liasclpf«!« SO Pfennig SÜDBADISCHE HEIMATZEITUNG 8. Jahrgang Donnerstag, 31. Mal 1951 Nummer i>5 Der Brotkorb wird noch höher gehängt Arbeiterfamilie muß monatlich 12 Mark mehr für Brot und Fett ausgeben Bonn. Brot, Lucker, Milch, Butter und Margarine sollen, wie die Bundesregierung dem Bundesrat mitgeteilt hat, spätestens vom Juli an teurer werden. Konsumbrot, das zur Zeit 50 Pfennig je Kilogramm kostet, soll künftig 84 Pfennig je Kilogramm kosten. Das Kilo Zucker soll statt 1,20 DM in Zukunft 1,40 DM kosten, Margarine statt 2,34 DM künftig 2,80 DM. Nach den bereits beschlossenen Preiserhöhungen für Milch und Butter wird das Kilo Butter künftig 6,26 DM statt wie bisher 5,80 DM kosten. Der Liter Milch steigt im Preis um 3 Pfennig an. * ☆ mä WM :::*ü KW Die an sich schon recht launischen Hamburger Wettergötter konnten — bisher wenigstens — noch kein rechtes Verhältnis zur Wanderausstellung der deutschen Landwirtschaftsgesellschaft gewinnen, die am Sonntag in der Hansestadt eröffnet wurde. Sie bescherten den zahlreichen Ausstellern und Gästen aus der ganzen Bundesrepublik langanhaltenden Regen, der an mehreren Punkten des Aussteliungsgeländes tiefe Pfützen und Morastflächen hervorrief. In aller Kürze Der Vollstreckungsaufschub für die sieben Landsberger Todeskandidaten ist bis zum S. Juni verlängert worden. Bundeskanzler Dr. Adenauer wird voraussichtlich am 14. Juni nach Rom fliegen, um der italienischen Regierung einen Besuch abzustatten. Er wird auch den Papst besuchen. Ernannt Die Bundesregierung hat ihren bisherig*») Generalkonsul in Rom, Clemens von Brentano, zum Botschafter bei der italienischen Regierung ernannt In einer akademischen Feier wurden am Dienstag in Bonn der amerikanische Hohe Kommissar John McCloy, Bundespräsident Professor Heuß, Bundeskanzler Dr. Adenauer und die Rektoren der Freien Universität Berlin und der Universität Bonn, Professor Hans von Kreß und Professor Emst Friesenhahn, zu Ehrendoktoren der Universität des amerikanischen Staates Maryland ernannt. Bergauf, bergab Fünfundzwanzigjähriges Jubiläum feiert die Kreuzeckbahn, Bayerns älteste Bergbahn. Sie fuhr in dieser Zeit 225 000 mal bergauf, bergab und legte einen Weg zurück, der viermal um den Äquator reichen würde, und alles ohne ernsthaften Unfall. Die höchste bisher gewonnene Totosumme in Italien fiel einem armen dreißigjährigen Mädchen bei Novara in den Schoß: 570 000 DM. Die Arbeiterin einer Webfabrik versicherte, sie werde ihre Verwandten und die Armen des Ortes nicht vergessen. Schwarz-Weiß-Rot Gegun die strickte Trennung von Schwarz und Weiß bei den Wahlen protestierten in Kapstadt farbige Südafrikaner. Viele darunter sind Frontkämpfer des letzten Weltkrieges. Mit Steinwerfen und Knüppeln verlangten sie Gleichberechtigung. Mitten im Laubwald bei Aachen erblühte plötzlich ein Meer roter Nelken. Sie waren von erwischten Blumenschmugglem aus Holland weggeworfen worden. Aufgeregte Bienenschwärme Ausgerechnet Bienenkörbe hatte ein bei Weißenburg umgestürzter Wagen geladen. Tausende von Bienen verhinderten aufgeregt Bergungsarbeiten. Man mußte sich gedulden, bis sich die Bienenvölker wieder zu Trauben gesammelt hatten. Noch immer nicht genug gefüttert wurde die Öffentlichkeit mit Reminiszenzen aus dem Tausendjährigen Reich. Künftig wird auch der Süddeutsche Rundfunk eine Sendereihe „Dramatische Tage in Hitlers Reich“ bringen. Textautoren sind Erwin Wicker und Erich Kordt. Sorge um den Nachwuchs Ein sauberes Früchtchen hat sich ein Vater in Karlsmark (Jütland) gezogen: Sein Sohn suchte ihn zu erschlagen, um ihm die 700 Mark abzuknöpfen, die er in der väterlichen Brieftasche vermutete. Der Vater wehrte sich, der Sohn fleh und wird seitdem gesucht. In Frankreich ist der Klapperstorch wieder gern gesehener Gast. 45 Mütter wurden am Muttertag mit Goldmedaillen ausgezeichnet; sie haben mehr als zehn Kinder geboren. Neue Teuerungswelle Oe — Die Teuerung macht rasende Fortschritte. Während ein Bundesminister nöeh vor kurzem sagte, ohne Prophet sein zu wollen, könne er eine baldige Senkung der Preise in Aussicht stellen, werden jetzt die wichtigsten Lebensmittel weiter in unerhörtem Ausmaß im Preis gesteigert. Brot und Margarine, Milch und Butter und außerdem Zucker. Das sind die entscheidenden Posten in der Wirtschaftskasse der Hausfrau, jedenfalls bei der breiten Schicht der Werktätigen, die auf Lohn und Gehalt angewiesen sind. Die Bundesregierung kann nicht behaupten, sie sei nicht im klaren darüber, was es mit diesem Häherhängen des Brotkorbes auf sich hat. Sie hat nämlich selbst die Verteuerung * i berechnet, die sich, für eine Arbeiterfamilie mit zwei Kindern ergibt, und kommt dabei auf einen Betrag von 12 DM im Monat. Dabei ist in dieser Summe nur die Verteuerung berücksichtigt, die sich aus der Preiserhöhung für die angeführten Lebensmittel ergibt. In Wirklichkeit ist jeder einzelne Haushalt in weit höherem Maße zusätzlich belastet, da die Preise aller anderen Lebensmittel ebenfalls sprunghaft im Steigen begriffen sind; denn: steigt Butter, steigt Käse ... Es ist also unerhört und untragbar, was uns da die Bundesregierung beschert. Damit wird die Lohn- und Preisspirale nur immer höher gedreht. Gewiß haben die Gewerkschaften Lohnerhöhungen durchsetzen können. Neuerdings sind die Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes dran, die sich in der Urabstimmung als zwölfstündiger Verhandlung ergebnislos abgebrochen worden. • Auch Krankenhausärzte wollen streiken Köln. Rund 16 000 im Marhurger Bund organisierte Ärzte der staatlichen und kommunalen Krankenanstalten haben sich in ihrer Urabstimmung nach den bisher vorliegenden Ergebnissen mit großer Mehrheit für eine Teilnahme an einem eventuellen Streik im öffentlichen Dienst entschieden. Es wurde jedoch zur Voraussetzung gemacht, daß eine Streikform gewählt werde, die für die Patienten keinen Schaden bedeutet. Der Marburger Bund, der an den gegenwärtigen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst teilnimmt, fordert für die angestellten Ärzte eine 20prozentige Erhöhung des Grundgehaltes. westen, das die Landtagsperioden in Südwürttemberg und Südbaden verlängert, und des zweiten Gesetzes über die Neugliederung, das das Verfahren der Volksabstimmung regelt. Zum zweiten Gesetz hat die badische Regierung gleichzeitig einen Antrag gestellt, den Vollzug vorläufig auszusetzen, bis das Bundesverfassungsgericht über die Klage entschieden hat. In der formalen Begründung zählt die Regierung die Punkte auf, die sie als verfassungswidrig ansieht. Eine ausführliche Begründung wird angekündigt. für einen Streik entschieden haben, wenn ihrer Forderung um Heraufsetzung der Löhne um 20 Prozent nicht entsprochen wird. Es stünde dann ein Streik bevor, an dem sich nicht weniger als 650 000 Arbeitnehmer beteiligen würden und der zu einem Stillstand in der Versorgung mit Strom, Gas und Wasser führen müßte. Mit der bevorstehenden weiteren Teuerungswelle dieses Sommers für die Lebensmittel wird eine weitere Beunruhigung im Arbeiterhaushalt und Bedrohung des Arbeitsfriedens verbunden sein. Die Bundesregierung wird dann mit Schrecken feststellen müssen, daß der Brotpreis (im weiteren Sinn ist nicht nur das Brot, sondern auch der Aufstrich gemeint) ein politischer Preis ist. Es ist daher unfaßbar, daß sie sich auf die Forderung, Fettverbilligungsscheine für die minderbemittelte Bevölkerung auszugeben, nicht eingelassen hat. Man muß doch berücksichtigen, daß die soziale Struktur unseres Volkes keineswegs mehr einer normalen entspricht. Ein ganz großer Teil unserer Bevölkerung besteht aus Arbeitslosen, Ausgebonibten, Heimatvertriebenen und Kriegsopfern. Dazu kommt die Überalterung, die dazu geführt hat, daß die Zahl der Rentner ungewöhnlich groß ist. Alle diese Menschen sind auf kärglichstes Einkommen oder Unterstützung angewiesen. Gewiß ist es für Parlament und Regierung schwer, angesichts dieser verheerenden Situation einen Ausweg zu finden. # Wenn aber mit der kürzlich beschlossenen Erhöhung für die Rentner von 3 BM der Versuch gemacht wurde, durch dieses lächerliche Almosen die Notlage zu bagatellisieren, ^o kann man nur von einem politischen Unverstand sprechen. Aus Kreisen der Bundesregierung wurde kürzlich eine Erklärung abgegeben, es könne gar nicht stimmen, daß die Zahl der Millionäre und der Kapitalflücht’ nge in der Bundesrepublik so hoch sei, w’e es verschiedentlich angegeben wird. Man berief sich dabei auf die Unterlagen bei den Finanzämtern, aus denen sich viel klei-. nere Zahlen ergäben. Die Millionäre werden es besser als die Finanzämter wissen, wieviel sie in Wirklichkeit besitzen. Tatsache ist, daß kaum zu einem anderen Zeitpunkt in der neueren Geschichte unseres Volkes die Einkommensverteilung so große Unterschiede aufgewiesen hat, wie es jetzt der Fall ist. Auf der einen Seite stehen diejenigen, deren Besitztümer durch einen glücklichen Zufall vom Krieg verschont geblieben sind und die sich durch Gewandtheit und Beziehungen in die Kreise der Großverdiener haben einschalten können. Die große Konjunktur in gewissen Teilen der Industrie und des Handels — hervorgerufen namentlich durch die mit Korea-Krieg und Rüstung verbundene Anspannung des Weltmarktes — hat vielen Unternehmern Gewinne in den Schoß geworfen, an die sie früher nicht in ihren kühnsten Träumen hätten denken können. Die Parade der Luxusautos, Inanspruchnahme teuerster Hotels und Gaststätten, der Ausverkauf teuerster Luxusartikel im Bekleidumgswesen und bei Einrichtungsgegenständen — alles das spricht eine deutliche Sprache. Eine Sprache, dergegen- über das Gemurmel der Massen, die um jede Scheibe ihres täglichen Konsumbrotes kämpfen müssen, bisher offensichtlich ungehört verhallt. Es ist doch sehr aufschlußreich, daß der auf sozialdemokratische Initiative erfolgte Beschluß Streik noch einmal hinausgefchoben Hamburg. Der Hauptvorstand der Deutschen Angestelltengewerkschaft in Hamburg hat noch nicht über den geplanten Streik der Behördenangestellten entschieden. Er beschloß, zunächst das Ergebnis der neuen Tarifverhandlungen abzuwarten, zu denen die Tarifgemeinschaft deutscher Länder die Gewerkschaften für Donnerstag nach Königs- winte^eingelacjen hat. Stuttgart. Beim Tarifsekretariat der Gewerkschaft öffentliche Dienste, Transport und Verkehr liegen bis jetzt erst Einzelergebnisse der Urabstimmung im öffentlichen Dienst vor. Danach haben sich 93 bis 95 Prozent der Abstimmenden für einen Streik ausgesprochen. Bad Nauheim. Die in der vergangenen Woche in Stuttgart zwischen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VkA) und der Gewerkschaft öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) begonnenen Verhandlungen über Lohnerhöhungen für Arbeiter im öffentlichen Dienst der Gemeinden sind nach mehr Schweres Grubenunglück in England Easington. Mindestens 14 Bergleute kamen bei einer Grubenexplosion in der nordenglischen Kohlengrube von Easington ums Leben. 64 weitere Bergleute werden vermißt. Man befürchtet, daß sie bei der Katastrophe in einem 270 Meter tiefen Schacht von stürzenden Gesteinsmassen ebenfalls erschlagen worden sind. Rettungsmannschaften arbeiten fieberhaft daran, sich durch die Trümmer einen Weg zu der Unglückstelle zu bahnen. Die Unglücksstelle ist rund 2,5 Kilometer vom Schachteingang entfeint. Die Explosion ereignete sich beim Schichtwechsel in den frühen Morgenstunden. Die Rettungsarbeiten sind durch ausströmende Gase sehr erschwert. Ärzte und Einsatzmannschaften gehen mit Gasmasken unter Tage. Es wird damit gerechnet, daß noch Stunden vergehen, bevor ein klares Bild der Lage an der Explosionsstelle vorliegt. UNO-Vormarsch verlangsamt Tokio. Der Vormarsch der UNO-Truppen nach Nordkorea verlangsamt sich erheblich, da die Kommunisten ihre Rückzugsbewegungen unvermittelt abbrachen und an mehreren Stellen der Front hartnäckigen Widerstand leisten. Die kommunistischen Truppen versuchen vor allem, den UNO-Einheiten das weitere Vorrük- ken auf den vier nach Jontschon, Kumhwa und Janggu und in den Raum nordöstlich von Indsche führenden Straßen zu verwehren. Jontschon liegt 56 Kilometer nördlich von Söul, Kumhwa 55 Kilometer und Janggu 80 Kilometer östlich von Jontschon. Die Straße im Nordosten von Indsche führt nach Kansong an der Ostküste, das sich bereits in den Händen südkoreanischer Truppen befindet. Wohieb hat die Klage eingereidit Freiburg. Die südbadische Regierung hat am Montag ihre angekündigte Klage gegen das „Blitzgesetz“ des Bundestages beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Sie beantragt die Feststellung der Nichtigkeit des ersten Gesetzes über die Neugliederung im Süd- WWWWWWWW Verstärkung für die US-Armee in Deutschland In Bremerhaven traten 33M Mann als Voraustruppen der 4. amerikanischen Infanterie-Division an Bord eines Truppentransporters ein. Dies sind die ersten umfangreichen Verstärkungen, die nach einem Beschluß des Kongresses nach Europa verschifft und dem Oberkommando General Eisen- hower unterstellt wurden. Hier eine Abteilung der Infanteristen nach der Landung in Bremerhaven. « Seite 2 — Nummer 65 ParVrtA Donnerstag, 31. Mai 1951 des Bundesrates, die Steuerlisten offenzulegen (wie es zum Beispiel schon in Schweden der Fall ist), auf heftigsten Widerstand in Unternehmerkreisen stößt. Es ist daran gedacht, daß bei den Finanzämtern die Steuerbeträge, die den Einkommensteuerpflichtigen auferlegt werden, zur öffentlichen Einsicht gestellt werden. Man soll also erfahren können, mit wieviel der einzelne Einkommensteuerpflichtige besteuert wird. Vom Bundesverband der Deutschen Industrie wird behauptet, diese Offenlegung der Steuerlisten würde lediglich zur Steuerschnüffelei und Denunziation führen. Man sollte eher meinen, daß die Offenlegung dazu beitragen könnte, die Steuermoral zu heben. Denn diejenigen, die bisher vielleicht Hunderttausende ihres Einkommens verschleierten, würden dann doch vorsichtiger zu Werke gehen. Wir wollen zugeben, daß die Teuerungswelle nicht ausschließlich ein deutsches Problem ist. In vielen Ländern Europas erreicht die Teuerungsflut ebenfalls eine unerfreuliche Höhe. Diese Tatsache hat bereits dazu geführt, daß man von inflatorischen Tendenzen spricht, denen Einhalt geboten werden muß. Die Wirtschaftskommission der UNO für Europa hat daher empfohlen, die europäischen Länder sollten ihre Währungen aufwerten. Eine Aufwertung der Währung würde bedeuten, daß zwar die Einfuhr ausländischer Rohstoffe billiger würde, dagegen die Exportpreise heraufgesetzt werden müßten, was sich wiederum ungünstig auf die Entwicklung des Außenhandels auswirken könnte. Die Wirtschaftskommission gesteht selbst, daß die Aufwertung kein Allheilmittel ist. Ihre Weisheit erschöpft sich daher darin, man müsse, um die Lohnspirale zum Stillstand zu bringen, einen Burgfrieden fordern, bis die Preise eine stabilere Grundlage erreicht haben. Das bedeutet nichts anderes, als daß die arbeitende Bevölkerung weiterhin mit ihren Lohn- und Gehaltsforderungen kurz treten soll, bis es der freien Marktwirtschaft beliebt, für einen Stillstand der Preise zu sorgen. Aber auf welcher Höhe? Wahrscheinlich auf einer solchen Höhe, daß der Lebensstandard der breiten Massen auf niedrigstes Niveau herabgedrückt wird. Vorerst einmal stehen wir also vor einer neuen Verteuerung unserer Lebenshaltung. Sie ist gleichzeitig mit drohenden Verknappungserscheinungen verbunden. Die Bundesrepublik geht im Gegensatz zum Vorjahr mit einem hohen Fehlbetrag an Brot- und Füttergetreide dem Herbst entgegen. Im kommenden Wirtschaftsjahr wird mit einer noch größeren Versorgungslücke gerechnet, die durch Einfuhr schwerlich zu decken ist, da die Devisen nicht ausreichen. Man denkt daher daran, die Ablieferungspflicht für Brot- und Futtergetreide wieder einzuführen. Man «gibt also damit zu, daß in einer Reihe wichtiger Sektoren die freie Marktwirtschaft versagt hat, und muß nun im kritischen Augenblick an die Probleme der Bewirtschaftung — mindestens zunächst beim Erzeuger — Herangehen. Die Stellungnahme der Unternehmer Köln. Der Bundesvorstand der Deutschen Industrie wendet sich gegen den in der zweiten Lesung des Gesetzentwurfes zur Einkommen- und Körperschaftssteuer vom Bundestag gefaßten Beschluß, daß Betriebsausgaben oder Werbungskosten, die zur Bewirtung von Geschäftsfreunden ausgegeben werden, nicht mehr steuerfrei abgesetzt werden können. Dieser Beschluß sei durch eine Zufallsmehrheit und aus „Gründen der Optik“ zustandegekommen und entspreche nicht den Interessen und Notwendigkeiten der Wirtschaft. Er werde besonders dem Gedanken der Exportförderung nicht gerecht. Eine Marktwirtschaft verlange Werbung, und Werbung setze wiederum geschäftliche und persönliche Aufwendungen voraus. In der Stellungnahme der Industrie heißt es, es sei im Auslandsgeschäft ebenso unumgänglich wie bei Ausstellungen und Messen im Inland, gewisse Aufwendungen für Geschäftsfreunde zu machen. Damit folge Deutschland den auf der ganzen Welt üblichen Sitten. Greife die Gesetzgebung in solche internationalen Gepflogenheiten ein, so störe sie damit den Wirtschaftsablauf und unterbinde den Abschluß von Geschäften, auf den die Betriebe zur Erhaltung des Produktionsumfanges und zur Sicherung der Arbeitsplätze angewiesen seien. Schuman-Plan - wirtschaftlich gefehen Freiburg. — (Das Volk) — Im Rahmen der betriebswirtschaftlichen Sprechabende, in denen Studenten und Altakademiker der Wirtschaftswissenschaften mit Vertretern der Praxis des Wirtschaftslebens zur gemeinsamen Aussprache am grünen Tisch Zusammentreffen, hatte Prof. M. Lohmann, Ordinarius für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Freiburg, zu einer Diskussion über den Schuman- Plan eingeladen. Als Referent war einer der ersten Wirtschaftsexperten der Gewerkschaften, der Leiter des Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts der Gewerkschaften in Köln, Dr. Wagenführ, gewonnen worden, der als Delegierter der Gewerkschaften an den Verhandlungen um das Zustandekommen des Schuman-Plan-Vertrages in Paris teilgenommen hatte. Ausgehend von der derzeitigen wirtschaftlichen Lage Deutschlands, das trotz der großen wirtschaftlichen Anstrengungen der letzten Jahre die Höhe der industriellen Gesamtproduktion und die Produktivität der Arbeit des einzelnen Beschäftigten noch nicht wieder erreicht hat, die sie einmal vor dem Kriege besaß, betonte der Redner, daß das Ziel der Hebung des Lebensstandards auf breiter Basis nur erreicht werden könhe, wenn mehr und intensiver produziert wird. Der Vorteil des Schuman-Plans liege nun darin, daß er gegenüber den anderen Versuchen auf einem Gebiet einen echten Zusammenschluß zustandebringt, daß er eine konkret« Aufgabe stellt, an der konkret gearbeitet werden kann. Der Schuman-Plan sei auch nicht eine Angelegenheit der Industriellen, neben den Unternehmern wirken auch Arbeitnehmer und Verbraucher an den zu lösenden Aufgaben mit. Die eigentlichen Probleme des Schuman-Plans seien wirtschaftlicher Art. Daf mache seine Beurteilung, wie sich in den politischen Auseinandersetzungen der letzten Wochen gezeigt hat, zwiespältig. Die Schuman-Plan-Konzeption enthalte einige illusionäre Vorstellungen, die man leider zerstören müsse. Die Zielrichtung des Plans liege in einer Vereinheitlichung des Marktes, aber es komme zunächst weder zu einem gleichen Preis für Kohle und Stahl in allen sechs Partnerstaaten etwa, noch zu gleichen Löhnen. Die Leistungsunterschiede erfordern Berücksichtigung Auch die Proklamierung des freien Wettbewerbs gehöre zu diesen Illusionen. An der Ruhr sei unter den dortigen Produk- tionsbedingungen, der großen Betriebsgrößen, den unterschiedlichen Kostenbedingungen und den zwischenbetrieblichen Ausgleichsaufgaben die freie Konkurrenz ausgeschlossen. Wenn man aber den allgemeinen wirtschaftspolitischen Rahmen des Schuman-Plans, seine kurzfristigen und langfristigen Zielsetzungen betrachte, so betonte der Redner mit Nachdruck, so enthalte der Schuman-Plan die zu verwirklichende Formel mehr produzieren, rationeller produzieren — mehr verbrauchen — Zielsetzungen also, mit denen man sich einverstanden erklären könne. Dr. Wagenführ betonte am Schluß auf eine Frage, daß weder das Mitbestimmungsrecht der Arbeitnehmer in der Schwerindustrie im Ruhrgebiet, noch die Frage einer eventuellen Sozialisierung durch die Bestimmungen des Schuman-Plans berührt werde. —dt. Italienifche Ablage an den Kommunismus Niederlage der Kommunisten und Nenni-Partei bei den Kommunalwahlen Rom. Der erste Abschnitt der auch im Ausland mit großem Interesse verfolgten italienischen Gemeinde- und Provinzialwahlen ist abgeschlossen. Das wichtigste Ergebnis der Wahl ist, daß die demokratischen Parteien, das heißt die Listenverbindung von christlichen Demokraten, Sozialdemokraten, Republikanern, Liberalen und teilweise auch Monarchisten sowie Nationalisten (MSI) einen klaren Sieg über die Front der Kommunisten und Nenni-Sozia- listen errungen haben. Die Linksöpposition hat gegenüber 1946 starke Einbußen erlitten, konnte sich jedoch im Vergleich zu den Parlamentswahlen von 1948 im ganzen behaupten. Die Rechtsopposition konnte einen leichten Stimmenzuwachs verzeichnen. Die Christlichen Demokraten mußten im Vergleich zu 1948 Stimmen an die anderen antikommunistischen Parteien abgeben. Die Führer der Christlichen Demokraten, Ministerpräsident Alcide de Gasperi und Innenminister Mario Scelba, äußerten sich sehr befriedigt über den Wahlausgang und betonten, die fast 90prozentige Wahlbeteiligung sei ein Beweis für die politische Reife des italienischen Volkes. Das schlechte Wetter in Oberitalien hätte viele Wähler veranlaßt, zu Hause zu bleiben. Besserem Wetter und Aufforderungen im Rundfunk war es zu danken, daß die Wahlbeteiligung bis zum Montagmittag dann noch von 60 auf 90 Prozent stieg. Auf kommunistischer und linkssozialistischer Seite spricht man von einer verfassungswidrigen Einflußnahme des Regierungsfunks auf dieWähler- schaft. Frankreich vor der Entscheidung In rund drei Wochen wird sich Frankreich ein neues Parlament wählen. Es handelt sich hierbei um ein geradezu europäisches Ereignis, da durch den Ausgang der Wahlen zweifellos die französische Außenpolitik in dem einen oder anderen Sinne beeinflußt wird. Selbst die Russen sollen nach den letzten Eindrücken der westlichen Beobachter die Pariser Vorkonferenz absichtlich bis zum französischen Wahltermin hinziehen, da sie sich vorher nicht für eine Außenministerkonferenz entscheiden wollen. Die innenpolitische Lage Frankreichs läßt sich mit wenigen Worten skizzieren. Auf der Linken stehen die moskauhörigen Kommunisten, auf der Rechten versucht General de Gaulle, die republikanische Verfassung in autoritärem Sinne umzuwandeln und die demokratischen Freiheiten in bisher nicht abzuschätzendem Maße einzuschränken. Zwischen diesen beiden Extremen befindet sich die augenblickliche Regierungskoalition, die sich wirtschaftspolitisch mehr als uneinig ist, jedoch gemeinsam daran arbeitet, die traditionelle, republikanische Demokratie zu erhalten. Auch außenpolitisch bestehen innerhalb dieser Koalition wenig Meinungsverschiedenheiten. Für den Wahlausgang gibt es politisch gesehen zwei Möglichkeiten: entweder die jetzigen Koalitionsparteien erhalten die Mehrheit der Sitze innerhalb des Parlaments oder die Opposition, zur Rechten wie zur Linken, sichert sich ein Übergewicht. Im ersten Falle müßte die unglückliche Ehe zwischen Planwirtschaftlem und konservativen Liberalen in irgendeiner Form fortgesetzt werden, im zweiten Falle könnte eine konstruktive Lösung nur durch den Verzicht der Gaullisten auf ihre autoritäre Ausschließlichkeit und durch die Bildung einer in der Vergangenheit in Frankreich nicht selten gewesenen ausgesprochenen Rechtsregierung, unt«r Ausschluß der Sozialisten und vielleicht auch der Volksrepublikaner, gefunden werden. Dänemark und fein Verteidigungsbeitrag 100 000-Mann-Heer wird aufgestellt — Verlängerung der Dienstzeit SPD-Vorstand ab 4. Juni in Bonn (PPP) Der Parteivorstand der SPD, der in diesen Tagen von Hannover nach Bonn übersiedelt, ist ab 4. Juni unter seiner neuen Anschrift in der Bundeshauptstadt zu erreichen. Sie lautet: Bonn, Friedrich-Ebert-Allee 170 (in der Nähe des Bundeshauses, Richtung Godesberg). Der SPD-Vorstand ist in Bonn telefonisch unter Nr. 7654/59 zu erreichen. SRP spaltet sich Wuppertal. Der Landesverband Nordrhein- Westfalen der Sozialistischen Reichspartei hat sich von der unter Doris und Remer stehenden Bundesleitung der SRP losgesagt und eine selbständige „Deutsche Gruppe“ gebildet. Der Leiter der unter Schirmherrschaft der SRP entstandenen „Reichsjugend“, Walter Matthaei, der zum Bundesvorstand gehörte, hat sich mit der gesamten „Reichsjugend“ ebenfalls von der Gruppe Dorls/Remer getrennt und der „Deutschen Gruppe“ angeschlossen, Kopenhagen. Dänemark wird ein voll ausgebildetes Heer in Stärke von 100 000 Mann erhalten, wozu außerdem die sogenannte Lokalverteidigung und die Heimwehr kommt. Dieser Plan ist in einem neuen Rahmengesetz für die -dänische Verteidigung enthalten, das Verteidigungsminister Harald Petersen im Folketing vorlegte. Die normale Dienstzeit soll nach der neuen Vorlage von zehn auf zwölf Monate erhöht werden. Außerdem sind OOtägige Reserveübungen vorgesehen. Der Minister unterstrich, daß der neue Plan nicht ohne amerikanische Hilfe durchgeführt werden könne. In seiner Begründung wies Petersen darauf hin, daß die unmittelbarste Bedrohung Jütlands eine Invasion vom Süden her über die Landesgrenze sei. Die dänischen Inseln seien am meisten durch eine Invasion von der Seeseite her bedroht. Angriffstruppen würden jedoch in eine sehr schwierige Lage geraten, wenn die Verteidigung über bewegliche schlagkräftige Einheiten und Panzertruppen verfüge und so organisiert sei, daß der Angreifer sich keinen ungehinderten Zugang zu großen Häfen verschaffen könne. Der Minister erklärte, Dänemark werde keine größeren Flotteneinheiten oder Bombenflugzeuge anschaffen. Das sei Aufgabe der großen Mächte innerhalb des Atlantikpakts. Gegen gemeinsame Besteuerung der Ehegatten Düsseldorf. Die Abteilung Frauen beim DGB- Vorstand protestiert im Namen von rund 950 000 gewerkschaftlich organisierten Frauen gegen die Absicht der Bundesregierung, künftig verheiratete Lohn- und Gehaltsempfänger gemeinsam zu besteuern. In einer Entschließung wird an den Bundestag appelliert, keiner steuerlichen Maßnahme zuzustimmen, die unsozial, ehezerstörend und eines zivilisierten Staates unwürdig sei. Eine solche steuerliche Maßnahme bestrafe praktisch die Ehe und bedeute, wenn sie durch den Bundestag angenommen werden sollte, einen Verstoß gegen die Artikel 3 und 6 des Grundgesetzes. C/jcstezn tvaz qefolaqql . . . Der „Rheinischen Zeitung“ entnehmen wir folgende Glosse: Gestern morgen leuchtete vom Postamt Kalk eine frischgewaschene schwarz - rot - goldene Fahne im Sonnenschein. Es war nicht die einzige. Wer in die Stadt kam, konnte feststellen, daß Fahnen von Firsten und Giebeln aller Behörden und Ämter flatterten. Der Chronist muß zu seiner Schande gestehen, daß er nicht wußte, warum sie flatterten. Er war darüber tief beschämt. Er ist es nicht mehr. Aber ehe die Beschämung von ihm wich, griff er zum Telefonhörer und wählte eine nach der anderen die Nummern der einschlägigen Kölner Behörden. Dort ließ er sich mit den für die Fragen neugieriger Reporter zuständigen Pressestellen verbinden. Er fragte und bekam von der Post, von der Polizei, von der Bundesbahn Antwort. Damit unsere Leser heute wissen, warum gestern geflaggt war, beschloß der Chronist, die Antworten stenografisch festzyhalten. Die erste Behörde war überrascht. Man sah förmlich, wie der immer nette und liebenswürdige Sachbearbeiter mit den Schultern züchte, als er sagte: „Tja, Sie haben recht. Bet uns ist geflaggt. Warum? Weiß ich auch nicht. Moment mal!“ Dann drehte er sidr offensichtlich zu seinen Kollegen um: Binder, warum ist heute eigentlich geflaggt? Die wissen’s auch nicht. Moment, ich frage mal eben Hei einer anderen Dienststelle.“ Gleich darauf war er wieder am Telefon: „Aha, jetzt weiß ich’s: Heute wird das Grundgesetz verkündet,“ Der Chronist sagte „Danke schön!“ und wunderte sich. Bis dahin war er der Meinung gewesen. wir hätten schon eins. Doppelt genäht hält aber besser. Das bezieht sich nicht auf das Grundgesetz, sondern auf die nächste Anfrage. Hier verkündete der Sachbearbeiter, dem Frager freundschaftlich verbunden: „Das kann ich dir ganz genau sagen: Heute ist die einjährige Wiederkehr der Verkündung des Grundgesetzes." „Danke schön!“, sagte der Reporter und rief die nächste Behörde an. „Klar, wissen wir“, hieß es da. „Das ist wegen des Verfassungstages. So was ist es auf jeden Fall.“ Mit 3:1 siegte das Nachrichtenamt der Stadt Köln in diesem Wettstreit. Dort war man auf Draht gewesen und hatte sich gegen neugierige Reporter gesichert. Klipp und klar las es die junge Mitarbeiterin vom amtlichen Stenogrammblock vor: „Aus Anlaß der Verkündung des Grundgesetzes heute vor zwei Jahren werden die Dienstgebäude beflaggt.“ Wir sagten „Danke schön!“ und wußten es endlich genau. Daß der Chronist zwischendurch heimtückischerweise über die Amtsleitung die Rheinische Zeitung anrief, mit einer netten Dame verbunden wurde, die es auch nicht wußte, aber von einem Kollegen die Auskunft erhielt, es habe was mit dem Grundgesetz zu tun, das habe er irgendwo gelesen, davon wollen wir nicht reden. Wir wollen lieber stolz darauf sein, daß wir es herausbekommen haben. Denn das war gar nicht so einfach, Charly Ziel der viel kritisierten Wahlreform ist es, unabhängig von dem eigentlichen Stimmenverhältnis der Regierungskccalition die Mehrheit der Sitze zu sichern. Durch eine einfache Erklärung können die unabhängig voneinander aufgestellten Wahllisten in den einzelnen Wahlkreisen miteinander verbunden werden. Erhalten diese verbundenen Listen mindestens 50 v. H. der abgegebenen Stimmen, dann verteilen sie unter sich alle verfügbaren Parlamentssitze des Wahlkreises. Wird der Satz von 50 v. H. nicht erreicht, erfolgt die Sitzverteilung nach dem Proportionalsystem. Wenn auch nach einigem Zögern die Regierungsparteien fast überall Listenverbindungen eingingen, sind diesem System verhältnismäßig enge Grenzen gesetzt. Denn zweifellos gibt es zahlreiche Wahlkreise, in denen Kommunisten und Gaullisten zwangsläufig über 50 v. H. der Stimmen auf sich vereinigen. Ob schließlich das neue Wahlsystem der Koalition gestattet, ihre bisherige Mehrheit gemeinsam wiederzufinden, ist die große Unbekannte des französischen Wahlganges. Voraussagen über das genaue Mandatsverhältnis in der neuzuwählenden Nationalversammlung erscheinen daher mehr als gewagt. Lediglich einige überflächliche Entwicklungstendenzen lassen sich herauskristallisieren. Zunächst muß man zwischen den von den Parteien erhaltenen Stimmen und der Sitzverteilung unterscheiden. Gegenüber 1946 dürfte der Stimmenanteil der Kommunisten nur unwesentlich zurüchgehen. Man wäre aber bereits mit einem leichten Stimmenverlust der Kommunisten zufrieden, da sich die KP ziemlich stabil gezeigt hat. Die Gaullisten, die bei den letzten Parlamentswahjen nicht vertreten waren, dürften der Stimmenzahl nach Anspruch auf den Platz der zweitgrößten Partei erheben können, die von de Gaulle erhoffte Mehrheit dürften sie aber kaum erreichen. Innerhalb der Regierungskoalition ist mit einer erheblichen Kräfteverschiebung von links nach rechts zu rechnen. Die Sozialisten werden dabei weniger Stimmen verlieren als die Volksrepublikaner, deren Nachkriegserfolge in keinem Verhältnis zu ihren soziologischen und innenpolitischen Möglichkeiten standen. Das Schwergewicht der Regierungskoalition wird zweifellos bei den konservativen Radikalsozialisten und der Gruppe der sogenannten Unabhängigen, das heißt der klassischen französischen Rechten, liegen. Keine Gnade für Janzen Bielefeld. Das Oberste britische Berufungsgericht in Herford bestätigte das Urteil gegen den 28jährigen Schlosser Friedrich Janzen aus Duisburg, der am 20. April vom britischen Obergericht in Düsseldorf zum Tod durch den Strang verurteilt worden war. Janzen hatte am 10. März in Duisburg einen britischen Soldaten durch Messerstiche getötet. Anlaß zu dieser Tat, die Janzen unter Alkohol ausgeführt hatte, war eine Schlägerei zwischen einer Gruppe Jugendlicher und zwei britischen Soldaten gewesen. Die Frau des Verurteilten — Mutter von drei Kindern — hatte nach der Verhandlung vor dem britischen Obergericht in Düsseldorf ein Gnadengesuch an den König gerichtet. Auch die Witwe des deutschen Polizeiwachtmeisters Robert Wilhelm * Reith, der im vergangenen Jahr von einem britischen Soldaten in Mülheim erschossen wurde, hatte in einem Gnadengesuch an den britischen König um das Leben Janzens gebeten. Frau Reith hatte sich damit zum zweitenmal mit einem Gnadengesuch an den britischen König gewandt. Auch als der 23jährige britische Soldat Gordon Lindsell, der ihren Mann erschossen hatte, von einem britischen Kriegsgericht zum Tode verurteilt worden war, hatte sie für diesen um Gnade gebeten. Lindseil war kurz darauf freigelassen worden. Audi eine Abstimmung Frankfurt. Eine Umfrage des amerikanischen Hohen Kommissariats bei tausend Einwohnern der Bundesrepublik und West-Berlins über ihre Einstellung zur Gewerbefreiheit hat ergeben, daß 47 Prozent der Befragten die Gewerbefreiheit befürworten. 32 Prozent lehnen sie ab, 13 Prozent enthielten sich der Stimme und 8 Prozent hatten bisher nichts von Gewerbefreiheit gehört. Was madti das Wetter? Wetteraussichten: Wechselnd zwischen Aufheiterungen und späterer Bewölkung; noch einzelne Schauer, nur mäßig warm, Höchsttemperaturen um 18 Grad. Herausgebet: Sozialistischer Verlag Freiburg G.m.b.H. Freiburg i. Br.. Kaiser-Joseph-Straße 229. Fernruf 281* Hauptschriftleitung: Alfred Oesterheld Verlagsleitung: E. Bauermeister Druck: Universitätsdruckerei Poppen * Ortmann. Freiburg 1. Br. „Das Volk“ erscheint: Dienstag, Donnerstag, Samstag » Bonners tag, 31. Mai 1951 Bat Bot ft Nummer 65 — Seite 1 Steuerzahler nach Ost und West ist der Besitzer eines Bauernhofes, der hei Neustadt zur Hälfte in Bayern und zur anderen Hälfte in Thüringen liegt. Die Zonengrenze führt entlang einer Straße zwischen Wohnhaus (Thüringen) und Scheuer (Bayern) hindurch. Wie der Bauer, der sich auf unserem Bild mit zwei Beamten des Bayrischen Zollgrenzdienstes unterhält, berichtet, muß er sowohl in der sowjetischen wie auch in der amerikanisch besetzten Zone Steuer zahlen. Wolken dringen durch die Tür Senlationellfte Gaftltätte der Welt F. W.Powell verkauft Eiscreme im 102. Stockwerk über Neuyork „Wenn sie bei mir bedienen wollen“, so sagt Frank William Powell regelmäßig zu Kellnern, die sich bei ihm um eine Stellung bewerben, „dann müssen sie vor allem fest auf den Beinen stehen und nickt seekrank werden“! Dabei ist er nicht etwa Inhaber einer Gaststätte auf einem Ozeandampfer, sondern nur in einem etwas überdimensionalen Haus mitten in Neuyork. Fünfzehn Meter unter der Spitze des Empire State Building, also in rund 400 Meter Höhe über der Erde hat der höchste Gastronom der Millionenstadt am Hudson sein Restaurant eröffnet. Nock niemals kam ein Gast über die Treppen zu ihm. Der Fahrstuhl bringt die Kundschaft in genau fünf Minuten die 102 Stockwerke hinauf. An Tagen mit weiter Sicht und Sonnenschein sind es oft 6000 Personen, die im höchsten Bauwerk der Erde Eisecreme oder Coca-Cola genießen und aus den Fenstern einen Bück über das unendliche Häusermeer werfen. Die Kellner von Frank William Powell hal ten ihr Restaurant für das anstrengendste Lokal der Welt. Stets müssen sie die Getränke oder gar die Menüplatten auf den Händen geschickt balancieren, denn selbst bei verhältnismäßig ruhigem Wetter schwankt das mächtige Irren ift menfchlich / Von Peter Ohm Zu den begreiflichsten menschlichen Schwächen gehört das Sickirren. Selbst große Geister waren nicht frei davon — so läßt Schiller in „Wilhelm Teil“, der nach seinen Angaben im Dezember spielt, den Landvogt einen - Apfel vom Baum holen, was selbst im wärmsten schweizerischen Winter nicht gut möglich ist. Ein Irrtum kann ein Flüchtigkeitsfehler sein, wie in dem berühmt gewordenen Begrüßungsaufsatz der italienischen Zeitung „Popolo d’Ita- lia“ kurz nach dem Kriege, der dem amerikanischen Präsidenten Wilson gewidmet war, in dem aus dem englischen Worte „ties“ (Bande) „lies“ (Lügen) gemacht wurde, so daß Wilson „im Namen der traditionellen Lügen (statt: Bande) der Demokratie“ bewillkommnet wurde. Selbst auf weitverbreiteten Briefmarken haben sich Irrtümer eingeschüchen: eine tschechische Marke zeigt den Hradschin, die alte Prager Burg mit der im Westen auf gehenden ■ Sonne, und auf Schweizer Tellknaben-Marken liegt die Sehne unter der Armbrust statt auf ihr. Von Irrtümern heimgesucht sind Dinge aus der Natur: wir glauben, die Walnuß sei einst auf Wällen angepflanzt gewesen oder ihre Früchte würden der Größe wegen mit dem Wal verglichen, dabei bedeutet wal nichts anderes als welsch, sie wurde aus Welschland eingeführt. Die berühmte Sauerkirsche Schatten- morelle hat nichts mit Schatten zu tun und eine Morelle gibt es nicht; ihr Name stammt von ihrem ersten Fundort, dem Chäteau Morel. Das Kreuzkraut muß richtig heißen: Greiskraut, der lateinische Name kommt von senex — Greis. Auch die Bezeichnung „Restaurant“ für Gaststätte beruht auf einem Irrtum: ein französischer Koch hatte eines Tages eine besonders kräftige und stark eingekochte Fleischbrühe restaurant genannt und an seiner Gaststätte ein Schild RESTAURANT angebracht, genau so wie wir Schilder mit der Aufschrift „Lagerbier“ und „Neues Sauerkraut“ kennen. Und aus diesem Irrtum heraus kam das Restaurant in unsere Umgangssprache als Bezeichnung aller Gaststätten, in denen man Speise und Trank findet. Im Elsaß gibt es ein Gasthaus „Zur Sauwaage“, das biedere Deutsche allzu wörtlich und irrtümlich vom französischen „au sauvage“ (zum wilden Mann) abgeleitet haben. Wie oft kann man hören und lesen: „Über Nackt wurde sein Haar grau durch den Schreck.“ Das sind pure Lügen; es gibt keinen Beweis dafür, daß durch Angst, Schrecken oder andere plötzliche Einflüsse in so kurzer Zeit Haare weiß geworden sind. Weißwerden von Haaren bedarf eines viel größeren Zeitraumes, selbst in Fällen schwerer Erkrankungen. Der Stier wird nicht der roten Farbe wegen wild, sondern nur durch das aufreizende Flattern eines Stoffes in grellen Farben. Man kann einen Stier auch durch ein gelbes Hemd oder eine blaue Fahne reizen und wild machen. Daß der Blitz nur einmal an derselben Stelle einschlägt, isf. ebenfalls eines der vielen überlieferten irrigen Märchen, es gibt Beweise genug, daß der Blitz an der gleichen Stelle und während desselben Gewitters vier-, fünf- und sogar sechsmal eingeschlagen hat. Seltsamerweise sind Irrtümer auf Denkmälern nicht selten: auf seinem Denkmal im Berliner Tiergarten knöpft Fontane seinen Rock nach Frauenart zu; von rechts nach links. Ein südamerikanisches Kolumbusdenkmal zeigte Kolumbus mit einem ausziehbaren Fernrohr, das erst ein Jahrhundert nach seinem Tode erfunden wurde. Scharnhorsts Denkmal auf dem Invalidenfriedhof in Berlin gibt als Geburtstagsdatum an: „12. November 1756 zu Haamel- sen in Hannover“, tatsächlich wurde Scharnhorst gber 1755 in Bordenau geboren. Auch das Kleist-Denkmal am Wannsee gibt ein falsches Geburtsdatum an: 10. Okt. 1776 statt 18. Okt. 1777. Gebäude hin - und her. An etwa 180 Tagen im Jahr pfeift jedoch der Sturm um den Wolkenkratzer mit 120 Stundenkilometern Geschwindigkeit. Die gewaltige Stahlkonstruktion wiegt sich dann recht deutlick hin und her. Die Gäste und die Bedienung erhalten den Eindruck, als befänden sie sich auf einem Ozeanriesen. Tische und Vasen sind festgeschraubt, damit sie nickt hin und her rutschen. Und nicht selten kommt es vor, daß trotz aller Vorsicht einem Kellner die Servierplatte aus den Händen gleitet und über den glatten Fußboden rutscht. Läßt ein Gast an solchen Tagen versehentlich einmal die Tür nach dem Umgang offen, dann kann es Vorkommen, daß die Wolken in dichten Nebelschwaden hineindringen, oder der Sturm die Garderobenständer umwirft. Doch weder der Wind noch die tiefhängenden Wolken sind die eigentlichen Sorgenkinder des höchsten Gastronomen von Neuyork. Für ihn dreht es sich darum, zuverlässige Wetterprognosen zu erhalten, denn bei schlechter Sicht kann er normalerweise nur mit etwa 500 Besuchern rechnen und sitzt dann mit ein paar tausend Portionen Eis und seinen vorbereiteten Menüs fest. Woher bekommt also Frank William Powell seine wichtigen Informationen? Er hatte seit längerer Zeit ein Abkommen mit der Wetterwarte des Flughafens Newark geschlossen. Doch diese Vorhersagen wurden auf die Dauer zu teuer. So hat der höchste Gastronom selber Wetterkunde studieren müssen. Er schaffte sich die nötigen Instrumente an und handelte von da an auf eigene Verantwortung. Windrichtungsanzeiger, Geschwindigkeitsmesser und Barometer sind seine Ausrüstung. Doch nach wie vor bilden die Piloten der großen Fluglinien und auch der US-Army seine treue Stammkundschaft. Ihnen macht es nichts aus, wenn sie aus den Fenstern in eine graue Nebelsuppe blicken. Sie trinken auch außerhalb detz Dienstes am liebsten ihren Cocktail in den Wolken. Die Namen der bekanntesten Piloten, gekrönter Häupter und ausländischer Diplomaten bilden im Gästebuch des seltsamen Restaurants ein buntes lesenswertes Durcheinander. Denn wer Neuyork zum ersten Male besucht, versäumt nur ungern einen Besuch im höchsten Restaurant und nimmt es gern in Kauf, wenn die Suppe auf dem Teller oder der Cocktail im Glase leicht hin und her schwanken. Rund 25mal im Jahr schlägt der Blitz krachend bei Frank William Powell ein. Doch bis heute hat er noch keinem Gast ein Haar gekrümmt, sondern ist an den mächtigen Flanken des Wolkenkratzers abwärts in den Boden gefahren. Wo rohe Kräfte sinnlos walten . . . Melvin Dillinger dachte, daß hinter 250 kg Geldschrank nicht viel weniger Geld gehütet sein müßte, und weil er nicht nur starke 21 Jahre alt, sondern ein Athlet unter seinesgleichen war, hob er den Schrank auf den Arm und trug ihn die Treppe hinunter zu seinem (dafür geliehenen) Automobil. Aber dabei beging er zwei Fehler: erstens merkte er nicht, daß ein Zeitungsjunge ihn mit verständigen Augen beobachtete, und zweitens ließ er sich den Schrank im vorletzten Augenblick schon am Trittbrett seines Wagens auf die Zehen fallen. Sie zeigten sich dem Schwergewicht nicht sogleich gewachsen, und ehe Melvin Dillinger sie noch unter dem Geldschrank hervorziehen konnte, lähmten ein Paar solide Stahlfesseln auch seine Hände. Jetzt liegt er ihm Staatskrankenhaus unter polizeilicher Bewachung. Sie konnte ihm berichten, daß hinter den 250 kg Geldschrank nur — ein einziger Dollar gehütet war. Den größeren Rest hatte der Bote abends gerade zur Bank gebracht. Fürwahr eine „Verkaufskanone“ „Vertreter für den Verkauf von Eisschränken an die Eskimos gesucht“ — würden sie sich um diese Stellung bewerben? Glauben sie nicht, daß Unmögliches von ihnen verlangt wird! Mark Stevens, Handelsvertreter aus Los Angeles, hat nicht nur diesen, sondern noch andere unwahrscheinliche Verkäufe getätigt. Den Eisschrank hat er einem alaskjschen Fellhändler mitten in den Iglu gestellt, und dann reiste er in die .Sahara und verkaufte dort einem Bauunternehmer — 100 000 Tonnen Sand! Seitdem wird er sogar in den USA als die größtkalibrige Verkauf skanone respektiert! Plakate im Zeitenwandel II 7est-Ost-Sport nur mit Genehmigung Um eine Gewähr für einen unpolitischen Verkehr westdeutscher und sowjetzonaler Sportler zu haben, beschloß das NOK, daß Wettkämpfe der Sportler aus der Bundesrepublik mit den Vereinen der Deutschen Demokratischen Republik der Genehmigung westdeutscher Fachverbände bedürfen. Aus dem bisherigen Sportverkehr zwischen Westdeutschland und Ostdeutschland hat sich eindeutig nachweisbar die Tatsache ergeben, daß seitens des ostzonalen deutschen Sportausschusses mit dem Sport besondere politische Zwecke verfolgt werden. Trotz dieser Feststellung soll der Sportverkehr zwischen Westdeutschland und der sowjetisch besetzten Zone fortgesetzt werden, nachdem im Rahmen der Lau- sanner Verhandlungen die bevollmächtigten Vertreter des deutschen Sportausschusses am 21. und 22. Mai vor dem Exekutivausschuß des Internationalen Olympischen Komitees versichert haben, daß künftig jede politische Beeinflussung unterbleibt. Damit aber die Gewähr gegeben ist, daß 'der Sportverkehr zwischen Westdeutschland und Ostdeutschland sich auf dieser Grundlage vollzieht, habe der DSB und alle seine Fachverbände beschlossen, daß mit sofortiger Wirkung ein Sportverkehr mit Ostdeutschland in Jedem Einzelfall der besonderen Genehmigung des zuständigen Fachverbandes bedarf. Anträge von Vereinen und Verbänden sind über die zuständigen Fachverbände vorzulegen. Dem Antrag ist beizufügen eine ausdrückliche schriftliche Versicherung des Veranstalters, daß der Besuch im üblichen Rahmen verläuft, daß also vor allem jede politische Beeinflussung unterbleibt. Wenn die weitere Entwicklung ergibt, daß trotz gegebener Zusicherungen diese Voraussetzungen nicht eingehalten werden, müssen zu ihrem Bedauern die deutschen Fachverbände weitere Genehmigungen unverzüglich versagen. Vereinsnotizen FC Singen M Der Altinternationale Hoeger, der bisher Peine trainierte, steht zur Zeit in Verhandlung mit dem FC 04 Singen wegen Übernahme des Trainerpostens, nachdem der bisherige Trainer Wunderlich bereits zum FC Idar übergesiedelt Ist. Willlmowskl wird als Spieler-Trainer zum VfR Kaiserslautern gehen und der vom VfL Konstanz zum FC Singen gekommene Stürmer Schultz beabsichtigt Viktoria Aschaffenburg beizutreten. Außerdem wird Torhüter Gack Singen verlassen. FV Lahr Der Lahrer Fußballverein hat den Vertrag mit sei. nem Trainer Albert Janda (früher KFV)) gekündigt. Über den neuen Wirkungskreis Jandas ist noch nichts bekannt, doch hat er Verhandlungen mit Schweizer Vereinen aufgenommen. Auf der Düsseldorfer Druck- und Papierausstellung kann man außer Maschinen, Papiersorten, alten Drucken usw. auch graphische Werke bewundern. Die Entwicklung des Druckes kommt bei diesen beiden Plakaten allerdings weniger zum Ausdruck, als die des Geschmacks. Die Dame mit dem Riesenhut als Blickfang für eine Pariser Ausstellung, um die Jahrhundertwende hat zwar etwas Geschmackloses für unsere Begriffe. Zu unsachlich scheint die Werbung. Das Extrem dazu, eine moderne Schöpfung, ist allerdings nicht verständlicher, sachlicher, — geschmackvoller. Aber — über Geschmäcker läßt sich bekanntlich streiten! Vielleicht sieht die Sache in Farbe verlockender Mercedes zahlt eine Viertetmiltion Der Streit um die Caracciola-Wagen bat nunmehr ein Ende gefunden Die Motorrad-Rennstrecke auf der Solitude bei Stuttgart war Schauplatz der Achtstundenfahrt des ADAC. Unser Bild zeigt das Feld anf der Strecke. Im Vordergrund die BMW-Fabrikmann- schaft mit Georg Meier (171), Rudi Seltsam (172), Walter Zeller (halb verdeckt), diebtauf gefolgt von der 125-ccm-DKW-Mannschaft, geführt von August Hobel (73). Die Schweizer Verrechnungsstelle in Zürich hat dieser Tage die ihr im „Caracciola-Prozeß“ durch Obergerichtsurteil vom Herbst 1950 zugesprochenen 1,5-Liter-Rennwagen dem Meistbietenden zugeschlagen. Dieser Meistbietende war niemand anders als die Mercedes-Benz-Aktiengesellschaft Zürich. Hierzu erfahren wir über die „Revue Automobile“ noch folgende . Einzelheiten: „Die der Verrechnungsstelle eingereichten Angebote stammten vor allem von Rennfahrern und von Fabriken, die sich mit dem Rennwagenbau befassen. Die interessierten Fahrer hegten offenbar die Absicht, mit den Wagen (oder besser gesagt mit dem Wagen, deifn der eine hätte wohl als Ersatzteillager für den anderen dienen müssen!) an deji Start zu gehen. Den Offerten der mit dem Rennwagenbau bechäftigten Firmen stand wohl in erster Linie der Gedanke der Materialprüfung zu Gevatter. Aus anderen Motiven hat die Mercedes-Benz-AG ihre Offerte eingereicht. Durch das immerhin lebhafte Angebot wurde der Preis über Erwarten hochgetrieben. Der Käufer legte für die beiden Wagen die stattliche Summe von 225 ooo Franken (etwa eine Viertelmillion Mark) auf den Tisch der Verrechnungsstelle.“ Damit haben diese beiden umstrittenen Wagen ihren wohl endgültigen Besitzer gefunden. Dieser hat durch sein Eingreifen vermieden, daß die Fahrzeuge in fremde Hände kommen, die den Ruf des Unter- türkheimer Werkes als ehemals bester Rennwagenbauer in Gefahr gebracht hätten. Die beiden „Tripolis-Wagen“ werden vorerst in Zürich bleiben. Der Entscheid, was damit weiter geschehen soll, liegt beim gegenwärtigen Besitzer. Ob die Wagen auf die Piste zurückkehren, ist ungewiß, obwohl es nicht ausgeschlossen ist, daß sie wieder eine gute Figur machen könnten, sofern sie überholt und weiterentwickelt würden. Gut Holz Nir „Rosenmontag u Freihurg! Deutsche Kegler zum ersten Male nach dem Kriege in Straßburg Bei einem internationalen Keglertreffen in Straßburg, das eine ausgezeichnete Besetzung aufzuweisen hatte, waren zum ersten Male nach dem Kriege mit „Schusterstuhl“ Karlsruhe und „Rosenmontag“ Freiburg zwei deutsche Keglermannschaften nach Straßburg gekommen. Die deutschen Gäste wurden überaus herzlich aufgenommen, und in den verschiedenen Reden anläßlich eines Festbanketts die Freude aller darüber zum Ausdruck gebracht, daß nunmehr auch deutsche Kegler wieder Anschluß an die internationalen Turniere gefunden hätten. Eine in Glas gerahmte Tafel mit eingebranntem Straßburger Münster wurde als bleibende Erinnerung an die wohlgelungene Veranstaltung überreicht. Bei den Kämpfen selbst waren wertvolle Preise, unter ihnen ein von General M. E. Naegelen. Gouverneur von Algier, gestifteter Wanderpreis zu gewinnen. Den Ausscheidungskampf verlor .Rosenmontag“ nur knapp gegen die starke französische Mannschaft „Espdrance“ Lipsheim mit 1039:1132 Holz. In der Gruppe A siegte „Tous les Neufs“ Musau vor „Espdrance“ Lipsheim, „Bowling-Club“ Straßburg und „Unitas“ Straßburg. Den letzten Kampf hatten die Freiburger gegen den ehemaligen deutschen Meister „Schusterstuhl“ Karlsruhe zu bestreiten. Mit einer Niederlage von 1055:1134 Holz kamen sie hierbei zu einem sehr schmeichelhaften Ergebnis. In der Einzelwertung zeichnete sich Berndt von „Tous les Neufs“ mit 219 Holz als bester Kegler aus. Den zweiten und dritten Platz teilten sich mit 214 Holz Kußmaus, Karlsruhe, und Wider, Freiburg, während Bullmann, Freiburg, mit 203 Holz an fünfter Stelle rangierte. In der Gruppe B .siegte „Schusterstuhl“ mit 3334 Holz vor „Rosenmontag“ (3056), „Lägern" Zürich (2917) und „Bowling-Club“ Innsbruck (2706). mmi y ' "TV'• 1 CUtf7a*.^i|P . aus, so etwa wie das Schulheft Klein-Fritzchens (erstes Schuljahr) oder das Schaufenster in einem Gemüseladen. Der Reklame ist nichts verschlossen; alle Möglichkeiten versucht sie auszuschöpfen. Der Erfolg allein ist maßgebend. Die letzten Toto-Quoten West-Stid-Block Zwölferwette: 1. Rang 41 Gew. je 6088.10 DM: 2. Rang 1050 Gewinner je 237.50 DM; 3. Rang 10 485 Gewinner Je 23.00 DM. Zchnerwette: 1. Rang 949 Gew., je 171.80 DM; 2 Rang 11518 Gewinner je 14 DM; 3. Rang 80 718 Gewinner je 2 DM. WB-Zusatzwette: 1. Rang 37 Gewinner je 222.20 DM; 2. Rang 601 Gewinner je 13,55 DM. Bayern Zwölferwette: 1. Rang 46 Gew. je 2136.50 DM; 2. Rang 905 Gewinner je 108.60 DM; 3. Rang 8012 Gewinner je 12.20 DM. Zusatzwette: 1. Rang 41 Gew. Je'466.50 DM; 2. Rang 875 Gewinner je 22 DM. Rheinland-Pfalz Zehnerwette: I. Rang 112 Gew. je 390.70 DM; 2. Rang 1817 Gewinner je 23.90 DM; 3. Rang 14 010 Gewinner je 3.10 DM. Kleintip: 191 Gewinner je 38.90 DM. Zwölferwette: 1. Rang 25 Gew. je 794.70 DM; 2. Rang 436 Gewinner Je 22.80 DM; 3. Rang 3977 Gewinner je 2.50 DM; 4. Rang 18 939 Gewinner je 1.05 DM. Nordblock 1. Rang 762 Gewinner je 436.50 DM 2. Rang 16 378 Gewinner je 20.30 DM; 3. Rang 97 966 Gew. je 3.40 DM. « Seite 4 — Nummer 65 BasBotA Donnerstag, 31. Mai 195t Banditen, wie sie im Buche stehen! Der Scbwurgerichtsprozeß gegen die Mörder der Ebelente Kuri Der Richtertisch des Freiburger Schwurgerichtssaals gleicht der Ladentheke eines Eisenwarengeschäftes. Brecheisen, Rohre, eine Bohrmaschine, eine Blechschere, Eisenketten, das waren neben einer Pistole die „Arbeitsgeräte“ der vier männlichen Angeklagten des Mordprozesses Kuri, über dessen Beginn wir in einem Teil unserer Auflage bereits berichtet haben. Wenn der Angeklagte Yaniek bei einer früheren Vernehmung sagte, daß er seit zwölf Jahren ein Dieb sei und nun zum ersten Male vor der Polizei „Ja“ gesagt habe, dann bedarf es keiner besonderen Kenntnisse der Physiognomik, um ihm aufs Wort zu glauben. Denn er, der Bandenchef, als der er sich auch noch am*ersten Verhandlungstag gebärdete, kennt in seiner Brutalität keine Hemmungen und geht im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen, um sein Ziel zu erreichen. Er lehnte zu Beginn der Verhandlung das deutsche Gericht ab und wollte eine Aburteilung vor alliierten Richtern. Als ihm der Vorsitzende bedeutete, daß die Besatzungsbehörden diesen Mordfall der deutschen Gerichtsbarkeit übergeben hätten, hatte er nur ein verächtliches Achselzucken. Er verweigerte zunächst jede Aussage und hüllte sich in Schweigen. Das» Auftreten der vier männlichen Angeklagten ist dreist, frech und arrogant, mit zynischem Lächeln folgen sie der Verhandlung, als gehe sie die ganze Sache überhaupt nichts an. Halten sie es aber für geraten, zu ihrer Verteidigung in die Verhandlung einzugreifen, dann sind es besonders Yaniek und Pamula, die mit einem lebhaften Wortschwall, unterstrichen durch eine theatralische Mimik und Gestik, auf das Gericht einzureden versuchen, wobei ihnen die Würde des Forums alles andere als heilig ist. Unwillkürlich steigt der Gedanke auf, welche Behandlung ein Deutscher erfahren würde, der vor einem polnischen Gericht sich in einer derart beleidigenden Weise verhalten würde. Während der Vernehmung vor der französischen Gendarmerie und vor der deutschen Polizei hatten die Angeklagten ihre Tat zuerst zugegeben, dann aber widerrufen. In der Hauptverhandlung wurden am Montag zunächst die Vorgänge am Tage der Tat, am 6. Februar 1949, erörtert. Dabei sagte zunächst der Angeklagte Novotny, Kozusko habe Kuri mit einem Brecheisen über den Kopf geschlagen und Yaniek habe Frau Kuri erdrosselt. Kozusko dagegen gab an, Yaniek habe den Ehemann Kuri erschlagen, während Novotny die Frau erwürgt habe. Auf Vorhalt des Vorsitzenden gab Novotny schließlich zu, daß Kozusko die Wahrheit sage. Er habe Frau Kuri erdrosselt. Auf weitere Fragen verweigerte Novotny dann jede Auskunft, weil es ihm nicht mehr passe (!). Die Zeugenaussagen des ersten Tages brachten kaum etwas Neues, was zur Aufhellung der j Tat, vor allem zur Feststellung der tatsäch- ; liehen Mörder hätte beitragen können. Es wur- j den lediglich die in der Voruntersuchung ge- , machten Angaben bestätigt, aus denen hervor- j geht, daß die vier Banditen schon mehrmals in j Waldkirch waren und auch schon früher Ge- ! schäfte mit dem Ehepaar Kuri gemacht hatten. ' Sie wurden am Abend der Tat von einem Zeugen in Waldkirch gesehen, dessen eidliche Aussage, es seien vier Männer gewesen, insofern für den Angeklagten Pamula belastend war, als dieser in der Hauptverhandlung plötzlich wieder ganz energisch bestritt, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. In die Enge getrieben gab er dann wenigstens zu, in Waldkirch gewesen zu sein. Die Angeklagten Kozusko und Novotny aber erklärten .demgegenüber, daß Pamula an dem Raubmord beteiligt gewesen sei. Der zweite Verhajidlungstag brachte insofern eine Überraschung, als bald zu Beginn der Sitzung der Angeklagte Yaniek eine Erklärung abgab, nach der er sich schuldig bekannte, an der Mordtat beteiligt gewesen zu sein. Als Grund für seinen plötzlichen Haltungswechsel gab er an, daß er sich die ganze Nacht geärgert habe, weil seine Kumpane am Tage vorher falsche Angaben gemacht hätten. Er schilderte die Tat in allen Einzelheiten, schob dann aber die gesamte Schuld des Doppelmordes auf Kozusko, der sowohl den Ehemann Kuri erschlagen und die Frau erdrosselt habe. Kozusko aber blieb bei seiner Aussage, daß Yaniek die Schläge ausgeführt habe. Als der Vorsitzende den Angeklagten Pamula fragte, wie es gewesen sei, antwortete dieser: „Was kann ich sagen, ich war nicht dabei“. Darauf rief ihm der neben ihm sitzende Novotny zu: „Gib doch zu, es hat keinen Zweck!“ Nun war es Pamula, der alle weiteren Angaben verweigerte und die daraufhin vernommenen französischen Gendarmeriebeamten und deutschen Polizisten, die die ersten Vernehmungen durchführten, der Lüge und falschen Aussage bezichtigte. Nach dem Gutachten des Sachverständigen wurde Frau Kuri erdrosselt, worauf die Druckstellen am Hals und innere Verletzungen des Kehlkopfes u. a. hindeuten. Sie ist nach dem Urteil des Gutachters eines langsamen Erstickungstodes gestorben. Beim Ehemann Kuri hatte schon der erste Schlag so schwere Verletzungen hervorgerufen, daß durch ihn allein der Tod eingetreten wäre. Es wurde ein Schädelbruch und eine Gehirn Verletzung festgestellt, die bereits durch den ersten Schlag verursacht wurden. Die Sefbfthilfe der Genoflenlchaften 78. Verbandstag des Badischen Genossenschaftsverbandes Im Mittelpunkt des 78. Verbandstages des Badischen Genossenschaftsverbandes (Schultze- Delitzsch) stand die Hauptversammlung im Stadttheater. Aus dem von Verbandsdirektor Schnorr erstatteten Tätigkeitsbericht ging hervor, daß dem Verband am 31. Dezember 1950 90 Kreditgenossenschaften mit rund 129 000 Mitgliedern und 113 Waren- und Fachgenossenschaften mit rund 17 600 Mitgliedern angehören. Um ein soziales Bedürfnis zu befriedigen, wurde im vergangenen Jahr eine Absatzfinanzierungsgenossenschaft gegründet, die unter dem Namen Badische Kundenkredit-Genossenschaft bekannt wurde. Die Gesamtausleihungen haben im vergangenen Jahr den Betrag von 124,2 Millionen DM erreicht, das sind 50 Prozent mehr als im Jahre 1949. Dieses Mehr war möglich durch Erhöhung der Einlagen um rund 18 Mill. DM, wobei die Spareinlagen um 35 Prozent gestiegen sind. Im Verlaufe seines Berichtes ging Direktor Schnofr auf aktuelle Finanzfragen, wie die Kreditrestriktion, Ordnung des Kapitalmarktes und Herabsetzung der steuerlichen Belastung auf ein erträgliches Maß ein, um für das neue Geschäftsjahr die Parole auszugeben: Verstärkung der eigenen Mittel und der Spareinlagen. Die wichtigste Voraussetzung müsse aber die Regierung durch Wiederherstellung des Vertrauens schaffen, die der Redner darin sieht, daß die Altsparer eine Verbesserung ihrer Aufwertungsquote erfahren. Staatspräsident Wohieb gab in kurzen Ausführungen Antwort auf die ihm gestellte Frage: „Was erwartet die Regierung von der Organisation der gewerblichen Genossenschaften?“ Er stellte dabei drei Punkte heraus: 1. Verbreiterung und Vertiefung des genossenschaftlichen Gedankens, 2. den Aufstand der Selbsthilfe gegen den Allesverschlinger, auch wenn es der Staat ist, und 3. eine Mitwirkung an der Politik. Zum zweiten Punkt erklärte der Staatspräsident, wir hätten einen Gott über uns und der hieße: Papier. Die Menschheit gehe zugrunde an der Bürokratie und an den papierenen Bestimmungen, eine Feststellung, die um so größeren Beifall des Hauses fand, als sie ja vom höchsten Beamten des Landes getroffen wurde. Schließlich wies der Staatspräsident auf die Möglichkeiten hin, die den Genossenschaftsmitgliedern geboten seien, direkt oder indirekt im Rahmen der vorhandenen großen Parteien politisch zu wirken. So seien die Kreditgenossenschaften zum Beispiel in der Politik des Wohnungsbaues nicht mehr wegzudenken. Dr. Hans Hellwig, Mitarbeiter der Deutschen Zeitung und Wirtschaftszeitung erklärte, die Ereignisse, der letzten Zeit hätten die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Ob diese Probe bestanden werde, stehe heute noch nicht fest, auch wenn Bundeswirtschaftsminister Dr. Erhard Silberstreifen am Horizont sehe. es. Liebesgaben aus dem Ausland Neue Zollverordnung für das ganze Bundesgebiet Seit dem 28. Mai gilt für die Zollbehandlung von Geschenk- und Liebesgabensendungen im gesamten Zollgebiet zum eristenmal gleiches Recht. Die von der Bundesregierung beschlossene neue Verordnung setzt im Gegensatz zu den bisherigen Bestimmungen die abgabefreien Höchstmengen für solche Waren herauf, die zur Linderung von Not von Bedürftigen von besonderem Wert sind. Hierzu gehören Lebensmittel, von denen künftig bis zu 15 kg monatlich für einen Empfänger in einer oder mehreren Geschenksendungen abgabenfrei eingeführt werden können, ferner Kleider, Wäsche, Stoffe, Schuhwerk, notwendige Haushalts- und Gebrauchsgüter, Medikamente und Bücher. Für diese Waren, mit Ausnahme der Lebensmittel, ist eine Gewichts- oder Wertbegrenzung für die einzelnen Geschenksendungen nicht festgesetzt. Mengenmäßig müssen sie jedoch dem angemessenen Bedarf des Empfängers und seiner Haushaltsangehörigen entsprechen. Tee wird von der Abgabenbefreiung allgemein ausgeschlossen. Kaffee darf in Standardpaketen, die durch die zum Liebesgabenverkehr zugelassenen Wohlfahrtsorganisationen als Liebesgaben zur Verteilung kommen, künftig nur noch bis zu einem Pfund (roh oder geröstet, nicht Kaffeeauszug) als Beipack je Monat und Empfänger abgabenfrei eingeführt werden. Er muß in vorgeschriebenen Packungen verpackt sein. Für Geschenksendungen gilt das gleiche. Jedoch besteht kein Verpackungszwang. Die Einfuhr von reinen Kaffeepaketen ist nicht mehr zulässig. Solche Pakete wie auch die ein Pfund überschreitenden Mengen unterliegen den Eingangsabgaben. Dem Empfänger steht es frei, anstatt die Eingangsabgaben zu entrichten, die zollpflichtigen Mengen an den Absender zurückzuschicken. Tabak und Tabakerzeugnisse sowie Süßstoff sind weiterhin von der Einfuhr in Getchenk- und Liebesgabensendungen völlig ausgeschlossen und können, wenn sie in solchen Sendungen e ingehen, eingezogen werden. Wie bisher bleiben auch ausgesprochene Luxuswaren von der Abgabenbefreiung ausgeschlossen. Geschenksendungen können im Post- oder Frachtverkehr zum Versand gebracht werden. Die Einfuhr von Geschenksendungen als Reisegepäck ist nicht erlaubt. Die abgabefreigelasse- nen Waren sind nur für den persönlichen Bedarf des Empfängers und seiner Haushaltsange-, hörigen bestimmt. Die entgeltliche Weitergabe und der Tausch solcher Waren sind strafbar und ziehen die Erhebung der Abgaben nach sich. , Weder chriftlich, noch fozial" Zu dem unter obiger Überschrift am 26. Mat an dieser Stelle veröffentlichten Artikel erhal-* ten wir nachstehende Erklärung des Vorstandes der BKV in Baden-Baden: „Unter Bezugnahme auf die Veröffentlichungen in verschiedenen Tageszeitungen stellt die Bäder- und Kurverwaltung fest, daß der Chefarzt des Staatlichen Rheumakrankenhauses Landesbad, Dr. med. habil. W. H. Fähndrich, niemals angeregt oder gar beantragt hat, die Kranken des Landesbades vom Besuch des Kurgartens und der Kurkonzerte auszuschließen. Dr. Fähndrich hat im Gegenteil bei seiner Mitarbeit an der Herstellung der Kurtaxord- nung mehrfach Anträge zugunsten der Sozialversicherten gestellt und zur Annahme gebracht. Auch ist der Bäder- und Kurverwaltung keine Äußerung des Dr. Fähndrich bekanntgeworden, nach der die Bänke beim Kurgarten und in der Allee nur von Kurgästen benützt werden sollten. Der Vorstand der Bäder- und Kurverwaltung: Dr. E. Schlapper, Oberbürgermeister.“ * Es ist bedauerlich, daß diese Erklärung nicht unmittelbar nach der Anfrage des Stadtrats Hering in der Stadtratssitzung am 16. Mai abgegeben wurde. Denn der Kommentar im „Volk“ vom 24. Mai ging von der Voraussetzung aus, daß der sachliche Inhalt der Anfrage unwidersprochen blieb. Wir möchten aber ausdrücklich bemerken, daß auch hierbei die ärztliche und wissenschaftliche Qualifikation Dr. Fähndrichs als Chefarzt des Landesbades, wie schon im Artikel erwähnt, in keiner Weise angezweifelt wurde. Wie wir uns in einer Aussprache mit Dr. Fähndrich überzeugen konnten, beabsichtigt er keineswegs, irgendwelche Maßnahmen in seinem Tätigkeitsbereich zu treffen oder auch nur zu dulden, die sozial nicht gerechtfertigt wären. Aus dem Sudwesteu Stadtratssitzungen nur noch öffentlich Der Stadtrat der südbadischen Grenzstadt Lörrach will in Zukunft nur noch öffentliche Sitzungen abhalten. Maßgebend für diesen Beschluß der Stadtväter war die Überlegung, daß es auf kommunalpolitischer Ebene kaum Fragen gebe, die nicht in aller Öffentlichkeit erörtert werden können. Außerdem soll auf diese Weise deutlicher als bisher das Recht der Bürgerschaft auf Orientierung über alle kommunalpolitischen Vorgänge und ihre Hintergründe respektiert werden. Nichtöffentliche Sitzungen, die oft als „Geheimniskrämerei“ der Stadtverwaltung ausgelegt wurden und zur Gerüchtebildung beitrugen, da von ihnen die Presse ausgeschlossen war, werden nicht mehr angesetzt werden. * Kaffeeschmuggel im Faltboot Bei dem nächtlichen Versuch, 70 Pfund Bohnenkaffee aus der Schweiz in das Bundesgebiet einzuschmuggeln, wurde ein deutscher Faltbootfahrer zwischen Münsterlingen (Thurgau) und Konstanz festgehalten. Boot und Kaffee wurden beschlagnahmt. Außerdem erhielt der Schmuggler eine Geldstrafe von 1000 Franken. • Die ersten Erdbeeren Auf dem Bühler Obstgroßmarkt wurden die ersten Erdbeeren in größeren Mengen angeliefert. Der Erzeugerpreis betrug 1,80 bis 2 Mark. • Doch noch eine Unterkunft gefunden Wegen seines verwahrlosten Aussehens fand ein Oberschenkelamputierter in Poltringen bei Tübingen keine Unterkunft. Aus Zorn hierüber wurde er gegenüber dem Lehrer tätlich. Der Erfolg war, daß man ihn zunächst in den Ortsarrest und später nach Tübingen brachte. Hier stellte die Polizei fest, daß der Mann ein lange gesuchter Verbrecher ist. DambaUa ruft 38) €/« 'Roman au 20 W\ □ ■ !22 rr !— LJ j i Waagerecht: 1. Andächtige Handlung, 4. Stadt in Nordafrika, 5. Holzwerkzeug, Teil des Auges, 10. Krankentragegerät, 12. Bekräftigung, 14. Landschaftscharakter, 16. Innerstes im Menschen, 18. Stadt in Italien, 21. Wäscheschrank, 22. Wintersportgerät, 23. Schwimmvogel, 24. Gewässer, 25. Himmelskörper. Senkrecht: 1. Edelmetall, 2. Männername, 3. Körperreinigung, 6. Lebensverbindung, 7. Teil des Auges, 8. Tierisches Produkt, 10. Söller, Dachkammer, 11. Märchengestalt, 13. Kuchenart, 15. Teil des Rosenstrauches, 17. Hausvorbau, 19. CharaktermeTkmal, 20. Organ des Kopfes, 22. Wasserfläche. Auflösung; 'SSF 'ZZ ‘UJIH OZ ‘mw 61 ‘jmua 'II ‘uma 21 ‘Srfox TI ‘assiy 'ii ‘uspoy 01 Tspsg g ‘spi 'i ‘sqg g ‘peg 'g ‘qoug z ‘PPD T : tqosayuas 'uiais 'LZ Tsspi 'fz ‘eiug 'ZZ ‘IMS ZZ ‘oqnix TZ ‘uroy 81 ‘3I33S 91 ‘3PT3H 'fl Ina ZI ‘saqug '01 ‘PIT 6 ‘ipg 2 ‘ueao T Taqso T :tqo3asABBM Die Anekdote Während eines Aufenthaltes in Kissingen saß Adolf von Menzel in seiner Stammkneipe beim Wein, als er bemerkte, daß sich am Nachbartische zwei Herren und besonders eine Dame über ihn lustig machten. Ruhig nahm er sein Skizzenbuch zur Hand und begann darin zu zeichnen, dabei hin und wieder die Dame scharf fixierend. Nach einer Weile kam einer der Herren an den Tisch Menzels. „Mein Herr, die Dame läßt es sich entschieden verbitten, von Ihnen gezeichnet zu werden!“ Menzel lächelte malitiös und hielt dem Fremden die Skizze, hin. „Ist das etwa die Dame?“ fragte er ruhig zurück. Mit einer Entschuldigung zog sich der Unbekannte zurück. Gleich darauf brachen die drei auf; Menzel aber lachte vergnügt. Was er gezeichnet hatte, war eine — wohlgenährte, fette Gans . . . Tür der Dienststelle bis in das Zimmer, wo man sie erwartete. Bei diesem nachdrücklichen Besuch verletzte sie zwei der Beamten, die sich gerade in diesem Raum aufhielten. Auf ihren Führerschein muß sie nun noch einige Zeit warten. Und zum Schluß noch eine Kragenknopf- Geschichte. Es ist schon viel über diesen Kampf mit dem Kragenknopf geschrieben worden. Einzig dastehen dürfte aber doch der Fall eines Mannes, der sich eines Abends zu einer wichtigen gesellschaftlichen Veranstaltung in seinen Frack zwängen mußte. Dazu f ehört bekanntlich auch die weiße Binde und er steife Kragen. Nun begann ein solch heftiger und zornerfüllter Kampf mit dem Kragenknopf des ungeduldigen und eiligen Mannes, daß er sich dabei mehrere Finger verstauchte und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Sckuuarg Billig ins Theater! I Strafverfahren, die Vertretung der Gewerkschaften in den Beiräten der Industrie- und Beim Erhalt der Monatsquittungen zum Be- ' Handelskammern und über die Auswirkungen zug unserer Zeitung „Das Volk“ für den Monat Juni werden unsere Leser auf der Rückseite der Quittung folgenden Vermerk finden: „Die Städtischen Bühnen Freiburg gewähren Ihnen gegen Vorlage dieser Quittung beim Kauf von Eintrittskarten in der Zeit vom 1. Juli bis 22. Juli 1951 40 % Ermäßigung für eine Karte.“ Unsere Leser werden diese zwischen Verlagsleitung und Städtischen Bühnen getroffene Vereinbarung sicher dankbar begrüßen und sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, eine Opern-, Schauspiel- oder Operettenaufführung zu diesem wesentlich verbilligten Preis zu besuchen. Tagung des Badischen Landwirtschaftsrats Am Dienstag, 5. Juni, 10 Uhr, tritt de- Badische Landwirtschaftsrat zu seiner nächsten Sitzung im Dienstgebäude des Wirtschaftsministeriums, Wilhelmstraße 20 a, zusammen. Die Tagesordnung umfaßt einen Lagebericht des Wirtschaftsministers, ferner Berichte des Preisausschusses sowie über die Rohstoffversorgung der Industrie. Zur Behandlung kommen Anträge des Deutschen Gewerkschaftsbundes über Preis- des Gesetzes über den Ladenschluß. Ein übler nächtlicher Streich Froher Betriebsausflug der „Raimänner“ Der Wettergott zeigte sich von seiner besten Seite, als zu früher Morgenstunde die stattliche Wagenkolonne von 15 Omnibussen den Werkshof der St. Georgener Firma Raimann verließ, um die „Rai- Wie der Freiburger Polizeibericht meldet, be- ÄÄÄ obachtete ein Passant gegen Mitternacht zwei über die Saar ging es zur Aachquelle, wo aus einem junge Frauen und einen jungen Mann, wie sie > AAEnhain /er Werkgesangverein muntere weisen erklingen ließ. Auf der Weiterfahrt grüßte dann bald das Schwäbische Meer. Am wellenumspülten Seestrand von Unteruhldingen war die Mittagstafel gedeckt und am „Familientisch“ mundete es allen ganz in der Lorettostraße sechs Gaslaternen durch Fußtritte gegen die Latemenpfähle zum Erlöschen brachten und dadurch auch Sachschaden verursachten. Dem beherzten Passanten gelang es, bis zum Eintreffen der Polizei die beiden Frauen festzuhalten, während der jugendliche Täter flüchtete. Er wurde jedoch noch in der gleichen Nacht ermittelt. Um den Schaden im verdunkelten Straßenstück zu beheben, mußte der Störungsdienst eingesetzt werden. — Neben der gerichtlichen Bestrafung werden die Täter außerdem noch Kosten für die Beschädigungen und die Reparaturarbeiten aufzubringen haben, die nicht gerade gering sein dürften. Radfahrer brach den Arm. Jn der Wilhelmstraße wurde ein Radfahrer von einem überholenden Motorradfahrer angefahren, weil er prächtig. Dann wurden die Barockkirche in Birnau und die Pfahlbauten in Unteruhldingen besichtigt. In Meersburg wartete bereits der Sonderdampfer „Karlsruhe“, der die Fahrtteilnehmer an der Mainau vorbei über Staad und entlang dem Schweizer Ufer nach Konstanz brachte. Im sinkenden Abend wurde dann die Heimfahrt angetreten: Donaueschingen war das nächste Ziel. Auch hier war für den Abendimbiß vortrefflich gesorgt und in launiger Weise gab der Chef der Firma, Fabrikant Raimann, seiner Freude Ausdruck über das in schönster Harmonie verlaufene „Familienfest der Raimänner“. Gegen Mitternacht war der Ausgangspunkt wieder erreicht und mit einem herzlichen „Dankeschön“ für das Erlebte und Gebotene schied man und nahm neue Kraft mit hinüber in den grauen Alltag. G. B. Generalversammlung der Fliegergeschädigten „ixm.-j, _I. ,__ • Am 18. Mai fand in der Universität die General angeblich plötzlich nach links abbog, ohne die I Versammlung des Ortsvereins Freiburg der Flieger- Änderung der Fahrtrichtung anzuzeigen. Bei geschädigten statt, bei der zunächst über die mit dem Sturz erlitt der Radfahrer einen Oberarmbruch; an beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden. Stärkster Erfolg des Freiburger Volkschors beim Karlsruher Bundesliedertest des Badischen Sängerbundes Beim Bundesliederfest an Pfingsten in Karlsruhe sang der Voikschor Freiburg in einem eigenen Soriderkonzert 14 gemischte Chöre aus fünf Jahrhunderten, dazu mehrere Wiederholungen und als letzte Dreingabe die „Deutsche Hyfnne“ von Franz Philipp, dem der ganze zweite Teil der Vortragsfolge gewidmet war und der am Schluß des Konzertes von den gegen 2000 Konzertbesuchern stürmisch gefeiert wurde. Der Erfolg des Konzertes war außerordentlich groß. Das zuchtvolle und zutiefst belebte Singen des Chors, der sich seiner vielfältigen Aufgaben mit überlegenem Können entledigte, fand begeisterte Zustimmung der großen, aus allen badischen Gauen sich zusammensetzenden Zuhörerschaft. In der offiziellen Berichterstattung wird gesprochen von „... großartigen und charakteristischen Proben der Volksliedkunst des Alemannen Franz Philipp“ — „... auch dieses Sonderkonzert wird einen Ehrenplatz in unserem Gedächtnis einnehmen“ — „... voll Dank sei anerkannt, daß der Schluß des Konzertes dem alemannischen Komponisten Franz Philipp Vorbehalten blieb. Selten darf ein Komponist solch zahlreiche Ehrungen in der gedrängten Kürze von nur zwei Tagen erleben...“ Wir beglückwünschen den Volkschor und seinen Chormeister, Musikdirektor Ernst Kette- r e r zu diesem besonderen Erfolge, der insofern doppelt erfreulich ist, als es für einen gemischten Chor nicht einfach ist, bei einem so großen Männer chorfeste sich in dieser Weise durchzusetzen. Auch muß man dem Volkschor hoch anrechnen, daß er keine noch so großen finanziellen und persönlichen Opfer scheute, um als einziger geschlossener Chor von Oberbaden — sein Können in einem Sonderkonzert zur Kritik zu stellen. Dirigentengastspiel Meinhard von Zallinger Bei einer Oper, die seit Monaten auf dem Spielplan steht, zeigen sich erfahrungsgemäß immer gewisse Ermüdungserscheinungen. Sie ist für die Mitwirkenden zur Gewohnheit geworden, die sich allerdings weniger in vernachlässigten solistischen Partien als in einer verblaßten Gesamtwirkung bemerkbar macht. Es ist daher für einen Gastdirigenten an sich eine undankbare Aufgabe, eine solche Aufführung zu übernehmen. Um so erfreulicher war es, die letzte „Lohengrin“-Aufführung noch einmal in ihrer ganzen Frische zu hören. Meinhard von Zallinger von der Wiener Staatsoper zeigte vor allem ein feines Empfinden für die dramatischen Steigerungen, die er mit klarer und überzeugender Folgerichtigkeit herausarbeitete. Den fast durchweg sehr straffen Tempi standen andererseits Partien von einer gelassenen und ausschwingenden Ruhe gegenüber. In dieser Hinsicht war die Ouvertüre ein ganz besonderer Genuß. Einige Klippen in der Zusammenwirken des großen Aufführungsapparates wurden mit souveräner Überlegenheit überwunden. Man spürte in allem die Hand einer großen künstlerischen Persönlichkeit, eines erfahrenen und tüchtigen Opemdirigenten. -w- Cello-Sonatenabead Der von der Staatlichen Hochschule für Musik veranstaltete Sonatenabend mit Atis Teichmanis (Violoncello) und Diesel Heidersdorf (Klavier) zeichnete sich durch ein wohltuend angeordnetes Programm aus: Zwei moderne Werke wurden von Beethovens g-moll- und Brahms’ F-dur-Sonate eingerahmt. Die dreisätzige Sonate von Bohislav Mar- tinu erinnert in ihrer vitalen musikalischen Unbekümmertheit und ihrer strömenden Melodik an den Landsmann des Komponisten, Dvorak. Nicht so unbedenklich daherstürmend und mitreißend, sondern bewußter und konstruktivistischer angelegt erschien dagegen die Sonate in f von Berthold Hummel. Stellenweise könnte das eingeführte thematische Material noch ausgiebiger verwertet werden. Im Zusammenspiel bis in die feinsten Schattierungen untrennbar musizierten die beiden Künstler, Taj/ihwiAvtlM weit #,■■■. m t - _i _c JI dem Landesverband erfolgte Einigung Bericht erstattet wurde. Nach Erledigung der Regularien wurde zur Wahl des neuen Vorstandes geschritten, der im allgemeinen die Wiederwahl des bisherigen Vorstandes ergab. Einstimmig gewählt wurden: Zum 1. Vorsitzenden Regierungsrat a. D. Dr. Michler und zum 2. Vorsitzenden Dr. Hauser. Im Anschluß berichtete Studienrat Katzenmayer über seine in Bonn gemachten Erfahrungen bezüglich des Lastenausgleichsgesetzes. Dann berichtete Dr. Herdach vom Zentralverband der Fliegergeschädigten in Stuttgart in einem eingehenden Referat über die Arbeit des Zentralverbandes in Bonn und über die Erfolge, die der Zentralverband bisher zur Verbesserung des Gesetzes über den Lastenausgleich erreichte. Versammlungen der Hirnverletzten Am Samstag, 2. Juni, 15 Uhr, findet im Heimatsaal der Harmonie eine Mitgliederversammlung für alle Hlmverletzten des Kreises Freiburg statt. Kreisbetreuer Butscher wird über die Landestagung am 20. Mai in Offenburg berichten und zum neuen Bun- Freiburg, wo sie vom Staatspräsidenten empfangen wurden, und fuhren dann nach St. Märgen, und Teichmanis mit großem Ton. Liesel Heidersdorf mit ! nach einer Kaffeepause nach Furtwangen, Triberg ihrer bezaubernden Musikalität und bedeutendem ! und Wolf ach, wo sie ln einem vorbildlich verlaufenen klavieristischen Können. Manchmal allerdings besteht bei ihrer angeborenen Leichtigkeit die Gefahr, blaß zu wirken. — Herzlicher und anhaltender Beifall dankte den Interpreten. B. K. Besuch Schweizer Trachtenleute Ubers Wochenende hatte eine Gruppe von 40 Trachtenleuten aus Langenthal im Kanton Bern unter der Leitung des Bundes „Heimat und Volksleben“ eine Fahrt durch den Schwarzwald unternommen, die Heimatabend Trachtenleute des Kinzigtales kennen lernten. Am Sonntag früh ging es nach einer Besichtigung des Kirchganges in Mühlenbach nach Waldkirch, wo leider der Regen das angesagte Gartenfest ausfallen ließ. Statt dessen trafen sich Elztäler Trachten im Rebstocksaal und führten dort Volkstänze vor. Bei der Abfahrt am Hauptbahnhof sang der Männergesangverein Kirchzarten einige Abschiedslieder und Schweizer und Deutsche verabschiedeten sich in der Gewißheit, daß die beiden Besuchstage in ihrem har- ihnen ermöglichte, gründlich Land und Leute ken- I mimischen Ablaufe wieder dazu beigetragen haben, nenzulernen. Nach einer Reise durch den südlichen das Verständnis zwischen den beiden alemannischen Schwarzwald von Waldshut ab besuchten sie die Stadt I Völkern zu vertiefen und zu erhalten. Freiburger Vorsthau Donnerstag, 31. Mai Städtische Bühnen, Großes Haus: 20 Uhr: Der Konsul Städtische Bühnen, Kammerspiele: 20 Uhr Die glücklichen Tage. Filmtheater: Casino: „Autobanditen“, Die Kurbel „Eva und der Frauenarzt“, ab 23 Uhr „Tal der Leidenschaften“, Friedrichsbau: „Der letzte Bandit“, Harmonie „Der Rächer von Los Angeles“, Kandelhof „Zelle R 17“, Union „Gabilan (Seine große Liebe)“, Zentral „Die blaue Lampe“. Paulussaal: 20 Uhr l. Kammerkonzert im Rahmen der Freiburger Musikwochen. Studium Generale: 20.15 Uhr Hörsaal 54, Vortrag Dir. Dr. Kleiner „Die Elektrizitätsversorgung in Baden“. Institut Francais, Werderstr. 11: 20 Uhr c. t. Vortrag in franz. Sprache M. Legard, Kunstkritiker der Verlage Du Chene über „La peinture frangaise contem- poraine“ Dazu zwei Kurzfilme „Braque“ und „Le lBauonier“. Freie Waldorfschule: 20 Uhr Hörsaal 28 der Universität Vortrag Dr. Hahn, Stuttgart, „Die Erziehung des kleinen Kindes im Lichte großer Zeitfragen“. British Inf. Centre? 15.30, 17.30, 20.00 Uhr Filme in Deutsch „Bunter Kattun", „Moderne Kohlengruben“, „Neues Leben im sterbenden Wald“. — 20 Uhr letztes Schallplattenkonzert. Freitag, 1. Juni Städtische Bühnen, Großes Hans: 20 Uhr Schwarzwaldmädel. Städtische Bühnen, Kammerspiele: 20 Uhr Orpheus — Der arme Matrose. Filmtheater: Casino „Gibraltar“, Die Kurbel „Tal der Leidenschaften“, Friedrichsbau „Jetzt schlägt’s 13“, Harmonie „San Franzisko im Goldfieber“, Kandelhof „Buffalo Bill, der weiße Indianer“, Union „Ich tanz mich in dein Herz hinein“, Zentral „Ruf aus dem Aether". Wenzingerhaus: 20 Uhr Dichterlesung Bruno Götz im Rahmen der Freiburger Musikwochen. Volkshochschule: 20.15 Uhr, Hörsaal 2, Lichtbildervortrag Dr. L. Ricker „Die Geschichte Freiburgs von der Gründung bis zur Gegenwart“ (3. Vortrag). Badische Heimat: 20 Uhr, Hörsaal 1, Farbiichtbilder- vortrag Professor Dr. Hermann Schwarzweber „Deutsches Kulturland im Osten“. Badische Heimat, Ortsgruppe Freiburg: 21.30 Uhr, Hörsaal 1 , Jahreshauptversammlung. An allen Tagen Kunstverein, Talstraße 12a: Ausstellung Aristide Maillol. Augustinermuseum: Mittelalterliche Kunst. — Freiburger Zunftaltertümer. Casino-Klubräume: Malerei und Graphik Annemarie Heinrich, GretI Reiß. Casino-Restaurant: Kabarett. Gemälde von Gabriele Munter Der Kunstverein Freiburg zeigt vom 2. bis 15. Juni in den Ausstellungsräumen im Casino Gemälde aus fünf Jahrzehnten der 74jährigen Malerin Gabriele M ü n t e r aus Murnau. G. Mtinter. die Schülerin und Freundin Kandinskys, gehört zu den Gründern der neuen Künstlervereinigung München 1909 und hat dann mit Franz Marc und Kandinsky zusammen im Dezember 1911 den „Bleuen Reiter“ in München gegründet, der eine der weltberühmten Wiegen der modernen Kunst wurde. Die Ausstellung ist werktägig von 10 bis 18 Uhr durchgehend und sonntags und feiertags von lo bis 13 Uhr geöffnet. Kulturland im Osten Die Ortsgruppe Freiburg des Landesvereins Badische Heimat veranstaltet am Freitag, i. Juni, im* Hörsaal 1 der Universität einen Vortragsabend von Professor Schwarzweber über das Kulturland im Osten, das zum Teil mit seinen unersetzlichen Werten zerstört, zum Teil für uns unerreichbar geworden ist. Durch glückliche Umstände konnte der Vortragende, wie auch Landrat Dr. Pfister, in einer großen Reihe einmaliger Aufnahmen das Schönste davon festhalten, die nun der Allgemeinheit vorgeführt werden sollen. desversorgungsgesetz die Ausführungsbestimmungen bekanntgeben. Alle Hirnverletzten sind zu dieser Versammlung eingeladen. , . . Am Sonntag, 3. Juni, 9 Uhr. findet eine gleiche Versammlung in Gottenheim in der „Krone“ und um 14 Uhr in Oberrotweil im „Rebstock“ statt. Auf beiden Versammlungen spricht der Kreisobmann des Kreises Freiburg, Danzeisen. Freiburger Stenografen in Basel Drei moderne Omnibusse brachten die 120 Mitglieder und Familienangehörigen des Stenografenvereins von 1888 Freiburg am Fronleichnamstag nach Basel. Herrlicher Sonnenschein begleitete die Fahrtgesellschaft und in der Schweizer Kantonsstadt gab es viel Sehenswertes zu besichtigen; am Nachmittag wurde auch dem Zoo ein Besuch abgestattet. Jedenfalls bot die Fahrt jedem Teilnehmer etwas nach seinem Geschmack und, begeistert von den vielseitigen Eindrücken, kehrte man man Abend wieder nach Freiburg zurück. Einmütig wurde der Wunsch geäußert, recht bald weitere Studienfahrten folgen zu lassen, die ganz im Sinne europäischer Verständigung liegen und vor allem auch der Jugend den Blick in die Weite öffnen. Die Fahrtteilnehmer dankten herzlichst ihrem Vorsitzenden Etter, dem das Gelingen dieser schönen Fahrt zu danken war. Gefundene Fahrräder. Bei der Kriminalpolizei können ein Damenrad, Marke Patria, Fabriknummer 31 646, und ein Herrenrad unbekannter Marke mit der Fabriknummer 172 800 von den rechtmäßigen Eigentümern abgeholt werden. Ungezogene Hunde. In der Hansjakobstraße wurde ein zwölfjähriges Mädel von einem frei herumlaufenden Schäferhund angefallen; das Kleid der Kleinen wurde stark beschädigt. — Bei der Fahrt durch die Andreas-Hofer-Straße sprang ein Hund in ein Motorrad hinein, wobei der Fahrer stürztq und sich einen Schlüsselbeinbruch zuzog. An der Maschine entstand ein Schaden von rund 150 DM. Lkw gegen Pkw. Infolge Nichtbeachtung der Vorfahrt stießen auf der Kreuzung Johann- von-Weerth-Straße und Reiterstraße ein Lastkraftwagen und ein Personenwagen zusammen, wobei beide Fahrzeuge stark demoliert wurden. Man schätzt den Schaden auf etwa 2000 DM. Rücksichtsloser Radfahrer. In der Heiliggeiststraße überholte ein 21 Jahre alter Radfahrer einen anderen Radler mit hoher Geschwindigkeit, streifte ihn dabei und brachte ihn zum Sturz. Der Angefahrene erlitt eine Gehirnerschütterung und Schürfwunden und mußte in die Chirurgische Klinik verbracht werden. — In der Kronenstraße fuhr ein Radfahrer auf einen anhaltenden Pkw mit Anhänger auf und zog sich eine Armverletzung zu. Stallhasen gestohlen. In zwei nebeneinanderliegenden Kleingärten bei der Opfinger Straße wurden die Gartenhütten gewaltsam erbrochen und aus jeder ein Stallhase gestohlen. Unsere lubilare Die Vollendung ihres 76. Lebensjahres feiert am Freitag, 1. Juni, in erstaunlicher geistiger- und körperlicher Frische und Rüstigkeit Frau Frieda Hasenfratz, Witwe, Karlsruher Straße 30. Die Jubilarin war die Lebensgefährtin des 1944 verstorbenen Buchdruckers Hasenfratz, der in der Bucdi- druckergewerkschaft ein hochgeschätzter Kollege und guter Kamerad war. Mit ihm hat sie all dag Schwere aufrecht und geduldig mitgetragen, das ihr Mann als Angestellter der früheren „Volkswacht“ und ehrenamtlicher Mitarbeiter im Verbandsbüro während der Nazizeit erdulden mußte. Möge ihr nun ein noch recht langer, sorgenfreier und unbeschwerter Lebensabend beschieden sein! Am Dienstag, 29. Mai, feierte Frau Anna König, Freiaustr. 13, die Vollendung ihres 75. Lebensjahres. Frau Berta Z e 1 z e r , Reiterstraße 27, konnte am Mittwoch, 30. Mai, ihren 73. Geburtstag feiern. Am heutigen Donnerstag, 31. Mai, vollendet Herr Schlosser und Mechaniker Norbert Wolter, Engelbergerstraße 39, sein 76. Lebensjahr. Das Silberjubiläum als Mitarbeiter in der Firma G. Albrecht & Sohn, Herrenstraße 55, feiert am Freitag, I. Juni, Herr Kaufmann Wilhelm B i r k 1 e , Ulbergstraße 15. Sein 80. Lebensjahr vollendet am Samstag, 2. Juni, Herr Schreinermeister Wilhelm Hahn, Konradstr. 19. Der hochbetagte Jubilar blickt auf ein ebenso arbeits- wie erfolgreiches Leben zurück und ihm es zu danken, wenn die von ihm vor 53 Jahren gegründete Bau- und Möbelschreinerei, in der heute seine Söhne als Nachfolger wirken, sich zu einem weit bekannten und geschätzten Unternehmen entwickelte Ihren 85. Geburtstag feiert am kommenden Samstag, 2. Juni, in erfreulicher geistiger und körperlicher Frische und Regsamkeit Frau Lina Mack, Witwe, Kcnradin-Kreutzer-Straße 22. Ihr «jähriges Ehejubiläum feiern am Sonntag, 3. Juni, HOrr Wilhelm Scherkraft, Blechnermeister, .und seine Gattin Anna geb. Egloff, Löwenstraße 24. . Allen Jubilaren gratuliert „Das Volk“ herzlichst. Unserer verehrten Kundschaft und allen unseren Geschäftsfreunden können wir von unserem Umzug in die neuen Büros, Eisenbahnstraße 10, am Rathausplatz (Neubau Frese), Kenntnis geben. Damit haben wir unserem Betrieb auch äußerlich wieder den Rahmen gegeben, der ihm auf Grund seines Rufes und seiner Bedeutung zukommt. Beim Verlassen unseres bisherigen Büros in der Schwarzwaldstraße 19 möchten wir Herrn Adolf Hauri, Inhaber der Firma Wilhelm Hauri, Kohlenhandlung, unseren herzlichsten Dank für die Gastfreundschaft aussprechen, die er uns als vollständig ausgebombtem Betrieb viele Jahre hindurch gewährt hat. Kohlen-Kunz (Hch. Kunz GmbH) Eisenbahnstraße 10, am Rathausplatz Telefon 2023 Meiner werten Kundschaft und allen meinen Bekannten teile ich mit, daß ich ab 1. Juni 1951 meine früheren Büroräume direkt an der Schwarzwaldstraße wieder beziehe. Damit ist der altgewohnte Zustand wiederhergestellt. Meine im Kriege und in der Nachkriegszeit geschlossene Firma konnte ich mit tatkräftiger Hilfe dfer Firma Hch. Kunz GmbH (Kohlen-Kunz) wieder zu einem leistungsfähigen Betrieb entwickeln. Ich danke Herrn Max Lupberger, Geschäftsführer der Firma Hch. Kunz GmbH für seine wirklich kollegiale Haltung. Wilhelm Hauri Kohlenhandlnng — Inh. Adolf Hauri Freiburg i. Br., Schwarzwaldstraße 19 Telefon 3364 Seite 10 — Nummer 65 Pas TBotfi Öonnerstag, 31. Mai 1951 Das Ei ist ausgebrütet Buggingen. Genau neun Monate dauerte es, bis es ausgebrütet war, dieses Kalkei, die Genehmigung nämlich, die noljvendig war zur Erstellung eines Wohnhauses, dessen Richtfest dieser Tage gefeiert wyrde. Mit weniger Bürokratismus und mehr gütem Willen ließen sich sicher solche Verzögerungen, gemessen an dem allseits herrschenden Wohnraummangel um ein Beträchtliches verkürzen. Im Rahmen einer kleinen Feier, die von der am Kaliwerk tätigen Schachtbaufirma Wagner anläßlich der Erstellung des Wohnhauses ihres Betriebsführers Tegtmeier veranstaltet wurde, versammelte man sich zu einem gemütlichen Beisammensein. Bergassessor Middendorf, Essen, freute sich über das gute Gelingen des in kürzester Zeit erstellten Hauses. Die Architekten Schwaninger und Eietsch schilderten die nunmehr überwundenen Schwierigkeiten. Frohe Lieder wechelten in bunter Folge mit humoristischen Einlagen ab. Der Bauherr Tegtmeier dankte den am Bau Beteiligten in herzlichen Worten. Die kleine Feier war ein beredtes Zeugnis treuer Anhänglichkeit zu Betriebsführer Tegtmeier. a. h. Müllheim Arbeiter sind damit beschäftigt, das Fem- sprechhäuschen beim Bahnhof- Müllheim-Stadt wieder instandzusetzen. Es ist sehr zu begrüßen, daß der Fernsprecher dort wieder benützt werden kann. Lange Jahre stand das Häuschfen als Ruine dort. Die Glasscheiben waren eingeschlagen und bildete einen Schandfleck. Die Initiative der Post ist sehr erfreulich. Am Sonntagnachmittag fand in der evangelischen Kirche ein Festgottesdienst statt. Der Evangelische Verein für Innere Mission (A.-B.) feierte das 20jährige Bestehen seines Gemeinschaftshauses in Müllheim. Der Krankenverein Müllheim hielt seine Generalversammlung ab. Eine Neuwahl der Vorstandsmitglieder hat stattgefunden. Badenweiler Modeschau. Die am Montag abgehaltene Modeschau war für ihre Veranstalter ein voller Erfolg. Der Saal reichte kaum aus, die erschienenen Gäste aufzunehmen. Die Schau war hauptsächlich auf Bade- und Strandmoden abgestimmt, doch wurden auch einige Abend- und Straßenkleider gezeigt. Die Veranstalter, es waren einheimische Firmen, ernteten reichen Beifall. Konzert fällt aus. Das für Donnerstag vorgesehene Konzert des Koeckert-Quartetts muß leider wegen Erkrankung des Herrn Koeckert ausfallen und wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Parken. An den Sonntagen sieht man auf allen freien Plätzen des Ortes parkende Personenwagen. Es besteht nun die Absicht, das ist sehr zu begrüßen, den Parkplatz bei der Markgrafenstraße mehr heranzuziehen. Damit wird auch der Verkehr äuf den Straßen entlastet. Der Platz vor der evangelischen Kirche als Parkplatz konnte nur als Notlösung angesehen werden. Die Ortsgruppe der SPD Badenweiler gibt bekannt, daß Samstag, 2. Juni, um 20.15 Uhr, eine Monatsversammlung im Gasthaus zur Krone in Badenweiler II stattfindet. Die Mitglieder werden freundlich eingeladen. Ein auswärtiger Redner wird das Wort ergreifen. , Oberweiler. Fünf Burschen wurden wegen groben Unfugs zur Anzeige gebracht. Sie schütteten einem Motorradfahrer, der sein Rad vor einer Gastwirtschaft abgestellt hatte, Wasser in den Benzintank. Lipburg-Sehringen. Ein Mann von auswärts, verleitete einen landwirtschaftlichen Arbeiter aus A. zu fortgesetztem Meineid. Anzeige wurde erstattet. Obereggenen. Zwei Männer aus Lörrach entwendeten vier Ster Buchenscheitholz. Zu ihrem Diebstahl benutzten sie ein nicht zum Verkehr zugelassenes Auto. Die Anzeige bei der Gendarmerie ist erfolgt. EMMENDINGEN — KAISERSTUH1_ELZTAL^ Bürgermusik Luzern bedankt sich Daß es den Gästen aus Luzern in unserer Stadt gefallen bat, beweisen die beiden'Briefe, die an die Stadtverwaltung und die Bevölkerung sowie an den Stadtmusikverein dieser Tage eingingen. Darin schreiben die Vertreter der Bürgermusik Luzern, daß es allen Teilnehmern an der Pfingstfahrt nach Emmendingen ein Herzensbedürfnis sei, den Behörden und der gesamten Emmendinger Bevölkerung für die liebevolle Aufnahme und seltene Gastfreundschaft herzlich zu danken. Von Emmendinger Seite aus wurde alles getan, um den lieben Gästen angenehme Eindrücke mitzugeben. Angefangen von dem triumphalen Empfang der Schweizer am Bahnhof bis zum — man kann schon sagen „rührseligen“ — Abschied ließ die Gastfreundschaft und die Fürsorge, mit der die Nachbarn aus dem Schweizerland umgeben wurden, nichts zu wünschen übrig. Und mit ihrer Mitwirkung beim Festbankett und vor allem mit dem Morgenkonzert im Stadtgarten spielten sich die Eidgenossen in die Herzen der zahlreichen Zuhörer hinein, die diesen Besuch gleichfalls in angenehmer Erinnerung behalten werden. In die Harmonie der Töne, die wieder verklungen sei, habe sich der prächtige Dreiklang aus Gastfreundschaft, Freundesbande und Herz- Hoffentlich kein Wasser über Wasser Das Festbankett nahm einen netten Verlauf Wegen des Regenwetters am letzten Sonntag selbst aus technischen Gründen nicht zum Festkonnte das Festkonzert, das im Rahmen des 50jährigen Stiftungsfestes des hiesigen Männergesangvereins festgelegt war, nicht stattfinden. Es wurde daher auf den kommenden Sonntag (3. Juni) verschoben. Die eingeladenen Gastvereine haben fast ausnahmslos auch für diesen Termin ihre Teilnahme zugesagt. Man darf hoffen, daß dieses Mal der Himmel ein freundlicheres Gesicht macht und kein Wasser über „Wasser“ niedergehen läßt. Das Festbankett, das am Samstagabend im Ochsen stattfand, nahm einen ausgezeichneten Verlauf. Vorsitzender Karl Ingold konnte neben den Mitgliedern auch eine Reihe von Ehrengästen begrüßen, vor allem die ehemaligen Dirigenten des Vereins: Gg. Bennebach, Albert Geyer, Vörstetten, Albert Decker, Bah- lingen und den jetzigen Dirigenten, Hauptlehrer Ehret. Dem verstorbenen Musikdirektor Karl Schmidt, der den Verein von 1901 bis 1903 leitete, wurde ein ehrendes Andenken gewidmet. In seinem Rückblick konnte Vorsitzender Ingold eine gute Entwicklung des Vereins feststellen. Auch Bürgermeister Rißler würdigte in seiner Ansprache die kulturelle Arbeit des Männergesangvereins. Im Verlaufe des Abends wurden die Gründungsmitglieder: Wilhelm Schneeberger, August Wolfsperger, Josef Gehr, Andreas Schillinger und Gustav Strohbach mit einem Blumenkorb und einer Ehrengabe ausgezeichnet; auch die Ehrenmitglieder Gustav Jäglin, Karl Gerber, Ludwig Kittel (Emmendingen) und Karl Sillmann, wurden besonders geehrt, ebenso die ehemaligen Dirigenten. Im Namen der Geehrten dankten Andreas Schillinger und Albert Geyer, der besonders schöne Worte der Verbundenheit fand. Landeck. Seit einigen Tagen wird hier eifrig für das am kommenden Wochenende angesagte Burgfest gerüstet. Leider konnte die Burg Emmendinger Stadtnachrichten Folgende hochbetagten Einwohner feiern Geburtstag: am 31. Mai: Schreinermeister Wilhelm Lenz, Liebensteinstr. 13, den 19.; Walburga Hamm, Witwe, Lemmstr. 3, den 78.; Klara Fees, Witwe, Liebensteinstraße 11, den 72.; am 1. Juni; Luise Vogel geb. Weißer, Lammstraße 9, den 73. Das Postamt und die angeschlossenen Nebenstellen zahlen am 1. Juni die Renten aus der Invaliden- und Unfallversicherung aus. Heute, 20.30 Uhr, spricht Prof. Dr. Metz, Freiburg, der sich schon längere Veit in T inhuro enthält hi der Aula der Karl-Friedrich-Schule über das Q . s . icn s . n längere 4 elt in Lippurg auinait, Thema Der Kaiserstuhl _ Landschaft und Siedlung“ (mit Lichtbildern). Dies ist der erste Vortragsabend im Rahmen des Sommersemesters der Volkshochschule. Der Schwarzwaldverein lädt seine Mitglieder zu der am 1. Juni, 20 Uhr, im „Eichkom“ stattfindenden Monatsversammlung ein. Seit dem Musikfest zu Pfihgsten klingt im Emmendinger Stadtbild eine neue Note Einer Anregung des Verkehrsvereins folgend, hat. die Stadtverwaltung die Anstrahlung der Rathausuhren und der beiden Uhren am Tor veranlaßt. Damit wurde das idyllische Bild des Marktplatzes und des Tores noch freundlicher und anziehender gestaltet. Insbesondere sind die durchfahrenden Fremden von diesem Anblick entzückt, und schon oft hielten durchfahrende Autos, um sich das Bild genauer ansehen zu können. Am kommenden Sonntag findet nunmehr die Einweihung des evangelischen Jugendheimes statt, das von den Jugendlichen größtenteils in Eigenarbeit ausgestaltet wurde. Es bietet in seiner jetzigen Aufmachung einen hellen und freundlichen Anblick. Die Gemeindehelferin der Christuspfarrei, Gerlinde Wenz, wurde am Sonntag durch Pfarrer Ochs feierlich in ihr Amt eingeführt. Der singkreis der evangelischen Jugend umrahmte den Gottesdienst. Im Zentral-Theater hat die Firma Klangfilm GmbH ihre neueste Verstärkeranlage, die eine Spitzenleistung der deutschen Technik darstellt, eingebaut. Sie ist ab 1. Juni in Betrieb. „Tag der Heimat“ Am 3. Juni, 15 Uhr, findet im „Löwen“ in Emmendingen eine Ortsversammlung der Heimatvertriebenen statt, zu der alle Ortsvorsitzenden aus dem Kreisgebiet Emmendingen eingeladen sind. Auf der Tagesordnung steht eine Besprechung über die Abhaltung des „Tages der Heimat“. platz ausgestaltet werden. Er liegt jedock ganz in der Nähe der Burgruine. Über zehn Vereine haben ihre Teilnahme zugesagt; sie werden beim Festkonzert am Sonntagnachmittag zu hören sein. Das Fest beginnt schon am Samstagabend mit einem Tanz- und Liederabend. Auch eine I Zum Antritt seines angeborenen Bürgerrechts Beleuchtung der Burg und ein Feuerwerk ist für j wurde der Student Arthur Kunzer, Sohn des ver- den Sonntag vorgesehen. Am Montagabend storbenen Bürgers Karl Kunzer, Webmeister, klingt das Fest mit einem Frühlingstanz aus. w. zugelassen. lichkeit gesellt, was sicherlich in den Herzen immerdar nachklingen und widerhallen werde. Die beiden Briefe schließen mit der Hoffnung, daß sich wieder einmal Gelegenheit bieten möchte, in angenehmer Freundschaft und Geselligkeit zusammenzutreffen. Dieser Wunsch wird von der Emmendinger Stadtmusik geteilt und sie wird nicht zögern, wenn sich die Gelegenheit bietet, einen Gegenbesuch in Luzern zu machen. Mit dem Dank der Stadtmusik Luzern spricht auch Bürgermeister Faller, der Präsident der Stadtmusik Emmendingen und der Vorsitzende Burkhart den Dank an die Bevölkerung aus, die in jeder Weise dazu beigetragen hat, das Musikfest zu einem überwältigenden Erfolg zu machen und vor allem, aus diesem Fest ein Emmendinger Fest zu machen. Herbolzheim Herbolzheimer Stadtratsbeschlüsse. Es lagen Entwürfe für die Aufstellung von Tafeln mit den Namen der Toten des zweiten Weltkrieges auf dem Denkmalsplatz an der Eisenbahnstraße vor. In einer der nächsten Sitzungen wird der Stadtrat hierzu endgültig Stellung nehmen. — Für die Wiedereinführung der Jahrmärkte — der erste Markt findet im Oktober statt — werden die notwendigen Maßnahmen in die Wege geleitet. Schreiner und Zimmerleute werden aufgefordert, Angebote für die Lieferung von Marktständen einzureichen. — Der zweite Zug des Bürgergabholzes kann nicht ausgegeben werden, da der Holzanfall hierfür nicht ausreicht. Es wurde deshalb beschlossen, den empfangsberechtigten Bürgern als Ersatz hierfür unter der Berücksichtigung, daß der Holzmacherlohn von den Bürgern zu tragen ist, den Betrag von 20 DM zur Auszahlung zu bringen. „(sjctmania” JAHRE JZieqel In diesem Jahre blickt der Männergesang- Man kann nur hoffen, daß das Wetter besser verein „Germania“ auf ein lOOjähriges Beste- I ist als am Vorsonntag, dann wird der erwartete hen zurück. Dieser Geburtstag eines Vereins I Erfolg nicht ausbleiben. Die Einwohnerschaft verdient eine ebensolche Beachtung als der Geburtstag eines hochbetagten Menschen. Und aus diesem Grunde auch hat sich der Männergesangverein entschlossen, dieses Jubiläum, das am kommenden Sonntag gefeiert werden soll, in einer_Weise zu begehen, die diesem einmaligen Anlaß würdig ist. Die umfangreichen Vorbereitungen hierzu sind in vollem Gange. Schon vor einiger Zeit hat die Vereinsleitung die Gesangvereine der näheren und weiteren Umgebung eingeladen, und über 25 Vereine haben ihr Erscheinen zugesagt. Sie werden sich auch an dem Festkonzert am Sonntagnackmittag beteiligen, so daß den Besuchern sicherlich ein besonderer Kunstgenuß bevorsteht. Das Festbankett am Samstagabend, bei dem der Patenverein Hecklingen seine Mitwirkung zugesagt hat, wird einen Rückblick auf die Vereinsgeschichte bringen, auch sollen verdiente Sänger geehrt werden. Filmspiegel der Woche Emmendingen (Zentral-Theater): Freitag bis Mon- | doch Handlung und Moral dieses Filmwerks an das tag „Das doppelte Lottchen“; Zwillinge jeden Alters breite Publikum. In der Titelrolle: Isa und Jutta haben bei gemeinsamem Erscheinen freien Eintritt; I Günther, die aus über hundert Zwillingspaaren im Samstag (22.30 Uhr) „Die Hölle von Oklahoma“; am 5. und 7. Juni: „Tarzan und die Amazonen“; mittwochs findet keine Vorstellung mehr statt (siehe Inserat). Emmendingen (Fuchsen-Lichtspiele) Freitag bis Montag: Walt Disneys „Pinocchio“, die Geschichte vom „Hölzernen Bengele“; Samstag (22.45) und Sonntag, 14 Uhr (Jugendvorstellung) „Der schwarze Reiter“; vom 5. bis 7. Juni der Zirkusfilm „Fahrendes Volk“. Endingen (Pfauen-Lichtspiele): Freitag bis Sonntag; „Derby“; als Nachtvorstellung am Samstag: „Katja, die ungekrönte Kaiserin“. Herbolzheim (Sohützen-Lichtspiele): Samstag bis Montag „König der Nassauer“, ein Lustspiel wie es sein soll. Teningen (Kronen-Lichtspiele): Samstag bis Montag: „Bergkristall“, ein Film aus den Tiroler Bergen. „Das doppelte Lottchen“ Der nach Erich Kästners gleichnamigem Buch unter der Regie von Josef Baky gedrehte Carlton-Film „Das doppelte Lottchen“, der vom 1. bis 4. Juni lm Zentral- Theater in Emmendingen läuft, erzählt eine sonderbare und gerade für die Erwachsenen nachdenkliche Geschichte von einem Zwillingspaar, das sich durch Zufall zusammenfindet, das Geheimnis der Verwandtschaft lüftet,und durch einen abenteuerlichen Rollen- tausch die elterliche Ehekrise glücklich löst. „Das doppelte Lottchen“ ist keineswegs ein ausgesprochener Frauenfilm, obwohl er stark an das Gefühl appelliert. Sicher wird auch der männliche Teil des Publikums von dieser allzu aktuellen Geschichte einer modernen Ehekrise ergriffen. Wenn auch ein Kinderzwillingspaar die Hauptrolle spielt, so wenden sich Alter von 10 bis 11 Jahren ausgesucht wurden. Erich Kästner schrieb nicht nur das Drehbuch, sondern wirkt auch hinter der Leinwand als unsichtbarer Kommentator mit, der mit viel Geist und Witz der heiteren Geschichte eine besinnliche Auslegung gibt. Der Welterfolg seines Romans bereitet dem gleichnamigen Film auch den Weg zum Publikumserfolg. . —en— „Pinocchio“ Eines der reizendsten Bücher, die längst der Weltliteratur angehören, Collodis „Pinocchio“, hat sich in Deutschland aus unbegreiflichen Gründen nicht so durchsetzen können wie in der ganzen übrigen Welt. Walt Disneys gezeichneter Buntfilm, an dem 1200 Künstler zwei Jahre lang arbeiteten und der aus 450 000 Einzelzeichnungen besteht, wird sicherlich dazu beitragen, auch bei uns, diese liebenswerte Figur populär zu machen. Wieder machen die Randfiguren den Hauptreiz dieser bunten Bilderzählung aus. Jirainy Cricket, die Grille, ein spannenlanger Wichtigtuer, das Gewissen des Haupthelden ist gleichzeitig auch dessen Lehrmeister; ferner „spielen mit“ Figaro, der Kater, Cleo, das kokette Goldfischfräulein und Stromboli, der geldgierige Puppehspieler. Nicht zuletzt hat Walt Disney auch in diesem Film, der am I Juni in den Fuchsen-Lichtspielen anläuft, wieder der Musik einen wichtigen Platz eingeräumt. Aus der verträumten, spitzgiebeligen Kleinstadt führt die Handlung u. a. in die Zauberwelt .der Meerestiefe und in die trostlose Leere eines Walfischmagens. Im Beiprogramm läuft ein bemerkenswerter Kulturfilm Walt Disneys“ „Die Robbeninsel“. Die Kamera belauschte hier die Zusammenkunft Hunderttausender von Robben auf den Felseninseln der Beringsee., wird in jedem Fall ihr möglichstes tun, um zu einem schönen Gelingen des Festes beizutragen, rb. Weisweil. Am 1. Juni hält das Staatliche Gesundheitsamt im Rathaus eine Mütterberatungsstunde ab. Ausstellung der Emmendinger Kleintierzüchter Der Kleintierzüchterverein Emmendingen hält am Sonntag, 3. Juni, im Bautz-Garten seine diesjährige Lokalschau für Kaninchen, Hühner und Tauben ab. Gezeigt werden fast sämtliche Rassen von Kaninchen und Hühnern. Die Eröffnung der Ausstellung findet um II Uhr statt. — Am Samstag, 20 Uhr. findet im kleinen „Bautz-Saal“ ein Familienabend des Kleintierzuchtvereins statt, wozu alle Mitglieder und Gönner des Vereins eingeladen sind. Schnellkoch-Vorführung im „Löwen“ In Emmendingen (Gasthaus zum Löwen) wird zur Zelt der Kochtopf „Sanas“ vorgeführt, der den berufstätigen Hausfrauen das Kochen leicht machen soll. Es ist ein Dampfkochtopf, bei dem es kein Überkochen mehr gibt und in dem der Erhalt der Speisenährwerte sicher ist; außerdem soll man in etwa 30 bis 40 Minuten Jedes Mittagessen, gleich welcher Art in einem Topf und auf einer Feuerstelle bereiten können. Wie der Vorführer dieses Koch- wunders versichert, wollen Hausfrauen, die bereits seit 16 Jahren diesen Kochtopf verwenden, ihn nicht mehr missen. -Vorführungen finden bis 1. Juni täglich um 16 und 20 Uhr im „Löwen“ statt. Alle interessierten Hausfrauen sind eingeladen. (Siehe Inserat.) SPD*Versammlungen Emmendingen. Samstag, 2. Juni, 20.15 Uhr, findet im Gasthaus zur Bleiche eine öffentliche Versammlung für die Bleichesiedlung statt. Es spricht Landtagsabgeordneter Stephan, Freiburg. Anschließend gemütliches Beisammensein. Die ganze Einwohnerschaft Emmendingens ist dazu herzlich eingeladen. Malterdingen. Mitgliederversammlung der SPD am Samstag, 2. Juni, im Gasthaus zur „Krone“ in Malterdingen. Köndringen Frau Elisabeth Steiert vollendete am 24. Mai ihr 71. Lebensjahr. Frau Margarete Sexauer, Ehefrau des Sattlermeisters Emst Sexauer, war am 19. Mai 70, Frau Mina MöSinger, Hindenburgstr.16, am 23. Mai 71 Jahre alt. Sasbach. Ein bedauerlicher Unglücksfall, der leicht noch schlimmere Folgen hätte haben können, passierte einem hier wohnhaften Landwirt. Bei einem Sturz kam er mit der Futterschneidemaschine in Berührung und zog sich Verletzungen zu, die seine Einlieferung in das Krankenhaus nach Kenzingen zur Folge hatten. Erfolgreiche Emmendinger Radsportler Trotz stärkster Konkurrenz konnten sich die Fahrer des Radsportvereins „Solidarität“ Emmendingen beim Rundstreckenrennen in Vllllngen gut behaupten. In der Schülerklasse (14—IS Jahre) belegte Rudolf Mörder den ersten und Otto Graf den dritten Platz. Die Emmendinger Fahrer kamen in der Jugendklasse (16—18 Jahre) mit Hans Hug auf den zweiten und mit Seer, Teningen, auf den dritten Platz. In der Hauptklasse, in der 23 Fahrer der Spitzenklasse starteten, belegten die Mannheimer Fahrer die drei ersten Plätze. Es gelang Reinhard Laule, Emmendingen, den Anschluß zu halten und den vierten Platz zu erreichen. Walter Storz, Emmendingen, ging in diesem Rennen als achter durch das Ziel. In der Altersklasse siegte Josef Stegmüller, Herbolzheim. FV Emmendingen A-Jgd. — 1844 Frbg. A-Jgd. 1:3 ln Denzlingen mußte sich die A-Jugend des FV Emmendingen im Entscheidungsspiel Um die Bezirksmeisterschaft gegen 1844 Freiburg mit 1:3 Toren geschlagen geben. Der durch den Regen völlig aufgeweichte, fast unbespielbare Boden stellte an die Mannschaften die höchsten Anforderungen. Die ersten 30 Minuten zeigte sich Emmendingen stark im Vorteil, doch wurden die besten Chancen vergeben. Entschlossener zeigte sich der gegnerische Sturm, der es verstand, das Spiel allmählich offener zu gestalte!} und ln kurzen Zeitabständen drei Tore zu erzielen. Die Ausbeute zahlreicher Durchbrüche In der zweiten Spielhälfte brachten Emmendingen dagegen nur einen Treffer. 1844 Freiburg A-Jgd. ist somit Bezirksmeister. Nachdem die Emmendinger Mannschaft auf dem zweiten Platz steht, hat sie sich die Beteiligung in der Endrunde um die Südbadische Fußballmeisterschaft gesichert. FC Weisweil Wie die sportlich» Veranstaltung des Reit- und Fahrsportvereins, so wurde auch das Jubiläumsfest des FC Weisweil, das anläßlich des 20jährigen Bestehens abgehalten wurde, zu einer Werbung für den Verein. Die wochenlangen Vorbereitungen mit der Instandsetzung des Platzes hatten sich gelohnt. Alle Gastvereine nahmen nur die besten Eindrücke mit nach Hause. Das große Pokalturnier begann schon am Vormittag; ln der Bezirksklasse errang Herbolzheim den Sieg über BahUngen und Teningen; Sieger in der Kreisklasse wurde Wyhl, das gegen Sasbach und Endingen gewann; A-Klassensieger wurde Kenzingen II über Königschaffhausen und Niederhausen. Bel der anschließenden Siegerehrung lm „Ochsen“ erhielten die anwesenden Vereine schöne Pokale und sonstige Preise. Alles in allem darf der Veranstalter stolz sein auf den errungenen Erfolg und seine Leistungen. Kirchhofen — Zähringen AH 2:6 (2:5) Wer gedacht hatte, daß die schnellen Kirchhofer Stürmer die „Alten Hasen“ aus Zähringen in wenigen Minuten überlaufen würden, sah sich bald eines besseren belehrt. Zwar konnte Kirchhofen mit 1:0 ln Führung gehen, doch bereits wenige Minuten später hieß es 1:1. Was dann die Gäste mit den Kirchhofenem machten, war ein regelrechtes „Katz-unch-Maus-Spiel“, Erst in der zweiten Halbzeit fanden sich die Einheimischen, doch ihre Vorstöße blieben harmlos. G. Bl. Sportfest in Bahlingen Die TurnabteUung des SC Bahlingen veranstaltet am 3. Juni ein großes Schau- und Werbeturnen. Neben verschiedenen Nachbarvereinen des Breisgaues und Kaiserstuhls haben auch die hiesige Musikkapelle und die beiden Gesangvereine „Silberbrunnen-Eintracht“ und „Kalserstuhi“ ihre Mitwirkung zugesagt. Damit ist die Gewähr geboten, daß die Umrahmung der turnerischen Übungen mit Musik und Gesang in vorzüglicher Weise gestaltet wird. Weiter wird eine Gruppe des Reit- und Fahrsportvereins Kenzingen dazu beitragen, dem Sportfest eine besondere Note zu geben. Als Auftakt der Festlichkeiten findet am Samstagabend ein Fackelzug unter Mitwirkung der hiesigen Kulturvereine statt. Anschließend wird ein Festbankett abgehalten, wozu die Einwohnerschaft ebenfalls eingeladen ist. Hierbei wurde die unter Leitung von Fräulein Haberstroh, Emmendingen, erst vor kurzem aufgestellte Damen- und Schülerriege ihr turnerisches Können zeigen. Der Sonntag beginnt mit einem Festgottesdienst in der Bergkirche und einer Gedenkstunde für die gefallenen Kameraden. Nach dem Empfang der Gastvereine wird der Nachmittag mit einem Festzug durch das Dorf eröffnet. Im Mittelpunkt des Programms am Nachmittag stehen turnerische und reitsportlich« Vorführungen. Anschließend findet auf dem Festplatz ein geselliges Beisammensein bei Tanz und Unterhaltung statt. Die Bevölkerung der Umgebung ist zu allen VerarM staltungen eingeladen, w Donaerytag, 31. Mai 1051 Nummer 65 — Seite 11 Fröhlicher Autobusausflug der AW Waldkirch Eine ganz besondere Freude bereitete die Arbeiter Wohlfahrt Waldkirch ihren Mitgliedern mit einer vom Vorstand vorbildlich organisierten Antobnsfahrt durch das Ober- und Markgräflerland, die von dem beliebten Reisedienst „Omnibus-Bergarten“ Waldkirch mit zwei bis auf den letzten Platz besetzten Wagen zu verbilligten Preisen duichgelührt wurde. Pas Votti Die Fahrt führte über Freiburg durch das Hexental nach dem historischen Städtchen Staufen, wo die erste Rast eingelegt wurde. Das ungünstigte Wetter trug die Schuld, daß sich für die hier vorgesehenen Besichtigungen nur eine kleine Gruppe „Wetterfester“ entschließen konnte. Im „Löwen“ in Unter- münstertal war ein reichliches und schmackhaftes Mittagessen vorbereitet und als nach zweistündiger Rast die Fahrt über Niederweiler, Müllheim nach Heitersheim weiterging, hatte sich das Wetter vorübergehend soweit aufgeklärt, daß die landschaftlichen Schönheiten des Markgräflerlandes zur Geltung kamen und auf der Höhe vor Niederweiler, die den Blick auf das herrlich gelegene Badenweiler freigibt, ein kleiner Spaziergang eingelegt werden konnte. In Heitersheim erwartete der mit Blumen geschmückte Saal des „Löwen“ die Ankömmlinge, die von Frau W ö c k n e r , der Vorsitzenden des dortigen Ortsvereins, herzlich willkommen geheißen wurden. Frau Wöckner bedankte sich bei dieser Gelegenheit nochmals für die gute Aufnahme, die die erholungsbedürftigen Kinder seinerzeit in Waldkirch gefunden hatten. Die Kinder selbst schlossen sich diesem Dank mit ein paar frisch gesungenen Liedern an. Die Vorstände von Bad Krozingen und Staufen brachten in kurzen Worten ihre Freude über das Treffen der Ortsvereine zum Ausdruck. E. Rüger, Vorsitzender von Waldkirch, betonte den familiären Charakter des gemütlichen Zusammenseins. Ein improvisiertes Unterhaltungsprogramm unter Beteiligung der Vorstände und Mitglieder brachte die durch Küche und Keller des Hauses bestens versorgten Ausflügler bald in heiterste Laune. Besonders erwähnt zu werden verdienen die vom Bunten Abend in Waldkirch allen noch in angenehmer Erinnerung stehenden Sänger des AW-Terzetts E. und W. R ü g e r, die mit ihren geschulten und klangvollen Stimmen beliebte Operettenlieder brachten. H. Lersch- m a c h e r, der schon während der Fahrt die Teilnehmer mit seinen interessanten und von guter Ortskenntnis sprechenden, historischen Anekdoten unterhalten hatte, wußte seine Zuhörer mit einer lustigen Schulstunde und einigen sehr nett rezitierten Liedern in rheinischer Mundart, bei denen er sich selbst am Flügel begleitete, und deren Refrain fröhlich mitgesungen und geschunkelt wurde, sowie mit seinen musikalischen Scherzen in angenehmster Weise zu fesseln. Eine von Frau K o h 1 b a c h arrangierte und von einem Mitglied des Ortsvereins Staufen durchgeführte amerikanische Versteigerung eines mit Verlaub zu nennenden Damennachthemdes (das übrigens so repräsentativ wirkte, daß es zuerst für ein Kleid angesprochen wurde), erzielte Dank des Humors und der Beharrlichkeit des „gewichtigen“ Ausbietenden einen guten Erlös zugunsten wohltätiger Zwecke. Die fürsorgliche und an alles denkende Frau Kohlbach hatte auch diesmal die Kinder nicht vergessen und arrangierte einige Spiele, deren glückliche Teilnehmer mit von ihr gestifteten süßen Sachen belohnt wurden. Der jugendliche Handharmonikaspieler, dessen muntere Weisen die Ausflügler schon im Autobus begleitet hatten, bewährte sich als „Ein-Mann-Tanz- kapelle“, so daß auch die Tanzlustigen zu ihrem Recht kamen und als gegen 21 Uhr die Fahrtteilnehmer wieder in der Kandelstadt eintrafen, gab es wohl keinen, der trotz des ungünstigen Wetters, vom Verlauf dieses Ausflugs nicht voll und ganz befriedigt gewesen wäre. -ak- Waldkirch Bürgermeisteramt Waldkirch. Die Hundebesitzer der Stadt Waldkirch werden hierdurch aufgefordert, sämtliche über drei Monate alten Hunde bis spätestens 15. Juni auf der Stadtkasse anzumelden und zu versteuern. Sein diesjähriges Frühjahrskonzert veranstaltet der Volkschor Sängerbund Waldkirch am 2. Juni, abends 8 Uhr, im Rebstocksaal, wozu die ganze Bevölkerung eingeladen ist. Im ersten Teil des Programmes werden Männer-, Frauen- und Gemischte Chöre zu Ge- > hör gebracht werden. Im zweiten Teil hat der Verein keine Mühe gescheut, mit der Operette „Frühling am Rhein“ wieder ein gutes und humorvolles Stück zu bieten. Der Eintrittspreis ist mit 50 Pfennig sehr niedrig gehalten. „Das Volk“ wünscht der Veranstaltung einen guten Erfolg. Nach einem Beschluß des Waldkircher Stadtrats wird das Schwimmbad, nachdem vorher noch einige Instandsetzungsarbeiten ausgeführt sind, am 2. Juni eröffnet. Die Preise sind die gleichen wie im vergangenen Jahre. Am Sonntagvormittag trafen als weitere Gäste eine über hundertköpfige Reisegellschaft des VfR Vilüngen nach einer Schwarzwaldfahrt in der Kandelstadt ein, wobei diese nachmittags den Fußballern des SV Waldkirch schöne freundschaftliche Spiele lieferten. Hierbei war Waldkirch mit 4:0, die II. Mannschaft mit 5:1 und die A-Jgd mit 2:0 über die Hochschwarzwälder erfolgreich. Im Bezirksentscheidungsspiel siegte Waldkirch B-Jugend über Sportklub Freiburg mit 7:2 Toren. Im Rahmen eines Trachtentreffens trafen am Sonntagvormittag eine Schweizer Trachtengruppe von einer Reise durch den Schwarzwald in der Elztalstadt ein. Die Gäste wurden von der schmuk- ken Waldkircher Bürgerwehr am Eglau in Empfang genommen und unter Vorantritt des Spielmannszuges auf den Marktplatz geleitet, woselbst Bürgermeister Prestel die Gäste willkommen hieß. Auch „Hupma“ Maier fand für die Gäste herzliche Begrüßungsworte. Eine Schweizer Vertreterin brachte den Waldkirchem ihre Verbundenheit mit den deutschen Stammesbrüdern zum Ausdruck. Bei schönen Volksliedern und -tänzen und Heimatbrauchtümen fand das Treffen am Sonntagnachmittag im Rebstocksaal einen würdigen Ausklang. Im Rebstocksaal war ein Gesangverein aus der Gegend von Ulm mit seinem Anhang zu Gast des Musik- und Gesangvereins „Eintracht“. Vorsitzender R. Zimmermann entbot den Gästen ein herzliches Willkommen, das diese mit Dankesworten erwiderten. Liedervorträge beider Vereine hielten die Sänger ln froher Sängerkameradschaft beisammen. Kenzingen Stadtratsbeschlüsse ln der letzten nichtöffentlichen Sitzung. Zu Beginn der Sitzung wurde vom Stadtrat das erneute Ersuchen eines hiesigen Bürgers wegen Kauf eines städtischen Hausgrundstückes behandelt. Dem Antrag kann vorläufig nicht entsprochen werden. Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde hinsichtlich einer Grenzbereinigung auf städtischem Gelände beschlossen, zunächst einen Lageplan des Vermessungsamtes anzufordem. Ferner hat der Stadtrat in dieser Sitzung beschlossen, daß die Vergebung der Malerarbeiten in den Kleinsiedlungen im Balger an Hand der eingekommenen Angebote im Beisein von Vertretern der betreffenden Siedler, des zuständigen Architekten und Mitgliedern des Stadtrates erfolgen soll. Verschiedene Anträge der Freiwilligen Feuerwehr im Hinblick auf das bevorstehende 90jährige Stiftungsfest wurden erledigt. Die Neueinteilung von vier weiteren städtischen Kleingärten im Gewann Balger wurde beschlossen. Zum Schluß nahm das Stadtratskollegium davon Kenntnis, daß die Anlagen am Bahnhof wieder in Ordnung gebracht werden sollen. Die Stadt wird hierzu die erforderlichen Pfähle zur Einzäunung zur Verfügung stellen. Vergangene Woche wurden nachts bei verschiedenen Geschäften Einbruchsversuche unternommen. Die Diebe konnten ihre Absichten nicht durchführen, denn sie wurden scheinbar immer wieder durch die Aufmerksamkeit der Hausbewohner vertrieben. Die Gendarmerie konnte die Täter ermitteln. Am 4. Juni findet eine Viehzwischenzählung statt. Sie erstreckt sich auf Rindvieh, Schafe und Schweine. Frau Luise Grab geh. Person, Hauptstraße, begeht am 31. Mai in bestem Wohlbefinden ihren 75. Geburtstag. Im Flüchtlingsaltersheim Bad Kirnhalden feiert Frau Wilhelmine Biell in geistiger und körperlicher Frische ihr 78. Wiegenfest. Wir gratulieren! Im Flüchtlingsaltersheim Bad Kimhalden beging Frau Emilie Hartig am 27. Mai in voller Gesundheit -und Lebensfreude ihr 78. Wiegenfest. Ferner begeht hier im Kreisaltersheim Franz Haberer am 29. Mai in körperlicher und geistiger Frische seinen 75. Geburtstag. Wir gratulieren Goldene Hochzeit. Am 29. Mai begeht das Ehepaar Franz Bieber, Werkmeister a. D. und Ehefrau Emma geh. Killius, hier, Mühlestraße, ihre, goldene Hochzeit. Das glückliche Ehepaar ist noch rüstig und körperlich sowie geistig sehr wohlauf. „Das Volk“ gratuliert! Der Bäcker- und Konditormeister Franz Die Begehung des Gemeindewaldes Kenzingen. Die diesjährige Waldbegehung mußte leider bei regnerischem Wetter stattfinden. Ein Omnibus verbrachte die Besichtigungsteilnehmer, u. a. Bürgermeister Lederer, den Stadtrat und Forstrat Fleuchaus bis zum Rollberg. Im Verlaufe der Begehung wurden die einzelnen Bestände der Waldungen besichtigt und verschiedene interessante Ausführungen des Herrn Forstrat Fleuchaus zur Kenntnis genommen. Nachdem sich das Wetter noch nicht gebessert hatte, hat man sich entschlossen, im Gasthaus zum „Auhof“ Aufenthalt zu nehmen. Den Ausführungen des Forstrats war zu entnehmen, daß in den kommenden Jahren mit einem merklichen Rückgang des Buchenholzanfalles zu rechnen ist. Im Hinblick auf den gegenwärtigen Stand der Waldungen müßte man mit der Nutzung kürzer treten. Die Stadt kann im kommenden Jahre wieder mit einem außerordentlichen Holzhieb in Höhe von 1000 bis 1200 Festmeter rechnen. Die Mitglieder des Stadtratskollegiums nahmen ferner zur Kenntnis, daß die Stadt die erforderlichen Mittel zur Betreuung des Waldes jederzeit bereitwilligst zur Verfügung stellt (Es darf hier der Stadtverwaltung Kenzingen eingeräumt werden, daß sie gerade in dieser Hinsicht für verschiedene Gemeinden unseres Kreisgebietes vorbildlich ist) Fuchs, Schulstraße, beging sein 30jähriges Geschäftsjubiläum in Verbindung mit der Eröffnung einer Eisdiele. Ferner konnte der Salmen- wirt Max Weiterer, Hauptstraße, sein 40jähriges Geschäftsjubiläum feiern. Wir gratulieren! Lahr Was die städtischen Ausschüsse beschäftigte Obwohl in einer Mitgliederversammlung der FDP bereits der Haushaltsplan bekanntgegeben wurde, stand seine Beratung nicht, wie man hätte erwarten dürfen, auf der Tagesordnung der letzten öffentlichen Stadtratsitzung. Es wird halt traditionsgemäß auch diesmal‘Hochsommer werden, bis in Lahr der Haushaltsplan beraten wird. In der jüngsten und seit langer, langer Zeit erstmals wieder öffentlichen Sitzung wurde dem Stadtrat über die Tätigkeit der städtischen Ausschüsse berichtet. Der Oberbürgermeister referierte über eine Sitzung des Ausschusses für Jugend und Sport. Demzufolge wird die Klostermatte künftig für Unberechtigte gesperrt sein. Der Ausschuß befaßte sich auch mit dem so notwendigen neuen Schwimmbad und gab mit großer Mehrheit dem Projekt Fischerknab den Vorzug. Bis zur Verwirklichung wird jedoch noch viel darüber geredet werden... Der Kleine Exerzierplatz soll wieder als Sportplatz hergerichtet werden und an der Ausbesserung der Aschenbahn auf dem Sportplatz bei der Dammenmühle will sich die Stadt an den Kosten beteiligen, nachdem sich auch der Kreis dazu entschlossen hat. Von der Sitzung des Schlachthofausschusses berichtete Stadtrat Hügün, daß die Metzgerinnung die vom Stadtrat beschlossene Erhöhung der Miete für die Kühlräume nicht anerkennen will, weil sie nicht tragbar pei... Stadtbaurat Boz teilte von der letzten Sitzung des Friedhofausschusses mit, daß die Kriegergräber und die Gräber der Fliegeropfer in einen würdigen Zustand versetzt werden sollen, und zwar auf dem Lahrer und Dinglinger Friedhof. Sodann wurden die 19 Baugesuche vorgetragen, mit denen sich der Ortsbauausschuß zu befassen hatte. Ob an den Haltestellen der MEG Leuchtsäulen aufgestellt werden können will der Stadtrat erst nach einer Besichtigung entscheiden. Das Anbringen von Werbetafeln einer auswärtigen Firma an verschiedenen Plätzen der Stadt wurde abgelehnt. Entschieden wehrte sich Stadtrat Glöckler gegen das Vorhaben der Besatzungsmacht, einen Teil der zur Friedrichschule gehörenden Grundfläche in ihr eigenes Bauprojekt mit einzubeziehen. Ferner wurde bekanntgegeben, daß die Bohrversuche nach Wasser 113 000 DM kosteten. Der Voranschlag ist um 600 DM überstiegen worden. Amtliche Mekamttmachunoen Handelsregister A Band H Nr. 13: Firma Gebr. Bähr, Breisach (in Liquidation): An Stelle des an unbekannten Orten abwesenden Dr. Ernst Israel Blum (früher in Mannheim) wurde der Bankdirektor Otto Roder in Breisach vom Gericht zum Abwickler ernannt. Breisach, den 16. Mai 1951. Amtsgericht. Handelsregistereintrag B Band H OZ. 7: Firma Weberei Breisach, Gesellschaft mit beschr. Haftung ln Breisach. Durch Beschluß der Gesellschafterversammlung vom 12. April 1951 ist das Stammkapital endgültig auf 200 000 Deutsche Mark neu festgesetzt und dementsprechend der GeseUschaftervertrag in § 5 abgeändert worden. Breisach, den 18. Mai 1951. Amtsgericht. Güterrechtsregister Band I Seite 315: Willi Meyer, Forstangestellter ln Breisach, Maria geh. Braun. Gütertrennung laut Vertrag vom 20. AprU 1951. Breisach, 9. Mai 1951. Amtsgericht. Güterrechtsregister Band I Seite 314: Alois Meyer, Schreinermeister in KiechUnsbergen, Elisabeth geb. Geiser: Gütertrennung laut Vertrag vom 23. April 1951. Breisach, den 27. AprU 1951. Amtsgericht. Aufgebot. Frau Theresia Hofert geb. Merkt in Merdingen hat das Aufgebot zum Zwecke der Ausschließung des Landwirts Georg Gillmann in Merdingen als Eigentümer des Grundstücks Lgb.-Nr. 9161 der Gemarkung Merdingen, Ackerland und Grasrain 11 Ar 91 qm, beantragt. Der Eigentümer des Grundstücks wird aufgefordert, bis spätestens in dem auf Dienstag, den 18. September 1951, vormittags, vor dem Amtsgericht Breisach anberaumten Aufgebotstermin seine Rechte anzumelden, andernfalls seine Ausschließung als Eigentümer erfolgen wird. Breisach, den 11. Mai 1951. Amtsgericht. Haushaltssatzung des Kreises Freiburg I. Br. In der von der Kreisversammlung Freiburg am 23. April ' 1951 beschlossenen Haushaltssatzung des Kreises Freiburg für das Rechnungsjahr 1951 wurden im ordentlichen Haushalt die Einnahmen und Ausgaben auf jeweils 3 446 733 DM f estge- steUt. Der ungedeckte, durch Kreisumlage aufzubringende Betrag beläuft sich auf 2 345 408 DM. Die zur Deckung dieses Betrages aus den Grundsteuermeßbeträgen A und B, den Gewerbesteuermeßbeträgen 1950 und den Bürgersteuermeßbeträgen zu erhebende Kreisumlage wurde auf 50 -v. H. festgesetzt. Der Höchstbetrag der Kassenkredite beträgt 100 000 DM Im übrigen enthält die Satzung noch Bestimmungen über die gegenseitige Deckungsfähigkeit von Ausgabenansätzen. Vom Bad. Ministerium des Innern wurde mit Erlaß vom 22. Mai 1951 zu dieser Kreissatzung die erforderliche Staatsgenehmigung erteilt. Dies wird hiermit öffentlich bekanntgegeben. Vom Tag der Bekanntgabe ab liegt die Haushaltssatzung während der Dauer von einer Woche bei der Kreisverwaltung Freiburg, Fürstenbergstraße-47, zur Einsicht offen. Freiburg i. Br., den 28. Mal 1951. Eireisverwaltung für 4**»” ). ffieccedeS leinverkauf: Jthuhhsill£ Freiburg I. Br. - Kabar-Jaseph-Strafia 190 , Ed» Franziskaaarstrala Sie haben nur Vorteile wenn Sie im „Volk“ inserieren FRANC SEIT EH UNO JE FÜR EINE FEURIGE TASSE KAFFEE! 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I Der packende Spionagefilm mit der glänzenden Besetzung: Erich von Stroheim Viviane Romanee Roger Duchesne Yvette Lebon u. a. A Verführerische Frauen — skrupel- I lose Saboteure — mutige Männer! I Der unerbittliche Kampf zwt- ] stäten dem Geheimdienst und einer internationalen Spionagezentrale im Hafen von Tanger! Ab 16 Jahren jugendfrei! 14.15, 16.30, 18.45 und 21 Uhr. Kalser-Joseph-Str. 268 / Ruf 2480 Von. Freitag, den 1. Juni, bis Donnerstag, den 7. Juni Der große Lacherfolg des Jahres! Der entfesselte Film der Komiker! Lingen als Privatdetektiv Moser auf Verbrecherjagd und beide in Dienerrollen Da lacht man Tränen! Jugendfrei! Anfangszeiten: Freitag, Samstag u. Dienstag 14.15, 16.30 u. 18.45 Uhr; Sonntag 14 u. 18.45 Uhr; Montag, Mittwoch und Donnerstag 14.15, 16.30, 18.45 und 21 Uhr Grün Wälderstraße 18 Ruf 2315 Freitag bis Montage Ein Film der hemmungslosen Leidenschaften! Eine bildhübsche Frau spielt mit dem Leben ihrer Verehrer! MOT Miriam Hopkins Joel McCrea Edward G. Robinson Ein Film, der jeden packt! Erregend! Aufpeitschend! Dramatisch! Täglich 14.15, 16.30, 18.45 u. 21 Uhr Sonntag auch vormittags 10.30 Uhr Kandelstr., Ecke Renn weg, Ruf 2480 Schützenallee 7 Ah heute Donnerstag bis einschließlich Montag! Abenteuer und Romantik in einer mitreißenden Handlung! BUFFALO BILL Der weiße Indianer Ein Farbfilm in Technikolor Mit Linda Darnell Mareen O’Hara Der sympathische Held des Wilden Westens kommt zu uns geritten, nachdem er die gesetzlosen Gegenden seines Landes durchquert hat. Jugendfrei! Anfangszeiten: Werktags 16, 18.20, 20.30 Uhr; samstags und sonntags 14, 16, 18.20 und 20.30 Uhr. Ab Dienstag — nur drei Tage: Eva im Frack Ruf 2196 Freitag bis mit Montag: In Erstaufführung! Der Welt berühmtestes Tanzpaar in einem glanzvollen Revue-Film! SMÜ Mn Revue-Film voll Übermut, Schwung und guter Laune! Venedig — Gondelzauber — zündende Rhythmen und eine schöne Frau im Mittelpunkt. fn deutscher Sprache! Täglich 14.15, 16.30, 18.45 u. 21 Uhr Schiffstraße 8 Ruf 5193 Das schöne u. intime Filmtheater Ab Freitag, 1. Juni 1951 Einer der stärksten und spannendsten österreichischen Filme Er spielt in den rauhen Bergmassiven des österreichisch- schweizerischen Grenzgebietes O. Werner / L. Scharf Fritz Imhoff / W. Ladengast Ein Film von hoher Ethik, ein Kampf zwischen Liebe und Pflicht, zwischen Selbsterhaltung und Menschlichkeit Jugendfrei! Neueste Wochenschau Täglich 14.15, 16.30, 18.45 u. 21 Uhr Ab Donnerstag, 21.00 Uhr FARBFILM DAS TAL DER LEIDENSCHAFTEN Nach dem unvergleichlichen Bucherfolg TAP ROOTS von lames Street I Für Jugendliche unter 1< Jahren verboten I Täglich: 14.15,16.30, 18.45, 21.00 Uhr rv^KURBEL die JjfOitöieb ecke Zum 3. Juni... Vaters Weintag Preiswerte und gute fotitieü-Intern Blumige Weißweine uterfl.ei. Pfilzer Weißwein ab 1.10 Frankweiler Letten 1.25 Burrweiler scnioßöerg 1.40 Rfldestieimer Rosengarten 1.50 ' Leinener watnnerg. natur 1.95 mrmger syluaner 2.10 »Abtsweingartenc, Winzergen. Leutener Weingarten 2.35 Winzergenossensdiaft Laufen Bekömmliche Rotweine Mälzer Rotwein ob 1.20 Rotwein spezial 1.60 Rotwein Kardinal oder DßrkheimerFeuernerg 1.95 Alicante-Romana. Spanien 2.75 Win Rouge Exquisite 2.95 Süße Dessertweine Deutscher Wermut 1.75 Jubiläumsfüllung, würzig u. angenehm Estramanura 3.— portugiesischer Herten-Dessertwein 165. ^fWekrlHf* d| Numerierte Verdrucke für unsere Pretsrondfrage mit 100 Prämien werden vom 28. Hai dis 5. Juni is jeder „GOTTLIEB"- Filiale ohwe ' Kaufzwang abgegeben. yr ■ Badische Heimat Freiburg i. Br. ■ Freitag, 1. Juni, 20 Uhr, Hörs. 1 der Universität Farblichtbildervortrag Professor Dr. H. Schwarzweber: Deutsches Kulturland im Osten Verlorenes und Unverlierbares. Eine Bilderfahrt von der Elbe zur Donau über Dresden—Prag—Wien. Im Anschluß: Jahreshauptversammlung. Unkostenbeitrag 1 DM; Mitglieder, auch der Geographischen Gesellschaft, 50 Ff. Karten im Vorverkauf in der Univ.-Buchhdlg. Albert und an der Abendkasse. ZENTRAL“THEATER emmendingen Fr. 20, Sa. 26, So. 15, 17.30, 20, Mo. 20 Uhr das große deutsche Meisterwerk Das doppelte Lottchen Zwillinge jeden Alters haben bei gemeinsamem Erscheinen freien Eintritt Sa. 22.30 Uhr Nachtvorstellung Die Hölle von Oklahoma Di. 2«, Do. 21.15 Uhr Tarzan und die Amazonen Mittwoch findet keine Vorstellung mehr statt, da Theater durch Besatzung beschlagnahmt. FDtHSEN-LICHTSPIELE Mf“ Freitag bis Montag: Eine Freude für jung und alt, die Geschichte vom „Hölzernen Bengele“ Walt Disney Pinocchio Zündende Melodien, übermütige Einfälle, lachende Farben Beifilm : Die Robbeninsel, ein Kulturfilm von überwältigender Schönheit Samstag, 22.45 Uhr: Nachtvorstellung Sonntag, 14 Uhr: Jugendvorstellung Der schwarze Reiter Ein großartiger, spannungsgeladener Cowboyfilm mit John Wayne Dienstag bis Donnerstag: Fahrendes Volk Ein Zirkusfilm von Format mit Hans Albers, Camilla Horn, Hannes Stelzer u. v. a. Ein Zirkusfilm, wie er seitdem in Europa nicht wieder gedreht werden konnte. Täglich 20.30 Uhr, Mittwoch u. Samstag 15.30 und 20.30 Uhr, Sonntag 15.30, 18 und 20.30 Uhr Freitag, Samstag nnd Sonntag DERBY Anfangszeiten werktags 20.30 Uhr, sonntags 15, 17.30 und 20.30 Uhr. Nachtvorstellung Samstag 22.30 Uhr KATJA Die ungekrönte Kaiserin KRONENLiSMTSPIEEE CASINO Freitag, Samstag, Sonntag, jeweils nachts 11 Uhr, und Sonntag vorm, 10.30 Uhr zeigen wir den Film von Liebe, Haß, Schuld und Sühne Versuchung Mit Katalin Karady, Ungarns Filmstar Nummer 1, und TIbor v. Halmay Ein Frauenschicksal voller Leidenschaft! Jugend verbot I Bergkristall Die Tiroler Hochgebirgswelt als Schauplatz einer dramatischen Liebeshandlung. Samstag und Montag 20.30 Uhr Sonntag 17.30 und 20.30 Uhr. 5tHÜTZE#^HT5PIELE zeigt von Samstag bis Montag König der Nassauer Eine geballte Ladung Humor — zwei Stunden hemmungsloser Heiterkeit. Samstag und Montag 20.30 Uhr, Sonntag 16, 18.45 und 21.15 Uhr. CASINOss! Heute Donnerstag, 20.30 Uhr: Abschieds - Vorstellung unserer Künstler Ab Freitag, 20.30 Uhw Das große Klasseprogramm vom. 1. bis 15. Juni Mano Freed Der prominente Wortjongleur — bekannt von Film und Funk — konferiert Freddy Brosch Der komische Herr an der Plakatsäule „Renato“ Musikalkomödiant „Un Concerto“ Constanze Deutschlands jüngste humoristische Zauberkünstlerin Certis Rangs Meister-Equilibristen a. Springer Petra Hinz Kostüm- und Schönheitstänzerin Inge Incara Elastik in seltener Schönheit Georg! Ein temperamentvoller Gentleman Kapelle Nico Kocken u. Matbonia Mittwochs und samstags, jeweils 16 Uhr: Kaffee-Stunde mit dem neuen Programm Eintritt frell Diele-Bar ab 21 Uhr Ecarte-Club ab 21 Uhr KUNST-AUSSTELLUNG 16—12 und 15—18 Ohr Die von uns für die vorigen Programme ausgegebenen Einladungskarten haben auch zu diesem Programm, jedoch nur werktags, außer Samstag, Gültigkeit! Bitte ausschneldent Haarsorgen I Ausgekämmtes Haar einsendenl Untersuch, kosten!. 100 % Hilfe b. beginn. Kahlköpfigkeit, Ausfall, Schuppen, Brechen, Spalten, glanzl. sprödes Haar. Haarkosm. Labor, Abt. 96, Frankfurt/M. 1, Postf. 249. 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