Erscheinungstage: Dienstag, Donnerstag, Samstag Einzelpreis 20 Pf., Monatsbezugspreis 2.— DM, einsätließl. Ttägerlohn: durch die Post 2.20 DM Herausgeber: Sozialistischer Verlag Fretb'urg, G.m.b.H., Freiburg i. Br , Kaiser-Joseph-Straße 229 Fernruf 2816 Schriftleitung: Kurt Wurbs. Verlagsleitung: Karl May und E. Bauermeister. Drude: üniversitätsdruckerel Poppen & OrtmaBB Freiburg i. Br., Kaiser-Joseph-Straße 229 Organ der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, Land Baden. Bankverbindungen: Oberrheinische Bank, Freiburg 1. Br.; Freiburger Gewerbebank, eGmbH., Freiburg I Br . Offenti Sparkasse Freiburg i. Br (Städt Sparkasse). Postscheckkonto Frei bürg Nr. 6078 ■ Südbadische Heimatzeitung | 5. Jahrgang Samstag, 2 8. Januar 1958 Nummer 12 Die Aufgabe der Opposition in Bonn Kurt Schumacher spricht vor der größten politischen Versammlung Freiburgs Höchltes politisches Gebot ist Wiederherstellung der Einheit Deutschlands! Freibnrg, 27. 1. Die Kundgebung, auf der gestern der Vorsitzende dar SPD, Kort Schn* macher, die Aufgaben der politischen Opposition im Bandestag umriß, sprengte ihren eigenen Kähmen und wurde zu einer machtvollen Demonstration der Bevölkerung für die politische and wirtschaftliche Demokratie in der Bundes republik. Schumachers Erscheinen wurde zu einem Ereignis, das die Teilnehmer der Versammlung so leicht nicht vergessen werden. Niemand kann sich erinnern, daß die Urachhalle jemals derart überfüllt war, daß sich selbst in den SeitenhaUen die Zuhörer stauten und vor der Halle noch eine lange Reihe Lauschender vor den Mikrophonen stand. Mit stürmischen Mißfalisknndgebnngen quittierten die Tausende die Mitteilung des Leiters der Versammlung, Bürgermeister Schieler, daß sich der Südwestfunk geweigert habe, die Rede Schumachers zu übertragen, wodurch verhindert wurde, daß die Bevölkerung des ganzen Landes Baden vor ihren Apparaten den Ausführungen Kurt Schumachers folgen konnte. Die größte Schwierigkeit in der deutschen Politik, erklärte Dr. Schumacher, ist die Tatsache, daß Deutschland durch die zwölfjährige Zerrüttungspolitik des Dritten Reiches nahezu in den Abgrund und vor völlig neue Tatbestände geführt worden ist. An unsere Vergangenheit können wir nicht mehr r »knüpfen, weder an die des Kaiserreiches, noch an die der Weimarer Politik und erst recht nicht an die des Dritten Reiches. Neue Tatbestände liegen vor und neue Schlußfolgerungen sind aus ihnen zu ziehen. Zerreißung Deutschlands heißt Zerreißung Europas Das Entscheidende aller politischen Urteils- bildung von heute hat auszugehen von der Zerreißung Deutschlands, die nicht nur eine Zerreißung Deutschlands, sondern eine solche Europas ist Hätte 1945 das deutsche Volk die Möglichkeit besessen, nach den gemachten Erfahrungen sein Schicksal selbst bilden zu können, so ständen wir heute vor einem anderen Deutschland. Die Zustände in der Sowjetzone haben mit Sozialismus nicht das geringste zu tun. Dort kommt es auch gar nicht darauf an, Deutschland zu fördern, sondern möglichst große Reparationen herauszuholen. Eine grund sätzliche Wandlung in der sowjetischen Besatzungszone ist jedoch nur durch einen Eingriff von außen möglich. Der deutsche Volks wille kommt in der Sowjetzone überhaupt nicht zum Ausdruck, wobei allerdings zugegeben werden soll, daß auch im Westen die politische Willensbildung des deutschen Volkes sich nicht selten an dem machtvollen Willen der Besatzung stößt Das Besatzungsstatut ist eben in Wahrheit von noch stärkerer Kraft als das Grundgesetz. Um so mehr muß es die Aufgabe aller deutschen Politik sein, der Republik immer größere Kompetenzen zu erkämpfen. Das ist nicht Nationalismus. Wir Sozialdemokraten sind sogar bereit, Souveränitätsrechte zugunsten einer europäischen Föderation aufzugeben, selbstverständlich unter der Voraussetzung, daß das gleiche auch durch die anderen Länder ge schiebt. Deutschlands Einheit ist notwendig Zunächst heißt das höchste politische Gebot die deutsche Einheit herzustellen. Gewiß ist die Lösung dieses Problems nicht ohne einen Beitrag der Besatzungsmächte möglich, andererseits aber gehört dazu ein deutscher Offensivwille, der genügend Kraft hat, auch den östlichen Teil Deutschlands zu erobern. Dazu aber ist nötig, daß im Westen realisiert wird, was im Osten dem deutschen Volk völlig fehlt, nämlich die völlige persönliche und politische Freiheit. Hierbei eine Einschaltung: Viele Deutsche müssen noch lernen, daß der ihnen vorschwebende Idealzustand, sie könnten eine Partei für sich allein sein, eine wertlose Angelegenheit ist, die nur gewissen Schichten die Möglichkeit gibt, Sich in den Genuß der Macht zu setzen und die andern zu entrechten. Dem Osten also muß gezeigt werden, daß im Westen die persönliche und politische Freiheit keine Absurdität, sondern eine reale Tatsache ist Das bedeutet, daß auch die westlichen Besatzungsmächte manche Geste unterlassen müssen, die den Eindruck hervorruft, als könne oder solle durch sie die Bundesrepublik diskriminiert oder bloßgestelll werden. Das ist das eine; das andere ist die Schaffung sozialer Verhältnisse, die dem Begriff der sozialen Gerechtigkeit entsprechen. Niemand aber kann behaupten, daß die westliche Wirtschaftspolitik mit den elementarsten Grundsätzen jener sozialen Gerechtigkeit übereinstimmt. Ohne sie aber fehlt dem Gedanken der deutschen Einheit die erforderliche Stoßkraft und darum bedeutet die Erklärung des deutschen Bundeskanzlers, daß die Bundesregierung die Politik der Frankfurter Wirtschaftsverwaltung weiterführen will, eine Belastung, eine Hemmung und Störung der staatsbildenden Kräfte. Westdeutschland ist auch heute noch ein Land der größten Klassengegensätze. Es zahlt neben Sowjetrußland, Italien und Österreich die niedrigsten Löhne, während auf der anderen Seite die Position der besitzenden Klasse gestärkt worden ist. Ganz zu Unrecht behauptet die Bundesregierung, daß ihre Wirtschaftspolitik die gegenwärtige Besserung in der Wirtschaftslage herbeigeführt habe. Man vergißt ganz, daß in dem ersten Jahre nach der Währungsreform mehr als zehnmal so viel nach Westdeutschland hineingepumpt wurde als im Jahre vorher; man vergißt, daß alle wirtschaftlichen Voraussetzungen im Jahre 1948 so gut gewesen sind, daß es unbegreiflich ist, warum heute die Verhältnisse nicht noch weit besser sind. Wir zählen heute knapp 1,8 Millionen Arbeitslose, und diese Tatsache spricht für sich selbst. Sie spricht vor allem gegen das Lob, das sich die Bonner Regierung selbst spendet. Man hat in der letzten Zeit nicht selten die englische Lahour-Regierung ihrer Wirtschaftspolitik wegen angegriffen. Ganz zu Unrecht, denn anders als in Deutschland hungert in England niemand. In Deutschland besteht so etwas ähnliches wie ein „Schaufensterreichtum“, der in Wirklichkeit nur die tatsächliche Armut notdürftig verhüllt. Denn wer kann sich die Waren kau fen, die in den Schaufenstern zu sehen sind? So zu tun, als ob dieser Reichtum ein tat sächlicher ist, bedeutet nichts anderes als eine volkswirtschaftliche, nationale und internationale Schädigung Deutschlands. Notwendige Folge der Bundestagswahlen Im Grunde Sind ehe heutigen Elendserscheinungen in der Bundesrepublik eine wesentliche Folge des Ergebnisses der deutschen Wahlen vom 14. August. Viele arbeitslose oder schlecht entlohnte Arbeiter, Handwerker, Beamte und Akademiker, die damals der CDU ihre Stimme gaben, bezahlen heute ein teures Schmerzensgeld, während Sachwertbesitzer ihre Position sicherten und sich des Sieges gewisser sozialer Schichtungen erfreuen können. Der politische Kampf der nächsten Zeit, bei dem es sowohl um die Interessen des deutschen Volkes im Auslande, wie der schaffenden Bevölkerung im Inlande geht, sind Auseinandersetzungen, die durch das Wahlergebnis notwendig geworden sind. Viele Deutsche schleppen heute noch die Vorstellung mit sich herum, daß das, was die Regierung tut, gut und vornehm ist und die Opposition nichts taugt Der Komplex hat sich vererbt Er herrschte zur Zeit des Kaiserreiches und er herrschte im Dritten Reich. Er war immer ein Stück des Obrigkeitstaates, also eine durchaus undemokratische Vorstellung. Regierung plus Opposition bilden den Staat In Wahrheit ist in einem demokratischen Staatswesen die Regierung niemals allein der Staat, so wenig wie die Opposition es ist. Erst beide zusammen sind der Staat. Es war daher auch eine durchaus unrichtige Bemerkung, als einmal der Bundeskanzler zu mir sagte: „Sie haben gut reden, aber ich habe meinen Kopf zu zerbrechen, weil ich die Verantwortung trage. Das ist falsch, weil in der Demokratie die Verantwortung der Opposition keineswegs geringer als die der Regierung ist Dabei hat man nicht selten den Eindruck, daß sich die Bundesregierung recht wenig ihre Köpfe zerbricht und dies im Gegenteil die Opposition sehr viel mehr tut, und dadurch die Regierung zwingt, ihrem Beispiel zu folgen. Ich könnte das an einer ganzen Reihe von Beispielen demonstrieren. Die SPD zum Beispiel brachte einen Gesetzentwurf zum Wohnungsbau ein — die- Regierung folgte ihr sechs Wochen später. Ähnlich war es bei dem Gesetz über das Flüchtlingswesen und bei vielen anderen Gelegenheiten. ■ Wie wenig die Regierung einen bestimmten Plan besitzt, beweist ihre Haltung zum Problem der Arbeitslosigkeit. Viele Abgeordnete find noch Lehrlinge der Demokratie In Bonn hat man überhaupt nicht selten den Eindruck, daß sehr viele der Abgeordneten des Parlaments Anfänger, Lehrlinge der Demokratie sind. Wenn der Bundeskanzler bindende Erklärungen über politische Probleme abgibt, ohne sich vorher mit seiner eigenen Partei und erst recht nicht mit der Opposition besprochen zu haben und dann das Parlament zu derartigen autoritären Erklärungen stillschweigt, dann beweist es. daß es die Grundregeln demokratischer Politik noch gar nicht begriffen hat. Denken wir an das Petersberger Abkommen Der Bundeskanzler befragte nicht das Parlament, wie es seine Pflicht gewesen wäre, aber die Vereinigten Stahlwerke“. Es besteht in der Tat die Gefahr, daß die jetzige Regierungsmehrheit die Bundesrepublik zu einem Staatswesen gestalten läßt, in dem von Demokratie nieht mehr gesprochen werden kann. Die Regierung hat sich gerühmt, sie habe In der Frage der Demontagen beachtliche Erfolge erzielen können und diese Erfolge seien ausschließlich ihr Verdienst Das ist falsch. Wenn der deutsche Kampf gegen die Demontagen ein nachhaltiges Echo in der Welt fand so gebührt das Verdienst vor allem der deutschen Sozialdemokratie. Übrigens ist der tatsächliche Regierungserfolg gar nicht einmal so groß und die Verhandlungstaktik der Regierung war durchaus nicht so geschickt, wie sie es hätte sein müssen. Unsere Gegner behaupten nicht selten, daß die Demontagen weitergegangen wären, wenn die Regierung in der Frage des Ruhrstatuts und des Saarproblems nicht nachgegeben hätte. Ich möchte wissen, woher man das mit solcher Bestimmtheit weiß. Was die Regierung an tatsächlichen Erfolgen erreicht hat, würde jede Regierung erhalten haben, denn die Besatzungsmächte waren doch einfach gezwungen, Bundesrepublik und'Bundesregierung überhaupt erst einmal staatsfähig zu machen Jedenfalls ist nicht beweisbar, daß die Bonner Regierung das Ruhrstatut akzeptieren mußte, um ihre Demontage-Erfolge zu erzielen. Auf jeden Fall muß, wer die Zusammenarbeit der europäischen Staaten für notwendig hält, nicht nur für eine Kontrolle der deutschen Schwerindustrie ein treten, sondern auch die Schwerindustrien der anderen Länder einer gleichen Kontrolle unterwerfen. Wir sind durchaus für ein einiges Europa, aber wir sind dagegen, daß man uns im Ruhrstatut einseitig und zu nnserem Nachteil behandelt Die Sozialdemokratie und das Saarprobiem Dasselbe gilt für die Saarfrage. Auch hier haben nur wir Sozialdemokraten von Anfang an eine eindeutige und klare Haltung eingenommen.. Sie wurde von der Mehrheit 4es Bonner Parlaments und wurde auch von der Bundesregierung abgelehnt Aber was bat schließlich die Bundesregierung tun müssen? ich glaube, so ziemlich genau das Gegenteil von dem, was sie noch im September gesagt und getan hat Das Saa r ge b iet ist ein Teil der französischen Besatzungszone. Es hat sich, wie alle übrigei Länder der französischen und der anderei Zonen, eine Landesverfassung geben müssen woraus sich aber durchaus nicht ‘ ergibt, dal damit und durch die wirtschaftliche Sonder behandlung des Saargebiets dieses Land nui auch aus Deutschland herausgerissen sei. Mai hat die Parole ausgegeben, es müsse Deutsch land gleichzeitig mit dem Saargebiet in dei Europa-Rat ein treten. Wir Sozialdemokraten sim gewiß für den Eintritt in den Europa-Rat, aber nicht für den gleichzeitigen Eintritt des Saargebietes. Denn wenn das Saarland selbständig in den Europa-Rat eintreten darf, dann wird es als ein autonomes Staatswesen behandelt, das aus Deutschland herausgenommen ist. Wir würden dadurch einen Verzicht auf das Saargebiet aussprechen. Wir anerkennen aber keinen einseitigen Vertrag, und was wir dem Osten gegenüber unter ausdrücklicher Billigung der Angelsachsen für richtig halten, kann unmöglich im Westen falsch sein. Ohne alle Härte will ich feststellen: Wir erkennen die Saarverfassung nicht an, weil sie unter Verhältnissen zustande kam, die kein Ruhmesblatt für die Beteiligten darstellen. Das Besitzrecht an den Saargruben Wir halten die französische Forderung nach der Pachtung der Saargruben für unannehmbar. Die Gruben an der Saar sind ebenso wie die Eisenbahnen einmal preußisches oder Reichseigentum gewesen und die Rechtsnachfolgerin ist die Bundesregierung und nicht der Klub in Saarbrücken. Vertragspartner bei allen Verhandlungen um diese Objekte kann daher niemals die Regierung in Saarbrücken sein, sondern ausschließlich die in Bonn. Es ist recht gut, daß dieses heiße Eisen von Aeheson und auch von London etwas auf die kühle Seite gelegt worden ist DTe Politik der Angelsachsen hat während der letzten 56 Monate manche Wandlung durchgemacht und viele, die sich auf Achesons unbedingte Unterstützung des französischen Standpunktes verlassen, sollten gut tun, sich daran zu erinnern, daß Amerikas Haltung bei den verschiedenen politischen Problemen immer von Zweckmäßigkeitsgründen bestimmt wurde und darum keinesfalls eine starre ist. Im übrigen ist es unmöglich, von einem geeinten Europa zu sprechen, wenn man gleichzeitig! für 900 000 Menschen das Völkerprinzip der Gleichberechtigung und der Freiheit verletzt. Im Wahlkampf mit Marfchmufik und Schwarz-Weiß-Rot - und Bonn...? Die deutschen Rechtsparteien haben ihren letzten Wahlkampf mit Marschmusik und Schwarz-Weiß-Rot gemacht. Sie schwenkten ihre bunten Fahnen vor den Augen der Flüchtlinge, daß sie fast farbenblind werden mußten. Sie sangen das Deutschlandlied mit Ei ."er und predigten den Nationalismus in seiner konzentriertesten Form. Bei den politischen Auseinandersetzungen in Bonn erlebte man dann die Überraschung, daß die gleichen Leute, die im Wahlkampf die schärfsten Töne des Nationalismus fanden, und die gleichen Leute, die einmal das 3. Reich finanziert hatten, auf einmal gute Europäer sein wollten. Mann für Mann stimmten sie für die Politik Adenauers, das heißt für ei*»e Politik der Gefährdung der Ruhr und der Saar. Wir haben unsere Politik nicht mH .dem Pariser Einzugsmarsch und dem Hoh°nfriedberger Marsch eingeleitet. Unsere Politik wird durch nüchterne Überlegung bestimmt. Die Fronten werden sich klären Es wäre gut, wenn Konsequenz und nüchterne Überlegung auch das Leitmotiv für die Bundesregierung wäre, dann könnte nicht passieren, was in Bonn geschieht. Dann könnte nicht der eine Bundesminister erklären, es sei ein großer Lastenausgleich möglich, der andere zur gleichen Zeit die Meinung vertreten, nur ein kleiner Lastenausgleich sei zu verwirklichen und der dritte, der Bundesfinanzminister, betonen, ein Lastenausgleich ist überhaupt nicht tragbar. Gerade in der Verteilung der Lasten werden sich in kürzester Zeit die Fronten klären. Man hat uns gesagt, daß wir bis Ende des Jahres wahrscheinlich ein Defizit von 3 Milliarden haben werden. Zur selben Zeit versprach man der Öffentlichkeit, die Sozialpolitik auszubauen. Wie aber will man bei einem Defizit von drei Milliarden die Sozialpolitik fördern, zumal wenn man im gleichen Augenblick eine Steuersenkung von 900 Millionen DM vorschlägt, die allerdings nur den Einkommensträgem zugute kommen soll, die mehr als 13 000 DM Einkommen besitzen? In all diesen Fragen werden sich die Fronten klären müssen. „In Gefahr ist lediglich Deutschland“ Wenn aus der deutschen Demokratie überhaupt etwas werden soll, dann ist es nötig, daß die bisherige Politik der Tarnung und Verneblung ein Ende findet und sich eine klare demo- Seite 3 _ Kummer 13 Basüatö Samstag, 38 . Januar 1950 kratische Politik durchsetzt. Noch Jedesmal, wenn wir in Bonn ein großes Problem zu diskutieren begannen, ging es die ersten acht Tage ganz gut. Aber dann auf einmal setzten die Einflüsse der Sonderinteressenten ein und brachten nicht selten sehr gute Vorarbeiten einfach zum Scheitern. Die unmöglichsten Schlagworte kamen dabei zu ihrer Geltung. Aber glauben Sie mir: heute sind weder die Kirche, noch die Schule, noch auch die Familie in Gefahr. In Gefahr ist lediglich Deutschland und seine schaffende Bevölkerung. Gewerkschaften wünfchen ein Wirtfchaftsgefet* Gesetzentwurf de« DGB — Sicherung des Mitbestimmungsrechtes Düsseldorf, 27. 1. Der BundesausschuB ter an den Aufsichtsorganen und Vorständen Glaube an ein geeinigtes Europa wird uns fchwer gemacht Wir wissen, daß es ausländische Staatsmänner gibt, die in ihrem ganzen Auftreten Deutschland gegenüber eine Haltung einnehmen, die weder vom deutschen noch vom internationalen Standpunkt gebilligt werden kann. Man hat manchmal den Eindruck, daß es außerhalb Deutschlands • Staatsmänner gibt, die noch längst nicht denazifiziert sind, während wir in Deutschland mit Millionen ehemaliger Nazis wieder in Frieden leben. Es wird der deutschen Bevölkerung sehr schwer gemacht, an einen friedlichen und gemeinsamen europäischen Aufbau zu glauben, solange noch immer versucht wird, das Ausschwingen des Siegespendels nach der einen Seite hin festzuhalten. Auf der Basis Sieger und Besiegte läßt sich das neue Europa nicht realisieren. Die Prinzipien der Völkerverständigung müssen auf vollkommener Gleichheit beruhen. Erst dann kann Deutschland bereit sein, einen Teil seiner Autonomie zugunsten einer größeren Einheit aufzugeben. Es gibt keine zweite Partei, die sich mit der gleichen Energie für den Gedanken der europäischen Verständigung einsetzt, wie gerade die sozialdemokratische. Aber es gibt auch keine zweite Partei, die mit dem gleichen Nachdruck wie wir betont, daß dieses neue Europa nur ein Bund von Gleichberechtigten sein kann, ln dem Jeder gleiche Rechte nnd gleiche Pflichten hat. Man hat uns den Vorwurf gemacht, daß wir Nationalisten seien, aber vermutlich nur deshalb, weil wir uns um der Internationalen Verständigungsidee willen gegen den Nationalismus der anderen wenden müssen. Gegen die Internationale des Monopolkapitals Mit besonderer Schärfe und mit besonderem Nachdruck wenden wir uns gegen die internationalen Bestrebungen der Schwerindustrie, denn bei ihr geht es nicht um eine europäische Gesinnung, sondern um Macht und Geld. Wir haben die Wirkungen der internationalen Kar- tellisierung so oft zu spüren bekommen, daß wir nicht aufhören werden, diese Art internationaler Politik zu .bekämpfen. Im höchsten Grade bedenklich ist, daß die Bonner Regierung den neuen internationalen Kartellisie- rungsbestrebungen Vorschub leistet* Die Bundesregierung ist auf dem besten Wege, ans Deutschland abermals einen Spielball der Schwerindustrie zu machen. Noch jedesmal, wenn Dr. Adenauer den Forderungen und Wünschen der deutschen Schwerindustrie entgegengekommen ist, war die Folge eine Minderung unseres außenpolitischen Ansehens, was nicht nur die Haltung der ausländischen Regierungen, sondern auch eine Unzahl von Artikeln in europäischen und außereuropäischen Zeitungen beweisen. Gegen diese Minderung unserer innen- und außenpolitischen Kraft wendet sich die SPD und wird nicht müde werden, die wahren Interessen Deutschlands und der deutschen Bevölkerung aufzuzeigen.“ Stürmischer Beifall folgte der Rede Die Rede Schumachers wurde von den Massen der Versammelten mit dem gleichen stürmischen Beifall bedacht, mit dem sie an ihren markantesten Punkten immer und Immer wieder unterbrochen war. Gerade weil Kurt Schumachers Ausführungen von eindeutiger Sachlichkeit waren und alle persönlichen oder kleinlichen Agitationsvorteile außer acht ließ, war, seine Wirkung um so nachhaltiger. Niemandem schien es darum verwunderlich, daß es ln der Diskussion keinen Redner gab, der gegen Kurt Schumachers Rede ernsthaft polemisierte. Dr.Wirth und Abgeordn. Dichtei (CDU) In der Debatte Mit „vollem und ganzem Herzen“ stellte sich zunächst Altreichskanzler Dr. W1 r t h hinter die Auffassung Schumachers über die Aufgaben der Opposition. „Gewährt mir die Bitte, ln Eurem Bunde zu sein der Dritte“, meinte er, tun sich darauf mit nicht mißzuverstehender Deutlichkeit von der Politik Adenauers zu distanzieren „Der alte Sozialistentöter Adenauer“ unterstütze heute mit' aller Kraft den Besitzbürgerblock, ohne jedoch mit seiner Politik Glück zu haben. Kaum komme er einmal einen Schritt weiter, so gehe er, wie eben jetzt in der Sagrfrage, wieder sieben Schritte zurück. Man habe oft die Empfindung, als bestünde die Wirkung der Adenauer-Politik nur noch darin, die Atmosphäre z u vergiften, statt sie zu reinigen. Dr Wirth bedauerte zutiefst, daß ein Mann wie Dr. Schumacher in der Opposition sitzen müsse. „O deutsches Volk, alt genug, wann wirst du endlich klug?“ (Lebhafter Beifall). Dkbtel: In der CDU haben viele andere Regierangskoalition gewünscht Im Namen der CDU erklärte der Landtagsabgeordnete D i c h t e 1, daß er Dr. Schumacher für die klaren und sachlichen Ausführungen danke; er habe sich gefreut, daß es möglich war, in Freiburg den prominentesten Vertreter der SPD zu hören. Dichtei wünschte, es möge überall da, wo es sich darum handelt, Deutschland wieder alte Geltung zu verschaffen, keine Opposition geben, weil nur eine einige und positive Zusammenarbeit das Ziel erreichen könne. Daß die heutige Demokratie noch mancherlei Mängel zeige, sei verständlich, da Deutschlands Demokratie noch immer an Kinderkrankheiten leide. Auch innerhalb der CDU hätten weite Kreise eine andere Zusammensetzung der Bundesregierung als die heutige gewünscht Wenn aber die Bemühungen um eine .Einbeziehung der SPD in die Regierungskoalition negativ ausgegangen seien, liege die Schuld nicht allein bei der CDU, denn die SPD habe sich freiwillig in die Oppositionsstellung zurückgezogen. Auch ln Baden stimmt CDU konsequent gegen die Opposition Bürgermeister Schieler antwortete Dichtei mit Hinweisen auf die Praktiken der badischen CDU. Auch in Baden könnten wir durchaus in der Lage sein, eine andere Politik als die gegenwärtige zu führen, wenn es der CDU nicht möglich wäre, einfach alle Anträge der SPD niederzustimmen. Würde die badische CDU statt 34 nur 29 Stimmen besitzen, sehe es auch, im Lande Baden bei weitem besser aus. Warum gibt es eine OppoOtion der SPD? des Deutschen Gewerkschaftsbundes will der Öffentlichkeit in Kürze den Entwurf eines Gesetzes zur Neuordnung der Wirtschaft vorlegen, das die wirtschaftliche Mitbestimmung der Arbeiter gewährleisten soll. Der Gesetzentwurf sieht einen Bundeswirtschaftsrat und Länderwirtschaftskammern vor, die paritätisch besetzt werden und den gesetzgebenden Organen als Vertretung der Wirtschaft zur Seite stehen soll. Auf bezirklicher Ebene wird eine Umgestaltung der Industrie- und Handelskammern und der Handwerksund Landwirtschaftskammern, in ebenfalls paritätisch besetzte Selbstverwaltungsorgane der Wirtschaft vorgeschlagen. Die Bundes- und Länderverwaltungen sollen von Fachbeiräten beraten werden, die vom Bundeswirtschaftsrat und von den Länderwirtschaftskammern zu bilden sind. In den Betrieben sollen die Arbei- beteillgt sein. Die Gewerkschaft sieht in der Verwirklichung ihres Gesetzentwurfes einen ersten Schritt zur Verwirklichung demokratischer Grundsätze in der Wirtschaft. Die Arbeiten zur Überführung der Grundstoffindustrien in Gemeineigentum werden unabhängig davon fortgesetzt DGB für höhere pfändungsfreie Lohnbeiträge In einem Schreiben an den Bundesarbeitsminister Storch setzte sich der Vorstand des DGB für eine Erhöhung der pfändungsfreien Lohnbeträge ein. Gegenwärtig sind bei monatlicher Lohnzahlung 130 DM, bei wöchentlicher Lohnzahlung 30 DM unpfändbar. Entsprechend dem Familienstand erhöhen sich die pfändungsfreien Beträge. Der DGB weist in einem Schreiben darauf hin, daß diese Beträge angesichts des heutigen Lohn- und Preisgefüges zu niedrig sind. Antwort auf Proteft Francois-Poncets Adenauer bedauert die Wirkling der Rede Dr. Dehlers Bonn, 27. 1. Der Hobe französische Kommissar, Franpois Poncet, bat nunmehr die Antwort des Bundeskanzlers Dr. Adenaner auf seinen Protest zur Hamburger Bede des Bun- desjustizministers Dr. Dehler erhalten. Adenauer erklärt ln seinem. Schreiben, Dr. Dehler habe nicht die Absicht gehabt, Angriffe gegen Frankreich zu richten. Der deutsche Bundeskanzler betont in seinem Antwortschreiben, daß Dr. Dehler erklärt habe, es seien die Veröffentlichungen seiner Hamburger Rede in entscheidenden Punkten infolge der Kürzungen durch die Presse in einer Form dargestellt worden, die zu Mißverständnissen Anlaß geben könnten. „Ich darf“, heißt es in dem Schreiben wörtlich, „diesen Anlaß benutzen, um Ihnen, Herr Botschafter, mein Bedauern zum Ausdruck zu bringen, daß gewisse Teile dieser Rede zu Schlußfolgerungen führen können, die, wie Dr. Dehler mir glaubhaft versichert hat, seiner politischen Grundelnstellung nicht entsprechen“. Dr. Dehler habe sich bereit erklärt, Francois Poncet zu einer Aussprache zur Verfügung zu stellen. Die Bundesregierung lehne es ausdrücklich ab, sich die Ausführungen Dehlers zu eigen zu machen, wie sie verbreitet worden sind. Vor einer „politischen Erkrankung“ Dehlers? Es verlautet, daß Francois-Poncet mit den Erklärungen Dr. Adenauers nicht zufrieden ist und ln französischen Kreisen in Bonn nimmt man an, daß unter Umständen mit einer „po- ECA-Gefetj endlich verablchiedet Besatzungsstrafgesetz muß abgeänd ert werden — Schlägerei im Bundestag Bonn, 27. 1. Der Bundestag stimmte am Mittwoch einem 8PD-Antrag zu, der die Bundesregierung auffordert, in Verhandlungen mit den Hoben Kommissaren eine Änderung des Besatzungs-Strafgesetzes zu erreichen, die den verfassungsmäßigen deutschen Rechtsgrundsätzen entspricht. In der Donnerstagssitzung des Bundestages wurde das ECA-Gesetz über die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den USA nnd Westdeutschland verabschiedet. Mischen Krankheit“ Dr. Dehlers gerechnet werden könne, die möglicherweise zu einem Rücktritt des Bundesjustizministers fuhrt. Befriedigung ln London In Londoner politischen Kreisen ist die Bonner Regierungserklärung zur Saarfrage mit sichtlicher Erleichterung aufgenommen worden. Man nimmt an, daß es den Alliierte 1 » Vertretern in Deutschland gelungen ist, Dr. Adenauer davon zu überzeugen, daß die USA und Großbritannien in der Saarfrage keine auch nur vorübergehende Regelung zulassen würden, die endgültigen Vereinbarungen vorgreifen könnte. Die „Schutzgesetze“ der Saarregierung Saarbrücken, 27. 1. Das Landessekretariat der Sozialdemokratischen Partei des Saargebietes betont in einer Erklärung, daß die von der Bevölkerung am schroffsten abgelehnten Bestimmungen der neuen Staatsschutzgesetze verfassungsändernd seien, und daß zu ihrer Annahme im Landtag eine Zweidrittelmehrheit erforderlich ist. Da die SPS die Gesetze ablehne, könnten sie nicht endgültig angenommen werden. Die in erster Lesung erfolgte Zustimmung sei nur die übliche Loyalitätsgeste der Koalitionsparteien gewesen. Die Parteileitung unterstreicht die Erklärung des französischen Sozialistenführers Salomon Grumbach, daß Ministerpräsident Hoffmann schlecht beraten gewesen sei, als er diesen „jedem demokratischen Denken hohnsprechenden“ Gesetzentwurf vorlegte. die Regierung, nicht umgekehrt. Der Antrag der SPD wurde an den Ausschuß zurückverwiesen. In zweiter und dritter Lesung wurde ein Notgesetz für die deutsche Hochseefischerei angenommen, ebenso Anträge, die die Förderung der bildenden Künste und die Ausschreibungen von Wettbewerben über die Gestaltung von amtlicher Graphik vorsehen. Gegen zu hohe Handelsspannen Kurt Schumacher bedauerte, daß sich nur die zwei Redner zur Diskussion gemeldet hätten; daß sich die Sozialdemokratie einer sachlichen Politik befleißige, sei doch nicht verwunderlich, sondern alte Tradition. Sachliche Gegensätze durch persönliche Verunglimpfungen beiseite zu schieben, sei eine Haltung, die man im Osten zur Vollkommenheit entwickelt habe. Leider ist diese Politik der persönlichen Anrempelung von den Gegnern der SPD auch in Westdeutschland übernommen worden. Der Kampf, den die deutsche Sozialdemokratie in Deutschland zu führen habe, findet aber sein Hauptproblem weit weniger in Baden, als im Rhein- und Ruhrgebiet, wo sich die Klassenpolitik der Besitzenden rücksichtslos durchzusetzen versucht. Darüber freilich muß sich auch jeder Badener klar sein; Für Zustände in Deutschland, die sieb mit dem Begriff der politischen und sozialen Freiheit decken, ist die erste Voraussetzung die Schaffung einer unbedingt demokratischen Regierung, and neben der demokratischen Regierung das Bestehen einer demokratischen Opposition. Dem badischen GDU-Vorsitzenden Dichtei antwortete Schumacher auf den Vorwurf, die Sozialdemokratie sei freiwillig in die Opposition gegangen, daß nach dem Wahlausgang vom 14. August die SPD eine andere Entscheidung nicht habe treffen können. Die Wählermassen hätten der Sozialdemokratie nicht die Möglichkeit gegeben, die größte Partei zu sein und die Führung bei der Regierungsbildung zu übernehmen. Würde sich die SPD unter solchen Umständen in eine Koalition eingelassen haben, dann hätte sie damit rechnen müssen, daß man ihre Forderungen unberücksichtigt ließ und Ihre Anträge niederstimme, wofür sie dann von den Wählern ihre Prügel bezogen hätte. Die SPD zog es vor, die zweitstärkste Position zu beziehen. Die Sozialdemokratie werde sich auch als Oppositionspartei ihrer demokratischen Verantwortung bewußt bleiben, und der Bonner Regierung könne man nur den Rat geben, auf den Versuch zu verzichten, sich „Bismarckstiefel“ anzuziehen. (Lebhafte Zustimmung und Beifall.) Eine Mahnung Jäckles an die Jugend ' Landesvorsitzender J ä c k 1 e schloß die Kundgebung und dankte Kurt Schumacher für seinen Freiburger Besuch. Die größte Parteiversammlung, die bisher in unserer Heimatstadt veranstaltet werden konnte, ist durch Kurt Schumacher zustande gekommen. Jfickle begrüßte die ungewöhnlich große Anzahl jugendlicher Zuhörer, die durch ihr Interesse bekunden, daß die Behauptung keinesfalls richtig sei, es stünde unsere Jugend abseits des politischen Geschehens. Er ermahnte die Jugend, an der politischen Gestaltung des ^Staates unmittelbaren Anteil zu nehmen, denn gerade die Jugend sei es, für die in Bonn, und nicht nur In Bonn, die Politik gemacht wird. „Die SPD wahrt die Rechte des Parlaments gegen die Regierung“, erklärte der Abgeordnete Erler (SPD) bei der Begründung eines SPD-Antrages auf Einsetzung eines Kantrollausschusses zur Prüfung der Auftragsvergb- bung im Raume Bonn. Erler führte einige krasse Beispiele für die Notwendigkeit dieser Kontrollen an und wies auf die luxuriöse Ausgestaltung der neuen Bundeskanzlei hin. Bei den unteren Regierungsstellen bestehe dieselbe bedauerliche Neigung zu einsamen Entschlüssen, die auch der Kanzler habe, erklärte Erler. Wir haben aber keine Regierung von Gottes Gnaden, und das Parlament kontrolliert Erfte deutfehe Auslandsvertretungen Generalkonsulate in USA. Bonn, 27. 1. Bel den gestrigen Verhandlungen des Bundeskanzlers mit der Hohen Kommission machten die Hohen Kommissare dem Bundeskanzler Mitteilung von dem Beschluß ihrer Regierungen, in Washington, London nnd Paris Generalkonsulate der Deutschen Republik zuzulassen. Die Hohen Kommissare luden Dr. Adenauer ein, unverzüglich deutsche Generalkonsule für die Konsulate zu ernennen. Während der Unterredungen legte der Bundeskanzler die Gründe dar, die dazu geführt hätten, daß die Freigabe von Benzin Irrtümlich ohne Rücksprache mit den alliierten Behörden bekanntgegeben worden ist Zur Frage der Kriegsgefangenen versicherten die Hohen Kommissare, daß sie an der Rückkehr aller Kriegsgefangenen nach Deutschland interessiert sind und daß ihnen daran gelegen ist, daß die noch in Kriegsgefangenschaft gehaltenen deutschen ehemaligen Soldaten korrekt behandelt werden. Der Bundeskanzler wurde von den Hohen Kommissaren darüber unterrichtet, daß 289 Maschinen der Krupp-Werke in Essen bis zum 31. Juli in den Werken verbleiben können, damit der kritischen Entwicklung der Arbeitslosigkeit gesteuert werden kann. Der Gelsenberg-Benzin AG in Gelsenkirehen erteilten die Hohen Kommissare eine Lizenz für die Raffinierung von natürlichem Petroleum. England nnd Frankreich Schließlich erörterten die Hohen Kommissare mit Dr. Adenauer noch die Maßnahmen, die im Zusammenhang mit den Defiziten bei verschiedenen Länderhaushalten getroffen werden müssen, bis die Bundesregierung vom 1. April an die direkte Verantwortung für die Besatzungskosten trägt McCloy von Berlin begeistert Boston, 27. 1. Vor dem Rat für internationale Angelegenheiten erklärte McCloy, eines der Hauptziele der USA in Deutschland sei eine einheitliche Politik der Westmächte. Nachdem McCloy die schon bekannten Argumente für die USA-Politik in Deutschland wiederholt hatte, zollt er äbschließend höchstes Lob den Berlinern, indem er sagte: „Ich wünschte, Sie könnten einmal die Bevölkerung der Westsektoren Berlins mit eigenen Augen beobachten. Die Menschen dort kennen den Totalitarismus. Sie haben sich bisher dagegen aufgelehnt und werden dies mit aller Entschlossenheit weiter tun. Diese Beharrlichkeit und unsere eigenen Interessen gebieten, daß wir unsere Stellung in Berlin aufrechterhalten und dieser Stadt weiterhin unsere Hilfe angedeihen lassen.“ McCloy erklärte, daß er an eine Wiederholung der Luftbrücke für Berlin nicht glaube, mindestens würde sie nicht in der Form der Vergangenheit wiederkehren. In der Donnerstagsitzung des Parlaments rief ein Antrag der WAV eine längere Debatte hervor, der die Regierung auf forderte, alle Handelsspannen bei Lebensrnitteln und lebensnotwendigen Erzeugnissen zu überprüfen und so festzulegen, daß eine ungerechtfertigte Preiserhöhung verhindert wird. Die WAV gab die Schuld an den hohen Handelsspannen einem „falschen Wirtschaftssystem“ der Bundesregierung. Der Antrag fand auch die Zustimmung der SPD und wurde an den wirtschaftspolitischen Ausschuß überwiesen. Mit der folgenden Verabschiedung des ECA- Gesetzes wurde der erste internationale Vertrag von der deutschen Volksvertretung angenommen; die Annahme erfolgte mit den Stimmen aller Parteien gegen die der KP. WAV-und CSU-Abgeordnete prügeln sich Die Donnerstagsitzung des Bundestages mußte für eine kurze Zeit unterbrochen werden, als es im Vorraum des Plenarsaales* zu ein« Schlägerei zwischen dem WAV-Abgeordneten Götzendorff und dem CSU-Abgeordneten Bodensteiner gekommen war. Die beiden wurden nach einem kurzen Wortwechsel, dem einige Ohrfeigen folgten, in einen regelrechten Boxkampf verwickelt, der erst durch den zufällig vorbeikommenden Vizekanzler Blücher beendet werden konnte. Götzendorff wurde auf Grund der Bestimmungen der Geschäftsordnung für zwanzig Sitzungstage ausgeschlossen. Was macht das Wetter ? Unser Ge ölet lauft weiterhin lm GrenzberelA zwistfien einem grollen Hoch im Norden Und Nord» osten unseres Erdteiles und Tiefdruckgebieten über dem Atlantik und westlichen Mittelmeer andererseits. Die Verstärkung des hohen Druckes lm Ostseeraum macht einen neuen Kaltlufteinbruch aus Nordosten zu Beginn der kommenden Woche wahrscheinlich. Wetteraussichten: Veränderlich, zeitweise starker bewölkt, dann wieder aufheiternd, keine nennenswerten Niederschläge. In den Niederungen teilweise Nebelbildungen. Mittags in den Niederungen Temperaturen etwas über null Grad,- sonst leichter bla mäßiger Frost. Zu Beginn der kommenden Woche neue Frostverschärfung nicht unwahrscheinlich. Beobachtungen vom ZT. Januar Freiburg: — 1 Gr, bewölkt, windstill, Sicht 1 4— Feldberg: — z Gr., bewölkt, Südwind, stärke I, Sicht 10 km, 40 cm Schnee, Harsch, Sport gut. Schaulnsland: — Z Grad, bewölkt, 30 cm Schnee, verharscht, Sport gut. i- ♦ T Samstag, »Januar 1950 Nummer M — Seite t WasWoßf Proteft gegen Behinderung des Interzonenverkehrs Sowjets blockieren Kraftwagen verkehr von und nach Berlin Berlin, 27. 1. Die westlichen Kommandanten haben bei dem sowjetischen Kommandanten General Kotikow gegen die Behinderung des Interzonenstraßenverkehrs bei Helmstedt protestiert, sie verlangen, daß der Transport von Personen und Gütern zwischen Berlin und dem Bundesgebiet nicht weiter behindert wird. Die Westkommandanten weisen darauf hin, daß sich an der Zonengrenze Lastwagenzüge ansammeln, denen es unmöglich gemacht wird, dringend erwartete Güter nach Berlin zu transportieren. Die Eingriffe der Sowjets seien ungerechtfertigt. General Kotikow wird aufgefordert, sofort die notwendigen Anordnungen *u treffen, die den normalen Verkehr zwischen dem Bundesgebiet und Berlin wieder hersteilen. Beim Autobahnkontrollpunkt Helmstedt an der Zonengrenze warteten am Donnerstag rund 250 Lastwagen. In der Stunde werden etwa vier Wagen abgefertigt. SPD-Grenzgängergesetz abgelehnt Versammlung erschienenen SED-Leuten durch anhaltende Zwischenrufe unterbrochen. Er erklärte: »Ob ihr randaliert oder nicht, ich sage euch, daß ihr um die Stunde der freien Wahlen nicht herumkommt.“ Spezialisten kommen nach Rußland tllzen, 27.1. Der erste Häftling, der aus einem Sowjetzonen-KZ in der Bundesrepublik eintraf, meldete sich im Flüchtlingslager Ülzen. Der ehemalige Häftling teilte mit, daß die NKWD von den 6000 Bautzener Häftlingen bisher rund 1000 Männer und 90 Frauen entlassen hat. Von den verurteilten Häftlingen, die nicht entlassen werden, seien Spezialisten — Chemiker, Radiotechniker und Ingenieure — in die Sowjetunion abtransportiert worden. Pieck will „Unbelehrbare“ isolieren Berlin, 27. 1. Der Sowjetzonenstaatspräsident, Wilhelm Pieck, hat vor SED-Funktio- nären eine „Isolierung der Unbelehrbaren“ in den anderen Ostzonen-Parteien angekündigt. Er kritisierte das Verhalten zahlreicher CDU- und LDP-Funktionäre und erklärte, daß sich in einigen Parteien der Sowjetzone Kräfte befinden, die in der gemeinsamen Aufbauarbeit eine Gefahr für ihre reaktionäre Politik sähen. Keine deutsche Postzensur beabsichtigt Bonn, 27. 1. Deutsche Postsendungen, einschließlich der Auslandspost, unterliegen nicht der Zensur durch deutsche Stellen. Bundespostminister Schuberth versicherte einem dpa-Vertreter, daß entgegen anderslautenden Meldungen solche Maßnahmen auch nicht geplant seien. Ein Sprecher des Finanzministeriums bestätigte jedoch, daß deutsche Zollbehörden erforderlichenfalls von ihrem Devisennachschaurecht Gebrauch machen. Diese Maßnahme soll aber lediglich die unrechtmäßige Ausfuhr von Devisen verhindern; mit einer Zensur des geschriebenen Briefinhalts habe das nichts zu tun. 701 Heimkehrer trafen mit Einzeltransporten in der vergangenen Woche, aus russischer Kriegsgefangenschaft kommend, in Frankfurt an der Oder ein. Flüchtlingsgefet)" für Heimatvertriebene in Baden Ende Februar treffen die nächsten Vertriebenen-Transporte ein Bonn, 27. 1. Der Flüchtlingsausschuß des Bundestages hat den sozialdemokratischen Gesetzentwurf über die Notaufnahme von Deutschen aus der Sowjetzone abgelehnt. Der Entwurf sah vor, daß illegale Grenzgänger aus der Sowjetzone nur dann abgewiesen werden dürfen, wenn sie wegen einer Tat verfolgt werden, die in der Bundesrepublik strafbar ist. In Regierungskreisen in Bonn rechnet man dagegen mit der Annahme eines Regierungsentwurfes über eine Rechtsverordnung, die es der Bundesregierung gestatten würde, abgewiesene Vertriebene gewaltsam in die Sowjetzone zurückzuführen. Unter der Peitsche der SED Ost-LDP muß Oder-Neiße-Linie anerkennen Berlin, 27.1. Der Zentralvorstand der Sowjet- Bonen-LDP mußte beschließen, allen Mitgliedern eine Erklärung vorzulegen, durch die sie ihre Zustimmung zur deutsch-sowjetischen Freundschaft und zur Oder-Neiße-Linie durch Unterschrift ausdrücklich bestätigen. In der schriftlichen Erklärung müssen sich die Mitglieder außerdem zum Programm der „Nationalen Front“ bekennen, die Politik des LDP- VorStandes gutheißen und ihm das volle Vertrauen aussprechen. SED randaliert bei SPD-Kundgebnng Berlin, 27. 1. In einer Kundgebung der Berliner Sozialdemokraten für freie Berliner Wahlen an der Grenze zum sowjetischen Sektor kam es zu Zwischenfällen. Arno Scholz wurde von vielen zu der Freiburg, 27. 1. Auf einer Pressekonferenz in der badischen Staatskanzlei gab ein Referent des badischen Innenministeriums bekannt, daß bis zum 31. Dezember 1949 insgesamt 72 000 Heimatvertriebene angesiedelt wurden; außerdem hat Südbaden 85 000 sonstige „2ugewanderte“ aufgenommen. Der Referent teilte weiter mit, daß ein badisches „Flüchtlingsgesetz“ im Entwurf vorliegt, das demnächst vom Landtag beraten werden soll. Nach den Angaben des Referenten soll Süd- baden noch 36 000 Vertriebene im Laufe des Jahres 1950 aufnehmen. Ihre Aufnahme werde aber durch den Mangel an Wohnraum fast zur Unmöglichkeit gemacht. Ein intensiver Wohnungsbau sei notwendig. Zur Durchführung eines umfassenden Wohnungsbauprogramms sei das Innenministerium bemüht, Gelder herbeizuschaffen. Auf die Frage, woher die Gelder kommen sollten, konnte der Referent nur eine sehr unklare Antwort geben. Dafür machte er Andeutungen von sogenannten „Schwerpunkten“, an denen die noch zu erwartenden Flüchtlinge angesiedelt werden sollten. Wo sich diese „Schwerpunkte“ befinden sollen, wollte der Referent nicht bekanntgeben, um einer „Panik unter der badischen Bevölkerung“ vorzubeugen. Das Ministerium sei bemüht, durch Fürsorgeorganisationen und „mit Hilfe von Frauen prominenter Personen“ die Bevölkerung auf- nahmefreudig zu halten. Auch Geistliche und Hirtenbriefe würden viel dazu beitragen, die Aufnahmefreudigkeit der badischen Bevölkerung zu stärken. Für Ende Februar seien die nächsten Transporte Vertriebener zu erwarten. „Ein letzter Versuch“ für den Südweststaat Leutkirch, 27. 1. Der Staatspräsident und Vorsitzende der CDU von Südwürttemberg, Dr. Gebhard Müller, erklärte auf einer Konferenz der Landtagsfraktion der CDU in Sigmaringen, er werde, nachdem der Artikel 118 des Grundgesetzes als nicht suspendiert zu betrachten sei, nunmehr noch einen letzten Versuch machen, um eine Vereinbarung der drei südwestdeutschen Regierungen auf der Grundlage der Freudenstädter. Beschlüsse herbeizuführen. Heuß in Badenweiler Badenweiler, 27. 1. Bundespräsident Heuß weilt für einige Tage als privater’ Gast in Badenweiler. Er erklärte, in dieser Zeit an keinem Empfang teilnehmen zu wollen. Die nächfte Europa-Rats-Tagung von Deutschlands Aufnahmegesuch abhängig London, 27. 1. Der Zeitpunkt für das nächste Zusammentreffen des Ministerausschusses des Europa-Rats wird festgelegt werden, wenn die Deutsche Bundesrepublik offiziell um ihre Aufnahme als assoziiertes Mitglied nachgesucht hat Wie ein Sprecher des britischen Außehmini- steriums bekanntgab, werden die Aufnahmegesuche der Bundesrepublik und des Saargebiets einziges Thema der nächsten Ausschußsitzung sein. Italiens neue Regierung Rom, 27. 1. Die Bildung seines neuen Kabinetts, des sechsten, gab de Gasperi gestern abend in Rom bekannt. Er wird es heute, Freitag, dem Staatspräsidenten Einaudi vorstellen. Das neue Kabinett setzt sich aus zwölf christlichen Demokraten, drei Saragat-Sozialisten und zwei Republikanern zusammen. Die Liberalen haben diesmal abgelehnt, Vertreter in die Regierung zu entsenden. Indische Republik wurde ausgerufen Neu Delhi, 27.1. Die Indische Republik ist gestern ausgerufen worden. Der vor zwei Tagen gewählte Präsident Dr. Prasad ist auf sein Amt vereidigt worden, womit das Amt des englischen Generalgouverneurs erlischt. Der englische König und Premierminister Attlee sandten dem Präsidenten Dr. Prasad Glückwunschtelegramme. Auch Präsident Tru- man übermittelte eine Glückwunschbotschaft. Dekartellisier ungs- A usschuß der Hohen Kommission Bonn, 27. 1. Die Alliierten Hohen Kommissare haben beschlossen, einen Ausschuß zu bilden, der die industrielle Zentralisierung dekartellisieren und auf- heben soll. Der Ausschuß übernimmt die Arbeiten der Zweimächte-Dekartellisierungs-Kommission und der Kommission des französischen Oberkommandos für die Dezentralisierung der deutschen Wirtschaft. SPD fordert Blindengeld für Friedensblinde Freiburg, 27. 1. Die sozialdemokratische Fraktion des Badischen Landtages hat einen Antrag auf Schaffung eines Gesetzes über die Gewährung von Blindengeld an Friedensblinde eingereicht. Ein entsprechendes Gesetz lag dem Reichstag bereits 1932 im Entwurf vor, konnte aber durch die Machtergreifung Hitlers nicht mehr verabschiedet werden. Mit beiden Beinen in die Punktekämpfe Alle Vertragsspieler-Oberligen haben die Rückrunde angetreten Das Zwischenspiel des Länderpokalwettbewerbes ist nun auch für die norddeutschen Vertreter abgeschlossen und so kann in den Vertragsspieler-Oberligen der Punktekampf in vollem Umfang wieder aufgenommen werden. Nach West und Süd startet nun auch der Norden die Rückrunde. Wenn alles gut geht, sollen bis 14. Mai die Meister oder auch weitere Kandidaten für die Endspiele des DFB gemeldet werden. Bekanntlich streben die Oberligavereine an. daß der vorgesehene Modus der sechs Endrundenteilnehmer umgeworfen und an dem alten Brauch festgehalten wird, daß die Deutsche Fußballmeisterschaft in der Vorrunde mit 16 Mannschaften begonnen und im Ausscheidungswettbewerb schließlich der Meister ermittelt wird. Die Teilnahme eines zweiten oder dritten Vertreters würde die Zugkraft der Oberligaspiele zweifellos erhöhen. Wenn wie etwa im Süden mit der Spielvereinigung Fürth der Meister vorzeitig herauskäme, würde sich das nachteilig auf die übrigen Spiele auswirken. So ist der Wunsch der Oberligavereine verständlich, daß der DFB auf seiner Jubiläumstagung am Wochenende in Stuttgart auch diesen finanziellen Problemen seine Aufmerksamkeit schenkt. In allen Gruppen müssen die Tabellenführer in barten Kämpfen ihre Position verteidigen. Im Süden hat es die Spielvereinigung Fürth mit den Münchener Bayern zu tun, die nach Verlustpunkten hinter Fürth am besten im Rennen liegen. Im Westen erwartet der STV Horst-Emscher die ebenfalls noch aussichtsreiche Rot-Weiß-Elf aus Essen, während es im Norden der Hamburger SV beim spielschwächeren Nachbarn von Harburg leichter haben dürfte. « Schafft es Bayern am Ronhof? Geläutert durch den harten Abwehrkampf aus der Gefahrenzone heaus. müssen die Münchener Bayern schon wieder in die Noris. Hier wurde ihr aufsehenerregender Siegeszug vom „Club“ gestoppt. Ob am Borussia nicht vorzeitig zu stürzen. Gegen die Essener Rot-Weißen wird eine Glanzleistung nötig sein. Es spielen: STV Horst-EmsCher — Essen (3:1), Borussia — Duisburger SV (1:1), Dellbrück — Erkenschwick (0:1), Münster — Schalke 04 (0:0), Duisburger 08 gegen Alemannia Aachen (0:0), Würselen — Hamborn 07 (0:2), RW Oberhausen — l. FC Köln (2:1), Bielefeld — Vohwinkel 80 (0:3). Im Norden „totes Rennen“ Die Termingewaltigen der Nordoberiiga werden froh sein, daß sie nun ungehindert durch andere Verpflichtungen darangehen können, die Rückrunde durchzupeitschen. Bei der Rivalität zwischen HSV und St. Pauli, beide gingen punkt- und treffermäßig völlig gleichwertig über die Vorrunde, wird es ohnehin bis zürn letzten Spiel offen bleiben, wer sich norddeutscher Meister nennen darf. Nach Lage der Dinge hat nur der Eimsbütteler Turnverein rechnerische Chancen, dem HSV und St. Pauli ein „Bein zu stellen“. Die Eimsbütteler liegen nur einen Punkt hinter ihren großen Ortsrivalen. Allein die Tatsache, daß die „Turner“ bisher mit acht Toren die wenigsten Gegentreffer der deutschen Oberligavereine hinnehmen mußten, gibt Veranlassung, den ETV nicht „über die Schulter“ anzusehen. So wird man am Rothenbaum und am Millemtor darauf hoffen, daß Concordia den Eims- büttelern die Zähne zeigt und den Vorsprung von HSV und St. Pauli zu behaupten hilft. Der HSV müßte die Harburger Hürde* beim Tabellenletzten ohne weiteres nehmen können und auch St. Pauli ist für eine Wiederholung des Vorspielsieges auch in Bremerhaven gut. Es spielen: Concordia — Eimsbüttel (—). Harbur ger TB — Hamburger SV (2:3), Bremerhaven 93 gegen St. Pauli (1:4), Arminia Hannover — Bifcunschweig (2:3), Bremer SV — VfB Lübeck (—), Göttingen — Hannover 96 (1:3), Oldenburg — Werder Bremen (2:1), Holstein Kiel — Osnabrück (2:3). Muß das sein? Säckingen — Wyhlen 2:2 Beim Verbandsspiel am vergangenen Sonntag in Säckingen gegen Wyhlen kam es zu Ausschreitungen, die mit einem ehrlichen Wettstreit nicht mehr das geringste zu tun haben. Hoffen wir, daß in unserem südbadischen Sport solche Fälle einmalig bleiben, und daß von seiten des Verbandes auf das Energischste durchgegriffen wird. Uber das Treffen ging uns vom Sportverein Wyhlen ein Augenzeugenbericht zu. den wir auszugsweise veröffentlichen. Wir interessieren uns gleichzeitig für eine Stellungnahme des SV Säckingen, und stellen hierfür gerne den entsprechenden Raum zur Verfügung. Ein selten erlebter Fußballkampf spielte sich am vergangenen Sonntag in Säckingen ab. Zuerst muß gesagt werden, daß der Schiedsrichter aus Reckingen dem Spiel in keiner Weise gewachsen war. Nachdem Wyhlen nach kurzer Zeit mit 2:0 in Führung gegangen war, brachte die Hintermannshaft des Gastgebers eine überaus harte Note in das Spiel, die sich späterhin Gute Chancen für die Pfatzvereine In der Vorrunde konnte das derzeitige Schlußlicht dem Tabellenführer Eintracht Singen noch eta 3:3- Unentschdeden abtrotzen, aber das wird diesmal wohl kaum gelingen, zumal Hechingen nach Singen muß. Hechingen wird bemüht sein müssen, die Nie- _ . _ . - - ^ derlage einigermaßen erträglich zu gestalten. — Nicht Ronhof eine neue Kette von Erfolgen begonnen wer- so leicht wird den Universitätsstädtern ein Sieg den kann? Die Münchener Rothosen gelten zur Zeit } über die Lahrer Mannschaft fallen. Lahr konnte als am ehesten befähigt, um den „Kleeblättlem“ etwas am ,Zeug zu flicken. Es wird viel davon abhängen, ob Streitle und Moll dem gefürchteten Fürther Angriff den Schwung nehmen können. Die gleiche Kampfstärke der beteiligten Mannschaften läßt alle Spiele als offen erscheinen, wobei zumeist der Platzvorteil für einen knappen Sieg gut sein sollte. Die durchschnittlich vier Punkte Differenz zwischen dem Tabellenzweiten und dem Vorletzten sprechen am besten dafür, daß in Süddeutschland wirklich noch «alles drin- ist, wenigstens hinsichtlich der Placierung im unteren Tabellenfeld. Vorne dürfte es im Rüchen von Fürth wohl eine Umbesetzung der Plätze geben. Der deutsche Meister VfR Mannheim und VfB Mühlburg sollten auf eigenem Platz leichter zu Punkten kommen als der SV Waldhof, denn die sonst recht gastfreundliche Frankfurter Eintracht versteht hinsichtlich der Punkte auch keinen Spaß. Es spielen (in Klammern die Vorrundenergebnisse): Fürth — Bayern München (3:2), Eintracht Frankfurrt gegen Waldhof (1:5), VfR Mannheim — Schweinfurt 05 ( 2 : 1 ), Stuttgarter Kickers — Offenbach (0:3), 1860 München — Schwaben Augsburg (0:1), BC Augsburg gegen 1. FC Nürnberg (3:3). VfB Mühlburg — FSV Frankfurt (2:2). Brost an Brust im Westen sich in letzter Zeit nicht unerheblich verstärken und zeigte ansprechende Leistungen, während Tübingen gei ade am vergangenen Sonntag gegen Ebingen keine meisterliche Leistung zeigte. — Der Neuling Kuppenheim ließ in letzter Zeit durch einige beachtliche Leistungen aufhorchen und hat sich einen guten Mittelplatz erkämpft. Allerdings liegt die Stärke der Mannschaft im Vorteil des eigenen Platzes. Hiervon kann mancher Favorit ein Lied singen. Der FFC hat -seine 2:5-Vorspielniederlage wieder wettzumachen und dürfte sich diese Chance nicht entgehen lassen. — in Konstanz stehen sich der VfL und SV Friedrichshafen im „kleinen BodenseedueU- gegenüber. Man darf nach dem vorsonntäglichen Debakel der Konstanzer Elf auf ihr diesmaliges Benehmen gespannt sein. Ob die verletzten zwei Spieler wieder einsatzfähig sind, ist noch nicht bekannt Auf Mosch und Treutle muß Konstanz auf jeden Fall verzichten, und diese Schwächung müßte Friedrichshafen ausnützen — Rastatt muß nach Offenburg, und beide Mannschaften haben ihre am Sonntag erlittene 1:2-Niederlage wieder gut zu machen. Die Begegnung muß als durchaus offen angesehen werden, es sei denn, Offenburg versteht es, seinen Platzvorteil auszunützen. — Ebingen dürfte stark genug sein, um auch in Schwenningen zu ____ . _ . einem knappen Sieg zu kommen. — Der Freiburger westen hat der überrasehungssreg des 1. FC Köln ! VoSon^g“ ge^ I Schwennningen der Fall war (5:0). Die Freiburger der gemacht Wenn "man auch gerne geneigt ist den ! besitzen Ul ihrem ungeheueren Einsatzwiüen eine der gemacht. wenn man auen gerne geneigt ist. oen nlcht ^ unterschätzende Stärke. Zu einem Sieg ge- I gen den Tabellenzweiten wird es aber nicht reichen. Die Begegnungen: Eintracht Singen — SV Hechingen (3:3); SV Tübingen — FV Lahr (3:0); Freiburger Ober Meister Borussia Dortmund den Wettstreit um den ersten Tabellenplatz wieder wesentlich spannen- ieh gerne genei Dortmundern eine gewisse Sonderstellung einzuräu men, so zeigt sich doch, daß auch an Rhein und Ruhr der Leistungsunterschied der verschiedenen Mannschaften ijicht mehr so groß ist Auch wenn das Tabellengefälle stärker als beispielsweise im Süden ist. Für die Dortmunder mag die Kölner Schlappe die heilsame Lehre nach sich ziehen, daß kein Gegner ungestraft zu leicht genommen werden darf. Schon gegen den Duisburger Spielverein stehen die Borussen vor einer neuen schweren Prüfung. Aber im Stadion „Rote Erde“ dürfte ein besseres Ergebnis für Dortmund herauskommen als das magere 1:1 der Vorrunde. Die Einscher „Husaren“, durch gütige Mithilfe in den Sattel gekommen, wollen tüchtig in die Kiemen treten, um im Brust-an-Bruat-Kampf mit FC — SV Kuppenheim (2:5); VfL Konstanz — SG Friedrichshafen (5:1); Offenburger SV — SV Rastatt (0:1); VfL Schwenningen — ASV Ebingen (0:1); SSV Reutlingen — SC Freiburg (3:1). Mit veilen Segeln in den Sonntag Mit sieben Begegnungen sind am Sonntag in der Landesliga alle Mannschaften ln Aktion. Blau-Weiß Freiburg hat nach Ottenau einen sehr schweren Gang anzutreten, und man darf gespannt sein, wie sich die Freiburger Vorstädter auf dem gefährlichen Ottenauer Pflaster aus der Affäre ziehen werden. — Schoptneim, das am vergangenen Sonntag bei Blau-Weiß Freiburg eine 0:3-Niederiage einstecken mußte, empfängt diesmal Gottmadingen, das gegenüber seinem Gastgeber 8 Punkte im Rückstand liegt. Bei einiger Konzentration wird sich Schopfheim die gute Gelegenheit nicht entgehen lassen. — Schwerer wird es dem ASV Freiburg fallen, denn Rot-Weiß Lörrach ist nicht gewillt, beim Drittletzten die Punkte zu lassen. — Eine harte Auseinandersetzung steht in Rheinfelden bevor, und es ist nicht ausgeschlossen, daß der spielfrei gewesene VfR Stockach zumindest eine Punkteteiiung erzwingt. — Ebenso offen dürfte die Begegnung in Auhem sein, das den ASV St. Georgen empfängt. Beide Vereine liegen mit einem Punkt Unterschied am zweiten bzw. dritten Tabellenplatz, und bei einem Sieg des Gastgebers würden sie die Plätze tauschen. — Gutach schlug am letzten Sonntag durch eine Kraftleistung Rheinfelden mit 2:1 und wird sich auf eigenem Platz ( Die Schiller von dem zweiten spielfreien Verein des Vorsonntages, Furtwangen, kaum die Punkte abknöpfen lassen. Gutach kann diese sehr gut gebrauchen und würde bei einem Sieg vom vorletzten Tabellenplatz theoretisch an die viertletzte Stelle rücken können. — Das Treffen Spitzenreiter gegen Tabellenletzten (Baden- Baden — Emmendingen) dürfte eine klare Sache werden. Emmendingen ist aber durchaus in der Lage, das Ergebenis in einem erträglichen Rahmen zu halten. M annsdtaitsringen In der südbadischen Ringeroberliga stehen sich am Sonntag der ASV Lahr und der K S V Konstanz sowie Blau-Weiß Freiburg und der SV Tuttlingen gegenüber. Sämtliche Landesligabegegnungen fallen aus. ASV Freiburg — Waldkirch umgekehrt Durch Siege von Beck, Rothmann, Mathis, Birken* maief und Waizmann gewann der ASV Freiburg den am vergangenen Samstag in der Lessingschule durchgeführten Mannschaftskampf im Ringen über Waldkirch mit 5:3 Punkten. Verursacht durch einen Übermittlungsfehler erklärten wir in unserer Dienstagausgabe diesen Landesligakampf mit demselben Ergebnis für Waldkirch gewonnen. auf alle Spieler übertrug. Im Verlauf der Begegnung schlug Mittelläufer Nieder von Säckingen, Sportbeauftragter des Kreises Säckingen, dem Linksaußen von Wyhlen mit der Faust ins Gesicht, was den Verlust von zwei Zähnen zur Folge hatte. Nicht unerwähnt soll die Unsportlichkeit eines Teiles des Säk- kinger Publikums bleiben, das Spieler Gräfinger, der das Spielfeld wegen Verletzung verlassen mußte, am Spielfeldrand mißhandelte; das Ergebnis waren nach ärzlicher Untersuchung zweF Rippenbrüche. Als die Wyhlener Mannschaft nach Schluß des Treffens das Spielfeld verließ, drangen Säckinger Zuschauer auf die Spieler ein. wobei dem Spieler R. Streulc ebenfalls ein Zahn ausgeschlagen wurde. Der SV Wyhlen lädt alle Mitglieder zu der am Samstag, 28. Januar, 20 Uhr, im Gasthaus zum Enge! stattfindenden Generalversammlung ein und bittet um vollzähliges Erscheinen. Reute I — Denzlingen I 5:0 (2:0) Denzlingen startete mit schnellen Angriffen, dl» aber von der Reutener Deckung aufgefangen wurden. Es dauerte einige Minuten, bis sich Reute gefunden hatte. Bei verteiltem Spiel gelang es dann nach 20 Minuten zum ersten Tor einzuschießen und fünf Minuten später hieß es 2:0. Trotzdem Reute noch verschiedene klare Torchancen hatte, blieb es bei diesem Resultat bis zur Pause. Auch die ersten Minuten nach Wiederbeginn war Denzlingen im Feldspiel überlegen, aber vor dem Tore konnte sich der Sturm nicht durchsetzen Dann kanr Reute wieder stark auf. und in kurzen Abständen schraubte der Sturm das Ergebnis auf 5:0. Schiedsrichter Link aus Freiburg leitete ausgezeichnet. Weitere Ergebnisse: Reute II — Denzlingen n 3:0, Reute Jugend — Denzlingen Jugend 3:1. Omnibusfahrten ins Skigebiet Skizunft Feldberg. Sonntag, 29. Januar. Abfahrt 7.30 Uhr, Ecke Urach- und Prinz-Eugen-Straße zutn Feldberger Hof. Abgehalten werden Skikurse für Fortgeschrittene, Lehrwarte und Anfänger. Beide Kurse treffen sich um 10 Uhr vor dem Opeihaus. Falls das „Jedermann-Rennen“ stattfindet, fällt die Fahrt aus. SH-Club Freiburg Am Sonntag, 29. Januar, findet in Muggenbrunn ein Skikurs für Anfänger, Fortgeschrittene und Tourenläufer statt. Abfahrt mit Höhenwagen um 8 Uhr am Schwabentorplatz. Der Tourenkursus macht eine Wanderung vom Notschrei über Stübenwasen, Ratschert nach Muggenbrunn. Fahrscheine bis spätestens heute, 12 Uhr, auf der Geschäftsstelle (Sporthaus Werner-Blust, Kaiser-Joseph-straße). Vom Donnerstag, 1 Februar, bis Sonntag, 5. Ferner, wird im Bärental (Unterkunft Alemannenhütte) ein Skikurs für Anfänger und Fortgeschrittene durchgeführt. Anmeldung sofort auf der Geschäftsstelle. Schauturnen in Herbolzheim Am Sonntagabend findet in der Turn- und Festhalle das traditionelle Schauturnen statt, das von 170 aktiven einheimischen Kräften bestritten wird. und Schülerinnen sowie die aktiven Turner und Turnerinnen werden durch gymnastische, tänzerische, stuhlakrobatische und kunst- turnerische Darbietungen an Reck und Barren für ein abwechslungsreiches und hochwertiges Programm sorgen. Staffel Offenburg und Renchta! Morgen finden in der Kreisklasse folgende Spiele statt: Oberkirch H — Zusenhofen II (12.45): Durdach — Ulm; Nußbach — Renchen II; Ebersweier — Ur- loffen; Bad Peterstal — Oppenau : Bohlsbach — Weier H; Offenburg m — Waltersweier (10.45); Elgersweier — Ortenberg; Zell-Weierbach — Gengenbach H; Schutterwald — Zunsweier. Freiburg Auf dem Sportfreundeplatz Anden folgende Spie» statt: Spfr. I — Neuenburg, 10.30 Uhr; Spfr. H -» Neuenburg II, 9.00 Uhr; Oberrimsingen B-Jgd — Spfr. Bl 13.00 Uhr. * Die Tischtennisabteilung des ASV Freiburg am Sonntag, 10.15 Uhr, im Friedrichsgymnasium gegen Waldkirch. * In der Turnhalle in St. Georgen beginnt am Sonnt tagmorgen 9.00 Uhr ein Hallenhandball-Turnier. Für die Breisgauturnriege findet Im Jahnhau« 2 » Lä bringen morgen 9.00 Uhr eine Ubungastunde statt Nummer 1* — Sette t *•“***«, SB. Januar WBO Vm&oß Rundblick über das badische Land Filmklubs tagen am Schluchsee Vom 1. bis 10. März findet im Haus des Instituts für internationale Begegnungen am Schluchsee eine Filmklub-Tagung statt, zu der namhafte Persönlichkeiten wie Helmut Käut- ner, Harald Braun, Wolfgang Liebeneiner, Robert Flaherty und Hans Nielsen ihr Erscheinen zugesagt haben. Die Tagung soll den Leitern der Filmklubs Gelegenheit geben, Anregungen für ihre Arbeit zu gewinnen und Erfahrungen auszutauschen. Die Leitung der Veranstaltung soll der Präsident des bekannten Pariser Filmklubs „Objektiv 49“, M. Bazin, in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Curt Oertel übernehmen. —r. Die beliebten Gabelkarten Zwischen der Bundesbahn und der Schau- inslandbahn AG kam es zu einer Übereinkunft, derzufolge die beliebten sogenannten Gabelkarten an Sonntagen wieder ausgegeben werden. Am Hauptbahnhof von Freiburg, wie am Bahnhof Wiehre und in Litten weiter werden Gabelkarten nach der Station Feldberg-Bärental ausgegeben, die gleichzeitig für die Rückfahrt mit der Schauinslandbahn gelten. Ferner gibt es Gabelkarten nach dem Münstertal, gleichfalls die Rückfahrt auf der Schauinslandbahn einschließend. Auch die Schauinslandbahn gibt Gabelkarten aus, mit denen man von der Station Feldberg-Bärental oder von Untermünstertal nach Freiburg zurückfahren kann. Die Gabelkarte Schauinsland—Bärental —Freiburg kostet 3,60 DM, die Gabelkarte Freiburg—Bärental—Schauinsland 2,90 DM. Ballett Monte Carlo in Freiburg Das Ballett von Monte Carlo wird, wie von der Informations- und Kulturabteilung des französischen Landeskommissariats zu erfahren ist, am 25. Februar im neuen Stadttheater Freiburg einen Ballettabend geben. Nervenzusammenbruch Im 1 Gerichtssaal Lahr. Einen völligen Nervenzusammenbruch erlitt ein wegen Beamtenbeleidigung und Widerstandes gegen die Staatsgewalt angeklagter Schreiner, als er am Mittwoch vor dem Amtsgericht Lahr nach dem Plädoyer des Staatsanwaltes das Wort zu seiner Verteidigung erhielt. Der wild um sich schlagende Mann mußte von drei Polizisten festgehalten und aus dem Saal getragen werden. Der Angeklagte wurde schließlich zu 65 DM Geldstrafe verurteilt. Er war vor einiger Zeit, als er mit dem Fahrrad an einer Straßenkreuzung falsch einbog, von einem Polizisten gestellt worden und hatte sich diesem gegenüber beleidigend geäußert und der Vorführung auf der Polizeiwache widersetzt Bädertag 1951 in Baden-Baden Der deutsche Bädertag 1951 findet in Baden- Baden statt. Nach einer Mitteilung der Bäder- und Kurverwaltung Baden-Baden vom Mittwoch wurde ein entsprechender Antrag des Kurdirektors von Baden-Baden, Dr. von Pritt- witz und Gaffron, vom Vorstand des deutschen Bäderverbandes anläßlich der Tagung in Freudenstadt vom 22. bis 24. Januar einstimmig angenommen. Der Bädertag ist die alljährliche große Tagung der Vertreter aller auf dem Bäder- und Kursektor arbeitenden Stellen, der deutschen Bäder, der Badeärzte, der Bäderwissenschaftler, der Bädertechniker und der deutschen Heilbrunnen. Tagungsort des ersten deutschen Bädertages nach dem Kriege war im September 1947 Norderney. 86jäbriger fliegt nach USA Konstanz. Ende dieser Woche fliegt der 86jährige Gärtnereibesitzer Paul Renker aus Konstanz nach den USA. Er folgt der Einladung einer seiner Söhne, der in den USA ein großes Baugeschäft besitzt. Internationale Fahrausweise wieder in D-Mark? Wie das Eisenbahnverkehrsamt Konstanz mitteilt, ist in Kürze damit zu rechnen, daß internationale Fahrausweise auch in D-Mark bezahlt werden können. Im Bezirk des Eisenbahnverkehrsamtes Konstanz könnten dann wieder von den in die internationalen Tarife einbezogenen Bahnhöfen Konstanz, Radolfzell, Singen und Überlingen direkte Fahrkarten nach der Schweiz und Österreich in DM gelöst werden. Kleine Bilanz des Narrentreffens ln Radolfzell „In Radolfzell ist noch niemals so viel geschlachtet worden, wie zu dem Narrentreffen am vergangenen Wochenende“, sagte der Leiter des städtischen Schlachthofes am Dienstag. 23 Stück Großvieh, 43 Kälber und 52 Schweine mußten für die Metzger und Gastwirte in Radolfzell ihr Leben lassen. Den Besucherrekord aller Gaststätten hat der Scheffelhof zu verzeichnen, der zeitweilig 1500 Personen gleichzeitig bewirtete. Die Gaststätte wurde am Sonntag in der Zeit von 11 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts von 10 000 Menschen besucht. Ein Radolfzeller Gastronom hat an beiden Tagen 1000 Flaschen Wein abgesetzt. 4000 zahlende Besucher rutschten auf dem Hosenboden in den Narrenkeller. Der Untersee trägt eine Eisdecke Der südliche Teil des Bodensees, der sogenannte Untersee, trägt zwischen der Insel Reichenau und Radolfzell seit Tagen eine Eisdecke. Zwar ist die Eisdecke in der Mitte des Sees noch nicht voll tragfähig, hält aber der Frost an, so ist damit zu rechnen, daß bis zum Sonntag zwischen Radolfzell und Reichenau eine ideale Eisbahn zur Verfügung stehen wird. • Fischreiher werden Mäusereiher Lindau. Die Fischreiher sind dabei, zu gemischter Kost überzugehen. Schweizerische Vogelwarten haben bei der Untersuchung des Mageninhalts vieler Fischreiher festgestellt, daß er ebenso viele Mäuse wie Fische enthält. Die Ornithologen nehmen an, daß die Vögel wegen starker Vermehrung nicht mehr genügend Nahrung in den Seen und Bächen finden, und daher gezwungen sind, sich den Mäusen zuzuwenden. Nervenkranke stürzt sich unter einen fahrenden Zug Die 49jährige Eva Reber aus Heilbronn, die in Königsfeld Heilung von einem Nervenleiden suchte, nahm am Mittwoch in einem nach Villingen fahrenden Personenzug auf dem Trittbrett der offenen Plattform Platz. Als der Schaffner sie anrief, ließ sie sich ohne eine Antwort unter die Räder des fahrenden Zuges fallen, wobei sie getötet wurde. Die Frau, die wiederholt Zeichen von Verfolgungswahn hatte erkennen lassen, litt unter den Folgen eines Nervenzusammenbruches. Neustädter Jubiläen Neustadt im Hochschwarzwald, das bis zur Gründung des Großherzogtums, des heutigen Badens, fürstlich fürstenbergische Obervogteistadt war, feiert im September des neuen Jahres sein siebenhundertjähriges Stadtjubiläum. Man plant, das Fest bodenständig und heimatverbunden zu gestalten. Desgleichen im September sind hundert Jahre verstrichen, seit das Hotel Adler-Post, ehedem der Posthof des Amtsstädtchens, im Besitze der Familie Ketterer sich befindet. Der heutige Inhaber Franz Ketterer führt das Haus im Geist traditioneller Gastlichkeit. Kredite für die Kehler Handwerker gefordert Nach Rückkehr in die geräumten Stadtteile von Kehl ist der Einsatz der ehemalig«! Kehler Handwerker zu umfangreichen Reparaturarbeiten an Wohngebäuden und Gewerbebetrieben notwendig geworden. Es wird daher versucht, im Rahmen der Kreditgewährung an die Erhöhte Lehrstellenvermittlung in Südbaden Im letzten Quartal des vergangenen Jahres wurden in Südbaden 3684 Personen, darunter 2862 männliche und 822 weibliche Personen, in Lehrstellen vermittelt. Das sind 1134 Vermittlungen mehr als im gleichen Zeitabschnitt von 1948. Damit hat die relativ günstige Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt, die sich im Spätsommer 1949 abzuzeichnen begann, weiterhin angehalten. Von der Gesamtzahl von 3684 in eine Lehrstelle vermittelten Personen waren 2273 Schulentlassene des Jahres 1949, davon 1817 Jungen und 456 Mädchen. Wenn die Zahl der Lehrstellensuchenden trotzdem recht hoch geblieben ist, so führt das Landesarbeitsamt diese Tatsache auf die wieder zahlreicher in Erscheinung tretenden älteren Ratsuchenden — Abwanderer aus der Landwirtschaft, Spätheimkehrer, Umsiedler und illegale Grenzgänger — zurück. Von den 3728 Lehrstellensuchenden waren am Jahresende nur noch 2710, darunter 1591 Jungen und 1119 Mädchen, Angehörige des jüngsten Scbulentlassungsjahrgangs. Das Landesarbeitsamt ist der Ansicht, daß angesichts der ständig steigenden Anforderungen der Lehrherren an die Berufsanfänger die Vermittlung de? verbleibenden Bewerber auch bei anhaltender JWfnahmebereitschaft der Betriebe auf größer^ Schwierigkeiten stoßen werde. Verein badischer Bürgermeister gegründet Die Gründung eines Vereins badischer Bürgermeister wurde dieser Tage auf einer Vorstandssitzung I des Verbandes badischer Gemeinden in Haslach im Kinzigtal beschlossen, ln den Vorstand des Vereins, der alle amtierenden Bürgermeister von kleinen Gemeinden bis zu großen Städten umfassen soll, wurden die Bürgermeister Dr. Schindler, Kollnau, und Hermann Dietsche, Waldshut, gewählt. Beisitzer wurden acht Bürgermeister aus Südbaden. Die Versammlung billigte ferner die Errichtung einer Schule für die Ausbildung der Gemeindebeamten und behandelte anschließend noch eine Reihe fachlicher Fragen. Die Gebühren für Jagdscheine in Sfidbaden In einer ersten Verordnung vom 4. Januar 1950 zur Anwendung des Gesetzes über d^“ Jagd in Südbaden hat die Landesregierung >u\ die Erteilung von Jagdscheinen folgende gebühren festgesetzt: Für den Jahresjagdsdiein 50 DM (Ausländer 200 DM), für den Tagesjagdschein 10 DM (Ausländer 30 DM), für den Tagesjagdschein für Jugendliche 25 DM, für Forstbeamte und Angestellte gelten Ermäßigungen. Die Gebühr für die Jägerprüfung beträgt 10 DM. Meldung der Fliegergeschädigten Zur Vermeidung von Mißverständnissen weist der Bund der Fliegergeschädigten in Baden darauf hin, daß die noch bis zum 31. Januar mögliche Anmeldung von Sachschäden — auch durch Nichtmitglieder — jeweils an die Ortsvereine des Bundes, nicht an dessen Hauptgeschäftsstelle erbeten wird. Ein neuer Totokrieg? Die Mannheimer Polizei hat in den letzten Tagen bei den in Mannheim eröffneten Totoannahmestellen des Landes Rheinland-Pfalz eine große Anzahl Wettscheine beschlagnahmt. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, daß in Württemberg-Baden wohnhafte Personen keine Annahmestellen für den Sporttoto anderer Länder errichten dürfen. Seit einiger Zeit spielen viele Wetter in Mannheim beim Sporttoto Rheinland-Pfalz mit, da dieser Toto für Nichtgewinner einen Volkswagen auslost. Nach einer Erklärung der Mannheimer Polizei sollen die Toto-Annahmestellen Rheinland-Pfalz in Mannheim aufgelöst werden. badische Wirtschaft den Handwerkern der Stadt Kehl, deren Betriebe völlig zerstört oder demontiert worden sind, bevorzugte Kredite zum Wiederaufbau ihrer Handwerksbetriebe zu gewähren oder Staatsbürgschaften zu leisten. Die sozialdemokratische Fraktion hat dem südbadischen Landtag einen entsprechenden Antrag eingereicht Er wird damit begründet, daß die Handwerker zur Wiederaufnahme der Arbeit im erforderlichen Umfang nicht in der Lage seien, ehe nicht ihre Handwerksbetriebe wieder auf gebaut und eingerichtet seien. Durch Kohlenoxyd betäubt Infolge ausströmender Kohlenoxydgase aus einem Heizofen zog sich in einem Heizkeller der Auguste-Anlagen in Mannheim .ein Arbeiter eine Kohlenoxydvergiftung zu, so daß er bewußtlos zusammenbrach. Ein zweiter Arbeiter, der kn gleichen Keller tätig war, brachte den Bewußtlosen aus dem Raum, brach aber dann selbst zusammen. Während der erste vorübergehend kn Städtischen Krankenhaus Aufnahme fand, konnte der zweite sich auf eigener Kraft räch seiner Wohnung begehen. Die Wohnungslage in Nordbaden Von rund eineinhalb Millionen Einwohnern Nordbadens leben nach einer Aufstellung des Statistischen Landesamtes in Karlsruhe über 2500 Personen in Massen- und rund 17 000 Personen in Notunterkünften. Im Gegensatz zu Nord Württemberg, das eine Wohndichte von 155 Personen auf 100 Wofanräume aufweist, kommen in Nordbaden auf 100 Wohnräume 177 Personen. Rund 29 000 Personen befinden sich zur Zeit in Nordbaden auf Wohnungssuche. Speiseelssteuer ln Mannheim geplant In Mannheim soll demnächst eine Speiseeissteuer erhoben werden, von der sich die Stadt Einnahmen in Höhe von 100 000 DM im Jahr erhofft.. Auf Grund des Steuerflndungs-Para- graphen des badischen Finanz- und Lasten.- ausgleichsgesetzes vom Jahre 1949 hat der Verwaltungisausschuß des Mannheimer Stadtrates beschlossen, dem Plenum einen Antrag vorzulegen, wonach in Mannheim bei Speiseeis „eine besondere Gemeindeabgabe“ von 10 Prozent ies Kleinhandelspreises erhoben werden soll. Versteinerte Fußspur eines Sauriers Ein Bauer in Kemfoach . bei Wertheim hat bei Grabarbeiten in fünf Meter Tiefe eine Sandsteinplatte mit der versteinerten Fußspur eines Chirotheriums, einer ausgestorbenen Saurierart, gefunden. An Verbrennungen gestorben Ein zweijähriger Junge aus Bürstadt bei Lampertheim, der in unbewachtem Augenblick in der elterlichen Wohnung in eine Wanne mit heißer Waschbrühe gefallen war, zog sich derart schwere Verbrühungen zu, daß er wenige Tage darauf kn Lampertheimer Krankenhaus starb. LONDON« !**».. 15. Fortsetzung Trotz der sorgfältigen Besorgung des Haushalts merkte Saxon doch, sobald sie es in ein System gebracht hatte, daß sie freie Zeit genug hatte. Namentlich, wenn ihr Mann sein Essen mitnahm, so daß sie mittags nicht zu kochen brauchte, stand ihr ein großer Teil des Tages zur Verfügung. An die vieljährige Erfahrung bei der Arbeit in der Fabrik und der Plätterei gewöhnt, konnte sie sich schwer mit diesem Müßiggang versöhnen, und es war ihr kaum erträglich, dazusitzen und nichts zu tun, zumal ihre Freundinnen aus der Mädchenzeit sie nicht besuchen konnten, da sie immer noch in der Fabrik oder in der Plätterei arbeiteten. Die Nachbarfrauen kannte sie nicht, mit Ausnahme einer wunderlichen alten Frau, die nebenan wohnte. Saxon und sie unterhielten sich hin und wieder über das Gitter hinweg, das die beiden Höfe trennte. Eine Beschäftigung, mit der sie doch immerhin einige Zeit totschlug, erlaubte der viele Müßiggang ihr: sie konnte baden, sooft sie wollte. Als Kind und bei Sarah hatte sie sich mit e in em Bad wöchentlich begnügen müssen. Als sie heranwuchs, hatte sie versucht, häufigere Bäder einzuführen. Aber der Versuch scheiterte. Sarah war erstarrt in dem Glauben an das wöchentliche Bad am Sonnabend, und was darüber hinausging, betrachtete sie als damenhafte Eitelkeit und Verdächtigung ihrer eigenen bersönlichen Reinlichkeit. Außerdem war es ein sinnloser Mißbrauch yon Brennmaterial und vermehrte die Wäsche des Hauses unnötig mit Handtüchern. Hier aber, in Billys Haus, wo Herd, Wanne, Handtuch und Seife ihr gehörten, und niemand Einspruch erheben konnte, badete Saxon täglich. Die Wanne war allerdings nur ein einfacher Waschzuber, den sie in die Küche stellte und selbst mit Wasser füllte; aber es waren vierundzwanzig Jahre vergangen, ehe sie sich diesen Luxus erlauben konnte. Es war die wunderliche Frau von nebenan, die eines Tages in einer zufälligen Unterhaltung etwas erwähnte, das dieses Bad zum Höhepunkt des Wohlbefindens machte. Eine ganz einfache Sache — nur ein paar Tropfen Ammoniak ins Wasser, aber Saxon hatte nie etwas davon gehört Sie sollte mit der Zeit vieles von der wunderlichen Frau lernen. Die Bekanntschaft wurde eines Tages im Hof geschlossen, als Saxon einiges von ihrer feinsten Wäsche zum Trocknen aufhängte. Die Frau, die sich an das Verandageländer lehnte, fing ihren Blick auf und nickte, soweit Saxon sehen konnte, halb ihr, halb der Wäsche an der Leine zu. „Sie sind jungverheiratet nicht wahr?“ fragte die Frau. „Ich bin Frau Higgins. Aber nennen Sie mich lieber beim Vornamen, Mercedes.“ „Und ich bin Frau Roberts“, antwortete Saxon. Es war ihr noch so ungewohnt zu sagen, daß sie errötete. „Mein Vorname ist Saxon.“ „Ein komischer Name für eine Yankeefrau“, bemerkte die andere. „Ach, in bin keine Yankeefrau*, erklärte Saxon. „Ich bin Kalifornierin.“ „Lala“, lachte Mercedes Higgins. „Ich vergaß, daß ich in Amerika bin. In andern Ländern nennt man alle Amerikaner Yankees. Aber nicht wahr, Sie sind jungverheiratet?“ Saxon nickte mit einem glücklichen Seufzer. „Ach, Sie glückliches, süßes, schönes Geschöpf- chen. Ich könnte Sie beinahe hassen — so beneide ich Sie. Alle Männer werden sich mit Freuden um Ihren kleinen Finger wickeln lassen. Und dabei machen Sie nicht einmal Ihr Kapital zinstragend. Das tut niemand, ehe es zu spät ist“ Saxon war verwirrt und verlegen, antwortete aber schnell: „O doch, ich weiß wohl, wie glücklich ich bin. Ich habe den besten Mann von der Welt.“ Mercedes Higgins seufzte wieder und wechselte den Gegenstand. Nickend wies sie auf die Wäsche. „Sie legen Wert auf schöne Dinge, sehe ich. Das ist sehr vernünftig für eine junge Frau. So etwas ist Köder für die Männer — eine große Waffe im Kampf zwischen den zwei Geschlechtern. Die Männer werden dadurch gewonnen und festgehalten —“ Sie brach plötzlich ab und sagte fast herausfordernd: „Und Sie, Sie wollen Ihren Mann festhalten? Immer, immer — wenn Sie können?“ „Das will ich. Ich will alles tun, damit er mich liebt. Immer, immer.“ Saxon hielt inne, verwirrt und erstaunt, daß sie plötzlich mit einer Fremden so vertraulich geworden war. „Die Liebe der Männer ist etwas Komisches“, sagte Mercedes. „Und es ist der Fehler aller Frauen, daß sie glauben, die Männer zu kennen wie ein Buch. Und die meisten von ihnen sterben daher am gebrochenen Herzen, sterben, weil sie nichts von den Männern wissen und doch töricht genug sind, zu glauben, sie kennten sie so gut. Oh, lala, die kleinen Dummköpfe. So sagen nun auch Sie, kleine Jungverheiratete Frau, Sie wollen alles tun, daß Ihr Mann Sie immer liebt — nicht wahr? Und so sagen sie alle und bilden sich ein, die Menschen und die Irrgänge der Liebe zu kennen. Es ist viel leichter, das große Losen der Lotterie zu gewinnen. Aber das weiß das kleine Jungverheiratete Frauchen erst, wenn es zu spät ist. Aber Sie haben am richtigen Ende angefangen. Halten Sie sich nur weiter fein und schön. Wie Sie Ihren Mann gewonnen haben, so bleiben Sie, um ihn zu halten. Aber das ist nicht alles. Wir beide müssen einmal richtig miteinander reden, und dann werde ich Sie lehren, was wenige Frauen wissen wollen, was wenige Frauen zu wissen bekommen. — Saxonl — ein starker und schöner Name für eine Frau. Aber er paßt nicht zu Ihnen. O ja, ich habe Sie beobachtet Französisch sind Sie, französisch. Darüber ist nicht zu streiten. Grüßen Sie Ihren Gatten und sagen Sie ihm meine Hochachtung für seinen guten Geschmack.“ Sie schwieg und blieb mit der Hand auf dem Türgriff stehen. „Und besuchen Sie mich hin und wieder. Sie werden es nicht bereuen. Ich kann Sie vieles lehren. Kommen Sie nachmittags. Mein Mann ist Nachtwächter und schläft den ganzen Vormittag. Augenblicklich schläft er.“ Verwirrt und grübelnd ging Saxon hinein. Sie war so anders als andere Frauen, diese magere, dunkelhäutige Frau mit dem welken Gesicht das aussah, als wäre es im Feuer gewesen, und den großen schwarzen Augen, die wie von einem nie erlöschenden inneren Brand funkelten und flammten. Alt mußte sie sein — Saxon schätzte sie auf zwischen fünfzig und siebzig. In ihrem Haar, das einmal ganz schwarz gewesen sein mußte, waren breite graue Streifen. Namentlich fiel Saxon ihre Sprache auf. Sie sprach englisch und ein besseres Englisch, als Saxon sonst zu hören gewohnt war, und doch war sie keine Amerikanerin. Aber sie sprach auch nicht mit Akzent; es war nur etwas Fremdes in ihrer Art zu sprechen, aber so unbestimmbar, daß Saxon nicht wußte, wo sie es hinbringen sollte. (Fortsetzung folgt) VtvVoiR der größte Stausee der H fett Phantastischer Plan zur rationellen Ausbeute alpiner Wasserkraft / Drei Länder hätten , keine Stromsorgen mehr PARIS, Mitte Januar (CRB) Zwei Franzosen, die Brüder Vincent, haben einen phantastischen Plan zur rationelleren Ausbeute der alpinen Wasserkraft ausgearbeitet. In den französischen Alpen nahe der italienischen und Schweizer Grenze wollen sie ein gewaltiges Staubecken anlegen. dessen Wassermenge eine Stromerzeugung von jährlich rund 31 Mrd. kWh gewährleistet und damit die Energieversorgung ganz wesentlich verbessern würde. Das „natürliche" Staubecken Die Wasserkraft der Alpen steht sozusagen kostenlos zur Verfügung, wenn es gelingt, in der Zeit der Schneeschlmelze die überreichen Wassermengen zu sammeln, um sie auch in den wasserarmen Monaten in Energie umzuwandeln und dadurch eine gleichmäßige Stromerzeugung während des ganzen Jahres zu gewährleisten. Das Wasser muß aber in einem Riesen-Stausee aufgefangen werden, dessen Ausmaß alle bisherigen Vorstellungen übertrifEt. Ein solches Staubecken könnte nur die Natur liefern, meinten die Brüder Vincent und machten sich auf die Suche nach einem geeigneten Objekt. Südlich des Montblanc, in den Schluchten der Haute-Isäre haben sie nun ein „natürliches" Staubecken gefunden, das nahezu 5 Mrä. cbm Wasser aufnehmen könnte. Eine tiefe Gletscherspalte muß allerdings noch verstopft und 128 MM. cbm Erde zu diesem Zweck bewegt werden. Diese Arbeit würde jedoch dadurch erleichtert, daß man die an Ort und Stelle vorhandenen Felsblöcke anstatt des sonst üblichen Betons benutzen könnte. Damit würde die Schlucht der Haute-Isäre in einen idealen Stausee verwandelt, der 515 m tief wäre und eine Oberfläche von 22 qkm haben würde. Ein europäisches Objekt Ohne den ständigen Wasserzufluß aus den anliegenden italienischen und Schweizer Bergen kann der ganze Plan jedoch nicht verwirklicht werden. Daher sollen auch Italien und die Schweiz an der Stromerzeugung entsprechend der aus ihrem Gebiet stammenden Wasermengen beteiligt werden Die Brüder Vincent sehen in ihrem Plan drei große Kraftwerke vor, die auf französischem. Italienischem und schweizerischem Gebiet errichtet werden sollen. Sie haben errechnet, daß von der gesamten Stromerzeugung von 31,6 Milliarden kWh jährlich 20 Milliarden kWh für die wasserarme Zeit aufgespeichert werden können. In dieser Tatsache liegt der bedeutendste Vorteil dgs ganzen Projektes. Ohne den Stausee würde ein großer Teil der alpinen Wasserkraft nicht ausgenutzt und in der wasserarmen Zeit kein Strom erzeugt werden können. Erzeugungskosten praktisch gleich Null Der Plan ist gewaltig, und obwohl die Na-, tur bereits die Hauptarbeit geleistet hat, indem sie mit ihrem Felsenmassiv das Becken schuf, müßten doch noch 300000 Arbeiter und Ingenieure fünf Jahre lang arbeiten, um den Stausee und die Kraftwerke fertigzustellen. Dabei ist die Finanzierung ein Hauptproblem, wenn auch die Kosten im Vergleich zu den s pä t e r e n Energieerzeugungsmöglichkeiten nicht zu hoch liegen Denn nachdem die Baukosten einmal amortisiert sind, dürften die Unkosten tatsächlich lächerlich gering sein, da das Wasser gratis anfällt und die Löhne und Gehälter für die 1 000 Arbeiter und Ingenieure, die mit dem laufenden Unterhalt der Anlagen beschäftigt sein würden, in gar keinem Verhältnis zu dem Wert stehen, den eine Energiemenge von 31 Milliarden kWh darstellt. Aber noch ist der Plan der Brüder Vincent nur ein schönes Projekt, wenn sich auch die drei beteiligten Länder für seine Verwirklichung interessieren. Jedenfalls wird aber noch lange Zeit vergehen, bis der größte Stausee der Welt im Val d’Isäre mit seinen Kraftwerken den „kostenlosen“ Strom erzeugt und damit zu einer Verbesserung der europäischen Energiewirtschaft beitragen kann. So sind die Ehemänner Außer sich vor Wut und Eifersucht. Ihren Mann mit der schönen Nachbarsfrau Barbara M. in ihrem Schlafzimmer anzutreffen, schlug Mrs. Jane Smith aus Denver (Colorada'.USA) zu nächtlicher Stunde so lange Lärm, bis die Polizei eingriff und alle drei abführte. Der gchnellrichter war bereit, die Ruhestörer gegen eine Kaution von 10 Dollar freizulassen. Ohne Zaudern legte der Ehemann 20 Dollar auf den Tisch — und ging mit der Nachbarin davon. Was wissen Sie von der Bibel? Läßt die Frömmigkeit der Engländernach? LONDON. Mitt-i Januar (WRL) Wie in den vergangenen Jahren stand auch in der vor Weihnachten 1949 in London veröffentlichten Besteller-Liste die Bibel an erster Stelle Zur gleichen Zeit äußerten hohe protestantische Geistliche, daß sowohl der Kirchenbesuch wie die aktive Mitarbeit der Bevölkerung in den Kirchengemeinden eine steigende Beteiligung auch der Jugend aufweise. Alles schien also in schönster Ordnung. Desto größer ist nun die Verwirrung, die das Ergebnis einer Rundfrage des englischen Instituts für die Erforschung der öffentlichen Meinung in England besonders in kirchlichen Kreisen hervorgerufen hat Alle Befragten Der Sturm im Kaffee-Jopf Folgen einer großangelegten Kaffeespekulation / Wird Truman eingreifen? NEW YORK, Mitte Januar (ETB) Es war vorauszusehen, daß die amerikanischen Konsumenten die scharfe Erhöhung der Kaffeepreise nicht ohne Protest hinnehmen würden. Der New Yorker Börsenkurs für „No. 4 Santos“ hatte sich lange Zeit auf 26 bis 27 Cents je lb gehalten. Ende Oktober begannen die Kaffeekurse auf die ungünstigen Erntenachrichten aus Brasilien hin stark zu steigen, und am 9. November wurde mit 50,50 Cents der bisher höchste Kaffeekurs überhaupt erreicht. Inzwischen ist er zwar wieder auf 50,25 Cents je lb zurückgegangen, aber der Preis gilt nach wie vor als viel zu hoch, und vor allem als ungerechtfertigt hoch. Wie der US-Landwirtschaftsminister Bran- nan offiziell bekanntgab, sind bei der Regierung zahllose Beschwerden über groß angelegte Kaffeespekulationen mit dem nötigen Beweismaterial eingeliefert worden, aus denen hervorgeht, daß die Kaffeepreise in einer Weise in die Höhe getrieben worden sind, wie es der Emtelage in keiner Weise entspricht. Brannan knüpft daran die Feststellung, daß aus dieser Kaffeespekulation die Notwendigkeit einer schärferen Kontrolle des Marktes für ausländische Lebensmittel hervorgehe. Bekanntlich hatte Präsident Truman bereits toi Frühjahr 1949 einen Gesetzentwurf eingebracht, der den Handel von Kaffee, Zucker, Todeskandidat setzte richtig Höchstens sechs Monate habe er noch zu leben, erklärten Spezialärzte dem 34jähr'gen Alex Plant, aus Wellington, als sie bei ihm vor drei Monaten eine ungewöhnliche Art der Anämie feststellten. Plant entschloß sich, seinen Verwandten in Australien eine Abseh teds- gesellschaft zu geben, jedoch vorher noch einmal einige Wetten auf Pferde abzuschheßen. Er setzte 1000 Mark auf ein bestimmtes Pferd Es siegte und zahlte 16 zu 1. Weniger erfolgreich war er mit einigen Wetten über je 500 Mark, die er für andere Rennen abschloß. Alles in allem aber konnte er mit einem schönen Gesamtgewinn von rund 22 000 Mark nach Hause gehen Als Plant zur Nachuntersuchung erschien, wurde ihm mitgeteilt, daß er durchaus noch länger leben könne. Sein Leiden sei nicht einwandfrei festzustellen. Einbruch im Gefängnis Ein waghalsiger japanischer Dieb verübte einen Einbruch in das Gefängnis von Kotschi auf der Insel Schikoku und erbeutete Kleidungsstücke sowie 2500 Zigaretten, die für Gefängnisinsassen bestimmt waren. Die Polizei von Kotschi teilte dazu mit, daß der Dieb mit Hilfe einer Leiter über die Gefängnismauer geklettert sei- Freie Bahn der Tüchtigen Zeinab, eine tn Kairo unrühmlich bekannte Taschendiebin, wollte kürzlich heiraten. Da sie für diesen anerkennenswerten Zweck Geld benötigte, schrieb sie dem Polizeichef einen in jeder Beziehung ungewöhnlichen Brief- Sie bat ihn. sie eine Woche lang ungestört in Straßenbahnen und Autobussen „arbeiten“ zu lassen. Anschließend, so beteuerte sie feierlich wollte sie ihre bisherige Tätigkeit aufgeben «ad eine gesetzestreue Bürgerin werden. Alles, was der Polizeichef tun konnte, bestand imdem Befehl an seine Leute, der tüchtigen Dame noch schärfer auf die geübten Finger zu gucken. Sie taten es. Zeinab blieb unverehelicht. Kakao, Pfeffer, Kautschuk, Häuten und Wolle unter staatliche Kontrolle zu bringen suchte. Der Kongreß hat den Gesetzentwurf aber nicht behandelt. Es wird als sicher angenommen, daß die jüngsten Vorgänge an der Kaffeebörse dem Präsident erneut Veranlassung geben werden, auf die Annahme 'dieses Gesetzentwurfes zu dringen. Truman weiß, daß er dabei die überwiegende Mehrheit der amerikanischen Verbraucher hinter sich haben wird, die über die scharfe Steigerung der Kaffeepreise äußerst aufgebracht sind, und es nicht verstehen können, daß die Regierung bisher noch nichts unternommen hat, um dieser Großspekulation ein Ende zu machen. Die Erklärungen des Landwirtschaftsministers haben bereits genügt, um eine Abschwächung der Kaffeekurse zu bewirken. Es darf noch mit einem weiteren Rückgang der Kaffeepreise gerechnet werden. wurden nämlich aufgefordert die vier Evangelien aufzuzählen. Drei Fünftel von ihnen konnten das, ein Siebentel kannte nur einige Evangelien, nicht alle, und ein Viertel erwies sich als völlig qnwissend. Insgesamt haben die über Fünfundsechzigjährigen, also die Menschen aus der „guten alten Zeit“, schlechter abgeschnitten als die jungen unter Dreißig. die bekanntlich heute als unwissender und ungläubiger gelten. Die Öffentlichkeit und die kirchlichen Kreise Englands sind von dem Ergebnis jener Umfrage gleichermaßen betroffen. Es gewährt ihnen auch wenig Trost, daß eine ähnliche Rundfrage ln Schweden noch schlechtere Resultate gezeitigt hat. Immerhin hat die öffentliche Diskussion, die bisher fast ausschließlich von führenden kirchlichen Würdenträgern bestritten wurde, eine gewisse Übereinstimmung in einer Hinsicht gezeigt. In den Briefen an die Presse wird immer wieder betont, jenes bestürzende Ergebnis sfei mehr die Folge der zunehmenden Unwissenheit denn steigender Irreligiosität. Eine Rundfrage über die Hauptwerke Shakespeares oder über wichtige geschichtliche Daten werde ebenso kümmerliche Ergebnisse zu Tage bringen wie die Rundfrage über die Bibel. .Diese Vase ist 3027 Jahre alt, mein« Herrschaften I* .Woher weif) man denn das so genau?* .Ja, sehen Sie, alt ich hier beim Museum angeslellt wurde, war sie 3000 Jahre alt — und das ist letzt 27 Jahre herl* Zeichnung-. Dato Eine couragierte Dame „Alter Quatschkopf“ sagte die 62jährige Witwe Helga Strohmeyer aus Essen und schlug einem Einbrecher die Pistole aus der Hand. Dann sprang die couragierte Dame aus dem Bett und beförderte den völlig verdutzten Störenfried mit einigen Fußtritten auf die Straße. Frauen haben gute Ohren Männer sind durchschnittlich, zwölf Zentimeter größer als Frauen. Der Mann ist auch stärker und rascher beweglich als die Frau, dagegen hat die Frau einen doppelt so feinen Gefühlssinn, und ihr Gehör ist im allgemeinen schärfer. 3 420 Sprachen Rund 3420 verschiedene Sprachen werden in der ganzen Welt gesprochen. Auch wenn man also ein sehr großes Sprachtalent ist, kann man sich doch nur mit einem Bruchteil der Menschheit verständlich machen. Die Hüften der „Miß France 1950“ Schönheitskönigin unter der Lupe / 50 000 Französinnen sind schöner als sie Amerikanische Kaffeetanten Der Kaffeekonsum hat sich in den USA im abgelaufenen Budgetjahr (Juli 1948 — Juni 1949) um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht. 1 251 000 t Kaffee wurden eingeführt gegen 40 050 t Tee und 280 200 t Kakao. Kaffee bleibt also an der Spitze der warmen Getränke, stellt auch das Hauptkontingent an allen importierten Nahrungsmitteln, von denen es 10 Prozent ausmachte. Oer Teeimport war allerdings um 14 Prozent höher als im Vorjahr, der von Kakao nur um 6 Prozent. PARIS, Mitte Januar (CRB) Die 12 schönsten Mädchen von Frankreich — jedes eine in regionalen Konkurrenzen erwählte Schönheitskönigin — stellten sich zu Beginn des neuen Jahres in Marseille einem Gremium von Kennern, die nach fast dreieinhalbstündigem .Kampf“ die 18jährige Maryse Delort zur Schönheitskönigin von Frankreich erklärten. Kaum aber ist „Miß France 1950“, die schon einmal als „Miß Automobile“ ihren Konkurrentinnen mit Nasenlängen davonlief, auf den Titelseiten der französischen Zeitschriften und Zeitungen erschienen, da melden sich auch schon die gestrengen Kritiker zu Wort, um den Lorbeerkranz der neuen Schönheitskönigin Frankreichs mitleidslos zu zerrupfen. Es sind nicht die unterlegenen, neiderfüllten Konkurrentinnen, sondern „neutrale“ Kritiker, Spezialisten, die die Maßstäbe ihres Schönheitsfoagriffs an die Erscheinung der „Miß France 1950“ legen. Ein in ganz Frankreich geschätzter Maler — nicht Matisse, auch nicht Picasso — erklärt rundheraus: „Es gibt in Frankreich 50 000 Frauen, die schöner sind als die neue Schönheitskönigin“. Der Leiterin eines bekannten Pariser Schönheits-Salons sind die Hüften der „Miß France 1950“ zu dick, die Schlüsselbeine zu auffallend und was schlimmer ist, sie sieht jetzt schon die künftigen Falten im Gesicht der 18jährigen Schönheitskönigin. Ein Pariser Modeschöpfer schließlich meint, „Miß France 1950“ sei zwar gut gebaut und vermutlich auch sehr bezaubernd, aber sie habe zu kurze Arme. Arme kleine blonde Schönheitskönigin! Noch Hunderttausende werden dich mit den Pfeilen ihrer Kritik beschießen. Sie treffen nicht nur dich, sondern auch die „Kenner“, die dich in Marseiile aus dem Dutzend schöner Mädchen als allerschönstes erkürten. Ob diese, die dir die Königskrone aufbürdeten, sich nun schützend vor dich stellen werden? ttlii Flugzeugen gegen die Wotfsptage Vor 15 Jahren schon in Alaska erprobt, heute erfolgreich in Rußland und Finnland Vor etwa 15 Jahren berichteten amerikanische Zeitungen erstmals von dem Einsatz leichter Flugzeuge gegen Wölfe, die in Alaska auf diese Weise bekämpft wurden, als Farmer und Siedlungen unter der Wolfsplage besonders zu leiden hatten. Dieser Flugzeugeinsatz gegen Wölfe war offensichtlich wenig erfolgreich, denn man hatte nie wieder von einem solchen Unternehmen gehört. In diesen Wochen meldeten sowjetrussische Zeitungen von unerwarteten Erfolgen bei der Bekämpfung der Wolfsplage mittels Flugzeugen. So hat in der Tartarenrepublik ein Mann Namens Wolkow nicht weniger als 750 Wölfe vom Flugzeug aus erlegt. Ein ehemaliger Flieger namens Gerbunow, der jetzt im Dienste der Kolchosen steht, hat im Gebiet von Kasan seinerzeit 214 Wölfe innerhalb von zwei Monaten zur Strecke gebracht. Die Methoden dieser Wolfsjagd werden in einer landwirtschaftlichen Fachzeitschrift folgendermaßen geschildert: Verwendet wird ein kleines zweisitziges Flugzeug, der P O 2. Jeder Einsatz dauert nur etwa zwei Stunden. Das Flugzeug sucht eine möglichst geringe Höhe aus und der an Bord befindliche Jäger richtet mit seinem Maschinengewehr ein Blutbad unter den durch das Flugzeug aufgescheuchten Wölfen an. Da das Flugzeug mit Gleitskiern ausgerüstet ist, kann es beliebig oft auf den Schnee niedergehen um die Kadaver der Wölfe einzusammeln. Eine Anzahl Flieger und Jäger soll speziell für diese Art der Wolfsjagd geschult werden. Die Russen sind aber sehr empfindlich, wenn in benachbarten finnischen Grenzgebieten, die auch oft unter der Wolfsplage zu leiden haben, ähnliche moderne Wolfsjagden mit Fliegereinsatz veranstaltet werden, so haben die sowjetrussischen Zeitungen vor einiger Zeit energisch dagegen protestiert, daß in Lappland „finnische Militärkreise eine große Expedition mit Flugzeugen, Radio und anderen Beobachtungsmitteln“ organisiert hätten. An Bord der Flugzeuge seien nicht nur Vertreter des finnischen militärischen Oberkommandos, sondern auch „englisch-amerikanische“ Beobachter gewesen. In Wirklichkeit waren es die Besitzer der großen, in Lappland, im finnisch-russischen Grenzgebiet vorhandenen Renntierherden gewesen, die ihrerseits eine moderne Treibjagd gegen die gefräßigen Wölfe veranstaltet hatten... Auch Wüstenaraber laufen Ski Wintersport-Zentren 15 Minuten von Palmenpromenaden und Orangengärten DAMASKUS, Mitte Januar (LED) An der Palmenpromenade von Beirut und in den Hotels, in deren Gärten Apfelsinen und Bananen wachsen, hängen bunte Wintersportplakate: Lauft Ski — 15 Minuten von hier! Dicht am blauen Mittelmeer-Ufer steigen die Berge des Libanon auf. Serpentinenstraßen verbinden sie mit der Landeshauptstadt Beirut. Zwischen Zedern und Tannen, zerfallenen Kreuzritterburgen und einsamen Jägersiedlungen liegen die Wintersport-Zentren des Orients: in den Hermon-Bergen, bei Barouk, Beider, Faraya und Cedres. Sieben verschieden große Plätze gibt es. Sie liegen in Höhen von 2200 bis 3000 m und haben Sporthotels und Ski-Clubs. Wüsten-Araber laufen dort aus reiner Sensationslust Schneeschuh. Aus Kairo und von den Oelstationen des Iraks und der arabischen Wüste kommen Fremde, deren Zeit oder Geld nicht bis nach St. Moritz oder Cortina d'Ampezzo reicht. „Wundervoller Schnee, lange und elegante Abfahrten, nicht übermäßige Aufenthaltspreise", so stellen sie durchweg fest. „In fünf Jahren wird man im internationalen Wintersport vom Libanon ebenso sprechen wie von den Ski-Zentren Oesterreichs, Deutschlands und der Schweiz", meinen die begeisterten Sportler von Beirut Großzügige Straßenräuber Zwei Banditen forderten den Maurer Pas- quale Sala in der Nähe von Mailand auf, ihnen sein Fahrrad und seine Brief'-'sche zu übergeben. Sala protestierte dagegen und sagte, er könne dann seinen Kindern nichts zu essen kaufen. Die Banditen befahlen ihm, sich mit erhobenen Händen an eine Mauer zu stellen und drückten ihm ein Stück Papier in die Hand. Als er sieh nach einer Weile umdrehte, sah er, daß die Räuber Ihm sein Fahrrad gelassen hatten. Das Papier in seiner Hand war eine 1000-Lire-Note. 2S. ^ssusr 1950 Filmstar für zwei Minuten Zum Schauspieler geboren? — Er wurde nüchtern und Antialkoholiker. Nummer 12 — Seite 7 Sich selbst einmal so zu sehen, wie ihn die anderen sahen, war stets der größte Wunsch Lodert Bums. Der schottische Dichter des 18. Jahrhunderts könnte diesen damals noch unerfüllbaren Wunschtraum heute in die Tat umsetzen, wenn er noch lebte. Drei junge amerikanische Filmtechniker haben sich im Neuyorker Theaterviertel ein kleines Filmatelier eingerichtet, in dem sie diese Idee verwirklichen. Eigentlich ist es gar kein Atelier im herkömmlichen Sinne des Wortes, sondern ein ganz alltägliches, gemütlich eingerichtetes Wohnzimmer. Nur die große Filmkamera an ' der einen Wand des Zimmers fällt ein bißchen aus dem Nahmen. Hier nun kann jeder für 25 Dollar einen zwei Minuten langen Tonfilm- Streifen von sich aufnehmen lassen. Für zwei Minuten lang kann er sich einbilden, ein Filmstar zu sein, und sich, von grellen Scheinwerfern unbarmherzig beleuchtet und vom unbestechlichen Auge der Kamera bei jeder kleinsten Bewegung verfolgt, in allen Situationen aufnehmen lassen, in denen er sich selbst einmal gerne beobachten möchte. Eine kleine „Szenenprobe“ vor der Aufnahme soll jene unnatürliche Steifheit korrigieren, die sich selbstverständlich bei jedem in der ungewohnten Umgebung eines fremden Baumes einstellt. „Es ist interessant, die Reaktion der Leute zu beobachten, wenn sie zu mir kommen“, erklärt McGowan, der Initiator dieses einmaligen Unternehmens. „Die meisten haben nur eine sehr unklare Vorstellung von sich selbst, erstaunlicherweise sogar oft eine recht bescheidene. Stets sind sie überrascht von ihrer eigenen Stimme und der Art, wie sie sich bewegen, wie sie lachen, sprechen und ihre Kleider tragen. Jeder hat irgendwelche bestimmten Angewohnheiten, deren er sich gar nicht bewußt ist. Meist sind es unbewußte Bewegungen der Hand zu Kinn oder Nase, oft auch ist es eine merkwürdige Art, die Hose hochzuziehen oder mit dem Gürtel zu spielen. Auch das nervöse Verziehen des Mundes ist eine häufig auftretende Erscheinung.“ Das Studio in seiner augenblicklichen Form entstand mehr oder weniger durch Zufall. Die ursprüngliche Idee McGowans war, Femseh- Kurzsendungen herzustellen. Erst als sich dieser Plan nicht bewährte, verfiel McGowan auf den Gedanken, einen „Tonfilm-Briefdienst“ einzurichten. Man sollte auf diesem Weg nicht nur in der bisher üblichen Weise seine Stimme, auf Schallplatten festgehalten, an Angehörige oder Freunde schicken können, sondern auch ein „lebendiges, sprechendes Bild“. Diese ungewöhnliche Idee ließ sich gerade in den Vereinigten Staaten um so leichter durchführen, als dort der Bevölkerung in fast allen Städten die dazu notwendigen Projektionsapparate zur Verfügung stehen. Das Film-Brief-Geschäft McGowans und seiner beiden Mitarbeiter erwies sich bald als ein nicht nur finanziell äußerst rentables, sondern auch recht abwechslungs- und lehrreiches Unternehmen. Denn die Beweggründe, die die Kunden dazu veranlassen, eine Tonfilmaufnahme von sich machen zu lassen, zeigen die interessantesten Variationen. So bat einmal eine Frau darum, eine Tonfilmaufnahme ihres betrunkenen Mannes machen zu lassen. Er, der in seinem Beruf ein äußerst tüchtiger Mensch war, verdarb sich viele Chancen durch seine Schwäche für Alkohol. Tatsächlich brachte die Frau am nächsten Tag ihren Mann in schwer betrunkenem Zustand ins Atelier. Er fühlte sich hier wie zu Hause — und benahm sich auch so, ohne die Kamera zu beachten, die alle seine tragikomischen Trinkerausbrüche festhielt. Er trank, gröhlte, erzählte tinatlfitanHitfa 1X74+~~ 1 - Menschen in solcher Situation zu tun pflegen, wenn der Alkohol ihre Stirne umnebelt hat. Als er am nächsten Tag, wieder nüchtern, den Film zu sehen bekam, war er von seinem eigenen Ich so erschüttert, daß er hoch und heilig versprach, keinen Alkohol mehr anzurühren, die sich gerne einmal selbst sehen wollen, oder es sind ganz praktische Erwägungen, die* zu dem Entschluß führen, eine Tonfilmaufnahme von sich machen zu lassen. Da möchte sich ein Redner, der vor einem größeren Auditorium eine Ansprache halten muß, von der Wirkung überzeugen, die sein Auftreten bei den Zuhörern auslöst, dann wieder möchte der Leiter eines Geschäftes selbst begutachten können, wie sein Benehmen auf die von ihm bedienten Kunden wirkt. Daneben aber werden auch -*——' ——n lutaur auzurunren, wu iuum«n wiin-t. ucuieoen aDer werden aucn und den Herstellern dieses Filmes nicht genug (tatsächlich reine Filmbriefe gedreht, die an für diese heilsame T^hl*a Howlr-ö»-» lrAtml» I Vomnan/Itn _ _ 1 _ für diese heilsame Lehre danken konnte. In einem anderen Film war es ein Theater- besessener, der durch die gleiche Methode von seinem Wahn, er sei nur zum Schauspieler berufen, geheilt wurde. Die wenigen Meter Filmaufnahme hatten genügt, ihn davon zu überzeugen, daß er sich in irgendeinem soliden Geschäftsunternehmen doch wohl besser durchsetzen könne als auf der Bühne oder auf der Leinwand. Oft ist es freilich nur reine Neugierde — besonders bei jüngeren Damen — Verwandte oder Bekannte, die man schon lange nicht mehr gesehen hat, geschickt werden. Selbst junge Bräute werden auf diesem Wege den zukünftigen Schwiegereltern vorgestellt. Was immer auch den Anlaß zu solchen Verfilmungen geben mag, jeder, der sich einmal auf einem Tonfilmstreifen selbst gesehen hat, legt, wie Mr. McGowan feststellte, bedeutend mehr Sorgfalt auf sein Äußeres und sein Benehmen. Und auch das ist ein recht beachtlicher Erfolg der Film-Brief-Gesellschaft Hier spridit der Hausarzt: Wie kann die Syphilis geheilt werden? Zu unserer Meldung: „Die Heilung der Syphilis“, ln Nr. 6. vom 14. Januar, Seite 5, geht uns von einem Freiburger Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten eine interessante Stellungnahme zu, die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollten. Die Redaktion. Der im „Volk“ erschienene Artikel aus Neu- york (ETB) über die Heilung der Syphilis“ ist in dieser verallgemeinerten Form geeignet, in der Öffentlichkeit Vorstellungen und Hoffnungen über die Schnell- und Dauerheilung der Syphilis zu erwecken, die der tatsächlichen Lage der Dinge nicht entsprechen und daher zu Enttäuschungen führen müssen. Die Tatsache einer — oder auch einiger — geglückter Dauerheilungen genügt noch nicht, um die Heilwirkung dieses Verfahrens mit Penicillin in dieser Form für „einwandfrei erwiesen“ zu halten. Von fachärztlicher Seite ist mit aller Eindringlichkeit zu betonen, daß die Heilwirkung des Penicillins bei der Syphilis auch heute noch längst nicht „einwandfrei“ geklärt ist, wenn auch gewisse Erfolge nicht bestritten sein sollen. Zur Zeit bedarf die Behandlung der Syphilis mit Penicillin noch immer derart hoher Dosen des Mittels,, daß sie nur im Rahmen eines stationären Aufenthaltes in einer Klinik durchgeführt werden kann. Die Behauptung der Heilung mittels einer einzigen Spritze, steht völlig im Widerspruch zu den bisher bekannt gewordenen Veröffentlichungen in der Fachliteratur. Es ist möglich, daß hier eine Verwechslung mit anderen Krankheiten varliegt, bei denen allerdings solche Schnellheilungen erreichbar sind. — Solche Artikel sollten nur mit der größten Zurückhaltung aufgenommen werden! Es ist auf jeden Fall geraten, den sensationellen Inhalt nicht zu t verallgemeinern und nicht anzunehmen, daß es nunmehr und in jedem Falle nur einer einzigen Spritze bedürfe, um eine derartige Krankheit mit einem Schlage zu beseitigen. So einfach liegen die Dinge leider heute nun doch noch nicht. Die Art und Dauer der Behandlung kann nur vom Arzt und von diesem nur für jeden einzelnen Kranken gesondert festgelegt werden. Eine schematische Behandlung ist unmöglich und sollte vom Arzt im eigenen Interesse des Kranken weder verlangt noch erwartet werden. Jeder Arzt ist verpflichtet, sich laufend weiterzubilden, um alle neuen Entdeckungen und Forschungsergebnisse seinen Kranken nutzbar machen zu können. Im Gefühl seiner Verantwortlichkeit wird er es aber ablehnen müssen, daß bei den Kranken Hoffnungen und Erwartungen erweckt werden, die dann nicht allgemein erfüllbar sind. Getragen von dem Vertrauen seiner Kranken wird jeder Arzt ohnehin bemüht sein, ihnen die bestmögliche Behandlung angedeihen zu lassen, doch soll man weder von ihm noch von einem Medikament Wunder verlangen. Veröffentlichungen, wie die erwähnte, sind nur geeignet, ein so segensreiches Heilmittel wie das Penicillin in Mißkredit zu bringen, wenn die erwartete Wunderwirkung ausbleibt. Wenn das Penicillin sich im Kampfe gegen die Syphilis den bisher bewährten Heilmethoden gegenüber auch noch nicht so überlegen gezeigt hat, daß es sie verdrängen und entbehrlich machen konnte, so besteht doch die Hoffnung, daß uns mit dem Fortschritt der Forschung auch im Kampfe gegen diese Krankheit einmal noch wirksamere Mittel zur Verfügung stehen werden. Dr. L. Die Pfaffendorier und das Ende der Lebensmittelkarten Einwohner des Koblenzer Vorortes Pfaffendorf veranstalteten in einer der letzten Nächte ein feierliches Begräbnis der entthronten Lebensmittelkarten. Ein mit Fackeln versehener „Leichenzug“ begab sich unter Absingen steinerweichender Klagelieder zum Rhein, wo vier gespensterhaft gekleidete Gestalten, von zahlreichen „Trauergästen“ begleitet, viele Bündel bunter Lebensmittelkarten sowie Kleister, Schere und Pinsel von der Pfaffendorfer Brücke aus in den Rhein warfen. Die Trauerzeremonie wurde von den „Hinterbliebenen“ mit einem Leichentrunk abgeschlossen. Kein Kind isi völlig untalentiett Zeichnen, Musik, Theaterspiel und schöpferische Betätigung anderer Art fördern die Entwicklung Von Mary Frank Erfahrene Erzieher lassen es nicht einfach mit der Feststellung: „das Kind hat Talent“ oder „ist vollkommen untalentiert“ bewenden, unanständige Witze 1 pl0 “ llchen Gefühlsregungen Ausdruck ä UZe * J£urz> “ tat Es. was I zu geben oder einen starken Eindruck abzurea- __ L/C WCliUCil, denn sie wissen viel zu gut, daß man in jedem Kind eine gewisse schöpferische Begabung wecken kann, wenn man es verständnisvoll führt und ihm eine Umgebung schafft, die seine Phantasie anregt. Sie wissen auch aus Erfahrung, daß jedes Kind gerade in der Musik, im Malen oder Zeichnen, im Bewegungs- oder Theaterspiel ein ausgezeichnetes Mittel hat, um seinen plötzlichen Gefühlsregungen Ausdruck «11 CfAko« A'Ia— --- gieren. Ein Gefühlsausdruck in dieser künstlerischen Form fördert, seine Entwicklung, hilft ihm, allmählich reifer zu werden. Da ist zum Beispiel Tommy, ein unreifes, verzogenes „Baby“, mit dem seine Schulkameraden nicht viel anzufangen wissen. Eines Tages aber führen die KüSder eine Pantomime auf, und Tommy fällt die Rolle eines alten Mannes zu, der sich müde unter einem schweren Sack auf der staubigen Landstraße hinschleppt. Die Zuschauer sind begeistert; Tommy spielt den alten Mann nicht, er ist ein staubbedeckter Mann, tiefgebeugt durch die schwere Last und vollkommen erschöpft. Seine Spielkameraden bekommen plötzlich großen Respekt vor Tommy. Im allgemeinen ziehen die Kinder fast immer das Theaterspielen als Ausdrucksmittel der Musik vor, aber wohl nur, weil die Erwachsenen hier gewöhnlich nicht mehr als die beiden Kategorien „musikalisch“ und „unmusikalisch“ anerkennen. Eine amerikanische Erzieherin hat dagegen die Erfahrung gemacht, daß es keine Kinder gibt, die „überhaupt kein Gehör“ haben. Auch besitzen mehr Kinder, als man‘gewöhnlich annimmt, starkes rhythmisches Gefühl Den Eltern, die nun annehmen, sie müßten mehr Spielsachen oder Lehrmittel anschaffen, um die schöpferischen Talente eines Kindes wecken zu können, sei gesagt, daß dies keinesfalls nötig ist. Das Kind findet vielmehr die größte Freude an schon vertrauten Gegenständen und entwickelt sich geistig vor allem an sich ständig wiederholenden Erlebnissen: das Kind wächst zum Beispiel nicht mit fünf oder sechs Jahren über Schaufel und Sandhaufen hinaus, es findet nur neue Interessen darin. Der Bub, der mit drei Jahren unermüdlich und „sinnlos“ schaufelte und Sandkuchen buk, wird mit 12 Jahren wahrscheinlich mit demselben Vergnügen im feuchten Sand spielen. Aber er wird nicht Kuchen backen, sondern komplizierte Tunnelsysteme und Autostraßen anlegen. Tatsächlich bietet die vertraute Umwelt dem Kind unbegrenzte Entwicklungsmöglichkeiten. Täglich entdeckt es neue noch unbekannte Eigenschaften der altgewohnten Gegenstände. Den Achtjährigen wird es noch mit der gleichen Macht in die Mechanikerwerkstätte ziehen, er wird den Arbeitern, die die Straße aufreißen oder das neue Spital bauen, mit dem gleichen Interesse Zusehen wie mit vier Jahren; aber er wird mehr sehen wollen, mehr Fragen stellen und — noch schwerer fortzubringen sein. All das dürfte vielen Eltern nicht neu sein, aber es ist nötig, ihnen vor allem zwei wichtige Sätze ins Gedächtnis zurückzurufen: Kinder müssen wissen, daß sie bei ihren Spielen und Versuchen freie Hand haben. Der Sandhaufen, der mit Ermahnungen und Verboten umzäunt wird, die Sandkuchen, die statt Bewunderung nur Erbitterung auslösen, der beständige Zwang, in allen künstlerischen Betätigungen den Anforderungen der Erwachsenen zu genügen, können einem Kind für immer das Interesse an schöpferischer Tätigkeit nehmen. Und die zweite Mahnung lautet: Erwachsene, die selbst Freude an schöpferischer Arbeit finden, können diese Freude leichter auch in den Kindern erwecken. Derlei Unterhaltungen, die die schöpferische Phantasie des Kindes anregen, erfordern nicht viel Spielzeug und stellen keine zu großen Ansprüche an die elterlichen Talente. (Die meisten Eltern würden übrigens überrascht sein, zu erfahren, welche Begabungen in ihnen stecken, sie müßten es nur einmal versuchen.) Gerade diese zwanglosen Betätigungen sind für die Entwicklung des Kindes von größtem Wert. Radio Stuttgart Das Rundfunkprogramm der Woche W.OO 17.00 18.30 30.00 32.00 22.30 23.90 13.00 17.00 13.30 20.09 22.00 23.00 24.00 17.00 20.00 21.15 22.00 23.00 17.15 18.30 20.00 21.09 22.00 22.45 18-15 17.15 20 . 0 0 20.45 ZLOO 23.15 0.05 Samstag, 28. Januar Filmmelodien Frohes Raten Kleines Konzert So singt und klingt Europa Die schöne stimme Wir bitten zum Tanz Jetzt fangen wir erst richtig an Sonntag, 29. Januar Ein vergnügter Nachmittag Hörspiel Der Sport am Sonntag Aus Oper und Konzert Das Kammertanzorchester Wir bitten zum Tanz Moderne Rhythmen Montag, 30. Januar Konzerl stunde Fröhlicher Wochenanfang Musik aus London Zeitfunk Zeitgenössische Musik Dienstag, 31. Januar Franz Schubert Klänge der Heimat „Der Mantel“ (Oper) Vom Menuett zum Walzer Sankta Kathrin Tanz und Unterhaltung Mittwoch, L Februar Konzertstunde Stuttgarter Volksmusik „Das zweite Ich“ (Hörspiel) Operettenmelodien Mozart: Violinkonzert D-dur -Utopia“ (Hörfolge) Für den Jazzfreund yiiiiiiiiuiiinuiiiiinHimni Südwestfunk r 8 Samstag, 28. Januar .10 Morgenkonzert .40 Musikalisches Intermezzo .00 Für die Schuljugend 15 Musik nach Tisch .00 Wir Jungen Menschen .30 Frohes Wochenende * .00 Unser Samstagnachmittag Bücherschau .15 Sang und Klang im Volkston .30 Opemmelodien .00 Klingende Rhythmen .30 Der SWF bittet zum Tan* .15 Sie tanzen nach ihren Wünschen Sonntag, 25. Januar 7.50 Morgenchoral 5.45 Evangelische Morgenfeier 9.15 Das Unvergängliche 10.00 Katholische Morgenfeier 11.45 Für den Bauern 13.30 Musik nach Tisch 14.15 Frohe Melodien 15.00 Kinderfunk 15.30 Jedem das Seine 16.30 Hund um die Porta Nigra 17.80 SWF-Unterhaltungsorchester 18.15 Sportreportage 20.00 Sinfoniekonzert 22.15 Sport und Musik 23.00 Nachtgespräch 23.30 Fröhlicher Ausklang Montag, 30. Januar 8.10 Morgenkonzert 9.00 Für die Hausfrau 13.30 Musik nach Tisch 14.00 Für die Schuljugend 15.30 Musik am Nachmittag 17.20 Soiistenkonzert 18.20 Stimme der Gewerkschaften 20.00 Musik für dich 21.00 Die klassische Operette 22.45 Das Nachtgespräch 23.15 Tausend bunte Noten miiiiiniiiiuiiiiiiHiiiiiinniimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiHiiiininuiim 6.10 11.00 14.00 15.30 17.15 18.20 20.00 20.45 22.30 23.30 Dienstag, 31. Januar Morgenkonzert Froher Klang am Vormittag Wir Jungen Menschen Sinfoniekonzert SWF-Unterhaltungsorchester Die Parteien sprechen Operettenkonzert „Elga“ (Hörspiel) Musik der Welt Jazz 1950 Mittwoch, 1. Februar 6.10 Morgenkonzert 9-00 Für die Hausfrau 12.20 Mittagskonzert 14.00 Für die Schuljugend 15.30 Musikalische Teestunde 18.30 Die Instrumente des Orchesters 20.00 Scheinwerfer auf! 21.00 Das Prisma 22.45 Das Nachtgespräch 23.15 Tanzmusik z. Tagesausklang 0-10 Amerikanische Tanzmusik Donnerstag, 2. Februar 6.10 Morgenkonzert 9.00 Für die Schuljugend 13.15 Musik nach Tisch 14.00 Kinderliedersingen 17.15 SWF-Unterhaltungsorchestar 19.00 Zeitfunk 20.00 Ein Tanzabend im SWF 21.15 Das aufschlußreiche Abc 22.30 Die großen Meister 23.40 Für Kenner und Liebhaber Freitag, 3. Februar 8.10 Morgenkonzert 9.00 Für die Hausfrau 14.00 Für die Schuljugend 15.30 Musik zur Teestunde 16.30 Klaviermusik 17.15 Ihre Lieblingsschlager 20.00 Kammermusik 20.45 Hörfolge 22.30 Musik zur Nacht 23.00 G’schiditen aus Österreich 23.30 Das gute Chanson _ - - —uiujw; i'iucen 0.10 Amerikanische Tanzmusik 23.30 Das gute Chanson § IIIIIIIIIIIIIIIIIII»»»»»»»»»»»»»«»»»,»»»»»»»»,»»,,»„»»„„»»IN,,,,»,»I„„„„„„„„„»»»»»»»»l»cc,„„c,„cc»l»c»c»c»l»l»c»»»,»l„lu„„„„„„„„„„„„„„„„„„,„„„„„„,„„„„„„„ü Radio München Donnerstag, 2. Februar 18.30 JJte Nußknackersuite 20.00 Vie schwäbische Türkei 21/06 Ihre Lieblingsmetodie 22.00 Giovanni Pierluigl 22.30 Die unsichtbare Sammlung 23.10 Die Rundfunktanzkapelle Freitag, 3. Februar 58.90 Musik zum Feierabend 20.90 Die Leute von nebenan 20.30 Sinfoniekonzert 22/00 Tanzmusik 29.45 Lyrisches stenogrammheft 23.15 Igor Stravinsky Samstag, 28 . Januar 15.15 Ich freue mich, daß morgen Sonntag ist 17.15 Musik zum Wochenende 20.00 Sportberichte 20.20 Brumml-G'schichten 21.45 Volkstümliche Tanzmusik 22.10 Das Gesellschaftstelefon 22.45 Aus Filmen und Operetten 23.45 Erinnern Sie sich? 0.05 Wir bitten zum Tanz Sonntag, 4 ». Januar 15.00 „Theo“ (Phant. Hörspiel) 16.45 Sinfoniekonzert 17.45 Sport und Musik 20.00 Sport aus aller Welt 20.15 Sing mit uns 22.30 Sonntagskehraus 0.05 Melodie zum Tagesausklang Montag, 30. Januar 18.15 Konzertstunde 19.30 Die Gewerkschaft ruft 20.00 Sinfoniekonzert 22.1« Das Rundfunktanzorchester 23.15 Melodien aus sttdl. Zonen 0.05 Für den Jazzfreund Dienstag, 31. Januar 20.05 Bunte Weisen 21.15 Tönende Leinwand 22.10 Unterhaltungskonzert 23.00 Leise Klänge zur Nacht 0.05 Nachtkonzert Mittwoch, 1. Februar 17.1* Musik zum Feierabend 20.00 Die Perlenfischer (Oper) 22.10 Lyrik und Prosa 22.45 Kammermusik 23.30 Musik aus London 0.06 Für den Jazzfreund Nicht vergessen: Ab 22 Uhr Zimmerlautstärke! Donnerstag, 2. Februar 20.45 Sie wünschen? 22.10 Neue deutsche Erzähler 22.25 Orchester Franz Deuber 23.00 Nachtstudio 0.05 Nachtkonzert Freitag, 3. Februar 16.45 Unsere Volkshochschule 30.05 Hörspiel 21.00 Orchester Percy Falth 21.30 Die Theaterzettel 22.10 Sinfoniekonzert 28.30 Ganz leis erklingt Musik 0.05 Für den Jazzfreund Radio Hamburg Samstag, 28. Januar 17.30 Tanzmusik 18.00 Für den Arbeiter 20.00 Froh und heiter 20.45 Das Kuckucksei 22.15 Sinfoniekonzert 0.05 Berlin am Mikrophon 1.00 Jazzmusik Sonntag, 29. Januar 17.00 Sportreportage 18.00 Meisterwerke der Musik 19.30 Sportmeldungen 20.00 Leichte Muse 22.00 Sport 22.20 Tanzmusik 23.00 Melodie zur Nacht 0.05 Berlin am Mikrophon Montag, 3«. Januar 20.09 Sinfoniekonzert 22.15 Melodie und Rhythmus 22.45 Gesänge der Moorsoldaten 23.15 Zärtliche Weisen 0.05 Berlin am Mikrophon Dienstag, 31. Januar 19.00 Zeitgeschehen 20.00 Wie es euch gefällt 22.15 Leben ohne Licht 22.45 Tanzmusik 23.15 Nachtprogramm 0.05 Berlin am Mikrophon Mittwoch, 1 . Februar 20.00 Tanzmusik 20.45 Treibgut Mensch 21.15 Aus dem Schallplattenschrank 23.00 Unterhaltungsweisen 0.05 Berlin am Mikrophon ».00 21.15 22.15 23.00 0.05 20.00 20.15 23.00 Donnerstag, 2. Februar Michael Kramer (Drama) Fritz Kreißler spielt Tanzmusik Nachtprogramm Berlin am Mikrophon Freitag, 3. Februar Böhmische Tänze Schwanda, der Dudelsackpfeifer Nachtprogramm Berlin am Mikrophon Cantttag, M. Jstrnnr 188« Nummer 18 — Seite t Basföoß Eine wech&elvolle Geschichte bat das idyllisch am Nordhang des Kaiserstuhls gelegene Städtchen Endingen hinter sich, das ebenfalls wie viele andere Stadtgemeinden unter 10 000 Einwohner in Verfolg der deutschen Gemeindeordnung von 1935 zu einer Landgemeinde degradiert wurde. Trotzdem hat das Städtchen mit seinen äußerst fleißigen und gastfreundlichen Einwohnern an Ansehen nicht gelitten. Es wurde am ganzen Kaiserstuhl als eine Art „Metropole" immer anerkannt. Zum ersten Male wird Endingen im Jahre 763 in einer Urkunde erwähnt, die der Bischof von Straßburg ausstellte. Im Jahre 862 wechselte es den Besitzer und kam 972 an das Kloster Einsiedeln. Zu jener Zeit bestanden zwei Gemeinden (Ober- und Untereindingen), die sich später zusammenschlossen, aber bald darauf nochmals auseinanderfielen und mit den Kirchen St. Martin und St. Peter jeweils ein Eigenleben führten. Um 1200 war Endingen mit einer starken Festungsmauer umgeben, das äußere Zeichen aller damaligen Städte. Etwa in diese Zeit fällt auch die Verleihung des Stadtrechtes, die unter dem damals angesehensten Adels- geschlechte in Endingen, den Üsenbergem, erfolgte. Noch heute sind in der Nähe der Stadt teilweise die Buinen des Schlosses zu sehen, das dem stolzen Geschlecht gehörte. Im Jahre 1387 kam Endingen zu Österreich, 1415 an das Römische Reich deutscher Nation und 1439 wiederum zu Österreich. Aus dieser Zeit weiß die Sage zu berichten, Kaiser Karl der Dicke habe in Endingen sein Leben beschlossen. Die damals am Oberrhein wütende Pestseuche verschonte auch Endingen nicht und raffte einen Großteil der Einwohnerschaft dahin. Im Bauernkrieg, 1525, wurde die Stadt stark beschädigt, MN am Kaiserstuhl %»• •v„* im Dreißigjährigen Krieg belagert und wieder schwer heimgesucht.. Auch später mußten noch viele Rückschläge von der Ortschaft eingesteckt werden. Die Stadtrechte wurden in neuerer Zeit durch die Kaiserin Maria Theresia im Jahre 1744 und durch Kaiser Franz Joseph II. im Jahre 1782 bestätigt; worüber die Stadt wertvolle Urkunden mit Originalhandschriften besitzt. Im Jahre 1805 fiel die Stadt an dag Herzogtum Baden- Ursprünglich waren Rebbau und Landwirtschaft die Haupterwerbs- quelle der Einwohnerschaft Endingens, später, im 19. Jahrhundert, blühte Industrie, Handel und Gewerbe auf. In der Hauptsache faßte die Lederindustrie Fuß (die Firma Loesch besteht seit 100 Jahren). Durch ihre Erzeugnisse und den Wein, der nach wie vor seine Stellung innerhalb der wirtschaftlichen Struktur der Gemeinde beibehalten hat, wurde Endingen weit über die Grenzen Badens hinaus bekannt. Endingen ist die zweitgrößte Rebgemeinde in Baden. Wertvolle Urkunden, Glasmalereien aus dem 15. und 16. Jahrhundert, eine große Anzahl altertümlicher Gebäude und grauenerregender Folterwerkzeuge, die noch im Besitz der Stadt sind, geben ein anschauliches Bild der Vergangenheit Endingens, das in der St.-Martins-Kirche auch die älteste Glocke Deutschlands besitzt. Der Fleiß und die Strebsamkeit der Einwohnerschaft, die in der Vergangenheit für die Stadt einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufstieg brachte, wird auch in Zukunft die Grundlage für einen weiteren Aufbau sein. Die Wiederverleihung der Stadtrechte an Endingen macht ein altes Unrecht wieder gut. Möge die Zukunft für Endingen mit der Wiederverleihung der Stadtrechte eine neue Blütezeit bringen. Sonntag, den 29. Januar 1950 9.15 Uhr: Festgottesdienst beider Konfessionen 11.00 Uhr: Morgenfeier im Rathaussaal 15.00 Uhr: Platzkonzert der Stadtmusik, Roll- u. Würfelspiel (Rugele), Ausstellung historischer Andenken (Rathaussaal) 19.30 Uhr: Heimatabend im Pfauensaal E? CARL LOESCH <*>„<»» / Chrom-Oberleder - Spezialität:'Boxcalf Oswald Hirtler HAUTE - FELLE - LEDER Schuhmacher-, Sattler- und Polstererbedarf Endingen a K. - Telefon 320 SBBm §Utsslet* Endingen a. K. — Telefon 314 Größtes Textil-Fachgeschäft am Kaiserstuhl xöJRk Neinrick Schnelten Schuhfabrik GmbH. Kl ■m Endingen am Kaiserstuhl Arbeits- u. Berufsschuhwerk Xfl/jüflTOgr Sport- und Straßenschuhe FRITZ DOLD & SOHN Schuhgroßhandlung Endingen a. IC — Telefon 380 Verkauf nur an Fachgeschäfte Fertigkleidung - Stoffe Wäsche - Strickwaren Gardinen - Kurzwaren Linoleum und Stragula BERNHARD RISCH Käserei - Molkerei Endingen am Kaiserstuhl — Telefon 306 Trinkt L. Bastians KAISERSTUHLWEINE 1 gegr. 1869 End'ngen a. K. 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Dletscfc Hetterich SdzsbaBe 28 1 Holxhaner HabsbargerstraBe 71 Niederlassung: StmrkenstraBe 45, Telephon 4505 (&$&rHnmmer das I lotk Dom armen Schifferjungen zur „Grauen Eminenz" van Baden Var Kaspar Sauser der badische Erbprinz? - Vor 100 Zähren starb Major kennenhoser, der Derttaute der Gräfin von Bochberg Vor hundert Jahren stirbt in Freiburg ein Major a. D. namens Hennenhofer. Noch ist der Leichnam nicht eingesargt, da erscheinen Beamte des großherzoglichen Hofes, durchsuchen alle Zimmer in der Wohnung des Toten, wühlen in Schreibtisch, Truhen und Schränken und beschlagnahmen alle Papiere, Manuskripte und Tagebücher. Sie, lassen kein beschriebenes Blatt zurück, und als sie ihre Kutschen wieder besteigen, murmeln die Neugierigen, welche sich vor dem Hause ange- eammelt haben. aufgeregt miteinander. »Kasper Hauser“ und »Mörder*, das sind die Worte, die man immer wieder vernehmen kann. An der Wiege ist es dem armen Schiffersohn aus Gernsbach sicher nicht gesungen worden, welch dunkle Rolle er einmal im diplomatischen Dienste des späteren Großherzogtums Baden spielen, zu welcher Macht »hinter den Kulissen“ die Gunst de» Zufalls ihn emportragen und welche Kenntnisse aller Hofkabalen er einmal als williges, brauchbares und erprobtes Werkzeug erlangen wird. Zunächst muß sich der junge Gemsbacher seinen Lebensunterhalt schlicht und bürgerlich als Gehilfe in der Mannheimer Buchhandlung von Schwan und Götz verdienen, und von seinen Talenten kann er nur eines zeigen: seine ungewöhnlich schöne Handschrift. Sie soll ihm den Weg zu der erstaunlichen Karriere öffnen, die er als harmloser Kabinettsekretär am Karlsruher Hofe beginnt. Kein Ort aber hätte geeigneter sein können für die künftige Laufbahn eines eitlen und maßlos ehrgeizigen jungen Mannes, der außer der schönen Handschrift alle jenen Eigenschaften besitzt, die der Mitwisser und Handlanger geheimster und dunkelster Intriguen haben muß. Natürliche Intelligenz und der Instinkt des geborenen Diplomaten führen ihn am Hof sogleich auf die richtige Seite: in den Kreis um die Reichsgräfin Karoline Luise von Hochberg, morganatische Gattin des ersten Großherzogs Karl ■ Friedrich, und ihren Stiefsohn Ludwig. Es ist ein Kreis von Schuldenmachern, von Erbschleichern, — von Thronräubern. Vor einem Jahr ist der erste Großherzog von Baden gestorben. Nachfolger wird sein Enkel Karl, denn der Erbprinz ist bereits im Jahr 1801 in Schweden durch einen Unfall ums Leben gekommen — der erste im geheimnisvollen Totentanz der Zähringer. Wenige Tage vor dem Ende hat man dem 83jäh- rigen Großvater noch das erste Kind des Thronfolger-Enkels und seiner' Gemahlin Stephanie Luise Adrienne Beauhamais in die kraftlosen Arme gelegt. Zwar ist es ein Mädchen, aber doch der erste Sproß einer seit fünf Jahren kinderlosen Ehe. Und jetzt, da der Se- Ein Bild Hausen in späteren Jahren Die Worte „zum Andenken von“ von ihm selbst geschrieben kretär Hennenhofer in den Versehwörerkreis der Hochberg auf genommen wird, ist Stephanie wiederum schwanger. Wird es dieses Mal ein Thronerbe sein? Das ist die Sorge, die am Herzen der Hochbergerin nagt. 1798 hat sie zwar Karl Friedrich mit Unterstützung des ihr ergebenen — vielleicht nur zu ergebenen — Stiefsohns Ludwig das Sukzessionsrecht ihrer Kinder abgew'nnen können, doch kann dieses Recht erst in Kraft treten, wenn d ?r Zähringer Mannesstamm ausstirbt.- Am 29. September 1812 w>d die Adoptiv- nich*e Napoleons von e’nem Sohn entbunden. Die Nachfolge der Zähringer irt gesichert, die „Nachkommen des hochbergischen Betts“ haben das Nachsehen. Nun muß der Wu"s"h- traum der Reichsgräfin zerrinnen, aber schon 17 Tage später stirbt das Kind — stirbt unter Seltsamen Umständen, unerwartet und plötzlich. Die Großherzogin durch die Folgen der schweren Geburt noch ans Bett gefesselt hat den Säugling kaum gesehen, ja. man muß der Wöchnerin um ihr eigenes Leben nicht zu gefährden. den Tod des Söhnchens verheimlichen. Die Stillamme, die das Kleinkind seit der Geburt betreut wird vor und nach dem Tode des Säuglings nicht an da» Bett ihres Schützling» gelassen Vielleicht hätte sie. besser als der Großherzog selbst und die viel zu spät gerufenen Aerzte. da» falsche Kind erkannt das an Stelle de» Erbprinzen. in Krämpfen sich windend und schließlich tot in der Wiege liegt. War wirklich das sterbende Kind eines hochbergischen Lakaien unterschoben, der rechte Erbprinz aber entführt worden? Die Legende — wenn es eine ist — behauptet es. Angenommen, die Vermutung einer Kindesvertauschung und Entführung bestehe zu Recht, — und nach Kenntnis der hochbergischen Pläne scheint sie wohl begründet — dann muß man zugeben, daß der Zeitpunkt der Tat sehr geschickt gewählt worden ist. Alle, die den Säugling genau kennen, sind verhindert oder mit Vorbedacht entfernt worden, sein mächtiger Beschützer aber, der Großonkel Napoleon Bonaparte, weilt fern und unerreichbar im brennenden Moskau. Wenn man ferner annimmt, die Reichsgräfin habe, wie die Legende berichtet, selbst als bergischen Ansprüche weiterhin sichern. Er allein kann es. ddnn 1820 stirbt die Reichsgräfin, einst ein lebenshungriges, ehrgeiziges Hoffräulein, endlich — vielleicht — eine badische Borgia Ein geheimnisvoller Staatsvertrag zwischen Oesterreich und Bayern sichert nämlich die Rückgabe der badischen Kurpfalz an die Wittelsbacher, jedoch erst nach dem Erlöschen der Zähringer Linie. Aus diesem Grunde muß Ludwig zunächst auf dem Thron bleiben — neben ihm sein schlechtes Gewissen, Hennenhofer. Unter seiner Regierung avanciert der einstige Schreiber in wenigen Jahren zum Direktor der diplomatischen Sektion. Auch in seiner neuen Stellung bewährt er sich als brauchbares Werkzeug de» ultrakonservativen Für- Major Hennenhofer, der Mörder? „weiße Frau“ die Vertauschung vorgenommen, so bedurfte sie doch eines Helfers und mit den Weltverhältnissen Vertrauten, der ihr die „Kleinarbeit“ abnahm und vor allem diese günstige politische Konstellation erkannte. Hennenhofer soll es gewesen sein, der kleine Schreiber, der im folgenden Jahre überraschend zum Feldjägerleutnant befördert wird. ■Unmöglich, diese finsteren Zusammenhänge ganz zu durchschauen, es sei denn, der Fund bisher unbekannter Dokumente ‘ liefert den Schlüssel zu diesem und damit zu einer ganzen Kette von Geheimnissen. Eine Tatsache jedoch steht fest: die Chancen der Hochberger auf eine Thronfolge haben sich durch den Tod des Erbprinzen wieder verbessert. — Allerdings. Großherzog Karl war damals erst 23 Jahre alt und seine Gemahlin noch drei Jahre jünger. Noch konnte ein reicher Kindersegen folgen und den Verlust des ersten männlichen Erben wettmachen. Die Geburt einer Tochter im Jahre 1813 beweist diese Möglichkeit. Wollte man also ein Aussterben der Zährin^er endgültig herbe*führen dann mußte der Erzeuger dieses Kindersegens beseitigt werden. Mit geradezu teuflischer Konsequenz bahnt sich diese Entwicklung an. Großherzog Karl begibt sich zum Wiener Kongreß und — sein Begleiter ist der zum Flügeladiutanten ernannte Hennenhofer. Der erst 23jährige Adjutant scheint aber nicht besonders aufmerksam gewesen zu sein, denn in Wien wird gegen Karl ein Vergiftungsversuch unternommen. Krank kehrt er nach Karlsruhe zurück, der „treue" Hennenhofer aher wird Premierleutnant ein Jahr später Stabsrittme'ster. Er muß seine „Missionen“ gut erfüllt haben, woher rührten sonst die schnellen Beförderungen in einer Armee, der er nie aktiv angehörte, die jedoch Wilhelm von Hochberg, der Reichsgräfin zweiter Sohn, kommandierte. Noch einmal am 1 Mai 1816 wird dem kränkelnden Großherzog ein Sohn geboren. Und wieder beginnt das geheimnisvolle Sterben im Pause der Zähringer. Ein Jahr und sieben Tage nach dem freudigen Ereignis sinkt die Fahne auf dem Schloßturm auf Halbmast: auch der zweite Erbprinz ist gestorben. Drei Wochen später folet ihm sein Großoheim Friedrich, des ersten Großherzogs zweiter Sohn, ins bessere Jenseits, ein stiller, alter He-r beliebt und denk seiner großen Soenden im Hungerjahr 1816T7 von iedermarp geachtet. kinderlos und ohne politischen Ehrgeiz — aber ein Zährin°er! Ludwig, der Onkel des regierenden Groß- hprzp» h’eibt der einzige, den der schreckliche W "rger verschont. Ihm fällt der Thron zu. als Karl 1818 im Alter von erst 32 Jahren st'rbt — an d°n Folgen des Giftmord Versuchs, wie man bei Hof behauptet. Sein Lebensweg endete verfrüht, wie der seiner beiden Söhne, nur seine drei Töchter erfreuen »ich blühender Gesundheit und erreichen ein hohes Alter. Noch kurz vor seinem Tode hat Karl ein Hausgeaetz erlassen, das den Ho^hbergem nach Erlöschen des Zährineer Mannesstamme« die Herrschaft über Baden sichert, und auf dem Aachener Kongreß wird es von den europäischen Großmächten endgültig sanktioniert. Das Ziel der Reichsgräfin von Hochberg ist endlich erreicht — de facto und de jure! Ludwig, der letzte Zähringer auf dem badischen Throne bleibt unvermählt, wiewohl er alles andere, als ein Verächter des weiblichen Geschlechtes war. Hennenhofer der alte Vertraute, wird »eine rechte Hand. Aber auch Hennenhofer bedarf seiner, will er die hoch- Louise Gräfin von Hochberg sten. des Ministers von Berstett und Metternichs. Die Versuche zur Aufhebung der Verfassung, der politische Umschwung zur Reaktion in Baden sind weitgehend sein Werk. Nebenbei besorgt er die Privatkorrespondenz Ludwigs bespitzelt Hoch und Nieder und orientiert sich durch ausgedehnten Briefwechsel über alle Neuigkeiten der Politik, und des Hofklatsches So wird er allmählich zum mächtigsten Mann im Hintergrund, zur „grauen Eminenz“ Badens. Gehaßt, aber gefürchtet. ist ei unermüdlich am Werk, bis 1830 sein Gönner Ludwig stirbt. Leopold aber, der erste Hochberger auf dem Thron, schickt ihn in den Ruhestand. Das liberale Regiment' das der neue Großherzog, der „Volksfreund“, rtach der Julirevolution Frankreichs in seinem Lande einsetzt, kann keine Hennenhofer mehr gebrauchen. Als Major a. D. zieht sich Hennenhofer auf Schloß Mahlberg zurück, erst 38 Jahre alt, noch zu jung, um „untätig“ zu sein. Da ist 1828 in Nürnberg ein seltsamer Findling auf getan ht, der sich Kasper Hauser nennt. Ganz Europa nimmt Anteil an dem Schicksal des merkwürdigen Jünglings, und sofort wird die Vermutung geäußert der unbekannte Fremdling sei niemand anders, als der vor 16 Jahren geraubte und mit einem toten Säugling vertauschte Erbprinz Badens, Karls und Stephanies erster Sohn. Am 17. Oktober 1829 — da ist Hennenhofer noch im Amte — entgeht Hauser knapp einem ersten Mördan- ech’ag. Wer konnte am Tode des Findlings und angeblichen Zähringerprinzen interessiert sein? Der König von Bayern, dessen Ansprüche auf badisches Gebiet nur rechtskräftig sind, wenn kein Zähringer mehr lebt? Kaum, denn die Wittelsbacher haben bei der Thronbesteigung des ersten Hochbergers keine Forderungen erhoben. Die Hochberger oder die Verfechter ihrer Erbfolge? Das ist wahrscheinlicher, denn ihnen konnte das Auftauch°n Hausers Schwierigkeiten bereiten, selbst wenn er gar kein Zähringer und Erbprinz, sondern nur ein Schwindler war. Der S*-aatsrat von Feuerbach hatte die Vermutung. Hauser könne der badische Erbprinz sein, ausgesprochen, und alle Welt hatte aus dieser Vermutung eine Tatsache gemacht. Gefahr war im Verzug. der Unbekannte mußte verschwinden — und er verschwand Niemand weiß, ob d’ese Foipenin»eri richtig sind, aber si° sind wahrscheinlich und möglich. — Hic Oeeu’his Oc- cuito occisu-e-t — hier wurde ein Unbekannter von einem unbekannten ermordet da» ist das noch immer gültige Schlußwort auf das Ende Kaspar Hau»ers. Hennenhofer sei der Mörder gewesen behauptet die Legende, die ihm schon die K'n- de=entführune zugeschrieben hat. — Schon zwei Jahre nach dem Tode des Nürnberger Find’ings flüsterte man ..Pauser-Mö-der“ hinter ihm auf der Baden-Bad°ner Kurpromenade. Im März 1848 aber reißt eine wütende Menge den finsteren Vertreter Metternichscher Kab'nettspolit’k in MüMheim ans d"m Eisenbahnwagen und bezichtigt ihn offen des Morde® an Kaspar Hauser. Mit Mühe entwischt er ln die Schweiz. Indizien über Indizien, aber reichen sie zum Schuldspruch gegen Major Hennenhofer aus? Gewiß, das Bild seines Charakters, seine Tätigkeit im Zwielicht erlauben es, ihm die Tat zuzutrauen. Selbst die sorgsam verharmloste Lebensschilderung die der offiziöse badische Biograph r>. Weecb — man merkt, wie mühsam — geschrieben hat, zeigt Hennenhofer a’s schillernde Persönlichkeit, dem jederzeit der Zweck die Mittel heiligte. Aher das Entscheidende für die Verurteilung fehlt: das Geständnis' Stand es in den Memoiren, die. wenige Stunden nach seinem Tod beschlagnahmt. kein Mensch mehr zu sehen bekam? Steht es in den Akten der angeblichen Kaspar-Haueer-Archive die niemanden zugänglich sind? Rätsel über Rätsel, im Falle Hennenhofer wie im Falle Kaspar Hauser. (HLZ) Niemand weiß, woher er kam... Im Mai 1828 herrschte ln Nürnberg große Aufregung. Ein junger, etwa 16 Jahre alter Bursche wurde lallend und schwankend auf der Straße aufgegriffen. Er kann kaum reden und seine geistigen Fähigkeiten entsprechen denen eines dreijährigen Kindes. Wer ist dieser Mensch, der einen versiegelten Brief an den „Rittmeister der 4. Esgataron bey dem 6. Schwolische Regiment Nürnberg“ bei sich trägt? Die Schrift ist offenbar verstellt und das Geschreibsel enthält eine Unmenge orthographischer Fehler. Es heißt: „Dieser Knabe ist mir gelegt worden 1812 den 7. Oktober Und ich selber ein armer Tagelöhner ich habe selber zehn Kinder. . . . habe ihm Christlich Erzogen und ihm seit 1812 keinen Schritt weit aus dem Haus gelassen daß kein Mensch nicht weiß wo er auferzogen und er selber weiß nichts wie mein Haus heißt und das Ort weiß er auch nicht Bester Herr Rittmeister, so müssen Sie ihn abschlagen oder in Rauchfang aufhängen. . .“ Aus einem anderen Zettel geht hervor, daß seine Mutter ein armes Mägdelein gewesen sei. das das Ksnar Hauser erfüllt sich — wenn er wirklich der Erbe der Zähringer gewesen sein sollte — folgerichtig und schnell Er wird an einem Dezembertag 1833 von einem Unbekannten aufeefnrdert. nachmittags um drei Uhr in den Hnfgarten zu kommen wo er erstochen wird. Er hat noch di» Kraft, nach Hause zu gehen und sei-em Pflegevater zu erzählen, wie er in die Herzgegend gestochen wurde. Trotz sofortiger ärztlicher weife stirbt Kaspar Hau'er drei T’“ snäter Der König V on Bauern s-tzt 10 «00 Gulden für die Ergreifung d°s Täters aus. Man fm^et w-dep Anhaltspunkte norix Snure n — die Belohnung kann nie ausbezahlt werden. So vielseitig die Gerüchte um Kasuar Hauser sind so geheimnisvoll »lud a>"h die Deutungen, über seine ißiähri-re Gefangenschaft. War er auf dem Lehenshof Pilsach in der Gherpfalz. wo man mit Sicherheit das Verließ von Kasuar Hauser entdeckt haben will? Oder wurde er auf d“m Jagdschloß. Tiersdorf oder in der Komoturel Beuggen gefangen gehalten? Man weiß es ebenso wenig, wie man d°n Mann kennt der den tödlichen Stich ausgeführt hat Bedeutsam Ist nur. daß von Anfang an das Gerücht um Kaspar Bau- eer. er sei d“r Erbprinz vnp n->s»n nie Verstummen gebracht werden konnte. HK femstag, 28. Januar 1950 feasTBotä Nummer 12 — Seite » Freiburg * Breisgau * Schwarzwald Für die Ärmsten der Armen „Freiburger Nothilfe“ sammelt Kleider, WäsAe und Schuhe Wer heute 'durch _die Straßen unserer Stadt hille“, die in sich alle freien Wchlfahrtsver- bummelt, kann mit Freude immer wieder lest stellen, daß sich das äußere Bild des Passantenverkehrs sehr zu seinen Gunsten verändert hat An die Stelle der uniformen Schäbigkeit dar Nachkriegsjahre ist vielfach bereits wieder eine gepflegte Eleganz getreten. Und doch gibt es noch unendlich viele Menschen unter uns, denen auch heute noch das Nötigste zum Anziehen fehlt Diese klopfen an die Türen der freien und der öffentlichen Wohlfahrtsverbände. Unterkunft und Verpflegung können diese Organisationen noch notdürftig vermitteln, der Vorrat an Bekleidungsstücken jedoch ist erschöpft Lange hat das Ausland geholfen, aber schon seit einiger Zeit ist diese Quelle versiegt Man ist im Ausland nicht blind gegenüber der Besserung unserer Verhältnisse; es ist an der Zeit, hier zur Selbsthilfe zu schreiten; denn die Not ist noch unermeßlich groß. Flüchtlingen, Heimkehrern und Erwerbslosen mangelt es an dem Allernotwendigsten , es leben in Freiburg noch Menschen, die kein Hemd zum Wechseln besitzen. Dazu kommt noch der Strom der illegalen Grenzgänger, deren nackte Not von den Wohlfahrtsverbänden nicht übersehen werden kann. Gerade in den letzten Tagen häuften sich die Anträge auf Bekleidungsunterstützung in erschreckendem Maße. Die Arbeitsgemeinschaft „Freiburger Not- Kleine Stadtnachrichten Die Stadtverwaltung dankt allen Spendern, die dem Stadtarchiv im letzten Jahre wieder eine Reihe wertvoller Geschenke übermittelten. 29. Jaavar, 14 Uhr, Straßenbahnhaltestelle Günterstal: Wanderung de» Schwarzwaldvereins: GUnterstal — Langacfcem — Selzenhof — Au. Gehzeit 2 l /i Std. 29. Januar, 14.20 Uhr, Zähringer Tor, Straßenbahnhaltestelle Komturplatz: Hauptversammlung des Ka- ninehenzucht-Stammvereins C 54 Freiburg mit Neuwahl des Gesamtvorstandes. 30. Januar bis II. Februar im Kinoraum der „Brücke“:Dokumentarfilms „Unsere Zeit“, „Coastal Village“, „West Riding“, „The Londoner«“ (U Uhr für Schulklassen, 15, 17.30 und 20 Uhr für Erwachsene; außer 1. Februar). SO. Januar, 20 Uhr, auf der „Stube“: Hauptlehrer Frtesrver, Kirchhofen, über „Der kulturgeschichtliche Wert der alten Totenbücher der Pfarreien Sölden, Bollschweii und St. Ulrich“. 20. Januar, 20 Uhr, Hörsaal 5 der Universität: Prof. Adalbert Nauber spielt Kompositionen von J. 8- Bach. Am 20. Januar beginnt die Arbeitsgemeinschaft Stenografie für Fortgeschrittene des jugendbildungs- werks um 19 Uhr mit ihren Unterrichtsstunden in der Leeslngschule, Zimmer 13. Für die Arbeitsgemeinschaften Kunstgeschichte und deutsche Literatur werden noch Anmeldungen angenommen. 30. Januar, 20 Uhr, Hotel Schotzky: im Film-Club Freiburg spricht Klaus Hosemann über „Das Abc vom Atelier“. Gäste willkommen. 31. Januar, 20 Uhr, Kaufhaussaal: Haus Heinrich Hagen singt „Die Winterreise“ von Franz Schubert ; 31. Januar, 20.15 Uhr, Hörsaal 1 der Universität: Prof. Dr. Hans Sedlmayr, Wien, über „Die Revolution der Kunst um 1800 “ mit Lichtbildern. Nach kurzer, schwerer Krankheit starb im 54. Lebensjahre der Direktor der Kieler Universitäts-Hautklinik, o. ö. Prof. Dr. p. W, Schmidt. Er gehörte der Universitäts-Hautklinik unter Prof. Rost 1923 als Assistent an. Als Prof. St 'hmer 1934 dem Rufe der Freiburger Fakultät auf den Freiburger Lehrstuhl folgte, kehrte Schmidt, der sich in Münster für das Fach der Dermatologie habilitiert hatte, als o. ö. Prof, und Oberarzt mit StChmer zurück und wirkte Jn Freiburg bis zu seiner Berufung auf den Kieler Lehrstuhl im Jahre 1943. Am 29. Januar wird der aus Säckingen gebürtige, seit einer Reihe von Jahren in der Familie seines Schwiegersohns, L. Bührle, Wilhelmstraße 20, Im Ruhestand lebende Redakteur Joseph Winkel 95 Jahre alt. Er begann seine journalistische Tätigkeit 1887 als Volontär bei der „Konetanzer Zeitung“. Später wirkte er am „Markgräfler Tagblatt“ in Schopfheim, am „Murgtäler Tagblatt“ in Gernsbach, und «eit 1905 beim „Freiburger Tagblatt“. 1930 trat W. ln den Ruhestand, blieb aber mit der Freiburger Presse weiter in Fühlung, Als begeisterter Sänger und Theaterfreund war er auch im Freiburger Vereinsleben stets aktiv und erfreut sich auch heute noch körperlicher und geistiger Rüstigkeit. In einer Feierstunde des Badischen Roten Kreuzes für Flüchtlingskinder und ihre Angehörigen erhielten HO Kirchzartener Kinder Kleider, Pullover. Strümpfe und Spielsachen. — Zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit sandte das Badische Rote Kreuz Freiburg zwei aus russischer Gefangenschaft heimgekehrte Rotkreuzhelferinnen für vier Wochen kostenlos in i Erholung. , 1 bände in gemeinschaftlicher Arbeit vereint, hat sich daher entschlossen, mit einem Appell an die Freiburger Bevölkerung heranzutreten. Sie will all die Bekleidungsstücke erfassen, die hier und dort noch’ ein unnützes Dasein im Kleiderschrank fristen. Es gibt genügend Leute, die ihren Kleiderbestand in der letzten Zeit erneuern konnten; ihnen dürfte es nicht allzu schwer fallen, das eine oder andere Stüde zu spenden. Man muß bedenken, daß die Fülle der Auslandsspenden, die uns über die schwerste Zeit hinwegfaalf, oftmals als wirkliche Opfer in Sammlungen von Haus zu Haus zusammengetragen wurde. Sollten wir selbst dahinter zurückstehen? Die Sammlung wird am ersten und zweiten Februar durchgeführt Als Sammler haben sich über tausend Schüler der Freiburger Oberschulen zur Verfügung gestellt; mit Hilfe von Lastkraftwagen werden sie die Spenden zu einer zentralen Verteilungsstelle bringen. Besonders dringend werden Kleidungsstücke für Männer benötigt Es sollte sich erübrigen, darauf hinzuweisen, daß die Aktion nicht in eine Lumpensammlung ausarten darf. Vorher verbreiten die Volksschüler 40 000 Flugblätter, um den Aufruf auch an den letzten Mann zu richten. Niemand, der es irgendwie ermöglichen kann, sollte sich diesem Aufruf entziehen. Er ist nicht nur .ein Gebot der Nächstenliebe, sondern auch für das Ausland ein Zeichen dafür, daß seine Hilfetätigkeit nicht auf unfruchtbaren Boden gefallen ist. G. R. Geldspende für Freiburger Studentenhilfe Landeskommissar Föne hat der Freiburger Studentenhilfe 20 000 DM zur Verfügung gestellt. Davon sollen 15 000 DM für Stipendien ausgegeben, 3000 DM dem neugegründeten Auslandsamt der Universität zur Finanzierung von Auslandsreisen zugewiesen und -2000 DM für Sonderzwecke verwendet werden. Eine Wärmstube Im Hause der Dreikönigsküdie, Sdiwarzwaldstr. 25, wurde eine Wärmstube für Frierende eingerichtet, die täglich von 9 bis 11.30 Uhr und von 14 bis 17.30 Uhr unentgeltlich geöffnet ist. Wieder Alpenverein Freibnrg Nach langen Bemühungen wurde es nun möglich, den Alpenverein Freiburg wieder zu gründen. In ihm schließen sich die ehemaligen Sektionen Freibürg und Breisgau zusammen. In den Berichten des vorbereitenden Grandungsausschusses zeichnete sich der bürokratische Leidensweg bis zur Gründung äb. Nach der Annahme der Statuten wurde Professor Dr. Schilling zum ersten Vorsitzenden und Fritz Eberle zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Prof Schilling wies auf die Schwierigkeiten hin, die einem Vereinsleben nach fünf Jahren der Ruhe entgegenstehen. Die Neugestaltung müsse den alten Traditionen entsprechen. Neben der Pflege des Bergsports und der Lehre seiner Voraussetzungen hat sich der Verein auch künstlerische und wissenschaftliche Aufgaben zum Ziele gesetzt und eine Anzahl von Vortragsabenden vorgesehen. Vor allem sollen auch die Anfänger mit den Tücken des Hochgebirges vertraut gemacht werden, damit die Zahl der bedauerlichen Bergunfälle auf ein Mindestmaß vermindert wird. Als höchstes Ziel des Vereins bezeichnet Prof. Schilling die Pflege und Heranbildung jener Kameradschaft, in der das Bergsteigen mit keiner anderen Sportart vergleichbar sek — Uber die Vereinshütten in Österreich konnte der Vorsitzende wenig Erfreuliches berichten. Sie seien unter Treuhandschaft gestellt und noch ganz beschlagnahmt; ob es in absehbarer Zeit wieder möglich sein würde, diese Hütten zu besuchen, sei eine sehr große Frage. — Zur Gründungsversammlung waren zahlreiche Freunde der Bergwelt erschienen, die über das wiedererstandene Leben ihres Vereins sichtlich erfreut waren Wolf Hart will Spielfilme drehen Der in Freiburg lebende Kulturfilmregisseur Wolf Hart, der soeben im Aufträge einer Hamburger Firma einen Kulturfilm über das Leben einer Fürsorgeschwester in Bernau fertiggestellt hat. will Jetzt auch Spielfilme drehen. Hart erklärte, seine Tätigkeit als Kulturfilmregisseur sei als Vorbereitung für größere Aufgaben anzusehen. Gerade mit der Technik des Kultur- und Dokumentarfilms könnte der Spielfilm belebt und wirklichkeitsnaher gestaltet werden. Wolf Hart wurde vor allem durch seine Kurzfilme „Das Teufelsmoor“ und „Der Landbriefträger* bekannt. Französischer Sprachunterricht Im Centre de Documentation im Hause des „Friedrichsbau“, Kaiser-Joseph-Straße, werden vom 31. Januar ab, dienstags von 19 bis 20 Uhr von französischen Sprachlehrern kostenlose Sprechstunden für Anfänger in leicht verständlicher Form erteilt. Städtische Bühnen Der Kartenvorverkauf für das Roswaenge-Gast- spiel beginnt am 30. Januar, 10 Uhr. — Am 31. Januar tritt der Große Ballettabend an die Stelle der Operette „Der goldene Pierrot“. Gegen kommunale Lichtspielbetriebe Wie dpa meldet, faßte der Verband der Lichtspieltheaterbesitzer Badens aut seiner ordentlichen Hauptversammlung in Freiburg eine Entschließung gegen die Eröffnung kommunaler Lichtspielhäuser, wie sie beispielsweise in Freiburg erfolgt sei. Es sei unhaltbar, daß die Städte den steuerzahlenden Lichtspieltheatern auf diese Weise Konkurrenz machten. In einer zweiten Meldung teilt dpa mit, die privaten Freiburger Kinobesitzer protestierten dagegen, daß das städtische Kino infolge kostenfreier Plaka- tierung seiner Filmanzeigen durch die Städtische Pia» katanstait und infolge anderer kostenloser Werbungsmöglichkeiten wie beispielsweise in den städtischen Verkehrsmitteln für die privaten Lichtspielhäuser eine unlautere Konkurrenz darstellen könnte. Praktisch äußere sich dieser Protest darin, daß die privaten Freiburger Kinobesitzer zunächst keine Plakataufträge mehr an die Städtische Plakatanstalt vergäben und außerdem die Filmverleihfirmen veranlassen wollten, an das städtische Kino keine Filme z» verleihen. Bereitscbaftsdienst am Sonntag Ärzte (verfügbar, soweit Hausarzt nicht erreichbar): Dr. Wolfgang Schleihauf, Kaiaer-Jos.-Str. 279, Dr. Dierkesmsnn, Hildastr. 9 (Tel. 2793), Dr. Ilse Werner, Lerchenstr. 17 (Tel. 2050), Dr. Bandy, Im Wollswinkel 22. Zahnärzte: Unlv.-Zahnklinik Günterstal, Torpl. 1 (Tel. 2583) von 10 bis 12 Uhr; außerhalb dieser Zeit: Dr. Wilhelm Schwermer, Reichsgrafenstr. 24. Dentisten: Josef Engel, Reichsgrafenstraße IT (Telefon 3820). Apotheken: Loretto-Apotheke, Günterstalstraße 52, und Herdem-Apotheke, Habsburgerstraße 81. Tanztee im Dattier Jeden Mittwoch findet im Schloßbergrestaurant Dattier von 16 bis 19 Uhr Tanztee statt. Nun haben wir unser „Fett“! Ein Kunde Snfiert sich zn den Butterpreisen Es ist Nachmittag. Ich stehe in einem Delikatessengeschäft, als der Lieferant gerade frische Butter bringt. Die Verkäuferin, vielleicht auch die Ladeninhaberin des Ladens, bedient eine Kundin und wirft dazwischen einen Satz zu dem Manne hin, der did Butter gebracht hat: „Teurer geworden, nicht wahr?“ Und die Antwort: „ Ja, gleich um 36 Pfennige pro Pfund,“ Die Kundin dreht sich um: „W a s? Die Butter hat aufgeschlagen? Aber die Regierung hatte doch feierlich versprochen, daß die Preise für ehemals bewirtschaftete Artikel nicht erhöht würden, wenn sie nun allmählich von der Bewirtschaftung ausgenommen werden,“ Ein Mann, der wie ein Angestellter oder mittlerer Beamter aussieht, sagt: „Ja, und bezüglich der Butter hat der Ernährungsminister das noch einmal bekräftigt.“ Alle Blicke sind fragend auf die Frau hinter dem Ladentisch gerichtet, die schließlich erwidert: „Wir Gewerkschaften gegen Milchpreiserhöhung Im Mittelpunkt der sehr stark besuchten Delegiertenversammlung des Ortsausschusses der Freiburger Gewerkschaften stand die Preisfrage. Den Ausführungen der Kollegen Kappes, Glöckner und Knobel über die verschiedenen Preisgebiete folgte eine teilweise erregte Aussprache, in der energisch gegen jtede Art vyn Preis- und Gebührenerhöhung Stellung genommen wurde. Einstimmige Annahme fand eine Entschließung, die für die Milch einen' 3prozentigen Fettgehalt bei gleichbleibendem Preise fordert. Auch die Butterpreiserhöhung wurde als untragbar für die große Masse der Werktätigen " bezeichnet, und es wurde von den Gewerkschaften gefordert, daß sie durch Einleitung von Lohnbewegungen einen Ausgleich zwischen dem ständig sinkenden Reallohn und den steigenden Preisen her Straßenbahn, die eine Tarifänderung als unabwendbar erscheinen ließen. Man habe versucht, sie weitgehend nach sozialen Gesichtspunkten zu gestalten, um die neue Belastung der großen Masse einigermaßen erträglich zu machen. Die Delegierten hielten aber diese Erhöhung wie auch die vor kurzem vorgenommene Erhöhung der sonstigen städtischen Gebühren in der jetzigen Zeit für unangebracht, da die Werktätigen hierfür wie auch für die anderen vorher behandelten Preiserhöhungen bis jetzt keinen Ausgleich erhalten könnten. Weiter wurde die Neuorganisation der Ortsausschüsse nach der Bildung des Deutschen Gewerkschaftsbundes besprochen; sie sollen in Zukunft als Kreisausschüsse am Sitz der Arbeitsämter gebildet werden. Der Wirkungs- h—li-L ->---" • — ~ beiführen müßten. Ferner wurde die Frage i Bereich des jetzigen Kreisausschusses Freiburg <4en 1_ : j_ ru _»_i_ 1 _ I oioL L. _ * t* _ ,» der Fahrpreiserhöhungen bei der Straßenbahn angeschnitten und den aus Gewerkschaften stammenden Stadträten vorgeworfen, daß sie gegen die Interessen der arbeitenden Bevölkerung gehandelt hätten. Die Stadträte Kappes, Knobel und Glöckner gaben daraufhin eine eingehende Darstellung der Lage bei der würde sich dann auch auf Emmendingen, Waldkirch, Neustadt, Breisach und Staufen ausdehnen, wobei deren Selbständigkeit aufgehoben würde. Es wurden Bedenken gegen diese starke Zentralisierung der Gewerkhaben nichts von der Preiserhöhung. In» Gegenteil, der Umsatz wird zurückgehen.“ Die Kundin spricht leise vor sich hin: „Und ich habe mich so gefreut, daß die Kinder wieder richtige Butterbrote essen können. Das ist nun vorbei . . Hier konnte ich den Mund nicht mehr halten: „Ja, es ist vorbei. Und noch gründlicher ist es für den Arbeiter und seine Familie mit dem Butteressen vorbei. Es nützt nämlich gar nichts, daß man uns versichert hat, für die Erhöhung des Preises werde auch der Fettgehalt um 2 Prozent heraufgesetzt Und dem Bauern dürfte mit der Preisheraufschrautoung auch nicht geholfen sein. Wenn nämlich die Kaufkraft der Konsumenten so schwach ist daß die bei uns erzeugte Butter und die aus dem Ausland Angeführte nicht mehr gekauft werden können, dann wird man sich bald wieder zu einer Senkung der Preise entschließen müssen, wenn man nicht auf der Butter sitzen bleiben will.“ Der Angestellte oder Beamte nickt und sagt: „Ja, wenn man sein Geld nur für Lebensmittel ausgeben könnte; aber es gibt ja noch so vieles, was angeschafft werden muß.“ Und zu dem Lieferanten gewendet sagt er noch: „Die Verbesserung der Qualität ist wirklich kein Ausgleich für diesen so stark erhöhten Preis. Die Regierung macht einen großen Fehler. Sie müßte auf dem Gebiet der Löhne und der Lohnsteuern Maßnahmen zugunsten der großen Schicht der Arbeitnehmer durchführen; denn die bilden ja die Menge der Verbraucher, die einen hohen Umsatz garantieren, wenn man sie entsprechend bezahlt“ Ich werfe ein: „Ich weiß nicht ob Sie darüber informiert sind, daß die SPD gegen die Preiserhöhung gestimmt hat“ Da seufzt der Mann: „Ja, ja, ich habe eben falsch gewählt!“, und verläßt den Laden. Ich sehe mir auf dem Nachhausewege dis Aushängetafeln der Geschäfte an. Auf einigen stand kürzlich noch: „Butter frei! 125 Gramm 64 Pfennig.“ Sie sind jetzt mit der lakonischen Aufschrift versehen: „Butter frei erhältlich.“ Von der Preiserhöhung steht nichts dabet Übrigens, wie ist das eigentlich mit der Butter, die noch auf Lager war? Die hat ja nun den erhöhten Fettgehalt noch nicht; also müßte schaftsarbeit laut und nachteilige Auswirkun- | man sie noch zum billigen Preis erhalten. Oder gen befürchtet. p. k. | etwa nicht? -er. „Nachtwache“ Erstaufführung in den Theater-Lichtspielen Seit langem geht der deutsche Film Jedem religiösen Problem ängstlich aus dem Wege. In den Jahren der Unfreiheit, in denen Haß statt Liebe gepredigt wurde und eine „Staatsreligion“ das Evangelium zu verdrängen drohte, hätte ein religiöser Film ohnehin keine Lebensmöglichkeit gefunden; und nach dem Zusammenbruch jenes Reiches, das Gott nur noch als Propagandaposten wertete, sah und gestaltete man fast nur noch das Negative unserer Zeit. Und doch verlangt gerade diese schaurige Welt der materiellen und seelischen Trümmer nach Menschen und Künstlern, die sich nicht damit begnügen, festzustellen, daß wir „noch einmal davongekommen“ sind, sondern die mutig und verantwortungsbewußt an die schöne, aber Juch unendlich schwere Aufgabe herangehen, den Menschen den Weg nach oben zu weisen. Denn darauf kommt es ja heute vor allem an: dem — freilich wohl- begründeten — fortschreitenden Pessimismus endlich Einhalt zu gebieten und an seiner Stelle wieder dem Glauben seinen festen, unverrückbaren Platz in den Herzen der Menschen zu geben. Um nichts anderes als um die Kraft dieses Glaubens geht es in -Harald Brauns Film, in dessen Mittelpunkt das Schicksal eines evangelischen Pfarrers steht, der, als ihm das Liebste entrissen wird, beweisen muß, daß er die Kraft des von ihm gepredigten Glaubens auch selbst besitzt. So wirft sein Beispiel einen hellen Schein auch auf den dunklen Lebensweg einer ihm innerlich nahen Frau, die ein ähnliches Schicksal den Glauben an den Sinn des Lebens und an die göttliche Güte verlieren ließ. Und noch ein anderer wird durch «taa harte Erlebnis des Geistlichen aus seiner grenzenlosen Verzweiflung und" Ehrfurchtslosigkeit aufgerüttelt: ein ehemaliger Kampfflieger, dem das Zerstören zum Lebenselement geworden war. Das alles schildert Harald Braun in einer überzeugenden, dichterisch gültigen, tief in unsere Herzen dringenden Form. Er ist — ein Idealfall, den man jedem wertvollen Filmstoff wünschte — auch diesmal wie schon in manchem seiner früheren Filme Autor und Spielleiter in einer Person, und es zeugt von seiner hohen künstlerischen Berufung, daß er neben dem Bekenntnis, das uns sein Werk vermittelt, nirgends die dramaturgischen Gesetze der äußeren Spannung vernachlässigt. Er verzichtet dabei auf jede aufdringliche' Wirkung und erreicht mit den leisesten Mitteln und den behutsamsten Dialogen — Braun Ist auch ein Meister in der Gestaltung der tiefernsten Zwiesprache von Mensch zu Mensch — unendlich viel mehr als andere mit Pauken und Trompeten. Noch niemals, so scheint es uns, wurden im Film die letzten Dinge des Lebens, die um die Frage der Verantwortung des einzelnen gegenüber der Gesamtheit und um sein Verhältnis zu Gott kreisen, mit solch tiefem sittlichem Ernst und solch herrlichem religiösem Be- kbnnermut gestaltet wie in der „Nachtwache“, die in ( ihrem Namen den großen gemeinsamen Dienst der ■ beiden christlichen Kirchen an der leidenden Mensch- j heit im Dunkel unserer Zelt versinnbildlicht. Denn i das Ist das Entscheidende an diesem Film, daß er I sich weder auf eine evangelische noch auf eine katho- i lisehe- „Linie“ festlegt, sondern über alles Trennende j ira Dogmatischen hinwag die tiefinnerste Verpflich- > tung des Katholizismus und des Protestantismus, sich züm gemeinsamen Dienst ira Sinne des Evangeliums die Hände zu reichen, betont. Es wäre kleinlich und der Bedeutung dieses großen Werkes unwürdig, es auf etwaige Schwächen hin sezieren zu wollen. Eins nur mag mancher Zuschauer bedauert haben: daß dem Schicksal des Schauspielers Stefan Gorgas keine positivere Wendung gegeben wurde. Aber dieser Eln- i wand und vielleicht auch der eine oder andere verblaßt angesichts des Inneren Glanzes und der fruchtbaren, beispielgebenden Kraft dieses Films, der ganz aus dem Reichtum des Evangeliums lebt und den unzerstörbaren Geist der Güte und Liebe widerspiegelt. Auch im Schauspielerischen erreicht „Nachtwache“ jenen absoluten Gipfel, der keine Steigerung mehr zuläßt. Luise Ullrich — neben der Wessely und der Krahl wohl die größte Menschengestalterin Im deutschsprachigen Film — zeichnet in ihrer Cor- nelie mit der Ihr eigenen rührenden Zartheit, aber auch mit ausbrechender Leidenschaft die vereinsamte, MebeleßTe Frau unserer Tage schlechthin. Es gibt keine Szene mit ihr, von der man nicht wahrhaft erschüttert und zugleich beglückt würde. Von der gleichen Menschlichkeit sind der prächtige evangelische Pfarrer Hans Nielsens und der ebenso gradsinnige, gütige und dem Leben zugewandte Kaplan, dem Dieter Borsehe seinen feinen Charakterkopf leiht, erfüllt, während Renö D e 11 g e n mit der quälend echten Darstellung der inneren Heimatlosigkeit des einstigen Kampffliegers eine seiner besten, überzeugendsten Leistungen gelang. Sehr lieb und natürlich: die kleine Angelika Voelkner als Pfarrerstöchterlein. Auch die kleinste Rolle noch atmet Menschlichkeit, und es wird wohl so leicht niemanden geben, der nicht von der kurzen Zwiesprache zwisäten Hans Nielsen und dem wundervollen Nikolai Kollo als Schaukelbesitzer aufs tiefste ergriffen wäre. — Franz Koch wurde zum Dichter mit der Kamera, und die Stärke des Komponisten Mark Lothar erweist steh vor allem an seiner vorbildlichen künstlerischen Begrenzung. Daß dieser Film den Menschen ln all ihrer grenzenlosen Not helfen und den Weg aus dem Dunkel ins Licht der Erkenntnis zeigen möchte, ist sein großes, bleibendes Verdienst. An uns aber liegt es nun, seine ernste Lehre zu beherzigen und uns immer bewußt zu sein, daß nur aus dem Glauben die Tat erwächst! Rudolf Burschel. Das „K ommödehen“ gastierte Das Düsseldorfer „Kommödehen“ kam mit wohlgefüllten Schubladen zu Besuch. Und jede enthielt eine Packung Zeitgeschehen, mit Witz und Ironie belauert, wie es überwiegend unerfreulichen Dingen nun einmal gebührt. Aber, so meinen die Neunmalklugen, es gehöre doch eigentlich nicht eben viel dazu, in unserer miesen Zeit Bekrittelnswertes aufzuspüren und wohlfeil an den Mann zu bringen. Gemach, meine Verehrtesten: wir möchten dem entgegenhalten, daß hier allein die Auswahl und die Kunst des Servierena den Ausschlag geben. Die „Kommödiantem“ jedenfalls machen es sich (und dem Publikum) durchaus nicht leicht mit ihrer Zeitkritik, und man muß manchmal recht genau hinhören, um auf dem Grunde ihrer kompromißlosen Bosheiten die „fühlende Brust* zu verspüren. Aber sie ist überall dabei: in den beiden gallbitteren Satiren auf den ewigen Landsknechtsrummel so gut wie in der Rundfunkreportage von der Schlacht im Teutoburger Walde, der Anbetung des großen Wundermannes unserer Zelt und dem Lehrstück „Besatzung für Slawasch“, das auch den „anderen“ die Relativität der Begriffe sehr deutlich ins Bewußtsein ruft. Lassen wir deshalb alle billigen Lobesphrasen und stellen wir nur sachlich fest, daß sich hier unter Kay L o r e n t z’ künstlerischer Leitung eine kleine Schar unschablonlerter Künstlerinnen und Künstler zusammengefunden hat, bei denen sich Gesinnung und Können die Waage halten und die alle nur einen Feind kennen: den, der die Zeiger unserer Zeit zurückdrehen möchte. Er und mit Ihm alle anderen, die sich „getroffen" fühlten und sauer darauf reagierten, waren die Verlierer jener beiden wahrhaft bunten Stunden, die man in der Erinnerung nicht missen möchte, obgleich sie durchaas nicht nur aus Höhepunkten bestanden, sondern auch das eine oder andere umschlossen, das — wie etwa .Die soziale Anklage 1900 und 1950“ — im Rahmen des Ganzen matt und abgestanden wirkte. Auen auf den recht gewaltsamen „Humor* der „Faust - Parodie hätte man getrost verzichten können, aber die Oberhand behielt doch der frische Düsseldorfer Wind, der den Spießergeist aus allen Ecken fsgta- Es wurde viel gelacht an diesem Abend und wohl auch — so hoffen wir — nachgedacht. Besuch uns bald wieder, liebes „Kommödchen"! R B. Professor Adalbert Nauber spielt J. S. Bach Die Wiedergabe aller Sonaten und Partiten für Violine solo wird mit zu den wesentlichen Aufführungen des Bach-Jahres gehören. Professor Adalbert Nauber, dessen vornehmes, beherrschtes und ganz auf dem Grunde einer geistigen Werkdurchdringung stehendes Spiel uns bekannt ist, hat es unternommen, uns diese Werkreihe von J. S. Bach an zwei Abenden zu vermitteln- Die Reihe enthält drei Sonaten und drei Partiten. Die Sonaten, von denen wir am ersten Abend zwei hören konnten, umfassen jeweils zwei Satzpaare, für die der Tempokontrast als übergeordnetes Formprinzip maßgebend ist: einem langsamen Satz folgt jeweils ein schneller (wobei die Fugensätze ganz besonders große technische Anforderungen stellen). Die Partiten verbinden eine Folge von Tanzsätzen, die Jeweils eine charakteristische rhythmisch« Struktur haben. Die traditionelle Satzfolge: Allemande — Courante — Sarabande — Gigue ist bei Bach oft erheblich erweitert. So folgt in der ersten Partita jedem Satz eine sogenannte Double, die den Satz in einer variierten, das heißt in Figurenwerk aufgelösten und verzierten. Form wiederholt. Die d-moll- Partita, die wir am zweiten Abend hören werden, ist durch die berühmte Chaconne erweitert. — Vielleicht darf hier der Wunsch ausgesprochen werden, daß an diesem Abend die dauernden Störungen durch Zuspätkommen unterbleiben, die auch den musizierenden Künstler nicht zu der nötigen Ruhe und Konzentration kommen lassen. — w — Seite N — Nummer 12 Emmendingen — Kaiserstuhl — Elztal 124000 DM für Hausratshilfe Beim Soforthilfeamt wurden 2391 Unterstützungsanträge gestellt %a$13ofö Samstag, 28. Januar 193» ln der letzten Sitzung des Soforthilfeausschusses kamen insgesamt 59 300 DM zur Verteilung, so daß 398 -weitere Anträge auf Hausrathilfe behandelt .werden konnten. Mit dieser .Summe sind die dem Kreis bis Januar 1950 zur Verfügung stehenden Mittel aus der Soforthilfe (124 000 DM) restlos verteilt. Von den letzten 59 300 DM wurden berücksichtigt: Flüchtlinge mit 46 700 DM, Sachgeschädigte mit 12 250 DM und politisch Verfolgte mit 350 DM. Von den vorliegenden 398 Anträgen mußten 45 zurückgestellt und 44 Gesuche abgelehnt werden. Beim Soforthilfeamt in Emmendingen gingen bis zum 24. Januar 2391 Unterstützungsanträge ein, 781 Gesuche auf Unterhaltshilfe und 1610 Anträge auf / Hausrathilfe. Auch weiterhin gehen täglich etwa 20 bis 30 neue Unterstützungsanträge ein. Wie der Leiter des Soforthilfeamtes mitteilt, werden vom 1. März ab auch Zahlungen auf die Unterhaltshilfe erfolgen können. Falls der Antrag fristgemäß eingereicht wurde, erfolgt auch eine Nachzahlung für die rückliegende Zeit. Rad- und Kraftfahrer-Bund „Solidarität“ In der gut besuchten Generalversammlung des im April 1949 wieder gegründeten Radsportvereins Emmendingen wurde offiziell der Anschluß an den wiedererstandenen Rad- und Kraftfahrer-Bund .Molidarität“ vollzogen. Künftig tritt der Radspfctverein Emmendingen unter diesem Namen an die Öffentlichkeit. Bei der Neuwahl des Vorstandes wurde wiederum Albert Storz zum 1. und Albert Kotz zum 2. Vorsitzenden gewählt. Schriftführer wurde Reinhold Kunz, Rechner Karl Ebinger, Sportwart A. Kotz und Jugendleiter Herbert Braun. Vorsitzender Storz gab das Programm für das neue Jahr bekannt, das u. a. am 11. Februar einen Kappenabend im Rebstock vorsieht. Zither- und Mandolinen-Club Bei der am Spnntag stattgefundenen Hauptversammlung des Zither- und Mandolinen- Clubs Emmendingen konnte der Verein auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Bei der Wahl wurde Vorsitzender Arno Blum einstimmig auf ein weiteres Jahr bestätigt; 2. Vorsitzender wurde Berthold Wieder, Kassier Fräulein Irs- linger, Schriftführer Wilma Reichenbacher, Beisitzer Karl Nock und Josef Fischer. Die Arbeit des Dirigenten Reichenbacher, Freiburg, fand besondere Würdigung. Als zweiter Dirigent wurde A. Blum gewählt. Das neue Programm sieht am 16. Februar einen Maskenball vor, ferner das traditionelle Frühjahrs- und Herbstkonzert sowie je ein Konzert im städtischen Krankenhaus und in der Heil- und Pflegeanstalt. — Es wurde beschlossen, Anfängern ab 2 März kostenlosen Unterricht zu erteilen. Anmeldungen werden von Drechslermeister Wieder, Karl-Friedrich-Str., entgegengenommen. Denzlingen. Im „Gasthof zum Bahnhof“ fand die Hauptversammlung der Schneiderinnung Emmendingen statt, wobei vor allem die Schwarzarbeit im Schneiderberuf angeprangert wurde, auch sei es unbedingt notwendig, die Altersversorgung neu zu regeln. Die Innung nimmt am „Deutschen Schneidertag“ am 27. Juli in Köln teil. Bei der Neuwahl des InnungsVorstandes wurde Obermeister Hauser, Emmendingen, einstimmig wiedergewählt. Kassierer wurde Hauber, Emmendingen; Schriftführer Klinger, Emmendingen; Prüfungsvorsitzender Hämmerle, Herbolzheim; Prüfungsmeister Storz, Denzlingen; Gesellenbeisitzer Trosien, Emmendingen, und Herr, Bombach. Anläßlich einer Versammlung des Landwirtschaftlichen Hauptverbandes wurde die Gründung der Denzlinger Ortsgruppe vorgenommen, Vorstand wurde Karl N ü b 1 i n g, Rechner Landwirt Schwaab. Da am Sonntag in Emmendingen die Generalversammlung des Bezirksobstbauvereins des Kreises Emmendingen stattflndet, wird die für den gleichen Tag vorgesehene Generalversammlung des Männergesangvereins auf einen späteren Termin verschoben. Windenreute. Aus russischer Gefangenschaft kehrte Erich Z i b o 1 d zurück. Mit ihm ist der letzte Gefangene aus der Gemeinde, der Nachricht gegeben hatte, heimgekehrt. Maleck. Im abgelaufenen Jahre beurkundete das Standesamt eine Eheschließung und zwei Todesfälle. Ein Einwohner befindet sich noch in Gefangenschaft, sieben ehemalige Soldaten sind vermißt. Die Gemeinde zählt 273 Einwohner. Mundingen. Die älteste Einwohnerin, Karo- line Markstahler geh. Peter, feierte ihren 84. Geburtstag. Die Jubilarin erfreut sich guter Rüstigkeit, obwohl sie vor nicht allzu langer Zeit einen Unfall erlitten hatte, der ihr lange Wochen einen Gipsverband aufzwang. dringend einer Beleuchtung. Im Interesse der gesamten Einwohnerschaft wäre es zu begrüßen, wenn der Beleuchtungsfrage, die schon im Vorjahre viele Beschwerden laut werden ließ, einmal die gebührende Aufmerksamkeit geschenkt würde. — Am 28. Januar feiert Mathias Meliert, Martin-Luther-Straße 5, seinen 74.«Geburtstag. — Am 30. Januar wird Fraü Friederike Menton, Witwe, Engelstraße 2, 78 Jahre alt. Beiden Geburtstagskindern herzlichen Glückwunsch. — Die Kronen-Lichtspiele zeigen über das Wochenende den Film „Der Hofrat Geiger“. 100 Jahre „Eintracht Malterdingen“ Im Verlauf der Generalversammlung des Männergesangvereins „Eintracht“ wurde ein Ausschuß gebildet, der die Vorbereitungen für die am 21. Mai geplante 100-Jahr-Feier zu treffen hat. Bei der Vorstandswahl wurde Wilhelm Erhardt erneut zum 1. Vorsitzenden gewählt. Auch die anderen Funktionsträger wurden auf ein weiteres Jahr mit der Durchführung ihres Aufgabengebietes betraut. Herbolzheim. Etwa 100 Personen wohnten der Jahreshauptversammlung des Männergesangvereins bei. Der seitherige gute Besuch der Proben fand lobende Anerkennung. Bei der Neuwahl des Vorstandes ergaben sich keine nennenswerten Änderungen. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde das 40jährige Jubiläum, die Durchführung eines geplanten Ausflugs, das in Karlsruhe beabsichtigte Bundessängerfest und anderes mehr besprochen. Kenzingen. Am Donnerstag veranstaltete die Narrenzunft unter Mitwirkung der Stadtmusik und des Elferrats einen großen Film- und Werbeabend in der Festhalle. In diesem Jahr haben die Narren das Motto „Achthundertjahrfeier der Narrenstadt Kenzingen“ ausgegeben. .Sie eilen damit der Zeit um 100 Jahre voraus und wollen ein Bild des sensationellen Atomzeitalters im Jahre 2049 geben. — Am 1. Februar findet im Rathaussaal von 9 bis 12 Uhr ein Sprechtag des Landratsamtes statt. Heimbacb. Am 29. Januar begeht der SchreiTeningen. Straßenteile im Neudorf, aber auch ner Franz Weis sein 71. Wiegenfest. Wir gratu- die Riegeler und die Kirchstraße bedürfen I lieren. Aus dem Gemeinderat Kollnau Verschiedene Handwerkerarbeiten an den Neubauten Friedrichstraße 19 und 11—15 wurden vergeben. — Um die große Wohnungsnot zu beheben und die Flüchtlinge aufzunehmen wird der Bau von weiteren 24 Wohnungen an der Hildastraße geplant. — Der Betriebsleitung der Kollnauer Spinnerei und Weberei wird für die tatkräftige Unterstützung beim Wohnungsbau besonderer Dank ausgesprochen. — Die Kanalisation an der Friedhofstraße soll tiefer gelegt werden. Wasserbehälter und Quellschächte der alten Wasserleitung werden instandgesetzt, damit das Pumpwerk erstellt werden kann. — Die Gemeinde muß im Laufe dieses Jahres zirka 60 Flüchtlingsfamilien aufnehmen. — Die ge- plänte Errichtung einer Apotheke wird befürwortet. — Dem Antrag des Schulamts um Bereitstellung eines angemessenen Betrags für den inneren Ausbau der Volksschule wird im Prinzip entsprochen. — Schlossermeister Schönle soll ein Stück gemeindeeigenes Ge- Alle Stimmen für Kandidat Henninger! In Königsdiaffhansen verzichtete Bürger meisterkandidat Adolf Meyer auf seine Kandidatur zugunsten des Kandidaten Henninger Nachdem die Wählbarkeit des Bürgermeisterkandidaten Adolf Meyer immer noch nicht feststeht, obwohl im Sinne der Gerechtigkeit durchaus kein Hinderungsgrund mehr vorhanden ist, hat dieser seine Kandidatur zurückgezogen und seine Wähler, die ihm im ersten Wahlgang mit überwältigender Mehrheit das * Vertrauen ausgesprochen hatten, aufgefordert, ihre Stimme dem Kandidaten Henninger zu geben. Hierdurch dürfte die Wahl Henningers, der gleichfalls die Achtung der Bevölkerung genießt, feststehen. Ihringen. Im Kreise seiner Kinder und Enkel feierte Bahnhofsschaffner a. D. August Nußbaumer ■einen 70. Geburtstag. Nußbaumer, der sich noch einer verhältnismäßig guten Gesundheit erfreut, ist noch immer eifrig in den Reben beschäftigt, sobald die Rebarbeiten beginnen, die erst mit dem Herbst für ihn enden. Auch im hohen Alter hat ihn sein Humor nicht verlassen. — Am 30. Januar wird seine Schulkameradin, Frau Witwe Friderike Sommer, geh. Mößner, 70 Jahre alt. Die Einwohnerschaft wünscht beiden Geburtstagskindern gute Gesundheit. — Un erwartet starb nach der Heimkehr von der Trauerfeier für den Gendarmerieoberwachtmeister Meyer der Maurer Wilhelm Herbei im Alter von 75 Jahren. Er arbeitete, soweit es ihm sein Gesundheitszustand erlaubte, noch immer in seinem Handwerk und war wegen seines gefälligen Wesens allgemein geachtet •nd beliebt. Buchheim. Der Cäcilienverein feierte sein 23jähriges Jubiläum. Zur selben Zeit blickt Chormeister Hagenunger auf seine 25jährige Tätigkeit als Leiter des Kirchenchors zurück. Gesang- und Musikverein trugen zur Verschönerung des Gemeindefestes bei. — In der Gemeinde wurde jetzt die zweite Sorte Tabak gewogen. Leider mußten zahlreiche Bauern Ihren Tabak enttäuscht wieder nach Hause nehmen. — Emilie Gaymann, Witwe, und Rosa Germer, Witwe, feiern in nächster Zeit ihren 85. Geburtstag. Sodann zählt Silvester Krep- per zu den ältesten der March im 85. Jahre. Nimburg. In der Generalversammlung des Männergesangvereins konnte Vorsitzender Reifsteck auch eine Anzahl passiver Mitglieder begrüßen. Bei der Neuwahl des Vorstandes wurde PL Reifsteck wiederum 1. Vorsitzender. 2. Vorsitzender wurde Fritz Mick, Schriftführer Emst ^mghenne und Kassierer Karl Kern. Unter Leitung von Sangwart Maier, Eichstetten, der in Vertretung des erkrankt«, Dirigenten Mey- brunn den Chor leitete, legte der Männerchor einige Proben seines Könnens ab. Weiswett. Nachdem der Bürgermeister immer noch sein Amt versieht, obwohl ihm der Gemeinderat einstimmig das Mißtrauen ausgesprochen hat und seine Amtsentfernung forderte, haben sich die Zustände in der Gemeinde weiterhin zugespitzt. Da die Verfehlungen des Bürgermeisters einwandfrei erwiesen sind, ist er für dieses Amt nicht mehr länger tragbar, und der Gemeinderat lehnt jede weitere Zusammenarbeit ab. Endingen wird wieder Stadt Aus Anlaß der Wiederverleihung des Stadtrechtes werden heute und morgen eine Reihe von Veranstaltungen durchgeführt. Der eigentliche Festakt findet heute abend im »Pfauensaal“ mit der Überreichung der Urkunde durch den Staatspräsidenten statt. Nach einem Festgottesdienst wird morgen im historischen Rathaussaal eine Morgenfeier abgehalten vjerden. Zum erstenmal wird auch wieder das alte Würfelspiel (Endinger Rugele) aufgestellt werden. Am Nachmittag gibt die Stadtmusik ein Platzkonzert, während im alten Rathaussaal alte Urkunden und noch vorhandene Folterwerkzeuge ausgestellt sind. Den Abschluß der Festlichkeit bildet ein Heimatabend im Pfauensaal, bei dem der Musikverein, die Gesangvereine und Endinger Künstler Mitwirken werden. Forchheim. In der Gemeinderatssitzung wurde u. a. beschlossen, die Gemeindejagd dem letzten Pächter wieder anzubieten. Außerdem soll demnächst die Erbauung einer Milchsammelstelle in die Wege geleitet werden. — Unter Anteilnahme der Bevölkerung wurde Landwirt Andreas Löser zu Grabe getragen. Jubiläumsfeier des Musikvereins Riegel Am vergangenen Sonntag hatte der Musikverein seine Mitglieder zur Jahresversammlung eingeladen. Der erste Vorsitzende Wagner richtete herzliche Begrüßungsworte an die Anwesenden, dankte den Musikern, insbesondere dem Dirigenten W. E n g - ler, für seine mühevolle Arbeit. Vor der Neuwahl des Gesamtvorstandes sprach Ehrenmitglied Bürgermeister E. D e c k e r t. Seine Empfehlung, den bisherigen Vorstand wiederzuwählen, wurde einstimmig mit großem Beifall angenommen. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Vorbereitung der bevorstehenden Jubiläumsfeier aus Anlaß des 50jährigen Bestehens des Musikvereins Riegel. Der Termin wurde auf den 9. Juli 1950 festgesetzt. Auf einer demnächst einzuberufenden Versammlung soll die Veranstaltungsfolge festgelegt werden. Riegel. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde der bekannte Bürgermeister und Kurdirektor a. D. Eugen Brode, der im Alter von 78 Jahren verstorben ist, zu Grabe getragen. . lände pachtweise erhalten, damit er eine Werkstattbaracke erstellen kann. Kollnau. Die Meisterprüfung im Gärtnerhandwerk bestand Georg Becherer. Kollnau. Morgen, 16 Uhr, findet im Sonnensaal ein Schau- und Werbeturnen statt, das von der Turn- und Handballabteilung des SV Kollnau durchgeführt wird. Alle Eltern und Turnfreunde, insbesondere die Jugend, sind zu diesem sportlichen Ereignis herzlich eingeladen. — Um einen alten Brauch wieder aufleben zu lassen, treffen sich alle Karle und Karlinen am »Karlstag“ (28. Januar) im Gasthaus zum Adler. Waldkirch. Zu einer Arbeitstagung trafen sich die im „Verein badischer Lehrer und Lehrerinnen'' zusammengeschlossenen Lehrkräfte aus dem Elztal am vergangenen Mittwoch Im „Rebstock“ in Waldkirch. Lehrer Freßle, Waldkirch, hielt ein beifällig aufgenommenes Referat zum Thema „Schulreform“, dem auch in der anschließenden Diskussion großes Inesse bezeigt wurde. Imker des Elztales! Am Sonntag, 29. Januar, 14.15 Uhr, findet im Hirschensaale in Waldkirch eine Versammlung des Imkervereins Waldkirch statt, wozu alle Imker des Elztales unt der Umgebung eingeladen sind. Sprechstunden für Flüchtlinge Die Ortsgemeinschaft Waldkirch der „Interessengemeinschaft . heimatvertriebener Deutscher in Baden“ hat für die Flüchtlinge ihres Bereiches Sprechstunden eingerichtet, die jeden Donnerstag in der Zeit von 18.30 bis 20 Uhr im Rathaus Waldkirch, in der früheren Lebensmittelkartenausgabe, von zwei Vertretern des gewählten Vorstandes wahrgenommen werden. Alle Flüchtlinge und Heimatvertriebenen können vertrauensvoll von dieser Einrichtung Gebrauch machen. Sie werden dort Landsleute treffen, mit denen sie das gleiche Schicksal Emmendinger Stadtnachrichten Am 28. Januar werden bei der Post die Militärrenten und am 1 Februar die Invaliden- und Unfallrenten ausbezahlt. Um unnötige Wartezeiten zu vermeiden, werden vormittags die Buchstaben A—K und nachmittags L—Z abgefertigt. — Am Montag beginnen die Emmendinger Geschäfte mit dem Winterschlußverkauf. — Die Freiwillige Feuerwehr hält heute abend, 20.30 Uhr, in der „G o e t h e - halle“ (nicht wie angekündigt im Dreikönigsaal) einen Familienabend ab. — Der Ski-Club fährt am 29. Januar auf den Feldberg. Abfahrt mit Omnibus 6.30 Uhr am Marktplatz. Die Teilnehmer an den Skikursen treffen sich um 9 Uhr beim Parkplatz der Omnibusse — Das Zentral- Theater zeigt über das Wochenende den Film „Das Mädchen Christine“. — Am 2. Februar hält Dir. Dr. Eidei im Rahmen der Volkshochschule einen Lichtbildervortrag „Im Wunderreich der Blumen und Blüten“. — Die evangelische Gottesdienstordnung für den 29. Januar sieht vor: Stadtkirche: 9.30 Uhr Gottesdienst (Schanbacher), 10.45 Uhr Christenlehre der Lutherpfarrei, 13 Uhr Kindergottesdienst. Anstaltskirche: 8.45 Uhr Gottesdienst (Schmitthenner). Wasser: 13.30 Uhr Kindergottesdienst, 14 Uhr Gottesdienst. Windenreute: 10 Uhr Gottesdienst mit Kindergottesdienst (Birkholz). Maleck: 14 Uhr Gottesdienst (Birkholz). verbindet und die der Wille beseelt, dem Bruder oder der Schwester in der Not im Rahmen der Möglichkeiten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Waldkirch. Der Sportverein Waldkirch, Abteilung Schwerathletik, lädt heute, 20 Uhr, zu einer Mitgliederversammlung im „Schwarzenberg“ ein. Besonders eingeladen sind die Ehrenmitglieder und die Aktiven. — Morgen, 14.15 Uhr, findet im „Hirschen“ eine Versamn»- lung des Imkervereins Waldkirch und Umgebung statt. Generalversammlung des Männerchors Gutadi Der Männerchor Gutadi hielt in der Bahnhofswirtschaft seine ordentliche Generalversammlung ab. Der Mitgliederstand des Vereins beträgt 14 Ehrenmitglieder, 67 aktive Sänger und 96 passive Mitglieder. Der Kassenbericht und die vorbildliche Kassenführung von Albert Maier wurde lobend anerkannt. Uber den Probenbesuch berichtete Sängervater Gustav Sdiätzle. Die abgehaltenen 47 Gesangsstunden wurden durchschnittlich von 82,5 Prozent der Sänger besucht. Bei der Vorstandswahl wurde die bisherige Vorstandschaft einstimmig wieder gewählt. Dank seiner großen Verdienste als 45jähriger treuer passiver Mitarbeiter im Männerchor wurde Prokurist Julius Kirdihoff zum Ehrenmitglied ernannt und ihm der Ehrenbrief überreicht. Herr Zech vom Vergnügungsausschuß gab das neue Programm des am 11. Februar 1950 stattfindenden groß angelegten Pfirsichblütenfestes im Adlersaal bekannt. Außer den üblichen Sängerveranstaltungen soll in diesem Jahre ein größerer Sängerausflug stattfinden. Elzach. Bedingt durch Rationalisierungsmaßnahmen mußten die hiesigen Saphirwerke die ersten Kündigungen vornehmen. — Da die Tauschverhandlungen zwischen dem Stadtrat und den Grundstückseigentümern im Egelesee und im Gewann Kreuzäcker zum Abschluß kamen, können demnächst die Grabarbeiten und der Straßenbau begonnen werden. — Als Entschädigung für das Kriegerdenkmal am Bahnhof, das seinerzeit angefahren und zum Einsturz gebracht wurde, erhielt, die Stadtgemeinde 2400 DM, über deren Verwendung der Stadtrat noch keine endgültigen Beschlüsse faßte. Elzadi. Auf Beschluß des Stadtrats wird die städtische Milchsammelstelle bis zur Übernahme durch eine Privatperson beibehalten. Der Kostenvoranschlag für die Erschließung des Siedlungsgeländes wurde genehmigt. An die einheimischen Schmiedemeister Gießler und Mayer wurden die Arbeiten der Verlegung der Wasserleitung in das Gewann Egelesee vergeben. Der Gemeinderat gab seine Zustimmung zu einem Waldkauf von 29,32 Ar. Die neu festgelegte Marktordnung wird zur Prüfung an das Landratsamt eingereicht. Für das Baugelände am Krankenhausweg wurde ein Preis von 2.50 DM pro Quadratmeter festgesetzt. Nachrichten aus Neustadt Das Staatliche Gesundheitsamt Neustadt hält in der kommenden Woche folgende Mütter Beratungen ab: Dienstag, 31. Januar, 15 Uhr, Löfflngen, Rathaus; Donnerstag, 2. Februar, 14.30 Uhr, Grafenhausen, Rathaus; Freitag, 3. Februar, 15 Uhr, Bachheim, Rathaus; Freitag, 3. Februar, 15 Uhr, Wellendingen, Rathaus; Freitag, 3. Februar, 16 Uhr, Bonndorf, Rathaus. Das Verzeichnis der land- und forstwirtschaftlichen Betriebsunternehmer für das Jahr 1949 liegt vom 30. Januar ab während 14 Tagen zur Einsichtnahme der Interessenten im Rathaus, Zimmer Nr. 2, auf. Die Gendarmeriekreise erhielten einen Erlaß, wonach die Länge eines Zuges miteinander verbundener Lastzüge 22 Meter nicht mehr überschreiten darf. Nach dem Erlaß des Reichsverkehrsministers vom 30. August 1939 sollte wegen des damaligen großen Laderaumbedarfs von einer strengen Handhabung Abstand genommen werden. Diese Nachsicht ist nun beseitigt worden. Die Begrenzung gilt auch für Lastzüge, die ihren ständigen Wohnsitz nicht im Bundesgebiet haben. Die bisher gültigen Bestimmungen für Langholzfahrzeuge bleiben nach wie vor bestehen. Das Landratsamt Neustadt weist darauf hin, daß der Butterverkaufspreis nach wie vor 5.12 DM pro Kilogramm nicht überschreiten darf, ohne mit der Preisbehörde in Konflikt zu kommen. Verschiedene Firmen versuchen bereits, ihre Butterpreise an die des Auslandes anzu gleichen. Die Preisüberwachungspolizei hat besondere Anordnung erhalten, die Preiseinhaltung bei Butter scharf zu überwachen. Beim Postamt Neustadt und seinen Amtsstellen werden die Versorgungsrenten am 28. Januar, die Invaliden-, Angestellten- und Unfallrenten am 1. Februar ausgegeben. Es beginnen bereits die ersten Salweidenkätzchen zu blühen. Die Bevölkerung Wird gebeten, diese Pflanze zu schonen und besonders die Kinder darauf hinzuweisen, die Kätzchen nicht sinnlos abzureißen, da die Salweide die erste Nahrung der Bienen ist. Kriegsbeschädigte, schließt euch zusammen! Auf dem zweiten Sprechabend des Ortsverbandes Neustadt der Kriegsbeschädigten, Hinterbliebenen und Sozialrentner ermahnte der erste Vorsitzende, Steinle, Schluchsee, alle noch Außenstehenden, der großen Organisation der Kriegsbeschädigten beizutreten. Dadurch, daß der größte Teil der Rentenempfänger dem Verbände noch femsteha, werde dessen Arbeit sehr erschwert Dabei habe der Verband gerade in der letzten Zeit Großes auf dem Gebiete der Kriegsopferversorgung und der Sozialversicherungen geleistet, und es sei auch in erster Linie sein Verdienst, daß das Sozial- ' versieherungsanpassungsgesetz in seiner jetzigen Form herausgegeben worden sei. Hierdurch hätten die Empfänger von Sozialrenten bedeutende Verbesserungen erfahren. Vor allem wurde bemängelt, daß der Ortsverband gerade in Neustadt so wenig Mitglieder habe. Besonders erfreulich war es, za hören, in welch klarer und allgemein verständlicher Form der erste Kreisvorsitzende im Ar^ Schluß an seinen Vortrag seine Auskünfte 8SG und seine Mitarbeit zusagte. Es wäre deshalb wünschenswert, daß die Sprechabende künftig weit stärker als bisher besucht würden. Inj Samstag, 28 Januar 1950 Nummer 12 — Seite föaslBöß übrigen können Auskünfte in allen Renten- Angelegenheiten auch bei den Kameraden Roth und Höfele eingeholt werden, die auch Neu- anmeldungen für den Verband entgegennehmen. Versammlung der Neustädter Heimatvertriebenen Der Vorsitzende Worgitzki erstattete Bericht über die bisher geleistete Arbeit, die sehr vielseitig gewesen sei. Im Kreisgebiet sind in mehreren Orten neue Ortsvereinigungen gegründet worden, die zum Teil sehr gut arbeiten. Landrat M a 11 e b r e i n schilderte, wie er sich die Arbeit und Unterstützung für die Heimatvertriebenen in Zukunft denke. Ihm stehe eine reiche Erfahrung aus seinem früheren Kreise Lörrach zur Verfügung. Billige Versprechungen will er nicht machen, die schließlich nicht eingehalten werden können. Die Unterbringung im Hochschwarzwald sei schwierig wegen der fehlenden geeigneten Industrie. Dazu komme die große Streulage der Gemeinden und Ihre weite Entfernung' von den Verkehrsstraßen. Der Landrat erklärte, daß er schon verschiedene Pläne ins Auge gefaßt habe und hoffe, sie in 'Verbindung mit den zuständigen Stellen verwirklichen zu können. Es sei aber Geduld notwendig; denn diese Probleme seien zu schwierig. Herzlicher Beifall dankte dem Redner für seine von Mut und Zuversicht getragenen Ausführungen. Dr. Fromann, selbst Heimatvertriebener, gab Aufschluß über die Gründung der Baugenossenschaft der Heimatvertriebenen. Sie soll etwa 24000 bis 25 000 Vertriebenen Arbeit- und zugleich Wohnungen schaffen. Eine rege Aussprache nahm zu den verschiedenen aufgeworfenen Fragen Stellung. Für den in der nächsten Versammlung zu wählenden Gesamtvorstand wurden Vorschläge gemacht. Herr Pollak gab zuletzt noch einen Bericht über die Tätigkeit der Soforthilfekommission, deren Mitglied er ist. Ein neuer Winterprospekt Das Neustädter Kur- und Verkehrsbüro gab für die Wintersaison einen neuen Winterprospekt heraus, der in seiner Ausführung Beachtung findet. Das Titelblatt zeigt in der Silhouette die neuerbaute Naturgroßschanze mit dem östöckigen Kampfrichterturm und mit der kleinen Hochfirstschanze im Hintergrund. Das neugeschaffene Unterkunftverzeichnis, das dem Prospekt beiliegt, weist 21 Hotels, Gasthöfe und Fremdenheime auf. Angeführt sind auch die 10 Kur- und Spezialärzte, das Krankenhaus mit seinen 100 Betten, die Kurbadeanlagen und alles, was für den Erholungssuchenden von Wichtigkeit ist Feldberg. Bei den Bezirksmeisterschaften wurden nicht weniger als 46 Omnibusse und 220 Personenwagen gezählt nicht gerechnet die Unentwegten, die trotz des Winterwetters mit dem Motorrad auf den Feldberg kamen. Auch die Postomnibusse fuhren voll besetzt und konnten am Mittag schon eine Leistung von über JOD oeförderten Personen melden. Für den Fahrzeugverkehr wirkte sich die niedere Schneedecke besonders günstig aus, so daß alle Fahrzeuge mühelos die Steigung auf die Höhe des Feldberges bezwangen. Der Verkehr wurde von der Verkehrspolizei ausgezeichnet gemeistert. aber auch die Bergwach i hatte Arbeit. Grafenhausen. In der Nacht zum 25. Januar drangen mehrere unbekannte Diebe, vermutlich während der Probe des Gesangvereins, in das Schul- und Rathaus in Grafenhausen ein und versteckten sich, bis alles ruhig und dunkel war. Am anderen Morgen fand man den Kassenschrank der Gemeindeverwaltung auf der unteren Schul treppe; der Raum, in dem der Kassenschrank untergebracht war, war gewaltsam aufgebrochen und sämtliche Fenster geöffnet. Blasiwald. Die Theatergruppe des Männergesangvereins Frohsinn aus Schluchsee bot das Schauspiel ,49er Brandstifter", das mit großem Beifall aufgenommen wurde. — Frau Emilie Schmidt feierte als älteste Einwohnerin der Gemeinde ihren 86. Geburtstag. Reiselfingen. Zum 1. Vorsitzenden des neu- gegründöten Gesangvereins wurde Schneidermeister Alois Maier gewählt, zum 2. Vorsitzenden Ernst Weber, zum Schriftführer Hugo Weber und zum Kassierer Lothar Engesser. Man hofft, daß der ehemalige Dirigent Karl Hepting aus Löfflngen wieder die Stabführung übernehmen wird. Sozialdemokratische Partei Freiburg Bezirk Haslacb. Gemütliche* Beisammensein am Samstag, 28. Januar, 20 Uhr, im Gasthaus „zum Löwen“. Es wird vollzähliger Besuch erwartet. SPO-Frauensektion Freiburg Montag, SO- Januar, 20 Uhr, im G«werkschaftahaus Mitgliederversammlung Referent: Awtsgerishtsrat Härringer Jugendgericht, Freiburg. Thema: ,.J u “ gendnot-Hilfsmaünahmen“. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung bitten wir die Genossen und Genossinnen, besonders die Funktionäre der Partei, um vollzähliges Erscheinen. „Die Falken" Freiburg Laienspielgruppe: Dienstag, 10 Uhr, Habsburgerstraße 85. — Singgruppe: Dienstag, 18 Uhr, .Schen- kendorfschule, Zimmer 8. — Esperantogruppe; Mittwoch, 18 Uhr, Schenkendorfschule, Zimmer I. Ortsverein Mundingen Morgen um 20 Uhr findet im Gasthaus „zur StuheC* die Generalversammlung des Ortsvereins Mundingen der SPD statt. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Ortsverein Sasbach Alle Genossen des Ortsvereins der SPD werden am Sonntag, 29. Januar, 15 Uhr, zur Generalversammlung erwartet. Das Lokal bestimmt der erste Vorsitzende. Ortsverein Kollnau Am Sonntag, 29. Januar 1950, iS Uhr, findet in der Bahnhofwirtschaft unsere Generalversammlung statt, zu der alle Parteimitglieder herzlich« eingeladen alnd. Zahlreiche Beteiligung wird erwartet Qina Iflaurer FRilBURG L BR. Kaisor-Joseph- Straße 243 Eingang Gerberau Büstenhalter von DM —.75 bis 15.— Hüfthalter, Corselett, Gummischlüpfer in Jeder Preislage Individuelle Bedienung Maßanfertigung Geschäftseräffnung und -Empfehlung Der verehrten Einwohnerschaft von Teningen und Umgebung beehre ich mitzuteilen, daß ich in Teningen im früheren Kaufhaus Stehle ein Textilwarengeschäft eröffnet habe. Als erfahrener Fachmann wird es mein Bestreben sein, den Wünschen meiner Kundschaft stets gewissenhaft und reell gerecht zu werden. Besuchen Sie mich bitte unverbindlich! Alfred Hipsklnd Auch bei £. ■Ihit'-Jft&lfr* FMMENDINGEN- MARKGRAFENSTR. 2 Wuttee- StMuß-lTedtauj! 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Zur Schutzzone gehören der Stadtkreis Freiburg sowie die in der Bekanntmachung des Landratsamts Freiburg vom 12. Januar 1950 anläßlich des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche in Neuershausen bekanntgegebenen Gemeinden der Landkreise Freiburg und Emmendingen. Freiburg i. Br., den 27. Januar 1950 Landratsamt FÄiburg Brückensperre über die Dreisam Die Straßenbrücke über die Dreisam im Zuge der Landstraße I. Ordnung Nr. 112 zwischen Betzenhausen und St. Georgen muß zur Wiederherstellung ab I. Februar 1990 auf die Daue# von drei Monaten gesperrt werden. Der Verkehr wird über die Landstraße L Ordnung Nr. US und die Landstraße II. Ordnung Nr. 56 umgeleitet. Freibvrg i. Br., den 25. Januar 1950. Polizejdirektion — Abt. V* r 1 radikaler noch als letztes Jahr sind die Preise reduziert radikal ist Hu Profit wenn Sie die große .Chance nützen, die Ihnen das bekannte Modehaus mit dem einmalig. Preisnachlaß jetzt bietet rwi. 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Januar 1950 mH dem Film dar Produktionsgemein schaft Neue Deutsche Filmgesellschaft / Filmaufbau - G. m. b. H. tm Verleih Schorchtfüm Nachtroache künstlerisch wertvoll und Kulturell wertvoll hi den Hauptrollen: Lol8e Ullrich, Hans Nielsen, Ren6 Deltgen, Dieter Borsehe, Käthe Hasch. Angelika Voelkner, * Gertrud Eysoldt n a. - Buch u. Regie: Harald Bram »Zn diesem Film nimmt man den liebsten Menschen mH. So schön ist er!* Anfangszeiten täglich , 14.15, 16.30, 18.45, 21.00 Uhr Eintrittspreise DM. 1. 1.50 2.— Vorverkauf täglich von 10-12 Uhr - Telephon 3398 UdaslQofä Anzeigenannahme unter Rufnummer 2816 und 4542 Heute Samsta g , 2S.ll uhr, Im Kolpinghaus, Karlstraße Großer Faschingsball HUMOR STIMMUNG TANZ des Freiburger Handhermonike-Orchesiers Gäste herzlich willkommen. Eintritt 1.20 DM Polizeistundeverlängerung bis 4 Uhr Gasthaus „Grüner Baum“ Prolbura I» Br.« Lorettostraße 12 Samstag, den 28. Januar, und Sonntag, den 29. Januar 1950 GroOer Kappenabend mit Tanz Dienstag, 51. lanuar, 20 Uhr, Kaufhaussaal Franz Schubart, llederzyklus op 89 Winterreise Hans Heinrich HageA Prof. Fritz Neumeyer icartan 1.50, 2.50, 3 50 bei Straetz, KaiserOoseph-Str.280 und an der Abendkasse. Ermäßigung nur Vorverkauf CASINO~RESTAURANT Täglich von 18 bis 18 Uhr: Nachmittags-Konzert Heute Samstag und Sonntag, 29. Januar, Jeweils abends 8 Uhr: GroOer Kappenabend mit Tanz unter Mitwirkung unserer Künstler Elite-Trio, Gitta Hall und Grete Fondan Es spielt dis beliebte 6iinc.H t: Univers'tütsstcaße 12*14 Sa &Mt$ wie Mtk wie* QualitSfssclrahe im Winter* Schlußverkauf FREIBURG • 8c Kaiser-Josephstr 194 Telefon 4252 Der Weg in die Etage lohnt sieh! Winter-Sch'uBverkanf Herren- und Damen- Wintermantel räumen wir gründlich zu radikal herabgesetzten Preisen. Aber auch beim Einkauf von Sakko- und Sportanzügen, Hosen, Herren- und Damenstoffen, Sport- und Arbeitshemden bieten wir Ihnen große Preisvorteilei A. Minne Frei bürg L Br. 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Sie weiß auch den Grund nafür Der Kleiderberatet hat bt kanntlich zu Beginn der Sais n (Oktober November) immei eine reichhaltige Auswahl, um alle Wünsche befriedigen zu kfin- nen Er riskiert dabei, daß gegen Ende der Saison (Ende Januar) eine ganze Anzahl guter Stücke noch vorhanden sind, das macht ihm aber nichts aus. im Wintei Schluß Verkauf räumt er. weil ei Geld und Platz braucht für die neue Frühiahrs Auswahl, die bereits vor der Tür steht „Wer klug ist, befolgt daher Mutters Rat“, rät auch ihnen FREIBURG IM BRE iSGAU Eisonbahnotiaße |