a$13m Samstag, 13. Dezember 1947 2. Jahrgang > Nummer 99 Fra I barg I * Brai'aga« Erscheinnngstage Mittwoch and Samstag / Einzelpreis 20P1 / Monatsbezugspreis KM t 60 einschließlich Trägerlohn, durch die Post bezogen RM 1.84 Anzeigen lant Tarif gegen Ken nkartenaoawei». Organ der SozialdemoKratlschen Partei Badens a Herausgegeben vom Sozialistischen Verlag Freiburg. GmbH-, Freiburg 1 Br. Kaiser-Joseph-Str 229. Fernruf Verbreitungsgebiet: Land Baden (Französische Zone). Geschäftsstellen und Vertretungen in allen größeren Nr .2816 Bankverbindungen: Oberrheinische Bank. Freiburg I Br.; Freiburger Gewerbebank. eGmbH., Orlen - Anzeigenpreisliste Nr 2. - Gerichtsstand Freiburg i. Br - Schriftleitung. Dr F Große. Verlags- Freiburg 1 Briöffenti Sparkasse Freiburg I Br. (Stadt.Sparkasse) Postscheck-Kto Ludwigshafen/Rh Nr.25460 leitung: Karl May, E. Bauermeister. - Druck- Universitätsdruckerei Poppen & Ortmann. Freiburg 1 Br Stahlproduktion 11,5 Millionen Tonnen Marshall gegen Reparationen aus laufender Produktion — Debatten über Saarfrage und Währungsreform Die Kommentare der Londoner Presse am Anfang der Woche waren widersprechend.. Die einen sahen das Ende der Konferenz unmittelbar bevorstehen, und zwar mit einem völlig negativen Ergebnis, die anderen schöpften aus den Erklärungen Molotows am Montag neue Hoffnung, daß doch ein Kompromiß gefunden werden würde. Besondere Bedeutung wurde einer Zusammenkunft des amerikanischen, englischen und französischen Außenministers beigelegt, und man glaubte daraus den Schluß ziehen zu können, daß die drei Außenminister sich auf eine gemeinsame Linie geeinigt hätten und nunmehr nodh geschlossener Molotow gegenübertreten würden. Die Sitzungen vom Dienstag und Mittwoch haben zum mindesten das eine gezeigt, daß die Verhandlungen weitergehen. Das Memorandum Molotows, über das wir in der letzten Nummer berichteten, hat immerhin bewiesen, daß die Russen es doch nicht ohne weiteres zum Bruch kommen lassen und daß sie zumindest weiter verhandeln wollen. Als Basis der Diskussion diente das englische Dokument über die deutsche Wirtschaftseinheit, ergänzt durch das russische Memorandum. Neuer französischer Vorstoß in der Saarfrage Die Sitzung vom Dienstag war den mehr technischen Fragen dieses britischen Memorandums über das deutsche Import- und Exportproblem gewidmet. Sie brachte weiter einen neuen Vorstoß Bidaults in der Saarfrage. Bidault fragte dabei. Molotow, ob nach seiner Auffassung eine deutsche Zentralverwaltung auch über das Saargebiet zu bestimmen habe und zitierte bei der Gelegenheit, daß Frankreich zwölfmal bereits seine Meinung in der Saarfrage vorgetragen habe. Als Molotow antwortete, daß noch die Gelegenheit kommen werde, über dieses Thema zu_ sprechen, erklärte der französische Außenminister, daß die französische Delegation nicht mehr über die Frage der Zentralverwaltung sprechen könne, bis das Thema der Saar geregelt sei. Am Schluß der Sitzung gab Molotow einen ausführlichen Bericht über den Kohlenpreis in der Bizone und behauptete, daß die Preise so festgesetzt seien, damit die Zwischenhändler große Gewinne erzielen könnten. General Robertson und Bevin antworteten dem .Leiter der sowjetischen Delegation hierauf. Bevin stellte abschließend fest, daß Molotow durch seine Ausführungen über die Kohlenfrage im gegenwärtigen Augenblick ziemlich viel Staub aufgewirbelt habe, um den Gegensatz der Diskussion zu verschleiern. Die Reparationszahlungen Auf der Satzung vom Mittwoch stand das besonders heikle Kapitel der Reparationszahlungen aus der laufenden Produktion _ im M'ttelpunkt. Der amerikanische Außenminister Marshall stellte fest, daß keine Reparationen aus der laufenden Produktion geleistet werden könnten, da dies entweder eine Belastung der Vereinigten Staaten darstellen würde, oder aber einen Niedergang des deutschen Lebensstandards. der auf die europäische Wirtschaft einen verderblichen Einfluß haben könnte. Wir können, so sagte Marshall, einen Beitrag zur Gesundung der europäischen Wirtschaft liefern. Wenn wir uns entschließen, nur die in Potsdam beschlossenen Demontagen durchzuführen. Dieser Standpunkt war in Moskau angenommen worden, wurde nicht durchgeführt. Ib Westdeutschland haben die Westmächte wertmäßig fü r siebenhundert Millionen Dollar für die Bedürfnisse der Bizone einführen müssen. In der Sowjetzone dagegen sind E n t n ah men von 500 Mi IlionenDollar erfolgt. Es sind große sowjetische Trusts gebildet worden, die einen Teil der Arbeitskräfte dem deutschen Potential entziehen, zum Teil übrigens zwangsweise. Diese Lage muß sofort geändert werden. Daher schlagen die USA vor, daß ab 1. Januar 1948 nichts aus Deutschland ausgeführt werden kann, es sei denn, daß es in Devisen bezahlt wird, oder aber in Material gleichen Wertes, das sofort in der deutschen Industrie Verwendung finden kann. Die USA-Delegation erwartet eine Antwort Molotows. Der sowjetische Minister antwortete, daß die Ausführungen Marshalls der Grundlage entbehrten und daß bei der Diskussion über die Reparationen erneut davon zu sprechen sei. Der weiter zur Diskussion stehende Punkt der Währungsreform wurde vertagt, nachdem Marshall eine Währungsreform vor dem 31. März 1948 vorgeschlagen hatte. Bei der Diskussion dieses Punktes geschah es, daß Bevin entgegen dem eigenen, britischen Vorschlag den .Abänderungsvorschlag Marshalls annahm, nun aber Molotow nicht, der mit dem Hinweis, daß in den USA bereits Banknoten gedruckt würden und daß bereits eine einseitige Entscheidung gefällt worden sei, auf die Gefahr aufmerksam machte, die daraus für die wirtschaftliche Einheit Deutschlands entstehe. Marshall erwiderte eindeutig, daß in Washington-keine einseitige Entscheidung gefällt worden sei. Über den nächsten Punkt, die Entflechtung der deutschen Konzerne, konnten sich die vier Minister einigen. Marshall verlangte in Abänderung des britischen Vorschlages eine Entflechtung unter der Voraussetzung, daß das deutsche Volk selbst diese Entflechtung wünsche. Bei der Diskussion des letzten Punktes, eines französischen Vorschlages, über die Verteilung der Kohle-, Stahl- usw. Produktion, machte Marshall noch den wichtigen Vorschlag, daß der Kontrollrat die Verteilung der Schlüsselprodukte der deutschen Industrie überwachen solle und daß eine bestimmte Menge oder ein festgelegter Prozentsatz, darunter Kohle und Keks zur Ausfuhr gelangen müsse. Der Vorschlag konnte nicht angenommen werden, da Bevin Zeit erbat, ihn genau zu überprüfen. Die Sitzung vom Donnerstag brachte ein erstes wichtiges Ergebnis. Die vier Außenminister einigten sich darüber, daß die deutsche Stahlproduktion, die im Potsdamer Abkommen noch auf 7,5 Millionen Tonnen festgelegt war, auf 11,5 Millionen Tonnen festgefegt wird. Die vier Außenminister verhandelten dann weiter über die Vorschläge für den fortschreitenden Wiederaufbau der deutschen Industrie.. Bidault verlangte, daß in keinem Falle der Wiederaufbau der deutschen Industrie Vorrang vor dem der demokra tischen Länder Europas erhalte. Dieser Vorschlag wurde von Marshall günstig auf genommen, während Molotow eine weitere Prüfung der Frage verlangte. Frankreich und Sowjetrufiland Abbruch der franzosisdi-somjetrussisdien Handehbesprecfmngen Letzte Meldungen Das amerikanische Repräsentantenhaus hat die Soforthilfe für Frankreich. Italien, Österreich und China in Höhe von 590 Millionen Dollar angenommen. Die gemischte Kommission von Senat und Repräsentantenhaus wird am Montag zusammentreten, um den endgültigen Text festzusetzen. Die Handelsvertragsverhandlungen zwischen London und Moskau machen gute Fortschritte. Nach Mitteilungen des englischen ^andelsministers Wilson sollen die Getreidelieferungen nicht in Dollar bezahlt werden Bei den Zwischenfällen in Palästina waren in der Zeit vom 1. bis 10. Dezember 109 Tote und 34 Verletzte zu verzeichnen. Vier Tote und 19 Verletzte waren Engländer. In Jerusalem kam es in den letzten Tagen wiederum zu neuen Zusammenstößen. Ip allen Staaten tst eg den Ausländern verwehrt, sich in innerpolitische Verhältnisse des Gastlandes einzumischen. Als die französische Polizei feststellte, daß bei den Streiks, besonders in einigen sfidfranzösischen ' Städten, Russen an der Agitation teilnahmen, wurden Sie ausgewiesen. Da damals die Eisenbahnen nicht verkehrten, brachte man sie in Wagen an die Grenze. Das bedeutete sicherlich ein großes Entgegenkommen. Die Sowjetregierung nahm diesen Vorfall zum Anlaß, um Verhandlungen über den Warenaustausch mit Frankreich abzubrechen. 18 Mitgliedern einer französischen Handelsabordnung, die sich nach Moskau begeben sollte, wurden die Visa verweigert. Begründet, wird dieser Beschluß mit der angeblich feindlichen Haltung der französischen Regierung gegenüber der Sowjetrußlands. Dieser Vorwurf trifft um so weniger zu, als es sich bei den Ausgewiesenen um ehemalige Weißrussen handelt, die jahrelang in Frankreich gelebt, also sich als grundsätzliche Gegner bolschewistischer Doktrinen bekannt hatten und erst nach dem Kriege die sowietrussische Staatsbürgerschaft erlangten. Bekanntlich waren schon seit einiger Zelt Verhandlungen über sowjetische Getreidelieferungen an Frankreich im Gange, wofür Frankreich Maschinen und ändere Produkte liefern sollte. Mit diesem Warenaustausch dürfte demnach in nächster Zeit nicht zu rechnen sein Ob sich eine völlige Änderung der französisch-sowjetischen Politik ergeben wird, läßt sich vorläufig nicht sagen. D ; e französische Presse nimmt ausführlich Stellung zu diesem Vorfall. Nachdem man sechs Monate lang gegen die eventuellen politischen Bedingungen des MarshaUs-Plan es gewettert habe, würden nunmehr wegen der angeblichen westlichen Orientierung Bidaults die französisch-russischen Handelsbesprechungen einseitig abgebrochen, schreibt das Organ der MRP, „L’Aube“. Dies bedeute, daß man für Lieferungen amerikanischen Weizens keine Bedingungen. übernehmen dürfe, daß man sich aber allen Bedingungen des Kreml zu unterwerfen habe, um einige Tonnen russischen Weizens zu erhalten. Die französische Regierung werde weder von der einen noch von der anderen Seite Bedingungen akzeptieren. Die kommunistische „Humaniti“ bezeichnet den Abbruch der Handelsbesprechungen als das gewollte Ergebnis einer langen Reihe von Provokationen. Für die derzeitige Regierung Frankreichs hätten weder der Bündnisvertrag mit der Sowjetunion noch das nationale Interesse irgendeine Bedeutung, wenn es sich darum handele, den Willen der internationalen Kapitalisten zu befolgen. Die rechtsstehende Zeitung „Le P a y s“ unterstreicht, daß es zwischen der Ausweisung sowjetischer Staatsbürger aus Frankreich und dem Abbruch der Wirtschaftsbesnrechungen überhaupt keinen Zusammenhang gäbe. Außerdem könne die Sowjetunion nicht die Abreise ihrer Rückführungskommission verlangen, da Frankreich diese bereits am 27. November von der Sowjetunion gefordert habe. In einem Ministerrat hat die französische Regierung inzwischen die russische Note als unannehmbar bezeichnet Der Landtag tagte * Staatspräsident Wohieb äußert sich zu seinen Reisen In Düsseldorf ist die erste feste Rheinbrücke im Rohbau vollendet worden. Jf er enz in Schönenberg gesagt werde, Die Landdtagssitzung vom 11. Dezember war zum Teil recht bewegt. Sie kam am Ende der Sitzung auf die große Politik, als der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokratischen Partei, Meier, an den badischen Staatspräsidenten Dr. Wohieb die Anfrage richtete, ob es zutreffe, was in letzter Zeit von verschiedenen deutschen und auch einer Schweizer Zeitung über seine Reisen geschrieben worden wäre, ob sie wirklich im Zusammenhang mit der beabsichtigten Bildung eines neuen süddeutschen Staatengebildes ständen. Die Abgeordneten seien über diese Vorgänge nicht informiert. Es bedeute aber eine Diskriminierung der Regierung und des Landtages, wenn solche Berichte ins Ausland gelangen. Die Schweizer Zeitung spreche von der Bildung einer süddeutschen Staatenföderation mit überwiegend katholische^ Bevölkerung unter Einschluß Österreichs. Der Staatspräsident erwiderte darauf, daß seine Reisen nur der längst fälligen Aufnahme von Beziehungen mit den Nachbarstaaten, also mit Bayern und den Staaten der amerikanischen und englischen Zone gedient hätten. Es sei klar, daß er sich im Zusammenhang mit der Londoner Konferenz mit der deutschen Frage befaßt habe und immer wieder befasse. Was von der Kon- sei, was seine Person angehe, reine Erfindung. Während der Schönenberger Tagung habe er in Freiburg geweilt und an einer Tagung des Landesausschusses teilgenommen. Was von ihm verhandelt wurde, sei genau das Gegenteil der Pressevernrutungen. Kein Mensch denke an irgendeine süddeutsche oder katholische Staatenföderation oder eine solche unter Anschluß Österreichs, sondern die ganze Sorge gelte einer alsbaldigen Lösung der deutschen Frage, die seiner persönlichen Meinung nach auf föderativer Grundlage erfolgen solle. Wenn der Staatsorä- siden* oder ein Ministerpräsident die Initiative ergriffen, dann täten sie nichts weite als ihre Pflicht und der Staatspräsident sei durch die badische Verfassung zweifellos legitimiert. Zu einer lebhaften Debatte führte auch ein Antrag des demokratischen Abgeordneten Dr. Vortisch, einen Bevollmächtigten zur Bekämpfung der in der Verwaltung auftretenden U n r e g e 1 m ä ß igle e i t e n und Unsauberkeiten für alle Zweige der Wirtschaft und der Verwaltung einzusetzen. Die CDU erklärte sich damit nicht einverstanden und stellte einen Gegenantrag, in dem die Regierung entsprechend ihrer Zusage in der Regierungserklärung vom 7. August 1947 ersucht wird, gegen Untreue und Korruption jeder Art rücksichtslos einzugreifen. Es kam zu einer Alemannische Diplomatie Bisher war es gewissen bayerischen Kreisen Vorbehalten, zum Gespött Deutschlands zu werden. Dieser merkwürdige Ruhm hat den ln Singen unter der Führung des dortigen Bürgermeisters Dr. Dietrich vor längerer Zeit gegründeten Alemannenbund nickt schlafen lassen. Er hat sich ebenfalls auf das Gebiet der großen Politik begehen und hat es nicht lassen können, anläßlich der Londoner Konferenz mit einer besonderen Erklärung an die Öffentlichkeit zu treten. In dieser Erklärung der „autonomen Föderalisten“, die dem Kontrollrat in Berlin übersandt worden ist; wird feierlich verkündet, daß die Wiederherstellung eines deutschen Nationalstaates im Sinne der Bismarcksdien Konzeption keineswegs die Lösung der deutschen Frage darstellen könne. Die Wiederkehr alldeutscher Ideen gefährde die Sicherheit der Welt. Ein wirtschaftlich zentralisierter enger Raum mit 70 Millionen Menschen müsse zu neuer Aggression getrieben werden. Man braucht gewiß diese Erklärung einiger „alemannischer“ Politiker nicht sehr ernst zu nehmen. Wenn eine Wahl in diesen Tagen stattfände und diese Politiker Sick mit ihren alemannischen Plänen an die Wählerschaft wendeten, so würde man wahrscheinlich die Zahl ihrer Anhänger in einem sehr kleinen Raum versammeln können. Das badische Volk wiU gewiß nichts von einem jede Eigenständigkeit unterdrückenden Zentralstaat wissen, aber für die Phantastereien der Singener Autonomisten hat es ebensowenig Verständnis. Gerade die Wahlen, die am letzten Sonntag in Nord- wurttemberg-Nordbaden stattfanden, die ja auch zum alemannischen Raum gehören, haben von neuem erwiesen, daß die Mehrheit des deutschen Volkes hinter der Sozialdemokratischen , und Christlich-Demokratischen Partei steht. Es wirkt deshalb nur lächerlich, wenn in dem Erguß der Singener Autonomisten da- • von gesprochen wird, daß die „Parteien Schumachers und Kaisers nicht dem Willen des Volkes entsprächen“. Was die Verfasser damit meinen, wenn sie erklären, daß diese Parteien „dekretiert“ wären, weiß man nicht. Wahrscheinlich wissen sie es selbst nicht. Soweit ist die Erklärung hur als ein besserer Witz abzutun. Man kann im Grunde diejenigen, die eine solche Sprache sprechen und sich als „Vertreter des Volkes“ ausgeben, mm als größenwahnsinnig bezeichnen. Bösar \ wird die Angelegenheit allerdings da, wo die Wiederkehr alldeutscher Ideen und die Hinweisung zu neuer Aggression in Verbindung mit den genannten großen Parteien gebracht wird. Jeder weiß heute in Deutschland zur Genüge, daß die Sozialdemokratische Partei nichts schärfer bekämpft als das alldeutsche Gedankengut und daß sie die Einordnung Deutsch- - lands in ein großes Europa und die engste Zusammenarbeit gerade mit Frankreich fordert. Uns Sozialdemokraten treffen deshalb die lächerlichen Anwürfe der Singener Gernegroße nicht. Wir wollen aber auch mit diesen Herren. nicht das mindeste zu tun haben. Etwas anders dürfte sich das Problem für di^ badische CDU stellen, da bisher der Führer des Alemannenbundes. Dr. Dietrich, als Bürgermeister das volle Vertrauen der Singener CDU hatte (es wird sogar behauptet, er seit Mitglied der CDU). Man kann deshalb gespannt sein, wie sich die Parteileitung der badischen CDU zu der Erklärung der Singener „autonomen Föderalisten“ und zu ihrem Führer Dr. Dietrich stellen wird, insbesondere nachdeip in der letzten Landtagssitzung Staatspräsident Wohieb sich für seine Person so energisch gegen alle separatistischen Neigungen, die ihm unterschoben werden, verwahrt hat. lebhaften Debatte, in der vor allem Dr. Zürcher vage Andeutungen machte, die sich gegen den Wirtschaft sminister richteten. Sie wurden von Dr. Leibbrandt und von dem Abgeordneten Geiler energisch zurückgewiesen und genaues Beweismaterial gefordert. Dies konnte jedoch nicht vorgelegt werden. Der demokratische Antrag wurde mit 29 gegen 24 Stimmen der Demokraten, der Kommunisten und der Sozialdemokraten abgelehnt und sodann einstimmig der CDU-Antrag angenommen. . Im weiteren beschäftigte sich der Landtag mit einer Reihe von Anträgen auf wirtschaftlichem und sozialpolitischem Gebiet, so u. a. mit einem sozialdemokratischen Antrag, der den Ausbau des landwirtschaftlichen Schulwesens fordert, einem CDU-Antrag. der die genaue Fest’egung der Kartoffelanbaufläche vorsieht und einem sozialdemokratischen Antrag, wonach für die Imker. rechtzeitig Zucker zur Verfügung gestellt werden soll. Ferner wurden 15 förmliche Anfragen beantwortet» von denen eine Anfrage über die D urchführunjj der Entn a z i f i z i e r u n g* eine besonders lebhafte Debatte auslöste. Hierzu führte der Abgeordnete lä ekle aus, daß es bedauerlich sei. daß die Regierung in ihrer Antwort nicht zngebe, daß man in der Säuberung in eine Sackgasse geraten sei. Aufgabe aller Parteien müsse es sein, einen Weg aus dem Dilemma zu finden. Seine Fraktion sei nicht damit Seite 2 — Nummer 99 Samstag, 13, Dezember 1947 tkaTSoßt .einverstanden, daß bei der Behandlung von Re- visfonsfällen die Urteilefindung von Stellen maß- gebend beeinflußt werde, die einer Kontrolle entzogen seien. Die Amnestie müsse den kleinen Pgs zugute kommen Und dürfe keineswegs dazu führen, daß beispielsweise ein Fabrikdirektor, der 1933 Mitglied der Partei geworden und diese mit erheblichen Geldmitteln unterstützt, jedoch die Bekleidung von Ämtern auf seine Untergebenen abgewälzt habe, nun besser als diese davon- komtnen solle, wenn sie irgendeine Funktion ausgeübt hätten. Seine Partei sei bereit, in Zusammenarbeit mit den übrigen Parteien und dem Staatskommissar Vorschläge auszuarbeiten damit ein Ausweg aus der Sackgasse gefunden werden könne. Bei der Sitzung gedachte Staatspräsident Wohieb mit ehrenden Worten des ehemaligen badischen Staatspräsidenten Adam R e m m e 1 e, der am 23. Dezember in Hamburg seinen 70. Geburtstag begeht. Er erklärte, es sei eine selbstverständliche Pflicht der Landesregierung, dem hochverdienten, von schweren Schicksalsechlägen und Demütigungen durch das Naziregime heim- gesuchten Staatsmann die Glückwünsche der Regierung auszusprechen und ihm für alles zu .danken,'was er im Dienste des badischen Landes und Volkes geleistet habe. Glüdkwunsch der Labour-Partei Anläßlich der Wiederzulassung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands zum Internationalen Sozialistenkongreß hat, wie AP meldet, der Sekretär der britischen Labour-Partei, Morgan Philips, an Dr.Kurt Schumacher ein Glückwunschschreiben gesandt. Darin heißt es: „Ich freue mich , sehr, Ihnen zur Zulassung der Deutschen Sozialdemokratischen Partei zur Gemeinschaft des internationalen Sozialismus herzlich Glück wünschen zu können. Aus allen vier Zonen Berlin. Der britische Minister für die besetzten Gebiete Deutschlands und Österreichs, Lord paken- ham, stattete anläßlich seines Berliner Aufenthaltes der Oberbürgermeistern» Louise Schröder einen Besuch ab. Berlin. Auf Anordnung der Alliierten Kommandantur wurden anläßlich des Weihnachtsfestes für jeden, der vor dem Waffenstillstand ein Konto bei der Berliner Sparkasse hatte, 100 RM freigegeben. Berlin. Die Bürgermeisterin des Berliner Bezirkes Prenzlauer Berg, Ella Kay (SPD), wurde auf Befehl des stellvertretenden sowjetischen Kommandanten Berlins, Oberst Jellsarow, wegen „Sabotage der Holzbeschaffungsmaßnahmen und provokatorischen Verhaltens“ gegenüber der sowjetischen Kommandantur, ihres Postens enthoben. Oberst Jellsarow begründet die Entlassung Ella Kays mit dem Hinweis, die Bürgermeisterin habe gegenüber den Nöten der Arbeitenden ,',ein taubes Ohr“ gehabt und habe die Holzaktion mit „bürokratischen Methoden“ geleitet. Doppelzone Kassel. Von den 4J bestehenden Kreisverbänden der W A V ln Bayern, sind bisher 34 zu dem neugebildeten „Deutschen Block" ühergetreten. Mühlhelm/Ruhr. Der Mühlheimer Ent.nazl- flzierungsausschuß hat den westdeutschen Großindustriellen Hugo Stinnes ln Gruppe drei eingestuft. Dieser Entscheid geht noch an die zuständige britische Stelle, die das Urteil bestätigen muß. Tübingen. Dem südwürttembergischen Landtag wurde ein Gesetzentwurf der Staatsregterung vorgelegt, nach dem Beamte und Angestellte der öffentlichen Verwaltung zur Mitwirkung bei der politischen Säuberung dienstverpflichtet werden können. Verpflichtet werden können außerdem alle anderen Personen, die Ule Befähigung zum Richteramt haben. . Stuttgart. Der frühere Senatspräsident beim Volksgerichtshof ln Stuttgart, Hermann Cuhorst, wurde auf Anordnung des Württemberg! sch-ba dis chen Befreiungsministeriums in Friedrichshafen verhaftet und in das Internierungslager Ludwigsburg eingeliefert. Cuhorst war im Juristenprozeß ln Nürnberg von der Anklage der Begehung von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit freigesprochen worden. Das amerikanische Militärgericht Sieg der Vernunft Niederlage der Kominform — Bevorstehende Neuregelung des Preis- und Lohnniveaus Die Streikbewegung in Frankreich ist zu Ende. Das zentrale Streikkomitee hat' die Parole zur Wiederaufnahme der Arbeit ausgegeben. Ein Kampf, der nahezu drei Wochen angedauert hat, und der nicht nur eine der üblichen Streikbewgungen war, bei denen es sich darum handelt, das Los und die Lebensbedingungen der arbeitenden Bevölkerung zu verbessern, sondern der von vornherein alle Zeichen einer politischen Auseinandersetzung trug und der sich mehr und mehr zu einer Machtprobe zwischen der Regierung und der Kommunistischen 'Partei entwickelte, hat damit sein Ende gefunden. In dem von dem zentralen Streikkomitee herausgegebenen, besonders wortreichen Kommunique, das den Zusammenbruch der Streikbewegung, wenn nicht in einen Sieg der C G T, So doch zumindest in einen „strategischen Rückzug“ der ganz unter kommunistischem Einfluß stehenden Gewerkschaftszentrale hinzustellen versucht, wird die Parole zur Wiederaufnahme der Arbeit damit begründet, daß die Arbeiter infolge der ■wirtschaftlichen Notlage in vielen Fällen gezwungen waren, den Streik abzubrechen, und daß das Streikkomitee mit dem nunmehr gefaßten Entschluß zur allgemeinen Wiederaufnahme der Arbeit lediglich verhindern wollte, daß die Kräfte der Arbeiterschaft verzettelt und eine Gruppe nach der anderen geschlagen würde. Es handele sich jetzt vor allem darum, die Kräfte der Arbeiterschaft für die künftigen Kämpfe, die hart sein würden, neu zu gruppieren und erneut zusammenzufassen. Diese Lesart und diese Taktik der kommunistischen Streikzentrale kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Massen der Arbeiter mehr und mehr den Drahtziehern der Streikbewegung davongelaufen sind und daß die Kominform in Frankreich geschlagen wurde. Mit Recht weist der „Populaire“ in Beinern längeren Leitartikel darauf hin, daß ein politisches Abenteuer nunmehr sein Ende gefunden habe, daß zwar großer Schaden und viel überflüssiges Elend angerichtet sei, daß man ^ber nun in Frankreich wieder freier atmen könne und die Republik gerettet sei. Selten habe sich mit solcher Klarheit gezeigt, daß die Kommunistische Partei die Gewerkschaftsbewegung lediglich als eine politische Waffe ansehe, ohne sich um die wahren Interessen der Arbeiter und das Schicksal der Gewerkschaften zu kümmern. Der Zusammenbruch der Streikbewegung bedeute nicht eine Niederlage der arbeitenden Bevölkerung, sondern einzig und allein eine Niederlage der CGT und ihrer politischen Drahtzieher, die ihren Mißerfolg jetzt hinter allen möglichen Ausflüchten zu verbergen versuchten. Arbeitsminister Daniel Mayer, der durch sein energisches, zielbewußtes Auftreten und seine geschickte Verhandlungstaktik in entscheidendem Maße zu dem heutigen Erfolg der Regierung beigetragen hat, betont in einer Presseerklärung, daß sich die Regierung in ihrer Aktion von zwei Gesichtspunkten habe leiten lassen: 1. die Republik gegen alle Angriffe, von welcher Seite-auch immer, zu verteidigen, und 2. den berechtigten Forderungen eines Volkes, das noch unter den wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen des Krieges und der Besatzung leide, soweit wie möglich entgegenzukommen. Die Arbeiterklasse habe verstanden, den notwendigen Unterschied zu machen zwischen dem rein wirtschaftlichen Teil ihrer Aktion und der politischen Ausbeutung ihrer Notlage. Die Regierung werde nunmehr ihren Versprechungen getreu und in einer entspannten Atmosphäre daran gehen, ein neues Gleichgewicht zwischen Löhnen und Preisen herzustellen unter Berücksichtigung aller Elemente der nationalen Wirtschaft. batte Ihm, wie üblich» freies Geleit nach seiner Heimat ln die französische Zone gewährt Als Protest gegen diese Maßnahme hatte der württetoberglsch- ba di sehe Befreiungsminister Gottlob Kamm seinen Rücktritt eingereicht und verschiedene Spruohkam- mera Württemberg-Badens waren aus diesem Grunds ln den Streik getreten. Düsseldorf. Das Gesetz über die Beschaffung von Hausrat und Einrichtungsgegenstände für Flüchtlinge und Ausgebombte wurde vom Landtag von Nordrheln-WestSalen in dritter Lesung angenommen. Gegenüber der ursprünglichen Fassung wird nun der Schwerpunkt zunächst auf die Freiwilligkeit der Abgabe von Hausrat an Bedürftige gelegt. Die Gemeinden sollen zunächst durch einen Aufruf für eine freiwillige Abgabe von Hausrat eintreten. Düsseldorf. Die Ansicht, daß die Kohlenprelse noch vor Durchführung der Währungsreform von 15 auf 35 RM Je Tonne erhöht werden sollten, wird vom Exekutivrat ln einem Schreiben an das Bipartite Control Office vertreten. Die bei den derzeitigen Kohlenpreisen lm Kohlenbergbau entstehenden und vom allgemeinen Staatshaushalt zu tragenden Verluste dürften im Jahre 1948 den Betrag von einer Milliarde Reichsmark wesentlich übersteigen. Hannover. Von 33 Staatsanwälten der Bielefelder Spruchkammer waren nicht weniger als dreißig ehemalige Pgs oder Amtsträger ln einem der der NSDAP angeschlossenen Verbänden, ergaben Erhebungen, die auf Grund des Protestes der Bielefelder Arbeiterschaft gegen das „Schröderurtell“ gemacht wurden. Die Richter der Spruchkammer dürfen nach Verordnung 69 im Verfahren gegen Angehörige verbrecherischer Organisationen nicht Mitglied der Partei gewesen sein. Der Vorsitzende der Spruch- kammer, Amtsgerichtsrat Bobbert, der das Urteil gegen den Kölner Bankier Kurt von Schröder ausgesprochen hatte, soll von 1934 bis 1945 Oberstabsintendant bei der Wehrmacht und Träger des Kriegsverdienstkreuzes erster Klasse gewesen sein. Russische Zone Berlin. Der frühere SED-Abgeordnete Voes Ist, wie der amerikanisch lizenzierte „Abend" berichtet, vor einiger Zeit unter Mitnahme seiner Famile und seines gesamten Mobilars nach dem Westen gegangen. Er war Leiter des mecklenburgischen Zentralkontors für Industrie und Handel, Präsident der Industrle- und Handelskammer Mecklenburg und Mitglied des SED-Landesvorstandes. Seine Flucht Wird, nach dem Bericht des „Abend" darauf zurückgeführt, daß er Pg und höherer SA-Führer gewesen sein soll. Auch der Abgeordnete des mecklenburgischen Landtages Wittenborn, der der SED angehört, ist, wie der „Abend“ meldet, nach dem Westen übergesledelt- Wlttenbom, der früher Sozialdemokrat war, dürfte, so vermutet der „Abend“, die Ostzone aus Ideellen Gründen verlassen haben. Magdeburg. Gegen die SED-Geschäftssrtelle in Bernburg ln Sachsen-Anhalt wurde innerhalb kurzer Zelt das dritte Sprengstoff-Attentat verübt. Die Räume wurden völlig zerstört, Personen kamen nicht zu Schaden. Die Täter konnten bisher von der Polizei nicht ermittelt werden. Französische Zone Nürnberg Der Prozeß gegen den früheren Vorsitzenden der Vereinigung der Eisen- und Stahl- Industriellen, Hermann Röchling, wird am 15. Januar 1948 ln Rastatt vor einem internationalen Gerichtshof mit französischen, belgischen, ho l lä n d i schen, luxemburgischen und polnischen Richtern beginnen. Hermann Röchling war seit 1942 allelnverantwortllch für alle Fragen der Eisenindustrie ln Deutschland. Lindau. Wegen fortgesetzter Tierquälerei, Verstoß gegen die Kriegswirtschaftsordnung und das Tierkörperbeseitigungsgesetz verurteilte das Amtsgericht Lindau einen 64jährigen Landwirt aus Rickenbach zu einer Gesamtstrafe von einem Monat Gefängnis. Der Angeklagte hatte als Pächter eines landwirtschaftlichen Anwesens lm vergangenen Jahr, als das Futter zur Neige ging, seine zwei Kühe bis zum Skelett abmagern lassen und eine von ihnen erst auf energisches Einschreiten der Landwirtschaftsstelle verkauft Das andere Tier ernährte er weiterhin so schlecht daß es Anfang dieses Jahres verendete. Den Kadaver begrub der Landwirt heim Udt, ohne die vorgeschriebene Meldung zu machen. Clay zur Frajre der Währungsreform Der amerikanische Militärgouverneur für Deutschland, General Lucius D. Clay, wandte sich, wie Dena aus London meldet, entschieden gegen die Berichte über eine bevorstehende Währungsreform in der amerikanischen Zone. Die Währungsreform sei eines der Themen, über das die Delegierten bei der Außenministerkonferenz gegenwärtig ein Übereinkommen zu erzielen versuchten. „Es besteht keinerlei Entschluß auf seiten der Vereinigten Staaten“, sagte Clay, „in unserer Zone oder in Verbindung mit einer anderen Zone eine Währungsreform vorzunehmen.“ Diese Frage sei bisher weder in London noch vom Alliierten Kontrollrat in Berlin entschieden worden. . • Eine Reuter-Meldung aus Washington, die am & Dezember ausgegeben wurde, besagte, daß auf Veranlassung des amerikanischen Schatzamtes neues deutsches Geld gedruckt worden sei. Diese Meldung legt, wie hierzu aus Hamburg von zuständiger deutscher Stelle mitgeteilt wird, keinesfalls den Schluß nahe, daß in nächster Zeit mit einer Geldreform zu rechnen ist. Die Durchführung einer Währungsreform setze, so fügt die deutsche Stellungnahme hinzu, eine umfassende gesetzgeberische Arbeit voraus, diese werde sicher den deutschen Stellen überlasten werden, während sich die Besatzungsmächte auf allgemeine Richtlinien beschränken dürften. Die gesetzgeberische Arbeit, müssen eine große Zahl von Einzelheiten regeln, um ungünstige Auswirkungen der Reform auf ein Mindestmaß zu beschränken, und den Erfolg zu sichern. Die vorbereitenden Arbeiten seien aber noch nicht so weit gediehen, daß eine Geldreform jetzt auch dann durchgführt werden könnte, wenn sie aus anderen als wirtschaftlichen Gründen für notwendig gehalten werden sollte. Schulreform und Ernährungsfragea Die Badische Staatskanzlei teilt Ober die 16. Sitzung der Landesregierung mit: Im Vordergrund der Beratungen stand die Frage der Schulreform, die schon früher behandelt wurde. Die tief in das Schulwesen eingreifende Reform machte eingehende Beratungen der Landesregierung notwendig- Es handelt sich darum, nach Möglichkeit das Bildungsniveau der Schule zu halten und neue Unruhe im Schulwesen zu vermeiden. Bei der Erörterung der Ernährungsfragen hat die Regierung verlangt, daß die restlichen Lieferungen an allen Orten, die noch keine zwei Zentner Kartoffeln eingekellert haben, schnellstens durchgeführt werden. In der Frage der Fettversorgung wurde ein Plan besprochen, durch den für gewisse Zeit unter Umständen eine zusätzliche Fettquelle gewonnen werden kann. Beraten wurden .ferner die Entwürfe eines Landesgesetzes zur Wiedereinführung des Rechtes der geschlossenen Hofgüter und der Entwurf einer Landesverordnung zur Durchführung des Kontrollratgesetzes Nr. 45, durch welches das Erbhofgesetz aufgehoben wurde. Endlich kam zur Beratung der Entwurf eineä Landesgesetzes über die Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts an Beamten. Beginnender Kulturkampf? Lebhafte Debatte im bayerischen Landtag Der bayrische Landtag nahm zu einer mehrstündigen Rede von Kultusminister De. Alois Hundhammer Stellung. Besonders scharf wandte sich der ehemalige Staatssekretär lm bayrischen Kultusministerium, Klaus P111 - roff (SPD) gegen die Ausführungen des Kultusministers. Er wies auf die Anzeichen eines beginnenden Kulturkampfes hin, der durch die intolerante Haltung Dr, Hundhammers und seiner Fraktion beschleunigt werde. Als Beispiel dafür nannte er die Umsiedlung der Flüchtlinge nach konfessionellen Gesichtspunkten, die Errichtung der Bekenntnisschulen und die weitgehende Einflußnahme der katholischen Kirche auf das schulische Leben. '„Man weiß nicht, was in dieser Hinsicht in Bayern gilt, die Verfassung oder das kanonische Recht“, führte der Redner aus. Weiter kritisierte er dag Versagen des Ministerium« bei der Aufstellung eines Schulreformplanes. Kriegsgefangenenproblem vor dpm Kontrollrat Der Koordinationsausschuß des Kontrollrates hat über die Pläne der vier Militärregierungen für die Rückführung der deutschen Kriegsgefangenen beraten. Diese müssen nach den Entscheidungen der Moskauer Konferenz vor dem 31. Dezember 1948 nach Deutschland zurückgeführt sein. Über die Zeitfolge der Helmführung konnte kein* Übereinstimmung erzielt werden. Die Frage wurde dem Kontrollrat zur Entscheidung überwiesen. Erinnerungen an Heinrich Heine Nach den Jahren Ser Stille und Verpönung, die Mich Ober dem Namen Heinrich Heines gelegen haben, erinnern wir heute anläßlich seine* 15 6. Geburtstages (13. Dezember) wieder mit neuem Stolz an diesen großen deutschen Lyriker und Spöttischen Kritiker seines Jahrhunderts. Heine, gebürtig ln Düsseldorf, war ein Mensch von westlichem Temperament, von westlichem Esprit und entzückte mit seinen schlichten tiefempfundenen Gedichten (»Das Buch der Lieder* usw.) ebenso wie er als Chronist seiner Zelt und politischer Redakteur mit seinem beißenden, keine Erscheinung verschonenden Zynismus sein Zeitalter aufrüttelte. Wenn auch sein Weg Ihn von Düsseldorf über Hamburg und Berlin letztlich nach Paris führte, wo er auf dem Friedhof des Montmartre begraben liegt, so bleibt dpeh sein frommes tapferes deutsches Herz für jeden deutschempfindenden Menschen beispielhaft und unvergeßlich. Aus: „Deutschland, du Wintermärchen“ Es ging mir äußerlich ziemlich gut, doch innerlich war ich beklommen, und die Beklemmung täglich wuchs — ich hatte das Heimweh bekommen. Die sonst so leichte französische Luft, sie fing mich an zu drücken, ich mußte Atem schöpfen hier in Deutschland, um nicht zu ersticken ... Ich wollte weinen, wo ich einst geweint die bittersten Tränen — ich glaube, Vaterlandsliebe nennt man dieses törichte Sehnen. Ich spreche nicht gern davon; e& ist nur eine Krankheit im Grunde. Verschämtes Gemüte. verberge ich stets dem Publiko meine Wunds. Fatal ist mir das Lumpenpack das, um die Herzen zu rühren, den Patriotismus trägt zur Schau mit allen seinen Geschwüren. Fichtenbanm und Palme Ein Fichtenbanm steht einem im Norden auf kahler Höh, ihn schläfert; mit weißer Decke umhüllen ihn Eis und Schnee. Er träumt von efner Palme, die, fern im Morgenland, einsam und schweigend trauert auf brennender Felsenwand. Zur Notiz Die Philister, die Beschränkten, diese geistig eingeengten, darf man nie und nimmer necken. Aber weite, Iduge Herzen wissen stets in unseren Herzen Lieb und Freundschaft zu entdecken. Amerikanische Liebesgaben wirtschaftlich betrachtet Als die Aktion der Care-Pakete und der übrigen Ltebftsgabensendungen aus den Vereinigten Staaten nach Deutschland anlief, konnte man sahr häufig die Ansicht hören, diese Sendungen würden für den Amerikaner kein Opfer bedeuten, da er die paar Dollars, die solch ein Paket koste, aus der Westentasche bezahlen könne. Und wenn von amerikanischen Freunden ein Brief kam. in dem es hieß, sie müßten nun erst wieder etwas sparen, ehe sie ein neues Paket schicken könnten, dann herrschte bei den deutschen Empfängern meist ungläubiges Staunen. Man gab sich offensichtlich der Überzeugung hin, das Geld liege drüben auf der Straße und Jeder Amerikaner sei ein Großverdiener, der sich zu jedem Anzug das farblich passende Auto kaufe. Gewiß. Amerika hat den höchsten Lebensstandard der Welt, und es geht ihm wirtschaftlich gut. Doch weitaus die Mehrheit der Amerikaner lebt von einem ganz normalen Wochenlohn oder Monatsgehalt. Hier ein paar Zahlen: Ein Arbeiter verdient wöchentlich 35—60 Dollar, ein mittlerer Angestellter 60—80 Dollar. Relativ hoch sind die Gehälter der mittleren Beamten, die 8000—10 000 Dollar im Jahr «halten. Da* Jahreseinkommen eines Richters liegt zwischen 5000 und 8000 Dollar. Außerordentlich schlecht bezahlt werden die Volksschullehrer, die iiur 35—40 Dollar ln der Woche bekommen. Dies hat zur Folge gehabt,' daß Männer sieh nicht zu diesem Beruf drängen und der Beruf meistens von Frsuen ausgeübt wird. Selbstverständlich gibt es drüben Posten, die enorm bezahlt werden, doch sind sie nicht so zahlreich, wie vielleicht bei uns angenommen wird. Allerdings hat der Amerikaner die Gewähr, daß er für sein Geld, Und sei es auch nur wenig, wirklich ausgezeichnete Waren ln Hülle und Fülle kann. Der Dollar Ist die beste Währung der Welt, und dieser Umstand wirkt sich auch in» Lande selbst günstig aus. Wie aus amerikanischen Zeitungen zu entnehmen Ist, wird zur Zelt such drüben geklagt, daß dl* Lebenshaltungskosten gestiegen sind. Doch dam Anziehen der Preise steht eine nicht unwesentliche Steigerung der Einkommen gegenüber. Die Einkommen sind-seit 1*39 um rund 130 Prozent gestiegen, die Lebensmittelpreise Jedoch nur um 160 Prozent. Der Amerikaner kann »ich heute* also mehr leisten sls vor dem Kriege. Nach einer amerikanischen Berechnung gibt der Amerikaner heute durchschnittlich 44 Prozent' seines Einkommens für Nahrungsmittel aus, gegenüber lä,4 Prozent lm Jahre 1939. Im einzelnen beträgt der Mehrverbrauch an Lebensmitteln bei Rindfleisch 3* Prozent, hei Kalbfleisch 38 Prozent, bei Eiern 37 Prozent, bei Geflügel 33 Prozent, bei Käse 35 Prozent und bei Früchten 31 Prozent, um einige der wichtigsten Nahrungsmittel zu nennen. Was kosten nun die bei un» so begehrten Dinge? Der Preis für ein Pfund Butt« beträgt gegenwärtig 56 Cent, für ein Pfund Fleisch 35 Cent, für «in Pfund Fett 35 Cent, für ein Pfund Kaffee 35 Cent. Ein Anzug kostet drüben 50—106 Dollar, für Schuhe gibt der Amerikaner 7—16 Dollar aus, für einen Wintermantel 56—160 Dollar und für ein Hemd 4 Dollar- Allerdings handelt es sich hier um Konfektionspreise, Kleidung nach Maß Ist erheblich teurer. Relativ hoch sind die Wohnungskosten, denn auch ln Amerika leidet man unter Wohnungsnot, da während des Krieges nur kriegswichtige Bauten ausgeführt wurden. In einer Großstadt kostet «ine Zweizimmerwohnung reit Bad ia nach Lage 35—79 Dollar, «iee Yiarzimtncrwoluma^ etwa 160 Dollar. In kleinen Städten sind die Mieten entsprechend niedriger. Vergleicht man Einkommen und lebensnotwendige Ausgaben des Durchschnlttsamarlkaners miteinander, so kann man unschwer fest®teilen, daß das Schlehen von Llsbesgabenpaksten für sehr viele Amerikaner ein wirkliches Opfer bedeutet. Um so höher müssen wir *e veranschlagen, da# Tag für Tag Tausande von Paketen nach Deutschland kommen. Sie sind Beweise ' Maar tätigen Nächstenliebe. pd. Helft den Kindern! t Als Sie »Arbeit«.Wohlfahrt“ lm Sommer dieses Jahres ln einen» Naturfreujidehaus im schwarzweid ein« Ferienkolonle für Schulkinder durchführt*, waren es für diese Buben und Mädchen herrliche Ferientage. Alles war darauf eingestellt, den Kindern reichlich zu essen zu geben und ihnen frohe Tage zu bereiten, denn diese Kinder haben bisher nur die Grausamkeiten des Krieges und den Hunger dar Nachkriegszeit kennen gelernt. Es war eine Lust, Ihnen zuzusehen, wie das Essen schmeckte und wie sie von früh bis spät vergnügt waren. Unter all den Kindern fiel der neunjährige Fritz auf, dar zuerst nur an den Mahlzeiten Intoresse hatte und sonst ohne Lust, mit verschlossenem Gesicht, Sich Immer abseits von den andern Kindern hielt. Alles Zureden der Kindergärtnerin helf nicht», Frltzle wollt« allein sein. Man hatte fast den Ein* druck, daß er überhaupt nicht sprechen kann. Der Vater dieses Jungen ist gefallen, die Mutter kam» dieses Leid nicht überwinden und dies* Traurigkeit der Mutter spiegelt sich ln dem Kind wider. Doch ln diesem sorglosen, fröhlichen Kinderleben der • „Arb*lter-Wohlfahrt"-Fert«nkolonie, erwachte auch die Seele dieses Kindes. Schüchtern stimmt» « dann ln ein Abendlied mit ein und nur zaghaft beteiligte er sich an den Spielen, bis er nach und nach ganz aus sich heraus fröhlich wurde, wie die andern. Die Erholungszelt hat diesem Kind ein bieder von ihm nicht gekanntes Glück gegeben, an dem sich auch die Mutter erfreute, als Ihr Junge wieder zu Hause war. Sie erzählte: „ich kenne meinen Frltzle gar nicht mehr, .er Ist so froh und singt den ganzen Tag, das hat er früh« nie getan.* Es geht nicht nur darum, die Kind« körperlich zu kräftigen, es Ist ebenso wichtig, ihnen Freuet« zu geben, damit auch dl»- kindlich« Seele sich entfalten kann. Im nächsten Jahr wollen wir ln noch größerem Umfange solche Kinder-Ferienkolonien durchführen. Deshalb hilf auch du, gib zur Landessammlung des „Arbeiter-Wohlfahrt* em 12. bl* U- Dezember i«47. li-Sdh I %tos)Sbß Samstag, IS Dezeffifcer 19fr - >mmmer ß» — Sette» ffciburgcr Iclttcko Mehr Disziplin, bitte! Die Stadtverwaltung bittet das Publikum drin- P end, der sich aus dem Mangel an Wagen und ersonal ergebenden Überfüllung der Straßenbahnwagen, namentlich -in den Hauptverkehrszeiten — morgens, mittags und abends — und dep damit verbundenen außerordentlichen Anforderungen an das Fahrpersonal gebührend Rechnung zu tragen. Unter keinen Umständen könne im Interesse der Fahrgäste selbst, aber auch um .der öffentlichen Ordnung und Sicherheit willen das Mitfahren auf Trittbrettern und Rampen geduldet Werden. Kontrolleure und Polizei hätten im Einverständnis mit der Militärregierung den strikten Auftrag, diesen Unfug za unterbinden. Zur Verkürzung des Aufenthalts an den Haltestellen wäre ein schnelleres Aus- und Einsteigen Wünschenswert, wie dies Z.B. in Karlsruhe, Mannheim und Stuttgart der ‘Fall sei. Außerdem müßten die Schaffner die Möglichkeit haben, sich ungehindert im Wagen zu bewegen. Wenn diese gewiß nicht unbilligen Wünsche von den Fahrgästen besser erfüllt würden, so könnte auf die Mitarbeit des Ordnungsdienstes bei der Straßenbahn. verzichtet werden. Endlich gibt es Zocker! Für Oktober und November werden Hülse n- f r ü c b t« auf folgende Abschnitte der November- Lebensmittelkarten verteilt: Kinder von 3 bis 6 Jahren auf Abschnitt 30 » 250 g, So.-Abschnitt 5 T« 500 g, Personen über 6 Jahre auf Abschnitt 30 to 500 g, Abschnitt 31 = 750 g. Ausgabe in den Geschäften, in denen die neue Vorbestellung für Nährmittel abgegeben wurde. — Das gleiche gilt für die Ausgabe der Kindernährmittel auf Dezember-Lehen smitte'karten: bis zu 3 Jahren auf Abschnitt 30 = 500 g Haferflocken, von 3—6 Gramm Schweineschmalz bestehen, mit deren Ausgabe noch vor Weihnachten gerechnet werden kann. Die neue Quäkerspende Vom 15. Ms 19. Dezember wird gegen Vorlage der Dezember-Lebensmittelkarte des Emährungsamtes Freiburg-Stadt (Zusatzkarte für werdende und stillende Mütter, Säuglingskarte Sonderabschnitt HI für Kinder bis zu einem Jahre, Karte 1 Sonderabschnitt V für Kinder von 1—3 Jahren und Haushaltungsauswels) eine Lebensmittelspende für werdende und stillende Mütter sowie für Kinder bis zu drei Jahren verteilt. Die Ausgabe erfolgt: Montag, IS. Dez., von 9.30 bis 11.30 und 13 bis 15 Uhr, Innenstadt, Ober- und Unterstadt, Gewerkschaftshaus, Schwabentorplatz. Herdern: Wirtschaft zur Eichhalde, Stadtstraße 91. Dienstag, 16. Dez., von 9.30 Ms 11.30 und 13 bis 15 Uhr, Stühlinger: Ladenlokel Firma Engesser, Klarastr. 73, Haslach: Gasthof zum Hirschen, Gutleutstraße L Mittwoch, 17, Dez., von 9.30 bis 11.30 und 13 bis 15 Uhr, Littenweiler und Vorort Ebnet: , Schulhaus Littenweiler, von 0.30 bis 11.30 Uhr. Kappel: Bürgermeisteramt. Donnerstag 13. Dez., von 9.30 bis ii-30 und von 13' bis 15 Uhr, Ober : Mittel- und Unterwiehre: Große Quäkerbaracke, Urachstraße. Freitag, 19. Dez., von 9.30 bis 11.30 Uhr, Weststadt, Mooswaldsiedlung Betzenhausen und Vorort Lehen: Schulhaus Betzenhausen, Hofackerstraße. St. Georgen: Gasthof zur Linde, Basler Landstr. 79, von 14 bis iS Uhr, Nordweststadt: Gasthof zum Kandelhof, Nebenzimmer (Eingang Kandelstraße 37). Zähringen: Gasthof zum Bären, Zähringer Straße. Nachzügler: Mittwoch, 7. Januar 1948, 8.30 bis 11.30 Uhr, im Alten Wiehre-Bahnhof (Urachstraße, Ecke Hildastraße). Hilfsaktion badischer Gemeinden Die Vianda-AG. Basel hat einen Lebensrnittel- Paketdienst in der Weise organisiert, daß unter der treuhänderischen Kontrolle badischer Gemeinden, u. a. auch der Stadt Freiburg, zu besten Bedingungen hinsichtlich der Quantität, der Qualität und des Preises gewisse Lebensrnittel auf Bons ab deutschem Lager bezogen werden können. Voraussetzung für den deutschen. Bezug ist die Einzahlung von fünf Schweizer Franken zugunsten der Vianda-AG. Basel auf folgende Banken: Schweizerische Volksbank, Schweizerischer Bankverein, Schweizerische Kreditanstalt, Schweizerische Bankgesellschaft in Basel und bei allen Filialen. Freunde im Ausland können also von Deutschen veranlaßt werden, Beträge in Schweizer Franken, die durch „fünf“ teilbar stad, unter Bezeichnung der gewünschten Lebensrnittel elnzuzahlen. Die Vianda-AG. Basel wird dann auf schnellstem Wege das betreffende deutsche Lebensmittellager anweisen, gegen einen Bon, der dem Begünstigten zugeht, die Lebensmittel auszufolgen. Zunächst kommen folgende Lebensmittel für 5 sfrs in Frage: 5 kg sehr gutes Weißbrot oder 3,6 kg reines Weizenmehl. In F r e 1 b u r g Ist die Firma Brezelfabrik Baader, Basler Straße, Abgabestelle. Dort wird auch das Weißbrot der Vianüa-AG. Basel hergestellt. Die Stadtverwaltung Freiburg hat die treuhänderische Kontrolle übernommen. Durch dies e Hilfsaktion werden Güte, Menge, Sicherheit und Schnelligkeit verbürgt. Es empfiehlt sich, sofort bei ausländischen Freunden und Verwandten zu bestellen. Bundessekretär für Gewerkschafts-Jugendarbeit Zum Bundessekretär für die Jugendarbeit innerhalb der Gewerkschaften wählte der Bundesausschuß der Badischen Gewerkschaften Felix Kempf, der sich schon lange foit den gegenwärtig wachsenden Anliegen der werktätigen Jugendlichen befaßte. Als Werkkreisleiter für arbeitende Jugend und Sozialarbeit erkannte er die dringende Notwendigkeit, die Idee der Gewerkschaften auch in die konfessionelle Jugend im Sinne der auch von ihr erstrebten sozialen Erneuerung als Ausdruck christlicher Gesinnung hineinzutragen. Politische Tagesfragen und Wiederaufbau Referate der Genossen Geiler nnd Koch im Ortsverein der Sozialdemokratischen Partei i ah re® auf Abschnitt 31 = 500 g Engel-Nähr-, F r e i b u r g. Er bemängelte vor allem die Unost ' lust der Freiburger Bevölkerung zur freiwilligen kost Jucker gibt es für Normalverbraucher, Teil- und Vollselbstversorger auf die November-Lebensmittelkarten: bis zu 3 Jahren auf Abschnitt 42 to 500 g, auf Abschnitt 43 = 750 g, von 3—18 Jahren auf Abschnitt’ 42 = 250 g. auf Abschnitt 43 = 500 g. über 18 Jahren auf Abschnitt 42 = 200 g, auf Abschnitt 43 = 250 g. Schwerarbeiter Grupoe I auf Abschnitt 189 to 100 g, Gruppe II auf Abschnitt 289 und 297 je 100 g,. Gruppe III auf Abschnitt 389. 393. 397 ie 150 g. Gruppe IV auf Abschnitt 489, 493 je 200 g, 497 *= 250 g. M Ji tterkarten auf Abschnitt 913 = 450 g. Ferner erhalten alle Normalverbraucher und "Gemeinschaftsverpflegte Uber 18 Jahre, Schwerarbeiter der Gruppe III und IV sowie die Opfer des Nationalsozialismus je einen -halben Liter W e i n"- für Weihnachten. Die Vorbestellung hat bereits in den zur Annahme berechtigten Geschäften und Gaststätten begonnen und endet am 15. Dezember; die Ausgabe folgt Mitte nächster Woche. Für den Monat Dezember wird die Fettratiön voraussichtlich aus 50 Gramm Butter und. 120 Sozialdemokratische Partei Bezirk Haslach. Freitag, den 19. Dezember, 1930 Uhr, findet im Lokal „Zum Markgrafen“ ein Ausspracheabend statt. Vollzähliges Erscheinen der Genossinnen und Genossen ist erwünscht. Dienstag, den 16, Dezember, 19.30 Uhr: Fortführung der Schulungsarbeit für die an der Arbeitsgemeinschaft beteiligten Genossinnen und Genossen. Wir bitten um vollzähliges und pünktliches Erscheinen. In der letzten Mitgliederversammlung des Ortsvereins der SP behandelte zunächst Gen. Koch vom Wiederaufbaubüro eingehend den geplanten Wiederaufbau der Stadt lust der Freiburger Bevölkerung zur freiwilligen Mitarbeit und begrüßte es, daß durch die Gemeindeordnung die Möglichkeit gegeben sei, hier Wandel zu schaffen. Eine Reform des Grundes und Bodens nach dem Grundsatz „Der Grund •und Boden der Stadt, das Hatte in Form des Erbbaurechts dem Bürger“ sei ein unbedingt vorher zu lösendes Problem, da sonst einem neuzeitlichen Städtebau mit gesunden Wohnungen niemals Rechnung getragen werden könne. Dringend erforderlich für den Wiederaufbau sei auch die Durchführung eines auf das ganze Land auszudehnenden Lastenausgleichs. Beim Wiederaufbau der Stadt selbst sei, wie dies auch der Generalplan vorsehe, vor allem ap den Wiederaufbau der Innenstadt als des kommerziellen Kerns und Verkehrszentrums von innen heraus nach außen und nicht in umgekehrter Weise heranzugehen, wie auch neben der bereits bestehenden Nord-Süd- Achse eine verlängerte Ost-West-Achse, die sich auch "auf den Stühlinger Stadtteil ausdehne, geplant werden müsse. Ferner sei der Stühlinger Stadtteil der Altstadt insofern näherzubringen, als die wenigen bisher bestehenden Verbindungsstraßen vermehrt werden müßten. Wenn der Stadtkern nicht als erster aufgebaut werde, laufe man Gefahr, daß Freiburg, das bisher infolge seiner herrlichen landschaftlichen Lage als Fremdenverkehrestadt galt, in Zukunft eine tote Stadt bleiben werde. Beim Wiederaufbau müsse man, wenn er zweckdienlich und zum Nutzen der kommenden Generationen durchgeführt werden solle, Arbeit auf weite Sicht leisten. Als nächster Redner sprach Bürgermeister Gen. Geiler über politische Tages- Stimmen aus dem Leserkreis Hausfrauen sind „Schwerarbeiter* Hausfrauen sind Schwerarbeiter im wahrsten Sinne des Wortes. Sie sind es, die unter den größten Strapazen und Anstrengungen immer und nrnner wieder versuchen, wenigstens etwas auf den Tfscb zu bringen, um die ihr anvertrauten Familienmitglieder vor Krankheiten und Hunger zu schützen, und sie sind es auch, die von ihrem, Wenigen noch hergeben, um den Mann arbeitsfähig zu erhalten. Sie sitzen bie. in die späte Nacht beim Ausbessern der Kleidungsstücke, die, auch im Hinblick auf die fehlenden Zuteilungen an Näh-, Stopf- und Füekmitteln, schon längst nicht mehr Zusammenhalten wollen. Sie bringen wahrhaft Opfer, und durchweg stellt man die größten Anforderungen an sie. Dabei werden sie aber auch bei sämtlichen Sonderzuteilungen ausgeschlossen. Ihnen gibt man nicht zusätzlich Fett, Zucker, Nährmittel usw.. um ihre so notwendigen Körperkräfte einigermaßen zu erhalten. Niemand denkt daran, daß sie mindestens den Schwerarbeitern der Gruppe II gleichzustellen und dementsprechend mit Nahrungsmitteln zu versorgen wären. Obwohl man in politischer Hinsicht so viel von ihr erwartet, muß sie am meisten darben. Wenn man auf der einen Seite wünscht, daß die Frauen sich im politischen Leben betätigen, so muß man andererseits auch dafür sorgen, daß aie die physischen Kräfte dafür aufbringen können und nicht vor lauter Sorgen im Haushalt alleandere beiseite stellen müssen Die Verfechter der Demokratie sollten daran denken, daß mit den Hausfrauen die Volkspolitik der wahren Demokratie steht und fällt! « L. F Lob der Höflichkeit Durch seine besondere Gewissenhaftigkeit in der Ausübung seine* Dienstes und wegen seiner Höflichkeit und Freundlichkeit im Verkehr mit dem reisenden Publikum fiel uns der Zugschaffner Fritz Zöller aus Freiburg. Dreikönigstraße, besonders angenehm aut Wir wünschen der Eisenbahn, daß es ihr gelinge, recht viele solcher Beamten in ihre Dienste zu stellen, denn dann dürfte das Reisen — selbst bei den derzeitigen ungünstigen Verhältnissen — doch noch ein Vergnügen werden. G Abteil für Schwerkriegsbeschädigte Seit geraumer Zeit befinden sich in jedem Zuge einige Abteile für Schwerkriegsbeschädigte, die durch besondere Aufschriften als solche gekennzeichnet sind. Trotz dieser eindeutigen Aufschriften ist es oft so, daß der größte Teil der dort Platz nehmenden Reisenden nicht kriegsbeschädigt oder körperbehindert ist Die einen haben die Aufschrift nicht bemerkt, und ihre Unachtsamkeit tut ihnen leid. Die anderen sahen wohl den Vermerk, dachten sich aber, sie könnten dann immer noch aufatehen und Platz machen, wenn ein Kriegsbeschädigter einsteigt. Der restliche böswillige Teil aber sucht sich bewußt diese Abteile aus, weil da vermutlich am ehesten Platz zu finden ist Wollen dann wirklich einige Kriegsbeschädigte einsteigen; *o denkt von jenen keiner daran, seinen eroberten Platz abzugeben. „Warum gerade ich, wo noch andere...?“ Nicht immer ist die Behinderung des Kriegsbeschädigten augenscheinlich. Soll er nun um Platz bitten und seinen Ausweis vorzeigen? Hier beginnen die unliebsamen Szenen, die den Kriegsbeschädigten selbst am meisten zuwider sind. Es mögen sich auch viele Frauen merken, daß in diesem Abteil ausnahmsweise die Regel gilt, den Männern Platz zu machen. Und wenn gar der Schaffner sich nicht mehr durchzusetzen weiß, so hilft pur noch ein», daß die Kriegsbeschädigten selbst zusammenstehen und ihre Rechte behaupten; denn es-ist ihr Recht, in diesen Abteilen einen Sitzplatz zu erhalten Sie haben Anspruch darauf, auch wenn es denjenigen, die ihre Plätze widerrechtlich b> setzen, nicht paßt, H. H. fragen. Auch er wieg auf die Notwendigkeit einer Reform des Grundes und Bodens in dem vom Vorredner angedeuteten Sinne hin und hob hervor, 1 daß im Landtage bereits ein sozialdemokratischer Antrag angenommen worden sei, der diese Enteignung,, falls sie im Interesse der Allgemeinheit liege, verlange. Allerdings habe dieser Antrag eine von den Demokraten ein- gebrachte abschwächende Änderung insofern er- er fahren. als diese Enteignungen nur „in besonderen Fällen“ vor genommen werden sollen. Es sei übrigens demnächst mit einer dieses grund- lätzliche Problem behandelnden Regierungsvorlage zu rechnen, bei deren Behandlung die sozialdemokratische Fraktion erneut ihren Standpunkt energisch vertreten werde. Die Öffentlichkeit müsse unbedingt einen entscheidenden Einfluß auf die Bebauungsweise haben, und der Boden dürfe nicht der Profitgier des Eigentümers dienen, sondern lediglich dem Allgemeininteresse. — Die Ernährungslage könne nur gebessert werden, wenn es gelinge, die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Der Landtag werde sich demnächst auch mit dem vom Wirtschaftsminister Gen. Dr. Leibbrandt ausgearbeiteten Wirtschaftsplan zu belassen haben. Wenn ein wirtschaftlicher Wiederaufbau überhaupt gelingen solle, so müßten vor allem die wirtschaftlichen Zonengrenzen fallen und die deutsche Wirtschaftseinheit wiederhergestellt werden. Gen. Geiler streifte dann die Agrarreform im Blickpunkt der sozialdemokratischen Grundsätze und wies auch auf die Notwendigkeit der Flurbereinigung hin, die erforderlich sei, um die landwirtschaftliche Erzeugung zu fördfern. — Hinsichtlich der Selbstverwaltung der Gemeinden-entwickelte er die gleichen Ge dankengänge wie in seinem Referat auf der kommunalpolitischen Tagung und hob die verschiedenen Punkte hervor, die eine Änderung der Gemeindeordnung erforderlich machten. Hinsichtlich der Agrarreform sowie der Flurbereinigung sei dem Landtag bereits eine Reihe von Entwürfen vorgelegt worden, und es sei auch in kurzem die Vorlage eines Regierungsentwurls zu erwarten. Die Sozialdemokratie werde darauf dringen, daß diese Reform so rasch wie möglich und in einem den Interessen des künftigen Siedlungsbaues und der Kleinbauern dienenden Sinne durchgeführt werde. Auch das Flüchtlingsproblem wurde vom Redner gestreift und gefordert, daß man den Flüchtlingen alle mögliche Hilfe angedeihen lassen müsse, damit diese von Haus und Hof vertriebenen, entwurzelten Menschen wieder eine neue Heimat finden könnten. — Weiter wies er darauf hin, daß sich der Landtag in naher Zukunft mit der Sozialisierungsfrage befassen müsse. Bei der Debatte hierüber werde es sich zeigen, welche Parteien eine wahre Sozialisierung anstrebten, vor allem hinsichtlich des gleichfalls noch zu schaffenden Versorgungsgesetzes, das unbedingt erlassen werden müsse, da über die den Versorgungsberechtigten zuetehenden Leistungen noch keinerlei einheitliche und klare gesetzliche Grundlage bestehe und hoffentlich bald • eine Reichsgrundlage erhalten werde. — Weiter werde sich der Landtag mit der Frage der Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion zu beschäftigen haben, wobei vor allem auch dafür gesorgt werden müsse, daß den ablieferungstreuen Landwirten Geräte und Bedarfsgegenstände im Rahmen des Möglichen zur Verfügung gestellt würden, wodurch auch das bisher übliche Tauschgeschäft unterbunden werden könne. — Zur Regierungsbeteiligung der Partei, erklärte er, daß diese nur solange in der Regieung bleiben werde, als ihren im Interesse der Werktätigen liegenden Forderungen Rechnung getragen würde Die nächsten Wochen würden zeigen, ob diese Möglichkeit noch weiter gegeben sei. Gen. Schieler gab hierauf noch einige Ergänzungen zum Wiederaufbau der Stadt, wobei er vor al’em die Vordringlichkeit der Wohnungs- in«tand'5et7'ingen leicht oder weniger beschädigter Häuser hervorhob und eich erneut gegen die Ehrung eines Nimmermüden Für den Laien ist eine Setzmaschine ein se nüchternes und kaltes Ding; dem aber, der Ta für Tag und Jahr um Jahr vor ihr sitzt, um — buchstäblichen Sinne — Geist in Materie bedeutet sie ein Stücäs seln®s ei&difin ^Mittwoch früh schwiegen didSe von vielen fleißigen Händen bedienten und auch für uns arbeiten«®** Maschinen eine Weile, und eine von Ihnen war mw schlichtem Tannengrün geschmückt: zu Ehren des letzt 73 jährigen Waldemar Rössel, dessen sojan- riges Sparten Jubiläum als Maschinensetzer — wanr- lich ein seltenes Erelgnisl — es im Kreise setaer Arbeitskameraden zu feiern galt. Der Jubilar, dem man das biblische Alter an diesem Tage weniger denn je anmerkte, schaut auf ein wechselvolles, oft recht hartes Leben zurück. Nach Beendigung setaer Lehrzeit als Schriftsetzer zog es Ihn in die fremd« er ließ sich in Bremerhaven als Schiffsdrucker anwerben, und seine Reise zur See führte ihn bis nach Ostasien. Am 3. November 1897 trat Rössel dann als Maschinensetzer bei der Typograph-Gesellschaft in Berlin ein, und zu Beginn dieses Jahrhunderts wurde er nach einer abermaligen Tätigkeit als Schifssdrucker. Instrukteur bet der Mergenthalsr Setzmaschinenfabrik. Weiter führte ihn sein Lebensweg als Faktor nach Posen, in verschiedene groß« Betriebe Berlins, darunter auch die Reichsdruckerei, und 1926 an die damalige „Volkswacht“ Irr Freiburg. Als dann am l. Juli 1946 „Das Volk“ seine Tätigkeit begann, trat er als Maschinensetzer bei der UnivetN sitätsdruckerei Poppen u., Ortmann ein und ist seitdem mit nie erlahmender Schaffenskraft und Berufsfreude auch für die neue sozialdemokratisch« Parteizeitung tätig. Welch hohe Achtung und freundschaftliche Gesinnung sich Waldemar Rössel auch in seinem jetzigen Wirkungskreise erworben hat, bezeugten die Worte herzlicher Anerkennung und Dankbarkeit, die Ihm am Mittwoch gezollt wurden. Zu den Gratulanten zählten in erster Linie der Betriebsratsvorsitzende Aug. Schwende, der für die Belegschaft sprach, Herr Poppen von der Firma Poppen u. Ortmann, Veriagsleiter May als Vertreter unserer Zeitung, Gen. Kappes der di« Glückwünsche der Direktion Arbeit übermittelte, und Gen Hermann Müller, der die Landesvereinigung der Gewerkschaften des graphischen Gewerbes und die Freiburger Gewerkschaft des graphischen Gewerbes vertrat. Bald darauf summten die Maschinen wieder ihr altes Lied. Nur ein wenig Tannenduft blieb zurück und mit ihm .die Erinnerung an eine kleine Feier für einen der U n s r i g e n , der die fleißigen Hände noch Immer nicht ruhen läßt, sondern Immer und überall zur Stelle ist, wo man tan braucht, R. B- Erstellung von Behellsläden in dem früher geplanten Sifme aussprach. Besonders dringlich sei der Aushau der Artilleriekaserne, durch den 53 Wohnungen geschaffen werden könnten. In nächster Zeit würden 44 Holzhäusej, erstellt werden, durch die etwa 70 Wohnungen neu geschaffen würden. Der Wohnungsbau sei mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu fördern, da heute in Freiburg bei nur 67 Prozent des früheren Wohn- raumes etwa 120 00g Menschen leben müßten, während die früher unbeschädigte Stadt nur 108 000 Menschen beherbergt habe. Die nun folgende" Aussprache, an der sich vor allem Jungsozialisten beteiligten, bewies, mit welcher Spannung die Zuhörer den beiden Referaten gefolgt waren. Teilweise wurde. Kritik an dem bisherigen Wiederaufbauverfahren geübt und u. a, auch der Vorschlag gemacht, daß beim Wiederaulbaudienst statt der in zweimonatlichen Zwischenräumen auf das ganze Jahr verteilten 6 Arbeitstage diese 6 Tage hintereinander abgeleistet werden sollten, da hierdurch die Enttrümmerungsarbeiten besser vorangetragen werden könnten. — Auch auf die Ausführungen des Genossen Geiler wurde in einzelnen Punkten eingegangen und vor allem die von ihm vorgetragene Stellungnahme hinsichtlich der Regierungsbeteiligung der Partei gutgeheißen. Fahrradkarte mitführen! Bei Kontrollen muß die Polizei immer wieder feststellen, daß Radfahrer ihr Fahrrad ohne die erforderliche Fahrradkarte benützen. Abgesehen davon, daß die Fahrradkarte nach der Vorschrift stets mitgeführt werden muß. kann zur Aufklärung bei Diebstählen wesentlich beige» tragen werden, wenn der Fahrradbenützer sieb durch seine Fahrradkarte ausweisen kann. Kleine Stadtnachrichten Am 16. Dezanber, 20.30 Uhr, bringt der Südwestfunk unter der Regie von Karl Peter Blitz Georg Büchners „Woyzek“ mit Hans Joachim Recknit* io der Titelrolle. Im Hörsaal 90 der Universität spricht am 16. Dezember, 19.15 Uhr, Prof. Dr. Dr. Laur-Belart, Basel, über „Neue Ausgrabungen in der Schweiz“, im Hörsaal 1 am 17. Dezember, 19 Uhr, Prof. Dr. Portmann, Basel, über „Biologie und Humanismus”. In den Kammerspielen wird heute Ibsen« „Wildente“ unter Franz Evertas Spielleitung mit Claus Clausen a. G. erstaufgeführt’. Am nächsten Dienstag dirigiert der musikalische Oberleiter de» Stadttheaters Basel, Alexander Krannhals, Mozarts „Zauberflöte“ mit Kammersänger Fritz Harlan a- G» ta der Rolle des Papageno. Fachschuldirektar Dlpl.-Ing. Robert S e e g • r wurde zum Oberstudiendirektor ernannt und mit der Gesamtleitung der Gewerbeschulen I und H Freiburg beauftragt. Frau Emma Müller, Steinackerstraße 19, war 30 Jahre lang als Heilpraktikerin tätig. Ihre silberne Hochzeit feiern am 14. Dezember der bekannte frühere Geschäftsführer der „Alten Burse» und jetzige Pächter des „Schwarzwälder Hofes“, Ernst Wittmann, und Frau Anna. Das gleich« Fest feierten dieser Tage Kaufmann Albert Benz und Frau Magdalena, verw. Dr.. Mazery, Bußstraße 8. und am 17. Dezember begehen der frühere Hoteldirektor und langjährige Heimleiter des Gewerkschaftsbundes der Angestellten, Georg Motschen- b a c h.e r, und Frau Emilie, geh. Scholz. Turasae- straße 44. ihr 4Qjähriges Ehejubiläum. Am 14. Dezember feiern Frau Emma Münzer, Faulerstraße 10, ihren 80. und Franz Haug. Gerberau 17, seinen 70: Geburtstag. Kaufmann Ernst Nit sehe, Konvlktstraßa 5, vollendet sein 83. Lebensjahr. Freiburger Vorschau Samstag, den 13. Dezember 1947: Maria-Hilf-Saal: Bunter .Abend des Südwestfunks. Harmonie: „Was ist Demokratie?“, 19 Uhr. Christuskirche: Welhnachtsorätorium von J 8. Bach. 17.15 Uhr. Sonntag, den 14. Dezember 1947: Harmonie! „Sozialismus in der Wirtschaft“, R, Uhr, „Die Dreigliederung des sozialen Organismus“, 20 Uhr. Christuskircbe: Weihnachtsoratorium von J. S Bach. 1116 Uhr. Dienstag, den 18. ‘vereinbar 1947: Universität (Hörsaal I): „Die Idee der Wiederholte)* Erdenleben im Wandel des MenschheitsbewuiH- sems“, 19 Uhr. An allen Tagen: Haus Rtadaliuann und Scherer: Wettmachtsausstallung. Hans Dnfner: Aquarell -»- Graph’k von Ewald Sach*. Knnstsplegel: Ausstellung C, M. Schreiner, Kbnstani. Theater und Lichtspielhäuser: siehe Inseratenteil, Seit« 4 — Nummer 99 Samstag, 13. Dezember 1947 4. Musikalischer Montag der Studentenhilfe Der 4. Abend dieser geglückten Konzertreihe wai Johannes Brahms gewidmet.- im Mittelpunkt standen die „vier ernsten Gesänge* op. 121, das vorletzte Werke des Meisters. Man wäre versucht, das Auftreten von Dietrich Fischer, Dieskau, als sensationell zu bezeichnen, wenn die Art seines Musizieren* dieses unschöne Wort nicht verbieten würde. Daß ein so junger Sänger ein derart schönes Material mitbringt, und seine Technik schon jetzt einwandfrei ist, dies beides kann man sich noch als möglich vorstellen. Daß er aber gerade eine solche Komposition, der tiefergreifende Gedanken über den Tod nach Worten der Bibel zugrunde liegen, so lebendig, von der zwiespältigen Problematik des Todes ergriffen, darzustellen vermag, ist wie ein Wunder. Seine Jugend verbietet ihm selbst eine pathetisch-resignierende Stellung zum Problem als solchem. Es ist ungewöhnlich, daß ein so junger Mensch überhaupt in der Lage ist, so abgerundet und innerlich sicher ein so menumentales Werk in seiner Weise vollendet zu gestalten; „gestalten“ nun wirklich einmal wörtlich gemeint im Sinne des „Gestaltgebens“, d. h. des Heraushebens aus Dunkelheit und Formlosigkeit. Hier liegt der kern der Erschütterung, den die Darstellung auslöste Umrahmt wurde dieser tiefe Eindruck von der G-dur-Violinsonate, gespielt von Nell Ueter- Vaucher, deren Spiel, besonders im Mittelsatz, die durchsichtige Struktur dieses Werkes ausgezeichnet erfaßte und von dem a 7 s Komposition herrlichen Quintett op. 34. Wenn auch die Darstellung — Nell Ueter-Vaucher, Erich Wilke, Hans Hasse-mann und Alexander Kresling •— 'nicht überall ausgeglichen war, so war das Werk in der Gesamtauffassung richtig gezeichnet. Helga’ Schuchhardt war in allen Werken eine hervorragende Begleiterin. Die Farbigkeit der Violinsonate, der Schwung des Quintetts und die gedankliche Intensität der Lieder, trotz der klanglichen Zurückhaltung, wurden von ihr genau richtig gezeichnet, so daß besonders Lieder . und Sonate in Vollkommenheit gelingen konnten. —g— Kettenbriefflut in SQdbaden Gegenwärtig wird die französische Südzone von einer Flut von Kettenbriefen überschwemmt. Die Briefe haben folgenden Wortlaut: „Glück für die Heimat! Herr Jesus, erlöse von allem übel und lasse es wohl ergehen auf dieser Erde. — Amen. Dieses Gebet von Jesu soll leben und, der es erhält, soll es neun Tage einem anderen Menschen schicken. Wer es tut, wird am neunten Tag große Freude haben und von Unglück befreit sein. Bitte schreibet sofort ab und sendet einem Menschen, dem ihr Glück wünscht. Zählt die Tage und ihr werdet große Freude haben. Zerbrich die Kette nicht. Sie ist angefangen von eineiü amerikanischen Offizier und soll 63mal um die Erde gehen. Wer die Kette zerbricht, wird Unglück haben. Schreibt sofort nach Erhalt dieses Briefes, ehe 24 Stunden vergehen. Dieser Brief wird ihnen ungeschickt von einem, der ihnen Glück wünscht. Glückliche Zukunft!“ j „Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst ver-| gebens!“ » N.T. Das Programm des Sonntags Zonenliga Gruppe Süd: Olympia Laupheim — VfL Konstanz. Gruppe Nord : Trier — Andernach, FC Kaiserslautern — FC Saarbrücken, Neustadt a. d. H. — Ludwigshafen, Gonsenheim — FK Pirmasens, Neuendorf — Wormatia Worms, Neunkirehen — Völklingen. Süddeutsche Oberliga 1860 München — Spvg Fürth, SV Waldhof — Kik- kers Offenbacii, Sportfr. Stuttgart — FSV Frankfurt, Stuttgarter Kickers — FC Nürnberg, Bayern München — VfB Stuttgart, VfL Neckarau — Wäcker München. Schwaben Augsburg — VfB Mühlburg, Rot-Weiß Frankfurt — Eintracht Frankfurt» Schweinfurt 05 — Aschaffenburg. Südbadische Landesliga 13. Dez.: Stockach — Gut ach; 14. Dez.: Lahr — Schopfhelm. Engen — Gutach, Donaueschingen — Villingen. • Südbadische Handball-Landesliga Brombaeh — VfL Freiburg 7:11, Singen — Lörrach 8:25, Hofweier — Fortuna Freiburg 1:4, VfB Zähringen — Offenburg 7:3. Katernberg Herbstmeister der Oberliga West Mit einem 2:0 Sieg über die Schalker Königsblauen bewiesen die einsatzfreudigen Katernberger zu Recht, den Titel de- Herbstmeisters der Fußballober ! 1 g a West erworben zu haben. Wenn auch das Spiel gegen Preußen Delbrück wiederholt werden muß, so reichen die 18:4 Punkte reichlich aus, um den Titel vor den nachdrängenden Rivalen zu behaupten. Katernberg ist die stabilste Elf der Oberliga, die bis zum Schluß jedes Spieles ihre betonte Schnelligkeit aufrecht erhält. Der Beschluß der Spruchkammer gegen Spfr. Ka- ternberg vom 14. Nov. wurde von dem Hauptausschuß des Fußballverbandes Nördrhrein-Westfalen auf gehoben und damit der Fall Renting, der als Mittelstürmer die Seele der Katernberger ist, zu gunsten seiner Mannschaft entschieden. Schweizer Turner in Stuttgart Der Schweizer Kunstturnverein S a t u s , der vor einigen Wochen eine versperrte Grenze vorfand, trat in Stuttgart-Feuerbach in einem Schauturnen vor die deutsche Öffentlichkeit. Im großen und ganzen zeigten sich die Schweizer Spitzenturner durch ihre exakteren und präziseren Übungen den Deutschen überlegen, während die Letztgen annteh durch schwierigere Vorführungen hervortraten. Der ehemals in der Schweiz wohnende V o i g t. m a n n , jetzt Stuttgart, fand bei den Gästen reichhaltigen Beifall. Englischer Formelrennwagen im Ban Die britische Versuchsanstalt für Motorenbau beschäftigt sich zur Zeit mit der Konstruktion eines mit 16 Zylindern ausgestatteten 134-Liter-Formel- Rennwagens. Insbesondere Deutschland und Italien haben vor dem Kriege mit derartigen Wagen beachtliche Erfolge bei internationalen Rennen errungen. Erst Siege — jetzt Niederlagen der schwedischen Meister Hi Die schwedische Meisterelf Norrköpping. die augenblicklich Europas Fußballfelder bereist, erlitt in Wien vor 38 000 Zuschauern gegen Austria Wien ihre zweite Niederlage mit 2:1 (1:0) Toren. Die Schweden, von denen man auf Grund ihrer bisherigen guten Ergebnissen ihrer Auslandskämpfe etwas mehr erwartet hatte und die eine harte und technisch sowie taktisch ausgezeichnete Mannschaft stellten, spielten verhältnismäßig einfallslos. Ihre besten Leute, hatten sie in dem Verteidigerpaar. Die Tore erzielten für Austria Mikolasch und Sto’.as- pal, für die Schweden schoß Persson den Ehren- treffer. Die südöstliche Luft scheint den schwedischen Meisterspielern schlecht zu bekommen. Tn Ungarn erlebte Norrköpping zwei weitere Niederlagen. Gegen die Städteelf von Budapest verloren die Schweden 0:2 und der ungarische Ex-Fußball- meister Ferenczvaros ließ si e mit 3:1 auf der Strecke. Streifzug über Europas Fußballfelder Die letzten Spiele in der englischen Fußballmeisterschaft gaben der Tabellenspitze eine kleine Veränderung. Derby County konnte sich seines Erfolges gegen den Spitzenreiter Arsenal nicht lange erfreuen unr" wurde durch die überraschende 4:7- Niederlage gegen Preston ^Jorthend auf den dritten Platz zurückgedrängt. Arsenal selbst büßte gege. Manchester City durch ein 1:1 einen weiteren kostbaren Punkt ein, liegt aber mit 30 Punkten vier Punkte vor dem Neuling Burnley, der durch seinen 1:0-Sieg über Chelsea den Londonern näher rückt. In Frankreich liegt der Pokalsieger des Vorjahres Lille durch sein Unentschieden gegen St. Etienne nunmehr mit zwei Punkten Rückstand an zweiter Stelle hinter Reims, (23 Pkt.) und der Vorjahresmeister Roubaix schob sich durch seinen 4:0- Sieg über Nancy mit 18 Punkten auf den dritten Platz vor. Die italienische Tabellfe führen' mit je 18 Punkten FC Mailand und FC Turin mit 4 Pkt. Vorsprung vor Bologna und Mailand. Sämtliche Mannschaften haben 12 Spiele absolviert. Die Schweizer Spitzenvereine konnten in den Pokalspielen ihre Gegner klar distanzieren Chaux de Fonds gewann gegen International 3:0, Gebt zur Landessammlung der Arbeiterwohlfahrt vom 12. bis IS. Dezember! Servette Genf gegen FC Bern 2:1 und Bie) gegen Neuchatel 5:J. In der belgischen Fußballmeisterschaft er zielte der FCMecheln in Brüssel beim Racing Club zwar nur ein 4:4 Unentschieden, führt jedoch trotzdem weiterhin die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung Weltmeisterschaft im Rollschnhkunstlanf Don Mounce, USA, gewann die in Washington ausgetragene Weltmeisterschaft im Rollschuh -Kunstlauf für Männer mit 1610,4 Pkt, vor dem Schweizer p e t e-r 1596,7 Pkt. Dritter wurde der Belgier Leemans. Ski Vereinigung Freiburg Sonntag, 14 Dez. 1947, erster Skikurs für Anfänger und Fortgeschrittene am Schauinsland. Leitung: Faßnacht. Treffpunkt: 14. Dez., 7.30 Uhr Endhaltestelle Günterstal. Anmeldung spästetens bis Samstag, 13. Dez., 12 Uhr, auf Her Geschäftsstelle Kaiser-Joseph-Straße 267. Handball VfR Zähringen — Offenburg Für die Zähringer wird es im kommenden Spiel gegen die Offenburger hauptsächlich darum gehen, den Anschluß an die Spitzengruppe nicht zu verlieren, denn neben Lörrach und Schutterwald, die „weit oben“ stehen, steht noch der Freiburger VfL mit einem Punkt Vorsprung vor ihm. Das Vorrundenspiel konnten die Einheimischen mit 7:3 Toren für sich buchen. Mannheims Schwimmer in Freiburg Die Schwimmabteilung der Freiburger Fortuna tritt am Samstagabend im Marienbad gegen den Schwimmverein Mannheim e. V. an. Dieser Groß-Klubkampf wird wieder zahlreiche Freunde des Wassersportes anlocken und läßt spannende Kämpfe verminen, denn die Mannheimer, die erstmalig nach dem Kriege in Freiburg gastieren, können zu den führenden Schwimmvereinen gerechnet werden Beide Mannschaften haben bisher beachtliche Erfolge erzielt und besitzen in ihren Reihen ausgezeichnete Leute. Allerdings läßt sich ein klares Ergebnis nicht Voraussagen, da jegliche Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Mannheim, das eine glückliche Mischling zwischen befähigtem Nachwuchs und erfahrenen Kämpfern besitzt, hat in der Brustlage seine besondere Stärke, während Freiburg, das sich in der Hauptsache auf die Mannschaft stützen wird, die Ende August den VfL Konstanz schlagen konnte, im Wasserball siegreich sein dürfte. Neben den alten erfahrenen Leuten wie Schoppmeier, Danner, Zeh und Brunner werden die Fortunen hauptsächlich mit Nachwuchsschwimmern antreten, die aber den „Alten“ kaum nachstehen werden. Die Veranstaltung, die Staffelwettbewerbe für Frauen und Männer' sowie ein Wasserballspiel umfaßt, beginnt um 20 Uhr. Verantwortlich für den lokalen Teil: Rudolf Burschei Feiertagsverkehr auf der Schauinslandbahn Am Mittwoch, dem 24. 12. und am 31. 12. 1947 (Sil-, vester) verkehrt die Seilbahn nach dem Werktagsfahrplan Eine Gewähr für die Beförderung mit dem Omnibus ka in aus technischen Gründen nicht gegeben werden. Am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag und an Neujahr beginnt der Seilbahnbetrieb um 8.00 Uhr. Schauinslandbahn A. G. Nach einem arbeitsreichen Leben entschlief sanft am 8. Dezember unser lieber Valet und Großvater Gustav HaB, Küblermeister f. R. Frbg-Llttenweiler, Sicklngenstr. 12. Frau Elisabeth Fiter geb. Heß und Farn., Frau Milli Henrich geb. Heß und Farn.. Frau Bertel Jansen geb. Heß und Farn. Der Herr Uber Leben und Tod nahm am 13. November unser innigst- geliebtes teures Mütterlein, unsere liebe gute Schwester, Schwägerin und Tante Frau Hilda GrSII geb. Stoll nach langem, schwerem Leiden zu sich in sein ewiges Reich. Neuyork. Freiburg/Br., Im Nov. 1947, Gut.eutslraße 29. In tiefem Leid: Erick Benson u. Frau Marthel geb. Gröll. Im Namen der Geschwister: Luise Pflstner geb. Stoll. Für alle Anteilnahme unsem herzlichsten Dank. Ein heißgeliebtes Mutterherz hat aufgehört zu schlagen. Am 2. Dez. 1947 schlug uns das Schicksal eine große Lücke. Unsere geliebte, stets ‘Dr uns, treusorgende Mutter Frau Luise Streit geb. Weiß verschied sanft im 55. Lebensjahr. Freiburg, im Dezember 1947, Rasenweg 14. Mit wehem Herzen die Hinterbliebenen: Frau Gertrud Linzer, Wwe„ Frau Else Pfrengle u. Kinder, Farn. Paul Wuchner nebst Angehörigen in der Schweiz. Wir danken von ganzem Herzen all denen, die unser liebes, unvergeßliches Mütterlein und Oma zur letzten Ruhe begleitet haben. Anläßlich des Todes meines geliebten Mannes und unseres geliebten Vaters Georg lakob, Metzgermeister, sind uns so viele Beweise aufrichtiger Teilnahme entgegengebracht worden, wofür wir auf diesem Wege aufs herzlichste danken. Besonderen Dank für diejenigen, die ihm durch ihre Besuch, so viel Freude bereitet haben. Ihringen e. K.. Haus Nr. 205a. Frau Creszentia Jakob geb. BoII u. Söhne. Stellen ttesuche Jg. Kaufmann, 26 J., gewandt u. sehr vielseitig, mit al'en Büroarbeiten vertr., auch perf. Steno u. Schreibmaschine, sucht ausbaufäh. Vertrauensstellung. Angeb. erb. unter B 9262 an Das Volk. Rühr. Kaufmann m. eig Wagen übernimmt Vertretung, evtl. Ausllef.- Lager, seriöser, lieferfäh. Firmen, auch deren Interess. b. Behörden usw. Ang. u. B 9257 an Das Volk. Selbttänd. Bllanzbuchhalterin sucht siundenw. Beschäftigung in Treuhandbüro. Angeb. unter B 9278 an Das Volk. Sekretärin, perf. In Stenographie u. Maschinenschr.. sucht Halbtags- «telie von 13.30—17.30 Uhr, außer samstags. Angeb. unter B 1030 an Da* Volk. Offene Stellen Wir suchen zum ba'd. Eintritt weitere kaufm. Kräfte (weibl.) mit Interesse für buchhalterische Arbeiten. Persönliche Vorslellg. vormittags erw Verlagsleitung „Das Volk*. 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Die stationären Kranken in St. Urban werden im Laufe der Woche vom 15. bis 20. Dez. 1947 in den klinisch Neubau verlegt. Der klin. Betrieb im Glotterbad wird zunächst bis auf weiteres aufrechterhalten. Neue Überweisungen nach der Chirurg. Klinik im Glot'erbad werden jedoch ab 15. Dez. 1947 nicht mehr vorge- nommen. Verwaltung d. klin. Univ.-Anslalten. Wiedereröffnung im Stühlinger. Ab 15. Dez. befindet sich mein Tabak- Spezial- u. Textilgeschäft Lehener Straße 45. Gertrud Ackermann, Inh. Gertrud Fischer, früh. Kreuzstr. 1. Die neue Klassenlotterie. Höchstgewinn RM 125 000.—; Hauptgew. RM 100 000.—; Prämie RM 25 000.—. Lospreis für Vs 14 % >/, 1.—5. Kl. RM 15.— 30.— 60.— 120.— . Kauft Lose bei Rosei Staatliche Lotterie-Einnahme Rose, Freiburg, Günfersfalstr. 3, b. d. Katserb;ücke. Für Knochen — Seite, für Altpapier — Neupapier, für Lumpen — Strickgarn. Annahme der Altstoffe und, Ausgabe der Bezugsmarken b. 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Husemann über; „Die Idee der wiederholen E daneben im Wandel des Menschheit*- bewußtseins", am Dienstag, 16. Dez.» 19 Uhr, im Hörsaal 1 der Universität Freiburg i. Br. Eintrittskarten zu RM 1.— in der Novalis-Kunst- und Buchhandlung, Sa zstraße 20, und an der Abendkasse. Der Kreisverband Emmendingen veranstaltetet am 13. u. 14. Dez 1947- im Dreikönig-Saal in Emmendingen, Kar!-Fr!edrich-Straße, die größte Kaninchenausstellung Südbadens, verbunden mit ein^r Geflügel-’, Tauben- u. Produktenschau. Eröffn. am Samstag. 13 Dez., 10 Uhr Hierzu ladet fieundilch ein Der Vorstand, Theater Städtische Bühnen. Casino: 14. Dez., 14.30 Uhr: „Die lustige Witwe"; 20 Uhr: „Der Barbier von Sevilla". 16. Dez., 19.30 Uhr „Die Zauberflöte". — Kammerspiele: 13. Dez., 19.30 Uhr: „Die Widente". 14. Dez,, 14.30 Uhr: „Schneeweißchen und Ro. senrot"; 19 Uhr: „Der Rappelkopf": Filmtheater Casino-Lichtspiele. Montag, 15, und Dienstag, 16. Dez. ein neues 20« Minuten-Vorprogramm' Johannes Rie- mann kommt! Spie'zePen beachten! Montag 14, 16.15, 18.36 und 21 Uhr; Dienstag 14 und 1615 Uhr. Freikarten ungültig! Casino-Lichtspiele. Ab Freitag, 12. De* zember, ein a f em r a>ibender Kriminalfilm: „Der zweit© Schuß". Mif Susi Nicoletti, Hanna Witt, Ernst v« Klippstein, Rieh. Häußler, Fritz Kam-' pers. Gustav Waldau Neueste Wo/ chensehau. Jugendfrei. Spie'zeiten'* Freitag und Samstag 14.15 u. 16.30 Uhr, Sonntag 10 und 12 Uhr. Montag (mit Vorprogramm Joh. Rlemanr.) 14. 16.15, 18.30 und 21 Uhr. Dienstag (mit Vorprogramm) 14 u. 16.15 Uhri Siehe Sonderinserat! Harmonie - Lichtspiele. Ab Freitag, 12. Dez.., ein mysteriöser Film von atemraubender Spannung- „Das Geheimnis von St. Agil" Der Film schildert die unheimlichen Vorgänge in einem Knabeninte p nar. Mit Erich Sfroheim, Airrö C'arlond. Michel Simon. Jugendf-ei ab 14 J3** r e.. Neueste IFA-Wochenschau Täglich 14.15, 16.30, 18.45 Uhr. Scnntaq auch vorm. 10 Uhr. Fretag, Mor'ag, Dienstag. Mi 4 *woch auch 21 Uhr. Vorverkauf täglich von 10—12 Uhr. Union-Theater. Ab Freitag, 12. Dez.: „Karawane" E ne schöne F'-au zwischen Abenteuer und Leidenschaft. In deutscher Sprache. M’t Isa Pola, M ? che' Simon. Re«'e* Karl Koch. Jugendfrei.' Neue !FA-Woch-»nschau mit Aufnahmen von der Hochzeit der Prinzessin EM^beth Fre?*ag bis Sonntag 14.15. 16 30 18 45. 21 Uhr; Montag b's Donnerstag 14 30. 17, 19 30 Uhr. Vo-ve'k. *Mg| ab 13 Uhr. Friedrickebau-Uchfrpiele. Ab Frei‘ag* 12. Dez.,, bis einschl. Donnerrfag,- 18. Dez., ein Kreis besser FNm- künst'er ln dem Wien-Film: «Späte Liebe". Paula Wes*efy. At'l'a Hörbiger. Ine« L f st. Gustav Waldau. Neueste IFA - Wochenschau. Solei» zelten: Mon'ag. Dienstag. Mittwoch, Freitag. 14.15 und 16.30 Uhr; Donnerstag und Sams'ag nur 14.15 Uhr, Vorverkauf an den Spieltagen 10 b, 12 Uhr u. ab 13.30 Uhr an d. Tagesk*