vr alt Gsfebukger. Zertsck)rift der Heimatkunde 'ür die Mffenburyer m der Nähe und Ferne. Nr. 1074. Ausgabe vom 14. Dezember 1910. Nachdruck verboten. Preis 20 Pf. Aus früheren Adventen. Vor 50 Jahren. Aus den bisherigen Rückblicken auf die politisch kampfbewegte Zeit 1869 wissen unsere Leser, daß vor 50 Jahren der „Ultramontanismus" der Ambos war. auf welchem der Hammer „Nationalliberalismus" sein Glück schmiedete. Baden, das damals militärisch von Preußen schon abhängig war, besaß ' aber zum Schein noch einen eigenen Kriegsminister in der Person des Herrn v. Beyer. Es waren bei uns nach dem preußischen System die Kontrollversammlungen eingeführt. Im November 1869 ist nun den Teilnehmern dieser Zwangszusammenkunft eröffnet worden, daß ihnen bei schwerer Strafe untersagt werde, an Versammlungen der oppositionellen Partei teilzunehmen und solchen Vereinen beizutreten. Das richtet sich gegen den damaligen „Spartakus." Die Vertreter der katholischen Volk§partei im badischen Landtag, darunter der Abg. Roßhirt für Offenburg-Land, gingen deshalb in einer Sitzung der II. Kammer mit gewohnter Schärfe vor. Herr v. Beyer machte folgende Ausflucht: Die Anordnung gelte nicht für die Landwehrmänner, sondern nur den der Militärgerichtsbarkeit noch unterstehenden Personen. Die Maßnahme richte sich gegen die Erregung der Unzufriedenheit unter den Truppen, namentlich auch gegen deren Bearbeitung von den Kanzeln herab, wovon die Beurlaubten nicht genug zu erzählen wüßten. Dieser gefährlichen Agitation gelte es zu steuern, um eine tüchtige kampfbereite Truppe, von gutem militärischem Geist beseelt, in Gehorsam und Disziplin zu erhalten. Die Mahnung habe den Beurlaubten gegolten, es schade nichts, daß auch die übrigen Anwesenden belehrt worden sind. Es kam an jenem 23. November zu einer der erregtesten Sitzungen der Volkskammer. Redner der katholischen Volkspartei wurden zur Ordnung gerufen. Für den Mißbilligungsantrag des Abg. Bissing stimmten damals nur noch Baumstark, Lindau und Roßhirt. An demselben Tage saßen Dekan Franz und 13 weitere katholische Geistliche vor dem Heidelberger Schöffengericht wegen einer Erklärung im „Pfälzer Boten" gegen die „Badische Landeszeitung." Alle erhielten Geldstrafen. Gleichzeitig saß PfarrerDr. Hansjakob in Konstanz auf der Anklagebank und erhielt wegen einer Rede eine vierwöchentliche Festungshaftstrafe, der Kaplan H a l b i g wegen Beihilfe zum Abdruck der Rede drei Wochen Festung. Eine Katholikenversammlung zu Hardheim im Hinterland brachte durch ihre radikale Beschlußfassung unsere liberale Regierung ganz besonders in den Harnisch gegen die schwarze Opposition des Spartakus. Die Verbreitung der darauf bezüglichen Druckschriften wurde „wegen Gefährdung der öffentlichen Ruhe und Ordnung" durch die Gerichte geahndet; in Sachen gegen den Buchdrucker I. Bernhard in Rastatt ist vom dortigen Amtsgericht am 20.11.1869 verfügt worden: Es sei der vom Großh. Bezirksamt Offen bürg . . . auf das Flugblatt „Resolutionen der am 24. Oktober in Hardheim abgehaltenen Katholikenversammlung" bei Pfarrer Wagner und Kreuzwirt Burger in Bohlsbach gelegte Beschlag gerichtlich zu bestätigen. Mit einem „Offenen Brief an den Erzbistumsverweser Dr. Lothar Kübel" hat damals die nationalliberale Bad. Landeszeitung die Kampfstimmung mächtig angefacht: »Die Priester sind wüste demokratische Wühler geworden und die Kirchen Hallen wieder von giftigen polttischen Anklagen und bösartigen Hetzereien." Unser „Orten au er Bote", der den Brief abdruckte, führte in seinen Gefechten mit dem Lahrer „Anzeiger" eine ganz unsachliche Sprache: „Das Lahrer Piäfflein oder sonst ein obskurer Haupt- und Neben- arbeiier des Anzeigers glaubt, .... seine geistreichen Witze loslassen zu müssen." — — „Unsere schwarzen Führer scheinen zeitweise am Delirium turibunäum zu leiden .... tobsüchtiger Artikelschreiber . . . . radikale Allerwelttzverbesserer . . . verkommener Kirchturmpolitiker rc." Die Abschaffung einer von Schülern entrichteten Steuer, genannt der „Hei den kreuz er", war eine gute kleine Schulreform, ebenso das Verbot an die Lehrer, von Schülern Geschenke änzunehmen. Vor 70 Jahren. Major Baczko's Stellvertreter, der Hauptm. Graf Häslingen. gab den Offenburgern als Weihnachtsgeschenk am 20. Dezember eine verschärfte Handhabung der Ordnung im Kriegszustand bekannt. Nach dessen geltenden Gesetzen mußte verhaftet und streng bestraft werden^ wer an Demon-' strationen, Drohungen, Beleidigungen (gegen Privatpersonen wie Regierungen, Behörden und ihre Diener) oder wer an politischen Vereinen teilnahm, seine regierungsfeindliche Gesinnung durch Kleider und Abzeichen (Heckerhüte, rote Federn, Cocarden etc.) verriet, Flugschriften unermächtigt austrug, falsche aufregende Gerüchte verbreitete, an Raufereien teilnahm etc. Der Fremdenverkehr in den Wirtschaften wurde noch strenger als bisher überwacht, gegen einheimische Müßiggänger, insbesondere solche, die gefährlichen Fremden bei diesem Zwecke behilflich seien, war mit aller Strenge vorgegangen. Der Feierabend war um 10 Uhr durch die Glocke zu verkünden, der Ubersitzer zu arretieren, dem Wirte das Geschäft bis auf weiteres zu schließen. Ebenso wenn bei ihm ohne Erlaubnis getanzt wurde. Die militäri- schen Colonnen, Parrouillen und Wachen, jede Militärperson und jeder öffentliche Diener war zur Arretierung eines solchen „Frevlers" autorisiert, der auf der Straße lärmte und sich sonst unanständig betrug. Geschäftliches sei aus jenen Wintertagen erwähnt: Die Gast- und Kaffeewirtschaft des Karl Rieß, „zunächst dem Bahnhofe gelegen", übernahm B. Schrieder. Der Aktuar Franz Schubert verließ Offenburg und nahm öffentlichen Abschied. Sattlermeister M. Haaß war sein Bevollmächtigter in privatgeschäftlichen Angelegenheiten. Lffenburger Allerlei. Das Offenburger städtische Vermögen in der Mitte des Krieges wird in dem soeben für 1916 ausgegebenen Rechenschaftsbericht aus das Ende jenes Jahres folgendermaßen dargestellt: Gesamtvermögen: 13 388 433,65 M. Gesamtschulden: 8 514 063,23 „ das reine Vermögen: 4 874 370,42 „ Im Einzelnen sind dieVermögensbestände also eingeschätzt i Gebäude im Stadtbesitz 2,55 Mill. M. Grundstücke im Sladtbesitz 3,89 „ „ Städt. Merke (Gas-,. Wasserwerk rc.) 5,23 „ „ Aktivkapitalien 0,33 „ „ Einnahmerückstände 0,66 „ „ Fahrnisse 0,60 „ Die Schulden sind mit Ausnahme der 69 270 M. Ausgaberückstände Grundstocksbelastungen (8,44 Mill. M.) Am 31. Dezember 1916 ergab die Abrechnung zwischen Grundstock und Wirtschaft ein Grundstocksguthaben von 1,21 Mill. M., d. i. eine Vermehrung um rund 80000 M. Aus der allgemeinen Umlage vereinnahmte die Stadt- kasse 502 975, aus den Nachträgen 72 109 M., die Verbrauchssteuern brachten ihr 24127, die Verkehrssteuerzuschläge 1028, die Warenhäussteuer 223 M., aus Rückersätzen gingen 42 123 M. ein. Von Liegenschaften sind Einnahmen weit überden Voranschlag (eingeklammerte Zahl) hinaus erzielt worden: Baumpflanzungen 11446 (7000) M.. Waldnutzungen 130674 (96510) M.. Wiesen 37338 (35000) M.. das Restguthaben für Gras nicht mitgerechnet im Betrage von 3874 M. Die Hundetaxe blieb mit 3759 M. um etwa ein Tausend hinter der Schätzung zurück, die Erträgnisse aus dem Wochenmarkt waren 4237 (7000) M Einzelne beachtenswerte Einnahmen lieferten: Sinkkastenreinigung 3015, Kläranlage 14 l92, Latrinenanlage mit Fuhrpark 33137, Begräbnisse 16678, Schulbäder 3439, Viehverkauf 4765, städt. Mietzinse 20646, Acker 24428, Gärten 2382, Sandgruben 3103. Unter den städtischen Werken lieferten die Wasser- und die Gaswerkskasse über den Voranschlag ab: 650004-55000 M., das Elektrizitätswerk und der Schlachthof blieben bedeutend darunter: 540004-16600 M. Am 31. Dezember 1915 war ein Kassenvorrat von 92678 M. vorhanden. Die Rückstände betrugen 394413 M., sie gingen ein bis auf restliche 58024 M. Die Sparkasse Offenburg veröffentlicht soeben ihren Rechenschaftsbericht für 1918, der die anhaltend günstige Entwicklung des Geldgeschäftes auch nach Abschluß des Krieges im allgemeinen wirtschaftlichen Zusammenbruch betonen kann. Nur bei der Erregung über eine angedrohte Besetzung entstund eine Geldknappheit durch den Abhebungssturm und die Bargeldzurückhaltung der ländlichen Bevölkerung. Die Stadt griff zur Notgeldausgabe. Dann sagt der Bericht: „Im Einlagenverkehr ergab sich bis Jahresschluß ein Zuwachs der Einlagegulhaben um 4 485 623.92 M. Die gemäß 8 22 der Satzungen bedingte Verstärkung der Rücklagen um 246 271.25 M. mußte aber unterbleiben, weil duich den Kurssturz auf unseren Bestand an Wertpapieren eine Abschreibung in solchem Umfange nötig wurde, daß sie nicht allein den gesamten Betriebsgewinn des Rechnungsjahres in Höhe von 207 246.90 M. aufzehrte, sondern auch noch von den Rücklagen die Summe von 330 086 55 M. in Anspruch nahm. Obwohl das badische Ministerium des Innern die Abschreibung von nur 1 Prozent auf die Kriegsanleihen für zulässig Das Offenburger Rathaus. III. Erst im Jahre 1695 wird der Ausbau des Hintergebäudes in.Angriff genommen. Die jetzt zugemauerte Eingangstür zuni Rathaussaal trägt die Zahl 1696, und am Mittwoch, den 20. Mai 1695 trug der Stettmeister in pleno vor, mit dem Maurermeister Martin (Vorname)4 zu reden und den Bau ihm zu verdingen. Die Zimmerarbeit scheint aus Lahr bezogen zu sein. Am 30. März 1696 wird von Städtmeister Troll beantragt, wieder eine Uhr in Wolfachch zu kaufen, „sowohl ad ornamentationem civitatis als der ohn- enlbehrlichen Necesität der Linwohnenden". Die Schreinerarbeit der Kanzleistube übernimmt Nicolaus Ringeisen. Mit der Wolfacher Uhr hatte die Stadt kein Glück, wenigstens ist am 27. April 1699 in den Ratsprotokollen vermerkt, daß der Stadtschlosser Jakob Thalmann eine Uhr machen solle, „doch da solche nicht tauglich sein sollte, er solche an sich selbsten haben müsse". 1700 wurde dem Zimmermeister Johann Lang das Türmchen „zu einer Glocken auf das Rathaus vor dasiger Uhren um 20 Gulden baar Gelt und einen halben Ghmen Wein verdingt, so er fein sauber und aus Art einer welschen Dauben in aller Bälde verfertiaen solle". Dieses Türmchen steht heute noch. Es ist aus schwerem eichenem Gebälk gemacht und achteckig. Im Türmchen die Glocke^): der Durchmesser ist 68 cm, die gesamte Höhe mit Krone ca 65 cm, die Krone 10 cm. Gleich oben am Mantel eine Vignette; sie ist 2—3 cm hoch. Direkt darunter die Inschrift in zwei Linien, in der ersten: 4 - LAVDATE -ÜEVM IN CIMBALIS BENE SONANTIBVS PSAL (!) 148«) 1673. Dann zeigt eine Hand zur zweiten Linie: GEORGE DEVERNOT ET SVSANE MASSOT SON ESPOVX PARAIN (!) ET MARAINE (!). Zu deutsch: Lobet Gott mit wohlschallenden Eymbeln. Psalm 148. 1673. Georg Devernot und seine Frau Susanne Massot, Pate und Patin. Unter der Hand (nach Osten) ein Wappen: im Schild: ein aufrechtstehender Anker und in den oberen Winkeln des Ankerstockes erklärt batte, glaubten wir doch, alle Wertpapiere ohne Ausnahme zum sog. Steuerkurs vom 31. Dezember 1918 in den Ve>mögens- stand aufnehmen zu sollen; denn diese Bewertung entspricht den für andere Geldinstitute verbindlichen Bestimmungen des Handgesetzbuches und kommt der Bilanzwahiheit am nächsten." Die Stadtkasse muß demnach auf die Zuwendung eines Sparkassenüberschusses verzichten. Das mag ein schweres Übel von Dauer sein, das der Krieg ebenso verschuldet hat, wie den lebhaften Einlageverkehr in den letzten 4 Jahren. Also wieder dasselbe Verhältnis zwischen Spar- und Stadtkasse wie nach der Bauer'schen Katastrophe. Die Zeichnungen der neun Kriegsanleihen ergab insgesamt 14.48 Millionen M., darunter 8,11 Millionen von 7403 Einlegern, das übrige von der Sparkasse für eigene Rechnung. Die Entwicklung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs ist eine befriedigende, sehr gering war das Darlehensgeschäft, da Hypotheken nur wenig, Bürgschafts- und Lombarddarlehen fast garnicht begehrt wurden Dagegen kamen zahlreiche Darlehen und zwar besonders seitens ländlicher Schuldner zur Rückzahlung, ein Beweis für die günstigen Erwerbs- verbällniffe, welche eine rasch fortschreitende Entschuldung ermöglichen. Im Ganzen verminderten sich die hypothekarisch gesicherten Darlehen um 259 354.92 M., die Bürgschaftsdarlehen um 20 203.16. Die Zinsen gingen besser und pünktlicher ein als in früheren Jahren. Eine zwangsweise Beitreibung der Rückstände war nicht nötig. Das Guthaben auf Scheck- und Girokonto beträgt über eine halbe M llion, dasjenige der Einleger 22,80 Mill. M. Diesen Schulden (22,34 Mill. M.) steht ein Vermögen von 23.78 Mill. M. gegenüber, somit gegen vorher eine Verminderung um 330 000 M. Der Betriebsgewinn, der auf 207 200 M sich berechnet, ist durch die Wertpapiere-Abschreibung (637 333 M.) ausgelöscht worden. Die Zahl der Einleger ist um 1647 auf 16322 am Ende des Jahres gestiegen, davon hatten 6705 ein Guthaben unter 1000 M. Dasselbe betrug im Durchschnitt 1488 (1336) M. 288 000 Mark Weihnachtsbefcherung hatte der Bürger- ausschuß am Freitag als inHatdratcn auszahlbare Beschaffungszulage den städtischen Beamten, Bolkssch «llehrern und Aroeitern zu genehmigen Die Beschaffungsgabe wird genau wie beim Staate betragen: und Schaftes je ein Stern. Visier mit spätrenaissancestilisiertem Federbusch, der sich um den ganzen Schild legt. Höhe des Schildes fast 5 cm, des Wappens 11 cm, und Breite fast 4 resp. fast 10 cm. Helmzier: Kreuzfahne. Gegenüber ebenfalls ein Wappen und Schild in der nämlichen Größe. Darüber die Buchstaben B 0, die mit einem Bogen verbunden sind. Das Wappen stellt zwei gekreuzte Schwerter und zwei gekreuzte Schlüssel (Windrädchen?) dar. Von dem Kreuzungspunkt der zwei Schlüssel geht senkrecht durch den Schnittpunkt der Schwerter ein Balken. Als Helmzier ein wachsender Hirsch mit vielendigem Geweih. Das Glöcklein dient zum Schlagen der Viertelstunden und der Stunden der Uhr und ist zum Läuten bei Brand rc. eingerichtet.. Die Wetterfahne ist wohl später aufgesetzt worden, sie trägt die Jahreszahl 1774, daneben das Stadtwappen, die Spitze den Reichsadler.«) Mit diesen Ausbesserungen war das Hinterhaus wieder hergestellt und der Verwaltung der Stadt ein notdürftiger Unterschlupf gestattet. °) Wahrscheinlich Hans Martin Fischer, Bürger, Maurer und Steinhaner in Offenbnrg, der auch den Dalbergischen (Frankensteiner) Hof in Offenburg aufbante. (Frankenstein'sches Archiv, Fase. Berichte rc. des Amtmannes Uns 1709, Nr. 27.) •) 1698 erhält das Wolfacher Rathaus auch eine Uhr; leider fehlt die Stadtrechnung dieses Jahres. In dem Steuervodel von 1700 wird als Uhrmacher Hans Jakob Heimb genannt. Nach 1780 besorgen die Schlosser die Wolfacher. Uhren, da kein Uhrenmacher in der ganzen Herrschaft vorhanden ist. (Freundliche Mitteilung von Herrn Reallehrer Fr. Disch, Wolfach). 7 ) Ich beschreibe die Glocke so ausführlich, weil sie sehr schwer durch die kleine Lucke zu erreichen ist. Herr Gewerbelehrer Neu zwängte sick halb durch die Öffnung und machte eine Pause von dem Wappen nach Osten; von dem andern machte sein Schüler Santolien einen Abklatsch in Plastilin. Die übrigen Daten verdanke ich dem Herrn Ludwig Hoferer, stuck, ing. 8 ) Der Vei s ist nicht aus Psalm 148, sondern 150, Vers 5. °) Die gleiche Wetterfahne habe ich unlängst von Herrn Maler Bischof, Kittelgasse, für das Städtische Museum erworben; als Knabe fand er sie 1894 an der Schutthalde! Sie stammt von dem Dach der abgerissenen Wendeltreppe im Rathaus. 500 Mark für verheiratete, 300 Mark für ledige Empfangsberechtigte, 200 Mark für jedes zu berücksichtigende Kind. Auch vollbeschäftigte Bedienstete und Aushelfer, Notstandsarbeiter, auch die nicht hier wohnenden, kommen in Betracht, die seit 1. November ds, Js, 6 Wochen gegen Entgelt im städtischen Dienst stehen. Von mehreren Berechtigten erhält nur eine Person die volle Zulage, sonst findet Kürzung statt. Auch die Ruhegehaltsempfänger und Beamtenhinterbliebenen erhalten die Zulage. Die Zulage ist einstimmig gntgeheißen und wird auch aus die nicht hier wohnenden Personen des Versorgerkreises ausgedehnt. Über die Beschaffung der Deckung durch die Umlage entstund eine lange und lebhafte Debatte. Für den Beizug des Liegenschaftsbesitzes, insbesondere der Ausmärker wegen, trat wie im Sommer die Linke ein. Das Zentrum machte einen Kompromißvorschlag, den der Stadtrat dann als den seinigen ei klärte und der Ausschutz mit 39 gegen 36 Stimmen annahm Der ungedeckte Aufwand (202 000 Mark) soll in der Hauptsache durch eine erhöhte Umlage vom Einkommen aufgebracht werden. Die Stadtkasse 1919 rechnet mit 36 000 Mk. Mehreinnahme-Überschuß über die Mehrausgaben. Mehreinnahmen sind außer bei den Verkehrssteuern 1.9500 Mk), Obstgeldern und Pachtzinsen (je 5000 Mk.) erzielt worden bei: Umlagen 263 000 Mk., Wald- erträgnis 229 000 Mk , Fuhrpark und Latrine 85000 Mk , Kiesgrube 24 500 Mk. Heu und Ohmd 60000 Mk. Es sind aber auch 80 000 Mk. Umlage rückvergütet worden. In viesem Jahre liefert das Gas- und Elektrizitätswerk 65000 Mk. weniger ab, das Krankenhaus erfordert 30000 Mk. mehr, die Stadtoerwaltung 55 000 Mk, die Mittelschulen 20 000 Mk, die Volksschule 10060 Mk, Latrine und Fuhrpark 45 000 Mk. mehr; für die Instandhaltung der Gebäude, der Straßen, Wege, Aecker, Wiesen, Gruben und den Arbeitsaufwand beträgt die Mehrausgabe 152 506 Mk. Die Zinseulast und die Forderung der Garnisonbaukasse erhöht sich «m je >0000 Mk. Vivat Bacchus! Wenn in Offenburg die drei großen W in demselben Jahrgang lauter gute Zeichen werd.m, dann mag die Stadtkasse sich freuen. Wiesen und Wald haben uns das Gegenteil von Weh gebracht, nämlich nahezu 300000 Mk Mehreinnahmen! Runder dritte im W-Bunde, der Wein des Anvreas-Hospitalsonds. Es sind 615 Hekto eing.lagert, deren heutigen Wert man aus 400 000 Mk. schätzen mag. Aber nicht als Schieberware! So hat das erste Jahr der deutschen Republik einen guten Herbst beschert zun, Holz und Heu. Eine neue Beamtung soll aus Antrag des Oberbürgermeisters hier geschaffen weiden: das Amt eines Gemeinderichters und Schiedsmannes zunächst bis 1.6.1920 (§ 115, Gesetz vom Juli 1908). Vorgeschlagen dafür ist als „geeigneter Ortseinwohner" der ans dem Elsaß ansgewiesene Amtsrichter Dr. Marx. Derselbe ist bereits beim Gewerbe- und Kaufmannsgericht, Mieteinigungsamt, Ausschuß für Erwerbslose beschäftigt und würde für 500 Mk. im Monat sämtliche Funktionen ausüben. Der Bürgerausschuß hatte die Entscheidung nicht leicht. Eine lange Debatte, die über die gesetzliche Zulässigkeit des Antrages unter den Juristen geführt wurde, brachte die Annahme des stadträtlichen Antrags mit 36 Stimmen des Zentrums und der Konservativen gegen 26. Der Ausschuß war gerade noch beschlußfähig. Die Entscheidung steht immer noch bei der Regierung. Spendet Weihnachtsgabe» für die Kleinen des st ä d t i s ch e n Kindergartens! Als der Nikolaus sie besuchte und an ihren lieben Darbietungen sich erfreute, versprach er den braven Kleinen eine Festfreude. Also gedenkt mit milden Gaben, die von den „Tanten" entgegengenommen werden, unserer kleinsten stäotischen Schulkinder! Das Stadttheater hatte am Sonntag einen guten Besuch im „Weißen Röß'l", am Mittwoch ein gefülltes Haus für den „fidelen Bauer". Die Darstellung fr-r Fall'schen Operette ist bei Aufführungen! die früher hier geboten wurden, besser gewesen Der Abschluß mit der Fesselung des „Heinerle" wirkte sehr befremdend. Am Freitag war bei der Wiederholung der Operette der Besuch schwach. Der Zauberer in der Michelhalle übte d e Anziehung ans. Der Liederabend, welchen der Bildung saus schuß der freien Arbeiterorganisationen als erste Tat veranstaltete, verlief sehr befriedigend. Der Besuch war zur Bestreitung der hohen Auslagen lauge nicht hinreichend. Groß'Anerkennung gebührt den Künstlern des Stadttheaters, Frl. Liebeskind, Herren Kempfer und Albrecht, für ihre vortrefflive Mitwirkung. Die monistische Weltanschauung wurde am Sonntag durch unstrn Mitbürger R. Benz in einem populären Vortrag, der als Mitglied der deutschen Schutznnvpe viele Jahre in Afrika verweilte und während des Krieges dort Gefangener war, dargelegt. Es soll hier eine Ortsgruppe des Deutschen Monistenbundes gegründet werden. Die gastwirtschaftlichen Angestellten waren am 17. November hier in die Priny'sche Wirtschaft zu einer Besprechung ihrer Berufsangelegenheiten eingeladen. Herr Bezirksleiter Brückner ans Heidelberg, der über die Lohnverhältnisse und das Trinkgeldersystem berichtete, machte Vorschläge zur Abänderung der llbelstände. Es endete die Versammlung mit der Gründung einer Ortsgruppe des Gastwirts- gehilsen-Verbandes (Lokal Braustüble), dem die Ausgabe gestellt ist, alsbald einen Tarif vorzuschlagen und zum Abschluß zu bringen. Mihlungene Schieberei mit Nachspiel. Eine Frankfurter Firma Adolf Bauer in der Savygniestraße 1 hatte das Bedürfnis, ein gutes Geschäft mit dem Schnapshandel in unserer Gegend zu machen. Ein Vertreter kam in Begleitung des Karlsruher Kaufmannes Groß, der wohl der Unterkäufer war, in unsere Gegend, um sich mit geeigneten Persönlichkeiten für den Schnapsaufkauf in das Benehmen zu setzen. Dafür wurden junge Geschäftsanfänger auserkoren, einer aus dem Gebirge und einer aus einem nahen Dorie in der Ebene. Im Kinzigial trafen sich die vier Personen, um dann im Gasthaus zum „Salmen" in Offenburg die Abmachungen zu besprechen. Dabei ist zur Begeisterung mit Wein gehörig aufgewartet worden. Zuletzt erhielt der Mann aus dem Kinzigtale einen Vorschuß von 10 000 Mark ohne Bürgschaft eingehändigt znm Schnapshandel für 32 Mark das Liter. Von Frankfurt kamen 7 Benzinfässer an die Spedition Seegmüller nach Appenweier, welche jene dann nach dem Rieddorfe verbrachte, wo, sie später gefüllt im Auto abgeholt w.rden sollten. Aber mit dem Schnapskaufe war es nichts. Als der Kinzigiäler Aufkäufer sich am and-rn Tage von der Alkoholbegeisterung erholt hatte, schien ihm der 10000 Mark-Vorschuß ein Traum gewesen zu sein. Ob das Geld verloren ging oder gestohlen wurde? Es war so der Handel unmöglich. Nun ließ die Firma Adolf Bauer durch den Frankfurter Rechtsanwalt Dr. R. Th. Wertheimer auf Grund eines dort ergangenen Versäumnisurteils bei den beiden Geschäftsleuten in der Ortenau pfänden. Dem Empfänger der 10000 Mark konnte nichts beschlagnahmt werden, aber dem andern der kein Geld empfangen hatte, pfändete man Roß und Wagen rc. Durch den Widerspruch ist die Pfändung aufgehoben Nun entsteht die Frage, ob man die also offenkundig gewordene Tatsache nicht benützen wird, »m dem Schnapsschiebungs- versuw der Herren Bauer und Groß eine staalsanwaltliche Aufmeik- samkeit zu weinen. Der Anwalt Wertheimer in Frankfurt a. M, Zeit 64, wird wohl die Einzelheiten in den Akten haben. Totenschau. Am Donnerstag fand die Gattin des Bürgermeisters, die 80jährige Witwe Henriette Adrion, eine ewige Ruhestätte an der Seite ihres Gatten, der ihr vor 2 Jahien durch den Tod entrissen wurde. Im letzten Jahre verweilte Großmutter Adrion eine zeitlang bei den Ihrigen zu Ettenheim um gegen die Aufregungen der Fliegerang iffe besser verwahrt zu sein. Dann kehrte sie wieder heim und schlummert nun im ewigen Frieden, um den wir die Toten beneiden. Personalien. Bauinspektor Kurt Specht ist zum Bahnbau Kehl versetzt. Amtsvorstand Paul Schwörer in Säckingen ist Oberamtmann in Offenburg geworden. Amtsanwalt R. Hü pp nach Waldshut versetzt. Obermusikmeister Jahn erhält die Leitung der LiegnitzerMilitärkapelle. Mit Bedauern nimmt die hiesige Einwohnerschaft davon Kenntniß, daß es nicht gelang, den allgeschützten Künstler hier zu behalten in städtischen Diensten. __ Jngloffenes Schrieives. Durbach, im Zeiche dr neue veUigiett 1919. Alterli! Wenn d' Bure als des Gjomer in alle drei Offeburger Blättli lese, kinnt mr meine, fr Offeburger feie alli am Brreefle. Trotzdem dä Burslitt fr Levitte immer vrlese were wegen em nit gnuä Abliefere vun Butter, Eier un Millich, ko sinn doch fr Durbacher so guetherzig un lade zuem elektrische Fescht, wo am Frauetag gbalte waren isch, au dr Offeburger Schtadträt un's ganz Personal vum Elektrizitetswerk ien. Wer awer deheim bliebt, isch dr wohllöblig Magischtrat gsten. Doderfür Hemmer fr Ehr ghei, dr Apetheker Dr. Silber nn fr Direktion mit ihre Ghilie begrüeße derfe. Uß dankbarer Anerkennung für fr gschbendet Helligkeit het Durbach bschlosse ghett, de Herre Schtadträt für e Dag 's Qnadembere vrgesse z' mache. Dodrfür isch vnn alle Sitte ghörig vorgsorgt wore. Jetzt horich emol, Alterli, was allerlei Feins in's Ritterwirts Knchi noch unserem Rezept prä- periert waren isch: E dicki Supp vun selwergmachte Knöpfli, iengmachts Kalbfleisch mit Nudle, gfüllti Kalbsbrnscht nn Erdepfel, Kottlett un Salat mit Repsöl angmacht, Epfelkneche. Nuß un Keschte. Alles prima un huffegnuä. Dodrzue e Dutzed Budelle Wißherbscht, Roter, Clevner un Klingelberger. Mit dere Wohlvrsorgung vrsehne sinn fr Offeburger g'ehrti Herre Gäscht biem elektrisch-drahtlose Vollmondschien im Auto heimgführt wore. Wenn 's fr Schtadträt erfahre henn. watz es für gueti Kilowattschtunde im Rittersaal z' Durbach geen hett. ward 's jede reue, daß 'r uns so hofärtig hocke glosse het. _ Einer vum Heimbach. Briefkasten des Alten Offeburgers. AlterOffenburgerhier. Es ist richtig. Der zum 3. Bürgermeister in Pforzheim erwählte sozialistische Abg Friedrich Stock in ge r ist ein Sohn des srüheien hiesigen Eisenbahnschlossers. s. hier. Wir haben vor kurzem in Nr. 1069 durch die sachverständige Beef die von Ihnen jetzt eingereichte Anfrage nach dem „Streckfleisch" schon stellen lassen. Die Stadt hat die Lizenz jenes Fleischersatzes für unsere Kriegsküche erworben. An der Hackmaschine wird es jetzt nicht fehlen, vielleicht an der Belieferung mit Gemüsen und Kartoffeln. Wie denken die Metzger darüber? Alt-Oskenbnrg jenseits der Wasserwüste. Wo ist denn Karl Neuburger, Chicago, geblieben? Alle Sendungen seit Februar ds. Js. kamen soeben als unbestellbar zurück. Der „Peter" wird doch nicht noch einmal'Soldat geworden sein?! Von der Brifres- bnrger Kaioline fehlt auch das längst fällige Lebenszeichen. Ihr hier verstorbener Bruder Josef Link hat in seinem eigenhändig verfaßten Vermächtnis nicht an die Geschwister in Amerika gedacht. Dafür vermachte er dem katholischen Kirchenfond das große Ackerfeld an der Straße nach Ortenberg beim Hohlweg, das heute wohl mit 20 000 Mk. bewertet werden kann. Falls die erzbischöfliche Stiftungsbehörde darauf aufmerksam gemacht würde, daß bei den Verwandten eine Bedürftigkeit vorliegt, könnte wohl noch etwas für den guten Zweck herausgebolt werden. — Der Newyorker Wenkert stellte uns etwa 50 Mk. für eine Wohltat in Aussicht. Zu Weihnachten wäre geeignete Verwendung vorhanden. Ein gutes Neujahr! Unsere liebe gute Mutter und Großmutter Frau Henriette Adrion geb. Zilke hat am 9. d. M. friedlich ihren Lebensabend abgeschlossen. Wir danken für die ihr erwiesene letzte Ehrung. Offenburg, den 12. Dezember 1919. Im Namen der Trauernden: Frau Mina Wolf Wwe. geb. Adrion. 6711 9 Wenn Sie sich Enttäuschung, Ärger und Schaden ersparen wollen, dann lassen Sie am hiesigen Platze bei den Unterzeichneten Fachphotographen anfertigen, welche Ihnen für mustergültige und preiswerte Arbeit garantieren. — Gleichzeitig bitten wir, uns gütigst' zugedachte «r Aufträge für Weihnachten baldmöglichst zukommen zu lassen. Grimm, Härtl, Pfefferte Photographen in Offenburg. 6713 ! Kmchkimblichtr Kurst» findet an der Gewerbeschule Offenburg jeden Montag, abends von 6—9 Uhr statt j Kursdauer bis Ostern 1920. Unterrichtsfächer: Formen- u. Stilkunde. 11 Fachliches Weiterstu- 6708.3.1 dium im Zeichnen j und Malen. I Schulgeld pro Kurs 10 Mark. Anmeldungen mündlich oder schriftlich, j Rektorat der Gewerbeschule. Bekanntmachung. Infolge dringender Reparaturarbeiten isind wir genötigt, morgen Sonntage den 14. Dezember das Elektrizitätswerk in der Zeit von vormittags 11 Uhr bis nachmittags 4 Uhr außer Betrieb zu setzen. Direktion derstädt. Gas-, Wafferund Elektrizitätswerke. 6714 100 M. Belohnung! In unserem Rebgut auf Gemarkung Ortenberg wurde aus der staatlichen Rebversuchsanlage eine größere Menge Schnittreben aus den amerikanischen Hebriden gestohlen und die Rebstöcke im Schnitt teilweise stark beschädigt. Wir sichern demjenigen, der uns Angaben macht, die zur Verurteilung des Täters führen, eine Belohnung von 100 M. zu. 6709 St. Andreas-Hospitalfond Offenburg. Bekanntmachung. Die Eiskellerbesitzer werden davon in Kenntnis gesetzt, daß vom Montag, den 15. Dezember ab von früh 6 Uhr ab auf den städt. Eisfeldern Eis gegen grüne Karten entnommen werden darf. Auf dem ersten Eisfeld links der Landstraße nach Freiburg darf nicht geeist werden. Die Zu- und Abfahrt zu und bezw. von dem oberen Feld hat entlang des Kinzigdammes und bezw. durch die Badstraße, die Abfahrt von den unteren Feldern hat durch die Hauptstraße zu erfolgen. Die Eiskarten sind auf der Stadtkasse zu lösen. Die Abgabe der Karten für die geladenen Wagen erfolgt auf dem freien Platz bei der Wirtschaft zum „Schwanen". Der Preis beträgt 1 Mark für den Wagen. Offenburg, den 13. Dezember 1919. Der Stadtrat. 6712 Die Bolksbäder im Mädchenschulhaus Offenburg sind Mittwoch von 1—8 Uhr für Frauen geöffnet. 6715 Bekanntmachung. Ohne Genehmigung des Wohnungsamts ist jede Vermietung. Überlassung und Ingebrauchnahme von benutzten und unbenutzten Wohnungen, Räumen, möbl. und unmöbl. Einzelzimmern unzulässig. Jede Zuwiderhandlung wird bestraft. Städt. Wohnungsamt Offenburg. Holzversorgung. Fortsetzung des Wellenverknufs in der Landwirtschaftlichen Halle: Montag, 15. Dezbr., Ausweiskarte 600— 800 Dienstag, 16. . „ 800—1000 Mittwoch. 17. ,. „ 1000-1200 jeweils vormittags von 8—12 Uhr. 5 Wellen M. 3.50. Answeiskarte ist vorzuzeigen. gorstdiebstähle werden strengstens bestraft. Stadtrat. 6716 fftir bitten um Einlieferung der Sparbüchlein (Büchlein 44* mit gelbbrauner Decke) zur Zinsengutschrift. vorschutzoerelu gffenbmg 6704.4 2 eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Die Geschäfte in Offenburg sind an den Sonntagen bis Weihnachten WM" von 11 bis 4 Uhr geöffnet. 6706 3 2 Umiii skldllüudigkk Kanflciltk, Offenlmg. O*O*O*OIGchO*M*O Lelaunlmachung. Den Bürgermeisterämtern sind vom Badischen Ministerium Gedenkblätter zur Verteilung an ehemalige Kriegsteilnehmer und an Hinterbliebene derselben zur Verfügung gestellt worden. Die Gedenlblätter können ans dem Rathaus^ Zimmer 14 zwischen 8 und 12 und 1 und 5 Uhr in Empfang genommen werden. Das Bürgermeisteramt. 6710 Redaktion, Druck und Verlag von Adolf Geck, Offenburg.