v'r alt Osseburger. Belletristische und humoristische Chronik der Kreishauptstadt Gffenburg. Nr. 356. Ausgabe vom 11. Mürz 1966. Preis 10 Pf. Vorläufige (Ergebnisse der letzten Volkszählung. Die Tabellen der badischen Landesstatistik geben jetzt schon ein Bild von der Zu- und Abnahme der Bevölkerung während des Jahrfünftes 1. Dezember 1900 bis dahin 1905. Großherzogtum Baden. 1900 Ortsanwesende Bevölkerung am 1. Dezember 1905 1,868,858 2,009,320 Zunahme 140.462 — 7,52 Prozent oder 1,46 Prozent durchschnittlich. Darnach ist die durchschnittliche jährliche Zunahme der Bevölkerung des Großherzogtums während des letzten Jahrfünftes zwar nicht ganz so groß gewesen wie in der unmittelbar vorangegangeuen Zählungsperiode 1895/1900, aber außer jener immer noch die größte, welche seit 1828 festgestellt wurde. Seit jenem Jahre (1828) ist die Einwohnerzahl Badens um mehr als 70 Prozent, seit dem Regierungsantritt des Großherzogs Friedrich (1852) um 652,112 Personen oder fast um die Hälfte (48 Prozent), seit der Gründung des Deutschen Reichs (1871) um 547,759 Köpfe oder um mehr als ein Drittel (37,5 Prozent) gestiegen. Die Volkszählungen der letzten drei Jahrzehnte ergaben folgende Bevölkerungsverschiebungeu: 1875 ortsanwesende Bevölkerung 1,507,179 1880 1,570,254 1885 1,601,255 1890 1,657,867 1895 1,725,464 1900 1,868,858 1905 2,009,320 Von der Verschiedenheit einzelnen Kreisen, Amtsbezirken Zunahme pCt. pCt. 63.075 4,18 0,84 £ 31,001 1,97 0,39 f 56,612 3,54 0,70 jf 67.597 4,08 0,80 Z, 143.394 8,26 1,60 Z 140,462 7,52 1,66 ß der Bevölkerungsbewegung in rc. soll ein andermal berichtet werden. Nach Geschlechtern getrennt stellt sich die Bevölkerung zahlenmäßig also dar: 996,624 männliche, 1,012,693 weibliche Einwohner. Landeskommissariat Freiburg: 268,828 männliche, 274,488 weibliche, zusammen 543,316 Einwohner. Zunahme 33,042 oder 6,48 pCt. Kreis Offenburg: 89,778 männliche, 91,383 weibliche, zusammen 181,161 Einwohner. Zunahme 8057 oder 4,65 pCt. Amtsbezirk Offenburg. Derselbe zählt 62,861 Einwohner gegen 59,501 im Jahr 1900, hat mithin eine Zunahme von 3360. Für dje einzelnen Gemeinden unser es Amtsbezirkes gibt die Statist k folgendes Bild: Städte: 1905: 1900 : Zu- oder Abnahme- Offenburg 15434 13664 1770 Gengenbach 3054 2923 131 Zell a. H. 1946 1782 164 Dörfer: Schutterwald 2661 2191 170 Urloffen 2471 2398 73 Altenheim 2400 2320 80 Dulbach 2301 2280 21 Marlen 2134 2090 44 Oberharmersbach 1967 1853 114 Appenweier 1744 1665 79 Zell-Weierbach 1676 1637 39 Nordrach 1634 1646 — 12 Unterharmersbach 1610 1555 55 1905 : Zunsweier 1569 Biberach 1503 Orienberg 1499 Niederschopfheim 1454 Hofweier 1388 Ohlsbach 1091 Berghaupten 1072 Diersburg 1039 Elgersweier 1035 Bermersbach 1008 Reichenbach 1000 Windschläg 968 Rammersweier 954 Bohlsbach 750 Griesheim 746 Nesselried 660 Waltersweier 623 Fessenbach 580 Ebersweier 542 Weier 532 Schwaibach 475 Unterentersbach 419 Bühl 398 Oberentersbach 195 Nordrach Kolonie 194 Müllen 135 1900: Zu-oder Abnahme. 1516 53 1475 28 1493 6 1409 45 1287 101 1034 57 1046 26 1033 6 995 40 968 40 983 17 912 56 891 63 690 60 764 — 18 664 — 4 607 16 569 11 521 21 502 30 515 — 40 409 10 406 — 8 203 — 8 162 32 143 — 8 Bor 50 Jahre». Die Landstände der 2. badischen Kammer hielten am 20. Februar 1856 eine geheime Sitzung ab, in der die Regierung u. a. Vorlagen für die Uebernahme der Zinsengarantie für die Kiuzigtalbahn machte. In der Sitzung vom 3. März 1856 wurde einstimmig beschlossen: „Die Kammer wolle durch eine Eiklärung zu Protokoll die Großh. Regierung bitten, die baldige Einführung des Fallbeils für die Enthauptungen zu beschließen." Ein heute allgemein bekannter Fabrikationszweig, der im Jahre 1851 erstmals in Frankreich errichtet wurde, schlug auch hier Wurzeln. Der „Ort. B." meldet vom 13. März 1856: „Wie bereits hier und auch auswärts bekannt, soll im Lokale der früheren Glashütte nunmehr die Fabrikation komprimierter Gemüse betrieben werden. Die hiezu nötigen Vorarbeiten, Bauten rc. werden schon in Angriff genommen, und so sehen wir denn dem Beginn der Fabrik vielleicht im Laufe dieses Jahres noch mit aller Freude entgegen. Da unter Manchen in Betreff der Fabrikation komprimierter Ge- müsse noch falsche Begriffe bestehen möchten, so glaube ich mich veranlaßt, das, was ich aus gedruckten Berichten, die mir durch gütige Hand übermittelt wurden und für deren Behändigung ich freundlich danke, über diese Sache entnahm, hier in Kürze wiederzugeben. Tie Idee, Kohl zu trocknen und ihn dadurch nicht nur lange auf- bewahrungsfähig zu machen, sondern ihm auch die Eigenschasten, welche er als frisches Gemüse bat, zu erhalten, ist schon vor mehreren Jahren von einem Deutschen durchgesührt worden. Es hat diese Idee aber nicht weitere Verbreitung gefunceu, und die Sache ist wohl Vielen nur als Kuriosum bekannt geworden, während sie in Frankreich bereits zur praktischen Anwendung und Ausführung im Großen gekommen ist. Die Vorteile, die diese wichtige Erfindung bietet, wird jetzt ein Jeder selbst bemessen können, doch fällt im Allgemeinen der eine hauptsächlich in die Augen, daß uns durch diese Fabrikation in Zeiten des Mangels — im Frühjahr — ebenfalls frische und schmackhafte Gemüse zur Speise dienen können. Wir betrachten deshalb die Gründung einer solchen Fabrik in hiesiger Stadt als ein erfreuliches Omen, und es wird sich bei zu wünschendem günstigen Fortgange derselben eine neue reichliche Erwerbsquelle der regsamen Landwirtschaft hier wie unserer weiteren Umgebung sicherlich erschließen, wie auch dadurch manchen arbeitslosen Händen Beschäftigung und Verdienst geboten werden wird.' Die Glashüttengesellschaft ließ zu Anfang April in der ehemaligen Glashütte ihre Fahrnisse einer öffentlichen Versteigerung aussetzen. Joseph Nonn hier zeigt an, daß er neben seinem Mühlengeschäft auch eine mechanische Wattenfabrik errichtet habe. Der Bnchdruckergehilfe Niesen erhängte sich am 17. März 1856 im Neuwegwalde bei Ortenberg, aus Kummer über den Tod seines fünfjährigen Knaben. Offenburger Allerlei. Aus dem Stadtrat. Den Rebenarbeitern wird eine Lohnerhöhung zugebilligt. Die ständigen Arbeiter sollen M. 2.50 statt wie bisher M. 2.30, die unständigen M. 2.30 statt M. 2.20 erhalten. Die Stadtrats-Erneuerungswählen sind auf Freitag den 16. März, vormittags ll— 12 1 /Uhr anberaumt. Die glasierten Wandverkleidnngen in den Kühlräumen des Schlachthauses werden, nachdem die Firma Hoffmanu in Straßburg mit dem niedersten Angebot zuriickgetreten ist, dem nächsthöheren Submittenten Bauunternehmer Ritter hier, übertragen. Ueber die beabsichtigte Erwerbung der Gärten am Graben wurde unlängst die Anlagenkommmission gehört. Es wurden auch hier, wie schon im Stadtrat, Bedenken geäußert gegen den Ankauf des Geländes von der Gymnasinmsgasse bis zum Anwesen des Herrn Janz. Die hiefür notwendigen Mittel seien zu hoch und zur Schaffung von Anlagen an anderer Stelle besser zu verwenden. Zudem werde mit der Erwerbung dieser Grundstücke eine ununterbrochene Parkanlage rund um die Stadt doch nicht ermöglicht. Der Stadtrat hält indes seinen in früherer Sitzung gefaßten Beschluß aufrecht. Das entscheidende Wort in dieser Sache wird demnächst der Bürgeransschnß sprechen. Eine Umlageherabsetzung um 5 Pfg. beim Burger- ausschuß zu beantragen ist der Stadtrat heute in der angenehmen Lage^ Infolge nicht zutreffender Ueberschreibung von Wirtschaftsmitteln auf das Grnndstockvermögen steht heute für Bestreitung laufender Ausgaben eine, bei Aufstellung des Voranschlags noch nicht in Betracht gekommene größere Summe zur Verfügung, welche für mindestens zwei Jahre die beantragte Minderung der Umlage ermöglicht, sofern die städtischen Finanzen nicht unvorhergesehene Einnahmeausfälle in den nächsten Jahren treffen. Lebhaft wurde die Meinung im Stadtrat vertreten, welche auch von der Mehrheit der Finanzkommission geteilt wird, es sei eine Herabsetzung der Umlagen nicht zu empfehlen; die überschüssigen Gelder seien zur Bildung eines Reservefonds für Einbußen in unsicheren städtischen Einnahmequellen zu verwenden. Dagegen konnte mit Recht aus die vorsichtige Aufstellung des Voranschlages, sowie weiter darauf hingewiesen werden, daß der früher nur 5000 Mark betragende Betriebsfond seit einigen Jahren auf 15,000 M. erhöht sei und im diesjährigen Voranschlag sogar noch höher eingesetzt wurde, somit als Reservefond für unerwarteten Einnahmeausfall mit dienen könne. Auch die Meinung kam zum Ausdruck, daß die Gelegenheit benutzt werden müßte, unserer Stadt, welche durch ihren dauernd hohen Umlagefuß unliebsam bekannt sei, in dieser Beziehung einen besseren Ruf zu verschaffen. Der Beschluß auf Herabsetzung des Umlagefußes wurde hierauf mit 8 gegen 5 Stimmen gefaßt. Infolge Erhöhung der Zahl der Volkstribune im Bürgerausschuß und um dem schon bisher empfundenen Mangel an Sitzgelegenheit abzuhelfen, erhält Sesselmacher Schirrich Auftrag zur Herstellung von 18 Stühlen solidester Konstruktion. Bei den letzten Bürgerausschutzwahle« betrug nach dem „Ort. Bote" die Gesamtzahl der Wahlberechtigten 2048. Daran vartipizierten 1538 Niederstbestenerte mit einem Umlagcbetrag von rund 28,100 Mark, 340 Mittelbesteuerte mit 45,350 Mark und 170 Höchstbesteuerte mit 102,137 Mark. Dies sind für die 1. Klasse 58,17 pCt., für die 2. Klasse 25,83 pCt. und für die 3, Klasse 16 pCt. X Die Anmeldungen zum Wcinmarkt, der am nächsten Dienstag den 13. d. M. hier stattfindet, sind, wie erwartet werden konnte, sehr zahlreich eingelaufen. Nun ist aber das Angebot nicht blos stark in 1905er Weinen, auch ältere Jahrgänge der verschiedene!' Marken (Rotweine, Klevner, Klingelberger, Weihherbst und Weißweine) sind über Erwarten zahlreich vertreten, so daß die Käufer zweifelsohne selbst bei hochgestellten Anforderungen ihre Wünsche befriedigen können. Stadtthcater. Die Direktion Etlin gcr benachrichtigt uns, daß am Donnerstag den 15., Sonntag den 18. und Sonntag den 25. März 3 Vorstellungen stattfinden. Dieselben sind in der Weise festgesetzt, daß am 15. März Sudermanns „Schmetterlingsschlacht", am 18. März nachmittags Kindervorstellung „Häusel und Gretel", abends Hauptmanns „Versunkene Glocke" (mit Herrn Dietzsch aus Freiburg als Heinrich) und am 25. März Gorkis „Nachtasyl" (mit Herrn Dietzsch) zur Aufführung gelangen. Zur „Nachtasyl"-Vorstellung können bei Herrn P. Ha derer Galeriekarten ä 30 Pf. und 2,-Platzkarten ä 50 Pf. (statt 40 resp. 60 Pf.) von den Mitgliedern des Gewerkschaftskartells entgegengenommen werden. Die Geschworenenliste für die Sitzungen des Schwurgerichtes im II. Quartal setzt sich zusammen aus den Herren: 1. Andreas Emmerich, Gemeinderat in Allmannsweier. 2. Wilhelm Barbo, Kaufmann in Lahr. 3. Hermann Sieserle, Schlossermeister in Lahr. 4. Josef Wcingart, Privatier in Achern. 5. Karl Kimmig, Landwirt in Griesbach. 6. Georg Maurer III., Landwirt in Kürzell. 7. Julius Huber, Kaufmann in Achern. 8. Friedrich Müllerleile, Buchdruckereibesitzer in Lahr. 9. Adolf Menzer, Schirmmacher in Lahr. IC». Karl Heinrich Koch, Fabrikant in Lahr. 11. Rudolf Heidinger, Fabrikant in Dinglingen. 12. Karl Santo, Malermeister in Lahr. 13. Ludwig !Jung, Gemeinderat in Willstätt. 14. Adolf Dahlinger, Fabrikant in Lahr. 15. Andreas Huber, Holzhändler in Oppenau. 16. Jakob Krieg V., Landwirt in Odclshosen. 17. Georg Brendel, Sattler in Sand. 18. Erhard Hissin, Altkronenwirt in Friesenheim. 19. Karl August Dürr, Gerber in Oppenau. 20. Karl Wacker, Maurermeister in Ofsenburg. 21. Karl Müller, Fabrikant in Petersthal. 22. Adolf Wacker, Landwirt in Reichenbach bei Lahr. 23. Gustav Höring, Rentner in Lahr. 24. Karl Kupferer, Privat inOsfenburg. 25. Franz Meier jg., Kaufmann in Offen bürg. 20. Johann Gißler II., Landwirt in Oberschopfheim. 27. Karl Rubin, Landwirt in Ottenheim. 28. Karl Johann Benkert, Landwirt in Nonnenweier. 29. Georg Freiherr v. Oppenau in Oppenau. 30. Jakob Langenbach, Landwirt in Mietersheim. Die 14 größeren Städte Badens weisen folgende Einwohnerzahlen auf: Mannheim 162 607 Karlsruhe 111200 Freiburg 74102 Pforzheim 59 307 Heidelberg 49 439 Konstanz 24 818 Baden 16 238 Offenburg 15 434 Bruchsal 14931 Lahr 14 751 Rastatt 14404 Durlach 12 707 Weinheim 12 560 Lörrach 10 794 Freiwillige Feuerwehr Offenburg. Die Ausnahme in das Korps kann nun stattfinden und sei an alle jungen kräftigen Männer, soweit deren Stellung mit den Pflichten des Feuerwehrmannes vereinbar, die dringende Bitte gerichtet, die gemeinnützigen Bestrebungen dieser Institution, die auf den Schutz des Nebenmenschen, von Hab und Gut, gerichtet sind, durch ihren Beitritt zu unterstützen. Insbesondere gilt dieser Aufruf den sehr zahlreichen, selbständigen jungen Geschäftsleuten hiesiger Stadt, welche der Feuerwehr noch nicht angehören. Es muß Ehrensache für diese Männer sein, ihre Dienste freiwillig einer anerkannt guten Sache zur Verfügung zu stellen. Es ist dringende Notwendigkeit, die alljährlich entstehenden Lücken im Bestände der Mannschaft wieder »nszusüllen und mögen daher diese Worte nicht unbeachtet bleiben! -h. Feuersgefahr. Im Neubau des Vorschußvereins wurde Mittwoch Abend 8 Uhr von Passanten bemerkt, daß im 4. Stock Feuer ausgebrocheu war. Es gelang einigen Männern das Feuer zu löschen, obwohl der Fußboden und ein Bündel Arbeiterkleider schon in hellen Flammen standen. Eine kurze Verzögerung und der Dachstuhl wäre in Brand geraten. Die Brandursache ist wahrscheinlich das Wegweifen einer brennenden Cigarre oder Zündhölzer. Der Eingang zu Neubauten sollte nachts geschlossen werden. Es hätte für die Genossenschaft in dem Falle ein ganz empfindlicher Schaden entstehen können, da das Gebäude noch nicht versichert ist und direkt neben dem Brandherde Gipslatten rc. aufgestapelte waren. -n- Die Spinnerei- und Weberei-Aktiengesellschaft erfreut sich wieder besserer geschäftlichen Verhältnisse, wie ja überhaupt die Textilindustrie seit Monaten wieder steigende Tendenz zu verzeichnen hat. .Diese günstige Geschäftslage veranlaßt vielleicht die Direktion, verschiedene Verbesserungen zum Wohle der Arbeiter vorzunehmen. Unter anderem besteht schon seit Jahren das gewiß berechtigte Verlangen, ein Brausebad mit warmem und kaltem Wasser einzurichten. Gerade in der Tcxtilbranche, wo die Arbeiter so sehr unter Staub und Hitze zu leiden haben, ist eine Brausebadeinrichtuug zur Erhaltung der Gesundheit ein dringendes Bedürfnis. Eine weitere Notwendigkeit wäre die Planierung, Entwässerung und Bepflanzung des großen Hofes zwischen den Arbeiterwohnhäusern. Die Ausdünstung der Regenpsützeu, der Schmutz und Unrat, der dort lagert, ist der Gesundheit der Anwohner gewiß nicht zuträglich und bietet einen unangenehmen Anblick. Wie wir hören, hat sich der Stadtrat der Fabrikleitung gegenüber zur Ueberlassnng von Zierbäumen, gegen entsprechende Vergütung bereit erklärt. Der Sterbekasfeverein beschloß in seiner am letzten Sonntag in der „Zauberflöte" stattgehabten, gut besuchten Generalversammlung die Kasse aufzulösen, da sie den versicherungsgcsehlichen 'Anforderungen nicht genügen kann. Ob dies eine angeregte Neugründung eventuell kann, ist sehr fraglich. Die „Göttin" im Katholischen Arbeiterverein. Wie das Offen- burger Zentrumsblatt mitteilt, gefiel von den Nummern der Faschingsunterhaltung des genannten Vereins ganz besonders „die Huldigung an die Göttin der Geselligkeit". Da jene Demonstration des Vereins „unter der tüchtigen Leitung des hochw. Herrn Kaplans Karle" vor sich ging, wurde dieser weiblichen Gottheit die gebührende Ehre zuteil. Vom Aschermittwoch au dürften die katholischen Arbeiter keinen andern Gott und keine Göttin mehr neben sich haben. Personalien. Der Vorstand der hiesigen Reichsbanknebenstelle, Herr W. v. W ä n k e r wurde als Direktor an die Reichsbankhauptstelle in Freiburg berufen. o. L. In einem Anfalle geistiger Störung stürzte sich die Witwe Karolina Hansert in Schutterwald in einen Brunnen und ertrank. Der Sternenhimmel im März. Die erste Märzwoche brachte rrns Tage beglückenden Sonnenscheins und Nächte funkelnden Mondenscheins. Als am Freitag die 40 Ritter angaloppierten, wurde der Märzenstaub, den tagszuvor der Wind austrieb, wieder in das nasse Aggregat umgewandelt. Hoffen wir, daß diese gestrengen Junker nicht lange herrschen, denn Trockenheit tut der Erde not nach dem nassen Winter und schmutzigen Hornung. Der Mond, der heute (Samstag) hinter Wolken seine Fülle erreicht, bietet in seinem sichelförmigen Austrelen uns wieder am 29. März das schöne Bild . März 1906. Das Kommando. Ein militärfreier solider Ardkiter und ein jüngerer Jtftdtft finden sofort bauerbe Beschäftigung. C. Robert Dold, 2582.2.1 Emaillierwerk. Frkiio.FkllttillkhrOffknIims. Donnerstag den 22. März, abends 8 Uhr, findet im Saale des Gasthauses, zu den „Drei Königen" die ordentliche Generalversammlung statt, mit folgender 2585.2.1 Tagesordnung: 1. Rechnungsabhör pro 1905: a. der Korpskasse, b. der Unterstützungskasse, c. der Sterbekasse. 2. Neuwahl der Rechnungsprüfungsprüfungskommission pro 1907. 3. Allgemeine Wünsche und Anträge. Hierzu werden die Korpsmitglieder unter Hinweis auf § 14 Absatz 6 der Statuten eiugeladen. Erscheinen in kleiner Uniform. Offeuburg, 9. März 1906. Der Verwaltungsrat. E. Adrion. Basler. frelatilllgefeuemehr Ottenburg. Anmeldungen zum Eintritt in das Korps wollen gefl. schrist-. lich in aller Bälde anher er- Ofsenburg, im März 1906. Das Kommando. 2587.6.1 E. Adrion. Basler. Bad Ries geöffnet: 2527.4.3 Werktags von 7 Ahr morgens bis 7 ||t «denk Sonntags von 8Ahrmorgensbis 12Ahrmittnjs.. Cabinete durch Dampf geheizt. . V Redaktion. Druck und Verlag von Adolf Geck in Offenburg.