MiHk ■Inselprell « Pfennig S O D B A D I S C H E HE IMAT ZEITUNG 5. Jahrgang Dienstag, 5. Dezember 1950 Nummer 145 In allet Kürze Politisch Die Zahl der Dauerarbeitslosen hat trotz des allgemeinen Rückganges der Arbeitslosigkeit in diesem Jahre zugenommen. Das Rundesarbeitsministerium meint, daß sich anscheinend ein struktureller Dauerbestand von etwa einer Million langfristig Arbeitslosen bildet. Mit der Begründung, daß der Abhaltung freier Wahlen in Berlin der kommunistische Zwang im Sowjetsektor entgegenstehe, wies Oberbürgermeister Professor Reuter die von der „Nationalen Front“ gestellten Bedingungen für Gesamtberliner Wahlen zurück. Eine Selbstkritik der bisherigen Parteiarbeit nahm der Landesvorstand der Kommunistischen Partei Südbadens auf seiner letzten Sitzung in Freiburg vor und kam zu dem Ergebnis, die systematische Schulung aller Parteimitglieder müsse in Angriff genommen werden. Bundeskanzler Dr. Adenauer wurde auf dem Landesparteitag der CDU Rheinland erneut zum Landesvorsitzenden gewählt. Bei der Nachwahl in Abertillery (Wales) siegte der Kandidat der Labour Party mit großer Mehrheit. Dadurch erhöht sich die Mehrheit der Regierung Attlee im Unterhaus auf sechs Stimmen. Arme Leute Die Präsidenten der beiden dänischen Parlamente (Folketing und Landsting) müssen ihre Dienstautos verkaufen. Dänemark will sparen. Die britische Frischfleisch-Ration wird um mehr als ein Fünftel gekürzt Das Ernährungs- Ministerium begründet die Rationskürzunz mit den unvernünftig hohen Preisen, die Argentinien für sein Fleisch verlange. Die wegen Kohlenmangels geplante Einschränkung der Beleuchtung von Schaufenstern und der Lichtreklame hat ihre Schattenseite. Der Einzelhandelsverband warnt und meint, diese Verdunkelung müsse als Zeichen des bevorstehenden Zusammenbruchs der Erhardschen sozialen Marktwirtschaft gedeutet werden. Angesichts der chinesischen Aggression in Korea forderte Präsident Truman in einer Botschaft an den USA-Kongreß weitere 17,8 Milliarden Dollar für die USA-Verteidigung. Allerhand eingetauscht An der Grenze zwischen sowjetischem und amerikanischem Sektor zwischen Wannsee und Potsdam, wurde eine Frau gegen einen Lastzug getauscht. Der‘vor Monaten aus der Sowjetzone geflüchtete Fuhrunternehmer konnte seine seitdem von den Sowjetbehörden festgehaltene Frau nur gegen Herausgabe seines Lastzuges einlösen. Ein stark alkoholisierter Pole lief auf der Autobahn bei Viernheim einem daherbrausenden Krankenwagen entgegen. Die erste Hilfe bei den erlittenen schweren Verletzungen konnte einige Sekunden später von dem im Krankenwagen mitfahrenden Arzt geleistet werden. Halle Selasie, der Negus von Abessinien, vergrößert sein Reich. Die ehemalige italienische Kolonie Eritrea ist ihm als Bundesstaat unterstellt worden. Vielversprechend Fliegende Untertassen werden Weihnachten über London zu sehen sein Eine Spielzeugfabrik stellt zum Fest Modelle von fliegenden Untertassen mit Düsenantrieb her, die einen Durchmesser von 22 Zentimeter haben sollen. In Amsterdam mobilisierten 16 Mädchen die Polizei gegen einen 24jährigen Bergmann aus der Provinz Limburg. Er hatte allen die Heirat versprochen, Richter und Staatsanwälte von Koblenz sollen als Straßenbahnführer ausgebildet werden; sie könnten dann die Verkehrsunfälle besser beurteilen. Erst im Mai dürfen die deutschen Jäger wieder knallen. Die Auslieferung der genehmigten Jagdwaffen wird sich bis dahin verzögern. SPD bleibt stärkste Partei Wahlbeteiligung 90v.H. Ins Berliner Stadiparlament ziehen SPD, CDU und FDP ein Berlin hat mit gut 99 Prozent Wahlbeteiligung auch bei dieser dritten Wahl nach 1945 dem Kommunismus eine entschlossene und rat schieden« Absage erteilt. Diese Tatsache ist das wichtigste Kennzeichen dieser Wahlentscheidung. Die Berliner Wähler haben zugleich den neu aufgetretenen Parteien und den Splittergruppen keine Chance gegeben. In dieser Ablehnung entsprachen sie den Wahlergebnissen in der Bundesrepublik. Berliner Wahlergebnis Wahlberechtigt 1664 091 — abgegebene Stimmen 1504 414 — ungültig 40 674. SPD 653 974 CDU 360 829 FDP 337 477 Konservative Partei 11951 Deutsche Partei 53 741 Bloch der Heimatvertriebenen 81876 Unabhängige Sozialisten 9 744 Freie Soziale Union 4148. Das kommende Berliner Abgeordnetenhaus, das an die Stelle der bisherigen Stadtverordnetenversammlung tritt, wird wie bislang nur Abgeordnete der SPD, der CDU und der FDP j sehen. 127 Abgeordnete sind durch diese Wahl |in West-Berlin am Sonntag gewählt worden. Die fehlenden 73 von der Gesamtzahl der 200 Abgeordnetensitze sind für die acht Wahlbezirke des Ostsektors Vorbehalten geblieben. Stärkste Partei ist in Berlin wiederum die SPD. Sie hat jedoch ihre bislang beherrschende Position nicht halten können. Die bisherige Regierungspartei erzielte etwa 44,6 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen; sie blieb damit fast 20 Prozent hinter dem Ergebnis der Wahl von 1948 zurück. Die CDU erreichte mit ihren 24,7 Prozent etwas mehr als bei der Wahl von 1946. Gegenüber 1948 konnte sie fast 5 Prozent aufholen. Starker Gewinner ist diesmal die FDP, die 23,1 Prozent Stimmen auf sich vereinigen konnte. Das sind 7 Prozent mehr als 1948. In der letzten Berliner Stadtverordnetenversammlung, in der 119 Abgeordnetensitze vergeben waren, nahm die SPD 76, die CDU 26 und die FDP 17 Mandate ein. Auch für das neue Abgeordnetenhaus werden die Abgeordnetensitze nach reinem Mehrheitswahlrecht errechnet. Die genaue Zahl der auf die drei Parteien entfallenden Sitze ist noch nicht bekannt. Wie bei der Stimmenzahl dürfte bei der Mandatsverteilung die SPD über die absolute Mehrheit nicht mehr verfügen. Frauen entschieden in Berlin Berlin. Die Zahl der Wahlberechtigten in den drei' Westsektoren Berlins betrug 1664 686, darunter 1 001 982 Frauen und 662 704 Männer. Für ganz West-Berlin waren 1569 Wahllokale eingerichtet Krife in der CDU Düsseldorf. Auf dem Parteitag der rheinischen CDU in Duisburg sprach Ministerpräsident Karl Arnold am Sonntag von einer Krise, die die CDU zur Zeit durchmache. Die letzten Landtagswahlen in Süddeutschland verlangten eine ernste Aussprache. Die erste Verpflichtung, sagte Arnold, sei Treue zum Chafakter der Partei. Manches sei gesagt worden, was mit diesem Grundsatz nicht vereinbar sei. „Ganz unmöglich erscheint es. mir, bei Wahlbündnissen mit anderen Partmen so weit zu gehen, den eigenen Parteimitgliedern die Wahl von parteigegnerischen Kandidaten zu empfehlen, nur um eine sogenannte bürgerliche Blockmehrheit zu erreichen“, sagte Arnold in Anspielung auf die Wahlbündnisse CDU/ FDP bei der letzten Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Aus solchen Vorgängen spreche zwar der Wille zur Macht, nicht aber der Wille zur Verantwortung. Wenn geklagt werde, daß die Bundespolitik in der Bevölkerung nicht den erwarteten Anklang finde, dann sollte man darüber Nachdenken, daß Klarheit in der politischen Linie mehr wert sei als wechselnde Parolen. Es sei zu viel von Remilitarisierung, alliierten Truppen, Polizei, Unsicherheit und drohender Gefahr und viel zu wenig von der sozialen Sicherheit durch Neuordnung des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens gesprochen worden. AuchohneSPD. .. Der Bundeskanzler kündigte an, daß der Bundestag über den Schuman-Plan und einen deutschen Verteidigungsbeitrag auch ohne die SPD beschließen werde, falls diese bei ihrem „Nein" zu diesen Fragen bleibe. Zwar sei bei derart weittragenden Beschlüssen eine große Mehrheit im Parlament wünschenswert. Dies dürfe jedoch nicht so weit gehen, daß sich die Mehrheit der Minderheit beuge. Korea kritifch - ein „Dünkirchen" befürchtet // Tokio. Militärische Beobachter in Tokio beurteilen die Lage der UNO-Trappra In Korea, die dem zunehmenden Druck weit überlegener chinesischer Verbände ausgesetzt sind, pessimistisch. Einige deuteten sogar an, daß die UNO-Truppra möglicherweise zwischen einem „Dünkirchen" — totaler Rückzug aus Korea — größeren Hafens — zu wählen hätten. Aus den letzten Frontberichten schließt man in Tokio, daß sich die UNO-Streitkräfte bis weit südlich der früheren nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang, die gegenwärtig geräumt wird, zurückziehen müssen. Manche Beobachter treten dafür ein, daß eine neue Verteidigungslinie um einen günstig gelegenen Hafen errichtet werden sollte, von wo aus auch überlegene Feindkräfte durch Lgift- und Seeunterstützung aufgehalten werden könnten. Einige UNO-Offl- ziere in Tokio deuteten die Möglichkeit eines völligen Rückzuges der amerikanischen Truppen von der Halbinsel an. Sie begründen ihre Überlegung damit, daß eia verzweifeltes Standhalten irgendwo im winterlichen Korea nutzlos sein könnte, da die Chinesen, ohne Rücksicht auf etwaige UNO-Verstärkungen, weiterhin ein oder einem „Tobruk“ — Verteidigung eines starkes Übergewicht behalten würden. Beobachter in Tokio weisen gleichzeitig darauf hin, daß die „zweite Front“ der Partisanen immer stärker in Erscheinung tritt Mit ihnen zusammen operieren kleinere nordkoreanische Verbände, die sich bei der UNO-Offensive vor zehn Wochen in die Berge geflüchtet hätten. Diese Feindgruppen binden zur Zeit allein 80 000 Mann UNO-Truppen, die für die Frontoperationen ausfallen. Die Gesamtstärke der UNO- Truppen in Korea wurde am Samstag auf 150 000 Mann beziffert. Ihnen stehen schätzungsweise 650 000 Mann Chinesen und Nordkoreaner gegenüber. Pekings Bedingungen Neuyork. Aus Kreisen, die der Sowjetunion nahestehen, verlautete in Lake Sucoess, die Volksrepublik China sei möglicherweise mit einer Beilegung des Korea-Konfliktes einverstanden, wenn am 38. Breitengrad eine WaffenstUlstandslinie festgelegt werde. Aus den gleichen Kreisen, die in enger Fühlung mit der chinesischen Delegation bei der UNO stehen sollen, verlautet, Peking wolle noch folgende drei zusätzlichen Bedingungen stellen: Pjöngjang wird geräumt Tokio. Die frühere nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang ist von den Amerikanern in den letzten Tagen fast gänzlich geräumt worden. In kurzen Zeitabständen erschütterten Explosionen die Stadt, ab die UNO-Trappra alle Einrichtungen der Stadt „von militärischem Wert" zerstörten. Von brennenden Gebäuden stiegen große Baachwolken empor. Die Straßen südlich von Pjöngjang, denen die UNO-Truppen vor sechs Wochen vorrückten, boten Uber das Wochenende ein Bild eines überstürzten Rückzugs. Wagenkolonnen, Artillerieabteilungen und Panzer verstopften sie. Tausende abgekämpfter südkoreanischer Soldaten, teilweise ohne Waffen und Ausrüstung, erhöhten die Verwirrung auf den Straßen. Die Räumung Pjöngjangs wurde durch Partisanen gestört, die von Osten her die Stadt mit Granatwerfern beschossen. Eine dünne Linie von Soldaten der UNO- i Streitkräfte, die de» Rückzug aus Pjöngjang Notfalls Streik für Mitbeftimmung Frankfurt/Main. Der Hauptvorstand der Industriegewerkschaft Metall gab das vorläufige Ergebnis der Urabstimmung Aber die Mitbestimmung in den eben- und stahierzra- gendra Betrieben bekannt. Danach haben 201512 Arbeiter und Angestellte ihre Stimme abgegeben. 193 183 oder rund 96 Prozent erklärten sich durch Abgabe ihrer Ja-Stimme bereit, notfalls einem Streikaufruf ihrer Gewerkschaft zu folgen, um das Mitbestimmungsrecht der Arbeitnehmer durchzusetzen. 6321 Stimmberechtigte oder 3 Prozent waren dagegen. 2008 Stimmen waren ungültig. Aus dem Gewerkschaftsvorstand verlautet, daß das Abstimmungsergebnis alle Erwartungen übertroffen habe. Die Gewerkschaft hoffe, daß Bundesregierung und Arbeitgeber aus. diesem eindeutigen Votum der Werktätigen in der eisen- und stahlerzeugenden Industrie die Kon r seauenz ziehen werden. Hannover. Die Generalversammlung, der Industriegewerkschaft Bergbau beauftragte ihren Vorstand, möglichst bald im Bergbau eine Urabstimmung darüber zu veranstalten, ob bei Nichtbeachtung der Mitbestimmungsforderungen der Industriegewerkschaft Bergbau gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen angewandt werden sollen. Außerdem stellte sich die Generalversammlung in einer einstimmigen Entschließung hinter die von Dr. Franz Grosse — Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung der Industriegewerkschaft Bergbau — erhobenen gewerkschaftlichen Ansprüche. Danach sollen die Aufsichtsräte paritätisch besetzt, Arbeitervertreter in die Vorstände delegiert und volle Mitbestimmung in einer neu zu schaffenden deutschen Kohlebergbauleitung eingeführt werden. auf sichern sollen, zog sich, meist ohne Gefechtsberührung, langsam auf die Stadt zurück. In Pjöngjang sollen die Elektrizitäts- und Wasserwerke in dem Zustand zurückgelassen werden, in dem sie von den UNO-Truppen bei Eroberung der Stadt vorgefunden wurden. Alle inzwischen durchgeführten Neubauten und Ausbesserungen werden zerstört Nach der Räumung Pjöngjangs, die durch den schnellen Vormarsch der Chinesen auf dem rechten Flügel und die Gefahr einer erneuter E’nkesselung notwendig wurde, sollen die UNO-Truppen weiter südlich neue Verteidigungsstellungen beziehen. Militärische Sachverständige in Tokio erklären, die neuen Steilungen würden wahrscheinlich im Gebiet von Sariwon, etwa 4 Kilometer nördlich des 38. Breitengrads, aufgebaut werden. Die größten Kampfhandlungen in Nordkorea fanden am Sonntag im Gebiet des Tscho- sin-Staubeckens statt Dort versuchten zwei Regimenter der amerikanischen Marineinfanterie-Division in erbitterten Kämpfen, sich mit den in Hagaru eingeschlossenen Verbänden der Division zu vereinigen. Schneetreiben und eine niedere Wolkendecke verhinderten, daß die amerikanischen Verbände bei ihren Kämpfen aus der Luft unterstützt wurden. Amerikanische Transportflugzeuge haben über 12 000 Verwundete aus der eingeschlossenen Stadt Hagaru abtransportiert, die Verbände der amerikanischen 7. Division, die vor einigen Wochen bei Hvsandschin die mandschurische Grenze erreicht hatten, ziehen sich nach Süden zurück, um der Einschließung durch kommunistische Truppen zu entgehen. 1. Wiedereinsetzung des nordkoreanischen Regimes nördlich des 38. Breitengrades und die Abhaltung allgemeiner Wahlen in ganz Korea nach Beendigung der Feindseligkeit«!. 2. Die Zurückziehung der siebenten amerikanischen Flotte aus den Gewässern von Formosa und die Einstellung weiterer amerikanischer Hilfeleistungen an Generalissimus Tschiang Kai-schek. 3. Die sofortige Zulassung der Vertreter Pekings als rechtmäßige Delegierte Chinas in den Vereinten Nationen. Wie in Neuyork verlautet, sollen diese Bedingungen von dem Vertreter Pekings bei der UNO, General Wu, an den indischen Delegierten Sir Benegal Rau weitergeleitet werden, der als wichtigstes Bindeglied für Verhandlungen zwischen den Westmächten und der Volksrepublik China gilt Der Indische Delegierte ist am Sonntag zum zweitenmal im Waldorf-Astoria-Hotel mit dem chinesischen Delegationsführer General Wu zusammengetroffen. Beim ersten Zusammentreffen der beiden Delegierten am Freitag soll Sir Benegal Rau bei der chinesischen Delegation wegen der Möglichkeit einer Waffenruhe und der Festlegung einer militärischen Demarkationslinie für die Dauer diplomatischer Verhandlungen vorgefühlt haben. Kampf in ganz Indodiina Paris. Die Vietminh-Bewegung, die unter Ho Tschi-minh für die völlige Unabhängigkeit Vietnams von Frankreich und der französischen Union ein tritt hat zum erstenmal über ihre Rundfunksender bekanntgegeben, daß sie auch die Länder Laos und Kambodscha, damit also ganz Indochina, „befreien“ wolle. In Paris wurde diese Ankündigung in Anbetracht der erheblichen Schwierigkeiten, mit denen Frankreich in Vietnam zu kämpfen hat mit Besorgnis aufgenommen. Einige hundert Anhänger Ho Tschi-mi nh s operieren bereits in Laos, einem armen Land mit nur einer halben Million Einwohner. Sie vermochten Sympathien bei einem Teil der einheimischen Bevölkerung zu erwecken und bedrohen die französischen Nachschubwege. Seite 2 — Nummer 145 BtiBoOt Dienstag, 5. Dezember 1950 Heute: Das entfcheidungsvolle Gelpräch Attlee bei Trumen —Britisch-französisch« Vereinbarungen Mit größter Spannung wartet die Welt auf das Gespräch «wischen Präsident Truman dem britischen Ministerpräsidenten Attlee, das am heutigen Dienstag beginnen soll. Attlee ist gestern nach Washington geflogen, nachdem in London in einem vielstündigen Wochenendgespräch zwischen den Regierungschefs und Außenministern Großbritanniens und Frankreichs eine gemeinsame britischfranzösische Auffassung über die Lage in Ostasien stattgefunden hat. Auf dem Rückflug wird Attlee auch eine Zusammenkunft mit dem kanadischen Ministerpräsidenten in Ottawa haben. London. Politische Kreise entnehmen aus den in London vorhandenen Anzeichen, daß Ministerpräsident Pleven. Außenminister Schuman, Premierminister Attlee und Außenminister Bevin mit ihren wichtigsten Beratern sich über folgende Gedankengänge geeinigt haben: Europa ist im allgemeinen für ein vorsichtiges Vorgehen in der Fernost-Krise. Alles nur Mögliche muß getan werden, um einen langwierigen Krieg in China oder anderswo im Fernen Osten zu verhindern. Der Koreakrieg muß durch die Schaffung einer Pufferzone lokalisiert, anschließend müssen Verhandlungen mit China aufgenommen werden. Gleichzeitig muß die westeuropäische Verteidigung so rasch wie möglich vorangetrieben werden. Weiter sei man sich darüber einig geworden, daß Anfang nächsten Jahres eine Viererkonferenz mit der Sowjetunion abgehalten werden soll, wobei allerdings die sowietische Reaktion auf die Vorschläge für die Konferenzthemen abgewartet werden soll, die demnächst von westlichen Vertretern ausgearbeitet werden. Ferner heißt es, man wolle die Amerikaner drängen, die Atombombe unter keinen Umständen ohne vorherige Befragung aller der Staaten einzusetzen, die an der UNO-Aktion in Korea beteiligt sind. McArthur müsse sich in einem solchen Falle an die etwa von der UNO gegebenen Beschränkungen für den Einsatz halten. Außerdem wollen Großbritannien und Frankreich mehr als bisher bei den Korea betreffenden Entscheidungen mitsprechen. Lordpräsident Herbert Morrison, der Attlee inzwischen vertritt, äußerte zur Reise des Premierministers; »Wir hoffen, daß sein Besuch ein großer Erfolg sein wird. Es wäre das schönste Weihnachtsgeschenk für Großbritannien, wenn das Ergebnis seiner Reise in einer neuen Hoffnung auf Frieden in dieser aufgerührten Welt bestünde“. Israelisch-jordtuiisdie Zusammenstöße Tel Aviv. An der wichtigen Straße von Beersehaba nach Eylath ist es während des Wodienendes mehrfach zu Zusammenstößen zwischen israelischen und jordanischen Truppen gekommen. Der UNO-Stabschef in Palästina hat daraufhin sofort die Einstellung aller Kampfhandlungen angeordnet. Der erste Zwischenfall ereignete sich am Samstag, als eine israelische Truppenkolonne eine jordanische Straßensperre an der Gjenz- straße beseitigte. Am Sonntagmorgen wurde die Sperre von Soldaten der arabischen Legion wieder errichtet. Israelische Truppen beseitigten sie erneut. Kurze Zeit später wurde eine israelische Wagenkolonne von jordanischem Gebiet aus beschossen. Israelische Trappen erwiderten das Feuer und zerstörten einen jordanischen Panzerwagen. Gegen südafrikanische Rassentrennung Neuyork. Die Vereinten Nationen empfahlen der Südafrikanischen Union die Aufhebung der Gesetzgebung über die Rassentrennung. Die UNO-Vollversammlung nahm mit 33 gegen 6 Stimmen bei 21 Enthaltungen eine Entschließung an, in der Indien, Pakistan und Südafrika aufgefordert werden, bis zum 1. April eine Einigung über die Behandlung der Minderheiten in Südafrika zu erreichen. Gegen die Behandlung dieser Frage durch die UNO hatte sich Südafrika mit der Begründung gewandt, dies stelle eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Südafrikanischen Union dar. Neben den Negern fühlen sich in Südafrika vor allem die Inder durch die südafrikanische Rassengesetzgebung benachteiligt, die neuerdings darauf abzielt, das Zusammenleben von Weißen mit Farbigen in gemeinsamen Wehn gebieten zu verhindern. Verein der Dunkelmänner Hinter den Kulissen der M Ersten Legion“ Der „Hannoversdien Presse“ entnehmen wir folgenden Bericht: In der Morgendämmerung steht eine Gruppe junger Leute vor den Toren der Kölner „Bamag“ und verteilt rote Handzettel an jeden der 5000 Arbeiter zählenden Belegschaft. Es sind gedruckte Warnungen gegen die bolschewistische Wühlarbeit der Betriebsratsvorsitzenden und eine Aufforderung an das Direktorium, die Werkskantine den Umstürzlern nicht mehr für ihre Versammlungen zur Verfügung zu stellen. Irgendwo in einer Ecke des Flugblattes steht bescheiden — fast zu bescheiden —: Die erste Legion. „Die Legion kämpft für die Demokratie und gegen die, die ihren Aufbau untergraben, gegen Gewalttätige und Wühler, gegen Feige und Müde. Die Legion schließt sich zusammen gegen den zerklüftenden Parteiegoismus. Un- Adenauer und die 16 Millrd. Auslandsfchulden Bonn. Die Tatsache, daß die Alliierten neben der bereits erfolgten grundsätzlichen Anerkennung der deutschen Vorkriegsschulden mit zunächst 3,85 Milliarden DM von der Bundesregierung noch die Anerkennung der Nachkriegsschulden fordern, die sich aus Besatzungsaufwendungen für die Wirtschaftsversorgung Westdeutschlands mit rund 12,4 Milliarden errechnen, hat in Bonner politischen Kreisen große Besorgnis hervorgerufen. Die Bundesregierung hatte sich zur Anerkennung der Vorkriegsschulden, deren seit elf Jahren nicht mehr erfolgte Verzinsung jährlich etwa 210 Millionen DM erfordert, bereitgefunden, weil davon die Inkraftsetzung des revidierten Besatzungsstatuts abhängig gemacht worden war. Allerdings befürchten Regierungskreise, daß die vom Bundeskanzler erhoffte weitgehende Lockerung der außen- und innenpolitischen Handlungsfähigkeit der Bundesregierung doch nicht im erwarteten Ausmaß eintreten wird. Die Übernahme der Nachkriegsschulden, die praktisch ohne jede Einflußnahme der Deutschen entstanden sind, soll nach alliierten Erklärungen die Voraussetzung für die Anerkennung der Bundesrepublik als einzige rechtmäßige Nachfolgerin des Reiches sein. Es besteht die Gefahr, daß sich die Bundesregierung in die sehr angreifbare Annahme flüchtet, es würde sich praktisch nur um eine formale Anerkenntnis handeln, wobei sie sich mit dem Hinweis auf eine alliierte Mitteilung trösten wollte, die Westmächte würden bei der Aufstellung des endgültigen Zahlungsplanes auf die verminderte Leistungsfähigkeit der Bundesrepublik Rücksicht nehmen. Der Anerkennung der Schulden müßte die Übernahme der Haftung folgen. Die hier drohenden Gefahren einer auf die Dauer katastrophalen Belastung der Steuerzahler und der deutschen Devisenbilanz haben Bonner Regierungsstellen schon bei der Anerkennung der Vorkriegsschulden zu der Feststellung veranlaßt, daß die Bundesrepublik in ihrer heutigen Gestalt nur für 48 Prozent die Haftung für die ehemaligen Reichsgebiete übernehmen könnte. Bonner politische Kreise, die im übrigen die berechtigte Frage stellen, warum bisher das Problem der deutschen Auslandsguthaben auch nicht andeutungsweise in die deutsch-alliierte Debatte geworfen zu sein scheint, erörtern in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, daß der Kanzler aus außenpolitischen Gründen bereit sein könnte, vor allem bei den Amerikanern den Eindruck zu erwecken, die Bundesregierung sei zur Zusammenarbeit mit den Alliierten auch unter den schwersten Opfern bereit. Man verweist mit Nachdruck darauf, daß ja auch noch das Problem des deutschen finanziellen Beitrages zur westeuropäischen Verteidigung zu lösen ist, für die von den Westzonen nach amerikanischen Erklärungen rund 8 Milliarden DM aufgebracht werden sollen. Man wird also erwarten müssen, daß die Bundesregierung recht bald durch eindeutige und verbindliche Erklärungen ihre Absichten auf dem Gebiete der Auslandsverschuldung bekanntgibt, um der Beunruhigung der Bevölkerung zu begegnen, die erst jetzt wieder durch den Beschluß des Kabinetts, die Steuerschraube weiter anzuziehen, gesteigert worden ist. Sein Garten wird immer fchöner Bonn. Die Einvernahme des Landschaftsgestalters Prof. Matern, Kassel, durch den Bundestagsausschuß zur Überprüfung der im Raume Bonn vergebenen Aufträge ergab, daß die Gesamtunkosten für die Wiederherstellung und Neugestaltung der noch nicht vollendeten Gartenanlagen des Kanzlerpalais Schaumburg nach dem letzten Stand rund 116 500 DM betragen. Der ursprünglich von der Bauleitung des Bun- desflnanzministeriums bewilligte Betrag von 67 000 DM erhöhte sich durch zusätzliche Arbeiten, die nach der Fertigstellung des Gartens durchgeführt wurden. Es handelt sich dabei um die Reparatur der Wasserleitung, den Einbau von Stromkabeln für die Sicherheit des Kanzlers, die Einfahrtsänderung, die einschließlich 5700 Kubikmeter Bodenbewegungen allein 24 000 DM kostete, und eine dichte Bepflanzung mit Immergrün, die auf besonderen Wunsch des Kanzlers erfolgt ist. Bei einer neuerlichen Befragung des Architekten Prof. Schwippert, der ohne jeden schriftlichen Auftrag und ohne Vertrag den Umbau des Palais Schaumburg durchgeführt hat, wobei er den Kanzler als seinen „Bauherrn“ ansah, wurde festgestellt, daß der völlige Umbau des alten Gebäudes und die Einrichtung zusammen 814 000 DM gekostet haben. Ministerialdirektor Dr. Globke bestätigte, daß sich während des Umbaues ständig neue Fehler und Schäden herausgesteüt hätten, man habe aber den nun einmal angefangenen Bau doch nicht lieg«! lassen können. Die Rolle des Bundes- finanzministeriums hat sich nach der Aussage des Ministerialrates Weil lediglich auf die Kontrolle und auf die Bezahlung der Rechnungen beschränkt Weitere Baupläne für das Palais Schaumburg, wie z. B. die Anlage der Parkplatzbeleuchtung mit 6000 DM, die Reparatur der Umfriedung mit 17 500 DM und der Bau eines Kasinos mit 12 000 DM sind auf Weisung des Kanzlers vorläufig zurückgestellt worden. Schweiz für bisherige Finanzordnung Genf. Die meisten Schweizer sind mit der Finanzpolitik des eidgenössischen Bundes zufrieden. Mit 15 000 Stimmen sprachen sie sich am Sonntag in einer Volksabstimmung dafür aus, die bisherige Finanzordnung auch in den kommenden vier Jahren beizubehalten und sie verfassungsrechtlich zu verankern. Nur in zwei von 25 Kantonen — den französisch- sprachigen Kantonen Genf und Waadt — erreichten die Gegner der Verlängerungsvorlage die Mehrheit. erbittiieh kämpft sie für di« Sauberkeit des öffentlichen Leben«.* So zu lesen in einem Programm, das keines sein will, denn die Legion ist „keine Partei, sondern eine militante demokratische Organisation unter Ausschluß aller rechts- und linksradikalen Extreme“. Sie sucht ihre jungen Mitglieder bei allen demokratischen Organisationen und Parteien. Keiner kann Mitglied oder Legionär, wie es heißt, werden, ohne dazu besonders aufgefordert zu sein. Denn Zuverlässigkeit, Verschwiegenheit, Treue, Opferbeffeitschaft und Gehorsam sind die ersten Voraussetzungen, die von dem einzelnen gefordert werden. Eine vorhergehende Bewährungszeit entscheidet über die Unbedenklichkeit und Tauglichkeit des Neuauf- zunehmenden. Der Romantik und dem metaphysischen Bedürfnis der Jugendlichen wird durch Ehrenkodex und Schwur weitgehend Rechnung getragen. Die Legion erfüllt ihre Aufträge in aller Stille, so daß der Öffentlichkeit über ihre „Einsätze“ bis heute wenig bekannt wurde. Sie liebt das Mysteriöse und den modernen Mummenschanz unserer verängstigten Zeit: Geheimbündlerei und Dunkelmännertum. CDU-Abg. Dr. Kiesinger, FDF-Abg. Mende und DP-Abg. Dr. von Merkatz haben in Gesprächen ihre . Sympathie mit dieser Legion zu verstehen gegeben. Bundeskanzler Dr. Adenauer soll ihr weitgehend Verständnis und Unterstützung entgegenbringen. Die eigentlichen Gründer . werden verschwiegen, ebenso wie die Finanziers,, die in Düsseldorfer und Frankfurter Schwerindustrie- und Großkapitalistenkreisen zu suchen sind. Das Kapital der Konjunkturverdiener und ln diesen 1 agen sagte Hüttendirektor Georgen im „Handelsblatt“: Wegen Kohlenmangels müsse die eisenschaffende Industrie im Dezember Feierschichten einlegen. Zur Beurteilung der Folgen sei zu berücksichtigen, daß jede Tonne Rohstahl Beschäftigung für zehn Arbeitskräfte in der Weiterverarbeitung schafft. Professor Franz Böhm von der Universität Frankfurt: Europa habe den Eindruck, zu einem Nebenschauplatz der Geschichte gemacht zu werden. Es müsse annehmen, daß es nur aufrüsten solle, um eine große politische und militärische Aktion der Vereinigten Staaten im Fernen Osten zu decken. Bürgermeister Heu rieh, CDU-Landes- Vorsitzender in Karlsruhe: Die Aufstellung des sozialdemokratischen Bundestagsabgeordnetea Dr. Hermann Veit als Anwärter für den Posten des Ministerpräsidenten in Württemberg- Baden habe ihn in Erstaunen versetzt, weil Dr. Veit ein Badener ist. Man müsse jedoch berücksichtigen, daß sich Dr. Veit eines loyalen und fairen Wahlkampfes befleißigt habe. der Bürgermeister von Rommels* hausen im Remstal (Württemberg) in seinem der Bürgerversammlung vorgelegten Rechenschaftsbericht: Es sei höchste Zeit, daß mit dem „Ungeheuer des Statistik-Unwesens“ Schluß gemacht werde. Man solle mit mehr gesundem Menschenverstand an die Arbeit gehen, der ehemalig« Bunde»inn«nmlnl* ster Dr. Heinemann in der Züricher „Tat“: „Ich werde meinen prinzipiellen Kampf gegen den Regierungschef Dr. Adenauer fortsetzen. In der Bundesrepublik dränge alles auf die Schaffung einer großen nichtkatholischen Partei hin, in der sowohl Protestanten als auch Sozialisten Platz haben.“ Es müsse sich um eine Partei des praktischen Realismus handeln, wi« sie etwa im Bündnis Schumacher-NiemöUer angedeutet ist. Währungsgewinnler sucht Anlage und Zu* flucht im neuen deutschen Nationalismus, de# sich geschickt unter höheren Begriffen wi» „Europa und Kampf gegen die östliche Gefahr zu tarnen versteht. Dabei ist unerheblich, wenn sich zuletzt die Jugend mißbraucht und verraten sieht, ihr ehrlicher Glaube an die Freiheit, Gleichheit und Würde vom Menschen rücksichtslos zugunsten einer nationalen Restaurierung geopfert wurde. „Neid und Gefühllosigkeit verhindern die Befriedung des Volkes... begünstigen jene Gruppen und CUquen, die aus Machthunger Gegensätze schüren... Korruption zerfrißt das öffentliche Lehen... Wir wollen eine Demokratie der persönlichen Verantwortung in allen Lebenshereichen“. Kein Programm, lediglich eine Feststellung von herrschenden Tatsachen. Damit ist kein Neuland zu gewinnen. In der Schildergasse in Köln jedoch, habest Industrielle für die „Erste Legion“ in einem Neubau eine Etage als Zentrale ausbauen lassen. Ein eigenes publizistisches Organ wird in Frankfurt gegründet. Hanns Peters Kritik und Wünfche der Lehrer Wirtschaftliches — wichtig zu wissen Neuer Tarif für Luftpostbriefe Der bisherige Luftpostzuscblag im außereuropäischen Luftverkehr wird durch einem Ländertarif ersetzt, der auf der 5-Gramm-Gewlchtsstufe aufgebaut ist. So betragen die neuen Luftpostzuschläge für je 5 Gramm Briefgewicht u. a. nach Argentinien M, Australien 80, Kanada 30, Südafrikanische Union 38 und USA 30 Pfennig. Außerdem können Drucksachen, Geschäftspapiere, Warenproben nnd Mischsendungen zu gestaffelten Gebührensätzen Jetzt allgemein mit der Luftpost versandt werden. Papierfabriken geschlossen Die drittgrößte Fabrik für Zeitungspapier im Bundesgebiet, das Werk Welsenbacb der Boltzmann-AG., Murgtal in Baden, hat wegen Kohlenmangels den gesamten Betrieb bis auf weiteres eingestellt. Das ist die zweite Fabrik dieser Art, die ans dem genannten Grund stillegen maß. Stahlproduktion gefährd«! Die Kobstahlprodnktion im Bundesgebiet konnte trotz der nicht mehr ausreichenden Kohlenversorgung ly« November noch eine Höhe von 1 11t 713 Tonnen erreichen gegenüber 1134 79t Tonnen im Oktober. Dieses Ergebnis konnte nnr dadurch erzielt werden, daß die Hütten- nnd Stahlwerke die letzten Brennstoffreserven einsetzten. Die starke Kürzung der Kohlenzuteilung im Dezember muß jedoch zwangsläufig zu einem Rüdegang der Rohstahlerzeugung auf 90t Mt Tonnen führen. Hochöfen atillgelegt Wegen Kohlenmangel legen die Hüttenwerke Oberkausen AG. und die Hüttenwerke Buhrort-Meiderich AG je einen Hochofen still. Die Hüttenwerke Oberhansen werden außerdem zwischen Weihnachten nnd Neujahr mit nnr drei anstatt fünf Hochöfen arbeiten nnd in dieser Zeit das Thomas-Stahlwerk mangels Roheisen stillegen. Der Rohstahlansfall, der durch diese Maßnahme entsteht, wird von der Werksleitung auf etwa 88 Prozent beziffert. Rohrzucker «ui Brasilien Einfuhr von granuliertem Kristallzucker oder Hohr- Rohzucker ans Brasilien ist für 1 Million Dollar vorgesehen. Die Ar- __ und Erzieherverbände ist ihr als selbständige Organisation angeschlossen. Neustadt/Weinstraße. Die Spitzenorgana der I gebiet und West-Berlin organisiert. Arbeitsgemeinschaft deutscher Lehrerverbände j beitsgemeinsehaft bayerischer^ Lehrerforderten am Wochenende in Neustadt an der Weinstraße, daß genau so dringend etwas gegen die Schulraumnot getan wird wie für den sozialen Wohnungsbau. Auf 1000 neue Wohnungen müsse auch ein neues Schulhaus gebaut werden. Der erste Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im DGB, dem die Arbeitsgemeinschaft angehört, Obersenatsrat Max Träger, erklärte, die Bundesregierung müsse notfalls ERP-Mittel für den Neubau von Schulhäusem zur Verfügung stellen. Bei dem bisherigen Tempo würde es 25 Jahre dauern, bis . zufriedenstellende Schulraumverhältnisse geschaffen seien. Die Erzieher wünschten, daß höchstens 40 Kinder in einer Schulklasse unterrichtet werden dürfen. Die Gewerkschaft fordere außerdem, daß die Gehälter der Erzieher, die seit 1927 nicht geändert worden seien, den größeren Lebenshaltungskosten angepaßt werden. Junglehrer, Referendare und Assessoren müßten wirtschaftlich gesichert werden. Die bisherigen Gehälter von 170 bis 190 DM für diese jungen Erzieher entsprächen in keiner Weise den heutigen Bedürfnissen. Träger setzte sich bei dieser Gelegenheit für ein einheitliches Schulwesen im ganzen Bundesgebiet ein. Uber all diese Fragen haben sich Hauptvorstand und Hauptausschuß der Arbeitsgemeinschaft deutscher Lehrerverbände am Wochenende in Neustadt an der Weinstraße unterhalten und damit gleichzeitig die Mitgliederversammlung vorbereitet, die Pfingsten in Stuttgart stattflnden soll. In der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sind 75 000 Erzieher aus dem Bundes- Kriegsverbrecher-Urteile revidiert Heidelberg. Der amerikanische Oberkommandierende in Europa, General Handy, hat 14 wegen Kriegsverbrechen gegen Deutsche gefällte Urteile herabgesetzt. Die Häftlinge waren alle für die Vergänge in den Konzentrationslagern Buchenwald und Dachau verantwortlich gemacht worden. Die amerikanische Prüfungskommission hatte 15 Urteile überprüft. Prinz Josias zu Waldedc und Arthur Dietzsch, denen der Rest ihrer Freiheitsstrafen erlassen wurde, sind bereits aus dem Landsberger Gefängnis entlassen worden. Die lebenslänglich« Freiheitsstrafe des ehemaligen SS-Unteroffl- ziers Anton Bergmeier, der für den sogenannten Bunker im KZ Buchenwald verantwortlich war, wurde nicht herabgesetzt Neue heftige Ausbrüche des Ätnas Catania. In der Nacht zum Sonntag ereigneten sich neue heftige Ausbrüche des Ätnas, nachdem die Lavamassen nahe der Ortschaft Milo fast zum Stillstand gekommen waren. Di« Lavamasse fließt jetzt wieder mit erheblicher Geschwindigkeit aus neuen Krateröffnungen zu Tal. Sie benutzt dabei meist die alten Lavawege, die größtenteils schon durch Erkalten gefestigt sind. Allerdings entstanden auch neue Lavaströme, von denen einer die Ortschaft Zapinello bedroht. Was macht das Weiter? Auf der Ostseite eines großen über dem Atlantik gelegenen Hochs strömt kalte Luft nach Mitteleuropa ein. Wetteraussichten: Vorübergehend heiter, danach wieder Bewölkungszunahme, und einzelne Schaues, die in den meisten Höhenlagen als Schnee fallen. Tagestemperaturen null bis 5 Grad. Nachts Fröste bi» zu — t Grad. Wintersportmeldnngen: Feldberg: 35 cm Gesamtschnee, 18 cm Neuschnee, Pulver, Ski und Rodel sehr gut, —9 Grad. Herzogenhorn: 35 cm Gesamtschnee, 18 cm Neuschnee, Pulver, Ski und Rodel sehr gut, —8 Grad. Schauinsland: 10 cm Pulverschnee. Ski stellenweise möglich, —8 Grad. Neustadt: 10 cm Pulverschnee, Md stellenweise möglich —6 Grad. Breitnau: 8 cm Pulverschnee, Ski und Rodel möO» lieh, — 2 Grad. « Herausgeber: Sozialistischer Verlag Freiburg G.m.b.H. Freiburg 1. Br., Kalser-Joseph-Straße 229. Fernruf 2818 Hauptschriftleitung: Alfred Oesterheld Verlagsleitung-. E. Bauermeister Druck: Universitätsdruckerei Poppen A Ortmann. Freiburg 1. Br. „Das Volk* erscheint: Dienstag, Donnerstag, Samstag, Monatsbezugspreis 2.30 DM einschließlich Trägerlohaj durch die Post 2.50 DM. Dienstag, 5. Dezember 1950 Pas Bott Nummer 145 — Seite S Alarm beim VfL Konstanz Die Seehasen jetzt an drittletzter Stelle der Tabelle — Der Freiburger FC nach wie vor in ansteigender Form — Singen vergab den möglichen Sieg über Waldhot Tn einem Kampf wie er sein soll, verdiente sich der Freiburger FC im Spiel gegen Konstanz •wei wertvolle Funkte und bewies damit erneut seine verbesserte Form. Für den FC Singen SMieint die Zahl 13 bindend zu sein, denn immer noch nimmt die Mannschaft den 13. Platz in der Tabelle der Süddeutschen Oberliga ein. Gegen Waldhof wäre ein Sieg möglich gewesen, aber Singens Sturm war vom Pech verfolgt. Freiburger FC — VfL Konstanz 2:0 (1:0) Einen harten Kampf um die Punkte, die beide Mannschaften bitter nötig haben, lieferten sich die alten Rivalen auf dem regennassen und aufgeweichten Piatz des Möslestadions, der die Zuschauer bis zum Schlußpfiff voll in seinem Bann hielt. Die Freiburger, «he als Favoriten in den Kampf gingen, sahen sich einem Gegner gegenüber, der erbitterten Widerstand leistete und über ein gutes Mannschaftskönnen verfügt. Vor allem besitzt die Elf mit Spielmacher Klöck- ter eine Läuferreihe, die aus der Tiefe aufbaut und dem gesamten Spiel Linie gibt. Sehr gefährlich die rechte Sturmseite mit dem spurtschnellen und schuß- sicheren Zoch, während mit Prade ein abwehrsicherer Mann zwischen den Pfosten steht. Die Freiburger zeigten sich wieder einmal von ihrer guten Seite, und man darf hoffen, daß sie ihre ansteigende Form beibehalten. Technisch waren sie ihren Gegnern klar überlegen, zauberten zuweilen einen Angriffswirbel vor dem Konstanzer Tor, dem sich die Gäste nur mit Mühe erwehren konnten. Ein Beweis hierfür mag das Eckballverhältnis von 14:3 (10:2) sein. Nur viel Schußpech verhinderte eine noch höhere Torausbeüte. Der Sturm, aus dem vor allem Fangmann herausragte, während Mittelstürmer Schmitz eine ausgesprochen schwache Partie lieferte, kombinierte bei dem schweren Boden allerdings zu engmaschig und war so durch keine Erfolge begünstigt. Die beiden Treffer erzielte Oer ausgezeichnete Läufer Büchner mit zwei glas- Haben Sie so gefipf? Nord: 11G20102201 West: 2001211012 Hessen: 112 1 000210 Bayern: 012 — 110121011 Württemberg-Baden: 1 — 01121101011 Rheinland-Pfalz: 0101201212 -.. dann zahlt Württemberg-Baden 2. Rang an 43 Gewinner je 2357.— DM t. Rang an 916 Gewinner je 110.50 DM 3. Rang an 6153 Gewinner je 16.50 DM Zusatzwette: 3681 Gewinner je 13 DM harten 30-Meter-Freistößen, denen auch Prade nicht gewachsen war. Der Kampf selbst wurde über die volle Spielzeit von beiden Mannschaften mit großem Einsatz geführt, wobei die Gäste zuweilen allerdings etwas zuviel des Guten taten, so daß Faber und Mokroß für kurze Zeit ausscheiden mußten. Mit einer klaren Feldüberlegenheit beendeten die Freiburger die erste Spielhälfte. Nach dem Wechsel legten die Gäste dann einen kräftigen Zwischenspurt ein, und mehr als einmal schufen sie vor Adolphs Gehäuse, der übrigens eine gute Partie lieferte, recht gefährliche Situationen. Als dann Büchner in der 72. Minute den zweiten Freistoß, den Klöckler durch ein Foul verschuldet hatte, verwandelte, war der Bann gebrochen, und die Einheimischen konnten sich wieder frei spielen. Trotz mehrerer Chancen blieb es aber bis zum Schluß dieses kräfteverzehrenden Treffens bei dem verdienten 2:0 für den FFC. Schiedsrichter Fink, Frankfurt, leitete souverän das schwere Spiel, allerdings konnte man mit seinen Abseitsentscheidungen, durch die mehr als einmal Freiburg benachteiligt wurde, nicht bedingungslos einverstanden sein. Schuld hieran mögen vielleicht auch die unsicheren Linienrichter gewesen sein. Singener Pethsträhne geht weilet FC 94 Singen — Waldhof Mannheim 1:1 (1:0) Die kleine Schar von Unentwegten, die sich auch. Blatt, denn Singens »schwache Viertelstunde* wurde urch den strömenden Regen vom Besuch des Wald- I durch ein weiteres Beispiel erhärtet. Als Weber einmal geschlagen, konnte Paprian nochr retten, und dann spielte sich Singen wieder frei. In der 63. Minute erreichte Willimowski eine Ballabgabe von durch den strömenden Regen vom Besuch des Waldecks nicht abhalten ließ, wurde für ihre Treue reichlich belohnt. Sie sah ein Spiel, das in seiner Rasse, in seinem beispiellosen Einsatz und in seinem Tempo im Hinblich auf die katastrophalen Platzverhältnisse immer wieder verblüffte. Daß den Einheimischen der verdiente Erfolg versagt blieb und sie sich mit einer Punkteteilung begnügen mußten, läßt sich weder auf ihr Spiel noch auf die Platzverhältnisse oder den Schiedsrichter zurückführen, sondern lag einzig darin, daß die Waldhofer ih einem Ausmaß vom Glück begünstigt waren, das weit über das Normale hinausging. Die Maggistädter waren vom Anpfiff weg da, fanden sich mit dem aufgeweichten Boden überraschend gut ab und operierten außerordentlich geschickt. Schon in der vierten Spielminute hatte Schulz den Führungstreffer in der Hand, aber leider nicht auf dem Fuß, denn er übersprang die WUlimowski-Abgabe, die ihn drei Meter vor dem Tor erreichte. Während der ersten Halbzeit dominierten die Einheimischen, und nach einer Serie von Chancen war es in der 28. Minute Bach, der eine Schroff-Flanke überraschend mit sattem Schuß zum Führungstreffer verwandelte. Nun häuften sich die erfolgversprechenden Situationen, ohne daß weitere Treffer erzielt wurden. Stemberg gab seine Bälle meist nicht an den in bester Position stehenden Spieler ab und ermöglichte es so der Waldhof-Hintermannschaft, ihrer unlösbar scheinenden Aufgabe gerecht zu werden Nach der Pause wendete sich vorübergehend das Die Herbstmeistersthaft für Niederbuhl Zähringen war Wegbereiter für die Halbzeit Meisterschaft in der Handball-Landesklasse Lörrach in Schultern geschlagen — Schutterwald weiter erfolgreich — Unentschieden in Niederbühl hat die erste Runde in der Handball- Landesklasse gewonnen. Mit 18 Punkten in 10 Spielen sicherte sich die Elf den Titel des Herbstmeisters. Zwar hat Altmeister Schutterwald noch Gelegenheit, auf die gleiche Punktzahl zu kommen, dürfte aber kaum in der Lage sein, in punkto Torverhältnis gleichzuziehen. Niederbühl — Zähringen 12:4 (8:1) Die Spielstärke der Niederbühler Handballmannschaft ist nicht mehr zu verkennen. Die Elf hätte ihre Überlegenheit nicht besser unterstreichen können, als mit dem überzeugenden Sieg über Zähringen, der schon in der ersten Halbzeit durch Tore von Kiefer (4), Himmelstein (2), Collet und L. Seharer feststand. Erst beim Stande von 8:0 konnte Kistner für Zähringen den ersten Treffer buchen. Kistner war auch nach der Gastgeber mit 3:1 in Führung, mußten sich aber bis zur Pause dem Ansturm der jungen Schutterner Elf noch viermal beugen. Nach dem Wechsel verkürzte Lörrach noch einmal, aber dann zogen die Gastgeber in gleichen Zeitabständen auf 8:4 davon und ließen dem Lörracher Sturm keinerlei Entfaltungsmöglichkeiten mehr. Weitere Ergebnisse: Kandern — Stetten 3:4; Haltingen — Brombach 14:1; Weil — SchoRfheim 3:2. LaHdesschwimmen für Versehrtensportler Die Versehrtensportabteilung des Verbandes der Kriegsversehrten, Landesverband Baden, veranstaltet am Samstag, 16. Dezember, 20 Uhr jm Marienbad in Freiburg einen Schwimmabend für alle Kriegs- dem Wechsel noch dreimal erfolgreich, aber die ve tsebrten des Landes Baden. Kriegsversehrte, die —' . ■■ — - - -- ■■ sich an dem Schwimmen (das mehrere Schwimmkonkurrenzen je nach der Fähigkeit des Versehrten vorsieht) beteiligen wollen, können sich bei der Landesgeschäftsstelle des Verbandes der Kriegsversehrten, Sportabteilung, Freiburg, SChwaighof- straße 6, melden. Die Anmeldung muß Geburtstag und Versehrtenart des Teilnehmers enthalten sowie die Disziplin, in der geschwommen wird. Niederbühler, die merklich verhaltener spielten, trafen durch Kiefer, H. Seharer (2) und Schiff weitere viermal ins Schwarze und stellten damit den nie gefährdeten Sieg sicher. TV Lahr — SV Hauingen 6:6 (3:3) Nie war die Lahrer Mannschaft einem Sieg näher, •ls am Sonntag. Bis zur Pause wurde eine ausgeglichene Partie geliefert, die in dem Halbzeitergebnis den gerechten Niederschlag fand. Nach dem Wechsel zog Lahr auf 6:4 davon und hätte mit etwas Glück beide Punkte buchen können. Aber ein gewaltiger Endspurt der Wiesentäler brachte noch einmal den Gleichstand und in den Schlußminuten waren die Gäste dem Sieg näher als der TV. TuS Schutterwald — SV Teningen 14:8 (8:4) Ohne ihre besten Spieler kamen die Gastgeber nicht recht zum Zuge. Das Fehlen der beiden Junker und Hermanns machte sich stark bemerkbar und konnte auch durch den eifrigsten Einsatz der Ersatzleute nicht verhehlt werden. Teningen spielte unbekümmert und einsatzfreudig, konnte aber letzen Endes nicht gegen die routinierte Altmeisterelf aufkommen. Schuttern — Rot-Weiß Lörrach 8:4 (5:3) Eine unangenehme Überraschung für die Rot- Weißen, die sich in Schuttern überhaupt nicht zu- I echtfanden. Zwar gingen sie nach dem ersten Treffer Europarekord in Reutlingen Beim Dreiländerkampf der Schwimmer (Baden — Württemberg — Bayern) in Reutlingen stellte der Münchner Herbert Klein einen neuen Europarekord über 200 Meter Brust auf. Er schwamm die Strecke in 2.31.8 Sekunden und verbesserte damit seinen eigenen in Upsala erzielten Rekord Schulz freistehend drei Meter vor dem Tor, ohne daß er es verstand, das Leder einzudrücken. Völlig überraschend konnte in einem Gedränge in der 75. Minute durch Rechtsaußen Eckert der Ausgleich erzielt werden, der aber gleichzeitig das Signal für den Singener Endspurt war. Waldhof gab sich mit dem Ergebnis zufrieden und spielte mehr und mehr auf Halten. Aber die Singener Angriffsmaschine lief auf Hochtouren und machte Skudlarek das Leben sauer. Ein Pfostenschuß von Schroff wie Kopfbälle von Willimowski und sternberg, die knapp über die Latte gingen, vermochten das Ergebnis nicht zu ändern. Der Schlußpfiff sah eine freudige Waldhof- Elf, die sich klar war, daß sie einen ihrer glücklichsten Punkte mit nach Hause nahm. Mi! einem Blick im Bitde! Oberliga Süd: VIR Mannheim — Schwaben Augsburg 6:1; . 1860 München — VfB Stuttgart 1:4; Darmstadt 98 — Bayern München 3:2; VfB Mühlburg ' Kickers Offenburg (ausgefallen); 1. FC Nürnberg Spvg Fürth 2.2; BC Augsburg — Eintr. Frankfurt 3:1J EC Singen — SV Waldhof 1:1; FSV Frankfurt — Schweinfurt 05 1:0; VfL Neckarau—SSV Reutlingen 5». Zweite Division: Freiburger FC —VfL Konstanz 2:9; Stuttgarter Kickers — FC Bamberg 5:1; Viktoria Aschaffenburg — SG Arheilgen 5:2; FC Pforzheim — Ulm 46 3:0; Hessen Kassel — Bayern Hof 1:2; sv Wiesbaden — Union Bückingen 5:0; SV Tübingen — TSV Straubing 2:2; Jahn Regensburg — ASV Durlach 1:1; ASV Cham — Wacker München 4:0. Oberliga Südwest: Wormatia Worms — FC Kaiserslautern 2'0; Spvg Andernach — Tura Ludwigsh. 2:0; VfB Kaiserslautern — FK Pirmasens 0:5; TuS Neuendorf — Mainz 05 8:2. Saarland-Pokal: Eintracht Trier — FC Saarbrücken 1:2; Phönix Ludwigshafen — VfB Neunkirchen 2:1. Oberliga West: FC Köln — Borussia Dortmund 1:2: Schalke 04 — Sportfreunde Katernberg 3:2; Preußen Münster — Preußen Dellbrück 2:1; Rot-Weiß Essen — Horst-Emscher 2:3; Spvg Erkenschwick — Hamborn 07 0:0- Alemannia Aachen — München-Gladbach 8:1; Duisburger SV — Rot-Weiß Oberhausen 2:0: Rheydter SV — Fortuna Düsseldorf 2:2. Oberliga Nord: FC St. Pauli - Eintracht Braunschweig 3:2; Bremer SV — TV Eimsbüttel 4:3; G6U tingen 05 — Altona 93 2:2; Hannover 96 — Holstein Kiel 1:3' VfL Osnabrück — Arminia Hannover 0.0, Bremerhaven 93 — VfB Oldenburg 7:1. Amateurligen Erste AjnateurUga: FC Rastatt-SV K upenheim 0:0; Blau-Weiß Freiburg — ^SV ^reiburg 0.1. FV St. Georgen — Spvg Weil 2:1; SC Baden-Baden — FTSG Freiburg 3:0; SV Ottenau - ^ot-Weiß Lörrach^ SV Achern — FV Lahr 3:1; Spvg Rheinfelden — * v Offenburg 3:4. Zweite Amateurliga, Staffel I: Honaues^ingcm — Engen 3:0; Überlingen — Gottmadingen (ausgefallerüt Haslach — Rielasingen 0:0; Furtwangen — Stockach 8.2, Blumberg — Radolfzell (ausgefallen). Zweite Amateurliga, Staffel H: Sportfreunde Freiburg - Wyhlen 1:2; Waldkirch - Kappelrodeck (ausgefallen); Kenzingen — Emmendingen 1^; Freiour ger FC II — Gutach 0:0 (abgebrochen); Orschweier Otigheim 5:6; Oberkirch — WUlstätt 7d>. Ein wirktidher Kampfabend Pforzheims Boxer schlagen Freiburg 9:7 Die Boxabtellung des ASV Freiburg hatte mit der Verpflichtung der Mannschaft des SPV 01 Pforzheim einen guten Griff getan. Die Gäste verfügten über ein ausgezeichnetes Können, und so fanden dann auch fast sämtliche Begegnungen den vollsten Beifäll der Freiburger Boxsportfreunde, die den Paulussaal bis auf den letzten Platz füllten. Es entwickelte sich ein Kampfaoend im wahrsten Sinne des Wortes, die Kontrahenten schenkten sich nichts, wobei die einzelnen Begegnungen erfreulicherweise auf einem technisch guten Niveau standen. An solchen Gegnern können die Freiburger nur lernen. Wenn sie eine knappe Niederlage hinnehmen mußten, so lag das wohl in erster Linie an der geringeren Ringerfahrung sowie an dem fehlenden Angriffsgeist und Einsatzwillen. Es hat sich deutlich gezeigt, daß unsere Boxer bei allem technischen Können doch noch zu schulmäßig boxten und bei einem harten Gegner zu sensibel sind. Die kräftigen und durchwegs fintenreich und hart schlagenden Gäste, die über eine ausgezeichnete Beinarbeit verfügten, waren fast ausschließlich Nahkämpfer, die nur durch rücksichtslosen Angriff zu schlagen waren. Den besten Beweis hierfür lieferte im Halbschwergewicht Huber, der seinen körperlich kräftige: en Gegner Sailer durch pausenlose Angriffe nicht zum Zuge kommen ließ und einen klaren Punktsieg landete. Auch Gailer, der an diesem Abend seinen 75. Kampf bestritt (wir gratulieren!), kam zu einem Punktsieg für Freiburg, der allerdings bei entsprechender Eigeninitiative sehr wohl hätte zu einem K. o.-Sieg werden können, denn Berger konnte sich durch seine eigenen Angriffe immer wieder Luft schaffen. Die Hoffnung der Freiburger, Domnick, konnte mit all seiner Technik gegen den bedeutend größeren und rücksichtslos schlagenden Schmidt nichts ausrichten und mußte die Punkte an die Gäste abgeben. Einen erbitterten Kampf der gegen Ende von seiten des Pforzheimers allerdings etwas unsauber geführt wurde, was die Zuschauer in erhebliche Erregung brachte, lieferten sich Bierfreund (F) und Dietz, der dann mit einem gerechten Unentschieden endete. Während der Freiburger Kreuz von Feuerbacher in der zweiten Runde k. o geschlagen wurde, bewahrte der Gong Ros! gerade noch vor einem endgültigen Niederschlag. Er hatte in Boidrin einen harten und reaktionsschnellen Gegner vor sich, der dem Freiburger harte Dinger zu verdauen gab. Die Begegnung war offen, technisch sehr schön, und in der 3. Runde lieferte Boidrin ein Musterbeispiel kämpferischen Einsatzes, als er, einer Niederlage nahe, hart» schweren Magetreffern plötzlich zu einem großartigen Endspurt ansetzte und Rosi regelrecht zer- trommelte. . __ Harter (F) war dem temperamentvollen und angriffslustigen Weißhaar körperlich zwar überlegen, vernachlässigte aber Angriff, Deckung und vor allem seine Rechte. Der Punktsieg des Gastes ging jedenfalls in Ordnung. In der ersten Begegnung des Abends zeigten Röchling (F) und Lienhard nichts Besonderes. Der Freiburger hatte gegen den dauernd zu tief sich duckenden Gast mit seinen Links-Rechts- Schlägen Erfolg und kam zu einem klaren Punktsieg. Brötzingens Ringer leicht überlegen ASV Lahr — ASV Brötzingen 3:5 Im ersten Gang um die Gruppenmeisterschaft siegte Nordbadens Meister ASV Brötzingen am Samstag in Lahr knapp aber verdient mit 5:3 Punkten. Entscheidend für den Erfolg der Gäste war die größere Härte und Erfahrung. Die Brötzinger gingen durch Schultersiege im Fliegen- und Bantamgewicht durch Seipel und Steib mit 2:0 in Führung. Käppis Lahr, verkürzte durch seinen Schultersieg gegen Michel auf 2:1. Im Leichtgewicht gab es im einzigen Kampf über die volle Zeit einen knappen Punktsieg von Held, Brötzingen, Durch den Sieg des Lahrers, Müller, im Weltergewicht kamen die Gastgeber wieder auf 2:3 heran. Im Mittelgewicht siegte der, Brötzinger, A. Mürrle überraschend gegen Berne, Lahr. Zwar konnte Keßler, Lahr, im Halbschwergewicht E, Mürrle schlagen, doch im Schwergewicht mußte der Lahrer Stubanis die Überlegenheit des jüngeren Broß, Brötzingen, anerkennen. Ringen Gruppenmeisterschaft: Lahr — SV 1898 Brötzingen 3:5. Oberliga: Gottmadingen — Homberg 2:6; Urioffen — Freiburg-Herdern 5:3; Freiburg-St. Georgen — St. Georgen im Schwarzwald 3:5. Landesliga: Waldkirch — Vörstetten 3:5; ViUingen — Tennenbronn 7:1; Urioffen H — Altenheim 7:1. Die Spiele der Bezirksklassen Pokalspiele Bezirk Offenburg: Kehl-Sundheim — Gengenbach 4:3; Auenheim — Zusenhofen 1:4; Berghaupten — Spvg Lahr 1:2 (n. Verl.); Weier — Urioffen 3:1; Waltersweier — Altdorf (Altdorf nicht angetreten). Bezirk Oberrhein: Wehr — Waldshut 7:1; Haltingen — Stetten 1:1; Grenzach — Wutöschingen 3:0; Fahrnau — Rheintal (Rheintal verzichtet). Bezirk Freiburg Riegel — Ebnet 6:1; Heitersheim — Reute 3:3 (nach zweimaliger Verlängerung). Weitere Ergebnisse Bezirk Oberrhein: Untermettingen — Weizen 1:2; Biedern a. W. — Ühlingen 2:4; Oberlauchringen — Lottstetten 1:7, Rheintal — Albbruck 1:2; Murg — Unterlauchringen 2:2; Brombach — Tumringen 4:1; Friedlingen — Karsau 1:0; Haagen — Zell 2:7; Haltingen II — Liel 1:2; Herten — Grenzach H 1:2; Schopfheim HI — Lörrach HI 7:3; Fahrnau II — Maulburg H 2:4; Haagen II — Zell H 2:7. Bezirk, Mittelbaden: Nußbach — Offenburg H 0:1; Orschweier H — Dundenheim 3:8; Mietersheim — HeüigenzeU 1:5; Rust — Kuhbach 0:3; Kippenheim — Grafenhausen 6:0; Allmannsweier — Niederschopfheim 3:3; Lahr H — Ettenheim 2:6; Kürzel! — Oberschopfheim 8:0; Leutesheim — Ichenheim 0:1; Schutterwald — Kork 3:1; Kappel — EttenheimweUer 6:1. Bezirk Freiburg: Emmendingen — Endingen 3:1; Wyhl — Bombach 5:2; Jechtingen — Nordweil 0:2; Malterdingen — Hecklingen 3:3; Niederhausen — Heimbach 2:2; Königschaffhausen — Mundingen 2:3. Rastatt bleibt an der Spitze Die Spiele der Ersten Amateurliga Von Sonntag zu Sonntag wird das Kräfteverhältnis in der ersten Amateurliga deutlicher ersichtlich. Im oberen Tabellendrittel hat sich, obwohl ViUingen und Schopfheim spielfrei waren, nichts geändert. Bemerkenswert sind das Abrutschen des FTSC Freibnrg auf den siebten Tabellenplatz und der erste Sieg des ASV Freibnrg. Der FTSC auf dem 7. Platz i einen Rheinfeldener Sieg erwarten, doch nach vier Baden-Baden — FTSC Freihure 3 H «•»* ausgelassenen Gelegenheiten brachte Müller H die Baden Baden FTSC Freiburg 3.6 (1.8) I offenburger in Führung. Rheinfelden drückte weiter, Es hat sich einmal mehr gezeigt, daß das Spiel des | aber nur ein Treffer von Kloß sprang bis zur Pause FTSC zu sehr auf Mittelstürmer Tritschler abgestimmt j heraus. Nach Wiederanspiel brachte erneut Kloß ist. In Baden-Baden war diese Tatsache bekannt. Man | Rheinfelden in Führung, aber mitten in der Drangließ Tritschler durch Schneider beschatten und dieser > periode der Gastgeber glich Bittner für Offenburg löste seine Aufgabe so ausgezeichnet, daß der ge- ; aus. Dieser Treffer erschütterte das Selbstvertrauen samte Freiburger Sturm in keiner Phase des Spieles der Gastgeber, die aber trotzdem überlegen blieben, richtig zur Entfaltung kam. In der ersten Halbzeit, Tore aber schossen die Offenburger, und zwar Stäbgingen die Kurstäw.ter nach einem Schuß von Boehly, ! n er im Anschluß an eine Ecke und Müller II nach den Bichele ins eigene Tor fälschte, in Führung. Nach , einem Freistoß von der 16-Meter-Linie. Im verzwei- dem Wechsel konnte der FTSC die anfängliche Uber- feiten Endspurt der Rheinfeldener erzielte Stauden- legenheit der Gastgeber ausgleichen, es aber nicht verhindern, daß der Ball noch zweimal (einmal durch Kopfstoß von Seitz, zum zweitenmal» durch Reiner) den Weg ins Netz fand. Offenbnrg einmal im Glück Rheinfelden — Offenbnrg 3:4 (l:l) Offenburg kämpfte bisher mit viel Pech, doch schien sich die Dame Fortuna diesmal revanchieren zu wollen, denn mit so viel Glück holt man selten Punkte, wie es Offenburg in Rheinfelden tat. Gewiß spielten die Offenburger nicht schlecht und hatten in Verteidiger Rabold, dem Spielmacher Kopp und dem überaus gefährlichen Müller H die besten Leute in ihrer Mannschaft, aber Rheinfelden war doch mit ganz wenigen Ausnahmen die überlegene Mannschaft. Aus dem guten Gesamtrahmen der Einheimischen sind Spitzel und Knoll noch besonders herauszuheben. Schiedsrichter Zitser, Konstanz, konnte nicht immer überzeugen. Schon der Start des rassigen Punktespiels ließ raaier nur noch das 3:4. Verdienter Sieg SV St. Georgen — SV Weil 2:1 sprechen werden. Für alle Untertanen der närrischen Regierung ist von Interesse, zu vernehmen, daß die Breisgauer Narrenzunft an die Bürgerkorps und Narrennester die Anweisung erteilt hat, mit dem Beginn von Kappenabenden und Fasnetsveranstaltungen bis zum 8. Januarzu warten, um die Weihnachtstage und den Jahreswechsel in Ruhe abklingen zu lassen. Gestürzter Baum Die Berufsfeuerwehr wurde am Sonntagvormittag nach der Wonnhalde gerufen, wo ein entwurzelter und gestürzter Baum den Verkehr behinderte. Es wurde eine Reservegruppe der Wehr eingesetzt, die das Hindernis rasch beseitigt hatte. Von Brandfällen blieb unsere Stadt während des Wochenendes verschont, so daß die Alarmglocke beim Kommando nicht in Taätigkeit zu treten brauchtfc „Reit sein ist alles!“ Franz Everth als „König Lear* Eoland Rihklinger handelte richtig, als er, dem Stil seiner bisherigen Inszenierungen leigend, auch dieses zum unveräußerlichen geistigen Besitz des traditionsgebundenen Theaters gewordene Trauerspiel Shakespeares im Hinblick auf Spielleitung und Bühnenbild von allem Pomp befreite und es ohne irgendwelche Ausflüchte auf seine strengen Grundlinien zurückführte. Es blieb nichts mehr, was den Zuschauer vom Wesentlichen der Dichtung abgelenkt hätte: das werden im Laufe des Abends auch die erkannt haben, die sich nicht so leicht an die nüchternere, aber auch ehrlichere und sich nie vordrängende Szenerie der modernen Richtung gewöhnen können. Es hätte keiner weiteren Attribute bedurft, um das Schicksalhafte der Dichtung anzudeuten, wie es Friedhelm Strenger mit den schweren Elementen seines wie ein Verhängnis über der Szene lastenden Bühnenbildes tat. Einen wesentlichen Faktor bildete hierbei wieder der Einsatz der Scheinwerfer, der heute wesentlich abgestufter und deshalb eindrucksvoller als vordem erfolgt. ■ So wurde das Werk dem Menschen von heute in einer Weise nahegebracht, wie es bei einer klassischen Bühnendichtung nur dem modernen Spielleiter gelingt: man erlebte die zeitlose Tragödie eines Mächtigen, der sich selbst zu sehr liebte, um Freund und Feind auseinanderhalten zu können, und der erst, als sich sein Geist schon umnachtet, erkennt, wie sehr er an denen, die ihm am nächsten stehen, schuldig geworden ist. Diese Gestalt, der König Lear, war dem Pathos, das gerade Shakespea-e am wenigsten verträgt, am weitesten entrückt, und es macht das Große an der Darstellung Franz Everths aus, daß er diese Figur nicht als etwas von vornherein Fertiges vor die Zuschauer hinstellte, sondern sie im Laufe des Spiels folgerichtig in all ihren Einzelzügen entwickelte und sie so immer tiefer in die Empfindungswelt der Betrachtenden hneinwachsen ließ. Im Grollen dieser Stimme, hinter der grenzenlose Empörung stand, snürte man ebensowenig Theatralik wie im aufflackernden Wahnsinn und im stillen Schmerz des unendlich Ge- demütigten. Es blieb nichts als ein Mensch, dessen grenzenloses Leid man erschüttert mitemufand: eine überragende schausnielerl“che Leistung, deren Größe ln ihrer Stille lag. Sich neben dieser der ganzen Aufführung ihren Stempel auforäeend-o Rollengestaltung zu behauoten. war für die Mitspieler gewiß nicht leicht, zumal die absolute Schlichtheit Everths nicht von allen erreicht wurde Sn wir beispielsweise der geistig umnachtete Edgar H-^nz secic-nmelnfennigs Wahl echt emnfunden. aber in d-n Äußerungen seiner Narrheit doch um einige Grade überzeichnet und auch den im ganzen sehr einö-p-ksvoPpo ehester pbiünn Orlemanns bät + ° man sCrh M—r und da gedämpfter gewünarht. s.rprirono.'-o—t r„mer: . der markante Herzog von Ä'bardee vqiiv neichreanns. der sehr liebevoll gezeichnete Graf von Kent Walter Kieslers, dem Artur Pipa mit der gleichen Treffsicherheit den widerwärtig-skrupellosen Edmund gegenüberstellte, Friedrich von Bülows nicht übertriebener Narr und Theo Martin als Haushofmeister Oswald. Von den drei Königstöchtern wirkte Elisabeth Lothars schlangenhafte Regan am überzeugendsten, während Ruth Baldor trotz guter Charakterisierung nicht ganz dem Bilde der Goneril entsprach. In der Rolle der Cordelia führte sich Eva Wagner anmutig und Gutes versprechend, wann auch zunächst noch ein wenig gehemmt, ein. Das begeisterte Publikum feierte Spielleiter und Darsteller zum Schluß stürmisch, allen voran Franz Everth, der seine 50jährige Bühnentätigkeit nicht schöner und würdiger hätte krönen können als durch seinen „Lear“, der in der Freiburger Theatergeschichte seinen Platz behaupten wird. Rudolf Burschei. Filme in „Paris um Mitternacht* (englisch). Ein nichtssagender Titel für einen außergewöhnlich dramatisch bewegten, bis zum Bersten mit äußerer und innerer Spannung gefüllten Film. Er behandelt in vielen völlig wesensgleichen Einzelzügen (die deshalb unmöglich zufällig sein können) dasselbe Thema, das vor vielen Jahren schon einmal Veit Harlan in seinem ebenso ungewöhnlichen Film „Verwehte Spuren“ meisterte — nur daß der englische Film die auf der Pariser Weltausstellung von 1889 verschwundene Mutter durch einen ebenso unauffindbaren Bruder ersetzt. Nur selten wurde man von einem Stoff so sehr in Anspruch genommen wie bei diesem Film, dessen Drehbuch geradezu raffiniert in seinem Aufbau ist, und auch der Spielleitung gelingt es, die quälende Spannung bis zum Schluß aufrechtzuerhalten. Auch die Darstellung ist, bis zur kleinsten Rolle, außergewöhnlich lebensnahe; überraschend eindringlich vor allem Jean Simmons, die den verzweifelten Kampf des sich einer feindlichen Umwelt gegenübersehenden Mädchens bis zu einem hohen Grade glaubhaft macht, aber auch die psychologisch glänzend durchgearbeiteten Rollen der Hotelbesitzerin und ihres Helfers sind hervorragend besetzt. — Ein Film, den man sich nicht entgehen lassen sollte! (Friedrichsbau.) „Ali Baba und die vierzig Räuber* (amerikanisch). Ein Streifen, dessen Kassenerfolg schon durch die Abenteuerfreudigkeit unserer Jugend, die hier wieder einmal restlos „mitgeht“, verbürgt wird. Der kritischer eingestellte Erwachsene freilich wird feststellen, daß dieser Film trotz des phantastischen Aufwands, mit dem das altvertraute Thema ausstaffiert wurde, als Gesamtkomposition weder den unvergeßlichen „Dieb von Bagdad“ noch „Tausendundeine Nacht“ auch nur im entferntesten erreicht. Daran sind namentlich die Längen, besonders im Anfang, an denen dieser Film krankt, schuld, aber auch Richard Strauß: Elektra“ Gastspiel des Badischen Staatstheaters Karlsruhe Die Wellen fanatischer Kämpfe und erbitterter Ablehnung um die ersten musikdramatischen Werke des damals schon auf der Höhe seines Schaffens stehenden Richard Strauß sind längst verebbt. Seine „Salome“ und die „Elektra“ (1908) müssen als einsame letzte Höhen des psychologisch-naturalistischen Musikdramas anerkannt werden, von denen aber zweifellos auch starke Impulse für die moderne Harmonik und Melodik ausgegangen sind. Die großen technischen Schwierigkeiten aber sind ein hinlänglicher Grund, daß wir diesen Werken nur selten in unseren Spielplänen begegnen.. Mit der „Elektra“ setzt Strauß’ Zusammenarbeit mit Hugo von Hofmannsthal ein. aus Freiburg die Hauptdarstellerin, die schöne, aber ausdruckslose Maria Montez, enttäuscht sehr. Um so erfreulicher sind der kraftvolle Jon Hall und der geschmeidige Turban Bey, dem man einen wesentlich größeren Aufgabenkreis gewünscht hätte. Als prächtiges, liebe Erinnerungen an die Jugendzeit weckendes Bilderbuch aber läßt man sich das farbenfrohe, nur mitunter allzu kulissenhafte Werk gern gefallen. (Zentral.) „Das Geheimnis des Hohen Falken* beweist, daß man einen Film in den Bergen auch abseits des Bergfilmkliscbees, das sich allmählich totgelaufen hat, drehen kann, und zwar weit fesselnder — wenn man nur die richtigen Ideen hat. Gewiß bleibt auch in dieser Kriminalgeschichte einiges undurchsichtig, und die Handlungsführung ist nicht immer überzeugend, aber anzuerkennen ist doch das ernste Bemühen, der Fabel einen psychologischen Hintergrund zu geben. Neben Heinz Engelmann, dessen Reporter erfreulich von den auf diesem Gebiete sonst üblichen billigen Karikaturen absticht, sind vor allem Richard Häußler als menschenfeindlicher Bildhauer und Josef Sieber als Diener bemerkenswert, während Renate Schacht, eine Nachwuchsspielerin mit sehr eindrucksvollem Gesicht, sich noch ein wenig steif vor der Kamera bewegt. Dazu eine Reihe ausgezeichneter Landschaftsbilder (Harmonie.) „Abenteuer im Harem“ (amerikanisch). Man schalte die Logik aus, bevor man sich vor die Leinwand setzt, und mache sich darauf gefaßt, daß einen der blühendste Unsinn, den man sich denken kann, erwartet! Es gibt viel zu lachen, aber auf die Dauer wirken die sich förmlich überschlagenden Clownerien etwas ermüdend. Und mit so etwas kann man in Amerika steinreich werden! Glückliches Komiker- Zweigespann Bud Abbot und Lou Costello! (Kandelhof.) R. B. der später noch viele gemeinsame Werke hervorgehen sollten. Der aus der antiken Mythologie stammende Elektrastoff erhielt durch Hofmannsthal eine neue Formung, die nicht ganz frei ist von pathologisch- dekadenten Zügen. Richard Strauß, der einmal gesagt haben soll, er könne Messer und Gabel in Töne setzen, schrieb dazu eine erregende, allen verborgenen Gefühlen realistisch nachspürende Musik. Er bietet alle Mittel eines großen Orchesterapparates auf, um diese Orgie des Grauens und der Abgründlg- keit zu schildern. So vermag uns dieser Einakter in den rauschhaften Zustand einer wilden Begeisterung zu versetzen. Vorausgesetzt natürlich, daß eine Aufführung den großen Anforderungen des Stückes in so zwingender Weise gerecht wird, wie wir dies bei dem Gastspiel des Badischen Staatstheaters Karlsruhe erleben konnten. Otto Matzerath als musikalischer Leiter verstand es, vom ersten bis zum letzten Ton eine ungeheure innere Spannung zu halten und alle Klangeffekte mit einem feinen Spüren für ihre szenische Bedeutung herauszuarbeiten. Das Orchester musizierte in allen Stimmgruppen mit höchster Präzision und einer erlesenen Klangkultur trotz der ungeheuren Schärfen der Straußschen Partitur. Die Inszenierung Heinz Wolfgang Wolfis rückte die Gesamtszene in den Bereich ernst-düsterer Gemessenheit ohne allzu übertriebene Akzente schauspielerischer Gestik oder bühnentechnischer Mittel. Sehr geschickt aufgebaut war die Mägdeszene, weniger überzeugend die Szene der Fackelträger in ihren ausgefallen bunten Gewändern. — Das Bühnenbild Prof. Egon Eiermanna schien uns zu sehr vom modernen Betonbau bestimmt, verfehlte aber" nicht eine eindrigliche Wirkung. In der Titelrolle bot Paula Baumann eine überragende Leistung Ihre strahlende Sopranstimme wirkt durch ihre dunkle Färbung besonders angenehm und setzt sich ohne die geringste Forcierung immer mühelos durch. Kein einziger Ton der überaus schwierigen Partie verlor zugunsten realistischer Effekte von seiner makellosen Schönheit. Die schauspielerische Gestaltung verriet eine persönliche Reife und Ausgeglichenheit, wie wir sie nur selten auf der Opernhühne antreffen. — Auch Renate Sörrensen brachte für die Rolle der Chrysothemis gutes stimmliches Material mit. Ihre Höhe ist aber vielfach sehr hart, ihr Piano bisweilen gaumig und textlich undeutlich. — Eine ausgezeichnete Charakterdarstellung bot Melanie Geißler als Klytämnestra. Ihre große dramatische Altstimme wurde allen Anforderungen ihrer düsteren Partie gerecht. — Hans Hofmann sang den Orest: ein klangvoller, mächtiger Baß mit tadelloser Aussprache, dem nur eine gewisse Sorgfalt der Tongebung fehlt. — Helmuth Neugebauer als Ägist}i konnte sich trotz seiner kleinen Rolle kaum durchsetzen. Das Freiburger Publikum feierte seine Gäste begeistert und rief vor allem die Hauptdarstellerin und den Dirigenten noch unzählige Male vor den eiserne» Vorhang. Karl Widmete». Dienstag, z. Dezember 1958 Nummer 145 — Seite T Pas Vom Unsere Jubilare •ccYS?* 1 „. B *£ u * 8,coile 4 e Jose* Felder, Emmen* Straße 18, vollendete am 1. Dezember »ein lYl ^*? e 5^*J ahr - Fest so Jahre lang war der Jubilar Sc 5. rUtscteer »ei cier Firma Herder & Co. tätig und erfreut sich bei seinen Kollegen und Im Privat- leDen allgemeiner Achtung und Wertschätzung. _f* m *• Dezember wurde Verbands-Geschäftsführer ^? h /enbach, Günterstalstr. 14, 70 Jahre alt. mr 84. Lebensjahr vollendete am Sonntag, 3.c De- zraaber, Frau Ella Bausch, die Ihren Lebens- “"S 1 “ ln der Kartause verbringt. >Daa Volk“ grüßt alle Jubilare herzlichst! Von der Universität Nikolaus Hllling. emeritiertem Ordinarius für katholisches Kirchenrecht an der ,t!Eologlachen Fakultät ln Freiburg, wurde zum Beginn seines 80. Lebensjahres (geh. 27. November 1871) von der Kanonistischen Sektion ln der Theologischen Fakultät München ehrenhalber die Würde eines Doktor juris canonici verliehen. Professor Hllling ist der Nestor der deutschen Kirchenrechtler. Freiburger Universität und Theologische Fakultät gedenken, den verdienten Gelehrten ln Jahresfrist zur Vollendung seines 88 Lebensjahres besonders m ehren. wir wünschen dem Jubilar noch viele Jahre ln voller Schaffenskraft. Ad mul tos annos! Dr. Robert G am säen, Dozent am Waldbaulichen Institut der Universität Güttingen ln Hannover-Mün- den, wurde zum planmäßigen außerordentlichen Professor und Direktor des Instituts für Bodenkunde an der Universität Freiburg ernannt. Gefährliche Sprengung Am Samstag, gegen 13 Uhr, wurde bei den Abbrucharbeiten der ehemaligen Karlskaserne eine Sprengung vorgenonunen. Hierbei flogen einige Steine durch die Fenster der gegenüberliegenden Landeszentralbank, wobei innerhalb der Räume eine Holzwand durchschlagen und verschiedene Büromöbel beschädigt wurden. Zwei Bedienstete der Landeszentralbank wurden durch Glassplitter der Fensterscheiben leicht verletzt. Zusammenschluß der Freiburger Jugend Jh einer Feierstunde ln der Aula des Rathauses schlossen sich die Freiburger Jugendorganisationen zu einem Stadtjugendring zusammen. In seiner Ansprache wies Franz Gütz Im Namen aller Jugendverbände auf die Notwendigkeit dieser Zusammenarbeit hin. Schon lange habe Im Rahmen des „Stadtjugendausschusses“ eine fruchtbare Gemeinschaftsarbeit bestanden, die die einzelnen Verbände über Ihre eigenen Ziele hinaus in der Gemeinsamkeit der verantwortungsvollen Erziehungsaufgabe vereinigt habe. 10 000 Jugendliche seien im Stadtgebiet Freiburg von den Jugendorganisationen erfaßt. In dem „Stadtjugendring“ habe man nun eine Forfn gefunden, die der Zusammenarbeit besser gerecht werde. Im Stadtjugendring schlossen sich zusammen: Der Bund der katholischen Jugend, die Evangelische Jugend, die Sportjugend, die Gewerkschafts- und die Angestelltengewerkschaftsjugend, die Jugendlichen der „Naturfreunde“, die „Falken“, die Pfadfinder- und die Esperantojugend. Uber eine gesonderte Aufnahme der Kolpingsfamilie soll noch entschieden werden. Satzung und Geschäftsordnung fanden einstimmige Billigung. Ebenfalls einstimmig war die Wahl der Vorsitzenden: 1. Vorsitzender: Kreisjugendpfleger Viktor Koch; 2. Vorsitzender: Hermann S t o e k e r; 2. Vorsitzender: Gerd E n g 1 e r. Die Bürgermeister Schieler und Ruh begrüßten lm Namen der Stadtverwaltung den Zusammenschluß der Jugendverbände. Sie würdigten die Verdienste Viktor Kochs, der es sich nie habe verdrießen lassen, für die Belange der Jugend ln aufopferndem Idealismus einzustehen. Im Aufträge des Staatspräsidenten sagte Regierungsrat Dr. Epp jede mögliche staatliche Unterstützung zu. Die gleiche Zusage gab lm Namen der Gewerkschaften Stadtrat Kappes. Dekan Dr. Geiß erinnerte in seiner Ansprache an die fruchtbare Jugendarbeit des verstorbenen Bürgermeisters Geiler. Es sprachen weiterhin Vertreter der Evangelischen Kirche, des Landesjugendrüiges und des Jugendamtes. Der erste Vorsitzende des neugegründeten Stadtjugendringes, Viktor Koch, dankte in seiner Schlußansprache Bürgermeister Schemenau für sein großes Verständnis für die Belange der Jugend. Er richtete weiter an alle Vertreter der Behörden den eindringlichen Appell, der Jugend rechtzeitig zu helfen, damit diese vor der großen Gefahr der Verwahrlosung bewahrt werden könne. Hier liege auch die große Aufgabe des Stadtjugendringes. Es sei besser, diesem für seine Aufbauarbeit etwas Geld zu geben, als später das gleiche Geld für die Fürsorge einer verwahrlosten Jugend verwenden zu müssen. Der Stadtjugendring wolle den Jungen Menschen helfen, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten. Nur so könne man die Jugend vor den Versuchungen einer reinen Vergnügungslust bewahren. Das Evangelische Jugendorchester brachte ln ansprechender Weise Werke von Georg Friedrich Händel und Antonio Vivaldi zu Gehör und gab der Feierstunde den würdigen Rahmen. G. R. „Ich wollte heiraten .. Argumente ein« jugendlichen Verbrechen Als Neuling auf dem Gebiet der Eigentumsvergehen fing ein 22jährlger Bursche aus Freiburg wie ein aufs Ganze gehender Berufsverbrecher mit Einbrüchen an. Seinen ersten Nachtbesuch stattete er einem Kiosk ln der Stadtmitte ab, um daraus Bohnenkaffee, Schwarztee, Kleidungsstücke und Schuhe wegzu schleppen. Zwei Einbrüche galten dann einer Altmateriallen- handlung, aus derem Innern er das erstemal 200 DM, beim zweiten Einbruch aus dem Kassenschrank 1100 DM stibitzte. Ein gewaltsames Eindringen in das Büro seines Arbeitgebers verhalf Ihm zu dem ln einer Lohntüte aufbewahrten Betrag von 114 DM. Einer Studentin entwendete er auf der Bahnfahrt von Freiburg nach Ebringen die Aktentasche mit Inhalt. Daß die Kriminalpolizei auf die Fährte kam, hing mit den Beziehungen des Angeklagten zu dem kürzlich zu Zuchthaus verurteilten Schwerverbrecher H. zusammen. Auf die Frage des Schöffengerichtsvorsitzenden . an den stets in Berufsarbeit stehenden Angeklagten nach den Beweggründen zu den Einbrüchen, gab er die trockene Antwort: „Ich wollte heiraten und dazu brauchte Ich Geld!“ Man wird zugeben müssen, daß bei einem Zweiundzwanzig jährigen die geplante und auch vollzogene Heirat keine Verzögerung erfahren durfte. Die vom Schöffengericht verhängte Strafe beträgt ein Jahr drei Monate Gefängnis, ab drei Monate Untersuchungshaft. — Was auf den jugendlichen Verbrecher wartet, wenn er nach verbüßter Strafe das Diebeshandwerk wieder aufnimmt, darüber wurde der Verurteilte nachdrück- Uchst belehrt. Dokumente des Sozialismus Es war ein guter Gedanke der Sozialdemokratischen Partei, ihren Mitgliedern und Freunden einmal in einer Werbefllmvorfüh- 'rung mit aller Anschaulichkeit zu zeigen, was bislang im Nachbarlande Österreich von der Sozialdemokratischen Partei geleistet und erreicht worden ist. In dem Film „Unser Weg“ wird in vielen fesselnden, gut gesehenen Bildern dargelegt, daß der österreichische Arbeiter und Angestellte dank dem unermüdlichen Wirken der SPÖ einen wirklichen Schutz durch das dortige Betriebsrätegesetz genießt. Von arbeiterfeindlichen Elementen wird den Arbeitnehmern freilich im Hinblick auf die Abzüge für die Sozialversicherung oft voll Hohn zugerufen, daß sie „ausgebeutet“ würden; die Praxis aber lehrt, daß mit Hilfe dieser Beträge unendlich viel Gutes zugunsten des schaffenden Menschen geleistet wird, namentlich im Interesse der Kriegsbeschädigten, der Arbeitsopfer, der Witwen und Waisen, der Alten, Kranken und Notleidenden. Der pak- kende Streifen, der die positiven Ergebnisse einer planvollen Sozialisierung deutlich kennzeichnet, schließt mit dem Gelöbnis, daß die österreichische Sozialdemokratie auch künftig Freiburger Vorsthau Dienstag, S. Dezember Städtische Bühnen, Großes Haus: 20 Uhr: Der Waffenschmied von Worms. Städtische Bühnen, Kammerspiete: Keine Vorstellung Filmtheater: Casino: „Zeuge gesucht“; Die Kurbel: „Bitterer Reis“; Friedrichsbau: „Paraa um Mitternacht“; Harmonie: „So beginnt ein Leben“; Kandelhof: „Abenteuer lm Harem“; Union: „Die Maske fällt“; Zentral: „Ala Laba und die vierzig Räuber“. British Inf. Centre: 15.30, 17.30 Uhr Filme ln Deutsch „Unsere Zelt“, „Montreal“, „Quebec“, „Portage“, „Der Weg nach Norden". — 20 Uhr: englisches Filmprogramm. Centre de Documentation: 20.30 Uhr: Lichtbildervortrag Dr. Ing. Kromer „Die Elektrizitätsversorgung in Amerika“. Kaufhaussaal: 20 Uhr: Konzert des Glttaristen Anton Stlngl. Hörsaal I: Schwarzwaldverein, Lichtbildervortrag StUdlenrat Schilli: „Das Haus des Schwarzwaldes“. Gewerkschaftshaus: 20 Uhr: Frau Dr. Rhiene, Hamburg (Woman): „Was können die Frauen für den Frieden tun?“ All*. Beamtenschutzbund: 20 Uhr: Versammlung lm „Paradies“, Frledrich-Ebert-Platz. Mittwoch, o. Dezember Städtische Bühnen,. Großes Haus: 20 Uhr: Peer Gynt. Städtische Bühnen, Kammerspiele: 20 Uhr: Man kann nie wissen. Filmtheater: wie am Dienstag- Junge Filmfreunde lm Film-Club Freiburg: 18.80 Uhr lm British Information Centre (Brücke) Filmvorführung und Vorstandswahl. British Inf. Centre: 15.30, 17.30, 20 Uhr: Filme ln Deutsch wie am Dienstag An allen Tagen Kunstverein: Weihnachtsausstellung südbadischer Künstler. Museum für Naturkunde: Heimische und fremdländische Tiere und Pflanzen. Museum für Urgeschichte: Kulturhistorische Entwicklung lm Oberrheingebiet. Münstennuseum: Sammlung abgängiger Originale. Abgüsse figürlicher und ornamentaler Einzelheiten des Münsters. Caslno-Klubräume: Badische Künstlerinnen. Die Kurbel: Kunstausstellung Furtwängler. British Inf. Centre: Kanada-Ausstellung. unbeirrt für die sozialistischen Menschenrechte kämpfen werde. Nicht minder aufschlußreich war der die Sozialversicherung in Österreich behandelnde Film „Dein Werk — dein Recht“. Mit aller Deutlichkeit gegenüber den Scharfmachern auf der Arbeitgeberseite wird hier zum Ausdruck gebracht, daß der österreichische Arbeiter ein sittlich begründetes Anrecht an seinem Betrieb hat, da er es war, der nach dem Zusammenbruch, während die „hohen“ Herren meist türmten, seiner Firma die Treue hielt und mit größtem Opfermut und Fleiß dafür sorgte, daß Werk um Werk wiederaufgebaut wurden, ohne daß staatliche Mittel zur Verfügung standen. Der Lohn für diese uneigennützige Hilfsbereitschaft im Dienste der Wirtschaft und des Staates bljeb nicht aus; denn die Sozialdemokratie sorgte dafür, daß Sportplätze, Arbeitersiedlungen in Licht und frischer Luft, Krankenhäuser. Altersheime und andere wichtige, namentlich der werktätigen Bevölkerung dienende Einrichtungen geschaffen wurden. Man wünschte nur, daß diese beiden auch künstlerisch bemerkenswerten Filme einmal einem großen, aufgeschlossenen Zuschauerkreis vorgeführt und- so mit nachhaltigem Erfolge für die Idee eines Sozialismus der Tat werben würden. R. B Einbrecher gefaßt Am Freitagmorgen gegen 5 Uhr wurde in der Büggenreuterstraße von einer Polizeistreife ein 43jähriger Mann gestellt, der kurz zuvor in einem Kiosk auf dem Friedrich-Ebert-Platz eingebrochen war. Der Festgenommene trug einen mit Zigaretten gefüllten Rucksack bei sich, die er im Kiosk gestohlen hatte. Da der Dieb bei der Festnahme starken Widerstand leistete, waren die Polizeibeamten gezwungen, den Gummiknüppel zur Anwendung zu bringen. Wieder ein Fahrrad auf gefunden Als Zeichen wachsender Moral werteten wir es kürzlich, daß die Zahl der Fahrraddiebstähle abnimmt und jene der wiedergefundenen Räder wächst Am Freitag vergangener Woche wurde ein weiteres Herrenrad. Marke Weltrad, in der Stefan-Meier-Straße auf gefunden; der Besitzer möge sich bei der Kriminalpolizei melden. Ferkelmarkt fällt aus Weil in Kirchzarten die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen ist, findet, wie die Städtische Pressestelle mitteilt, der Freiburger Fer- kelmarkt bis auf weiteres nicht statt. Teurer Griff in die Portokasse Es war kein unreifer Mensch, sondern der Hausmeister einer staatlichen Institution ln Freiburg, dem ln amtlicher Eigenschaft die Portokasse anvertraut war. Im vergangenen Sommer kam man dahinter, daß der Hausmeister 238 DM unterschlagen hatte. Zur Verdeckung der Unterschleife fälschte er die schriftlichen Belege der Portoausgaben. Als an seinen Verfehlungen nicht mehr zu zweifeln war, wurde er sofort seines Posten? enthoben. Der Entlassung folgte die auf Amtsunterschlagung lautende Anklage. Das Schöffengericht sühnte das Vergehen nun mit acht Monaten Gefängnis. Freitag öffentliche Stadtratssitzung Wie von uns bereits gemeldet, findet am heutigen Dienstag keine Stadtratasitcung statt. Vom Rathaus wird uns soeben mitgeteilt, daß mit Rücksicht auf die für Dienstag, 12. Dezember, vorgesehene Landtagssitzung der Zusammentritt des Stadtrats nach- bzw. vorverlegt werden mußte. Das Stadtparlament tritt nunmehr am Freitag, 8. Dezember, um 15 Uhr zu einer öffentlichen Beratung zusammen. Die Tagesordnung umfaßt folgende fünf Punkte: la: Wiederaufbau des Karlsbaues lb: Verbreiterung der Kaiser-Joseph-Straße zwischen Salz- und Schusterstraße lc: Wiederaufbau der Wagenhalle des Städtischen Fuhrparks Id: Ansiedlung von Industrie in Freiburg 2. Erhebung der Grundsteuer für Trümmergrundstücke 3. Straßenbenennungen 4. Überdachung der Straße zwischen Maschinenbaus und Schweineschlachthalle im Städtischen Schlacht- und Viehhof 5. Verschiedenes. Aus dem Freiburger Kulturleben »über alle Zeiten“ Man mag es als ein Zeichen unserer Zelt deuten, daß es einem großen Industrieunternehmen wie der Deutschen Shell-Aktiengesellschaft Vorbehalten blieb, einen so hervorragenden, von allen kommerziellen Bindungen freien Kulturfilm wie das Werk „Uber alle Zeiten“ gestalten zu lassen. In diesem Film, dessen Autor und Regisseur Erich Menzel ist, werden die großen steinernen Zeugen der verschiedenen Stilepochen der deutschen Baukunst wirklich lebendig, weil sie von einer mit wachen Künstleraugen geführten Kamera ln ihren geheimsten Regungen belausch» wurden. Mit besonderer Liebe sind die zu den Bauwerken gehörenden Skulpturen in ihren Einzelheiten erfaßt worden, und darüber hinaus spricht auch die deutsche Landschaft in einer Fülle reizvoller Aufnahmen zum Herzen des Betrachters. Es wäre zu wünschen, daß dieser beispielhafte Kulturfilm, der in einer Sondervorstellung ln Freiburg gezeigt wurde, einem größeren Kreise zugänglich gemacht würde. — Gleichzeitig sah man einen ebenfalls sehr eindrucksvollen Dokumentarfilm („Das Werk lebt“), der Interessante Ausschnitte aus dem Wiederaufbau der Shell- Raffinerie Hamburg-Harburg vermittelte. R. B. • Klavierabend Wilhelm Kempff Zu Ihrem dritten Konzert in dieser Saison hatte die Buchhandlung Albert einen im .In- und Ausland gleichbekannten Klaviervirtuosen verpflichtet: Wilhelm Kempff. Daß sein Ruhm nichts von seiner Frische verloren hat, bewies der ausverkaufte Paulussaal. — Der Programmverlauf brachte eine durchgehende Steigerung der pianistischen Leistungen, die bei der glanzvollen Brahmssonate (f-moll, op. 5) ihren Höhepunkt hatte. Hier fanden sich ursprüngliches Spieltemperament, technische Reife und gestalterische Kraft in schöner und seltener Ausgewogenheit zu einer packenden und überzeugenden Wiedergabe. — In Schuberts nachgelassener B-dur- Sqnate zeigte sich Kempff als Meister der Nuance, der, bei Jedem schönen Augenblick genießerisch verweilend, eine Menge bezaubernder Einzelheiten zutage förderte, sich dadurch aber der Möglichkeit begab, die Schönheit des Werkes als Ganzheit (die ja bekanntlich wesentlich mehr ist als die Summe ihrer Telle) gestaltend wiederzugeben. — Mit der englischen Suite g-moll, die hier ganz aus dem Geiste des Impressionismus dargeboten wurde, machte der Künstler dem Bachjahr eine Reverenz. Das begeisterte Publikum forderte eine Reihe von Zugaben. Dabei nahm Wilhelm Kempff die Gelegenheit wahr, sein improvisatorisches Können, das allerdings mehr von dem Imponierenden technischen Vermögen als von musikalisch-schöpferischen Kräften gespeist ist, zu zeigen. —hek— Konzert des Jugendbildungswerks Eine so idealistische und Jegliche Förderung verdienende Einrichtung wie die ln das Jugendbildungswerk eingegliederte Jugendmusikschule stellt sich mit vollem Recht gelegentlich mit ihren erarbeiteten Leistungen der Öffentlichkeit. Ihr Konzert sollte „ein Beitrag zum Tag der Hausmusik“ sein, wie einführend von ihrem Leiter, Viktor Koch betont wurde, und als solcher war er höchst positiv zu bewerten. Der Abend wurde mit einem „festlichen Reigen“ von Armin Knab eröffnet. Zweifellos gibt es charakteristischere Werke der Moderne als dieses, aber seine Wiedergabe bedeutete doch einen ersten Schritt zur Beschäftigung mit zeitgenössischer Musik. Die folgenden altösterreichischen Tänze wurden vom „kleinen" Orchester, das nur aus Kindern und Jugendlichen besteht, recht schwungvoll gespielt. Besonderes Lob gebührt den vier Block- flötistlnnen die zur Frische des Klangs beitrugen. — Den zweiten Teil bestritt das aus Erwachsenen und Jugendlichen gebildete Orchester, das sogar sollstische Leistungen wie das Bratschenkonzert von Telemana und das Flötenkonzert von Gluck brachte, außerdem eine Sinfonie von Torelll. — Echte Begeisterung war als Grundhaltung dieser Musiziergemeinschaft spürbar; darum wurde den alten und jungen Musikanten und ihrem Dirigenten (Goldschmicro lebhafter und warmer Beifall gespendet. B. K. Volkstümliches Chorkonzert Der Freiburger Männergesangverein hatte unter der umsichtigen Leitung von Wilhelm Weis an dieser» Abend eine sehr nette und ansprechende Programmfolge zusammengestellt, die erfreulicherweise auf das übliche Männerchorpathos verzichtete. Die dargebotenen Chöre waren alle gut durchgearbeitet. Die einzelnen Stimmgruppen haben zum Teil ausgezeichnetes Material und befleißigen sich vor allem einer guten Aussprache. Eine schöne Auflockerung erfuhr das Programm durch die Einlagen eines Doppelquar- tetts und die Solovorträge von Franz Beck, Baß. Der beliebte Sänger erntete für seine lebendig vorgetragenen Lieder viel Beifall. Besonderen Anklang fanden die „Alemannischen Lieder“ von Wilhelm Wels, die in ihrer Chorfassung schon ln früheren Konzerten zu hören waren. Fritz Zehm, dem wir wieder als erfahrenem Begleiter am Flügel begegneten, hatte ihr« neue Fassung für eine Singstimme mit Klavier bearbeitet. Alle Darbietungen fanden eine herzliche Aufnahme. —lr Uraufführung lm Südwestfunk Der Südwestfunk, Studio Freiburg, bringt am heutigen Dienstag, 17.40 Uhr, ein neues Werk des Freiburger Komponisten Julius Klaas (op. 59, Konzert für Flöte und Orchester) zur Uraufführung. Franz Hauck dirigiert sein Orchester, als Solist wirkt Richard Vogel (Flöte) vom Stadtteater Freiburg mit. Rennfahrer in guter Betreuung Landesrennleitung Baden Bergabrennen e. V. gegründet In Ergänzung der dieser Tage bereits im allgemeinen Teil veröffentlichten Meldung lassen wir heute folgende Einzelheiten folgen: Die seit Januar bestehende Arbeitsgemeinschaft für Bergabrennen in Baden wurde am vergangenen Sonntag ln Hornberg in eine „Landesrennleitung Baden Bergabrennen e. V.“ umgewandelt und hat Ihren Sitz ln Freiburg. Der Verein ist gemeinnützig und sieht seine Aufgabe ln der Organisation und Durchführung von Bergabrennen, unter Wahrung aller polizeilichen, sportlichen und versicherungstechnischen Vorschriften. Schaffung einheitlicher Rennbestimmungen und Überwachung der Bergabrennen, um Auswüchse zu vermeiden. Ferner will er durch Veranstaltung von Bastelkursen den sportlichen Geist bei der Jugend fördern. Der Vorstand des neuen Vereins wurde wie folgt gewählt: 1. Vorsitzender Landrat Dr. Joachim, Offenburg: 2. Vorsitzender Stärk, Breisach: Organisations-' leiter Helger, Freiburg; Schatzmeister Dllger, Lahr; 1. Beisitzer Frau Marquart, Freiburg, 2. Beisitzer von Krefel. ADAC; 3. Beisitzer Müller. Homberg. Der Vorstand und die bei der Gründungsversammlung anwesenden Rennleitungen beschlossen einstimmig bei den kommenden Bergabrennen auf eine Preisverteilung in Form von Sachwerten und Geldprämien zu verzichten und jedem Fahrer lediglich als Anerkennung Urkunde. Plakette, Erinnerungsnadel oder dergleichen, und außerdem den beiden Bergmeistern und den Klassenslegem Kränze zu überreichen. Die heranwachsende Jugend soll dadurch erzogen werden, nicht des Preises, Sonden des Sportes wegen an den Bergabrennen teilzunehmen. Das „immentalrennen der Freiburger Buben“, das lm nächsten Jahre sein 25jähriges Bestehen feiern kann, und damit ein Jubiläumsrennen werden wird, kommt gegründet Der Sport in unserem Heimatgebiet Sportfreunde Freiburg — SV Wyhlen 1:2 (8:1) Die Gäste fanden sich mit dem kaum bespielbaren Boden schneller und besser ab als die Sportfreunde, deren Sturm zu unentschlossen und verspielt operierte. Im Husarenstil erzielte Wyhlen den Führungstreffer, der bis zum Wechsel gehalten wurde. Zu Beginn der zweiten Halbzeit zogen die Sportfreunde gleich, konnten den zählbaren Erfolg aber nicht moralisch auswerten und mutten kurze Zelt später den Siegestreffer hinnehmen. Kenzlngen — Emmendingen l:s (8:2) Die Pechsträhne der Kenzlnger fand im Spiel gegen Emmendingen Ihre Fortsetzung. Trotz spielerischer Überlegenheit während der ersten Halbzeit kam die Elf mit 0:2 in Rückstand. Nach dem Wechsel wurde die Partie völlig ausgeglichen, ja zeitweise sogar von den Gästen bestimmt, die die wenig stabile Deckung der Gastgeber noch dreimal Uberrannten. Ein Elfmeter erbrachte den Ehrentreffer für Kenzlngen. Die Hintermannschaft der Gastgeber spielte oft lustlos. Torwart Kern hatte nicht seinen besten Tag. Bei Emmendingen waren Selter und Maler hervorragend. Riegel — Ebnet 8:1 (0:9) Anfangs konnte der Gastgeber nicht so richtig zur Geltung kommen und der Sturm war regelrecht vom Schußpech verfolgt. So hieß es beim Halbzeitpfiff noch 0:0. Die Situation änderte sich jedoch schlagartig nach der Pause. Infolge ausgezeichneten Zuspiels bekam Riegel die Oberhand und spielte ziemlich die ganze zweite Halbzeit Überlegen. Der Erfolg blieb nicht aus, fast ln regelmäßigen Abständen fielen durch Binninger, Wagner und vögele. Emil die sechs Tore die das Kräfteverhältnis deutlich zum Ausdruck bringen. Erst etwa eine Viertelstunde vor Schluß gelang es den Gästen, einen Deckungsfehler der einheimischen Hintermannschaft auszunutzen und den verdienten Ehrentreffer anzubringen. Heitersheim — Reute 3:2 n. Verl. (0:2) In diesem Auswärtsspiel gelang es Reute nicht, die Hettershelmer auf eigenem Platz zu schlagen. Wohl sah es in der ersten Halbzeit nach einem Sieg aus, mit 2:0 lag Reute in Führung. Die Hintermannschaft nahm die Sache etwas zu leicht und zwei ganz „dumme“ Tore landeten im Reutener Gehäuse. So blieb es bis zum Ende der zweiten Halbzeit. In der Verlängerung gelang Heitersheim der erste Treffer und fast sah es nach einem Sieg der Einheimischen aus, doch dies vereitelte die drängende Mannschaft aus Reute. Es gelang ihr, den Ausgleich herzustellen doch für den Siegestreffer reichte es nicht mehr. Reute n — Nlmburg n 18:8 SV Emmendingen — Endingen 3:1 (2:1) Nach einem anfänglichen beiderseitigen Abtasten gelang es den Gästen nach etwa 15 Spielmlnuten zum ersten Torerfolg zu kommen. Bereits eine Viertelstunde später gelang der Platzelf durch den Halblinken Pfister der Ausgleich. Einige nach diesem Unentschieden aufkommende Härten unterband Schiedsrichter Hesse, Freiburg, energisch und der weitere Spielverlauf gab zu weiteren Beanstandungen keinen Anlaß mehr. Kurze Zeit später war es wiederum Pfister, der Emmendingen ln Führung brachte. Die zweite Halbzeit begann mit energischen Vorstößen des Gastgebers, die jedoch keine weiteren Erfolge brachten. In der 30. Spielminute etwa blieb es nochmals Pfister Vorbehalten, eine durch Kopfball verwandelte schöne Flanke ins gegnerische Tor zu placieren Endingens Angriffe — die Gäste spielten gleichfalls die ganze Zeit offensiv — blieben größtenteils in der gut deckenden Emmendinger Verteidigung hängen. Niederhausen — Heimbach 2:2 (2:2) Die beiden Mannschaften lieferten sich ein hartes aber faires Spiel. Niederhausen kam zuerst zu einem Torerfolg und führte lange Zeit mit 1:0. Durch einen Deckungsfehler der Hintermannschaft gelang den Gästen der Ausgleich. Danach strengten sich die Einheimischen mächtig an und gingen wieder in Führung. Etwa fünf Minuten vor Seitenwechsel konnte Heimbach gleichziehen. In der zweiten Halbzeit hatten beide Mannschaften Chancen, die nicht mehr verwertet wurden. Einen Elfmeterball hielt der Heimbacher Torwart ln einer ausgezeichneten Parade. Malterdingen — Becklingen 3:3 (3:2) Der Schiedsrichter setzte sich in diesem schnellen und harten Spiel oft in Gegensatz zu den Spielern und den &isehauern. So ließ er einen Torerfolg des Gastgebers — nach Ansicht der Zuschauer war der Ball hinter der Latte ins Aus gerollt — nicht gelten. So blieb es, nachdem die Gäste auch einen Elfmeterball verschossen, beim Unentschieden Königschaffhausen— Mundingen 2:3 (2:1) Nachdem sich der Gastgeber in einem schnellen Spiel ln der ersten Halbzeit einen Erfolg gesichert hatte, wendete sich nach Seltenwechsel das Blatt zugunsten der Gäste. Durch einen Elfmeterball wurde der Ausgleich hergestellt. Lange Zeit kamen die Stürmerreihen zu keinem Abschluß ihrer Kombinationen, bis es Mundingen etwa sieben Minuten vor Schluß gelang, nochmals Ins Schwarze zu treffen und damit den Sieg zu erringen. Gegenangriffe der Platzelf blieben erfolglos. Jechtingen — Nordweil 0:2 (0:2) Der Platz war ziemlich dreckig und stellte an die Kräfte der Spieler hohe Anforderungen. Gleich nach dem Anpfiff des Spiels setzte sich Nordwells Sturm durch und überrumpelte den gegnerischen Schlußmann. So hieß es bereits ln der fünften Spielminute 0:2 für die Gäste. Erst dann fand sich die Platzeil besser zurecht und sowohl in der ersten als auch in ger zweiten Halbzeit blieben weitere Torerfolge aus. Die Gegenangriffe des Gastgebers wurden zum größten Teil in der gut deckenden Hintermannschaft Nordwells abgefangen. Pfaffenweller — Oberried 3:1 (8:1) Am Sonntag trat Oberried zum Wiederholungsspiel gegen Pfaffenweiler an, nachdem das erste Spiel im September dieses Jahres beim Stand von 5:2 für Pfaffenweiler, eine Minute vor dem Schlußpfiff abgebrochen und daher auch nicht gewertet wurde. Als Oberried nach 18 Minuten ln Führung ging und diesen Vorsprung bis nach der Halbzeit halten konnte, sah es ganz nach einem Sieg für die Gäste aus. Zwar drängte Pfaffenweller ununterbrochen, doch immer fehlte der entscheidende Schuß. In der 75. Minute endlich lief der Pfaffenweiler Mittelstürmer Kopp seinem Bewacher davon und schoß zum vlelumjubel- ten 1:1 ein. Bereits fünf Minuten später schoß wieder Kopp das 2:1. Als Pfaffenweiler einen Strafstoß aus 16 Metern zum 3:1 verwandelte, war der Sieg sichergestellt. ‘ o. & i Seite 8 — Nummer 145 Dienstag, 5. Dezember 1950 Pas Vot* Emmendingen * Kaiserstuhl. Elztal Verkehrsunfälle haben nachgelassen Aus dem Monatsbericht der Gendarmerie Emmendingen Während die Unfallkurve im Oktober mit verbrechen und zwei Fälle von Nötigung muß 89 Verkehrsunfällen (31 im September) im I ten verfolgt werden. Wegen Unterschlagung Kreisgebiet Emmendingen noch einen Höchst- wurden 14 Personen zur Rechenschaft gezogen stand erreicht hatte, fiel sie im Monat November rapid ab. Von den zum Monatsende gemeldeten 21 Unglücksfällen wurden insgesamt 19 als Verkehrsunfälle gehuckt. Zwar ist diese Zahl noch immer relativ hock, dock stellt sie einen seit langem nicht mehr erreichten Tiefpunkt dar. Worauf dieser erfreuliche Rückgang zurückzuführen ist? Sickerlick nicht auf eine bessere Verkehrsdisziplin auf den Hauptstraßen. Diese bestätigte die Gendarmerie auf Anfrage übereinstimmend. Vielmehr dürfte das Nachlassen der Verkehrsunfälle sicherlich auf den bereits schwächer gewordenen Straßenverkehr, was über die Wintermonate regelmäßig der. Fall ist, zurückzuführen sein. Eine beträchtliche Anzahl von Motorfahrzeugen — in der Hauptsache Motorräder — wurde im November aus dem Verkehr gezogen und bis zum Frühjahr stillgelegt. Als Beweis, daß die Verkehrsdisziplin nach wie vor schlecht ist. kann die Zahl der Verkehrssünder gelten. Die Straßenpolizei stellte im Berichtsmonat 545 Übertretungen fest, im Oktober 461; in 486 Fällen wurde eine gebührenpflichtige Verwarnung erteilt. Augenblicklich werden laufend Kontrollen wegen der Beleuchtung gemacht. Fast zehn Prozent aller Radfahrer werden ohne Licht „erwischt“; selbst wenn eine Beleuchtung vorhanden ist, wird sie wegen des Dynamogeräusches oder wegen „Spritzgefahr“ oftmals nicht eingeschaltet. Was dabei alles passieren kann, darüber machen sie sich keine Gedanken. (Vormonat 17). Die Betrügereien haben im November erheblich zugenommen; während im Vormonat 12 Fälle aufgedeckt wurden, waren es dieses Mal insgesamt 23 Fälle. Der Hehlerei machten sich zwei und der Urkundenfälschung eine Person schuldig. Wegen Volltrunkenheit wurde in einem, wegen Steuervergehen in zwei und wegen Beschädigung von Telefonanlagen ebenfalls in zwei Fällen Anzeige erstattet. Sonstige Vergehen wurden 16 Fälle registriert Der Preisprüfer stellte im Berichtsmonat 12 Verstöße gegen die Preis- und Auszeichnungsvorschrift fest. Die Ordnungspolizei mußte in 33 Fällen eingreifen, die Sittenpolizei machte in 10 und die Gesundheitspolizei in 3 Fällen Beanstandungen geltend; die Feldpolizei stellte eine Übertretung fest. Im November verübten zwei Personen Selbstmord (Emmendingen und Riegel). Insgesamt mußte die Gendarmerie des Kreises 1361 Aufträge erledigen. Wasser. Es sind durchaus nicht immer die Radfahrer, die ein Hindernis im Straßenverkehr abgeben. In letzter Zeit häufen sich die Fälle, in denen verschiedene Autofahrer durch Rücksichtslosigkeit die anderen Verkehrsteilnehmer erheblich gefährden. So wurden dieser Tage zwei Radfahrer von einementgegenkom- menden Auto derart stark geblendet, daß sie aufeinanderstießen. Glücklicherweise fielen sie nicht auf die Fahrbahn, sondern auf die rechte Straßenseite, so daß Schlimmeres verhütet wurde. Es wäre angebracht, wenn die Gendarmerie in den Abendstunden auf der Bundesstraße auf derart rücksichtslose Kraftfahrer ein besonderes Augenmerk richten würde. Wasser. Die Schlußprobe der Freiwilligen Feuerwehr, die unter Leitung des Kommandanten Gg. Gerber durchgeführt wurde, zeigte einen guten Ausbildungsstand der Wehr. Bürgermeister Rißler sprach in dem anschließenden gemütlichen Beisammensein den Männern für den selbstlosen Dienst und ihre stete Bereitschaft im Namen der Gemeinde Dank und Anerkennung aus. Auch Kreisbrandmeister Baumgärtner, der der Schlußübung beiwohnte brachte seine Genugtuung über die Schlagkraft Neuland bei Tutschfelden Ein in der Nähe des Ortsetters gelegenes Gewann, das stark versumpft ist, wird durch Anlage von Entwässerungsgräben jetzt trocken gelegt. Die Arbeiten am Hauptgraben sind bereits am gestrigen Montag in Angriff genommen worden. Nach Abschluß des Unternehmens werden die Anlieger des obigen Gebietes um einige wertvolle Grundstücke bereichert sein. — Jakob österle, der bei der Firma Emil Ringwald in Wagenstadt seine Lehrzeit absolvierte, An der Spitze der Vergehen und Verbre- * 1 h _ + chen stehen wiederum die Diebstähle; ins- hat seine Gesellenprüfung im Wagnerhandwerk gesamt 37 Fälle wurden der Gendarmerie im Berichtsmonat angezeigt (im Oktober waren es noch 45). Weiter mußten sich 12 Personen wegen Körperverletzung verantworten; der Verkehrsflucht und der fahrlässigen Tötung machte .sich je eine Person schuldig, vier Fälle von Beleidigung, zwei wegen falscher Anschuldigung und zwei wegen Sachbeschädigung wurden zur Anzeige gebracht. Drei Sittlichkeits- mit der Note „sehr gut“ bestanden. Wagenstadt. Nach Broggingen hat man sich nun auch in Wagenstadt mit dem Thema der Rebumlegung befaßt. Während im Gewann Lerchenberg noch keine endgültige Beschlußfassung möglich war — ein Teil der dortigen Rebstücke befindet sich in den Händen von Bürgern der Gemeinde Bleichheim, mit denen erst noch eine Besprechung veranlaßt werden Erneuerung der Ortsstraßen Zwei Stadtratsitzungen in Kenzingen In der vergangenen Woche trat der Stadtrat zweimal zusammen. Im Verlaufe der Dienstagsitzung befaßte er sich u. a. mit der Erneuerung verschiedener Ortsstraßen. Hierzu sollen Art und Menge des benötigten Materials möglichst umgehend festgestellt werden. — Hinsichtlich der Renovierung des Volksbades müssen zuerst fachmännische Gutachten eingeholt werden. — Für die geplante Verschönerung der Friedhofsanlage wurde einer einheimischen Gärtnerei ein Lieferauftrag für junge Tannen erteilt. — Auf Ersuchen erhielt ein örtlicher Verband die Zusage für eine Geldspende, die für eine Kinderweihnachtsfeier Verwendung finden soll. Dringende Instandsetzungsarbeiten an der Schule, dem Rathaus und mehreren städtischen Häusern wurden vergeben. — Breitester Raum war auch wieder der Wohnungsfrage gewidmet. Hierbei wurde einem Vorschlag des Gemeinde- wohnungsausschusses hinsichtlich der zu vergebenden Neuwohnungen im Balger zugestimmt. In einer gemeinsamen Sitzung des Stadtrates und der Wohnungskommission sollen dringende Wohnungsfragen demnächst eingehend behandelt werden. Im Verlaufe der Freitagsitzung wurden die anfallenden Pflegearbeiten an den städtischen Obst- und Zierbäumen an einen Fachmann vergeben. — Zum vorliegenden Entwurf einer Ortssatzung bezüglich der Wasserversorgung wurden mehrere Abänderungsvorschläge eingebracht und genehmigt. — Der Stadtrat wurde davon unterrichtet, daß mit der Winter-Holzhauerei bereits begonnen worden ist und nach Eingang der Richtsätze Verhandlungen hinsichtlich des Lohnes für Akkordar’oeiter geführt werden müssen. Der vom Forstamt aufgestellte zehnjährige Wirtschaftsplan der Aue-Waldungen wurde anerkannt. — Die Veräußerung der Landwirtshaftsschule an den Kreis mäht eine bevorzugte anderweitige Unterbringung der dortigen Mieter erforderlich. — Dem Krankenhaus wurde ein größerer Geldbetrag zur Beschaffung von Weihnahtsgaben für Insassen und Personal belassen. — Die anderen Punkte der Tagesordnung wurden fast durchweg abgelehnt bzw. vorerst zurückgestellt. Kenzingen. Der Ortsverein der SPD wird in diesem Jahre eine Weihnahtsfeier im Zusammenhang mit einer Kinderbesherung durchführen. — Shlossermeister und Fabrikant Anton Schneider ist pflötzlih im Alter von 66 Jahren gestorben. Kenzingen. Am 6. Dezember findet auf dem Rathaus von 9 bis 12 Uhr ein Amtstag des Landratsamtes Emmendingen statt. Kenzingen. Nah Anbruck der Dunkelheit fuhr dieser Tage ein Besatzungsfahrzeug auf einen rechts der Straße fahrenden Handwagen auf, der von einem Mädel gezogen wurde. Bei dem Zusammenstoß gab es neben Sachschaden auch noch mehrere Prellungen und Schürfungen. Die beteiligten Partner einigten sich dahingehend, daß der dem Mädel entstandene Schaden vom Fahrer des Wagens ersetzt wird. Kirnhalden. Die Kenzinger Feuerwehr veranstaltet in dieser Woche noch eine Femübung nah Kirnhalden. Kreisbrandmeister Baumgartner wird hierbei persönlich den Alarm aus- lösen. Malterdingen. Auch in unserer Gemeinde nimmt der Gedanke einer Umlegung der Reb- anlagen greifbare Formen an. In einer Versammlung der Maisfachschaft, in der über den Maisanbau und die schwebenden Verkaufsfragen unterrichtet wurde, stand als zweites Hauptthema der Weinhau und die Absatzmöglichkeiten auf der Tagesordnung. Es .sei notwendig, so wurde von verschiedener Seite hervorgehoben, daß die Umlegung der Rebanlagen auf gemeinschaftlicher Grundlage und der Anbau der rentableren Pforpfreben durchgeführt werden. Vorsitzender O. Schüssele wies auf die Qualitätserzeugung hin, die allein den Absatz sichern könne. Oberhausen. In seltener körperlicher und geistiger Rüstigkeit vollendet heute Dienstag Franz Xaver Morgenthaler sein 80. Lebensjahr. 25 Jahre versah der Jubilar früher den Dienst als Feldhüter. Heute ist er noch täglich in der Landwirtschaft tätig und arbeitet noch tüchtig als Gemeindearbeiter. Köndringen. Der Männergesangverein „Eintracht“ hielt vergangene Woche im Gasthaus zum Löwen eine außerordentliche Vorstandssitzung ab, auf der das Fest der Fahnenweihe beschlossen worden ist. Verbunden damit wird das 90jährige Jubiläumsfest der Vereinsgründung im Jahre 1861. Als Zeitpunkt für das Fest wurde der 27. und 28. Mai 1951 genannt. Zur Planung und Durchführung des Festes wird ein erweiterter Festausschuß gebildet, der die würdige Gestaltung dieses großen Doppeltestes übernehmen und garantieren wird. Ein großes Festbankett mit Fahnenweihe am Vorabend wird die Festfolge einleiten. — Die Lieferung der neuen Sängerfahne wurde der Firma Albert Himmelsbach, Paramenten- und Fahnen - Kunststickerei in Biberach (Baden) in Auftrag gegeben. —Frau Karolina Krayer, Heimbacher Straße 8, feierte am 30. November ihren 77. Geburtstag. Die Jubilarin erfreut sich voller Gesundheit. Vörstetten. Vergangene Tage konnten Frau Lyise Leimenstoll, Barbara Leimenstoll und Rosa Groß ihren 81. und Rosina Blust ihren 83. Geburtstag in bester Gesundheit feiern. Die Gemeinde wünscht den Hochbetagten noch viele Jahre Gesundheit und Wohlergehen. müßte —, sind sämtliche Anlieger des Gewanns Vohberg mit der Durchführung der obigen Maßnahme einverstanden. Bürgermeister Enz wird die weiteren Maßnahmen beschleunigt veranlassen. Bleichheim. Der Kommandant der Kenzinger Wehr weilte in der vergangenen Woche mit der Besatzung eines Löschzuges in Bleichheim, um die dortigen Angehörigen der Feuerwehr mit der Handhabung der motorisierten Spritze vertraut zu machen, die dieser Gemeinde nunmehr zur Verfügung steht. Forchheim. Ihren 88. Geburtstag feierte Frau Barbara Ritter. Die Jubilarin ist die älteste Einwohnerin der Gemeinde. Herzlichen Glückwunsch! Ehrenstetten. Frau Josefine Wießler feierte ihren 70. Geburtstag bei voller Rüstigkeit. Den Bund fürs Leben schlossen Optiker Josef Bösch und Ida Ruh; Bruno Ronniger, Lörrach, und Rosemarie Wirbel von hier. Adolf Schmutz und Franz Vogeleisen bestanden ihre Gesellenprüfung. Viel Erfolg! — Durch die Regenfälle im November steht der überwiegende Teil der Keller des Dorfes unter Wasser und mußte mittels der Motorpumpe der Gemeinde leergepumpt werden. Kirchhofen. Ihren 90. Geburtstag beging Frau Selz geh. Heitzmann. Wir gratulieren! Stadt und Landkreis Lahr Emmendinger Stadtnachrichten Folgende hochbetagten Einwohner leiern Geburtstag: am 6 Dezembei: Karl Gagg, Installateur. Freiburger Straße 7, den 76.: Lina Kittel, geh. Schmidt, Karl-Frledridi-Straße 29, den 73. Herzlichen Glück- Zur Zeit wird eine allgemeine Rattenbekämpfung durchgeführt. Die Stadtverwaltung bittet, den mit entsprechenden Ausweisen versehenen städtischen Beauftragten, Zutritt zu den Grundstücken und Gebäulichkeiten zu gewähren. Das zur Rattenbekämp- fung verwendete Präparat ist für Mensch und Tier unschädlich. Soweit eine zweite und dritte Nachlegung erforderlich ist, muß das Tiefhauamt verständigt werden. In dieser Woche veranstaltet das Gaswerk Emmendingen in der „Goethehalle“ heitere Werbeabende. Dabei wird die Weihnachtsbäckerei in Gasbacköfen (Junker & Ruh) und von den Vaillantwerken praktisch vorgeführt. Am Schluß werden Kostproben verteilt. Der Eintritt Ist frei. Näheres, ist aus dem Anzeigenteil der heutigen Ausgabe ersichtlich Am 9. Dezember, 20 Uhr, tritt die Ringerstaffel des Ring- und Stemmklubs „Alemannia“ zum fünften Verbandskampf gegen die starke Ringerstaffel von Waldkirch an; außerdem treten die beiden Schülerstaffeln in den Ring. Am 6. Dezember, 20 Uhr, hält die Gewerkschaft der Holzarbeiter im „Rebstock“ eine Versammlung ab. Am 7. Dezember, 20 Uhr, findet ln der Aula der im Rahmen des Volksbildungswerkes für den 23. November angekündigt gewesene Vortrag von Zeichenlehrer Heck „Kann man moderne Kunst verstehen“, statt. Der für diesen fei min im Programm angesetzte Vortrag von Universitätsprof. Dr. Gundert über „Homer“» wird auf den 11. Januar verlegt. Die Städtischen Bühnen Freiburg geben für die Inhaber der Mittwoch-Miete am 6. Dezember „Peer Gynt“. Omnibusabfahrt 19.15 Uhr ab Bahnhofsplatz. Das Zentral-Theater spielt heute und morgen den Film „Es begann in Rio“, am Donnerstag, 19 und 21.15 Uhr, „Der geheimnisvolle Reiter. Die Sängerrunde hält am 10. Dezember ihre Nikolausfeier im „Löwensaal“ ab. Mit Rücksicht auf die Parallelveranstaltung des Turnerbundes, die um 17 Uhr beginnt, wurde der Beginn auf 15 Uhr vorverlegt. Erstmalig wird bei dieser Feier der Knabenchor in die Öffentlichkeit treten. Die Sänger sollen ihre Beiträge zur Nikolausfeier am Mittwoch mit in die Probe bringen. Mütterberatungen im Kreisgebiet Heute, 13.30 Uhr. in Sexau (Rathaus)- am 7. Dezember: 14 Uhr. in Ottoschwanden (Rathaus), 14.30 Uhr, in Herbolzheim (Rathaus'- um 15 Uhr in Teningen (Rathaus) hält das Staatliche Gesundheitsamt Mütterberatungsstunden ab. Endingen. Um an den Sonntagabenden allen Filmbesuchern gerecht zu werden, werden die Plauen-Lichtspiele zwei Vorstellungen — um 18.45 und 20.45 Uhr geben. Zu beiden Vorstellungen werden die Omnibusse und Züge der Kaiserstuhlbahn verkehren. Um die jüngsten Kinobesucher vom Wochen- und Sonntagsoro- grapim fernzuhalten, werden die Pfauen-Li-bt- spiele ab Weihnachten jeden vierten Sonntagnachmittag Märchenfilme in den Spielplan aufnehmen. Das Wochenprogramm wird mit schönen Unterhaltungsfilmen den Spielplan weiter verbessern. Um aber einem nochmaligen großen Andrang wie am vergangenen Sonntag abzuhelfen, wird das Filmpublikum gebeten, von der ersten Sonntagabendvorstellung um 18.45 Uhr Gebrauch zu machen. Winterhilfe für Bedürftige In der letzten öffentlichen Stadtratssitzung den Antrag, auch den Lehrlingen die Zulage zu in Lahr berichtete Inspektor Köhler über die gewähren. Sechs Stadträte stimmten für den vom Städtischen Wohlfahrtsamt bisher ge- Antrag, vier dagegen und fünf e-'Helt • ;h währte Unterstützung Hilfsbedürftiger bei der I der Stimme. Da sich nicht die Mehrheit der Kartoffelversorgung. Auf Vorschlag des Für-1 anwesenden Stadträte für den Antrag aus- sorgeausschusses sollen die Bedürftigen Gut- I gesprochen habe, sei er abgelehnt, erklärte scheine zum Bezug von Heizmaterial erhalten Falls infolge des Kohlenmangels die Gutscheine nicht ausgenützt werden, sollen die Scheine in bar ausbezahlt werden. Gleichzeitig gab 'der Stadtrat seine Zustimmung zu der Empfehlung des Fürsorgeausschusses, die Auffanggrenzen für die Unterstützungsberechnung der Wohlfahrtsempfänger in der Stadt Lahr zu erhöhen. Ein weiterer Vorschlag des Ausschusses, den Hilfsbedürftigen in den Monaten Dezember 1950 bis März 1951 ein gewisses Kontingent an Strom und Gas kostenlos zu liefern, wurde ebenfalls angenommen. Die Strom- und Gaslieferungen gehen auf Kosten des Städtischen Wohlfahrtsamtes. Über die Vorauszahlung der Hausratshilfe an die Kriegs- und Kriegsfolgegeschädigten wurde berichtet, daß beim Soforthilfeamt der Stadt Lahr bisher 1120 Anträge auf Hausratshilfe eingingen, von denen 1014 genehmigt wurden. Für Hausratshilfe ausbezahlt wurden bisher 122 080 DM. Mit der Auszahlung der zweiten Rate sei bis zum 12. Dezember zu rechnen. Bei der Debatte über die Gewährung von Teuerungszulagen an die städtischen Arbeiter und Angestellten stellte Stadtrat Hirschmann Die Kinder jubelten Der Nikolaus besuchte den MOV „Arion“ und den „Sängerbund“ in Waldkirch Der Nachmittag eines an Witterungsunbilden reichen Sonntags stand im „Schwarzwälder Hof“ wie im „Bayernsepple“ ganz im Zeichen der ersten Nikolausfeiern. Hier war es der Volkschor „Sängerbund“, dort der Musik- und Gesangverein „Arion“. An beiden Stellen aber wurde das Bild durch den lauten Jubel der Kleinen und die Freude der Eltern geprägt. Man hatte keine Mühe gescheut, den erwartungsfrohen Besuchern ein paar Stunden der Entspannung und heiterer Überraschungen zu bereiten. Daß dieses unseren Musikvereinen stets in besonderem Maße gelingt, ist seit langem ein weithin bekannter Umstand. Waldkirch. In dieser Woche nimmt — wie schon berichtet — das Volksbildungswerk Gutach/Kollnau/Waldkirch seine eigentliche Arbeit auf. Wie aus den verschiedenen Plakaten bereits ersehen werden konnte, findet am Mittwoch, 6. Dezember, 20 Uhr. in der Aula des Progymnasiums die Eöffnungsfeierstunde statt Waldkirch. Der von Hermann Wemet eingerichtete Bastelkurs, der im Rahmen des jetzt geschaffenen Volksbildungswerkes durchgeführt wird und über dessen Beginn am Freitag wir bereits berichteten, findet ab sofort jeden Mittwoch in der früheren Hochschule Stadtrechtsrat Neck unter Bezugnahme auf eine Bestimmung der Badischen Gemeindeordnung. Ob denn die ganze Stadt unter Denkmalsschutz gestellt werden solle, fragte Stadtrat Zapp, weil der Ortsbauaussckuß e n vor kurzem in der Marktstraße angebrachtes Transparent beanstandete. Oberbürgermeister Dr. Waeldin sprach sich entgegen der t des Ortsbauausschusses für eine 3/4stöckige Bauweise in der Trampierstraße aus. Zum Schluß der Sitzung nahm der Oberbürgermeister, durch eine Zeitungsnotiz hierzu veranlaßt, Stellung zur Frage der Besatzungsschäden und wies besonders darauf hin, daß 98 Prozent der Besatzungslast auf die Kreisstadt und nur zwei Prozent auf die Landgemeinden entfielen. Lahr. Im „Falken“ wurde der Werkmeisterverein Lahr wiedergegründet. Der Verein will sich der beruflichen Weiterbildung seiner Mitglieder und dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch widmen, Geselligkeit pflegen und seine früheren sozialen Einrichtungen (Kranken- und Sterbekasse) wieder aufbauen. Die Zugehörigkeit zu den Gewerkschaften bleibt der Wahl des einzelnen überlassen. Politik soll nicht betrieben werden. — Der Vorstand des Werkmeistervereins, dem Werkmeister aus Stadt und Kreis Lahr sowie Angehörige verwandter Berufe (Techniker, Lagerverwalter usw.) angehören, setzt sich folgendermaßen zusammen: 1. Vorsitzender Emst Steiglehner, 2. Vorsitzender Emil Zehnle, Schriftführer Emst Rohde, Rechner Ludwig Müller, Beisitzer Karl Wolff, Helmut Weißenrieder, Moritz Späth, Wilhelm Kaiser, Johann Rauher und Anton Weber. Rust. Im Gedenken an ihre 150 gefallenen und vermißten Söhne und zu Ehren ihrer Heimkehrer veranstaltete die Gemeinde einen feierlichen Gedächtnisabend, in dessen Verlauf vor allem eine Reihe bildlicher Darstellungen der Totenehrung einen tiefen Eindruck hinterließen. Mit musikalischen und gesanglichen Darbietungen wurde diese Feierstunde umrahmt. (am Progymnasium) statt. Beginn 19 Uhr. Voraussichtliche Dauer jeweils anderthalb Stunden. Denzlingen. Die Arbeiten an der Wasserleitung schreiten gut fort. Durch die anhaltengen Regenfälle ist der Grundwasserspiegel so hoch wie noch nie gestiegen. In einige Keller des Oberdorfes ist Wasser eingedrungen. Auch die Siedlungsbauten sind hiervon betroffen. Eine großzügige Kanalisation wäre sehr angebracht, zumal die Erfahrungen mit der voll kanalisierten Hindenburgstraße sehr gut sind. — Der Männergesangverein hält am 30. Dezember seine traditionelle Weihnachtsfeier ab. Hierbei wird das Singspiel „Die Rosel vom Schwarzwaldtal“ aufgeführt. Weiterhin beginnt der Männergesangverein mit den Proben zur Neueinstudierung von Schillers „Glocke“. — Am 1. Dezember wurde Andreas Kunkler, Hinterhoferstraße 14, 85 Jahre alt. Ebenfalls 75 Jahre erreichte Frau Luise Nübling, Hauptstraße 24. Am gleichen Tage feierte Karl Kon- rad, Bauverein, den 74. Geburtstag. Am 4. Dezember wurde Frau Ida Welz, Bauemgasse 15, | gäbe wichtiger Beschlüsse auf der Tagesord- 74 Jahre alt. Den 71. Geburtstag feiert am nung. Den Vereinskassenwarten des Breisgauer 6. Dezember Frau Christine Roser, Hindenburg- i Tumgaues wird daher die freiwillige Teilstraße 47. Wir gratulieren! I nähme empfehlen. Tagung der Gaukassenwarte Die Gaukassenwarte des Badischen Turner- bundes treffen sich am 16./17. Dezember in der „Blume“ in Emmendingen zu einer Tagung. Neben technischen Fragen steht die Bekannt- Dienstag, 5. Dezember 1950 _j.. Pas Volk Nummer 145 — Seite 9 Ehrung einer verdienten Arbeitsjubilarin Anläßlich des 50jährigen Arbeitsjubiläums wurde Frl. Anna Wieber in Ringsheim,: z.igarrenarbeitei in in der Firma Biermann & Co., m anerkennenden Dankesworten von Fabrikant Biermann geehrt. Im Auftrag der Firma und. des Staates überreichte Fabrikant Biermann der langjährigen, - ■ treuen Arbeiterin, welche jederzeit in treuer Pflichterfüllung ihren Platz äusgefüllt hat, ein Geschenk. Wir beglückwünschen die Arbeitsjubilarin herzlichst! In Ringsheim wurde das Havanna-Sandblatt und Mittelgut, sowie das Sandblatt der Sorte „Geudermeimer“ verwegen. Die Kauter waren mit der Qualität der angelieferten Ware zufrieden, und die Verwiegung ging zur Befriedigung des Erzeugers. Wie des Fabrikanten vonstatten. — Siegfried Biehler, Sohn des Schmiedemeisters Leopold Biehler, hat vor dem Prüfungsausschuß in Lahr die Gesellenprüfung im Schmiedehandwerk mit gufem Erfolg bestanden Wir gratulieren. — Zum Jlauptwachtmeister befördert wurde der in Ringsheim wohnhafte Gendarmeriebeamte des Postens Ettenheim, Paul Fisch, wozu wir ihn beglückwünschen. — Ihren 75. Geburtstag vollendete die Landwirtswitwe Berta Rauer geb. Kübele in bewundernswerter geistiger und körperlicher Frische. Der Jubilarin noch einen schönen Lebensabend! Ringsheim. Noch sind es nur noch kurze Tage bis zu dem, bevorstehenden Weihnachtsfest, welches auch die jung ins Leben gerufene Arbeiterwohlfahrt von Ringsheim in gebührender Weise am zweiten Weihnachtstage feiern wird. Die ersten Vorbereitungen sind soweit getroffen und das Programm wird allen zu einem kameradschaftlichen Erlebnis werden. Wenn es noch der Hilfe der Geschäftsleute und der Einwohnerschaft bedarf, um diese Feier wirklich in den sozialen Mittelpunkt zu stellen, so darf hier der Leitgedanke des Appells an alle Gebefreudigen sein: „Geben ist seliger denn nehmen!“ und wenn es gilt, hilfsbedürftigen Mitmenschen zu helfen so will doch sicher niemand beiseite stehen. — Das Standesamt verzeichnet im November: 1 Geburt. 3 Eheschließungen und 3 Sterbefälle. Münchweier. Als bester unter 14 Prüflingen bestand Werner Hog, der als neuer Schuhmachergeselle hierfür einen Preis von der Innung entgegennehmen darf. — Die bekannte „Kronenwirtin“, Frau. Emma Tränkle, konnte gestern ihren 70. Geburtstag feiern. Wir wünschen ihr noch recht viele angenehme Lebensjahre. Im Rauch erstickt . .. Von einem tragischen Unglücksfall würde vergangenen Freitag eine in Endingen wohnhafte Familie heimgesucht. Ein dreiviertel Jahre altes Kind war das Opfer. Der Stubenwagen, in dem das Baby in der Küche schlummerte, war anscheinend dem Herd zu nahe gekommen und in einen schwelenden Brand geraten. Durch die starke Rauchentwicklung erstickte das Kind. Der herbeigerufene Arzt konnte nur noch den Tod feststellen. Den schwergeprüften Eltern wendet sich allgemeine Teilnahme zu. Aus der Fauststadt Staufen Stadtratsbericht: Vorbehaltlich der Genehmigung des Badischen Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit und der Aufsichtsbehörde wird der Darlehensaufnahme in einem größeren Betrage aus Landes- arbeitsstockmitteln die Zustimmung erteilt. Das Darlehen dient zur Finanzierung der Erschließung des Siedlungsgeländes auf dem Schießrain. Der Stadtrat nimmt Kenntnis von der Gewährung einer Beihilfe in Höhe von 12 000 DM durch das Badische Ministerium der Finanzen (Abteilung Wirtschaft) zur Durchführung der Ersehließungsarbeiten bezüglich der Wasserversorgung und Kanalisation. Das Wohnungsbauprogramm für 1951 des „Tusta“- Wohnungsbauvereins auf dem ehemaligen Vögeleschen Grundstück wird vom Stadtrat zur Kenntnis genommen. Die Empfehlungen der Wohnungskommission vom 28. vorigen Monats wurden in vier Punkten gutge- heißen und zum Beschluß erhoben. Für 672 bisher an Flüchtlinge verabfolgte Essen sind der Spitalfondskasse 336 DM (50 Pfennig pro Essen) zu vergüten. Essen, die künftig an Heimatvertriebene lm Spital abgegeben werden, sind mit 30 Pfennig zu berechnen. An Stelle des verstorbenen Stadtarbeiters Lenz soll auf Antrag der frühere Feldhüter Josef Hoedt zur Einstellung gelangen. Dem Zimmermeister Alfred Späth soll auf dessen Antrag ein Bauhclzdarlehen zu den üblichen Bedingungen gewährt werden. Am Nachmittag des 2. Dezember 1950 verließ uns Dr. phil. Hermann Zenck ord. Professor der Musikwissenschaft an der Universität Freiburg L Br. Wir trauern um einen bedeutenden Forscher, um einen vorzüglichen Lehrer, um einen feinfühligen, klugen Menschen. ■ ' > Freiburg i.Br., den 4.Dezember 1950 Die Philosophische Fakultät der Universität Freiburg i. Br. H. Friedrich, Dekan. Die Beerdigung findet am Dienstag um 15 Uhr auf dem Hauptfriedhof statt Das Glück der Frau ist eng verbunden mit ihrer körperlichen Frische. Schmerzen aller Art, Abgespanntheit and Nervosität prägen sich in Gesicht und Haltung aus. Bekämpfen Sie darum auch die kleinen Gesundheitsstörungen — z. B. in kritischen Tagen — mit Klosterfrau Melissengeist aus der blauen Packung Mit den 3 Nonnen. Millionen Frauen brachte und bringt er Hilfe! Glückliche Mütter „Endlich ein strahlendes Kindl“ .... von langwierigem Wundsein restlos befreit!“ „Meine Kinder kennen kein Wundsein mehr!“ So rühmen Mütter die verblüffende Wirkung von Klosterfrau Aktiv-Puder. Arzte u. Kliniken bezeichnen ihn als einen bedeutenden Fortschritt. Kein Kind sollte unnötig leiden! 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Zur Bekämpfung der Seuche werden auf Grund der SS 18 ff und 47 ff des Reichsviehseuchengesetzes, der §§ 25 ff und der §8 154 ff der Ausführungsvorschriften des Bundesrates zum Viehseuchengesetz und der viehseuchenpolizeiUchen Anordnung des RuPrMdl folgende Schutzmaßregeln angeordnet: Sperrbezirk Sperrbezirk lm Sinne' der 88 161 ff der Aüsfüh- rungsvorschriften zum Viehseuchengesetz ist- die Gemeinde Kirchzarten mit Ausnahme der Ortsfeile Neuhäuser und Dietenbach. 1. In den nicht verseuchten Gehöften des Sperrbezirks Ist die Schutzimpfung gegen Maul- und Klauenseuche bei allen Rindern, Schafen und Ziegen durchzuführen. Die geimpften Tiere ün- . terliegen mindestens 14 Tage, vom Tage der Impfung an. gerechnet, der Stallsperre. Sie dürfen aus dem Gehöft nur in Notfällen und nur mit Genehmigung der Ortspolizeibehörde zum Zwecke der sofortigen Schlachtung entfernt werden. 2. Die in den Gehöften des Sperrbezirks lebenden oder beschäftigten Personen dürfen vor Aufhebung der Sperrmaßnahmen fremde Ställe und Standorte von Klauentieren nicht betreten. Die Ställe dürfen, abgesehen von Notfällen, ohne polizeiliche Genehmigung- nur vom Besitzer der Tiere betrauten Personen und von Tierärzten betreten werden. 3. Die Pferde sind aus den Rinderställen nach Möglichkeit herauszunehmen und in nicht benützten Stallungen oder Scheunen unterzubringen. 4. Die Dunghaufen sind mit Stroh und Erde abzudecken. Die abfließende Jauche Ist in Senkgruben abzuleiten. Dünger und Jauche darf aus den gesperrten Gehöften nicht ausgeführt werden, auch nicht mit Pferdegespannen oder mit Zugmaschinen. 5. Hunde, Geflügel, Tauben und Katzen sind so zu verwahren, daß dieselben das Gehöft nicht verlassen können. 6. Der Personenverkehr im Sperrbezirk ist nach Möglichkeit einzuschränken und polizeilich za überwachen. 7. An den Ortsein- und Ausgängen sind Tafeln mit deutlicher und haltbarer Aufschrift „Maul- und fClausenseuchen-Sperrbezlrk Einfuhr und Durchfuhr von Klauenvieh sowie das Durchfahren von Wiederkäuergespannen verboten“ leicht sichtbar anzubringen. 8. Vor Häusern mit größerem Verkehr sowie an den Ortseingängen sind Desinfektionsmatten anzubringen, die täglich mehrmals mit l%iger Natronlauge zu begießen sind. 9. Vor der Milchsammelstelle ist eine Desinfektionsmatte anzulegen, die Jeweils vor Anlieferung der Milch mit l'/iiger Natronlauge zu begießen ist. Die Milchkannen sind in der Sammelstelle in l%iger Natronlauge zu desinfizieren und anschließend in klarem Wasser sauber nachzuspülen. Die gesammelte Milch ist direkt in die Milchzentrale zu verbringen. Dort Ist sie vorschriftsmäßig zu erhitzen. Vor der Rückgabe müssen, die Kannen desinfiziert werden. Schutzzone. Die Schutzzone im Sinne des 8 168 der Ausführungsvorschriften zum Viehseuchengesetz umfaßt die im Umkreis von etwa 15 km liegenden Gemeinden : Die Ortsteüe Neuhäuser und Dietenbach der Gemeinde Kirchzarten. den Stadtkreis Freiburg, die Gemeinden Au, Buchenbach, Burg, Ebnet, Eschbach, Falkensteig, Hofsgrund. Horben. Kap- 1*1, Merzhausen, Oberried, St. Peter, St. Wilhelm. Stegen, Unteribental, Wagensteig, Wittestal, Zarten und Zastler. 1. In der Schutzzone Ist der Hände), mit Vieh und die Abhaltung von Viehmärkten Und Viehversteigerungen verboten. 2. Das Weggeben von nicht ausreichend erhitzter Milch aus Sammelmolkereien an landwirtschaftliche Betriebe und die Entfernung der zur Anlieferung der Milch und zur Ablieferung der Milchrückstände benützten Gefäße aus der Molkerei Ist vor deren Desinfektion verboten. 3. Ställe und Standorte von Klauentieren, dürfen durch Schlächter. Händler, Viehkastrierer und anderen Personen, die gewerbsmäßig in Ställen verkehren, sowie durch Hausierer nicht betreten werden. Freibarg 1.Br., den 1. Dezember I960. Landratsamt Freiburg. AVIS aux REFUGIES DE NATIONALITE YOUGÖSLAVE Le Gouvernement de la Röpublique Föderative de Yougoslavie, ayant le dösir de faire rentrer dass la patrie le plus grand nombre possible de ses ressortissänts se trouvant actuellemenf en AUemagne occidentale, a nommö une döiögation de rapatriement autorisöe par la HauWTCommission Alliee. Cette delegation visitera les Camps et, ä cette occäsion, dönnera, ä ceux qui le desirent, tous rensaignements relatifs au rapatriement. La döiegation reside ä Francfort (Main), Oberlindau 108. Four toütes questions concernant le rapatriement, nos compatriotes peuvent ögalement s'adresser, ä tout moment, ä nos consulats de "Franefort (Main), Düsseldorf, Munich et Ham- bourg. La Delegation de Rapatriement du Gouvernement de la Röpublique Populaire Föderative de Yougoslavie OBAVESTEN JE ZA JUGOSLOVENSKE IZBEGLICE Vlada Federatlvne Narodne Republike Jugoslawe, u zelji da vrati si,o veci broj nasih ljudi u otadzbinu, a.koji sada zive u Zapadnoj Nje- mäckoj, odreälla je svojü Delegaeiju za re- patriaeiju Icoja je odobrena od strane Savez- nicke Visoke Komisije.. Ova Delegaclja ce obici logore i tom prUikom pruzltl podatke o näciiiü povratka onih koji to dobrovoljnc zele. Sechste Delegacije je u Frankfurt- na Maini, Oberlindau 108 . Po pitanju 'repatrijaeije nasi ljudi mogu se u svako doba obratiti 1 nasim konzulatima ü Frankfurt (Main), Düsseldorf, München I Hamburg. Delegaclja za repatrijaeijn Vlade Federativne Narodne Republike Jugoslavije Schuhmacherei Freiburg I. 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Dezember, 20 Uhr Klavierabend Karl-August Schirmer mit Werken von Bach, Reger, Brahms, Schubert Karten zu DM 1.50 bis 3.— im Kunstsalon Straetz, Kaiser-Joseph-Straße 280, und an der Abendkasse. (Kriegsvers., Studenten u. Schüler Ermäßigung) PILMTHEATER Bis Donnerstag! Erstaufführung! Ein hervorragender, geheimnisvoller Kriminalfilm : Zeuge gesucht Telefon 3466 Hierzu: Der neue SportspiegeL 14.15, 16.30, 15.45 und 21 Uhr. FRIEORKffiBAU Telefon 2480 JEANS SIMMONS in Paris um Mitternacht Ein tiefempfundener, spannungsvoller Film! Ein Geheimnis, das die Welt in Atem hielt. Beg.: DL 14.15, 16.30, 18.45; ML und Do. 14.15, 16.30, 18.45, 21 Uhr. Dienstag bis Donnerstag! Ein heikles Problem — taktvoll verfilmt? Das Wunder der Geburt erstmals vor der Kamera So beginnt ein Leben reiefnti 2314 Ein aufklärender Film, der alle Telefon 2315 ugeht Jugendverbotl Täglich 14.15, 16.30, 18.45 U. 21 Uhr HARMONIE KANDEiHOF Telefon 2400 Nur bis einschließlich Mittwoch! 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