> 144 . Samstag, den 6. Dezember 1890. 31. Jahrgang. MOfar ^Erscheint Dienstag. Donnerstag und Samstag. Abonnementspreis für hier und auswärts. frei in s Haus geliefert nur 1 ^ 50 L>. ßfc SiNShttM UNd UMgtbllNg. Anzeiger Einrückungsgebühr für die kleingespaltene Zeile oder deren Raum 10 Reklamen werden mit 20 ^ die Zeile berechnet. Briefe und Gelder frei. ßV Zweites Glatt. ** Aas Invatiditäts- und Mers- versicherungsgesetz. ii. Was will das Gesetz? Der Staatsbeamte, der Offizier erhält, wenn er aus dem Dienste austritt, feine Pension. Ein Pensionsfond wird in größeren Städten und Gemeinden selbst für städtische und Gemeindebeamten eingerichtet. Ja, selbst Betriebsbeamte erhalten oft von ihren Arbeitgebern, wenn sie eine bestimmte Reihe von Jahren treu und redlich gedient, eine Art Rente zugesichert. Was aber erhält der einfache Arbeiter, wenn ihn, der ein alter Mann geworden, die Kraft zur Arbeit verläßt? Und was erhält er, wenn seine Arbeitskraft aus einem anderen Grunde, infolge eines Unfalles u. dgl., ohne daß die Unfallversicherung eintritt, sich verniindert? Und hier finden wir die Antwort auf unsere Frage. Das Ersitz will dem invaliden Aibeiter eine Rente grwähren; cs will ferner dem altgewordenen, vielleicht auch noch erwerbsfähigen, Akbeiler für feine alten Tage eine Rente bieten, w-lche die Pension der Beamten ersetzt. Dabei hat das Gesetz die Absicht, sofort nach seinem Inkrafttreten diese Vorteile einer möglichst großen Zahl von Beteiligten zukommen zu lassen, obwohl dieselben bis dahin kaum bemerkenswerte Beiträge zur Beschaffung der nötigen Geldmittel geleistet haben können. Um dieser Vorteile aber teilhaftig zu werden, müssen die in dieser Hinstcht inierrffierten Personen für die Eifüllung einer ganzen Reihe von Bedingungen Sorge tragen und zwar bevor das Gesetz in Kraft tritt, also vor dem I. Januar 1881. Welche Personen können sich freiwillig versichern? Sich selbst versichern können, sofern sie das vierzigste Lebensjahr noch nicht vollendet habeu und nicht bereits invalide sind: a) Betriebsunternehmer, welche ohne Lohnarbeiter (Gesellen, Gehilfen) thätig sind, d) Hausgewerbetreibende, ohne Rücksicht darauf, ob sie mit oder ohne Lohnarbeiter thätig sind.*) Es können ferner alle Personen, welche aus dem Versicherungsverhältnisse insbesondere durch Beendigung des betreffenden Arbeitsverhältnisses aus scheiden, die Versicherung freiwillig f o r t s e tz e n. Wo und wie hat die Versicherung und Beitragsleistung zu erfolgen? Die Versicherung erfolgt bei Versicherungsanstalten. welche vom Staat für *) Die unter a) und b) genannten Personen können auch durch Beschluß des Bundesrats versicherungs- pslichtig gemacht werden. größere Bezirk? errichtet werden. Für das Großherzogtum Baden ist n u r e i n e einzige Landesversicherungsanstalt mit dem Sitze in Karlsruhe eingerichtet morden. Wie wir schon bemerkten, giebt es bei diesem Gesetze keine An- und Abmeldung wie bei der Kranken- und Unfallversicherung ; die Versicherung der versicherungs pflichtigen (also nicht der freiwillig versicherten) Personen beginnt von selb ft, kraft Gesetzes mit dem Eintritt in eine versicherungspflichtige Beschäftigung. Die Beitragsleistung geschieht durch Einklebeu von Marken in eine Quittungskarte. Jede zu versichernde Person hat sich also zunächst mit einer Quittungskarte zu versehen. Die Quittungskarten werden kostenlos *) ausgestellt. Das Formular derselben ist im bad. Gesetzes- und Verordnungsblatt Jahrg. 1890 S. 444 bereits mitgeteilt; sie enthält 52 Felder, reicht somit für das ganze Jahr. Für die versicherungspflichtigen Personen werden im Großherzogthum Baden die G e- meindeversicherungen und die Orts- und I n n u n g s k r a n k e n k a s s e n die Beiträge der Arbeitgeber erheben und die Marken in die Quittungskarten der Versicherten einkleben. Um einen Begriff von dem dadurch entstehenden Markenverkehr zu geben, wollen wir bemerken, daß für den Bezirk Sinsheim («twa 14 000 Marken erster Lohnklaffe ssiehe später) zu 14 Pf., über 60 000 Marken zweiter Lohn- tlaffe zu 20 Pf. u. s. w. als erste Sendung in Aussicht genommen sind. Die Hälfte des für die Marken verausgabten Betrages kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer bei der Lohnzahlung in Abzug bringen. Die freiwillig Versicherten müssen natürlich sich selbst die Marken auf ihre Kosten beschaffen. Ist die Karte voll geklebt, so wird sie bei der Ausgabestelle zum Umtausch gegen eine neue eingereicht. Gleichzeitig erhält der Versicherte eine Bescheinigung über die bisher geleistete» Beiträge. Die Marke stellt den BeitWg für eine Woche dar. Ist der Arbeiter nicht während der ganzen Woche bei demselben Arbeitgeber beschäftigt worden, so ist von demjenigen Arbeitgeber die Marke zu leisten, welcher den Arbeiter zuerst beschäftigt hat. Ist eine versicherungspflichtige Person gezwungen, wegen Krankheit die Arbeit zu unterbrechen , so brauchen während der Krankheit Beiträge nicht geleistet zu werden, die Zeit wird aber so in Anrechnung gebracht, als ob Beiträge geleistet worden wären. Die Krankheit muß indes mindestens sieben Tage gedauert haben; dauert die Krankheit ununterbrochen länger als *) Nur wenn der Arbeiter sich mit einer Quittungskarte nicht versehen hat, ist der Arbeitgeber berechtigt, für Rechnung des Versicherten eine Karte anzuschaffen und den verauslagten Betrag bei der nächsten Lohnzahlung zurückzubehalten ein Jahr, so kommt die über diesen Z e i t- raum hinausreichende Dauer der Krankheit als Beitragszeit nicht in Anrechnung. Um nun die Anrechnung der Krankheitszeit zu erreichen, muß sich der Arbeiter die Dauer der Krankheit von dem Vorstand der Krankenkasse, welcher er angehört hat, besonders b e s ch e i n i g e n l a s s e n ; hat er der Krankenkasse nicht angehört, so erfolgt die Bescheinigung durch die Gemeindebehörde. Diese Bescheinigung ist derjenigen Stelle vorzulegen, bei welcher die vollgeklebte Quittungskarte nmgetauscht wird (siehe oben) und welche auf der ihrerseits auszustellenden Bescheinigung über die bisher geleisteten Beiträge (siehe oben) die zur Anrechnung kommende Krankheitszeit vermerkt. Ebenso verhält es sich, wenn eine versicherungspflichtige Person gezwungen ist, wegen Einziehung zuw Militär die Arbeit zu unterbrechen. Hier kommt die ganze Dienstzeit, ohne daß Beiträge geleistet zu werden brauchen, so zur Anrechnung, als ob Beiträge geleistet worden wären. Eine besondere Bescheinigung der Dienstzeit braucht nicht beigebracht zu werden, es genügt die Vorlegung der Militärpapiere. Scheidet eine versicherungspflichtige Person aus ihrer Beschäftigung aus, so kann sie das Versicherungsverhältnis dadurch freiwillig fort- setzen, daß sie s e l b st die Marken nebst Zusatzmarken (siehe «ben) in die Quittungskarte weiter einklebt. Ein Verlust der Ansprüche aus der Versicherung tritt nicht sobald ein, wie z. B. bei der Krankenversicherung. Vielmehr erlischt der Anspruch erst dann, wenn während vier auf einander folgender Kalenderjahre weniger als 47 Marken geleistet worden sind. Ist es also der betreffenden Person nur darum zu thun, sich den Anspruch zu erhalten, so hat sie nur darauf zu achten, daß innerhalb vier Jahren mindestens 47 Marken bezw. Zusatzmarken eingeklebt werden. Wir werden aber später sehen, daß durch jede geleistete Marke die zukünftige Rente erhöht wird, daß also jeder Versicherte ein Interesse daran haben muß, möglichst viel Marken zu leisten. — Der OrtSgelundbeitsrat zu Karlsruhe erläßt folgende Bekanntmachung: Ein gewisier HanS Weber in Stettin preist in Zeitungen ein altbewährtes, schmerz- und gefahrloies Mittel gegen Wafferiucht an. Die von Weber versandten Pulver bestehen nach tun im Wesentlichen vollkommen übereinstimmenden Analy'en, vie in Stettin auf Veranlasiung der Polizeibehörden und hier ar.gestellt wurden, aus Pflcmzena'che und Sand, sind demnach als vollständig wi-kunaslos zu bezeichnen. Preis der Pulve- 10 M. H rstellnngs« kost-N etwa 20 Pf. Nebenbei v-iord et Weder noch den Gebrauch von Peteisitientbre, Wach- holderthee und Karlsbader Salz, schick« diese Mittel aber nicht mir, so daß sie in den 10 Mk. nicht inbegriffen sind, sondern dewndes bezahlt werden müffen. Wir warnen vor d»ser Ausbeulung. Bekanntmachung. Die Ernennung von Vertrauensmännern der Berufsgenossenschaften betr. Nr. 22 604. Nachstehend bringen wir das Verzeichnis der von den gewerblichen Berufsgenossenschaften ernannten Vertrauensmänner und ihrer Stellvertreter, soweit sich deren Wirksamkeit auf das Großherzogtum Baden erstreckt, zur öffentlichen Kenntnis. Sinsheim, den 23. November 1890. Großh. Bezirksamt. vr. A. Schmid. (1915) Verzeichnis der für den Amtsbezirk Sinsheim von Berussgenossenschaften, deren Wirksamkeit sich aus das Großherzogtum Baden erstreckt, aufgestellten Vertrauensmänner und ihrer Stellvertreter. u S H s SS S5 1 2 3 4 12 14 15 16 17 18. 19 20 22 27 28 29 - 30 34 35 36 37 38 39 40 41 42 54 Namen und Sitz der Berufsgencssenschaften und der sich auf das Großherzogtum erstreckenden Sektionen Namen und Wohnsitz der Vertrauensmänner Stellvertreter Knappschafts-Ber.-Gen. in Berlin. Sektion VIII in München. Salinenverwalter Bergrat Salzwerksdirektor Friede. Klett zu Friedrichshall. Buschmann in Heilbronn. Steinbruchs-Ber.-Gen. in Berlin. Sektion II in Karlsruhe. Ber.-Gen. der Feinmechanik in Berlin. Sektion VIII in Karlsruhe. Phil. Leserenz in Firma Gebrüder Leserenz in Heidelberg. Karl Junker in Firma Junker & Ruh in Karlsruhe. Süddeutsche Eisen- und Stahl-Ber.-Gcn. in Frankfurt a. M. Sektion IV in Mannheim. Süddeutsche Edel- u. Unedel- Ber.-Gen. in Stuttgart. Sektion III in Pforzheim. Ber.-Gen. der Musik- Jnstrumenten-Judustrie in Leipzig. Sektion III in Stuttgart. Theod. Hennig in Firma Schnabel & Hennig in Bruchsal. Emil Wagner bei Christophle & Cie. in Karlsruhe. Hermann Vögelin in Karlsruhe. Josef Rösch, Obersteiger in Mauer, Amt Heidelberg. C. Krautinger in Karlsruhe. Emil Bellmer in Niesern. Wunder (Döllinger & Wunder) zu Karlsruhe. Heinrich Voit (L. Voit Söhne) in Durlach. Glas-Ber.-Gen. in Berlin. Sektion VII in Saarbrücken. Töpferei-Ber.-Gen. in Berlin. Sektion VIII in Saargemünd. Ziegelei-Ber.-Gm. in Berlin. Sektion XIII in Mannheim. Ber.-Gen. der chemischen Industrie in Berlin. Sektion VI in Mannheim. Ber.-Gen. der Gas- und Wasserwerke in Berlin. Sektion VIII in Karlsruhe. Franz Villinger in Gaggenau. Fabrikbesitzer Schuhmacher zu Bietigheim. Aug. Knall in Firma Kühner L Cie. in Ziegelhausen. Emil Seilnacht (chcm. Fabrik Karlsruhe) Rohreck & Seilnacht in Rüppurr. Direktor Beyer in Mannheim. Wilhelm Meyer in Gaggenau. Porzellan- u. Steingutfabrikbesitzer Karl Schaaf zu Zell i. B. Georg Schnitzler in Heddesheim. vr. Ph. Hoffmann (chem. Fabr. Oos) vr. Hoffmann & Cie., Baden-Baden. Inspektor Erps in Pforzheim. Leinen-Ber.-Gcn. in Bielefeld. Sektion I in Blaubeuren. W. Nauwerk in Oberachern. Reinh. Hclbing in Emmendingen. Süddeutsche Textil-Ber.-Gen. in Augsburg. Sektion IV in Freiburg i. B. Seiden-Ber.-Gen. in Crefeld. Sektion II in Freiburg i. B. Papiermacher-Ber.-Gen. in Berlin. Sektion III in Straßburg. Papierverarbeitungs-Ber.« Gen. i» Berlin. Sektion VII in Lahr. Lederindustrie-Ber.-Gen. in Berlin. Sektion VI in Stuttgart. Südwestdeutsche Holz-Ber.- Gen. in Stuttgart. Sektion II in Mannheim. Müllerei-Ber.-Gen. in Berlin Sektion XII in Mannheim. Nahrungsmittel-Jndustrie- Ber.-Gen. in Mannheim (ohne Sektionsbildung). Zucker-Ber.-Gen. in Berlin (ohne Sektionsbildung). Brennerei-Ber.-Gen. in Berlin. Sektion XI in Regcnsburg. Brauerei- und Mälzerei- Ber.-Gcn. in Frankfurt a. M. Sektion II in Karlsruhe. Tabak-Ber.-Gen. in Berlin. Sektion V in Mannheim. Bekleidungs-Jndu strie-Ber.- Gen. in Berlin (ohne S^llionsbildung). Ber.-Gen. der Schornsteinfegermeister des Deutschen Reiches in Berlin. Sektion XII in Freiburg i. B. Südwestliche Baugewerks- Ber.-Gen. in Straßburg. Sektion I in Mannheim. P. H. Langeloth in Mannheim. Ferdinand Würth, Fabrikant in Heidelberg. Sind keine aufgestellt. Karl Barth in Joh. Rommelsbacher Weißenstein. in Firma Bohnenberger & Cie. in Niefern. Sind keine aufgestellt. Sind keine aufgestellt. Jakob Emrich (Emrich & Köhler) in Mannheim. Louis Käser in Wiesloch. Lonir Bender, Eisfabrikant in Mannheim. Sind Direktor Karl Sinner in Durmersheim. Karl Elsässer, Schulbankfabrikant in Schönau b. Heidelberg. Direktor Wilhelm in Wiebliugen. Jean Geiser, Metzgermeister in Heidelberg. Aug. Renz in Durlach. Sind keine aufgestellt. Louis Gieser, Malzfabrikant, in Firma Gieser & Odenheimer in Mannheim. W. Reitz in Firma P. I. Landsried in Rauenberg. S. Model, Damenkonfektionär in Karlsruhe. O. Dubac in Mosbach. Friedrich Ohlinger, Brauereibesitzer in Heidelberg. Rudolf Pfeifer in Ziegelhausen. Paul Schröder in Firma Schröder & Fränkel, Unisormschneider in Karlsruhe. Johann Stang in Wiesloch. Karl Langer, Zimmermeister in Sinsheim. Steinhaucrmeister Wilhelm Bauer in Mannheim. jo « siM Namen und Sitz der Berufsgenossenschaften und der sich auf das Grohherzogtum erstreckenden Sektionen. Namen und Wohnsitz der ESf a o £ £5 SS Vertrauensmänner Stellvertreter 55 Buckdruckerei-Ber.-Gen. Christ. Vogel in Firma Otto Reuß in Firma in Leipzig. Sektion IV (Südwest) in Stuttgart. Malsch & Vogel in Karlsruhe. O. Reuß in Konstanz. 56 Privateisenbahn-Ber.-Gen. Direktionsrat Franz Hauptkassier Eduard für das Gebiet des Deutschen Westhoven Henrich Reiches in Lübeck bei der Direktion der Ifälzischen Eisenbahnen (ohne Sektionsbildung). zu Ludwigshafen a. Rh. 57 Straßenbahn-Ber.-Geu. für das Gebiet des Deutschen Reiches in Berlin. (ohne Sektionsbildung). Inspektor Hippe in München. Aufseß zu Augsburg. 58 Speditions-, Speicheret- und Walther Schröder in Paul Luschka in Firma Kellerei-Ber.-Gen. in Berlin. Sektion VII in Mannheim. Mannheim. Luschka Wagenmann in Mannheim. 59 Fuhrwcrks-Ber.-Gen. in Berlin. Sekt. XXXII in Mannheim. Gastwirt Louis Witz in Sinsheim. 60 Westdeutsche Binnenschiff- Casimir Käst zu Ignaz Gutjahr in fahris-Ber.-Gen. in Duisburg. Sektion I in Mannheim. Gernsbach. Mannheim. 64 Tiesbau-Ber.-Gen. in Jakob Großeffinger, Phil. Fuchs, Berlin. Ingenieur Zivil-Ingenieur Vorstandsbezirk XI Straßburg. in Mannheim. in Mannheim. Den Gewerbebetrieb im Umherziehen betr. Nr. 22973. Wir fordern diejenigen Personen, welche für das Jahr 1891 Wandergewerbescheine zum Gewerbebetrieb im Umherziehen zu erhalten wünschen, auf, den hierauf bezüglichen bürgermeisteramtlichen Antrag sobald als möglich diesseits einzureichen und damit nicht bis unmitttelbar zum Jahreswechsel zuzuwarten, da nur dann es uns möglich sein wird, die Gesuchsteller noch bis Jahresschluß in den Besitz der Scheine zu setzen. Wir bemerken dabei, daß der Beginn des Gewerbes im Umherziehen ohne den gesetzlich erforderlichen Wandcrgewerbeschein eine Geldstrafe bis zu 150 Mk. bezw. eine Haftstrafe bis zu vier Wochen nach sich zieht. Die Bürgermeisterämter des Bezirks veranlassen wir, dies zur Kenntnis der Gewerbetreibenden zu bringen und bei Ausstellung der bezüglichen Berichte das vorgeschriebene Formular, welches in der hiesigen Druckerei von G. Becker bezogen werden kann, zu verwenden. Unvollständige Anträge werden zur Berichtigung in jedem Falle zurückgegeben. Sinsheim, den 1. Dezember 1890. Großh. Bezirksamt. Gaddum. (1951) Bekanntmachung. Maul- und Klauenseuche betr. Nr. 23216. Wegen Erlöschens der Maul- und Klauenseuche wurde die für Oberhausen, Ober- und U n t e rs ch w arzach, Neunkirchen, Rothenberg und Mühlhausen angeordneten Sperrmaßregeln wieder aufgehoben. Behuss Verhütung der Verbreitung der Seuche in Wimpfen wurden unter Aushebung der übrigen s. Z. erlassenen Maßregeln verfügt, daß alles Vieh, welches in Hohenstadt eingeführt und nach außen transportiert wird, vorläufig immer noch einer vorherigen tierärztlichen Besichtigung zu unterliegen hat. Schließlich wurde im Hinblick aus die zunehmende Verbreitung der Maul- und Klauenseuche im Gemeindebezirk Brett ach, Oberamtsbezirk Neckarsulm, das Durchtreiben von Wiederkäuern und Schweinen durch diesen Ort untersagt. Sinsheim, den 2. Dezember 1890. Großh. Bezirksamt. Gaddum. (1969) Bekanntmachung. Maul- und Klauenseuche betr. Nr. 23078. In der Gemeinde Weiler ist die Maul- und Klauenseuche erloschen. Es wurden infolge dessen die für diese Gemeinde s. Zt. verfügten Sperrmaßregeln — Orts- und Stallsperre — wieder aufgehoben, dagegen § 4 der Verordnung vom 26. Mai 1885 in Kraft gesetzt. Sinsheim, den 3. Dezember 1890. Großh. Bezirksamt. Gaddum. (1970) Bekanntmachung. Die Festsetzung des Termins für den Diensteintritt der Einjährig-Freiwilligen betr. Nr. 23098. Wir bringen zur öffentlichen Kenntnis, daß seitens des Königl. Generalkommsndo's des 14. Armeekorps als diejenigen Jnsanterie-Truppenteile, bei welchen am 1. April 1891 Einjährig-Freiwillige eingestellt werden können, die nachstehenden bestimmt worden sind: Im Bereiche der 28. Division: Beim 2. Bataillon 2. Badischen Grenadierregiments Kaiser Wilhelm I. Nr. 110 in Heidelberg. 2. Im Bereiche der 29. Division: a) Für die bei Regimentern der 57. Jnfanteriebrigade sich Meldenden bei den drei in Freiburg im Brcisgau garnisoniercnden Bataillonen des 5. Badischen Infanterie-Regiments Nr. 113. d) Für die bei Regimentern der 58. Infanterie-Brigade sich Meldenden beim 3. Batnillon des 7. Badischen Infanterie-Regiments Nr. 142 in Mülhausen im Elsaß. Sinsheim, den 4. Dezember 1890. Großh. Bezirksamt. Gaddum. (1971) Bekanntmachung. Die Erhebung der direkten Steuern betr. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß längstens bis zum 14. d. M. das 1. Sechstel an direkten Steuern (Grund- und Häusersteuer, Besörsterungssteuer, Gewerbesteuer und Einkommenssteuer) bei der am Wohnsitze des Steuerpflichtigen befindlichen Steuereinnehmerei cinzuzahlen ist. Nichteinhaltung des Bersalltermins hat Mahnung zur Folge, wofür an den Mahner eine Gebühr von 20 Pf. zu entrichten ist. Sinsheim, den 1. Dezember 1890. Gr. Obereiunehmcrei. (1934) Die Abhaltung der Schöffengerichtssitzungen pro 1891 betreffend. Nr. 9121. Es wird hiermit bekannt gemacht, daß zu den ordentlichen Sitzungstagen des hiesigen Schöffengerichts für das kommende Jahr wieder jeder zweite und vierte Mittwoch der einzelnen Monate mit den einzigen Ausnahmen bestimmt worden stnd, daß an Stelle des 25. März k. I. (Mariä-Verkündigungstag) der 23. gl. M. und an Stelle des 9. September k. I. (Grobherzogs Geburtstag) der 7. gl. Mts. als ordentliche Sitzungstage treten. Neckarbischossheim, 2. Dezbr. 1890. (1965) Großh. Amtsgericht. Schredelseker. Großes Lager in WOLL - WA AREN als Bitte. Die Freunde und Gönner unserer Kleinkinderschule werden hier durch herzlich gebeten, auch dieses Jahr ihre milde Hand aufzuthun und Gaben in Geld und sonstigem zur Christbescheerung brauchbaren an die Unterzeichnete alsbald einsenden zu wollen, damit wir eine richtige Einteilung treffen können. Es ist wieder eine große Kinderschaar, die bescheert bekommen soll und hauptsächlich viele arme Kinder; daß Geben seliger ist als Nehmen empfinden wir erst recht bei der Freude unter dem brennenden Christbaum. Sinsheim, 4. Dezember 1890. Sophie Laurop, Vorsteherin des Fraueuvereins. Hoffenhcim.' Am Mittwoch den 10. Dezember, nachmittags 2 Uhr, findet dahier im Kinderschulsaale die Schlußprüfung unserer Kochkurse (Kinderkochkurs und Kurs für erwachsene Mädchen) statt. — Jedermann, der sich für die Sache intereffiert, ist frcundlichst eingeladen derselben beizuwohnen. Auguste Schuck, Vorsteherin des Frauenvereins. Meine anerkannt seinen Theesorten, das Pfund von 3 Mk. an, lose und in Büchsen; '/.-Pfund Blechbüchsen ü 75 Pfg. und 1 Mk.. empfiehlt ©. £. Sickinger. Oiocolade (Comp, fran(aise), Thee und Vanille billigst bei Will) Scheeder. GOmrWmr Heidelberg, Hauptstraße 41. ffst. Mannheimer Löwenbräu. Separate Weinstuben in kunstvoller Ausführung. vorzügliche Lüche. Reine Weine. 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Auch zu der Gefeierten, Babette Stahlberger, sprach der Herr Stadt- pfarrec, in Begleitung herzlichster Glückwünsche, anerkennende Worte für ihr treues und opferwilliges Verhallen während ihrer 25jährigen Dienst- zeil und schloß mit einem dreimaligen Hoch auf die Grobherzogin, in welches die Versammlung be- geistcrl einstimmte. Sodann wurde Babette Stahlberger von der Vorsteherin des Frauenvereins mit dem schönen silbernen Kreuze geschmückt und ihr zugleich, unter Ueberreichung eines Gesangbuches, die besten Wünsche des Frauenvereins ausgesprochen. Tiefgerührt sprach die also Geehrte den herzlichsten Dank aus und bat um Uebermit- telung ihres ehrsurchtvollsten Dankes an Ihre Königliche Hoheit die Grobherzogin, welcher Bitte sich die Dienstherrschaft anschloß. So endete die erhebende Feier mit dem altseitigen Wunsche, daß Gott der geliebten Landesmutter noch viele, an ungetrübter Gesundheit und Glück reichgesegnete Jahre schenken möge! * Sinbhrim, 5. Dez. Den Mitgliedern des hiesigen Gewerbe- und Jndustrievereins wird es angenehm sein zu erfahren, daß nachstehende Herren im Laufe des W nters Vorträge im Ver- einslokale zu halten gedenken: Bezirksarzt Schäfer, Notar Pr. Reichardt, Stadtpfarrer Schuhmann, Professor Jost, Professor Dr. Pacius und Professor Ritter. * Sinsheim, 5. Dez. Bekanntlich verbietet das Reichspostgesetz, verschlossene Briefe anders als mit der Post von einem Ort zum andern zu befördern und sind da und dort schon manche Privat- und Amtsboten in Zuwiderhand- lungssällen in große Verlegenheit geraten bezw. in Strafe genommen worben. lieber einen solchen Fall weiß die „Eberbacher Zeitung" zu erzählen, zufolge welcher ein dortiger Privatbote jüngst mit Hilfe der Gendarmerie nach portopflichtigen Briefen untersucht worden war. Derartige „Porto- hinlerziehungen" sollen thatsächlich in sehr großer Zahl verübt werden, weshalb die Oberpostdireklion in Karlsruhe sämtliche Postämter beauftragt habe, dem Botendienst eine ganz besondere Aufmerksamkeit zu widmen. * Sinsheim, 5. Dez. Ergebnis der Viehzählung vo« 3. d. Mts.: Pferde 105 (103), Rindvieh 679 (658), Schafe 1038 (939), wovon 1035 dem Schäfereipächter angehören, Schweine 531 (434), Ziegen 306 (277),' Bienenstöcke 110 (157), Gänse 551 (499), Enten 247 (186), Tauben 375 (477), Hühner 3182 (3017) Stück. Die Zahlen in () bezeichnen das vorjährige Ergebnis. O Eschrlbronn, 4. Dez. Die am 1. d. M. dahier vorgenommene Volkszählung ergab die Gesamtzahl von 1031 Einwohnern, was gegenüber der letzten Zählung eine Zunahme von 15 Seelen konstatiert. \T Weiler, 4. Dez. Ergebnis der Volkszählung 1890. Personenstand 918 (gegenüber 935 im Jahr 1885), worunter 459 männliche und 459 weibliche Personen. Von diesen gehören 625 der evangelischen, 237 der katholischen, 31 der israelitischen und 25 der mennonitischen Religion an. Die Bevölkerung '«präsentiert 188 Haushaltungen, welche auf 130 Gebäude mit 535 Wohnräumen sich verteilen. Von diesen 188 Haushaltungen besitzen 162 eine Küche, 16 haben gemeinschaftliche Küche und 10 behelfen sich ohne eine solche. — Die gestern vorgenommene Viehzählung lieferte folgendes Ergebnis (die eingeklammerten Zahlen bezeichnen den vorjährigen Viehstand): Pferde 55 (53), Rindvieh 544 (569), Schafe 141 (544), Schweine 436 (389), Ziegen 68 (46), Gänse 355 (334), Enten 17 (24), Tauben 154(152), Hühner 1613(15471, Bienenstöcke 82 (66). Rrtdrnstrin, 4. Dez. Volkszählung. Gebäude 145, Haushaltungen 202, Einwohnerzahl 945, worunter 605 Evangetische, 155 Katholiken und 180 Israeliten. Gegenüber der letzten Volkszählung 8 Personen weniger. — Resultat der Viehzählung (die eingeschlossenen Zahlen bedeuten das vorjährige Ergebnis): Pferde 27 (25), Rindvieh 414 (432), Ziegen 99 (104), Schafe 305 (310), Schweine 358 (271), Gänse 316 (375), Hühner 1355 (128l), Enten 49 (55), Tauben 109 (137), Bienenstöcke 27 (20). + Michrlsetd, 4. Dez. Resultat der gestrigen Viehzählung (die eingeklammerten Zahlen bedeuten das letzijährige Ergebnis). Pferde und Fohlen 77 (73). Rindvieh 566 (561), Schafe 1 (0), Schweine 397 (338), Ziegen 168 (149), Bienenstöcke 56 (24), Gänse 61 l (444), Enten 67 (51), Tauben 164 (150), Hühner und Hahnen 2040 (1895). Demnach im Ganzen eine erhebliche Zunahme. — Aus Heiligkrruzstrinach 2. Dez. wird der „Heidelb. Ztg." berichtet: Gestern Abend wurde hier eine Himmelserscheinung von überwältigender Großartigkeit beobachtet. Den Einsender dieses führte zur genannten Zeit sein Weg über einen naheliegenden, mäßig hohen Bergrücken. Die Sterne, soviel ihrer sichtbar waren, hatten nur einer, matten Glanz; an manchen Stellen waren sie infolge dunstiger Lagerungen dem Blick vollständig entzogen. Da — mit einem Schlage wurde es taghell, der Himmel schien in Flammen zu stehen. Dies den ganzen Horizont umfassende Ausflackern gewaltiger Lichtmassen dauerte einige Sekunden, ließ dann ein wenig nach, kehrte aber gleich mit erneuter Heftigkeit zurück, ein zweites und ein diittes Mal. Das großartige Schauspiel, bei welchem der ganze Himmel in Glut getaucht schien, währte mit den erwähnten kurzen Unterbrechungen etwa 20 Sekunden. Nach etwa 2 —3 Minuten wurde ein dumpfes, rollendes Geräusch gleich einem starken Donner vernehmbar. — Aus Frankfurt a. M., Kreuznach und andern Orten liegen ähnlich lautende Berichts über die Erscheinung vor. — In Karlsruhe ist gegenwärtig ein großer Häuserkr ach im Werk. Am 30. November waren schon drei Maurermeister im Konkurs und werden noch weitere Fallimente erwartet. Auch bei den kieinen Wirten mit großen Lokalen kracht es; mehrere sind in letzter Zeit umgefallen. — Am Dienstag sollte die steile Weiherstraße in Pforzheim ein beladener Möbelwagen hi- nunterbesörderl werden. Dieser kam aber bei dem herrschenden Glatteis ins Rollen und sauste den Berg hinab, wobei der Fuhrmann, der die volle Geistesgegenwart behielt, und die Pferde mehrmals zusammenbrachen. Schließlich prallte der Wagen mit der zerbrochenen Deichsel an das Haus der Heinichen'schen Musikinstrumentenhandlung, zertrümmerte die Fensterverschaalung und zwei Schaufenster und richtete auch im Laden unter den Instrumenten gräßliche Verwüstungen an. Ein wahres Wunder ist es zu nennen, baß der Fuhrmann mit dem Leben davonkam; doch wurden demselben mehrere Zähne eingestoßen und trug derselbe noch sonstige Verletzungen davon. — Aus Baden. Vorgestern Vormittag II Uhr stürzte der Kronenwirt Ludwig Müller in Käferthnl beim Strohaufladen von der Scheuer seines Hauses herab und war sofort tot. — Nach Mitternacht auf gestern brach bei Straußwirt Süß in Dittwar Feuer aus, welches zwei Wohnhäuser nebst zwei Scheuern in Asche legte. — Am Abend vorher brannte in Lahr ein bewohntes Hintergebäude ab, wodurch 5 Familien ihres Obdachs beraubt wurden. — Am Montag Abend stürzte der, bereits in vorgerücktem Alter gestandene, Landwirt Friedrich Angelberger in Wimpfen beim Futterholen in der Scheune vom Gebälk und zog sich solch schwere innere und äußerliche Verletzungen zu, daß er bald darauf starb. — An Stelle Miquel's wurde der bisherige Oberbürgermeister von Aliona, Herr Adikes, zum Oberbürgermeister von Frankfurt a. M. gewählt und vom Kaiser bestätigt. — In Weisenau bei Mainz hatte eine Frau Holz auf den Ofen zum Trocknen gelegt und war dann ausgegangen. Ais sie zurückkehrte, hatte das Holz Feuer gefangen und zwei ihrer in der Stube zurückgelassenen Kinder waren in dem Qualm erstickt. Ein drittes, das noch am Leben gesunden wurde, ist später ebenfalls gestorben. — In Berlin wurde die Gründung eines neuen Instituts und eines Krankenhauses für Robert Koch beschlossen. Der alsbald in Angriff zu nehmende Bau soll io beschleunigt werden, daß im Frühjahr schon die Eröffnung vorgenommcn werden könne. Für das bakteriologische Institut wird das der Charite gehörige Tnangelgebäude umgebaut. Zwischen der Charite und der Stadtbahn werden Baracken für 150 Kranke errichtet zu einem Versuchskrankei» Haus für ansteckende Krankheiten. Die Arbeiten Kochs über die Tuberkulose sind abgeschlossen; Koch wendet sich jetzr der Erforschung der Diphtherie, des Thyphus, der Syphilis und des Krebses zu. — Für das in Berlin zu errichtende Koch'iche Krankenhaus hat Geheimrat v. Bleichröder daselbst eine Million Mark gegeben und zugleich große Terrains in Lichterfelde zur Verfügung gestellt. — Eine für dar große Publikum angenehme Neuerung ist soeben durch eine Verfügung der obersten Postbehörden geschaffen worden. Es ist nämlich nunmehr wie bei Postanweisungen und Postbriefumschlägen, auch der Umtausch unbrauchbar gewordener Postkarten und Streifbänder bei allen Postanstalten im einzelnen gestattet; doch wird der Wert derselben nur in Postmarken ersetzt. Seither war bekanntlich ein solcher Umtausch nur im Großen möglich, und zwar auf Antrag bei den betreffenden Oder- postvirektionen. — Der bekannte Landschaftsmaler Alexander Hoppe in DLffeldorf stürzte in der Nacht zum Montag aus dem Fenster und war sofort tot. — Bei dem letzten Hochwasser wurde bei Wesel der Radschleppdampfer „Frankfurt" samt einem beladenen Schleppkahn aus Versehen über das Rheinufer hinaus in eine überschwemmte Wiese gesteuert. Dort sitzen die beiden Fahrzeuge nun auf dem „Trockenen" fest und werden wohl so lange die Wiese hüten müssen, bis ihnen die nächste Ueberschwemmung die Weiterreise gestattet. — Die kleinen Dampfmaschinchen, wie solche zahlreich als Spielzeug in den Händen der Knaben sind, erfordern große Vorsicht. In Mülheim a. d. Ruhr spielten zwei Jmigen im Alter von 17 und 13 Jahren mit einem solchen Dampfmaschinchen; plötzlich explodierte der Kessel und dem älteren Jungen wurde die Hirnschale auseinandergerissen, so daß der Tod sofort eintrat. Der jüngere kam zwar mit dem Leben davon, erlitt aber eine Gehirnerschütterung. — Nachrichten aus Paris zufolge zeigen alle im Krankenhause Saint-Louis von vr. Pean mit dem Koch'schen Mittel geimpften Kranken bis jetzt genau die Erscheinungen, die Robert Koch angegeben hat; es ist deshalb zu hoffen, daß auch der weitere Verlauf den Voraussetzungen entsprechen wird. Ein merkwürdiger Fall wurde bei einem jungen Manne beobachtet, der so schwer an Tuberkulose des rechten Fußes litt, daß die Aerzte sich bereits entschlossen hatten, den Fuß abzunehmen. Nachdem der Kranke am Samstag geimpft worden ist, hofft man jetzt, ih u den Fuß erhalten zu können. Der „Temps" erklärt, die von Professor Cornil in seinem Krankenhause an- gestelllen Versuche bestätigen immer mehr und mehr die von Koch angestellten Ergebnisse. — Wie in Christiania am 2. d. eingetroffene Briefe Mitteilen, hat der Orkan im Ofotenfjord vom 21. bis 24. d. M. ungeschwächt gewütet. Eine große Anzahl Boote ist vernichtet; ungefähr 60 sind gänzlich wrack, ungefähr 120 haben die Takelage gekappt. Wie viele Menschenleben verloren gegangen, konnte bisher nicht festgestellt werden. Der neue Dampfer „Hindoe" rettete von mehreren treibenden Segelboten etwa 200 Menschen. Die Fischerei wurde sofort eingestellt, obwohl der Häring noch im Fjord steht. — Aus London wird gemeldet, daß vier junge Amerikaner aus Pitisvurg infolge des Streites Stanley Barttelot den kühnen Entschluß gefaßt haben, sich nach Afrika auf den Schauplatz der Greuelthaten zu begeben, die sich bei der Nachhut Stanley; abgespielt haben sollen. Sie sind der festen Ueberzeugung, daß sie an Ort und Stelle die volle Wahrheit über die Vorgänge im Jambuya-Lager an den Tag bringen werden. Die vier Amerikaner sind für ihre Expedition bereits völlig ausgerüstet und haben New 3)ork schon am Dienstag verlassen. — Einer der bedeutendsten und einflußreichsten deutschen Gesang-Vereine RewyorkS, der „Arion", wird im Sommer 1892 eine Kunstreife nach Deutschland unternehmen. Der Verein, der über tüchtige Gesangskräfte verfügt, wird nach dem ausgestellten Programm am 19. Juli 1892 in Hamburg landen und sodann in Berlin, Dresden, Leipzig, Eisenach (mit Sommernachtsfest aus der Wartburg), Frankfurt a. M., Mainz und Köln a. Rh. Konzerte veranstalten. Der „Arion" besteht aus den besten deutschen Elementen Newyorks. — Die neueste Nachricht aus Rewhork ist, daß auf dem Mississippi der Dampfer „T. P. Leathers" Niedergebrannt fei, wobei 17 Menschen umkamen; mehrere sind ertrunken, währen) sie versuchten, ans User zu schwimmen. — Sinsheim. Ergebnis der Schöffengerichtssitzung in Sinsheim vom Dienstag den 2. Dezember. 1. Andreas Rebel von Eppingen z. Zt. im Amts- gesängnis dahier erhielt wegen Sachbeschädigung und Ruhestörung unter Kostensolge eine Gefängnisstrase von 14 Tagen und eine Haststrafe von 8 Tagen. 2. Georg Jakob Treiber Dienstknecht von Wieblingen wurde wegen Bedrohung mit einem Verbrechen unter Kostenfolge zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. 3. Die Anklagesacye gegen Bernhard Heinrich Wilhelm Lüdel von Bremen wegen unbefugter Auswanderung?- Vermittelung wurde vertagt. 4. Die Privatklage des Bureaudieners Adam Maier von hier gegen Landwirt Johann Gilbert von da wegen Beleidigung endigte mit Verurteilung des Angeklagten Gilbert unter Kostensolge zu einer Geldstrafe von 12 Mk. eventuell 3 Tagen Gefängnis. Empfangs-Vescheimgung. Für Sie in der ev. Kirche dahier beabsichtigte Beleuchtungs-Einrichtung haben vom 28. Novbr. d. I. bis heute folgende Personen weitere Gaben gespendet: Schreiner Karl Schopf 1 vH, Joh. Fischer 1 vH, Frl. Freund 50 H, Bai. Ritzbaupt 1 vH 50 3\, Hch. Ritzhaupt 2 vH, Joh. Grill 1 vH, Joh. Schubert 50 \ Konrad Schopf 50 Kaufmann Carl 5 vH, Friedr. Steinmann 1 vH, Ungen. 50 \ Joh. Beetz 1 vH 50 H, Apotheker Krauß 2 vH, Ungen. 1 vH, Jak. Doll 1 vH, Karoline Schick 1 vH, Familie Stückralh 1 vH, Frau K. Haag Witwe 3 vH , K. Haag 3 vH, Dav. Kaufmann 3 v,H , K Schick 2 vH, Stadtschr. Laux b vH, ä. Schick 2 vH, Gg. Lutz 2 vH, K. Ziegler 2 vH, Joh. Ziegler 1 vH, Hauptleyrer Feiler 1 vH 50 Kassier Fischer 3 vH, Bez.-Tierarzt Diesbach 3 vH, Landw. Ed. Schick 1 vH, Ungen. 2 vH, Bierbrauer Pfeuffer 3 vH, Ludw. Grill 1 vH, Löwenwirt Hilspach 3 vH, Louis Frank sen. 4 vH, L. Frank jun. 3 vH, Joh. Vogel W. 3 vH, Georg Kistler 2 vH, Aakob Schwerin 50 Stadtvikar Bornhäufer 3 vH, Preißig Wwe. 50 H, Salzmann Wwe. 1 vH, Morano W. 20 Joh. Brunner 1 vH, Christof Link 1 vH, Kath. Jeckel 50 H, Elis. Brecht 50 Jakob Link 50 L,, Bierbrauer Rex 4 vH, Uhrmacher Schick 2 vH, Bez.- Geometcr Baumann 2 vH, Wilh. Grill 50 H, Konrad Besserer, Landw. 1 vH, Ungen. 3 vH, Kirchengemeinderat Feiler 5 vH, Sägmüller Reinig 2 vH, Mart. Seitz 50 Schlosser Körber 1 vH, Geom. Edelmann 2 vH, Schlosser Merkelbach 1 vH, Jak. Ritzhaupt 1 vH, Bürgermeister Haag 3 vH, Gesangnißw. Haas 1 vH, Joh. Kaufmann 1 vH, Frau Gütz SS. 1 vH 50 H, Beruh. Hoffmann 40 \ Fr. Lisette Schick 1 vH, Fr. Müller Wwe. 1 vH, Ungen. 50 Ungen. 1 vH, Fr. Sabine Schick 60 3x, Heinr. Lackner 2 vH, Karl Lackner 2 vH, Fr. Lüste Haag 3 vH, Hauptlehrer Lohrer 50 \ Fr. Karl Seufert 1 vH, Fr. Geometer Schäfer 1 vH, Ung. 1 vH, Emilie Stieselhöfer 1 vH, Th. Hoffmann 3 vH, Fr. Held 1 vH, F. M. 50 Aug. Feiler 2 vH, Gg. Stecher 2 vH, Philipp Ziegker 2 vH, Frau Berg Wwe. 1 vH, Frau Gerichts». Thum 1 vH, K. Gg. Gmelin 1 vH, I. Stäbler alt 50 4, Schwanenw. Bräunling 1 vH, Seifensieder Geiß 1 vH, Prof. Ritter 3 vH, Jak. Stork 1 vH, Frl. Schuchmann 1 vH, Frau Straßenmeister Stritt 1 vH, Jak. Doll und Fr. Steigleder 1 vH, Frl. Bändel 1 vH, Jakob Wirth 50 Johann Link 1 vH, Johann Schick 1 vH, Bäcker Morlock 1 vH, A. W. 50 Ä, R. Jüngert 1 vH 50 3\, August Bender 1 vH. Der Empfang vorstehender Gaben wird dankend hiermit bescheinigt. Sinsheim, den 2. Dezember 1890. Ev. Stadtpfarramt: S ch u h m a n n. Sinsheim, 5. Dezbr. (Marktbericht.) Spelz per Ztr. 7.— bis —Mk., Gerste per Ztr. 8.50 bis .— Mk., Korn per Ztr. 7.— bis —.— Mk., AKizen per Ztr. 9.50 bis Mk., Hafer per Ztr. 6 90 bis —., Heu per Ztr. 2.—. bis 2.20 Mk., Stroh per Ztr. 1.— bis 1.20, Kartoffeln per Sester 50—.— Pf., Butter per Pfd. 88 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 66 Pfg., Kalbfleisch per Pfd. 66 Pfg., Schweinefleisch per Pfd. 66 Pfg., Eier 2 Stück 14 Pfg. Brod-Preise in Sinsheim. vom 1. bis 15. Dez. 1890, tlamen & t r ß ä th t r. 8 -g B 2 >b * rs Kgr. | 4 Ko brr Kgr. m- >b •JO I s «• Gr. A Wasser» weck Gr. >4 Jakob Fink . % 11 900 28 110 6 Ph. Hollenbach % 11 — — 900 28 110 6 Ludwig Klein . % 11 — 900 28 110 6 Jakob Kolb . % 11 — — 900 28 110 6 Herrn. Knopf . % 11 — — 900 28 110 6 Jak. Morlock . Vs 11 — — 900 28 110 6 Johann Pfauz. % 11 — — 900 38 110 6 Karl Neinach . % 11 — — 900 28 110 6 Gotllieb Stock. % 11 — — 900 28 110 6 Fried. Wagner. % 11 — — 900 28 120 6 Karl Pfauz V 2 11 — — 900 28 110 6 Anmeldungen zum Krankenverein Sinsheim werden nur im Monat Dezember angenommen. Sinsheim, den 5. Dezember 1890. Bürgermeisteramt. Haa« (1975) Flachg- Die bekannteste Hanf- und Wergspinnerri, Webern, Zwirnerei, Weicherer Bäumenheim Post- und Bahnstation, Bayern, liefert Lohngacn in bisheriger vorzüglicher Qualität zu einem Spinnlohn von nur iü Pfennigen per Schneller zu 1000 Meler. Sendungen franko gegen franko. (Bedingung der Vereinigung der Lohnspinnereien.) Spinnmaterial als Flachs, Hanf, Werg znm Lohnverspinnen, Weden, Gleichen übernehmen die Agenten: Herr ph. Welker, Sinsheim, Herr Ändr. Leidig fei. Wtw., Bargen, Herr Lh. kaflg. Hofsenheim, Herr <5. Sucher, Kir ch ardt, Herr L. Metzger, Rappenau, Herr L. Weil, Steinssurth, Herr Heim. Faller, Erombach und wird rascheste und beste Bedienung im Voraus zugesichert. Kirchardt. Salband- und Holzschuhe empfiehlt Heinrich Waidler. 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