Beilage zu Nr 441 -er Alten Gffeburger vom 3. November 1907. Die Verhandlungen des Schwurgerichtes für den Mittelrheinkreis, welche im Dezember 1857 (IV. Quartal) zu Bruchsal vor sich gingen, brachten unter 5 Fällen drei Verbrechen aus der Orten au. Gerichtspräsident war der Großh. Hofgerichtsrat Hildebrandt. Ein Brandstifter, der 27jährige Taglöhner Anton Büh rer von Mühlenbach, erschien als Nr. 1 auf dem Bänkchen; sein Verteidiger war der Bruchsaler Rechtsanwalt Mayer. Der Staatsanwalt, Hofgerichtsrat Haas, hatte bei den Geschworenen mit seinem Strafantrag einen vollständigen Erfolg. Der Bührer wanderte auf 5 Jahre ins Arbeitshaus. Die Anklage nahm selbst an, daß der Brandstifter „wegen Verstandesschwäche nur beschränkt zurechnungsfähig" ist, daß er weder durch Haß, noch durch Rache zum Hausanzünden getrieben wurde; er habe ..nach seinen vielfachen gerichtlichen und außergerichtlichen Versicherungen die Absicht gehabt, sich durch Verübung eines Verbrechens eine Versorgung in einer Strafanstalt zu verschaffen, weil es im schlecht ging." — Der Vater und die Mutter dieses „nur beschränkt zurechnungsfähigen" Menschen wurden früher schon unter der Anschuldigung der Brandstiftung zu Zuchthausstrafen verurteilt und starben in der Strafanstalt. Der Sohn war, scheint es, erblich veranlagt zum Zünderlen oder sehnte sich danach, zu seinen Eltern zu kommen. Am 7. Juli 1857 setzte er mittels Streichhölzchen einen Strohbüschel in Brand, der dann das Strohdach des Anton Matt'schen Bauernhauses auf der Wintereck (Gemeinde Mühlenbach) ergriff. Das Nichtversicherte Anwesen wurde samt den Fahrnissen zerstört. Ob der Bührer aus dem Gefängnis in die Freiheit der polizeilichen Aufsicht heimgekehrt ist? Nr. 2. Ein Sittlichkeitsdelikt, das hinter ver- schloffenen Türen zur Verhandlung kam. Der Staatsanwalt, Hofgerichtsrat Ottendorf, klagt den 62jährigen Nagelschmied Jakob Gerber von Stadt Kehl an, er habe ein 8jähriges Mädchen mißbraucht. Zeugen behaupteten, sie hätten den Gerber in Begleitung des Kindes unter verdächtigenden Umständen außerhalb der Stadt gesehen. Das Kind war in der Sitzung anwesend und belastete den Angeklagten, den die Geschworenen für schuldig erklärten. Dem Nagelschmied wurde zur Last gelegt, daß er ökonomisch heruntergekommen, im Armenhause untergebracht war, daß er „vollbewiesene Nebenumstände frech ableugnete." Die Verteidigung durch den Advokaten Trefurt nützte nichts. Urteil: 6 Jahre Zuchthaus mit 21 Tagen Dunkelarrest. Nr. 3. Die Kindesmörderin, die man ebenfalls hinter verschloffenen Türen aburteilte. Eine robuste Schwarz- wälderin, die ledige 23jährige Marianne Muser von Nordrach ist angeklagt, daß sie ihr neugeborenes Kind dadurch erstickte, daß sie ihm sofort ein Bein über das Gesicht legte. Die Kindesleiche war in einem Haag im Felde versteckt worden. Zehn Monate nach der Geburt wurde die Muser in Untersuchungshaft genommen; das Gericht hatte zur Konstruktion der Anklage keine Spur von der Leiche. Es war nicht festzustellen, ob es sich überhaupt um ein ausgetragenes, lebensfähig es Kind handelte. Staatsanwalt Haas vertrat diese sonderbare Anklage, der Obergerichtsadvokat Ree, früher Bürgermeister in Offenburg, verteidigte das Weib. Die Geschworenen sagten in ihrem Wahrspruch, daß „die Angeklagte den Entschluß der Tötung ihres Kindes erst während der Entbindung gefaßt habe, eine mangelhafte Lebensfähigkeit des Kindes aber nicht erweislich vorliege." (I) Urteil: 6 Jahre Zuchthaus. Der Gerichtsreporter behauptet, die Muser habe bei Verkündung des Urteils „alle Zeichen der Zufriedenheit kundgegeben". Der Vollständigkeit wegen seien die beiden anderen Urteile auch noch erwähnt. Der 44jährige verheiratete Hofmusikus Adam Sartori in Karlsruhe, der „durch Verführungskünste die Unschuld einer 12jährigen Schülerin während des Klavierunterrichts anzutasten wagte", sich aber selber als das Opfer des Mädchens hinzustellen suchte, ist wegen Versuchs (§ 336 Abs. 2 St.-G.-B.) zu einer geschärften Zuchthausstrafe von 3 Jahren verurteilt worden. Der 48jährige Bauer Franz Lutz von Odenheim, im „nüchternen Zustande brav und ordentlich", aber in der Trunkenheit streitsüchtig und gewalttätig, lebte im Zwist mit seiner Ehefrau und mißhandelte sie. Die Scheidung wurde ausgesprochen. Die Frau leitete das Entmündigungsverfahren ein. Das Oberamt Bruchsal ließ den Lutz zu einem lOtägigen Befserungs- versuch ins Gefängnis laden. Deshalb wurde Lutz über sein Weib aufgebracht, trank sich einen an, handelte mit ihr in einem Nachbarhause und stach sie mit einer Sattlerahle in die Brust. Die Wunde heilte rasch; da sie nicht tief war. Lutz behauptete, er sei infolge einer vor 20 Jahren erlittenen Kopfverletzung oft nicht recht bei Sinnen. Die Geschworenen nahmen nur „den unbestimmten, auf Tötung oder Körperverletzung gerichteten Vorsatz" an. Urteil: 4 Jahre verschärfte Arbeitshausstrafe. Zum Jubiläum der hiesigen Baumwoll-Spinnerei und Weberei. Wir beschäftigten uns wiederholt, zuletzt in der Nr. 423 des „Alt Offeburger" vom 23. Juni mit der Gründung dieses größten hiesigen Industrie-Unternehmens, das auf eine halbhundertjährige Tätigkeit zurückblickt. Den Aktenstücken aus der Entstehungszeit fügen wir heute noch die folgenden Publikationen hinzu: Einladung zur Betheiligung bei der Actien-Gesellschaft Spinnerei und Weberei Offenburg. 15 000 Spindeln, 340 Webstühle, 65 000 Stücke Calicos. Kapitalbedarf fl. 840 000 in 1200 Actien zu fl. 700 = Thlr. 400 = Frcs. 1500. Bau- und Einrichtungszeit lVa Jahre; Verzinsung des Kapitals unterdessen. In Aussicht stehende Actien-Rente 15"/». Die Unterzeichneten Gründer der Gesellschaft legen nach bereits geschehener Zeichnung der Hälfte des Kapitalbedarfes die andere Hälfte mit fl. 420 000 zur allgemeinen Betheiligung auf und eröffnen zu diesem Behufe Einzeichnungslisten in Mannheim bei Hrn. E. Eisenhard, k. k. öfter. Consul. Mannheim u. Heidelberg „ „ W. Köster u. Cie. Carlsruhe „ „ Gebrüder Haas. Offenburg „ „ R. Zachmann. Freiburg „ „ Gebr. Kapferer. Näheres im Prospecte und den Satzungen der Gesellschaft, welche von der Großherzoglichen Staatsbehörde genehmigt sind, und bei genannten Herren sowie bei den Gründern in Empfang genommen werden können. Die Einzahlungen erfolgen in Raten von 10° o und im Laufe von ungefähr l ‘/2 Jahren. Offenburg, 1. Oktober 1857. Andre Köchlin u. Cie. Ernst Haager, in Mülhausen. Oberrechnungsrath in Carlsruhe. Karl Zinth, Ingenieur in Offenburg. Spinnerei und Weberei Offenburg. Die Unterzeichneten Gründer dieses Unternehmens benachrichtigen hiermit, daß nur noch bis zum Schluffe dieses Monats Unterzeichnungen auf Gesellschafts-Aktien angenommen werden bei den im Prospectus benannten Handlungshäusern für Offenburg und Umgebung bei Herrn Robert Zachmann, welcher auf Verlangen den erwähnten Prospectus, sowie auch die Gesellschafts-Satzungen mittheilt. Mit Beginn des Monats November werden die Listen geschloffen, das Ergebniß eröffnet, die Gesellschaft definitiv gebildet und die Mitglieder des ersten Verwaltungsrathes derselben bezeichnet werden. Offenburg, 24. Oktober 1857. Andre Köchlin u. Cie. Ernst Haager, in Mülhausen. Oberrechnungrath in Karlsruhe. Karl Zinth, Ingenieur in Offenburg. Spinnerei und Weberei Offenburg. Die Unterzeichneten Gründer der Gesellschaft dieses Namens erklären unter Bezugnahme auf ihre Bekanntmachung vom 1. Oktober d. I-, daß das Actien-Capital von fl. 840 000 vollständig gezeichnet und hiernach die Gesellschaft definitiv gebildet ist. Aus der Zahl der meist betheiligten Aktionäre ist der Verwaltungs- Rath gemäß 8 34 der Satzungen ergänzt worden, und es besteht derselbe nunmehr aus folgenden Herren: Gustave de Bussierre in Offenburg, A. Lufft, königl. bayer. Reg.-Direktor a. D. in Carlsruhe, Bernhard Schaible, Partikulier in Offenburg, Wilhelm Schnitzler, Fabrikant in Zell a. H., Julius Seligmann, von der Firma Gebrüder Seligmann in Carlsruhe, Heinrich Thierry-Köchlin, Affociö der Firma Andre Köchlin u. Cie. in Mülhausen, Moriz Wolff, Associs der Firma Nathan Wolfi u. Sohn in Berlin. Carlsruhe, den 9. November 1857. Andre Köchlin u. Cie. Ernst Haager, in Mülhausen. Oberrechnungsrath in Carlsruhe Carl Zinth, Maschinen-Jngenieur in Offenburg. * * * Nach Maßgabe obiger Erklärung der Gründer der Gesellschaft „Spinnerei und Weberei Offenburg" hat fich der Verwaltungsrath als solcher constituirt, zum Vorsitzenden den Regierungsdirector a. D. August Lufft in Carlsruhe, zum functionirenden Geranten den Oberrechnungsrath Ernst Haager in Carlsruhe und zum technischen Direktor den Ingenieur Carl Zinth in Offenburg erwählt. Die Gesellschaft hat in rechtlicher und geschäftlicher Beziehung ihren Wohnsitz in der Stadt Offenburg. Carlsruhe, den 9. November 1857. Der Verwaltungsrath. Im Namen desselben: der Vorsitzende: A. Lufft. * Bekanntmachung. Gemäß Beschluß des Verwaltungsrathes der Gesellschaft „Spinnerei und Weberei Offenburg" vom Heutigen, sind in der Zeit vom 15. bis 30. November 1857 einschließlich, zwanzig Procente der gezeichneten Antheile zu 700 fl. mit Einhundert Vierzig Gulden für jeden Antheil einzubezahlen, und zwar je nach den Zeichnungen oder nach der Wahl der Zeichner: in Carlsruhe bei Herren Grüder Haas, „ Freiburg „ „ Gebrüder Kapferer, ,, Nürnberg bei Herrn Joh. Conrad Knopf, „ Stuttgart „ „ Gebrüder Benedict, „ Offenburg „ der Gesellschaftscaffe, welch' letztere bis auf Weiteres durch den Partikulier Bernhard Schaible und Kaufmann Joseph Nonn daselbst repräsentirt ist. Die für die Einzahlungen ausgehändigt werdenden Jn- terimöscheine sind von dem Vorsitzenden des Verwaltungsrathes, dem functionirenden Geranten und dem technischen Direktor unterzeichnet. Vorausbezahlungen und gänzliche Einzahlungen sind gestattet und werden von dem Vorsitzenden des Verwaltungsrathes und dem functionirenden Geranten auf den Interims-Scheinen besonders quittirt. Carlsruhe, den 9. November 1857. Namens des Verwaltungsrathes: Der Vorsitzende A. Lufft. * * * Zur Nachricht. Die Zahlungen für die Aktien der Spinnerei u. Weberei Offenburg finden auf dem Bureau des Herrn I. Nonn statt und werden die Zahlungen von Morgens 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 3 bis 5 Uhr in Empfang genommen. Offenburg, 15. November 1857. B. Schaible. I. Nonn. Wie man hört, beabsichtigt die Fabrikleitung, zu geeigneter Zeit eine kleine Jubiläumsfeier für die Beamten und Arbeiter zu begehen. Allerlei. Die Versteigerung der in letzter Nummer benannten Grundstücke aus H. Pfählers Hinterlassenschaft hatte folgendes Resultat: 16 ar 8(5 qm Acker am Waldbach, Anschlag 6000 M., erstand Bauunternehmer Fischer jr. um 5020 M. — Die Stadtgemeinde erwarb Wiese und Acker, 27 ar 51 qm, beim Friedhof um 4000 M. Der Anschlag lautete auf 8250 M. — Weit unter der Hälfte des Anschlages (5400 M.) wurden dem St. Andreashospitalfond 35 ar 37 qm Acker bei der Kinzigsäge zugeschlagen und zwar zu 2350 M. Nur der 42 ar 12 qm große Acker an der Schutterwälderstraße wurde für 4100 M. mit 100 M. über den Anschlag seinem neuen Eigentümer zugeschrieben. Die Landwirtschaftliche Keeiswinterschule beginnt ihren Unterricht in 2 Kursen am 5. bezw. 25. November d. I. und schließt denselben gegen Ostern 1008. Wie alljährlich geben 9 Lehrer Unterricht in: Natur- wissenschaftl. Grundlagen der Landwirtschaft, Pflanzenbau, Tierzucht, Betriebslehre und Buchführung, tierärztlichen Unterricht, Geschäftsaufsätze, Schön- und Rechtschreiben, Rechnen, Geometrie, Feldmessen und Zeichnen. Anmeldungen nimmt Herr Landw -Jnsp. Huber, Okenstr. 20, entgegen. Der Aufruf an die Elter« und Fürsorger der Gymnasiasten, den wir in der vorigen Nummer veröffentlicht haben, ift uns von verschiedenen Seiten aus Elternkreisen zugesandt worden. Es geht daraus hervor, daß auch im Elternhause das Bestreben der Schulleitung gewürdigt wird. Einen Erfolg sichert nur die gemeinsame Sorgfalt der Lehrer und der Eltern, die Harmonie der Schule und des Hauses. Die Anstalt bemühte sich seit Jahren, die allgemein sich bemerkbar machenden Unsitten zurückzuweisen. Es fehlte dabei noch vielfach an dem Verständnis der Fürsorger und Eltern. Gegenwärtig wird der Kampf gegen den Alkohol-Mißbrauch als eine soziale Pflicht aufgefaßt, die einer wachsenden Aufmerksamkeit sich erfreut, so daß der Appell der Gymnasiumsleitung gerade zur rechten Zeit erschienen ist. Mit der Be- kämpjung des Alkoholmißbrauches bei der jungen Studentenschaft — die Verbindungen der Hochschulen kommen mehr und mehr von den alten schroffen Trinksitten ab — muß gleichzeitig und positiv dafür gesorgt weiden, daß der Jugend ein kostbarer Zeitvertreib und eine körperliche und geistige Erholung gewährt wird. Dafür fehlt es hier nicht an Einrichtungen und es ließen sich ohne erhebliche Schwierigkeiten noch viele hinzusügen. Otto Baur erhielt Ä'/? Jahre Gefängnis. Unsere Leser kennen bereits die bedauerliche Entwicklung dieses Offenburger Kindes aus Nr. 426 des „Alten Osseburger". Unter dem Namen „Stellenvermittelungsbureau" trieben der Kaufmann Otto Baur und der jetzige Molkereiproduktenhändler Franz Josef Koch in Frankfurt a. M. ein unsauberes Geschäft. Der Otto heiratete eine ehrsame Frau, unterhielt aber jahrelang ohne deren Wissen nebenher ein Verhältnis mit einer anspruchsvollen Dame, die viel Geld kostete. Während er seine Gattin vernachlässigte, sorgte er für die Geliebte in geradezu väterlicher Weise und opferte ihr viel. Das Geschäft war recht mau. Don Januar bis Mai war Koch „Teilhaber", der das Schiff verließ, als es jäh im Abgrund staatsanwaltlicher Obhut versank. Doch war es für ihn bereits zu spät, auch er mußte den Sumpf mit auspumpen helfen und die Anklage wegen Betrugs über sich ergehen lassen. Es scheint, daß die Firma Baur und Koch die meisten Stellen in ihrem eigenen Etablissement zu vergeben hatte. Fortwährend waren sie auf der Suche nach Kassenboten und Bureaudienern. Aber nur solche Leute konnten gebraucht werden, die kapitalkräftig und geneigt waren, ihre Kröten entweder als Kaution oder als Einlage zu geben. Es fanden sich Dumme genug, die auf den Leim gingen und heute das Nachsehen haben. Nur in einem Fall ist der Glaube an Baur unerschütterlich geblieben und zwar von seiten seiner Geliebten, die ihm einmal 200 Mark pumpte. Auf drei Tage sollte es sein. Monate sind inzwischen verstrichen, ohne daß sie das Geld zurückerhielt. In dem Fall war Anklage wegen Betrugs erhoben worden. Der Staatsanwalt hat aber das Nachsehen, denn das Fräulein erklärte, es hoffe noch das Geld zu bekommen, und fühle sich nicht geschädigt. Zwei bis drei Monate war diese Aussage für den Angeklagten wert, der erleichtert aufatmete, als ihn wenigstens die Busenfreundin schützend deckte und nicht hineinlegte. Den Hauptcoup machten Baur und Koch an dem Brauer Heinrich Schädelbauer, der aus dem Bayrischen stammt und glücklicher Besitzer zweier Pfandbriefe der bayrischen Bodenkreditanstalt zu Köln war. Die Papiere, zusammen über 4000 Mark, waren allerdings weit weniger wert, als es in Würzdurg krachte. Schädelbauer gab die Pfänder her unter der Bedingung, daß sie „hinterlegt" würden. Das wäre ja etwas ganz Selbst verständliches, meinten die Herren — und verkauften sie so rasch wie möglich- Der urwüchsige Bayer war mir 90 Mark Monatsgehalt engagiert worden. Bei. guter Führung sollte er 20 Mark mehr erhalten. Aber er bekam nicht einmal die 90 Mark und oft war er durch die Zahlungsunfähigkeit seiner Arbeitgeber so aus dem Hund, daß Baur ihm aus Mitleid (!) eine Mark in die Hand drückte, damit er sich Essen kaufen könne. Der Bajuvare hatte endlich die Sache satt und ging aus das Polizeipräsidium, um von dem verdächtigen Schicksal seiner Papiere zu erzählen. Baur und Koch hatten es verstanden, einer Reihe armer Teufel insgesamt 11,200 Mark abzuknöpsen. Ein Konditor brachte 3000 Mk., ein Kutscher 1000 Mk., ein Kommis 1500 Mk., andere stellungslose Leute bezahlten geringere Beträge ein. Nur in fünf Fällen konnte Baur des Betrugs überführt werden. Gegen Koch hatte der Staatsanwalt Freisprechung beantragt. Die Strafkammer war aber von Kochs gemeingefährlichem Handeln im Falle Schädelbauer überzeugt und erkannte auf 6 Monate Gefängnis. Baur wurde zu 2'/- Jahren Gefängnis verurteilt. So lesen wir in der „Frankfurter Volksstimme". Redaktion. Druck und Berlag von Adolf Geck in Ottenburg. Entgegenkommen das stete Wachstum des Werkes zu fördern suchen. Durch die Erbauung einer neuen Brücke am Bahneinschnitt beim Zähringerhof erachtet der Stadtrat die normale Herrichtung der Gehwege mit Randsteinen und festem Belag von der Brücke bis zur Langenstraße als eine Notwendigkeit und beschließt, die hierzu nötigen Mittel in den nächstjährigen Voranschlag einzustellen. Bei der Schulhausbrücke soll der Straßenteil unmittelbar vor dem Schulhaus, sowie ein Teil des Lindenplatzes Pflasterung, eventuell sogenanntes Kleinpflaster erhalten. An Maurermeister Fischer werden als Mindestfordenden die Arbeiten an städtischen Gewächshäusern zum Preise von 3200 Mk. übertragen. Der Verein städtischer Beamten und Bedien st e t e n gibt seine Konstituierung bekannt und betont, daß er stets im Einvernehmen mit dem Stadtrat die Interessen seiner Mitglieder wahren wolle. Die Lieferung der Baumpfähle wird an A. Huber hier zu seinem Angebot von 24,5 Pfg. pro Stück vergeben. Cinen nachahmenswerte» Beschluß, der auch für Offenburg empfehlenswert ist, faßte der Frankenthaler Stadtrat. Die Metzger sind nach diesem Beschluß fortab verpflichtet, in ihren Verkaufsläden die Preise des Fleisches nach den einzelnen Gattungen der Tiere auszuhängen. Wenn für einzelne Fleischsorten (Lenden, Kotteletts rc.) besondere Preise festgelegt sind, so müssen auch diese angeschlagen werden. Wenn in einem Verkaufslokal zugleich Ochsen- und Rindfleisch feilgeboten wird, so sind diese Fleischsorten zu sondern. Die angeschlagenen Preise dürfen nicht überschritten werden. Die Zugabe an Knochen darf je nach der Art des Fleisches nicht mehr als den fünften oder den zehnten Teil betragen. Gegen Mitzstände beim Flaschenbierhandel macht das Bezirksamt einen energischen Vorstoß. Flaschenbier darf außerhalb der Wohnung des Händlers nur dann angeboten und feilgehalten werden, wenn es vorher von bestimmten Personen fest bestellt ist. -- Vorarbeiter oder andere Personen, die an Bauten, in Fabriken re. Flaschenbier auf Lager halten und solches wieder verkaufen, dürfen nicht den allergeringsten Vorteil aus solchem Handel erzielen. Wird ihnen ein solcher nachgewiesen, so sällt die Einrichtung unter den Begriff eines Kantinenbetriebes, der konzessionspflichtig ist. Die Ueber- Iretung der einschlägigen Bestimmungen ist strafbar. Noch höher gestraft wird das Verabfolgen solcher Getränke auf Kredit an den Arbeitsstellen. Soweit Getränke dergestalt verabreicht werden, die nicht als Lebensmittel gelten, -brauchen Arbeiter sich Lohnabzüge an den Zahltagen nicht gefallen zu lassen. Die Polizeistunde wurde für Offenburg auf 1 Uhr nachts festgesetzt' Eine Wach- und Sckiließgcsellschaft wird nun doch hier organisiert und zwar unter dem Namen: Osfenburg-Lahrer Wach- und -Schließgesellschaft, Georg Lehner u. Cie., Kommanditgesellschaft. — Büro und Direktion Gerberstraße 12. m. Paula Stcbel errang am Samstag einen glänzenden Erfolg. -Der Dreikönigsaal war fast vollständig besetzt. Gegenüber Leistungen, wie solche die junge Künstlerin uns bot, die als ein hochwillkommener Gast in ihrer gewinnenden, einfachen Lieblichkeit zu uns kam, muß jede Kritik, die keine fachmännische ist, verstummen. Paula Stebel, die ansprechendste Verkörperung ihrer heiligen Kunst, sprach durch die Macht und das Lied ihres Spieles zu uns. Der Eindruck auf die Zuhörer war überwältigend, die tiefsten Regungen der Seele erweckend. Ter spontane, mächtig ausbrechende Beifall wirkte auf die Andacht oft profan, da man wünschte, die lautlose Stille möchte die Töne unbelästigt ansklingen lassen, es möge auch der Eindruck des Bildes der weltentrückten Künstlerin vom Auge sestgehalten werden können. Tiefstes, innigstes Verstehen der größten Meister ward durch Frl. Stebel übermittelt. 'Paula Stebel ist zur vollkommenen Künstlerin geworden, für die es keine technischen Schwierigkeiten mehr gibt, die aber weit entfernt von allem Virtuosenhaften bleibt, deren Spiel nur Seele, individuelle künstlerische Auffassung bei nie rastendem Fleiß dokumentiert. Der prächtige Bechsteinflügel wurde von ihr belebt, sie ließ ihn alles wiedergeben, was edel, schön und groß ist. Blumenspenden, unter welchen eine von der Stadtgemeinde Osfenburg war, gaben dem Empfinden Ausdruck, wie stolz Offenburg auf die Künstlerin ist, wie dankbar es von der Heimatstadt empfunden ward, daß Paula Stebel zu uns kam und uns teilnehmen ließ an ihrem reichen Können, wie herzlich der Wunsch ist: Auf baldiges Wiedersehen! — Herr Konzertsänger Willy Schmidt aus Frankfurt, von Herrn Hofrat Orden stein wunderbar begleitet, errang sich reichen Beifall. Die Stimme ließ eine kleine Indisposition vermuten, aber die Art des Vortrages war geschmackvoll und künstlerisch. Der Sänger verstand sich liebenswürdig zu einer Zugabe: Brahms „Worte der Liebe", die uns am meisten ansprach. Offenburg zeichnet das zweite Konzert Paula Stebels in die Ehrenblätter der Stadtgeschichte ein. Ein Wohltütigkcitskvnzert zu Gunsten der Unterstützungsbedürftigen, vom Elisabethenverein veranstaltet, findet am Sonntag im Unionsaale statt. Als Solisten wirken Frl. Junghans uns Amtsrichter Lauck mit. Der Liederkranz-Schutierwald unter der Direktion d«S Herrn Fink und ine Offenburger Spinnstube der Frau Link haben ihre Mithilfe zugesagt. Stadttheater. Die Misere der gähnende« und erschreckenden Leere im Theatersaal zeigte in dieser Theaterwoche kaum ein anderes Bild. Trotz des klassischen Sonntagsrepertoires konnte die Direktion nicht aus ihre eigene« Kosten kommen. „Der zerbrochene Krug" wurde tadellos aufgeführt. Die Charakteristik des DorfrichterS (Herr Reich) und der Mutter Marthe (Marie Eichenwald) waren klassisch durchgeführt. Kostümierung und Inszenierung entsprachen allen gerechten Anforderungen. Nicht das gleiche läßt sich von der Aufführung: „Wallensteins Lager" sagen. Die Wiedergabe konnte dieser nicht entfernt gerecht werden. Schon die szenische Ausstattung zeigte sich als unzulänglich, um nicht zu sagen unwürdig. Ein Lagerleben zur Zeit des 30- jährigen Krieges konnte sich dabei schlechterdings niemand vorstelleu. Diese kriegerischen Menschen waren alle zahm und brav von den Soldaten bis zu den Markedenterinnen. Die Kapuzinerpredigt gehört zu den annehmbaren Leistungen des Abends. Der Schlußeffekt des „Lagers" ward gänzlich verdorben durch die ganz unmotivierte Begleitung des prachtvollen Reiterliedes durch eine vollbesetzte Bläserkapellc hinter der Szene. „Der Raub der Sabinerinnen" bietet eine dankbare Ausgabe für das jetzige Personal. Direktor Helm besitzt Figur und Talent für einen ganz vorzüglichen Striese, ein Maske von zwerchfellerschütternder Komik. Alle Mitwirkenden leisteten Gutes in der Auffassung und Wiedergabe ihrer Rollen. — Möge nun auch das kunstsinnige und theaterfreundliche Publikum seine Rolle besser spielen. Die Darstellung des Shakespearschen Othello wurde leider nicht den Ansprüchen gerecht, die man auch an ein Provinztheater stellen kann. Wir hatten hier schon recht beachtenswerte Aufführungen dieser ewig schönen Klassizität ; selbst noch im ganz alten Theater, unter der Direktion von Robert und Aliprandi. Was am Allerheiligentage hier geboten wurde, war mit wenigen Ausnahmen, Jago, Desdemona, Emilia, minderwertig. Der Othello des Herrn Quester wirkte unästhetisch und abstoßend. Der Kunstgetverbeverei«, dessen Sitzungen im Vereinslokal (Zähringerhos) stattfinden, bietet seinen Mitgliedern eine reiche Auswahl literarischer Hilfsmittel. Das Verzeichnis der in der Bibliothek vorhandenen Werke ist auf einem künstlerisch ausgestatteten Blatt, einer hübschen Wanddekoration, dargestellt. Wir erwähnen daraus folgende Titel (die mit * bezeichneten Werke sind fortlaufend): ^Deutsche Kunst und Dekoration, Jahrgang 4—10, Alex. Koch. *Kunst und Handwerk, Band 42—57, Bayr. Kunstgewerbeverein. *The Studio, 3 alte Bände und Jahrg. 1901—1907. *Kunst für Alle, Jahrg. 21—23. Monographien: Rattucelli, Dürer, Walter Crane, Holbein, W. v. Kaulbach, Klinger, Leibl, Memling, Raffael, v. Struck, Reklamekunst. Klassischer Skulpturenschatz, 5 Bände. Herald. Atlas. Monument. Schriften v. Weimar. Der moderne Styl v. Jul. Hofmann, 6 Bände. Albrecht Dürer, Zeichnungen. Hans Thoma. Les Fleurs Applications Dekoratives v. A. Seguy. Farbiges Malerbuch v. Eyth. Mago Pieta v. Krawytschke. Floras Feast und Queen Summer v. Walter Crane. Kunstgewerbl Skizzenbuch v. Seder. Badische Kunst v. Geiger. Schriften-Atlas v. Petzendors r. Rembrand 1. Heft, illust. Zeitung. Das deutsche Kunstgewerbe in Chicago. Das deutsche Zimmer im 19. Jahrhundert. Chatedrale v. St. Gallen. Prakt. Ornamentik v. Ourie. Statuten und Adreßbücher d. Bayr. Kunstgewerbevereins. Textbuch des Singspiels Singvögelchcn. Es empfiehlt sich für jeden im Kunsthandwerk tätigen Gewerbetreibenden, sich diese Bibliothek zu Nutzen zu machen und dem Verein beizutreten. Personalien. Zur Ruhe gesetzt: Lokomotivführer Lud. Beren z in Offenburg. — Aktuar L. S ch ä u b l e in Karlsruhe wird dem Bezirksamt Offenburg zugeteilt. Die badische Lehrerschaft soll demnächst auch ihr Erholungsheim bekommen. Es schweben Unterhandlungen zum Zwecke, das dem Verkauf ausgesetzte neuerbaute Hotel „Friedrichshöhe" auf dem Amalienberg bei Baden-Baden zu erwerben. Der Kaufpreis dieses Anwesens beträgt 170000 Mk. bei 50000 Mk. Anzahlung. Durch Zeichnung mittels Anteilscheinen sollen die erforderlichen Mittel ausgebracht werden. Eine aus 7 Herren bestehende Kommission mit Herrn Oberlehrer Bauer in Lichtental an der Spitze soll die nötigen Schritte einlciten. Eine außerordentliche Kinematographie bringt uns der 19. November; die Vorstellung findet unter freiem Himmel unentgeltlich statt. Das Programm lautet: Die Fensterparade des Herrn Merkur vor der Frau Sonne. Es handelt sich, um nicht fürder zu scherzen, um eine seltene Himmelserscheinung, deren das Jahr 1907 einige auszuweisen hat. Der Benjamin unserer großen Planeten läßt uns durch die Sternengucker eröffnen, daß folgendes vor sich geht. Bei seiner am 14. November um 1 Uhr nachmittags stattfindenden unteren Sonnenkonjunklion wird Merkur vor der Sonnenscheibe vorüberziehen, und zwar erfolgt sein Eintritt am östliche» (linken) Sonnenrande um II Uhr 23 Min. 10 Sek. und sein Austritt nahewestlich von, Nordpunkte um 2 Uhr 50 Min. 47 Sek. Da der Planet zu dieser Zeit nur den geringen scheinbaren Durchmesser von 9".8 besitzt, muh man sich zu der Beobachtung eines besseren Fernrohrs bedienen, durch das man daS Sonnenbild aus einem weißen Papierschirm aussängi. Zum Merkur-Gastspiel wird noch geschrieben: Am 14. November findet ein sogenannter Merkurdurchgang statt. Wenn Merkur sich genau in derselben Ebene um die Sonne bewegen würde, in der. die Erde umläuft, so müßte er jedesmal, nachdem seine Sichelgestalt ganz schmal geworden, und er in den Strahlen der Sonne verschwunden ist, vor der Sonnenscheibe oor- überziehen, und zwar als schwarzer Fleck, da er uns dann die Nachtseite zukehrt. Bei jedem Umlaufe müßte also ein Merkursdurchzang stattfinden. Das ist jedoch nickt der Fall, weil Merkur für gewöhnlich über oder unter der Sonne vorüberzieht. Daraus solgt ohne weiteres, daß die Merkursbahn gegen die Erde geneigt ist. Infolge dieser Neigung, welche nach genaueren Messungen 7» beträgt, sind Merkursdurchgänge verhältnismäßig selten. Der jetzige Merkursdurchgang findet in üen Mittagsstunden statt und ist in der westlichen Hälfte Asiens, in Europa, Asrika, Südamerika und der östlichen Hälfte Nordamerikas zu sehen. In unfern Gegenden findet der Eintritt des Merkur in die Sonncnscheibe etwa eine halbe Stunde vor 12 Uhr an deren nordöstliche» Rande statt; der Durchgang dauert annähernd 3(/r Stunden. Der Eintritt erfolgt 63" östlich, der Austritt 15" westlich vom nördlichsten Punkte der Sonnenscheibe. Der Durchmesser des Merkur beträgt zu dieser Zeit 8,3 Bogen- fekunden, d. i. l /iso des Monddurchmessers. Das ist zwar sehr wenig, dennoch aber genug, um den Vorgang schon mit sehr schwacher Vergrößerung beobachten zu können. Dem unbewaffneten Auge freilich bleibt das Ganze völlig verborgen. Der Planet erscheint bei diesem Durchgang als eine scharsbegrenzte tiesschwarze Scheibe, die beim Ein- und Austritt oft tupsenartige Erscheinungen zeigt. — Auch bei der Venus finden solche Durchgänge statt, die jedoch ungleich seltener sind und nur alle hundert Jahre durchschnittlich zweimal wiederkehren. Der nächste findet erst am 7. Juni 2004 statt. Schlummerlied im Herbst. Die ganze Welt geht schlafen, Das große Bett ist aufgestellt, Die Federn sind geschüttelt Und tüchtig durchgerüttelt, Daß es nur warm und wohlig hält. Die ganze Welt geht schlafen. Die Sonne hat sich müdgelacht, So müd sind ihre Augen, Sie blinzeln nur und taugen Zu einem letzten „Gute Nacht"! Die ganze Welt geht schlafen. Ihr Atem geht so leis und lind, Muß schöne Dinge träumen Vom Lenz und grünen Bäumen, Nun schlaf auch du, mein großes Kind! Leo Heller. Briefkasten des Alte» Offebnrger. Jnseratensammler hier. Aus Offenburgcr Bekanntmachungen folgende Stilblüten: Ein am hiesigen Platze in sehr guter Lage und flottgehendes Putz-, Kurz- und Wollwarengeschäft ist altershalber der jetzigen Inhaber . . . zu verkaufen. Spiegel, Bilder liefert infolge Selb st Verfertigung am besten und billigsten rc. Einladung Stadttheater in Offenburg. Saalba« zu de« „Drei Königen". Zu dem am Dienstag den 5. November, abends l k9 Uhr, im Saale zur „Zauberflöte" stattfindenden Vortrag des Herrn Stadtrats Monsch über KrdmgdksFrmdrinittkkhks beehren wir uns, die Mitglieder unserer Vereine und sonstige Interessenten ergebenst einzuladen. 3037 Kaufmännischer Verein. Grund- und Hausbefitzerverein. Gewerbe- u. Handwerkerverein. Dev Uorvereitirngskurs }\tv Meisterprüfung beginnt am 12. November l. I. abends 6 Uhr in der Gewerbeschule. Anmeldungen zum Besuche derselben nimmt entgegen der Gewerbeschulvorstand. 3025.3.3 Nahm, Rektor. fiur 1 IN. das Cos! I der XVI. Strassöurp Pferde-Lotterie. > Ziehung sicher 16. November. Gesamtbetrag i. W. 39,000 Mk. Hauptgewinne 12.500 Mk. 119$ Gewinne zusammen 26.500 Mk. Die 31 Pferde-Gew. m. 75°'o und 1130 letzten Gew. m. 90°/o auszahlbar. Lose ä 1 Mark, 11 Lose 10 Mk., Porto u. Liste 25 Pf. versendet das General-Debit 3 ok< J. Stürmer, und alle Losverkaufsstellen. A - - 2 ä Sonntag. 3. November, nachm. 4 Uhr: der der §3bmerllllie0. abends 8'/. uhr: Robert und Kertrsw. Große Posse mit Gesang. Von Raeder. Dienstag, 5. November, abends S^U Uhr: Volksvorstellung bei besonders ermäßigten Preisen. Mittwoch, 6. November, abends 8^/4 Uhr: Dfcl 1 ÄlCQ ZUF Novität! Lustspiel von Kadelburg. Freitag, 8. November, abends 8^/4 Uhr: Novität! ^dflllHCntüQ Aenderungen Vorbehalten. Novität! 3038 Itmlaacn 190 T, Auf 1. November ist das letzte Viertel der Umlage fällig geworden- Wir ersuchen um dessen alsbaldige Berichtigung, da mit Rücksicht auf den nahem Jahresschluß die Betreibung zeitiger als in den vorangegangenen Quartalen eingeleitet werden muß, wenn sie noch vor dem Rechnungsabschlüsse zu Ende geführt, werden soll. Offenburg, den 2. November 1907. Das Bürgermeisteramt. Hermann. 3035 Lewerberchule. Der lllintrrknrs für Mmirrr und Jimmtiifrlrutr beginnt am 11. November lfd. Js. Wegen Raummangel kann nur eine be-' schränkte Anzahl Teilnehmer Aufnahme finden. Es wollen sich daher nur ältere- Leute, welche 1—3 Jahre vor Ablegung der Meisterprüfung stehen, zum Besuche anmelden. Die Anmeldungen können mündlich oder schriftlich geschehen bei dem Vorstand der Schule: 3034.2.2 Nahm, Rektor. Freiwillige Feuerwehr Offenburg. Donnerstag de« 7. November, abends 8 Uhr, im Unionsaal (Kommandant Adrion): Generalversammlung. Tagesordnung: 1) Neuwahl des Kommandanten und dessen Stellvertreters. 2) Neuwahl des Korpsrechners. 3) Allgemeine Wünsche und Anträge- Hierzu werden die Korpsmitglieder unter Hinweis auf § 14 der Statuiere eingeladen. — Erscheinen in kleiner Uniform. Offenburg, im Oktober 1907. Das Kommando. E. A d r i 0 n. Rubi. Redaktion, Druck und Berlaa vou Adolf Geck tu ONciw'irq. Hierzu eine Beilage.