mUofk Samstag, den 29. sanuar 1949 4 Jahrgang / Nummer 12 f IMIOIG III B8EISGAH Ersdieiftn&gstage Dienstag, Donnerstag. Samstag Einzelpreis 20 Pf Mnoatsbe*ng*preif OM 2.— eiatd^iefilid) TrSgerloba. durch die Post DM 2.20 A « g eig en laut Tarif gegen Eeookarteaausweis m «tat SosiaitaemokratlsctaM Partei Daatschlands fcaatf Berausgegeben vom Sozialistischen Verlag Freiburg, GmbH., Freftrarg L Br.»Kaiser-Jos«>h-Str- 229. Fernruf Ifr. 2816. Bankverbindungen: Oberrheinische Bank, Frelbnrg 1. Br., Freiburger Gewerbebank, eGmbH., Freiburg i.Br.; öffentl. Sparkasse Freiburg i.Br. (Stadt. Sparkasae). Postscheck-Konto Freiburg 1. Br. Nr. 6079. Verbreitungsgebiet' Land Baden (Französische Zone) Geschäftsstellen und Vertretungen in allen größeren Orten. - Anzeigenpreisliste Nr. 6 - Gerichtsstand Frei bürg i Br. - Schriftleitung: Kurt Wurbs. - Verlagleitung: Karl May; E. Bauenneister. - Druck: Universitätsdruckerei Poppen & Ortmann, Freiburg 1. Br. Die Westunion ^Tagung hat begonnen Atlantikpakt und Deutschlandfrage — Kompromiß versuch für Europa^ Union London, 28 1. Der „Fiterferrat“ trat in Devins Büro im Foreign Office zusammen. In Londoner politischen und diplomatischen Kreisen wird von der Tagung des Rates der Westunion viel erwartet. Bevin, der den Vorsitz führt, und die Außenminister Schuman (Frankreich), Spaak (Belgien), Spikker (Holland) und Bech (Luxemburg) sind von ihren Beratern begleitet, die diesmal besonders zahlreich sind. Die Konferenz hat zwei große Fragenkomplexe, and zwar erstens den Ausbau der Organisation der Westeuropa -Union und zweitens den Einbau des Brüsseler Paktes in den. künftigen Atlantikpakt ' Auch das strittige Problem der Europa- W n i o n_ gehört zur Organisation der Westunion, das weiterhin im Vordergrund des Interesses steht. Die Meinungsverschiedenheiten zwischen der französischen und der englischen Auffassung bestehen weiter. Dem Rat werden ferner die Berichte der verschiedenen Unterausschüsse der Westunion über kulturelle und soziale Fragen vorliegen, deren Erledigung aber kaum auf Schwierigkeiten stoßen dürfte. Die Londoner Presse nimmt an, daß auch die deutsche Frage von den fünf Außenministern erörtert werden wird, weil insbesondere eine „Europa-Union" ohne Deutschland und ohne eine deutsch-französische Aussöhnung nur die „Karikatur eines großen Projektes“ bleiben müßte, der gleichen Meinung ist übrigens auch der Pariser „Figaro“, der sich mit der Konferenz der Minister eingehend beschäftigt. Vertrauensvotum für Bevin I*o n d o n, 28.1. (S&dena - AFP). Mit 283 gegen 193 stimmte das Unterhaus nach längerer Debatte Aber Devins Palästinapolitik für die Regierung, In einem Rückblick auf die Palästina-Politik Großbritanniens in den Jahren 1919-1945 schil- Nach dem Vertrauensvotum... derte Außenminister Bevin die inneren und äußeren Schwierigkeiten, auf die seine Politik gestoßen sei, und sagte: „Seit langem sind sich die Vereinigten Staaten und Großbritannien über die wesentlichen Grundsätze der Politik in der Levante einig: wachsender Wohlstand und Sicherheit im mittleren Orient. Diese fundamentalen Prinzipien werden von unseren Amerika und die deutschen Demontagen Pressekonferenz bei Acheson — Künftige Chinapolitik der USA' Washington, 28. 1. Bei seiner ersten Pressekonferenz erklärte der neue amerikanische Staatssekretär Acheson mit Nachdruck, die amerikanische Politik gegenüber China werde die f l e i c hi e bleiben. Er lehnte es aber ab, zur rage einer eventuellen Anerkennung einer kommunistischen Regierung in China Stellung zu nehmen. v Im Zusammenhang mit der Bildung eines „osteuropäischen Wirtschaftsrates“, meinte Acheson, daß die Schaffung einer „Wirtschaffsunion der Satellitenstaaten der Sowjetunion nur eine logische Weiterentwicklung der kommunistischen „Opposition gegen den Marshall-Plan“ darstellt. Acheson teilte schließlich mit, der Bericht der „Humphrey-Kommission", die im Rahmen der ECA mit der Prüfung des Problems der deutschen Demontagen beauftragt ist,empfiehlt, eine Anzahl Fabriken, die zuerst für die Demontage vorgesehen _ waren, in Deutschland zu belassen. Er fügte hinzu, das Staatsdepartement habe nicht die Absicht, diesen Bericht zu veröffentlichen. Der Staatssekretär erklärte, die einzelnen Länder müßten verstehen, daß die Fabriken ihren natürlichen Hilfsquellen so nahe wie möglich liegen müßten. Nationalistische Erwägungen dürften Hierbei keine Rolle spielen. England überprüft Demontage Hannover, 28. 1. Der Vorstand der Labour- Partei wird, wie der sozialdemokratische Parteivorstand erklärt, voraussichtlich am Freitag zusammentreten, um über die Entsendung einer Delegation nach Deutschland zu beraten, die auf Regierungsbildungs*Verhandlungen Freiburg, 28. 1. Zur Neubildung der Badischen Regierung haben zwischen der CDU und der SPD weitere unverbindliche Besprechungen stattgefunden. Beide Parteien brachten dabei zum Ausdruck, daß die Neubildung der Badischen Regierung baldigst vollzogen werden müsse. Anregung des SPD-ParteivorStandes die britische Demontagepolitik in Deutschland überprüfen wird. In Besprechungen mit dem SPD-Vorstand soll insbesondere die Haltung der britischen Militärregierung bei der Sprengung in Eckernförde diskutiert werden. Gleichzeitig sollen die Vorwürfe der britischen Presse, daß die SPD immer mehr dem Nationalismus verfalle, zur Sprache kommen. 15 Milliarden Dollar für Rüstungen Noch zehn Jahre „kalter Krieg“ Washington, 28. 1. General EisenhowCr, der Kriegsminister und der Marineminister sowie der fenerais tahschef der drei Waffengattung® vai der Chef des Nachrichtenwesens der amerikanischen Armee wohnten einer Sitzung des Ausschusses für die bewaffneten Streitkräfte des Repräsentantenhauses bei, auf der Forrestal seinen Bericht erstattete. Der Verteidigungsminister erklärte, seines Erachtens könnte der kalte Krieg zwischen den USA nnd der UdSSR zehn Jahre dauern und die Bestände der Roten Armee wie. auch die internationale Lage rechtfertigten ein Militärbudget in Höhe von 15 Milliarden Dollar. Neuverteilung der Flüchtlinge Baden-Baden, 28. 1. Es wurde eine Drei- Mächte-Arbeitsgruppe geschaffen, die sich mit dem Problem einer Neuverteilung der deutschen Flüchtlinge in den westdeutschen Gebieten befassen soll. Diese Arbeitsgruppe, die sich aus Vertretern der drei Westmächte zusammensetzt, soll für die Militärgouverneure einen Bericht über die verschiedenen Gesichtspunkte des Flüchtlingsproblems in Westdeutschland vorbereiten. gelegentlichen Meinungsverschiedenheiten nicht berührt.“ Mit den jüdischen Forderungen an Transjordanien steht nach Ansicht Bevins das Problem der Sicherheit im mittleren Orient in engem Zusammenhang. „Diese Sicherheit ist eine Lebensfrage für England. Wir haben uns an die Bestimmungen des englisch-transjorda- nischen Vertrages gehalten und im Rahmen dieses Vertrages wurden unsere Truppen nach Akaba entsandt. Dagegen haben wir der arabischen Legion keine Waffen geliefert.“ Demgegenüber führte Bevin das Vorgehen der Tschechoslowakei an, die als Mitglied der UN ungeachtet der Beschlüsse des Sicherheitsrates Israel fortgesetzt mit Waffen beliefert habe. „Schlechte Reparationen“ Schumacher gegen „Grenzberichtigungen“ Hannover, 28. 1. (SPD). Der Vorsitzende der SPD, Dr. Schumacher, erklärte zu den geplanten „Berichtigungen“ an der westdeutschen Grenze, daß Gebietsannexionen die schlechteste Form von Reparationen seien. Die deutschen Grenzen seien seit . langem feste Grenzen, und die Bevölkerung habe keine Absicht, ihre staatliche Zugehörigkeit zu verändern. Die deutschen Sozialdemokraten seien verpflichtet, davor zu warnen, eine Politik zu betreiben, die heute unter den Nachwirkungen der Kriegspsychose Beifall findet, weil sie antideutsch sind. Eine antideutsche Politik sei keine europäische Politik. Es werde im Ausland sehr viel davon gesprochen, daß die Nationalgrenzen im kommenden Europa nicht mehr entscheidend wären, um so erstaunlicher sei das Bemühen der an Westdeutschland angrenzenden Völker, ihre Grenzen in das deutsche Gebiet hineinzuverlegen. Die Wiederkehr Timoschenkos Nähert sich der Weltkrieg Nr. 3? Stockholm, 28. 1. Die liberale „Dagens Nybeter“ schreibt: „Die russische Presse meldet eine interessante und vielsagende Nachricht: Marschall Timoschenko erscheint wieder auf der politischen und militärischen Bühne der Sowjetunion. Stalin läßt seine Männer erscheinen und verschwinden je nach dem Bedürfnis des Augenblicks. Der Verteidiger von Stalingrad, Marschall Rokossowski, ist verschwunden, während der Eroberer Berlins, Marschall Schukow, in eine Garnison in der Nähe von Kiew abkommandiert wurde. Schukow gilt als Meister des raschen Vormarsches. Timoschenko dagegen ist der bestbewährte Fachmann des Rückzugs. Er war der oberste Chef der russischen Armee zu Beginn des Krieges, und er führte die Rückzugsoperaticmen meisterhaft durch. Als die Sowjetarmeen zum Gegenangriff antraten, verschwand Timoschenko, um Stalin persönlich (in Uniform des Generalissimus) Platz zu machen. Manche Beobachter bringen sein Auftauchen in Verbindung mit der systematischen Kampagne der Sowjetpresse, welche in letzter Zeit die Krise des westlichen Kapitalismus als unmittelbar bevorstehend ankündigt. In marxistischer Sprache bedeutet das: der Krieg nähert sich. Stalin fürchtet angeblich, daß der Westen einen Präventivangriff auslösen könnte, während er in Asien oder im Nahen Osten beschäftigt ist. Und Timoschenko erscheint als bester Verteidigungsstratege.“ Russischerseits gewünscht Nach Nadolny kommt Generalsekretär der Ostzonen-CDU Bonn, 28. 1. Wie in Bonn bekannt wird, wird Georg Dertinger, der Generalsekretär der CDU in der Ostzone, in der nächsten Woche zu einem längeren Besuch nach Westdeutschland kommen. Dertinger hat sich bereits bei vier katholischen Ordinariaten angesagt Man bringt seinen Besuch mit dem Wunsch der sowjetischen Militäradministration in ZuZur Zeit nicht wünschenswert Französische Stellungnahme zur Frage der westdeutschen Gewerkschaftseinheit Baden-Baden, 28. 1. (Südena). Zur Frage der Die Bünde dei französischen Zone haben die Schaffung einer trizonalen Gewerkschaftsein-[Möglichkeit dazu 1. durch die Entsendung von heit auf dem Weg über den Zusammenschluß | Vertretern in den bizonalen Organisationsaus- der einzelnen Industriegewerkschaften erfährt Südena von der Direktion für Arbeit der französischen Militärregierung, daß diese solche Verschmelzungen zur Zeit nicht für wünschenswert hält- Sie ist der Ansicht, daß sich trizonale Zusammenschlüsse der Industriegewerkschaften im Sinne zentralistischer Bestrebungen auswirken würden, was sich auf die Beschlußfreiheit der gegenwärtig das Grundgesetz beratenden deutschen Instanzen auswirken und die Verteilung der Kompetenzen zwischen dem zukünftigen Bund und den Ländern beeinflussen müßte. Im Interesse dieser Beschlußfreiheit und solange kein endgültiger Rahmen für die Verteilung der Kompetenzen gefunden ist, hält es die französische Militärregierung für zweckmäßig, die Autonomie der Gewerkschaften auf Ländärbasis zu wahren und wünscht n i ch t, daß sich stimmberechtigte Vertreter der Gewerkschaften ihrer Zone an den beabsichtigten Verschmelzungs-Verbandstagen der Industrigewerkschaften beteiligen. Wie Direktor Schwarz, der Leiter der Direktion für Arbeit, einem Südenavertreter gegenschuß des Frankfurter Gewerkschaftsrats, gegen die keinerlei Einwände erhoben werden und 2. durch einen engeren trizonalen Zusammenschluß der Bünde an Stelle eines solchen der Industriegewerkschaften. sammenhang, Fühlung mit westdeutschen Stellen zu nehmen, mit dem auch der Aufenthalt des früheren deutschen Botschafters in Moskau, Nadolny, in Verbindung gebracht wird. Eine Fühlungnahme mit kirchlichen Kreisen Westdeutschlands sei russischerseits gewünscht, da auch in der Ostzone und in den polnisch besetzten Ostgebieten eine Reihe von Problemen der katholischen Kirche zur Debatte stünden. Zurückgezogene Tulpanow-Rede Berlin. 28. 1. Die Rede des Leiters der Informationsabteilung der sowjetischen Militär- administraiion, Oberst Tulpanow, die dieser auf der Parteikonferenz der SED gehalten hat, und die auszugsweise vom Zonensender Ost verbreitet wurde, ist durch eine kurze Mitteilung der ADN zurückgezogen worden. Die sowjetisch lizenzierte Presse wurde angewiesen. nicht nur die Rede zu verschweigen, sondern auch Tulpanow als Teilnehmer an der Parteikonferenz überhaupt nicht zu er-, wähnen. Nach Mitteilung informierter Kreise soll Tul- panows Rede auf direkten Befehl Mösle a u s zurückgezogen worden sein. Wachsender Einfluß Semjonows Berlin, 28. I. Das Schweigen um die Rede des Obersten Tulpanow auf dem SED-Partei- kongreß wird von der „Neuen Zeitung** als ein Beweis für den wachsenden Einfluß des „Rivalen" von Tulpanow, Botschafter Semjonow, der kürzlich zum außerordentlichen Botschafter und zum bevollmächtigten Minister ernannt wurde, angesehen. Wie die Zeitung weiter erklärt, bedeute auch die Schaffung eines Politbüros in der SED eine Verringerung des Einflusses Walter Ulbrichts, der bisher eine Hauptrolle in der kommunistischen Politik in der Ostzone spielte. Ferner will das Blatt wissen, daß man alle Agitation^pläne in Westdeutschland aufgegeben habe, selbst denjenigen Max Hermanns, der auf einen Generalstreik hinarbeitete. Man wolle jetzt vielmehr abwarten, bis das Besatzungsstatut und die deutsche Verfassung veröffentlicht werden, um im Westen dann eine Atmosphäre von Rapallo wieder aufleben za lassen. Die „Neue Zeitung“ fügt hinzu, daß die CDU der Ostzone in diesen Plänen ' eine bedeutende Rolle zu spielen habe, da sie die einzige Partei in der sowjetischen Zone sei, die weiterhin gute Beziehungen mit ihren Bruderparteien in Westdeutschland pflege. Das Auslandskapital in Südbaden Beunruhigendes Anwachsen der Überfremdung in der badischen Industrie Frelbnrg, 28. 1. Im südbadischen Landtag erklärte ein Regierungsvertreter zu der Frage der ausländischen Kapitalinvestierungen in der badischen Industrie u. a.: Bei verschiedenen Firmen, deren Gesamtkapital 429 Millionen betrage, seien 318 Millionen oder 75 Prozent ausländisches Kapital. Bei 295'Millionen ist die Schweiz mit 207 oder 78 Prozent, bei 75 Millionen Belgien mit 100 Prozent, bei 28 Millionen Frankreich mit 24 oder 83 Prozent, bei 11 Millionen England mit 10 oder 85 Prozent, bei 3 Millionen Italien mit etwas über 2 Millionen oder 65 Prozent, bei 851000 DM Österreich mit ^ ^ _ ^ _ 345 000 oder 40 Prozent, bei 90000 DM Holüber betonte, schließt diese Stellungnahme der * J a n f F**t 60 000 oder 66 Prozent beteiligt. Die Militärregierung eine Zusammenarbeit der Ge- j sonstigen Beteiligungen belahfen aicfi auf 1,9 werkschaftos gut triaonale* Basic pick* 0M*> 1 Millionen. Über die in den letzten Jahren vorgenommenen Kapitaländerungen könnten nähere Angaben nicht gemacht werden. Französisches Kapital stecht hauptsächlich in Versicherungs- und Filmgesellschaften. Abgesehen von Buggingen ist Frankreich auch an dem früher der IG Farben gehörenden Werk in Rheinfelden mit Kapitalmehrheit beteiligt. Der Abg. Eckert (KP) hielt diese Auskunft für unzureichend, da sie nur einen Teil der ausländischen Kapitalbeteiligung darstelle und verlangte Mitteilung über den gqsauen Anteil ausländischen Kapitals. Schon die gemachten Angaben beweisen, daß es überhaupt keine selbständige badische Industrie mehr gibt, sondern nur noch Betriebe mit überwiegendem Auslandskapital. Der Landtag muß von de» Regierung eine eindeutige und klare Antwort verlangen und kann sich mit der erteilten Auskunft nicht zufriedengeben. Seite 1 — Nummer 1t _ %asJ3oßi Samstag, 29. >msar 1949 Sozialgesetzgebung vor dem Landtag Lastenausgleichsgesetz in der nächsten Plenarsitzung Vertröstung auf eine liberale Auslegung von Militärregierungs-Gesetzen oder internationalen Vereinbarungen können nicht optimistisch stimmen. Deshalb ist auch von sozialdemokratischer Seite mit allem Nachdruck erneut die Forderung nach einer Revision des Ruhrstatuts mit der zusätzlichen Bemerkung gestellt worden, daß wir den Kampf um die Sozialisierung fortsetzen werden. Gewisse inoffizielle englische Versicherungen, daß die Präambel des Gesetez 75 durch die Bestimmungen des Ruhrstatuts nicht berührt werde, können demgegenüber nur geringes Gewicht haben. Sehr bemerkenswert ist, daß es im ganzen Statut keine einzige Bestimmung über irgendeine effektive demokratische Kontrolle gibt und daß zweitens an keiner Stelle ein unparteiisches Schiedsgericht für den Fall von Meinungsverschiedenheiten zwischen der Kontrollbehörde und den Deutschen vorgesehen ist. (Ein zweiter Artikel folgt.) Zu Beginn der Landtages!tzung vom 26. Januar teilte Landtagspräsident Dr. Person mit, daß das vom Landtag am 15. Dezember 1948 verabschiedete und von der Militärregierung genehmigte Betriebsrätegesetz vermutlich recht bald auch die Genehmigung der Fachkommissionen erhalten werde. Landwirtschaftsminister zu den Entnahmen Ober den Stand der Entnahmen berichtete Landwirtschaftsminister Kirchgäßner. Die Milchüefenfflg nach dem Elsaß wird nach und nach abgebaut und hört voraussichtlich im Mai ganz auf. Im Dezember 1948 wurden für die Besatzungsmacht und deren Angehörige 227 749 Liter Standardmileh, 16215 Kilo Fleisch und 4445 Eier geliefert, an die Deportierten 45788 Liter Milch und 11214 Kilo Fleisch. Gesetz über Le vorläufige Jagdregelang Bei Beratung des vorläufigen Jagd-Landesgesetzes stimmte Abgeordneter Hilbert (CDU) dem Gesetz zu. Landwirtschaftsminister Kirchgäßner bemerkte, daß die, Landesregierung immer wieder um Erlaubnis nachgesucht habe, eine Anzahl deutscher Jäger*zur Witöscbwein- bekämpfung mit Waffen zu versehen; 1948 seien von Wildschweinen insgesamt 1903 ha landwirtschaftlicher Kulturen vernichtet worden. Der hierdurch verursachte Gesamtausfall an Getreide betrage 18 446 dz und an Kartoffeln 68 664 dz, der Gesamtschaden 738 754 DM. — Das Gesetz wurde in erster und zweiter Lesung angenommen. Kritik an der Verzögerung des Lastenausgleichs Der große Widerspruch. Die folgenden Ausführungen lehnen sich eng an einen Teil der Bede an, die Erich Ollen- hauer vor dem Parteivorstand und Parteiaus- schua ln Iserlohn gehalten hat. Die Tatsache der wechselseitigen Abhängigkeit der deutschen von der Internationalen Entwicklung wurde in letzter Zeit bei der Verkündung des Ruhrstatutes besonders augenfällig. Die erste Stellungnahme der Sozialdemokratischen Partei, die inzwischen von den leitenden Parteikörperschaften gebilligt worden ist, hat eine gewisse Überraschung hervorgerufen, obwohl dazu eigentlich für niemanden ein Anlaß vorlag, der die Einstellung der Sozialdemokratischen Partei zur Ruhrfrage seit dem Jahre 1945 aufmeiksam verfolgt hat. Die Schärfe der Ablehnung des Ruhrstatutes beruht auf einer sehr eingehenden Prüfung des Abkommens. Versuche, in diesem Statut wesentliche positive Möglichkeiten zu finden, die die schweren Einschränkungen der deutschen Arbeitsmöglichkeiten durch konkrete Hinweise auf eine vernünftige übergeordnete Regelung aufwiegen könnten, verliefe* absolut negativ. Deshalb ist es auch falsch, zu sagen, daß diese Ablehnung nur auf der taktischen Überlegung beruht, einem möglichen deutschen Nationalismus das Wasser abzugraben, daß aber in Wirklichkeit die Schärfe der Ablehnung keine Begründung im Text selbst findet. Nach gewissen Bestimmungen der seinerzeitigen Londoner Empfehlungen, die sich auf das Ruhrstatut bezogen, mußte man die Vorstellung haben, die vorgesehene Ruhrkommission werde sich auf eine Kontrolle der Verteilung der Ruhrprodukte, also in erster Linie Kohle, Stahl und Eisen, zu beschränken haben. Davon kann heute überhaupt nicht mehr die Rede sein. Nach dem Statut kann die Ruhrbehörde maßgebenden Einfluß auf Art und Umfang der Produktion nicht nur an der Ruhr, sondern im ganzen deutschen Wirtschaftsgebiet nehmen. Die Kommission besitzt außerdem weitgehende Eingriffsmöglichkei'en auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens (zum Beispiel in Fragen des Transportes, der Transporttarife, der Zölle), .sie kann wirtschaftliche Maßnahmen der Bundesregierung daraufhin untersuchen, ob bestimmte Maßnahmen nicht die Leistungen an der Ruhr beeinträchtigen oder behindern. Das sind sehr allgemein gehaltene Bestimmungen. Aber gerade darin liegt vom Standpunkt der deutschen Volkswirtschaft aus eine große Gefahr. Im Ruhrstatut Wird auch in keinem Punkt auf das Gesetz 75 bezug genommen, in dessen Präambel klar gesagt war, daß das Eigentum an Kohle, Stahl und Eisen ln deutschem Besitz verbleiben und daß über die Eigentumsform ein demokratisch gewähltes deutsches Parlament tu entscheiden habe. Nach dem Ruhrstatut ist es sehr leicht möglich, daß eine Mehrheit in der neuen Kommission sich auf den Standpunkt stellt, daß eine so einschneidende Veränderung der Besitzform, wie sie etwa die Sozialisierung von Kohle und Stahl darstellen würde, eine derartige Beeinträchtigung der Produktion ist, daß sie aus diesem Grunde nicht genehmigt werden kann. Natürlich kann man sagen, es sei nicht rich- Ab’er St di! bisherigen Erfahrungen 211 nd^einer In der Fra S e der Finanzverwaltung und der Gleichberechtigung der Zweiten Kammer Ober das Landesgesetz zum Lastenausgleich und zur Förderung des Wohnungswesens, dessen Rückgabe an die Regierung zur nochmaligen Beratung vom Ausschußberichterstatter vorgeschlagen wurde, entspann sich eine längere, zum Teil erregte Aussprache. — Abgeordneter J ä c k 1 e (SPD) protestierte namens seiner Fraktion aufs schärfste dagegen, daß die Regierung bisher noch keine Maßnahmen in die Wege geleitet habe, um die Ausführung des Lastenausgleiches zu ermöglichen. Er unterstellte ihr die Absicht, daß sie damit anscheinend den Lastenausgleich in Gesamtdeutschland sabotieren wolle. Seine Fraktion verlange, daß bis zur nächsten Landtagssitzung von der Regierung die erforderlichen Schritte eingeleitet werden, dann t der Landtag dazu Stellung nehmen könne. — In ähnlichem Sinne brachte auch der kommunistische Abgeordnete Eckert seinen Protest zum Ausdruck. — Finanzminister Dr. Eckert erklärte, daß die Regierung das Gesetz über den Lastenausgleich der nächsten Plenarsitzung zur Beratung und Beschlußfassung vorlegen werde. Wenn die. Gesetzesvorlage in Baden verzögert worden sei, so deshalb, weil sie nicht in allen Teilen mit der Vorlage in derBizone übereinstimme. Man wolle die Vorlage so gestalten, daß sie den. Bedürfnissen des Landes gerecht werde. - Zurückzuweisen sei der Vorwurf, daß durch das Vorgehen Badens die Durchführung des Lastenausgleichs in der Bizone verhindert werde. — Abgeordneter Dichtei (CDU) stimmte dem Vorschlag des Ausschußberichterstatters zu. Die Darlegungen des Finanzministers und des CDU-Abgeordneten Dichte! vermochten nicht, den von der SPD erhobenen Vorwurf zu entkräften, denn wenn das Gesetz in Südbaden dem Plenum gleichzeitig mit den anderen Ländern vorgelegt worden wäre, würde es selbst bei einer Zurückverweisung bereits zur Beratung gekommen sein. — Die Vorlage wurde schließlich an che Regierung zurückverwiesen. Gesetz über die Beamtenernennungen Auch die Vorlage eines Landesgesetzes über die Ernennung der unmittelbaren Landesbeamten und die Beendigung des Beamtenverhältnisses löste eine lebhafte Debatte aus. Dieses Gesetz bestimmt unter anderem, daß'„nach Artikel 84 der Verfassung die Landesregierung nach Maßgabe der beamtenrech fliehen Vorschriften die Beamten ernennt“. Der Gesetzentwurf sieht aber auch eine Übertragung dieses Rechtes auf andere Behörden, zum Beispiel auf Eisenbahn und Post vor. — Abgeordneter Menges (DP) äußerte stärkste Bedenken gegen dieses Gesetz, da es gegen die Verfassung verstoße. Es sei auch so unbestimmt g ehaltenTaaß man nicht mehr wisse, welche Stelle erechtigt sei, Beamtenernennungen vorzunehmen. — Die Abgeordneten Wernet und Dichtei (CDU) widersprachen der Auffassung der Verfassungs- Widrigkeit. — Abgeordneter J ä c k 1 e (SPD) gab die Erklärung ab. daß sich seine Fraktion außerstande sehe, dem Gesetz zuzustimmen. solange ihre förmliche Anfrage vom 6. September 1948 noch nicht beantwortet sei, in der die Regierung um Auskunft gebeten wurde, welche Beamten des gehobenen, mittleren wie des höheren Dienstes seit Beginn des Jahres 1948 in den verschiedenen Dienststellen ernannt bzw. befördert wurden, wobei die jeweiligen Namen unter Beifügung der Dienststellen und des Datums der Ernennung oder Beförderung in einer Übersicht angegeben sei. — Finanzminister Dr. Eckert erwiderte, daß die Anfrage von der Staatskanzlei beantwortet würde. Was sein Ministerium anlange, sei die Beantwortung schon vor Monaten erfolgt. Er werde den Staatspräsidenten darauf aufmerksam machen, daß der Landtag auf die Beantwortung dieser Frage dränge. Da die Abstimmung über den § ! der Vorlage, dessen Annahme mit 25 gegen 19 Stimmen der Sozialdemokraten, Demokraten * und Kommunisten erfolgte, nur eine geringe Stimmenmehrheit ergab, wies Abgeordneter Vortisch (DP) nochmals darauf hin, daß die Regierungsvorlage eia verfassungsänderndes Gesetz darstelle und daher-der Zweidrittelmehrheit bedürfe. Die _ CDU-Abgeord- neten Dichtei und Wernet traten dieser Auflassung erneut entgegen. Abgeordneter Dr. Haas (SPD) hatte die gleichen Bedenken wie Vortisch und hielt es für zweckmäßig, daß die Regierung über Verfassungsmäßigkeit ein Gutachten beim Staafs- gerichtshol anfordere. In der zweiten Lesung stimmten 32 Abgeordnete für das Gesetz, dagegen 18. Änderung zum Gnadengesetz über Arbeitsvermittlung und Arbeltsfosenversiche* rung notwendig. Der Gesetzentwurf wurde mit den Gewerkschaften beraten und kam im Einvernehmen mit diesen zustande. Die Unterstützungssätze sind um 15 Prozent höher als bisher. Arbeitslosenunterstützung wird nach dem Gesetz bis höchstens 26 Wochen gewährt. Nach diesem Zeitpunkt hat die Arbeitslosenfürsorge an Maßregelungen, die im” politischen Säuberungs- die Stelle der Unterstützung zu treten. Die durch- verfahren vorgfenonHtten worden sind, bleiben schnittliche Unterstützung wird irat mindestens — 100 DM monatlich angenommen. Abgeordneter Martzloff (SPD) bezeichnete den vorliegenden Entwurf als ein dringendes Wegen des Verlangens der Militärregierung, Entscheidungen der Spruchkammern außerhalb des Gültigkeitsbereichs des bereits am 7. Juli 1948 vom Landtag verabschiedeten Gesetzes über die Ausübung des Gnadenrechts (Gnadengesetz) zu steilen, wurde einstimmig beschlossen, die folgende Bestimmung in das Gesetz einzufügen: „Die Bestimmungen über den gnadenweisen Erlaß von von dem Gesetz unberührt. Arbeitsvermittlung and Arbeitslosenversicherung Infolge der ungewöhnlichen Verhältnisse au! dem Arbeitsmarkt hatte es seit Kriegsende weder der Arbeitslosenunterstützung noch der Arbeitslosenfürsorge bedurft. Da jedoch damit zu rechnen ist, daß mit der Neuordnung des Geldwesens zumindest eine vorübergehende Arbeitslosigkeit eintreten wird, war die Vorlage eines Gesetzes Weitgehende Übereinstimmung Bonn, 28. 1 Der Hauptausschuß des Parlamentarischen Rates wird erst im Laufe der nächsten Woche in die dritte Lesung des Grundgesetzes eintreten. Wie verlautet, hat der interfraktionelle Fünfer-Ausschuß des Parlamentarischen Rates weitgehende Übereinstimmung hinsichtlich der politischen Grundprobleme des Verfassungsentwurfes erreicht. Obwohl nach wie vor über die Einzelheiten der Besprechungen Stillschweigen gewahrt wird, wurde bekannt, daß ein Kompromiß dahingehend erzielt worden ist, daß die Finanzverwaltung als Auftragsverwaltung des Bundes durch die Länder durchgeführt werden soll. Die praktische Gleichberechtigung der Zweiten Kammer soll dadurch erreicht werden, daß der Katalog der Gesetze, für die die Zustimmung des Bundesrates nötig sein soll, noch erweitert wird. Die Frage des Kirchenrechts soll dahin geregelt wer- Schmuggel bedroht Staatsaufbau Clay: Durch Schmuggeluntemehmen gehen 20 Prozent der Ausfuhr verloren Berlin, 28. 1. General Clay erklärte, der internationale Schmuggel mit deutschen Waren hab*9 einen solchen Umfang angenommen, daß er den Wiederaufbau des Staates ernstlich bedrohe. Zur Aufdeckung einer internationalen Schmugglerbande in Westdeutschland sagte der amerikanische Oberkommandierende, daß in ganz Westdeutschland Nachforschungen angestellt worden seien, um . alle derartigen Unternehmen aufzuspüren, die nach gewissen Schätzungen annähernd 20 Prozent der gesamten deutschen Ausfuhr abzweigen. General Clay bestätigte, daß amerikanische Staatsangehörige in die in Wiesbaden aufgedeckte Affäre verwickelt seien. Es scheint, daß Amerikaner den illegalen Transport u. a. auf Rheinschiffen nach der Schweiz sicherten. Die amerikanischen Behörden hätten sich mit den französischen Behörden in Verbindung gesetzt. Wiesbaden, 28. 1. Die Zahl der im Zuge einer internationalen Schmugglerbande. beschlagnahmten Kraftwagen hat sich nach einer Mitteilung des amerikanischen Luftwaffen-Haupt- quartiers für Europa bis Donnerstag auf 85 erhöht. Die ursprünglichen Schätzungen über den Umfang der Bande seien bei weitem zu niedrig angesetzt gewesen. Papen Aktivist Nürnberg, 28. 1. Der ehemalige Reichskanzler •od Botschafter Franz von Papen wurde von der Berulungsspruchkammer Nürnberg-Fürth in die Gruppe der Aktivisten eingestuft. Die verwirkte Freiheitsstrafe wird durch die seit Anfang Mai 1945 erlittene Haft als verbüßt angesehen und £gpa an Sühnt hob MOQ DM väutegt, Er darf keine Pension beziehen und kein Amt bekleiden, kein selbständiges Unternehmen leiten, keinen freien Beruf ausüben und sich nicht schriftstellerisch oder rednerisch betätigen. Das Wahlrecht wurde ihm sowie die Wählbarkeit, die Zugehörigkeit zu einer Partei, Gewerkschaft oder Berufsvereinigung für Lebenszeit aberkannt. Der Haftbefehl wurde aufgehoben und Papen auf freien Fuß gesetzt. In zehn Tagen Bonn, 28. 1. Wie aus Kreisen der alliierten Verbindungsoffiziere beim Parlamentarischen Rat verlautet, ist mit der Bekanntgabe des Besatzungsstatuts im Laufe der nächsten zehn Tage zu rechnen. Der endgültige Entwurf liege in London bereits vor und bedürfe nur noch der Bestätigung durch die alliierten Regierungen. Das der Sowjetunion geliehene Schlachtschiff „Royal Sovereign“ soll am 3. Februar in Rosyth (Großbritannien) Eintreffen. Dieser Beschluß wurde von der auf Ersuchen der sowjetischen Delegation einberufenen Marinekommission der vier Großmächte getroffen. den, daß die Kirchenverträge, soweit sie in der Weimarer Verfassung verankert worden sind, auch durch das Grundgesetz bestätigt werden soll. Die Fraktionen werden am Dienstag nächster Woche zu den Ergebnissen der Verhandlung Stellung nehmen. Über den Inhalt des Besatzungsstatuts bekanntgewordene Einzelheiten werden in Bonn sehr pessimistisch beurteilt. In bestimmten Kreisen des Parlamentarischen Rates wird erwogen, ob für den Fall, daß das Besatzungsstatut eine weitgehende Einschränkung der Befugnisse deutscher Stellen vorsieht, der Erlaß eines Grundgesetzes und die Bildung einer deutschen Regierung überhaupt sinnvoll sein würden. Israels erster Präsident Tel Aviv, 28. 1. Das Zentralkomitee der Mapai-Partei wird einen Antrag annehmen, nach dem Dr. Weizmann als erster Präsident von Israel vorgeschlagen wird. Das neue Parlament wird den Präsidenten wählen, sobald die neuss Verfassung angenommen ist. Die Endresultate der Wahlen werden am Sonntag bekanntgegeben werden, nachdem die Stimmzettel der Armee ausgewertet sind. Nach Ansicht gut informierter Kreise dürfte hierdurch das Endergebnis nicht wesentlich beeinflußt werden. Israel und England London, 28. 1. Der britische Außenminister Bevin stellte die de-facto-Anerkennung Israels nach dem Eingang der Antwort der Commonwealth-Länder und nach Beratung mit den Signatannächten des Brüsseler Paktes in Aussicht Helft der Arbeiterwohlfahrt 1 Freiburg, 28. 1. Die Arheiterwohlfahrt Südbaden veranstaltet in der Zeit vom 30. Januar bis 6. Februar eine Landessatnmhmg. In der Arbeiterwohlfahrt findet der Gedanke der Solidarität, der Schaffenden seine Entfaltung. Ihre Leistungen in Ferienkolonien, in den Erholungsheimen für Kinder und im Müttererholungsheim für gesundheitlich Gefährdete sowie die in zahllosen Einzelfällen gewährte Hilfe sind bekannt. Wer die Arbeiterwohlfahrt durch eine Spende unterstützt, hilft ihr zn seinem Teil zu der ihr zukommenden Stärke zur Durchführung ihrer fürsorgerischen Aufgaben und zur Milderung der sozialen Notstände. Seid mensMiA und hellt! Die ArheiterWohlfahrt hat JLciflcf{?SS€lfllf|l?lff|j£ T a n u a t vom n. bis 6. F r u a r 19 4 9 Bedürfnis angesichts der durch die Währungsreform eingetretenen Strukturänderungen auf dem Arbeitsmarkt. Er hob hervor, daß wir bereits Ende des vergangenen Jahres 3800 Kurzarbeiter in der Tabakindustrie hatten. Die Auszahlung der Kurzarbeiterunterstützung sei dem . Landesarbeitsamt genehmigt und im Dezember bereits 70 000 DM ausbezahlt worden. Von den Schwerbeschädigten seien bis jetzt 10 063 in Arbeit gebracht worden, 748 sind noch als .arbeitsuchend gemeldet. Seine Fraktion werde dem vorliegenden Gesetzentwurf zustimmen. Die Regierungsvorlage wurde sodann in erster und zweiter Lesung einstimmig angenommen. Mit einem Zusatzantrag einstimmig angenommen wurde ein sozialdemokratischer Antrag vom 8. Dezember 1948, der die Regierung ersucht, um- f ehend die Fürsorgerichtsätze der ge- obenen und allgemeinen Fürsorge den gestiegenen Lebenshaltungskosten entsprechend zu erhöhen und die hierfür notwendigen Mittel im nächsten Haushaltsplan vorzusehen. Für eine Soforthilfe soll jedoch schon jetzt aus Ersparnissen ein angemessener Betrag zur Verfügung gesteift werden. Der Antrag wurde vom Abgeordneten Schieler (SPD) begründet. Zugestimmt wurde .auch einem CDU-Antrag, der die Regierung ersucht, den Wünschen der Bevölkerung des Höchenschwan der Berges durch Wiedereinführung der früheren Autokurse Waldshut — St. Blasien und zurück zu entsprechen. Die CDU wünschte zu wissen, Öb die Regierung bereit ist, Verhandlungen aufzunehmein, damit die Polizei gegen alle auf frischer Tat ertappte Personen, gleichgültig ob In- oder Ausländer, ft bewaffnetem Zustand vorgehen könne. — Der Regierungsvertreter erklärte, am 8. November habe die badische Regierung neue Richtlinien herausgegeben, wonach die deutsche Polizei berechtigt ist, Personen, die bei Begehung eines Verbrechens auf frischer Tat ertappt wurden, fesfzunöhftien und. soweit es sich um Ausländer handelt,..der französischen Polizei zu übergeben. Weitergehende Anträge des Innenministeriums Hegen noch bei der Militärregierung. Jeder dritte Beamte darf mit einer Schußwaffe ausgerüstet sein, doch darf nicht gegen französische Staatsangehö* rige bewaffnet vorgegangen werden. Endlich Fettzuteilung Freiburg, 28. 1. Wie das Badische Ministerium der Landwirtschaft und Ernährung mitteilt, werden zur Milderung des vorübergehenden Fettmangels, der durch die Verzögerung eines Auslandstransportes eingetreten ist, in den nächsten Tagen in ganz Süd baden für jeden Normalverbraucher über sechs Jahren 12 5 Gramm Butt er oder Margarine ausgeveben. Außerdem erhalten die vier Kategorien der Schwerarbeiter die üblichen Zulagen in Butter oder Margarine. Ufas macht das Wetter? Da das Hoch über dem südöstlichen Mitteleuropa immer noch ungewöhnlich kräftig ist, können die atlantischen Störungen auch in den nächsten Tagen keinen wesentUdien Einfluß auf unser Wetter ausüben. Wetteraussichten: Teils neblig mit leichtem Frost teils heiter bis leicht bewölkt mit Nachtfrost und Mltteltemperaturen über null Grad. In höheren Gebirgslagen weiterhin föhnig, mild, mit Temperaturen über null Grad. Schneemeldungen: Feldberg: 4- 5,9 Grad. 95 em Schnee, Skisport gut Schauinsland: + 4 Gr . 50 cm Schnee. Skisport gilt Belchen: + 2 Grad, 80 cm Schnee, Skisport gut.' Kandel: + 2 Grad, 45 cm Schnee, Skisport gut. Altglashütten: — 2 Grad, 20—25 cm Pulverschnee, Skisport sehr gut. Menzenschwand + 7 Grad, 40 cm Schnee, Verharsch* Skisport gut. Hinterzarten: — G Grad, 20 cm Schnee, etark VeOt harscht, Skisport noch gut. »— 29. Januar 1949 Nummer K — Seite S Waslßoßt Höhere Preise für Lebensmittel zu erwarten' Durch Umrechnung der Lebensmitteleinfuhren zum 30*Cents*Kurs Frankfurt, 28. l. General Clay erklärte Vertretern . der Zweizonen Verwaltungen gegenöder, daß in Kürze die Lebensmitteleinfuhren zu Weltmarktpreisen verrechnet würden. Diese Mit- teilung ist durch die Finanzabteilung des Zwei- mächtekontrollamtes bestätigt worden. Wirtschaftsratspräsident Or. Köhler gab eine Erklärung zu dieser Maßnahme ab, die tief einschnei dende Wirkungen wirtschaftlicher, finanzpolitischer, sozialpolitischer und vielleicht auch kreditpolitischer Art haben wird. Die eingeführten Lebensmittel sollen a b I. M ä r z zu dem Umrechnungskurs von 30 Dollar- Cents — 1 DM verrechnet werden. Als Frist Mir eine Obergangsregelung ist die Zeit bis *um 1. Mai vorgesehen. Dadurch soll erreicht werden, daß die Kosten der Nahrungsmitteleinfuhren zukünftig von der deutschen Wirtschaft selbst getragen werden. Da fast alle Weltmarktpreise nach dem augenblicklichen Dollar-Umrechnungskurs wesentlich höher liegen als die deutschen Inlandspreise, würde die Abstimmung auf die Weltmarktpreise zwangsläufig erhebliche Preissteigerungen bei Einfuhrwaren zur Folge haben Der Dollarumrechnungspreis für Weizen würde zum Beispiel dann 360 DM betragen, während augenblicklich die Verrechnung zum deutschen Inlandsfestpreis von 260 DM erfolgt. Die starke Preiserhöhung würde eine Steigerung des Brotpreises um 20 bis 30 Prozent erforderlich machen. ' Die Preiserhöhung für Einfuhrwaren würde auch auf die Inlandspreise übergreifen, da ein Nebeneinander eines hohen Einfuhrpreises und eines niedrigen Inlandspreises nicht möglich ist. Die Mehrbelastung der deutschen Wirt- «chaft durch die Preissteigerung der Einfuhrwaren wird von unterrichteter Seite auf 1,4 Milliarden DM veranschlagt. Neue Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln wurden verschärfte Lohnforderungen zur Folge haben. Durch Subventionen würden die Preissteigerungen wohl kaum ausgeglichen werden können, denn die Steuerschraube ist in Deutsch- «and bereits zu stark angezogen, als daß zusätz- Baupolitik in Hamburg Hamburg, 28. 1. (SP). In Hamburg wurden 1946; , als die CDU den Bausenator stellte, 10,6 Prozent der angelieferten Baustoffe für den Wohnungsbau verwendet. Als der Sozialdemokrat Nevermann diesen Posten übernahm, trat nicht nur ein personeller Wechsel ein. Im Planungsjahr 1947 flössen bereits 37 Prozent der Baustoffe dem Wohnungsbau zu, und im Jahre 1948 stieg diese Zahl auf 43 Prozent. Dieses Ergebnis konnte nur dadurch erreicht werden, daß die Behörde sich unbürokratisch und beweglich den gegebenen Möglichkeiten anpaßte, bei der Lenkung der Bauvorhaben jedoch sozial dachte. So entstan- -den im Baujahr 1947/48 5280 neue Wohnungen, ferner wurden 9500 Räume winterfest gemacht. Das Ergebnis ist um so erstaunlicher, als nach dem ersten Weltkrieg bei voller Wirtschaftskraft in Hamburg jährlich rund 800 Wohnungen gebaut wurden. ' lioh noch große Steuermittel für solche Subventionen nooh flüssig gemacht werden könnten. Um welche Summen es sich hierbei bandelt geht schon daraus hervor, daß allein der Ausgleich der erhöhten Einfuhrpreise für Getreide für die Doppelzone etwa 400 Millionen DM im Jahr erfordern würde. Frankfurt, 28. 1. Zu der stark diskutierten Frage der Angleichung der Lebensmittel-Importpreise an den Weltmarktpreis, teilt die Verwaltung für Landwirtschaft und Forsten mit, daß die Beratungen über die von der Militärregierung angeschnittene Frage längere Zeit in Anspruch nehmen würden. Es sei im Augenblick keinesfalls klar, ob überhaupt Preisänderungen erforderlich seien. Die in Betracht kommenden Stellen seien sich einig in der Auffassung, daß Preisänderungen, wenn sie notwendig sein sollten, erst mit Beginn des neuen Erntejahres am 1. Juli eintreten könnten. Das Programm des Sonntags Süddeutsche Oberliga VfB Stuttgart — 1880 München, VfB Mühlburg — Stuttgarter Kidcers, TSG Ulm 46 — FC Scnwein- furt 05, BC Augsburg — Eintracht Frankfurt FSV Frankfurt — Schwaben Augsburg, Bayern München — FC Nürnberg, VfB Mannheim — FC Rödelheim, Kickers Offenbach — SV Waldhof. Westdeutsche Oberliga: TSG Vohwinkel — Alemannia Aachen, Spfr Katern- berg — Rbenania Würselen, Rot-Weiß Oberhausen — Preußen Münster, Spvg Erkenschwick — Hamborn 07, Rot-We4ß Essen — TSV Horst Emscher, Schalke 04 — Borussia Dortmund. Norddeutsche Oberliga FC St. Pauli — VfB Lübeck, Werder Bremen — Hamburger SV, TSV Braunschweig — TV Eimsbüttel, Bremerhaven 93 — Concordia Hamburg, Arminia Hannover — Bremer SV, Göttingen 05 — VfL Osnabrück. Zonenliga Nord Wormatia Worms — TuS Neuendorf, FK Pirmasens — Eintracht Trier, Phönix Ludwigshafen — ASV Oppau, Mainz 05 — Spvg Weisenau, Trier-Kü- renz — Spvg Andernach FC Kaiserslautern — VfX. Neustadt. Zonenliga Süd VfL Schwenningen — VfL Konstanz, SV Tübingen — Offenburger SV, SV Rastatt — ASV Villmgen, Eintracht Singen — SV Reutlingen, VfL Freiburg — SV Biberach. Das Freiburger Lokalderby VfL — Fortuna wurde verlegt, ebenso das Spiel Biberach — Friedrtchs- hafen, dafür wurde die Begegnung VfL Freiburg — Biberach eingeschaltet. Deutschland, Stiefkind des Marshall-Plans Es erhält nur ein Zehntel der Lieferungen, verfügt aber über ein Drittel der Produktionsmöglichkeiten Europas Washington (BHN). Der amerikanische Landesrat zur Verhinderung von Kriegen (National Council for Prevention of War) erklärte soeben, der Marshall-Plan behandle Deutschland als Stiefkind und verzögere dadurch dessen Wiederaufbau. Diese Erklärung War die logische Schlußfolgerung aus dem jüngsten Bericht von Paul Hoffman an die Öffentliche Beratende Stelle der ECA, aus dem nach Ansicht des Landesrats hervorgeht, daß Deutschland nur ein Zehntel der Marshall-PIan-ZuWeisungen erhält, obwohl es ein Sechstel der europäischen Bevölkerung beherbergt und über ein Drittel der europäischen Produktionsmöglichkeiten verfügt. Von den Sendungen, die bis jetzt nach Deutschland gingen, wird nur ein Prozent als „industrielle" oder für den „Wiederaufbau bestimmte“ Waren bezeichnet, während bei den ERP-Verschiffungen für ganz Europa über 36 Prozent unter diese Kategorie fallen. Der geschäftsführende Sekretär des Landesrates zur Verhinderung von Kriegen, Frederick J. Libby, äußerte sich zu dem jüngsten Bericht des ECA- Verwalters Paul Hoffman: „Diese enttäuschenden Ziffern beweisen, daß man bei der ECA oder ,im Staatsdepartement völlig vergessen zu haben scheint, daß Deutschland als die Triebfeder des europäischen Wiederaufbaus angesehen wird. Unsere Beamten denken offenbar gar nicht daran, wie ein Friedensschluß aussehen wird, wenn Deutschland weiterhin wie ein Elendsviertel behandelt wird. Wenn Deutschland ständig schlechter behandelt wird als die übrigen Länder, bleibt dadurch die Erholung der ganzen Welt zurück und der Frieden der Welt wird gleichfalls verzögert. Wir zweifeln nicht daran, daß der Kongreß sich diese Ziffern sehr genau ansehen wird, bevor er seine Beschlüsse über die Bewilligungen für das zweite Marsball-Jahr faßt." Keine unfairen Rnsfuhrmeiheden Clay weist britische Vorwürfe gegen deutsche Exporteure zurück Berlin, 28. 1. Der amerikanische Militärgouverneur General Clay wandte sich gegen die britischen Vorwürfe unfairer Ausfuhrmethoden deutscher Exporteure. Die deutschen Exportpreise beruhten auf den derzeitigen Produktionskosten. Es sei selbstverständlich, daß die deutschen Exporteure auf dem Weltmarkt frei mit anderen Ländern konkurrieren müßten. Dies beziehe sich nicht nur auf Großbritannien, sondern auch auf alle anderen Länder. Clay betonte, daß Westdeutschland einen Import von zwei Milliarden Dollar jährlich benötige, um seinen Lebensstandard aufrechtzu- „Kaum annehmbar“ Um die Streichungen auf der DemontageTiste Baris, 28. 1. Wie von gutunterrichteter Seite mitgeteilt wird, wurden von den Alliierten bisher noch keine Entschließungen gefaßt zu dem kürzlich übermittelten Bericht des Humphrey- Ausschusses über die in Westdeutschland zu demontierenden Betriebe.. Verhandlungen darüber seien noch im Gange. In Paris wie in London hält man die Vorschläge des Berichtes für kaum annehmbar. In Paris ist man der Ansicht, daß die 167 Werke, die nach dem Humphrey-Bericht bestehen bleiben sollen, Westdeutschland eine jährliche Stahlproduktion von fast 16 Millionen Tonnen sichern würden. Diese Zahl läge weit über der durch frühere interalliierte Abmachungen mit 13 Millionen Tonnen jährlich festgesetzten Höchstmenge. Die französische Regierung habe, so wird von der gleichen Stelle erklärt, in Washington Gegenvorschläge gemacht, wonach die Zahl der zu erhaltenden Werke auf 1 17 begrenzt werden soll. Strategisches Material stark gefragt Washington, 28. 1. Nach einer Mitteilung des Präsidenten der staatlichen Munitionskommission, Donald Carpentier, wurden von den Vereinigten Staaten seit dem 1. Juli 1947 im Durchschnitt für 67 Millionen Dollar monatlich strategische Materialien zur Einlagerung angekauft gegenüber 6, Millionen monatlich im Jahre 1946. Carpentier erklärte, für das Haushaltjahr 1949 seien für derartige Käufe bereits 52 5 Millionen Dollar in Anspruch genommen worden. Die Kommission habe aber noch einen zusätzlichen Kredit von 310 Millionen Dollar erbeten. erhalten. Eine Unterstützung des deutschen Exportes sei notwendig, da ein umfangreicher Bedarf an Fertigwaren in Westdeutschland vorhanden sei, der bisher noch nicht gedeckt werden konnte. Berlin, 28. 1. Der Wirtschaftsberater General Clays, Lawrence Wilkinson, bemerkte zu den britischen Vorwürfen über staatliche Unterstützungen beim Export bestimmter deutscher Waren: auf Grund der durch die Währungsreform entstandenen schwierigen Lage würden einigen Firmen Exporterleichterungen durch Herabsetzung des Dollar-Umrechnungskurses von 30 auf 25 Cents gewährt. In Zukunft bestünde keine Absicht, deutschen Firmen weiterhin diese Erleichterungen zu gewähren. Südbaden letzt auch für Soforthilfe Freiburg, 28. 1. Zu der in diesen Tagen erfolgenden Beschlußfassung der Militärgouverneure über den Lastenausgleich erfährt die Südena vom Badischen Finanzministerium, daß anfängliche Bedenken des Vertreters von Südbaden gegen die vorgesehene Fassung, die im Hinblick auf die verschiedenartige Belegung der französischen Zone mit Flüchtlingen gegenüber der Doppelzone geltend gemacht wurden, fallen gelassen worden sind. Vor der Entflechtung der IG. Düsseldorf, 28. 1. Wie von gutunterrichteter deutscher Seite verlautet, soll die Entflechtung der IG.-Farten in Kürze beginnen. Nach langen Verhandlungen ist. ein Ausschuß gebildet worden, der die Entflechtungsarbeiten durchführen soll. Landesliga Südbaden SV Ottenau — SC Baden-Baden, VfB Engen ASV St. Georgen, SV Emmendingen — SV Kuppenheim, SV Schopfheim — SV Gutach, Spfr Lahr —* Spvg Rheinfelder.. Bandballzonenliga Südbafk;. Rot-Weöß Lörrach — Spfr Lahr, VfL Freiburg HSV Hauingen, Offenburger SV —Fortuna Freiburg, VfR Zähringen — Spfr Brombach, SV Teningen — SV Schutterwald. Iberg-Schanze eingeweiht Sieben Kilometer von I s n y entfernt wurde am Iberg eine Spezial-Sprungschanze erbaut, die am Sonntag vor 7000 Zuschauern ihre Premiere erlebte. Unter der Leitung der Sportgemeinde isny beteiligten säch rund 40 Springer an diesem für die deutschen Skimeisterschaften wichtigen Trainings- springen Die Spitzenspringer des bayrischen Allgäus» bei denen lediglich der Oberstdorfer Sepp Weiler» der sich am vergangenen Sonntag eine Sturzverletzung zugezogen hatte, fehlte, zeigten prächtig© Leistungen Ein Beweis für die Sicherheit der Anlage der neuen Meisterschaftsschanze, deren kritischer Punkt bei 70 m liegt, war die verschwindend geringe Zahl der Stürze. Hierbei sei allerdings bemerkt, daß die erreichten Weiten mit verkürztem Anlauf erzielt wurden. Als bester Springer der am Start weilenden Deutschen Spitzenklasse erwies sich der Münchner Schäfer, der miit Sprüngen von 71 und 74 m und mit der Note 223,5 die Tagesbestleistung erreichte. Zweiter wurde Klopfer, Oberstdorf (71, 73 m. Note 219) vor Thum , Lindenberg (67, 71 m, Note 207). Die zweitbeste Note des Tages erhielt jedoch der in der Altersklasse gestartete Lindenberger Weber, der mit Sprüngen von 69 und 66 m auf 220,5 Punkte kam. In der Klasse II siegte Toyl Brutscher, Oberstdorf, mit 73 und 76 m, Not© 216, wobei er mit seinem 76-m-Sprung den ersten Schanzenrekord aufstellte Die Werdenfelser Meisterschaften Bei den Alpinen Meisterschaften des Werdenfelser Landes in Bad Kohlgrub gewann bei den Frauen erwartungsgemäß Annemirl Büchner- Fischer, während bei den Männern der Titel an Franz Grasegger fiel. Bei einem- anschließend durchgeführten Spezial-Slalom feierte das Ehepaar Büchner ©inen Doppelerfolg. Annemirl gewann bei den Frauen und ihr Mann Sepp bei den Männern. Deutsche Skiläufer in Tirol In Wattens wurden die Tiroler Skimeisterschaften durchgeführt, an denen auch einige deutsche Läufer teilnahmen, die in der Gästeklasse .».durchweg erfolgreich waren. Tiroler Meister in der ^Alpinen Kombination wurde Franz Gabi aus Arlberg vor Christi Prawda (Kitzbühel). Bei den Frauen war Erika M a h r i n g • r (Innsbruck) der Sieg nicht zu nehmen. In der Gästeklasse belegte bei den Männern Robert Wippfelder (Partenkirchen) den ersten Platz vor Pepi Maurer (Partenkirchen), Sepp Folger (Rosenheim) und Sepp G a n t n e r (Bad Wiessee). Eine neue Henie Bel den norwegischen Eiskunstlaufmeister* schäften gewann Marith Henie, eine Schwester der berühmten Sonja Henie, den Titel. Starke Bartali-Mannschaft Der italienische Meisterfahrer Gino Bartalt# der seinen Firmenvertrag löste und in der kommenden Saison auf einem selbskonstruierten Rennrad, dem „Bartali-Rad“, starten will, hat nun bereits die Zusammensetzung seiner eigenen „Fabrikmannschaft“ bekanntgegeben, diie mit zu den stärksten Europas zählen dürfte- Auf „Bartali-Rad starten: Bartali, Italien, Kubier, Schweiz, Camallini, Jamaux, Corrieri, Brignoli, BrelUni und Zucottl, alle Italien. Von den „Deutschen* in Isny Wie das Organisationskomitee für die deutsöien Skimeisterschaften 1949 mitteilt, hat Staatspräsident D r. Müller die Schirmherrschaft über die Meisterschaften übernommen. . Aus Anlaß dieser Großveranstaltung wird eins Sonderbriefmarke herausgebracht werden, nachdem nunmehr dieses vielerwogene Projekt in diesen Tagen durch das Kabinett des Landes Wurt- temberg-Hohenzollerrj und den Oberbefehlshaber der französischen Besatzungszone, General Kon 1 8 * endgültig genehmigt worden ist. Zur Ausgabe wird eine grtine Zehnpfennigmarke (Verkaufspreis I» Pfennig) und eine rote Zwanzigpfennigmarke (Verkaufspreis 26 Pfennig) gelangen. Die Judenbuche Von Annette von Droste-Hülshoff (2. Fortsetzung) Sobald Margaret wieder zur Besinnung kam,, suchte sie die fremden Leute loszuwerden. Der Bruder blieb bei ihr, und Friedrich, dem bei strenger Strafe im Bett zu bleiben geboten war, hörte die ganze Nacht hindurch das Feuer In der Küche knistern und ein Geräusch wie von Hin- und Herrutschen und Bürsten. Gesprochen ward wenig und leise, aber zuweilen drangen Seufzer herüber, die dem Knaben, so jung er war, durch Mark und Bein gingen. Einmal verstand er, daß der Oheim sagte: Margaret, zieh dir das nicht zu Gemüt; wir wollen jeder drei Messen lesen lassen, and um Ostern gehen wir zusammen eine Bittfahrt rur Muttergottes von Werl.“ Als nach zwei Tagen die Leiche fortgetragen wurde, saß Margaret am Herde, das Gesicht mit der Schürze verhüllend. Nach einigen Minuten, als alles still geworden war, sagte sie in sich hinein: „Zehn Jahre, zehn Kreuze. Wir haben sie doch zusammen getragen, und jetzt bin ick allein!“ Dann lauter: „Fritzchen, komm her!“ — Friedrich kam sckeu heran; die Mutter war ihm ganz unheimlich geworden mit den schwarzen Bändern und den verstörten Zügen. „Fritzdien,“ sagte sie, „willst du jetzt auch fromm •ein, daß ick Freude an dir habe, oder willst du unartig sein und lügen, oder saufen und •tehlen?“ — „Mutter, Hülsmeyer stiehlt.“ — „Hülsmeyer? Gott bewahre! Soll ich dir auf den Rücken kommen? wer sagt dir so schleh- fte» X eugST — n&r hat neulich den Aaron geprügelt und ihm sechs Groschen genommen.“ — „Hat er dem Aaron Geld genommen, so hat ihn der verfluchte Jude gewiß zuvor darum betrogen. Hülsmeyer ist ein ordentlicher angesessener Mann, und die Juden sind alle Schelme.“ — „Aber, Mutter, Brandes sagt auch, daß er Holz und Rehe stiehlt.“ — „Kind, Brandes ist ein Förster.“ — „Mutter, lügen die Förster?“ Margaret schwieg eine Weile, dann sagte sie: „Höre, Fritz, das Holz läßt unser Herrgott frei wachsen, und das Wild wechselt aus eines Herrn Lande in das andere; die können niemandem gehören. Doch das verstehst du doch nicht; jetzt geh in den Schuppen und hole mir Reisig.“ Friedrich hatte seinen Vater auf dem Stroh gesehen, wo er, wie man sagt, blau und fürchterlich ausgesehen haben soll. Aber davon erzählte er nie und schien ungern daran zu denken. Überhaupt hatte die Erinnerung an seinen Vater eine mit Grausen gemischte Zärtlichkeit in ihm zurückgelassen, wie denn nichts so fesselt, wie die Liebe und Sorgfalt eines Wesens, das gegen alles Übrige verhärtet scheint, und bei Friedrich wuchs dieses Gefühl mit den Jahren durch das Gefühl mancher Zurücksetzung von seiten anderer. Es war ihm äußerst empfindlich, wenn, solange er Kind war, jemand des Verstorbenen nicht allzu löblich gedachte; ein Kummer, den ihm das Zartgefühl der Nachbarn nicht ersparte. Es ist gewöhnlich in jenen Gegenden, den Verunglückten die Ruhe im Grabe abzusprechen. Der alte Mergel war das Gespenst des Brederholzes geworden; einen Betrunkenen führte das Irrlicht bei einem Haar m den Zellerkolk (Teich); che Hirtenknaben, wenn sie nachts bei ihren Feuern kauerten und die Eulen in den Gründen schrien, höfton wwuc M en in abgebrochenen Tönen ganz deutlich dazwischen sein: „Hör mal an, fein's Liseken“, und ein unprivilegierter Holzhauer, der unter der breiten Eiche eingeschlafen und dem es darüber Nackt geworden war, hatte beim Erwachen sein geschwollenes blaues Gesicht durch die Zweige lauschen sehen. Friedrich mußte von anderen Knaben vieles darüber hören; dann heulte er, schlug u* sich, stach auch einmal mit seinem Messerchen und wurde bei dieser Gelegenheit jämmerlich geprügelt. Seitdem trieb er seiner Mutter Kühe allein an das andere Ende des Tales, wo man ihn oft stundenlang in derselben Stellung im Grase liegen und den Thymian aus dem Boden rupfen sah. Er war zwölf Jahre alt, als seine Mutter einen Besuch von ihrem jüngeren Bruder erhielt, der in Brede wohnte und seit der törichten Heirat seiner Schwester ihre Schwelle nicht betreten hatte. Simon Semmler war ein kleiner, unruhiger, magerer Mann mit vor dem Kopf liegenden Fischaugen und überhaupt einem Gesicht wie ein Hecht, ein unheimlicher Geselle, bei dem dicktuende Verschlossenheit oft mit ebenso gesuchter Treuherzigkeit wechselte, der gern einen aufgeklärten Kopf vorgestellt hätte und statt dessen für einen fatalen, Händel suchenden Kerl galt, dem jeder um so lieber aus dem Wege ging, je mehr er in das Alte« trat, wo ohnehin beschränkte Menschen leicht an Ansprüchen gewinnen, was sie an Brauchbarkeit verlieren. Dennoch freute sich die arme Margaret, die sonst keinen der Ihrigen mehr am Leben hatte. „Simon, bist du da?“ sagte sie, und zitterte, daß sie sich am Stuhle halten mußte „Willst du sehen, wie es mir geht und meinem schmutzigen Jungen?“ — Simon betrachtete äe ernst! und reichte ihr die Hand: „Du bist alt geworden, Margaret!“ — Margaret seufzte: „Es ist mir derweil oft bitterlich gegangen mit allerlei Schicksalen.“ — „Ja, Mädchen, zu spät gefreit, hat immer gereut! Jetzt bist du alt, und das Kind ist klein. Jedes Ding hat seine Zeit. Aber wenn ein altes Haus brennt, dann hilft kein Löschen.“ Über Margrets vergräpites Gesicht flog eine Flamme, so rot wie Blut, „Aber ich höre, dein Junge ist schlau und gewichst,“ fuhr Simon fort. — „Ei nun, so ziemlich, und dabei fromm.“ — „Hum, ‘s hat mal einer eine Kuh gestohlen, der hieß auch Fromm. Aber er ist still und nachdenklich, nicht wahr? Er läuft nicht mit den andern Buben?“ — „Er ist ein eigenes Kind,“ sagte Margaret wie für sich; „es ist nicht gut.“ Simon lachte hell auf: „Dein Junge ist scheu, weil ihn die anderen ein paarmal gut durchgedroschen haben. Das wird ihnen der Bursche schon wieder bezahlen. Hülzmeyer war neulich bei mir; der sagte, es sei ein Junge wie n‘ Reh.“ Welcher Mutter geht das Herz nicht auf* wenn sie ihr Kind loben hört? Der armen Margret ward selten so wohl, jedermann nannte ihren Jungen tückisch und verschlossen. Die Tränen traten ihr in die Augen. „Ja, gottlob, er hat gerade Glieder.“ — „Wie sieht er aas?“ fuhr Simon fort. — „Er hat viel von dir, Simon, viel.“ Simon lachte: „Ei, das muß ein rarer Kerl sein, ich werde alle Tage schöner. An der Schule soll er sich wohl nicht verbrennen. Du läßt ihn die Kühe hüten? Ebenso gut. Es ist doch nicht halb wahr, was der Magister sagt. Aber wo hütet er? Im Teigengrund? im Koderholze? im Teutoburger Wald? auch des Nachts und früh?“ — „Die ganzen Nächte durch; aber wie meinst du das?“ (Fortsetzung folgt) Seite 4 — Nummer W LvBaSl Samstag, 29. Für die Ehre der Mutter Von Willi Fehse Als Goethes Sohn Ka nmerherr in Weimar war, weilte eine Zeitlang der Erbprinz eines anderen thüringischen Kleinstaates am Großherzoglichen Hofe. Dieser eitle und hoffärtige Jüngling tat sich viel darauf zugute, der Spröß- ling eines alten Geschlechtes zu sein. Er steckte voll lockerer Gedanken und Reden und erklärte oft, daß er für eine Standesperson nichts heftiger als eine Heirat verabscheue, die ihrer nicht würdig sei; denn nicht iede De- moiselle, die einem Manne Kinder schenke, eigne sich deshalb auch schon als Gattin für ihn. Mit diesen Worten gedachte der Erbprinz vor allem das Haus am Frauenplan zu verunglimp- Dein Name Wenn am tiefsten ich dir nahe bin, Sag ich deinen Namen vor mich hin, Daß der Hauch, mit dem er leis' entschwebt, Plötzlich auch dein klopfend' Herz durchbebt, kommt man nicht zu solchem Gesicht!" Und indem er sich mit einem plumpen Zwinkern an sein lachendes Gefolge wandte, fügte er hinzu: „Ist seine Mutter als Demoiselle früher am Hofe meines Vaters gewesen?" Der Bediente erglühte über und über. Er war rechtschaffener Leute Kind und begriff wohl den Schimpf in dieser Frage, zumal das sittenlose Treiben jenes Hofes überall bekannt war. „Was tut’s!" fuhr der Erbprinz fort, wobei er dem Lakaien die Hand auf die Schulter legte, den Blick aber lauernd zu August von Goethe hinüber sandte. „In Weimar hat schon manche Demoiselle ihr Glück gemacht...“ Und während der Fürst sich nun daran weidete, wie der Sohn des Olympiers bei diesen Worten zusammenzuckte und erblaßte, faßte sich der Bediente schnell und rief mit fester Stimme: .Halten zu Gnaden, Durchlaucht! Meine Mutter war nie am Hofe Ihres Vaters ... '* Ehe er aber noch fortfahren konnte, trat August von Goethe dicht an den Erbprinzen heran, und warf mit einer Gerharde auf den Diener ein: „Aber sein Vater war dort, Durchlaucht. Ich kenne die Verhältnisse!...“ Damit griff er nach dem zierlichen Hofdegen an seiner Seite, verbeugte sich abermals und gab dem Lakaien einen Wink, sich zu entfe - nen, dem der junge Bursche aufatmend folgte. Zuerst war esi als wenn sich die Mienen des prinzlichen Gefolges jäh versteinern wollten Plötzlich verstanden alle in der Runde, daß der Erbprinz und der Kammerherr hier hinter ihren Worten ein Duell miteinander ausgefoch- ten hatten, bei dem August von Goethe für die Ehre einer jeden Mutter eintrat und seinen Gegner schließlich mit dessen eigenen Waffen schlug. Dann aber wandte sich einer nach dem anderen zur Seite, um heimlich mit schlitternden Schultern vor sich hinzukichem; denn es war keiner unter ihnen, der dem hoffärtigen Spötter die Lehre nicht gegönnt hätte. Episode aus der Gegenwart Von H. H. G. Steen Bis es, in der Einsamkeit der Welt, Wundersam erschauernd innehält; Denn es fühlt wohl den verborgnen Sinn, Sag' ich leise so ihn für mich hin. Werner Schumann. fen, gegen das er aus irgendwelchen Gründen einen Groll hegte. Seine Reden wurden dem Sohn des Olympiers hinterbracht. Zwar hatte August von Goethe ähnliche Äußerungen schon öfter vernehmen müssen. Doch kränkten sie ihn hier aus dem Munde des unreifen Jünglings besonders, und er harrte darum des Augenblicks, wo er sie vergelten konnte. Nun fügte es sich, daß ihm bei einem Feste des Großherzogs unter den Bedienten ein junger Mensch auffiel, der etwa im Alter des Erbprinzen stand und ihm sehr ähnlich sah. Um den Hochmut des Fürsten zu dämpfen, machte ihn August von Goethe darauf aufmerksam. Der Erbprinz stutzte, faßte den Kammerherrn hämisch ins Auge und ließ dann den Lakaien herbeirufen. „Freund", sagte er mit spöttischer Herablassung, „weiß Er denn, daß Er mir ähnlich sieht?“ Der Diener warf einen verlegenen Blick in einen der hohen Wandspiegel, in denen sich blitzend das Licht der Kronleuchter brach, und errötete. „Ein Zufall, Durchlaucht'*, versetzte er leise. „Oho“, erwiderte der Erbprinz. „Zufällig Unterricht i Wieviel Eier soll ein gn Das Huhn, das jeden Tag ein Ei und sonntags Sogar zwei legt, gibt es nur in dem bekannten Liede. In Wirklichkeit ist es den Geflügelzüchtern leider noch nicht geglückt, solch ein Wundertier hervorzubringen. Immerhin gibt es „Rekordhennen" in Deutschland, die Jahresleistungen bis zu 260 Eiern erzielen. Das ist freilich eine Seltenheit, im allgemeinen kann man die Hälfte, also eine Jahresleistung von 130 Eiern, schon als befriedigend bezeichnen. In der heutigen Zeit kommt es aber nicht auf „befriedigende Leistungen an, sondern es müssen auf aller Gebieten Höchstleistungen angestrebt werden, — auch auf dem Hühnerhof. Aus der Erkenntnis dieser Notwendigkeit heraus sind die deutschen Geflügelzüchter seit langem bemüht, Hühnerrassen zu züchten, deren Leistungen über dem bisherigen Durchschnitt liegen. Es werden gewissermaßen „Lehrgänge für Legehennen'“ veranstaltet, und wer in der Abschlußprüfung schlecht abschneidet und damit zeigt, daß er Futter und Pflege in dieser Notzeit nicht verdient, wandert erbarmungslos in den Suppentopf. Der Züchter aber zieht durch diese Versuche seine Schlüsse auf das Leistungsvermögen der einzelnen Rassen. Das „Examen" der Leghühner wird mit äußerster Gewissenhaftigkeit durchgeführt und dauert bis zu einem Jahre, um alle Zufälle aus- „ Heimatlos — elternlos — mittellos', Ort der Handlung: der Hauptbahnhof einer deutschen Mittelstadt. Das Gebäude Ist nach oben hin offen; es hat kein Dach mehr. Reisende, die gegen 2 Uhr früh einen von Süden kommenden D-Zug benutzen wollen, halten sich seit Stunden sinnend, dösend und schlafend, in der Vorhalle auf. Die einzige Bank Ist besetzt. Zehn weitere Bänke befinden sich innerhalb der Sperre, die von einem Beamten im Knipshäuschen bewacht wird. Ein Mann betritt die Vorhalle. Er ist etwa 25 Jahre alt, trägt eine dunkle Brille, eine gelbe Armbinde, einen Knotenslock mit Gummizwinge. Auf dem Kopfe hat er statt eines Hutes oder einer Mütze einen turbanähnlichen Gipsverband. Seine langschäftigen Stiefel wandern im harten Marschschritt zum Knipshäuschen. Der Mann möchte auf einer der leeren Bänke innerhalb der Sperre sitzen, bis sein Zug kommt. Der Beamte bedauert, das nicht genehmigen zu können. Laut Dienstvorschrift dürfe ein Reisender erst die Sperre durchqueren, wenn sein Zug in der nächsten halben Stunde zu erwarten sei. Genau genommen, bedauert der Beamte diesen Bescheid nicht sonderlich; er gibt ihn einfach. Er wird ihn schon oft gegeben haben. Der Mann mit gelber Armbinde, dem Stock und dem Gipsverband um den Kopf sieht ihn einen Augenblick starr an, dann brüllt er ganz unvermittelt los. Es sind sehr böse Worte, die er sagt. Sie entgehen niemandem, dazu werden sie viel zu laut geschrien.. Man hört „Stalingrad“, „drei Jahre gefangen“, ,,him-' verletzt'* und viele Flüche. Der Beamte bleibt ruhig, stützt sich auf seine Dienstvorschrift, m Eierlegen ,es Huhn im Jahre legen? zuschalten. Die zu diesem Zwecke ins Leben gerufenen Geflügelhöfe verfügen keineswegs über Futterüberfluß, vielmehr müssen sich die Prüflinge durchweg mit den normalen Rationen begnügen. Gleichwohl sind dabei die erwähnten Spitzenleistungen von 260 Eiern erzielt worden, ein Beweis, daß eine Henne sich auch durch Futterbeschränkung nicht wesentlich beeinflussen läßt. Man hat in den Vorkriegsjahren bei solchen Versuchen bei bestem Friedensfutter Jahresdurchschnittsleistungen von 205 bis 210 Eiern pro Huhn erzielt. Im Jahre 1943 sanken die Durchschnittsleistungen auf 198 bei den besten Rassen herab. Man sieht daraus, daß die durch Futterprobleme bedingte Differenz lange nicht so hoch ist, wie allgemein angenommen wird. Worauf es in erster Linie ankommt, ist das Gebot, die auch unter gewissen Entbehrungen leistungsfreudigsten Rassen zu finden und systematisch zu züchten. Hühner, die weniger als 120 Eier im Jahre legen, sind in der Zeit, da alle Kräfte der Ernährungswirtschaft bis zum äußersten angespannt werden, nicht mehr rentabel und können ruhig legefreudigeren Artgenossen Platz machend, zugunsten einer guten Suppe geopfert werden. So fällt den Experimenten der Geflügelzüchterei, die mit Nachdruck weiter betrieben werden, zweifellos eine volkswirtschaftliche Aufgabe zu. top. für die der andere kein Verständnis hat. Diese Dinstvorschrift ist eine Barriere, die selbst ein Mann, der bei Stalingrad hirnverletzt wurde, nicht übersteigen kann. Sie hat immer gegolten, sie gilt auch in dieser Nacht, sie wird auch morgen gelten. Was der Katechismus in der Kirche ist, das ist auf einem Hauptbahnhof die Dienstvorschrift. Das alles läßt sich vielleicht einem Sanguiniker erzählen, nicht'aber diesem Mann. Plötzlich hat er zugeschlagen, jäh und rücksichtslos. Es ist wie ein Krampf, wie ein Anfall. Menschen laufen herzu. Sie umstehen die beiden. Der Mann aus dem Knipshäuschen würgt sich aus seinem Kästchen heraus, und plötzlich erkennt man, er geht an zwei Stöcken; auch er ist ein armer Schlucker, ein Häufchen Kranksein, Da stehen sich die beiden gegenüber, beide in dem grauenhaften Massenmord der letzten Jahre zerfetzt, beide armselig geschunden. Und »wie sie so daslehen, Worte ohne Sinn sich gegenseitig ins Gesicht werfen, während dieser ruft, er halte sich an seine Dienstvorschrift, jener schreit, er habe ein Recht hierauf und darauf; währenddessen sinkt plötzlich der Mann mit dem Turban ganz sacht in sich zusammen, er rutscht in sich hinein und Hegt da. Ein armes Häufchen Mensch, ohnmächtig, mit zitternden Mundwinkeln, bebenden Lippen und flatternden Händen. Die Menschen sehen das nicht. Sie sprechen von Vorschriften, sie reden von Ausnahmen, die möglich seien, sie reden davon, daß man die Polizei holen müßte. Nein, es gebe keine Ausnahmen; dann wolle jeder diese Ausnahme für sich gelten lassen. Unsinn, das sähe doch jeder, daß hier die Bänke besetzt werden könnten. Wieso? Darüber habe eben die Vorgesetzte Dienststelle zu entscheiden, die sei verantwortlich. Der Mann mit dem Gipsverband liegt immer noch auf den Fliesen-, seine Lippen flüstern unverständliche I Worte. Wo denn die Vorschriften stünden, wo denn die Polizei eigentlich sei; wer denn den Vorfall gesehen habe; wann der Zug führe; wie spät es jetzt sei. Früher habe man eine Stunde früher auf den Bahnsteig dürfen; ja — früher, das sei richtig. Aber jetzt sei das eben anders. Das hänge soundso zusammen; darauf müsse man doch achten, das sei von oben bestimmt. Immerhin ... Der Mann mit dem Gipsverband liegt noch immer auf den Fließen; noch immer beben seine Lippen, rudern seine Arme umher. Uber ihn geht das Kauderwelsch der Ansichten, der Ratschläge, der Vorhaltungen, der Bestätigungen, der Vermutungen, der Vorwürfe, der Widerlegungen, der Gegenrede und Antworten. Und die Leute, die reden, haben alle — das läßt sich beweisen — ein Herz in der Brust. Doch nur der Mund spricht. Vielleicht ist das Herz eben doch nur ein Muskel, der • — wie man nach- lesen kann — das Blut in die Gefäße pumpt, ein Muskel ohne Sprache, nur mit Funktion. Und es ist, als hebe sich plötzlich ein weiter Vorhang, und das Ganze sei gar nicht mehr eine Vorhalle auf einem normalen Hauptbahnhof, sondern die Bühne habe sich erweitert und heiße Deutschland. Da stehen sich arme Menschen gegenüber. Der eine hat seine Vorschriften, der andere liegt schon am Boden. Der Schlauberger Von Hermann von der Weihe In Süddeutschland fand man die Leiche eines Heimkehrers. Ein Zettel lag dabei: „Heimatlos, elternlos, mittellos. Grabt midi ein! Das Leben ertrag' Ich nicht.“ Es war ein Heimkehrer, der nichts mehr von dem vorgefunden hatte, das er zu beschützen glaubte, als er auszog. Wir fürchten, daß der Fall nicht vereinzelt ist. Es ist aber schlimm und erschütternd, daß er von einem Menschen getragen werden muß. Dieser Mensch ist daran gescheitert. Wir wissen nichts von ihm. Auch nicht, welche Erlebnisse vorausgegangen sein mochten, die seinen Lebensmut brachen. Er ist bestimmt nicht mit großen Hoffnungen helmgekehrt. Aber er hat doch sicherlich auf ein gutes Wort gewartet, auf eine hilfreiche Hand. Er hatte gehofft, nach allem, was er für Deutschland erlitten hat, doch etwas mehr zu sein als eine Nummer, um die man sich weiter nicht kümmert. Hier hat die Heimat versagt. Die Heimat: das sind wir! Das bin Ich, und das bist d u. Wir haben vielleicht, jq sogar wahrscheinlich diesen Menschen gar nicht gesehen. Wir tragen sicherlich auch schwer an unserer eigenen Last. Dennoch sollten wir nie vergessen, daß wir etwas schuldig Sind: einen Bilde, eine innere Bereitschaft zum Helfen. Es darf einfach nicht sein, daß einer „da draußen vor der Tür“ stehen muß. Bereit Sein ist alles. Nur dann kann Deutschland wieder zur Heimat werden. Niemand darf heimatlos und ausgestoßen bleiben. Dieser Junge, fremde, unbekannte Mensch klagt uns bitter an, uns alle. Wir müssen bereit sein, «ein stummes Wort M verstehen. mpfo. Willi Wade trinkt gerne einen# über den Durst, wenn sich eine Gelegenheit dazu bietet. Wilma Wade, sein Weib, ist sehr dagegen. Das ist peinlich. Wilma wiegt nur sechzig Kilogramm mit Knochen und leichter Bekleidung. Wenn sie aber in Zorn kommt, dann wiegt sie mindestens drei Zentner. Sie kommt oft in Zorn. Willi bekommt niemals einen Haustürschlüssel mit. Er muß abends um zehn Uhr im Hause sein. Um diese Zeit beginnt die eheliche Torsperre. Dann hilft kein Bitten, kein Flehen, er wird nicht hineingelassen. Ihm bleibt dann nichts anderes übrig, als die Nacht auf der Straße zu verbringen; denn bei den modernen Alkoholpreisen ist für das Hotel kein Geld mehr übrig. Vor einigen Tagen kam Willi um elf Uhr angeschaukelt. Er bewegte sich fort wie ein Hase auf der Flucht — im Zickzack. In seiner Wohnung brannte noch Lädit. Willi hielt seine Hände trichterförmig an den Mund: „Wilma! aufmachen!“ klang es so zärtlich durch die Nacht, wie es Willis rauhe Stimme nur irgend zuließ. Die Nacht war still, und so drang der Ton seiner Stimme sehr schnell an Wilmas Ohren. Sie öffnete da» Fenster: „Na, du versoffenes Schwei»«“ Wenn auch ein Schwein, pfundweise in der Pfanne gebraten, heute zu den seltensten Delikatessen zählt, so soll man doch einen Menschen nicht mit dem Namen dieser aussterbenden Tiergattung bezeichnen, und darum schreibe ich auch nur mit dem größten Widerwillen so rauhe Worte. Aber es muß sein; denn als Chronist dieser nächtlichen, wahren Episode muß ich wahrheitsgetreu berichten. Tiefes Mitleid hatte ich mit Willi Wack, als seine Frau ihm zurief: „Komm Du nur rauf! Dir werde ich das Saufen schon abgewöhnen! Du Rumtreiber!“ Klein und bescheiden sagte Willi: „Ich kann doch nicht hinaufkommen. Ich habe ja keinen Schlüssel." Wilma vergaß tatsächlich die einstündige Verspätung und warf die Haustürschlüssel hinunter mit der nochmaligen Drohung: „Na — komm' Du nur rauf! Dir geht es schlecht!“ Aber was tat Willi? Er steckte den Schlüssel in die Tasche und sagte: „Nein, mein liebes WUmachen, jetzt komme ich noch nicht nach oben. Ich wollte nur den Schlüssel holen. Laß' Dir die Zeit nicht zu lang werden, Liebling. Gute Nacht!“ Und dann zog der Willi Wack vergnügt schmunzelnd neuen Genüssen entgegen. Die Stille Aej Nacht wurde nur noch einmal kurz unterbrochen durch den jähen Aufschrei eines wütend zugeschlagenen Fensters. Wo piept es? In der Freien und Hansestadt Hamburg isi die Steuerbehörde neuerdings hinter den \oge)a her. Dort ist nun kein Vogel mehr „vogelfrei . Er muß es sich gefallen lassen, daß er — und sei es auch’ der armseligste Piepmatz — auz seinem Käfig gehascht und befußringt wird, gegen eine zur Zeit noch mäßige Gebühr von fünfzig Deutschen Pfennigen. Als ich diese Neuigkeit in der Zeitung zu lesen bekam, verwunderte es mich eigentlich nur, wieso man erst 1949 auf diesen Geld lockermachenden Einfall kam und warum man nun nicht auch gleich jeden Vogel versteuert. Das wäre doch erst ein Geschäftl Lacht es nicht in schönster Schnörkelschrift und farbenprächtiger Ummalung von den Zimmerwänden: ,Feder hat seinen . . Und sieht der Piepmatz dahinter nicht ganz reizend aus?! „Wo piept es?“ fragen nun die Hamburger Steuerbeamten von Haus zu Haus. Das hätte meine Oma erleben müssen! Meine Oma hatte erstens vier Vögel (auf der Diele, in der Küche, im Wohn- und im Schlafzimmer), denn sie liebte das „liebliche Gezwitscher“ doch einmal so sehr. Und meine Oma wußte zweitens auch ganz gewiß um Opas Vogel. Sagte sie doch immer zu ihm: „Du hast einen Vogel!“ wenn er zu seinem Stammtisch ging, zuletzt — früher, wenn er sich nach einem anderen Weibsbild umschaute. So nebenbei kommen die besten Gedanken. Haben sie eine Nase für die hier zutage tretenden Möglichkeiten unserer Steuerbehörde? Solche Vögel, wie mein Opa einen hatte, sind wandlungsfähig. Waa sich aber wandelt, wird anders! Was anders geworden ist, ist damit neu geworden! Ein neuer Vogel aber kann wieder befußringt und damit besteuert werden. Aber ich rede hier nicht für die Steuerbehörde. „Vorsicht!“ sage ich darum, und noch einmal „Vorsicht!“ Nehmt die Postkarten und Bildchen mit dem Spruch: „Jeder hat seinen Vogel!“ von den Wänden fort. Und sage keiner mehr, zum andern: „Du hast einen Vogel!“ Haltet das jetzt ganz geheim! Wenn ihr ihn zwitschern hört, genügt das doch vollkommen! Obe. Der eine hat zugeschlagen, weil sein armer Kopf halt dieses und jenes nicht mehr fassen und verarbeiten kann. Der andere aber hinkt auf irgendwelchen Krücken herbei, und alle drumherum reden, reden, halten sich vor, erwidern, begründen, widerlegen, reden, reden, reden! Und kein einziger auf dieser Bühne hält inne und wartet auf die einzige Stimme von innen heraus, auf das Herz. Sie sollte nur sagen, daß man helfen «olle. Statt dessen scheint man im Begriff, einen Ausschuß zu bilden, um die Frage von allen Seiten zu beleuchten. Und über all diesem Hin und Her kommt das Herz nicht zu Wort. Es pocht nur noch und — schweigt. Der Vorhang senkt sich wieder. Die Bühne ist wieder klein, sie ist wieder der normale Hauptbahnhof einer deutschen Mittelstadt. Die Polizei ist gekommen, und die vielen Statisten verlaufen sich. Der Mann mit dem Locher geht wieder an seinen Schalter. Die Bänke innerhalb der Sperre bleiben leer, und irgendwo sitzt mit glasigen Augen, unermüdlich flüsternden Lippen ein Mann mit einer dunklen Brille, einem gelben Armstreifen und einem turbanähnlichen Gipsverband. Wilhelm Raabe Dem Dichter Wilhelm Raabe leuchtete der Schalk aus den Augen. Ein Stuttgarter Verleger wollte ihn gern als Mitarbeiter für seine Zeitschrift gewinnen. Da er die Art des großen Humoristen in seinen Briefen kannte und außerdem wußte, daß Raabe ihn verstehen würde, schloß er in seiner Aufforderung zur Mitarbeit mit dem netten Wortwitz: „Freilich zahle ich Honorar — rar.“ Er hatte sich auch nicht getäuscht. Prompt erhielt er von Raabe eine liebenswürdige Antwort mit dem noch liebenswürdigeren Schlußt „Wer Honorar — rar zahlt, dem schicke ich Beiträge — träge.“ mpfä. Hobelspäne Zwei Amerikaner haben beantragt, als offizielle Besitzer des Mond« anerkannt zu werden. Sie haben wohl gehofft, daß sie für den Mondschein Gebühren erheben könnten, — aber diese Steuer ist an den Liebenden noch einmal vorbeigegangen. Ihr Antrag ist nämlich abgelehnt worden, weil es für den Antragsteller unerläßlich war, das in Frage kommende Gebiet vorher persönlich aufzucuchen. Ein Polizist aus Kronach erhielt amtlich di* Nachricht, daß er in den letzten Kriegstagen gefallen sei. Man soll nicht über die Langsamkeit der Behörden klagen, sondern sich vielmehr freuen, daß der Mann- nicht die Aufforderung erhalten hat, sich schleunigst in sein Grab zu begeben, da er kein Recht mehr habe, nach dieser amtlichen Feststellung eine Wohnung oder eine Lebensmittelkarte zu beanspruchen. Die Kostümverleiher haben festgestellt, daß die Taillen schon wieder an Umfang zu nehmen. Wir, wollen annehmen, daß es bei denen der Fall sein wird, die das Geld haben. Maskenbälle zu besuchen; denn die dürften sich vorher satt essen. Leider wird es daneben noch sehr viele allzuschmale Taillen geben! In Oberhausen im Rheinland montierte ein ABC-Schütze mit einem „väterlichen“ Freunde das Dach seiner Schule ab, um die Bleiplatten an der holländischen Grenze gegen Kaffee zu tauschen. Es ist zwar nicht überliefert, aber sehr wahrscheinlich, daß der kleine Oberhause- ner sich bei seiner Arbeit ernsthaft mit der Regeldetri befaßte, etwa nach dem Muster: wenn in Aachen für zwei Kilogramm Blei ein Pfund Kaffee geboten wird, mit wieviel Zentnern Kaffee ist dann unsere Schule abgedeckt? Die praktische Lösung der Aufgabe wurde allerdings durch den" Pedell unterbunden, der — ohne Verständnis für wissenschaftliche Erkenntnisse — den ABC-Schützen beim AK« decken entdeckte und ihn gehörig eindeckte. mpfa, teirotag, SY. Januar 1949 Nummer 12 — i 2tos)3o0t Masken und Schemen zur Fastnachtszeit ' Wenn als Auftakt des nahenden Frühlings die lärmende Freude und Ausgelassenheit der Fastnachtszeit hohe Wellen schlagen, wenn Männlein und Weiblein, alt jung, den Preis der Narrheit zu erringen suchen, so gehört dazu vor allem die Maskerade, der Mummenschanz. Die Maske, das heißt das Unkenntlichmachen des Gesichtes durch Larven, Vermummung und alle möglichen einfachen oder kunstvollen Maskierungen, ist das besondere Kennzeidien der Fastnachtsnarren. Ihre ursprüngliche Aufgabe war kultischer Art; sie sollte die Steigerung des Menschlichen ins »Übermenschliche“ herbeiführen, sollte ein „Außer-sich-sein“ bewirken und sollte auch abschrecken und Angst einjagen. Alles Böse sollte dadurch vertrieben werden, die guten Kräfte des Himmels, Fruchtbarkeit, Sonnenlicht und Wärme sollten herabbeschworen werden. War diese Maskerade in frühen Zeiten nicht nur auf eine bestimmte Zeit begrenzt, sondern bei vielen Kulthandlungen im Jahre — und Lebenslauf üblich, so drängte sich dieses Brauchtum später immer mehr auf die Fastnachtszeit zusammen. Wir kennen schon aus längst vergangenen Jahrhunderten Belege, die auf das Maskentreiben hinweisen uyd es meist verbieten, da es „Teufelswerk“ und Überbleibsel alt-heidnischer Kultbräuche war. So ist uns aus dem Jahre 852 ein Verbot Hincmars von Reims bekannt, „die Minne der Heiligen oder der Seele“ zu trinken. Darin spricht er auch von dem Gebrauch der Masken, die er „larvas daemo- num“ (Teufelsfratzen) oder „talamaskas“ nennt. Gerade in den Orten uralter Volksfastnacht mit reichem Brauchtum, so in unseren Schwarz- waldstädchen Villingen, Rottweil, Überlingen, Waldshut, Stockach, Wolf ach usw., finden wir wundervoll geschnitzte Holzmasken in großer Zahl. Es ist ein eigener Beruf der „Maskenschnitzer“, die solche Masken oder „Schemen“ (im badischen Frankenland bezeichnet man sie cmöh als „Schlaraffegsichter“) nach alter guter Volkskunstüberlieferung anfertigen. So kennen wir aus Villingen als ältesten „Schemen“ den sogenannten „Halbkreuzerschemen“. Ihr Verfertiger war, wie überliefert ist, der Schreiner Körner, Villingen, spottweise auch „Halbkreuzerschreiner“ geheißen. Die Schemen kosteten damals H Kreuzer und stammen aus dem Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts. Ein anderer Villinger Masken- oder Schemenschneider war der Olmüller Dominikus Ackermann (Anfang des 19. Jahrhunderts), dessen Fastnachtsmasken die Ölmüller genannt wurden. Der Leser wird diese Masken- 1 art mit dem lächelnd-starren Gesichtsausdruck wohl aus den Abbildungen kennen; sie gehören zu den schönsten und Kunstvollsten Schemen, werden selten verkauft und dafür fast immer in den Familien weitervererbt. Noch viele andere und ähnliche Maskenarten, wie sie die „Narros“, die „Gscbellnarren“, die „Schuddig“ und andere Narrengestalten tragen, sind bei unserer Volksfastnacht am Oberrhein und im Schwarzwald bekannt. Ich möchte zum Abschluß nur noch ein paar besonders auffällige nennen. Je abschreckender und abscheulicher solch ein Schemen war, um so besser, glaubte man, mußte er ja gegen die bösen Mächte wirken. Solch eine abstoßende, ja furchterregende Maske ist das „Bäre-Gfriß“, dem man in neuerer Zeit ein „Affen- und Fuchs-Gfriß“ zur Seite stellte. Daneben gibt es die sogenannten „Langnasen“, bei denen ein Ast die Nase bildet und die aus einem einzigen Holzstück geschnitzt sind. Nicht minder schreckerregend und wohl am häufigsten anzutreffen sind Fratzengesichter mit einer „Lätsch“, das heißt einer breiten, vorgeschobenen Unterlippe, dann die „Teufelsfratzen“ mit Ohren wie Flügel und schließlich die Schemen mit bleckenden, fletschenden Zähnen. Die geschilderte Reihe der Masken ließe sich noch ergänzen, immer aber, und besonders bei unseren Schwarzwälder Fastnachtsmasken, ist es die fürchteinjagende Form, verbunden mit oft unübertrefflichen Können des Maskenschnitzers, der aus alter, brauchtümlicher und Volkskunst-Überlieferung schöpft. Alt, uralt ist die Maske und die Vermummung zu FastWir verstehen so etwas nicht! Der reelle Kaufmann und Unternehmer, die trotz vielfältiger Versuchungen eine Mehrheit bilden, mögen die Anbahnung freier Wettbewerbsbedingungen ebenso begrüßen, wie jene Verbraucherschichten, die nicht über eine Schwarzmarktbörse verfügen, auch sie waren stets in der Mehrheit. Die Auflockerung der Märkte und die allmähliche Lösung von zwangs wirtschaftlichen Bindungen, an denen niemand Gefallen fand, finden bereits ihren beredten Ausdruck tan Inseratenteil der Zeitungen und Zeitschriften. Es ist ein Genuß für den kultivierten Leser, jjlie Ankündigungen der Geschäftswelt wieder verfolgen zu können, besonders dann, wenn der umworbene Kunde in unaufdringlicher Weise angesprochen wird. Man nennt dies moderne Verkaufs-Psychologie. Das Inserat ist die Visitenkarte des Geschäftsmanns. Niemand wird es einem Kaufmann verargen, wenn er unter Hinweis lauf die Tradition seines Hauses die Vorzüge seiner Waren hervorhebt und wenn er davon spricht, daß sich für den Käufer der Weg in sein Geschäft lohne. Damit ist ja nicht gesagt, daß der Kunde die gewünschte Ware in der gleichen Qualität und Preislage bei einem andern Kaufmann nicht findet. Eine seriöse Reklame kommt der Geschäftswelt zugute, weil sie dazu angetan ist, die mehr oder weniger entschlossenen Käuferschichten auf die Leistungsfähigkeit des einheimischen Kaufmanns und Unternehmers aufmerksam zu machen und zum vorteilhaften Kauf anzuregen. Bedauerlicherweise scheint man da und dort .Wieder in Wettbewerbspraktiken zu verfallen, die für immer der Vergangenheit hätten engehören dürfen. Wir lesen da in der „Badischen Zeitung“ vom 25. Januar eine schlichte „Bekanntmachung“, in der ein Inserent — natürlich unaufgefordert und wohl auf eigene Kosten — der staunenden Mitwelt kund und zu wissen tut, daß er am 1. Oktober 1948 (!) eine Anzeige in mehreren Zeitungen aufgegeben und von der „Badischen Zeitung“ die meisten Offerten erhalten habe. Wenn nun die „Badische Zeitung“ in einem eigenen Werbeaufruf ihre Inserenten angesprochen und darauf hingewiesen hätte, daß es vorteilhaft sei, sich ihrer Spalten zu bedienen, so würde niemand etwas dagegen einzuwenden gehabt haben. Der Umweg über eine „Bekanntmachung“, der man die bestellte Arbeit anmerkt, mußte aber peinlichet berühren. Aber auch hinsichtlich der Werbung von Abonnenten bedienen sich Vertreter der „Badischen Zeitung“ eigenartigster Methoden. Es ist uns aus verschiedenen Orten berichtet Steuerzahlen ist ein Geschäft . . . ... zumindest für jenen französischen Küfermeister, der kürzlich schwer seufzend dem Steuereinnehmer eine stattliche Anzahl von Tausendfrancs-Schefnen hinlegte, um seinen unangenehmen Staatsbürgerpflichten nachzukommen. Er war recht ärgerlich, als ihm der Schalterbeamte erklärte, er müsse, da es an Kleingeld fehle, statt einiger Hunderter ein paar Lose der Staatslotterie nehmen. (Die französischen Finanzämter sind gleichzeitig Losverkaufsstellen.) Gottergeben nahm der biedere Küfermeister dieses Angebot an. Dann geschah das, was der Leser erwartet: der Küfermeister gewann einen ganz stattlichen Batzen Geld, 400 000 Francs. Ob er dem Steuerbeamten etwas davon abgegeben hat, weiß man nicht. So wenig wie man weiß, ob diese schöne Geschichte wirklich passiert ist oder ob sie von der erfindungsreichen Werbeabteilung der Ötaatslotterie verbreitet wird. Oder vielleicht gar vom Finanzministerium, damit die Leute lächelnd Steuer zahlen?. worden, daß Agenten dieser Zeitung in aufdringlichster Weise zur Abbestellung der bisher bezogenen Zeitung aufforderten mit dem Hinweis, die „Badische Zeitung“ vermöge allein, vor allem in der örtlichen Berichterstattung, die Wünsche der Zeitungsleser zu befriedigen. Unser Säckinger Mitarbeiter, ein im Zeitungswesen erfahrener Fachmann, schreibt uns zu diesem Kapitel: Dieser Tage wurde unseren Zeitungsträgerinnen von alten „Volk“-Abonnenten «nitgeteilt, ein Werber der „Badischen Zeitung" habe sie in aufsässiger Weise zu überreden versucht, ihre bisherige Zeitung abzubestellen und künftighin die „Badische Zeitung“ zu beziehen. Wir verbitten uns — so schreibt unser Mitarbeiter — derartige Werbemethoden ganz entschieden. Ein solcher „Werber“ könnte auch mal an die „lätze“ Adresse kommen. Wir suchen keinen Streit mit der „Badischen Zeitung“; wenn sie ihn aber unbedingt haben will, dann werden wir kräftig ins gleiche Horn blasen! Zu diesen Werbemethoden, die unseres Erachtens den Tatbestand des unlauteren Wettbewerbs zu erfüllen scheinen, wäre zunächst zu sagen, daß für die Beurteilung einer Zeitung allein der Leser und Abon- I nent zuständig sind. Wenn ihnen die gewohnte I Zeitung zusagt, dann haben andere Leute I nichts drein zu reden. Wir haben ja derartige Zwangs-Werbemethoden schon einmal erlebt. Es war im Dritten Reich, wo in unserem Gebiet auf Befehl der Parteileitung der „Alemanne“ gehalten werden mußte. Wohin diese Uniformierung der Meinung geführt hat, das ist uns ebenfalls noch in peinlichster Erinnerung. Zum Schlüsse noch eine Frage: Hat es denn die „Badische Zeitung“ wirklich nötig, hinsichtlich der Werbung von Inseraten und Abonnenten einer Praxis zu huldigen, wie sie in geschäftlichen Dingen die über Leichen gehende Goebbels-Presse in Anwendung zu bringen beliebte? nacht, von der schon Sebastian Braut in seinem „Narrenschiff“ sagt: Ein Teil verschmiert sich ganz mit Ruß, Vermummt vom Kopf sich bis zum Fuß... Mancher will nit, daß man ihn erkennt, Der sich zuletzt doch selber nennt; Wenn ihm der Kopf auch dicht vermacht,. „Vermacht“, das heißt durch eine Maske, einen Schemen, verborgen waren, also schon damals, zu Brants Zeiten, in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts die Fastnachtsnarren, die durch die Straßen tobten. Wie alle anderen Feste und Feiern, Sitten und Gewohn- heden zur „Fastnacht“ öder „Fosnet“ ist auch die Maske ein Teil altüberlieferten Volksbrauchtums. Montanus Reingefallen! Unlängst klingelte an der Haustür eines notorischen Pariser Schiebers ein kleiner alter Mann. Ein junger Herr öffnete ihm die Tür und fragte nach seinem Begehr. Er sei Gefängniswärter, sagte das alte Männlein. Es lächelte den jüngeren Mann gewinnend an und erklärte: „Ihr Herr Vater sitzt in einer Zelle auf meinem Flur; ich versprach ihm, von Ihnen Geld für ihn zu holen.“ Der junge Herr war ganz ungerührt. Er nahm ein Paar Handschellen aus. der Tasche und legte sie dem Männlein um; denn er war nicht der Sohn des Schiebers, sondern Kriminalbeamter und überwachte das Haus. Wußten Sie schon? Nach dem Deutschlandjahrbuch beträgt der Bedarf an Wohnungen tan heutigen Deutschland 18,2 Millionen. Vor dem Krieg gab es 16 Millionen Wohnungen. 59 Prozent davon haben den Krieg unzerstört überdauert. Im Jahre 1933 lebten 140 Einwohner auf einem Quadratkilometer, im Jahre 1946 waren es 185. Durch die Heimkehrer u. a. m. hat sich diese Zahl inzwischen noch etwas erhöbt. Nur neun deutsche Großstädte verzeichnen dagegen einen Bevölkerungszuwachs. An der Spitze steht Lübeck mit 58 Prozent. Es folgen dann Flensburg, Oldenburg und Heidelberg. Der Rückgang ist am stärksten in Würzburg. Danach folgen Kassel, Münster und Köln. In Mexiko baut sich zur Zeit eine Industrie auf, die Textilien aus Erdnußabfällen herstellt. Die Stoffe sehen ausgezeichnet aus und lassen sich in besonders schönen Farben halten. Die Qualität ist gut, ohne allerdings die der wollenen Stoffe zu erreichen. Die Textilindustrie in den Vereinigten Staaten ist auf der Suche nach neuen Grundstoffen. Dabei sind die merkwürdigsten Materialien mit zum Teil großem Erfolge verwendet worden. Drei große Fabriken stellen Stoffe aus Hühnerfedern und andere aus Rinderbaaren her. Ein großer Konzern fertigt Stoffe verschiedenster Art aus Glasgewebe, nachdem es gelungen ist, das Glas so zu verspinnen, daß die Fäden weich und geradezu zart aus der Maschine kommen. Alle aus Glas hergestellten Stoffe lassen sich leicht abwaschen, weisen Säuren ab und sind unverbrennbar. Sie halten außerordentlich warm, fühlen sich an wie der feinste Wollstoff und sollen eine zehnmal so lange Haltbarkeit haben. Ein Neuyorker Unternehmen zeigt dagegen Strümpfe aus Metallgewebe an. Das Material sei vollkommen rostfrei, so heißt es, und die Strümpfe überböten an Haltbarkeit und Schönheit sdgar den Nylon-Strumpf. Die Amerikaner versuchen, eine neue Mode durchzusetzten: Nylon-Strümpfe in allen Farben, von Kanariengelb bis Scharlachrot. Die Farben sollen sich jeweils dem Kleide anpassen. Gleichzeitig erscheinen Herrensocken aus Nylon auf dem Markt, die k» den gleiche» grell«» Farben gehalten sind. Wie ein Lauffeuer gingen während des „Tausendjährigen Reiches“ die politischen Witze von Mund zu Mund: als einziges Zeichen der wahren Volksmeinung. Auch heute flüchten in der Ostzone die Menschen wieder zu dieser Meinungsäußerung. Offenbar von Wien kommend, hat sich über die Ostzone folgendes Stoßgebet verbreitet: „Herrgott, bitte befreie uns von den Befreiern, die uns von unsern Befreiern befreit haben“. )— sb — Ein Universalstuhl Ein amerikanischer Hersteller bat atne» neuen Stuhl äuf den Markt gebracht, der- die Vorzüge einer Bücherei, eines Wohn- und Musikzimmers sowie eines Schlafraumes in sich vereinigt. Der Stuhl hat eine verstellbare Rückenlehne, Unterbringungsmöglichkeiten für Bücher, einen eingebauten Rundfunkempfänger und eine Beleuchtungsanlage. — Nur die belegten Brote fehlen diesem „elektrischen Stuhl“, Sein eigenes Grab Der 80jährige John Pillsbury aus Skabo- rough im Staate Maine grub sich sein eigenes Grab. Pillsbury, der auf dem Familien-Grab- stein auch seinen Namen schon einmeißeln ließ, erklärte, das Leben sei zu unsicher, man könne nicht wissen, was in der nächsten Minute passieren würde. — Was soll man in dem Alter auch sonst für Sorgen haben!? Auch so etwas gibt es! Die Stadtverwaltung von Drammen, einer norwegischen Stadt von 25 000 Einwohnern, erhielt einen anonymen Brief mit 2000 Kronen in Banknoten. Vermutlich handelt es sieh um die Zahlung eines reumütigen Steuerschuldners. Die Stadtverwaltung nahm das Geld nicht an, sondern überwies es der Heilsarmee Wo in aller Welt findet man sonst noch solche Ehrlichkeit? Wer kann Auskunft geben? Der Dienst für verschleppte Personen ln Rastatt (Schloß) bittet um Auskunft über das Schicksal oder die Jetzige Adresse der folgenden verminten Personen: ISO. Alzicovlcl, Cöclle (Rumänin), lm Mal 1903 geb., hat ln Paris gewohnt, wurde 1942 nach unbekannter Richtung deportiert. 181. A1 b e r t i , Luigia (Ital.), geb. 1917. Kgf.-Nr. 4009 I. T. 182. Van Amste 1, Hendrik (Holländer), geb. am 1. Mai 1923 ln Hulzen (N. H.), wurde am 12. August 1944 verhaftet und nach Neuengamme, später nach Sandbostel deportiert 183 B a g 11 o n 1, Fernando (Ital.), Kgf.-Nr. 11074 Lager 22. Letzte Nachricht vom 8. Aug. 1944. 184. A r o s 1 o , Giuseppe Ital.), geb. 1914, in Colombano, Kgf.-Nr. 1330. 185. Del Radio. Bdagio (ital.), vermißt seit 24. Sept. 1943. 188. Blchnle- wies, Adam (Pole), geb. am 13. Nov. 1925 ln Var- sowie, Kgf, Stalag XIH D. 187. Bezdel, Benedykta, Stefan und Stanislaw (Polen), geb. 1893, am 3. Jan. 1924 und 22. Jan, 1938 in Bijejki, wurden 1943 nach Deutschland deportiert. 188. B o n o r a , Bruno, geb. am 2. Aug. 1924 ln 8- Egidio. Letzte Adresse: Waldarbeiter Albrach Klanze, Post 81 Gohann a. W. 12b, Ob. Donau, Innsbruck. 189. Borkowskl, Waclaw (Pole), geb. am 20. Juli 1909 M Sosnowiec, war ln Groß-Rosen Interniert lm Jahre 1944, danach ln Dachau. 190. Biber, Jacob und Elisabeth (Polen), geb. 1906 und 1900 ln Czestochowa. Waren ln Buchenwald interniert. 191. B o z z a r 1 , Massimo (Ital.), geb lm Februar 1921 ln Neapel. Interniert 1944 im KZ Teramo. Vermutlich von dort nach Deutschland deportiert. 192. Bogusz Piotr, 30 Jahre alt? Geb. ln Anin-Warschau, letzte Adresse: Plllau. 2 Schwalenberg, Baracke 20/7. 193 Berkovits, Therese und Irene (Ungar.), geb. am 10. August 1899 und 24. Dez. 1887 ln Ungarn, im Mai 1945 in Bergen- Belsen. Vermutlich sollen sie sich ln Deutschland aufhalten. 194. B e r e s k a , Michal (Pole), geb. am 20 . Okt. 1903 ln Budkow* Kgf. Stammlager XVn A 1438/L Nr. 45 577. 195. Baryla, Stanislaw (Pole), Petrus weiß Bescheid Humoreske von Odil Krok Es war in Paris, als die Sorbonne die lehr-| begierige Jugend aller Zungen anzog. Doch| auch der Montparnasse war Magnet und die abervielen Tingeltangels und die kleinen Marmortischchen in den Kaffeehäusern, an denen sich so reizend vom Alltag und von der Allnacht plaudern ließ. , Hast du Glück, huscht an deinen Tisch eine hübsche Studentin, um — es ist doch erlaubt, mein Herr? — einen raschen Kaffee zu nehmen. Hast du Pech, pflanzt sich ein dicker, alter Limonadenvertreter mit roter Nase auf den freien Stuhl neben dir. An einem Abend mied mich das Glück. Der Herr, neben mir hatte das Äußere eines Bierkutschers, jedoch das Innere eines Philosophen. Er war Advokat, ein gesuchter Scheidungsanwalt, und schmeichelte sich deshalb, den Grundstein zum Glück vieler Paare gesetzt zu haben. Selbst am Kaffeehaustisch konnte er den Meister des geschliffenen Wortes nicht verleugnen, und selten wird man so kurzweilig in die Gebräuche und Gepflogenheiten eines Landes eingewaiht, wie er es bei mir tat Wie unterhaltsam plauderte er doch über die französische Sitte von früher, die Särge unverheirateter Frauen mit weißem uod jene von verheirateten mit lila Stoff zu füttern. „Symbolik über den Tod hinaus!“ meinte er und schlürfte dabei seinen Absinth. D ann kniff er das linke Lid zusammen, zündete sich eine Zigarette an und erzählte: „Gerade heute morgen kam eine langjährige Klientin zu mir, die, wie soll ich sagen, in ihren besten Jahren sehr leichtlebig war. Dabei hatte sie nie die finanzielle Seite des Lebens außer acht gelassen. Das tröstete fje, als sie sich nun ihr Testament von mir signieren ließ, über die Leere ihrer Ehelosigkeit hinweg. Zum Universalerben setzte sie ein Heim für gefallene Mädchen ein, und die Haushälterin wurde mit einer kleinen Rente bedacht. Dann diktierte sie meiner Sekretärin eine ausführliche Anweisung für den Verlauf ihrer Bestattung. „Und der Sarg wird selbstverständlich mit weißem Stoff gefüttert," schloß sie. „Hm, hm“, räusperte ich mich und es war bei Gott mehr zufällig als Absicht, daß es just an dieser Stelle in meiner Kehle kratzte. Meine Klientin überlegte kurz. „Oder wissen Ae was“, sagte sie dann, und es schien, als ob sie unter dem Puder errötete, „machen wir den * Sarg lieber weiß und lila gestreift; denn Pe-i teus weiß ja dowh Beschekir i geb. 1911. Letzte Nachricht aus Stade/Elbe, P. 0. W. 1. Batt. Schwarzenberg. Vermutlich ln Deutschland. 19«. Arezzl. Vlncenzo, geb. am 4. Januar 1821 in Raguza, wurde nach Deutschland deportiert Letzte Nachricht 20. Aug. 1944. 197. B a e r. Steffy (Jüdin), geb. am 29 Mai 1904 ln Pirmasens. War ln MaUnes Interniert, von dort am 4 August 1442 nach unbekannter Richtung deportiert. Tran»port-Nr. 880. 100. Bagltoni, Dino (Ital.), geb. 1023 ln Gitta dalla Pieve/Italien. Letze Adresse: KZ-Lager Merlebach Nr. 01057, Lothringen. 199. Bablarz, Frandazek (Pole), geb. 1925 In Varajew. Seit März 1*45 vennl»«. Vermißte französischer Nationalität: 200. G a y o t, Gabriel, geb. am 7. Dez. 1808. Technischer Assistent, wurde ln Frankreich am 27. April 1944 verhaftet und nach Buchenwald deportiert. War auch in Flossenburg; war In Behandlung im Lazarett „Internä“, nach Genesung KZ Bory. 201. Gera u d e 1. Jules-Germain geb. am 27. März 1909; wurde am 14. Sept. 1943 verhaftet, nach Weimar- Buchenwald, Block 17, Nr . 42 459 (13) deportiert. Im Jahr 1944 Kdo. Laura, am 28. Okt. 1944 nach Dora transportiert. 203. Gilbert, Gaston-Georgea. geb. am 10. April 1911; wurde am 20. Februar 1942 verhaftet und nach Rheinbach (Rheinland), Aachener Straße 21, deportiert. 204. G1 c q u e 1, Robert-Pierre geb. am 23. Januar 1928; wurde am 23. Juni 1944 verhaftet und vermutlich nach Deutschland deportiert. 205. G i r i a r d , Paul-Joseph, geb. am 30 Okt. 1902. Wurde am 15. Juli 1941 verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Im April 1943 soll er in der Fabrik Messerschmidt in Augsburg (Bayern) gewesen sein. 206. Girault Andrä-Paul-DtairO, geb. em 0. Mat 1903. Wurde am 3. Aug. 1942 verhaftet und vermujf lieh nach Deutschland deportiert. 207. G o 1 s e , Frantz, geb. am 30. Nov. 1917. Wurde am 31. Dez. 1943 verhaftet und nach KZ Dora deportiert. Krank am 26. Februar 1945 nach Dachau traneportiert 208. G o u r r y , Louis-Henri, geb. am 26. Juni 1895. Wurde am 7. März 1942 verhaftet und nach Oranienburg deportiert. Block 4? Sachsenhausen Nr. 68 . Soll am 4. Febr. 1945 in unbekannter Richtung transportiert worden sein 209. dressier, Alexander- Armand, geb. am 4. Mai 1900. Wurde am 9. Sept. 1911 verhaftet, nach Neuengamme, Bremen-Farge, Post Neunkirchen II. Block F, deportiert. Nr, 31 878. Wurde am 6. April 1945 aus Neuengamme ln der Richtung nach Stettin evakuiert? 210. Gueguen, RenS-Joseph, geb. am 18 Mai 1922 Wurde am 19. März 1943 verhaftet und nach Weimar, Oranienburg, Block K. Nr. 66 738 deportiert. 211. G u e r 1 n ■ Alexis-Auguste (Pseudonym; Georges Seulier, dite Fernand), geb. am 24. Aug. 1907. Wurde im 2. Mal 1944 verhaftet, nach Buchenwald deportiert, später nach Dora transportiert. Ni. 77 894. *11. Guchard, Gabrlel-Louls, geb. am 18 April 1*01. Wurde em 18. Okt. 1941 verhaftet und nach Oranienburg deport. Nr. 59 174. Im August 1944 war er ln gachsenhausen. 213. Guillerm Valentin-Marie, geb. ere ( März 1906. Wurd. am II Dez. 1941 verhaftet und nach Ravensbrück deportiert. Letzte Nachricht au» dem Krankenhaus Watenstedt bet Bruawtek April 1948. 214. Heintz. Am4d4e, geb am I. Sept 1*14. Wurde nach Dachau deoortiert. Nr. 117 828. Wer ü» Lionberg. Nora Gregor beging Selbstmord Die einst sehr gefeierte Wiener Schauspielert» Nora Gregor, die frühere Frau das Fürsten Starhemberg, beging in Chile, wo sie ln ärmlichen Verhältnissen lebte Selbstmord. Der Schumann-Preis für Hans Pfitaner Dem Komponisten Prof Dr. Hans Pfltzner, der letzt in München lebt, wurde der Schumann-Prela der Stadt Düsseldorf verliehen Neue Denkmale Alle während der Kiegajahre verschwundene» und eingeschmolienen Wiener Denkmale werde» letzt neu gegossen. Samstag, 29. Januar 1949- Nummer 12 — • ItosTBoö f frcilbiiro er Ickccko Keine Ruhepause beim Gartenamt Querschnitt durch die gärtnerischen Arbeiten in den Wintermonaten Wenn man vom Städtischen Garteaamt friedigen. Um so anerkennenswerter ist es, daß spricht, denkt man unwillkürlich an Sonne, Wind und zarte Düfte, an die lockenden Farben des Frühlings, die satte Pracht des Sommers oder den milden Glanz des Herbstes. Im Winter aber, so meinen viele, haben die Leute vom Gartenamt gute Zeit; sie ruhen von den Anstrengungen der wärmeren Jahreszeiten aus und machen allenfalls Pläne, wie man nach dem Scheiden des Winters die gärtnerische Ausgestaltung Freiburgs noch verschönern kann. In Wirklichkeit aber schläft man auch in diesem städtischen Amt in den winterlichen Wochen nicht, sondern es gibt sogar eine ganze Menge von Arbeiten zu erledigen, von denen der achtlos durch die Straßen wandernde Einwohner nicht eben viel merkt. Von besonderer Bedeutung ist im Winter ein planmäßiger und sehr sorgfältiger Schnitt der Bäume Insgesamt besitzt Freiburg 3000 Alleebäume, von denen jährlich etwa 1500 „zurückgeworfen“ bzw. geschnitten werden. Wenn 1 hierbei in vielen Fällen die Äste bis auf ihren Ansatz entfernt werden, so geschieht dies gewiß nicht aus Freude an einer „Verstümmelung“ der Bäume, wie manche Leute meinen, sondern vor allem aus Gründen der Sicherheit. Starker Wind nämlich bricht oftmals Äste aus dem Stamme (Windbruch) und gefährdet dadurch die Vorübergehenden, denen solch ein unvermutetes „Wurfgeschoß“ aus der Höhe wenig willkommen ist. Ferner wird durch sachgemäßes Zurückschneiden der Äste das Wachstum der Bäume gefördert. Dagegen vermeidet man es, soweit wie möglich, Bäume zu fällen, und tut dies nur dort, wo es unbedingt nötig ist, wie etwa bei starkem Wurzelwerk innerhalb der Bürgersteige. Viel Arbeit bereitet auch der bereits seit dem letzten Herbst durchgeführte Heckenschnitt, der auf einer Gesamtfläche von 20 bis 25 Hektar im Stadtgebiet vorgenommen wird. Als nächste wichtige Maßnahme ist die Entschlammung des Weihers in Günterstal vorgesehen, die voraussichtlich einige Wochen dauern wird. Erschwerend ist hier wie überall der Umstand, daß das Gartenamt mit seinem Personal und den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln sehr haushalten muß. — Der Gärtnereibetrieb der Stadt Freiburg rangiert heute quantitativ hinter dem der viel kleineren Städte Emmendingen und Lahr. Er wurde durch die Kriegsereignisse völlig zerstört, und sein Wiederaufbau ist ebenfalls mit großen Schwierigkeiten verbunden. Bis zur Stunde besitzt Freiburg nur ein einziges Gewächshaus (Katharinenstraße), das in keiner Weise ausreicht, um den Bedarf einer Großstadt zu be- Sozialaemokratische Parte' Bezirk Beurbarung. „Schweden mit den Augen eines Sozialisten gesehen “ Darüber wird uns Gen. Martzloff jr. Einblicke und Eindrücke von seiner in neuester Zeit durchgeführten Reise nach Schweden wiedergeben. Zu dieser Versammlung am Dienstag, 1. Februar, 20 Uhr, im Lokal zum Güterbahnhof, erwarten wir einen vollzähligen Besuch der Mitglieder. Bezirk Stühlinger. Dienstag, 1. Febr., 20 Uhr, findet im Gasthaus zum Stühlinger, Ecke Klara- und Engelbergerstr., unsere Generalversammlung statt. Im Mittelpunkt steht ein Vortrag des Gen. Martzloff über Fragen der Sozialisierung. Mitglieder, erscheint vollzählig! SPD-Frauensektion Donnerstag, 3. Februar, 19.30 Uhr,. im Gewerkschaftshaus Hauptversammlung. Referent: Reinhold Zumtobel. Um vollzähliges und pünktliches Erscheinen wird gebeten. trotzdem im Jahre 1948 im Hinblick auf die gärtnerische Verschönerung Freiburgs sehr viel geleistet worden ist. — Eine weitere Sorge des Gartenamtes gilt der Beschaffung eines eigenen Bestandes an Steckhölzern. Und ist es nicht ebenfalls sehr beachtenswert, daß sämtliche westlichen Aufgänge «und der große Rundgang am Schloßberg von nur zwei Mann in Ordnung gebracht wurden? Weiter hat Freiburg noch etwa 800 Sitzbänke, die allerdings zum Teil reparaturbedürftig sind, und steht damit vermutlich an der Spitze der deutschen Städte. Die Instandsetzung der Bänke hängt wieder mit der Beschaffung von Holz, Farben usw. zusammen. — Das besondere Ziel des Gartenamtes ist eine gärtnerisch schöne Gestaltung der Anlagen am neuen Hauptbahnhof die freilich erst dann richtig einsetzen kann, wenn die störenden Bunker gesprengt worden sind. Und so gibt es gerade in diesen Tagen und Wochen noch mancherlei zu erledigen, von dem das Publikum nicht viel Notiz nehmen wird. Wem fällt es schon auf, daß hier ein Übergang über einen Graben geschaffen oder dort eine Reparatur ausgeführt werden muß! Alles soll möglichst gut und schön werden; gleichzeitig aber heißt es auch, mit den finanziellen Mitteln und den verfügbaren Arbeitskräften zu sparen und nochmals zu sparen. Das ist wirklich keine leichte Aufgabe für das Städtische Gartenamt und seine Leitung! — An den Freiburgern liegt es nun, diese unermüdliche, vielfach in der Stille geleistete Arbeit dadurch anzuerkennen, daß sie die schönen Anlagen im Stadtgebiet in diesem Jahr noch pfleglicher behandelt, als es bislang zum Teil geschah. Das gilt auch für die 1948 begonnene gärtnerische Erneuerung des Stadtgartens die den rückhaltlosen Beifall der BIGA-Besu- cher gefunden hat. Was könnte das Gartenamt aus dieser vielversprechenden Anlage machen, wenn man ihm personell und materiell das geben könnte, was es zu einer weiteren Vervollkommnung dieser Anlagen braucht! R.B. Ein rabiater Straßenbahnwagen Daß durch die Fasnachtszeit auch Straßenbahnwagen zu übermütigem Handeln und zur Sachbeschädigung verleitet werden können, beweist die Tatsache, daß sich am Freitag gegen 7 Uhr in der unteren Habsburgerstraße, bei der Ein Mündung des Schänzleweges, der Stromabnahmebügel eines Straßenbahnwagens in der Oberleitung verfing und diese herunterriß, wobei auch zwei Holzmasten „umgelegt" wurden. Der Stra- ßenbahnverkehr von Zähringen bis zur Friedrichstraße wurde hierdurch lahmgelegt, doch arbeitete bereits morgens ein Bauzug an- der Wiederherstellung der Leitung. Stromdiebstähle werden streng bestraft Vom Elektrizitätswerk wird uns geschrieben: „Festgestellte Stromdiebstähle zwingen uns, öffentlich darauf aufmerksam zu machen, daß unberechtigte Eingriffe in die werkseigenen Apparate und Anlagen unnachsichtlich eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft mit allen daraus entstehenden Folgen nach sich ziehen. Wir haben weiter die Erfahrung machen müssen, daß auch die' Plomben der Hausanschlußkasten geöffnet werden, und weisen darauf hin, daß eine Verletzung und Beseitigung der Plomben strafrechtlich verfolgt und bestraft wird. In jedem Falle wird Strafantrag gestellt werden. Es leuchten die Laternen Die Ermahnung, Strom zu sparen, ist auch in diesem Winter nicht ausgeblieben. Es ist bestimmt ein erfreuliches Zeichen, wenn der Handwerker den elektrischen Motor keine Sekunde unnötig laufen läßt, wenn die Bürovorsteher in den Beamtungen hinter jeder un nötig brennenden Birne her sind wie hinter einem „armen Sünder“ und wenn die Hausfrauen vorschriftsgetreu die elektrischen Heizöfen verschwinden ließen. Warum sollte diesen sparsamen Bürgern immer mit schlechtem Beispiel vorangegangen werden? Wenn wir auch augenblicklich in der stimmungsfrohen „vor- fasnachtlichen“ Zeit leben, so ist es doch nicht notwendig, etwaigen späten Heimkehrern noch vormittags um 11 Uhr durch die Festbeleuchtung einiger Straßenzüge „heimzuleuchten“. Oder sollte die Strapazierfähigkeit der Birnen geprüft werden? Zwei Zähne verloren Im Oktober letzten Jahres hatten sich drei Spielfreunde in der Gastwirtschaft zum Schönberg an einen Tisch gesetzt und „geknobelt“. Da die Stimmung immer besser wurde und der Verlierer immer Schnäpse, Wein oder Bier auf Südbadische Gärtner tagten in Freiburg Der Verband Badischer Gartenbaubetriebe hielt in der Jahnhalle in Freiburg-Zähringen die erste Jahreshauptversammlung seit seiner Wiedergründung ab. Landesgärtnermeister Franz Krauß begrüßte eine große Zahl von Mitgliedern und Gästen. Ein Vertreter des nordbadischen Bruderverbandes verlieh der Hoffnung Ausdruck, die badischen Verbände möchten bald vereint ihre Arbeit leisten. Der Vorsitzende de« „Deutschen Gemüse-, Obst- und Gartenbauverbandes“, Direktor Schröder, Frankfurt a. M., gab in einem umfassenden Referat aus der Perspektive der Bizone heraus einen Abriß der heutigen Lage des deutschen Gartenbaus. Mag auch ein Teil der angeschnittenen Probleme den südbadischen Gärtnern noch nicht mit der gleichen Dringlichkeit auf der Seele liegen, so werden sie doch sicher auch hier eines Tages akute Wirklichkeit werden. Von den Diensten ausgehend, die der Gartenbau der Volksemährung in den vergangenen Notzeiten geleistet hat, forderte der Vortragende eine entsprechende Wertung. Daß diese Achtung diesem Berufsstand heute noch nicht gezollt werde, vermeinte der Redner auch aus der Nichtanwesenheit eines Vertreters des Landwirtschaftsministeriums ableiten zu können. — Gemäß der politischen Struktur Deutschlands müsse auch die Hauptarbeit der Berufsvereinigung bei den einzelnen Ländern liegen. Interessen, die eines gemeinschaftlichen Vorgehens bedürfen, vertrete der Zentralverband mit seinen HauptAblehnung einer Brotpreiserhöhung Gegen die Wiederzulassung von Betriebs- und Ersatzkassen In einer Sitzung des Ortsausschusses der Freiburger Gewerkschaften lehnte nftn nach einem Referat des Vorsitzenden Kappes über die praktische Durchführung der Selbstverwaltung in der Krankenversicherung die von interessierter Seite in letzter Zeit propagierte Wiederzulassung von Betriebskrankenkassen und Ersatzkassen mit großer Mehrheit nach einer längeren Aussprache ab. Weiter befaßte man sich nach einem Bericht des Geschäftsführers Knobel auch mit der geplanten Brotpreiserhöhung.- Nach einer längeren Aussprache, in der darauf hingewiesen wurde, daß man von Arbeitgeberseite unter Hinweis auf angeblich eingetretene weitgehende Preissenkungen alle schon seit längerer Zeit in Gang befindlichen Lohnverhandlungen hinauszögere, müsse es als widersinnig bezeichnet werden, jetzt mit einer Brotpreiserhöhung zu kommen. Bei der letzten Festsetzung des Brotpreises sei ausdrücklich der Preis für Weißbrot in erheblichem Maße erhöht worden, um den Preis für das Schwarzbrot auf der alten Höhe halten zu können. Weiter sei durch die Erhöhung der Brotrationen eine erhebliche Umsatz- Steigerung erfolgt, die auch den Bäckern erhöhte Einnahmen bringe. Einstimmig wurde die beabsichtigte Preiserhöhung abgelehnt und der Bundesvorstand des Badischen Gewerkschaftsbundes ersucht, eine Brotpreiserhöhung unter allen Umständen zu verhindern. — Zum Schluß wurde nach Ausführungen des Betriebsrätesekretärs Faulhaber über die Wahlordnung zu den Betriebsrätewahlen' aus der Versammlung heraus die Tatsache kritisiert, daß überall bei den Behörden der Einfluß ehemaliger aktiver Nazis, größer würde und die Gefahr bestehe, daß kräfte aus Kreisen der -Gegner des Naziregimes, die nach 1945 Aufbaüarbeit unter den schwierigsten Umständen geleistet hätten, ihre Stellung verlieren würden. Folgende Entschließung wurde angenommen: „Der Ortsausschuß der Freiburger Gewerkschaften wendet sich mit aller Entschiedenheit gegen die in letzter Zelt von interessierter Seite in die Wege geleiteten Bestrebungen, wieder die Zulassung von Betriebs- und Ersatzkassen zu ermöglichen, welche im Zuge der Neuordnung 1946jmit den Ortskrankenkassen vereinigt worden waren. Der Ortsausschuß sieht darin eine Gefahr für die wirtschaftliche Lage der Ortskrankenkassen, welche neben der gesundheitlichen Betreuung der regulären Mitglieder auch für die Sozialrentner. Kriegsversehrten und Kriegshinterbliebenen nebst ihren Familien auf- kommen müssen, obwohl das letztere Aufgabe der Allgemeinheit sein müßte. Die Wiederzulassung der Betriebs- und Ersatzkassen würde die Abwanderung der sogenannten guten Risiken bedeuten, während die verbleibenden Mitglieder in den Ortskrankenkassen nach wie vor die Verpflichtung haben würden, für die erwähnten hilfsbedürftigen Kreise aufzukommen. In diesem Zusammenhang muß deshalb die Forderung erhoben werden, daß der Staat die Ausgaben für die gesundheitliche Betreuung der genannten hilfsbedürftigen Kreise übernimmt, welche bisher die Ortskrankenkassen zu Unrecht zu tragen hatten. Der Ortsausschuß ersucht deshalb den Badischen Gewerkschaftsbund, sich der Frage anzunehmen und dementsprechende schritte bei den maßgebend« Stellen an unternehmen.“ ausschüssen (noch auf die Bizone beschränkt). Zur Frage des Lastenausgleichs z. B. habe man für die Gartenbaubetriebe eine Verschiebung der Vorauszahlungstermine um drei Monate beantragt. Es sei gelungen, den Regierungsstellen klarzulegen, daß erst der Anschluß an die neue Ernte gefunden werden müsse. Auf dem Gebiete der Preisgestaltung sei eine Anpassung an die allgemeine Preis läge notwendig. Es gehe nickt an, das Gemüse zu Friedenspreisen abzusetzen, da alle anderen Verbrauchsgüter um 100 bis 300 Prozent teurer wurden. Der Redner warnte jedock auch vor einer Ausnützung der heutigen Mangelerscbei- nungen zu einer Überhöhung der Blumenpreise. — Eine angemessene Lohnzahlung an die im Gartenbau Beschäftigten sei nicht nur eine soziale Pflicht, sondern stelle auch aus Berufs-Wertungsgründen eine unbedingte Not wendigkeit dar. Wer keinen anständigen Lohn zahlen könne, solle besser seine Selbständigkeit aufgeben und in einem gutgeführten Betriebe Arbeit suchen. Abschließend wies Direktor Schröder darauf hin, daß das Ausland die für den deutschen Gartenbau unfruchtbare Kriegszeit zu einer weitgehenden Überflügelung benutzt habe. Ne ben dem großen Gemüseland Holland habe sich so auch u. a. Dänemark eine überlegene Stellung gesichert; es sei heute bereits in der Lage, Millionen von Zentner Obst auf den deutschen Markt Zu werfen. Das heutige Gemüseangebot Italiens allein habe das Ausmaß der gesamten einschlägigen Friedenseinfuhr aus aller Welt. Dem Zentralverband sei es gelungen, die Verbindung mit den ausländischen Kollegen aufzunehmen. Diese haben bereits die ersten Erfolge gezeitigt, und man könne hoffen, daß man eine unsinnige Importpoli t i k, die zur Lahmlegung des deutschen Gartenbaues führen müsse, verhindern könne. Sommerlager der „Falken“ Laut Mitteilung des Ortsverbandes Freiburg der sozialistischen Jugendbewegung „Die Falken“ soll im Sommer gemeinsam mit Freunden aus dem Ausland ein großes Zeltlager am Bodensee durchgeführt werden. Hierzu müssen Zelte, Sportgeräte und Lebensmittel angeschafft und einem Teil der Mitglieder für diese Zeit ein geldlicher Zuschuß gewährt werden. „Die Falken“ wenden sich deshalb an die gesamte Bevölkerung mit der Bitte, diese Pläne durch Zuwendungen zu unterstützen und erbitten Geldspenden auf ihr Konto bei der Städtischen Sparkasse 1897 mit dem Vermerk „Sommerlager 1949“. „Die Falken“, Kreis Freiburg Wochenplan: Montag. 20 Uhr, Habsbur- gerstr. 85, Helferschulung. — Dienstag, 20 Uhr, „Breisacher Tor“, Rempartstr., Gruppenabend (14—20jährige). — Freitag, 20 Uhr, Habsburgerstraße 85. Laienspielgruppe. — Samstag, 14Uhr, Jung-, 16 Uhr, Wanderfalken, jeweils Habsburgerstraße 85. Breisach a. Rh. Der Südwestfunk, Studio Freiburg, führt am Montag. 31. Januar, 12.45 Uhr, eine Rundfunksendung über die von der Stadt Breisach geplante Nothilfeaktion zugunsten der Schulen durch. Der freundliche Schaffner Wie anderswo, so ist auch im Straßenbahn» wagen der Linie 5 nach Geschäitsschluß die Härte der Zeit jedem Fahrgast ins Gesicht geschrieben; man braucht gar nicht einmal hinzuhören, was die weißhaarige alte Frau gegenüber im fremden Dialekt vom winterlichen Flüchtlingstransport im Güterwagen Erzählt; man braucht die vom Schmelzwasser völlig durchweichten, notdürftig geflickten Schuhe eines andern nicht zu sehen; man sieht’s an den unfrohen Gesichtern, man merkt’s an der leichten Reizbarkeit, wie unsere Tage nur ihre dunkle Seite zeigen, wenn — ja wenn man nicht das seltene Glück hat, zufällig im Wagen jenes gar nicht mehr jungen Schaffners zu fahren, de? das an sich in diesem Berufe verständliche saure Gesicht zu Hause gelassen hat und mit ruhigen Worten den stürmisch Herein- drängenden hilft, der schüchternen alten Frau mit ein paar Scherzworten zu Jüngeren einen Sitzplatz verschafft und humorvoll überlegen mit der ganzen Weisheit langjähriger Kundschaftsbehandlung den Streit von ein paar Hitzigen, die anscheinend beim Einsteigen zu nahe aneinandergerückt worden waren, behebt. Mit einem Male ist er zum Mittelpunkt im Wagen geworden; noch überlegen es sich ein paar Grundsatztrübsinnige, ob sie mit» schmunzeln dürfen, ohne von ihrer Würde einzubüßen; dann haben auch sie das bißchen selten* Freude willkommen geheißen. Bei dem alten Herrn in der Ecke hat’s plötzlich auch gezündet: er merkt, daß Freude bereiten doch so schön ist, und bietet dem Schaffner eine Zigarre an. Man hat das Gefühl, daß in Gedanken der ganze Wagen mitspendet. Die Endstation ist viel zu rasch gekommen; man geht mit einem zufriedenen, besinnlichen Lächeln auf die bloße Straße hinaus, dankbar dafür, daß man die andere Seite des Lebens hat schauen dürfen; und man malt sich aus, was sich wohl alles ändern würde, wenn die Fahrgäste den Ton des Schaffners von der Linie 5 mitnehmen würden, zu ihrem eigenen machen wollten, eben nur so, wie es jeder vermag. F. K. den Tisch brachte, luden sie einen unbeteiligt am Tisch sitzenden, armamputierten Mann ein, beim Trinken zu „helfen“. Die gute, friedfertige Stimmung hielt aber nicht mehr lange an, zumal der eingeladene Gast vom „Knobeln“ auch etwas verstehen wollte und den Spieleifrigen dazwischenredete. Der amputierte „Trinkgehilfe“ merkte aber beizeiten, daß die Stimmung „mulmig“ geworden war und wollte sich unauffällig „verdrücken“. Bevor er jedoch an der Tür angekommen war, stellte ihn der Kaufmann B. und schlug ihm die Faust dermaßen ins Gesicht, daß der Geschlagene zwei Zähne verlor und heftig aus dem Munde blutete. — Das Freiburger Amtsgericht verurteilte den schon wegen Körperverletzung vorbestraften Grobian, der einen wehrlosen Armampu- • tierten derart mißhandelt hatte, zu einer Geldstrafe von 100 DM. Ein „Verwandlungskünstler" Auf einer Autoreise nach der Oberpfalz wurde einem Kaufmann aus dem Dreisamtal von einem Metzgermeister ein Lebensmittelpäckchen zur Besorgung an einen Bekannten in Freiburg übergeben, der als Gegenleistung Schnaps liefern sollte. Auf Weisung des Kaufmanns gab sein Angestellter K. das Päckchen zur Weiterbeförderung bei der Post auf; vorher aber vertauschte er die darin verwahrten zwei Pfund Butter sowie vier Pfund Wurst und Rauchfleisch mit einem zurechtgeschntttenen Stück Holz! Das Gesicht des Empfängers beim öffnen des Pakets kann man sich vorstellen. Für die „Holzaktion“ wurden dem K. durch Strafbefehl vier Wochen Gefängnis auferlegt, wogegen er gerichtliche Entscheidung beantragte. Dem Empfänger des Holzklumpens hat er den Schaden vollständig und zufriedenstellend ersetzt. In Anbetracht der Wiedergutmachung und in Berücksichtigung de s bisherigen einwandfreien Vorlebens des Angeklagten wurde an Stelle der Freiheitsstrafe eine Geldstrafe von 50 DM verordnet, für die im Ersatzfall 10 Tage Gefängnis treten. Helft alle helfen! Die Arbeiterwohlfahrt, ein Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege, ist für alle körperlich und geistig Schaffenden die zuständig* Wohlfahrtsorganisation. Helft die schlimmsten Notstände bei Kindern und alten Menschen z» lindem und gebt zur Landessammlung der A'r- beiterwohlfahrt vom 31. Januar bis 6. Februai« Der Lebensmittelaufruf Brot (1 Von 0 bis 3 Jahren von 3 bis 6 Jahren von 6 Jahren an Schwerarbeiter, Gruppe I Gruppe II Gruppe III Gruppe IV Mütter Dekade) Abschnitt 1 - 1000 * Abschnitt 1 — 1000 $ Abschnitt 3 — 500 g Abschnitt 1 — 1500 g Abschnitt 2 — 1000 g Abschnitt 151 = 250 g Abschnitt 251 — 750 g Abschnitt 351 — 1000 g Abschnitt 352 — 250 g Abschnitt 451 - 1000 g Abschnitt 452 — 750 g Abschnitt 903 = 500 g Weißbrot von 0 bis 6 Jahren Abschnitt 2 — 500 g über 6 Jahre Kleinabschnitte = 500 g Fleisch <1. Dekade) von 0 bis 3 Jahren Abschnitt 11 — 50 g über 3 Jahre Abschnitt 11 und 12 je 50 g Schwerarbeiter, Gruppe II Abschn. 255 u. 256 je 100 g Gruppe III Abschnitt 355 — 50 g Abschn. 356 und 357 je — 100 g Gruppe IV Abschn. 455, 456 457 u. 458 je 200 g Mütter Abschnitt 906 — 100 g Teigwaren (für Januar) von 3 bis 6 Jahren Abschnitt 28 = 500 g Über 6 Jahre Abschnitt 28 — 750 g Schwerarbeiter, Gruppe I Abschn. 187 u. 195 je 125 g Gr. II Abschn. 287 und 295 je 125 g Gr. III . Abschn. 387 und 391 je 150 Abschnitt 395 — 200 g Gruppe IV Abschnitt 487 — 300 g Abschn. 491 und 495 je 350 g Mütter Abschnitt 901 = 250 g Suppenerzeugnisse von 3 Jahren an Abschnitt 34 — 250 g Die Ausgabe der zweiten Fettrate für Januar mit 125 g Margarine ist erst am kommenden Montag möglich. — Die Inhaber von Eierkarten haben den Vorbestellabschnitt „A“ bei einer der bisher gelassenen Eierverkaufsstellen abzugebep. ganfcteg, W. Januar 1949 PasTßoöi Normer 12 — Seife 7 Schluß mit der „alten Burschenherrlichkeit“ ^ Ablehnung des Wiederauflebens alter Stad enteaverbiaduagen durch die Studentenvertretung 7n einer Diskussion über die Frage der Studenten vepeimAuo^en, an der außer Vertretern des ASTA vorwiegend ältere Semester teilnahmen, sprachen die Referenten Frensemeyer Und Kiefer für die Bildung neuer studentischer Gemeinschaften, möglichst verschieden fadrlidi gerichteter und interessierter Kommilitonen, um in dieser Gemeinschaft von einer Spezialbildung zu einer wirklichen Lebensbildung zu führen. Der erste Vorsitzende des ASTA. Poincilit, unterstrich als besonders wichtig für die jüngeren Semester das Hinfiihren in der Gemeinschaft für die Gemeinschaft. Hervorgehoben wurde der Gedanke, daß der junge Studeht in die Verantwortung späterer Tätigkeit im demokratischen Leben in Wirtschaft, Kultur und Politik durch seine Arbeit in der Gemeinschaft und die Erziehung durch Ältere, Erfahrene hineinwachsen müsse. Eindeutige' Ablehnung fand ein Referat über Auswüchse Und in eine sorglose Zeit wohl passende Sitten früherer einzelner Verbindungen. Die Zeit ist zu ernst, als daß der Sinn beute noch nach einem „munteren Studium* stände. Das wäre einer Verkennung der jedem Einsichtigen Waren Notwendigkeiten unserer Zeit. Nur schwer kann sich ein großer Teil der Student«, die Mit- ftf durch Bauarbeit, bei der Sparkasse, Straßenbahn u. a. für das Studium verdienen. Aber es besteht kein Zweifel, daß das Bedürfnis nach eiifer ausgleichenden, tragenden, schöpferisohsan- rtgenden Gemeinschaft stark zu spüren ist und: daß'zuni Teil“ aus Freundeskreisen Oder aus den Studentengemeinden das Band satzungsmäßig ungebundener, harmonisch sich entwickelnder Gemeinschaften einzelne Gruppen umschließt; Neben den beiden Studentengenieinden der evangelischen und ! katholischen Kirche ist in der mathematisch-naturwissenschaftlichen Vereinigung der erste Versuch einer Wiederbelebung des studentischen Gemeinschaftslebens auf völlig neuer' Grundlage zu sehen. Möge dem Wunsche der Studenten, nach Schaffung eigener Räume in bescheidenem Rahmen — denn die allgemeine Wohnungsnot trifft als Gemeinschaft alle gleichermaßen — vielleicht' durch teilweise Zurverfügungstellung alter studentischer Verbindungshäuser entsprochen und damit die Voraussetzung zu einer' langsam wachsenden studentischen Gemeinschaft in neuer Ausformung gegeben werden! D. G. Kinderheime der Arbeiterwohlfahrt. Mit den Spenden, die der Arbeiterwohlfahrt gegeben wurden, eröffnete diese verschiedene Kindergenesungs- und -erholungsheinje,. in denen schon viele Hunderte armer, bedürftiger, unterernährter Kinder Erholung und Genesung fanden. — Die Arbeiterwohlfahrt besitzt verstreut über ganz Westdeutschland zahlreiche Heime, die sich zum Teil auf ganz bestimmte Krankheiten, ihre Behandlung und ärztlichen Küren eingestellt haben, so zum Beispiel auf Kinder mit Nieren- und Blasenleiden, auf lungengefährdete Kinder oder Kinder, die zu Asthma neigen. .Gerade für letztere haben sich die Schwarzwaldbelme der Arbeiterwohlfahrt so erfolgreich bewiesen, daß jetzt von ganz Westdeutschland —f von der Wasserkante über Westfalen bis zum Rheinland — Kinder in diese Heime geschickt werden. Die Kinder kehren nicht nur gekräftigt, sondern auch begeistert und erfüllt von dem herrlichen Aufenthalt zurück. Den größten Eindruck aber hinterläßt es bei ihnen, wenn sie hören, daß diese schönen Heime nur aus den Spenden der vielen Freunde und Förderer der Arbeiterwohlfahrt aufgebaut wurden und daß ihre schöne Erholungszeit großenteils bezahlt wird aus den Mitgiiedsbeiträgen von Menschen, die ein offenes Herz für alle notleidenden Kinder haben. Sehr viele sparen sich selbst die - Groschen ab, um einem fremden Kinde helfen zu können. Nach einem Übermaß von Not und Schwere lernen die Kinder indenHeimene auch das Gute in der Welt wieder sehen. Der Druck weicht, und sie werden wieder kindlich-froh entspannt in feiner Reihe freudvoller' Erlebnisse. ’ Amtliches Eiuwohnerbuch Das neue Straßenverzeichnis von L—Z (Ladstattstraße bis Zwiegerackerweg) Hegt vom 31. Januar bis 5. Februar in den Geschäftsräumen des Amtlichen Einwohnerbuches der Stadt Freiburg, Rosastraße 9, H m, von « bis 17 Uhr öffentlich auf. Jeder Einwohner und vor allem Geschäftsleute aus den genannten Straßen, die seit Abgabe der Ertas- sungsUsten im Juli 194S Wohnung oder Geschäftsräume gewechselt haben, können ihre Eintragung überprüfen und Veränderungen persönlich zur Korrektur aufgeben. Hausbesitzer mögen Neuzugfinge und Abgänge ebenfalls melden. Die Einwohner (Stadt und eingemeindete Vororte) haben die Möglichkeit, erfolgte Namensänderungen, Umfirmie- rungen, Telefonanschlüsse usw. zur Korrektur persönlich oder schriftlich anzüzelgen. Buchführungskurse für Landwirtschaft Für den Bereich des Landwirtichaftsamtes Freiburg wird von berufenen Fachkräften für Landwirte, welche die einfache landwirtschaftliche Buchführung erlernen und nachher in Ihren Betrieben durchführen wollen, im Februar ein eintägiger Bucb-. führungskursua abgehalten, wenn sich genügend Teilnehmer dazu melden. Der Kursus ist unentgeltlich. Anmeldungen sind an das Landwirtschaftsamt Freiburg, Vaubanstraße 13, zu richten. Der Sport in der Heimat Ski-Abfahrtslauf für jedermann abgesagt Leider maß infolge der ungenügenden Schneelage in dem unteren Scfaauinslandgebiet (Hor- bener Hänge und ScfalUßhang zum Ziel) der vielversprechende Abfahrtslauf abgesagt Werden. Der neue Termin wird rechtzeitig durch Presse und Rundfunk bekanntgegeben. Bis zur Bekanntgabe des neuen Termines bleiben die Meldelisten zum Eintrag bei den Sportgeschäften Kotz, Pego und Bohny liegen. Der Sport am Sonntag VfL Frelburg — SV Blberach Das ursprünglich für diesen Sonntag vorgesehene Lokalderby Fortune — VfL wurde auf einen späteren Zeitpunkt verlegt. Dafür wird die Spielvereinigung Blberach gegen die Rothosen an treten. Beide Vereine sind in der Gefahrenzone und werden allea dransetzen, vom Tabellenende wegzukommen, so z. Montag, 7. 2. 49, bish. Kennz. zw. BD—03—2001—2500 Dienstag, 8. 2. 49, „ „ „ BD—03—2501—3C90 Mittwoch, 9.2.49, . » . BD—03-3001-3500 Donnerstag, 10, 2. 49, „ » „ BD—03—3501—4030 Freitag, 11. 2. 49, „ „ „ BD—03—4061—4500. Samstag, ' 12. 2 . 49, Neuzulassg. n. Umschrbg. v. Kfz. Montag, 14. 2. 49, bish. Kennz. zw. BD—03—4501—5000 Dienstag, 15.2.49, „ „ „ BD-03—5001—5500 Umtauschzeiten: 8—12 Uhr und 14—17 Uhr. Samstag: 8—12 Uhr. Diese Reihenfolge ist unbedingt einzuhalten. Insbesondere wird darauf hingewiesen, daß es sich hierbei nur um den Umtausch vop Kennzeichen für Krafträder handelt, denen Verkehrserlaubni* erteilt ist. Anträge auf Neuzulassungen und Umschreibungen sonstiger Kraftfahrzeuge können bis zum 15. Februar 1949 nur an den beiden Samstagen entgegengenommen werden. Zum Umtausch der Kennzeichen sind Kraftfahrzeugbrief (soweit ausgestellt), grüner Fahrbrief, Fahrtenbuch und Steuerkarte für das Jahr 1949 vorzulegen. Gleichzeitig wird eihe Gebühr von 7.50 DM für. Kennzeichen und Erneuerung des Kraftfahrzeugscheines erhobeh. Nach vorschriftsmäßiger Anbringung des Kennzeichens ist das Krad bei der Abnahmestelle vorzuführen und die alten BD—03-Kenn- zeichen entstempelt vorzuzeigen, worauf der Kraft- fahrzeugschein ausgehändigt wird. Zwecks reibungsloser Abwicklung dieser Aktion wird auf die unbedingte Beachtung der Richtlinien in vorstehender Bekanntmachung hingewiesen. Di» Ausgabe der neuen Kennzeichen für die übrigen Kraftfahrzeuge wird durch einen späteren Aufruf bekanntgegeben. Polizeidirektion Freiburg 1. Br. — Abt. V Offene Meile»» Einstellungen nur über das Zuständige Arbeitsamt Schreiner in Dauerstelig. gesucht. Kleine Wohn, ■'steht' zur Verfügung. Bewerb, unter A 033 224 an die Geschäftsst Das Volk, Lörrach. Tüchtig. Ofensetzer, nicht über 35 J , zum sof. Eintritt gesucht. Wegen vorgeschritt. Alter nach Übereinkommen Übernahme des Geschäftes. Zuschr. u. A 0143 an die Geschäftsst. Das Volk, Schopfheim. Garantiert sich. Verdienst (hauptberuflich oder im Nebenb.) finden Damen u, Herren nach Einweis, d. Deutsche Wirtschafts- Kartei, Hamburg 38, Poststraße 2, Postscheckkonto Hamburg 109 183, n. hur sehriftl. Bewerb, m. Ubersend. v DM 1.—, .die rückvergütet wird. Platzvertretung zum Verkauf von Schrauben SP- ,w4,e Bau- und Möbelbeschlägen an Handwerker' kreisweise gegen hohe Provision zu vergeben. Gute Verdienstmöglichkeit, aber nur tücht. Kräfte erwünscht. Apgeb. unter A 484 an Das Volk, Frelburg. Zuverläss. Pferdeknecht, Maurer, Hilfsarbeiter u Ziegeleiarbeiter gesucht. Karl Gaus. Baumeister, Emmending-Tel. 429 fichulentl. Laufjunge auf sofort gesucht Angeb. unter A 105 an den Verlag Das Volk Freiburg Braves Stundenmädchen für vormittags gesucht. Angeb. unter A 482 an Pas Volk, Freiburg. M Id- SegMcH« Nur mit Genehmigung dar zuständ. Wohnungsamtes Leer. Zimmer ges. Hausarbeit wird übernomm. Angeb. u. D 452 an den Verlag Das Volk, Frbg. Leeres Zimmer mit Kochgelegenheit von beruft- tät. Frau sof. ges Gute Bezahlung. Angeb. unt. D 480 an Das Volk, Freiburg. Bflroraum, e; Va 40 qm, evtl auch leicht beschädigt, in Freiburg ge». Angeb. unter D 386 an Das Volk, Freiburg. WabnunBftaufCh Nur mit Genehmigung des zuständ. Wohnungsamtes Geboten 2 Zimmer mit Küche (Stühlinger) Gesucht 1-Zimmer-Wohug. oder 1 groß, leeres Zimmer mit Küchenbenütz. Eilangeb. unt. E 473 an Das Volk. Freiburg. äa werttaiäfei» Herrer.mantel. reintWolle, neu dunkelblau, für größere Figur zu verk. Angeb. unter F 3502 an Das Volk. Freiburg Schwarz. Samtkleid, evtl. Konfli mationskleld, neu, la Seidensamt, Skistiefel, Gr 40 gut erb., zu verkaufen Zu erfr unter F. 3504 im Vertag Das Volk, Frelburg Gut erhalt. Sofa preisw. zu verkaufen Zuschr. u., F 0149 an die Gesch. Pas Vofls, Schopfheltn. Zu verkaufen: Motorrad, neu bereift, 125 ccm, kpl. Schlafzimmer (Mahagoni), kompl. Wohnzimmer (Elche), kompl. Küdieneinrichtg., Divan, Rauchtisch, Sessel, Radioapparat einzelne Betten, Kleiderschränke, Tische und Verschiedenes bei Waldheuer, Lörrach, Bahnhofstraße 12. 20—25 -Ztr. Runkelrüben zu verkaufen. Endingen, Frohnhof 33, H. St. Einzelne Möbelstücke und Porzellanwaren zu verkaufen. Angeb. u. F 454 an den Verleg Das Volk, Frelburg. Lautsprecher für Radio, gut erhalten, zu verk. Haifinger, Freib., Kom- turstrsße 13. Kupf Badeofen zu verk. oder Tausch gegen, gut erhalt. Badewahne. Angeböte u. F 402 an den Verlag Das Volk, Freib. Ski zu verkaufen. Freib., Rehhagweg 7. Dreiteii. Einh.-Matratze mit Keil, 2 schw Kleider (Wolle und Seide), Gr. 44, .1 paar Schuhe, Gr. 41, schmal. Absatz, 2 . Paar Schlittschuhe, Schotten-Uhr, alles gut" erhalten, billig zu verkaufen. Schmitz, Freiburg Heimatstraße 8. I Bettstelle mit Rost, 1 Waschkommode m. Marmor u. Spleg., l schrank, 1 Nachttisch, 2 Woll- metratzen, defekt, i Küchenlampe, 1 Zimmerlampe zu verkaufen. Fbg-, Karlsruher Str, 28, lt Stock, rechts, K»uf-a«w«hu Rechenmaschine u.Schreibmaschine v. Privat dring, zu kaufen ges. Angeb. u. G 135 an den Verlag Das Volk. Freibürg. Schlafzimmer, gut erb., zu kaufen gesucht. Angeb. unt. G 477 an Das Volk, Freiburg. Brautschleier zu kaufen gesucht. Ang. u G 474 an Das Volk, Freiburg. Buchenes Brennholz geg. gute Bezahlung zu kauf, gesucht. Auf Wunsch Fahrradbereifung. Wilh. Aldinger, Lörrach, Siedlung 38. Gut erb. Herrenballonrad mit noch guter Bereifg. zu kaufen gesucht. Angebote unter G 481 an Das Volk, Freiburg. lluauntcäiaKen Zweistöck. Wohnhaus in Herbolzheim m. gewölbt. Keller, Scheune u. Stallung geg. bar zu verk. Angeb. unt. F 22 620 an die Gesch. Das Volk, Emmendingen. Bauplatz, 14 Ar, Nähe Tullastr, für Gewerbebetrieb od. Handwerker geeignet, preiswert Verkäufe durch L. Welte, Liegenschaft., Freiburg, Luisenstraße 2. Bauplatz, 20 Ar, ln Vorort Frelburgs um DM 5000.— verkäufl. durch L. Welte, Liegenschaft., Frelburg, .Luisenstraße 2. "rümmerplatz in guter, zentraler Stadüage «eg. Barzahl. sof. zu kaufen gesucht durch L. Welte, Liegenschaft., Freiburg, Lulsenetraße j. ftufwarM Kaufe und verkaufe Per sonen- u. Lieferwagen. Frz. Speck, Automobile. Freiburg, Habsburger- ' Straße 99, Telefon 2880 . Wohnung: Stadtstr. 18 DKW-Sportzweisitzer 600 ccm, zu verk. Näh. über Tel. 2078, Frelburg) oder sehriftl. Angeb. u. L 453 an den Verlag Das Volk, Freiburg. NSU Quick, 100 ccm», fast neu, sofort zu verkauf. Max Schillinger. Ihrin- gen a. K. 303b. TlBHMrßt Schönes Rind, 15 Monate alt, zu verkaufen. Hugo Köhler, Freib.-Haslach, Unterer Mühleweg 42. Junge Nutz- und Zugkuh, hoch trächtig, zu verk. Freib.-St. Georgen, Malteserstraße 38. Nutzktth zu verkaufen. Albrecht, Frelburg, Hut* weg 27 (Siedlung) An- und Verkauf sämti. Hunderassen. Eigene Zuchten. Pflege u Dressur, Vermlttlg. v Deckrüden Ankauf ganzer Würfe. Erw Tlpo. Frelburg, Büro- Hsbsburger- straße SL täglich von 9—12 Uhr Pferde t Schlachten kauft laufd. J. Engel, Pferdeschlächterei Frelburg Löwen str n Tel 21M. Hunde sämtlicher Rassen. Vermlttlg.. An- u. Verkauf u. Dressur Maria Fehrenbach, Frelburg, Talatr. 48. Streng reell. Bürozett 10—13 Uhr, C«gct»aftH Desinfektionsanstalt „Baden“ Inh. Ernst Müller, gegr. 1909, befindet sich jetzt Freiburg i. Bf Gutleutstr 46 Vernich, tung v Wan. en, Käfern Ratten usw V ersteig.-Geschäft Männer übern, die Schätzung u. Verteilung resp Verkauf von Nachlässen. Hoene-Männer, . Freibg., Stadtstr 9 Gute Betten, Steppdecken, Matratzen, Patentröste, Bettstellen preiswert! Paul Schweikert, Offenburg, Baden. Harz- u. Nitrolacke, abgepackt in Dosen und offen, lief, wir billigst. Prompter Versand. Victor, Micit, Farbenfabr-, Mannheim, L 3, 1—5. Folgen der spinalen Kinderlähmung. chronische Krankheiten -c heilbar Ausk. G. Beez, Hoch- staedten-Bergstr., Fels- bergstr 5 Papier. Umschlag. Porto erbeten Bettnässen? — dann „Rico ton" anwenden! Seit 30 J. bestens bewährt! Preis DM 2.61 Nur in Apotheken erhält! Prospekt gratis durch . Me- dika" München 42. Biete Drehstrom Motore 0.75 PS, 1,1 PS, 1,6 PS 1400 min., 220/380 V. geschlossene Ausführung kontingentfrei, sof. ab Lager: Freiburg Kais - Jos -Str 271. ITT (Büro» Itaadsägemasch , 70« mm Rollendurchm., Abrieht- hobelmaschinen, 410 und 510 mm Hobelbr., liefert sof. oder kurzfristig H. Bigalke, Remscheid-Ha- Bten, Postfach, Hochglanz-Klarlacke, Farblacke, isolieriacke für Elektrotechniker, H. Kuntze GmbH.. Bab- ilngen a. K. Vorwerk-Kobold, d. Ideale Staubsauger. DRP., Bezirks-Vertretung Raym Grathwohl, Lörrach. Schultze-Deiltzach-Str. 7. Heirat Witwer, 64 J„ sehr rüstig, in sich Stellg., mit gut. Einkomm., wünscht die Bekanntschaft mit einf., nett. Fräulein od Witwe ohne Anhang bis SO J„ 1,60 m gr. Gefl. Zuschr. u. T 3503 an den Verlag Das Volk Freiburg. Alleinst. Frau. 45 Jahre, wünscht mit charakterfestem Herrn (möglichst Zeichen Krebs od. Fisch geboren).in Briefwechsel zrj treten zwecks Heirat. Zuschr. mit Bild unter L 5002 an die Gesch. Das Volk Lahr. Wer eine glückliche Ehe wünscht, wende sich vertrauensvoll an Frau A Wetzler, Freiburg, Dreikönigstraße 45 Seit 1831. erfolgr Eheanbahnung Ehezeitung „Mein Typ* bringt Heiraten u. Einheiraten aller Zonen auch für Vermögenslose. Keine Auftragsgebühr, evtl Photozuspnd. Brief- wechseleinleitg. Für Unterlagen u. Mühe 5 DM beilegen. Institut Bri. xius, Kaiserslautern Wollen Sie bald eine gute Eire ringeben. dann wen den Sie sich vertrauensvoll, an die altbekannte reelle Eheanbahn Frau 8- WUlmanjn, Frelburg, Lehener Straß» 28, Uwtcrrlclit Maschinenschreiben lernt man lm Lehrinstitut K. Müller, Frb., Gartens trll. Meisterprflfungs- Vorbereltungskorse und Buchführung (auch Fernunterricht), Sprachkurs». Hch. Ehret, beeid. Buchprüfer, Freiburg, Basler Landstraße 39. V««t ch iedeiio Erholungsaufenthalt für M bis */: Jahr (Privat oder Pension) im Schwarzwald für 13j. Schülerin ges. Zuschr. u. V 033 219 an die Geschäftsstelle Da» Volk, Lörrach. Welche G meinde hat entsprechenden Saal und Interesse an Kino-Vorführung. in ihrem Ortt Vollständige, pausenlos» Stadtprogramme: Ang. U. V 033 222 an die Gesch. Das Volk, Lörrach. Die gegen den Schalterbeamten Herrn Kurt MU bl pforte am Bahnhof Kirchzarten während der Ausübung seines Dienstes am 8. Jan. 1949 gemachten, Beleidigungen nehmen wir zurück Kurt Kaiser und Hans KallnowskL Gogte«€ll«ntt Christtan-Sclence-Vereinigung (Christi. Wissenschaft) Offen« Gotteg- dienste: Turnseestr 51, sonntags 10.45 Uhr; jed. I. und 3. Mittwoch im Monat 19.30 Uhr. Lesezimmer Bayernstr. 18 u part.; geöffnet. Jeden Mittwoch van U—19 i ! Sett» t — Mmum DU TtasTBotä SmhbIbJ) nm Ihre Vermählung geben bekannt Wilhelm Sehollmeyer Hedwig Sehollmeyer geb. Adle- Emmendirigen Sehlingen a. K. 29. Januar 194« Statt Karten Für die vielen Glückwünsche, Blumen, Geschenke und Aufmerksamkeiten anläßlich unserer goldenen Hochzeit sagen wir auf diesem Wege allen ein herzliches „Vergelt s Gott!“ Siegel a. K., den 25. Januar 194- Franz Seidel, Schuhmachermeister und Frau Ida geb. Giedemann Seit 1848 Zum WmterschluO Billige Sonderangebote für jedermann in Damenmänteln, Damenkleidern Kleiderschürzen, Kindergeldern Herrenanzügen - Herrenjacken Herren- u. Damen-Sportschuhen und vielem andereif Soeben eingetroffen INI. in reiner Wolle Das altbewährte- Haus Freiburg i. Br. - Kaiser-Joseph-Straße 267 sucht an allen Plätzen Südbadens zum Ausbau ihrer Organisation nebenberufliche Mitarbeiter Bewerbungen geeigneter Herren erbeten unter R 456 an den Verlag Bas Volk, Freiburg Gesucht wird 1. Architekt französisch sprechend, mit Kenntnissen der Domänen- und Gebäudeuntersuchung. 2. Banzeichner Sich melden bei der Direction des Travaux du Günie de Bade, Freiburg, Goethestr. 4 Schlafzimmer Küchen Polstermöbel a-otsft tioferbar M ö b e I h U 8 Ohrecht Froibutg I. Br. Garberau 5 mit fia*v£S22r AAxaiA* Aiek'A qüt! Ab sofort: Preisabschlag bis ca. 28-1.1 Verschiedene bekannte Markenfabrikate sind im Preise nunmehr wesentlich herabgesetzt! Mein reichhaltiges Lager in bekannten und erprobten Modellen steht Ihnen jederzeit zur unverbindlichen Vorführung and Beratung zur Verfügung Schon für DM 129.— können Sie heute einen Radio-Apparat erwerben! Raelfo-Mlircn sind größtenteils ab Lager zu Originalpreieen lieferbar Bastei« and alle Elnseltelle in nur guter Qualität bei billigen Preisen lieferbar Bitte Versandpreisliste anfordem! Funltlltcratair ln großer Auswahl an Lager! In Bälde lieferbar: luto-Empfänger DM 750.—/800.— (ohne Einbau) Radiokauf ist Vertrauenssache! Darum nur ins Fachgeschäft zu RADIO-LAUBER FREIBURG'/B.. Das gwße Tiuhgesehäfi am natee mit GroB-Reparatur-Ibteiiunn Kronenstraße 14 Arbeitsgemeinschaft Freiburger Baubetriebe Enttrümmerung — Hoch« und Tiefbauarbeiten Verkauf von Trümmersand, Ziegelmehl, Splitt, Profil eisen, Bruck« u. Werksteinen Büro: Freiburg im Breisgau, Hebelstraße2 Klein _ Mechan. Titchdrehbänke Tlschbohrmaschinen Säulenbohrmaschinen Kallsägemaschinen Metallbandsägema.chinen Handschleifmaschinen Schmlrgelschleifmaschinen Gewindeschneidmaschinen Sofort od. kurzfristig lieferbar Beachten Sie meine Schaufenster! für Reparatur- und feinmechan. Werkstätten sowie Fabrikbedarf Sämtliche Elektro* Handmaschlaen wie: Bohrmaschinen Supportschleifer Handschleifer Blechscheren Schrauber und Bewindeschneider Mehrzweckmaschinen Kleinat-Tiachfräamaachinen horizontal und vertikal Sofort od. kurzfristig lieferbar Nur beste Fabrikatei | G. m. Freiburg lm Breisgau luwlih b.H. Eisenbahnstraße Dr. med. Josef Gutting prakt. Arzt Emmendingen, Bismarckstraße 6, IL Telefon 614 Sprechstunden: 9—11 und 15—17.30 Uhr , Samstags nur vormittags Jetzt zu den Krankenkassen zugelassen. Verschiedene 5—lO-To.-LKW, Marke Ford, sowie Ford - Motor©, Achsen und sonstige Ersatzteile, ebenso einige Raupenschlepper preiswert abzugeben ' '' "Röder Rohstoffgroßhandlung — Autoverwertung Freiburg i. Br* Sternwaldstraße 32, Tel. 2186 Hände, mit gebrauchten Maschinen, Neueisenteile wie Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben. Ferner Nutzeisen aller Art. Ankauf von Alteisen und Metallen. Die neue Zeitschrift für die lugend Die bunte, lustige Kinderzeitung Erscheint jeden Monat Preis DM -.20 bzw. -.15 Bestellungen an alle Gruppen der Falken u. an das Kreissekretariat Freiburg i Br., KanalstraBe 2 4n4t! mär flaweco- AckxtiM aieh'A gab! + Für Bruchieidende das Spranzband ohne Feder, ohne Schenkelriemen, seit Jahrzehnten bekannt und bewährt. Prospekt gratis. Sprechstunden am Mittwoch dem 2. Februar, in Freiburg, im Hause Falk bei Keller, Egonstr. 19, I. stock, von 10—16 Uhr. Dankschreiben : Seit 5 Wochen trage Ich Ihr Spranzband. Das Band ist sehr schön ausgeführt und durch seine Verstellbarkeit hat es einen guten Sitz, und ich muß sagen, es ist das bequemste Band, das ich bis jetzt getragen habe. Also meinen verbindlichsten Dank Furt- wangen, Ludwig Gr über, Malermeister. HERM. SPRANZ. Spezial - Bandagen . Unterkochen F 32 (Württemberg) amtliches Einwohnerbuch der Stadt Freiburg im Breisgau Ausgabe 1949 Das neue Straßenverzeichnis von L—Z (Ladstattstraße— Zwiegerackerweg) liegt in der Woche vom 3L Januar bis 5. Februar 1949 in den Geschäftsräumen des Amtlichen Einwohnerbuches der Stadt Freiburg im Breisgau, Rosastr. 9, H III, in der Zeit von 8 bis 17 Uhr durchgehend öffentlich auf. Jeder Einwohner und vor allem Geschäftsleute aus diesen genannten Straßen, die seit Abgabe der Erfassungslisten, im Juli 1948, Wohnung od Geschäftsräume gewechselt haben, können ihre Eintragung überprüfen und Veränderungen persönlich zur Korrektur aufgeben. Hausbesitzer wollen Neuzugänge und Abgänge ebenfalls melden. Sämtliche Einwohner der Stadt Freiburg im Breisgau (Stadt und eingemeindete Vororte) seien gleichzeitig auf die jetzige Möglichkeit hingewiesen, erfolgte Namensänderungen, Um- flrmierungen, Telefon-Neuanschlüsse usw. zur Korrektur persönlich oder schriftlich anzuzeigen. Imtliches Einwohnerbuch Verlag Rombach i Co-, GmbH. Freiburg im Breisgau fSTsih*-» Fahrräder neu und gebraucht Geschäftsräder Leichtmotorräder 100 und 125 ccm vorrätig H. Scherer Freiburg 1. Br. Haslacher Straße 61 an der Ochsenbrüche Kaffeerösterei EGLOFF röstet rasch, zuverlässig und preiswert A. W. Egloff Kaffeerösterei Freibg., Dimmlerstr. 11 Haltest.Wilb-Düirr-Str. Ankauf von Brillanten und zur Weiterverarbeitung Robert Stiegele Goldschmied Freibarg I. Br. Joh.-v.-Weerth-Str. 9 Fahrräder neu, Luxusausführung, eingetroffen bei Fahrrad-Jaegle Frelbnrg Im Brelsgan Schwarzwaldstraße 23 30 Jahre Kunst- und Bauschlosserei Franz Herr Gresserstr. 13 F/eibwg !. Br. Eisenbahnstr. 24 mit flcuvecc- Acktotite AicJilA .aui! Eröffne am I. Februar 1949 e i n DredtslerladtgesdtäH in Breisach Empfehle Kellereiartikel, z.", FaßhShne Xisw. Raucherartikei, Pfeifen usw. Tabakwaren, Papierwaren Kaufe Kirsch- und Quetschenbäume Adolf Schmidt Drechslemneisier Breisach, KupfertorstraBe 581a 25 JAHRE FREY-RADIO bekannt, beliebt, seitdem es Rundfunk gibt! letzt Eisenbahnstr. 49 beim Bahnhot Freiburg Bandsägeblätter werden fachmännisch einwandfrei repariert Neue Blätter sind ab Lager lieferbar Automatisch. Schränken u- Schärfen alter Blätter wird rasch erledigt. Ebenfalls Kreissägeblätter von 100—608 mm <3. Band-, Hand- und Mühlsägefeilen sind kurzfristig lieferbar. — Meine lang- jähr. prakt. Arbeit auf Bandsägeblätter verbürgt Ihnen preiswerte und einwandfreie Bedienung. WILHELM KOBEL, Schlosser Bandsägemacherei— Appenweier — Kirchstraße 53 früher bei Fa. Roche!, Kehl, tätig. Malerfachschule Karlsrahe/Baden, Gewerbeschule, Adlerstraße 29 Lehrgebiete: Schrift- und Plakatmalerei, Natur- und Phantasiezeichnen, farbige Raumgestaltung, dekorative Malerei, Lasurtechniken; ferner berufs- und ge- schäftskundliche Vorbereitung auf die Meisterprüfung, die bei Semesterschluß an der Schule abgelegt werden kann. Beginn des Sommersemesters: I. Mai 1949 Prospekte durch die Direktion der Gewerbeschule. Versteiget uns Am Dienstag, dem 1. Februar 1949 18 und 14 Uhr, versteigern wir gegen bar und 10 Proz. Aufgeld Beifortstraße as Fa. Fr. X. Dietscbe 3 Kleiderschränke, 1 Wäscheschrank 1 Spiegelschrank, 2 Bücherschränke, 1 Klubsofa (Leder), 2 Calselonguen, 2 kompl. Betten, verschiedene Bettstellen, mit und ohne Rost, 2 Waschkommoden, 1 Standuhr, I Vertiko, 2 Schreibtische, Küchenbüfetts, Tische, Stühle, 1 Badeeinrichtung, 1 Gasbadeofen (J. & R >, Regulateur, Kleinmöbel, I Kaffeemaschine (für Wirtschaft). i Samovar, Glas, Porzellan, Kristall, Kleider und sonstiger Hausrat, 1 Zimmerofen. J. MÄNNER, Versteigerer and Schätzer Freiburg i. Br., Stadtstraße 9 Die Möbel kommen um 14 Uhr zum Ausruf. Wir nehmen schon jetzt neue Aufträge zur nächsten Versteigerung entgegen. Sonder-Verkaufstage vom 29- Januar bis 12. Februar 1949 Wir räumen unsere Lager in Damen-, Herren- und Kinder-Winterbekleidung zu verbilligten Preisen — um der eingehenden Frühjahrsware Platz zu machön. Beachten Sje unsere' Schaufenster! JScfttaae Freiburg im Breisgau Wieder am Siegesdenkmal Neue Rufnummer 3272 llatftufievct*: KRANKENVERSICHERUNG V.O.G. DORTMUND ■KftMd&nv&skftmmQ Vertreter an allen Pl&tzen gesackt! Bez.-Dlr. Oscar Seiler - Freiburg I. Br, WenzingerstraBe 40 Tanzabend m oasonns „Zähringer Tor Freiburg im Breisgau Samstag, 29. Febr., ab 20 Uhr. Es ladet ein: Robert Finkbelner und Frau Elfter Freiburger Weinmarkl am 17. Februar 19 1 9, 12 bis 15 Uhr,’ lm Maria-Uilf-Saal. Freiburg. Anmeldungen von Weinen für den Weinmarkt haben auf besonderem Vordrude bis 2. Februar 1949 beim Badischen Weinbauverband, Freiburg, Rempartstraße 11, zu erfolgen. Weitere Weinmärkte-: der Stadt Offenburg, anfangs März 1949; der Stadt Müllheim, voraussichtlich anfangs April 1949. Kircbenmusikalische Abteilung der Hochschule für Musik, Freiburg L Br. Leitung: Prof. Dr. C. Winter Sonntag, den 30. Januar. 18 Uhr; Orgelabend lm Münster Werke von Pachelbel, Buxtehude, Bach u. Reger Programme abends am Hauptportal des Münsters STÄDTISCHE BÜHNEN Spieipian für die Zeit v. 30. Jan. bis 6. Febr. (Bitte ausschneiden) CASINO: So 90.1. 13.00—17.40 30.00—32.45 Di 1.3. 20.00—23.00 Mi 3. 2. 30.00—22.45 DO 3. 2. 20.00—22.00 Fr 4. 2. 30.00—23.00 Sa 5. 2. 20.00—22.40 SO 3. 2 15.00—17.30 20.00—23.00 Der fliegende Holländer Schäfchen zur Linken Nächte ln Schanghai 8. Di-Miete A Zar and Zimmermann 8. Mi-Miete A Zum letzten Male! Hänsel und Gretei 7. Do.-Miete B Zu ermäßigten Preisen Monika Der fliegende Holländer Schäfchen zur Linken ' Carmen KAMMERSPIELEi Mi 2.2. 20.00—22.00 Drei Jungen, ein Mädchen De U 20.00—22.30 Moral Sa 5. 2. 20.00—22.45 Herr Puntila u. sein Knecht So 6. 2. 15.00—18.30 Des Teufels General 20.00—22.30 Moral gPSINQ- UCHTSPIELE Ab Freitag 28. Januar: Anneliese Uhl 1 g Viktor Staat ln ..Verdacht auf Ursula“ nach dem Roman „Ursula schwebt vorüber" Mit Grethe Weiser, Käthe Haacft Fritz Kampers, Oskar Sabo usw Ein geheimnisvoller Kriminalfilm, spannend bis zur endgültigen Lösung. Jugendfrei! Spielzeiten: täglich 14.15 und 16.3« Uhr: Sonntag 1» und 12 Uhr; Montag 14.15. 16.30 18.45 u. 21 Uhr