Eine würdige, wohl nur durch den Totensonntag veranlagte Aufführung der „Tragischen Ouvertüre“ von Brahms leitete das Sinfoniekonzert des Südwestfunks ein. Auch Hans Rosbauds eindringliche und straffe Gestaltung vermochte wenig daran zu indem, daß diese Programmusik ohne Programm uns wenig mehr zu sagen hat Sie ist in allem vornehm und ein echtes Geschöpf ihres Meisters, aber nt diesem Konzert war sie nur eine schattenhafte Begleiterin des Großen, dem dieses Konzert gehörte, Anton Bruckners, dessen 5. Sinfonie die Hörer im Baden-Badener Kurhaus und an den Funkgeräten draußen im Lande unwiderstehlich m ihren Bann gezogen hat. Franz Schalk hat nach der Grazer Uraufführung der Fünften im Jahre 1894 in seinem Bericht an den Meister das Werk treffend und kurz gekennzeichnet: man sei in dieser Sinfonie in „Gefilden ewiger Größe“. Womit die Eigenart der religiösen Sinfonie Bruckners in ihrem Kern berührt ist: sie entspringt einer tiefen, im höchsten Sinne einfältigen Gläubigkeit und ist nichts anderes als der musikalische Ausdruck gewaltiger Visionen von ewiger Größe, von der Kleinheit des Menschen und seiner Kämpfe mit der Welt und von der Allgegenwart Gottes, in die alles Menschliche ausmündet. Das ist da» bleibende Thema seiner Sinfonien, die zwar in sich reich sind an großen Gegensätzen und tragischer Spannungen, als Ganzes aber sich kaum wesentlich in ihrem Charakter von einander unterscheiden Die Sinfonie ist letztlich für Bruckner sakrale Musik mit absoluten Mitteln. Was immer sonst an Elementen genannt werden mag, die Bruckners Wesen bestimmt haben und in seinen Werken bald mehr bald Weniger stark ihren Niederschlag finden — seine Verwurzelung in der heimatlichen Landschaft, sein Aufwachsen in einer Welt des Barock mit ihrem Pomp und ihren reich entfalteten Formen, seine musikalische Herkunft von Schubert — ist demgegenüber von sekundärer Bedeutung. Entscheidend ist für den religiösen Musiker die blutvolle Verbundenheit mit der Orgelmusik und mit dem Choral, die er auch in sein sinfonisches Werk hinübernehmen muß, wie für den Sinfoniker Bruckner die Begegnung mit Wagners malerischer Klangwelt, an die er ein gut Teil seiner wesensgeroäßen Melodie und Harmonik verliert, zur tragischen Entscheidung geworden ist. Umso tragischer, als er der Herrschaft von Wagners malerischem Klangzauber rund fünf Jahrzehnte lang, weit über seinen Tod hinaus, seine Klangoriginalität zum Opfer bringen muß. Denn unter dam Diktat der von Wagner her bestimmten Klangvorstellungen erfolgten jene Uberarbeitungs- retuschen, mit denen Freunde und Schüler Bruckners sein sinfonisches Werk dem Zeitgeschmack anpaßten. Wenn wir heute die Urfassungen der Sinfonien Bruckners erleben (auch dieser Aufführung der Fünften lag die Urfassung zu Grunde) und dabei immer wieder der Initiative und Arbeit von Robert Haas, dem demütigen Diener am Werk des Meisters, zu gedenken die Dankespflicht haben, so ermessen wir an der Originalfaktur in erhöhtem Maße, welcher tragischen Beirrung des schöpferischen Kompasses dieses vitalen österreichischen Naturromantikers der Bann von Wagners Klangmagie gleichkam. Es ist vielleicht der stärkste Vorzug der Interpretation der Fünften durch Hans Rosbaud, daß sie uns diesen Eindruck in voller Reinheit und Eindringlichkeit vermittelt hat, indem sie die originale Eigenart von Bruckners Klangbild in einer Prägnanz und Durchsichtigkeit der polyphonen Stimmführung wie seiner Bedingtheit durch den OrgelstU zu einem Erlebnis von faszinierender Kraft machte. Dabei erreichte die Aufführung,- etwa in der subtilen Zeichnung des Scherzo, die alle Dämonie bannte, oder in den ausgewogenen Klangstufungen , des Finale, letzte Wirkungei), die nur die begeisterte und intensive Hingabe des aufs neue von seinen prachtvollen Fähigkeiten überzeugenden SWF-Orchesters ermöglicht wurde. Bezwingender und unmittelbarer noch offenbarte sich die souveräne Beherrschung des Werks durch Rosbaud (der die Monstrepartitur auswendig dirigierte) in klaren und die Durcharbeitung aller Einzelheiten großartig zusammenfassenden Aufbau der gedanklichen und formalen Struktur der Sinfonie. In der Größe und Kraft, mit der er namentlich das Finale, den krönenden und die ganze Romantik der drei vorangehenden Sätze spiegelnden und im Choral die Mo- numentalisierung fast übersteigernden Schlußbogen dieses Sinfonie-Doms, gestaltete, entfaltete sich eine dirigentische Magie, die schlechthin überwältigte. Aus tiefer Dankbarkeit für das großartige Erlebnis dieser Aufführung feierte eine stark interessierte Bruckner-Gemeinde Hans Rosbaud und das SWF-Orchesters mit begeistertem Beifall. Hermann L. Mayer Für gute Laune ist gesorgt Etlintrad Nicks „Karussell-Karussell* wird aasverkaufte Häuser machen Es ist durchaus zu begrüßen, daß die Intendanz auf den Theaterzettel Kästners herzerfrischende Worte an die deutschen Intellektuellen über „das ernsteste Thema der Welt, den Humor“ abdruckt Die Fadheit, Witzlosigkeit und Einfallsarmut der meisten Lustspiele und besonders der Singspiel- Texte ist trostlos, und jeder Kritiker — ob Amateur oder bestallt — hebt bei jedem neuen Anlaß dräuend den Zeigefinger, wobei denn sehr oft übers Ziel hinausgeschossen und gegen die „Leichte Muse" überhaupt zu Felde gezogen wird. Wir haben aber — das sei freimütig bekannt — kein Recht, uns über die Dürftigkeit der deutschen Singspiel-Literatur zu moquieren, solange wir nicht in schöpferischem Sinne etwas dagegen tun. Man sollte das Lachen ernster nehmen, und wer lachen machen kann, sollte, genau wie der Tragöde, auf einen Pie- destal klettern dürfen, mit Billigung nicht nur der „breiten Masse“, sondern auch und gerade der Intellektuellen, die aus gutem Grund heute das Lachen mehr denn je verlernt haben. Wenn ein anerkannter Musiker und Könner wie Edmund Nick Gustel Graepps und Rudolf Rieths Lustspiel „Karussell-Karussell“ vertonte, so gewiß nur, weil er nichts Besseres gefunden hat — und das läßt allerdings tief blicken . . . Eine schöne Frau schenkt ihren drei Verehrern und ihrem Gatten je eine grüne Krawatte, um dann gelegentlich eines Maskenfesteg die Verehrer ihren wahren Freundinnen und den Gatten in die ehelichen Arme zurückzuführen. Diese kluge Frau, die „ihre Männer“ zu Hampelmännern' macht (was Veranlassung zu einem reizenden Tänzchen gab), spielte Charlotte Ander, diesmal etwas bewußt pointierend und von einer Selbstsicherheit, die ihrem Charme nicht immer gut bekam. Wir haben sie schon fraulich-liebenswerter gesehen. Ihrem Ehge- mahl, der „gern mal etwas mitnimmt“, gab Bernd Schorlemer mehr Substanz, als er dem Textbuch nach hat, was zwar immer noch nicht viel, aber doch ein Verdienst ist Sehr nett brachte Robert Fitz es fertig, aus dem gräulichen Junggesellen keinen unsympathischen Bock, sondern einen kalorienreichen alten Knaben zu machen. Hans Emst Jäger bot den zoologisch bedeutsamen Anblick eines gehörnten jungen Elefanten aus dem bayrischen Wald und heimste viel Beifall durch seinen Schuhplattlertanz mit der entzückenden, offenbar sehr vielseitigen Margot Müller ein, der die Textdichter als einer Medizinstudentin weiß Gott witzigere Sätze hätten in den Mund legen können. So war auch nicht einzusehen, weshalb das Mädchen Lollo ausgerechnet Goldschmiedin sein mußte; Sylva Pudor war gelöster, als in ihrer letzten Rolle, nur müßte sie mehr auf deutlichere Aussprache, gerade in den temperamentvollen Szenen, achten. Die meisten Sympathien errang wohl Agi Prandhoff, die besonders m der Festnachtsverkleidung als Apachenmädchen sogar (m stummen Spiel Beifall und Jubel erntete. Mit ihr wetteiferte Lydia Noeltner, dies Idealbild eines zärtlichen Kammerkätzchens. Sie ist eine ausgesprochene Operettenbegabung, was sich in ihrem stürmisch beklatschten getanzten Chanson deutlich erwies. Johannes Roestel (Barmixer) müßte sein Mienenspiel schärfer kontrollieren. Heinz Menzel, der mit gewohnter Keßheit den jüngsten und durch Erfolg verwöhntesten Liebhaber spielte (ausgezeichnet in der Schwipsszene vor dem Foto seiner Betsy), führte Regie. Mit Freude sei ihm bestätigt, daß er das letztmögliche aus dem Libretto herausholte, ohne ln peinlicher Weise durch knallige Effekte „auf die Tube zu drücken“. Abgesehen vor einem sehr schwerfälligen Anlauf nach der Pause hielt er die Stimmung durch wohldosierte Steigerungen auf der Höhe. Hierzu trugen Heinz Küpferles Bühnenbilder ganz wesentlich bei. Interieurs, wie auch Festsaal, Bar (mit allegorischem Kater) und funkelndes Karussell waren mit guter Laune gepinselt und komponiert. Die von Senta Rammelt einstudierten Tänze gefielen allgemein; Mangel an Exaktheit entschuldigte man gern, da wir in Baden-Baden schließlich ein Schauspiel- Ensemble haben. Albert Schönemann leitete die Musik an zwei Flügeln; die an sich nicht kräftigen Stimmen setzten sich gegen die dezente Begleitung durch. Zur Gemütlichkeit trug der seit einiger Zeit geheizte Zuschauerraum wesentlich bei Falls das Neues vom „Südwestfnnk“ Uraufführung Am Dienstag, 23. November, 20.45 Uhr, kommt im „Südwestfunk“ „Vier Jahre und ein Tag“ von Christian Bock zur Aufführung. Neues Orchester Seit einiger Zeit hört man über den „Südwestfunk" das Orchester Carl-Friedrich Homann, der sich die Aufgabe gestellt hat, auch ln Deutschland jenen Stil entwickeln zu helfen, den in Amerika Divid Rose und Andrö Costelanetz und in Frankreich Pierre Spiers und Armand Bernard vertreten Vielleicht decken sich die Bemühungen um diesen Stil mit den Bemühungen, die die moderne Tanz- und Unterhaltungsmusik bezeichnen. Zu den bemerkenswerten neueren Aufnahmen des Orchesters gehört die Kosaken-Patrouille nach dem Motiv des zeitgenössischen russischen Komponisten Djmifri Schostakowitsch, oder des durchaus kontrapunktisch gesetzte „La mer“ nach dem berühmten Chanson von Charles Trenet Das Orchester spielt jeden Samstag von 20—20.15 Uhr. nächstemal ein geistvolleres Stück entdeckt werden sollte (es darf nicht verschwiegen werden, daß manche zugkräftige Singspiele hohe Tantiemen in Devisen erfordern), könnte der Erfolg noch größer werden. W. Lohmeyer Tbeaternacbrichten Morgen bringen die Theater die erste Wiederholung des musikalischen Lustspiels „Karussell — Karussell!“, von Rudolf Rieth und Gustl Graepp, Inszenierung: Heinz Menzel, Bühnenbild: Heinz Küpferle, musikalische Leitung Albert Schönemann. Donnerstag, den 25. November führen die Theater ihren zweiten Gastspielabend in Gernsbach durch. Zur Ahfführung gelangt „Der Raub der Sabinerinnen“, Schwank von Franz und Faul v. Schönthan. Der „Sudwestfonk* sendet: Dienstag: 7.15 Familienfunk: Häusliche Gesundheitspflege. 12.10 Koblenz: Mittagskonzert. 16.00 Sinfoniekonzert. 17.00 Rolf Gustav Haebler: Die sozialen Utopien deä Vairasse d’Allais — Ein Zwiegespräch. 19.00 Der Rechtsspiegel. 19.15 Für den Rumbafreund. 20.45 Hörspiel: „Vier Jahre und ein Tag“ von Christian Bock; Regie: Ludwid Cremer. 22.30 Musik der Welt; Werke von Hindemith. 23.15 Walter Bauer: „Gute Nacht, Europa“ — „Ein paar Sätze von Rodin". Mittwoch: 12.10 Freiburg. Mittagskonzert. 14.15 Wir Jungen Menschen. 16.30 Bücherschau. 17.30 Solistenkon- zert. 19.00 Aus der Welt des Sports. 19.15 Kleine Abendmusik. 20.00 Scheinwerfer auf! — Die bunte klingende Fiimsehau des SWF. 20.45 Probleme der Zeit. 21.00 Das Prisma. Konzert d. SWF-Orchesters. 22.30 Einkehr im Geist. „Das Lied will Licht sein". Der spanische Lyriker Federico Garcia Lorca. Wettervorhersage Wetteraussichten bis Mittwochabend: Tagsüber meist Nebel, Temperaturen um 5 Grad. Keine nennenswerte Niederschläge. Leichte Nachtfrostgefahr. Verlag und Chefredaktion: Karl Heinz Lembke. stellvertretender Chefredakteur: Hermann Lernold Mayer. Politik und Wirtschaft: Erich Peter Feuilleton: Albert Wallst. Sport: Hans Beck. Lokalteil Baden Baden: R. G. Haebler. Anschrift der Redaktion: B -Baden, Stefanienstr. 1, Tel. 9 2120 Anzeigenabteilung nur Tel. «1550. — Druck: E. Koelbltn K G-. Baden-Baden. Gültig Preisliste Nr. S Unverlangt eingesandte Manuskripte werden nicht zurflekgeschtekt KRAFTFAHRZEUGE PKW. bis 1,5 Ltr. auch reparaturbedürftig! und unbereift, sofort zu kaufen ge-i sucht Medinger L Co., Baden- Baden, Eisenbahnstr. la. Fern- ' ruf 1527. 12-673-S! Eisenbahn - Angestellter, ln Südbaden, 32 J„ gut aussehend, leicht kriegsbeschädigt, wü. Wiederheirat. Näh. unt. V. 614 Eheinstitut HARMONIE, Filiale Offenburg, Emil Gött-Str. t buckel). Rückporto erb. AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN VVOHNUNGSMARKT Lebensmittel-Aufruf Butter: (Auf Lebensmittelkarte Monat November „Rotdruck“). Karte E, (Nuss- Jgd. 2, Jgd. 1 = 250 g auf Absehn. 39 und 139 je 75 g, 41 u. 141 je 125 g, i Kleinabsclm. 50 g: K. 2, K. 1, Sgl. — 225 g auf Abschn. 39 u. 139 je 100 g, 41 u. 141 ie 125 g. Schwerarbeiter» Gruppe 1 = 80 g auf Abschn. 169 u. 163 ■""“"i je 40 g, Gruppe H - 200 g auf Abschn. 259 •» 60 g, 271 u. 283 je 70 g, Gruppe 111 - 340 g auf Abschn. 359 = 120 g, 371 u. 383 — 110 g. Werdende Mütter: 150 g auf Abschn. 902. 1 od. 2 Leerzimmer od. möbi. in nurj Achtung! Verbraucher und Kleinverteiler! Letzter — endgültiger — Ab- gutem Hause gesucht. Leerzimmer rechnungstermin für sämtliche für November aufgerufenen Abschnitte der m. Kochgas kann im Tausch abge- Oktober-Lebensmittelkarten beim Emährungs- und Wirtschaftsamt ist für: xu kaufen gesucht. Daselbst Mo- Leben werden. Offert, unt. 18-203-8 Bäckereibetriebe Dienstag, den 23. November, Buchstabe A—K, Mittwoch, torrad in gutem Zustand (neue Be- an die Gesch. des BT. Baden-Baden | den 24. November, Buchstabe L—Z. Kleinverteiler (Butter, Käse, Zucker, reif ung) zu verkaufen. Eventuell T---; — Gerstengrütze) Donnerstag, den 25. November, Buchstabe A—K, Freitag, den Tausch mit Wertausgleich. Offerten Möbliertes Zimmer, vorzugsweise Oos 26. November, Buchstabe L—Z. Metzgereibetriebe Montag, den 29. November, unter 8-S64-S an die Gesch. des BT.j „ dental, von aileinstehendem| Ernährung*- und Wirtschaltsamt des Stadtkreises Baden-Baden. Personenauto Beaufsichtigung von Schulkindern im Atter von 6—12 Jahren. Nachmittag von 2—6 Uhr monatl. 15— DM Frau L. Merklein, Langestr. 8. Babysachen, Pullover, sämtl. Hand- Strickarbeiten, werden schnell, sauber u. preisw. angefertigt, auch Laufmaschen aufgen. Off. u. 12-878-8 an die Gesch. des BT. Baden-Baden. Kaninchen-, Katzen-, Marder-, Füchse u. sonstige Felle kauft jeden Posten zu höchsten Tsgsspraisen Pelz-Gsell, Baden-Baden Luisenstraße 14 Telefon 6088t Baden-Baden. Ford - 3 - To L. K. W. Vier- und Achtzylinder, sof. lieferbar. Austausch-Motore, Ersatzteile, Reparaturen schnellstens. Autorisierte Fordverkaufstelle Kluge & Co., Freiburg i. Br., Schwarzwaldstr. 9-il.; PKW.-Manger, 800—700 kg Tragkraft, offen u. geschlossen, komplett neu bereift mit fcOO bis 5.50Xi6er Reifen, ab Fabriklager Freiburg sofort lieferbar. Auskunft und Prospekte durch den Generalvertreter für die südfranzösi- acbe Zone: Oskar Berger, Freiburg, Vierlinden 5. 18a-25-A 2 Ltr. PiiW- Limousine od. Kabr. in nur erstkl, Zustand gesucht im Tausch gegen 1,3 Ltr. Limousine in gleichem Zustand m. Ersatzmotor. Aufzahlung nach Vereinbarung. Typ des 1,3 Ltr. Pkw wird wieder gebaut. Erbitte Eilangebote U. 11-67-L an die Gesch. d. BT. Lahr. HEIRATEN Fabrikantentochter; 27/1,80, aus be-! kannter, gut kath. Familie, mit Herzensbildung und Sinn für gepflegtes, gemütliches Heim, tief- und feinfühlend veranlagt, und mit Haushaltsführung wohlvertraut, wünscht mit Akademiker, Industriellem oder Großkaufmann, zwecks Heirat, in Verbindung zu treten. Zuschriften unter 9-213-S an die Gesch. des BT Baden-Baden. Herrn gesucht. Dr. Erich Schmidt,! Varnhalt i. B., Nr. 74. 18-201-S Jg. berufstätiges Ehepaar, kinderlos, sucht 1-2 Zimmerwohnung mit Küche. FrdL Angebote unter 8-659-8 an die Gesch. d. BT. B.-B. Gute Belohnung dem, der kinderlosem Ehepaar zu möbliertem oder unmöbliertem Wohnraum mit Kochgelegenheit in Baden-Baden oder näherer Umgebung verhilft. Offert, unter 7-584-8 an die Gesch. des BT. Baden-Baden. Hotels — Popotes, Haushaltslisten, Meldekarten und Aufenthaltsverlängerungen sind sofort dem Ernährungsamt vorzulegen. Die Ausgabe der Lebensmittelkarten wird mit der Kartenausgabe bekannt gegeben. Wir weisen nochmals darauf hin, daß die Anforderungslisten für Schwerarbeiter — Milch- und Seifenzulage sofort dem Emährungsamt einzureichen sind (siehe Bekanntgabe vom 18. 11.) Baden-Baden, den 22. November 1948. Emährungs- und Wirtschaftsamt des Stadtkreises Baden-Baden, An Alle, die noch ein Herz haben! Wer bietet Unterkunft, heizbar? So-| eben aus Kriegsgefangenschaft entlassen, heimatlos, 27 J. alt, berufstätig. Off. u. 12-679-S an die Gesch. i des BT. Baden-Baden. Ihre Strümpfe werden gut und billig ausgebessert. Off. u. 18-205-8 an die Gesch. des BT. Baden-Baden. Stadtkasse Baden-Baden öffentliche Mahnung _Es waren fällig: am 15. Oktober bzw. 15. November 1848: Schulgeld erste Dame sucht möbl oder Leerzimmer ünd zweite Rate 1948,49 für Oberrealschule, Mädchenoberrealschule, Gym- mit Kochmöffliehlteit Nur in vutem nasium und höhere Handelsschule, am 15. November 1948: Grundsteuer 3. Hause IbS b^te^eMhhin« o«e^ti Rate 1948 < lür die Monate Oktober, November und Dezember 1948) ferner: unt S s rn difrpvh' 4« RT'*> mit ihrem Jahresbetrag, wenn dieser 20- DM nicht übersteigt, b) die Baden-Baden BT j zweite Hälfte, wenn der Jahresbetrag 40- DM nicht übersteigt Sofern eine besondere Stundung nicht bewilligt ist, werden die Steuer- und Zahlungspflichtigen hiermit an die Entrichtung erinnert. Vom 22 s November 1948 ab müssen die rückständigen Beträge unter Anrechnung der verwirkten Säumniszuschläge von 2 vH. kostenpflichtig ringezogen werden Baden-Baden, den 13. November 1948. Stand- und Wanduhren werden nachgesehen und wieder in Gang gebracht. Angebote unter 8-667-S an die Gesch. des BT. Baden-Baden. I Langhaar-Modell zum ondulieren gesucht.) Entschädigung. Zu erfragen unt. 23-545-8 in der Gesch. des BT. Baden-Baden. Weihnaditen allein ? y^ifatmome Das Großinstitut für Eheanbahnung hilft. Auskunft durch die Filialen: Karlsruhe, Draisstr. 5 Baden-Baden, Luisenstr. 14 Offenburg, Emil Gött-Str. 8 (Nußbuckel) Freiburg, Falkensteinstr. 28. ENTLAUFEN Redakteur sucht für sofort mfibl. Zimmer Otf. u. 25 132-S an die Gesch. des BT. Baden-Baden Entlaufen gelb-brauner langhaariger Jagdhund namens Talo, linkes Auge verletzt, ebenfalls linke Vorderpfote, trägt ein rotes gedrehtes Halsband ohne Namen. Gegen gute Belohnung abzugeben Maria Victoriastr. 1 bei Dere. 4-317-S Dolmetscher- und Ubersetzerpriifungeo mit und ohne Vorbereitung. Auch Fernunterricht Engl. Franz., Span., Hai.. Esperanto. Übersetzungen in allen Sprachen. „MAFLA“, Sprachschule, Frankenthal, Postfach 121. IMMOBILIEN Grundstück, Acker, Wiese, ca. 6-10 ar, in Baden-Baden oder nähere Umgebung gegen sofortige Barzahlung zu kaufen .gesucht. Off. u. 16-727-S an die Gesch. des BT Baden-Baden. Freund wünschst auch Du Dir rin liebenswertes Menschenkind zur Seite um nicht mehr einsam zu sein? Ich bin alleinstehend, Dreißigerin, gepflegt, piodem, allem Schönen und Wohn- u. Geschäftshaus, Rastatt, Augustastr. 30, Ladenlokal 1. 12. 48 frei, günstig zu verkaufen. Schles- singer Immobilien Essen, Billroth- straße 30. Am Dienstag, den 23. 11. 1948 von 10—13 Uhr im Hause anwesend. 18-329 Gärtnermeisterprüfung Anmeldungen zur Gärtnermeisterprüfung 1949 sind bis spätestens 31. 12. 1948 beim Badischen Ministerium der Landwirtschaft und Ernährung rinzurrichen. Auskunft, sowie Anmeldevordrucke sind daselbst zu erhalten. Badisches Ministerium der Landwirtschaft und Ernährung: I. V. gez. v. Knobelsdorff, VERLOREN GEFUNDEN VERSCHIEDENES pi-icgi, moaem. auera aciiuirxcn unu ir„, g . ° »»»»»-vr uiu xvxn-iicii&itrucr Guten ergeben u. von Beruf Schrift- ?i r yranjö^sch^^ffüfch^^nd vom 1. Dezember 1948 bis 31. März 1949 erfolgenden strilerin, trotzdem praktisch und umsichtig im Leben stehend und geschaffen glücklich zu machen. Zu- schrii.cu beten unter 5-796-S an d. Gesch. des BT Baden-Baden. Neufestsetzung des Hebesatzes für die Kirchensteuer vom Einkommen { Nach Beratung und eingehender Prüfung der kirchlichen Haushaltspläne haben die Vertretungen der Kircbengenossen beschlossen, daß der Hebesatz für die Kirchensteuer vom Einkommen mit Wirkung vom 21. Juni 1948 ab auf 8 v. H der Einkommensteuer bezw. der Lohnsteuer festgesetzt wird.! Die Landesregierung Baden hat hierzu die erforderliche staatliche Genehmigung erteilt Da bei den Lohnsteuerpflichtigen seit dem 31. Juni bis einschließlich November 1948 die Kirchensteuer statt mit 8 v. H. nur mit einem Hebesatz von 5 v. H. ira Wege des Lohnabzugs erhoben ist bezw. wird, ist für den Rest des Rechnungsjahres, d. i. für die Zeit vom 1. Dezember 1948 bi, 31. März 1949, zum tejlweisen Ausgleich der Kirchensteuer mit einem Hebesatz ; von 10 V. H. der Lohnsteuer am Arbeitslohn einzubehalten. Vom 1. April ! 1949 ab hat der Abzug mit 8 V. H. der Lohnsteuer zu erfolgen. Die Arbeit- ; geber werden hiermit angewiesen, die Kirchensteuer an den für die Zeit Lohn- und Gehalts- April Aktentasche verloren Dienstag nachm >/-5 an der Oosbrücke, Rumpelmayer von franz. Schüler. Inhalt Schulbücher gez. J. David, geg. gute Belohnung, wenigstens die Bücher und Hefte abgeben entw. Fundbüro oder Werderstr. 9, part. 7-315-8 Buldogge zugelaufen, Edith Muß, B.- Baden, Seelachstr, 19, 12-675-8 Heimatlosem Manne mittleren Alters, feste Arbeitstätigkeit, wird von Witwe nettes Helm geboten zwecks schwarzer Anzug für Hochzeit zu lei- Heirat. Ernstgemeinte Zuschriften hen gesucht (Gr. 1.75). Beste Beerbeten unter 10-657-S an die Gesch. Zahlung. Off. unt. 21-46-S an die des BT. Baden-Baden. , Gesch. de, BT Baden-Baden. n"j‘sch ™rt nJ F?^eb’.nfi 1 r?icht 1 ph* 7ahiun gen mit dem Hebesatz von 19 v. H. der Lohnsteuer und vom l. “ T 1949 a0 m^ 8 v. H. einzubehalten und abzuführen. Von den veranlagten Emkommensteuerpflichtigen sind die künftigen Kirchensteuervorauszahlungen nach dem Hebesatz von 8 v. H. zu leisten. Bei der endgültigen Veranlagung für die Zeit vom 21. Juni bis 31. Dezember 1948 wird die Kirchensteuer für diesen ganzen Zeitraum mit 8 v. H aus der Einkommensteuer berechnet und die sich ergebende Nachzahlung nachgefordert werden Die bisherigen Kirchensteuerhöchstsätze von 3 v H. bis 2,5 v. H. des steuerpflichtigen Einkommens behalten weiterhin Gültigkeit. Freiburg i. Br., den 18. November 1948. Bad. Ministerium der Finanzen — Abt. für Steuern und ZöUe. Am 8 . 11, 1948 Geroldsauerstr. Nähe Dimpfelbachstr. rin brauner, einzelner H.-Leder-Handschuh verloren. Wiederbringer erhält als Belohnung ’/i Pfd. Kaffee oder V* Pfd. Schokolade. Abzugeben bei Jäger, Eck- bergstr. 11 a 2. St links. Obstrunifliolz Nußbaum, Kirsch- und Birnbaum, sowie Eschen, Birken, Linden, Ulmen, Eichen kauft zu günst Bedingungen Württ. Holz- u. Furnier-Industrie, Stgt.-Feuerbach, Leitzstr. 45—51, Tel, 80427 b. Bosch-Krankcn- hau*. 7-19-A Kitsdt-, Zwetsdigenwasser [Himbeer-, Mirabellengeist 'und Obstbranntwein in jeder Menge, nur gute Qualitäten, von bad. Spirituosengroßhandlung laufend zu besten Preisen zu kaufen gesucht. Ware wird gegen bar abgeholt Aufkäufer gegen gute Provision erwünscht. Angebote mit ungef. Preis, Menge und Sortenangabe unter Reg.-2 an die Gesch. des BT Offenburg. Charakter - beurtetlung nach Photographien. Gebühr 5 DM einschl. Rückporto. Personal äbtei- iungen Sonderprospekt. Photo Auskunft München-Gräting. Ph-1 vat-Sprachinstitnt, Baden-Lichtental, Hauptstr. 7a. 2-722-S Nehme Stopf und Strickarbeiten an. Off. u. 8-661-S an die Gesch. des BT Baden-Baden, Wieder unbeschränkte. Annahme von Haushalts- und Leibwäsche Baden - Bad Aumafisfra^e 21 : n ea> Annahme vorläuiig noch nur im Be täg'ich außer samstags - Gescl zelten: 8-12 14-18 Uhr, samstags üam iwascliansf FRITZ ILSE Fernspr. 0 m. tos BADENER TAGBLATT Dienstag, den 23. November 1948 Nach schwerem, langen Leiden starb nach Gottes heiligem Willen unser herrliebster Sohn, Bruder und Neffe Ludwig Barth im Alter von 9 Jahren am 21. November 1948. In tiefster Trauer: Oie Eltern Ludwig und Herta Barth Schwester und Anverwandte. B.-Baden, Hauptstraße 89. Die Berdigung findet am Dienstag, den 23. November 1948, 16 Uhr auf dem Friedhof in Lichtental statt. Ausstellung in « Schaufenstern! Adventskränze erstkl Ausführung mit Kerzen Reichhaltige Auswahl! ABEL Telefon- 60797 Luisenstraße 30 gegenüber der Trinkhalle Todes- Anzeige Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, am Sonntagvormittag meine herzensgute, liehe Tochter, unsere liebste Schwester, Schwägerin und Tante Amalie Reiter nach langem mit Geduld ertragenen Leiden, versehen mit den hl. Sterbesakramenten, kurz vor ihrem 41. Geburtstage, in die ewige Heimat zu sich zu rufen, ln tiefer Trauer: Amalie Reiter Wwe., ged. Stelker und Kinder sowie Angehörige. Baden-Baden,. Langestr. 81, den 21. November 1948. Beerdigung am Dienstag, den 23. November 1948, nachmittags 14.30 Uhr auf dem Friedhof in Baden-Baden. Zu verkaufen: 1 mod. elektr. Wärmeapparat 220 V.. Baden-Oos, Burg-1 Straße 7. 12-671-S' Verkaufe.gr. Metallfleischplatte, Sa-! latschüssel m. Einsatz, gr. Kristall- Vase, Zinn-Service (antike) Oft u. 12-672-S an die Gesch. d. BT B.-B. Koffergrammophon, gut erh. mit Platten, 30.- DM, Radio (Volksempfänger, Wechs. Strom), fast neu, 140.- DM zu verk. Off. u. 8-666-S an die Gesch. d. BT Baden-Baden. „Brebm’s Tierleben“, 13 Lederbände in Lexikonformat, reich bebildert,.-- — 4 Auflage, neuwertig, aus Privat-! Zu verkaufen: hand abzugeben. Off. u. 8-658-S an die. Gesch. des BT Baden-Baden. Zu verkaufen gut erhaltenes Paidi- bett, 1 P. K.-Schuhe, Gr. 23, Leder. Adresse zu erfragen u. 7-582-S in der Gesch. des BT. Baden-Baden. Achtung! Haushaltungen, Gaststätten, Hotels, Gewerbebetriebe de r Nanrunas- und Ge-uSm't eHranche, Hausschlachtungen, Klelnoärtner u Gäitnereibetriebe Dienststellen Maier, Konservendosen-VerschlüOilienst Baden-Bad an, Stefanlenstra'le 23. Telefon 61365 Keine Bombagen! Garanfiarl kein Undichtwerden! Maschinelle Einrichtung (Automatisch - Handbetrieb) fachmännischer, fabrikmäßiger Verschluß sowie Zurichtung gebrauchter und neuer Dosen In allen Größen. Fachmännische Beratung Im Einkonservieren Telefunken Super, 4 Röhren, neuw., Preiswert abzugeben, daselbst Lkw— ! Führerhaus mit 4 Tonnen-Fahrge- stell, kompl. ohne Motor, Große Dol- lenstr. 34, Grüßinger. 7-678-8 Herremohrstiefel schwarz, Gr. 43 gehr., 1 Herrenanzug Gr. 48. Zu erfr. unter 15-248-8 in der Gesch. des BT Baden-Baden. $cltwarawAigstr. 146-147 Vertreterbezirke noch frei Denken Sie daran... I lbre privaten Klein Familien- ind Geschäfts - Anzeigen Im „Badener Tagblntt“ zu veröffentlichen Schreibmaschine, auch Reise, nur gut erh. geg. Kasse z. kauf. ges. Angeb. u. 5-771-S an die Gesch. des BT. Baden-Baden. SABA-VE Gleichstrom. 110 - 160 - 220 DM 105.-. Messing, Hirschackerstraße I. 12-678-8 Vertreter AN- UND VERKÄUFE Möbel zu verkaufen: Spiegelschr. 75—, Regal 75-, Stühle ä 15-, Schr.-Tisch 75-, Schreibm-Tisch 60-, 2 Naehtt. 40-, gr. Posten div. s. g, Sehreibm.- Papier, Geschirr u. a. m. Anzus. Aumattst r. 8 nur bis 16.00 Uhr. Gesucht: kl. Tisch oder Regal, etwa I 60x70 cm oder ähnlich. Preisoff. u. I 19-306-S an die Gesch. d. BT B.-B. Umstandskleid, etwa Größe 50, oder Stoff, möglichst dunkel, zu kaufen gesucht. Offerten unter 11-567-S an die Gesch. des BT. Baden-Baden. Verkaufe: schw. Kostüm, eleg. Morgenrock, D.-Schuhe Gr. 39, Silberfuchs, Heizkissen, Handtasche, H— Schuhe, Arbeitshosen, Bademantel, etc. Adresse erfragen u. 15-247-S in der Gesch. des BT, Baden-Baden. 77NTV CORYDENT Zahnpasta «r Verkaufspreis 0.80 FERD. LANGENBERGER & CO. STUTTGART nur in Fachgeschüfien TAUSCH-ANGEBOTE Volksbadewanne u. Notherd zu ver- Weiße Rüben gegen Kuhdung zu kaufen. Adresse zu erfragen unter tauschen. Sandweier, Straub, Gast- 12-677-8 a. d. Gesch. des BT. B.-B.! haus zur „Sonne“. 19-368-8 für Sämereien, Baumschul- u. Bindereiartikel, welche Gärtnereien, Warengeschäfte, Gartenbauvereine besuchen, bei guter Provision ges.' Gustav Abelein, Gartenbau und Samenhandlung, (13a) Langfurth, Bay Abonnentenwerber mit u. ohne Kolonne, für-bes. akt. Wochenzeitsehr. I sowie f. wiedererscheinende altbekannte Modezeitsehr. ges. Hohe Prov. Angeb. u. Nr. 7741 an Bad. Ann- Exp., Karlsruhe, Zähringerstr. 90. Zuverlässige Fran oder Mädchen, die täglich 2 Stunden mit zwei Kindern ausfahren kann, gesucht. Offert, u. 8-665-S an die Gesch. des BT. B.-B. Guterhaltener Kinderwagen zu verkaufen. Zu erfr. bei Schäfer, B.- Baden, Balzepbergstr. 77. 10-195-8 Büroschreibmaschine in sehr gutem Zustand gegen Kasse gesucht. Off. an „Nothilfe“ Krankenvers. V. a. G. Bezirksdirektion B—Baden, Lichtentalerstr. 25. 13-176-8 Zu verkaufen: 1 schwer goldene Da- men-Sprungdeckel-Uhr; 1 Paar neuwertige schwarze Langschäfter, Gr. 44; 1 schw. Herrenmantel (Marer.goi; 1 Morgenrock: 1 Pelzstola (Bibrette); 1 Kinderbadewanne und 1 Paar Kinderschuhe Gr. 23. Zu erfr. u. 18-194-8 in der Gesch. des BT Baden-Baden Gut erhaltenes Radiogerät zu kaufen ' gesucht. Offerten unter 5-769 an d. Gesch. des BT. Baden-Baden Blaupuckt 6 R„ z. Zt. 220 V., geg. Motorrad bis 200 ccm zu tauschen evtl. Verkauf. Offerten unter 20-181-8 an die Gesch. des BT. Baden-Baden. TIERMABKT Großer prächtig. Schäferhund, 2 Jahre, umständehalber abzugeben. Off.: u. 2-738-8 an die Gesch. d. BT B.-B.! Achtung! Das Zentralbüro - Informationsdienst vermittelt allen Warensuchenden jeder Branche Adressen aus der lautenden Produktion Interessenten wer det Euch an das Zentralbüro für Waren - Informationsdienst Johann Frifsdi, Sinzheim/Bühl, Landstraße 57 Schüler - Geige, wenig gebraucht, preiswert zu verkaufen. Adresse zu erfragen unter 5-763-8 in der Gesch des BT. Baden-Baden. Zu verkaufen: Damen-Wintermante. neuw. Gr. 42-44, erstkl. Stoff, Preis 120.* DM. Gut erhaltener braune' Herrensportanzug (Knickerbocker) Preis 85.- DM. Anzusehen zwischen 13 u. 16 Uhr. Adresse zu erfr. unter 4-313-8 in der Gesch. d. BT B.-B. Drahthaarfoxterrier, l Rüde, 1 Hündin, bildschön, bestes Blut von höchstprämiierten Eltern mit vorzüglicher Ahnentafel (Ausstellungstiere) im Alter von 4 Monaten in gute Hände abzugeben. Drahthaar- toxterrier-Zwinger v. „Fürstenberger Hof“, Fürstenberg-Allee 60. j Zwei schwarz-braune Zwerg-Schnau-1 zer, 6 Monate alt, zu verkaufen. Josef Göhrin ger, Sinzheim, Haupt-1 Straße 134. 7-533-8j KraiÜahrzeugretien u. -Schläuche 6.00 x 20 D. DM 120.65, S. DM 11.65 6.50 x 20 D. DM 165.55, S. DM 11.65 7.00 x 20 D. DM 18 .65 S. DM 17.05 erste Markenfabrikate lietert in jeder Menge aus Lagerbeständen H7 TD BEDARF FÜR WUPPERTAL. 117 TD BEDARF FÜR JEr-K. MOTORFAHRZEUGE VOHWINKEL, Kaisersfrafje 108