v'r alt Gffeburger. Zeitschrift der Heimatkunde für die Offenburger in der Nähe und Ferne. Nr. 803. Ausgabe vom 27. September 1914. Preis 10 Pf. Damals und jetzt. Der heutige Krieg hat die Zerstörung weltberühmter Schätze der Wissenschaft und Kunst aus dem Gewissen. Der Name „Löwen" genügt nicht, um das Schreckliche des modernen Vandalismus anzudeuten; die gesittete Welt erschauderte bei dem Rufe: Reims brennt! Die Kathedrale, eines der berühmtesten Werke der europäischen Baukunst,*) ist beschädigt durch die Kanonade, das Stadthaus teilweise zerstört. Franzosen und Deutsche streiten in ihren Zeitungen darüber, durch wessen Schuld das Granatenfeuer ein Verbrechen an den ehrwürdigen Baudenkmälern verübte. Die Zukunft wird erst das Urteil ermöglichen; es wird sich ergeben, daß der Schaden an den Baudenkmälern glücklicherweise nicht von dem jetzt geschilderten Umfange ist. Aber das moderne Frankreich hat aus der offenen Stadt Reims eine Festung gemacht und den Dom gefährdet. Er war im Kriege eine Beobachtungsstätte. Als die badischen Truppen 1870 die Festung Straßburg belagerten, befürchtete jeder Kunstfreund, es könnte das herrliche Münster, das Werk Erwins von Steinbach, welches den badischen Nachbarn ebenso lieb und verehrungswürdig war wie den französischen Elsässern, vernichtet werden oder auch nur erheblichen Schaden erleiden. Damals entspann sich eine Verhandlung zwischen dem Belagerer, General v. Werder, und dem Straßburger Gouverneur Uhrich; es handelte sich zunächst um die Entfernung einer französischen Batterie hinter dem inneren Walle unweit des Metzger- Tores, die vor dem mit der Genfer Fahne gekennzeichneten Hospitale aufgestellt war und auf unsere Belagerer feuerte. Wie war das Lazarett zu schützen in der Gegenwehr, wenn die Batterie nicht entfernt wurde? Das Münster war auch zum Kampfobjekt geworden, weil die Franzosen dessen Turm als Beobachtungsstation benützten. Als sie's nicht lassen wollten, warnten unsere Artilleristen. Berthold Anerbach veröffentlichte am 23. August in der „Allg. Ztg." einen Artikel „Vor Straßburg". „Durch ein Fernrohr habe man deutlich erkennen können, daß das Schiff des Münsters ausgebrannt ist. Was ist gegen diese weltgeschichtliche Zerstörung die Tatsache, daß noch ein Hopfenmagazin, eine Kaserne, viel Heu und Stroh und das Findelbaus verbrannt sind? Das alles läßt sich wieder Herstellen, erneuern, aber das Münster?" Am 31. Aug. berichtete die „Jnd. Als." aus Straßburg von Zerstörungen am Schiff der Kathedrale durch Kanonenkugeln. Der Turmwart habe in die Stadt hinuntergerufen: „Das Münster brennt!" Das zusammengelaufene Volk vermochte nichts gegen das entfesselte Element. Es konnte nur zusehen, wie die blendend weiße Flamme des brennenden Zinkes den Turm hinanfwirbelte . . . Das Schiff stürzte am 26. Aug. zusammen .... Die astronomische Uhr ist durch eine platzende Granate zerstört worden." Dagegen besagt eine Korrespondenz vom Oberrhein in der erwähnten „Allg. Ztg.", daß das Straßburger Münster, bis zu diesem Tage wenigstens, unversehrt war. Am 22. September haben Mitglieder der schweizerischen Deputation, welche in die Festung hineingelassen wurde, mitgeteilt, das Münster habe allerdings kleine Beschädigungen erlitten, stehe aber der Hauptsache nach noch unversehrt in seiner ganzen Pracht da. Der Münsterturm sei zur Ausknndschaft der Belagerungsarbeiten bestiegen worden; dies gab den Anlaß, einige Granaten gegen die Plattform des Münsters zu werfen." Glücklicherweise ist es der Achtsamkeit unserer badischen Artillerie gelungen, erhebliches Unheil von dem halbtausendjährigen Zeugen deutscher Baukunstherrlichkeit fernzuhalten. Als am 28. September die Tore Straßburgs sich öffneten, war der Beweis erbracht, daß die Belagerer das Münster nicht demoliert hatten. Die Kreuzblume auf dem Münsterturme — die sogenannte „Schnecke" — war durch *) Reims (Durocortum) ist eine erzbischöfliche Residenz und war durch 700 Jahre die Krönungsstadt der Monarchen Frankreichs. Mit dem Bau der gotischen Kathedrale Notre-Dame ist 1212 begonnen worden. In R. siegte 1814 Napoleon über die Russen; im September 1870 hatte König Wilhelm von Preußen sein Hauptquartier in R. eine Granate verbogen. Eine Warnungsgranate hatte den Dachstuhl am Langhause in Brand gesetzt. Eine Münsterbaukommission begann sofort die Baureparaturen; über dem beschädigten Langhaufe wurde ein Notdach errichtet. Es ist der herrliche Bau heute wieder so hergestellt, daß die Spuren seiner schlimmen Tage beseitigt sind. So wird auch die Kathedrale zu Reims, den Schreckensnachrichten entgegen^ mit geringen Schäden davongekommen sein. Ein Offenburger Kanonier hatte unter der belagerteu Einwohnerschaft Straßburgs eine Cousine, Frau I. Z., die Tochter eines verstorbenen hiesigen Gemeinderates, die drüben mit einem Franzosen verheiratet war. Das Haus der Familie Z. befand sich in der Nähe des Münsters. In einem Feldpostbriefe aus Erstein gab der Vetter und Artillerist von der leichten Batterie die Versicherung, daß er beim Geschützrichten niemals nach dem Münster, stets auf die Zitadelle das Ziel einstellte. Heute nimmt man durch die Flugtechnik und die ausgezeichneten photographischen Apparate einen Situationsplan im Feindesland sehr rasch und mit Leichtigkeit aus. Im Kriege 1870 wurden als Planfertiger sogenannte „Guiden", technische Beamte, verwendet. Unter den Offenburger Soldaten welche an der Belagerung Straßburgs teilnahmen. befand sich auch Ingenieur Hessel, der heute noch in Hagen (Westfalen) lebt und zu den Lesern des „Alt Offeburger" gehört. Hessel, der damals verwundet wurde, war einer der drei Guiden des bad. Generalstabes, welche zum preußischen Belagerungsstab vor Straßburg gehörten. Als Techniker hatten sie das Fortterrain der Festung aufzunehmen, Hessel insbesondere b/4 vom Umfange der Stadt. Dabei wurde er beständig aus der Festung beschossen. Beim Zeichnen einer feindlichen Lünette traf ihn eine Kugel in den Unterschenkel; er wurde nach Vendenheim und dann nach Karlsruhe zur Verpflegung gebracht. General v. Werder hatte zu dem verwundeten Hessel gesagt: „Ich weiß wohl, Sie sind auch vorgegangen wie im tiefsten Frieden." — Ein anderer Guide war Architekt Gustav Hagenbüchle, der schon vor einem Jahrzehnt in Straßburg gestorben ist. Die Feuerwehr Offenburg, welche gegenwärtig durch Wachtdienst im Rathause (vorher auf dem Kirchturme) Kriegshilfe leistet, mußte damals auch die Ehrenkompagnie bei Beerdigungen der Soldaten stellen. Am 26. Oktober wurde hier der Soldat Johann Reuble aus Uberlingen (6. Jnf.-Reg.), der bei Straßburg verwundet und im hiesigen Waisenhauslazarett verpflegt worden war. beerdigt. Die Feuerwehr übernahm die Erweisung der letzten Ehre. Ein Gesangverein beteiligte sich daran. Dekan Pelissier hielt die Leichenpredigt. Ein französischer Soldat, Pflegling im hiesigen Lazarett, vertrat die Partie des Feindes. Dieser Franzose ist lange Zeit hier geblieben und überall in der Stadt gastfreundlich behandelt worden. 6. Kriegsbilder aus Offenburg. a. Sonnenschein ist uns wieder beschert. Er duldete den ersten Schnee nicht länger, der zur Tag- und Nachtgleiche die dunklen Höhen des Schwarzwaldes und der Vogesen überzuckerte. In den Rebbergen sammeln emsige Winzer, was noch an „Herbscht" vom Kampf der Reben mit ihren verbündeten Feinden in diesem Jahre siegreich blieb. Zum Triumphe just keine Veranlassung. Kein Jauchzen und keine Freudenschüsse wie sonst zur guten alten Zeit der Mittel- und Vollherbste. Bei nur 3 positiven Zelsiusgraden Morgentemperaturen und unter dem Andrang quälender Gedanken an die im naßkalten Kriegsfelde dem Vollherbster Tod preisgegebenen Väter, Söhne und Brüder beeilen sich unsere Rebleute, den 1914er ewigen Angedenkens auf die Kelter zu bringen. Schlecht kann der Saft nicht werden, den der sonnenreiche August kochte. Der Genuß eines süßen Neuen, wie er trüb und dick unter der Trottspindel hervorquillt, mag unserer Einquartierung ein Novum sein, denen vom Infanterie-Ersatz, die nun seit Kriegsbeginn ihre behaglichen Flitterwochen in guten Bürgerquartieren Offenburgs verbringen, sowie den grünen Jägersmännern in den hohen Stiefeln. Bei ersteren so manchen Kriegskameraden polnischen Stammes, der erstmals im Leben sich in einem Kampf mit dem „Kriesenwasser" oder Treberngeist zu üben hatte, hier unter den sporenklirrenden Söhnen des Obotritenlandes die schweren Abkömmlinge der Mecklenburger Ritterschaft, denen beim Donner der Stöpsel ein guter Tropfen Wein den Mut zum Attackenritt jetzt in steigende Potenz erhebt. Ihnen soll eine Kostprobe des Ortenauer Methes das bittere Soldatenleben fern von der lieben Heimat versüßen. Gar viele haben am Freitag und Samstag den Marsch ins Kampffeld angetreten. Wessen Wunsch wäre nicht, es ergössen sich viele Schläuche süßen Bergweins in die Feldflaschen unserer kämpfenden Landsleute? Wo und wer sie auch seien, insbesondere von der Hausnummer 170, deren Strapazen und Opfer bei genauer Kenntnis der Regimentsgeschichte jetzt Bewunderung und Schauder erregen! Wir vertrauen der Leistungsfähigkeit unserer Liebesgabenwagen, eine humanitäre Neuheit, welche im Automobiltempo die Verbindung zwischen dem Stapelplatz Offenburg und dem Truppenteile Herstellen, dem die ersehnten Gaben gewidmet sind. Am Donnerstag raste eine solche Charitasbatterie zum Kasernenhofe hinaus; sie ging zur großen Familie des Majors Seiler, der seinem Ruhme als fürsorglicher Soldatenvater wieder gerecht geworden ist. Gegen 1 Uhr nachmittags rannte das Auto mit der Offenburger Pandorabüchse, geführt von den Zivilisten Lurk, Hoffmann und.zur Stadt hinaus; am Abend konnte ein Teil ihres Inhaltes im Feindesland an den Mann gebracht werden; z. B. erhielt Unteroffizier Alfred Wenk schon um 6 Uhr die von seinem Elternhause im Benzinschiff verstaute Liebesgabe. Warum läßt die Stadt Offenburg nicht gleich Lahr für ihre Soldaten solche Liebesgaben-Automobile abgehen? Das sind andere Leistungen, als sie gegenwärtig Sankt Bürokratius*) unserer inneren Verwaltungskunst aufzuweisen hat; auf den Amtsstuben schreibt er sich die Finger wund mit unnötigen Verordnungen, die Leistungen der Post mit ihren aufgestapelten, nicht bestellten Feldsendungen und bla- mabeln Gewichtsgrenze-Spintisiererei; die Eisenbahn, welche unsere nach der Heimat beurlaubten Verwundeten nur mit bezahlten Fahrkarten befördern will!- * * * Ein glänzendes Herbsterträgnis verzeichnet das deutsche Reich mit seiner Kriegsanleihe. Unter den i'h Milli- arden, die am Äquinoktium gezeichnet waren, in die Nebenstelle der Reichsbank für Offenburg und einen Teil der Ortenau mit 2 1 /* Millionen, die städtische Sparkasse Offenburg mit 400000 M., ihr Einlegerkreis mit 437900 M. beteiligt. Es wird angenommen, daß aus der Stadt Offenburg eine Gesamtsumme von einer Million zu dem Kriegsfond bereitgestellt worden sei. * * * Die Hiobsposten über die großen Menschenopfer, die unsere Stadt und ihre Nachbarschaft in steigendem Maße zu leisten hat. drängen sich heran. Der gefallene Lithograph Effinger war 23 Jahre alt; im gleichen Alter erlag Postassistent Eugen Eble (Unteroff. d. R.) am 18 . d. M. seinen Verletzungen im Spital zu Karlsruhe; unser Mitbürger Herm. Wälde, Schuhmacher, verlor seinen Sohn Konrad Wälde, der als 23jähriger im Regiment 170 kämpfte. Die Gemeinde Rammersweier verliert den Infanteristen Anton Hauser (Reg. 112). Unter den Verwundeten befinden sich zurzeit hier Einj.- *) In dem satyrischen Gedicht Caliban's heißt es: „Der Wollstrumpf für die Haxen Erscheint im Mai. Gott will's! Auf den Zigarren wachsen Gras, Moos und Schimmelpilz. Ein Spaß, der wenig Geld loft’t, Hurra, das ist die Feldpost." Freiw. Unteroffizier FredericoHeinrichsMaschinengewehrabt. Reg. 170)und Jakob Maier, Kaufmann; Emil Glatt, der Sohn unseres Handelsgärtners; im Spital zu Köln liegt Karl Gießel. Einj.-Freiw. Lud. Deger (Reg. 170) ist durch Krankheit sehr strapaziert und wird hier gepflegt. Einj.-Freiw. Unteroff. Lud. Haueisen (Reg. 176, 6.) ist verwundet (Spital Metz). Einen seltsam erfreuenden Gruß -empfingen Offenburger, wie wir einer Feldpostkarte des Unteroff. B. Kempf (Waltersweier) entnehmen, als ihnen plötzlich am 19. d. M. in Couvry (Frankreich) ein Wagen sichtbar wurde mit der Inschrift „Brauerei Gebrüder Mundinger in Offenburg Nr. 6." Welches Empfinden erweckt dieser Anblick! Offenburger Allerlei. Dr. Klingelhöffer, Spezialarzt für Augenleiden, hält sich als dritter Offenburger Arzt bei der Armee im Felde auf. Der Zar aller Russen war während dem vorherigen Kampf der Franzosen mit den Deutschen so liebenswürdig, seinen höchsten Orden (Georgsorden) dem General v. Moltke zu verleihen. Heute wollen die deutschen „Ritter" russischer Orden sich nicht damit sehen lassen. Bei den Annahmestellen des Ortsausschusses vom Roten Kreuz in Offenburg wurden seit der letzten Veröffentlichung gespendet. I- Für Zwecke des Roten Kreuzes; Ungenannt 6 M., 5 M., 10 M., 10 M., 3 M„ 5 M.. 10 M., 3 M„ 20 M., 1,24 M., 4 M., 1ö M., 5 M.: 10 M., 10 M., 10 M„ 3 M-, 20 M., 5 M„ 5 M.. 3 M., 1 M., 2 M.. 3 M., 2 M„ 10 M„ Metzger I. Hetze! 25 M., D. 50 M., Bäcker L. Steigert 10 M., Deutscher Frauenverein v. Rot. Kreuz f. d. Kolonien, Abt. Offenburg 70 M., Mark. Rudigier 5 M., Offenburger Damenwanderbund 210,45 M-, Zimmerstutzenverein Offenbnrg 50 M, E. u. M. 150 M., Bahnmstr. Gleichauf 10 M. und 3 goldene Ringe, K. Baumann 2 M., Vizefeldwebel Schloßer, Ers.-Regt. 172 hier 1 goldener Ring, G. Ruf, Windschläg 3 M., Julianne Schott 10 M.. Masch.-Jnsp. Wohlfahrt 25 M., Familie D. 10 M., Fr. Lauth 20 M., Lokomotivf. Heitz 10 M., Sparkasse Schutterwald 200 M., Einwohner von Rammersweier 96 M., Jos. Jndlekofer 12 M., Firma Hauser & Levi 60 M., Frau Dr. Hauser, B.-Baden 20 M., Fahnenjunker Sputhe 2,50 M., Frau I. I. Wurth II Wwe., Altenheim 50 M., Rektor Stöckle 20 M., Anton Kern 50 M.. Skatges. v. Schwarzwälder Hof 22 M., F. B. 10 M., L. K. 100 M„ Frau Thomas Schatz 5 M„ Gebr. Mundinger II. Rate 200 M., Vorschußverein Offenburg 275 M., Ovostschaff. a. D. Ph. Kern 10 M., Frau Hebamme Kern 10 M., Firma Walter Clauß II. Rate 100 M., Wagner-Zwangsinnung 60 M., Frau Prof. Götzinger, Winterthur 10 M., Spielkasse Ortenbergerstraße 26 I 2,20 M., Frida Mayer 10 M., Jos. Geiser 10 M., Gemeinde Waltersweier 25 M., Sammlung der Gemeinde Waltersweier 75 M., Anna Eisheuer 2,50 M., Verein d. Bahn- u. Weichenwärter hier 60 M., Ge- sangv. Eintracht Bohlsbach 25 M„ Th. Schwahl 25 M.. Ludw. Schwahl 25 M., Direk. K. Fr. Mayer, Winterthur 10 M., Herm. Jäger 3 M., Frl. Anna Kling 5 M., Frau Göhring, Wascherei hier 10 M., Frau Elise Falk 5 M., Gastwirt Gräßle 5 M., Kinder von Sigm. Hofmaun 10 M.. K. F. Mayer, Direktor aus Winterthur 10 M., Rabattsparverein Offenburg 300 M., M. Siller 20 M., K. H. 5 M., Bäcker Adolf Ohne- mus 20 M., Albertine Walter 160 M., Kreisschulrat Glöckle 20 M., Einige Beamte des Rangierbahnhofs 25 M., Luise Werner 5 M., Ad. Burgmann 6 M.. Frau Domünenrat Schäuble 150 M., E. Sch. 25 M., Alb. Kupferer 20 M„ Schaffner Schweizer 5 M., Anwalt Kornmayer 5 M., Ingenieur Stigler 13,95 M., Von italienischen Arbeitern Offenburgs 65,50 M., Schutzmann Dürr 8 M., Schriftsetzer G. H. 6 M., L. I. 20 M., Mich. Hurst, Rammersweier 5 M„ Frau Kupferer 10 M., Prof. H. Hoffmann 26 M., Schaffnerverein 15 M., Karl und Luise Schneider 6 M., O.-Verw.-Sekr. Völker 20 M., Berta Schüule 5 M., Karl Rotteneäer 10 M., Gärtnerlehrling Henninger 6 M., Dienstmädchen 10 M., Paul Schell 50 M., Gemeinde Hohnhurst 12 M., Frau R. S. 10 M., Frau Ziegler 5 M., Obermeister Schumann 5 M., Frl. Hoch, Hauptlehrerin 20 M., Miltner 25 M , Sammlung der Gemeinde Windschläg 47,50 M., Schindler, Windschläg 10 M., „Badenia"-Kino- matograph 100 M., Prof. Rech 20 M., Tapezier Strohmeier 5 M., Dr. Barthelmes 20 M., Altkath. Frauenverein 50 M., Feilenhauer Alois Riedinger 10 M. II. Für unterstützungsbedürftige Angehörige von Kriegsteilnehmern r Ungenannt 6 M., 1,50 M.. 2,50 M., 5 M„ 100 M., 144,40 M-, 5 M.. 30 M-, 2 M.. 6 M„ 4 M., 1 M.. 1 M.. 10 M.. 10 M., 3 M„ 10 M., Frl. Elise Schaible 20 M., Dr. Nathan 10 M., Kegelges. Kranz 15 M., Falk-Seebacher 5 M., Schaffner Gg. Weißer 5 M., Frl. E. G. 10 M., Steuereinnehmer Frz. Bamberger 10 M., O.-Justizsekr. Gg. Dietz 5 M., Schaffner Lorenz Seigel 6 M., Frl. Schneider 6 M., Ratsdiener Krauß 3 M., Frl. Parisel 4,20 M., Prof. Hoffmann 25 M., Reinle 10 M., Finanzass. Müller 5 M.. Gg. Weißer 5 M., Geschw. Beck 7 M., Schaffner B. Kinast 10 M., Metzger I. Hetze! 25 M„ Kinder des Sigm. Hofmann 15 M., Verein eh. Offenb. Realschüler Alemannia 30 M., Erlös für Geschützbeschreibungen v. K. Kächelen 10 M„ Masch.-Jnsp. Wohlfahrt 5 M., Herr u. Frau M. 50 M.. Fr. Lauth 20 M„ Lokomotivf. W. Heitz 10 M, Stadtrat Bechler 50 M., Frau I. I. Wurth II Wwe., Altenheim 60 M., Per. ehem. Burschenschafter hier 50 M., Rhein. Kreditbank, Fil. Offenburg 500 M., Jos. Geiser 10 M„ Anwaltsgehilfenverein 25 M., Schaffner Ambros Ehret 20 M., Anna Jäger 10 M., Revisor I. Ruf 10 M., Gesangv. Eintracht Bohlsbach 25 M., Th. Schwahl 25 M.„ lLudw. Schwahl 25 M., Frl. Emma Mutz 50 M., Frl. Braun 2 M., Frl. Anna Kling 5 M., Frau Göhring, Wascherei 10 M., Rabattsparverein Offenburg 300 3)1., Karl Mandel 15 3R., datier Mandel 15 M-, K. H. 5 M., Prokurist A. Martin 10 3)1., Albertine Walter 50 M., Einige Beamte des Rangierbahnhofs 25 3)1., E. Sch. 25 M., Stadtschulrat Breitbeil 10 M.. Anwalt Kornmayer 5 M., O.-Jnsp. Deecke 20 M., Bentuer 5 M., Quartiergeld von L. G. 6,20 M., Frau B. S. 10 M., Frau Ziegler 5 M., August Tremollet 3,15 M„ Frau Freisinger 10 M., Frau. Kunzer 20 M., Altkatb. Frauenverein 50 M., Schaffner W. Pfaff 3 M., Lothar Hofmann Sigmunds Sohn 10 M. Neuer Fahrplan. Von heute an verkehren wieder 4 S chn e l l - züge nach beiden Richtungen der Hauptbahn; der Verkehr in den Schwarzwald ist entsprechend verbessert und beschleunigt. Auszeichnungen. Das Eiserne Kreuz erhielten Vizefeldwebel Pape (früher Reg. 170), Leutnant d. R. Wintermantel (Schwiegersohn des Herrn Gasthofbesitzers Ries dahier) im Reg. 112, Leutnant Ed. H e r m a n n (Sohn des Herrn Oberbürgermeisters Hermann), Unteroffizier Abel (Akademiker aus Stuttgart), zurzeit im hiesigen Lazarett, Einj.-Freiw. Unteroffizier Bürstner (ein Sohn des Zugmeisters B.) von hier; zugleich erhielt er die Karl-Friedrich-Medaille verliehen. Vrzefeldwebel Leo Goos von Bohlsbach beim Jnf.-Reg. 142, Gefreiter Ernst Kunz von Zell-Weierbach beim Jnf.-Reg. 169. Vom Regiment 170 ferner: Major Seiler, Oberleutnant Schmidt -(unter gleichzeitiger Beförderung zum Hauptmann), Oberleutnant Höllerbach, Oberleutnant Klinghammer und Feldwebel Lubosch der 7. Kompagnie. Insgesamt sind nach einer Zeitungsmitteilung gegen 38000 Verleihungen des Eisernen Kreuzes erfolgt. a. Angenehme Überraschung. Im Offenburger Feldlazarett erhielt ein Unteroffizier der Infanterie, Kunstschüler Abel aus Stuttgart, der an einer Schußwunde durch das Bein leidet, einen eingeschriebenen Brief. Zu seiner großen Überraschung fand der Adressat darin das Eiserne Kreuz und einen kurzen Brief seines Hauptmannes. Durch eine freiwillig übernommene Schleichpatrouille zur Auskundschaftung der Stellung einer französischen Batterie, welche auf Bauerngehöfte (Stabsquartier) schoß, war es dem Unteroffizier gelungen, die Skizze so genau anzufertigen, daß das feindliche Feuer alsbald zum Schweigen gebracht wurde. Öffentlich belobt wurde durch den Großh. Landeskommissar der Schreinergehilfe Karl Brunnenkant in Offenburg, welcher am 14' Juli d. I. die 12jährige Mina Ehrlacher von Offenburg vom Ertrinken errettet hat. Auch erhielt der Lebensretter eine Geldbelohnung bewilligt. Wirtschaftskonzession. Der Bezirksrat hat das Gesuch des Karl Wöber von München um Erlaubnis zum Betrieb der Schankwirtschaft mit Branntweinschank zur „Kopf-Halle" unter Bedingungen genehmigt. Der Rabatt-Sparverein verteilt auch in diesem Jahre wieder Geldprämien im Betrage von 800 Mark. Vom 1. Oktober bis l. Januar werden für alle voll eingelösten Sparbücher Gutscheine ausgestellt. Der Verein spendete auch je 300 M. für den Ortsverein des Roten Kreuzes und die bedürftigen Hinterbliebenen der Krieger. Durch die Geldverteilung kann vielleicht auch einer oder der andern bedürftigen Familie eine willkommene Unterstützung zuteil werden. Das „Bähnle" machte im Monat Juni ein ungenügendes Geschäft. Es wurden auf der Strecke Ottenheim-Allenheim-Offenburg 1063 M. weniger eingenommen als im gleichen Monat des Vorjahres, welcher 14221 M. einbrachte. Die Mindereinnahme kommt bei gleichbleibendem Ertrag des Personenverkehrs lediglich auf Konto des Gütertransports. Seit Beginn des Betriebsjahres wurden vereinnahmt 43014 M. (43005 M.) Altbürgermeister I. Julius Schüler von Ebringen ist am Sonntag daselbst unter großer Beteiligung zur letzten Ruhe bestattet worden. Seine Tätigkeit als Reichs- und Landtagsabgeordneter, sein eifriges Wirken in den landwirtschaftlichen Fachorganisationen und als Okonomierat in amtlicher Stellung hat dem vortrefflichen Menschen, den ein freundliches Wesen gegen Jedermann ganz besonders auszeichnete, weit über das badische Land hinaus ein Ansehen verschafft. Den 7. bad. Reichstagswahlkreis Offenburg-Kehl-Oberkirch vertrat Schüler von 1900 an durch zwölf Jahre als Mitglied der Zentrumspartei. In der parlamentarischen Arbeit zum Schutze des Rebbaues ist er als Fachmann stets hervorgetreten. Im Alter von 64 Jahren ist Okonomierat Schüler einem langen Leiden erlegen. Sein Andenken in Ehren I Personalien. Gefängnisaufseher D. Seiler wurde etatmäßig angestellt. Bezirksamtmann Dr. E. Brombacher (bis vor kurzem hier) wurde zum Oberamtmann und Amtsvorstand in Wiesloch ernannt. — Dem Bezirksamt Offenburg wurde Reg.-Ass. Dr. Kurt Sander aus Lahr als Amtmann beigegeben. Das 80. Lebensjahr vollendet am 4. Oktober die Alt-Offen- burgerin Fräulein Therese Bühler. Die Jubilarin erfreut sich eines trefflichen Wohlbefindens. Standesregister-Auszug der Stadt Offenburg von dem Monat August 1914. Geburten: 1. Anna Frieda, V. Hilfsbremser Karl Schaub. 1. Friedrich Alfred, V. Schreiner Andreas Anti. 4. Karl, V. Taglöhner Deodato Giani. 4. Emil, V. Lokomotivheizer Emil Becker. 5. Tobias, M. Leopoldiue Merz Wwe. geb. Ar.tmann hier. 5. Egon Walter, V. Eisenbahnassistent Egon Alfons Kahles. 15. Emma, V. Monteur Albert Würth. 17. Ruth Maria, V. Lehramtspraktikant Dr. Ernst Batzer. 17. (Roch ohne Name), V. Finanzamtmann Karl Eugen Wintermantel in Lahr. 19. Erich Albert, V. Bremser Kornelius Jlg. 20. Josef Anton, V. Eisenbahnschaffner Anton Bastian. 22. Maria Frieda, V. Buchhalter Karl Eugen Franz Geißinger. 26. Walter Georg, V. Sergeant Wilhelm Gustav Hermann Schröder. 28. Gustav Werner, V. Kellner Wilhelm Müsch in Düsseldorf. 31. Albert Georg, V. Landwirt Johann Georg Killius. 31. Johanna, V. Bremser Joseph Fritz. Eheschließungen: 1. Fabrikarbeiter Julius Albert Spitz mit Fabrikarbeiterin Cäzilia Huber, beide hier. 1. Buchhalter Wilhelm Reckert in Berlin mit Hilda Frieda Bayer hier. 1. Schreiner Leopold Stärk mit Agatha Schmid, beide hier. 2. Professor Jakob Anton Emil Sebold hier mit Luise Trittler in Baden-Baden. 8. Schreiner Emil Selber mit Dienstmädchen Emma Mathilde Heitz- mann, beide hier. 3. Taglöhner Georg Rapp mit Dienstmädchen Elisabeth Krauß, beide in Kehl. 3. Werkmeister Wilhelm Bruckner mit der geschied. Berta Buri geb. Günther, beide in Friesenheim. 4. Fähnrich Siegfried Hans Adrian Schlegtendal hier mit Elfriede Hüller in Bonn. 4. Automobilhändler Xaver Otter mit Hilda Hermina Herzog, beide hier. 4. Verputzer Friedrich Fischer mit Cigarrenmacherin Helene Josefine Himmelsbach, beide in Marlen. 5. Schuhmacher Franz Xaver Biermaier hier mit Franziska Schillinger in Strohbach. 6. Gaswerkarbeiter Josef Geiger mit Cigarrenarbeiterin Luise Mathilde Gremli, beide in Lahr. 6. Taglöhner Georg Kraus mit Dienstmädchen Adelheid Leberer, beide hier. 9. Justizsekretär Ernst Becherer hier mit Hermine Mutter in Freiburg i. B. 9. Werkmeister Otto Huber in Friesenheim mit Dienstmädchen Maria Vollmer in Windschläg. 14. Elektrizitätswerksarbeiter Julius Josef Deger mit Fabrikarbeiterin Anna Hermann, beide hier. 22. Gipser Gottlob Friedrich Wolf hier mit Dienstmädchen Hermine Schwind in Fischingen. 28. Vizefeldwebel Anton Kowalski mit Katharina Schmitt hier. 29. Feldwebelleutnant-Aspirant Wilhelm Heinrich Wickert hier mit Ka- rolina Schwärzei in Ichenheim. 29. Leutnant Friedrich Hermann Karl Lothar Joachim von der Linde, zur Zeit hier, mit Margarete Kientz in Gebweiler. Briefkasten des Alten Offeburger. O. hier. Das war der französische sozialistische Abgeordnete F. de Pressense, gestorben im Anfang d. I., der mit Jaures in der Kammer gegen den Zarismus und für die deutsch-französische Verständigung kämpfte. Mehrere Nachtfalter hier. Das glänzende Ding am vormitternächtlichen Himmel habt Ihr für ein glühendes Luftfahrzeug gehalten. Die Phantasie verleitet im Kriegsleben oft zu tollen Täuschungen. Es war der Planet Jupiter, der durch sein Versteckspielen hinter Wolken Euch wie ein Kriegsschrecken vorkam. Der Jupiter Wälder Herrscher am Firmament während des ersten Teils unserer bangen Septembernüchte und wird dienstlich vom Saturnus — jetzt um die Mitternachtszeit — abgelöst. Der im Bilde des Steinbocks hoch im Süden protzende Jupiter füllt gleich nach Einbruch der Dunkelheit auf und zeigt sich stundenlang. E. in d er Festung Ist ein. Das Erscheinen des „Alten" in Euerer jungfräulichen Burg bereitet also unbeschreibliche Freude. Genau so lesen wir's im Briefe eines jungen Offenburger Maschinengewehr- Unteroffiziers, der im Feindesland steht. Noch vielen Landsleuten im Feldlager könnte dieser Gefallen erwiesen werden; aber unsere Bitte um Adressen-Mitteilung hatte hier sehr geringen Erfolg; man kann aber niemanden zwingen, seinem Angehörigen im Krieg so billiger Weise eine Freude zu bereiten. W. Bauer, Ordonnanzoffizier beim Gouvernement Namur. Besten Dank für das Lebenszeichen unseres Patrouillen-Reitersmannes. Hoffentlich währt es nicht zu lange. — Der „Alte" geht regelmäßig als Bote an Sie ab. Frdl. Gruß. Altoffenburger F. G. in Thonon. Unbelästigt bringst Du die Zeit auch des zweiten Krieges unter Deiner französischen Umgebung zu; die „Feinde" aßen sogar vorurteilslos das Brot, das Du jetzt an Stelle eines zum Kriegsdienst eingerückten französischen Bäckers dort bereiten halfst. Etliche Alpenjäger aus Haute Lavoie find an Deiner Vaterstadt auf unfreiwilliger Reise schon vorübergekommen und ließen sich das Offenbnrger Brot schmecken. Bleib gesund und feiere den Eintritt ins 80. Jahr des internationalen Daseins im neuen Völkerfrieden! Grüße von allen Bekannten. Peter in Chicago. Deine Einsendung traf am Freitag ein; sie ist in der Zeit vom 8. bis 24. September auf der Reise gewesen. Auf den interessanten Inhalt gehen wir in der nächsten Nummer ein. Inzwischen freundliche Grüße von Alt-Offenburg an den Veteranen der alten Kaserne. Nach Australien. Die aufgegebenen Kreuzbandsendungen kommen seit 22. Aug. zurück mit dem Vermerk: „Wegen Kriegszustand zurück." Wir machen nun den Versuch, über ein neutrales Land den Anschluß herzustellen. 4L in 93r o f Itut. Das amerikanische Papiergeld ist zurzeit in Deutschland nur nachteilig verwendbar. Gruß auch von K. K. Unser lieber, braver Sohn, Onkel und Neffe Karl Efüngfer, Lithograph ist am 4. September fürs Vaterland gefallen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: 5117 Karl Effinger, Werkmeister. Oberrealschule Ostenhurg. Der Unterricht des neuen Schuljahres beginnt am Donnerstag, den 1. Oktober. An diesem Tage haben sich die Klassen VI und V um 8 Uhr, IV. UIII und 0 III um 9 Uhr. UII, 0II, UI und 01 um 10 Uhr vor dem Handelsschulgebäude (Goldgasse 1) einzufinden. Die Grotzh. Direktion: 5116 Lang. Freibank Offenburg. (Notschlachtung.) Heute Samstag abend von 7 Uhr ab wird junges Kuhfleisch 6120 das Pfund zu 55 Pf. abgegeben. Die Stadt Offenburg läßt am Mittwoch, den 30. ds. Mts. öffentlich versteigern: a. das Erträgnis der Kastanien- bäume auf der Kronenwiese und auf dem Schutzdamm. b. das Laub von diesen Bäumen, das Laub von den Bäumen beim Friedhof und in den Anlagen, e. verschiedene abgängige Bäume, d. das Erträgnis von 2 Nutz- bänmen im Blöchle und beim Wasserreservoir. Zusammenkunft nachmittags 2 Uhr bei der landwirtschaftlichen Halle. Offenburg. 25. September 1914. 5118 Der Stadtrat. Höhere Mädchenschule Ostenburg. Der regelmäßige Unterricht des neuen Schuljahres wird Donnerstag, den 1. Oktober wieder ausgenommen. An diesem Tage haben sich die Schülerinnen aller Klassen um 8 Uhr vormittags in ihren Klassenzimmern einzufinden. Die Grotzh. Direktion: 5115 Weber. 7 " ' " . der Gasdklruchtungs-EimichbllMN. Zur Verhütung von Störungen sollten die Gasbeleuchtungs-Einrichtungen- insbesondere die Hänge-Glühlichter, jährlich mindestens einmal, am besten vor dem Winter, von Staub und Schmutz gereinigt und neu reguliert werden. Schlechtes Brennen und Rußen der Gas-Glühlichter ist in der Regel durch unrichtiges Einregulieren oder ungenügende Reinhaltung bedingt. Im Interesse eines guten Brennens der Gasbeleuchtungs-Einrichtungen empfehlen wir die Befolgung der obigen Regel. Städt. Gaswerk. 5112.2.1 Gas- und Strom-De;ug. ' Wir erlauben uns, darauf aufmerksam zu machen, daß es bei der außergewöhnlich großen Zahl von Aufträgen, die jeweils auf 1. Oktober (Umzugstermin) bei uns einlaufen, im Interesse einer rechtzeitigen Erledigung derselben dringend geboten erscheint, daß Anträge zur Aufstellung, Entfernung oder Übernahme von Gasmessern, Gasautomaten und Elektrizitätszählern möglichst frühzeitig, spätestens aber 3 Tage vor dem Wohnungswechsel, bei uns eingereicht werden. Anträge und Änderung von elektrischen Installationen und Gaseinrichtungen (einschließlich Beleuchtungskörper) wollen möglichst frühzeitig an die für solche Arbeiten zugelassenen Jnstallationsfirmen gerichtet werden. Auch sollten die Mieter von Wohnungen sich sobald als möglich davon überzeugen, ob in den zu beziehenden Räumen die Gaseinrichtungen bezw. elektrischen Einrichtungen so getroffen sind, daß der erforderliche Gasmesser, Münzgasmesser oder Elektrizitätszähler jederzeit aufgestellt werden kann. Es kommt sehr häufig vor. daß bei Aufstellung der Gasmesser der Anschluß im Keller fehlt oder nur teilweise fertiggestellt ist. Da diese Arbeiten jetzt schon ausgeführt werden können, empfiehlt es sich, diesbezügliche Anträge umgehend bei uns einzureichen, damit beim Einzug eine Verzögerung in der Aufstellung der Gasmesser bezw. Münzgasmesser nicht eintritt. Städt. Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke. 5113.2.1 Viehmarkt Offenburg Dienstag, den 29. September 1914. 5111 Tresternabgabe. Spitalstraße Nr. 2 werden direkt von der Trotte Trestern aus den Reben des St. Andreas-Hospitalfonds in Mengen von 50Litern gegen Barzahlung abgegeben. Abgabezeit täglich 11—12 Uhr. 5119 Offen bürg, 25. September 1914. Der Stadtrat als Stiftungsbehörde. TrolkeN'Mlch. Mit Rücksicht auf das Sinken des Milchpreises haben wir den Preis für Trockenmilch von 1 M. 50 Pf. auf 1 M. 20 Ps. pro Pfund herabgesetzt. Die städtischen Verkaufsstellen befinden sich in den beiden Apotheken. Offenburg, den 19. September 1914. 5110 Der Stadtrat. Gbftnrarkt Gffeirburg jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag von morgens 6 Uhr an in der Fruchthalle. s Das städt. Frauenbad in der Badstraße ist geschlossen. Offenburg. 23. September 1914. 6114 Der Stadtrat. Zeldposttarten für Angehörige des Heeres und an solche sind mit Aufdruck versehen bei uns zu haben: 1000 Stück a M. 3.— 100 „ ä „ —.40 2 „ 1 Pfennig. Buchdruckerei Ad. Geck. Redaktion, Druck und Verlag von Adolt Geck, Offenburg.