I 5. Jahrgang / Nr. 62 M otk Südbadische Heimatzeitung Einzelpreis 20 Pfennig Donnerstag, 25. Mai 1950 ] Proteft gegen Volkspolizei Noten der Westmächte an Sowjetregiernng Moskau. Die Regierungen der TJSA, Frankreichs und Großbritanniens protestiert«» am Dienstag bei der Sowjetregierung gegen die Aufstellung einer 50 000 Mann starken Volkspolizei-Armee in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands. In ähnlich lautenden, in Moskau fiberreichten Noten wird auf den militärischen Charakter der Volkspolizei-Bereitschaften hingewiesen und ihre Auflösung verlangt. Gesetzentwurf der Bundesregierung Laftenausgleich Aus Vermögensertrag, nicht von der Substanz Bonn. Der von der Bundesregierung geplante Lastenausgleich sieht eine Vermögensbelastung von 50 Prozent vor, die mit zwei Prozent jährlich aus dem Vermögensertrag getilgt werden soll. Das Bundeskabinett, das sich am Dienstag mit dem Lastenausgleich beschäftigte, hat Bundesfinanzminister Fritz SchSffer beauftragt, einen entsprechenden Gesetzentwurf vorzubereiten. Die Bundesregierung hat grundsätzlich entschieden, daß der Lasten- ausgleich aus dem Vermögensertrag und nicht aus der Vermögenssubstanz erfolgen soll. Die Wirtschaftskraft dürfe dabei nicht eingeschränkt werden. Die Frage, ob die Mittel nach dem Grundsatz „Schaden gleich Schaden“ oder sozial gesteuert verteilt werden sollen, wurde vom Bundeskabinett noch nicht entschieden. Als Stichtag gilt der Tag des Währungsschnittes. Die Möglichkeit, Naturalabgaben zu erstatten, soll erhalten bleiben, jedoch nur auf freiwilliger Basis. Über die Freigrenze ist noch nicht entschieden. Die Bundesregierung rechnet mit einem jährlichen Lastenausgleichs-Aufkommen von 1,5 bis 1,7 Milliarden Mark. Versorgungsgesetz für Flüchtlingsbeamte Das Bundesinnenministerium wird demnächst einen Gesetzentwurf über die Versorgung der vertriebenen Beamten und ehemaligen Wehrmachtsangehörigen vorlegen. Das Bundeskabinett stellt hierzu fest, daß eine uneingeschränkte Versorgung im Rahmen des bestehenden Bundesetats nicht möglich sei. Hierfür Würden jährlich 1,7 Milliarden Mark benötigt werden. In Bonner Regierungskreisen wird angeregt, eine Notgemeinschaft der Beamten zu bilden, die ein umfassendes Versorgungswerk vorbereiten soll. Auch wir find »die Wirtschaft* Überlebte Auffassungen gef ähr den sozialen Frieden Der Vorstand des Deutschen Gewerkschaftshundes wendet sich mit aller Entschiedenheit dagegen, daß der ausschließlich von den Arbeitgeberverbänden gebildete „Gemeinschaftsausschuß der deutschen Wirtschaft“ seinem Titel und seiner Organisation nach für sich in Anspruch nimmt, die deutsche Wirtschaft zu repräsentieren. Der DGB bestreitet im Namen von über fünf Millionen in der Wirtschaft tätigen Menschen den U ntemehmerorganisationen das Recht, sich einseitig zu einem „Gemeinschaftsausschuß der Bald ift es mit dem Fernfehen soweit In 3 bis 5 Jahren — Fernsehempfänger 600 DM Im Auswärtigen Staatssekretariat Bonn. Mit der Ernennung des bisherigen außenpolitischen Beraters des Ministerpräsidenten von Rheinland-Westfalen, Dr. Theodor Kordt, zum Leiter der im Aufbau befindlichen Konsularabteilung im Bundeskanzleramt, hat Bundeskanzler Dr. Adenauer die Organisation des künftigen Staatssekretariats für Auswärtiges abgeschlossen. Das Staatssekretariat für Auswärtiges wird sich in drei Hauptabteilungen gliedern, und zwar in den Verbindungsstab zum Rat der alliierten Hohen Kommission unter Leitung von Ministerialdirigent Herbert Blankenborn, die konsularische Abteilung unter Dr. Kordt und den Aufbaustab für den konsularischen Dienst unter Leitung von Staatsrat Dr. Haas. Ministerialdirigent Blankenborn wurde kürzlich vom Bundeskanzler mit der Koordinierung der drei Arbeitsgruppen beauftragt. Neben diesen drei Gruppen gehört der Arbeitsstab Protokoll zum Staatssekretariat für Auswärtiges, im Bundeskanzleramt. Einen Staatssekretär für Auswärtiges hat Dr. Adenauer noch nicht benannt. deutschen Wirtschaft“ zusammenzuschließen und diesen dann als Repräsentation der deutschen Wirtschaft zu bezeichnen. Der Grundsatz der Gleichberechtigung von Kapital und Arbeit verlangt eine Beteiligung der Gewerkschaften bei rfner Gesamtvertretung der deutschen Wirtschaft. Die bei der Gründung des „Gemeinschaftsausschusses der deutschen Wirtschaft“ zu beobachtende Haltung der Unternehmer entspricht — so stellt der DGB fest —, der überlebten Unternehmerauffassung, nach welcher der arbeitende Mensch aus der Wirtschaftsgestaltung und Wirtschaftsführung möglichst herausgehalten werden soll. Dieser unzeitgemäßen Unternehmeransicht steht die soziale und wirtschaftliche Entwicklung entgegen, die zu sehen im Interesse des sozialen Friedens liegt. Konfumvereine in altem Recht Freiburg. Das vom Badischen Landtag am S. Februar 1950 beschlossene Landesgesetz über die Wiedererrichtung von Verbrauchergenossenschaften (Konsumvereinen) ist durch Verkündung im „Badischen Gesetz- und Verordnungsblatt“ vom 20. Mai rechtskräftig geworden. Das Gesetz hebt alle genossenschaftsfeindlichen Gesetze und Verordnungen auf, die während des Dritten Reiches in Kraft gesetzt wurden. Die Konsumgenossenschaften und konsumgenossen- schaftlichen Vereinigungen in Südbaden, denen auf Grund des Landesgesetzes über den Heimfall des Vermögens der nationalsozialistischen, militärischen und militärähnlichen Organisationen vom 21. Juni 1949 das Eigentum an Vermögensgegenständen zurückerstattet wird, erhalten mit der Rückerstattung auch wieder die damit verbundenen handeis- und gewerblichen Berechtigungen. In aller Kürze Der Aufenthalt des französischen Planungskommissars Monnet in Bonn wird von Frankreich als die erste offizielle Fühlungnahme zwischen der französischen Regierung und der Bundesregierung zum Schuman-Vorschlag bezeichnet. Die Besprechungen Monnets hätten den Zweck, der deutschen Regierung Erläuterungen zu dem bisher nur mehr oder weniger in seinen Grundlinien bekannten französischen Plan zu geben. Das amerikanische Repräsentantenhaus bewilligte 7,38 Millionen Dollar (etwa 31 Millionen DM) für ein neues Projekt zur U-Boot-Be- kämpfung, dessen Einzelheiten geheimgehalten werden. Der Außenhandel war im April rückläufig. Die Einfuhr betrug 744 Millionen DM gegenüber 619 Millionen im März. Die Ausfuhr, ging auf 542 Millionen DM zurück (im März 590 MM.), Der 51jährige französische Fabrikarbeiter Pau Lorban aus Maubeuge übergoß seine Frau mit Benzin, als sie unter dem Fenster vorbeiging, und steckte sie dann mit einer brennenden Papierlunte an. Die Unglückliche liegt in hoffnungslosem Zustand im Krankenhaus. Der rabiate Ehemann verübte Selbstmord, indem er sich mit einem Bajonett ins Herz stach. Die britische Polizei gab eine öffentliche Warnung aus, daß eine Gruppe spielender Kinder hundert Packungen Zyan-Natron an sich gebracht habe, die ausreichen würden, um zehntausend Menschen zu töten. In einer Gruft des alten Klosters Santa Maria de Cueva bei Sevilla wurden Knochenreste entdeckt, von denen angenommen wird, daß sie von Christoph Kolumbus stammen. 290 lebende Nachkommen hat der 95jährige Farmer John Osborne aus Wallins Creek im Staate Neuyork, zwölf Kinder, 76 Enkel, 163 Urenkel und 39 Ururenkel. Er wurde zum „lebenden Vater der meisten lebenden Nachkommen“ ernannt. Mit 124 Stunden ununterbrochenen Klavier- spielens hat der Düsseldorfer Klavierspieler Heinz Amtz am Montag in Dortmund seinen Rekord von 123 Stunden überboten. Ein 42jähriger Bahnbeamter, der als Warnposten für eine Baustreckenkolonne eingeteilt war, Wurde am Montagabend unweit des Bahnhofs Oppenheim (Kreis Mainz) von einem Schnellzug überfahren. Der Verunglückte hatte unmittelbar vorher die Kolonne vor dem D- Zug aus Richtung Worms gewarnt, trat dann aber selbst auf ein falsches Gleis und wurde von einem entgegenkommenden Schnellzug zermalmt. In den Noten der Westmächte kommen ernste Bedenken über die Aufstellung militärisch ausgebildeter und ausgerüsteter Polizeitruppen in der Sowjetzone zum Ausdruck. Es wird darauf hingewiesen, daß 39 Bereitschaften der Volkspolizei und 11 Offizierschulen in der Sowjetzone bestehen, deren Angehörige eine eindeutig militärische Ausbildung erhalten. Die Volkspolizei-Armee werde mit Maschinengewehren, Granatwerfern, Pak- und Flakgeschützen und sogar mit Panzern ausgerüstet. In der französischen Note wird erklärt: daß sich Frankreich ebenso wie die USA und Großbritannien peinlich genau an die von den vier Großmächten Unterzeichneten Abmachungen über die Entmilitarisierung Deutschlands gehalten hat und entschlossen ist, die eingegangenen Verpflichtungen zu beachten. Der gleiche Grundsatz wird auch in der britischen Note hervorgehoben. In allen drei Noten wird der Sowjetregierung vorgeworfen, die Viermächteabkommen über die Abrüstung Deutschlands zu verletzen. In der britischen Note, die der Botschafter Großbritanniens in Moskau, Sir David Kelly, überreichte, wird ferner Protest dagegen erhoben, daß Großbritannien über die Aufstellung dieser militärischen Streitmacht von der Sowjetregierung nicht unterrichtet worden ist. Eine Anzahl ehemaliger höherer Offiziere der früheren Wehrmacht sei in der Volkspolizei- Armee eingestellt worden. „Solange diese halbmilitärische Organisation in der Sowjetsone zugelassen ist, werden die freien Völker der Welt in ihrem Bestehen einen zusätzlichen Grund sehen, einmütig den Anspruch der Sowjetregierung und den der sogenannten nationalen Front zurückzuweisen, sie arbeiteten an der Errichtung eines friedliebenden, unabhängigen und demokratischen Deutschlands und seien die Verfechter des Weltfriedens“, schließt die britische Note. Die Sowjetregierung wird von den Westmächten insbesondere darauf aufmerksam gemacht, daß sie sich in Jalta, Potsdam und der Kapitulationserklärung vom 5. Juni 1945 sowie in dem Kontrollratsgesetz Nr. 34 zur Auflösung aller deutschen militärischen Formationen und zur Verhinderung einer deutschen Wiederaufrüstung verpflichtete. Auf dem Fernsehgebiet arbeiten in der Bundesrepublik die Fernseh-GmbH in Darmstadt, Telefunken sowie Siemens & Halske. Nach Ansicht von Fachleuten wird in drei bis fünf Jahren in Deutschland ein Fernsehbetrieb aufgebaut sein, obwohl alle Anlagen und nahezu sämtliche Empfangsgeräte bei Kriegsende vernichtet wurden. Man rechnet damit, daß die deutsche Industrie beim Anlaufen eines geregelten Fernsehbetriebs imstande sein wird, leistungsfähige Empfänger für etwa 600 DM auf den Markt zu bringen. Bereits vor einem Jahr wurde von der britischen Militärregierung dem Nordwestdeutschen Rundfunk eine Lizenz für die Aufnahme eines Fern sehversuchsbe tri ebes erteilt Inzwischen wurden die notwendigen Einrichtungen, unter anderem ein 100-Watt-Sender, bei der Industrie bestellt und sollen in einem Hochbunker in Hamburg installiert werden. Das Haupthindernis für das Fernsehen liegt bis jetzt noch in den hohen Kosten der Programmgestaltung. Man wird daher bestrebt sein müssen, im Interesse eines wirtschaftlich tragbaren Programms den Programmaustausch zwischenstaatlich vorzunehmen. Missionare unglaubwürdig geworden Stuttgart. Missionsinspektor Streckeisen, Basel, erklärte auf der Tagung der Basler Missionsgesellschaüt, nach den beiden Weltkriegen sei den Eingeborenen Indiens die durch weiße Missionare verkündete christliche Botschaft unglaubwürdig geworden. Aus diesem Grunde müsse sich die Missionsarbeit auf die eingeborenen Geistlichen der ehemaligen Missionskirchen stützen. Wie Missionsinspektor Streckeisen mitteilte, gibt es in Indien bei 390 Millionen Eingeborenen insgesamt 8 Millionen evangelische und katholische Christen. Der Friedensengel Oe— Wäre es nicht schön, wenn ein Friedens« engel durch die Welt ginge? Vielleicht so leise, daß man den schwachen Flügelschlag in dieser aufgeregte» Zeit, in der von Ost und West in größter Lautstärke mit dem Säbel gerasselt wird — soweit dieser Ausdruck im Zeitalter der Atomrüstung gebraucht werden kann —* kaum vernähme? Eine der sonderbarsten Meldungen der letz« ten Tage war, daß der Norweger mit dem breiten freundlichen Gesicht und einem trotz aller negativen Zeichen der Zeit unermüdlichen Op« timismus, Trygve Lie, von Stalin empfangen worden ist. Man weiß nicht, was besprochen wurde. Und der Generalsekretär der UNO hat außer der Bemerkung, er hätte Stalin gesund und lebhaft vorgefunden, kein weiteres Wort fallen lassen. Die Tatsache allein aber, daß der UNO-Generalsekretär in Moskau nicht nur in höflich diplomatischer Weise beachtet worden ist, kann die Vermutung aufkommen lassen, daß der Kreml und sein Zar, Väterchen Stalin, die Tür offenhalten wollen für weitere Gesprächspartner des Westens. Mehr als Trinkspruch? Die Annahme, daß die Unterhaltung zwischen Trygve Lie und Stalin nicht nur auf den üblichen Trinkspruch auf den Frieden abgestellt war, erfährt neue Stärkung durch die Tatsache, daß sich der Generalsekretär der UNO nach seiner Moskauer Reise nicht zu tiefem Nachdenken über die Eindrücke seines Besuchs beim Herrscher aller Reußen zurückgezogen, sondern seine internationale Tournee erneut aufgenommen hat. So hat er in Paris den Staatspräsidenten Auriol, Ministerpräsident Bidault und Außenminister Schuman aufgesucht. Nach Paris ist dann auch wieder London an die Reihe gekommen, wo Trygve Lie mit Premierminister Attlee und Außenminister Bevin gesprochen hat Über diese Unterhaltungen ist ebenfalls nichts bekanntgegeben. Aber diese Stationen auf der Rückreise sind eigentlich nur erklärlich, wenn man annimmt, daß der Generalsekretär mit neuen Tatsachen hat aufwarten können. So soll er in Moskau die Zusicherung erhalten haben, daß sich die deutschen Kommunisten bei ihrem Pfingstaufmarsch in Berlin keinerlei Übergriffe auf die Westsektoren schuldig machen würden. Es ist anzunehmen, daß Trygve Lie in seiner Unterhaltung mit Stalin die Rüstungsentschlossenheit, die auf der Londoner Konferenz der West-Außenminister zum Ausdruck gekommen ist, auf die Formel gebracht hat, im äußersten Fall würden die Westmächte nicht vor einem Krieg zurückschrecken. Vielleicht hat er Stalin den ganzen Ernst der Lage klarmachen können. Und offenbar nicht ohne Erfolg, da, wie verlautet, der stellvertretende Ministerpräsident der Sowjetzonenrepublik, Walter Ulbricht, aus Moskau mit der Weisung zurückgekehrt ist, darüber zu wachen, daß es Pfingsten nicht zu Unruhen in Berlin kommt, Friedens-Denkschrift Wie hoch Trygve Lie selbst die Bedeutung seäner Moskauer Besprechungen mit Stalin einschätzt, geht daraus hervor, daß er an einen neuen Friedensplan denkt. Er hat jedem der Außenminister, mit denen er auf seiner Reise zusammengetroffen ist, eine Denkschrift überreicht, die in zehn Punkten den Vorschlag zu einer zwanzigjährigen Friedenssicherung durch die Vereinten Nationen enthält. Es ist in dieser Denkschrift an die Wiederaufnahme der Mitarbeit der Sowjetunion gedacht, wobei in Konferenzen der Außenminister der zum Sicherheitsrat gehörenden Staaten die Problem© erörtert werden sollen, die zu den jetzigen Ost- West-Spannungen geführt haben. Gemeinsame Teilnahme von Ost und West an neuen weltpolitischen Konferenzen hat zweifellos nur dann Sinn, wenn von beiden Seiten die Bereitschaft besteht, sich gegenseitig keine Knüppel in den Weg zu werfen. Mit dem Neben- einanderbestefien einer kommunistischen und einer demokratischen Welt könnte man sich ab- finden, solange die Zusicherung gegeben und eingehalten wird, daß auch vom Osten aus der Westen respektiert wird. Die Sowjetunion müßte auf iede kommunistische Wühlarbeit in den freien chndmn verzichten und bereit sein, Am Furka-Tunnel gefunden Basel. Die Trümmer des seit Mittwoch üb«? den Alpen vermißten Basler Flugzeuges wurden am Montag im Gebiet von Gletsch unterhalb des Eingangs zum Furka-Tunnel gefunden. Das Flugzeug war in 2200 Meter Höhe gegen schneebedeckte Felsen gerast. Der Motor hatte sich tief in den Schnee gebohrt. Die bis zur Unkenntlichkeit verstümmelten Leichen konnte» im Laufe des Tages identifiziert und nach Basei transportiert werden. Man nimmt an. daß die Maschine bei ihren» Flug über die Alpen in eine Schlechtwetterzon® geriet. Bei dem Versuch, den Rückflug anzutreten, steuerte der Pilot die Maschine offenbar infolge schlechter Sicht gegen die Felsen. Untejp den vier getöteten Insassen des Schweiz«* Flugzeuges befand sich ein englischer Bankiet und ein amerikanischer Oberst. Seit« 2 — Hummer OS ttosWottt Donnerstag, 28. Mai 1950 an den beiden Brennpunkten der Weltpolitik, dem europäischen in Deutschland und dem asiatischen in China, Lösungen im Sinne des gesunden Menschenverstandes und nicht im Sinne der Beherrschung von Machtpositionen zu finden. Und zwar ohne Hintergedanken und ohne Tarnung. Ist sie dazu bereit? Und könnte man ihren Versprechungen glauben? Vielleicht hat der „Reisende in Friedens- apgelegenheiten“, Trygve Lie, die Hoffnung mitgebracht, daß der Kalte Krieg nicht npr nicht in einen heißer! Krieg ausläuft, Sondern in die lauere Atmosphäre friedlicher Aussprache. Ein Prüfstein dafür, ob der Norweger seine Rückreise auf den Flügeln eines Friedensengels macht, dürfte die Haltung der Sowjet- Die Opfer der Grubenkataftrophe Landtagskommission zur Schuldfrage Oelsenkirchen. Die Zahl der Todesopfer des Grubenunglücks hat sich durch das Ableben weiterer Schwerverletzter auf 76 erhöht. Einige der Verletzten sind immer noch in Lebensgefahr. In einem vorläufigen Bericht stellt die Grubensicherheitskommission des Nordrhein-West- fälischen Landtags fest, daß die Ursache offenbar in einer Schlagwetterexplosion mit anschließender Kohlenstaubexplosion zu suchen ist. Die Explosion hat ihren Ausgang wahrscheinlich von umon gegenüber den jüngsten Protestnoten der einem kleinen Glimmbrand in der westlichen Westmachte über die Militarisierung der so- Kopfstrecke genommen und ist dann in die Wjetzonaien Volkspolizei sein. | beiden Abbauflügel des Flözes hineingeschlagen. Grubengas - Ansammlungen sind beim ersten Befahren nach der Explosion nirgends gefunden worden. Auch unmittelbar vor der Explosion hat das zuständige Betriebsausschußmitglied trotz eingehenden Ableuchtens kein Grubengas festgestellt Die Grubensicherheits- kommission wendet sich gegen tendenziöse Meldungen, die den Betriebsrat, die Verwaltung, die Bergbehörde und die deutsche Kohlenbergbauleitung als verantwortlich für das Unglück bezeichnen. Allen Lesen Stellen könne weder eine subjektive noch eine objektive Schuld zu gemessen werden. Das politilche Programm der SPD Aut dem Parteitag in Hamburg — Die Reterate Schumachers und Ollenhauers Hamburg. 350 Delegierte hörten auf dem republik in der letzten Zeit gewährt wurden. Hamburger Parteitag der SPD das leitende Sie hätten gewährt werden müssen, um Deutsch- Referat des Vorsitzenden Dr. Kurt Schumacher, über das wir bereits auszugsweise berichteten und in dem sich Schumacher erneut gegen einen Beitritt der Bundesrepublik zum Europa-Rat unter den augenblicklichen Voraussetzungen aussprach. Anschließend berichtete land als Staat gegenüber „dem Staatssurrogat von Rußlands Gnaden“ demokratisch aktionsfähig zu machen. „Die Bundesregierung hätte allerdings größere Erfolge haben können, wenn sie stärker auf Deutschlands Standort in. Europa verwiesen hätte.“ Schumacher bemängelte, der zweite Vorsitzende, Erich OUenhauer, über. daß die Initiative der Bundesregierung beim die bisherige Tätigkeit der Bundestagsfraktion, neuen Verteilen der Kompetenzen zwischen In der Diskussion sprachen sich der Hambur-, Deutschen und Alliierten manchmal sehr ger Bürgermeister Max Brauer und der Berliner Bundestagsabgeordnete Paul Löbe für den Beitritt zum Europa-Rat aus; mit großer Mehrschwächlich gewesen sei. Die SPD wünsche, daß diese Kompetenzen sehr bald neu verteilt werden. Er habe aber den Eindruck, daß die Bun- heit billigte jedoch der Parteitag Sie Haltung desregierung häufig parteipolitische Macht- des Parteivorstands. Schumacher begrüßte die Äußerungen von Brauer und Löbe als Zeichen für die Freiheit der Meinungsbildung in der SPD. In seinem nahezu dreistündigen Referat legte Dr. Kurt Schumacher die sozialdemokratischen Ansichten über die aktuellen außen- und innenpolitischen Probleme der Bundesrepublik dar. Schumacher sagte zur Frage des Europa-Rates: Straßburg sei heute nur noch das Vorzimmer zum Hauptraum. Dieser Hauptraum sei aber der Atlantikpakt, oder — wie er jetzt genannt werde — der atlantische Friedensrat. Deutschland könne nicht den ganzen Preis für den Eintritt in dieses Vorzimmer zahlen. Der Europa-Rat würde — mit Deutschland als Mitglied zweiten Ranges — nur inte- interessen mit Nationalinteressen identifiziert habe. Als Beispiel nannte Schumacher die Beamten- und Steuergesetzgebung. Bei Fragen, die das ganze deutsche Volk beträfen, und ein wichtiger Anlaß wären, eine neue Kompetenzverteilung mit den Alliierten anzuregen, wie Saar, Berlin und Ruhr, vermisse er sehr den sonstigen Elan der Bundesregierung. Schließlich müssä jede alliierte Rechtsbestimmung vermieden werden, durch die vollendete Tatsachen geschaffen würden, die ihrem Wesen nach erst in einem Friedensvertrag enthalten sein könnten. Ein Friedensvertrag dürfe aber nicht nur mit einem Teil Deutschlands geschlossen werden. Es könne auch kein europäisches Problem ohne den Blick nach dem Osten ynd auf die deutsche Einigkeit diskutiert werden. „Wenn in dieser Zeit und in Zukunft das Wort Deutschland fällt, dann ist immer das ganze Deutschland gemeint“, sagte Schumacher, Die kleinste Konzession an östliche Ansprüche könnte leicht die Gefahr einer Aufgabe der Demokratie für ganz Deutschland bedeuten. Berlin müsse als zwölftes Land in die Bundesrepublik aufgenommen werden. .llnfer Regierungsprogramm von morgen' In seinem Bericht über die Tätigkeit der Bundestagsfraktion erklärte der zweite Vorsitzende, Erich Ollenhauer, Adenauer habe noch niemals ernsthaft den Versuch unternommen, die SPD als zweitstärkste Fraktion im Bundestag für eine Koalition zu gewinnen. Auch über die Möglichkeiten eines Regierungsprogramms hätte sich Adenauer nicht mit dem n,,, ... , . . i giamms nane sicn Auenuuer man mu aem girierender Bestandteil des Atlantikpaktes sein. SPD-Vorsitzenden aussesnrorhen Hie spn Damit, würde npi,(c*i=n/i , r yorsuzenaen ausgesprochen, rur die srll bedeute Opposition nicht das Negieren der Re- Damit würde Deutschland die Entscheidung über seine Wiederaufrüstung verloren haben. Ein Wiederauf rüsten Deutschlands könne nicht verhindern, daß Deutschland in einem künftigen Kriege wieder das Opfer der Politik der Verbrannten -Erde würde. Unter starkem Beifall unterstrich Schumacher, daß Deutschland vor allem die Aufgabe habe, seine Jugend vor dem Schrecklichsten, dem sinnlosen Opfer zu bewahren. Die Schaffung Europas hänge nicht nur von der Haltung Deutschlands ab, sondern verlange ein gleiches Opfer aller Nationen. Kein politischer Schritt der letzten Zeit sei derart kurzsichtig gewesen, wie die Koppelung von Europa-Rat und Saar-Frage. Nicht die SPD, sondern die französische Regierung habe dies getan. „Die Koppelung von Europa- Rat und Saar-Frage“ wiederholte Schumacher, „kann gefährlich, wenn nicht gar tödlich gegen gierung. „Unser Oppositionsprogramm von heute Wird unser Regierungsprogramm von morgen sein“, erklärte Ollenhauer unter dem Beifall der Delegierten. Hierbei nannte er drei wesentliche Punkte: Das Herstellen der wirtschaftlichen und politischen Einheit Deutschlands, das Schaffen einer demokratischen Verwaltung und die Sorge für einen gerechten Ausgleich der Kriegslasten und für Arbeitsmöglichkeit für alle. Zur Wirtschafts- und Sozialpolitik der Bundesregierung stellte der zweite SPD-Vorsitzende fest, daß die sogenannte soziale Marktwirtschaft ihr Resultat in der Arbeitslosigkeit zeige. Abschließend betonte Ollenhauer, daß zwischen der gegenwärtigen Situation in der Bundesrepublik und der Lage der Weimarer Republik in den 30er Jahren ein wesentlicher Unterschied bestehe- „Wenn diese Regierung fällt, weil sie das Vertrauen des Volkes nicht mehr hat, dann steht dahinter die SPD, die eine viel größere Garantie für eine demokratische Gestaltung in der deutschen Bundesrepublik gibt.“ Das Ziel einer Ablösung der Regierung Adenauer sei die gemeinsame Aufgabe von Fraktion und Partei der SPD. Brauer und Löbe für Europa-Rat In der Diskussion sprach sich der Hamburger I Weltkrieg gewesen. Alle übrigen Diskussions- Bürgermeister Max Brauer für den Beitritt der | redner teilten hinsichtlich der deutschen Mit- Bundesrepublik zum Europa-Rat aus. Der Weg arbeit im Europa-Rat die Auffassung Schu- nach Straßburg bedeute noch kein Ja zur jetzigen Regelung der Saar-Frage. Paul Löbe schloß den Rückkehr- und Heimatanspruch der Ost-' sich der Ansicht Brauers an und wies darauf vertriebenen sein 1 Den Vorschlag Coudenhove-Kalerghis, eine „Union Charlemagne“ zu bilden, werde die SPD mit aller Entschlossenheit bekämpfen. Das Reich Karls des Großen habe Ostgrenzen gehabt, die sich geographisch nahezu mit der Grenze des heutigen Eisernen Vorhanges decken. Auf innenpolitischem Gebiet begrüßte Schumacher die Erleichterungen, die der Bundes- hin, daß die übrigen europäischen Sozialisten auf die Teilnahme der deutschen Sozialdemokraten am Europa-Rat warten. Der Vizepräsident des Bundestages, Professor Carlo Schmidt, erklärte dagegen, an der Saar-Frage entscheide sich, ob Europa mit diplomatischen Tricks beginnen oder ob es sich als Institution des europäischen Gesamtbewußtseins darstellen solle. Schon einmal seien zu hastig gegebene deutsche Unterschriften mit ein Grund für den zweiten Mutmaßungen über die Labour-Konferenz Problem der Lebenshaltungs kosten im Vordergrund London. Der gemäßigte Flügel der Labour Party unter Führung Morrisons hat nach den Vorliegenden Berichten bei den Besprechungen der Labourführer in Dorking einen vollen Sieg davongetragen. Aus dem am Sonntag veröffentlichtet Kommunique über diese Zusammenkunft schließen politische Kreise Londons, daß Labour versuchen wird, die nächsten Wahlen bis zum kommenden Frühjahr hinauszuschieben und dann mit einem gemäßigten Programm, das insbesondere die Hausfrau und den Lohnempfänger ansprechen soll, vor die Wählerschaft zu treten. Die unmittelbare Aufgabe für Labour liegt In einer Senkung der Lebenshaltungskosten und neuen Auswegen für die bisherige Lohnstoppolitik Der Gedanke eines staatlich garantierten Mindestlohnes ist seit der Konferenz in Dorking wieder aktuell geworden und-' auch Sir Stafford Cripps soll sich der Berechtigung gewisser Lohnerhöhungen angesichts steigender Kosten nicht verschlossen haben. In Dorking soll weiter beschlossen worden sein, an der Nationalisierung von Eisen und Stahl festzuhalten, aber andere Nationalisierungsmaßnahmen aufzuschieben. Bei der Sozialisierung selbst soll der Ton mehr auf eine „Humanisierung der Großbetriebe“ gelegt werden. Vor allem sollen die Genossenschaften mit zu Trägem der Sozialisierung gemacht werden, doch soll der Konkurrenzfaktor durch private Betriebe nicht ausgeschaltet, sondern eher im Sinne einer Leistungssteigerung gefördert werden. Streit um Westguinea Djakarta. Staatspräsident Sukaroo stellte nachdrücklich den Anspruch Indonesiens auf Westguinea fest. Er dementierte jedoch, daß sich sein Land den von Australien kontrollierten Ostteü Neuguineas einverleiben wolle. Sukarno hofft, daß Westguinea noch in diesem Jahre Indonesien angegliedert werden kann, die Unterstellung unter indonesische Souveränität werde sich zum Vorteil Indonesiens, Hollands, Australiens und der gesamten Welt auswirken. Sydney. Die „Sydney Sun“ weist die Forderung Sukamos zurück und erklärt, die indonesische Republik habe nicht den geringsten Grund, sich Westguinea einzuverleiben. Die Kontrolle über dieses Gebiet* stehe allein Holland zu, das unter Beachtung aller menschlichen Grundsätze viele Jahre lang die Verwaltung geführt habe. Flottenmanöver in der Biskaya Brest. In der Biskaya begannen'große Flottenmanöver der Westeuropa-Union. Britische, französische und holländische Einheiten sind daran beteiligt- Die großen Schiffe versammelten sich südlich von Brest. Aus Portland sollen britische und holländische Unterseeboote auslaufen, um Scheinangriffe gegen die Flotte zu führen. Die Manöver werden von dem holländischen Vizeadmiral Willings geleitet. Gleichzeitig mit den Kriegsschiffen sind 30 russische Fischdampfer in der Biskaya aufgetaucht, die, nach Angaben ihres Kapitäns, die weite Reise zum Schwarzen Meer durch gelegentliche Fischzüge etwas unterbrechen wollen ... Werbebüros im Ausland geplant Stuttgart. Der Verwaltungsrat der „Deutschen Zentrale für den Fremdenverkehr“ beschloß in Stuttgart, deutsche Werbebüros in Paris, London, Zürich und Rom einzurichten. Voraussetzung dafür ist jedoch, daß der Bund die für diese Büros erforderlichen Mittel bewilligt. machers. Bei der Abstimmung über eine große politische Resolution, mit der die politischen Debatten des Parteitags abgeschlossen wurden, entschieden sich 11 von 371 Delegierten gegen die Entschließung. In dieser Resolution begrüßt der Parteitag die Haltung des Parteivorstandes In diesen Tagen sagte der bayrische Landtagsabgeordnete Haußleiter auf einer Kundgebung der „Deutschen Gemeinschaft“ in Heidelberg, er müsse den Bundeskanzler Dr. Adenauer separatistischer Tendenzen beschuldigen. Man könne den Eindruck erhalten, daß Adenauer den deutschen Osten bereits abgeschrieben habe. der amerikanische Hohe Kommissar McCloy, die britischen, französischen und amerikanischen Soldaten in Deutschland seien nicht mehr in erster Linie Besatzungstruppen, sondern eine Streitmacht, die Deutschland und Europa gegen eine erneute Diktatur und Unterdrückung verteidige. ein streng wissenschaftlicher Archivar, der offenbar überspannte Vorstellungen von dem Begriff Wissenschaftlichkeit hat, auf der Tagung der südwestdeutschen Archivare in Ravensburg: „Wir sind eine streng wissenschaftliche Gesellschaft und wünschen keine Presse.“ die Filmschauspielerin LilianHar- v e y: „Es ist zu ärgerlich, daß ich immer ein Käppchen tragen muß. Mein Haar ist zwar an allen Seiten gut nachgewachsen; ich pflege es aber auch mit Spezialöl, amerikanischer Seife, Eiern und Kamille.“ Diese Erklärung gab Lilian in einem Prozeß gegen einen Frankfurter Friseursalon ab, den sie für angeblich falsche DauerweUenbehandlung auf 17 000 DM Schadenersatz und 5000 DM Schmerzensgeld verklagt hat. Der „blonde Traum“ war zur Beweisaufnahme mit falschen Locken erschienen. Landwirtfchaftliche Genofienfchaften tagen Konstanz. Durch den Verbandspräsidentea Dr. h. c. Keitel wurde der Verbandstag des Verbandes landwirtschaftlicher Genossenschaften in Baden, Raiffeisen, Sitz Karlsruhe, eröffnet. Ungefähr zweitausend Vertreter der ländlichen Genossenschaften in Baden waren mit Sonderzügen und Omnibussen nach Konstanz gekommen. Im historischen Konzilsaal fand als Auftakt der Tagung zunächst die Generalversammlung der Badischen Landwirtschaftsbank (Bauernbank) und die Feier ihres 50jährigen Bestehens statt. Nach Mitteilung von Bankdirektor Müller beliefen sich die Ausleihungen an die Genossenschaften am 31. März 1950 auf 16,7 Millionen DM. Die Einlagen hei den ländlichen Kreditgenossenschaften in Baden stellten sich zum gleichen Zeitpunkt auf 63 MilUonen DM, die Ausleihungen an ihre Mitglieder auf 24,8 Millionen DM. Im Anschluß fand ebenfalls im Konzügebäude die Generalversammlung der Badischen Landwirtschaftlichen Zentralgenossenschaft statt, auf der durch Direktor Pilger über die RM-Scbluß- büanz Bericht erstattet wurde. Der Gesamtumsatz bei der Zentralgenossenschaft betrug im ersten DM-Ge*häftsjahr vom 21. Juni 1948 bis 31. Dezember 1949 insgesamt 137 Millionen DM. Von dem Umsatz entfielen auf Getreide, einschließlich Import, rund 60 Millionen DM. In den Aufsichtsrat der Badischen Landwirtschaftlichen Zentralgenossenschaft wurden Regierungslandwirtschaftsrat Stadler, Radolfzell, und Albert Bath, Vorsitzender der Spar- und Darlehenskasse Heddesheim, neu hinzugewählt; Er fand nickt, was er sndite Der angebliche frühere SS-Mann Hans Joachim Krause, der eine erneute Suche nach dem „Göring-Schatz“ auf Burg Veldenstein veranlaßt hatte, wurde in Nürnberg verhaftet. Krause zum Europa-Rat und leimt damit den Eintritt i W ar von Burg Veldenstein verschwunden, nach- 1w nU Tf/w /Iam A WotimvMimif 1 J _ ZA- 1— *; «1_ .j 2» TITaoL in diese Institution ab. Vor der Abstimmung hatte Schumacher erneut versichert, daß die SPD keine anti-alliierte, sondern eine pronationale und pro-internationale Politik betreibe. Man dürfe nicht vergessen, daß die SPD bereits eine 80 Jahre alte internationale Tradition habe. Mit ihrem Nein zu Straßburg handle die SPD aus ihrer Verpflichtung gegenüber der Sowjetzone und gegenüber Berlin. Sitz der SPD ist Berlin Der Sitz des SPD-Vorstands und der Gesamtpartei ist Berlin. Diesen Beschluß faßte der Parteitag auf Antrag des Landesverbandes Groß-Berlin einstimmig. Für eine Übergangszeit, so heißt es in dem Entschluß, kann der Vorstand einen anderen Sitz bestimmen. Ebenfalls einstimmig nahm der Parteitag eine Entschließung an, in der die SPD dem Kampf der Hegoländer um ihre Heimatinsel ihre Unterstützung zugesagt. dem die von ihm bezeichneten Stellen in Wech* selschichten bis zu einer Tiefe von drei Metern aufgegraben worden waren, ohne daß irgend* etwas gefunden wurde. Königin oder Müllkutscher In der Stadt Bedington bei Liverpool ist ein heftiger Streit um den Müllwagenfahrer Sidnejr Cooper entbrannt. Als Königin Elisabeth Anfang Mai die Stadt besuchte, war Cooper mit seinem Müllauto hinter dem königlichen Wagen hergefahren und hatte sich später öffentlich gerühmt, daß er von der Menge an den Straßenrändern mehr Beifall erhalten habe als die Königin. Dafür wurde Cooper nun von dem Gesundheits- ausschuß, dem die Müllabfuhr untersteht, entlassen. Ein großer Teil der Bevölkerung ist jedoch entschieden gegen -diesen Entschluß. 1500 Personen haben bereits eine Bittschrift an den König unterzeichnet; auch die Gewerkschaft will sich für Cooper einsetzen. Mieter-Verband protestiert gegen Wohnangspölitik der Bundesregierung Koblenz. Der Beirat des Zentralverbandes deutscher Mieter, protestiert in einer Entschließung zur wohnungspolitischen Lage aufs schärfste gegen die Wohnungspolitik der Bundesregierung, die im Endergebnis darauf abziele, den seit 30 Jahren bestehenden und mit dem Rechtsempfinden des Volkes übereinstimmenden Mieterschutz abzubauen und die Mieterschaft der willkürlichen Kündigungsfreiheit auszuliefem. Der Beirat lehnt jeden Abbau des Preisstopps ab und fordert die sofortige Aufhebung der vom Verwaltungsrat für Wirtschaft erlassenen Anordnung über den Ausgleich von Grundsteuer- und Gebührenmehrbelastung des Hausbesitzes. Auch könne eine Aufhebung der Wohnraumbewirtschaftung solange nicht verantwortet werden, als der Wohnungsbedarf nicht in ausreichendem Maß gedeckt sei. Der „Bund deutscher Mietervereine“, die frühere Spitzenorganisation der deutschen Mieter- verbir.de, hat jetzt seine Tätigkeit wieder aufgenommen. Dr. Gramse vom Beirat des Zentralverbandes wurde zum vorläufigen Vorsitzenden berufen. Der Bund wird seinen Geschäftssitz voraussichtlich in Bonn errichten. Was matht das Wetter ? Ein Ausläufer eines bei Island liegenden Hod» der sich nach Südosten ausbreitet, gewinnt langsam Einfluß auf unser Wetter, jedoch klingt die WirksanA keit einer flachen Tiefdruckrinne nur Wetteraussichten: Wechselnde BewölkuiML zeitweise heiter, noch einzelne Gewitterstörungen warm. r Herausgeber: Sozialistischer Verlag Freiburg G.m.b.I Freiburg i. Br., Kaiser-Joseph-Straße 229. Fernruf 28 Hauptschriftleitung: Alfred Oesterheld Verlagsleitung: E. Bauermeister Druck: Universitätsdruckerei Poppen & Ortmann, Freiburg i. Br. ..Das Volk“ erscheint: Dienstag, Donnerstag Samsda Monatsbezugspreis 2 .— DM einschließlich Trägerlo'ffi durch die Post 2.20 DM. NuTomer §1 — Sätet ppnoeeetefr 8B. Mai 1990 Nicht der Angeklagte, sondern wir? Blitzlidit auf einen Schweizer Sensationsprozefi BMBotlt Anfang und Ende des Prozesses gegen Enzo Kaufmann vor dem Schwurgericht in Winterthur waren ungewöhnlich. Unsere Zeit kennt Hochstapler von Format und macht nicht viel Aufsehen um sie, sondern verbannt sie — einmal erwischt — für Jahre in die Gefängnisse und Zuchthäuser. Enzo Kaufmann aber, ein aus Italien nach der Schweiz emigrierter Pianist, erhielt, obwohl er 11 Millionen Franken durch Betrug erworben und vergeudet hatte, nur drei Jahre Heil- und Pflegeanstalt — und als Beigabe noch die besten Glückwünsche für seine Zukunft vom Präsidenten des Schwurgerichts persönlich. Fürwahr etwas ungewöhnlich. Und dazu in der so auf festen moralischen Füßen stehenden Schweiz. Die Antwort auf dieses seltsame Gerichtsurteil ist der unerwartete Gesichtspunkt, unter dem das Schwurgericht in Winterthur den Fall Enzo Kaufmann betrachtet hat. Nicht der Angeklagte, sondern wir sind schuldig. Wir, das sind die Menschen von heute. Nicht nur in den durch die Wechselfälle des Krieges aus den Gleisen geworfenen Menschen der kriegführenden Länder ist die Bewertung der soliden Arbeit eine andere geworden. Selbst in der Schweiz gibt es viele Menschen — der Prozeß verriet bekannte Namen aus Gesellschafts- und Geschäftskreisen — die ohne Arbeit mit einem geringen Risiko schnell reich werden wollen. Auf das „wie“ wird nicht so genau geachtet. Kaufmanns Methode war Einfach: er forderte Summen mit einigen Nullen und versprach mehr als lOOprozentigen Gewinn innerhalb einer kurzen Zeitspanne. Dem elegant und gewandt auftretenden, großzügige Trinkgelder verteilenden Kaufmann gelang es immer wieder, Hunderttausende zu bekommen. Sein Gebiet waren Briefmarkengeschäfte und undurchsichtige Transaktionen. Geschäftsfreunde, die ihn später durchschauten, verleiteten durch falsche Angaben Dritte, Kaufmann noch große Summen zu leihen, um ihr eigenes Vermögen zu retten. So wurden die Kaufmann bereits ohne sein Zutun in die Hand gespielten Beträge immer größer. Bis eines Tages der Konkurs dennoch kam. Mehr als zwei Drittel der Geprellten haben verzichtet, ihren Verlust einzuklagen, aus Scham vor der Bloßstellung, aus Einsicht der begangenen moralischen Fehler oder aus Vernunft bleibt dahingestellt. Hätte das Schwurgericht in Enzo Kaufmann einen gewöhnlichen Betrüger gesehen, so wären ihm acht Jahre Zuchthaus sicher gewesen. So erhält das „arme Opfer“ unserer Zeit, in dem das Gericht einen bedauernswerten Menschen sieht, nur drei Jahre Gefängnis. Und auch diese Strafe nur bedingt, da sie in die Verwahrung in einer Heil- und Pflegeanstalt umgewandelt wurde. Auch aus der Schweiz wurde er nicht ausgewiesen, da der „Ärmste“ nicht wisse, wohin gehen; denn begreiflicherweise legt Italien keinen Wert auf seine Rückkehr. Es scheint, als sei nicht nur bei uns sondern auch jenseits der Grenzen das Verhältnis zur Moral nicht mehr ganz gesichert. M. F. Gefahr für die deutsche Wiflenfchaft Staatsmittel völlig unzureichend Ludwigshafen. Der Leiter der Forschungsabteilung der Badischen Anilin- und Sodafabrik in Ludwigshafen, Dr. Walter Reppe, betonte kürzlich, die der Wissenschaft zur Verfügung stehenden Geldmittel des Staates, seien völlig unzureichend. „Sie ermöglichen nicht einmal eine auch nur einigermaßen praktische Ausbildung des Nachwuchses, geschweige denn die Erfüllung eines noch so bescheidenen Forschungsprogramms.“ Wenn nicht bald ein entscheidender Wandel in der geistigen Konzeption der verantwortlichen Männer eintrete, werde es mit der deutschen Wissenschaft steil abwärts gehen. Alle Hoffnungen auf einen Wiederaufstieg des deutschen Volkes müßten dann begraben werden. Dr. Reppe, der vor kurzem in Braunschweig die Gauß - Medaille der „Braunschweigischen wissenschaftlichen Gesellschaft“ erhalten hat, Ist der Ansicht, daß sich gegenwärtig allenthalben tüchtige jüngere Nachwuchskräfte regen. Diese Kräfte müßten unbedingt unterstützt werden. „Trotz des unerhörten Blutverlustes, den die deutsche Wissenschaft vor allem in den Nachkriegsjahren durch mehr oder weniger freiwillige oder unfreiwillige Abwanderung erlitten hat, verbleiben ihr doch noch aus ihrem in jahrzehntelangem Bemühen geschaffenen Reservoir genügend Kräfte und hervorragende Geographen-Unterhaltung Freiburg-Basel Lörrach. Die 'geographischen Institute der Universitäten Basel und Freiburg haben am Samstag, zunächst auf badischer Seite, die gemeinsamen Exkursionen und wissenschaftlichen Gespräche wieder aufgenommen, die um 1928 von dem damals aus Basel nach Freiburg gekommenen Wiener Geographen Hugo Has- ■inger eingeführt und bis 1937 fortgesetzt worden waren. Die erste Begegnung nach dreizehn Jahren bei einer Exkursion auf dem Tül- linger Berg bei Lörrach und einem Colloqium verlief sehr herzlich. Von deutscher Seite hielt Professor Dr. Nikolaus Cretzburg von der Universität Freiburg, als Vertreter der Schweizer der Geograph der Basler Universität, Professor Dr. Paul Vosseier Begrüßungsansprachen. Schwarzwald-Alb-Radrundfahrt in vier Etappen Deutschlands Radsportprofis vor schwerer Prüfung „Der Radsport muß Volkssport werden", meinen die verantwortlichen Organisatoren des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), die für die erste „Schwarzwald-Alb-Radrundfahrt“ vom 25. bis 28. Mai, der neben der Deutschlandfahrt größten diesjährigen Straßenprüfung der deutschen Berufsfahrer, verantwortlich zeichnen. 43 deutsche und 8 Schweizer Radrennfahrer gehen am 25. Mai am Start- und Zielort Schwenningen auf die Reise zu der sich über 983 km erstreckenden großen Fahrer- und Materialprüfung, die erstmals seit der Wiederaufnahme Deutschlands in den internationalen Radsportverband Ul CI) deutsche und ausländische Fahrer am Start sieht. Für die Ausrichtung der erslen „Schwarzwald-Alb- Rundfahrt", die künftig alljährlich ihre Wiederholung finden soll, zeichnet die IRA im Verein mit den deutschen Fahrradfirmen, die auch den größten Teil der Kosten Übernehmen, verantwortlich. Je 5000 DM haben die einzelnen Etappenorte Rheinfelden, singen und Reutlingen und 7000 DM die Stadt Schwenningen als Start- und Zielort beizusteuern. Das flache Gelände vom Start in Schwenningen zum ersten Etappenort Rheinfelden wechselt nach der Baar in welliges Hügelland, um nach der Zwangspause in Freiburg (200 m) den höchsten Funkt der Rundfahrt, den Schauinsland (1284 m) zu erreichen. Auf der Abfahrt zum Etappenort Rheinfelden wird manch bewährter „Kletterer“, wozu in erster Linie Bautz und der Schwenninger Müller zu rechnen sind, den sicher erwähnten Vorsprung einbüßen. Die zweite und dritte Teilstrecke beschert dem Feld der Klassefahrer keine Schnaufpause, wenn auch diese Etappen verminderte Anforderungen an die Energie der Fahrer und die Leistungsfähigkeit des Materials infolge der verkürzten Länge stellen. Nach dem leicht ansteigenden Gelände zum höchsten Funkt der zweiten Teilstrecke bei Randen/Zollhaus wird Singen angesteuert. Die landschaftlich reizvolle Schwarzwaldstrecke zum Hohentwiel ist der stärkste Trumpf der rationell fahrenden Giganten der Landstraße. Es gibt keine Favoriten für diese erste internationale Nachkriegsstraßenprüfung in Deutschland, wenn auch solch starke Fahrer wie Saager, der Sieger der ietztjährigen Deutschlandfahrt, der Überraschungssieger beim „Großen Preis der Wejnstraße“. Arents, sowie Pankoke, Ludwig Hörmann, Müller und de# diesjährige zweite Straßenweltmeister Stettier (Schweiz) berechtigte Aussichten auf den Endsieg haben. Das Ziel der Organisatoren dieser kräfteverzehren- den Prüfung ist die leistungsmäßige Überprüfung der Elite der deutschen Straßenfahrer und die Hoffnung, durch dieses radsportliche Großereignis dazu beizutragen, dem Radsport in Deutschland jene Popularität zu verschaffen, wie er sie in Frankreich, Italien und der Schweiz besitzt. | Jugendmeister der südbadischen Schwerathleten Br©!- Köpfe, die wohl imstande wären, die hohe Tradition «der deutschen Wissenschaft fortzuführen und ihr die alte Weltgeltung wieder zu verschaffen.“ Wilhelm Fnrtwängler, der nach seinen Konzerten in Italien fünf Wochen lang in Buenos Aires dirigiert hat, beginnt am 24. Mai in Wiesbaden eine große Tournee mit den Berliner Philharmonikern. Sie führt durch Süddeutschland über die Schweiz und Paris zurück in das Rheinland, Westfalen und die Hansestädte. Die Arbeit der Filmklubs möge mit dazu beitragen, dem deutschen Publikum den Film zu geben, den'es verdient, sagte ein Vertreter des niedersächsischen Kultusministers auf einem Empfang, den das Kultusministerium und die Stadt Hannover für die Delegierten der Filmklub-Tagung veranstaltete. Der Präsident des Verbandes der deutschen Filmklubs, Dr. Eckardt, wies den Vorwurf vieler Produzenten zurück, daß der Geschmack des Publikums schlecht sei. Es sei Aufgabe der Filmklubs, den Willen zur Qualität auf breitester Basis zu aktivieren. Der Geschäftsführer des „Schutzverbandes deutscher Autoren“, Dr. Werner Sehende!!, Berlin, wurde in der vergangenen Woche im Vorzimmer des brandenburgischen Volksbildungs- ministers Wilhelm Rücker (SED) in Potsdam von der Sowjetzonenpolizei festgenommen. Die Gründe der Verhaftung sind noch nicht bekannt. Orchesterlieder von Richard Strauß — vier Gesänge zu Gedichten von Hermann Hesse und Eichendorff — wurden vor 8000 Zuhörern in der Londoner Albert Hall uraufgeführt. Die Lieder wurden auf Wunsch des verstorbenen Meisters von der norwegischen Sopranistin Kirsten Flagstad gesungen. Wilhelm Furtwängler dirigierte das Philharmonische Orchester. Dem Komponisten Hindemith wurde bei einer Bach-Feier in der Emst-Moritz-Amdt-Kirche die Würde eines Ehrendoktors der Philosophischen Fakultät der Freien Universität Berlin verliehen Rund vierhundert Teilnehmer aus Südbaden beteiligten sich am Sonntag an den südbadischen Schwerathletikmeisterschaften der Jugend in Urioffen. Folgende Meister wurden ermittelt: Ringen: Jugend, bis 55 Pfund: Hölliner, Freiburg- Haslach; 2. Fischer, Freiburg-Haslach; bis 80 Pfund: Heinrich Dold, Freiburg-Haslach; bis 90 Pfund: Hoh- mann, Weil; bis 100 Pfund: Walter, Lahr; bis 130 Pfund: Nix, Vörstetten; bis 140 Pfund: Tag, Kuhbach; über 140 Pfund: Börsig, Gottmadingen; 2. Schneider, Frei- hurg-St. Georgen. Schüler: bis 50 Pfund: Walter Feger, Freiburg- St. Georgen; bis 60 Pfund; Schilli, Urioffen; bis 70 Pfund: Edmund Feger, Freiburg-St. Georgen; bis 90 Pfund: Hertwig, Urioffen; bis 100 Pfund: Frey, Freiburg-St. Georgen; über 100 Pfund; Platz, Emmendingen. Gewichtheben: Jugend, bis 100 Pfund: Keidinger, Freiburg-Haslach; bis 110 Pfund: Wörner. Urioffen; bis 120 Pfund: Bäuerle, Freiburg-Haslach; bis 130 Pfund: Häfele, Rastatt; bis 140 Pfund: Dold. Freiburg- Haslach; über 140 Pfund: Börsig, Gottmadingen. Rasenkraftsport: Jugend, bis 120 Pfund: Rehn, Kollmarsreute; über 120 Pfund: Knebele, Freiburg-Haslach. Tischtennis-Turnier um den „Wiesentalpokal“ Durch die Teilnahme der besten Tischtennisspieler der Nordwestschweiz und Südbadena. hatte das Turnier um den „Wiesentalpokal“ in Lörrach eine hervorragende Besetzung aufzuweisen. In prächtigen Endkämpfen holte »ich am Nachmittag Breitenmoser, Basel, den Tumiersieg und den Pokal durch einen 3:1-Sieg über Dr. Masowsky, Offenburg, und den 3 : 0 -Erfolg gegen Habegger, im Kampf um den zweiten Platz blieb Dr. Masowsky gegen Habegger mit 3:1' erfolgreich. Harte und spannende Kämpfe gab es um die nächsten Plätze, wo Dauska, Offenburg, Behringer, Säckingen, Nippen, Rastatt, und Roser, Lörrach, punktgleich auf den vierten Platz kamen. Mit prächtigen Kämpfen und zahlreichen Zuschauern bei vorzüglicher Organisation» wurde dieses Turnier ein voller sportlicher Erfolg. * Bayerischer Fußballtoto 1. Bang: 23 Gewinner je 6 350 DM 2. Rang: 751 Gewinner je 104.40 DM 3. Bang: 8650 Gewinner je 16-80 DM Hessentoto 1. Rang: 285 Gewinner je 130 DM 2. Rang: 7 514 Gewinner je 4.90 DM 3. Rang: da die Gewinnquote unter einer DM liegt, wird die zur Ausschüttung bestimmte Summe dem dritten Rang de» nächsten Wettbewerbs angeschlagen. Westdeutscher Tote 1. Bang: 110 Gewinner je 3053.50 DM 2- Bang: 4 061 Gewinner je 55-50 DM 3. Bang: 43 609 Gewinner je 5.20 DM Wie tippen wir zum kammenden Sonntag? Im 41. Wettbewerb werden am Sonntag im Toto Württemberg-Baden zum ersten Male 20 spiele getippt. Frankreich — Schottland in Paris. Die schottische Länderelf setzt am Sonntag Ihre Länderspielserie fort, nachdem sie in der vergangenen Woche in Portugal ein 2:2 erzielte. Auch Frankreich war im eigenen Land oft ein schwerer Gegner Und mit etwas Glück dürfte es zu einem knappen sieg reichen. 1 • VfB Stuttgart — Borussia Dortmund. Bei diesem Freundschaftstreffen werden es die Borussen schwer haben, gegen den Zweiten der Oberliga Süd bestehen zu können. Wir tippen auf Platzsieg, in zweiter Linie auf Unentschieden. 1 8 München 1868 — Rapid Wien. In diesem am Samstag zum Austrag kommenden 1. Teil des München- Nümberger Turniers werden sich die deutschen Mannschaften gegen die österreichische Spitzenklasse durchzusetzen haben. Die Löwen müssen sich anstrengen, wollen sie gegen Rapid zu einem Unentschieden kommen. 2 8 1, FC Nürnberg — Austria Wien. Der Club war in internationalen Freundschaftsspielen schon immer groß in Form und wir trauen ihm gegen Austria einen knappen Sieg zu. 1 8 VfB Oldenburg — Rot-Weiß Essen. Die Essener, die sich, am 27. Mai mit dem 1. FC Kaiserslautern nochmals um die Teilnahme an der „Deutschen“ auseinanderzusetzen haben (erstes Spiel 2:2), dürften in Oldenburg zu einem Sieg oder zumindest zu einem Unentschieden kommen. 3 6 Bremerhaven 93 — Eintracht Frankfurt. Bremerhaven, das in de» Tabelle der Oberliga Nord immerhin einen guten Mittelplatz erhalten hat, müßte gegen die Frankfurter auf eigenem Matz_ _ Sieg kommen. 1 Freiburger FC — 1. FC Köln. Sollte Köln tatsächlich in bester Besetzung ««treten, dann, müssen die Freiburger eine ungleich bessere Leistung zeigen als im Spiel gegen Schwaben Augsburg, wenn Me ehrenvoll bestehen wollen. 3 6 VfB MOhlburg — Baeing Straßburg. Auf eigenen» Platz sollten die Karlsruher Vorstädter, die sich zur Zeit in guter Form befinden, mit den elsässischea Profis fertig werden. I 1 TuS Neuendorf — Olympique Lille. Lille muß fünf Spieler zum Länderspiel gegen Schottland abstellen, und kann deshalb in Neuendorf nicht antraten. Rhenaiüa Würselen — Concordia Hamburg. Obwohl Würselen auf eigenem Platz recht stark ist, trauen wir den Concorden einen knappen Sieg oder ein Unentschieden zu. 2 0 München 1360 — Austria Wien. Im zweiten Teil des München-NUmberger Turniers am Montag haben die beiden deutschen Mannschaften ihren Gegner gewechselt. Austria dürfte über die Löwen zu einem, Sieg kommen. 2 3 1. FC Nürnberg — Rapid Wien. Auch dieses Mat trauen wir dem Club einen Sieg zu. 11 FV Engers — Eintracht Trier. Engers, das bereits das Vorspiel gewinnen konnte (3:2), sollte auch auß eigenem Platz zu einem Sieg kommen. I 1 Alemannia Aachen — Bristol City, Der englisch« Drittel!visionär, bei dem der Ex-Pow, der Hamburge* Alex Eisenträger, stürmt, unterlag gegen Hamborn« nur knapp mit 2:3 und wird sich diesmal anstrengen, diese Scharte wieder auszuwetzen. Allerdings dürft» dies in Aachen nicht leicht fallen, Und wir trauen den Engländern erst in zweiter Linie einen Sieg zu. i * MV» fiT 01038 sagt RICHARD KETTELHAKE, Ton-Ingenieur des NWDR,Hamburg „In unserem Beruf steht man ständig unter Hochspannung", sagt Toningenieur Kettelhake. „Die Folge Ist, daß man immer wieder sum besten Anregungsmittel greift, das ich kennet eine gute Zigarette, kh habe wohl fast alle Sorten probiert, bin aber e n dgü lt i g bei der Texas verblieben: sie schmeckt mir am besten und — bekommt mir am besten!" \ 4 »Duft und SüsseVirginias« i ftsfte 4 — Nummer 82 Vasüoß Donnerstag, 26. Mai 1950 iudwttiidfiitstJift ito Häitkk vlPVPVv iwwwwwvwwrwvwww Freiburger ßauunglüdc mahnt Die Notwendigkeit der Unfallverhütung, die ki der Unfallverhütungswoche allen Bevölkerungskreisen demonstriert werden soll, wird aus der Unfallstatistik ersichtlich, die das Gewerbeaufsichtsamt Baden in Freiburg für den April veröffentlicht. Die Zahl der Arbeitsunfälle ist mit insgesamt 48 gegenüber dem Vormonat zwar leicht zurückgegangen, die Zahl der tödlichen Unfälle wurde durch das schwere Einsturzunglück in Freiburg entscheidend beeinflußt, bei dem sieben Bauarbeiter ums Leben kamen. Im April sind im Bausektor zwei weitere Menschen durch Absturz tödlich verunglückt. Ferner wurde in einem Ziegelwerk durch einstürzende Lehmmassen ein Baggerführer verschüttet und getötet. Die Gewerbeaufsicht hat im April 262 Betriebsüberprüfungen vorgenommen, bei denen insgesamt 305 Beanstandungen an Anlagen und Betriebseinrichtungen festgestellt wurden, die den Unfallverhütungsvorschriften nicht entsprachen. Vorsicht vor Sprengkörpern! Der Beseitigung und Unschädlichmachung von Sprengkörpern wird vielfach nicht die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt. Dies beweisen immer wieder die Unfälle, welche vor allem durch Hantieren an gefundenen Sprengkörpern Vorkommen. Es ist daher dringend notwendig, daß insbesondere zum Schutze der Jugend die erforderliche Aufklärung gegeben wird. Auf die Gefahr, die'herumliegende Munition — z. B. in Wäldern, wo diese überwuchert sein kann — selbst noch nach Jahren in sich birgt, muß immer wieder hingewiesen werden. Es ist erwiesen, daß sich der Gefahrengrad bestimmt« Munitionsarten mit der Zeit erhöht und außerdem durch Zersetzungen an Sprengkörpern die Gefahr einer Selbstentzündung besteht. Deshalb müssen auch Sprengkörper, von denen man bisher annahm, daß sie keine Gefahr bedeuten könnten, weil sie in sumpfigen Gelände oder tief in der Erde liegen, beseitigt werden. — Grundstücksbesitzer und Einwohner haben herumliegende Sprengkörper umgehend der nächsten Polizeidienststelle zu melden. Kein Schreibverbot für Kriegsgefangene in Jugoslawien Laut Informationen der zuständigen Behörden haben'die in Jugoslawien befindlichen verurteilten fremden Staatsangehörigen die Erlaubnis, in ihrer Muttersprache zu korrespondieren, in dem betreffenden Falle also in deutscher Sprache. Die Angehörigen der noch in Jugoslawien sich befindlichen Kriegsgefangenen haben nun das Recht, wieder mit ihren Vätern und Söhnen, die noch das harte Los eines Kriegsgefangenen tragen müssen, in Schriftliche Verbindung treten zu können. Internationale Zeltlager in Westdeutschland Freiburg. Das erste internationale Zeltlager des Instituts für Internationale Begegnungen wird über Pfingsten in Offenburg veranstaltet. Andere Lager richtet das Institut ab Juli im Rheinland an der Loreley und in Namedy, ferner in Freiburg, Konstanz und Lindau ein. Wetteraussichten für die Heuernte Freiburg. Mit größter Wahrscheinlichkeit kann bis etwa zum 3. Juni — abgesehen von Störungen gewittriger Art — mit sommerlichem und überwiegend trockenem Wetter gerechnet werden. Da sich anschließend vermutlich eine kühle und regnerische Witterungsperiode von noch unbekannter Dauer einstellen dürfte, erscheint es ratsam, die Heuernte noch vorher vorzunehmen. Dies gilt vor allem für die Niederungen, wo die meisten Wiesengräser bereits in Blüte stehen. Längeres Warten kann für den Bauern größere Einbußen an Qualität und Quantität zu Folge haben. Die Lager sollen das Jugendherbergsnetz ergänzen und stehen der wandernden Jugend zur Verfügung. Sie sollen Treffpunkt der in- und ausländischen Jugendlichen sein. Die Zeltlager werden von Deutschen, Schweizern und Franzosen geleitet. Die Organisation liegt in Händen des Freiburger Instituts für Internationale Begegnungen, das Auskunft über die Lager erteilt Juristentagung in Badenweiler Die Oberlandesgerichtspräsidenten der Bundesrepublik treffen* sich am 13. und 14. Juni zu einer Arbeitstagung in dem badischen Schwarzwaldkurort Badenweiler. Steigende Ausgaben der Kriegsversehrtenfürsorge Freiburg. Die Ausgaben des badischen Kriegsversehrtenfürsorgeamtes stiegen von 6,4 Millionen DM im März dieses Jahres auf 6,9 Millionen DM im April. Davon entfielen allein 6,2 Millionen DM auf die Rentenversorgung. Insgesamt hatte das Amt Ende April 93 703 Renten- und Pensionsberechtigte zu versorgen. Davon waren 47 569 Beschädigten-, 33 836 Witwen- und Waisen- und 10 980 Elternfälle. 26 372 Freiburg. Durch Veröffentlichung im Badischen Gesetz- und Verordnungsblatt vom 20. Mai ist die Ausdehnung des Gnadenrechtes auch auf die 'Maßnahmen der politischen Säuberung rechtskräftig geworden, die durch einen Landtagsbeschluß vom 15. März 1950 vorgenommen worden war. Das Abänderungsgesetz für das Gnadenrecht sieht die Bildung eines besonderen Gnadenausschusses vor, der dem Staatskommissar für politische Säuberung Vorschläge unterbreitet. Der Staatskommissar muß, wenn er einem Vorschlag des Gnadenausschusses nicht entsprechen zu können glaubt, die weitere Behandlung des Falles der Länderregierung übergeben. Die Ausdehnung des Gnadenrechtes auf Maßnahmen der politischen Säuberung steht im Zusammenhang mit dem in absehbarer Zeit zu erwartenden Abschluß der Entnazifizierung in Baden. Bauernkinder wollen nicht auf Landwirtschaft Überlingen. Bei einer Umfrage unter den vor der Schulentlassung stehenden Kindern in einer rein katholischen Landgemeinde des Kreises Überlingen stellte es sich heraus, daß nur zwei oder drei von 25 zur Schulentlassung kommenden Knaben in die Landwirtschaft gehen wollen. Die meisten haben den Wunsch, ein Handwerk zu erlernen. Von den 15 Mädchen wollte keines in die Landwirtschaft; mehrere Mädchen wollten Modistinnen werden. Die geäußerten Kinderwünsche zeigen, daß die Neigung zum landwirtschaftlichen Beruf selbst in den aus dem Bauerntum stammenden Kreisen der Jugendlichen sehr gering ist. Tagung der Bahnhofs wirte Konstant. Über das Wochenende fand eine Tagung der Bahnhofswirte der französischen Zone statt. Es wurde u. a. beschlossen, Schritte zu unternehmen, damit bei der Vergebung von Bahnhofswirtschaften künftig die Fachabteilung der Bahnhofswirte mitbestimme und nicht nur allein die Bundesbahn entscheide. Die Neuwahl des Vorstandes der Fachabteilung hatte folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Boos, Friedrichshafen; 2 . Vorsitzender Beerweiler, Lörrach. der Beschädigten sind Schwerbeschädigte, davon 143 Kriegsblinde und 2001 Himverletzte. Der versorgungsärztliche Dienst des Kriegsbeschädigtenfürsorgeamtes hat im April 1382 Untersuchungen vorgenommen. Zur Zeit werden 297 Versehrte in Lungenheilstätten versorgt. Die Ausgaben für Heilbehandlung beliefen sich auf 454 863 DM, die Kosten für orthopädische Hilfsmittel betrugen 116 800 DM. Siedlungstätigkeit der katholischen Kirche Freiburg. Die katholische Baugenossenschaft des nordbadischen Landkreises Buchen, „Neue Heimat“, hat nach Angaben des deutschen Caritasverbandes in Freiburg im Jahre 1949 mit einem Kostenaufwand von drei Millionen 184 Hauseinheiten mit 287 Wohnungen erstellt. Kirchenland wurde in weitgehendem Maße zur Verfügung gestellt. .Weitere Teilfreigabe von KeM In Kehl ist am 22. Mai ein weiterer Teilabschnitt mit 52 Wohnungen von den französischen Behörden freigegeben worden. Apothekerverein gegen Gewerbefreiheit Lahr. Der badische Apothekerverein, der in Lahr seine erste Landestagung abhielt, beschloß, in Freiburg ein neues pharmazeutisches Institut zu errichten, um dem bisherigen provisorischen Zustand ein Ende zu machen. Die finanziellen Mittel sind bereits gesichert. Zur Ausstattung des Instituts nach modernsten Gesichtspunkten bewilligte der Apothekerverein eine Spende. Der erste Vorsitzende, Dr. Wieland, Freiburg, wandte sich gegen eine Gewerbefreiheit im Apothekergewerbe, befürwortete jedoch die Vermehrung der Apothekerkonzessionen, um die Anzahl der Apotheken der Bevölkerungszahl anzupassen. 75 Prozent der württembergisch-badischen Beamten waren nach einer Statistik der Landesbeamtenstelle Mitglieder der NSDAP. Die meisten dieser Beamten sind "im Justizministerium, sowie im Finanz- und Innenministerium beschäftigt. Wie das Staatsministerium auf Anfrage mitteilt, befindet sich unter den Beamten kein Hauptschuldiger und kein Belasteter. (!) Offenburger Autoräuber hinter Schloß und Riegel Die Autoräuber, über die wir ausführlich berichteten, befinden sich nun alle hinter Schloß und Riegel. Der Name der Stadt Offenburg Ist im Zusammenhang mit dieser beispiellosen Diebstahlsaffäre unrühmlich in alle Welt gekommen. Gegen 30 Wagen wurden sichergestellt, die der Hauptverbrecher Heini Horn aus der Wilhelmstraße „umfrisieren“ ließ und wieder verkaufte. Die Offenburger Kripo, die alle Anerkennung verdient, hat alle Hände voll zu tun, weil die Hunderte, deren Volkswagen im Laufe der Zeit gestohlen wurden, nun Hoffnung haben, ihren Wagen in Offenburg zu finden. Bund der badischen Forstmänner gegründet Wolfacb. In Anwesenheit von über 500 Forstleuten fand in Wolfach im Kinzigtal die Gründungsversammlung des Bundes der badischen Forstmänner statt. Auf der Versammlung, die Zum Schwenninger Flaggenftreit Rottweil a. N. Die Kreisvereinigung der Verfolgten des Naziregimes (WN) hat in einem Schreiben an den Staatspräsidenten von Württemberg - Hohenzollern, Dr. Gebhard Müller, gegen die Amtsenthebung des Schwenninger Polizeikommissars Karl Länen protestiert und den Staatspräsidenten gebeten, in seiner Eigenschaft als politisch Verfolgter des Naziregimes die Bemühungen der WN um die Wiedereinsetzung Länens beim Innenministerium zu unterstützen. Die Amtsenthebung wird in dem Schreiben als „undemokratischer Akt zur Ausschaltung aller antifaschistischen und demokratischen Kräfte aus der Polizei und deren Ersetzung durch profaschistische und militaristische Elemente“ bezeichnet. Zum Schaden des demokratischen Aufbaues werde bei vielen Beamtungen in Südwürttemberg und in der Bundesrepublik auf die gleiche Weise vorgegangen. Das Innenministerium in Tübingen hat Polizeikommissar Länen vorläufig die Amtsausübung untersagt und eine Untersuchung gegen ihn eingeleitet, weil er am 1. Mai am Polizeikommissariat Schwenningen neben der Landesflagge die rote Fahne bissen ließ, obwohl Be- flaggung in den Landes- und den Bundesfarben angeordnet worden war. Dramatische Folgen eines Richtfestes Altensteig. Nach reichlichem Alkoholgenuß auf einem Richtfest unternahm ein 26jähriger Schlossergeselle auf seinem Motorrad eine nächtliche Rennfahrt durch Altensteig im Kreis Calw. Der wilde Fahrer rammte einige Randsteine und stürzte mit seinem Motorrad, das in Brand geriet. Die Flammen ergriffen auch die Kleidung des Schlossers, der daraufhin in die Nagold sprang. Mit schweren Verletzungen und Brandwunden konnte er geborgen und ins Krankenhaus überführt werden. Zivilarbeit« und ehemalige Fremdenlegionäre im Entlassungslager Tuttlingen Im staatlichen Entlassungslager Tuttlingen, über das alle in der französischen Zone wohnhaften Heimkehrer entlassen werden, treffen fast täglich deutsche Zivilarbeiter aus Frankreich, deren Arbeitsverträge abgelaufen, sind, sowie ehemalige Fremdenlegionäre, die in Indochina eingesetzt warst, ein. gleichzeitig die erste Jahreshauptversammlung war, wurde Oberforstrat Dr. Schweigier, .St, Blasien, zum ersten Vorsitzenden gewählt Pläne für ein Gashüttenwerk in Karlsruhe Die Karlsruher Hochschulprofessoren Dr. Jungbluth und Dr. Terres haben ein Gutachten über den Bau eines Gashüttenwerkes in Karlsruhe fertiggestellt. Neben einer jährlichen Produktion von 300 Millionen Kubikmeter Gas sollen in dem geplanten Werk voraussichtlich 200 000 Tonnen Zement und 150 000 Tonnen Eisen und Stahl aus Bodenschätzen Württemberg- Badens produziert werden können. Den Grundstode für die Gaserzeugung in voraussichtlich vier Niederschachtöfen soll die Ruhrkohle bilden. Der württembergisch-badische Landtag hatte für Untersuchungen, die von den beiden Hochschulprofessoren in Trostberg (Oberbayern) geführt worden sind, insgesamt 150 000 DM bewilligt Nähmaschinen-Großdiebstahl Karlsruhe. Neun Angehörige einer Nähmaschinenfabrik in Karlsruhe sowie weitere elf Personen wurden von der Kriminalpolizei verhaftet; diese hatten insgesamt 40 Nähmaschinen in Einzelteilen aus der Fabrik entwendet und zu Hause zusammengesetzt. Die Nähmaschinen wurden unter dem Fabrikpreis an Händler abgesetzt. Bis jetzt konnten 35 der gestohlenen Nähmaschinen sichergestellt werden. Gnadenrecht nun auch in der politischen Säuberung Dreiviertel der Beamten waren Mitglieder der NSDAP Hengst Maestoso Austria Liebesgeschichte zweier Menschen und eines edlen Pferdes I Von Arthur-Heinz Lehmann Und die Augen, so ganz in der Nähe, haben mich derart verlegen gemacht, daß mich die Mirl gefragt hat: „Wae hast denn? Willst sonst noch was?“ Nun hab' ich ja nicht sagen können, was ich um liebsten hätte wollen mögen, leicht hätte sie erwidert, daß ich mich schämen möchte, an solche Dinge zu denken mit einer kaputten Haxn am Leib. Mag sein, daß sie an den Lois erinnert hätte, aber so sicher bin ich da nicht, an so vielerlei Sachen kann der Mensch nicht denken, wenn ihm eine einzige das Hirn gründlich durcheinanderbringt Nachdem die Mirl gottlob fortgewesen Ist, habe ich einen Entschluß gefaßt: Die Ungarische soll wissen, wie schlecht es um mich steht. Und nachher soll sie eiligst kommen, wenn es ihr ernst ist mit der Liebe, die nun schon so lange währt, so viel der Majestätische Jahre zählt. Aber daß ich auf den Roßäpfeln ausgerutscht bin, kann ich ihr nicht schreiben, viel heldenhafter muß ich zu Schaden gekom- pien sein, damit sie nicht mitleidig lächelt, sondern mich bewundert, daß ich überhaupt noch am Leben bin. Ja, und Gründe gibt es noch genug: Den Majestätischen kann kein anderer reiten außer uns beiden, mir gehorcht er, weil er weiß, daß er wider mich nichts ausrichten kann, und unter der Ungarischen geht er wie ein frommer Zelter, weil er sie liebt und ihr nicht weh tun möchte. Was zwischen den beiden wirklich ist, mochte fch gern einmal herausfinden, aber dahinter werde ich nie kommen, ich werde schon aus der Ungarischen und mir nicht klug. Daß sie das Alpinum wieder wird neu auf- bgtten müssen,, will ich lieber nicht schreiben, and das mit der Mirl auch nicht, es hat überhaupt keinen Sinn, zu schreiben, das dauert drei Tage, und inzwischen kann hier wer weiß was passiert sein, wo mich so viele Gefahren umdrohen. Da muß telegraphiert werden, und das geht bloß von Salzburg aus, weil ich dem Posthalter Im Dorf nicht den Mund aufsperren will, daß ich die Ungarische mit der Haxn so anlüge, und telefonisch aufgeben geht auch nicht, weil den Apparat der Posthalter hat. Schicken kann ich keinen nach Salzburg, weil der einzige Vertrauenswürdige, auf den ich mich bei jedem Schwindel verlassen kann, der Lois, eben in Wien ist. So müßte ich selber nach Salzburg, aber wenn ich daran denke, daß Ich den Majestätischen vor das Laufwagerl spannen soll, das mit seinen knochenharten Federn stößt, daß einem das Fleisch vom Gebein prallt, wird mir der ganze Entschluß leid. Bleibt nur noch übrig, daß ich den Majestätischen sattle und daß er mich sanft im Schritt und im weichen Wiegegalopp nach Salzburg zum Postamt bringt, damit ich dort das Telegramm aufgebe, das dann bloß der Beamte liest, und der muß reinen Mund halten, weil es auf seinen Diensteid geht. Wenn wir jetzt losreiten würden, schön sacht, zwei Stunden hin, zwei her, dann könnten wir in Salzburg zur Jausen und zum Nachtmahl wieder daheim seid. Nun brauche ich keinem zu erzählen, daß es eine Pein ist, wenn man auf einem Bein hupfen muß, während das andere schwer ist wie Blei, aber der Majestätische hat sich wie immer brav satteln und zäumen lassen. Gedreht hat er sich bloß, als ich hab’ auf- sitzen wollen, weil er es nicht gewohnt ist, daß ich ihm fluchend und ächzend auf den Sattel krieche. Aber von der Stiege aus ist es mir nachher doch gelungen, und so sind wir zwei losgezogen nach Salzburg. Der Majestätische ist stolz gegangen wie ein Spanier, denn seine Vorfahren waren edle Rosse aus Andaluisen. und ich bin ihm im Sattel gesessen, die Bügel übergeschlagen, wie eine Glucke auf den Eiern, weil es im Knöchel doch gestaucht hat, so weich der Majestätische auch in seinen Sprungfedergelenken gegangen ist. Ja, und am gesunden Bein ist ein feiner Reitstiefel gesessen, wie ihn bloß uns« Leibschuster in Budapest, der Szäbo Ambrus, fertigbringt. Am kranken Bein aber ist ein riesiger Filzpantoffel gesteckt, gute handfeste Arbeit vom Schuster-Toni aus unserem Dorf, dem es mehr auf die Dauerhaftigkeit ankommt als auf die edle Linie. Weil mir der Schlapfen auf dem Verband aber nicht wie angegossen gesessen, sondern immer hat herunterfallen wollen, habe ich ihn schließlich abgezogen und unter den Arm geklemmt In Salzburg kennen sie uns, den Majestätischen, die Ungarische und mich, aber in einem solchen Aufzug sind wir noch nie beim Mozart und am Glockenspiel vorbeigekommen, und in die Post bin ich immer munter gelaufen und noch nie mit dem Pantoffel unterm Arm auf einem Bein hineingehupft. Wie ich noch dabei gewesen bin, mir einen rechten heldenhaften Schwindel für die Ungarische auszudenken, da hat das Glockenspiel „Üb immer Treu und Redlichkeit“ gespielt, aber von festen Vorsätzen lasse ich mich nicht abbringen. Den Majestätischen habe ich einem Fiaker zum Halten gegeben, aber der muß wohl eingeschlafen sein. Nachher ist der Hengst am Vorgarten vom Glockenspiel-Cafe gestanden, weil er weiß, daß wir dort immer einkehren. Aber so weit sind wir noch nicht, erst kommt noch das Telegramm, an dem habe ich eine gute halbe Stunde herumverfaßt, und was nachher ins reine geschrieben wurde, hat also gelautet: Geliebte Ungarische! Wir sind schwerkrank, ich bin auf der Haxn verunglückt, der Majestätische ist im Futter sehr heikel. (Das war eine schonende Vorbereitung auf das abgefressene Alpinum.) Alles, weil wir Kapriolen probiert haben. (Die Kapriolen sind bloß ein halber Schwindel, außerdem wird die Ungarische stolz sein, daß wir angeblich solche schwere Sprünge aus der Hohen Schule können sollen, scharf ist sie schon lange darauf.) , Dann ist es weitergegangen: Wir brauchen dringend Deine Pflege. Komm postwendend! Dein unheiliger Georg und der Majestätische* Geschaut hat der Beamte nicht schlecht, wie ich das Telegramm aufgegeben habe an die Gräfin Marika Szilädy, aber angenommen ist es worden, und eine Menge Geld hat es gekostet, daß ich nachher im Kaffeehaus die Jausen hab' schuldig bleiben müssen. Der Heimritt ist nicht so gut gegangen, der Knöchel hat mächtig rumort, und der Schmerz ist durch die Wade entlang bis hinauf in den Schenkel gezogen, und ich hab' den Lechner- bauem, der gerade wegen des Winterholzes hat vorsprechen wollen, bitten müssen, daß er mir den Majestätischen gut versorgt und mir mit seinem Holz für jetzt den Buckel hinaufsteigt. Wie ich dann wieder lang gelegen, bin ich aufs Wünschen verfallen, der Warrer hätte es freilich mit Befriedigung als Beten genommen. Herrgott, hab’ ich gewünscht, schau, daß die Ungarische übermorgen da is, sonst geh' ich zum Teufel! • Eine Nacht geht noch hin. Wie schwere Wagen, deren Räder im auf geweichten Feldweg steckenbleiben wollen und die von lahmen Gäulen gezogen werden, so schleppen die Stunden. Ein Mensch, der schlaflos im Bett liegt, ist kein Gerechter. Sonst verstreicht ihm das bißchen Lebenszeit viel zu rasch, daß er sie zügeln möchte und meint, daß er auf einem durchgehenden Roß sitzt, aber wenn vor lauter Warten der Schlaf nicht kommen will, dann weiß er mit der Zeit nichts anzufangen und möchte sie regelrecht totschlagen. Wärme kommt durchs offene Fenster, und auf dem Lotterbett ist es wie im Backofen, daß ich die Decke zur Seite werfe. Draußen vergeht die Zeit, an den mancherlei Geräuschen gemessen, gehaltvoller. Da ist eine Katzenhochzeit, die sich anhört, als ob zwei alte Eheleute miteinander streiten. Sobald dje beiden anfangen zu rasaunen, bleibt jedesmal dem Sprosser* der mit sein« Frau in meinem Garten niste^ das Lied in der Kehle stecken. Wenn es still ist, fängt er wieder von neuem an, eine ganz zuveii sichtliche Fröhlichkeit hat der. und sie täte ns| auch not, (Fortsetzung folgte ’j PPQMBrtaft M. Bhj 199Q ttosTBoß Nummer 82 — Sette * Freiburg * Breisgau * Schwarzwald Stadtrat verabschiedet Gesamthaushalt Keine Erhöhung der Hebesätze — Einschränkender Zusatzbeschluß zur Darlehensaufnahme In einer fünfstündigen Sitzung beriet der ßtadtrat am Dienstag zunächst die Einzelpläne des ordentlichen Haushalts mit den vom Finanz- und Sparausschuß vorgenommenen Einsparungsänderungen. - Zum Einzelplan der allgemeinen Verwaltung vertrat Stadtrat Menges (DP) die Auffassung, daß man bei einzelnen Posten noch Einsparungen hätte erzielen können, so bei der Botenmeisterei und bei den für das Ernährung»- und Wirtschaftsamt eingesetzten Summen, die beide ja keine Funktion mehr hätten. — Stadtrat Breitenbach(SPD) meinte, daß man durdi einen qualifizierten Beamten die gesamte Verwaltung dahin überprüfen lassen sollte, wo eingespart .werden könne. — Oberbürgermeister Dr. Hoff- tnann wies darauf hin, daß Heueinstellungen von Beamten seit Jahr und Tag nur in dringenden Ausnahmefällen erfolgt seien, während Bürgermeister Schiefer zu der von Stadtrat Menges als zu hoch kritisierten Summe für das Wirtschafts- und Ernährungsamt erklärte, daß dies auf die zu einem späteren Termin in Kraft tretenden Kündigungen zurückzuführen sei. Im übrigen seien in beiden Ämtern Schwerkriegs beschädigte beschäftigt gewesen, die nicht ab gebaut werden konnten und anderweitig unter gebracht werden mußten. — Der Einzelplan wurde einstimmig angenommen. Zum Einzelplan „Polizei“, der die Mittel für die staatliche und die Gemeindepolizei umfaßt, trat der Oberbürgermeister der Auffassung des Stadtrats Menges entgegen, daß auch die Baupolizei genau wie die Hoch- und Tiefbauämter unter eine gemeinsame Oberleitung gestellt werden solle, da die Baupolizei eine Kontrollierende Steliunng einnehme. — Zu der von Stadtrat Kappes (SPD) anläßlich des Bauunglücks in der Bertholdstraße namens der Gewerkschaften vorgebrachten Anregung der Einstellung von Kontrolleuren erklärte der Oberbürgermeister, daß dem Insofern Rechnung getragen worden sei, als man bereits zwei weitere Baukontrolleure eingestellt habe. Dem Einzelplan und einer darin noch nicht enthaltenen Erhöhung der Polizeikosten um 14 000 DM wurde zugestimmt, ferner dem Elnzelplan über das Schulwesen. Stadtrat Dr. Riemensperger (SPD) wies bei der Beratung dieses Einzelplanes darauf hin, daß sich die einzelnen Schulleitungen die größte Zurückhaltung hinsichtlich der für Lehrmittel angeforderten Summen auferiegt hätten, was vor allem für die Volksschulen gelte. Die Volksschulleitung erwarte daher, daß man diesen Plan unverändert annehme. Er erkannte für die höheren Schulen das Engegenkommen der Stadt bei Anträgen auf Schulgeldbefreiung an. Sein Hinweis auf die große Schulraum- Genossenschaft Freiburger Gewerkschaftshaus Die erste Generalversamlung der 1949 neugegründeten Genossenschaft Freiburger Gewerkschaftshaus, die Während der Nazizeit wiederrechtlich im Genossenschaftsregister gestrichen wurde, um der DAF die „Übernahme“ des Gewerkschaftshauses zu ermöglichen, fand im eigenen Heim statt. Das geschäftsführende Vorstandsmitglied Kocheise berichtete eingehend über die Schwierigkeiten, die zu überwinden waren, um durch eine Resitutionsklage der wiedererrichtenden Genossenschaft ihr Eigentum zu verschaffen. Erhebliche Mittel hätten aufgewendet werden müssen, um das Gewerkschaftshaus seinem Zweck, den Gewerkschaften angemessene Büros und Versammlungsräume zu schaffen, zuzuführen. Die Wirtschaftslokalitäten gehörten jetzt, so wurde betont, zu den besteingerichteten Frelburgs. Trotz dieser großen Aufwendungen sei die finanzielle Lage der Genossenschaft als gut zu bezeichnen. Nachdem die Generalversammlung dem Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig Entlastung erteilt hatten, wurden die turaus- S emäß ausscheidenden Aufsichtsratsmitglleder K. ang, Ph. Martzloff und H. Müller ebenso einstimmig wiedergewählt. Als Publikationsorgane wurden in Form einer Satzungsänderung die Zeitungen „Badisch* Zeitung* und „Das Volk“ in Freiburg bestimmt. not wurde vom Oberbürgermeister dahin beantwortet, daß die Militärregierung darum gebeten worden sei, den Bau zwischen Lehrerseminar und Bmil-Thoma- Schule freizugeben, und zu hoffen sei, daß dem Rechnung getragen werde. Der Ausbau der Karlsschule, des Kepler- und des Friedrichsgymnasiums werde auch eine wesentliche Erleichterung der Schulraumnot der Tivolischule bringen. — Stadtrat fütterst (DP) meinte, daß man künftig auch bei uns wie in Nordbaden-Nordwälrttemberg bei der Geschwisterermäßigung den Hochschulbesuch mit einrechnen solle. — Zu der weiter aufgeworfenen Frage der Herabsetzung der Schülermeßzahl erklärte Bürgermeister Schieler, daß man hier versuchen müsse, beim Land größere Mittel für den Aufbau von Schulen zu erhalten, da hauptsächlich dadurch eine Herabsetzung der Meßzahl herbeigeführt werden könne. Zum Einzelplan „Kultur- und Gemeinschaftspflege“ erklärte Stadtrat Menges, daß die demokratische Fraktion diesem Plan nicht zustimme, da die Aufwendungen für das Theater zu hoch seien. Er trat auch für eine Verpachtung der Theater-Lichtspiele ein. — Stadtrat Dr. Gotthardt (SPD) meinte, daß man unter allen Umständen bemüht sein müsse, den Theateretat auf eine erträgliche Grenze zu senken, da er 79 Prozent der Gesamtaufwendungen für Kultur- und Gemeinschaftspflege ausmache und zu den hierfür ausgeworfenen restlichen Aufwendungen in krassem Mißverhältnis stehe. — Stadtrat Dichtei (CDU) regte an, daß man für den Münsterbauverein künftig etwas mehr Mittel übrig haben solle, da auch das Münster ein großes Kulturgut darstelle. — Stadtrat Dr. Riemensperger (SPD) bat, in Zukunft auch größere Mittel für die städtischen Sammlungen einzusetzen. — Oberbürgermeister Dr. Hoffmann erklärte zu den aufgeworfenen Fragen, daß hinsichtlich der Städtischen Bühnen eine Kommission eingesetzt worden sei, die sich bemühen werde, den Theaterhaushalt auf eine kaufmännische Basis zu stellen. Im Hinblick auf die Theater-Lichtspiele befände man sich in einer entscheidenden Phase. Es seien Pachtangebote gemacht worden, und der Stadtrat werde sich demnächst damit befassen müssen. Die Frage der Kammerspieie könne heute noch nicht beantwortet werden, zur Zeit werde geprüft, ob durch deren Übernahme ins Große Haus Ersparnisse gemacht werden könnten. — Der Einzelplan über Kultur- und Gemeinschaftspflege wurde schließlich gegen vier demokratische Stimmen angenommen. Frau Seeh (SPD) erklärte bei der Beratung des Planes „Fürsorgewesen“, daß bei der Fürsorge neben gewährten Richtsätzen auch die individuelle Betreuung eine Rolle spielen müsse. Die Fürsorge bleibe nur Stückwerk, solange nicht auch bei Krankheit, Alter und Invalidität ausreichender Schutz gewährt werde, was vor allem Aufgabe des Staates sei. — Alle Fraktionen waren sich darin einig, daß hier keine Streichungen vorgenommen werden durften. Auch dieser Einzelplan wurde einstimmig angenommen. Beim Emzelplan „Gesundheitswesen“ hob Stadtrat Knobel (CDU) hervor, daß man hier die Kompetenzen hätte schärfer abtrennen sollen, da die Stadt weitgehend Aufgaben übernehme, die eigentlich dem Staate zukämen. — Stadtrat Glöckner (SPD) setzte sich vor allem für die Sportvereine ein, die eine bessere Unterstützung erhalten müßten, zumal sie in der Pflege der Leibesübungen große Aufgaben zu erfüllen hätten. Vor allem müsse man auch darauf bedacht sein, nicht weit von der Stadt abgelegene Sport- und Spielplätze zu schaffen. Dem Einzelplan wurde zugestimmt, desgleichen der Hereinnahme eines Zuschusses von insgesamt 15 000 DM für die Sportvereine sowie von 10 000 DM für die Jugendhilfe. Zum Einzelplan „Bau-, Wohnungs- und Siedlungswesen“, der trotz der vorgenommenen Kürzungen gegenüber dem von 1949 etwa 2 Millionen DM mehr auf weist, meinte Stadtrat Menges (DP), es sollte überlegt werden, ob man die Wiederherstellungsarbeiten im bisherigen Tempo durchführen oder etwas langsamer machen wolle. — Stadtrat Streng (CDU) vertrat die Auffassung, daß man bei dem schlechten Zustand der Straßen und Gehwege beim Tiefbauamt nicht noch weitere Streichungen als die bereits vorgenommenen durchführen dürfe. — Stadtrat Thoma (SPD), der auf die große Bedeutung des Wohnungs- und Siedlungshaus zur Behebung der Wohnungsnot hinwies, sprach die Hoffnung aus, daß bald ein Ausgleich auf der Bundesebene geschaffen werde, da die Stadt die Lasten allein unmöglich tragen könne. Auch für die Enttrümmerung müßten Staats- und Bundesmittel zur Verfügung gestellt werden. Weiter solle man dem Stadtrat schnellstens einen Generalbebauungsplan vorlegen. — Stadtrat Glöckner (SPD) forderte die baldige Beseitigung der katastrophalen Gehwegverhältnisse im Stadtteil Haslach, und Stadtrat Dichte! (CDU) gab zu überlegen, ob man nicht auch die Ringstraße wieder soweit herriehten könne, daß sie für den Autoverkehr befahrbar wäre. — Auch dieser Einzelplan wurde einstimmig angenommen, desgleichen der für nichtöffentliche Einrichtungen und Wirtschaftsförderung. Stadtrat Kappes (SPD), der näher auf die einzelnen Positionen dieses Planes einging, hob erneut die sozialdemokratische Forderung auf stärkere Heranziehung von Industrieuntemehmungen hervor, da diese nicht nur als Steuerzahler in Frage kämen, sondern vor allem auch größere Arbeitsmöglichkeiten schaffen könnten. — Die Mitteilung des Finanzdirektors Zimmerer, daß die für ein Jahr beschlossene Erhöhung der Müll-, Wasser- und Kanalgebühren bis zum Ablauf des Haushaltsplanes eingestellt worden sei, veranlaßte Stadtrat Dr. Gotthardt (SPD) zu der Forderung, daß diese Erhöhung nur bis zum 31. März 1951 Geltung haben solle und der Stadrat sich noch im Laufe dieses Jahres mit der Frage befassen müsse, ob diese Gebührenerhöhung beibehalten werden solle. — Dem wurde zugestimmt, desgleichen den Gesamtpositionen des Einzelplanes. Bei der Beratung des Einzelplans „Wirtschaftliche Unternehmen“ regte Stadtrat Glöckner (SPD) an, daß man die Mieten der beiden Gastwirtschaften der Scbauinslaadbahn erhöhen solle. — Die allgemein vertretene Auffassung, daß die Forstverwaltung im kommenden Etat auch ihren Beitrag zu den Aufwendungen durch Holzhiebe leisten müsse, wurde von Oberforstwart Ritter dahin beantwortet, daß man hierzu im kommenden Etatjahr ln der Lage sein werde. Er wies auch darauf Mn, daß, wenn die Entwicklung so weltergehe, bis zum Herbst alle Kahlflächen aufgeforstet sein würden. Als letzter Einzelplan wurde der Plan der Finanz- und Steuerverwaltung einstimmig angenommen und im Anschluß hieran dar gesamte ordentliche Haushalt, der in den Einnahmen 24 429 270 DM und in den Ausgaben 27 808 450 DM aufweist. Aus dem PolizeiberiAt An der Einmündung der Schlüsselstraß« in die Hauptstraße stießen ein Kraftrad und ein Lastzug zusammen. Während der Motorrad- fahrer unverletzt blieb, wurde seine Mitfahrerin über den Fahrer hinweg auf die Straße geschleudert und so schwer verletzt, daß sie bald darauf starb. — Bei der Überprüfung der elektrischen Leitung in der Landesstrafanstalt kam ein Elektromeister in der Transforjna- torenaniage mit einer unter Starkstrom stehenden Leitung in Berührung und verlor sofort das Bewußtsein. Die vom Gefängnisarzt und der Feuerwehr sofort angestellten Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg. — Bei der Einmündung der Damaschkestraße in die Esdi- holzstraße stießen ein Pkw und ein Kraftrad zusammen, wobei der Motorradfahrer schwer verletzt wurde. Beim Tanken an einer Freiburger Tankstelle wurde ein keinen Führerschein besitzender junger Mann erwischt, der den von ihm benutzten Wagen vor kurzem in München entwendet hatte. — In der Nähe des Meßplatzes mußte ein Polizeibeamter mit dem Gummiknüppel gegen einen jungen Mann einschreiten, der den Verkehr behindert, die Angabe seiner Personalien verweigert und den Beamten tätlich angegriffen hatte. — Eine Frau, die mittags von einem Grabe auf dem Hauptfriedhof fünf Begonienstöcke entwendet hatte, wurde veranlaßt, die Blumen an Ort und Stelle wieder einzupflanzen. Sonderbarer Musikfreund Während einer in einem Konzertsaal durchgeführten musikalischen Veranstaltung wurde einem der Mitwirkenden ein Cellostreichbogen entwendet. Freiburger Ferkelmarkt Es waren 293 Ferkel und 5 Läufer aufgetrieben. Die Preise betrugen in der ersten Klasse 30 bis 40 DM, in der zweiten Klasse 41 bis 55 DM und in der dritten Klasse 56 bis 70 DM. Trotz des zögernden Absatzes wurden 75 Prozent des Auftriebs verkauft. Pflngstprogramm der „Naturfreunde“ Di» „Naturfreund*“ veranstalten am Samstag, 27. Mal, eine Radtour nach dem Schlüchtal, Oberrheinfahrt durch Hasel, Schopfheim und Kandem. Treffpunkt zum Zuge 14.46 Uhr nach Hinterzarten am Hauptbahnhof. Am gleichen Tage Fußtour mit der Gruppe St. Georgen nach dem Feldberg. Abfahrt 17.16 Uhr nach Posthalde. Freiburger Stadtnacfaricfaten Der von der Volkshochschule für den 26. Mal vorgesehene Lichtbildervortrag von Pierre Savi, Paris, muß verschoben werden; ebenso der Vortrag des Herrn Mozer, Amsterdam, am 25. Mai im Gewerkschaftshaue und der Vortrag der Metzer Studienkommission am 26. Mal. Die Gewerkschaft der Bauarbeiter veranstaltet am Pfingstsonntag einen Maiausflug nach Ebringen mit Einkehr im Gasthaus zum Bären. Für Fußwanderer und Omnibuslftnutzer Treffpunkt 13.30 Uhr Urachhälle und Kreuzung Basler Landstraße — uffhauser Straße. Am 26. Mai wird Blechner Karl Schill, Egonstraße 16, 75, und städtischer Betriebssekretär a. D. Philipp Bruder 80 Jahre alt. Der Männergesangverein Concordia, dem Herr Bruder seit 1894 aktiv angehört, wird ihm am Freitag, 19.30 Uhr, vor dem Hause Nägeleseestr. 9, Die Hebesätze für die Grundsteuer betragen unverändert wie im Vorjahre bei der Grundsteuer sowohl für land- und forstwirtschaftliche Betriebe als auch für Grundstücke 170 v. H., bei der Gewerbesteuer 280 v. H., für den Stadtteil St. Georgen für land- und forstwirtschaftliche Betriebe 220, für Grundstücke 100 und für die Gewerbesteuer 200 v. H. der ermittelten Steuermeßbeträge. Eine längere und sehr lebhafte Aussprache entspann sich über den außerordentlichen Haushaltsplan, der in Einnahmen und Ausgaben 19 647 160 DiM vorsieht, wobei nach § 4 der Haushaltssatzung der Gesamtbetrag der Darlehen, die zur Bestreitung der Ausgaben des außerordentlichen Haushalts bestimmt sind, mit 18 570110 DM sowie weiteren 4 226 410 DM für die Stadtwerke festgesetzt ist. — Die Meinungen hinsichtlich der etatrechtlichen Richtigkeit der Annahme des außerordentlichen Haushalts- | «in Ständchen"bringen.' planes und des entsprechenden Paragraphen 4!i»»»>»»»c>>>>»»«>>»»»»u»»»»»»»c»»«»»»»»>»»»»»»»»"»»3 #er Haushaltssatzung gingen erheblich ausein- § Freiburtfer Vnrsrhnil ander. Schließlich wurden beide in der vorge- = ® legten Form einstimmig angenommen. Gegen 61 Donnerstag, 25. Mai sozialdemokratische Stimmen bei einer Enthal- 1*l h !ämme»pte?e% H u&: tung fand ein Zusatzbeschluß der CDU zu § 4 = Fräulein.“ der Haushaltssatzung Annahme, daß der Ge-§ Britlah Information Centre, 20 uhn samtbetrag der noch nicht genehmigten Dar-| Vortrag ” Alds t0 ^ Pronounciation of Engllzh“. leben, die zur Bestreitung des außerordentlichen | Freitag, zo. Mai Haushalts bestimmt sind, den Maximalbetrag| stadtth*ater, Großes Hau», so Uhr: „Schn**- von 5 Millionen DM nicht übersteigen darf und 1 wlttchen “ An aUen Tagen daß der Stadtrat sich die Entscheidungüber dies Au gustinermuseum: „Kostbares Kirnet. Aufnahme und Verwendung der Kredite vor- = handwerk aus fünf Jahrhunderten“ behält. — Die sozialdemokratische Ablehnung I Casino: Kunstausstellung x . dieses Zusatzbeschlusses erfolgt, weil man des- = original "Tegernsee* r e * * : 20-30 ühr: Gastspiel der sen Durchführbarkeit in etatrechtlicher HinsichtI Filmtheater (bis einsehi. Donnerstag): Casino? anzweifelte. — Somit waren beide Haushalte = »Ein Doppelleben — Friedrichsbau: „Pastor Angeücus* _s— Harmonie: „Fahrendes Volk“ — Kandelhof: „Der einschließlich der Haushaltssatzung angenom- = unheimliche Gast“ — Theater-Lichtspiele: „Liebes- men. G. B. Wirbel“ — Union: „Abgründe“. „Der Tod des Handelsreisenden“ Ein unscheinbares Leben rollt vor uns *b: ein Leben voll bunter Träume und guter Vorsätze, das erst ln dem Augenblick sinnvoll wird, in dem es zugunsten einer Versicherungsprämie geopfert wird. Also eine Glorifizierung des Freitodes aus Ideellen Gründen? Gewiß nicht, sondern nur die traurige, harte Bilanz eines Menschenschicksals, das Millionen ln aller Welt teilen und das sich einer vom Herzen schrieb, weil die meisten von denen, die es im Leben weiter als dieser arme, vom Leben geschundene und ausgepumpte Handelsreisende gebracht haben, achtlos oder geflissentlich an diesem Schicksal vorübergehen. Es ist keine rührende Familiengeschichte bn Magazinstil mit „ausgleichender Gerechtigkeit“ und „Überwindung der Gegensätze", sondern ein Stück, das es mit der Wahrheit hält und deshalb die Dinge, Um die es geht, schonungslos beim Namen nennt. Arthur Miller, ein Amerikaner, hat es geschrieben, und es wurde eine echte Dichtung, die sich nicht nur an den Amerikaner, sondern an uns alle wendet, da sie im tiefsten Sinne menschlich ist. Das Schicksal Willy Lomanns geht jeden ven uns an. Es ist die Tragödie des kleinen Angestellten, der Bich ein Leben lang für seinen Arbeitgeber abschuftete und ihm verdienen half und der nun, da er alt und verbraucht ist, mit vielen schönen Worten den Stuhl vor die Tür gesetzt bekommt. „Also Tendenz!“ •teilen die literarischen Snobs stirnrunzelnd fest, und damit ist ihr Urteil über das Stück schon so Ziemlich besiegelt. Nun, für sie ist es ja auch nicht In erster Linde gescMHeben, sondern für Menschen, die ihr Empfinden nicht ausschalten, wenn sie spüren, daß da einer ist, der an ihre Herzen pocht. Natürlich wäre es falsch, die Lebensgeschichte Willy Lomanns zu verallgemeinern; sie trifft gewiß nicht für alle Schaffenden zu, aber leider eben doch für (jehr viele in aller Welt — und im „freien“ Amerika vielleicht noch viel mehr als anderswo. Ln übrigen ist der Dichter gerecht genug, auch die Titelgestalt seines Werkes mit all ihren großen Schwächen ehrlich zu schildern und ihr so einen Teil der Schuld beizumessen, der schließlich zur Katastrophe führt. Aber diese Schuld, die auf einer Verkennung des wirklichen Lebens und der Lomann am nächsten stehenden Manschen beruht, erscheint in einem milden Uchte: denn „Ein Reisender“, so heißt es zum Schluß, „kann nicht anders als in Träumen leben“. Mit der gleichen Eindringlichkeit und bezwingenden Objektivität sind die Gestalten der Fraü, die ihr Herz zwischen dem geliebten Manne und den im landläufigen Sinne „mißratenen“ beiden söhnen teilen muß, der Söhne .und der übrigen, die den Lebenskreis dieser vier Menschen streifen, gezeichnet. Aus allen und allem spricht die klare, reine Gesinnung eines Dichters, dessen Herz dem Volke gehört und dessen schlichte, ungekünstelte Sprache auch vom Volke verstanden wird. Gewisse Schwierigkeiten mögen sieh für den einen oder anderen allenfalls aus den häufig eingeschalteten, durch Lichteffekte angekündigten Erinnerungsbildern ergaben; die crime eine kurze Erläuterung (wie sie im Programmheft leicht möglich wäre) nicht immer leicht verständlich sind. Sie gehören aber untrennbar zu der Dichtung: ein mit dem Wirkungsbereich des Films verwandtes modernes Ausdrucksmittel, um Gegenwart und Vergangenheit, Wirklichkeit und die abstrakte Welt des rein Gedanklichen miteinander zu verschmelzen. Der Autor bedient sich dieses Mittels ebenso meisterhaft, wie es ihm gelingt, die Atmosphäre seiner Welt mit all Ihren schmerzlichen, aber auch versöhnlichen Tönen wie ln einem Brennspiegel einzufangen. Sein Stück ist trotz seiner mannigfachen dramatischen Entladungen gedämpfter als etwa Priestleys „Ein Inspektor kommt“ mit seiner anklägeriseken Wucht und Programmatik, aber es steht ihm in der Wirkung nicht im mindesten nach, sondern übertrifft es noch in manchem. — Die ausgezeichnete deutsche Fassung ist das große Verdienst Ferdinand Bruckners, der sich vor 1933 als Dramatiker in Deutschland einen Namen machte. In der außerordentlich eindringlichen Inszenierung Heinz Schimmelpfennigs, die die Absichten des Dichters deutlich machte, ohne sie zu vergröbern, wurde die Freiburger Aufführung des bedeutsamen Werkes zu einem starken künstlerischen und menschlichen Erlebnis. Den wesentlichsten Anteil daran hatten die überragenden Leistungen Philipp Ortemanns, der dem Handelsreisenden im Resignieren wie im empörten Aufschrei der gequälten und gedemütlgten Kreatur erschütternde Lebensnähe gab, und Ruth Baldors, die mit der Llnda ln die Tiefe echter Mütterlichkeit eindrang. Die übrigen Darsteller blieben in einigem Abstand, und doch wurde auch in ihrer Rollengestaltung wirkliches Leben spürbar. Das gilt namentlich von den im ganzen gut gesehenen Figuren des Biff (Eberhard Fetzer erschien zunächst etwas gehemmt, erreichte dann aber in der letzten Auseinandersetzung große Ausdrucksfähigkeit) und des Happy (Peter Scheck), dem Ben Kurt Heinz Welkes, dem Karl Theo Martins, dem Bernhard Friedrich v. Bülows und dem „Weib“ Hen»y Schneider-Wenzels. Die infame Herzenskälte des Howard traf Heinz Menzel sehr gut, und die in diesem Falle besonders großen Schwierigkeiten des Bühnenbildes wurden von Friedhäm Strenger geschickt gelöst. Das Publikum, von Werk und Aufführung in gleicher Weise ergriffen, dankte den Künstlern du T eh langanhaltenden herzlichen Beifall. Rudolf Burschei. The» Consbrnch als Aida In der ausverkauften Sonntagsvorstellung sang Thea Consbruch erstmalig die Titelpartie von Verdis „Aida“. Die Rolle zeigte in den ersten Bildern eine großartige musikalische Anlage und zeichnete sich besonders durch intensive dramatische Akzente aus. Die imposante Erscheinung der Sängerin verleiht der Gestalt auch nachdrückliches darstellerisches Gewicht. Di« lyrischen Planoteile dagegen zeigen stimmlich nicht immer die gleiche ausgeglichene Beherrschung. Leider wurde die Sängerin im Nilakt von einer Indisposition befallen und konnte offensichtlich nur noch unter Aufbietung ihrer letzten Kraft die Partie zu Ende singen; ein abschließendes Urteil ist daher nicht möglich. — Max Schiweks Radames hat inzwischen viel an Glanz und Fülle gewonnen und bringt das schön« Material des Sängers prächtig zur Geltung. Der kraftvollen Gestalt des Amonasro dagegen fehlten vor allem im Nilakt manchmal die nötige Ausdruckskraft und stimmliche Größe (Eugen Grimm). — Die Aufführung im ganzen hat seit der Premiere leider schon viel von ihrer musikalischen Straffheit und wirksamen inneren Spannung verloren. -w- „Abgründe“ So gehr man den jungen Arzt, der sich selbst zuttt Richter über eine Frau aufwirft, die ihm nach seiner Meinung das Liebste genommen bat, menschlich verstehen kann, so wenig kann man doch der These zustimmen, daß ein Mensch in besonderen Fällen das Recht habe, eine Vergeltung aus eigener Machtvollkommenheit zu üben. Der Film läßt zwar die Frage offen, ob der Arzt, der anderen gegenüber so hilfsbereit ist, dem Wahnsinn verfallen ist, aber die oben angedeutete These wird so verführerisch vorgetragen, daß sie für unreife Menschen gefährlich sein könnte. Im übrigen vermißt man eine klare Darstellung des geheimnisvollen Fenstersturzes, der Ja zum Ausgangspunkt der Vergeltung genommen wird. — Auf der anderen Seite bedeutet dieser enet lisch« Film durch seine ungewöhnlich mitreißend« Inszenierung und durch das große Format des Hauptdarstellers James Mason eine künstlerisch« Leistung, die man nicht so bald vergessen wird. 4fe Auch ein englischer Kulturfilm über neue Leben», und Arbeitsmöglichkeiten für Bein- und Armampt» Berte ist sehr eindrucksvoll. (Union) R, B, kV Sie Wirken Wunder überall: LODIX, SIGELLA und SIDOL - SIDOL pflegt bestens das Metall, I wo diese drei im Hause walten Wa LODIX hilft Lederschuhe putzen, und Glanz und Frische rings entfalten, SIGELLA bringt dem Boden Nutzen. da fühlt sich jede Hausfrau wohl. Seite 8 — Nummer 62 IktsBoß Donnerstag, 25. Mai 1958 * Kaiserstuhl * Elztal Dem Kreisausschuß fehlen die Mittel Die Ablehnung der Kreisumlageerhöhung wirkt sich n« p«« -35 Gek, Schinken 100 gr oder Salamiwnrst -AB Scbokol. Hütchen 100 gr. Pralinen -45 Bonbons M gefüllt, gewickelt ’.OU 20000 Tafeln Vollmilch-Sckokolade 100 gr Tafel xmr -.70 Burrweiler Literfl. 1.80 Eruchugei Schorlewein fialbsüßöt Wermut 1.75 Orangeade- 550 gr Fl. •• SCHWERHÖRIGE! Die Anschaffung eines Hörgerätes ist Vertrauenssache! Durch meine Beratung wird die beste Verständigung für Sie ermittelt. Deutsche, amerikanische und schweizerische Geräte. Ausführliche Prospekte gratis! M.FREY Hörhilfe Freiburg i.Br, Eisenbahnstr. 49, beim Hauptbahnhof Telefon 4578 Am Pfflngstsamstag (27. Mai 1950) bleiben die Schalter sämtlicher Geldinstitute geschlossen! od. Himbeeisirnp 1.25 Peterstaler Sprudel Literfl. -.32 Vs Literfl. -.20 Ihre „Das Beste,Mrs He» M nannte Paracelsus von Hohenheim, der große Naturarzt des Mittelalters, die Melisse. Jahrhunderte sind vergangen. 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Dienstag bis Donnerstag: Rn klingenden Ufern Donnerstag, L Juni, 19 Uhr: Sondervorstellung des Sensationsfilms: Liebe, Männer and Harpunen Kfonen-Licbtspiele Inningen zeigen einen Spitzenfilm der neuen Wiener Filmproduktion: Der Engel mit der Posanne Mit Paula Wessely, Attila und Paul Hörbiger, Hans Holt u. v. a. Freitag, Samstag, Montag: 20J0; Sonntag: 17.30 und 20.30 Uhr. HARMONIE Freitag bis mit Donnerstag: Täglich vormittags lt J» Uhr T Märchen Vorstellungen für jung und alt Hänsel und Bretel Nach dem Märchen der Gebr. Grimm. Hierzu m KODffll Ein Hohenstein«: Puppenfilm und Purzel, der Zwerg Ein Farbfilm Einheitspreis: Kinder DM —M Erwachsene DM 1.— Karten für alle Vorstellungen im Vorverkauf an. der Kinokasse PflSIMfl-Kabarctt Täglich 20.30 Uhr: Kurzes Gastspiel Original Tegernseer Ab heute Donnerstag: Die drei Blindgänger Ein urechtes Bauernlustspiel in 3 Akten von M. Vitus. Schrammelmusik, Jodlergesang, Mäßige Eintrittspreise Nach der Vorstellung: TANZ für alle! Bm Sonmeraarten Von 16 bis 18.30 Uhr Konzert der Kapelle Oskar Fanz bei freiem Eintritt Bei schlechter Witterung im Restaurant. Eigene Konditorei Abends von 20 bis 23 Uhr: Konzert and Tanz im Freien Es spielt die Kapelle NICO KOCKEN Krone-Theater NEUSTADT Von Freitag, 26., bis Dienstag, 30. Mai 1950: Wiedersehen mit Luis Trenker in seiner neuen Bergfilm- Schöpfung ImBanne des Monte Miracoln Ein Bergfilm aus der Eiswelt der Hochalpen Täglich: 20 Uhr Sonntag: 14.30 und 20 Uhr Pfingstmontag: 14.30, 17 u. 28 Uhr