I Samstag, 25. Oklober 1947 2. Jahrgang > Nummer 85 Fretbarg l » B t e i • g • ■ ErscheiDunj's.tage Mittwoch und 5ainstag , tinzel- preis 20Pf. / Mooatsbezugspreis HM 1 h0 einscbliefl lieb Trägerlohn, durch die Post bezogen HM 1.84 Anzeigen laut Tarif gegen Keonkartenauswei». Organ der Sozialdemokratischen Partei Badens Herausgegeben vom Sozialistischen' Verlag Freiburg G. m. b. H., Freiburg 1 Br., Kaiser-Joseph Straße 229, Verbreitungsgebiet: Land Baden (Französische Zone) Geschäftsstellen und Vertretungen in allen größeren Fernruf Nr. 2816. Bankverbindungen: Deutsche Bank, Filiale Freiburg; Freiburger Gewerbebank e.G.m.b.H., Orten. — Anzeigenpreisliste Nr. 2. — Gerichtsstand Freiburg i. Br. — Schriftleitung Dr F Große; Verlags- Freiburg i Br. öffentl Sparkasse Freiburg i Br. (Städt Sparkasse): Postscheck-Kto. Ludwigshafen/Rh Nr. 25460 teitung Karl May, E. Bauermeister. — Druck: Universitätsdruckerei Poppen & Ortmann, Freiburg i- Br Kabinettsiunbildung in Frankreich Erste Auswirkungen der französischen Gemeindemahlen Die französischen Gemeindewahlen mit ihrem überraschenden Resultat haben sofort starke Auswirkungen gehabt. Am Morgen des 22. Oktober beschloß der französische Ministerrat einstimmig den Rücktritt der Regierung. Am späten Abend wurde jedoch bereits vom Ministerpräsidenten Ramadier eine neue Regierung gebildet, die, wie der Ministerpräsident in seiner von uns weiter unten gebrachten Erklärung aus- drüdet, die gleiche Regierung ist, die im Januar gebildet wurde. Ihr gehören sieben Sozialisten an, darunter wieder Daniel Mayer für Arbeitend Sozialfürsorge, Robert Lacoste für Industrie und Handel und Jules M o c h für Wirtschaft, öffentliche Arbeit und Transportwesen, ferner drei christliche Demokraten (MRP), darunter wiederum B i d a u 11 für das Außenministerium und Robert Schumann für das Finanzministerium, zwei Radikalsozialisten und ein unabhängiger Republikaner. Das französische Parlament ist für Dienstag, 28. Oktober, zusammenberuien, obwohl ursprünglich die nächste Sitzung erst für den 13. November festgesetzt war. Die Sitzung wird mit Spannung erwartet, da Sich dabei zeigen wird, ob die neue Regierung eine Mehrheit im Parlament hinter sich vereinigt oder ob die Auswirkungen der Wahl vor allem beim MRP dazu führen, daß ein größerer Teil der bisherigen Abgeordneten dieser Partei zu de Gaulles übergehen werden. Auch in der französischen Morgenpresse vom 23. Oktober wird die jetzige Lösung fast einstimmig als Notbehelf bezeichnet. Die Zeitung „Combat“ schreibt: „Es ist etwas früh, um beurteilen zu können, ob die Regierungsumbildung der Verwirrung vorangeht, die der Erfolg des RPF verursachte, oder ob sie darauf hinweist, daß eine feste Entschlossenheit besteht, die gegen de Gaulle sind, zu stärken und zu sammeln.“ Bemerkenswert ist, daß das radikalsozialistisch orientierte Blatt „L'Anrore“ eine acht- Spaltige Schlagzeile bringt: „Dieser Notbehelf wird das Land nicht retten. Die nationale Souveränität hat de Gaulles berufen.“ Die Hintergründe der Kabinettsumbildung Ministerpräsident Paul Ramadüer hielt eine Pressekonferenz ab, bei der er die Hintergründe seiner Kabinettsumbildung darlegte. Er erklärte dabei u. a.: „Es handelt sich weder um eine Programmänderung, noch um eine Änderung der politischen Orientierung, sondern lediglich um eine vorübergehende Umstellung, die dazu bestimmt ist, die Regierungsautorität zu festigen und zu stärken und die in der augenblicklichen schwierigen Lage von der Regierung zu treffenden Entscheidungen zu erleichtern und zu beschleunigen.“ Ministerpräsident Ramadier zog dann (Be Bilanz seiner bisherigen Regierungstätigkeilt und bezeichnete dabei die Lage als schwierig sowohl in politischer als ita wirtschaftlicher Hinsicht. Er betonte, daß es vor allem von wesentlicher Bedeutung sei, die Versorgung des Landes mit Fett und Energie sicherzustellen. Weiter erklärte Ramadier: „Man kann wohl sagen, daß wir auf fast allen Gebieten schon letzt den Stand der Vorkriegsproduktion erreichen, unter der Voraussetzung allerdings, daß die Kohleneinfuhr aus Amerika, Deutschland und Polen in dem in den letzten Wochen erreichten Tempo weiter geht, und daß die Einfuhr in Baumwolle, Wolle und unerläßlichen Lebensmitteln so wie bisher weitergeht.“ Ministerpräsident Ramadier kam dann auf das Preisproblem zu sprechen und sagte: „Dieses Problem, das sich aus einer Reihe von Einzelfragen zusammensetzt, tritt auf allen Gebieten hart in Erscheinung. Im kommenden Winter muß die Verteilung und gelegentlich auch die Rationierung streng gehandhabt werden, um eine erträgliche Versorgung der Großstädte sicherzusteUen.“ In der Finanzfrage erinnerte Ramadier an den von ihm in großen Zügen dargelegten Plan, der die Gftsundung der französischen Finanzen durch Angleichung der »Ausgaben an die Einnahmen bringen soll. Er sagte zu diesem Thema u. a.: „Im Jahre 1948 müssen wir zu einem völlig ausgeglichenen Staatshaushalt kommen. Zu diesem Zweck müssen die Ausgaben gedrosselt werden. Eine Steuerreform soll die Steuerhinterziehung unterbinden und eine gerechte Verteilung der Steuerlasten herbeiführen. Unsere Investierungen müssen wir auf möglichst langfristige Kredite beschränken.“ „Eine Gefahr jedoch“, so sagte Ramadier weiter, „bedroht den Ausgleich des Staatshaushalts: Die Inflation. Der teuflische Kreislauf, in dem Geld, Löhne und Preise vergeblich einander einzuholen versuchen, muß zum Stillstand gebracht werden. Das kann aber nur im Einvernehmen mit der gesamten Nation erreicht werden. Die Erreichung dieses wirtschaftlichen Zieles bedarf der Konzentrierung aller nationalen Kräfte.“ Zum Abschluß dieses Teiles seiner Ausführungen wies Ministerpräsident Ramadier darauf hin, daß Frankreich als Ersatz für seine fehlenden natürlichen Quellen immer voiuder Einfuhr abhängig gewesen ist, und daß es die Devisenfrage nur durch laufende Ausfuhren lösen kann. „Unter diesen Verhältnissen“, sagte Ramadier weiter, „kam die Idee des Mar shall-Pla- nes auf. Es ist das ein heikles Problem und die ersten Schritte sind notwendigerweise schwierig. Und gerade in diesem Augenblick, wo wir die Einmütigkeit der Nation brauchen, und wo die Regierung ihre ganze Autorität zum Einsatz bringen muß, tauchen Streitigkeiten und polltische Schwierigkeiten auf.“ In sehr eindeutigen Worten sprach der Ministerpräsident in diesem Zusammenhang von der „kommunistischen und der gaullistischen Agitation“. Nach dieser Darstellung der augenblicklichen Lage kam der Regierungschef auf seine Pläne Der Aufbau in Baden Gouverneur Pene zur politischen und wirtschaftlichen Lage Vor Mitgliedern der badischen Regierung, Vertretern der politischen Parteien und der Gewerkschaften und den Hauptschriftleitem der badischen Zeitungen gab am 22. Oktober 1947 Gouverneur Pene einen großangelegten Überblick über die politische und wirtschaftliche Entwicklung in Baden, wobei er zugleich eine Reihe von Fragen beantwortete, d:fe ihm in der letzten Zeit von verschiedenen Seiten gestellt wurden. Der Gouverneur schilderte die chaotischen Zustände am Zeitpunkt der Besetzung. Er zeigte, wie auf allpn Gebieten ein stetiger zielbewußter Aufbau durchgeführt wurde. Die Demokratisierung des Landes habe erhebliche Fortschritte gemacht und werde weitergeführt. Gouverneur Pene brachte zum Ausdruck, daß die gegenwärtigen Befugnisse der Regierung eine weitere Ausdehnung erfahren würden und daß auch in der Frage der Behandlung von Anträgen im Landtag in Zukunft den Parteien eine größere Freiheit eingeräumt werden würde. In der Frage der Denazifizierung bemerkte der Gouverneur, daß die Kritik, die an einzelnen Maßnahmen geübt worden wäre, vielfach auf Grund einer schlechten Unterrichtung erfolgt wäre. In der ersten verwaltungsmäßigen Phase der Säuberung sind 300 000 Fragebogen ausgefüllt, 127 Kriegsverbrecher vor die Gerichte gestellt, 3981 Belastete interniert und 87 576 Sühnemaßnahmen getroffen. Bei dem Umfang der Aufgabe waren Irrtümer unvermeidlich. Jetzt besteht die Gelegenheit, in der zweiten rechtlichen Phase der Säuberung Korrekturen vorzunehmen. Bisher liegen 8852 Gesuche auf Revision vor. Die Internierten — ein Teil von ihnen ist bereits in Freiheit gesetzt — werden ebenfalls durch die Spruchkammern überprüft. Besonders wichtig ist der Hinweis des Gouverneurs, daß die Beamten nach Verbüßung der gegen sie erlassenen Sühnemaßnahmen wieder entsprechend eingestuftwerden sollen. Auch das Pensionsrecht der durch Auflösung ihres Dienstverhältnisses ausgeschiedenen Beamten ist bestätigt worden. Die in Prozentsätzen ausgesprochenen Beschlagnahmen sollen in Geldbußen verwandelt werden, die Jugendamnestie derart vereinfacht werden, daß alle nach dem 1. 5. 1928 Geborenen, die keinen Po- 300 Fabriken Vorläufige Demontagetiste für die französische Besatzuneszone Bei den Besprechungen von Administrateur General Laffon mit den Ministerpräsidenten der Länder der französischen Zone in Baden-Baden bildete die Frage der Demontage von Fabriken in der französischen Zone einen wichtigen Punkt. Im Auftrag der interalliierten Reparationsagentur sollen in der französischen Zone dreihundert Fabriken demontiert werden. Die Liste der zu Reparationszwecken zur Verfügung gestellten Fabriken, die vor kurzem von der französischen Vertretung beim Kontrollrat ein- gereleht wurde, ist eine gekürzte vorläufige Liste, die unter Berücksichtigung der bereits endgültig zu Reparationszwecken zur Verfügung gestellten Fabriken bedeutend hinter dem ursprünglichen Reparationsprogramm zurückbleibt. Die E-inzelmaschinenablleferung Die Ablieferung einzelner Maschinen ist fetzt nach dem von der Militärregierung Anfang dieses Jahres aufgestellten Programm in der Durchführung begrif- j wertige, Jen- Diese Maschinen werden von der Brüsseler Inter- werden. alliierten Organisation unter sämtliche Nationen verteilt, denen ein Anrecht auf Reparationen zuerkannt worden ist. Es wird darauf hingewiesen, daß die von den deutschen Behörden an geforderten Vorschläge, insgesamt 12 000 Einzelmaschinen mit einem Gesamtwert von 30 Millionen Mark umfassen, während die Zahl der Maschinendemontagen auf rund 10 0 0 0 Stück mit einem Gesamtwert vor 15 Millionen HM beschränkt worden ist Bei der Überführung der Maschinen von den Fabriken in die SammelsteUen wird eine letzte Überprüfung für die Ausnahmefälle durchgeführt, bei denen es sich um eine Maschine handelt, deren Verbleib für den betreffenden Produktionszweig unbedingt notwendig ist Diese Überprüfung erfolgt auf Grund der von den Vertretern der Militärregierung vorgebrachten Einwendungen. Dabei werden, wenn es möglich ist, die zuständigen Wirtschaftsstellen zur Beratung herangezogen Diese Überprüfung hat in Einzelfällen zur Folge, daß einige auf den Listen stehende Maschinen zur Verfügung ihrer Besitzer belassen werden. Diese Maschinen sollen späterhin durch andere gleichere leichter zu entbehren sind, ersetzt sten inne hatten, der eine Amnestie ausschließt, von Amts wegen amnestiert werden. Diesen mehr negativen Seiten des Aufbauwerkes stehen die vielen konstruktiven Maßnahmen gegenüber, um den demokratischen Gedanken in der öffentlichen Meinung zu verankern. Gouverneur Pene wies hierbei besonders auf die Entwicklung der politischen Presse hin und auf die vielerlei kulturellen Maßnahmen. Der Gouverneur würdigte dann eingehend die Arbeit der Gewerkschaften, in denen bereits 70 000 Personen organisiert sind und ging dann ausführlich auf die Wirtschaftslage ein. Er wandte sich dagegen, daß durch Gerüchtemacher die Bevölkerung in der Frage der Kartoffelversorgung beunruhigt werde. Auf Grund einer Ernte von rund 346 000 Tonnen könnten für jeden Verbraucher 100 bis 120 kg Kartoffeln zur Verfügung gestellt werden, zusätzlich gewisser Sonderzuteilungen für Schwerarbeiter. Die Getreidelage sei weniger günstig. Hier ist das Land von Ende Januar ab auf Einfuhren angewiesen. Die Zuckerversorgung würde ab November wieder in vollem Umfang auf genommen werden. Die Milchablieferung sei nur dadurch gesichert worden, daß die Militärregierung die Kontrolle selbst in die Hand genommen hat. Dadurch sei es möglich gewesen, die Butterration, die im Mai nur 50 g betragen hätte, in den nächsten Monaten erheblich zu stetigem. Gouverneur Pene wandte sich dann gegen das immer wieder auftauchende Gerücht, daß die Entnahmen der Franzosen an allem schuld seien. Bei Kartoffeln sei die diesjährige Auflage für die Besatzungstruppen nur 2,3 Prozent der Ernte. Demgegenüber hätten die Bauern 7000 Hektar Kartoffelacker verheitalicht, deren Ertrag 12mal größer sei als die Auflage für die Truppe. Was das Fett anbetrifft, so sei darauf zu verweisen, daß Baden in den Genuß von 940 Tonnen eingeführter Fettstoffe gekommen sei. Was die Frage der industriellen Produktion anbetrifft, So erreichen diese heute etwa 35 Prozent der Produktion von 1938. Durch eine feste Preispolitik und durch den unerbittlichen Kampf gegen den Schwarzhandel suche man jede Warenanhäufung zu verhindern. Es sei besonders wichtig, die badische Produktion für die Ausfuhr zu intensivieren, denn es sei klar, daß die Zone nur so viel von lebensnotwendigen Dingen einführen könne, als sie auszuführen imstande sei. Der Hinweis, daß die Bizone weniger ausführe als erhalte, müsse mit der Erklärung Entgegnung finden, daß Frankreich verarmt und erschöpft, nicht imstande sei, dem Lande eine unentgeltliche Unterstützung zu gewähren. Doch auch das, was Frankreich aus der Zone einführe, müßte voll in Dollar gezahlt werden und von einer „Ausplünderung“ könnte nicht gesprochen werden. In Zukunft sei eine Dezentralisierung des Außenhandels geplant. Vom 1. Oktober an werde die badische Regierung vierteljährlich über folgende Dollarbeträge verfügen können: 10 Prozent, wenn die Ausfuhr 4,5 bis 5,5 Millionen Dollar erreiche. 20 Prozent bei 5,5 bis 6,5 Millionen. 30 Prozent bei 6.5 bis 7,5 Millionen: 40 Prozent bei 7,5 bis 8.5 Millionen und 50 Prozent bei 8,5 bis 9,5 Millionen. Diese Devisen stünden dann für Einfuhren zur Verfügung, die außerhalb des allgemeinen Importprogramms der Zonen lägen. Am Schluß wies der Gouverneur noch auf die Tatsache hin, daß die Besatzungskosten von 180 auf 103 Millionen RM herabgesetzt sind. gegenüber dem Parlament zu sprechen. Er wird dort, wie er sagte, die Mittel fordern, mit denen er die Öffentlichkeit dahingehend beeinflussen kann, daß sie dite Opfer auf sich nimmt, die die Härte der Zeit fordert. Gleichzeitig will er seine Pläne zur Verwaltungsreform und seine Wirtschafts- und Finanzvorschläge dem Parlament zur Genehmigung unterbreiten. Ramadier gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Regierung, wenn sie vom Parlament die Bestätigung ihrer Autorität erfahren habe, dort nicht einer Kraftprobe entgegengehen, sondern im Gegenteil, einen Beweis von Vernunft erfahren werde. Das Ergebnis der Gemeindewahlen für Paris und Vororte Für Parts und die Vororte (Seine-Departement) ergibt sich folgendes Gesamtergebnis: Komm. P. Sozial. P. MRP Paris: Vororte: 324129 386297 103 369 92103 75 286 72 386 RPF 657748 374974 Insgesamt: 710426 195472 147 672 1 032 722 In den Pariser Vororten behält die kommunistische Partei, die die Mehrheit in 60 Gemeinden inne hatte, nach dem Wahlergebnis vom letzten Sonntag, die absolute Mehrheit nur noch in 22 Gemeinden. Die französische Volksunion General de Gaulles gewann die Mehrheit in 15 Gemeinden, während die sozialistische Partei, die vorher in 6 Gemeinden die Mehrheit inne hatte, überall in der Minderheit ist. Die republikanische Volksbewegung schließlich, die die absolute Mehrheit nur in einer einzigen Gemeinde besaß, verlor auch diese zugunsten der französischen VoLksunion. Einberufung des Kongresses Präsident Trum an hat den amerikanischen. Kongreß für den 17. November zu einer außerordentlichen Tagung einberufen. In einer Erklärung vor der Presse ließ der Präsident bekanntgeben, daß er den Kongreß unter seiner eigenen verfassungsmäßigen Verantwortung einberufe. Zwei wichtige Fragen, deren Erklärung nicht länger aufgeschoben werden könnte, sollen behandelt werden, einmal die Hilfe für Europa, vor allem für Frankreich und Italien, di© dringend Kredite brauchen, sowie zum anderer» die Frage der Preissteigerung in den Vereinigten Staaten. Der Präsident wird am 25. Oktober in einer großen Rundfunkrede dem amerikanischen Volk die Gründe für seine Entscheidung näher darlegen. Interzonentagung der Gewerkschaften Im Verlauf seiner Beratungen nahm der Interzonenkongreß der Gewerkschaften in Bad Pyrmont eine Entschließung an, worin die Vertreter der Gewerkschaften der 4 Zonen ihr Bedauern darüber aussprechen, daß die Frage des Besitzverhältnisses der Ruhrbergwerke noch nicht im Sinne der Gewerkschaftsforderungen geregelt wurde. In Übereinstimmung mit der Bergarbeitergewerkschaft hat der Kongreß erneut Seme Forderungen bestätigt, nach denen der Besitz der Kohlenbergwerke auf das deutsche Volk übergehen soll. Desgleichen fordert der Kongreß die Sicherstellung einer Einflußnahme der Gewerkschaften auf die neue Kohlenbezirksverwaltung. Eine weitere Resolution verlangt vom Alliierten Kontrollrat eine Erhöhung der Löhne und neue Preisfestsetzungen angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten. Die Frage eines Zusammenschlusses der Gewerkschaften der vier Zonen wurde eingehend besprochen. Trotz der verschiedenen Ansichten der Delegierten kam schließlich einstämmig eine Entschließung zustande, die grundsätzlich die Einberufung eines Gewerkschaftskongresses aller Zonen festlegt, dem es obliegen wird, die Fusion der künftigen interzonalen Gewerkschaftskonferenz vorzubereiten. Die Kartoffel Versorgung Die Badische Staatskanzlei teSt mit: Die Landesregierung befaßte sich in der neunten Re- gierungssitztmg zunächst wieder mit dem Stand der Kartoffelbelieferung der Bevölkerung. In manchen Kreisen ist die dritte Rate der Einkellerungskartoffeln bereits geliefert. Es soll Vorsorge getroffen werden, daß auch in den anderen Kreisen die Lieferungen beschleunigt werden. Die Regierung wird auch dafür Sorge tragen, daß die amtlich festgesetzten Verbraucherhöchstpreise für Kartoffeln überall eingehalten werden. Ober die Gründe, die zu Rückständen in der Lieferung anderer Lebensmittel führen, soll die Öffentlichkeit durch die Eraährung<36tel!en aufgeklärt werden. Die Landesregierung nahm ferner einen Bericht über die Zollgrenzverhältnis s e an der Schweizer Grenze entgegen. Weiterhin beschäftigte sie sich mit internen Verwaltungsfragen und Personalien. Seite 2 — Ntmrmer S5 Samstag. 25. Oktober 1947 Bruch mit der Sowjetunion Brasilien und Chile brechen diplomatische Beziehungen mit Rußland ab Sowohl Brasilien wie Chile haben die diplomatischen Beziehungen mit Rußland abgebrochen, wobei Brasilien als Grund die Hetze der sowjetischen Presse, Chile das Eintreffen russischer Agenten in den Bergarbeiterstreik als Grund angeben. Aus dem gleichen Grund hat Chile auch die Beziehungen zur Tschechoslowakei abgebrochen. Die Russen haben Sowohl an Brasilien wie an Chile Noten gerichtet, in denen sie die Regierung der betreffenden Länder aufs schärfste angreifen. In der Note an Brasilien heißt es, daß „die brasilianische Regierung im Sinne der faschistischen Kräfte Brasiliens und in folgsamer Ausführung der Befehle ihrer ausländischen Herren handelt“. Brasilien trete unter eine noch weitgehendere wirtschaftliche Abhängigkeit von den imperialistischen Mächten. In der Note an Chile wird ebenfalls davon gesprochen, daß „die chilenische Regierang die Befehle ihrer ausländischen Herren“ ausführe. Der Schritt Brasiliens und Chiles hat in den Kreisen der Vereinten Nationen große Beunruhigung hervorgerufen. Man glaubt vielfach, daß weitere südamerikanische Staaten gleiche Maßnahmen ergreifen werden, So vor allem Bolivien, Paraguay und vielleicht auch Uruguay. Auch glaubt man, daß unmittelbare Auswirkungen in der Vollversammlung der Vereinten Nationen sichtbar werden. Noch ist ja die Wahl zum Sicherheitsrat nicht abgeschlossen. Bei der Entscheidung, ob Argentinien oder Polen gewählt werden sollte, hat bei den bisher »folgten Wahlen, die jedoch infolge Fehlens der notwendigen Mehrheit resultatlos verliefen, eine Reihe südamerikanischer Staaten für Polen gestimmt. Man fürchtet, daß bei dem nächsten Wahlgang diese südamerikanischen Staaten eine andere Haltung einnehmen werden. Damit würde die Kluft auch innerhalb der Vereinten Nationen noch stärker zutage treten. Die Krise, in der augenblicklich die Vereinten Nationen sich befinden, würde dadurch weiter verschärft werden. Die Sitzungen der Vollversammlung und der verschiedenen Kommissionen haben auch in den letzten Tagen keine neuen Resultate gebracht. Es wird bereits davon gesprochen, die jetzige Sitzung Schnell abzubrechen und eine neue Sitzung für einen späteren Zeitpunkt, evtl, für Anfang des nächsten Jahres anzuberaumen. In der politischen Kommission hat der russische Delegierte Wyschinski bei der Erörterung des russischen Antrages betreffs „Kriegspropaganda und Kriegsbrandstiftung“ die Vereinigten Staaten und auch England wieder heftig angegriffen, weil sie die an. Weltchronik Norwegen '■ Die ersten Ergebnisse der Kommunalwahlen ln Norwegen zeigen einen Sieg der Rechtsparteien. So haben die Konservativen 223, die Agrarpartei 221, die Radikalen 182, die Christlichen 36 und die Nichtsozialistische Koalition 121 Sitze gewonnen, während die Sozialisten 122 und die Kommunisten 138 Sitze verloren haben. USA General Eisenhower gab der Überzeugung Ausdruck, daß die Vereinigten Staaten die allgemeine Wehrpflicht einführen müßten. Der Generalstabschef der amerikanischen Armee erklärte u. a.: So lange die Gewaltanwendung nicht endgültig aus den internationalen Beziehungen verbannt ist, müssen die Vereinigten Staaten die ihnen zufallende.Verantworten ernst und ruhig auf sich nehmen. Die Wehrpflicht, wie sie von dem beratenden Ausschuß des Präsidenten empfohlen wurde, stellt dabei einen wichtigen Faktor dar. Indien Flüchtlingsminister Neogy gab bekannt, daß 2275000 Hindus und Sikhs beschlossen haben, von Pakistan nach Indien auszuwandern. Andererseits stehen 1 350 000 Mohamedaner in Ostpenjab vor ihrer Evakuierung nach Pakistan. „Diese Umsiedlungen, so fügte Noegy hinzu, werden in sechs bis acht Wochen abgeschlossen sein", Kanada Zum erstenmal ist ln Kanada ein Arzt, der wegen Abtreibung angeklagt war, zum Tode durch Erhängen verurteilt worden. Seine Patientin war bei der Operation gestorben. Der Verurteilte hat jedoch Berufung eingelegt Bekanntmachung an alle ans französischer Gefangenschaft entlassenen deutschen Kriegsgefangenen Baden-Baden. Ab 1. November lp47 erhalten sämtliche aus französischer Kriegsgefangenschaft in die französische Besatzungszone entlassenen Kriegsgefangenen einen dreisprachigen Entlassungsschein, nach dem bereits für die entlassenen Kriegsgefangenen in anderen Zonen benützten Muster. Um für die vor dem 1. November entlassenen Gefangenen unnötige Anfragen und Gänge zu vermeiden, werden die bisher ausgegebenen provisorischen Entlassungsscheine ehemaliger deutscher Kriegsgefangener nicht umgetauscht. Si« werden weiterhin als Entlassungsscheine anerkannt werden. Die Bestimmungen beziehen sich ebenfalls auf Kriegsgefangene, welche sich auf Gefangenen-Urlaub befinden und deren Entlassung endgültig wird. Solche Gefangene, die vor dem 1. November regulär entlassen wurden oder sich auf Gefangenen- Urlaub befinden, die trotzdem den neuen dreisprachigen Entlassungsschein wünschen, können ihre alten Scheine in den Durchgangslagern Brotzenheim, Malschbach oder Tuttlingen Umtauschen. Gültigkeit der Reisemarken läuft ab! Die Gültigkeit der Reisemarken, Ausgabe Mai — Juli, und der mit Rasteraufdruck versehenen Reisemarken vorheriger Ausgaben, läuft zum 31. Okt. Soweit Reisemarken auf Krankenatteste zeitlich über den 31. Okt. 1947 ausgegeben werden, müssen sie von der Ausgabestelle besonders abgestempelt werden und können dann von den Verkaufsgeschäften noch im November 1947 beliefert werden Die Einzelhändler haben die Reisemarken, Ausgabe Mai—Juli, und die gerasterten Marken bis zum 10. November 1947, die abgestempelten Reisemarken bis zum 10. Dezember 1947 abzurechnen. Ein Umtausch alter Reisemarken in neue Reisemarken ist nicht statthaft. Was macht das Wetter? gen. Der unbeständige Witterungscharakter wird sich jedoch bald wieder ändern, und Hochdruckeinfluß wird erneut unser Wetter bestimmen. Wetteraussichten bis Dienstagabend: Wechselnd meist stärker bewölkt mit Niederschlägen, über das Wochenende Aufheiterung, häufig neblig, anfangs noch mild, dann Temperaturrückgang mit leichten örtlichen Nachtfrösten. gebliche Kriegshetze einzelner Staatsmänner duldeten. Er hat hierbei vor allem den amerikanischen Kriegsminister Harriman, ebenso wie Churchill und den früheren amerikanischen Staatssekretär Byrnes genannt. Er beschuldigt die amerikanischen Vertreter in den Vereinten Nationen, daß sie nichts tun, um die gefährliche Tätigkeit dieser Männer zu verhindern. Sie hätten ganz im Gegenteil noch öl ln das Feuer gegossen. Wyschinski erklärte: „die Vereinigten Staaten versuchen, sich mit Hilfe ihrer Dollarmacht diejenigen Länder zu unterjochen, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden und sie versuchen, die anderen Länder durch die Atomwaffe in Schach zu halten.“ Die Ausführungen Wyschinskis wurden von dem amerikanischen Delegierten Warren Austin aufs schärfte zurückgewiesen, der sie als direkten Angriff gegen die Regierung der Vereinig- Wohin führt das? ten Staaten bezeichnete und erklärte, daß der ; russische Vorschlag völlig unzulässig sei. | r» -ii -_r. l- im I Die WN in Frankfurt am Main hat beim „Den will len hangen. |Hauptankläger der Spruchkammer ein Verfahren In einem der letzten Verhandlungstage des = gegen den Direktor im bizonaten Wirtschafterat Rastatter Prozesses gegen die Wachmannschaften § Hans Schlange-Schöningen beantragt, ln dem der Lager Vaihingen, Unterrixingen und Kochen- = Schreiben, das an den Hauptankläger gerichtet dorf sagte der tschechische Richter Wojetck,|wird, heißt es, daß Schlange-Schonragen un der im Lager Kochendorf Hilfsschreiber war und f Jahre 1924, kurz nach seiner Wahl zum Mitglied sich einen ausgezeichneten Überblick verschaffen I des Reichstages, in Hamburg eine Rede folgenden konnte, aus, daß der Lagerführer Büttner und Einhalts gehalten hat: „Die Staatsform der Redet ehemalige SS-Hauptscharführer Kipf die § publik, die auf gebaut wurde aui Fahnenflucht und intellektuellen Urheber der großen Sterblichkeit § Hochverrat, kann nicht von Bestand sein oderdie im Lager gewesen seien. Trotzdem einmal von § Weltgeschichte müßte ihren Sinn verloren haben, einer SS-Dienststelle der Befehl gekommen sei,- Wir sympathisieren gewiß nicht mit Herrn keine Gefangenen mehr zu prügeln, habe Kipf=Schlange-Schöningen. Wir sind der Meinung, daß seinen Unterführern schon zwei Tage später ge-1 seine Ernährungspolitik Anlaß zu berechtigter sagt, sie könnten diese, wenn sie nicht arbeiten = Kritik gibt. Der Kampf gegen ihn muß, wie das wdlten, ruhig durchprügeln. -die SPD und die Gewerkschaften auch getan Der Angeklagte Windgens wurde be-§ haben, mit sachlichen Argumenten geführt wer- schuldigt, vor den gesamten angetretenen Lager- f den. Wohin aber führt es, so muß man fragen, Insassen persönlich die Erhängung eines russischen | wenn bei allen Leuten, die heute im politischen Kriegsgefangenen vorgenommen zu haben. Zuvor | Leben tätig sind, die sich als Gegner des Natio- habe er mit dem Strick auf das Opfer gezeigt und 1 nalsozialismus bewährt haben, festgesteUt wird, gesagt: „Den will ich hängen!“ -was sie einmal vor 23 Jahren bei irgendeiner Ge- 1 legenheit gesagt haben? So kann ein neuer Staat r\* 117 * j l pj *• i «i | „ .. . v rr laicht aufgebaut, eine neue Demokratie nicht ver- JJie VY lrtscnaftspolltlk der französischen Zone §wirklicht werden. Hat man denn gar keinen Sinn * -für eine politische Entwicklung, dafür, daß sich Direktor Half! erläutert die Erklärungen von General Laffon vor den Ministerpräsidenten = Menschen auch einmal geirrt und daß sie sich fc . _ „ . _ _ J . | heute in ihren Auffassungen gewandelt haben? bare Wagen vorhanden waren, konnte der Verkehr = M t j:“ reaktionäre Haltunff soweit gesteigert-werden, daß im Monat September = A > an . Kann wenn man die reaktionäre Haltung 13434 « beladene Wagen gegenüber 120000 in der § einzelner Persönlichkeiten feststellt und wenn gleichen Zelt des Vorjahres erreicht wurden. Dieses - man deshalb ihre heute von ihnen geübte Politik Ergebnis wurde erzielt durch die Verbesserung und-,,s frühere Äußerungen Bezuff Reparatur des rollenden Materials, durch die Wieder-= a "F ellt > senr gut am Iruneie AUD»U gen oez g herstellung zerstörter Brücken und die Beschleuni- 5 nahmen, Ottl ZU beweisen, daß diese Herren UN gung der Ladungen und Entladungen der Waggons. = Grunde ihres Herzens noch immer die alten Re- Die Gründung des Südwestdeutschen- Aktionäre geblieben sind Aber man kann eie Eisenbahnverbandes und die Verbesserung; ; . t »„(Woncren die vor Jahrzehnten der Lebensbedingungen der deutschen Eisenbahner r nI , Äußerungen, gruben (von 4000 Tonnen im März 1946 auf 45 530 Exportprämien Tonnen September 1947), . die Erzeugung feuerfester I In der dritten Periode geht das Bestrehen dahin, Stoffe (1000 Tonnen im Februar 1946 auf 12 000 im I die deutschen Behörden mit den Bemühun- August 1947), von Chemikalien und von Produkten I gen der Militärregierung eng zu verbinden. Um der Baumwollspinnereien (400 Tonnen Anfang 1946 ■ dieses Ziel zu erreichen, wird in der Hauptstadt jedes auf 1110 Tonnen, Ende August 1947) gesteigert werden. ! Landes, unter dem Vorsitz des Wirtschaftsministers, ! ein Landesexportrat geschaffen, der ein Aussichten nicht günstig Die Aussichten der Industrie sind für die kommenden Monate nicht günstig. Neben den Schwierigstudien-, Forsehungs- und Planungsorgan für den Außenhandel des Landes sein wird. Ferner wird ln der Organisation auch der unmittelbar von der Mili- keiten bei der Bereitstellung ausreichender Arbelts- j tärregierung abhängenden Dienststelle den deutschen kräfte sind für diese Tatsache in erster Linie verantwortlich der Mangel an Kohle, an elektrischem Strom, Mängel im Transportwesen und die Frage der Rohstoffeinfuhr. Die Lieferung von Kohle au« dem Ruhrgebiet ist durch die Schwierigkeit im Eisenbahnverkehr und die Einstellung der Rheinschiffahrt weiterhin im Rückstand. Die Stromversorgung ist in einer besonders schwierigen Lage im Gefolge der außerordentlichen Trockenheit. Sie hat erhebliche Sparmaßnahmen notwendig gemacht, die zu Stromabschaltungen führten. Dem monatlichen Durchschnittsverbrauch von 235 000 kWh steht in der französischen Zone nur eine geringere Erzeugung gegenüber, die im Laufe des Winters noch erheblich absinken wird. Was die Einfuhr von Rohstoffen angeht, so ist sie von Dollarkrediten abhängig, die Jedoch vor allem zur Beschaffung von Lebensmitteln verwendet werden müssen. Daraus ergibt sich die dringende Notwendigkeit, die Industrie immer mehr auf die Erzeugung von Ausfuhrprodukten einzustellen, damit die Devisen beschafft werden, die für die Einfuhr von Lebensmitteln und von Industriebedarf notwendig sind. Die Lage der Eisenbahnen Ein gut funktionierendes Eisenbahnnetz ist eine der wichtigsten Voraussetzungen des Gedeihens der Wirtschaft. Durch die Bemühungen aller beteiligten Stellen Ist es gelungen, die Lage auf dem Gebiet des Eisenbahnverkehrs wesentlich zu verbessern. am Außenhandel interessierten Fachgruppen ein wichtiger Platz eingeräumt. In der Hauptstadt Jedes Landes wird unter der Leitung eines Vertreters des Offlcomex (Office du commerce extörleur) ein Außenhandelsamt geschaffen, bei dem jedoch der Vertreter des Offlcomex allein die Vollmacht hat, Entscheidungen zu fällen. Im übrigen wird ein aus Vertretern der wichtigsten deutschen Exportindustrien des Landes gebildetes Büro die Exportangebote prüfen, Vorschläge machen und die Ausführung verfolgen. Um einen Anreiz für die Steigerung der Ausfuhr zu schaffen, wird Jedem Land ein Anteil an den Devisenkrediten gewährt, den der Landesexportrat gerecht zu verteilen hat mit dem Vorbehalt, daß mindestens die Hälfte dieses Kredits den Exportindustrien zufließt. Die Höhe der so gewährten Prämien richtet sich nach dem Volumen der lm ersten Halbjahr 1947 erzielten Exporte. Ihr Umfang steigt im Verhältnis zum Volumen der zusätzlich erzielten Exporte in der betreffenden Zeitspanne. Für das Land Baden würden sich die vierteljährlichen Prämien so gestalten, daß auf die Teilbeträge, die zwischen 4,5 und 5.5 Millionen Dollar Export liegen, 10 Prozent, zwischen 5,5 und 8,5 Millionen Dollar 20 Prozent, zwischen 6.5 und 7,5 Millionen Dollar 30 Prozent, zwischen 7,5 und 8,5 Millionen Dollar 40 Prozent und zwischen 8,5 und 9,5 Millionen Dollar 50 Prozent gewährt werden. Preise und Löhne Der Preisstopp in der französischen Zone hatte Berlin. Der Unterschied zwischen den auf den Berliner Lebensmittelkarten zugesagten Kalorien und den tatsächlichen Nahrungsmitteln ißt nach Feststellung des Berliner Gesundheitsamtes zuungunsten des Verbrauchers immer größer geworden, wie ADN meldet. Danach ist der größte Tiefstand im Juli 1947 erreicht, während im August wieder eine leichte Besserung eingetreten ist. So wurde Karte 1, die theoretisch 2545 Kalorien täglich bietet, tatsächlich beliefert lm August 1946 mit 2247, lm August 1947 mit 1825. Die Karte 2, deren Kaloriensoll 2035 beträgt, erhielt lm August 1946 1842 und im August 1947 nur 1354, im Juli 1299. Karte 3 mit einer Zusage von 1640 Kalorien erreichte im August 1946 noch 1472, im August 1947 nur mehr 1194 und im Juli 1947 lediglich 1050 Kalorien. Berlin. Die Aussiedlung der Deutschen aus Westpommern ist wie der polnische Pressedienst meldet, beendet. Am 20. und 21. Oktober gingen die beiden letzten Transporte ab. Russische Zone Kassel. Das thüringische Versorgungsministerium verteilt jetzt in Form von Urkunden in Verbindung mit Geldspenden Auszeichnungen an langjährige Betriebsangehörige unter den Arbeitern der Land- und Forstwirtschaft. Bisher sind in diesem Jahr 649 Personen in dieser Weise ausgezeichnet worden. Bizone _ ,_hin Frankfurt. Der Zweizonen-Wirtschaftsrat wird Ee: *»■ Oktober zu einer Sondersitzung zusammen- Obwobl nach dem Zusammenbruch nur 32 000 brauch- I den Zweck, bis zur Durchführung einer Währungs- Aus allen vier Zonen in der Öffentlichkeit wurden, wie die britische Militärregierung für Deutschland mitteilte, in Schleswig- Holstein einer Landtagsabgeordneten der CDU und einem Kreisvorsitzenden der KPD für 6 Monate Jegliche politische Betätigung verboten. Berlin. Wie die amerikanische Militärbehörde ln Deutschland mitteilt, sind ab sofort Postpakete bis zu sieben Kilogramm Gewicht im Verkehr zwischen der Doppelzone und der französischen Zone zugelassen. Die Pakete dürfen weder Geld, noch Zeitungen, noch Briefe enthalten. Pakete, die diesen Anforderungen nicht entsprechen, werden beschlagnahmt. Oldenburg. Textilwaren lm Werte von fast 40 Millionen Dolla- aus Beständen der amerikanischen Armee sollen in diesen Tagen in Bremen verladen werden, um an die deutsche Bevölkerung der britischen Zone verteilt zu werden. Aachen. In der Eifel sind ln diesem Sommer und Herbst 3000 Hektar Wald durch Brände zerstört worden. München. In Bayern wurden nach einer Statistik des christlichen Nachrichtendienstes im Jahre 1946 insgesamt 4300 Ehen geschieden. Die noch nicht erledigten Anträge auf Ehescheidung gehen weit über die Zahl der bereits ausgesprochenen Urteile hinaus. Der häufigste Scheidungsgrund ist nach dieser Statistik Ehebruch. treten, um zu der Demontage Stellung zu nehmen. Die Sondersitzung wurde von dem Hauptausschuß des Wirtschaftsrates „in der Erkenntnis der Notwendigkeit einer weiteren Klarstellung der praktischen Folgen der Demontage“ beschlossen. Beil'n. Wegen Mißbrauchs des Rechts der freien Meinungsäußerung durch falsche Darstellung der Politik und der Maßnahmen der Besatzungsbehörden Nürnberg. Der ehemalige Staatssekretär und spätere deutsche Botschafter in Rom, Hans Georg von Mackensen, der als Zeuge in dem kommenden Prozeß gegen das Auswärtige Amt aussagen sollte, ißt im Alter von 84 Jahren an Lungenkrebs in einem Krankenhaus in Konstanz gestorben. Mackensen war als freiwilliger Zeuge vorgesehen und sollte über die Beziehungen zwischen Deutschland und Italien — er hatte am Zustandekommen der „Achse“ maßgeblichen Anteil — und über die deutsch-italienischen Besprechungen vor dem Überfall auf die Tschechoslowakei aussagen. reform und dem Ausbau der Produktion einen gewissen Ausgleich zwischen der stark überhöhten Kaufkraft und der umlaufenden Warenmenge herzusteilen. Dieses Gleichgewicht konnte angesichts der relativ geringen Gütererzeugung (40 Prozent von 1936) und des Ausbleibens einer Währungsreform nicht f(1 | hergestellt werden. Hinzu kommt, daß in den ■ r I N achbarzonen nichtkontrollierte Preissteigerungen erfolgten, die beim Austausch von Industrieerzeugnissen in unsere Zone nicht ohne Folgen bleiben können: die Betriebe der französischen Zone laufen Gefahr, bei der Verarbeitung von Rohstoffen aus den benachbarten Zonen, wo die Preissperre nicht aufrechterhalten wurde, einen Teil ihrer Betriebsmittel zu verlieren. Ferner besteht die Gefahr, daß die in der französischen Zone hergestellten Güter sieh in Zonen verflüchtigen, wo ihr Preis über dem Niveau in der französischen Zone liegt. Es besteht Einvernehmen darüber, daß für alle die Erzeugnisse, die einen unmittelbaren Einfluß auf di e Lebenshaltungskosten haben, der Preisstopp beibehalten wird. In einzelnen Fällen wird Jedoch eine Preiserhöhung ins Auge gefaßt werden müssen. Von der Preiserhöhung ausgeschlossen sind landwirtschaftliche Erzeugnisse, Bedarf für die Landwirtschaft, Erzeugnisse der Nahrungsmittelindustrie usw. Für verschiedene dieser Produkte sind bereits Subventionen gewährt worden, um den Preisstopp aufrechterhalten zu können. Es könnten, da wo es unbedingt notwendig wäre, neue Subventionen hinzukommen. Es steht jedoch fest, daß alle diese Maßnahmen unwirksam würden, wenn in Berlin eine Erhöhung der Preise der Erzeugnisse der Schlüsselindustrien oder eine allgemeine Lohnerhöhung beschlossen würde. Es wird darauf hingewiesen, daß eine allgemeine Lohnerhöhung den Interessen der Bevölkerung zuwiderlaufen würde, da sie ja keine echte Steigerung der Produktion bewirkt und eine allgemeine Preiserhöhung zur Folge haben müßte. Trotzdem sind die Besatzungsbehörden von dar Notwendigkeit einer Angleichung der Löhne gewisser Berufsgruppen überzeugt. Seit Beginn der Besatzung wurde der Lohnst o p p eingehalten. Bei einem gelernten Arbeiter erreicht der durchschnittliche Wochenlohn 40—50 UM. Nur dl« Löhne der Bergleute und der Bauarbeiter wurden erhöht und beim Kontrollrat eine Erhöhung der Textilarbeiterlöhne um 15 Prozent beantragt. Ferner wurde für die Reichs- bahnangestellten ein Antrag auf Lohnerhöhung in Berlin unterbreitet. Bodenreform Den deutschen Behörden wird — im Einklang mit den Beschlüssen der Moskauer Außenministerkonferenz — zur Pflicht gemacht, noch vor dem Ende dieses Jahres eine Bodenreform auszuarbeiten. Eine Verordnung der zuständigen Stellen der Besatzungsmacht steckt den Rahmen ab, ln dem sich die Reform bewegen soll. Ihr Ziel ist: im Rahmen der Demokratisierungspolitik Deutschlands die Erzeugung zu steigern, den Landbesitz gerechter zu verteilen und die Lösung des FltichtUngsproblems zu erleichtern- Die Reform soll Grundbesitz von einer Oberfläche über 150 Hektar Ackerboden, Forstbesitz gleichen Wertes sowie Güter, die aus Ackerland und Forst bestehen und gleichen Wertes sind, erfassen Die Regierungen der Länder sollen entsprechende Gesetze ausarbeiten. Dabei wird es den Länderreglerungen anheimgestellt, für die verschiedenen Klassen landwirtschaftlicher Besitzungen unter Berücksichtigung ihrer Ertragsfähigkeit niedrigere Höchstgrenzen festzusetzen als 150 Hektar. Das durch die Bodenreform frelwerdende Land wird — gegen Bezahlung — fachkundigen Landwirten bzw. Bauernfamilien überlassen. Ein bestimmter Prozentsatz des freiwerdenden Landes ist Flüchtlingsfamilien, die die entsprechenden Voraussetzungen mitbringen, vorzubehalten. Von der Bodenreform befreit werden können Güter, die öffentlichen Gemeinschaften, Krankenhäusern, Altersheimen und den Kirchen gehören, vorausgesetzt, daß sie öffentlichen Wohlfahrtsoder Gesundheitsinteressen dienen. Besitz von Angehörigen alliierter oder neutraler Länder fällt nicht unter die Bestimmungen der Bodenreform. Die von der Bodenreform betroffenen Landeigentümer werden nach einem von den Länderregierungen festzulegenden Verfahren für das entnommene Gut entschädigt. Herabsetzung der Besatzungskosten Der Umlauf der Besatzungsmark wurde von 761 Millionen RM im Januar 1946 auf 255 Millionen RM lm Mai 1947 herabgesetzt. Auch der den Haushalten der Länder als Besatzungskosten auferlegte Beitrag ist beträchtlich verringert worden, und zwar von 775 Millionen für 1946/47 auf 400 Millionen RM für das laufende Geschäftsjahr. Die Requisitionen sind von nun an auf die Ausgaben für die Unterbringung und Einquartierung der Besatzungsmächte beschränkt. Reorganisation der Amtsgerichte Da bisher die Maßnahmen zur Reorganisation der Amtsgerichte und zur Ausdehnung der Kompetenzen der Schöffengerichte verzögert wurden, wird darauf hingewiesen, daß gemäß Verordnung Nr 102 die Länderregierungen zu einer Verminderung der Anzahl der Amtsgerichte und der Amtsrichter schreiten sollen. Auch soll die Verwirklichung der Vorschriften hinsichtlich der Schöffengerichte in Angriff genommen werden Entschädigung der Opfer des Nationalsozialismus Die bisher zugunsten der Opfer des Nationalsozialismus in Kraft gesetzten Hilfsmaßnahmen für erlittene Schäden bestehen nur ln Wohlfahrtsunterstützungen. Eg wird für zweckmäßig erachtet, an Stelle dieser Bestimmungen eine regelrechte Gesetzgebung zu schaffen. Samstag, 25. Oktober 1947 Nummer 85 stimmen t>cr !q dmat Was bietet Freiburg? Samstag, den 25. Oktober 1947: Marla-Hilf-Saal: „Des Teufels goldene Haare“, 14.30 und 16.30 Uhr Sonntag, den 2«. Oktober 1947: Marla-Hllf-Saal: Konzert des Freiburger Mandollnen- und Gitarren-Vereins, 15.30 und 20 Uhr Montag, den 27. Oktober 1947: Kaufhaussaal: Klavierabend Jacques Fevrier, 20 Uhr Marla-Hilf-Saal: Arien und Duette, 19.30 Uhr Dienstag, den 28. Oktober 1947: Universität (Hörsaal 1): Breisgauverein: Lichtbildervortrag über das Freiburger Münster, 20 Uhr An allen Tagen: Friedrlehsbau: „Die Meister französischer Malerei der Gegenwart“, 10—17 Uhr Augustiner - Museum: Ausstellung „Mittelalterliche Goldschmiedekunst“, 10—12 und 14_17 Uhr Haus Stadelmann.- Ausstellung „Edles Kunsthandwerk“ Haus Dufner: Ausstellung Burchard Kohaupt Haus Scherer: Ausstellung Rudolf Berndt ple * re,! Ausstellung Dora Vetter, Waldkirch Stflhlinger Kirchplatz: Freiburger Herbstmesse (bis einschließlich 27. Oktober). Theater und Lichtspielhäuser: siehe Inseratenteil. Thema de6 Tages: Butterschmalz auf der Goldwaage Ein Freiburger Einzelhändler hat sich gewundert und seinem Herzen einmal Luft gemacht. Hier ist das Ergebnis dieser inneren Ventilation: Es gab, so etwa äußert er sich, Butterschmalz in Mengen von 96, 64, 56, 176 und 528 g. Erstaunlich, daß man diese Mengen nicht auch noch auf ein halbes Gramm detailliert hat! Haben die Leute, die solche Mengen verteilen, überhaupt noch Verstand? Würden die Herren Theoretiker, die dieses „geniale“ Ei ausgebrütet haben, den Einzelhändlern einmal gütigst verraten, wie sie auf ihren Waagen ein einzelnes Gramm ab wiegen sollen?! Hätte man Gewichtsmengen von 50, 65, 55, 175 und 530 g gewählt, so könnte man dafür noch einiges Verständnis haben. Der Einzelhändler würde sich auch gar nicht wundem, wenn man im kommenden Winter genau so unsinnig wie im vergangenen verführe und bei hohem Frost von 25 bis 30 Grad Ol verteilte. Da redet man immer davon, daß Strom gespart werden soll; aber wenn das öl im Winter verteilt wird, gehen Hunderttausende Kilowatt Strom für das Auftauen des gefrorenen Öles verloren. Man sollte deshalb lieber das öl jetzt „auf Vorschuß“ verteilen, Butter und Butterschmalz aber später, wenn es friert. Das wäre klug gehandelt und angesichts der Not unserer Zeit volkswirtschaftlich auch vertretbar. Am besten wäre es, wenn die Verteilungsorgane einmal selbst hinter dem Ladentisch ständen; dann würden sie bestimmt manrh« anders machen! Hat er nicht recht, unser Einzelhändler? Doch Was vermag schon ein Mann der Praxis im Kampfe mit Windmühlen (lies: grauen Theorien) auszurichten? Trösten wir uns: auch Don Quichote mußte sterben! Sarkast Die zweite Butterrate Nach Mitteilung des Emährungsamtes werden aufgerufen an Butter (zweite Oktoberrate): für alle Altersstufen von 6 Jahren an auf Ab sehn. 24 — 50 g, Schwerarbeiter Gruppe II auf Abschn. 283 — 70 g, Gruppe III auf Abschnitt 383 = 120 g, Gruppe IV auf Abschn. 483 — 340 g. Die Ausgabe erfolgt von heute ab. — Die August- und Septemberkarten sind noch nicht voll beliefert und deshalb weiter sorgfältig aufzubewahren. — Der Umtausch von Normal- in Krankenbrot kann jeweils erst nach dem 5. jedes Monats bei der Abteilung Krankenemährung, Zimmer 5, erfolgen, weil die Nummern der Brotabschnitte für den ganzen Monat erst bis dahin bekannt sind. — Die Verteilung von Winterkartoffeln wird fortgesetzt. Näheres über die Rationssätze in den bei den Einzelhändlern vorhandenen Bekanntmachungen des Emährungsamtes. Priesterjubiläum des Erzbischofs Das 50 jährige Priesterjubiläum des Erzbischofs Dr. Gröber wird heute um 16 Uhr durch einen Festakt der Stadt Freiburg und des Landes Baden in der Straßenbahnhalle an der Urachstraße gefeiert werden. Als Redner sind außer dem Jubilar Oberbürgermeister Dr. Hoff mann, Staatspräsident Wohieb, Minister Die Bekämpfung der Wohnungsnot Die Sozialdemokratie nimmt erneut gegen die Behelfsläden Stellung Einen breiten Raum in der Stadtratssitzung i Wohnraumlage in Freiburg führen und auch vom 21. Oktober nahm die Erörterung der I bei der Militärregierung wegen Einstellung der Zucker un Wy, alles isch gsi! Früeher, Ihr liebi Lit, hen mer im südbadische Zipfel emol halbwegs wie im Schla- raffeland g lebt. Wy het’s gäh, daß en d' Bure nit emol in d’ Fässer underbrocht hen: Affe- daler, Glotterdäler, Durbacher Clevner, Ach- karrer, Laufener un sunschtige prima Schpitze- ßorte. In alle Wygegende sind d' Schtruß wirtschafte mit em Kehrbese oder eme andere uff- gschteckte Wedel vor em Hus uffgschprosse wie d’ Pilz noch eme Gwitterrege un hen ihre Wy ahbotte wie früeher d’ Baitzer d' sure Gurke. D’ Fryburger hen im Schpotherbscht ihr Sun- tigsusflug noch St. Jörge, Ebringen un andre Wygegende in der Nochberschaft g’macht un am Obed uff em Heimweg nit nur d’ Bai, Sündern eischließlig der Maidle un Fraue alles verwechslet. E’ Ehpärle het sogar zwische St. Jörge un Fryburg ’s Baby underwegs verlöre un vun eme Autofahrer, der 's im Schtroßegrabe het brüele höre, wieder menschefriendlicherwies zuegschtellt kriegt, wiel er selber nix mit dem plärrende Wäschebündel het ahfange könne. In eme ähnlige Überfluß hen mer au im Zucker gschwelgt. D’ Woghüsler Zuckerfabrik het d’ Zuckerruebe zu dem begehrte Schtoff verwurschtlet, treu underschtützt vun de Fran- kedaler Pexer, un was hen mer jetzt? Allem könne mer hitzedag nochluege un sehnsüchtig dervo schwärme, wie en Schterngucker noch em Weltall, derby bruche mer durchus nit z’ befürchte, daß e Wy- oder Zuckerschtem- Alexander von Swalne tanzte Dieser Tänzer macht keine Konzessionen. Er schmeichelt dem Publikum nicht — weder ln der Wahl seiner Themen noch seiner „Kostüme“ —, sondern geht unbeirrt seinen künstlerischen Weg. Sein Gestaltungsbereich erscheint nahezu unbegrenzt. An diesem unvergeßlichen Abend reichte es von Mozart bis Debussy und Strawlnsky, und ln allem wurde eine eigenwillige, sich nicht mit „schönen“ Wirkungen begnügende Formkraft spürbar. Aber es ist mehr als nur die scheinbar spielende Beherrschung einer bisweilen fast gespenstischen „Technik“; — es ist die bedingungslose künstlerische Hingabe an den Tanz, die uns vom ersten Augenblick an in ihren Bann zog. Sein „Cavalier ä la mode“ nach Mozart versetzte das Publikum durch seine federnde Grazie in einen Taumel des Entzückens. Wir selbst danken ihm vor allem für seine „Petruschka“-Deutung (Strawlnsky), ein mit erschütternder Eindringlichkeit gezeichnetes Abbild des ewig Ringenden und Suchenden. Ein Abend der großen Verwandlungen — auch für die Behauenden! *• - a " Inanspruchnahme weiteren Wohnraums cjurch die Besatzungsmadit vorstellig zu werden. — Stadtrat Schieler trat den Ausführungen des Oberbürgermeisters, daß die der Privatinitiative entspringende Erstellung von Behelfsläden keinen Einfluß auf die Materialzuteilung für Wohnraumreparaturen habe, mit der Bemerkung entgegen, daß die Erstellung dieser Läden insofern nicht wichtig sei, als man in ihnen ja ohnehin nicht viel kaufen könne und sie schließlich in einigen Jahren doch wieder abgerissen würden. Dieser Auffassung schloß sich auch die kommunistische Stadtratsfraktion an. Von besonderem Interesse war der Bericht des Bürgermeisters Geiler Aber die Ernährungslage, Er wies u. a. darauf hin, daß man in der Kartoffelversorgung infolge der guten Anlieferung aus dem Stockacher Bezirk bereits mit der Ausgabe der zweiten Rate von 25 kg habe beginnen können und, wenn die Zufuhr aus diesem Bezirk weiter so anhalte. in etwa 14 Tagen eine gleich hohe dritte Rate ausgegeben werde. Vielleicht wäre es möglich, noch später eine vierte Rate verteilen zu können. Bedauerlich sei es, daß die Fettzuteilung gegenüber dem Vormonat erheblich zurückgegangen sei und jetzt nur noch etwa 200 g betragen solle, wovon erst 40 g ausgegeben seien. Auch die Zuteilungen an die Notküchen seien derart gering, daß bei weiterem Andauem dieses Zustandes ihr Weiterbetrieb in Frage gestellt sei. Stadtrat Dichtei (BLSV) wies auf den Ausfall der Steck- und Weißrüben in diesem Winter hin und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die bevorstehende Besprechung mit dem Gouverneur, bei der auch die mangelhafte Fett- und Milchversorgung zur Sprache kommen werde, im Interesse der Erhaltung der Arbeitskraft von Erfolg gekrönt sein werde. — Ein kommunisti scher Antrag, alle von den Eigentümern nicht selbst angepflanzten Grundstücke für die An Pflanzung durch Kleingärtner zu beschlagnahmen, wurde auf Vorschlag des Oberbürgermei' sters dem Arbeitsausschuß zur weiteren Behandlung durch eine besondere Kommission überwiesen. Zur Brennstoffversorgung erklärte Bürgermeister Geiler, daß sowohl diese als auch die Frage des Holztransportes der Stadtverwaltung erhebliche Sorge bereite, zumal das Holz vielfach aus entfernter liegenden Waldungen herangeschafft werden müsse. Allerdings sei es gelungen, die Selbstaufbereiter in diesem Jahre in größerem Maße zu befriedigen als im vergangenen. 2000 Ster seien noch auf dem Wege der Selbstaufbereitung einzuschlagen. Am Pflichtster müsse festgehalten werden. Er teilte noch mit, daß alte Leute über 70 Jahre, Kriegsund Schwerkriegsbeschädigte 2 Zentner Kohlen bekommen würden, wobei die restlose Ausgabe allerdings von der Kohlenanlieferung abhänge. Weiter wurde die Notwendigkeit der Ergreifung von Maßnahmen zu einem besseren Schutz der Stadt gegen verbrecherische Elemente hervorgehoben und die Vermehrung von Straßenüberfällen in letzter Zeit als untragbarer Zustand bezeichnet. Die Leiter des Gas- und des Elektrizitätswerkes berichteten dann über den Stand der Strom-, Gas- und Wasserversorgung, wobei sie die Gründe der Einschränkungen näher beleuchteten Bürgermeister Geiler gab hierauf noch den am 1. November in Kraft tretenden Winter- fahrplan der Straßenbahn bekannt, wonach werktags ab Bertoldsbrunnen die erste Straßenbahn um 6.54 Uhr und die letzte um 20 Uhr verkehrt. Sonntags kommt der Vormittagsverkehr in Wegfall; es verkehren also nur Wagen von 12 bis 20 Uhr, während der Verkehr auf der Linie 6 an Sonntagen völlig ruht. Der Verkehr der Theaterwagen um 23 Uhr bleibt beibehalten. Die Omnibusse fahren wie im vergangenen Winter; jedoch wird der bis Alt-Haslach bisher verkehrende Omni- , bus nur noch bis zur Fichtestraße fahren, da ja In der Bibel schtoht jo nit: „Gib her, was i der Straßenbahnverkehr bis Alt-Haslach durch- hesch, 's ander kannsch bhalte!“, vielliecht geführt wird. Dadurch wird ein Omnibus ein- Wohnungslage ein, über die der Leiter des Städt. Wohnungsamtes, Stadtrat Schieler (SP) ins einzelne gehende Ausführungen machte, die den tiefen Emst dieses überaus wichtigen Problems aufzeigten. Er wies darauf hin, daß die statistisch erfaßte Bevölkerung der Stadt Freiburg seit Oktober 1946 von 93 912 auf 99 529 gestiegen sei. Der Bevölkerung ständen heute im Durchschnitt pro Kopf kaum 9 qm Wohnraum zur Verfügung, viele ausgebombte Familien müßten sich sogar mit noch weit geringerem Raum begnügen. Von den 75 954 vorhandenen Wohnräumen seien neben den für Ministerien und andere Behörden benötigten Räume allein rund 11000 für die Besatzungsmacht und für Ausländer beschlagnahmt. Hinzu komme noch, daß die Zahl der Studenten gegenüber dem Vorjahr um 900 auf 3076 angestiegen sei. Der Bevölkerungszuwachs mehre sich ständig, obwohl Freiburg im Februar dieses Jahres als Brennpunkt des Wohnungsbedarfs erklärt wurde. Bei der Zuzugserteilung müsse unbedingt ein strengerer Maßstab angelegt werden. Um das Wohnungselend wenigstens einigermaßen zu beheben, sei unverzüglich ein größeres Projekt in Angriff zu nehmen, das Räume schaffe, in denen man wenigstens einigermaßen menschenwürdig leben könne. Nach eingehender Aussprache fand ein von Stadtrat Kappes verlesener sozialdemokratischer Antrag, der sich in seinen Grundzügen mit einem gleichfalls angenommenen christlich-sozialen Antrag deckt, einstimmige Annahme. In ihm wird die Stadtverwaltung ersucht, alle irgendmöglichen Maßnahmen zur Wiederherstellung von Wohnräumen zu ergreifen und vor allem zur Behebung der dringendsten Not die Räume in der früheren Artilleriekaserne für Wohnzwecke beschleunigt wiederherzustellen. An alle Einwohner wird die dringende Mahnung gerichtet, überschüssigen Wohnraum freiwillig dem Wohnungsamt zur Verfügung zu stellen. Weiter wird die Aufmerksamkeit der Regierung und des Landtages auf die außerordentlich ernste Wohnungslage der Stadt Freiburg gelenkt und dem dringenden Wunsche Ausdruck gegeben, Maßnahmen zu erwägen und zu beschließen, die tunlichst rasch zu einer Verbesserung der schnuppe emol unerwartet uff uns runderhagle tät. Liegt der Schtemschnuppemangel b’sagter Art vielliecht dodra, daß die begehrte Früchte wegen em Klimawechsel nimi so guet by uns gedeihe? Demo müeßt mer aber nur Reh schtecke uff de Wingert sehne un by de Zuckerruebe Wurzelschwänz ohne des dickbäuchig Ahhängsel. Ih glaub ehnder, beidi Fruchtarte hen d’ Nationalität g’wechslet un welle pardu nimmi dütsch sy, was meme by ihre früehere usländiSche Abstammung nit emol verarge könnt, wenn sie au bedenke sötte, daß d’ Us- wanderung ins dütsch Gebiet schon e schöns Wyle her isch. Ihr Verhalte isch im übrige aber kai Wunder, wiel jo au d’ Bure ihre Wy, wu sie noch für sich b'halte derfe, au lieber an nordoschtländische Mensche verschachere als an eigene Landslit. ’s guckt ehe mehr deby rus un ußerdem gfällt’s dene Lit au besser im Muschterländle, wemmer Alkohol noch Beliebe gluckere kah. Mir selber könne uns ’s Gluckere ruig abgwöhne, wiel mer bym. Schaffe jo nit gluckere derf, wemmer sich nit verschlucke will un der Alkohol mit Hueschte un Gschtöhn verkehrt ablauft. Obends noch der Arbet isch jo der Gänswy au zueträglicher, wiel mer nit so schwer druf traimt un der Mage au nit gege en längscht in Vergesseheit grotene Ihdringling rebelliere mueß. Wer will scho derartig lücke- losi Ihwänd nit aberkenne? Ih wenigschtens tues halbwegs, wenn au mit sehnsüchtige Gfüehle. Au der Schtandpunkt vun de Bure isch z verschieb. D’ Schtädter hen jo nix meh z’ versilbere, un ’s Papiergeld, meine d’ Bure, pfifft jo doch in sym Beschtand us em letschte Loch, aber imme Ahhängsel, des d’ Schtädter no nit z’ lese kriegt hen. — Wemmer schon syt Wyh- nächt kai Wy meh gsehne hen un au kainer sich bym Zucker d’ Zähn verderbe bet, hög- schtens d’ Schwarzhändler, so sott mer doch bhördlichersits by de Bure ah ordne, d’ wy- durchtränkte Flaschekorke in d’ Schtadt abz’- liefere, damit mer sich wenigschtens am Gruch ergötze könnt. Mer tät jo d’ Korke gern wieder abliefere, wenn der Wygschmack weggroche war. G. B. gespart, der auf der Strecke Hohenzollemplatz, Betzenhausen, Mooswaldsiedlung eingesetzt werden soll. Zum Schluß der Sitzung teilte Oberbürgermeister Dr. Hoffmann noch mit, daß der Staat beschlossen habe, die 400000 RM Polizeikosten der Stadt Freiburg zu bezahlen. Zur neuerrichteten Bücherei für ausländische Literatur in der Dreisamstraße 1 erklärte er, daß diese sich selbst trage und kein Defizit für I die Stadtverwaltung entstehe. < Sozialdemokratische Partei Bezirk Zähringen. Am Samstag, 25. Oktober, 20 Uhr, findet im Lokal „Zur Rottecksruhe“ ein Ausspracheabend statt. Vollzähliges Erscheinen der Genossinnen und Genossen erwünscht. Bezirk Beurbarung. Am Dienstag, 28. Okt-, 20 Uhr, treffen sich die Genossinnen und Genossen zu einem Ausspracheabend im Lokal zum Güterbahnhof. Vollzähliges Erscheinen erwünscht. der Finanzen Dr. Köhler, Karlsruhe, und der württembergische Staatspräsident Bock vorgesehen. Landrat Dr. Pfister im Ruhestand Dr. Manfred Pfister, der im Mai 1945 die Leitung des Landratsamtes Freiburg und die Führung der Dienstgeschäfte des Landeskommissärs in Freiburg übernahm, ist auf eigenen Wunsch im Alter von 69 Jahren in den Ruhestand getreten. Nochmals: Verteilung der Schweizerspende Am 1. Oktober veröffentlichten wir einen Artikel „Schweizerspende nicht für alle Kinder?“ Dort hieß es, im Unterrichtszimmer der 7. Klasse in Freiburg-St. Georgen sei den Schülern während der Religionsstunde gesagt worden, daß wer in Zukunft jede Woche dienstags und freitags sowie am Sonntag seinen Gottesdienst besuche und es nicht versäume, alle vier Wochen seine Sünden zu beichten, bei der Schweizer Kinderspende bevorzugt werde. Hierzu sendet uns das Katholische Stadtpfarramt Freiburg-St. Georgen nun eine „Berichtigung“, in der betont wird, daß der in dem Artikel gemeinte Hilfsgeistliche, der als gerecht denkender Mann gelte, wenige Tage vorher den Schulunterricht in der 7. Klasse übernommen habe. „Demzufolge“ habe er nicht wissen können, wie die Verteilung der Schweizer Spenden in St. Georgen vor sich gehe. Das Bemerkenswerteste an dieser „Berichtigung“ ist die Tatsache, daß die Richtigkeit unserer obigen Schilderung in keiner Weise bestritten wird. Im übrigen haben wir selbst eine höhere Meinung vom Verantwortungsbereich eines Geistlichen. Wir sind nämlich überzeugt, daß ihm auch ohne vorherige besondere Belehrung sein Herz und Gewissen sagen müßten, wie die Schweizerspende nicht nur in Freiburg-St. Georgen, sondern überall in Deutschland zu verteilen ist: nach den festen, unverrückbaren Grundsätzen der christlichen Nächstenliebe, d. h. gleichmäßig, gerecht und in sozialem Geiste! Warnung vor Kochsalz-„Ersatz* Da sich infolge der Verwendung von Natrium- nitrit an Stelle von Kochsalz mehrere- Vergiftungen ereignet haben, wird davor gewarnt, sogenannte Pökelsalze, Tabakbeizen und Ähnliches als Ersatz für Kochsalz zu verwenden. Arbelterwohlfahrt Freibur* Für den Ortebezirk St. Georgen findet am Mittwoch, 29. Oktober, 20 Uhr, tm Gasthaus zur Schneeburg ln St. Georgen ein Ausspracheabend statt, auf dem Freunde und Gönner herzlich willkommen sind. Erstaufführung in den Kanunerspielen In der heutigen Erstaufführung von Raclnes Trauerspiel „Phädra“ ln der deutschen Übertragung von Schiller spielt Ursula Volkmar unter Peter Wachernagels Regle die Titelrolle. Klavierabend Jacques Fevrier Einen großen künstlerischen Genuß verspricht der Klavierabend des bedeutenden französischen Pianisten Jacques Fevrier (Brahms, Chopin, Debussy} am 27. Oktober, 20 Uhr, lm Kaufhaussaal. „Mittelalterliche Goldschmiedekunst" Die Ausstellung „Mit:- 1 alterliche Goldschmiede kunst* lm Augustiner-Museum, die sich nach wie vor des größten Interesses in Stadt und Land erfreut! schließt unwiderruflich am 31. Oktober Ihre Pforten. Der Erste Freiburger Mandolinen- und Gltarren- Vereln veranstaltet am Sonntag, 28. Oktober, um 15.30 und 20 Uhr nach fast achtjähriger zwangsläufiger Pause lm Marla-Hllf-Saal ein großes Konzert unter Kammermusiker Köhlers Leitung. (Siehe auch Inserat und Plakate.) Tragische Dichtungen spricht die Freiburger Rezitatorin Paula Maurer am Dienstag, 28. Oktober, 19.30 Uhr, lm Kaufhaussaal (Goethe, Schiller, Hebbel, C. F. Meyer). Neues vom Südwestfunk Am Dienstag, 28. okt, 20.30 Uhr, führt «e Mär- chenabtellung des Südwestfunks Schillers „Turandot" mit Charlotte Renner in der Hauptrolle auf. — Am gleichen Tage spielt das große Orchester des Südwestfunks unter der Leitung des Düsseldorfer Generalmusikdirektors Hollreiser ein Sinfoniekonzert mit Werken Beethovens, Webers und Hindemith* mit Gerhard Taschner (Violine) als Solisten. Jubiläen und Geburtstage 25 Jabs« gehören jetzt zur Firma Heilige, Moral, Habsburgerstraße 10, Martha Jungnickel, Emma Riedllnger, Maria Steinhart, Willi Philipp und Paul Möller. In einer schlichten Betriebsfeier überreichte Ihnen Betriebsinhaber Moral beachtliche Geschenke. — Ihr 40. Ehejubiläum feiern am 29. Oktober die Eheleute Paul und Lina P 1 w 1 n s k L Frau Anna Fischer, Witwe des Dentisten Gustav Fischer, feiert am 27. Oktober in geistiger und körperlicher Frische in Breitnau. wo sie seit der Zerstörung ihres Freiburger Heims lebt, zusammen mit ihrer Stütze Marie Fussenegger, die Ihr seit 48 Jahren treu zur Seite steht, ihren 80. Geburtstag. — Am 27. Oktober feiert Frau Emma T h o m a , geh. Murst, Witwe, Reutebachgasse 10, bei guter Gesundheit ihren 75. Geburtstag. Postbetriebswart Hermann Senn, früher Kreun- straße 4, jetzt in Kirchhofen wohnhaft, wurde zum Postassistenten befördert. Breisach. Im Rahmen der „Breisacher Abende" findet am Samstag, 25. Oktober, 20 Uhr, im „Eckartsberg" eine kammermusikalische Veranstaltung mit Werken Mozarts, Beethovens und Schuberts statt. Am 24. Oktober feierte Frau Berta Stolpe geh. Höh- ler, die etwa 27 Jahre lang in Breisach lebte und später nach Biengen verzog, ihren 77. Geburtstag. Seite 4 — Nummer 85 Samstag, 25. Oktober 1947 Das Programm des Sonntags Zonenliga Gruppe Süd: Reutlingen — ossmgen — Fortuna Freiburg, fienburg, Biberach — Singen, Konstanz. Friedrichshafen, VfL Freiburg — Laupheim — G r “ P, P e Nord: Gonsenheim — Mainz, SV 05 'arbrucken — Worms, Ludwigshafen — Völklingen, ndernaeh — Neuendorf, Neustadt a. d. H. — FC arbrucken, Pirmasens — Neunkirchen, Trier — -aiserslautem, Südbadische Landesliga Gutach — Rheinfelden, Emmendingen — Villingen, .oekaeh — Ottenau, Fahrnau — Schopfheim, Engen - Donaueschingen, Baden-Baden — Lahr Süddeutsche Oberliga Stuttgarter Kickers — Neckarau, Eintracht Frank- fort — Wacker München, Schwaben Augsburg — ,'pvg Fürth, FC Nürnberg — Ulm 46, Schweinfurt — t)V Frankfurt, Bayern München — Waldhof, VfB lUttgart — VfB Mühlburg, VfR Mannheim — 1830 München, Rot-Weiß Frankfurt — Spfr Stuttgart, A schaffenberg — Kickers Offenbach. Südbadische Handball-Landesliga VfL Freiburg — Offenburg, Lörrach — Hofweier, zahnngen — Schutterwald, Teningen — Brombach. Der Tabellenführer in Freiburg Den Fußballinteressenten steht am Sonntag wieder ein besonderes Ereignis bevor. Um 14.30 Uhr wird im Möslestadion die Offenburger SV, Tabellenerster der Zonenliga Süd, gegen den VfL Frei- b u r g antreten. Die Einheimischen haben in ihren bisherigen Spielen etwas unglüddich gekämpft, sie konnten Ihre teilweise große spielerische Feldüber- -genhelt nicht in entsprechende Erfolge Umsetzen, •o war es auch am vergangenen Sonntag in Fried- . ichshafen. Werden die Rothosen nun am Sonntag /u der Leistung auflaufen, die es ihnen ermöglicht, eien Offenburgern ein Bein zu stellen? Die splelert- chen Qualitäten beim VfL sind zweifellos vorhanden, :s bedarf aber eines konzentrierten Angriffsspiels und eines schußkräftigen Sturmes, wenn die stabile Hintermannschaft der Gäste überwunden und der 'ethnisch gute Sturm mit dem Innentrio Hall—Kopp_ Roß ln Schach gehalten werden soll. Im Vorspiel stehen sich die Handballmannschaften des VfL Freiburg und der Offenburger SV gegenüber. Lokaltreffen ASV — Blau-Weiß Wieder einmal ist es so weit, daß sich zwei alte Rivalen zu einem Spiel treffen, bei dem der Ausgang des Kampfes nie vorausgesagt werden kann. Wohl haben die Blau-Weißen bisher höhere Ergebnisse erzielt, was aber bei den schwachen Gegnern zu keinem Vergleich berechtigt. Jedenfalls ist ein interessantes Spiel zu erwarten. Spielbeginn 10.30 Uhr. Vorspiel ASV H — VfL HL *■ Freiburg im Waldgelände Mösle und Waldsee seinen Herbstwaldlauf 1947 durch. Die Veranstaltung wird gleichzeitig auch für den Bezirk Offenburg angesetzt, so daß alle Leichtathleten der Kreise Müllhelm, Freiburg, Emmendingen, Lahr und Offenburg startberechtigt sind. Der Hauptlauf führt über etwa 3,8 km, Mittelstreckler, Altersklasse und die A-Jugend laufen etwa 2 km, während die Strecke für Frauen und A-Jugend (Mädchen) etwa 800 m beträgt. Meldungen müssen bis spätestens 31. Oktober 1947 an den Landesfachausschuß für Leichtathletik in Freiburg, Schließfach 250, gerichtet werden. Der Start ist auf 9 Uhr vormittags festgesetzt. Skivereinigung Freiburg Die Skivereinigung Freiburg veranstaltet am Samstag, 25. Okt., 20 Uhr, im „Großen Meyerhof“ einen gemütlichen Abend mit Tanz, zu dem alld Mitglieder und deren Angehörige eingeladen sind. Blau-Weiß Freiburg — SV Waldkirch 10:0 (5:0) Zu unserem Bericht in der Mittwochausgabe müssen wir berichtigend melden, daß die KaslaCher das Spiel gegen Waldkirch mit 10:0 — nicht, wie irrtümlich gemeldet. 9:0 — gewonnen haben- In Jeder Halbzeit fielen fünf Treffer. 1. Südbadischer Schachkongreß Der Badische Schachverband hielt vom 15. bis 17. Oktober 1947 in Endingen a. K. seinen ersten südbadischen Schaehkongreß ab. Die Organisation war mustergültig und die Aufnahme der Gäste denkbar gastfreundlich. Alle Spitzenkönner der badischen Schachwelt waren vertreten. Es gab erbitterte Kämpfe, die aber von den 108 Teilnehmern in ritterlichem Geiste geführt wurden. Es wurde in 4 Klassen gespielt. Sieger wurden: Meisterturnier: 1. Bogoljubow, Offenburg, 8% Punkte, 2. Lauterbach, Heidelberg, 5%, 3. Schupp- ler, Durlach, 4V6. Hauptturnier: I. Helmut Sohm, Offenburg, 8 Punkte, 2. Alwin Greis, Radolfzell, 5, 3. Knopp, Durlach, 5. Nebenturnier: 1. Dr. Astfäller, Konstanz, 5 Punkte, 2. Helmut Schmidt, St. Georgen i. Sehw. S, 3. Walter Haas, Villingen, 5. Jugendturnier: 1. Karl Schneider, Kollnau, 4% Punkte, 2. Manfred Rauscher, Offenburg, 4, 3. Reiser, Waldkirch, 4. In einem Blitzturnier siegten: Bogoljubow (Meisterklasse), Kämmerer, Freiburg (Hauptturnier) und Rauscher, Offenburg (Nebenturnier). Am Sonntagvormittag gab Großmeister Bogoljubow eine Simultanvorstellung an 53 Brettern. 39 Partien wurden von ihm gewonnen, 13 endeten remis und nur eine ging verloren. Im Endspiel um die Mannschaftsmeisterschaft der französisch besetzten Zone Badens siegte der Schachverein Freiburg gegen St. Georgen i. Schw. 5:3. In der Generalversammlung des Badischen Schachverbandes wurde Konstanz als Tagungsort des 2. Südbadischen Schach kongresses 1948 bestimmt. Handball in Zähringen Am Sonntag um 14.20 Uhr hat die Handbanmannschaft des VfR Zähringen den SVSchutter- wald, der zusammen mit Rot-Weiß Lörrach an der Spitze der Tabelle liegt, zu Gast. Die Zähringer werden ihre beste Leistung zeigen müssen, wenn sie gegen den Gast bestehen wollen. Herbstwaldlauf 1947 Der Bezirk Freiburg des Landesfadians- sdiusses für Leichtathletik führt am 2 . November in Neuer Herausforderer für Tandberg Die Nachricht, daß Olle Tandberg der beste europäische Schwergewichtler ist, läßt den Spanier B. Lowell nicht ruhen. Er hat den Wunsch, gegen Tandberg anzutreten, um zu zeigen, daß auch er noch da ist. Lowell, der seit 15 fahren boxt, ist besonders wegen seiner schnellen Beine bekannt. Bevor er Tandberg herausfordert, möchte er noch gegen einen Italiener und einen Belgier antreten, nachdem er vor kurzem den dänischen Meister Carl Nielsen k.o. geschlagen hat. Tabaksendungen in die russische Zone Um Unzuträglichkeiten bei Transit-Sendungen aus unserem südbadiscfaen Gebiet in die russisch besetzte Zone zu vermeiden, weisen wir darauf hin, daß künftighin Tabaksendungen in die russisch besetzte Zone der Beschlagnahme an der Grenze zwischen der südbadischen und der britisch-amerikanischen Besatzungszone verfallen, wenn sie nicht neben den vorgeschriebenen Warenbegleitpapieren unserer Abteilung Interzonenhandel mit einer Einfuhrgenehmigung der zuständigen Dienststelle der russisch besetzten Zone versehen sind. Unsere Abteilung Interzonenhandel Ist von jetzt ab nicht mehr in der Lage, Warenbegleitpapiere auszustellen, wenn nicht die vorerwähnte Unterlage beigebracht wird. Badisches Ministerium der Wirtschaft und Arbeit Dr. Leibbrandt. Ausgabestelle der politischen Registrierkarten Die städt. Ausgabestelle der politischen Registrier, karten, bisher Gewerkschaftshaus, befindet sich jetzt im Statistischen Amt, Eisenbahnstr. 48, UI. Stock, Zimmer 5. Alle zuziehenden, um- und wegziehenden Personen männlichen Geschlechts, im Alter von 16 bis 60 Jahren, haben sich persönlich zur Aushändigung der Registrierkarte bzw. Umschreibung der Ausweise werktäglich, von 8—12 Uhr einzufinden. Das Bürgermeisteramt der Stadt Freiburg i. Br. Aufbaudienst Auf Grund der Gemeindesatzung vom 1. April 1847 werden für die Monate November und Dezember aufgerufen: Alle aufbaudienstpflichtigen männlichen Einwohner der Stadt zwischen dem 16. und 60. Lebensjahr; 3. Nov. A -Bah 27. Nov. Mi — Nus 4. Bai — Boh 28. Nut — Pet 5. Boi — Bur 1. Dez. Peu — Ra 6. Bus — Die 2. Re — Ro 7. Dif — Eh 3. Ru — Schl 10. Ei — Fek 4. Schl — Schn 11. Fel — Fri 5. Scho — See 12. Fro — Gis 9. Sef — Stad 18. Git — GÜ1 10. Stag — sto 14. Güm — Hau 11. Stu — 17 17. Hav — He 12. V — Wag 18. Hi — Hum 13. Nachholetag 19. Hun — Kar 15. Wah — Weh 20. Kas -Kli 16. Wei — WO 21. KlO — Kra 17. Wr — Y 24. Kre — La 18. Za — Ze 25. Le — Mei 19. Zi -Zy 26. » Mel — Mez Wer aus zwingenden Gründen an seinem Auf ruf tag nicht mitarbeiten kann, hat Gelegenheit, gfeine Arbeit an einem beliebigen anderen Arbeitstag der Aufrufzeit nachzuholen. Nachholetag ist auch der 13. Dezember (Samstag). Betriebe, Behörden und Vereine können nach vorheriger Anmeldung beim Wiederaufbaubüro an jedem von ihnen selbst gewählten Arbeitstag geschlossen arbeiten. Arbeitszeit: Beginn 8 Uhr pünktlich am Fahnenbergplatz» Ende 16.30 Uhr. Halbstündige Mittagspause während der Ausgabe der warmen Mittagskost auf der Baustelle. Eßgeschirr ist mitzubringen. Auf Antrag werden zu Schonung der Bekleidung Arbeitsschürzen und Arbeitsschuhe leihweise am Fahnenbergplatz ausgegeben. Die Ableistung der Arbeit wird von der Bauleitung in die Meldekarte des Arbeitsamtes und in die Stundenkarte der Arbeitsgemeinschaft Freiburger Baubetriebe eingetragen. Beide Karten sind bei Arbeitsbeginn abzugeben. Mündliche Auskunft wird erteilt in der Dienststelle des Wiederaufbaubüros, Barache 2, am Fahnenbergplatz. Sprechstunden täglich von 8 bis 12 Uhr. Das Wiederaufbaubüro der Stadt Freiburg i. Br« Aufbaudienst Das Wiederaufbaubüro hat in der letzten Zeit an die männlichen Einwohner der Stadt, die n ach der Gemeindesatzung vom 1. April 1947 aufbaudienstpflichtig waren, ihrer Dienstpflicht aber nicht nachkamen, ein Mahnschreiben verschiebt, in welchem sie unter Androhung eines Zwangsgeldes zur Nachholung der versäumten Arbeitstage aufgefordert werden. Dieses Schreiben hat in Kreisen der Dienstpflichtigen zu der falschen Auffassung geführt, es habe nur derjenige mitzuarbeiten, der hierzu durch ein besonderes Schreiben aufgefordert wird. Wir werden nunmehr keine Mahnschreiben mehr verschieben, sondern bei unentschuldigtem Fernbleiben vom Aufbaudienst ohne vorherige Mahnung ein Zwangsgeld festsetzen. Die Schipptage werden alle zwei Monate in den Tageszeitungen bekanntgegeben. Sie können außerdem ständig aus unseren Plakatanschlägen festgestellt werden. Wer an seinem Aufruftag aus zwingenden Gründen nicht mitarbeiten kann, kann seiner Dienstpflicht an jedem beliebigen anderen Arbeitstag genügen. Jeder, der mitarbeitet, erhält mittags eine gute Suppe, auf Antrag leihweise eine Arbeitsschürze und Arbeitsschuhe. Damit ist die Mitarbeit bei der Trümmerbeseitigung und Gewinnung von Baustoffen für den Wohnungsbau jedem, der guten Willens ist, ermöglicht. Drückeberger haben mit Strafen zu rechnen. Die ersten Zwangsgelder wurden festgesetzt. Ihre Veröffentlichung in den Tageszeitungen bleibt Vorbehalten. Das Wiederaufbaubüro der Stadt Freiburg L Br. Bestrafung wegen Feldfrevels Wegen Feldfrevels wurden bestraft: Krummer, Rolf Josef, Schänzlestr. 5, mit 50.— RM; Richter, Lorenz, Schwarzwaldstr. 54/14, mit 50.— RM; Blum, Kurt, Carl-Mez-Str. 17, mit 50.— RM. Städtisches Gartenamt Freiburg Meldung von Führern ehern, militärähnlicher Organisationen In Ausführung des Befehls Nr. 211 vom 22. August 1547 des Herrn General Administrateur, betr. Kontrolle der Führer ehemaliger militärähnlicher Organisationen, hat die Stadt Freiburg eine Liste aufzustellen von den Mitgliedern sämtlicher halbmilitärischer Formationen (Waffen-SS, Allgemeine SS, Sturmabteilung (SA), NSKK, NSFK, HJ und RAD) die in Freiburg wohnhaft sind. Die Aufstellung ist unabhängig von der Zählung ehemaliger Offiziere, Beamten und Angestellten im Range von Offizieren oder Offiziersanwärtern durchzuführen. Zur Meldung verpflichtet sind sämtliche Personen, die in den aufgeführten Organisationen die folgenden Dienstgrade hatten: 1. Waffen-SS, von Unterscharführer (eingeschlossen) an aufwärts, 2. Allgemeine SS, von Unterscharführer (eingeschlossen) an aufwärts, 3. Sturmabteilung (SA), von Sturmführer (eingeschlossen) an aufwärts, 4. NSFK, von Sturmführer (eingeschlossen) an aufwärts, 5. NSFK, von Sturmführer (eingeschlossen) an aufwärts, 8. HJ und sämtliche angeschlossenen Formationen; Jungvolk usw. (nur männliche Mitglieder). Von Gefolgschaftsführer und gleichgestellten an aufwärts, vorausgesetzt, daß sie nicht von dem Erlaß Nr. 92, Jugendamnestie) betroffen sind. 7. RAD (nur männliches Personal), von Unterfeldmeister (eingeschlossen) an aufwärts. Die Meldung hat persönlich mit den Personalpapieren auf dem Statistischen Amt, Eisenbahnstraße 48, in Freiburg, III. Stock, Zimmer Nr. l, an Werktagen von 8 bis 12 Uhr zu erfolgen. Spätester Termin 5. November 1947. Nichtbefolgung des vorliegenden Befehls bis zum festgesetzten Zeitpunkt wird bestraft nach Artikel 2, Ziffer 21, des Befehls Nr. 1 des Interalliierten Kontrollrates. Der Bürgermeister der Stadt Freiburg L Br. EINUDUN8 Aus Anlaß des 50jÜhr!gen Priesfeerjubfläums Seiner ExzeHenz des Herrn Erzbischofs DR. CONRAD GROBER findet In der Helle Urechsbofie S am Samstag, fit. Oktober, 16 Uhr, ein Festakt der Stadt Freiburg t. Br. und des lande« Baden statt. Hierzu lade Ich die Bevölkerung herzlich ein. Frei bürg 'L Br., 15. Oktober 1947 Bar Oberbürgermeistac. e ftlTFOltl I. 8. Symphonie, h-moll (unvollendete) , , , , » Franz Schubert 1. Satz, Allegro moderato II. Ansprachen: des Herrn Oberbürgermeister« Dr. Wolf gang Holtmann, Freiburg im Breisgau des Herrn Staatspräsidenten leo Wo hieb, Freiburg kn Breisgau des Herrn Reichsfinanzministers a. D. Minister der Finanzen Dr. Heinrich- Köhler, Karlsruhe I. B. des Herrn Staatspräsidenten Lorenz Bock, Tübingen IIL 7. Symphonie, A-dur, opus 92 ... . Ludwig van Beethoven 2. Satz, AHegretto | IV. Ansprache Seiner ExzoHenz des Herrn Erzbischofs Dr. Conrad Gröber, Freiburg im Breisgau V. 7. Symphonie, A-dur, opus 92 , Ludwig van Beethoven 4. Satz, Allegro con brio Ausfübrende: Das Städt. Symphonie-Orchester Freiburg Im Breisgau unter Leitung des Herrn Generalmusikdirektor« W. Schleuning. Famlllenanzelsen Als Verlobte grüßem Liselotte Person Hans Vogt Freiburg-Haslach. 25. Oktober 1947 Laubenweg 1 Wir geben unsere Vermählung bekannt: Joseph Boon Elisabeth Beon geb. Hauser Freiburg, 30. Oktober 1947 Basler Straße 11 Kirchl, Trauung: 9 Uhr, St. Johann. Nach einem Leben vollster Pflichterfüllung ist nach längerer Krankheit, jedoch unerwartet rasch unser lieber, treusorgender Vater, , Bruder, Schwager, Onkel, Schwie- j gervater und Opa ) Gustav Stiefvater, Friseurmeister | im Alter von 76 Jahren, versehen | mit den hl. Sterbesakramenten, in ; die Ewigkeit abgerufen worden, i Freiburg, den 15. Oktober 1947 1 Gerberau 2 ' In süller Trauer: Geschwister Stiefvater und Anverwandte. Für die vielen Beweise der Liebe und Verehrung während des Krankenlagers und für die Teilnahme am Begräbnis und den Opfern so- . wie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden allen herzl. Dank. I Durch einen tragischen Unglücks > fall wurde mir mein lieber Mann, ( unser Vater Karl Lodln, Fahrladeschaffner im Alter von 53 Jahren entrissen. ■ Freiburg. KlarastraBe 51 In tiefer Trauer: Frau Lina ludin geb. Reger und Kinder. Herzlich danken wir allen für die erwiesene Teilnahme sowie für die j .ielen Kranz- und Blumenspenden. Für cRe überaus große und herzliche Anteilnahme sowie die schönen Blumen- und Kranzspenden beim Hinscheiden unseres lieben Vaters Emil Hernaaen, Schlossermeister sagen wir allen auf diesem Wege unsem innigsten Dank. Besonderen Dank dem Herrn Stadtpfarrer Dr. König für seine trostreichen Warte, dem Vertreter des hiesigen Postamtes, Hausverwaltung, dem Herrn Obermeister der Schlosserinnung für die ehrenden Nachrufe am Grabe sowie dem Gesangverein Sängerbund Frelburg-Stühlin- ger für den erhebenden Trauergesang. Freiburg I. Br., 15. Oktober 1947 Lehener Strafie 31 In tiefer Trauer: Familie Emil Hertmann, Schlossermeister; Walter Herrmann, Kaufmann, zur Zeit in Kriegsgefangenschaft. Offene stelle« Hills- and Fachkräfte bei angenehmer Arbeitszeit gesucht. Für unsere Neukonstruktion suchen wir Hills- und Fachkr. wie Blechner. Rohrschlosser. Schweißer u. andere. Apparatebau u. Krankenhauseinricht. Walt. Bauer, (17b) Freiburg i. Br.. Schwarzwaldstraße 3. Männliche Arbeitskraft für Landwirtschaft gesucht. Biengen, Kreis Freiburg Haus 14. GieBerei-Feimer, Wickler, 2—3 Hilfsarbeiter, Dreher. Mechaniker m. e'n- wandfr. Bewerbungspapieren, mögt, ledig, sof. gesucht. Für Wohnungen wird gesorgt. 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Neue IFA-Wochenschau Tägl. 14.30, 17, T9.30 Uhr; Samstag und Sonntag 14.15, 16.30, 18.45, 21 Uhr. Vorverkauf täglich ab 13 Uhr. Friedrichsbau-UcMspiele. Ab Freitag, 24. Oktober, bringen wir: „Uebes- premiere". Mit Hans Söhnker, Kirsten Heiberg, Fritz Odemar, Charlotte Daudert. Jugendverbot bis 16 Jahre. Neueste IFA - Wochenschau. Spielzeiten Montag, Dienstag. Mittwoch, Freitag 14.15 und 16.30 Uhr; Donnerstag und Samstag nur 14.15 Uhr. Vorverkauf an den Spieltagen 10—12 und ab 13.30 Uhr an der Tageskasse