Samstag, den 25.Tanuar 1947 Nummer 7 2. Jahrgang F r • 1 b ■ r | in B f • I 1 Ersdieinangbtage Mittwoch ond Samstag 1 Einzelpreis 20 Pf./ Monatsbezugspreis RM 1-60 emsdiließ- licb Trägerlobn. durch die Post bezogen RM 1-84. Anzeigen laut Tarif gegen Keonkartenansweit. Herausgegeben vom Sozialistischen Verlag Freiburg Ci.m.b H., Freiborg im Breisgau Ka»«er-J(>8epb-Straße 229, Fern* rof Nr 2816. Bankverbindungen: Deutsche Bank, Filiale Freiburg; Freiburger Gewerbebank e.G.m.b.H., Freiborg im Breisgau; Postscbeck-Kontc Ludwigshafen (Rhein) Nr 29460 - Gerichtsstand lür beide Teile Freiburg im Breisgau Verbreitungsgebiet: Die gesamte französis* besetzte2ooe Baden, and Württembergs - GesAaftsstellen und Ver- retuogeo in allen größeren Orten. — Anzeigenpr«»l»te 1. — SAnftjeitung Dr F. Große , m *Brei*fffair Carl May - Druck: Universitatsdrudterei und Verlagsanstalt Poppen & Ortmann, sämtliche in Freiburg im Brergatt^ ! Die Zusammenarbeit zwischen den Zonen Wichtige Besprechungen zwischen Vertretern der Westzonen in Minden lh Minden fanden die ersten interzonalen Verhandlungen zwischen dem vereinigten britisch-amerikanischen Besatzungsgebiet und der französischen Zone statt, die beiderseitig von deutschen Vertretern geführt wurden. Als Vertreter der französischen Militärregierung nahm Direktor Hilpert an den Verhandlungen teil. Sie hatten zum Gegenstand den Warenaustausch im ersten Viertel dieses Jahres sowie wichtige Grundfragen des interzonalen Handels, des Güterzahlungs- und Reiseverkehrs. Vorbehaltlich der Zustimmung der französischen Militärregierung wurde dabei folgendes beschlossen: 1. Das seit dem 1. Januar 1947 im amerikanisch- britischen Besatzungsgebiet geltende vereinfachte Antragsverfahren soll auch in der französischen Zone eingeführj werden. 2. Für die Abwicklung der vereinbarten und noch später zu vereinbarenden Warenlieferung!! sollen die nötigen organisatorischen Voraussetzungen geschaffen werden. 3. Die vor dem 8. Mai 1945 nachweislich in die jeweiligen Besatzungsgebiete verlagerten Güter sollen zurückgeführt werden. 4. Eine einheitliche Interzonenstatistik soll eingeführt werden. Außerdem wurden an die beiderseitigen Militärregierungen die dringende Bitte gerichtet, den Faßzwang im Reiseverkehr zwischen den besetzten Gebieten aufzuheben. An Stelle der bisher unter großen Schwierigkeiten zu erlangenden Reisepässe sollen die von den jeweiligen Besatzungsgebieten auszugebenden Personalausweise treten. Außerdem wurde auf die Notwendigkeit der Schaffung einheitlicher Reisemarken für Lebensmittel, sowie Treib- und Schmierstoffe für die beiden Besatzungsgebiete hingewiesen. Bezüglich des. Postverkehrs wurde vorgeschlagen, alle Beschränkungsmaßnahmen für den interzonalen Post-, Telegrafen- und Telefonverkehr aufzuheben, damit auch für den Verkehr zwischen den Zonen in Zukunft die gleichen Bestimmungen gelten, wie innerhalb der einzelnen Zonen. Zwischen dem amerikanisch-britischen Gebiet und der französischen Zone sind für das erste Quartal des Jahres Lieferungen in Höhe von 33 Millionen Reichsmark, also ein Warenaustausch von insgesamt 66 Millionen Reichsmark, berechnet zu dem am 81. Dezember 1944 gültin newesenen Preis, vereinbart worden. Seitens des amerikanisch-britischen Gebietes wird in erster Linie Eisenstahl sowie deren Fertigerzeugnisse, wie Maschinenersatzteils usw., Textilien, Sperrholzplatten. Autoreifen, Gummiwaren, Metalle, chemische Erzeugnisse, elektrotechnische Erzeugnisse, Baustoffe, Papiere, Büroartikel und Zuchtvieh geliefert. Die französische Zone wird dem amerikanisch- britisch besetzten Gebiet vornehmlich Schnittholz, Grubenholz, Textilien, Uhren, chirurgisch« Instrumente, feinmechanische Erzeugnisse, Stahl und Eisen sowie Fertigerzeugnisse, daraus einschließlich Land- und Nähmaschinen, Erze, feuerfeste Materialien, chemische Erzeugnisse, Papier und Zellstoff Tabak und Schlachtvieh zur Verfügung stellen. Weiterhin wurden Vorbesprechungen für die Lieferungen im zweiten Quartal abgehalten. Die endgültigen Abmachungen darüber sollen in den ersten Tagen des Monats März getroffen und bis dahin von den bereits im September vorigen Jahres beschlossenen interzonalen Fachausschüssen vorbereitet werden. Die gesamten Verhandlungen wurden im Geiste freundschaftlicher und vertrauensvoller Zusammenarbeit getragen, so daß die Vereinbarungen trotz des außerordentlich großen Umfangs der Verhandlungsgegenstände und der zu überwindenden Schwierigkeiten in weniger als zwei Tagen abgeschlossen werden konnten. Es bestand die Übereinstimmung bei allen Beteiligten, daß diese Vereinbarungen nur ein erster Schritt zu einer stärkeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit der beteiligten Besatzungszonen darstellen, und daß alles versucht werden muß, um de* Umfang des Warenaustausches noch bedeutend zu erweitern. Man war sich darüber klar, daß vor allen Dingen die deutschen Stellen dei beiden Zonen von sich aus bemüht bleiben müssen, in dieser Erweiterung des Warenverkehrs und der Lösung der grundsätzlichen Fragen des interzonalen Handels weitere Fortschritte zu erzielen. Interzonen-Lieferungen zwischen der englischen, US- und Sowjet-Zone Gegenseitige Warenlieferungen zwischen der amerikanischen,britischen und sowjetischen Zone in einem Gesamtwert von 180 Millionen RM für das zweite, dritte und vierte Vierteljahr 1947 wurden bei den Interzonen-Wirtschaftsverhandlungen in Minden vereinbart, zu denen sich deutsche Vertreter aus den drei Besatzungszonen zusammengefunden hatten. Um Deutschlands zukünftige Staatsform Für Toeitgehende Dezentralisierung des Reiches Anläßlich der Londoner Tagung der stellvertretenden Außenminister, die die Aufgabe hat, die Friedensverträge mit Deutschland und Österreich vorzubereiten, wird das Deutschlandproblem in der französischen Öffentlichkeit erneut eingehender Betrachtung unterzogen. Im Mittelpunkt der Erörterungen steht in Paris zurzeit die Frage der künftigen Staatsform Deutschlands: Zentralregierur.g oder Föderalismus? -Es ist kein Zweifel, daß Frankreich und zwar ausnahmslos alle Parteien, gegen das Wiederaufleben eines zentral gelenkten, gewissermaßen unter preußischer Vormundschaft stehenden Deutschland und für die Förderung eines gesunden, bodenständigen Föderalismus eintritt. der sich besonders i» Süd- und Westdeutschland auf eine große historische Vergangenheit berufen darf und der nach französischer Auffassung die beste Grundlage bildet für eine wahrhaft friedliche und konstruktive Wiedereingliederung Deutschlands in die europäische Völkergemeinschaft. Aus New York kommt die Nachricht, daß dort eine der führenden Persönlichkeiten der republikanischen Partei, John Foster- D u 11 e s, in einer Rede, in der er den Standpunkt seiner Partei zur Deutschlandfrage darlegte, für einen Föderalismus in Deutschland und für eine Verwertung der Bodenschätze des Ruhrgebiets und des Rheinlandes zu Gunsten aller westeuropäischen Nationen einschließlich Deutschlands plädierte und zwar — wie er ausführte — um zu verhindern, daß Deutschlands Schwerindustrie aufs neue eine Gefahr für Europa werde, Dr. Schumacher gegen jede Blockbildung Stellungnahme zu den Ausführungen Dr. Adenauers in der Sozialisierungsfrage Die SPD lehne jede Politik der Blockbildung nach Osten oder Westen ab und arbeite darau. hin, daß eine deutsche Demokratie entstehe, welche die Besatzungszeit überdauere, erklärte Dr. Kurt Schumacher am Mittwochabend auf einer Konferenz der Berliner SPD-Funktionäre in Berlin. Er warnte alle, die auf eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen den Alliierten hofften, denn eine solche wäre für Deutschland das Schlimmste. Die Deutschen dürften nicht in den Fehler verfallen. nur die Not und das Elend in Deutschland zu sehen, denn überall in der Welt hungerten Millionen von Menschen genau so wie bei uns. Hinsichtlich der Reparationen erklärte er, solle man sie von Deutsch’and nicht verlangen, bevor die nötigen Reparaturen in der deutschen Industrie ausgeführt seien. Von vielen Seiten werde immer noch mit der Unerschöpflichkeit der deutschen Wirtschaft gerechnet, aber auch sie gehe eines Tages zu Ende. Zum Zweizouen-Abkommen äußerte Dr. Schumacher die Hoffnung, daß dieses der erste Schritt zn einem Vierzonen-Abkommen sei. Auf die Spannungen zwischen Sowjetrußland und der Sozialdemokratischen Partei eingehend, sagte Dr Schumacher: „Wir haben Rußland als mächtigen Staat, seine Kultur und seine Industrie anerkannt, aber wir wollen als Deutsche auch, daß wir in unserer Kultur und unserem politischen Willen respektiert werden“. Zu den Differenzen zwischen SED und SPD bemerkte er daß die deutsche Arbeiterpartei Immer schon zu einer Einigung geneigt habe, und immer, wenn von Verschmelzungen die Rede gewesen sei, habe es eine neue Spaltung gegeben h unserer letzten Nummer haben wir ein Interview von dem Vorsitzenden der westdeutschen CDU Dr. Adenauer veröffentlicht, in denen fieser gegen eine Sozialisierung der Schlüsselindustrien Stellung nimmt. Zu diesem Interview hat sich jetzt der Vorsitzende der SPD Dr. Schumacher geäußert. „Die gleichen Töne wie von Dr. Adenauer haben wir auch von den Nazis vor 1933 gehört“, erklärte Dr. Schumacher am Montag in einem Interview mit einem Vertreter der „Daily Mail“ zu Dr. Adenauers Ablehnung einer Verstaatlichung der Schlüsselindustrien. „Auch sie haben sich gegen das Großkapital gewandt und wurden doch von demselben Großkapital unterstützt. Sie haben später eine Wirtschaftspolitik getrieben, die zu einer Schmälerung der Basis des mittleren Eigentums und zu einer Stärkung des Großbesitzes geführt hat. Es fehle Dr. Adenauer zu dieser Einstellung durchaus die Legitimation“, sagte Dr. Schumacher, „da weite Kreise der CDU in allen vier Zonen mit der Verstaatlichung sympathisierten“. „Auch die SPD ist gegen eine Konzentration der Wirtschaftskräfte, wo sie vermeidbar ist. Dem Wesen der Schlüsselindustrien und der westdeutschen Verbundwirtschaft wird man aber nur durch die Tatsache des Großbesitzes gerecht. Es fragt sich nur, in wessen Hand dieser Großbesitz ruhen und wer ihn kontrollieren soll.“ Dr. Schumacher fragte in seinen weiteren Ausführungen, ob nun die Aktien der großen Unternehmungen in die Hände der alten Nutznießer zurückgegeben werden sollten. Diese gehörten merkwürdigerweise alle der Partei Dr. Adenauers an. Die politische Gefährdung der Demokratie, der Versuch, Geld in politische Macht umzusetzen, droht doch von denselben Leuten des rechten Flügel* der CDU, der in Dr. Adenauer seinen Repräsentanten sieht gleichzeitig aber auch, um den von Deutschland überfallenen Staaten zu helfen, ihren Wiederaufbau beschleunigt durchzuführen. Der Standpunkt Frankreichs zur Frage des . Föderalismus kommt in einer Erklärung des Quai d'Orsay zum Ausdruck, die ein Dementi auf eine von einer ausländischen Nachrichtenagentur gebrachte Information - darstellt. Danach sollte der Vertreter Frankreichs auf der Londoner Konferenz, Couve de Murville, angeblich seine Zustimmung gegeben haben, daß der künftige Friedensvertrag mit Deutschland von einer deutschen Zentralregierung unterzeichnet werde. Von zuständiger französischer Seite wird hierzu erklärt, daß der französische Delegierte sich lediglich auf die Frage Sir William Strangs, ob die Konferenzteilnehmer damit einverstanden seien, daß die seinerzeit im Vertrag von Potsdam vorgesehene Prozedur angewendet werde, zustimmend geäußert habe. In dem Abkommen von Potsdam heißt es, daß der Rat der Außenminister die Aufgabe hat. eine Friedensregelung für Deutschland vorzubereiten im Hinblick auf seine Annahme durch eine deutsche Regierung und zwar dann, wenn eine solche Regierung gebildet sein wird“. Wie diese Regierung aussehen, ob sie die Form einer Zentral- oder föderativen Bundesregierung haben wird, unter welchen Umständen und wann sie gebildet werden wird, all das sei in keiner Weise durch das Potsdamer Abkommen vorweggenommen. Die von Couve de Murville abgegebene Erklärung bezüglich der in Potsdam gutgeheißenen Prozedur bedeute jedenfalls keine Änderung der Haltung Frankreichs in der Frage der künftigen politischen Organisation Deutschlands. In diesem Zusammenhang ist auch ein Artikel des bekannten amerikanischen Journalisten Walter Lipnmann im „Figaro“ bemerkenswert. Der Verfasser meint, alle Nachbarstaaten Deutschlands seien in Übereinstimmung mit dem der Londoner Konferenz unterbreiteten holländischen Memorandum einer Meinung, daß die beste Friedensgarantie in einer möglichst weitgehenden Dezentralisierung Deutschlands liege. Man müsse Deutschland ermutige«, wirtschaftlich wieder hochzukommen, jedoch unter der Bedingung, daß es nie wieder eine einflußreiche und mächtige Zentralisierung besitze, die eine ständige Bedrohung für de« Frieden wäre. Walter Lipomann plädiert für eine Föderation deutscher Staaten, von denen ein jeder hinreichende Autonomie besitzen müsse, um als ein Bindeglied zu den Nachbarstaaten dienen zu können. Ein so organisiertes Deutschland könnte ein wichtiger Faktor der europäischen Friedensordnung abgeben. Ein zentralisiertes Deutschland dagegen würde ein Wiederaufleben des Pan- germanismuc bewirken und alle wirklichen Versuche einer Demokratisierung im Keime ersticken Walter Liopmann ist der Ansicht, daß die These Frankreichs heute schon die These al'er Nachbarländer Deutschland* und damit die Westeuropas geworden sei. Bemerkenswert ist. daß auch der amerikanische General MacN a r n e y auf der Pressekonferenz in Berlin am 21. Januar erklärte, daß das amerikanische Streben auf ein dezentralisiertes Deutschland hinziele. Stuttgart Ab 22. Januar sind, wie dii Pressestelle der hiesigen Eisenbahndirektioi mitteilt infolge Kohlenmangels die Schnellzüge D 410/417 Würzburg-Ludwigshafen ausgefallen Mit weiteren Zugeinschränkungen muß gerech net werden. Ist eine sozialistische Wirtschaft rationell? Jede sozialistische Wirtschaft ist notwendigerweise eine Planwirtschaft und dadurch gekennzeichnet, daß nicht die privatwirtschaftliche Auswertung eine* Kapitals, sondern die Bedarfsdeckung das leitende Prinzip des Wirtschaltens ist. Diese Feststellungen besagen aber noch nichts über die ökonomische Zweckmäßigkeit der sozialistischen Wirtschaft, denn die Bedarfsdeckung ist natürlich das Ziel jeder Wirtschaft und es fragt sich, ob das auf dem Gewinnstreben begründete System nicht ergiebiger, wirkungsvoller ist, als ein System, das den Profit als Triebkraft des Wirtschaftens grundsätzlich beseitigt und dem man nachsagt, daß es die persönliche Initiative und die freie Konkurrenz grundsätzlich ausschaltet: die Verfechter der „freien“ Wirtschaft behaupten jedenfalls, daß die Planwirtschaft den Fortschritt lähmen und der Verbraucher viel schlechter bedient sein wird, als im Stadium des vielgeschmähten Kapitalismus. Diese Ansicht wäre vielleicht richtig, wenn es tatsächlich heute noch eine freie Konkurrenzwirtschaft gäbe. Das ist indes schon seit vielen Jahrzehnten nicht mehr der Fall, und war praktisch n i e ganz so, wie das die liberale Theorie verlangt. Unter dem Einfluß der sich mit geradezu naturhafter Regelmäßigkeit wiederholenden Wirtschaftskrisen gelangte die kapitalistische Wirtschaft um die letzte Jahrhundertwende dazu, die freie Konkurrenz, das Grundprinzip der liberalen Wirtschaft, nach und nach abzudrosse'n. um den Markt zu beherrschen, die Überproduktion zu beseitigen und die Preise zu „stützen“. Damit war eine Entwicklung eingeleitet, die man als Degeneration der freien Wirtschaft bezeichnen kann, ein Prozeß, der darin zum Ausdruck kam. daß die industriellen Produzenten und Großhändler sich schließlich auf der ganzen Linie zu Verbänden und Interessengemeinschaften zusammenschlossen, in Gestalt von Kai tel'en. Trusts, Konzernen usw., die besonders auf dem Gebiete der Preisgestaltung ein einseitiges Monopol der Erzeuger und Händler zustande brachten und den Konsumenten von Fertigerzeugnissen völlig an die Wand drückten. Unbewußt haben damit die kapitalistischen Träger der Wirtschaft, wie sich schließlich erwiesen hat, sich selbst da* Grab gegraben. Denn vom volkswirtschaftlichen Standpunkt betrachtet war durch Kartellierung und Vertrustung ein ganz unrationeller und unsozialer Zustand zur Herrschaft ge'angt: war einmal die freie Konkurrenz. der sogenannte „ungesunde Wettbewerb“ unter den Betrieben eines Industriezweiges ausgeschaltet, so war damit gleichzeitig dem technisch-rückständigsten Betrieb, der bei freier Konkurrenz von den fortschrittlichen Betrieben ausgeschaltet worden wäre, eine geruhsame Weiterexistenz gewährleistet. Ja, der volkswirtschaftliche Unsinn ging noch weiter: die mit den höchsten Produktionskosten arbeitenden Betriebe bestimmten den Verbandspreis, d. h. den Preis, der für ein bestimmtes Erzeugnis sämtlichen Lieferungen der im Verband vereinigten Betriebe zug undezulegen war. Dieser Zustand war volkswirtschaftlich gesehen, im höchsten Grade ungesund und der Staat, der inzwischen infolge des allgemeinen Wahlrechts, in seiner Willensbildung unter den Einfluß der Konsumenten gelangt war, konnte die Kartellierung und Vertrustung nicht dulden; es mußte versucht werden, die Konsumenten gegen die Industrie- und Handelsmagnaten in Schutz zu nehmen. Jedoch ist dieser Kampf des Staates gegen Kartelle und Trusts im großen und ganzen ohne jeden durchschlagenden Erfolg geblieben, denn infolge der fortschreitenden Konzentration wurde die Zahl der Produzenten innerhalb der Großindustrie und des Großhandels immer geringer und die „Wirtschaftsführer" hatten _ es nicht schwer, über die Presse, auf den Geleisen der parlamentarischen Vertretung, durch Bestechung maßgebender Instanzen usw. die Wirkung der Antitrustgesetzgebung zu paralysieren. Se'bstbewußt erklärte z. B. der amerikanische Ölmagnat J. D. Rockel elf er: „Die Zusammenschlüsse werden bleiben. Der Individualismus ist ge-Zangen, um nie wieder zuriiek- zukehren“. Die Folge war, daß der Ge- dankeefner durchgreifenden Staatskontrolle oder einer Übernahme der schwerindustriellen Betriebe in Staatsbesitz an Boden gewann, so schwierig es zunächst war, ihn praktisch zu verwirklichen, in Anbetracht des großen Widerstandes, den die Tndustriemaomaten ihm entgegensetzen konnten, der ideoiomschen Gegnerschaft vieler Vertreter der Volkswirtschaftslehre, der Bedenken. die gegen eine entschädigun^slose Beschlagnahme der Betriebe erhoben wurden, bzw. der finanziellen Lasten, die eine Entschädigung der Besitzer mit sich gebracht hätte. Da traten Ereignisse ein, die geeignet waren, die Einwände gegen eine straffe Staatskontrolle oder gegen eine Enteignung zu beseitigen. Der erste „totale* Weltkrieg brachte die Kriegswirtschaft, d. h. eine planwirtschaftliche Regelung der gesamten Erzeugung und Verteilung mit dem Ziel, Höchstleistungen zu erreichen i i i % Seite 2 — Nummer T und den Mangel an allen Erzeugnissen so zu „bewirtschaften“, daß eine möglichst gerechte Zuteilung von Produktions- und Nahrungsmitteln und Bedarfsgegenständen gewährleistet werde.. In der Tat wurden diese Ziele in beträchtlichem Ausmaß erreicht und diese Kriegswirtschaft konnte 'daher nicht ohne Einfluß auf die Ausgestaltung der Friedenswirtschaft bleiben] zumal dann als ein Staat* die Sowjetunion, ihre gesamte Wirtschaft in radikaler Weise in plan wirtschaftlichem Sinne umgestaltete. — Allerdings bestand jahrelang diesem Experiment gegenüber eine scheinbar Wohlbegründete Skepsis, die solange nicht eindeutig widerlegt werden konnte, als eine greifbare Bewährung nicht vorlag. Erst der zweite totale Weltkrieg und der Sieg der Sowjetunion mußte diese Skepsis, die geflissentlich von kapitalistischen Interessenten genährt wurde, weitgehend beseitigen, denn der siegreiche Ausgang des Krie- f eg. war unverkennbar zu einem sehr erheblichen eil der staatlich geleiteten Planwirtschaft zu verdanken, einer Wirtschaft, die sich unvergleichlich leistungsfähiger erwiesen hat. als die freie Wirtschaft, mit der Rußland 1914 in den Krieg trat und 1917 unterlag, hauptsächlich, weil die Wirtschaft sich als völlig unfähig erwiesen hat, den Anforderungen des Krieges zu genügen. . Wägt man die Erfahrungen der Industrie politik und der Gesetzgebung, die sich gegen die Vergewaltigung durch Trusts und Kartelle richtet,«. und die gewaltigen Lei. stungen der Kriegswirtschaft der Sowjetunion und der anderen am -Kriege beteiligten Staaten, so kann 'man vom Standpunkt der Rationalität nicht umhin, fest zu stellen, daß die sozi ä I i sti sehe pl an wi rt b chaffliehe Struktur der Volkswirtschaft sehr große Vorzüge gegenüber der degenerierten freien Wirtschaft auf- w e i s t. Erwägt man ferner, daß die freie kapitalistische Wirtschaft unvermeidlich in dem geschilderten Sinne entarten muß. daß keine Gesetzgebung imstande ist, ein wirksames Schutzmittel zur Aufrechterhaltung der freien. Konkurrenz zu bieten, so wäre es unverantwortlich vom Standpunkt der Gesamtwirtschaft, auf eine Beseitigung der planwirtschaftlichen Regelung zu drängen und grundsätzlich die freie Wirtschaft herstellen zu wollen. Die Planwirtschaft hat sich als rationeller er- :wiesen gegenüber einer „freien“ kapitalistischen Profitwirtschaft, zumal es wie die Praxis der Sowjetunion lehrt, sehr wohl möglich ist. das Element des Wettbewerbes einzuschalten und höhere Leistungen einzelner Betriebe und einzelner Arbeiter höher Zu belohnen. Es ist auch-nicht richtig, daß höhere Arbeitsleistungen lediglich durch den winkenden materiellen Erfolg bewirkt werden, vielmehr spielt die Genugtuung, die Freude an der Arbeit, die Anerkennung und Auszeichnung für wirtschaftliche und wissenschaftliche Sonderleistungen eine sehr große Rolle und diese Antriebe; werden im Zuge einer Umgestaltung-der Wirtschaft im sozialistischen Geiste zunehmend wirkungsvoller werden. Denn das Streben nach materiellem Gewinn ist, psychologisch betrachtet, in hohem Grade ein Ergebnis des kapitalistischen Geistes und nicht eine der menschlichen Natur als alleinige Triebfeder des Wirtschaften®, innewohnende Eigenschaft. Planwirtschaft bedeutet aber nicht, daß die ganze Wirtschaft bis in ihre kleinbetrieblichen Verzweigungen restlos von Staats wegen reglementiert werden soll. Durch Übertreibung kann man bekanntlich jeden noch so richtigen Grundsatz und Gedanken ad absurdum führen. Zur Sicherung gegen die Krisen, d. h. zur Vermeidung einer Disproportionalität zwischen der Erzeugung und dem aufnahmefähigen Bedarf genügt es, wenn der Staat die Kommandohöhen der Wirtschaft beherrscht und sie von da aus leitet, d. h. wenn mit Hilfe des Kreditapparates (der Zentralnotenbank) die Elastizität der Produktion innerhalb der einzelnen Sparten der Großindustrie gewährleistet wird, wenn durch Preisfestsetzung und Preiskontrolle eine Anpassung von Erzeugung und Verbrauch bewirkt wird. Wenn die wichtigsten Rohstoffe bewirtschaftet werden, wenn der Außenhandel unter Aufrechterhaltung persönlicher kaufmännischer Initiative staatücherseits kontrolliert wird. Daneben verbleibt aber noch ein großer Sektor des handwerklichen- und -landwirtschaftlichen Kleinbetriebes und des Kleinhandels, der nicht oder doch pur lose der staatlichen Planwirtschaft einzngiiedern ist und der einen Sektor bildet, dem die Aufgabe zufäift, individuelle Bedürfnisse und persönlichen Geschmack zu befriedigen bzw. zu pflegen, Tn dieser Sparte ist freier Wettbewerb, am -Platze-. Hier kann infolge der großen Zahl der Gewerbetreibenden eine gefährliche Kartellierung der Erzeuger und Händler nicht entstehen. In diesem Sektor liegt unter anderem auch die Domäne des Kuristhahdwerks. das nicht durch einseitig geförderte Fabrikware erdrückt werden darf, vielmehr seine Tätigkeit frei. d.-h. ohne staatliche Bevormundung entfalten muß. Daß das "Handwerk auch im Zeitalter des Großbetriebes lebensfähig ist] hat das russische Experiment gezeigt. Seine- anfängliche "Verdrängung hat sich als ein Fehler erwiesen: in der kümmerlichen Gestalt des Flickschusters und KlCiderausbesserers ist es sehr bald wieder aufgetaucht, und hat schließlich in der Gestalt des Kunsthandwerks eine Auferstehung erfahren. In dieser Hinsicht, wie überhaupt für alle Fragen der Umbildung der kapitalistischen Wirtschaft in eine sozialistische Planwirtschaft, bieten die 30iährigen Erfahrungen der sowjetrussischen Wirtschaft reichhaltige Belehrung, sowohl in bezug darauf, was man nicht machen darf, wie hinsichtlich dessen, was zu . geschehen hat, um eine höhere Stufe wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und Bedarfsbefriedigung zu erreichen, Für uns Westeuropäer wird es dabei vor allem darauf ankommen, die Freiheit des einzelnen Arbeiters und Angestellten im Rahmen einer Planwirtschaft sicherzustellen, ein Problem, das für westeuropäische Begriffe in der Sowjet- Wirtschaft noch nicht voll befriedigend gelöst ist. Dr. Roderich von Ungern-Sternberg IteBoß Samstag, 25. jaaoar 1947 W e l ipolitische Umschau Politik im Hohen Norden Der Friedensoertrag mit Österreich •— Die polnischen Wahlen — Krise in Italien Die Londoner Konferenz der Stellvertreter der Außenminister befaßt sich noch immer mit der Regelung einer Reihe von Vorfragen, wobei im Mittelpunkt die Frage steht, ob der in Moskau auszuarbeitende Vertrag mit Deutschland von einer deutschen Regierung unterzeichnet, ob er dem deutschen Volk zur Abstimmung vorgelegt oder ob nicht lieber vorerst Deutschland eine Art internationales Statut auferlegt werden soll, das erst später durch einen. Vertrag zu ersetzen wäre. Weiterhin steht auf der Konferenz der Friedensvertrag mit Oster r e ich zur Debatte, wobei sich die vier Großmächte einig sind, daß die völlige Unabhängigkeit Österreichs herzustellen ist. Frankreich wünscht darüber hinaus noch eine ausdrückliche Garantie dieser Unabhängigkeit durch die vier Großmächte. Der Absicht, Österreich in seinem alten Gebietsumfang von 1937 zu erhalten, widersetzt sich Jugoslawien, das einen Teil Kärntens und das Burgenland fordert, Gebiete, die von 13000(1 Slowenen bzw. 30000 Kroaten bewohnt sein -sollen. Der österreichische Außenminister Grober, der in London ;eingetrofien ist, beabsichtigt, diese Forderung Jugoslawiens, mit Nachdruck .zurückzuweisen, besonders mit dem Hinweis auf die Volksabstimmung vom 10. Oktober 1920, die eine, eindeutige Mehrheit für Österreich ergebe« hat- Inzwischen- ist auch der endgültige Wortlaut der Friedens Verträge mit den Balkan 1 ä tt d e r n und mit F i na fand veröffentlicht worden und die Unterzeichnung dieser Verträge hat begonnen. In Washington war dies die letzte Amtshandlung des ausscheidenden Staatssekretärs Byrnes, der selbst an, ihrem Zustandekommen einen entscheidenden Anteil hatte. In den-betroffenen Ländern lösen diese Verträge freilich keinerlei Begeisterung aus, vor allem nicht in Italien, wo-der bisherige Ministerpräsident de Gasperi nach seiner Rückkehr den Vertrag als ein „Strafdiktat“ gegen Italien bezeichnet hat. Innenpolitisch ist die Lage in Italien ziemlich verworren, Die Spaltung in der italienischen Sozialistischen Partei hat den Rücktritt des italienischen Außenministers Piätro Nenn! ausgelöst. Dieser Rücktritt und auch die inneren Schwierigkeiten in den anderen Parteien, die sich auf die Regierung auswirken, haben den Ministerpräsidenten de Gasperi, der der Christlich- Demokratischen Partei angehört, zur Demission veranlaßt. Nach verschiedenen Besprechungen mit anderen führenden Politikern hat jedoch der italienische Staatspräsident de Nikola de Gasperi als Führer der stärksten Partei' im Parlament von neuem mit der Regierungsbildung beauftragt. Italien, das von Streiks und inneren Unruhen erschüt- jertisiLin dem sich bereits "wieder überall faschistische .Bewegungen zeigen,. braucht. heute, dringend die Einigkeit aller demokratischen Kräfte, um vor allem der großen wirtschaftlichen und sozialen Schwierigkeiten Herr zu werden. Statt dessen bietet es heute in seiner Zerrissenheit ein Bild, das dem von 1920 vor dem Sieg des Faschismus nur allzu stark ähnelt. In Polen liegen nunmehr die amtlichen Ergebnisse der P a r 1 a m e n t s w a h 1 e n vor Danach hat der Regierangsblock 9,4 Millionen Stimmen erhalten, die oppositionelle Bauernpartei 1,2 Millionen, die übrigen Splitterparteien zusammen rund 1 Million. Im Parlament wird der Regierungsblock, an dem die Arbeiterpartei und die Sozialistische Partei mit je 31 Prozent, die Bauernpartei von Lublin mit 27 Prozent und die Demokratische Partei mit 11 Prozent beteiligt sind, 392 Abgeordnete haben, die oppositionelle Bauernpartei 28 und die übrigen Parteien zusammen 24 Abgeordnete. Während Moskau das Ergebnis als einen überwältigenden Sieg der Demokratie feiert, ist man in London und Washington skeptisch und der Meinung, daß dieses Ergebnis nur auf Grund des vom Regierungsblock ausgeübten Terrors zustande kommen konnte. Die.Erklärungen des Führers der oppositionellen Bauernpartei, M i k o - Iajczyk, stützten diese Auffassung. Es ist wahrscheinlich, daß von englischer und amerikanischer Seife aus. doch eine entsprechende Stellungnahme zu diesen Wahlen erfolgt. Auch der hohe Norden bleibt nicht vom politischen Spiel der Großmächte ausgenommen. Die norwegische Regierung hat vor kurzem eine Erklärung veröSentlicht, in welcher sie ihre Bereitschaft zum Ausdruck bringt, mit Rußland ein Abkommen über die Verteidigung von Spitzbergen zu schließen. Den Anstoß gab eine offizielle r us- sische Note an Norwegen, in der die Sowjet- regierong militärische Stützpunkte auf Spitzbergen verlangt. Diese Note und die norwegischen Erklärungen sind in Washington und London nicht ohne Reaktion geblieben. Man erinnert daran, daß Rußland das Abkommen der an Spitzbergen interessierten Mächte vom Jahre 1920, keinerlei militärische Stützpunkte in diesem Gebiet zu errichten, 1925 und erneut 1935 ausdrücklich anerkannt hat. In Moskau macht man geltend, daß Rußland aus Spitzbergen jährlich 400000 Tonnen Kohle bezieht, die der Versorgung der russischen Fichte im hohen Norden dienen und daß deshalb , der "militärische Schutz der von russischen Arbeitern und Ingenieuren ausgebeuteten Minen nötig und gerechtfertigt sei. In Wirklichkeit geht es dabei noch um andere Probleme. Schon seit längerer Zeit hat der hohe Norden in strategischer Hinsicht erhöhte Bedeutung gewonnen. Vom äußersten Nordosten Spitzbergens bis zum kanadischen Festland beträgt die Entfernung, nur 1250 Kilometer, eine im Zeitalter der modernen Luftwaffe und der Raketengeschosse unerhebliche Entfernung. Man kann deshalb die russischen Wünsche ebenso verstehen wie die Reaktion in Amerika und England. Sicherlich wird die Spitz- bergenfrage deshalb in der nächsten Zeit noch dlF Außenministerien und vielleicht auch; die UNO beschäftigen, wie das von schwedischer Seite aus vargeschlagen wird. Dn Gr. Aus allen vier Zonen Bilanz der politischen Prozesse Der Prozeß gegen 29 SS-Wachmannschaften und 16 Kapos des Konzentrationslagers Flös- senburg, der in-Dachau stattfand. hat mit 15 Todesurteilen geendet; 11 Angeklagte wurden zu lebenslänglichem Zuchthaus, 14 zu Gefängnisstrafen verurteilt. Die Verurteilten waren für schuldig befunden, an der Mißhandlung und Ermordung von Gefangenen teilgenommen Zu haben. Siegfried K a b u s, der bekanntlich einen Bombenanschlag gegen die Stuttgarter Spruchkammer unternommen hatte, wurde vom amerikanischen Militärgericht ebenfalls zum Tode durch den Sträng verurteilt. Seine übrigen Spießgesellen erhielten Zuchthausstrafen von 15 bis 30 Jahren, 2 kamen mit kleineren Gefängnisstrafen davon. In Frankfurt a. M. hat ein neuer Prozeß gegen deutsche Ärzte begonnen, die angeklagt sind, unheilbare Kranke, darunter vor allem Kinder, getötet zu haben. Der Rave.nsbruch-Prozeß in Hamburg und der große; Rastat ter Prozeß ;dauern noch an Die von allen anerkannte große Objektivität bei der Führung des Rastatter Prozesses kam auch darin zum Ausdruck, daß der Lagerführer Dold auf freien Fuß gesetzt wurde, weil alle Zeugenaussagen darin übereinstimmten, daß dieser Mann sich stets gerecht gegenüber den Gefangenen benommen und alles versucht hat, um ihr trauriges Los zu verbessern. Berlin. Ein im Berliner Tiergarten gelegener unterirdischer Luftschutzbunker wurde am Montag von britischen Pioniereinheiten gesprengt. Berlin. In den zwanzig Januar-Tagen ist eine wesentliche Verschärfung der Kohlen- lage Berlins eingetreten, erklärte der Leiter des Wirtschaftsamtes der Stadt Berlin. Die lebenswichtigen Betriebe in Berlin können schon jetzt keine neuen Kohlenzuteilungen erhalten. Würde aber ein neuer Kälteeinbruch stattfinden, so wäre der Magistrat darüber hinaus nicht mehr in der Lage, die Nahrungsmittelbetriebe und Krankenhäuser mit Kohlen zu versorgen. Der Gesamtbetrag der rückständigen Kohlenlieferungen in Berlin hat sich nach den Ausführungen des Wirtschafts-Referenten auf 2Q7500 To..Ruhrkohle und 92 000 Tonnen Braunkohle, die aus .der russischen Zone geliefert werden müssen, erhöht. Französische Zon® Koblenz. Mit sofortiger Wirkung verkehrt Weltchronik Grofibrltan taten! Außenminister Bevin, Kolonialminister Creech Jones und Kabinettssekretär Sär Dorman Brook vertreten auf der im St.-James-Paiast stattfindenden Palästina-Konferenz Großbritannien. Obwohl keine jüdische Organisation. die Einladung der britischen Regierung zur Teilnahme an der Konferenz angenommen hat. sind der Vorsitzende des zionistischen Exekutiv-Rats, Ben G u r i o n, und das Mitglied dieses Rats. Dr. Moshe Sneh, in London eingetroffen. Die jüdischen Delegierten werden außerhalb der Konferenz von Bevin und Creech Jones empfangen werden. itntlet: Das Abkommen betreffs Einwanderung von 200 000 italienischen Arbeitern nach Frankreich im Laufe des Jahren' 1947 steht kurz vor der Unterzeichnung. Auf Grund dieses Abkommens- verpflichtet sich die italienische Regierung, besagte Arbeiter zu rekrutieren und nach Turin -zu dirigieren* wo sie unverzüglich von einer französischen Kommission betreut und. weitergeleitet werden sollen. . Sekwcin Der Züricher Stadtrat hat mit 93 gegen 43 Stimmen den ihm vorgelegten Antrag über Anerkennung des Frauenstimmrechts angenommen i~d o s tVta r o p a t Da» ju£ o s la w i.sc h e Innenministerium gab kürz- ’ lieh bekannt, daß die unabhängige demokratische Partei die Genehmigung erhalten hat, sidi wieder zu organisieren und'ihre politische Tätigkeit wieder aufzunehmen. Dies ist die zweite Partei, deren Bildung vom jugoslawischen Innenministerium in den letzten Wochen gebilligt wurde, nachdem die neue Vereinigte Bauernpartei vor kurzem lizenziert wurde. Ps ie » * . . nahmen zu ergreifen, um der unfreundlichen Haltung Großbritanniens im Sudan zu begegnen. Ferner Ostes: General McArthur gab kürzlich die Repatriierung von 6 443 628 verschleppten Personen im Westpazifik- Raum bekannt, die bis zum ]ahresschluß im Rahmen des pazifischen Repratriierungsprogrammes durchgeführt wurde. Rund 2 Millionen weitere verschleppte Personen in Ostasien warten noch, auf ihre Rückführung. Katsumi K i k u n a m i, der Generalsekretär der japanischen Arbeitergewerkschaften, ist in seiner Wohnung durch einen Dolchstich verwundet worden. Die japanischen Arbeiterkreise sind Über die Nachricht von dem Attentat auf ihren Führer zutiefst erregt. Kikunami, dessen Verletzung nicht tödlich ist, ist der Leiter des mächtigsten Gewerkschaftsverbandes, der annähernd mit dem amerikanischen C. I. O. zu vergleichen ist und mehr als 3 Millionen Mitglieder umfaßt. Einer der jungen Leute, die Kikunami durch Dolchstiche verletzt haben, erklärte, daß er der „Sturmtrupp-Gewerkschaft'* angehört. also einer ganz rechtsstehenden Organisation, die gemäßigte Parolen befolgt hat und zu der besonders die Streikbrecher gehören. Australien: Der australische Ministerpräsident Chifley gab bekannt, daß Feldmarschall Lord Montgomery, der Chef des Empire-Generalstabes, am i. Juli in Australien erwartet werde, wo er an Besprechungen über die Empire- Verteidigung teilnehmen soll. Von Australien wird sich Montgomery nach Neuseeland begeben. auf der Strecke Koblenz-Trier- Saarbrücken wieder ein D-Zug-Paar. Der Zug geht von Koblenz um 12.40 Uhr ab und trifft in Trier um 16.25 Uhr ein. Saarbrücken wird um 19.20 Uhr erreicht. Der • Gegenzug verläßt Saarbrücken um 9.18 Uhr, geht in Trier um 12.08 Uhr ab und trifft in Koblenz um 15.48 Uhr ein. Der Weg von Bullay bis Pünderich (etwa 900 Meter) muß zu Fuß zurück gelegt werden. Hierfür stehen jeweils 35 Minuten zur Verfügung. Neue Beamte der Reichsbank Die Militärregierung gibt bekannt: Baden,Baden. Am 27. November 1946 fanden in Speyer und in Freiburg Prüfungen statt, auf Grund deren Ergebnis folgenden 30 Kandidaten mit Genehmigung des Kommissars für die „Reichsbank" die Aufnahme in die Beamtenschaft der Reichsbank innerhalb der französischen Zone gestattet wurde. 1. Walther Otto, 2. v. Karchöwski, Gerhard, 3. Miecke, Erich, 4 Wild, Otto, 5. Stiefel Alfred, 6- Minwegen, Matthias, 7. Kitzig, Siegfried. 8. Kunzel- mann, Werner, 9. Heim, Robert, 10. Holzbrecher, Lothar. 11 Berger, Heinz, 12, Hellmold, Hermann, 13. Ließen. Josef, 14. Mofimann, Karl, 13. Laub, Emil Georg, 16. Fritz, Karlheinz, 17 Weyrich, Rudolf, 18. v. Freital, Willi, 19. Lilienthal, Otto, 20. Schramm, Heinz, 21. Läufer. Erhard, 22. Rieth. Bernhard, 23. Eck, Eugen, 24. Schmitter, Erich, 25. Schlags, Hermann, 26. Albredit, Wolfgang, 27. Karber, Willi, 28. Maier, Josef, 29. Reißer, Friedrich, 30. Feil. Alfred. Die neue französische Regierung Edouard Herriot zum Präsidenten der Nationalversammlung gewählt Pole» erhält als Reparationslieferung, wie die Presseabteilung der polnischen Militärmission -mitteilt, J 7 deutsche Schiffe mit insgesamt 67 000 Tonnen, die dhrch che polnische Marine bis spätestens 20. Februar 1 - 4 ? übernommen werden sollen. Einzelheiten der Übernahme werden, wie ans der Mitteilung weiter hervorgeht, znr Zeit in Moskau unter Anwesenheit eines Vertreters des polnischen Ministeriums für Außenhandel und Schifffahrt besprochen. B itl an d i .. Da* erste Jahr des neuen Fünfjahres- planeäder Sowjetunion, der. im Zeichen des Wiederaufbaues der sowjetischen Volkswirtschaft auf allen. Gebieten steht, hat, nach einem Bericht der russische« Regierung, mit einem vollen Erfolg abgeschlossen. Der Bericht stellt sehr befriedigende -Ergebnisse in -der Industrie, Landwirtschaft, dem Verkehrswesen und auf dem Arböitssektor fest. Insgesamt weist die Zivilproduktion im Jahre 1946 einen Anstieg um 20 Prozent gegenüber 1943 auf. Von 28 verschiedenen Industriezweigen hat, wie der Bericht hervorhebt, genau die Hälfte ihr Produktionssoll übertroffen, während die andere Hälfte es nicht erreicht hat. In der niedrigsten Gruppe befindet sich die Industrie für landwirtschaftliche Maschinen, die nur 77 Prozent der geplanten Leistung erreichte. Vorderer Orient: Auf der Vollsitzung des jüdischen Nationalrates wurde der Terrorismus in Palästina aufs schärfste verurteilt. Der Vorsitzende David Remez drohte auf der Sitzung mit einem, tatkräftigen Einschreiten gegen die „Disside.ntengruppen" — Irgun Zvai Leumi und „Stern- ' Organisation.** —. wenn sie weiterhin den Terror als politische Waffe «»wendeten. XfypfeBi Der ifyptiuhe Senat rtimmte mit itarker Mehrheit einer Resolution za, in der proklamiert wird, daH Ägypten and der Sudan cm unteilbares Ganzes bilden, and in der der Regierung empfohlen wird, energische Mafi- Die Konsolidierung der französischen Innenpolitik hat in den letzten Tagen erhebliche Fortschritte gemacht. In der Nationalversammlung ist Edouard Herriot, der bekannte Führer der radikal-sozialistischen Partei, mit 429 von 584 abgegebenen Stimmen zum Präsidenten gewählt worden. Der von Auriol ernannte Ministerpräsident, der Sozialist Paul Ramadier, ist einstimmig von der Nationalversammlung bestätigt worden. Er hat sein Kabinett darauf in Kürze zusammenstellen können, nachdem die Verhandlungen in den letzten Tagen bereits weitgehend fortgeschritten waren. Der geschickten Verhandlungstaktik von Ramadier ist es gelungen, die letzten Schwierigkeiten, die sich bis zuletzt vor allem von seiten der Christlich-De- mokraten (MRP) darboten, zu zerstreuen. Die neue Regierung hat im wesentlichen, mit geringen Änderungen, die Zusammensetzung, die wir bereits in der letzten Nummer anzeigten. Als stellvertretender Ministerpräsident fungiert der kommunistische, Führer Maurice T h o r e z und der Abgeordnete des MRP, der frühere Justizminister T e i t g e n. Als Staatsminister ohne Portefeuille gehören dem- Kabinett der frühere sozialistische Ministerpräsident Felix Gouin, der Radikalsozialist Yvon Delbros und der unabhängige Marcel Roclore an. L4on Blum, der ursprünglich genannt war, gehört der Regierung nicht an. Die Sozialisten besetzen 7 Ministerien, und zwar: Wirtschaft, öffentliche Arbeiten, industrielle Produktion, Landwirtschaft, Unterrichtswesen und die Ministerien des Innern und der überseeischen Gebiete. Dem MRP fallen 4 Ministerien zu, und zwar das Außenministerium mit Georges B i d a u 11, das Finanzministerium mit Robert Schumann, das Kriegsministerium und das Handelsministe- r ,u m. Die Kommunisten erhalten ebenfalls 4 Ministerien, und zwar das Ministerium für Landesverteidigung, Arbeit, öffentliche Gesundheitsund Bevölkerungsfragen und für Wiederaufbau. Die Radikalsozialisten besetzen das Justiz- und das Luftfahrtministerium, die Sozialistisch-Demokratische Union der Widerstandsbewegung das Ministerium für Jugend* Kunst und Schrifttum. Das Marineministe- rium und das Ministerium für Kriegsteilnehmer und Kriegsopfer fällt an unabhängige Abgeordnete. In seiner großen Rede, die der neue Ministerpräsident vor der Nationalversammlung hielt, kam er auch auf die deutsche Frage zu sprechen. Er erklärte hierzu: „Frankreich kann nicht vergessen, daß e- innerhalb einer Periode von Weniger als einem Jahfr hundert dreimal von Deutschland überfallen worden ist. Es wird jetzt für seine Sicherheit zu sorgen wissen. Dabei kann gar nicht die Rede davon sein, die deutsche Bevölkerung unterdrücken zu wollen. Wir müssen uns lediglich gegen ein* neue Aggression sichern, und Frankreich muß die ihm rechtmäßig zustehenden Reparationen, vor allem Kohle, erhalten.“ Wirtschaftsbürokratismus Ein« gesunde Demokratie muß den Bürokratismus unschädlich machen fa der Argumentation,gegen den Sozialismus spielt der Begriff des Wirtschaftsbürokratismus eine große Rolle Er ist es, der die Elemente eines blühenden Wirtschaftslebens unter einen Wust von Akte n erstickt oder aber einem neu erwachenden wirtschaftlichen Kreislauf mit dürren Paragraphen hindernd in den Weg tritt. Der beschworene Angsttraum freiwirtschaftlicher Politiker sieht alsdann einen krankhaft aufgeblähten Beamtenapparat, Erhöhung der Steuern zur Verbesserung der Tarifklassen eben dieser Beamten und ein überheblich diktatorisches Walten subaltener Kräfte. Solche Erscheinungen können durchaus auftreten, dürfen aber keine Regel sein. Mit diesen Suggestionen wird ein politischer Zweck verfolgt, der seine letzten Ziele im Schutz des Kapitals sieht. Heute ist es verhältnismäßig einfach, eine sozialistische Zukunft mit dem Hinweis auf die Tagesereignisse als fragwürdig hinzustellen. Von allzu vielen wird vergessen, daß alle wirtschaftlichen Regungen entweder nach alliierten Richtlinien oder aber nach den Ansichten und Verhältnissen des Heimatlandes ausgerichtet werden. Wer die Zeiterscheinungen vorbehaltlos beobachtet, wird Mängel feststellen, die sich beseitigen lassen. Die Vorwürfe gegen eine bürokratisch gelenkte Wirtschaft sind zahlreich und nicht immer unberechtigt. Vielfach ist zu bemerken, daß Unerfahrenheit durch Anmaßung verdeckt werden soll. Der Mangel an Wissen über die zu verwaltenden Dinge, Gleichgültigkeit und ein vollkommenes Fehlen jeglichen Einfühlungsvermögens tun ihr übriges, um mehr Lenkungen als überlegte Planungen zu zeitigen. Ebenso gehörte Elastizität bisher nicht zu den Eigenschaften deutscher Behörden. Schwerfällige Verordnungen können in ihrem starren Rahmen den Vielfältigkeiten des Lebens nicht immer angepaßt werden. Produktionen werden zu Hortungen gelenkt und schnell ist eine interessierte Presse beflissen, das Menetekel eines verkrampften Wirtschaftsbürokratismus in Schlagzeilen zu beschwören. Der Mensch wird dargestellt als der Sklave der Behörden. Jeder weiß, daß dies im Grunde nichts mit Sozialismus zu tun hat. Die gerechte Verteilung der Sozialprodukte schließt die Möglichkeit eines überheblichen Bürokratismus nicht aus. Es fragt sich nur,' ob in einer gesunden Demokratie keine Mittel und Wege gefunden werden können, um eine diktatorische Bürokratie unschädlich zu machen. Bürokratismus gehört auch in den fremden Ländern der Welt zum üblichen Repertoire aller Satiriker. Wenn sich Behörden In ihren Erlassen widersprechen, die Moral der Kalorien auch dort den Ausschlag gibt und die Atmosphäre der Kompensationen in die Diensträume gedrungen ist, so ist das keine Folge der gelenkten Wirtschaft, sondern die Auswirkung des allgemeinen Mangels. Die Rate des Wirtschaftslebens dagegen, die nach voller Handlungsfreiheit verlangen, lassen keine Gelegenheit vorübergehen, die Verhältnisse so zu schildern, als ob der heutige Bürokratismus der gelenkten Wirtschaft die Schuld an der permanenten Krise trage, um hinznznfügen, der Sozialismus würde, einmal ln voller Aktionsfähigkeit, noch trübere Erscheinungen hervorrufen. Gewiß gibt es Diktatoren des Aktenstaubes, und Delikte werden am Wohl der Gesamtheit täglich begangen. Jedoch Vergangenheit und Gegenwart beweisen es, daß die unredlichen Kräfte des Kapitals und die sumpfigen des schwarzen Marktes äußerst schwierig in die Schranken zu weisen sind, während einem un- lntelligenten, aber machthungrigen Wirtschafts- bürökratlsmus meist mit den einfachen Mitteln der öffenlichen Meinung zu begegnen ist. Die freie, unkontrollierte Wirtschaft aber hat es bisher gut verstanden, sich mit Sperrzonen persönlicher Verpflichtungen zu umgeben und zu schützen, während die negativen Erscheinungen eines Wirtschaftsbürokratismus immer nur von Beamten dargestellt werden, denen mit Presse, Parteien oder Gewerkschaften beizukommen sein müßte. Wirtschaftsbürokratismus ist eine Frage der Demokratie. Man wird zugeben, daß das deutsche 1 Volk erst am Anfang einer demokratischen Ent- | Wicklung steht. Der echte Sozialismus hat es [aber niemals unterlassen, darauf hinzuweisen, daß er sich einer klaren und unverklausulierten . Demokratie, einer ewigen Geltung der Menschen- irechte verbunden fühlt. Der deutsche Untertanengeist muß beseitigt und damit eine mutige und sachliche Kritik möglich werden. Auch die Behörden sind zu demokratischem Denken zu erziehen, und sie müssen es lernen, ebenso feinnervig zu reagieren, wie die freie Wirtschaft es hinsichtlich der Marktlage seit jeher gezwungen war — Kontrolleure müssen jederzeit kontrolliert werden können. Es ist die Frage der Demokratisierung eines Volkes, wie weit eine Bürokratie durch Unfähigkeit, Unwissenheit und Überheblichkeit zum Schädling der Allgemeinheit wird. Es ist klar, daß die freie, ungelenkte Wirtschaft bei Mangel auf der einen und großer Nachfrage auf der anderen Seite bisher niemals zum Wohl der Massen reagierte, sondern höchst eigensüchtige Wege ging. Wenn der Wirtschaftsbürokratismus als eine zwangsläufige Folge der Sozialisierung des Wirtschaftslebens hingestellt wird, so ist dahinter nichts anderes zu vermuten als die Befürchtung, der eigene Egoismus solle niedergehalten werden. Letzten Endes aber ist der Mensch mit seinen Fähigkeiten und seinem Charakter in der gelenkten und in der freien Wirtschaft ausschlaggebend. Die Sozialdemokratie hat vielfach den Beweis erbracht, daß es ihr um die Erhaltung der Menschenrechte ernst ist — die freie Wirtschaft hat ihre sozialen Gefühle bisher nur unter Zwang zum Ausdruck gebracht Aus der badischen Wirtschaft Steigen im Interzonenhandei erwartet — Lohnaufträge des Auslandes für die Spinnereiindustrie Interzonenhandel Nachdem — wie das Badische Wirtschaftsministerium mitteilt — die Umsätze im Interzonenhandel in den letzten Monaten des abgelaufenen Jahres zurückgegangen waren, sind im Dezember durch das zielbewußte Zusammenwirken aller beteiligten Stellen die Umsätze um 3 Millionen RM angestiegen, so daß im vorigen Monat insgesamt 20 Millionen RM im Interzonenhandel umgesetzt worden sind. Ein Ergebnis, das beweist, daß trotz aller zeitbedingten Hemmungen die Entschlußkraft der Unternehmer, die erheblich zu diesem Erfolg beigetragen haben, ungebrochen ist. Die Landesregierung und der Landeswirtschaftsrat haben sich mit den Voraussetzungen für eine günstige Weiterentwicklung des Interzonenhandels befaßt. Von der stärkeren Mitarbeit der sachverständigen Industrie- und Handelsfachausschüsse an den Vorarbeiten für die Vertragsabschlüsse sowie von der für alle Besatzungszonen durchgeführten Vereinheitlichung der Banderolensteuer, von den für Januar vorgesehenen Versammlungen der Fachausschußvertreter und Sachbearbeiter der Interzonenhandels ämter aller Zonen wird ein weiteres Steigen- der Umsätze erwartet. Mit den Ländern Sachsen, Thüringen und Brandenburg sind neuerdings umfangreiche Lieferungsverträge abgeschlossen worden. Die Lage der südbadischen Spinnerel- nnd Weberei-Industrie Die Spinnerei- und Weberei-Industrie in Südbaden gehörte zu den ersten Wirtschaftszweigen, deren Erzeugung wieder anlief, da die Spinnereien Lohnaufträge von der schweizerischen und französischen Industrie bekamen. Diese Aufträge waren in der ersten Zeit des wirtschaftlichen Stillstandes besonders wertvoll, da sie die brachliegenden Arbeitskräfte wieder einer Beschäftigung zuführten. Der Mangel an Textilien macht es notwendig, daß die badischen Textilfabriken wenigster* teilweise wieder für den deutschen Bedarf arbeiten. Solange aber die Vollbeschäftigung durch Lohnarbeit fortbesteht, fällt für den deutschen Bedarf nur sehr wenig ab. Lediglich bei der Baumwollspinnerei entstehen Abfälle, die den Fabriken zum Absatz auf dem badischen Markt belassen werden. Es wird daher versucht, wenigstens einige Spindeln zur Erzeugung für den lniands- markt freizubekommen. Um die Spinnerei- und Weberei-Indnstrie Südbadens zur höchsten Leistungsfähigkeit zu entwickeln, müßte aber ihre Eigenart voll zur Geltung gebracht werden. Die Stärke der südbadischen Textilindustrie liegt nämlich nicht im einfachen Verspinnen, sondern in der weiteren Veredelung des Fadens. Vor allen Dingen die Färbung' des Seidenfadens und die Bedruckung der Baumwollprodukte schaffen der südbadischen Industrie ihre Weltgeltung. Viele Devisen würden anfallen, wenn es gelänge, den Nähfaden von Gütermann und Mez mit seiner Zerreißfestigkeit und reichhaltigen Farbskala wieder gewinnbringend auszuführen. Ebenso müßte die Kattundruckerei wieder für den Weltmarkt herstellen und ausführen können Gerade dieser Industriezweig, dessen Erzeugnisse dem Wandel der Mode besonders stark unterworfen sind, leidet sehr unter dem Verlust der Verbindung mit dem Ausland. Das Problem für die südbadische Textilindustrie besteht darin, ein gesundes Verhältnis zwischen Lohnarbeit und Herstellung auf eigene Rechnung zu finden, um sowohl die Belange aller Beteiligten zu berücksichtigen, wie die badische Industrie zur höchstmöglichen Leistungsfähigkeit zu bringen. Dabei wäre die internationale Konkurrenzfähigkeit gesichert, wenn sie Rohstoffe, z. B. amerikanische Baumwolle, auf dem Weltmarkt frei einkaufen könnte. Export südbadischer Weine? Augenblicklich wird vom badischen Wirtschaftsministerium eine Anregung bearbeitet, den hochwertigen südbadischen Wein größtenteils für den Export freizugeben. Für einen bestimmten Anteil des Exporterlöses soll billiger nordafrikanischer Wein wieder eingeführt werden, da in Baden, dem Traubenlande, der Wein zum Nahrungsmittel geworden ist und man der Bevölkerung nicht ganz seinen Genuß entziehen kann. Eine neue Bauernschnle In der Gemeinde Schwerzen, am Ausgang des Wutachtales, wurde ein ehemaliges Lager des weiblichen Arbeitsdienstes für Zwecke der Bauernschulung eingerichtet. Anläßlich der Eröffnungsfeier wies Landwirtschaftsrat Dr. Schwoerer darauf hin, daß Waldshut vor 80 Jahren einer der ersten Kreise in Baden war, der eine Landwirtschaftsschule ins Leben rief Gleichzeitig teilte er mit, daß mit dem Abbau des übrigen Lagers zum Zwecke der Einrichtung einer Bauernhochschule in Ittendorf bei. Meersburg demnächst begonnen. werde. Als Schulträger komme hierfür der badische landwirtschaftliche Hauptverband in Frage. In dieser Anstalt soll den jungen Landwirten Südbadens die Möglichkeit gegeben werden, ihr Wissen zu vervollkommnen. Gewerkschaftliches Alle Ortsgruppen der Angestellten- Gewe ' kschaften , des Landes Niedersachsen haben sich zu einer einheitlichen Gewerkschaft zusammengeschlossen. Sitz der Landesleitung ist Hannover. Eine internationale Konferenz der Hafenarbeiter und Seeleute von fünf Ländern ist für den 28. Januar in Hamburg angesetzt. Vertreter aus Großbritannien, Holland, Dänemark. Italien und Schweden sollen an der Konferenz teilnehmen. Reine Entlassung landwirtsctiattlicher Arbeiter Das Badisdie Ministerium fflr Landwirtschaft nnd En nährung hat die LandwirtsAaftsämter in sAreibeu angewiesen, darauf binzuwirken. daß die rend des Jahres eingestellten landwirtsAaftliAen A - ter naA MögliAkeit über den W'nter in Jer Land- u •« ForstwirtsAaft besAliftigt bleiben, da mAt damit i» rechnen ist, daß Landwirten, die ihre Leute l^tr^ ENtias^ sen. in) kommenden Jahr wieder genügend ArbeitSKraiie zugewiesen werden können. ... Erfahrungsgemäß läßt naA Beendigung der Feldarbeite» 3 i r Anfang des Winters in den InndwiitsAaftnAen Betrieben der Bedarf an Arbeitskräften naA und genau reAnende Landwirte benützen diese Gelegenheit, daun während des Jahres eingestellten Arbeitskräften zu kündigen. Dieses Verfahren bringt den NaAteil mit siA, daß im näAsten Frühjahr die Entlassener in der Landwirtschaft fehlen. Um die Arbeitskräfte, die siA den Somtnei über bewährt haben, auA über den Winter durAzuhalten, gibt es gerade jetzt zahlreiche Arbeiten, mit denen sie be- sAäftigt werden können. Vor allem können entspreAend dem Anbauplkn 1946*47 Wiesen zu Ack er 1 a n 4 umgebrochen werden: weiter können D r a i n a g e» und Bewässerungsgräben angelegt, Gebäude and Feldwege au gebessert werden. Für die Städte ist Brennholz zu fahren. Holzschlag und andere Arbeiten im Forst können vor ge* nommen werden AuA manche, nur m gemeinsamer Arbeit der Gemeinde zu bewältigende Aufgaben, wie die Beseitigung von Befestigungsanlagen, Enttrümmerung, das Einebnen von Bombentrichtern, Gräben und Lageranl-gen. die Wiederherstellung von Brücken nsw. harren noch de r Erl^digun?. Auf j'-de» Fall vermeiden die Landwirte, die siA ira Winter über mit ihren Arbeitskräften solchen Arbeiten widmen, Ausfälle und das SuAen naA Arbeitern im kommenden Jahr, Bekämpfung der Sckilrilaus Interzonale BespreAung in Speyer Die große Gefahr, die dem deutsAen Obstbau durch di# nun auch naA Deutschland eingesAleppte San-Jose-SAHd- laus droht. maAt einheitliche Abwehrm^finabmen in allen vier Besatzungszonen notwendig ln Erkenntnis dieser TatsaAe waren Vertreter der übrigen BesatzuncrsmäAte und eine deutsche Delegation von Fachleuten, an ihrer Spitze den Präsidenten der BioIogisAen ZentralanstrH in Berlin-Dahlem, zu einer BespreAung naA Speyer eingeladen. Die BespreAunger erstreckten siA auf alle Fragen der Kontrolle und der Verhütung der Verschleppu n g des gefürchteten Schädlings sowie auf die Bekämpfungsmaßnahm en in den verseuchten Gebieten, ln fachlichem MeinongsaustausA zwischen den alliierten und den deutschen Vertreter# wurden e i n h e i 11 i c.h e Richtlinien für die Abwehr und Bekämpfung der San-Jose-SAildlaus festgelegt. Die Kontrollen der Baumschulen und die notwendigen Bekämpfungsmaßn°hmen haben bereits begönnen; sie werden von den PflanzensAutzämtern geleitet« Verband badischer Wohnungsuntemebmen Auf Veranlassung des Badischen WirtsAaftsministe- riums — Direktion Arbeit — (bisher Bad. Arboitsminr* sterium) als Aufsichtsbehörde für das Siedjungswesen, wurde am 14. Dezember 1946 in Freiburg ein Verband de? gemeinnützigen Wohnunirsunternebmen in der französischen Zone Badens gebildet. Der Verband führt den Namen: „Verband badisAef Wohnungsunternehmen e. V.-— franz. Besatzungsgebiet -*• Er hat seinen Sitz in Freibnrg. Zährimrer Str. 13a. Alle Im französisch besetzten Gebiet des Landes Baden befindliAen Wohnnngstinternehme» (WohnbaugenossensAaffen und Bangesell schäften), die bi* jetzt dem Verband oberrheinischer Wohnnngsunternehmen, Karlsruhe, angehört haben, sind (auf Grund des $ 14- de« Wohnongsgemeinnützigkeitsgesetzes vom 29. 2. 1940) verpachtet, dem neuen Prüfungsverband anzugebörem.' Wirtschaft kurz gemeldet Das neue P u n k tsystem für die Ru h r - Bergleute hat, wie die Informationsabteilung der britische» Kontrollkommission bekanntgibt, einen schnellen Eriolg gezeigt. So überstieg die durchschnittliche Kohlenförderung der zweiten Woche im Januar die durchschnittlich# Produktion der Vorwoche um mehr als 11.200 -Tonne»« das sind mehr als 5 Prozent Die Zuteilung von Kohle an die britisch# S.t a. h 1 i n d u s t r i e ist ab sofort um 25 . Prozent. gekürzt worden, da die Vorräte siA rasA erschöpfen. Für die NiAt-Prioritätsindnstrien beträgt die Kürzung 50 Prozent. Während des zweiten Weltkrieges werden 4,8 Millionen weiblicher Arbeitskräfte in der Industri# der Vereinigten Staaten beschäftigt. Im Fp- broar war diese. Zahl infolge der Umstellung.der Industri# auf FriedenswirtsAaft auf .2,9 Millionen gesunken, betrug aber Ende 1946 wieder 3 227 000. In der gleichen Zeit i«l die. Zähl .der männlichen Arbeitskräfte um 25, Prozent gestiegen. , Im Jahr. 1946 erzeugte die amerikanische Au toindustrie 2 140 000 Personen- und 930 000 Lastwagen. Ansgeführt wurden nur 130 000 Personen- n. 190 000 Lastwagen, da die Ausfuhr auf 6,3 bzw. 20,4 Prozent geseta» liA beschränkt ist. Utas macht das Weiter? t Da« große Hochdruckgebiet, dessen Kern % Z. im Bau» von Schottland liegt, zeigt nur geringe Veränderungen« So wird auch die kalte .Nordostströmung auf ihre Südostseite anhalten. Mit ihr schwimmen einzelne Störungen so daß die Neigung zu zeitweise leichten, schauerartige# SAaeefällen. bestehen bleibt. Aussichten bis Montagabend! Zeitweise aufheiternd, noch einzelne leichte, schauerartig# SAneefälle., besonders im Gebirge, tagsüber leichter Frost. Nachts sinkende Temperatur meist unter —10°. Ohne Gewalt Von Charles Morgan ans dem Roman Voyages (1940) (2. Fortsetzung) So kamen sie am roten Löwen vorbei. Dort •chon hörte man Thdrese. Sie tanzte und sang in dem Wirtsgarten der „Cheval Pie*. Lancet nnd Barbet schauten ihr unbemerkt von weitem zu. Dann ging der Priester. — Schließlich gingen •och die Gäste, so daß Barbet mit Therese •preeben konnte. „Leih mir deine Mandoline, es wird eine Abwechslung sein.“ Wir haben zwei, laß sie morgen holen.“ „Ich brauche nicht morgen zwei, ich brauche heute eine. Heute noch!“ „Komm und hol' sie.“ So gingen sie miteinander fort , Unterwegs sagte sie: „Ich könnte hn Stehen «chlafen, so mtid bin ich“. So blieb sie immer zurück und Barbet vertrieb «ich das Warten, indem er Glühwürmchen in eine Blechdose sammelte, die er mit Blättern ausgelegt hatte. „Wozu tust du das?“ fragte sie schlaftrunken. „Mutter liebt es, wenn viele im kleinen Hof Biegen.“ Wie sie sich nun dem Anwesen nähern, hören •ie fremdartige Geräusche schon von weitem. „Still! Horch!“ „Das sind die Gefangenen." Machen sie einen Aufstand?“ Barbef schob die Blechdose in seine Hüfttascbe and beschleunigte seine Schritte. Bald stand er in der Küche seiner Mutter gegenüber. „Siehst du wohl“, schrie sie ihm erregt entgegen. „was für zugängliche, nette, vernünftige Menschen das sind! Vernünftig, das hast du gesagt! Seit fast zwei Stunden — mein Gott — wo warst du nur? Wie konntest du bloß! Wo warst du nur?“ „Hier ist Thdrtee, Mutter, sie möchte die Mandoline.“ „Die Mandoline!! Das ist der rechte Augenblick dafür. Und seit zwei mörderischen Stunden brüllen sie, rasen sie!“ Ihre Stimme überschlug sich. „Horch doch!“ jammerte sie, „ein für alle mal müssen sie eine Lehre bekommen. Es geht um ihr Blut oder um unseres! Ihr Blut, ihr Blut“, flüsterte sie nun leiser. „Vincent geht gerade zu ihnen. Aber mit der Pistole! Ihr Blut oder unser Blut!“ „Hier ist nicht die Frage: Pistole“, sagte Barbet ernst und ging. An der zweiten Tür stieß er auf Vincent, der, die Pistole in der rechten Hand, mit der linken das Schlüsselloch nicht finden konnte. Der Lärm der Gefangenen war wie das Geheul einer Meute. Barbet drückte so gewaltig auf Vincents Handgelenk, daß der die Pistole fallen ließ. „Wir gehen zu zweit mit zwei Pistolen, das gibt ein Blutbad“, sagte der schlotternd, doch wie erlöst „Du hast den Kopf verloren, Vincent, geh ins Haus zurück.“ Ein hysterischer Wille sprang in Vincent aut. Er wollte seinen Herren nicht verlassen. Um ihn loszuwerden sagte Barbet. daß er die Gefangenen sich selbst überlassen würde; sie würden sich über kurz oder lang müde getobt haben. Am nächsten Morgen könnte man dann Hilfe holen. Vincent lächelte wie einer, der aufwacht und erkennt, daß aller Todesschrecken nur ein Traum gewesen war. „Geh, geh! Ich komme gleich nach.“ Da ging Vincent m. Barbet stand sinnend and hörte sein« eigene Stimme sagen: „Komisch! Ich habe mich selbst angelogen.“ Der Gedanke Hilfe zu holen, um die Gefangenen zu bestrafen, war abwegig. Oder? Nein, es war sogar ein sehr vernünftiger Gedanke — so stritten zwei in ihm. Es fiel ihm ein, daß er sich, als er noch in der Küche war, mit aller Selbstverständlichkeit den Gefängnishof hatte betreten sehen. Und es lag jenseits alles inneren Widerstreites — er mußte den Hof betreten. Das war das Notwendige, das einzig Richtige. So stand Barbet in dem überdeckten Gang nnd wog Vincents Pistole in seiner Hand. Die Pistole, das war fraglos, hatte nichts mit ihm zu tun. — Er öffnete die zweite Tür und verschloß nnd verriegelte sie sorgfältig. — Die brennende Laterne in der Hand, ging er auf die nächste Tür zu, die mit dem vergitterten Ausguck, durch das er die Vögel immer beobachtete. Sollte er zu den Gefangenen sprechen? Diesen Gedanken schob er beiseite. Er legte den Schlüssel der vorigen Tür auf einen Mauer- vorsprung und schloß nun die letzte Tür auf, doch den Riege! ließ er vorgeschoben. Bei dem Licht der Laterne und dem Geräusch des Schlosses wurden die Gefangenen still. Sie waren bereit sich auf ihn zu stürzen, da sie ihn bewaffnet glaubten. — Barbef begann noch einmal, eine Debatte mit sich auszufechten. Seine Vorstellungskraft verschwand, sein Selbstvertrauen schien sich aufzulösen. Die Erkenntnis seines Herzens erschien seinem Verstand geradezu lächerlich. Die Sicherheit, die ihn den ganzen Abend geleitet hatte, War wie weggeblasen: Dieses Einssein mit sich erschien vor seinem inneren Blick wie eine bedrohliche Anmaßung. Zu ihnen hineinzugehen würde ein falscher Heldenmut sein. „Nun belüge ich mich ja schon wieder!“ sagte er sich dann mit froher Geduld. Die Wahrheit war so einfach. Alle würden sie zur Vernunft kommen — aber nur. wenn er sich ihnen frei gegenüberstellte. Gegen sie Gewalt anwenden, wäre Selbstmord, denn es hieße die Gewalt gegen sich selbst richten. Ob Gewalt an sich ein Böses war in der Menschheit, das fragte er sich nicht in diesem Augenblick. Doch hielt sein Verstand ihm vor, daß es gefährlich sei und leichtsinnig obendrein, unbewaffnet hineinzugehen. „Ach. könnte ich nur einen Augenblick aufhören klug zu sein, um weise werden zu können“, sagte er sich. Da wurde es still in ihm. Und gerade in diesem Augenblick löste sich in den Gefangenen die Spannung, die der Lichtschein und das Umdrehen des Schlüssels in ihnen hervorgerufen hatte. Mit verdoppelter Gewalt setzte der Lärm wieder ein. — Nun war kein Schwanken nnd Fragen mehr in Barbet Die An^sf legte sich in ihm. Entscheidend war: einzufreten. Ganz einfach ein- zntreten. Ohne Hilfe. Ohne Waffe. Und ohne Sich zu überlegen, was dann sein würde. — Entschlossen stieß er die Riegel zurück und betrat den Hof. (Schluß folgt) Seite 4 — Nummer 7 Samstag, 35. Januar 1947 AUS DEM REICH DER ER AU Verbundenheit Von Hans Weigel Unser Gespräch ist ohne Ende, Auch wern die Stimmen schweigen! Vieles wissen die Augen, die Hände Uns zu deuten, zu zeigen. Unser Gespräch ist ohne Ende, Dauert im Denken fort; Einig läßt uns die Trennung, ich sende Botschaft zu Dir ohne Wort Unser Gespräch ist ohne Ende, Lebt, sich erneuernd, in sich. Wenn ich Dir nichts mehr zu sagen fände. Wärst Du nicht Du, ich nicht ich. Unser Gespräch ist ohne Ende, Das ist sein, ist unser Sinn* Kommt für uns einst des Todes Wende, Sind wir erst am Beginn. Disku««inn<»n um Puracrrunh 218 dee im J ahre 1872 geschaffenen Reiehsstrafgesetz- UUHUSSlOnen um raragrapn ata huches und steht in dem Abschnitt „Die Verbre- Angeregt durch einen Vorstoß der Sozialist- die zum Kinderzeugen bestimmte Zeit überschrit- eben und Vergehen wider das Leben“. sehen Einheitsfront zur Reform des § 218 (Ver- ten - Frauen dürfen nur zwischen dem 20. und Der medizinische Eingriff zur Beseitigung einer f ehen gegen das keimende Leben) hat sich eine 40. Lebensjahr gebaren. Männer vom 25. bis 55. au j Gewalttat beruhenden Leibesfrucht war bis- eftige vielseitige Diskussion über diese Frage er- Jahre zeugen — dann geben wir ihnen frei, der her io Deutschland als Rechtfertigungsgrund nicht hobe-i. . . Liebe zu pflegen, mit wem sie wollen, indem wir aner k an nt. Dieses Probfem hat in letzter Zeit eine Übereinstimmend bleibt die Meinung, daß eine ihnen ans Herz legen, vor allem keine einzige bemerkenswerte Regelung in Thüringen erfahren. Schwangerschaftsunterbrechung grundsätzlich zu Leibesfrucht, wenn sie sich bilden sollte, das Licht Nac jj e j nem Gesetz vom 10 März 1946 kann die bestrafen ist. Verschieden wird nur beurteilt, ob erblicken zu lassen.“ Aristoteles äußerte ähnliche Frau beantragen daß die Unterbrechung einer und inwieweit medizinische und soziale Gründe Gedanken. Erst der vom Christentum beeinflußte durch e ; n Sittl'ichkeitsverbrechen verursachten zur Strafmilderung oder gar -befreiung geltend römische Kaiser Justinian ließ die Abtreibung be- Schwangerschaft für zulässig erklärt wird gemacht werden sollten. strafen. Es wäre allerdings falsch, wenn man ein- 6 Die SEP verlangt Straffreiheit, falls der Ein- fach behauptete, daß ausschließlich der Einfluß In Schweden wurde eine Abänderung des griff in einer hierzu ermächtigten Klinik aus me- des Christentums die gesetzliche Anerkennung Strafgesetzbuches in dieser Frage am 1. Juli 1946 aizinischen oder sozialen Gründen vorgenommen der Strafbarkeit der Abtreibung vorbereitet hätte, getroffen. Es heißt darin, daß Frauen, die Abwird, ebenso bei Notzucht, wenn diese spätestens Auch bei den Kulturvölkern der Antike gab es treibungen mit Hilfe von inneren und äußeren zwei Wochen nach der Tat angezeigt wird. Philosophen, Staatsmänner und Schriftsteller, die Mitteln an sich selbst vornehmen, künftig über- Die Stellung, die die Deutsche Zentralverwal- in der Abtreibung eine verbrecherische Hand- haupt'nicht mehr bestraft werden sollen, wenn es tung für das Gesuolheitswesen in der russischen lungsweise sahen und deshalb die Forderung sich um leichte Fälle handelt. Damit bleibt die Zone einnimmt, betrachtet diese Frage als eine auf Strafbarkeit stellten. Vpn einem tiefen Berufs- Abtreibung zwar weiterhin grundsätzlich strafgesellschaftliche, über die nicht willkürlich ent- ethos zeugt beispielsweise das Verhalten des grie- bar, doch wird Ihre Ausführung immer mehr den schieden werden kann. Schwieriger als der medi- chischen Arztes Hippokrates, der seine Schüler Händen von Kurpfuschern entzogen. Die Abtrei- zinische Standpunkt ist von ihr die soziale Be- schwören ließ, niemals einer Frau ein Mittel zur bung wird erleichtert bei Notzucht und Erbkrankgründung zu verteidigen. Die Zentralverwaltung Abtreibung zu geben, da es Sache der Heilkunst heit und mit Rücksicht auf die Lebensbedingungen vertritt die Meinung, daß, so lange sich die alb sei, da s erzeugte Leben zu beschützen und zu er- und die sonstigen besonderen Lebensbedingungen gemeinen schweren Lebensbedingungen der Deut- halten. Zu Beginn de s Mittelalters sah man die der Frau. Soziale Not und Furcht vor „sozialer sehen nicht gebessert haben, eine Schwanger- Abtreibung zum erstenmal als Mord an und be- Schande“ berechtigen zu dem Eingriff nicht. In Schaftsunterbrechung in gewissen Fällen erlaubt stimmte dafür die Todesstrafe. Später wurde das der Schweiz darf die Strafe bei „schwerer _____________ werden sollte, allerdings spätestens bis Ende des Strafmaß anders geregelt. Durch die Bambergi- Notlage“ ermäßigt werden. Um einen Konflikt 1 dritten Schwangerschaftsmonats. Außerdem sollen sehe Halsgerichtsordnung von 1507 und die auf bei der werdenden Mutter abzuschwächen trat „ . „ . - die sozialen Voraussetzungen durch einen Aus- ihr beruhende Gerichtsordnung Kaiser Karls V. der Gesetzesausschuß des Schwedischen Reichs- 5‘^” aus , ^ a ^ schuß aus Ärzten und in sozialen Fragen erfahre- von 1532 wurde die Fruchtabtreibung als Tat- tags für die vollkommene rechtliche und gesell- Sohle aufnahem und ist die^ abgriaufen eiM neu Laien vorher geprüft werden. bestand eines Verbrechens endgültig für die deut- schaftliche Gleichstellung des unehelichen Kindes .^jesbgen. Mit dem Verzieren der Schuh^ Die SPD stellte hin, daß die primäre Sorge auf sehe Rechtswissenschaft und Gesetzcrebung fest- ein und bat zu erwägem dem Kind sogar einen s reifen ist keine die Geburtenverhütung bei bestimmten ungünsti- gelegt. Der hier besprochene § 218 ist ein Teil Erbanspruch gegen den Vater zu gewähren. Grenze gesetzt ’ * Phantasie keine ge n, Be ^ n T^r S*™**« 4 . T d6n F 0!,te ' • u, • Maisstroh-H ü t e. Maisstroh-H a n d t a s c h e n, erote/zu™, so ..S, w'ärsS afcsSwpS Praktische Verwendung des Malsstrohe, K“ EÄSssh”". vö^kerrT'aush'r^Hgiölen^äer'^bevakerungspoliti- In den meisten Gegenden Süddeutschlands wird wiesen haben. Dem Laien ist es meistens rätsel- «ßt sich aus den dauerhaften Blattfasern des sehen Gründennäh weitverbreitetis7.unteriiegl neben, den Getreidesorten als ebenso geschätztes hakt, wo er mit dem Zöpfezusammennähen begin- *a™«£tigt man rlipsa HanrHnmr bpi rinn K'tiitnrstqa+en zin- vitaminreiches Nahrungsmittel der Anbau von nen soll. Zumeist wird mitten an der Sohle be- I cm breite Riemen, dann Zöpfe, die man in Trit einer Strafe Die a 1tpnrir[prbpa.mdRampr Mais gefördert. Früher wußte man mit Mais vor- gönnen, und rundum, dann längs entlang genäht, der Mitte des Hutbodens beginnend zusammenkannten lanoe 3 Zeit keinen*' strafrechtlichen SrhT.tz wiegend die Kleintierzucht zu heben'. Geflügel um am Oberteil der Schuhöffnung zu endigen, näht. Derartige Riemen lassen sich auch recht des keimenden Lebens Plato sacd deiner lehre und Schweine zu mästen. Heutzutage ist das an- Bei Hausschuhen beginnt man nach Art der gut mit der Nähmaschine nähen, oder angefeuchtet vom Idealstaat- Haben -die Frauen und Männer dere geworden. Das von uns Badenern als ..Strohschuhe unserer Großmütter“ in der Mitte mit einer groben Häkelnadel häkeln, wie die vom ueai a t. „naben -die brauen und Männer ^Ischkorn“ bezeichnte Produkt südländischer des Oberteils am sogenannten Raien. Wer Schuh- früher beliebten Schonerdeckchen unserer Groß- ■ " ' — —- Herkunft liefert uns als Zuckermais zartes Ge- leisten besitzt, ist im Vorteil, denn so ist es mög- mutter. Die Hauptsache ist: das Maisstroh ist müse, besonders in halbreifem Zustand. Polenta lieh, ring s dem Leisten entlang zu nähen. Jedoch in Hülle und Fülle zu haben und kostet uns keinen Neuyork. Das Franen-fFriedenskomitee bat ersetzt die Kartoffeln; zu Suppen und Brei eignet genügt auch ein Papiermuster von Sohle und Pfennig. Oft wird dasselbe als wertlos beiseite Shaw um ein Autogramm in ein Buch für eine sich Maisgrieß, und aus Maismehl geraten Pud- Oberteil, geiiau den passenden Schuhen ange- getan. Benützen wir in unserer heutigen Notzeit, Auktion, durch die es den Arbeitsfonds begrün- ding, Brot und Gebäck aller Art. Während also schnitten. Das Ausfüttern bereitet keine Schwie- was uns die Natur in reichem Maße schenkt den wollte. Shaw lehnte ab. Sein Brief brächte die gelben Körner des Maiskolbens jede erdenk- rigkeiten, ebenso auch das Befestigen einer Lauf. Welche Freude wird die Landfrau an warmen in der Auktion 170 Dollar. liehe Zubereitung ermöglichen, der leere Kolben sohle au s Holz oder altem Leder. Da ist darauf Hausschuhen haben und die Städterin am selbst- als Heizmaterial dient, ist uns mit den zähen ge- zu sehen, daß die innere Brandsohle unter dem gefertigten Florentiner, an Sandaletten, Taschen, Die ntiflose Hutmode. In Frankreich hat man trockneten Maisblättern und dem Maisstroh eine Futter stabil genug ist, damit die kleinen Stifte Gürteln und Etuis. (G. H.) eme statistische Erhebung über den Damenhut weitere Verwertungsmöglichkeit gegeben, aureneerührt. Danach sollen 44 Prozent aller fran- leuchtet es aus dem Dunkel der bäuerlichen zbsischen Frauen, in Paris sogar mehr als die geheuer und Toreinfahrt uns entgegen. An langen Hälfte, zur Hutlosigkeif übergegangen sein. Ein Drähten schweben die goldenen Zapfen zu Him- skeptischer Statistiker stellte sich auf einen gro- derten aneinander gereiht. Not macht erfinderisch, ßen Boulevard, um das nachzuprüfen, und beob- das beweist die vielgeplagte Landfrau. Hat die- Ans einem Brief ans Ihrer Gefängnis- es bis zum Schluß zu bklben. Dieses völlige Auf- achtete, daß tatsächlich auf eine Frau mit Hut se jbe keinen Bindfaden bei der Hand, so teilt zeit in Wronke i. P. vom 26. 1. 1917 gehen im Jammer des Tages ist mir überhaupt sechs Frauen ohne Hut kamen. Allerdings würde s j e die trockenen Maisblätter in finger- und dau- an Luise Kautzky. unbegreiflich und unerträglich. Schau z. B. wie diese ..Sparsamkeit durch einen erhöhten Aul- menbreite Riemen, knotet dieselben zusammen und ein Goethe mit kühler Gelassenheit über den wand für den Friseur wieder illusorisch. erhält damit ein dauerhaftes Bindematerial. Es Jeder, der mir schreibt, stöhnt nnd seufzt. Dingen stand. Denk doch, was er erleben mußte: • genügt einmal die Längen zu knoten, um im Ich finde nichts lächerlicher als das. Be- die große französische Revolution, die doch aus Weinberg die Rebgerten an den Stock zu binden, greifst Du denn nicht, daß der allgemeine Dal- de r Nähe gesehen, sicher wie eine blutige und MaiameM-rrerndiea. v 0 » i» « Maiswrti, io g Heie, £ U r Verarbeitung de s Maisbastes werden gleich- Tes viel zu groß ist, um über ihn zu stöhnen? völlig zwecklose Farce sich ausnahm und dann ’ E j„°„ 'mäßig breite Blätterlängen mit Zwirnstichen an- Ich kann mich grämen, wenn mir die Afc'mi krank von 1793 bis 1815 eine ununterbrochene Kette «wischen reibt man frisdi gekochte ansgekühlte nnd »on einander gereiht und etwa eine Stunde lang in wird, oder wenn Dir etwas fehlt. Aber wenn die von Kriegen, wo die Welt wiederum wie ein der Schale befreite Pellkartoffeln ’ nnd mischt in t» g reinem Wasser eingeweicht. Aus deu noch leuch- gesamte Welt aus den Fugen geht, da suche ich losgelassenes Irrenhau* aussah. Und wie ruhig, Kartoffelmasse den anfgegangenen Hefeteig, fügt nach ten Riemen werden zehn bis zwölf Meter lange nur zu begreifen, was und weshalb es passiert mit welchem geistigen Gleichgewicht trieb er Möglichkeit drei Eßlöffel (« g) Zndcer, zwei Teelöffel feste Zöpfe geflochten. Die getrockneten Maisbast- ist und habe ich meine Pflicht getan, dann bin gleichzeitig seine Studien über die Metamor- Oo g) Fett nnd Mandelaroma darunter nnd knetet gut z öpfe können zu warmen Hausschuhen und ich weiter ruhig und guter Dinge. Ultra posse phose der Pflanzen, über Farbenlehre, über tau- durch. Nach Abschlagen des Teiges ist dieser auszurollen Sommerschuhen in Form von Sandalen und nemo obligatur. Und dann bleibt mir noch alles, send Dinge. Ich verlange nicht, daß Du wie nnd ln längliche Dreiecke aufzuteiien, die mit Marmelade Sandaletten verarbeitet werden. In jedem Falle was mich sonst erfreute: Musik und Malerei Goethe dichtest, aber seine Lebensauffassung — ntdVo 0 rden°!iao^ e be e i n 'Mittei! lohnt sich die Bastelei, da die Schuhe uachträg- und Wolken und das Botanisieren im Frühling den Universalismus der Interessen, die innere hitze etwa 20 Minuten abgebacken^ Frisch zubereitet stad lieh mit Holz, Leder, Gummi, Werkstoff oder nnd gute Bücher und Mimi und Du und noch Harmonie — kann sich jeder anschafien. oder diese Hömchea sehr wohlschmeckend. Segeltuchsohlen versehen, sich als dauerhaft er- manches — kurz ich bin steinreich und gedenke wenigstens anstreben. Rosa Luxemburg JL Ein hartes Urteil .. . endlich Reim Pokalspiel Bietigheim — Offenbürg am 1. Des. 1946, das die Offenburger damals 4:2 gewannen, steigerten sieb die unschönen Szenen schließlich zn einer Schlägerei, welche den Spielern nnd SAlachteu- bnmmlern des OSV körperliche Verletzungen brachte and •ie zwang, ohne sich umziehen zn können, fluchtartig den „gastlichen** Ort zn verlassen. Daß den Verantwortlichen der Sportbehörde fast nach ledern Sonntag Berichte über Spielabbrttche, Rüppel- haftigkeiten, ja Tätlichkeiten anf den Tisch flattern, war bekannt. Wenn auch das Wort vom „Exempel statuieren* 4 »inen üblen Geschmack in der Erinnerung hat, so war doch längst zn fordern, daß ein geeigneter Anlaß einmal tn dem barten Urteil führt, das alle, die es an geht, dazu bestimmt, den sportlichen Anstand nicht zn verletzen nnd vor allem fair, wenn mach hart, ein Spiel dnrchznstehen und Leistungen des Gegners — gar wenn »r siegt — nicht mit Körperverletzungen zu beantworten. Der Landesfachausschuß Fußball hat Wach Prüfung der Biefigbeimer Vorfälle folgendes Urteil ausgesprochen: 1. Die Spielvereinigung Bietigheim erhält eine Pl&iz- tperre von sechs Monaten, bis 2. Juni 1947. 2. Bietigheim erhält wegen gröblichster VemachlässL- fnng der Platzordnung und der Platzdisziplin eine Geld, •träfe von 200 RM. 3- Bietigheim erhält wegen Beleidigung und Tätlichkeiten gegen ein Mitglied de» Landesfachaosschusses eine Geldstrafe von 300 RM. 4. Die verantwortliche Vorstandschaft ist sofort, bis Spätestens 13 Febr. 1947, durch Neuwahlen zu ersetzen, »ndernfalls dem Verein jede weitere Tätigkeit untersagt Wird. Dero bisherigen Verantwortlichen wird die Eigenschaft, in einem Verein eine Funktion auszuüben, anf 45e Dauer von drei Jahren abgesprochen. 3. Die gesamte 1. Mannschaft erhält mit Ausnahme des Spielführers Dürrscbnebel, der als einziger durch Seine korrekte und anständige Haltung sich als Sports- Wann verhalten hat, für ihr unsportliches Verhalten Während und nach dem Spiel einen strengen Verweis. W. Der Spieler Schäfer (Bietigheim) erhält wegen •ohem Spiel eine Sperre von vier Wochen- bis 30. 12. 46. T. Bietigheim bat bei Wiederholung derartiger Vorfälle, auch auf fremden Plätze*, mit sofortiger Auflösung 4ea Vereins zu rechnen. Internationaler Fußball ln der französischen Fußballmeisterschaft stand 4er 24. Spielsonntae iro Zeichen* von Favoritensiegen. Nur Reims tanzte aus der Reihe und verlor in Metz mit 2:2 •inen Punkt. Die Ergebnisse: Bordeaux — Roubaix 1:3, Strasbourg — Rouen 2:1, Stade Frangais — Cannes 2:0, Lille — Bed Star 3:0 Rennes - Pacing 22, Marseille — St. Etienne 2:0, Toulouse — Leus 2 0, Nancy — Montpellier 3:1 und Ztzb — Le Havre 1:1. ln der Tabelle führt »ach wie vor Roubaix mit 35 Punkten von Reims (33), Strasbourg, Stade Frau$ais und Lille (je 30), Cannes (28), FF Metz. Red Star nnd Rennes (je 23). Am Tabellenende sieht Le Havre mit 14 Punkten hinter Montpellier (17). Die englische Fußballmeisterschaft stand dagegen im Zeichen von Niederlagen der Tabellenführer. Wolverhampton verlor in Brentfort 1:4! Die Ergebnisse: Middlesbrongh — Manchester United 2:4, Arsenal — Aston VUla 0:2, Derby County — Stoke City 3:0. Portsmouth — Everton 2:1, Crimsby Town — Sheffield United 2:1, Leeds Unted — Chelsea 2:1, Charlton Athletic — Preston North End 0:0, Liverpool — Bolton Wanderers 0:3. Die Tabelle führt noch Wolverhampton an mit 37 Punkten vor Preston NE (34), Manchester United und Middlesbrough (je 31), Liverpool und Blackpeol (je 30). Am Tabellenende steht Leeds United mit 16 Punkten hinter Huddersfield Town (18). Die italienische Fußballmeisterschaft hatte folgende Ergebnisse: Rom — Neapel 0H. Triest — Lazio 22, Modena — International Mailand 1:0, Livorno — Sam- doria 0:0, Juventus Turin — Venedig 7:3, Alessandria — Turin 22, Milano — Bari 0:2, Atalanta Bergamo — Bologna 2:1, Brescia — Vizenza 0:2, Genua — Florenz 3.0. In der Tabelle stehen Juventus und Torino mit je 26 Punkten an der Spitze vor Modena (25), Mailand (22), Bari (21), Rom und Bologna (je 19). Das Tabellenende ziert Triest mit 10 Punkten hinter Brescia, International nnd Venedig (je 11) Die belgische Fußballmeisterschaft hatte folgende Ergebnisse: SC Anderlecht — White Star 4:4, St. Nicolas _ FC Brugee 3:0, US St. Gilloise — La Gantoise 42, Boom — FC Malinois 1:1, Alost — Pacing Bruxelles 5:3, Antwerpen FC — Standard CL 3:1, Liersche SK — CS Forestoise 22, OL Charleroi — FC Liegois 2:2, Lyra — Berchem Sport 62. Beerschot spielfrei. An der Tabellenspitze steht Olympique Charleroi mit 33 Punkten vor Berthen* Sport (38), Anderlecht (26), Pacing und Antwerpen (je 24) nnd Liersche (23). Brnge-ois steht mit 13 Punkten am Tabellenende hinter Beerschot (14). Der Durchführung einer deutschen Fußballmeisterschaft ist eine Interionentagung gewidmet, die am 15. und 16 Februar in Springe stattfinden soll und auf der auch die Möglichkeit der Bildung eines deutschen Fußballverbandes besprochen werden «oll. Eine solche Nengründung wäre Voranssetzung für eine Aufnahme in die Fifa, während ohne eine solche eine Wiederherstellung internationaler Beziehungen von vornherein unmöglich ist. Vorschau Sfiddentsche Fußball-Oberliga: Das wichtigste Spiel Ist Eintracht Frankfurt — 1860 München, weil die Löwen bei Punktverlast ihre Verfolgerrolle an WB Stuttgart abtreten müssen. FC Nürnberg — BC Augsburg, VfB Stutt- f art — VfL Neckarau, KFV — Ulm 46; gute Aussichten für ie Platzvereine. Schwaben Augsburg Schweinfurt 05. '• Bavert! München — Kickers Offenbach. \fR Mannheim -- FSV Frankfurt, Viktoria Aschaffenburg - Kickers Stuttgart. FC Bamberg — SV Waldhofi alle ziemlich off ca. j Zonenllgat Grappe Süd: SV Rastatt — VfL Freiburg, SV Offenburg — VfL Konstanz, VfL Schwenningen — SV Reutlingen, SV Biberacb — VfB Friedrichshafen. Die Badener sind also ebenso wie die Wfirtteraberger unter sich. Aach hier haben die Platzvereine durchweg die besseren Aussichten, einzig Konstanz könnte als Gast einen Erfolg verzeichnen. Gruppe Nord: Phönix Ludwigshafen —- Mainz 03, TUS Neuendorf — VfR Trier, FC Saarbrücken — VfB Neuen- kirchen, FC Kaiserslautern — Wormatia Worms. Als Sieger sind durchweg nnd nickt nur des Platzvorteiles, sondern auch der augenblicklichen Form wegen die Platzvereine zn erwarten. Süddeutsche Oberliga. Staffel West: Doppelveranstaltung im Möslestadion. 13.00 Uhr ASV — SV Oberkird», 14.30 Uhr Fortuna — SC Baden-Baden, außerdem SV Ottenau — Sportfreunde Lahr. Fortuna hat den härteren Gegner als der ASV, aber beide Freiburger Vereine sollten zn Punkten kommen- In Ottenau treffen sich zwei „Ungeschlagene**, Lahr könnte nach den letzten Erfolgen zum Siegen stark genug sein, ein Unentschieden entspräche den Erwartungen. Staffel Süd: Istein — Rheinfelden, Schopfheim — Tum- ringea. Weil — Waldshut; falls Zell wieder mitwirkt, empfängt es zu Hause Wyhlen. Der Tabellenführer Rheinfelden ist wieder auswärts, hat aber gute Aussichten. Schopfheim wird bestimmt Tumringen schlagen. Die übrigen beiden Begegnungen sind offen. Staffel SäAs Rheinfelden Schopfbeim Weil Waldshat 30.2 23:12 15:12 9t8 12:16 11 11 8 3 5 Es folgen Fahrnau (4), Zell (4). Wehr (3), Wyhle» (3). Tumringen (0). Staffel Wert: Baden-Baden Ottenau Lahr Fortuna Blau-Weiß — 1 1 — 1 - — 1 — 4 18:3 8 9.3 7 7:1 7 18:6 6 11:18 4 Es folgen ASV Freibnrg (3), Emmendingen (3), Riegel (0), Oberkirch (0). Staffel Ort: Singen Radolfzell Stockacb Engen Villingen 40:1 18:20 17:13 11:13 19:3 14 9 7 7 6 Handball der Oberliga VfL Freibnrg — SV Stefmbadt 63 SV Rastatt - SV Niederbfihl 43 Entgegen unserer Vorschau, In der wir Irrtümlich die Begegnung Niederbühl — Zäbringen aakündigttB. fanden die genannten Spiele statt. In Freiburg blieb das Spiel« geschehen die ganze Zeit über wesentlich von den schweren Platzverhältnissen beeinflußt, was sich deutlich anf die Mannschaftsleistongen auswirkte. Erst nach der Pause kam es zu einem eigentlichen Handballspiel, In dem die Steinbaefaer sich von bester Seite zeigte 0 und vor» übergehend eine gefährlich aussehende 3:2-Führung innehatten. Erst ein gesteigerter Einsatz des VfL nnd ein aufmerksames Spiel des Sturmes stallten mit weitere» vier Freiburger Toren den Endstand her. In Rastatt war der Platzznstand derart schlecht, daß das Spiel kurzfristig nach Niederbühl verlegt werden mußte. In dem jederzeit fairen, aber doch hart durchgeführten Treffe» spielten die nun als Gastgeber auftretenden Nieder« bühler weitaus besser und genauer zusammen nn4 hatten den Spielverlauf jederzeit in der Hand. Rastatt ließ einmal mehr erkennen, daß noch viel zu lernen ist* aber bestätigen kann man diesem Gegner, daß er seine an sich hoffnungg- und punktelose Tabellenposition mit einem nicht hoch genug zu veranschlagen« • 5“ * l.ichen Anstand einnimmt und i» jedem Sp!el mit Eifer zn lernen bemüht ist. Es wir# wirklich zu hoffen, daß die zweifellos mit dem Abtiieg endende Teilnahme in der Oberliga Früchte trägt- ln de» Tabelle hat sich hei nur zwei Spielen wenig geändert. Mit unterschiedlicher Anzahl der Spiele führt Fortun» (16 Punkte), vor Lörrach (13). Schutterwald (12). Nieder« bühl (11), Offenbarg (10), VfL Freibnrg und Steinback ü°9). Zäh ringen (8) Teningen (6), Lahr (4) und Rastatt (0), Der nächste Sonntag bringt fast alle Mannschaften auf die Spielfelder In Lahr erscheint Zähringea zum zweite» Male und wird sich ans*rengcn müssen, um den nickt gewerteten Sieg zu Beginn der Spiele zu wiederholen. In Teningen sollte der VfL sich weitere Punkte verschaffe» können, aber einfach wird ein Frfolg nicht zu erringe» sein Sdiotterwald ist als Sieger über den Gast Offenbar» zu Erwarten und in Lörrach ist überhaupt kein Zweifrt an einem deutlicken Erfolg über Rastatt möglich. Ls folgen Neustadt (4). Gottznndingen (4), Dosaneechin- } gea (3). Rielasiage» W- i Tischtennisklubkampf In Freibarg Die rührigen Tischtennisler des SC Baden-Baden sind am Sonntag, 10.30 Uhr, iir 3. Stock der luselgaststätt» Feierling Gast des TTC Schwarz-Weiß Freibnrg. Während die Badener mit «hrera Spitzenspieler Heu, in einer Reihe von Klubkampfen bereits Spielerfahrung sammelten. haben auch die Freiburger, die unter dem Name» „Handelsschule Schwarz" von 1939 bis 1944 badische» Manuschaftsmeister waren, »n Reich. Bauer n. •• noch gute Qualiiätsleute Dieser Klubkampf ist nach Kriege der erste in Freiburg statifindeade. Samstag, 28. Januar 1947 Nummer 7 — Seite 5 STIMMEN DER HEIMAT Was bietet Freiburg? Samstag, den 25. Januar 1947: Städtische Bühneu. Casino: „Der Wildschütz“» 20 Uhr. Städtische Bühnen, Kammerspiele: „Kabale und Liebe*', 19.30 Uhr. Sonntag, den 26. Januar 1947: Städtische Bühnen, Casino: „Hoffmanns Erzählungen*'» 15 Uhr, „Schwarzwaldmädel“, 20 Uhr. Städtische Bühnen, Kammerspiele: Morgenfeier mit Beinhold Schneider, 10.30 Uhr. „Stefan mit der langen Nase**, 14.30 Uhr. „Komödie der Irrungen“, 19 Uhr. Dienstag, den 28. Januar 1947: Städtische Bühnen, Casino: „Meine Schwester und ich" (in neuer Inszenierung). 20 Uhr. An allen Tagen: Haus Stadelmann. Franziskanerstrafie 9: ab 26. Januar: Ausstellung Freiburger bildender Künstler, Ernst Honigberger. Haus Scherer, Kaiser-Joseph-Str. 263: ab 28. Januar: Ausstellung Fritz Waldvogel (Freiburg), Frau Anny Waldvogel-Ki rcheis (Freiburg). Casino-Lichtspiele: „Gasparone“. Friedrichsbau-Lichtspiele: „Frauen sind doch bessere Diplomaten." Harmonie-Lichtspiele: „Alarm.“ Union-Theater: „Ehe man Ehemann wird. Thema des Tages: Brücken des Geistes In vielen dunklen und schweren Stunden der letzten Jahre ist uns das Buch zu einem wahren Freunde und Tröster geworden. Wie wäre man mit all den zermürbenden Wochen und Monaten des grausamsten aller Kriege innerlich fertig geworden, wenn man nicht hin und wieder wenigstens für ein paar Augenblicke in irgendein Buch hätte blicken können! Nicht immer war es der „Faust" oder der „Kornett", die da den Menschen als Brücke aus dem Grauen einer sinnlosen Vernichtung in eine bessere, reinere Welt dienten. Aber man war ja auch in diesem Punkte sehr bescheiden geworden und dankbar, etwas zu haben, das die Gedanken in eine hellere Richtung wies. Eine noch größere Rolle als im Kriege spielte das Buch später hinter Stacheldraht. Wie mancher wäre da an seinem ihm sinnlos erscheinenden Schicksal verzweifelt, wenn ihm nicht hin und wieder einer von denen, die ebens 0 schwer wie er daran trugen, ein kleines, bescheidenes Büchlein geliehen hätte, das wie ein freundlicher Traum aus ferner Zeit sein armseliges. graues Leben für eine Weile vergoldete. Woher diese äußerlich meist recht häßlichen Bände, Hefte und Broschüren eigentlich kamen, hätte niemand sagen können. Die Hauptsache war ja: sie waren da und machten viele, die noch nicht ganz abgestumpft waren, vorübergehend ein wenig glücklich. Und diese Sehnsucht nach guten Büchern Ist unseren Kriegsgefangenen geblieben. Das Internationale Rote Kreuz, das ihnen schon so oft geholfen hat, hat eine Büchersammlung für unsere Kriegsgefangenen in Frankreich angeregt, und das Badische Hilfswerk, Kreisstelle Freiburg, ist mit ihrer Durchführung beauftragt worden. Auch die Schuljugend hat sich bereits in den Dienst der guten Sache gestellt und mit dem rechten Buben- und Mädeleifer die Schränke und Truhen ihrer Verwandten und Bekannten nach heimlichen Bücherschätzen durchstöbert. Darauf aber braucht niemand zu warten-, denn die Kreisstelle des Badischen Hilfswerks, Günterstalstraße 56, hilft ihm gern, seine Bücherspende an unsere Kriegsgefangenen weiterzuleiten. Also frisch ans Werk! Denn am 31. Januar soll die Sammlung bereits beendet sein. Und es wäre doch schade, wenn so viele heimliche Wünsche ungehört in unseren Herzen verhallten! Was gibt es zu essen? Das Emährungsamt teilt mit: In etwa !00 Kleinhandelsgeschäften und Gaststätten, die durch Aushang bezeichnet sind, wird ab nächster Woche die Vorbestellung des für Weihnachten zur Ausgabe vorgesehenen halben Liters Wein für Erwachsene entgegengenömmen. In den Reformhäusern, Drogerien und einigen Einzelhandelsgeschäften sind Maggi-Kindernährmittel, ferner Malzextrakt und Mal- schok eingetroffen. Diese Waren können auf den Abschnitt 8 der Kinder von drei bis sechs Jahren abgegeben werden, und zwar 500 Gramm, statt der 650 Gramm Brot dieses Abschnittes. Bei der zur Zeit herrschenden Kälte können Xartoffeltrancporte leider nicht ausgeführt werden; doch geht die Erfassungsaktion •weiter, so daß beim Eintritt milderer Witterung größere Mengen zur Verteilung gelangen. Gegen einen Abschnitt des Beiblatts zum Haushaltsausweis können in den Einzelhandelsgeschäften 2,5 Kilo weiße Rüben pro Kopf bezogen werden. Ferner werden diese Geschäfte nacheinander mit sauren Rüben beliefert, von denen ein Pfund auf den Haushaltsausweis abgegeben wird Mit der Ausgabe von Teigwaren, von denen Kinder bis zu drei Jahren 500 Gramm, alle höheren Altersstufen einschließlich der Erwachsenen 1000 Gramm pro Kopf erhalten, kann bereits am Samstag oder aber Anfang nächster Woche begonnen werden. Falls die Ausgabe schon am Samstag erfolgt, wird dies durch Rundfunk bekanntgegeben. Gleichzeitig mit den Teigwaren gibt es für Jugendliche und Erwachsene 125 Gramm Kaffee-Ersatz Die übliche Zuckerration wird im Laufe der nächsten Woche ausgegehen: für Kinder weißer, für Jugendliche und Erwachsene gelber Zucker. Tabakwaren ab 29. Januar Wie uns der Freiburger Spezialeinzelhandel mit Tabakwaren mitteilt, gelangen ab Mittwoch, 29. Januar, die Tabakwaren für Januar und Februar zur Ausgabe. Mit Rücksicht darauf, daß die Rationen für zwei Monate ausgegeben werden und erstmalig die Frauenraucherkarte zu bedienen ist. ferner die neuen Preise für Tabakwaren in Frage kommen, werden die Raucher gebeten, nicht alle am ersten Tage zu versuchen, die Tabakwaren einzukaufen, weil sonst der Andrang zu groß wird und die Bedienung darunter leidet. Die in Frage kommenden Geschäfte werden vom 29. Januar bis einschließlich 1. Februar jeden Tag vor- und nachmittags offenhalten, so daß jeder Raucher, ohne lange stehen zu müssen, schnellstens seine Tabakwaren erhält. Nachwuchs im Handwerk Vor der Meisterprüfungskommission der Handwerkskammer Freiburg bestanden die Meisterprüfung im Feinmechaniker-Handwerk: Erich Danner, Siegfried Schleer und Dieter von Lupke, Freiburg sowie Alfred Walter, Baden-Baden. Kursus für Bauerntöchter Die Landwirtschaftsschule Freiburg hält gegenwärtig einen Bauerntöchterkursus ab, der von 24 Teilnehmerinnen besucht ist. Eine große Anzahl von Anmeldungen konnte bei Beginn des Kurses nicht berücksichtigt werden, da der Platz für die Aufnahme beschränkt ist. Um möglichst vielen Bauemtöchtern Gelegenheit zur weiteren Ausbildung zu geben, hat sich die Schulleitung entschlossen, ausnahmsweise in diesem Jahre einen Sommerkurs durchzuführen. Die Dauer dieses Kurses ist auf 16 Wochen berechnet; während der Unterrichtszeit haben die Schülerinnen die Möglichkeit, in einem gut eingerichteten Internat Unterkunft zu finden. Der Kursus soll vcr allem Mädchen aus bäuerlichen Betrieben und solchen, die einen landwirtschaftlichen Beruf (Wirtschafterin u. a.) ergreifen wollen, zur Fortbildung dienen. Für alle die, welche sich zur Teilnahme entschließen wollen, empfiehlt es sich, über die Aufnahmebedingungen bei der Kursusleitung, Freiburg, Fürstenbergstraße 17, möglichst bald Erkundigungen einzuziehen. „Berg-frei!“ Die Freiburger Ortsgruppe des Touristenvereins „Die Naturfreunde“ sdienkte ihren zahl reichen Mitgliedern und Freunden in den Friedrichsbau-Liditspielen mit der zweimaligen Vorführung des großen Schweizer ,.Nalur- freunde“-Films „Berg-frei!" ein Erlebnis, das sie nickt so bald vergessen werden. Stärker und eindringlicher, als alle noch so schön gesetzten Worte es vermögen, wurden hier den _ Stadt- menschen, unter denen die Jugend erfreulicherweise besonders stattlich vertreten war, die unvergänglichen Schönheiten der Bergwelt und der Nutzen eines planvollen Wanderng, wie es die „Naturfreunde" seit vielen Jahrzehnten auf ihre Fahne geschrieben haben, vor Augen geführt. Daneben gab es u. a. noch eine Fülle herrlicher Aufnahmen vom „Wasserwandern“, dessen so vielversprechend begonnene Entwicklung leider durch den Krieg unterbrochen wurde, und vom Skilauf, der hier in vielen wirbelnden Schußfahrten Triumphe feierte. Mit besonderer Spannung ferner wurden die fesselnden Bilder von der Bezwingung steiler Felswände verfolgt. Welchem Bergfreunde schlug nicht das Herz höher, als er diese glänzenden alpinen Leistungen an sich vorüberwandern sah! Auch über den Werdegang und die verschiedenen Einrichtungen der Schweizer „Naturfreunde"-Bewegung, vor allem ihre Hütten und Lehrgänge, empfing man wertvollste Aufschlüsse. Möge der prächtige Film mit all seinen beherzigenswerten Worten und Bildern überall ein Baustein auf dem Wege der Völkerverständigung sein! Handharmonikaklänge Der Erste Freiburger Handharmonika- und Akkordion- Klub erzielte mit seinen drei Handharmonikakonzerten im Maria-Hilf-Saale einen durchschlagenden Erfolg. Die von Dipl.-Handharmonikalehrer Ernst Strub straff und zielbewußt geleitete Spielgemeinschaft brachte in ihrem bunten Programm Perlen der Opern- und Operettenliteratur, deren begeisterte Aufnahme sie zu mancher schönen Zugabe veranlaßte. Starken Anklang fand die Uraufführung des von W. Eisele (Freiburg) komponierten melodiösen Marsches „Auf sonnigen Bergen" und auch die prachtvolle Jugendabteilung, die sich mit Kal- manschen Walzermelodien in Ohren und Sinne schmei- I chelte, und die jungen Solisten fanden für ihre ausge- 1 zeichneten Leistungen verdiente Anerkennung. Achtung, Kriegsversehrte! Unter schweizerischer Leitung wurde Anfang dieses Jahres das erste Sozialwerk für Kriegsversehrte in Südbaden „zu Lehr- und Umschulungszwecken" auf Gemeinschaftsbasis ins Leben gerufen. Schon arbeitet ein kleiner Stab Getreuer mit, um den Auf- und Ausbau dieses Werkes zu gewährleisten. Auch du, Kamerad, der du an der Lösung sozialer Probleme interessiert bist und noch keinen geeigneten, deinen Fähigkeiten entsprechenden Arbeitsplatz gefunden hast, mußt mithelfen. Denke daran, daß viele deiner Kameraden im schweren Ringen Leben und Gesundheit verloren Möge es dir eine stete Warnung davor sein, militaristische Probleme zu wälzen und zu unterstützen! Ein großer Teil deiner Kameraden ist unfähig, sich selbst von seiner Hände Arbeit zu ernähren. Die ihm zuerkannten Renten (oftmals noch nicht festgesetzt) reichen nicht aus, das Leben zu fristen; Not und Sorge herrschen vor. Denkst du sozial? Dann ist es deine Pflicht, dich unseren Gedanken anzuschließen; wir arbeiten unter dem Motto: „Einer für alle —- alle für Einen!". Wir vertreten keine Einzeloder Gesellschaftsinteressen, sondern schaffen, um unseren unverschuldet in Not geratenen Kameraden zu helfen! Du kannst bei uns als Lehrender oder Lernender eintreten, und hast auch die Möglichkeit, Heimarbeit zu erhalten. Dabei sollst du eine anständige und zeitgemäße Entlohnung erhalten. Wir verlangen von dir nur, daß du ehrlich, aufrichtig und guten Willens bist und dich unserem Gemeinschaftsgedanken anschließt, damit unser Ruf nicht Schaden leidet! Bist du gewillt, als Sozialist der Tat für ein neues und gesundes Deutschland in unseren Reihen zu schaffen, so gib uns deine Adresse, Beruf usw. bekannt. Wir werden dir alles weitere schriftlich übrmitteln und dich in Kürze zu einer persönlichen Besprechung ein- laden. Der Tatsozialismus muß überall erfaßt und verstanden werden! Schreibe an „Schweizer Volkskunst" Freiburg- Littenweiler (17 h) und beachte unsere heutige Anzeige! Sozialdemokratische Partei Ortsverein Freiburg Am Freitag, 31. Januar, 19.30 Uhr, findet ln der „Harmonie", Grünwälderstraße, unsere Generalversammlung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Geschäfts- und Kassenbericht, 2. Politischer Rück- und Ausblick, 3. Wahl des Vorstandes. Zu dieser äußerst wichtigen Versammlung bitten wir die Genossinnen und Genossen, sich zahlreich einzufinden. Da eine Saalkontrolle durchgeftthrt wird, bitte die Mitgliedskarte nicht vergessen! Bezirk Oberwiehre Die Genossinnen und Genossen treffen sich am Samstag um 20 Uhr in der Wirtschaft zum „Bankepeter". Zahlreiches Erscheinen ist erwünscht Seinen IS. Geburtstag feiert am 25. Januar der besonders im Bauhandwerk wohlbekannte August Banholzer (Zimmergeschäft), Ferdinand-Weiß-Straße 43. Aus dem Parteileben Riegel. Der Ortsverein Riegel der SP hielt im Gast, haus „zum Adler“ seine erste Generalversammlung ab» Jahres- und Kassenbericht wurde einstimmig gebilligt. Besonderes Interesse fand der Bericht des 1. Vorsitzen* den, Gen. Thurner, Über den Landesparteitag in Freiburg. Im Anschluß hieran wurde der Gesamtvorstand einstimmig wiedergewählt, ein Zeichen dafür, daß er im Interesse und zur Zufriedenheit des Ortsvereins gearbeitet hat. Die Frage der Brennholzversorgung löste eine rößere Debatte aus. Die Gemeinderatsmitglieder der artei wurden angewiesen, diese Frage bei der nächsten Gemeinderatssitzung anzuschneiden und Antrag auf Zuteilung von drei Ster Holz für alle Familien, die einen selbständigen Haushalt führen, zu stellen. Die Tatsache, daß in vielen Fällen zwei Familien einen gemeinsamen Haushalt führen, müßte dabei Berücksichtigung finden. Auch soll beantragt werden, daß das Holz auf dem schnellsten Wege zur Ausgabe kommt. Gen. Thurner schloß die Versammlung mit der Mahnung an alle Mitglieder, in diesem Jahre mit erhöhter Werbetätigkeit einzusetzen. Frendenstadt. In der Generalversammlung des Orts- Vereins der SP. wurde Gen. Adolf Hartmann zum 1. Vorsitzenden. Gemeiuderat Rahm zum Örts- und Bezirktkassierer, F. Schertlin zum Schriftführer, M. Heide-Herwig zur Frauenvertreterin und W. Obermayer zum Obmann der Jnngsozialisten gewählt. Sigmaringen. Der Ortsverein der SP Sigmaringen hielt eine gntbesnehte Mitgliederversammlung in der „Germania** in Sigmaringen ab. In einem ausgezeichneten, sachlichen Referat beschäftigte sich Gen. Drunsel» Tübingen, mit den Fragen der Demokratie und unserer Ernährungspolitik. Er betonte besonders, daß Hunger nicht der geeignete Boden sei, um demokratische Ideen zu züchten, und wies besonders anf di* Gefahren eines neuen, unfruchtbaren Nationalismus hin. Die Schließung der Mühlen sei vom wirtschaftlichen Standpunkt aus absolut untragbar Und wenn heute versucht werde, von gewisser Seite der SP oder den Gewerkschaften diese Schließung in die Schuhe zu schieben, so könne man darauf nur antwoiten, daß für diese Maßnahme der Landesdirektor für Wirtschaft, Dr. Weiß, der gleichzeitig auch der CDU sehr nahe stehe, maßgebend sei. In der anschließenden Anssprache ergriff vor allem Gen. Lnti, Krauchenwies, das Wort, der das Referat des Genossen Drunsel durch viele Tatsachen ergänzen konnte. Nach der Anssprache, an der sich noch mehrere Mitglieder beteiligten, wurden.zwei wichtige Entschließungen einstimmig angenommen. Nachdem die Versammlung drei Delegierte zu dem im Februar stattfindenden Landesparteitag gewählt hatte, schloß der Vorsitzende Kronauer die äußerst anregende Versammlung. Straßberg. Die SP hielt eine äußerst gut besuchte Versammlung in der Bahnhofswirtschaft ab. Gen. Luti, Kranchenwies, gab eine plastische Darstellung der heutigen Situation. Er protestierte energisch gegen die gefahrvolle, von Landesdirektor Weiß verordnete Mühlen- Schließung und warnte besonders vor der unter aHen möglichen Verkleidungen getarnten Reaktion, die schon wfo der darauf warte, das deutsche Volk in ein neue«. ?rn4 diesmal definitives Unglück du titiMcn. Förderung des Waldbesitzes Seine überragende wirtschaftliche Bedeutung für den südbadischen Raum Mit dem totalen Zusammenbruch ist auch eine organisatorische Neuordnung der gesamten Bodenwirtschaft notwendig geworden. Nachdem der Waldbesitz aller Kategorien in Baden einheitlich der Staatsforstverwaltung unterstellt worden ist, wird damit die Bildung einer Berufsund Interessenvertretung des nichtstaatlichen Waldbesitzes, wie sie vor 1933 bestanden hat, dringend notwendig. Aus diesem Grunde wurde am 29. November 1946 in Freiburg der B a - disehe Waldbesitzerverband für die französisch besetzte Zone Badens geschaffen, der sich zur Aufgabe gesetzt hat, in allen Fragen de s nichtstaatlichen Waldbesitzes als verhandlungsfähiger Partner der Staatsforstverwaltung aufzutreten und in engster Fühlungnahme mit dieser einen Ausgleich der beiderseitigen Interessen zu suchen. Mit den Organen der landwirtschaftlichen Selbstverwaltung soll dabei ebenfalls eine intensive Zusammenarbeit angestrebt werden. Der badische Wald ist nicht nur bestimmend für die Schönheit unserer Heimat. Nach der völligen Verarmung Deutschlands kommt gerade im südbadischen Raum dem Wald als der fast allein verbliebenen Rohstoffquelle auch eine überragende wirtschaftliche Bedeutung zu. Vierzig Prozent der Bodenfläche Südbadens sind bewaldet, und davon ist der weitaus größte Anteil in der Hand von Gemeinden und Privaten. Die Bedeutung, die damit dem Wald für die Wirtschaft Badens in Zukunft zukommt, wird in weiten Kreisen der Bevölkerung, der Wirtschaft und Verwaltung vielfach noch nicht genügend erkannt, wa s in einer Minderbewertung von Wald und Holz seinen Ausdruck findet. Hier Wandel zu schaffen, wird eine Hauptaufgabe des Badischen Waldbesitzerverbandes sein. Vor allem aber gilt es, in den Reihen des Waldbesitzes selbst auf- Aus Freiburgs Bausteine — kein herrenloses Gut! Der vor Jahren unterbrochene Aufbau der neuen Handelsschule an der Glümerstraße darf niemanden zu der falschen Auffassung verleiten, daß das auf dem Bauplatz herumliegende Material herrenloses Gut sei. das man nach Belieben wegnehmen könne. Diese Belehrung mußten durch ein Urteil des Amstgerichts Freiburg zwei Männer erfahren, die beide an dem erwähnten Bauplatz 65 Muschelkalksteine auf ein Fuhrwerk geladen und zum Wiederaufbau eines bombenbeschädigten Häuschens im Bezirk Emmendingen wegtransportiert hatten. Auf eine Anzeige hin brachten sie die Steine wieder in die Glümerstraße zurück, aber der vollendete Diebstahl war damit nicht aus der Welt geschafft. Sch. wurde an Stelle einer verwirkten Freiheitsstrafe zu 200 RM Geldstrafe, de r einschlägig vorbestrafte S. zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Gemeinderatssitzung in Emmendingen In der letzten Sitzung des Gemeinderates unterbreitete der Bürgermeiser Vorschläge zum Wiederaufbau zerstörter Wohnhäuser, der weitgehend von der Stadt durch Selbstanfertigung der Baupläne, Materialbeschaffung, Verwertung von Altmaterial, Bereitstellung freiwilliger Arbeitskräfte usw. übernommen werden soll. Weiter sei eine Kinderspeisung für Februar geplant, wie auch die Stadtverwaltung alle Anstrengungen machen werde, um das schwierige Problem der Ernährung und Bekleidung zu meistern. Beabsichtigt sei ferner die Freigabe von Wiesengelände beim Sportplatz zum Anbau von Kleingärten. Bombengeschädigte und alte Leute seien zu Weihnachten besonders - betreut worden. Zur Brennholzversorgung erklärte er, daß. sobald die Witterungsverhältnisse es gestatteten, die Holzabfuhr wieder im Volleinsatz durchgeführt würde. In diesem Jahre werde alles darangesetzt, damit das Holz früher geschlagen und abgeführt werden könne. Nach eingehender Beratung wurde die jeder Familie zustehende Menge an Brennholz auf drei Ster klärend zu wirken und eine gerechte Verteilung der schweren Opfer, die das Erbe einer unseligen Vergangenheit dem Wald und seinem Besitzer auferlegt, anzustreben. Entsprechend dem überwiegenden Flächenanteil, den der Gemeindewald in Baden einnimmt, ist Oberbürgermeister Dr. Holtmann, Freiburg, zum 1. Vorsitzenden des Verbandes gewählt worden. Eine nicht minder wichtige Aufgabe wird der Waldbesitzerverband aber in der Pflege und Förderung des bäuerlichen Waldbesitzes sehen. Ziel aller Maßnahmen muß es hierbei sein, die Eigeninitiative des Waldbesitzers zu heben, keinesfalls aber zu schmälern. Durch Förderung der forstlichen Ausbildung der Waldbesitzer soll hierzu die Voraussetzung geschaffen werden. Darüber hinaus soll die Mitwirkung des Waldbesitzers in allen Fragen einer gerechten Verteilung der Holzumlage, der Holzverwertung, der Holzpreisgestaltung, der Besteuerung, des Forstschutzes und bei Arbeiterfragen sichergestellt werden. Bei der Aufstellung von Forsteinrichtungen, Beschaffung von Pflanzen. Geräten, Kleidern und Schuhwerk will der Verband den Waldbesitzer unterstützen. Zur Durchführung all dieser Aufgaben ist es notwendig, daß möglichst der gesamte Waldbesitz geschlossen seinen Beitritt erklärt, um dessen berechtigten Forderungen volles Gewicht zu verleihen. Es ergeht daher an alle waldbesitzenden Gemeinden und Privatwaldbesitzer die Aufforderung, dem wiedergegründeten Badischen Waidbesitzerverband beizutreten. Beitrittserklärungen sind an die Geschäftsstelle des Badischen Waidbesitzerverbandes. Freiburg im Breisgau, Burgunderstraße 2. 1. Stock, einzusenden. Nachbarschaft für Selbst- und zwei Ster für Nichtselbstaufbereiter festgesetzt. — Ferner wurden u. a. die Einstellung von Polizeianwärtern, die Umgestaltung dös Platzes vor dem Amtsgericht und die Neuaufnahme von Mitgliedern in die Freiwillige Feuerwehr behandelt. Betriebsräte tagten in Emmendingen Vor 200 Betriebsräten des Kreises Emmendingen sprach Kollege Faulhaber, Freiburg, eingehend über die Aufgaben der Betriebsräte und Gewerkschaften. Er zeigte die zu beschreitenden Wege, um das Mitbestimmungsrecht in allen Zweigen der Wirtschaft zu erlangen. Ferner gab Kollege Kappes, Freiburg, einen Bericht über die Interzonenkonferenz i n Hannover. Die Betriebsrätekonferenz billigte hierauf einstimmig die bereits am 16. Januar von der Freiburger Betriebsrätetagung angenommenen Entschließungen Darüber hinaus forderte sie die Aufhebung des Prioritätsbegriffs für verschiedene Städte sowie einzelne Betriebe und eine Besserung der Verkehrs- und Straßenverhält- nisse des Kreises durch Wiederaufbau der Eisenbahnbrücke in W a 1 d k i r c h, Ausbesserung der Kreisstraße n Emmendingen—Waldkirch und Inbetriebnahme einer Omnibuslinie Emmendingen —Elzach. Die Emmendinger „Naturfreunde" werden über das Wochende eine Wanderung zum Feldberg unternehmen. Abfahrt am Samstag entweder mit dem Zug um 6.49 oder 13.54 Uhr ab Emmendingen bis Posthalde. Wanderwart: Max Schallen Nlmburg. Frau Katharina Luise Link geh. Büh- ler feierte ihren 85. Geburtstag. — Herbert Het- tich stürzte auf dem Glatteis so schwer, daß er mit einem Knöchelbruch ins Emmendinger Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Ebringen. Seinen 73. Geburtstag feierte vor kurzem Kaufmann Robert Weinschenk, der unter dem Nazismus schwer zu leiden hatte und seit dem Zusammenbruch Vertrauensmann der Gemeinde beim Verkehr mit den Vorgesetzten Dienststellen ist. Seite fl — Nummer 7 - &a$£oßt _ Neuer 50 kW* Sender des „Südwestfunks“ Skitreffen beim „Küferhäusle“ Am Sonjtag, 2. Februar, findet auf dem Natur- Ireundehaus „Küferhäusle“ ein S k i t r e f f e n der Wintersportler des Touristen Vereins „Die Naturfreunde“ statt. Eingeladen sind hierzu alle Sektionen des mittleren Schwarzwaldes und die angrenzenden württembergischen Sektionen. Kochgelegenheit auf dem Hause ist wieder, wie früher, vorhanden. Die Sektion St. Georgen/Schw. des Touristenvereins „Die Naturfreunde“. Eigentümerin des weitbekannten Naturfreundehauses „Küferhäusle“ im Schwarzenbachtale bei Schönwald, teilt mit, daß das Haus wieder ganzjährig den Mitgliedern des Gesamtvereins und Freunden der Bewegung zur Benützung zur Verfügung steht. Der Hausbetrieb untersteht einem im Hause wohnenden ortsansässigen Hauswart. Die durch Diebstahl usw. sehr verringerte Hauseinrichtung macht für größere Wan der- und Skigruppen eine Voranmeldung beim Touristenverein „Die Naturfreunde“, Sektion St. Georgen, notwendig. Die nächste Bahnstation für den Besuch des Hauses ist T r i b e r g. Von hier aus geht es über die Wasserfälle auf das Hochplateau „Überm Wasserfall“ und kurz nach dem Gasthaus „Waldpeter“ links ab ins Schawrzenbachtal. Gehzeit ab Bahnhof Triberg eineinhalb Wegstunden. Vor einigen Wochen hat eine neue Sendeanlage des „Südwestfunks“, die in Koblenz errichtet wurde, mit den Versuchssendungen begonnen. Die Sendungen wurden auf der gleichen Welle durchgeführt, die schon von dem bisher in Koblenz arbeitenden 4-kW-Sender benutzt worden ist; 291 m mit 1031 hHz. Der neue Sender hat 50-kW- Sende-Energie, ist also nunmehr der stärkste Rundfunksender der französischen Zone. Der Aufbau dieses neuen „Südwestfunk“-Senders erfolgte auf Veranlassung der französischen Militärregierung mit amerikanischem Material durch Ingenieure der Lorenz A.-G. Er ist mit einer neuen energiesparenden Endstufe versehen, die bei geringem Stromverbrauch eine bessere Wirkung gewährleistet. Außerdem wurde durch Einschaltung einer Gegenkoppelung eine bedeutende Störfreiheit erzielt. Die Verbindung der Sendestation mit dem schon bisher benutzten 107 Meter hohen Sendeturm, der für den neuen Sender als Anti-Fading-Antenne ausgebaut wurde, erfolgt durch eine 200 Meter lange neuartige hochfrequente Energieleitung. Durch die Inbetriebnahme der neuen Koblenzer Sendeanlage erfährt das Rundfunknetz der französischen Zone, das von der Section Radio des Gouvernement Militaire zusammen mit den zuständigen deutschen Dienststellen aufgebaut wurde, eine erhebliche Erweiterung, so daß eine neue, wesentliche Etappe innerhalb der Rundfunkarbeit im südwestdeutschen Raum vollendet wird. Die offizielle Eröffnung des Sendebetriebes mit dem neuen Koblenzer 50-kW-Sender des „Südwestfunks“ erfolgt am Samstag, 25. Januar. Der Chef der Militärregierung, Administrateur Gendral Laffon, wird den Sender persönlich einweihen. Die Leiter der Sender in der amerikanischen, britischen und russischen Zone sind zur Eröffnungsfeier eingeladen worden. Anläßlich der Inbetriebnahme des Senders wird das große Orchester des „Südwestfunks“ unter Leitung von Generalmusikdirektor Lessing in Koblenz ein öffentliches Symphoniekonzert geben, bei dem der bekannte französische Flötist Marcel Moyse als Solist mitwirkt. Auf dem Programm stehen Werke von Beethoven, Mozart. Stravinsky und Ravel. Außerdem wird im Alten Schloß eine Funkausste'lung mit Darstellungen zur Entwicklung des Rundfunks und aus der Arbeit des „Südwestfunks“ gezeigt. Samstag, 25. Januar 1947 Südwestfunk Klänge Samstag. 25. Jan.. 15.00 aus Koblenz: Nadtmittag*. konzert — dazwischen mehrere „eportagen von der Ein* weihung der neuen Sendeanlage des Südwestfunks ia Koblenz und von der Eröffnung der Rundfunkausstellung; 18 aus Baden-Baden: Wiederholung des Kabarett? „Himmel und Hölle“; 19.15 Begegnung mit Albert Bassermann Sonntag, 26. Jan. 11.1)11 Keligiöse Morgenfeier; 14.30 Solislische Kleinigkeiten; t6.15 Herbert Heß, Tenor, singt Lieder von Hugo Welf; 16.30 „Was man am Kabarett sang und singt“; 17.00 Szenen aus „Mathis der Maler r, Paul Hindemith; 20.15 Tausend bunte Noten; 21.00 Dag Prisma. Montag. 27 Jan.: 20.15 Musikalisches Rendezvous* 21.15 Solistenkonzerl Günter Kehr (Violine) und Maria Bergmann (Klavier); 22 15 Musik der Welt im SWF, Spanische Komponisten der Gegenwart; 23.15 „Tanzende Tasten“. Dienstag, 28. Jen.: 20.30 Hörspiel: „Ein idealer Gatte“ von Oskar Wilde, Freibnrg sendet: Samstag. 25 Jan. 8.05 Nachrichten, 8.50 Suchdienst, 11.45 Nachrichten; 12.00 Mittagskonzert; 14 00 .«g'ndfunk; 14.30 Suchdienst, 17.30 Unterhaltungskonzert mit Solisten, 19.15 Arbeit der Caritas, 19.30 Nachrichten. Sonntag, 26. Jan.: 8.05 Das Unvergäng iche, 11.00 Kath. Morgenfeier; 12.00 Mittagskonz-’rt; dazwischen Freiburger Tagebuch. 15.30 Stimme der Heimat, 19.30 Nachrichten und Sport. Montag, 27. Jan.: 8.05 Nachrichten, 8.50 Suchdienst, 11.45 Landfunk; 12 00 Mittagskonzert; 14:30 Suchdienst, 17.30 Alem Komponisten: Oskar Bauman»i; 18.15 Vorlrag. Dienstag, 28. Jan.: 8.05 Nachrichten. 8.50 Suchdienst, 11.45 Nachrichten 12 00 Mittagskonzert; 14.30 Suchdienst* 17.30 Musik-Mosaik, 19.30 Nachrichten. Ausgabe der Lebensmittelkarten Die Lebensmittelkarten für die 22. Zuteilungsperiode (Februar 1947) werden von Dienstag, 28. Januar, bis Freitag, 31. Januar 1947, ausgegeben. Die Au^gabelokale siebe Anschläge in den Einzelhandelsgeschäften. Die Verbraucher werden besonders darauf hingewiesen, daß die Ausgabe wieder an vier Tagen stattfindet. Die Verbraucher werden dringend gebeten, sich genau an die festgesetzten Ausgabetage zu halten und die Lebensmittelkarten nur an diesen Tagen zu holen Für alle männlichen Personen vom 14. bis 65. Lebensjahr und die weiblichen Personen vom 15. bis 50. Lebensjahr ist beim Abholen der Lebensmittelkarten die „Meldekarte für den Arbeitseinsatz“ mit dem Bestätigungsvermerk des Arbeitgebers oder des Arbeitsamtes vorzulegen, Ernährnngsamt Freiburg-Stadt Essenskarten für die Gaststättenverpflegung für Februar 1947 (22. Zuteilungsperiode) werden am 29., 30. und 31. Januar 1947 auf dem Ernährungsamt (Lessingschule), Zimmer 4 in der Zeit von 8—16 Uhr ausgegeben. Ausweise sind mitzubringen. Hotel- u. Gaststättengewerbe Kreisgesdtaftsstelle Freibg. Schauinslandbahn Zur Einsparung von elektrischem Strom und zur Vereinfachung der Unterhaltungsarbeiten muß der Betrieb der Seilsdiwebebahn bis auf weiteres jeweils von Dienstag, 1 J Uhr, bis Mittwoch, 17 Uhr, eingestellt werden. Schauinslandbahn AG. Freiburg L Br. Kaufgräber in den Friedhöfen Grabstätten, die im Jab re 1886 erworben, später auf weitere 30 Jahre wiedererworben worden sind, sind im Jahre 1946 gänzlich verfallen. Grabstätten, die im Jahre 1916 erworben und inzwischen nicht wiedererworben worden sind, sind im Jahre 1946 verfallen. Gemäß i 46 der Friedhofs- und Bestattungsordnung wird darauf aufmerksam geraucht, daß die auf den Grabstätten befindlichen Kreuze und Denkmäler innerhalb einer Frist von drei Monaten beseitigt werden müssen, widrigenfalls die Friedhofverwaltung die Beseitigung vornehmen und über die zu entfernenden Materialien nach freiem Ermessen verfügen wird. Persönliche Auffordrungen erfolgen nicht. Der Oberbürgermeister der Stadt Freiburg — Abt. IV Wiederbelegung der allgemeinen Begräbnisfelder Grabstätten, in denen im Jahre 1931 Personen im Alter von 10 Jahren aufwärts und im Jahre 1937 im Alter unter 10 Jahren heigesetzt worden sind, müssen in nächster Zeit zur Wiederbclegung eingeebnet werden. Ich mache dies mit dem Anfügen bekannt, daß gemäß I 46 •der Friedhofs- und Bestattungsordnung alle auf obengenannten Grabstätten befindlichen Kreuze und Denkmäler innerhalb einer Frist von drei Monaten beseitigt werden müssen Geschieht dies nicht, so wird die Friedhofverwaltung die Beseitigung vornehmen und über die zu entfernenden Materialien nach freiem Ermessen verfügen. Der Oberbürgermeister der Stadt Freiburg — Abt. IV Landwirtschaftliche Unfallversicherung Zur Zeit findet die Neuaufstellung des Betriebsunternehmerverzeichnisses der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe für Freiburg und Vororte für das Jahr 1°46 statt. Betriebsunternehmer, welche seit Oktober 1945 den Betrieb eingestellt, neu eröffnet oder in einem erheblichen Maße eingeschränkt oder erweitert haben, werden bei Vermeidung *üner Strafe aufgefordert, bis 15. Februar ds. Js. hiervon der Veranlagungsstelle — Städtisches Steueramt, Kronenstr. 2 — Anzeige zu erstatten. Das Unternehmerverzeichnis Hegt daselbst bis zu diesem Zeitpunkt zur Einsichtnahme auf. Der Oberbürgermeister der Stadt Freiburg — Abt. III Öffentliche Zahlungsaufforderung Die Arbeitgeber werden zwecks Vermeidung der Zwangsbetreibung aufgefordert, die für die Beitragsmonate September/Oktober 1946 fälligen Gesamtbeiträge zur Sozialversicherung bis einschließlich 1. Februar 1947 an die Kasse einzuzahlen. Für die bis zu diesem Zeitpunkt nicht entrichteten Beiträge wird ein Säumniszuschlag in Höhe von 2 v. H. erhoben. Die ira Abbuchungsverfahren zum Einzug kommenden Beiträge sind von dieser Zahlungsaufforderung ausgenommen. Gleichzeitig werden die Arbeitgeber darauf hingewiesen, daß ab 1. Januar 1947 der Beitragseinzug monatlich erfolgt. Lohnveränderungen sind binnen drei Tagen der Kasse anzuzeigen. Später eingehende Lohnveränderungsmeldungen, die niedrigere Beiträge bedingen würden, blei- den unberücksichtigt. Auch die Beiträge für die freiwillig versicherten Kassenmitglieder sind am 1. Januar 1947 monatlich im voraus, und zwar spätestens bis zum 7. eines jeden Monats zu entrichten. Allgemeine Ortskrankenkasse Freibarg i, Br. Der Vollstreckungsbeamte Ausstellung eines Berufsbuches Nach Abschnitt 1 A der vom Badischen Arbeitsministerium erlassenen Anordnung über den Arbeitseinsatz vom 3 August 1946 müssen alle Angestellten, Arbeiter, Lehrlinge, Praktikanten und Volontäre im Bes'tze eines Berufsbuches sein. Das Berufsbuch tritt an die Stelle des bisherigen Arbeitsbuches. Fs wird durch das für den Wohnort des Beruf«buchpflichtiger zuständige Arbeitsamt ausgestellt. Diese werden in den nächsten Tagen im amtlichen Teil der Tageszeitungen nähere Ausführungen hierzu beknnntgebm. Von einem bestimmten Zeitpunkt ab, der noch bekanntgegeben wird, dürfen Arbeiter und Angestellte, Lehrlinge. Praktikanten und Volontäre nur noch beschäftigt werden, wenn sie ein Berufsbuch besitzen. Es wird erneut darauf hingewiesen, daß für die Ausstellung, die Aufbewahrung und die Schließung des Berufsbuches sowie für die mit dem Berufsbuch verbundenen Anzeigen über Beginn oder Ende eines Arbeitsverhältnisses, über Wohnungswechsel, Änderung der Fa- milienverhältnisse, der Beschäftigungsart usw. bis auf weiteres die für das Arbeitsbuch erlassenen Vorschriften und Bestimmungen gelten. Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die gegen diese Bestimmungen verstoßen, machen sich strafbar. Der Präsident des Landesarbeitsamts Baden gez Martzloff Preise für Spielwaren Auf Grund des § 2 des Preisbildungsgesetzes vom 29. Oktober 1936 (RGBl. 1, S. 927) werden die Preise für Spielwaren in Baden wie folgt geregelt: 5 1. Spielwaren aller Art, die in Baden hergestellt werden, dürfen nur in Verkehr gebracht werden, wenn die Verbraucherpreise genehmigt sind und die Waren eine Registernummer erhalten haben. Die Verbraucherpreise werden nach Anhörung eines Sachverständigenausschusses durch die Preisbildungsstelle festgesetzt. Maßgebend für den Verbraucherpreis ist der Verkaufs- j wert des Spielzeuges unter Beachtung der Vorschriften des Preiserhöhungsverbotes. Die Selbstkosten sind zur Ermittlung des Verbraucherpreises nur hilfsweise heranzuziehen. ö 2. t. Die Hersteller von Spielwaren haben von jedem Spielzeug, das sie in Verkehr bringen wollen, zwei Muster sowie eine Preiskalkulation der Preisbildungsstelle vorzulegen. 2. Die Kalkulation muß wie folgt gegliedert sein; Werkstoffkosten, Fertigungslöhne, Gemeinkosten, Selbstkosten, Gewinnaufsmlag, Sonderkosten (Umsatzsteuer), Herslelleiprfcis. 3. Die Fertigungslöhne sind für die einzelnen Ärbeitsgänge gesondert auszuweisen. 4. Die Betriebsinhabe- dürfen für ihre hand* werkliche Mitarbeit den höchsten örtlichen Gesell; nlohn des Handwerkszweiges im Fertigungslohn berechnen. Die allgemeine Leitung und Überwachung der Arbeit durch den Betriebsinhaber kann nach den gleichen Grundsätzen im Gemeinkosten Zuschlag berücksichtigt werden. 5 Als Gewinnaufschlag darf höchstens ein Betrag von 6 v. H der Selbstkosten eingesetzt werden. § 3. Der Hersteller erhält nach Festsetzung des Verbraucherpreises ein Muster des Spielzeugs zurück. Das Muster ist im Betrieb auf/ubewahren. Die Herstellung der Spielwaren hat mustergetreu zu erfolgen. § 4 Der Hersteller hat den genehmigten Verbraucherpreis und die Registernummer auf den Rechnungen z« vermerken § 5. 1. Dem Handel sind auf die genehmigten Verbraucherpreise mindestens folgende Preisnachlässe zu gewähren: a) Bei Lieferungen an den Großhandel oder an Einkaufs Vereinigungen 40 v. H. b) Bei unmittelbarer Belieferung des Einzelhandels und bei einem Verbrancherreis bis zu 10 RM. 33 Y\ v. H. und bei einem Ver* raucherpreis über 10 RM. 30 v. H. 2. Soweit mehrere Handelsstufen oder mehrere Händler derselben Stufe am Absatz beteiligt sind, haben diese sich die genehmigten Preisnachlässe angemessen zu teilen. Angemessen ist bei einem Gesamtpreisnachlaß von 40 v. H. ein Satz von 10 v. H. für die 1. Stufe, bei einem Gesamtpreisnachlaß von 33^ v. H ein Satz von 8*/, v. H und bei einem Gesamtpreisnachlaß von 30 v H. *»in ^atz von 6 v. H. I 6. Der von der Preisbildungsstelle für Baden festgesetzte Verbraucherpreis ist verbindlicher Verbraucher- Tiöchstpreis. § 7. Für Spielwaren, die aus einer anderen als der französischen Zone bezogen werden, richten sich die höchstzulässigen Handelsspannen nach den in I 5 festgesetzten Mindest nach lassen, § 8. Die bisherigen Zahlungs- und Lieferungsbedingungen werden durch diese Anordnung nicht berührt.. Soweit die Zahlungs- und Lieferungsbedingungen keine abweichenden Bestimmungen enthalten, ist die Fracht vom Empfänger zu zahlen I 9. Die dieser Anordnung entgegenstehenden Bestimmungen werden aufgehoben. 5 10 Zuwiderhandlungen werden nach der Verordnung über Strafen und Strafverfahren bei Zuwiderhandlungen gegen Preisvorschriften vom 3. Juni 1939 in der Fassung vom 26. Oktober 1944 (RGBl. 1, 8. 264) geahndet. I 11. Die Anordnung tritt mit ihrer Verkündung in Kraft, Badisches Wirtschaftsministenum — Preisbildungsstelle Famlllenanzelsen Oie glückliche Geburt einet gesunden Mädels zeigen an: Josef Aue und Frau Ursel geb. Bärlin. Freiburg I. Br.. 18. Januar 1947 Z. Z. Hegarklinik. Wir haben den gemeinsamen Lebensweg begonnen: Kurt Hoffacker Centn Hoftacker geb. Reutter. Freiburg i. Br., 23. Januar 1947 GUnterstalstr. 37 Gresserstr. 5. Nach einem arbeitsreichen Leben Ist unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Minna lindner geb. König Im Alter von 86 Jahren in Gottes ewigen Frieden heimgegangen. Die Einsegnung fand im evangelischen Altersheim „Elende“ bei Blelcherode statt Freiburg I. Br. 21. Dezember 1946 Walter Lindner; Käthe Wuttke geb. Lindner. Großbodungen; Martha Lindner. Oberhausen/Rhld.; Tilde Lindner geb. HaU; Hans Wuttke, Großbodungen, und 3 Enkelkinder. Nach Gottes unerforschlichem Rat. Schluß starb am 11. Januar nach kurzer, schwerer Krankheit unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Maria Wißier geb. Bürklin. Wir haben sie In aller Stille bel- gesetzt Freiburg I. Br., *1. Januar 1947 Konviktstraße 16 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie August Wißier; Elsa Wißier. An den Folgen eines Unglücksfalles verschied am 9. Jan. nach ^tägiger glücklicher Ehe mein geliebter Mann, mein lieber Sohn, unser lieber Bruder, Schwager und Schwiegersohn' Otto Bartsch, Maurer fm Alter von 30 Jahren. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei unserem schweren Verluste danken wir herziiehst. Ganz besonderen Dank den Herren der Pfarrei Herz Jesu, besonders Herrn Kurst Knecht für seine trostreichen Worte, der Firma All- geler und der Belegschaft für den ehrenden Nachruf und die Kranzniederlegungen am Grabe sowie für alle Kranz- und Blumenspenden und d e Begleitung zur letz- den Ruhestätte. Freiburg 1. Br.. Gartenstr. 3. Alienstein (Ostpr.), Utzmemmingen, Kr. Aalen, den 22. Januar 1947. tm Namen de trauernd Hinterbliebenen: Fri'J WaHi Bartsch geb. Reinie verw. Weißlämmle. Offene Stellen MletaesiicHe Gesch s ft l Idies Zum sofortigem Eintritt werden für unsere Wag-eninstancteeizungswerk- Stätte in Dauerstellung gesucht: 2 Masch.-Schlosser, 3 Schreiner od. Stellmacher. 1 Elektriker, 1 Lackierer, 5 Hilfsarbeiter Ferner für unsere Abteilg. Strecke: Masch.-Schlosser, Streckenarb., Oberleitungsmonteure u Schmiede. Meldung über das Arbeitsamt Freiburg !. Br. bei der Direktion der Stadt. Straßenbahn, Freiburg I, Br., Urachstr. 3. Gesucht werden: 1 Jurist, 1 Dolmetscherin), 1 Sachbearbeiter f. Vieh, ' Sachbearbeiter für Wein, 1 Sachbearbeiter für Kartoffeln, 1 Sachbearbeiter für Personal. Bewerb.- Unter!, mit Lebens!, u. pol Fragebg. sind beim Bad. Staatskommissariat für Ernährung, Freiburg i. Br., Erb- prinzenstr. 2, einztreichen. Sofortig, guten Verdienst finden Mit. arbeiter(innen), Krlegsvers., Flüchtlinge, durch haupt- u. nebenberufl. Tätigkeit für unsere Privat-Kranken- kasse. Gewährt werden Höchstprovisionen u. Spesenzuschüsse. Angebote an Bez.-Direkt. H. Biastoch, Freiburg, Engelbergerstr. 39. Mitarbeiter an allen Plätzen gesucht. Einige tüchtige Schreiner u. Masch - Schieiner h Daue*stell. per sof. ges. Mittagessen von der Werkküche Möbelfabrik Ad. Dietiei, Gm.b.H., Grünwälderstr. 10/12. Für gröberen Bezirk wird Vertreter gesucht, der bei Handel, Industrie und Gewerbe gut eingeführt ist. Gute Verdienstmöglichkeit. 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