9 1 / * s g 6. Jahrgang DB APIS CHE HE Dienstag, 19. Juni 1951 IMATZEITUNG Nummer 73 Atombombenversuche auf dem Eniwetok-Atoll Unsere Aufnahme Zeigt die Explosion einer Atombombe, die im Rahmen der Versuche auf dem Eniwetok-Atoll im Pazifischen Ozean im vergangenen Monat erfolgte. Wie der amerikanische KongreS - Abgeordnete Edward Herbert bekanntgab, seien auf dem für die Atombombenversuche bestimmten Atoll Eni- wetok rund 8#QÖ amerikanische Wissenschaftler und Soldaten ständig stationiert. Die Sicherheit des Atolls werde durch den Einsatz besonders ausgebildeter Militärpolizei gewährleistet. In allei Kürze Der Rentenantragstermin nach dem Bundesversorgungsgesetz läuft am 21. Juni ab. DerVdK weist darauf hin, daß die Berechtigten ihre Versorgungsansprüche nach dem BVG rechtzeitig stellen müssen, da später gestellte Anträge die rückwirkende Rentenzahlung ab 1. Oktober 1958 ausschließen und von den Versorgungsämtern erst vom Tage der Einreichung an berücksichtigt werden können. Bei der Landtagsnachwahl für den verstorbenen Landtagspräsidenten Dr. Georg Stang (CSU) im Stimmkreisverband Markt Oberdorf/Füssen, wurde der CSU-Kandidat Andreas Haisch gewählt. Damit bleibt die Sitzverteilung im Bayrischen Landtag unverändert. Der Bundestag hat die Bundesregierung ermächtigt, Sicherheitsleistungen bis zu insgesamt 500 Millionen Mark zur Förderung der deutschen Wirtschaft und zur Minderung der Arbeitslosigkeit und der Notlage der Vertriebenen zu übernehmen. Marschall Petain, der seine lebenslängliche Freiheitsstrafe auf der Biskaya-Insel Yeu verbüßt, wird von der Kanalfestung in ein Militärkrankenhaus übergeführt. In einem Altersheim in Montreal in Kanada brach ein Feuer aus, das in kurzer Zeit auf alle fünf Stockwerke des Gebäudes Übergriff und 26 Todesopfer forderte. i Der größte deutsche Frachter der Nachkriegszeit lief in Hamburg vom Stapel. „Adolf Leonhard“ hat 7200 Bruttoregistertonnen. Furcht vor den Folgen Ein Festessen gab ein Münchner Geschäftsmann anläßlich seiner Ehescheidung. Er feierte — wie aus der Einladungskarte hervorgeht — von 8 bis 10 Uhr Hochzeitsjubiläum, von 12 bis 16 Uhr seine Ehescheidung und von 20 bis 24 Uhr seine Verlobung. Dabei ist zu beachten, daß er sich sofort mit seiner soeben geschiedenen Frau verlobte. Grund der Ehescheidung für den Geschäftsmann war die Furcht vor den steuerlichen Folgen des Doppelverdiener-Paragraphen. Die Zahl der Kriegsdienstverweigerer in Norwegen steigt von Tag zu Tag. Das konnte aber nicht verhindern, daß man die Militärdienstzeit auf 21 Monate erhöhte. „Lieber Daddy, wenn Du zurückkommst, bringe doch bitte Herrn Gromyko mit, er sieht so nett aus“, schreibt die sechsjährige Sally Davies, Tochter des britischen Delegierten bei der Pariser Vorkonferenz, ihrem Vater nach Paris. Ruheloses Leben Ruheloses Leben in den „friedlichen“ Volksdemokratien: In Ungarn wurden in den letzten Wochen rund 10 000 Familien des Budapester Mittelstandes durch den Sicherheitsdienst in das nördlichste Grenzgebiet umgesiedelt. Jeden Tag werden 25 bis 30 Selbstmordfälle in ungarischen Krankenhäusern eingeliefert. (Aus dem Bericht der Budapester Rettungsgesellschaft.) Immer noch werden in Frankreich Kollaborateure verurteilt. Die ehemalige französische Meisterschwimmerin Louisette Fleuret bekam lebenslänglich Zuchthaus. Sie soll während des Krieges französische Widerstandskämpfer an die deutschen Behörden verraten haben. Vier Monate ihrer Dienstzeit werden die holländischen Soldaten künftig auf deutschem Bo- I den abdienen, I Wa rn u ngszei di en in Italien Teilergebnis der französischen Wahlen Kommunisten verlieren Neue Nationalversammlung wird aus sechs gleichstarken Gruppen bestehen — MRP sehr geschwächt Paris. Frankreich hat gewählt. Punkt 18 Uhr wurden in den einzelnen Wahllokalen die Urnen versiegelt. Groß ist die Spannung, mit der den Ergebnissen entgegengesehen wird. Sind die Gaullisten die stärkste Partei geworden? Dann müßte der aus dem sozialistischen Lager stammende Staatspräsident Vincent Auriol verfassungsgemäß zunächst einem Anhänger de Gaulles die Regierungsbildung anbieten. Eine sofortige Verfassungsreform und weitgehende personelle Verschiebungen innerhalb des Staatsapparates werden für einen solchen Fall als unmittelbare Folge der Übernahme der Regierungsgewalt durch die Gaullisten angesehen. Bereits die nächsten Stunden werden zeigen, ob der General, der bei den jetzigen Wahlen für die Nationalversammlung zum erstenmal mit einer eigenen Kandidatenliste und einer eigenen Partei in Erscheinung getreten ist, einen solchem Zulauf gefunden hat, wie er selbst erwartet. Der Wahlsonntag ist — soweit bisher bekannt — überall sehr ruhig verlaufen. Im Pariser Straßenbild trat kaum in Erscheinung, daß gewählt und das politische Geschick Frankreichs für die nächsten fünf Jahre bestimmt wurde. Es herrschte der übliche sommersonntägliche Spaziengängerfriede. Nichts deutete auf eine radikale Gesinnung der Franzosen hin. Die Feststellung der Zahl der abgegebenen Stimmen und ihre Auszählung hat begonnen. Die endgültigen amtlichen Zahlen werden erst am Dienstag erwartet. Hierfür gibt es zwei Gründe: das außerordentlich komplizierte französische Wahlsystem mit seinen Listenverbindungen und der dem Wähler gegebenen Erlaubnis zum „Panaschieren“, d. h. der Möglichkeit, die Namen einzelner Kandidaten auf den Listen zu streichen und durch die Namen anderer Kandidaten zu ersetzen, und das spätere Eintreffen der Ergebnisse aus den afrikanischen Teilen Frankreichs und aus den überseeischen Gebieten, die zusammen über 70 Abgeordnete stellen. Von 472 ausgezählten Sitzen (bei insgesamt 627) i erhielten: Gaullisten 90, Sozialisten 85, Radikalsozialisten 81, Kommunisten 79, Unabhängige 72, Volksrepublikaner (MRP) 62, Sonstige 3. Die drei Regierungsparteien haben also 228 der ausgezählten 472, während die beiden Flügelpartelen 169 Mandate erhielten. * Dos bisherige Teilergebnis (das namentlich noch durch die Stimmen aus den afrikanischen Gebieten ergänzt werden muß) ist charakterisiert durch das Auftreten der Gaullisten, dann aber besonders durch starke Verluste der Kommunisten und der Volksrepublikaner (MRP). Die neue Nationalversammlung wird voraussichtlich etwa sechs mehr oder minder gleichstarke Grup- i pen enthalten, die über je etwa hundert Sitze | verfügen werden: Gaullisten, nichtgaullistische : Rechtsparteien, Radikalsozialisten, Volksrepu- j blikaner (MRP), Sozialisten und Kommunisten. Dabei nimmt man an, daß je weiter die Gaül- j listen über hundert Sitze hinauskommen werden, I desto weiter die MRP hinter dieser Zahl zurück- i bleiben wird. Für ein freies, einiges Europa Bundeskanzler Dr. Adenauer sprach in Rom Rom. Bundeskanzler Dr. Adenauer sprach sich in seiner ersten öffentlichen Rede in Rom fün ein freies und einiges Europa aus. Deutschland und Italien müßten gemeinsam versuchen, dieses hohe Ziel zu erreichen. Der Kanzler hielt seine Rede auf einem Empfang der deutschitalienischen Gesellschaft, an der neben dem italienischen Ministerpräsidenten Alcide de Gasperi auch Außenminister Graf Carlo Sforza und andere Vertreter des öffentlichen Lebens Italiens und der Kirche teilnahmen. Die Bonner Polizei war seit 4 Uhr morgens in Alarmzustand und hatte das Bonner Regierungsviertel abgeriegelt. Die Demonstranten, die auf dem Petersberg mit einem Lautsprecher Parolen für den Frieden, gegen die Regierung, Adenauer und gegen die Alliierten ausgaben, wurden am Vormittag von der Polizei gestellt und geschlossen in ihren Omnibussen festgenommen. Die Bonner Polizei, die um einige Hundertschaften aus den Nachbarorten verstärkt war, hatte dazu das Gelände, in dem die FDJ demonstrierte, umstellt. Gegen 14 Uhr hatte sie alle FDJ-Angehörigen in die Omnibusse gedrängt, und die Straße vor und hinter der Kolonne gesperrt. Die Polizei versuchte, die Demonstranten geschlossen in ihren Omnibussen abzutransportieren, während die FDJler in den Autos ihre Kampflieder sangen. Unter ihrer Zivilkleidung trugen die FDJler ihre Blauhemden mit dem FDJ-Abzeichen. Einige von ihnen stellten sich'den Pressephotographen demonstrativ im Blauhemd, wurden jedoch von Die Industriegewerkschaft Metall wird das Resultat der Urabstimmung dem Arbeitgeberverband mitteilen und neue Verhandlungen fordern. Falls diese erneut scheitern, soll der Streik ausgerufen werden. Die Urabstimmung begann am Dienstag in allen Betrieben des Tarifgebietes, nachdem kürzlich in Donaueschingen geführte Lohnverhandlungen erfolglos verliefen. Die IG Metall hatte eine Erhöhung des Ecklohnes der Gruppe V von 1.30 auf 1.42 DM und eine Änderung des Frauen-Lohnschlüssels von 75 auf 80 Prozent gefordert; Vorher hatte sich der Präsident der deutschitalienischen Gesellschaft Senator Casati, für ein deutsch-italienisches Freundschaftsabkommen auf kulturellem Gebiet eingesetzt. Casati gab einen Überblick über die kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien in der Vergangenheit und würdigte dabei besonders die deutschen Kulturleistungen, die einen erheblichen Beitrag zur westlichen Zivilisation dargestellt hätten. ihren Genossen verwarnt, da beschlossen worden sei, die blauen Hemden nicht zu zeigen. Die FDJler erklärten Pressevertretern, sie wollten beweisen, daß trotz Verbots der Friedenswille der Jugend durchbreche. Auf Fragen, ob führende Kommunisten anwesend seien, sagten einige Jugendliche, die offensichtlich die Führer der Gruppen waren: „Hier ist nur FDJ-Prominenz. Die kennen Sie nicht, aber wir werden bald bekannt sein!“ Die Einwohner der anliegenden Ortschaften, die schon in der Nacht von den Lautsprechern der FDJ aus dem Schlaf gestört worden waren, zeigten sich empört. Zu Reibereien kam es dabei zwischen Dorfjugend und FDJ, als die Dorfjugend von Heisterbacherort der FDJ empfahl, doch in die Sowjetzone zu gehen, wohin sie gehörte. Die Autobuskolonne der FDJ enthielt Wagen aus Flensburg, Braunschweig, Frankfurt, Hannover, Würzburg, Freiburg, Stuttgart und aus dem Ruhrgebiet. Lohnverhandlungen auch in der papierverarbeitenden Industrie gescheitert Freiburg. Die in Freiburg geführten Lohnverhandlungen für das Land Baden zwischen der Fachvereinigung papierverarbeitende Industrie und der Industriegewerkschaft Druck und Papier verliefen ergebnislos. Die Unternehmer beabsichtigen, den am 31. Mai abgelaufenen Lehntarif zu verlängern und lediglich eine Übergangszulage bis 31. Juli 1951 zuzugestehen, während die Arbeitnehmer einen neuen Lohntarif mit einer echten tariflichen Zulage forderten, Rom. Der Führer der italienischen Kommunisten, Palmiro Togliatti, versicherte dem Staatspräsidenten der Sowjetzonenrepublik Wilhelm Pieck in einem Telegramm, die überwiegende Mehrheit des italienischen Volkes wende sich gegen die von Adenauer und de Gasperi „ausgeheckten Intrigen“. Die italienischen Kommunisten würden unter keinen Umständen zulassen, „daß Italien in eine Aggression gegen die Sowjetunion verwickelt wird“. Das Telegramm hat in politischen Kreisen ■ der italienischen Hauptstadt peinliches Aufsehen erregt. Unvoreingenommene Beobachter werfen Togliatti vor allem den Mangel an guter Erziehung vor. Im Zusammenhang mit den von kommunistischer Seite organisierten Demonstrationen gegen Dr. Adenauer könne man die Geste Togliattis nur als unerhört und einzig, dastehend bezeichnen. Politisch betrachtet, stelle das Telegramm an Pieck eine skandalöse Einmischung in die Außenpolitik Italiens dar. * Über die politische Lage unterrichtet folgender Bericht aus Rom des „Sozialdemokratischen Presseamtes 1 : Mehr als zwei Drittel des italienischen Volkes haben nun an drei sich folgenden Sonntagen ihr politisches Votum abgegeben: am 27. Mai und am 10. Juni in 58 von den 90 italienischen Provinzen bei Gemeinde- und Provinzialratswahlen, und zwischendurch am 3. Juni in Sizilien, wo das Regionalparlament erneuert wurde. Damit läßt sich schon ein sicheres Urteil über die gegenwärtigen Tendenzen der italienischen Wählerschaft abgeben, auch wenn solche Großstädte wie Rom, Neapel und Bari, sowie der größte Teil der südlichen Provinzen, erst im Herbst zu Worte kommen werden. Das Gesamtbild ist ziemlich klar: die demokratischen Kräfte, die die Regierung bilden oder ihr mehr oder weniger nahe stehen, sind einem schweren Ansturm der beiden totalitären Extreme ausgesetzt, die sich oft bewußt gegenseitig in die Hände spielen. Die stärkste Regierungspartei, die Christlich Demokraten, haben vor allem an die Neofaschisten der sogenannten „Sozialbewegung“ und besonders im Süden mehr Stimmen abgeben müssen, als man es erwartete. Noch ist die Situation nicht alarmierend, aber wenn dieser Prozeß weitergehen würde, könnte sie bei den Parlamentswahlen von 1953, oder sogar schon früher, für den demokratischen Staat gefährlich werden. Die Regierungspropaganda ist natürlich bestrebt, die Ergebnisse in einem rosigeren Licht erscheinen zu lassen. Vor allem wird betont auf jene großen Städte hingewiesen, die nun fast alle für die nächsten fünf Jahre von den demokratischen Kräften regiert werden: Mailand, Genua, Venedig, Turin und Florenz. Diese Liste ist in der Tat eindrucksvoll. Aber darauf allein kommt es politisch nicht an. Denn, verglichen mit den Ziffern vom April 1948 hätten die Kommunisten fast überhaupt keine Großstadt (mit Ausnahme vielleicht von Livorno) behaupten dürfen, auch Bologna nicht, wo sie allerdings nur mit etwa 2000 Stimmen Mehrheit gesiegt haben. In Wirklichkeit hat die kommunistische Front fast überall einen Stimmenzuwachs zu verzeichnen, und das ist ein ebenso bedenkliches Wamupgszeichen wie das Anwachsen der neofaschistischen Bewegung. Sicher hat die mit ungeheuren Mitteln gespeiste heuchlerische „Friedens“-Propaganda der Kominformkräfte auf weite Kreise des italienischen Volkes gewirkt, das seit jeher für Antikriegs- und Neutralitätsparolen leicht empfänglich ist. Aber noch mehr haben das Gespenst der vorhandenen oder drohenden Arbeitslosigkeit, die sozialen Gegensätze, die in Italien besonders kraß in Erscheinung treten, und überhaupt die ungesunde Wirtschaftslage des Landes dazu beigetragen, die beiden Extreme auf Kosten der demokratischen Mitte zu stärken. Ein Wort zu den Sozialdemokraten: sie haben, vor allem in der zweiten Runde am 10. Juni, recht gut abgeschnitten, obwohl gerade in Turin, Florenz und an manchen änderet» Orten die zentral beschlossene Einigung lokal nicht durchgeführt wurde, und die allen Kräfte der PSU getrennte Listen aufstellten, well sie die Politik der Listenverbindung mit den Christlich Demokraten nicht mitmachen wollten. Überall, wo die PSU selbständig und gegen die PSLI auftrat, hat sich die letztere als die weitaus stärkere erwiesen. Aber infolge dieser an vielen wichtigen Orten fortdauernden Spaltung droht der neu vereinigten Partei eine schwere innere Krise. Zu den politischen oder taktischen Meinungsverschiedenheiten sind nun persönliche Polemiken hinzugekommen, deren Gehässigkeit 4uf beiden Seiten gefährliche Formen annimmt. Das könnte leicht zu einer wahren Tragödie für den demokratischen Sozialismus in Italien führen, und zwar gerade toi einem Augenblick, wo die Wahlresultate bewiesen haben, daß eine wirklich vereinigte und einige Partei günstige Aussichten in einer sogar nahen Zukunft besitzt» Im blauen Hemd der FDJ Kommunistische Demonstration auf dem Petersberg Bonn. Angehörige der kommunistischen Freien Deutschen Jugend (FDJ) aus allen Teilen der Bundesrepublik, zum Teil im Blauhemd und mit FDJ-Abzeichen, trafen am Sonntag demonstrativ zu einem „Friedenstreffen der deutschen Jugend“ auf dem Petersberg, einen Kilometer vom Sitz der Hohen Kommissare zusammen. Südbadens Metallarbeiter lehnen ab Baden-Baden. Rund 93 Prozent der Arbeitnehmer in den sfidbadischen Betrieben der Metallindustrie haben das Angebot des Arbeit geberverbandes der Eisen- und Metallindustrie, den Ecklohn um 4 Pfennig zu erhöhen und den Frauen-Lohnschlüssel nicht zu ändern, in einer Urabstimmung abgelehnt. Seiten — Nummer 73 Dienstag, 19. Juni 1951 Lar Vor» 24 Zentner Kohlen für den Haushalt Bonn. Die Bundesregierung d»t für den kommenden Winter als Mindestversorgung für jeden Haushalt 24 Zentner Kohlen angesetzt. Das bedeutet, daß aus der im dritten Quartal verfügbaren Kohlenmenge von 22,77 Millionen ' Tonnen zunächst allein 5,2 Millionen Tonnen für den Hausbrand und außerdem noch 2 Millionen Tonnen für Schulen, Krankenhäuser und für den gewerblichen Kleinverbrauch aufgebracht werden müssen. Als Vergleich wird in der Kohlennote,' die die Bundesregierung der alliierten Hohen Kommission überreicht hat, darauf hingewiesen, daß im Winter 1941/42 je Haushalt 28 bis 43 Zentner verbraucht worden sind, und daß England für den kommenden Winter eine reine Kohlenzuteilung von 34 bis 50 Zentner für jeden Haushalt angesetzt hat 24 Zentner für einen Haushalt seien ein absolutes Mindestmaß. Das Defizit von drei Millionen Tonnen in der Kohlenvergorgung der Bundesrepublik im dritten Quartal dieses Jahres muß ausschließlich die westdeutsche Industrie treffen, wenn es | nicht gelingt, diese Lücke durch zusätzliche Einfuhren oder eine verminderte Exportquote zu füllen. In der Kohlennote wird eindeutig festgestellt, daß die in den Voranschlag für das dritte Quartal dieses Jahres angesetzte Mindestversorgung für Hausbrand, Bundesbahn und für die öffentlichen Versorgungsanstalten aus schwerwiegenden wirtschaftlichen, sozialen und politischen Gründen nicht noch mehr herabgesetzt werden könne. Verwirtfchaftung statt Lenkung Zum Problem der Kohlenverteilung erhalten wir eine Zuschrift von Obermeister Walter W angart, die die Versorgungslage im H a n d- werk beleuchtet. Es heißt darin: ' »Dem Handwerk werden Kohlen auf Grund der Beschäftigtenzahlen zugeteilt. Irgendwelche sonstigen Gesichtspunkte und Verhältnisse werden nur in einigen besonders gelagerten Fällen berücksichtigt. Man überlege aber einmal die Folgen dieser Verordnung und die Auswirkung an Hand einfacher Beispiele. Es soll zum Beispiel ein Hochbaubetrieb 25 Beschäftigte haben, er erhält laut Verfügung je Beschäftigten 0,35 t pro Jahr, also für 25 Beschäftigte == 8,75 t Kohle. Man bedenke aber, daß von den 25 Angestellten max. 3 bis 4 im Büro tätig sind, und der Rest mit 21 bis 22 Leuten doch immer im Freien arbeiten muß, denn das ist durch die Art der Arbeit bedingt. Ein Friseur, Schneider oder ähnliche andere Berufe mit ebenfalls 25 Angestellten, bekommt dieselbe Menge Kohle. Der Bauunternehmer hat also für Räume, die ausreichen drei bis vier Leute zu beschäftigen, genau denselben Anspruch auf Brennmaterial wie der andere, der seine 25 Leute immer im geschlossenen Raum arbeiten lassen muß. Es ist ohne weiteres ein. leuchtend, daß ein Schmied oder Schlosser für viele Arbeiter mehr Kohle braucht als für wenige Angestellte, weil hier Kohle für die Bearbeitung des Eisens erforderlich ist. Wieso aber soll ein Schneider zum Beispiel zur Beheizung seiner Werkstatt bei Beschäftigung eines Gesellen doppelt soviel, oder mit sieben Gesellen dreimal soviel Kohle brauchen, als der allein arbeitende Meister, um denselben Raum zu erwärmen? Von der Anfertigung der Anzüge aus Blech ist man ja seit der Erfindung des Schießj pulvers mehr und mehr abgekommen. In anderen Berufen sind die Verhältnisse genau so unverständlich. Ein Elektroinstallateur mit zehn Angestellten, von denen acht bis neun stets außer Haus beschäftigt sind, bekommt 6,5 t Kohle, genau so wie der Radiomechaniker, der im geheizten Raum arbeiten muß, oder der Maschinenbauer, der evtL eine große Werkstatt mit großer Höhe und wegen der Maschinen beträchtlicher Ausdehnung zu beheizen hat. Solche Beispiele lassen sich in beliebiger Zahl anführen und belegen. Es wirken natürlich noch viele andere Einflüsse auf den tatsächlichen Kohlenverbrauch ein, die aber ebensowenig wie diese besonders krassen Mißverhältnisse berücksichtigt werden. Zur Ausfüllung der Zuteilungsscheine wurde es als notwendig erachtet, eine neue Maßeinheit zu erfinden: die SKE = Steinkohleneinheit. Die Quoten auf den Scheinen sind unterteilt in Steinkohlen, Koks und Braunkohlenbriketts. Dabei sind 1 t Kohle und Koks = 1 SKE und! es ist gewichtsmäßig 1,5 t Brikett = 1 SKE. Auf eine Anfrage, wie wohl die Innungen in aller Eile feststellen sollen, in welchem Verhältnis die Mitglieder Kohle, Koks oder Briketts brauchen, wurde nach einigem bedrückten Beraten dahin entschieden, etwas über den Daumen zu peilen und eben mal etwas einzutragen. Auf eine dem wirklichen Bedarf gerecht werdende Zuweisung wurde also auch in dieser Hinsicht verzichtet. Man kann zwar von einer Innung erwarten, daß sie einigermaßen über Beschäftigungszahlen Bescheid weiß, man kann aber nicht verlang«!, daß sie auf Anhieb auch weiß, was jedes Mitglied für Kohlensorten braucht oder welche Diät ihm vom Arzt verordnet wurde. Betrachtet man nun noch gar die zugeteilten Mengen, so kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Größere Betriebe der meisten Handwerkssparten bekommen Mengen zugewiesen, die sie unmöglich verbrauchen können, Keinbetriebe dagegen viel zu wenig. Um auf obiges Beispiel zurückzukommen, fragen wir uns, was soll ein Elektroinstallateur mit einem Büro, das ja für einen Betrieb mit zehn Mann gut ausreicht, mit 130 Zentner Kohle, Koks oder 195 Zentner Briketts anfangen? Und warum bekommt der kleine Betrieb mit zwei Mann zum Beispiel, der ja auch ein Büro braucht, nur 26 Zentner? Die Folge dieser Steuerung wird sein, daß der größere Betrieb evtl. Kohle hamstert oder es versuchen kannj, die Kohle weiter zu verkaufen, und was noch! schlimmer ist, sie als Tauschobjekt zur Erlan-c gung geschäftlicher oder privater Vorteile verschiebt. Zusammenfassend fragen wir uns, welchen Wert hat eigentlich eine Verteilungslenkung mit In diesen Tagen sagte der amerikanische Generalstabschef Bradley in Washington: Die Wiederbewaffnung Deutschlands sei bei der militärischen Besprechung in den USA und auf internationaler Ebene erneut sehr aktuell geworden. eine Anschrift auf der Türe der Dorfkirche in der südfranzösischen Ortschaft Bor- botan-Les-Thermes: „Meine lieben Freunde werden gebeten, keine Kirchenstühle für das Kino auszuborgen!“ Eugen Hertel, Vorsitzender der SPD- Fraktion im neuen Landtag von Rheinland- Pfalz, das Land Rheinland-Pfalz sei ein uneheliches Besatzungskind, das die SPD weder legitimieren noch adoptieren wolle. Es sei eine undeutsche Zweckgründung und Instrument fremder Außenpolitik. August Schmidt, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, es gäbe sehr viele Argumente gegen, aber auch viele Argumente für den Schuman-Plan. Einer Forderung auf ein dogmatisches Ja oder Nein würden die Gewerkschaften nicht folgen. General McNarney, ehemaliger Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte in Europa: „Wenn den USA ein Krieg auf gezwungen, werden sollte, dann bestehe ihre Auf- Europäifches Bekenntnis der Freimaurer Bad Ems. Die deutschen Freimauer bekennen sich auf dem dritten Großlogentag in Bad Ems am Sonntag zum Abschluß des dreitägigen Treffens zur Idee der europäischen Einigung. Vor der feierlichen Abschlußkundgebung wurde am Grabe des Freiherm vom Stein ein Kranz mit der ‘Inschrift niedergelegt: „Dem ersten guten Europäer“. Unter den Vertretern der in- und ausländischen Freimaurerlogen war auch Bundesjustizminister Dr. Thomas Dehler. Dr. Wolf gang Stresemann, der Sohn des früheren Reichsaußenministers, dirigierte ein großes Streichorchester mit Werken von Mozart und Liszt. Der zweite Großdeputierte der, Großloge der vereinigten Freimaurer von Deutschland und ehemalige Stresemann-Mitarbeiter, Konsul Dr. Henry Bernhard (Stuttgart), erklärte in seiner Festansprache, die deutschen Freimaurer gingen noch heute von dem Bekenntnis aus, das Gustav Stresemann 1926 im Völkerbund ablegte. Das nationalstaatliehe Denken müsse heute einer europäischen Gesinnung weichen. Aber die sozialen Fragen müßten gelöst werden. Die Frage eines deutschen Verteidigungsb^trages müsse jeder Freimaurer nach seinem GfeWissen beantworten. Einig seien sich aber die deutschen Logen in der Abwehr des östlichen Terrors und Kollektivismus. Im Bundesgebiet sind seit der Neugründung des deutschen Freimaurertums im Juni 1949 etwa 200 Logen mit insgesamt 10 000 Mitglied dem entstanden. Mit 60 Großlogen in der ganzen Welt haben die deutschen Freimaurer wieder reguläre Beziehungen aufgepjögnmen. Empfänger der Zulage auch die Unterstützten aus der Arbeitslosenversicherung einbezogen und damit den Empfängern von Arbeitslosenfürsorgeunterstützung (Alf u) gleichgestellt. Die dadurch entstehenden'Mehrkosten, von denen Bundesfinanzminister Schäffer behauptete, daß er sie nicht aus Bundesmitteln decken könne, belaufen sich auf 36 Millionen DM. Sie sollen aus Mitteln des Arbeitslosenstocks gedeckt werden. Krankengeldempfängern wird die Zulage bei Angestellten von der siebenten Woche an, bei Lohnempfängern schon nach der vierten Woche Arbeitsunfähigkeit gewährt. Der Bund trägt die Aufwendungen für die Teuerungszulage bei Rentnern der Angestellten- und Knappschaftsversicherung. Die Teuerungszulagen an Empfänger von Renten, Kranken- und Familiengeld der Unfallversicherung tragen die Träger der Unfallversicherung. derartig greifbaren Fehlem? Welchen Erfolg ! gäbe nicht nur im Aufhalten des Gegners, son verspricht man sich von diesem Zauber in Bonn? i dem auch im sofortigen Einsatz ihrer jetzt be- Das, was man uns hier bietet, ist Kohlenver- reits vernichtenden Macht gegen das Zentrum wirtschaftung und keine Lenkung.“ | und das Rückgrat des Kommunismus.“ ßundeslangerfeft in Frankfurt Bundespräsident Heuß sprach vor 12 000 Sängern Frankfurt. Bundespräsident Professor - Dr. Theodor Heuß sprach am Sonntag vor rund 12 000 Sängern in der mit farbenfrohen goldgestickten Standarten der Gesangvereine der Bundesrepublik und West-Berlins geschmückten Festhalle des Frankfurter Messegeländes aus Anlaß des ersten deutschen Bundessängerfestes des Deutschen Allgemeinen Sängerbundes. Der Bundespräsident erinnerte an seine Mitgliedschaft im Gesangverein seiner Heimatstadt Heilbronn vor fünfzig Jahren und sagte, eines könne der Politiker als aktives Sängermitglied lernen: „Diejenigen, die sehr laut singen, singen deshalb noch nicht sehr richtig. Das Forte wie das Piano sind an ein Maß gebunden.“ Dies sei die große politische Erziehungsaufgabe des Gesangvereinswesens gerade für die Deutschen, die in der Gefährdung durch die Maßlosigkeit stünden. Neben der Gattin des amerikanischen Hohen Kommissars, Frau Ellen McCloy, waren der hessische Ministerpräsident Georg August Zinn und der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, Dr. Walter Kolb, erschienen. Auch Gäste aus Italien, Holland,- -den Vereinigten Staaten und Österreich waren zugegen. In seiner Begrüßungsansprache erklärte der Bundesvorsitzende des Deutschen. Allgemeinen Sängerbundes, Hermann Kutschke, die deutsche Sängerschaft bekenne sich durch ihre ethische Einstellung zur Kunst gleichzeitig zur demokratischen Staatsauffassung. Oberbürgermeister Dr. Walter Kolb überreichte dem DAS Vorsitzenden ein von der Stadt gestiftetes lilafarbenes Bundesbanner als Symbol der freiheitlichen deutschen Sangeskunst. Frau McCloy überbrachte die Grüße des zur Zeit in den Vereinigten Staaten weilenden Hohen Kommissars. Sie nannte die Musik eine Auch für Alfu-Empfänger 3 DM-Zulage (PPP) Der Bundesrat hat an dem Regierungs- .entwurf über die 3-DM-Teuerungszulage für Rentenempfänger einige wesentliche Änderungen vorgenommen. So wurden in den Kreis der Neue Aufforderung an den Kreml Außenminisierkonferenz ohne Fortsetzung der Vorkonferenz vorgeschlagen Paris. Die Westmächte übergaben durch ihre Delegierten auf der Pariser Vorkonferenz dem Sowjetdelegierten Gromyko eine Note, in der ein Treffen der vier Außenminister ohne weitere Erörterungen auf der Pariser Vorkonferenz vorgeschlagen wird. In der Westmächte-Note wird angeregt, daß die vier Außenminister auf der Grundlage des bereits von ihren Stellvertretern in Paris erreichten weitgehenden Übereinkommens Zusammenkommen sollen. Sie müßten in der Lage sein, ohne jeden Aufschub zu versuchen, die bestehenden Spannungen in Europa zu verringern. * Es läßt sich nicht mehr länger leugnen, daß die Pariser Vorkonferenz ihre Daseinsberechtigung verloren hat. Auch nicht die geringste Hoffnung besteht zur Zeit für das Zustandekommen eines Programms, nach dem später die Außenminister arbeiten könnten. Aus dem Geplänkel im Pariser Konferenzgebäude Marbre Wirtschaftliches — wichtig zu wissen Rekordgewinne beim Erdöl Die dreißig großen nordamerikanischen Petroleum- gesellschaften, die mit über IS Prozent des Umsatzes das nordamerikaniscbe Petroleumkapital repräsentieren — unAdie in der Praxis nur eine einzige Gesellschaft, nämlich die „Standard Oil“ darstellen — haben im Jahre 195«. nach einer Aufrechnung der New Yorker Chase {rational Bank mit einer Dividendenauszahlung von 68 Millionen Dollar die Auszahlung des Vorjahres um nicht weniger als 21 Prozent Qbertroffen. Ihr Gesamtgewinn betrug 1,6 Milliarden Dollar, das sind 18 Prozent mehr als 1*49. Diese Gewinne sind ans den Petroleumfeldern aller Welt nach New York geströmt. Die Mühlenbetriebe der GEG . * Innerhalb des Gesamtumsatzes der GEG (Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Konsumgenossenschaften) mit 160 Millionen DM nehmen die drei Großmühlen in Duisburg, Mannheim and Reichertshofen eine besondere Stellung ein. Ihr Umsatz stieg von 21,6 Millionen im Vorjahre auf 30,3 Millionen DM im Jahre 1950. Die Großmühle Mannheim konnte im vorangegangenen Jahre ihre neuen Mühlenanlagen in Betrieb nehmen und die am Ende des Krieges eingerichtete Notmühle stillegen. Die Getreideankäufe und -Vermahlungen waren im Jahre I960 durch das dauernde Ansteigen der Getreidepreise und durch die Boggenknappheit sehr erschwert worden. Xrotzdem gelang es den Mühlen, die Nachfrage der Konsumgenossenschaften besonders an Mahlgut für das verbilligte Konsumbrot zu decken. 31 Millionen Gewinn bei Opel Die Adam Opel AG, Rüsselsheim, weist für das Geschäftsjahr 135* einen Reingewinn von 31,4 Millionen DM aus, der sich um den Gewinnvortrag auf 61,8 Millionen DM erhöht. Die Hauptversammlung hat die Verteilung einer Dividende von 6 Prozent beschlossen. Das Grundkapital der Adam Opel AG von 8* Millionen DM befindet sich im Besitz der General Motors Corporation. Die Zukunftsaussichten werden wegen des Materialmangels ungünstig beurteilt. Zinn wird billiger Der Zinnpreis sank in Singapur auf 435,5 Straits- doliar je Picul. Vor einer Woche notierte Zinn in Singapur noch 524 und vor einem Monat 567 Straits- dollar. Esso senkt Diesel-Kraftstoff-Preise Die Esso AG, Hamburg, hat die Preise für Dieselöl ln allen Zonen um 1,54 dm je 1** Kilogramm ermäßigt. Damit bewegen sich die Preise in den verschiedenen Zonen zwischen 47,5* DM und 5* DM. Die Preissenkung wurde durch den Rückgang der Tanker- UnrtitM) ecmäglicbtk Rose entwickelt sich nun ein „Notenkrieg", zu dem die Westmächte die Initiative ergriffen haben. Jdan wird es sich im Kreml jetzt, nachdem die Wahlen in Frankreich vorbei sind, überlegen müssen, ob man nicht so oder so, sei es positiv oder negativ, zum Thema Stellung nehmen soll. Denn mehr und mehr läßt sich erkennen, daß man im westlichen Lager zur Konsequenz neigt. Da man sich in den letzten Tagen der Stellvertreter-Konferenz nicht des Eindrucks erwehren konnte, daß der russische Delegationsführer Gromyko nach strikter Anweisung aus Moskau alle neuen Friedensbemühungen der westlichen Delegierten prinzipiell ablehnt, haben die Westmächte ihre Note auch durch die diplomatischen Vertreter in Moskau überreichen lassen. Sollten die Sowjets auch auf diesen, wahrscheinlich letzten Versuch der Westmächte negativ reagieren, dürfte dies der Beweis dafür sein, daß die Moskauer Regierung auf eine Verbesserung der Ost-West-Beziehungen keinen Wert legt. Internationale Sozialiftilche Konferenz Im Mittelpunkt der Tagesordnung der Internationalen Sozialistischen Konferenz, die vom 30. Juni bis zum 3. Juli in Frankfurt a. M. stattfindet, steht die Neuschaffung der im Weltkrieg erloschenen 2. Sozialistisch«! Internationale. Eine „Erklärung über die Prinzipien des demokratischen Sozialismus“ wird die programmmäßige Grundlage dieser neuerstehenden Internationale bilden. Im Zusammenhang mit dem Internationalen Sozialistischen Kongreß wird am 27. und 28. Juni eine Internationale Sozialistische Frauenkonferenz veranstaltet werden. Damit wird eine Tradition fortgeführt, die auf dem Kongreß der 2. Internationale in Stuttgart, im Jahre 1907, geschaffen wurde. der größten Freuden der Welt, die nicht nur Ausdruck unseres inneren Empfindens sein, sondern auch die Sehnsucht nach Frieden und Freiheit wecken könne. Als Vertreter der zum Bundessängerfest erschienenen ausländischen Sangesfreunde sprach Johann Peschek, Österreich, den Wurisch nach einer engen Zusammenarbeit zwischen den Sängern aller Welt aus. Abordnungen aller in Frankfurt weilenden Chöre vereinten sich um die Mittagszeit zu einem Festzug durch die Stadt. In ihm wird die Entwicklung des Chorwesens von der Zeit der Minnesänger bis zur Gegenwart aufgezeichnet. Wachsende Empörung um Hammelburg Protestflut in Bonn — Kanzler bekam Denkschrift . (PPP). Die Mitteilung der amerikanischen Hochkommission, daß die Frage der Erweiterung des . niederfränkischen Truppenübungsplatzes Hammelburg bereits erledigt sei, hat in Bonn zu einer Protestflut der.Betroffenen geführt. Der Deutsche Bauernverband -hat in einem Telegramm an den Bundeskanzler gegen die Gefährdung oder Vernichtung von über 2000 landwirtschaftlichen Betrieben protestiert. Gleichzeitig wurde dem Kanzler eine ausführliche Denkschrift überreicht, in der darauf verwiesen wird, daß nicht weniger als 12 671 Hektar fruchtbarsten Ackerbodens durch die von den Amerikanern geforderte Vervierfachung des Panzerübungsgeländes vernichtet würden. Wie in Bonn mitgeteilt wurde, hat der bayerische Landtag bereits am 31. Mai in einer einstimmigen Erklärung gegen die Beschlagnahme des Gebietes um Hammelburg protestiert und festgestellt, er werde mit allen Mitteln dafür Sorge tragen, daß die für Bayern untragbare Beschlagnahme nicht erfolgen werde. Bayern will, wie Staatsrat Rattenhuber erklärte, Hammelburg retten, das Volk sei aber im Interesse der Verteidigung zu jedem tragbaren Opfer bereit, sofern es nur danach gefragt werde und unnötige Schäden vermieden würden. Nach den Mitteilungen der Denkschrift, die dem Kanzler übergeben wurde, sind insgesamt 33 Gemeinden in fünf niederfränkischen Landkreisen bedroht. Gegenüber den Darstellungen es handle sich um „schlechtes Ackerland“, wird in der Denkschrift erklärt, daß überdurchschnittliche Bodenwerte gefährdet sind. Auf dem beschlagnahmebedrohten Ackerland werden vor allem Weizen, Braugerste und Zuckerrüben angebaut. Der jährliche Produktionsausfall allein an Getreide würde 300 000 Doppelzentner erreichen. Die gefährdeten dörflichen Gemeinden haben zum Teil eine tausendjährige Geschichte. Wie weiter in Bonn verlautet, hat der Bundeswirtschaftsminister den Kanzler darauf aufmerksam gemacht, daß durch Heranführung des erweiterten Panzerübungsgeländes bis auf 15 Kilometer ah die Stadt Schweinfurt auch die dortige Industrie in ihren Verkehrsverbindun- gen auf das schwerste geschädigt werden würde. Da außerdem große Schwierigkeiten in der Umsiedlung von rund 5000 Vertriebenen erwartet werden, befürchtet man in den betroffenen Kreisen eine „prekäre politische Situation“. Was macht das Weiter? Die leuchtmilde Meeresluft, die auf der Westseite eines über der nördlichen Nordsee gelegenen Tiefs nach Süden fließt, dringt'nur in einzelnen Staffeln zu uns vor, da ein starke* Hoch über dem mittleren Nordatlantik Immer wieder Ausläufer bis West- und Süddeutschland vorschiebt. Wetteranssichten: Fortdauer wechselnder Witterung, Aufheiterungen von etwa einstündiger Dauer und stärker bewölktem Wetter mit schauerartigen Regenfällen; mäßig warm bis warm. Höchste Tagestemperaturen 26 bis 25 Grad. Herausgeber: Sozialistischer Verlag IVetburg GmbH., Freiburg i Br., Kaiser-Joseph-Straße 229. Fernruf 2816 Hauptschriftleitung: Alfred Oesterheld Verlagsleitung: E. Bauermeister Druck: Universitätsdruckerei Poppen L Ortmann, Freiburg 1. Br. .Das Volk* erscheint: Dienstag, Donnerstag, Sam? Monatsbezugspreis fcl§ DM zuzügl. 0.25 DM Ttägerloh A 1 Dienstag, 19. Juni 1951 Bas Bott Nummer 73 Seite 3 Blitzschnell und ... mit orientalischer Ruhe Die deutsche Nationalelf starb in Berlin den Favoritentod. Im 201. Länderspiel war sie der türkischen Mannschaft zwar überlegen, aber die mit sechs Nachwuchsspielern neu zusammengestellte Elf fand nicht den richtigen Kontakt, denn .... Türkei schlug Deutschland 2:1 (1:0) Es ist noch nicht lange her, da machten ausländische Zeitungen den deutschen Verantwortlichen den Vorwurf, daß für die Nationalelf nur leichte Gegner ausgesucht würden, um eine Siegesserie zusammenzu^tellen. Vielleicht hat man auch bei uns die Türkei gewogen und vor dem Spiel noch für zu leicht befunden. Nach dem Spiel tat man es bestimmt nicht mehr. Obwohl Herberger immer und immer wieder gewarnt hatte, konnten sich die 90 000 Zuschauer im deutsche der .2"!? n »^-eit nicht des Eindruckes erwehren, als ob die SÄchu“ S'SSKiXlraSÄrt'to deutsche Mannschaft nicht ganz aus sich herausging. Erst nach dem Wechsel änderte sich nach Tureks Händen, einer Strafpredigt des Bundestrainers das Bild. Und doch gewannen die Türken. Wie kam das? Kurz vor 16 Uhr lief die türkische Elf unter Füh- I dagegen findet sich der deutsche Sturm zu einheit- rung ihres Mittelstürmers Gündüz in das- voll he- liehen Angriffen, nachdem der Linksaußen Herrmann Olympiastadion ein, empfangen von lebhaftem | mit einer schönen Vorlage ins Mittelfeld gerückt ist — und da mühelos gestoppt wird. Ein Gegenangriff der Beifall. Er steigerte sich noch, als die Mannschaft zu allen vier Seiten lief und von den Seiten- und Torlinien grüßte. Doch stärker erscholl der Beifall, als unter Führung von Fritz Walter die deutsche Mannschaft auf das Spielfeld lief. Nach kurzen Begrüßungszeremonien in der Mitte des Spielfeldes, wobei der erste Vorsitzende des DFB, Dr. Peco Bau- wens, beide Ländervertretungen dem FIFA-Präsiden- ten Jules Kirnet vorstellte, wurde die Platzwahl vollzogen, die Deutschlands Spielführer gewann. 16.02 Uhr stieß Gündüz für die Türkei das Spiel an. An Ehrengästen waren außerdem der Schweizer Gaßmann, der FIFA-Generalsekretär, und Sir Stanley Rous, der Sekretär des englischen Fußbällverbandes, anwesend. Die Mannschaften spielen in folgender Aufstellung: Deutschland: grüne Hemden, grüne Hosen. Turek, Streitle, Kohlmeyer, Posipal, Liebrich II, Haferkamp, Gerritzen, Fritz Walter, Schade, Rührig, Hermann. Türkei: weiße Kleidung mit dem Halbmond auf einem roten Brustring. Turgay, Naci, Müjdad, Esref, Ihsan, Hüsejin, Erot, Recep, Gündüz, Leiter, Fa- ruk. — Schiedsrichter: Carl Pani, Italien. Der türkische Anstoß bleibt bereits bei der deutschen Läuferreihe hängen, aber es folgen dann lebhafte Angriffe der Gastmannschaft. Torwart Turek nimmt einen langen Schuß von Mittelstürmer Gündüz in seine fangbereiten Arme. Beim ersten deutschen Angriff schießt Gerritzen weit daneben. Ganz überraschend fällt bereits nach wenigen Minuten das türkische Führungstor, als der Halbrechte Recep auf eine Vorlage seines Läufers nicht rechtzeitig angegriffen wird, einige Schritte zum deutschen Tor und dann unhaltbar flach in die äußerste Ecke schießt. Schade wird beim Gegenstoß vom türkischen Mittelläufer gestoppt. Gerritzen ist auf die linke Seite gelaufen und wird hier zu Fall gebracht. Der deutsche Läufer Haferkamp läßt abermals dem türkischen Halbrechten zuviel Raum, aber sein Nebenmann Liebrich rettet die Situation. Die türkische Mannschaft zeigt sich als sehr ballsicher, aber im Sturm ist kein System zu erkennen, West-Süd Rheinland-Pfalz Nordbloch Bayern Haben Sie so getipt? 201122—210 202 2 210112 2110222121 2221222111 . . . dann zahlt der Süd-West-Block Zwölferwette: 1. Rang 47 535 DM; 2. Rang 2690 DM; 3. Rang 211.50 DM. Zehnerwette: 1. Rang 17 465 DM; 2. Rang 685 DM; 3. Rang 46 DM. Zusatzwette: 1 . Rang 23.80 DM; 2. Rang 2.80 DM. Türken bringt einen langen Schuß des Halbrechten Recep, den Turek ohne Anstrengung hält. Eine ausgezeichnete Vorlage von Rührig an Gerritzen endet in einem kopflos abgegebenen Torschuß weit über die Latten. In der 18. Minute hat Walter nach Vorarbeit der linken Sturmseite eine günstige Torchance, aber sein Schuß aus bester Lage geht weit daneben. Der agilste Stürmer in der deutschen Vorderreihe, Gerritzen, läuft in der 21. Minute durch, wird aber von dem ebenso schnellen türkischen Torwart gebremst. Die erste schöne Kombination im deutschen Sturm, der Ball wandert von Schade zu Gerritzen und von da zu Walter, endet mit einem schwachen Schuß von Walter, den der Torwart mühelos aufnimmt. Die deutschen Stürmer schießen enttäuschend Die 100 000 Zuschauer sind unzufrieden mit der deutschen Sturmleistung, die ohne Schmiß und ohne den nötigen konzentrierten Torschuß trotz einer errungenen Feldüberlegenheit bis zur Pause ohne Ergebnis bleibt. In den letzten Minuten müssen die Türken allerdings gefährliche Momente überstehen. Der nach vorn gelaufene Läufer Posipal serviert Mittelstürmer Schade den Ball, aber dieser läuft sich an der vielbeinigen türkischen Verteidigung fest. Kurz darauf schießt Schade aus Abseitsstellung ein, das Tor wird nicht anerkannt, und in den letzten Sekunden vor dem Pausenpfiff gibt es den ersten wirklichen Scharfschuß eines deutschen Stürmers, von Schade abgeschossen, kann Tormann Turgay den scharfen Ball nur knapp über die Latte lenken. Ausgleich in der 75 . Minute durch Haferkamp Die türkische Mannschaft hat in der zweiten Hälfte Mittelstürmer Gündüz durch Mozaffer ersetzt, während die deutsche Mannschaft unverändert blieb. In der ersten Viertelstunde greift die deutsche Mannschaft fast unentwegt an und hat eine Serie von Torchancen. Nachdem gleich zu Anfang der deutsche Tormann Turek den aufgenomntenen Ball fallen läßt und damit dem Halblinken Leiter eine totsichefe Chance gibt (der Ball prallt aber zum Glück vom Pfosten ab), setzen die deutschen Gegenangriffe ein. Ein scharfer Schuß von Posipal wird vom Rücken des gegnerischen Mittelläufers aufgehalten. Einen schönen Schuß von Walter hält Turgay im herrlichen Sprung, und bei dem schönsten Angriff dieser Zeit schießt der Linksaußen Herrmann nach großartiger Kombination seines Innensturmes nicht placiert genug. Eine Maßflanke von Herrmann faustet Turgay ins Feld zurück, bevor Sehades Kopf den Ball erreichen konnte. In der 60. Minute gibt es eine sehr umstrittene Entscheidung, als ein Freistoß von Schade wegen Regelwidrigkeit im Tor der Türken landet, aber dieser Treffer durch den italienischen Schiedsrichter nicht anerkannt wird. Drei Minuten später schießt Schade aus 12 Meter wieder hoch übers Tor. In den nächsten Minuten verhindert der kleine 18jährige türkische Tormann dreimal durch beherzten und entschlossenen Einsatz den verdienten deutschen Ausgleich. Mitte der zweiten Halbzeit führt die Türkei noch immer 1:0. In der 65. Minute wird eine Änderung der deutschen Mannschaft vorgenommen, der Dortmunder Läufer Schanko tritt in die Läuferreihe und Haferkamp wird Halblinker. Die deutsche Mannschaft bleibt auch im weiteren Verlaufe der zweiten Halbzeit klar überlegen. Aber erst 15 Minuten vor Schluß führt eine exakte Vorlage von, Fritz Walter an Haferkamp zu dem längst verdienten Ausgleich. Wenig später wühlt sich Haferkamp allein durch, schießt aber den Ball weit daneben. Dann läuft Herr- Wie erwartet: Pokalendspiel FFC-Singen Nachdem sowohl der Freiburger FG wie auch der FC 04 Singen ihrer Favoritenrolle in der Vorschlußrunde um den Südbadischen Fußballpokal gerecht wurden, heißt die Paarung des Endspieles nun am kommenden Sonntag FC Freiburg — FC Singen in Freiburg. Acherns Kampfgeist allein genügte nicht Freiburger FC — VfR Achern 5:0 (3:0) Dieses eindeutige Ergebnis entspricht zwar der spielerischen Überlegenheit der Gastgeber, es läßt aber den Schneid und den Kampfgeist der Mittelbadener etvas zu sehr in den Hintergrund treten. Denn man muß anerkennen, daß die Achemer von Anfang an auf Kampf eingestellt waren und daß sie vor der Pause das Freibürger Tor mehr als einmal in höchste Gefahr brachten. Hätten die einzelnen Stürmer etwas mehr Konzentration und Entschlossenheit aufgebracht, dann wäre der eine oder andere Erfolg nicht ausgeblieben. Die Freiburger Elf war sehr gut beraten, daß sie diesen Gegner nicht auf die leichte Schulter nahm. Und auch die erste Viertelstunde dürfte ihr gezeigt haben, daß es größter Anstrengungen bedurfte, um diesen Gegner niederzuringen. Die technische Überlegenheit der Einheimischen trat bald zutage, mancher schöne Kombinationszug von der Verteidigung über die Läuferreihe bis in den Sturm war zu sehen, aber die zeitweise allzugroße Umständlichkeit im Angriff der Freiburger ließ der Gäste Verteidigung immer wieder Zeit, reine Luft zu schaffen. Erst in der 22. Minute fiel der erste Treffer. Liechty hatte in Richtung Tor geschossen, der Torwart war bereits ausgeschaltet und taktisch ganz geschieht drängte Mokros den geg- gerisehen Verteidiger vom Ball, der dann ungehindert seinen Weg ins Tor nahm. Faber, der sich diesmal besonders einsatzfreudig zeigte, konnte vor der Pause noch zwei Prachtschüsse anbringen, gegen die sich Acherns junger Hüter vergeblich streckte. Nach dem Wechsel ließ das Tempo merklich nach, die Freiburger Überlegenheit wurde noch deutlicher als zuvor, aber erst in den Schlußminuten wurde durch einen Kopfball von Mokros und eine schöne Leistung von Lehmann das 5:0 erreicht. Schiedsrichter Baas, Offenburg, leitete zufriedenstellend. es Ein tapferer Verlierer Singen — FV Reute 6:2 (6:2) Die Amateurmannschaft des FC 04 Eintracht Singen qualifizierte sich durch einen klaren 6:2-Sieg über die Überraschungsmann schaff des FV Reute für das Endspiel um den badischen Fußballpokal, in dem sie am kommenden Sonntag auf den FC Freiburg treffen wird. Das hohe Schlußergebnis stand bereits bei Halbzeit fest. Nachdem die Akteure schon in der ersten Spielhälfte sommerlichen Fußball gezeigt hatten, fiel das Spiel in den zweiten 45 Minuten noch mehr ab, da alle Beteiligten offensichtlich unter der starken Hitze litten. Dem Bezirksligisten Reute gebührt nochmal ein Sonderlob für seine guten Leistungen in den Pokalspielen. F renndschaftsspiele FC Rheinfelden — FC Singen 04 0:2 (•:•) Die Singener gaben in Rheinfelden eine gute Vorstellung, wenn sie auch in ihren Kombinationen etwas verspielt und ohne Einsatzfreude wirkten. Ihre technisch klaren Vorteile reichten allerdings nicht aus, um die Rheinfelder, die trotz des Fehlens von Mellein, Braun und Eichkorn eine gute Partie lieferten, mit einem hohen Resultat zu schlagen. Vielmehr konnten die Einheimischen die erste Halbzeit durchaus offen gestalten und mit einem 0:0 in die Pause gehen. Willimowski war bei Lützel- sehwab in guter Obhut, wie sich überhaupt die Rheinfelder Abwehr, bei der erstmals Knabel im Tor stand und sich als Verstärkung erwies, einen guten Tag hatte. Dies war auch von der Gästeverteidigung, in der Zanin überragte, zu behaupten. Das erste Tor für Singen erzielte Boden in der zehnten Minute der zweiten Halbzeit und ein vollkommen unnötiger Handelfmeter, den Staudenmeyer, der als Verteidiger mitwirkte, verschuldete, ergab durch Dr. Joachimsky das 2:0. Ein Weiler Tor wurde annulliert FC 08 Villingen — SV Weil 1:0 (0:0) Nachdem Weil am 1. Mai nicht angetreten war, wurde das Spiel am Samstag nachgeholt. Beide Gegner gingen von Anfang an sehr forsch ins Zeug, zeigten jedoch keine besondere Spielkultur. Der Gäste-Halbrechte Buschbaum brachte den Ball aus einem Gedränge in der 8. Minute ins Netz, doch wurde das Tor vom Schiedsrichter wegen Abseits nicht anerkannt. Nach Seitenwechsel gewannen die Einheimischen Oberwasser, der Villinger Rechtsaußen Tietz sandte in der 55. Minute unhaltbar ein. Zahlreiche andere Torgelegenheiten wurden teils durch die vorzügliche Leistung des Gästetorwarts, teils durch die Schußunsicherheit der Einheimischen, nicht ausgenützt. mann durch, und sein sehr scharfer Schuß prallt neben dem Tor ins Netz. Die deutsche Angriffswelle brandet unentwegt gegen das türkische Tor, das meist von acht Spielern, bewacht wird. Die Türken spielen auf Zeitgewinn, führen Abstöße und Einwürfe mit möglichster Verzögerung durch, weil sie ihrer eigenen Abwehr möglichst Zeit zum Verschnaufen geben wollen. Die deutsche Mannschaft versteht es allerdings nicht, das Spiel zweckmäßig zu öffnen, oft steht der Verteidiger Streitle auf der Mittellinie. Walter und Schade haben erneut mit ihren Schüssen viel Pech. Als die türkische Mannschaft vom rechten Flügel aus einmal durchkommt, steht auf der linken Seite kein Stürmer, der den Angriff fortsetzen kann, so defensiv hat sich die türkische Mannschaft eingestellt. Der türkische Tormann läuft einmal mit dem Ball mindestens zehn Sekunden hin und her, um das Spiel zu verzögern. Die unglückliche Entscheidung des Spiels gibt es fünf Minuten vor Schluß, als die türkischen Stürmer in dem Bestreben, ihre Hintermannschaft zu entlasten, einen Angriff starten, bei dem die deutsche Abwehr sehr leichtfertig auftritt. So kann der un- Mit einem Blidt im Bilde! Länderspiele: Deutschland — Türkei 1:2» Dänemark — Österreich 3:3, Schweden — Spanien 0:0, Portugal — Belgien 1:1. Aufstiegsspiele zur Süddeutschen Zweiten Liga: VfR Aalen — VfL Neustadt 5:2, Olympia Lampertheim — ASV Feudenheim 3:0. Rhein-Main-Saar-Pokal: Phönix Ludwigshafen — VfL Neckarau 2:2, SV Waldhof — Wormatia Worms 2:3, VfR Mannheim — FK Pirmasens 1:2, VfB Neunkirchen — Darmstadt 98 1:2, SV Wiesbaden — TuS Neuendorf 6:0. • Oberliga West (Qualifikationsrunde): HW Oberhau« sen — SSV Wuppertal 2:3, Alemannia Aachen — Schwarz-Weiß Essen 2:3. Amateurligen Deutsche Amateurmeisterschaft: VfL Sindelfingen — Karlsruher FV ‘0:2 (Wiederholungsspiel). Erste Amateurliga: FC Villingen — SV Weil 1:0. Zweite Jfenateurliga, Staffel II: Neustadt — Kort» stanz II 9:0, Furtwangen — Uberlingen 4:3. Vorschlußrunde um den Südbadischen Pokal: Freiburger FC — VfR Achern 5:0, FC Singen — SC Reute 6:2. Vorschlußrunde Deutsche Hochschulmeisterschaft: Universität Freiburg — Universität Münfchen 0:4. Handball Um die Deutsche Meisterschaft Gruppe I: RSV Mühlheim — Hassee Winterbek Kiel 8:9, SG Harleshausen — SG Haßloch 2:11. Gruppe II: Polizei Kiel — VfL Gummersbach8:7;Polizei Hamburg — Frischauf Göppingen 21:7. Fußballfreundschaftsspiele Werder Bremen — Hertha BSC Berlin 1:3, Eintracht Frankfurt — FSV Frankfurt 1:3, Meidericher SV — Bayern München 6:1, Union Berlin — FC Köln 0:1# FC Pforzheim — VfB Mühlburg 3:1, Viktoria 89 Berlin gegen Tennis Borussia Berlin 7:0, Spvg Andernach — Maastrichter SV 2:2, TuS Jtfeuendorf — Stade Reims 7:1# Kenty Linköping — Kickers Offenbach 3:4, IF Hu- diksvalls — SV Itzehoe 1:5, Elfsborg Boras — FC Saarbrücken 3:6, Düren 99 — Hamborn 07 2:5, Spvg Beckum — Horst-Emscher 1:0, Phönix Essen — Tura Essen 2:0, Hamborn 07 — Rheydter SV 1:1, Stuttgarter Kickers — Bayer Leverkusen 2:0, Borussia Dortmund gegen Bayern München 4:1, FV Emmendingen — ASV Freiburg 4:1, FC Rheinfelden — FC Singen 0:2, FC Säckingen — BC Augsburg 1:6, Offenburger FV — Bonner FV 2:3, Offenburger FV — VfB Mühlburg 4:7, SV Schopfheim — BC Augsburg 9:2. gedeckte Halbrechte Recep den Ball aus wenigen Metern für Turek unhaltbar ins Netz setzen. In der restlichen Zeit gibt es verzweifelte Angriffe der deutschen Mannschaft gegen einen mit allen Mitteln verteidigenden türkischen Gegner. Fritz Walter nutzt einen Freistoß dicht an der Strafraumgrenze sehr schlecht aus und in der Schlußminute geht ein unerhört scharf geschossener Schuß des Lauters Schanko nur um zehn Zentimeter am PÄsten vorbei Ins Aus. Beim Abgang wird die türkische Mannschaft mit Pfiffen begleitet. Farina gab Fangio das Nachsehen Das Kennen um den „Großen Preis von Belgien“ endete mit einem sicheren Sieg des italienischen Titelverteidigers der Automobil-Weltmeisterschaft, Dr. Guiseppe Farina. Alfa Romeo kam damit nach dem Großen Preis der Schweiz zu einem neuen Erfolg über die Ferrari-Konkurrenz. Buschbaum (3) hatten bis dahin die fünf Treffer erzielt. Nach Seitenwechsel begnügten sich die Blau- Weißen damit, guten Kombinationsfußball zu zeigen. Fünf Minuten vor Schluß machten sie dann das halbe Dutzend voll. Resultate: FC Steinen — FC Morgarten, Basel, 3:5; FV Brombach II — TuS Maulburg II 6:1: FV Brombach AH — Sportfreunde Basel AH 2:3. Farina steuerte den 1,5-Ljter Alfa Romeo (mit Kompressor) in 2.44.46 Stunden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 183,986 kmst über den 508,320 km langen Kurs. Alberto Ascari und' Luigi Villoresi (beide Italien) belegten mit ihren kompressorlosen 4,5-Liter Ferraris den 2. bzw. 3. Platz. Der Sieger übernahm bereits in der zweiten Runde die Führung des Feldes und gab diese bis auf einen kurzen Zwischenhalt an der Box (Nachtanken) nicht ab. Der zu Beginn des Rennens in die Spitzengruppe Farina - Ascari - Villoresi . vorgestoßene Argentinier Fangio fuhr in der 10. Runde mit 4.22.0 Minuten = 194,015 kmst zwar einen neuen Rundenrekord, mußte jedoch wegen eines Reifenwechsels an der Box halten und verlor dabei fast 15 Minuten. Nachdem zuvor bereits Sanesi das Rennen aufgegeben hatten, war damit der zweite Fahrer der Alfa-Romeo-Werkmann- schaft aussichtslos zurückgefallen. Farina trug nunmehr die ganzen Hoffnungen seines Werkes. Sein Wagen ließ ihn auch nicht im Stich. Eine Überraschung brachten die Ferrari-Wagen insofern, als sie trotz ihres großen Tankes alle zum Nachtanken halten mußten. In der Weltmeisterschaftswertung übernahm Farina mit 12 Punkten die Führung vor Fangio mit 10, Wallard (USA) mit 9, sowie Taruffi, Ascari (Italien) und Nazaruk (USA) mit je 6 Punkten. ' Brombacher Fußball-Jubiläum Der FV Brombach, ein alter Fußballpionier am Oberrhein, konnte auf sein 40jähriges Bestehen zurückblicken und trug aus diesem Anlaß einige schöne Jubiläumsspiele aus. Die ganze Veranstaltung, dazu gehörte auch der gesellige Rahmen, zeigte, daß in Brombach ein gesunder Fußballgeist zu Hause ist. Das Hauptspiel trug der Jubilar gegen den SV Weil aus, der zu einem klaren 6:0 kam. Schon bei Pause stand mit 5:0 ein klarer Weiler Sieg fest. Egger, Faller und Südbadens Boxer sdrtugen sich gut Ausscheidungskämpfe zur De utschen Amateurmeisterschaft Am Samstag standen sich in Baden-Oos die Meister der beiden Amateurboxverbände von Nord- und Südbaden in den Ausscheidungskäm pfen zur deutschen Meisterschaft vor über 1500 Zuschauern gegenüber. Die südbadischen Boxer, die man schon vor den Kämpfen abgeschrieben hatte, hielten sich überraschend gut und wußten durch ihren kämpferischen Einsatz zu gefallen, während die technische Überlegenheit der Nordbadener nicht zu übersehen war. Die nordbadische Staffel sicherte sich sechs Er folge gegen vier der Südbadener. Überraschend hatte der Konstanter Clemens im Fliegengew.cht doch noch in Basel (Weinheim) einen Gegner gefunden. Dieser gefiel durch ein sehr sicheres Auge und eine blitzschnelle rechte Gerade, mit der er immer wieder an die Kopfpartien von Clemens durchkam. Während die erste Runde an den Rechtsausleger Clemens ging, war der Weinheimer zum Schluß klar der bessere Mann, so daß sein Punktsieg nicht in Frage stand. Im Bantamgewicht galt der Mannheimer Schreckenberger als klarer Favorit, doch ließ sich der Singener Hugo nicht beirren und sicherte sich überraschend die erste Runde. Erst dann kam der Mannheimer besser heraus, doch kamen seine Schläge zu unkonzentriert, um den harten Singener erschüttern zu können. Schreckenberger siegte knapper als erwartet. Einen Erfolg der nordbadischen Farben gab es auch im Federgewicht. Mit äußerster Berechnung und großer Ruhe suchte der Heidelberger Roth seine Chance gegen den unerfahrenen Singener Baschnagel, der in der zweiten Runde nach zwei etwas tief angesetzten Magenhaken für die Zeit auf die Bretter mußte. Der Baden-Badener Zimmermann stellte sich im Leichtgewicht in einer überraschend guten Form vor, und der Pforzheimer Boidrin mußte alle Erfahrung aufwenden, um einen vorzeitigen K.o. zu vermeiden. Der sehr talentierte, technisch aber noch unfertige Südbadener siegte knapp nach Punkten. — Den erwarteten harten Kampf lieferten-sich im Halb weiter Lütters (Villingen) und der Karlsruher Feuchter. Der Karlsruher war in technischer Hinsicht leicht im Vorteil, während die Schläge des Villingers überlegter angebracht wurden. Die gute dritte Runde Feuchtere sicherte diesem einen knappen Punktsieg. — Der Singener Weinhold verpaßte im Weltergewicht bereits in der ersten Runde seine Chance gegen den später stark verbesserten Weinheimer Skade. Der Villinger war zu unbeweglich, als er in der dritten Runde aufkam. Mit dem Punktsieg des Weinheimers war das sehr objektive Publikum allerdings nicht einverstanden. — Bereits in der ersten Runde des Halbmittelgewichtskampfes fing der bis dahin überlegen boxende Heidelberger Gierl eine harte Rechte des Villingers Scherer ein, die ihm die Backe unterhalb des linken Auges aufriß. Die stark blutende Wunde vereiiaßte den Ringrichter nach Befragen des Arztes zum vorzeitigen Kampfabbruch, mit dem Gierl allerdings nicht einverstanden^war. Im Mittelgewicht kamen weder der Heidelberger Müller noch der Singener Trapp mit ihrem farblosen Kampf an die Leistungen der anderen Akteure heran. Nach fast ausgeglichenem Kampf fiel die Entscheidung zugunsten des Südbadeners. — Der Vierte der Europameisterschaft, Pfirrmann (Weinheim), und der hoch talentierte Freiburger ASVler Huber lieferten sich im Halbschwergewicht den schönsten Kampf des Abends. Schon gleich nach Beginn mußte Pfirrmann drei rechte Aufwärtshaken voll am Kopf nehmen und die überlegene Reichweite des Freiburgers respektieren. Pfirrmann punktete dann mit hervorragend sitzenden Haken seiner glänzend durchgebildeten Linken, quittierte einen trockenen Leberhaken des Freiburgers und traf dann den heftig blutenden Huber, dessen linkes Auge sich schloß, mehrmals am Kopf. Der Kampf hatte bis zum Schlußgong ungewöhnliches Tempo. Pfirrmanns Punktsieg war nur knapp.^— Der Konstanter Prasselt kam im Schwergewicht gegen den Weinheimer Schulz in der ersten Minute mit einem Aufwärtshaken zum Kinn durch. Von diesem Treffer erholte sich der Weinheimer, der dreimal zu Boden ging, nicht mehr. Völlig Groggy wurde er vom Ringrichter aus dem Kampf genommen. Pokalturnier in Grenzach Um einen Wanderpokal kämpften in Grenzach Mannschaften des Bezirkes Oberrhein und aus der benachbarten Schweiz. Pokalgewinner wurde der FC Wyhlen vor Hegenheim und Münchenstein. Resultate: Wyttlen — Hegenheim (Elsaß) 2:0; Münchenstein — Grenzach 0.0; Wyhlen — Friedlingen 2:0; Friedlin gen — Grenzach 1:1; Friedlingen — Münch^nstein 5:0; Hegenheim — Grenzach 2:2; Wyhlen — Münchenstein 2:2; Hegenheim — Friedlingen 4:3; Wyhlen — Grenzach 0;0; Hegenheim — Münchenstein 4:0; Ciba Basel AH — Grenzach AH 2:3. — Endstand: Wyhlen 6 Punkte; Hegenheim 5 P.; Grenzach 4 P.; Friedlingen 3 P.; Münchenstein (Schweiz) 2 P. Eine reine Enttäuschung SV Schopfheim — BC Augsburg komb. 9:2 (3:0) Was sich der BC Augsburg, der am Samstag in Säckingen 6:1 gewann, in Schopfheim leistete, ging über die bekannte Hutschnur. Hätte man genügend Raum, bliebe schon grundsätzlich manches zu den Gastspielen der Vertragspielermannschaften bei den sogenannten „kleinen Vereinen“ zu sagen, so aber wollen wir uns darauf beschränken, daß das, was die Elf vom BC Augsburg in Schopfheim bot, eine einzige Enttäuschung war. Zunächst traten die Gäste nur mit vier Mann an, die man vielleicht als zur ersten Garnitur zählend bezeichnen kann: Nickel, Mahn, Nicklasch und Späth. Alles andere waren junge Reservisten. Dagegen wäre an sich nichts einzuWenden, wenn diese Leute wenigstens Fußballtalente gewesen wären und mit einem Ball hätten umgehen können. Nichts von dem war aber zu sehen. Vielmehr war die gebotene Fußballkost das Primitivste, was man sich vorstellen kann. Dafür mußte der Schopfheimer Verein nun eine Menge Geld bezahlen, die wiederum aus dem kleinen Geldbeutel der Fußballfans zusammenkam. Mit solchen Dingen wirbt man weder für den Fußballsport allgemein, geschweige denn für die Oberliga! Bliebe noch zü sagen, daß Schopfheim einen guten Tag hatte und an Stelle der neun auch zwölf oder mehr Tore hätte schießen können. Wadcer kam zu spät Pech hatte Rot-Weiß Lörrach samt seinen Anhängern (etwa 1800), da die Elf von Wacher München infolge zweier Autopannen nicht zum Spielbeginn in Lörrach eintreffen konnte. Sie kam erst gegen 20 Uhr in Lörrach an, als Publikum und Lörracher Spieler zum größten Teil auf dem Heimweg waren. Die Fußballabteilung des SV Rot-Weiß Lörrach legt Wert auf die Feststellung, daß weder Rot-Weiß noch Wak- ker München Schuld an diesem ausgesprochenen Pechfall hatten, sondern eine Verkettung unglücklicher Umstände vorlag. Konstanz Siidbadisdter Jugendmeister 1844 Freiburg — VfL Konstanz 2:3 (1:0) Im neuen „West-Stadion“ standen sich die beisen Mannschaften von 1844 Freibürg und VfL Konstanz im Entscheidungsspiel um die Südbadische Jugendfußballmeisterschaft gegenüber, das einen sensationellen Verlauf nahm. Technisch und konditionsmäßig waren die Gäste vom See den Einheimischen zwar überlegen, mußten aber in der ersten Spielhälfte dieses schnellen und technisch guten Treffens einen Treffer von Million hinnehmen. Als dann bald zu Beginn der zweiten Halbzeit Elble abermals für 1844 erfolgreich war, schien das Schicksal der Gäste besiegelt, womit diese sich offensichtlich bereits abgefunden hatten. In diesem entscheidenden Moment jedoch beging 1844 die taktische Unklugheit, den Mittelstürmer zurückzuziehen und dem Gegner die Initiative zu überlassen. Die Rechnung wurde dann auch in Form von drei Treffern, die 10 Minjiten vor Schluß innerhalb drei Minuten von Schätzler, Müller und Mono erzielt wurden, präsentiert. I Seite 4 — Nummer 73 Dienstag, 19. Juni 1951 Pas 8ot& Weits großer Sportwerbetag Die Jubiiäumsveranstaltung des ETuS Weil wurde “ vollen Erfolg. In allen Sparten gab es senr schonen Sport zu sehen. Das HandbaU-Kurz- turnier wurde vom SV Rot-Weiß Lörrach vor Kaufleute Basel, TuS Weil und AS Mülhausen (Elsaß)3 gewonnen. Resultate: Lörrach — Well 6:2. Basel — Mülhausen 5:4, Basel — Weil 10:3, Lörrach — Mülhausen 6:1, Weil — Mülhausen 5:4, Lörrach — Basel Die Schwimmwettkämpfe im Stadion-Bad zeigten erneut, wie gut diese Anlage für solche Veranstaltungen geeignet ist. Im S[uo;s!H «a“ ■aCÜtpD '88 ‘nojä '88 ‘Pioq “«fl‘18 ‘aidn-g 'OS ‘3 ‘ate;v 'Sfr ‘eSees 'ft ‘tna'St ‘3°4X 0fr ‘U3H 7,8 ‘suana 'SS 'BZa -frg ‘Spi 88 ‘«IV '18 ‘Bs;d 'OS ‘smunwieSoT; -0g ‘e«v 88 ‘31V 78 ‘erex -g z ‘sej 'frg ‘eqeeH 18 ‘Bds '61 tieepi -fri 81 ‘«HO '11 ‘aoumx •QI ‘4apeaa g ‘ermiss ’x : iqasraSeeM unaufhörliches Hämmern mit einem Bohrmeißel von geringerem Durchmesser als ein menschliches Haar gegen die Mitte des Steines erfordert. Ein solches Ziehstück ist dann aber auch in der Lage, Millionen von Kilometern hauchdünnen ’ Drahtes aiuszuziehen, ohne den unsere' Glühlampen nicht brennen würden. Der unscheinbare Industrie-Diamant ist heute kostbarer als die berühmtesten Steine in den Safes der Juweliere oder in den Schatzkammern indischer Nabolbs. Auf den Schmuck-Diamanten kann verzichtet werden, der Industrie-Diamant aber ist für Technik und Zivilisation unentbehrlich. mal in eine gefährliche Lage, als es durch, mehrere schwere Querseen stark auf die Seite geworfen wurde. Der größte Teil der Freiwache rutschte dabei aus der Koje und fand sich plötzlich auf der schrägen Bordwand wie auf dem Fußboden stehend wieder. Im allgemeinen Geschrei hörte man die verschlafene Stimme des Heizers, der in seiner Koje einen Halt gefunden hatte: „Bleibt man ruhig jn der Koje, wenn schon gestorben werden muß, stirbt es sich da noch am besten!“ Aber das Schiff richtete sich langsam, wieder auf. — Aus dem Buche „Lichter über dem Meer. Von Feuerschiffen. Lsuchttürmen und ihren Männern“ im Brockhaus-Verlag Wiesbaden. / Von Dhan Gopal Mukerdsdii wertete er; „denn die Antilope wurde nicht getötet, weil sie dem Tiger nicht entfliehen konnte, sondern weil ihr das Angstgefühl die Glieder lähmte. Deshalb tötete sie der Tiger. Sie konnte schneller laufen als Cer Tiger, aber sie fürchtete sich zu sehr. Sobald eine Antilope einen Tiger sieht, läuft sie davon, dann bekommt sie Angst, und wenn sie Angst hat, lähmt die Furcht ihre Bewegungen, und am Ende erwischt der Tiger die Antilope.“ Während der letzten Nachtwache verließ ich die Höhle, als die Singvögel zu singen anfingen. Der Tiger saß noch immer da, obgleich er mit seiner Mahlzeit fertig war. Er brüHte midi an, aber ich blieb ruhig stehen und sprach zu mir selbst: Ich habe keinen Leib, ich habe keine Angst. Er kann nicht an meinen Leib heran, weil ich keinen habe. Nachdem er mich mit seinen im Halbdunkel leuchtenden Augen einige Minuten angesehen hatte, Wandte er den Kopf ab, stand langsam auf und entfernte sich von dem Eingang unserer Höhle. Dann kam eine Schar kleiner Tiere, und ich ließ sie auffressen, was von dem Aas übriggeblieben war. — Aus dem bei Rütten & Löning erschienenen Buche „Wir pilgern zium Himalaya“. •; Seite 6 — Nummer 73 feaslBotä Dienstag, 19. Juni 1951 Frühkonzerte der Vogelwelt In den endlos langen Wintermonaten ersehnten wir Menschen die Zeit, da frühmorgens die große Freiburger Singvogelschar mit ihren Chorkonzerten einsetzen und die einzelnen Solisten jubilierend ihre Liebes- und Lebenslust Ausdruck geben würde. Seit Wochen schon erfreuen sieh die Anwohner baumreicher Plätze, wie auch die Wanderer am Schloßberg, im Stem- wald im Mooswald usw. am frühen Morgen der Freikonzerte des gefiederten Sängerchors. Einen mißmutigen Teil des Auditoriums bilden freilich die Langschläfer; für sie ist der Vogelgesang oft nichts anderes als lästige Ruhestörung. Für die Frühaufsteher und Frühwanderer aber gibt es nicht Schöneres als diese jubelnden Loblieder in Gottes freier Natur und diese Danklieder der kleinen Kreatur an den Schöpfer aller Dinge. Bald schon freilich wird der Massengesang abklingen, denn die Familiensorgen werden durch das Zwitschern der Jungen in den Nestern ausgelöst. Wie das Wickelkind nach dem Schöppli, so zwitschern die hungrigen, schon bald flügge werdenden Nachkommen der Singvögel nach Würmle und Käferle. Von Nahrungssorgen werden freilich die Vogeleltem nicht so gedrückt, wie viele Eltern der Menschenkinder, Das Tischlein für die Vögel ist reich gedeckt und die Vogelmutter braucht nicht erst die Geldtasche aufmachen und nachzählen, ob’s noch langt, um das Nötige einkaufen zu können. Vogelfreunde sorgen sowieso dafür, » da® Freiburgs gefiederte Sängerchöre weder im Winter noch im Sommer an Nahrungsmangel leiden müssen. Der Kuckuck in den Waldungen Wer kennt verschleppte Studenten? Der Verband Deutscher Studentenschaften (VDS) und der Allgemeine Studentenausschuß (ASTA) der Freiburger Universität wenden sich an die Öffentlichkeit mit der Bitte, dem Referat für gesamtdeutsche Fragen im ASTA Namen solcher Professoren, Dozenten, Assistenten und vor allem Studenten zu nennen, die in der Ostzone aus politischen Gründen verhaftet und verschleppt wurden. Alle Antworten und Angaben werden streng vertraulich behandelt. duldig brütet das Singvogelmütterchen auch Kuckuckseier aus und sorgt so für den Nachwuchs des Geschlechts der Kuckucke, nicht selten durch Knapphaltung der eigenen Kinder, denn der junge größere Kuckuck schnappte ihnen als Findelkind die besten Happen weg Aber trotz aller ererbten Untugenden möchte man bei den Vogelkonzerten den Solisten, der uns durch den Kuckucksruf erfreut, nicht missen. „Ass er ne liederliche Tropf isch, wüsse mer, aber me cha en nüipme anderscht mache!“ Hoffen wir, daß die junge Generation unserer Singvogelschar die Nester gesund verlassen kann, bevor sie von Vogelräubem vernichtet ist. Im nächsten Frühjahr werden dann auch sie den Chorgesang im Frühjahr verschönern helfen. R. Z. Orgelabend im Augustinermuseum Am heutigen Dienstag, 20 Uhr, findet im Augustinermuseum ein Orgelabend des jetzt in Zürich lebenden Karl Richter statt. Der Künstler bringt auf diesem von der Musikhochschule veranstaltenden Abend Werke von Bach. Freiburg leider nicht dabei?. In der Stadtratssitzung vom vorigen Dienstag hatte, wie gemeldet, Stadtrat Dr. Gotthardt (SPD) eine Anfrage an den Oberbürgermeister gerichtet, wie es um die Aussichten stehe, daß Freiburg aus Marshall-Plan-Mitteln einen Block von 300 Wohnungen erstellen könne. Dr. Hoffmann hatte erwidert, daß eine Entscheidung noch nicht gefallen sei und daß unter 16 deutschen Städten wohl 12 Aussichten hätten, berücksichtigt zu werden. Die Chancen für Freiburg scheinen nicht ungünstig zu sein. Wie wir nun aus Frankfurt erfahren, soll eine Entscheidung in der Weise inzwischen gefallen sein, daß die Städte Frankfurt, Hannover, Braunschweig, Mannheim, München und Nürnberg ausgewählt wurden. Jede dieser Städte soll die Mittel zum Bau von 300 Wohnungen erhalten, um die Bauten nach einem Wettbewerbs- auSschreiben durch ausgewählte Architekten erstellen zu lassen. Die „Stadtwerke“ Freiburgs Im Rahmen der Vorschau auf den neuen ordentlichen Haushaltsplan der Stadt Freiburg (vgl. Ausgabe vom 16. Juni) bringen wir jetzt den angekündigten Artikel des Vorsitzenden der SPD-Stadtratsfraktion, Oberregierungsrat Peter Kappes, über die Freiburger Stadtwerke. — Ein Vorbericht auf den außerordentlichen Haushaltsplan folgt. D. R. am hinteren Schloßberg würde spöttisch auflacken, wenn er jammern hörte über Notlage der Vogelwelt. Er denkt wohl: deren Sorgen möcht’ ich haben! Freilick, zum sorgenden Hausvater eignet sich der Kuckuck kein Jota. Er ist ein richtiggehen- der Rabenvater in der Vogelwelt, der elterliche Pflichten gegenüber seinen Nachkommen nicht kennt. Und die Ehefrau des Kuckucks ist genau so liederlich wie ihr Herr Gemahl; sie legt ihre Eier in das Nest kleinerer Vögel, besitzt die Frechheit, einzelne Eier der Nestchenerbauer hinauszuwerfen und dafür die Eier ihrer Gattung dem brütenden Vöglein zu unterlegen. Ge- Die unter dem Namen „Stadtwerke“ zusammengefaßten wirtschaftlichen Unternehmungen der Stadt Freiburg (Gaswerk, Wasserwerk, Elektrizitätswerk, Straßenbahn) werden nach den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung vom 21. November 1938 im Rahmen des jeweiligen Haushaltsvoranschlags insofern gesondert behandelt, als sie nicht dem Stadtrat Haushaltspläne . vorlegen, sondern Wirtschaftspläne, die sich in Erfolgsplan, Finanzplan und Stellenübersicht gliedern. Sie genießen also eine Sonderstellung, d. h. die Stadtwerke sind als Sondervermögen der Stadt zu behandeln. Daraus basiert wohl auch die Bestimmung, daß die genannten Betriebe an die Stadt sogenannte Konzessionsabgaben abzuführen haben, die nicht aus den evtl. Betriebsüberschüssen entnommen werden, sondern bestimmte Prozentsätze der Roheinnahmen der verschiedenen Werke ausmachen. Es handelt sich dabei um erhebliche Beträge. So wurden 1949 als. Konzessionsgebühren an die Stadtkasse 1 709 452 DM abgeführt und für das Jahr 1951/52 werden 1896 000 DM veranschlagt. Die Stadtwerke müssen also diese Beträge vorweg abliefern. Jede Erhöhung der Wasser-, Gas- und Elektrizitätspreise und der Fahrpreise der Straßenbahn bedeutet also auch eine Erhöhung der Konzessionsgebühren, wie auch jede Steigerung des Verbrauchs an Wasser, Gas und Elektrizität und eine Zunahme der Fahrgäste bei der Straßenbahn sich demgemäß auswirkt. Wenn innerhalb der Stadtwerke ein Betrieb trotz dieser Vorwegnahme mit Überschuß arbeitet und die anderen mit Verlust, so kann dieser Überschuß zur Deckung des Verlustes des anderen Werkes verwendet werden. Aus dem Gesagten geht hervor, welche große finanzielle Bedeutung die Stadtwerke für die Stadt haben. Aber das ist ja nicht ihre Hauptaufgabe, sondern die Werke sind Versorgungsbetriebe für die Bevölkerung, die nicht nach kapitalistischen Grundsätzen, sondern im Interesse und zum Nutzen der Allgemeinheit betrieben werden sollen. Um diesen Zweck zu erreichen, müssen sie leistungstechnisch auf der Höhe gehalten werden. Ein ganze Reihe von Jahren sind aus den bekannten Gründen notwendige Erneuerungen unterblieben. Die Rückstellungen dafür in Höhe von mehreren Millionen Mark sind bei der Währungsumstellung restlos verloren gegangen, da dafür keinerlei Aufwertung erfolgte. Wenn heute das Gaswerk, das Elektrizitätswerk und Wasserwerk für unbedingt notwendige Erneuerungsarbeiten und Verbesserungsarbeiten Millionenbeträge aufwenden müssen, so kann das nur zum geringen Teil aus den laufenden Einnahmen geschehen. Dasselbe ist bei der Straßenbahn der Fall. Neue Triebwagen, Beiwagen, Omnibusse erfordern Beträge, die bald 1,5 Millionen DM ausmachen. Dazu kommen die Aufwendungen für Gleis-, Neubau- und Umwechslungsbauten. Auf über 7 Mill. DM veranschlagte die Leitung der Stadtwerke die Summe, die notwendig wäre, um die Stadt- , werke technisch auf der Höhe zu halten. Das liegt im Interesse der gesamten Freiburger Bevölkerung, und der Stadtrat wird deshalb wohl diesen Anforderungen bei der Beratung des gesamten Haushaltsvoranschlags in weitestgehendem Maße Rechnung tragen müssen. Nach unseren Erkundigungen beim Leiter der Abteilung Bauwesen und Wiederaufbau des Badischen Innenministeriums, Ministerialrat Leiser, der 'sich um die Ausarbeitung der nach Bonn eingereichten Pläne und um die Förderung des Projekts außerordentlich bemüht hatte, ist bei seiner Dienststelle noch kein amtlich er Entscheid eingetroffen. Es läßt sich zur Stunde auch noch nicht übersehen, ob die Zahl von 6 Städten endgültig ist oder ob, wie ursprünglich geplant, insgesamt 12 Städte mit Mitteln bedacht werden. Wäre dies der Fall, so hätte unsere Stadt immer noch eine Chance. Wir wollen hoffen, daß man an entscheidender Stelle die katastrophale Wohnungsmarktlage Freiburgs berücksichtigt. Bei einem Fehlbedarf von mehr als 7000 Wohnungen wären uns 300 schnell erbaute Wohnungen als Zusatz zum allgemeinen sozialen Wohnungsbauprogramm eine wertvolle Hilfe. # Inzwischen erhielten wir aus Bonn eine Nachricht, die unsere Hoffnungen, daß das letzte Wort noch nicht gesprochen sei, bestärkt. Da- ! nach stehen für das geplante Bauvorhaben insgesamt 30 Millionen DM aus ERP-Mitteln zur Verfügung. Von den sechs ausgewählten Städten erhält jede 2,7 Millionen DM. Jetzt sollen noch weitere acht deutsche Städte ausgewählt werden, denen je 1,8 Millionen DM zufließen. Unsere Stadt bleibt also weiterhin im Wettbewerb und wird hoffentlich recht bald die Mitteilung erhalten, daß ihr ein Betrag von 1,8 Millionen DM überwiesen wird. Dieser Betrag würde für die reinen Baukosten zur Verwendung kommen; geeignetes baureifes Gelände wurde bereits zur Verfügung gestellt, hl. Wie ein modernes Gaswerk arbeitet Wintersemester am 2. November Der Senat der Universität Freiburg hat den Beginn des Wintersemesters 1951/52 auf den 2. November festgesetzt. Die Einschreibungen können bereits ab 20. Oktober vorgenommen werden. Das Semester datiert bis zum 2. Februar 1952. Das Sommersemester 1951 schließt am 14. Juli Handtaschenraub am Schloßberg Am Donnerstagvormittag wurde einer auf dem Schloßberg spazierengehenden 53 Jahre alten Frau von einem bisher unbekannt gebliebenen Kerl die Handtasche entrissen, in der sich u. a. DM 15.— Bargeld befanden. Der Täter wird als etwa 30jähriger Mann von etwa 1,70 Meter Größe geschildert; er hat zurückgekämmte schwarze Haare und trug eine Brille mit dunklen Gläsern. Zum Professor ernannt Der ehemalige Direktor des Staatlichen Weinbauinstituts Freiburg, Dr. Karl Müller, feierte, wie berichtet, in diesen Tagen seinen 70. Geburtstag. ZU Ehren des Jubilars fand eine vom Badischen Ministerium der Landwirtschaft und Ernährung veranstaltete Feier statt, bei der Oberregierungsrat Dr. Landwehr bekanntgab, daß die Badische Regierung Direktor Müller für seine großen Verdienste um den badischen Weinbau und den Pflanzenschutz zum Professor ernannt habe. Freiburgs Werk erzeugt täglich 60000 cbm Gas Welche Hausfrau könnte und möchte heute noch auf das Gas verzichten? Es ist gewissermaßen zu einer schnellen Hilfe im Haushalt geworden und gerade diejenigen, die durch Kriegs- und Nachkriegsumstände heute in Notwohnungen ohne Gasanschluß hausen müssen, wissen den Wert des Gases ganz besonders zu schätzen. Das war nicht zu allen Zeiten so. Als man in Freiburg vor rund 100 Jahren begann, Gas zu produzieren, kam man auf eine tägliche Leistung von 400 cbm, was einer Jahresproduktion von 146 000 cbm entsprach. Heute werden 60 000 cbm Gas tgglich erzeugt, also in zweieinhalb Tagen genau soviel wie zur Zeit unserer Urahnen in einem Jahr. Nichts zeigt deutlicher die Entwicklung, die das Gas genommen hat, als die Gegenüberstellung dieser wenigen Zahlen. Wir sind einer freundlichen Einladung des Referenten der Stadtwerke Freiburg, Bürgermeister Schieler, gefolgt und haben uns einmal im Städtischen Gaswerk umgesehen, wobei Oberbaudirektor Cordell die Liebenswürdigkeit hatte, uns den technischen Vorgang der Umwandlung der Kohle in Gas genau zu erläutern und in die Geheimnisse (für den Fachmann sind es natürlich Selbstverständlichkeiten) eines modernen Gaswerkes einzuführen. Es würde zu weit führen, an dieser Stelle den ganzen Produktionsvorgang in seinen Einzelheiten zu schildern, aber es ist für den Laien erstaunlich, was neben dem eigentlichen Produkt, nämlich dem Gas, noch alles nebenher abfällt und Verwendung finden kann. Allgemein bekannt ist wohl, daß durch die Gaserzeugung Koks anfällt. Daß aber daneben noch Teer, Benzol und Schwefel gewonnen werden, zeigt sehr deutlich, was ein modernes Gaswerk, wie es das Freiburger Werk darstellt, zu leisten imstande ist. Unser Gaswerk ist das dritte, das in den letzten hundert Jahren in Freiburg gebaut worden ist. Das erste, mit einer anfänglichen Tagesleistung von 400 cbm, stand in der Nähe der Johanniskirche. Es hat seine tägliche Produktion später bis auf 4000 cbm gesteigert, konnte aber den ständig wachsenden Verbrauch nicht mehr befriedigen. An der Ferdinand-Weiß- Straße entstand 35 Jahre nach dem ersten das zweite Gaswerk, das nun der Stadt gehörte, während der erste Betrieb in privaten Händen lag. Das neue Werk begann mit 6000 cbm und steigerte seine Leistung schließlich bis auf 35 000 cbm täglich. Aber auch diese Kapazität reichte nicht mehr aus, so daß im Jahre 1936 das heutige große und noch ausbaufähige Werk am Mooswald seiner Bestimmung übergeben wurde. Es begann mit einer Tagesleistung von 45 000 cbm und erzeugt heute über 60 000 cbm Gas. Die höchste Anforderung wurde am Samstag vor Pfingsten mit 80 300 cbm gestellt. So spiegelt sich in dem Emporwachsen der Gasversorgung ein Stück der Entwicklung unserer Stadt wider. Aber auch das neue Werk macht bereits Anstalten, über die ihm seiner Zeit angelegten Maße hinauszuwachsen, und die Stadtväter werden wohl oder übel in der nächsten Zeit in die Tasclre greifen und notwendige Erweiterungen vornehmen lassen müssen. Die Technik allein aber schafft es nicht, sondern die Öfen, die Maschinen und die Apparate müssen von Menschenhand gesteuert und ge- Obwohl die Wetterlage in den Morgen- und Vormittagsstunden des zweiten Juni-Sonntags nicht sonderlich verlockend aussah, ergoß sich an diesem Tage, zumal strahlende Sonne und angenehme Wärmp mehr und mehr aufkamen, ein starker Strom von Fremden, Gästen und Besuchern durch Freiburg, die hier Standquartier nahmen und selbstverständlich auch die schöne Umwelt der Breisgau- und Schwarzwaldhauptstadt durchkosteten. Die Reisezeit und die Fremdenverkehrssaison 1951 hat nun begonnen; die schaffenden Menschen brauchen Entspannung, Erholung. Freiheitsdrang, wenn auch nur für Stunden oder Tage, lockt sie, und sie wollen zeitlich „in einer anderen Welt, einer anderen Atmosphäre leben“, um gute Eindrücke und Erlebtes in neue Schaffenskraft umzumünzen. Stärker und dichter als je zuvor in diesem Jahr sah man denn auch zahlreiche schöne und schnittige Fern- und Reiseomnibusse parkend in unserer Stadt, und auch den Schwarzwaldhöhen, den malerischen Tälern, den lockenden Bergriesen zueilen. Ein Übriges tat der starke Eisenbahnverkehr, hauptsächlich vom Lande, vom Kaiserstuhl, dem Breisgau, dem Markgräflerland und weiterher, so daß Freiburg an diesem zusehends sich „bessernden“ Sonntag ein i außergewöhnlich belebtes Bild froher Menschen bot Unter den Reiseomnibussen waren beson- * lenkt werden. Und es ist keine leichte Arbeit, die die Männer hier Tag für Tag und Nacht für Nacht vollbringen. Und wenn Sie, liebe Hausfrau, an Ihrem Herd das Gas entzünden, dann denken Sie, bitte, einen kurzen Augenblick auch daran, wieviel Schweiß, Anstrengung und Arbeit von anderen Menschen aufgewendet werden müssen, um es Ihnen so bequem wie möglich zu machen. . Wir jedenfalls sehen nach dieser instruktiven Besichtigung des Städtischen Gaswerkes jede Gasflamme mit anderen Augen an als bisher. es ders vertreten Südwürttemberg, das Bodenseegebiet, der Ober- und Hochrhein, die Schweiz mit ihren prächtigen Wagen und — erfreulich — vor allem auch das Elsaß. Die Gaststätten und Cafes der gastlichen Stadt konnten denn einen recht produktiven Tag für sich buchen und auch die Ausflugsorte dürften von diesem Besucherstrom profitiert haben. Dasselbe trifft auf die Freiburger Straßenbahn, deren schmucke Wagen immer wieder bewundert werden, und die Omnibuslinien, zu. Als besonderer Anziehungspunkt erweist "Sich aber immer wieder unsere Seilschwebebahn auf den Schauinsland, die am Wochenende von ungezählten begeisterten Menschen zu einer erlebnisstarken Höllenfahrt benützt wurde. Es sei noch festgehalten, daß auf der Schauinsland- bahn seit ihrer Inbetriebnahme im Jahre 1929 bis Ende Mai 1951 rund 4,5 Millionen Menschen befördert wurden. • Die Beobachtungen vom zweiten Junisonntag fanden ihre Bestätigung auch am dritten Sonntag des Monats. Obwohl die Wetterlage in den Morgenstunden noci ungünstiger war als am .Vorsonntag, entwickelte sich bei aufklarendem Himmel um die Mittagszeit dann doch noch ein Großverkehr, der dem Betrieb vom 10. Juni kaum nackstand. Von der Universität Freiburg Prof. Dr. Heilmeyer, Direktor der Medizinischen Universitätsklinik in Freiburg, wurde zum korrespondierenden Mitglied der Schweizer Hämatologengesellschaft ernannt. Der Meteorologe der Freiburger Universität und Leiter des Landeswetterdienstes. Prof. Dr. Heinz Loßnitzer, wurde als Vertreter der französischen Zone für die Besprechungen der zuständigen Bundesstellen mit dem Meteorologischen Komitee der Alliierten Hohen Kommission für Deutschland über Fragen des Bundeswetterdienstes und der meteorologischen Flugsicherung bestellt. Freiheit im Angriff! Unter diesem Motto führt der ASTA der Universität in dieser Woche eine Solidaritätssammlung für die standhaften Kommilitonen der Sowjetzone durch. Die eingegangenen Mittel werden dem Referat für gesamtdeutsche Studentenfragen des Verbandes Deutscher Studentenschaften (VDS) in Berlin zur Anschaffung von Medikamenten, Lebensmitteln und Fachbüchern überwiesen. Der Allgemeine Studentenausschuß bittet auch die Bürgerschaft um Hilfe für diejenigen Studenten und Studentinnen der Sowjetzone, die unter ständiger Gefah» für Leib und Leben dem unmenschlichen System des Ostens Widerstand leisten. Überweisungen sind auf das Konto 13 230 des. Allgemeinen Studentenausschusses bei der Oberrheinischen Bank Freiburg unter dem Stichwort „Solidaritätsaktion“ möglich. Wagen zur Kriegsbesdiädigtenfahrt Wie schon gemeldet, veranstaltet der Freiburger Automobil-Club im ADAC am 24. Juni seine »11 jährliche Kriegsbeschädigtenfahrt. Bei der großen Anzahl der Kriegsbeschädigten, denen diese Ehrung zugedacht ist, reichen die Fahrzeuge der Mitglieder des Clubs nicht aus. Es ergeht an alle Personenwagenbesitzer der Aufruf, sich mit ihren Fahrzeugen an diesem Tage einzureihen. — Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle des ADAC Freiburg, Kartäuserstraße 48, Telefon 3204, entgegen. „Die Globetrotter“ im Kammerspielhaus Das deutscti-sciiweizerisciie Kabarett „Die Globe- trotter“, das seit längerer Zeit mit großem Erfolg in Frankfurt auf tritt, gibt am Mittwoch, 20., und Donnerstag, 21. Juni (jeweils 20 Uhr), im Kammerspielhaus seine zwei ersten Freiburger Gastspiele. Der Kartenvorverkauf hat begonnen.. Neuinszenierung von Lortzings „Undine“ Die erste Vorstellung von Albert Lortzings neuinszenierter Oper „Undine“ findet nickt, wie vorangekündigt, am Freitag, 22., sondern erst am Sonntag, 24. Juni, im Großen Haus der Städtischen Bühnen statt. Am Freitag, 22. Juni, wird die erfolgreiche Operette „Schwarzwaldmädel“ von Leon JesSel gegeben. ^•zeibuzg beliebtes JZeiseziel Frühsommerlicher Fremdenverkehr beginnt anzulaufen Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß Freiburg vor einer guten Reise- und Fremdensaison steht. Leider ist — wie sich aus einem kürzlich durchgeführten Diskussionsabend zwischen dem Freiburger Oberbürgermeister und den Vertretern des Hotel- und Gastwirtgewerbes und Interessenten aller Wirtschaftszweige wieder einmal schlagend erwies — die Unterbringungsfrage recht prekär und man sucht mit allen Mitteln nach Möglichkeiten, den Fremden ström nicht nur durch Freiburg zu leiten, sondern die Gäste auch hier zu halten. Bis diese Frage einmal gelöst ist, wird Freiburg aber alles tun, um auch die Durchgangsreisenden als willkomene und gern gesehene Gäste so aufzunehmen, wie es dem Rang und Ruf einer internationalen Fremden stadt würdig ist. Uber seine Beobachtungen vom vergangenen Wochenende berichtet unser ff-Mitarbeiter. Wir möchten hoffen, daß die optimistischen Prognosen, die er stellt, sich nickt nur erfüllen, sondern daß die nunmehr anlaufende Fremdensaison alle Erwartungen rechtfertigt, zum Wohle und Segen der Freiburger Gesamtwirtschaft. d. r. Dienstag, 19. Juni 1951 Par Volk Nummer 73 — Seite 7 Unsere Jnbilare Vergangenen Freitag, 15 . Juni, konnte Herr Joeef Turmstraße 10 , seinen 71. Geburtstag xeiem.ä t f* 11 Lebensjahr vollendete am Wodienende Frau •tana Pfeifer, Konradin-Kreutzer-Straße 7. 70 Jahre alt wurde dieser Tage Frau Lina Hörner, Sandstraße 5. Am morgigen Mittwoch, 20. Juni, vollendet Frau lause Wild, Zasiusstraße 108 , ihr 82 . Lebensjahr. Das Fest ihres 75. Wiegenfestes kann am Mittwoch» z«. Juni, Frau Elise Rie^, Gerberau 30, feiern. Hochzeit feierten vergangenen Frei- rag, 15. Juni, Herr Franz Stolz, Zähringer Str. 3, und seine Gattin Berta geb. Huber. Am Sonntag, 17. Juni, konnten Herr Josef K öftere r und seine Ehefrau Therese. Drelkönlgstr. 43, auf den Tag zurückblicken, an dem sie vor 25 Jahren die Ehe schlossen. ^ Herr Hotelbesitzer Carl Burckhardt, „Europäischer Hof“, und seine Gattin Irma konnten dieser Tage das Fest ihrer silbernen Hochzeit begehen. Am gestrigen Montag vollendete Frau Pauline Fritsch, Inhaberin der Kolonialwaren- und Milchhandlung, Stühlingerstraße 9, Ihren 75. Geburtstag. Auf eine 35jährige Tätigkeit bei der Firma Rudolf Otto Mayer, Zentralheizungen, konnte dieser Tage Herr Monteur Albert Schöneck, Neumattenstr. 37, zurückblicken. Am Freitag, 15. Juni, konnte Herr Alois Brügge f, Mattenstraße 3, die Vollendung seines 81. Lebensjahres begehen. Allen Jubilaren gratuliert „Das Volk“ herzlichst. Freiburger Bürgerehrenkorps in Villingen Das Freiburger Bürgerehrenkorps, das erstmals außerhalb des Rahmens seiner fastnächt- liehen Tätigkeit beim kürzlichen Freiburger Feuerwehrfest in Erscheinung getreten war ünd dabei seine historische Bedeutung unter Beweis gestellt hatte (dem Korps oblag ja vor Gründung der Feuerwehren der Brandschutz in unserer Stadt), rüstet zu weiterem Tun. Es folgt am 23. und 24. Juni einer Einladung des Bürgerkorps Villingen ?ur Teilnahme an einem großen Trachten- und Bürgermiliztreffen; über 50 Mitglieder des Freiburger Korps werden“ Freiburg im historisdien Villinger Festzug vertreten. Diese Mitteilung ging uns von der Breis- g a uer Narrenzunft zu, der „Vorgesetzten Dienststelle“ des Bürgerehrenkorps. Die Narrenzunft hat gleichzeitig zu einer Sitzung auf Mittwoch, 20. Juni, 20 Uhr, in die Gaststätte Feierling eingeladen, in der die Vorbereitungen zum Villinger Fest näher besprochen werden sollen. Gleichzeitig plant man, Sommerfeste der Narrennester und ein Herbstfest in St. Georgen zu arrapgieren, und wird sich an diesem Abend eingehend darüber unterhalten. Es bedeutet immerhin ein Novum in der Geschichte Freiburgs, daß sich die Narrenzunft, deren Tätigkeit uns auf die Fasnetszeit beschränkt zu sein schien, nun auch im Sommer regt. Vorgesehen sind zunächst am 30. Juni ein Gartenfest der Mooswaldschnogedätscher, ein Treffen des Bürgerehrenkorps am 7. Juli bei Wagenstadt, und am 15. Juli ein großes Waldfest in der Mooswaldsiedlung. hl. Kaiserstuhlfahrt der Polizeiwachmannschaft Wie man Freizeit gestaltet und wie man nach harten, schweren Dienststunden dem Leben die schönen Seiten abgewinnen kann, bewies der Personalrat der Wachmannschaft, dessen Vorsitzender Ernst Düppel eine herrliche Omnibusfahrt rund um den Kaiserstuhl trefflich organisiert hatte. Den Omnibus mit Anhänger, den die städtische Straßenbahn dankenswerterweise zu verbilligtem Preis zur Verfügung gestellt hatte, füllte eine frohe Schar von Polizeibeamten und deren Frauen, und unter frohem Gesang wurde zunächst Breisach angesteuert. Ein einstündiger Aufenthalt gab Gelegenheit, die Sehenswürdigkeiten zu besichtigen und den Fleiß der Bewohner dieser schwergeprüften Stadt zu bewundern, die aus Trümmern neues Leben erstehen lassen. Das weinfrohe Achkarren war das nächste Ziel, und der goldene Rebensaft und die schmissigen Weisen der' eigenen Hauskapelle steigerten die Lust und Laune. Die Fahrt führte dann über Oberrotweil, Bischoffingen, Sasbach und am Lützelberg entlang zum Rhein. Von der Ruine Limburg aus erklärte der Führer der Wachmannschaft. Oberwachtmeister Gehring, diesen wunderschönen Landstrich und erzählte aus der reichen Geschichte des Gebietes. Seine Worte schlossen mit dem mahnenden Appell an die Politiker, dafür zu sorgen, daß diese gesegnete Heimat niemals wieder durch einen Krieg zerstört werde. Das Abendziel war Bahlingen, und dort hatte Kollege Düppel im „Hecht“ alles auf das beste vorbereitet. Hier dankte er auch dem Korpmandeur der Schutzpolizei, Polizeirat Lücke, und dem Führer der Wachmannschaft, Oberwachtmeister G e h r i n g, die sich als Vorgesetzte und Kameraden die Achtung aller Polizeibeamten zu erwerben wußten. In Vertretung des dienstlich verhinderten Pölizeirats Lücke erwiderte Oberinspektor D e r i s. Nach gutem Essen und Trank schwand bei Tanz, Gesang und Vorträgen die Zeit rasch dahin und nur allzufrüh mußte die Abschiedsstunde schlagen. Die Teilnehmer kn dieser ereignis- und erlebnisreichen Tour trennten sich ln dem Bewußtsein, nach hartem Dienst frohe und unbeschwerte Stunden erlebt zu haben und mit der Hoffnung, daß es wieder einmal einen solch netten Ausflug geben möge. Mit jugendlichem Elan und Ehrgeiz Schwimmwettkäinpfe der Freiburger Schulen , „Die Krücke von de . . . Schul heim uns im Stich glasse, sonscht hätte mir . . .“, mit diesen Worten zog ein zwölfjähriges Mädle seinen eigenen Schlußstrich unter die Schwimmwettkämpfe der' Freiburger Schulen, die am Freitagabend im Rahmen der Werbewoche „Schwimmen und Retten“ im Faulerbad ausgetragen wurden. In diesem Satz lag vielleicht nickt so sehr die Enttäuschung, etwa um einen eventuellen Erfolg gekommen zu sein, als eine bestimmt bald wieder geschwundene Mißstimmung über die Tatsache, daß das Fehlen eines Teiles der Mannschaft den Start unmöglich gemacht hat. Dafür aber konnte sich dieses Mädchen um so unbeschwerter in die Begeisterung mit einschalten, von der zwei Stunden lang das Faulerbad erfüllt war. Es war Ehrensache, daß jede Schulmannschaft, Volksschule oder Höhere Schule, von einer stimmgewaltigen Anhängerschar begleitet war, die ihren „Kämpfern“ den notwendigen Rückhalt zu geben versuchten. Wenn es dennoch nicht für jeden zu einem Siege gereicht hat — es kann ja immer nur einer gewinnen — dann war entweder die Leistung oder der Stimmenaufwand zu schwach. Darüber werden sich die Jungens und Mädels in den nächsten Tagen sicher .noch eingehend unterhalten und die potwendigen Folgerungen (vor allem hinsichtlich der Leistung) für das nächste Jahr ziehen. Die Buben und Mädchen setzten natürlich ihren ganzen Ehrgeiz ein, um die Ehre ihrer Schule, die zu vertreten sie auserlesen waren, hochzuhalten. Allein dieser Ansporn hätte schon genügt, um die Wogen des Bassins unc^ die der Anteilnahme auf den Tribünen hochgehen zu lassen. Aber es standen noch zwei wertvolle Ehrenpreise des Staatspräsidenten und des Südbadischen Schwimmv*rbandes zur Verfügung, um deren Besitz sich ein besonderer Einsatz schon lohnte. Als die besten der Volksschulen erwiesen sich die Schüler der L e s singschule, deren Leistung mit der Überreichung der Trophäe des Staatspräsidenten belohnt wurde, während bei den Knaben der Höheren Schulen das Rotteck-Gymnasium den Wanderpreis des Südbadischen Schwimmverbandes für sich in Anspruch nahm. Dieser Wanderpreis muß dreimal hintereinander oder fünfmal in unterbrochener Reihenfolge gewonnen werden, ehe er in den endgültigen Besitz übergeht. Auch in den Einzelwettbewerben wurden sehr ansprechende Zeiten erzielt, so daß sich der Freiburger Schwimmer-Nachwuchs sehr wohl sehen lassen kann. Die Veranstaltung, die mit Begrüßungsworten von Direktor Dr. Ruppel vom Rotteck-Gymnasium eingeleitet wurden, nahm einen sehr flotten Verlauf. Es war nur bedauerlich, daß gegen Schluß des Wettkampfprogramms ein zu dieser Zeit vollkommen unerwünschter Segen von oben ein etwas gewaltsames Ende herbeiführte. Map hätte diesem Schwimmfest der Freiburger Schuljugend gerne einen etwas freudvolleren Ausklang gewünscht. es. Aus dem Freiburger Kulturleben Unternehmer und Mitarbeiter Der Hamburger Univ.-Professor Dr. S c h r e w e hielt im Kaufhaus einen Vortrag über das Thema „Unternehmer und Mitarbeiter“, wozu die Industrie- und Handelskammer Freiburg eingeladen hatte. Die Ausführungen des Vortragenden können als eine wertvolle Bereicherung ln der Diskussion um dieses Thema angesehen werden. Vor allen Dingen kam die menschliche Seite des Problems besonders zur Sprache. Wohl könne man, so führte Professor Schrewe aus, mit einer betrieblichen Kostenrechnung der Frage nickt so nahe kommen, wie erforderlick, aber dies sei das entscheidendste Thema, das man Sick überhaupt vorstellen könne. Wenn man sich frage, warum die Menschheit sich die vorhandenen Kräfte nicht- nutzbar mache, warum es uns nickt glänzend ergehe. 60 komme man immer wieder auf die Beziehungen S der Menschen untereinander. Personlicker Kontakt entstehe in natürlichen Bindungen, in nachbarschaftlichen Begegnungen, also auch im Betrieb durch die Gemeinsamkeit der Arbeit. Von diesem natürlichen Ansatz her lasse sich viel Fruchtbares entwickeln für die Gestaltung der Gesellschaftsordnung. Der Vortragende kennzeichnete dann den Unternehmer als einen schöpferischen Menschen, desspn fachliche Qualität auch im Staat mehr hervorgehoben werden müsse. Nach Ausführungen über die Marktwirtschaft, sagte der Vortragende, daß entscheidende Bedeutung der Sicherung des Anteils der Persönlichkeit an der Verantwortung beigemessen werden müsse. Es sei notwendig, daß es Menschen gebe, die wissen, daß über das Fachliche hinaus die menschliche Aufgabe begriffen werden müsse. G. R. Alemannischer Abend in Bayern Sängerreise des Männergesangvereins Frohsinn Freiburg Aus Anlaß seines 90. Stiftungsfestes unternahm der einer Gehirnersdiiitterung, Prellungen und Männerchor Frohsinn eine dreitägige Sängerreise, S£hü r f unS6n mittels Krankenautos in die rbi die allen Teilnehmern zu einem unvergeßlichen Er- öcnuriungen miixeis ivrameenautos in die Lili- lebnis wurde, wozu ganz besonders die Wahl des I rurgisene Klinik verbracht werden. Der Motor- Reiseweges und Zieles, die wirklich vorbildliche Organisation durch den Vereinsreiseielter Wehr I e, vor allem aber durch innere Gemeinschaft der im „Frohsinn“ zusammengeschlossenen Sänger wesentlich beitrugen. Die mit Omnibussen durchgeführte Fahrt ging über Salem —- Meersburg — Lindau nach Oberstdorf in die Allgäuer Alpenwelt. Schon auf der Hinfahrt gewannen die Teilnehmer bleibende Eindrücke von landschaftlicher Schönheit und architektonischen Kostbarkeiten, besonders im Gebiete des Bodensees und bei einer Besichtigung von Schloß und Kirche in Salem. Der nach dem Eintreffen in Oberstdorf von Einheimischen durchgeführte „Bayrische Abend* wurde in kurzer Zeit von den 75 Sangesbrüdem, die sich für drei Tage von ihren Trauen „losgerissen“ hatten, in einen „Alemaninisehen Abend“ umgewandelt, der auch bei den Bayern großen Beifall fand. Der jubilierende Chor sang unter der bewährten Leitung seines Dirigenten E. L. Wittmer beliebte Volkslieder, aber auch neuere Vertonungen. Diese Darbietungen fanden die uneingeschränkte Anerkennung des Publikums und lösten große Freude aus. Besonderen Applaus ernteten humoristische Einlagen des in Schwarzwaldtracht erschienenen „Vereinskomikers" Hansjörg Weber und des Sangwartes Hiß. Höhepunkte der Reise waren die Fahrt mit der Schwebebahn auf das 2251 m hohe Nebelhorn, eine Fahrt ins österreichische Walsertal, wobei man Gelegenheit hatte, sich an dem farbenfrohen, anmutigen Zug des zweiten Vorarlberger Landestrachtentreffens zu erfreuen, und eine Wanderung durch die tief in die Felsen eingeschnittene Breitachklamm mit ihrem reißenden, brausenden Wasser. Auf der Heimreise wurde noch ein Abstecher nach den bayrischen Königsschlüssem Hohenschwangau und Neuschwanstein bei Füssen unternommen, und mit leiser Wehmut sah man die teilweise noch mit Schnee bedeckten Alpen den Blicken entschwinden. Daheim aber erwarteten die Frohsinnsfrauen nach- di’eser dreitägigen Trennung ihre Männer mit Blumen, nachdem sie sich am Sonntag mit ihren Kindern in Oberried über diese Tage hinweggetröstet hatten, wobei Frau Bauer als „Tante aus Amerika“ mit ihren Gaben die Herzen der Kleinen schnell eroberte. Mit dieser Sängerreise beschloß der Männerchor Frohsinn seine Jubiiläumsveranstaltungen, die alle einen glücklichen verlauf nahmen. Gips-Diebstahl. Aus dem Lagerraum eines Gipsermeisters in der Nordstadt wurden, wie sich jetzt ergab, während eines längeren Zeitabschnitts insgesamt 85 Säcke Baugips gestohlen. Die Diebe verschafften sich zu dem in einer Baracke untergebrachten Lagerraum unter Anwendung von Gewalt Zugang. Unfall mit Kettenreaktion. Als ein älterer Radfahrer von der Basler Landstraße nach links einbog, wurde er von einem Motorradfahrer angefahren und leicht verletzt. Das Motorrad kam Ins Schleudern, stieß zunächst auf einen entgegenkommenden Radfahrer und stürzte auf den Gehweg. Der zweite Radfahrer mußte mit radfahrer kam ohne, sein Sozius mit leichteren Verletzungen davon. Beide Fahrräder und das Motorrad wurden beschädigt. Im fremden Garten. In den Kronenmatten wurde eine 21jjihrige Frau von der Polizei dabei ertappt, wie sie in einem Garten, der ihr nicht gehört, Erdbeeren pflückte. Die Früchte dürften nun noch teurer zu stehen kommen, wie die auf dem Markt käuflichen. Aus der Fürsorge geflohen. In den Abendstunden wurde in Günterstal ein 15jähriger Bursche gestellt. Die Kontrolle ergab, daß er sich aus dem Jugenderziehungsheim Oberrimsingen unberechtigt entfernt hatte. Immer wieder der Alkohol. Auf der Kronenbrücke wurde ein Radfahrer von einem verkehrswidrig fahrenden und anscheinend angetrunkenen Motorradfahrer stark gefährdet. In der Kronenstraße stellte der Radfahrer dann den Kraftradfahrer und wurde dabei tätlich angegriffen. Die Polizei schritt ein, stellte das Motorrad sicher und veranlaßt« die Entnahme einer Blutprobe bei dem unverantwortlichen Motorradfahrer. — Auf der Hansjakobstraße versuchte ein Pkw-Fahrer die Straßenbahn zu überholen, obwohl die Fahrbahn durch einen parkenden Pkw verengt war. Beide Pkws prall- Das Bilddrama „Hiob“ Auf Veranlassung der Staatlichen Musikhochschule Freiburg wurde im Rahmen der Freiburger Musikwochen das biblische Bilddrama „Hiob“ uraufgeführt, das sich auf eine große Anzahl von Werner Gothein in langer, mßhe- und liebevoller Arbeit geschaffener Holzschnitte gründet.* Er selbst versteht, wie er einleitend ausführte, unter einem Bilddrama eine dramatisch ablaufende Erzählung, die sich dem Betrachter nur durch das Optische mitteilt. Er erinnerte dabei an Franz Masereel, einen der bedeutendsten Holzschneider, der schon vor etwa drei Jahrzehnten einen neuen Bildbuchtyp geschaffen habe. Die tragische Gestalt des Gotheinschen Werkes ist Hiob selbst. Um ihn kämpfen Gott, der sein ganzes Vertrauen auf Hiob setzt, und der Teufel, der ihn ebenfalls für sich zu gewinnen hofft. Auch die schwersten Heimsuchungen aber vermögen Hiob nicht von seinem Bekenntnis zu Gott abzubringen, und selbst in seiner tiefsten Erniedrigung preist er den Höchsten. So verliert der Teufel am Ende sein Spiel, und der im Erdulden starke Mensch wird erlöst. In strengen Linien und klargegliederten Formen, schlicht, groß und verinnerlicht hat Gothein das ge- seiner künstlerischen Aufgabe untertan war und es sich nirgends leicht machte. Nach der Aufführung hatte man Gelegenheit, die konzentrierte Wirkung der Projektion mit der größeren Muße des Betrachter der Originalholzschnitte zu vergleichen. Die im Oberlichtsaal des Casinos untergebrachte, rund 120 Holzschnitte umfassende Ausstellung verdient es, von vielen besucht zu werden. -ck* „Königin Victoria“ Es hat zweifellos seinen besonderen Reiz, in dem großen Familienalbum des englischen Königshauses zu blättern, zumal wenn es auf eine so gewissenhafte, sich streng an die geschichtlichen Tatsachen haltende Weise geschieht, wie es das Bestreben des mit der einstigen Hofetikette aufs beste vertrauten Regisseurs Herbert Wilcox war. In der Wahrung der * sachlichen Linie, die die amüsantere Form der Anekdote von vornherein ausschließt, liegt es freir lieh auch begründet, daß dieser englische Film den romantischer veranlagten deutschen Betrachter im ganzen nicht so erwärmt, wie er es wohl erwartet. Wesentlich mehr als das Schicksal Victorias fesselt der tragische Konflikt im Leben ihres Gemahls Albert, des einstigen Prinzen von Koburg, der sich, als „Ausländer“ niemals die harten britischen Her- staltä ’Man muß sicäifrelllchinjedeseinEelne Bild *» erobern konnte, o^ohl« aus innerstem Hervertiefen, jim die weihevolle Stimmung, die das Ge- alles tat. um dem Lande, das^seine zweite Ifcl samtwerk atmet, voll empfinden zu können. Man spürt, daß hier einer am Werke war, der sich als Dienenden empfand und der deshalb unbeirrt nur ten aufeinander und wurden beschädigt. Da die Polizei auch in diesem Falle Verdacht auf Alkoholeinwirkung hegte, wurde dem Lenker des aufgefahrenen Wagens eine Blutprobe entnommen. Gefährlicher Unfug. Auf dem Weg durch die Zähringer Straße wurde eine Passantin von einem Stein am Kopf getroffen, den ein 15jähriger Bursche geworfen hatte. Die Kopfverletzung erforderte Inanspruchnahme ärztlicher Hilfe. Geldbeutel verschwunden. In der Mozartstraße legte eine Hausfrau ihren Geldbeutel mit 30 DM auf einem Tisch im Hausflur ab. Als sie nach einer halben Stunde vom Teppichklopfen zurückkam, war das Geld verschwunden. Radfahrer gegen Kraftwagen. An der Kreuzung Eschholz- und Ferdinand-Weiß-Straße stießen eipe Zugmaschine und eine Radfahrerin zusammen. Beim Sturtz erlitt die Radlerin Blutergüsse an den Knien.—Ein 15jähriger Bursche sauste in schneller Fahrt auf der linken Seite den stark abfallenden Kirchweg in Zähringen hinunter und fuhr auf einen von der Reute- bachgasse in den Kirchweg einbiegenden LKW. Der Junge wurde verletzt, sein Rad stark beschädigt. Kinder sind unberechenbar Am vorjährigen 11. September wurde in Bad Krozingen auf der Staufener Straße ein zweijähriges Bübchen von einem Lastkraftwagen angefahren, wodurch es auf der Stelle den Tod erlitt. Der Wagenführer aus Oberrotweil wurde der fahrlässigen Tötung angeklagt. Das Gericht kam ln der Verhandlung zu der Schlußfolgerung, er hätte als langjähriger Fahrer bedenken und wissen müssen, daß Kinder in ihrem Tun und Lassen unberechenbar sind. Dementsprechend wäre er verpflichtet gewesen, das am Rande der Straße stehende Kindchen in seinem Blickfeld zu behalten, um im gegebenen kritischen Moment den Wagen schnell abzustoppen. Als er, den Kleinen plötzlich vor dem Lastwagen gewahrend, die Bremsen anzog, war es zu spät. Das Schöffengericht Freiburg erkannte auf sechs Wochen Gefängnis und Auferlegung der Kosten. Freiburger Vorsdiau Dienstag, 19. Juni Städtische Bühnen, Großes Hans: 29 Uhr Die Czar- dasfürstin. Städtische Bühnen, Kammerspiele: 16 Uhr Mak und Moritz. Filmtheater: Casino „Panik“; Die Kurbel „Das Ganze halt!“; Friedrichsbau „Unter Gehelmbefehl“; Harmonie „Scotts letzte Fahrt“; Kandelhof „Schön muß men sein“; Union „Die Brüder NOltenlus“! Zentral „Die Letzten vom Fort Gamble“. Ruckmichsaal: 20 Uhr Liederabend Hans Höfflln (Schümann und Wolf). Kunstwissenschaftliche Gesellschaft: 20 Uhr c. t. Hörsaal 90 Vortrag Prof. Dr. Heydenreich „Tod und Triumpf in der römischen Kunst“. öffentlicher Gastvortrag ln der Universität: 20 Uhr c. t. Hörsaal 32 Prof. Dr. Bonn, London, „Die Grundlagen des Wohlfahrtsstaates“. Studium Generale: 20 Uhr c. t. HOrsaal 54 Vortrag Prof. Dr, Walther, Darmstadt, „Moderne Großrechenanlagen und yjre Bedeutung für Naturfor- schuhg) Medizin Und Wirtschaft“. Eintritt frei. Mittwoch, 29. Juni Städtische Bühnen, Großes Haus: 20 Uhr Cavalleria rusticana — Der Bajazzo. Städtische Bühnen, Kammerspiele: 20 Uhr Meisterabend großen Kabaretts „Die Globetrotter“. Filmtheater: wie am Dienstag. Grographisches Institut: 30 Uhr c. t. Hörsaal 90 Vortrag G. Reichelt „Über den Stand der Forschung zur Auelehmfrage in Deutschland“. An allen Tagen Augustiner-Museum: Mittelalterliche Kunst. Sonderausstellung Holzschnitte von Hans Baidung Grien. Kunstverein Freiburg, Talstr. 12a: Ausstellung Ernst Ludwig Kirchner. Casino-Klubräume: Gemälde von Gabriele Münter. Casino-Restaurant: 20.30 Uhr Kabarett. * VSehting dirigiert am Mittwoch Die Vorstellungen „Cavalleria rusticana“ und „Der Bajazzo" am Mittwoch, 20. Juni, werden zum ersten Male von Christian Vöchting dirigiert. mat geworden war. mit Rat und Tat zu dienen. Die Objektivität, mit der der Film das veranschaulicht, verdient besondere Anerkennung. Die stärksten Eindrücke gehen deshalb auch von dem beherrschten und zugleich vertieften Spiel Adolf Wohlbrücks aus, neben dessen Albert die Victoria Anna Neagles trotz einzelner packender Momente verblaßt, weil durch ihre Gestaltung Immer wieder das Theater hindurchschimmert. Dennoch ist es ein historischer Film, der eine menschliche Lehre vermittelt. (Harmonie) R B. . „Unter Geheimbefehl“ An der Leiche eines Ermordeten werden deutliche Anzeichen von Pest festgestellt. Die Polizei ist also gezwungen, ihre Nachforschungen so unauffällig, aber auch so schnell wie nur möglich durchzuführen, damit sich die furchtbare Seuche nicht ausbreitet und keine Panik unter der Bevölkerung entsteht. Die Gegenseite aber ist bestrebt, "diese Absicht mit allen Mitteln des Terrors zu durchkreuzen. Ein erregender Stoff, der dem aus der Türkei stammenden Regisseur Elia Kazan Gelegenheit gab, seinen völlig vom Atelier gelösten realistischen Stil namentlich in den an Carol Reeds „Dritten Mann“ erinnernden Verfolgungsszenen so elementar auszuspielen, daß das Publikum außer Atem gerät. In den fürchterlichen Würgebildem freilich wird die Grenze des Zumutbaren erheblich überschritten. Schauspielerischer Blickfang des Films ist Richard Widmark — diesmal auf der Seite der Jäger, nicht der Gejagten —, dessen pflichteifriger Arzt Straffreiheit und Wärme in sieh vereint. Auch die Mitsoieler, fast alles Laiendarsteller, decken sich mit den Rollen, die man ihnen anvertraute. Dazu eine, vorzügliche Kameraarbeit. (Friedrichsbau) R. B. „Die Letzten vom Fort Gamble“ Bevor noch der Titelvorspann beginnt, sieht man die Kpmera über eine Reihe malerisch gruppierter. Leichen streifen. Alle Wetter! denkt man, da mag's ja wieder nett hergehen! Aber es wird, dann nicht ganz so schlimm, wie man es. je nach Alter und Temperament, befürchtet oder erhofft hatte. Immerhin ergibt sich ein zünftiger Wildwester mit verwegenen Ritten durch schmale Schluchten und flache Seen, mit harten Männergesichtern und locker sitzenden Colts und — damit auch die Rührung nicht fehle — mit einem ln eitel Glück und Sonnenschein getauchten Wiedersehen zweier lieblicher Schwestern. Robert Tavlor ist wieder der helläugige Prärieritter, der sich diesmal allerdings böse zusammenstauchen lassen muß, und neben ihm sieht man die bildhübsche Arlene Dahl, die freilich Hollywood nicht verleugnen kann, und die besser in die rauhe Landschaft passende herbe Jean Hagen. — Im Beiprogramm ein ganz köstlicher farbiger Zeichentrickfilm der Metro (eine mit blendenden Einfällen gespickte Ballonfahrt vorwitziger Katzenkinder durch den Weltenraum), dessen Humor das Publikum In einen Freudentaumel versetzte. (Zentral) R. B. Casino-Variete Ein Programm mit ausgesprochenen Zugnummern! Da ist zunächst Fred Wolter, ein Meister der Equili- bristik, der auch den anspruchsvollen Zuschauer durch sfeine mit wechselndem Einhandstand verbundene schwierige Akrobatik verblüfft und es unter Ausschluß jeder Konkurrenz sogar fertig bringt, auf einem Finger zu stehen. In der gleichen Spitzenklasse rangiert Jimmy Hogan, der eine außergewöhnliche Technik in der Beherrschung der Mundharmonika entwickelt und mit seinem Jazzarrangement und seinem tollen Boogie-Woogie vor allem die jüngere Generation anspricht. Als Hexer bezeichnet sich Trikson, und das mit vollem Recht; denn es ist schon einige Zeit her, daß uns solch ein geschickter, eleganter und liebenswürdiger Täuschungskünstler auf der Bühne begegnete. Er zaubert Geldscheine in Kartoffeln und Armbanduhren in umschnürte Kisten, vertauscht Münzen und läßt eine Serie von Rasierklingen aus seinem flinken Munde herausspazieren. Ein ebenso behender komischer Jongleur Ist Otare, der mit Bällen, Tellern. Zylinderhüten und Zigarrenkisten ein gewandtes Spiel treibt und als Danworth erstaunliche Balanceleistungen auf einer rollenden Kugel zum besten gibt. Vara Sankowa wirbelt int Walzertakt und als Ungarmädel über die Bühne, und Günter Bert Stcxker, der Programmplauderer, steuert. eine urkomische „Sportreportage» bei. über die herzlich gelacht wird. In einem munteren Sketsch unterstützt Ihn aufs beste die charmante Salzburgerin Gerta-Maria Schmitt. —r» I Seite 8 — Nummer 73 Dienstag, 19. Juni 1951 Pas Polk EMMENDINGEN — KAISERSTUHL — ELZTAL Dringlichkeitsstufe für schlechte Straßen Sfeueraussdiüsse sind gebildet — Aus der Sitzung des Kreisaussdiusses Emmendingen Im Vordergrund der Beratungen, die der dingen und des Elztales (Finanzamt Freiburg) Kreisausschuß Emmendingen in seiner letzten Sitzung führte, stand erneut das dringende Problem der Straßeninstandsetzung. Da die vorhandenen» Mittel äußerst knapp bemessen sind, kann die Festlegung der Ausbesserung nur nach der jeweiligen Dringlichkeit erfolgen. Uber die Reihenfolge des Beginns der Arbeiten nach der Dringlichkeitsstufe wurden Listen aufgestellt. Mit in die erste Dringlichkeitsstufe kamen die schlechten Straßen im Kenzinger Gebiet. Der Umfang der diesjährigen Straßenarbeiten ist von der Höhe der Kredite abhängig, die von der Kreisverwaltung für diesen Zweck aufgenommen werden können. In diesem Zusammenhang muß leider bemerkt werden, daß die Bahlinger Brücke über den Leopoldkanal vorläufig noch nicht wiederhergestellt werden kann, da die Verhandlungen des Straßenbauamts mit dem Wasserwirtschaftsamt über die Bauausführung noch nicht abgeschlossen sind. Solange die Verhandlungen über diesen Punkt nicht abgeschlossen sind, bleibt es beim alten Zustand. Die Benutzer der Kreisstraße Bahlingen—Teningen werden also weiterhin Grund haben zum Schimpfen über das schlechte Straßenstück. — Ein Antrag der Stadt Elzach auf Gewährung eines Zuschusses zur Unter- haltung der Straße Elzach—Yach wurde geneh- migt. — Die Eingruppierung in die Lohnklassen für verschiedene Straßenwärter und Hilfsstraßenwärter wurde neu geregelt. — Anträge auf Schulgeldbefreiung für Schüler der Höheren Handelsschule Emmendingen lagen vor Unter Berücksichtigung der Vorschläge des Elternbeirates und der Lehrerversammlung wurde über die zu gewährenden Nachlässe Beschluß gefaßt. Abschließend wurde die Wahl der Steuerausschüsse für den Finanzamtsbezirk Emmen- vorgenommen. Danach gehören dem Steuerausschuß beim Finanzamt Emmendingen als Mitglieder an: Fabrikant Neusch, Herbolzheim; Kaufmann Bernhard Stelz, Emmendingen; Gewerkschaftssekretär Julius Blum, Emmen dingen; Buchhalter Franz Müller, Emmendingen; Schreinermeister Adolf Strübin, Emmendingen; Landwirt Valentin Kromer, Kenzingen; Zahnarzt Dr. Schifferdecker und Studienrat Dr. Beck, Emmendingen. Als Vertreter wurden gewählt: Kaufmann W. Ingold, Teningen; E. Geize, Teningen; Bäckermeister H. Scherer, Emmendingen; Maurermeister Gustav Heß, Teningen; Landwirt Ernst Blust, Ottoschwanden; Landwirt Ch. Holzer, Maleck; Rechtsanwalt Otto Günther, Emmendingen, und Apotheker Kurt Walter, Kenzingen. Für den Elztalbezirk wurden in den Steuerausschuß gewählt: Schreinermeister Albert Wernet, Elzach, und Bauunternehmer Karl Burger, Waldkirch; als Vertreter: Metzgermeister Karl Sauer, Kollnau, und Apotheker Alfred Bader, Gutach. In letzter Zeit mehren sieh die Klagen, daß die Straßenbeleuchtung unzureichend ist. Mit Ausnahme weniger Laternen wird die Gasbeleuchtung bereits um 23 Uhr ausgeschaltet, so daß in einigen Stadtteilen überhaupt keine Beleuchtung mehr vorhanden ist. Wenn die Bevölkerung sich hierüber beklagt, so kann man sagen, daß diese Klagen durchaus berechtigt sind. Die Straßenbeleuchtung müßte mindestens bis zur Polizeistunde eingeschaltet bleiben. Nachdem die frühe Abschaltung der Gasbeleuchtung nicht mehr mit Kohlenkiiappheit begründet werden kann, dürfte es sicherlich keine Schwierigkeiten bereiten, den Wünschen der Bevölkerung Rechnung zu tragen. Emmendinger Stadtnachrichten Folgende hochbetagten Einwohner feiern Geburtstag: am 19. Juni: Emilie Kühl, Bergerstr. 1, den 74.; am 20. Juni: Pauline Kistner, Witwe, geb. Meyer, Schlosserstr. 25, den 83.; Christian Krämer, Bechererstr. 21, den 81. Herzlichen Glückwunsch! Heute, 20.15 Uhr, treffen sich die Helferinnen des Ortsvereins des Roten Kreuzes zu einem Handarbeitsabend auf der Kreisstelle. Am 21. Juni, 20.15 Uhr, gibt die Sopranistin Katharina Karg-Elert in der Aula des Gymnasiums einen Schubert-Lieder-Abend, bei dem eine Auswahl selten gehörter Schubertlieder dargeboten wird. Das Zentral-Theater spielt am Dienstag (20 Uhr) und Donnerstag (21.15) an Stelle des angekündigten Films „König der Nassauer“ den berühmten Fritz-Lang-Film „Gehetzt“, die Flucht aus der Todeszelle in die Welt ohne Herz. Die Fuchsen-Lichtspiele zeigen von Dienstag bis Donnerstag „Spionage in Fernost“, einen Spitzenfilm erregender Aktualität. Stadtjugendring Emmendingen gebildet Auf Anregung verschiedener Jugendverbände und auf Einladung des Kreisjugendpfiegers Börner war dieser Tage eine Anzahl Vertreter der Emmendinger Jugendorganisationen im Evangelischen Jugendheim zusammengekommen, um über die Bildung eines Stadtjugendringes zu beschließen. . Nach einleitenden Worten des Kreisjugendpflegers sprachen sich die Vertreter der verschiedenen Jugendorganisationen über die Form einer künftigen Zusammenarbeit und über die Aufgaben, die ins Auge gefaßt werden sollen, aus. Dabei kam man zu der Überzeugung, daß mit einer losen Zusammenarbeit der Verbände untereinander nicht gedient wäre; einstimmig wurde daher die Bildung eines Stadtjugendringes gutgeheißen. Die vom Kreisjugendpfleger und vom Vertreter der Gewerkschaftsjugend, Kurt Deppert, vorgelegten Satzungsentwürfe, in denen der Zweck und die Aufgaben, sowie die Organisation des Stadtjugendringes verankert wurden, kamen zur Beratung, wobei das endgültige Statut festgelegt wurde. Die wirklichen Zustände „Tag der Heimat“ am 5. August In einer Versammlung des Ortsverbandes Emmendingen der Heimatvertriebenen, zu der auch die Vorsitzenden der übrigen Ortsverbände aus dem Kreisgebiet eingeladen waren, stand auch die Abhaltung des Tages der Heimat, der am 5. August in ganz Westdeutschland gefeiert wird, auf der Tagesordnung. Vorsitzender Richter wies auf die Bedeutung dieses letzungen, jedoch wurde ihr Fahrrad schwer Tages für die Heimatvertriebenen hin und hob her- beschädigt. Kenzingen. Im Flüchtlingsaltersheim Bad Kirnhalden beging Frau Mathilde Krüger ihren 77. Geburtstag bei gutem Wohlbefinden. Ferner begeht Frau Friedericke Ehrenmann geb. Mutschler, Lange Straße, in körperlicher und geistiger Frische ihr 80. Wiegenfest. Frau Rosa Scharbach geb. Heil, Kieselstraße, wurde 76 Jahre alt. Da sie leidend ist, wünschen wir ihr gute Besserung. Wir gratulieren den Geburtstagskindern. Freiamt-Reichenbach. Seinen 90. Geburtstag feierte dieser Tage Mathias Buderer. Der Jubilar, der sich noch guter Rüstigkeit erfreut, ist der älteste Einwohner der Gemeinde. Die vor, daß dieser Tag wie im Vorjahre festlich be gangen werden solle. Zur Ausgestaltung der Feierstunde und für die zu treffenden umfangreichen Vorbereitungen wurde ein Ausschuß gebildet, dem die Herren Wenseritt, Mold- ner und Kurt Steinborn, und die Damen: Stick, Kuhn und Hildegard Steinborn angehören. Innerhalb des Orteverbandes Emmendingen besteht seit kurzem auch eine Gesangsgruppe, die erstmals am „Tag der Heimat“ mit einigen Heimatliedern an die Öffentlichkeit treten wird. ' Vorsitzender W. Richter brachte in seiner im Mittelpunkt der Versammlung stehenden Ansprache zum Ausdruck, daß die neu aus Niedersachsen, Bayern und Schleswig-Holstein angekommenen Flüchtlinge mit gewissen Hoffnungen nach Südbaden gekommen seien, die jedoch nicht in Erfüllung gehen würden. Schuld daran trage allein die Anwerbungskommission in den Abgabeländern, die durch allerlei Versprechungen auch heute noch Leute veranlassen würde, sich umsiedeln' zu lassen. Somit könnten die hiesigen Umsiedlungsstellen oder gar die ortsansässige Bevölkerung nicht verantwortlich gemacht werden, wenn die ankommenden Flüchtlinge teilweise wieder im Lager untergebracht werden müßten, und überhaupt ihre HoffniÄigen und Wünsche nicht in Erfüllung gehen könnten. Leider sei auch die Presse in. den Abgabeländern nicht gewillt, eingeschickte Erlebnisberichte aus unserem Gebiet zu veröffentlichen, so daß die dort sich zur Umsiedlung meldenden Heirpatvertriebenen in keiner Weise über die wirklichen Zustände in Südbaden aufgeklärt werden könnten. Falls der ununterbrochene Flüchtlingszustrom in unser Gebiet nicht abgebremst werde, so führte der Redner aus, spitze sich auch hier die Lage zu einer Katastrophe zu. Es stehe fest, daß die Umsiedlungsaktion nur dadurch befriedigend für alle Teile durchgeführt werden könne, wenn vor der Umsiedlung der Heimatvertriebenen mit staatlichen Mitteln neuer Wohn- raum geschaffen und auch Sorge für eine arbeitsmäßige Unterbringung getroffen werde. Weiter führte er aus, daß es durch die Initiative der Heimatvertriebenen möglich gewesen sei, im letzten Jahr im Kreis Emmendingen eine stattliche Anzahl von Wohnungen zu erstellen; allein in Emmendingen seien 46 Wohnungen durch die Siedlungsgemeinschaft der Heimatvertriebenen gebaut worden. Trotz der im letzten Jahr erheblichen Erhöhung der Baupreise sei es gelungen, die Gesamtbaukosten fast auf der gleichen Höhe wie nach den Plänen vorgesehen zu halten. Pro Baueinheit mache der Aufschlag nur rund 300 DM (0,05 Prozent) aus; dies sei um so höher zu bewerten, als ancjpre Baugenossenschaften mitunter um ein Vielfaches batten die Kosten erhöhen müssen. Auch in diesem Jahre seien die Heimatvertriebenen bestrebt, den allgemeinen Wohnungsmarkt durch die Errichtung möglichst vieler Neubauten zu entlasten. Als Beweis dürfe die Tatsache gelten, daß die Baugenossenschaft der Heimatvertriebenen etwa die Hälfte der im Kreisgebiet zur Verteilung gelangten staatlichen Bauförderungsmittel von 1,6 Millionen DM erhalten habe. Kritik übte Vorsitzender Richter im Verlaufeseiner Ausführungen an dem Umstand, daß die beim Kreis- Umsiedlungsamt beschäftigt gewesenen Flüchtlinge entlassen werden mußten, so daß nunmehr überhaupt kein Heimatvertriebener mehr dort beschäftigt sei. Abschließend gab er bekannt, daß in den nächsten Tagen die Auswanderungskommission in den Kreis Emmendingen komme. Interessenten könnten sich im Kreis-Umsiedlungsamt vormerken lassen. Danach besteht der Stadt jugendring aus 20 Delegierten; auf die evangelische und katholische Jugend entfallen jeweils fünf Delegierte, auf die Gewerkschaftsjugend 3; für die Naturfreundejugend wurden ebenfalls Delegierte vorgesehen. Außerdem gehören dem Stadtjugendring noch fünf Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens an. Hier wurden gewählt: ein Vertreter des Sports und ein Vertreter der Wirtschaft. Mitglied des Stadtjugendringes können alle :n Emmendingen tät%en Jugendgruppen werden. Die Aufgabe des Stadtjugendringes besteht vor allem darin, das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit zu fördern, um der Jugend in kultureller und sittlicher Hinsicht usw. dienlich zu sein; gemeinsame Aktionen und Veranstaltungen sollen durchgeführt werden. Der Vorsitz wechselt im jährlichen Turnus unter den Jugendorganisationen, wobei auch die Organisation, die den Vorsitz führt, die Geschäftsführung übernimmt. Für das erste Jahr kam der Vorsitz durch das Los an die Gewerkschaftsjugend; zum Vorsitzenden wurde Kurt Leppert gewählt. 115 Jahre Sahgerrunde Höchberg Die Sängerrunde Hochberg hat nunmehr das Programm für das am 7./8. Juli stattfindende 115- jährige Jubiläum festgelegt. In dem am 7. Juli angesetzten Festbankett, zu dem der Staatspräsident eingeladen ist, wird die neue Fahne ihrer Bestimmung übergeben. Den Höhepunkt des Festes bildet das am Sonntag, 15 Uhr, stattfindende Festkonzert, bei dem Opernsänger Kurt Schneider (Baß) vom Nationaltheater in Mannheim Mitwirken wird. Nach den Festgottesdiensten findet um 11 Uhr am Kriegerdenkmal im Stadtgarten eine Totenehrung statt. Ein Festball in den Blumesälen soll das Jubiläum abschließen. Anläßlich dieses Festes erscheint ein Festbuch, das eine lückenlose Vereinsgeschichte und das Veranstaltungsprogramm enthält. Die neue Fahne wird im Schaufenster der Firma C. Blum-Jundt ausgestellt. Wasser. Ein aus Freiamt stammender Arbeiter, der sich auf der Fahrt zur Arbeitsstelle befand, wurde von einem in gleicher Richtung fahrenden Motorradfahrer angefahren. Durch Einwohnerschaft gratuliert. — Während der I den infolge des heftigen Anpralls erfolgten Heuernte haben die Schulen Ferien. Der Unter- j Sturz zog sich der Radfahrer erhebliche Prel- richt beginnt erst wieder am 25. Juni. I lungen zu. Der gute Wille ist da! Stadtrat und Bürgerschaft in Waldkirch , Das günstige Echo, das die vergangenen Mittwoch in Waldkirch abgehaltene .Bürgerversammlung in der lokalen Presse gefunden hat, sowie die interessierte Haltung der Bevölkerung, machen es lohnenswert, die Methode der Aktivierung der örtlichen Kommunalpolitik durch Mitarbeit der Bürgerschaft und gegenseitige „Orientierung“ im einzelnen etwas näher zu untersuchen. D-Zug gegen Zugmaschine Riegel. Am Samstagmittag um 12.21 Uhr durchfuhr eine Zugmaschine mit einem mit Kies beladenen Anhänger die westliche Bahnschranke am Riegeler Bundesbahnhof. Im gleichen Augenblick passierte der verspätete D-Zug nach Basel den Bahnhof. Mit einer Geschwindigkeit von etwa 120 Stundenkilometern raste die Lokomotive auf die Zugmaschine und riß mit dem rechten Puffer die Vorderachsen der Zugmaschine mitsamt dem Kühler usw weg. Der aus Wasser stammende B. wurde durch die Wucht des Anpralls etwa 20 Meter weit durch die Luft geschleudert, wo er in schwerverletztem Zustand liegen blieb. Kurz nach seiner Überführung in das Emmendinger Krankenhaus verstarb er jedoch an den Folgen des Unfalles. Wieso der Kraftfahrer am hellen Tag die geschlossene Schranke durchfahren konnte zumal er die Strecke täglich zurücklegte und die Gefahr kannte, wird ein Rätsel bleiben. Man vermutet, daß er wohl gebremst hat — der Schrankenwärter sah auch noch, daß er versuchte umzuschalten — die Zugmaschine jedoch von dem schweren Anhänger gestoßen, nicht mehr zum Halten gebracht werden konnte. Infolge Krankheit war an diesem Tag der sonst immer mitfahrende Beifahrer nicht dabei, sonst wären voraussichtlich zwei Todesopfer zu beklagen. Innerhalb weniger Monate ist dies der zweite tödlich verlaufene Unglücksfall an der Riegeler Bahnschranke. Großbrand in Broggingen In der Nacht zum Montag brach aus bis jetzt unbekannten Gründen ein Brand aus, dem die Anwesen Engler und Kehnei (Wohngebäude und Ökonomie) zum Opfer fielen. Vermutlich nahm das Feuer im Anwesen Engler seinen Anfang und breitete sich von dort auf das andere Anwesen aus. Die Gebäude brannten bis auf die Grundmauern vollständig, aus. Der entstandene Gebäudeschaden wird auf 50 000 DM geschätzt. Der Fahrnisschaden — im Anwesen Engler verbrannte auch ein neuer Volkswagen _liegt noch nicht fest. Dem Feuer fielen auch 3 Ziegen, 5 Schweine und Federvieh zum Opfer. Bei den Löscharbeiten waren die Feuerwehren aus Emmendingen, Kenzingen, Herbolzheim, Bleichheim, Tutschfelden und Broggingen eingesetzt. Leiter beeinträchtigte Wassermangel die Löscharbeiten, doch konnte ein weiteres Übergreifen des Feuers auf das Giebeldach der „Krone“ verhindert werden. Ehrung von F. Sillmann Weisweil. Eine besondere Ehrung durch den Musikverein wurde dem Ratschreiber Fritz Sillmann zuteil. Er gehört bereits seit 20 Jahren als Vorsitzender dem Verein an. Der Präsident des Oberbadischen Musikverbandes, Jakob Blum, übernahm selbst den Dirigentenstab bei der Darbietung von einigen Musikstücken, die zu Ehren des 60. Wiegenfestes von F. Sillmann gespielt wurden. Bürgermeister Sexauer dankte Sillmann, auch im Namen des Gemeinderats, für seine gewissenhaften und vorbildlichen Leistungen. Auch Vermessungsrat Haller ergriff das Wort und berichtete über die vorbildliche Aufbauarbeit in Weis weil, die nicht zuletzt ein Verdienst des Ratschreibers Sillmann sei. Die anwesenden Gemeinderäte sprachen sich ebenfalls in diesem Sinne aus. Sichtlich bewegt dankte Fritz Sillmann für das ihm von allen Seiten entgegengebrachte Vertrauen, das ihm half, die schwerzerstörte Gemeinde Weis- weil wieder einem besseren Leben zuführen zu können. F - W. Kenzingen Am vergangenen Freitag wurden im Munitionsdepot der Besatzungsmacht (Forchheimer Wald) Lohngelder in Höhe von 1300 DM gestohlen. Als Täter wurde ein Mumtionsdepot-i arbeiter von der franz. Gendarmerie festgestellt. Am vergangenen Samstagvormittag erlitt die Hebamme aus Malterdingen, die im Städtischen Krankenhaus hier, ihren Dienst verrichtet, einen Unfall. Auf dem Heimwege von Kenzingen ’ nach Malterdingen fuhr sie bei der'Hecklinger Brücke die alte Abkürzungsstraße zur Brücke und zu gleicher Zeit kam in entgegengesetzter; Richtung Tierarzt Dr. Schlude aus Kenzingen mit seine« Personenwagen und aus bisher unbekannten Gründen wurde die Hebamme angefahren. Die Radfahrerin erlitt leichtere Ver- Die Tagesordnung der Versammlung wurde in unserer Ausgabe vom 14. Juni bereits besprochen. Grundsätzlich waren die zu den verschiedenen zur Debatte stehenden Punkten gemachten Vorschläge aus den Reihen der Zuhörer von dem guten Willen der Zweckmäßigkeit getragen, wenn man von einigen zwar idealistisch verkleideten Ausführungen, die aber ein wenig auf dem goldenen Boden des eigenen Handwerks basieren zu müssen meinten, ab- sehen will. Der nicht zu verkennende Dilettantismus dagegen, mit dem man teilweise an die Lösung wirklich schwieriger Aufgaben heran- gehen mochte, darf nicht zum Vorwurf gemacht werden, da der. weitaus größte Teil der Versammelten nicht genügend mit den gegebenen Möglichkeiten der technischen und finanziellen Durchführung der in Rede stehenden Projekte vertraut sein konnte, und man mit der guten Absicht und dem gesunden Menschenverstand allein nichts ausrichtet, wenn man keine Detailkenntnisse hat. Weitab von irgendeiner Kritik soll deshalb lediglich erwogen werden,! mit welchen Mitteln sich die brauchbaren Ergebnisse einer so lobenswerten demokratischen Einrichtung wie der Abhaltung einer Bürgerversammlung verbessern lassen: Die SPD »sähe nach wie vor in der Anberaumung öffentlicher Stadtratssitzungen eine gute Gelegenheit für die Bürger, sich in die Materie der aktuellen städtischen Probleme einzufühlen und das Rüstzeug für zweckdienliche Vorschläge in sich hoffentlich nicht zu selten wiederholenden Bürgerversammlungen zu beschaffen. Daß man sich laut bestehender Gesetze in den öffentlichen Stadtratssitzungen mit der Rolle des Zuhörers bescheiden müßte, wäre dabei kein Hindernis. Wohl aber sei angeregt, das Programm dieser Sitzungen in der Presse rechtzeitig bekanntzugeben, und sie zu einer Zeit anzusetzen, die der werktätigen Bevölkerung erlaubt, daran teilzunehmen. Thematisch betrachtet, sollen selbstverständlich öffentliche Stadtratssitzungen nicht dazu da sein, einen vor den Kadi gekommenen Streit um Nachbars Gartenzaun auf den Marktplatz zu tragen, oder seitens der Stadtverwaltung in Aussicht genommene Planungen vorzeitig zu publizieren; auch sollten nicht Dinge in die Tagesordnung aufzunehmen sein, die sich von selbst erledigen oder solche, die für die Allgemeinheit ohne Interesse sind. Man greife ein einziges Beispiel heraus, den sozialen Wohnungsbau. Hier verdienen zunächst einmal die vorbildlichen bisherigen Leistungen der Stadt Waldkirch auf diesem Gebiet an Hand nachstehender Zahlen gewürdigt zu werden. Für rund 300 000 DM eingegangene Verpflichtungen wurden in den letzten anderthalb Jahren 92 Wohnungen gebaut (davon 56 durch die! Stadt, 21 durch Private und 15 durch die Baugenossenschaft), was einem Durchschnitt von 13,1 Wohnungen auf 1000 Einwohner entspricht. (Vergleichzahlen: Land = 7,8 und Bund = 7,5). Trotzdem läßt sich nicht verheimlichen, daß das Wohnraumproblem auf Grund sattsam bekannter Umstände noch immer brennend ist. Hier kann aus der Bürgerschaft ohne genaue Kenntnis der Einzelheiten kein brauchbarer Vorschlag gemacht werden. Mit diesen Einzelheiten aber beschäftigt man sich seit langem und immer wieder im Stadtrat, warum aber ohne Zuhörer? Wenn der zwangsläufig der Irrw- provisationstheorie ergebene CDU-Stadtrat Wirth in Abwägung der Fortführung des sozialen Wohnungsbaus und der sonst unumgänglich notwendigen Aufgaben der Stadt Waldkirch sich in die beruhigende Formulierung, das eine zu tun und das andere nicht zu lassen rettet, so bleibt immerhin die Frage offen, wie wenig für das eine zu tun und wie viel vom anderen zu lassen ist. An solchen Entscheidungen teilhaben zu dürfen, mögen alle Bürger herzlich eingeladen sein. Der gute Wille dazu ist auf beiden Seiten vorhanden. —ak— Waldkirch. Am Mittwoch, 20. Juni, 17 Uhr,' öffentliche Stadtratssitzung. Tagesordnung: 1. Haushaltsberatung, 2. Verschiedenes. Waldkirch Nichtöffentliche StadtratbeschUisse In nichtöffentlichen Sitzungen nahm der Stadtrat ne ^ n verdinglichen Bau- und Wohnungsfragen auch solcher im Allgemeininteresse liegenden Fragen Stellung. So wurde vor allem die Erstellung einer Be» dürfnisanlage bei der katholischen Kirche befürwortet und das Stadtbauamt mit der Ausarbeitung eines Planes beauftragt. Auch soll der früher so beliebte Kinderspielplatz am Stadtrain wieder hergerichtet werden. Ebenso wurde die Anschaffung einer neuen Bekleidung für die Leichenträger sowie neue Decken für das Gespann für notwendig befunden. Dem Antrag der Schwimmabteilung des SV Waldkirch zur Überlassung der städtischen Schwimm- und Lautsprecheranlage am 24. Juni wurde auf Kosten des Veranstalters entsprochen. Von den zahlreichen Bewerbern der zu besetzenden vier Gemeindeschutzpolizeibeamten wurde noch keine Entscheidung getroffen. — Der für das Jahr 1S51 fertiggestellte Haushaltplan wurde den Fraktionen zur Beratung und Stellungnahme überlassen, um diesen baldmöglichst verabschieden zu können Am Samstagabend veranstaltete die Stadtmusik Waldkirch ein immer gern besuchtes Konzert in der Allee. Neben den immer gern gehörten Werken von R. Wagner und F. Schubert kamen auch solche weniger bekannter Komponisten zu Gehör, die bei den zahlreichen Musikfreunden begeisterten Beifall fanden. Waldfest des SV Der Sportverein Waldkirch veranstaltet am 29. Juli auf der Heitere ein Waldfest, bei dem neben gesanglichen und musikalischen Vorträgen des hiesigen Gesangvereine, der Stadtmusik und des Handharmonikaklubs, sportliche Darbietungen mit humorvollen Einlagen wie Sackhüpfen, Kletterbaum, Schwitzkasten, Eierlaufen und noch vieles mehr vn * allem der Jugend, allen Besuchern zu einem unterhaltenden Nachmittag zu werden verspricht. Auch für die Erwachsenen sind verschiedene Überraschungen vorgesehen, wie auch für das leibliche Wohl Sorge getragen wird. Des weiteren sind für die Sieger Preise vorgesehen und für die Kinder der übliche Wecken mit Wurst. Die Vorbereitungen sind soweit vorangeschritten, daß wenn auch der Wettergott hierzu sein freundliches Gesicht macht, die Veranstaltung sowohl für den Sportverein wie auch alle Mitwirkenden und alle Besucher zu einem schönen Erlebnis zu werden verspricht. Durch Unvorsichtigkeit stieß bei der Tankstelle Held ein von Kollnau kommender Personenwagen mit einem von Waldkirch kommenden Lastwagen zusammen, bei dem. beide Wagen erhebliche Schäden erlitten und eine mitfahrende Frau leichtere Kopfverletzungen davontrug. Die »Naturfreunde 4 * und der Schwarzwaldverein veranstalten mit dem Skiklub am Samstag, 23. Juni, auf dem Kandel eine Sonnenwendfeier, die von einem Quartett der Stadtmusik umrahmt werden wird. Zu dieser Feier wird auch vom Marktplatz weg eine Fahrtgelegenheit eingerichtet werden. Die oben erwähnten Vereine bitten dieserhalb ihre Mitglieder, ihre Vereipsnachrichten in den Aushangkästen zu verfolgen. Die Bevölkerung ist hierzu freundlichst eingeladen, doch werden die Eltern schulpflichtiger Kinder gebeten, diese zur Feier nicht zuzulassen. Dienstag, 19 . Juni 1981 Nummer 73 — Seite 9 Bas Bot* Nachrichten aus Stauten Stadtratsbericht: Der Stadtrat nahm Kennt- *us von dem Stand der Angelegenheiten „Amts- genchtsneubau“ und Prozeß gegen Kuno Kerker. — Die dringende Umsetzung der beiden ■ - . . .- B D - , - w . --- - -- Öfen im Rathan« PrnRor o_„i« im Rats I Bezirke ües Südbadischen Fußballverbandes Rechen- zu begrüßen, unter der Voraussetzung, daß die spiel- Timmer“ J . „ , . r . ai u " lu , " „ „ schait vor ihren Vereinen über die im abgelaufenen i technischen Belange den Vorrang vor den verwal- «n—«r-i WU J. ?. lm Submissionsweg an den Haf- I Jahr vollbrachte Arbeit und nehmen dabei Kritik tungsmäßigen haben müssen. Schließlich nahm der Bezirk Freiburg des SBFV seine Jahrestagung zum Anlaß, eine Reihe verdienter Vereinsmitglieder zu ehren. Als einziger der Geehrten erhielt Max Fischer, 1844 Freiburg, die gol Wiederwahl als Vertrauensbeweis Tagung des Bezirkes Freiburg im Südbadischen Fußballverband Alljährlich vor dem Verbandstag geben die sechs Schluß gekommen, eine Fusion der beiden Verbände nermeister Keller übertragen. — Für die Be- | und Wünsche ihrer Vereine entgegen, treuung städtischer Bauarbeiten soll mit Herrn' 2er BeziZk Freiburg, mit über lOO Vereinen übri- Architekt SdilonVor »•_i ® ens der größte des Verbandsgebietes, hatte seine n n r_ M , phlenker wegen Vereinbarung eines Vereine nach Freiburg eingeladen, um hier Rede und Vorzugstarifs verhandelt werden. — Der Bür- ‘ ' ‘ ®!™ 1 ^ er Sab dem Stadtrat Kenntnis von dem riucntlingsverteilungsschlüssel für die Kreis- icf letzte Ausgabe). Der Stadtrat «xUUC Cisxussron uoer ure un vergangenen janre ist aer Ansicht, daß die Zuweisung infolge der geleistete Arbeit, lediglich, die weiter erhöhte Zahl UVARa« T» J...r •_ . - _ . ° I cu_>ja _i_ i_i.n_ _4 _i_ a_ i _ Antwort zu stehen. Die Erledigung der Tagesordnung wurde sehr wesentlich vereinfacht durch die bereits gedruckt vorliegenden Jahresberichte der einzelnen Mitarbeiter des Ausschusses An sich gab es keine große Diskussion über die im vergangenen Jahre dph bpirm“-., .“.“l.“* 1 ' 16 ““““ 1 - Jahre mit aller Schärfe auf eine bessere Disziplin el “ e ausreichende Berücksichtigung erfah- innerhalb der Mannschaften und auf den Sport- Oer Stadtrat nimmt Kenntnissen einem Plätzen zu sorgen. Daß der Bezirksfachausschuß seine Schreiben des Badischen Landesamts für Denk- Täti S kelt s anz im Sinne der Vereine ausgeführt hat, malsDfleee und HZolk,,! - !! ^ XJenK | und daß auch nicht die geringste Beanstandung zu een Heimatschutz in Freiburg we- verzeichnen war, erhellt die einstimmige Wieder- gen notwendiger Restaurierung der Burgruine ‘ .. «rh.nlif'i bei eini s en Fensterbögen Ein- sturzgefahr besteht, werden die Eltern ermahnt, ihre Kinder auf diese Gefahr hinzu- r' ~ DaS FisAersc he Wohngrundstück an terd? Unern l r Straße sol] käuflic h erworben sÄusge e btudes° tWendiger Erweiteru ^ *» o t Eakales: .An» vorletzten Sonntag herrschte in Sl® Wled « reger Betrieb. Anläßlich der sfd^dteehensfeier der Jahrgänge 1901/02 hatten Und fern ® t ? lu ^ ka meraden aus nah sprochen werden wird, hat auch der Freiburger Be- n „ fieser Feier recht zahlreich ein- zirkstag dieses Thema diskutiert und ist zu dem gefunden. Unter ihnen Pfarrer Josef Wiesler. fiindÜn Wössingen hatten sidi die 50er einge- verleben Um “ Staufen einige frohe Stunden zu wähl des gesamten Bezirksfachausschusses, dem euch für das kommende Jahr Bezirksobmann Rudi Poth vorstehen wird. Der in 14 Tagen stattflndende Verbandstag des SBFV wird sich auch mit den bekannten Vorgängen im Bezirk Baden-Baden zu befassen haben. Der Bezirk Freiburg hat auf seiner Tagung einstimmig eine Entschließung angenommen, die folgenden Wortlaut hat: „Der Bezirkstag lehnt es auf dem Verbamdstag grundsätzlich ab, daß die Vereine Baden-Baden, Kuppenheim, Rastatt und Aehem sich vom Südbadischen Fußball-Verband loslösen und sich an den Nordbadischen Fußball-Verband anschließen." Da auf dem Verbandstag auch die Frage des Zusammenschlusses Südbaden-Nordbaden eingehend be- Joeef Burgert und Harry Steffes; SC Ehrenstetten: Karl Kerber; SC Elzach: Heinrich Hoff mann und Hans Merz; FV Emmendingen: Karl Hussong; Alemannia Freiburg: Josef Kipper. Max Streeb und Leop. Strohm; Blau-Weiß Freiburg: Ernst Busch, Ernst Dischinger und Max Peter; 1844 Freiburg: Kar; Renz, Fritz Räpple und Willi Trapp: FFC: Rudolf Held, Arthur Hunkier, Hugo Mandler und Max Zimmermann; Spfr. Freiburg: Max Nischwitz; TuS Zähringen: Fritz Ginther; FC St. Georgen: Franz Zipfel; SV Gottenheim: Franz Bayer; SC Heilersheim: Otto Langenbacher; SV Hochdorf: Martin Schätzle; VfR Kirchzarten: Rudolf Kratt und Emil Ruh; Spvg Müll- ..—- a-.ppa«», x„„ s „.- heim: Wilhelm Krembs, Richard Minarek und Rieh- dene Ehrennadel des Verbandes für seine 25jährige I Reinhard; Spfr. Niederweiler: Ernst Busch und proi. Dr. Hch. Her Ion; SV Sasbach a. K.: Josef Friedrich« und Albert Weber; SV Sulzburg: Frite Schaublin; TSV Teningen: Adolf Mehlhase und Erich Weber, SC Tunsei: Hans Müller und Josef Wagner: SV Waltershofen: Anton Rock; SV Wasser: Willi Köstel, SC Wyhl: Eugen König. ununterbrochene Arbeit in der Jugendabteilung seines Vereins, während folgenden verdienten Mitgliedern die silberne Ehrennadel überreicht wurde: SV Buchheim: Franz Imm und Robert Kühnle; FSV Buchholz; Albert Herberger; Spfr. Buggingen: Otto Sütterlin und Eugen Zitzer; SSV Bötzingen: Premiere im Freiburger West-Stadion Die ersten Spiele berechtigen zu den größten Hoffnungen ' Es ist für Freiburg nicht alltäglich, wenn ein neues Sportstadion eingeweiht wird, dazu noch ein Stadion, das auf Grund seiner guten Lage einmal die besten Aussichten haben wird, für große Teile der Freiburger Jugend zu einem Sportzentrum zu werden. Darum sei es uns ein weiteres Mal vergönnt, über das neue „West-Stadion* 4 zu belichten, wobei wir diesmal vor allem den Sport herausstellen möchten, der nun, nachdem die offiziellen Feierlichkeiten zu Ende sind, für die weitere Zukunft das Wort haben wird, wobei auch wir hoffen wollen, daß — wie in den ersten beiden Tagen — immer solch sportliche Kameradschaft an dieser Stätte herrsdien möge. Eine gute Partie lieferte der ASV Freiburg beim ersten Treffen am Samstagabend gegen die Reserve des FFC, die mit 1:5 den Kürzeren zog. Musik, Tanz Trunk bestimmten den weiteren Verlauf dieses ersten Abends, dem ein Morgen harter Ringkämpfe folgte. Die neu gebildete Ringerstaffel des Jubiläumsvereins — die offizielle Gründung wird voraussichtlich noch in dieser Woche erfolgen — hatte zu einer Freundschaftsbegegnung die Ringerstaffel des SV Kollnau eingeladen. Ein Kampf, der erst durch das freundliche Entgegenkommen des Verbandes möglich wurde. Die Gäste traten allerdings ersatzgeschwächt an. machten aber den Einheimischen den Sieg nicht leicht, der mit 5:3 noch recht knapp ausfiel. Die Punkte für die Sportfreunde holten Hatterscheidt, W. Ehret, R. Langenbacher, A. Weißhaar und K. Langenbacher, während für Kollnau Rösch, Schüler und Linderer erfolgreich waren. Nachdem am Nachmittag die Jugendmannschaft Der Schwimmer-Nachwuchs ist gesichert Nicht gerade viel Zuschauer, dafür aber um so mehr Lärm bildeten den äußeren Rahmen der Jugend- ASV Freiburg und Waldkirch im Freiburger Marienbad durchgeführt wurden. Dafür aber wurden von den etwa 100 Teilnehmern Leistungen geboten, die die Begeisterung der Jugend rechtfertigten. Folgende Ergebnisse wurden eratelt: • Männliche Jugend: 100 m Kraul: 1. Göhring (SSVF) 1.13.4 Min , 2. Stoffel (FFC) 1.14.8, 200 m Brust: 1. Frey (SSVF) 3.28.5, 2. Sutter (FFC) 3.,22.8; 100 m Rücken: 1. Drähnle (FFC) 1.21.2, 2. Kray (FFC) 1.27.7; 100 m Brust: 1. Röder (FFC) 1.25.7, 2. Albert (1844) 1.28.9; im toten Rennen beide 2 . 54.8 Min.; Staffeln: 3X100-m- Kraul: 1. FFC I 3.57.8, 2. SSVF 4.07.5; 3X100-m-Lagen- Knaben: 50 m Kraul: 1. Schramm (SSVF) 33.0 Sek., unternhm Ri®dlingen bei Ulm Sch Wimm-Meisterschaften des Bezirkes Freiburg, die a i mren Beamten und Angestellten ; bei Beteiligung der Vereine SSVF, FFC, 1844 Freiburg, einen Ausflug nach Staufen. Auch diese waren -"-’ --- ~ ' sÄt d hU h befrSS SeW ° rdene Gastfreund - ? eg ® nfeIder Gesangverein erfreute uns gebraten 1 Vorträge? 68 ^ ” Gehör Anläßlich eines Besuches bei der Firma Janke •=*“=>.• *• cxx. w x.«„.,, *. „x^x. & Kunkel stattete ddr Uriteritentes-xkr-.t-!- 200 m Kraul: 1. Cempirek (FFC) und Plötze (SSVF) ägyptischen Regierung in Kafro unser^ histo- ' staffe ^ Biir(iprr«, a ^ aU t ebenfalls einen Besuch ab. Der der ?wt ? r be ^" üßte lm Beisein der Inhaber der Firma Janke & Kunkel den hohen Gast. Se^al^rfteV?^* bes .t and Fräulein Hildegard Gebilfenprufuns; Im Damenfriseur- . bei Herrn Hermann Maihofer, Friseurmeister. „Das Volk“ gratuliert! Kleiderund Schuhe ausLocustValley Da 7 erschi edene Gemeinden ihre suchte t ^ zurückerhalten haben, ver- a Ji dh dl .?, Stadt Breisach wenigstens einen fUr fr ^- e ^ e Pachter zu bekommen. Die ßcrauhungen blieben leider ohne Erfolg. Die Stadt Breisach erhielt von ihrer ameri- kamschen Patenstadt Locust Valley eine grö- ßere Kleider- und Schuhspende. Etwa 300 Einwohner, die durch Kriegseinwirkung ganz oder werden® D?I Ä WUr< ^ n ’ konnten beschenkt werden. Die Stadtverwaltung dankte herzlich d ^r Bevölkerung und übermittelte tifnen ireisaL ZWei mittelaIterlicbe Reproduk- „. Z u u den großen Problemen der Stadt gehört 4 v?-i^ le ^rankonhausfrage. Hier ist dringend Abhilfe geboten. Die .Versuche der Stiftungs- e?nm d M d t S Spitalfonds > finanzielle Mittel § zu 6 =„ NeUbaU zu tra ?barer Zinsbelastung auf- ’ + Ware „ n erfolglos. Der Stadthaushalt selbst weist größere Defizite auf, und die Ein- nahmen aus Holzhieben fallen ganz wee da der Stedtwald durch die Verwüstungen ^ eine^ Zuschußbetrieb wurde. Das Vermögen des Spi- gl , ng bis auf unbebauten Grund und. mni^h Ve I l0ren ' hoffentlich ist es dem Staat möglich, der so schwer heimgesuchten Grenzstadt zu helfen. j. I Stimmung und ein leider etwas zu teuerer kühler von <844 Freiburg im Kampf um die stidbadische Fußballmeisterschaft gegen VfL Konstanz eine unglückliche 3:2-Niederlage hinnehmen mußte — über diese Begegnung berichteten 1 wir bereits an anderer Stelle — wurde mit dem Treffen Sportfreunde — 1844 Freiburg die neue Platzanlage, über die man sich allgemein sehr lobend äußerte, offiziell eingeweiht. Die beiden Freiburger Bürgermeister Schleier und Ruh, sowie Gartenbaudirektor Muhl ließen es sich nicht nehmen, dieser Einweihung beizuwohnen. Bürgermeister Ruh, als Sportreferent der Stadt, übergab die neue Anlage den Sportfreunden mit den besten Wünschen für die Zukunft vor allem der Sportjugend der Weststadt, für die das „West-Stadion“ zur neuen Heimat werden soll. Wenn auch die zahlreichen Zuschauer bereits ungeduldig wurden, so kamen doch die Worte aller, die bei der Übergabe auf der Mitte des Spielfeldes gewechselt wurden,- von Herzen und galten,in erster Linie all jenen, die sich um das Zustandekommen dieses Stadions verdient gemacht haben. 2. Kern (1844) 33.8 ; 50 m Brust: 1. Wagisnauser (SSVF) 38.5, 2. Probst (FFC) 40.0; 50 m Rücken: 1. Schramm (SSVF) 41.0. Weibliche Jugend: 100 m Kraul: 1. Füßlin (SSVF) 1.25.6, 2. Kieple (FFC) 1.30.0; 100 m Brust: 1. Wetzei (SSVF) 1.34,7, 2. Horch (1844) 1.37.0; 100 m Rücken: 1. Füßlin (SSVF) 1.44.3, 2. Vögele 1.49.6; 50 m Brust, Mädchen: 1. Stärk (ASV) 48.9 Sek., 2. Ehret (1844) 49.0); Staffeln; 3X100 m Brust: 1. SSVF I 5.07.5. 2. FFC 5.13.4; 3X100 m Lagen: 1. SSVF (Alleingang) 5.11.0. Bei den gleichzeitig ausgetragenen Bezirksmeisterschaften der Kunstspringer wurden die Meister ermittelt: Klasse I Herren: 1. Gräf (SSVF) 118,44 Pkte. Frauen-Klasse H: 1. Bartels (SSVF) 65,39; Jugendklasse Herren. 1. Schwamm (SSVF) 32,70; Jugendkl. Frauen: Huras (SSVF) 22,95; Knabenklasse; Spintzig (1844) 16,93. Die Studentensportler sind im Kommen Beim Sporttag des Hochschulinstitutes für Leibesübungen der Universität Freiburg gab es teilweise hervorragende Leistungen Uni München im Endspiel um die Deutsche Hochschulmeisterschaft In ihrem Stadion, das für diese Veranstaltung der Freiburger Universität zur Verfügung gestellt wurde, begingen die Studenten ihren „Dies Gymnasticus“, der bei einer Beteiligung von etwa 500 Studenten aus Basel, München, Karlsruhe und Freiburg zum Teil außerordentliche Leistungen zeitigte. Herrliches Wetter, eine farbenfreudige Zuschauerkulisse und eine Kampfstätte, die sich in ausgezeichnetem Zustand he- Höhepunkt der Veranstaltung war das Vorschlußrundenspiel im Fußball um die Deutsche Hochschul- 1 meisterschaft zwischen den Universitätsmannschaften von München und Freiburg. Die Gäste zeigten sich technisch und taktisch klar überlegen, während fand, bildeten den äußeren Rahmen, dieser auch or- die Freiburger Studenten, die vor allem in der Läu- ganisatorisch gut durchgeführten Veranstaltung, bei; ferreihe und auf dem Rechtsaußenposten schwach be- . • . _u iii.L. a_ a. — —s.—— lremon Ucih. ..i A _ . _ _ * . . . der fast sämtliche Sportarten zum Wort kamen. Vorab seien die Laufdisziplinen genannt, denn sie waren es, bei denen die bemerkenswertesten Ergebnisse erzielt wurden. Wolters, Uni Freiburg, lief über 100 m die beachtliche Zeit von 10.9 Sekunden und hat s sich hiermit in die deutsche Spitzenklasse eingetragen. Über 200 m lief er mit 22.1 Sekunden eine neue badische Nachkriegsbestleistung und unterbot den von ihm gehaltenen bisherigen Rekord um eine Zehntelsekunde. Das zweite hervorstechendste Ereignis war der Versüß der Nordradier Sprinterstaffel, sich in einem Qualifikationslauf über 4X100 m die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in Düsseldorf zu erkämpfen, wofür die Zeit von 43.5 Sekunden erreicht werden mußte. Straßburger, Spitzmüller, Dieser und Wolters liefen in dieser Reihenfolge die gute Zeit von 42.6 Sekunden gegen eine Staffel der Uni Freiburg, die 47.6 Sekunden benötigte, und sicherten sich somit die Teilnahme an den Meisterschaften. Bei der Unzahl der durchgeführten Disziplinen greifen wir einige der wichtigsten Ergebnisse heraus. Hochsprung: Knoch, FFC, 1,70 m; Handball: Uni Frei- bürg — th Karlsruhe 9:9; Hockey (Männer): Uni Freiburg _ th Karlsruhe 2:2: (Damen) Uni Freiburg -- ASV Frelbut’g 0:0; Basketball: Uni Freibirg — Uni Basel 18:16; Handball nach Hallenhandballart: Uni Freiburg — TH Karlsruhe 1:6: Straßenstaffel von der Uni zum Stadion (etwa 3 km) unter Beteiligung von sechs Mannschaften aller Fakultäten: 1. Juristische Fakultät (7.35.6 Min); 2. Sportstudenten; 3. Mediziner. setzt waren, nur eine Halbzeit mithalten konnten. Großes Pech (einige Lattenschüsse) verhinderten die Egalisierung der durch Seemann erzielten l:0-Füh- rung für München, die dann auch Halbzeitergebnis bleiben sollte. Nach dem Wechsel setzte sich die ausgezeichnete Kondition der Gäste durch die durch drei weitere Treffer von Lauxmann den nie gefährdeten Sieg sicherstellten und sich somit die Teilnahme am Endspiel, das Mitte Juli in Gießen gegen den Zieger aus der Gruppe Nord durchgeführt wird, erkämpften. Trotz Hitze kein Sommerfußball 1844 Freiburg — Sportfreunde 6:2 (2:2) Man merkte beiden Mannschaften an, daß sie, als Schiedsrichter Bräutigam dieses Treffen anpfiff, gewillt waren, ihr Bestes zu geben. So kam ein Spiel zustande, das bei nicht: allzu hochgeschraubten Erwartungen diese voll erfüllte. Schnell, einsatzfreudig, fair, mit Feinheiten gewürzt, lieferten sich beide Mannschaften eine Halbzeit lang ein ausgeglichenes Treffen. Offensichtlich hatte 1844 ein technisches Übergewicht, das die, Sportfreunde aber durch energischen Einsatz auszugleichen verstanden, wobei der Sturm vor dem gegnerischen Tor fast durchweg um eine Nuance gefährlicher war. Die kurz nach dem Anpfiff von Kopp erzielte 1:0-Führung für 1844 wurde bald durch Landmann ausgeglichen. Schnell waren in dieser Spielzeit die beiden Außen der Sportfreunde und standsicher die Deäcung, dio einen reaktionsschnellen Tormann hinter sich wußte. Nagel stellte in der 30. Minute die 2:l-FÜhrung für die Platzbesitzer her, die aber postwendend abermals ven Kopp egalisiert wurde. Itfach dem Wechsel setzte sich die bessere Kondition von 1844 mit immer größer werdender Überlegenheit durch, während die Sportfreundeelf sichtlich am Ende ihrer Kräfte war. Taktische Fehler taten das ihre, so daß schließlich die 6:2-Niederlage noch einigermaßen erträglich blieb. Die Treffer für 1844 erzielten Kopp (2), Nageleisen und Ehret. —nz. Leichtathleten noch nicht ganz Hl Ober 200 Teilnehmer bei den Bezirksmeister schäften in freiburg Nachdem bereits am Samstag mit dem „Dies Gym- , Abwehrleistungen der Denzlinger ging es mit 0:0 in Gründung des Denzlinger Verkehrsvereins Am Monteg versammelten sich die Denzlinger Geschäftsleute im Rathaus, um den Denz- ti e kX? rk6br x Sve x rein zu gründen. Bürgermeister Heller betonte, es gelte jetzt, Denzlingen a . us . ®f iner Isolation herauszuziehen. Jede Passivität und Bescheidenheit sei fehl am Platze. Gerade die günstige Verkehrslage des Ortes fordere geradezu eine Werbung heraus. Ein Interesse hätten natürlich vor allem die Gastwirte daran, aber auch die Geschäftswelt könnte durch eine Belebung des Verkehrs großen Nutzen ziehen. In der anschüeßenden Aus durchzuführen nasticus“ die Studenten der Freiburger Universität mit einem außerordentlich reichhaltigen Leichtathletik ■-Programm aufgewartet hatten, trafen sich am Sonntagvormittag mehr als 200 Leichtathleten der Kreise Freiburg, Emmendingen und Müllheim. zur Durchführung der Bezirksmeisterschaften im Mösle- Stadion. Daß hierbei keine außergewöhnlichen Leistungen erzielt wurden, mag einmal an der durch den vorhergegangenen Regen schwer gewordenen Bahn, zum anderen am Saisonbeginn gelegen haben. Im einzelnen gab es folgende Ergebnisse: Männer: 100 m: 1. Baas (FFC) 11.2 Sek., 2. Ringwald (FFC) 12 0; 200 m: 1. Baas (FFC) 22.1, 2. Reichenbach (Waldkirch) 23.9, außer Konkurrenz; Mayer (Lörrach) 23.0; 400 m: 1. Baas (FFC) 50.6, 2. Böhler (Waldkirch) 53.6: 800 m: 1. Brender (FFC) 2.06.8 Min., 2. Schmitt (FFC) 2.07.0; 1500 m: 1. Zimmermann (Emmendingen) 4.19.4, 2. Krattenmacher (FFC) 4.26.0; AH-IJlasse II: I Steffes (Bötzingen) 5.13.0; 5000 m: 1. Lay (Bötzingen) 17.17.4, 2. Krause (Bötzingen) 17.58 2; Weitsprung: 1. Reichenbach (Waldkirch) 6,18 m, 2. Dr. Johannsmeier (Waldkirch) 6,05; Hochsprung: 1. Deimler (FFC) 1,58 m, 2. Liesenfeld (FFC) 1,54; Stabhochsprung: allem die Mitgliederwerbung hätte. Erster Vorsitzender wurde Hauptlehrer Fur- rer, sein Stellvertreter Bürgermeister Haller. Zum Schriftführer ernannte man Gertrud Nüb- ^ (J Ung, zum Kassierer Helmut Veite. Auueraem . 1 Dürrwächter (FFC) 2,81, 2. Liesenfeld (FFcj 2,60; wurde ein Ausschuß einberufen, in dem Ver- j Speerwerfen: l. Dtirrwächter (ffc> 45 , 15 , 2 . Metzger treter aller Berufsstände ihren Sitz einnehmen. ; (Emmendingen) 42,54; Diskuswerfen: 1 . Kiehnle (Ken- n-eier auer ^eruisstdnue liiieii o w. ; zingen) 36,41, 2. Wagner (FFC) 34,67; Hammerwerfen: Dl6 Herausgabe eines Prospektes W}* . . l. Fritz Spörl (Kollmarsreute) 33 , 92 , 2 . Schillinger dringen dempfunden. Außerdem soll das uon- : (Kollmarsreute) 30,61; Kugelstoßen: 1 , Kiehnle (Ken- bild verschönert und eine intensive Werbung zingen) 13,41, 2. Wagner (FFC) 11,93: 4xioo-m-8taffei: durchgeführt werden. Hauptlehrer Furrer , i- waldkirch 46,5, 2. ffc i 46, b. , - -- äußerte sich daß der Verein nicht nur Wirt- ! Frauen: lOO m: 1. Hauß (FFC) 13.9, 2. Gauß (FFC) spräche wurde die Notwendigkeit , slCf1 ’ aau aer Y. , “I. “ 11a ail f aa hen 14 - 3 ' Weltsprung: 1. Hauß (FFC) 4,61 m, 2. Johanna kehrsvereins anerkennt , Ver ‘ schaftliche, sondern auch kulturelle Aufgaben Schneegas (PTSV Jawn) 4 5B . H ochsprung: l. Rail ms anerkannt, und man beschloß bis besitze. So denke man an die Einrichtung einer (F fc) 1 , 32 , 2 . Reichert (FFC) 1 , 25 ; Diskuswerfen: zur Einberufung einer Generalversa mmlung Volksbücherei und eines Theaterrings. Er hoffe, ! 1 . Sport (Kollmarsreute) 24,59 m, 2 . Schneegas (pstv wekchI°dte vÄherlLnde d8 ?^ ernennen > dfß die Arbeit des Verkehrsvereins zum Segen ^^ek'.;'^äd^:°n°'B:'^^TSv'ja^«r^^ weicne die vorbereitenden Maßnahmen und vor i für die ganze Gemeinde werde. Lahr Eine Industriegewerkschaft ehrte ihre Veteranen Die Industriegewerkschaft Druck und Papier des Bezirkes Lahr veranstaltete am Samstagabend im Räppensaal eine Jubiläumsfeier zu Ehren ihrer ältesten Mitglieder. Bevor das offizielle Programm eröffnet wurde, konnten die Jubilare sich an Kuchen (den Mädchen der Jugendgruppe gebacken hatten) und Wein laben. Vorsitzender Wacker begrüßte die Gäste. Die Ehrung nahm der zweite Gauvorsitzende und Geschäftsführer H. Müller vor, der zugleich die Glückwünsche des Zentralverbandes übermittelte. Es wurden geehrt: für 60jährige Mitgliedschaft: Karl Göhringer, Wilhelm Vogel, Heinrich Reck, Ernst Stolz, Fritz Hänle und Friedrich Maurer; für 50jährige Mitgliedschaft: Al-' bert Lieber, Fritz Lehmann, Wilhelm Pfisterer, Wilhelm Christmann, Adolf Zinsen, Karl Zahs, SPheodor Münz, Friedrich Siefert, Wilhelm Hänle, Max Schäfer, Hans Dürr, Karl Meister, Felix Kießling, Adolf Lukas, Heinrich Pracht, Friedrich Orschiedt, Adam Fischer, Theodor Kesselmeyer, Karl Ruder, Mina Dürr und Adolf Huber. Die Glückwünsche der Jugendgruppe sprach deren Leiter Kaltenbach aus. Mit herzlichen Worten dankten zwei Jubilafe. Vorsitzender Wacker wurde in Anerkennung seift er Verdienste ebenfalls geehrt. Der erste Gauvor- ,sitzende Reihe! gab in seiner Ansprache einen Rückblick auf die Entwicklung der Gewerkschaften und würdigte dabei besonders die Verdienste der alten Mitglieder. Die Jugend und die Frauen forderte er zu stärkerer Mitarbeit auf. Kollege Döbelin, Gauvorsitzender von Württemberg-Baden, stellte der Jugend den Jubilar Hans Dürr als Vorbild vor Augen und sprach von dessen Verdiensten als Gewerkschaftssekretär und Landtagsabgeordneter. Dann schilderte Döbelin seine Eindrücke, die er auf einer Studienreise nach /ynerika erhalten hat, Männliche Jugend: Klasse Junioren: 100 m: 1. Böhler (Waldkirch) 11.9, 2. Kirschner (Kollmarsreute) 12.9; Klasse A: 100 m: 1 Frille (Kenzingen) 11.8, 2. Nehr- wein (FFC) 12.1; 400 m: 1. Nehrwein (FFC) 57.5; 1000 m: 1. Mangang (PTSV Jahn) 2.59.2 Min., 2. Reckhart (Kenzingen) 3.09 2; Weitsprung: 1. Frille (Kenzingen) 5,83, 2. Spieß (FFC) 5,80; Hocksprung: 1. Korinth (Waldkirch) 1,57, 2. Troll (St. Georgen) und Spieß (FFC) je 1,54; 4X 100-m-Staffel: 1. FFC 50,6, 2. PTSV Jahn 53,8; Klasse B: 1000 m: 1. Zimmermann (FFC) 2.55.2, 2. Otter (FFC) 3.04.8; Weitsprung: 1. Leiher (Waldkirch) 4,85, 2. Buri (PTSV Jahn) 4,70; Hochsprung: 1. Jeanmaire (Waldkirch) 1,50, 2. Schörk (Waldkirch) 1,45; 4X100-m: 1. Waldkirch 52,5 Sekunden. Mädcten: Klasse A: 100 m: I. Gutjahr (Kollmarsreute) 147 Sek., 2. Werber (FFC) 15.4; Hochsprung: 1. Fix (Waldkirch) 1.10 m, 2. Rambach (Waldkirch) und Schindler (Ifraldklrch) Je 1.05; Weitsprung: 1. Säger (St. Georgen) 3,60 m, 2. Gauß (PTSV Jahn) 3,24; Klasse B; 100 m: I. Fischer (PTSV Jahn) 14.5, 2 . Landwehr (PTSV Jahn) 14.5; Weitsprung: 1. Landwehr (PTSV Jahn) 4,30, 2. Paul (Teningen) und Reinhold (PTSV Jahn) Je 3,95 m. SV Waldkirch — SV Denzlingen 4:2 In einem von beiden Seiten temperamentvoll geführten Spiel, zeigten beide Mannschaften ihr sehr gutes Können. Während die .Waldkircher durch technisch flotte Leistungen gefallen kennten, hinterließ der neugebackene Bezirksklassemeister durch seine Schnelligkeit einen guten Eindruck, Durch Lun ose die Halbzeit. Nach der Pause stellten die Elztäler durch Tore von Götzmann, Weisel und Herkommer den verdienten Sieg der Waldkircher sicher, während die eifrigen Gäste nur zu zwei Gegentreffern kamen. Waidkirths Ringerstaffet gegen Germania Ottenburg 7:1 Den ausgezeichneten Leistungen der Waldkircher Ringer hatten die Offenburger, vor allem in den unteren Klassen, nichts Gleichwertiges gegenüberzustellen. Nach meist kurzer Ringzeit waren die Waldkircher Hais, Ringwald, Kopp, Frankl, Springweiler über die Offenburger Soth, Nock, Molinaro, Sachs, Maier und J. Hättig erfolgreich, während A. Hättig über Reichenbach den einzigen Erfolg für Offenburg erringen konnte. Stratz (W) wurde kampflos Slr^r. Kampfrichter Erschig, Vörstetten, leitete korrekt. Gutach. Am Samstag, 16. Juni, konnte Alois Holzer, wohnhaft im Ortsteil Ottensteg, bei bester Gesundheit seinen 95. Geburtstag feiern. -— Die Gemeinde ehrte ihn als Dorfältesten, der annähernd 40 Jahre lang den Totengräberdienst in der Gemeinde versah, durch Überreichung eines kleinen Geburtstagsgeschenkes. Wir gratulieren! Anfnahme der Schulanfänger Zu Beginn des neuen Schuljahres werden alle zwischen 1. Oktober 1944 und 30. September 1945 geborenen Kinder schulpflichtig. Sie sind in dem der Wohnung am nächsten gelegenen Schulhaus am Freitag, dem 23. Juni 1951, von 8 bis 12 Uhr oder 15 bis 17 Uhr anzumelden. Geburts- und Impfschein sind vorzulegen. Die schulärztliche Untersuchung der Schulanfänger findet im Staatlichen Gesundheitsamt, Günterstalstraße 67, statt, und zwar für die Geburtsmonate Oktober, November, Dezember 1944 vom 25. bis 29. Juni zwischen 8 bis H Uhr Januar, Februar, März 1945 vom 2. bis 6. Juli zwischen 8 bis 11 Uhr April, Mai, Juni 1945 vom 9. bis 13. Juli zwischen 8 bis 11 Uhr Juli, August, September 1945 vom 16. bis 20. Juli zwischen 8 bis 11 Uhr Auch die vom Schulbesuch zurückgestellten Kinder müssen der Schulärztin zur Untersuchung vorgestellt werden (obige Termine). Nach der Untersuchung ist für die zurück- gestellten Kinder von dem Erziehungsberechtigten ein Zurückstellungsantrag auf dem Kreisschulamt, Eisenbahnstraße 45 (Mittelbau, 4. st.) zu unterschreiben. Impfscheine sind zur Untersuchung mitzubringen. Badisches Kreisschulamt Schulamt Freiburg i. Br .-Stadt Seit« 10 — Nummer 78 m. Juni 1991 Par Potk Danksagung + Für die überaus zahlreichen Beweise der Treu« Einmotten und Verbundenheit beim Heimgang unseres lieben, unvergeßlichen Verstorbenen nicht vergessen! Wilhelm Schneider Wir beraten Sie gerne! Bestbewährte und sicher wir- Zigarrenfabrikant kende Vertilgungsmittel erhalten Sie preiswert bei danken wir recht herzlich. BECK Freiburg i. Br.. BAD E N IA - DROGERIE -—- den 18. Juni 1951 In der Universität»Straße 6 Hugstetten, zwischen Bertholdstr. u. Rathaus Die trauernden Hinterbliebenen: Hedwig Schneider geb. Martin Hermann Bohny und Frau Annemarie geb. Schneider Carl Baum u. Frau Berti geb. Schneider Carl Schneider und Frau Inger geb. Petersen. Wir bieten gegen sofortige Kasse Danksagung SM-Papier-Durchschlag und Natronseiden Allen, die uns anläßlich des Heimgang^ unserer Heben, Angebote unter F 2921 an Das unvergeßlichen Tochter Volk, Freiburg. Luise Margarete Schrank Gute und preiswerte Möbel für die geschmackvolle ihr Mitgefühl durch das letzte Geleit, die herrlichen Blumenspenden und die Teilnahme an den hl. Opfern Wohnung In großer Auswahl bekundet haben, sprechen wir hiermit unseren tiefsten Dank aus. ' Nicht zuletzt danken wir herzlichst der Firma Herte- Companie, Freiburg i. Br., für das ehrende Gedenken. Freiburg i. Br., den 18. Juni 1951 ..... Dreikönigstraße 39 Frei borg L Br. In tiefer Trauer» Schwabentorplatz S Familie Hermann Schrank. Das altbewährte Fachgeschäft 1 N STATT KARTEN In dankbarer Freude geben wir die Geburt un- strer Tochter UtSlllcl bekannt. Frau GERTRUD MÜLLER geb. Holwegler HANS MÜLLER Metzgermeister Freiburg L Br., den 15. Juni 1951 Hebsburgeretraße 65 - - - KAISER-JOSEPH-STRASSE 190 führend in Mode u. Sport Das Schuhhaus unter der Arkadenecke A. Lorenz Rohprodukten »Großhandel Freiburg, Ecke Eschholz* und Wannerstraße kauft lautend zu den höchsten Tagespreise« Alteisen, Metalle, Lumpen u. Papier Ankauf nur Wannerstraße Such# für sofort ehrlichen, zuverlässigen Bäckergehilfen mit Konditoreikenntnissen. Angebote unter A 24 425 an Das Volk, Freiburg 1. Br. »Das Volk« die Zeitung der Schaffenden Gewerbe- und Industriebetriebe Krankenhäuser / Anstalten Behörden nsw. bringen Ihr« Bezugsr«cht« zur sorg« fähigen Belieferung der Pinn« Kaiser-JoMph-Straße 190 Eingang Franziskanerstraß« ZENTRAL”THEATER emmendingen Bimstag, SO Uhr, und Donnerstag, «1.11 Mir: Der berühmte Fritz-Lang-Filrn Mit Sylvia Sidney und Hennry Bend» Gehetzt Flucht aus der TodeezeHe h> die WeK ohne Herz FÜCHSEN LICHTSPIELE Dienstag bis Donnerstag! Ein Spitzenfilm erregender Aktualität! Spionage in Fernost! Mit Sylvia Sidney, James Cagney Geheimnisvoll und dunkel, grausam und kalt, Spionage! Ein Wort voller Gefahr, ein Leben zwischen Tod und Untergang mit dem ewigen Lächeln des Orients! Täglich 80.30 Uhr; Mittwoch auch 11.30 Uhr Dieses BOLERO KLEID aus Kretonne kostet DM 35.75 Mau-weiß auch viele andere lustig« Muster in den Größen S&-46 CARL FABEL Reisedienst der Zeitung Das TZoik Veranstaltet durch Omnibusvermietung Raachlufi Freiburg, Talstrafie w Mittwoch, den 30. 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Die Brüder Noltenins Mit Willy Birgel, Adelheid Seeck, Eugen Klöpfer, Hilde Weissner, Karl Schßnböck, Ida Wüst Täglich 14.15, 16.30, 18.45 und 21 Uhr Bis einschli eßlich Donnerstag! Telefon 5192 Die Letzten vomFortGamble Der Aufstand eines gefährlichen roten Banditen. Apachenangriffe, Kämpfe in Arizona, ein packendes Drama des Wilden Westens. Jugendfrei! Wochenschau TägL 1445, u.30, AA45 und 21 Uhr