s Binaalpr ela 20 Pfennig ODBADISCHE HEIMATZEITUNG 5. Jahrgang Samstag, U. Juli 1950 Nummer 84 Brot an vielen Orten teurer Das „Kanzlerwort* Schnelle Steigerung der Brotpreise trotz Regierungserklärung An einem Königswort — in diesem Falle allerdings an einem „Kanzlerwort“ — soll man nicht drehen und deuteln. Deswegen wiederho len wir, was Bundeskanzler Dr. Adenauer nicht nur Dr. Schumacher zugesagt, sondern auch in seinem Brief an die Gewerkschaften geschrieben hatte, nämlich, daß keinerlei Erhöhungen der Brotpreise eintreten werden. Seitdem kommen aus vielen Gebieten am laufenden Band die Nachrichten über Erhöhung der Preise von Brot, Mehl und Teigwaren. Preissteigerung beim Brot bis zu 10 Pfennig je Kilogramm, oder umgekehrt: Die Brötchen werden kleiner, um ein Zehntel. Und der Bundesernährungsmini- nister Prof. Nicklas hat am Mittwoch Preiserhöhungen verboten. Vielen Dank, Herr Nicklas! Leider hält sich niemand an Ihr Verbot. Schumacher hat recht gehabt, als er prophezeite, nach der Wahl in Schleswig-Holstein werde die Brotverteuerung eintreten. Bonn. Recht amüsant ist, daß gerade Bonn zu den Städten gehört, die sich mit der Preissteigerung besonders beeilen. Den Bäckereien in der Bundeshauptstadt wurde von ihrem Verband, der .vermutlich in Übereinstimmung mit Organisationen des übrigen Bundesgebietes handelte, empfohlen, die Preise für Roggenmischbrot von 46 auf 54 und für Weizenmischbrot von 49 auf 57 Pfennig für je 1000 Gramm festzusetzen. Ein tausender Weizenbrot kostet ab sofort 66 Pf. gegenüber 60 Pf. in der Vergangenheit. Der Preis für Brötchen soll bei 4 Pfennig bleiben, während das Ausbackgewicht von 46 g auf 44 g gesenkt wird. Bremen. Der Bremer Wirtschaftssenator Hermann Wolters (SPD) erklärt zu der Versicherung des Bundeskanzlers Dr. Adenauer, den Brotpreis nicht steigen zu lassen, daß Kanzlerwort und wirtschaftlicher Tatbestand in eklatantem Widerspruch zueinander stünden, und die Buodesregiernug sich in einer peinlichen Situation befinde. Durch ein Runds'hreiben des Bundesernährungsministeriums, in dem Preisüberwachungsstellen zum Einschreiten gegen die ungerechtfertigten Brotpreiserhöhungen Forderungen in Baden Utater der Leitung der Bezirksstelle Baden des Deutschen Gewerkschaftsbundes fanden bereits zwei Sitzungen der für Baden zuständigen Gewerkschaftsfunktionäre statt. Die Ge^ werkschaften haben einmütig beschlossen, jede Erhöhung des Brotpreises entschieden abzulehnen. Bei der Besprechung mit dem Staatspräsidenten wurde von den Gewerkschaftsvertretern auch auf die Wiedereinführung der Vollmilch hingewiesen und verlangt, daß unter allen Umständen neben der jetzt angebotenen Vollmilch zu 38 Pf. das Liter die bisherige Milch zum Preis von 36 Pf. das Liter in genügender Menge vom Milchhandel angeboten wird. Gleichzeitig wurde Stellung genommen zu den zu bemerkenden Angstkäufen eines Teiles der Bevölkerung. Die Gewerkschaften sind der Auffassung, daß die Angstkäufe völlig unbegründet sind und nur Anlaß zur Preissteigerung geben könnten. Die unsoziale Margarine-Steuer Wir erhalten folgende Mitteilung aus Fachkreisen: In Verfolg der von ihm vertretenen Konsumentenpolitik hat der Lebensmittel-Einzelhandel schwerste Bedenken gegen jede Art Diplomatifche Tür bleibt offen London. Inmitten vielfältiger Spekulationen über die Möglichkeit einer Vermittlung im Korea-Konflikt erklärten amtliche Londoner Kreise zum britisch-sowjetischen Meinungsaustausch, daß der nächste Schritt nun bei der So wjetunion liege, nachdem Botschafter Kelly am Dienstäg zum zweitenmal bei dem stellvertre tenden Außenminister Gromyko vorgesprochen hat. Der Stand der britisch-sowjetischen Verhandlungen Aber Korea wird in London wie folgt zusammengefaßt: aufgefordert würden, werde der Versuch unternommen, „den Ländern die Schuld in die Schuhe zu schieben“. Die Außenhandelsstelle habe aber auf ausdrückliche Anordnung des Bundesernährungsministers bereits seit dem 1. Juli anstatt des Preises von 256 Mark pro Tonne Weizen 313 Mark berechnet. Ähnlich sei es bei Roggen. Die Getreidebestände bei der Bremer Mühlenindustrie seien Anfang Juli praktisch gleich null gewesen, so daß der. Bedarf nicht zum alten Preise hätte gedeckt werden können. Die Behauptung der Bundesregierung, billiges Getreide stehe für vier Wochen noch hinreichend zur Verfügung, stimme daher nicht. Essen. Die Obermeister der Bäckerinnungen im westfälischen Industrierevier haben ihren Innungsmitgliedern erhöhte Brotpreise empfohlen, die von Montag an gelten sollen. Für ein dreipfündiges Roggenbrot, Roggenmischbrot oder Pumpernickel sollen sechs Pfennig mehr als bisher verlangt werden; ein Zweipfund-Weißbrot soll fünf Pfennig teurer werden. zusätzlicher Belastung des Margarinepreises, auch wenn diese nur vorübergehender Art sein soll. Es gibt leider bereits genügend Waren des täglichen Bedarfs, die durch Verbrauchssteuern über Gebühr vorbelastet werden. Selbst wenn der Brotpreis etwas ansteigen sollte, würde die Belastung des Verbrauchers mehr als ausgeglichen werden durch einen niedrigen Margarinepreis, wie er sich bei freiem Wettbewerb und ohne Belastung mit Fettsteuer oder Ausgleichsabgabe bilden wird. Der billigst mögliche Verbraucherpreis für Margarine liegt sowohl im Interesse des Verbrauchers als auch im Interesse des Handels. Er liegt auch im Interesse des Absatzes bei Margarine- und Ölmühlenindustrie, ohne die Belange der Landwirtschaft in bezug auf Milchoder Butterpreise zu gefährden. Teure Margarine (durch Ausgleichsabgabe) verringert deren Absatz und die Fettversorgung der breiten Masse. Sie erhöht den Butterabsatz keineswegs und ist daher keine Entlastung der Landwirtschaft. Der Lebensmittel-Einzelhandel warnt daher vor Einführung der Fettsteuer — gleichgültig in welcher Form und für welche Zeit. In aller Kürze Die neugebildete französische Regierung Rene Pleven erhielt in der Nationalversammlung mit 335 gegen 226 Stimmen ein Vertrauensvotum. Bundeskanzler Dr. Adenauer hat die Regierungsgeschäfte an Vizekanzler Dr. Blücher übergeben, der während der Abwesenheit Dr. Adenauers im Bundeskabinett den Vorsitz führen und auch für die Verhandlungen mit den alliierten Hohen Kommissaren zuständig sein wird. Der Bundeskanzler ist nach Bürgenstock am Vierwaldstättersee gereist. Der SPD-Parteivorstand will auf Anregung der schwedischen Sozialistischen Partei aus den ihm vorliegenden Dokumenten über Konzentrationslager und Zwangsarbeit im sowjetischen Besatzungsgebiet ein Memorandum zusammenstellen. Die Broschüre soll in sechs Sprachen hergestellt und den sozialistischen Parteien zur Verbreitung in ihren Ländern übermittelt werden. Neubauten für die Bundesregierung dürfen nicht mehr ohne Zustimmung des Haushaltsausschusses oder des Parlaments begonnen werden. Von dem Verleger Ernst Rowohlt in Hamburg sind seine Teilhaber am Rowohlt-Verlag abgerückt. Ihm wird seine Teilnahme am ostzonalen Schriftsteller-Kongreß verübelt. Der Wiener Nationalökonom, Soziologe und Kulturphilosoph Prof. Dr. Othmar Spann ist auf seinem Landsitz im Burgenland (Österreich) im Alter von 71 Jahren gestorben. Graf Luckner, der „Seeteufel“, will im September zum erstenmal nach dem Krieg wieder auf eigenem Boot in See gehen — Richtung Amerika. Er betrachte sich, so erklärte er, auf seinen Reisen als Botschafter zwischen den beiden Kontinenten. Im Bundesgebiet gibt es nicht weniger als 80000 streunende Jugendliche. Diese Feststellung machte der Vorsitzende des Internationalen Bundes für Kultur und Sozialarbeit, Prof. Dr. Ernst Steinbach, Tübingen. Viola Brown, eine farbige Amerikanerin, hat Fünflinge, drei Knaben und zwei Mädchen, zur Welt gebracht, die jedoch wenige Stunden nach der Geburt starben. Vor zwei Jahren gebar Viola Brown Vierlinge, die jedoch tot zur Welt kamen. Der Käfer bedroht Kartoffelernte Bonn. In der deutschen Bundesrepublik sind gegenwärtig 22191 Gemeinden oder 91 Prozent aller Gemeinden des Bundesgebietes vom Kartoffelkäfer befallen, wie das Bundesemäh- rungsministerium mitteilt. Diese Befallzahl liegt um 1466 Gemeinden höher als im Herbst 1949, wo auch bereits eine bedenkliche Ausbreitung des Kartoffelkäfers festgestellt wurde. In Bayern, Südbaden, Württemberg-Hohen- zollem, Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ist bereits die erste Jungkäfergeneration im Kommen, die infolge der spät einsetzenden Bekämpfung teilweise schon die Zahl der überwinterten Käfer übertrifft. Unsere Samstags-Ecke Brief an »Das Volk* Zu den vielfach vom Publikum erhobenen Vorwürfen, schon sei wieder ein Zurückbalten der Ware und ein „Verkauf unter dem Ladentisch“ zu beobachten, schreibt uns der Einzelhandelsverband Südbaden e. V. folgendes: „Der Lebensmittel-Einzelhandel bedauert die derzeitige Angstpsychose vieler Käufer und lehnt diese anomale Kauftätigkeit aus Gründen eines geordneten Ablaufs der Warenversorgung $chärfstens ab. Wenn der Verfasser (des in der vorigen Ausgabe veröffentlichten Briefes an „Das Volk“ mit der Überschrift „Panikmacher“) der Ansicht ist, daß die Geschäftsleute im Anfang diese Kauffreudigkeit nicht ungern gesehen haben, so irrt er, da jedem Kaufmann völlig klar ist, daß die jetzige erhöhte Kauftätigkeit eine Vorwegnahme eines späteren Bedarfs bedeutet. Wenn aber der Verfasser meint, der Begriff „Unter dem Ladentisch“ für bevorzugte Kunden sei wieder aktuell geworden, so muß dieser Ansicht auf das schärfste widersprochen werden. Es ist durchaus möglich, daß der Verfasser bei dem Einkauf beobachtet hat, daß der Lebensmittelkaufmann aus dem unter dem Ladentisch befindlichen Zuckersack Zucker zum Verkauf entnommen hat; dies ist jedoch erklärlich, da der Lebensmittelhändler bei der derzeitigen gesteigerten Nachfrage gar nicht die Zeit hat, um den Zucker bereits abgewogen in Tüten verkaufsbereit zu halten, wie es bei einer normalen Verkaufslage üblich ist. Die derzeitige Zuckeiknappheit ist außer auf die Angstkäufe auch auf den augenblicklich vermehrten Bedarf für Einmachzwecke zurück- Tuf(ihren. Es muß berücksichtigt werden, daß infolge der heißen Witterung in diesem Jahre der Obstanfall sich auf einen verhältnismäßig kurzen Zeitraum zusammendrängte und zum (Fortsetzung auf Seite 3 im Artikel „Was macht der Reis im Kleiderschranfc?") Großbritannien hat nach Rücksprache mit den USA und Frankreich der Sowjetregierung Vorschläge übermittelt, wie sie zur Einstellung der Feindseligkeiten in Korea beitragen könnte. Man glaubt, daß der Sowjetunion u. a. nahegelegt wurde, auf die Zurückziehung der nordkoreanischen Streitkräfte hinter den 38. Breitengrad hinzuwirken. Gromyko will seine Regierung, über die britischen Ansichten informieren. Wenn die Sowjetregierung die Vorschläge Großbritanniens überprüft hat, wird Gromyko Botschafter Kelly voraussichtlich zu einer weiteren Unterredung zu sich bitten, falls der Kreml eine Fortsetzung des britischsowjetischen Gesprächs für angebracht hält. Berichte aus dem UNO-Hauptquartier in Lake Success, daß die Sowjetunion versuchen wolle, die Einstellung der Kampfhandlungen in Korea gegen die Zulassung der Volksrepublik China zur UNO auszuhandeln, werden in amtlichen Londoner Kreisen bisher nicht bestätigt. Man gibt aber zu, daß eine friedliche Lösung der Korea-Frage innerhalb des UNO- Rahmens kaum möglich sein wird, wenn die Sowjetunion nicht wieder im Sicherheitsrat mitarbeitet, was man wiederum ohne die Zulassung von Vertretern der chinesischen Volksrepublik in die UNO für ausgeschlossen hält. Londoner Beobachter neigen nach wie vor zu der Ansicht, daß die Sowjetregierung keine aktiven Schritte für eine internationale Regelung auf friedlichem Wege unternimmt, bevor sie nicht klar sieht, ob die Nordkoreaner ganz Korea unter ihre Kontrolle bringen oder ob letztlich die UNO-Streitkräfte unter General McArthur die Oberhand behalten werden. Moskau werde aber inzwischen dennoch in Lake Sucoess oder auch durch diplomatische Fühlungnahmen in Moskau die Tür für eine Lösung auf internationaler Ebene offenhalten. Amtliche Londoner Stellen wie auch Beobachter stimmen darüber überein, daß der Korea-Konflikt die Frage Formosas zum Kernproblem der gegenwärtigen Situation werden ließ. Formosa wird im Falle einer Ausdehnung des Korea-Konflikts als der ernsteste Gefahrenpunkt betrachtet, nachdem sich die Volksrepublik China einerseits weiterhin zum Angriff auf die nationalchinesische Insel vorbereitet, während andererseits die USA entschlossen sind, dies zu verhindern. Kommt Krieg? Oe— Die Kriegspsychose ist da. Sie läßt sich nicht wegleugnen. Sie zeigt sich in der hastigöl Nervosität, mit der in jeder Unterhaltung die Frage aufgeworfen wird: „Kommt Krieg?“ Sie zeigt sich in den törichten Hamster-Einkäufen — töricht deswegen, weil ein paar Pfund Zucker und Mehl wirklich nicht über den Hungertod hinweghelfen würden, der diesmal sehr schnell das übervölkerte und größerer Vorräte entblößte deutsche Land überfallöl würde. Sie zeigt sich in der brutalen Gefühllosigkeit, mit der in Presseveröffentlichungen — natürlich» nicht nur in Deutschland — und vor allem in Reden von Politikern — natürlich außerhalb Deutschlands — von einem künftigen Krieg gesprochen wird, als wäre er ein längst vorgesehener Fußballkampf, über dessen Vorbereitung man sich noch unterhält und bei dem noch nicht feststeht, auf welchem Platz er ausgetragen wird. Nun hat es gar keinen Sinn — und schon gai nicht von Deutschland aus, das auf den Ablauf der Geschichte keinen Einfluß mehr hat —, den Krieg ächten zu wollen mit dem humanen oder christlichen Ruf nach dem ewigen Frieden. Die Ohren derer, die an einem Krieg schuldig werden könnten, sind vom Lärm der Rüstungsmaschinerie und dem Geräusch ideologischer Phrasen verstopft. Wir müssen uns daher an nüchterne Erwägungen halten, glauben dabei aber, gerade hiermit die Zuversicht zu stärken, die Angst sei unnötig, ein neuer, schrecklicher Krieg werde ausbrechen. Mit rein militärischen Überlegungen, ob der eine oder der andere Gegner schon zu stark oder nicht genügend stark gerüstet ist, kommt man freilich nicht weiter. Wir wissen ebensowenig wie die Amerikaner, ob und wieviel Atombomben die Russen haben. Wir können ebensowenig wie die Militärsachverständigen der Welt überblicken, wieviel Flugzeuge, Tanks und Geheimwaffen gegeneinander aufmarschieren könnten. Wir wissen nur in grobem Überblick, daß auf der einöl Seite das hochpotenzierte Rüstungsarsenal mit seinen ungeheuren Rohstoffquellen der gesamten westlichöl Welt steht, wahrend auf der anderen Seite die östliche Welt in den letzten fünf Jahren nach den Zerstörungen des Krieges allerhand für die Regeneration ihrer militärischen und wirtschaftlichen Kräfte getan hat. So bleibt nur übrig, die psychologischen Voraussetzungen für Krieg oder Frieden zu prüfen. Man unterschätzt meist die „Stimmung“, obwohl wir zur Genüge wissen, daß der Krieg von Menschen gemacht wird und deshalb die Menschen zu beurteilen sind. Hierbei steht an erster Stelle die Frage, ob sich diejenigen, die nur auf den Klingelknopf zu drücken brauchen, einen neuen Krieg überhaupt leisten können oder wollen. Sie wissen nämlich sehr gut, daß dieser Krieg noch mehr als der vorige ein totaler Krieg wäre. Total nicht nur im Einsatz aller Kräfte, sondern mehr noch in einer totalen Vernichtung der Führerschicht des besiegten Teiles. Vor einigen Monaten hat Stalin in einer hochoffiziellen Verlautbarung verkündet, daß er die oberste Leitung der sowjetischen Außenpolitik persönlich in die Hand genommen habe. Stalin ist der siegreiche Generalissimus des Weltkrieges. Er braucht keine neuen Lorbeeren im Gegensatz zu Hitler, der aus dem ersten Weltkrieg als unbekannter Gefreiter hervorgegangen und von höchstpersönlicher Eitelkeit ergriffen war, nun der größte Feldherr aller Zeiten zu werden. Wer diese psychologischen Momente unterschätzt, die den Hitler-Krieg bewirkt haben und ihn nur auf außenpolitische Konstellationen zurückführt, hat weder Eignung ?um Geschichtsforscher noch zum Propheten. Stalin würde den Verlust seines Ansehens als 38 Millionen Defizit Freiburg. Die badische Landesregierung hat in mehreren Kabinettssitzungen, denen auch die Sparkommission beiwohnte, die Beratung der einzelnen Haushalte des Haushaltsvoranschlags für 1950/51 abgeschlossen. Das Finanzministerium stellt nunmehr den Gesamtplan zusammen, der dann in Form eines Gesetzentwurfes erneut der Landesregierung zugehen wird. Bis zur Vorlage des Haushaltsvoranschlages im Landtag dürften noch einige Wochen vergehen. Das vorläufige Defizit des Haushaltes konnte bisher auf 38 Millionen DM herabgesetzt werden. Forstamt Waldkirch geschlossen Waldkirch. Dieser Tage wurden Unregelmäßigkeiten beim Forstamt Waldkirch entdeckt, in die der größte Teil der Beamten und Angestellten verwickelt ist. Es handelt sich um die Unterschlagung einer in die Zehntausende von Mark gehenden Summe für Holz, die doppelt angewiesen wurde. Zwei der Verdächtigen wurden bereits in Haft genommen, ein Revierförster ist flüchtig. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen, so daß noch keine Einzäheiten bekanntgegeben werden können. Der mit der Leitung des Forstamtes betraute Forstmeister Dr. Junghanns wurde vom Dienst suspäidiert. Zur Weiterführung der Geschäfte wurde ein Vertreter ernannt Seit« S tm H u mm e r 84 Samstag, 15. Juli 1950 VasEotö •welthistorischer Erfolgsmann riskieren; der östliche Mensch scheut aber nichst mehr als „sein Gesicht“ zu verlieren. Wir gehen aber noch weiter, indem wir feststellen, daß die Russen schon alles erreicht haben, was sie bedurften: Nämlich nicht den einen oder anderen Gebietszuwachs, sondern die Anerkennung der übrigen Welt, daß sie eine gleichberechtigte Macht sind. Die Männer im Kreml sind in der Weltpolitik Partner geworden, die von den andern als nicht mehr zu umgehender Faktor eingeschätzt werden. Sie werden, im Gegensatz zu den ersten Jahrzehnten der bolschewistischen Revolution, von der westlichen Zivilisation nicht mehr über die Achsel angesehen; sie sind „salonfähig“ geworden. Man muß einmal mit angesehen haben, mit welch großer persönlicher Befriedigung ein hoher russischer Diplomat davon Kenntnis nimmt, daß er mit der westlichen Welt, die sich ihm früher als Träger der kulturellen und wissenschaftlichen Errungenschaften überlegen gefühlt hat, gleich zu gleich steht. Die Aufforderung, den Korea- Konflikt als gleichberechtigter Partner zu schlichten, ist somit für die russische Diplomatie mehr wert, als eine gewonnene Schlacht. Die Leute im Kreml meinen und ihre vielen Millionen von Untertanen glauben daran, daß, nachdem die Welt in zwei große Machtbereiche geteilt ist, ihnen ihre Ideologie nicht mehr entrissen werden kann, falls sie nicht selbst das Risiko eines Krieges eingehen. In den Schulen der Sowjetunion hängen überlebensgroße Landkarten, die ausschließlich den sowjetisch beherrschten Teil des Erdballs zeigen, und den Kindern wird die schöne Geschichte erzählt, wie sich das alte ewige Mütterchen Rußland gewandelt hat zu einem sozialen Idealisten, dessen Segnungen auf diesem riesigen Kontinent fanatische Anhänger gefunden haben. Am Rand der Landkarte liegen wohl umstrittene Gebiete, wie etwa Vietnam, Indonesien, Burma, Persien und Staaten auf dem Balkan. Aber ihretwegen werden die Russen nicht das Risiko auf sich nehmen, ihre in Jahrzehnten mühsam errungene Position in der Welt zu verlieren. Die Tatsache allein, daß sich 59 westliche Nationen fast einstimmig für das Eingreifen im Korea-Konflikt ausgesprochen haben — es freilich zunächst den Vereinigten Staaten überlassen haben, Korea „bis zum letzten Amerikaner“ zu verteidigen — wird in Moskau ebensosehr als Ehrung empfunden wie als Warnsignal. Hier glauben wir also die Grenzen des östlichen Fanatismus erkennen zu sollen. Trygve Lie, der UNO-Füh- rer und einer der anerkennenswerten Männer, die ihre ganze Kraft für den Frieden einsetzen, hat wohl richtig gesehen, als er kürzlich feststellte: „Eine Lösung des Konfliktes kann nur gefunden werden, wenn keiner der beiden Parteien zu kapitulieren brauche“. Er hat die psychologischen Momente erkannt. Die Tatsache, daß die Sowjetunion nicht offiziell in den Ko- rearKrieg eingegriffen hat, ja selbst die Tatsache, daß sich die Amerikaner bisher keineswegs Siegeslorbeeren geholt haben, berechtigt zu der Annahme, daß die Russen sehr gerne den Weg zu einer diplomatischen Lösung gehen werden. Das Geräusch, das inzwischen in den verschiedenen umstrittenen Gebieten Ostasiens und den Satellitenstaaten Osteuropas gemacht wird, wäre dann mehr als Begleitmusik für den Einzug der Russen durch die offene Tür in den Konferenzsaal zu deuten. Im übrigen werden wir über die Entwicklung der Dinge in Ostasien noch in einem weiteren Aufsatz sprechen müssen. Perfönliche ßotfchaft Nehrus an Stalin Moskau. Der indische Botschafter in Moskau üheraab ^em stellvertretenden sowjetischen Außenminister Andrei Gromyko am Donnerstagabend eine persönliche Botschaft Ministerpräsident Pandit Nehrus an Marschall Stalin. Zur gleichen Zeit stattete Frau Lakschmi Pandit, die Botschafterin Indiens in den USA, dem amerikanischen Außenministerium einen Besuch ab, um auch hier für Außenminister Acheson eine Note zu übergeben. Frau Pandit, Schwester des indischen Ministerpräsidenten Nehru, lehnte es ab, irgend etwas über den Inhalt der Note zu sagen. Aus diplomatischen Kreisen Washingtons verlautet, Indien habe in beiden Noten die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, daß alles Mögliche getan wird, um die Kämpfe in Korea zu lokalisieren. Politische Kreise Washingtons vermuten. daß Indien im Korea-Konflikt vermitteln will. » Nordkoreaner dringen immer weiter vor Tokio. Der Schwerpunkt der nordkoreanischen Offensive hat sich am Donnerstag von der Kumflußstellung nach Osten verlagert, wo den Angreifern mehrere Durchbrüche im Raum von Tschungdschu und Tanjang gelungen sind. Nach den neuesten Frontmeldungen stehen zwei nordkoreanische Elite-Divisionen etwa 75 Kilometer vor Kumtschon. Mit der Eroberung von Kumtschon hätten die Nordkoreaner den im Kumflußbogen stehenden amerikanischen Truppen ihre Rückzugs- und Nachschublinien nach Pusan abgeschnitten. Eine nord- koreanische Division stieß an der Nahtstelle zwischen amerikanischen und südkoreanischen Einheiten bis 25 Kilometer südlich von Tschungdschu vor. Eine zweite, von Artillerie unterstützte Division überschritt den Hanfluß bei Tanjang, während eine dritte an der Ostküste bis nach Hupo, 15 Kilometer nördlich von Pohang, vordrang. Diese nordkoreanische Offensive zielt anscheinend darauf ab, die amerikanischen Truppen durch eine weit nach Osten ausholende Ujnfassungsbewegung von ihrer Basis im Raum von Pusan abzuschneiden. Im amerikanischen Hauptquartier in, Tokio sieht man jedoch noch keine akute Gefahr einer Einkesselung. An der Kumflußstellung gruben sich, die amerikanischen Verbände am Donnerstag weiter ein und setzten ihre Absetzungsbewegungen auf des Südufer des Kumflusses fort. Amerikanische Pioniere sprengten in der Nacht zum Donnerstag eine wichtige Brücke über den stark angeschwollenen etwa 200 Meter breiten Kum. Militärische Beobachter sind der Meinung, daß es vom Wetter und von der Zuführung weiterer Verstärkungen abhängen wird, ob die Amerikaner Taidschon halten können. In den ersten 18 Tagen des Korea-Feldzuges haben die nordkoreanischen Angreifer mehr als die Hälfte des südkoreanischen Gebietes besetzt. Die Spitzen ihrer Angriffskolonnen stehen etwa 170 Kilometer südlich des 38. Breitengrades. Etwa zwei Drittel der ganzen koreanischen Halbinsel werden nun von den Nordkoreanern kontrolliert. Washington. Militärische Kreise Washingtons sind der Auffassung, daß man sich für weitere 3 Wochen auf schlechte Nachrichten von derKorea-Front und weitere amerikanischeRück- züge gefaßt machen müsse, bevor die wachsende Stärke der amerikanischen Streitkräfte in Südkorea eine Wendung der Lage bringt. Gut unterrichtete Kreise der amerikanischen Hauptstadt rechnen damit, daß es selbst ohne Eingreifen der Sowjets und der chinesischen Kommunisten bis zum Herbst dauern kann, ehe der Korea- Feldzug gewonnen ist. Das amerikanische Verteidigungsministerium wird den USA-Kongreß in der kommenden Woche um Bewilligung von mindestens einer Milliarde Dollar zur Deckung der Kosten des Korea-Feldzugs ersuchen, gab der demokratische Senator Eimer Thomas bekannt. Gegen die Protektionskinder Bonn. „Unsere tiefe Sorge um die innere Organisation der Bundesministerien wird von Monat zu Monat brennender“, erklärte der SPD-Abgeordnete Dr. Arndt im Bundestag bei der Begründung einer Interpellation. Die Bundesregierung sollte sich zu der Gefahr der Ämterpatronage und der Konfessionalisierung des Berufsbeamtentums äußern. Abgeordneter Dr. Arndt betonte, es lägen die Beweise dafür vor, daß nicht nur Sinn, sondern auch dem Wortlaut des Grundgesetzes 1 zuwider gehandelt würde. Er richtete daher an die Regierung die Frage, ob es wahr sei, daß im Bundeskanzleramt offiziell das Konfessionsprinzip 1:1 gehandhabt und ob auch im Auswärtigen Dienst nach konfessionellen Gesichtspunkten angestellt werde, so daß also in beiden Fällen die Hälfte der Stellen für den katholischen Flügel der CDU monopolisiert würde. Die Bundesregierung solle, so verlangte Dr! Arndt, nocH heute versichern, daß jede Frage nach der Konfession unterbleibt. Eingehend befaßte sich der SPD-Sprecher dann mit dem Unwesen der Ämterpatronage durch die Altherrenverbände der Studenten- Korporationen und mit der Tatsache, daß ehemalige führende Pgs heute hohe öffentliche Ämter bekleiden. Dr. Arndt sprach sich dafür aus, daß der xbeliebige Pg heute wieder gleichberechtigt sein und die Trennungslinie verschwinden solle, er wandte sich aber gegen den stillschweigenden Zusammenschluß ehemaliger führender Nazis zu einer „neuen Machtergreifung“ und dagegen, daß diese Männer heute wieder als Repräsentanten des Staates gelten. Die Angriffe der SPD richteten sich vor allem gegen den Leiter des kulturpolitischen Referats im Bundesratsministerium, Dr. Erich, der in der Auslandsorganisation der NSDAP stellvertretender NS-Landesgruppenleiter in Paris und NS-Landesgruppenleiter in Rom gewesen sein soll, sowie gegen den im Bundeskanzleramt beschäftigten Dr. Globke, dem ein Kommentar zu den Nürnberger Gesetzen und Zusammenarbeit mit führenden Nationalsozialisten vorgehalten wurden. Bundesinnenminister Dr. Heinemann konnte auf die Angriffe keine die Sozialdemokraten befriedigende Antwort geben. Wie sich Heinemann das Schmutz- und Schundgesetz denkt Bundesinnenminister Dr. Gustav Heinemann begründete vor dem Bundestag einen Regierungsentwurf über den Vertrieb jugendgefährdender Schriften. Sobald eine solche Schrift in eine besondere Liste aufgenommen ist, darf sie einem Jugendlichen unter 18 Jahren nur mit Einverständnis des Erziehungsberechtigten zugänglich gemacht werden. Schriften dürfen nicht wegen ihrer politischen, sozialen, religiösen oder weltanschaulichen Zielsetzung auf die Liste gesetzt werden und auch nicht, wenn sie der Kunst oder Wissenschaft, der Forschung oder Lehre dienen oder ein öffentliches Interesse besteht. Heinemann betonte, daß der Entwurf sich jeglicher Diskriminierung enthalte. Die Prüfstellen seien keine Zensurstellen und ihre Entscheidung beinhalte kein moralisches Urteil. Schriften, die durch Bild für Nacktkultur werben, seien den gleichen Beschränkungen unterworfen, ohne daß sie in eine Liste aufgenommen werden. Heinemann teilte mit, es liege hierzu ein Protest des Bundes für Freikörperkultur vor, in dem festgestellt werde, daß kein Mitglied des Bundestages diesem Bund angehöre (große Heiterkeit). Nach dem Erlaß des Gesetzes werde es dreierlei Schrifttum geben: erstens das freie Schrifttum, zweitens die eingeschränkten jugendgefährdenden Schriften, die an Erwachsene verkauft werden dürfen, und drittens das im Sinne des allgemeinen Strafgesetzes unzüchtige Schrifttum, das weder Jugendlichen noch Erwachsenen zugänglich gemacht werden darf. Hammelsprung über Schmutz und Schund Im Hammelsprung entschied der Bundestag mit 159 gegen 105 SJimmen, daß diese Vorlage außer dem Ausschuß für Jugendfürsorge dem Rechtsausschuß und dem Presseausschuß auch noch dem Kulturausschuß zur Bearbeitung übergeben werden solle. Die SPD hielt die Vorlage einmütig für unwirksam und bedenklich. Es herrschten zwar, so stellte ihr Sprecher Hennig fest, gewisse Übelstände. Dennoch würden durch die Vorlage — zum erstenmal — die Grundrechte eingeschränkt. Es sdi besser, die zuständigen Paragraphen des Strafgesetzbuches anzuwenden oder eine Novelle zu schaffen als ein eigenes Gesetz zum Schutz der Jugend zu erlassen. Die Altersbegrenzung von achtzehn Jahren für den Verkauf gewisser Schriften könne nicht kontrolliert werden,, da es schwer sei, an Verkaufs- stärfden mit Geburtsscheinen zu arbeiten. Hennig bemängelte, daß das Gesetz nicht näher bezeichne, was sittlich und unsittlich ist. Die Freiheit des Geisteslebens könne überhaupt nur eingeschränkt werden durch Gesetze der Menschlichkeit. Die Vorlage aber, über die hier entschieden werden solle, laufe auf eine Zensur hinaus. Vor katholischem Kreis Freiburg. Vor einem geladenen Kreis kathcr lischer Persönlichkeiten in Freiburg beschäftigte sich der Staatspräsident von Württem- berg-HohenzoUern, Dr. Gebhard Müller, am Mittwochabend in Freiburg mit der Frage, ob konfessionelle und kirchliche Gesichtspunkte eine Gegnerschaft zum Südweststaat rechtfertigen, eine Frage, die der Redner verneinte. Dr. Müller betonte, daß eine Änderung der Diözesangrenze durch den Südweststaat nicht einzutreten brauche, wie dies vielfach behauptet werde. Eine Änderung der kirchlichen Organisation sei ausschließlich Sache der Kirche. Der künftige Südweststaat habe also nach den geltenden Verfassungen und Konkordaten kein Recht, die Diözesangrenzen zu ändern, auch die Konkordate würden in Kraft bleiben. Weiter trat Staatspräsident Dr. Müller der Behauptung entgegen, daß die kirchlichen Belange in Baden besser aufgehoben wären als in Südwürttemberg und belegte dies mit eingehendem Zahlenmaterial über die Staatszuschüsse an die Kirchen, die in Gesamtwürttemberg im Jahre 1949 über 12 Millionen DM und in Gesamtbäden 5 Millionen DM betragen hätten. Der Redner lenkte ferner die Aufmerksamkeit seiner katholischen Zuhörer darauf, daß zum Beispiel in Württemberg-Hohenzollern die Bekenntnisschule und das Elternrecht verfassungsmäßig garantiert seien, während man in Baden die Simultanschule habe. Vom allgemeinen katholischen Gesichtspunkt wäre es nach Ansicht Dr. Müllers im übrigen wenig mutig, deshalb den Südweststaat abzulehnen, weil man das Eingliedern in das mehr protestantische Württemberg nicht riskieren dürfe. Nicht in der sicheren Geborgenheit urkatho- lischer Gebiete, sondern gerade in der Diaspora beweise und entwickle sich wahrer katholischer Geist. Aus all diesen Gründen, so sagte Dr. Müller, würde er es vom Standpunkt eines Katholiken aufs tiefste bedauern, wenn zuständige kirchliche Kreise in der Frage der Neugliederung des Südweststaates sich nicht politisch neutral verhalten würden. Was madit das Wetter ? Das neuverstärkte Hoch über Nordeuropa, dessen Ausläufer bis zum Balkan und Italien reidien, hindert die atlantischen Störungen an Ihrem raschen Vordringen nach Osten und läßt sie bei uns nicht voll zur Auswirkung kommen. Wetteraussichten: Im ganzen freundliches, hochsommerlich warmes Wetter, jedoch zeitweilig stark bewölkt, dabei zeitweise Schauer und Gewitter. rausgeber: Sozialistischer Verlag Freiburg G.m.b.H. äiburg 1. Br., Kaiser-Joseph-Straße 229. Fernruf 2816 Hauptschriftleitung: Alfred Oesterheld Verlagsleitung: E. Bauermeister uck: Universitätsdruckerei Poppen & Ortmann. Freiburg i. Br. _ . _ äs Volk“ erscheint: Dienstag, Donnerstag. Samstag, matsbezugspreis 2 — DM einschließlich Trägerlohn; durch die Post 2.20 DM. Explosionen im Weltall Der große dänische Astronom Tycho Brahe machte an einem Novemberabend des Jahres 1572 seinen üblichen Spaziergang. Wie gewohnt, ließ er seine Augen durch die Weiten des Himmels schweifen, Plötzlich erblickte er zu seinem unbeschreiblichen Erstaunen im Sternbild der’Kassiopeia nahe dem Zenit einen ungewöhnlich glanzvollen Stern von nie gesehener Größe. Er übertraf alle anderen Fixsterne an Glanz und konnte selbst am Tage um die Mittagsstunde am Himmel gesehen werden. Vielq Wochen strahlte er in fast unveränderter. Helligkeit, bis sein Licht immer mehr und mehr abnahm und er sich nach mehr als einem Jahre der Sichtbarkeit entzog. Weitere 300 Jahre später. Es ist der 17. August 1885. Professor Hartwig auf der Sternwarte Bamberg hat einen Gast zu Hause, der am Abend durchs Fernrohr gern ein paar schöne Hjmmelsobjekte sehen möchte. Er stellt für ihn den Andromedanebel ein, ein unserer Milchstraße benachbartes Milchstraßensystem. Es ist aber trotz seiner „Nähe“ so fern, daß es auch im Fernrohr nur als ein verwaschenes Nebelgebilde erscheint. Zu seiner Überraschung entdeckt dabei der Gelehrte mitten im Nebel einen neuen Stern 6. Größe. Die astronomischen Erkenntnisse des 19. Jahrhunderts ließen bereits die Vermutung zu, daß es sich hier um eine Katastrophe ungeheuerlichsten Ausmaßes handeln mußte. Sie ereignete sich allerdings vor 700 000 Jahren. So lange ist der schnellste Bote der Welt, der Lichtstrahl, der in einer Sekunde 300 000 Kilometer zurücklegt, unterwegs, um die Strecke vom Andromedanebel bis zur Erde zu durcheilen. Was sind das für ungewöhnliche Ereignisse, die-dort in den Tiefen des Sternenraums vor sich gehen? Erst die Erkenntnisse der modernen Atomphysik machten diese Vorgänge verständlich. Im All explodieren Atombomben! Auch hierin ist die Natur dem Menschen zuvorgekommen. Sie experimentiert in den Laboratorien des Weltalls mit unvorstellbaren Energiemengen. Sie braucht keine Cyclotrone, sie nimmt glühende Sonnenbälle. Durch noch unbekannte Vorgänge werden in manchen Sternen die Bedingungen geschaffen, die die sogenannten Kernkettenreaktionen auslösen, und der Stern bläht sich ins Riesenhafte auf, er zerbirst dabei und wirft in einer nicht ausdenkbaren Explosion seine Materie in den Raum. Dieses Aufflammen ist mit einer ungeheuren Lichtentfaltung verbunden. Solch ein berstendes Gestirn wächst zu einer Leuchtkraft an, die etwa der von hundert Millionen Sonnen entspricht! Würde ein kosmisch maher Stern, etwa Pollux in den Zwillingen, von dem das Licht, das jetzt von ihm ausgeht, schon in 26 Jahren auf der Erde anlangt, sich in eine explodierende Atombombe verwandeln, so würden durch dieses seltsam-unheimliche Gestirn unsere Nächte eine Aufhellung erfahren, die zehnfach so stark ist wie die durch den Vollmond. Niemand vermag zu sagen, ob und wann in der Nachbarschaft der Sonne oder bei der Sonne selbst eine derartige Katastrophe eintritt. Glücklicherweise sind diese ungewöhnlichen Vorgänge im Weltall sehr selten. Aber vielleicht hat der große englische Astronom, Sir James Jeans; nicht Unrecht, wenn er die Vermutung ausspricht: „Der Mensch wird vielleicht eines Tages aus dem Weltall verschwinden, als wäre er nie gewesen.' Jetzt ist die hohe Zeit der Pilze Wie verschieden verhalten sich doch die verschiedenen Menschen zu den Pilzen, diesen sonderbaren Gewächsen! Wer einen Pilz gewalttätig zertritt oder mit dem Stock umbringt: zu wessen Nutzen tut er’s? Wie oft geschieht es doch, daß ich, durch den Wald wandernd, keinem ei nzig en ungeschoren davongekommenen Pilze begegne! Wäre es nicht schöner, den stummen Liedern der Pilze einmal andächtig zu lauschen, ihren Farben, Formen und Gerüchen? Vor vielen Jahren besuchte ich häufig einen schon ergrauten Forscher. Er hatte ehemals selbst ein Buch für die Pilzsammler geschrieben. Und wenn der Hochsommer kam, häuften sich auf seinen Tischen Pilze aller Farben und Formen, Röhrlinge und Porlinge, Bofiste und Becherlinge und ungezählte andere. Als ich ihn einmal fragte, ob er gern Pilze esse, schüttelte er lächelnd den Köpft ihre Sporen wanderten unter das Mikroskop, keiner von ihnen verirrte sich je in die Küche. Der alternde Mann stellte allem nach, was immer die Natur geschaffen. Wer selbst einmal Feuer gefangen an diesen seltsamen Geschöpfen, wer auch einmal von ihnen eingefangen und gebannt wurde, wird solch einen Mann verstehen. Und die Menschen, welche nur für die Küche sammeln? Unter ihnen begegnet man leidenschaftlich entbrannten und kühlen, verständigen und unverständigen, scharfsinnigen und stumpfsinnigen, aufgeschlossenen und zugeknöpften, mutigen und ängstlichen, leichtsinnigen, vorsichtigen und mißtrauischen. Man begegnet solchen, die auf das Trio Steinpilz- Pflfferling-Wiesenchampion schwören, und im übrigen verächtlich die Achseln zucken oder gar mit einer Gebärde des Erschreckens eine Wand zwischen sich und dem Schwammreich aufrichten. Solche trifft man, che, schlecht beraten und unbeschwert, vieles durcheinanderwürfeln und so sich und andere in Gefahr bringen. Solche, die eine ansehnliche Menge von Arten sehr gut oder auch nicht so sehr gut kennen und nur diesen nachstellen. Solche, dis einen unansehnlichen, höchst verdächtigen Brei, und andere, die nur Wohlgeputztes und Appetitliches heimbringen. Solche, die Pilze, Wälder und Wiesen lieben und schonen, und' wiederum andere, die allerlei Unfug stiften und jedweden Schwamm, der ihnen für den Korb oder Beutel nicht geeignet scheint, erbarmungslos zertrümmern, als sei er ein bösartiger Feind. Und wie steht es mit denen, die sich selbst zum Sammeln nicht geschickt fühlen oder vom Jagdfieber niemals gepackt werden? Hier findet man einige, die alles, was immer ihnen zugetragen wird, dankbar verzehren, und andere, denen schon der edle Reizker wegen seiner karottenfarbenen Milch allzu bedenklich erscheint. Der Verleger Peter Suhrkamp hat nach seinem Ausscheiden aus dem bisherigen Suhr- kamp-Verlag vormals S. Fischer, der jetzt als S. Fischer-Verlag besteht, den „Suhrkamp-Ver- lag Berlin und Frankfurt neu gegründet. Als erste Bücher seiner Produktion legt der Suhr- kamp-Verlag die Neuausgaben von Hermann Hasses „Siddharta“ und „Gedenkblätter“ vor. Die Nachfrage nach Karten für das Bach“ Fest in Göttingen ist so stark, daß die Zahl der Konzerte und anderen Veranstaltungen verdoppelt werden mußte, wenn allen Bestellungen entsprochen werden sollte. Eine Wiederholung der Konzerte ist, wie vom vorberei* tenden Komitee mitgeteilt wird, nicht möglich, da die Solisten nur für eine Veranstaltung ver* pflichtet werden könnten. , femstag, is juH isso Nummer #4 — Sett« S Was macht der Reis im Kleiderfchrank? Nun haben wir sie wieder, so eine nette kleine Hamsterwelle. Ob Kriegsangst oder Einmachzeit — Tatsache ist, daß sich diejenigen Leute, die Geld von ihrem Bankkonto abheben können, redlich bemühen, die Läden auszukaufen. Ob sie der Meinung sind, daß sie einen dritten Weltkrieg — sie scheinen gar nicht zu ahnen, wie fürchterlich er werden würde — mit ein paar Pfund im Kleiderschrank verstecktem Reis oder Zucker überstehen würden? Jedenfalls gibt dieser Stimmung folgende Skizze, herausgezogen aus zahlreichen Zuschriften, die uns aus dem Publikum wegen der bösen Hamsterei zugegangen sind, Ausdruck: Krach im Hause Bumfiedel Bumfiedels sind zwar nicht steinreich, aber sie gehören zu den Familien, bei denen seit der Währungsreform ein ruhiger Ton in der Familie herrscht, weil eine Aussicht auf Geldsorgen durchaus nicht besteht. Sie fahren mit dem Wagen jeden Sonntag zum Gottesdienst im Münster. Anschließend kann man dann Vater, Mutter und den achtjährigen Sohn „zum Mittagessen nach auswärts" kutschieren sehen. In diesen Tagen komptit Herr Bumfledel unerwartet nach Hause. Er soll zu einer Feierlichkeit und sogar eine Rede halten. Früh um 11 Uhr tut er das ungern. Aber was sein muß... Er klingelt. Niemand macht ihm auf. Er zieht ärgerlich den Hausschlüssel hervor, wirft den Hut im Vorbeigehen auf den Garderobehalter und stürzt ins Schlafzimmer. Schnell streift er die alltägliche Keldung ab und steht in Unterhosen vor seinem Kleiderschrank, in dem er sich nicht auskennt. Man legt ihm sonst alles zurecht, was er braucht. Er reißt die Tür auf. Padautz! Da fällt ihm ein Sack entgegen und landet auf seiner Fußzehe. Nach kurzem Schmerzenstanz untersucht Herr Bumfledel den Sadc und findet — Reis darin. Reis im Kleiderschrank? Wer ist denn da verrückt geworden? Er öffnet die zweite Tür, um an den dunklen Anzug für feierliche Zwecke zu geraten. Leider hängt die Hose so weit nach unten, daß sie auf diese Art mit einem unter ihr einlogierten Säcklein Mehl in Berührung gekommen ist. Nun wirkt sie wie eine zu stark gepuderte Dame. Bumfledel fährt mit der linken Hand wütend in die Bürstentasche. Da hat er Eier zerquetscht! Eier in der Bürstentasche. Er stöhnt: „Ist das ein Irrenhaus oder meine Wohnung?“ Aber das Martyrium setzt sich laufend fort: im steifen Hut findet er Teigwaren. Die Badewanne ist mit Hülseöfrüchten angefüllt und mit einem Brett zugedeckt, also unbenutzbar. Im Bücherschrank sind die dekorativ gebundenen Klassiker vorn sozusagen als Attrappen stehengeblieben; dahinter schlummern Büchsen mit Milchpulver, Büchsenmilch und öl. Unter Betten und Couches finden sich Stoffe, Schuhe, Kakao, Bohnenkaffee und Tee. Endlich kommt Frau Bumfledel. Sie sieht ihren Mann inmitten des Vorratslagers und sagt strahlend: „Ja, ja — diesmal soll es uns nicht so gehen wie damals 1939. Von mir aus kann der Krieg fünf Jahre dauern.“ Verwirrt sieht Herr Bumfledel seine Ehehälfte an: „Was denn für ein Krieg?“ „Na, mit Rußland und Amerika.“ „Wie kommst du denn auf die Idee, daß es da einen richtigen Krieg...“ Weiter aber kommt der erstaunte Ehemann nicht. Politischer Ignorant und Rabenvater sind nur zwei von den zahlreichen Namen, mit denen seine Frau ihn belegt. „Dein- Sohn ist klüger. Der hat für seinen Goldfisch zehn Pakete Friedensfischfutter gekauft.“ Herr Bumfledel schnaubt: „Hoffentlich fängt er auch Fliegen auf Vorrat für seinen Laubfrosch. Ihr seid ja. wahnsinnig geworden. Kein vernünftiger Mensch denkt an Krieg. Panik, Panik — nichts als Panik. Und wenn die Lebensrnittel knapp werden, so seid ihr schuld daran. — Ich muß jetzt fort, aber wir sprechen uns heute abend!“ Gott sei Dank gibt es hier nur eine Frau Bumfledel. Oder.. . ? E. A. Wir wollen aber eine weitere Beobachtung, wie e* Jetzt beim Einzelhändler zugeht, unsern Lesern nicht vorenthalten und geben Ihr Baum unter der Überschrift: Es geht schon wieder los Mit den Hamsterkäufen nämlich. Fragte mich da neulich ganz erstaunt ein Bekannter: „Was, Ihr habt noch keine Vorräte eingekauft? Man muß doch etwas Vorsorgen. Wir haben unser ganzes Geld in Sachen angelegt, die nicht schlecht werden, Zucker, öl, Fett, Seife usw.“ „So, so! Wir haben aber kein Geld dafür übrig; es reicht grade für das Notwendigste“, entgegnete ich ihm. „Wenn das nun alle so machen würden wie Ihr, wohin würden wir dann kommen? Entweder diejenigen, die es sich leisten können, kaufen alles auf und die anderen gehen leer aus, oder aber es muß wieder verteilt und bewirtschaftet werden. Und dann haben wir wieder die alten Zustände.“ Gewiß, es ist nicht mehr wie zu Großvaters Zeiten. Damals ist die Welt noch groß gewesen, die Türkei weit und Korea noch weiter, und wenn es dort gedonnert und geblitzt hat, dann hat man gemütlich am Stammtisch sitzen und mit Behagen darüber schwatzen können. Heute ist die Welt klein und jedes Pünktchen ein Pulverfaß geworden. Wenn es in Korea donnert, dann hört man das auch in Europa sehr deutlich, und die Menschen schrecken zusammen. Aber das ist kein Grund, wieder mit der elenden Hamsterei anzufangen. Letzten Endes nutzt sie keinem, aber sie schadet allen. Sie vergrößert nur noch die allgemeine Angstpsychose und schafft neue Verbitterung. Wir haben das doch schon einmal durchgemacht und sollten es wissen. Der Einmachzucker ist zur Zeit in manchen Gegenden knapp. Das hängt mit Korea zusammen, meinen die Neunmalklugen und flüstern «s jedem, der es wissen und nicht wissen will, ins Ohr. Zugegeben, diese Verknappung ist gerade jetzt zur Einmachzeit sehr unangenehm. Um die Vorräte einigermaßen gleichmäßig verteilen zu können, hat der Kaufmann an jeden Kunden nur eine bestimmte Menge abgegeben. Prompt hat die unvernünftige Zeterei wieder angefangen. „Ich kaufe schon jahrelang nur bei Ihnen, aber jetzt gehe ich in ein anderes Geschäft, da bekomme ich jede Menge“, ereiferte sich eine Hausfrau. „Bitte, tun Sie das“, sagte der Kaufmann ruhig. Manche haben Kinder, Tanten und Großmütter abwechselnd in das gleiche Geschäft geschickt und mehr Zucker eingekauft (gehamstert!), als sie für den notwendigen Bedarf gebraucht haben. Zentnerweise oft. Andere, die das nicht getan haben, gehen leer aus und müssen ihre Anständigkeit „büßen“. Schon liest man wieder Appelle an Vernunft und Einsicht. Leider nutzen sie wenig, wie die alte Erfahrung schon gezeigt hat. Soll und muß schon wieder „höheren Orts“ eingegriffen werden!? Aber wohin das schließlich führt, ist doch wohl auch noch allen in schrecklicher Erinnerung. Dr. E. G. Es zeigt sidi also deutlich, daß wir keineswegs alle Engel sind. Eine Ausnahme macht offensichtlich nur der Handelsstand, der stets nur uneigennützige Mitglieder aufzuweisen hatte. Mit den Herren Vierllnger und Wetekamp, dem Vorsitzenden bzw. Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes, hatten wir uns unterhalten und freuten uns, gemeinsam feststellen zu sollen, daß man in Handelskreisen Begriffe wie „Horten“ oder „Unter dem Ladentisch verkaufen“ noch nie gehört hat (Adi so, vor der Währungsreform? Das ist ja längst vergessen ...). Auf der ersten Seite haben wir die Zuschrift des Einzelhandelsvorstandes zu veröffentlichen begonnen. Hier folgt die Fortsetzung von Seite 1 Teil früher erfolgte als in anderen Jahren. Es darf auch nicht vergessen werden, daß der Lebensmittel-Einzelhandel nicht mehr über die Lagerbestände verfügen kann wie früher, da hierfür die Mittel fehlen Die Zuckerfabriken liefern in den nächsten Tagen über den Großhandel wieder ausreichend Zucker an, so daß ein normaler Bedarf ohne weiteres gedeckt werden kann. Ebenso verhält es sich mit den übrigen Waren des Lehensmittel-Einzelhandels., Der Einzelhandelsverband Südbaden e. V. hat seinen Mitgliedern empfohlen, die verfügbaren- Mengen gleichmäßig auszugeben und Sonderwünsche der Kunden auf Vorratskäufe abzulehnen. Wir sind überzeugt, daß eine Beruhigung eintreten wird, sobald das Publikum sieht, daß sein Bedarf gedeckt wird.“ Wie es freilich sozialpolitisch betrachtet wird, zeigt folgende Stelle einer Zuschrift von B. Zumtobel, Freiburg: Wer rafft zusammen? . . so wurde in diesen Tagen der Angsteinkäufe beobachtet, wie die Autos von hochbezahlten Volksgenossen bei Grossisten vorfuhren und dort ganze Säcke voll Zucker und andere Waren aufluden und heimfuhren. Der Kleinverkäufer aber steht vor den leeren Lagern und schreit die Zucker wünschende Kundschaft an: „Wir haben keinen!“ Die Bundesregierung hat laut Radiomeldung erklärt, daß sie gegen Schieber, Schwarzhändler und Preistreiber mit allen Mitteln Vorgehen werde. Es ist bedenklich, daß im schaffenden Volk zu solchen Zusicherungen der Regierung nicht viel Vertrauen besteht; zu oft schon hat es in dieser Hinsicht Enttäuschungen erlebt. Wenn aber wirklich zugegriffen wird, dann sollten auch die Hamsterlager raffgieriger Großhamsterer aufgestöbert und restlos ausgehoben werden. Wer nur an sich denkt und keine Rücksicht nimmt auf die schaffenden Nebenmenschen, der kann nicht erwarten, und verdient es auch nicht, daß die Behörden ihn mit Glacehandschuhen anfassen.“ Im ganzen ist ja anzunehmen, daß die Hamsterwelle nun wieder vorbei und die Stimmung ruhiger geworden ist. Manchem Gernegroßeinkäufer ist inzwischen auch das Geld ausgegangen. Und sobald es wieder Zucker im Laden gibt, wird sich der Sturm gelegt haben. Deswegen ist es auch ganz nützlich, folgenden Stimmungsbericht aus der Schweiz zu lesen: In der Schweiz: ruhig und beständig Es ist jetzt wieder allen Deutschen leicht gemacht, in die Schweiz zu fahren. Die neuen Reiseerleichterungöl mögen dazu verlocken — doch sind die Schwierigkeiten entsprechende Devisen zu bekommen, größer geworden. Noch andere Wetterwolken vertreiben die sommerliche Reiselust: der koreanische Konflikt. Während die schweizerische Hotelerie sich auf Hochsaison eingestellt hat und Tausende von Gästen aus Europa und Übersee die Schweiz überschwemmen — und endlich auch wieder der deutsche Tourist ein wenig wieder aufgetaucht ist — beginnt ein neues Fragezeichen über dem schweizerischen Fremdenverkehr zu stehen. Wird die Kriegsangst die Gäste aus der Schweiz zurückrufen, den internationalen Verkehr lahmlegen? Das erste Erschrecken, das dem offenen Friedensbruch in Korea folgte, ist wieder abgeklungen. Die Schweizer, als kühle, sachliche Beobachter des Weltgeschehens — mit der Erfahrung zweier Weltkriege im Frieden überstandener — beginnen bereits, mit Abstand die Weltsituation abzuwägen. Auch der erste Ansturm auf die Lebensmittelgeschäfte ist schnell vorübergegangen. Beruhigend wirkte auf die Hausfrauen der Gedanke an die Pflichtvorräte, die seit Monaten in der Schweiz jeder Haushalt haben muß. Zu einer Verknappung irgendwelcher Waren kam es in den kritischen Tagen nicht. Und heute läuft der Geschäftsverkehr wieder normal — mit dem Unterschied, die Kaufleute haben gute Geschäfte gemacht und die Hausfrauen haben dem Staat Hortungssorgen abgenommen. Wir sprachen mit dem Leitartikler einer schweizerischen Zeitung. Er hatte schwere Tage zu überstehen. Den ganzen Tag klingelte bei ihm in der Redaktion das Telefon und jeder wollte ihn, den Sachverständigen in außenpolitischen Fragen, um seine Meinung fragen — der Großhändler, ob er sich Waren zulegen sollte, der Freund, wie lange die Krisis wohl dauern würde, der eine, ob er in die Ferien gehen könne, der andere, ob er zurückkommen müsse. Es war ein Taubenschlag. Doch nur wenige Tage. Wer heute einen Blick in schweizerische Zeitungen tut, wird den ruhigen, sachlichen Ton nach wie vor in ihr finden, für den sie bekannt sind. Zwar stehen Kriegsmeldungen aus Korea auf der ersten Seite. Doch die Kommentare blei- Freiburg. Es war eine schwach besuchte Hauptversammlung des Einzelhandelsverbandes Südbaden e. V. Der „Maria-Hilf-Saal“ war nicht halb gefüllt, so daß der Präsident des Verbandes, Adler, sich gezwungen sah, die Abwesenden zu entschuldigen: sie hätten durch die Kaufpsychose des Publikums so viel zu tun. In ihrem öffentlichen Teil bestand die Tagung aus den Referaten von Syndikus Dr. Istwann und Wirtschaftsminister Dr. Lais. Dr. Istwann griff etwas unglücklich die Gewerkschaften an, weil sie immer noch auf einer weiteren Preissenkung bestünden, wobei er die Behauptung aufstellte, daß sich bereits eine Angleichung der Löhne und Preise vollzogen habe. Schade nur, daß davon der Schaffende bisher nichts zu spüren bekommen hat. Weiter forderte er scharfe Maßnahmen gegen das Wandergewerbe und eine Beschränkung des Wandergewerbescheines auf den Personenkreis, wie ihn das alte Gesetz vom Jahre 1868 vorsieht: auf alte Leute und auf Invaliden. Verständlicherweise steht der Einzelhandel der Gewerbefreiheit, wie sie die Amerikaner kennen, ablehnend gegenüber. Der Referent verlangte daher Schutz gegen unkaufmännischen Einfluß, aber auch Schutz vor den großkapitalistischen Machtgruppen wie 'petz oder Migros-Duttweiler, weil sie monopolartig Preise und Löhne bestimmen und damit das Kleingewerbe gefährden. Dr. Istwann wies auf Gerüchte hin, nach denen Migros-Duttweiler, das bekannte schweizerische Unternehmen, mit amerikanischer Hilfe in das Bundesgebiet einzudringen versuche und forderte die badische Regierung auf, dafür zu sorgen, daß der staatliche Schutz in Baden in Wirksamkeit bleibe. Wirtschaftsminister Lais gab anschließend einen Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung seit dem Zusammenbruch, wobei er von dem Gegensatz Ost—West ausging und dabei die Feststellung traf, daß die Zukunft Europas und die Frage, ob am Ende Asien oder den ruhig. Die Stimmung im Volk selbst ist sommerlich-ferienhaft. Der Glaube uberwiegt, daß die Kriegsgefahr geringer geworden sei, nachdem die Vereinten Nationen dem Osten gezeigt haben, wo für ihn die Grenze der Aggression liegt. Heimatliche und lokale Interessen überwiegen nach wie vor in der schweizerischen Presse. Und die kürzlich veranstaltete „Tour de Suisse“ hat mehr Interesse hervorgerufen als der politische Wirrwarr der Gegenwart. Auffallend wenige Schweizer haben ihre geplanten Auslandsreisen rückgängig gemacht. Auch die Gesellschaftsreisen kreuz und quer durch die Welt werden weiter durchgeführt. Die Ausländer, die sich in den schweizerischen Hotels angesagt haben, lassen sich kaum ab- schrecken. Der Besuch aus England ist so stark, I daß man damit rechnet, daß bereits im Oktober die den Engländern zustehenden Devisenmen- |gen verbraucht seien, M. F. das Abendland triumphiere, wenn es in Deutschland entschieden werde, in erster Linie davon abhänge, welches wirtschaftliche Klima in unserem Vaterlande herrsche. Ein Schweizer Gast aus Basel führte zum Abschluß einen scharfen Angriff gegen den Basler Konsumverein, der nicht hieb- und stichfest war, aber mit starkem Applaus quittiert wurde. Im Interesse des Einzelhandels ist anzunehmen, daß dieser Beifall mehr dem Erscheinen des Gastes als seinen Ausführungen gegolten hat Konsumgenossensdiaftlidie Tagungen In den Tagen vom 23. bis 27. Juli finden M Hamburg zum viertenmal nach Kriegsschluß die Tagungen der konsumgenossenschaftlichen Organisationen statt. Sie beginnen mit Beratungen der Ausschüsse des Zentralverbandes deutscher Konsumgenossenschaften, denen eine Konferenz der Frauengilde des ZdK folgt. Auf ihr wird über das Thema „Der Mensch im Mittelpunkt genossenschaftlicher Wirtschaft“ Adam Remmele, Freiburg, einen Vortrag halten. Zur Einleitung des ersten Verhandlungstages des ZdK ist ein Vortrag über das Thema „Mitbestimmung und Mitverwaltung der christlichen Arbeitnehmerschaft in der Konsumgenossenschaft“ vorgesehen, den das Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes Matthias Fächer, übernommen hat. Der zweite Verhandlungstag ist der Entgegennahme der Geschäftsberichte und der Durchführung der üblichen Wahlen gewidmet. Ihm folgt am dritten Verhandlungstag die vierte Gesellschafterversammlung der Großeinkaufsgesellschaft deutscher Konsumgenossenschaften, auf welcher das Vorstandsmitglied Fritz Klein den Geschäftsbericht vortragen wird. Zu den Tagungen haben sich viele Vertreter von ausländischen konsumgenossenschaftlichen Organisationen angemeldet. Die südbadischen Konsumgenossenschaften werden nahezu vollzählig vertreten sein. SANELLA in der neuen Packung Sie wissen aus eigener Erfahrüng: Je frischer ein Nahrungsmittel ist, um so besser schmeckt es. Sanella — aus reinen, natürlichen Fetten täglich frisch bereitet — ist Deutschlands meistgekaufte Margarine. An jedem Wochentag kaufen Millionen Hausfrauen Sanella ein. Dank dieser großen Nachfrage gelangt Sanella stets besonders schnell — und damit auch besonders frisch —in Ihre Hand! Überzeugen Sie sich selbst drvoi* wie vorzüglich frische SancIU schmeckt: Machen Sic gleich nach dem Einkauf eine Kostprobe—um besten auf einer Scheibe Bratlj TSA 14 Der Einzelhandel über feine Probleme j * S«rte 4 — Nummer 84 Samstag, 15. Juli 1950 tkßTBot 5f Hochsommertag Kuckuck, Pirol und Nachtigall haben ihr Rufen 'eingestellt. Nun steht die Natur in ernstem Dunkelgrün und überall ist das Blühen dem Reifen gewichen. Nur der Bergwald macht eine Ausnahme, da nicken rote Weidenröschen, Hasenlattich und Rainkohl von hohen Stengeln, da glutet der Fingerhut am Hang. Eine Besteigung des Hochblauen gibt Gelegenheit, der hochsommerlichen Natur ihre Geheimnisse abzulauschen. Mittags, wenn in den Fremdenheimen Badenweilers klösterliche Ruhe herrscht, ziehen wir aus. Wir wählen die Straße nach dem alten Bergwerksitz Haus Baden, jetzt Sanatorium. Ein Serpentinenweg führt hinauf zum „Alten Mann“. Wege, Wegweiser und Bänke sind wieder in bestem Zustand; der neue „Kur- und Verkehrs verein“ sowie der Schwarzwaldverein und das Forstamt haben ihr möglichstes getan, das Wandern leicht zu machen. Droben in den verkieselten Felsmassen werden Erinnerungen wach an den alten Bergbau auf Silber und Blei. Auch erinnere ich mich daran, daß ich hier mehrfach den schönsten Vogel Europas gesehen habe, den Alpenmauerläufer, die „fliegende Alpenrose“ felsiger Gebirge. Eine Brücke führt über einen ausgeräumten Erzschacht, darüber winkt eine neu hergerichtete Schutzhütte (635 m ü. d. M.) und ladet zur ersten Rast. Wir erreichen die Musbachstraße und finden rote Erdbeeren am Wegrand, auch Himbeersträucher laden zum Naschen ein. Die Hoheichstraße, die etwas steiler ist als die Blauenstraße, führt uns rasch zur Höhe. Großes Springkraut, Johanniskraut und Waldwachfelweizen vergolden den Waldboden, im Norden werden Schanuinsland, Kandel und Kaiserstuhl sichtbar, drunten im Weilertal flimmert die Hitze. Schließlich gelangen wir in eine Region, wo —- im Gegensatz zu unten — muntere Vögel den Wald beleben. Grasmücken und Tannenmeisen singen hier, ein Zaunkönigpaar, das seine kleinen Prinzen hütet, umkreist schimpfend unsem Hund. Schließlich gelangen wir ins Walggewann „Fischersbrunn“, wo die kalten Quellen entspringen, die Badenweiler mit Trink- und Gebrauchswasser versorgen und wo sich der Schnee im Frühjahr am längsten hält. Die Blauenstraße ist erreicht, über uns erhebt sich wie ein grauer Turm der Roßwegfels, an dem mehrere Jahre lang Wanderfalken nisteten. Burschen, denen das Wort „Naturschutz“ ein fremder Begriff ist, haben die Jungen geraubt. Der Flechtenbehang an Fichten und Buchen zeigt an, daß wir uns schon in der subalpinen Region befinden. Alpendost und nordisches Ruhrkraut säumen den Höhenweg Basel— Pforzheim, dem wir bis zum Blauenhaus folgen. Dort ruhen Gäste und lassen sich braun brennen, die Glocken der im Waldesschatten weidenden Kühe läuten und bunte Schmetterlinge flattern im Licht. Jenseits des Marzeller Ins Notizbuch Das Oberflnanzpräsidium Baden fordert auf, Steuererklärungen für die Zeit vom 21. Juni 1948 bis 31. Dezember 1948 sowie für das Kalenderjahr 1949 bis zum 15. August abzugeben. Es fallen darunter: Einkommensteuer-, Gewerbesteuer-, Körperschaftsteuer- und Umsatzsteuererklärungen. Näheres im Anzeigenteil. Auf dem Cannstadter Wasen findet in der Zeit vom 25. August bis 4. September die Hotel- und Gaststätten-Fachausstellung (Hogafa) statt. Vorgesehen sind zehn Ausstellungshallen und eine Ausstellungsfläche von 16 000 Quadratmeter. Am Konstanzen Seenachtfest am 16. Juli in der Bucht von Konstanz wird sich erstmals die schweizerische Nachbargemeinde Kreuzlingen mit einer Illuminierung ihres Uferstrands beteiligen. Vorgesehen sind u. a. ein Beleuchtungskorso, die Auffahrt der gesamten deutschen Bodenseeflotte, und ßls Höhepunkt ein Riesenfeuerwerk. Talkessels reiht sich Berg an Berg bis zu den kahlen Höhen des Hotzenwaldes und hinüber zum Seebuck und Herzogenhorn. Neue Gäste kommen und möchten die Alpenkette sehen. Sollen wir’s machen wie einst ein schalkhafter Kutscher aus Badenweiler, der die Wolkengebilde des südlichen Horizonts unbekümmert als Alpen erklärt hat? — Nein, wir brauchen nicht zu schwindeln, denn ein Stückchen der Alpenherrlichkeit wird soeben sichtbar: Titlis und Urirotstock erheben soeben ihre Häupter über dem Tal des oberen Rheines. Mehr ist an einem warmen Sommernachmittag nicht zu erwarten. Während die Fremdlinge mit gezückten Ferngläsern warten, ob noch mehr sich zeigen wird, betreten wir das Hotel, in dem fleißige Hände die Spuren des Krieges getilgt haben. Und dann wird rasch noch der Aussichtsturm bestiegen, auf dem der Schwarzwaldverein unlängst die (verloren geglaubte) Orientierungstafel wieder angebracht hat. Dr. Scheffelt. Gouverneur Bregeault de Chastenay gestorben In Bühl starb unerwartet der französische Kreisgouverneur Bregeault de Chastenay an einer Embolie, die durch einen Autounfall bei einer Dienstfahrt in Freiburg verursacht worden war. Seit Februar 1946 war Chastenay, zunächst als Delegierter der Militärregierung und dann als Leiter des Kreiskommissariats, in Bühl tätig. Er wurde am 1. Aug. 1897 in Paris geboren und hat sich auch in Deutschland vor allem durch seine kulturelle Tätigkeit einen Namen gemacht. Unter anderem übersetzte Chastenay den „Faust“ ins Französische. Er ist ferner der Gründer der internationalen Kulturvereinigung „Die Brücke“, die der Vertiefung der deutsch-französischen Beziehungen dienen soll. Vernachlässigte Jugendpflege in Baden Inhaltlose Schlagworte, die zur Hilfe für gestrandete Jugendliche auffordern, klingen hie und da recht schön. Sie berühren aber nicht das Kernproblem, nämlich zu verhindern, daß junge Menschen — und zwar in der erschreckend hohen Anzahl — in unseren Tagen zu Verbrechern werden. Dieser Entwicklung vorzubeugen, scheint uns im Rahmen der Jugendbetreuung zu den unerläßlichen Pflichten zu gehören, die ein Staat hat, der sich seiner Verantwortung auf dem Gebiet der Jugendpflege bewußt ist. Die an wachsende Gefahr der Jugendkriminalistik weist gewiß Schwankungen auf. Keineswegs aber sind diese Anlaß zu optimistischer Beurteilung, denn stets ist eine Konstante vorhanden, die uns beweist, daß in der vorbeugenden Arbeit zu keiner Zeit nachgelassen werden darf, sondern diese vielmehr verstärkt werden sollte. Im Jugendgefängnis in Kenzingen bei Freiburg gibt es mehr Personal zur Bewachung und Betreuung der Insassen, als in ganz Südbaden zur Jugendpflege eingesetzt ist. Neustadt, Lörrach, Donaueschingen und Säckingen sind sogar ohne hauptamtliche Kreisjugendpfleger. Ein Fürsorgezögling kostet dem Staate jährlich 1500 DM. Es braucht wohl nicht besonders unterstrichen werden, um wieviel billiger es wäre, wenn die Jugendpflege mehr Beachtung finden würde. Das würde bedeuten, daß mancher Jugendliche vor dem sogenannten „Stranden“ bewahrt werden könnte. Doch, es ist nicht der materielle Aufwand, der hier allein berücksichtigt werden sollte. Trotz des allzu häufig in den Nachkriegsjahren zitierten Begriffes: Moralische Verpflichtung, hat er in diesem Falle seine Berechtigung. Der Staat als Träger der öffentlichen Ordnung, dürfte das Gebiet der Jugendpflege nicht vernachlässigen, weil ihm hieraus folgenschwere Konsequenzen entstehen werden. Man regt sich in maßgebenden Kreisen oft über einen Jugendlichen auf, der die Paragraphen des Gesetzes übertreten hat, man straft ihn und die Angelegenheit ist erledigt. In Wirklichkeit ist sie es nämlich nicht. Sie fängt vielmehr erst an und nimmt nur allzuoft ein böses Ende. Da wird der Jugendliche aus dem Gefängnis entlassen, sucht sich eine Arbeitsstätte, niemand kümmert sich um ihn, denn die Familienangehörigen leben entweder nicht mehr oder wollen mit dem jugendlichen „Verbrecher“ nichts gemein haben. Gleichgültig was für ein Vergehen den Jugendlichen zur Aburteilung geführt hat, er hat Anspruch, wieder in die menschliche Gesellschaft aufgenommen zu werden. In jene Gemeinschaft: die ihn unbeachtet ließ: und vielleicht zum Verbrechen veranlaßte. Wir denken hierbei an die Jugendlichen, die aus Not zum Dieb wurden, oder an jene, die aus Furcht vor ihren Eltern deren Verbrechen mitverübten. Wenn ein Staat unter irgendeinem Vorwände sich um das Gebiet der Jugendpflege wenig bekümmert, es vielmehr privaten Institutionen überläßt, sich der Jugendlichen anzunehmen, j dann handelt eben dieser Staat verantwortungs- Aus dem Südwesten Neustadt a. d. H. Die deutschen Weinbauverbände beschlossen, jedes Jahr eine „deutsche Weinkönigin“ zu wählen. Sie wird aus den vorher gewählten zehn Gebietsprinzessinnnen der deutschen Weinbaugebiete bestimmt werden. Neustadt a. d. H. Ein französisches Gericht verurteilte Arno Freiberg, KPD-Stadtrat in Kaiserslautern und Redakteur des KPD-Organs von Rheinland-Pfalz „Neues Leben“, zu zwei Monaten Gefängnis und 1000 DM Geldstrafe, weil er ein auf Befehl des französischen Kreisdelegierten angebrachtes amtliches Plakat entfernte. Offenburg. Die Kriminalpolizei Offenburg hat im Zusammenhang mit der Autodiebstahlaffäre Horn den 42. Volkswagen beschlagnahmt. Tübingen. In einem Tübinger Konfektionsgeschäft forderte am Mittwoch kurz vor Ladenschluß ein junger Mann mit vorgehaltener Schußwaffe von der Geschäftsinhaberin die Herausgabe der Ladenkasse. Er flüchtete, als die Frau zur Ladentür eilte, um Hilfe herbeizuholen. Konstanz. In Anwesenheit von Bürgermeister Hermann Schneider und des Bezirksdelegierten Andrä Noel wurde am 12. Juli in Konstanz- Staad das 6. internationale Zeltlager des Freiburger Instituts für internationale Begegnung eröffnet. Wertheim. In Reicholsheim bei Wertheim wurde dieser Tage ein Kalb mit zwei Mäulern, zwei Zungen, vier Nasenlöchern und acht Beinen tot geboren. Lindau. Ein mit zwei Personen besetztes Mietsboot kenterte am Donnerstagnachmittag auf dem Bodensee bei Lindau in den Wellen eines Dampfers. Einer der Insassen konnte in .völlig erschöpftem Zustand geborgen werden; sein Kamerad, ein junger Mann aus Essen, der los, zumindestens aber zu kurzsichtig. G. Za. I nicht schwimmen konnte, ertrank. Schlägerei bei der Kaiserstuhlbahn Es gibt für eine pünktliche Bahnfahrt so manche Hindernisse. Doch was neulich bei der Kaiserstuhlbahn passierte, das dürfte einzigartig sein. Es geschah auf der Station Königschaffhausen. Während die Reisenden darauf warteten, daß das Zügle sich in Bewegung setzte, entspann sich plötzlich zwischen dem Stationsvorsteher und dem Zugschaffner eine. richtige kleine Rauferei, bei der einmal der eine, und einmal der andere zu unterst lag. Die Auf regung, die sich der Fahrgäste bemächtigte, störte die Raufhähne jedoch nicht. Erst als die Keilerei zu Ende gebracht war, durfte auch das Zügle wieder seine Fahrt fortsetzen — allerdings mit großer Verspätung. Entführte Dreizehnjährige aufgegriffen Die dreizehnjährige Helga Götzmann aus Rastatt, die am 29. Juni von dem 40jährigen Robert Prestele unter dem Vorwand, das Mädchen mit Einverständnis des Jugendamtes adoptieren zu wollen, entführt worden war, wurde in Freiburg Badischer Handwerkertag in Villingen Unter dem Losungswort „Das Handwerk kämpft um seine Selbsterhaltung und seine Rechte“ veranstaltet das Badische Handwerk seinen diesjährigen Handwerkertag am 23. Juli in Villingen. Dieser Handwerkertag soll eine einmütige Kundgebung dafür sein, daß das Handwerk nicht gewillt ist, seine in über hundert Jahren erkämpften Rechte auf Grund der von den Besatzungsmächten empfohlenen uneingeschränkten Gewerbefreiheit preiszugeben. Im Rahmen der Kundgebungen werden der Präsident der Vereinigungen der Handwerkskammern im Bundesgebiet Installateurmeister Hockelmann, Augsburg, sowie zahlreiche andere namhafte Handwerkervertreter sprechen. Eine Ausstellung des Villinger Handwerks, Vorträge und Darbietungen am Vorabend des Handwerkertages, ein Festzug sowie Meisterfrei- sprechungsfeiem umrahmen den Festtag. Aus allen Kreisen Badens sind verbilligte Sonderfahrten geplant. Nähere Auskünfte hierüber erteilen die Handwerkskammern Freiburg und Konstanz sowie deren Neben- und Außenstellen. aufgegriffen. Der aus Hagsfeld bei Karlsruhe stammende Prestele, in dessen Begleitung sie sich befand, wurde festgenommen. Die Ermittlungen über die Hintergründe der Entführung sind noch nicht abgeschlossen. Das Kind gab bei der Vernehmung an, es sei die Tochter dieses Mannes, und gestand erst nach längerem Befragen, die vermißte Helga Götzmann aus Rastatt zu sein. Es wurde vorerst in die Obhut eines Mädchenheimes gegeben. Nach seinen eigenen Angaben hat der Entführer, der 40jährige Robert Prestele aus Karlsruhe- Hagsfeld, sich an dem Mädchen während seines Vagabundieren« unsittlich vergangen. In der Freiburger Gerichtschronik ist Prestele nicht unbekannt. Eine Vertretung der Flü&tlingsbeamten Freiburg. Der Leiter der Landesgruppe Baden des Verbandes der Beamten und Angestellten der öffentlichen Verwaltungen aus den Ostgebieten und dem Sudetenland, Dr. Müller, Donaueschingen, ist nach einer Mitteilung der Interessengemeinschaft der heimatvertriebenen Deutschen in Baden auch der Referent für Beamtenfragen innerhalb der Landesvertretung der Interessengemeinschaft. Dr. Müller ist gleichzeitig Leiter des Beamtenausschusses beim geschäftsführenden Vorstand der Landesvertretung in Freiburg. Ferner wird Dr. Müller in Zukunft auch der Vertreter der Interessengemeinschaft im Beamtenausschuß des „Zentralverbandes der vertriebenen Deutschen (Z. v. D.) in Bonn sein. Die Kreisvertretungen der Interessengemeinschaft werden im übrigen in jedem Kreis noch einen Kreisreferenten für Beamtenfragen ernennen. Hengst Maestoso Austria Liebesgeschichte zweier Menschen und eines edlen Pferdes 25 Von Arthur-Heinz Lehmann Warum die Gräfin den Lipizzaner Hengst gekauft hat, weiß der Janos nicht genau, nur erzählt hat sie immer von ihm, daß er nun ein königliches Pferd geworden sein muß, wenn das Fohlen gehalten, was es versprochen hat. Ich möchte gern wissen, ob du auch von mir gesprochen hast mit dem Janos, aber zu fragen wag ich nicht, weil ich doch nicht weiß, wie du stehst zu mir nach der langen Zeit. Ob ich das Gestüt kenne, das Pibersche, fragt der Janos, und ob ich da einen Mann kenne, den Namen weiß er nicht, die Gräifn hat bloß von einem Leutnant geredet, der ein großer Pferdekenner sein soll und ein guter Reiter. ,Ah, den meinst, Janos?’ sag ich.,Freilich kenn i den! So arg ist’s net, wie die Frau Gräfin von ihm g’sprochen hat, aber was Wahres ist schon dran!’ Es müßte ein Mann aufs Gut, sagt der Janos ganz unvermittelt, und dabei grinst er mich an, als ob er mehr weiß, als er sagt. Telegraphiert hätten sie vom Gestüt, erzählt er weiter. .Kruzitürken!' fahr ich auf. .Nachher -vißt’s ihr am End’, daß i . . .’ ,Jo Härr Leitnant wir wissen!’ sagt der Janos und lacht und lacht, daß die Pferde vorn anfangen zu galoppieren. Der ungefederte Wagen springt und stößt durch die Löcher der Grassteppe. Dazu knallt Janos mit der Peitsche und ruft, daß, joi, joi, die Frau Gräfin a Freid’ haben wird. Da pack ich ihn an der Schulter. ,Sag, Janos, sie freut sich?’ schrei ich ihn an. ,Jo, Härr Leitnant, gnädiges Frau Gräfin freit sich!’ schreit er mich wieder an. Wir halten gerade auf eine Pferdeherde zu, die am Ziehbrunnen steht und getränkt wird. Dort steigt Janos vom Wagen und gibt mir die Zügel in die Hand und die Peitsche. Dann bindet er den Majestätischen hinten los und stellt ihn vorn neben das Handpferd. Da, zwischen den Bäumen, die einsam in der Pußta stehen, leuchtet weiß das Gut heraus. Dort soll ich hinfahren, er muß bei den Pferden bleiben, damit der Hüterbub alles gut richtet. Und da laß ich die Pferde laufen, und der Janos schreit mir Joi! Joi! nach. Der Wagen rumpelt über die Unebenheiten, ich fliege vom Sitze hoch, vom galoppieren die beiden Pußta- gäule, und der Majestätische neben her mit fliegender Mähne und wehendem Schweif! Unendlich weit scheint’s mir zum Gut, und ich laß die Peitsche knallen, damit die Pferde laufen, was die Riemen halten. Fest muß ich mich klemmen gegen das Spritzbrett, der Hut rutscht mir vom Kopfe und fliegt in die Pußta. Was brauch’ i an Hut? Pfeif drauf! Bloß hinkommen, schnell hinkommen! Endlich seh ich das Tor, offen steht es, schon sind wir durch und hinein in den Hof! Hart klappen die Hufe aufs Pflaster. Die beiden Gäule bäumen sich beim Zügelanzug, und der Majestätische steigt verwegen und wiehert. Ich spring’ vom Wagen und mach’ ihn los. Dann führ’ ieh ihn zur Treppe, die von der Veranda des Wohnhauses herunterführt. Und du kommst die Stufen herunter, angetan mit deiner Nationaltracht, und in den Händen hältst du Weißbrot uftd ein Glas Wein. So ernst und feierlich ist alles, daß es mir in der Kehle drückt und mir die Augen ins Schwimmen geraten. »Willkommen, heiliger Georg!’ sagst du. ,Iß und trink!’ Ich nehme das Brot und breche ein Stück ab und führi es zum Munde, aber es wird halt immer mehr beim Kauen und will nicht herunter, so daß ich den Wein nehme und trinke und mir die Leine vom Majestätischen unter den Arm klemme. Während ich trinke, frißt mir der Majestätische das Stückerl Weißbrot aus der Hand, und wie ich endlich den Mund frei hab, schrei ich: Marika! Ja, und dann hebst du mich hoch von den Knien und küßt mich, und es rinnen Tränen dazwischen, von denen wir nicht wissen, wem sie davongelaufen sind. Sixt, Ungarische, und da hab’ i’s fest im Herzen g'fühlt, daß wir uns haben und halten fürs Leben. Ich weiß nimmer, was wir uns g’sagt haben, gute Worte aus glücklichen Herzen sind’s gewesen . . .“ “Doch, unheiliger Georg, i waaß schon noch, was du g’sagt hast,“ wirft die Ungarische ein. „Marika, hast g’sagt, sei mir net bös,daß i so lang fort war! Und i hab dir erwidert, daß i dich liebhaben will, damit die bösen drei Jahr’ auslöschen ..." Wir schweigen, und nach einer Weile steht die Ungarische vor mir und nimmt meinen Kopf in ihre kleinen, guten Hände. „Du lieber unheiliger Georg, trag’ .mich hinauf!“ Und ich nehme sie hoch in meine Arme und spür den Knöchel nimmer, daß er schwach ist. Über die Stiegen geht’s hinauf, den Weg zur guten Nacht. Der Lois ist am nächsten Morgen ganz zeitlich gekommen, wo er weiß, daß ich im Stall beim Majestätischen bin. Unter der Jacke verborgen hat er die Schilder mitgebracht Die Sprüche für Haus- und Stalltür, fürs Wohnzimmer, ja, und eben auch den für die Schlafkammer oben. „Oisdann, häng’ ma ’s Sprüchl auf!“ sagt der Lois. „Aber die zwaa für die Stuben müss’n ma eini- schmuggTn! Wann uns die Ungarische vorher draufkommt, nachher is’ aus!“ „Recht hast, m a muß halt die Frau’n immer vor a vollendete Tatsachen stell’n!“ sagt der Lois. Wir verbergen die beiden nicht ganz stubenreinen Sprüche im Futterkasten und machen uns daran, die anderen Tafeln zunftgerecht anzubringen. Ich halt’ die Leiter, und der Lois nagelt die Sprüch’ oben an. Den vom Paradies der Erde kriegt der Majestätische, der andere kommt über die Haustür. Sehr gut nehmen sie sich aus, ein rechter Schmuck sind sie, und ein sinnvoller obendrein. Zu jedem Unternehmen braucht man Glück, vor allem, wenn’s eins ist, mit dem man einen andern überrumpeln will. Die Ungarische kommt aüs der Küche und sagt, daß es mit dem Quirl nicht mehr so weiter geht. Der Quirl ist ein Erzeugnis meiner Werkmannskunst, ich hab ihn aus einem ausgedienten Christbaum gemacht, die gestutzten Zweige haben unten den Quirl hergegeben und der Stamm den Griff. Und jetzt geht es also nicht mehr mit dem Quirl, die Ungarische will zum Kramer-Hansl gehn und einen richtigen Quirl kaufen. Ich red ihr zu, bloß, daß sie rasch aus dem Hause kommt, und sie hat das Vorgartentürl noch nicht zugehabt, nachher sind wir gleich darangegangen, die verrückten Sprüch’ in den Stuben anzubringen. Wir haben schon wieder ganz harmlose Gesichter gehabt, wie die Ungarische zurückgekommen ist. Die Tafeln haben ihr sehr gefallen, die am Haus und am Stall, aber was im Haus driimen gehängt hat, das hat sie gottlob noch nicht gesehen. „Du, was is mit dem Schwaigerbauern sein' Taferl?“ frag’ ich den Lois. „Des is scho dran, gestern auf die Nacht hab i’s noch aufg’hängt!“ Ich zank ihn sehr aus. weil ich doch hab mitmachen wollen, aber er meint, daß ich mit meiner kranken Haxn vielleicht nicht so schnell hätte flüchten können, wenn der Schwaiger was spitz gekriegt haben würde. Einen Wirbel hat es aber doch gegeben mit unseren schönen Sprüchen. Erst kommt der Pfarrer und sagt, daß der Spruch über der Haustür in keine christkatholische Gegend paßt, weil er vom Doktor Martin Luther wär, der dem Papst seinerzeit das Ablaßgeschäft verdorben hat Samstag, 15. Juli 1950 Nummer 84 — Seite 5 feas'ßotö iburg — Breisgau 4 Mark für vier Wochen Kinderbetreuung Kleiner Bummel durch die Freiburger Kindergärten Die Frage, wer der mit Arbeit überlasteten Mutter die Sorge um die noch nicht schulpflichtigen, auf Beaufsichtigung angewiesenen Kinder abnehmen kann, ist heute von besonderer Bedeutung. Zwar gibt es viele Kindergärten in Freiburg, aber doch nicht genügend; und jede Mutter, die ihr Kind unterbringen will, weiß, wie schwer ein solches Plätzche^ zu finden ist. Die Betreuung der Kinder — eine kommunale Aufgabe Die Familien, die ihre Kinder in die teuren privaten Kindergärten schicken können, wo vielleicht bis zu zwölf Kindern von einer Pflegerin betreut werden und in einem nur etwas vergrößerten Familienkreis gleichsam ihre Spielzeiten verbringen, fallen wohl kaum ins Gewicht. Viel dringender ist die Frage, wer in der Lage ist, großzügige Betreuunesmöglich- keiten für die ganze Schar jener Kinder zu schaffen, die, auf den Straßen spielend, sich und andere gefährden und gleichzeitig der Gefahr ausgesetzt sind, wild aufzuwachsen. Die Unterhaltung großer Kindergärten für die Masse der Arbeiterkinder ist kostspielig. Die Kinder sollen den Aufenthalt nicht als Zwang empfinden und wünschen eine heimelige Umgebung. Durchschnittlich besuchen 50 bis 00 Kinder einen Kindergarten: eine Zahl, die schon viel zu hoch ist, wenn nicht eine entsprechende Anzahl von Kindergärtnerinnen und Helferinnen vorhanden ist. Der im allgemeinen übliche Satz von 4 bis 5 DM — bei Geschwistern wird oft noch eine Ermäßigung gewährt — reicht bei weitem nicht aus. um die Unkosten zu decken. Nicht selten vermögen die Eltern auch diesen monatlichen Beitrag nicht zu zahlen; denn oft sind es gerade die Ärmsten, die sich von den Kindern trennen müssen, um während der ihnen so geschenkten Zeit arbeiten zu können. Ohne Zuschüsse können sich die großen öffentlichen Kindergärten nicht halten. Häuser, Verpflegung und Betreuung der Kinder kosten viel Geld. Doch wie die Schulen für die heranwachsende Jugend, so sind auch die Kindergärten aus unserem Gemeinschaftsleben nicht mehr fortzudenken; denn gerade hier wird sonst gefährdetes junges Leben behütet. Eine Arbeit, die beglückt, aber nicht reich macht Wer sich der Sozialarbeit widmet, wird ein reiches Arbeitsgebiet finden, aber keine irdischen Reichtümer sammeln können. Als die Arbeiterwohlfahrt nach 1945 wieder mit ihrer Arbeit begann, da trieb sie soziale Verantwortung dazu. Der Anfang wax schwer; denn als sie 1937 aufgelöst worden war, ging auch ihr ganzes Vermögen verloren, ohne daß sie bislang dafür entschädigt wurde. Mit ehrenamtlichen Hilfskräften gelang der Neuanfang. Heute hat die Arbeiterwohlfahrt schon wieder drei Kindergärten in Freiburg: den am stärksten besuchten in Zähringen, einen anderen in Haslach und seit wenigen Wochen auch einen kleineren in den schönen, offenen Anlagen des Mösle. Die beiden ersten Kindergärten sind voll belegt. Gerade in Haslach und Zähringen war das Bedürfnis der arbeitenden Frauen, ihre Kinder tagsüber gut verwahrt zu wissen, sehr groß. Die Umstände, unter denen diese Kindergärten der AW gehalten werden, sind schwieriger als' die der konfessionellen Kindergärten der einzelnen Gemeinden; sie müssen tariflich bezahlte Kindergärtnerinnen einstellen, während in den anderen Kindergärten den ausgelernten Kräften stets Seminarschülerinnen zur Hand gehen. Nur wenige nehmen die Verantwortung auf sich Die schulentlassenen jungen Mädchen wissen, wie schwierig und verantwortungsvoll der Beruf einer Kindergärtnerin ist; er nimmt all ihre Kräfte und trägt allein seinen Lohn in dem Bewußtsein, Kindern Freude schenken zu können. Wie wenige Mädchen sich zu diesem Beruf entschließen, zeigt die geringe Zahl der Schülerinnen eines Freiburger Seminars. Es ist nicht leicht, so viele Kinder — und meist Kinder aus allen Kreisen, bunt durcheinandergewürfelt — zu bändigen. Nur wenige Kindergärten verfügen über ausreichenden Raum und sind darauf angewiesen, mit kleinen Gruppen Spaziergänge durch die Stadt zu machen. Die Sicherheit der kleinen Unvorsichtigen ist dann allein in die Hand der Begleiterin gegeben. Die Gegensätze zwischen den einzelnen Kindergärten sind groß. Am schwersten wohl haben es die Schwestern und Helferinnen in der Wallstraße, wo bis zu 180 Kindern auf einen engen Raum zusammengedrängt sind. Aber auch der Seminarkindergarten des evangelischen Stiftes ist nicht viel besser daran. Den schönsten Kindergarten haben die Kinder des Waldseegebietes: den „Caroluskindergarten“, in dem nicht nur schöne, gepflegte Räume die kleine, in viele Gruppen aufgeteilte Schar erwarten, sondern auch ein herrlicher, jetzt in voller Rosenpracht duftender Garten ihr Spielplatz ist. Wo immer aber — ob unter leichteren oder schwereren Voraussetzungen — Menschen sich bereit finden, ihre Zeit und ihre Kraft Kindern zur Verfügung zu stellen, da erfüllen sie eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit; die jungen Menschen, für die wir unser Land wieder aufbauen, zu behüten und zu betreuen. Selten aber nur findet ihre im Verborgenen geleistete Arbeit die entsprechende Anerkennung und Unterstützung. M. F. Wo blieb der „OpebKadett“? Ein 27jähriger Handelsvertreter aus Herrischried mietete am» 25. Mai in Freiburg einen Pkw für eine dreitägige Fahrt, kehrte aber seitdem nicht zurück. Es handelt sich um einen kaffeebraunen „Opel-Kadett“ mit dem Kennzeichen FB 03—5227, Motor-Nr. 38—6265. Der Ausreißer wurde von einer jungen Dame begleitet, die angeblich Heilkräuter verkaufen wollte. Vermutlich hält sich das Pärchen mit dem Kraftwagen irgendwo in einem Landorte bei Bauern auf. Anhaltspunkte werden von jeder Polizei- und Gehdarmeriestelle entgegengenommen. Griff nach fremden Beuteln In der letzten Zeit mehren sich wieder in allen Stadtteilen die Geldbeuteldiebstähle. So wurde in einem Geschäft der Unterstadt einer Kundin aus der Einkaufstasche der Geldbeutel mit 50 DM gestohlen; als Täterin vermutet man eine etwa 30jährige Frau mit zurückgekämmten blonden Haaren. — In der Schusterstraße war eine Frau so leichtsinnig, ihren Kinderwagen, in dem sie ihren Geldbeutel verwahrt hatte, in einen Hausflur zu.stellen. Nach ihrer Rückkehr war der Geldbeutel mit 120 DM und 2Ö00 französischen Franken verschwunden. — Auch auf dem Wochenmarkt wurden letzthin wieder Geldbeutel aus Einkaufstaschen gestohlen. Ein Unverbesserlicher In Grafenhausen wurde ein 26jähriger Kraftfahrer festgenommen, der seinerzeit in das Freiburger Reifenlager einer auswärtigen Gummifirma eingebrochen war und dort u. a. 256 Fahrraddecken und 520 Schläuche gestohlen und sich außerdem in Freiburg den Lkw eines Fuhrunternehmers angeeignet hatte. Da er im Ortsarrest versucht hatte, zu entkommen, wurde er mit Handschellen gefesselt, nach St. Blasien gebracht, dort vernommen und nach Freiburg weiterbefördert. Der Dieb, der vor seinem „Gastspiel“ in Freiburg gerade aus dem Gerichtsgefängnis Emmendingen entlassen worden war, Von Woche zu Woche Als ich mich dieser Tage meiner Behausung näherte, fiel mir schon von weitem auf, daß man dem Bürgersteig vor dem Hause mit kräftigem Werkzeug zu Leibe gerückt war und ein Loch hineingetrieben hatte. Ein an der Häuserwand lehnender schlanker Mast belehrte mich darüber, daß man eine Straßenlaterne aufzustellen beabsichtigte. Und als ich auf die gegenüberliegende Straßenseite schaute, sah ich dort o Wunder! — bereits eine funkelnagelneue Laterne stehen. Da die Männer mit vorbildlichem Eifer bei der Arbeit waren, geschah es, daß die Laterne noch am gleichen Abend ihr mildes Licht über mein Domizil ergoß. Die Tatsache, daß die Freiburger Stadtverwaltung zur Zeit vor allem dort Licht zu verbreiten trachtet, wo es besonders nötig ist, wird sicherlich von allen begrüßt werden, die das Licht nicht zu scheuen haben. Es gab eine Zeit, in der es vor allem infolge von Materialmangel in dieser Hinsicht recht düster in Freiburg aus- Bah. Das ist inzwischen wesentlich besser geworden, wenn auch hier und da noch ein Wunsch seiner Verwirklichung harrt- Wir denken da u. a. an das Straßenstück Emmendinger Straße zwischen Tennenbacher Straße und Rennweg, in dem abends nur eine einzige Laterne brennt, und an die Hebelstraße, die zum größten Teil unbeleuchtet ist, obwohl sie als kürzeste Verbindung zwischen der Stadtmitte und dem Wohnviertel beim Hauptfriedhof nach Veranstaltungsschluß von vielen Einwohnern benutzt wird. Solange aber die Beleuchtung dort So unzureichend bleibt, kann man Frauen nur davon abraten, in später Stunde ohne Begleitung durch die umtrümmerte Hebelstraße zu gehen. Das Bedauerliche ist eben, daß im letzten Kriege so viele Laternen in Freiburg zerstört wurden und heute die Mittel fehlen, um den Latemenbestand wieder auf die Vorkriegshöhe von 2300 zu bringen. Immerhin gehört Freiburg mit seinen nun schon wieder 1400 Gaslaternen zu den bestbeleuchfeten Städten der Bundesrepublik. Übrigens kostet jede der modernen Gaslaternen, die eine wesentlich höhere Lichtstärke' als die früheren haben, obwohl die Kandelaber aus Ersparnisgründen in eigener Werkstatt hergestellt werden, nicht weniger als 200 DM. Erfreulicherweise wurden in der letzten Zeit vor allem Haslach und der Stühlinger Stadtteile, in denen namentlich Werktätige wohnen — mit Laternen gut bedacht, und bald sollen Herdern, Ober- und Unterwiehre folgen. Die unerfreuliche Kehrseite der lichtvollen Angelegenheit sind freilich jene nichtsnutzigen Gesellen, die ihre überschüssige Kraft offenbar nicht anders als durch die mutwillige Zertrümmerung des Latemengehäuses und der Gasglühstrümpfe abreagieren können. Wer solch einem Burschen das Handwerk legt, der verdient den Dank aller auf Ordnung haltenden Einwohner und hilft der Stadtverwaltung, die sich viele Mühe gibt, das Dunkel, das noch über manchen Teilen Freiburgs liegt, zu lichten. R. B. hatte einen Teil des Diebesgutes im Walde abgeladen und den Rest namentlich in kleineren Orten verkauft. Sonderbarer Diebstahl Vor kurzem wurden einem Einwohner der Kartäuserstraße, der am Südabhang des Hirzbergs in drei Wassserbehältern eine Blutegelzucht angelegt hatte, annähernd 4000 dieser für medizinische Zwecke sehr begehrten Tiere von unbekannten Tätern gestohlen. Man vermutet, daß dieser Spezialraub von sehr erfahrenen Leuten ausgeführt wurde. Den Anstoß zu dem .Diebstahl gab wohl die gegenwärtig sehr starke Nachfrage nach Blutegeln. Abschied Im Laufe der zu Ende gehenden Woche ver- lassen vier im Verbände der Städtischen 6un- nen tätig gewesene Künstler Freiburg: die Schauspieler Claus Clausen und Eberhard Fetzer, Opernsänger Helmut Meinokat und die Operettensoubrette Gerti Valentin. Es war zum Teil eine lange Wegstrecke, die man gemeinsam ging: die Künstler als die Gebenden und das Publikum als der empfangende Teil, und dieser Weg hat beide einander nähergebracht. Natürlich gab es auch einmal Meinungsverschiedenheiten zwischen denen, die auf der Bühne standen, und denen, die sich von ihrem Theaterplatz von ihnen erschüttern oder erheitern lassen wollten; und auch die, die ein verantwortungsvolles Urteil über die Künstler zu fällen hatten, vertraten manchmal eine andere Auffassung als diese. Wann aber wäre das je anders gewesen in einem großen Gemeinwesen, in dem man — hüben wie drüben — das Beste zu erreichen trachtet! Und dieses Beste ist hier der Wille aller, den Bestand des deutschen Theaters zu sichern. Daß es den vier Künstlern — jedem auf seinem Platz — an diesem ernsten Willen niemals gefehlt hat, sondern daß jeder zur Stelle war, wenn man ihn rief — dafür danken wir ihnen noch einmal in der Stunde des Abschieds. Möge ihnen an ihrer neuen Wirkungsstätte ein ebenso kunstverständiges und dankbares Publikum beschieden sein wie hier in Freiburg! Das ist unser herzlicher Wunsch. R. B. Förderung des sozialen Wohnungsbaues In der am Dienstag, 18. Juli, 15 Uhr, in der Aula des Rathauses stattfindenden öffentlichen Stadtratssitzung werde nunter anderem Maßnahmen der Stadt Freiburg zur Förderung des sozialen Wohnungsbaues, die Aufhebung der Zuzugsbeschränkung für Freiburg, der Bau von Straßen und Kanälen im Siedlungsgebiet Freiburg-St. Georgen, Maßnahmen für die Spielzeit 1951/52 der Städtischen Bühnen und die Frage der Theaterziischüsse des Landes Baden behandelt werden. Ein Schmuckstück im Herzen Freiburgs Auf dem neben der Firma Carl Fabel in der Salzstraße entstehenden Kageneckschen Hause, das sich' mit seinen Arkaden architektonisch sehr gut von der benachbarten freien Fläche abhebt, wurde am Donnerstag der Richtbaum aufgestellt. Nachdem hoch vom First des weiträumigen Gebäudes der Richtspruch erklungen und das Glas in der Tiefe zerschellt war, feierte man im „Feierling“ in kameradschaftlicher Runde das Richtfest. Als Eigentümer des im Entstehen begriffenen Hauses ging Graf Kageneck, Munzingen, kurz auf die Vorgeschichte des Baues ein und dankte dann vor allem der Stadtverwaltung, besonders der Städtischen Baupolizei, öber- baudirektor Dr. Schlippe als dem treuen Wahrer des Freiburger Stadtbildes, ferner dem Architekten Gregor Schroeder, der sich ein großes Verdienst um das gute Fortschreiten der Arbeiten erworben habe. Besonders herzlich dankte der Bauherr den Bauhandwerkern, die Monate hindurch bei Wind und Wetter gearbeitet hätten, ohne ln ihrem Arbeitseifer zu erlahmen. Oberbaudirektor Dr. Schlippe, der die Glückwünsche des Oberbürgermeisters überbrachte, bezeichnete das Kagenecksche Haus als einen wesentlichen Bestandteil des künftigen Stadtbildes im Herzen Freiburgs. Mit dem alten Kageneckschen Hause, dessen Anfänge bis ins zwölfte Jahrhundert zurückreichten, sei am 27. November 1944 ein prachtvolles Gebäude zugrunde gegangen. Bemerkenswert sei, daß sich jenes Haus mehr als 250 Jahre im Besitz einer Familie befunden habe. Die Stadtverwaltung freue sich über den architektonischen Gewinn, den das Haus nach seiner Fertigstellung bieten werde. — Nachdem dann Architekt der Hochtief-AG Freiburg, als der mit den Bauarbeiten beauftragten Firma, der Firma Brenzinger, die die Kunststeine herstellt, und aller am Bau beteiligten Arbeitskräfte. — Später erschien noch der Staatspräsident, der von den Teilnehmern herzlich willkommen geheißen wurde. KB. Der 14. Juli in Freibnrg Aus Anlaß des französischen Nationalfeiertages fand am 14. Juli auf dem Meßplatz eine große Truppenparade statt, an der etwa 3000 Mann der in der Umgebung von Freiburg und im Südschwarzwald stationierten Verbände mit verschiedenen Einheiten teilnahmen. Der stellvertretende Kommandierende Befehlshaber für die französische Südzone, G6- nöral de Berchoux, schritt zunächst die Front der im Viereck aufgestellten Formationen ab, die von Colonel Gezä vorgestellt wurde. Anschließend wurden .an verschiedene Offiziere der französischen Armee der im hiesigen Gebiet stationiertöl Besatzungstruppen Auszeichnungen verliehen. Zum Schluß defilierten die einzelnen Einheiten, darunter ein Kolonial- Panzerregiment, Infanterie, Artillerie, Flak, Pioniere, Nachrichtentruppen usw. in der oberen Schwarzwaldstraße an dem Befehlshaber vorbei. Freiburger Stadtnachrichten Die JugendkapeUe der Herz-Jesu-Pfarrel unter Bruno Lachowskis Leitung erfreute die Flüchtlinge im Lager Betzenhausen durch ihre wertvollen, volkstümlichen, flott vorgetragenen Musik- und Gesangsvorträge. Am 18. Juli sind Wilhelm Maier und seine Frau, Hohenzollemstr. 8, 40 Jahre miteinander verheiratet. 70 Jahre alt wurden Oberpostinspektor a. D. Emil Schäfer, LessingstraBe 8, und Heinr. W e r n e t, Oberau 51, der über ein halbes Jahrhundert als Sei- denfLeber zur Belegschaft der Firma Mez AG gehörte. Gregor Schroeder eindringlich über die mo-,^,,, deme Baukultur gesprochen hatte, übermittelte = Herr Schellenberg die Glückwünsche! Fteibufftet VofsdlQU Erfolgreiche Filmstoffe in neuem Gewände „In den Klauen des Borgia** Samstag, 15. Juli „Der Pfarrer von Kirchfeid“ Schon einmal, in Stummfllmzeiten, tauchte das gleichnamige Anzengrubersche Volksstück auf der Leinwand auf. Damals war es Wilhelm Dieterle, der die Titelgestalt des Werkes — von den filmischen Möglichkeiten jener Epoche aus gesehen — sehr eindrucksvoll verkörperte. Und nun hat sich das Österreichische Regisseur-Ehepaar J. und L, Fleck erneut des dankbaren, in echter Religiosität wurzelnden Themas angenommen und es in freier Bearbeitung zu einem Film gestaltet, dessen starke Wirkung auf das breite Publikum nickt zu leugnen ist, wenngleich diese bereits mit den ersten Bildern einsetzende und sich immer mehr steigernde Wirkung in hohem Maße auch auf das Konto einer mitunter allzusehr betonten Gefühlsseligkeit zu setzen ist, auf die wir zugunsten einer größeren Schlichtheit des Ausdrucks lieber verzichtet hätten. Zudem ist Hans Jaray für unsere Begriffe zu sehr der Typ des „schönen Mannes**, der uns — wie seinerzeit schon in dem im übrigen wesentlich stärkeren französischen Film „Symphonie pastorale“ — bei einer Pfarrergestalt ein wenig peinlick berührt. Dock bietet Jaray als Pfarrer von Kirchfeid im ganzen eine packende Leistung, die nur hier und da durch ein Zuviel an Ausdruck abgeschwächt wird. Ganz hervorragend, in jedem Zuge echt, ist die Verkörperung des Sepp, der durch ein hartes Erlebnis zum Kirchengegner geworden ist und erst, als ihn ein neuer schwerer Schicksalsschlag trifft, seine Feindschaft mit dem Pfarrer begräbt; und auch Hansi Storck als das Annerl, das seine nach den Begriffen der katholischen Kirche „sündige“ Liebe begraben muß, überzeugt und rührt durch ihre ungekünstelten Empfindungen. Am stärksten aber gerät man in den Bann der erschütternden Menachendarälellung Frieda Richards, deren Mutterbild sich allen üblichen Maßstäben entzieht. Photographisch wurde sehr sauber gearbeitet und manche schöne Landschaftsaufnahme erzielt, ohne daß man freilich neue Wege gegangen wäre. — Ein zugkräftiger Publikumsfilm, gewiß! Aber genügt das für Anzengruber? Die Exl-BÜhne bewies einst mit ihrem „Meineidbauer“, wie unendlich viel man aus dem Stoff solch eines herrlichen Dramatikers im Film machen kann. Wird mne Soiel- prtjT.f»invhaft jemals wieder eir.en gleichwertigen Nachfolger auf der Leinwand haben? (Casino) R. B. s Stadttheater, Großes Haus, 20 Uhr: „Der s Zarewitsch“ — Rathaushof, 20.30 Uhr: »Der zer- s brochene Krug.“ J r Sonntag, 1«. Juli Vor etwa zweieinhalb Jahrzehnten spielte Konrads TTK _. nim Veidt den Bruder der schönen Lukrezia, und die s ; großes Uaus.17 »»Dt Suggestivkraft des großen Dämonikers überstrahlte : 8 ~ Rathaushof, 20.30 Uhr. völlig die hausbackene Art der damals sehr beliebten ; " „ „ oroenene Krug. ' ._ Liane Haid'als Lukrezia. — Noch einmal hat nun dies Orgelabend Mit Werken von „Fox“ tief ln den Beutel gegriffen und das geschieht-1 Bach - David und Keger ' lieh farbenreiche Thema „mit 50 000 Mitwirkenden“, = Montag, 17. Juli wie es recht materialistisch im Vorspann heißt, er-5 Colombinark II iihr- Rnma.tl«+.r Rallett- neut aufgegriffen. Die 50 000 Statisten (gut gerechnet, = ° m 01 p a r K • 21 Uhr ' Romantischer Baliett- me r h S l e «Lfr 1 '^ > a Sff r ,?^ i I Christuskirche, 20 Uhr; Freiburger Bach- mehr aber fesselt uns der phänomenale Orson Welles- «tund*« ri<»r tuth«i L-hAnLanhi.u als Inkarnation alles Bösen. Solange dieser zeitlose - der Musikhochschule. Mephisto seinen Schatten auf die Lelndwand wirft, 5 An verschwindet alles neben ihm. So etwa könnte der = ** “ rücksichtslose Gewaltherrscher Borgia, der seinen ; Augustinermuseum; Kostbares Kunst- ehrgeizigen Plänen alles opferte, was sich ihm in den - handwerk aus fünf Jahrhunderten. weg Stellte wirklich gewesen sein: ein glatter | Casino-Klubräume; Kunstausstellung. Schurke mit vollendeten Manieren und einem Au- = „ ,, , , 77... gurenlächein, das mehr über seinen Charakter aus- = . ,,,:,omct h e u s h a 11 e d e r Universität. sagt als alle dick aufgetragene „Dämonie“. Neben - Ausstellung von Kinderreichnungen aus 22 Ländern. einem solchen Bösewicht von Format hat es der § Friedrichsbau. zweiter Stock: Ausstellung „Held“ nicht eben leicht, doch es sei dem sympathi- - „D*r Kunsteinband“ sehen Tyrone Power gern bescheinigt, daß er den - BritishlnformationCentre 15 17.30 und Orsini mit jener noblen Ritterlichkeit spielt, die ihn - 20 Uhr (außer Mittwoch und Donnerstag 20 Uhr)' Do- auch ln Deutschland beliebt gemacht hat. Die hübsche, - kumentarfllme „Unsere Zelt Nr 26“ Deines Kindes stupsnäsige Wanda Hendrix erinnert freilich mehr an - Schlaf, „Geschichte der UNO“. „Entfesselte Elemente“. Hollywood als an Italien, aber da sind noch Felix; „ __ Aylmer als ihr gütiger alter Gatte und vor allem das dis- = 1 m REarrer von Kirch- bolische Antlitz Everett Sloanes, das man nicht so = Harmonie d | n ^ kam der Grkan — leicht vergißt. — Henry King hat den Film mit = v ° n Sa te°n — Kandelhol. großem Aufwand zum großen Teil an den historischen = de« ^■ ~ , D i e “ I i 1 , Stätten Inszeniert: ln vielen Szenen ungemein pak- £ ü'^ilf.raf- 8 ^mon, „Jahrmarkt der Liebe kend, aber auch - wie etwa in der fingierten Bien-- ZentraL -Madonna in Ketten.“ dungszene — derart realistisch, daß es viele Zuschauer - - abstoßen wird. Trotz seiner Schwächen aber wird - dieser Film, der im Gegensatz zu anderen geschieht- - liehen Filmen bewußt die Einzelpersönlichkeit über; die Masse stellt und sehr kontrastreich photographiert; Bezirk Beurbarung. In der Monateversammlung am ist, vermutlich den Kassenerfolg bringen, der die - Mittwoch, 10. Juli, 20 Uhr, im Restaurant zum Güter- „Fox“ für ihren Kapitalaufwand entschädigt. Immer-; bahnhof spricht Bürgermeister Schieler über di* y?., die i^? fl auch dar Erkenntnis, daß jede Ge-; Landes- und Kommunalpolitik. Vollzählige Teilnahme ^ a ‘‘ h , e, ;rschaft eines Tages zusammenbricht: eine = ist Pflicht. Die Sportler des Bezirks sind besonders Festste, iung, die gerade der amerikanische Film im- r einceladen, da auch über ihre Interessen gesprochen mer wieder mit großem Nachdruck trifft. (Die v- -l'| - ö Gäste, die der SPD nahestehen, haben ebSiaU* R. B. - Zutritt. Sozialdemokratische Partei ®®ite 4 —• Nummer M IteCfeÄ Samstag, 15. Juli 1950 Sdiöler besuchten „Die verkaufte Braut" Eine große, dankbar empfundene Freude bereitete vis Stadtverwaltung 1100 Schülern der achten Volks- sctiulklassen mit einer Gratisvorstellung der heiteren Oper „Die verkaufte Braut“ von Smetana. Die reizvolle Handlung und die ausgezeichnete Aufführung waren ganz dazu angetan, die Buben in echte Begeisterung zu versetzen. Es gab viele Vorhänge, und mit strahlenden Gesichtern verließ die Jugend ebenso wie die Lehrerschaft und die übrigen „Großen“ das Theater, das ihnen einige Stunden ungetrübten Vergnügens beschert hatte. Alle Mitwirkenden verdienen herzlichere Anerkennung, als man niemals das Gefühl hat£e, daß sie an diesem Tage vor einem weniger anspruchsvollen Publikum spielten; sie fühlten vielmehr, daß das ganze Haus ungeteilt bei ihnen war. So mag durch diese Sondervorstellung manche neue Freundschaft mit dem Stadttheater Freiburg geknüpft worden sein; und es ergibt sich daraus die Frage, ob es nicht möglich wäre, den Mädeln und Buben der Oberklassen häufiger solch echte Kunst zu bescheren. Stadttheater Freiburg Unmittelbar im Anschluß an die Beendigung der Spielzeit 1949/50 führt die Tanzbühne der Städtischen Bühnen unter Hans Heinz Steinbachs Leitung am Montag, 17. Juli, im Colombigarten Horst Schneiders in Hannover uraufgeführtes heiteres Tanzspiel „Die grünen Hosen“ und Tschaikowskys Ballett „Dornröschen“ erstmalig auf. Dieser „Romantische Ballettabend“ ist bei günstiger Witterung bis zum 30. Juli täglich um 21 Uhr vorgesehen. Kollektivausstellung Otto Dix Vom 16. Juli bis 13. August findet im Hause des Kunstvereins Freiburg, Talstr. 12a, die bisher größte Kollektivausstellung des Malers Otto Dix mit Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen und Graphiken aus den Jahren 1914 bis 1950 statt. Außerdem werden Plastiken des Bildhauers Walter Schelenz, Bonndorf, gezeigt. Am 18. Juli, 20 Uhr, hält Dr. Conzelmann, Stuttgart, im Hörsaal 1 der Ur.iveisität einen einführenden Lichtbildervortrag über „Die Wandlungen des Malers Otto Dix“. Jährlich drei Kunstauktionen Eingedenk der Bedeutung Frelburgs im Fremdenverkehr hat sich das Kunsthaus Pfisterer entschlossen, sich nicht, wie bisher üblich, mit zwei Kunst- auktionen im Jahre zu begnügen, sondern eine dritte wahrend der Sommermonate durchzuführen. Das Unternehmen beschränkte sich auf seiner letzten Kunstauktion auf antike Möbel, Porzellan, Fayencen und auch Teppiche. Das Ergebnis der Sommer-Kunst- auktion ist zufriedenstellend. Einen größeren Rahmen wird die Kunstauktion im Herbst aufweisen. Russische Volkslieder Der Chor der russischen Kurse an der Universität hat die schöne Gewohnheit, jeweils zum Semesterende mit einem abwechslungsreichen Programm vor die Öffentlichkeit zu treten. Alexander Kresling ist nicht nur ein umsichtiger und erfahrener Chorleiter, sondern versteht es auch, durch lebendige und sachkundige Einführungen den Hörer für das Eigentümliche und Fremdartige dieser Melodien und Texte aufzuschließen. So lernt man neben den ursprünglich und unmittelbar wirkenden Volksliedern noch ein gutes Stück Brauchtum kennen. Es ist ja bekannt, daß das russische Volk überaus musikalisch ist und über einen unerschöpflichen Schatz von Volksliedern verfügt. Charakteristisch ist die häufige Verwendung von Einzelstimmen, die sich oft über der monotonen Harmonik und Rhythmik des übrigen Chores in eigenartig schwermütigen Melodien entfalten oder wundersame Gegenstimmen improvisieren. Den meisten Beifall fanden die ergreifenden Wiegenlieder, das bekannte „Platow“-Lied der Donkosaken und das letzte Lied der Programmfolge, dessen schlichte Weise auch von Tschaikowsky bearbeitet worden ist. Tanzschfilerinnen zeigten ihr Können Ein ausgezeichnet besuchter Abend der Tanzschule Willy Haumann bot einen ebenso vielseitigen wie erfreulichen Querschnitt durch die planvolle Ausbildung des genannten Instituts. Schülerinnen zeigten mit einigen Ubungsformen aus dem Gebiete des klassischen Tanzes und mit Grundformen des modernen Tanzes, daß sie bereits mancherlei gelernt hatten. Auch die ganz Kleinen waren mit großer Begeisterung bei der Sache. Verdiente Anerkennung fanden Vor allem die von sechs Schülerinnen dargebotenen „Deutschen Tänze“ von Schubert, die eine hervorragende Ausbildung verrieten, eine Tarantella, ein Czardas, ein Fandango und einige tänzerische Studien der Kleinsten. Ferner lösten ein Solotanz Willy Haumanns und einige gemeinsam von ihm mit besonders begabten Schülerinnen ausgeführten Spezialtänze lebhafte Begeisterung aus. Alles in allem eine Veranstaltung, von der die Eltern der Schülerinnen hochbefriedigt schieden. Gewerkschaft Bau-Steine-Erden Am 15. Juli, 20 Uhr, findet im Heimatsaal der Harmonie eine allgemeine Bauarbeiterversammlung mit einem Lichtbildervortrag über Bauarbeiterschutz statt. Wanderungen am Sonntag „Die Naturfreunde“ unternehmen eine Badewanderung nach dem Mathisleweiher. Abfahrt 6.42 Uhr nach Hinterzarten. Radfahrer treffen sich um 6 Uhr beim Gasthaus zum Schiff, Schwarzwaldstraße. Wander- Warte: Schreiber und Reif. Die Tageswanderung des Schwarzwaldvereins führt über Hinterzarten, Thomaweg, Feldsee, Feldberger Hof, Felsenweg, Rinken und Hinterzarten. Abfahrt 6.42 Uhr mit Sonntagskarte nach Hinterzarten. Gehzeit 614 Stunden. Der Alpenverein wandert in 614 Stunden von Elzach über den Bustberg, Gschasikopf, Rohrhardsberg und Yach nach Elzach zurück. Abfahrt 6.42 Uhr ab Hauptbahnhof mit Sonntagskarte nach Elzach. Wanderung bei jeder Witterung. Gäste willkommen Der Radfahrerverein „Wanderer“ startet um 7 Uhr an der Kronenbrücke zu einer Morgenfahrt durch Freiburgs Waldfahrstraßen. f Bereitschaftsdienst am Sonntag Ärzte (verfügbar, soweit Hausarzt nicht erreichbar): Dr. Knödgen Prinz-Eugen-Str. 14; Dr. Blümer, Gün- terstalstr. 8 (Tel. 3700); Dr. Gülich, Pochgasse 43 (Tel. 8224); Dr. Baurhenn, Fichtestr. 53 (Tel. 2186). Zahnärzte: Zahnklinik Günterstal, Torplatz I (Tel. *583), von 10—12 Uhr; außerhalb dieser Zeit: Dr. Krebs, Oberlinden 27. Dentisten: Karl Baum, Schwarzwaldstr. 103 (Tel. 3817). Apotheken: Loretto-Apotheke. Günterstalstr. *2, Und Herdern-Apotheke, Habsburgerstr. 81. EnmendiRgen * Kaiserstuhl * Elztal Die Schlaglöcher bleiben Instandsetzung der Kreisstrafien vordringlich. — Der Kreisaussehuß tagte Wie in den Vorjahren schon werden die Kreisstraßen auch in diesem Jahr infolge der fehlenden Mittel als Stiefkinder behandelt. In der letzten Kreisausschußsitzung lagen wiederum eine Reihe von Anträgen der Gemeinden auf Ausbesserung der Straßen vor. Der Antrag des Bürgermeisters von Elzach auf Zuschußgewährung für die Unterhaltung der Straße Elzach—Yach, sowie die Übernahme dieser Straße durch den Kreisverband wurde abgelehnt. Die Notwendigkeit einer Instandsetzung der Ortsdurchfahrt in Mundingen wurde anerkannt Der Kreisausschuß will die Hälfte der Kosten übernehmen, wenn die Gemeinde selbst die andere Hälfte der Kosten trägt. Der Gemeinde Bleibach wurde ebenfalls die Auflage gemacht, zur Reparatur der Durchgangsstraße die Hälfte der Bausumme aufzubringen. Die Ausführung der Instandsetzungsarbeiten, sowie die Erneuerung der gesamten Beschilderung an den Kreisstraßen muß infolge der fehlenden Mittel zurückgestellt werden. Es wurde angeregt, die Bürgermeister des Landkreises darauf aufmerksam zu machen, daß bei Beschädigung von Ortstafeln die Gemeinden ersatzpflichtig seien. Einem Antrag des. Bürgermeisters von Wyhl zufolge, der die Instandsetzung der Kreisstraßen in seiner Gemarkung forderte, wurden allgemein die dringend notwendigen Erneuerungsarbeiten besprochen. Als vordringlich reparaturbedürftig wurden folgende Straßenzüge bezeichnet; Wyhl—Forchheim—Endingen, Malterdingen— Bombach, die Ortsdurchfahrt Mundingen und die Straße Köndringen—Heimbach. In Gemeinschaft mit dem Straßenbauamt soll geprüft werden, ob nicht durch Beschaffung von Ausbesserungsmaterial wenigstens den schlimmsten Notständen abgeholfen werden kann. Hierfür wurde ein Betrag von 20 000 DM freigegeben. Der Kreisausschuß wird eine entsprechende Besichtigungsfahrt vornehmen. Weiter stand die Freimachung von Haushaltsmitteln für die Schulen auf der Tagesordnung. Für den weiteren Ausbau der Berufsschulen in Köndringen und Malterdingen wurden 50 Prozent der für beide Schulen angeforderten Summe bewilligt. Die Anschaffungen müssen jedoch auf den Zeitraum von drei Monaten verteilt werden. Die Anschaffung eines Herdes für die Kochschule in Wyhl wurde genehmigt. Nachdem auch die Räume in der Gewerbeschule in Waldkirch nicht mehr ausreichend sind, wurde beschlossen, für Waldkirch die gleichen Vorarbeiten einzuleiten, wie sie für einen Neubau der Gewerbeschule in Emmendingen vorgesehen sind. Der vorliegende Antrag der Gewerbeschule Waldkirch, Mittel zur Einrichtung eines vierten Schulraumes freizumachen, wurde grundsätzlich befürwortet. Die endgültige Freigabe der Gelder wurde jedoch von der Vorlage eines genauen Kostenvoranschlages abhängig gemacht. Die Beratung weiterer Anträge auf Freigabe von Haushaltsmitteln für die Schulen wurde dadurch abgeschlossen, daß der Kreisausschuß generell die Freigabe von 50 v. H. der im Haushaltsplan vorgesehenen Mittel beschloß und die Verwaltung ermächtigte, auf Antrag bis zu dieser Höhe selbständig zu entscheiden. Die durch Abendkurse usw. erzielten Nebeneinnahmen der Schulen sollen zu Anschaffungen den Schulen selbst zur Verfügung stehen. Es wurde jedoch darauf hingewiesen, daß durch derartige Nebeneinnahmen keine unnötigen Belastungen der Schüler ein treten dürfen. In diesem Zusammenhang wurde die Kreisverwaltung auch ersucht, festzustellen, wofür die Pflichthandelsschule Emmendingen von ihren Schülern einen Beitrag von 5 DM erhebt, da der Besuch dieser Schule nicht schulgeldpflichtig ist. Eine Reihe von Schulgeldbefreiungsanträgen für Schüler der Höheren Handelsschule Emmendingen wurden genehmigt. Bei der Beratung über die Freigabe von Zuschüssen für die Wohlfahrtsorganisationen wurde festgelegt, daß Zuschüsse nur an die freien Organisationen, nicht aber an irgendwelche Interessenverbände gegeben werden sollen. Zuschüsse erhalten künftig nur das Rote Kreuz, Arbeiterwohlfahrt, Caritas und das Evangelische Hilfswerk. Beim Kreisaltersheim soll durch Anbau an das Portierhaus eine Totenkammer errichtet werden. Ein Projekt sieht die Schaffung eines Jugendwohnheimes im Heck- linger Schloß vor, das Lehrlingen, die im Raum Kenzingen-Emmendingen beschäftigt sind, und unter die Geschädigtengruppe im Sinne des Soforthilfegesetzes fallen, Unterkunft geben soll. Sparkasse — ein guter Helfer Erstmals nach der Währungsreform trat der Verbandsausschuß der Bezirkssparkasse Emmendingen zusammen. Bürgermeister Faller würdigte die besonderen Verdienste des unerwartet verstorbenen Direktors Götter und stellte weiter fest, daß die Bezirkssparkasse ihre gute Position gehalten habe. Nach der Währungsumstellung sei alles getan worden, um mit den reduzierten Mitteln dem Kreditbedürfnis zu entsprechen, wobei auf eine gerechte Berücksichtigung aller Verbandsgemeinden besonderer Wert gelegt worden sei. Sparkassendirektor Hafner gab anschließend einen Überblick über die Geschäftslage. Beachtlich sei hierbei die enorme Entwicklung der Gesamtumsätze und der monatlichen Geschäftsvorfälle, die ein Vielfaches der Vorkriegszeit erreicht hätten. Er bezeichnete abschließend die Beratung weiter Kreise in allen Fragen der Wohnbaufinanzierung als besonderes Spezialgebiet der Sparkasse. Abiturprfifungen abgeschlossen Die auf Herz und Gemüt drückende zweite Runde des Abiturs, die mündliche Prüfung, ging für die Schüler des Gymnasiums Emmen” dingen gut vorüber. Es war wohl nicht nur die hochsommerliche Temperatur, unter der die 15 Abitur-Aspiranten in den ersten Julitagen zu leiden hatten; auch die Sorge um die richtige Antwort brachte sie wohl gehörig in Schweiß. Nur einer von ihnen fiel durch, 14 Schüler bestanden, darunter 3 Schülerinnen; H. Enderle, Kenzingen, W. Enters, Riegel, U. Häfele, G. Hahn, H. Kühn, M. Mattes, A. Oberle und R. Spinner aus Emmendingen, G. Kaiser, Köndringen, Otto Krämer, Forchheim, mann, Kenzingen, H. Spitz, Endingen. B. Müller, Hecklingen, H. Schemel und H. Wide- Was sie nun alle werden wollen — wohlgemerkt: wollen? Juristen, Verwaltungsbeamte, Lehrer, Kaufmann, Ingenieur, Forst- und Bahnbeamte. Bis auf eins äußern auch die Mädchen Berufswünsche, sie wollen studieren: Philologie und Textil-Chemie. Bevor die Jungen und Mädels ihren zukünftigen Lebensweg ohne Schulmappe, dennoch aber mit etwas mehr „Gewicht“ als bisher be- Fleißige Schwimmer im Fauterbad Eröffnungsschwimmen im instandgesetzten Freiburger Freibad Freiburg hat wieder ein neues Freibad. Das durch Bomben arg zerstörte Faulerbad wurde in Gemeinschaftsarbeit der Stadt, der Sportvereine und Baufirmen in kurzer Zeit wieder soweit hergestellt, daß es am Donnerstag mit einem zünftigen Schwimmwettkampf offiziell eingeweiht werden konnte. Sämtliche Freiburger Vereine beteiligten sich. Für die Masse der Zuschauer, die dichtgedrängt um das Schwimmbecken stand, war der Platz viel zu eng, um die zum Teil recht spannenden Kämpfe einwandfrei verfolgen zu können. So war es dann auch nicht zu umgehen, daß der Eingang frühzeitig geschlossen werden mußte und zahlreiche Interessenten keinen Einlaß mehr fanden. Welche Bedeutung man der Eröffnung des Bades und den damit verbundenen Kämpfen entgegenbrachte, mag die Tatsache beleuchten, daß wir unter den zahlreichen Ehrengästen hohe Vertreter der Militärregierung, der Stadt und des öffentlichen Lebens entdecken konnten, und daß sich für die Leitung der Kämpfe und die Ansage über einen Lautsprecher Direktor Gerschler vom Institut für Leibesübungen an der Uni zur Verfügung gestellt batte. Die Kämpfe selbst, die einige sehr gute Leistungen aufzuweisen hatten, waren sehr hart und entwickelten sich einmal mehr zu einer Auseinandersetzung der beiden großen Rivalen FFC und SSVF, obwohl diesmal aber die Universität mit drei Siegen in den drei Wettbewerben der Männer den Vogel abschoß. Die Zeiten des Uni-Meisters Wachtel (100 m Kraul: L06.7 und 100 m Rücken: 1.19.2), sowie die 100-m-Brust- zeit von Summ (1.22.1) sind als ausgezeichnet anzusehen. Ergebnisse: Männer: 100 m Kraul: 1. Wachtel, Uni, 1.00.7; 2. App, FFC, 1.09.5; 3. Chappo, FFC, 1.11.2; 4. Gühr, FFC, 1.13.6; 5. Stellrecht, SSVF, 1.15.0. 100 m Brust: 1. Summ, Uni, 1.22.1; 2. Cempirek, FFC, 1.26.9; 3. App, FFC, 1.28.6; 4. Eberhard, SSVF, 1.32.1; 100 m Rücken: 1. Wachtel, Uni, 1.19.2; 2. Walther, SSVF, 1.23.6; 3. Häßler, SSVF, 1.30.3; 4. Gühr, FFC, 1.31.0. F r a u e n : 100 m Brust: L Wetzel, SSVF, 1.36.0; 2. Schlierwert, SSVF, L47.8. 100 m Kraul: 1. Füßlin, SSVF, 1.28.0; 2. Reinecke, FFC, 1.38.8. Jugend : männlich: 3X2 Bahnen (66V« m) Lagen: 1. FFC I, 2.39.5; 2. SSVF; 3. FTSC; 4. FFC H; weiblich: 3X2 Bahnen: L SSVF, 3.27.0. Bei der Ermittlung der besten Freiburger Volksschulstaffel, die 8X1 Bahn zurückzulegen hatte, erwies sich die Staffel I der Lessingschule mit einer Zeit von 3.21.1 klar überlegen. Es folgten Lessingschule H (3.47.0), Stühlinger, Zähringen I, Zähringen II und Haslach. Bei demselben Wettbewerb für die höheren Schulen siegte bei den Männern die Wirtschafts-Oberschule (3.12.8) vor Keppler-Gymnasium, Rotteck-Oberrealschule und Berthold-Gymnasium. Beiden Mädchen war das Droste-Hülshoff-Gymnasium (4.17.3) dem Goethe-Gymnasium überlegen. In einem erbitterten Wasserballgefecht schug die Mannschaft des FFC den SSVF mit 73) Toren. schreiten, werden sie sich am 28. Juli nochmals zur Abschlußfeier einfinden; vermutlich mit leichterem Herzen, ohne an den Erfinder der Differentialgleichungen oder an Prüfungsarbeiten überhaupt zu d.enken! Heimatvertriebene organisieren sich Unter den Heimatvertriebenen im Kreisgebiet Emmendingen wächst der Wille zum Zusammenschluß in Ortsgemeinschaften, deren Zweck es ist, in Zusammenarbeit mit den hierfür zuständigen Behörden, die Eingliederung der Flüchtlinge in das Wirtschaftsleben zu erreichen. So wurden in den letzten Wochen Ortsgemeinschaften in Vörstetten, Riegel, Herholzheim, Denzlingen und im Simonswäldertal ins Leben gerufen. Weitere Gründungen folgen. Der Zentralverband der Heimatvertriebenen Deutschen umfaßt bereits 2,5 Millionen Mitglieder. Die Organisation fordert die Gleichstellung der Vertriebenen mit der einheimischen Bevölkerung auf allen Gebieten. Emmendinger Stadtnachrichten Geburtstag feiern: am 15. Juli: Elise Bühler Wwe., Neustraße 12a, 70 Jahre. Am 16. Juli: Christine Kühn Wwe., Markgrafenstr. 20, 80 Jahre; Christine Kölb- lin, Theodor-Ludwig-Straße 6, 76 Jahre, und Ida Kneer Wwe., Neubronnstr. 10a, 73 Jahre. Herzlichen Glückwunsch! — Das Standesamt verzeichnete tm Monat Juni 10 Geburten, 5 Todesfälle und 4 Eheschließungen.— Dieser Tage fand im Gemeindehaus eine religionspädagogische Tagung der evangelischen Religionslehrer und -lehrerinnen statt. In einer besonderen Feierstunde in der Stadtkirche händigte Dekan Gorenflo zehn Lehrkräften die Urkunde über den Auftrag auf Erteilung von evangelischem Religionsunterricht aus. — Die Militärregierung, die in den Räumen des Hotel Post untergebracht war, ist in die Karl-Friedrich-Straße 24, 2. und 3. Stock, umgezogen. Veranstaltungen am Wochenende 15. Juli: Die Interessenten des* Boxsports treffen sich um 20.30 Uhr in der Turnhalle der Karl-Fried» rich-Schule zur Gründung einer Boxabteilung beim Ring- und Stei^ikiub „Alemannia“. — Um Mitternacht Abmarsch der Naturfreund" Jca Stadtgarten zum Harnischwald. 16. Juli: Radrennen ds- Radfahrbundes „Solidarität“. Beginn 15 Uhr. Das Rennen führt durch die Hochburger-, Th.-Ludwig-, Markgrafen-, Bismarck- und Schlosserstraße. Sjtart und Ziel Hochburger Straße. Die Bevölkerung wird gebeten, diese Straßen zu beflaggen. — 20 Uhr: Anlagenkonzert der Stadtmusik. Bei ungünstiger Witterung wird das Konzert um acht Tage verschoben. — Das Zentral-Theater spielt bis einschl. Montag „Im Banne des Monte Miracolo“. Am 18. Juli, 20 Uhr, veranstaltet die „Europa-Union“ im Nebenzimmer der „Blume“ einen Vortragsabend, in dem Dr. Steffan, Lausanne (Generalsekretär der Schweizer Europa-Union), zu den Themen „Krieg in Europa oder europäische Einigung?“ und „Probeabstimmungsergebnis von Breisach“, sprechen wird. Die Bevölkerung Emmendingens und Umgebung ist hierzu eingeladen. * Evangelischer Gottesdienst in Emmendingen und Außenorten: 16. Juli: bei trockenem Wetter, 8 Uhr in der Wöpplinsberger Kapelle (Gorenflo). — Stadtkirche: 9.30 Uhr (Gorenflo); 13 Uhr, Kindergotttes- dienstausflug (Treffpunkt vor der Kirche), bei Regenwetter, 11 Uhr, Kindergottesdienst in der Kirche. — Anstaltskirche: 8.45 Uhr (Schmitthenner). — Windenreute: 10 Uhr (Schmitthenner). Feiertag fOr die Landjugend Die Landjugend des Kreises trifft sich am morgigen Sonntag auf der Hochburg zu einem Sommerfest. Nach dem Fest, das um 14 Uhr auf der Burgruine beginnt, ist Gelegenheit zur zwanglosen Unterhaltung auf dem Gutshof des Lehr- und Gutsbetriebes der Staat!. Landwirtschaftsschule gegeben. Um 18.30 Uhr ist festlicher Feierabend mit Tanz. Mundingen. Der Männergesangverein unternahm den schon lange geplanten zweitägigen Ausflug an den Bodensee, an dem sich über 80 aktive und passive Mitglieder beteiligten. Besichtigungen der Klosterkirche Beuron, des Sigmaringer Schlosses sowie der Klosterkirche Weingarten waren Höhepunkte des ersten Tages, der durch ein geselliges Beisammensein in Berg bei Ravensburg seinen Abschluß fand. Am zweiten Tag wurde bei herrlichstem Sonnenschein eine mehrstündige Bodenseefahrt von Lindau über Konstanz zur Insel Mainau unternommen. An verschiedenen Orten, die besichtigt wurden, erfreute der Verein unter Leitung von Chormeister Schaudt mit einigen Liedern die Zuhörer. Die schöne Fahrt wird den Sängern noch lange in Erinnerung bleiben. E. L. Denzlingen. Die Schwarzwaldfahrt der Ortsgruppe des Verbandes der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen wurde für die Teilnehmer zu einem Erlebnis. Mit zwei Omnibussen fuhren etwa 80 Kriegsbeschädigte und Angehörige über den Turner, Titisee, Schluchsee, St. Blasien nach Säckingen, wo man eine Mittagsrast einlegte. Die Rückfahrt bot in Hasel Gelegenheit zur Besichtigung der berühmten Erdmannshöhle. Die Fahrt, die eine Fülle von landschaftlichen Schönheiten berührte, fand bei allen Teilnehmern lebhaften Anklang. Rücksichtslosigkeit ohne Beispiel Kenzingen. Auf der Bundesstraße nach Herbolzheim ereignete sich am Mittwochabend ein schwerer Verkehrsunfall. Ein Lastzug überholte einen anderen Lastwagen und drückte ihn dabei auf die Seite, so daß dieser die Böschung hinabstürzte. Der rücksichtslose Fahrer lachte den Verunglückten noch aus und suchte das Weite, ohne sich um ihn zu kümmern. Doch gelang es der Gendarmerie bald, ihn zu stellen. Der abgestürzte Lastwagen konnte erst mit Hilfe eines aus Freiburg geholten Kranfahrzeuges wieder flott gemacht werden. Notizen aus Kenzingen • Auf Einladung der Landwirtschaftsschule in Kenzingen trafen sich zahlreiche ehemalige Schüler dieser Lehranstalt in Ettenheim, um eine Neugründung des „Vereins ehemaliger Landwirtschaftsschüler“ vorzunehmen. — Laut Mitteilung der Direktion des Progymnasiums werden die Neuanmeldungen für die Sexta am Montag, 24. Juli, von 8 bis 12 Uhr auf der Direktion entgegengenommen. Geburtsurkunde, Impfschein und letztes Schulzeugnis sind mitzubringen. — Am Sonntag, 15 Uhr, findet im „Löwen“ die Generalversammlung der Ortsvereinigung des Badischen Roten Kreuzes statt. — Im Einvernehmen mit den örtlichen Elektro-Geschäften zeigt die AEG am 17. Juli, um 20 Uhr, Vorführungen im Kochen, Backen und Braten. — Kleinschafhalter haben am 24. und 25. Juli Gelegenheit, ihre Wolle bei der „Deutschen Wollverwertung“ im Gasthaus „zur Linde“ gegen Strickwolle, Stoffe und andere Textilien umzutauschen. Der Mütterverein konnte bei einem Ausflug in den Schwarzwald den etwa 120 Teilnehmern unvergeßlich schöne Eindrücke übermitteln. Das soziale Bauprogramm der Stadtverwaltung ist anselaufen. Ein Teil der Fundamente für die Wannbaracken wurde bereits fertiggestellt. Auch die Ausschachtungsarbeiten an den ersten fünf Siedlungshäusern sind soweit vorangetrieben worden, daß nunmehr die Mauern aufgeführt werden können. In Kürze darf auch mit dem Beginn der Vorarbeiten für die Kleinsiedlungshäuser gerechnet werden. Weite Kreise der Bevölkerung sind an der Errichtung eines Finanzamtes, zumindest an einer Zahl- und Auskunftsstelle ln Kenzingen interessiert, um den zeitraubenden Weg nach Emmendingen zu ersparen. Riegel. Aus unerklärlichen Gründen fuhr ein Personenauto auf der Bahlinger Straße gegen einen Baum. Der Fahrer gibt an, daß sein Fahrzeug — vermutlich wegen zu hoher Geschwindigkeit — aus der Kurve getragen worden sei. Ein längerer Krankenhausaufenthalt und ein zertrümmerter Wagen ist die Folge. Forchheim. Dieser Tage hat sich Pfarrver- weser Josef Stöcker von der hiesigen Kirchengemeinde verabschiedet Während der kurzen Zeit seines Wirkens erwarb er sich die Achtung der Gemeinde, die ihn ungern scheiden sieht. — Die Landwirte haben bereits mit den Erntearbeiten begonnen. Obwohl zum großen Teil moderne Maschinen zur Verfügung stehen, fehlt es dennoch an Arbeitskräften, da das Getreide sich durch die in letzter Zeit aufgetretenen heftigen Regenfälle „gelegt“ hat und deshalb die Maschinen nicht überall verwendet werden können. — Otto Krämer (zur Stube) legte am Gymnasium in Emmendingen die Reifeprüfung ab. F. Königschaffhausen. In der Ausstellung von Handarbeiten der Schulklassen waren sehr gut» Leistungen zu sehen, die den Erfolg der Handi- arbeitslehrerin Seilnacht und ihrer Schülerinnen bewies. — Der Ortsverband der Kriegsbeschädigten veranstaltete für seine Mitglieder ein« zweitägige Fahrt an den Bodensee. E*risch gestärkt für die zahllosen Mühen des Alltags kamen die Teilnehmer zurück. Breisach. Der Männergesangverein Breisach veranstaltet am Sonntag, 16. Juli, 20.30 Uhr, auf dem Schloßberg einen Sommemachtsball. Der Platz wird stimmungsvoll mit Lampions beleuchtet, außerdem ist ein Feuerwerk vorgesehen. Gesang- und Musikeinlagen durch den Männergesangverein, den Handharmonikaklub und die Stadtkapelle versprechen einen unterhaltsamen Abend. Wasenweiler. Vor kurzem trafen auch di« Glocken für Wasenweiler ein und wurden in einem feierlichen Festzug ins Dorf geleitet. Am Sonntag, 16. Juli, 14 Uhr, werden sie in festlicher Form durch den ganzen Ort gefahren., » Samstag. is. JuU195Q BasBoß' Nummer 84 — Seite 7 Waldkirch fördert Wohnungsbau Stadtrat genehmigt Voranschlag und stellt Wo hnraumbeschaffung und Straßeninstandsetzung in den Vordergrund Nachdem der Etat-Voranschlag der Stadt eingehend beraten war, wurde er bei der öffentlichen Stadtratssitzung am Mittwoch nach geringfügigen Abänderungen einstimmig verabschiedet Wie Bürgermeister Brestei hierzu ausführte, stehe an erster Stelle nach wie vor die Wohn- raumfoeschaffung, für die 350 000 D-Mark vorgesehen seien. Während 200 000 D-Mark durch Darlehen aufgebracht werden können, soll der Best auf andere Weise beschafft werden. Den Einnahmen in Höhe von 858 000 D-Mark stehen 921 000 D-Mark an voraussichtlichen Ausgaben gegenüber. Der für die offene Fürsorge vorgesehene Betrag von 10 000 DM ist auf 15 000 DM erhöht worden. Mehr als verdoppelt wurden die für die Wiederherstellung der Straßen angesetzten Mittel (rund 90 000 DM). Stadtrat Baumer (CDU) betonte, daß die Straßenausbesserung keinen Luxus bedeute, zumal in der Vergangenheit auf diesem Gebiet viel versäumt wurde. Er bat den Bürgermeister, die einzelnen Dienstzweige anzuweisen, Überschreitungen des Voranschlages unter allen Umständen zu vermeiden. Der Stadtrat müsse sich eine Zustimmung von Fall zu Fall Vorbehalten. Im Namen der SFD-Fraktion, die sich mit diesen Ausführungen einig erklärte, beantragte Stadtrat Kersten eine Erhöhung der Zuwendungen an die freien Wohlfahrtsverbände von 500 DM auf 1000 DM. Auf Antrag der CDU wurde die Beschlußfassung hierüber bis zum unmittelbaren Bedarf verschoben. Unter ,,Verschiedenes“ stimmte der Stadtrat der Übernahme der Gastwirtschaft „Zur Alten Post“ durch Max Fix zu. — Dem Sportverein Waldkirch, Abteilung Tischtennis, wird die Turnhalle am 30. Juli zur Durchführung der Tischtennismeisterschaften überlassen. — In der anschließenden nichtöffentlichen Sitzung nahm der Stadtrat zu den unsinnigen Hamsterkäufen Stellung, die von den Hausfrauen, veranlaßt durch unverantwortliche Gerüchtemacher, in diesen Tagen vorgenommen werden. Diese unüberlegte Handlungsweise hat bereits zur Verknappung einer Reihe lebenswichtiger Waren geführt. Da die Stadtverwaltung mangels einer gesetzlichen Handhabe nicht die Möglichkeit hat, dagegen einzuschreiten, kann sie nur der Erwartung Ausdruck geben, daß die Geschäftsleute sich ihrer Pflichten gegen alle Käuferschichten bewußt bleiben und nicht durch Begünstigung der Unverantwortlichen und Unbelehrbaren die allgemeine Versorgungslage zu gefährden. — Benutzt Bettelgutscheine Stadtrat und Bürgermeister wenden sich erneut an die Öffentlichkeit, vor allem an die Geschäftswelt, zur Bekämpfung des Bettelunwesens unter allen Umständen von Bargeldspenden abzusehen und von den auf der Stadtkasse erhältlichen Gutscheinen Gebrauch zu Standesamt Lahr Vom 4. bis 10. Juli 1950 Geburten: Hanne Erika, Vater Walter Reinold, Kraftfahrer in Lahr;. Edeltraud, Vater Heinz Willibald Hermann Gail, Schneider in Seelbach; Hans Wolfgang, Vater Johannes Jäckel, Maschinenbauingenieur in Kuhbach; Ursula Brigitte, Vater Gustav Adolf Duchardt, Hilfsarbeiter in Lahr; Hubert Alois, Vater Alcds Beck, Sortiermeister in Reichenbach; Ingeborg Luise, Vater Georg Wolf, Gastwirt in Lahr; Rosemarie Esther, Vater Heinz Georg Sklikkers, Geschäftsführer in Lahr; Ulrich Paul, Vater Paul Edgar Leuth- ner, Bahnhofsarbeiter in Kürzell; Gisela Walda, Vater Wilhelm Gäßler, Landwirt in Kippenheim; Rita Elke, Vater Adolf Hermann Dürr, Landwirt in Almannsweier; Ilse Astrid, Vater Karl Roth, Femmeldemonteur in Lahr. Eheschließungen: Otto Julius Burger, Mechaniker und Elfriede Ullrich, Putzmacherin, beide in Lahr. Ernst Paul Koch, Autoschlosser, Lahr-Dinglingen, und Renee Nothacker, kaufmännische Angestellte, Lahr. Sterbefälle: Robert Roggenbuck, Landwirt, Ältdorf, 67 Jahre alt; Rolf Heinrich End, Kür- Beil, 1 Monat alt; Wilhelm Hilß, Landwirt, Kappel am Rhein; Elise Schmid geh. Erb, Oberweier, 41 Jahre alt; Helena Holler geh. Köbele, Grafenhausen, 71 Jahre alt; Dieter Klaus Sauerbaum, Bäckerlehrling, Lahr, 15 Jahre alt; Ursula Else Maria Hockenjos, Lahr, 6 Jahre alt. Von der Wiege Ws zur Bahre Die Standesbücher in Dörlinbach verzeichnen für den Monat Juni folgende Eintragungen: Geburten: Gerhard Ohnemus, Vater: J. E. Ohnemus, Schuhmachermeister; Hermann Josef Grimm, Vater: R. Grimm, Maurer. Trauungen: Wilhelm Zehnle, Landwirt, und Pauline Wölfle Witwe geh. Kürz, Schweighausen. Johannes Schoch, Kniebis und Hilda Gottwald, hier. Sterbefälle: Josef Redt, Rain, Pauline Göp- pert, Kreisstraße, und Gerhard Ohnemus. Am Sonntag, 9. Juli, kann unsere Mitbürgerin Frau Josef ine Wehrle geh. Rösch in geistiger Frische und körperlicher Rüstigkeit im Kreise der Kinder und Enkelkinder ihren 81. Geburtstag begehen. Der Jubilarin, die noch täglich ihren Haushalt verrichtet, wünschen wir von Herzen alles Gute. Im Alter von nahezu 78 Jahren verstarb Frau Franziska Krieger, Witwe. Standesamt in Kürzell Das Standesregister in Kürzell verzeichnet für den Monat Juni drei Geburten, keine Sterbe- g ille und keine Hochzeiten. — Ein hiesiger inwohner geriet beim Holzsägen mit der Hand in die Bandsäge und erlitt dabei erhebliche Schnittwunden. — Der Landwirt Franz Heitz- fnann vollendete in voller Rüstigkeit sein 32, Lebensjahre machen. Bedauerlicherweise soll es vorgekommen sein, daß einzelne Geschäftsleute die Annahme der Gutscheine verweigert haben. Es bedarf keiner Frage, daß die von der Stadt eingeleitete Aktion nur dann zum vollen Erfolg geführt werden kann, wenn die Bevölkerung geschlossen hinter ihr steht. Schnelle Steno-Stifte Zu einem schönen Erfolg kam die junge Waldkirchenin, Marianne Bruder, die sich auf Einladung des Kölner Stenografenvereins an den stenografischen Stadtmeisterschaften in Köln beteiligte. Mit 320 Silben in der Minute erhielt sie das Prädikat „hervorragend“. Flüchtlinge treffen sich Für die Heimatvertriebenen in Waldkirch findet heute, 20 Uhr, im Gasthaus „Zur Sonne“ eine Versammlung statt. Kollnau- Der Athletiksporverein Kollnau- Gutach veranstaltet am Sonntag ein großes Waldfest im Schulzenloch. Es werden die Vereinsmeisterschaften der Schüler, Jugend und Aktiven im Ringen und Stemmen ausgetragen. Beginn um 10 Uhr. Nachmittags wird die Musikkapelle mitwirken. Ebenso findet eine Kinderbelustigung statt. — Heute, Samstag, hält der Turnverein Kollnau-Gutach im Vereinsheim zum „Adler“ .eine wichtige Versammlung ab. Alle Mitglieder und Turnfreunde sind herzlich eingeladen. — Die Mitglieder des Radfahrvereins „Solidarität“ treffen sich heute, 20.30 Uhr, in der „Gambrinushalle“ zur Monatsversammlung. — Am 14. Juli feierte Frau Fridolina Burger, Rathausplatz, ihren 84. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch! . Oberwinden. Zahlreiche Besucher waren zum 70jährigen Stiftungsfest des Musikvereins erschienen, an dem 16 auswärtige Musikkapellen teilnahmen. Eine Reihe langjähriger aktiver Mitglieder wurde geehrt; an der Spitze Dirigent Anton Kapp, der sich um die Ausgestaltung des Festes sehr verdient machte. Mit einer Ehrennadel wurde auch Vorstand Wilhelm Be- cherer ausgezeichnet. Als Höhepunkt der musikalischen Darbietungen darf das Zusammenspiel aller anwesenden Kapellen unter Leitung des Komponisten E. Dörle, Freiburg, gelten. Der schöne Erfolg, den der Jubelverein mit diesem Fest hatte, wird Ansporn sein zu weiterer Arbeit und Pflege der Musik. Auf Spatzenjagd Nach Anordnung des Landratsamtes sollen die Sperlinge bekämpft werden. Die Tutsch- felder Volksschule unter Leitung von Hauptlehrer Karl Götz hat mit einem sehr guten Ergebnis aufzuwarten. Bisher wurden etwa 600 Bruteier und Jungspatzen vernichtet. Broggingen. An der freiwilligen Abschlußprüfung der Volksschule in Herbolzheim hatten, fünf Schüler (drei Mädchen und zwei Knaben) mit gutem Erfolg teilgenommen. Ottoschwanden. Noch lange wird den Schülern der Oberklasse der vorderen Schule der Ausflug an den Bodensee in Erinnerung bleiben. Die landschaftlichen Schönheiten, dieses Gebietes und seine geschichtliche Vergangenheit hinterließen einen nachhaltigen Eindrude. — Die Anmeldung der ABC-Schützen für das neue Schuljahr (Kinder die zwischen dem 1. Oktober 1943 und dem 30. September 1944 geboren sind) findet am ersten Schultag nach den Ernteferien statt. Herbolzheim. Die Innenausbauarbeiten am Erweiterungsbau des Städtischen Krankenhauses schreiten tüchtig voran. Zur Zeit ist die Firma Eduard Reichel mit den Gipserarbeiteu beschäftigt. Eine erforderlich gewordene Trafostation wird die Firma Schaudt im Auftrag der Überlandzentrale erstellen. Die Montagearbeiten für den Personen- und Speiseaufzug sind einer Spezialfabrik in Karlsruhe übertragen worden und sollen bereits in dieser Woche in Angriff genommen werden. Die Stadtverwaltung wird sich mit allen Kräften dafür ein- setzen, daß sämtliche Arbeiten bis etwa Oktober ihren Abschluß finden. Stadt und Landkreis Lahr Lahrer Haushaltsplan genehmigt SPD erklärt sieb zur Mitarbeit bereit. — D ebatte um Stellenplan und Schwimmbad Nach mehrstündiger Beratung wurden in der seit Anfang Mai ersten öffentlichen Stadtratssitzung Haushaltsplan und Haushaltssatzung für das Rechnungsjahr 1950/51 einstimmig genehmigt. Der ordentliche Haushalt ist in den Einnahmen und Ausgaben mit 3 503 356 DM, der außerordentliche Haushaltsplan mit 792 200 DM ausgeglichen. Der Gesamtbedarf an Darlehen zur Bestreitung von Ausgaben des außerordentlichen Haushaltsplanes beträgt 637000 DM. Vor Eintritt in die Etatberatung brachte Stadtrat Dietsche seinen Wunsch zum Ausdruck, möglichst alle für die Allgemeinheit wichtigen Angelegenheiten in öffentlicher Sitzung zu behandeln anstatt im Halbdunkel der Nichtöffentlichkeit. Zum Haushaltsplan selbst erklärte Oberbürgermeister Dr. Waeldin, daß es in diesem Jahre sehr schwierig gewesen sei, das Budget auszugleichen. Nur durch Verwendung von Überschüssen aus früheren Jahren sei der Ausgleich zustandegekommen. Doch Jetzt werde der Haushalt mit 100 000 DM an Zinsen und Tilgung von Darlehen belastet. Das Primat habe jetzt und in den folgenden Jahren der Wohnungsbau, das Gas- und Wasserwerk und die Fertigstellung der Zuchtviehmarktanlage. Zum Stellenplan erklärte der Oberbürgermeister, daß dieser unabhängig vom Haushaltsplan zu einem späteren Zeitpunkt beraten werden solle. Trotzdem entspann sich darum eine Debatte, denn es war den Stadträten vor der Sitzung ein Stellenplan vorgelegt worden, auf dem vermerkt war, daß die Stelle des ersten Beigeordneten „zur Zelt durch den Stadtrechtsrat besetzt“ sei. Dies habe wie ein rotes Tuch gewirkt, sagte ein Stadtrat, der die Ansicht vertrat, daß die Besetzung dieser Stelle eine politische Angelegenheit sei, während der Oberbürgermeister sich auf den Standpunkt stellte, er brauche zu seiner Entlastung eine in der Verwaltungstechnik versierte und rechtskundige Persönlichkeit. Auf Antrag von stadtrat Hirschmann (SPD) wurden die Beträge für Lehr- und Lernmittel um 2000, für Jugendbildung um 650 DM erhöht. Bel der Debatte um das Schwimmbad beantragte Stadtrat Hirschmann 5000 DM als Rücklage einzusetzen, doch ging der Oberbürgermeister hierauf nicht ein, sondern versprach, im nächsten Jahre einen größeren Betrag für diesen Zweck vorzusehen. Auch Stadtrat Delfosse (SPD) wies auf die Dringlichkeit eines neuen Schwimmbades hin. Es wurde zugesagt, die bereits aus der Zeit vor dem Kriege ausgearbeiteten Pläne dem Stadtrat vorzulegen. Vor der Abstimmung erklärte Stadtrat Zapp (SPD) namens seiner Fraktion: Er hoffe, daß der Oberbürgermeister sich auch als Landtagsabgeordneter für das Eigenleben der Gemeinden einsetzen werde. Verwaltungsmäßiges Eigenleben genüge jedoch nicht, man müsse auch zu einem Zusammenleben, mit der Bevölkerung kommen. Für die Zukunft sei es wichtig, neue Industrien heranzuziehen. Seine Fraktion stimme dem Haushaltsplan zu unter der Voraussetzung, daß der Stellenplan nicht damit verkuppelt werde. Für die CDU erklärte Stadtrat Dietsche die Zustimmung zum Haushaltsplan und sprach den Wunsch aus, daß im kommenden Jahre der Voranschlag rechtzeitig vorliege. Hinweis der Stadtverwaltung Die Stadtverwaltung Lahr weist heute in einer öffentlichen Bekanntmachung darauf hin, daß in letzter Zelt wiederholt festgestellt werden mußte, daß eingetragene und nicht eingetragene Wohnungssuchende ohne Genehmigung des Wohnungsamtes freiwerdende Wohnräume besichtigen. Schon allein das Bekanntwerden, daß eine Wohnung frei wird, führt dazu, daß Wohnungssuchende bei dem Hauseigentümer oder Verwalter vorsprechen, um diesen zu einer Zusage zum Bezug der Wohnung zu überreden. Alle Hausbesitzer, Verwalter und Wohnungsinhaber werden deshalb darauf aufmerksam gemacht, daß eine Besichtigung freier oder freiwerdender Wohnräume nur den Personen gestattet ist, die im Besitz eines auf diese Wohnung lautenden Ausweises des Wohnungsamtes sind. Anderen Personen ist der Zutritt zu der Wohnung zu untersagen. Gleichzeitig weist die Stadtverwaltung als Wohnungsbehörde darauf hin, daß alle Hauseigentümer, Verwalter usw. freie oder freiwerdende Wohnräume unverzüglich dem städtischen Wohnungsamt unter Angabe der Zahl der Wohnräume und ihres Flächeninhalts anzuzeigen haben. In 400 Fällen wurde erste Hilfe geleistet Generalversammlung Aes Roten Kreuzes In der Generalversammlung des Kreisvereins Lahr des Roten Kreuzes teilte Medizinalrat Dr. Fleig zu Beginn mit, daß der bisherige Vorsitzende Max Waeldin aus Gesundheitsrücksichten zurückgetreten sei. Mit einem Schreiben des engeren Vorstandes sei ihm der Dank für die geleistete Arbeit ausgesprochen worden. Geschäftsführer Schwab erstattete sodann den Jahresbericht, dem zu entnehmhen war, daß die Kinderverschickung und die Flüchtlingsbetreuung im Vordergrund der Arbeit standen. Für die Erholung von 94 bedürftigen Kindern im Hochschwarzwald seien 15 000 DM aufgewendet worden. Mehr als 300 Flüchtlingsfamilien habe das Rote Kreuz geholfen, 45 Rußlandheimkehrer seien im Januar vorn Kreisverein in Erholungsheimen betreut worden. Die Sanitätskolonne hatte bei 50 Veranstaltungen in 400 Fällen erste Hilfe geleistet. Von d er weiblichen Bereitschaft seien in der Schulspeisung, die im Dezember 1949 3000 Teilnehmer zählte, täglich rund 1500 Liter Essen ausgegeben worden. Da die Stadt ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen sei, habe man im Mai 1950 die Schulspeisung einstellen müssen. Von der Volksküche wurden täglich etwa 80 Mittag- und 40 Abendessen ausgegeben. In der Durch- Gedächtnisausstellung für Lahrer Künstler Im „Lahrer Haus“ wurde dieser Tage durch Oberbürgermeister Dr. Waeldin eine Gedächtnisausstellung für Walter Fischer und Heinrich Ihrig eröffnet. Walter Fischer, 1906 in Freiburg geboren, ging bei dem Lahrer Bildhauer Zschunke in die Lehre und besuchte anschließend die Akademien von Düsseldorf, Karlsruhe und München. Er lebte seit 1930 als frei schaffender Künstler in Lahr, wurde 1939 zur Wehrmacht eingezogen und ist seit Dezember 1944 in Lettland vermißt. Heinrich Ihrig wurde 1905 in Lahr geboren, machte seine Lehrzeit bei Wilhelm Wickerts- heimer durch, ging dann auf die Akademien von Karlsruhe und München, war Malergeselle in Zürich und wurde 1931 Schüler Wiecherts und Max Beckmanns in Frankfurt. Am 19. Februar 1945 ist er in Münzingen bei Saarburg gefallen. Die Gedächtnisausstellung vermittelt einen guten Eindruck vom Werdegang der beiden Künstler als Maler, Zeichner und Plastiker. Nicht nur ihr Leben, auch ihre Werke haben viel Gemeinsames, es fällt oft schwer, sie auseinanderzuhalten. Ihrig ist der impulsivere, kraftvollere, Fischer ist, besonders in den frühen Arbeiten, schwermütig und vergrübe!! Charakteristisch für Ihrig« Schaffen sind außer seinem Selbstbildnis das Blumenstilleben „Calla“ und viele seiner Zeichnungen, während Ihrig sein Bestes'in den Landschaftsbildern und im Porträt seiner Großmutter gab. Die „Kameradschaft bildender Künstler“ hat sich mit dieser von ihr veranstalteten Gedächtnisausstellung ein bleibendes Verdienst erworben. Volkskonzerte im Stadtpark Wenn die drückende Hitze und die Schwüle der ietzten Tage kein frohes und angenehmes Wandern erlaubte, so erfreuen uns doch die kühlen Abende, im herrlichen Lahrer Stadtpark, besonders unter den Klängen eines Orchesters oder Chores. So lauschte man den frohen Liedern des MGV „Liederkranz von 1838“ am Donnerstagabend den orchestralen Kläng- gen unserer Stadtkapelle. Weiter unterhielten der Handharmonikaverein unter Leitung seines Dirigenten Herzog wie der Verein für Volksmusik unter der Direktion von Albert Schmldlin. Es herrschte wiederum ein sauberes Musizieren. Ein aus Geigen, Gitarren, Mandolinen und Akkordeons bestehendes Ea« i semble spielte die bekannten Melodien aus „Diebische Elster“, „Lustige Witwe“, Straußschen Walzern und dergleichen. Der reiche Beifall der zahlreichen Zuhörer galt nicht minder auch dem Handharmonikaverein und dessen Jugendgruppe, die mit Märchen, Walzern, Potpourris aus alter und neuer Zeit aufwarteten. Und wer gar noch bei diesen zarten Klängen die Schönheit der prächtigen Blumenbeete, die reiche Vielgestaltigkeit der Kakteenanlage bewunderte, wurde wiederum von der Schönheit des Parks beglückt, dessen Reiz vielleicht ein reicher Lampionschmuck dieser Serenadenmusik einen noch größeren Zauber verliehen hätte! —n. Kirchenmusik in der Stiftskirche Kirchenmusikdirektor W. Drwenskl und seine Gattin gaben in der Stiftskirche ein ausgezeichnetes Konzert, das sich ebenbürtig an die Seite der „Geistlichen Abendmusiken“ stellen darf. Zur feierlichen Ausgestaltung wie zur abwechslungsreicheren Gestaltung hatte unsere beliebte einheimische Geigerin Frau Hedi Müllerleile beigetragen. Eingangs ertönte das Orgelkonzert in C-dur von A. Vlvaldi in der thematischen Bearbeitung von J. S. Bach. Die virtuose Beherrschung der Königin der Instrumente durch den ehemals an der Kaiser-Wllhelm-Gedächtniskirche zu Berlin wirkenden Organisten hinterließ einen so gewaltigen, tiefen Eindruck, daß die zahlreichen Besucher Immer mehr erneut von der gewaltigen Tonsprache J. S. Bachs ergriffen wurden. Anschließend sang mit sonorem, tiefem, wundervoll klingendem Alt ■eine Gattin eine Arle aus dem „Messias" von Händel. Ein dem Charakter der Stimmung angepaßtes „Präludium“ aus der Sonate ln d-moll von A. Vlvaldi, gespielt von Frau Müllerlei-Caroli, leitete über zu zwei herrlichen Choralvorspielen „Allein, Gott in der Höh sei Ehr’“ und „Nun freut Euch, liebe Christengmein“ von J. S. Bach. Das nachfolgende Duett „Wir eilen mit schwachen, doch emsigen Schritten“ . . . aus der Bachkantate Nr. 76, gesungen von Frau L. Hartwich (Alt) und Frau Keßler (Sopran), vermittelte in den zahlreichen Terzenkoloraturen ein Bild inniger Beschaulichkeit. Mächtig brauste die Choralfantasie von Max Reger „Ein feste Burg ist unser Gott“ durch den weiten Kirchenraum, die ln der meisterlichen Auffassung sowohl wie ln der Wiedergabe von dem tiefen Ernst des Interpreten zeugte. Zwei Sonatensätze „Adagio“ von Händel und “Arie“ aus der Suite a-moll von Reger für Violine und Orgel erhöhten die feierliche Stimmung, wodurch der weittragende Ton einer wundervoll klingenden Geige die Zuhörer im Innersten erfaßte. Im zweiten Teil gab uns Kirchenmusikdirektor Drwenskl Einblick ln sein kompositorisches Schaffen. Nach dem Choralvorspiel „Herr, ich habe mißgehan- delt“ hörte man eine „Arle“ für Alt aus seiner Evan- gelien-Passlon „Also hat Gott die Welt gellebet“, worauf eine weltausladende Choralfantasie über „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ diese abendliche Feierstunde zom ergreifenden Erlebnis werden ließ! _ _ * .. <-«i Wandererherberge habe man etwa 1200 Per* sonen aufgenommen. Der Kassenbericht ergab* daß den Einnahmen von rund 38 000 DM Ausgaben in Höhe von 33 000 DM gegenüberstehen. Mit dem Dank an alle freiwilligen Helferinnen und Helfer schloß Geschäftsführer Schwab seinen Jahresbericht. Zur Neu* wähl des ersten Vorsitzenden wurde beschlossen, Medizinalrat Dr. Fleig zu beauftragen* solange dessen Geschäfte wahrzunehmen, bis sich eine geeignete Persönlichkeit gefunden hat. An Stelle des bisherigen Schatzmeisters Direktor Schneller wird Bankrat Vögeding dieses Amt übernehmen. Eine Bitte der Stadtbibliothek Lahr Zuweilen stellt man fest, daß sich noch auf Speichern, in Kisten und Kasten Bücher befinden, für die man keine Verwendung mehr hat. Es ist vielleicht nicht immer richtig, sie gleich als Altpapier abzustoßen. Sicher wäre es möglich, das eine oder andere dieser Bücher doch noch einem weiteren Leserkreis zuzuführen, und sie in die Stadtbibliothek Lahr (im „Pflug“), zur Durchsicht zu bringen. Besonderes Interesse besteht an älteren illustrierten Zeitschriften, da die Bibliothek zur Zeit gerade eine Zeitschriftenabteilung einrichtet, in der diese Aufnahme finden könnten. Dasselbe gilt auch für gutes Volksschrifttum, das ständig viel verlangt wird, für Reisebeschreibungen, Biographien, Heimatzeitschriften. Bei guterhaltenen Büchern kann im Einzelfalle auch eine angemessene Vergütung erfolgen. » Ereignisse in Mahlberg Der Gesangverein Mahlberg erhielt beim Ehrensingen in Kenzingen eine goldene Medaille und ein Diplom zuerkannt, ein neue* Beweis seiner Leistungsfähigkeit. Die katholische Pfarrgemeinde ehrte den aus Amerika auf Besuch weilenden Pater Prof. Dr, Alkuim mit einem feierlichen Empfang im Gasthaus zu* „Sonne“. Pater Alkuim ist zur Zeit bei seiner Mutter und seinen Geschwistern, der Familitf Gustav Weiswurm. Der Gesangverein und der Cäcilienverein brachten geeignete Lieder zu Gehör. Der Gast selbst sprach über seine Eindrücke in den Ländern jenseits des Meeres. Der Abend verlief in froher Weise. Die Belegschaft der Firma Walter Beyer, Zigarrenfabriken, hatte ihren Kameradschafts«* abend, an dem Bürgermeister Bürkle zu den Arbeitern sprach. Werkmeister Ilg und Betriebskontrolleur Höflin dankten der Belegschaft für ihre treue Mitarbeit. In froher Geselligkeit verlief der Abend mit Humor und Tanz. Kirchenmusikdirektor Drwenski und Frau au* Berlin veranstalteten in der evangelischen Pfarrkirche ein Orgelkonzert, das guten Anklang fand. Aufnahme in die Schule 1950. Es kommen vierzehn Kinder, sieben Knaben und sieben Mädchen, zur Aufnahme. Die Gewerkschaft öffentliche Dienste, Tran§* Port und Verkehr macht alle vertriebenes Eisenbahner, die Mitglieder der PensionskassJ Deutscher Privateisenbahnen waren und and 20. Juni 1948 ihren Wohnsitz im Bundesgebiet hatten, seit Kriegsende aber noch keine Ver# bindung mit der Kasse aufgenommen haben, darauf aufmerksam, daß sie spätestens bis zum 31. Dezember 1951 ihre Ansprüche bei de? Hauptverwaltung der Pensionskasse in Köln, am Welderibach 12—14, anmelden müssen. Seite , j — Nummer 84 Samstag 15 . Juli 1950 Baslßotk Danksagung Es ist uns unmöglich, einzeln für die liebevolle Anteilnahme zu danken, die uns in so reichem Maße von nah und lern beim Hinscfaeiden unseres lieben, unvergeßlichen Vaters, Schwiegervaters, Großvaters, Bruders, Onkels und Schwagers Bernhard Regenhardt Oberwachtmeister U W. zuteil wurde. Wir danken besonders den Schwestern des städt. Krankenhauses Lörrach sowie den Schwestern von Brömbach, die ihn während seiner schweren Krankheit gepflegt haben. Herzlichen Dank Herrn Pfarrer Schnell für seine trostreichen Worte am Grabe, der Abordnung der Gendarmerie und Gendarmerie-Inspektor Gräßlin, den alten Kameraden aus seinem ehemaligen Postenkreis, der Druckerei und Appretur Brombach und allen, die ihm das letzte Geleit gaben. Besonderen Dank auch für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden. Brombach, den iS. Juli 1950 Die Trauerfamille: Rosa Regenhardt Witwe Familie Friedrich Regenhardt und Anni Regenhardt. F * 7 ± lrhZ L *1 Öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Steuererklärungen für die Zeit vom 21. Juni 1948 bis 31. Dezember 1948 und für das Kalenderjahr 1949 Die Erklärungen für die Einkommensteuer einschließlich der einheitlichen Feststellung von Einkünften, Körperschaft- Steuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer für die Zeit vom 21. Juni 1948 bis 31. Dezember 1948 und für das Kalenderjahr 1949 sind in der Zeit vom 15. Juli bis 15. August 1950 bei den Finanzämtern abzugeben, steuerpflichtige, die Gewinne aus abweichenden Wirtschaftsjahren bezogen haben, die nach dem 31. Mai 19S0 geendet haben, haben die Erklärungen spätestens am 10. des dritten Monats nach Ablauf des Wirtschaftsjahres einzureichen. A. Einkommensteuererklärungen haben abzugeben: 1. Unbeschränkt Steuerpflichtige, a) wenn ihr Einkommen in der Zeit vom 21. Juni 1948 bis 31. Dezember 1948 oder im Kalenderjahr 1949 mehr als 600 DM betragen hat und darin weder lohnsteuerpflichtige Einkünfte noch Einkünfte aus einem nichtbuchführenden land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb enthalten sind, b) wenn ihr Einkommen in der Zeit vom 21. Juni 1948 bis 31. Dezember 1948 oder Im Kalenderjahr 1949 ganz oder teilweise aus lohnsteuerpflichtigen Einkünften bestanden hat und entweder aa) das Einkommen in der Zeit vom 21. Juni 1948 bis 31. Dezember 1948 12 000 DM oder mehr betragen hat oder im Kalenderjahr 1949 24 ooo DM oder mehr betragen hat, oder bb) die Einkünfte, von denen der Steuerbetrag vom Arbeitslohn nicht vorgenommen worden ist, in der Zeit vom 21. Juni 1948 bis 31. Dezember 1948 oder im Kalenderjahr 1949 mehr als 600 DM betragen haben, O wenn Ihr Einkommen ln der Zeit vom 21. Juni 1948 bis 31. Dezember 1948 oder im Kalenderjahr 1948 ganz oder teilweise aus Einkünften aus einem nichtbuchführenden land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb bestanden hat und die anderen Einkünfte in der Zeit vom 21. Juni 1948 bis 31. Dezember 1948 oder im Kalenderjahr 1949 mehr als 800 DM betragen haben, d) wenn sie Einkünfte aus mehreren Dienstverhältnissen bezogen haben, die dem Steuerabzug vom Arbeitslohn unterliegen und der Gesamtbetrag dieser Einkünfte in der Zeit vom 21. Juni 1948 bis 31. Dezember 1948 1800 DM überstiegen hat, im Kalenderjahr 1949 3600 DM überstiegen bat. 3, Beschränkt Steuerpflichtige über die inländischen Einkünfte in der Zeit vom 21. Juni 1948 bis 31. Dezember 1948 und im Kalenderjahr 1949. B. Körperschaftsteuererklärungen haben abzugeben: 1. Unbeschränkt Steuerpflichtige (Kapitalgesellschaften, Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften, Versicherungsvereine a. G., sonstige juristische Personen des privaten Rechts, nichtrechtsfähige Vereine, Anstalten, Stiftungen und andere Zweckvermögen, Betriebe gewerblicher Art von Körperschaften des öffentlichen Rechts), soweit sie nicht nach § 4 KStG voll steuerfrei sind, über ihr Einkommen in der Zeit vom 31. Juni 1948 Ms 31. Dezember 1948 und im Kalenderjahr 1949. 2. Beschränkt Steuerpflichtige (Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen, die weder ihre Geschäftsleitung noch ihren Sitz im Inland haben) über ihre inländischen Einkünfte in der Zeit vom 21. Juni 1948 bis 31. Dezember 1948 und im Kalenderjahr 1949. C. Gewerbesteuererklärungen haben abzugeben: 1. alle gewerbesteuerpflichtigen Unternehmen, deren Gewerbeertrag im Wirtschaftsjahr den Betrag von 4000 DM oder deren Gewerbekapital an dem maßgebenden Feststellungszeitpunkt den Betrag von 20000 DM überstiegen hat; 2. Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien, Gesellschaften mit beschränkter Haftung, .bergrechtliche Gewerkschaften); 3 Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaftot und Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit; Sonstige juristische Personen des privaten Rechts und nichtrechtsfähige Vereine haben eine Gewerbesteuererklärung nur abzugeben, soweit sie einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb (ausgenommen Land- und Forstwirtchaft) unterhalten, der über den Rahmen einer Vermögensverwaltung hinausgeht; 4 ohne Rücksicht auf die Höhe des Gewerbeertrags oder die Höhe des Gewerbekapitals alle gewerbesteuerpflichtigen Unternehmen, bei denen der Gewinn auf Grund eines Buchabschlusses zu ermitteln ist oder ermittelt wird. D. Eine Umsatzsteuererklärung ist von allen Unternehmern abzugeben, deren Gesamtumsatz (steuerpflichtiger und steuerfreier Umsatz) in der Zeit vom 31. Juni 1948 bis 31. Dezember 1948 mehr als 400 DM oder im Kalenderjahr 1949 mehr als 900 DM betragen hat. Land- und Forstwirte, deren Gesamtumsätze nach Richtsätzen ermittelt werden, und Straßenhändler, die ein besonderes Straßensteuerheft führen, brauchen eine Umsatzsteuererklärung nur abzugeben, wenn sie vom Finanzamt dazu aufgefordert werden. E. Eine Steuererklärung hat außerdem abzugeben, Wer vom Finanzamt dazu besonders aufgefordert wird. Die Zusendung eines Steuererklärungs-Vordrucks gilt als besondere Aufforderung. Für die Steuererklärungen sind die amtlichen Vordrucke zu verwenden. Diese sind bei den Finanzämtern erhältlich. Wer später erkennt, dafl eine abgegebene Erklärung unrichtig oder unvollständig ist, hat dies dem Finanzamt unverzüglich anzuzeigen. Freiburg i. Br., den 12. Juli 1950 ObeTflnanzpräsidtum Baden, Freiburg I. Br. Offene tteltew Einstellungen üb. zuständ.Arbeitsamt Älterer landwirtsehaftl. Arbeiter, im Alter von 45 bis 60 Jahren, in mittlere Landwirtschaft v. 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Im Verlaufe der Tagung werden neben den schon erwähnten größeren Expeditionen die Geburtsstätte Linnes und sein Naturschutzpark in Hammarby in Alt-Upsala besucht. aller Maßnahmen nicht Herr werden. Die Menschen verschwinden einfach, und da dies fast alltäglich passiert, erregt es gar kein großes Aufsehen mehr. Der jüngste Fall war der, der „Gräfin“ Magda d"d kommen, dunklen Sagen der griechischen Mythologie, dunkeln Kanälen m die europäische Wirt- Werden reichlich Gelegenheit haben, die inter- Die Geschichtsforscher bekennen sich zu der schaft zu sickern. nationalen Probleme der Vogelkunde, des Vogelfluges und der Vogelwarten zu besprechen. Auf den geplanten Expeditionen werden den Ornithologen die seltensten Vögel Europas in der freien Wildbahn gezeigt werden. So die Ural-Eule, die grauen Kraniche, der Treffpunkt internationalen Reichtums Monaco, eine köstliche Perle der Riviera — Die elegantesten Lüden Europas Steppenbussard und viele ungezählte andere Fürst Rainer III. von Monaco hat finan- aneinander. Hinter den spiegelnden Scheiben Arten gefiederter Seltenheiten, die im Laufe zielle Sorgen, denn sein 1,5 qkm großes Länd- häufen sich die Luxusgüter eines hochkulti- der Jahrhunderte immer weiter von der fort- chen ist zwar eines der schönsten der Welt, vierten Kontinents und warten darauf, ge- schreitenden Zivilisation Europas zurückge- doch es lebte bisher und mit ihm seine 25 000 pflegte Frauen aus aller Welt zu schmücken, drängt wurden. Einwohner ein sorgenfreies Dasein von den die sich auch heute noch in Monaco ein Stellgrößen Versuchung für die Geschäftemacher Einkünften der Spielkasinos. Für lange Jahr- dichein geben. Neues Radarsystem für England scher Vertretungen und Konsulate. Die internationale Zone mit ihrem Freihafen, der Einwohner ein sorgenfreies Dasein von den aus aller Welt, wird von einer Kontrollkom- zehnte war das Kasino von Monte Carlo Treffpunkt internationalen, märchenhaften Die Fülle des Schönen zu beschreiben, würde Bände erfordern. Nicht vergessen aber Nach mehrmonatigem Versuchen wurde ein neues Radarsystem auf den britischen Inseln mission aus acht Nationen regiert. Der Bür _- - , ... , . __ _ gemieteter ist ein holländischer Diplomat, der Reichtums. Doch die Leute, die hier in einer darf emer der sensationellsten Anziehungs- girf nhailt ^ Zukunft ist es möglich, von Len Polizeichef ein Oberst der belgischen Armee. Nacht der Bank Millionen ließen, sind immer werden ’ ^ d on aus bereits in einer Entfernung von 200 Man unterscheidet drei Schichten der Bevöl- seltener geworden. Die prunkenden Sale sind S heutiee^FüretS war nicht nur Kilometer Flugzeuge sicher zu den Flughäfen kerung: gewerbsmäßige Schmuggler, Gele- ™ welenShmden des Tages vereinsamt und Er des heutigen Füretmwar mdit nur ^ geleit«. die Spieltische nur von einigen der typischen emer der reidisten Herrscher Europas, gon- •_ genheitsschmuggler und die große Masse der Eingeborenen, die sieh ihr kärgliches Brot „Systemspieler“ besetzt. Wer jedoch nicht nur um der Spielleidendem auch ein begeisterter Seefahrer und Sportler. Er kreuzte in seiner Luxusjacht auf zu können. Das Ozeanum und seine Untersauer aber ehrlich verdient. Die große Lok- ^Ulen dieses kostbare Kleinod der 31101 sieben Meeren der Welt und sammelte haltung verschlingen riesige Summen. Früher kung und der Kemnunkt dieses Schmu crcclet*— . . .. . . .. ..... Hnhpi uitonctan i?.. „v.. n . „u ...j ...» .ca.. kung und der Kernpunkt dieses Schmuggler Paradieses ist der Freihafen. Alle nur erdenk liehen Güte können hier verfrachtet oder gestapelt werden: Zigaretten, Gold, Juwelen Banknoten, kostbare Seidenstoffe aller Art, Rauschgifte und Medikamente sind die Ladungen der den Hafen anlaufenden Schiffe. Durch diesen Hauptkanal strömen die Waren wol \ te auch in Monaco etwa drei unverzollt zu den Verteilungsplätzen der Wochen bleiben. Aus diesen drei Wochen wur- Schmugglerorganisation auf den europäischen den Jahrzehnte. Man siedelte sich, wie Kontinent. Aber auch Menschen sind eine be- so ^le Ausländer, inmitten der tropischen gehrte Ware. In Tanger braucht man kein Garten an, von dene» der Blick weit über das Visum um die Stadt zu betreten oder zu ver- Meer geht und einen großen Teil der Cote lassen. Daher ist sie das Eldorado der Deser- d'Azure umfaßt. Die seltensten Blüten aus dabei die seltensten Fische der Ozeane. Mit wurden sie aus den reichen Einkünften des riesigen Kosten legte er ein überdimensionales Kasinos bestritten. Heute' ist man in der „Re- a-..—— _ ___Aquarium an, in dem er das erbeutete .Getier, gierung“ des Fürstentums bemüht, andere schaft verleben. In~Monac ToV,„„„ 'Tötiairou Marinekorps in Empfang nahmen. Das zweite Mit einem unwahrscheinlichen Glück gelang Torpedo kehrte bei diesem ersten Angriff es den Besatzungen der menschlichen Torpe- ebenfalls unverrichteter Dinge zur Olterra zu- dos, ihre Ziele anzusteuern und die tödlichen rück. Auch das dritte, auf dem sich Visintini Ladungen zur Explosion zu bringen. Ein» befand, wurde ein Opfer der Wasserminen. Meeresbucht, die von Freund und Feind für Italien hatte fünf wertvolle Spezialisten ver- die sicherste und am besten geschützte der logischen Gärten in aller Welt und hatte bis loren und nichts erreicht Es wurde Mai 1943, Welt gehalten wurde, war zum Schlachtfeld kurz vor seinem Tode selbst mehrere Tier- bis ein neuer Angriff vorbereitet werden geworden, ein alter Tanker wurde zu ' konnte. Diesmal hatte man e» aufgegeben, den Beherrscher. &M Samstag, 15. Juli 1950 Nummer 84 — Seite _ _ 25tsT3off Länderspiel Deutschland — Schweiz? Fußball-Probleme ... auch im Sommer BC Augsburg ein Freundschaftsspiel mit Beter Stern Belgrad für 12. August, für den 13. August Ist ein Spiel der Jugoslawen gegen 1860 München vorgesehen. Phönix Ludwigshafen erwartet am 5. August den VfB Neunkirchen und am 12. August den österreichischen Meister Austria Wien. Gedanken um unsere Amateure, die sw rite Liga und rin Linderspiel-Projekt Frühjahr dieses Jahres der Plan wieder fallen geladen wurde, die deutschen Amateure um einen Meistertitel spielen zu lassen, war die Meinung darüber geteilt. Dieser Amateurwettbewerb sollte kein Abklatsch der besten deutschen (Vertragsspieler-) Vereine sein. Hierbei hätten zweifellos die Talente gefunden werden können, die der Amateursport als ? uell £jH r a , llen Spitzensport darstellt. Wenn jetzt der DFB einen Länderwettbewerb für Amateure (neben den Bundespokalspielen) einführte, so darf man diesen Plan nur gutheißen. Hier wird sicherlich noch in stärkerem Maße eine Siebung der Talente vorgenommen, als dies in Vereinsspielen möglich ist. Es wird Aufgabe der Landesverbandstrainer sein, hier sorgfältig Vorarbeiten zu leisten für die Talentensuche des Bundestrainers Herberger. Die Schaffung einer starken Landesauswahl von Amateuren ist im Hinblick auf kommende internationale Kräftevergleiche ebenso wichtig und reizvoll wie die Bildung einer Nationalmannschaft der Vertragsspieler. Es ist nur bedauerlich, daß in den Länderwettbewerben die Teilnahme der Mannschaften der Ostzone sich nicht ermöglichen ließ. Der erste gesamtdeutsche Spielverkehr im letzten Bundespokalwettbewerb war leider nur ein hoffnungsvoller Beginn. * werden kann, ist klar, denn von den mehr als 70 Landesligavereinen will sich keiner zurücksetzen lassen. So ist auch die neueste „Mannheimer Resolution" zu verstehen. Die vorgebrachten Argumente des großen finanziellen Risikos sind nicht von der Hand zu weisen. Ein Überschlag hat ergeben, daß beispielsweise die Konstanter rund 13 000 Kilometer zurücklegen müssen, um den Spielplan wie vorgesehen einzuhalten. Von den in Aussicht genommenen Mannschaften machten beim SFV jedoch nur Konstanz und Tübingen Bedenken geltend, ohne einen Verzieht auf Teilnahme in Rechnung zu stellen. In zuständigen Stellen des SFV ist man der Meinung, daß durch eine möglichst große Runde mit Beschäftigung der Mannschaften über die ganze Saison die finanzielle Grundlage gegeben wird, um die 2. Liga tragfähig zu machen. Die Zukunft wird zeigen, daß sich diese zweite Liga ebenso bewährt wie die Oberliga Süd, die durch ihre gestraffte Auslese an der Spitze aller Ligen in Deutschland steht. Hinter dieser ersten süddeutschen Liga muß eine zweite Liga stehen, die leistungsmäßig einigermaßen Schritt halten kann. * Für die neue Spielzeit ist mit dem Start bekannter ausländischer Mannschaften zu rechnen. So meldet der Es lohnt sich Fußball zu spielen Der brasilianische Fußballverband vergütet den an der Weltmeisterschafts-Endrunde beteiligten brasilianischen Spielern eine Prämie im Werte von 2000 DM. Falls Brasilien den Weltmeistertitel erringt, erhält jeder Spieler zusätzlich einen Geldbetrag im Werte von 4800 DM. Weitere finanzielle Zuwendungen hat die Stadt Rio de Janeiro den Spielern im Siegesfalle zuge^ichert. Jack la Motta blieb Weltmeister Der Mittelgewichts-Weltmeister Jack Lamotta (USA) verteidigte am Mittwochabend seinen Titel gegen den Italiener Tibero Mltrt erfolgreich in einem über 15 Runden gehenden Herausforderungskampf, der im Neuyorker Madison Square Garden ausgetragen wurde. Mitrl lieferte einen ausgezeichneten Kampf und war zunächst sehr schnell auf den Beinen, doch ließ er den entscheidenden harten Schlag vermissen. Von der neunten Runde an wurde der Amerikaner besser und gewann an Sicherheit, so daß sein Herausforderer zahlreiche Kopftreffer einstecken mußte. Mitri wurde dann auch langsamer in seinem Schlag und konnte den Punktsieg des alten und neuen Meisters nicht mehr gefährden. Die Nachricht der FIFA an den DFB, daß der offi zielle Länderspielverkehr mit den FIFA-Ländem vor erst noch nicht möglich ist, läßt die Frage offen, ot dar, für den 17. September vorgesehene Treffen ml der Schweiz in Stuttgart ln der ursprünglich geplanter We se stattfinden kann. Der DFB hat in der Planem, des Bundespokalwettbewerbes den Termin für Stutt gart frei gehauen. Dies läßt den Schluß zu, daß eine ment ns repräsentative Veranstaltung aufgezogene Beregnuhg einer deutschen und schweizerischen Aus. Brasilien und Uruguay Als Endspielteilnehmer um die Fußball-Weltmei- sterschgft qualifizierten sich am Donnerstag Brasilien durch einen hohen S.l-Sieg über Spanien, und Uruguay, das in Sao Paulo die schwedische Elf nach einem Halbzeitrückstand von 1:2 mit 3:2 schlug. wahlmannschaft stattfinden soll. Die Initiative für dieses .spiel wird dabei wohl von den Eidgenossen ausgehen müssen. Dabei dürfen wir hoffen, daß der Schweizer Fußball-Präsident Thommen — wie bisher schon öfters — einen Weg findet, der allen Seiten gerecht wird. * Im Süden verfolgt der SFV analog der scharfen Auslese in der Oberliga den Plan, auch die zweite Liga in einer konzentrierten Spitze zusammenzufassen. Daß dieses Kind nur mit Schmerzen geboren Fahrplan für Deutsche Leichtathletik-Meisterschaft Für die am 5. und 6. August im Stuttgarter Neckarstadion stattfindenden Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften wurde jetzt der genaue Ablauf der Wettkämpfe festgelegt. 13 von 32 Titeln werden bereits am Samstag vergeben. Die Entscheidungen sind wie folgt angesetzt: 5. August: 18.10 : 400-m-HUrden 18.15: 10-km-Bahngehen Samstag, Männer: 15.00: Marathonlauf Hochsprüng 15.10 : 200-m-Lauf 15.15: 1500-m-Lauf Dreisprung 15.25: 10 000-m-Lauf Diskuswerfen Frauen: 15.06: 200-m-Lauf 15.45: Weitsprung 16.25: 80-m-Hürden 17.15: Kugelstoßen Sonntag, Männer: 15.00: U0-m-Hürden 15.00: Stabhochsprung Kugelstoßen 15.10 : 800-m-Lauf 15.25: 100-m-Lauf 15.30 : 400-m-Lauf 15.45 : 3000-m-Hlndernis 15.50: Weitsprung Speerwerfen $. August: 16.10 : 5000-m-Lauf 16.15: Hammerwerfen 16.35 : 4X100-m 16.40 : 3X1000-m 16.50 : 4 X 400-m Frauen: 15.00: Hochsprung 15.00: Speerwerfen 15.20: 100-m-Lauf 15.25: Diskuswerfen 16.30 : 4X100-m Die notwendigen Vorkämpfe werden bereits am Samstag und Sonntagvormittag durchgeführt. Deutschland im Internationalen Tennisverband Nur Polen und Ungarn stimmten gegen Deutschlands Aufnahme Mit 110:12 Stimmen bei 32 Stimmenenthaltungen beschloß der Internationale Tennisverband (FILT) auf seiner Jahreshauptversammlung am Mittwoch in Lausanne die Wiederaufnahme Deutschlands und Japans. Nur Polen (7) und Ungarn (5 Stimmen) widersetzten sich der Aufnahme beider Länder. Während sich Australien, Neuseeland, die Philippinen und Jugoslawien der Stimme enthielten, gehörten England, die USA und Frankreich zu den Nationen, die eine Wiederaufnahme beider Nationen befürworteten. Vertreter von 47 Ländern waren auf der Sitzung anwesend, bei der auch San Marino als neues Mitglied aufgenommen wurde. Als Präsident fungiert für das neue Jahr der Australier R. H. Youdale. Die Wiederaufnahme Deutschlands und Japans in die FILT bedeutet für beide Länder, daß sie sich sofort an allen internationalen Turnieren beteiligen können und daß auch die Teilnahme am Davispokalwettbewerb 1951 sichergestellt ist. Die „Tour“ rollt Studenten im sportlichen Wettstreit Hochschul-Leichtathletikvergleichskampf ln Karlsruhe Im Karlsruher Hochschulstadion fand am Mittwoch ein Hochschul-Leiöhtathletikvergleichskampf der Universitäten Heidelberg, Tübingen und Freiburg sowie der Hochschulen Karlsruhe und Stuttgart statt. Als S eger ging die Universitätsmannschaft von Heidelberg mit 171,5 Punkten vor Karlsruhe mit 162 Punkten, Stuttgart 143 Punkten, Tübingen 121 Punkten und Freiburg mit 100,5 Punkten hervor. Wesentlichen Anteil an dem Erfolg der Heidelberger Mannschaft hatten der badische Meister über 100 und 200 Meter, Tinin, der die kurze Sprinterstrecke m der guten Zeit von 10,8 Sek. durchlief, und Mer- singer, der sich im Kugelstoßen und Diskuswerfen in die Siegerliste eintrug. Die Ergebnisse; loo m: 1. Tinin, Heidelberg, 10,8 Sek.; 2. Boger, Karlsruhe, 10,9 Sek. 400 m: 1. Dengler, Karlsruhe, 50,5 Sek.; 2. Schmitt, Stuttgart, 51,9 Sek. Kugelstoßen: l. Mersinger, Heidelberg, 13,28 m; 2. Keller, Stuttgart, 12,58 m. Hochsprung: l. Derlei, Karlsruhe, 1,70 m; 2. Ges- singer, Stuttgart, 1,65 m. 200 m: 1. Wolters, Freiburg, 22,5 Sek.; 2. Boger, Karlsruhe, 22,6 Sek. Diskuswerfen: 1. Mersinger, Heidelberg, 41,07 m; 2. Wirth, Tübingen, 37,28 m. 800 m: 1. Preschany, Karlsruhe, 1.58.8 Min.; 2. Kirch- gäßner, Heidelberg, 1.59.2 Min. Weitsprung: 1. Schäufele, Tübingen, 6,64 m; 2. Groth- kamp, Freiburg, 8,45 m. 4X100-m-Staffel: 1. Karlsruhe 44,4 Sek.; 2. Freiburg, 44,5 Sek. Speerwerfen: I. Keller, Stuttgart, 52,85 m; 2. Woll, Heidelberg, 52,40 m. 3080-m-Lauf: 1. Kamps, Stuttgart, 9.16.5 Min.; 2. Kindermann, Heidelberg, 9.25.0 Min. 4X4M-m-StaffeI: 1. Karlsruhe, 3.23.7 Min.; 2. Heidelberg, 3.32.2 Min. 650 Meldungen für die deutschen Schwerathletikmeisterschaf ten Die deutschen Schwerathletikmeisterschaften, die am Wochenende in Ludwigshafen-Friesenheim entschieden werden, haben ein ausgezeichnetes Meldeergebnis erfahren. Insgesamt werden rund 660 Wettkämpfer am Start erscheinen, davon 436 Ringer aller Klassen, 87 Rasenkraftsportler, 12 Tauziehermannschaften und 11 Rundgewichtsriegen. Aus der Ostzone haben 26 Schwerathleten gemeldet. Lörrach oder Singen? Rot-Weiß Lörrach und der FC 04 Singen bestreiten am kommenden Samstag in Lörrach einen Leichtathletikvergleichskampf, der gleichzeitig als Durchgang zur deutschen Vereinsmeisterschalt (Klasse A) gewertet wird. Am Donnerstag früh gab der bekannte amerikanische Filmschauspieler Orson weites das Startzeichen für die 116 Teilnehmer der berühmtesten Radfernfahrt der Welt, der „Tour de France“. Auf der 307 km langen ersten Etappe von Paris nach Metz war das gesamte Feld geschlossen beisammen. Erst kurz vor dem Ziel gelang es drei Fahrern einen 34-Sekunden- Vorsprung herauszufahren, wobei der Luxemburger Goldschmidt im Spurt den Etappensieg errang. Landesentscheid zum »Ersten Schritt“ In Brombach findet am Sonntag der Landesentscheid zum „Ersten Schritt“ der Nachwuchs-Radrennfahrer statt. Teilnahmeberechtigt sind die drei ersten Sieger der Bezirksentscheidungen. Start um 9 Uhr in der Schloßstraße. Die Fahrer sind in zwei Altersklassen (14—16 Jahre und 16—18 Jahre) eingeteilt. Die Jüngeren fahren die Strecke Brombach—Marnbach—Brombach (44 km) und die Alteren Brombach—Schönau— Brombach (60 km). Teilnehmer auf Tourenrädern erhalten entsprechende Vorgabe. Das Ziel ist wieder in der Schloßstraße in Brombach. Mit der Ankunft der Fahrer ist gegen 10.45 Uhr zu rechnen. Die Siegerehrung findet um 13 Uhr im Gasthaus zum Adler statt. Die drei ersten Sieger sind berechtigt, auf Kosten des Verbandes im September am Bundesentscheid in Gießen teilzunehmen. Feierliche Eröffnung der Turnweltmeisterschaften fo Basel Am Donnerstagnachmittag wurden die 12. Turnweltmeisterschaften, an denen 14 Nationen teilnehmen, in einem feierlichen Akt im Stadion Schützenmatte eröffnet. Der Präsident des Organisationskomitees Regierungsrat Dr. Zschokke sprach die Be- i Denksport Wörter in Kreisen In die Felder der Figur setzen wir sechsbuch- stabige Wörter ein, die im Feld mit dem Häkchen beginnen und in der angegebenen Richtung um die Zahl herumlaufen. Bedeutung der Wörter: 1. Teil der Mundhöhle, 2. straußähnlicher Laufvogel, 3. Schneidewerkzeug, 4. Probe, 5. griechische Sagengestalt, 6. Ältester, 7. weiblicher Vorname, 8. eßbare Frucht, 9. Feldmaß, 10. Gesteinsart, 11. Gebirgszug im türkisch-persischen Grenzgebiet, 12. männlicher Vorname, 13. Geländevertiefung, 14. Preisermäßigung. (Auflösung in unserer Dienstag-Nummer.) Vereinsnotizen Eis- und Rollsport Am Montag, 17. Juli, findet in der Gaststätte »Alter Wiehrebanhof“ die Wiedergründung des „Eis- und Rollsport-Vereins Freiburg" statt. Beginn 20 Uhr. Alterstnmer-Vereinigung Breisgau Die erste Wanderung zum „Cron-Gedächtnistag“ nach dem Hinterwaldkopf findet am 23. Juli statt. Teilnehmer, die ab Freiburg mit Omnibus fahren wollen, werden gebeten, dies sofort an Alterswart A. Boos, Freiburg i. Br., Nägeleseestr. 28, zu melden. Abfahrt 9 Uhr ab Schwaben torbrücke. Fahrpreis ca. DM 2.50. FT/Sport-Club Der FTSC ist für den 19. und 20. August zu zwei Spielen in die Schweiz eingeladen worden. Erich Tritschler hat ein verlockendes Angebot, dem Freiburger Fußball-Club als Vertragsspieler beizutreten, abgelehnt. — Die Schwimmabteilung wandert am Sonntag an den Feldsee. Abfahrt: Hauptbahnhof 6.43 Uhr nach Posthalde. Radfahrer 7 Uhr am Schiff. BSV Freiburg. Am Sonntag findet im Vierer- Mannschaftsfahren ein Training über 100 Kilometer statt. Start: 7.00 Uhr, Waldkircher Straße. — Nachmittags Wanderfahrt nach Pfaffenweiler. Abfahrt: 13.30 Uhr, Johannlskirchplatz. Donauesdüngen Am 30. Juli werden im Stadion die „Baaremer Schwimm- und Leichtathletikmeisterschaften“ ausgetragen. — Bei der Generalversammlung der Handball-Abteilung der Spielvereinigung wurden mit wenigen Ausnahmen die bisherigen Vorstandsmitglieder wiedergewählt. — Im Hotel „Schützen“ findet heute um 20.30 die Generalversammlung der Sportvereinigung statt. Auf der Tagesordnung sind u. a. Neuwahl des Verwaltungsrates und Neufassung der Satzungen vorgesehen. grüßungs- und Eröffnungsworte. Nach der Hissung der 14 Landesflaggen begrüßte Oberst Corpskommandant Iselin im Namen der Regierung die Teilnehmer und hieß sie in der Schweiz herzlich willkommen. Zum Schluß des kurzen aber eindrucksvollen Aktes wurden Brieftauben nach allen Städten der Schweiz gesandt, um die Eröffnung der großen Turnweltmeisterschäften, die am Freitag mit den ersten Übungen begannen, zu verkünden. Das Rundfunkprogramm der Woche Radio München iiiiiiiiiiii iiiiiifiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiHMiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiMiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiinifiiiiiiiiMmmiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiimiiiiiiiuiiiiiiinuiimniiiiiiiiimifiiiiiiiiy Radio Hamburg Samstag, 15. Juli 17.15 900 Jahre Nürnberg 18.30 Volkstümliche Musik 20.10 Der bayrische Hiasl 21.40 Volksmusik 22.25 Aus Filmen und Operetten 0.05 Wir bitten zum Tanz Sonntag, 16. Juli 18.00 Sinfoniekonzert 19.30 Alt-nürnbergisches Quodlibet 20.05 Sing’ mit uns, lach' mit uns! 22.30 Erinnerungen an Glenn Miller 23.00 Melodien zur Mitternacht 0.05 Tanzmusik Montag, 17. Juli 18.15 Musik zum Feierabend 19.30 Die Gewerkschaft ruft 20.00 Sinfoniekonzert 22.10 Das Rundfunktanzorchester 23.15 Melodien aus südl. Zonen 0.05 Mitternacht in München Dienstag, 18. Juli 20.05 Bunte Weisen 21.15 Die tönende Leinwand 21.30 Sorge für Hirnverletzte 22.10 Unterhaltungskonzert 23.00 Leise Klänge zur späten Nacht 0.05 Nachtkonzert Mittwoch, 19. Juli 28.15 Musik zum Feierabend 20.00 Don Cesar 22.35 Kammerorchesterkonzert 23.15 Deutsche. Literatur 1950 23.30 Musik aus London 0.05 Mitternacht in München Donnerstag, ?l. Juli 20.00 ..Diebstahl nach Noten“ 2t-.30 Sie wünschen . . .? 21.50 Blick auf Europa 22.25 Strc-ichorch Franz Deuber 23.00 Nachtstudio 0.05 Musik aus Frankreich Freitag, 21. Juli 18.15 Musik zum Feierabend 20.05 „„Geh’ nicht nach El Kuwehd“ 21.20 Im Dreivierteltakt 22.10 Sinfoniekonzert 23.30 Tanzmusik aus Hamburg 0.05 Mitternacht in München Südwestfunk Samstag, 15. Juli 5.66 Frühmusik 6.10 Morgenkonzert 7.30 Morgenmusik 8.40 Musikalisches Intermezzo 9.00 Für die Schuljugend 11.00 Froher Klang am Vormittag 12.20 Mittagskonzert 13.00 Deutscher Arbeiter in Frankreich 14.00 Wir jungen Menschen 15.00 Der Rechtssplegel 15.15 Opernmelodien 16.00 Unser Samstagnachmittag 17.15 Sang und Klang im Volkston 18.00 Unsere Theaterschau 18.30 Musik zum Feierabend 20.00 „Vater Strauß und Sohn“ 21.10 Klingende Rhythmen 32.30 Der SWF bittet zum Tanz o.io Sie tanzen nach Ihren ' Wünschen Sonntag, 16. Juli 7.00 Nachrichten 7.30 Morgenchoral 8.45 Evangelische Morgenfeier 9.15 Das Unvergängliche 10.00 Katholische Morgenfeier 11.00 Musik z. Sonntagvormittag 12.20 Johann Sebastian Bach 13.30 Volksmusik und Chorgesang 14.15 Frohe Melodien 15.00 Kinderfunk 16.00 „H+s = Gute Laune!“ 18.15 Die Sportreportage 20.00 Sinfoniekonzert 21.30 Wir tanzen 22.15 Sport und Musik 23.00 Nachtgespräch 33.30 „Fröhlicher Ausklang“ Montag, 17. Juli 5.00 Frühmusik 6.10 Morgenkonzert 7.30 Morgenmusik 8.40 Musikalisches Intermezzo 9.00 Für die Hausfrau 11.00 Froher Klang am Vormittag 11.30 Landfunk 12.20 Mittagskonzert 14.00 Für die Schuljugend 15.30 Musik am Nachmittag I 16.30 Musik am Nachmittag H 18.30 Musik zum Feierabend 19.00 Zeitfunk 20.00 Musik für dich 21.00 „Abu Hassan“ 22.30 Klaviermusik 23.15 „Ganz leis’ erklingt Musik“ Dienstag, 18. Juli 5.00 Frühmusik 6.10 Morgenkonzert 7.30 Morgenmusik 8.10 Nachrichten 9.00 Für die Schuljugend 11.00 Froher Klang am Vormittag 12.20 Mittagskonzert 13.15 Musik nach Tisch 14.00 Wir jungen Menschen 15.30 Sinfoniekonzert 16.30 Sang und Klang im Volkston 17.15 Musik zur Unterhaltung 18.20 Die Parteien sprechen 18.30 Musik zum Feierabend 20.00 Operettenkonzert 20.45 „Der silberne Pfeil“ 22.30 Wege zur neuen Musik 23.25 „Jazz 1950" Mittwoch, 19. Juli 5.00 Frühmusik 6.10 Morgenkonzert 7.30 Morgenmusik 8.40 Musikalisches Intermezzo 9.00 Für die Hausfrau 11.00 Froher Klang am Vormittag 12.20 Mittagskonzert 13.15 Musik nach Tisch 14.00 Für die Schuljugend 15.30 Musikalische Teestunde I 15.30 Musikalische Teestunde H 17.15 Solistenkonzert 18.30 Musik zum Feierabend 20.00 Scheinwerfer auf! 21.00 Das Prisma 22.20 Aus Wissenschaft u. Technik 23.15 Tanzmusik z. Tagesausklang 0.10 Tanzmusik Donnerstag, 2* *. Juli 5.00 Frühmusik 8.10 Morgenkonzert 7.30 Morgenmusik 8.40 Musikalisches Intermezzo 9.00 Für die Schuljugend 11.00 Froher Klang am Vormittag 13.20 Mittagskonzert 13.15 „Hallo München!“ 14.00 Kinderiiedersingen 15.30 Nachwuchs stellt sich vor 16.15 Nachmittagskonzert 17.15 SWF-Unterhaltungsorchester 18.00 Für den Heimatfreund 18.30 Musik zum Feierabend 30.00 Ein Tanzabend im SWF 21.00 Die Stimme der Gewerk- schäften 31.10 „Hab’ oft im Kreise der Lieben“ 32.30 Die großen Meister 33.30 Für Kenner und Liebhaber Freitag, a. Jnll 8.00 Frühmusik 6.10 Morgenkonzert 7.30 Morgenmusik 8.40 Musikalisches Intermezzo 11.00 Froher Klang am Vormittag 12.20 Mittagskonzert 13.15 Musik nach Tisch 14.00 Für die Schuljugend 15.30 Musik zur Teestunde 16.30 Klaviermusik 17.15 Das Schlager-Intermezzo 18.00 „Zum Fierobe* 20.00 Kammermusik 20.45 Dampfpflug unter Pyramiden 31.30 Volksmusik und Chorgesang 22.30 Kunterbunt zur Abendstund 33.30 Musik zur Nacht 18.30 19.00 30.00 22.15 0.05 1.00 18.00 19.00 30.00 33.20 23.00 0.05 18.00 20.00 22.05 22.45 23.30 0.05 18.00 20.00 22.15 23.45 23.15 0.06 i)iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii:iiiiiiiiiii:iiiiiiii::iiiiMiiiiiHiiiiciiiiiiMiiiiisiiiiiiiMiiiiiiinimiiiiiiiiiMniiiiiiiiiiiiiiiiMiiiimmiiiiiiiiMiiiHimHiiiiiiiiiiiiimiiiiiiimiiiimiciiiiiiuiiniiiiiiiiiiiiniiiiimnimiiimiiiiiiiiiit(i 30.30 31.00 Radio Stuttgart 22.30 Dichtung und Schicksal Samstag, IS. Jnll 17.00 Frohes Raten — gute Taten 18.00 Mensch und Arbeit 19.00 Die Stimme Amerikas 30.00 „Alpborn, Halszither und Policaiami“ 21.15 Erinnern Sie sich? 22.00 Schöne Stimmen 22.30 Tanzmusik 23.00 Melodie zur Mitternacht 23.50 Heut’ wollen wir tanzen ... Sonntag, 16. Jnll 17.00 „Geschiedene Leute“ 17.55 Orchesterkonzert 19.00 Die Stimme Amerikas 20.05 Das. klingende Magazin 22.00 Virtuose Musik 23.00 Tanzmusik von Schallplatten 24.00 Unterhaltungsmusik Montag, 17. Juli 16.00 Nachmittagskonzert 17.00 Konzertstunde 18.00 Unterhaltungsmusik 19.30 Quer durch den Sport 20.00 Fröhlich fängt die Woche an 21.15 Ich liebe Dich und Du liebst mich 22.00 Musik der Gegenwart 22.30 Schottland - Land der Distel 23.15 „Sommernächte" Dienstag, 18. Juli 16.00 Nachmittagskonzert 17.15 Ludwig van Beethoven 18.15 Klänge der Heimat 20.00 Aus der Welt der Oper 21.00 Gespräch über die Grenze 22.00 Die Run dfunktanzka pelle 23.15 Bei zärtlicher Musik Mittwoch, 19. Juli 16.00 Von Dichtern und Dichtung 16.15 Konzertstunde 17.15 Kleines Orchesterkonzert 18.15 Im Dreivierteltakt 20.00 „Gebt acht auf die Welt* 20.45 Unterhaltungskonzert 22.00 Tanzmusik 22.30 Die Heiligkeit des Eides 0.05 Jazz im Funk Donnerstag, 29. Juli 16.00 Nachmittagskonzert 17.05 Klassische Hausmusik 18.00 Unterhaltungsmusik 19.00 Die Stimme Amerikas 20.M Die Leute von nebenan 28.30 Eins nach dem andern 33.00 „I too sing America“ 23.00 Aua amerik. Operetten Freitag, XL Juli 16.00 Nachmittagskonzert 17.00 Froh und heiter 18.15 Musik zum Feierabend 20.00 Sinfoniekonzert 22.00 Die Rundfunktanzkapeüe 22.45 Gern’ hört Jeder weise Lehren 2tJi Tanzmusik 32.45 23.15 0.05 18.00 30.00 21.15 22.15 23.00 0.05 18.00 19.00 23.15 23.00 0.05 Samstag, 15. Juli O Misttls Myne Rund um die Welt Bummel am Abend Sinfoniekonzert Tanzmusik Berlin am Mikrophon Jazz-Almanach Sonntag, 16. Juli Meisterwerke der Musik Die Woche im Parlament Leichte Muse Tanzmusik Melodie zur Mitternacht Berlin am Mikrophon Montag, 17. Juli Unterhaltungsmusik Sinfoniekonzert im Dienst v. Scotland Yard Tanzmusik Musik zur späten Stunde Berlin am Mikrophon Dienstag, 13. Juli Und jetzt ist Feierabend Wie es euch gefällt Der Weg der Verlorenen Tanzmusik Nachtprogramm Berlin am Mikrophon Mittwoch, 19. Juli Tanzmusik Johann Sebastian Bach Hamburger Rundfunkorch. Nachtprogramm Berlin am Mikrophon Donnerstag, 29. Juli Zwischen sechs und sieben Die Gärten der semiramis Unterhaltungsmusik Kabarett Der Abgrund des Lebens Berlin am Mikrophon Freitag, 21. Juli Musik von Schallplatten Zeitgeschehen Der Liebestrank Tanzmusik Nachtprogramm Berlin am Mikrophon Alle Neuheiten in Heim-, Reise-, Auto-Radio Schallplatten u. Zubehör in reicher Auswahl nur vom großen Fachgeschäft Radio-Lauher Prolbarg, Kronenstr. 14, Tel. 3916 Radio-Reparaturen - Antennenbau Bamstag, «. Jufl !950 ^asßoHt Nummer 94 — Seite II Amtliche Bekanntmachungen AmÄcfae Feststellung und Aufhebung von Straßen- und Baufluchten zwischen der Basler Landstraße, Gfiterbahn, Hartkirchweg und Blumenstraße in Freiburg-St. Georgen Auf Antrag des Bürgermeisteramts der Stadt Freiburg i. Br. soll die amtliche Feststellung und Aufhebung von Straßen- und .Baufluchten zwischen der Basler Landstraße, Güterbahn Hartkirchweg und Blumenstraße in Freiburg-St. Georgen erfolgen. Etwaige Einwendungen gegen dieses Vorhaben sind bei Vermeidung des Ausschlusses binnen vier Wochen, vom Tage der Veröffentlichung ab gerechnet, beim Stadt. Tiefbauamt in Freiburg, Schloßbergstraße 7, geltend zu machen Pläne und Beschreibungen liegen dort zur Einsichtnahme auf. , Freiburg i. Br., den 13. Juli 1950 Polizeidirektion — Abt. V. Amtliche Feststellung und Aufhebung von Baufluchten an der Oberrieder Straße und Hammerschmiedstraße zwischen der Jahnstraße und Höllentalbahn Auf Antrag des Bürgermeisteramts der Stadt Freiburg i. Br. soll die amtliche Feststellung und Aufhebung von Straßen- und Baufluchten an der Oberrieder Straße und Hammerschmiedstraße zwischen der Jahnstraße und Höllentalbahn erfolgen. Etwaige Einwendungen gegen dieses Vorhaben sind bei Vermeidung des Ausschlusses binnen vier Wochen, vom Tage der Veröffentlichung ab gerechnet, beim Städt. Tiefbauamt in Freiburg, Schloßbergstraße 7, geltend zu machen. Pläne und Beschreibungen liegen dort zur Einsichtnahme auf. Freiburg i. Br., den 13. Juli 1950 Polizeidirektion — Abt. V. Freiwerdende Wohnungen betreffend Wie in der letzten Zeit wiederholt festgestellt wurde, versuchen Wohnungsuchende ohne Genehmigung des Wohnungsamtes freiwerdende Wohnräume zu besichtigen. Wir machen alle Hausbesitzer und Wohnungsinhaber darauf aufmerksam, daß eine Besichtigung freier oder freiwerdender Wohnräume nur den Personen gestattet ist, die im Besitz eines auf eine bestimmte Wohnung lautenden Ausweises des Wohnungsamtes Sind. Andere Personen sind abzuweisen. Bei dieser Gelegenheit weisen wir ferner darauf hin, daß alle Hauseigentümer, Verwalter usw. freie oder freiwerdende Wohnräume unverzüglich dem Städt. Wohnungsamt unter gleichzeitiger Angabe der Zahl der Wohnräume und ihres Flächeninhalts anzuzeigen haben. Lahr, den 13. Juli 1950 Der Oberbürgermeister Geschäftsübernahme Mit dem heutigen Tage haben wir das Malergeschäft des verstorbenen Malermeisters Aug. Glaser, Freiburg, Zähringer Straße 300a übernommen. Es wird unser Bestreben sein, bei Verarbeitung von nur bestem Material die Kundschaft Jederzeit zufriedenzustellen. Gebrü der Ernst Zimmermann Malermeister Freiburg-Zähringen, Wildtalstraße 33 Oskar Zimmermann Malermeister Freiburg, Beifortstraße 41 Meine neue Fern sprechnummer Albert Scholl Dekorations-Malermeister Ausführung sämtlicher Malerarbeiten Eigener Gerüstbau und Gerüstverleih Freiburg L Br. Kartäuserstraße 6 Anläßlich des 20jährigen Bestehens der Schauinslandbahn AG. werden am Montag, dem 17. Juli 1950 Sonntagskarten ausgegeben. Bergfahrt Talfahrt Berg- und Talfahrt DM DM DM 1.80 1— 2.50 Kinderfahrpreise etwa die Hälfte Schauinslandbahn AG. Die Höheren Schulen in Freiburg i. Br. Aufnahme von Sextanern im Schuljahr 1950/51 Anmeldetag: 24. Juli, im Schulgebäude, vormittags 8 bis 12 Uhr Schriftliche Prüfung 25. Juli, vormittags ab 8 Uhr Am 24. Juli können auch Anmeldungen für die übrigen Klassen erfolgen, in St. Ursula für die Klassen Quinta bis einschließlich Obersekunda Die Direktionen der Höheren Schulen: Berthold-Gymnasium, Droste-Hülshoff- Gymnasium, Goethe-Gymnasium, Kepler- Gymnasium, Rotteck-Gymnasium, St. Ursula-Progymnasium. Lehrinstitut Dr. Hoerth u. Frau Werderstr. 7 Freiburg i. Br. Telefon 3360 Anmeldungen für das erste Grundschuljahr jetzt erbeten. Sorgfältiger individueller Unterricht in kleinen Klassen Sprechstunde täglich vorm. 10—12 Uhr Wir suchen zum 1. August für den Bezirk Freiburg-Günterstal eine zuverlässige männliche oder weibliche Person als Austräger unserer Leitung. — Meldung beim Verlag „DAS VOLK“, Kaiser-Joseph-Straße 229. Mil bis 12 Monat zuzüglich Ratenzins Schlafzimmer Einzel- u.Tochterzimmer ab DM 430.— in verschied. Holzarten ab DM 570.— Eiche.ab DM 640.— Afrikanisch Birnbaum . 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Juli 1950, 20 Uhr: Orgelabend im Münster Werke von J. 8. Bach, Nep. David, Max Reger An der Orgel: Prof. A. Nowakowski, Stuttgart Programme abds. am Hauptportal des Münsters Sport- und Winzerhalle Köndringen Am Sonntag, 16. Juli 1950, ab 2t Uhr TANZ Es spielt das Schrammelquartett Emmendingen Hierzu ladet treundlichst ein Familien Lay und Duffner Verbilligte Autofahrten Wa$H 3 of% Am Montag, 17. Juli 195»: Kaffee-Fahrt nach Badenweiler, Hochblauen Fahrpreis DM 5.— Abfahrt: 14 Uhr, Talstraße 10 Rückkehr: Gegen 19 Uhr Am Mittwoch, 19. Juli 195«: Bodensee-Fahrt nach Konstanz Freiburg, St Märgen, Hammereisenbach, Donaueschingen, Singen, Konstanz. (Möglichkeit zum Besuch von Meersburg und Dampferfahrten) Fahrpreis DM 12.— Abfahrt: 7 Uhr, Talstraße 10 Rückkehr: Gegen 23 Uhr Am Donnerstag, 20. Juli 1950: Kaffee-Fahrt nach St. Margen und St. Peter Fahrpreis DM 4.- Abfahrt: 14 Uhr, Talstraße 10 Rückkehr: Gegen 19 Uhr Voranmeldungen erbeten in unserer Hauptgeschäftsstelle, Freiburg, Kaiser-J oseph-Straß e 229, und Autover- mietung Rauchfuß Talstraße 10 Sichern Sie sich rechtzeitig Ihre Fahrkarte, da die Nachfrage sehr groß ist — Weitere Fahrten werden rechtzeitig bekannt gegeben. «Das Volk FILMTHEATER I CASINO Telefon 3466 BiE einschließlich Montagl Der Pfarrer von Kirchfeld Nach dem Roman von L. Anzengruber. Jugendfrei! Täglich: 14.15, 16.30, 18.45, 21.60 Uhr. Sonntags auch vormittags 16 Uhr. Ein Film von Weltklasse und internationalem Format ... dann kam der Orkan Abenteuer, Sensation, Leidenschaft Beginn Sa. u. Di. 14.30, 16.30, 18.45; Telefon 2480 so. 10.30, 14.00, 18.45; Mo., Mi. und DO, 14.30, 16.30, 18.45, 21.00 Uhr. MMKUMI Ein Kriminalsensationsfilm von Weltformat! Schmuggler von Saigon mit Alan Ladd und Veronika Lake Täglich 14.15, 16.30, 18.45, 21.00 Uhr. 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