M 93 . Samstag, den 9. August 1899. 51. Jahrgang. Erscheint Dienstag, Donnerstag und Samstag. Abonnementspreis für hier und auswärts, frei in s Haus geliefert nur 1 ^ 50 * jgj- AMsbyirK SlNShtlM UNd llMgthMlg. Anzeiger Einrückungsgebühr für die kleingespaltene Zeile oder deren Raum 10 $. Reklamen werden mit 20 H die Zeile berechnet. Briefe und Gelder frei. Bestellungen auf den „Landboten„ mit der Gratisbeilage „Illustriertes Sonntagsblatt" für die Monate August umf Sepfem6et können fortwährend bei den Post-Anstalten und Landpostboten, sowie bei unseren Agenten, in Sinsheim bei der Expedition dieses Blattes gemacht werden. * politische Umschau. Sinsheim, 8. August 1890. Die Ostender Monarchenbegegnung wird von den belgischen Blättern als ein für die Interessen des Landes höchst erfreuliches und erfolgreiches politisches Ereignis gefeiert, sofern sie vor aller Welt bekundet, daß zwischen Belgien und dem deutschen Reich die freundschaftlichsten Beziehungen herrschen. Darin haben sie vollkommen recht und die Franzosen werden gut thun, sich die Lektion, die den ihnen gesinnungsverwandten Heißspornen in Ostende erteilt worden ist, zu Gemüte zu führen. Die Belgier haben bewiesen, daß sie die Wohlthatcn des Friedens unter allen Umständen höher zu schätzen wissen, als die Ehre, sich den französischen Rachdain gefällig zu erweisen. Auch die Londoner B'äiter bieten dem Kaiser ohne Ausnahme den herzlichsten Willkommengruß und alle betonen das Wachstum der freundlichen Beziehungen zwischen beiden Nalionen seit dem letzten Besuch des Kaisers. Der beste Beweis des herzlichen Einvernehmens zwischen beiden Ländern sei das deutsch-englische Abkommen. Das Gesetz betr. das deutsch-englische Abkommen hat schon jetzt, also gegen sonstigen Brauch noch vor Schluß der Parlaments-Session, die Genehmigung der Königin Viktoria erhalten. Der Gouverneur und sämtliche Beamte auf Helgoland haben Befehl erhalten, sich am Samstag zur Uebergabe der Insel bereit zu halten und cs sind bereits mehrere englische Schiffe angewiesen worden, die Beamten abzuholen. Es gilt nunmehr als feststehend, daß der Kaiser auf der Rückfahrt von England Helgoland besuchen wird und zwar wird seine Ankunst am Sonntag erwarte'. Der Sultan von Sansibar scheint es mit der Ausführung seines Dekretes bezüglich der Beschränkung der Sklaverei sehr ernst zu nehmen. Er hat dem Erlaß unverzüglich die Schließung von sechs Häusern folgen lassen, in denen Haussklaven verkauft wurden. Es wird allgemein geglaubt, daß das Dekret der häuslichen Sklaverei in wenigen Jahren ein vollständiges Ende machen werde. Der Handel ist in Sansibar in letzter Zeit außerordentlich flott gewesen, es ist eine Menge Elfenbein angekommen und das deutsche Zollamt hat dem Sultan im vergangenen Quartal 25 000 Pfund bezahlt. In Buenos-Ayres ist die Lage schwieriger und gefährlicher als je. Durch den Rücktritt des Vicepräsidenten Pellegrini ist Celman vollständig isoliert und nur noch umgeben von seinen eigenen Kreaturen. Pellegrini sowohl wie Roca haben mit Celman gebrochen, weil dieser sein Versprechen, abzudanken, nicht hält. Die Oppositionsführer bestehen auf der Abdankung. Der Präsident sucht vergebens die Stadt durch sein Angebot der Selbstherrschaft zu gewinnen. Die Bevölkerung ist in drohender Haltung. Die Offiziere beider Parleicn sraternisieren miteinander und beteuern, niemals wieder einander bekämpfen zu wollen. Die meuterischen Marine-Offiziere sind auf ihre Schiffe zurückgekehrt. Die Ruhe wird schwerlich behauptet werden können, (s. u. A.) Deutsches Aeich. Karlsruhe. Mit Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern wurde Bezirkstierarzt Alois B e i t h in Bühl auf sein Ansuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste in den Ruhestand, Bezirkstierarzt Max Joseph Berger in Wertheim in gleicher Eigenschaft nach Bühl und Bezirkstierarzt Bernhard Schuemacher in Säckingen in gleicher Eigenschaft nach Wertheim versetzt. Karlsruhe, 6. Aug. Seine Königliche Hoheit der Kronprinz von Dänemark ist heute Vormittag 10 Uhr, von Frankfurt über Basel reisend, in Konstanz eingetroffen, von Seiner Königlichen Hoheit dem Grobherzog am Bahnhof empfangen und zu Wagen nach Schloß Mainau geleitet worden. Der Kronprinz. Höchstwelcher von dem Adjutanten, Kapitän Bull, begleitet ist, gedenkt bis Freitag auf Mainau zu verweilen. Seine Königliche Hoheit der Ecbgroßherzog trifft heute Abend 7 Uhr in Konstanz ein. Hellbraun, 7. Aug. Der heutigen Sitzung beider Kollegien wohnte Herr Negierungsrat Löflund an, wobei er mitteilte, daß seitens der K. Kreisregierung gegen Oberbürgermeister Hegelmaier, der einer an ihn zum 4. August ergangenen Vorladung nicht Folge leistete, wegen Ungehorsam eine Geldstrafe von 20 Mk. erkannt worden sei. Eine Berufung hiergegen ist nicht zulässig. Berlin, 6. Aug. Aus Cowes berichtet man dem Wolff'schen Bureau, daß Seine Majestät der Kaiser nach dem gestrigen Diner mehreren Mitgliedern des Nachtklubs gegenüber seine Befriedigung über die ihm gewidmeten Begrüßungsartikel der englischen Presse aussprach. Der Kaiser verließ den Klub erst nach Mitternacht, unternahm aber doch heute früh seinen gewohnten Spazierritt. Heute fand eine Besichtigung oer Marineartillerie stall, bei welcher die neue Angriffsmethove unter Rauchbedeckung zur Anwendung kam. — In der Sin Wervrecher. Erzählung von Feodor Bern. (Fortsetzung.) „Ich rühre es nicht an," entgegnete Marie fest. „Man sagt, Du brächtest des Nachts Waren über die Grenze in's Hannöver'sche, für welche keine Steuer bezahlt würde. Hast Du dadurch das Geld verdient?" „Haha! und wenn ich's hätte, könntest Du Dir immerhin ein Tuch dafür kaufen, es würde Dich ebenso schmuck kleiden." „Du weichst meiner Frage aus." „Sei nicht thöricht, Mädchen," warf Heinrich ein. „Soll ich vielleicht auf das Gut zu- rückkehrcn und den stolzen Herrn, der mich erst fortgejagt, um Brot und Arbeit bitten, damit er mich zum zweiten Mal fortjagen könne?" „Nein, das sollst Du nicht!" sprach Marie bestimmt. „Soll ich vielleicht bei den Bauern um Arbeit betteln, damit sie mich mit Spott zurückweifen?" „Das hast Du auch nicht nötig, es giebt ohne sie Arbeit genug. „Ich wäre auch darum nicht in Verlegenheit," fuhr Heinrich fort, „wenn ich in die Welt hinauslaufen wollte. Ich mag indes meine Mutter nicht allein lassen und ich glaubte, Du Marie, würdest mir einen solchen Rat am wenigsten geben. Doch vielleicht wäre Dir dies gerade recht." Marie empfand das Bittere, was in den letzten Worten lag, tief. Sie verdiente sie nicht, denn mochte auch das ganze Dorf gegen ihn eingenommen fein, sie liebte ihn dennoch, weil sie ihn besser kannte, als alle. Sie schwieg, was sollte sie ihm erwidern. Das war es gerade, daß sie auch bei dem Unrecht, was er beging, sich stets sagen mußte, du würdest nicht anders gehandelt haben. Nur einmal blickte sie zu ihm auf und in diesem Blick lag deutlich ausgesprochen: du weißt, wie Unrecht du mir thust. — Sie würde es ihm gesagt haben, wäre ihre Mutter nicht zugegen gewesen. „Sieh, Marie," sprach er, indem er ihre Hand erfaßte und sie zum Fenster zog und feine Stimme erklang gedämpft und weich, „sieh, ich bin wild, hochfahrend, ich verthu' das Geld, was ich verdiene, gewaltsam; ich thu's nicht, weil ich Gefallen daran finde, sondern aus Trotz gegen die, welche am liebsten sähen, ich ginge betteln und sie könnten mir ein Stück hartes Brot zum Fenster hinauswerfen und ich müßte mich bedanken obenein. Ich will ihnen zeigen, daß ich sie alle nicht gebrauche, daß ich ohne sie lustig leben kann und mehr Geld zu ver- thun habe, als sie selbst." Das Mädchen schwieg immer noch. Es fand keine Worte für das, was in ihr vorgina. „Hätte Dein Vater nichts dagegen," fuhr der Bursch fort, „ckaß Du öffentlich mit mir gingest — es wäre manches besser!" „Nun, Du b»Ap auch ohne mich aus dem Tanzboden heiter uflb lustig." Diese Worte sprach Marie fast unwillkürlich, in Gedanken an das, was ihre Mutter kurz vorher gesprochen hatte. „Wer hat Dir das in den Kopf gesetzt?" fuhr Heinrich auf. „Soll ich den Tanzboden meiden oder still dastehen, damit die anderen Burschen spottend rufen: Der wagt nicht zu tanzen, weil sein Mädel nicht dabei ist! Kennst Du mich so wenig?" Marie drückte ihm beruhigend die Hand. „Sei ruhig, flüsterte sie, „ich glaube, mein Vater kommt." Auf dem Hausflur vernahm man Geräusch. Gleich darauf trat der Waldhüter in's Zin> heutigen Sitzung des Medizinischen Kongresses teilte Professor Virchow mit, im Ganzen seien 7056 Karten an Mitglieder, Teilnehmer und Damen auSgegeben. Amerika sei durch 623, Rußland durch 422. Großbritannien durch 353, Frankreich durch 173 Theilnehmer vertreten. Hierauf trat der Kongreß dem mit lebhafter Zustimmung ausgenommenen Vorschläge des Senators Bacelli bei, den nächsten Kongreß 1893 in Rom abzuhalten. Hamburg. 6. Aug. Im Gegensätze zu den Nachrichten auswärtiger Blätter wird dem „Hamb. Korr." aus zuverlässiger Seite von Berlin mitgeteilt, daß Seine Majestät der Kaiser für seinen auf neun Tage berechneten Aufenthalt in Rußland. abgesehen von der üblichen Umgebung des Kaisers, nur vom Prinzen von Sachsen-Altenburg, einem nahen Verwandten des russischen Hofes, und dem Reichkanzler v. Caprivi begleitet sein wird. Das ganze Gefolge des Monarchen wird aus zehn Personen bestehen. — 5. August. Aus Schönhausen wird gemeldet, Fürst Bismarck dankte beim jüngsten Abschied auf dem dortigen Bahnhofe in herzlichster Weise dem dortigen Orlsoorstande für die bewiesene Treue und Anhänglichkeit seiner Schönhau- sener und stellte seine Wiederkehr für den Herbst in Aussicht, nämlich zum Besuch des Grasen Herbert, welchen von dieser Zeit an in Schönhausen wohnen soll. — 6. Aug. Der Kaiser ließ am 20jährigen Gedenktage der Schlacht bei Weißen bürg auf den Sarg Kaiser Friedrichs, des dahingeschiedenen Siegers in dieser Schlacht, in der Friedenskirche einen prachtvollen Kranz mit weißer Atlasschleife niederlegen. Kirl, 6. Aug. Wie verlautet kommt der Kaiser am 14. August von Berlin hier an und tritt, begleitet vom Prinzen Albert von Sachsen- Altenburg und dem Reichskanzler v. Caprivi, von hier aus Abends 10 Uhr auf der Kaiser-Pacht „Hobenzollern" die Reise nach Rußland an. Helgoland, 6. Aug. Der Gouverneur veröffentlicht eine Bekanntmachung, derzusolge die Uebergabe der Insel an Deutschland am 9. August statlfindet. — Der Geh. Regierungsrat im Reichsamt des Innern, W e r m u l h, und Korvettenkapitän Geißler trafen gestern Abend hier ein und wurden von dem Gouvernementssekretäc empfangen. Bei dem Abendkonzert der Kurkapelle sangen die Badegäste die Nationalhymne mit. — Am Samstag werden deutsche Postbeamte zur Uedernahme der Postvervallung eintreffen; auch ein deutsches Geschwader wird erwartet. Kustand. Brüssel, 7. Aug. Die meisten Blätter veröffentlichen Artikel, nach denen KaiserWilhelm bei seinem Aufenthalt in Belgien Alle durch Herzlichkeit und LtUlseligkeit entzückte; aus seinen Worten sei hervorgegangen, daß er den Frieden wünsche, erstrebe und schätze. Aus Achtung vor den Rechten Aller müsse derselbe gesichert werden und in diesem Sinne sei die Aufgabe aller Souveräne aufzufassen. Castnry, 6. Aug. Der Kaiser ist mit den mer. Als er Heinrich erblickte, zog er die Stirne in düstere Falten. Ohne Gruß schritt er an ihm vorüber und hing die Büchse an btt Wand auf. Er that es mit möglichst viel Geräusch, um seinen Unwillen zu zeigen. „Du mußt ja das Wild erstaunlich schnell los geworden sein, das Du vor kaum einer Stunde im Walde geschossen.hast," sprach er, ohne Heinrich anzublickei,. „Haha! Oder hast Du auch einmal gefehlt Tfti „Ich fehle nicht, weich, ich einmal schieße," erwiderte Heinrich nicht ohne Stolz. „Wer sagt Euch aber, daß ich heute geschossen habe." „Ich sag's!" fuhr der Waldhüter immer heftiger los. „Ich! ich kenne den Knall Deiner Büchse so gut wie den meiner eigenen. Mich täuschest Du nimmer. Oder bist Du etwa nicht im Wald gewesen?— he?" „Freilich — bis vor einer Stunde," entgegnen der Bursche ruhig. „Nun, Du hättest nicht geschossen?" „Beweist es mir!" „Ich werde es Dir beweisen, verlaß Dich darauf, wenn es auch nicht heute ist!" Heinrich lächelte. „Ich weiß längst." fuhr der Waldhüter sich englischen Prinzen um L Ubr hier eingetroffen, von dem Commandeur der Truppendiviston von Portsmouth glänz-nd empfangen. Der Erzherzog Stephan und andere Offiziere des österreichischen Geschwaders waren gleichfalls anwesend. Nach dem Empfang und dem Aufmarsch der Ehrenwache dejeunirten die Herrschaften unter dem Vorsitz des Herzogs von Edinburg. London, 7. Aug. Nach dem gestrigen Essen wohnte der Kaiser mit den englischen Prinzen dem eine neue Angriffsmethode veranschaulichenden Manöver verschiedener Truppenteile bei und drückte wiederholt seine Befriedigung über die Leistungen der Truppen aus. Nach dem Vorbeimarsch derselben kehrte der Kaiser nach Osborne zurück, wo abends Familientasel stattfand. Portswouth, 7. Aug. Die Mannschaft in der Artillerie-Abteilung in Exeter zerschnitt alle Pferdsgeschirre, so daß die angesagte Parade aufgehoben wurde. Paris, 6. Aug. Aus Buenos-Ayres wird gemeldet, Präsident Celman habe demissioniert, der Senat jedoch die Demission verweigert, worauf Celman dieselbe zurückzog. Budapest, 7. Aug. Der „Nemzrt" bringt an der Spitze seines Blattes einen äußerst drohenden Artikel gegen Serbien. Rom, 7. Aug. Es fanden gestern Abend und heute früh Versammlungen wegen einer Beilegung des Streikes der Fleischergesellen statt, dieselben blieben aber erfolglos. Die Gemeindeverwaltung eröffnete zehn Verkaufsstellen für Fleisch von Vieh, das durch Soldaten geschlachtet wird. Genua, 5. Aug. Zwischen Crispi, Caprivi und Salisbury findet augenblicklich ein reger Depeschen-Wechsel bezüglich der Haltung der Dreibunds-Mächte gegenüber politischen Eventualitäten statt Belgrad, 6. Aug. An der Grenze fand ein Zusammenstoß zwischen Türken und der serbischen Grenzwache statt, wobei zwei Türken erschossen wurden; Untersuchung ist eingeleitet. Um angeblichen Demonstrationen vorzubeugen, wurde seitens der Regierung der Exkönigin Natalie die Reise nach Schabatz untersagt. Madrid, 6. Aug. Das Auftreten der Cholera in der Provinz Toledo wird bestätigt, gleichzeitig jedoch eine Abnahme derselben konstatiert. Die Behörden treffen sanitäre Vorkehrungen. Der Gesundheitszustand in Madrid ist andauernd günstig. Die aus inficierten Gegenden ankommenden Personen werden ärztlich untersucht. In der Provinz Valencia sind gestern 62 Cholera-Er- krankungs- und 21 Todesfälle vorgekommen. Es werden energische Schutzmaßregeln ergriffen, um die Cholera von Madrid abzuwehren. New Pork, 7. Aug. Eine Meldung des Bureau Reuter aus Mexiko besagt: Am 4. Aug. wurden dreitausend guatemalische Aufrührer durch die regulären Truppen Guatemalas unter Pedro Barrillas, dem Bruder des Präsidenten, geschlagen und zerstreut. BuenoS-Ayrrs, 7. Aug. Die Kammern nahmen den Rücktritt Celman's an. Pellagrini wurde zum Präsidenten gewählt. Die Wahl wird überall günstig ausgenommen. immer mehr ereifernd fort, daß Du das beste Wild im Walde niederschießt und auch der Gutsherr weiß es und hat geschworen, Dir die Lust dazu zu vertreiben. Die ganze Jagd hast Du verdorben. In einigen Tagen ist Gesellschaft auf dem Gut, ich soll einen Rehbock schießen und vergeblich bin ich den ganzen Tag den Wald durchlaufen. Hol' der Kukuk solche Wirtschaft." „Liegt Euch daran," entgegnete Heinrich, „gut, so sollt Ihr morgen früh einen Rehbock haben, wenn Ihr mir die Erlaubnis gebt, einen zu schießen." „Schweig'," unterbrach ihn Steingruber, „Dein wildes Leben wird bald ein Ende nehmen und weil es dahin kommen muß, so wollt — ich Dir sagen — daß Du in meinem Hause nichts mehr zu suchen hast." Der Bursche richtete sich hoch empor. Er schien mit sich zu kämpfen. „Glaubt Ihr, ich werde die Thüre mir von Euch zeigen lassen," rief er endlich heftig. Er wollte noch etwas hinzufügen. Marie hielt ihn an der Hand zurück. Um alles mußte sie einen Streit mit ihrem Bater zu verhüten suchen, denn sie wußte, wie zornig der werden konnte. „Ich werde sie Dir zeigen," fuhr der Wald- Aerschrederres. -p. Sinsheim, 7. August. Vorgestern Vormittag halb 12 Uhr fand im unteren Rathaussaale dahier eine kleine aber erhebende Feier — die Dekorierung von vier Hebammen aus dem Bezirk — statt. Es halten sich daselbst Mitglieder des hiesigen Frauenvereins und dessen Beirat, Herr Stadlpfarrer Schuhmann, mehrere Mitglieder des Stadtrats und andere Herren, sowie eine Anzahl Hebammen von hier und auswärts und Verwandte der zu Dekorierenden eingesunven. Herr Bezirksarzt Schäfer leitete die Feier durch eine kurze Ansprache ein, in der besonders des schweren und verantwortungsvollen Berufs gedacht wurde, dem die vier anwesenden Hebammen seit mehr als 25 Jahren ihre Kraft und Sorge gewidmet hatten, und wie wenig Dank ihnen oft zuteil geworden für ihr Wirken. Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin habe, das anerkennend und wirkliches Verdienst stets belohnend, den hier anwesenden Hebammen die silberne Auszeichnung verliehen. Nach Verlesung des Wortlautes der Diplome schmückte die Vorsteherin des hiesigen Frauenvereins die genannten Frauen mit den Medaillen, indem sie den Wunich aussprach, daß den Dekorierten das Glück beschicken sein möchte, noch recht lange und in guter Gesundheit ihrem Berufe Nachkommen zu können. Mit einem von den Anwesenden begeistert aufgenommenen dreifachen Hoch auf unsere geliebte Landesmutter schloß die erhebende Feier. Zur ehrenden Anerkennung auch in weiteren Kreisen verzeichnen wir nachstehend die Namen der' Dekorierten: Frau Schlund von Zuzenhausen, Frau Altstädt von Michelfeld, Frau Speer von Dühren und Frau Barbara Kn au der von Sinsheim. Wir freuen uns, an unfern Bericht die frohe Voraussetzung knüpfen zu dürfen, daß den huldvoll Ausgezeichneten die Erinnerung an ihren Ehrentag stetsfort eine erhebende bleiben werde. * Sinßheim, 7. Aug. Am Montag den 4. d., vormittags 9 Uhr wurde der prakt. Arzt Herr 1)5. F. Ch. v. Hertlein ganz unerwartet schnell von dieser Erde abberufen. Seit dem tragischen Ende des ss Herrn Stadtpfarrer Spalh vor fünf Jahren, ist wohl der Tod keines Menschen hier und im näheren Umkreise so allgemein und so schmerzlich empfunden worden, als in diesem Falle. Davon gab ja auch die überaus große Trauerversammlung, welche die Freunds und Verehrer des theueren Entschlafenen zu dessen Begräbnisfeier aus nah und fern herbeirief, das beredteste Zeugnis. Und wie Viele waren es, die zurückdleibend mit trauerumsiortem Blicke dem Kondukt nach- schauten und in stillem Gebete des in dem Sarge Schlummernden liebend gedachten! Auch noch andere Zeichen der Liebe und Verehrung kamen hiebei zum äußeren Ausdrucke: die prachtvollen Kränze und Blumen, die von Vereinen und Korporationen und Familien gespendet, in so überaus großer Zahl in das Trauerhaus gesandt wurden, daß der Sarg und Leichenwagen buchstäblich davon bedeckt wurden und viele noch Zurückbleiben mußten. Die von drei Geistlichen zelebrierte Trauerfeier au? dem Friedhose war sehr erhebend und schloß damit, indem eine Anzahl Hüter heftig auf. „Laß Dich nicht wieder hier blicken, sonst — werfe ich Dich hinaus." Er schritt auf Heinrich zu, als wollte er schon jetzt seine Drohung in Ausführung bringen. Dieser stand unbeweglich da. Um seinen Mund zuckte ein spöttisches Lächeln, denn er wußte, daß der Waldhüter nicht wagen werde, ihn anzugreifen. Er kannte seine überlegene Kraft. Ohne ein Wort zu erwidern, verließ er das Zimmer und Haus und schritt langsam durch das Dorf hin, nicht der Wohnung seiner Mutter, sondern dem Wirtshaus zu. Ja, er war ein wilder, unbändiger Bursche. Daß er es indes war, daran waren andere schuld. In den erbärmlichsten Verhältnissen war er aufgewachsen. Seinen Vater hatte er nie gekannt — er wußte nicht einmal, wer er war. Seine Mutter war ein bildschönes Mädchen gewesen. Der Gutsbesitzer Karl v. Buchen hatte ihr einst nachgestellt, ihr selbst Versprechungen gemacht, denen das thörichte Mädchen nur zu viel Glauben beigemessen hatte. Sie war ein junges Ding von siebenzehn Jahren gewesen, der junge Gutsbesitzer kaum älter. Nur zu bald war er des Mädchens überdrüssig geworden und hatte eS verlassen. (Fortsetzung folgt.) aktiver Mitglieder des Militärvereins — welcher mit umflorter Fahne den Zug eröffnet hatte — den Verstorbenen mit den drei üblichen Gewehrsalven ehrten. Und nun schloß sich das Grab über der sterblichen Hülle eines Mannes, dem wie Wenigen hienieden es beschieden war. sich die herzlichste Liebe und Verehrung weit über das Grab hinaus zu sichern. — Franz Christoph v. Hertlein, in Würzburg geboren, widmete sich daselbst dem Studium der Medizin. Während des Krieges 1870/71 mußte er seine Studien unterbrechen; er trat als Einjahrig-Freiwilliger in das 9. bayr. Infanterie-Regiment ein. Im Sep- lember 1870 wurde er als dienstpflichtig zu den Waffen gerufen und machte als Combattant den Feldzug gegen Fiankreich mit. An der Belagerung von Paris teilnehmend und inzwischen zum Unteroffizier befördert, erkrankte er heftig an der Ruhr, infolge deffen er mit dem Reserveoffizierspatent nach Hause entlaffen wurde. Nach dem Feldzuge setzte er seine Studien fort und wurde nach abgelegtem Staatsexamen zum Assistenzarzt I. Kl. der Reserve in Würzburg ernannt. Nach seiner Verehelichung im Jahre 1876 ließ er sich als prakt. Arzt in Grünsfeld nieder, von wo er nach zweijähriger Thätigkeit im Jahre 1877 nach Sinsheim übersiedelte. Hier und in der Umgegend erwarb sich der tüchtige menschenfreundliche Arzt bald eine ausgedehnte Praxis, welcher er mil seltener Pflichttreue und Gewissenhaftigkeit bis zu seiner letzten Erkrankung, ja noch während derselben mit selbstlosester Hingabe sich widmete. Was er als Arzt insbesondere an den Armen und minder Bemittelten — die nunmehr durch seinen Verlust einen der edelsten Wohlthäler betrauern — Gutes that, das ist in dem ewigen Buche und in den Herzen Aller mit goldenen L ttern eingezeichnet. Wo er hinkam, erfreute er sich durch seine anspruchlose gesellige Freundlichkeit der achtungsvollsten herzlichsten Aufnahme und des rückhaltlosesten Zutrauens. Sein gediegener und dabei versöhnlicher Charakter, verbunden mit tief religiösem Sinne und ernster Pflichterfüllung, lassen den Gedanken an einen persönlichen Gegner gar nicht aufkommen. Tröstend und erhebend wendet sich denn auch die allgemeinste Teilnahme der schwergeprüften Gattin zu, die mit ihren zwei kleinen Kindern in dem Heimgegangenen den besten Gatten und Vater beweint. In voller Manneskraft, kaum 43 Jahre alt, ward er hinweggenommen, ohne langes Siechtum, frei von jeder Qual eines Todeskampfes. Er ruhe im Frieden! *** Rappenau, 7. August, nachm. %3 Uhr. Soeben durcheilt den Ort die erschütternde Kunde, daß die brave Ehefrau des Landwirts Adam Dörzbach, Luise geb. Herbold von hier, welche sich mit ihrem Manne des schweren Gewitters halber von der Schnitlerarbeit auf dem Heimweg in der Nähe eines Baumes auf der Bonfelderstraße befand, vom Blitz getötet sei. Eine weitere Frau, die in unmittelbarer Nähe war, wurde ebenfalls getroffen, doch soll für deren Leben nichts zu befürchten sein. Die beiden Männer der verunglückten Frauen, aus der anderen Straßenseite sich befindend, kamen mit dem Schrecken davon. — Am 12. September d. I. findet in Mannheim das 50jährige Jubiläum der badischen Eisenbahnen statt. An diesem Tage wurde die erste Sektion der Großh. Eisenbahn, nämlich die Strecke von Mannheim nach Heidelberg dem öffentlichen Verkehr übergeben. — Für den 14. Landesfeuerwehrtag (1892) ist Lahr als Festort ausersehen. — Aus Baden. Der vor Kurzem in der Drahtseilerei zu Mannheim verunglückte Arbeiter, dem bekanntlich beide Beine abgeschlagen wurden. ist inzwischen im Spital gestorben. — Am Dienstag Abend 9 Uhr brach in St. Leon ein Brand aus, dem in ganz kurzer Zeit 6 gefüllte Scheunen zum Opfer fielen. Die Brandröte wurde auch hier in Sinsheim wahrgenommen. — Tags zuvor fiel in Gochsheim (Breiten) ein 18jähriger Dienstbursche von der Scheuer seines Herrn und erlitt schwere Verletzungen am Kopf. — In Stein, A. Breiten, erhängte sich der 49 Jahre alte verheiratete Weber Ehr. Haberkern auf dem Speicher seiner Behausung, vermutlich in einem Anfall von Geistesstörung. — Auch in Vogelbach b. Müllheim machte ein ebenfalls verheirateter Mann von 39 Jahren seinem Leben ein Ende, indem'er sich den Hals abschnitt. — Sonntag nachts brannte die Wirtschaft zur „Blume" in Schönbuch, Gemeinde Bühlerthal, vollständig nieder. Der gerade abge- haltene Erntetanz fand dadurch einen raschen und erschreckenden Abschluß. — An der steilen Straße bei Reisclfingrn geriet ein nicht gesperrtes, dabei schwer beladenes Fuhrwerk in raschen Lauf, wobei der Fuhrknecht unter den Wagen kam und einen doppelten Beinbruch erlitt. Eines der beiden wertvollen Pferde brach ebenfalls ein Bein und mußte gelötet werden. — Am letzten Samstag schlug der Blitz in das 3450 Fuß hoch gelegene sog. Thur» nerwirtshaus bei St. Margen und legte das Wohn- und Oekonomiegebäude samt Ernte in Asche. — An der Bergstraße ging abermals ein heftiges, wolkenbruchartiges Gewitter, begleitet von einem furchtbaren Sturms, nieder. Ein Metzgermeister von Bensheim, der sich auf dem Wege von Schwanheim nach Bensheim befand, stellte sich, vor dem Unwetter Schuß suchend, unter einen Baum. Ec wurde vom Blitzschläge getroffen und sofort getötet. — Bei einer kleinen Erdarbeit hinter dem Hause am israelitischen Friedhofe in Worms wurde in einer Tiefe von 1% Mir. ein Grabstein mit hebräischer Inschrift aus dem Jahre 1142 aufgefunden. — Aus Oggersheim (Pfalz) wird gemeldet, daß während des Orkans am Samstag Nachmittag der Blitz in den großen erst kürzlich erbauten Schornstein der Bierbrauerei von Gebr. Mayer schlug und denselben auf einen Seitenbau der Brauerei warf, dessen Dach und zweiter Stock, in welchem gewöhnlich die Brauburschen zu schlafen pflegten, zusammengeschlagen worden. Auch einen Bau des Herrn Götz in der Kreuzgaffe zertrümmerte der umstüczende Schornstein vollständig. Menschenleben sind nicht zu beklagen gewesen. — Der Nonnenfalter ist jetzt auch in der Umgegend von Köln, Münster, Mainz und Pleß bemerkt worden. Auch in den schlesischen Wäldern treten jetzt ungeheuere Schwärme der Nonnen- schmetterlinge auf. Man versncht, sie durch nächtliche Fmer zu vernichten. — In Neu-Ruppin wurde am Mittwoch früh 6 Uhr der Schornsteinfegermeister Karl Sprenz aus Wusterhausen a. Doffe, der den Schornsteinsegermeister Kühne in Wusterhausen ermordet hatte, durch den Scharfrichter Reindel aus Magdeburg hingerichtet. Der Act wurde mit Raschheit und Sicherheit vollzogen. — Für das Bismarck-Denkmal sind im Ganzen 612 370 Mk. eingegangen. — Der Hof- und Gerichtsadvokat I)r. Eduard Mayer aus Wien ist mit seinem Sohn und dem Führer aus dem Kitzsteinhorn in Tyrol verunglückt. Die drei Leichen wurden erst am Sonntag mit gräßlich zerschmetterten Körpern aus dem Gletscher grfunden. — Am 3 August starb in Innsbruck Fräulein Anna Speckbacher, die zweitgeborne der drei Töchter des berühmten vaterländischen Helden und Schützenmajors von 1809, Joseph Speckbacher, im 89. Lebensjahre. Ihre Leiche wird nach Hall überführt, wo das Begräbnis stattfindet. — In der Stadt Moor bei Stuhlweißenburg sind gestern über 250 Häuser niedergebrannt; viele Menschenleben gingen dabei verloren. Tausendfaches Lob, notariell bestätigt, über Holland. Tabak von B. Becker in Seesen a. Harz 10 Pfd. lose im Beutel frc. 8 Mk. Wetter-Aussichten auf Grund der Berichte der Deutsche» Seewarte in Hamburg. (Nachdruck verboten.) 9. August: Bedeckt und trübe mit Regen, teils heiter, schwül, Gewitter. 10. August: Schwül, vielfach heiter, daun bedeckt, Strichregen, lebhaft windig. 11. August: Warm, oft heiter, wolkig, teils bedeckt, lebhaft windig. Schifffahrtsnachrichten. Mitgeteilt durch die Agentur ®. £. Sirfüngit, Slnsfctim, Bremen, 5. Aug. Der Schnelldampfer „Eider", Kapitän H. Baur, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 26. Juli von Bremen und am 27. Juli von Southampton abgegangen war, ist gestern 2 Uhr nachmittags wohlbehalten in New-Dork angekommen. □ Hamburg, 5. Aug. Schiffsbewegungen der Hamburg - Amerikanischen Packetfahrt - Aktien - Gesellschaft. „Moravia", von Hamburg, am 28. Juli in New-Aork angekommen; „Polaria", von Hamburg, am 30. Juli in New-Pork angekommen; „Gellert", von Hamburg, am 1. August in New-Uork angekommen. Hopfenberichte. Nürnberg, 4. August. Die Berichte über den Pflanzenstand des Hopfens erscheinen zwar noch verfrüht, ein Urteil über das Ernteerträgnis zu bilden, dennoch sind dieselben notwendig, um von dem derzeitigen Stand Kenntnis zu erhalten. Bis heute wissen wir nur, daß das heurige Hopfcnerträgnis die vorjährige Quantität nicht erreicht. In neuer, zahlreich ausgebotener Ware kamen blos 4—6 Bällchen zu 180 Mk., nach anderen zu 200 Mk. zum Abschluß. Vom heutigen Markt ist» eine Zufuhr 1889er von 30 Ballen angezeigt; von neuer Ware ist nichts hereingekommen, es ist aber von der Vorwoche noch ein ansehnliches Ausgebot derselben unverkauft. Pfaffenhofen (Hallertau), 3. August. Die jetzige heiße Witterung ist dem Hopfen sehr zuträglich und steht derselbe jetzt vollkommen in Blüte. Die vorhergehende lange andauernde naßkalte Witterung bewirkt indessen, daß die heurige Ernte gegen die vorjährige um ein bedeutendes zurückbleiben wird. Nentomischel (Posen), 2. Aug. Wir haben noch vier Wochen bis zur Hopfenernte, und in der Zwischenzeit kann sich noch so manches ereignen, nicht zum besseren, wohl aber zum schlechteren. Die höher gelegenen Pflanzungen berechtigen zu den besten Hoffnungen in Bezug auf Qualität und Quantität, während die Niederung durch Kälte und Nässe ausnahmslos zugrunde gegangen ist. Eine Drittelsernte ist höchstens zu erwarten. Marktberichte. Bruchsal. (Marktbericht vom 6. Aug 1890.) Weizen 100 Kilo 21.50 Mk. Kernen 100 Kilo 21.50 Mk. Roggen 100 Kilo 18.— Mk. Gerste 100 Kilo 16.— Mk. Hafer 100 Kilo 18.— Mk. Spelz 100 Kilo-Mk. Mischfrucht 100 Kilo 17.— Mk. Heu 100 Kilo 4.60 Mk. Kornstroh 100 Kilo 4.— Mk. Butter 1 Kilo 1 90 Mk. Eier 10 Stück 0.55 Mk. Kartoffeln (20 L:ter) 0.90 Mk. Milchschweine dos Paar 20—30 Mk., Lüuferschweine das Paar 60—80,Mk. Auf dem Schweinemarkt waren 238 Mitcbschweine und 4 Läufer angetneben. Mannheim, 4. Aug. Der heutige Fettviehmarkt war mit 49 Stück Ochsen, 474 Stück Sckmal- vieh und 17 Farren, — St. Jungvieh. — Milchkühen, 227 St. Kälber, 17 St. Hammel, 398 St. Schweinen befahren u. kostete: Ochsenfleisch pro 100 Kilo 1. Qual. Mk. 150, 2. Qual. Mk. 140, Schmalvieh 1. Qual. Mk. 140, 2. Qual. Mk. 130, Farren 1. Qual. Mk. 125, 2. Qual. Mk. 120, Kälber 1. Qual. M. 140, 2. Qual. Mk. 130, Schweine 1. Qual. Mk. 138, 2. Qual. Mk. 136, Milchkühe Mk. 000 bis 000, Schafe per Stück Mk. 35. Geiammterlös Mk. 202.533. Bekanntmachung. Die Erhebung der direkten Steuern betr. Nr. 5219. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß längstens bis zum 14. d. M. das 5. Sechslei der direkten Steuern (Grund- und Häusersteuer, Beförsterungssteuer, Gewerbsteuer und Einkommensteuer) bei der am Wohnsitze des Steuerpflichtigen befindlichen Steuereinnehmerci einzuzahlen ist. Nichteinhaltung des V-rfalltermins hat Mahnung zur Folge, wofür an den Mahner eine Gebühr von 20 Psg. zu entrichten ist. Sinsheim, den 5. August 1890. (1164) Großh. Obrrrinnehmerri. Reue Holl. Bollhitringe billigst bei (1169) M. Erggelet. FMartMll — dar Sester zu 70 Psg. — verkauft , (1170) Friedr. Wagner. fifhiinnliniuiiunij. Nr. 5918. Gemeinderat Johann Wagner von hier hat anqezeigl, daß sein am 24. Februar 1875 hier- selbst geborener und nach dem Eintrag Nr. 14 des hiesigen Geburtsregisters vom genannten Jahre „August" geheißener Sohn künstigbin, wie ihatiächlich schon geschehen. „August Ludwig" geheißen und „Ludwig" gerufen werden soll. Neckarbischofsheim, den 6. August 1890. (1166) Großh. Amtsgericht. Echrrdelseker. Tapeten! Wir versenden: Naturelltaprten von 10 Psg. an, Glanztapeten „ 30 „ „ Goldtapcten „ 20 „ in den großartig schönsten neue« Mustern, nur schweren Papieren und gutem Druck. Gebrüder Ziegler, Minden in Westfalen. Jedermann kann sich von der außergewöhnlichen Billigkeit der Tapeten leicht überzeugen, da wir Musterkarten franko auf Wunsch überall dm versenden. [216J Inorr’.s fmfetmeflC für Kinder, Baorr's Soppenlaftln mit Fleischextrakt, A«srr's sonstige Fabrikate empfiehlt (1174) E. WW>»»»»WWMW»WWWW>U Näheres bei dem General-Agenten Ph. Jac. Egiinger, Mannheim, oder dessen Agenten r C. L. Sickinger, 8iu5helm. Karl Stöcker, Rappenau. Jac. 4Aster, 8teiu8furlh. 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