vr alt Ossevurger. Belletristische und humoristische Chronik der Kreishauptstadt Gffenburg. Nr. 460. Ausgabe vom 8. Mürz 1008. Preis 10 Pf. flnno 184$ im Iflärz. Die Petition der demokratischen Offenburger Bürgerschaft an die II. Kammer teilten wir unseren Lesern mit. Die Unterschriften waren nicht mehr festzustellen; denn das Original befindet sich nicht mehr bei den Akten des Landtages. Ueber 140 Petitionen gingen aus allen Teilen des Landes ein und wurden im Herbst von der Kammer an die Regierung überwiesen. Wir werden wohl die Namen der Unterzeichner aus Offenburg durch das Landesarchiv feststellen können. Die Ueberbringung nach Karlsruhe geschah durch Deputationen in besonders feierlicher Weise, sogar durch größere Gruppen, die mittels Extrazügen befördert wurden. So z. B. brachten am 1. März 1848 mit 2 Lokomotiven bespannte Extrazüge zahlreiche Abordnungen nach der Residenz, deren Bürgerschaft — mit Ausnahme der Turner — diese Gäste nicht besonders beachtete. Im Harmoniesaale — (Bürgergesellschaft) versammelten sich die mit schwarz-rot-goldenen Schleifen geschmückten Abgesandten des Volkes, um in die Kammer zu ziehen. Struve-Mannheim sollte die Mannheimer Petition überreichen. Jtzstein erklärte ihm, daß die Kammermitglieder alle sich aus dem Saale entfernen würden. Drum mußten sich die Revolutionäre damit begnügen, daß dem Abgeordneten Hecker im Rondell die Petitionen gewissermaßen privatim übergeben wurden. So ängstlich waren die alten Volksmänner geworden. Es sollen gegen 20 000 Menschen sich damals in Karlsruhe eingefunden haben. Die Räume der Kammer waren überfüllt. Reden wurden im Saale und in den Hofräumen gehalten. Die 12 Beschlüsse abschwächender Art, welche die II. Kammer am 2. März faßte, werden noch mitgeteilt. Mit Ausnahme Heckers faß kein Abgeordneter im Hause, der entschieden und ohne Falsch auf der Seite des Volkes stund. Am 5. März tagten die Abgesandten aller deutschen Staaten in Heidelberg; damals forderte Gagern den deutschen Föderativstaat unter Preußens Schutz, während Struve die föderative Republik nach nordamerikanischem Muster als die richtige Einheitsform erklärte. Das Resultat der Tagung war folgende Proklamation: „Die Versammelten sprechen ihre Ueberzeugung von dem' was das Vaterland dringend bedarf, einstimmig dahin aus: „Deutschland darf nicht durch Dazwischenkunft in die Angelegenheiten des Nachbarlandes oder durch Nichtanerkennung der dort eingetretenen Staatsveränderung in Krieg verwickelt werden. „Die Deutschen dürfen nicht veranlaßt werden, die Freiheit und Selbstständigkeit, welche sie als ihr Recht für sich selbst fordern, andern Nationen zu schmälern oder zu rauben. „Die Vertheidigung der Deutschen und ihrer Fürsten darf hauptsächlich nur in der Treue und dem bewärten KriegSmuthe der Nation, nie in einem ruffischen Bündniffe gesucht werden. „Die Versammlung einer in allen deutschen Landen nach der Volkszahl gewählten Nationalvertretung ist unaufschiebbar, sowohl zur Beseitigung der nächsten inneren und äußeren Gefahren, wie zur Entwicklung der Kraft und Blüthe deutschen Nationallebens. „Um zur schleunigsten und möglichst vollständigen Vertretung der Nation das ihrige beizutragen, haben die Versammelten be- schloffen: „Ihre betreffenden Regierungen auf das dringendste anzu- ffehen, so bald und so vollständig als nur immer möglich ist, dqs gefammte deutsche Vaterland und die Throne mit diesem krqttigen Schutzwalle zu umgeben. X ,'Zugleich haben sie verabredet, dahin zu wirken, daß bald-. Möglichst eine vollständigere Versammlung von Männern des Vertrauens aller deutschen Volksstämme zusammentrete, um diese wichtigste Angelegenheit weiter zu berathen und dem Vaterlande wie den Regierungen ihre Mitwirkung anzubieten. Zu dem Ende wurden 7 Mitglieder ersucht, hinsichtlich der Wahl und der Einrichtungen einer angemeffenen Nationalvertretung Vorschläge vorzubereiten und die Einladung zu einer Versammlung deutscher Männer schleunigst zu besorgen. Eine Hauptaufgabe der Nationalvertretung wird jedenfalls die Gemeinschaftlichkeit der Vertheidigung und der Vertretung nach Außen sein, wodurch große Geldmittel für andere wichtige Bedürfnisse erspart werden, während zugleich die Besonderheit und angemessene Selbstverwaltung der einzelnen Länder bestehen bleibt." Jetzt ging man überall in Deutschland mit Proklamationen vor; am Rhein vergaßen sie sogar, daß Karnevalszeit ist. Welker wurde badischer Bundestagsgesandter. Im Odenwald drohten die Bauern mit einer Rebellion. Die hervorragendste Erscheinung war die große Volksversammlung zu Offenburg am 19. März; sie hatte den Zweck einer öffentlichen Demonstration. Die Einladung (von Struve verfaßt) lautete: „Die freiheitlichen Bestrebungen des badischen Volkes entbehren der Einigung. Die Aufregung äußert sich theilweise in beklagenswerthen Ausbrüchen. Die Feinde der Freiheit und des Vaterlandes treten zwar im Augenblicke nicht offen auf, können aber leicht wieder ihre Macht entwickeln. Unter diesen Umständen ist zum Schutze der öffentlichen Ordnung und der Rechte des Volkes ein Zusammentreffen aller Freunde des Vaterlandes noth- wendig, wenn sich nicht der gute Geist zersplittern oder gar von feindseligen Umtrieben unterdrückt sehen soll. Von diesen Erwägungen geleitet, laden die Unterzeichneten alle badischen Staatsbürger, welche das Recht haben, Wahlmänner zu wählen, auf Sonntag den 19. l. M. Vormittags 10 Uhr zu einer allgemeinen Versammlung nach Offenburg ein, wo das Weitere berathen und beschlossen werden wird. Karlsruhe, den 9. März 1848. Dr. Hecker, Peter, Struve, Welker, E. Eller, v. Jtzstein, Richter, Sachs, Kapp, Val. Streuber, v. Soiron, Straub, Metz, I. P. Grohe, Heinrich Hoff." Die Regierung beriet, ob sie die Versammlung unterdrücken soll; das Militär stund in Bereitschaft, die Residenz war überfüllt mit Truppen, Rastatt wimmelte voll Soldaten. Am Vorabend, 18. März, traten in Offenburg einstußreiche Männer zusammen (Hecker, Struve, Fickler, Jtzstein, Mathy), um die zu stellenden Anträge vorzubereiten. Der Antrag Ficklers, die Republik zu erstreben, fand allgemeinen Widerspruch. Des folgenden Morgens hielten sie im Rathause eine zweite Vorbesprechung, woran nahezu 100 Männer sich beteiligten. In dem von Struve vorgelegten Programm fand nur ein Punkt lebhaften Widerspruch: das Mißtrauen gegen die badische Regierung. Doch wurde dieser Punkt in die Tagesordnung eingestellt, dafür aber die Republik fallen gelassen. Die Konstitutionellen brachen aber vor der Volksversammlung dieses Ueber- einkommen und bekämpften den Antrag betreffend das Mißtrauensvotum. 20000 bis 25 000 Männer aus allen Landesteilen waren am 19. März 1848 in Offenburg versammelt. Jedermann war mit der größten Aufmerksamkeit bei der Sache, viele Anträge wurden aus der Mitte des Volkes gestellt. Mit großer Stimmenmehrheit wurden die zahlreichen Beschlüsse gefaßt; sodann der badische Zentralausschuß gewählt. Die Leute erklärten sich bereit, zum Schwert zu greifen, wenn die Rechte des Volkes nicht von der Regierung freiwillig gewährt würden. Als die Nachricht vom Wiener Aufstand und dem Sturze des Kanzlers Metternich eintraf, war der Jubel in Offenburg unbeschreiblich. Hecker forderte zum Abschied das Volk auf, sich zu bewaffnen. um auf den erschallenden Ruf „Jetzt ist es Zeit" die Feuerzeichen auf den Bergen anzuzünden, und sich in Massen zu erheben für den deutschen Freistaat. Offenburger Allerlei. Aus dem Stadtrat. In einer Vorbesprechung über den Voranschlag gibt der Vorsitzende Aufschluß über die Ursachen des kräftigen Wachstums im städtischen Haushalt, welcher in diesem Jahre hohe Anforderungen an den Steuerzahler stellt. Infolge ungünstigen Abschlusses des letzten Rechnungsjahres ist der Betriebsfond mehr als aufgebraucht und bedarf der Erneuerung. Sodann weisen elf Rubriken der Ausgabe außerordentliche Erhöhungen auf. An erster Stelle stehen: Zinsentilgung . 15000 Mk. mehr als im Vorjahr Straßenunterhalt 16000 „ „ „ „ „ Lehrergehälter . 12350 „ „ „ „ „ Armenauswand . 13150 „ „ „ „ „ (Die Steigerung des letzten Postens steht im Zusammenhang mit der geschwächten Leistungsfähigkeit des Andreas- Hospitalfonds. verursacht durch die Wein-Mißernte des Jahres 1906.) Im ganzen errreichen die Mehrforderungen gegen das Vorjahr die Höhe von 90000 Mk. Zur Deckung dieser Anforderungen müßte der Umlagefuß eine außerordentliche Steigerung erfahren. Dies zu verhindern, gibt es ein gesetzlich zulässiges Mittel: die teilweise Tilgung der Grundstocks-Schuldzinsen durch etwa vorhandene Grundstock-Mittel! Zur Prüfung dieser Frage wird beschlossen, zunächst die Finanzkommission zu hören. Ferner wird zur Vorprüfung und eventuellen Herabsetzung einzelner Ausgabe-Posten im Voranschlag eine Kommission ernannt, bestehend aus den Stadträten Abele, Fritzsche, Silber und Schneider. Zur eigentlichen Beratung des Voranschlags wird der Stadtrat am Montag zu einer besondern Sitzung zusammentreten. Der Entwurf einer demnächst an beide Kammern zu richtenden Petition, welche die Angelegenheit der Personen- Ueberführung im Zuge der Zellerstraße in erschöpfender Weise behandelt, findet mit kleiner Abänderung einstimmige Genehmigung. Ebenso schließt sich der Stadtrat der vom Schwarzwaldverein sowie von den beteiligten Gemeinden angeregten Petition um Erstellung einer Bahnstation zwischen Ortenberg und Gengenbach voll und ganz an. Die Maurerarbeiten beim Umbau der „Alten Pfalz" werden an L. Fischer für 2846 Mk. übertragen. Ferner, erhält A. Schitterer die Lieferung der Granitarbeiten bei demselben Umbau zum Preise von 110 Mk. pro Kubikmeter. Weiter erfolgt die Vergebung der niedern Eisengeländer, welche bei den Anlage-Eingängen der Zauberflöten- und Zähringerhof-Brücke mit etwa 80 Metern zur Aufstellung kommen, an die Schlossermeister Ehr. De- schwanden und G. Riehle zum Preise von 4.70 Mk. pro Meter. Dein Wunsche der Handelskammer entsprechend wird der Stadtrat entschieden für Errichtung einer Zoll-Abfertigungsstelle am Platze des alten Postbüros am Bahnhof eintreten. Zu einer am nächsten Sonntag in Freiburg stattfindenden Konferenz der Vorstände von Museen, welche sich u. a. mit der Frage der Erhaltung bezw. des Verbleibens der Altertümer im Museum des Fundortes beschäftigen wird, soll als Abgeordneter der Stadt Offenburg Stadtrat Mansch teilnehmen. Operettengastfpiel. Der erste Theaterabend brachte ein vollbesetztes Haus. Der Zigeunerbaron übte seine alte Anziehungskraft aus und Niemand ging unbefriedigt von dannen. Klappte auch für ein erstes Zusammenspiel des Orchesters mit den Sängern noch nicht alles, jo waren doch die Hauptrollen init recht guten Kräften besetzt. Spiel, Ausstattung und Regie ließen kaum zu wünschen übrig. Die Regimentskapelle hat die schwierige Aufgabe, nach einer einzigen Probe die Aufführung zu ermöglichen, gut gelöst. Etwas diskretere Begleitung und ein Nachgeben in den Tempis wird Herr Kapellmeister Kähler für die Zukunst wohl anordnen muffen. — Der Besuch des Gastspieles kann nur bestens empfohlen werden. Möge der gute Besuch auch den andern Vorstellungen zu teil werden und Herrn Direktor Robert beweisen, wie gerne ihn die Offenburger wiederkehren sahen. Nächste Vorstellung Mittwoch: Don Cesar. -sch. Als Dessert zum Kiichlesonntag wird es den hiesigen, aber insbesondere den auswärtigen, in aller Herren Länder zerstreuten Lesern des „Alten Osftnburgers" willkommen sein, ein Sammelsurium über die verschiedenerlei Bohnenburger Faschingspläsier zu vernehmen. Wir können über die Bereinsbälle vom Dreikönigstag bis zum Sonntag Sexagesimä das Urteil fällen, sie waren gut besucht und verliefen in üblicher Weise. In der eigentlichen Faschingsoktav war es aber von altersher Offenburger Gepflogenheit, die großen Maskenbälle mit Redouten zu beleben, in denen Witz und Poesie mit dekorativ glanzvollen Darstellungen verknüpft waren. Der Uebergang Offenburgs vom Landitädlchen zur Garnisons- und Großstadt verdarb zunächst das geist- und humorsprühende Dominoleben. Viele Eingewanderte verstanden es nicht, daß unter Dominos fröhliche anständige Frauen und Mädchen stecken können, sie vermuteten immer leichte Ware und ihre Zudringlichkeiten verleideten den Spaß. Von den Maskenbällen war es der K o l o n i a l b a l l im Unionssaal, der den Reigen eröffnete. Die Laalausschmückung war brillant in ihrer fachkundigen exotisch-afrikanischen Dekoration. Herrliche Palmgruppen, Häuptlingszelte, Waffen, Geweihe rc. ließen erkennen, daß Leute beim Arrangement mitwirkten, die schon Tropenstenden genossen hatten. War doch unser Amtmann Freiherr v. Rolberg bei den ncudeutschen Brüdern tätig. Dr. Schäfer soll sich als Geburtshelfer bei schwarzen Sprohlingen hohe Ehren und Anerkennung der schwarzen Negerstämme erworben haben. Mit einem Negersürsten verbindet ihn wegen eines besonderen schwierigen Falles heute noch innige Freundschaft. Die Dekoration zeigte durch Plakale die Gebiete von Grohpopo und Kleinpopo. Recht sinnig und vielsagend hingen in dem Lager u. a. kräftige echte Nilpferdpeitschen, deren klebrige Lederriemen von ihrer ehemaligen wirkungsvollen Tätigkeit zeugten. Also, wie gesagt, das Milieu war eine täuschend echte Asrikaszenerie. Anders die Stimmung der Schwarzen und weißen Afrikaner. Man hätte weit eher stalt zu heißblütigen Bondelzwarts und Hottentoten, sich unter die frierenden Eskimos versetzt glauben können; freilich sollen die gemalten Schwarzen, teils 170er, reils Vorstädtler Seidensärber, durch Magenöde beklemmt gewesen sein. Etwas afrikanischer gings freilich bei den Weißen zu; aber auch dort erzeugte erst die Sektmarke Simmlerini Stimmung. Dem Kolonialball zugunsten der afrikanischen Notleidenden folgte der andre Armenball. Weniger exklusiv, aber bürgerlich fröhlich war da das Faschingstreiben. Die mussierende Säuglingsmilch, von edlen, braven und schmucken Müttern kredenzt, hatte sichtlichen Erfolg. Den milhelsenden Dienerschaften gings auch viel besser als den Wilden des Kolonialballes. Jodelnd und fidel führten sie ihre Herrschaften heimwärts. Vom Schmutzigen ist zu sagen: viel, viel Geschrei und wenig Wolle! Fideler wars schon beim Unterosfiziersball. Neben seinem Bock gabs schmackhafte Küche und als Dessert gebackene Stuhlsüße und blaue Bohnen! Hoffentlich erwischt man die Fastnachtslümmel, die statt Schokolade Bohnen (Revolverbohnen) spendierten. Ter Dienstagskorso war, wie schon die Bezeichnung sagt, das 1 Gegenteil von einem Maskenzug! Stumm und müde saßen die Masken in den Wagen. Mutter Koch, sonst der Clou des Karnevals, hatte sich nur damit kostümiert, daß sie vor der Abfahrt Heidelbeeren verspeiste, um mit schwarzen Lippen zu paradieren. Die gewaltige Publikumsmasse war baff und taubstumm, als in zorniger Empörung die Kochemutter einem Rudel Buben zurief: „Warum brülle ihr nitt Schelle Schelle Sechse?" Da bekam sie zur Antwort: „Was kriäge mr drfür?" Nach dem Schlußrambo in den verschiedenen Sälen um 2 Uhr früh stürmte Polizei und Wach- u. Schließgesellschaft durch Lokale und Straßen und um halb 3 Uhr war alles mäuschenstill. In früheren Jahren ging man heim, wenns zum Ascheholen Zeit war. Aschermittwoch fegte Konfettischnee Mid Luftschlangenreste zu wüsten Knäueln zusammen. Ein tppisches Bild der verschwundenen Fafchingslnst. Das Wetter zeigte an den Faschingstagen lachenden Frühlingssonnenschein. Die „Elfer" dachten: Hätte man das gewußt! Das Straßenbild war belebt von teils recht hübschen Kindermasken. Aber auch in der alten Narrenmetropole Bohnaburgia tritt die Unsitte ein, zerrissene und zerlumpte Schlamperei mit realistisch personifiziertem Humor zu verwechseln. Den Glanz- und Schlnßpunkt des Karnevals bildete der große Preismaskenball des Karnebalvereins. Ein solches Bild hatte der Dreikönigsaal noch nicht gesehen! Es mögen wohl 800 Narren und Närrinnen sich hier ihr Rendezvous gegeben haben. Ein Gemälde voll Farbenpracht, jede Sekunde wechselnd in der Wirkung eines Kaleidoskops. Für die Preisrichter harrte schwere Arbeit. Vom 4. und 8. Preise ab waren die meisten Kostüme und Darstellungen fast gleichwertig. Es konnten bei der Bewertung nur noch individuelle Momente maßgebend fein. Für kommende Gelegenheiten wird es eine Sorge des Elferrates sein müssen, bestimmte Grundregeln anfznstellen, nach welchen die Bewerbung vorzugehen hat, in Bezug auf die Idee, Ausführung und Repräsentation der Rolle. Die angesamnielten Kapitalien des Karnevalvereins ermöglichen nunmehr, beizeiten eine gute Idee anszuarbeiten. um wieder eimnW einen glänzenden Maskenzug zu arrangieren, einen Huldignngsa« für den tollen Prinzen, der Bohnenburgs alten Ruf bewahren und dekk Fremdenverkehr befördern soll. Am Dienstag wurden die Preisgekrönten durch die Straßen der Stadt gefahren. Leider kamen dabei die Kostüme garnicht zur Geltung, auch fehlten die charakteristischen und poetischen Attribute, wie die Germanenhütte, das Lebknchenhäusle und die poetische, echte Schwarzwald- stube. Die „Studenten" belebten das Straßenbild recht vorteilhaft. Von köstlichem Humor diktiert war das „Mädchenpensionat", dargestellt von den Untersekundanern des Ghmnasiums, würdig das Gegenstück die „Neger". Die Metzger führten die im Schlachthof abhandengekommene und wiedergefnndene „halbe Sau" inr Triumph durch die Straßen. Den Schluß des Karnevals bildeten die verschiedenen „Kuh schwänze", bis der Aschermittwoch graute und des Alltagslebens SRci" sich wieder geltend machten. Die Preisgekrönten sind: / G r u p p e n p r e i s e: Ich „Germanenfamilie", Schlossermeister Anton Burger^ - amilie. Ein Bild voll Poesie und fleißiger Arbeit in der Anssta itiv ach des kleinsten Details. 1b) „Hansel und Gretbel am Lel ' fjäuolc der Here", Frau Weudt, Frau Sigling, Frau Dinner, s> „Dominos mit weißen Hüten", Frl. Bürklin und Frl, Burg. Einzelpreise: 1) „Blumenkorso", Frau Friseur Weber, 2) „Alte Schwarz- wälderin in ihrem Heim", Frau Ohlenschläger; eine Rolle, von der ersten bis zur letzten Stunde feindurchgeführt und mit gemütvollem Humor ausgestattet, 8) „Lebende Kresse", Frau Blechuermeister Tritschler. 4) „Bierautomat", Herr Gehr Häuser. 5) „Gänse- grctcl", Frau Konditor Beherle, 6a) „Gemüsehändlerin", 6b) „Automobil", Herr und Frau Bergmann. 7) „Schwiegersohn tragende Schwiegermutter' Herr Schuhmachermeister Singler. 8) „Hochzeitslader", Herr Kästner. Und dann die Reihe schöner Kostüme, wie „Waldidvll", Frl. Bertha Selber; „Bretzeldomino", Frl. Anna Huber: ^Spatenbräu", Frl. Anna Schmidt; „Mode und Haus", Frl. Jda Tritschler und Frl. Schmidt; „Odol", Frl. Minna Mandel; „Taler". Frl. Wiedemann: „Zigeunerin", Frl. Zanger; „Domino mit Mohnblumen", Frl. Hang; „Akrobaten", Frau Wendling und Kind; „Volkslied", Frl. Luise Bühle; „Lampenschirm", Fräulein Stephan. Manche sehr schönen und charakteristischen Masken hatten sich dem Preisbewerb nicht gestellt, so ein „Fantasiekostüm" nach Kaulbach, voll malerischen Reizes, dargestellt von Frl. Börner, dem wir einen ersten Preis zugestandeN hätten. Eine „Spengler-Gruppe", eine Gruppe „Straßenfeger", boten sehr realistische Bilder. „Der Teufel und seine Großmutter" verbreiteten sogar den richtigen Höllendunst. Leider konnten die Stimmen nicht durchdringen, darunter litt die Darstellung der guten Idee. Alles in Allem, war dieser Ball ein echtes Karnevalsfest, voll Glanz und Humor, wie so reichhaltig und vielgestaltig noch kaum ein Vorgänger es aufwies. Eine schöne alte Bohnenburgersitte verschwindet leider immer mehr. Das Schnurren und Schnaigen der Dominos, wie es noch vor einem Jahrzehnt Witz und Humor znr Geltung kommen ließ, man findet es nicht mehr! Es hängt dies mit dem raschen Wachsen der Stadt zusammen. Man kennt den Einzelnen nicht mehr so genau, die fremden Elemente mißverstehen oft die alte Sitte und beantworten altzüuftiges Dominotreiben mit Ungezogenheiten. So verschwindet der alte Rassendomino, der unter dem Schutze jedes alten Bohnenburgers stand, bald wird er nur noch als Preisnummer bei einem Maskenballe anftauchen, zeugend von verschwundener Sitte. Larve vale! M. G. Faschingsnachwehen. Es war allenthalben anerkannt worden, daß das Faschingstreiben aus den Straßen sich in gemessenen Grenzen hielt, daß nirgends grobe Ausschreitungen zu beklagen waren. Die Kinder- maSkeraden waren meistens hübsch. Vielfach sah man lustige „Studentlein", denen Helle Freude und Uebermut aus den Augen leuchtete, wenn sie vor Bekannten „filzten" und diese dann recht erstaunt taten, wenn sie unter der bunten Mütze irgend ein Mariele, Liesele, Annele usw. entdeckten. Nirgends war eine Frechheit, nirgends eine Ungebührlichkeit zu erspähen und vernünftige Lehrer und Lehrerinnen freuten sich darüber, wenn so ein Studentle oder ein Clown an sie herantrat, den Austritt aus der Mädchenschule anzeigend, mit der Begründung, alle wollten nun fürderhin das Gymnasium oder die Realschule besuchen. „So isl's recht, dann haben wir doch keine bösen Mädel mehr auf der Schule!" So antwortete ein außerordentlich beliebter und tüchtiger Lehrer einer solchen „Buben"-Schar, die. meistens mit ihren Turnhosen und Blusen angetan, ihn neckend umstellten! — Es war die fröhlichste Harmlosigkeit, rechte Kinderfreude, die man bei solchen Szenen beobachten konnte. Meiit hatten die Brüder von den eignen Equipierungsstücken abtreten müssen, um die Schwestern als recht echte Studenten auszustatten. Vergnügt und harmlos beschlossen diese „Studenten" ihre Faschingsfreude. — Jäh sollte sie zerstört werden! Einer Lehrerin der Mädchenschule war cs Vorbehalten, den Kindern die Ueberzengung von der Harmlosigkeit ihrer Faschingsfreude zu rauben, den betr. Ellern einen Schlag ins Gesicht zu versetzen. In den Tönen höchster Entrüstung hielt sic den verblüfften Kindern ihre Schandtat, ihre Schamlosigkeit vor, ließ diejenigen, die gewagt hatten, mit elterlicher Erlaubnis sich in Knabenkleider zu stecken, ausstehen, drohte mit Denunziation bei der Geistlichkeit und verhieß für den kommenden Tag einer andern Klasse die gleiche pädagogische Strafpredigt. Mit der Denunziation bei der Geistlichkeit mußte sie teilweise Ersolg gehabt haben, denn Herr Pfarrverweser Karle ließ seine so sündhaften Religionsschülerinnen vortreten und verlangte, daß sie Donnerstag nachmittags zur Abbitte in den Pfairhos zu kommen hätten, widrigenfalls die nicht „Reuigen" in der Religionsstunde nicht niehr aufge- rusen würden! Man ist sprachlos ob solcher Griffe in elterliches Recht. Es ist schließlich zu verstehen, wenn die Klosteroberin ihren Zöglingen verbietet, in Knabenkleidern oder Clownanzügen hinter die Klosterpsorte zu kommen in den Faschingstagen. Es hat hier niemand etwas dreinzurcden, denn die Eltern müsien ja ihre Kinder nicht dorthin schicken und die meisten Eltern der Pensionäre werden auch von der Zweckmäßigkeit dieser Anordnungen, wenn auch nicht überzeugt sein, so doch vom Gesichtspunkte der klösterlichen Erziehung aus solche begreifen. — Gleichwohl kennen wir ein badisches Frauenkloster, wo auch in derartiger Verkleidung keine Sünde erblickt wurde und wo eine sehr fromme Ordensfrau, s. Zt. als Kandidatin, in echtem Rokoko-Herrenkostüm mit einer Mitkandidatin das zierlichste Menuett vor versammeltem Konvent und den Pensionären tanzte. Dies lat der Liebe und Hochachtung keinerlei Abbruch! — Eltern aitt, deren Kinder eine öffentliche städtische Schule besuchen, müssen es sich energisch verbitten, daß ihre höchste Autorität in der Schule untergraben werde. Von der Schuldirektion müssen sie verlangen, daß an der gleichen Stelle, wo ihnen der Schlag ins Gesicht versetzt wurde, auch Genugtuung gegeben werde. Wir sind überzeugt, die Direktion billigt das Vorgehen der detr. Lehrorgane nicht. Aber ist diese Auffassung richtig, so inuß die Schule auch zu den Eltern stehen und für andre Fälle Vorbeugen. Kindliche Freude und Harmlosigkeit der Herzen sind so kostbare Kräutlein, daß die Schule geradezu die Mlicht hat, es vor dem Rauhreis der Muckerei, Heuchelei und Liebedienerei jit bewahren! Besonders aber vor altjüngferlicher falscher Schamhaftigkeit, vpn der die wahre Mädchenscham nur erstickt werden kann. I Musikalisches. Herr Hugo Zuschneid, Buchdruckereibesitzer hier, übergab wieder eine seiner Kompositionen der Oeffentlichkeit: „Ave Maria" für mittlere Singstimme mit Klavier oder Harmonium- begleitung (Violine ack libitum). Dieses „Ave Maria" wurde von einem bewährten Fachmann, dem Herrn Kgl. Musikdirektor Joh. Diebold, als „anmutig, würdig und geschmackvoll" bezeichnet. Scheffel-Nationaldenkmal. Für das vom deutschen und österreichischen Scheffelbunde im Einvernehmen mit zahlreichen hervorragenden Schriftstellervereinen, Sängerverbänden, deutschen Kultur- u. Schutzvereinen, sowie alpinistischen Korporationen am Mondsee geplante Scheffelnationaldenkmal nehmen nun auch die Rhein. Kreditbank und deren Zweigniederlassungen Spenden entgegen. Auskünfte in Angelegenheiten des Denkmals erteilt die Geschäftsstelle des „Scheffelbundes", Wien 12, Frauenheimgasse 3. -n- Die Generalversammlung des Vorschostvereins war gut besucht. Herr Direktor Fabricius gab den Geschäftsbericht; die Versammlung war mit allen Punkten einverstanden. Bei der Position Freigebigkeitshandlungen machte Herr Stadtrat Fritzsche den Vorschlag, statt nur 300 M. 600 M. für die Unterstützung der Ferienkolonie einzusetzen und erinnerte mit warmen Worten an die segensreiche Wirkung dieser Einrichtung. Herr Stadtrat Schneider wünschte jedoch, man möge es bei M. 300 belassen. Mit allen gegen etwa 12 Stimmen wurde der Antrag Fritzsche abgelehnt. In seinem Schlußwort ermahnte Herr Direktor Fabricius die Mitglieder, sie möchten an der Förderung der Genossenschaft insbesondere dadurch Mitwirken, indem sie Geldbeträge nie kürzere oder längere Zeit zu Hause liegen lassen, sondern die Barvorräte jeweils zum Umsatz aus die Kasse bringen. R. Der Gartenbau-Verein hält wieder eine seiner so beliebten Vereinsversammlungen ab und zwar ist ein Fragekasten über das Thema „Gemüsebau" errichtet. Ferner sei auch darauf aufmerksam gemacht, daß der Verein sich eine praktische Baumspritze angeschafft hat, welche den Mitgliedern zur Versügung steht. Näheres hierüber in der Versammlung. Der 88jährige, dessen Geburtstag an der Schwelle des Monates März liegt, wird von den alten Osfenburgern nicht vergessen. Zahlreich waren die Gratulanten, welche sich dem Vater „Humbug", unserem allverehrten Schlossermeister Louis Burg sen., am ersten Märzentag näherten, um ihm Glück zu wünschen für ein ferneres Dasein bis hinein ins 9. Jahrzehnt seines Lebens. Die Fröhlichkeit und gute Laune des alten Herrn, der wie ein Urgroßvater des Prinzen Karneval mit altbackenem Humor die Honörs in seinem Leibgeding entgegennahm, läßt erwarten, daß wir seinen 90sten mit ihm seiern werden. Den Stainmtisch aufzusuchen, war dem Gefeierten nicht möglich. Dafür kam die Hebe „Marie" des Dreikönigswirtshauses in reizender Etsäßertracht zum Propheten, um ihm die Grüße und Küße zu überbringen. Also, fröhlich weiter in die künftigen Märzen, Vater Humbug! Die Totrnliste des Monats Februar verzeichnet auch die Namen zweier auswärts gestorbenen Priester, deren Wiege in Alt-Offenburg stand. Pater Benedikt Gottwald O. S. B. starb in Wil bei St. Gallen in der Schweiz, wo er Spiritual des dortigen Dominikanerinnenklosters war. Pater Gottwald ward 1845 zu Offenburg geboren als Sohn des Oberbürgermeisters Gottwald. Er empfing die Priesterweihe 1869, wirkte als Professor in Engelberg und als Prior in Mount Angel, Oregon, Amerika. Pater Gottwald war ein Großneffe von Alban Stolz; eine Schwester ist Lehrfrau im hiesigen Frauenkloster. Pater Gottwalo soll ein hervorragender Kanzelredner und ein gediegener Gelehrter gewesen sein. — Assessor und OffizialSrat vr. August B ühler ist in Freiburg nach einer Tracheotomie gestorben Der Verstorbene war ein Offenburger Bürgerskind, ein Sohn des Gerbermeisters Josef Bühler und dessen Ehesrau Elisabeth geb. Geck. Seine Geburt forderte das Leben der Mutter. Er ward am 7. August 1851 geboren, wenige Tage nach seinem jungst verstorbenen Vetter August Huber. Früh mußte er studienhalber die Vaterstadt verlaffen. Im Juli 1876 wurde er zum Priester geweiht. Da Bühlers Jungpriesterzeit in oie Wogen des Kulturkampfes siel, wurde er einer der sog. „Sperrlinge" und mußte ins Ausland wandern. Er ward Seelsorger in der Schweiz, bis das Jahr 1880 ihm die Heimkehr gestattete. In den Pfarreien Mimmenhausen, Staufen und Kenzingen verwaltete Herr vr. Bühler bis 1894 die Psarrherrstellen. Dann wurde er in Freiburg mit einer Dom- präbende belohnt und fast gleichzeitig als Assessor beim erzbischöflichen Ordinariat angestellt. Von da an wirkte er ununterbrochen in dieser neuen Heimat in seinem Berufe und in der Seelsorge. Die Lose der von der Regierung genehmigten Baden-Badener Geldlotterie sind zur Ausgabe gelangt. Bei dieser Lotterie kommen über 3000 nur Geldgewinne im Betrage von 45800 Mk. bar ohne Abzug zur Auszahlung; Hauptgewinne 20000 Mk., 5000 Mk. usw. Die Ziehung findet bereits am 25. April statt. 1 Mk. das Los, 11 Lose 10 Mk., bei I. Stürmer, Straßburg i. E. Langestraße 107. - Briefkasten des Alte« Offebnrger. Amtsblatt-Revident hier. Der „Ortenauer Bote" vom 15. Februar macht im Briefkasten der Redaktion die technische Mitteilung : „Reklamen gehören in den Inseratenteil." Infolgedessen enthält dieselbe Nummer folgendes Inserat: „Kuhdung zu verkaufen: ebendaselbst wei, bereits neue, größere Knaben-Clown-Anzüge zu verkaufen." Eine bessere Reklame für Maskenkleider kann man sich kaum denken als in dieser wohlriechenden Verbindung. Der „General-Anzeiger" vom 5. d. Mts. bringt unter seine» „Lokalnachrichten" folgende Mitteilung aus Urloffen: „Der neue Güterbahnhof von Osfenburg wirft bereits seine Schatten nach Appenweier." Wir haben cs also mit einer neuen Schattenseite unserer schon so viel kritisierten Bahnhoserweiterung zu tun. Dieses Bahnhofgebäude muß. um einen so gigantischen Schatten werfen zu können, eine Höhe besitzen, gegenüber welcher ein amerikanischer Wolkenkratzer nur ein Streichhölzchen ist. Delikatelfen u. Kolonialwaren 01 TriHer, HMq Südfrüchte » Konserven Fleischwaren » Fische. Besonders bemüht für Lieferung von feinem, stets frisch gebranntem Kaffee. freiwillige feuerwehr Offenburg. Anmeldungen zum Eintritt in das Korps wollen gefälligst schriftlich in aller Bälde anher erfolgen. 3133.3.1 Das Kommando. E. Adrion. Rubi. Saalbau zu Jen „Drei Köni gen“ Offenburg. Kirchle-Sonntag, abends 8 Uhr grosses Bockbierfest WM" Doppel - Spaten - Anstich "MW wozu freundlichst einladet J 1 . (]. Pfitzmayer. 3138 Eintritt frei.' Arbeitsnachweis-Anstalt der Stadt Offenburg. Hauptstraße Nr. 106. Vermittlung von Kost und Wohnung für Arbeiter und Arbeiterinnen. llnentgeltlich für Arbeiter und Arbeitgeber. Stelle« finde«: Männliches Personal: Bauschlosser, Huf- und Wageuschmied, Kupferschmied, Möbelschreiner, Holzdreher, Bandsäger, Wagner, Kistennagler, Hafner (Former), Steinbrecher, Gärtner, Sattler, Metzger, Zigarrenmacher, Wickelmacher, Friseur, Schneider auf klein und groß Stück, Herrschaftskutscher, Hausbursche, Feldknecht. Weibliches Personal: Köchin für Wirtschaft und Privat, Spülmüdchen, Küchenmüdchen, Kochlehrtochter, landwirtschaftliche Dienstboten, häusliche Dienstboten, Haushälterin für einen Lanwirt. Lehrlinge: Bäcker, Konditor, Metzger, Küfer, Sesselmacher, Schreiner, Holzdreher, Glaser, Tapezier, Friseur, Schneider, Schuhmacher, Gärtner, Kellner, Zimmermann, Wagner, Sattler, Kupferschmied, Maler, Photograph, Blechner, Installateur, Mechaniker, Schmied, Schlosser, Uhrmacher, Holzbildhauer, Steinbildhauer, Kübler, Buchdrucker, Bierbrauer, Galvaniseurlehrling. Wir machen besonders auf die vorstehenden Lehr st eklen aufmerksam. Die Verwaltung. Adam. fornmlarr ?u Kmigkhichrii find vorrätig in der Druckerei Ad. Geck. I 0 r 0886 Badener Geld-Lotterie zu Gunsten des Hamilton, plllllis. Ziehung 25. April 3288 Bargewinne ohne Äbzng. 45 S 00 l Hauptgewinn 20000 Mark. 3287 Gewinne 3140 . 7.1 25800 Lnsoa 1 Mk ( n Lose 10 Mk Ol » iUJl. v Porto u. Liste 30 Pf. versendet das General-Debit J. Stürmer. *££££' und alle Losvcrkaufsstellen. Stadttheater in Offenburg. Saalbau zu den „Drei Königen". :;mi Mittwoch den 11. März, abends 8'/iUhr (Kassenöffnung 7 Uhr, Ende 11 Uhr) Gastspiel der Operettensängerin Gertrud Bucherer von München und des Bertholdschen Operettenensembles von Cesar. Operette in 3 Akten von Rudolf Dellinger. Orchesterbegleitung: Die Kapelle des Infanterie-Regiments Nro. 170. Abonnementskarten und Textbücher bei Herrn Buchhändler Iohannes Trübe. GartenUauverLin OffenUurg. Der Verein hält am Donnerstag den 14. d. Mts., abends 8 Uhr- im Saale der Zauberstöte eine Vereinsvevsaiiriiiltrirg ab, wobei über Gemüsebau re. freie Diskussion stattfindet. Daran anschließend Gabenverlosung an die anwesenden Mitglieder. Wir laden hierzu höfl. ein. Offenburg, den 7. März 1908. Der Borstand: 3139 Franz Link. Freiwillige Feuerwehr Offenburg. Am Montag den 23. März, abends 8 Nhr, findet im Saale des Gasthauses zu den „Drei Königen" die ordentliche GeneratVerfammiuNj. statt mit folgender Tagesordnung: 1. Rechnungsabhör pro 1907: a. der Korpskasse, b. der Unterstützungskasse, c. der Sterbekasse. 2. Neuwahl der Rechnungsprüfungskommission pro 1908. 3. Allgemeine Wünsche und Anträge. Hierzu werden die Korpsmitglieder unter Hinweis auf 8 14 Absatz 0 der Statuten eingeladen. Erscheinen in kleiner Uniform. Offenburg, den 29. Februar 1908. Der Berwaltungsrat. 3132.3.2 E. Adrion. Rubi. Menstag den 10. fiiarz, vormittags 10 bis 12' -Uhr in» Gasthaus zu dcn „Drei Königen". 3116.4.4 Redaktion, Druck unb Verlag von Adolf Geck in Oiicuwtrg. Hierzu eine Beilage "t