Vellage zu Nr. 31 der Alten Gffeburger vom 17. Dezember 1899, Gemeinnützige öffentliche Bauten ln. spe. In der Schlachthausfrage hat der Gemeinderath, wie uns von unterrichteter Seite mitgetheilt wird, in seiner letztm Sitzung einen Beschluß von besonderer Bedeutung gefaßt. Herr Architekt Haug soll nunmehr beauftragt werden, unter Zugrundelegung der von ihm entworfenen Skizze, die nur unbedeutende Abänderungm erfahren hat, das endgültige Projekt nebst einem genauen Kostenanschläge auszufertigen. Es muß hervorgehoben werden, daß diese wichtige Angelegenheit in vollem Einverständniß mit der Metzergenossenschaft zur Erledigung gebracht wird und daß er Aufstellung des Projekts eingehende Berathungen der besonderen Kommission und auch eine Besichtigung mehrerer auswärtiger Schlachthäuser durch einige Mitglieder der Kommission vorausgegangen sind. So ist alle Aussicht vorhanden, daß das neue Offenburger Schlachthaus in seiner Art eine Musteranstalt werden wird. Als Bauplatz ist das Gelände unterhalb der Spinnerei und gegenüber dem Gaswerke endgültig bestimmt worden. Die Arbeiten sollen weiterhin so gefördert werden, daß mit dem Bau im Frühjahr 1901 begonnen werden kann. Auch die Krankenhausfrage, die wohl die allerwichtigste Frage ist, die im Laufe der nächsten Jahre gelöst werden muß, befindet sich im Stadium allmählicher Entwickelung. Der glückliche Umstand, daß es dem Gemeinderath gelungen ist, als Berather eine Autorität ersten Ranges auf dem Gebiete des Krankenhauswesens, Herrn Oberbaurath Schäfer von Mannheim, zu gewinnen, bietet die Gewähr dafür, daß das neue Krankenhaus allen Anforderungen entsprechen wird, die an eine solche Anstalt heut zu Tage gestellt werden. Der Bürgerausschuß wird demnächst dämm ersucht werden, zu dem Ankauf dreier weiterer Grundstücke seine Zustimmung zu geben. Hoffentlich wirken alle Faktoren zusammen, damit spätestens im Frühjahr 1902 der erste Spatenstich gemacht werden kann. Ebenso sind über das zu errichtmde Volksbad die Mm nicht geschlossen, allerdings eine völlige Klämng der Meinungm noch nicht erzielt. Darüber ist man jedoch einig, daß auch hier ganze Arbeit gemacht werdm soll und die Erreichung dieses Zieles ist nicht zu theuer erkauft, wenn auch seinetwegen der Zeitpunkt der Fertigstellung etwas hinausgeschoben werden muß. * * * Wir fügen diesen Mittheilungen noch hinzu, daß der St. Andreas-Hospitalfond endlich einen Entschluß gefaßt hat, zu welchem er sich vor vielen Jahren schon zu seinem und der Stadtgemeinde Vortheil hätte auftaffen müssen. Das Adler'sche Haus (Geschäft des Herm Goldstein), das am Fisch markt zwischen dem Salzhaus und dem Hospitalgebäude liegt, kaufte der Stiftungsrath um 42,000 Mark. Es ist dies ein Theil des sog. Salzhauses, das unter 4 Besitzer vertheilt ist, wvmnter der Andreas den größten Antheil hat. Das Eckhaus ist Reiff'sches Eigenthum, in der südlichen Parthie befindet sich das elterliche Heim unseres berühmten verstorbenen Landsmannes Dr. Karl Schaible. Zweifellos ist später bei der eventuellen Veräußerung der übrigen Parthien die Stadtgemeinde bezw. ihr guter Andres in erster Reihe interessirt. Den jetzt erworbenen Bau hätte sie längst viel billiger erwerben können. Aus den Annalen des Salzhauses erwähnen wir fol- gende Besitzthümer: 1. Das St. Andreas Hospital) Theres Bloß 1817 aus der Gant des 2. Ludwig Trautvetter / Handelsmannes Augustin Trautvctter. 3. Michael Pfitzmaier, Städtisches Salz- oder Waaghaus. (Joh. Jos. Raif, Helene geb. Pfitzmaier, 1832 Alex. Reiff). 4. Anton Jehle (jetzt Prof. Schaible's Erben). In den Jahren 1785 bis 1787 wurde der Zusammenbau dieser Häuser durch die Errichtung einer einheitlichen Fa?ade auf Veranlassung des Spitals durch Baumeister Anton Schmidt ausgeführt. Der renommierte Steinhauer Joh. Rep. Speckert machte die Steinhauerarbeit. Die Frage der Erweiterung der Einfahrt vom Fischmarkt in die Steinstraße ist eine sehr zeitgemäße. Dieser Steinweg muß den Verkehr von der Hauptstraße nach der aufstrebenden Oststadt und dem Rebgebirge vermitteln. Jetzt ist schon besser Rath zu finden. Ließe sich der Engpaß durch Verlegung der Kirche nach der Hauptstraße zu nicht erweitern? Die Zukunft der Steinstraße hängt davon ab. De» Wein- und Fruchtschlag pro Martini 1.85» betr» A. Weinschlag r I. Durbach: 1. Landwein per Ohm.20 fl. 2. Bergwein, mittlere Sorte, per Ohm 30 fl. 3. Bcrawein, edlere Sorte, per Ohm . 44 fl. 4. Rothwein per Ohm.55 fl. II. Rammersweier: 1. Landwein per Ohm.20 fl. 2. Bergwein per Ohm.24 fl. 3. Rothwein per Ohm ...... 50 fl. III. Ortenberg: 1. Landwein per Ohm.20 fl. 2. Bergwein (weißer) per Ohm ... 27 fl. 3. Bergwein (Klcvner und Klingelberger) 30 fl. 4. Rothwein per Ohm.33 fl. IV. Zell: 1. Bergwein, mittlere Sorte, per Ohm 26 fl. 2. Klingelberger und Klcvner per Ohm 33 fl. 3. Rothwein per Ohm.50 fl. V. Niederschopfheim: 1. weißer Wein per Ohm.17 fl. 2. rother Wein per Ohm.24 fl. B. Frnchtschlag: 1. Waizen per Malter. . 12 fl. 45 kr. 2. Halbwaizen „ „ . . 9 fl. 45 kr. 3. Korn „ „ . . 8 fl- 45 kr. 4. Gerste . „ „ . . 8 fl. - kr. 5. Haber „ „ . . 5 fl. 12 kr. was hiermit öffentlich bekannt gemacht wird. Offenburg, den 28. Dezember 1859. Großherzogliches Oberamt. v. Faber. Baumann. Briefkasten des alte« Offebrrrger. Drei aldi Offeburgernä. Ehrwürdigs Kleeblatt! Es isch mer ußgrichdet wore, daß Eueri mattmußlineni Auge- liächter dr Druck vun dr reine Schrift in unserem Blättli nimmt verdrage kinne; dr „Alt Offtburger" sott doch, meine Ihr, größeri Bueschdawe nemme im Briäfkaschde un do un dert, wiel Ihr ne bis uf's letschd Wörtli gniäße welle, awer nimmt gued zuem Lese sehne. Alli Hochachdung vor Euere dreiainige Anhänglichkeit an so e alder Schellehusar vun dr Bohneburger Prinzegard! Ich möcht Euch schiergar e Schmutz für so viel Liäb gähn, Wenns mit eim für drei Wittwiewer abgmacht un ich als ußran- schierter Paariß nitt in Verlegeheit wär, ob Ubiern Engel odder biem Schwänli odder biem Giege-Giege-Dänzli odder schliäßlig bi alle drei alde Hauptschtrößlernä minni schmutzendi Uffwardung mache müeßt. Awer wissener, so e größt Schrift, wie si yaC Gofsinee odder in dr Schwendesimoneri selig ihrem Bättbuech emol Modi gsien isch, derf mer hittigsdag^, un schu gar für e Ziddung, nimmt anwende. Sunscht kumme unseri jungi Lecker un sage, unser Blättli sei 's Schurrnal für e Blinde-Jnschtidutt un brächt für e Grosche Garnix mit Konfiduhr. Un 's Babier größer mache, geht au nitt an; d' Lumpe sin jetzerd viel dhierer als zu seüe Zitte, wo mer si als noch uß de Wirthschgfte nuß uff d' Schtrooß keil hett ohne Reduhrbillett. Zue was sinn denn eigentlig d' Zwicke r»erfunde wore, als daß mer mit enne d' rain Schrift lese kan?- Un, mit so eme glitzerige Ding uff dr Ras süht e aldi Offeburgeri, wo vun aaße schun ehrwürdig isch, dr Scharlott Birchpfeiffer glich, wo si s' Gheimniß vun dr alde Mamsell nimmt länger bi sich bhalte hett kinne. Also, numme nitt scheniert un Vorfxnschter angschafft bi dene kalde Zitte! Odder noch e Ußweg: Dr Herr Professor Schtuwer isch e gueder Vorleser für d' Dame; wellen Ihr ne nitt zuem e Alde-Offeburger-Borlesungs-Samschdig-Owe- Kaffeekränzli angaschiere? Item, nix für unguet un k Revoar! Euer Verehrer und ehemoliger Schtammgascht. O "" " Der Apotheker K Stigler'sche M«genbittev-Oiqueuv ein tonischer Ma^enweitt. 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