vr alt Gsseburger. Zeitschrift -er Heimatkunde für die Gffenburqer in -er Nahe und Ferne. Rr. 1330. Ausgabe vom 22. März 1025. Nachdruck verboten Der Kampf um das Prestige. In dem „Prestige-Rechtsstreit" Stadtgemeinde Offenbnrg gegen den Fabrikanten Georg Pfaehlerjr. wird noch mit Flugblättern bombardiert. Unsere Leser erhielten Kenntnis von der Erwiderung Pfaehlers auf eine Druckschrift, die der Stadtrat am 7. März hatte fliegen lassen. Letztere wurde nur den beiden hiesigen Tageszeitungen zugelegt, während das Entgegnungsflugblatt des Fabrikanten auch dem Leserkreise des „Alt Offeburgers" zugegaugen ist. Wenn also Licht und Schatten in diesem Ehrenhändel nicht ebenmäßig ausgeglichen wurden, tragen wir keine Schuld daran. Am Mittwoch saß der Stadtrat wiederum mit beiu Stadtverordneten-Vorstand zusammen, um zur Pfaehler'schen Flugschrift Stellung zu nehmen. Es wurde die Ausstreuung eines neuen Flugblattes beschlossen. Dieses wird den Vorschriften des Preßgesetzes genügen. Die erste literarische Kundgebung des Stadtrates war eine illegale Flugschrift und hätte durch die Wächter des Gesetzes vorschriftsmäßig konfisziert werden müssen. Aber durch das verzeihliche Versehen des Druckers ist kein Unheil entstanden. Auf das zweite Flugblatt wird der Angegriffene vielleicht wieder entgegnen. Das Druckereigewerbe wird also erfreulich beschäftigt. Man hätte vielleicht für den Betrag der papierenen Munition ein Anschlußgeleise schaffen können. Der Stadtrat und der Stadtverordneten-Vorstand würden eher eine Kabinettskrisis durch Demission herbeiführen, als etwas vom „Prestige" preisgeben. Prestige heißt, wenn wir das Fremdwörterbuch zu Rate ziehen: „eigentlich Blendwerk, Gaukelei; dann soviel wie Nimbus, überlegenes Ansehen." — Nimbus ist auch nichts Deutsches; man wird von: Lerikon auf den Heiligenschein verwiesen. So kämpfen sie wohl um den Heiligenschein des Stadtrates; es sind Deutschnationale, Nationalliberale, Zentrumsleute, Demokraten und Sozialdemokraten einheitlich daran interessiert. Der Ritter Georg trägt in der legendären Abbildung auch einen Heiligenschein. Es ist nun außerhalb Offenburgs, wo mau diesen „Prestige-Kampf" mit gemischten Gefühlen und mit einer von olugpapieren unbeeinflußten Kritik verfolgt, Jemand aufgetreten. der als Unparteiischer einen Vorschlag zur Güte machte. Herr vr. W a f f e n s ch m i d, Diplom-Ingenieur und staatlicher Gewerberat, ist der Auffassung, es läge im Interesse der Stadt, die Entwicklung ihres Jndustrie- geländes nicht zu unterbinden; mit dem rechthaberischen Zweikampf der Juristerei um das Prestige (Heiligenschein) sei keine Lösung des wirtschaftlich schwerwiegenden Problems möglich. Lasse man einen Waffenstillstand der Juristen eintreten und übergebe die Sache zur Begutachtung einer neutralen technischen Kommission, die unbekümmert um das Vergangene jetzt eine praktische Lösung Vorschlägen soll. Ein Vermittlungsvorschlag kommt von einem Gewerberat, offenbar von einem Friedensboten der Regierung und enthält wegen der Verhandlungsmöglichkeit drei praktische Punkte. Wie verlautet, haben aber zu Offenburg der Stadtrat und Stadtv.-Vorstand es am Mittwoch abgelehnt, von dem bisherigen „starren System" der Paragraphen abzulassen. Wahrscheinlich wegen des Prestiges, was heißt Nimbus. Von der Pfaehler'schen Glasbiegerei steht der jetzt städtische Bau noch unter Verschluß und Siegel. Der Schlüssel zu diesem Fabrikteile liegt im Rathause wohlaufbewahrt. Auf den 18. März mußte der Räumungsbefehl vollzogen sein. Es scheint aber dieser „gemischt-wirtschaftliche" Stand eines Offenburger Fabrikbetriebes im Industriegebiete von längerer Dauer zu sein. Kommt Zeit, kommt Rat Der staatlich Gewerberat riet: unsere Stadt möge bis zur Entscheidung der Sache deni Fabrikanten Pfaehler seinen Betrieb in ihrem Hausanteil widerruflich gestatten, indessen aber einem neutralen technischen Begutachter ihren Vorschlag unterbreiten über die Lösung der Frage: wie kann die Erschließung des südlich vom Pfaehler'schen Gelände gelegenen Jndsturiegebietes durchgeführt werden ohne Benützung des der Firma Pfaehler eigenen Geländes, wohl aber unter Verwendung des verbauten städtischen Geländes? — Na, also! Der Versuch zum Gebrauch der Vernunft ist nicht strafbar und das Prestige mag indessen sich etwas gedulden. Der von einem Ingenieur (nach dem Lerikon ein Mensch mit ingsnium, d. h. mit Geist, natürlichem Verstand) vorgeschlagene salomonische Versuch würde zunächst die praktische Folge haben müssen, daß in dem gemischt- wirlschaftücheu Betrieb des Biegens oder Brechens die Stadt ihr eingeworfenes liegenschaftliches Eigentum von dem Fabrikanten verzinst erhält; sodann wird weitergearbeitet und die Arbeiterschaft ist nicht der leidende Teil, der die schlimmen Folgen eines solchen Prestige-Rechtskrieges zu kosten bekommt. Wir lesen in einem Berichte der „Offenb. Zeitung" über die Versammlung des Christlichen Gewerkschaftskartells, daß dort die „unliebsame Streitsache", über die man sich aus der Pressefehde kein richtiges Bild machen könne, zu einer lebhaften Aussprache führte. Es heißt dann: „Das christliche Gewerkschaitskartell hat insofern ein großes Interesse an dieser Prozeßsache und glaubt in dieser Versammlung dazu Stellung nehmen zu müssen, weil eine große Anzahl Arbeiter dadurch unter die Rüder kommt und brotlos gemacht wird, und somit der Erwerbslosenfürsorge anheimsällt. Die Versammlung spricht die Erwartung aus. daß von maßgebender Stelle aus kein Mittel unversucht gelassen werden soll, um den in Frage kommenden Arbeitern Arbeits- moglichkeit zu verschaffen." Das entspricht genau dem Standpunkt, den wir seither bei der Beurteilung des Konfliktes vertraten. Man sollte meinen, daß er auch außerhalb des christlichen Gewerkschaftskartells von Arbeiterorganisationen geteilt wird. Auch der Humor setzte schon kühlend ein: In der Versammlung des Verkehrsvereins hat der Vorsitzende unseres Gewerbevereins, der Stadtv. G. Müller, die beabsichtigte Anschaffung eines Autoreisewageils befürwortet, tveil damit die Möglichkeit gegeben sei, die Offenburger Stadtverwaltung in größere Städte zu kutschieren, wo sie von der Förderung industrieller Anlagen einen Begriff erhalten würde. Oberbürgermeister Holler erklärte, die ungünstige Finanzlage gestatte heute nicht, städtische Mittel für bert Gesellschaftswagen beizusteuern. Am Freitag geschah in dem verschlossenen Fabrikgebäude ein Augenschein wegen einer Räumungsvereinbarung. „Tom der Räumer" mußte feststellen, daß infolge der Abstellung des Generator-Schmelzofens diese technische Zentrale des Biegereibetriebes infolge der Abstellung durch Überhitzung zerstört ist. Nach dem Pfaehlerschen Flugblatt handelt es sich um einen hohen Schaden, für besten Ver- ursachung die Stadt die Verantwortung übernommen haben soll. Die staatliche Kriminalbehörde, welche städtischerseits mit der Untersuchung betraut wurde, ob diese Ofenruinierung durch Angehörige der Fabrik verursacht worden ist, hat festgestellt, daß dieser Verdacht unbegründet ist. Muß nun die Stadt bezahlend Der wichtigste Beteiligte bei der Strategie dieses Prestigekrieges, Herr Gerichtsvollzieher Brunner als staatlicher Vollzugsbeamter, läßt keine Flugblätter fliegen. Was er zu tun und zu verantworten hat, trägt er urkundlich bei sich. Hier muß die Aufklärung sich finden. Und die Frage an die Vertretung der Einwohnerschaft, an den Bürger- ausschß: will er sich's noch länger gefallen lassen, ausgeschalten zu werden in dieser städtischen Streitsache? Findet sich nicht die Zahl der Stadtverordneten zusammen, welche gemäß § 51 der Städteordnung eine Versanimlung des Ausschusses fordert? Hat die Bürgerschaft nicht auch ein „Prestige" zu wahren? Wir sind doch Offenburger, nicht Schildbürger, wie man draußen zu argwohnen beginnt. Detz nn Sell. Frühlings-Sonnenwende! Die winterliche Reaktion ist gebrochen. Ein warmer Föhn schnob über das Mittelmeer. Er trieb die Störche wieder heim, die aus zugeschneiten Nestern flüchtig wurden. Jetzt erschallt das Morgenkonzert der Finken und Amseln; es jubiliert dem Erlöser Lenz zu: Guck! Guck! Flink! Flink! — Es blüht! Es blüht! Ruft Kuckuck, Fink uub Nachtigall Wir sind des Winters herzlich müd' O, nun hinaus, ihr Menschen all! O Menschenherz, nun eil', nun eil! O Duft und Klang und Frühlingshauch! Sollst haben auch Dein ehrlich' Teil, Sollst haben Deine Freude auch! Der 18. März war ein Tag des Weltentsetzens. Die Radiowellen trugen Schreckensku idschaften aus China, Hiobsposten aus Nordamerika durch die Lüfte. Menschenleben wurden nach Tausenden vernichtet, Wohnsitze in weiten Regionen zerstört. Ein teuflisches Werk der Vernichtung ohne Kriegserklärung und Strategie! An den heimgesuchten Gestaden des Mississipi und Ohio wohnen auch Offenburger Landsleute, deren wir teilnahmsvoll gedenken. Möge dieser Heimatgruß sie bei Gesundheit erreichen ! Der politische Kampf auf dem Sportplätze Deutschland ist jetzt voll entfacht. Die heilige Zahl der Bewerber um die Bürgerkrone der Republik ist erfüllt durch die Kandida- datur des kriegerischen Spielverlierers v. Ludendorff, der die Arena durch eine bayrisch blaue Brille anschaut; er ist Kandidat der Kriegervereine nnd Völkischen, gesalbt vom heiligen Geiste zu Dooru. Die allerschlimmste Sieben. Die Reichspräsidentenwahl bietet den Offenburgerii einen besonders schmackhaften Kaudidaten-Leckerbissen. Herr Jarres, der Liebling der Schwerindustrie, der preußischen Junker und des Kapitalschiebertnms, ist auch ein Kandidat nach dem Herzeit der Organisation E o n s u l. Mit ihr hatte sich seit Jahren die Staatsanwaltschaft Offenburg und der Untersuchungsrichter des Landgerichtes anklagend zu beschäftigen. Der Diersburger Ehrhardt, ein Konkurrent Willems im Nusreißen, ist "der O-Cousulheilige: die Mörder Schulz und Tillessen sind die flüchtigen Vorbilder der C.-Tapfer- feit; die Rathenanmörder, die in der Saalburg unter Hochrufen auf Ehrhardt sich selber hinrichteten, sind E.-Märtycer. Nun erst der Kapitänleutnant v. K i l l i n g e r, der hier als überwiesener Mörderbeschützer von den Geschworenen laufen gelassen wurde und sich zu Offenburg etliche verliebte Herzen eroberte! In Leipzig wurde er scheinbar mit 8 Monaten Gefängnis ausgezeichnet und mit dem Zeugnis eines edlen Consulisten also bedacht: „Die Tatsache ist sestznstellen, das; die beiden Erzbergermörder Schulz und Tillessen unter der Leitung des Angeklagten v. Killinger in der Abteilung E der O. E. tätig gewesen sind. Haffmann, Killinger und Müller sind nach Ansicht des Gerichts die Gründer der O. C. gewesen .... Es ist festgestellt, daß die beiden Erzbergermörder und ein Mörder des Reichsministers Rathenau Mitglieder der O. C waren, und daß die Fäden des Scheidemann-Attentats ebenfalls zu der O. E- nach München führten. Wenn auch der Vorwurf einer .Mörderzentrale" sachlich unberechtigt gewesen ist, so hat doch die O. C. sicherlich die Atmosphäre geschaffen, in der die Eczbergermörder sich »ntivickeln konnten." Jetzt hat Baron v. Killinger als Häuptling der C-Leute und der Wickinger den Bürgernleister Jarres für das Reichspräsidinm empfohlen. In Offenbnrg lvird diese Kunde heulende .Heilrufe entwickeln. - Auch der völkische Oberleiter Knüppel-Kunze schwingt den Prügel für den Jarressieg. Ferner geht dafür die „Nationalliberale Reichspartei" ins Zeug. Das Heldentum des Kapitünlentnants v. Killinger ist am Dienstag im Jnstizetat des Reichstages ironisiert worden. Der Abgeordnete Brodaus fragt an, ob es richtig sei, l daß der so mild behandelte Mörderbegünstiger seine Gefängnisstrafe noch gar nicht angetreten hat. Da erklärte der reaktionäre Reichsjustizminister: Killinger hat ein Gnadengesuch eingereicht und deshalb unterblieb der Strafvollzug. — — Und nun unterschreibt der Held den Wahlaufruf für die Jarres-Präsidentschaft Alles um die Gnade! So sehen die Ehrhardt-Ritter aus! Unter dem Sozialistengesetz sind Tausende verurteilt worden, ohne um Gnade gewinselt zu haben, wie Herr von Killinger. Bismarck hat hektographische Strafanträge gehabt. Daran erinnerte der Abg. Müller-(Franken) im Reichstag. Es sagt eine Notiz in der „Offenbg. Zeitg." über die letzte Sitzung des Bezirksrates, daß derselbe sich mit dem Neubau des Herrn Fabrikanten Walz zu beschäftigen hatte. Sie betrifft die große Erweiterung des Walz'schen Gerbereibetriebes auf dem Gewann Schleiergrün, welchen Platz die Stadt vor vier Jahren um einen sehr billigen Preis an die Firma Walz' veräußerte. Die Neubauten sind in den Jahren 1923/24 errichtet worden. Wie nun mitgeteilt wird, sind über die Betriebsanlage für Dritte ernsthafte Bedenken entstanden, die nun nachträglich verhütet werden müssen durch baupolizeiliche Vorschriften. Es wird Herr Walz gegen diese kostspielige Auflage keinen Einspruch erheben. Eine Prestige-Frage' würde bei etwaigem Konflikt nicht in Betracht kommen. Das Eigentumsrecht ist ordentlich gesichert. Nur wegen der Bauerlaubnis soll nach den gesetzlichen Bestimmungen nicht Alles klappen. Herr Walz war bestrebt, seine Neubauten rasch aus dem Boden zu erheben und unter Dach zu bringen. Es geschah zur Franzosenzeit. Das Bezirksamt war nach „Nizza" verzogen. Es war damals eine patriotische Tat, wenn man ohne Plangenehmigung baute. Prestige sind so nicht in Gefahr. Der Eisenbahnerstreik verebbteam 18.März. Nach dem der Schiedsspruch ministeriell als verbindlich erklärt und eine zustimmende Entscheidung der Organisationen erzielt wurde, erklärte die Reichsbahn-Gesellschaft sich bereit zur Ausführung der Vereinbarung. Vom städtischen Krankenhause. In der chirurgischen Literatur lvird auch in diesem Fahre die belehrende Berichterstattung über die Ermittelung außerordentlicher organischer Komplikationen, über schwere operative Erfolge fortgesetzt. Die neunte Nummer des Jentratblattes für Chirurgie bringt eine ausführliche Mitteilung über den Fall einer Gallenstein-Entfernung durch eine Operation, wobei die seltsame Lage der Gallenblase an die chirurgische Technik eine schwierige Anforderung stellte. Ein 2g jähriger Mann, der seit vier Jahren wegen kolikartiacr Schmerzansiille ärztlich vehandeit wurde, wurde schließlich in das Offcnbnrqer Krankenhaus gebracht zwecks Operation, die vom Chefarzt nild Chirurgen Dr. med. A r t n r Heinrich H o f f m a n n nach dem Kehr'fchen Schnitt ansgestihrt worden ist. Die Merkwürdigkeit des Falles bestund darin, dag die Gallenblase eine abnormale, nach der Niere verlaufende Lage hatte: 60 Steine wurden entfernt. Der Kranke kannte nach t Wachen entlassen werden; seit zwei Jahren hat die Gesundheit keine Störung erfahren. Die Veröffentlichung derartiger sehr interessanten Fälle ans der Praris begegnet dem Interesse der Aerzle Aus der chirurgischen liniverntütsklinik in Köln hat man sich um nähere Beschreibung jSkizzc) des Befundes hierher gewendet. In der Stadt Offenbnrg und ihrer Umgebung nimmt jetzt das Geschäft der Kurpfuscherei immer mehr überhand. Das städtische Krankenhaus erfreut sich wegen seiner vorzüglichen Einrichtung eines guten Rufes, an tüchtigen A rzten fehlt es hier nicht. Daß sich dennoch Cotal-flusvcrhauf f K«hr günstige liausgelegenheit!! ♦ Den Bestand des Warenlagers der Gemeinnützigen Bolksoersorgnng ans deren Konkursmasse bringen wir ab 21. März zum ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ Zu äutzerst billigen Preisen werden im Verkaufslokal (Republikstraße 8) abgegeben: Bekleidungsartikel, Wäscheartikel; Stoffe erster Güte, Wolle, Garne, Kurz- waren aller Art, Schuhwaren. Verkaufszeit von 9 bis 7 Uhr. Lokal: Republikstraße 8. Freies Gewerkschaftskartell Offenburg Geschäftseröffnung Der geehiten Einwohnerschaft Offeuburgs u. der Umgebung zur Kenntnis, daß ich hier am Platze, Spitalstratze Nr. 1, ein eröffnet habe. Durch meine langjährige Tätigkeit in leitender Stelle im In- und AuSlande bin ich in der Lage, alle Reparaturen solide, schnell und billig auszuführen. Zur Besichtigung meines Lagers Fertigwaren in jeder Preislage ladet ein Hugo Hennig 078i geprüfter Schinnmachermeister Statt Karten. Aufrichtigen Dank für die vielen Beileidsbezeugungen. Lina Adrion geb. Bacher Dr. Walter Adrion 9779 BefannMjung. Die Erwerbslofenfürforgeftelle für de» Amtsbezirk Offenburg (bisher Ortenbergerstraße 32 hier) und die Erwerbslosen- fürsorgestclle Offcnburg-Stadt (bisher „Alte Pfalz") befindet sich seit Montag, 16. März 1925, in den Räumen des Arbeitsamts Offenburg, Zugang Gärtnerstraße 3, 2. St., Zimmer 2. Die Auszahlung findet nunmehr statt: Für den Amtsbe- zirkOffcnburgjctvcits Donnerstags in der „Alten Pfalz" und für Offenbnrg-Stadt nur Freitags an der bisherigen AuszahlungssteÜe (Alte Pfalz). Arbeitsamt Offenburg, öffentlicher Arbeitsnachweis für die Amtsbezirke Offenburg. Obcrkirch und Wolfach. 9780 7910.26.4 TRI NUT Sl. Andreas Stark-Bier Pilsner Tafelbier Expori-Bier Lager-Bier Fernsprecher 26 q, 635. ►♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Beilage zu 2Tr. 1559 Dr alt Offeburger. " Aus»ade vom 22. Miir, tS2S. " Ser Vorschubverein Wnburg e. G. mit unbeschränkter Haftpflicht hat den Firmanamen, den er sechs Jahrzehnte hindurch im Schilde führte, für den Beginn seines 62. Geschäftsjahres aufgegeben. Künftig ist diese Volksbank eine Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht und heißt ab Juli 1625 iin Genossenschaftsregister Vereinsbank Offen bürg e. G. m b. H. In dem schönen Heim, das von unseren! Mitbürger Fritz Abel erbaut wurde zum 60jährigen Bestrhen des Vereins, hat die Geschäftsverwaltnng. der Genossenschaft ein Jahrzehnt des schwersten Existenzkampfes verlebt. Von dem „geradezu trostlosen Bild" der Betriebshenimung am Ende des Geschäftsjahres^ 1928, des sechzigsten, spricht der heutige Vorstandsbericht. Das prachtvolle Heim auf dem 3696 Quadratmeter großen Grundstück an der Okenstraße mit der Geschäftseinrichtung, das heute wieder im Buchwerte auf 100 000 Mark gestiegen ist, war der wesentliche Bestand, der ruhende Pol in der Erscheinungen Flucht nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch Deutschlands infolge des Krieges. Was die Inflation nicht wegschwemmte war ein kleiner Rest der Betriebsmittel. Im Sonnner kam die Wendung; Vertrauen —- und Sparsinn kehrten zurück, die Einlagen wuchsen. -MG Der Gesamtumsatz erreichte 34'/- Millionen und ergab den Reingewinn von 50 000 Mark. Genehmigt bie Generalversammlung den Verteilungsplan des Neinerträgnisses, so erhalten die hoffnungsvollen Besitzer alter Stammanteile eine 2prozentige Goldwertzuweisung, wofür über 17 000 Mark bereitgestellt sind; die 16prozentige Dividende daraus streut noch insgesamt 2900 Mk. aus. Der sichernden Hauptreserve werden 16 700 Mk/ zugewiesen, dem Rechnungsvortrag 4053 Mk., dem Ruhegehaltsfond (9000 Mk. Unter den Mitgliedern der Genossenschaft befinden sich 462 iveibliche, über ein Fünftel. Nach der beruflichen und sozialen Stellung sind 600 Handwerker, 480 landwirtschaftlich tätige Leute, 300 Beamte und Arbeiter der Post und Eisenbahn, 208 Angehörige wissenschaftlicher und künstlerischer Berufe, 180 Fabrikarbeiter und Gesellen, 175 selbstständige7Kaufleute, * 54 Fabrikanten und Unternehmer, außer anderen kleinen Gruppen in diesem Verein beisammen. Ihr Geschäftsguthaben (Stammanteilel beträgt 124000, das gesamte eigene Betriebskapitalftüne-Piertelmillion Mark; das fremde ist nahezu der dreifache Betrag. Während heute der Umsatz mit seiner achtstelligen Zahl geschrieben wird,"mußte im Vorjahrejdie Ziffernschlange l 409305336630888263 Mk. gebucht werden. . Wie viele Hilfskräfte sind jetzt zu ersparen, weil die Billionenrechnung durch die Bannung der Markwährung ansgeschieden ist? Hoffentlich kehrt sie nicht.wieder! In diesen Wochen ist das Volk vor die Selbstent- sch.idnng über sein Schicksal gestellt. Im Herbst ließen sich die Leichtgläubigen von der Aufwertungspartei ans Narrenseil spannen im sehnsüchtigen Glauben, ihre verlorenen Spareinlagen wiederznfinden. ES stellte sich heraus, daß 700 Millionen an die Großindustrie im Rnhrland verschenkt wurden. Mit diesem Geld iverden jetzt die Wahlen der Jarrcs- Brnderschaft gemacht. Und nun beachtet den Rat des Berichtes: „Wir sind durch die Inflation ans das Jahr 1899 1900, also um etwa 25 Jahre zurückgeworfen'worden, und in Bezug ans unsere eigenen Mittel, d. i. die Geschäftsanteile und Reserven auf etwa 50 Jahre. Es muß deshalb unser und unserer Mitglieder eifrigstes Bestreben sein, die Geschäftsgnthaben durch Einzahlungen und die Reserven durch Zuwendungen ans dem Geschäftsgewinn kräftigst zu stärken, damit wir, wie in früheren Jahren, möglichst unabhängig dastehen und die Kredite zu Sätzen .zur Verfügung stellen können, die für die Wirtschaft auch erträglich sind. Bemüht werden wir auch bleiben, ans den erzielten Gewinnen den alten Geschäftsanteilen, die abgeschrieben werden mußten, Zuwendungen zu machen. Es wird deshalb der Generalversammlung vorgeschlagen werden, auch in diesem wie im vergangenen Jahre auf diese ans Goldmark umgerechneten Anteile 2°o gutzuschreiben. Um dies aber auch für die künftigen Jahre ermöglichen zu können, ist erforderlich, daß wir entsprechende Gewinne machen. Es liegt also im eigensten Interesse aller Mitglieder, uns möglichst alle ihre Geschäfte zuzuweisen, damit wir alle Kräfte auszunützen vermögen." Der Bestand von 2159 Mitgliedern am Schlüsse dem die Generalversammlung die Anerkennung für Arbeit 1924 zeigt, daß die materiellen Einbußen an; der Influenza- und Treue gewähren darf, von den Genossen befolgt werden. Pestilenz den genossenschaftlichen Solidaritätsgeist nicht ins Glückauf auch unter dem Zeichen „Bereinsbank"! Wanken brachte. Möge die Mahnung des Bankvorstandes, * * * / * uns, als diejenige Stelle, die den Betrieb der Industriebahn durchzuführen hat, war selbstverständlich das angeführte Gutachten des Herrn Eisenbahnamtmann a. D. Schumann von besonderem Interesse. Die im ersten Absatz festgelegten allgemeinen Auslassungen über die Unzweckmäßigkeit der Gesamtanlage des Industriebahngeleises haben bereits ihre Richtigstellung durch das Stadtbauamt gefunden. Daß die Zugsfahrten auf der Gleisanlage des Jndustriegeländes äußerst zeitraubend und umständlich sind, war uns längst bekannt. Wir haben dies auch jeweils zum Ausdruck gebracht. Das Gutachten stellt -ausdrücklich fest, daß „das Zurückdrücken der Wagen durch die Maschine nach ihren endgültigen Bestimmungsorten, d. h. vor die Lagerhallen der Anschließer Wohlschlegel bis Deutsch ohne Weiteres nur dann möglich ist, wenn das Geleise unbesetzt ist, also keine zur Be- oder Entladung kommenden Wagen auf dem Zufahrtsgeleise nach den Lagerhallen stehen." wird weiter ganz richtig festgestellt, daß „das Gleis in seinem Hauptzweck als Zufahrtsgleis nicht beeinträchtigt werden darf." 'Es wird ferner festgestellt, daß „bei der gegebenen Anlage sich die Schwierigkeiten bei wachsender Zufuhr mit der Zeit sehr unangenehm bemerkbar machen, besonders dann, wenn noch weitere Anschlüsse nach Süden zu dazu kommen sollten." -Es ist uns sehr interessant, daß der Gutachter des Herrn Pfaehler sich genau auf denselben Standpunkt stellt, den wir seinerzeit bei Beginn der Verhandlungen bezüglich der Industriebahn eingenommen haben. Es steht dort wörtlich: „Solange der Verkehr mit Elsenbahnwaggons südlich des vom Säufer erworbenen Geländes keinen Umfang annimmt, welcher die Industriebahn in der Zusammenstellung der Wagen hindert, ist es dem Käufer gestattet. Be- und Entladungen von Wagen auf diesem Strange vorzunehmen. Nimmt dieser Verkehr bezüglich der Zahl der Waggons jedoch Formen an, welche eine Aenderung dieses Zustandes nötig machen, so sind besondere Vereinbarungen mit der Industriebahn, an deren strenge Einhaltung die Firma gebunden ist, zu treffen. Diese sollen sich beziehen insbesondere auf die Be- und Enkladezeit, welche im Jnkereüe der freien Durchfahrt nach weiter südlich gelegenen Anschließern zugestanden werden kann. Im Allgemeinen wird die Lnt- und Beladezeit der Wagen erfolgen müssen, in der Zeit zwischen 9 und 11 Uhr vormittags und 2—4 Uhr nachmittags. Zeigt sich, daß mit zunehmendem Verkehr eia geordneter Betrieb der Industriebahn bezüglich Bedienung weiter südlich gelegener Anschließer auch unter diesen Umständen nicht mehr möglich ist. so ist die Firma gehalten, auf eigene Kosten ein Abstellgelei» zu ihrem Gelände zu erstellen." In diesem Absatz des Vertrages ist doch beinahe wörtlich das enthalten, was der sachverständige Gutachter des Herrn Georg Pfaehler sebst festgestelll hat. Darüber noch Worte zu verlieren, ob die Stadtverwaltung berechtigt ist, die Weiterentwicklung der Industriebahn und den ungestörten Betrieb derselben in ihren Grundstücksverkaufverträgen zu sichern, dürfte sich unseres Erachtens erübrigen, umsomehr, als sie die Verhältnisse bezüglich des Betriebes der Industriebahn in einer nach Vorlage des Gutachtens auch von der Gegenseite nunmehr nicht mehr anzuzweifelnden absolut richtigen Weise beurteilt hat. Dabei geht die Stadtverwaltung in einwandfrei gerechter Weise vor, indem sie den eben gegebenen Satz zur Sicherung des Jndustriebahnbetriebes in alle Verträge, die seit jener Zeit unterschriftlich betätigt wurden, ausgenommen hat. Es bedeutet daher eine kleine Entgleisung des Herrn Gutachters, wenn er seine sonst allgemein bereits zur Genüge bekannten Auslassungen damit unterstreicht, daß er schreibt: „Gerechterweise müßte die Forderung zur Verbesserung der Zufuhrverhältnisse an alle Anschließer ohne besonderes Abstellgleis gestellt werden." Das Intresianteste am ganzen Gutachten scheint uns aber doch der Schluß desselben zu sein. Es wird dort erklärt: „Nachdem einmal die Gleisanlage zum Teil verfehlt angelegt ist, bleibt vorerst kein anderer Ausweg, als daß jeder Anschließer ohne besonderes Abstellgleis zu seinem eigenen Nutzen und Vorteil die angesetzten Verladezeiten möglichst einhält." Gerade die Frage der Entladezeiten, bei deren Festsetzung wir einmal an die Vorschriften der Reichsbahn gehalten sind und zum andern den angeführten Betrieb der Industriebahn sicherstellen mußten, gab letzten Endes den Anlaß zum ganzen Prozeß. Wenn also heute Herr Pfaehler die Richtigkeit der Auslassungen seines Gutachters anerkennt, so wäre es kaufmännisch richtiger gewesen, dieses Gutachten wäre schon vor eineinhalb Jahren erhoben worden. Es hätte sich zweifellos glänzend rentiert. 8. Der Skadkrat wird in dieser Sache keine welkeren Erklärungen mehr abgeben. Er lehnt es auch ab, Herrn Pfaehler auf dem von ihm eingeschlagenen Weg des persönlichen Angriffs zu folgen. Von dem Verlangen der Erstellung eines besonderen Abstellgeleises, sobald die Erweiterung des Bahnbetriebs dies erforderlich^macht, kann er nicht abgehen. Herr Pfaehler hat die jetzige, für ihn ungünstige Sachlage selbst verschuldet. Hätte er den Vertragsabschluß, zum Mindesten aber den geordneten Baubescheid abgewartet und hätte er sich die Anlage des Abstellgeleises, die schon im Vertragsentwurf verlangt war, offengehalten, so wäre die heutige Situation gar nicht entstanden. Herr Pfaehler hat es in der Hand, jederzeit eine Regelung der Angelegenheit zu erreichen. Er muß eben die Verpflichtung zur Erstellung eines Abstellgeleises übernehinen. Offenburg, 18. März 1925. Druck von A R e i f f u. C k e. in Offenburg. prozchsache Stabt gegen pfaehler. Der Stadtrat Offenburg stellt von den von Herrn Pfaehler in seiner Erklärung vom 12. März 1925 behaupteten Tatsachen nach Anhörung des geschäftsleitenden Vorstandes der ^.adtverordneten, nachstehend die wichtigsten Unrichtigkeiten fest. 1. Herr Pfaehler hat die Grundstücke Lgb. Nr. 1305/2 und 1305/12 widerrechtlich in Lefitz genommen. In dem Vertragsentwurf, der ihm mit Schreiben vom 23. April zugegangen ist, wurde ausdrücklich darauf hinge- wiesen, daß das Zustandekommen des Tauschvertrags mit der Firma Oegretcher die Voraussetzung für den Abschluß des Kaufvertrags mit der Firma Pfaehler sei. 2. Schon am 15. April hat Herr Pfaehler das Baugesuch eingereicht, das in dem üblichen Instanzenweg behandelt und dem Bezirksamt vorgelegt wurde. Aus Ansuchen des Herrn Pfaehler hat das Bezirksamt unterm 1. ’aiiat 1924 gemäß § 124 L. B. D. gestattet, daß die Grabarbeite« zum beabsichtigten Neubau der Glasbiegerei im Jndustriegelände ausgeführt werden. Die vorläufige Baüerlaubnis besagt wörtlich: „Die Erlaubnis erfolgt auf ihre eigene Gefahr und vorbehaltlich jederzeitigen Widerrufs." Nach Anhörung der Fabrikin- fpektion hat das Bezirksamt unterm zu. Mai den Baubescheid erlagen. Die Zustellung des Baubescheids an Herrn Pfaehler erfolgte am 31. Mai. Bis zu diesem Zeitpunkte hat eine Baukontrolle nicht stattgefunden, weil die vorläufige Baugenehmigung sich nur auf die Erdarbeiten bezog. Herr Pfaehler hat an Gebühren bezahlt, an die Staatskasse 31 für den Baubescheid, welchen die Potzei auf Ersuchen des Bezirksamt bei ihm erhob, und an die Stadt- kaffe 1,20 Ji für die Bauaufficht, welche die Baukommission nach dem Laubescheid ün Auftrag des Bezirksamts auszuüben hatte. Der Oberbürgermeister hat erst Ende Mai erfahren, daß Herr Pfaehler mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen hat. Er hat daraufhin sofort die Aufforderung an Herrn Pfaehler zur Einstellung der Bauarbeiten gerichtet. Wie nun Herr Pfaehler in seiner Erklärung selbst zugibt, war in diesem Zeitpunkte das Fabrikgebäude schon fix und fertig hergestellt. Herr Pfaehler hat also ohne Bauerlaubnis die Hochbauten ausgeführt und zwar auf dem Gelände, das immer noch der Firma Oestreicher gehörte. 3. Es ist richtig, daß in der Verhandlung am 4. Juli über den Streitpunkt eins vorläufige Einigung zustande kam, zu der jedoch erst noch die Zustimmung des Stadtrats erforderlich war. Hierbei war u. A. vereinbart worden, daß die Stadt bei Bedarf berechtigt fei, ein Abstellgeleife auf ihre Kosten auf das Grundstück des Herrn Pfaehler und zwar entweder auf das neuerworbene oder auf das früher schon erworbene zu erstellen. Herr Pfaehler sollte die Verpflichtung übernehmen, das Gelände auf welches das Geleis verlegt wurde, nicht zu überbauen und außerdem von Mitte Gleis nach beiden Seiten hin einen freien Abstand von 2,30 m einzuhalten und überdies dafür zu sorgen, daß diese Strecke in keiner Weise mit Material irgendwelcher Art verstellt oder verlegt würde. Diese Verhandlungen scheiterten jedoch teils deshalb, weil der Stadtrat befürchtete, daß bei dieser Vereinbarung sicher später wieder ein Prozeß mit Herrn Pfaehler zu erwarten sei, teils weil eine Einigung inbezug auf die Tragung der Prozeßkoften nicht zu erzielen war. Herr Pfaehler erklärte, daß er unter gar keinen Umständen auch nur einen Pfennig Kosten übernehmen würde, während die Vertreter der Stadt vorschlugen, entsprechend der bei Vergleichsverhandlungen fast durchweg angenommenen Regelung, die Kosten gegenseitig zu halbieren. Der Oberbürgermeister betonte bei diesen Verhandlungen, daß Herr Pfaehler der Stadt Ersatz auch dafür zu leisten habe, daß er seit dem Jahre 1921 das Grundstück Lgb. Nr. 1305/11 benutze, ohne dafür Umlage bezahlt zu haben. Herr Pfaehler lehnte den Umlageansvruch ursprünglich auch ab, erklärte sich aber dann schließlich bereit, 400 M. als Ersatz für diese Umlage an die Stadt zu bezahlen. Dagegen verlangte er, daß die Stadt dann alle Kosten, einschließlich der seines Rechtsanwaltes übernehme. Diesem Verlangen Pfaehlers konnte selbstverständlich der Stadtrat nicht zustimmen und die Vergleichsverhandlungen waren somit gescheitert. 4. Die Verlängerung des Abstellgeleifes der Firma Schenker u. Co. zu dem Grundstück des Herrn Pfaehler ist ohne Weiteres und ohne große Kokten möglich. Die Firma Schenker u. Co. mußte bei Abschluß des notariellen Kaufvertrages, bei welchem Herr Pfaehler anwesend war, die Verpflichtung übernehmen, die Verlängerung des auf ihrem Gelände hergestellten Abstellgeleifes nach Süden zu dulden. 5. In Ziffer 8 der Erklärung spricht Herr Pfaehler davon,daß seine ganzen Aufbauarbeiten am neuen Gebäude zerstört sind und daß bei der sinnlosen Art und Weise, wie der Bie- gereiofen stillgelegt wurde, dieser Ofen zerstört und damit ein Anlagekapital von etwa 30 000 Mark vernichtet wurde. Dem gegenüber ist festzustellen, daß Herr Pfaehler bis heute ja noch gar keine Gelegenheit hatte, überhaupt festzustellen, ob eine sinnlose Zerstörung des Ofens vorgenommen wurde, da das gesamte in Frage kommende Anwesen durch den Gerichtsvollzieher amtlich verschlossen war. Aber selbst wenn nachträglich bei einer eingehenden Besichtigung fejtgestellt werden würde, daß der Ofen durch die Außerbetriebsetzung gelitten hätte (was wohl kaum möglich ist, da derartige Oefen so gebaut sein müssen, daß sie jederzeit und ohne Schaden zu nehmen außer Betrieb gesetzt werden können und höchstwahrscheinlich von Herrn Pfaehler selbst auch derartige Außerbetriebssetzungen schon mehrfach vorgenommen worden sino), so würde irgend welcher Ersatzanspruch an die Stadt, ganz abgesehen vom Fehlen jeglicher rechtlicher Grundlage hierzu schon deswegen hinfällig sein, weil nach Verschließung des Gesamtanwejens durch den Gerichtsvollzieher, in der folgenden Nacht unter Zerstörung des vom Gerichtsvollzieher angebrachten Siegels unbefugter Weise in das Gebäude eingedrungen wurde und der Generator des Ofens, welcher bei Verschluß durch den Gerichtsvollzieher in ziemlich heruntergebranntem und verschlacktem Zustand sich vorfand wieder frisch gereinigt wurde. Es geschah dies alles, obwohl jedem der Angestellten der Firma Pfaehler bewußt fein mußte, daß ein Weiterarbeilen im Neubau unzulässig war. 6. Inbezug auf den technischen Teil gibt das Stadtbauamt folgende Aeußerung: Auf das Gutachten des Herrn Bauamtmannes a. D. Schumann ist zu erwidern: Die endgültige Festlegung des Jndustrie- geleises geschah nach vielen Vorentwürfen und Verhandlungen im Benehmen mit der hiesigen Bahnbau- und Betriebsinspektion sowie der Generaldirektion Karlsruhe. Die Abzweigung mußte aus der bahneigenen Weiche 435 erfolgen. Für die nur an einer Stelle zulässige Ueberquerung der Landstraße, war noch die Genehmigung des Wasser- und Straßenbau- amtes erforderlich. Die Lösung der Anlage erfolgte so glücklich als es nach dem damaligen Stande der Grunderwerbsverhandlung und den Wünschen der Industriellen, die nur auf kleine Plätze abhoben, technisch möglich war. Hauptbedingung bei der Anlage war die Forderung, daß jeder Jndustrieptatz sowohl Straßen- als auch Bahnanschluß erhält. Es ist unrichtig, daß weite Geländeslächen brach liegen müssen; das damit vermutlich gemeinte Geleisdreieck hätte schon öfters seinen Liebhaber gefunden, wurde jedoch absichtlich von der Stadt wegen seiner günstigen Lage an 3 Ge- leissträngen nicht abgegeben. Bei dem Ver° schubgeschäft versteht es sich von selbst, daß die Geleise vorher freigemacht werden, bevor neue Wagen zugesuhrt werden. Die innerhalb der vorgeschriebenen Zeit noch nicht fertig be- oder entladenen Wagen müssen auf ein Abstellgleis verbracht und dann von neuem zugestellt werden, ein Rangiermanöver, das sich selbst auf großen Verschubbahnhösen nicht vermeiden läßt. Dieses allerdings selten vorkommende Rangiermanöver sollte gerade im Falle Pfaehler durch die Auflage eines besonder» Abstellgeleifes bei der Vergrößerung des Pfaehler'schen Betriebes vermieven werden. Die Möglichreit hierzu, auf dem Herrn Pfaehler gehörigen Gelände Lgb. Nr. 1300/11, wäre im Benehmen mit der Firma Schenker ohne große Kosten gegeben gewesen, wenn die Verhandlungen nicht an dein Widerstand des Herrn Pfähler gescheitert wären. Die Lösung wäre auch heute durch Anbringung von Durchfahrtstoren in der einen Halle noch möglich, ohne daß diese größtenteils unbrauchbar gemacht würde. Der Platz der Firma Wohlschlegel kann ohne technische Schwierigkeiten noch von 2 Seiten mit besonderem Abstellgleis, das etvl. ncch nach dem Streitobjekt Lgb. Nr. 1305,2 verlängert werden kann, erschlossen werden, wenn dem Gutachter etwas von den neuen Gleiskurven bekannt ist. Schließlich muh noch betont werden, daß zur besseren Sortierung der Wagen längs dem Gleis 37 und I ein 3. Abstellgleis projektiert und von der Aufsichtsbehörde verlangt wurde, sobald sich Unzuträglichkeiten im Lerschubge- schäfte Herausstellen sollten. Von dieser Bedingung wurde jedoch in entgegenkommender Weise vorläufig Abstand genommen, da bei dem Bau der Gleisanlage im Jahre 1920 Gleis- und Weichenmaterial kaum und unter den größten finanziellen Opfern zu erhalten war. Die einseitige Erstattung dieses Gutachtens muß umsomehr Befremden erregen, als Herr Schumann selbst noch in dienstlicher Eigenschaft am 13. 8. 1923, die ganze Gleisanlage ohne jede Beanstandung endgültig abgenommen und für betriebsfähig erklärt hat. Die Werkdirektion äußert sich zu der Erklärung des Herrn Pfaehler wie folgt: Die wichtigsten der zahllosen Unstimmigkeiten, welche in der von Herrn Pfaehler gegebenen chronologischen Entwicklung des ganzen Prozesses enthalten sind, werden ihre Richtigstellung durch den Stadtrat erfahren. Für Tausende bei inneren Leiden ihren Rat nicht bei den Aerzten holen, sondern sich unwissenschaftlich behandeln lassen, ist auch kein Zeichen fortgeschrittener Intelligenz in Volkskreisen, Oft kommen diese Patienten zu spät zur Einsicht. Die Statistik der operativen Bchandlnng im städtischen Kcankenhause wird wohl die Wahrheit der Behauptung bestätigen, daß durch eine rechtzeige Behandlung bei solchen Erkrankungen (Blinddarm, Gallenblase) der Prozentsatz der Mortalität in dem letzten Jahrzehnt wesentlich zurückgegangen ist. In diesen Tagen wurde der Sektionsbefnnd im Falle Ebert veröffentlicht. In Aerztekreisen führte die Darstellung des Krankheitsverlaufes zur Auffassung, daß Reichspräsident Ebert durch eine rechtzeitig erfolgte Operation am Leben geblieben wäre, Reifeprüfung. Am Donnerstag fand in der Oberrealschule die mündliche Reifeprüfung statt. Alle 17 Oberprimaner wurden für bestanden erklärt. Es sind folgende: Eugen Abele, Wilhelm Bäßgen, Gretel Dinner, Walter Drey.'r, Franz Göppert, Bertold Moch, Annemarie Oectel, Otto Frommer, Helmut Sorge, Paul Winter und Ludwig Zind von Offenburg, Philipp Herold von Wollah, Franz M-her, Ulrich v. Schauenburg von Oberkirch, Max Metzger von Ebersweier. Reinhold Michelfelder von Etadelhofen, und Heinrich Rosenthal von Haniach, — Mit der Note „gut" wurden 7 der Schüler ausgeichnet. Kreiswintevschule. Bon den 103 Schülern ist nur einer aus der Stadt Offenburg: Karl Misenta, Das Lehrerpersonal setzt sich also zusammen: Stadler F,, Landesökonomierat und Schulvorstand; Feuchter H,, Landwirtschaftsinspektor; Mayer, Bezirkstierarzt; Löffler K,, Kreisobstbauinspektor; Ilrnau M,, Obergewerbelehrer a, D,; Wohlfahrt I,, Hauptlehrer a, D,; Höfele K,, Hauptlehrec; M irtin I,, Hauptlehrer, Der Lehrplan enthält auch den Unterricht für die Ber- fassungskunde: das Wesen des Staates, die Reichs-, Landes-, Gemeinde- und Kreisverfassung nsw. Diese Bürgerkunde ist wöchentlich in 2 Stnnden durch Hanptlehrer Höfele behandelt worden, Theater. Große Plakate locken hier zum Theaterbesuch nach Baden-Baden, um das Drama Johanna des neuzeitigen geschützten Engländers Shaw zu sehen. Das hiesige Stadttheater hat uns. Dank der Bemühungen des Theatergemeinderats Dr, Straub, eine Aufführung der Candida gewährt durch Künstler der Karlsruher und Westdeutschen Bühne, Die Darbietung bei prächtiger Inszenierung war sehr befriedigend, darf als eine hohe Kunstleistung angesehen werden. Leider genas; sie nur ein kleiner Teil der hiesigen Musenfreunde. Manche entbehrten des Bersländnijses; es sollte eine solche Novität vorher in der Presse besprochen werden. Aus dem Bereinsleben. In der Generalversammlung der T u r n g e m e i n d e wurde dem verstorbenen Reichspräsidenten Ebert eine Ehrung erwiesen. Im letzten Vereinsjahre verzeichnest die Tunier- schaft einen grossen Erfolg: beim Kreistnrniest in Konstanz errangen die Turner unter Ottstadis Führung in der 1. Klasse für die beste Leitung den ersten Preis. Der Tnrnrat wurde also zusammengesetzt: zum 1, Vorsitzenden wurde Herr Bangert einstimmig wiedergewählt. Kassier wurde Stadtsekretär Weigold und Schriftführer Herr Schiffmacher, Alle übrigen Turnratsmilglieder haben ihren Posten wieder eingenommen Am 10, Mai findet hier in der Stadthalle ein Wettkampfstatt, an tvelchcm sich badische, pfälzische und schweizerische Kunstturner beteiligen. Die Turmemeinde Offenburg hatte ihren ersten Sitz im Zähringerhof. Dort traten die Turner im Winter 1847,48 zusammen und begaben sich unter Aufsicht der Turuwarte in einen geschlossenen Raum, den ihnen der Glasfabrikaut Reindle zu den llebuugen über den Winter eingeräumt hatte. In den Sommermonaten befand sich der Turnplatz aus dem Felde hinter dem Zähringerüof, worauf jetzt die Netzer'schen Häuser stehen, - Wegen ihrer demokratischen Gesinnung und ihrer Schwärmerei für die schwarz-rot-goldene Fahne großventscher Vereinigung sind die Turnvereine von der Reaktion l8ä0 verboten worden ,Viele Turner hatten unter den Freischarcn gekämpft. Der Berkehrsverein hielt seine erste Generalversammlung unter mäßiger Besnchszahl der Mitglieder ab. Wir berichten das nächstemal. Reichsbanner-Ortsgruppe, In der Hauptversammlung im Gasthaus zum „Anker" stellte (Bezirksamtmaun) Regierungsrat A m - berger fest: das; endlich alle drei politischen Parteien, die hier die republikanische Reichsverfassung anerkennen, dem schwarz-rot- goldenen Bannerbunde augehörcu. In die Leitung der Ortsgruppe wurden mit gleichen Rechten gewühlt: Mechanikermeister A, v.D esch- w anden kZtr,), Hanptlehrer Haas (Din), und Eichmeister Ma i e r (Soz,), In den Beirat wurden neu gewählt: Hanptlehrer Wirthle, und Redakteur Rappcnecker (Ztr.) Lokomotivführer Grohens und Oberbauinipektor L e t t l e r (Dem ), Eismbahnbeamter Bestue r und Schneidermeister Winter (Soz.l Im Beirat verbleiben die Kameraden Amberger, Eisenmann, Redakteur Huber, R, Janz jr., Dr, Schleicher, Söll jr,, Späth, Strack, Vollmer jr, Herrn Amberger lvurde für das Einignngsbemühen gedankt. Als Mindestbeitrag für das Halbjahr ist 1 Mark festgesetzt. Der Rechner Maier nimmt freiwillige Spenden an, Saalbau in der Kesselgasse, lieber dem Hofcaum des einstigen Schweiß'scheu Patrizierhauses (Ankerwirtshaus) errichtet der kathol, Gesellenverein einen Theater- und Versammlungssaäl, Ebert-Strahe wird der nördliche Teil der Molktestraße benannt. Der heutigen Stadtauflage ist die Druckschrift des Stadtrats in Sachen Pfaehler beigelegt. Briefkasten des Alten Offeburgers. Nach Rammersweier, Einem dortigen Baueru wurde eine im Ranchfang aufgehüngte Sauhälfte zur Nachtzeit gestohlen. Es heißt in dem Berichte der „Offenburger Zeitung": „Mittelst einer Gabel haben sie nun das begehrliche Objekt aus dem Kamin heruntergeholt und haben damit mit noch anderen nützlichen Sachen, die,ihnen in die Hände fielen, das' Weite gesucht," Was Einem in die Hände fällt, kann er getrost nach Hause tragen; das ist Zufall, nicht Diebstahl, Der Bauer scheint (viel Nützliches gehängt gehabt zu haben. Wenn ein „Schunken" dem Dieb auf die. Nase, statt in die Hand gefallen wäre, hätte es einen überführenden Schenkeldruck abgesttzt, Eni guter Polizeihund müßte doch der Halbsau auf die Spur gekommen sein. „Knust" hier. Wenn sich d:r Verkehrsvecein noch nicht für einen Reise wagen zur Besichtigung städtischer Industriegebiete in Wien ;c. entschieden hat, soll er sich a ich den Z u knn fts w a gen im Automobilhans Otter hier anseheu; im Inserat ist als besonderer Vorzug hervorgehoben: echte Lederpol st erunq, mit allen modernen Chikanen der Neuzeit versehen Ob aber 7>er Stadtrat sich in ein solches Chikanen-Auto setzt ? Auszüge aus dem Standesbuch der Stadt Offenburg. Geburten: März, 1, Margot Mathilde, V, Händler Jakob Ritter: Karl Friedrich, V, Händler Ferdinand Bott; Lydia Emilie, V, Händler Alfred Kuhn, 2. Waldemar Franz, V, Wirt Franz Taver Hermann. 3, Charlotte Lina, B, Telegraphenarbeiter Artur Lorenz. 4, Eleonore Maria, B. Schlossermeister Ludlv g Burg; Gerda Magdalena, B, Milchhändler Heinrich Matthias Schoeneck, 6, Walter, B, Gendarmerie- Wachtmeister Wilhelm Ernst Schölzel. 7, Egon Herbert, B, Kaufmann Johann Thoma; Herta Theresia, V. Reservelokomotivführer Andreas Panter. 8. Erwin Wilhelm, V. Eistnbahnschaffner Friedrich Barth. 9. Erich Anton, V, Reservelokomotivheizer Gustav Emil Maldacker. 10, Hermann Daniel, V, Dachdecker Andreas Borho; Rene, B. Schreiner Eugen Schlegel, 13, Hannelore Renate, V. Kaufmann Engen Haas. Hierzu eine Beilage. Brennholzverfteigeimng. Montag, den 23. März, nachmittags 2 Uhr. Zusammenkunft: Männerbad bei der Säge. Offenburg, den 20. März 1925. Oberbürgermeister. 7987 Bekanntmachung. Die Maul- und Klauenseuche betr. Die regelmästigen Rindvieh- und Schweinemärkte in Offenburg finden in Zukunft wieder statt. Offenbnrg, den 18, März 1926, Der Oberbürgermeister. 798« 9745,3,4 Frau Anna Maar ww. empfiehlt ihr Lager la Strumpfwaren Parfümerien Haarpflegeartikel 'Geschäftslokal Hauptsrasse 36 2 Treppen Eingang Blumenstrasse 3of. Winker Sekbrrstc. 17. feine l^errenktineiderei DamendKoflüme und Mäntel. 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Martin Drewing Offenburg — Volkstraße 15, 1 Treppe 9leu*@t Öffnung Spezial- Wäsche- und Ausstattungsgeschäft für Damen und Herren Brautausstattungen Bestgereinigie, füllkrüstige Bettfedern und Daunen grau, Pfd. M. 1,50 und 2,—, halbweiß Pfd. M. 3,50 und 4,—, prima weiße Gänse-Rupffedern M. 4,50, 5,—, 6,—, 7,—, 8,—, weiß Halbflaum M. 6,—, 7,—, 8,— 10,— weiß Hochprima Flaum Pfd. M. 20,— 9592013 Gebr. Bloch Nachf, Offenburg. Borschuß-Berein Offenburg eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Laut Beschluß des Aufsichtsrats vom 20. Februar 1925 findet die ordentl. Generalversammlung am Mittwoch, 25 . März 1925 , abends 8 Uhr in der Wirtschaft zur „Zauberflöte" (bei Herrn Kern) hier statt, wozu wir unsere verehrlichen Mitglieder mit der Bitte um recht zahlreiches Erscheinen höflich einladen. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht für 1924. 9786. 2. Bericht des Aufsichtsrats. 3. Genehmigung der Bilanz, sowie der Gewinn- und Verlust-Rechnung für 1924 und Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. 4. Verteilung des Reingewinns. 5. Bericht des Verbandsrevisors. 6. Wahl dreier Aufsichtsratsmitglieder an Stelle der Ausscheidenden (die Herren Wilhelm Clauss, Carl Friedmann und Ludwig Haueisen sind wieder wählbar). 7. Wahl der Einschätzungs Commission. 8. Statutenänderung aus Anlaß der Umwandlung in die beschränkte Haftpflicht. 9. Wünsche und Anträge der Mitglieder. Ofsenburg, im Februar 1925. ver fluf$ici)t$rat des Dorschussvereins Offenburg eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht Gustav Werner, Vorsitzender. Der Entwurf der neuen Satzungen und der Rechenschaftsbericht für 19L4 liegen in unseren Geschäftsräumen zur Einsicht vor. N Schirm geschäft II- Als Tag der Anmeldung für alle Schüler, die auf Beginn des neuen Schuljahres in eine der obigen Anstalten eintreten wollen, ist der 23. März festgesetzl. Anmeldungen, welche durch die Eltern unter Vorstellung der Schüler erfolgen sollen, werden an diesem Tage von 8—12 Uhr vormittags auf den Dienstzimmern der Direktoren entgegengenommen. Vorzulegen sind Geburtsschein, Impfschein und letztes Schulzeugnis, bezw. das Abgangszeugnis der zuletzt besuchten Anstalt. Ausgenommen werden in die unterste Klasse Kinder, die der vierjährigen Grundschulpflicht genügt haben. Ausnahmsweise können auch Kinder mit dreijährigem Grundschulbesuch aufgenommen werden, wenn das Abgangszeugnis und die Aufnahmeprüfung die Durchschnittsnote „gut“ aufweisen. Offenburg, den 11. März 1925. Die Direktionen. 9768.2 2 Anton Tonoli Nachflg. Inh. Luise Schreiber Vis Gftevn 19 "Io Nachlaß auf sämtliche Schirme und L ed erwareu 9788.3.1 ^ I I- ■ ■■ \wJt